EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KGMindenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGENKONZERNSTRUKTUR
GESCHÄFTGeführt wird der EDEKA Minden-Hannover Konzern durch die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG. Aufgabe der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG ist die strategische Ausrichtung des Konzerns sowie die Überwachung der Einhaltung der vorgegebenen Zielsetzungen in den Tochtergesellschaften. Darüber hinaus sichert und steuert sie die Finanzierung des Konzerns. An diesem Konzern hält die EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH 100 Prozent der Kommanditanteile der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die EDEKA Minden-Hannover Holding Stiftung. Die Gesellschafter der EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH sind die EDEKA Minden eG und die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH mit je 50 Prozent (= 50,0 Millionen Euro) Anteil am Stammkapital. Die EDEKA Minden eG ist seit 2010 durch Erweiterung der Konsolidierungstatbestände gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) oberste Konzernmutter. Das operative Geschäft des Teilkonzerns ist in fünf Geschäftsbereiche mit diversen Tochtergesellschaften aufgeteilt. Der Geschäftsbereich Einzelhandel einschließlich Vertrieb Backwaren ist im Lebensmitteleinzelhandel mit eigenen Vertriebskonzepten und zahlreichen Marken in seinem Segment selbstständig am Markt tätig. Der Geschäftsbereich Großhandel einschließlich C+C Fachgroßhandel versorgt Mitglieder und Kunden mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Der C+C Fachgroßhandel besteht in einer 40-prozentigen Beteiligung an der bundesweit tätigen EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG. Die Produktion beliefert den Großhandel mit Fleisch- und Wurstwaren, Fisch sowie mit Backwaren. Der Geschäftsbereich Dienstleistungen erbringt Leistungen für den Konzern sowie für Mitglieder und Kunden. Der Geschäftsbereich Immobilien umfasst im Wesentlichen die Standortsicherung durch den Erwerb und die Errichtung von Immobilien, das Facility Management sowie die An- und Vermietung von Immobilien für den Einzelhandel. GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELDDer Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das neben dem menschlichen Leid auch in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung der Unternehmen deutliche Spuren hinterlassen hat. Nach dem Einmarsch haben diverse Staaten in großer Geschlossenheit scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Reaktionen waren an den Güter- und Finanzmärkten sofort spürbar. Die Konsequenzen der Sanktionen zeigten sich für Russland bereits unmittelbar, werden allerdings auch langfristig erhebliche Auswirkungen für die Weltwirtschaft haben. Gegenwärtig sind kaum Aussagen zur zeitlichen Dauer der Krise möglich, die sich durch weitere Aktionen Russlands auch verschärfen kann. Der Krieg in der Ukraine hat auch erhebliche negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Durch die gestiegene Unsicherheit und den Stopp der Gaslieferungen aus Russland sind die Energiepreise stark angestiegen. Diese Energiepreissteigerung hat den Preisauftrieb, der bereits in der Corona-Pandemie eingesetzt hat, verstärkt, die Inflation erhöht und somit die reale Kaufkraft gesenkt. Die Inflation im Geschäftsjahr 2022 betrug 7,9 Prozent und prägte das Konsumverhalten der privaten Haushalte. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen um 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte lagen dagegen um 3,4 Prozent über denen des Vorjahres. Die Differenz zwischen den beiden Entwicklungen spiegelt die hohen Preissteigerungen für private Haushalte wider. Die hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Kriegsbeginn in der Ukraine getrieben. Die durch die verzögerte Weitergabe der Energiepreissteigerung in der Produktion oder Herstellung weiterhin hohe Inflation wird die real verfügbaren Einkommen bis in das Jahr 2023 hinein deutlich sinken lassen. Der massive Kaufkraftentzug dürfte dazu führen, dass der private Konsum bis zum Sommer 2023 zurückgehen und sich erst in der zweiten Hälfte des Jahres wieder erholen wird. Infolge des Krieges in der Ukraine ist die für das Winterhalbjahr coronabedingte und wegen der Lieferkettenprobleme erwartete »Delle« für die deutsche Konjunktur im ersten Quartal dieses Jahres noch ausgeprägter ausgefallen. Zusätzlich sorgt die erhöhte Unsicherheit für Zurückhaltung bei Investitions- und Kaufentscheidungen. Im Jahr 2022 haben die Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie nach und nach abgenommen. Neben den Preissteigerungen beeinflusste auch der Wegfall fast aller Corona-Beschränkungen das Konsumverhalten der privaten Haushalte. So stiegen im Jahr2022 die Konsumausgaben für Dienstleistungen, zu denen beispielweise die Gastronomie und der Reiseverkehr gehören, preisbereinigt um 8,3 Prozent gegenüber2021. Der private Verbrauch wurde angesichts des Wegfalls von Infektionsschutzmaßnahmen und der damit verbundenen Rückkehr von Konsummöglichkeiten ausgeweitet, obwohl die Realeinkommen wegen der hohen Inflation sanken. Somit wurde die während der Pandemie zeitweise stark gestiegene Ersparnisbildung zum Teil wieder abgebaut. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 waren die gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte 9,5 Prozent höher. Die privaten Haushalte konsumierten 4,4 Prozent weniger Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke als im Vorjahr, gaben hierfür jedoch 7,8 Prozent mehr Geld aus. An den gesamten Konsumausgaben betrug der Ausgabenanteil für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 11,5 Prozent. In den vorangegangenen beiden Jahren war dieser Anteil unter anderem aufgrund von Homeoffice und der Corona-Beschränkungen in der Gastronomie auf fast 12 Prozent angestiegen. Im Jahr 2019 hatte der Anteil bei 10,8 Prozent gelegen. Zusätzlich führten Preissteigerungen bei Strom und Gas trotz reduziertem Verbrauch zu höheren Ausgaben. Der weitere Verlauf der Preisentwicklung und der Verfügbarkeiten auf dem Rohstoff- und Energiemarkt ist schwer absehbar. Die Unternehmen sind von den stark gestiegenen Energiepreisen sehr unterschiedlich betroffen. Derzeit gelingt es vielen, die Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Allerdings hat die Anhebung der Preise vieler Unternehmen aufgrund gestiegener Kosten zu erhöhten Lohnforderungen geführt. Dabei ist in verschiedenen Branchen aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Mindestlohnerhöhung allgemein von einem Anstieg der Personalkosten auszugehen. Für die Realwirtschaft existieren aktuell wesentliche Risiken. Diese bestehen z. B. aus ihren Lieferketten insbesondere hinsichtlich der Rohstoffversorgung und des Energiebedarfs, auf ihren Absatzmärkten, aus der Kreditversorgung durch Banken sowie aus Cyberangriffen. Übergreifend ist fraglich, ob und welche Mittel die öffentliche Hand in Form von staatlichen Stützungsmaßnahmen zur Verfügung stellen wird. ENTWICKLUNGENLEBENSMITTELEINZELHANDEL 2022Im Lebensmitteleinzelhandel (LEH - Vollsortimenter, Discounter und Drogeriemärkte inkl. E-Commerce und Fachhandel) stiegen die Umsätze 2022 nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK nominal um 1,6 Prozent nach 0,7 Prozent im Vorjahr. Der Mehrumsatz konnte die höheren Kosten nicht kompensieren. Vielen Haushalten fehlten aufgrund der Inflation die finanziellen Mittel und sie haben daher seit Monaten ihren eigenen, privaten Inflationsausgleich betrieben: durch Zurückhaltung bei der Einkaufsmenge, Verzicht auf Extras, sorgfältige Einkaufsplanung und budgetgesteuerte Produkt- und Einkaufsstättenwahl. Im Ergebnis hat dies im Jahr 2022 den Discountern gehörig Auftrieb gegeben und den Vollsortimentern etwas zugesetzt. Ähnliches gilt für die Entwicklung von Handels- und Herstellermarken. Mit Blick auf die einzelnen Vertriebsschienen schnitten die Vollsortimenter (Super- und Verbrauchermärkte) schlechter ab als der LEH insgesamt - ihr Zuwachs lag im Jahr 2022 mit 0,2 Prozent deutlich unter dem Gesamtmarkt. Eine negative Entwicklung verzeichneten hingegen der Fachhandel mit einem Umsatzrückgang von 9,4 Prozent und die SB-Warenhäuser mit einem Rückgang von 1,2 Prozent. Auf das Jahr gesehen steht für die Discounter ein Anstieg der bezahlten Preise von 12 Prozent zu Buche. Auf Jahressicht entsprach bei den LEH Food-Vollsortimentern die Preissteigerung mit 6,1 Prozent gerade einmal die Hälfte des Preisanstiegs bei den Discountern. Die »Herkunft« der Zuwächse relativiert die Wachstumsunterschiede schließlich mehr als nur geringfügig. KONZERNENTWICKLUNGDie EDEKA Minden-Hannover erhöhte den Umsatz aus dem Warengeschäft um 2,3 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro, während der um die Erträge aus allen Lieferungen und Leistungen erweiterte Umsatz gemäß Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) um 2,6 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro anstieg. Mit einer Steigerung um 1,5 Prozent auf vergleichbarer Verkaufsfläche entwickelte sich der Einzelhandel der EDEKA Minden-Hannover gut. Die führende Marktposition im Geschäftsgebiet konnte ausgebaut werden. Auch 2022 zeigte der unternehmergeführte selbstständige Einzelhandel wieder seine Stärken. Nähe zum Markt und zu den Kunden sind seine entscheidenden Wettbewerbsvorteile. Im Sinne des genossenschaftlichen Förderauftrags wurden 55 Märkte in die Hände selbstständiger Einzelhändler gegeben. In 45 Fällen war die Übertragung mit einer Existenzgründung durch den jeweiligen Marktleiterverbunden. Rund 75 Prozent der 1.496 Märkte wurden durch selbstständige Einzelhändler betrieben. VERKAUFSFLÄCHEN ENTWICKLUNGZum Jahresende 2022 zählten 1.496 Einzelhandelsmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 2.004.327 Quadratmetern zur EDEKA Minden-Hannover (Vorjahr: 1.480 Märkte, Gesamtverkaufsfläche 1.968.261 Quadratmeter). Zum 31.12.2022 beträgt die durchschnittliche Verkaufsfläche je Markt 1.340 Quadratmeter (Vorjahr: 1.330 Quadratmeter). Die durchschnittliche Verkaufsfläche von 1.701 Quadratmetern je neu eröffnetem Markt ist das Ergebnis der Geschäftspolitik im Bereich Expansion. Ziel war und ist die Expansion in zukunftsfähige Marktgrößen. VERKAUFSFLÄCHENENTWICKLUNG 2012 - 2022
UMSATZ UND ERTRAGSLAGEKONZERNUMSATZIm Geschäftsjahr 2022 erzielte der Konzern EDEKA Minden-Hannover einen Umsatz nach BilRUG von 11,3 Milliarden Euro. Der für 2022 mit 10,8 Milliarden Euro geplante Konzernumsatz aus dem Warengeschäft wurde mit einem Ist-Konzernumsatz in Höhe von 10,9 Milliarden Euro übertroffen. Die Umsatzplanung wurde insbesondere in der Sparte Zustellgroßhandel überschritten. Der Konzernumsatz verteilt sich wie folgt auf die Sparten:
UMSATZENTWICKLUNG IN DEN SPARTENDurch die Privatisierungen in den letzten Jahren wurden Umsätze des Regie-Einzelhandels an den selbstständigen Einzelhandel übertragen. Die sehr hohe Inflation und die Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine haben zu deutlicher Kaufzurückhaltung und Verzicht auf höherpreisige Produkte geführt. Der Absatz von GUT&GÜNSTIG und Eigenmarkenprodukten ist durch das erhöhte Preisbewusstsein der Verbraucher deutlich gestiegen. Der flächenbereinigte Umsatzzuwachs im Einzelhandel der EDEKA Minden-Hannover-Gruppe betrug in 20221,5 Prozent. Nach der coronabedingt historisch hohen Umsatzentwicklung der Vorjahre ist dieses eine erneute positive Weiterentwicklung der Umsätze. Wie im gesamten LEH konnten auch bei der EDEKA Minden-Hannover die Discount-Formate besonders von der Preissteigerung profitieren. Die stärkste Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche wiesen die Formate NP mit +5,4 Prozent und nah&gut von EDEKA mit +4,9 Prozent aus. In der Großhandelssparte werden sowohl der Zustell- als auch der Abholgroßhandel (Cash+Carry und Großverbraucher-Service) gezeigt. Der konsolidierte Umsatz (ohne Innenumsätze mit Konzerngesellschaften) beträgt 7,6 Milliarden Euro und liegt damit 4,0 Prozent über dem Vorjahr. Die EDEKA Handelsgesellschaft konnte ihren Warenumsatz um 4,9 Prozent erhöhen. Der Umsatzzuwachs wurde im Wesentlichen auf vergleichbarer Fläche im Einzelhandel und durch Expansion im selbstständigen wie auch im Regie-Einzelhandel erzielt. Der C+C Fachgroßhandel besteht in der 40-prozentigen Beteiligung an der bundesweit tätigen EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, die gemeinschaftlich von den Gesellschaftern geführt wird. Kerngeschäft des C+C Fachgroßhandels bleiben der beratungsintensive Gastronomiemarkt mit seinen System- und Individualkonzepten sowie der Großverbraucherbereich. Hierzu zählt insbesondere die Versorgung von Krankenhäusern, Seniorenheimen, Schulküchen und Betriebskantinen mit hochwertigen Lebensmitteln sämtlicher Warengruppen. Die EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG betreibt neben 18 Filialen der Handelshof-Gruppe 69 C+C Großmärkte. Unter dem C+C Fachgroßhandel wird ein anteilsmäßig konsolidiertes Umsatzvolumen der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG von 975 Millionen Euro (Vorjahr: 833 Millionen Euro) ausgewiesen. Die Schäfer's Produktionsgesellschaften betreiben aktuell vier Produktionsbetriebsstätten. Sie erwirtschafteten im zurückliegenden Geschäftsjahr unkonsolidierte Umsätze ohne Kostenartikel in Höhe von insgesamt 165 Millionen Euro (Vorjahr: 159 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 3,8 Prozent. Die Sparte Produktion Fleisch- und Wurstwaren der EDEKA Minden-Hannover erwirtschaftete im zurückliegenden Geschäftsjahr unkonsolidierte Waren Umsätze in Höhe von 739 Millionen Euro (Vorjahr: 687 Millionen Euro), mithin eine Steigung um 7,6 Prozent. Eine feste Basis des Erfolgs war und ist das Bauerngut-Markenfleischprogramm in Kombination mit dem strengen Qualitätsmanagementprogramm des Unternehmens. Der Absatzrückgang im Bereich Fleisch- und Wurstwaren konnte durch die verstärkte Nachfrage nach Fleisch in Bio-Qualität sowie nach tierischen Produkten aus höheren Haltungsformen zum Teil abgefangen werden. Das Hamburger Traditionsunternehmen Hagenah führt seitseiner Übernahme im Jahr 2018 zu einer steigenden Verbesserung der Fischkompetenz im Konzern. Unsere EDEKA-Kunden an den Fischtheken und insbesondere unsere Kunden im Gastro- und Großverbraucherbereich profitieren vom umfassenden Sortiments-Know-how. Hier wurde 2022 ein unkonsolidierter Umsatz von 33 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 31 Millionen Euro). Ein Grund für den Anstieg war die Umstellung oder Neueröffnungen von 30 Fisch-Bedientheken unter dem Konzept »die fischwerker«. Dieses Konzept wurde Ende des Jahres bereits an 247 Standorten erfolgreich etabliert. In der Sparte Dienstleistungen werden im Geschäftsjahr 2022 die Umsatzerlöse der Pentland Firth Software GmbH aus der Vermietung der EASY Shopper an den selbstständigen Einzelhandel ausgewiesen. Im Vorjahr beinhaltete der Ausweis im Wesentlichen Werbeleistungen der MIOS-Werbung GmbH, die im Geschäftsjahr 2022 vom Großhandel erbracht wurden. Der Geschäftsbereich Immobilien umfasst im Wesentlichen die Standortsicherung durch den Erwerb und die Errichtung von Immobilien, das Facility Management sowie die An- und Vermietung von Immobilien für den Einzelhandel. 2022 wurde ein Außenumsatz von 336 Millionen Euro (Vorjahr: 297 Millionen Euro) erzielt. ERGEBNISKENNZAHLENDer Konzern erwirtschaftete ein Konzernergebnis von 83,8 Millionen Euro (Vorjahr: 155,5 Millionen Euro). Dieses positive Ergebnis spiegelt sich auch im operativen Ergebnis wider, welches für 2022 182,8 Millionen Euro (Vorjahr: 243,0 Millionen Euro) beträgt. Das operative Ergebnis ist das Konzernergebnis vor Steuern (99,6 Millionen Euro), bilanziellen Sondermaßnahmen (-70,1 Millionen Euro) sowie Abschreibungen auf Firmenwerte und Belieferungsrechte aus Unternehmenskäufen (-13,1 Millionen Euro). Die bilanziellen Sondermaßnahmen enthalten vor allem die Zusatzvergütung an den Einzelhandel (-47,1 Millionen Euro), ergebniswirksame Veränderungen der Drohverlustrückstellungen aus Mietverträgen (-19,6 Millionen Euro) und Zuschreibungen (6,0 Millionen Euro). Rohertrag und Abschreibungen sind gesunken, während sich Personalkosten und sonstige Aufwendungen erhöht haben. Das Finanzergebnis hat sich trotz gestiegener Beteiligungserträge aufgrund eines gesunkenen Zinsergebnisses verringert. Das Konzernergebnis ist per saldo gesunken. Das EBIT beträgt 103,1 Millionen Euro (Vorjahr: 163,2 Millionen Euro) und das EBITDA beträgt 308,7 Millionen Euro (Vorjahr: 370,2 Millionen Euro).
Die Abweichung zwischen dem Plan-EBT (122,8 Millionen Euro) und dem Ist-EBT (99,6 Millionen Euro) resultiert vor allem aus der nicht geplanten Zusatzvergütung an den Einzelhandel. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEBILANZ- UND KAPITALSTRUKTURIm Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich die Bilanzsumme um 93,7 Millionen Euro auf 2.937,6 Millionen Euro. Bei den lang- und mittelfristigen Vermögenswerten war im Geschäftsjahr 2022 eine Erhöhung um 10,1 Millionen Euro auf 1.817,6 Millionen Euro zu verzeichnen. Die kurzfristigen Vermögenswerte einschließlich liquider Mittel nahmen um 83,5 Millionen Euro auf 1.120,0 Millionen Euro zu.
Im langfristigen Bereich betreffen die wesentlichen Änderungen das Anlagevermögen. Die Sachanlagen stiegen vor allem durch Investitionen in Immobilien für Einzelhandelsverkaufsflächen sowie in die Modernisierung von Einzelhandelsmärkten und in Erweiterungen in den Bereichen Großhandel (Logistiktechnik Obst und Gemüse Freienbrink) und Logistik (Fuhrpark). Durch Abschreibungen und Anlagenabgänge wird dies teilweise kompensiert. Kurzfristig haben sich stichtagsbedingtvor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände erhöht, während sich die liquiden Mittel vermindert haben.
Die Konzernbilanz der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG weist ein wirtschaftliches Eigenkapital von 1.387,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1.318,1 Millionen Euro) aus. Es setzt sich wie folgt zusammen:
Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus der Gesellschaftseinlage der Gesellschafterin EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH. Bei einer Bilanzsumme von 2.937,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2.843,9 Millionen Euro) beträgt die wirtschaftliche Eigenkapitalquote 47,2 Prozent (Vorjahr: 46,3 Prozent). Die Eigenkapitalrentabilität als Verhältnis des Ergebnisses vor Firmenwertabschreibungen, Steuern und bilanziellen Sondermaßnahmen zu dem durchschnittlich verfügbaren Eigenkapital beträgt 13,5 Prozent (Vorjahr: 19,3 Prozent). Das Fremdkapital erhöhte sich vor allem aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. FINANZMANAGEMENTDas Finanzmanagement der EDEKA Minden-Hannover wird durch die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG wahrgenommen. Die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG übernimmt die Aufgabe, für die Gesellschaften des Konzerns eine stets ausreichende und kostengünstige Deckung des Finanzbedarfs sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen sicherzustellen. Langfristige Immobilieninvestitionen werden durch langfristige Darlehen finanziert. 2022 hat die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG einen neuen Konsortialkredit gezeichnet. Der Kredit hat ein Volumen von 150 Millionen Euro. Der Kredit ist als Revolving Credit Facility ausgestaltet. Zum Bilanzstichtag wurde dieser Kredit in Höhe von 50 Millionen Euro in Anspruch genommen. Die darüber hinaus bestehenden bilateralen Bankkreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. FINANZKENNZAHLENDie Finanzlage des Konzerns ist durch ausreichende Finanzierungsmittel gekennzeichnet. Das Anlagevermögen wird vom Eigenkapital zu 79,1 Prozent (Vorjahr: 75,5 Prozent) gedeckt. Die Anlagenintensität - Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen - beträgt 59,7 Prozent (Vorjahr: 61,4 Prozent). INVESTITIONENDie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen betrugen im Geschäftsjahr 267,2 Millionen Euro (Vorjahr: 275,1 Millionen Euro). Sie verteilen sich wie folgt:
Die wesentlichen Investitionen im Bereich Einzelhandel betreffen die Neueröffnung, die Erweiterung und die Modernisierung von Filialen. Im Großhandel wurde vor allem in die Erweiterung der Logistiktechnik Obst & Gemüse Freienbrink, in den Fuhrpark und in den Ersatz von Betriebsausstattungen investiert. In der Sparte Produktion (Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren sowie Fisch) entfallen die Investitionen vor allem auf die Bio-Backwarenproduktion am Standort Osterweddingen sowie auf Ersatzinvestitionen im Produktionsbereich. Im Bereich Immobilien wurden zur Standortsicherung Immobilien für Einzelhandelsverkaufsflächen errichtet bzw. erworben. CASHFLOW/KAPITALFLUSSRECHNUNGDer Cashflow beträgt 327,5 Millionen Euro (Vorjahr: 359,6 Millionen Euro) oder 2,9 Prozent vom Konzernumsatz (Vorjahr: 3,3 Prozent). Er setzt sich wie folgt zusammen:
Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 »(DRS 21)« des deutschen Standardisierungsausschusses aufgestellt. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 100,9 Millionen Euro (Vorjahr: 201,8 Millionen Euro). Die Verringerung des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit ist vor allem auf die Abnahme des Periodenergebnisses sowie der Rückstellungen zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt 196,1 Millionen Euro (Vorjahr: 200,3 Millionen Euro). Er ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Millionen Euro gesunken. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 29,5 Millionen Euro (Vorjahr: -47,0 Millionen Euro). Vor allem die Neuaufnahme von Darlehen ist hierfür verantwortlich. Aus diesen Mittelzu- und -abflüssen hat sich insgesamt der Finanzmittelfonds um 65,7 Millionen Euro reduziert und beträgt 85,2 Millionen Euro. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit sichergestellt. FAZIT ZUR VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEDie EDEKA Minden-Hannover entwickelt sich beim Wachstum und bei der Erbringung von Leistungen für den Einzelhandel positiv. Sie hat ihre Position als eines der führenden Lebensmittelhandelsunternehmen im Absatzgebiet behauptet. Die Nettoexpansion beträgt 1,8 Prozent. Der Umsatz liegt über dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital steigt durch das laufende Ergebnis und durch die Ergebnisverwendung. Mit 47,2 Prozent, bezogen auf die Bilanzsumme, hat der EDEKA Minden-Hannover Konzern unverändert eine solide wirtschaftliche Eigenkapitalbasis. Die Finanzlage ist geordnet. Es stehen ausreichende freie Finanzmittel zur Verfügung. Die Investitionen betragen 267,2 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöht sich auf 2.937,6 Millionen Euro. PERSONALBERICHTZum Ende des Geschäftsjahres waren insgesamt 26.720 Mitarbeitende bei der EDEKA Minden-Hannover beschäftigt (ohne EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG), davon 15.637 Mitarbeiterinnen. 52,5 Prozent der Mitarbeiter arbeiten in Teilzeit. EDEKA ist somit einer der bedeutendsten regionalen und überregionalen Arbeitgeber. Die Anzahl der Beschäftigten über 50 Jahre beträgt 10.141. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Aus- und Weiterbildung ein. So beschäftigte der Konzern insgesamt 2.998 Auszubildende in 26 unterschiedlichen Ausbildungsberufen. Die EDEKA Minden-Hannover investiert kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Die Vergütung der Beschäftigten erfolgt grundsätzlich nach den tarifvertraglichen Vereinbarungen. Daneben werden Sondergratifikationen gewährt. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDie EDEKA Minden eG hat ihre Hauptaufgaben in der Förderung und Betreuung der Mitglieder und darüber hinaus in der Verpachtung ihres Großhandelsbetriebes sowie in der Verwaltung und im Erhalt des Vermögens. Im Eigentum der Genossenschaft und ihrer Tochterunternehmen befindliche Immobilien sind fast ausschließlich an Unternehmen des Teilkonzerns der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG vermietet. Sie erfüllt diese Aufgaben nicht selbst, sondern hat diese in Auftragsverhältnissen an den EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzern übertragen. Die EDEKA Minden eG nimmt durch ihre Gremien, den Vorstand und den Aufsichtsrat die Überwachung des EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzerns über die EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH, deren Gesellschafterin sie zu 50 Prozent ist, wahr. Hierdurch stellt sie sicher, dass die von ihr übertragenen Aufgaben erfüllt werden. Bei ihrer Überwachung nutzt die Genossenschaft das Risikomanagementsystem des EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzerns, dessen Grundsätze und Organisation nachfolgend auszugsweise beschrieben werden. Aufgabe des Risikomanagementsystems ist es, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie diese zu kommunizieren und zu überwachen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensziele erreicht werden. Unangemessene Risiken sind weitestgehend zu vermeiden oder zu steuern. Der Fortbestand des Unternehmens darf nicht gefährdet werden. Dazu erfolgt eine regelmäßige systematische Analyse der internen und externen Entwicklungen und Ereignisse, die zu Abweichungen von den festgelegten Zielen führen können. Identifizierte Risiken werden im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche Auswirkungen beurteilt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Risiken sowohl einzeln als auch aggregiert vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit. Auf Grundlage der bewerteten Risiken werden Maßnahmen zur Risikosteuerung implementiert. Verantwortungsbereiche und Rollen sind klar geregelt, abgegrenzt und kommuniziert. Das Risikobewusstsein im Unternehmen wird durch regelmäßige Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für das Risiko ihres Handelns geschärft und somit eine Risikokultur gepflegt. ORGANISATION DES CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSDie Aufbauorganisation des Chancen- und Risikomanagements besteht aus aufeinander abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystemen. Diese Systeme ermöglichen es, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, früh zu erkennen. Besonderes Gewicht haben dabei der konzernweite Prozess zur strategischen Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll es ermöglichen, potenzielle Chancen und Risiken geraume Zeit vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Eine angemessene Überwachung solcher Chancen und Risiken während der Durchführung und Abwicklung von Unternehmensprozessen soll das Berichtswesen ermöglichen. Zudem werden in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effizienz des Chancen- und Risikomanagementsystems von der internen Revision kontrolliert. Bei Bedarf finden darüber hinaus Prüfungen durch externe Stellen statt. Mängel werden dabei erfasst und Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Konzerngeschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafter vollständig und zeitnah über wesentliche Chancen und Risiken informiert werden. STEUERUNGSGRÖßENDie Geschäftsbereiche werden von der Konzerngeschäftsführung mittels relevanter Kennzahlen gesteuert. EDEKA verfolgt eine langfristige Wachstumsstrategie: Organisches Wachstum und das operative Ergebnis sind daher wichtige Steuerungsgrößen. Verwendet werden die aus der Ergebnisrechnung direkt oder indirekt ableitbaren Kennzahlen wie Umsatz und EBITDA/EBIT/EBT. Neue Geschäfte werden dann eingegangen, wenn sie unmittelbar oder mittelbar der Förderung des Einzelhandels dienen, die damit zusammenhängenden Risiken beherrschbar sind und die mit ihnen verbundenen Chancen eine angemessene Entwicklung der Steuerungsgrößen erwarten lassen. CHANCEN- UND RISIKOPOLITISCHE GRUNDSÄTZEChancen und Risiken, die im Zusammenhang mit den Kernprozessen des Einzelhandels, des Großhandels oder der Produktion stehen, trägt die EDEKA selbst. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Es werden prinzipiell nur wesentliche und existenzgefährdende Risiken, soweit möglich, angemessen versichert. DEZENTRALE ZUSTÄNDIGKEITENDas operative Geschäft des Konzerns wird durch die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG geführt. Deren Tochtergesellschaften werden nach Funktion zu Geschäftsbereichen zusammengefasst und durch die jeweilige Geschäftsführung verantwortet. Das in dieser Struktur verankerte Führungsprinzip der Dezentralität kommt auch im Umgang mit Chancen und Risiken zum Ausdruck. Diese werden am Ort des Entstehens analysiert, bewertet und effizient gesteuert. Die Verantwortung dafür liegt bei den einzelnen Geschäftsbereichen. Ihre Wahrnehmung und Umsetzung wird durch die Konzerngeschäftsführung überwacht. ZENTRALE ROLLE DES KONZERNBERICHTSWESENS IN DER INTERNEN CHANCEN- UND RISIKOKOMMUNIKATIONDas eingerichtete Management-Informationssystem berichtet der Konzerngeschäftsführung ebenso wie den Geschäftsführungen der operativ tätigen Gesellschaften. Dies geschieht mithilfe eines dezidierten Kennzahlensystems über alle relevanten Vorgänge, Planabweichungen und deren Auswirkungen auf andere Unternehmensbereiche. Ergänzt wird dieses System durch die kurzfristige Erfolgsrechnung, Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie regelmäßiges Benchmarking. Die Auswertung aller aus diesem Instrumentarium gewonnenen Informationen erfolgt mindestens monatlich, zum Teil täglich, und wird durch das Konzerncontrolling - soweit erforderlich - verdichtet und auf ihre Plausibilität überprüft. KONSEQUENTE CHANCEN- UND RISIKOÜBERWACHUNGDie Umsetzung und Effektivität des Chancen- und Risikomanagements zu überwachen, ist Aufgabe jeder Führungskraft. Die Konzernrevision prüft das zentrale und dezentrale Chancen- und Risikomanagement. Sie berichtet direkt an die Konzern-Geschäftsführung. Darüber hinaus finden durch die interne Revision Prüfungen bei den Konzerngesellschaften statt. Im Hinblick auf die Vorschriften des KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) unterziehen die Wirtschaftsprüfer das Chancen- und Risikomanagementsystem einer periodischen Beurteilung. Über das Ergebnis dieser Prüfung werden Vorstand und Aufsichtsrat unterrichtet. Für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften ergeben sich folgende wesentliche Chancen und Risiken (intern und extern). GESCHÄFTSCHANCEN UND -RISIKENDer starke Wettbewerb im Groß- und Einzelhandel und die Konkurrenz zwischen verschiedenen Vertriebskonzepten, angebotenen Leistungen und Servicequalitäten kennzeichnen die Handelsbranche. Auch die typische Abhängigkeit des Handels von der Ausgabenneigung der Verbraucher birgt Chancen und Risiken. Veränderungen im Konsumverhalten der Kunden erfordern die ständige Anpassung der Vertriebskonzepte. Die EDEKA Minden eG sorgt für ihre Tochterunternehmen und im Konzern der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG für Prozesse, in denen regelmäßig interne Informationen und ausgewählte externe Quellen ausgewertet werden, um Veränderungen der Wünsche und des Verhaltens der Konsumenten frühzeitig zu erkennen und damit Chancen am Markt zu nutzen und sich vom Wettbewerb abzusetzen. Durch Potenzialanalysen wird die Chance gesehen, den Umsatz - auch auf bestehender Fläche - weiter auszubauen. Grundlage hierfür sind insbesondere Bewertungssysteme, die es dem Vertrieb ermöglichen, erfolgreiche Einzelhandelskonzepte umzusetzen bzw. für den selbstständigen Einzelhandel bereitzustellen. Die Konsumenten legen neben dem Preis zunehmend Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität. In diesen Bereichen sieht sich die EDEKA Minden-Hannover gut und breit aufgestellt. Der Krieg in der Ukraine hat signifikante Auswirkungen auf die globale Wirtschaft mit langfristigen Konsequenzen, insbesondere auch auf die Energie- und Lebensmittelmärkte: Die Inflation wird durch steigende Energie- und Treibstoffkosten angetrieben, Lieferketten geraten aus dem Gleichgewicht und erschweren zusammen mit Sanktionen und Handelsbeschränkungen die Warenverfügbarkeit bei gleichzeitigem Anstieg von Lebensmittelpreisen. Preiserhöhungen und fehlende Produkte werden spürbar und ändern das Konsumverhalten der Verbraucher. Es werden verstärkt Discounter aufgesucht und zu Produkten aus aktuellen Angeboten gegriffen. Durch GUT&GÜNSTIG-Artikel über alle Sortimente auf Preiseinstiegsniveau zum Discounter-Preis sowie durch die EDEKA-Eigenmarken kann die EDEKA Minden-Hannover von Umsatzverlagerungen in dieses Segment bei einer preissensibleren Konsumentennachfrage partizipieren. Die eigenen Produktionsbetriebe bergen Chancen und Risiken zugleich: Zum einen können Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität verdeutlicht und beeinflusst werden. Zum anderen besteht das Risiko eines ungünstigen Geschäftsverlaufs bei Imageverlusten oder im Bereich der Fleischbetriebe bei Ausbruch einer Tierseuche. Es besteht eine Beteiligung an dem (Gemeinschafts-)Unternehmen EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, Offenburg, das im nationalen C+C-Geschäft tätig ist. Bei diesem Unternehmen haben Anlaufverluste sowie die Auswirkungen der Corona-Krise zu einer vorübergehenden Verlustsituation geführt. Ein Risiko besteht darin, die im Rahmen der Gründung dieses Unternehmens geschaffenen Kapazitäten im Logistikbereich nicht mit ausreichend Neukunden auslasten zu können. PERSONALCHANCEN UND -RISIKENDie EDEKA Minden-Hannover ist für die Realisierung der strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Dieses Personal in einem intensiven Wettbewerb für den Konzern zu gewinnen und an ihn zu binden, ist eine dauerhafte Herausforderung. Die auf allen Ebenen des Konzerns vorangetriebene Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. Personalführung sowie Schulungen und Personalentwicklungsmaßnahmen bewirken, dass die Mitarbeiter auf allen Stufen des Unternehmens eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Soziale Faktoren spielen bei der Personalgewinnung und -bindung eine immer wichtigere Rolle. Um eine noch größere Identifikation der Beschäftigten und potenziellen Mitarbeiter zu erreichen, wurde ein Leitbild entwickelt und kommuniziert. PROZESS- UND STEUERCHANCEN UND -RISIKENSteuerchancen und -risiken bestehen insbesondere aufgrund von Betriebsprüfungen, wobei die Risiken hier deutlich im Fokus stehen. Prozessrisiken resultieren zum Beispiel aus arbeits-, straf- und zivilrechtlichen Verfahren. Hierbei besteht die Chance eines für die EDEKA Minden-Hannover günstigen Prozessverlaufs. FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN UND RISIKENDie finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken, nämlich im Wesentlichen Liquiditätschancen und -risiken, Bonitätschancen und -risiken und Chancen und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, finden Niederschlag in den jährlichen und unterjährigen Planungen des Konzerns. Den Chancen und Risiken von Zinsschwankungen ist in einigen Fällen durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften begegnet worden. Negative Marktwerte dieser Geschäfte sind in den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen enthalten und nicht als Bewertungseinheit bilanziert. ZUSAMMENFASSUNG DER CHANCEN- UND RISIKOSITUATIONInsgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind. Auch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind für die EDEKA kein bestandsgefährdendes Risiko. PROGNOSEBERICHTKONJUNKTUR UND BRANCHENENTWICKLUNGIm Jahr 2023 dürften die Folgen des Krieges in der Ukraine weiterhin deutlich spürbar sein: Neben den Energiepreisen werden sich wohl auch die Preise für Lebensmittel weiterhin auf einem hohen Niveau halten und die Inflation verstärken. Erhebliche weltwirtschaftliche Risiken bringt auch der weltweit starke Anstieg von Zinsen und Rohstoffpreisen mit sich. Erst im Jahr 2024 wird von einer spürbaren Verringerung der Inflation auszugehen sein. Wirtschaftlich stabilisierend wirkt, dass bei einer allmählichen Entspannung der Lieferkettenprobleme zunächst hohe Auftragsbestände abgearbeitet werden können, bevor sich die nachlassenden Auftragseingänge wohl in einer schwächeren Industriedynamik niederschlagen. Von der Corona-Pandemie geht aktuell ein geringes konjunturelles Risiko aus. Die Infektionszahlen sind zwar weltweit weiterhin hoch, allerdings sind die Krankheitsverläufe bei der derzeit dominierenden Variante vergleichsweise mild. Es besteht aber die Möglichkeit, dass eine neue Variante mit schwereren Verläufen auftritt. In diesem Fall könnte es wieder zu stärkeren Beeinträchtigungen der Wirtschaftsaktivität kommen. Vom Arbeitsmarkt geht eine stabilisierende Wirkung für die konjunkturelle Entwicklung aus. Zwar dürfte die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften angesichts der krisenbedingten Schwächephase zurückgehen. Die Unternehmen werden aufgrund des Fachkräftemangels jedoch bestrebt sein, den vorhandenen Personalbestand zu halten, so dass die Erwerbstätigkeitvorübergehend nur geringfügig sinken dürfte. Bei fortschreitender Erholung ist dann wieder mit einem Aufbau der Beschäftigung zu rechnen. Für das kommende Jahr prognostizieren die Institute einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent, während es im Jahr 2024 um 1,9 Prozent zulegen soll. Jahresdurchschnittlich ergibt sich voraussichtlich für das Jahr 2023 mit 8,8 Prozent eine Teuerungsrate, die leicht über dem Wert des abgelaufenen Jahres liegt. Erst im Jahr 2024 wird die 2-Prozent-Marke allmählich wieder erreicht. Die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute zum Frühjahr 2023 stand bei Redaktionsschluss noch aus. AUSBLICK EDEKA MINDEN-HANNOVERDie Umsätze in den ersten Monaten des Jahres 2023 liegen aufgrund der weiterhin hohen Inflation über denen des Vorjahres und über dem Planansatz. Im geplanten Konzernumsatz aus dem Warengeschäft wird von einer Preissteigerung auf Lebensmittel von 3 Prozent ausgegangen. Zusammen mit der geplanten Expansion und der Steigerung der Handelsleistung auf vergleichbarer Fläche wird eine Erhöhung des Konzernumsatzes aus dem Warengeschäft auf 11,4 Milliarden Euro geplant. Wie sich die aktuell hohe Preissteigerung auch bei Lebensmitteln im weiteren Jahresverlauf entwickeln wird, ist nicht prognostizierbar. Auch die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung können aktuell noch nicht überblickt und eingeschätzt werden. Es wird davon ausgegangen, dass der geplante Konzernumsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von 11,4 Milliarden Euro (Ist 2022:10,9 Milliarden Euro) erreicht werden wird. Auch das für 2023 geplante Konzern-EBT von 124,4 Millionen Euro (Ist 2022: 99,6 Millionen Euro) werden wir nach aktueller Einschätzung erreichen. JAHRESMOTTO »KUNDENLIEBE STÄRKEN«Das Jahresmotto 2023 lautet »Energiebewusst Kundenliebe stärken« und stellt die Themen »Stärkung der Preis-/Leistung«, »Stärkung und Erhalt der Bedientheken«, »Ausbau der Digitalisierung« und »Energie sparen« in den Vordergrund. NEUBAU EDEKA-CAMPUSNach der Grundsteinlegung am7. September2021 wurde mit dem Rohbau des neuen Campus begonnen. Der Neubau der Unternehmenszentrale der EDEKA Minden-Hannover soll im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Mit einem Investitionsvolumen von rund 150 Millionen Euro in ein neues Verwaltungsgebäude sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung, die an zwölf verschiedenen Standorten im Stadtgebiet von Minden arbeiten, wieder an einem Ort zusammengeführt werden - für eine effektivere Zusammenarbeit und ein noch stärkeres Gemeinschaftsgefühl. MASSENROLLOUT DER WARENWIRTSCHAFT FÜR DEN EINZELHANDELIm Berichtsjahr 2022 wurden die Warenwirtschaftssysteme von insgesamt 394 Standorten umgestellt. Für 2023 ist weiterhin der Massenrollout der neuen Warenwirtschaft für den Einzelhandel mit der Umstellung von rund 300 Märkten vorgesehen. Damit ist der Abschluss des Massenrollouts geplant. WEITERENTWICKLUNG DER EINZELHANDELSKONZEPTEDie in der Vergangenheit entwickelten Einzelhandelskonzepte in den Punkten Genuss vor Ort, Veredelung vor Ort, Nachhaltigkeit und Service sollen weiter vorangetrieben werden. NACHHALTIGKEITDie Nachhaltigkeitsziele gelten für die fünf definierten Verantwortungsdimensionen »Produkte«, »Mitarbeiter«, »Umwelt«, »Region« und »Gesellschaft«, in denen der Unternehmensverbund das größte Potenzial sieht, um nachhaltiges Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette und somit bei allen Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Verbrauchern langfristig zu etablieren. Es sind langfristige Nachhaltigkeitsziele bis 2025 formuliert, die jeweils mit diversen Unterzielen und Maßnahmen konkretisiert sind. Nachdem die EDEKA Minden-Hannover ihr Ziel für 2025, den C0 2 -Ausstoß um 70 Prozent im Vergleich zu 2011 zu senken, bereits in 2021 erreicht hat, lag die Senkung des CO 2 -Ausstoßes in 2022 bei insgesamt 71 Prozent. Mit Blick auf die Folgejahre verpflichtet sich die EDEKA Minden-Hannover, die Aktivitäten zur C0 2 -Reduzierung konsequent fortzusetzen und neue Wege zu gehen. Die Senkung der Emissionen und Energieverbräuche ist dabei ein weiteres klar definiertes Ziel im Unternehmensverbund. Dies erfolgte bis Ende 2022 unter anderem durch die Installation von 11 Photovoltaik-Anlagen auf Einzelhandels- und Großhandelsimmobilien sowie die schrittweise Umstellung des Fuhrparks auf bereits 80 LNG-LKW und 51 Elektro-PKW. Der Umsatz mit Bio-Artikeln wurde in 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 626 Millionen Euro (Vorjahr: 607 Millionen Euro) gesteigert, geplant waren 698 Millionen Euro. Die Planabweichung resultiert im Wesentlichen aus der Kaufzurückhaltung der Kunden aufgrund der besonderen Preissensibilität, da Bio-Artikel oft höherpreisig sind als Eigenmarken oder Markenprodukte. EINZELHANDELSZIELEDie Privatisierung von 60 Märkten ist avisiert. Des Weiteren sollen 2023 über 80.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche geschaffen werden. WAS UNS ANTREIBTWeiterhin wollen wir auch in den kommenden Jahren das stärken, was uns traditionell vom Wettbewerb abhebt. Dazu zählen neben ausgefeilten Sortimenten und dem Unternehmertum auf allen Ebenen zunehmend auch optimale Prozessabläufe. Damit erhalten wir uns unsere Finanzkraft, um auch weiterhin in das zu investieren, was wir uns als Vision gegeben haben: Unsere Liebe zu Lebensmitteln.
Minden, 31. März 2023 Cedric-Arne von Osterroht Ulf-Ulrik Plath Heike Rohlfing-Bolte Mark Rosenkranz, Sprecher Stephan Wohler KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2022Aktiva (in T€)
1) davon Geschäfts- oder Firmenwert aus
Kapitalkonsolidierung 20.727 T€ (Vorjahr 22.547
T€)
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2022
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. ALLGEMEINE ANGABENDas Mutterunternehmen, die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG mit Sitz in Minden, ist beim Handelsregister des Amtsgerichtes Bad Oeynhausen unter HRA 7534 eingetragen. Die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG ist als Mutterunternehmen verpflichtet, nach §290 HGB i.V. m. §264a HGB einen Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 ist mit befreiender Wirkung für die von ihr beherrschten und nach §290 HGB zur Konzernrechnungslegung verpflichteten Unternehmen aufgestellt. Die EDEKA Minden eG ist an der EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH zu 50 Prozent beteiligt, die sie beherrscht. Die EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH ist 100-prozentige Kommanditistin der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG. Komplementärin ist die EDEKA Minden-Hannover Holding Stiftung. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn-Und Verlustrechnung in T€ und gemäß §298 Abs. 1 i.V.m. §265 Abs. 7 HGB in vereinfachter Form dargestellt. Die detaillierten Aufgliederungen erfolgen analog zu §266 und §275 HGB im Konzernanhang. Die Gesellschaften mit Vermerk » § 264 III« HGB bzw. » § 264 b « HGB in der Anlage 1 zum Konzernanhang wurden gemäß §264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie der Prüfung und Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte befreit. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENIn den Abschluss zum 31.12.2022 werden die in Anlage 1 genannten Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Es werden 13 (Vorjahr: zwölf) Beteiligungen als assoziierte Unternehmen bilanziert. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist durch die Veränderungen nicht beeinträchtigt. Es werden 40 Prozent der Kommanditanteile an der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, Offenburg, gehalten. Dieses Unternehmen wird zusammen mit zwei anderen Regionalgesellschaften der EDEKA-Gruppe als Gemeinschaftsunternehmen geführt. Der Tatbestand der gemeinsamen Führung ergibt sich durch die einstimmige Beschlussfassung der Gesellschafter in allen wesentlichen Rechtsgeschäften. Der Konzern der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG wird anteilsmäßig konsolidiert. Das Wahlrecht, dieses Unternehmen als assoziiertes Unternehmen zu bilanzieren, wurde nicht in Anspruch genommen. C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Unternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Bis zum 31.12.2009 kam grundsätzlich auf den Zeitpunkt des Anteilserwerbs die Buchwertmethode zur Anwendung. Die aus der Erstkonsolidierung verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung der stillen Reserven als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die sich aus der Neubewertung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erwerbsvorgängen, die vor dem 1.1.2010 liegen, werden gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 2 EGHGB weiterhin über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte, die durch Erwerbsvorgänge entstanden sind, die seit dem 1.1.2010 erfolgten, werden gemäß §309 Abs. 1 HGB i.V. m. §253 Abs. 3 HGB über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen sowie der Konzernabschluss des Gemeinschaftsunternehmens werden nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften erstellt und entsprechen den unter Punkt D. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Anteile an den assoziierten Unternehmen werden zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist, nach der Buchwertmethode mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen werden in den Folgejahren nach Maßgabe der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens mit dem Equity-Wert fortgeschrieben. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Ein Unterschiedsbetrag ist dabei nicht angefallen. Die Ertragsteuern der assoziierten Unternehmen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis (Ergebnis aus assoziierten Unternehmen) ausgewiesen. Zwischenergebnisse im Anlagevermögen und bei den Vorräten sind ergebniswirksam eliminiert. Sonstige konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden erfolgsneutral konsolidiert. Die bei den einbezogenen Unternehmen seit der Konzernzugehörigkeit gebildeten Rücklagen werden zusammen mit der Tilgung der in die Erstkonsolidierung einbezogenen Verlustvorträge als Rücklagen des Konzerns aus dem Gewinn ausgewiesen. Die nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile am Eigenkapital einbezogener Unternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile bilanziert. D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENBei der Aufstellung sind die deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften beachtet worden. Es wurde vom Grundsatz der Untemehmensfortführung ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden grundsätzlich beibehalten. Belieferungsrechte sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit den Konzernanschaffungskosten angesetzt und entsprechend der Restlaufzeit der Mietverträge der erworbenen Einzelhandelsobjekte linear abgeschrieben, da hierdurch der Werteverzehr zutreffend dargestellt wird. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt bis zu 26 Jahre. Der gewichtete Mittelwert der Nutzungsdauer aller Firmenwerte beträgt elf Jahre. Die Firmenwerte resultieren mit 46.290 T€ aus den Einzelabschlüssen einbezogener Unternehmen und betreffen hierbei vollständig Filialübernahmen. Aus der Kapitalkonsolidierung resultieren Firmenwerte in Höhe von 20.727 T€. Diese betreffen im Wesentlichen die EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG. Die übrigen entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Konzernanschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Ist am Bilanzstichtag den immateriellen Vermögensgegenständen ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen, werden in Höhe der Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Sachanlagen werden zu Konzernanschaffungskosten angesetzt und im Falle abnutzbarer Sachanlagen um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Zugängen findet auf unbewegliche Sachanlagen die lineare und auf bewegliche Sachanlagen die arithmetisch-degressive in Form der digitalen oder in wenigen begründeten Einzelfällen die lineare Abschreibungsmethode Anwendung. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
In begründeten Einzelfällen ist von den genannten Nutzungsdauern abgewichen worden. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800 Euro werden sofort voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Anschaffungen bis 250 Euro werden sofort als Aufwand erfasst. Ist am Bilanzstichtag den Sachanlagen ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen, werden in Höhe der Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird in späteren Jahren nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Die Finanzanlagen werden mit Ausnahme der Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Handelswaren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind einzeln unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Konzernanschaffungskosten zum gleitenden durchschnittlichen Einstandspreis abzüglich angemessener Abschläge für verdeckte Mängel und eingeschränkte Verkaufsfähigkeit bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Konzernherstellungskosten einschließlich angemessener Gemeinkostenzuschläge für Fertigungs- und Verwaltungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch ausreichende Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 Prozent auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert. Die Rückstellungen sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Das Bewertungsverfahren erfolgte auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln von 2018 G. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden in den versicherungsmathematischen Berechnungen und Annahmen angemessen berücksichtigt. Dabei wird für die laufende Rente eine jährliche Steigerung von 2,5 Prozent der jeweiligen Vorjahresrente angesetzt. Ein Fluktuationsabschlag wird mit 0 Prozent geschätzt. Für die (wenigen) Fälle, bei denen die Versorgungsansprüche von der Gehaltsentwicklung abhängen, wurde grundsätzlich eine Gehaltsdynamik von 2,5 Prozent p.a. verwendet. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Die Pensionsrückstellungen decken sämtliche Verpflichtungen der unmittelbaren Versorgungszusagen. Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Bilanzstichtagen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden Ansprüche aus Versorgungszusagen mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um kongruent rückdeckende Zusagen. Der Erfüllungsbetrag der Versorgungszusagen bestimmt sich nach den Rechnungsgrundlagen der Hamburger Pensionsrückdeckungskasse VVaG. In geringem Umfang wurden sonstige Zinsen und ähnliche Erträge mit Zinsen und ähnlichen Aufwendungen verrechnet. Das saldierte Deckungsvermögen wird gemäß § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird nach §255 Abs. 4 S. 3 HGB fortgeführt. Nach §255 Abs. 4 S. 4 HGB gilt der jeweils zuletzt ermittelte beizulegende Zeitwert als Anschaffungskosten im Sinne des Satzes 3. Gemäß Artikel 28 EGHGB sind Fehlbeträge aus mittelbaren Pensionszusagen in Höhe von 3,6 Millionen Euro (Vorjahr: 4,6 Millionen Euro) nicht zurückgestellt. Die Steuerrückstellungen sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste und sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und gegebenenfalls unter Berücksichtigung zukünftiger Kostensteigerungen von 2 bis 3 Prozent p.a. angesetzt. Diese Einschätzung ergibt sich aus betriebsinternen Erfahrungswerten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Der Erfolg aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen ist im Finanzergebnis dargestellt. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverhältnissen werden einzeln mit einem Erfolgsbeitrag aus der Belieferung der (die Objekte betreibenden) selbstständigen Einzelhändler von unverändert 1,8 Prozent des Lieferumsatzes auf Basis von Vollkosten berechnet. Darüber hinaus werden Drohverlustrückstellungen aus Mietverhältnissen auch auf Ebene einzelner Untermietverträge gebildet. Für sämtliche Zinssicherungsgeschäfte wurde das Wahlrecht, eine Bewertungseinheit mit dem dazugehörigen Grundgeschäft zu bilden, nicht in Anspruch genommen. Stattdessen sind diese negativen Zeitwerte, die nach der Mark-to-market-Methode ermittelt wurden, in die Rückstellungen für drohende Verluste eingeflossen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Einnahmen vor dem Stichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, sind als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Es bestehen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Abbau dieser Differenzen kann zu steuerlichen Be- und Entlastungen führen. Für die Bewertung der latenten Steuern wird eine zukünftige durchschnittliche Ertragsteuerbelastung für die Gewerbesteuer von 16 Prozent zugrunde gelegt. Das Wahlrecht eines gesonderten Ausweises von aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht angewandt. Eine nach Saldierung verbleibende zukünftige Steuerbelastung wird als passive latente Steuer gesondert ausgewiesen. E. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) AnlagevermögenDie Aufstellung der Besitzanteile ist als Anlage 1 dem Konzernanhang beigefügt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage 2 dem Konzernanhang beigefügt ist. Die Zugänge zum Geschäfts- oder Firmenwert betreffen im Wesentlichen den Erwerb von einer real-Filialen. In den Anteilen an assoziierten Unternehmen sind Goodwills in Höhe von 928 T€ enthalten. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von 80.520 T€ (Vorjahr 73.200 T€) ein Darlehen an ein den C+C-Großhandel betreibendes Gemeinschaftsunternehmen (EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, Offenburg), bei dem geplante Anlaufverluste sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu einer vorübergehenden Verlustsituation geführt haben. Das Darlehen wird langfristig gewährt und wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zzgl. 100 Basispunkten p. a. verzinst. Der beizulegende Zeitwert liegt aufgrund des Zinssatzes vorübergehend unter dem Buchwert der Darlehensforderung.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 311 T€ (Vorjahr: 483 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren und sie haben in Höhe von 167 T€ (Vorjahr: 214 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. (4) EigenkapitalDer Eigenkapitalspiegel nach DRS 22 ist dem Konzernabschluss beigefügt. Die Gesellschafterin EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH ist gemäß ihres Gesellschaftsvertrages verpflichtet, in jedem Geschäftsjahr eine Gesellschaftseinlage zu leisten. (5) Rückstellungen (in T€)
Der Abzinsungssatz für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beläuft sich zum 31.12.2022 auf 1,78 Prozent (Vorjahr: 1,87 Prozent). Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbankermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen den nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und den nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ermittelten Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt 2.643 T€. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages besteht eine Ausschüttungssperre. Gemäß §246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden Ansprüche aus Versorgungszusagen mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden entspricht dem beizulegenden Zeitwert bzw. den Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände in Höhe von 20.592 T€ (Vorjahr: 20.675 T€). Gemäß Artikel 28 EGHGB sind Fehlbeträge aus mittelbaren Pensionszusagen in Höhe von 3,6 Millionen Euro (Vorjahr: 4,6 Millionen Euro) nicht zurückgestellt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von 88.519 T€ (Vorjahr: 97.571 T€) und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 66.054 T€ (Vorjahr: 51.401 T€). Zur Begrenzung des Zinsrisikos aus der Fremdfinanzierung sind zum Bilanzstichtag neun Zinssicherungsvereinbarungen (davon sechs mit assoziierten Unternehmen) abgeschlossen. Den Zinsswaps für laufende Absicherungen liegen Basisbeträge von insgesamt 100,2 Millionen Euro (davon 67,4 Millionen Euro mit assoziierten Unternehmen) zugrunde. Die nach der Mark-to-market-Methode ermittelten Zeitwerte sämtlicher Zinsswaps belaufen sich auf -1,3 Millionen Euro (davon -0,4 Millionen Euro mit assoziierten Unternehmen). Alle Zinsswaps sichern Zinsänderungsrisiken der zugrunde liegenden variabel verzinslichen Darlehen. (6) Verbindlichkeiten (in T€)
Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 107.341 T€ (Vorjahr: 105.487 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus dem Gewinnanspruch für das Geschäftsjahr 2022 und sind daher rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.993 T€ (Vorjahr: 2.763 T€) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betreffen mit40.636T€ (Vorjahr: 43.744 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. (7) Latente Steuern (in T€)
Die Veränderung der latenten Steuern des Geschäftsjahres 2022 beträgt 653 T€. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich dabei um 2.716 T€ und die passiven latenten Steuern um 2.063 T€. (8) Umsatzerlöse (in T€)
(9) Materialaufwand (in T€)
(10) Personalaufwand (in T€)
(11) AbschreibungenDie Aufstellung der Abschreibungen des Geschäftsjahres auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der als Anlage 2 dem Konzernanhang beigefügt ist. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von 605 T€ (Vorjahr: 1.227 T€) enthalten. (12) Finanzergebnis (in T€)
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von 1.374 T€ (Vorjahr: 3.875 T€) enthalten. (13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (in T€)
(14) Periodenfremde Erträge und AufwendungenDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremden Steueraufwand von 918 T€ (Vorjahr: 253 T€) und periodenfremden Steuerertrag von 222 T€ (Vorjahr: 20.184 T€). Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 25.687 T€ (Vorjahr: 19.361 T€), aus Lieferantenvergütungen der Vorjahre in Höhe von 9.309 T€ (Vorjahr: 17.634 T€), aus Anlagenabgängen in Höhe von 4.112 T€ (Vorjahr: 24.825 T€) sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von 4.297T€ (Vorjahr: 4.783 T€) vorhanden. Periodenfremde Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus Anlagenabgängen in Höhe von 2.985 T€ (Vorjahr: 6.328 T€). (15) Konzernjahresüberschuss vor DrittenVom Konzernjahresüberschuss entfallen 889 T€ (Vorjahr: 641 T€) auf andere Gesellschafter. Das Ergebnis aus dem Jahresabschluss des Mutterunternehmens (101.978 T€) steht in voller Höhe der Kommanditistin zu. F. SONSTIGE ANGABENVon den sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Ende des Geschäftsjahres werden fällig innerhalb eines Zeitraumes von:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 bestehen in Höhe von 28.241 T€ (Vorjahr: 29.226 T€) gegenüber assoziierten Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Miet- und Leasingverpflichtungen für Einzelhandelsstandorte und Großhandelslager, die zur Sicherung der Absatzbasis der EDEKA Minden-Hannover langfristig angemietet sind. Ferner sind hierunter Erbbauzinsverpflichtungen erfasst. Diese Geschäfte sind in Form langfristiger Operate-Leasing-Verträge ausgestaltet, bei denen der Vermieter bzw. Leasinggeber wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögens bleibt. Hierdurch ergibt sich im Vergleich zum Eigentumserwerb für die Gesellschaft ein Liquiditätsvorteil. Jedoch verbleibt die Chance zukünftiger Wertsteigerungen bzw. das Risiko der Wertminderungen beim rechtlichen Eigentümer.
Die Bürgschaften betreffen Mietverträge für Einzelhandelsmärkte, die von Großhandelskunden betrieben werden, sowie Bürgschaften für die Finanzierung von Einrichtungen und Vorräten von selbstständigen Kaufleuten. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Großhandelskunden und selbstständigen Kaufleute sind dem Konzern bekannt. Auf Basis dieser Erkenntnisse hat man das Ausfallrisiko bestimmt und den wahrscheinlichen Betrag unter den sonstigen Rückstellungen passiviert. In den übrigen Fällen sind die wirtschaftlichen Verhältnisse so, dass nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag keine konkret erkennbaren Ausfallrisiken bestehen.
Die Anzahl der Arbeitnehmer aus Gemeinschaftsunternehmen wird entsprechend der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG mit 40 Prozent quotal angegeben.
Die Geschäfte des Konzerns EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG mit nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen hauptsächlich das Warengeschäft mit der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, die An- und Vermietung von Immobilien sowie die Finanzierung von selbstständigen Einzelhändlern und die Beteiligung von assoziierten Unternehmen. Die Angaben umfassen sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen. PrüfungsgebührenDas vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen 0,6 Millionen Euro und für andere Bestätigungsleistungen 0,0 Millionen Euro. BeiratDie Muttergesellschaft hat einen Beirat. Die Vergütungen für 2022 belaufen sich auf 8 T€ (Vorjahr: 4 T€). KonzernzugehörigkeitDie EDEKA Minden eG stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG mit ihren Tochterunternehmen einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger veröffentlicht. GeschäftsführungIm Geschäftsjahr 2022 war die EDEKA Minden-Hannover Holding Stiftung zur Geschäftsführung des Mutterunternehmens berechtigt. Die EDEKA Minden-Hannover Holding Stiftung wurde 2022 vertreten durch ihre Vorstandsmitglieder:
Ausschließlich die Vorstände, welche die Geschäftsbereiche Rechnungswesen oder Controlling leiten, erhalten Bezüge vom Konzern.
Minden, 31. März 2023 Cedric-Arne von Osterroht Ulf-Ulrik Plath Heike Rohlfing-Bolte Mark Rosenkranz, Sprecher Stephan Wohler ANLAGE 2 ZUM KONZERNANHANGAnlagespiegel
EIGENKAPITALSPIEGEL
ANLAGE 1 ZUM KONZERNANHANGAufstellung der Besitzanteile nach §313 Abs. 2 HGB
Die Anteile anderer Unternehmen liegen unter 20 % des Nennkapitals dieser Gesellschaften.
Raute Persönlich haftende Gesellschafterin
(0,00 = ohne Einlage)
1) Daten aus dem Abschluss zum 31.12.2021
2) Daten aus dem Abschluss zum 31.12.2020
6) Wegen untergeordneter Bedeutung keine
Einbeziehung nach §311 Abs. 2 HGB
7) Anteilsmäßige Konsolidierung
8) Tochterunternehmen des quotenkonsolidierten
Gemeinschaftsunternehmens lfd. Nr. 102
§264 III Der Abschluss dieser Gesellschaft ist nach §264 Abs. 3 HGB bzw. §264 b HGB von der Aufstellung, §264 b Prüfung und Offenlegung durch Einbezug in den Konzernabschluss der lfd. Nr. 1 befreit. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG, Minden Ich habe den Konzernabschluss der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG, Minden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG, Minden, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEIch habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHTDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSMeine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hamburg, 25. April 2023 UNIVERSA
Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH
Hübotter, Wirtschaftsprüfer |
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Goldswien GmbH Erfassung und Vermarktung von Qualitätsfleisch GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Wittelsbacherallee 61
32427 Minden - Handelsregister
- HRB 4852, Bad Oeynhausen
- Eintragungsdatum
- 14. Januar 1987
- Branche
-
Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren - Unternehmenszweck
- Erfassung und Vermarktung von Qualitätsfleisch. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und solche zu erwerben.
Finanzen
Bilanz
2023- Anlagevermögen 58,8 % 1,76 Mio
- Umlaufvermögen 38,2 % 1,14 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 3,0 % 90,1 k
- Eigenkapital 48,1 % 1,44 Mio
- Verbindlichkeiten 37,8 % 1,13 Mio
- Rückstellungen 13,2 % 393,5 k
- Passive latente Steuern 0,5 % 15,5 k
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 % 10,8 k
Bilanzdaten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2023- Umsatzerlöse 99,4 % 12,04 Mrd
- Sonstige betriebliche Erträge 0,5 % 61,87 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,1 % 7,04 Mio
- Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0,0 % −691,0 k
- Materialaufwand 82,7 % 9,97 Mrd
- Personalaufwand 9,2 % 1,11 Mrd
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 6,0 % 725,27 Mio
- Abschreibungen 1,8 % 214,41 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 % 24,27 Mio
- Sonstige Steuern 0,0 % −2,88 Mio
- Finanzergebnis 8,15 Mio
- Ergebnis nach Steuern 70,78 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 73,66 Mio
- Konzernjahresüberschuss ohne Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 72,97 Mio
GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Klaus Jeinsen
seit 2010 Geschäftsführer
-
Marius, Dipl.-Kfm. Lissai
seit 2025 Geschäftsführer
-
Rafael Riechmann
seit 2022 Geschäftsführer
-
Andreas Seidel
seit 2012 Prokura
-
Horst Dipl.-Betriebswirt Reinking
seit 2004 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- EDEKA Minden-Hannover DEU 0,00 % 26k €
- Stiftung & Co. KG DEU 0,00 %
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 2 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Historie
- 2025
-
18.08.
Austritt einer PositionJens Witteborn · Geschäftsführer
-
18.08.
Eintritt eines MitgliedsMarius, Dipl.-Kfm. Lissai · Geschäftsführer
- 2022
-
14.09.
Eintritt eines MitgliedsJ*** W****** · Geschäftsführer
-
18.03.
Eintritt eines MitgliedsRafael Riechmann · Geschäftsführer
-
18.03.
Austritt einer PositionRafael Riechmann · Gesamtprokura
- 2019
-
17.01.
Eintritt eines MitgliedsRafael Riechmann · Gesamtprokura
- 2016
-
23.05.
Austritt einer PositionW****** J****** · Geschäftsführer
- 2013
-
07.08.
Eintritt eines MitgliedsGoldswien GmbH Erfassung und Vermarktung von Qualitätsfleisch · herrschendes Unternehmen
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2023 Konzernabschluss
- 2022 Konzernabschluss ↓
- 2021 Konzernabschluss
- 2020 Konzernabschluss
- 2019 Konzernabschluss
Konzernabschluss 2022
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
- Tab wechseln
- 1–6
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