HUMMEL AGDenzlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die HUMMEL AG gehört zu den führenden Herstellern von Komponenten der Verbindungstechnik. Dazu zählen Komponenten für die Elektrotechnik, Zubehör für Heizungs- und Trinkwasseranlagen. Unsere Kernaktivitäten gründen auf einer hohen Fertigungstiefe, die eine hohe Kundenorientierung ermöglicht. Mit unserer internationalen Präsenz und Verflechtung mit konzerneigenen Vertriebs- und Produktionsgesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen sowie einem weltweiten Partnernetzwerk agieren wir erfolgreich auf vielen wichtigen Weltmärkten, halten Nähe zu Kunden und Märkten und erfahren frühzeitig deren Bedürfnisse. Die Exportquote beträgt rd. 51,% (Vorjahr: rd. 51%). Produkte Das breite Produktportfolio elektrotechnischer Komponenten für industrielle Applikationen umfasst Kabelverschraubungen, Rundsteckverbinder und Kabelschutzsysteme. Kennzeichnend ist unter anderem der Einsatz hochwertiger Metall und Kunststoff basierender Materialien und die Erfüllung höchster Schutzklassen im industriellen Einsatzbereich. Standardisierte und kundenspezifische Rundsteckverbinder werden zur Signal-, Leistungs- und Datenübertragung im industriellen Umfeld eingesetzt, beispielsweise auf Antrieben von Automatisierungsanlagen oder Maschinen. Zum Produktportfolio für den Haustechnik-Bereich zählen Verbindungslösungen für die Heizungs- und Sanitärbranche in standardisierter oder kundenspezifischer Ausführung sowie spezielle Problemlöser für Heizungs- und Trinkwasseranlagen. Standorte und Absatzmärkte Das Gewicht unserer Produkte im Verhältnis zu deren Preis ist von nachrangiger Bedeutung. Daher erfolgt die Produktion überwiegend an den Standorten Denzlingen und Waldkirch. Ergänzende Produktionsstätten in Brasilien, China, Frankreich, Indien und Italien decken lokale, marktspezifische Produktanforderungen ab, die aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht in die deutschen Produktionsstandorte integriert sind. Im Jahr 2021 haben wir uns aus dem Markt Russland zurückgezogen. Die eingeleitete Auflösung der Tochtergesellschaft ist noch nicht abgeschlossen. Externe Einflussfaktoren Als Lieferant industrieller Komponenten ist die HUMMEL AG vielfältigen Einflussfaktoren ausgesetzt. Die bedeutendsten externen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung der HUMMEL AG sind das Wirtschaftswachstum in den Zielmärkten, das Regulierungsumfeld in Bezug auf technische Standards und Spezifikationen, die Entwicklung von Energie- und Rohstoffpreisen sowie der Wechselkurse in den Märkten, in denen wir tätig sind. Strategie Ziel des Unternehmens ist die Fokussierung auf die strategisch relevanten Kerngeschäftsfelder, um ein weltweites organisches Wachstum in den jeweiligen Produktlinien zu ermöglichen, weitestgehend finanziert aus Eigenmitteln und mit einer überdurchschnittlichen Rendite und Unternehmenswertentwicklung. Steuerungssystem und Kennzahlen Das Steuerungssystem von HUMMEL besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung, regelmäßigen Management Meetings, dem zentral koordinierten Investitionsprozess sowie regelmäßigen Vorstandssitzungen. Zur Steuerung des Unternehmens wird ein BI- und ERP-System eingesetzt, welches umfangreiche Informationen über Auftragsbestand, Produktionsdaten, Lagerbestände und die finanzwirtschaftlichen Informationen liefert. Diese Daten sind die Basis für die Entscheidungen der unterschiedlichen Führungsebenen bis hin zu Vorstand und Aufsichtsrat. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die Unternehmensleitung Das Geschäftsjahr 2023 blieb gezeichnet durch eine wirtschaftliche Abschwächung, insbesondere im zweiten Halbjahr hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Im Vergleich zum Jahr 2022 verzeichnete die Unternehmensgruppe im Jahr 2023 folglich einen deutlichen Umsatzrückgang. Während in der ersten Jahreshälfte noch ein hoher Auftragsbestand aus dem Vorjahr abgearbeitet wurde, verzeichnete die HUMMEL AG in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere in den wichtigen europäischen Absatzmärkten, deutlich reduzierte Auftragseingänge. Dennoch erzielte, gestützt von stärkeren Geschäftsentwicklungen in den wichtigsten Auslandsmärkten, die HUMMEL AG konzernweit nach den erfolgreichen Geschäftsjahren 2021 und 2022 den drittstärksten Jahresumsatz der Firmengeschichte. Durch gezielte Kostenmaßnahmen und Preisanpassungen konnte die Rentabilität der HUMMEL AG zudem trotz Umsatzrückgängen in allen Produktlinien zeitgleich auf einem hohen Niveau gehalten werden. 2.2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2023 war weiter geprägt von internationalen Konflikten, wie dem Ukrainekrieg, den Spannungen im Nahen Osten und dem Handelskrieg zwischen den USA und China. Die hohen Inflationsraten u.a. in Folge dieser Krisen und als Nachwirkung der Corona-Pandemie führten zudem weltweit zu stark ansteigenden Zinsen, die sich wiederum negativ auf das Investitionsklima auswirkten. Die konjunkturelle Abkühlung der internationalen Wirtschaft verstärkte sich vor allem in der 2. Jahreshälfte 2023, wobei insbesondere die wichtigen Absatzmärkte Europa und China schwächelten. Die konjunkturelle Abschwächung führte allerdings zeitgleich zu tendenziell sinkenden Rohstoffpreisen, die gemeinsam mit reduzierten Energiekosten für eine Entlastung auf der Kostenseite führten. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds vom April 2024 betrug das globale reale Wachstum 3,2% (Vorjahr 3,4%) und fiel im Vergleich zur Prognose vom Januar 2023 um 0,3%-Punkte besser aus. Nachdem die Eurozone im Vorjahr 2022 noch ein Wirtschaftswachstum von 3,5% verzeichnete (EU19) fiel das Betrachtungsjahr 2023 mit einem Anstieg von 0,4% deutlich geringer aus. In der Europäischen Union insgesamt (EU27) stieg das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,6% zum Vorjahr, wobei sich Deutschland als größte Volkswirtschaft mit -0,3% deutlich unterdurchschnittlich entwickelte. Als Hauptursache für die Entwicklung in Deutschland werden die hohen Preise, hohe Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem Ausland sowie aus dem Inland gesehen. Die USA konnten vor allem durch das dritte Quartal mit einer guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und einer guten Konsumtätigkeit ein Wachstum zum Vorjahr erwirtschaften. Die für uns bedeutende Volkswirtschaft verzeichnete ein Wachstum von 2,5% nach 2,1% im Vorjahr. Die chinesische Wirtschaft leidet nach wie vor unter dem Abschwung im Immobiliensektor. Dennoch konnte in China mit 5,2% wieder ein stärkerer Anstieg des Wirtschaftswachstums als im Vorjahr (2022 3,0%) beobachtet werden. Viele andere große Schwellenländer entwickeln sich gut und profitieren mitunter von einer Neuordnung der globalen Lieferketten und den zunehmenden Handelsspannungen zwischen China und den USA. Der Einfluss dieser Länder auf die Weltwirtschaft wird immer größer. Indien war in den letzten zwei Jahren die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Mit einem Wachstum von 7,8% zeigt das Land eine positive Entwicklung zum Vorjahr (6,8%) auf, die über der Prognose lag. Brasilien dagegen zeigte rückläufige Wachstumsraten (2,9%) zum Vorjahr (3,1%) auf. Vor allem der Rückgang an Investitionen, der durch ein hohes Zinsniveau verursacht wird, bremste das Wachstum. Brasiliens derzeit gute Beschäftigungslage und die daraus resultierende Konsumbereitschaft werden auch in 2024 eine wichtige Stütze für die Konjunktur sein. 2.3. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die von den Branchenverbänden für die metallverarbeitende Industrie und die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie veröffentlichten Konjunkturdaten weisen jeweils negative Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr auf. In der Metall- und Elektroindustrie sank das Auftragsvolumen um 5,1%. Insgesamt lag die Produktion in 2023 über dem Vorjahr, das läge laut Gesamtmetall jedoch nur an Nachholeffekten aus aufgestauten Aufträgen in der ersten Jahreshälfte. Die zweite Jahreshälfte ist dagegen deutlich gekippt, wodurch das Produktionsniveau wieder unter dem Stand von 2018 liegt. Sowohl die Import- als auch die Exportwerte elektronischer Erzeugnisse in Deutschland sind im Jahr 2023 gestiegen. Trotz der wachsenden Exportnachfrage der Branche konnte die HUMMEL AG die Umsätze aus dem Allzeitrekordniveaujahr 2022 nicht steigern. Während die Inlandsumsätze um 13,2% gesunken sind, sind die Umsätze im Rest von Europa zeitgleich um 4,8% gefallen. Auch die Umsätze in Drittstaaten zeigten einen Rückgang um 19,3%. 2.4. Geschäftsverlauf Nach dem bisherigen Rekordjahr 2022, blieb die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 hinter den Erwartungen zurück. Sinkende Auftragseingänge insbesondere ab dem 2. Quartal 2023 und ein starker Abbau des Auftragsbestands führten in der zweiten Jahreshälfte zu stark rückläufigen monatlichen Umsätzen. Während diese Entwicklung in wichtigen ausländischen Absatzmärkten etwas später einsetzte, zeichnete sich die wirtschaftliche Abkühlung schon frühzeitig in Europa und insbesondere im Heimatmarkt Deutschland ab. Die Produktionskapazitäten der HUMMEL AG wurden dementsprechend im 2. Halbjahr 2023 angepasst, die Anzahl an Leiharbeitern reduziert und verschiedene Kosteneinsparungsmaßnahmen ergriffen. Durch den stetigen Abbau der Auftragsbestände und einer verbesserten Materialverfügbarkeit konnte zeitgleich die Lieferfähigkeit kontinuierlich gesteigert werden. Dies hatte wiederum verkürzte Lieferzeiten für unsere Kunden zur Folge. Parallel führten erste Maßnahmen beim Umbau des Vertriebs dazu, dass neue langfristige Vertriebskanäle aufgebaut wurden und die Akquisition von Neukunden und Neuprojekten optimiert wurde. Interne Verbesserungsprojekte wurden fokussiert (z.B. Implementierung eines CRMs, Ausbau des BI-Tools zur Vertriebssteuerung), um langfristige Effizienzsteigerung in der Organisation zu erzielen. 2.5. Ertragslage Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von 74.737 T€ um 12,6% auf 65.321 T€ gesunken. Der Umsatzrückgang resultierte vor allem aus einem niedrigen Auftragseingang und der generellen Verschlechterung der Marktlage. Der Materialaufwand sank im Berichtsjahr von 31.264 T€ um 19,6% auf 25.131 T€. Diese Reduktion ist insbesondere auf den niedrigeren Umsatz und der Erholung der Preissituation an den Rohstoffmärkten zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung - reduzierte sich von 40,2% auf 37,2% gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich von 22.112 T€ um 4,2% auf 23.044 T€, im Wesentlichen bedingt durch Gehaltssteigerungen und Sonderzahlungen (Inflationsausgleichsprämie) im Betrachtungsjahr. Die Personalaufwandsquote stieg bei vergleichsweisen geringen Umsätzen von 28,4% auf 34,1%. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von 414 T€ um 632 T€ auf 1.046 T€ gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (197 T€) und höhere Erträge aus der Währungsumrechnung (123 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von 7.361 T€ um 1.988 T€ (27,0%) auf 9.349 T€ gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen für interimistische Unterstützung (836 T€), höhere Reparatur- und Wartungskosten (456 T€), höhere EDV-Dienstleistungen (280 T€), höhere freiwillige Sozialleistungen (266 T€), höhere Kosten für die Personalvermittlung (160 T€) und höhere Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (167 T€). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit 2.943 T€ (Vj.: 3.350 T€) um 12,1% unter Vorjahresniveau. Das übrige Finanzergebnis, in dem die Beteiligungserträge, Zinsen und Wertpapiererträge sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere zusammengefasst sind, hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus um 2.553 T€ geringeren Dividenden von Tochtergesellschaften einerseits und der Abschreibung der Gesellschaft in Russland im Vorjahr (888 T€, dieses Jahr 0 T€) andererseits. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern reduzierte sich von 16.741 T€ um 7.410 T€ auf 9.331 T€. Die Gesamtsteuerquote liegt mit 24,1 % unter Vorjahresniveau (24,7%). Der Jahresüberschuss ist von 12.608 T€ um 5.528 T€ auf 7.080 T€ gesunken. 2.6. Finanzlage Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich auf 3.540 T€, bei Abschreibungen von insgesamt 2.943 T€. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 29 T€ auf immaterielle Vermögenswerte, 2.911 T€ auf Sachanlagen inklusive geleisteter Anzahlungen und 600 T€ auf das Finanzanlagevermögen. Die Investitionsfinanzierung erfolgte ausschließlich aus Eigenmitteln. Mit einer anhaltend guten Eigenkapitalquote von 73,3% (Vj.: 69,7%) ist die Gesellschaft stabil und unabhängig finanziert. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 6.552 T€. Dem stehen Abflüsse für Investitionen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen von 3.540 T€ und Zuflüsse aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens, Zinserträge und Beteiligungserträge in Höhe von 1.313 T€ gegenüber. Der Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt somit - 2.227 T€. Unter Berücksichtigung der Tilgung von Darlehen (699 T€), erhaltenen Zuschüssen und Einzahlungen aus stillen Beteiligungen (52 T€), gezahlte Zinsen (128 T€) sowie der Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin (1.000 T€) beläuft sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -1.775 T€. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Finanzmittelbestand von 19.716 T€ (Vj.: 17.166 T€) und somit ein Zuwachs von 14,9% zum Vorjahr. Die finanzielle Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 2.7. Vermögenslage Das Gesamtvermögen in Höhe von 77.175 T€ (Vj.: 72.435 T€) besteht zu 37,4% (Vj.: 39,0%) aus langfristig gebundenem Vermögen. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 239,7% (Vj.: 224,4%) durch Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital gedeckt. Die Zunahme der Bilanzsumme um 4.740 T€ resultiert auf der Aktivseite aus der Zunahme an Ausleihungen an verbundene Unternehmen (600 T€), der Zunahme der Sachanlagen (130 T€) und der Zunahme des Umlaufvermögens (4.291 T€). Dieser Erhöhung steht ein Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände (133 T€) und dem Rechnungsabgrenzungsposten (148 T€) gegenüber. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 6.079 T€ erhöht, während sich die Verbindlichkeiten und Rückstellungen um insgesamt 1.339 T€ vermindert haben. Die Verpflichtungen aus dem im Jahr 2015 neu aufgelegten Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sind um 38 T€ auf 414 T€ gestiegen. 2.8. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben den im Wirtschaftsbericht dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren wie Ertrags- und Kostenquoten oder Investitionen spielen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine große Rolle für die HUMMEL AG. Dazu zählt neben den eingeführten prozessorientierten Organisationsstrukturen, insbesondere die Kundenzufriedenheit, die wir durch permanente Rückkopplung zwischen Vertrieb und Kunden eruieren, um auftretende Probleme zu erkennen, zeitnah Lösungen zu erarbeiten und die Kundenzufriedenheit auf ein Höchstmaß zu steigern. Regelmäßige Kundenaudits unterstützen uns bei der Optimierung qualitätsverbessernder und kundenorientierter Prozesse. Ergänzend haben wir Prozesse zur Lieferantenbeurteilung und -bewertung verbessert, die durch regelmäßige Lieferantenaudits unterstützt werden. Ziel ist die Sicherstellung einer leistungsstarken Supply Chain, um unsere Kunden termingetreu, bedarfsgerecht und den technischen Anforderungen entsprechend zu beliefern. Wir erarbeiten in einem stetigen Prozess Verbesserungen der Produktionsabläufe um ressourcenschonend die Materialverbräuche zu optimieren, Fehlproduktionen zu vermeiden und dabei die Energieverbräuche zu minimieren. Abfälle aus der Produktion werden weitestgehend den Materiallieferanten zurückgegeben, um auch hier die Rohstoffbasis zu schonen. Mittels Wärmerückgewinnungsanlagen nutzen wir im Produktionsprozess entstehende Wärme zur Gebäudeheizung. Seit mehreren Jahren verzichten wir auf aggressive chemische Reinigungsmittel, stattdessen verwenden wir modifizierten Alkohol zur Entfernung von Öl- und Fettrückständen bei unseren Metallerzeugnissen. Im Rahmen von Gebäudeinvestitionen werden ökologische und umweltrelevante Belange bereits im Planungsprozess in weitreichendem Umfang berücksichtigt. Das Energiemanagementsystem der HUMMEL AG ist nach ISO 50001 zertifiziert. Eine ertragsorientierte Unternehmensführung funktioniert nur mit motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern. Unsere Führungskräfte bereiten wir mit Führungs- und Managementprogrammen auf ihre Aufgaben vor. Wir bilden in hohem Maße die von uns benötigten Mitarbeiter aus, die regelmäßig auch bei Ausbildungsende übernommen werden. Durch ein faires Miteinander, gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Entlohnung bemühen wir uns, die Fluktuation gering zu halten. Wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern. Ein offener und kontinuierlicher Austausch und die frühzeitige Einbindung in Veränderungsprozessen sind die Grundlage, um die Interessen des Unternehmens und der Arbeitnehmer auch in herausfordernden Situationen in Ausgleich zu bringen. Die HUMMEL AG pflegt gute Beziehungen zu dem politischen und sozialen Umfeld und engagiert sich vielfältig finanziell in den Gemeinden, in denen sie ansässig ist. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die schwierigeren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 erschwerten die jährliche operative Planung für das Folgejahr. Die Entwicklung im Krieg in der Ukraine ist kaum absehbar und politische Spannungen insbesondere zwischen den USA und China, sowie die anstehenden Wahlen in den USA führen zu weiterer Unsicherheit. Es wurde daher entschieden, in verschiedenen Szenarien zu planen und in diesen jeweils von einer weiteren wirtschaftlichen Verschlechterung, einer Stabilisierung oder einer deutlichen Erholung auszugehen. In unserer am realistischsten eingeschätzten Prognose gehen wir von keiner weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Lage aus. Wir rechnen in diesem Szenario nicht mit Einflüssen, welche unsere Geschäftsaktivität wesentlich negativ beeinflussen werden. Auf der anderen Seite gehen wir aber auch davon aus, dass die Inflation - wenn auch weiter sinkend - ein beherrschendes Thema im Jahr 2024 bleiben und sich daher keine schnelle Entspannung am Zinsmarkt einstellen wird. Die Energie- und Rohstoffpreise werden demnach weiteren Schwankungen unterliegen, wenngleich sie tendenziell über das ganze Jahr vorausgesehen, eher leicht unter den durchschnittlichen Kosten von 2023 bleiben werden. In seiner Prognose vom April 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds ein reales Wachstum von 3,2% der weltweiten Wirtschaftsleistung, nachdem die Prognose im Januar 2023 3,1% betrug, wobei für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ein relativ langsames Wachstum von 1,7% im Jahr 2024 erwartet wird. Die Prognosen für die Regionen ASEAN-5 (4,5%), EU (1,1%), Euroraum (0,8%) und Nordamerika (2,6%) spiegeln diese Wachstumsverlangsamung insgesamt wider. Für Deutschland erwartet der Internationale Währungsfonds im Jahr 2024 wieder einen leichten Anstieg der Wirtschaftskraft, wenn auch in einem geringen Umfang von 0,2%. Auch die Bundesregierung rechnet für 2024 nur mit einem leichten Wachstum. Als Ursache für das schleppende Wachstum wird der russische Angriffskrieg auf die Ukraine genannt, denn dies beeinträchtigt weiterhin die Exportwirtschaft in Deutschland besonders. Auch die Inflation und geringe Investitionsquoten durch hohe Zinsen werden im Jahr 2024 weiterhin das Wachstum dämpfen. Für Deutschland erwartet der ZVEI ein reales Marktwachstum der deutschen Elektroindustrie von 1%, verglichen zur Prognose für 2023 (9%) gering ausfällt. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Geschäftsentwicklung insgesamt im 1. Halbjahr 2024 weiterhin verhalten zeigen wird und sich frühestens mit dem Sommer eine merkliche wirtschaftliche Spannung in den wichtigsten europäischen und internationalen Märkten zeigen wird. Die bisherige Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten 2024 bestätigt diese Prognose. Dementsprechend gehen wir für dieses Jahr von lediglich einem moderaten Umsatzwachstum für 2024 im Vergleich zum Vorjahr aus. Um steigende Kosten für Löhne- und Gehälter sowie externe Dienstleistungen und Vorprodukte zu kompensieren, führen wir ein enges Kostenmanagement und halten größere Investitionen und Ausgaben derzeit zurück. Wichtige Investitionen in u.a. Infrastruktur, IT-Ausstattung und Personalentwicklung werden zeitgleich priorisiert und fortgesetzt. Das Ergebnis vor Steuern und bereinigt um Beteiligungserträge erwarten wir auf einem leicht niedrigeren Niveau als in 2023. 3.2. Chancenbericht Als Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können. Chancen für die Ergebnisentwicklung sehen wir in einem Abbau der geopolitischen Spannungen und Sanktionen, dem Ende des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten, der weiteren Entlastungen der internationalen Logistik- und Lieferketten und der daraus folgenden Reduzierung von Energie- und Materialkosten. Unabhängig davon sehen wir große Potenziale im Umbau der Vertriebsstrukturen und der optimierten Kunden- und Projektbearbeitung. Sollte sich der Euro-Wechselkurs im Vergleich zu Währungen unsere wichtigsten Auslandsmärkte abschwächen, sehen wir zudem Chancen auf zusätzliche positive Währungseffekte. Die laufende Entwicklung von Neuprodukten und kundenspezifische Applikationen in allen Kerngeschäftsfeldern eröffnet zudem Potentiale zusätzliche neue Kunden zu gewinnen und neue Industrien und Märkte zu erschließen. Die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung der eigenen Geschäftseinheiten und Fachbereiche bietet die Chance interne Prozesse weiter zu beschleunigen, Kosteneinsparungen zu erzielen und wichtige Wettbewerbsvorteile, wie eine verbesserte Kundenbetreuung, zu etablieren. 3.3. Risikobericht Die wesentlichen Risiken sehen wir für die HUMMEL AG in unseren generellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Während steigende Regulierungen und Vorschriften insbesondere in den europäischen Märkten die Transaktionskosten erhöhen und teilweise für Unsicherheit bezüglich langfristiger Wirtschaftsinvestitionen sorgen, stellen aus unserer Sicht geopolitische Spannungen aufgrund des Ukrainekriegs, des Konflikts im Nahen-Osten und dem Handelskrieg zwischen den USA und China die größten Risiken für unsere Geschäftstätigkeit dar. Weiterhin ist nicht absehbar, wann sich eine wesentliche Zinswende abzeichnen wird und sich das Investitionsklima insbesondere in den europäischen Märkten verbessern wird. Wichtige Branchen wie z.B. die Bauindustrie stecken aktuell tief in der Krise und politische Rahmenbedingungen erschweren eine klare Prognose, ob sich eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation zeitnah einstellen wird. Auch wenn sich die Engpässe in den globalen Lieferketten mittlerweile größtenteils entspannt haben und sowohl Energie- und Rohstoffkosten gegenüber dem Vorjahr sinkende Tendenzen zeigen, könnten geopolitische Ereignisse schnell zu einer Verschärfung der Liefersituation bei einzelnen Komponenten und Rohstoffen führen und sowohl deren Verfügbarkeit wie auch deren Kosten negativ beeinflussen. Dies birgt auch Risiken für die HUMMEL AG mit ihrem primären globalen Produktionsstandort in Deutschland. Des Weiteren verschärft der Fachkräftemangel in vielen Ländern den Druck qualifiziertes Personal zu finden und für uns zu gewinnen. Steigende Recruitingkosten und höhere Personalkosten bergen ein wesentliches Risiko für unsere langfristige Profitabilität. Weitere Änderungen im regulatorischen Umfeld - vor allem gesetzliche Regelungen im Umweltschutz - können zusätzliche Kostenbelastungen für uns zur Folge haben. Zusammenfassend lässt die aktuelle Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung und deren Einschätzung für die kommenden Jahre jedoch keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken bei der künftigen Entwicklung erkennen. Dies gilt sowohl für die Ertragsperspektiven als auch für die Zahlungsfähigkeit und Liquidität des Unternehmens. Im Rahmen von Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen werden in regelmäßigen Abständen die Geschäftsentwicklung bezüglich Auftragseingangs, Ertragslage und Liquidität sowie ihre wesentlichen Einflussfaktoren beurteilt und erforderliche Maßnahmen beschlossen. Dabei werden Kennzahlen aus der operativen und strategischen Unternehmensplanung fortlaufend mit aktuellen IST-Zahlen überprüft und deren Interpretationsfähigkeit weiterentwickelt. Die vorhandenen Instrumente ermöglichen ein schnelles Gegensteuern. Das installierte Risikofrüherkennungssystem funktioniert. Das Versicherungskonzept der HUMMEL AG ist angemessen und deckt alle wesentlichen sowie Existenz gefährdenden Risiken ab. 4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Die HUMMEL AG pflegt zeitnah ein dezidiertes Berichtswesen über alle betrieblichen Prozesse, insbesondere die finanziellen Prozesse. Die monatlichen Berichte über die wesentlichen finanziellen Eckdaten werden vom Vorstand ausgewertet, bewertet und führen ggfs. zu schnellen Entscheidungen, sofern Fehlentwicklungen erkennbar sind. Dabei wird der Vorstand durch den Aufsichtsrat unterstützt, der hierfür die notwendige Kompetenz hat und das Unternehmen kritisch begleitet. 5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft hat im Zuge eines Immobilienerwerbs in 2019 einen Teil der Investition durch grundschuldgesicherte Fremdmittel finanziert, aus welchen sich keine Risiken für die finanzielle Lage der Gesellschaft ergeben. Die Gesellschaft hat einem verbundenen Unternehmen für Zwecken der Investitionsfinanzierung ein Gesellschafterdarlehen auf unbestimmte Dauer gewährt. Die Rückzahlung orientiert sich an der finanziellen Leistungsfähigkeit der Darlehensnehmerin. Im Berichtsjahr wurde dieser Gesellschaft ein weiteres Darlehen für eine Dauer von 5 Jahren gewährt. Zur Teilabsicherung von Altersversorgungsverpflichtungen sind Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die mit den vom Versicherungsgeber ermittelten Aktivwerten bewertet sind. Eine Saldierung mit den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgt nicht. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement, dies schließt auch die Absicherung gegen Forderungsausfälle über eine Warenkreditversicherung ein. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. 6. Sonstige Angaben 6.1. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Grundlagenforschung erfolgt nicht, allerdings vielfältige Anwendungsentwicklungen sowohl in Eigeninitiative als auch in Abstimmung mit unseren Kunden. Die kundenspezifischen Anwendungs- und Variantenentwicklungen bedingen jeweils zum Teil signifikante Werkzeuginvestitionen, denen langjährige Umsätze gegenüberstehen. Wesentliche Produkteigenschaften überprüfen wir regelmäßig in eigenen Prüflaboren, seltene und ausgefallene Tests lassen wir durch spezialisierte Dienstleister durchführen. Zudem obliegen unserer Entwicklungsabteilung sämtliche Technical Compliance relevanten Aufgaben. Die Entwicklungstätigkeiten werden in allen Kerngeschäftsfeldern vorangetrieben, wobei kürzere Entwicklungszyklen mit angestrebt werden. Dies schließt auch die Straffung unserer Kommunikationsstrukturen mit ein. Demgegenüber werden in gleichem Maße unsere Qualitätssicherungs- und Managementprozesse weiterentwickelt, um das hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsniveau unserer Produkte und Dienstleistungen noch weiter zu steigern. 6.2. Zweigniederlassungen Die HUMMEL AG ist an den Standorten Denzlingen und Waldkirch wirtschaftlich aktiv. Produziert wird an beiden Standorten. Zusätzlich betreibt sie in Seoul/Korea eine rechtlich unselbständige Zweigniederlassung, ausschließlich mit Vertriebsfunktion. 6.3. Vergütungssystem Die HUMMEL AG hat im Jahr 2022 ein unternehmensindividuelles Vergütungssystem eingeführt. Neben den festen Vergütungsbestandteilen umfasst dies auch eine leistungsbezogene Vergütungskomponente. Auf der höheren Managementebene sind variable Entgeltbestandteile an Zielvorgaben gekoppelt. Für sämtliche Beschäftigte besteht die Möglichkeit, sich über stille Einlagen an der Gesellschaft zu beteiligen. 7. Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht nach § 312 Aktiengesetz) für die Jahre 2021, 2022 und das Berichtsjahr 2023 enthält die nachfolgende Schlusserklärung: "Die Gesellschaft hat bei den in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Denzlingen, 31. Mai 2024 gez. Michael Nörr, Vorstandsvorsitzender gez. Patrick Kemper, Vorstand BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben Die HUMMEL AG hat ihren Sitz in Denzlingen und ist in das Handelsregister beim Registergericht Freiburg unter der Nummer HRB 702469 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Regelungen des Aktiengesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung 1. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Brief- beziehungsweise Geldkurs am Entstehungstag. Soweit erforderlich wurde grundsätzlich eine Abwertung auf den jeweils ungünstigeren Kurs am Abschlussstichtag vorgenommen. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 10 Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare/degressive Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 33 Jahren angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für den geringen und seit mehreren Jahren gleich bleibenden Bestand an Ersatzteilen für das Hochregallager wurde ein Festwert gebildet. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Um das Finanzanlagevermögen bei nur vorübergehender Wertminderung mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsbewertungsmethode. Abwertungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sowie fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des fertigungsbezogenen Werteverzehrs des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht eingerechnet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Abwertungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,69 % berücksichtigt. Der sich aus den zu versteuernden temporären Differenzen ergebende Aktivüberhang wurde nach dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. Die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC- oder Anwartschaftsbarwertmethode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung folgender Parameter ermittelt:
Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,74%. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken, und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. 2. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Abweichend zum Vorjahr wurden aus Gründen der tatsachengetreuen und besseren Darstellung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 die kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 277 nicht saldiert unter der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, sondern unter der Position Sonstige Verbindlichkeiten. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Postender Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist ist am Ende des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen Sämtliche Forderungen sind mit nachfolgender Ausnahme innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen in den sonstigen Vermögensgegenständen haben in Höhe von TEUR 947 (VJ.: TEUR 907) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.429 (VJ.: TEUR 1.793). Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies Steuererstattungsansprüche und noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.706 (VJ.: TEUR 733). 3. Eigenkapital / Ergebnisverwendung Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 5.000 und ist eingeteilt in 50.000 nennwertlose Stückaktien, die auf den Namen des Aktionärs lauten. Die Entwicklung der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen ist nachfolgend dargestellt:
Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 34.548 soll nach dem Vorschlag des Vorstands auf neue Rechnung vorgetragen werden. 4. Bilanzgewinn Die Ermittlung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:
5. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 108. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.594; VJ.: TEUR 1.575), aus dem Produktions- und Vertriebsbereich (Gewährleistungen, Reklamationen, Provisionen, Drohverluste und Bonus TEUR 1.005; VJ.: TEUR 569) und aus dem Verwaltungsbereich (TEUR 234; VJ.: TEUR 253). 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Die Grundstücksinvestitionsverbindlichkeiten (TEUR 4.876) sind durch Grundschulden abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 252 (VJ.: TEUR 0). 8. Stille Beteiligung Seit 2015 werden jährlich zum 01.07. eines Jahres Mitarbeiterkapitalbeteiligungen angeboten. Die Bilanzposition beinhaltet den Ausweis der bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 geleisteten Einlagen in Höhe von TEUR 414 (VJ.: TEUR 376). Diese stillen Beteiligungen nehmen am laufenden Gewinn und Verlust teil, nicht jedoch an den stillen Reserven. Der Verlust ist auf die geleistete Einlage begrenzt. Im Fall der Insolvenz, nicht jedoch im Fall der Liquidation, tritt die stille Beteiligung hinter die Forderungen von gegenwärtigen oder künftigen Gläubigern der HUMMEL AG zurück. Das stille Gesellschafterkapital unterliegt einer Sperrfrist von fünf Jahren und kann nach Ablauf der Sperrfrist ausgezahlt werden. 9. Umsatzerlöse
Im Übrigen wird auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse unter Verweis auf § 286 Abs. 2 HGB verzichtet. 10. Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind in Höhe von TEUR 555 (VJ.: TEUR 177). Es handelt sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 251) und Erträge aus der Bereinigung von Rückstellungen für Vorjahre (TEUR 178). 11. Periodenfremde Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind in Höhe von TEUR 258 (VJ.: TEUR 136). Im Wesentlichen handelt es sich im Geschäftsjahr 2023 um Aufwendungen aus der Bereinigung von Rückstellungen für Vorjahre. IV. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
2. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB werden mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB für den Vorstand nicht vorgenommen. Der Aufsichtsrat erhielt eine Vergütung von TEUR 135 (VJ.: TEUR 84). 3. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch den Vorstand bestehend aus
wahrgenommen. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 23 Auszubildende beschäftigt. Der Vorstand wurde in die Berechnung nicht mit einbezogen. 5. Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Das Eigenkapital und die Jahresergebnisse sind umgerechnet mit den Stichtags- bzw. Stichtagsmittelkursen gem. Deutsche Bundesbank zum jeweiligen Stichtag des angegeben Jahres. 6. Unternehmensbeziehungen Die HUMMEL AG wird in den Konzernabschluss der HUMMEL Holding GmbH einbezogen, welcher beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. 7. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses Die HUMMEL AG nimmt die Befreiung nach § 291 HGB in Anspruch. Die HUMMEL Holding GmbH mit Sitz in Waldkirch stellt einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den Grundsätzen des HGB auf. 8. Abschlussprüferhonorar Die Angaben über das im Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer insgesamt bezahlte Honorar sind im Konzernabschluss der HUMMEL Holding GmbH, Denzlingen, enthalten.
Denzlingen, den 31. Mai 2024 gez. Michael Nörr, Vorstandsvorsitzender gez. Patrick Kemper, Vorstand Der Jahresabschluss wurde am 10. Juli 2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HUMMEL AG, Denzlingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HUMMEL AG, Denzlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HUMMEL AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 31. Mai 2024 BANSBACH
GmbH
gez. Schell, Wirtschaftsprüfer gez. Schmitt, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die HauptversammlungAn die Akionärinnen und Aktionäre der HUMMEL AG Bericht des Aufsichtrates der HUMMEL AG für das Geschäftsjahr 2023 Sehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet. Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens- Liquiditäts- und Ertragslagen waren ständige Schwerpunkte der Beratungen. Im Geschäftsjahr 2023 gehörte zu den Hauptschwerpunkten der Beratungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand die weitere Entwicklung des Unternehmens. Insbesondere die Weiterentwicklung der Strategie 2025, Nachfolge im Vorstand, Optimierung der Vertriebsstruktur, Vorkehrungen zum Thema Cybersicherheit und die internationale marktbearbeitung waren Beratungsschwerpunkte. Weitere waren wiederum die Entwicklungen in den ausländischen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2023 fanden 7 Aufsichtsratssitzungen am 24. Januar 2023, am 25. April 2023, am 16. Mai 2023, am 18. Juli 2023, am 25. September 2023, am 17. Oktober 2023 und am 12. Dezember 2023 statt. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr einen Personalausschuss gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat in Umlaufbeschlüssen alle zustimmungspflichtigen Vorhaben des Vorstands genehmigt. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 und der Lagebericht 2023 der HUMMEL AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von BANSBACH GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft, Freiburg geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat dabei den Aufsichtsrat während der Prüfung und zum Abschluss der Prüfung eingehend über Prüfungsschwerpunkte und die Prüfungsfeststellungen informiert. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und zum Jahresabschluss und zum Lagebericht jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Für das Geschäftsjahr 2023 ist dem Aufsichtsrat gern. § 170 AktG der Jahresabschluss und der Lagebericht vorgelegt worden. Darüber hinaus lag dem Aufsichtsrat der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts vor. Im Juni/Juli 2024 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2023 für die HUMMEL AG im Umlaufverfahren beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss 2023 gebilligt, der somit gem. § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, nämlich den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von 34.547.510,70 EUR, der sich aus dem Gewinnvortrag von 27.467.734,61 EUR (Bilanzgewinn 31.12.2022 28.467.734,61 EUR abzgl. Gewinnausschüttung am 3. Juli 2023 für 2022 von 1.000.000 EUR) zzgl. dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 7.079.776,09 EUR ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorstand hat nach § 312 AktG für Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021, für Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und für Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 einen zusammengefassten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt (sog. Abhängigkeitsbericht). Der Abschlussprüfer der Gesellschaft für die am 31. Dezember 2021, 2022 und 2023 endenden Wirtschaftsjahre, die BANSBACH GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft, Freiburg, hat den vorgenannten Abhängigkeitsbericht des Vorstands für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bestätigungsvermerk lautet wörtlich: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung des Berichts des Vorstands der HUMMEL AG, Denzlingen, über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der zusammengefasste Abhängigkeitsbericht des Vorstands und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers für den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 (3 Jahre) sind dem Aufsichtsrat zugleitet worden. Der Abschlussprüfer des Jahressabschlusses hat im Rahmen der Aufsichtssitzung am 10.07.2024, in der der Aufsichtsrat auch über den zusammengefassten Abhängigkeitsbericht verhandelt hat, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des zusammengefassten Abhängigkeitsberichts berichtet. Der Aufsichtsrat hat eine eigene Prüfung der beiden vorstehenden Berichte vorgenommen und sich nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Der Aufsichtsrat erklärt, dass er keine Einwendungen gegen die Abhängigkeitsberichte des Vorstands und die Erklärung des Vorstands am Schluss des zusammengefassten Abhängigkeitsberichts hat. Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2023 besonderen Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt insbesondere auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Denzlingen, den 10. Juli 2024 gez. Holger Hummel, Vorsitzender des Aufsichtrates gez. Dr. Reinhard Volk, Stellvertreter gez. Daniel Bontrup gez. Ferdinand Dirnhofer Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns über das Geschäftsjahr 2023 Der Vorstand der Gesellschaft hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von 34.547.510,70 EUR, der sich aus dem Gewinnvortrag von 27.467.734,61 EUR (Bilanzgewinn 31.12.2022 28.467.734,61 EUR abzgl. Gewinnausschüttung am 3.07.2023 für 2022 von 1.000.000 EUR) zzgl. dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 7.079.776,09 EUR ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Die Hauptversammlung hat dem vorstehenden Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes am 10. Juli 2024 zugestimmt. |
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HUMMEL AG AG
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Lise-Meitner-Straße 2
79211 Denzlingen - Handelsregister
- HRB 702469, Freiburg
- Eintragungsdatum
- 20. Juni 2008
- Branche
-
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten - Unternehmenszweck
- Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von elektrotechnischen und elektronischen Artikeln aller Art, insbesondere sämtlicher elektrotechnischer Artikel für Maschinen-, Anlagen- und Gebäudetechnik, Apparateund Gerätebau, Geräten sowie Serviceleistungen auf diesen Gebieten und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte; Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Heizungs- und Sanitärprodukten aller Art, Gebäudetechnik sowie der dazugehörigen Peripherieartikel und Serviceleistungen auf diesen Gebieten und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte; Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Metall- und Kunststofferzeugnissen aller Art sowie die Ausführung von Serviceleistungen auf diesen Gebieten und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte; Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Werkzeugen aller Art sowie die Ausführung von Serviceleistungen auf diesen Gebieten und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 61,7 % 49,72 Mio
- Anlagevermögen 38,2 % 30,77 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 107,8 k
- Eigenkapital 78,5 % 63,30 Mio
- Rückstellungen 12,3 % 9,95 Mio
- Verbindlichkeiten 8,7 % 7,01 Mio
- STILLE BETEILIGUNGEN 0,4 % 341,9 k
Bilanzdaten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 44,0 % 65,41 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 27,8 % 41,28 Mio
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22,6 % 33,55 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3,2 % −4,77 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 1,2 % 1,72 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,6 % 828,5 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,3 % 422,5 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 % 296,1 k
- - davon aus Währungsumrechnung 0,1 % 143,1 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,1 % 89,7 k
- Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 0,0 % 36,5 k
- Personalaufwand 39,1 % 21,96 Mio
- Materialaufwand 36,9 % 20,76 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 14,9 % 8,36 Mio
- Abschreibungen 4,5 % 2,55 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4,1 % 2,28 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,4 % 221,5 k
- Sonstige Steuern 0,2 % 94,3 k
- Ergebnis nach Steuern 7,86 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 7,73 Mio
GuV-Daten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Bernd Joachim Hotze
seit 2024 Vorstandsmitglied
-
Patrick Bernard Kemper
seit 2023 Vorstandsmitglied
-
Alexander Ola
seit 2024 Prokura
-
Isabell Salenbacher
seit 2025 Prokura
-
Stefan Kohler
seit 2024 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Hummel Holding AG DEU 100,0 % 5,0M €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Beteiligungen an
- Unbekannte Beteiligung 12,2 %
Historie
- 2025
-
19.05.
Eintritt eines MitgliedsIsabell Salenbacher · Gesamtprokura
- 2024
-
31.10.
Berichtigung personenbezogener DatenBernd Joachim Hotze · Vorstand
-
25.10.
Eintritt eines MitgliedsBernd Joachim Hotze · Vorstand
-
03.06.
Änderung der VertretungsbefugnisPatrick Bernard Kemper · Vorstand
-
03.06.
Änderung der VertretungsbefugnisAlexander Ola · Gesamtprokura
-
03.06.
Eintritt eines MitgliedsAlexander Ola · Gesamtprokura
-
03.06.
Eintritt eines MitgliedsStefan Kohler · Gesamtprokura
-
03.06.
Austritt einer PositionM****** N*** · Vorstandsvorsitzender
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2023 Jahresabschluss
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
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Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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Tastenkürzel
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