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Evonik Dr. Straetmans GmbH GmbH

Hamburg ·HRB 32386 Hamburg
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
22143 Hamburg
Handelsregister
HRB 32386, Hamburg
Eintragungsdatum
15. února 1984
Branche
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Unternehmenszweck
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb chemischer Produkte sowie deren Im- und Export, ausgenommen erlaubnispflichtiger Geschäfte, die Entwicklung von Rezepturen zur Herstellung von Produkten der Körperpflege in eigenem und fremdem Auftrag sowie die Durchführung aller damit im Zusammmenhang stehenden Geschäfte.

Finanzen

Umsatz 2023
23,03 Mio. €
Mitarbeiter 2023
43
Bilanzsumme 2023
29,14 Mio. €
Jahresergebnis 2023
0 €
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 29,14 Mio
  • Umlaufvermögen 83,6 % 24,36 Mio
  • Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 78,2 % 22,78 Mio
  • Forderungen gegen verbundene Unternehmen 77,8 % 22,66 Mio
  • Sachanlagen 16,4 % 4,78 Mio
  • Fertige Erzeugnisse und Waren 5,5 % 1,59 Mio
  • Vorräte 5,5 % 1,59 Mio
  • Finanzanlagen 1,1 % 321,0 k
  • Sonstige Vermögensgegenstände 0,4 % 117,0 k
  • Immaterielle Vermögensgegenstände 0,0 % 0
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,0 % 0
Passivseite 29,14 Mio
  • Eigenkapital 54,0 % 15,73 Mio
  • Gewinnvortrag/Verlustvortrag 53,6 % 15,63 Mio
  • Verbindlichkeiten 39,0 % 11,37 Mio
  • Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38,5 % 11,23 Mio
  • Rückstellungen 7,0 % 2,04 Mio
  • Steuerrückstellungen 3,3 % 965,0 k
  • Rückstellungen für Pensionen 2,2 % 641,0 k
  • Sonstige Rückstellungen 1,5 % 436,0 k
  • Gezeichnetes Kapital 0,3 % 100,0 k
  • Sonstige Verbindlichkeiten 0,3 % 95,0 k
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,2 % 51,0 k
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Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
Erträge 34,98 Mio
  • Umsatzerlöse 65,9 % 23,03 Mio
  • aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 31,0 % −10,85 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,3 % 456,0 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,1 % 391,0 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,7 % −241,0 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 8,0 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 0
Aufwendungen 12,80 Mio
  • Materialaufwand 49,2 % −6,30 Mio
  • Personalaufwand 24,6 % −3,14 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 17,9 % −2,29 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7,5 % −965,0 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,7 % −91,0 k
  • Sonstige Steuern 0,1 % −13,0 k
  • Betriebsergebnis 11,45 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 10,86 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
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GuV-Daten für 13 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Achim Hiltrop seit 2020 Geschäftsführer
  • Maximilian Alexander Malcolm Morin seit 2025 Geschäftsführer
  • Wolfgang Dr. Goertz seit 2024 Prokura
6 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2025
  2. 07.08.
    Verschmelzung
    Evonik Dr. Straetmans GmbH
  3. 07.08.
    Registerblatt geschlossen
    Evonik Dr. Straetmans GmbH
  4. 12.06.
    Verschmelzung
    Evonik Dr. Straetmans GmbH
  5. 27.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Maximilian Alexander Malcolm Morin · Managing Director
  6. 27.05.
    Austritt einer Position
    Birte Janina Winkel · Managing Director
  7. 2024
  8. 11.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Wolfgang Dr. Goertz · Procura
  9. 11.12.
    Austritt einer Position
    Wilfried Christian Dr. Petersen · Managing Director
  10. 2022
  11. 28.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    B**** W***** · Managing Director
38 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
  • 2019 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2022

Veröffentlicht am 8. srpna 2023 · Quelle: Bundesanzeiger

Evonik Dr. Straetmans GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Gesellschafterstruktur

Am 31. Dezember 2022 wurden 100 % der Anteile an der Evonik Dr. Straetmans GmbH (nachfolgend "Dr. Straetmans"), Hamburg, von der HD Ceracat GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Mit der Gesellschafterin besteht seit dem Jahr 2018 ein Gewinnabführungsvertrag.

Organisation

Die Dr. Straetmans ist in die Gesamtstrategie des Evonik-Konzerns (Evonik Industries AG, Essen) eingebunden. Der Evonik-Konzern ist im Bereich der Spezialchemie tätig. Die Aktivitäten der Dr. Straetmans werden innerhalb der Konzernstruktur der Business Line Care Solutions der Division Nutrition & Care zugeordnet.

Der Kern des Geschäftsmodells der Dr. Straetmans, Hamburg, besteht in der Entwicklung und dem Handel mit hochwertigen Rohstoffen für die Kosmetikindustrie. Ein großer Teil der Produkte wird dabei als fertiger Rohstoff von Lieferanten bzw. Geschäftspartnern bezogen und unverändert an die Kunden ausgeliefert. Der übrige Teil besteht aus Rohstoffmischungen, die bei Lohnherstellern gefertigt werden. Im 2. Halbjahr 2022 wurde ein Teil des Produktportfolios an die Evonik Operations GmbH übertragen.

Das Produktangebot der Dr. Straetmans umfasst Rohstoffe für die Personal Care Industrie, welche die Konsumentenprodukte ihrer Kunden vor Verderb durch Mikroorganismen oder Oxidation schützen. Darüber hinaus werden Produkte vermarktet, die einen Einfluss auf Mikroorganismen auf der menschlichen Haut besitzen und beispielsweise in Deo-Produkten Verwendung finden.

Seit dem Jahr 2019 erfolgt der Handel des Dr. Straetmans Produktportfolios weitgehend über konzernverbundene Evonik-Gesellschaften. Die Dr. Straetmans unterhält im Wesentlichen Streckengeschäfte an konzernverbundene Gesellschaften und lässt die Produkte extern produzieren. Die Dr. Straetmans unterhält -außer für die Produkte, die nach den Regelungen der REACH Chemikalienverordnung zertifiziert und gehandelt werden- keinen eigenen Vertrieb, sie ist vollständig in die Vertriebsstruktur des Evonik-Konzerns eingebunden. Der Vertrieb der Produkte erfolgt durch die Vertriebsstruktur der Business Line Care Solutions. Den konzerninternen Verkaufsvorgängen liegen Transferpreise auf Basis von Service Level Agreements zugrunde. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft im Wesentlichen in eigenen Räumen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft der Dr. Straetmans GmbH stellt einen Ausschnitt des globalen Geschäfts des Evonik-Konzerns dar und wird gemäß der Organisationsstruktur des Konzerns über die Divisionen auf Basis von Leistungsindikatoren des Konzerns gesteuert. Ein vollständiges Bild des operativen Geschäfts, in das die Dr. Straetmans als Legaleinheit eingebunden ist, vermittelt nur der Konzernabschluss der Evonik Industries AG.

Für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit der Dr. Straetmans sind der Umsatz und das Ergebnis vor Gewinnabführung die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung werden sowohl Versuche zur Entwicklung zukünftiger Vermarktungsprodukte als auch anwendungstechnische Versuche mit bestehenden Produkten unternommen. Das anwendungstechnische Labor der Dr. Straetmans stellt darüber hinaus im Verbund der anwendungstechnischen Labore der Business Line Care Solutions das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Naturkosmetikkonformen Produktkonzepten dar.

Die Gesamtaufwendungen für den Bereich anwendungstechnischer Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 2.329 T€ (Vorjahr: 1.734 T€). Am Standort in Hamburg wurde in 2022 das neue mikrobiologische Labor der Dr. Straetmans eröffnet. Das mikrobiologische Labor ist installiert worden, um die Produktentwicklung zu beschleunigen und um die Belegung von Wirksamkeiten zu unterstützen.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

2022 wurde der Evonik-Konzern strategisch erfolgreich weiterentwickelt. Mit Next Generation Evonik wurde die nächste Phase der Transformation gestartet. Heute ist Nachhaltigkeit in sämtliche Elemente der Konzernstrategie integriert: Portfoliomanagement, Innovation und Unternehmenskultur. Hiermit wird die Basis für ein ressourcenschonendes und profitables Wachstum geschaffen. Zudem wurden neue Nachhaltigkeitsziele gesetzt und eine Verpflichtung zur Science Based Targets Initiative eingegangen.

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise sowie den allgemeinen Inflationsdruck, die auch spürbare Auswirkungen auf die Wertschöpfungsketten hatten.

In der Dr. Straetmans konnten im Geschäftsjahr 2022 ein Umsatz von 44.676 T€ und ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 11.724 T€ erwirtschaftet werden.

Insgesamt blickt die Dr. Straetmans auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

3.2 Wirtschaftliches Umfeld

Pandemie, Inflation und der Krieg in der Ukraine dämpfen wirtschaftliches Wachstum

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich schlechter entwickelt als zu Jahresbeginn erwartet. Den Schätzungen von IHS Markit 1) zufolge ist die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 insgesamt um 3,0 Prozent gestiegen. Zum Jahresstart war noch ein Zuwachs von 4,2 Prozent erwartet worden.

1) Entspricht den Angaben IHS Markit, Stand 17. Januar 2023.

Hohe Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreise haben - insbesondere in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine - den Inflationsdruck im Jahr 2022 deutlich erhöht und in weiten Teilen der Welt zu den höchsten Inflationszahlen der vergangenen 40 Jahre geführt. Hierdurch sanken zum einen die Realeinkommen und das Konsumentenvertrauen sowie die Konsumnachfrage gingen zurück. Zum anderen wurden die Notenbanken zu einem deutlich restriktiveren Kurs gezwungen, infolgedessen sich die Finanzierungskonditionen für private Haushalte und Unternehmen deutlich verschlechtert haben. Dies führte zu einem Rückgang der Investitionen. Zusätzlich war die Weltwirtschaft weiterhin durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie - insbesondere in China - und zum Jahresende durch zunehmende Unsicherheit in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung und einen deutlichen Lagerabbau belastet.

Stützend wirkten im Jahresverlauf nachlassende Lieferengpässe. Zusätzlich profitierte in vielen Regionen der Dienstleistungssektor von rückläufigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und von entsprechenden Nachholeffekten, insbesondere in den Sommermonaten. Die Industrieproduktion ist im Jahr 2022 gewachsen, jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden. Überdurchschnittlich konnte die Produktion in Nordamerika zulegen, während sich Europa und hier insbesondere die energieintensiven Industriezweige deutlich unterdurchschnittlich entwickelten. Insgesamt hat sich die Weltwirtschaft bis ins dritte Quartal hinein als resilient erwiesen, auch wenn die Dynamik zum Jahresende deutlich rückläufig war.

In allen Regionen hat sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 deutlich abgeschwächt. Die Wirtschaft Europas expandierte trotz des Ukraine-Kriegs bis in das dritte Quartal und profitierte insbesondere von Nachholeffekten im Dienstleistungssektor. Die Wachstumsdynamik hat sich jedoch im Jahresverlauf vor dem Hintergrund der hohen Inflation und der Energiekrise deutlich abgeschwächt. Vor allem energieintensive Industriezweige - und insbesondere auch die Chemieindustrie - litten unter den hohen Energiepreisen und schrumpften zum Teil sehr deutlich. Die restriktive Geldpolitik hat die Finanzierungskonditionen deutlich verschlechtert und wirkte konjunkturell hemmend. Zum Jahresende deutete sich ein Rückgang der Inflationsdynamik an. Konjunkturprogramme haben die Auswirkungen der Energiekrise und der hohen Inflation abgemildert.

In Nordamerika und vor allem in den USA wurde die expansive Geldpolitik der Fed bereits zum Jahresanfang 2022 beendet und der Leitzins stieg von 0,25 Prozent bis zum Jahresende auf knapp 5 Prozent. Trotz der hohen Inflation hat sich der private Konsum robust entwickelt und auch der Arbeitsmarkt erwies sich als sehr resilient. Die Industrietätigkeit konnte von der hohen Nachfrage sowie der Energiekrise Europas profitieren und deutlich expandieren, wobei die Tendenz im Jahresverlauf vor allem vor dem Hintergrund einer sinkenden globalen Nachfrage rückläufig war.

Die Wirtschaft Asien-Pazifiks expandierte stark, jedoch mit regional unterschiedlicher Ausprägung. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft litt vor allem unter den Lockdown-Maßnahmen im zweiten Quartal und ist auf Jahressicht deutlich geringer als ursprünglich angenommen ausgefallen. Auch Herausforderungen im Immobiliensektor belasteten das chinesische Wirtschaftswachstum. Die Erholung der zweiten Jahreshälfte wurde durch die Abkehr von der Null-Covid-Politik im Dezember und die daraus resultierende Krankheitswelle erneut ausgebremst. Die Konsumausgaben blieben aufgrund wiederkehrender pandemiebedingter Einschränkungen gedämpft. In Japan blieb die Wirtschaftstätigkeit unter anderem aufgrund von Lieferkettenproblemen und sinkender Realeinkommen gedämpft.

Viele Volkswirtschaften in Mittel- & Südamerika konnten von der Exportnachfrage und hohen Rohstoffpreisen profitieren. Die wirtschaftliche Aktivität wurde im Jahresverlauf jedoch durch die hohe Inflation und die restriktive Geldpolitik gedämpft, wobei ausgeprägte Folgen der weltweiten Straffung der Geldpolitik und beispielsweise starke Kapitalabflüsse bislang ausgeblieben sind.

Die Entwicklung der Dr. Straetmans ist durch das Vertriebsmodell mit der Evonik Operations GmbH direkt von diesen Entwicklungen abhängig.

Zweigeteilte Entwicklung in den Endkundenmärkten

Im Jahr 2022 war eine zweigeteilte Entwicklung der Industrie zu beobachten: Während die erste Jahreshälfte durch eine deutlich steigende Nachfrage gekennzeichnet war, wurde in der zweiten Jahreshälfte zunehmend der Einfluss der Inflation sichtbar und die Nachfrage hat sich deutlich abgekühlt. Insgesamt ist die globale Industrieproduktion im Vorjahresvergleich dennoch gestiegen, auch weil im Jahresverlauf pandemiebedingte Lieferkettenunterbrechungen rückläufig waren und die hohen Auftragsbestände entsprechend abgearbeitet werden konnten. Die Lieferzeiten reduzierten sich im Jahresverlauf deutlich.

Die Endkundenmärkte von Evonik sind auch im Jahr 2022 gewachsen. Die Nachfrage nach Hygiene- und Pflegeprodukten war im Jahr 2022 stabil. Jedoch konnte die Dr. Straetmans am Marktwachstum nicht wie erwartet partizipieren, weil zwei große neue Wettbewerber in den Markt getreten sind.

Chemieproduktion in Europa leidet unter hohen Energiekosten

Die Chemieindustrie hat sich im Jahr 2022 regional sehr unterschiedlich entwickelt. Global konnte die Chemieproduktion (ohne Pharma) um knapp 2 Prozent zulegen. Hohe Energie- und Rohstoffkosten führten in der EU zu einem Schrumpfen der Produktion um 5 Prozent. Insbesondere in Deutschland war ein deutlicher Rückgang der Chemieproduktion (ohne Pharma) um 10 Prozent zu verzeichnen, der vor allem durch einen Einbruch um 16 Prozent bei Petrochemikalien getrieben war. Die Spezialchemikalien konnten sich in Deutschland etwas besser behaupten, aber auch hier lag ein Schrumpfen der Produktionsvolumina um 9 Prozent vor. In den USA war ein Wachstum von 4 Prozent und in China von 6 Prozent zu verzeichnen.

Die Rohstoffpreise stiegen im Geschäftsjahr 2022 zunächst stark an, gaben im Jahresverlauf dann jedoch wieder leicht nach. Insgesamt lagen die Preise zum Jahresende deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Im Vergleich zu der für Evonik wichtigsten Fremdwährung - dem US-Dollar - verlor der Euro 2022 mit einem Durchschnittskurs von 1,04 US$ gegenüber dem Durchschnittsniveau des Vorjahres (1,18 US$) deutlich an Wert.

3.3 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltweite Nachfrage nach Kosmetikprodukten ist steigend. Eine jährliche Wachstumsrate von durchschnittlich ca. 6 % 2) wird weiterhin bis 2025 angenommen. Das Marktumfeld, das temporär durch die Pandemie gedämpft war, hat sich im Laufe des Jahres 2022 teilweise erholt. Darüber hinaus hat Covid-19 die Trends im Markt hin zu mehr Digitalisierung und Nachhaltigkeit beschleunigt. Dies begünstigt die Nachfrageentwicklung nach alternativen, maßgeschneiderten Konservierungssystemen der Dr. Straetmans GmbH, da herkömmliche Konservierungsstoffe von Konsumenten zunehmend kritisch gesehen werden. Aufgrund der gestiegenen Attraktivität des Marktes hat sich aber insgesamt und auch für die Dr. Straetmans das Wettbewerbsumfeld durch eine gestiegene Anzahl der Wettbewerber und Wettbewerbsprodukte in 2022 verschärft.

2) Basierend auf http://www.statista.com/outlook/254/100/personal-care/worldwide

3.4 Geschäftsverlauf

Die Dr. Straetmans machte im Jahr 2022 verkaufsseitig fast ausschließlich (97 % des Umsatzes) Geschäfte mit anderen Evonik Konzerngesellschaften. Die Umsatzerlöse und Margen der Dr. Straetmans sind daher stark von den konzerninternen Transferpreisen abhängig. Im Jahr 2022 wurden die Transferpreise um 37% angehoben, woraus sowohl die Zunahme der Umsatzerlöse auf 44.676 T€ (Vorjahr: 34.069 T€) als auch im Wesentlichen die Erhöhung des Ergebnisses vor Gewinnabführung auf 11.724 T€ (Vorjahr: 4.654 T€) resultieren. Die Materialkosten in Bezug zur Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen) sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Verkaufsvolumina sind gegenüber dem Vorjahr um 7 % gesunken.

In Bezug auf den Umsatz und das Ergebnis vor Gewinnabführung lag die Gesellschaft in diesem Jahr insofern signifikant über den Erwartungen und Prognosen des Vorjahres.

3.5 Lage der Gesellschaft

3.5.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz der Dr. Straetmans um 31 Prozent auf 44.676 T€ (Vorjahr: 34.069 T€), maßgeblich beeinflusst durch die Anpassung der konzerninternen Transferpreise. Die Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen belief sich im Jahr 2022 auf 2.257 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 949 T€ über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 571 T€). Maßgeblich trugen hierzu Fremdwährungsbewertungen und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bei. Bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und bezogene Waren verzeichnete die Dr. Straetmans eine Steigerung um 2.451 T€ auf 22.475 T€ (Vorjahr 20.024 T€). Die Gründe für die gestiegenen Materialkosten sind höhere Rohstoffpreise. Die Materialkostenquote (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren an der Gesamtleistung) sank von 57 % auf 52 %. Der Grund für die gesunkene Materialkostenquote ist in der überproportionalen Steigerung der Transferpreise auf der Umsatzseite zu suchen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen 1.976 T€ und sanken um 1.373 T€ gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der bezogenen Leistungen an der Gesamtleistung betrug 5 % gegenüber 10 % im Vorjahr. Wesentlicher Grund ist, dass im Rahmen der Umstellung des Vertriebsmodells auf die Evonik Operations GmbH in der zweiten Jahreshälfte auch die Lohnfertigung dorthin übertragen wurde. Ein weiterer Grund ist die steigende Teilnehmer- und Produktanzahl im Wettbewerb, wodurch die Nachfrage bei Dr. Staetmans rückläufig war. Der Personalaufwand erhöhte sich um 93 T€ auf 3.363 T€ (Vorjahr 3.270 T€). Die Abschreibungen bewegten sich mit 230 T€ in etwa auf dem Vorjahresniveau von 241 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 286 T€ auf 3.678 T€. Maßgeblich trugen zu dieser Steigerung Aufwendungen aus Währungsdifferenzen und Aufwendungen wegen höherer Dienstleistungsverrechnungen (Fremdpersonal- und Einkaufskosten) bei. Die Zinserträge stiegen um 135 T€ auf 137 T€ (Vorjahr 2 T€), die Zinsaufwendungen sanken um 34 T€ auf 53 T€ (Vorjahr 87 T€).

Der Gewinn vor Ergebnisabführung belief sich auf 11.724 T€ und lag damit um 7.070 T€ höher als im Vorjahr (4.654 T€). Dieser Gewinn wird entsprechend dem Gewinnabführungsvertrag an die Gesellschafterin abgeführt.

3.5.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich bei gleichbleibendem Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um 4.504 T€ auf 29.485 T€ erhöht. Das Anlagevermögen ging um 140 T€ auf 4.971 T€ zurück. Der Vorratsbestand in Höhe von 4.128 T€ (Vorjahr: 8.015 T€) beträgt 14 % (Vorjahr: 32 %) der Bilanzsumme. Der Grund hierfür ist der Verkauf von Vorräten an die Evonik Operations GmbH im Rahmen der Umstellung des Vertriebsmodells. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände steigen um 8.531 T€ auf 20.386 T€. Die Steigerung resultiert insbesondere aus der Erhöhung unseres Cashpoolguthabens gegen die Evonik Industries AG, Essen.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme sinkt im Wesentlichen bedingt durch die Zunahme der Finanzverbindlichkeiten (Gewinnabführung) gegenüber der HD Ceracat GmbH 2022 auf 53 % (Vorjahr: 63 %). Die sonstigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen wie Bonus und Zeitkonten. Die Verbindlichkeiten steigen um 4.936 T€ auf 12.609 T€. Maßgeblich dafür sind gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme steigt auf 43 % (Vorjahr: 31 %)

Die Vermögenslage ist angesichts der Eigenkapitalquote als ausgewogen und solide zu beurteilen.

3.5.3 Finanzlage

Investitionen

Im Geschäftsjahr betrugen die Nettoinvestitionen 84 T€ (Vorjahr -36 T€). Die Abschreibungen in Höhe von 230 T€ (Vorjahr 241 T€) übersteigen die Nettoinvestitionen deutlich.

Liquidität

Die Dr. Straetmans ist in das zentrale Finanzmanagement der Evonik Industries AG eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und die Begrenzung von Refinanzierungsrisiken. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken im Konzern existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein konzernweiter Cashpool steht. Um den Finanzbedarf der Dr. Straetmans GmbH zu decken, werden Liquiditätsüberschüsse aus dem Cashpool auf Ebene der Evonik Industries AG genutzt.

Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool und durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Liquiditätsbedarf der Dr. Straetmans jederzeit gesichert.

Zum 31. Dezember 2022 gab es neben dem Cashpoolguthaben gegen die Evonik Industries AG von 18.252 T€ (Vorjahr 7.935 T€) keine weiteren liquiden Mittel. Den liquiden Mitteln standen Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von 80 T€ (Vorjahr 921 T€) gegenüber.

Die Finanzlage der Gesellschaft wird somit als sehr gut eingeschätzt.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Dr. Straetmans ist in das interne Chancen- und Risikomanagement des Evonik Konzern (im Folgenden insgesamt als Risikomanagement bezeichnet) als börsennotiertes Unternehmen eingebunden. Evonik verfolgt die Zielsetzung, Chancen und Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, um Maßnahmen zur Risiko-Minimierung und -Gegensteuerung zu entwickeln und eine optimale Wahrnehmung von Chancen zu gewährleisten. Das hierzu implementierte konzernweite Chancen- und Risikomanagement ist somit ein zentrales Element der Unternehmenssteuerung. Unternehmerische Risiken geht Evonik nur ein, wenn die Überzeugung vorhanden ist, dadurch den Unternehmenswert nachhaltig steigern und dabei gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen dauerhaft begrenzen zu können.

4.1 Prognosebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Turbulentes Umfeld für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 erwartet

Wir erwarten, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023 weiterhin herausfordernd sein werden. 3) Zum Jahresende 2022 hat sich die globale konjunkturelle Dynamik bereits abgeschwächt und dieser Trend wird sich voraussichtlich insbesondere zu Beginn des Jahres 2023 fortsetzen, zumal die geldpolitische Wende des Jahres 2022 ihre volle Wirkung erst im Jahresverlauf 2023 entfalten dürfte und mit einer weiterhin restriktiven Geldpolitik gerechnet wird. Die erwarteten steigenden Finanzierungskosten dürften weiterhin hemmend auf die Investitionstätigkeit und den Konsum wirken.

3) In Übereinstimmung mit den Angaben von IHS Markit, Institut für Weltwirtschaft Kiel, Berenberg Bank; Stand Dezember 2022/Januar 2023

Auch der im Jahr 2022 noch sehr robuste Arbeitsmarkt dürfte im Jahr 2023 nachgeben, ebenfalls mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf den privaten Konsum. Zusätzlich dürfte das Abweichen Chinas von der Null-Covid-Politik zunächst - beispielsweise aufgrund von krankheitsbedingten Produktionsausfällen - die wirtschaftlichen Aktivitäten spürbar beeinträchtigen. Kurzfristig könnte es nach Einschätzung der Geschäftsführung hierdurch auch zu einer erneuten Verschärfung von Lieferengpässen kommen.

Andererseits werden für das Jahr 2023 auch konjunkturstützende Effekte erwartet, die vor allem ab der zweiten Jahreshälfte eine Erholung der Weltwirtschaft ermöglichen können. So wird die Fiskalpolitik voraussichtlich vor allem in den entwickelten Volkswirtschaften weiterhin stützend bleiben, um insbesondere in Europa die Auswirkungen von Energiepreissteigerungen abzufedern. Im Laufe des Jahres könnte die globale Wirtschaft auch vom Ende der Null-Covid-Politik Chinas profitieren. So dürfte die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen und Vorprodukten steigen, was der globalen Wirtschaft einen positiven Impuls verleihen würde. Auch die Inflation dürfte in vielen Regionen ihren Höhepunkt überschritten haben, wie in den USA und Teilen Europas bereits sichtbar ist. Ursächlich hierfür sind vor allem deutlich sinkende Energie- und Rohstoffpreise sowie die geringere Nachfrage nach Waren. Dennoch liegen weiterhin Risiken für eine Rückkehr höherer Preissteigerungen vor. So könnte beispielsweise eine Angebotsknappheit in Folge des Ukraine-Kriegs oder eine im Jahresverlauf zunehmende Nachfrage nach Energie und Rohstoffen - insbesondere im Zuge der Erholung Chinas - zu erneut steigenden Preisen führen. In Summe erwarten wir, dass auch im Jahr 2023 die Inflationsziele der Notenbanken verfehlt werden und mit einer weiteren Straffung der Geldpolitik mit entsprechenden dämpfenden konjunkturellen Auswirkungen zu rechnen ist.

Insgesamt gehen wir für das Jahr 2023 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 1,9 Prozent aus. 4)

4) Entspricht den Angaben von IHS Markit, Stand 17. Januar 2023

Wir erwarten, dass das Wirtschaftswachstum in Europa in der ersten Jahreshälfte unter der weiterhin hohen Inflation sowie steigenden Zinsen und einem schwachen globalen wirtschaftlichen Umfeld und rückläufigen Investitionen leiden wird. In der zweiten Jahreshälfte wird mit einer leichten Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten gerechnet. Hierzu könnte auch eine steigende Exportnachfrage, insbesondere aus China und den USA, beitragen.

Die Wirtschaftsleistung Nordamerikas dürfte sich im kommenden Jahr ebenfalls wenig dynamisch entwickeln. Angesichts der weiterhin hohen Inflation ist zu erwarten, dass die US-Notenbank im Jahr 2023 die Leitzinsen zunächst weiter erhöhen wird, wodurch die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte beeinträchtigt werden dürfte. Auch das Auslaufen der fiskalpolitischen Stimuli dürfte hemmend auf den privaten Konsum wirken, der zusätzlich unter weiter steigenden Zinsen und einem schwächeren Arbeitsmarkt leiden dürfte. Zudem dürften sich Investitionen von Privathaushalten und Unternehmen schwächer entwickeln. Bei weiterhin sinkender Inflation könnte die Fed zum Jahresende von der restriktiven Geldpolitik abweichen und damit für eine positive konjunkturelle Dynamik sorgen.

Die Wachstumsaussichten für die Region Asien-Pazifik für das Jahr 2023 sind besser als in den anderen Regionen. Anders als in Europa und Nordamerika erhöht die überschaubare Inflation das Wachstumspotenzial des privaten Konsums. Die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik dürfte die wirtschaftlichen Aktivitäten zu Jahresbeginn zwar spürbar beeinträchtigen, bei einer stabileren Infektionslage und ausbleibenden Lockdowns dürfte sich die chinesische Wirtschaft im Jahresverlauf jedoch robuster entwickeln und die Konjunktur der Region stützen. Auch der private chinesische Konsum und vor allem Dienstleistungen dürften profitieren. Wir erwarten, dass die chinesische Regierung auch im Jahr 2023 wachstumsfördernde fiskal- und geldpolitische Maßnahmen einleiten wird.

Mittel- & Südamerika steht auch im Jahr 2023 vor einem schwierigeren Umfeld, insbesondere da öffentliche und private Haushalte durch steigende Finanzierungskosten und den hoch bewerteten US-Dollar belastet werden. Hinzu kommen Unsicherheiten bzgl. der zukünftigen Wirtschaftspolitik Brasiliens. Die rohstofforientierten Länder werden aller Voraussicht nach angesichts der weiterhin hohen Rohstoffpreise von höheren Export- und Steuereinnahmen profitieren. Insgesamt dürfte sich die Wachstumsdynamik der Region im Jahr 2023 deutlich verlangsamen.

Die Prognose für die Weltwirtschaft ist mit hohen Unsicherheiten behaftet. Die Sicherheit der Energieversorgung - vor allem von Europa - und weiterhin hohe Energiepreise stellen ein Risiko für die globale Wirtschaft dar. Erneut zulegende Preissteigerungen könnten die Zentralbanken zu einer deutlicheren Ausweitung der restriktiven Geldpolitik veranlassen, was die Erholung der Weltkonjunktur spürbar abbremsen und das Stagflationsrisiko erhöhen würde. Im Zuge von weiteren Zinsanhebungen der US-Notenbank könnten sich die finanziellen Rahmenbedingungen für die Schwellenländer weiter verschärfen. Die Wahrscheinlichkeit einer globalen Finanzkrise hat sich erhöht und könnte angesichts global hoher Schuldenniveaus gravierende Auswirkungen haben. Insbesondere hohe Bewertungen am Immobilienmarkt stellen ein zusätzliches Risiko dar. Zusätzlich bleibt die Entwicklung der Pandemie und hier insbesondere das Entstehen neuer Virusvarianten weiterhin ein Unsicherheitsfaktor, der zu neuerlichen Konjunktureinbrüchen und weiteren Störungen der globalen Lieferketten führen kann. Schließlich könnte sich die Weltwirtschaft durch geopolitische Konflikte anders entwickeln als von uns erwartet.

Im Vergleich zum Jahr 2022 erwarten wir für das Jahr 2023 ein leicht niedrigeres Preisniveau für die von Evonik verwendeten spezifischen Rohstoffe.

4.2 Risikobericht

Risikostrategie

Die Dr. Straetmans ist in das konzernweite interne Chancen- und Risikomanagement der Evonik Industries AG (im Folgenden insgesamt als Risikomanagement bezeichnet) als börsennotiertes Unternehmen eingebunden. Ziele sind die möglichst frühzeitige Identifikation von Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen zur Minimierung und Gegensteuerung. Zur optimalen Wahrnehmung von Chancen sollen diese ebenfalls frühzeitig erkannt und verfolgt werden. Unternehmerische Risiken gehen wir nur ein, wenn wir überzeugt sind, dadurch den Unternehmenswert nachhaltig steigern und dabei gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen dauerhaft begrenzen zu können.

Aufbau und Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist auf Konzernebene dem Finanzvorstand zugeordnet und gemäß der Organisationsstruktur von Evonik dezentral aufgebaut. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Divisionen und den Funktionen. Dies beinhaltet die Früherkennung von Risiken sowie die Abschätzung ihrer Auswirkungen. Zudem müssen geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet sowie die interne Kommunikation der Risiken sichergestellt sein. Innerhalb der Organisationseinheiten stimmen Risikokoordinatoren die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten ab und stellen den Berichtsweg zum Corporate Risk Officer sicher. Auf allen Ebenen des Konzerns ist die systematische und zeitnahe Risikoberichterstattung ein wesentliches Element der strategischen und operativen Planung, der Vorbereitung von Investitionsentscheidungen, der Ermittlung von Hochrechnungen sowie weiterer Management- und Entscheidungsprozesse.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden erneut alle im Evonik-Konzern konsolidierten Gesellschaften, so auch die Dr. Straetmans im Risikomanagement berücksichtigt. Wesentliche Chancen und Risiken werden über die Matrixorganisation des Konzerns in das Risikomanagement integriert.

Die Konzernrevision prüft das Risikomanagement in den Organisationseinheiten, um die Erfüllung der gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen sowie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Risikomanagements sicherzustellen. Gemäß den Modalitäten für börsennotierte Aktiengesellschaften ist das Risikofrüherkennungssystem in die Jahresabschlussprüfung mit einbezogen.

Die Organisationseinheiten führen einmal jährlich in Verbindung mit der Mittelfristplanung eine umfassende Risikoinventur durch. Für dabei erkannte Risiken werden Sicherungsmaßnahmen benannt, umgehend eingeleitet und deren Umsetzung zeitnah verfolgt. Die interne Steuerung (beispielsweise in der Berichterstattung des Risikokomitees) ist auf den Mittelfristzeitraum ausgelegt. Identifizierte Chancen und Risiken werden in die Größenklassen gering, mittel und hoch eingeordnet (siehe Chancen- und Risikomatrix). Die Bewertung folgt stets einer Nettobetrachtung, also unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen. Über Risikobegrenzungsmaßnahmen können Bruttorisiken vermindert, transferiert oder vermieden werden. Übliche Maßnahmen sind wirtschaftliche Gegensteuerungsmaßnahmen, Versicherungen oder bilanzielle Vorsorge.

4.3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht der Dr. Straetmans

Prognose

Das Wachstum der Kosmetikindustrie ist der wesentliche Einflussfaktor für unsere Geschäftsentwicklung. Die weltweite Nachfrage nach Kosmetikprodukten ist grundsätzlich steigend. Der Schutz von Kosmetikprodukten vor Verderb durch Mikroorganismen oder Oxidation bleibt von hoher Relevanz für Kunden von Evonik, die kosmetische Inhaltstoffe beziehen.

Für 2023 erwartet die Dr. Straetmans aufgrund der gestiegenen Wettbewerbsaktivität und dem Übertrag einiger Produkte an eine andere Evonikgesellschaft einen deutlichen Umsatzrückgang.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Gesellschaft auf Basis der vorliegenden Umsatzplanungen ein deutlich niedrigeres Ergebnis vor Gewinnabführung als im Vorjahr (11.724 T€ in 2022). Bei der Materialaufwandsquote geht die Gesellschaft von einer leicht sinkenden Tendenz aus, bei den Personalkosten wird eine leichte Steigerung erwartet.

Wesentliche Risiken

Das Risikomanagement wurde im Rahmen der Post-Merger Integration in die vorhandenen Strukturen des Evonik-Konzerns eingebettet. Nach Einführung der SAP-Software bei der Dr. Straetmans GmbH können nun umfassende Analysen der geschäftlichen Entwicklung der Gesellschaft durchgeführt werden. Die umfasst sowohl Aktivitäten, die innerhalb der Business Line gebündelt sind, als auch Aktivitäten, die von etablierten Funktionen im Konzern übernommen werden.

Zudem werden durch entsprechende Funktionen im Evonik-Konzern weitere Audits und Schulungen zu einer Vielzahl von risiko- und sicherheitsrelevanten Aspekten durchgeführt.

Aufgrund der neuen Vertriebsstruktur erfolgt der Direktvertrieb an die Endkunden primär durch unsere Schwestergesellschaften, deren Vertriebserfolg von der Entwicklung der Nachfrage aus der Kosmetikindustrie und dem intensiven Wettbewerbsumfeld abhängt.

Darüber hinaus stellen die Verfügbarkeit und eine ungünstige Preisentwicklung der Haupteinsatzstoffe grundsätzlich potenzielle Risiken für die Geschäftsentwicklung dar. Ein nicht unwesentlicher Teil der Rohstoffe wird aus China beschafft. Entsprechend würde ein Aufbau von Handelshemmnissen auch das Geschäft der Dr. Straetmans beeinflussen.

Währungsrisiken können grundsätzlich Auswirkungen auf die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus den Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zinsrisiken auf die Bewertung der langfristigen Rückstellungen haben.

Bestandsgefährdende Risiken liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung für unsere Gesellschaft nicht vor.

Chancenbericht

Die Integration in die Business Line Care Solutions im Evonik Konzern birgt viel Potenzial zur gemeinsamen Verbesserung in einer Vielzahl von Bereichen. Besonders mit der Integration der Vertriebsstruktur wird die Dr. Straetmans GmbH von der vorhandenen Struktur mit eigenem Vertriebspersonal in den Regionen weiter profitieren. Dazu kommt die Unterstützung der Vertriebsaktivitäten durch ein weltumspannendes Netzwerk anwendungstechnischer Labore.

Evonik ist Hersteller einer Vielzahl von Chemikalien mit spezieller Kompetenz für eine große Zahl von Produktionsverfahren. Dieser Umstand ermöglicht der Dr. Straetmans bei der Suche nach Molekülen zur Entwicklung neuer funktioneller Kosmetikrohstoffe auf die im eigenen Konzern bestehenden Möglichkeiten zurückzugreifen. Dabei sind mit der Laborerweiterung in 2022 neue Möglichkeiten im Bereich der Produktentwicklung geschaffen worden.

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Anhang TZ 31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 1
Sachanlagen 4.658 4.805
Finanzanlagen 313 305
Anlagevermögen (1) 4.971 5.111
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 512
fertige Erzeugnisse und Waren 4.128 7.503
Vorräte 4.128 8.015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 220
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.147 11.055
sonstige Vermögensgegenstände 230 580
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 20.386 11.855
Umlaufvermögen 24.514 19.870
Summe Aktiva 29.485 24.981
PASSIVA
Anhang TZ 31.12.2022
in T€
31.12.2021
in T€
Gezeichnetes Kapital 100 100
Gewinnvortrag 15.625 15.625
Eigenkapital (3) 15.725 15.725
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 663 577
sonstige Rückstellungen 488 1.006
Rückstellungen (4) 1.151 1.583
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430 1.956
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.044 5.638
sonstige Verbindlichkeiten 135 79
Verbindlichkeiten (5) 12.609 7.673
Summe Passiva 29.485 24.981

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anhang TZ 2022
in T€
2021
in T€
Umsatzerlöse 44.676 34.069
Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.257 388
sonstige betriebliche Erträge 949 571
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.475 -20.024
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.976 -3.349
-24.451 -23.373
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.780 -2.729
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (7) -583 -541
-3.363 -3.270
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -230 -241
sonstige betriebliche Aufwendungen (8) -3.678 -3.392
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 11.646 4.752
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7 0
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (9) 137 2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (9) -53 -87
Ergebnis nach Steuern 11.737 4.667
sonstige Steuern -13 -13
aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -11.724 -4.654
Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Jahresabschlusses

A) Allgemeine Erläuterungen

Die Evonik Dr. Straetmans GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 32386). Der Abschluss ist in T€ dargestellt, sodass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Der Jahresabschluss der Evonik Dr. Straetmans GmbH, Hamburg, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Im Interesse der Klarheit werden in der Bilanz die Posten des Anlagevermögens zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur besseren Übersichtlichkeit um die freiwillige Zwischensumme "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" erweitert. Weiterhin werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, im Anhang aufgeführt.

Die Evonik Dr. Straetmans GmbH ist erstmalig eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Rechtsfolgen der Merkmale treten nur ein, wenn sie an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten werden. Aufgrund des erstmaligen Überschreitens der Größenkriterien treten die Rechtsfolgen noch nicht ein und Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften werden weiterhin in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Zwischen der HD Ceracat GmbH, Frankfurt am Main, und der Evonik Dr. Straetmans GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft befindet sich im ertragsteuerlichen Organkreis der HD Ceracat GmbH und im umsatzsteuerlichen Organkreis der Evonik Industries AG, Essen. Latente Steuern werden beim ertragsteuerlichen Organträger ausgewiesen.

B) Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis fünf Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens.

Zinsen für Fremdkapital werden grundsätzlich nicht angesetzt.

Die Sachanlagen werden ausschließlich linear abgeschrieben. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:

Fabrik-, Geschäfts- und Wohnbauten 33 Jahre
Übrige Bauten 14 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 5 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Beim beweglichen Sachanlagevermögen werden Zugänge des Geschäftsjahres ab dem Monat des Zugangs linear pro rata temporis abgeschrieben. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von 250 €, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Anlagegegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250 €, aber nicht über 1.000 € liegen, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die nicht verpfändeten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen als Insolvenzsicherung für Teile der Pensionsverpflichtungen bei der Nürnberger Lebensversicherung AG, Nürnberg, werden mit dem Aktivwert angesetzt.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Wahlbestandteile (soziale Einrichtungen, allgemeine Verwaltung etc.) werden bei der Bewertung der Herstellungskosten der Vorräte einbezogen. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, erhöhter Lagerdauer oder Ähnlichem werden durch Abwertungen berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist mit dem Nennwert in der Bilanz angesetzt.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck.

Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Entgeltfortzahlung im Todesfall, Pensionsurlaub, Jahresleistung und Jahresurlaub im Versorgungsfall und Jubiläum werden versicherungsmathematisch berechnet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt der Unterschiedsbetrag, welcher der Differenz zwischen der Pensionsrückstellung bewertet mit dem zehnjährigen Durchschnittszins zum Bilanzstichtag und der Pensionsrückstellung bewertet mit dem siebenjährigen Durchschnittszins zum Bilanzstichtag entspricht der Ausschüttungssperre. Die Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB wird nicht als Abführungssperre umgesetzt, da die Gesellschaft über genügend freie Rücklagen verfügt.

Die Abzinsung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB für eine angenommene Restlaufzeit von fünfzehn Jahren. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2022 wird der entsprechende Zinssatz auf Basis der zum 30. November 2022 veröffentlichten Zinsinformationen auf den 31. Dezember 2022 prognostiziert. Er beträgt für die letzten sieben Geschäftsjahre 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %) und für die letzten zehn Geschäftsjahre 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %). Diese sind identisch mit dem veröffentlichten Bundesbank-Zinssatz zum 31. Dezember 2022.

Die der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

in % 2022 2021
Künftige Entgeltsteigerungen 2,50 2,50
Fluktuation 2,75 2,75
Künftige Rentensteigerungen 2,10 1,60

Die Verpflichtungen der Pensionszusagen betreffen die betriebliche Altersversorgung. In den Vorjahren hat die Gesellschaft Vermögenswerte (sogenanntes Deckungsvermögen) bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin, eingezahlt und zugunsten der Mitarbeiter verpfändet. Hierdurch werden Teile der Pensionszusagen an die Mitarbeiter insolvenzgesichert. Dieser Vermögenswert wurde gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen von 845 T€ verrechnet (Vorjahr 755 T€). Der Zeitwert des saldierten Deckungsvermögens beträgt 182 T€ (Vorjahr 178 T€), entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Die Rückstellungen aus verrechneten und nicht verrechneten Teilen betragen insgesamt 663 T€ (Vorjahr 577 T€).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Fremdwährungsumrechnungen

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu historischen Entstehungskursen bilanziert und, sofern nicht in Bewertungseinheiten einbezogen, mit dem am Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden imparitätisch bewertet, wobei positive wechselkursbedingte Wertentwicklungen unberücksichtigt bleiben. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden auch positive wechselkursbedingte Wertentwicklungen berücksichtigt. Die Bewertung der Cashpool-Forderungen sowie der Cashpool-Verbindlichkeiten und der Bankbestände erfolgt zum Devisenkassamittelkurs.

II. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

in T€ Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2021 289 289
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2021 289 289
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2022 289 289
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand 01.01.2021 268 268
Abschreibungen des Geschäftsjahres 20 20
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2021 288 288
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1 1
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2022 289 289
Buchwerte 31.12.2021 1 1
Buchwerte 31.12.2022 0 0

Sachanlagevermögen

in T€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 6.294 202 209 0 6.705
Zugänge 0 0 9 39 48
Abgänge 0 7 41 0 48
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2021 6.294 195 177 39 6.705
Zugänge 0 79 5 0 84
Abgänge 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 36 3 -39 0
Stand 31.12.2022 6.294 310 185 0 6.789
Abschreibungen und Wertminderungen
Stand 01.01.2021 1.431 137 147 0 1.715
Abschreibungen des Geschäftsjahres 192 16 13 0 221
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 0 0 0
Abgänge 0 6 30 0 36
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2021 1.623 147 130 0 1.900
Abschreibungen des Geschäftsjahres 192 26 12 0 230
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2022 1.815 173 142 0 2.130
Buchwerte 31.12.2021 4.671 48 47 39 4.805
Buchwerte 31.12.2022 4.479 137 43 0 4.659

Finanzanlagen

In T€ Wertpapiere des Anlagevermö- gens/ Rückdeckungsversicherung Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2021 290 290
Zugänge 15 15
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2021 305 305
Zugänge 8 8
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Stand 31.12.2022 313 313
Buchwerte 31.12.2021 305 305
Buchwerte 31.12.2022 313 313

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.864 3.013
Sonstige Vermögensgegenstände 18.284 8.042
davon Finanzforderungen 18.251 7.934
davon sonstige Forderungen 32 108
20.147 11.055

3. Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr 15.725 T€.

Das gezeichnete Kapital beträgt 100.000,00 €.

Die unrealisierte Vermögensmehrung aus der Bewertung zum Zeitwert von mit Pensionsverpflichtungen verrechneten Vermögensgegenständen in Höhe von 4 T€ sowie der Effekt aus der Anpassung des Pensionszinses von einem 7-jährigen auf einen 10-jährigen Durchschnittszinssatz (Unterschiedsbetrag) in Höhe von 63 T€ (Vorjahr 89 T€) führen zu einem zur Ausschüttung gesperrten Betrag von insgesamt 67 T€. Für die Berechnung des zur Abführung an die HD Ceracat GmbH zur Verfügung stehenden Betrags bleibt der Unterschiedsbetrag jedoch außer Ansatz. Dem abführungsgesperrten Betrag in Höhe von insgesamt 67 T€ stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber. Eine Abführungssperre besteht daher nicht.

4. Rückstellungen

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 663 577
Sonstige Rückstellungen 488 1.006
davon entfallen auf
- Personal 445 536
- übrige sonstige Rückstellungen 43 470
1.151 1.583

Eine Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre führt zu einer Verpflichtung zum Bilanzstichtag von 908 T€ (Vorjahr 844 T€). Eine Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre führt zu einer Verpflichtung zum Bilanzstichtag von 845 T€ (Vorjahr 755 T€). Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag von 63 T€ (Vorjahr 89 T€).

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 240 63
davon gegenüber Gesellschafter 1 1
Sonstige Verbindlichkeiten 11.804 5.575
davon gegenüber Gesellschafter 11.724 4.654
davon Finanzverbindlichkeiten 11.804 5.575
12.044 5.638

III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus Währungsdifferenzen betragen 547 T€ (Vorjahr 437 T€).

7. Personalaufwand

Im Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 110 T€ (Vorjahr 27 T€) enthalten.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus Währungsdifferenzen betragen 477 T€ (Vorjahr 451 T€).

9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsen und ähnliche Aufwendungen

in T€ 2022 2021
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 137 2
davon aus Abzinsung von Rückstellungen 2 0
davon aus verbundenen Unternehmen 135 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53 87
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen 28 82
davon an verbundene Unternehmen 17 5
Zinsergebnis 84 85

Der Zins- und Zinsänderungseffekt aus den Pensionen ist in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen (4 T€; Vorjahr 4 T€) wurde mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und dem Zinsänderungseffekt (29 T€; Vorjahr 79 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ausgewiesen beziehungsweise saldiert.

IV. Sonstige Angaben

Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2022
AT-Mitarbeiter 7
Tarif-Mitarbeiter 40
47

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Bilanzstichtag gab es kein berichtspflichtiges Ereignis.

Ergebnisverwendung

Das Ergebnis des Geschäftsjahres wurde aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die HD Ceracat GmbH, Frankfurt am Main abgeführt.

Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung

Achim Hiltrop, Hamburg

Mitglied der Geschäftsführung sowie angestellt bei der Evonik Operations GmbH als Distribution Management der Business Line Care Solutions

Dr. Wilfried Petersen (Dipl. Chemiker), Hamburg

Mitglied der Geschäftsführung sowie angestellt bei der Evonik Operations GmbH als Global Director Sustainability der Business Line Care Solutions

Birte Winkel, Hamburg, seit 01.03.2022

Mitglied der Geschäftsführung sowie angestellt bei der Evonik Operations GmbH als Leiterin Marktsegment Product Protection in der BL Care Solutions

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einbezogen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Hamburg, 29. März 2023

Evonik Dr. Straetmans GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Wilfried Petersen

Achim Hiltrop

Birte Winkel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Evonik Dr. Straetmans GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Evonik Dr. Straetmans GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evonik Dr. Straetmans GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 29. März 2023

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