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ivv GmbH GmbH

Hannover ·HRB 53993 Hannover
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Schiffgraben 4
30159 Hannover
Handelsregister
HRB 53993, Hannover
Eintragungsdatum
9. listopadu 1993
Unternehmenszweck
Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen aus dem Bereich der Informationsverarbeitung, insbesondere für öffentliche Versicherungsunternehmen (Beratung, Anwendungsentwicklung, Rechenzentrumsbetrieb, Telekommunikation, Beschaffung). Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar dienen, einschließlich der Beteiligung an anderen Gesellschaften. Die Gesellschaft hat Betriebsstätten in Hannover und Oldenburg. Die Gesellschaft kann weitere Betriebsstätten und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzen

Umsatz 2025
154,05 Mio. €
Mitarbeiter 2025
441
Bilanzsumme 2025
120,47 Mio. €
Jahresergebnis 2025
−3,54 Mio. €
19 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 120,47 Mio
  • Anlagevermögen 35,4 % 42,64 Mio
  • Umlaufvermögen 34,5 % 41,58 Mio
  • Aktive latente Steuern 15,9 % 19,10 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 14,2 % 17,15 Mio
Passivseite 120,47 Mio
  • Rückstellungen 87,3 % 105,15 Mio
  • Verbindlichkeiten 6,9 % 8,27 Mio
  • Eigenkapital 5,9 % 7,06 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 186,12 Mio
  • Umsatzerlöse 82,8 % 154,05 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10,5 % 19,51 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3,2 % −5,99 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 1,6 % 3,04 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,5 % 2,87 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,2 % 442,6 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,1 % 227,5 k
Aufwendungen 138,66 Mio
  • Materialaufwand 40,7 % 56,47 Mio
  • Personalaufwand 34,4 % 47,68 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 20,0 % 27,69 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,4 % 4,75 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,5 % 2,08 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % −3,1 k
  • Ergebnis nach Steuern −3,54 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −3,54 Mio
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GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • David Nedel seit 2024 Geschäftsführer
  • Klaus Winkler seit 2011 Geschäftsführer
  • Matthias Meyer seit 2019 Geschäftsführer
  • Dirk Pape seit 2007 Prokura
  • Michael Carell seit 2019 Prokura
  • Olga Hupe seit 2025 Prokura
11 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 5 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2025
  2. 26.09.
    Namensänderung
    ivv GmbH
  3. 26.09.
    Satzungsänderung
    ivv GmbH
  4. 01.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    Olga Hupe · Procura
  5. 01.04.
    Austritt einer Position
    Thomas Ohlendorf · Procura
  6. 2024
  7. 02.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    David Nedel · Managing Director
  8. 2023
  9. 29.12.
    Austritt einer Position
    D*** R*** · Procura
  10. 2022
  11. 15.08.
    Austritt einer Position
    Matthias Meyer · Procura
  12. 15.08.
    Satzungsänderung
    ivv GmbH
62 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2025 Jahresabschluss
  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2024

Veröffentlicht am 29. července 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht zum Jahresabschluss 31.12.2024

Geschäftsmodell

Die ivv-Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH (ivv) ist ein Fullservice-IT-Dienstleister für öffentlich-rechtliche Versicherungen in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Sie unterstützt die Kernkompetenzen der Versicherungsunternehmen durch die Entwicklung und Bereitstellung leistungsfähiger und moderner IT-Lösungen.

Für den Vertrieb, die Verwaltung von Versicherungsprodukten und die Schadenbearbeitung werden unter Anwendung von Methoden und Entwicklungstechnologien Anwendungssysteme zur Verfügung gestellt. Sonstige Geschäftsprozesse werden von der ivv vor allem durch geeignete Standardlösungen - wie z. B. SAP - unterstützt.

Die Rechenzentren der ivv versorgen die Innenstrukturen und die Vertriebspartner an 7.000 Arbeitsplätzen und an ca. 1.000 Standorten mit IT-Dienstleistungen. Darüber hinaus werden den Vertriebspartnern in der Sparkassenorganisation in Kooperation mit der Finanz Informatik GmbH & Co. KG Versicherungsanwendungen zur Verfügung gestellt.

Gesellschafter und ivv haben über alle Auftragsarten einen fachlich-inhaltlichen Abstimmungsprozess installiert, der über sparten- und funktionsbezogene Arbeitskreise organisiert ist. Diese nehmen auch die Budgetierung der Aufträge vor.

Der Bereich IT-Steuerung, welcher in der VGH zum 1. Oktober 2024 im neu geschaffenen Ressort des IT-Vorstands angesiedelt wurde, verantwortet die Entwicklung und Umsetzung einer IT-Strategie der VGH-Gruppe, die Steuerung und Priorisierung der Auftragsvergabe an die ivv sowie die Weiterentwicklung der Transparenz und des Berichtswesens zu den IT-Vorhaben. Der ivv wird in der IT-Strategie des VGH-Verbundes für die Umsetzung der strategischen Ziele eine Schlüsselrolle zugewiesen.

Als Dienstleister für die Bereitstellung der gesamten EDV für den Innen- und Außendienst stellt die ivv eine hohe Verfügbarkeit der Systeme unter Berücksichtigung von Compliance-Anforderungen sicher. Die Serviceverfügbarkeit für den Innen- und Außendienst sowie für die Sparkassen erfolgt nach festgelegten Leistungsvereinbarungen.

Die Preisgestaltung erfolgt für die verschiedenen Leistungsbereiche verursachungsgerecht und sichert regelmäßig positive Jahresüberschüsse. Das für den Geschäftsbetrieb notwendige Eigenkapital stellen die Gesellschafter bereit.

Wirtschaftsbericht

Allgemeine Rahmenbedingungen

Nach wie vor bestehen in zahlreichen Regionen der Welt Krisenherde und geopolitische Spannungen, die die Weltwirtschaft gefährden. Dazu zählen vor allem der Krieg in der Ukraine und die Ausweitung des Nahost-Konflikts. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und der folgenden Energiekrise stieg in 2022 und 2023 die Inflation bedrohlich an. Durch eine konsequente Zinspolitik des Zentralbanksystems der USA (FED), der Europäischen Zentralbank (EZB) und weiterer geld- und wirtschaftspolitischer Maßnahmen konnte die Geldwertstabilität in den verschiedenen Währungsräumen nahezu wiederhergestellt werden. Infolge dessen wurden in 2024 von den Zentralbanken die Leitzinsen sukzessive gesenkt. Diese positiven Signale unterstützten das Wirtschaftswachstum in den meisten Regionen.

Die deutsche Wirtschaft stagniert im Jahr 2024 weitestgehend. Über das gesamte Jahr betrachtet wird letztendlich ein leichter Rückgang des Bruttoinlandprodukts in Höhe von -0,2 % (Vorjahr: -0,3 %) verkraftet. Obwohl die Inflation im Verlauf des Jahres rückläufig ist und ein erhöhter Anstieg der Lohneinkommen verzeichnet werden kann, bleibt eine kräftige Erholung des privaten Konsums vorerst aus. Diese Entwicklung unterstützt die stabile Sparquote auf hohem Niveau. Die Zinspolitik der Zentralbanken wirkt weniger restriktiv, hat jedoch weiterhin einen dämpfenden Einfluss auf die Konjunktur, wodurch das Volumen der deutschen Exporte noch einmal zurückgeht. Als Folge der Energiekrise ist weiterhin ein struktureller Wandel bei industriellen Großabnehmern für Gas und Strom zu beobachten, die trotz gesunkener Energiepreise Teile der energieintensiven Produktion an andere Standorte außerhalb Deutschlands verlagern. Die Verbraucherpreise erhöhen sich in 2024 durchschnittlich um 2,2% (Vorjahr: 5,9%). Die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte steigen um 0,1% (Vorjahr: -0,4%). Die Sparquote liegt bei 11,4% (Vorjahr: 11,4%). Die Arbeitslosenquote steigt leicht auf 6,0% (Vorjahr: 5,7%).

Der Digital Operational Resilience Act (DORA) stellt die digitale Resilienz von Finanzunternehmen in den Mittelpunkt. Die Verordnung verpflichtet Unternehmen dazu, Risiken aus IT-Ausfällen und Cyberangriffen systematisch zu identifizieren, zu überwachen und zu minimieren. Im Vorgriff der DORA Umsetzungen erfolgten strukturelle Veränderungen in der VGH-Gruppe. Die Zusammenarbeit zwischen ivv als konzerninterner IT-Dienstleister und den Versicherungsunternehmen wurde überarbeitet. Ziel dieser strukturellen Anpassung ist es, die IT-Sicherheit zu stärken, eine hohe Resilienz gegenüber Cyberbedrohungen zu gewährleisten und zugleich regulatorische Anforderungen effizient umzusetzen. Des Weiteren steht die Optimierung des ganzheitlichen Risikomanagements, der Notfall- und Wiederherstellungspläne sowie der Überprüfung von externen IT-Dienstleistern auf deren Resilienz nach den Anforderungen aus der DORA im Mittelpunkt.

Die Digitalisierung als eine zentrale Herausforderung in der Versicherungswirtschaft verändert den Markt und die Kundenerwartungen. Um dem Wandel von Technologie und Kommunikation gerecht zu werden, wird die Online-Betreuung sukzessive in ihr Geschäftsmodell integriert, um die Bedürfnisse und Ansprüche des hybriden Kunden im Sinne einer Multikanalstrategie zu erfüllen.

Die Anwendungslandschaft Komposit wurde im VGH-Verbund Anfang 2021 in den Kernfunktionen eingeführt und in 2024 weiter ausgebaut. In den BackOffice-Funktionen kommen sukzessive SAP-Anwendungen zum Einsatz. Für die Bereiche Personal, Asset- Management und Finanzbuchhaltung/Exkasso sind die Anwendungen etabliert. Die Umstellung der Inkasso-Funktionen wird sukzessive über alle Sparten und Versicherungsunternehmen erfolgen.

Geschäftsentwicklung und Ertragslage

Die ivv hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresergebnis vor Steuern von 1.750 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.408 Tsd. Euro) abgeschlossen. Das Finanzergebnis beträgt -648 Tsd. Euro (Vorjahr: -1.005 Tsd. Euro), die Ertragssteuern 743 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.021 Tsd. Euro).

Das Leistungsvolumen (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und anderen aktivierten Eigenleistungen) als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator, hat sich in 2024 um 6,2% auf 146.716 Tsd. Euro (Vorjahr: 138.130 Tsd. Euro) erhöht. Das erhöhte Leistungsvolumen basiert aus einem Anstieg der laufenden Leistungen (+8.705 Tsd. Euro) bei einer gleichzeitigen Reduzierung des Bestands an unfertigen Leistungen und anderen aktivierten Eigenleistungen (-4.107 Tsd. Euro in Summe). Die Erhöhung der Erlöse aus laufenden Leistungen ist beeinflusst von einem höheren Abrechnungsvolumen für kundenindividuelle Hard- und Software (+3.668 Tsd. Euro), einem preisbedingten Erlösanstieg für SAP Finanzen und In-/ Exkasso (+2.864 Tsd. Euro), für den Großrechner und die Serverinfrastruktur (+1.460 Tsd. Euro), die Anwendung Unfall-Leistung (+880 Tsd. Euro), für die Betreuung weiterer Altsysteme durch einen externen Dienstleister (+844 Tsd. Euro) und die Betreuung der Arbeitsplätze der Versicherungsgesellschaften (+802 Tsd. Euro). Diesem erhöhten Abrechnungsvolumen stehen insbesondere geringere Leistungserlöse für die Anwendung AW Individual (-1.076 Tsd. Euro) sowie aus Druck- und Kuvertierleistungen (-614 Tsd. Euro) gegenüber.

Die Erlöse aus der Abrechnung von Neu- und Weiterentwicklungen liegen mit 13.485 Tsd. Euro um 3.989 Tsd. Euro über dem Vorjahreswert von 9.496 Tsd. Euro. Diese beinhalten die Abrechnung der finalen Komponente der neuen Partneranwendung und weitere Umsetzungsschritte von AWL Schaden, aber auch die Implementierung neuer Internetauftritte für die Versicherungshäuser sowie weitere Abschlussstrecken unter OSPlus_neo.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtszeitraum 1.076 Tsd. Euro und sind im Vergleich zum Vorjahr um 610 Tsd. Euro höher ausgefallen (467 Tsd. Euro). Dies ist insbesondere durch höhere Erträge aus dem Verkauf von nicht mehr benötigter Arbeitsplatzhardware begründet.

Der Gesamtaufwand aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ist im Vergleich zu dem Vorjahr um 8,4% gestiegen. Diese Entwicklung resultiert aus einer Erhöhung des Materialaufwands (+6.383 Tsd. Euro), des Aufwand für Abschreibungen (+1.844 Tsd. Euro), der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+1.665 Tsd. Euro), des Personalaufwands (+669 Tsd. Euro) und für Beihilfen und Altersversorgung (+651 Tsd Euro).

Besondere Leistungsschwerpunkte waren in 2024:

Bereich Anwendungsentwicklung:

Fortführung der Phase Gewerbeschutz in der AWL Komposit

Ablösung der in den bisherigen Schadensystemen bearbeiteten Tarifwerke und Umsetzung in iVAS Schaden; Ablösung des Altsystems Handel und Handwerk durch iVAS Schaden

Abschluss des Projekts GEPARD mit der Bereitstellung einer neuen Partneranwendung

Abschluss des Projekts AW Individual mit Ablösung der bestehenden IT-Tool- Landschaft im Bereich Kommunen

Aufbau neuer Internetauftritte für die Versicherungshäuser

Begleitung eines externen Architekturreviews für die AWL Komposit

Umsetzung des neuen Lebenprodukts InvestRente in iVAS Leben

Fortführung des Projekts Unfall-Leistung zur Implementierung der Standardsoftware adesso Insure General Claims

Beginn der Analyse- und Konzeptionsarbeiten für die Einführung eines SAP- Moduls zur In- und Exkassobearbeitung auf den Beständen der Landschaftlichen Brandkasse Hannover und Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt

Analyse der Auswirkungen bei Einführung von SAP HANA in den vorhandenen SAP-Modulen

Beginn der Umsetzung einer Folgestufe für das Kundenserviceportal der VGH, ÖSA und ÖVO

Beginn der Analyse zur Ablösung der vorhandenen Workflow-Engine für das Dokumentenmanagement

Implementierung weiterer Abschlussstrecken unter OSPlus_Neo

Bereiche Betrieb und Service:

Fortführung eines Projekts zur Einführung von Kollaborations-Lösungen, u.a. Migration von diversen Domino-Datenbanken in neue zukunftsorientierte Zielsysteme und Vorbereitung der Migration der bestehenden Email-Lösung nach Microsoft Exchange und alle damit verbundenen Schnittstellen

Erste Umsetzung von Maßnahmen zur schrittweisen Ablösung des Großrechners im Rahmen des Programms Ablösung Host

Umsetzung von weiteren Stufen zur Segmentierung der Netzwerkinfrastruktur in den beiden Rechenzentren

Austausch der Arbeitsplatz-Hardware durch einen konzernweiten Notebook- Rollout

Bereich Grundlagen und Controlling:

Analyse zur Einführung einer COBOL-Ersatzplattform im Rahmen des Programms Ablösung Host

Analyse zur Einführung einer neuen Plattform für das IT-Servicemanagement (ITSM)

Fortführung des Programms Continuous Delivery zur schnelleren, automatisierten Übernahme von Änderungen in den Produktionsumgebungen

Fachliche Unterstützung des Programms Fokus Digital und Projekts ProNeo der VGH

Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Geschäftsjahr 2024 gut verlaufen.

Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2024 hat die ivv Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen in Höhe von 11.013 Tsd. Euro (Vorjahr: 22.731 Tsd. Euro) getätigt. Inklusive der geringwertigen Wirtschaftsgüter beträgt das Investitionsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr 11.370 Tsd. Euro. Dieses entfällt mit 7.760 Tsd. Euro auf Software und 3.610 Tsd. Euro auf Hardware.

Wesentliche Investitionen in Software betreffen die Aktivierung der anschaffungsnahen Nebenkosten für die SAP-Finanzsysteme mit 5.445 Tsd. Euro sowie adesso Insure General Claims für die Sparte Unfall mit 1.511 Tsd. Euro. Die wesentlichen Hardwareinvestitionen betreffen die Beschaffung neuer Server über 718 Tsd. Euro, die Anschaffung von Komponenten für das bestehende Speichernetzwerk von 346 Tsd. Euro, neue Arbeitsplätze für die Anwendungsentwicklung in Höhe von 343 Tsd. Euro, Komponenten zur Erweiterung der Netzwerktechnik von 201 Tsd. Euro sowie ein Mikrofiche-Scanner-System über 93 Tsd. Euro.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände unterschreiten die Abgänge zu Restbuchwerten und Abschreibungen um 692 Tsd. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen unterschreiten die Abgänge zu Restbuchwerten und Abschreibungen um 3.291 Tsd. Euro. Diese Entwicklung spiegelt sich in den Buchwerten der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wider.

Der Bestand an unfertigen Leistungen hat sich in 2024 um 390 Tsd. Euro auf 9.523 Tsd. Euro verringert (Vorjahr: 9.913 Tsd. Euro). Der Bestand zum 31.12.2024 umfasst Leistungen in Höhe von 7.210 Tsd. Euro für die Anwendungslandschaft Komposit, 669 Tsd. Euro für die Anwendungslandschaft Schaden und 561 Tsd. Euro für die Folgestufe des Kundenserviceportals. Dagegen wurden Software-Produkte in Höhe von 6.379 Tsd. Euro fertiggestellt und abgerechnet. Hiervon entfielen 3.367 Tsd. Euro auf die neue Partneranwendung, 990 Tsd. Euro auf neue Abschlussstrecken, 947 Tsd. Euro auf die Anwendungslandschaft Schaden und 940 Tsd. Euro auf die Dienstleisterdrehscheibe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 21.689 Tsd. Euro über dem Vorjahresniveau (19.584 Tsd. Euro). Steuererstattungsansprüche infolge von Steuervorauszahlungen wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen mit 878 Tsd. Euro aktiviert.

Die ivv hat mit 5.102 Tsd. Euro in Zinspapiere investiert, deren Emittenten ein S&P- Mindestrating von AA halten. Daneben hat die ivv Anteile des VGH-Altersversorgungsfonds in Höhe von 4.278 Tsd. Euro gezeichnet. Dieser Fonds investiert weltweit, diversifiziert und finanzmathematisch optimiert in ein breites Spektrum an Anlageklassen.

Die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität erfolgt durch eine rollierende Finanzplanung, welche die laufenden Ein- und Auszahlungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Kapitalanlagetätigkeit berücksichtigt. Darüber hinaus ermöglichen kurzfristige Liquiditätsbereitstellungen innerhalb des VGH Verbunds die jederzeitige Zahlungsbereitschaft.

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden in den Pensionsrückstellungen und aus den weiteren mitarbeiterbezogenen Rückstellungen. Sie liegen mit 23.848 Tsd. Euro unter dem Vorjahresniveau (24.039 Tsd. Euro).

Vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase und den gesetzlichen Vorgaben zur Diskontierung von Rückstellungen wurden die Bewertungsparameter bei den mitarbeiterbezogenen Rückstellungen überprüft und - falls notwendig - angepasst. Die Rückstellungen liegen mit 103.553 Tsd. Euro über dem Vorjahresniveau (100.838 Tsd. Euro). Hierin enthalten sind insbesondere Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit einem Volumen von 88.887 Tsd. Euro (Vorjahr: 85.191 Tsd. Euro) sowie Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen von 6.827 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.874 Tsd. Euro).

Das Eigenkapital erhöhte sich durch das positive Geschäftsergebnis auf 10.593 Tsd. Euro (Vorjahr: 9.601 Tsd. Euro).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung liegen mit 7.749 Tsd. Euro über dem Vorjahresniveau (3.195 Tsd. Euro).

Mitarbeiter

Die mittelfristige, strategische Personalplanung ist im Rahmen der Unternehmensplanung etabliert und verankert. Vor dem Hintergrund der bestehenden Herausforderungen im IT-Bereich sowie des demografischen Wandels ist ein entsprechendes Nachfolgemanagement etabliert.

Die Personalplanung führt die Effekte aus strategischen Projekten der Kundenhäuser mit der Unternehmensplanung der ivv zusammen. Die Fluktuation von Mitarbeitern wird nach Verantwortungsbereichen und Funktionsgruppen analysiert und bewertet.

Die Entwicklung der einzelnen Mitarbeiter, wie auch die Bereitstellung einer ausreichenden Mitarbeiterkapazität, sichert die Qualität und den Umfang der zu erbringenden Dienstleistungen. Die Mitarbeiterkapazität bildet dabei den bedeutsamsten nicht-finanziellen Leistungsindikator ab.

Die Mitarbeiterkapazität im Jahresdurchschnitt ermittelt sich, wie in den Vorjahren, ohne Berücksichtigung von Aushilfen und Auszubildende.

Aktuelle Mitarbeiterkennzahlen:

2022 2023 2024
Mitarbeiterkapazität im Jahresdurchschnitt 391 390 393
Anzahl Auszubildende/Bachelor 23 18 19
Durchschnittsalter (in Jahren) 48,0 47,4 47,1
Krankheitsquote 6,5% 6,2% 6,4%
Fluktuationsquote 4,7% 7,1% 7,6%

Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich von 2023 auf 2024 die Mitarbeiterkapazitäten um drei Kapazitäten. Die Durchschnittswerte werden neben den Zu- und Abgängen von Mitarbeitern aus weiteren verschiedenen Effekten ermittelt, wie beispielsweise der individuellen arbeitsvertraglichen Gestaltung, dem Zeitraum offener Vakanzen oder längerer Abwesenheiten durch Krankheiten. Die Krankheitsquote zeigt sich leicht verschlechtert und befindet sich nahezu auf dem Niveau des Jahrs 2022. Die Fluktuationsquote hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, bedingt durch den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften am deutschen Arbeitsmarkt, weiter erhöht. Die ivv wird dieser Entwicklung mit einem verstärkten Auftreten auf Jobmessen und geeigneten Social-Media-Plattformen begegnen.

Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter

Die ivv hat wie in den Vorjahren auch 2024 in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden drei Mitarbeiter übernommen, die ihr duales Bachelor-Studium in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule der Wirtschaft in Hannover abgeschlossen haben.

Zudem bietet die ivv seit 2018 den Ausbildungsberuf des Fachinformatikers in den Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration an. Im Sommer 2024 haben drei Fachinformatiker die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen.

Die ivv hat in 2024 weitere vier neue Auszubildende sowie drei neue Bachelor-Studenten eingestellt.

Die Mitarbeiter der ivv haben auch 2024 das interne und externe Weiterbildungsangebot in klassischer und digitaler Form genutzt. Ein Schwerpunkt der Weiterbildungen lag auch in diesem Jahr auf den Schulungen zur agilen Arbeitsweise. Schließlich werden im Rahmen von ivv-Potenzialkonferenzen weitere Mitarbeiter identifiziert, die unter anderem in einem Potentialpool auf ihrem Weg zu speziellen Rollen besonders gefördert werden.

Prognosebericht

Die Planungen für das Jahr 2025 erfolgten unter der Prämisse, dass sich im Zuge der anstehenden Bundestagswahl die wirtschaftlichen Unsicherheiten sukzessive auflösen. Die Kundenhäuser planen daher mit einer positiven Entwicklung ihrer Umsatz- und Ertragskennziffern. Die Entwicklung auf den Kapitalmärkten bleibt, vor dem Hintergrund ungelöster Probleme in Europa und der Welt, mit Unsicherheiten behaftet und wird genau beobachtet.

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Versicherungsunternehmen des ivv-Verbundes ist es Ziel der ivv, diese Unternehmen mit qualitativ hochwertigen IT-Lösungen sowie effizienten Service- und Betriebsleistungen zu unterstützen.

Die ivv wird daher konsequent die eingeleiteten Maßnahmen zur Qualitäts- und Effizienzverbesserung unter Berücksichtigung der Markt- und Wettbewerbserfordernisse weiterverfolgen.

Rahmengebend ist dabei insbesondere die auf Basis der Anforderungen der ivv- Gesellschafter aus dem Programm Fokus Digital erarbeitete strategische Ausrichtung der IT des VGH-Verbunds, die es kontinuierlich umzusetzen und weiterzuentwickeln gilt.

Als besondere Leistungsschwerpunkte sind in 2025 vorgesehen:

Bereich Anwendungsentwicklung:

Abschluss der Phase Gewerbeschutz und Umsetzung weiterer Versicherungsprodukte in der AWL Komposit

Umsetzung von Performance-Maßnahmen in der AWL Komposit

Ablösung weiterer in den bisherigen Schadensystemen bearbeiteten Tarifwerke und Umsetzung in iVAS Schaden

Portierung der COBOL-basierten Anwendungen Kraftfahrt und VD Sach auf eine COBOL-Ersatzplattform

Beginn der Umsetzung des Produktkatalogs der Provinzial Lebensversicherung Hannover in iVAS Leben

Abschluss des Projekts Unfall-Leistung zur Implementierung der Standardsoftware adesso Insure General Claims

Abschluss der Konzeptionsarbeiten für die Einführung eines SAP-Moduls zur In- und Exkassobearbeitung auf den Beständen der Landschaftlichen Brandkasse Hannover und Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt

Umsetzung von Folgestufen für das Kundenserviceportal der VGH, ÖSA und ÖVO

Start eines Projekts zur Einführung von SAP HANA bei den vorhandenen SAP- Modulen

Beginn der Ablösung der aktuellen Workflow-Engine IPP durch Camunda

Weiterentwicklung des Imputmanagements durch eine neue Softwarelösung

Bereich Betrieb/Service:

Fortführung eines Projekts zur Einführung von Kollaborations-Lösungen, u.a. Migration von diversen Domino-Datenbanken in neue zukunftsorientierte Zielsysteme, Migration der bestehenden Email-Lösung nach Microsoft Exchange und alle damit verbundenen Schnittstellen sowie Rückbau der HCL Notes- Infrastruktur

Weitere Umsetzung von Maßnahmen zur schrittweisen Ablösung des Großrechners im Rahmen des Projekts Ablösung Host

Ablösung der aktuellen Softwarelösung für die Softwareverteilung an den Arbeitsplätzen

Weitere Optimierung und Ausbau des Identitätsdatenmanagements

Konzernweiterer Rollout neuer Drucker, Multifunktionsgeräte und Stager

Weiterer Ausbau der Netzwerksegmentierung und laufende Operationalisierung von DORA-Vorgaben

Bereich Grundlagen und Controlling:

Umsetzung der Neuausrichtung des Testdaten- und Testumgebungsmanagements

Implementierung einer neuen Plattform für das IT-Servicemanagement (ITSM)

Austausch der Basis für das Security Info and Event-Management (SIEM)

Bereitstellung einer COBOL-Ersatzplattform zur Unterstützung der Maßnahmen für die schrittweise Ablösung des Großrechners

Fortführung des Programms Continuous Delivery zur schnelleren, automatisierten Übernahme von Änderungen in die Produktionsumgebungen

Weitere fachliche Begleitung des Programms Fokus Digital der VGH

Die Planungen der ivv sehen für 2025 ein im Vergleich zu 2024 ansteigendes Leistungsvolumen (rd. +4,3%) bei einem geringfügig reduziertem Jahresergebnis vor Steuern von 1.500 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.750 Tsd. Euro) vor. Zielsetzung ist es, die Mitarbeiterkapazität im Jahresdurchschnitt zu steigern (Ziel: 418 interne Mitarbeiterkapazitäten).

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

In Anlehnung an die strategischen Überlegungen der Gesellschafter der ivv sowie der IT- Strategie der VGH, ist insbesondere von höheren Anforderungen an den Automatisierungsgrad des Versicherungsbetriebes sowie der damit voranschreitenden Digitalisierung auszugehen. Dieses bedeutet für den IT-Dienstleister ivv ein erweitertes Leistungsspektrum, beispielsweise durch IT-gestützte Workflowprozesse, flexible Anwendungen und den Ausbau leistungsfähiger Netze. Um die damit verbundenen Chancen nutzen zu können, richtet sich die ivv systematisch mit einer eigenen Strategie darauf aus.

Mit Hilfe der verabschiedeten ivv-Strategie „ivv2025“ wurden strategische Ziele identifiziert und strategische Initiativen abgeleitet. Eine fortlaufende Aktualisierung erfolgt unterjährig, um die kontinuierlichen Weiterentwicklungen in den Versicherungsunternehmen und der IT zu berücksichtigen. In 2025 wird eine erneute Aktualisierung der langfristigen Strategie bis 2030 stattfinden.

Als hoch priorisiertes Projekt ist die Ablösung der Host-Systeme hervorzuheben. Bis 2030 sind eine Reihe von Maßnahmen zur Umsetzung der Zielszenarien geplant, um die bestehenden Host-Anwendungen auf anderen Infrastrukturlösungen bereitzustellen. Darüber hinaus wird durch das Ziel einer kontinuierlichen Releasebereitstellung der aktuellen Dynamik in der Softwareentwicklung und Bereitstellung Rechnung getragen. Im Fokus steht nach der erfolgten Umstellung auf GIT, die sukzessive Einführung der Asynchronität zwischen den Anwendungssystemen, sowie der Aufbau einer passenden Abnahmeumgebung.

Das Thema Cyber-Sicherheit spielt bei der ivv eine wichtige und strategische Rolle. Systematisch und präventiv werden die Identifikations- und Abwehrmaßnahmen auf dem aktuellen Stand gehalten und geben den Gesellschafter dadurch die Sicherheit, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Nach dem Abschluss der Initiativen zur asynchronen Datenhaltung und Netzwerksegmentierung, wird das aktuelle Schwachstellen- Management optimiert.

Um der fortschreitenden Automatisierung gerecht zu werden, wird das aktuelle Workflowsystem modernisiert. Bis 2028 werden dazu alle Workflow gesteuerten Prozesse an das neue System angebunden. Dies führt zukünftig zu einer besseren Effizienz und schafft mehr Automatisierungsmöglichkeiten für die Kundenprozesse.

Zur kontinuierlichen Steuerung der strategischen Aktivitäten ist in der ivv ein Strategieboard etabliert, welches die Zwischenergebnisse kontinuierlich an die Mitarbeiter kommuniziert. Die Strategie der ivv bildet den Rahmen für die Koordinierung der Umsetzungsmaßnahmen und macht somit allen Beteiligten sowohl die strategischen Inhalte als auch den operativen Bearbeitungsstand transparent.

Risikobericht

Ein Risiko für die ivv ist ein Ausfall der Systeme über einen längeren Zeitraum sowie ein Verlust oder eine unbeabsichtigte Änderung von juristisch relevanten Daten in den Systemen. Die Zunahme von Bedrohungen durch Cyber-Angriffe wird weiterhin genau beobachtet. Zur Steuerung dieser Bedrohung hat die ivv verschiedene, präventive technische und organisatorische Maßnahmen etabliert und in das Informationssicherheitsmanagementsystem integriert. In der ivv werden regelmäßig Notfallübungen durchgeführt und die Maßnahmen zur Beherrschung dieser Risiken regelmäßig aktualisiert. Für einen Notfall besteht im Rahmen des Notfallmanagements eine Vielzahl an Detailplanungen, die einen strukturierten und zügigen Wiederanlauf aller Systeme ermöglicht.

Darüber hinaus hat die ivv die unkontrollierte Überschreitung des Wirtschaftsplanes und eine damit ggf. einhergehende Illiquidität bzw. eine unkontrollierte Verlustsituation als ein wesentliches Risiko identifiziert. Für dieses Risiko sind verschiedene risikomindernde bzw. kontrollierende Maßnahmen implementiert. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

Um alle Risiken der ivv als Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und im Bedarfsfall die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten zu können, werden interne Berichts-, Planungs- und Steuerungssysteme angewendet. Die regelmäßige Risikoinventur der ivv ist auf die Anforderungen der Gesellschafter abgestimmt und unterstützt die Früherkennung von Risiken. Sie ist damit grundlegender Bestandteil der Risikoüberwachung und -überprüfung.

Im Berichtszeitraum sind in der ivv keine Sicherheitsvorfälle aufgetreten, die zu einer wesentlichen Schadenwirkung geführt haben. Die Sicherheitslage der ivv GmbH wird im jährlichen Informationssicherheitsbericht dargestellt und erläutert. Im Ergebnis ist festzustellen, dass gegenwärtig keine Risiken in der ivv erkennbar sind, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage nachhaltig oder wesentlich beeinträchtigen.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement ist für die verbundenen Unternehmen konzerneinheitlich organisiert. Die für Versicherungen strengen Regeln der BaFin zum Risikomanagement in Versicherungsunternehmen gelten zum Teil für die ivv in ihrer Funktion als EDV-Dienstleister der Gruppe ebenfalls, sind jedoch in jedem Fall zu berücksichtigen. Die Einbindung der ivv in das Risikomanagement der VGH-Gruppe ist daher für alle Kundenhäuser wichtig.

Der Vorstand der VGH hat eine Risikoorganisation etabliert, die aus einem Risikokomitee und dezentralen Ausschüssen besteht. Das übergeordnete Risikokomitee ist mit der zentralen Koordination und Steuerung der Risiken sowie den strategischen Risiken befasst. Bei seiner Arbeit wird es durch drei Risikoausschüsse für Kapitalanlage/Leben, für die Schaden/Unfall- Versicherung sowie für operationelle und Reputationsrisiken unter Beteiligung der ivv unterstützt. Der Risikoausschuss für operationelle und Reputationsrisiken bildet die wesentlichen geschäftsfeldbezogenen Risiken der ivv ab. Von der internen Revision wird das Risikomanagementsystem in regelmäßigen Abständen einer Prüfung unterzogen.

Die ivv-Geschäftsführung hat im Rahmen ihrer Verantwortung für eine ordnungsgemäße Organisation des Unternehmens eine Stabsfunktion Risikomanagement eingerichtet. Diese wirkt darauf hin, dass die rechtlichen, regulatorischen und internen Vorgaben für das Risikomanagement in der ivv Berücksichtigung finden. Diese Stabsfunktion deckt auch die Belange der Bereiche Datenschutz, Informationssicherheit, Business Continuity Management und Compliance sowie der ivv-Geschäftsarchitektur ab. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Rollenverantwortlichen der VGH.

Die Stabsfunktion hat das Ziel, alle wesentlichen, sich aus dem Geschäftsbetrieb ergebenden Risiken und damit verbundene Maßnahmen zu koordinieren. Über eine zentrale Steuerung werden die Themen in die operative und strategische Planung einbezogen und systematisch abgearbeitet.

Weitere Informationen

Zweigstellen

Die ivv unterhält eine Betriebsstätte in Oldenburg.

Konzernzugehörigkeit

Die ivv wird in den Konzernabschluss der Landschaftliche Brandkasse Hannover einbezogen. Mit der Landschaftliche Brandkasse Hannover als herrschendem Unternehmen ist ein Beherrschungsvertrag geschlossen.

Dank der Geschäftsführung

Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz und die stets zuverlässigen Leistungen, mit denen sie wesentlich zum Erfolg im Geschäftsjahr 2024 beigetragen haben. Dem Betriebsrat danken wir für die konstruktive Zusammenarbeit.

 

Hannover, den 15. Februar 2025

David Nedel

Matthias Meyer

Klaus Winkler

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

2024 2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.298.725 26.990.388
2. Geleistete Anzahlungen 0 26.298.725 66.619 27.057.007
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.198.619 11.198.619 14.489.895 14.489.895
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.379.704 9.379.704 9.278.970 9.278.970
46.877.048 50.825.872
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Betriebsstoffe 14.949 18.442
2. Unfertige Leistungen 9.523.173 9.538.122 9.912.860 9.931.302
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.689.408 19.584.077
davon gegen verbundenen Unternehmen EUR 21.689.408 (Vorjahr: EUR 19.525.359)
davon gegen Gesellschaftern EUR 20.664.720 (Vorjahr: EUR 18.070.278)
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.181.893 267.670
davon gegen verbundenen Unternehmen EUR 0 (Vorjahr: EUR 0)
davon gegen Gesellschaftern EUR 0 (Vorjahr: EUR 0) 22.871.301 19.851.747
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.986.152 3.447.231
36.395.574 33.230.280
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.344.147 8.624.965
D. Aktive latente Steuern 23.847.728 24.039.019
Summe der Aktiva 122.464.498 116.720.136

Passiva

2024 2023
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.500.000 5.500.000
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 135.242 135.242
III. Gewinnvortrag 3.965.427 1.605.455
IV. Jahresüberschuss 992.268 10.592.937 2.359.971 9.600.669
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 88.887.086 85.191.318
2. Steuerrückstellungen 0 213.793
3. Sonstige Rückstellungen 14.665.986 103.553.072 15.432.695 100.837.806
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.749.374 3.194.597
davon gegen verbundenen Unternehmen EUR 2.838.973 (Vorjahr: EUR 1.355.284)
davon gegen Gesellschaftern EUR 2.838.973 (Vorjahr: EUR 1.355.284)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 569.114 3.087.064
davon gegen verbundenen Unternehmen EUR 88.899 (Vorjahr: EUR 2.557.895)
davon gegen Gesellschaftern EUR 88.899 (Vorjahr: EUR 2.557.895) 8.318.488 6.281.661
Summe der Passiva 122.464.498 116.720.136

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 145.120.571 132.427.015
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen - 389.687 3.373.736
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.985.090 2.329.062
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.076.498 466.953
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Betriebsstoffe und für bezogene Waren 743.498 869.408
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.930.709 50.422.086
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 34.101.171 33.589.229
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.460.970 10.653.236
davon für Altersversorgung EUR 5.173.889 (Vorjahr: EUR 3.284.826)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.338.194 13.494.458
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.820.765 25.155.403
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 106.067 88.887
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.239.757 611.016
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.993.342 1.704.656
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 743.357 1.021.004
13. Ergebnis nach Steuern 1.006.290 2.387.189
14. Sonstige Steuern 14.021 27.217
15. Jahresüberschuss 992.268 2.359.971

Anhang zum 31. Dezember 2024

Allgemeine Angaben

Die ivv GmbH hat ihren Sitz in Hannover und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hannover (HR B-Nr. 53993).

Die ivv GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Verrechnung von zulässigen linearen Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden analog § 6 (2) EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Zudem ist ein Sammelposten analog § 6 (2a) EStG gebildet worden, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Anlagenklasse Nutzungsdauer
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 bis 12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre

Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten oder Nominalbeträgen ausgewiesen.

Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Als Herstellungskosten für unfertige Leistungen werden die Einzelkosten mit Gemeinkostenzuschlag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Die zukünftige Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre (Aktive latente Steuern) wird durch den Vergleich der steuer- und handelsbilanziellen Wertansätze unter Berücksichtigung des unternehmensindividuellen Steuersatzes ermittelt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionszusagen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Kostentrend beträgt für die Anwärter 2,5 Prozent und für die Rentner 2,15 bzw. 1,0 Prozent, für das Jahr 2025 ist für Anwärter und Rentner ein Trend von 5,0 Prozent berücksichtigt. Die „Richttafeln 2018 G“ nach Dr. Klaus Heubeck werden angewendet. Die Berechnungen erfolgen auf Basis des zum 31.12.2024 erwarteten Zinssatzes für Verpflichtungen mit 20-jähriger Laufzeit in Höhe von 1,96 Prozent (Vorjahr: 1,91 Prozent).

Von den Pensionsrückstellungen für Zusagen aus Gehaltsverzicht werden die Zeitwerte für abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen (kongruentes Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgesetzt.

Die Berechnung der sonstigen mitarbeiterbezogenen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, zukünftige Jubiläumszahlungen und Beihilfeverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der „Richttafeln 2018 G“ nach Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgt nach dem von der Bundesbank zum 31.12.2023 veröffentlichten Zinssatz für Verpflichtungen mit 15-jähriger Laufzeit von 1,96 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent). Bei den Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen wurden zukünftige, nicht bekannte Gehalts- und Rentenanpassungen mit 2,5 Prozent pro Jahr berücksichtigt.

Die Rückstellung für Altersteilzeit enthält auch Beträge für Mitarbeiter mit einem Anspruch auf Abschluss nach der gültigen Altersteilzeitvereinbarung unter Berücksichtigung der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.

Die Rückstellung für Beihilfeverpflichtungen berücksichtigt zur Abschätzung des Verpflichtungsumfangs die durchschnittlichen Beihilfezahlungen der vergangenen Jahre; eine Kostensteigerung von 2,25 Prozent pro Jahr erhöht den Verpflichtungsbetrag. Ferner wurde bei der Ermittlung der Rückstellung die Lohnsteuer auf die steuerpflichtigen Beihilfezahlungen berücksichtigt.

Alle übrigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie sind in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Eine Diskontierung wurde bei voraussichtlich mehr als einjähriger Laufzeit mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen vorgenommen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2024 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Zeitwert sind unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Die beizulegenden Zeitwerte der betreffenden Anteile an Investmentvermögen betragen 4.083.593 EUR, die Buchwerte 4.278.140 EUR.

Vorräte

Hierunter ist insbesondere der Bestand an unfertigen Leistungen in Höhe von 9.523.173 EUR (Vorjahr: 9.912.860 EUR) ausgewiesen, welcher Leistungen für die Anwendungslandschaften Komposit und Schaden sowie das Kundenserviceportal umfasst.

Forderungen

Der Posten enthält im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der letzten Faktura des Geschäftsjahres von 21.689.408 EUR (Vorjahr: 19.584.077 EUR).

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche von 877.765 EUR (Vorjahr: 197.359 EUR) sowie abgegrenzte Zinsforderungen auf festverzinsliche Wertpapiere von 149.041 EUR (Vorjahr: 41.530 EUR). Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Eine aktive Rechnungsabgrenzung für Vorauszahlungen wird im Wesentlichen für Wartungen von Hard- und Software von 14.591.767 EUR (Vorjahr: 8.366.818 EUR) sowie für sonstige Dienstleistungen von 690.125 EUR (Vorjahr: 192.778 EUR) vorgenommen.

Aktive latente Steuern

Die aktive latente Steuer in Höhe von 23.847.728 EUR (Vorjahr: 24.039.019 EUR) ergibt sich im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden in den Pensionsrückstellungen und aus den weiteren mitarbeiterbezogenen Rückstellungen innerhalb der sonstigen Rückstellungen.

Der angewendete Steuersatz liegt bei 32,59 Prozent (Vorjahr: 32,57 Prozent).

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB liegt eine Ausschüttungssperre in Höhe von 23.847.728 EUR vor.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 01.01.2010 ergibt sich ein Zuführungsbedarf von insgesamt 14.605.300 EUR. In Anwendung der Übergangsvorschriften wurde eine Zuführung in die Pensionsrückstellung von 556.797 EUR im sonstigen betrieblichen Aufwand vorgenommen. Es verbleibt eine Differenz zwischen Buchwert und versicherungsmathematischen Zielwert von 0 EUR. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzins unter Berücksichtigung eines Beobachtungszeitraums von sieben Jahren (1,98 Prozent) gegenüber dem zehnjährigen Zeitraum (1,96 Prozent) beträgt -343.488 EUR. Aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen resultieren versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 1.691.109 EUR, Erträge aus Zinsänderungen in Höhe von 866.808 EUR sowie Zinsaufwendungen von 1.615.561 EUR.

Pensionsrückstellungen für Zusagen aus Gehaltsverzicht in Höhe von 274.201 EUR sind mit den Aktivwerten (entspricht Zeitwerten) aus entsprechend abgeschlossenen kongruenten Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe verrechnet worden. Dabei steht ein Zinsertrag in Hohe von 8.691 EUR einem Personalaufwand in Höhe von 27.838 EUR gegenüber.

Sonstige Rückstellungen

2024 2023
EUR EUR
Beihilfeverpflichtungen 8.124.343 8.180.406
Altersteilzeit 1.368.173 2.243.401
Urlaub-/Gleitzeitaufwendungen 2.145.352 2.133.471
Mitarbeiterjubiläen 500.215 535.520
Archivierung 413.956 385.093
Sonstiges 2.113.947 1.954.804
Summe 14.665.986 15.432.695

Aus der Bewertung der sonstigen Rückstellungen für Beihilfe, Altersteilzeit und Mitarbeiterjubiläen resultieren Zinserträge von 251.676 EUR sowie Zinsaufwendungen von 149.496 EUR.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Alle Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen noch zu zahlende Steuern in Höhe von 430.492 EUR (Vorjahr: 452.882 EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 88.899 EUR (Vorjahr: 2.557.895 EUR). Im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen Verbindlichkeiten von 42.721 EUR (Vorjahr: 37.942 EUR).

Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Umsatzerlöse

Die ausschließlich im Inland erzielten Erlöse teilen sich wie folgt auf:

2024 2023
EUR EUR
Produktion 74.500.659 66.302.019
Anwendungsentwicklung 34.738.336 29.924.274
Benutzerservice 26.451.450 25.609.400
Datenfernübertragung 4.891.850 5.140.784
Sonstige 4.538.276 5.450.538
Summe 145.120.571 132.427.015

Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Der Posten enthält die Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen von 389.687 EUR (Vorjahr: -3.373.736 EUR).

Andere aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen betragen 1.985.090 EUR (Vorjahr: 2.329.062 EUR) und betreffen im Wesentlichen die in den aktivierten anschaffungsnahen Nebenkosten enthaltenen Eigenleistungen für Software.

Sonstige betriebliche Erträge

Hierunter sind im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf gebrauchter Hardware von 627.205 EUR (Vorjahr: 3.832 EUR) ausgewiesen. Der Posten enthält aperiodische Erträge in Höhe von 125.434 EUR (Vorjahr: 331.809 EUR), die im Wesentlichen aus Betriebskostenabrechnungen für Vorjahre resultieren.

Materialaufwand für bezogene Leistungen

Der Materialaufwand für bezogene Leistungen in Höhe von 56.930.709 EUR (Vorjahr: 50.422.086 EUR) beinhaltet Aufwendungen für bezogene Druckleistungen von 1.057.253 EUR (Vorjahr: 826.318 EUR), Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen für das Rechenzentrum von 34.613.052 EUR (Vorjahr: 28.681.765 EUR) sowie Leistungen, die sich auf die Inanspruchnahme der Personalgestellung für IT-Fachkräfte von Fremdfirmen beziehen, in Höhe von 21.260.404 EUR (Vorjahr: 20.914.003 EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hier sind insbesondere Aufwendungen für den Betrieb des Rechenzentrums einschließlich Hard- und Software 13.047.955 EUR (Vorjahr: 10.611.417 EUR) sowie Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen und Mietnebenkosten von 10.317.066 EUR (Vorjahr: 10.048.220 EUR) ausgewiesen. Der Posten enthält aperiodische Aufwendungen in Höhe von 1.733.021 EUR (Vorjahr: 1.227.599 EUR), die durch Rechnungen für Leistungen des Vorjahres entstanden sind.

Die Gesellschaft hat in 2010 von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und verteilt den Umstellungsaufwand aus der BilMoG-Einführung zum 1. Januar 2010 linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden 556.797 EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (Vorjahr: 556.797 EUR).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten enthält im Wesentlichen Erträge aus der Änderung des Diskontierungszinses bei den Pensionsrückstellungen von 866.808 EUR (Vorjahr: 551.767 EUR).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsanteil aus der Rückstellung für Pensionen und sonstige Rückstellungen beträgt 1.764.799 EUR (Vorjahr: 1.704.511 EUR).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag von 743.357 EUR (Vorjahr: 1.021.004 EUR) setzen sich durch einen Steueraufwand für das Geschäftsjahr von 538.605 EUR (Vorjahr: 1.561.364 EUR), Steueraufwand für Vorjahre von 13.460 EUR (Vorjahr: -188.747 EUR) und der Veränderung der aktiven latenten Steuer von -191.291 EUR (Vorjahr: 351.613 EUR) zusammen.

Im Sinne des MinStG ist die Landschaftliche Brandkasse Hannover als oberste Muttergesellschaft Gruppenträger des LH Konzerns. Die ivv wird in den Konzernabschluss der Landschaftlichen Brandkasse Hannover als Tochterunternehmen einbezogen. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich des Mindeststeuergesetzes und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen. Für Angaben zum Mindeststeuergesetz sowie deren Auswirkungen in der Unternehmensgruppe der Landschaftlichen Brandkasse Hannover wird auf den Konzernabschluss verwiesen. Für 2024 wird für die ivv keine Mindeststeuer zu entrichten sein.

Weitere Angaben

Organe (Geschäftsführung)

David Nedel, Hannover

Sprecher der Geschäftsführung

ivv-Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH

Matthias Meyer, Hannover

Geschäftsführer

ivv-Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH

Klaus Winkler, Hannover

Geschäftsführer

ivv-Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH

Gesellschafterversammlung

Zur Zusammensetzung der Gesellschafterversammlung siehe Anlage 2 zum Anhang.

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 425 Mitarbeiter (Vorjahr: 422) bei der ivv beschäftigt, davon 425 Angestellte im Innendienst (Vorjahr: 422). Im Außendienst sind keine Mitarbeiter angestellt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. An ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind Zahlungen von 423.618 EUR (Vorjahr: 413.941 EUR) geleistet worden. Für diesen Personenkreis wurde die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen durch eine Schuldbeitrittserklärung an die Landschaftliche Brandkasse Hannover übertragen.

Haftungsverhältnisse

Zum 01.01.2022 hat die ivv ihre Pensionsverpflichtungen durch eine Schuldbeitrittsvereinbarung an die Landschaftliche Brandkasse Hannover (LH) übertragen. Die ivv haftet weiterhin originär für die bestehenden und künftigen Pensionsverpflichtungen. Die LH hat im Rahmen der genannten Schuldbeitrittsvereinbarung erklärt, für die Pensionsverpflichtungen der ivv wie der eigentliche Schuldner neben diesem originär und nicht bloß sekundär zu haften. Die LH hat ferner erklärt, die tatsächliche Erfüllung der Leistungsverpflichtung zu übernehmen. Zum 31.12.2024 betragen die Pensionsverpflichtungen 56.893.857 Euro (Vorjahr: 58.262.526 EUR), davon 9.594.047 Euro (Vorjahr: 9.536.147 EUR) für ehemalige Mitglieder des Vorstandes und Hinterbliebenen.

Konzernzugehörigkeit

Mit der Landschaftlichen Brandkasse Hannover als herrschendem Unternehmen ist am 01.04.2011 ein Beherrschungsvertrag geschlossen, der letztmalig am 18.05.2022 geändert wurde. Die ivv wird in den Konzernabschluss der Landschaftlichen Brandkasse Hannover einbezogen. Die Landschaftliche Brandkasse Hannover mit Sitz in Hannover stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss der Landschaftlichen Brandkasse Hannover wird beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregisters eingereicht und dort bekannt gemacht. Mit der Landschaftlichen Brandkasse Hannover besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Lizenz-, Wartungs- und Telekommunikationsverträgen in Höhe von 12.218.111 EUR (Vorjahr: 16.317.929 EUR). Die Restlaufzeiten liegen zwischen 1 und 5 Jahren.

Aus langfristigen Mietverträgen bestehen Verpflichtungen von insgesamt 8.144.410 EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 6.859.066 EUR) (Vorjahr: 7.673.665 EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 6.388.321 EUR)). Die Verträge haben Restlaufzeiten bis zu 10 Jahren.

Unbefristete finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen und betragen 3.723.229 EUR pro Jahr (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3.723.229 EUR) (Vorjahr: 3.522.739 EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3.522.739 EUR)).

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar für die Abschlussprüfung beträgt 25.210 EUR netto (Vorjahr: 33.613 EUR netto).

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 992.268 EUR (Vorjahr: 2.359.971 EUR). Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hannover, den 15. Februar 2025

David Nedel

Matthias Meyer

Klaus Winkler

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.108.075 7.562.151 0 0 132.670.226
2. Geleistete Anzahlungen 66.619 0 66.619 0 0
125.174.694 7.562.151 66.619 0 132.670.226
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.365.518 3.807.360 11.061.564 0 58.111.314
65.365.518 3.807.360 11.061.564 0 58.111.314
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.278.970 100.734 0 0 9.379.704
9.278.970 100.734 0 0 9.379.704
199.819.181 11.470.245 11.128.182 0 200.161.244
Abschreibungen 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.117.687 8.253.814 0 0 106.371.501
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
98.117.687 8.253.814 0 0 106.371.501
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.875.623 7.084.380 11.047.308 0 46.912.695
50.875.623 7.084.380 11.047.308 0 46.912.695
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
148.993.310 15.338.194 11.047.308 0 153.284.197
Restbuchwerte 01.01.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.298.725 26.990.388
2. Geleistete Anzahlungen 0 66.619
26.298.725 27.057.007
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.198.619 14.489.895
11.198.619 14.489.895
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.379.704 9.278.970
9.379.704 9.278.970
46.877.048 50.825.872

Gremien

Stand 13.11.2024

Gesellschafterversammlung

Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

Dr. Ulrich Knemeyer

Vorstandsvorsitzender Landschaftliche Brandkasse Hannover und Provinzial

Lebensversicherung Hannover

(Mitglied seit 01.07.2016)

Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

Dr. Detlef Swieter

Vorstandsvorsitzender

Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt

(Mitglied seit 01.04.2020)

Mitglieder der Gesellschafterversammlung

Jörg Sinner

Vorstandsmitglied Landschaftliche Brandkasse Hannover und Provinzial

Lebensversicherung Hannover

(Mitglied seit 01.07.2015)

Jürgen Müllender

Vorstandsvorsitzender Oldenburgische Landesbrandkasse

(Mitglied seit 01.07.2023)

Manfred Schnieders

Vorstandsvorsitzender Alte Oldenburger Beteiligungsgesellschaft AG

(Mitglied seit 19.01.2021)

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame

Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 30. April 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hensen, Wirtschaftsprüferin

gez. Reinhardt, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 19.05.2024 festgestellt.

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
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Website-Inhalt

Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.

  • Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
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  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
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