Rampf Holding GmbH + Co. KGGrafenbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 / 2022der RAMPF Holding GmbH + Co. KG mit Sitz in Grafenberg1. Grundlagen des Konzerns Die RAMPF Holding GmbH + Co. KG und ihre verbundenen Unternehmen (RAMPF-Gruppe) sind eine in Familienbesitz stehende Unternehmensgruppe mit Holdingstruktur mit Sitz in D-72661 Grafenberg. Die Unternehmensgruppe gliedert sich in folgende Geschäftsbereiche, die eigenständig am Markt agieren:
Die Hauptmärkte der RAMPF-Unternehmensgruppe sind die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, die Elektro- / Elektronikindustrie, der Flugzeugbau und die Medizinindustrie. Die RAMPF-Gruppe operiert weltweit und besitzt Produktions- und Vertriebsgesellschaften in den USA, Kanada, China und Südkorea sowie eine Vertriebsgesellschaft in Japan. Die Gesellschaft in Südkorea wird gemeinsam mit einem Partner in der Form eines Joint-Ventures geführt. Zu dem Konsolidierungskreis der RAMPF-Gruppe zählen zum 30. Juni 2022 insgesamt 13 inländische und 5 ausländische Tochtergesellschaften. Die RAMPF-Gruppe versteht sich als Systemanbieter, getreu dem Motto "one face to the customer". 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche und politische Entwicklung Die deutsche Wirtschaft und auch die Weltwirtschaft stehen nach wie vor unter dem enormen Einfluss der COVID-19-Pandemie und seit dem 24.02.2022 unter zusätzlichem Einfluss durch den russischen Angriffskrieg in die Ukraine und der damit verbundenen Wirtschaftsembargos in Richtung Russland und Belarus. Laut ifo-Institut leidet die deutsche Wirtschaft unter gewaltigen Angebotsschocks. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Produktion und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Erst im Jahr 2024 dürfte der Preisdruck langsam nachgeben. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpft im Winterhalbjahr 2022/23, die deutsche Wirtschaft kann damit in eine Rezession geraten. Ab dem Frühjahr 2023 dürfte sich die Konjunktur dann erholen und die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte mit kräftigeren Raten zulegen, wenn die Einkommen wieder stärker steigen als die Preise. Alles in allem nahm das Bruttoinlandsprodukt in 2022 um 1,8% zu und wird laut ifo in 2023 geringfügig um 0,1% schrumpfen. Im Jahr 2024 liegt der Zuwachs dann wieder bei 1,6%. Durch die Ukrainekrise erfuhr der Wechselkurs Euro/US-Dollar eine unerwartet hohe Dynamik. Innerhalb kürzester Zeit fiel der Kurs von 1,13 USD/Euro (24.02.2022) auf zeitweise 0,96 USD/Euro (06.09.2022). Zum Bilanzstichtag 30.06.2022 lag der Kurs bei 1,04 USD/EUR. 2.1.2 Branchen Für die RAMPF-Gruppe sind die Entwicklungen in der Chemiebranche und im Maschinen und Anlagenbau von Bedeutung. Laut Statistischem Bundesamt (Stand Mai 2020) bezieht die deutsche Chemieindustrie 35% ihrer Vorleistungen aus dem Ausland und rund 60% ihrer inländischen Produktion findet im Ausland ihren Absatz. Die Chemie steht am Anfang vieler Wertschöpfungsketten und auch innerhalb der Branche ist die Fertigungstiefe hoch. So ist die Branche sowohl ihr wichtigster Lieferant als auch ihr wichtigster Kunde. Hauptabnehmer der Chemie im produzierenden Gewerbe sind Kunststoffverarbeitung, Bauwirtschaft, Metallerzeugung, Holz- und Möbelindustrie sowie Fahrzeugbau. Dabei gehen nur rund 9% der inländischen Produktion (ohne Lieferungen innerhalb der Chemie) direkt in die Automobilindustrie. Zählt man allerdings die indirekten Lieferungen (über die Kunststoff Verarbeiter, die Elektroindustrie, die Textilindustrie, den Maschinenbau) dazu, gehen rund 15-20% der inländischen Produktion in die Automobilindustrie. Der Maschinen- und Anlagenbau ist der größte Arbeitgeber in Deutschland. Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland steht für weltweit geschätzte Innovationskraft. Er ist Lösungsgeber für viele Herausforderungen unserer Zeit. Das Spektrum ist dabei breit und erfasst alle Lebensbereiche: von Antriebstechnologien für die Mobilität von morgen, Innovationen für mehr Energieeffizienz und Ressourcenschutz, über Nahrungsmittel- und Recyclingmaschinen bis hin zu Spitzentechnologie in der Medizin. Die Liste ist schier endlos. 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung des Konzerns war in den vergangenen Jahren von starkem Wachstum geprägt. Seit dem Ende der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise erzielte die RAMPF-Gruppe hohe jährliche Wachstumsraten. Die bisher höchste Gesamtleistung erzielte die RAMPF-Gruppe im Geschäftsjahr 2018/19. Trotz der o.g. kritischen gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hat die RAMPF-Gruppe mit Ihren Unternehmen die bisherige höchste Gesamtleistung aus dem Geschäftsjahr 2018/19 im Geschäftsjahr 2021/22 übertroffen und somit ein neues Rekordniveau erreicht. Die konsolidierte Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen) im Geschäftsjahr 2021/22 betrug 198,2 Mio. EUR und somit 21,2% mehr als wie im Vorjahr (GJ 2020/21: 163,5 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 13,8 Mio. EUR aus dem Vorjahr konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr (- 6,0 Mio. EUR) nicht wieder erzielt werden Diese Entwicklung ist in erster Linie der dynamischen Entwicklung des Euro/US-Dollar Wechselkurses geschuldet. Das EBT in 2021/22 wurde durch nicht-zahlungswirksame Risikovorsorgen für Währungssicherungskontrakte in Höhe von 9,9 Mio. EUR sowie Kursverlusten (saldiert) in Höhe 2,4 Mio. EUR (GJ 2020/21: 0,2 Mio. EUR) einmalig belastet. Bereinigt um diese einmaligen Effekte erwirtschaftete die RAMPF Gruppe in 2021/22 ein (bereinigtes) EBT von 6,3 Mio. EUR (GJ 2020/21: 14,0 Mio. EUR). Der Ergebnisrückgang resultiert in erster Linie aus höheren Materialaufwendungen im Verhältnis zu der Gesamtleistung sowohl des inländischen als auch des ausländischen Konzernbereichs. Dadurch, und durch das Anwachsen der Bilanzsumme auf 191,6 Mio. EUR (30. Juni 2021: 168,2 Mio. EUR), reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 34,4% um 6,1% auf 28,3%. 2.3 Lage des Unternehmens 2.3.1 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme des RAMPF-Konzerns hat sich weiter im Vergleich zum Vorjahr von 168.220 TEUR auf 191.649 TEUR um 23.429 TEUR erhöht. Das Umlaufvermögen ist um 18.887 TEUR höher als im Vorjahr und beträgt zum 30.06.2022 105.239 TEUR (Vorjahr: 86.352 TEUR). Im Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte um 6.564 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 40.205 TEUR haben sich um 7.452 TEUR im Vergleich zum 30. Juni 2021 erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 888 TEUR und die Bankguthaben um 431 TEUR von 7.014 TEUR auf 7.445 TEUR zum 30.06.2022. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 3.742 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Die Abschreibungen reduzierten sich im Geschäftsjahr auf 7.364 TEUR (Vorjahr: 8.625 TEUR). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände belaufen sich im Berichtsjahr auf 8.703 TEUR. Die Finanzierung erfolgte durch lang- und mittelfristige Kredite. Auf der Passivseite erhöhten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute um 12.098 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2.478 TEUR, und die Rückstellungen um 9.368 TEUR. Die Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrifft im Wesentlichen den Saldo der im Geschäftsjahr getätigten Entnahmen/Einlagen. Die Finanzlage hat sich durch die negative Veränderung der Eigenkapitalquote gegenüber dem vorhergehenden Abschlussstichtag verschlechtert, ist aber nach wie vor als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Entwicklung der Vermögenslage im Geschäftsjahr 2021/2022 ist in erster Linie durch eine Zunahme von kurzfristigem Vermögen geprägt. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Vermögens- und Finanzlage des RAMPF-Konzerns aufgrund der o.g. Effekte im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wie geplant entwickelt hat, jedoch nach wie vor geordnet ist. 2.3.2 Eigenkapital und Liquidität Das Eigenkapital reduzierte sich aufgrund der bereits beschriebenen Effekte aus den Währungssicherungsgeschäften von 57.935 TEUR um 3.695 TEUR auf 54.240 TEUR und führte zu einer Eigenkapitalquote von 28,3% (Vorjahr: 34,4%). Infolge der o.g. Währungsentwicklungen erhöhte sich der Posten ,Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung' innerhalb des Eigenkapitals deutlich von 743 TEUR auf 4.678 TEUR. Der Cashflow aus Laufender Geschäftstätigkeit fiel im Vergleich zum Vorjahr von 16,0 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR im Berichtsjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -8,2 Mio. EUR (Vorjahr: -10,7 Mio. EUR), der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: -5,6 Mio. EUR). Die Finanzierung der Investitionstätigkeit erfolgte im Wesentlichen durch die Aufnahme weiterer mittel- bis langfristiger Bankkredite. Zur Verbesserung der Liquidität wird ein aktives Asset-Management unter vermehrtem Einsatz von Leasing betrieben. Im Verhältnis zu den Gesamtinvestitionen sind diese Maßnahmen aber von untergeordneter Rolle. Im Ergebnis kann man feststellen, dass die Liquiditätslage des RAMPF-Konzerns geordnet ist. 2.3.3 Ertragslage Die RAMPF-Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 193.198 TEUR (Vorjahr: 166.553 TEUR). Der Umsatz stieg um 16 %. Bei einer deutlich gestiegenen Materialaufwandsquote vom Umsatz von 50,1% (Vorjahr: 40,2%) wurde ein Rohergebnis von 105.632 TEUR (Vorjahr: 101.594 TEUR) erwirtschaftet. Die Personalaufwendungen erhöhten sich von 51.329 TEUR auf 56.374 TEUR um 9,8%. Das qualifizierte Personal konnte im Unternehmen gehalten werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um 76,0% zum Vorjahr. Sie beliefen sich auf 45.866 TEUR (Vorjahr 26.065 TEUR). Hiervon entfielen 9.926 TEUR auf die durch die Kursveränderung bedingten Zuführungen zu den Drohverlustrückstellungen für Währungssicherungskontrakte sowie ein Betrag von 3.730 TEUR auf realisierte und unrealisierte Kursverluste. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation betrafen die im Berichtsjahr getätigten Investitionen überwiegend notwendige Reinvestitionen, sowie Investitionen in Grund und Boden und Gebäude in Bau, wodurch sich die Abschreibungen um 1.260 TEUR reduzierten. Insgesamt ergab sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 7.629 TEUR (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss 11.398 TEUR). Maßgeblich belastet wird die Ertragslage durch das negative Jahresergebnis der RAMPF Composite Solutions und der RAMPF Machine Systems GmbH Co. KG sowie durch die oben beschriebenen einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bildung von Risikovorsorgen für Währungssicherungskontrakten sowie Kursverlusten. 2.3.4 Mitarbeiter Zum 30.06.2022 wurden nach HGB im Durchschnitt rd. 854 Mitarbeiter weltweit beschäftigt (Vorjahr: 868), davon 32 Auszubildende (Vorjahr: 40). 2.3.5 Investitionen Das Gesamtinvestitionsvolumen im Geschäftsjahr 2021/22 beträgt 8.703 TEUR (Vorjahr: 10.913 TEUR), wobei der überwiegende Anteil auf Grund und Gebäude entfiel. Außerdem wurden Ersatzinvestitionen in Anlagen, Betriebsmittel und Softwarelizenzen durchgeführt. 2.4 Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz, EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern) und Umsatzrendite (EBT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) heran. Der Umsatz stieg im Berichtsjahr von 166.553 TEUR um 26.646 TEUR zurück auf 193.198 TEUR. Das EBT reduzierte sich von 13.827 TEUR auf -6.026 TEUR. Die Umsatzrendite verringerte sich von 8,3% auf -3,0% und liegt somit weit weg von der selbstgesetzten Zielmarke von mindestens 6,5%. 2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir neben den o.g. finanziellen Kennzahlen auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren aus den Bereichen Mitarbeiteraus- und weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Technologie- und Innovationsmanagement heran. Ziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist es, den Mehrwert der Produkte für den Kunden weiter zu steigern. Die RAMPF-Gruppe arbeitet dabei mit nationalen und internationalen Hochschulen zusammen. Auf diese Weise profitiert die Gruppe von neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft und kann Impulse nutzen, um Produkte und Service weiterzuentwickeln, um damit den Kundennutzen zu steigern. In modernen Unternehmen werden analoge Prozesse mehr und mehr digitalisiert. Wobei nicht nur die eigentliche Umwandlung der Prozesse von analog in digital die eigentliche Herausforderung darstellt, sondern die Vernetzung der digitalen Daten und Prozesse. Vernetzung innerhalb Abteilungen, innerhalb Unternehmen, zwischen Unternehmen innerhalb eines Konzern und auch nach extern, hin zu Kunden und Lieferanten. Außerdem wurde nicht erst durch die Corona-Pandemie die Notwendigkeit von alternierenden Telearbeitsplätzen (sog. Homeoffice) aufgezeigt, auch zuvor war bereits ein Wandel in der Arbeitsweise nachkommender Fach- und Führungskräfte erkennbar. Die für beide Digitalisierungsthemen notwendige Infrastruktur in und durch die IT gilt es weitblickend zu erarbeiten. Zur Koordination des Transformationsprozesses im Rahmen der Digitalisierung ist seitens der RAMPF Holding die Stabstelle für Digitalisierung, Wissens- und Strategiemanagement zuständig und koordiniert diese Aktivitäten weltweit. Gemeinsam mit der IT-Abteilung und den operativen Unternehmen wird stringent an der Weiterentwicklung der Digitalisierung bei RAMPF gearbeitet. Unter dem gruppenweiten Programm "discover the future" werden Ideen und die Kreativität der Mitarbeiter genutzt. Hierbei kommen KVP-Prozesse und Ideenmanagementsysteme zum Einsatz. In 2015 wurde durch RAMPF-Mitarbeiter ein neues i-Managementsystem entwickelt, welches in 2016 und 2017 implementiert wurde. In diesem System werden KVP, Ideenmanagement und Innovationsmanagement vereint. Durch regelmäßige Teamtreffen an einem sog. "RAMPF i-Board" werden Ideen diskutiert, weitere Schritte entschieden und in die Wege geleitet. Die neue Stabstelle für Digitalisierung, Wissens- und Strategiemanagement hat Workshops gestartet, um das System weiter zu verbessern und in Zukunft digital abzubilden. Weiterhin wird diese Stabstelle gemeinsam mit der Holding und den operativen Unternehmen das Strategiecontrolling aufnehmen, um die 2012 definierten und zuletzt 2017 abgeprüften strategischen Eckpfeiler der Unternehmensgruppe erneut zu beleuchten, zu schärfen und bei Bedarf anzupassen. 3. Risiko-, Chancen und Prognosebericht 3.1 Risikobericht 3.1.1 Risikomanagementsystem Für die RAMPF-Gruppe ist das Risikomanagement ein grundlegender Baustein des Managementsystems, der entscheidend dazu beiträgt, frühzeitig mögliche Abweichungen von definierten Zielwerten aufdecken und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Die RAMPF-Gruppe ist weltweit tätig, daher müssen die zu erwartenden Renditen sowie Chancen und Risiken permanent abgewogen werden. Die Chancen und Risiken werden analysiert und der zu erwartenden Rendite gegenübergestellt. Um die Zukunftsfähigkeit der Produkte, Technologien und Unternehmen der RAMPF-Gruppe gewährleisten zu können, hat die Geschäftsleitung beschlossen, unter der Überschrift "New Business Development" alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Prozesse möglichst intensiv mit einzubinden ("i-Management"). 3.1.2 Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Durch die Produktvielfalt sind wir auf unterschiedlichen Märkten tätig und daher in geringerem Maße vom Konjunkturverlauf einzelner Branchen abhängig. Unsere globale Präsenz macht uns unabhängiger von der Entwicklung regionaler Märkte. Die RAMPF-Gruppe versteht sich einerseits als Material- bzw. Maschinenlieferant, weiterhin als Systemanbieter, indem wir Material und Maschine auf der einen Seite an Kunden liefern und uns andererseits als Lieferant von fertigen Teilen und Komponenten weiter diversifizieren. Die gesamtpolitische und wirtschaftliche Lage international war in den Jahren 2020 und 2021 geprägt durch die Corona-Pandemie, die stark eingedämmte Reisefreiheit und der dadurch resultierenden Krise in der zivilen Luftfahrt. Dies war auch in 2022 ein äußerst relevanter Faktor in der weltwirtschaftlichen Gesamtkonstellation. Für 2023 dürfte lediglich in China und für Aktivitäten mit China die Corona-Pandemie ein negativer Faktor sein. Weiterhin hat der Ukraine-Konflikt Europa belastet und wird auch mittelfristig eine Belastung darstellen. Nachhaltige negative Auswirkungen auf die RAMPF-Gruppe sind derzeit dennoch nicht absehbar. Am ehesten sind massive Schwankungen bei Wechselkursen kritisch zu beobachten. In den letzten Monaten war eine gewisse Stabilisierung der Währungsmärkte zu beobachten. Beispielsweise konnte der EUR seinen in der ersten Kalenderjahreshälfte 2022 erlittenen, erheblichen Wertverlust gegenüber dem USD im Herbst zum Teil wieder aufholen. Dennoch können erneut auftretende Währungsverluste des EUR gegenüber dem USD die RAMPF-Gruppe auch im laufenden Geschäftsjahr wirtschaftlich belasten. Weiterhin stellen Barrieren im Bereich Import/Export durch Schutzzölle ein Risiko dar. Dies betrifft in erster Linie die chinesischen bzw. asiatischen Märkte. Neue Technologien und politisch gewollte Veränderungen in den Sektoren Energie oder Automobilantriebe sehen wir derzeit eher als Chance denn als Risiko. 3.1.3 Produktrisiken Unsere Produkte sind einem Preiswettbewerb ausgesetzt, dem wir durch kontinuierliche Verbesserungen unserer Fertigungs- und Beschaffungsprozesse begegnen. 3.1.4 Rohstoff- und Beschaffungsrisiken Für die Gesellschaften der RAMPF-Gruppe besteht eine gewisse Abhängigkeit von der Rohstoffindustrie. Diesem Risiko begegnen wir durch geographische Diversifikation unserer Beschaffungsaktivitäten, durch eine weltweite Zusammenarbeit mit verschiedenen Anbietern und Lieferanten und durch einem globalen Supply Chain Management. Außerdem sind wir bestrebt, unsere Beschaffungsaktivitäten innerhalb der RAMPF-Gruppe weiter zu bündeln und somit unsere Einkaufsposition zu stärken. Die Digitalisierungsbestrebungen innerhalb der RAMPF-Gruppe sollen global zu einer engeren Vernetzung führen und gerade im Managen der Supply Chain und der Lagerkapazitäten für eine bessere Transparenz sorgen. Die globale Krise der gesamten Lieferketten hat aufgezeigt, dass wir durch unser globales Setup im Bereich der Rohstoffbeschaffung flexibler sind als relevante Wettbewerber. 3.1.5 Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken verfolgt die RAMPF-Gruppe das Ziel, auch in dem angestrebten Wachstum das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote im Konzern stetig zu erhöhen. Vereinbarungen mit Kreditinstituten werden eingehalten und partnerschaftliche Beziehungen gepflegt. 3.1.6 Operationelle Risiken Der Geschäftsbereich RAMPF Composite Solutions (RCO) ist nach wie vor verlustträchtig. Allerdings ist durch das mittlerweile straffe Managen der Fertigungs- und Entwicklungsprozesse, u.a. durch Zusammenführen der drei Werke in ein zentrales, neu eingerichtetes Werk und durch das Nachverhandeln und teilweise Aufkündigen von ungünstigen Lieferverträgen die Lage deutlich mehr unter Kontrolle. RCO ist mittlerweile dem Plan voraus, was die Reduzierung des negativen Ergebnisses betrifft. Das Management hat im Businessplan dargestellt, spätestens im Geschäftsjahr 2024/25 den Break-even-Punkt zu erreichen. Der Geschäftsbereich Maschinengestelle aus alternativen Werkstoffen und Maschinensysteme unterlag der drei Jahre währenden schweren Krise im Werkzeugmaschinenbau und ist bereits im dritten Jahr verlustträchtig. Nachdem sich seit Beginn 2022 der Maschinenbaumarkt wieder im Aufwind befindet, konnte die neue Geschäftsführung in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung der Holding eine deutlich positive Entwicklung erreichen. Sofern die ambitionierten Vertriebsmaßnahmen umgesetzt und die Effizienzsteigerungsziele erreicht werden, ist ergebnisseitig für das Geschäftsjahr 2022/2023 wieder eine "schwarze Null" in diesem Geschäftsbereich möglich. 3.1.7 IT-Risiken Die RAMPF-Unternehmensgruppe ist, wie alle unternehmerisch tätigen Akteure, den wachsenden Risiken aus dem Bereich Informationstechnologie (IT) ausgesetzt. Die IT-Sicherheit und die aktive Bewältigung von IT-Risiken stellen einen zentralen Bereich des Risikomanagements der RAMPF-Gruppe dar. Die bei der RAMPF-Holding eingesetzten Systeme sind nach DIN/EIC 27001 zertifiziert. IT-Risiken werden durch die zentrale IT-Abteilung der RAMPF Holding überwacht. Neue oder geänderte Risiken aus der IT-Nutzung werden durch die zentrale IT-Abteilung identifiziert und direkt an die Geschäftsführer berichtet. 3.1.8 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine überwiegend konservative Risikopolitik. Zu bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Neben langfristigen Darlehen nimmt die RAMPF-Gruppe auch kurzfristige Geldmarktkredite, die regelmäßig verlängert werden, für ihre mittelfristige Finanzierung in Anspruch. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Sämtliche Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende bilanzielle Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken besteht ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus bestehen bei den Verbindlichkeiten Zinsänderungs- und Währungsrisiken, für die teilweise Sicherungsgeschäfte abgeschlossen sind. Darüber hinaus sichert die RAMPF-Gruppe auch künftige Liefer- und Leistungstransaktionen in Fremdwährung mit entsprechenden Sicherungskontrakten ab. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten" im Abschnitt IV des Konzernanhangs. 3.1.9 Fazit zu Risiken Nach aktuellem Kenntnisstand sind alle uns bekannten Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen und/oder Rückstellungen abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht bekannt. 3.2 Chancen Nach wie vor halten wir an der Wachstumsstrategie der RAMPF-Gruppe fest, in der Überzeugung, dass unsere Unternehmensstrategie den Erfolgsweg garantiert. Vor allem unsere nachhaltigen Systemgedanken, wie auch die Qualität unserer Produkte, die einer permanenten Weiterentwicklung unterworfen sind, bestärken diese Überzeugung. Die Stabstelle New Business Development arbeitet kontinuierlich und gezielt darauf hin, neue Bereiche zu identifizieren, welche neue Geschäftsfelder für RAMPF darstellen könnten. Hierbei wurde uns die 3- jährige und 50%ige Förderung unseres Projektes "PolymAEROcycle" in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Jülich und im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis 30.11.2023 genehmigt. Ziel des Projekts sind die Werkstoffsynthese und - Charakterisierung sowie die Entwicklung einer geeigneten Fertigungsmethode für nachhaltige und skalierbare Polymer-Aerogele auf Basis recycelter Rohstoffe. Langfristig bietet die RAMPF Composite Solutions mit ihren Produkten in der Luftfahrtindustrie, wie auch in weiteren mittlerweile identifizierten Bereichen (Elektrobusse, unbemannte Flugobjekte) großes Wachstumspotential für die RAMPF-Gruppe. Chancen sehen wir darüber hinaus in der weiteren Internationalisierungsstrategie. Ein wesentlicher Investitionsschwerpunkt für den weiteren Ausbau des asiatischen Marktes liegt in Korea, Japan und vor allem in China. Weiterhin erwarten wir in Nordamerika enormes Wachstum und sehen deutlich Chancen, unsere bestehenden Märkte mit verstärkten Ressourcen im Vertrieb und entsprechenden Investitionen weiter zu erschließen. 3.3 Prognosebericht und Ausblick Die Gesellschafterfamilie hat in einem Strategieprozess die Vision der Unternehmensgruppe entwickelt und intern kommuniziert. Die wichtigen Meilensteine und strategischen Themen sind gemeinsam mit den operativen Geschäftsführern und deren Führungskräften ausgearbeitet um die RAMPF-Gruppe bestmöglich auf die Zukunft auszurichten. Um die aus der Unternehmensvision abgeleiteten Wachstumsstrategien der operativen Unternehmen zu ermöglichen, hat die Geschäftsleitung der RAMPF Holding GmbH + Co. KG strategische Themen erkannt, priorisiert und umgesetzt. Durch die Stabstelle Digitalisierung, Wissens- und Strategiemanagement wird in regelmäßigen Abständen Strategy Controlling durchgeführt. Realistische Einschätzungen der Entwicklungen der Märkte sind immer schwierig. Auch an unserer konservativen Handhabung der Geschäftserwartungen halten wir fest. Der Verlauf des gesamten Kalenderjahres 2022, sowie die Auftragsbestände und Auftragseingänge unserer operativen Firmen lässt uns - gesehen auf die gesamte Unternehmensgruppe und im gesamten Kontext der weltweit schwierigen Rahmenbedingungen - verhalten positiv dem restlichen Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 entgegenblicken. Für das Geschäftsjahr 2022/23 rechnen wir mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse, leider jedoch - aufgrund der enorm gestiegenen Kostenstruktur - mit einem reduziertem EBT und einer niedrigeren Umsatzrendite. Die in 2021/22 aufgetretenen ergebnisbelastenden Effekte aus der Bildung von Risikovorsorgen für Währungssicherungsgeschäfte sollten sich - sofern die seit Herbst 2022 zu beobachtende Erholung des EUR gegenüber dem USD auch im weiteren Jahresverlauf 2023 weiter anhält - deutlich reduzieren. Die Gesellschafterfamilie Rampf ist daran interessiert, auch in Zukunft ein friedliches Miteinander der Gesellschafter und eine krisensichere Führung der Unternehmensgruppe zu gewährleisten, wozu die gemeinsam erarbeitete Familienverfassung dient. Der im Oktober 2021 eingeführte Beirat - zunächst durch drei externe Personen aus den Bereichen Finance, Chemie und Maschinenbau besetzt - hilft den Gesellschaftern und dem Management der Holding bei der langfristig soliden Führung des Familienunternehmens.
Grafenberg, den 28. Februar 2023 RAMPF Holding Verwaltungs GmbH vertreten durch Michael Rampf, Geschäftsführer Matthias Rampf, Geschäftsführer Horst Bader, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 30. Juni 2022Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01. Juli 2020 bis 30. Juni 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021 / 2022der RAMPF Holding GmbH + Co. KG mit Sitz in Grafenberg1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der RAMPF Holding GmbH + Co. KG, Grafenberg, wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellt. Sitz der RAMPF Holding GmbH + Co. KG ist in Grafenberg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRA 360967 eingetragen. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. i. V. m. § 298 HGB aufgestellt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind die "Davon-Vermerke" teilweise im Konzernanhang statt in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Tochter- und Enkelunternehmen werden einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 298 ff. i. V. m. § 266 HGB aufgestellt. Die Konzernbilanz wurde um die Posten Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 298 Abs. 2 i. V. m. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. 2. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erstkonsolidierungszeitpunkte vor dem 01. Januar 2010 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Wertansätze der konsolidierten Anteile mit dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital der Tochtergesellschaften. Die Verrechnung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist (bei Neugründungen) oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Dabei auftretende aktive Unterschiedsbeträge wurden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugeordnet, als deren Zeitwerte von den Buchwerten abweichen. Danach verbleibende aktive und passive Unterschiedsbeträge wurden offen mit den Rücklagen verrechnet (§ 309 Abs. 1 S. 3 HGB a.F.). Die aktiven Unterschiedsbeträge belaufen sich auf 214 T€ und die passiven Unterschiedsbeträge auf 1.279 T€, diese wiederum resultieren aus thesaurierten Gewinnen aus der Zeit vor der erstmaligen Einbeziehung der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss. Für Erstkonsolidierungszeitpunkte nach dem 31. Dezember 2009 wird die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Die 2018 im Wege eines Joint-Ventures gegründete RAMPF Korea mit Sitz in Hwasung-su, Korea und einem Anteilsbesitz von 50 % wurde nach der Equity-Methode einbezogen. Der Wertansatz wird - unverändert zu den Vorjahren - im Geschäftsjahr um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben. Bei der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung wird das Konzernergebnis bereinigt um Ergebnisse aus Transaktionen zwischen den einbezogenen Unternehmen, einschließlich der nach der Equity Methode einbezogenen Unternehmen. Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. 3. Angaben zum Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen 13 inländische und 5 ausländische Tochter- und Enkelgesellschaften, die vollkonsolidiert werden. In den Konzernabschluss werden die folgenden Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:
4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschl. Angaben zum Konzernabschluss Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der RAMPF Holding GmbH + Co. KG geltenden Bilanzierungs und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bewertung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls gebucht. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag oder zum höheren Devisenkassamittelkurs. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse der Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtageskursmethode. Die im Berichtsjahr hierbei entstandenen Umrechnungsdifferenzen wurden in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" (30.06.2022: 4.678 T€; Vorjahr: 744 T€) eingestellt.
Anlagevermögen Alle immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger teils linearer, teils nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 2 und 50 Jahren. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity- Methode bewertet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 312 Abs. 1 Satz 2 HGB beträgt zum 30.06.2022 -9 T€. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 10 T€. Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) ist integraler Bestandteil des Anhangs. Vorräte Das Vorratsvermögen ist zu Konzernanschaffungs- / -herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Konzernherstellungskosten sind die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist berücksichtigt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurde allen erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände von 2.575 T€ haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: 2.580 T€) und enthalten im Wesentlichen antizipative Posten und Rückdeckungsversicherungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 831 T€ die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Guthaben die auf fremde Währung lauten wurden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern gemäß § 274 i.V.m. § 298 HGB werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen (Handelsbilanz II) und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Latente Steuern gemäß § 306 HGB werden zum 30. Juni 2022 unter dem Posten Aktive latente Steuern in Höhe von 997 T€ (Vorjahr: 478 T€) bilanziert. Der Bestand an aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus Maßnahmen der Zwischengewinneliminierung (Anlage- und Vorratsvermögen) sowie der Schuldenkonsolidierung. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde für die Ermittlung der latenten Steuer aus der Zwischengewinneliminierung der jeweilige Steuersatz des empfangenden Unternehmens (zwischen 15 % und 25 %) verwendet. Für die übrigen Konsolidierungsmaßnahmen wurde ein Ertragssteuersatz von 13,79 % verwendet. Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen 12.500 T€ (Vorjahr: 12.500 T€). Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Dem Bilanzausweis der Rückstellungen für Pensionen vor Verrechnung liegen versicherungsmathematische Berechnungen der Gesellschaft zu Grunde. Die Rückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (= Projected Unit Credit Methode) ermittelt. Bei der Ermittlung wurden die Lohn und Gehaltsteigerungen sowie Rentensteigerung nicht berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Juni 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Zinssatz beträgt 1,78 %. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen bei Anwendung des sieben- und des zehnjährigen Durchschnittssatzes beträgt zum Bilanzstichtag 116 T€. Ausgenomen hiervon ist die Pensionsrückstellung bei RAMPF Group Japan K.K. Diese Rückstellung wurde nach geltendem Landesrecht ermittelt. Eine Anpassung an HGB wurde aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nicht vorgenommen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Rückstellungen für Jubiläum werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (= Projected Unit Credit Methode) ermittelt. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Juni 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Zinssatz beträgt 1,38 %. Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen und Zeitkonten dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, sind mit dem Zeitwert angesetzt und in Höhe von 3.101 T€ mit der Rückstellung aus der zugrundeliegenden Altersversorgungsverpflichtung und der Rückstellung aus den zugrundeliegenden Zeitkonten gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (Vorjahr):
Besicherungen bestehen in Form von Grundpfandrechten und der Übereignung von Investitionsgütern. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter zum 30.06.2021 betreffen Verbindlichkeiten aus laufendem Verrechnungsverkehr. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von 4.996 T€ (Vorjahr: 3.517 T€). Mit der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften ist nicht zu rechnen, da die den Bürgschaften zugrundeliegenden Geschäfte erfüllt worden sind. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich im Geschäftsjahr 2021/22 wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 775 T€ (Vorjahr 791 T€) enthalten. Hiervon entfallen 406 T€ (Vorjahr 719 T€) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, 369 T€ (Vorjahr 63 T€) auf Gewinne aus Anlagenabgängen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 331 T€ (Vorjahr 97 T€) enthalten. Hiervon entfallen 17 T€ (Vorjahr 3 T€) auf Forderungsverluste und 314 T€ (Vorjahr 94 T€) auf Verluste aus Anlagenabgängen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.309 T€ (Vorjahr 1.457 T€) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.730 T€ (Vorjahr 1.671 T€) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 45 T€ (Vorjahr 51 T€) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Einstellung zu den aktiven latenten Steuern in Höhe von -519 T€ (Vorjahr Aufwand 94 T€) enthalten. Konzern-Kapitalflussrechnung In den Finanzmittelfonds werden Barmittel, jederzeit fällige Sichteinlagen, jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen (Laufzeit von 3 Monaten und weniger), die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, einbezogen. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
VI. Sonstige Angaben Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die RAMPF-Gruppe schließt Kurssicherungskontrakte (derivative Finanzinstrumente) mit externen Finanzinstituten ab. Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Währungsrisiken. Sie zielen darauf ab, die zugrundeliegenden, in Fremdwährung valutierende originären Liefer-/Leistungsgeschäfte von Konzerngesellschaften (Grundgeschäfte) abzudecken. Die RAMPF-Gruppe schließt ferner Zinssicherungskontrakte (derivative Finanzinstrumente) mit externen Finanzinstituten ab. Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken. Sie zielen darauf ab, Währungs- und Zinsrisiken aus in Fremdwährung (USD, RMB, CAD) valutierende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Grundgeschäfte) abzudecken. Die Währungssicherungskontrakte betreffen Devisentermingeschäfte, Optionen und strukturierte Produkte. Die Zinssicherungskontrakte betreffen Zinsderivate und Cross-Currency-Swaps. Die Nominalwerte der zum 30.06.2022 bestehenden derivativen Finanzinstrumenten sind wie folgt:
Die Buchwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Buch- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente
Die Buchwerte sind den Posten der Bilanz entnommen und betreffen sonstige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten. Die Bewertung der (derivativen) Währungs- und Zinssicherungskontrakte erfolgte nach dem Mark-to-Market Verfahren. Die im Wege von Mikro-Hedges mit den Grundgeschäften zusammengefassten Zinssicherungskontrakte werden nach der so genannten Einfrierungsmethode bilanziert. Die wesentlichen Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft (Laufzeit, Währung, Basiswert) entsprechend sich vollständig, so dass sich gegenläufige Wert- und Zahlungsstromänderungen ausgleichen. In Anwendung des § 254 HGB wurde auf die Bildung von sonstige Rückstellungen für negative Marktwerte der Zinssicherungskontrakte verzichtet. Personalstand Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer beträgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Konzern hat diverse Leasingverträge für Maschinen, Kraftfahrzeuge, Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Maschinen bei technischem Fortschritt leicht ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten. Es bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 1.716 T€ wovon 895 T€ eine Laufzeit von bis zu einem Jahr haben. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich wie folgt auf:
Geschäftsführung Die Komplementärgesellschaft RAMPF Holding Verwaltungs GmbH, Grafenberg ist zur Geschäftsführung und Vertretung allein berechtigt und verpflichtet. Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer bei der Komplementärgesellschaft sind: Michael Rampf, Gesellschafter-Geschäftsführer der RAMPF Holding GmbH + Co. KG Matthias Rampf, Gesellschafter-Geschäftsführer der RAMPF Holding GmbH + Co. KG Horst Bader, Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit Zum 30. Juni 2022 bestehen Vorschüsse und Kredite im Sinne des § 314 Nr.6 c) HGB in Höhe von 3.552 T€. Nachtragsbericht Der Wechselkurs des Euros im Verhältnis zum US-Dollar hat sich nach dem Bilanzstichtag weiterhin volatil entwickelt und bewegte sich im Zeitraum vom 01. Juli 2022 bis zum Aufstellungszeitpunkt (28. Februar 2023) innerhalb einer Spanne von 1,0988 €/USD bis 0,9565 €/USD. Im Aufstellungszeitpunkt beträgt der Wechselkurs 1,0619 Euro/USD. Diese Währungsentwicklung führte nach dem Schluss des Geschäftsjahres (zeitweise) zu einer weiteren Verminderung des Marktwerts der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente. Zum Ende des Aufstellungszeitraums haben sich infolge der Kurserholung des Euros gegenüber dem USD die Marktwerte wieder erhöht. Als wertbegründendes Ereignis ist diese Marktwertentwicklung jedoch nicht in der Bewertung der Rückstellungen für drohende Verluste zum 30. Juni 2022 zu berücksichtigen.
Grafenberg, den 28. Februar 2023 RAMPF Holding Verwaltungs GmbH vertreten durch Michael Rampf, Geschäftsführer Matthias Rampf, Geschäftsführer Horst Bader, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
a zugleich Abschreibungen des laufenden Jahres
sonstiger BerichtsbestandteilAngaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 08.03.2023 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RAMPF Holding GmbH + Co. KG, Grafenberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der RAMPF Holding GmbH + Co. KG, Grafenberg und ihrer Tochtergesellschaften (Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RAMPF Holding GmbH + Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Reutlingen, den 03. März 2023 RWT
Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
Siegbert Dierberger, Wirtschaftsprüfer Michael Jetter, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
RAMPF Machine Systems GmbH & Co. KG. GmbH & Co. KG
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH & Co. KG
- Anschrift
-
Daimlerstraße 18
73117 Wangen - Handelsregister
- HRA 531666, Ulm
- Eintragungsdatum
- 9. August 1996
- Branche
-
Herstellung von Prüfmaschinen
Herstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Finanzen
Bilanz
2023- Umlaufvermögen 55,9 % 110,46 Mio
- Anlagevermögen 42,2 % 83,41 Mio
- Aktive latente Steuern 1,0 % 1,92 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,9 % 1,74 Mio
- Verbindlichkeiten 61,1 % 120,60 Mio
- Eigenkapital 29,0 % 57,32 Mio
- Rückstellungen 7,9 % 15,53 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2,0 % 3,96 Mio
- Passive latente Steuern 0,1 % 128,6 k
Bilanzdaten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2023- Umsatzerlöse 87,1 % 219,25 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 3,3 % 8,25 Mio
- Verlustvortrag (Vorjahr: Gewinnvortrag) 3,0 % −7,63 Mio
- Entnahmen aus den (Vorjahr: Einstellungen in die) Rücklagen 3,0 % 7,63 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2,6 % 6,52 Mio
- Einstellungen auf Darlehenskonten 0,7 % 1,70 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 % 395,5 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 323,7 k
- Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,0 % −64,0 k
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 7,7 k
- Materialaufwand 46,5 % 102,30 Mio
- Personalaufwand 29,3 % 64,48 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 18,3 % 40,34 Mio
- Abschreibungen 3,6 % 7,98 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,5 % 3,37 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,5 % 1,04 Mio
- Sonstige Steuern 0,2 % 436,2 k
- Rohergebnis 125,60 Mio
- Ergebnis nach Steuern 8,65 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 8,22 Mio
GuV-Daten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Horst Bader
seit 2007 Prokura
Historie
- 2022
-
16.05.
Austritt einer PositionE**** R**** · Persönlich haftender Gesellschafter
- 2018
-
16.05.
Austritt einer PositionU** D** · Einzelprokura
- 2016
-
04.05.
Austritt einer PositionP**** K**** · Einzelprokura
- 2014
-
22.07.
Änderung des UnternehmensnamensRAMPF Machine Systems GmbH & Co. KG.
- 2010
-
27.12.
Eintritt eines MitgliedsP**** K**** · Einzelprokura
- 2008
-
01.12.
AdressänderungRAMPF Machine Systems GmbH & Co. KG.
- 2007
-
06.11.
Eintritt eines MitgliedsHorst Bader · Einzelprokura
-
09.01.
Eintritt eines MitgliedsRAMPF Machine Systems GmbH & Co. KG. · Kommanditist
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2023 Konzernabschluss
- 2022 Konzernabschluss ↓
Konzernabschluss 2022
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
- Tab wechseln
- 1–6
- Diese Hilfe
- ?