BSW Holding SEEschbornKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LageberichtBSW Holding SE, EschbornKonzernabschluss zum 31. Dezember 2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die zum Konzern gehörende Precitec Gruppe ist weltweit der Spezialist für komplexe Systemlösungen auf dem Gebiet der Lasermaterialbearbeitung. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung arbeiten wir seit über 40 Jahren daran, die Technologieführerschaft in ihren Kernkompetenzen zu erhalten und weltweit auszubauen. Über 600 Mitarbeiter weltweit konzentrieren sich dabei auf die zwei Hauptanwendungsfelder Laserschneiden und Fügetechnologie. Precitec Laserschneidköpfe werden aus hochwertigen Materialien und nach neuesten technologischen Standards hergestellt. Die integrierte intelligente Sensortechnik sorgt für einen abgestimmten Bearbeitungsprozess. Selbst unter schwierigen Prozessbedingungen können unsere Systeme daher einen stabilen Prozess und optimierte Schnittqualitäten gewährleisten. Auf diese Weise erfahren unsere Kunden ein Plus an Produktivität, Qualität und Prozesssicherheit. Unsere intelligenten Schweißköpfe ermöglichen einen qualitätsüberwachten Fügestoß. Sie sorgen damit für ein absolut sicheres Schweißergebnis nahe an der 100%-Marke und somit für einen reibungslosen 24-Stunden-Betrieb. Die Precitec Gruppe bietet nicht nur Schneid- und Schweißköpfe, sondern auch die dazugehörigen Qualitätsüberwachungssysteme und damit die Komplettlösung für einen stabilen und sicheren Produktionsprozess. Das 2015 gegründete Konzernunternehmen Precitec Optical Systems GmbH bietet Komplettsysteme inklusive Laserquellen an. Die Precitec Gruppe ist damit Lieferant für den kompletten optischen Strang. Durch konstant hohe Investitionen in den Entwicklungsbereich arbeiten wir ständig an der Weiterentwicklung und Optimierung unserer Produkte und setzen damit immer wieder Standards. 1.2 Konzernstruktur Die Geschäftsführung des Konzerns obliegt der BSW Holding SE, Eschborn. In Deutschland betreibt die Precitec Gruppe neben dem Produktionsstandort in Gaggenau für das Rechnungswesen eine Zweigniederlassung in Neu-Isenburg. Darüber hinaus sind die Konzerngesellschaften in Shanghai, China und Wixom, USA produzierend und als Vertriebsgesellschaften tätig. Die übrigen Konzerngesellschaften in Deutschland, Japan, Frankreich und Hongkong erfüllen Holding bzw. Vertriebs- und Servicefunktionen. 1.3 Geschäftssegmente Der Konzern ist ausschließlich im Segment Lasermaterialbearbeitung tätig. 2 Ziele und Strategien Die konsequente Ausrichtung auf die Schaffung von maximalem Kundennutzen steht für uns an erster Stelle. Die Precitec Gruppe verfolgt den Anspruch, dem Markt der Lasermaterialbearbeitung immer einen Schritt voraus zu sein, um als technologieführender Partner für ihre Kunden mit den Laserbearbeitungs- und Qualitätsüberwachungssystemen einen technologischen Vorsprung zu erarbeiten, der sie nachhaltig erfolgreicher macht. Die weltweite Industrie und die globalen Märkte verlangen nach stabilen Prozessen mit einem hohen Automatisierungsgrad bei maximaler Flexibilität der Produktionsanlagen. Unsere jahrzehntelange Erfahrung und das technische Know-how gewährleisten die beste und effiziente Lösung, mit der unser Kunde heute und künftig entscheidende Wettbewerbsvorteile erringt. Wir sind davon überzeugt, dass eine wertorientierte Unternehmenskultur den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflusst. 2.1 Ziele Die Precitec Gruppe hat es sich das Ziel gesetzt, als Technologieführer mit einem hohen Innovationsanspruch weltweit der bevorzugte Partner für Lösungen mit intelligenten Sensorsystemen zu sein. Mit einem ganzheitlichen Qualitätsmanagement werden die internen Prozesse so gesteuert, dass die Precitec-Systeme mit ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit eine nachhaltige Steigerung der Produktivität und Effizienz der Fertigungsprozesse des Kunden ermöglichen. Hierzu pflegen wir einen engen Kontakt zu unseren Kunden, um deren Anforderungen zu kennen und bestmöglich bedienen zu können. Bei unseren Lieferanten achten wir auf zuverlässige Partner, die unserem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden. Dies stellen wir durch eine enge Zusammenarbeit und soweit möglich die Auswahl von Lieferanten aus der Region sicher. Um Lieferengpässe zu vermeiden, bauen wir für strategisch wichtige Komponenten Second Source Lieferanten auf. Hochqualifizierte, motivierte und leistungsstarke Mitarbeitende bilden die Basis unseres Erfolgs. Im Bereich der Personalpolitik verfolgen wir permanent die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden, die diesen Anspruch erfüllen. Hohe Investitionen in die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeitenden sollen weiterhin die Mitarbeiterbindung stärken und unseren hohen Qualitätsstandard erhalten. Als Familienunternehmen bieten wir ein teamorientiertes, motivierendes Arbeitsumfeld mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung. Durch detaillierte Kenntnis der Wertschöpfungsflexibilität innerhalb der Produktinfrastruktur sollen mengen- und variantenbezogene Nachfrageschwankungen ohne wirtschaftliche Einbußen ausgeglichen werden können. 2.2 Strategische Ausrichtung Im Kern der strategischen Weiterentwicklung sind wir auf nachhaltiges, organisches und profitables Wachstum fokussiert. Dabei spielen Innovationen eine entscheidende Rolle. Deshalb investieren wir schon seit Jahren überdurchschnittlich im Entwicklungsbereich. Die kontinuierliche Optimierung der bestehenden Produktpalette sowie die Entwicklung neuer Produkte, die noch besser die Anforderungen des Marktes erfüllen, sind die Grundlage unseres Erfolgs. Die Unternehmensleitung sieht in der weiteren Industrialisierung, der fortschreitenden Technologisierung und der Automation der Fertigungsprozesse weltweit eine steigende Nachfrage nach Systemen zur Lasermaterialbearbeitung und Prozessüberwachungssystemen. Zur Sicherung und Erweiterung der Absatzmärkte bilden lokale Ansprechpartner und Kundennähe die wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie. Seit der Gründung der Precitec Optical Systems GmbH in 2015 vertreibt Precitec unter der Marke All-in-Light Laserquellen und etabliert sich als Lösungsanbieter für den kompletten optischen Strang von der Laserquelle bis zum Bearbeitungskopf. Neben der in den letzten Jahren begonnenen Optimierung der Kern- und Managementprozesse der Gesellschaft wird auch verstärkt an einer Verbesserung der unterstützenden Prozesse gearbeitet, um in allen Organisationsbereichen den Herausforderungen einer zunehmenden Digitalisierung Rechnung zu tragen. 2.3 Investitionsstrategie Investitionen unterliegen finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt einer Kapitalrendite sicherstellen, die in einem normalen Geschäftszyklus durchschnittlich auf Gesellschaftsebene erreicht wird. Im Rahmen der Jahresbudgeterstellung wird eine ausführliche Analyse und Bewertung der geplanten Investitionen durchgeführt. Strategische Investitionen zum Ausbau und der Sicherung der Marktposition werden durch die Gesellschafterversammlung genehmigt. 2.4 Steuerungssystem & Steuerungskennzahlen Die Steuerung des Konzerns erfolgt sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene. Geschäftsführung, Entwicklung und Vertrieb überwachen im Produktportfoliogremium laufend Chancen und Risiken des Produktportfolios und richten daraufhin Produktions- und Entwicklungsressourcen aus. Planungsrechnungen werden auf Jahresbasis erstellt, Investitionsentscheidungen auf Basis mehrjähriger NPV-Betrachtungen vorgenommen. Neben dem laufenden Plan / Ist-Vergleich erfolgt eine unterjährige Aktualisierung der Planungsrechnung. Auftragseingang und Umsatz werden auf Wochen- bzw. Monatsbasis überwacht, die Profitabilität regelmäßig auf Basis der EBIT-Marge. Dabei werden auch die einzelnen Kostenpositionen auf Abweichungen analysiert und eventueller Handlungsbedarf identifiziert. 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wichtigsten Absatzmärkte des Konzerns sind Ostasien, Europa, die USA und die Türkei. Wie schon in den vergangenen Jahren sind die Geschäftserwartungen von großen Unsicherheiten geprägt und Prognosen werden zunehmend schwieriger. Neben dem Verlauf des Pandemiegeschehens wird die weitere Entwicklung in der Ukraine und die sich ergebenden Auswirkungen auf die Lieferketten und die Preisentwicklung einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Industriekonjunktur haben. Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 2,6 % gewachsen. Ursprünglich hatten Ökonomen mit einem Plus von rund 4%, die Bundesregierung mit einem Wachstum von 3,5 % gerechnet. Im vierten Quartal ist das BIP sogar gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,7 % gesunken. Das hat auch mit Lieferengpässen zu tun, unter denen nach Auskunft des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) viele Betriebe in der Automobilindustrie, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau leiden. Die Engpässe bremsten die industrielle Wertschöpfung in den Jahren 2021 und 2022 um jeweils mehr als 50 Milliarden Euro aus. Fehlende Mikrochips, Bauteile und Rohstoffe beeinträchtigten die Produktion deutlich. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte Anfang 2022 seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland für 2022 um 0,8 Prozentpunkte auf 3,8 %. Die Folgen des Ukraine-Konflikts bremsen die deutsche Wirtschaft voraussichtlich stark. So wurde die ursprüngliche Prognose der Ökonomen und Regierungsberater für den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,7 % auf 2,2 bis 3,1 % Wachstum gesenkt. Zugleich dürfte die Inflation steigen: Das ifo Institut rechnete Ende März 2022 mit 5,1 bis 6,1 % für 2022. Das wäre die höchste Rate seit 40 Jahren. Im Dezember hatten die ifo-Experten hier noch 3,3 % vorhergesagt. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist eingebrochen. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im März auf 90,8 Punkte abgestürzt, nach 98,5 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im Februar. Grund war ein historischer Einbruch der Erwartungen um 13,3 Punkte, der den Rückgang bei Ausbruch der Coronakrise im März 2020 (11,8 Punkte) übertraf. Die Firmen schätzten auch ihre aktuelle Lage schlechter ein. Der Rückgang fiel jedoch vergleichsweise moderat aus (1,6 Punkte). Die Unternehmen in Deutschland rechnen mit harten Zeiten. Für 2023 äußert sich das ifo-Institut im Moment optimistischer: Nächstes Jahr werde das Wachstum auf 3,3 bis 3,9 % zulegen und die Inflation auf etwa 2,0 % abebben. Für China wurde die Prognose des IWF im Januar 2022 um 0,8 Prozentpunkte auf 4,8 % gesenkt. Ein langsameres Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt könnte die Sorgen an den Finanzmärkten im Jahr 2022 noch verschärfen. Als einzige große Volkswirtschaft, die im Jahr 2020 gewachsen ist, hat das asiatische Land der Welt 2020 aus der pandemiebedingten Rezession herausgeholfen. In 2021 wuchs die chinesische Wirtschaft um 8,1 %. Im vierten Quartal schwächte sich das Wachstum jedoch ab: Im Vorjahresvergleich legte die chinesische Volkswirtschaft demnach zwischen Oktober und Dezember um 4,0 % zu. Zuletzt waren es vor allem die starken Exporte, die Chinas Wachstum stützten. Doch der Außenhandel kann auf Dauer andere Probleme nicht allein ausgleichen: Denn in jüngster Zeit hatte China mit lokalen Lockdowns durch Coronavirus-Ausbrüche sowie mit Stromausfällen in wichtigen Industrieregionen wegen Energieknappheit zu kämpfen. Corona und seine Folgen stellen in diesem bedeutsamen Markt weiterhin ein Risiko dar, welches auf die weltweite gesamtwirtschaftliche Entwicklung ausstrahlen kann. Die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie seit Januar 2020 hat Japans bereits stagnierende Volkswirtschaft schwer getroffen. Nach einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2020 um -4,6 % hat sich Japans Wirtschaft erholt und wuchs in 2021 real um 1,7%, was laut IWF auf eine starke und rechtzeitige politische Unterstützung zurückzuführen ist. Für 2022 rechnet der IWF mit einem Wachstum von 3,3% für Japan, da die Politik weiter unterstützend und die Impfrate hoch sei. Derweil ist die US-Wirtschaft in 2021 laut einer ersten Schätzung des Handelsministeriums Ende Januar 2022 um 5,7 % gewachsen und damit so stark wie seit 1984 nicht mehr. Das Wachstum sei besonders durch gestiegene Verbraucherausgaben, Anlageinvestitionen, Exporte und Investitionen in Lagerbestände angetrieben worden, hieß es. Im Jahr 2020 war die US-Wirtschaft wegen der Corona-Krise eingebrochen und das BIP um 3,5 % geschrumpft. Für 2022 kappte der IWF Mitte Januar 2022 seine Wachstumsprognose für die USA um 1,2 Prozentpunkte auf 4,0 %. Als Grund dafür wird vor allem das Scheitern eines billionenschweren staatlichen Investitionspakets im US-Kongress angeführt. Auch Frankreich blickt auf eine positive Entwicklung in 2021 zurück: Die Konjunktur zog laut nationalem Statistikamt Insee im vergangenen Jahr um 7,0 % an - und damit so stark wie seit 1969 nicht mehr. In der Türkei dürfte sich das im Vorjahr starke Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2022 deutlich abschwächen. Niedrige Zinsen, hohe Inflation und eine starke Abwertung der Währung sowie eine hohe Auslandsverschuldung bergen ein hohes wirtschaftliches Risiko. Dabei sind die Währungsreserven gering und die Banken verfügen über geringe Einlagen. Zudem sind weltweit die Rohstoff-, Energie- und Logistikpreise gestiegen. Davon sind türkische Unternehmen in besonderem Maße betroffen, weil viele Handelspartner an ausländische Währungen wie den US-Dollar gebunden sind. Nichtsdestotrotz blicken die Unternehmen nach vorn und planen zahlreiche Projekte. Immobiliendienstleister beobachten zudem eine hohe Nachfrage nach Industrieflächen aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Weltkonjunktur sah Anfang 2021 noch gut aus: Die globale Wirtschaft nahm kräftig Fahrt auf. Aber in der zweiten Jahreshälfte verlangsamte sich das Wachstum. Instabile Lieferketten, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, neue Corona-Wellen und das langsame Impftempo, insbesondere in einkommensschwachen Entwicklungsländern, trugen dazu bei. Im November sorgte die Entdeckung der hochgradig ansteckenden Omikron-Variante zu für einen weltweiten Absturz der Finanz- und Rohstoffmärkte. Die Pandemie bleibt somit ein großes Risiko für das weltweite Wirtschaftswachstum und könnte laut IWF im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den nächsten fünf Jahren um insgesamt 5,3 Billionen US-Dollar (4,6 Billionen Euro) niedriger ausfällt als in der aktuellen Prognose vom Oktober 2021. Bereits Anfang 2022 senkte der IWF seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in 2022 um 0,5 Prozentpunkte auf 4,4 %. Neben der Corona-Krise und den anhaltenden Lieferengpässen dämpfen eine hohe Teuerung und Rekordschulden unverändert die Weltwirtschaft. Der Ukraine-Konflikt wird die Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Krise bremsen. Russland ist als elftgrößte Volkswirtschaft der Welt zwar ökonomisch betrachtet wenig relevant, doch Europa und speziell Deutschland sind stark abhängig vom russischen Gas, und die weitere konjunkturelle Entwicklung ist entscheidend von den Gas- und Ölpreisen beeinflusst. Das Extremszenario, also der komplette Stopp der Gaslieferungen aus Russland, könnte laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zur Folge haben, dass die Firmen in Europa ihre Produktion verringern müssten. Denn gerade für energieintensive Branchen sind die steigenden Preise ein Problem, sie sind zur Produktion auf Gas angewiesen und müssen im Zweifelsfall die höheren Preise zahlen. Diese Preissteigerungen werden vermutlich auch an die Endverbraucher weitergegeben und damit die Inflation weiter anheizen. Nachdem die Inflationsrate in 2021 um 3,1% gegenüber dem Vorjahr stieg und im Dezember bei 5,3% lag, rechnete der IWF schon vor Beginn des Ukraine-Konflikts auch für 2022 mit einer hohen Inflation von durchschnittlich 3,9 %. Eine zusätzliche Steigerung aufgrund der Gaspreisentwicklung wird die Kaufkraft der Verbraucher zusätzlich schwächen und den konjunkturellen Aufschwung gefährden, der sich nach dem Winter mit dem sich abzeichnenden Ende der Omikron-Welle zunächst andeutete. Durch den Anstieg der Verbraucherpreise geht dem ifo-Institut zufolge allein bis Ende März Kaufkraft von etwa 6 Milliarden Euro verloren. Die vollen Auftragsbücher der Industrie und die Normalisierung bei der Pandemie gäben der Konjunktur zwar einen kräftigen Schub, aber der Konflikt dämpft die Konjunktur über deutlich gestiegene Rohstoffpreise, Sanktionen, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit. In der Folge der steigenden Inflation könnten auch die Notenbanken gezwungen werden, früher als geplant einzugreifen. Der Ukraine Konflikt stellt sie vor die jetzt noch größere Herausforderung zwischen gedämpfter Konjunktur und gleichzeitig höheren Inflationserwartungen. So entschied die EZB zwar am 14. April 2022 erneut, den Leitzins vorerst nicht anzuheben, deutete jedoch an, dass Zinserhöhungen künftig nicht ausgeschlossen sind. Die US-Notenbank Federal Reserve reagierte bereits und erhöhte am 16. März 2022 erstmals seit 2018 ihren Leitzins wieder um 0,25 Prozentpunkte, so dass dieser nun in der Spanne von 0,25 bis 0,5 % liegt. Auch in den USA gehen viele davon aus, dass sich infolge der Ereignisse in der Ukraine die Inflation verschlimmern und dem Wirtschaftswachstum kurzfristig schaden könnte, denn neben Europa ist auch die USA durch Ölimporte in großem Maß von russischen Rohstoffen abhängig. Experten gehen davon aus, dass der Ukraine-Konflikt wirtschaftlich nicht dieselben Auswirkungen haben wird wie die Corona-Pandemie. Die Folgen der chinesischen Null-Covid-Strategie, die mit geschlossenen Häfen und Lieferengpässen einhergeht, seien für die Weltwirtschaft bedeutsam und könnten eine längere Phase der Unsicherheit und auch eine erneut verstärkte Abkehr von der Globalisierung zur Folge haben, weil Krisen wie diese die Verletzlichkeit des Wirtschaftssystems offenlegen. 3.2 Branchenbezogene Entwicklung Die wichtigsten Branchen, für welche der Konzern seine Produkte herstellt und deren wirtschaftliche Rahmenbedingungen den Geschäftserfolg beeinflussen, sind der Anlagenbau, die Automobilindustrie sowie der Bereich Consumer Electronics. Anlagenbau Laut revidierter Zahlen des Statistischen Bundesamts hat die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland im Jahr 2021 um real 6,4 % zugelegt. Für das laufende Jahr birgt der Ukraine-Konflikt - neben anderen Risiken wie Inflation, neuen Pandemiewellen oder der Auseinandersetzung China-USA - zudem nicht abschätzbare Gefahren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Handelsunterbrechungen und die stark gestiegenen Energiepreise werden die wirtschaftliche Erholung zumindest bremsen. Als Konsequenz daraus korrigieren die VDMA-Volkswirte die bisherige Jahresprognose zum realen Produktionswachstum. "Statt eines ursprünglich erwarteten Zuwachses von real 7 % rechnen wir nun für das laufende Jahr nur noch mit einem Produktionsplus von 4 %", so der VDMA-Präsident. Der Rückgang hat seine Ursache zum einen im vergleichsweise schwachen vierten Quartal 2021. Der Maschinenbau ist dadurch von einer niedrigeren Ausgangsbasis ins Jahr 2022 gestartet, was die Wachstumsrate drückt. Hinzu kommen die direkten Kriegsfolgen und die schon jetzt spürbare Verunsicherung der Maschinen- und Anlagenbauer und ihrer Kunden. Stützend dürften sich die vollen Auftragsbücher erweisen. Diese Prognose deckt Extremszenarien wie die Ausweitung der kriegerischen Handlungen auf andere Länder, deren Folgen sich nicht vorhersehen lassen, nicht ab. Das vorherrschende Problem der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sind laut einer Umfrage des VDMA im März 2022 die gestörten Lieferketten. 32 % der befragten Firmen sehen sich hier mit gravierenden Schwierigkeiten konfrontiert, 42 % sprechen von merklichen Behinderungen. 85 % sehen den Ukraine-Konflikt als gravierendes oder merkliches Risiko für ihre Geschäfte. Als weiteres gravierendes Problem wird die weitere Energieverteuerung genannt. Mit Blick auf die kommenden drei Monate sind die befragten Firmen pessimistisch. Mit 53 % erwartet die Mehrheit der Befragten eine Verschärfung der Schwierigkeiten in den Lieferketten, weitere 43 % gehen von einer gleichbleibend angespannten Situation aus. Automobilindustrie Die Coronakrise sowie der anhaltende Halbleitermangel stellten die Automobilbranche in 2021 zwar ganzheitlich vor immense Herausforderungen, jedoch teilt sich die Autoindustrie aufgrund der anhaltenden Probleme zunehmend in Gewinner und Verlierer auf. Während zahlreiche Zulieferer um ihr Überleben kämpfen mussten, erzielten die Autobauer infolge ihrer Fokussierung auf margenstarke Modelle nie dagewesene Gewinne. Laut einer Ernst & Young-Studie konnten die 16 weltweit größten Hersteller ihre operativen Gewinne im dritten Quartal 2021 um 11,4 % auf ein neues Rekordhoch steigern, obwohl die Absatzzahlen um 16 % sanken. Zukünftig möchten die Hersteller insbesondere im Bereich der Elektromobilität eine deutlich höhere Quote an Eigenleistung erzielen als bisher. Die Aussichten für Zuliefererunternehmen sind somit in einem ohnehin kritischen Marktumfeld von deutlichen Unsicherheiten geprägt. Gleichzeitig müssen allerdings alle Player der Branche trotz der anhaltenden Krisen zunehmend in relevante Wettbewerbsvorteile rund um Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilität investieren. Die Autoindustrie ist an den Krisen des Jahres 2021 nicht zerbrochen, aber sie ist doch in eine Schieflage geraten, deren Konsequenzen sich nicht nur im kommenden Jahr, sondern vermutlich auch weit darüber hinaus manifestieren werden. Die internationalen Automobilmärkte haben im ersten Quartal 2022 mehrheitlich deutliche Rückgänge verzeichnen müssen. Weiterhin bestimmen Einschränkungen entlang der automobilen Wertschöpfungsketten die Versorgungslage auf den Automobilmärkten. Verschärft wird die aktuelle Lage zudem durch den Konflikt in der Ukraine. Während der chinesische Markt nach den ersten drei Monaten ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging der Absatz in Europa und in den USA jeweils zweistellig zurück. In Japan und in Brasilien wurden ebenfalls deutliche Rückgänge verbucht. Indien beendete das erste Quartal knapp unter Vorjahresniveau. In Russland brach der Absatz von Neufahrzeugen nach Beginn des Konflikts ab Ende Februar deutlich ein. Angesichts einer Vielzahl verschiedener Einflussfaktoren dürfte es laut Verband der Automobilindustrie (VDA) auch in den kommenden Monaten zu Auswirkungen auf die internationalen Automobilmärkte kommen. Neben Engpässen bei Vorprodukten und angespannten Logistik- und Lieferketten, sind dazu mögliche neue und zusätzliche Corona-Lockdowns in China sowie der weitere Verlauf des Konfliktes in der Ukraine zu zählen. Daher bleibt der Ausblick mit großen Unsicherheiten behaftet. Consumer Electronics Nach einem von der Pandemie geprägten Jahr 2020 und einer daraus resultierenden außergewöhnlich großen Nachfrage nach Home Electronics-Produkten, zeigte der Markt im Jahr 2021 eine insgesamt weiterhin positive Entwicklung - allerdings auf abgeschwächtem Niveau. Die Pandemie-bedingte Sonderkonjunktur ist laut Branchenorganisation gfu Consumer & Home Electronics GmbH zu Ende gegangen. Während die Wachstumsraten geringer ausfielen als 2020 und Umsatz- oder Stückzahlrückgänge verzeichnet wurden, ist in vielen Segmenten als Folge des Kaufverhaltens der Durchschnittspreis deutlich angestiegen. Die Konsumenten investierten in hochwertigere und besser ausgestattete Produkte. Der Bereich Consumer Electronics konnte im Jahr 2021 ein Plus von 2,5 % verzeichnen, was einem Umsatz von mehr als 31 Mrd. Euro entspricht. Der Bereich splittet sich auf in die "privat genutzte Telekommunikation", die "privat genutzten IT-Produkte" und die "Unterhaltungselektronik". Mit Blick auf die privat genutzte Telekommunikation war ein Plus von 7 % (knapp 13,6 Mrd. Euro Umsatzzuwachs) zu verzeichnen. Hier waren es vor allem die sogenannten "Core Wearables", also Smartwatches (Umsatzplus 19,4 %) oder auch Smartphones (Umsatzplus 6,3 %), die das Wachstum begründeten. Privat genutzte IT-Produkte wie PCs und Tablet-PCs verzeichneten ebenfalls ein Wachstum, hier 3,1 %, auf mehr als 8,7 Mrd. Euro. Anders sah es bei der Unterhaltungselektronik aus, wo ein Umsatzminus von 4,3 % festzustellen war, was einem Umsatz von 8,9 Mrd. Euro entspricht. Bezüglich der Erwartungen für 2022 besteht in der Consumer Electronics Branche große Unsicherheit. Aufgrund immer noch gestörter Lieferketten sowie weiteren Logistikproblemen und damit verbundenen Versorgungsengpässen bei Komponenten, Bauteilen und manchen Rohmaterialien sowie der aktuellen Krisensituation sei laut gfu eine seriöse Prognose der Marktentwicklung für das Jahr 2022 derzeit nicht möglich. Trotz der auf vielen wichtigen Absatzmärkten der Precitec Gruppe zu spürenden Auswirkungen der Corona-Pandemie blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Durch konsequent umgesetzte interne Sicherheitsmaßnahmen wie dezentralem Arbeiten, einer Kontaktkettendokumentation, einer Teststrategie und getrennt arbeitenden Teams sowie einer engen Abstimmung mit unseren Kunden und Lieferanten zur Sicherstellung der Lieferketten ist es uns bisher gelungen, den Geschäftsbetrieb ohne nennenswerte Beeinträchtigungen aufrecht zu erhalten. Unsicherheiten sehen wir für die nächste Zeit in den Auswirkungen politischer Spannungen, insbesondere des Ukraine-Konflikts sowie der zunehmenden Rohstoffknappheit und stark steigender Preise für Roh- und Verbrauchsmaterialien. Zudem bestehen aktuell gravierende Einschränkungen der Geschäftstätigkeit insbesondere in China, dem in den letzten Jahren umsatzstärksten Land, aufgrund lokaler Lockdowns als Reaktion auf Omikron-Ausbrüche. Hier sehen wir für den weiteren Jahresverlauf schwer prognostizierbare Risiken, die auch von der Pandemie-Entwicklung im Herbst abhängen werden. Es ist daher zum aktuellen Zeitpunkt schwierig, eine belastbare Prognose für das Gesamtjahr 2022 zu stellen. Aufgrund der vorsichtig positiven Einschätzung unserer lokalen Partner sowie vielversprechender Auftragseingänge im Segment Automotive im ersten Halbjahr 2022 und in Aussicht stehender weiterer Projekte rechnen wir für 2022 weiterhin mit einer stabilen Entwicklung, gehen aber davon aus, nicht alle geplanten Umsätze realisieren zu können. 3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der BSW Holding SE gehabt hätten. 4 Geschäftsentwicklung Die BSW Holding SE ist für das Geschäftsjahr 2021 erstmalig zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, daher liegen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung keine konsolidierten Vorjahres-Vergleichswerte vor. 4.1 Überblick
4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung: 4.2.1 Umsatzentwicklung Der Konzern konnte im Berichtsjahr die geplanten Umsätze nahezu realisieren. Der konsolidierte Umsatz lag bei TEUR 124.569. 4.2.2 Ergebnisentwicklung: Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 6.758 beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.396. Der Materialaufwand bereinigt um Bestandsveränderungen lag im Berichtsjahr mit TEUR 56.393 bei 45,3 % des Umsatzes. Das Rohergebnis betrug TEUR 78.110. Die Personalaufwand betrug TEUR 33.325, was einer Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz von 26,8 % entspricht. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrugen im Berichtszeitraum TEUR 2.718. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 23.255 und beinhalten unter anderem in größerem Umfang Verwaltungskosten, F&E-Kosten, Beratungskosten sowie Verkaufsprovisionen. Das EBIT lag bei TEUR 18.813. Das Zinsergebnis betrug TEUR -447. Der Jahresüberschuss lag bei TEUR 13.759, was einer Umsatzrendite von 11,0 % entspricht. 4.3 Auftragslage Die Auftragseingänge lagen im Berichtszeitraum um 5 % über dem geplanten Auftragseingang. Aufgrund des deutlich ausgebauten Schneidgeschäfts in China sowie in Aussicht gestellter vielversprechender Projekte in den Geschäftsbereichen CE und E-Mobility rechneten wir Ende 2021 mit einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund zum Zeitpunkt der Planerstellung noch nicht absehbarer Entwicklungen, insbesondere Verschärfung der Lieferkettenprobleme und längerfristige Lockdown-Maßnahmen in China lagen die Auftragseingänge und Umsätze jedoch im ersten Halbjahr 2022 unter Plan. Positiv entwickelte sich der Geschäftsbereich Automotive, hier lagen die Auftragseingänge im ersten Halbjahr über dem Planwert. Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir nach Beendigung der Lockdown-Maßnahmen in China mit wieder höheren Auftragseingängen im Schneidgeschäft, sehen uns aber weiterhin mit deutlichen Unsicherheitsfaktoren aufgrund der weltpolitischen Lage sowie der nach wie vor präsenten Auswirkungen der Corona-Pandemie konfrontiert, deren Auswirkungen auf die Beschaffungs- und Absatzmärkte schwer einzuschätzen sind. Wir sind optimistisch, dass wir das Jahr 2022 erfolgreich abschließen werden, gehen aber davon aus, dass wir nicht alle geplanten Umsätze realisieren werden und die Umsätze unterhalb der in 2021 realisierten Umsatzerlöse liegen werden. 4.4 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Zum Zeitpunkt der Planung Ende des Berichtsjahres 2020 rechneten wir, unter anderem durch den Ausbau der Umsätze im Bereich E-Mobility, mit einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Im Rückblick wurde der Plan mit einer geringfügigen Unterschreitung von 1,6 % annähernd erreicht. Das geplante Betriebsergebnis wurde überschritten. 5 Finanz- und Vermögenlage 5.1 Kapitalstruktur Das Anlagevermögen erhöhte sich geringfügig um TEUR 62 auf TEUR 5.594. Investitionen fanden in erster Linie in den Bereichen Betriebs- und Geschäftsausstattung und Anlagen im Bau statt. Im Bereich des Umlaufvermögens erhöhten sich die Vorräte um TEUR 13.029 (54,8 %), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 1.121 (5,2 %). Die Eigenkapitalquote stieg um 5,9 % - Punkte auf 46,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 40,2 %). Die Steuerrückstellungen betrugen TEUR 835, im Vorjahr bestand eine Steuerforderung in Höhe von TEUR 742. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um TEUR 2.657 (124,4 %), im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Rückstellungen für Pauschalgarantie, Gratifikationen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Rückvergütungen. Die Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um TEUR 1.997. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie eines Darlehens von einem nicht verbundenen Unternehmen aus der Unternehmensgruppe. Ein unverändert starker operativer Cash-Flow und Darlehen von verbundenen Unternehmen bzw. nicht verbundenen Gesellschaften aus der Unternehmensgruppe ermöglichten dem Konzern grundsätzlich auch ein Wachstum ohne Bankenfinanzierung. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Passiva von TEUR 23.750, die gegenüber nahestehenden Personen bestehen, nicht kurzfristig abgezogen werden. 5.2 Liquidität Mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31.12.2021 in Höhe von TEUR 17.180 (Vorjahr: TEUR 10.510) verfügen die Konzernunternehmen über ausreichend liquide Mittel, um geplante Investitionen zu finanzieren und den sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 5.3 Investitionen Die BSW Holding SE Gruppe hat in 2021 insgesamt TEUR 2.913 in neue Anlagegüter investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen lag neben dem Neubau eines Produktionsgebäudes in Gaggenau in Anschaffungen von Labor- und Werkstattausstattung und dem Erwerb von IT-Infrastruktur, unter anderem zur Optimierung der IT-Sicherheit. 6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 6.1 Forschung- und Entwicklung Innovative Produkte beeinflussen die langfristige Ertragskraft und Wahrnehmung am Markt. Entsprechend hohe Bedeutung wird der Forschung und Entwicklung neuer, innovativer Produkte beigemessen. Wir investieren einen erheblichen Teil unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Dabei orientieren sich alle Entwicklungsprojekte an den Markterfordernissen. Zur Steigerung der Innovationskraft wird mit Hochschulen und industriellen Partnern zusammengearbeitet. 6.2 Mitarbeitende Die Precitec-Gruppe hat hervorragende Mitarbeitende und investiert viel dafür, dass dies so bleibt: intensive Ausbildung, Weiterbildung in den Unternehmensbereichen, hohe Arbeitsschutzstandards, Internationalität. Unsere Mitarbeiterzahl ist im Berichtsjahr gewachsen. Konzernweit waren zum 31. Dezember 2021 627 Mitarbeitende beschäftigt und damit 17 % mehr als ein Jahr zuvor. 7 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 7.1 Chancen- und Risikomanagementsystem Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen und damit den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern. Dementsprechend versuchen wir, bestehende Risiken durch operative Maßnahmen weitestgehend einzuschränken und unangemessene Risiken zu vermeiden. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch die Geschäftsführung in enger Abstimmung mit dem Gesellschafterkreis vorgegeben. Die Geschäftsführung hat ein Informations- und Kontrollsystem sowohl für die qualitativen als auch für die quantitativen Kriterien zur Früherkennung von Risiken implementiert. 7.2 Operative Risiken Insbesondere auf der Verkaufs- aber auch auf der Einkaufsseite stehen uns häufig ungleich größere und damit verhandlungsstärkere Vertragsparteien gegenüber, so dass unser Verhandlungsspielraum eingeschränkt ist. Wir sind grundsätzlich bestrebt, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden ("Second Source") beziehungsweise durch die Diversifikation in der Produktpalette zu minimieren. Das Risiko, einen Lieferanten nicht in angemessener Zeit durch einen Drittlieferanten ersetzen zu können, schätzen wir als gering ein. Trotz Corona-Pandemie sind unsere Lieferketten dank enger und langfristiger Zusammenarbeit mit unseren zu einem hohen Anteil in Deutschland ansässigen Lieferanten bisher größtenteils stabil, jedoch spüren auch wir zunehmend Lieferschwierigkeiten bestimmter Bauteile sowie Verzögerungen in den Lieferketten. Wir arbeiten daher mit Hochdruck an der Optimierung unseres Lieferantenportfolios und der Bevorratung mit kritischen Bauteilen. Technologische Risiken Technologiekonzern sind wir dem Risiko eines sehr kurzfristigen Innovationszyklus ausgesetzt. Der Erfolg der Precitec Gruppe hängt wesentlich davon ab, wie schnell und in welcher Qualität die Neuentwicklungen zur Marktreife geführt werden. Im Rahmen des Risikomanagementsystems entscheidet ein Produktportfoliogremium über Neuentwicklungen. Das Bestandsportfolio wird laufend überwacht und angepasst, um sich technologisch ändernden Absatzmärkten Rechnung zu tragen. Die Lagerbestände werden regelmäßig auf Gängigkeit überprüft; Sicherheitsbestände werden so festgelegt, dass eine angemessen schnelle Belieferung unserer Kunden sichergestellt ist und sich die Reichweite gleichzeitig auf einen realistischen Zeitraum erstreckt. Gleichzeitig werden die Anforderungen der Precitec Kunden bereits in frühen Produktentwicklungsstadien berücksichtigt, um die Marktfähigkeit der Produkte sicherzustellen. Sollten unerwartet technische Probleme mit unseren Produkten auftreten, erfolgt eine angemessene und schnelle Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Sollten diese Probleme zur Beeinträchtigung beim Kunden führen, werden diese offen und in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Kunden gelöst. Patentrisiken Ein Teil unserer Produkte unterliegt dem Patentschutz. Läuft ein Patent aus oder können wir ein Patent nicht erfolgreich verteidigen, ist in der Regel mit verstärktem Wettbewerb und damit verbundenem Preisdruck durch Wettbewerber zu rechnen. Unsere Patentabteilung überprüft in Zusammenarbeit mit den jeweiligen operativen Abteilungen regelmäßig die aktuelle Patentlage und beobachtet mögliche Patentverletzungsversuche, um bei Bedarf rechtliche Schritte einzuleiten. Ausfallrisiko Ausfallrisiken bei unseren Kunden werden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Risiko begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Zum Teil werden Vorauskasse- oder Teilzahlungsvereinbarungen getroffen. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Wesentliche Konzentrationen von Ausfallrisiken sehen wir nicht. Auch aus der Kundenstruktur ergibt sich keine Risikokonzentration. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert dieser Instrumente. Mit Hilfe eines konsequenten Forderungsmanagements und den oben genannten Absicherungsmaßnahmen ist es uns auch in der Corona-Pandemie gelungen, finanzielle Ausfälle auf ein sehr geringes Maß zu minimieren. Erwartungsgemäß gingen einige Zahlungen verspätet ein, größere Ausfälle waren aber nicht zu verzeichnen. Zinsänderungsrisiken Die BSW Holding SE Gruppe ist nicht wesentlich durch Bankkredite finanziert. Mit Ausnahme eines Darlehens, welches zum Ende der Zinsbindungsfrist planmäßig getilgt ist, bestehen keine verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Zinsrisiko des BSW Holding SE Konzerns ergibt sich aufgrund der zum großen Teil formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen. Die Anpassung deren Zinsen entsprechend der Marktzinsentwicklungen haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen des Konzerns. Die Zinsunsicherheit bewerten wir als geringes Risiko für unser operatives Geschäft. Wechselkursrisiken Wechselkursrisiken resultieren insbesondere aus Transaktionen in unterschiedlichen Währungen. Vornehmlich sind hiervon die Lieferungen an ausländische Produktions- und Vertriebsgesellschaften betroffen. Wechselkursrisiken werden neben dem Setzen kurzfristiger Zahlungsziele u.a. durch Diversifikation des von der Gesellschaft vorgehaltenen Währungsportfolios sowie durch permanente aktive Überwachung der Wechselkursentwicklung minimiert. Bei langfristigen Lieferverträgen werden regelmäßig Preisanpassungsklauseln vereinbart, die bei wesentlichen Wechselkursschwankungen greifen. In Einzelfällen werden Kurssicherungsgeschäfte zur Minimierung der Wechselkursrisiken abgeschlossen. Liquiditätsrisiko Die Liquidität des Konzerns wird laufend durch die Geschäftsführung überwacht. Ziel ist eine vollständige Deckung des Liquiditätsbedarfs durch den operativen Cashflow der Gesellschaft bzw. ihrer Tochtergesellschaften. Daneben unterliegen alle größeren Investitionen dem Zustimmungsvorbehalt der Gesellschafter. Aufgrund der stabilen finanziellen Situation der Gesellschaft und der Auftragseingänge im ersten Quartal 2022 sehen wir uns gut aufgestellt und rechnen aktuell nicht mit Liquiditätsengpässen. Materialverfügbarkeit und Preisvolatilität Aufgrund der Rohstoffknappheit und der auftretenden Verzögerungen in internationalen Lieferketten durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie den Ukraine-Konflikt sehen wir ein erhöhtes Risiko, dass Einkaufspreise aufgrund von Engpässen steigen, die bei langfristigen Lieferverträgen nicht an die Kunden weitergereicht werden können. Hierdurch besteht das Risiko, dass kritische Komponenten, insbesondere im Chip- / Halbleiterbereich zu deutlich erhöhten Kosten eingekauft werden müssen, um eine Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten. In Extremfällen kann ein Lieferausfall von kritischen Komponenten zu einem Produktionsstillstand führen. Diesem Risiko begegnen wir mit einem laufenden Monitoring der kritischen Komponenten und einer Anpassung der Bevorratungsstrategie. Auf der Verkaufsseite besteht das Risiko eines steigenden Wettbewerbs und damit verbundenen Preisdrucks. Diesem Risiko begegnen wir mit dem Ausbau lokaler Präsenz, einer strikten Kostenkontrolle und technologisch führenden Produkten. Qualitätsrisiken Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bestehen die üblichen Haftungs-, Gewährleistungs- und Kulanzrisiken. Soweit möglich und wirtschaftlich rentabel, bestehen zur Minimierung des wirtschaftlichen Risikos entsprechende Versicherungen. Potenzielle Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben, soweit sie nicht durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind. Zur Qualitätssicherung verfügen wir über eine zentrale Qualitätsabteilung. Hier werden Fehlerquellen systematisch analysiert, eigene Produktionsprozesse optimiert, Serienanläufe abgesichert und Gewährleistungsrisiken reduziert. Ein zentrales Qualitätsmanagement sorgt für einheitliche Prozesse, Methoden und regelmäßige Auditierungen. Der hohen technischen Komplexität unserer Produkte und den stetig weiter ansteigenden Qualitätsansprüchen unserer Kunden werden wir durch regelmäßige Zertifizierungsaudits gerecht. So sind wir nach ISO9001 zertifiziert. Durch den regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden sind wir bestmöglich über potenzielle Qualitätsrisiken informiert und können frühzeitig eingreifen. Für Gewährleistungsrisiken wird zudem durch Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen. Personalrisiken: Unsere hochqualifizierten Mitarbeitenden bilden für uns als innovationsabhängige, technologieorientierte und international ausgerichtete Unternehmensgruppe die Basis unseres Erfolgs. Insbesondere besteht das Risiko, Fach- und Führungspositionen nicht zeitnah und qualifiziert zu besetzen bzw. nachbesetzen zu können. Diesem Risiko begegnen wir zum einen mit einer langfristigen Nachfolgeplanung, zum anderen mit einer individuellen Mitarbeiterförderung, um die Bindung an das Unternehmen zu erhöhen. IT-Risiken Risiken bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten von außen begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (zum Beispiel Firewall-Systemen oder Zwei-Faktor-Authentifizierung). In 2021 wurden unsere IT-Sicherheitssysteme weltweit deutlich ausgebaut, um unbefugte Zugriffe schneller detektieren und abwehren zu können. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs von innen und einer Verwertung sensibler Unternehmensdaten begegnen wir u.a. mit der Beschränkung und regelmäßigen Prüfung von Zugriffsberechtigungen sowie der Einschränkung des Einsatzes mobiler Speichermedien. 7.3 Chancen Chancen werden im Wesentlichen in Produktinnovationen gesehen, die Precitec als Technologieführer im Markt etablieren und damit der Gesellschaft einen Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern verschaffen. Die unverändert starke Nachfrage nach Laserprodukten sowie die Aufnahme von Komplementärprodukten in das Portfolio der Unternehmensgruppe könnten sich deutlich positiv auf die Marktstellung von Precitec auswirken. Kontinuierliche Optimierungen in den Produktionsabläufen werden sich mittelfristig auf die Effizienz und Produktivität auswirken und somit einen Beitrag zur Ergebnissicherung des Unternehmens leisten. Auf Basis der durchgeführten Risikoanalyse und -bewertung bestehen zurzeit nach Auffassung der Geschäftsführung keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für die Unternehmensgruppe. Unsicherheiten bestehen nach wie vor in der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft während und nach der Corona-Pandemie insbesondere in China sowie der Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und der zunehmenden Lieferengpässe. 8 Prognosebericht: Nachdem wir das Jahr 2021 trotz der Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie erfolgreich abschließen konnten, sind wir mit einem hohen Auftragsbestand und der Aussicht auf vielversprechende Projekte in das Jahr 2022 gestartet, konnten aber im ersten Halbjahr - insbesondere aufgrund der Lockdown-Maßnahmen in China - die geplanten Auftragseingänge nicht umsetzen. Aufgrund der anhaltenden pandemie- und geopolitischen Unsicherheiten gehen wir nicht davon aus, dass der Planumsatz erreicht wird und rechnen aktuell mit leicht unter dem Vorjahr liegenden Umsätzen bei einem positiven Jahresergebnis.
Eschborn, den 24. August 2022 gez. Dr. Benno Stork gen. Wersborg gez. Dr. Thilo Stork gen. Wersborg KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021jBSW Holding SE, EschbornHRB 97787, Amtsgericht Frankfurt am Main KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind folgende Unternehmen einbezogen:
Die BSW Holding SE, Eschborn, ist das Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, welche den Konzernabschluss aufstellen. Konsolidierungsmethoden Sämtliche Tochterunternehmen wurden unter Anwendung der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HBG in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 HGB. Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile wurde mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Die Verrechnung erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt gemäß § 301 Abs. 2 Satz 5 HGB. Die Schuldenkonsolidierung wurde nach § 303 HGB durchgeführt. Ausleihungen und sonstige Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, im Konzernabschluss weggelassen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB wurden Erlöse zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren und aus Sicht des Konzerns noch nicht realisiert sind, wurden, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung, gemäß § 304 HGB erfolgswirksam eliminiert. Resultieren aus den Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so wurden die sich zukünftig ergebenden Steuerentlastungen beziehungsweise Steuerbelastungen als aktive bzw. passive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgte gemäß § 308a HGB. Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird im Konzerneigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Nachfolgend sind die bei der Erstellung des Konzernabschlusses verwendeten Wechselkurse aufgeführt:
GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG Aufstellung des Jahresabschlusses Der Konzernabschluss der BSW Holding SE wurde nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in der Berichtswährung Euro aufgestellt. Dabei fanden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzern weist die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Die im Konzernanhang dargestellten Zahlen wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht zu den dargestellten Summen aufaddieren lassen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die planmäßigen Abschreibungen gehen im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern aus: 1 bis 5 Jahre für Software, 3 bis 14 Jahre für Gebäudeteile, 6 bis 8 Jahre für technische Anlagen und Maschinen, 1 bis 14 Jahre für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden nicht aktiviert. Sämtliche Posten des Finanzanlagevermögens der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind Beteiligungen oder Ausleihungen untereinander, die im Rahmen der Konsolidierung komplett eliminiert wurden. Somit wird im Konzernabschluss kein Finanzanlagevermögen ausgewiesen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkten Material- und Fertigungskosten werden dabei in angemessenem Umfang auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Die Vorräte werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn dieser aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Absatzmarktpreisen, Überbestand oder Ungängigkeit am Abschlussstichtag niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich einer bestimmten Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind. Die Steuerrückstellungen werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Absatz 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Anhangsinformationen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 1.063 Umsatzsteuerforderungen (Vorjahr: TEUR 704). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erhalten jederzeit frei verfügbare liquide Mittel und Bargeldbestände. Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält in erster Linie vorausgezahlte Renovierungskosten, Lizenz- und Wartungsgebühren sowie Recruitingkosten. Die latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.350 resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung. Überleitungsrechnung des Steueraufwands:
Die Position Gezeichnetes Kapital entspricht dem Gezeichneten Kapital der BSW Holding SE. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 270 und ist eingeteilt in 270.000 Aktien ohne Nennbetrag. Im Eigenkapital sind Fremdanteile in Höhe von TEUR 3.760 enthalten. Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern der Jahre 2020 und 2021. Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieleistungen, ausstehende Rechnungen und Personalkosten ausgewiesen. Die zum Bilanzstichtag bestehende Rückstellung für Altersteilzeit wurde unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,35 % und eines Gehaltstrends von 2,0 % unter Verwendung der Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck berechnet. Es ergab sich hierbei ein Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 38 bei einem Zinsaufwand von TEUR 0,5. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit TEUR 500 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und mit TEUR 1.000 eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von Dritter Seite grundpfandrechtlich besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten wurden keine weiteren Sicherheiten bestellt. Im Berichtsjahr bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte. Derivative Finanzinstrumente im Sinne von § 285 Nr. 19 HGB bestehen nicht. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.350 (Vorjahr: TEUR 1.029) resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung auf konzernintern bezogene und zum Bilanzstichtag noch nicht weiterveräußerte Vorräte. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 29,5 % zugrunde gelegt, was dem durchschnittlichen Ertragssteuersatz des fakturierenden Unternehmens entspricht. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG Die BSW Holding SE ist für das Geschäftsjahr 2021 erstmalig zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, daher liegen für die Gewinn- und Verlustrechnung keine konsolidierten Vorjahres-Vergleichswerte vor. Der Umsatz wurde zu 9 Prozent in Deutschland beziehungsweise 91 Prozent außerhalb Deutschlands erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 4.396 enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 884 sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.928 vorgenommen. Unter Zugrundelegung der gemäß BMF-Schreiben vom 26.2.2021 und 22.2.2022 zulässigen Verkürzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von Computerhardware und Betriebs- und Anwendersoftware wurden zusätzliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 464 vorgenommen. Außerdem wurde für Mietereinbauten im Bereich Fertigung eine Sonderabschreibung in Höhe von TEUR 326 aufgrund einer verkürzten Restnutzungsdauer vorgenommen. Periodenfremde Erträge sind im laufenden Jahr mit TEUR 9, periodenfremde Aufwendungen mit TEUR 32 enthalten. An den Abschlussprüfer wurden in 2021 folgende Honorare geleistet:
SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen in Form von Bestellobligo, Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen. Die Gesamtverpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.430 (Vorjahr: TEUR 6.494), davon TEUR 4.689 (Vorjahr: TEUR 6.494) mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 0) mit einer Laufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren und TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 0) mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen nicht. Personal Der Konzern beschäftigt im Jahresdurchschnitt 582 Arbeitnehmer (Vorjahr: 518 Arbeitnehmer). Vorstand, Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführende Direktoren sind im Geschäftsjahr und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses:
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Verwaltungsrat Dem Verwaltungsrat gehörten im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses an:
Befreiung gemäß HGB Für folgende Kapitalgesellschaften wird von der Befreiung des § 264 Absatz 3 HGB bzw. § 264b Gebrauch gemacht: Precitec GmbH & Co. KG, Precitec Holding GmbH, Precitec Optical Systems GmbH, Drais Immo Holding GmbH, Drais 1 Immo GmbH. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Genehmigtes Kapital Der Verwaltungsrat ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29.12.2020 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 12.01.2026 um bis zu 30.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2021/I) Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Eschborn, den 24. August 2022 gez. Dr. Benno Stork gen. Wersborg gez. Dr. Thilo Stork gen. Wersborg Bericht des AufsichtsratsBericht des Verwaltungsrats Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 Der Verwaltungsrat der BSW Holding SE hat die ihm obliegenden Aufgaben während des Geschäftsjahres 2021 wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung überwacht und den Vorstand in allen für das Unternehmen wesentlichen Fragen beraten. Die geschäftsführenden Direktoren haben den Verwaltungsrat regelmäßig zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage, über die Geschäftsentwicklung und Geschäftsereignisse sowie über die Risikolage und das Risikomanagement informiert. Zwischen geschäftsführenden Direktoren und Verwaltungsrat wurden alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingehend erörtert. Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der Verwaltungsrat insbesondere mit folgenden strategischen Vorhaben des Vorstands befasst:
Dank erfolgreicher Anstrengungen insbesondere im Covid-19 Umfeld in China konnte das Geschäftsjahr mit einem guten Ergebnis abgeschlossen werden. Die schnelle Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an äußere Umstände und der interne Zusammenhalt haben hierzu wesentlich beigetragen. Der Verwaltungsrat hat diese Entwicklungen sowie die fortlaufenden Risikoanalysen der geschäftsführenden Direktoren beratend begleitet. Der Verwaltungsrat stand mit den geschäftsführenden Direktoren über die Verwaltungsratssitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt und hat sich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsereignisse informiert. Sitzungen des Verwaltungsrats Im Berichtszeitraum hat sich der Verwaltungsrat in einer Sitzung ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage und der Unternehmensentwicklung der BSW Holding Gruppe befasst. Die Sitzung fanden im Berichtszeitraum am 8. Juni 2021 und 13. Dezember 2021 statt. Am 19. Januar 2023 wurde die Bilanzsitzung abgehalten. Covid-19-bedingt wurden weitere erforderliche Abstimmungen im Verwaltungsrat im Wege der Telekommunikation erledigt. Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses Die HSG Treuhand Heidelberg GmbH, Heidelberg, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der BSW Holding SE sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft und jeweils uneingeschränkt testiert. Der Abschlussprüfer hat sich im Rahmen seiner Prüfung mit dem bestehenden Risikofrüherkennungssystem und dem bestehenden Compliance-Management-System befasst. Der Konzernabschluss wurde nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt. Der Verwaltungsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 der BSW Holding SE mit dem Abschlussprüfer erörtert und geprüft. Gleiches gilt für den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns. Dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer stimmt der Verwaltungsrat zu. Der Verwaltungsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und hat den Jahres- und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zusammensetzung Verwaltungsrat und Vorstand Mitglieder des Verwaltungsrats sind in 2021 bis zum Berichtszeitpunkt:
Der Verwaltungsrat spricht allen Mitgliedern der Unternehmensführung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Precitec -Gruppe für ihre Leistungen und ihren engagierten Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr seinen Dank aus. Den Vertretungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken wir für ihre sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse unseres Unternehmens.
Eschborn, den 14. Dezember 2022 gez. Dr. Benno Stork genannt Wersborg, Verwaltungsratsvorsitzender Bestätigungsvermerk des KonzernabschlussprüfersBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BSW Holding SE, Eschborn Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BSW Holding SE, Eschborn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BSW Holding SE, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 14.12.2022 HSG
Treuhand Heidelberg GmbH
Dipl.-Kfm. Siegfried Grupp, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Bw. (BA) Harald Habersetzer, Wirtschaftsprüfer |
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Drais Immo Holding GmbH GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Schleußnerstraße 54
63263 Neu-Isenburg - Handelsregister
- HRB 742056, Mannheim
- Eintragungsdatum
- 24. November 2021
- Branche
-
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Unternehmenszweck
- Der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an immobilienbesitzenden Gesellschaften.
Finanzen
Bilanz
2022- Umlaufvermögen 79,4 % 74,08 Mio
- Anlagevermögen 16,6 % 15,53 Mio
- Aktive latente Steuern 3,0 % 2,81 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,9 % 870,6 k
- Eigenkapital 52,7 % 49,17 Mio
- Verbindlichkeiten 44,2 % 41,21 Mio
- Rückstellungen 3,1 % 2,91 Mio
Bilanzdaten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2022- Umsatzerlöse 96,2 % 118,93 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 2,1 % 2,54 Mio
- anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn 1,0 % 1,23 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,7 % 915,5 k
- Materialaufwand 38,7 % 43,02 Mio
- Personalaufwand 30,3 % 33,66 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 25,4 % 28,30 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,1 % 3,50 Mio
- Abschreibungen 1,9 % 2,15 Mio
- Finanz- und Beteiligungsergebnis 0,5 % −559,7 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 46,8 k
- Betriebsergebnis 15,26 Mio
- Rohergebnis 79,37 Mio
- Gesamtleistung 119,84 Mio
- Ergebnis nach Steuern 11,20 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 11,15 Mio
GuV-Daten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Daniel Rosenkranz
seit 2022 Geschäftsführer
-
Udo Anton Höckelmann
seit 2022 Geschäftsführer
-
Maja Dr. Hartung
seit 2022 Prokura
-
Ursula Stork genannt Wersborg
seit 2022 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- BSW Holding SE DEU 100,0 % 25k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Beteiligungen an
- Unbekannte Beteiligung 100,0 %
Historie
- 2022
-
25.02.
Eintritt eines MitgliedsMaja Dr. Hartung · Prokura
-
25.02.
Austritt einer PositionUrsula Stork genannt Wersborg · Geschäftsführer
-
25.02.
Eintritt eines MitgliedsUdo Anton Höckelmann · Geschäftsführer
-
25.02.
Austritt einer PositionMaja Dr. Hartung · Geschäftsführer
-
25.02.
Eintritt eines MitgliedsUrsula Stork genannt Wersborg · Prokura
-
25.02.
Austritt einer PositionDaniel Rosenkranz · Prokura
-
25.02.
Eintritt eines MitgliedsDaniel Rosenkranz · Geschäftsführer
- 2021
-
24.11.
Änderung des VertretungsplansIst nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2022 Konzernabschluss
- 2021 Konzernabschluss ↓
- 2021 Konzernabschluss
Konzernabschluss 2021
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
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