Viessmann Group GmbH & Co. KGAllendorf (Eder)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 2. Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022 Konzernanlagenspiegel Konzernanlagenspiegel Konzernverbindlichkeitenspiegel Konzernanteilsbesitzliste 4. Konzernkapitalflussrechnung 5. Entwicklung des Konzerneigenkapitals BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns Der Viessmann Purpose Viessmann ist einer der führenden Anbieter von Klimalösungen für alle Lebensräume. Das 'Integrierte Viessmann Lösungsangebot' ermöglicht es, Produkte und Systeme über digitale Plattformen und Services für Klima- (Wärme, Kälte und Luftqualität) und Kühllösungen nahtlos miteinander zu verbinden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf erneuerbaren Energien und maximaler Effizienz. Alle Aktivitäten des 1917 gegründeten Familienunternehmens leiten sich aus dem Leitbild "We create living spaces for generations to come" ab. Lebensräume zukünftiger Generationen zu gestalten - das ist die Verantwortung der weltweit ca. 15.500 Mitglieder starken Viessmann Familie. Mit dem Komplettangebot für Wärme, Kühlung, Energie und Lüftung bietet Viessmann eine breite Basis an Produkten und Systemen auf dem Markt und stellt Lösungen für alle Energieträger für ein komfortables und energieeffizientes Zuhause zur Verfügung. Dazu zählen sowohl Wärmepumpen und klassische Verbrennungstechnik - auch mit erneuerbaren flüssigen und gasförmigen Energieträgern oder Biomasse - als auch die Geräte zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung und der Nutzung solarer Energie. Darüber hinaus stellt das Unternehmen diese Systeme und Produkte für den gewerblichen, industriellen und kommunalen Markt her. Im Bereich der Kühllösungen gehört Viessmann zu den führenden europäischen Herstellern und bietet neben zentralgekühlten und steckerfertigen Kühllösungen auch die entsprechenden Services und Zubehör an. Durch Beteiligungen und strategische Partnerschaften wird das Lösungsangebot ständig geografisch und produktspezifisch erweitert und diversifiziert. Nachhaltigkeit als Schnittmenge zwischen Ökonomie, Umwelt und Sozialem steht bei Viessmann im Fokus allen Tun und Handelns und durchdringt sämtliche Unternehmensbereiche. Die hochinnovativen und nachhaltigen Lösungen leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag, die Energiewende zu meistern und die so dringend notwendige Energieunabhängigkeit Europas sicherzustellen - auch bei der Herstellung der Produkte stehen Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Emissionsreduktion an erster Stelle. Konzernstruktur Das 1917 gegründete Familienunternehmen wurde im Berichtsjahr durch einen Verwaltungsrat mit Prof. Dr. Martin Viessmann als Präsidenten geleitet. Die operative Geschäftsführung des Unternehmens erfolgte durch CEO Maximilian Viessmann und CFO Dr. Ulrich Hüllmann. Als weitere nicht geschäftsführende Mitglieder gehörten dem Verwaltungsrat Anna Katharina Viessmann, Madeleine Jahr, Prof. Dr. Thomas Rödder, Dr. Albert Christmann und Dr. Dieter Heuskel an. Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2022 betrug EUR 4,05 Milliarden. Der Viessmann Konzern ist mit ihrer Gesellschaftsstruktur international ausgerichtet. Insgesamt fielen 56,9% des Umsatzes auf das Ausland. Die laufenden Geschäftsaktivitäten der Viessmann Group GmbH & Co KG und die ihrer direkten und indirekten Tochtergesellschaften waren im Berichtsjahr wie folgt organisiert:
Geschäftsaktivitäten Die drei Geschäftsbereiche Climate Solutions Der Geschäftsbereich Climate Solutions bietet maßgeschneiderte Komplettlösungen für Heizung und Klimatechnik an. Durch den Einsatz neuester Technologien wird ein effizienter Umgang mit Energie sichergestellt und so ganz im Sinne der Bestimmung des Viessmann Konzerns, Lebensräume für künftige Generationen zu gestalten, aktiv der Umweltschutz und der schonende Verbrauch von Ressourcen vorangetrieben. Neben effizienten und schadstoffarmen, konventionellen Brennwertgeräten für Öl und Gas werden vor allem regenerative Heizsysteme für Biomasse, Solarthermieanlagen und Wärmepumpen angeboten. Neben Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung werden auch stromerzeugende Heizungen vertrieben. Zum Leistungsspektrum gehören darüber hinaus elektrische Warmwasser- und Heizsysteme, die für die Modernisierung oder den Neubau von Gebäuden eingesetzt werden können. Das Sortiment wird durch Lüftungssysteme ergänzt. Die angebotenen Lösungen können sowohl für Ein- und Zweifamilienhäuser und große Wohngebäude als auch für Gewerbebetriebe zugeschnitten werden und richten sich außerdem an Kommunen. Somit werden ganzheitliche Energiesysteme zur Verfügung gestellt, die von der Erzeugung und Speicherung von Strom bis hin zu dessen Nutzung zum Heizen, Kühlen und Lüften genutzt werden können. Wesentliches Element des integrierten Leistungsangebots ist die Vernetzung der Geräte durch Konnektivität und Plattformen sowie die Ergänzung durch eine Vielzahl digitaler Services. Zum Geschäftsbereich gehören zudem die internen Servicegesellschaften Viessmann IT Service GmbH, Viessmann Shared Service GmbH und Viessmann Logistik International GmbH sowie bestimmte Zentralfunktionen, die auch von den anderen Geschäfts-bereichen in Anspruch genommen werden. Refrigeration Solutions Der Geschäftsbereich Refrigeration Solutions umfasst eine breite Produktpalette von Kühlsystemen und Reinräumen für gewerbliche Kunden. Im Vordergrund stehen dabei Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Neben Kühlmöbeln, wie Kühlregalen, Kühl- und Tiefkühlinseln, sowie Verkaufs- und Bedientheken, die als Zentralkühlung oder steckerfertige Variante verfügbar sind, werden auch Kühl- und Tiefkühlzellen und Kältesätze sowie Komplettlösungen für das gesamte Energiemanagement angeboten. Dadurch werden alle Anforderungen von Einzelhandelsunternehmen, aber auch von Hotel- und Gastronomiebetrieben, an eine leistungsstarke und gleichermaßen energiesparende Kühlung von Lebensmitteln erfüllt. Besonders platz- und kostensparende Verbundanlagen sind speziell für Convenience-Stores entwickelt worden. Das Angebot für Reinraumlösungen richtet sich an Life-Science-Unternehmen, Krankenhäuser und die Industrie und kann kunden- und branchenspezifisch konfiguriert werden. Umfangreiche Servicedienstleistungen, die von der Beratung über den Aufbau und die Inbetriebnahme bis hin zur Wartung reichen, ergänzen den Verkauf der Produkte und Zubehörteile. Viessmann Investment Der Geschäftsbereich Investment erweitert durch gezielte Akquisitionen und Beteiligungen das Produktspektrum der Viessmann Gruppe und ermöglicht die Erschließung neuer Märkte und Regionen. Die Investitionen sind auf nachhaltiges, anorganisches Wachstum ausgerichtet und haben zum Ziel, ein diversifiziertes Portfolio zu schaffen, das die Transformation der Gruppe zu einem globalen Anbieter von Klimalösungen unterstützt. Diversifikationsbereiche - VC/O & Real Estate Die Diversifikationsbereiche ergänzen die operativen Geschäftsbereiche der Viessmann Gruppe und dienen sowohl einer ausgeglichenen Risikostreuung als auch der damit einhergehenden finanziellen Unabhängigkeit. Der Bereich VC/O beschäftigt sich mit zukunftsorientierter Lösungsfindung, die es ermöglicht, schnell und effektiv auf technologische, ökologische und soziale Entwicklungen zu reagieren, wobei die digitale Transformation eine entscheidende Rolle spielt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur der Viessmann Gruppe zugutekommen, sondern werden insbesondere im auf Co-Creation und Co-Innovation ausgerichteten Maschinenraum mit anderen mittelständischen Unternehmen geteilt. Darüber hinaus gehört die WATTx GmbH, Berlin, die auf digitale Innovationen spezialisiert ist, zum VC/O-Bereich. Außerdem sind die Kapitalanlagen aus den Venture-Capital-Aktivitäten diesem Bereich zugeordnet. Der Bereich Real Estate betreut das Immobiliengeschäft der Viessmann Gruppe und zielt auf ein langfristig orientiertes Portfoliomanagement ab, bei dem Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus stehen. Die Aktivitäten bilden den gesamten Lebenszyklus der Immobilien ab und umfassen neben Entwicklung, Planung, Bau, Vermarktung und Betrieb auch die Modernisierung und den Verkauf. Zu den Immobilien gehören neben Verkaufsniederlassungen und Produktionsstätten auch Wohn- und Geschäftsgebäude, die für Dritte zum Kauf und zur Miete angeboten werden. Das Portfolio wird durch ein Hotel und Restaurants abgerundet. Akquisitionen, Abgänge und Gründungen Die Viessmann Gruppe akquiriert regelmäßig Unternehmen, gründet neue Gesellschaften und trennt sich von jenen, deren Produkte und Dienstleistungen langfristig nicht mehr in das angestrebte Leistungs-angebot passen. Die Anpassungen in der Gesellschaftsstruktur erfolgen einerseits vor dem Hintergrund des fortwährenden Strukturwandels der Branche und als Reaktion auf technologische und gesamtwirtschaftliche Veränderungen. Andererseits reflektieren sie die Bestimmung der Gruppe, Lebensräume für künftige Generationen zu gestalten und insbesondere der Digitalisierung und dem Klimaschutz Rechnung zu tragen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Wesentlichen die folgenden Neugründungen, Akquisitionen und Verkäufe bzw. Liquidationen vorgenommen. Neugründungen Im Geschäftsbereich Climate Solutions wurden die VBV Real Estate GmbH & Co. KG, Battenberg, die Viessmann CS Real Estate SE & Co. KG, Allendorf (Eder), sowie die VWB Real Estate GmbH & Co. GmbH, Allendorf (Eder), an denen jeweils 89,9% der Anteile gehalten werden, gegründet. Bereits im vergangenen Jahr wurden im Geschäftsbereich Refrigeration Solutions die Viessmann Kältetechnik Schweiz AG, Spreitenbach/Schweiz, als Servicegesellschaft für Kühlsysteme sowie die Viessmann Refrigeration Solutions Operations sp.z. o.o., Breslau/Polen gegründet und im aktuellen Berichtszeitraum erstkonsolidiert. Zudem wurden in dem Geschäftsbereich die Viessmann Kältetechnik West Verwaltungs GmbH, Köln, die Viessmann Kältetechnik West GmbH & Co. KG, Köln, die Viessmann Refrigeration Holding B.V., Amersfoort/Niederlande sowie die Viessmann Refrigeration Solutions US, Inc., Charlotte, North Carolina/USA gegründet. Im Geschäftsbereich Investment wurden die Viessmann elfte Investment GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder), die Viessmann zwölfte Investment GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder), die Viessmann dreizehnte Investment GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder), die Viessmann zwölfte Investment Verwaltungs GmbH, Allendorf (Eder), die Viessmann dreizehnte Investment Verwaltungs GmbH, Allendorf (Eder), die Viessmann Invest Canada Inc., Waterloo/Kanada und die Viessmann Investment North America Inc., Newark, Delaware/USA gegründet. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr gegründet, aber erst in der aktuellen Berichtsperiode auf Konzernebene berücksichtigt wurde die Viessmann Investment UK Holding Limited, Stratford-upon-Avon/Großbritannien. Akquisitionen Der Geschäftsbereich Climate Solutions hat in der zweiten Jahreshälfte 25% der Anteile an der Youco B22-H355 Vorrats GmbH & Co. KG (zukünftig) DBT Digital Building Technology GmbH & Co. KG, Münster erworben. Basierend auf der wibutler Internet-of-Things-Plattform soll das Joint Venture einen einheitlichen und unabhängigen Standard für die europäische Gebäudetechnikindustrie schaffen. Der Geschäftsbereich Investment erwarb bereits im vergangenen Geschäftsjahr die Anteile an der Viessmann elfte Investment Verwaltungs GmbH, Allendorf (Eder), die in der Berichtsperiode erstmals im Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigt wurde. Zum Jahresbeginn wurden ca. 90% der Anteile an der PHS Home Solutions Ltd. (ehem. Pacifica Home Service Ltd.), Houghton Le Spring/Großbritannien, die wiederum 100% der Anteile an der Oakes Energy Services Ltd., Houghton Le Spring/Großbritannien hält, erworben. Die Unternehmensgruppe ist einer der größten Anbieter in den Bereichen Gasbrenngeräte und Smart-Home-Applikationen in Großbritannien und bietet neben der Wartung und Reparatur von Elektro- und Technologieprodukten auch die Installation von Systemen, die auf erneuerbaren Energien basieren, sowie Softwarelösungen und Versicherungsleistungen an. Im Frühjahr erwarb der Geschäftsbereich alle Anteile an der RAVEN26 Sp. z o.o., Warschau/Polen, die als Vorratsgesellschaft für die Mitte des Jahres zu 90% übernommene Elektrotermex Sp. z o.o., Ostrołęka/Polen (ETX) diente. Ziel der Akquisition von ETX ist es, die starke Marktposition des auf Wärmeübergabestationen spezialisierten Unternehmens im Bereich der Nah- und Fernwärmelösungen in Polen weiter auszubauen. Darüber hinaus wurden 50% der Anteile an der PEWO Energietechnik Schweiz GmbH, Murten/Schweiz erworben. Damit wird das Engagement im Bereich der Systemlösungen für effiziente Wärmeverteilung im Haus sowie Nah- und Fernwärme weiter ausgebaut. Zum Jahresende erwarb der Geschäftsbereich 49,9% der Anteile an der aqotec Holding GmbH, Weißenkirchen im Attergau/Österreich. Durch die Minderheitsbeteiligung wird das Ziel verfolgt, die Marktposition bei Nahwärmeprojekten zu stärken, da das Leistungsspektrum sämtliche Lösungen von der Planung über die Installation bis zum Service von Nahwärmenetzen umfasst. Zudem wurden 25,1% der Anteile an der Keyter Technologies S.L., Lucena/Spanien erworben. Das Unternehmen ist ist einer der führenden Hersteller von Heiz-, Kühl- und Klimatisierungslösungen (HVAC+R) in Südeuropa und verfügt über eine ausgeprägte Forschungs- und Entwicklungs-Expertise in den Bereichen Wärmepumpen und Kaltwassersätze. Neben Neuakquisitionen erhöhte der Investment-Bereich zudem den Anteilsbesitz an der bereits zur Viessmann Gruppe gehörigen Etherma Holding GmbH, Henndorf am Wallersee/Österreich von 69,4% auf nun 79,6%. An der PEWO Austria GmbH wurden weitere 50% der Anteile erworben, sodass nun die gesamten Anteile gehalten werden und die Gesellschaft erstmals im Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigt wird. Außerdem wurden weitere 8% der Anteile an der MB-Brassen Fernwärmetechnik und Rohrleitungsbau GmbH erworben. Der Anteilsbesitz an der Insserco S.A., Madrid/Spanien wurde um 0,27% auf 25,37% erhöht. An der Woolwick Investments (Pty) Ltd., Kwa-Zulu Natal/Südafrika, die unter dem Namen ThermoWise auftritt, wurde der Anteilsbesitz leicht auf 55,02% gesteigert. Die von ThemoWise sämtlichen gehaltenen Anteile an der SIRAC Southern Africa Proprietary Ltd., Kapstadt/Südafrika wurde vollständig auf die Viessmann neunte Investment GmbH & Co KG, Allendorf (Eder) übertragen. Abgänge Die dem Geschäftsbereich Investment angehörende Viessmann zweite Investment GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder) wurde entkonsolidiert. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung lag der Fokus der Business Area Climate Solutions auf der Schließung von Portfoliolücken bei Wärmepumpen und Stromspeichern. Im Jahr 2022 wurden für Forschung und Entwicklung 120,9 Mio € aufgewendet. Auf Basis des Modulsystems wurde im Leistungsbereich 4-10 kW die Vitocal 2xx-S R32 entwickelt, die im August 2022 in den Markt eingeführt wurde. Dabei handelt es sich um eine Luft/Wasser-Split-Wärmepumpe, die mit dem Kältemittel R32 betrieben wird. Durch die hohe Effizienz (COP 5,0 bei A7/W35) und Vorlauftemperaturen von bis zu 60°C ist sie bestens für den energieeffizienten Neubau geeignet. Bei den Hybrid-Wärmepumpen konnte die Vitocal 250-AH 10-13 kW im Mai 2022 eingeführt werden. Jeder beliebige Wärmeerzeuger (auch die unserer Wettbewerber) kann durch diese Hybrid-Wärmepumpe ergänzt werden, denn sie bringt die dafür erforderliche Hydraulik gleich mit. Dadurch kann ein Großteil der jährlichen Heizenergie durch die Wärmepumpe bereitgestellt werden. Nur an sehr kalten Wintertagen wird der zusätzliche Wärmeerzeuger als Spitzenlastkessel hinzugeschaltet. Das Portfolio der Stromspeicher (Vitocharge VX3) konnte im April 2022 um zwei Leistungsklassen (6.0 und 8.0 kVA) ergänzt werden. Damit können Photovoltaik-Anlagen bis zu 12 kWp eingebunden werden. Ebenfalls wurde im April 2022 eine zusätzliche Variante an Batteriemodulen eingeführt, sodass nun maximal 15 kWh statt der bisher 12 kWh Speicherkapazität angeboten werden. Als Alleinstellungsmerkmal bietet Viessmann seit August 2022 auch in diesem Produktbereich komplette Systemlösungen aus einer Hand an. Eine solche Komplettlösung besteht aus Wärmepumpe, Lüftungsgerät, Photovoltaik, Stromspeicher sowie integriertem Energiemanagementsystem und ermöglicht einen hohen Autarkiegrad. Die einzelnen Geräte basieren auf der Viessmann OneBase Plattform. Somit kann das System auch später noch ergänzt werden - beispielsweise um eine Wallbox zum Laden des E-Autos. Basierend auf der Vitocal 2xx-S R32 und OneBase wurde Viessmann Invisible entwickelt, eine innovative Heiz- und Klimalösung, die im Neubau und in Fertighäusern völlig neue Möglichkeiten bietet. Das System besteht aus Wärmepumpe, Trinkwarmwasserspeicher, Lüftungsanlage sowie Stromspeicher und verschwindet für den Anlagenbetreiber unsichtbar hinter einer dekorativen Abdeckung. Durch die sehr kompakten Maße können im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen in der Regel bis zu 6 m 2 an Platz eingespart werden. Somit kann der sonst benötigte Technikraum für andere Zwecke genutzt werden, und für Architekten bieten sich vollkommen neue Möglichkeiten der Gebäudegestaltung. Im Bereich Digital Services konnte der Funktionsumfang der ViCare Komponenten signifikant erweitert werden. Zum neuen Funktionsumfang zählen ein vom TÜV zertifizierter voll automatisierter hydraulischer Abgleich, Geofencing sowie eine intelligente Vorlauftemperaturregelung. Dadurch sind Energieeinsparungen von bis zu 30% erreichbar. Die Zusatzleistungen können über Bezahlfunktionen gebucht werden. Die ViCare App wurde um die Möglichkeit erweitert, Push-Benachrichtigungen zu erhalten. Nutzer:innen bekommen auf diese Weise hilfreiche Energiespartipps, die sie direkt in die Praxis umsetzen können. Der Geschäftsbereich Refrigeration Solutions hat sich im Jahr 2022 verstärkt auf die Entwicklung nachhaltiger Kühl- und Tiefkühlprodukte konzentriert, wie beispielsweise das "EsyCool Green-System". Basierend auf einer einheitlichen Plattform und der Basisstruktur zukünftiger Isolierschaumkörper, wurde mit der Entwicklung der ersten Kühl- und Tiefkühlinsel aus der neuen LT-Plattform ein Produkt entwickelt, das auf der weltgrößten Retail-Messe (Euroshop 2023) präsentiert werden soll. Basierend auf dieser Plattform werden in 2023 noch weitere LT-Produkte entwickelt. Am Produktionsstandort in Hof wurde mit der Entwicklung eines neuen Nano Warehouse-Systems, partnerschaftlich mit einem Start-up-Unternehmen, begonnen. Das innovative Kühlsystem, das die umfassende Expertise von Viessmann in der Kältetechnik mit der automatisierten Lagerlösung des Start-up Unternehmens kombiniert, löst die genannten Herausforderungen. Je nach Anforderung des Kunden ermöglicht das modulare Design eine passgenaue und individuelle Zusammenstellung des Lagersystems. Dies garantiert gleichzeitig eine maximale Ausnutzung der Raumeffizienz. Durch die Nutzung natürlicher Kältemittel und der Gewährleistung der Energieoptimierung orientiert sich das automatisierte Nano-Lagersystem in der Entwicklung an höchsten ökologischen Standards. Erste Testreihen an dem neuartigen Cooling Tower und der Cooling Box wurden Ende des Jahres im Prüflabor Hof durchgeführt. Außerdem wurde die Weiterentwicklung von Aggregaten des EsyCool Green-Systems ausgebaut und abgeschlossen. Hier gibt es nun neben der bereits industrialisierten EC Pro Unit (24 KW) eine weitere Unit, basierend auf einer Wärmepumpe mit einer Tandem-Verdichter-Baugruppe (2x12KW) und in einer energetischen Abstufung, die vor allem den Einsatz im Discountbereich des Lebensmitteleinzelhandels abdecken soll. Viessmann Technologies entwickelte ein auf die Bedürfnisse der Hightech-Industrie zugeschnittenes Deckensystem (SemiCeil), in begehbarer und nicht begehbarer Ausführung. Das System basiert auf Alu-Präzisionsprofilen im Kreuzverband, sowie vorgefertigten, ableitfähig ausgestatteten Füllungen aus Stahl- oder Aluminiumblech. Reinraumseitig wird das Tragprofil mit einer Schwerlastaufnahme für das Prozess-Equipment ausgestattet und eine doppelte Dichtebene für die Integration aller Einbauten garantiert. Die Differenzdruck-Eignung liegt bei bis zu 250 Pa. Die Decke konnte in einem Projekt der Satellitenfertigung bereits eingesetzt werden und hat alle Leistungstests erfolgreich bestanden. Die übrigen Geschäftsbereiche haben keine nennenswerten Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten vorgenommen. Die Beteiligungsgesellschaften des Geschäftsbereichs Investment haben im Rahmen ihrer laufenden Geschäftstätigkeit ihre Produkte weiterentwickelt. II. Wirtschaftsbericht Maßgebliche Leistungsindikatoren Der Viessmann Konzern wird maßgeblich anhand des EBITA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Goodwill und aufgedeckte stille Reserven aus Akquisitionen) als finanzieller Leistungsindikator gesteuert. Das EBITA erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um EUR 54,3 Mio. auf EUR 447,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 392,8 Mio.). Das entspricht einer Steigerung von 13,7% und liegt EUR 3 Mio. über dem ursprünglichen Planwert für 2022. Für das Jahr 2023 wird ein weiterer EBITA Anstieg auf EUR 519 Mio. erwartet (+16,1%). in MEUR
* ohne Abschreibungen auf Goodwill und stille
Reserven aus Kaufpreisallokationen
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einer zögerlichen Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage in 2021 schrumpfte die Wirtschaftsleistung bis Mitte des Jahres. Die nach wie vor durch die Folgen der COVID-19-Pandemie belastete Gesamtwirtschaft sah sich verschiedenen negativen Einflüssen ausgesetzt. So war die weltweite Inflation, insbesondere in den USA und Europa, höher als erwartet. China erlebte wirtschaftlich nicht zuletzt wegen des immer noch andauernden pandemischen Geschehens einen Abschwung. Hinzu kommen die vielgestaltigen gravierenden Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, die sich unter anderem in Form von gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten niederschlugen. Nach Schätzungen des IWF betrug das Wachstum der Wirtschaftsleistung in 2022 3,4% (World Economic Outlook, Januar 2023). Vor allem die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs destabilisierten die Gesamtwirtschaft. In Europa entstand im Laufe des Jahres eine Energiekrise, die zu stark steigenden Lebenshaltungskosten führte und die wirtschaftlichen Erholungstendenzen des Vorjahres massiv einschränkte. Neben gestiegenen Gaspreisen bewirkte der Konflikt auch einen Anstieg der Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt. Nachhaltig hohe Inflationsraten, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr zu beobachten waren, wurden mit einer restriktiven Fiskalpolitik der Notenbanken beantwortet und führten zu einer Aufwertung des US-Dollars gegenüber den meisten anderen Währungen. Insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern verschlimmert dies den Preisdruck und dämpft die wirtschaftlichen Aussichten. Der wirtschaftliche Zuwachs in 2022 wird in diesen Regionen auf 3,9% prognostiziert. Demgegenüber steht ein Wachstum der Industrienationen von lediglich 2,7%, wobei die Entwicklung in den USA mit 2,0% deutlich hinter der in der Eurozone (3,5%) zurückbleibt. In Europa ergibt sich auf Länderebene erneut ein heterogenes Bild. Während sich die Wirtschaftsleistung in Spanien (5,9%) und Großbritannien (4,1%) überdurchschnittlich entwickelte, fielen die Wachstumsraten in Frankreich (2,6%) und vor allem in Deutschland (1,9%) deutlich geringer aus. Die deutsche Wirtschaft kühlte sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutlich ab. Die hohe Inflation und steigende Zinssätze belasteten die Investitions- und Konsumbereitschaft spürbar. Zwischenzeitliche Phasen der Erholung zu Jahresbeginn vermochten es vor diesem Hintergrund nicht, das Niveau der inländischen Industrieproduktion, welches vor der Pandemie herrschte, zu erreichen. Auch die Auftragseingänge reduzierten sich im Jahresverlauf, begleitet von einem schwächelnden Außenhandel. Die wirtschaftliche Gemengelage präsentierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals als äußerst schwierig und vielschichtig. Neben abflauenden, aber nach wie vor relevanten Folgen der COVID-19-Pandemie sind besonders die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs tonangebend gewesen. So rückte das Thema einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Energieversorgung wieder mehr in den Fokus und prägte zusammen mit der außergewöhnlichen Inflationsentwicklung die öffentliche Wahrnehmung und Diskussion. Auch wenn die Bereiche Klimaschutz und Digitalisierung im Lichte dieser Ereignisse in der Öffentlichkeit teils in den Hintergrund getreten sind, wurde die Viessmann Gruppe von diesen langfristigen Trends unverändert maßgeblich beeinflusst. Trotz aller Herausforderungen kann die Gruppe auf einen erfreulichen Geschäftsverlauf im Jahr 2022 zurückblicken. Die einzelnen gesamtwirtschaftlichen Einflussfaktoren haben sich unterschiedlich auf die Entwicklung der Geschäftsbereiche ausgewirkt. Auch innerhalb der Geschäftsbereiche kam es zu unterschiedlichen Entwicklungen. Ingesamt habe sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auch signifikant auf die für Viessmann relevanten Branchen niedergeschlagen. Geschäftsverlauf Climate Solutions Der Angriff Russlands auf die Ukraine hatte weitreichende Auswirkungen auf den Verlauf der Geschäfte des Bereichs Climate Solutions. Die Entwicklungen seit Ende Februar 2022 wirkten wie ein Katalysator auf die bereits in den vergangenen Jahren vorangetriebene strategische Weiterentwicklung, in deren Zuge verstärkt am Ausbau des Geschäfts mit "grünen" Technologien gearbeitet wurde. Insbesondere die hohe Unsicherheit im Frühjahr und Sommer hinsichtlich der Versorgungssicherheit mit Gas hat zu einem umfassenden Wandel im Nachfrageverhalten geführt. Die im Vorjahr massiv auftretenden Lieferengpässe, insbesondere im Bereich der Halbleitertechnik sowie bei Rohstoffen und Vorprodukten, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger ausgeprägt. Das allgemeine Preisniveau für Material erhöhte sich indes wie erwartet stark und beeinflusste die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsbereichs signifikant im gesamten Jahresverlauf. Trotz aller Schwierigkeiten konnte der Wachstumskurs der letzten Jahre in dem Geschäftsbereich fortgeführt werden. Neben produktseitigen Verschiebungen, mit dem Ergebnis hoher Wachstumsraten in den Bereichen der Wärmepumpen, sowie der Photovoltaik- und Elektrosysteme, waren geographisch neben dem stabilen Wachstum auf dem deutschen Markt die erfreulichen Entwicklungen in Osteuropa und den USA ursächlich für das erfolgreiche Geschäftsjahr. Refrigeration Solutions Die bereits in 2021 beginnende Inflation verstärkte sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres noch einmal spürbar und blieb dann bis zum Jahresende auf einem hohen Niveau. Diese Entwicklung belastete die Ertragslage des Geschäftsbereichs Refrigeration Solutions nachhaltig. Da ein signifikanter Teil des Umsatzes aus Geschäften mit Großkunden resultiert, können Anpassungen in der Preisstruktur abgesetzter Produkte nur mit einem zeitlichen Versatz umgesetzt werden. Erfreulich waren die Erholungseffekte in den Segmenten Convenience und Food & Beverage, die in 2021, aber auch noch im Vorjahr substanziell unter den Folgen der Maßnahmen zur Pandemiebeschränkung gelitten hatten. Prägend für das Geschäftsjahr waren darüber hinaus hohe Investitionen als Grundlage für zukünftiges Wachstum. Nach wie vor liegt der Fokus auf den Megatrends Globalisierung, Zukunft des Nahrungsmittel- und Gesundheitswesens, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. In diesem Kontext wurde nicht nur in den Ausbau von Produktionsstandorten investiert, sondern es wurden auch mehrere Akquisitionen getätigt, unter anderem um den Eintritt in den nordamerikanischen Markt zukünftig zu realisieren. Im Ergebnis konnte durch die solide Geschäftsentwicklung in Deutschland, aber auch in Skandinavien und Osteuropa insgesamt ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnet werden. Investment Der Geschäftsbereich Investment setzte die hohe Akquisitionstätigkeit des Vorjahres fort und vergrößerte das Portfolio um sechs weitere Unternehmen. Dadurch wurde das Lösungsangebot der Viessmann Gruppe abermals erweitert und neue Märkte eröffnet. Insbesondere das Engagement im Segment der Nah- und Fernwärmelösungen wurde verstärkt. Da der Geschäftsbereich inzwischen auf vier Kontinenten an insgesamt 25 Partnerunternehmen beteiligt ist, waren die einzelnen Portfoliounternehmen in unterschiedlichem Maße von den geopolitischen Entwicklungen betroffen. Insgesamt verlief das Geschäft des Bereichs Investment aber positiv, da der Umsatz sowohl organisch als auch anorganisch deutlich wuchs. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Umsatz Der Umsatz des Viessmann Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um EUR 643,3 Mio. (+18,9%) auf EUR 4.047,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3.403,7 Mio.) und lag damit abermals deutlich über der ursprünglichen Erwartung, was vor allem durch das starke organische Wachstum zu erklären war. Gleichwohl haben nicht alle Geschäftsbereiche in gleichem Maße zu diesem Umsatzwachstum beigetragen. Der Geschäftsbereich Climate Solutions erzielte einen Umsatz von EUR 3.424,9 Mio. (Vor-jahr: 2.896,8 Mio.). Mit dem erreichten, hauptsächlich organisch begründeten Umsatzwachstum von EUR 528,1 Mio. hat dieser Geschäftsbereich die ursprüngliche Erwartung für das Geschäftsjahr übertroffen. Sowohl länderspezifisch als auch produktbezogen trugen die verschiedenen Absatzmärkte in unterschiedlichem Maße zu dem positiven Ergebnis bei. Mit einem Beitrag von 52% zum Umsatzwachstum waren die Märkte in Deutschland und Österreich die wichtigsten Absatzregionen. Wachstumstreiber waren die Bereiche der Wärmepumpen sowie Photovoltaik- und Elektrosysteme. Der Markt für Gasbrennwertgeräte verzeichnete einen signifikanten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Sehr positiv entwickelten sich mit Blick auf die geografischen Absatzmärkte in Europa unter anderem die Umsätze in Italien, den Niederlanden, der Türkei, Polen und der Schweiz. Außerhalb Europas war das Geschäftsjahr ebenfalls größtenteils von Umsatzsteigerungen geprägt. Vor allem in den USA konnte ein deutliches Umsatzwachstum von gut einem Drittel erzielt werden. Aber auch die Absatzzahlen in China entwickelten sich positiv. Aus Produktsicht spiegelten sich die geopolitischen Entwicklungen während des abgelaufenen Geschäftsjahres direkt in den abgesetzten Stückzahlen der verschiedenen Produktsegmenten wider. Die Sorgen um die Versorgungssicherheit mit Gas sowie die damit einhergehenden stark angestiegenen Gaspreise Mitte des Jahres ließen den Markt der Gasbrennwertgeräte spürbar schrumpfen. Demgegenüber stand ein starkes Wachstum des Geschäfts mit Wärmepumpen für Wohngebäude. Dieser Bereich bildete, wie im Vorjahr, eine wichtige Grundlage für die positive Entwicklung des Geschäftsbereichs. Ebenfalls hohe Wachstumsraten konnten im Bereich der Photovoltaik- und Elektrosysteme verzeichnet werden. Die Absatzzahlen in den Bereichen der kundenbezogenen und digitalen Serviceleistungen, Warmwasserspeicher und Zubehörteile für Heizsysteme wuchsen ebenfalls. Der Geschäftsbereich Refrigeration Solutions verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Umsatzzuwachs von EUR 37,4 Mio. auf EUR 363,2 Mio. (Vorjahr: EUR 325,8 Mio.). Damit wurde der Wachstumskurs des Jahres 2021 erfolgreich beibehalten. Der Markt in den deutschsprachigen Ländern konnte die größten absoluten Umsatzzuwächse verzeichnen (+ EUR 16,6 Mio.). Ebenfalls sehr erfreulich entwickelten sich die Absatzzahlen in den skandinavischen und osteuropäischen Ländern. In Westeuropa verblieb der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau. Produktseitig zeigte sich im Geschäftsjahr ein heterogenes Bild. So konnten insbesondere in den Bereichen der Installations- und Serviceleistungen sowie bei den "Plug-in"-Kühlgeräten hohe Wachstumsraten erzielt werden (+26,3% bzw. +14,2%). Die Sparte "Remote"-Kühlregale wuchs um 6,5%, während sich der Umsatz im Bereich Sonstige nur geringfügig änderte (+0,6%). Die Produktgruppe Kühlräume schrumpfte geringfügig um 6,3%. Mit Blick auf die einzelnen Marktsegmente konnte im wichtigsten Bereich Food Retail ein solides Wachstum von 10,0% erzielt werden. Noch stärker war der Zuwachs in den Bereichen Convenience (+48,3%) und Food & Beverage (+54,1%). Maßgeblich für die hohen Steigerungen war hier vor allem der im Vorjahr beginnende Erholungseffekt, der in diesen massiv von den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung beeinträchtigten Segmenten besonders stark war. Das im Vorjahr enorm gewachsene Segment Health Care & Others verzeichnete eine Umsatzrückgang (-9,3%). Der Geschäftsbereich Investment konnte im Jahr 2022 seinen Umsatz auf EUR 239,0 Mio. mit einem Zuwachs von EUR 99,0 Mio. erneut deutlich steigern (Vorjahr: EUR 140,0 Mio.). Das starke Wachstum lässt sich zum einen auf die umfangreiche Akquisitionstätigkeit und die damit verbundenen Erstkonsolidierungseffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückführen. Zum anderen war die Geschäftsentwicklung der Portfoliounternehmen insgesamt positiv. Besonders erfreulich verlief das Geschäft der Kospel S.A., welche ein beträchtliches Umsatzwachstum von erneut über 40% verzeichnen konnte. Ebenfalls sehr positiv entwickelte sich das Geschäft der PEWO-Gesellschaften, die ein breites Angebotsspektrum von Fernwärme über Solar- und Geothermie bis hin zu komplexen Systemlösungen und Anlagen bieten. Die Umsatzerlöse der beiden Diversifizierungsbereiche VC/O und Real Estate konnten ebenfalls gesteigert werden um EUR 0,8 Mio. bzw. EUR 1,8 Mio. Ertragslage Im Geschäftsjahr lag das EBITA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf gebildete immaterielle Vermögensgegenstände aus Akquisitionen) mit EUR 447,1 Mio. um EUR 54,3 Mio. über dem Vorjahreswert in Höhe von EUR 392,8 Mio. Die EBITA-Marge bezogen auf die Gesamtleistung sank leicht von 11,2% auf 10,8% und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Den mit Abstand größten Anteil an dem sehr guten Jahresergebnis hatte der Geschäftsbereich Climate Solutions. Erfreulich war die absolute Steigerung des EBITA über die Erwartungen hinaus, besonders vor dem Hintergrund des außergewöhnlich schwierigen Umfelds. Der Margenrückgang ist den umfangreichen Verschiebungen im Produktmix sowie dem hohen Preisniveau zuzuschreiben. Die Ertragskraft des Geschäftsbereichs Refrigeration Solutions ging im Vergleich zum Vorjahr zurück und blieb hinter den ambitionierten Zielen zurück. Positiv verlief die Entwicklung im Geschäftsbereich Investment. Aufgrund der zahlreichen Akquisitionen sind die Zahlen nicht direkt mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen war indes heterogener als im Vorjahr. Die Ergebnisbeiträge der beiden Diversifikationsbereiche VC/O und Real Estate sind für die Ergebnissituation des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Der Rückgang des Ergebniswachstums im Verhältnis zum Umsatz auf Konzernebene ist das Resultat des enormen Anstiegs der Materialkosten von über 25%, insbesondere im Bereich der Rohstoffe. Besonders aufgrund des gestiegenen Preisniveaus, aber auch wegen des höheren Umsatzes und den gravierenden Verschiebungen im Produktmix sind die Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr substanziell gestiegen. Bezogen auf die Gesamtleistung stieg die Materialeinsatzquote gegenüber dem Vorjahr von 46,7% deutlich auf 49,3%. Der negativen Entwicklung der Materialaufwendungen steht eine Verbesserung bei den Personalaufwendungen gegenüber. Während sie zwar absolut stiegen, konnten sie im Verhältnis zur Gesamtleistung deutlich von 25,1% auf 22,7% reduziert werden. Die Abschreibungen erhöhten sich um 21,9% von EUR 86,2 Mio auf EUR 105,2 Mio. Davon entfielen EUR 16,9 Mio. des Anstiegs auf Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen, wovon die außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen von Sachanlagen der russischen Gesellschaften einen Anteil von 86,9% ausmachen. Weitere EUR 2,0 Mio. entfielen auf die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Dies ist in erster Linie auf die Erstkonsolidierung von im Berichtsjahr neu akquirierten Anteilen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um 15,9%, wobei ca. 2,2% des Anstiegs auf die Auswirkungen der eingestellten Geschäftstätigkeit in Russland zurückzuführen sind. Die restliche Erhöhung spiegelt den Anstieg des Umsatzniveaus wider. Ursächlich waren neben gestiegenen Logistikkosten insbesondere ein Anstieg der Kfz- und Leasing- sowie IT-Kosten. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich ebenfalls deutlich um 36,14% gegenüber dem Vorjahr, davon haben außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen von Sachanlagen der russischen Gesellschaften einen Anteil von 17,0%. Das Finanzergebnis veränderte sich deutlich und sank von EUR -9,2 Mio. auf EUR -20,9 Mio. Ursächlich waren ein Anstieg der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um EUR 4,4 Mio. sowie ein erhöhter Abschreibungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte aus At-Equity- Bewertung i.H.v. EUR 4,4 Mio. als Resultat der erhöhten Akquisitionstätigkeit des Vorjahres. Entsprechend dem deutlich verbesserten Ergebnis vor Steuern betrugen die Steuern vom Einkommen und Ertrag EUR 79,7 Mio. nach EUR 71,2 Mio. im Vorjahr. Finanzlage Das Finanzmanagement umfasst das Liquiditätsmanagement, die Konzernfinanzierung sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Die Viessmann Group GmbH & Co KG als Konzernmuttergesellschaft ist zentral für das Finanzmanagement verantwortlich. Vorrangiges Ziel der Finanzierungsstrategie ist die Sicherstellung der Liquidität, um jeder-zeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sowie strategisch über aus-reichende Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien zu verfügen. Sie sichert die finan-zielle Unabhängigkeit des Konzerns. Die Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft sind die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns. Um einen vorteilhaften Finanzausgleich im Konzern zu gewährleisten und die Finanzierungskosten zu reduzieren, hat die Viessmann Group GmbH & Co KG in Deutschland und in ausgewählten europäischen Ländern Cash-Pool-Vereinbarungen abgeschlossen. Die Kontensalden der teilnehmenden Konzerngesellschaften werden täglich zugunsten oder zulasten der Konzernmuttergesellschaft ausgeglichen. Ein darüber hinausgehen-der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich von ihr aufgenommen bzw. ein Liquiditätsüberschuss von ihr angelegt. Die Nettofinanzposition (Liquide Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) hat sich im Geschäftsjahr deutlich um EUR 149,1 Mio. auf EUR 32,8 Mio. verringert. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die Investitionen in das neue Werk in Legnica sowie der Anstieg des Working Capital. Um die Finanzierung der Viessmann Group auch für die kommenden Jahre abzusichern, wurde das bestehende Konsortialdarlehen durch ein neues abgelöst. Die Zuflüsse aus dem operativen Cash Flow von EUR 166,7 Mio. enthalten einen Anstieg des Net Working Capital von EUR 338,8 Mio. Die größten Mittelabflüsse sind auf Investitionen für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens (EUR 126,1 Mio.) sowie auf Zahlungen an die Gesellschafter (EUR 125,6 Mio.) zurückzuführen. Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Bankguthaben) beliefen sich zum Jahresende auf EUR 221,6 Mio. und lagen damit knapp unter dem Wert vom Vorjahr in Höhe von EUR 228,4 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um EUR 46,6 Mio. auf EUR 188,7 Mio. deutlich angestiegen, was in erster Linie durch das eingegangene Konsortialdarlehen zu erklären ist. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Wartungs-, Service- und Dienstleistungsverträgen für die nächsten fünf Jahre belaufen sich auf EUR 194,5 Mio. Das Bestellobligo für Investitionen beträgt EUR 9,8 Mio. Aus Werbe- und Sponsoringver-trägen ist mit Aufwendungen in Höhe von EUR 28,6 Mio. zu rechnen. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 498,5 Mio. auf EUR 2.494,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1.995,6 Mio.). Der Anstieg bei den Anlagen im Bau resultiert im Wesentlichen aus der Investition in den Neubau in Legnica EUR 33,5 Mio. Wesentliche Treiber des Anstiegs waren außerdem das Vorratsvermögen und die Finanzanlagen, aber auch der Forderungsbestand. Die starke Zunahme der Vorräte um EUR 340,3 Mio. auf EUR 940,0 Mio. (Vorjahr: EUR 599,7 Mio.) reflektiert sowohl das gestiegene Geschäftsvolumen als auch die erhöhten Preise für Handelswaren und Rohstoffe. Der Wert der Finanzanlagen stieg vor allem aufgrund der Anteile an assoziierten Unternehmen. Daneben war für den Anstieg des Anlagevermögens von EUR 706,2 Mio. auf EUR 777,2 Mio. vor allem der Zuwachs bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau mit einer Erhöhung um EUR 59,6 Mio. auf EUR 86,0 Mio. ursächlich. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen deutlich an (+EUR 72,7 Mio.). Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um EUR 8,0 Mio. Unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen belief sich das wirtschaftliche Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 auf EUR 1.234,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1.040,8 Mio.). Die Eigenkapitalquote betrug damit 49,5% (Vorjahr: 52,2%). Die Rückstellungen lagen mit EUR 472,0 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 436,4 Mio. Absolut am stärksten stiegen die sonstigen Rückstellungen mit einem Zuwachs von EUR 21,4 Mio., was sich in der Hauptsache durch die Zunahme der Garantierückstellungen erklären lässt. Das Net Working Capital, definiert als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zzgl. Vorratsvermögen und abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, lag zum Geschäftsjahresende mit EUR 1.025,5 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert (EUR 686,7 Mio.), was hauptsächlich mit einem massiven Anstieg der Lagerbestände zurückzuführen war. Das Verhältnis von Net Working Capital zu Umsatz stieg in der Folge um 5,2%. Mitarbeiter Die Viessmann Gruppe beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres rund 14.600 Mitarbeiter. Zu ihnen gehörten 584 Auszubildende und duale Studenten. Insgesamt waren somit rund 350 Menschen mehr als im Vorjahr beschäftigt. Durch ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsangebot bietet die Viessmann Gruppe ihren Mitarbeitern Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ihrer persönlichen und fachlichen Fähigkeiten. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Die Viessmann Gruppe hat sich in dem wiederholt anspruchsvollen Jahr 2022 sehr gut entwickelt. Trotz hoher Inflationsraten, gestiegenen Materialkosten und einem beschleunigten Wandel in der Zusammensetzung des Produktmixes konnten die ursprünglichen ambitionierten Ertragsziele erreicht werden. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Risiken Risikomanagementsystem Im Viessmann Konzern werden alle strategischen und operativen Entscheidungen unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken getroffen. Wir verfolgen grundsätzlich eine umsichtige Unternehmensstrategie und meiden unkontrollierbare Gefährdungspotenziale. Risikomanagement und Controlling sind dabei eine zentrale Managementaufgabe und ein integraler Bestandteil der Konzernsteuerung. Das Risikomanagement des Viessmann Konzerns trägt dazu bei, dass Risiken erkannt, erfasst, bewertet, überwacht und gesteuert werden können. Risiken, die sich unmittelbar aus der Geschäftsentwicklung ergeben, werden durch unsere Controllingprozesse, die konzernweit in allen Geschäftsbereichen, Gesellschaften und Regionen implementiert sind, zeitnah erkannt und bewertet. Darüber hinaus erkennen und steuern wir Risiken, die nicht unmittelbar aus dem operativen Geschäft erwachsen. Den Währungsrisiken innerhalb des Konzerns wird durch aktive Preisgestaltung begegnet. Vervollständigt wird unser Risikomanagement durch die interne Revision. Strategische Risiken Soziale und makroökonomische Trends Nach wie vor sind alle Aktivitäten der Viessmann Gruppe darauf gerichtet, ihre übergeordnete Bestimmung zu verwirklichen und Lebensräume für künftige Generationen zu gestalten. Diese Zielsetzung ist anspruchsvoll, da sie von diversen Faktoren beeinflusst wird. Außerdem verlangt sie eine aktive und verantwortungsvolle Unternehmensführung, die sich nicht mit dem Status Quo begnügt, sondern auf Veränderung ausgerichtet ist, ohne jedoch etablierte Prozesse, die sich als erfolgreich erwiesen haben, ins Hintertreffen geraten zu lassen. Konkret ist die Geschäftsentwicklung der Viessmann Gruppe dabei von sozialen, politischen und makroökonomischen Trends abhängig, die gleichermaßen Chancen und Risiken bergen. Der Geschäftsbereich Climate Solutions begegnet den globalen Herausforderungen des Klimawandels durch die Konzentration auf effiziente, ressourcenschonende Technologien sowie die Umstellung und Erweiterung des Produktportfolios auf erneuerbare und alternative Energieressourcen. Darüber hinaus konzentriert sich der Geschäftsbereich als Anbieter ganzheitlicher Klimalösungen stärker auf die Klimatisierung und Lüftung. Der Geschäftsbereich Refrigeration Solutions erwartet einen Anstieg der Nachfrage nach energieeffizienten, hochwertigen Kühlprodukten. Außerdem führen Verbrauchergewohnheiten und zunehmender Wohlstand zu einer verstärkten Fokussierung auf digitale Bedürfnisse. Um die Chancen zu nutzen, die sich aus der wachsenden Nachfrage nach innovativen digitalen Produkten ergeben, bildet der Ausbau des digitalen Produktportfolios und Funktionalitäten einen Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten. Diese grundlegenden sozialen und makroökonomischen Trends werden augenblicklich allerdings durch hohe Inflationsraten, die Versorgungssicherheit, besonders mit Blick auf Energie, sowie eine sich insgesamt eintrübende gesamtwirtschaftliche Lage als Auswirkung des Ukraine-Kriegs und den Spätfolgen der COVID-19-Pandemie überlagert. Die langfristigen Folgen des Ukraine-Kriegs lassen sich nach wie vor schwer abschätzen. Zu erwarten ist indes, dass das Preisniveau für Rohstoffe und Energie hoch bleibt. Die befürchtete Zurückhaltung bei Investitionen in die Gebäudeinfrastruktur infolge der stark gestiegenen Inflationsraten ist in Teilen eingetreten und wird abhängig von der Zinsentwicklung auch künftig von Relevanz sein. Darüber hinaus lässt sich eine allgemeine Schwächung der Konsumbereitschaft feststellen. Im Heizungssektor werden diese Entwicklungen jedoch zum Teil durch gegenläufige Maßnahmen wie Förderprogramme kurzfristig aufgefangen. Wenn auch zusehends in den Hintergrund rückend, lassen sich die langfristigen Folgen der Pandemie in zeitlicher, regionaler sowie technologischer Hinsicht weiterhin nur schwer abschätzen, insbesondere, was beschaffungsmarktseitige Risiken betrifft. Marktentwicklungen Aggressive Marketing- und Preisstrategien von Wettbewerbern können sich negativ auf die Rentabilität auswirken. Darüber hinaus können die zunehmende Digitalisierung und andere Geschäftsmodelle, wie beispielsweise Wärme als Dienstleistung, zum Aufkommen neuer Akteure führen. Durch die Neuausrichtung der Geschäftsmodelle sowie durch die konstante Weiterentwicklung des Lösungsangebots wird dieser Entwicklung begegnet. Das Risiko, dass sich bestehende Geschäftsmodelle infolge der Digitalisierung und neuer digitaler Produkte schnell ändern, ist ebenfalls vorhanden. Der Geschäftsbereich Climate Solutions sieht dies jedoch mehr als Chance als ein Risiko. Die Digitalisierung wird als Schlüsselfaktor für einen Wettbewerbsvorteil betrachtet. Wegen der veränderten Rahmenbedingungen infolge des Ukraine-Kriegs und der damit einhergehenden Verschiebungen in der Nachfrage im Bereich der Heiz- und Klimalösungen wird mit einem beschleunigten Eintritt großer Heating, Ventilation, and Air Conditioning (HVAC)-Hersteller in den europäischen Markt gerechnet. Aufgrund ihrer Größe können diese Wettbewerber Skaleneffekte und daraus resultierende Kostenvorteile nutzen und damit massiv auf das Preisniveau und die Angebotsmenge einwirken. Zusätzlich zu diesen wettbewerbsinduzierten Marktrisiken sieht die Viessmann Gruppe aktuell auch kundeninduzierte Marktrisiken. Unabhängig von dem regulatorischen Umfeld ist vor allem in Deutschland, vor dem Hintergrund zwischenzeitlich stark gestiegener Gaspreise und der Reduzierung des Anteils an russischem Erdgas im Energiemix als Folge des Ukraine-Kriegs, ein sprunghaft gesteigertes Interesse an Energiesystemen auf Basis erneuerbarer Energieträger wahrzunehmen. Dies betrifft vor allem den Markt für Wärmepumpen. Regulatorische Änderungen Die Geschäftstätigkeit, insbesondere die des Geschäftsbereichs Climate Solutions, unterliegt verschiedenen globalen und regionalen Umweltvorschriften. Verschärfungen dieser Vorschriften können zu höheren Kosten und längeren Produktentwicklungszeiten führen oder sogar Anpassungen des Produktportfolios erforderlich machen. Ebenso wird die Geschäftstätigkeit durch energie- und klimapolitische Subventionen und Anreize teils erheblich positiv beeinflusst. Ein Wegfall stellt insoweit ein erhebliches Risiko dar. Umgekehrt wirkt sich eine Ausweitung positiv aus. Dieses Spannungsfeld zwischen Risiko und Chance durch regulatorische Änderungen zeigt sich gegenwärtig für die Viessmann Gruppe exemplarisch auf dem deutschen Markt. Bereits mit der Verabschiedung des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zeichnete sich aus klimapolitischen Gründen eine Verschärfung des regulatorischen Umfeldes ab. In dem aktuellen Gesetzentwurf zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wird geplant, dass bereits ab dem Jahr 2024 nur noch neue Heizsysteme installiert werden dürfen, die zu mindestens 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Auf diese Herausforderung reagiert die Viessmann Gruppe aktiv mit einem Transformationsprojekt, indem konsequent alle Geschäftsaktivitäten von der Entwicklung bis zum Vertrieb auf diese Veränderung ausgerichtet werden. Flankiert wird dies durch ein ambitioniertes Investitionsprogramm. Geschäftsstrategie Die Viessmann Gruppe sieht sich durch ihre globale Ausrichtung verschiedensten strategischen Risiken ausgesetzt, welchen vor allem durch gezielte Akquisitionen begegnet wird. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde auf diese Weise sowohl die geografische als auch die produktspezifische Diversifizierung des Lösungsangebots der Gruppe vorangetrieben. In Anbetracht der zu erwartenden Änderung des regulatorischen Umfelds sowie von Marktentwicklungen wird die Viessmann Gruppe in den nächsten Jahren verstärkt in den Ausbau ihres Angebots auf Basis von erneuerbaren Energieträgern investieren. Im Fokus steht hier insbesondere die Wärmepumpe. Hier ist eine weitere Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Auch die Investitionen in den Bereich der Nah- und Fernwärme durch weitere Akquisitionen sollen weiter verfolgt werden. Bei Akquisitionen besteht das grundsätzliche Risiko, dass die mit dem Erwerb verbundenen Synergie- und Marktpotenziale im Rahmen des Integrationsprozesses zumindest teilweise verloren gehen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Annahmen zur Bewertung des Unternehmens in der Akquisitionsphase sich nach dem Kauf nicht materialisieren. Durch klare Zuordnung von Verantwortung in der Organisation sowie durch eine maßvolle Integration, bei der die unternehmerischen Freiheiten weitgehend erhalten bleiben, wird diesen Risiken entsprechend begegnet. Investitionen in Minderheitsanteile bergen ebenfalls gewisse Risiken, dass die Entwicklung solcher Beteiligungen hinter den Erwartungen zurückbleibt. Diese Risiken werden durch laufende Beobachtung der Geschäftsentwicklungen auf ein vertretbares Maß reduziert. Operative Risiken Beschaffung, Produktion, Logistik Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es durch Brände, Naturkatastrophen, Stromausfälle und Betriebsstörungen bei unseren Lieferanten oder aus anderen Gründen wie einer pandemischen Gesundheitsbedrohung zu Produktionsausfällen kommen. Bestimmte Materialien oder Komponenten, vor allem Elektrobauteile, werden nur von wenigen Lieferanten angeboten oder stammen aus einer Hand. Preiserhöhungen können sich negativ auf die Marge auswirken. Durch den Aufbau von Beziehungen zu alternativen Lieferanten, den Abschluss langfristiger Verträge sowie durch Aufbau der Lagerbestände der kritischen Artikel wird versucht, das Risiko zu vermindern. Darüber hinaus verfügt jede Produktionsstätte über Notfallpläne, um die Produktionskontinuität zu gewährleisten. Auch wenn sich der Einfluss der COVID-19-Pandemie im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals verringerte, bleiben insbesondere beschaffungsseitige Auswirkungen wie Lieferengpässe und -verzögerungen ein Risiko. Die Möglichkeit, dass Lieferanten ihrerseits in dieser Folge, aber auch aufgrund des hohen Kostendrucks, in wirtschaftliche und finanzielle Notlagen geraten und dann ausfallen, bleibt bestehen. Die, vor dem Eindruck der Engpasssituation bei elektronischen Bauteilen und Komponenten sowie dem Nachfrageüberhang bei wichtigen Materialien wie Stahl und Kunststoffen, im vergangenen Jahr verbesserte monatliche vorausschauende rollierende Absatzplanung im Viessmann Konzern hilft die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass benötigte Materialien und Komponenten nicht in ausreichenden Mengen verfügbar sind oder nur zu unwirtschaftlich hohen Preisen bezogen werden können. Neben schlimmstenfalls auftretenden temporären Produktionsunterbrechungen können beschaffungsseitige Preiserhöhungen oder Lieferengpässe negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns haben. Informationstechnologie Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation basieren auf globalen IT-Systemen. Die Vertraulichkeit interner und externer Daten ist von grundlegender Bedeutung. Das Risiko eines Verstoßes gegen die Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten aufgrund von Cyberangriffen oder anderen Verstößen hat in den letzten Jahren zugenommen. Dies könnte zur Manipulation und / oder zum unkontrollierten Verlust von Daten und Fachwissen und zu Reputationsschäden führen. Geschäfts- und Produktionsprozesse könnten auch vorübergehend durch Cyberangriffe gestört werden. Derartige Störungen können sich auch aus Cyberangriffen auf Lieferanten oder Dienstleister ergeben. Die ergriffenen Maßnahmen, um diesen Risiken entgegenzuwirken, umfassen das gründliche Testen von Technologien vor deren Einsatz und die Implementierung von Projekten, um die technischen Sicherheitsstandards auf dem neuesten Stand zu halten und neue Bedrohungen proaktiv zu untersuchen. Darüber hinaus ist die vorhandene IT-Infrastruktur dank implementierter Sicherheitsmaßnahmen vor unbefugtem Zugriff geschützt. Neben technischen Maßnahmen werden auch fortlaufend Schulungen für die Mitarbeiter zu den unterschiedlichsten IT-Risiken durchgeführt, um deren Verständnis für diese Risiken zu vertiefen bzw. deren Aufmerksamkeit fortwährend aufrecht zu erhalten. Finanzen und Steuern Liquiditätsrisiko Die Viessmann Gruppe verfügt über ausreichende Liquidität, um die Erfüllung aller geplanten Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit sicherzustellen. Kreditrisiken Kreditrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass der Wert von Forderungen oder sonstigen finanziellen Vermögenswerten beeinträchtigt wird, weil die andere Vertragspartei Zahlungs- oder sonstige Leistungsverpflichtungen nicht erfüllen kann. Kreditversicherungsprogramme reduzieren das maximale Ausfallrisiko. Für die meisten Kunden sind Kreditlimits festgelegt. Innerhalb des Geschäftsbereichs Climate Solutions gibt es keine Kundenkonzentration, da Handwerksbetriebe unsere Hauptkunden sind. Anders sieht es bei Refrigeration Solutions aus, wo eine stärkere Kundenclusterung herrscht. Chancen und Risiken aufgrund von Marktpreisänderungen Chancen und Risiken, die sich aus schwankenden Wechsel- und Zinssätzen sowie Marktpreisen für Rohstoffe ergeben, werden von der Finanzabteilung bzw. von den entsprechenden Geschäftsbereichsverantwortlichen kontinuierlich überwacht und gesteuert. Steuerliche Risiken Viessmann Group GmbH & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften sind weltweit tätig und unterliegen vielen verschiedenen nationalen Steuergesetzen und -vorschriften. Viessmann- Unternehmen werden regelmäßig von den Steuerbehörden in verschiedenen Ländern geprüft. Änderungen der Steuergesetze und -vorschriften, Rechtsurteile und deren Auslegung durch die Steuerbehörden sowie die Ergebnisse von Steuerprüfungen in diesen Ländern können zu höheren Steueraufwendungen und zahlungen führen und sich somit auf die Höhe der Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten auswirken. Auch bedeutende Akquisitionen, Veräußerungen, Restrukturierungsprogramme und andere von Viessmann durchgeführte Reorganisationsmaßnahmen könnten Auswirkungen haben. Den daraus resultierenden Risiken begegnet die Viessmann Gruppe, indem die steuerlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich analysiert und bewertet werden. Sicherheits-, Qualitäts- und Compliance-Risiken Gesundheit, Sicherheit und Umwelt Die Viessmann Gruppe legt nicht nur großen Wert auf die Sicherheit ihrer Produkte, sondern auch auf den Schutz ihrer Mitarbeiter und der Umwelt. Fehlverhalten oder Nichteinhaltung gesetzlicher Anforderungen oder Standards durch die Viessmann Gruppe können zu Personenschäden, Sach-, Reputations- oder Umweltschäden, Produktionsausfällen, Betriebsunterbrechungen und / oder der Haftung für Entschädigungszahlungen führen. Die von der Viessmann Gruppe festgelegten Grundsätze, Standards und Maßnahmen stellen sicher, dass die Anforderungen angemessen kommuniziert, verstanden und optimal umgesetzt werden. Geistiges Eigentum Die Viessmann Gruppe verfügt über ein Portfolio an geistigem Eigentum, das patentgeschützte Produkte umfasst. Die Rechtsabteilung überprüft regelmäßig die Patentsituation in Zusammenarbeit mit den jeweiligen operativen Einheiten und überwacht mögliche Patentverletzungen, damit bei Bedarf rechtliche Schritte eingeleitet werden können. Umgekehrt können rechtliche Schritte von Dritten wegen angeblicher Verletzung von Patent- oder Eigentumsrechten durch die Viessmann Gruppe die Entwicklung oder Herstellung bestimmter Produkte behindern oder sogar stoppen oder die Zahlung von Geldschäden oder Lizenzgebühren an Dritte verlangen. Recht / Compliance Unternehmen der Viessmann Gruppe sind Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren ausgesetzt, an denen sie derzeit beteiligt sind oder die in Zukunft entstehen könnten, insbesondere in den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Antikorruptionsrecht, Patentrecht, Steuerrecht, Datenschutz und Umweltschutz. Untersuchungen möglicher Rechts- oder Regulierungsverstöße können zu zivil- oder strafrechtlichen Sanktionen führen, einschließlich erheblicher Geldstrafen und / oder anderer nachteiliger finanzieller Konsequenzen, die den Ruf schädigen und den wirtschaftlichen Erfolg beeinträchtigen können. Um die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften zu gewährleisten, hat die Viessmann Gruppe einen Compliance Manager ernannt. Produktsicherheit und -verantwortung Die Viessmann Gruppe bewertet die potenziellen Gesundheits- und Umweltrisiken ihrer Produkte kontinuierlich. Um Risiken durch Haftungsansprüche so weit wie möglich ausschließen zu können, werden regelmäßig umfangreiche Tests und Qualitätskontrollen am Produkt durchgeführt. Qualitäts- und regulatorische Anforderungen In fast jedem Land, in dem die Viessmann Gruppe tätig ist, unterliegt die Geschäftstätigkeit Vorschriften, Standards und Anforderungen. Potenzielle Verstöße gegen regulatorische Anforderungen können zu zivil- oder strafrechtlichen Sanktionen führen, einschließlich erheblicher Geldstrafen, einer Einschränkung unserer Betriebsfreiheit und / oder anderer nachteiliger finanzieller Konsequenzen. Sie könnten auch das Image von Viessmann schädigen und zu sinkenden Umsätzen und / oder Margen führen. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns Die Gesamtrisikosituation der Viessmann Gruppe ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, besteht ein Risikomanagementsystem. Darüber hinaus sind nach den derzeit bekannten Informationen keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Prognosebericht Die Prognose berücksichtigt relevante Fakten und Erkenntnisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt waren und die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Sie ist in hohem Maße von der makroökonomischen Entwicklung in den für die Viessmann Gruppe wesentlichen Absatzmärkten abhängig. Die Unsicherheit im Zuge der Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung setzt sich fort. Treiber sind die Auswirkungen der hohen Inflationsraten, die anhaltend angespannte Situation der Lieferketten sowie die zusehends rezessiven Tendenzen der Gesamtwirtschaft. Die Folgen der COVID-19-Pandemie treten demgegenüber in den Hintergrund. Laut IWF wird für das Jahr 2023 ein Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung von 2,9% erwartet (World Economic Outlook, Januar 2023). Im Vergleich zum Oktober hat das IWF die Wachstumsprognose um 0,2%-Punkte erhöht, vor allem, da sich viele Länder gegenüber den aktuellen Herausforderungen und Unsicherheitsfaktoren wirtschaftlich stabiler zeigten als noch im vergangenen Jahr erwartet. Die wirtschaftliche Entwicklung wird wiederholt regional sehr divers ausfallen. Während für etwa ein Drittel des globalen Wirtschaftsgeschehens im nächsten oder übernächsten Jahr ein Rückgang zu erwarten ist, wird für die drei größten volkswirtschaftlichen Spieler, die Europäische Union, die USA und China eine Drosselung des Wachstums erwartet, sodass insgesamt von rezessiven Tendenzen auszugehen ist. Konkret hängt die Entwicklung auf Länderebene von zahlreichen weiteren Einflussfaktoren, wie der handels- und geopolitischen Lage, der Verschuldung und der Inflationsentwicklung ab. Es ist zu erwarten, dass die restriktive Geldpolitik der Notenbanken im kommenden Geschäftsjahr zunehmend Wirkung zeigen wird und die Inflationsrate zwar auf einem hohen Niveau verbleibt, aber doch zusehends abnimmt. Der Internationale Währungsfonds erwartet eine Inflationsreduktion auf 6,6% im Jahr 2023 (World Economic Outlook, Januar 2023). Auch Naturkatastrophen im Zuge des Klimawandels können die wirtschaftlichen Bedingungen regional beeinflussen. Bezogen auf den voranschreitenden Übergang zu grüner Energie wird ein investitionsfreundliches Umfeld erwartet, welches durch staatliche Subventionen und steuerliche Anreize befördert wird. Aufbauend auf einem sehr erfolgreichen Jahr 2022 wird für den Viessmann Konzern auch im Jahr 2023 mit einer Fortsetzung des Wachstums gerechnet. Während die Entwicklung der Materialpreise als weitgehend stabil erachtet wird, ist für den gesamten Viessmann Konzern von steigenden Energie-, Logistik- und Personalkosten auszugehen. Aufgrund der volatilen Preisentwicklung können auch Umsatz und Ergebnis entsprechenden Schwankungen unterliegen. Zusammenfassend wird mit einer Steigerung des Umsatzes und einem Anstieg des EBITA auf EUR 519 Mio. (+16,1%) gerechnet. Der Geschäftsbereich Climate Solutions profitiert voraussichtlich auch weiterhin von starken zugrundeliegenden Megatrends, die auch den HVAC-Markt insbesondere in Europa und Nordamerika beleben: Politischer und gesellschaftlicher Wille zur Dekarbonisierung des Gebäudebestandes sowie stärkere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern - insbesondere in Europa und Deutschland. Für das Jahr 2023 wird ein in Summe stabiler bis leicht wachsender Markt erwartet. Eine besonders ausgeprägte Wachstumsdynamik ist im Bereich der Wärmepumpen sowie den angrenzenden Produktsektoren (Batteriespeicher, Photovoltaik, Lüftung) anzunehmen. Im Bereich der Heizsysteme auf Basis fossiler Energieträger ist der Marktausblick seitwärts bis leicht negativ einzuschätzen. Sowohl bei fossilen als auch nicht-fossil betriebenen Klimalösungen spielt die regulatorische Entwicklung eine herausragende Rolle für den tatsächlichen Verlauf des Geschäftsjahres. Historische Betrachtungen zeigen deutlich, dass der HVAC-Markt stärker von lokalen regulatorischen Rahmen- und Förderbedingungen getrieben ist und deutlich weniger vom allgemeinen konjunkturellen Zyklus. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Lieferfähigkeit und der Stabilität der Lieferketten; diese haben neben der Regulatorik voraussichtlich den größten Einfluss auf den Unternehmenserfolg im Jahr 2023. Hierbei wird für das zweite Halbjahr mit einer deutlichen Verbesserung der Lieferfähigkeit gerechnet. Für den Geschäftsbereich Refrigeration Solutions wird nach dem Wachstum im Jahr 2022 eine Weiterführung dessen für das Jahr 2023 erwartet. Bereits im Jahr 2022 konnten im Marktsegment Lebensmitteleinzelhandel neue Kunden gewonnen werden, mit welchen 2023 eine weitere Ausweitung des Wachstums geplant ist, sodass hier mit dem stärksten Marktwachstum gerechnet wird. Für die Marktsegmente Health Care und Food Service (Lebensmitteldienstleistungen, HoReCa (Hotel, Restaurant & Catering)) wird eine Fortsetzung des Wachstums erwartet. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2022 bereitet eine gute Ausgangsbasis für das kommende Jahr. Der Geschäftsbereich Investment plant für das kommende Jahr die starke Akquisitionsaktivität von 2022 beizubehalten, um mit neuen Partnern das Produktangebot zu erweitern, in neue Regionen und Märkte vorzudringen und auf diese Weise die Viessmann Gruppe dabei zu unterstützen, sich nachhaltig zu diversifizieren und die Vorreiterrolle als globaler Anbieter von Klimalösungen zu festigen. Für die Portfoliounternehmen wird grundsätzlich ein starkes Wachstum und ein gesteigertes EBITA-Ratio für die kommende Berichtsperiode erwartet. Fundament dieser Prognose ist die weiter voranzutreibende Stabilisierung der Geschäftsaktivitäten, die Verbesserung der Produktivität und die Professionalisierung der Prozesse, um die Profitabilität in Zukunft weiter zu steigern. Hinzu kommt die geplante Erweiterung der Produktionskapazitäten. Herausforderungen stellen neben Lieferkettenproblemen auch die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Anzeichen einer bevorstehenden Rezession dar. Während die Materialpreise als weitgehend stabil antizipiert werden, ist von steigenden Personalkosten im Zuge der hohen Inflation und dem daraus resultierenden Ausgleich auszugehen. Die übrigen Geschäftsbereiche spielen für die Entwicklung des Konzerns nur eine untergeordnete Rolle. Für das Ergebnis wird im Vergleich zum Umsatz aufgrund der andauernden Verschiebung im Produkt-/Ländermix bei der Business Area Climate Solutions und der allgemeinen Kostensteigerungen eine unterproportionale Zunahme erwartet. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Trennung von den Geschäftsaktivitäten in Russland Mit notariellem Vertrag vom 19. April 2023 hat die Viessmann Gruppe sämtliche Anteile an der OOO Viessmann und der 000 Viessmann Lipetsk veräußert. Mit dem Verkauf hat sich die Viessmann Gruppe von allen ihren Geschäftsaktivitäten in Russland getrennt. Im Hinblick auf die Veräußerung wurden bereits zum 31. Dezember 2022 die Vermögenswerte der Gesellschaften um EUR 28,5 Mio. abgewertet. Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaften wird kein weiterer Verlust erwartet. Zusammenführung des Geschäftsbereichs Climate Solutions mit Carrier Global Corporation Am 25.04.2023 erfolgte die Bekanntgabe der Zusammenführung des Geschäftsbereichs Climate Solutions mit Carrier Global Corporation. Carrier ist ein weltweit führender Anbieter von intelligenten Klima- und Energielösungen mit Hauptsitz in Palm Beach Gardens, Florida (USA). Nach Abschluss der Transaktion wird die Viessmann Gruppe einer der größten Anteilseigner von Carrier. Maximilian Viessmann, CEO der Viessmann Group, wird folglich neues Mitglied des Verwaltungsrats von Carrier. Dies sichert die Einbindung der unternehmerischen Gründerfamilie und ermöglicht eine klare Ausrichtung auf langfristiges Wachstum. Durch den Zusammenschluss wird die Marktführerschaft im Wohn- und Gewerbesegment im Bereich der Klima- und Energielösungen angestrebt und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Die Partnerschaft ermöglicht darüber hinaus Kunden und Installationspartnern beider Unternehmen, dass sie auf ein breiteres Produkt- und Serviceportfolio, mehr digitale Angebote und weitere Zusatzleistungen zugreifen können. Außerdem werden sie von höheren Produktionskapazitäten und kürzeren Lieferzeiten für Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien profitieren. Das Angebot an Wärmepumpen, Batteriespeichern, Photovoltaik- und Klima- und Lüftungslösungen wird erheblich erweitert. Der Hauptsitz der Viessmann Gruppe bleibt in Allendorf (Eder), Deutschland. Darüber hinaus haben beide Parteien langfristige Garantien vereinbart: Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen (3 Jahre), Garantien für die wichtigsten Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte (5 Jahre) sowie den Hauptsitz in Allendorf (10 Jahre). Die Garantien sichern die langfristige Zukunft des Geschäftsbereichs. Viessmann Climate Solutions profitiert durch die Zusammenführung von der globalen Aufstellung in den Bereichen Beschaffung, Logistik, Produktion, Lieferkette, Produktentwicklung, Vertrieb und Service. Die Erlöse aus der Zusammenführung werden entsprechend dem Purpose der Viessmann Gruppe, Lebensräume für künftige Generationen zu gestalten, reinvestiert. Dabei spielen Maßnahmen zur Vermeidung von Kohlenstoffdioxid sowie dessen Verringerung und Speicherung eine entscheidende Rolle. Alle Aktivitäten der Viessmann Gruppe außerhalb des Geschäftsfelds Climate Solutions sind von der Transaktion nicht betroffen. Schadensfall Im Laufe des Mai 2023 wurden Erkenntnisse erlangt, dass es bei einem bestimmten Gaswand-Gerätemodell aufgrund eines Materialfehlers bei einem Zulieferteil zu Sachschäden kommen kann. Gegenwärtig wird evaluiert, wie die potentiell schadhaften Teile ausgetauscht werden können und in welchem Umfang Versicherungs- bzw. Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. Es wird davon ausgegangen, dass der Viessmann Group ein Schaden in mittlerer einstelliger Millionenhöhe entstehen wird.
Allendorf (Eder), den 31. Mai 2023 Viessmann Komplementär B.V Maximilian Viessmann Dr. Ulrich Hüllmann Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
Passiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022(Vorjahr: 01. Januar bis 31. Dezember 2021)
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Mutterunternehmen ist die Viessmann Group GmbH & Co KG mit Sitz in Allendorf (Eder). Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter HRA 3389 eingetragen. Die Viessmann Group GmbH & Co KG ist gemäß § 11 PublG zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gesellschaft stellt ihren Konzernabschluss jedoch freiwillig nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB auf. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss wurden neben der Viessmann Group GmbH & Co KG als Mutterunternehmen die Abschlüsse der in der Liste Anteilsbesitz (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend aufgeführten in- und ausländischen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der nachfolgend unter Abschnitt a) genannten Gesellschaften, einbezogen. a) Nicht einbezogene Gesellschaften Aufgrund einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde von dem Einbeziehungswahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und auf die Einbeziehung der folgenden Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verzichtet: Name und Sitz des nicht einbezogenen Tochterunternehmens
Aufgrund einer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde, unter Bezugnahme auf § 311 Abs. 2 HGB, für die folgenden assoziierten Unternehmen auf die Anwendung des § 312 HGB verzichtet: Name und Sitz des nicht einbezogenen assoziierten Tochterunternehmens
b) Zusammenfassende Darstellung der Erstkonsolidierungen
c) Entkonsolidierungen Name und Sitz der entkonsolidierten GesellschaftViessmann zweite Investment GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder)d) Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den folgenden Grundsätzen:
Die im Vorjahr angewandten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten. III. Währungsumrechnung 1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Abschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Einstandskurs wird erfolgsneutral als separater Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Die sich aus den unterschiedlichen Abschlussstichtagskursen ergebenden Umrechnungsdifferenzen im Brutto- Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral verrechnet. 2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet. 3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Transaktionen während des Geschäftsjahres sind zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet worden. Bei langfristigen Fremdwährungsposten gelten Anschaffungskostenprinzip und Niederst- bzw Höchstwertprinzip. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und deren Änderungen 1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt waren und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden. 2. Soweit bei der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. TEUR 119.555 (Vorjahr: TEUR 118.179) dieses Unterschiedsbetrags resultieren aus Gewinnthesaurierungen durch das Auseinanderfallen des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Aus diesem Grund erfolgt der Ausweis im Konzernergebnisvortrag. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Erwerb weiterer Anteile an vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Bei sukzessiven Erwerben wird für die durch Folgekonsolidierung entstehenden aktiven Unterschiedsbeträge ein Geschäfts oder Firmenwert angesetzt. Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als die entsprechenden Eigenkapitalanteile waren, sind die sich ergebenden Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 213.423 (Vorjahr: TEUR 178.465) als Geschäfts- oder Firmenwert und in Höhe von TEUR 25.505 durch Aufdeckung von stillen Reserven abzüglich stillen Lasten aktiviert worden. Der Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital von assoziierten Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 52.629. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und bei außergewöhnlichen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 2 bis 25 Jahren und die Geschäfts- oder Firmenwerte über 3, 4, 5, 8 bzw. 10 Jahre ab Erwerbszeitpunkt abgeschrieben. Die jeweilige Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wird dabei für jede Gesellschaft individuell anhand ihrer Technologie, ihren Mitarbeitern und ihrer langfristigen Kundenbeziehungen sowie anhand erwarteter Synergieeffekte begründet. In diesem Zeitraum erfolgt zudem unabhängig von der planmäßigen Nutzungsdauer eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes. 4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und bei außergewöhnlichen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 50 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen und längstens 55 Jahren für das abnutzbare unbewegliche Anlagevermögen überwiegend nach der linearen Methode. Bei den einbezogenen Auslandsgesellschaften sind die dort festgelegten Nutzungsdauern für die jeweiligen Wirtschaftsgüter in den Konzernabschluss übernommen worden, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind. 5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens und zu Anlagezwecken gehaltenen Anteile an Gesellschaften sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. bei assoziierten Unternehmen zum fortgeschriebenen Wert at equity bilanziert. Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Tilgungszahlungen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 6. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wiederbeschaffungspreis bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, wobei in angemessenem Umfang Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen sind. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte, die ebenfalls mit dem Nennwert angesetzt wurden, sind, soweit ihnen aktivierte Herstellungskosten gegenüberstanden, mit dem Erfüllungsbetrag ohne Umsatzsteuer offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt worden. 7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bzw. Barwert angesetzt. Für die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kreditrisiken bestehen angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. 8. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit dem niedrigeren beizu legenden Wert bewertet. 9. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. 10. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen aufgrund von temporären Differenzen. Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern aus den einbezogenen Einzelabschlüssen wurde kein Gebrauch gemacht. In der Konzernbilanz werden aktive (TEUR 27.126) und passive latente Steuern (TEUR 1.128) saldiert ausgewiesen. Für die Berechnung der latenten Steuer wurde innerhalb des Organkreises ein Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) bzw. ein Konzernsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) zugrunde gelegt. 11. Investitionszuschüsse und -zulagen sind in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird. 12. Die Rückstellungen für Pensionen entfallen auf in- und ausländische Gesellschaften. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Sonstige Vermögensgegenstände (Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen) sind, soweit es sich um nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände handelt, zum Zeitwert bewertet und in der Bilanz mit den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen worden. Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 222. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 309. Im Finanzergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 5) mit der Wertänderung der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 7) verrechnet worden. Als Rechnungszins für die Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen (Österreich, Frankreich, Italien, Türkei und Dubai), Jubiläum und Hinterbliebenenbezüge wurde im Wesentlichen ein zum 31. Dezember 2022 qualifiziert geschätzter Zins bei einer Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Dieser wurde durch Fortschreibung des von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zehn-Jahres- Durchschnittszinses für die Pensionen und pensionsähnlichen Abfertigungen (Österreich und Frankreich) bzw. Sieben-Jahres-Durchschnittszinses für die Hinterbliebenenbezüge sowie des sich bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit ergebenden Durchschnittszinses für die übrigen Abfertigungen und Jubiläum jeweils zum 30. September 2022 bzw. 31. Oktober 2022 ermittelt. Die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 3.612. Der Konzern macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst. Aus mittelbaren Pensionszusagen - im Rahmen einer Pensions- und Unterstützungskasse - besteht ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 223. Unter Inanspruchnahme von Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB erfolgt keine Passivierung der mittelbaren Pensionszusagen. Die sonstigen Rückstellungen tragen in angemessenem Umfang und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2022 abgezinst worden. Im Rahmen der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung, die aus laufenden Verträgen resultieren, in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge und der Erfüllungsrückstände berücksichtigt. Die für diese Verträge entstehenden Abfindungsverpflichtungen gemäß § 6 TV-BB bzw. § 12 des Tarifvertrags zum flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ) wurden ebenfalls in den sonstigen Rückstellungen bilanziert. 13. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, Rentenverpflichtungen mit dem Barwert passiviert. 14. Passive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen bereits vor dem Bilanzstichtag vereinnahmte Beträge, die einen Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der so genannten Bruttomethode und ist aus der Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich. Für gewährte Bankgarantien wurden Wertpapiere des Anlagevermögens, in Höhe TEUR 368 verpfändet. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wechsel in Höhe von TEUR 6.280 enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.240) resultieren in Höhe von TEUR 250 und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 398 aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 490 noch nicht verrechenbare Vorsteuern, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 3. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern entfallen ausschließlich auf Sachverhalte aus dem Konzernabschluss (Konsolidierungsmaßnahmen). Für die Berechnung der latenten Steuer wurde innerhalb des Organkreises ein Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) bzw. ein Konzernsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) zugrunde gelegt. Die sich ergebende latente Steuer resultiert im Wesentlichen aus der Zwischengewinneliminierung, aus der Schuldenkonsolidierung sowie der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. 4. Eigenkapital Die im Handelsregister eingetragenen Hafteinlagen betrugen am Abschlussstichtag TEUR 100.000. Der in den Bilanzgewinn einbezogene Gewinnvortrag beträgt TEUR 246.022. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Garantierückstellungen (TEUR 133.593) und Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich (TEUR 134.974). 6. Verbindlichkeiten Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang). Die Verbindlichkeiten aus stiller Einlage sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und haben eine Laufzeit größer als 5 Jahre. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, durch Sicherungsübereignung von einzelnen Gegenständen des Sachanlagevermögens, Vorräten, Forderungen sowie durch Verpfändung von Bankguthaben (TEUR 4.688) gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 76) und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 2.205), resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfabrikaten und Waren sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte. 7. Außerbilanzielle Geschäfte Aus den in 2020, 2021 und 2022 abgeschlossenen Leasing- und Sale-and-leaseback-Verträgen (Gesamtvolumen TEUR 31.216) für Heizungsanlagen ergeben sich in den nächsten max. 216 Monaten monatliche Leasingraten von durchschnittlich rd. TEUR 144. Die daraus resultierenden Zahlungsverpflichtungen der Folgejahre sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. Zweck der Geschäfte ist die Verbesserung der Liquidität. Risiken bestehen in den zu leistenden Leasingraten und der Vertragsbindung. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Wartungs-, Service- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich folgende Aufwendungen:
Das Bestellobligo für Investitionen beträgt TEUR 9.816. Aufgrund der aktuellen Vereinbarungen antizipieren wir aus Werbe- und Sponsoringverträgen Aufwendungen in Höhe von TEUR 28.560. In Abhängigkeit von zukünftigen Ereignissen können aus Unternehmenserwerben Kaufpreisverpflichtungen in Höhe von TEUR 7.700 resultieren. Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken. 9. Derivative Finanzinstrumente Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Zins- und Währungspositionen eingesetzt, um durch Wechselkurs- bzw. Zinsschwankungen bedingte Währungsrisiken bzw. Finanzierungskosten zu minimieren. Zinsswap Zinsswaps (Payer-Swaps) wurden ausschließlich für Sicherungszwecke von aktuellen und geplanten Darlehensinanspruchanhmen auf Basis variabler Zinskonditionen abgeschlossen. Zielsetzung ist die Limitierung des Zinsänderungsrisikos auf Ebene der externen Fremdfinanzierung. Mit Hilfe der Payer-Swaps soll das Risiko ausgeschaltet werden, infolge eines erwarteten Anstiegs der Marktzinsen, höhere Zinszahlungen aus den variabel verzinslichen Darlehen leisten zu müssen. Der Abschluss der Vereinbarungen erfolgte zu marktüblichen Festzinssätzen. Die zu erhaltenden variablen Zinssätze entsprechen dem 3-Monats-EURIBOR. Zum Abschlussstichtag sind folgende Finanzierungsvolumen durch Zinsswap abgesichert:
Devisentermingeschäfte Devisentermingeschäfte wurden ausschließlich für Sicherungszwecke im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt. Zielsetzung ist die Reduzierung der Fremdwährungsrisiken (Devisenkursschwankungen) im Rahmen bereits durchgeführter bzw. geplanter Transaktionen in Fremdwährung. Zum Abschlussstichtag sind folgende Währungspositionen durch Devisentermingeschäfte (FX Forwards) abgesichert:
Die Devisentermingeschäfte wurden ausschließlich im Zusammenhang mit zukünftig geplanten operativen Umsätzen in Fremdwährung (Grundgeschäfte in USD) abgeschlossen. Sie dienen der (Teil-)Absicherung des Kursrisikos der zu späteren Zeitpunkten entstehenden Fremdwährungsforderungen/ -verbindlichkeiten (zukünftige Zahlungseingänge/-ausgänge) in Fremdwährung. Das kalkulierte Volumen der antizipativen Teilabsicherung für zukünftige Zahlungseingänge/-ausgänge aus Grundgeschäften orientiert sich dabei an den aus der Planung und der Vergangenheit abgeleiteten, mit hoher Sicherheit entstehenden Umsätzen bzw. Materialaufwendungen in Fremdwährung. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte orientieren sich an den geplanten Zahlungseingängen bzw. -ausgängen in der jeweiligen Fremdwährung und betragen zum 31. Dezember 2022 zwischen 3 und 4 Monaten. Die geplanten (Teil-) Zahlungseingänge/-ausgänge aus den Grundgeschäften und die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte bilden eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte sind gegenläufig und weisen die gleiche Sensitivität zum Basiswert/Tageskurs auf. Die Wertänderungen gleichen sich nach Abwicklung der jeweiligen Positionen aus. Hinsichtlich der Höhe der jeweiligen Teilabsicherung handelt es sich um Macro-Hedges. Macro-Hedges betrachten die risikokompensierende Wirkung ganzer Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend und sichern diese Gruppen gemeinsam gegen das (netto verbleibende) Risiko ab. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird anhand der "Critical-Terms-Match"-Methode beurteilt. Zur bilanziellen Abbildung wird die Einfrierungsmethode verwendet. Weitere derivative Finanzinstrumente, die nicht Sicherungszwecken dienen, wurden entsprechend den Treasury-Grundsätzen der Viessmann Gruppe nicht abgeschlossen. 10. Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Durch die erstmalige Einbeziehung von in 2022 neu erworbenen bzw. gegründeten Tochterunternehmen, der erstmaligen Vollkonsolidierung der oben genannten Gesellschaften sowie der Entkonsolidierung der oben genannten Gesellschaften, wurden die Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt beeinflusst:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von TEUR 497 aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen enthalten. Periodenfremde Erträge ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 12.499), Anlagenabgängen (TEUR 18.927), Erstattungen von Versicherungen und Schadenersatzleistungen (TEUR 1.518), der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Erträge aus ausgebuchten Forderungen (TEUR 1.204), Kostenerstattungen für Vorjahre und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 112), sowie der Inanspruchnahme von sonstigen Rückstellungen (TEUR 3.997), die die Primäraufwendungen in Material- und Personalaufwand ausgleichen. 3. Personalaufwand Die von der Agentur für Arbeit für eine Tochtergesellschaft erstatteten pauschalierten Sozialversicherungsbeiträge (Kurzarbeitergeld) in Höhe von 131 TEUR wurden mit den Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung verrechnet. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert der immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 368 und auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 15.128 In den außerplanmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen sind Abschreibungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung enthalten, die in Höhe von TEUR 14.735 auf die Abwertung der Vermögenswerte der russischen Gesellschaften entfallen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält sonstige Steuern in Höhe von TEUR 6.759. Periodenfremde Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 2.939) und Forderungsverlusten (TEUR 1.242). Außerdem sind in dem Posten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung enthalten, die sich auf außerplanmäßige Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 13.815 aus der Abwertung der Vermögensgegenstände der russischen Gesellschaften beziehen. 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert der Finanzanlagen betragen TEUR 3.564. 7. Zinsertrag Aus Steuererstattungen für Vorjahre resultieren Zinserträge in Höhe von TEUR 3. 8. Zinsaufwand Aus Steuernachzahlungen für Vorjahre resultieren TEUR 8 Zinsaufwendungen. 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Ertrag enthalten TEUR 90 Nachzahlungen für Vorjahre und TEUR 341 Erstattungen für Vorjahre. 10. Nicht beherrschende Anteile Auf nicht beherrschende Anteile entfallen Verluste in Höhe von TEUR 135 und Gewinne von TEUR 2.638. 11. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer entfällt in Höhe von TEUR 939 auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sowie in Höhe von TEUR 105 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 4 auf andere Beratungsleistungen. VII. Kapitalflussrechnung Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
VIII. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss 2022 des Mutterunternehmens wurde den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. IX. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern folgende Mitarbeiter:
2. Geschäftsführung Die als Aufwand gebuchte Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung der Komplementäre und geschäftsführenden Kommanditistin der Muttergesellschaft für ihre Tätigkeit im Konzern betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 3.941. Für ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 5.170 gebildet. Die Rentenzahlungen belaufen sich auf TEUR 148. 3. Anteilsbesitz Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in einer gesonderten Anlage (Anlage 3 zum Konzernanhang). 4. Befreiung von der Aufstellung von Lageberichten und der Offenlegung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Viessmann Group GmbH & Co KG haben für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB. 5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Trennung von den Geschäftsaktivitäten in Russland Mit notariellem Vertrag vom 19. April 2023 hat die Viessmann Gruppe sämtliche Anteile an der 000 Viessmann und der 000 Viessmann Lipetsk veräußert. Mit dem Verkauf hat sich die Viessmann Gruppe von allen ihren Geschäftsaktivitäten in Russland getrennt. Im Hinblick auf die Veräußerung wurden bereits zum 31. Dezember 2022 die Vermögenswerte der Gesellschaften um EUR 28,5 Mio. abgewertet. Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaften wird kein weiterer Verlust erwartet. Verkauf des Geschäftsbereichs Climate Solutions mit Carrier Global Corporation Am 25.04.2023 wurde ein SPA zum Verkauf des Geschäftsbereichs Climate Solutions mit Carrier Global Corporation geschlossen. Die Umsetzung des Vertrages ist an umfangreiche, insbesondere kartellrechtliche Bedingungen geknüpft. Schadensfall Im Laufe des Mai 2023 wurden Erkenntnisse erlangt, dass es bei einem bestimmten Gaswand-Gerätemodell aufgrund eines Materialfehlers bei einem Zulieferteil zu Sachschäden kommen kann. Gegenwärtig wird evaluiert, wie die potentiell schadhaften Teile ausgetauscht werden können und in welchem Umfang Versicherungs- bzw. Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. Es wird davon ausgegangen, dass der Viessmann Group ein Schaden in mittlerer einstelliger Millionenhöhe entstehen wird.
Allendorf (Eder), den 31. Mai 2023 Viessmann Komplementär B.V Maximilian Viessmann Dr. Ulrich Hüllmann Konzernanlagenspiegel- KONZERN - Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens (Konzern-Anlagengitter) in EUR 31.12.2022
VerbindlichkeitenspiegelViessmann Group GmbH & Co. KG - Konzern -
Anteilsbesitzliste der Viessmann Group GmbH & Co. KG
1) Befreiung Offenlegung gemäß §
264 Abs. 3 HGB
Konzernkapitalflussrechnung vom 01. Januar - 31. Dezember 2022(Vergleichszeitraum 01.01.2021 - 31.12.2021)
Entwicklung des Konzerneigenkapitals (Konzerneigenkapitalspiegel) für das Geschäftsjahr 2022Viessmann Group GmbH & Co KG
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Viessmann Group GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder) Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Viessmann Group GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Viessmann Group GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 PubIG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 30. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Thomas Ull, Wirtschaftsprüfer Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer |
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HBB Hotelbetriebsgesellschaft Battenberg GmbH GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Im Birkenried 1
35088 Battenberg (Eder) - Handelsregister
- HRB 5406, Marburg
- Eintragungsdatum
- 18. Juli 2008
- Branche
-
Hotels (ohne Hotels garnis)
Vermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften - Unternehmenszweck
- Hotelbetrieb
Finanzen
Bilanz
2023- Umlaufvermögen 63,4 % 1,93 Mrd
- Anlagevermögen 35,1 % 1,07 Mrd
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 % 24,40 Mio
- Aktive latente Steuern 0,7 % 21,87 Mio
- Verbindlichkeiten 156,3 % 1,55 Mrd
- Eigenkapital 89,8 % 889,86 Mio
- Rückstellungen 56,5 % 559,23 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 3,8 % 37,95 Mio
- Verbindlichkeiten aus stiller Einlage 1,1 % 11,00 Mio
- Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen 0,3 % 2,55 Mio
Bilanzdaten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2023- Umsatzerlöse 81,6 % 4,41 Mrd
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 8,7 % 467,70 Mio
- Gutschrift / Belastung auf Kapitalberichtigungskonten bei einbezogenen Personenhandelsgesellschaften 2,7 % 145,83 Mio
- Gewinnvortrag 2,4 % 131,57 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 2,3 % 123,91 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,9 % 49,84 Mio
- Einstellung in Rücklagen 0,6 % −34,06 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,3 % 14,17 Mio
- Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,2 % −12,34 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 10,39 Mio
- Nicht beherrschende Anteile 0,1 % −2,74 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 2,01 Mio
- Gutschrift / Belastung auf Gesellschafterdarlehenskonten bei einbezogenen Personenhandelsgesellschaften 0,0 % −381,3 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 255,2 k
- Ausschüttungen 0,0 % −159,5 k
- Entnahmen aus Rücklagen 0,0 % 0
- Materialaufwand 49,4 % −2,16 Mrd
- Personalaufwand 23,3 % −1,02 Mrd
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 20,1 % −875,83 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,9 % −168,73 Mio
- Abschreibungen 2,2 % −95,62 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,1 % −49,55 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,1 % −2,22 Mio
- Ergebnis nach Steuern 227,64 Mio
GuV-Daten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Hans-Jörg Dr. Harth
seit 2024 Geschäftsführer
-
Martin Prof. Dr. Viessmann
seit 2008 Geschäftsführer
-
Sebastian Steuber
seit 2022 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Viessmann Besitz und Verwaltungs GmbH DEU 100,0 % 500k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 3 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Historie
- 2024
-
07.03.
Austritt einer PositionJ*** L*** · Geschäftsführer
-
07.03.
Eintritt eines MitgliedsHans-Jörg Dr. Harth · Geschäftsführer
- 2022
-
15.07.
Austritt einer PositionK****** v** · Geschäftsführer
-
15.07.
Eintritt eines MitgliedsSebastian Steuber · Geschäftsführer
- 2021
-
12.10.
Eintritt eines MitgliedsK****** v** · Geschäftsführer
-
12.10.
Austritt einer PositionG****** P*** · Geschäftsführer
- 2015
-
26.06.
Austritt einer PositionM****** K****** · Gesamtprokura
- 2013
-
30.01.
Austritt einer PositionK****** S***** · Gesamtprokura
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2023 Konzernabschluss
- 2022 Konzernabschluss ↓
- 2021 Konzernabschluss
- 2020 Konzernabschluss
- 2019 Konzernabschluss
Konzernabschluss 2022
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
Mit API-Key abrufen API-Key holen →Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
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Tastenkürzel
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