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RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH GmbH

Mülheim an der Ruhr ·HRB 15217 Duisburg
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Rheinstraße 141
45478 Mülheim an der Ruhr
Handelsregister
HRB 15217, Duisburg
Eintragungsdatum
23. srpna 1991
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Großhandel mit Roh- und Schnittholz
Unternehmenszweck
Der Handel, die Lagerung, die Bearbeitung und der Umschlag von Rohstoffen und Schrott, NE-Metallen sowie Eisen- und Stahlwaren aller Art.

Finanzen

Umsatz 2024
669,60 Mio. €
Mitarbeiter 2024
290
Bilanzsumme 2024
130,85 Mio. €
Jahresergebnis 2024
3,43 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 99,74 Mio
  • Umlaufvermögen 61,1 % 60,96 Mio
  • Anlagevermögen 38,7 % 38,60 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 183,1 k
Passivseite 99,74 Mio
  • Eigenkapital 48,7 % 48,56 Mio
  • Verbindlichkeiten 46,1 % 45,98 Mio
  • Rückstellungen 5,2 % 5,20 Mio
  • Passive latente Steuern 0,0 % 0
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Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 453,38 Mio
  • Umsatzerlöse 98,7 % 447,37 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 0,7 % 3,28 Mio
  • 3 sonstige betriebliche Erträge 0,2 % 1,08 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,2 % 703,3 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 351,4 k
  • 9 Erträge aus Ausleihungen des Finanz- anlagevermögens 0,1 % 332,6 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,1 % −262,6 k
Aufwendungen 448,13 Mio
  • Materialaufwand 94,9 % 425,15 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,8 % 12,35 Mio
  • Personalaufwand 1,7 % 7,76 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,4 % 1,81 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 % 1,02 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % 29,4 k
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
  • - Gesamtleistung 447,11 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 3,35 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 3,32 Mio
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GuV-Daten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Michael Dietrich Mett seit 2020 Geschäftsführer
  • Udo Gustav Meynerts seit 2003 Geschäftsführer
  • Wilhelm Gustav Bötzel seit 2003 Geschäftsführer
  • Christofer Walter Klemme seit 2020 Prokura
  • Fred Diekmannshenke seit 2023 Prokura
  • Stefan Rick seit 2011 Prokura
5 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

2 mit ≥ 25 %
90.0 % identifiziert 10.0 % nicht identifiziert
  • W****** B***** ≥25% 40.0 %
  • W****** C***** ≥25% 40.0 %
1 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

2 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 20.05.
    Austritt einer Position
    Klaus Remy · Procura
  3. 2023
  4. 11.10.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH
  5. 11.10.
    Satzungsänderung
    RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH
  6. 07.02.
    Satzungsänderung
    RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH
  7. 13.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Fred Diekmannshenke · Procura
  8. 2021
  9. 09.04.
    Austritt einer Position
    H****** Z*** · Managing Director
  10. 2020
  11. 18.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Michael Dietrich Mett · Managing Director
  12. 06.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    H****** Z*** · Managing Director
28 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 2. května 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Firma RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

Aktiva

Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.492,25 113.267,06
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 630.604,36 795.418,40
2 technische Anlagen und Maschinen 726.162,91 763.476,90
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 951.071,98 1.009.167,64
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.491,84 2.355.331,09 35.479,33
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 28.890.650,62 28.901.583,72
2 Beteiligungen 112.500,00 112.500,00
3 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.731.577,46 33.734.728,08 5.624.294,16
36.175.551,42 37.355.187,21
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 162.780,00 47.194,36
2 fertige Erzeugnisse und Waren 25.313.827,10 25.476.607,10 11.929.519,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.879.482,17 36.098.119,08
2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.940.686,44 7.219.620,01
3 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 125.136,20 0,00
4 sonstige Vermögensgegenstände 1.345.128,93 1.500.549,74
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (i.Vj.: € 1.645,20) - 40.290.433,74
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.138.983,01 76.906.023,85 4.450,65
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
1 sonstige 53.785,55 48.706,99
113.135.360,82 94.203.347,56

Passiva

Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 10.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 10.000.000,00
III. Gewinnvortrag 23.545.965,93 20.652.089,43
IV. Jahresüberschuss 1.690.120,82 4.893.876,50
45.236.086,75 45.545.965,93
B. RÜCKSTELLUNGEN
1 Rückstellungen für Pensionen 31.119,52 43.729,28
2 Steuerrückstellungen 0,00 746.650,04
3 sonstige Rückstellungen 3.463.956,65 3.495.076,17 3.897.554,90
C. VERBINDLICHKEITEN
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.867.058,28 15.250.893,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 20.327.050,80 (i.Vj.: € 8.472.437,32) -
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.654.308,59 15.835.730,42
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 23.654.308,59 (i.Vj.: € 15.835.730,42) -
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.147.259,53 12.322.445,97
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 13.147.259,53 (i.Vj.: € 12.322.445,97) -
4 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.875,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 14.875,00 (i.Vj.: € 0,00) -
5 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 0,00 27.883,99
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0,00 (i.Vj.: € 27.883,99) -
6 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 147,25 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 147,25 (i.Vj.: € 0,00) -
7 sonstige Verbindlichkeiten 601.349,25 358.193,37
- davon aus Steuern: € 266.939,95 (i.Vj.: € 99.561,42) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 13.812,32 (i.Vj.: € 19.099,82) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 601.349,25 (i.Vj.: € 358.193,37) - 64.284.997,90
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 119.200,00 174.300,00
113.135.360,82 94.203.347,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

der Firma RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

Vorjahr
1 Umsatzerlöse 415.784.537,12 469.070.907,84
2 Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 339.809,71 22.866,24
- Gesamtleistung 416.124.346,83 469.093.774,08
3 sonstige betriebliche Erträge 469.378,61 605.254,05
- davon aus der Währungsumrechnung gem. § 277 Abs. 5 S. 2 HGB: € 832,82 (i.Vj.: € 0,00) -
416.593.725,44 469.699.028,13
4 Materialaufwand:
41 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 383.158.163,09 436.484.283,25
42 Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.891.110,54 396.049.273,63 12.535.322,75
- Rohergebnis 20.544.451,81 20.679.422,13
5 Personalaufwand:
51 Löhne und Gehälter 6.425.259,18 6.044.166,74
52 soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.235.093,25 1.019.417,49
- davon für Altersversorgung: € 13.503,32 (i.Vj.: € 17.532,61) - 7.660.352,43
6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage- vermögens und Sachanlagen 846.022,51 871.507,86
7 sonstige betriebliche Aufwendungen 11.585.566,55 20.091.941,49 12.510.733,36
452.510,32 233.596,68
8 Erträge aus Beteiligungen 2.117.664,73 5.561.170,22
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 2.117.664,73 (i.Vj.: € 5.561.170,22) -
9 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 297.283,30 175.695,43
10 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 257.614,62 84.565,28
- davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: € 346,60 (i.Vj.: € 0,00) -
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 251.460,95 (i.Vj.: € 83.887,31) - 2.672.562,65
11 Abschreibungen auf Finanzanlagen 10.933,10 0,00
12 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
121 Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 1.140,79
122 übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.271.703,21 779.808,13
- davon an verbundene Unternehmen: € 320.406,42 (i.Vj.: € 295.754,61) - 1.282.636,31 1.389.926,34
1.842.436,66 5.274.078,69
13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 122.258,60 351.192,33
- davon aus latenten Steuern: € -55.100,00 (i.Vj.: € -507.700,00) -
14 Ergebnis nach Steuern 1.720.178,06 4.922.886,36
15 sonstige Steuern 30.057,24 29.009,86
16 Jahresüberschuss 1.690.120,82 4.893.876,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Firma RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

A. Vorbemerkung

Die RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr, Rheinstr. 141, ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg (HRB 15217) eingetragen.

Wir haben für das Geschäftsjahr 2023 den Jahresabschluss unserer Gesellschaft nach den geltenden handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt. Die Wertansätze und die Bilanzierungs- sowie Bewertungsmethoden in der Bilanz zum 31.12.2022 wurden übernommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Angaben

I. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeine Angaben

Im Rahmen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurde als Nutzungsdauer i.d.R. ein Zeitraum von bis zu 4 Jahren zugrundegelegt.

Die Abschreibungen wurden bei den Außenanlagen und beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen; die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, teilweise wurde auf die Laufzeit des Geländemietvertrages mit der Stadt Mülheim abgestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder, soweit geboten, zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Zudem wurden Bewertungsvereinfachungsverfahren angewandt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden in die Bewertung nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend erfasst.

Kurzfristige Forderungen in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die bestehende Pensionszusage ist rückgedeckt und aufgrund entsprechender Verpfändung der Rückdeckungsversicherung an den späterhin Pensionsberechtigten mit den Werten der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet worden.

Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände in Höhe von € 149.082,48 (Marktwert) ist mit dem originären Passivwert von € 180.202,00 verrechnet worden und führt zum Ausweis eines passiven Überhangs als Pensionsrückstellung.

Die in diese Berechnung einbezogene Pensionsrückstellung wurde nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik berechnet.

Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeckgewählt; angewandt wurde zur Bewertung die Projected Unit Credit-Methode mit einemDiskontierungszinssatz auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung von 1,82 %. Es wurde eine Rentendynamik von 2 % p.a. angesetzt. Aufgrund zugesagter Festbetragsrente war kein Gehaltstrend zu erfassen. Die Anwendung eines Diskontierungszinssatzes auf Basis einer Durchschnittsbildung (1,74 %) führt zu einem Unterschiedsbetrag von € 221,00 gem. § 253 Abs. 6 HGB.

Die "Steuerrückstellungen" und "sonstigen Rückstellungen" berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß Bekanntgabe der Deutsche Bundesbank abgezinst worden. Aufwandsrückstellungen wurden nicht gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich auf Basis der folgenden Bewertungsdifferenzen:

Handelsbilanz 31.12.2023 Steuerbilanz 31.12.2023 steuerliche Abweichung 2023
T€ T€ T€
Basis für passive latente Steuern
Bilanzaktiva (Vorräte) 7.299 6.534 765
Basis für aktive latente Steuern
Bilanzpassiva (Pensionsrückstellung, Drohverlustrückstellung sowie Rückstellungen für Beratungsleistungen) 563 130 433
Saldo (Überhang für passive Steuern) 6.736 6.404 332

Die Bewertung erfolgt mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 35,88 %. Es ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von T€ 119.

2. Besondere Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel als integralem Bestandteil des Anhangs ersichtlich. Der Anlagenspiegel weist auch die Aufteilung der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus.

Weder unter den sonstigen Vermögensgegenständen noch unter den Verbindlichkeiten sind antizipative Abgrenzungsposten größeren Umfangs enthalten.

Der Ausweis der Rückstellung aus Pensionen ergibt sich aus dem Saldo der Rückdeckungsversicherung (€ 149.082,48 Buchwert = Zeitwert) nach Verrechnung mit der Pensionsrückstellung in Höhe von € 180.202,00.

Unter den sonstigen Rückstellungen sind als erhebliche Posten zu nennen:

T€
Rekultivierungskosten 1.380
ausstehende Belastungen 803
Rechtsberatung 363
Urlaubsanspruch 246
Tantiemen/Sonderzahlungen 240

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Absicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel am Ende dieses Anhangs.

3. Besondere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen auf das

T€
Inland 321.902
Ausland 93.882
415.784

Für Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Pensionsrückstellungen, die gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit geeigneten Vermögensgegenständen verrechnet sind, wird das Ausweiswahlrecht dahingehend ausgeübt, dass die Effekte als Teil des Finanzergebnisses und nicht unter den Aufwendungen für Altersversorgung subsummiert werden.

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von € 6.192,00 wurden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zusammen mit Zinserträgen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von € 6.538,60 und unter den Zinserträgen erfasst.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen waren nur in einem Umfang vorhanden, der für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

II. Bestimmte Sachverhalte

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag solche aus Miet- und Leasingverträgen, von denen im Geschäftsjahr 2024 rd. T€ 1.179 fällig werden, in den sich daran anschließenden vier Geschäftsjahren voraussichtlich insgesamt rd. T€ 1.562.

Die RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH ist verschiedentlich Mithaftungsverpflichtungen und Bürgschaftsverpflichtungen gegenüber Gläubigern verbundener Unternehmen eingegangen.

Für Verpflichtungen der Besitzgesellschaft Hafenstraße eine b GmbH & Co. KG aus einer Darlehensfinanzierung bei der Sparkasse Neuss hat die RHM eine Höchstbetragsbürgschaft über € 500.000,00 übernommen.

Das Bestellobligo sowohl aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als auch aus vorgesehenen Investitionen hält sich im durchschnittlichen Jahresrahmen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden neben den Geschäftsführern durchschnittlich 90 Mitarbeiter (davon durchschnittlich 3 Auszubildende) beschäftigt.

Für einen im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossenen Zinssatzswap kam es nicht zu einer bilanziellen Erfassung, weil es sich bei diesem Swap um ein Instrument in einer geschlossenen Position bzw. Bewertungseinheit mit einem laufzeit- und betragskongruenten Kredit im Volumen von zunächst € 5,0 Mio. handelte. Durch die praktizierte und hinreichend dokumentierte Swap-Zinssatzfixierung auf ein gängiges Marktzinsniveau als Festzinssatz unterblieb die Einzelbewertung. Zum 31.12.2023 betrug das gesicherte Volumen vertragsgemäß noch € 2,0 Mio., der Zinssatzswap weist isoliert einen positiven Marktwert von T€ 95 auf.

Der Geschäftsführung gehören bzw. gehörten an:

 

Herr Wilhelm Bötzel (Alleinvertretung),

 

Herr Udo Meynerts (Alleinvertretung) und

 

Herr Michael Mett.

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers verzichtet, da die Angabe in dem von der Gesellschaft aufgestellten Konzernabschluss erfolgt.

Einen Anteilsbesitz von 20 % oder mehr haben wir an folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Wilhelm Bötzel GmbH & Co. KG, Witten 100 % T€ 15.011 T€ 1.053
Bötzel GmbH, Witten 100 % T€ 90 T€ 2
Schrottaufbereitung, Recycling- und Hafenumschlag Alfred Mandel GmbH, Gelsenkirchen 100 % T€ 13.256 T€ 1.293
RRG Rohstoff-Recycling Gelsenkirchen GmbH, Gelsenkirchen 100 % (2) T€ 330 T€ 24
DRT Deutsche Rohstofftechnik GmbH, Mülheim an der Ruhr 100 % T€ 44 T€ -5
Emscher Wertstoff GmbH, Gelsenkirchen 30 % (2) T€ 1.437 (6) T€ 471 (6)
IRB GmbH, Stockstadt am Main 50 % T€ 2.657 T€ 1.249
Adolf Löbl Rohstoffbetriebe GmbH & Co. KG, Bremen 24,5 % (4) T€ 721 (5) T€ 3.661 (5)
Kiesche und Gläbe GmbH & Co. KG, Bremen 24,5 % (4) T€ 26 (5) T€ 159 (5)
Adolf Löbl Beteiligungs-GmbH, Bremen 24,5 % (4) T€ 83 (5) T€ 9 (5)
Heinz Malzbender Verwaltungsgesellschaft mbH, Hagen 100 % (1) T€ 16 T€ 0
MAI Metal Alloy Impex GmbH, Mülheim an der Ruhr 100 % T€ 93 T€ 1
RTM Rohstoff Technik GmbH, Mülheim an der Ruhr 70 % T€ 188 T€ -2
Kösling Metalle GmbH, Herne 75 % T€ 2.052 T€ -81
REBO Metallaufbereitungs- und Entsorgungs-GmbH, Herne 100 % (1) T€ 804 T€ 215
SRM Schrott & Metallrecycling Münster GmbH, Münster/Westf. 80 % (3) T€ 101 T€ 22
Schrott- und Metallgroßhandel Hermstrüwer GmbH & Co. KG, Dortmund 100 % (3) T€ 254 T€ 70
Verwaltungsgesellschaft Kanalstr. 89 mbH, Dortmund 100 % (3) T€ 32 T€ 2
REBO Metallaufbereitungs- und Entsorgungs GmbH & Co. KG, Lübeck 100 % (3) T€ 503 T€ 242
Verwaltungsgesellschaft Neißestr. mbH, Lübeck 100 % (3) T€ 34 T€ 2
Verwaltungsgesellschaft Hafenstraße eins b mbH, Herne 75 % T€ 29 T€ 2
Besitzgesellschaft Hafenstraße eins b GmbH & Co. KG, Herne 75 % T€ 2.035 T€ 94
Ferrosoft GmbH, Ober-Mörlen 50 % T€ 94 T€ -6
Recymontane S.A.R.L., F-Strasbourg-Schiltigheim 85 % T€ 768 T€ -5

(1) Gehalten von der Wilhelm Bötzel GmbH & Co. KG.

(2) Gehalten von der Schrottaufbereitung, Recycling- und Hafenumschlag Alfred Mandel GmbH.

(3) Gehalten von der REBO Metallaufbereitungs- und Entsorgungs-GmbH.

(4) Gehalten von der IRB GmbH. Wirtschaftlich beträgt der Kapitalanteil jeweils 40 %.

(5) Ende des letzten Geschäftsjahres am 30.09.2023.

(6) Angaben für das Geschäftsjahr 2022 bzw. zum 31.12.2022.

III. Zusammenfassendes Ergebnis nach § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB

Besondere Umstände von außergewöhnlicher Bedeutung oder einmaliger Art haben sich im Geschäftsjahr nicht gezeigt.

IV. Ergebnisverwendung

Vorgesehen ist ein Gewinnvortrag auf neue Rechnung.

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschafterversammlung der RHM Rohstoff Handelsgesellschaft mbH (HRB 15217, Amtsgericht Duisburg), Mülheim a.d. Ruhr, hat mit Beschluss vom 12.12.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1-5 Jahren mehr als 5 Jahren
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.867.058,28 20.327.050,80 6.540.007,48 0,00
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.654.308,59 23.654.308,59 0,00 0,00
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.147.259,53 13.147.259,53 0,00 0,00
4 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.875,00 14.875,00 0,00 0,00
5 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 147,25 147,25 0,00 0,00
7 sonstige Verbindlichkeiten 601.349,25 601.349,25 0,00 0,00
64.284.997,90 57.744.990,42 6.540.007,48 0,00
Art der Verbindlichkeit gesicherte Beträge Art und Form der Sicherheit
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.867.058,28 Globalzession Forderungen L & L, Raumsicherungsübereignung von Schrottbeständen am Lager, Abtretung Forderungen aus Warenkreditversicherung.
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 (1)
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
4 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00
5 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen 0,00
6 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00
7 sonstige Verbindlichkeiten 0,00
26.867.058,28

(1) Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten 01.01.2023 Zugang Abgang Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 602.510,04 3.707,00 0,00 606.217,04
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.142.655,50 13.030,03 0,00 7.155.685,53
2 technische Anlagen und Maschinen 6.252.527,59 110.393,99 0,00 6.362.921,58
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.743.905,43 474.539,35 352.348,90 6.866.095,88
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.479,33 12.012,51 0,00 47.491,84
20.174.567,85 609.975,88 352.348,90 20.432.194,83
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 28.906.583,72 0,00 0,00 28.906.583,72
2 Beteiligungen 112.500,00 0,00 0,00 112.500,00
3 Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 5.624.294,16 297.283,30 1.190.000,00 4.731.577,46
34.643.377,88 297.283,30 1.190.000,00 33.750.661,18
I. - III. 55.420.455,77 910.966,18 1.542.348,90 54.789.073,05
Abschreibung 01.01.2023 Zugang = Abschreibung im Geschäftsjahr 2023 Abgang Abschreibung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 489.242,98 31.481,81 0,00 520.724,79
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.347.237,10 177.844,07 0,00 6.525.081,17
2 technische Anlagen und Maschinen 5.489.050,69 147.707,98 0,00 5.636.758,67
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.734.737,79 488.988,65 308.702,54 5.915.023,90
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.571.025,58 814.540,70 308.702,54 18.076.863,74
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 5.000,00 10.933,10 0,00 15.933,10
2 Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.000,00 10.933,10 0,00 15.933,10
I. - III. 18.065.268,56 856.955,61 308.702,54 18.613.521,63
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.492,25 113.267,06
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 630.604,36 795.418,40
2 technische Anlagen und Maschinen 726.162,91 763.476,90
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 951.071,98 1.009.167,64
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.491,84 35.479,33
2.355.331,09 2.603.542,27
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 28.890.650,62 28.901.583,72
2 Beteiligungen 112.500,00 112.500,00
3 Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 4.731.577,46 5.624.294,16
33.734.728,08 34.638.377,88
I. - III. 36.175.551,42 37.355.187,21

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Firma RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

1. Zum Unternehmen

Die Firma RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr ist im Bereich des Schrottgroßhandels und der Erbringung von Dienstleistungen der Schrottaufbereitung und Logistik tätig. An den Standorten in Mülheim an der Ruhr, Herne und Hagen werden Schrottlager- und Umschlagplätze unterhalten. Der überwiegende Anteil der Kunden ist in Deutschland und im benachbarten europäischen Ausland zu finden.

2. Das Marktumfeld der Schrottwirtschaft

FE-Schrottmarkt

Der Rückblick auf das Jahr 2023 fällt im Bereich des wirtschaftlichen Umfelds ernüchternd aus. Die Zahl der globalen Krisenherde ist weltweit stetig größer geworden. Hinzu kam im Jahr 2023 die hohe Inflation, die deutliche Auswirkungen auf das Konsumverhalten hatte. Die Automobilindustrie als einer der größten Stahlverbraucher hatte auf eine Erholung nach der Coronazeit gehofft, was aber letztlich nur bedingt der Fall war. Die Bauindustrie fiel als Impulsgeber für die Stahlindustrie überwiegend aus. Ursächlich dafür waren die Teuerungsraten und Lieferengpässe von Baustoffen und die Unsicherheit der zukünftigen Ausrichtung der Wärmeerzeugung in Gebäuden.

Die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau sanken ebenfalls beträchtlich. Lediglich eine temporäre Exportnachfrage aus dem Ausland (Türkei) sorgte hin und wieder für kurzzeitige nennenswerte Marktbewegungen. Insgesamt sank die Rohstahlproduktion in Deutschland im letzten Jahr allerdings aufgrund einer schwachen Inlandsnachfrage um fast 10 %. Durch parallel dazu überwiegend schwache Exportnachfrage standen die Schrottpreise im zweiten Halbjahr ständig unter Druck.

Die deutsche Wirtschaft hat sich insgesamt als sehr widerstandsfähig gegenüber den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, den Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr 2022/23 und der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August erwiesen.

Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Krise ist durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen deutlich ins Stocken geraten. Die wirtschaftlichen Aussichten bei den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands stellen sich gedämpft dar (sehr hohe Inflation in der Türkei). In diesem Zusammenhang begann das Jahr 2023 auf einem hohen Preisniveau recht positiv und euphorisch. Der Zulauf an FE-Schrotten war gut und vertragsgebundene Mengen liefen kontinuierlich unseren Lägern zu. Zu Beginn des zweiten Quartals war jedoch erstmals eine deutliche Zurückhaltung bei unseren Stahlwerkskunden zu verspüren. Es wurden nur die nötigsten Rohstoff-Mengen bestellt und nach Möglichkeit Eigenschrotte aus den jeweiligen Konzernbereichen eingesetzt. Parallel dazu erhöhten sich dadurch zwangsläufig unsere Lagerbestände.

Diese Situation verstärkte sich deutlich in der zweiten Jahreshälfte bei gleichzeitig sinkenden Schrottpreisen. Diese Situation hielt bis zum Jahresende an. Durch hohe Warenbestände und aufgrund der vorbeschriebenen Marktentwicklung im zweiten Halbjahr, ergaben sich spürbare Ergebniseinbußen für unser Unternehmen. Die Schrottpreise bewegten sich auf dem Vorjahresniveau.

Ursächlich für einen folgenden moderaten Preisanstieg war die verbesserte Exportnachfrage im 1. Quartal 2023. Ansonsten blieben die Märkte aufgrund von schwacher Inlandskonjunktur, steigender Frachtraten (Maut) und Logistikkosten auf Straße, Schiene und Schiffswegen sowie unklarer politischer Rahmenbedingungen angespannt und schwierig.

Insgesamt gingen trotz des schwierigen Geschäftsjahres keine Großlieferanten verloren. Die Aussichten für 2024 sind aktuell jedoch noch sehr unklar. Vieles wird von der weiteren Entwicklung der Energiepreise und der Rahmenbedingungen in der Ukraine sowie der Türkei abhängen.

NE-Schrottmarkt

Die Rohstoffpreise für NE-Schrotte hatten im Jahr 2023 keine klare Richtung. Die Industriebetriebe der Metallwirtschaft in Europa haben ihre Ziele für das 3. Quartal verfehlt. Die Preise waren zufriedenstellend, die verfügbaren Mengen ausreichend. Was fehlte, war der Absatz am Ende der Kette, also der Absatz in die Industriebetriebe. Gerade die metallverarbeitende Wirtschaft stand auf der Bremse und orderte nur verhalten für den unmittelbaren Bedarf.

Das wichtige Industrie- und Batteriemetall Nickel musste 2023 wahrhaft Federn lassen. Wurde Nickel an der London LME zum Jahresbeginn 2023 noch mit 30.000 US$/t gehandelt, stand der Preis Ende 2023 bei knapp unter 16.000 US$/t, also ein Minus von über 45 %.

Nickel hat sich vor allem wegen zunehmender Überschüsse an börsenfähigem Class I Nickel verbilligt. Die Produktionen und Erschließungen neuer Quellen sind weiter auf dem Vormarsch. Getrieben von einer erfolgreichen Prognose für die Zukunft setzen Unternehmen und Anleger weiter auf Nickel.

Im Chrom-/HSS/niedrig-legierten Material hatten wir im November kurzfristige Einbrüche von Aufträgen zu verzeichnen. Die Aussichten hatten sich für das Ende 2023 und den Start 2024 eingetrübt. Kurzfristig hat sich der Markt für diese Qualitäten im niedrig-legierten Bereich wieder völlig erholt. Der Grund in dieser kurzfristigen Verbesserung der Auftragslage ist in einem aktuellen Bedarf in der Rüstungsindustrie zu sehen.

Geopolitische Krisen trüben Wachstumsaussichten auch bei NE-Metallen und legierten Schrotten. Tendenziell sind jedoch Steigerungen der Metallpreise durch den verstärkten Ausbau von erneuerbaren Energien zu erwarten.

3. Umsatz- und Absatzentwicklung

Die positive Absatzentwicklung des Vorjahres konnte im Berichtsjahr fortgeführt werden (2023 ca. 1,07 Mio. Tonnen zu 2022 ca. 1,035 Mio. Tonnen). Gleichwohl ist der Umsatz 2023 um ca. 11,4 % auf € 416 Mio. (Vorjahr € 469 Mio.) gefallen. Ursächlich hierfür sind die enormen Preisrückgänge von Ø ca. 20 % beim Stahlschrott.

Der Inlandsumsatz ist preisbedingt um 16,8 % gefallen, während der Exportumsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden konnte (+14,4 %). Gute Kundenbindungen zu den Stahlwerken und Gießereien sowie die enge Partnerschaft zu unseren Vorlieferanten haben zu der stabilen Entwicklung beigetragen.

4. Darstellung und Analyse der wirtschaftlichen Lage

Ertragslage

Die extremen Preisrückgänge beim FE Schrott konnten 1:1 an unsere Lieferanten weitergegeben werden. Dadurch entspricht der Rohertrag in Höhe von T€ 20.074 dem Rohertrag des Vorjahres (T€ 20.075).

Trotz der enormen Inflation ab der 2. Jahreshälfte Mitte 2022 ist der Gesamtaufwand der Gesellschaft durch Einsparungsmaßnahmen um ca. 8 % reduziert worden. Dagegen ist der Personalaufwand inflationsbedingt gestiegen.

Der Jahresüberschuss 2023 der Berichtsfirma beträgt T€ 1.690 und liegt damit T€ 3.204 unter dem Vorjahresergebnis in Höhe von T€ 4.894. Hauptgrund ist der Rückgang der Beteiligungserträge bedingt durch einen verminderten Gewinnanteil aus der Firma Wilhelm Bötzel GmbH & Co. KG sowie die gestiegene Finanzaufwendungen.

Finanz- und Vermögenslage

Das Gesamtkapital der Gesellschaft ist Ende 2023 deutlich gestiegen. Hintergrund ist der Anstieg der kurzfristigen Finanzmittel bedingt durch ein Dollarsicherungsgeschäft zum Jahresende in Höhe von € 11,1 Mio. und die Erhöhung der Lagerbestände um +€ 13,5 Mio. Dadurch ist die Bilanzsumme um ca. 20 % auf € 113 Mio. gewachsen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Ende des Berichtsjahres € 45,5 Mio. Im Verhältnis zum Gesamtkapital ist die Eigenkapitalquote auf 40 % gefallen (Vorjahr 48,3 %). Dies ist weiterhin ein hervorragender Wert und die Gesellschaft verfügt somit über eine ausgesprochen solide und krisenfeste Kapitalausstattung.

Personal

Der Mitarbeiterstamm ohne Geschäftsführung betrug im Berichtsjahr durchschnittlich 90 Mitarbeiter gegenüber 88 Mitarbeiter im Vorjahr.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die wirtschaftlichen Aussichten für das laufende Jahr sehen wir überwiegend kritisch.

Wir rechnen aufgrund der Zahlen der ersten Monate 2024 für das laufende Jahr mit einem Ergebnis analog 2023. Unser erfolgreiches Streckengeschäft wird sich auch dieses Jahr in einem positiven Ergebnis niederschlagen. Leider ist das Zinsniveau zwischen 2023 und 2024 nochmals gestiegen, was das Finanzergebnis negativ beeinflussen wird.

Wir werden unsere Geschäftsprozesse weiter sukzessive auf Digitalisierungsmöglichkeiten prüfen und dort, wo es sinnvoll erscheint, umsetzen.

Die Energiepreise haben sich, beflügelt durch eine jährlich steigende CO 2 -Steuer auf fossile Energieträger bei gleichzeitiger Verknappung von CO 2 -Zertifikaten, mittlerweile stabilisiert. Gleichwohl können wir nur eingeschränkt davon profitieren, da wir im Herbst damals gute Festpreisverträge für 1 Jahr vereinbart haben.

Die hohe Inflation im Euroraum des vorangegangenen Jahres sowie eine beträchtlich hohe Inflation in der Türkei, dem wichtigsten außereuropäischen Absatzmarkt für FE-Schrotte, rechnen wir als mögliche Folge mit einer verhaltenen Nachfrage nach Gießerei- und Industrieschrotten.

Als Chance sehen wir nach wie vor unsere stabilen Kundenbeziehungen zu wichtigen Abnehmern in Deutschland und Europa. Wir versorgen die verarbeitende Industrie mit wichtigen und CO 2 schonenden Produkten. Es ist zu erwarten, dass der CO 2 -Fußabdruck von Stahlprodukten wettbewerbsrelevant werden wird. Kunden-Anfragen über die Höhe des CO 2 -Wertes unserer Produkte bzw. unsere Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit häufen sich.

Derzeit bereiten wir uns intensiv auf eine Nachhaltigkeitsberichterstattung vor, die ab 2025 auch für unser Unternehmen Pflicht wird. Die für diese Berichterstattung vorzunehmenden Vorarbeiten sind für alle Beteiligten gänzlich neu und erscheinen gewaltig.

Risikoberichterstattung

Die Entwicklung in der Stahl- und Gießereibranche ist besorgniserregend. Produktionsverlagerungen und immer wieder auftretende Sistierungen bei den Stahlwerken machen eine genaue Prognose für den Schrottmarkt schwierig. Auch die politischen Risiken haben zunehmend Einfluss auf die Investitionsentscheidungen unserer Lieferanten und werden die Märkte weiter beeinflussen.

Im Markt der NE-Metalle und legierten Schrotte sind die Preise in den ersten Monaten teilweise deutlich gestiegen. Dadurch steigt das Risiko, dass in Folge des hohen Preisniveaus Kapitalanleger und Spekulanten hierin weiterhin ein wirtschaftlich hoch interessantes Betätigungsfeld sehen, was rasch zu gravierenden Verwerfungen für die Realwirtschaft führen kann.

Unsere Kunden sind überwiegend kreditversichert. Unser hausinternes Berichtswesen ist so strukturiert, dass wir jederzeit einen Überblick über unsere ausstehenden Forderungen haben. Trotzdem bestehen bei flächendeckenden Ausfällen gewisse Risiken sofern systemrelevante Stahlunternehmen betroffen wären.

6. Prognosebericht

Aufgrund der schrumpfenden Wirtschaftstätigkeit in Deutschland und Europa sowie der nach wie vor ungelösten politischen Krisen rechnen wir mit einem schwierigen Wirtschaftsjahr 2024. Die Diskussionen um Zölle zwischen Europa, China, Indien und den USA sind schwer einzuschätzen, werden aber einen direkten Einfluss auf den Wirtschaftsstandort Deutschland haben, wobei die Entwicklung der stahlverarbeitenden Industrie für uns von entscheidender Bedeutung ist.

Das Exportgeschäft ist eingebrochen. Auch die deutschen Werke haben Absatzprobleme, Betonstahlwerke wie Riva oder BSW kämpfen um jede verkaufte Tonne.

Um unsere Marktpräsenz im zweiten Halbjahr behaupten zu können, rechnen wir im schlechtesten Fall mit einer Reduzierung von Menge und Marge. Im Fokus steht daher u.a. der Ausbau unserer guten Kundenbeziehungen und die Digitalisierung diverser Geschäftsprozesse. Durch unser breit aufgestelltes Sortiment werden wir auch zukünftig in der Lage sein, unsere Marktpräsenz zu behaupten. Soweit möglich werden wir Kostensenkungsmaßnahmen einleiten, wobei wir nicht an Personalmaßnahmen denken. Es bleibt auch in unserer Branche schwer an gutes Personal zu kommen.

Geringe Börsenbestände, eine hohe Nachfrage durch die Energiewende sowie weiterhin weltweit beeinträchtigte Lieferketten insbesondere für Vorprodukte lassen im NE-Schrottmarkt und bei legierten Schrotten zumindest eine weitere Preisstabilität erwarten.

Der große Rohstoffbedarf für Nichteisen im Zusammenhang mit der fortschreitenden weltweiten Umstellung auf Elektromobilität wird auch in Zukunft ein hohes Preisniveau bei den NE-Metallen erwarten lassen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grund-sätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetz-lichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 29. August 2024

Westerfelhaus Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jelen, Wirtschaftsprüfer

Blomenkamp, Wirtschaftsprüfer

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  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
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In jeden Stack einbaubar

Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.

Diese Daten in Ihrer App

Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.