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Zahneins Gruppe GmbH GmbH

Hamburg ·HRB 246327 München
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Mühlenkamp 6C
22303 Hamburg
Handelsregister
HRB 246327, München
Eintragungsdatum
25. Januar 2019
Branche
Zahnarztpraxen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Unternehmenszweck
Betreiben zahnärztlicher Praxen und zahnärztlicher Kliniken in Form von ambulanten Medizinischen Versorgungszentren sowie alle damit in Verbindung stehenden Geschäfte; die Gesellschaft kann auch die Holdingfunktion für Unternehmen ausüben, die im vorgenannten Geschäftsbereich tätig sind.

Finanzen

Umsatz 2023
217,41 Mio. €
Mitarbeiter 2023
2.229
Bilanzsumme 2023
431,42 Mio. €
Jahresergebnis 2023
−188,76 Mio. €
4 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 431,42 Mio
  • Anlagevermögen 57,7 % 249,11 Mio
  • Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 23,8 % 102,74 Mio
  • Umlaufvermögen 18,3 % 78,76 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 815,4 k
Passivseite 431,42 Mio
  • Verbindlichkeiten 96,3 % 415,62 Mio
  • Rückstellungen 3,6 % 15,41 Mio
  • Sonderposten aus den Fördermitteln nach dem KHG 0,1 % 381,5 k
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 6,2 k
  • Eigenkapital 0,0 % 0
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
Erträge 227,94 Mio
  • Umsatzerlöse 95,4 % 217,41 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 3,8 % 8,55 Mio
  • Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 0,5 % −1,17 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,2 % 531,0 k
  • Erträge aus der Abwicklung von Fördermiteln 0,1 % 269,8 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 14,9 k
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 0
Aufwendungen 414,36 Mio
  • Abschreibungen 37,9 % 156,84 Mio
  • Personalaufwand 32,6 % −135,12 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 13,2 % −54,51 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8,3 % −34,41 Mio
  • Materialaufwand 8,0 % −33,01 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 % −265,2 k
  • Aufwendungen aus der Abwicklung von Fördermiteln 0,0 % −160,1 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −52,1 k
  • Ergebnis nach Steuern −187,53 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −188,76 Mio
  • Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 0
  • Konzernjahresfehlbetrag nach Gewinnverwendung −188,76 Mio
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Nils Grave seit 2024 Geschäftsführer
  • Sven Schwartz seit 2024 Geschäftsführer
10 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Z1 Gruppe GmbH DEU AG München, HRB 246339 100,0 % 25k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

6,0 % identifiziert 94,0 % nicht identifiziert
  • R****** W****** 4,0 %
  • M***** W*** 0,79 %
3 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2024
  2. 08.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Nils Grave · Geschäftsführer
  3. 08.07.
    Austritt einer Position
    Thomas Helmreich · Geschäftsführer
  4. 17.05.
    Austritt einer Position
    H**** J***** · Geschäftsführer
  5. 17.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Sven Schwartz · Geschäftsführer
  6. 2023
  7. 06.09.
    Austritt einer Position
    T**** A***** · Geschäftsführer
  8. 06.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    H**** J***** · Geschäftsführer
  9. 14.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    T**** A***** · Geschäftsführer
  10. 2022
  11. 05.09.
    Austritt einer Position
    P****** K*** · Geschäftsführer
27 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2023 Konzernabschluss
  • 2022 Konzernabschluss
  • 2021 Konzernabschluss
  • 2020 Konzernabschluss
  • 2019 Konzernabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Konzernabschluss 2022

Veröffentlicht am 26. Juni 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

Z1 Gruppe GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Z1 Gruppe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Z1 Gruppe GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Z1 Gruppe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 19. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Barnstedt, Wirtschaftsprüfer

Fröhlich, Wirtschaftsprüferin

Konzernbilanz zum 31.12.2022

Aktiva

31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 803.792,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 493.352,78 377.595,28
3. Geschäfts- oder Firmenwert 367.565.992,59 273.555.355,68
4. Geleistete Anzahlungen 237.429,54 4.146.789,89
369.100.566,91 278.079.740,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.678.461,13 4.886.412,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 575.689,61 189.764,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.014.018,77 11.415.662,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 831.493,41 0,00
23.099.662,92 16.491.839,69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 790.541,75 0,00
790.541,75 0,00
392.990.771,58 294.571.580,54
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.125.414,75 2.504.848,96
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.624.483,00 1.950.722,84
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.451.148,86 1.742.723,76
4. Geleistete Anzahlungen 4.800,00 4.800,00
8.205.846,61 6.203.095,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.581.538,22 14.600.595,51
2. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 115.430,39 41.881,17
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.796.252,10 6.342.143,25
33.493.220,71 20.984.619,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.820.153,54 55.171.305,63
61.519.220,86 82.359.021,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.694.530,01 608.942,56
457.204.522,45 377.539.544,22

Passiva

31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 249.873,00 206.358,00
II. Kapitalrücklage 287.712.823,75 235.803.795,46
III. Konzernverlustvortrag -131.447.839,43 -67.988.631,32
IV. Konzernjahresfehlbetrag -97.624.970,01 -63.459.208,11
V. Nicht beherrschende Anteile 4.060.648,28 4.060.648,28
62.950.535,59 108.622.962,31
B. Sonderposten aus den Fördermitteln nach dem KHG 397.105,00 394.458,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 619.752,49 230.075,69
2. Sonstige Rückstellungen 13.260.416,36 6.157.269,63
13.880.168,85 6.387.345,32
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 182.742,27 279.610,79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 181.561,46 227.317,15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.671.222,37 5.438.463,65
4. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 544.357,45 84.502,81
5. Sonstige Verbindlichkeiten 374.303.092,36 256.013.687,69
379.882.975,91 262.043.582,09
E. Rechnungsabgrenzungsposten 93-737,10 91.196,50
457-204.522,45 377.539.544,22

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

1.1. - 31.12.2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 216.651.870,52 138.218.006,39
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -499.504,83 269.355,05
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 503.211,40 1.091.285,10
4. Sonstige übrige Erträge 7.215.866,96 3.802.604,11
5. Materialaufwand -34.520.417,18 -22.690.421,93
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.479.605,83 -13.174.818,37
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -15.040.811,35 -9.515.603,56
6. Personalaufwand -128.338.852,37 -81.038.484,52
a) Löhne und Gehälter -110.104.680,81 -69.187.888,94
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -18.234.171,56 -11.850.595,58
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -79.718.104,08 -58.269.465,45
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -47.250.920,34 -27.078.378,31
9. Erträge aus der Abwicklung von Fördermitteln 268.697,70 276.754,39
10. Aufwendungen aus der Abwicklung von Fördermitteln -152.690,40 -168.518,19
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.970,27 36.555,49
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.024.260,82 -16.806.797,75
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -598.074,82 -191.897,24
14. Ergebnis nach Steuern -96.441.207,99 -62.549.402,86
15. Sonstige Steuern -13.162,74 -161.554,05
16. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn -1.170.599,28 -693.903,55
17. Konzernjahresfehlbetrag -97.624.970,01 -63.404.860,46
18. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 0,00 -54.347,65
19. Konzernjahresfehlbetrag nach Gewinnverwendung -97.624.970,01 -63.459.208,11

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

1.1. 31.12.2021
TEUR TEUR
1 Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag) einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschaften -97.625 -63.459
2 +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 79.718 58.269
3 +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.062 1.246
4 +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1.097 602
5 -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.010 -2.138
6 +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.164 979
7 -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 588 -5
8 +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 30.002 16.770
9 +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 598 192
10 -/+ Ertragsteuerzahlungen -457 -1.060
11 = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 10) 11.809 11.396
12 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -55.429 -26.871
13 + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 424 186
14 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.886 -5.011
15 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
16 - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -66.845 -11.101
17 + Erhaltene Zinsen 22 37
18 = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 12 bis 17) -129.715 -42.761
19 + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 44 554
20 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 0 -8.114
21 + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 106.200 81.888
22 - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -97 -40
23 + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 156 155
24 - Gezahlte Zinsen -26.983 -15.076
25 - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -694 -701
26 = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 19 bis 25) 78.626 58.666
27 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 11,18,26) -39.280 27.302
28 +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 3.929 1.072
29 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 55.171 26.798
30 = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 27 bis 29) 19.820 55.171

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Stammkapital Kapitalrücklage
TEUR Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
Stand zum 1.1.2021 206 0 235.261 235.261
Gewinnverwendung 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung der Gesellschafterin 1 0 543 543
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 01.01.2022 206 0 235.804 235.804
Gewinnverwendung 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 44 0 51.909 51.909
Erwerb/Veräußerung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung der Gesellschafterin 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 250 0 287.713 287.713
Eigenkapital des Mutterunternehmens
andere Gewinnrücklagen Verlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag Summe
TEUR
Stand zum 1.1.2021 0 -6.016 -57.625 171.825
Gewinnverwendung 0 -57.625 57.625 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung von Anteilen 0 -4.348 0 -4.348
Kapitalerhöhung der Gesellschafterin 0 0 0 544
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0 0 -63.459 -63.459
Stand zum 01.01.2022 0 -67.989 -63.459 104.562
Gewinnverwendung 0 -63.459 63.459 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 51.953
Erwerb/Veräußerung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung der Gesellschafterin 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0 0 -97.625 -97.625
Stand zum 31.12.2022 0 -131.448 -97.625 58.890
Nicht beherrschende Anteile
Anteile anderer Gesellschafter vor Jahresergebnis Auf Anteile anderer Gesellschafter entfallende Gewinne Summe Konzerneigenkapital
TEUR
Stand zum 1.1.2021 6.748 0 6.748 178.574
Gewinnverwendung 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 1.068 0 1.068 1.068
Erwerb/Veräußerung von Anteilen -3.810 0 -3.810 -8.158
Kapitalerhöhung der Gesellschafterin 0 0 0 544
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0 54 54 -63.405
Stand zum 01.01.2022 4.006 54 4.060 108.623
Gewinnverwendung 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 51.953
Erwerb/Veräußerung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung der Gesellschafterin 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss-/fehlbetrag 0 0 0 -97.625
Stand zum 31.12.2022 4.006 54 4.060 62.950

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I Allgemeine Angaben

Die Z1 Gruppe GmbH mit Sitz in München stellt einen Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 1 HGB i. V. m. § 291 HGB zum 31. Dezember 2022 auf. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München unter der HRB 246339.

Die Z1 Gruppe GmbH und ihre Tochterunternehmen (im Folgenden: "zahneins-Gruppe") sind im medizinischen Bereich tätig. Mit der Deister-Süntel-Klinik GmbH mit Sitz in Bad Münder als zugelassenes Plankrankenhaus (§ 108 NR. 2 SGB V) hat die zahneins-Gruppe einen führenden Praxisverbund im zahnmedizinischen Bereich aufgebaut.

Der Konzernabschluss der zahneins-Gruppe ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Z1 Gruppe GmbH weist als Mutterunternehmen zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen GmbH auf.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften für Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die speziellen Vorschriften zur Erstellung eines Konzernabschlusses beachtet worden. Die Gliederung der Konzern-Bilanz erfolgt gemäß § 266 Abs. 2 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aufgrund der "Buy- and-Build"-Wachstumsstrategie im Dentalbereich der zahneins-Gruppe ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahren im Zeitablauf nur eingeschränkt gegeben.

Soweit nach den gesetzlichen Vorschriften Zusatzangaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlich sind, sind diese im Anhang aufgeführt.

Alle Angaben, soweit nicht anders vermerkt, erfolgen in tausend Euro (TEUR). Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.

II Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen 81 inländische unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen, die zum 31. Dezember 2022 vollkonsolidiert werden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen werden einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Der Anteilsbesitz der Z1 Gruppe GmbH stellt sich nach § 313 HGB wie folgt dar:

Nr. Name, Sitz Anteil am Kapital
A. Mutterunternehmen
Z1 Gruppe GmbH, München 100,00%
B. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
1. zahneins Gruppe GmbH, München 1) 100,00%
2. zahneins Verwaltungs GmbH, Hamburg 1) 100,00%
3. Klinikpartner Bad Münder GmbH, Bad Münder 1) 100,00%
4. Deister-Süntel-Klinik GmbH, Bad Münder 1) 100,00%
5. DSK Service GmbH, Bad Münder 1) 100,00%
6. DSK Prävention und Reha GmbH, Bad Münder 1) 100,00%
7. Zahnheimat MVZ GmbH, Esens 1) 100,00%
8. Zahnärzte Kaiserstrasse MVZ GmbH, Mülheim an der Ruhr 1) 75,00%
9. Creative Zahnärzte MVZ GmbH, München 1) 75,00%
10. zahneins GmbH, Hamburg 1) 100,00%
11. dentavida MVZ GmbH, Augsburg 1) 100,00%
12. H3 MVZ GmbH, Rechberghausen 1) 100,00%
13. Opus MVZ GmbH, Ulm 1) 100,00%
14- Medizinisches Versorgungszentrum R(h)einzahn MVZ GmbH, Bonn 1) 100,00%
15. Canini GmbH, Bonn 1) 100,00%
16. Zahnärzte Rotenburg MVZ GmbH, Rotenburg an der Wümme (vormals: Dr. Jacobs MVZ GmbH) 1) 100,00%
17. Medizinisches Versorgungszentrum R(h)einzahn am Friedensplatz MVZ GmbH, Bonn 100,00%
18. Dr. Eberle & Kollegen MVZ GmbH, Nordendorf 1) 100,00%
19. ZahnMedizin Sürenheide MVZ GmbH, Gütersloh 1) 100,00%
20. Dr. Kaiser, Schumacher & Kollegen MVZ GmbH, Bremen 1) 100,00%
21. Dentaloft MVZ GmbH, Frankfurt am Main 1) 100,00%
22. ROSA & WEISS - Zentrum für Mundgesundheit MVZ GmbH, Ludwigshafen am Rhein (vormals: Dr. Rossa & Kollegen MVZ GmbH) 1) 100,00%
23. Dental Specialists MVZ GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
24. Zahnärzte am Marktplatz/Heilsbronn MVZ GmbH, Heilsbronn (vormals: MVZ Prof. Dr. Volland & Kollegen GmbH) 1) 100,00%
25. MVZ Dental Center Gangelt GmbH, Gangelt 1) 100,00%
26. Dr. Dr. Wolfgang Kater & Kollegen MVZ GmbH, Bad Homburg 1) 100,00%
27. MVZ Buxtehude Moisburg Rosengarten GmbH, Buxtehude 1) 100,00%
28. Opus DC dental clinic GmbH & Co. KG, Ulm 1) 100,00%
29. Opus DC dental clinic Verwaltungsgesellschaft mbH, Ulm 100,00%
30. Dr. Baader & Kollegen MVZ GmbH, Mindelheim 1) 100,00%
31. Dr. Wiethoff & Kollegen MVZ GmbH, Gladbeck 1) 100,00%
32. Zentrum für moderne Zahnheilkunde MVZ GmbH, Stuttgart 1) 100,00%
33- ROSA & WEISS Zahntechnik GmbH, Ludwigshafen am Rhein (vormals: Dr. Rossa Zahntechnik GmbH) 1) 100,00%
34- ZZB-Zahnärzte GmbH, Berlin 1) 75,00%
35- Dentalplus GmbH, Wiesbaden 1) 100,00%
36. DRQ MVZ GmbH, Mönchengladbach 1) 100,00%
37- Zahnkultur MVZ GmbH, Köln 1) 100,00%
38. Zahnarztpraxis am Backofenwall MVZ GmbH, Augsburg 1) 100,00%
39- doc.böttcher & Kollegen MVZ GmbH, Neustadt am Rübenberge 1) 100,00%
40. Zahnzentrum Detmold MVZ GmbH, Detmold 1) 100,00%
41. Dr. Bauer & Kollegen MVZ GmbH Kempten (Allgäu) (vormals: Herodent GmbH, Hamburg) 1) 100,00%
42. Z1 IT GmbH, Hamburg 1) 100,00%
43. Prof. Dr. Bergmann & Kollegen - Zentrum für Zahngesundheit MVZ GmbH, Viernheim 1) 100,00%
44. Zahnarztpraxis an der Stadtbibliothek MVZ GmbH, Pforzheim 1) 100,00%
45. MVZ Elephant 5 GmbH, Köln 1) 100,00%
46. MVZ Jendritzky2 & Kollegen Zahnärzte GmbH, Bonn 1) 100,00%
47. Zahnzentrum Bellheim | Dr. Meyer & Kollegen MVZ GmbH, Bellheim (vormals: ZA 14 GmbH, Hamburg) 1) 100,00%
48. MVZ Hochrhein Dr. Stoll & Kollegen GmbH, Klettgau 1) 70,00%
49. Dr. Sensmeier & Kollegen MVZ GmbH, Minden 1) 100,00%
50. Zentrum für Zahngesundheit und Implantologie - Dr. Clemens Frigge und Marta Dinstak MVZ GmbH, Wickede (vormals: ZA 16 GmbH, Hamburg) 1) 100,00%
51. Starcke & Kollegen MVZ GmbH, Bremen (vormals ZA 17 GmbH, Hamburg) 1) 100,00%
52. Zahnmedizinisches Zentrum Am Rothaarsteig MVZ GmbH, Brilon (vormals: ZA 18 GmbH, Hamburg) 1) 100,00%
53- OrthoCenter GmbH, Crailsheim 1) 60,00%
54. Zahnzentrum am ABC-Bogen MVZ GmbH, Hamburg (vormals: Zahnklinik ABC-Bogen MVZ GmbH) 1) 100,00%
55- CAEM Verwaltungs GmbH, Hamburg 1) 100,00%
56. ABC-Bogen GmbH & Co. KG, Hamburg (vormals: Klinik ABC-Bogen GmbH & Co. KG) 1) 100,00%
57- MVZ Dr. Jürgen Pfötsch GmbH, Braunschweig 1) 100,00%
58. MVZ Dr. Siebers GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
59- MVZ Stiller GmbH, Berlin 1) 100,00%
60. Kleinsman Varzideh MVZ GmbH, Bocholt 1) 100,00%
61. MVZ Thiemer Heermann GmbH, Bochum 1) 100,00%
62. MVZ Eifel, Praxis für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Dr. Dr. Jakobs und Kollegen GmbH, Speicher 1) 100,00%
63. Kids Dental Care MVZ GmbH, München 1) 100,00%
64. Medizinisches Versorgungszentrum die Pluszahnärzte TG GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
65. Medizinisches Versorgungszentrum die Pluszahnärzte MH GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
66. Medizinisches Versorgungszentrum die Pluszahnärzte RE GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
67. Medizinisches Versorgungszentrum die Pluszahnärzte OM GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
68. KonfiDents Rezeptionsdienste GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
69. o + v GmbH, Düsseldorf 1) 100,00%
OC GmbH Dienste für Ärzte nach Bedarf, Düsseldorf 1) 100,00%
71. oral + venture AG, Düsseldorf 1) 100,00%
72. OrthoNeo dental GmbH, Dingolfing 1) 100,00%
73. Zahnärzte und Implantatzentrum Unterschleißheim MVZ GmbH, Duisburg 1) 100,00%
74. MVZ Giesenhagen & Kollegen GmbH, Lingen 1) 100,00%
75. "ZahnZentrum Nordwest" GmbH, Hude (vormals: ZahnZentrum Nordwest MVZ GmbH, Hude) 1) 100,00%
76. ZA 19 GmbH, Hamburg 1) 100,00%
77. Sensmile MVZ GmbH, München (vormals: ZA 20 GmbH, Hamburg) 1) 100,00%
78. ZA 21 GmbH, Hamburg 1) 100,00%
79. CoDental GmbH, Hamburg (vormals: ZA 22 GmbH) 1) 100,00%
80. ZA 23 GmbH, Hamburg 1) 100,00%
81. ZA 24 GmbH, Hamburg 1) 100,00%

1) Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Konsolidierungskreis um 28 Gesellschaften erweitert. Daneben wurden 3 Gesellschaften erworben, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die Gesellschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie von untergeordneter Bedeutung sind. Bei den einbezogenen Gesellschaften handelt es sich um 6 Neugründungen und 22 Anteilserwerbe. Die neu gegründeten Gesellschaften dienen als Trägergesellschaften medizinischer Versorgungszentren für den Erwerb weiterer Zahnarztpraxen und waren im Geschäftsjahr 2022 nicht operativ tätig. Aus Anpassung von Earn-Out Verbindlichkeiten für Unternehmenserwerbe aus Vorjahren sind zudem im Geschäftsjahr 2022 weitere Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden. Durch Veränderungen des Konsolidierungskreises bzw. der Aufnahme der operativen Tätigkeit vormaliger Vorratsgesellschaften ergaben sich folgende wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31.12.2022 im Vergleich zum Vorjahr:

Auswirkungen auf die Vermögenslage zum 31.12.2022 [TEUR]
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.265
Sachanlagen 4.442
Finanzanlagen 1.144
Vorräte 2.166
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.574
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.093
Rückstellungen 3.191
Verbindlichkeiten 51.977
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 195
Auswirkungen auf die Ertragslage 2022 [TEUR]
Umsatzerlöse 54.833
Sonstige betriebliche Erträge 2.362
Materialaufwand 8.819
Personalaufwand 28.332
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.676
Abschreibungen 2.012

III Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenserwerbe gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten von Tochterunternehmen mit dem zum Erwerbszeitpunkt vorhandenen Eigenkapital dieser Gesellschaften. Dabei werden stille Reserven und Lasten bei den Tochterunternehmen aufgedeckt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert beginnt mit dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird als passivischer Unterschiedsbetrag in der Bilanz ausgewiesen. In den folgenden Geschäftsjahren wird der passivische Unterschiedsbetrag in dem Ausmaß, in dem er auf erwarteten künftigen Aufwendungen oder Verlusten beruht, bei Anfall dieser Aufwendungen oder Verluste ergebniswirksam aufgelöst. Ist der passivische Unterschiedsbetrag dagegen nicht durch erwartete künftige Aufwendungen oder Verluste begründet, wird er sofort ergebniswirksam aufgelöst, soweit er die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte übersteigt. Der darüber hinausgehende passivische Unterschiedsbetrag wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte ergebniswirksam erfasst.

Ergibt sich aus der Veränderung der Beteiligungsquote an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ein Unterschiedsbetrag, so wird dieser im Sinne der Einheitstheorie (Darstellung als Kapitalvorgang) erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet.

Ausleihungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet.

Gemäß § 304 HGB werden Zwischenergebnisse bei Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens, die aus Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzerngesellschaften stammen, eliminiert.

Aufwendungen und Erträge, die sich aus Geschäftsbeziehungen im Konzern ergeben, werden im Einklang mit den Regelungen des § 305 HGB gegenseitig verrechnet. Das Gleiche gilt für Gewinnausschüttungen innerhalb des Konzernverbunds.

Entsprechend §§ 274 und 306 HGB werden Steuerabgrenzungen für Wertunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz nach dem bilanzorientierten Konzept vorgenommen, soweit sich die Abweichungen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen.

IV Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde aufgrund des Tätigkeitsbereichs des Konzerns zum besseren Verständnis um folgende Positionen erweitert:

Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht

Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG

Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht

Erträge aus der Abwicklung von Fördermitteln

Aufwendungen aus der Abwicklung von Fördermitteln

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt, soweit nicht anders dargestellt. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB ausgeübt. Die Aktivierung erfolgt dabei zu Herstellungskosten vermindert um pro rata temporis vorgenommenen, planmäßigen, linearen Abschreibungen von 3-10 Jahren.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden planmäßig linear pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3-10 Jahren abgeschrieben.

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 5-10 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Praxiserwerben richtet sich nach Größe, Standort und Nachhaltigkeit des Patientenstamms der erworbenen Praxis. Für den Geschäfts- oder Firmenwert unterbleibt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 S. 2 HGB.

(2) Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige (3 - 25 Jahre) und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Grundstücke sind von planmäßigen Abschreibungen ausgenommen.

Bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Bei Wegfall des Abschreibungsgrundes erfolgt gemäß § 253 Abs. 5 S. 1 HGB eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Geringwertige Wirtschaftsgüter sind für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung.

(3) Finanzanlagevermögen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Eine Aufstellung des Anteilbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB ist Bestandteil des Anhangs.

(4) Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

(6) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

(7) Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passivische Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

(8) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

(9) Sonderposten

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens (aus Fördermitteln nach dem KHG) entsprechen den Restbuchwerten der hiermit angeschafften Anlagegegenstände.

(10) Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Preis- und Kostensteigerungen werden in die Ermittlung des Erfüllungsbetrages einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Hierbei wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekanntgegebene Abzinsungssatz verwendet.

(11) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

(12) Latente Steuern

Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Dabei werden auch die quasipermanenten Differenzen berücksichtigt. Aktive latente Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge werden insoweit angesetzt, wie mit einer Nutzung innerhalb der nächsten 5 Jahre gerechnet wird. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander saldiert. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Latente Steuern aus Konsolidierungs- oder Bewertungseffekten für Konzernzwecke werden gemäß § 306 HGB berücksichtigt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15,00 %, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,50 % sowie Gewerbesteuer in Höhe von 16,45 % von insgesamt 32,28 %

Gemäß § 306 Satz 6 HGB werden die Posten nach § 274 HGB und § 306 HGB zusammengefasst.

V Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Erläuterungen zur Bilanz

(1.1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauer für den Geschäfts- oder Firmenwert beträgt je nach Größe, Standort und Nachhaltigkeit des Patientenstamms 5-10 Jahre und wird linear abgeschrieben. Die Zugänge beim Geschäfts- oder Firmenwert basieren auf den Erwerben von weiteren Zahnarztpraxen auf Ebene der Einzelgesellschaften in Höhe von TEUR 51.665 (Vorjahr: TEUR 25.155) sowie aus Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung TEUR 117.824 (Vorjahr: TEUR 8.422) und hier im Wesentlichen auf dem Zusammenschluss mit dem KonfiDents-Verbund.

(1.2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht

Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht betragen bis zu einem Jahr.

(1.3) Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.146 (Vorjahr: TEUR 156) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.099 (Vorjahr: TEUR 1.042).

(1.4) Eigenkapital

Die Zusammensetzung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel. Es bestehen weder gesetzliche noch satzungsmäßige Ausschüttungssperren.

Mit Datum vom 17. Januar 2022 hat die Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmen mit Nachtrag vom 14. Februar 2022 die Erhöhung des Stammkapitals um EUR 43.515,00 beschlossen. Im Zuge dieser Kapitalerhöhung erfolgte die Ausgabe neuer Geschäftsanteile.

Im Rahmen des Erwerbs der Konfidents Gruppe erfolgte eine Einlage in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2, Nr. 4 HGB.

(1.5) Sonderposten

In den Sonderposten werden die Anschaffungen subsumiert, welche mit Fördermitteln nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz ("KHG") angeschafft wurden.

(1.6) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 8.201 (Vorjahr: TEUR 4.023), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 3.184 (Vorjahr: TEUR 2.026), sowie Rückstellungen für nachträgliche Kaufpreiszahlungen in Höhe von TEUR 1.677 (Vorjahr: TEUR 0).

(1.7) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten sind wie folgt:

31.12.2022 [TEUR] Gesamt Unter 1 Jahr Über 1 Jahr Davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 183 20 163 -
im Vorjahr 280 280 - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 182 182 - -
im Vorjahr 227 227 - -
Verb. aus Lieferungen und Leistungen 4.671 4.671 - -
im Vorjahr 5.438 5.438 - -
Verb. n. dem Krankenhausfinanzierungsrecht 544 544 - -
im Vorjahr 85 85 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 374.303 27.989 346.314 -
im Vorjahr 256.014 17.183 238.831 -
Summe Verbindlichkeiten 379.883 33.406 346.477 -
im Vorjahr 262.044 23.213 238.831 -

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 341.200 (Vorjahr: TEUR 235.000) sind besichert durch die Verpfändung der Bankkonten, der Sicherungsabtretung von Forderungen und Geschäftsanteilsverpfändung der Deister-Süntel-Klinik GmbH selbst sowie einiger ihrer Tochtergesellschaften. Darüberhinaus sind in den sonstige Verbindlichkeiten Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12.399 ggü. einem Gesellschafter enthalten.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 erfolgten vereinbarungsgemäß die Zinszahlungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Verhandlungen zwischen zahneins, Gesellschaftern und Banken aufgenommen, um die zukünftige Ausgestaltung des Kreditvertrags zwecks Liquiditätssicherung zu überarbeiten. Im Dezember 2023 wurde der Kreditvertrag in wesentlichen Punkten (Laufzeit, Zinsen, Tilgung, Covenants) angepasst. In dem geänderten Kreditvertrag wird u.a. geregelt, dass die Laufzeiten zwischen April 2027 und Juli 2027 endet. Darüber hinaus wurden die Zinsmodalitäten dahingehend überarbeitet, dass ein Großteil der Zinsen erst zum Ende der Vertragslaufzeit zurückgezahlt werden muss, wobei Tilgungen unter bestimmten Bedingungen erfolgen können bzw. müssen, um die vorhandenen finanziellen Mittel innerhalb des Konzerns direkter an die wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklungen des Konzerns zu koppeln.

Des Weiteren sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.520 (Vorjahr: TEUR 1.516), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.191 (Vorjahr: TEUR 701) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 99) enthalten.

(1.8) Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsrisiken bei Verbindlichkeiten gegenüber den Investmentfonds wurden derivative Finanzinstrumente in Form von drei Caps mit einem Gesamtvolumen von TEUR 253.000 und Laufzeiten bis Anfang 2024 eingesetzt. Die Zeitwerte des Sicherungsinstrumentes zum 31.12.2022 wurden nach der Einfrierungsmethode bewertet. Das Sicherungsinstrument und die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin wurden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form von micro hedges zusammengefasst. Ihre jeweilige Effektivität wurde anhand der Critical Term Match Methode ermittelt. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolgedessen waren zum Bilanzstichtag hierfür keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden.

(1.9) Latente Steuern

In Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit §§ 298,300 Abs. 2 und § 306 HGB wurde auf die Aktivierung einer aktiven latenten Steuer verzichtet. Die zeitlichen Bilanzierungsunterschiede der zahneins-Gruppe entfallen auf unterschiedliche Bewertungsansätze im Anlagevermögen sowie auf steuerliche Verlustvorträge.

(2) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(2.1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in Deutschland erzielt und betreffen wie folgt die beiden Tätigkeitsbereiche:

TEUR 2022 2021
Krankenhaus 10.304 9.817
Dentalbereich 206.348 128.401
Gesamt 216.652 138.218

(2.2) Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erstattungen aus der Arbeitsagentur und von Krankenkassen in Höhe von TEUR 4.395 (Vorjahr: TEUR 2.461). Des Weiteren sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.193 (Vorjahr: TEUR 288) enthalten, welche überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen bestehen.

(2.3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Berichtsjahr im Wesentlichen Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 6.887 (Vorjahr: TEUR 3.942) sowie Miet- und Mietnebenkosten inklusive beweglicher Güter in Höhe von TEUR 10.078 (Vorjahr: TEUR 6.362). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.502 (Vorjahr: TEUR 2.064), Marketingaufwendungen in Höhe von TEUR 3.876 (Vorjahr: TEUR 3.824), IT-Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.512 (Vorjahr: TEUR 1.586) sowie Factoringaufwendungen in Höhe von TEUR 2.389 (Vorjahr: TEUR 1.663).

(2.4) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 1.561 auf neue Rechnung vorzutragen.

VI Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung informiert über die Entwicklung der Zahlungsmittel der zahneins-Gruppe. In getrennter Darstellung werden der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Summe aus diesen Zahlungsströmen stimmt mit der Veränderung des Zahlungsmittelfonds überein. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgehend vom Periodenergebnis vor Fremdanteilen und außerordentlichen Posten abgeleitet. Die Kapitalflussrechnung der zahneins- Gruppe wird nach den Grundsätzen der Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 aufgestellt.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 413 auf TEUR 11.809 verbessert. Aus Investitionstätigkeiten flossen TEUR 129.715 ab. Dies ist im Wesentlichen auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen saldiert in Summe von TEUR 63.477 sowie auf Zugänge zum Konsolidierungskreis in Höhe von TEUR 66.845 zurückzuführen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich auf TEUR 78.626 erhöht und resultiert im Wesentlichen aus der zusätzlichen Aufnahme von Darlehensmittel.

Der Finanzmittelfonds entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Betrag aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von TEUR 19.820 (Vorjahr: TEUR 55.171).

VII Sonstige Angaben

(1) Anzahl der Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2.291 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Davon waren 1.183 in Vollzeit und 1.108 in Teilzeit beschäftigt. Zudem beschäftigte die Gesellschaft im Berichtsjahr im Durchschnitt 252 Auszubildende.

(2) Haftungsverhältnisse

Aus einem Kreditvertrag mit der UniCredit Bank AG, Hannover hat die Deister-Süntel-Klinik GmbH dem Kreditgeber die Abtretung der Forderungen gegenüber gesetzlichen Kostenträgern als Sicherheiten gegeben. Darüber hinaus wurden von der zahneins Verwaltungs GmbH Garantien für Verpflichtungen von Kaufpreiszahlungen für weitere Praxiserwerbe durch Tochtergesellschaften gegenüber Dritten gegeben. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen.

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der zahneins-Gruppe in Höhe von TEUR 10.369 resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen für Mietverträge für Grundstücke und Gebäude bis zum voraussichtlichen Ende der Mietzeit in Höhe von TEUR 8.227. Weitere finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Dienstleistungs- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.135.

(4) Konzernzugehörigkeit

Die Z1 Gruppe GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

(5) Geschäfte mit nahestehenden Personen

Etwaige Geschäfte mit nahestehenden Personen sind im Berichtsjahr unter marktüblichen Bedingungen zu Stande gekommen.

(6) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Z1 Gruppe GmbH bestand im Geschäftsjahr 2022 aus

 

Dr. Daniel Wichels, Hamburg (bis zum 18.08.2022)

 

Dr. Dominique Nicole Friederich, Hamburg (bis zum 18.08.2022)

 

Philipp Hermann Kuhn-Regnier, Hamburg (bis zum 18.08.2022)

 

Thomas Helmreich, Hamburg

 

Tomas Aubell, Schliersee (seit dem 18.08.2022 bis zum 17.08.2023)

 

Heinz Jacqui, Bad Schwartau (seit dem 17.08.2023)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung haben für das Geschäftsjahr 2022 € 1,1 Mio. betragen.

(7) Abschlussprüferhonorar

Die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist Abschlussprüfer der zahneins-Gruppe. Das von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar setzt sich getrennt nach Dienstleistungsarten wie folgt zusammen:

[TEUR] 2022
Abschlussprüfungsleistungen 230
Andere Bestätigungsleistungen 299
Steuerberatungsleistungen 42
Sonstige Leistungen 36
Gesamthonorar 607

(8) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag erfolgte eine Anpassung wesentlicher Finanzierungskomponenten, wie im Abschnitt "Verbindlichkeiten" dargestellt. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

München, den 11. April 2024

Z1 Gruppe GmbH

Heinz Jacqui

Thomas Helmreich

Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Umbuchungen
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 463 361
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 690 256 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 383.352 50.431 3.334
4. Geleistete Anzahlungen 4.213 96 -3.695
388.255 51.247 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.224 0 1
2. Technische Anlagen und Maschinen 246 220 76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.817 7.515 -76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 864 0
22.286 8.599 1
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 791 0
0 791 0
410.542 60.637 1
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Zugang aus Erstkonsolidierung 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 824
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte -23 133 1.056
3. Geschäfts- oder Firmenwert -1.505 116.219 551.832
4. Geleistete Anzahlungen -316 0 298
1.844 116.351 554.010
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -4 16 5.237
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 368 910
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -913 3.093 26.436
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -33 0 831
-950 3.477 33.414
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 791
0 0 791
-2.794 119.829 588.214
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 21 0 21
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 313 265 -14 564
3. Geschäfts- oder Firmenwert 109.797 74.656 -183 184.271
4. Geleistete Anzahlungen 66 0 0 66
110.176 74.942 197 184.921
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 338 220 0 558
2. Technische Anlagen und Maschinen 56 278 0 333
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.401 4.280 -259 9.422
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
5.796 4.778 -259 10.314
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
115.971 79.720 456 195.235
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 804 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 493 377
3. Geschäfts- oder Firmenwert 367.561 273.555
4. Geleistete Anzahlungen 232 4.147
369.089 278.080
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.679 4.886
2. Technische Anlagen und Maschinen 577 190
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.014 11.416
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 831 0
23.101 16.492
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 791 0
791 0
392.981 294.572

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

zahneins-Gruppe

Die zahneins-Gruppe ist eine von Ärzten und Zahnärzten gegründete mittelständische Unternehmensgruppe in Deutschland. Mit der Deister-Süntel-Klinik GmbH mit Sitz in Bad Münder als zugelassenes Plankrankenhaus hat die zahneins-Gruppe einen führenden Praxisverbund im zahnmedizinischen Bereich aufgebaut.

Handelsrechtlich ist der Konzern mit der Z1 Gruppe GmbH als Muttergesellschaft am 4. Februar 2019 entstanden. Mit Erwerb der zahneins Verwaltungs GmbH, Hamburg als vormalige Muttergesellschaft des zahneins-Gruppe Konzerns am 9. Dezember 2019 hat der Konzern die operative Tätigkeit aufgenommen. Der Konzern besteht mittlerweile durch die 22 im Geschäftsjahr 2022 erworbenen Gesellschaften aus der Muttergesellschaft sowie insgesamt 81 vollkonsolidierten Tochtergesellschaften.

Ziele und Strategien

Die zahneins-Gruppe hat über die vergangenen Jahre einen deutschlandweiten Verbund von Partnerpraxen aufgebaut, innerhalb dessen zahneins die Partnerzahnärzte bei kaufmännischen, regulatorischen und administrativen Aufgaben unterstützt. Darüber hinaus wird der aktive Erfahrungsaustausch zwischen den Praxen innerhalb des Verbunds gefördert. Neben der Intensivierung der Betreuung der bestehenden Praxen ist eine deutliche Erweiterung des Angebots von gruppeninternen Dienstleistungen geplant. Daneben ist es geplant, dass die Gruppe durch Zukäufe weiterhin anorganisch wächst. Für den Aufbau des Praxisverbundes dient als Trägergesellschaft die Deister-Süntel-Klinik, die sich auf die medizinischen Bereiche Geriatrie, innere Medizin, Nephrologie sowie ambulante wohnortnahe Rehabilitation konzentriert.

Unternehmenssteuerung

Für die Steuerung der Leistung im Hinblick auf die Unternehmensziele der zahneins-Gruppe werden im operativen Bereich die Umsatzerlöse und der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) und seit 2022 auch Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (EBITA) als betriebswirtschaftliche Kennzahlen genutzt. Das EBITDA beschreibt die operative Leistungsfähigkeit der Gruppe vor Investitionsaufwand und ist der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator. Bei EBITA wird zusätzlich der Investitionsaufwand über die Abschreibungen berücksichtigt.

Investitionsentscheidungen werden auf Basis eines detaillierten Abstimmungs- und Evaluierungsprozesses getroffen. Dabei werden die Gesamtstrategie sowie Renditeanforderungen und -potentiale berücksichtigt. Chancen und Risiken, die mit einem potenziellen Investitionsobjekt einhergehen, werden im Rahmen eines je nach Investitionsvolumen vorgegebenen Due-Diligence-Prozesses analysiert und bewertet. Neben der Überprüfung von Finanzkennzahlen und der Würdigung steuerlicher Sachverhalte umfasst dies auch die Analyse rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen, die Qualität der vorhandenen medizinischen Ausstattung und Patientenversorgung, Know-how des Personals und die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen. Entscheidungen werden immer ausgehend von Investitionsanträgen je nach Investitionsvolumen durch die Geschäftsführung oder das Investmentkomitee getroffen.

Für das Krankenhaus ist als bedeutsamster nicht finanzieller Leistungsindikator die Höhe der Bewertungsrelation (BWR) relevant. Die Bewertungsrelation ist eine Kennzahl zur Abrechnung medizinischer Leistungen in Krankenhäusern. Für die Gruppen von Patientenfällen (Diagnosis Related Groups, "DRG") erhält man in Kombination mit dem Case-Mix-Index (Index für die durchschnittliche Schwere der Patientenfälle) die Bewertungsrelation. Bei Multiplikation der Bewertungsrelation mit dem sogenannten Basisfallwert, erhält man den Betrag, welchen eine Krankenkasse an ein Krankenhaus für einen solchen Behandlungsfall zahlt.

Diese Kennzahlen werden monatlich im Rahmen des Berichtswesens auf Konzernebene aggregiert, aufbereitet und durch die Geschäftsführung überwacht. Dabei werden Planungs- und Kontrollprozesse zur Ermittlung dieser Kennzahlen genutzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Bundesrepublik Deutschland ist im Jahr 2022 trotz andauernder, wenn auch im Jahresverlauf nachlassender Covid-19-Pandemie, Ukraine-Krise und Inflation um 1,9 % gewachsen. 1 Dabei war die Entwicklung in den Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich, insbesondere der Dienstleistungssektor konnte von dem Wegfall von Corona-Maßnahmen und damit verbundenen Nachholeffekten profitieren.

Der Krieg in der Ukraine führte zu stark ansteigenden Energie- und Rohstoffpreisen und die steigende Inflation schwächte die Kaufkraft der Haushalte und belastete das Verbrauchervertrauen. Die globalen Notenbanken reagierten mit einer Straffung der Geldpolitik, was sich in höheren Zinssätzen widerspiegelte. Insgesamt führte dies zu erheblichen Beeinträchtigungen der Wirtschaftstätigkeit, was sich auch auf das BIP in Q4 2022 auswirkte, welches um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal sank. 2

Insgesamt haben sich die sehr hohe Inflation, die geldpolitische Straffung sowie Beeinträchtigungen in Bezug auf Lieferketten und Verfügbarkeit von Rohstoffen negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt.

Die Gesundheitswirtschaft ist weiterhin eine Wachstumsbranche auf Expansionskurs. Mit einem Wachstum von jährlich 3,8 % (Vorjahr: 3,3 %) wuchs der Sektor in den letzten zehn Jahren deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt. 3

Dentalmarkt

Der deutsche Dentalmarkt steht dem Jahr 2018 vor enormen strukturellen Veränderungen. In den kommenden Jahren werden, unserer Einschätzung nach, eine Vielzahl an Zahnarztpraxen einen Nachfolger suchen. Erst durch die Novelle des CKV-Versorgungsstärkungsgesetzes bietet sich seit 2015 die Möglichkeit, mit MVZ-Strukturen Zahnarztpraxen zu überregionalen Zahnarztverbänden zusammenzuführen. Der deutsche Dentalmarkt zeichnet sich dadurch aus, dass bisher erst wenig Konsolidierung stattgefunden hat. Insgesamt sind die Anteile der Praxisverbände im Dentalmarkt in den meisten europäischen Ländern relativ gering. 4

Laut Daten der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) sind die Ausgaben für zahnärztliche Behandlungen in den letzten 5 Jahren kontinuierlich gestiegen. 5 Die Zahl der niedergelassenen Zahnärzte ist im Berichtsjahr von 47.697 auf 46.700 gesunken. 6

1 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung vom 13. Januar 2023
2 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung vom 30. Januar 2023
3 BMWI: Gesundheitswirtschaft Fakten & Zahlen, Daten 2021, Seite 11
4 GFDI Atlas Dental-Studie 2018
5 KZBV Jahrbuch 2022
6 KZBV Jahrbuch 2022 S.169

Nach den statistischen Informationen der kassenärztlichen Bundesvereinigung liegt die Anzahl der MVZ-Zulassungen zum 31.12.2022 bei 4.574. Zum 31.12.2021 waren 4.179 MVZ's zugelassen. Das bedeutet einen Zuwachs von 395 MVZ bzw. 9,5 7.

Krankenhausmarkt

Durch die anhaltenden Belastungen und der damit einhergehenden Leistungsrückgange durch die Coronakrise und dem Kriegsausbruch in der Ukraine hat sich die wirtschaftliche Situation in den Krankenhäusern weiter deutlich verschärft. Laut der niedersächsischen Krankenhausgesellschaft zeigen die Ergebnisse für das Jahr 2022, dass 4/5 der Kliniken in Niedersachsen in ihrer Existenz bedroht sind. Für das Jahr 2023 rechnet kein niedersächsisches Krankenhaus mehr mit einer positiven Entwicklung. 8 Die hohe Inflation, die stark gestiegenen Energiepreise und der weiterhin schwierige Arbeitsmarkt im Bereich klinisches Fachpersonal haben zu dieser Entwicklung maßgebend beigetragen. Außerdem belastet der Preisdeckel bei den Krankenhausvergütungen, der trotz der zuvor genannten Entwicklungen weiterhin gilt. Für 2024 erwarten weiterhin 3/4 der Krankenhäuser eine weiterhin schlechtere Entwicklung als in den vergangenen Jahren. 9 Hinzu kommt eine große Unsicherheit bzgl. der von der Politik angedachten Gesundheitsreform, dass hieraus tatsächlich langfristige Vorteile entstehen. Themen dieser Gesundheitsreform sind die Ambulantisierung, Digitalisierung und Überprüfung der Medizinischen Notwendigkeit der Krankenhäuser in ihren jeweiligen Regionen. Mit dem Patientendaten- Schutz-Gesetz (PDSG) wurden zudem Voraussetzungen geschaffen, um künftig digitale Angebote im Gesundheitsbereich zu nutzen. Das Gesetz sieht vor, dass ab dem Jahr 2022 auf Wunsch der Versicherten neben medizinischen Informationen wie Befunden und Diagnosen zusätzliche Daten im Rahmen der Telematikinfrastruktur in der elektronischen Patientenakte digital dokumentiert werden können.

Diese stehen dann sowohl Ärztinnen und Ärzten der Regelversorgung und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie weiteren Leistungserbringern - nach Einwilligung der Patienten - zur Verfügung. 10 Neben der Digitalisierung gewinnt auch das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung und wird in den nächsten Jahren eine große Herausforderung für die Krankenhauslandschaft mit sich bringen. 11

2.2. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2022 ist deutlich geprägt durch externes Wachstum und der dadurch bedingten Integration der Partnerpraxen in die zahneins-Gruppe. Ein Vergleich des aktuellen Geschäftsjahres mit dem Vorjahr ist aufgrund des Wachstums durch Akquisitionen nur sehr eingeschränkt möglich.

7 Kassenärztliche Bundesvereinigung, Medizinische Versorgungszentren Aktuell, Statistische Informationen Stichtag 31.12.2022
8 Niedersächsische Krankenhausgesellschaft, Pressemitteilung NKG-Indikator vom 6. Januar 2023
9 Niedersächsische Krankenhausgesellschaft, Pressemitteilung NKG-Indikator vom 3. Januar 2024
10 BMWI, Jahreswirtschaftsbericht 2022 vom 2. Februar 2021, Seite 42
11 Roland Berger Krankenhausstudie 2021

Das Jahresergebnis (Konzernjahresfehlbetrag) belief sich im Geschäftsjahr 2022 für die gesamte Gruppe auf TEUR -97.625 (Vorjahr: TEUR -63.405) und ist von hohen Einmaleffekten sowie Abschreibungen auf die durch die Erwerbe entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte geprägt. Die Einmaleffekte sind primär auf das im Vergleich zum Vorjahr wesentliche anorganische Wachstum der Gruppe und damit verbundenen Kosten und Erträge zurückzuführen. Bei den Kosten sind insbesondere die Zinsaufwendungen, die aus der für die Erwerbe der Zahnarztpraxen benötigten Finanzierung resultieren, als ergebnisbeeinflussend zu nennen.

Insgesamt schätzt das Management der zahneins-Gruppe die rein operative Lage des Konzerns als zufriedenstellend ein, da das EBITDA weiterhin deutlich positiv ist.

Folgende Faktoren hatten wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2022:

(a) Ukraine Krise, Inflation und Covid-19-Pandemie

Das Geschäftsjahr 2022 war deutlich geprägt von den externen Entwicklungen Ukraine-Krise, Inflation und der Covid-19-Pandemie.

Die Ukraine-Krise und Inflation hatten einen deutlichen Einfluss auf das Verbraucherverhalten und damit insbesondere auf den Bereich der Leistungen, die nicht durch gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) abgedeckt sind.

Neben dem Einfluss auf das Verbraucherverhalten hatte die Inflation einen deutlich spürbaren Einfluss auf die Kostenstruktur der Gruppe, insbesondere auf die Personalkosten. Die Kostensteigerungen können bedingt durch die gesetzlich vorgegebenen Abrechnungssätze im GKV-Bereich nicht bzw. erst nach Erhöhung der Abrechnungssätze durch die Krankenkassen weitergegeben werden. Auch im Bereich der privaten Abrechnung ist die Weitergabe von Kostensteigerungen nur sehr eingeschränkt möglich.

Die rückläufige Covid-19-Pandemie und die teilweise damit im Zusammenhang stehenden Krankheitswellen führten im Vergleich zu den Vorjahren zu einer leicht verbesserten Situation bezüglich Personalausfällen in den Praxen und Terminabsagen von Patienten.

Insgesamt wirkten sich Verbraucherverhalten, Inflation und Covid-19-Pandemie negativ auf den Geschäftsverlauf in 2022 aus.

(b) Integration neuer Praxen und Aufbau einer Regionalorganisation

Die zahneins-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 19 Praxen der KonfiDents-Gruppe übernommen. Neben dem Zusammenschluss mit KonfiDents wurden weitere 12 Praxen erworben. Aufgrund des Wachstums der Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2022 beschlossen, das Betreuungskonzept an die Größe der Gruppe anzupassen und die Praxen in die drei Regionen Nord, Mitte und Süd aufzuteilen mit dem Ziel, eine intensivere Betreuung zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die drei Regionen auf die zwei Regionen Nord und Süd zusammengelegt. Aufgrund der in bestimmten Regionen vorherrschenden räumlichen Cluster beabsichtigt die zahneins-Gruppe, die Zusammenarbeit zwischen den Praxen zu intensivieren, um einerseits durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch voneinander zu profitieren und andererseits Synergien (bspw. durch Nutzung gemeinsamer Ressourcen) zu realisieren.

(c) Entwicklung der Deister-Süntel-Klinik GmbH

Die Deister-Süntel-Klinik übernimmt als internistisches Fachkrankenhaus die medizinische Versorgung im Landkreis Hameln-Pyrmont und Umgebung. Neben der Fachabteilung für Innere Medizin mit angeschlossener Intensivstation hat das Krankenhaus als zweiten Schwerpunkt eine Fachabteilung für Geriatrie etabliert und sich hier in den letzten Jahren einen guten Ruf in der Region erarbeitet.

Das Jahr 2022 wurde weiterhin durch drei Corona-Ausbrüche und den damit verbundenen Einschränkungen geprägt. Zudem hatte das Krankenhaus mit einer hohen Personalfluktuation im Bereich des Pflegedienstes zu kämpfen. Die vakanten Positionen mussten über einen längeren Zeitraum durch externe Honorarkräfte abgedeckt werden, um den Klinikbetrieb aufrechtzuerhalten.

Die im Jahr 2020 begonnenen Baumaßnahmen im Bettenhaus wurden im Jahr 2022 fortgeführt. In einem dritten Bauabschnitt wurden die Patientenflure modernisiert. Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch die Brandmeldeanlage, der Lichtruf und die Sicherheitsstromverteilung ertüchtigt. Zudem wurde mit einer weiteren Baumaßnahme auf der Intensivstation begonnen.

Das Ergebnis des gesamten Geschäftsjahres 2022 lag trotz einer guten Leistungsentwicklung aufgrund der nicht geplanten hohen Honorarkosten und der inflationsbedingten Preissteigerungen deutlich unter den geplanten Erwartungen. Erfreulicherweise konnten zum Ende des Jahres die offenen Stellen im Pflegedienst durch das Anwerben von ausländischen Pflegekräften besetzt werden.

2.3. Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2022 2021 Abweichung
absolut relativ
Umsatzerlöse 216.652 138.218 78.434 56,7%
- Krankenhaus 10.304 9.817 487 5,0%
- Dentalbereich 206.348 128.401 77.947 60,7%
Bestandsveränderungen -500 269 -769 -285,7%
Aktivierte Eigenleistungen 503 1.091 -588 -53,9%
Sonstige betriebliche Erträge 7.216 3.803 3.413 89,7%
Materialaufwand -34.520 -22.690 -11.830 52,1%
Personalaufwand -128.339 -81.038 -47.301 58,4%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -47-251 -27.078 -20.177 74,5%
Ergebnis aus der Abwicklung von Fördermitteln 116 108 8 7,4%
EBITDA 13.877 12.682 1.195 9,4%
Abschreibungen -79.718 -58.269 -21.449 36,8%
EBIT -65.843 -45.587 -20.256 44,4%
Finanzergebnis -30.002 -16.770 -13.232 72,5%
Steuern -611 -353 -258 73,2%
Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn -1.171 -694 477 68,7%
Konzernjahresergebnis -97.625 -63.405 -34.220 52,3%
Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 0 -54 54 -100,0%
Konzernbilanzverlust -97.625 -63.459 -34.166 52,1%

Die Umsätze im Krankenhausbereich stiegen im Jahr 2022 um 5,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Dentalbereich stiegen die Umsätze Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb neuer Praxen sowie dem ganzjährigen Einbezug von im Vorjahr unterjährig erworbener Praxen von TEUR 128.401 auf TEUR 206.348.

Erhebliche Veränderungen gab es auch in den Positionen in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung bei den Bestandsveränderungen, sonstigen betrieblichen Erträgen, Materialaufwendungen, Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund des anorganischen Wachstums. Insgesamt konnte aber die Erwartungshaltung aus dem Vorjahr (Erzielung eines positiven EBITDA über dem Niveau von 2021) erreicht werden. Die Erhöhung der Abschreibungen um TEUR 21.449 betrifft im Wesentlichen Abschreibungen auf durch die Erwerbe entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Kosten für das im Geschäftsjahr 2022 zusätzlich aufgenommene Fremdkapital für Praxiserwerbe spiegelt sich in einem um TEUR 13.232 verschlechterten Finanzergebnis wider.

Für eine Betrachtung des effektiven operativen Ergebnisses wird die veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung um den Einfluss von Einmaleffekten sowie von unterjährigen Akquisitionen normalisiert. Auch zukünftige Synergieeffekte wurden in der Pro Forma Darstellung ("Als-Ob-Darstellung") berücksichtigt. Auch ohne Anpassungen ergibt sich mit TEUR 13.877 ein höheres EBITDA als im Vorjahr (TEUR 12.682), sodass die Vorjahresprognose des deutlich positiven Pro Forma EBITDA eingetreten ist.

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2022 31.12.2021
% %
Aktiva 457-205 377.540
Anlagevermögen 392.991 86,0% 294.572 78,0%
Immaterielle Vermögensgegenstände 369.101 80,7% 278.080 73,7%
Sachanlagevermögen 23.100 5,1% 16.492 4,4%
Finanzanlagen 791 0,2% 0 0,0%
Umlaufvermögen und Abgrenzungsposten 64.214 14,0% 82.968 22,0%
Passiva 457.205 377.540
Eigenkapital 62.951 13,8% 108.623 28,8%
Fremdkapital 394.254 86,2% 268.917 71,2%

Zum 31.12.2022 beträgt die Bilanzsumme des Konzerns TEUR 457.205. Auf der Aktivseite ist der Anteil der immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund der im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen auf 80,7 % gestiegen. Diese bestehen im Wesentlichen aus dem Erwerb der zahneins Verwaltungs GmbH durch die zahneins Gruppe GmbH im Geschäftsjahr 2019 (Entstehung des Konzerns) und betragen TEUR 174.707 zum Konzernbilanzstichtag sowie aus den Erwerben weiterer Zahnarztpraxen. Das Umlaufvermögen besteht zu TEUR 19.820 aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Für Akquisitionen wurde im Jahr 2017 ein Vertrag über eine Kreditlinie von bis zu 50 Mio. € abgeschlossen, die Kreditlinie wurde bis Ende 2021 sukzessive auf insgesamt 450 Mio. € erhöht. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 erfolgten vereinbarungsgemäß die Zinsleistungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Verhandlungen zwischen zahneins, Gesellschaftern und Banken aufgenommen, um die zukünftige Ausgestaltung des Kreditvertrags zu überarbeiten. Im Dezember 2023 wurde der Kreditvertrag in wesentlichen Punkten (Laufzeit, Zinsen, Tilgung, Covenants) angepasst. In dem geänderten Kreditvertrag wird u.a. geregelt, dass die Laufzeiten zwischen April 2027 und Juli 2027 enden. Darüber hinaus wurden die Zinsmodalitäten dahingehend überarbeitet, dass ein Großteil der Zinsen erst zum Ende der Vertragslaufzeit zurückgezahlt werden muss, wobei Tilgungen unter bestimmten Bedingungen erfolgen können bzw. müssen, um die vorhandenen finanziellen Mittel innerhalb des Konzerns direkter an die wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklungen des Konzerns zu koppeln.

Die Herkunft und Verwendung der liquiden Mittel sind der folgenden Übersicht zu entnehmen.

TEUR 2022 2021 absolut relativ
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 11.809 11.396 413 3,6%
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -129.715 -42.761 -86.954 203,3%
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 78.626 58.666 19.960 34,0%
Veränderung des Finanzmittelfonds -39.280 27.301 -66.581 -243,9%
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 55.171 26.798 28.373 105,9%
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen 3.929 1.072 2.857 266,5%
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 19.820 55.171 -35-351 -64,1%

Der Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 35.351 vermindert. Der operative Cashflow war mit TEUR 11.809 deutlich positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war in 2022 insbesondere aufgrund der Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis um TEUR 86.954 höher als im Vorjahr. Die Auszahlungen in Höhe von TEUR 129.715 beinhalten unter anderem Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis in Höhe von TEUR 66.845, Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR 55.429 und Investitionen für Sachanlagevermögen mit TEUR 7.886. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund von der Aufnahme von Krediten für Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Einzahlung aus Darlehensaufnahme von insgesamt TEUR 106.200 stehen Zinszahlungen in Höhe von TEUR 26.983 gegenüber.

Das Finanzmanagement des Konzerns ist im Wesentlichen zentral organisiert. Die Funktionen Kapitalbeschaffung, Kapitalanlage, konzerninternes Liquiditätsmanagement sowie Finanzabwicklung werden zentral gesteuert. Das weitere Wachstum der Gruppe soll aus einem Finanzierungsmix aus Fremdkapital, Eigenkapitalzuführungen durch die Gesellschafter finanziert werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 ist trotz der negativen Effekte aus Änderungen des Verbraucherverhaltens sowie der Inflation von einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses (E-BITDA) geprägt. Die Verbesserung ist allerdings überwiegend auf das anorganische Wachstum zurückzuführen. Weiterhin hatten Einmaleffekte aus Transaktions- und Finanzierungskosten sowie hohe Abschreibungen auf die durch die Erwerbe entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte einen signifikanten Einfluss auf das Konzernergebnis 2022. Aufgrund der Buy-and-Build Investitionsstrategie der zahn- eins-Gruppe ist das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres 2022 ebenso wie schon im Vorjahr nur bedingt aussagekräftig für die zukünftige Entwicklung.

Im Geschäftsjahr 2023 ist eine deutliche Zunahme der Finanzierungskosten über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 sowohl aufgrund des an den EURIBOR gekoppelten Zinssatzes als auch des gestiegenen Finanzierungsvolumens zu verzeichnen. Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem deutlich positiven EBITDA unter dem Niveau von 2022 sowie einem leicht positiven EBITA deutlich unter dem Niveau von 2022 und leicht steigenden Umsatzerlösen - gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 ab. Für 2024 werden Finanzierungskosten auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 erwartet. Bei den Umsatzerlösen ist von einer deutlichen Steigerung gegenüber 2023 auszugehen. Das EBITDA sowie auch das EBITA werden deutlich über dem Niveau von 2023 prognostiziert. Im Krankenhausbereich werden die Bewertungsrelationen (BWR) voraussichtlich leicht ansteigen, welches zu einem leichten Umsatzwachstum führt.

3.2. Chancen- und Risikobericht

Als Chancen werden Ereignisse und Entwicklungen verstanden, die sich positiv auf die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele auswirken. Entsprechend werden unter Risiken Ereignisse und Entwicklung verstanden, die sich negativ auf die Erreichung der gesetzten Ziele auswirken. Für die Wahrnehmung von Chancen müssen im gewissen Umfang auch immer Risiken in Kauf genommen werden. Die Chancen und Risiken werden sowohl auf lokaler Ebene (Krankenhaus oder einzelne Partnerpraxis) als auch auf Ebene der Gesamtgruppe auf ihre Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit hin untersucht.

Die folgenden Chancen wurden bei der durchgeführten Analyse identifiziert:

Chancen aus dem operativen Geschäft

In einem noch wenig konsolidiertem Markt wie der ambulanten zahnmedizinischen Versorgung ergeben sich Chancen aus dem operativen Geschäft. Diese betreffen insbesondere Verbundeffekte, die sich aus der Verbundgröße ergeben, zum Beispiel in den Bereichen Abrechnungsprozesse, Digitalisierung und Einkauf. Auch aus der Verbesserung der medizinischen Qualität durch den Einsatz neuer Prozesse, Technologien, Recruiting und Weiterbildung von Mitarbeitern können sich Verbundvorteile ergeben. Durch gruppenweite Weiterbildungsangebote und Workshops soll der Austausch zwischen den Praxen gefördert werden, um damit bereits in der Praxis erprobte Konzepte auf andere Praxen zu übertragen und neue Karrierepfade für angehende Zahnärzte zu schaffen.

Darüber hinaus sollen bspw. über einen gemeinsamen Einkauf und die Auswahl von Dienstleistern in Bereichen wie der Patientenabrechnung, IT, Wartung und Verbrauchsmaterial für den Gesamtverbund Synergien erzielt werden.

Chancen aus dem gesamtgesellschaftlichen Wandel

Unter diesen Chancen werden Entwicklungen verstanden, die sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen ergeben und die Wachstumsstrategie der zahneins-Gruppe positiv begünstigen. Aufgrund der Altersstruktur der Praxen am Markt werden derzeit immer mehr Nachfolger für die Übernahme von Praxen gesucht. Immer weniger junge Absolventen sind jedoch bereit, den Schritt in die Freiberuflichkeit zu gehen, sondern möchten lieber als angestellte Zahnärzte mit sicheren Arbeitszeiten und Einkommen arbeiten. Die Nachfrage von Anstellungsverhältnissen dieser Art begünstigen die weitere Entwicklung der zahneins-Gruppe. Aus unternehmerischer Sicht kann die zahneins-Gruppe so einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit leisten und die zukünftige Versorgungslandschaft mitentwickeln.

Chancen aus Markt und regulativem Umfeld

Unter diese Chancen fallen positive Entwicklungen aus dem wirtschaftlichen oder regulatorischen Umfeld. Der medizinische Sektor ist relativ unabhängig von der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Regulative Beschränkungen können sich allerdings auch positiv auf bestehende Marktteilnehmer auswirken, weil die Markteintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber erhöht werden.

Risikomanagementsystem

Zur frühzeitigen Erkennung, Steuerung und zielgerichteten Begegnung von Risiken hat die zahneins- Gruppe ein internes Risikomanagementsystem entwickelt, das aufgrund der noch jungen Geschichte von zahneins stetig überprüft und weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem soll gewährleisten, dass drohende Gefährdungen frühzeitig erkannt werden, sodass bei sich abzeichnenden negativen Entwicklungen zielgerichtet und rechtzeitig gegengesteuert werden kann.

Die Geschäftsführung ist für die Einhaltung von Kontrollen verantwortlich. Welche Risiken durch den Risikomanagementprozess identifiziert und analysiert wurden und wie diesen mithilfe des internen Kontrollsystems begegnet wird, ist im folgenden Abschnitt beschrieben.

Im Rahmen der durchgeführten Risikoidentifizierung ergaben sich im Wesentlichen die folgenden Risiken:

Wettbewerbsrisiken

Im Gesundheitswesen sind zahlreiche Wettbewerber auf lokaler und regionaler Ebene tätig. So führen beispielsweise die neuen MVZ-Regelungen zum Eintritt zahlreicher neuer Wettbewerber im Dentalmarkt. Es besteht das Risiko, dass wir durch Aktivitäten bestehender Wettbewerber bzw. durch den Eintritt neuer Wettbewerber unseren Marktanteil nicht wie geplant weiter ausbauen können. Auch Fehleinschätzungen von wichtigen Entwicklungen auf verschiedenen Marktebenen können negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Wir begegnen diesen Risiken mit umfassenden Analysen der Wettbewerbssituation, der regulatorischen Rahmenbedingungen und des allgemeinen Marktumfelds.

Regulatorische Risiken

Das Gesundheitswesen allgemein und das Krankenhauswesen sowie die Dentalbranche im Besonderen sind hoch regulierte Branchen. Änderungen in der Sozialgesetzgebung führen immer wieder zu einem oft nicht unerheblichen Anpassungsbedarf. Zuletzt wurden durch das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) im Jahr 2016 erhebliche Änderungen eingeführt, deren Auswirkungen noch nicht vollständig absehbar sind. Insbesondere die Regelungen zur Mengensteuerung (u. a. durch den Fixkostendegressionsabschlag) haben zu einer erheblichen Belastung gerade für solche Krankenhäuser geführt, die in Zukunft stärker als der Markt wachsen wollen. Regulatorische Änderungen an der derzeitigen "MVZ-Regelung" stellen auch immer ein Risiko für zahneins dar.

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), welches am 1. Mai 2019 in Kraft getreten ist, enthält eine Quotenregelung, welche den Marktanteil von MVZ's je nach Versorgungsdichte in den einzelnen Planungsbereichen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen prozentual beschränkt. Hieraus ergibt sich für die zahneins-Gruppe das Risiko, in bestimmten Versorgungsgebieten nur beschränkt weiter zu wachsen bzw. nicht weiter wachsen zu können.

Die geplante "MVZ-Reform" zur Einschränkung von privatwirtschaftlich finanzierten Gruppen in der ambulanten medizinischen Versorgung stellt weiterhin ein potenzielles Risiko für die zahneins-Gruppe dar. Ein hinreichend konkreter Entwurf liegt derzeit nicht vor, sodass sich die hieraus ergebenen Risiken noch nicht einschätzen lassen.

Risiken aus Akquisitionen und Integrationen

Die Übernahme und Integration der Partnerpraxen in den Verbund birgt zugleich auch immer Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von zahneins auswirken können. Vollzugsbedingungen, wie zum Beispiel die Zusicherung von Garantien, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie die Zulassung von medizinischen Versorgungszentren sind häufig Bestandteil der vertraglichen Regelungen. Die Nichterfüllung dieser durch eine beteiligte Partei kann auch immer zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Parteien sowie mit Dritten und zu Ansprüchen gegen zahneins führen. Auch die auf eine Akquisition folgende Integration der Gesellschaft in den Verbund kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Risiken aus Akquisitionen sollen durch detaillierte Due-Diligence-Prozesse im Vorfeld minimiert werden. Integrationspläne sowie dezidiertes Projektmanagement sollen sicherstellen, dass Abweichungen frühzeitig erkannt werden, um durch geeignete Maßnahmen gegenzusteuern.

Compliance- und Governance-Risiken

Das Compliance-Risiko beschreibt die fehlende rechtliche und organisatorische Einhaltung aller für die zahneins-Gruppe geltenden Gesetze und Normen. Aufgrund der Regelungsvielfalt besteht die Gefahr, dass die Vorgaben nicht eingehalten werden. Daraus können rechtliche und wirtschaftliche Risiken für die Gruppe entstehen. Bei den Risiken kann es sich um Strafen, Schadensersatzforderungen oder ein Berufsverbot für medizinisches Personal handeln. Des Weiteren besteht in schnell wachsenden Konzernen wie bei der zahneins-Gruppe das Risiko, dass Strukturen zur Führung des Konzerns und zur Etablierung von Kontrollsystemen (bspw. Vier-Augen-Prinzip) nicht angemessen greifen bzw. die Etablierung dieser eine gewisse Zeit benötigen. Aufgrund der jungen Geschichte der zahneins-Gruppe befindet sich ein formelles Compliance-Management-System weiterhin im Aufbau.

Finanzielle Risiken

Finanzielle Risiken können sich in Bezug auf Ausfall- und Liquiditätsrisiken ergeben. Forderungen bestehen im großen Umfang gegenüber den Sozialversicherungsträgern, bei denen das Ausfallrisiko gering eingeschätzt wird. Weitere bestehende Risiken aus möglichen Forderungsausfällen werden durch Bonitätsprüfungen und Factoring begegnet. Der Konzern ist aufgrund der Wachstumsstrategie langfristig auf Mittel von Kapitalgebern angewiesen. Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditäts- und längerfristigen Finanzierungsrisiken ist zentrale Zuständigkeit des Bereichs Finanzen.

Aufgrund der Bindung der externen Finanzierung an den EURIBOR wird in dem durch die Inflation bedingten Anstieg der Zinssätze ein erhebliches Risiko für die zahneins-Gruppe gesehen. Zur Minimierung dieser Risiken hat die zahneins-Gruppe in 2022 ein derivatives Finanzinstrument abgeschlossen, das für einen wesentlichen Teil der Kapitalstruktur die zusätzliche Zinsbelastung nach oben begrenzt. Dieses Finanzinstrument hat eine Laufzeit bis Anfang 2024, eine über diesen Zeitraum hinausgehende Absicherung gegen eine steigende Zinsbelastung besteht derzeit nicht. Zusätzliche Risken aus dem Finanzinstrument bestehen nicht.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Kreditvertrag in wesentlichen Punkten (Laufzeit, Zinsen, Tilgung, Covenants) angepasst. Insbesondere wurden die Zinsmodalitäten dahingehend überarbeitet, dass ein Großteil der Zinsen erst zum Ende der Vertragslaufzeit zurückgezahlt werden muss, so dass der Konzern im Prognosezeitraum mit ausreichend Liquidität ausgestattet sein wird. Die Geschäftsführung geht somit von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns aus. Bestandsgefährdende Risiken werden im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses aufgrund der ausreichenden Liquiditätsausstattung des Konzerns im Prognosezeitraum nicht gesehen.

Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus, der auslaufenden Absicherung des Konzerns gegen steigende Zinsbelastungen sowie der deutlich erhöhten Fremdkapitalquote im Zusammenhang mit dem Erwerb der MVZs im Geschäftsjahr 2022 wird der Konzern nach Ablauf des Prognosezeitraums im Zusammenhang mit den wieder einsetzenden Zins- und Tilgungsdiensten mit sehr hohen Liquiditätsbelastungen konfrontiert sein.

Um eine ausreichende Ausstattung des Konzerns mit Liquidität auch nach Ablauf des Prognosezeitraums zu erreichen, wurden unter anderem folgende Maßnahmen getroffen: Stundung und somit Endfälligkeit der Zinsen, Einzahlungen der Gesellschafter in die Kapitalrücklage in 2023 i.H.v. EUR 27,4 Mio. sowie die Verlängerung der Laufzeiten der Kredite bis April 2027 bzw. Juli 2027. Eine auskömmliche Finanz- und Ertragslage in der mittel- bis langfristigen Zukunft hängt neben der zukünftigen Gestaltung langfristig tragfähiger Finanzierungen vor allem davon ab, dass die geplanten Synergieeffekte aus der Akquisition diverser MVZs in entsprechender Höhe gehoben werden können und sich somit das operative Ergebnis/EBITDA entsprechend stabilisieren kann.

Die weitere Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus sowie der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung auf dem deutschen Markt sind derzeit nicht vollständig verlässlich zu prognostizieren. Aufgrund der sich dynamisch verändernden Situation ist die weitere Entwicklung weiterhin zu beobachten.

In der Zukunft soll über das operative Geschäft hinaus die Finanzierung weiterer Erwerbe über einen Mix aus vorhandener Liquidität, Eigenkapitalerhöhungen und langfristiger Kreditlinien ermöglicht werden.

Operative Betriebsrisiken

Neben den typischen medizinischen Risikobereichen im Umfeld der Patientensicherheit (Hygiene, Pflege und medizinische Versorgung) werden in der Klinik sowie in den Partnerpraxen Risikopotentiale in der IT-Ausstattung und Infrastruktur sowie im Brandschutz gesehen. Durch die Einleitung diverser Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit sowie dem Abschluss geeigneter Versicherungen für mögliche Schadens- und Haftpflichtrisiken wurde dem Risiko, dass Schadensfälle existenzgefährdenden Auswirkungen entwickeln, entgegengewirkt. Sonstige Risiken werden laufend beobachtet, um frühzeitig ggf. erforderliche Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Personalrisiken

Unverändert schwierig bleibt die Rekrutierung von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal. Dies betrifft in besonderem Maße die Suche nach jungen Zahnärzten und zahnmedizinischen Fachangestellten. zahneins versucht, durch Rekrutierungsmaßnahmen sowie gruppenweite Personalentwicklungsprogramme diesen Risiken entgegenzuwirken und die Konzerngesellschaften zentral bei der Suche nach geeignetem Personal zu unterstützen.

Ukraine-Konflikt, Inflation & Pandemien

Exogene Entwicklungen wie der Ukraine-Konflikt, die dadurch ausgelöste Inflation sowie die mittlerweile in eine endemische Phase übergegangene Covid-19-Pandemie sind Ereignisse, die eine hohe Unsicherheit und damit verbunden mögliche Risiken darstellen. Potenzielle Risiken werden durch die zahneins-Gruppe laufend analysiert, um möglicherweise risikomindernde Maßnahmen ergreifen zu können. Insbesondere der Einfluss der Inflation auf die Finanzierungskosten stellt ein Risiko für die zahneins-Gruppe dar.

 

München den 11. April 2024

Heinz Jacqui

Thomas Helmreich

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