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DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung

HerzogenaurachNürnberg, DEU ·HRB 13513 Fürth ·wertpapiertreuhand.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Ringstr. 79
91074 Herzogenaurach
Handelsregister
HRB 13513, Fürth
Eintragungsdatum
19. dubna 2005
Branche
Effekten- und Warenterminhandel
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Unternehmenszweck
Finanzberatung, insbesondere die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis und die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen und für fremde Rechnung sowie die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungspielraum im Sinne von § 1 Abs. 1a Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 KWG. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen und darf nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln. Ausgeschlossen sind die Rechts- und Steuerberatung.
Finanzinstitut

Finanzen

Mitarbeiter 2025
81
Bilanzsumme 2025
7,52 Mio. €
Jahresergebnis 2025
580.062 €
19 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 7,52 Mio
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 70,4 % 5,30 Mio
  • Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig 17,2 % 1,29 Mio
  • Sonstige Vermögensgegenstände 10,2 % 765,9 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,7 % 131,1 k
  • Sachanlagen 0,3 % 20,0 k
  • Beteiligungen 0,1 % 11,3 k
  • Immaterielle Vermögensgegenstände 0,1 % 7,4 k
Passivseite 7,52 Mio
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51,8 % 3,90 Mio
  • Eigenkapital 32,9 % 2,48 Mio
  • Sonstige Verbindlichkeiten 11,5 % 865,2 k
  • Sonstige Rückstellungen 3,7 % 281,3 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 16,35 Mio
  • Provisionserträge 85,9 % 14,04 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 5,0 % 816,9 k
  • Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4,9 % 797,9 k
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 3,8 % 617,4 k
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,2 % 37,3 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,1 % 22,3 k
  • Zinserträge aus 0,1 % 17,7 k
Aufwendungen 14,27 Mio
  • Provisionsaufwendungen 70,9 % 10,12 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 27,6 % 3,94 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,5 % 215,6 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 2,2 k
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,0 % 78
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 580,1 k
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Marcel van Leeuwen seit 2012 Geschäftsführer
  • Michael Wagner seit 2021 Geschäftsführer
  • Sebastian Fichte seit 2022 Geschäftsführer
  • Sebastian Niemann seit 2022 Geschäftsführer
  • Silvia van Leeuwen seit 2017 Geschäftsführer
3 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

1 mit ≥ 25 %
96.9 % identifiziert 3.2 % nicht identifiziert
  • M***** v** ≥25% 91.9 %
  • A*** R*** 3.2 %
2 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2022
  2. 02.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Sebastian Niemann · Managing Director
  3. 02.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Sebastian Fichte · Managing Director
  4. 2021
  5. 03.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    Michael Wagner · Managing Director
  6. 03.11.
    Austritt einer Position
    M***** D** · Managing Director
  7. 2017
  8. 21.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    M***** D** · Managing Director
  9. 21.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    Silvia van Leeuwen · Managing Director
  10. 21.06.
    Austritt einer Position
    S***** R****** · Managing Director
  11. 2014
  12. 28.10.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH
51 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2025 Jahresabschluss
  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2024

Veröffentlicht am 2. července 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH

Herzogenaurach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens mit Geschäftsmodell

Die DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH ist ein Wertpapierinstitut nach § 15 WpIG mit Sitz in Herzogenaurach, der Erlaubnis zur Anlageberatung, zur Anlage- und Abschlussvermittlung und zur Finanzportfolioverwaltung. Sie wird von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt. Ferner ist das Institut im Honorar-Anlageberaterregister der BaFin eingetragen.

Die Deutsche Wertpapiertreuhand entwickelt ihre Geschäftsmodelle im Laufe der Jahre kontinuierlich weiter. Eine Dimension ihres Geschäftsmodells legt den Fokus auf die regulatorische Gestaltung des Rahmens für die Varianten Sozietät, Haftungsdach, B2B Vermögensverwaltung und Direktgeschäft. Eine zweite Dimension besteht aus der Art der Betreuung, welche die Varianten der Betreuung durch einen persönlichen Berater vor Ort sowie der direkten "remote" Betreuung mit Beratung per Video umfasst. Die Geschäftspartner der Deutschen Wertpapiertreuhand können ihr Geschäftsmodell auf Basis der oben aufgeführten Dimensionen individuell gestalten. Die Deutsche Wertpapiertreuhand fokussiert sich auf die Gewinnung und Förderung hochqualifizierter Berater und Partnerorganisationen. Ziel ist es, die finanziellen Interessen der Mandanten professionell und treuhänderisch zu vertreten.

Ein wesentliches Element in der Unternehmensstrategie der Deutschen Wertpapiertreuhand ist die Digitalisierung der primären und sekundären Geschäftsprozesse, kombiniert mit entscheidungsunterstützenden Systemen, die Verfahren aus der mathematischen Optimierung und der Künstlichen Intelligenz einsetzen. Die Deutsche Wertpapiertreuhand strebt einen sehr hohen Digitalisierungsgrad an. Sämtliche Geschäftsmodelle der einzelnen Geschäftspartner werden durch die proprietäre WealthTech-Plattform "WealthWorx" digital unterstützt. Dabei ist entscheidend, dass WealthWorx auf eine Differenzierung ausgelegt ist, die ein hohes Maß an Individualität in der Ausrichtung der Vermögensverwaltung auf die persönlichen Ziele des Mandanten unterstützt. Die Deutsche Wertpapiertreuhand bietet beispielsweise nicht wenige zentral gesteuerte Standardstrategien, sondern im System der Deutschen Wertpapiertreuhand werden derzeit mehr als 1.400 Anlagestrategien (Gruppenstrategien und Individualstrategien) verwendet.

Die Deutsche Wertpapiertreuhand sieht sich mit dieser langfristigen Strategie für die Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereitet.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Das Jahr 2024 war trotz geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten von einer äußerst positiven Entwicklung an den globalen Finanzmärkten geprägt. Insbesondere die Aktienmärkte profitierten von technologischen Innovationen und einer robusten wirtschaftlichen Entwicklung in den USA. Der S&P 500 legte um knapp 23 % zu und erreichte neue Höchststände, während der Nasdaq um etwa 28 % wuchs. Vor allem Technologieunternehmen konnten von der steigenden Nachfrage nach Halbleitern im Bereich der Künstlichen Intelligenz profitieren. Auch der Leitindex DAX überschritt erstmals die Marke von 20.000 Punkten und erzielte ein Jahresplus von rund 19 %. Diese Entwicklung steht im Kontrast zur schwächelnden deutschen Wirtschaft und wurde maßgeblich durch die Aussicht auf sinkende Leitzinsen und solide Konjunkturdaten aus China begünstigt.

Neben den technologischen Impulsen spielten makroökonomische Faktoren wie die Inflation und die allgemeine Konjunkturentwicklung eine entscheidende Rolle. Die rückläufige Inflation sowie Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung führten dazu, dass die Zentralbanken ihre Geldpolitik lockerten, um Wachstumsimpulse zu setzen. Während die EZB den Leitzins in den ersten Monaten des Jahres unverändert ließ, leitete sie im Juni eine Zinssenkungsphase ein. Es folgten weitere Senkungen im September und Oktober um jeweils 25 Basispunkte, sodass der Leitzins zum Jahresende bei 3,0 % lag. Auch die US-Notenbank FED reagierte auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und leitete im September 2024 eine Zinswende ein. Die erste Zinssenkung um 50 Basispunkte wurde im November durch eine weitere Reduktion um 25 Basispunkte ergänzt, wodurch die Leitzinsspanne zum 31. Dezember 2024 bei 4,25% bis 4,50 % lag.

Die Lockerung der Geldpolitik führte zu verbesserten Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Verbraucher. Günstigere Kredite erleichtern Investitionen und Konsum, was sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkte. Die Erwartung anhaltend niedriger Zinsen unterstützte zudem die Aktienmärkte, da Anleger vermehrt in risikobehaftete Anlageklassen investierten. Gleichzeitig zeigten sich spürbare Auswirkungen auf die Devisenmärkte. Zinssatzdifferenzen zwischen den großen Wirtschaftsräumen führten zu Währungsbewegungen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar.

Zusammenfassend war das Jahr 2024 von zwei zentralen Entwicklungen geprägt: den geldpolitischen Entscheidungen der großen Zentralbanken und der wachsenden Bedeutung der Künstlichen Intelligenz. Während die lockere Geldpolitik die Finanzmärkte stützte, sorgten technologische Fortschritte insbesondere im Bereich der Halbleiter für anhaltendes Investoreninteresse. Trotz bestehender wirtschaftlicher Herausforderungen blieben die Finanzmärkte stabil und wiesen insgesamt eine positive Entwicklung auf.

Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die Branche war im Jahr 2024 weiterhin vom Strukturwandel geprägt. Ein Teil der Branchenteilnehmer investierte weiter in Digitalisierung. Bei den rein digitalen Anbietern lag der Schwerpunkt ihrer Aktivitäten im Execution-only Brokerage Geschäft. Nachhaltige Investmentprodukte wurden in der Branche von den Kunden eher selektiver in Anspruch genommen und der Ruf nach einer praxisorientierten Anpassung der Regulierung der Nachhaltigkeit im Investmentbereich wurde lauter. Unter den Vermögensverwaltern wuchs der Bedarf an Nachfolgeregelungen weiter. Ebenso nahmen die Investitions- und Übernahmeangebote seitens Branchenteilnehmer und Private Equity Gesellschaften zu. In der Folge nahm die Konzentration in der Branche ebenfalls weiter zu.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2024 wurde das Wachstum der Gesellschaft erfolgreich fortgesetzt. Die neuen digitalen Funktionen fanden in der Mandantschaft eine hohe Akzeptanz. Die vorgenommene Digitalisierung ermöglichte es den Geschäftspartnern der Gesellschaft, ihre eigenen Geschäftsmodelle ebenfalls digitaler zu gestalten. Auch wurden Beziehungen zu potenziellen neuen Geschäftspartnern geknüpft und vertieft, welche voraussichtlich zu einem weiteren Wachstum im nächsten Geschäftsjahr beitragen werden. Intern wurden die Geschäftsprozesse kontinuierlich optimiert, wodurch die Skalierbarkeit des Geschäfts weiter erhöht wurde.

Lage des Unternehmens zum 31.12.2024 (Vorjahreswerte in Klammern)

a. Vermögenslage

Gezeichnetes Kapital EUR 1.560.000,00 (EUR 1.560.000,00)
Kapitalrücklage EUR 300.000,00 (EUR 300.000,00)
Barvermögen EUR 1.429.480,25 (EUR 1.338.496,24)
Eigenkapitalanteil 37,27 % (43,04 %)

Die Gesellschaft verfügt zum 31.12.2024 über ein gezeichnetes Kapital von 1.560.000 Euro und über eine Kapitalrücklage in Höhe von 300.000 Euro. Zu berücksichtigen ist ein Bilanzgewinn in Höhe von 537.332,34 Euro. Zum Stichtag betrugen die liquiden Mittel 1.429.480,25 Euro. Die Forderungen gegenüber Mandanten aus Honoraren für das vierte Quartal 2024, die zum Bilanzstichtag fällig waren und im Januar 2025 durch die entsprechenden Lastschrifteinzügen bei Mandanten ausgeglichen werden, erhöhten sich auf 4.343.397,85 Euro (Vorjahr: 3.214.457,53 Euro). Analog hierzu nahmen die Verbindlichkeiten gegenüber Partnern zu und beliefen sich zum Stichtag auf 3.195.512,84 Euro (Vorjahr: 2.287.520,98 Euro). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Ansprüche von vertraglichen Geschäftspartnern aus dem vierten Quartal 2024, die abgrenzungsbedingt zum Jahresbeginn 2025 abgerechnet und gezahlt wurden. Ferner stiegen die sonstigen Vermögensgegenstände auf 497.907,02 Euro(Vorjahr: 389.291,40 Euro). Die beschriebenen Veränderungen führten zu einer Erhöhung der Bilanzsumme auf 6.432.311,29 Euro (Vorjahr: 5.086.616,99 Euro).

b. Finanzlage

Liquide Mittel EUR 1.429.480,25 (EUR 1.338.496,24)
Keine Fremdfinanzierung

c. Ertragslage

gesamt

Provisionsertrag EUR 12.578.995,26 (EUR 10.793.189,30)
Sonstige betriebliche Erträge EUR 812.914,50 (EUR 811.335,97)
Personal- und Verwaltungsaufwand EUR 3.677.519,87 (EUR 3.540.115,96)
Provisionsaufwand EUR 9.028.553,11 (EUR 7.658.990,26)
Rohgewinn EUR 3.550.442,15 (EUR 3.134.199,04)
EBITDA EUR 713.288,70 (EUR 429.063,83)
EBIT EUR 698.900,23 (EUR 417.151,03)
Jahresüberschuss EUR 507.945,64 (EUR 301.563,56)

Für das Geschäftsjahr 2024 wurde im Basisszenario mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von rund 315.000 Euro geplant. Aufgrund der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten sowie dem Zuwachs an neuen Depots konnte das Planergebnis übertroffen werden. So wurde ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 698.900,23 Euro (Vorjahr: 417.151,03 Euro) erwirtschaftet.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren geben die stabile Finanzkraft des Unternehmens auch in einem von ambivalenten Tendenzen geprägten Finanzmarkt- und Branchenumfeld wieder. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Provisionserträge von 12.578.995,26 Euro (Vorjahr: 10.793.189,30 Euro) vereinnahmt. Hierbei entfällt die Mehrheit auf den Geschäftsbereich der Sozietät mit einem Anteil von rund 96 %. Des Weiteren fielen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 812.914,50 Euro (Vorjahr: 811.335,97 Euro) an. Ferner stiegen die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften um 16 % auf insgesamt 27.451,92 Euro (Vorjahr: 23.644,78 Euro). Somit belaufen sich die Gesamteinnahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf 13.419.361,68 Euro (Vorjahr: 11.628.170,05 Euro). Im Zuge der Unternehmensstrategie erhöhten sich die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf 3.677.519,87 Euro (Vorjahr: 3.540.115,96 Euro) und spiegeln die langfristige Investition in strategisch wichtige Kompetenzen. Im betrachteten Geschäftsjahr konnte die Deutsche Wertpapiertreuhand einen EBIT in Höhe von 698.900,23 Euro (Vorjahr: 417.151,03 Euro) realisieren.

Werden die Renditen des Umsatzes und des Eigenkapitals betrachtet, so können folgende Änderungen festgestellt werden. Während die Umsatzrendite im Jahr 2024 4,04 % (Vorjahr: 2,79 %) beträgt, beziffert sich die Eigenkapitalrendite unter Berücksichtigung des Eigenkapitals zum 31.12. auf 21,19 % (Vorjahr: 13,77 %). Der Anstieg beider Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf den höheren Jahresüberschuss zurückzuführen. Dieser resultiert aus gestiegenen Provisionserträgen, die durch die positive Marktentwicklung und das Wachstum des verwalteten Vermögens erzielt wurden.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Akquise neuer Mandanten findet seitens der Berater primär mittels Empfehlungen und ohne Werbeaktivitäten statt. Als geeignetes Maß für die ertragsrelevante "Aktivitätsdichte" eines Instituts können u.a. die Bestandsveränderungen der Anzahl an Depots (inkl. Unterdepots) in Betracht gezogen werden. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Depots (inkl. Unterdepots) 31.12.2024 31.12.2023 Veränderung 2023/2024
Anlageberatung 2 7 - 71,43 %
Depotvermittlung und - betreuung 118 118 0,00 %
Execution-Only 719 725 - 0,83 %
Vermögensverwaltung 3.315 3.088 + 7,35 %
Gesamtbestand 4.154 3.938 + 5,49 %

Nachdem im Vorjahr die Gesamtzahl an Depot (inkl. Unterdepots) abnahm, konnte das Institut im vergangenen Geschäftsjahr wieder einen Zuwachs am Gesamtbestand verzeichnen. Dieser resultiert aus dem Wachstum in der Vermögensverwaltung, bei der die Anzahl an Depots um 7,35 % anstieg. Während der Bestand in der Depotvermittlung und -betreuung unverändert blieb, gab es im beratungsfreien Geschäft aus Execution-Only-Verträgen einen leichten Rückgang von 0,83 %. Ferner sank die Anzahl in der Anlageberatung weiter um 71,43 %. Die Abnahme zeigt insbesondere, wie sich Folgen der Regulierung auf den Bestand auswirken. Insgesamt konnte das Institut im vergangenen Geschäftsjahr 2024 einen Zuwachs im Bestand von 5,49 % realisieren.

Anfang 2024 wurde WealthWorx für externe Geschäftspartner, wie beispielsweise Schulungs- und Seminarteilnehmer, zugänglich gemacht. Diese Öffnung bietet zusätzliche Möglichkeiten für die Gewinnung neuer Berater. Seit dem 2. Quartal können Prozesse, wie Adress- und Namensänderungen, Änderungen der Bankverbindung oder des Konditionsmodells, Eröffnung eines zusätzlichen Währungskontos, Änderung der Steuerinformationen, Erteilung und der Entzug von Vollmachten, die Pflege der Referenzbankverbindung und weitere Szenarien für Mandate mit Depotführung bei der DAB und V-Bank über WealthWorx digital durchgeführt werden. Zur Jahresmitte wurden das Mandantenportal und die App grundlegend überarbeitet, wobei der Fokus auf "mobile-first" lag. Mit der Einführung des Co-Brandings in My Wealth ist es nun möglich, den Mandanten das Logo des jeweiligen Betreuungscenters anzuzeigen. Im Laufe des 3. Quartals wurden weitere Folgeprozesse, wie Mandate für minderjährige Personen mit Eintritt der Volljährigkeit digital umzuschreiben und Konten als auch Depots digital zu schließen, eingeführt.

Aufbauend auf den Umsetzungen aus dem Vorjahr wurde die IT-Architektur weiter mit Hinblick auf den Betrieb unserer KI-basierten Prozesse optimiert. Im Vordergrund standen 2024 die Erhöhung der Performance und die Harmonisierung der technischen Subsysteme, um die Anforderungen von sowohl konventionellen, digitalen Geschäftslogiken, als auch KI-basierter & KI-unterstützter Prozesse, mittels einer gemeinsamen technischen Basis zu vereinen.

Risiko-Chancen-Bericht und Risikomanagementsystem

Da keine Kreditgeschäfte, keine Einlagengeschäfte sowie keine Handelsgeschäfte betrieben werden, ist das Geschäftsmodell des Instituts insofern risikoarm. Adressausfall-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiken haben für die Deutsche Wertpapiertreuhand keine wesentliche Bedeutung.

Das primäre Risiko stellt das Ertragsrisiko dar, welches vor allem in der Abnahme des verwalteten Wertpapiervolumens und folglich der Honorareinnahmen liegt. Dieses Szenario kann eintreten, wenn Berater und in der Konsequenz deren Mandanten das Institut verlassen. Der potenziellen Gefahr zahlreicher Abgänge von Beratern wird durch eine kontinuierliche Optimierung und Erweiterung des Dienstleistungsangebots in der Vermögensverwaltung entgegengewirkt, um die Zufriedenheit der Berater und Mandanten sicherzustellen. Zur Stärkung der Mandantenbeziehung werden die Dienstleistungen für Mandanten weiter ausgebaut, was sich unter anderem in neuen Systemfunktionalitäten - zum Beispiel im digitalen Mandatierungsprozess - niederschlägt. Mit Hilfe einer Mehrjahresplanung mit laufendem Soll-Ist-Abgleich wird das Ertragsrisiko gesteuert, sodass notfalls mit Kostenreduzierungen auf negative Entwicklungen reagiert werden kann.

Neben dem Ertragsrisiko nehmen auch operationelle Risiken eine wesentliche Rolle für die Deutsche Wertpapiertreuhand ein. Diese resultieren aus möglichen Falschberatungen, fehlerhaften Weiterleitungen von Orders oder Überschreitungen der Anlagerichtlinien bei der Vermögensverwaltung. Im Rahmen des digitalen Mandatierungsprozesses sollen durch einen strukturierten Beratungsablauf mit Risikotragfähigkeitsanalyse und Investmentplanung Falschberatungen vorgebeugt und ausschließlich individuell geeignete Strategien vermittelt werden. Zudem werden mittels systemgestützter Prüfroutinen im eigenentwickelten Beratersystem und durch diverse IKS-Prüfungen eventuelle Überschreitungen des angemessenen Risikoniveaus des Mandanten sichtbar gemacht - nicht nur für Berater, sondern auch für das Risikomanagement der Zentrale.

Ferner können operationelle Risiken durch ein nicht regelkonformes Verhalten von Beratern, Mitarbeitern und Mandanten entstehen. Alle Geldeingänge werden mit Hilfe einer hauseigenen Software automatisch auf Auffälligkeiten geprüft. Mögliche Geldwäscheverdachtsvorfälle werden anschließend dem Geldwäschebeauftragten zur weiteren Untersuchung vorgelegt. Nichtmonetäre Zuwendungen werden ebenso fortlaufend einer Compliance-Prüfung unterzogen wie die persönlichen Wertpapiergeschäfte der Mitarbeiter. Mit zunehmender Digitalisierung erhöht sich auch die Verwundbarkeit durch Cyberattacken. Zur Vermeidung von Angriffen aus dem Internet oder sonstiger unberechtigter Zugriffe bestehen mehrere Sicherungsebenen. Mit wachsender Regulierungsdichte steigt zudem die Gefahr, Vorgaben falsch zu interpretieren oder versehentlich nicht zu beachten.

Ein potenzielles Rechtsrisiko liegt für das Institut in dem Ausgleich von möglicherweise eintretenden Schadensersatzansprüchen. Kurz vor Ablauf des Geschäftsjahres ging eine Klage durch die Erbin eines verstorbenen Mandanten beim Institut ein. Die Klägerin macht gegenüber dem Institut die Rückforderung von eingezogenen Vergütungen aus dem Vermögensverwaltungsvertrag sowie Schadensersatz aus Wertpapiergeschäften geltend. Das Institut ist der Ansicht, dass aus dem Einzug der Vergütungen sowie aus den Wertpapiertransaktionen kein Schaden für den verstorbenen Mandanten entstanden ist. Daher schätzt das Institut seine Erfolgschancen positiv ein. Ein erster Gerichtsentscheid wird im Jahr 2025 erwartet.

Mit der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten zur Vermeidung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Vermögensverwaltung sowie zur Vorbeugung vor Reputationsrisiken baut die Deutsche Wertpapiertreuhand ihr Angebot im Bereich der Nachhaltigkeit aus. So bietet sie derzeit unter anderem mehrere nachhaltige Kernstrategien in der Vermögensverwaltung an sowie einen Investmentfonds gemäß Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung.

Risiken der zukünftigen Entwicklung und ihre Bewertung

Im aktuell gegebenen legislativen und monetären Rahmen sind aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit aus unserer Sicht keine besonderen Risiken erkennbar. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch eine geregelte Erlös-Kosten-Steuerung weiterhin sichergestellt. Durch stetige Weiterentwicklungen und die Digitalisierung der Prozesse kann mit Skaleneffekten gerechnet werden. Ziel ist es, die Kostenquote im Sinne des Unternehmens positiv zu beeinflussen. Eine Belastung aufgrund von Fremdfinanzierungen besteht nicht. Die operationellen Risiken bei der Ausübung der Geschäftstätigkeit sind angesichts des anspruchsvollen Umfelds grundsätzlich hoch. Die fortschreitende Digitalisierung und die Erweiterung unseres digitalen Angebots erhöhen die Gefahr von Angriffen auf unsere IT-Systeme, wie z.B. DDoS-Attacken oder der Diebstahl von Daten. Des Weiteren steigt die Komplexität der IT-Infrastruktur und damit auch der Entwicklungs- und Wartungsaufwand. Diesen Risiken werden durch systematische Prozesse in der Entwicklung entgegengetreten. Kurzfristig bestehen keine unmittelbaren Nachhaltigkeitsrisiken. Risiken, welche aus dem makroökonomischen Umfeld resultieren, treffen die Deutsche Wertpapiertreuhand nicht stärker als andere Institute. Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage sind weiterhin unklar.

Chancenbericht

Die Deutsche Wertpapiertreuhand sieht ihre Chancen in einer gelungenen Kombination aus erfolgreicher Mandantenkommunikation, technischer Effizienz, regulatorischer Adaptionsfähigkeit und partnerschaftlicher Kultur. Um angesichts der Regulierungsanforderungen und Branchenveränderungen unser Institut vorteilhaft im Markt positionieren zu können, dürften folgende vier Voraussetzungen zu erfüllen sein: Erstens, Know-How in der operativen und regelkonformen Implementierung. Zweitens, eine stabile Ertragskraft für die Kostendeckung. Drittens, die rasche Aufnahme und Umsetzung neuer, relevanter Themen für das Institut und deren Geschäftspartner sowie viertens die Fähigkeit zur Digitalisierung. Dies betrifft sowohl die externe Interaktion mit Mandanten als auch die internen Geschäftsprozesse.

Der Markt für Vermögensverwaltung, welcher seitens der Anbieter die Banken und die Wertpapierinstitute umfasst, wird historisch betrachtet von präsenzbasierter Kundengewinnung dominiert. Wir sehen eine zukünftige Entwicklung des Marktes, die neben präsenzbasierter Kundengewinnung auch die hybride und die rein digitale Kundengewinnung beinhaltet. In allen drei Konstellationen sind eine digitale Abwicklung und ein digitales Reporting mittlerweile unsere Mindestvoraussetzungen für ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Dieses bezieht sich nicht nur auf das Onboarding von Mandanten, sondern ebenso auf die weitere Entwicklung der Geschäftsbeziehung mittels Folgeprozesse. Wir richten unser B2B Geschäftsmodell konsequent auf die Unterstützung unserer heutigen und künftigen Geschäftspartner in allen drei Konstellationen - Präsenz, hybride und digital - aus.

Das Institut wird im Jahr 2025 hohe Investitionen in die Entwicklung von künstlicher Intelligenz zur Unterstützung und Steuerung von Vermögensverwaltungsprozessen tätigen. Dementsprechend ist die Unternehmensstrategie auf eine langfristige strategische Optimierung und nicht auf eine Maximierung der kurzfristigen Überschüsse ausgerichtet. Mit dieser Unternehmensstrategie sollen, die von der Gesellschaft erkannten, großen Chancen aus dem Umbruch der Branche wahrgenommen werden.

Prognosebericht

Das Unternehmen wird weiterhin hohe Investitionen in technologische Entwicklungen tätigen. Aufgrund ihrer starken Wettbewerbsposition und der Vergütungsstruktur des Revenue Sharings mit ihren Business Partnern verfügt die Deutsche Wertpapiertreuhand über gute Voraussetzungen, um auch in unsicheren Zeiten erfolgreich zu wirtschaften. Von einer Fortführung des Unternehmens gehen die Geschäftsführer aus. Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen für das Institut ergeben sich aus Sicht der Geschäftsleitung derzeit nicht.

Für das Jahr 2025 erwartet das Institut einen Gesamtumsatz von 14,0 bis 14,5 Mio. Euro. Hieraus erwartet das Institut einen Provisionsüberschuss - Provisionsertrag abzüglich Provisionsaufwand - von 3,5 bis 4,0 Mio. Euro. Im Basisszenario ist für das Geschäftsjahr 2025 ein positives Ergebnis vor Steuern von ca. 0,25 bis 0,35 Mio. Euro geplant.

Zweigniederlassungen

Die DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH unterhielt im Jahr 2024 keine Zweigniederlassungen.

 

Herzogenaurach, den 08.05.2025

Silvia van Leeuwen, Geschäftsführerin

Marcel van Leeuwen, Geschäftsführer

Michael Wagner, Geschäftsführer

Sebastian Fichte, Geschäftsführer

Sebastian Niemann, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2024

DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH, Herzogenaurach

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.429.480,25 1.338.496,24
2. Forderungen an Kunden 4.343.397,85 3.214.457,53
3. Beteiligungen 11.250,00 11.250,00
4. Immaterielle Anlagewerte 7.185,35 7.419,35
5. Sachanlagen 22.791,00 13.675,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 497.907,02 389.291,40
7. Rechnungsabgrenzungsposten 120.299,82 112.027,47
6.432.311,29 5.086.616,99

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 3.195.512,84 2.287.520,98
3.195.512,84 2.287.520,98
2. Sonstige Verbindlichkeiten 619.559,55 479.195,31
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 5.172,56 0,00
b) andere Rückstellungen 214.734,00 130.514,00
219.906,56 130.514,00
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.560.000,00 1.560.000,00
b) Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
c) Bilanzgewinn 537.332,34 329.386,70
2.397.332,34 2.189.386,70
6.432.311,29 5.086.616,99

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH, Herzogenaurach

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 27.451,92 23.644,78
2. Provisionserträge 12.578.995,26 10.793.189,30
3. Provisionsaufwendungen 9.028.553,11 7.658.990,26
3.550.442,15 3.134.199,04
4. Sonstige betriebliche Erträge 812.914,50 811.335,97
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.487.464,29 2.498.582,29
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 412.055,43 427.999,23
2.899.519,72 2.926.581,52
b) andere Verwaltungsaufwendungen 778.000,15 613.534,44
3.677.519,87- 3.540.115,96-
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 14.386,47 11.909,80
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,00 3,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 698.900,23 417.151,03
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 188.857,51 112.650,85
10. Sonstige Steuern 2.097,08 2.936,62
190.954,59 115.587,47
11. Jahresüberschuß 507.945,64 301.563,56
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 29.386,70 27.823,14
13. Bilanzgewinn 537.332,34 329.386,70

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Die DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen GmbH gem. § 267 Abs. 1 HGB auf. Es handelt sich bei der Gesellschaft um ein Wertpapierinstitut i.S.v. § 2 Abs. 1 WpIG. Die Gesellschaft hat daher gem. § 340 Abs. 4a HGB i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften über die Rechnungslegung anzuwenden. Die Gliederung des Abschlusses gem. § 330 Abs. 1 und 2 HGB erfolgte gemäß der hier maßgeblichen Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV).

Die Gesellschaft ist unter der Firma DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH mit Sitz in Herzogenaurach im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter der Nummer HRB 13513 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 bis 274a, 276 bis 278 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 279 bis 283 HGB, erstellt. Die ergänzenden Vorschriften für Wertpapierinstitute (§§ 340 bis 340o HGB) sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) wurden beachtet.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend § 2 RechKredV nach den Formblättern 1 und 3 (Staffelform).

Im Einzelnen erfolgte die Bilanzierung und Bewertung wie folgt:

Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen an Kreditinstitut wurden zum Nominalwert bewertet.

Forderungen an Kreditinstitute enthalten ausschließlich täglich fällige Bankguthaben.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalwert bewertet

Die Forderungen an Kunden sind unverbrieft. Einzelwertberichtigungen waren nicht notwendig.

Pauschalwertberichtigungen wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

Fristengliederung

RLZ bis 3 Monate RLZ 3 Monate bis 1 Jahr RLZ 1 bis 5 Jahre RLZ über 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute
Geschäftsjahr 1.429.480,25 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 1.338.496,24 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Forderungen an Kunden
Geschäftsjahr 4.343.397,85 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 3.214.457,53 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Sonstige Vermögensgegenstände
Gesellschafter
Geschäftsjahr 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Übrige
Geschäftsjahr 497.907,02 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 389.291,40 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €

Beteiligungen

Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich ggf. Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Bei den Beteiligungen handelt es sich um eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft.

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2023 Eigenkapital 31.12.2023
GoodDividends GmbH, Hamburg 45% -1.511,00 5.376,08 €

(Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lagen die Daten für das Geschäftsjahr 2024 noch nicht vor)

Immaterielle Gegenstände

Immaterielle Anlagewerte sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich ggf. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die zwischen drei und zehn Jahren liegt. Die Anlagewerte werden linear pro rata temporis abgeschrieben.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen um Markenrechte und Softwarelizenzen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die zwischen drei und zehn Jahren liegt. Die Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis abgeschrieben.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Sachanlagen um die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Gesamtbetrag der vom Institut genutzten Betriebs- und Geschäftsausstattung zum 31.12.2024 beträgt 22.791,00 Euro (Vorjahr: 13.762,00 Euro).

Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bewertet.

Es handelt sich im Wesentlichen um die erst im Folgejahr abziehbaren Vorsteuern (497.907,02 Euro, Vorjahr: 348.343,21 Euro) sowie Erstattungen aus noch nicht veranlagten Steuern des laufendes Geschäftsjahres (0,00 Euro, Vorjahr: 39.840,72 Euro).

Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und davon andere Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeiträgen angesetzt. Sie sind täglich fällig.

Bei den anderen Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um Provisions- und Honorarabrechnungen gegenüber verbundenen Vermittlern.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuervorauszahlungen in Höhe von 574.123,00 Euro (Vorjahr: 434.852,20 Euro).

Verbindlichkeitenspiegel

RLZ bis 3 Monate RLZ 3 Monate bis 1 Jahr RLZ 1 bis 5 Jahre RLZ über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Gesellschafter (aus Leistungsbeziehungen)
Geschäftsjahr 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber gebundenen Vermittlern und Kooperationspartnern
Geschäftsjahr 3.195.512,84 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 2.287.520,98 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Sonstige Verbindlichkeiten
Übrige
Geschäftsjahr 613.934,55 € 5.625,00 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr 473.570,31 € 5.625,00 € 0,00 € 0,00 €

Rückstellungen

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern (5.172,56 Euro, Vorjahr: 0,00 Euro)

Andere Rückstellungen

Andere Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Im Wesentlichen beinhalten sie Rückstellungen für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung (40.950,00 Euro, Vorjahr: 38.270,00 Euro), Rückstellung für ausstehende Rechnungen (2.629,00 Euro, Vorjahr: 25.682,00 Euro), Rückstellungen für Prozesskosten (70.000,00 Euro, Vorjahr: 0,00 Euro), Rückstellungen für Personalkosten (92.455,00 Euro, Vorjahr: 58.862,00 Euro) sowie Rückstellung für die Aufbewahrungspflicht (8.700,00 Euro, Vorjahr: 7.700,00 Euro).

Eigenkapital

Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert. Es beträgt TEuro 2.397.

Bilanzgewinn - Gewinnvortrag - Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuß i.H.v. 507.945,64 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Wirtschaftsjahr 2023 i.H.v. 329.386,70 Euro und einer im Geschäftsjahr beschlossenen Ausschüttung in Höhe von 300.000,00 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 537.332,34 Euro.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Aufgliederungen der Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Provisionserträge der Gesellschaft gliedern sich wie folgt auf:

Geschäftsjahr Vorjahr
Honorarerlöse 12.072.228,99 € 96% 10.275.240,96 € 95%
Sonstige Erlöse 506.766,27 € 4% 517.948,34 € 5%
Gesamterlöse 12.578.995,26 € 100% 10.793.189,30 € 100%

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für beauftragte Family-Office-Dienstleister in Höhe von 8.784.618,33 Euro (Vorjahr: 7.372.606,98 Euro), Aufwendungen für vertraglich gebundene Vermittler in Höhe von 218.026,34 Euro (Vorjahr: 250.372,57 Euro) und Beratung in der Vermögensverwaltung in Höhe von 25.908,44 Euro (Vorjahr: 36.010,71 Euro).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen an die Finanzplanungsdienstleister in Höhe von 727.211,04 Euro (Vorjahr: 774.020,95 Euro). Weiterhin sind Erträge aus der Kfz-Gestellung in Höhe von 25.891,74 Euro (Vorjahr: 21.842,76 Euro), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 639,63 Euro (Vorjahr: 1.143,85 Euro), Erträge aus Rückzahlungen Krankenkassen von 0,00 Euro (Vorjahr: 8.450,45 Euro), Erträge aus sonstigen Kostenweiterberechnungen 275,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro), Erträge aus der Durchführung von Schulungsmaßnahmen in Höhe von 5.472,64 Euro (Vorjahr: 5.771,15 Euro), Erträge aus der Währungsumrechnung 10,44 Euro (Vorjahr: 106,81 Euro) und Erstattungen auf Grund von Schadenersatzzahlungen von Versicherungen von 53.689,01 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) enthalten.

C. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne § 251 HGB.

Aus den am 31.12.2024 bestehenden Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen resultieren folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamtverpflichtung (Vorjahr) davon auf das Jahr 2025 entfallend
finanzielle Verpflichtung 261.205,92 Euro (213.812,73 Euro) 215.572,53 Euro
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 182.484,00 Euro 182.484,00 Euro

2. Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Angestellte 80
Mitarbeiter 80

3. Gesellschaftsorgane

3.1. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr war:

Name Ort Beruf Zeitraum
Marcel van Leeuwen. Aurachtal-Falkendorf Diplom-Wirtschaftsingenieur 01.01. - 31.12.2024
TU, Kaufmann
Geschäftsführung Unternehmenssteuerung
Silvia van Leeuwen Aurachtal-Falkendorf Diplom-Kauffrau, 01.01. - 31.12.2024
Kauffrau
Geschäftsführung Betrieb
Michael Wagner Fürth Mathematiker, M.Sc. 01.01. - 31.12.2024
Geschäftsführung Risiko- und
Portfoliomanagement
Sebastian Fichte Herzoaenaurach Informatiker, M.Sc. 01.01. - 31.12.2024
Geschäftsführung
Informationstechnologie
Sebastian Niemann Fürth Dipl. Mathematiker 01.01. - 31.12.2024
Geschäftsführung Forschung
und Entwicklung

Der Vorsitzende der Geschäftsführung ist Herr Marcel van Leeuwen.

3.2. Gesamtbezüge der aktiven Organmitglieder

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf 558.807,19 Euro (Vorjahr: 551.253,20 Euro).

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der Berichtsgesellschaft ist die Firma WMI Wealth Management Innovations GmbH mit Sitz in Herzogenaurach.

5. Honorar Abschlussprüfer

Das im Wirtschaftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüferleistung beträgt 12.500,00 Euro; das Honorar für andere Bestätigungsleistungen (Prüfung nach § 89 WpHG, EdW) beträgt 12.900,00 Euro.

6. Geschäfte mit nahestehenden Personen gem. § 285 Nr. 21 HGB

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen liegen nicht vor.

7. Geschäftsjahr

Der Jahresabschluss wurde für das Kalenderjahr 2024 aufgestellt.

8. Besondere Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Seit dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen für den Berichtszeitraum relevanten Änderungen ergeben.

D. UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB

 

Herzogenaurach, 08.05.2025

DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH

Geschäftsführung

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2024

DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH, Herzogenaurach

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2024
Beteiligungen 11.250,00 0,00 0,00 0,00 11.250,00
11.250,00 0,00 0,00 0,00 11.250,00
Immaterielle Anlagegegenstände
Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 9.675,35 580,00 0,00 0,00 10.255,35
9.675,35 580,00 0,00 0,00 10.255,35
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.646,26 20.497,03 2.388,34 0,00 79.754,95
GWG 19.654,14 2.193,44 683,18 0,00 21.164,40
81.300,40 22.690,47 3.071,52 0,00 100.919,35
Summe Anlagevermögen 102.225,75 23.270,47 3.071,52 0,00 122.424,70
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Anlagegegenstände
Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 2.256,00 814,00 0,00 3.070,00
2.256,00 814,00 0,00 3.070,00
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.974,26 11.379,03 2.386,34 56.966,95
GWG 19.651,14 2.193,44 683,18 21.161,40
67.625,40 13.572,47 3.069,52 78.128,35
Summe Anlagevermögen 69.881,40 14.386,47 3.069,52 81.198,35
Buchwerte
Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023
Beteiligungen 11.250,00 11.250,00
11.250,00 11.250,00
Immaterielle Anlagegegenstände
Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten 7.185,35 7.419,35
7.185,35 7.419,35
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.788,00 13.672,00
GWG 3,00 3,00
22.791,00 13.675,00
Summe Anlagevermögen 41.226,35 32.344,35

BESTÄTIGUNGSVERMERK

An die

DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH, Ringstraße 79, 91074 Herzogenaurach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wie den Lagebericht der DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist..

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 13.05.2025

Forster • Lang Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Evi Lang, Wirtschaftsprüfer

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

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Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
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