Kolb Erdbau & Abbruch GmbHLangen (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Kolb Erdbau & Abbruch GmbH, Langen (Hessen) LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2022 1. Grundlagen des Unternehmens Die Kolb Erdbau und Abbruch GmbH betreibt die Erstellung von "schlüsselfertigen Baugruben" (dies bedeutet: Erdbau inklusive aller Nebenarbeiten wie Kampfmitteluntersuchung, Wasserhaltung, Verbau, Gründungsarbeiten, Sauberkeitsschichten, u.a.) sowie den Rückbau (Abbruch) von Bauwerken und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Bei Bedarf werden auch Flächensanierungsmaßnahmen, Schadstoff- und Altlastensanierung und/oder Recyclingtätigkeiten von Betonbruch/Bauschutt sowie dessen Abtransport bzw. Verwertung durchgeführt. Nicht zum Leistungsumfang gehören Sprengarbeiten. Das Unternehmen ist gem. statistischem Bundesamt (DESTATIS) den Segmenten "Abbrucharbeiten und vorbereitende Baustellentätigkeit" sowie "Sonstiger Tiefbau" zuzuordnen. Das Unternehmen ist im Wesentlichen im Rhein-Main-Gebiet und projektabhängig auch in räumlicher Nähe dazu tätig. Zu den Kunden gehören namhafte Projektentwickler und Bauträger sowie öffentliche und privatwirtschaftliche Auftraggeber. Es besteht die Mitgliedschaft im Deutschen Abbruchverband, die Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb (bvse-Entsorgergemeinschaft), die Präqualifizierung bei der DQB (Deutsche Gesellschaft für Qualifizierung und Bewertung mbH) sowie die Zertifizierung als Abbruchbetrieb nach RAL beim Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Das Unternehmen profitiert durch seine strategisch günstige Lage im Großraum Rhein-Main von den starken Bau- und Revitalitätsaktivitäten in diesem Gebiet. Ein wesentlicher Motor für die regen Bau- und Revitalitätsaktivitäten ist die Attraktivität der Stadt Frankfurt am Main für Unternehmen und Einwohner. Die eingesetzten Maschinen und Betriebsmittel werden stets hinsichtlich Leistung, Zuverlässigkeit, Stand der Technik und Betriebsbereitschaft überprüft, gewartet und je nach Zustand erneuert. Das Unternehmen legt besonderen Wert auf die Sicherheitsausstattung der eingesetzten Maschinen. Der Umfang des Fuhrparks entspricht den betrieblichen Notwendigkeiten. Sondermaschinen für sporadische Spezialaufgaben werden bedarfsgerecht temporär angemietet. Bei der Planung und Abwicklung der Aufträge setzt das Unternehmen seit vielen Jahren bewährte Projektmanagementmethoden und ein branchenspezifisches ERP-System ein, das ein kontinuierliches, zeitnahes Controlling von Kosten und Leistung ermöglicht. In Abhängigkeit von der Auftragsart (Abbruch, Aushub), der Projektstruktur, Komplexität, Ressourcenverfügbarkeit, Zeitplan und vertraglichen Verpflichtungen werden zuverlässige und kompetente Subunternehmer und Dienstleister, mit denen das Unternehmen teilweise schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet, in unterschiedlichem Umfang, auch zur Abdeckung von Auftragsspitzen, eingesetzt. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Trotz diesen nach wie vor schwierigen Bedingungen, konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023, DESTATIS) 2022 trug das Baugewerbe 6,0 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Der Anteil des Bruttoinlandsproduktes, der für Bauinvestitionen verwendet wurde, war mit 12,3 % sogar doppelt so hoch. Der Anteil des Baugewerbes an der gesamten Beschäftigung lag bei 5,8 %. Damit behauptete sich das Baugewerbe 2022 sowohl bei der Produktion als auch bei der Beschäftigung noch vor wichtigen deutschen Industriebereichen wie dem Maschinenbau oder der Chemischen Industrie. Die Bauwirtschaft bleibt - trotz der aktuellen konjunkturellen Schwäche - eine Schlüsselbranche für Deutschland. (Quelle: "Bauwirtschaft im Zahlenbild", Ausgabe April 2023, Herausgeber Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., über: Bauindustrie.de) Das Bauhauptgewerbe hat 2022 einen Umsatz von 160,3 Mrd. Euro erzielt; das war nominal 10,7 % mehr als 2021. Nominal war dies der höchste gesamtdeutsche Wert. Die Lieferengpässe aufgrund des Krieges in der Ukraine führten allerdings zu stark gestiegenen Baumaterialpreisen, was sich in deutlich höheren Baupreisen niedergeschlagen hat: Sie legten 2022 um 16,7 % zu. Dies führte zu einem preisbereinigten (realen) Rückgang des Umsatzes 2022 von 5,1 %. Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Öffentliche Bau mit einem Minus von 6,2 % (nominal: + 9,3 %). Bund, Länder und Gemeinden haben ihre Investitionsbudgets nicht an die gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise angepasst. Aber auch für den Wohnungs- und den Wirtschaftsbau wurde ein reales Minus von 4,7 % bzw. 4,4 % ausgewiesen (nominal: + 10,7 bzw. 11,7 %). Aufgrund der Preis- und Zinssteigerungen und der damit einhergehenden Verunsicherung haben die privaten und gewerblichen Investoren auf die Bremse getreten. (Quelle: "Bauwirtschaft im Zahlenbild", Ausgabe April 2023, Herausgeber Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., über: Bauindustrie.de) b) Geschäftsverlauf und Lage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) in 2022 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14.181 TEUR (-39,8 %) vermindert. Die wesentliche Ursache hierfür war vor allem die Minderung des Bestandes der Unfertigen Leistungen um 5.022 TEUR gegenüber einer Erhöhung im Vorjahr um 6.571 TEUR und der Minderung der Umsatzerlöse um 2.588 TEUR. Die Entwicklung der Gesamtleistung und des Umsatzes zum Vorjahr entspricht der Vorjahresprognose. Die Auftragslage für das Geschäftsjahr 2022 bleibt aufgrund der schwierigen Lage in der Baubranche deutlich hinter den Vorjahren zurück. Der abrupte Einbruch im Wohnungsbau hat auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen, hauptsächlich im Bereich Erdaushub, der mit der Bautätigkeit in direktem Zusammenhang steht. Trotzdem war die Auslastung im Jahr 2022 über einen längeren Zeitraum noch zufriedenstellend, bedingt durch den hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn. Die prognostizierte stabile Auftragslage im Segment Abriss hat sich bestätigt, ebenso der damit einhergehende niedrigere Auftragswert im Vergleich zum Erdaushub. Die bestehenden und neuen Aufträge wurden insgesamt planmäßig abgewickelt. Die Anzahl der mit der Leistungserstellung direkt oder indirekt beschäftigten Mitarbeiter ist gegenüber 2021 im Jahresdurchschnitt nahezu unverändert. aa) Ertragslage Mit 10.551 TEUR liegt das Rohergebnis (Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge sowie abzüglich des Materialaufwandes) um 2.187 TEUR (-17,2 %) unter dem Vorjahr (12.738 TEUR). Der Materialaufwand hat sich um 12.181 TEUR auf 11.222 TEUR vermindert, so dass sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) in 2022 um 13,3 % auf 52,4 % gegenüber 65,7 % in 2021 verringert hat. Dieser Effekt resultiert bei gegebener Bestandsminderung aus der Struktur der realisierten Aufträge und im Wesentlichen durch deutlich niedrigere Fremdleistungen. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 827 TEUR (-18,3 %) auf 3.693 TEUR vermindert. Dies ist auf deutlich geringere leistungsabhängige Vergütungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 68 TEUR auf 6.342 TEUR vermindert. Das Betriebsergebnis (Jahresergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und sonstigen Steuern) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.165 TEUR reduziert und beträgt im Berichtsjahr -589 TEUR. Dies ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Gesamtleistung und Ergebnis beeinflussende Sonderfaktoren zurückzuführen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die verlustfreie Bewertung von Aufträgen in den Unfertigen Erzeugnissen am 31.12.2022 in Höhe von 843 TEUR. Berücksichtigt man diesen Sonderfaktor in der wirtschaftlichen Betrachtung des Betriebsergebnisses, errechnet sich ein positiver Wert von 254 TEUR. Das Finanzergebnis liegt mit -276 TEUR um -1.463 TEUR unter Vorjahr, insbesondere aufgrund von im Vorjahr realisierten Erträgen einer ARGE-Beteiligung von 1.010 TEUR und dem Sondereffekt aus der Abschreibung auf Wertpapiere von 298 TEUR in 2022. Das Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von -878 TEUR liegt um 3.636 TEUR unter dem Wert des Vorjahres. bb) Finanzlage Die Eigenkapitalquote ist mit 47,7 % gegenüber 48,7 % im Vorjahr nahezu unverändert. Die Verbindlichkeiten haben sich von 2.868 TEUR auf 3.784 TEUR erhöht. Sie bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1.585 TEUR, Vorjahr: 476 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (410 TEUR, Vorjahr: 310 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen (1.580 TEUR, Vorjahr: 1.080 TEUR) und sonstigen Verbindlichkeiten (209 TEUR, Vorjahr: 483 TEUR). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen 0 TEUR (Vorjahr: 519 TEUR). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen betreffen Abschlagszahlungen aus ARGEN. Diese ARGEN werden in 2023 endabgerechnet und führen in 2023 zu einem Ertrag mindestens in Höhe der ausgewiesenen Verbindlichkeit. Die Quote der liquiden Mittel des Unternehmens beträgt 21,8 % der Bilanzsumme. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (37,8 %) um 16%-Punkte vermindert. Rechnet man die Wertpapiere, welche kurzfristig liquidiert werden können, von 3.680 TEUR (Vorjahr: 4.068 TEUR) mit ein, so erhöht sich die Quote der liquiden Mittel auf 52,9 % (Vorjahr: 68,6 %) der Bilanzsumme, was eine Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um 15,7%Punkte darstellt. Bestehende Barkreditlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden. Der Finanzmittelfonds vermindert sich um 2.802 TEUR. Dies ist auf den negativen Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von -2.402 TEUR sowie den negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von -400 TEUR bei einem Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von 0 TEUR zurückzuführen. Der Finanzmittelfond beinhaltet das Guthaben bei Kreditinstituten, den Kassenbestand sowie die Wertpapiere, welche kurzfristig liquidiert werden können. cc) Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 139 TEUR (20,9 %) erhöht. Das wesentliche Sachanlagevermögen (Baumaschinen, Brecheranlagen, Transporter usw.) wird angemietet. Umfangreiche Neuinvestitionen in Sachanlagen sind daher nicht erforderlich. Die im Berichtsjahr getätigten Anlagenzugänge betrafen hauptsächlich Fahrzeuge und Betriebsausstattung wie z.B. Software. Im Beschaffungsbereich arbeitet die Firma mit zuverlässigen und kompetenten Geschäftspartnern, teilweise schon seit vielen Jahren, zusammen. Im Wesentlichen werden Leistungen auf den Gebieten Transport/Logistik, Entsorgung/Deponie, Maschinenmieten bezogen. Die Minderung der geleisteten Anzahlungen ist bedingt durch das niedrigere Geschäftsvolumen mit Auftragnehmern (im wesentlichen Subunternehmern). c) Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung ziehen wir insbesondere die Kennzahlen Rohergebnis, Rohergebnisquote (Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) sowie das Betriebsergebnis heran. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 2.588 TEUR auf 26.444 TEUR gesunken. Aufgrund der Bestandminderung der Unfertigen Erzeugnisse von 5.022 TEUR ergibt sich eine insgesamt um 39,8 % gegenüber Vorjahr geringere Gesamtleistung in Höhe von 21.422 TEUR. Bei um 12.181 TEUR verminderten Materialaufwendungen, hat sich das Rohergebnis um 2.187 TEUR auf 10.551 TEUR gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die Rohergebnisquote erhöhte sich aufgrund einer deutlich reduzierten Gesamtleistung damit um 13,5%-Punkte auf 49,3 % gegenüber 35,8 % im Vorjahr. Das Betriebsergebnis reduzierte sich um 2.165 TEUR auf -589 TEUR und war damit erstmals negativ, wie bereits in der Vorjahresprognose erwartet. d) Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Unternehmens schätzen wir trotz der Ergebnisse des Jahres 2022 als solide ein. Im Jahr 2022 wurde erstmals in der Geschichte des Unternehmens ein Verlust erzielt, der im Wesentlichen durch negative Sonderfaktoren in Höhe von 1.141 TEUR (Abschreibung auf Wertpapiere in Höhe von 298 TEUR sowie die verlustfreie Bewertung der Vorräte um 843 TEUR) entstanden ist. Der deutliche Rückgang des Betriebsergebnisses im Vorjahresvergleich ist neben dem Umsatzrückgang und der Verminderung des Bestandes an Unfertigen Erzeugnissen auch durch die Erträge aus sonst. Ausleihungen im Vorjahr bedingt. Aufgrund der branchenüblichen, teilweise erheblichen Veränderungen in den Unfertigen Erzeugnissen, können sich in einer Periode deutlich gegenläufige Umsätze ergeben. In der Folge sind von Jahr zu Jahr größenabhängig wesentliche Verschiebungen in den Positionen Gesamtleistung zu Umsatz durchaus branchenbedingt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch die umfangreichen liquiden Mittel sowie das übrige kurzfristige Umlaufvermögen gedeckt. Die Eigenkapitalquote beträgt 47,7% im Vergleich zu 48,7% im Vorjahr und liegt damit deutlich über dem branchenüblichen Durchschnittswert von ca. 20%. (Quelle: de.statista) 3. Risiko und Prognosebericht a) Prognosebericht Aufgrund der gegebenen Auftragslage zum 31.12.2022 ist grundsätzlich mit einer gegenüber den Vorjahren geringeren Auslastung zu rechnen, kann aber noch immer als mindestens befriedigend bewertet werden. Die schwierige Konjunkturlage im Baugewerbe erschwert eine seriöse Abschätzung zum Auftragseingang im Jahr 2023. Aus unserer langjährigen engen Zusammenarbeit mit Projektgesellschaften lässt sich abschätzen, dass eine wirksame Erholung in der Bauwirtschaft für 2023, die den Geschäftsbereich Erdaushub wieder belebt, als gering eingestuft wird. Im Segment Abriss dagegen erkennen wir einen positiven Trend. Für 2023 erwarten wir gegenüber 2022 eine moderate Steigerung des Umsatzes und der Gesamtleistung. Das Jahresergebnis 2023 wird voraussichtlich u.a. aufgrund von Erträgen aus abgerechneten ARGEN wieder moderat positiv sein. Ein weiterer wesentlicher positiver Beitrag ergibt sich auch aus der deutlichen Verringerung von Mieten für gemietete Baumaschinen. b) Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Bedingt durch den auf Abbruch und Erdaushub konzentrierten Leistungsbereich des Unternehmens sind wesentliche Risiken, den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten ausgenommen, unverändert wie in der Vergangenheit, in der Einschätzung der mit den auszuführenden Arbeiten verbundenen Risiken und den damit verbundenen Einfluss auf die Auftragskalkulation zu sehen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung der handelnden Personen des Unternehmens auf der Grundlage der vielen durchgeführten Projekte, können die Risiken realistisch eingeschätzt und bewertet werden. Im Fachbereich "Abbruch" besteht ein weiteres Risiko, dass kalkulierte Schrottpreise, die einen wesentlichen Bestandteil des wirtschaftlichen Erfolgs eines Auftrages darstellen können, nicht erzielt werden. Schrottpreise unterliegen einer ständigen Preisänderung, die durch das Unternehmen nicht beeinflusst werden können. Die weitere Verschärfung der Abwicklung und damit verbundenen Kosten für die Entsorgung sind ein zunehmendes Risiko für alle an der Erfüllung der Aufträge Beteiligten. Es besteht ein zunehmender Engpass an zugelassenen Entsorgungsmöglichkeiten, so dass mit weiter steigenden Preisen zu rechnen ist. Zum 1.8.2023 wurde in Deutschland die sog. Mantelverordnung (Ersatz Baustoffverordnung) neu eingeführt. Die Auswirkungen auf Kosten und Prozesse sind bisher nicht absehbar. Bedingt durch die schwache Konjunktur seit Ende 2022 im Baugewerbe und im Immobiliensektor insgesamt ist die Anwerbung von qualifizierten und erfahrenen Fachkräften deutlich einfacher als noch in den Vorjahren. Mögliche Lücken durch den Ausfall von Mitarbeitern können deshalb schneller und gezielter geschlossen werden. Bei zusätzlicher Entstehung eines Preisdrucks, ist mit einer Erhöhung des Gesamtrisikos für das Unternehmen zu rechnen. Es gibt Anzeichen, dass durch gestiegene Materialpreise, deutlich höhere Finanzierungskosten und durch die Hochkonjunktur im Bau bedingte hohe Anschaffungskosten für Immobilien auf die Projektentwickler (unsere Hauptauftraggeber) ein zusätzlicher erheblicher und teilweise Existenz bedrohender Kostendruck entsteht. Diese gestiegenen Kosten können nicht immer an den Endkunden weitergegeben werden, sodass der Preisdruck auf die Auftragnehmer zunimmt, um zumindest eine Teilkompensation zu erreichen. Wir beobachten sehr genau die Auswirkungen der enormen Preissteigerungen beim Material und zunehmende Lieferengpässen bzw. Verzögerungen bei der Materialbeschaffung auf die Angebotsgestaltung gegenüber unseren Kunden. Auch wenn wir als Dienstleister selbst davon nicht direkt betroffen sind, so ist zu erwarten, dass neue Aufträge unter erhöhtem Preisdruck stehen können. Der massive Rückgang im Geschossbau, hauptsächlich bei Wohnungen und im Bau von Einfamilienhäusern, wird sich weiter verschärfen und es zeichnet sich zusätzlich noch eine Abschwächung im industriellen Bau ab. Da wir schon vor der Konjunkturkrise in der Bauwirtschaft hauptsächlich in den Bereichen Industrie, Hotellerie und kommerziellen Projekten tätig waren und sind, entsteht nun ein zusätzliches Risiko. Die bereits wahrgenommene schlechte Stimmung bei den Projektgesellschaften, die sowohl im Geschossbau wie auch in unseren Segmenten tätig sind, hat bereits zu einer Zurückhaltung bei der Planung neuer Projekte geführt. Darüber hinaus muss weiterhin mit Verzögerungen bei der Umsetzung bestehender Projekte gerechnet werden. Die Verteuerung der Finanzierung durch Zinserhöhungen ist voll im Gange. Allerdings wird damit gerechnet, dass mit der Abschwächung der Inflation die Zinsen wieder gesenkt werden und - wenn auch zeitlich verzögert - zu einer Verbesserung der Bedingungen im Baugewerbe führen. Wenig hilfreich sind jedoch die dauernden Diskussionen um die Verschärfung der energetischen Versorgung bzw. Ausstattung von Gebäuden. Der Trend zum Homeoffice zeigt Auswirkungen beim Leerstand von Büroimmobilien. Damit verbunden ist das Risiko, dass geplante Projekte in diesem Segment eingestellt oder zumindest zurück gestellt werden. Wir bewerten die branchenspezifischen Risiken insgesamt als dynamisch zunehmend, aber für unser Geschäftsfeld mit hoher Wahrscheinlichkeit als noch beherrschbar. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Kundenstruktur des Unternehmens ist heterogen. Konzentrationsrisiken in der Forderungsstruktur durch dauerhaft hohe Abhängigkeiten von einzelnen Kunden liegen nicht vor. Bedingt durch Anzahlungen vor Auftragsbeginn und zeitnahe leistungsbezogene Abschlagszahlungen kann das Ausfallrisiko gut beherrscht werden. Leistungswirtschaftliche Risiken: Risiken liegen auch in der regionalen Fokussierung auf das Rhein-Main-Gebiet mit Schwerpunkt Frankfurt am Main, was gleichzeitig auch deutliche Chancen birgt. Aufgrund der leistungsabhängigen flexiblen Kostenstruktur des Unternehmens können auch längere Einbrüche weitgehend abgefedert werden. Durch unser Projektmanagement, das u.a. eine mitlaufende Kosten- und Leistungskontrolle beinhaltet, können wir als Controlling-Instrument frühzeitig Abweichungen von der Plankalkulation erkennen und gegensteuern, z.B. durch interne Maßnahmen oder Verhandlungen mit dem Auftraggeber, wenn sich Leistungskriterien nach Auftragserteilung geändert haben. Weltwirtschaftliche Risiken: Wir identifizieren zwei weltwirtschaftliche Risikobereiche, die auf die Leistung des Unternehmens Auswirkungen haben können. Preisproblematik und Verfügbarkeit der Materialien Die zunehmende Preisproblematik sowie die Verfügbarkeit der Materialen und Rohstoffe kann zu Lieferengpässen führen, die sich erheblich auf die Leistung unserer Kunden (Projektentwickler) auswirken können und zu deutlich höherem Preisdruck führen. Dazu trägt ebenfalls die stetige Verteuerung der Energiekosten bei. Dies wirkt sich negativ auf die Betriebskosten der Maschinen und des eigenen Fuhrparks, sowie insgesamt auf die Kosten der zugekauften Logistik aus. Weltumspannende Konflikte und Krisen Die vielen Kriege, Konflikte und Krisen haben in der Intensität zugenommen und sich flächenmäßig ausgeweitet. In immer kürzer werdenden Abständen entstehen neue Unruheherde. Die Bauwirtschaft mit der Vielfalt an Materialien, die zum Großteil global beschafft werden müssen, ist ganz besonders durch solche Situationen in ihren Aktivitäten gefährdet und belastet. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise wurden nach den Ausführungen der Fachverbände in kurzer Zeit spürbar. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass weitere Verschärfungen der Konflikte und das hinzukommen neuer bedeutender Konflikte vergleichbare Auswirkungen haben können, wie der Ukraine Krieg. c) Chancenbericht Die Chancen liegen in der Weiterentwicklung des Unternehmens durch Ausweitung der Wertschöpfung in der Prozesskette des jeweiligen Bereichs, um ein erweitertes Leistungspaket anbieten zu können. Mit dem weiteren Ausbau des Geschäfts im Fachbereich Flächensanierungsmaßnahmen, Schadstoff- und Altlastensanierung und der fachmännischen Betreuung durch eigenes Personal wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung des Kompetenzprofils des Unternehmens erfüllt. Die regionale Ausweitung der Geschäftsaktivitäten über das Rhein-Main-Gebiet hinaus wurde und wird weiter vorangetrieben, was ein wichtiger Bestandteil bei der Zukunftssicherung des Unternehmens und Erhöhung des Bekanntheitsgrades und damit der Wettbewerbspositionierung darstellt. Ein belebendes Element für die Baubranche wäre die Reduzierung der Zinsen und Entbürokratisierung bei der Genehmigung von Bauprojekten. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Als im Unternehmen bestehende Finanzinstrumente sind Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten zu nennen. Die hohe Gesamtliquidität in Höhe von 52,9 % der Bilanzsumme verschafft dem Unternehmen eine gute Flexibilität. Bestehende Banklinien werden ausschließlich für die im Baugewerbe üblichen Avale für Auftragserfüllung und Gewährleistungen genutzt. Hier arbeitet das Unternehmen seit vielen Jahren mit den gleichen Banken und Kreditversicherungen zusammen. Langen, den 20.09.2024 Kolb Erdbau & Abbruch GmbH - Geschäftsführung - BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022KOLB ERDBAU & ABBRUCH GMBH, LANGEN (HESSEN)A K T I V A
P A S S I V A
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Kolb Erdbau & Abbruch GmbH, Langen (Hessen) Anhang für das Geschäftsjahr 2022 I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vor- schriften des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). III. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmetho- den werden grundsätzlich stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibun- gen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskosten-minderungen berücksichtigt. Die im Geschäftsjahr angeschafften Vermögensgegenstände (geringwertige Anlagegüter) bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt zu den Herstellungskosten. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Sie sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Bei Vorhandensein eines Überhangs der erhaltenen Anzahlungen über die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie der geleisteten Anzahlungen erfolgt der Ausweis des übersteigenden Betrages insoweit auf der Passivseite der Bilanz. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,0 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen wurden unsere Erfahrungswerte in der Baubranche berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ AKTIVA Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Die Forderungen gegen Gesellschafter, wie in der Bilanz ausgewiesen, betragen TEUR 1.248. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten:
Die Kolb Erdbau & Abbruch GmbH ist per 31. Dezember 2022 persönlich haftender Gesellschafter folgender Unternehmen (Bau-Arbeitsgemeinschaften):
Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der oben genannten Personengesellschaften unterbleibt gemäß § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB, da diese ihre Jahresabschlüsse nicht offenzulegen haben und grundsätzlich die Kolb Erdbau & Abbruch GmbH auf diese keinen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Übrigen unterbleiben die Angaben aufgrund § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind solche gegenüber vorgenannten Bau-Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 451 enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 476 enthalten. Zudem enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 167. PASSIVA Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 58 enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Es bestehen regelmäßig unbeschränkte persönliche Haftungen aus Bau-Arbeitsgemeinschaften, die in Form von Gesellschaften bürgerlichen Rechts existieren. Es wird derzeit kein Risiko für eine Inanspruchnahme gesehen. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Zum Abschlussstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
(*a) unbestimmte Laufzeit mit jederzeitiger Kündigungsmöglichkeit. (*b) davon TEUR 1.527,8 p. a. mit unbestimmter Laufzeit und jederzeitiger Kündigungsmöglichkeit; TEUR 2.330,7 p. a. mit Restlaufzeiten bis zu 84 Monaten (durchschnittlich 27 Monate Restlaufzeit). (*c) unbestimmte Laufzeit mit 9-Monatiger Kündigungsfrist. V. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse enthalten im Jahr 2022 TEUR 28,6 (Vorjahr: TEUR 10,3) Ergebnisanteile an Bau-Arbeitsgemeinschaften. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind folgende Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung angefallen:
VI. SONSTIGE ANGABEN Geschäfte i.S.d. §285 Nr.21 HGB, soweit sie wesentlich sind, mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, sind in folgendem Umfang entstanden:
Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch: Sven Axel Baum, Gesamtgeschäftsführung, Frankfurt a. Main. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie der Hinterbliebenen der ehemaligen Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die Forderungen der Gesellschaft gegenüber dem Gesellschafter und zugleich Geschäftsführer auf insgesamt TEUR 1.248,4. Diese betreffen unverzinsliche Kautionen aus Miet- bzw. Leasingverträgen mit Baumaschinen, die im Eigentum des Einzelunternehmens des Gesellschafter-Geschäftsführers stehen. Nachtragsbericht: Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Ergebnisverwendung: Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den verwendbaren Betrag auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Langen (Hessen), den 20. September 2024 Kolb Erdbau & Abbruch GmbH - Geschäftsführung -
Feststellung des Jahresabschlusses Die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung erfolgte am 02. Oktober 2024. Zusatzangaben i. S. d. § 327 HGB Die Bilanz wird gem. § 327 S. 1 Nr. 1 HGB nur in der für kleine Kapitalgesellschaften nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB vorgeschriebenen Form beim Bundesanzeiger offengelegt. Die nach § 327 Satz 2 HGB zusätzlich gesondert anzugebenden Bilanzpositionen lauten auf:
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Kolb Erdbau & Abbruch GmbH, Langen (Hessen) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kolb Erdbau & Abbruch GmbH, Langen (Hessen), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kolb Erdbau & Abbruch GmbH, Langen (Hessen), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainaschaff, 25. September 2024 MERGET Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ppa. Alisha Husslik Wirtschaftsprüferin Simon Merget Wirtschaftsprüfer |
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Kolb Erdbau & Abbruch GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Ohmstraße 2
63225 Langen (Hessen) - Handelsregister
- HRB 43711, Offenbach am Main
- Eintragungsdatum
- 7. November 2008
- Branche
-
Großhandel mit Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen
Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und Bauelementen - Unternehmenszweck
- Durchführung von Abbruch- und Erdarbeiten sowie der Handel mit Baustoffen
Finanzen
Bilanz
2023- Umlaufvermögen 85,4 % 11,91 Mio
- Anlagevermögen 14,4 % 2,01 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 29,0 k
- Eigenkapital 47,3 % 6,59 Mio
- Verbindlichkeiten 33,7 % 4,70 Mio
- Rückstellungen 19,0 % 2,65 Mio
Bilanzdaten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2023- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 91,7 % 2,33 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,3 % 212,2 k
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 51,9 % −5,80 Mio
- Personalaufwand 39,1 % −4,37 Mio
- Abschreibungen 4,7 % −520,4 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4,0 % −442,0 k
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,2 % −27,2 k
- Sonstige Steuern 0,1 % −13,8 k
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
- Rohergebnis 9,57 Mio
- Ergebnis nach Steuern 953,3 k
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 939,5 k
GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Sven Axel Baum
seit 2008 Geschäftsführer
-
Steffen Böhm
seit 2010 Prokura
-
Torsten Unger
seit 2017 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
-
Axel Baum
100,0 %
26k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Historie
- 2025
-
13.01.
Berichtigung personenbezogener DatenSven Axel Baum · Geschäftsführer
- 2017
-
06.12.
Eintritt eines MitgliedsTorsten Unger · Gesamtprokura
-
06.12.
Austritt einer PositionS****** R****** · Gesamtprokura
- 2010
-
05.03.
Eintritt eines MitgliedsSteffen Böhm · Gesamtprokura
-
05.03.
Austritt einer PositionS****** V**** · Gesamtprokura
-
05.03.
Eintritt eines MitgliedsS****** R****** · Gesamtprokura
-
05.03.
AdressänderungKolb Erdbau & Abbruch GmbH
- 2008
-
07.11.
Eintritt eines MitgliedsSven Axel Baum · Geschäftsführer
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2023 Jahresabschluss
- 2022 Jahresabschluss ↓
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
- 2019 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2022
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
Mit API-Key abrufen API-Key holen →Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
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- entity_id kopieren
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