DEAG Deutsche Entertainment AktiengesellschaftBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS1.1 GESCHÄFTSMODELL INKLUSIVE ZIELE UND STRATEGIEDie DEAG Deutsche Entertainment AG (DEAG) ist ein
führender europäischer
Live-Entertainment-Anbieter mit mehr als 45 Jahren
Erfahrung und 22 Standorten in ihren Kernmärkten
Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Irland,
Dänemark und Spanien. Als
Live-Entertainment-Dienstleister mit vertikal integriertem
Geschäftsmodell verfügt die DEAG über
umfassende Expertise in der Organisation, Vermarktung und
Durchführung von Live-Events sowie im Ticketvertrieb
über die konzerneigenen Ticketing-Plattformen
myticket.de, myticket.at, myticket.co.uk, gigantic.com und
tickets.ie für eigenen und Dritt-Content. Auf diese
Weise deckt die DEAG einen großen Teil der
Wertschöpfungskette im Live Entertainment ab. Zu den
Kerngeschäftsfeldern der DEAG gehören die
Bereiche Rock/Pop, Classics & Jazz,
Family-Entertainment, Spoken Word & Literary Events,
Arts+Exhibitions sowie das Ticketing. Die DEAG verfügt
über ein breit diversifiziertes Veranstaltungs- und
Künstlerportfolio und führt rund 6.000
Veranstaltungen im Jahr durch, für die in 2023 mehr
als 10 Mio. Tickets verkauft wurden. 2024 plant die DEAG
rund 11,5 Mio. Tickets zu verkaufen. Die DEAG adressiert
zunehmend gezielt weniger wettbewerbsintensive, attraktive
Nischenmärkte und positioniert sich in diesen
frühzeitig mit starkem, profitablem Content. Dabei
liegt ein Fokus auf dem weiteren Ausbau eigener
margenstarker Veranstaltungsformate, die bereits heute
einen Großteil zum Gesamtumsatz beitragen. Zu den
eigenen Veranstaltungsformaten der DEAG gehören unter
anderem die Christmas Garden, die in der Saison 2023/2024
auf 21 Standorte in Deutschland und dem europäischen
Ausland ausgeweitet wurden, zahlreiche EDM- und
Open-Air-Events sowie die EigenProduktionen "Das
Dschungelbuch", das Crossover-Event "Urbanatix" oder die
große Silvesterparty am Brandenburger Tor "Celebrate
at the Gate". Darüber hinaus ist die DEAG
erfolgreicher Betreiber mehrerer
Veranstaltungsstätten. Zu diesen zählen die
myticket Jahrhunderthalle in Frankfurt (Deutschland), der
Salle Métropole in Lausanne und die
Veranstaltungsstätte für das Festival "Sion sous
les étoiles" in Sion (beide in der Schweiz) sowie
Grundstücke im britischen Beauly, auf dem das
"Belladrum Festival" stattfindet, und das
Veranstaltungsareal des Musikfestivals "Nature One" in
Kastellaun (Deutschland).
Ein stetig wachsender Anteil der mehr als 10 Mio.
Tickets, die die DEAG im Jahr 2023 abgesetzt hat, wird
über die konzerneigenen Ticketing-Plattformen
umgesetzt. Der Anteil der über die eigenen
Ticketing-Plattformen vertriebenen Tickets soll stetig
erhöht werden und die Plattformen auch als attraktive
Alternative für Dritt-Content-Produzenten fungieren.
Die DEAG strebt an, zu einem etablierten Vertriebskanal in
ihren Kernmärkten nicht nur im Bereich Konzerte und
Events, sondern auch bei Ausstellungen zu werden. Die DEAG
bietet Veranstaltungspartnern mit ihren
Ticketing-Plattformen vielfältige Services wie
dynamische Preisgestaltung, umfangreiche Datennutzung und
State-of-the-Art-Technologie wie dem Angebot von
NFT-Ticketing aus einer Hand.
Mit ihrem erfahrenen Management, der Expertise ihrer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer tragfähigen
Struktur verfügt die DEAG über eine gute
Reputation und einen sehr guten Zugang zu nationalen und
internationalen Künstlern. Als Spezialist für
Live-Entertainment-Veranstaltungen ist die DEAG zudem ein
wichtiger Kooperationspartner für große
Medienunternehmen. Durch diese gezielten Kooperationen
eröffnen sich der DEAG zusätzliche
Wachstumspotenziale. Die DEAG und ihre
Tochtergesellschaften sind eine etablierte Größe
der europäischen Live-Entertainment-Branche.
Die DEAG hat auch 2023 ihre Buy- & Build-Strategie
erfolgreich fortgeführt und beispielsweise ihren
Anteil an der Tochtergesellschaft I-Motion von 50,1 % auf
100 % aufgestockt. Ziel der DEAG ist es, im Rahmen ihrer
Buy- & Build-Strategie nach erfolgreicher
Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen
Minderheitenanteile sukzessive zu reduzieren. Durch
Übernahmen und Eingliederungen von Wettbewerbern und
Dienstleistern erweitert die DEAG ihr Portfolio,
erhält Zugang zu hochklassigen Veranstaltungsformaten
und -orten sowie State-of-the-Art-Technologien und
verstärkt die geografische Abdeckung in ihren
Kernmärkten. Die Erweiterung ihres Portfolios bietet
der DEAG hohe Synergie- und Integrationspotenziale,
insbesondere in den Bereichen Live Entertainment und
Ticketing sowie bei der Künstlerakquisition und der
Entwicklung neuer Veranstaltungsformate und Standorte. Seit
2019, hat die DEAG mehr als 20 Unternehmen neu
gegründet oder nach der Übernahme erfolgreich
integriert. Auch zukünftig will die DEAG eine aktive
Rolle bei der Konsolidierung der Live-Entertainment-Branche
spielen und die internationalen Aktivitäten weiter
ausbauen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf ergänzenden
Akquisitionen im Bereich Ticketing sowie der Expansion in
neue europäische Märkte.
Konzernstruktur, Beteiligungen, Standorte und MitarbeiterDie DEAG berichtet in den Segmenten Live Touring und
Entertainment Services über die
Geschäftsentwicklung der DEAG-Holding als
Konzernmuttergesellschaft mit ihren über 60
verbundenen Gesellschaften an aktuell 22 Standorten in
Deutschland, Großbritannien, Irland, der Schweiz,
Dänemark und Spanien.
Im Segment Live Touring wird das Tourneegeschäft
ausgewiesen. Hierzu zählen die Aktivitäten der
Gesellschaften DEAG Classics (Berlin) mit The Classical
Company (Zürich, Schweiz), CSB Island Entertainment
(Fanø, Dänemark), lit.COLOGNE und litissimo
(beide in Köln ansässig), DEAG Concerts (Berlin),
KBK Konzert- und Künstleragentur (Berlin), Wizard
Promotions Konzertagentur (Frankfurt/ Main), Grünland
Family Entertainment (Berlin), Global Concerts Touring
(München), Christmas Garden Deutschland (Berlin) und
Hans Boehlke Elektroinstallationen (Berlin), I-Motion GmbH
Event & Communication (Mülheim-Kärlich),
MEWES Entertainment Group (Hamburg), des Teilkonzerns
Myticket Services inkl. Gigantic Holding und Gigantic
Tickets (London, Großbritannien) sowie Oshi Software,
des Teilkonzerns Kilimanjaro (London, Großbritannien)
einschließlich der Flying Music Group und Singular
Artists (Dublin/Irland) sowie dem Teilkonzern JAS
Theatricals (vormals Kilimanjaro Theatricals), die UK Live,
Regular Ltd. (Edinburgh, Großbritannien), der
Teilkonzern Fane Productions inklusive der LoveMyRead sowie
GET ROCK und ROCKFEST Entertainment (Barcelona, Spanien).
Im Segment Entertainment Services werden das regionale
Geschäft sowie das gesamte
Dienstleistungsgeschäft ausgewiesen. Hierzu
zählen die Aktivitäten der AIO-Gruppe (Glattpark,
Schweiz) einschließlich des Teilkonzerns Live Music
Production (LMP)/Live Music Entertainment (LME); beide in
Le Grand-Saconnex, Schweiz, ansässig, der Global
Concerts (München), Concert Concept (Berlin), des
Teilkonzerns C2 Concerts (Stuttgart), Grandezza
Entertainment (Berlin), River Concerts (Berlin) und CES
Concert & Event Supply (Hamburg), Kultur im Park
(Berlin), handwerker promotion (Unna), FOH Rhein Main
Concerts (Frankfurt/Main), LiveGeist Entertainment
(Frankfurt/Main), Kultur- und Kongresszentrum
Jahrhunderthalle (Frankfurt/Main), Airbeat One (Berlin),
Indian Spirit (Berlin) sowie der mytic myticket (Berlin).
Im Berichtsjahr ergaben sich Veränderungen des
Konsolidierungskreises im Wesentlichen bezogen auf die seit
dem 01.01.2023 erstmals in den Konzern einbezogenen
inländischen Tochterunternehmen A.C.T. Artist Agency
GmbH (Berlin) und Media On-Line GmbH & Co. Classic Open
Air (Berlin) und der seit 01.11.2023 einbezogenen BfS -
Berlin feiert Silvester GmbH (Berlin) sowie der erstmalig
einbezogenen, im Ausland ansässigen Tochterunternehmen
GET ROCK LIVE S.L. und ROCKFEST ENTERTAINMENT S.L. (beide
ansässig in Barcelona/Spanien seit 01.12.2023).
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 556
Mitarbeiter (Vorjahr: 436 Mitarbeiter) für den
DEAG-Konzern im In- und Ausland tätig. Bei der DEAG
Deutsche Entertainment AG waren im Jahresdurchschnitt 37
Mitarbeiter (Vorjahr: 34 Mitarbeiter) beschäftigt.
1.2 STEUERUNGSSYSTEM UND LEISTUNGSINDIKATORENDas Finanzmanagement der DEAG ist zentral organisiert.
Zur Minimierung von Risiken und Nutzung
konzernübergreifender Optimierungspotenziale
bündelt die Gesellschaft die wesentlichen finanziellen
Entscheidungen innerhalb des Konzerns. Im
Projektgeschäft werden die Bruttomarge sowie die
Break-Even-Ticketanzahl als wichtigste
Steuerungsgrößen herangezogen. Bei der
Gesamtunternehmenssteuerung sind wie in der Vergangenheit
Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) sowie seit dem Berichtsjahr auch
der nicht-finanzielle Leistungsindikator Anzahl verkaufter
Tickets auf Gesamtunternehmensebene die entscheidenden
Kennziffern, die ebenso von Marktteilnehmern, Investoren
und finanzierenden Banken zur Beurteilung herangezogen
werden. Bei Unternehmensakquisitionen ist neben den
unternehmensbezogenen Kennziffern die Amortisationsdauer
des Kaufpreises ein wichtiges Entscheidungskriterium. Der
Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel sicherzustellen,
dass alle Konzernunternehmen unter der
Unternehmensfortführungsprämisse operieren
können und zugleich die Erträge der
Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des
Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu
maximieren. Die Erfüllung von Covenants-Kriterien im
Zusammenhang mit in Anspruch genommenen Finanzierungen wird
laufend überwacht.
2. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENNach Berechnungen des Statistischen Bundesamts
(Destatis) sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in
Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 %. Im Vorjahr war das BIP
noch um 1,8 % gestiegen. Hohe Preise auf allen
Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzukamen
laut Destatis ungünstige Finanzierungsbedingungen
durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem
In- und Ausland. Die privaten Konsumausgaben sanken 2023
preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr, was vor
allem auf hohe Verbraucherpreise zurückzuführen
sei. Erstmals seit fast 20 Jahren gingen zudem die
Staatsausgaben zurück. Sie sanken preisbereinigt um
1,7 %. Der Rückgang ist vor allem auf den Wegfall
staatlich finanzierter COVID-19-Maßnahmen wie
Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie
Bettenkapazitäten in Krankenhäusern
zurückzuführen. Diese Maßnahmen hatten
zuvor die Wirtschaftsleistung gestützt.
Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024
einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 %.
Das weltwirtschaftliche Umfeld sei labil und das Wachstum
des Welthandels historisch niedrig, was für eine
Exportnation wie Deutschland eine Herausforderung sei. Hohe
Zinsen wirkten sich zudem negativ auf die Investitionen der
Unternehmen aus. Auch der Arbeitskräftemangel sei ein
Problem, das sich in den nächsten Jahren
verschärfen und das Potenzialwachstum dämpfen
werde. Die Europäische Kommission geht in ihrer
Winterprognose für Deutschland von einem
Wirtschaftswachstum von 0,3 % für 2024 und von 1,2 %
für 2025 aus. Für die EU erwartet die Kommission
ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % im Jahr 2024 und für
das Folgejahr einen Zuwachs von 1,7 %. Für das Jahr
2023 hat die Europäische Kommission ein
Wirtschaftswachstum in der EU von 0,5 % ermittelt.
Im Vereinigten Königreich weist das Office for
National Statistics, nach einem Plus von 4,3 % im Vorjahr,
für 2023 einen leichten Zuwachs des BIP um 0,1 % aus.
Der Internationale Währungsfonds erwartet für das
Vereinigte Königreich 2024 ein Wirtschaftswachstum von
0,6 %. Für 2025 wird ein Zuwachs von 1,6 %
prognostiziert. Ursächlich für das
Wirtschaftswachstum sei, dass die verzögerten
Auswirkungen der hohen Energiepreise nachließen und
die Desinflation zu einer Erholung der Realeinkommen
führe.
In der Schweiz hat das Staatssekretariat für
Wirtschaft (SECO) ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % im Jahr
2023 ermittelt, nach 2,5 % im Vorjahr. Die
Wachstumsverlangsamung stehe im Zusammenhang mit der
Normalisierung im Nachgang der COVID-19-Krise. Zudem
lastete das herausfordernde internationale Umfeld auf der
konjunkturellen Entwicklung. Die Raiffeisen-Ökonomen
erwarten ein BIP-Wachstum von 0,8 % in 2024. Der
Industriesektor müsse mangels Neuaufträgen die
Produktion weiter drosseln und der Kaufkraftverlust
dämpfe die Konsumdynamik, urteilen die Ökonomen.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC
prognostiziert in der aktuellen Studie "German
Entertainment and Media Outlook 2023-2027" für den
deutschen Medienmarkt eine jährliche durchschnittliche
Wachstumsrate von 2,1 % bis 2027. Das Gesamtmarktvolumen in
Deutschland belaufe sich demnach auf 73,1 Mrd. Euro in
2027. Die Einnahmen aus Livemusik haben sich 2022 auf 1,7
Mrd. Euro mehr als verdoppelt, was vor allem auf
Nachholeffekte nach der COVID-19-Pandemie
zurückzuführen ist. Für 2023 rechnet PwC mit
einem Plus von rund 11,2 % auf 1,9 Mrd. Euro. 2027 soll der
Umsatz im Bereich Livemusik bei rund 2,1 Mrd. Euro liegen
und bis dahin durchschnittlich um jährlich 4,0 %
wachsen. Die Erlöse aus Ticketverkäufen
dürften 2027 einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro ausmachen,
nach 1,5 Mrd. Euro 2023. Die Sponsoringumsätze sollten
sich nach Schätzungen von PwC 2027 auf 436 Mio. Euro
belaufen (2023: 388 Mio. Euro).
Größter Medienmarkt in Europa bleibt das
Vereinigte Königreich. Wie aus der Studie "Global
Entertainment & Media (E&M) Outlook 2023-2027"
hervorgeht, erwartet PwC für den Medienmarkt in UK bis
2027 eine jährliche Wachstumsrate von 4 %. Die
Erlöse sollen dann bei 100 Mrd. GBP liegen.
2.2 GESCHÄFTSVERLAUFDie DEAG hat im Geschäftsjahr 2023 die
erwartungsgemäß gute Entwicklung verzeichnet.
Getragen wurde die positive Geschäftsentwicklung dabei
zuvorderst durch starkes organisches Wachstum. Die DEAG hat
im Berichtszeitraum ihre langfristige Wachstumsstrategie
konsequent umgesetzt und dabei den Anteil an DEAG-eigenen
Formaten planmäßig ausgebaut sowie ihre
Expansions- und Buy- & BuildStrategie weiter
vorangetrieben.
In der Berichtsperiode hat die DEAG in sämtlichen
Geschäftsbereichen erfolgreich eine Vielzahl von
Konzerten und Events durchgeführt. Im Bereich Rock/Pop
veranstaltete die DEAG unter anderem Konzerte und Tourneen
mit Iron Maiden, Hans Zimmer, Rod Stewart und Die
Ärzte sowie zahlreiche Open-Air- und EDM-Festivals
(Electronic Dance Music). Im Bereich Classics & Jazz
hat die DEAG Konzerte mit den Berliner Philharmonikern in
der Berliner Waldbühne durchgeführt und im
Bereich Spoken Word & Literary Events das
internationale Literaturfestival "lit.COLOGNE" und das
Philosophiefestival "phil. COLOGNE" sowie zahlreiche
Autorenlesungen, Theateraufführungen, Poetry Slams,
Debatten und Kurse. Im Bereich Arts+Exhibitions hat die
DEAG die Christmas Garden in der bis Januar 2024
andauernden Saison 2023/2024 auf 21 Standorte in sechs
europäischen Ländern ausgeweitet. Insgesamt
wurden die 21 Christmas Garden von mehr als 2 Mio. Menschen
besucht. Weiter ausgebaut hat die DEAG ebenfalls ihre
Eigen-Produktionen mit Formaten wie "Das Dschungelbuch",
dem Crossover-Event "Urbanatix" oder der großen
Silvesterparty am Brandenburger Tor "Celebrate at the
Gate", die live vom ZDF übertragen wurde. Auch das
Service-Geschäft als Ergänzung der
Wertschöpfungskette im Live Entertainment hat sich
sehr gut entwickelt. Eigene, margenstarke
Veranstaltungsformate der DEAG tragen heute einen
Großteil zum Gesamtumsatz bei. Der Anteil
wiederkehrender Erlöse durch DEAG-eigene Marken und
Events soll weiter ausgebaut werden. Für die
Gesellschaft gehen damit eine noch bessere Visibilität
und Planbarkeit der Umsätze einher.
2023 hat die DEAG insgesamt mehr als 10 Mio. Tickets
abgesetzt, nach 9 Mio. 2022. Ein zunehmender Anteil der
Tickets wird dabei über die konzerneigenen
Ticketing-Plattformen myticket.de, myticket.at,
myticket.co.uk, gigantic.com und tickets.ie verkauft. Das
Ticketing ist einer der Wachstumstreiber der DEAG und
leistet bereits heute einen erheblichen Beitrag zum
Gesamtergebnis.
Die DEAG hat 2023 ihre Buy- & Build-Strategie
erfolgreich fortgeführt und im Oktober 2023
beispielsweise den Anteil an ihrer Tochtergesellschaft
I-Motion von 50,1 % auf 100 % aufgestockt. Damit
unterstreicht die DEAG ihr Ziel, nach erfolgreicher
Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen
perspektivisch die Minderheitenanteil konsequent abzubauen.
Mit Events wie "MAYDAY" und "NATURE ONE" gehört
I-Motion zu den führenden Veranstaltern von Festivals
im Bereich EDM weltweit. Die DEAG baut ihre
Geschäftsaktivitäten und den Anteil an eigenen
margenstarken EDM- und Open-Air-Events immer weiter aus und
sieht in diesem Bereich hohe Expansionspotenziale in
Deutschland und dem europäischen Ausland.
Die gute Marktposition in Großbritannien wurde
durch die Eröffnung eines Standortes in Wales weiter
ausgebaut. Die DEAG ist als nationaler Veranstalter mit
Standorten in England, Wales und Schottland vertreten und
kann so ihre Aktivitäten in UK noch enger miteinander
verzahnen und Angebote bündeln. Die DEAG ist 2023
zudem in den spanischen Rock/Pop-Markt eingetreten. Erste
Veranstaltungen sollen in Spanien 2024 durchgeführt
werden. Für die DEAG ergeben sich mit der Ausweitung
der Geschäftsaktivitäten in Spanien
Synergieeffekte insbesondere für das Ticketing- und
Live-Entertainment-Geschäft, aber auch bei der
Entwicklung neuer Standorte und Formate. Die DEAG hat
bereits beste Erfahrungen mit ihren
Christmas-Garden-Standorten in Madrid, Barcelona, Valencia
und Málaga gemacht und will dort auch Events
anbieten, die bereits erfolgreich in anderen
Ländermärkten veranstaltet wurden.
Im Sommer 2023 hat die DEAG eine neue
Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren und
einem Volumen von 50 Mio. Euro vollständig platziert.
Die Erlöse dienen der Finanzierung der langfristigen
Wachstumsstrategie der DEAG, insbesondere ihrer
M&A-Aktivitäten.
Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 bei 313,5 Mio.
Euro (Vorjahr: 324,8 Mio. Euro) und das Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei 26,4 Mio.
Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro). Damit hat die DEAG bei den
Finanzkennzahlen ihr Ziel eines Umsatzes von über 300
Mio. Euro und einer hohen Profitabilität erreicht. Die
Finanzkennzahlen 2022 waren noch deutlicher von
Nachholeffekten nach der COVID-19-Pandemie sowie
Fördermitteln aus COVID-19-Hilfsprogrammen
geprägt. Die DEAG sieht sich für zukünftiges
Wachstum sehr gut am Markt positioniert und erwartet auch
aufgrund eines vielversprechenden Start mit starken
Vorverkäufen in das laufende Geschäftsjahr 2024
für das Gesamtjahr weiteres Wachstum.
2.3 FINANZ-, VERMÖGENS- UND ERTRAGSLAGE2.3.1 Ertragslage des KonzernsDer DEAG-Konzern erzielte im abgelaufenen
Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 313,5 Mio.
Euro (Vorjahr: 324,8 Mio. Euro). Der positive Verlauf des
Geschäftsjahres 2023 wurde überwiegend organisch
und ohne nennenswerte Nachholeffekte infolge der
COVID-19-Pandemie wie noch im Vorjahr erzielt. Treiber
dieser Entwicklung war eine positive Ergebnisentwicklung im
Segment Entertainment Services und insbesondere des
Ticketing-Geschäfts sowie der Ausbau DEAG-eigener
Veranstaltungsformate und die erfolgreiche Umsetzung der
Buy- & Build-Strategie.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz beträgt 60,1 Mio.
Euro nach 61,2 Mio. Euro im Vorjahr. Die Umsatzkosten
betreffen die veranstaltungsbezogenen Einzelkosten. Die
Rohertragsmarge verbesserte sich von 18,8 % im Vorjahr auf
19,2 % im abgelaufenen Berichtsjahr.
Im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die
Vertriebskosten um ca. 9,9 % von 24,1 Mio. Euro auf 26,5
Mio. Euro. Die Verwaltungskosten stiegen um 15,7 % auf 35,2
Mio. Euro nach 30,4 Mio. Euro im Vorjahr im Wesentlichen
bedingt durch erhöhte Personalaufwendungen und
Abschreibungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten
sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 % von 17,9 Mio. Euro
auf 19,0 Mio. Euro. Sie betreffen im Wesentlichen
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
über 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro),
Zuschüsse und Unterstützungsleistungen aus
"COVID-19"-Hilfsprogrammen in allen Ländermärkten
in Höhe von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro),
ergebniswirksam erfasste Fair-Value-Änderungen von
bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten und Optionen aus
Akquisitionen in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5
Mio. Euro), Erfassung von Versicherungsentschädigungen
und Schadenersatzforderungen in Höhe von 4,3 Mio. Euro
(Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) sowie der erfolgswirksamen
Erfassung des negativen Unterschiedsbetrags aus einer
Kaupreisallokation in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vorjahr:
1,0 Mio. Euro).
Die Förderungen aus "COVID-19"-Hilfsprogrammen
betreffen in Höhe von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio.
Euro) Leistungen öffentlicher Kassen zur
Förderung von Veranstaltungen und Projekten, bei denen
im Wesentlichen Mindereinnahmen und/oder erhöhte
Veranstaltungs- und Produktionskosten ohne weitere
Ergebniswirkung ausgeglichen wurden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) beinhalten im
Wesentlichen Fair-Value-Anpassungen in Höhe von 1,9
Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) sowie Aufwand aus
Verlusten aus Schadensfällen in Höhe von 0,4 Mio.
Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro).
Unter Berücksichtigung einer Verrechnung der
veranstaltungs- und projektbezogenen Fördermittel in
den entsprechenden Projekten und einer Saldierung der
Erträge und Aufwendungen aus
Fair-Value-Änderungen würden die sonstigen
betrieblichen Erträge 13,8 Mio. Euro und die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen 2,1 Mio. Euro betragen.
Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf 26,4 Mio.
Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro). Im Vergleich zum
Vor-Pandemie-Jahr 2019 stieg das EBITDA um mehr als 12 Mio.
Euro (2019: 14,1 Mio. Euro).
Die Abschreibungen in Höhe von 13,1 Mio. Euro
(Vorjahr: 11,0 Mio. Euro) umfassen mit 3,9 Mio. Euro
(Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) planmäßige
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte sowie mit 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3
Mio. Euro) auf Leasing-Nutzungsrechte und mit 2,9 Mio. Euro
(Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) Abschreibungen auf im Zusammenhang
mit Kaufpreisallokationen angesetzte Vermögenswerte.
Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 13,3 Mio.
Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro).
Aufgrund von erhöhten Zinsaufwendungen erhöhte
sich das Finanzergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr
auf -6,9 Mio. Euro (Vorjahr: -6,0 Mio. Euro). Es betrifft
im Wesentlichen das Zinsergebnis und Zinsaufwendungen im
Zusammenhang mit der Leasingbilanzierung, gestiegenen
Zinsen der Kreditlinien und die Erhöhung bzw. Ausgabe
der Anleihe.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen leicht und
betragen -5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -4,1 Mio. Euro).
Das Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter
beträgt 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro), was
einem Ergebnis von 0,07 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,46 Euro
je Aktie) entspricht. Das Konzernergebnis nach Anteilen
anderer Gesellschafter beträgt -2,1 Mio. Euro
(Vorjahr: 5,2 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je
Aktie von -0,10 Euro (Vorjahr: +0,24 Euro je Aktie).
2.3.2 Entwicklung der SegmenteDie DEAG berichtet in einer unveränderten
Segmentstruktur. Diese bildet die Aktivitäten des
Konzerns zutreffend und übersichtlich ab.
Umsatzerlöse
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2023 | 2022 | Veränderung zum Vorjahr | |
| Live Touring | 186,6 | 221,4 | -34,8 |
| Entertainment Services | 145,9 | 121,5 | 24,4 |
EBITDA
in Mio. Euro
| 2023 | 2022 | Veränderung zum Vorjahr | |
| Live Touring | 18,0 | 28,1 | -10,1 |
| Entertainment Services | 16,7 | 11,5 | 5,2 |
Während das Segment Entertainment Services
deutliche Steigerungen sowohl bei den Umsatzerlösen
als auch EBITDA erzielen konnte, war die
Ergebnisentwicklung im Segment Live Touring
rückläufig. Ursächlich hierfür ist,
dass das Segment Entertainment Services noch bis in die
zweite Hälfte des Vorjahres durch
COVID-19-Einschränkungen geprägt war,
während pandemiebedingt das Nachholen von
Veranstaltungen im Live-Touring-Segment das Ergebnis im
Vorjahr deutlich positiver beeinflussten.
Der insgesamt positive Verlauf des Geschäftsjahres
2023 wurde überwiegend organisch und ohne nennenswerte
Nachholeffekte infolge der COVID-19-Pandemie wie noch im
Vorjahr erzielt.
2.3.3 Vermögenslage des Konzerns
Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag gegenüber dem
Vorjahr um 35,3 Mio. Euro auf 301,7 Mio. Euro (31.12.2022:
266,4 Mio. Euro) erhöht.
Die kurzfristigen Vermögenswerte betragen 151,9
Mio. Euro nach 126,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die
Veränderung betrifft neben den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen (+2,5 Mio. Euro), den
geleisteten Zahlungen (+9,6 Mio. Euro), insbesondere
gestiegene liquide Mittel (+15,0 Mio. Euro). Die liquiden
Mittel belaufen sich somit zum 31.12.2023 auf 89,8 Mio.
Euro (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro).
Die langfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich
zum 31.12.2022 um 9,4 Mio. Euro auf 149,8 Mio. Euro
angestiegen (31.12.2022: 140,4 Mio. Euro). Ursächlich
hierfür sind im Wesentlichen Zugänge von
Sachanlagen (+3,3 Mio. Euro), Geschäfts- oder
Firmenwerte (+2,9 Mio. Euro) und Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte (+2,2 Mio. Euro). Dies
spiegelt insbesondere die Integration der im Berichtsjahr
erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen akquirierten
Unternehmen wider.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um
6,6 Mio. Euro auf 173,9 Mio. Euro (31.12.2022: 180,5 Mio.
Euro). Wesentliche Ursache für den Rückgang war
die Erfassung der neuen refinanzierten Unternehmensanleihe
2023/2026 in den langfristigen Verbindlichkeiten (+45,7
Mio. Euro), während die vorherige und im
Geschäftsjahr refinanzierte Unternehmensanleihe
2018/2023 im Vorjahr in den kurzfristigen Verbindlichkeiten
bilanziert war (-24,6 Mio. Euro). Einen deutlichen Zuwachs
von +20,9 Mio. Euro auf 83,6 Mio. Euro (31.12.2022: 62,6
Mio. Euro) verzeichneten die Vertragsverbindlichkeiten.
Diese Position betrifft am Bilanzstichtag erhaltene
Anzahlungen von Endkunden für Eintrittskarten
künftiger Veranstaltungen und verdeutlichen die
gefüllte Veranstaltungspipeline in den kommenden
Monaten.
Analog hat sich die Struktur der Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum 31.12.2022
verändert. Insgesamt verringerten sich die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz-
und langfristig) um 3,6 Mio. Euro, wobei das Fristenprofil
eine Verschiebung verzeichnete. Während sich der
kurzfristige Anteil gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Mio.
Euro auf 12,8 Mio. Euro verringerte, zeigt sich der
langfristige Anteil um 5,8 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro
erhöht.
Die Nettoverschuldung, definiert als die Summe der
Bruttofinanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Anleihe) abzüglich
der liquiden Mittel, beträgt -14,1 Mio. Euro zum
31.12.2023 nach -16,5 Mio. Euro am 31.12.2022.
Das Eigenkapital verringerte sich um 11,9 Mio. Euro auf
26,6 Mio. Euro (31.12.2022: 38,5 Mio. Euro). Diese
Entwicklung ist auf das Jahresergebnis sowie Effekte aus
der Aufstockung konsolidierter Gesellschaften
zurückzuführen. Bei gleichzeitiger Erhöhung
der Bilanzsumme aufgrund der sehr guten
Ticketvorverkäufe und der Erstkonsolidierung
kürzlich erworbener Unternehmen ist die
Eigenkapitalquote von 8,8 % nach 14,4 % im Vorjahr
rückläufig.
2.3.4 Finanzlage des Konzerns
in Mio. Euro
| 2023 | 2022 | |
| Mittelzu-/abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 31,0 | -31,7 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -5,0 | -12,8 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -9,4 | -0,1 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 16,6 | -44,6 |
| Wechselkurseffekte | -1,6 | 0,7 |
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 74,8 | 118,7 |
| Finanzmittelfonds am 31.12. | 89,8 | 74,8 |
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt 31,0 Mio. Euro
nach -31,7 Mio. Euro im Vorjahr. Ausgehend von einem
positiven Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 1,5
Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro) und gegenüber dem
Vorjahr erhöhten Abschreibungen in Höhe von 13,1
Mio. Euro resultiert der starke Mittelzufluss im
Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Erhöhung des
Vorauszahlungssaldos (Entwicklung der erhaltenen
Anzahlungen / Vertragsverbindlichkeiten abzüglich
geleisteter Zahlungen) von 46,2 Mio. Euro um 11,8 Mio. Euro
auf 58,0 Mio. Euro. Dieser Anstieg zeigt auf Basis des
organischen Wachstums in 2023 den starken Vorverkauf von
Eintrittskarten für künftige Veranstaltungen in
2024. Der deutlich negative Mittelabfluss im Vorjahr
resultierte im Wesentlichen aus den gegenüber 2021
stark reduzierten Vertragsverbindlichkeiten in Folge der
deutlichen Wiederbelebung des operativen Geschäfts in
2022 nachdem in 2020 und 2021 keine relevanten operativen
Liquiditätsabflüsse zu verzeichnen waren.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in
Höhe von -5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -12,8 Mio. Euro)
resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen
insbesondere Büro- und Geschäftsausstattung
aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeiten und
immaterielle Vermögenswerte (-4,6 Mio. Euro) und
Kaufpreiszahlungen für erworbene
Mehrheitsbeteiligungen (-0,6 Mio. Euro).
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in
Höhe von -9,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro)
betrifft neben dem positiven Saldo aus der Refinanzierung
der Anleihe (25 Mio. Euro) den negativen Saldo aus der
Aufnahme und planmäßigen Tilgung von
Finanzschulden (-3,8 Mio. Euro), gestiegene Zinsausgaben
(-6,8 Mio. Euro), Auszahlungen an Leasinggeber (-6,2 Mio.
Euro), Dividendenauszahlungen an andere Gesellschafter auf
Ebene der Tochtergesellschaften (4,6 Mio. Euro) und
Zahlungen an andere Gesellschafter (8,9 Mio. Euro).
Insgesamt - einschließlich der Wechselkurseffekte
- erhöhte sich der Finanzmittelfonds im
Berichtszeitraum um 15,0 Mio. Euro auf 89,8 Mio. Euro.
Am Bilanzstichtag 31.12.2023 standen der DEAG neben der
Anleihe von 25,0 Mio. Euro (nach Refinanzierung der Anleihe
2018/2023) insgesamt Finanzierungslinien in Höhe von
35,0 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von
18,1 Mio. Euro nicht in Anspruch genommen waren.
Einschließlich der Sichtguthaben bei der
Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen betrugen die
vollständig in der Disposition des Konzerns
befindlichen liquiden Mittel damit rd. 110 Mio. Euro, die
u.a. der Finanzierung zur Verfügung stehen.
2.3.5 Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der DEAG (Holding)
Die weiteren Ausführungen zur DEAG-Holding
betreffen den nach handelsrechtlichen Vorschriften
aufgestellten Jahresabschluss.
Ertragslage
Die DEAG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein
Jahresergebnis in Höhe von -3,6 Mio. Euro realisiert
(Vorjahr: -7,0 Mio. Euro). Zur Verbesserung des Ergebnisses
trug maßgeblich das Beteiligungsergebnis bei.
Während im Vorjahr keine nennenswerten Dividenden
vereinnahmt wurden, konnten aufgrund der Stabilisierung der
operativen Geschäftstätigkeit im Vorjahr und
Geschäftsjahr die positiven Ergebnisse der
Tochtergesellschaften vereinnahmt werden. Dagegen wirken
sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhte
Verwaltungskosten aus.
Die Erträge der DEAG resultieren hauptsächlich
aus Dienstleistungserträgen, Provisionen sowie
Lizenzgebühren und beliefen sich im Geschäftsjahr
unverändert zum Vorjahr auf 1,2 Mio. Euro. Die
sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im
Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von
Risikovorsorgen für mögliche
Rückzahlungsverpflichtungen sowie aus der Herabsetzung
von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und betragen
zum Stichtag 4,7 Mio. Euro nach 3,0 Mio. Euro im Vorjahr.
Höhere Aufwendungen fielen im Wesentlichen bei den
Verwaltungskosten an. Diese sind im Berichtsjahr auf 16,0
Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro).
Ursächlich für den Anstieg waren im Wesentlichen
zusätzliche Personal- und Sachaufwendungen infolge der
erfolgreichen Platzierung der Unternehmensanleihe
2023/2026. Dagegen haben sich die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. Euro
reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch den
Aufwand aus der Ausbuchung einer Schadenersatzforderung im
Vorjahr begründet. Das Zinsergebnis hat sich um -0,8
Mio. Euro auf -2,2 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: -1,4
Mio. Euro). Das Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr
hat sich deutlich verbessert auf 11,3 Mio. Euro (Vorjahr:
3,7 Mio. Euro).
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich auf 107,9 Mio. Euro
(31.12.2022: 87,6 Mio. Euro) erhöht.
Das Finanzanlagevermögen hat sich leicht auf 18,8
Mio. Euro (31.12.2022: 19,3 Mio. Euro) reduziert und
beinhaltet im Wesentlichen Anteile an verbundenen
Unternehmen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen
84,5 Mio. Euro (31.12.2022: 66,2 Mio. Euro).
Ursächlich für die Veränderung sind im
Wesentlichen die Forderungen aus
Ergebnisabführungsverträgen.
Am 31.12.2023 betrugen die liquiden Mittel
unverändert zum Vorjahr 0,2 Mio. Euro. Insgesamt
stehen der DEAG Finanzierungslinien von 35,0 Mio. Euro zur
Verfügung, die zum 31.12.2023 in Höhe von 18,1
Mio. Euro nicht in Anspruch genommen waren. Damit
verfügt die DEAG über freie Liquidität in
Höhe von 18,3 Mio. Euro.
Das Eigenkapital der DEAG beträgt 14,3 Mio. Euro
(31.12.2022: 17,8 Mio. Euro). Die Veränderung betrifft
das Jahresergebnis. Die Eigenkapitalquote hat sich um 7,1
%-Punkte auf 13,2 % (31.12.2022: 20,3 %) reduziert.
Rückstellungen sind unverändert zum Vorjahr
und betragen 8,1 Mio. Euro. Sie beinhalten im Wesentlichen
personalbezogene Rückstellungen (im Vorjahr
personalbezogene Rückstellungen und Risikovorsorge
für Rückzahlungsansprüche).
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus der
Anleihe mit 50,0 Mio. Euro (31.12.2022: 25,0 Mio. Euro) und
aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit
22,8 Mio. Euro (31.12.2022: 24,1 Mio. Euro).
2.4 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES UNTERNEHMENS
Für das Geschäftsjahr 2023 plante der Vorstand
für den Konzern mit einem Jahresumsatzziel von
über 300 Mio. Euro und einer weiterhin hohen
Profitabilität das 2022 erstmals erreichte Umsatz- und
ErgebnisNiveau zu stabilisieren. Hervorzuheben ist die gute
Ergebnisentwicklung des Segment Entertainment Services,
welches deutliche Steigerungen sowohl bei den
Umsatzerlösen als auch EBITDA erzielen konnte. Das
Segment Entertainment Services war bis in die 2.
Hälfte des Vorjahres noch deutlich durch
COVID-19-Einschränkungen geprägt, während
der Geschäftsbetrieb des Jahres 2023 davon
unberührt blieb. Der positive Verlauf des
Geschäftsjahres 2023 wurde überwiegend organisch
und ohne nennenswerte Nachholeffekte infolge der
COVID-19-Pandemie wie noch im Vorjahr erzielt.
Die sehr gute Geschäftsentwicklung in 2023 ist
insbesondere auf starkes organisches Wachstum
zurückzuführen. Der Umsatz belief sich im
Geschäftsjahr auf 313,5 Mio. Euro (Vorjahr: 324,8 Mio.
Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) belief sich auf 26,4 Mio. Euro (Vj. 30,9 Mio.
Euro). Die Finanzkennzahlen 2022 waren noch deutlicher von
Nachholeffekten nach der COVID-19-Pandemie sowie
Fördermitteln aus COVID-19-Hilfsprogrammen
geprägt. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 haben
sich die Finanzkennzahlen verbessert: Der Umsatz in 2019
hat 185,2 Mio. Euro und das EBITDA 14,1 Mio. Euro betragen.
Die DEAG sieht sich langfristig gut aufgestellt. Das
Unternehmen verfügt über ein intaktes
Geschäftsmodell, eine robuste Finanzausstattung und
eine gut gefüllte Veranstaltungspipeline. Per Ende
Dezember 2023 summierte sich die verfügbare
Liquidität auf rund 110 Mio. Euro.
Zusammenfassend wertet der Vorstand die wirtschaftliche
Lage des Unternehmens als gut sowie das
Geschäftsmodell als grundsätzlich intakt und auch
in Zukunft profitabel ein.
3. RISIKOBERICHT
Risiken sind ein inhärenter Teil unternehmerischen Handelns und somit sind die DEAG und der DEAG-Konzern allgemeinen Markt- und Geschäftsrisiken sowie speziellen Branchen-Risiken ausgesetzt
Daher hat die DEAG ein konzernweites
Überwachungssystem eingerichtet, wodurch den
Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns
gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt
werden sollen. Die Überwachung der
Geschäftstätigkeit zur frühen Erkennung
bestandsgefährdender Risiken wird gegenwärtig in
weitem Umfang durch den Vorstand und den Bereich
Unternehmenscontrolling in der Zentrale vorgenommen. Im
Mittelpunkt des Überwachungs- und Steuerungssystems
stehen die Liquiditätsplanung, die
Projektkalkulationen und Überwachung der
Vorverkaufszahlen aller operativen Konzerngesellschaften
sowie die laufende Prognose der Ertragslage der
Einzelgesellschaften und des Konzerns. Die Steuerung des
Konzerns erfolgt sowohl auf Basis von finanziellen
Leistungsindikatoren wie Umsatz, EBITDA als auch auf Basis
von nicht-finanziellen Leistungsindikatoren (Ticketabsatz).
Die erkannten Risiken werden unterjährig
regelmäßig mit den
Geschäftsbereichsverantwortlichen überprüft,
mit dem Ziel, den Eintritt vorhandener Risiken zu
verhindern oder deren Auswirkungen auf die DEAG und den
DEAG-Konzern zu minimieren. Im Rahmen dieses Prozesses
werden die Chancen und Risiken identifiziert, gemeinsam von
Vorstand und geschäftsleitenden Organen der
Tochtergesellschaften quantifiziert und
Steuerungsmaßnahmen festgelegt, die
regelmäßig überprüft und soweit
erforderlich angepasst werden.
3.1.1 Markt/Wettbewerb
Der DEAG-Konzern ist dem Risiko allgemeiner Veränderungen des Freizeit- und Konsumverhaltens der Konzertbesucher ausgesetzt
Der geschäftliche Erfolg des DEAG-Konzerns
hängt ganz wesentlich vom Besucheraufkommen bei den
Konzerten und sonstigen Veranstaltungen ab, an deren
Durchführung die DEAG-Gruppe mit ihren jeweiligen
Leistungen beteiligt ist. Die Angebote der Gesellschaft
stehen dabei nicht nur in Konkurrenz zu denen unmittelbarer
Wettbewerber, sondern ebenso zu solchen von Anbietern
anderer Freizeitangebote, insbesondere Sportveranstaltungen
und Filmaufführungen. Es kann passieren, dass das
Interesse der jeweiligen Bevölkerung am Besuch von
Konzertveranstaltungen zurückgeht, weil sich
beispielsweise allgemein die Prioritäten bei der
Freizeitgestaltung ändern oder weil die allgemeine
Einkommensentwicklung oder eine negative wirtschaftliche
Gesamtentwicklung sich nachteilig auf die
Konsumbereitschaft in Bezug auf Freizeitveranstaltungen
auswirkt. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit den
durch den Ukrainekrieg und den reduzierten Gas-Mengen
bedingten Kostenerhöhungen bei Energiepreisen sowie
die herrschende erhöhte Inflation, welche die
Kaufkraft der Kunden der DEAG-Gruppe negativ beeinflussen
können. Zusätzlich könnte sich das
pandemiebedingte temporäre Überangebot aufgrund
von Verschiebungen oder Nachholungen von Veranstaltungen
nachteilig auswirken. Änderungen des Konsumverhaltens
können somit zu einer Verminderung des Kartenabsatzes
führen und, abhängig von der Anzahl der
betroffenen Veranstaltungen und den Leistungen der
DEAG-Gruppe für die Durchführung dieser
Veranstaltung, die Vermögens-, Finanz-, und
Ertragslage der DEAG-Gruppe wesentlich
beeinträchtigen.
Der DEAG-Konzern ist dem Risiko der wirtschaftlichen Auswirkungen einer erneuten (Covid-19-) Pandemie, insbesondere in Form einer Absage einer oder mehrerer Veranstaltung auf Grund einer krankheitsbedingten Absage durch beteiligte Künstler, ausgesetzt
Ein Ausbruch bedingt durch eine neue Covid-19-Variante
oder einer anderen Form einer Pandemie ist schwer
einzuschätzen. Absagen von Veranstaltungen aufgrund
eines krankheitsbedingten Ausfalls durch beteiligte
Künstler ist möglich. Dieses Absageereignis ist
zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wieder durch
entsprechende Ausfallversicherungen regulierbar. Sollte ein
betroffenes Unternehmen der DEAG-Gruppe in einem solchen
Fall nicht oder nicht ausreichend von den innerhalb der
DEAG-Gruppe gebildeten finanziellen Rücklagen oder den
in einzelnen Ländermärkten beantragten
(Covid-19-)Fördermitteln oder staatlich
bereitgestellten Ausfallabsicherungen abgedeckt sein,
könnten sich die aus dem jeweiligen Schadensereignis
entstehenden Verpflichtungen erheblich negativ auf die
Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der DEAG-Gruppe
auswirken.
Der DEAG-Konzern ist dem Risiko saisonaler und wetterabhängiger Veränderungen des Freizeit- und Konsumverhaltens der Konzertbesucher ausgesetzt
Erfahrungsgemäß ist die Anzahl der Besucher
der Angebote der DEAG-Gruppe saisonalen und
wetterabhängigen Schwankungen sowohl bei Open-Air- als
auch bei Indoor-Veranstaltungen unterworfen. Solche
Schwankungen können zu einer Verminderung des
Kartenabsatzes führen und, abhängig von der
Anzahl der betroffenen Veranstaltungen und den Leistungen
der DEAG-Gruppe für die Durchführung dieser
Veranstaltung, die Vermögens-, Finanz-, und
Ertragslage der DEAG-Gruppe wesentlich
beeinträchtigen.
Risiko steigender Gagenforderungen von Künstlern und Nichtfinanzierbarkeit bereits zugesagter Künstlergagen
Unter anderem bedingt durch rückläufige
Erlöse aus dem Verkauf von Tonträgern sind im
internationalen Rock/Pop-Bereich, aber auch in anderen
Musikbereichen die Gagenforderungen der Künstler
stetig gestiegen. Dies hat zur Folge, dass die von der
DEAG-Gruppe und ihren Wettbewerbern bei der
Durchführung von Konzerttourneen erzielten Margen
teilweise gesunken sind. Sollten Künstler weiterhin
steigende Gagen bei gleichbleibenden Ticketpreisen
verlangen, kann dies dazu führen, dass Konzerttourneen
nicht mehr in dem bisherigen Umfang durch die DEAG-Gruppe
veranstaltet werden können. Es besteht außerdem
das Risiko, dass Künstlern bereits zugesagte Gagen
nicht durch zukünftige Erlöse gegenfinanziert
werden können. Jeder der vorgenannten Umstände
kann erhebliche negative Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe
haben.
Der DEAG-Konzern ist von den operativ tätigen Führungskräften und Promotern abhängig
Gegenwärtig ist der geschäftliche Erfolg der
DEAG in besonderem Maße von den operativ tätigen
Führungskräften, Promotern und einem Kreis von
einigen Geschäftsführern von
DEAG-Tochtergesellschaften und deren personellen
Verflechtungen zu Künstlern oder deren Management
abhängig. Sollten zukünftig eine oder mehrere
dieser Führungskräfte oder Promoter der
DEAG-Gruppe nicht mehr zur Verfügung stehen, so
könnte dies die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der DEAG-Gruppe erheblich beeinträchtigen.
Etwaige künftige Akquisitionen der DEAG-Gruppe könnten zum Eintritt unternehmerischer Risiken führen oder misslingen
Die Gesellschaft plant auch zukünftig den Erwerb
weiterer Beteiligungen zur Umsetzung ihrer
Wachstumsstrategie. Es besteht jedoch keine Gewähr,
dass die DEAG-Gruppe in der Lage sein wird, geeignete
Unternehmen zu identifizieren oder zu den jeweils
angestrebten Bedingungen zu erwerben oder sich an ihnen zu
beteiligen. Weiterhin können sich bei den erworbenen
Unternehmen und deren Geschäftstätigkeit Risiken
realisieren, von denen die DEAG-Gruppe nicht erkannt hat,
dass oder in welchem Umfang sie bestehen; auch erkannte
Risiken können in höherem Umfang als erwartet
eintreten. So könnten sich Annahmen der DEAG-Gruppe zu
den finanziellen, rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen
Verhältnissen eines erworbenen Unternehmens als zu
optimistisch erweisen und auf diese Weise zu
zusätzlichen und nicht erwarteten Belastungen für
die DEAG-Gruppe führen. Darüber hinaus ist die
Integration etwa erworbener Unternehmen mit erheblichen
Unsicherheiten und Risiken verbunden und erfordert unter
anderem die Fähigkeit, neu erworbene Unternehmen in
die bestehende Unternehmensgruppe zu integrieren und eine
ausreichende Zahl qualifizierter Führungskräfte
und anderer wichtiger Mitarbeiter zu halten oder zeitnah zu
ersetzen. Weiterhin müssen für eine erfolgreiche
Akquisition in der Regel bestehende
Geschäftsbeziehungen gehalten und weiter ausgebaut
werden können. Zudem wird die DEAG-Gruppe
möglicherweise nicht in der Lage sein, im Rahmen von
Unternehmenserwerben zunächst geplante Einsparungen
und Synergien zu realisieren oder im Rahmen der laufenden
Geschäftstätigkeit des erworbenen Unternehmens
die geplanten Ergebnisse zu erzielen. Jeder der
vorgenannten Umstände kann im Zusammenhang mit einer
Akquisition die Geschäftstätigkeit sowie die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe
wesentlich beeinträchtigen. Im Einzelfall könnten
Wettbewerbsbehörden auch die Akquisition von
Zielgesellschaften untersagen oder mit Auflagen versehen,
sodass eine Akquisition fehlschlägt oder nur mit
Einschränkungen umsetzen kann.
Der DEAG-Konzern ist einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt, und finanzstärkere Wettbewerber könnten die Marktanteile der DEAG-Gruppe schmälern
Die DEAG-Gruppe agiert in einem Markt, der durch
intensiven Wettbewerb geprägt ist. Einige der
derzeitigen oder potenziellen Wettbewerber der DEAG-Gruppe
verfügen insbesondere über größere
finanzielle und andere Ressourcen und könnten deshalb
erfolgreicher bei der Aufrechterhaltung oder
Begründung von Geschäftsbeziehungen sein, die
für den Erfolg im Markt bedeutsam sind. Dies
könnte sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-,
und Ertragslage der DEAG-Gruppe auswirken.
Risiko der Nichterteilung behördlicher Genehmigungen
Die DEAG-Gruppe ist darauf angewiesen, dass für die
erfolgreiche Durchführung von Konzerttourneen sowie
die sonstigen Aufführungen und Veranstaltungen die
jeweils erforderlichen behördlichen Genehmigungen
erteilt werden. Sollten erforderliche behördliche
Genehmigungen nicht oder später als erwartet erteilt,
verschärft oder widerrufen werden, z. B. wie derzeit
politisch diskutiert als Maßnahme der
Energieeinsparung, könnte sich dies negativ auf die
Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-,
Finanz-und Ertragslage der DEAG-Gruppe auswirken.
Risiko der Abhängigkeit von Geschäftspartnern und Künstlern
Der geschäftliche Erfolg der DEAG-Gruppe hängt
in beiden Geschäftsbereichen - Live Touring und
Entertainment Services - auch davon ab, mit solchen
Künstlern, Produzenten und sonstigen Akteuren in der
Live-Musik- und Unterhaltungsbranche
Geschäftsbeziehungen begründen zu können,
deren Leistungen und Produktionen dem jeweils aktuellen
Publikumsgeschmack entsprechen und geeignet sind, hohe
Besucherzahlen zu generieren. Sollten für die
DEAG-Gruppe bedeutende Geschäftsbeziehungen in Zukunft
nicht mehr aufrechterhalten werden oder neu begründet
werden können, so würde sich dies nachteilig auf
die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe auswirken.
Abhängigkeit von IT-Systemen und Cyberkriminalität bergen Risiken
Die DEAG-Gruppe, insbesondere auch ihre
Ticketing-Plattformen, und ihre Kooperationspartner setzen
im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs im erheblichen
Umfang IT-Systeme ein. Beeinträchtigungen dieser
IT-Systeme können zu Betriebsstörungen und
-unterbrechungen führen. Solche
Beeinträchtigungen können technisch bedingt, aber
auch auf vorsätzliches Handeln Dritter, insbesondere
Cyberkrimineller, zurückzuführen sein. Ein
Verlust des Datenbestandes oder der längere Ausfall
der genutzten IT-Systeme, insbesondere im
Ticketing-Bereich, könnten zu erheblichen
Störungen des Geschäftsbetriebs führen.
Schließlich kann auch ein Datenverlust durch
Diebstahl, Feuerschäden oder ähnliche
Schäden nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der DEAG-Gruppe
haben.
3.1.2 Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten sowie Finanzanlagen
Aufgrund der beschriebenen Unwägbarkeiten im
operativen Geschäft des DEAG-Konzerns können
zukünftig, sollten die tatsächlichen Ergebnisse
der Tochtergesellschaften von den Erwartungen abweichen,
weitere Abschreibungen auf die Geschäfts- oder
Firmenwerte bzw. Finanzanlagen sowie der im Rahmen der
Kaufpreisallokation bilanzierten sonstigen immateriellen
Vermögenswerte des Konzerns nicht ausgeschlossen
werden. Dies gilt sowohl für die bestehenden, als auch
für gegebenenfalls neu hinzukommende Geschäfts-
oder Firmenwerte aus weiteren Firmenkäufen. Für
die Geschäfts- oder Firmenwerte jeder Cash Generating
Unit des Konzerns werden Impairment Tests
durchgeführt.
Im Konzern wird ein Teil des Unterschiedsbetrages
zwischen Kaufpreis und Eigenkapital der erworbenen
Unternehmensanteile auf Marken, Künstler- und
Agentenbeziehungen sowie sonstige Rechte allokiert. Dieser
Teil wird planmäßig abgeschrieben.
3.1.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Der Konzern weist unverändert in der Bilanz unter
der Position "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"
zum Verkauf bzw. zur Bebauung anstehende
Teilgrundstücke rund um die Frankfurter myticket
Jahrhunderthalle aus (Tz. 17 des Konzernanhanges).
DEAG hat im Jahr 2015 im Zusammenhang mit der
Jahrhunderthallen-Transaktion mit einem in Frankfurt/Main
ansässigen Immobilieninvestor ein 50:50-Joint-Venture
gegründet und die zur Bebauung vorgesehenen
Grundstücke aufschiebend bedingt an dieses
veräußert.
Mit Erteilung einer Baugenehmigung soll die
Eigentumsübertragung vollzogen und das Gesamtareal
bzw. Teile davon durch das gemeinsame Joint Venture unter
der Federführung des Immobilieninvestors
vollständig entwickelt und vermarktet werden. Im Falle
einer positiven und erfolgreichen Entwicklung der
Grundstücke wird ein zusätzlicher Gewinn
generiert, der den Buchwert (5,6 Mio. Euro)
übersteigt. Bisher haben störfallrechtliche
Bedenken im Hinblick auf die Nachbarschaft zum
Industriepark Hoechst und daraus resultierende rechtliche
Fragestellungen in Bezug auf die Anwendbarkeit der sog.
Seveso-III-Richtlinie, nach der Mindestabstände
zwischen Bauvorhaben und bestimmten Betriebsbereichen
einzuhalten sind, konkrete Planverfahren blockiert. DEAG
stuft dennoch die Schaffung von Baurecht mittelfristig als
realistisch ein und sieht sich darin durch die
Entwicklungen im Jahr 2018 bestärkt. So hatten sich
die Stadt Frankfurt sowie die Industrieparkbetreiber auf
eine Vereinbarung verständigt, nach der die Betreiber
des Industrieparks gegen (Wohn-) Bauvorhaben
außerhalb eines Radius von 500m (gemessen von der
Betriebsgrenze) künftig keine rechtlichen Schritte
einleiten werden. Im Gegenzug verpflichtete sich die Stadt
Frankfurt/Main, keine besonders schutzbedürftigen
Nutzungen wie Wohngebäude, Schulen und Seniorenheime
zu planen und zu genehmigen, die innerhalb des
500-m-Umkreises liegen. Die durch diese Vereinbarung
entstandene Rechtssicherheit ermöglicht nunmehr den
Bau von bis zu 3.000 Wohnungen nahe des Industrieparks,
insb. auch in der Parkstadt Unterliederbach an der myticket
Jahrhunderthalle, und eine damit verbundene
Infrastrukturbebauung, wie z.B. mit Einzelhandel.
Sollte die Bebaubarkeit nicht wie geplant genehmigt
werden oder sich die geschätzten Preise je
Quadratmeter aus anderen Gründen wesentlich mindern,
besteht das Risiko einer wesentlichen Wertminderung, was
negative Auswirkungen auf die Vermögens- und
Ertragslage der Gesellschaft hätte.
3.1.4 Finanzielle Verpflichtungen
Die Finanzierung des operativen Geschäftes
hängt von der Fähigkeit der Unternehmen der
DEAG-Gruppe ab, in einem volatilen Geschäft
ausreichend Cashflow zu generieren bzw. externe
Finanzierungsquellen (Fremd- oder Eigenkapital) zu
erschließen.
Die DEAG hat daher im Inland mit ihren Hausbanken
umfangreiche Rahmenlinien vereinbart, die für Zwecke
der Akquisitionsfinanzierung (16,5 Mio. Euro), der
Vorfinanzierung von Tournee- und Konzertveranstaltungen
(6,0 Mio. Euro) sowie des laufenden Geschäfts (14,6
Mio. Euro) vorgehalten werden. Darüber hinaus stehen
der DEAG im Ausland bei ihren jeweiligen Hausbanken
Finanzierungen im Umfang von 2,9 Mio. GBP bzw. 1,1 Mio. CHF
zur Verfügung.
Die laufende Verzinsung der jeweiligen Ziehungen und
Inanspruchnahmen basiert im Wesentlichen auf der
allgemeinen EURIBOR-Entwicklung.
Die jeweiligen Finanzierungskonditionen spiegeln das
Marktniveau sowie das Rating der DEAG wider. Die
Rahmenlinien könnten auf Basis der allgemeinen
Geschäftsbedingungen gekündigt werden, soweit
sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
DEAG-Gruppe nachhaltig gegenüber dem Zeitpunkt der
jeweiligen Gewährung verschlechtert hat und
kompensierende Maßnahmen (etwa durch die Bestellung
bzw. die Verstärkung bankmäßiger
Sicherheiten zur Absicherung der jeweiligen Ansprüche)
nicht gelingen.
Im Dezember 2020 hat die DEAG die Genehmigung der
staatlichen Förderbank KfW für ein Darlehen aus
dem KfW Sonderprogramm 2020 über 25 Mio. Euro in zwei
Tranchen zur Finanzierung von Betriebsmitteln erhalten. Die
erste Tranche im Umfang von 15 Mio. Euro ist
vollständig abgerufen. Die Ausreichung des Darlehens
erfolgte über die Hausbanken. Auf die Inanspruchnahme
der zweiten Tranche im Umfang von bis zu 10 Mio. Euro
konnte die DEAG im Dezember 2021 auf Grund der guten
Liquiditätslage des Konzerns verzichten. Das Darlehen
wird mit einem Zinssatz von 2 % p.a. verzinst. Die Laufzeit
des Darlehens beträgt sechs Jahre. Nach dem
tilgungsfreien ersten Jahr erfolgt eine quartalsweise
Tilgung, beginnend seit März 2022. Die
Darlehensbedingungen enthalten sonst übliche
Konditionen.
Ferner hat die DEAG im Juli 2023 ihre
Unternehmensanleihe 2023/2026 (ISIN NO0012487596) mit einem
Volumen in Höhe von 50,0 Mio. Euro erfolgreich
platziert. Die auf den Inhaber lautenden
Schuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 1.000
Euro haben eine Laufzeit von drei Jahren. Der
jährliche feste Zinssatz beträgt 8,00 %. Mit dem
Emissionserlös soll der Wachstumskurs der DEAG weiter
fortgesetzt werden und es wurde die Unternehmensanleihe
2018/2023 vollständig refinanziert. Die Inhaber der
Unternehmensanleihe 2018/2023 (ISIN DE000A2NBF25) haben ein
entsprechendes Umtauschangebot mit Mehrerwerbsoption
erhalten.
Die bestehenden finanziellen und nicht finanziellen
Covenants der Finanzierungen werden laufend überwacht.
DEAG ist bei der Finanzierung des operativen
Geschäfts einschließlich des organischen und
externen Wachstums von einem erfolgreichen Ticketverkauf
und somit positiven Geschäftsverlauf abhängig. In
Einzelfällen ist die DEAG Verpflichtungen
(insbesondere für Gagenzahlungen) eingegangen und muss
liquiditätsseitig Vorleistungen erbringen, da zwischen
den Auszahlungen und Einzahlungen aus Ticketverkäufen
temporär Unterschiede bestehen. In diesen Fällen
müssten die betreffenden Vorlaufkosten aus anderen
Quellen - etwa aus sonstigen ungebundenen finanziellen
Mitteln oder durch Inanspruchnahme von Rahmenlinien bei den
Hausbanken - gedeckt werden.
Auf Basis von Umsatz- und Ergebnisprognosen und der
daraus abgeleiteten Liquidität schätzt der
Vorstand diese und die finanzielle Lage der Gesellschaft
und des Konzerns auch im Hinblick auf Finanzierungsbedarfe
für internes und externes Wachstum als geordnet ein.
Sollte sich der Geschäftsverlauf gegenüber der
Planung und damit die Ertragskraft der DEAG-Gruppe
dauerhaft und nachhaltig verschlechtern, könnte eine
Liquiditätsunterdeckung eintreten, wenn die geplanten
finanziellen Mittelzuflüsse und Rahmenlinien nicht im
ausreichenden Maß zur Verfügung stehen. DEAG
wäre dann auf die Erschließung zusätzlicher
Finanzierungsquellen (Fremd- oder Eigenkapital) angewiesen.
Der Vorstand der DEAG geht zum Zeitpunkt der Erstellung
des Jahresfinanzberichtes davon aus, dass die Risiken den
Fortbestand der Gesellschaft bzw. des Konzerns nicht
gefährden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden,
dass in Einflussfaktoren, die derzeit noch nicht bekannt
sind oder momentan noch nicht als wesentlich eingestuft
werden, die Entwicklung der Gesellschaft bzw. des Konzerns
beeinflussen können.
3.1.5 Finanzinstrumente
Der DEAG-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner
Vermögenswerte, seiner Verbindlichkeiten sowie im
operativen Geschäft Zins-, Währungs-,
Bonitäts- und Liquiditätsrisiken.
Teile der Zinszahlungen der durch den Konzern
aufgenommenen Kredite erfolgen direkt auf EURIBOR-Basis.
Die Kapitalkosten unterliegen somit teilweise dem
Zinsänderungsrisiko. Ohne das Risiko zu relativieren
sei darauf hingewiesen, dass große Teile der
Kapitalseite unverzinst sind, da der DEAG-Gruppe
geschäftsmodellspezifisch Vorverkaufsgelder zur
Finanzierung zur Verfügung stehen. Aufgrund der
gegenwärtigen Zinsentwicklung entfallen Aufwendungen
in Form von Negativzinsen und Verwahrentgelten. Stattdessen
wirken Guthabenzinsen positiv. Daher wurden im
Berichtszeitraum keine Zinssicherungen vorgenommen.
Gagenzahlungen für Künstler, Orchester,
Showproduktionen etc. erfolgen teilweise auf USD-Basis und
unterliegen somit dem Währungsrisiko gegenüber
dem Euro bzw. dem CHF oder dem GBP. Das Gleiche gilt
für Dividendenzahlungen ausländischer
Tochtergesellschaften, die in CHF und GBP erfolgen. Die
Gesellschaft unternimmt regelmäßig Analysen, um
die Auswirkungen von Währungsschwankungen
vorwegzunehmen und zu beurteilen, ob
Kurssicherungsgeschäfte vorteilhaft sind. Im
Berichtszeitraum und für das diesem nachfolgenden
Geschäftsjahr wurden
Währungssicherungstransaktionen (USD und GBP) für
Intercompany-Darlehen vorgenommen.
Bezüglich der Forderungen gegenüber
Geschäftspartnern sind die DEAG und der DEAG-Konzern
auf das Fortbestehen sowie deren Bonität und damit
deren Zahlungsfähigkeit angewiesen. Zur
Risikominderung wird ein aktives Forderungsmanagement
betrieben. Zusätzlich werden Abschlagszahlungen
vereinbart. Im Berichtszeitraum wurde Vorsorge durch die
Einzelwertberichtigung einiger Forderungen vorgenommen.
Mögliche Liquiditätsrisiken werden über
Kurz- und Mittelfristplanungen erfasst. Aufgabe des
Finanzmanagements ist es, die fristgerechte Bedienung aller
Verbindlichkeiten sicher zu stellen. Darüber hinaus
wird die Einhaltung von finanziellen und nichtfinanziellen
Covenants gegenüber Kreditinstituten sowie den
Anleihegläubigern laufend überwacht. Die
Gesellschaft hat sowohl langfristige als auch kurzfristige
Kreditbeziehungen.
Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird
in der Bilanz ausgewiesen; die Höhe der finanziellen
Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.
Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten
Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch
Wertberichtigungen erfasst.
3.1.6 Steuerliche Risiken
Für die DEAG und ihre wesentlichen
Tochtergesellschaften ist ein steuerliches
Risikomanagementsystem implementiert, welches
Maßnahmen zur Erfassung, Bewertung sowie die
Minimierung der Auswirkungen von potentiellen steuerlichen
Risiken umfasst. Zu Spezialthemen werden Experten
herangezogen. Ihre Expertisen werden in der Zentrale
geprüft und die Ergebnisse anschließend
entsprechend berücksichtigt.
Für hinreichend konkrete, abschätzbare
steuerliche Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit
überwiegend wahrscheinlich ist, wurden bestehende
Steuerguthaben gemindert bzw. entsprechende
Rückstellungen passiviert.
Darüber hinaus könnten sich im Ergebnis
laufender und künftiger Betriebsprüfungen weitere
Zahlungsverpflichtungen ergeben, deren Höhe zurzeit
nicht verlässlich geschätzt werden kann.
3.1.7 Rechtsstreitigkeiten und Prozesse
Die DEAG führt derzeit sowohl Aktiv- als auch
Passivprozesse durch. Soweit Risiken erkennbar sind, werden
diese Risiken grundsätzlich im Konzern- und
Jahresabschluss einerseits durch Wertberichtigungen bei den
Vermögenswerten und andererseits durch
Rückstellungen erfasst. Im Berichtsjahr wurden
ausschließlich Verfahrenskosten, soweit erforderlich,
zurückgestellt. Rückstellungspflichtige
Einzelrisiken aus Passivprozessen bestehen nicht. Zur
Höhe der hieraus resultierenden
Eventualverbindlichkeiten verweisen wir auf unsere
Ausführungen in Textziffer 45 des Konzernanhangs.
3.1.8 COVID-19-bedingte Förderungen
Die DEAG und ihre Tochtergesellschaften haben im Vorjahr
sowie im Berichtszeitraum bedingte und unbedingte
Förderungen aus "COVID-19"-Hilfsprogrammen beantragt
und teilweise bewilligt bekommen. Sofern es sich um
unbedingte Förderungen handelt und der jeweilige
Förderzeitraum das Berichtsjahr umfasste, erfolgte
eine Aktivierung dieser Ansprüche unter
Berücksichtigung etwaiger Kürzungen durch die
betreffenden Fördermittelgeber. Sofern es sich um
bedingte Förderungen handelt, kommt eine Realisierung
dieser Mittel erst bei vollständiger Erfüllung
der Fördervoraussetzungen in Betracht.
Es bestehen Risiken, dass gewährte Förderungen
nicht im beantragten Umfang anerkannt werden.
3.1.9 Holdingstruktur
Die Gesellschaft selbst betreibt nahezu kein operatives
Geschäft, sondern fungiert als Holding der
DEAG-Gruppe. Die Aktiva der Gesellschaft bestehen derzeit
zum größten Teil aus den Anteilen an ihren
operativen Tochtergesellschaften und Forderungen
gegenüber diesen. Mit diesen ist die Gesellschaft
teilweise durch Beherrschungs- und
Gewinnabführungsverträge verbunden. Die
Gesellschaft selbst ist daher zur Erzielung von
Erträgen darauf angewiesen, dass die operativ
tätigen Gesellschaften der DEAG-Gruppe Gewinne
erwirtschaften und an sie abführen. Umgekehrt ist die
Gesellschaft gegenüber den mit ihr mit Beherrschungs-
und Gewinnabführungsverträgen verbundenen
Beteiligungsunternehmen verpflichtet, bei diesen etwa
anfallenden Verlusten auszugleichen. Daraus können
sich wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
ergeben.
Zur Vermeidung bzw. Minimierung dieser Risiken betreibt
die Gesellschaft auf Konzernebene ein
Risikomanagementsystem, in das alle Tochtergesellschaften
einbezogen sind. Durch dieses Risikomanagementsystem werden
die Chancen und Risiken auf Konzernebene erfasst, bewertet,
Steuerungsmaßnahmen festgelegt und überwacht
sowie der einheitliche Konzernrechnungslegungsprozess
sichergestellt.
4. CHANCENBERICHT
Die DEAG verfügt über ein diversifiziertes
Portfolio und ein intaktes und resilientes
Geschäftsmodell. Trotz eines gesamtwirtschaftlich
schwachen Umfelds mit hoher Inflation in Deutschland und
Europa sowie dem Krieg in der Ukraine hat die DEAG ein
starkes Geschäftsjahr 2023 mit einer weiterhin hohen
Nachfrage nach Tickets für Veranstaltungen auch in
2024 verzeichnet. Die DEAG sieht sich angesichts guter
organischer und anorganischer Wachstumschancen für
langfristiges Wachstum hervorragend aufgestellt.
Finanzielle Stabilität: Die DEAG verfügt
über eine sehr robuste Finanzausstattung, die durch
die Platzierung der neuen Unternehmensanleihe 2023/2026 mit
einem Volumen von 50 Mio. Euro weiter gestärkt wurde.
Die liquiden Mittel, inklusive verfügbarer
Bankkreditlinien, belaufen sich per 31. Dezember 2023 auf
rund 110 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich
von 14,4 % auf 8,8 % aufgrund durchgeführter
Aufstockungen von Anteilen bereits konsolidierter
Tochterunternehmen sowie der gestiegenen Bilanzsumme. Die
kommenden Monate sind von einer hohen Visibilität mit
einer sehr guten Umsatzbasis geprägt.
Externe Wachstumschancen und europäische Expansion:
Die DEAG ist mit ihren Tochtergesellschaften aktuell an 22
Standorten in ihren Kernmärkten Deutschland,
Großbritannien, Schweiz, Dänemark, Irland und
Spanien präsent. Zudem ist die DEAG über ihre
Tochtergesellschaften auch in weiteren
Ländermärkten aktiv. Die DEAG verfügt unter
anderem über Christmas-Garden-Standorte im
europäischen Ausland und ist über ihre
Tochtergesellschaft Fane im Bereich Spoken Word &
Literary Events in Nordamerika und Australien vertreten.
Die DEAG treibt die Internationalisierung ihres
Geschäfts permanent voran und verfügt bereits
heute über ein internationales und breites
Veranstaltungsportfolio mit erheblichen Umsatz-und
Synergiepotenzialen. Hohe Wachstumschancen ergeben sich
hieraus auch für das Ticketing-Geschäft. Die DEAG
plant auch zukünftig ihren internationalen
Expansionskurs fortzusetzen, wobei ein Fokus auf dem Ausbau
ihrer Ticketing-Plattformen liegt. M&A bleibt neben
organischem Wachstum ein wichtiger Baustein für das
Unternehmenswachstum. Die DEAG verfügt im Bereich
M&A über umfangreiches Knowhow und ein starkes
Netzwerk. Zudem verfolgt die DEAG konsequent ihre Buy-
& Build-Strategie und hebt Synergien und
Cross-Selling-Potenziale. Seit 2019, hat die DEAG mehr als
20 Unternehmen neu gegründet oder erfolgreich nach der
Übernahme in den Konzern integriert. Durch
Akquisitionen kann die DEAG Synergien bei der
Künstlerakquise, im Ticketing oder bei der Entwicklung
neuer Standorte und Veranstaltungsformate erzielen und
signifikante Möglichkeiten für Kosteneinsparungen
umsetzen. Auch künftig will die DEAG eine aktive Rolle
bei der Konsolidierung der Live-Entertainment-Branche in
Europa spielen und ihr Wachstum sowohl organisch als auch
durch M&A vorantreiben.
Ticketing: Das Ticketing gehört zu den
stärksten Wachstumstreibern der DEAG und soll auch in
Zukunft weiter ausgebaut werden. Die DEAG erweitert ihre
Plattformen kontinuierlich durch neue Funktionen und Tools
und erzielt im Ticketing überdurchschnittlich hohe
Margen. Als Event-Veranstalter und lokaler Promoter im
Bereich Live-Entertainment hat die DEAG im
Geschäftsjahr 2023 insgesamt mehr als 10 Mio. Tickets
verkauft, gegenüber 9 Mio. im Vorjahr und 5 Mio.
Tickets vor der COVID-19-Pandemie. Ein signifikanter Anteil
an Tickets wird bereits heute über die konzerneigenen
Ticketing-Plattformen myticket.de, myticket.at,
myticket.co.uk, gigantic.com und tickets.ie verkauft. Dazu
gehört ein zunehmender Anteil an eigenen margenstarken
Veranstaltungsformaten ohne die Abhängigkeit von
einzelnen Künstlern, bei denen die DEAG als Produzent
auftritt. Die wiederkehrenden Erlöse aus eigenen
Veranstaltungsformaten und Marken machen mittlerweile mehr
als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Der über
die eigenen Plattformen vertriebene Anteil soll stetig
erhöht werden und die DEAG-Ticketing-Plattformen als
attraktive Alternative für Dritt-Content fungieren.
Mittelfristig strebt die DEAG an, die Anzahl an Tickets
für DEAG-eigene Veranstaltungsformate von derzeit rund
3 Mio. auf über 8 Mio. zu erhöhen. Zudem strebt
die Gesellschaft an, zu einem etablierten Vertriebskanal in
ihren Kernmärkten nicht nur im Bereich Konzerte und
Events, sondern auch bei Ausstellungen zu werden.
Veranstaltungspartnern bietet die DEAG mit ihren
Ticketing-Plattformen einen Rundum-Service mit dynamischer
Preisgestaltung, umfangreicher Datennutzung und
State-of-the-Art-Technologie wie dem Angebot von
NFT-Ticketing.
Rock/Pop: Das Geschäftsfeld Rock/Pop trägt zu
mehr als die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes der
DEAG bei. In diesem Segment verfügt die DEAG über
ein breites Veranstaltungsportfolio in ihren
Kernmärkten und veranstaltet mehrere tausend Konzerte
pro Jahr, von kleinen Clubkonzerten über große
Stadiontourneen bis hin zu Festivals. Das
Rock/Pop-Geschäft zeichnet sich durch einen
großvolumigen Vorverkauf für Konzerte aus, der
zu einem erheblichen Teil über die eigenen
Ticketing-Plattformen der DEAG abgewickelt wird. Das
Rock/Pop-Portfolio umfasst jährlich mehr als 2.000
Konzerte und Festivals. Im Jahr 2023 organisierte die DEAG
unter anderem Konzerte und Tourneen mit Simply Red, Iron
Maiden, Take That, Die Ärzte und Muse. Zum Segment
Rock/Pop gehören außerdem Festivals wie "NATURE
ONE", "MAYDAY" und "Ruhr-in-Love" sowie das "Belladrum
Festival" im schottischen Beauly oder das Festival "Sion
sous les étoiles" in Sion in der französischen
Schweiz. Das Veranstaltungsportfolio der DEAG umfasst mehr
als 30 ein- und mehrtägige Festivals in 2023. Die DEAG
erwartet, dass das Rock/Pop-Geschäft auch weiterhin
ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts sein wird
und dass es einen erheblichen Anteil zum
Unternehmenswachstum beitragen wird.
Family-Entertainment: Die DEAG sieht im Bereich
Family-Entertainment überdurchschnittliche
Wachstumschancen. Die konsequent fortgeführte
strategische Ausrichtung auf eigene margenstarke
Veranstaltungsformate zahlt sich immer stärker aus. Im
Geschäftsbereich Family-Entertainment bietet die DEAG
Live-Unterhaltung für die ganze Familie an. Zum
Angebot gehören unter anderem Shows wie "Disney on
Ice", "Riverdance" "ABBA - die Show" oder das Berliner
Taschenlampenkonzert. Die DEAG profitiert bei
Family-Entertainment sowohl von der Internationalisierung
durch Lizenzmodelle ebenso wie durch steigende
Ticketverkäufe - insbesondere im Vertrieb über
die eigenen Ticketing-Plattformen.
Spoken Word & Literary Events: Der Bereich Spoken
Word & Literary Events umfasst Autorenlesungen,
Theateraufführungen, Poetry Slams sowie
Bücher-Abonnementdienste, Streaming, Podcasts,
Merchandising und Buchverkäufe. Mit ihren
Tochtergesellschaften Fane Productions Ltd. und der lit.
COLOGNE GmbH verfügt die DEAG über eine
führende Position im Markt. lit.COLOGNE ist
Veranstalterin des gleichnamigen internationalen
Literaturfestivals, das mit mehr als 100.000 Besuchern und
bis zu 200 Veranstaltungen jährlich zu den
größten Europas zählt. Mit weiteren
Festivalformaten wie phil.COLOGNE und lit.RUHR hat die
lit.COLOGNE ihre Aktivitäten in den letzten Jahren
sehr erfolgreich ausgebaut und verfügt über ein
umfangreiches und sehr stabiles Netzwerk an Partnern. Fane
ist führend in der Produktion und Kuratierung von
Spoken-Word-Events in UK, Nordamerika und Australien. Durch
die Übernahme des Buchabonnementservice LoveMyRead hat
Fane das Angebot deutlich erweitert. Für die DEAG
ergeben sich im Bereich Spoken Word & Literary Events
Synergieeffekte bei der Entwicklung neuer Formate und
Standorte sowie im Ticketing-Geschäft. Zu Beginn des
Geschäftsjahres 2024 hat die DEAG ihre gute Position
bei Spoken Word & Literary Events durch die
Übernahme des Unternehmens "How to Academy" noch
weiter ausgebaut. Die Gesellschaft gehört in
Großbritannien zu den führenden Unternehmen im
Bereich Spoken Word und veranstaltet jährlich mehrere
hundert Live-Events und digitale Events wie Lesungen,
Debatten, Konferenzen und Kurse. Darüber hinaus
produziert How to Academy Podcasts, Livestreams, Filme und
veröffentlicht Bücher.
Arts+Exhibitions: Der Geschäftsbereich
Arts+Exhibitions umfasst Formate wie die Potsdamer
Schlössernacht sowie das Weihnachtsgeschäft der
DEAG. Hierzu gehören die Weihnachts-Circusse in
Regensburg und Hannover, das Weihnachtsdorf in Kiel sowie
die Christmas Garden, die 2023/2024 an insgesamt 21
Standorten in sechs Ländern stattfanden. Insgesamt
begeisterten die Christmas Garden mehr als 2 Mio. Besucher
mit einer Winterwunderwelt. Durch Gewinnung neuer Standorte
und weiterer Etablierung der bestehenden Standorte soll das
hohe, profitable Wachstum weiter fortgesetzt werden.
Classics & Jazz: Im Genre Classics & Jazz ist
die DEAG-Gruppe in einem sehr fragmentierten Markt einer
der größten Player in Europa und hat namhafte
Künstler wie Anna Netrebko, den virtuosen
Live-Pianisten Joja Wendt oder auch die Berliner
Philharmoniker in ihrem Portfolio.
5. PROGNOSEBERICHT
Die DEAG verfügt über ein intaktes
Geschäftsmodell und hat im Geschäftsjahr 2023 als
Live-Entertainment-Dienstleister ihr breit diversifiziertes
Geschäftsmodell mit den sechs Geschäftsfeldern
Rock/Pop, Classic & Jazz, Family-Entertainment,
Arts+Exhibitions, Spoken Word & Literary Events sowie
insbesondere Ticketing am Markt weiter gefestigt und durch
die erfolgreich umgesetzten organischen und anorganischen
Wachstumsschritte der letzten Jahre die Basis für eine
weiterhin dynamische Unternehmensentwicklung in Bezug auf
Umsatz und Ergebnis gelegt. Die Weiterentwicklung der
profitablen Geschäftsbereiche und die Schaffung
eigener Marken und Rechte sind neben dem wachstumsstarken
und hochprofitablen Ticketing die wesentlichen Treiber der
künftigen Geschäftsentwicklung.
Nach einem überwiegend organischen, von
Nachholeffekten und Auswirkungen der Pandemie nahezu
unbeeinflusstem Geschäftsjahr 2023, erwartet der
Vorstand für das Jahr 2024 eine kontinuierliche
Entwicklung des Konzerns, die zu einer weiteren moderaten
Steigerung bei den Umsatzerlösen und im EBITDA
führen sollte. Mit ausverkauften Events wie
beispielsweise "Disney on Ice", der lit.COLOGNE, der
Tournee der Kult-Pop-Band "OMD" durch Deutschland und UK
oder auch den Shows des "Cirque du Soleil" in Lausanne ist
das Geschäftsjahr 2024 hervorragend angelaufen. Diese
Planung wird untermauert durch eine starke Eventpipeline,
die rd. 6.000 Veranstaltungen umfasst, für die die
DEAG anstrebt, in diesem Jahr ca. 11,5 Mio. Tickets zu
verkaufen. Unveränderter Teil der Expansionsstrategie,
sind weitere Akquisitionen, von denen sich mehrere aktuell
in der Anbahnung befinden. Mit der Ausgabe des Nordic Bonds
2023/2026 über 50 Mio. Euro im 3. Quartal des
Geschäftsjahres 2023 und aufgrund der guten
Geschäftsentwicklung steht ausreichend Liquidität
für das geplante Wachstum zur Verfügung.
Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der
DEAG als Muttergesellschaft, ist deren zukünftige
Entwicklung eng mit der Entwicklung des Konzerns verbunden.
Aus diesem Grund wird auf die obige Prognose des Konzerns
verwiesen. Aus diesem Grund erwartet das Management
für 2024 höhere Beteiligungserträge und
Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen sowie
Reduzierungen von Minderheiten zur Komplettierung der
Buy-&-Build-Strategie der DEAG.
Die Branche und die DEAG ist gesamtwirtschaftlichen
Faktoren ausgesetzt. Erfahrungsgemäß ist das
Geschäft der DEAG weniger konjunkturanfällig als
das vieler anderer Branchen. Auch in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten verkauft die DEAG "das kleine
Glück". Trotz makroökonomischer Faktoren wie dem
Krieg in der Ukraine oder in Israel-Gaza und weiterhin
hoher Inflationszahlen verzeichnet die DEAG aktuell eine
sehr hohe Nachfrage nach Tickets und konnte sämtliche
Events im bisherigen Jahresverlauf 2024
planmäßig veranstalten. Dennoch sind Dauer und
die weitere Entwicklung der Kriege und die nach wie vor
herrschende Inflation nicht vorhersehbar. Daher ist ein
detaillierter und stichtagsbezogener Ausblick für das
laufende Jahr aus heutiger Sicht nicht möglich.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Bericht enthält neben
vergangenheitsbezogenen Aussagen und Werten im Rahmen des
Konzern-sowie Jahresabschlusses auch zukunftsgerichtete
Aussagen. Diese Aussagen können von der
tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen.
Berlin, 08.04.2024
DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Detlef Kornett | David Reinecke | Christian Diekmann | Moritz Schwenkow |
| Group CEO/International Business | CFO | CEO national/COO | CTTO |
BILANZ
zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
| Vorjahr | |||||
| € | € | € | T€ | ||
| A. | Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 25.554,00 | 19 | |||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 26.666,67 | 0 | |||
| II. Sachanlagen | 52.220,67 | (19) | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 489.865,00 | 24 | |||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 140.144,00 | 83 | |||
| 630.009,00 | (107) | ||||
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.417.387,54 | 17.417 | |||
| 2. Beteiligungen | 431.412,64 | 840 | |||
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.000.000,00 | 1.000 | |||
| 18.848.800,18 | (19.257) | ||||
| 19.531.029,85 | (19.383) | ||||
| B. | Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige | |||||
| Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 84.464.673,22 | 66.221 | |||
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 14.384,00 | 86 | |||
| 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,00 | 1 | |||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.393.576,94 | 1.450 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 666.040,63 (Vorjahr: T€ 385) | 87.872.634,16 | (67.758) | |||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 198.672,89 | 229 | |||
| 88.071.307,05 | (67.987) | ||||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 326.951,20 | 248 | ||
| 107.929.288,10 | 87.618 |
PASSIVA
| Vorjahr | ||||
| € | € | T€ | ||
| A. | Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 21.588.573,00 | 21.589 | ||
| Eigene Anteile | -615,00 | -1 | ||
| 21.587.958,00 | 21.588 | |||
| II. Kapitalrücklage | 7.272.824,14 | 7.273 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| Gesetzliche Rücklage | 697.056,19 | 697 | ||
| IV. Bilanzverlust | -15.299.573,66 | -11.744 | ||
| 14.258.264,67 | (17.814) | |||
| B. | Rückstellungen | |||
| Sonstige Rückstellungen | 8.110.269,52 | 8.110 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | |||
| 1. Anleihen | 50.000.000,00 | 25.000 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: T€ 25.000) | ||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 22.766.826,03 | 24.051 | ||
| davon | ||||
| - mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 14.207.274,19 (Vorjahr: T€ 6.143) | ||||
| - mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 9.843.750,00 (Vorjahr: T€ 12.820) | ||||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 655.059,52 | 617 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 617.338,68 (Vorjahr: T€ 254) | ||||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.378.696,55 | 10.456 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 10.455.825,53 (Vorjahr: T€ 16.116) | ||||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 760.171,81 | 1.570 | ||
| davon | 85.560.753,91 | (61.694) | ||
| - mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.569.892,25 (Vorjahr: T€ 905) | ||||
| - aus Steuern: € 1.191.019,72 (Vorjahr: T€ 495) | ||||
| 107.929.288,10 | 87.618 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(1) Allgemeine Hinweise
Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
("DEAG" oder "die Gesellschaft") hat ihren Sitz in Berlin
und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin
(Charlottenburg) unter der Nummer HRB 69474 eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß
§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie
nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der
Satzung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine
Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB.
Die größenabhängigen Erleichterungen
gemäß § 288 HGB wurden in Anspruch
genommen.
(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die
nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der
Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3
bis 5 Jahre) um planmäßige lineare
Abschreibungen vermindert.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind
zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und
werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend
ihrer Nutzungsdauer (5 bis 10 Jahre) um
planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu
Anschaffungskosten einschließlich
Anschaffungsnebenkosten bzw. im Fall einer dauerhaften
Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten
angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
werden zum Nennbetrag angesetzt bzw. mit dem niedrigeren
beizulegenden Wert bewertet.
Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung
angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird mit den im
Voraus gezahlten Beträgen angesetzt und entsprechend
der Laufzeit aufgelöst. Unterschiedsbeträge, die
sich als Differenz aus dem höheren
Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dessen
niedrigerem Ausgabebetrag ergeben, werden durch
planmäßige jährliche Abschreibungen -
entsprechend der Laufzeit der betreffenden Verbindlichkeit
- getilgt.
Die Rückstellungen sind in der Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen
Erfüllungsbeträgen passiviert.
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind
zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. §
256a HGB umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr
oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und §
252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet worden.
II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz
(1) Aktiva
a. Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die
gesonderte Darstellung am Ende des Anhangs (Anlage 1)
verwiesen.
b. Umlaufvermögen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen
kurzfristige Darlehen, laufende Verrechnungen sowie
Forderungen aus Ergebnisübernahmen. Die Forderungen/
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
werden gegenseitig aufgerechnet. Im Geschäftsjahr 2023
wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von 66 TEUR wertberichtigt bzw. ausgebucht
(31.12.2022: 14 TEUR).
Sonstige Vermögensgegenstände mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 1.084 TEUR
(31.12.2022: 666 TEUR).
c. Rechnungsabgrenzungsposten
Der Ausweis des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens hat
sich um 79 TEUR auf 327 TEUR (31.12.2022: 248 TEUR)
erhöht. Hier sind im Wesentlichen Vorauszahlungen
für Dienstleistungen sowie ein Disagio in Höhe
von 70 TEUR enthalten. Die Auflösung des Postens
erfolgt für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag.
(2) Passiva
a. Eigenkapital
Grundkapital
Am 31.12.2023 hat das Grundkapital der DEAG
unverändert zum Vorjahr 21.588.573,00 EUR, eingeteilt
in ebenso viele Namensaktien in Form von nennwertlosen
Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am
Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie, betragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.
Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen
ist in der Vorspalte offen von dem Posten "Gezeichnetes
Kapital" abgesetzt worden. Der Unterschiedsbetrag zwischen
dem rechnerischen Wert (615,00 Euro) und den
Anschaffungskosten (664,20 Euro) ist mit den frei
verfügbaren Rücklagen verrechnet worden. Am
Stichtag hat die DEAG 615 Stück eigene Aktien
gehalten.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen
Hauptversammlung vom 23.06.2022 ermächtigt, das
Grundkapital bis zum 22.06.2027 um bis zu EUR 10.794.286,00
zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022/I). Die
Eintragung in das Handelsregister erfolgte im Jahr 2022.
Das genehmigte Kapital (2022/I) wurde bislang noch nicht
genutzt.
Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG)
Die DEAG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom
25.06.2020 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
ermächtigt, bis zum 24.06.2025 mit Zustimmung des
Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 %
des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden
Grundkapitals zu erwerben. Die Entscheidung hierüber
liegt beim Vorstand. Ein solcher Erwerb darf nur über
die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre
gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Diese
Ermächtigung wurde bisher nicht ausgeübt. Am
31.12.2023 hielt die Gesellschaft 615 eigene Aktien.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt unverändert
zum Vorjahr 7.273 TEUR.
Gesetzliche Rücklage
Die gesetzliche Rücklage beträgt
unverändert zum Vorjahr 697 TEUR.
b. Sonstige Rückstellungen
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen
Personalrückstellungen, Rückstellungen für
die Aufsichtsratsvergütung sowie ausstehende
Rechnungen und die Abschlussprüfung.
c. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die DEAG-Unternehmensanleihe 2023/2026 (WKN: A351VB,
ISIN: NO0012487596) ist seit dem 12.07.2023 im Freiverkehr
(Open Market, Segment: Quotation Board) der Frankfurter
Wertpapierbörse notiert sowie seit dem 08.01.2024 im
Nordic ABM, einem von der Börse Oslo organisierten und
betriebenen selbstregulierten Marktplatz, einbezogen. Sie
ist als Nordic Bond strukturiert, und unterliegt
norwegischem Recht. Der Emissionserlös wurde im
Wesentlichen für die Ablösung der
Unternehmensanleihe 2018/2023 verwendet und wird für
die Finanzierung anorganischen Wachstums genutzt. Die auf
den Inhaber lautenden Schuldverschreibungen mit einem
Nennbetrag von je 1.000 Euro haben eine Laufzeit von drei
Jahren und einen festen jährlichen Zinssatz von 8,0 %,
zahlbar halbjährlich jeweils nachträglich zum
30.06. und 31.12. eines jeden Jahres. Das ausstehende
Volumen der Anleihe beläuft sich auf 50,0 Mio. Euro.
Der jährliche Effektivzinssatz der Anleihe
beträgt 12,3 %. Die DEAG-Anleihe 2023/2026 hat die
DEAG-Anleihe 2018/2023 komplett abgelöst. Letzter
Handelstag dieser Anleihe war der 28.07.2023.
Zur Finanzierung von Maßnahmen des externen und
internen Wachstums hatte die DEAG im Oktober 2018 eine
Unternehmensanleihe in Höhe von 20,0 Mio. Euro
begeben. Diese Unternehmensanleihe wurde im Jahr 2019 um
weitere 5,0 Mio. Euro aufgestockt. Die
Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2018/2023
waren bis Ende Juli 2023 am Open Market (Freiverkehr) der
Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Bis zu diesem
Tag und seit dem 01.11.2022 wurden die
Schuldverschreibungen mit einem Zinssatz in Höhe von
6,5 % p.a. verzinst. Mit Aufnahme der Unternehmensanleihe
2023/2026 wurde die Anleihe 2018/2023 vollständig
abgelöst.
Im Dezember 2020 hat die DEAG die Genehmigung der
staatlichen Förderbank KfW für ein Darlehen aus
dem KfW Sonderprogramm 2020 über 25 Mio. Euro in zwei
Tranchen zur Finanzierung von Betriebsmitteln erhalten. Die
erste Tranche im Umfang von 15 Mio. EUR ist
vollständig abgerufen. Die Ausreichung des Darlehens
erfolgte über die Hausbanken. Auf die Inanspruchnahme
der zweiten Tranche im Umfang von bis zu 10 Mio. EUR hat
die DEAG im Dezember 2021 verzichtet. Das Darlehen wird mit
einem Zinssatz von 2 % p.a. verzinst. Die Laufzeit des
Darlehens beträgt sechs Jahre. Nach dem tilgungsfreien
ersten Jahr erfolgt seit dem Berichtsjahr eine
quartalsweise Tilgung. Die Darlehensbedingungen enthalten
sonst übliche Konditionen.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen laufende Verrechnungen sowie
Verbindlichkeiten aus Ergebnisübernahmen. Die
Forderungen/ Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von
bis zu fünf Jahren.
Zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten im Zusammenhang mit
Akquisitionsfinanzierungen (31.12.2023: 12.281 TEUR;
31.12.2022: 0 TEUR) wurden an das jeweilige finanzierende
Kreditinstitut Geschäftsanteile verpfändet.
III. Nicht in der Bilanz enthaltene Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB
Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in
Höhe von 3.281 TEUR (Vorjahr: 3.549 TEUR).
Diese setzen sich wie folgt zusammen:
| Nicht in der Bilanz enthaltene Haftungsverhältnisse | 2023 | 2022 |
| TEUR | TEUR | |
| Patronatserklärungen | 0 | 0 |
| - davon ggü. verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| Gesamtschuldnerische Mithaftung | 3.122 | 3.390 |
| - davon ggü. verbundenen Unternehmen | 3.122 | 3.390 |
| Bürgschaften | 159 | 159 |
| - davon ggü. verbundenen Unternehmen | 9 | 9 |
| Summe Haftungsverhältnisse | 3.281 | 3.549 |
Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten von
Tochterunternehmen im Zusammenhang mit
Tourneefinanzierungen gesamtschuldnerisch mit.
Ferner hat die Gesellschaft Patronatserklärungen
gegenüber verbundenen Unternehmen abgegeben. Auf Grund
der aktuellen Eigenkapitalausstattung ist mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Gesellschaft
daraus nicht in Anspruch genommen wird und damit auch keine
Haftung der Gesellschaft eintritt.
Die Bürgschaften betreffen Sicherungen für ein
Darlehen einer Beteiligung sowie einen von einem
verbundenen Unternehmen abgeschlossenen Mietvertrag
für Büroräume.
IV. Angaben zu den sonstige finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen in Höhe von 5.097 TEUR (31.12.2022:
4.657 TEUR).
Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
| Leasing | Miete | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| 2024 | 87 | 451 | 538 |
| 2025-2028 | 72 | 1.803 | 1.875 |
| >2028 | 0 | 1.765 | 1.765 |
V. Sonstige Angaben nach § 285 HGB
(1) Angaben zu den Mitarbeiterzahlen gemäß § 285 Nr. 7 HGB
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 37
Mittarbeiter (Vorjahr: 34 Angestellte) beschäftigt,
davon 34 Angestellte (Vorjahr: 31 Angestellte) und 3
leitende Angestellte (Vorjahr: 3 leitende Angestellte).
(2) Angaben zum Konsolidierungskreis gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB
Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den
größten Kreis von Unternehmen auf.
Der aufgestellte Konzernabschluss ist auf der
Internetseite des Mutterunternehmens (www.deag.de)
veröffentlicht.
Berlin, 08.04.2024
| Detlef Kornett | David Reinecke | Christian Diekmann | Moritz Schwenkow |
| Group CEO/International Business Affairs | CFO | CEO national/COO | CTTO |
DEAG Deutsche Entertainment
Aktiengesellschaft
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagespiegel)
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| 1.1.2023 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2023 | |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 299.611,91 | 31.009,30 | -20.921,10 | 309.700,11 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 26.666,67 | 0,00 | 26.666,67 |
| 299.611,91 | 57.675,97 | -20.921,10 | 336.366,78 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 89.081,20 | 482.820,15 | -66.352,28 | 505.549,07 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 442.162,24 | 100.980,52 | -35.317,10 | 507.825,66 |
| 531.243,44 | 583.800,67 | -101.669,38 | 1.013.374,73 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.039.016,24 | 0,00 | 0,00 | 19.039.016,24 |
| 2. Beteiligungen | 839.575,29 | 0,00 | 0,00 | 839.575,29 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.000.000,00 | 0,00 | 0,00 | 1.000.000,00 |
| 20.878.591,53 | 0,00 | 0,00 | 20.878.591,53 | |
| 21.709.446,88 | 614.809,97 | -122.590,48 | 22.201.666,37 | |
| kumulierte Abschreibungen | Restbuchwerte | |||
| 1.1.2023 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2023 | |
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 281.367,91 | 23.699,30 | -20.921,10 | 284.146,11 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 281.367,91 | 23.699,30 | -20.921,10 | 284.146,11 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 64.940,20 | 6.421,15 | -55.677,28 | 15.684,07 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 358.953,24 | 44.045,52 | -35.317,10 | 367.681,66 |
| 423.893,44 | 50.466,67 | -90.994,38 | 383.365,73 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.621.628,70 | 0,00 | 0,00 | 1.621.628,70 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 408.162,65 | 0,00 | 408.162,65 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.621.628,70 | 408.162,65 | 0,00 | 2.029.791,35 | |
| 2.326.890,05 | 482.328,62 | -111.915,48 | 2.697.303,19 | |
| Restbuchwerte | ||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 25.554,00 | 18.244,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 26.666,67 | 0,00 |
| 52.220,67 | 18.244,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 489.865,00 | 24.141,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 140.144,00 | 83.209,00 |
| 630.009,00 | 107.350,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 17.417.387,54 | 17.417.387,54 |
| 2. Beteiligungen | 431.412,64 | 839.575,29 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.000.000,00 | 1.000.000,00 |
| 18.848.800,18 | 19.256.962,83 | |
| 19.531.029,85 | 19.382.556,83 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft,
Berlin
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der DEAG Deutsche
Entertainment Aktiengesellschaft, Berlin, - bestehend aus
der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den zusammengefassten Lagebericht und
Konzernlagebericht der DEAG Deutsche Entertainment
Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
und Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts
in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und
Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des
zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten
Lageberichts und Konzernlageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht
erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und
Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts und
Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungenkollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf- werfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um- fang und
die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung fest- stellen.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze der
Konzernabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie
der DEAG AG so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des DEAG-Konzerns bzw.
der DEAG AG beschrieben werden.
Berlin, 08.04.2024
DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Detlef Kornett | David Reinecke | Christian Diekmann | Moritz Schwenkow |
| Group CEO/International Business | CFO | CEO national/COO | CTTO |
BERICHT
DES AUFSICHTSRATS
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
SEHR GEEHRTE INVESTORINNEN, SEHR GEEHRTE INVESTOREN,
der Aufsichtsrat der DEAG Deutsche Entertainment
Aktiengesellschaft (DEAG) hat sich in diesem
Geschäftsjahr regelmäßig und sehr
ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des
Unternehmens befasst. Auch das Geschäftsjahr 2023 war
erneut von außergewöhnlichen Ereignissen
geprägt. Denn auch noch bis April 2023 galten
Beschränklungen auf Grund der COVID-19-Pandemie. Aber
auch der terroristische Überfall der Hamas auf Israel
und der daraus resultierende Krieg im Gaza-Streifen haben
uns beschäftigt. Den gesetzlichen Vorschriften
entsprechend, haben wir den Vorstand bei der
Geschäftsführung kontinuierlich überwacht
und ihn bei Fragen zur Unternehmensleitung
regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets
von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung überzeugen. Der
Aufsichtsrat wurde in sämtliche Entscheidungen, die
für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren,
rechtzeitig und direkt eingebunden.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig,
zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher
Form über die Geschäftsentwicklung, die Planung
und die Lage des Unternehmens einschließlich der
Risikolage und des Risikomanagements informiert.
Entscheidungsrelevante Unterlagen wurden vom Vorstand
rechtzeitig im Vorfeld zu den Aufsichtsratssitzungen zur
Verfügung gestellt. Abweichungen des
Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen
und Zielen wurden ausführlich erläutert und die
Ursachen hierfür analysiert. Die Mitglieder des
Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich
mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen
des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene
Anregungen einzubringen. Insbesondere wurden alle für
das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf
Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte
intensiv erörtert und auf Plausibilität
überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat
ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens,
der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation
auseinandergesetzt. Zu einzelnen
Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine
Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder
Geschäftsordnung erforderlich war.
Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat
insgesamt sieben Mal im Rahmen von ordentlichen
Aufsichtsratssitzungen getagt, davon sechs Sitzungen im
Rahmen einer Videokonferenz und eine Sitzung in
persönlicher Präsenz. Darüber hinaus hat der
Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr elf
außerordentliche Aufsichtsratssitzungen
durchgeführt. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder
waren bei mehr als der Hälfte der Sitzungen anwesend.
Die Mitglieder des Vorstands haben an den ordentlichen
Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der
Aufsichtsratsvorsitzende nicht etwas anderes bestimmt
hatte. Bei den außerordentlichen
Aufsichtsratssitzungen war der Vorstand vier Mal mit
anwesend, im Übrigen hat der Aufsichtsrat ohne
Vorstände getagt. Eilbedürftige Angelegenheiten
wurden mit schriftlichen Umlaufbeschlüssen
entschieden. Sämtliche Beschlüsse wurden jeweils
auf Basis detaillierter Beschlussvorlagen und
Erörterung mit dem Vorstand getroffen. Auch zwischen
den Aufsichtsratssitzungen stand der
Aufsichtsratsvorsitzende fortlaufend in engem Austausch und
Dialog mit den Vorstandsmitgliedern. Im Anschluss
informierte der Aufsichtsratsvorsitzende jeweils die
anderen Aufsichtsratsmitglieder über die aktuelle
Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen
Geschäftsvorfälle im Unternehmen.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
| ― |
In den Aufsichtsratssitzungen vom 22.03.2023 und 30.03.2023 wurde mit den Abschlussprüfern der Gesellschaft der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht und der Konzernlagebericht für die Gesellschaft und den DEAG-Konzern sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich dabei intensiv mit der Lage der Gesellschaft und ihren Konzernunternehmen auseinandergesetzt. Nach ausführlicher Diskussion und Prüfung der Vorlagen des Vorstands und nach Kenntnisnahme des Berichts des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für die Gesellschaft und den DEAG-Konzern zum 31.12.2022 gebilligt. Einwände wurden nicht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2022 gebilligt, der damit festgestellt worden ist. |
| ― |
Auf der Aufsichtsratssitzung vom 26.05.2023 berichtete der Vorstand zum Quartalsabschluss zum 31.03.2023, zum aktuellen Geschäftsverlauf und zum Forecast 1/2023 sowie zum Status der Förderprogramme und den Möglichkeiten einer Replat-zierung der Anleihe. |
| ― |
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 05.06.2023 stimmte der Aufsichtsrat dem Markteintritt in Spanien über seine 100%ige Tochtergesellschaften Get Rock Live S.L. und Rockfest Entertainment SLU zu. |
| ― |
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 06.06.2023 stimmte der Aufsichtsrat der Begebung einer Schuldverschreibung im Umfang von 50.000.000 EUR in Form eines Nordic Bonds zu, vorrangig zur Refinanzierung der bestehenden Anleihe zu ermöglichen. |
| ― |
Auf der Aufsichtsratssitzung vom 04.07.2023, die im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft stattgefunden hat, berichtete der Vorstand zu dem aktuellen Geschäftsverlauf. |
| ― |
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 10.07.2023 wurde David Reinecke als Vorstand der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 bestellt. |
| ― |
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 18.07.2023 wurde Detlef Kornett als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. April 2024 bestellt. |
| ― |
Auf der Aufsichtsratssitzung vom 30.08.2023 berichtete der Vorstand zum Halbjahresabschluss zum 30.06.2023, sowie zum aktuellen Geschäftsverlauf. |
| ― |
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 09.10.2023 stimmte der Aufsichtsrat der Aufstockung von 50,1% auf 100% an der I-Motion GmbH - Events & Communication durch die DEAG Tochtergesellschaft DEAG Concerts GmbH zu. |
| ― |
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 09.10.2023 stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb einer Vorratsgesellschaft und deren Umwandlung in die BfS Berlin feiert Silvester GmbH zur Durchführung der Silvesterfeier am Brandenburger Tor zu. |
| ― |
Auf den außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen vom 03.10.2023, vom 06.11.2023 und vom 28.11.2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Möglichkeit eines Börsengangs in 2024. |
| ― |
Die Aufsichtsratssitzung vom 29.11.2023 hatte den Quartalsabschluss zum 30.09.2023, den Bericht des Vorstands zum aktuellen Geschäftsverlauf und Forecast 2023 und den Status Banken zum Inhalt. |
| ― |
Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 14.12.2023 stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb von 75% der Geschäftsanteile an der How To Academy Ltd. durch die DEAG Tochtergesellschaft Fane Productions Ltd. zu. |
| ― |
Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 14.12.2023 waren die Vorstellung und Erörterung des Budgets 2024 sowie dessen Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat, ebenso wie der Forecast 03/2023. |
Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Besetzung des Vorstandes hat sich im
Geschäftsjahr 2023 wie folgt verändert. Der
Vorstand bestand bis zum 30.09.2023 aus fünf Personen:
den Herren Prof. Peter L.H. Schwenkow, Christian Diekmann,
Detlef Kornett, Roman Velke und Moritz Schwenkow. Zum
01.10.2023 ersetzte David Reinecke als Finanzvorstand Roman
Velke.
Die Besetzung des Aufsichtsrates hat sich im
Berichtszeitraum nicht verändert. Ausschüsse des
Aufsichtsrates wurden nicht gebildet, da der Aufsichtsrat
nur aus drei Personen besteht. Alle Entscheidungen wurden
im Gremium getroffen. Interessenskonflikte im Aufsichtsrat
sind während des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Die Hauptversammlung der DEAG wählte am 04.07.2023
die Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, zum
Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer
für das Geschäftsjahr 2023. Der
Abschlussprüfer prüfte den Jahresabschluss 2023
der DEAG, den Konzernabschluss 2023 und den
zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht
für die Gesellschaft und den DEAG-Konzern und erteilte
jeweils einen uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk.
In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 28.03.2024 wurde
zusammen mit den Vertretern des Abschlussprüfers der
Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht und
Konzernlagebericht für die Gesellschaft und des
DEAG-Kon-zerns sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft
für das Geschäftsjahr 2023 eingehend
erörtert. Der Abschlussprüfer hat dabei über
die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.
Der Abschlussprüfer hat ferner die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll-und
Risikomanagementsystems beurteilt, die zu keinen
Einwendungen geführt hat. In der Aufsichtsratssitzung
vom 08.04.2024 wurden mit dem Abschlussprüfer der
Konzernabschluss und der Jahresabschluss weitergehend
erörtert. Konzernabschluss und zusammengefasster
Lagebericht und Konzernlagebericht für die
Gesellschaft und den DEAG-Konzern sowie der Jahresabschluss
der DEAG und die Prüfungsberichte des
Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des
Aufsichtsrats zur Prüfung und Beschlussfassung vor.
Nach Prüfung und Diskussion des Konzernabschlusses und
des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts
sowie des Jahresabschlusses der DEAG im Aufsichtsrat waren
keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des
Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses durch den
Abschlussprüfer zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden
Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den
vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und
zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht
für die Gesellschaft und den DEAG- Konzern für
das Geschäftsjahr 2023 erhoben und hat diesen
gebilligt. Der Aufsichtsrat hat außerdem den vom
Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für die
Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt
und nach dem abschließenden Ergebnis seiner
Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der
Jahresabschluss der Gesellschaft ist damit nach §172
AktG festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsleitung sowie
allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft
und des DEAG-Konzerns ausdrücklich für die in dem
vergangenen, außerordentlich anspruchsvollen und
herausfordernden Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit.
Berlin, im April 2024
Für den Aufsichtsrat
Wolf-D. Gramatke
Vorsitzender des Aufsichtsrats