Euwe Eugen Wexler GmbHLauf a.d.PegnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Firmenstruktur und Geschäftsmodell Die EuWe Eugen Wexler GmbH ist ein Unternehmen der EuWe Eugen Wexler Unternehmensgruppe. Die Unternehmensgruppe besteht aus: • EuWe Eugen Wexler GmbH, Lauf, Deutschland • EuWe Eugen Wexler Holding GmbH & Co. KG, Lauf, Deutschland • EuWe Eugen Wexler Holding Verwaltungs GmbH, Lauf, Deutschland • EuWe Eugen Wexler GmbH & Co. KG Vertriebsgesellschaft, Lauf, Deutschland • EuWe Eugen Wexler Verwaltungs-GmbH, Lauf, Deutschland • EuWe Eugen Wexler International GmbH, Lauf, Deutschland • EuWe Eugen Wexler CR s.r.o., Rokycany, Tschechien • EuWe Eugen Wexler US Holding Inc., Williamston, USA • EuWe Eugen Wexler US Plastics Inc., Williamston, USA • EuWe Eugen Wexler US Real Estate Inc., Williamston, USA Im Mittelpunkt der Unternehmenstätigkeit stehen die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Spritzgussteilen für die Fahrzeugindustrie, sowie die entsprechenden Werkzeuge für den Produktionsprozess. Steuerungssystem Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem arbeitet im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie Jahresüberschuss. Das Controlling umfasst dabei Analysen auf Ebene des Kunden, der Produktionsstätte und des Einzelauftrages bzw. Einzelprojektes. Wichtig bei der internen Steuerung des Unternehmens ist die laufende Verfolgung von Abweichungen zur operativen Budget- und Mittelfristplanung. Sie werden durch das Management permanent überwacht. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 arbeitet die Entwicklungsabteilung an einer Vielzahl von kundenbezogenen Projekten für die Firmen EuWe Eugen Wexler GmbH, EuWe Eugen Wexler CR s.r.o., EuWe Eugen Wexler de Mexico S.A. de C.V. sowie der EuWe Eugen Wexler US Plastics Inc.. Ziel der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist, das aktuelle Produktportfolio weiterzuentwickeln und in neue Fahrzeugreihen auszudehnen. Die Vorentwicklungen werden weiter ausgedehnt, um die Gesellschaft noch deutlicher vom Wettbewerb abzuheben. B. Wirtschaftsbericht Branche, Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis 2023 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Demnach kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Trotz der jüngsten Rückgänge dämpften nach wie vor die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Auch kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland hinzu. Somit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 nur um 0,7 % höher. Des Weiteren nahm der private Konsum im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen jedoch sehr unterschiedlich: So ging die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Dagegen kamen die positiven Impulse vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. So steigerten die in Deutschland ansässigen Autohersteller und -zulieferer ihre hierzulande erwirtschafteten Umsätze im Jahr 2023 insgesamt um zehn Prozent auf 558 Milliarden Euro. Dabei schnitten die Autohersteller mit einem Umsatzwachstum von elf Prozent erneut besser ab als die Zulieferer, die ein Plus von neun Prozent verzeichneten. Vor allem im zehn-Jahres-Vergleich zeigt sich, wie weit die Schere zwischen Herstellern und Zulieferern auseinandergeht: Seit 2014 stieg der Umsatz der Zulieferer in Deutschland um 25 Prozent, während die Hersteller mehr als doppelt so stark - um 59 Prozent - zulegten. Diese Rekordumsätze sind allerdings auch ein Ergebnis der hohen Inflation und stark gestiegener Einkaufs- und Materialpreise. Unterm Strich sorgten gerade die hohen Energie- und gestiegenen Lohnkosten bei vielen Unternehmen für eine rückläufige Marge. Das gilt vor allem für die Zulieferer, für die die die wirtschaftliche Situation immer schwieriger wird. Und es spricht wenig für eine Verbesserung der Lage - im Gegenteil: Der Konjunkturmotor stottert, der Neuwagenabsatz hat längst noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht. Die Folge davon sind Überkapazitäten und eventuell auch neue Rabattschlachten. Zudem kommt der viel erhoffte Hochlauf der Elektromobilität nicht in Fahrt und es macht sich Unsicherheit insbesondere bei den OEM ́s breit. Dennoch gelten die ambitionierten Ziele der EU und das Verbrennerverbot ab 2035. Danach sollen in gut einem Jahrzehnt keine Verbrenner mehr in der EU zugelassen werden. Fakt ist aber, dass in der Hälfte der 27 EU-Länder der Elektro-Marktanteil im vergangenen Jahr unter 10 Prozent lag, darunter große Märkte wie Italien, Spanien und Polen. Das beschriebene gesamtwirtschaftliche Umfeld wirkte sich auch auf das Unternehmen aus. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft belaufen sich im Jahre 2023 auf TEUR 75.382. Das EBITDA beträgt in 2023 TEUR 1.485 und liegt somit über den Erwartungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 108 erwirtschaftet. C. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 ist um TEUR 12.720 von TEUR 44.750 auf TEUR 32.030 gesunken. Dem langfristig gebundenen Anlagevermögen in Höhe von TEUR 4.851 (i.Vj. TEUR 4.947) steht Eigenkapital von insgesamt TEUR 18.929 (i.Vj. TEUR 18.821) und mittelfristiges Fremdkapital in Höhe von TEUR 263 (i.Vj. TEUR 252) gegenüber. Das kurzfristig gebundene Vermögen in Höhe von TEUR 27.144 (i.Vj. TEUR 39.782) beinhalten überwiegend Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.459 (i.Vj. TEUR 2.566) und Vorräte mit TEUR 18.035 (i.Vj. TEUR 33.887). Wesentliche Position in den Vorräten sind die Projekte zur Werkzeugentwicklung. Die kurzfristigen Fremdmittel in Höhe von TEUR 12.559 (i.Vj. TEUR 23.861) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Eigenkapital beträgt in 2023 TEUR 18.929 (i.Vj. TEUR 18.821). Die Eigenkapitalquote hat sich von 42,1 % auf 59,1 % gesteigert. Die im Jahr 2023 getätigten Investitionen teilen sich mit TEUR 8 auf immaterielle Vermögensgegenstände und TEUR 757 auf das Sachanlagevermögen im Wesentlichen zur Automatisierung der Produktion auf. 2. Finanzlage Dem Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 1.478 (i.Vj. TEUR 2.819) stehen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 7.705 (i.Vj. TEUR 15.974) gegenüber. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen vor allem der Finanzierung von im Bau befindlichen Werkzeugen. Sie werden bei Projektabschluss vollständig zurückgeführt. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 8.408 (i.Vj. TEUR -3.303), der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit TEUR -732 (i.Vj. TEUR -2.263) und der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -5.748 (i.Vj. TEUR 2.828). Der Finanzmittelfonds hat sich demzufolge um TEUR 1.928 auf TEUR -227 gesteigert. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse stiegen im Jahre 2023 von TEUR 48.370 auf TEUR 75.382. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse minderten sich um TEUR 23.914 (i.Vj. TEUR +22.238), dadurch sank die Gesamtleistung mit der aktivierten Eigenleistung von TEUR 171 (i.Vj. TEUR 466) von TEUR 71.074 auf TEUR 51.639. Der Materialaufwand sank von TEUR 41.674 auf TEUR 23.804. Die Materialeinsatzquote minderte sich von 58,6 % auf 46,1 %. Der Betriebsaufwand setzt sich aus den Personalkosten (TEUR 22.837; i.Vj. TEUR 22.640), den Abschreibungen (TEUR 852; i.Vj. TEUR 907) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 7.619; i.Vj. TEUR 7.872) zusammen. Das EBIT hat sich von TEUR 261 in 2022 auf TEUR 633 verbessert, das EBITDA von TEUR 1.168 im Vorjahr auf TEUR 1.485 erhöht. Entsprechend steigt das Ergebnis vor Steuern bei einem Finanzergebnis von TEUR -505 (i.Vj. TEUR -172) auf TEUR 128 (i.Vj. TEUR 89). Im Geschäftsjahr 2023 liegt der Jahresüberschuss mit TEUR 108 um TEUR 19 über dem Vorjahresergebnis (TEUR 89). Die Umsatzrentabilität (Ergebnis vor Ertragsteuern / Umsatzerlöse bleibt mit 0,2 % im Geschäftsjahr unverändert. Die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Ertragsteuern / Eigenkapital) erhöht sich von 0,5 % auf 0,7 %. 4. Investitionen In der Gesellschaft wurden im Jahre 2023 umfangreiche Investitionen im Gesamtwert von TEUR 757 getätigt. Fokus der Investitionen liegt auf der Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Fertigung. Neben den Investitionen in die Produktion werden die IT-Infrastruktur und die IT gestützten Prozesse weiterentwickelt. Es erfolgt ein permanenter Ausbau der Projektsteuerung und -überwachung sowie des Qualitätsmanagements. 5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Personal- und Sozialbereich 2023 waren zum Stichtag 31.12.2023 421 Mitarbeiter beschäftigt (davon 6 Zeitarbeitskräfte). Im Durchschnitt des Jahres 2023 hatte EuWe 425 Mitarbeiter beschäftigt (davon 11 Zeitarbeitskräfte). Das Unternehmen hat mit 16 Mitarbeitern (Stand 31. Dezember 2023) Altersteilzeitvereinbarungen geschlossen. Die Personalentwicklung ist ein zentrales Element der Unternehmensführung. Unter dem Motto "Starke Mitarbeit" werden Mitarbeiter/innen gezielt geschult, um ihr Wissen zu erweitern und Kompetenzen hinzuzugewinnen. In diesem Rahmen wurde das vorhandene betriebliche Gesundheitsmanagementsystem weiter ausgebaut und neue Maßnahmen in Kooperation mit mehreren Krankenkassen etabliert. Durch die in den Vorjahren bereits erfolgreich umgesetzte Digitalisierung der internen Prozesslandschaft ist alternierende Telearbeit (z. B. Homeoffice) in allen Unternehmensteilen nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil. Nachhaltigkeit In einer Zeit, in der das Umweltbewusstsein immer mehr an Bedeutung gewinnt, fühlt sich auch die EuWe Gruppe verpflichtet, ihren Beitrag dazu zu leisten. Wer produziert, muss auch zukunftssicher entsorgen, gezielt Ressourcen schonen und in umweltfreundliche Technologien investieren. Die EuWe Gruppe setzt auf nachhaltiges Recycling und bringt ihre Kunststoffe immer wieder in den Fertigungskreislauf zurück. Dem ökologischen Denken und der damit verbundenen Verantwortung entsprechend wird vollständig auf die Nutzung von Rohstoffen mit Schwermetall und den Einsatz von CKW, FCKW und PVC verzichtet. Nachdem bereits 2013 die komplette Versorgung des Strombedarfs für die Produktion Lauf auf ökologischen Strom umgestellt wurde, hat sich EuWe entschieden, ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufzubauen und 2015 zertifizieren zu lassen. Um die Systematik weiterzuentwickeln und fortzuführen, wurden die Standorte Lauf und Rokycany 2021 nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert. Die Implementierung der Standards ISO 50001 und ISO 14001 legt die Grundlage für eine stetige Weiterentwicklung und Verbesserung. Die jährliche Überwachung durch die externe Zertifizierungsgesellschaft stellt sicher, dass die Systeme fachgerecht angewandt und ständig verbessert werden. Der Erfolg lässt sich in den Energiemanagement-Kennzahlen nachverfolgen und wird unter anderem durch die ständige Reduzierung des CO 2 Ausstoßes bestätigt. Hierzu wurde unter anderem im Jahr 2022 eine PV-Anlage installiert. Die PV-Anlage wurde wie geplant in 2023 an das Netz angeschlossen und liefert im Jahresdurchschnitt 13 % des benötigten Stromes seit Installation. Mit dem kontinuierlichen Verbesserungsprogramm EuWe Plus werden die wichtigsten Entwicklungsfelder Wirtschaftlichkeit / Kundenzufriedenheit / Mitarbeiterbindung permanent überwacht und weiterentwickelt. Dabei steht die kontinuierliche Reduktion von Ressourcen im Fokus. Im Geschäftsjahr konnte dabei insbesondere der Materialausschuss reduziert werden. Neben der Optimierung der Produktionsprozesse sind die Mitarbeiter ein wesentlicher Faktor des Nachhaltigkeitsmanagements. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Risikomanagement: Im Rahmen des Planungs- und Controlling Prozesses sind die Gesellschaften ständig bemüht, Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen und Informationen über die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen zu erlangen. Gleichzeitig sollen jedoch im Rahmen des Planungs- und Controlling Prozesses auch die bestehenden Chancen mit dem einhergehenden Ergebnispotenzial erkannt und genutzt werden. Beschaffungsrisiko: Durch die Schwankungen der für die EuWe Gruppe relevanten Rohstoffpreise erfolgt eine ständige Beobachtung der Märkte. Es wird versucht, Risiken aus den Preisschwankungen durch das Eingehen von mittel- und langfristigen Lieferverträgen einzugrenzen. Die Folgen der COVID-19 Pandemie und die daraus resultierende Ressourcenverknappung (z.B. Halbleiter) hat eindrucksvoll gezeigt, dass aus solchen Ereignissen zunehmend die Gefahr entsteht, dass Zulieferer kurzfristig wegfallen. Deshalb werden permanent bedenkliche Lieferanten identifiziert und regelmäßig auf Lieferfähigkeit geprüft. Auch die Freigabe alternativer Rohstoffe durch unsere Kunden hilft uns Risiken aus diesem Bereich zu minimieren. Knappe Ressourcen werden lokalisiert und eine definierte höhere Bevorratung angestoßen. Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu begegnen, werden regelmäßige Audits bei den Lieferanten durch unsere Beauftragten durchgeführt. Im Geschäftsjahr konnte die Rohstoffversorgung zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden. Die aktuelle Entwicklung der Energiebeschaffungskosten als Folge des Ukraine Krieges hat zu erheblichen Verwerfungen an den Beschaffungsmärkten (insbesondere Energie) mit stark steigenden Preisen und steigender Inflation geführt. Für das Jahr 2023 und 2024 sind wir zu 100% auf dem Spotmarkt. Für das Jahr 2025 haben wir uns zu 50% des prognostizierten Strombedarfs auf dem Terminmarkt eingedeckt, die restlichen 50% beziehen wir aus dem Spotmarkt. Diese Vorgehensweise minimiert das Risiko und bringt Chancen mit sich, das Ziel ist jedoch mittelfristig - wenn die Marktsituation es erlaubt - noch mehr Planungssicherheit durch den Abschluss langfristiger Verträge zu erlangen. Als Maßnahme gegen das Strompreisrisiko dienst seit 2023 auch unsere PV-Anlage, die im Jahresdurchschnitt zwischen 13 % des benötigten Stromes liefert. Beschaffungsrisiken durch Lieferengpässe oder nennenswerte Lieferanteninsolvenzen wird durch kontinuierliche Marktbeobachtung und eine angestrebte Diversifizierung der Lieferantenbasis begegnet. Währungsrisiken werden durch Einkäufe im Euro-Raum versucht weitestgehend auszuschalten. Unabhängig davon besteht jedoch das generelle Risiko, dass Preiserhöhungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen nicht oder nur teilweise an die Kunden weitergereicht werden können und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Absatzrisiko: Die aktuelle Unsicherheit über die weitere Marktentwicklung bei E-Fahrzeugen führte seit Anfang 2024 zu einem volatilen Abrufverhalten unserer Kunden. Um unsere Planungssicherheit zu erhöhen, stehen wir auch deshalb mit unseren Kunden in ständigem Austausch. Darüber hinaus sind die von EuWe produzierten Fahrzeugteile grundsätzlich antriebsunabhängig. Damit kann auch der aktuell zu beobachtende Trend, die Laufzeit von Verbrennermodellen zu verlängern für uns einen durchaus positiven Effekt, insbesondere ab dem Geschäftsjahr 2025, mit sich bringen. Chancen für EuWe ergeben sich zudem auch aus der Diskussion über die Abkehr vom bisherigen Globalisierungsgedanken der OEM's (buy local). Da das Geschäftsmodell eines Automobilzulieferers auf eine begrenzte Anzahl von Kunden zugeschnitten ist, unterliegt EuWe diverser Risiken, die sich kundenseitig ergeben. EuWe ist daher auf ein ausgewogenes Kundenportfolio sowie langfristige Kundenbeziehungen bedacht. Wir beobachten durch ein entsprechend enges und zeitnahes (wöchentliches) Monitoring der Kundenabrufzahlen die weitere Entwicklung permanent, um mit entsprechenden Maßnahmen auf mögliche Absatzrückgänge frühzeitig reagieren zu können. Produktionsrisiko: Zur Abdeckung von Produkthaftungsschäden besteht für die Unternehmensgruppe eine Produkthaftpflichtversicherung. Des Weiteren besteht für eine durch Brand hervorgerufene Produktionsunterbrechung eine Versicherung. Die Versicherungen haben eine dem Risiko angemessene Deckung. Das Unternehmen hat ein produktionsbegleitendes Qualitätsmanagement eingerichtet, das frühzeitig Qualitätsmängel erkennt und beseitigt. Soweit berechtigte Reklamationen von Kunden erfolgen, werden deren Ursachen untersucht und abgestellt. Aufgrund des effizienten Qualitätsmanagementsystems werden die Produktionsrisiken als beherrscht und gering beurteilt. Die zunehmende Planungsunsicherheit der Märkte stellt erhöhte Anforderungen an eine flexible Produktion. Hier werden alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zur Flexibilisierung ergriffen, Zusatzschichten genauso wie Arbeitszeitreduzierungen sowie der Einsatz von Leiharbeitskräften. Finanzwirtschaftliches Risiko: Durch unsere Fakturierung in der jeweiligen Landeswährung und dem Einkauf in der jeweiligen Landeswährung besteht ein nur sehr geringes Risiko durch Währungsschwankungen. EuWe hat aufgrund seiner hohen Eigenkapitalquote per 31.12.2023 eine stabile Liquiditätslage. Potenzielle Verschiebungen bei Neuanläufen unserer Kunden können die Liquiditätslage des Unternehmens im Seriengeschäft beeinträchtigen. Mit der steigenden Komplexität der Produkte und Kundenlieferungen nehmen auch die finanziellen Forderungen des Unternehmens zu. Außerdem können vom Kunden verursachte potenzielle SOP-Verschiebungen die Abwicklung und Abrechnung vom Projektgeschäft zeitlich negativ beeinflussen und zu zeitverzögerten Einnahmen und höherer Kapitalbindung führen. Die generelle Liquiditätslage von EuWe wird in wöchentlichen Cash-Forecasts kontinuierlich überwacht. Der Konzern hat ein für den Mittelstand und für diese Branche übliches Liquiditätsrisiko. Aufgrund der positiven Cash-Flow-Entwicklung und der guten Eigenkapitalausstattung verfügt der Konzern über ausreichend liquide Mittel und Banklinien. Die Rückführung der Bankdarlehen erfolgt vereinbarungsgemäß. Das finanzwirtschaftliche Risiko wird als gering eingeschätzt. IT- und Informationsrisiken: Der Schutz der bestehenden IT-Systeme und die Integrität der Unternehmensdaten ist unerlässlich. Das Unternehmen setzt daher auf zeitgerechte technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen. Neben Backupsystemen werden Firewalls und Antivirensoftwares eingesetzt, deren Effektivität regelmäßig überprüft und angepasst wird. Zudem werden die Mitarbeiter für diese Risiken sensibilisiert, um ein hohes Sicherheitsbewusstsein zu erreichen. Dennoch können aufgrund der weltweit angestiegenen Bedrohung und Aktivitäten eine Beeinträchtigung für die Netzwerke, Systeme und Daten nicht ausgeschlossen werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch einen dauerhaften Produktionsausfall oder Datenverlust werden als unwahrscheinlich eingestuft. Um eine weitere Bestätigung der umgesetzten IT-Maßnahmen zu erhalten und den Forderungen der Automobilindustrie gerecht zu werden, wurde die TISAX-Zertifizierung, als Standard für Informationssicherheit 2019 erfolgreich bestanden und jährlich rezertifiziert. Für die Gesellschaft in Tschechien ist die TISAX Zertifizierung in 2022 wie geplant erfolgt. Unser Standort in den USA wurde in 2023 TISAX zertifiziert. Zur weiteren Risikominimierung existiert außerdem eine Cyber-Versicherung. Für 2024 ist ein IT-Penetrationstest beauftragt, bei dem Pentetrationstest wird die aktuelle Sicherheit der IT-Landschaft und der Web-Anwendungen festgestellt. Eine erhöhte Digitalisierung des Personalwesens (Digitale Personalakte) befindet sich in der Umsetzung. Entwicklungskosten: Die Entwicklungskosten für neue Projekte werden teilweise vom Konzern getragen und über den Verkauf wieder erlöst. Hier besteht ein latentes Risiko, welches wir aber aktuell in Verhandlungen mit unseren Kunden versuchen zu minimieren. Sollte ein Fahrzeug entgegen Prognosen und Planungen nicht in diesem Umfang auf dem Markt angenommen werden, können die aufgewendeten Entwicklungskosten nicht voll erwirtschaftet werden. Weitere Aufwendungen entstehen dem Konzern durch eigene, nicht kundenspezifische Entwicklungen. Durch diese Entwicklungen strebt der Konzern den Ausbau seiner Kompetenz an und versucht, neue Fertigungsverfahren bei der Entwicklung von Neufahrzeugen am Markt umzusetzen. Aufgrund der bestehenden Anfragen von Kunden und frühzeitige Einbindung in zukünftige Projekte der Kunden wird das Risiko als niedrig bewertet. Gesamtbetrachtung des Unternehmensrisikos: Risiken, welche die Entwicklung des Konzerns wesentlich beeinträchtigen und den Bestand gefährden könnten, sind neben den oben erwähnten nicht bekannt. Das gesamtunternehmerische Risiko, welches durch das Unternehmen beeinflusst werden kann, wird aufgrund der bestehenden Risikomanagementsysteme und Kontrollen als gering und beherrscht eingestuft. 2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Zur Absicherung von rechtlichen Risiken setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement, sowie systematischer Dokumentierung und Archivierung ein. Diese Punkte werden in den regelmäßigen Audits betrachtet und bewertet. Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind mit einer angemessenen Deckung versichert. Durch die Übernahme von Gesamtprojekten direkt für die OEMs streben wir eine Verbesserung unserer Marktstellung an. Mit technischer Innovation werden bestehende Produkte weiterentwickelt und verbessert. Verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung sollen uns bei unseren Kernprodukten einen Wettbewerbsvorteil generieren. So will der Konzern dem unvermindert weiter bestehenden Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie entgegenwirken. Hohe interne Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifizierung und Beseitigung von Fehlerquellen sollen die Belastung des Konzerns mit unnötigen Kosten vermeiden. Hohe Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Stabilität machen uns zu einem verlässlichen Partner der OEMs. Unsere Produktion läuft stabil auf hohem Qualitätsniveau. Dadurch sind wir in der Lage, auch kurzfristig am Markt freiwerdende Kapazitäten zu übernehmen und gezielte Übernahmen von Produktionsausfällen umzusetzen. Um die breite Differenzierung des Produktportfolios produktionstechnisch umsetzen zu können, müssen wir gerade im Stammwerk Lauf entsprechende Anlagenkapazitäten vorhalten. Dadurch können wir jedoch auch unsere Kunden bei eventuell anfallenden Problemen schnell und dynamisch unterstützen, was uns in schwierigen Zeiten schon öfter ausgezeichnet hat. Als mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen sind wir in der Lage, sehr dynamisch zu agieren und kurzfristig zu unterstützen. Die ausgezeichnete logistische Anbindung in Tschechien führt zu guten Chancen bei der Akquise von Neuaufträgen im Mitteleuropäischen Raum. Wie bereits mehrfach betont, sind die von EuWe produzierten Fahrzeugteile grundsätzlich antriebsunabhängig. Damit besteht trotz der aktuellen Unsicherheit über die weitere Marktentwicklung bei E-Fahrzeugen die Chance, dass der aktuell zu beobachtende Trend, die Laufzeit von Verbrennermodellen zu verlängern für uns einen durchaus positiven Effekt, insbesondere ab dem Geschäftsjahr 2025, mit sich bringen kann. 3. Prognosebericht Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen des Unternehmens und unterliegen Unwägbarkeiten. Diese können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweichen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz auch zu Beginn des dritten Quartals weiterhin in einer Stagnation. Die Industrieproduktion ist vor allem infolge der anhaltend rückläufigen Auslandsnachfrage und sinkender Auftragsbestände weiterhin in einem Abschwung. Aktuelle Stimmungs- und Frühindikatoren deuten keine kurzfristige konjunkturelle Erholung an. Die Industrieproduktion und die Auftragseingänge - bereinigt um Großaufträge - waren im Juli erneut rückläufig, wobei bei der Produktion ferienbedingte Sondereffekte eine Rolle gespielt haben dürften. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August zum dritten Mal in Folge gefallen, die Unternehmen bewerteten zuletzt sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftserwartungen pessimistischer. Vor diesem Hintergrund gehen daher auch die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute in ihren Herbstprognosen von einer fortgesetzten wirtschaftlichen Stagnation in der zweiten Jahreshälfte und einer konjunkturellen Belebung erst im Verlauf des kommenden Jahres, getragen von einer Erholung des privaten Konsums, einer anziehenden Auslandsnachfrage und einer Trendumkehr bei der Investitionsentwicklung, aus. Die weltweite Industrieproduktion ist im Juni saisonbereinigt mit -0,1 % gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Damit liegt sie im Vorjahresvergleich zwar immer noch um 1,5 % im Plus, die Entwicklung bleibt aber nach wie vor schleppend. Für Juli und August signalisiert der Frühindikator der Bundesbank ebenfalls eine Stagnation der globalen Industriekonjunktur. Auch der Stimmungsindikator von S&P Global deutet für die Erholung der weltweiten Industriekonjunktur einen weiteren Dämpfer an. Im August ist der Index zum dritten Mal in Folge leicht gesunken - von 49,7 auf 49,5 Punkte - und bleibt damit unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Im Dienstleistungsbereich hat sich die Stimmung dagegen um 0,5 Punkte auf 53,8 Punkte im August verbessert, so dass der Gesamtindikator nach dem Rückgang im Juli nun wieder auf 52,8 Punkte gestiegen ist. Insgesamt deuten die Frühindikatoren darauf hin, dass sich die Gangart der Weltwirtschaft verlangsamt und die weltweite Nachfrage, insbesondere nach Industrieerzeugnissen, auch in der zweiten Jahreshälfte verhalten bleibt. Die Frühindikatoren senden aktuell gemischte, aber überwiegend verhaltene Signale für die weitere Entwicklung des Auslandsgeschäfts. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben im Juli saisonbereinigt um 5,1 % ggü. dem Vormonat zugelegt, nachdem sie schon im Juni mit +1,4 % im Plus lagen. Ohne Großaufträge stiegen die Auslandsorder um +3,3 %. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich lagen die Bestellungen aus dem Ausland mit -0,9 % aber weiter im Minus. Die ifo Exporterwartungen haben sich im August zum dritten Mal in Folge eingetrübt, auf nunmehr -4,8 Punkte. Wichtige Exportbranchen wie der Automobilsektor und der Maschinenbau rechnen für die kommenden drei Monate per Saldo weiterhin mit einer rückläufigen Auslandsnachfrage. Auch laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) erwarten die deutschen Exporteure für 2024 schrumpfende Geschäfte. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwachen globalen Industriekonjunktur und enttäuschender Meldungen zu Einkaufsmanagerindizes in wichtigen Absatzmärkten sind für die deutsche Exportwirtschaft auch in den kommenden Monaten keine nennenswerten Impulse zu erwarten. Laut den vorläufigen Daten der Automobilverbände sind gem. Automobilwoche die Neuzulassungen in Westeuropa im September 2024 auf etwa 1,01 Millionen Fahrzeuge, was einem Minus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Um zu verstehen, wie sehr Europas Automarkt geschrumpft ist, lohnt ein Vergleich mit dem Median der Jahre 2015 bis 2019. Verglichen damit beträgt das Minus sogar 23 Prozent. Bis September lagen die Neuzulassungen noch auf Vorjahresniveau, doch das dritte Quartal brachte ein Minus von sieben Prozent. Während im letzten Jahr noch Wachstumsraten von bis zu 19 Prozent erreicht wurden, zeigt sich inzwischen eine deutliche Abkühlung des Marktes. Nach den Aufholeffekten durch den Abbau von Auftragsbeständen und Fördermaßnahmen für Elektrofahrzeuge im letzten Jahr sind diese Impulse mittlerweile weitgehend verpufft. Aktuell spiegeln die Neuzulassungen die schwache wirtschaftliche Lage und die Verunsicherung der Verbraucher stärker wider als zuvor. Für das vierte Quartal 2024 erwartet die Automobilwoche einen weiteren Rückgang um sechs Prozent. Damit würde das Gesamtjahr mit etwa 11,43 Millionen Neuzulassungen rund ein Prozent unter dem Vorjahresniveau abschließen. Verglichen mit den Jahren vor Pandemie und Ukraine-Krieg sind das 20 Prozent weniger. Für 2025 rechnen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem leichten Wirtschaftswachstum um 1,4 Prozent. Trotz eines hohen Nachholbedarfs aufgrund geringer Verkäufe in den letzten Jahren bleibt die Unsicherheit durch die schwache Wirtschaftsentwicklung und die globale politische Situation bestehen. Die Automobilwoche rechnet unter den momentan bekannten Rahmenbedingungen im kommenden Jahr mit 12,06 Millionen Neuzulassungen, was einem Plus von 5,5 Prozent entspricht, aber 15 Prozent unter dem Niveau der Vorkrisenjahre liegt. Es ist wahrscheinlich, dass die Hersteller im kommenden Jahr mit Rabatten versuchen werden, Elektroautos in den Markt zu drücken. Hintergrund sind die schärferen CO 2 -Grenzwerte, bei deren Verfehlung hohe Strafzahlungen drohen. Für 2025 rechnen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem leichten Wirtschaftswachstum um 1,4 Prozent. Trotz eines hohen Nachholbedarfs aufgrund geringer Verkäufe in den letzten Jahren bleibt die Unsicherheit durch die schwache Wirtschaftsentwicklung und die globale politische Situation bestehen. Die "Automobilwoche" rechnet unter den momentan bekannten Rahmenbedingungen im Jahr 2025 mit 12,06 Millionen Neuzulassungen, was einem Plus von 5,5 Prozent entspricht, aber 15 Prozent unter dem Niveau der Vorkrisenjahre liegt. Ausblick der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 Neben den im Anhang dargestellten Ereignissen nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht), in dem die Unterstützungsleistungen der Kunden, sowie die finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Finanzierungspartner beschrieben werden, wird von folgenden Entwicklungen ausgegangen. Aufgrund der Produktzyklen des aktuellen Portfolios, den rückläufigen Planzahlen der OEMs aufgrund der Unsicherheit bei der E-Mobilität, liegt die Serien Umsatzerwartung für das Jahr 2024 bei rund 36 Mio. Euro und rund 12 Mio. Euro beim Projektumsatz. Die laufenden SOP-Verzögerungen seitens der Kunden und die aktuelle Nachfragesituation nach E-Autos, können sich auf Ergebnis und Liquidität belastend auswirken. Auf Basis der erreichten Verhandlungsergebnisse über Kompensationszahlungen mit unseren Kunden rechnen wir mit einem EBITDA von rund -3,1 Mio. Euro in 2024. Für 2025 gehen wir von einer Umsatzsteigerung im Seriengeschäft um ca. 25% aus. Das unserer Sicht erreichbare Ziel für 2025, unter Einbeziehung der geplanten seitens Kunden, Shareholder und Belegschaft, ist ein mindestens ausgeglichener EBIT sowie ein positiver EBITDA in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Für einen unseren Hauptkunden konnten die Restrukturierungsbeiträge bereits richtungsweisend entsprechend endverhandelt werden.
Lauf, den 20. Dezember 2024 EuWe Eugen Wexler GmbH Matthias Wexler Oliver Kleesattel Peter Gimperlein BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Vorbemerkung Der Jahresabschluss der EuWe Eugen Wexler GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die EuWe Eugen Wexler GmbH mit Sitz in Lauf an der Pegnitz wird beim Amtsgericht Nürnberg unter der Handelsregisternummer HRB 3879 geführt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die bisherigen Abschreibungsmethoden werden fortgeführt. Die Zugänge werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Maschinen, die ganzjährig im 3-Schicht-Betrieb eingesetzt werden, wurden die linearen Abschreibungssätze um 50 % erhöht. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und der unfertigen Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sondereinzelkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist und angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellt. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem künftigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bzw. zehn Jahre für Altersversorgungsverpflichtungen abgezinst, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Der Effekt aus der jährlichen Anpassung des Rechnungszinssatzes zur Abzinsung der Rückstellungen nach § 253 Absatz 2 HGB wird sofort ergebniswirksam unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge oder Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsposten werden zum Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Prüfung zum aktuellen Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB; notwendige Anpassungen werden vorgenommen. Im Falle von einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens in 2023 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen, wie im Vorjahr, gleichzeitig in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Die gesamten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 5 (i.Vj. TEUR 1.505) enthalten. Ausschüttungssperre Zum Abschlussstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge von insgesamt TEUR 19 (i.Vj. TEUR 18), die auf der Aktivierung aktiver latenter Steuern beruhen. Aktive latente Steuern Der Ansatz aktiver latenter Steuern entspricht der sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung aus dem Unterschied der Handelsbilanz- und der Steuerbilanzwerte. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt saldiert. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag ein Steuersatz von 15,825 % und für die Gewerbesteuer ein Steuersatz von 11,550 % herangezogen.
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für Personalverpflichtungen und Gewährleistungsansprüche. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde mit dem Wert aus einer verpfändeten Rückdeckungsversicherung saldiert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.000 sind durch Sicherungsübereignung von Werkzeugen gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen, wie im Vorjahr, gleichzeitig in voller Höhe sonstige Verbindlichkeiten dar. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten: Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 1.877 (i.Vj. TEUR 320), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0 (i.Vj. TEUR 5). 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzaufgliederung Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Lieferungen an die Firma EuWe Eugen Wexler GmbH & Co. KG Vertriebsgesellschaft, Lauf. Periodenfremde Erträge / Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.148 (i. Vj. TEUR 48 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 106 (i. Vj. TEUR 30) enthalten. Außergewöhnliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 2.828 (i. Vj. TEUR 2.104) durch Corona-Überbrückungshilfen und Schadenersatz enthalten. Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. 4) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (i.Vj. 2) enthalten. Davon Vermerk In den Zinserträgen sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0) enthalten. In den Zinsaufwendungen ist Aufwand aus Aufzinsung TEUR 10 (i.Vj. TEUR 8) enthalten. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen in Höhe von TEUR 260 (i. Vj. TEUR 250) Aufwendungen für Altersversorgung. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1) enthalten. 4. Sonstige Angaben nach § 285 HGB a) Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HBG bestehen für Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Kreditinstituten für verbundene Unternehmen zum 31.12.2023 in Höhe von TUSD 2.000. Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldner für Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Kreditinstituten für die EuWe Eugen Wexler GmbH & Co. KG Vertriebsgesellschaft in Höhe von TEUR 7.500. Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft für Umsatzsteuerverbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin. Aufgrund der gegenwärtigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der zukünftigen Planung wird mit keiner Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen gerechnet. Die umsatzsteuerliche Organschaft bestand bis zum 31. Juli 2023. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat die Betriebsgrundstücke und wesentliche Gebäude gepachtet. Außerdem bestehen Pachtverträge für Maschinen. Der Gesamtaufwand aus diesen Vertragsverhältnissen beträgt über die Restlaufzeit TEUR 5.850 (Davon gegenüber verbundene Unternehmen TEUR 5.697). Die vereinbarten Leasingverträge reduzieren die Kapitalbindung im Unternehmen und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Ab 01. Januar 2024 betragen die gesamten Leasingverpflichtungen bis zum Ende der vertraglichen Leasinglaufzeit TEUR 349. c) Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer
d) Angaben zum Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft hat vom Abschlussprüfer folgende Dienstleistungen in Anspruch genommen:
e) Geschäftsführung Geschäftsführer sind: Herr Matthias Wexler, Diplom-Ingenieur, Rückersdorf Herr Oliver Kleesattel, Qualitätsingenieur, Ottensoos Herr Peter Gimperlein, Betriebswirt, Veitsbronn Herr Matthias Wexler ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er ist alleine zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Herr Oliver Kleesattel und Herr Peter Gimperlein sind nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, sie vertreten die Gesellschaft mit einem zweiten Geschäftsführer oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a und Nr. 9b HGB wird auf die Befreiungsmöglichkeit nach § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. f) Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der EuWe Eugen Wexler Holding GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen mit dem größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss der EuWe Eugen Wexler Holding GmbH & Co. KG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und unter Handelsregister Nürnberg HRA 15746 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. g) Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. h) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag - Nachtragsbericht Die Welt ist mit multiplen Krisen konfrontiert, die alle zusammenhängen und zu immer komplexeren Risiken führen, wie Swiss Re im 12. Sonar-Bericht «New emerging risks insights» feststellt. Wie sich diese Risiken auf Lieferketten, Nachfrageverhalten der Kunden, Inflation etc. und damit konkret auf uns auswirken ist nicht vorhersehbar. Für die OEM ́s und EuWe ist und wird, neben der Lieferkettensicherheit, das Konsumverhalten der Endkunden bezüglich der E-Mobilität mit entscheidend sein. Digitalisierung, autonomes Fahren, Elektromobilität - die Transformation der deutschen Autoindustrie ist für die Hersteller und insbesondere für die Zulieferunternehmen eine gewaltige Aufgabe. Neben neuen Wettbewerbern und höherer Softwareintensität ändern sich Kundenwünsche und Produktlebenszyklen. Auch ist weiterhin davon auszugehen, dass weitere Steigerungen der Energie-, Logistik-, Material- und Personalkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Als Ergebnis von langen und intensiven Verhandlungen mit unseren Hauptkunden erhielten wir die Zusage über wesentliche Kompensationszahlungen für 2024 und nachhaltige Teilepreiserhöhungen zur Stabilisierung der Geschäftsjahre 2025ff.. Diese werden im Rahmen eines gemeinsamen Maßnahmenplans mit dem Kunden im Q1 2025 evaluiert. Diese wirken den beschriebenen negativen Entwicklungen aus der Transformation der Automobilbranche entgegen. Die bestehenden Kontokorrentlinien bei den Finanzierungspartnern wurden bis zum 30. Juni 2025 parallel zu einem eingeleiteten Investorenprozess verlängert. Weitere Verlängerungen werden von den Banken avisiert, soweit eine Stabilisierung des Geschäftsergebnisses erfolgt bzw. entsprechende Sicherheiten den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst werden.
Lauf, den 20. Dezember 2024 EuWe Eugen Wexler GmbH Matthias Wexler Oliver Kleesattel Peter Gimperlein
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EuWe Eugen Wexler GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EuWe Eugen Wexler GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EuWe Eugen Wexler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Schwabach, den 20. Dezember 2024 WPH
GMBH
Tobias Göstl, Wirtschaftsprüfer Stefan Maier, Wirtschaftsprüfer |
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Euwe Eugen Wexler GmbH GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Industriestraße 28
91207 Lauf an der Pegnitz - Handelsregister
- HRB 3879, Nürnberg
- Eintragungsdatum
- 26. Februar 1979
- Branche
-
Bearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen - Unternehmenszweck
- Ankauf und Verkauf sowie die Bearbeitung und Verarbeitung von Metall- und Kunststoffen.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 83,8 % 24,10 Mio
- Anlagevermögen 16,1 % 4,62 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 21,7 k
- Aktive latente Steuern 0,1 % 18,8 k
- Eigenkapital 49,5 % 14,23 Mio
- Verbindlichkeiten 42,6 % 12,26 Mio
- Rückstellungen 7,9 % 2,28 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 87,7 % 49,74 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 8,5 % 4,84 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3,4 % −1,93 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,3 % 157,1 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 38,4 k
- Personalaufwand 40,3 % 23,21 Mio
- Materialaufwand 39,9 % 23,00 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 15,9 % 9,18 Mio
- Abschreibungen 2,7 % 1,56 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,0 % 584,0 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 26,7 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 % −21,9 k
- Ergebnis nach Steuern −4,67 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −4,70 Mio
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Matthias Wexler
seit 2013 Geschäftsführer
-
Oliver Kleesattel
seit 2018 Geschäftsführer
-
Jürgen Alfred Klein
seit 2022 Prokura
-
Oliver Ulrich Dreßel
seit 2020 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- EuWe Eugen Wexler Holding GmbH & Co. KG DEU 100,0 % 1,2M €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Historie
- 2025
-
02.07.
Austritt einer PositionPeter Gimperlein · Geschäftsführer
- 2022
-
19.10.
Eintritt eines MitgliedsP**** G****** · Geschäftsführer
-
15.02.
Eintritt eines MitgliedsJürgen Alfred Klein · Gesamtprokura
-
15.02.
Berichtigung personenbezogener DatenOliver Ulrich Dreßel · Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer
- 2020
-
16.07.
Austritt einer PositionA****** W***** · Geschäftsführer
-
11.05.
Eintritt eines MitgliedsOliver Ulrich Dreßel · Gesamtprokura
- 2018
-
26.06.
Eintritt eines MitgliedsOliver Kleesattel · Geschäftsführer
- 2017
-
15.12.
Austritt einer PositionE**** W***** · Geschäftsführer
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
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