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envia Mitteldeutsche Energie AG AG

Chemnitz ·HRB 19751 Chemnitz
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Chemnitztalstraße 13
09114 Chemnitz
Handelsregister
HRB 19751, Chemnitz
Eintragungsdatum
28. marts 2002
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Wärme- und Kältehandel
Wassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung
Unternehmenszweck
jede Art der Beschaffung und gewerblichen Nutzung von Energie und Energieanlagen, insbesondere der Versorgung mit elektrischer Energie, Gas, Wasserstoff und Wärme; jede Art der Beschaffung und gewerblichen Nutzung von Wasser, insbesondere Versorgung mit Wasser, sowie Sammeln, Fortleiten und Aufbereiten von Abwasser; Errichtung, Erwerb, Betrieb und sonstige Nutzung von Beschaffungs-, Transport- und Speichersystemen für Energie, Wasser und Abwasser, Telekommunikationsanlagen, sonstigen Transportsystemen und einer Informations- und Kommunikationsinfrastruktur; Leistungen und Dienste auf den Gebieten Energie- und Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Telekommunikation; Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten auf den Gebieten Umwelt, Energieeffizienz, Immobilienwirtschaft, Mobilität, Digitalisierung; Vermietung von Fahrzeugen

Finanzen

Umsatz 2024
2,09 Mrd. €
Bilanzsumme 2024
1,27 Mio. €
Jahresergebnis 2024
288,66 Mio. €
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 1,11 Mrd
  • Anlagevermögen 87,4 % 966,45 Mio
  • Umlaufvermögen 48,6 % 536,92 Mio
Passivseite 1,11 Mrd
  • Eigenkapital 94,8 % 1,05 Mrd
  • Rückstellungen 2,3 % 25,50 Mio
  • Sonderposten 1,8 % 19,90 Mio
  • Verbindlichkeiten 0,8 % 8,79 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 3,14 Mio
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Bilanzdaten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 5,05 Mrd
  • Umsatzerlöse inkl. Strom- bzw. Energiesteuer 42,4 % 2,14 Mrd
  • Umsatzerlöse 41,3 % 2,09 Mrd
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 3,3 % 166,33 Mio
  • Einstellung in die Gewinnrücklagen 2,9 % −144,20 Mio
  • Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen 2,6 % 132,01 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 2,4 % 122,42 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2,0 % −99,84 Mio
  • Strom- bzw. Energiesteuer 1,1 % −56,01 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 1,0 % 50,95 Mio
  • Gewinnvortrag 0,4 % 21,86 Mio
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,3 % 12,80 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 9,89 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % −1,22 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 1,20 Mio
Aufwendungen 2,03 Mrd
  • Materialaufwand 83,3 % −1,69 Mrd
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 7,4 % −150,74 Mio
  • Personalaufwand 4,0 % −81,75 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,8 % −77,35 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,3 % −27,13 Mio
  • Sonstige Steuern 0,1 % −1,24 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
  • Ergebnis nach Steuern 289,91 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 288,66 Mio
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GuV-Daten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Stephan Dr. Lowis seit 2018 Vorsitzender des Vorstands
  • Sigrid Barbara Nagl seit 2020 Vorstandsmitglied
  • Wolfgang Dr. Wirtnik seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Andrea Schulze seit 2023 Prokura
  • André Dr. Jung seit 2023 Prokura
  • Armin Schüssler seit 2008 Prokura
  • Bernd Niehüsener seit 2022 Prokura
  • Dominik Wirth seit 2026 Prokura
  • Eckart Kieser seit 2013 Prokura
  • Franziska Rudolph seit 2023 Prokura
  • Karolin Sänger seit 2025 Prokura
  • Katrin Böhr seit 2026 Prokura
  • Manuela Künzel seit 2025 Prokura
  • Mike Seidel-Schenk seit 2025 Prokura
  • Sven Richter seit 2011 Prokura
30 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 5 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

42 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 09.04.
    Austritt einer Position
    Inka Schäfer · Procura
  3. 09.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    Katrin Böhr · Procura
  4. 02.04.
    Austritt einer Position
    Catrin Glücksmann · Procura
  5. 17.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Dominik Wirth · Procura
  6. 2025
  7. 08.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Manuela Künzel · Procura
  8. 11.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    Wolfgang Dr. Wirtnik · Board Member
  9. 11.11.
    Austritt einer Position
    Patrick Kather · Board Member
  10. 15.10.
    Austritt einer Position
    Windpark Lützen GmbH & Co. KG · Limited Partner
186 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
  • 2019 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 2. januar 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

envia Mitteldeutsche Energie AG

Chemnitz

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Unternehmenszweck. Die envia Mitteldeutsche Energie AG mit Sitz in Chemnitz (im Folgenden auch kurz "enviaM" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein vertikal integrierter Energiedienstleister. Die Gesellschaft hält zahlreiche Beteiligungen. enviaM und ihre Beteiligungen nehmen im Wesentlichen die Aufgaben Erzeugung, Verteilung, Handel und Vertrieb von Strom, Gas, Wasserstoff, Wärme, Telekommunikation und Energiedienstleistungen wahr. Letztere betreffen Dienstleistungen auf den Gebieten der Umwelt, der Energieeffizienz, der Immobilienwirtschaft, der Mobilität, der Digitalisierung sowie der Vermietung von Fahrzeugen und damit eine Vielzahl von Infrastrukturdienstleistungen.

Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft ist der Vertrieb von Energie und den damit verbundenen Dienstleistungen. Zudem ist enviaM Eigentümerin eines Elektrizitätsverteilernetzes und verpachtet dieses im Wesentlichen an die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (im Folgenden auch kurz "MITNETZ STROM" genannt), an der enviaM 100 % der Anteile hält.

Darüber hinaus hält enviaM ein Beteiligungsportfolio, welches die eigene Wertschöpfungskette ergänzt und u.a. auf die Besetzung strategischer Zukunftsthemen ausgerichtet ist. Dies umfasst z.B. die Energieerzeugung im erneuerbaren und konventionellen Bereich, die Speicherung von Energie sowie Dienstleistungen in den Bereichen der Telekommunikation, Infrastruktur und Kundenabrechnung.

Anteilseignerstruktur. Die E.ON Verwaltungs GmbH, Essen, die mittelbar zu 100 % zur E.ON SE, Essen, gehört, sowie deren mittelbare Beteiligungsgesellschaften E.ON Vermögensverwaltungs GmbH und enviaM Beteiligungsgesellschaft mbH sind mit insgesamt 57,90 % mehrheitlich an enviaM beteiligt. Die verbleibenden Anteile in Höhe von 42,10 % befinden sich in kommunaler Hand.

Wirtschaftsbericht

Allgemeine Wirtschafts- und Branchenentwicklung

Deutsche Wirtschaft schrumpft. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Jahr 2023 zurückgegangen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 2023 um 0,3 Prozent zum Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. [Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2024]

Stromverbrauch weiter gesunken. Die Stromwirtschaft war 2023 geprägt durch die sich insgesamt abschwächende Konjunktur und eine mildere Witterung, vor allem aber durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) prognostizierte für das Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang des Stromverbrauchs um 4,2 Prozent. [BDEW Jahresbericht 20. Dezember 2023]

Gesetzlicher Ordnungsrahmen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden eine Vielzahl energiewirtschaftlicher Gesetzesänderungen von besonderer Bedeutung für enviaM beschlossen. Im Fokus standen neben Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie, vor allem die Transformation der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft zur Klimaneutralität. Die Gesetzesnovellen zum Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sowie das Gesetz für die Wärmeplanung (WPG) in Verbindung mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) traten zum 1. Januar 2024 in Kraft.

Die am 24. Dezember 2022 in Kraft getretenen Gas-, Strom- und Wärmepreisbremsen dienen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Energiekrise für Industrie und Haushalte. Die Preisbremsen wurden im Geschäftsjahr 2023 angewendet. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat auch Auswirkungen auf die Energiepreisbremsen. Diese liefen nunmehr zum 31. Dezember 2023 aus. Zugleich endet die temporäre Mehrwertsteuerabsenkung für Gas und Wärme zum 29. Februar 2024. Das Gesetz zur Strompreisbremse (Strompreisbremsengesetz - StromPBG) regelte ein Grundkontingent für Haushalte zu festgelegten Preisen. Es galt vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Das Gesetz zur Gaspreisbremse (Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz - EWPBG) regelte die Grundkontingente für leitungsgebundenes Gas und Wärme für Haushalts- und Industriekunden zu festgelegten Preisen für denselben Zeitraum.

Zum 27. Mai 2023 trat eine Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes in Kraft. Zielstellung ist es, den Rollout der intelligenten Messtechnik zu beschleunigen und die Kosten der intelligenten Messsysteme für die Kunden zu reduzieren.

Am 18. November 2023 trat das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) in Kraft. Ziel ist es, den Endenergieverbrauch Deutschlands bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2008, um mindestens 26,5 Prozent auf einen Endenergieverbrauch von 1.867 TWh zu senken. Unternehmen mit einem Energieverbrauch von mehr als 7,5 GWh pro Jahr werden verpflichtet, Energiemanagementsysteme einzuführen und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen umzusetzen. Zudem sollen Unternehmen mit einem Verbrauch ab 2,5 GWh verpflichtend Energieaudits durchführen.

Auf europäischer Ebene ist zum 20. November 2023 die Überarbeitung der Erneuerbaren Energien Richtlinie (RED III) und zum 10. Oktober 2023 die Energieeffizienzrichtlinie (EED III) in Kraft getreten. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die nationale Gesetzgebung, zum Beispiel für die Ziele des Energieeffizienzgesetzes oder das EEG. Auch das europäische Handelssystem für Emissionen (ETS) wurde 2023 novelliert. Folge ist eine deutliche Verschärfung des jährlichen Reduktionspfades sowie die Einbeziehung des Schiffsverkehrs. Individualverkehr und Gebäudewärme sollen zusätzlich in einem separaten ETS 2 erfasst werden, welches aber erst 2027 wirken soll. Darüber hinaus hat die EU in der RED III den Regulierungsrahmen für den Wasserstoffhochlauf konkretisiert. Dabei wurden die Charakteristika von grünem Wasserstoff festgelegt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom. Trotz des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und des Kriegs im Gazastreifen entspannte sich die Lage an den Energiemärkten. Eine gute Verfügbarkeit Erneuerbarer Energien aber auch eine verbesserte Verfügbarkeit konventioneller Erzeugungsanlagen bei gleichzeitig geringen Bedarfen aus der Industrie führte zu niedrigen Preisen am kurzfristigen Stromgroßhandelsmarkt an der Energiebörse EPEX SPOT. Im Jahresmittel lag der Strompreis bei 95,18 € pro MWh.

Der Terminmarktpreis für die Megawattstunde (MWh) Grundlaststrom für das Lieferjahr 2024 an der Strombörse European Power Exchange reduzierte sich auf durchschnittlich 137,51 € pro MWh (2023: 298,86 € pro MWh). Der Preis für Spitzenlaststrom verbilligte sich im Geschäftsjahr auf durchschnittlich 164,77 € pro MWh (2023: 400,17 € pro MWh). Die wirtschaftliche Stagnation führte zu leicht fallenden Preisen für Emissionszertifikate (EUA).

Geschäftsentwicklung im Jahr 2023

Marktumfeld. enviaM agiert nach wie vor in einem herausfordernden Marktumfeld. Die anhaltend schwache Konjunktur führt zu einer zurückgehenden Energienachfrage. Gleichzeitig führen die hohen Energiepreise zu sinkenden Verbräuchen bei Privat- und Gewerbekunden. Darüber hinaus verunsichert der Gesetzgeber durch ausbleibende Entscheidungen das Vertriebsgeschehen und erschwert die internen Geschäftsprozesse.

Im Frühjahr 2023 wurde die im Vorjahr eingestellte vertrieblich-akquisitorische Aktivität wieder aufgenommen. enviaM fokussierte sich dabei stark auf die Betreuung der Bestandskunden mit einem besonderen Augenmerk auf die Verpflichtung zur Versorgung der Grundversorgungskunden. Der Wettbewerb blieb weiterhin intensiv, insbesondere für enviaM als Grundversorger, der zum Ausgleich von Preisschwankungen eine langfristige Beschaffung vornehmen muss. Dies führte insbesondere im zweiten Halbjahr 2023 zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber wieder verstärkt in den Markt eintretenden Discountanbietern, die mit einer kurzfristigen Beschaffung eine andere Strategie verfolgen. Im Wettbewerb behauptet sich enviaM mit hoher Servicequalität und kommunikativer Transparenz. Aufgrund der veränderten Situation an den Großhandelsmärkten ist eine Anpassung im Beschaffungsverfahren erarbeitet worden.

Vertriebsgeschehen. Die Kundenzahlen im Segment Privat- und Gewerbekunden (B2C) der enviaM sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr aufgrund dieser Marktsituation gesunken. Die Kundenzugänge im Grundversorgungsgebiet konnten die Kundenverluste im externen Gebiet nicht ausgleichen. Im Vergleich zu vergangenen Jahren, wird ganzjährig ein erhöhtes Wechselaufkommen der Kunden verzeichnet. In den Segmenten Geschäftskunden und Weiterverteiler des Business-to-Business Vertriebes (B2B) blieb die Wettbewerbssituation weiterhin angespannt. Trotz dieser Situation ist es enviaM gelungen, werthaltige Vertragsabschlüsse zu realisieren und insgesamt das Segment B2B erfolgreich zu entwickeln.

Produkt- und Dienstleistungspalette. Der Vertrieb von Strom an Privat- und Gewerbekunden, Geschäftskunden sowie Weiterverteiler und Kommunen ist nach wie vor das vertriebliche Hauptgeschäftsfeld von enviaM. Daneben ist enviaM ein anerkannter Partner bei Angeboten zur dezentralen Energieerzeugung. Energiedienstleistungen, wie Angebote zur Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien sowie digitale Kundenanwendungen und Konzepte zur Erhöhung der Energieeffizienz, runden die Produkt- und Dienstleistungspalette ab. enviaM verfügt weiterhin über stabile Produktlinien zur Vermarktung von Solaranlagen, Energiespeichern, Wallboxen und Wärmeerzeugungsanlagen für Privatkunden. Mit dem sich deutlich beschleunigenden Rollout neuer Messtechniken rückt die Entwicklung damit verbundener digitaler Dienstleistungen und Mehrwerte noch stärker in den Fokus. Die Vielfalt des Angebotsportfolios konnte trotz der starken Herausforderungen am Energiemarkt erhalten werden.

Entwicklung des Strompreises. Das Jahr 2023 ist nach wie vor von geopolitischen Spannungen und deren Auswirkungen auf die Energiepreise geprägt. Steigende Beschaffungskosten infolge von Preisexplosion auf den Energiemärkten, höhere Netzentgelte sowie teilweise veränderte Umlagen führten bei enviaM dazu, zum 1. Januar 2023 die Arbeitspreise in der Grundversorgung und daran angelehnter Sonderprodukte im Netzgebiet der MITNETZ STROM zu erhöhen. Im Jahresverlauf beruhigte sich die Marksituation und enviaM senkte die Verbrauchspreise für Strom für Privat- und Gewerbekunden und für Wärmestromkunden zum 1. Juli 2023 im Netzgebiet von MITNETZ STROM. Die Grundpreise blieben von der Veränderung jeweils unberührt. Für Wärmestromkunden führten jedoch stark gestiegene Kosten für den Stromeinkauf, leicht höhere Netzentgelte und Umlagen zum 1. Januar 2024 wieder zu steigenden Verbrauchspreisen. enviaM konnte die Verbrauchspreise wie auch die Grundpreise für Privat- und Gewerbekunden zum 1. Januar 2024 im Netzgebiet von MITNETZ STROM konstant halten.

Die im Strompreisbremsengesetz (StromPBG) verankerte Entlastung wurde trotz kurzer Realisierungszeiten nach Gesetzesbeschluss und hoher Komplexität fristgemäß umgesetzt. enviaM profitiert dabei von ihrer agilen Methodik zur Anpassung von Geschäftsprozessen und IT-Weiterentwicklungen. Der staatlich festgelegte Prozess zur Auszahlung der Preisbremsen erfolgte planmäßig.

Strategie und Zielbild. Die enviaM-Gruppe verfolgt weiterhin das ambitionierte Ziel, 2030 der führende Energie- und Infrastrukturdienstleister Ostdeutschlands *) zu sein. enviaM wird die Energiewende vorantreiben und so dazu beitragen, eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen zu gestalten.

*) auf Basis Stromabsatz bzw. -umsatz

Die steigende Geschwindigkeit der Transformation des Bestandsgeschäftes und gleichzeitiges Erschließen neuer Wachstumsthemen stellen für dieses Ziel eine besondere Herausforderung dar.

Von wesentlicher Bedeutung für das Gelingen der Energiewende ist der Netzausbau zur Integration der Erneuerbaren Energien sowie der Umbau der Gasnetze zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Ein weiterer strategischer Schwerpunkt resultiert aus der fortschreitenden Dezentralisierung und der damit einhergehenden Kopplung der Sektoren Strom, Gas, Wärme und Verkehr, die in dem Aufbau und der Steuerung regionaler Energiesysteme mündet und Grundlage für die Wärmewende ist. Dies verleiht der bewährten regionalen Partnerschaft mit Bürgern, Unternehmen und Kommunen im Handeln von enviaM besonderes Gewicht.

Nachhaltigkeitsziele und -initiativen. Nachhaltigkeit bedeutet für enviaM, die unternehmerischen Erfolge in Einklang mit den natürlichen Ressourcen, dem weltweiten Klima und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu erreichen. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Umwelt- und Klimaschutz, Mensch und Gesellschaft und nachhaltige Unternehmensführung sind deshalb integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Als Energiedienstleister stehen besonders der Beitrag zum Klimaschutz und die durch die Geschäftstätigkeit verursachten Treibhausgasemissionen im Fokus. enviaM hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit anfallenden Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 75 % zu senken. Bereits bis 2040 wird Klimaneutralität angestrebt.

enviaM arbeitet eng mit ihren Kunden, Partnern und Kommunen für eine nachhaltige Zukunft zusammen und achtet darauf, stets korrekt und transparent zu handeln, um wachstumsorientierte Ausrichtung mit wertebasiertem Handeln in Einklang zu bringen. Der Mensch steht im Mittelpunkt des täglichen Handelns und der Zusammenarbeit.

Netz. enviaM ist Eigentümerin eines Elektrizitätsverteilernetzes und verpachtet dieses im Wesentlichen an MITNETZ STROM. enviaM trägt die von MITNETZ STROM getätigten Investitionen im Verteilernetz der enviaM. Ostdeutschland ist vom energiewirtschaftlichen Umbauprozess in besonderer Weise betroffen. Der Wandel von konventioneller zu erneuerbarer Energieerzeugung schreitet hier mit hoher Geschwindigkeit voran. Mit einem rechnerischen Anteil der regenerativ erzeugten Energie von rund 139 % am Letztverbraucherabsatz im Netzgebiet von MITNETZ STROM liegt dieser schon heute über der mit 80 % definierten Zielstellung der Bundesregierung für das Jahr 2030. Der Ausbau der erneuerbaren Energien macht für MITNETZ STROM weiterhin umfangreiche Netzanpassungen erforderlich.

Wie in den vergangenen Jahren lag auch im Jahr 2023 ein Investitionsschwerpunkt im Ausbau und in der Verstärkung des Verteilernetzes für die Leistungsaufnahme und den Transport des Stroms aus erneuerbaren Energien. Im gesamten Netzgebiet konnten hierfür wichtige Vorhaben zum Netzausbau bzw. zur Netzverstärkung umgesetzt bzw. fortgeführt werden. Neue 110-kV-Transformatoren und Mittelspannungsschaltanlagen wurden in mehreren Umspannwerken installiert. Darüber hinaus wurden im Netzgebiet weitere kundeneigene Einspeise-Umspannwerke an das 110-kV-Netz angeschlossen.

Im Mittel- und Niederspannungsnetz passte die MITNETZ STROM ihre Infrastruktur weiter an die steigenden Leistungsanforderungen an und erhöhte dabei den Verkabelungsgrad zur Verbesserung der Versorgungszuverlässigkeit der Ortsnetze. Wesentliche Treiber blieben hierbei die stetig steigende Anzahl von Einspeisern erneuerbarer Energien und der anzuschließenden Ladepunkte für die Elektromobilität.

Um die Sichtbarkeit und Steuerbarkeit im Mittel- und Niederspannungsnetz zu verbessern, wurde das Programm zur Errichtung von modernen, digitalen Ortsnetzstationen fortgesetzt. Zukünftig werden 20 % der Ortsnetzstationen digital ausgeprägt sein, für weitere 10 % ist die Nachrüstung von Messungen in der Niederspannung vorgesehen.

Im Hochspannungsnetz wurden die begonnenen Arbeiten an mehreren 110-kV-Leitungen fortgeführt sowie nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigung mit den Arbeiten zur Netzverstärkung an der 110-kV-Leitung Bad Lauchstädt - Halle/Ost begonnen. Diese Maßnahmen waren insbesondere auch auf Grund des Anstieges der Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien erforderlich.

Im Rahmen einer Kooperation zum gemeinsamen Netzbetrieb zwischen der enviaM-Gruppe und den Stadtwerken Leipzig sowie der Netz Leipzig GmbH erfolgte zum 01.01.2023 die Übernahme des 110-kV-Netzes innerhalb der Stadt Leipzig. Dabei wurden alle erforderlichen Arbeiten und Einweisungen erfolgreich abgeschlossen und ein störungsfreier Betrieb sichergestellt.

Digitalisierung Messwesen. Der Rollout für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme wurde im Jahr 2023 fortgesetzt. So wurden seit dem Rolloutstart ca. 596.000 moderne Messeinrichtungen und mehr als 29.000 intelligente Messsysteme durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber MITNETZ STROM im Netz installiert. Heute haben nahezu 37 % der Kunden im Netzgebiet der MITNETZ STROM eine moderne Messeinrichtung.

Digitalisierung im Konzernverbund. Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz werden zu bedeutenden und integralen Bestandteilen der Wertschöpfung sowohl in den Geschäftsprozessen als auch in der Infrastruktur des Kerngeschäftes. Insofern ist die Fokussierung auf gemeinsame Technologiestandards und die Bündelung der Ressourcen ein Weg, die relevanten Märkte und die Wertschöpfungstiefe nachhaltig zu sichern und zusätzlichen Kundennutzen und Mehrwerte zu generieren.

Übergreifende Initiativen mit Schwestergesellschaften auf dem Gebiet der Digitalisierung eröffnen enviaM die Chance, ein umfassendes Spektrum an digitalen Lösungen zu nutzen und frühzeitig Skaleneffekte durch die Bereitstellung gemeinsamer Technologieplattformen zu generieren sowie die Einführung moderner Technologien zu beschleunigen.

Aktuell werden auf diesem Weg die konsequente Umstellung auf Cloud-Technologie, die geschäftliche Nutzung generativer künstlicher Intelligenz für Geschäfts- und Kundenprozesse und integriertes Wissensmanagement forciert. Die Durchsetzung dieser gemeinsamen Technologien als Basis für eine Vielzahl konkreter Anwendungen in allen Funktionseinheiten helfen dabei, diese Technologien zugänglich zu machen und frühzeitig eine produktive Nutzung im praktischen Einsatz zu ermöglichen.

Im besonderen Fokus steht dabei die Umstellung des ERP Systems als konzernweites Projekt zum Nutzen aller beteiligten Gesellschaften.

Wissenschaft, Forschung und Innovation. Die bisherigen Treiber Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Dezentralisierung bestimmen für enviaM weiterhin die Schwerpunkte im Bereich Forschung und Entwicklung.

Das Potential Künstlicher Intelligenz und deren disruptive Effekte auf etablierte Wertschöpfungsprozesse wird aktuell umfassend wahrgenommen und hat in vielen Funktionsbereichen eine Vielzahl nicht in der Form und Geschwindigkeit erwarteter Auswirkungen. Die umfängliche Digitalisierung der letzten Jahre und die umfassende Verfügbarkeit von Daten sowie durchgängig digitalisierte Prozesse sind Grundvoraussetzung zum Erschließen nutzenstiftender Potentiale dieser Technologie. Diese Entwicklung erfordert eine übergreifende Förderung und Unterstützung beginnend vom pilotweisen Zugang zur Technologie über einen stetigen Wissenstransfer in alle Anwenderschichten bis hin zur Integration in bestehende Geschäftsprozesse zur operativen Nutzung in immer kürzeren Abständen. Dieser Prozess ist bestimmt vom Wettbewerb um die jeweils besten Ideen verbunden mit kurzen und weitsichtigen Entscheidungsprozessen und setzt eine gelebte Unternehmenskultur voraus, die dies ermöglicht.

Auf diese Herausforderungen ist enviaM durch eine parallele Entwicklung ihrer Unternehmenskultur und der Digitalisierung, auch unter Einbindung von Kooperationspartnern, vorbereitet, so dass die Fachabteilungen befähigt werden, eigenständig digitale Lösungswege und Künstliche Intelligenz für Prozessautomatisierungen sowie Datenanalysen einzusetzen und daraus Mehrwerte für alle Geschäftseinheiten zu generieren.

Die Digitalagenda ist als langfristiger und transparenter Prozess in der enviaM und ihren Tochtergesellschaften etabliert und fördert kontinuierlich digitale Innovationen im gesamten Unternehmen. Durch die aktive Einbindung aller Mitarbeiter bietet sie eine Plattform zur organisationsübergreifenden Sichtbarkeit von innovativen Ideen und Initiativen. In der fünften Ausgabe wurden erfolgreich vier weitere Projekte gestartet.

Gleichzeitig verändert die Energiepolitik grundhaft langfristige Rahmenbedingungen der Energieversorgung und erfordert auch hier ein fortlaufendes Hinterfragen bestehender Geschäftsmodelle und die Befassung mit neuen technologischen Lösungen. Dies eröffnet innovativen Unternehmen aber ebenso Möglichkeiten, neue Märkte zu erschließen und die Wertschöpfung auszuweiten. Mit der bestehenden Strategie des Ausbaus von regenerativen Energien ist enviaM mit ihren Beteiligungen auf die Herausforderung vorbereitet und in der Lage, von diesen Opportunitäten zu partizipieren. Hierzu tragen insbesondere die Forschungsaktivitäten zum Ausbau der Wasserstofferzeugung sowie Wasserstoffinfrastruktur in der mitteldeutschen Region bei. Die Forschungstätigkeiten der vergangenen Jahre von enviaM und ihren Tochtergesellschaften zum Aufbau einer klimaneutralen Industrie auf Basis einer Wasserstoffinfrastruktur verschaffen in diesem Prozess einen Wissensvorsprung und beschleunigen die kommerzielle Nutzung deutlich. Das länderübergreifende Projekt Green Bridge der MITNETZ GAS zum Aufbau einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette soll dazu beitragen, unter Beteiligung der envia THERM und weiteren Partnern die hierfür notwendige regionale Wasserstoffinfrastruktur zu entwickeln.

Innovative Wege zur Digitalisierung im Netzgeschäft durch die Netzbeteiligungen von enviaM sind ein Weg zur Steigerung der Lastaufnahme, um die Verteilung der zusätzlichen Mengen über den erforderlichen Netzausbau hinaus zu steigern.

Konzessionen als Grundlage der Partnerschaft. Gesicherte Konzessionen sind die Basis für das Netzgeschäft und die Partnerschaft von enviaM und den Kommunen. Das Vertrauen der Kommunen in die Leistungsfähigkeit von enviaM zeigt sich in den Neuabschlüssen von Konzessionsverträgen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden trotz des anhaltenden Wettbewerbs Stromkonzessionsverträge mit einer Reihe von Kommunen abgeschlossen. Mit sechs Städten und Gemeinden in Sachsen-Anhalt mit 12.201 versorgten Einwohnern, mit einer Stadt in Thüringen mit 496 versorgten Einwohnern sowie mit neun Städten und Gemeinden in Sachsen mit 44.043 versorgten Einwohnern wurden neue Stromkonzessionsverträge abgeschlossen.

Vermögenslage

31.12.2023

31.12.2022

Mio. €

%

Mio. €

%

Aktiva

Anlagevermögen

2.896,5

83,2

2.722,9

86,8

Vorräte

31,9

0,9

19,4

0,6

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

553,0

15,9

394,6

12,6

Flüssige Mittel

0,4

0,0

0,3

0,0

Übrige Aktiva

0,9

0,0

0,7

0,0

3.482,7

100,0

3.137,9

100,0

Passiva

Betriebswirtschaftliches Eigenkapital *)

1.970,1

56,6

1.765,8

56,3

Fremdkapital

lang- und mittelfristig

264,7

7,6

291,9

9,3

kurzfristig

1.247,9

35,8

1.080,2

34,4

3.482,7

100,0

3.137,9

100,0

*) Eigenkapital abzüglich geplante Ausschüttung zuzüglich 70 % des Sonderpostens und der Baukostenzuschüsse


Die Bilanzkennzahlen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2023

31.12.2022

Veränderung

%

%

%-Punkte

Verschuldungskoeffizient *)

76,8

77,7

-0,9

Anlagendeckungsgrad **)

80,8

77,3

3,6

*) Verhältnis Fremdkapital zum betriebswirtschaftlichen Eigenkapital

**) Verhältnis betriebswirtschaftliches Eigenkapital zum Anlagevermögen, ohne Wertpapiere des Anlagevermögens


Das Gesamtvermögen der enviaM hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 344,8 Mio. € erhöht. Wesentliche Ursache dafür ist der Anstieg des Anlagevermögens und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Das Sachanlagevermögen hat sich hauptsächlich aufgrund der getätigten Investitionen in das Stromnetz erhöht. Die Erhöhung bei den Finanzanlagen betrifft zu einem großen Teil Investitionen in verbundene Unternehmen. Die Entwicklung im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist insbesondere auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen und betrifft vor allem den Cash-Pool-Vertrag mit der E.ON SE. Daneben sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen stichtagsbedingt auch unter Berücksichtigung der bereits vereinnahmten Preisbremsenzahlungen angestiegen.

Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals betrifft hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten (+ 69,7 Mio. €), Rückstellungen (+59,3 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+43,4 Mio. €). Die gestiegenen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus höheren Steuerrückstellungen sowie höheren Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Unter Berücksichtigung der geplanten Ausschüttung und der Einstellung in die Gewinnrücklagen sowie der Erhöhung des nicht zur Ausschüttung vorgesehenen Bilanzgewinns ist das betriebswirtschaftliche Eigenkapital von 1.765,8 Mio. € im Vorjahr auf 1.970,1 Mio. € im Berichtsjahr gestiegen. Damit ist der Verschuldungskoeffizient um 0,9 Prozentpunkte gesunken. Demzufolge erhöht sich der Anlagendeckungsgrad um 3,6 Prozentpunkte.

Finanzlage

Kapitalflussrechnung

2023

2022

Mio. €

Mio. €

Jahresüberschuss

375,3

139,3

Abschreibungen des Anlagevermögens

94,2

139,7

Zuschreibungen des Anlagevermögens

-25,2

-0,6

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge

20,0

-28,6

Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen

-25,5

-6,0

Zinsaufwendungen/Zinserträge

16,2

7,4

Sonstige Beteiligungserträge und -aufwendungen

-260,6

-86,7

Veränderungen der Rückstellungen

18,2

7,7

Veränderungen bei sonstigen Bilanzposten (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind)

Vorräte, Forderungen sowie andere Aktiva

-84,8

-0,4

Verbindlichkeiten sowie andere Passiva

47,1

5,7

Ertragsteueraufwand/-ertrag

80,1

79,0

Ertragsteuerzahlungen

-84,1

-70,8

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

170,9

185,7

Einzahlungen aus Investitionszuschüssen

0,0

0,3

Einzahlungen/Rückzahlungen von Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüssen

0,2

0,2

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens

1,0

1,4

Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen

-22,7

-23,2

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens

47,6

8,0

Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen

-177,6

-135,6

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens

140,3

121,4

Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen

-204,0

-99,2

Saldo der Ein- bzw. Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (Cash-Management)

148,7

183,8

Ein- und Auszahlungen aus Ergebnisabführungsverträgen

1,2

-74,3

Erhaltene Zinsen

10,7

1,5

Erhaltene Dividenden

68,5

22,4

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

13,9

6,7

Auszahlungen an Anteilseigner

-161,3

-191,1

gezahlte /erhaltene Zinsen

-23,4

-1,2

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

-184,7

-192,3

Veränderung des Finanzmittelbestandes

0,1

0,1

Finanzmittelbestand zum Jahresanfang

0,3

0,2

Finanzmittelbestand zum Jahresende

0,4

0,3


Die Kapitalflussrechnung wird in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 21 erstellt.

Der Saldo aus Ergebnisabführungsverträgen wird im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Aufgrund der zum Vorjahresstichtag erklärten Aufrechnung von Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 71,4 Mio. € mit Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management in gleicher Höhe sind diese Beträge im Geschäftsjahr nicht zahlungswirksam geworden.

Kumulativ zu dem ausgewiesenen Finanzmittelbestand zum Jahresende sind noch die im Anlagevermögen langfristig gehaltenen, kurzfristig veräußerbaren Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 459,5 Mio. € (im Vorjahr: 438,1 Mio. €) abzüglich des zum Bilanzstichtag bestehenden negativen Saldos aus Cash-Pool-Forderungen und Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 406,1 Mio. € (im Vorjahr: 423,0 Mio. €) zu berücksichtigen. Damit ergibt sich eine zusätzliche Liquiditätsreserve von 53,4 Mio. € (im Vorjahr: 15,1 Mio. €).

enviaM ist in das Cash-Management-System der E.ON SE eingebunden. Es besteht hieraus eine Kreditlinie in Höhe von 120,0 Mio. €, welche zum 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen ist. Demgegenüber hat enviaM ihrerseits an verschiedene Tochtergesellschaften Cash-Pool-Kreditlinien in Höhe von insgesamt 37,0 Mio. € ausgereicht, die am 31. Dezember 2023 mit 0,5 Mio. € in Anspruch genommen wurden.

Ertragslage

2023

2022

Mio €

%

Mio €

%

Umsatzerlöse

2.529,6

94,8

2.547,9

96,2

Andere betriebliche Erträge

139,2

5,2

99,4

3,8

Betriebliche Erträge

2.668,8

100,0

2.647,3

100,0

Materialaufwand

-2.165,5

-81,1

-2.173,6

-82,1

Personalaufwand

-74,2

-2,8

-79,6

-3,0

Abschreibungen

-92,3

-3,5

-94,4

-3,6

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-131,1

-4,9

-128,4

-4,9

Betriebliche Aufwendungen

-2.463,1

-92,3

-2.476,0

-93,5

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit

205,7

7,7

171,3

6,5

Ergebnis Finanzanlagen

275,2

10,3

100,3

3,8

Zinsergebnis

-16,2

-0,6

-7,4

-0,3

Abschreibungen auf Finanzanlagen

-1,9

-0,1

-45,3

-1,7

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

462,8

17,3

218,9

8,3

Steuern

-80,1

-3,0

-79,0

-3,0

Sonstige Steuern

-7,4

-0,2

-0,6

0,0

Jahresüberschuss

375,3

14,1

139,3

5,3

(rundungsbedingte %-Abweichungen möglich)


Ergebnis. Der Jahresüberschuss liegt mit insgesamt 375,3 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (im Vorjahr: 139,3 Mio. €). Die Ursache für diese Entwicklung ist hauptsächlich im Ergebnis Finanzanlagen sowie in den gegenüber dem Vorjahr geringeren Abschreibungen auf Finanzanlagen und den höheren Zuschreibungen auf Finanzanlagen innerhalb der anderen betrieblichen Erträge zu sehen.

In der Sparte Strom belaufen sich die Umsatzerlöse vor Stromsteuer auf 2.068,3 Mio. € (im Vorjahr: 2.094,4 Mio. €). Im Segment Privat- und Gewerbekunden sind die Umsatzerlöse trotz niedrigerer Absatzmengen preisbedingt aufgrund höherer Beschaffungskosten gestiegen (+210,8 Mio.€). Infolge der Weitergabe unterjährig gesunkener Großhandelspreise liegt im Segment Weiterverteiler/Vertriebshandel ein Rückgang der Umsatzerlöse vor.

Die Umsatzerlöse vor Energiesteuer in der Sparte Gas liegen auf Vorjahresniveau (80,9 Mio. €; im Vorjahr: 79,7 Mio. €).

Es wurden sonstige Umsatzerlöse in Höhe von 443,3 Mio. € (im Vorjahr: 452,9 Mio. €) erzielt. Die Verminderung um 9,6 Mio. € ist insbesondere auf geringere Erlöse aus dem Verkauf von CO 2-Zertifikaten zurückzuführen. Dem entgegen wirken höhere Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen und aus Warenverkäufen.

Die anderen betrieblichen Erträge beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge, die Bestandsveränderung und die anderen aktivierten Eigenleistungen. Sie summieren sich auf 139,2 Mio. € (im Vorjahr: 99,4 Mio. €). Die Erhöhung um 39,8 Mio. € resultiert mit 21,5 Mio. € aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen und mit weiteren 21,5 Mio. € aus Erträgen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen.

Der Materialaufwand ist um 8,1 Mio. € gesunken. Bereinigt um die Veränderung periodenfremder Effekte (-15,8 Mio. €) haben sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren infolge geringerer Bezugsmengen trotz gestiegener spezifischer Bezugspreise für Strom und Gas um 6,2 Mio. € reduziert. Die bezogenen Leistungen sind um 13,9 Mio. € gestiegen, was u.a. auf höhere Aufwendungen für IT und Netznutzung zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand ist insgesamt um 5,4 Mio. € gesunken. Während bei den Löhnen und Gehältern u.a. infolge einer Tarifanpassung und einer leichten Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter ein Anstieg zu verzeichnen ist, liegt bei den Aufwendungen für Altersversorgung ein Rückgang vor.

Die Abschreibungen des Berichtsjahres liegen mit 2,1 Mio. € unter den Abschreibungen des Vorjahres. Die Verminderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus im Geschäftsjahr erfolgten Anlagenabgängen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen nur geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (+2,7 Mio. €).

Das Ergebnis aus Finanzanlagen ist um 174,9 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg resultiert maßgeblich aus deutlich höheren Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen und betrifft im Wesentlichen den Ergebnisabführungsvertrag mit MITNETZ STROM. Außerdem hat sich das Beteiligungsergebnis erhöht. Die MITGAS hat im Berichtsjahr wieder eine Gewinnausschüttung vorgenommen, während dies im Vorjahr nicht erfolgte.

Im Berichtsjahr waren keine Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens (im Vorjahr: 45,3 Mio. €) erforderlich.

Der Steueraufwand liegt insgesamt auf Vorjahresniveau (80,1 Mio. €, im Vorjahr: 79,0 Mio. €). Aufgrund des höheren steuerlichen Ergebnisses hat sich der Ertragssteueraufwand für das Geschäftsjahr um 21,7 Mio. € erhöht. Demgegenüber verringerten sich die periodenfremden Steuern (-20,6 Mio. €).

Die Erhöhung der sonstigen Steuern (7,4 Mio. €; im Vorjahr: 0,6 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungszuführungen.

Stromaufkommen und -abgabe

Stromaufkommen. Das Stromaufkommen betrug im Berichtsjahr 10.267 GWh (im Vorjahr: 11.851 GWh) und wurde nahezu vollständig aus Fremdstrombezügen gedeckt. Ein Wesentlicher Fremdstrombezugspartner war dabei die E.ON Portfolio Solutions GmbH, München.

In der Position "Sonstige" in Höhe von 9.088 GWh (im Vorjahr 7.101 GWh) sind der Bezug von der envia THERM GmbH, Bitterfeld-Wolfen, der Vattenfall Energy Trading GmbH, Hamburg, der Bezug über die Strombörse European Energy Exchange, Leipzig, Vertriebshandelsgeschäfte mit Dritten, Kraftwerksstrom von Dritten sowie Bezug aus EEG-Anlagen von Dritten im Rahmen der EEG-Direktvermarktung zusammengefasst.

Stromaufkommen

2023

2022

GWh

GWh

E.ON Portfolio Solutions GmbH/E.ON Energie Deutschland GmbH

1.179

4.750

Sonstige

9.088

7.101

10.267

11.851


Stromabgabe. Im Berichtszeitraum betrug die nutzbare Stromabgabe 10.259 GWh (im Vorjahr: 11.842 GWh).

Die Summe der Absätze an Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden betrug im Geschäftsjahr 3.685 GWh (im Vorjahr: 4.929 GWh). Der Absatzrückgang im Segment Privat- und Gewerbekunden resultiert i.W. aus dem Sparverhalten der Kunden sowie einer gesunkenen Kundenanzahl. Im Segment Geschäftskunden trugen insbesondere auslaufende Verträge bei KeyAccount-Kunden zum niedrigeren Absatz bei. Der Rückgang im Segment Weiterverteiler/Vertriebshandel resultiert im Wesentlichen aus geringeren Absatzmengen im Vertriebshandel.

Stromabgabe *)

2023

2022

GWh

GWh

Privat- und Gewerbekunden

2.490

2.906

Geschäftskunden

1.195

2.023

Weiterverteiler/Vertriebshandel

6.574

6.913

10.259

11.842

*) ohne Betriebsverbrauch


In der Planung für das Geschäftsjahr 2023 war enviaM von einem Stromabsatz für Privat-, Gewerbe-, Geschäftskunden von rund 3.932 GWh ausgegangen. Im Vergleich zur Planung ergibt sich somit hierfür ein Rückgang im Stromabsatz für das Geschäftsjahr 2023 um ca. 6 %, welcher aus dem Segment Privat- und Gewerbekunden resultiert.

Investitionen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen 200,2 Mio. € (im Vorjahr: 158,7 Mio. €). Insbesondere wurden erneut umfangreiche Investitionsmaßnahmen in die Netzinfrastruktur durchgeführt, um die Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien sicherzustellen und jederzeit eine zuverlässige Energieversorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus bildeten der Ersatzneubau und die Fortführung des Neubaus von 110 kV-Leitungen Schwerpunkte der Maßnahmen im Hochspannungsleitungsnetz. Die Investitionen lagen damit unter der Prognose für 2023 (227,0 Mio. €).

Finanzinvestitionen. Die Finanzinvestitionen in Höhe von 204,0 Mio. € (im Vorjahr: 99,2 Mio. €) betrafen mit 83,9 Mio. € (im Vorjahr: 3,8 Mio. €) Anteile an verbundenen Unternehmen, mit 116,6 Mio. € (im Vorjahr: 89,4 Mio. €) Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit 1,8 Mio. € (im Vorjahr: 3,6 Mio. €) Beteiligungen, mit 0,0 Mio. € (im Vorjahr: 1,2 Mio. €) Ausleihungen an Beteiligungen und mit 1,7 Mio. € (im Vorjahr: 1,2 Mio. €) sonstige Ausleihungen.

Beteiligungen

Zum 31. Dezember 2023 ist enviaM an 70 Gesellschaften in direkter Form beteiligt. Daneben bestehen mittelbare Beteiligungen.

Entwicklung des Beteiligungsportfolios. In dem aus den direkten Beteiligungen bestehenden Portfolio von enviaM wird ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung der gesamten enviaM-Gruppe generiert. Schwerpunkte dieser Wertschöpfung bilden das regulierte Netzgeschäft, die konventionelle und regenerative Energieerzeugung sowie die Erbringung von Telekommunikations-Dienstleistungen. enviaM ist bestrebt, diese Handlungsfelder permanent zu entwickeln, um neue Geschäftsopportunitäten nutzen zu können.

Wesentliche Veränderungen innerhalb des Beteiligungsportfolios im Jahr 2023 betreffen die Gründung der EPE Energiepark Elbeland GmbH & Co. KG einschließlich Komplementär-GmbH, die Anwachsung der Oschatz Netz GmbH & Co. KG, den Erwerb von Geschäftsanteilen an der Windkraft Hochheim GmbH und Co. KG sowie eine umfassende Kapitalstärkung der envia TEL.

EPE Energiepark Elbeland GmbH & Co. KG. Die enviaM-Gruppe beabsichtigt, in Nordsachsen einen Solarpark zu errichten und zu betreiben. Hierfür hat envia THERM bereits verschiedene Nutzungsverträge abgeschlossen. Die Errichtung und der Betrieb dieses Parks sollen jedoch nicht von der enviaM-Gruppe allein, sondern in Kooperation mit Geschäftspartnern erfolgen. Ausgehend davon wurde die EPE Energiepark Elbeland GmbH & Co. KG (EPE) und die zugehörige Komplementär-GmbH, die EPE Energiepark Management GmbH, als Beteiligungsgesellschaften der enviaM gegründet. Envia THERM hat die Projektrechte im Dezember 2023 auf EPE übertragen und wird in den kommenden Jahren im Rahmen eines mit EPE abzuschließenden Projektentwicklungsvertrages die Verantwortung für die Entwicklung und Errichtung des Solarparks übernehmen.

Oschatz Netz GmbH & Co. KG. Die Oschatz Netz GmbH & Co. KG (Oschatz KG) wurde im Jahr 2013 als Netzkooperationsgesellschaft durch die Stadt Oschatz (25,1 %) und enviaM (74,9 %) gegründet. Die Oschatz Netz war Eigentümer des Stromnetzes auf dem Gebiet der Stadt Oschatz. Der Netzbetrieb erfolgte durch die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom GmbH. Im Jahr 2023 hat sich die Stadt Oschatz entschieden, diese Kooperation nicht weiter fortzuführen und daraufhin ihren Geschäftsanteil an enviaM veräußert. Da die Fortführung der Oschatz Netz als 100 %ige Tochtergesellschaft von enviaM weder strategisch noch wirtschaftlich sinnvoll ist, wurde die Gesellschaft mit enviaM auf dem Weg der Anwachsung zusammengeführt.

Windkraft Hochheim GmbH & Co. KG. Die Windkraft Hochheim GmbH & Co. KG (Windkraft Hochheim) betreibt in der Gemeinde Nessetal im Landkreis Gotha in Thüringen einen Windpark. enviaM hat 100 % der Geschäftsanteile an der Windkraft Hochheim im Jahr 2015 erworben und 10 % dieser Geschäftsanteile im Jahr 2017 an die Stadtwerke Bernburg GmbH (Stadtwerke Bernburg) verkauft. Im Jahr 2023 haben sich die Stadtwerke Bernburg entschlossen, diese Beteiligung nicht weiterzuführen und enviaM den Rückkauf der Geschäftsanteile angeboten. Diese Transaktion wurde im Dezember 2023 vollzogen.

envia TEL GmbH. Mit der 100 %igen Tochtergesellschaft envia TEL verfolgt enviaM ein ehrgeiziges Wachstumsprogramm im Bereich Telekommunikation. Schwerpunkte dieses Programms sind einerseits die Errichtung von Breitbandinfrastruktur und andererseits der Bau und Betrieb von Datacentern. Im Jahr 2023 wurden umfangreiche Breitband-Baumaßnahmen im Netzgebiet der enviaM umgesetzt. Mit der Konzernschwester Avacon AG (Avacon) hat sich enviaM entschlossen, im Raum Hannover ein Datacenter zu errichten und zu betreiben. Hierfür hat envia TEL gemeinsam mit der Avacon-Tochter Avacon Connect GmbH eine Projektgesellschaft gegründet. Zur Finanzierung der Breitband-Baumaßnahmen sowie der Kapitalausstattung der Datacenter-Projektgesellschaft hat enviaM im Jahr 2023 umfangreiche Einzahlungen in die Kapitalrücklage der envia TEL vorgenommen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren. Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf die Unternehmensziele nutzt enviaM verschiedene Kennzahlen. Als wesentliche Steuerungsgrößen im finanzbezogenen Bereich werden das betriebliche Ergebnis nach IFRS und die Höhe der Investitionen verwendet.

Betriebliches Ergebnis nach IFRS. Der Jahresüberschuss nach HGB wird wie folgt auf das betriebliche Ergebnis nach IFRS übergeleitet:

2023

2022

Mio. €

Mio. €

Jahresüberschuss (HGB)

375,3

139,3

Sonstige Steuern (HGB)

7,4

0,6

Ergebnis nach Steuern (HGB)

382,7

139,9

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (HGB)

80,1

79,0

Finanzergebnis (HGB) *)

-18,0

39,1

Betriebliches Ergebnis / EBIT (HGB)

444,8

258,0

Überleitung (HGB / IFRS)

-9,5

13,1

Betriebliches Ergebnis / EBIT (IFRS)

435,3

271,1

*) Das Finanzergebnis enthält Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen, Zinsen und ähnliche Aufwendungen.


Die Überleitung des betrieblichen Ergebnisses nach HGB zum betrieblichen Ergebnis nach IFRS resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen (-20,7 Mio. €) und aus der Auflösung der Sonderposten (-5,5 Mio. €). Gegenläufig wirken die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (10,2 Mio. €) und die unterschiedliche Bewertung von Rückstellungen (8,2 Mio. €).

In der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 war enviaM von einem betrieblichen Ergebnis/EBIT (IFRS) von rund 347 Mio. € ausgegangen.

Gegenüber dem Vorjahr ist das betriebliche Ergebnis (IFRS) um 164,2 Mio. € gestiegen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den Anstieg des Ergebnisses aus Gewinnabführungsverträgen und Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen.

Investitionen. Das Netzgeschäft des Unternehmens ist anlagenintensiv. Die optimale Höhe an Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bildet daher eine weitere Zielgröße bei enviaM. Die Entwicklung der Investitionen ist im Abschnitt "Investitionen" dargestellt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Zur Steuerung des nicht finanzbezogenen Bereichs von enviaM stellen die Kennzahlen Kundenzufriedenheitsindex und Stromabsatz wichtige unternehmerische Messgrößen dar.

Kundenzufriedenheitsindex. Die Zufriedenheit der Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen von enviaM ist auch zukünftig eine wesentliche Grundlage für den vertrieblichen Erfolg. Die Kundenzufriedenheit basiert dabei auf realen Kundeneinschätzungen, die über eine jährliche Kundenumfrage ermittelt werden. Als Maßzahl fasst der Kundenzufriedenheitsindex alle abgegebenen Meinungen auf einer Skala von 0 bis 100 zusammen. So können mithilfe des Index Idealvorstellungen der Kunden (Soll) mit der tatsächlich wahrgenommenen Unternehmensleistung (Ist) über einen definierten Zeitraum miteinander verglichen werden.

Der Kundenzufriedenheitsindex (KZI) der Privatkunden lag im Geschäftsjahr bei 75 Punkten (2022: 78 Punkte). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zufriedenheit der Privatkunden leicht gesunken. Als Ursachen kommen hierfür u.a. erforderliche Preisanpassungen infolge der zu Jahresbeginn kurzfristig umzusetzenden Gesetze wie z.B. das Strom-Preisbremsengesetz (StromPBG) und damit verbundenen Auswirkungen auf die Kundenbetreuung zur Erläuterung der diesbezüglichen Erfordernisse in Betracht. Die Kunden zeigten Verunsicherungen und die Anfragen hatten eine höhere Komplexität als gewohnt. Das Nachfrage- und Telefonaufkommen war zeitweilig deutlich höher als in der Vergangenheit. Im Jahresverlauf konnte wieder Stabilität im operativen Kundenservice hergestellt werden.

enviaM arbeitet kontinuierlich an der Optimierung der Serviceleistungen und erweitert stetig das Produkt- und Dienstleistungsportfolio einschließlich digitaler Dienstleistungen, um die Kundenzufriedenheit wieder auf mindestens 78 Punkte zu erhöhen.

Stromabsatz. Eine weitere wesentliche Steuerungsgröße im Vertrieb sind die Absatzziele. Maßgeblich hierfür ist der Stromabsatz an Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden gemessen in Gigawattstunden. Dafür werden jährlich Ziele im Mittelfristplanungszeitraum von drei Jahren festgelegt. Die Entwicklung des Stromabsatzes ist im Abschnitt "Stromaufkommen und -abgabe" dargestellt.

Mitarbeiter

Personalbestand. Der Personalbestand zum 31. Dezember 2023 setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023

31.12.2022

Beschäftigte

661

639

davon Teilzeit

(102)

(102)

Mitarbeiteräquivalente

643

622


Die berufliche Erstausbildung und die Weiterbildung der Mitarbeiter wird durch Tochtergesellschaften der enviaM vorgenommen.

Sicherung von Fach- und Führungskräften. Im Jahr 2023 lag ein besonderer Fokus der Personalarbeit auf der Sicherung und Gewinnung geeigneter Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildender. Mit dem Aufbau und der Kommunikation einer starken Arbeitgebermarke (Employer Brand) verstärkt enviaM einen entscheidenden Erfolgsfaktor, um die Unternehmensgruppe als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde dafür eine aufmerksamkeitsstarke Image- und Auszubildendenkampagne gestartet.

Ausbildung. Das abgeschlossene Geschäftsjahr 2023 war für den Ausbildungsbereich ein erfolgreiches und vielfältiges Jahr. Es konnten die im Jahr 2022 begonnen Neu- und Umbaumaßnahmen am Ausbildungsstandort in Halle/Saale erfolgreich beendet werden und mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2023/24 die Auszubildenden in den neu gestalteten Kabinetten begrüßt werden. Bei den Um- und Neubauaktivitäten stand die Schaffung einer modernen und innovativen Lernumgebung im Vordergrund. Dies ist eine von vielen Maßnahmen, um der Herausforderung zu begegnen, ausreichend junge Menschen für eine Ausbildung bei enviaM zu begeistern. So gelang es, im Jahr 2023 ca. 20 % mehr Azubis im Vergleich zum Vorjahr einzustellen.

Mit sich verändernden Anforderungen in den Geschäftsfeldern, wurde auch das Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten angepasst und vielfältiger gestaltet. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2023/24 wurde der Beruf Kauffrau/-mann für Digitalisierungsmanagement neu ins Portfolio aufgenommen und mit ersten Auszubildenden besetzt.

Potenzialträgerprogramm. Im vergangenen Jahr wurde eine intensive Suche nach ambitionierten und mutigen Persönlichkeiten im Rahmen der Potenzialträgererkennung der enviaM-Gruppe durchgeführt. Potenzielle Kandidaten waren aufgefordert, sich eigeninitiativ zu bewerben, um einen spannenden und herausfordernden Prozess zu durchlaufen. Alle Kandidaten wurden durch individuelle Entwicklungspläne gefördert und können an Workshops im Rahmen des Potenzialträgerprogramms sowie spannenden Perspektivwechseln innerhalb des E.ON- Konzerns teilnehmen, um sich ein übergreifendes Netzwerk aufzubauen und voneinander zu lernen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement. Das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde mit Angeboten zur psychosozialen Beratung und mentalen Unterstützung ab Mitte des Jahres beginnend ausgebaut. Mit dem Fürstenberg Institut steht allen Mitarbeitenden, Auszubildenden und Führungskräften ein erfahrener und kompetenter Partner zur Förderung der individuellen Leistungsfähigkeit und Gesundheit zur Verfügung.

Beruf und Familie. Am 31. Mai 2023 erhielt enviaM erneut das Zertifikat mit Prädikat zum audit berufundfamilie. Das Zertifikat mit Prädikat steht für die besondere Anerkennung einer langjährigen, nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Es gilt als Qualitätssiegel für eine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik.

E-Learning. Mit der Einführung der digitalen Lernplattform MyGenius wurde das E-Learning Angebot erweitert zur Unterstützung und Förderung einer Kultur der ständigen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Das Angebot umfasst digitale Kernkompetenzen sowie spezifische fachliche Inhalte und basiert auf lernwissenschaftlichen Erkenntnissen, wobei das Lernen am Arbeitsplatz und soziales Lernen im Vordergrund stehen und eine Mischung unterschiedlicher Formate angeboten wird (z. B. Communities, Fallstudien, Gruppencoaching, Mikrotrainings, Podcasts, Job Shadowing usw.).

Interkulturelles Praxistraining. Bei enviaM werden Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen beschäftigt. Um die kulturellen Unterschiede und die kommunikativen Herausforderungen zu meistern, wurde ein interkulturelles Praxistraining eingeführt.

Arbeiten 4.0. Im Jahr 2023 wurden weitere Flächen der enviaM in Markkleeberg umgebaut, um ein Arbeitsumfeld inklusive Desk-Sharing im Sinne des flexiblen Arbeitens umzusetzen. Die Gestaltung der Räumlichkeiten erfolgte mit intensiver Beteiligung aller Mitarbeitenden und in enger Abstimmung mit der Mitbestimmung. Dabei konnte auf die Erfahrungen der Pilotprojekte in Halle und Markkleeberg zurückgegriffen werden.

Die 2022 vereinbarte Konzernbetriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten, nach der alle Mitarbeitenden von enviaM grundsätzlich von zu Hause oder anderen Orten arbeiten können, wurde in 2023 intensiv genutzt. Dabei können die Mitarbeitenden unter Berücksichtigung von betrieblichen Belangen und der Zusammenarbeit in den Organisationseinheiten eigenständig entscheiden, ob an einem selbstgewähltem Arbeitsort oder der Betriebsstätte gearbeitet wird. Auch das bis zu 20 Tage pro Jahr begrenzte Arbeiten in einem Land der Europäischen Union, welches Bestandteil der Neuregelung zum mobilen Arbeiten ist, wurde von zahlreichen Mitarbeitenden genutzt.

Kulturwandel. Kultur- und Veränderungsthemen sind fester Bestandteil der Strategie von enviaM. Dabei wird der Fokus auf die Themen Zusammenarbeit, Teamentwicklung und Führung gesetzt. Mit unterschiedlichsten Maßnahmen von Veranstaltungen über Teamworkshops bis hin zu Wissensimpulsen werden die drei Schwerpunkte "Flexibles Arbeiten stärken", "Neues Führungsverständnis leben" und "Kundenzentrierung/Unternehmertum in den Mittelpunkt stellen" in der gesamten Unternehmensgruppe verankert und weiter vorangetrieben.

Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Im April 2023 wurde das Audit im Rahmen des Integrierten Managementsystems nach DIN ISO 45001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz), DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und nach DIN ISO 50001 (Energiemanagement) in die Matrixzertifizierung des E.ON -Konzerns überführt. Der externe Auditor, der nun ausschließlich im Auftrag des E.ON-Konzerns die Auditierung vornimmt, hat die Wirksamkeit und Vollständigkeit sowie die Anforderungsgerechtigkeit des bestehenden Managementsystems am 24. August 2023 zertifiziert. Ab Oktober 2023 fanden die ersten Crossaudits statt. Diese werden durch Auditoren aus den Schwestergesellschaften konzernübergreifend durchgeführt und haben die Wirksamkeit und Vollständigkeit des bestehenden Managementsystems bestätigt.

Mit Beendigung der Corona-Pandemie wurde der Krisenregelbetrieb im März 2023 eingestellt. Die erarbeiteten Krisenszenarien bleiben fester Bestandteil des Krisenmanagements und tragen so zur Bewältigung vergleichbarer Krisensituationen bei.

Darüber hinaus hilft die nachhaltig in der Unternehmenskultur verankerte Möglichkeit des mobilen Arbeitens dabei, zukünftige Infektionsketten zu vermeiden bzw. die Auswirkungen von Infektionswellen zu vermindern.

Caring Culture. Den Themen Gesundheit und Sicherheit verleiht enviaM höchste Priorität, damit alle Mitarbeitenden sicher und unversehrt ihrer Arbeit nachgehen können. Mit der Initiative "Caring Culture" soll das Bewusstsein für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz gesteigert und die Kultur der Achtsamkeit und Fürsorge weiterentwickelt werden. Neben intensiven Workshops mit allen Führungskräften wurde ein Projekt mit dem Ziel aufgesetzt, den Reifegrad in den drei Kulturdimensionen Führung, Organisation intern und Partnerfirmenmanagement bis zum Jahr 2025 zu erhöhen.

Die Workshops mit allen Führungskräften hatten das Ziel, für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz - insbesondere auch den Schutz der mentalen Gesundheit - zu sensibilisieren, positive Erfahrungen zu teilen, sich über kritische Situationen und Herausforderungen auszutauschen sowie Verfahrensweisen und Unterstützungsmöglichkeiten im Unternehmen kennenzulernen.

Rechnungsmäßiges Unbundling

Auf der Grundlage des § 6b Abs. 3 EnWG vom 7. Juli 2005 sowie des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG vom 29. August 2016 führt enviaM getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen "Elektrizitätsverteilung", "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors", "Gasverteilung", "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors", "andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" und "grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme". Zusätzliche Bestimmungen für die Erstellung und Prüfung von Jahres- und Tätigkeitsabschlüssen ergeben sich aus den Beschlüssen BK8-19/00002-A sowie BK9-19/613-1 der Bundesnetzagentur vom 25. November 2019. Für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung hat enviaM gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Tätigkeitsabschlüsse erstellt.

Im Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" werden alle Geschäftsvorfälle erfasst, welche mit der wirtschaftlichen Nutzung des Eigentums am Elektrizitätsverteilungsnetz von enviaM im Zusammenhang stehen. Dies umfasst neben der Verpachtung des Elektrizitätsverteilungsnetzes auch die Erbringung energiespezifischer Dienstleistungen gemäß dem oben genannten Beschluss BK8-19/00002-A der Bundesnetzagentur.

Im Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" werden alle Geschäftsvorfälle erfasst, welche mit der wirtschaftlichen Nutzung des Eigentums am Gasverteilungsnetz von enviaM im Zusammenhang stehen. Dies umfasst neben der Verpachtung des Gasverteilungsnetzes auch die Erbringung energiespezifischer Dienstleistungen gemäß dem oben genannten Beschluss BK9-19/613-1 der Bundesnetzagentur.

Den Tätigkeitsabschlüssen liegt der Jahresabschluss der enviaM unmittelbar zu Grunde. Die auf Ebene des Gesamtunternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden kommen deshalb durchgängig auch für die Tätigkeitsabschlüsse zur Anwendung. Auf Basis der Kostenrechnung der enviaM wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel. In der Bilanz erfolgte eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivpositionen. In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Der Jahresüberschuss der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung stieg gegenüber dem Vorjahr (85,5 Mio. €) um 32,9 Mio. € auf 118,4 Mio. €. Ursache für den Anstieg waren höhere Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen sowie geringere zugeordnete Ertragsteuern.

Der Jahresfehlbetrag der Tätigkeit Gasverteilung betrug 1,1 Mio. €. Das gegenüber dem Vorjahr (-0,8 Mio. €) verringerte Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für bezogene Leistungen durch gestiegene IT-Kosten .

Bericht nach § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Berichtszeitraum nach Paragraph 312 Aktiengesetz (AktG) erstellt und mit folgender Schlusserklärung versehen:

"Wir erklären, dass die envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz, bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Chancen- und Risikomanagement

Chancen- und Risikomanagement-System. Im Rahmen der zahlreichen unternehmerischen Tätigkeiten ist enviaM auch einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Ein ganzheitlich organisiertes Risikomanagement-System ist daher fester Bestandteil der Unternehmensführung. Dabei werden neben Einzelrisiken - weit unterhalb der Gefahr einer potenziellen Existenzgefährdung - und adäquaten Maßnahmen zur Risikosteuerung auch entsprechende Chancenpotentiale analysiert.

In das Chancen- und Risikomanagement werden alle vollkonsolidierten, operativ tätigen Beteiligungsunternehmen einbezogen. Für assoziierte Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss einbezogen sind, gelten eingeschränkte Berichtspflichten, falls der jeweilige Buchwert der Beteiligung (nach IFRS) unter 50 Mio. € liegt. Proaktive Meldungen durch die einzelnen Minderheitsbeteiligungen oder deren Beteiligungscontroller sind unabhängig davon jederzeit möglich. Bei gravierenden Änderungen der Risiko-Situation sind sog. unverzügliche Einzelfallmeldungen sowohl innerhalb enviaM als auch für Beteiligungsgesellschaften verpflichtend, diese werden an den Risikomanagement-Ausschuss kommuniziert, der adäquate Maßnahmen trifft.

Grundsätzlich besteht das primäre Ziel darin, möglichst frühzeitig Informationen über Risiko- und Chancenpotenziale und damit verbundene finanzielle Auswirkungen zu gewinnen. Gewonnene Erkenntnisse fließen in die unternehmerischen Entscheidungsprozesse ein und unterstützen damit einen langfristigen Unternehmenserfolg von enviaM und ihren Beteiligungen.

Durch bestehende Ergebnisabführungsverträge werden wesentliche Risiken von Beteiligungsgesellschaften, vor allem im Netz- und Erzeugungsbereich, bei enviaM wirksam. Die zahlreichen Einzelrisiken lassen sich wie folgt systematisieren.

Umfeldrisiken. Die Risikosituation wird durch den anhaltenden Wandel der Rahmenbedingungen im rechtlichen und regulatorischen Umfeld und insbesondere durch die Veränderungen des energiepolitischen Ordnungsrahmens beeinflusst, aber auch im Kontext aktueller geopolitischer Entwicklungen und sich verändernden Energiemärkten ergeben sich neue Herausforderungen. Neben den Auswirkungen umfassender Regulierungstätigkeiten der Bundesnetzagentur und der Anreizregulierungsverordnung sowie Novellierungen in der Energiegesetzgebung infolge des politischen Gestaltungswillens der Bundesregierung sind ausgelöst durch die geopolitischen Konflikte weitere Handlungsfelder wie die weitere Sicherung der Füllstände in den Gasspeichern, Energieeinsparziele, Zuteilung von Energie in Mangelsituationen, Preisbegrenzungen, Ausgestaltung und Umsetzung von Notfallplänen u.a. zu berücksichtigen. Die im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg und der zurückliegenden Energiepreisentwicklung eingeführten, geeigneten Maßnahmen des Risikomanagements etablieren sich teilweise zu Standards und tragen so zu dessen Weiterentwicklung und Wirksamkeit im geänderten Umfeld bei.

Marktrisiken. Die gestiegenen Preise und deren hohe Volatilität in 2022 haben sich durch die andauernden geopolitischen Krisen auch im Berichtsjahr auf hohem Niveau bewegt, wobei sich die Marktliquidität gegenüber dem Vorjahr etwas verbessert hat.

Marktrisiken begegnet enviaM unter anderem durch eine aktive Vertriebspolitik, kundenorientierte und innovative Produkte sowie Dienstleistungen und mit einer absatzorientierten sowie langfristigen und diversifizierten Beschaffung. Nichtsdestotrotz führen die genannten Marktpreisschwankungen auch zu einer Zunahme von Anpassungsenergiekostenrisiken, die immer auftreten, wenn der tatsächliche Kundenbedarf vom erwarteten Kundenbedarf abweicht. Zusätzlich besteht ein Risiko von Kunden- und entsprechenden Rohertrags- sowie Rückvermarktungsverlusten, wenn B2C-Kunden mit langfristig beschafften Mengen bei sinkenden Marktpreisen kündigen und zu anderen Versorgern wechseln.

Relevante Marktrisiken und -chancen ergeben sich weiterhin auch aus dem Verlust bzw. Gewinn von Konzessionsverträgen.

Der Anspruch der Bundesregierung, den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung zu beschleunigen und gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes zu erhalten, führt zu neuen Marktregulierungen und Anreizsystemen, welche der Beurteilung der Marktrisiken und -chancen eine zunehmende Komplexität verleihen. Die weitreichenden Auswirkungen dieses Transformationsprozesses auf die relevanten Märkte machen es zunehmend erforderlich, die langfristigen Effekte dieser Entscheidungen einschließlich der daraus ableitbaren Chancen und Risiken regelmäßig neu zu bewerten.

Betriebsrisiken. Betriebsrisiken bzw. operative Risiken umfassen negative Effekte aus der spezifischen inhaltlichen und prozessualen Geschäftstätigkeit. Beispiele hierfür sind ungeplante Betriebsunterbrechungen im Kraftwerks-, IT- oder administrativen Bereich. Dem Schutz kritischer Infrastruktur kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.

enviaM betreibt ein Information Security Management System (ISMS) und ist in die Cyber Security Organisation des E.ON-Konzerns eingebunden. Gemeinsam mit den IT-Dienstleistern GISA, E.ON Digital Technology (EDT) und Weiteren verfügt enviaM über umfangreiche technische Systeme zur Vorsorge, Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen. Integraler Bestandteil des ISMS sind regelmäßige Awareness-Maßnahmen (z. B. Unterweisungen, Phishing Tests, Vorträge), um die Sensibilität der Mitarbeitenden zu trainieren. enviaM lässt auch durch qualifizierte Dienstleister die technische Sicherheit der IT-Systeme mittels fingierter Angriffe ("Penetration Test") prüfen und leitet aus den Ergebnissen Maßnahmen zur Schließung potenzieller Sicherheitslücken ein. Weiterhin wird mittels interner und externer Audits die Compliance von IT-Assets oder Geschäftsprozessen auf die Vorgaben der ISO 27001 geprüft und bei Abweichungen Maßnahmen zur Nachsteuerung abgeleitet. Innerhalb der enviaM-Gruppe besteht eine enge Zusammenarbeit der Informationssicherheits- und BCM- (Business Continuity Management) Verantwortlichen. In diesem Kontext wird auch die Vernetzung mit den Sicherheitsbehörden der Bundesländer im Netzgebiet gepflegt und ausgebaut.

Finanzrisiken. Im Rahmen des unternehmerischen Handelns entstehen sowohl Risiken als auch Chancen aus Kurs-, Zins-, Kredit- und Preisänderungen. Ursachen dafür können beispielsweise Veränderungen der Erwartungsbildung an Aktien- und Anleihemärkten hinsichtlich der absoluten oder relativen Gewinnentwicklung, die Zinsentwicklung sowie die Geld-, Finanz- und Lohnpolitik sein, was sich in entsprechenden, aktuell hohen Volatilitäten zeigt. Mit einem zielgerichteten Portfoliomanagement, geringer Risikoneigung und konservativen Anlagestrategien trägt enviaM diesen Sachverhalten entsprechend Rechnung.

Kreditrisiken. Grundsätzlich sind mit dem Vertriebsgeschäft Kreditrisiken verbunden, da einerseits Kunden ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen ggf. nicht oder nicht fristgerecht nachkommen und andererseits durch die weiterhin hohen Marktpreisvolatilitäten hohe Wiedereindeckungs- und Wiederabsatzrisiken auftreten können. Während im Geschäftsjahr 2022 hohe Wiedereindeckungsrisiken gegenüber Lieferanten bestanden, dominieren im Geschäftsjahr 2023 Wiederabsatzrisiken insbesondere gegenüber Kunden, die ihren Energiebedarf in Phasen sehr hoher Marktpreise eingedeckt haben.

Die Forderungsverluste generieren sich aus zwei Teileffekten: Bei unveränderter kundenseitiger Bonität wachsen sie linear mit steigenden Rechnungsvolumina. Das weiterhin hohe Energiepreisniveau führt somit zwangsläufig zu einem hohen preisbedingtem Ausfallrisiko. Zudem besteht die Möglichkeit, dass es zu einer Verschlechterung der Kundenbonität verbunden mit entsprechend verminderter Zahlungsfähigkeit und -willigkeit kommt. Gründe können in der ausbleibenden konjunkturellen Belebung und der inflationsbedingt zunehmenden Belastung der Kunden liegen. Auf Basis von kundenindividuellen Bonitätsprüfungen begrenzt enviaM die Kreditrisiken unter anderem durch eine entsprechende Gestaltung von Lieferverträgen und Zahlungsbedingungen, durch die Vergabe von Kreditlimiten sowie mit einem stringenten Forderungsmanagement.

Bei jedem Kauf bzw. Verkauf von Strom, Gas oder Umwelt-Zertifikaten entstehen auch Commodity-Positionen. Eigenerzeugung sowie der Brennstoffbedarf von Kraftwerken der Mehrheitsbeteiligungen von enviaM stellen ebenfalls Commodity-Positionen dar. Die Bewertung der jeweiligen Positionen hängt unmittelbar von den zum Teil hochvolatilen Marktpreisen für Strom, Gas, Öl sowie CO2-Zertifikaten ab und unterliegen dadurch selbst hohen Schwankungen. Daher werden diese Positionen auf Grundlage einer bestehenden Richtlinie in Systemen erfasst und sowohl einzeln als auch im Gesamtportfolio fortlaufend überwacht und bewertet. Grundsätzlich dürfen offene Positionen nur im Rahmen genehmigter Limite gehalten werden, wodurch mögliche Risiken entsprechend begrenzt werden.

Werthaltigkeit der Beteiligungen. Das Beteiligungsmanagement der enviaM stellt sicher, dass wesentliche Risiken im Beteiligungsportfolio frühzeitig erkannt werden. Regelmäßig werden sog. Impairmenttests (Werthaltigkeitstests) durchgeführt, um mögliche Abschreibungs- bzw. auch Zuschreibungsbedarfe bei den Beteiligungsbuchwerten von enviaM-Beteiligungen zu ermitteln.

Risiko-Portfolio. Die aktuellen geopolitischen Krisen führen auch zu nachhaltigen Veränderungen auf den etablierten Energiemärkten. Diese überlagern sich mit dem erforderlichen Umbau zu klimaneutralen Volkswirtschaften und einer sich wieder verstärkenden Blockbildung der Wirtschaftssysteme. Damit finden auf den Energiemärkten komplexe Anpassungen statt, die auf nationaler Ebene durch umfangreiche ordnungspolitische Maßnahmen gesteuert werden sollen. Die damit einhergehenden Herausforderungen bedingen eine wirtschaftliche und technische Neuausrichtung der Energiewirtschaft mit zum Teil sehr umfangreichen Investitionen in neue Technologien und Märkte, was mit entsprechenden Chancen und Risiken verbunden sein wird.

Im Risiko-Portfolio von enviaM werden unternehmensübergreifende Risikosituationen mit jeweiligen Wechselwirkungen und Kausalitäten abgebildet und zeitnah bewertet, um Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikoportfolio kann insgesamt als beherrschbar bezeichnet werden, was insbesondere für die Vielzahl von geringer quantifizierten Einzelrisiken im internen Risikoatlas der enviaM und der enviaM-Gruppe gilt.

Das Risiko-Portfolio wird als Matrix dargestellt, bestehend aus den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit des potenziellen Schadens in Prozent und erwartete Schadenshöhe in Mio. €. Die Wesentlichkeitsgrenze für Risiken wurde für enviaM bzw. die enviaM-Gruppe mit 25 Mio. € pro Jahr *) festgelegt, wobei gleichzeitig eine abgeschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 10 % vorliegen muss. Grundsätzlich werden in diesem Portfolio nur Risiken dargestellt, die weder in der Planung abgebildet noch durch bilanzielle Vorsorgemaßnahmen oder entsprechende Versicherungen berücksichtigt worden sind. Im Berichtsjahr wurde abweichend zum Vorjahr aufgrund einer aktualisierten Risikoeinschätzung kein Risiko als wesentlich eingestuft, welches bzgl. 2024 die vorgenannten Kriterien erfüllt.

*) Das entspricht in etwa 10 % des langjährigen durchschnittlichen Ergebnisses nach Steuern (ErgnS)

Risikokorrelation. Im Rahmen der Risiko-Identifikation wird auf eine zutreffende Ermittlung und klare Abgrenzung des Wirkungszusammenhangs von Risikoursache und Risikoeintritt bzw. Schaden geachtet: Mehrere Schäden, die von derselben Risikoursache abhängen (Korrelation), werden auf Basis eines Szenarios bewertet und zu einer Risikoposition zusammengefasst. Sonst besteht die Gefahr, dass eine mögliche Kumulation mehrerer kleiner Schäden infolge des Eintritts nur einer Risikoursache übersehen und das Risikopotenzial insgesamt unterschätzt wird. Auch einzeln nicht meldepflichtige Risiken können gegebenenfalls einheitenübergreifend in Zusammenfassung die entsprechenden Melde- bzw. Wesentlichkeitsgrenzen überschreiten.

Organisation des Risikomanagements. Das bestehende Chancen- und Risikomanagement-System wird stetig weiterentwickelt und von konkreten Sensibilisierungen sowie bei Bedarf durch Schulungen begleitet. So werden die Mitarbeitenden entsprechend informiert und Entwicklungen, die den Fortbestand bzw. die Ergebnislage oder auch die Liquidität der Gesellschaft möglicherweise gefährden oder stark beeinflussen, können frühzeitig erkannt werden. Wesentliche Risikopositionen werden intern sowohl stichtagsbezogen als auch z. T. laufend überwacht und bei Überschreiten festgelegter Meldegrenzen auch mittels unverzüglichem Einzelfallreporting an den Risikomanagement-Ausschuss kommuniziert, damit adäquate Maßnahmen eingeleitet werden können. Darüber hinaus besteht bei enviaM ein Compliance-Management-System zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens mit Schwerpunkt auf Korruptionsbekämpfung bei allen geschäftlichen Aktivitäten.

Gesamtrisikolage. Weder durch Einzelrisiken noch durch entsprechend aggregierte Positionen bestanden für enviaM im Berichtszeitraum Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdeten. Derartige Risiken sind auch für das Geschäftsjahr 2024 aktuell nicht erkennbar.

Zusätzliche Chancen. Um im Spannungsfeld zwischen Verlustrisiken und Gewinnchancen weiterhin erfolgreich zu sein, ist die Wahrnehmung unternehmerischer Chancen wichtiger Bestandteil des strategischen Handelns von enviaM. Die aktive Mitwirkung der Mitarbeitenden und Führungskräfte von enviaM in diesem Prozess wird durch verschiedene Initiativen unterstützt. Der Schwerpunkt liegt hierbei weiterhin auf einer stetigen und übergreifenden Geschäftsfeldentwicklung mit dem Fokus auf innovativen und kundenorientierten Produkten und Dienstleistungen unter Nutzung von Synergien und Effizienzen eines aktiv gestalteten Beteiligungsportfolios.

Die Notwendigkeit des Umbaus zur klimaneutralen Energieversorgung eröffnet Optionen von neuen Geschäftsmodellen und Dienstleistungen, welche sich sukzessive am Markt zu Produkten entwickeln. Erfolgsfaktoren zum Erschließen von Chancen dieses Transformationsprozesses sind das kreative Potenzial der Mitarbeiter verbunden mit einer innovationsfreundlichen Unternehmenskultur, Flexibilität bei der Neugestaltung komplexer Wertschöpfungsprozesse sowie die notwendige Kapitalbasis für die dafür erforderlichen Investitionen. Mit der Diversifizierung des Beteiligungsportfolios, einem konsequenten Kostenmanagement und einer frühzeitigen Neuausrichtung der Unternehmenskultur hat sich enviaM gemeinsam mit ihren Mehrheitsbeteiligungen hierfür positioniert.

Die Investitionen der vergangenen Jahre in erneuerbare Energien und in den Aufbau der erforderlichen digitalen Infrastruktur ermöglichen es enviaM, sich aus diesem Transformationsprozess heraus erfolgreich weiterzuentwickeln. Insbesondere Geschäftsmodelle im Bereich der dezentralen und regenerativen Energieversorgung eröffnen nachhaltige unternehmerische Chancen. Mit fortgesetzten Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien können auch künftig Wachstums- und Ergebnischancen realisiert werden, insbesondere im Bereich der Windkraftnutzung auf dem Festland sowie der Photovoltaik.

Durch die Beschlüsse der Bundesregierung, die Entwicklung des Wärmemarktes zu einem zentralen Bestandteil der Energiewende zu machen, ergeben sich umfangreiche Herausforderungen aber auch eine Vielzahl von Chancen für neue Geschäftsmodelle. Hier hat enviaM in Verbindung mit ihren Beteiligungen aufgrund ihrer breiten Wertschöpfung und Expertise gute Voraussetzungen, erfolgreich in entsprechend entstehenden Märkten zu agieren.

Mit der Entscheidung zum Aufbau eines nationalen Wasserstoffnetzes wurden die Bedeutung von Wasserstoff zur Sicherung der industriellen Basis und des Wohlstandes der Gesellschaft erkannt und die Weichen für eine kommerzielle Nutzung gestellt. Wasserstoff entwickelt sich damit zukünftig zu einem zentralen Element der Sicherstellung einer unabhängigen und nachhaltigen Energieversorgung sowie einer dekarbonisierten Industrie.

Für diese historischen Aufgaben werden umfangreiche Investitionen in Energieerzeugung und Energieinfrastruktur erforderlich, welche nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch das wirtschaftliche Vermögen zur Umsetzung derartiger Projekte erfordern. Vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen der öffentlichen Hand wird die Finanzierung der Maßnahmen eine zunehmende Aufgabe, nachhaltige und werthaltige Investitionen vornehmen zu können.

Mit einem wachsenden Anteil von Elektrofahrzeugen am PKW-Bestand partizipiert enviaM am Trend zur Elektromobilität, indem diese Entwicklung langfristig Substitutionseffekte der Energieträger für Mobilität auslöst und weiterhin Kundenlösungen bezüglich individueller Ladeinfrastruktur fordert.

Der anhaltende Bedarf an schnellen Datenübertragungs- und -speichermöglichkeiten bietet ferner Chancen im Auf- und Ausbau von leistungsfähiger digitaler Infrastruktur im Bereich der Glasfasernetze, des Mobilfunks und von Data Centern. enviaM erschließt in Kooperation mit Tochterunternehmen diese Geschäftsfelder mit einem wachsenden Portfolio an Produkten und Dienstleistungen wie z. B. die Errichtung von Data Center sowie Dienstleistungen zur Cyberabwehr.

Im Commodity-Bereich werden aufgrund stark gestiegener Energiepreise die Themen Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz weiterhin an Bedeutung gewinnen. Mit wachsendem Kundeninteresse ergeben sich neue Chancen, innovative Produkt- und Serviceangebote für mehr Transparenz zum Energieverbrauch zu platzieren und effiziente, zukunftsfähige Technologien weiterzuentwickeln. Sicherheit, Stabilität und Zuverlässigkeit spielen nach wie vor eine große Rolle, was die Bedeutung des regionalen Grundversorgers enviaM unterstreicht und zur Sicherung des Grundversorgerstatus beiträgt.

Mit den Anforderungen im Kontext der Energiewende und der Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes ergeben sich auch im Non-Commodity Bereich neue Chancen. Mit Fokus auf die Neuausrichtung des Wärmegeschäfts, des Ausbaues von Solardienstleistungen und der Weiterentwicklung des Energiemanagementsystems können neue Produkte und Services entwickelt werden.

Neue gesetzliche Anforderungen schaffen zusätzliche Märkte zur Bereitstellung von Submetering-Dienstleistungen im wohnungswirtschaftlichen Umfeld. Dazu gehören neben der Erstellung der Heizkostenabrechnung auch Dienstleistungen in Verbindung mit dem intelligenten Messsystem wie die Messdatenbereitstellung und der Gatewayadministration. Dieses Leistungsspektrum wird sich aus Sicht der enviaM in den nächsten Jahren zudem noch deutlich erweitern, da das intelligente Messsystem sich zunehmend zum Datenknotenpunkt in Gebäuden entwickeln wird.

Prognosebericht

Konjunktureller Ausblick. Für das Jahr 2024 rechnen Experten mit einem Wirtschaftswachstum zwischen null und einem Prozent. Ursachen sehen die Ökonomen in der hohen Inflation, die auf dem Konsum lastet, in gestiegenen Zinsen, welche die Bauwirtschaft und Investitionen ausbremsen sowie in einer weiterhin schwächelnden Weltkonjunktur. [Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Jahresgutachten 2023/2024, 8. November 2023; ifo Institut, Pressemitteilung 14. Dezember 2023]

Rahmenbedingungen. Die Energiepolitik steht weiter ganz oben auf der politischen Agenda. Neben dem Krieg gegen die Ukraine wirkt sich auch der Nahostkonflikt auf die Energieversorgung und die volatilen Strommärkte aus. Im Fokus der politischen Diskussion stehen neben Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie, vor allem die Transformation der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft zur Klimaneutralität.

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November 2023 wurde der aus den Mitteln zur Corona-Hilfe gebildete Klima- und Transformationsfonds (KTF) für verfassungswidrig erklärt. Die aus diesem Urteil entstandenen wesentlichen Unsicherheiten hinsichtlich der Finanzierung verschiedener Projekte der Energiewende, konnten mit der Verabschiedung des Bundeshaushaltes im Januar 2024 ausgeräumt werden. Vor diesem Hintergrund wurde auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zum 31. Dezember 2023 aufgelöst. Damit entfällt der Zuschuss für die Netzentgelte der vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber im Jahr 2024.

Die Bundesregierung hat im Geschäftsjahr 2023 eine Vielzahl energiewirtschaftlicher Gesetzesänderungen von besonderer Bedeutung für enviaM beschlossen, die zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten sind. Wesentliche Änderungen der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), die am 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, sind die Anpassungen insbesondere der Netzzugangs- und Netzentgeltregulierung an EU-rechtliche Vorgaben sowie die Neuordnung der Bundesnetzagentur. Hintergrund ist eine Entscheidung des EuGH aus dem September 2021 zur stärkeren Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur von politischen Vorgaben. Die Novelle hat Auswirkungen auf die regulatorischen Rahmenbedingungen im Netzbereich. Die Weiterentwicklung der für Stromnetzbetreiber essenziellen Verordnungen, zum Beispiel Anreizregulierungsverordnung (ARegV), Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) oder Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) fallen damit in die Zuständigkeit der Bundesnetzagentur. Diese hat aber angekündigt, an der momentan gültigen Regulierungslogik weitestgehend festzuhalten. Mit der Novelle sind auch der neu ausgestaltete § 14a EnWG zu steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und die Regelungen zur Ausgestaltung eines Wasserstoffkernnetzes in Deutschland in Kraft getreten. Zudem werden die Rahmenbedingungen zur Finanzierung des Wasserstoffkernnetzes im Jahr 2024 beschlossen.

Zum 1. Januar 2024 traten darüber hinaus das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und das Kommunale Wärmeplanungsgesetz (WPG) in Kraft. Beide Gesetze wurden im Geschäftsjahr 2023 aufeinander abgestimmt. Das Kommunale Wärmeplanungsgesetz ist eine verpflichtende Vorgabe an die Bundesländer zur Sicherstellung von Wärmeplanungen und der vollständigen Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bis 2045. Es enthält Regeln für die Erstellung kommunaler Wärmepläne, zu Fristen und zur Kompetenzverteilung innerhalb der Verfahren. Die Umsetzung in die Landesgesetzgebung erfolgt im Geschäftsjahr 2024. Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohner sollen bis zum 30. Juni 2026 und Kommunen unter 100.000 Einwohner bis zum 30. Juni 2028 ein detailliertes und verbindliches Konzept beschließen, wie die Dekarbonisierung ihrer kommunalen Wärmeversorgung bis 2045 erfolgen soll. Kommunen unter 10.000 Einwohnern können vereinfachte, standardisierte Verfahren nutzen. Die Kommunen sollen bei diesem Prozess von Bund und Ländern inhaltlich, organisatorisch und finanziell begleitet werden. enviaM arbeitet an Produkten, welche die Kommunen bei der Erstellung der Ist-Analyse, der Erarbeitung von Szenarien und Maßnahmenplänen unterstützt.

Im Zentrum der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) steht ein verpflichtender Mindestanteil von 65 Prozent an erneuerbaren Energien in neu einzubauenden Heizungsanlagen ab 2024 in Neubaugebieten. Für alle anderen Neubauten und Bestandsimmobilien gelten Übergangsfristen, die an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt sind.

Zentrales Element zum Erreichen der Klimaschutz- und Energiewendeziele ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Dies ist ein wesentlicher Beitrag, die Abhängigkeit von Energieimporten zu überwinden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die im Gesetz zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien, auch Osterpaket 2022 genannt, und weiteren Maßnahmen im Stromsektor verankerten Ausbaupfade und Ausschreibungsmengen insbesondere für Photovoltaik und Wind an Land sollen den Weg für diese Zielsetzung bereiten. Für Photovoltaik wird ein Zubau von 22 GW pro Jahr und eine installierte Solarleistung von 215 GW bis 2030 angestrebt. Für Wind an Land wird ein Zubau von 10 GW pro Jahr und eine installierte Windleistung bis 2030 von 115 GW angestrebt. Damit verbunden sind Chancen beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Verteilnetze. Hierfür müssen jedoch Planungs- und Genehmigungsverfahren zum Ausbau der Netze noch weiter beschleunigt werden. Hierzu sind Anpassungen in den entsprechenden Fachgesetzen des Umwelt-, Natur-, Emissionsschutzes sowie in Raumordnung und Planungsrecht erforderlich.

Mit dem Solarpaket I wird die Bunderegierung den ersten Teil ihrer im März 2023 veröffentlichten Solarstrategie umsetzen. In diesem ersten Schritt liegt der Fokus auf vereinfachten Meldeverfahren für sogenannte Balkonkraftwerke. Weitere Gesetzesänderungen zur Beschleunigung des Photovoltaik-Zubaus sind im angekündigten Solarpaket II vorgesehen.

Der starke Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert einen immensen Ausbau der Netzinfrastruktur. Vor diesem Hintergrund werden gemäß der Verordnung der Bundesnetzagentur zur Eigenkapitalverzinsung im Strom- und Gasbereich Neuinvestitionen ab 1. Januar 2024 höher verzinst als Bestandsinvestitionen. Damit sollen Anreize für die erforderlichen Neuinvestitionen im Zuge der Umsetzung des Osterpakets 2022 gesetzt werden.

Darüber hinaus liegt ein Entwurf der Novelle des Klimaschutzgesetzes vor. Der Entwurf sieht eine jährliche Gesamtmenge von Treibhausgasemissionen vor, die über alle Sektoren hinweg in der Summe eingehalten werden muss. Die Klimaschutzziele werden damit ab 2024 sektorenübergreifend, anstelle von jährlichen sektorspezifischen Zielen, betrachtet. Das Niveau der Klimaschutzanstrengungen bleibt gleich.

Zudem wird das Strommarktdesign sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene überarbeitet. Hierbei werden insbesondere Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien sowie die Einführung von Märkten für gesicherte Leistung und Flexibilitäten betrachtet. Auf europäischer Ebene wird zudem ein Grenzpreismechanismus im Spot Markt diskutiert.

Vertrieb. enviaM strebt auch im Jahr 2024 den Erhalt der Marktführerschaft *) unter den regionalen Energiedienstleistern in Ostdeutschland an. Demzufolge gilt für das Geschäftsjahr 2024 die vertriebliche Zielstellung, wieder einen Kundenzufriedenheitsindex für Privatkunden von mindestens 78 Punkten zu erreichen.

*) auf Basis Stromabsatz bzw. -umsatz

Die Komplexität des Energiegeschäftes wird im Zuge der voranschreitenden Energiewende weiter zunehmen. enviaM erwartet für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des Trends zur zunehmenden Eigenversorgung durch erneuerbare Energien und dem verschärften Wettbewerb bei Geschäftskunden und Weiterverteilern rückläufige leitungsgebundene Energiebezüge ihrer Kunden. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen weiterhin im Bereich der Dienstleistungserbringung. Die Digitalisierung gibt hierzu entscheidende Impulse. In Kooperationen mit innovativen Partnern wird enviaM verstärkt die Entwicklung digitaler Anwendungen für verschiedene Kundenbedürfnisse fortführen wie z.B. Home Energy Management System. Darüber hinaus stehen für die Kunden weiterhin dezentrale Versorgungslösungen, Angebote zur Eigenerzeugung, Beratungsleistungen bei Auditierungs- und Zertifizierungsanforderungen im Fokus. Im Zusammenhang mit der Einführung moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme werden neue Produkte und Dienstleistungen auf Basis zeit- und lastvariabler Tarife für den Einstieg der Kunden in die digitale Energiewelt entwickelt.

enviaM setzt ihre Entwicklung vom reinen Stromlieferanten zum ganzheitlichen Energiedienstleister konsequent fort. Einen Schwerpunkt bildet weiterhin die Vermarktung von Strom aus regenerativen Energien. Von anhaltend hohem Interesse für alle Kundengruppen sind Energieeffizienzmaßnahmen, um steigenden Energiekosten zu begegnen. Weiterhin werden von enviaM und ihren Mehrheitsbeteiligungen Wachstumschancen in der infrastrukturbasierten Breitbandversorgung von Geschäfts und Privatkunden gesehen.

Neue Geschäftsfelder. Weiterhin stehen Geschäftsfelder um die von der Politik forcierte Wärmewende und darauf aufbauende Ökosysteme ebenso im Fokus wie Geschäftsfelder, welche sich aus einer zunehmend smarten Infrastruktur um die Energienetze einschließlich von Speicherlösungen entwickeln.

Die stark wachsende Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen beschleunigt die Marktdurchdringung von integrierten Technologien mit Einbindung von Wärmepumpen, Speicherlösungen, Eigenerzeugungsanlagen und Ladeinfrastrukturen. enviaM baut Kompetenzen in diesen Bereichen auf, um an diesem Wachstumsmarkt zu partizipieren.

Im Bereich der Entwicklung von innovativen Wärmelösungen und Wärmekonzepten ergibt sich durch die Forderungen der Politik und dem Konsens der Gesellschaft ein erheblicher Bedarf neuer Dienstleistungen und Produkte, für welche enviaM infolge ihrer kommunalen Verankerung und übergreifenden Expertise ihrer Mitarbeitenden sowie ihrer Beteiligungsunternehmen primärer Ansprechpartner potenzieller Kunden ist. Diese Ausgangslage in dem sich noch entwickelnden Geschäftsfeld eröffnet Chancen für eine Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsspektrums von enviaM und ihren Beteiligungen.

Aber auch der wachsende Bedarf an individuellen Konzepten zur nachhaltigen Nutzung von Energie entwickelt eine Nachfrage nach speziellen energetischen Lösungen und technologischer Expertise, welche durch erste Erfahrungen aus erfolgreichen Projekten bzw. verfügbarer digitaler Technologien bedient und ausgebaut werden kann.

Die Forschungsaktivitäten im Wasserstofftestfeld der MITNETZ GAS im Chemiepark Bitterfeld Wolfen wurden im Jahr 2023 mit den Partnern DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig fortgeführt. Die gemeinsame Forschungstätigkeit trägt maßgeblich zur Entwicklung der künftigen Wasserstoffinfrastruktur bei, ist Ausgangsbasis und Grundlage neuer Geschäftsfelder in diesem Bereich und beschleunigt eine künftige kommerzielle Nutzung dieser Technologien. Mit der Publikation der Wasserstoffstrategie und dem Beschluss zum Aufbau eines Wasserstoffnetzes konkretisieren sich diese Optionen weiter.

Die Investitionen von enviaM über ihre Tochtergesellschaften in den Ausbau digitaler Infrastrukturen, wie beispielsweise Breitband, Funknetze, IoT und Edge Data Center schaffen Zugang zu neuen Geschäftsfeldern und Wachstum in neuen Märkten wie Dienstleistungen im Bereich Security für kritische Infrastrukturen.

Die strategische Kooperation mit Avacon im Bereich Edge Data Center ist ein weiterer Schritt in diesem Segment und stärkt nicht nur die Position in dem wachsenden Markt, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für innovative Technologien und Dienstleistungen in deren Umfeld. So werden auch weitere Geschäftsfelder im Bereich Security für kritische Infrastrukturen möglich. Die steigende Bedrohungslage erfordert innovative Sicherheitskonzepte. Durch gezielte Investitionen und Partnerschaften wird enviaM ihre Kompetenzen in diesem Bereich ausbauen.

enviaM beteiligt sich mit ihren Tochterunternehmen aktiv beim Aufbau und dem Betrieb der Datenplattform iPEN innerhalb des E.ON-Konzerns. Die Plattform ist ein wichtiger Baustein in der Digitalstrategie und skaliert und vermarktet digitale Lösungen. Mit zunehmendem Ausbau und wachsenden Erfahrungen ergeben sich vielfältige Szenarien mit Potenzial zu digitalen Kundenanwendungen oder zur Steigerung von Effizienzen im Kerngeschäft.

Über die bestehenden Kooperationen mit dem Smart Infrastructure Hub und E.ON Group Innovation GmbH werden kontinuierlich Erfolg versprechende Geschäftsideen gesichtet und bewertet. Dies ermöglicht durch eine frühzeitige Identifikation von innovativen Lösungsansätzen eine kontinuierliche Ergänzung des bestehenden Produkt- & Dienstleistungsspektrums.

Netz. Wesentlicher Investitionsschwerpunkt wird der Ausbau und die Verstärkung des Verteilernetzes für die Leistungsaufnahme und den Transport erneuerbarer Energien bleiben. Gleichzeitig wird die Anzahl der anzuschließenden Ladepunkte für die Elektromobilität steigen.

Dabei werden zunehmend intelligente Netztechnologien zur Laststeuerung und Spannungsregelung eingesetzt. Zudem wird der Einbau intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen fortgeführt. Für die Zukunftsfähigkeit der Tochtergesellschaft MITNETZ STROM ist die Weiterentwicklung des Verteilernetzes zu einem leistungsstarken und intelligenten Netz essentiell.

Auf der Grundlage der Hinweise der Bundesnetzagentur für die Entgeltbildung vom 18. September 2023 und der vom vorgelagerten Netzbetreiber angezeigten Preisentwicklung wurden die vorläufigen Netzentgelte für das Jahr 2024 kalkuliert und im Internet veröffentlicht. Danach steigen die Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr für Haushaltskunden um durchschnittlich 13 % und für Industriekunden in Mittelspannung um durchschnittlich 19 %. Die Steigerung der Netzentgelte der MITNETZ STROM resultiert im Wesentlichen aus einer mehr als Verdopplung der Entgelte des vorgelagerten Netzbetreibers, der 50Hertz Transmission GmbH, den deutlich gestiegenen Strompreisen für die Beschaffung der Netzverluste sowie den hohen Investitionen in die für die Energiewende notwendige Netzinfrastruktur.

Zusätzlich zu den Netzentgelten für die Entnahme mit Leistungsmessung und für Entnahmen ohne Leistungsmessung wurde ein weiteres Preisblatt zu Netzentgelten für steuerbare Verbrauchseinrichtungen gemäß § 14a EnWG in der Niederspannung (Netzebene 6 und 7) veröffentlicht und somit der Festlegung der BNetzA zum § 14a EnWG Rechnung getragen.

Konzessionen. Durch ein intensives Konzessions- und Kommunalmanagement konnte enviaM in den letzten Jahren einen überwiegenden Teil der neu zu vergebenen Konzessionsverträge und damit die wirtschaftliche Grundlage ihres Netzgeschäftes sichern. Der Wettbewerb um Konzessionen hat sich aus diesem Grunde abgeschwächt und die laufende Betreuung der Vertragspartner ist in den Mittelpunkt des Konzessions- und Kommunalmanagements gerückt.

Beteiligungen. Die dauerhafte Optimierung des Beteiligungsportfolios bleibt auch weiterhin ein wesentliches Aufgabenfeld von enviaM. Darüber hinaus wird enviaM die Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern weiter ausbauen, um Wachstumschancen im Zuge der Energiewende und Nachhaltigkeit gemeinsam zu nutzen.

Personal. Die Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Fach- und Führungskräften wird auch im Jahr 2024 ein sehr wichtiger Bestandteil der Personalarbeit sein. Um diese Ziele zu erreichen, werden unter anderem eine neue enviaM-Karriereseite gestartet, weitere Recruitingkampagnen durchgeführt sowie die Implementierung einer Onboarding-App zur Verbesserung des Bewerber-Erlebnisses vorgenommen. Mit Blick auf eine Vielzahl altersbedingter Abgänge in den nächsten Jahren wird zudem die Umsetzung der Demografieplanung mit Hilfe von Lebensplanungsgesprächen forciert. Im Ausbildungsbereich soll der positive Trend der Erhöhung an Azubi-Neueinstellungen fortgesetzt und weiter gesteigert werden. Außerdem wird eine spezielle E-Learning Plattform für Auszubildende eingeführt. Sämtlich Talentaktivitäten werden weiter fokussiert und um neue Impulse erweitert.

Prognose 2024. Für das folgende Jahr setzt sich enviaM das ambitionierte Ziel, den Kundenbestand bei den Privat- und Gewerbekunden zu stabilisieren. In den Bereichen Vertriebshandel, Geschäftskunden und Weiterverteiler werden aufgrund der intensiven Wettbewerbssituation sowie der politischen Rahmenbedingungen rückläufige Absätze erwartet. Der Gesamtabsatz für Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden im Geschäftsjahr 2024 wird mit rund 2.914 GWh (2023: 3.685 GWh) geplant.

Das unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen stabile Kerngeschäft ist Grundlage für eine nachhaltige Ergebnisentwicklung. Der Rückgang der Prognose 2024 gegenüber dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 resultiert aus dem Rückgang des Beteiligungsergebnisses, was sich im Wesentlichen aus dem Entfall energiewirtschaftlicher Sondereffekte 2023 ergibt. Unter Berücksichtigung dieser Effekte prognostiziert das Unternehmen für 2024 ein betriebliches Ergebnis/ EBIT nach IFRS unter dem Niveau von 2023 in der Größenordnung von rund 315,3 Mio. €.

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden mit rund 274 Mio. € veranschlagt. Damit liegen diese bereinigt um die Aktivierung nachträglicher Herstellungskosten ca. 38 % über dem Niveau von 2023. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bildet weiterhin das Stromverteilernetz.

Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur Entwicklung von enviaM. Diese Aussagen sind ausschließlich Erwartungen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn der Vorstand davon überzeugt ist, dass die getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft aufgrund der Vielzahl von internen und externen Faktoren hiervon abweichen

Erklärung zur Unternehmensführung

Frauen in Führungspositionen. Auf Basis des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat der enviaM im Geschäftsjahr 2022 die Zielquoten des Frauenanteils für den am 1. Juli 2022 beginnenden Erfüllungszeitraum mit einer Dauer bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Dieser beträgt für den Frauenanteil im Aufsichtsrat 30,00 % und für den Vorstand 33,33 %.

Das Unternehmen strebt selbstverpflichtend an, in der ersten Führungsebene einen Frauenanteil von 31,25 % und in der zweiten Führungsebene einen Frauenanteil von 50,00 % bis zum 30. Juni 2027 zu erreichen.

Zum 31. Dezember 2023 betrug die Frauenquote im Vorstand 33,33 % und im Aufsichtsrat 25,00 %. Der Anteil an Frauen in der ersten Führungsebene lag bei 33,33 % und in der zweiten Führungsebene 47,06 %. Mit diesen Werten hat enviaM die festgelegten Zielquoten nahezu erreicht.

Durch nachhaltige Aktivitäten ist bei enviaM die Förderung von Frauen in vielfältigen Bereichen ein Grundverständnis. Flexible Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten und ein modernes Führungsverständnis bilden dabei den Rahmen, um die Vereinbarkeit für Beruf und Familie zu gewährleisten und zu leben. Unser Potenzialträgerprogramm fördert gleichermaßen alle Talente, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - und das nicht nur in Führung sondern auch in der Karriere als Fachexpertinnen. So gelingt es gezielt, gerade Frauen auf dem Weg als Fachexpertinnen sichtbar zu machen und zu unterstützen.

Zentrales Kommunikationsinstrument ist das Frauennetzwerk FeM, welches bereits zahlreiche Mitarbeitende verbindet und auch im Konzern einen relevanten Bestandteil im Frauennetzwerk der E.ON SE darstellt. Neben dem klassischen Netzwerken wird großer Wert auf fachliche Inhalte, strategische Entwicklung und persönliche Kompetenzerweiterung gelegt. Ebenfalls beteiligt sich enviaM seit diesem Jahr an der deutschlandweiten MINT-Kampagne zum Recruiting weiblicher MINT-Talente.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

1.262

2.032

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

53.091

39.366

Geleistete Anzahlungen

0

2.507

54.353

43.905

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

84.712

84.876

Technische Anlagen und Maschinen

1.003.128

933.175

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

18.317

18.609

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

43.087

31.056

1.149.244

1.067.716

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

819.385

738.193

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

280.846

303.028

Beteiligungen

118.885

118.845

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

2.518

3.118

Wertpapiere des Anlagevermögens

459.522

438.087

Sonstige Ausleihungen

11.737

10.038

1.692.893

1.611.309

2.896.490

2.722.930

Umlaufvermögen

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

29.631

17.262

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

1.896

1.741

Fertige Erzeugnisse und Waren

376

425

Geleistete Anzahlungen

3

5

31.906

19.433

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

126.507

79.485

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

356.352

253.335

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

10.316

7.149

Sonstige Vermögensgegenstände

59.873

54.606

553.048

394.575

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

381

344

585.335

414.352

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

907

661

3.482.732

3.137.943

Passiva

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

635.187

635.187

Kapitalrücklage

20.565

20.565

Gewinnrücklagen

1.273.691

1.086.091

Bilanzgewinn

188.104

161.716

2.117.547

1.903.559

Sonderposten

Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

3.184

3.531

Sonderposten mit Rücklageanteil

18.535

23.950

21.719

27.481

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

179.217

190.249

Steuerrückstellungen

32.509

16.359

Sonstige Rückstellungen

160.226

130.980

371.952

337.588

Verbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

6.212

6.473

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

149.207

105.847

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

749.649

701.053

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

4.951

5.218

Sonstige Verbindlichkeiten

55.885

43.910

davon aus Steuern

(5.733)

(6.935)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

(116)

(300)

965.904

862.501

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

5.610

6.814

3.482.732

3.137.943

Gewinn- und Verlustrechnung

2023

2022

T€

T€

Umsatzerlöse inkl. Strom- bzw. Energiesteuer

2.592.537

2.627.035

Strom- bzw. Energiesteuer

-62.927

-79.118

Umsatzerlöse

2.529.610

2.547.917

Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen

106

1.005

Andere aktivierte Eigenleistungen

1.373

1.074

Sonstige betriebliche Erträge

137.670

97.321

Materialaufwand

Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

-1.648.582

-1.670.605

Aufwendungen für bezogene Leistungen

-516.918

-503.018

-2.165.500

-2.173.623

Personalaufwand

Löhne und Gehälter

-58.765

-51.238

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

-15.409

-28.340

davon für Altersversorgung

(-6.421)

(-19.926)

-74.174

-79.578

Abschreibungen

auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-92.253

-94.366

-92.253

-94.366

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-131.148

-128.478

Erträge aus Beteiligungen

79.601

14.133

davon aus verbundenen Unternehmen

(67.655)

(2.683)

Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

180.969

87.188

Aufwendungen aus Verlustübernahmen

-1

-14.602

180.968

72.586

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

14.621

13.597

davon aus verbundenen Unternehmen

(5.445)

(2.251)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

10.832

1.270

davon aus verbundenen Unternehmen

(9.832)

(93)

Abschreibungen auf Finanzanlagen

-1.917

-45.335

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-26.994

-8.623

davon an verbundene Unternehmen

(-24.362)

(-1.434)

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-80.131

-78.957

Ergebnis nach Steuern

382.664

139.943

Sonstige Steuern

-7.398

-649

Jahresüberschuss

375.266

139.294

Gewinnvortrag

438

22

Einstellung in die Gewinnrücklagen
(im Vorjahr: Entnahme aus den Gewinnrücklagen)

-187.600

22.400

Bilanzgewinn

188.104

161.716

Anhang

Allgemeines

Die wirtschaftliche Tätigkeit der envia Mitteldeutsche Energie AG mit Sitz in Chemnitz (im Folgenden auch kurz "enviaM" genannt) erstreckt sich im Wesentlichen auf die Beschaffung und die gewerbliche Nutzung von Energie und Energieanlagen sowie auf die Versorgung mit elektrischer Energie, Gas und Wärme.

enviaM ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 19751 eingetragen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften - unter Beachtung der Regelungen des AktG, des EnWG und des DMBilG - angewendet.

Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, erfolgen diese Angaben grundsätzlich in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

enviaM und ihre Tochtergesellschaften werden analog dem Vorjahr in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird gleichzeitig für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Seit Inkrafttreten des DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) zum 1. August 2022 werden Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre beginnend nach dem 31. Dezember 2021 im Unternehmensregister veröffentlicht (www.unternehmensregister.de). Ein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes nach § 291 Abs. 3 Nr. 2 HGB wurde nicht gestellt. Aus diesem Grund ist enviaM unter Beachtung von § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

enviaM war seit 27. September 2023 alleinige Kommanditistin der Oschatz Netz GmbH & Co. KG (im Folgenden kurz "Oschatz KG" genannt). Die Oschatz Netz Verwaltungs GmbH (im Folgenden kurz "Oschatz GmbH" genannt) war die persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Oschatz KG. Die Oschatz GmbH ist am 1. Oktober 2023 ohne Gegenleistung aus ihrer Gesellschafterstellung bei der Oschatz KG ausgeschieden, womit die Oschatz KG aufgelöst wurde. enviaM hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 das Handelsgeschäft der Oschatz KG mit allen Aktiva und Passiva ohne Liquidation im Wege der Anwachsung zu den am 30. September 2023 bei der Oschatz KG angesetzten Buchwerten übernommen. Aus der Anwachsung entstand ein Anwachsungsgewinn in Höhe von 171 T€. Im Anlagengitter der enviaM werden die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen des angewachsenen Anlagevermögens fortgeführt. Die Auswirkungen der Anwachsung der Oschatz KG auf enviaM sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung von untergeordneter Bedeutung, so dass eine Vergleichbarkeit zwischen den Jahren 2023 und 2022 gegeben ist.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

enviaM macht von dem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren. Sie werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die der Entwicklung direkt zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern, die Inanspruchnahme von Diensten und den Einsatz von Personal sowie angemessene Teile der Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst.

Selbst geschaffene und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer - im Zu- und Abgangsjahr zeitanteilig - linear abgeschrieben.

Zugänge zu den Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten für Material und Personal, den auf die Herstellung entfallenden Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden mit dem Nennbetrag bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bezogen auf den überwiegenden Anteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:


Jahre

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände

5 - 10

Software, Lizenzen

3 - 20

Sonstige Rechte

3 - 20

Dienstbarkeiten

20 - 40

Gebäude

10 - 50

Technische Anlagen

Stromnetze

10 - 35

Umspann- und Schaltanlagen

10 - 20

Betriebs- und Geschäftsausstattung

1 - 20


Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Ausnahme abnutzbarer beweglicher Sachanlagen, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,00 € und nicht mehr als 800,00 € betragen, seit dem 1. Januar 2021 nach der linearen Methode abgeschrieben.

Sonderabschreibungen nach dem FördergebietsG wurden in den Vorjahren vorgenommen und als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen. Die entsprechenden Sachanlagen werden linear abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,00 € und nicht mehr als 800,00 € betragen, werden mit Ausnahme der Zähler im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 250,00 € werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam erfasst.

Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen, soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert liegen. Im Falle des Wegfalls der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen Zuschreibungen, die bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ermittelt werden.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, verzinsliche Ausleihungen zum Nennwert bewertet. Ist der beizulegende Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger, wurde dieser angesetzt.

Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Innerhalb der Forderungen aus Strom- und Gaslieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen mit dem abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch der Kunden verrechnet. Sofern es sich bei Vermögensgegenständen um Deckungsvermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen handelt, erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für Folgejahre darstellen.

Bestehende Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden, führen sowohl zu aktiven als auch zu passiven latenten Steuern, die saldiert werden. Eine Nutzung des Wahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgt nicht, so dass nach Saldierung keine Aktivierung von latenten Steuern vorgenommen wird.

Passiva

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Steuerpflichtige Zuschüsse der öffentlichen Hand für Investitionen sind als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert und werden über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

In Vorjahren vorgenommene steuerrechtliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen gemäß § 4 FördergebietsG sowie Übertragungen gemäß § 6b EStG wurden bis zum 31. Dezember 2009 in den Sonderposten mit Rücklageanteil eingestellt. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde bei erstmaliger Anwendung der Vorschriften des BilMoG am 1. Januar 2010 gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten. Die Auflösung zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge erfolgt konform zu den Nutzungsdauern der betroffenen Sachanlagen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Kostensteigerungen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Rückstellungen für Vorruhestand, Altersteilzeit, Jubiläen und Sterbegeld wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) bewertet.

Der Rückstellung für Vorruhestand liegt der Personalentwicklungsplan der enviaM bis 2028 zugrunde. Soweit das Austrittsdatum noch nicht feststeht, wurde ein durchschnittliches Austrittsdatum angenommen.

Soweit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB vorliegt, ergibt sich die Rückstellung aus dem Saldo des versicherungsmathematischen Barwertes der Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens. Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem Marktwert des verrechneten Deckungsvermögens. Ergebnisauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes, Zeitwertänderungen und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden nach Verrechnung in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2023 (1,82 %; im Vorjahr: 1,78 %) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2023 (1,74 %; im Vorjahr: 1,44 %) ergibt sich bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.930 T€ (im Vorjahr: 10.269 T€), der grundsätzlich ausschüttungsgesperrt ist.

Die für die Pensionsrückstellungen zugrunde gelegten Lohn- und Gehaltsteigerungen lagen zwischen 0,00 % und 2,95 % (im Vorjahr: zwischen 0,00 % und 2,75 %). Für Renten wurden Steigerungsraten zwischen 0,00 % und 2,20 % (im Vorjahr: zwischen 0,00 % und 2,00 %) angenommen.

Das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde nicht in Anspruch genommen. Alle mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden in Höhe ihrer Unterdeckung bilanziert. Dabei wurde das Kassenvermögen der Unterstützungskasse vom Verpflichtungswert abgesetzt.

Die mittel- und langfristigen sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Zur Anwendung kamen Zinssätze zwischen 0,99 % und 1,74 % (im Vorjahr: zwischen 0,43 % und 1,44 %). Erwartete künftige Kostensteigerungen wurden berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Ergebnisse aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder aus einer geänderten Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag und erhaltene Anzahlungen mit dem Nennwert passiviert. Innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen aus abgegrenzten noch nicht abgelesenen Netznutzungen mit den geleisteten Abschlagszahlungen verrechnet. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für Folgejahre darstellen.

Vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und ratierlich über einen Gesamtzeitraum von 20 Jahren zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz werden schwebende Energieverträge für Zwecke der Bewertung zu Portfolios zusammengefasst. Dabei handelt es sich bei den schwebenden Beschaffungsgeschäften um physisch zu erfüllende Warentermingeschäfte, die zur Marktpreissicherung schwebender Strom- und Gaslieferverträge dienen. Die Zusammenfassung der Portfolios richtet sich nach den Vorgaben des Risikomanagements. Hierbei werden die Portfolios B2B (Geschäftskunden und Weiterverteiler) und B2C (Privat- und Gewerbekunden) unterschieden.

Im Segment Geschäftskunden und Weiterverteiler werden die Energiebezugspreise durch eine bedarfsgerechte Back-to-Back-Beschaffung abgesichert. Für Energielieferungen im Segment Privat- und Gewerbekunden (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen) erfolgt eine strukturierte Beschaffung (Tranchenmodell), wobei auch Prognosedaten für Energielieferungen in branchenüblichen Zeiträumen (maximal bis 2026) berücksichtigt werden.

Es erfolgt eine jahresscheiben- und portfoliobezogene Deckungsbeitragsrechnung jeweils für Strom und Gas, in der die Portfolios sachgerecht voneinander abgegrenzt und gesteuert werden. Das ermöglicht eine zukunfts- und vergangenheitsorientierte Betrachtung. Die Ergebnisse der Deckungsbeitragsrechnung können auf die Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden. Drohverlustrückstellungen waren gemäß Deckungsbeitragsrechnung zum Bilanzstichtag nicht zu bilden.

Gemäß IDW RS ÖFA 3 werden etwaige überschießende Volumina bzw. offene Positionen auf Segmentebene lieferjahrscharf imparitätisch bewertet und Rückstellungen gebildet. Hieraus ergab sich zum Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von 22.484 T€.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Buchwerte

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

1.262

2.032

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

53.091

39.366

Geleistete Anzahlungen

0

2.507

54.353

43.905

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

84.712

84.876

Technische Anlagen und Maschinen

1.003.128

933.175

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

18.317

18.609

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

43.087

31.056

1.149.244

1.067.716

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

819.385

738.193

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

280.846

303.028

Beteiligungen

118.885

118.845

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

2.518

3.118

Wertpapiere des Anlagevermögens

459.522

438.087

Sonstige Ausleihungen

11.737

10.038

1.692.893

1.611.309

Anlagevermögen

2.896.490

2.722.930


Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Vortrag zum 01.01.2023

Anwachsung Oschatz KG

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge

Stand am 31.12.2023

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

4.114

0

164

17

0

4.295

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

101.494

2

22.510

2.503

-5.222

121.287

Geleistete Anzahlungen

2.507

0

0

-2.507

0

0

108.115

2

22.674

13

-5.222

125.582

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

231.201

8

930

646

-2.593

230.192

Technische Anlagen und Maschinen

3.854.482

5.081

137.738

17.994

-100.138

3.915.157

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

65.892

0

5.366

100

-2.198

69.160

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

31.056

84

33.535

-18.753

-2.835

43.087

4.182.631

5.173

177.569

-13

-107.764

4.257.596

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

738.193

0

83.942

-17

-1.357

820.761

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

303.028

0

116.555

0

-138.737

280.846

Beteiligungen

119.262

0

1.828

17

-1.328

119.779

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

3.118

0

0

0

-600

2.518

Wertpapiere des Anlagevermögens

483.358

0

0

0

0

483.358

Sonstige Ausleihungen

10.038

0

1.699

0

0

11.737

1.656.997

0

204.024

0

-142.022

1.718.999

Anlagevermögen

5.947.743

5.175

404.267

0

-255.008

6.102.177

Kumulierte Abschreibungen

Vortrag zum
01.01.2023

Anwachsung Oschatz KG

Abschreibungen

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

2.082

0

951

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

62.128

1

9.959

Geleistete Anzahlungen

0

0

0

64.210

1

10.910

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

146.325

0

4.497

Technische Anlagen und Maschinen

2.921.307

1.735

71.144

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

47.283

0

5.702

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

0

0

3.114.915

1.735

81.343

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

0

0

1.376

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

0

0

0

Beteiligungen

417

0

541

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

0

0

0

Wertpapiere des Anlagevermögens

45.271

0

0

Sonstige Ausleihungen

0

0

0

45.688

0

1.917

Anlagevermögen

3.224.813

1.736

94.170

Kumulierte Abschreibungen

Zuschreibungen

Umbuchungen

Abgänge

Stand am
31.12.2023

T€

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

0

0

0

3.033

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

0

0

-3.892

68.196

Geleistete Anzahlungen

0

0

0

0

0

0

-3.892

71.229

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

-3.738

0

-1.604

145.480

Technische Anlagen und Maschinen

-10

0

-82.147

2.912.029

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

0

0

-2.142

50.843

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

0

0

0

-3.748

0

-85.893

3.108.352

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

0

0

0

1.376

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

0

0

0

0

Beteiligungen

-64

0

0

894

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

0

0

0

0

Wertpapiere des Anlagevermögens

-21.435

0

0

23.836

Sonstige Ausleihungen

0

0

0

0

-21.499

0

0

26.106

Anlagevermögen

-25.247

0

-89.785

3.205.687


An nachstehend aufgeführten Unternehmen ist enviaM gemäß § 16 AktG beteiligt (Angabe gemäß § 285 Nr. 11 HGB).

Die folgenden verbundenen Unternehmen werden davon in den Konzernabschluss der E.ON SE einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaft

unmittelbare Beteiligung

mittelbare Beteiligung

Eigenkapital zum 31.12.2023

Ergebnis 2023

%

%

T€

T€

Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, Halle (Saale) *)

100,00

294.837

0

envia THERM GmbH, Bitterfeld-Wolfen *)

100,00

69.510

0

envia TEL GmbH, Markkleeberg

100,00

69.032

661

enviaM Beteiligungsgesellschaft Chemnitz GmbH, Chemnitz *)

100,00

56.366

0

EVIP GmbH, Bitterfeld-Wolfen *)

100,00

11.347

0

envia SERVICE GmbH, Cottbus

100,00

4.246

588

Verteilnetz Plauen GmbH, Plauen *)

100,00

25

0

MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH, Halle (Saale)

75,40

191.042

99.086

Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, Halle (Saale) *)

100,00

25

0

*) Gewinnabführungsvertrag mit dem Mehrheitsgesellschafter


Die folgenden verbundenen Unternehmen werden nicht in den Konzernabschluss der E.ON SE einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaft

unmittelbare Beteiligung

mittelbare Beteiligung

Eigenkapital zum 31.12.2022

Ergebnis 2022

%

%

T€

T€

WEK Windenergie Kolkwitz GmbH & Co. KG, Kolkwitz

100,00

6.475

1.410

Windpark Lützen GmbH & Co. KG, Lützen

100,00

5.591

4.145

Windkraft Hochheim GmbH & Co. KG, Lützen

100,00

5.294

1.352

SEW Solarenergie Weißenfels GmbH & Co. KG, Lützen

100,00

3.735

24

SPG Solarpark Guben GmbH & Co. KG, Lützen

100,00

3.598

93

NetzweltFabrik GmbH, Machern

100,00

3.223

3

EES Erneuerbare Energien Schnaudertal GmbH & Co. KG, Meuselwitz

100,00

973

-4

ENL Energiepark Niederlausitz GmbH & Co. KG, Lützen
(bisher: WET Windenergie Trampe GmbH & Co. KG, Lützen)

100,00

922

907

Ackermann & Knorr Ingenieur GmbH, Chemnitz

100,00

245

10

NRF Neue Regionale Fortbildung GmbH, Halle (Saale)

100,00

192

50

Windpark Verwaltungsgesellschaft mbH, Lützen

100,00

76

8

GKB Gesellschaft für Kraftwerksbeteiligungen mbH, Cottbus

100,00

70

-15

Windenergie Frehne Management GmbH, Lützen

100,00

45

1

enviaM Zweite Neue Energie Management GmbH, Lützen

100,00

38

4

enviaM Neue Energie Management GmbH, Lützen

100,00

37

1

WKH Windkraft Hochheim Management GmbH, Lützen

100,00

31

1

SEG Solarenergie Guben Management GmbH, Lützen

100,00

29

0

Oschatz Netz Verwaltungs GmbH, Oschatz *)

100,00

26

0

WPB Windpark Börnicke GmbH & Co. KG, Lützen

100,00

13

-4

EPE Energiepark Elbeland GmbH & Co. KG, Markkleeberg ***)

100,00

-

-

EPE Energiepark Management GmbH, Markkleeberg ***)

100,00

-

-

BSA Elsteraue GmbH, Bitterfeld-Wolfen

83,00

121

-4

Crimmitschau-Lichtenstein Netz GmbH & Co. KG, Crimmitschau

81,00

30.345

1.048

WGK Windenergie Großkorbetha GmbH & Co. KG, Lützen

75,00

6.601

733

Lößnitz Netz GmbH & Co. KG, Lößnitz

74,90

5.574

224

bildungszentrum energie GmbH, Halle (Saale)

74,50

25,50

1.198

296

SEN Solarenergie Nienburg GmbH & Co. KG, Lützen

50,00

3.754

974

A/V/E GmbH, Halle (Saale)

25,90

25,10

2.077

323

E.ON TowerCo GmbH, Markkleeberg

100,00

2.465

-440

Lößnitz Netz Verwaltungs GmbH, Lößnitz *) **)

100,00

27

0

Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas HD mbH, Halle (Saale) *)**)

100,00

25

0

Crimmitschau-Lichtenstein Netz Verwaltungs GmbH,
Crimmitschau *)

100,00

24

0

Mitteldeutsche Netzgesellschaft mbH, Chemnitz

100,00

18

0

Avacon Data Center GmbH, Helmstedt
(bisher: Beteiligung N2 GmbH, Helmstedt)

49,00

22

-1

*) Gewinnabführungsvertrag mit dem Mehrheitsgesellschafter

**) Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

***) Gründung in 2023

Darüber hinaus werden folgende Beteiligungen gehalten:

Name und Sitz der Gesellschaft

unmittelbare Beteiligung

mittelbare Beteiligung

Eigenkapital zum 31.12.2022

Ergebnis 2022

%

%

T€

T€

Fernwärmeversorgung Zwönitz GmbH (FVZ), Zwönitz

50,00

7.050

1.735

EEL Erneuerbare Energien Lausitz GmbH & Co. KG, Cottbus

50,00

-37

-51

Stollberg Netz GmbH & Co. KG, Stollberg/Erzgeb.

49,00

10.574

204

Stadtwerke - Strom Plauen GmbH & Co. KG, Plauen

49,00

8.176

1.213

Netzgesellschaft Grimma GmbH & Co. KG, Grimma

49,00

7.670

394

BASF enviaM Solarpark Schwarzheide GmbH, Schwarzheide

49,00

5.123

98

Energieversorgung Marienberg GmbH, Marienberg *)

49,00

4.208

0

Stadtwerke Roßlau Fernwärme GmbH, Dessau-Roßlau

49,00

1.615

435

Wärmeversorgung Mücheln GmbH, Mücheln (Geiseltal)

49,00

976

155

Wärmeversorgung Wachau GmbH, Markkleeberg OT Wachau

49,00

357

66

Technische Werke Naumburg GmbH, Naumburg (Saale) *)

47,00

12.088

213

Stadtwerke Bernburg GmbH, Bernburg (Saale) *)

45,00

32.759

0

Energieversorgung Guben GmbH, Guben

45,00

18.132

1.177

Windenergie Frehne GmbH & Co. KG, Lützen

41,03

3.480

353

Stadtwerke Merseburg GmbH, Merseburg *)

40,00

26.901

500

Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen *)

40,00

21.689

650

Heizkraftwerk Zwickau Süd GmbH & Co. KG, Zwickau

40,00

1.000

786

Städtische Werke Borna GmbH, Borna

36,75

4.446

462

Stadtwerke Aschersleben GmbH, Aschersleben

35,00

18.400

1.858

Windenergie Briesensee GmbH, Neu Zauche

31,48

1.940

458

Freiberger Stromversorgung GmbH (FSG), Freiberg

30,00

12.447

905

Sandersdorf-Brehna Netz GmbH & Co. KG, Sandersdorf-Brehna

27,60

21,40

4.826

516

Stadtwerke Schwarzenberg GmbH, Schwarzenberg/Erzgeb.

27,54

15.940

1.790

Zwickauer Energieversorgung GmbH, Zwickau *)

27,00

47.360

0

Windkraft Jerichow-Mangelsdorf I GmbH & Co. KG, Burg

25,10

4.167

2.086

SEG Solarenergie Guben GmbH & Co. KG, Guben

25,10

2.465

473

Stadtwerke Zeitz GmbH, Zeitz

24,75

22.074

3.270

Stadtwerke Weißenfels GmbH, Weißenfels

24,50

27.336

3.758

Stadtwerke Aue - Bad Schlema GmbH, Aue-Bad Schlema

24,50

15.500

1.816

Stadtwerke Meerane GmbH, Meerane ***)

24,50

14.533

1.234

Stadtwerke Reichenbach/Vogtland GmbH,
Reichenbach im Vogtland

24,50

13.790

728

GISA GmbH, Halle (Saale) **)

23,90

14.279

3.035

VEM Neue Energie Muldental GmbH & Co. KG, Markkleeberg

50,00

491

124

Erdgasversorgung Industriepark Leipzig Nord GmbH, Leipzig

50,00

421

13

eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz

9,15

468.441

70.231

*) Gewinnabführungsvertrag mit dem Mehrheitsgesellschafter

**) Eigenkapital zum 31.03.2023, Ergebnis für das abweichende Geschäftsjahr 1.4.2022 bis 31.03.2023

***) Ergebnis und Eigenkapital betreffen Geschäftsjahr 2021


Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um Fondsanteile an einem Spezialfonds:

Spezialfondsart

Buchwert
31.12.2023

Marktwert
31.12.2023

Abweichung
31.12.2023

Ausschüttung
2023

Tägliche
Rückgabe

T€

T€

T€

T€

Mischfonds

459.522

459.522

0

9.009

möglich

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen vor allem Ansprüche aus Verbrauchsabgrenzungen für Strom- und Gaslieferungen an Endkunden mit rollierender Verbrauchsablesung in Höhe von insgesamt 65.499 T€ (im Vorjahr: 19.254 T€). Den Forderungen aus Verbrauchsabgrenzungen in Höhe von 718.477 T€ (im Vorjahr: 503.124 T€) stehen erhaltene Anzahlungen von 652.978 T€ (im Vorjahr: 483.870 T€) gegenüber.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Finanzforderungen

280.202

193.572

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

60.756

44.008

Sonstige Forderungen

15.394

15.755

356.352

253.335


Alle gleichartigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen, bei denen Gläubiger und Schuldner identisch sind und die die gleiche Fristigkeit aufweisen, werden saldiert ausgewiesen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

7.520

4.353

Sonstige Forderungen

2.796

2.796

10.316

7.149


Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr keine Forderungen enthalten, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben 122 T€ (im Vorjahr: 6 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sie betreffen mit 119 T€ (im Vorjahr: 1 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 3 T€ (im Vorjahr: 5 T€) sonstige Vermögensgegenstände.

Eigenkapital

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals sind nachfolgender Übersicht zu entnehmen:

Vortrag zum 01.01.2023

Gewinnausschüttung

Entnahme aus den Rücklagen

Einstellung aus dem Jahresüberschuss

Stand am 31.12.2023

T€

T€

T€

T€

T€

Gezeichnetes Kapital

635.187

0

0

0

635.187

Kapitalrücklage

20.565

0

0

0

20.565

Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage

gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG

114.659

0

0

0

114.659

davon zugleich i.S.d. § 150 Abs. 2 AktG

(114.659)

(0)

(0)

(0)

(114.659)

Andere Gewinnrücklagen

971.432

0

0

187.600

1.159.032

1.086.091

0

0

187.600

1.273.691

Bilanzgewinn

161.716

161.278

0

187.666

188.104

davon Gewinnvortrag

(22)

(0)

(0)

(0)

(438)

1.903.559

161.278

0

375.266

2.117.547


Die Anteilseigner der enviaM zum Bilanzstichtag sind:

Aktionär

Anteilsverhältnis

Aktien

%

Stück

E.ON Vermögensverwaltungs GmbH, Essen

37,91

94.080.044

KBE Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der envia, Chemnitz

22,57

56.007.286

enviaM Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen

19,99

49.588.590

KBM Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der envia Mitteldeutsche Energie AG, Hohenmölsen

15,45

38.329.134

Städte, Gemeinden, Stadtwerke

4,08

10.114.945

E.ON SE, Essen

0,00

1

100,00

248.120.000


Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist in 248.120.000 auf den Namen lautende Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt.

Der E.ON Verwaltungs GmbH, Essen, gehört mittelbar über die E.ON Vermögensverwaltungs GmbH, Essen, sowie vermittelt durch die E.ON Vermögensverwaltungs GmbH, Essen, und die RL Beteiligungsverwaltung mit beschränkter Haftung OHG, Essen, über die enviaM Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, die Mehrheit der Anteile an der enviaM. Die Mehrheit der Anteile an der E.ON Verwaltungs GmbH hält die E.ON Beteiligungen GmbH, Essen. Die Mehrheit der Anteile an der E.ON Beteiligungen GmbH hält die E.ON SE, Essen. Sowohl der E.ON SE als auch der E.ON Beteiligungen GmbH und der E.ON Verwaltungs GmbH sind damit gemäß § 20 Abs. 4 i.V.m. § 16 Abs. 1 AktG die Mehrheit der Anteile an enviaM zuzurechnen. Über diese Beteiligungsverhältnisse wurde enviaM letztmalig mit Schreiben vom 10. Juli 2023 informiert.

Sonderposten mit Rücklageanteil

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Sonderposten mit Rücklageanteil

Steuerrechtliche Sonderabschreibungen

gemäß § 4 FördergebietsG

13.813

19.125

gemäß § 6b EStG

4.722

4.825

18.535

23.950

Rückstellungen

Nachstehend aufgeführte Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen verfahren:

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Unmittelbare Pensionsverpflichtungen
aus deferred compensation

Verrechnete Schulden

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aus deferred compensation

Erfüllungsbetrag vor Verrechnung

1.106

1.138

Verrechnete Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen

Anschaffungskosten

1.106

1.138

Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens vor Verrechnung

1.106

1.138


Die Anschaffungskosten und die beizulegenden Zeitwerte wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt.

Ferner wurden Zinserträge in Höhe von 26 T€ (im Vorjahr: 26 T€) mit Zinsaufwendungen in Höhe von 26 T€ (im Vorjahr: 26 T€) verrechnet.

Die Steuerrückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer für die Veranlagungszeiträume 2013 bis 2018 und 2022 bis 2023.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen eingegangene Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern im Zusammenhang mit den Betriebsvereinbarungen zum Vorruhestand, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, ausstehende Eingangsrechnungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten

31.12.2023

31.12.2022

Restlaufzeit
≤ 1 Jahr

Restlaufzeit
> 1 Jahr

Restlaufzeit
≤ 1 Jahr

Restlaufzeit
> 1 Jahr

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen

6.212

6.212

0

6.473

6.473

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

149.207

149.207

0

105.847

105.847

0

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

749.649

749.649

0

701.053

701.053

0

davon aus Finanzierung

(686.257)

(686.257)

(0)

(616.537)

(616.537)

(0)

davon aus erhaltenen Anzahlungen

(13.384)

(13.384)

(0)

(18.078)

(18.078)

(0)

davon aus Lieferungen und Leistungen

(50.007)

(50.007)

(0)

(51.836)

(51.836)

(0)

davon Sonstige
Verbindlichkeiten

(1)

(1)

(0)

(14.602)

(14.602)

(0)

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

4.951

4.951

0

5.218

5.218

0

davon aus erhaltenen Anzahlungen

(601)

(601)

(0)

(4.499)

(4.499)

(0)

davon aus
Lieferungen und Leistungen

(4.350)

(4.350)

(0)

(719)

(719)

(0)

Sonstige Verbindlichkeiten

55.885

55.885

0

43.910

43.910

0

davon aus Steuern

(5.733)

(5.733)

(0)

(6.935)

(6.935)

(0)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

(116)

(116)

(0)

(300)

(300)

(0)

965.904

965.904

0

862.501

862.501

0


In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 46.981 T€ (im Vorjahr: 59.746 T€) Abgrenzungen aus Verbindlichkeiten aus Netznutzungsentgelten enthalten, welche mit geleisteten Anzahlungen in Höhe von 36.413 T€ (im Vorjahr: 36.209 T€) verrechnet wurden.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit 5.170 T€ (im Vorjahr: 6.102 T€) Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten bilanziert.

Ferner werden mit 440 T€ (im Vorjahr: 712 T€) sonstige Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern

Zwischen enviaM und sechs Organgesellschaften besteht jeweils ein Gewinnabführungsvertrag und damit eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Die Ermittlung und ein ggf. erforderlicher Ansatz latenter Steuern erfolgt bei enviaM als Organträger.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde analog dem Vorjahr ein unternehmensindividueller Steuersatz von 29,83 % zugrunde gelegt. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern, wodurch sich eine zukünftige Steuerentlastung ergibt, die nicht bilanziert wird.

Die aktiven latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus Ansatz- bzw. Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern betreffen Bewertungsunterschiede bei Sachanlagen und Sonderposten.

01.01.2023

Veränderung

31.12.2023

T€

T€

T€

Aktive latente Steuern

99.894

-4.251

95.643

Passive latente Steuern

-50.026

-26.035

-76.061

49.868

-30.286

19.582

Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 251 bzw. § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

Die zugunsten anderer Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen in Form von Bürgschaften und Garantien gegenüber Dritten in Höhe von 17.683 T€ (im Vorjahr: 22.840 T€) - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 17.683 T€ (im Vorjahr: 22.650 T€); davon gegenüber assoziierten Unternehmen: 0 T€ (im Vorjahr: 190 T€) - sind nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten aus den Erkenntnissen der Vergangenheit voraussichtlich auch in Zukunft durch die Unternehmen erfüllt werden können und daher nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Ferner hat enviaM drei verbundenen Unternehmen die Zusage erteilt, auf deren Anforderung Bürgschaften zur Absicherung der Vertragserfüllung gegenüber den Geschäftspartnern der verbundenen Unternehmen bis zu einer maximalen Höhe von insgesamt 70.000 T€ (im Vorjahr: 70.000 T€) zu übernehmen. Bis zum 31. Dezember 2023 wurden im Umfang von 34.446 T€ (im Vorjahr: 14.667 T€) Bürgschaften zugunsten dieser verbundenen Unternehmen durch enviaM übernommen. Ob die Restbeträge bis zum Ende der Laufzeit der Vereinbarungen am 31. Dezember 2024 bzw. am 31. Dezember 2025 noch in Anspruch genommen werden, ist nicht beurteilbar. Von einer Inanspruchnahme der enviaM aus diesen Bürgschaften ist nicht auszugehen, da bei den Bürgschaftsnehmern eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorliegt.

Darüber hinaus ist enviaM gegenüber einem Beteiligungsunternehmen bis zum 30. Dezember 2033 verpflichtet, das Strom- und Gasnetz dieser Gesellschaft zu einem Kaufpreis von 9.000 T€ zu erwerben, sofern das Beteiligungsunternehmen seinen Verbindlichkeiten aus einem Darlehensvertrag gegenüber Dritten nicht nachkommt. Eine Inanspruchnahme der enviaM aus dieser Verpflichtung ist derzeit nicht wahrscheinlich, da das Beteiligungsunternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit stets nachgekommen ist und keine Anzeichen dafür vorliegen, dass es diesbezüglich in der Zukunft eine Änderung geben könnte.

Außerdem bestehen Verpflichtungen aus der gesamtschuldnerischen Haftung für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern in Höhe von 232 T€ (im Vorjahr: 391 T€). Eine Inanspruchnahme der enviaM aus dieser Verpflichtung ist nicht wahrscheinlich, da keine Hinweise vorliegen, wonach der Hauptschuldner als nicht zahlungsfähig eingeschätzt wird.

Im Jahr 2017 hat enviaM Anteile an einer Beteiligung verkauft. Sofern infolge weiterer Veräußerungen der Anteil der enviaM am Stammkapital dieser Beteiligung unter 25,1 % fällt, wird der Käuferin eine Put-Option zur Rückübertragung der verkauften Geschäftsanteile eingeräumt. Es wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass diese Put-Option in Anspruch genommen werden kann, da Anteilsverkäufe durch enviaM zur Zeit nicht vorgesehen sind.

Ferner wurde den Mitgesellschaftern einer Beteiligung ein Andienungsrecht ihrer Anteile an der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2026 in Höhe von 19,00 % zu einem Kaufpreis von mindestens 703 T€ eingeräumt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023

31.12.2022

Restlaufzeit
< 1 Jahr

Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre

Restlaufzeit
> 5 Jahre

T€

T€

T€

T€

T€

Dienstleistungsverträge

84.422

51.912

27.950

4.560

79.952

davon gegenüber verbundenen
Unternehmen

(54.860)

(22.350)

(27.950)

(4.560)

(50.513)

davon gegenüber assoziierten
Unternehmen

(29.562)

(29.562)

(0)

(0)

(29.439)

Strombeschaffungsverträge

1.113.878

724.286

389.592

0

1.577.273

davon gegenüber verbundenen
Unternehmen

(38.535)

(31.602)

(6.933)

(0)

(120.052)

davon gegenüber assoziierten
Unternehmen

(152)

(7)

(145)

(0)

(6.769)

Gasbeschaffungsverträge

25.645

20.118

5.527

0

39.213

davon gegenüber verbundenen
Unternehmen

(25.645)

(20.118)

(5.527)

(0)

(39.213)

Miet-, Pacht- und Leasingverträge

6.870

2.748

4.122

0

15.007

Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen

143.758

117.222

26.536

0

99.989

davon gegenüber verbundenen
Unternehmen

(143.527)

(116.991)

(26.536)

(0)

(99.942)

Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen

37.444

37.444

0

0

45.479

davon gegenüber verbundenen
Unternehmen

(37.444)

(37.444)

(0)

(0)

(45.479)

Summe sonstige finanzielle Verpflichtungen

1.412.017

953.730

453.727

4.560

1.856.913

davon gegenüber verbundenen
Unternehmen

(300.011)

(228.505)

(66.946)

(4.560)

(355.199)

davon gegenüber assoziierten
Unternehmen

(29.714)

(29.569)

(145)

(0)

(36.208)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023

2022

T€

T€

Umsatzerlöse inkl. Strom- bzw. Energiesteuer

Strom

2.068.282

2.094.394

Gas

80.897

79.744

Sonstige Umsatzerlöse

443.358

452.897

2.592.537

2.627.035

Strom- bzw. Energiesteuer

-62.927

-79.118

2.529.610

2.547.917


In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von 57.627 T€ (im Vorjahr: 48.496 T€) enthalten, die hauptsächlich aus der Mehr- und Mindermengenabrechnung resultieren.

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

2023

2022

T€

T€

Konzessionsabgabe

48.406

52.909

Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil

5.414

6.076

davon aus Sonderabschreibungen gemäß § 4 FördergebietsG

(5.311)

(5.987)

davon aus Sonderabschreibungen gemäß § 6b EStG

(103)

(89)

Auflösung von Rückstellungen

15.914

12.196

Wertanpassungen des Umlaufvermögens, ertragswirksame Vereinnahmung von Verbindlichkeiten und Zahlungseingänge auf ausgebuchte Forderungen

1.776

1.499

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen

26.667

5.208

Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

374

604

Abgang von Finanzanlagen

171

1.290

Zuschreibungen auf Finanzanlagen

21.499

0

Übrige Erträge

17.449

17.539

137.670

97.321


Aufgrund der bestehenden Konzessionsverträge mit den Kommunen ist enviaM als Konzessionsnehmer verpflichtet, Konzessionsabgaben zu entrichten. Die von der Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, Halle (Saale), im Rahmen der Netznutzungsentgelte vereinnahmten Konzessionsabgaben werden an enviaM weitergeleitet.

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 34.723 T€ (im Vorjahr: 50.561 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus der Mehr- und Mindermengenabrechnung resultieren.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen enthalten in Höhe von 172 T€ (im Vorjahr: 0 T€) außerplanmäßige Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023

2022

T€

T€

Konzessionsabgabe

-48.406

-52.909

Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von Gegenständen des Umlaufvermögens

-9.617

-9.034

Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen

-1.352

-198

Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

-71.773

-66.337

-131.148

-128.478

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 43 T€ (im Vorjahr: 365 T€ ) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit 216 T€ (im Vorjahr: 5.623 T€) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. In den Zinsaufwendungen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 1.543 T€) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Vorauszahlungen an das Finanzamt abzüglich der Erhöhung der Steuerforderungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag des laufenden Jahres zuzüglich der Erhöhung der Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 89.851 T€ (im Vorjahr: 68.206 T€). Darüber hinaus sind periodenfremde Steueraufwendungen (4.867 T€; im Vorjahr: 12.426 T€) und periodenfremde Steuererträge (14.541 T€; im Vorjahr: 1.675 T€) enthalten.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten mit 6.244 T€ (im Vorjahr: 0 T€) periodenfremde Steueraufwendungen.

Sonstige Anhangangaben

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt wurden (§ 6b Abs. 2 EnWG)

Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen und assoziierten Unternehmen wie folgt getätigt:

2023

2022

T€

T€

Erträge aus der Verpachtung des regulierten Netzes

199.791

190.423

Erträge aus kaufmännischen Dienstleistungen

61.513

59.640

Erträge aus IT-technischen Dienstleistungen

55.339

54.230

Zinserträge aus Darlehensvereinbarungen

5.612

2.453

Zinserträge aus Cash-Pool-Vereinbarungen

9.853

130

Aufwendungen aus kaufmännischen Dienstleistungen

7.966

8.025

Zinsaufwendungen aus Cash-Pool-Vereinbarungen

24.362

1.434

Ausschüttungsgesperrter Betrag

Der zum 31. Dezember 2023 gemäß § 253 Abs. 6 und § 268 Abs. 8 HGB gegen Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich insgesamt auf 2.815 T€ (im Vorjahr: 11.695 T€), der in Höhe von 1.930 T€ (im Vorjahr: 10.269 T€) auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen (§ 253 Abs. 6 HGB) und in Höhe von 885 T€ (im Vorjahr: 1.426 T€) auf die in der Bilanz ausgewiesenen selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände (§ 268 Abs. 8 HGB) entfällt, wobei die passiven latenten Steuern abgesetzt wurden. Unter Berücksichtigung der am 31. Dezember 2023 vorhandenen frei verfügbaren Rücklagen kann jedoch der gesamte Bilanzgewinn ausgeschüttet werden.

Sonstige Angaben

Bei enviaM waren im Jahresdurchschnitt die nachfolgend aufgeführten Mitarbeiteräquivalente (MÄ) beschäftigt:

2023

2022

Gewerbliche Arbeitnehmer

5

5

Angestellte

624

613

629

618


Aufgrund der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil und der daraus resultierenden Beeinflussung des Steueraufwandes liegt das Jahresergebnis um 1,02 % (im Vorjahr: 3,16 %) über dem Betrag, der sonst auszuweisen gewesen wäre.

Es erfolgen keine Angaben über das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, da diese Angaben im Konzernanhang der E.ON SE enthalten sind.

Die im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten betragen 16.725 T€ (im Vorjahr: 6.398 T€). Davon entfallen 164 T€ (im Vorjahr: 624 T€) auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Gesamtvergütung des Vorstandes der enviaM beläuft sich auf insgesamt 1.587 T€ (im Vorjahr: 1.901 T€). In den Bezügen sind 311 T€ (im Vorjahr: 336 T€) aktienbasierte Vergütungen (beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung) enthalten. Diese beinhalten 33.416 Stück (im Vorjahr: 26.405 Stück) eingeräumte virtuelle Aktien aus dem E.ON Performance Plan.

Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 2.067 T€ (im Vorjahr: 1.804 T€). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern sind 13.018 T€ (im Vorjahr: 9.813 T€) zurückgestellt.

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug 266 T€ (im Vorjahr: 296 T€). Dem Beirat wurden 109 T€ (im Vorjahr: 194 T€) vergütet.

Nach Schluss des Berichtszeitraumes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der enviaM eingetreten.

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Stephan Lowis
Vorstandsvorsitzender

Patrick Kather
Vorstand Vertrieb

Sigrid Barbara Nagl
Vorständin Personal

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Bernd Böddeling
Senior Vice President Energy Networks Germany der E.ON SE Vorsitzender

René Pöhls
Vorsitzender des gemeinsamen Gesamtbetriebsrates der enviaM, MITGAS, MITNETZ STROM und MITNETZ GAS stellvertretender Vorsitzender

Thomas Zenker
Bürgermeister der Stadt Großräschen 2. stellvertretender Vorsitzender

Sven Bartz
Vorsitzender des gemeinsamen Betriebsrates Chemnitz der enviaM, MITGAS, MITNETZ STROM und MITNETZ GAS

Dr. Patrik Eismann
Global Head of Compliance and Data Protection der E.ON SE, Puchheim
- seit 25. Januar 2024 -

Steffen Felsner
Vorsitzender des gemeinsamen Betriebsrates Brandenburg der enviaM, MITGAS, MITNETZ STROM und MITNETZ GAS

Dr. Sebastian Haubold
Leiter Kaufmännische Funktionen von MITNETZ STROM

Heiko Heinze
Vorsitzender des Betriebsrates der envia SERVICE GmbH

Detlef Hillebrand
ehemals Geschäftsführer der KBM Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der envia Mitteldeutsche Energie AG
- bis 31. Mai 2023 -

Nadia Jakobi
CEO E.ON Energy Markets GmbH
- bis 31. Mai 2023 -

Benjamin Jambor
Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland GmbH, CCO Future Energy Home
- seit 31. Mai 2023 -

Dr. Thomas König
Mitglied des Vorstandes der E.ON SE, Chief Operating Officer Networks
- bis 31. Dezember 2023 -

Bernward Küper
Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Sachsen-Anhalt

Marcel Kuhnert
Mitglied des gemeinsamen Betriebsrates Halle/Kabelsketal der enviaM, MITGAS, MITNETZ STROM und MITNETZ GAS
- seit 31. Mai 2023 -

Ute Liebsch
Bezirksleiterin des Bezirkes Cottbus der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Astrid Münster
Bürgermeisterin der Stadt Bad Düben

Stefan Najda
Bundestarifsekretär in der ver.di-Bundesverwaltung für die private Energie- und Abfallwirtschaft

Anike Ostrowski
Geschäftsführerin der KBM Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der envia Mitteldeutsche Energie AG
- seit 31. Mai 2023 -

Annette Peters
Senior Vice President Finance Transformation der E.ON SE
- seit 31. Mai 2023 -

Nadine Pfordte
Referentin Prozess-/Systemmanagement von MITNETZ STROM

Mike Ruckh
Geschäftsführer der KBE Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der envia

Dr. Joachim Schneider
ehemals Senior Vice President Energy Networks Technology der E.ON SE
- bis 31. Mai 2023 -

Karsten Schütze
Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg

Gerald Voigt
ehemals Bezirksleiter Dresden-Chemnitz der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
- bis 31. Mai 2023 -

Birgit Zielke
ehemals Stellvertretende Vorsitzende des gemeinsamen Betriebsrates Halle/Kabelsketal der enviaM, MITGAS, MITNETZ STROM und MITNETZ GAS
- bis 31. Mai 2023 -

Philipp Zirzow
Bezirksleiter IGBCE Bezirk Dresden-Chemnitz
- seit 15. Juni 2023 -

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand legt dem Aufsichtsrat folgenden Vorschlag vor, den er der Hauptversammlung für die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 188.103.542,15 € unterbreiten will:

1. Ausschüttung einer Bardividende von 0,67 € je Stückaktie auf das Grundkapital von 635.187.200,00 €

166.240.400,00 €

2. Gewinnvortrag

21.863.142,15 €

 

Chemnitz, 22. Februar 2024

Der Vorstand

Dr. Stephan Lowis

Patrick Kather

Sigrid Barbara Nagl

Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2023

Allgemeines

Auf der Grundlage des § 6b Abs. 3 EnWG sowie des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG vom 29. August 2016 führt enviaM getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen "Elektrizitätsverteilung", "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors", "Gasverteilung", "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors", "andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" und "grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme". Für die Tätigkeitsbereiche "Elektrizitäts- und Gasverteilung" hat enviaM gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Tätigkeitsabschlüsse erstellt.

Weiterhin wurden die mit den Beschlüssen BK8-19/00002-A sowie BK9-19/613-1 der Bundesnetzagentur vom 25. November 2019 erfolgten Vorgaben von zusätzlichen Bestimmungen für die Erstellung und Prüfung von Jahres- und Tätigkeitsabschlüssen umgesetzt. In diesem Zuge werden die energiespezifischen Dienstleistungen jeweils in den Tätigkeitsabschlüssen der Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung dargestellt. Darüber hinaus werden in den genannten Beschlüssen zusätzliche Prüfungsschwerpunkte im Sinne des § 6b Abs. 6 EnWG festgelegt. Die Aufstellung und Prüfung der ergänzenden Angaben erfolgt in Einklang mit Tenorziffer 4 der Festlegungen in Verbindung mit IDW PS 611 "IDW Prüfungsstandard: Gesonderte Prüfung aufgrund der Festlegungen der BNetzA nach § 6b Abs. 6 i.V.m. § 29 EnWG" gesondert von der Jahresabschlussprüfung.

Elektrizitätsverteilung

Im Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" werden alle Geschäftsvorfälle erfasst, welche mit der wirtschaftlichen Nutzung des Eigentums am Elektrizitätsverteilungsnetz von enviaM im Zusammenhang stehen. Mit Umsetzung des Beschlusses BK8-19/00002-A der Bundesnetzagentur wurden auch die Geschäftsvorfälle, die im Zusammenhang mit der Erbringung energiespezifischer Dienstleistungen stehen, aufgenommen. Laut Beschluss fallen unter die energiespezifischen Dienstleistungen z.B. die Netzwartung, die Netzinstandhaltung aber auch kaufmännische Dienstleistungen, IT-Leistungen, soweit diese speziell für die Energiewirtschaft angeboten werden und es sich nicht um Standardanwendungen handelt.

Gasverteilung

Im Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" werden alle Geschäftsvorfälle erfasst, welche mit der wirtschaftlichen Nutzung des Eigentums am Gasverteilungsnetz von enviaM im Zusammenhang stehen. Mit Umsetzung des Beschlusses BK9-19/613-1 der Bundesnetzagentur wurden auch die Geschäftsvorfälle, die im Zusammenhang mit der Erbringung energiespezifischer Dienstleistungen stehen, aufgenommen. Laut Beschluss fallen unter die energiespezifischen Dienstleistungen z.B. die Netzwartung, die Netzinstandhaltung aber auch kaufmännische Dienstleistungen, IT-Leistungen, soweit diese speziell für die Energiewirtschaft angeboten werden und es sich nicht um Standardanwendungen handelt.

Zuordnungsgrundsätze der Aktiva und Passiva sowie der Aufwendungen und Erträge zu den Tätigkeitsbereichen

Den Tätigkeitsabschlüssen liegt der Jahresabschluss der envia Mitteldeutsche Energie AG zum 31. Dezember 2023 unmittelbar zu Grunde. Die auf Ebene des Gesamtunternehmens angewandten und im Anhang der enviaM erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden kommen deshalb durchgängig auch für die Tätigkeitsabschlüsse zur Anwendung.

Die Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen der Gesellschaft werden auf Grundlage der bestehenden Verträge und der angefallenen Kosten abgebildet.

Auf Basis der Kostenrechnung der enviaM wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet.

In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

In der Bilanz erfolgte ebenfalls vorrangig eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivposten. In den Fällen, in denen dies nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, erfolgte auch hier die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Als sachgerechte Schlüssel kamen je nach Hintergrund verschiedene Schlüssel, wie Personalschlüssel, Umsatzschlüssel oder Ergebnisschlüssel zur Anwendung.

Der sich aus der Zuordnung der einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ergebende Saldo ist innerhalb des Bilanzpostens "Eigenkapital" ausgewiesen.

Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

441

801

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

48.091

35.141

Geleistete Anzahlungen

0

2.080

48.532

38.022

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

31.268

32.452

Technische Anlagen und Maschinen

982.909

912.503

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

3.722

4.541

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

36.360

28.805

1.054.259

978.301

1.102.791

1.016.323

Umlaufvermögen

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

1.721

1.444

1.721

1.444

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände

700

471

700

471

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

45

39

2.466

1.954

1.105.257

1.018.277

Passiva

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Eigenkapital

1.047.935

949.977

davon Jahresüberschuss

(118.426)

(85.512)

Sonderposten

Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen

2.992

3.321

Sonderposten mit Rücklageanteil

16.903

22.252

19.895

25.573

Rückstellungen

Steuerrückstellungen

15.105

10.509

Sonstige Rückstellungen

10.395

10.989

25.500

21.498

Verbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

192

253

Sonstige Verbindlichkeiten

8.593

16.734

8.785

16.987

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

3.142

4.242

1.105.257

1.018.277

Gewinn- und Verlustrechnung

2023

2022

T€

T€

Umsatzerlöse

276.808

279.334

Andere aktivierte Eigenleistungen

-31

-30

Sonstige betriebliche Erträge

85.627

73.230

Materialaufwand

Aufwendungen für bezogene Leistungen

-49.293

-38.315

-49.293

-38.315

Personalaufwand

Löhne und Gehälter

-19.353

-18.426

Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung

-3.291

-4.038

davon für Altersversorgung

(-191)

(-799)

-22.644

-22.464

Abschreibungen

auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-80.426

-82.780

-80.426

-82.780

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-64.465

-73.277

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

222

309

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-164

-37

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-27.095

-50.377

Ergebnis nach Steuern

118.539

85.593

Sonstige Steuern

-113

-81

Jahresüberschuss

118.426

85.512

Entwicklung des Anlagevermögens

Buchwerte

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

441

801

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

48.091

35.141

Geleistete Anzahlungen

0

2.080

48.532

38.022

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

31.268

32.452

Technische Anlagen und Maschinen

982.909

912.503

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

3.722

4.541

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

36.360

28.805

1.054.259

978.301

Anlagevermögen

1.102.791

1.016.323


Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Vortrag zum 01.01.2023

Anwachsung
Oschatz KG

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge

Stand am 31.12.2023

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

1.742

0

98

0

0

1.840

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

85.328

2

19.534

2.062

-3.505

103.421

Geleistete Anzahlungen

2.080

0

0

-2.080

0

0

89.150

2

19.632

-18

-3.505

105.261

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

86.310

8

804

467

-2.548

85.041

Technische Anlagen und Maschinen

3.798.971

4.836

134.334

17.609

-98.132

3.857.618

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

23.453

0

1.258

129

-401

24.439

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

28.805

36

28.500

-18.205

-2.776

36.360

3.937.539

4.880

164.896

0

-103.857

4.003.458

Anlagevermögen

4.026.689

4.882

184.528

-18

-107.362

4.108.719


Kumulierte Abschreibungen

Vortrag zum
01.01.2023

Anwachsung
Oschatz KG

Abschreibungen

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

941

0

458

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

50.187

1

7.656

Geleistete Anzahlungen

0

0

0

51.128

1

8.114

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

53.858

0

1.485

Technische Anlagen und Maschinen

2.886.468

1.684

68.629

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

18.912

0

2.198

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

0

0

2.959.238

1.684

72.312

Anlagevermögen

3.010.366

1.685

80.426


Kumulierte Abschreibungen

Zuschreibungen

Umbuchungen

Abgänge

Stand am
31.12.2023

T€

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

0

0

0

1.399

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

0

0

-2.514

55.330

Geleistete Anzahlungen

0

0

0

0

0

0

-2.514

56.729

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

0

0

-1.570

53.773

Technische Anlagen und Maschinen

0

0

-82.072

2.874.709

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

0

0

-393

20.717

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

0

0

0

0

0

-84.035

2.949.199

Anlagevermögen

0

0

-86.549

3.005.928

Sonstige Angaben nach §§ 268, 277 und 285 HGB

Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Forderungen und Verbindlichkeiten haben in dem Tätigkeitsbereich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 45.135 T€ (i. Vj. 95.157 T€), diese bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2023

2022

T€

T€

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

222

309

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-164

-37

davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen

(7)

(-5)

Tätigkeitsabschluss Gasverteilung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

2

2

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

964

889

Geleistete Anzahlungen

0

348

966

1.239

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

55

57

Technische Anlagen und Maschinen

3.003

3.058

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

308

409

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

24

38

3.390

3.562

4.356

4.801

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände

1

0

1

0

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

3

2

4

2

4.360

4.803

Passiva

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Eigenkapital

2.400

2.758

(davon Jahresfehlbetrag)

(-1.098)

(-796)

Rückstellungen

Steuerrückstellungen

41

36

Sonstige Rückstellungen

1.431

1.605

1.472

1.641

Verbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

34

34

Sonstige Verbindlichkeiten

137

82

171

116

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

317

288

4.360

4.803

Gewinn- und Verlustrechnung

2023

2022

T€

T€

Umsatzerlöse

13.403

13.463

Andere aktivierte Eigenleistungen

-2

0

Sonstige betriebliche Erträge

341

366

Materialaufwand

Aufwendungen für bezogene Leistungen

-6.494

-5.177

-6.494

-5.177

Personalaufwand

Löhne und Gehälter

-2.977

-2.901

Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung

-506

-636

davon für Altersversorgung

(-29)

(-126)

-3.483

-3.537

Abschreibungen

auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-689

-1.139

-689

-1.139

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-4.412

-5.192

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

31

45

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1

13

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

211

362

Ergebnis nach Steuern

-1.093

-796

Sonstige Steuern

-5

0

Jahresfehlbetrag

-1.098

-796

Entwicklung des Anlagevermögens

Buchwerte

31.12.2023

31.12.2022

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

2

2

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

964

889

Geleistete Anzahlungen

0

348

966

1.239

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

55

57

Technische Anlagen und Maschinen

3.003

3.058

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

308

409

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

24

38

3.390

3.562

Anlagevermögen

4.356

4.801


Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Vortrag zum 01.01.2023

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge

Stand am 31.12.2023

T€

T€

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

2

0

0

0

2

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

4.489

125

362

-553

4.423

Geleistete Anzahlungen

348

0

-348

0

0

4.839

125

14

-553

4.425

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

131

0

0

0

131

Technische Anlagen und Maschinen

9.806

97

4

-5

9.902

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

1.378

129

7

-16

1.498

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

38

0

-11

-3

24

11.353

226

0

-24

11.555

Anlagevermögen

16.192

351

14

-577

15.980

Kumulierte Abschreibungen

Vortrag zum
01.01.2023

Abschreibungen

Zuschreibungen

Umbuchungen

Abgänge

Stand am
31.12.2023

T€

T€

T€

T€

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

0

0

0

0

0

0

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

3.600

295

0

0

-436

3.459

Geleistete Anzahlungen

0

0

0

0

0

0

3.600

295

0

0

-436

3.459

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

74

2

0

0

0

76

Technische Anlagen und Maschinen

6.748

155

0

0

-4

6.899

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

969

237

0

0

-16

1.190

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0

0

0

0

0

0

7.791

394

0

0

-20

8.165

Anlagevermögen

11.391

689

0

0

-456

11.624

Sonstige Angaben nach §§ 268, 277 und 285 HGB

Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Forderungen und Verbindlichkeiten haben in dem Tätigkeitsbereich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 0 T€ (i. Vj. 0 T€).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2023

2022

T€

T€

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

31

45

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1

13

davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen

(1)

(0)

 

Chemnitz, 22. Februar 2024

Der Vorstand

Dr. Stephan Lowis

Patrick Kather

Sigrid Barbara Nagl

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er ist vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die beabsichtigte Geschäftspolitik und die relevanten Geschäftsvorfälle informiert worden. Der Aufsichtsrat hat hierüber mit dem Vorstand beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft anhand der Berichte des Vorstandes überwacht.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Der Aufsichtsrat fasste des Weiteren zwei Beschlüsse außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrates.

In seinen Beratungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Gesellschaft, wobei insbesondere die künftige Gestaltung der informationstechnischen Grundlagen der Unternehmensgruppe sowie die Entwicklungen in den Geschäftsfeldern Vertrieb Erzeugung/Erneuerbare Energien, Telekommunikation und der Beteiligungsgesellschaften sowie die Rentabilitätsentwicklungen bei den Netzgesellschaften eingehend erörtert wurden.

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich des Weiteren schwerpunktmäßig mit

- dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022,

- der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024,

- der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre bis 2026,

- der Bereitstellung unterjähriger Investitionsmittel,

- Akquisitions- und Desinvestitionsvorhaben,

- der wirtschaftlichen Lage, der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften und dem daraus resultierenden Beteiligungsergebnis,

- außergewöhnlichen Investitionsvorhaben in Beteiligungsgesellschaften,

- dem Risikomanagement unter Berücksichtigung der Aktivitäten im Rahmen der Back-to-Back-Handelsgeschäfte und den Entwicklungen an den Absatzmärkten,

- dem Fraud-Management, dem Compliance-Management und der Internen Revision.

Auch außerhalb der Sitzungen erörterte der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand bedeutsame Einzelvorgänge sowie insbesondere die Unternehmensstrategie und die Unternehmensplanung. Die besondere Situation an den Beschaffungsmärkten sowie die gesetzgeberischen Initiativen zum Umgang mit dieser Sondersituation standen im Fokus von Informationen an die Mitglieder des Aufsichtsrates außerhalb von Sitzungen durch den Vorstand.

Des Weiteren beriet sich der Vorstand regelmäßig mit den Vertretern der kommunalen Anteilseigner und mit den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat.

Der Personalausschuss trat im Berichtszeitraum zu einer Sitzung zusammen.

Der Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG ist nicht tätig geworden.

Der vom Vorstand nach den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 31. Mai 2023 gewählten und auf Grund des Beschlusses des Aufsichtsrates vom gleichen Tag beauftragten Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, Niederlassung Leipzig, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten wurden und die für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss und Lagebericht ist den Mitgliedern des Aufsichtsrates im Auftrag des Aufsichtsratsvorsitzenden durch den Vorstand der Gesellschaft rechtzeitig vor der Bilanzsitzung ausgehändigt worden, er wurde in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Abschlussprüfer hat an der Beratung des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu weiteren Auskünften zur Verfügung gestanden.

Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Er hat seinerseits den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht und die Tätigkeitsabschlüsse geprüft. Durch eine konkrete Befragung hat sich der Aufsichtsrat außerdem von der Qualität der Abschlussprüfung überzeugt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben.

Im Ergebnis dessen hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die Tätigkeitsabschlüsse zum 31. Dezember 2023 gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Bericht des Vorstandes und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, betreffend die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen, sind den Mitgliedern des Aufsichtsrates ebenfalls rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zur Verfügung gestellt worden. Der Aufsichtsrat hat vom Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene Erklärung des Vorstandes.

Auf Grund gesonderter Beauftragung hat der gewählte Abschlussprüfer die Einhaltung der Vorgaben der Festlegungen der Bundesnetzagentur (BK8-19/00002-A und BK9-19/613-1) nach § 6b Abs. 6 i. V. m. § 29 EnWG auf der Grundlage der im IDW PS 611 Abschnitt 4 festgelegten Prüfungshandlungen im Hinblick auf die von der Festlegung der Bundesnetzagentur geforderten Angaben für das Geschäftsjahr 2023 nachgelagert zur Jahresabschlussprüfung zu prüfen und zu den daraus gewonnenen Prüfungsfeststellungen an die Gesellschaft, insbesondere zur Einreichung bei der Bundesnetzagentur, zu berichten.

Zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 31.Mai 2023 haben Herr Detlef Hillebrand, Frau Nadia Jakobi, die Herren Dr. Joachim Schneider und Gerald Voigt und Frau Birgit Zielke jeweils ihre Mandate als Mitglied des Aufsichtsrates niedergelegt.

Mit Wirkung zum Zeitpunkt der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 31. Mai 2023 wurden Herr Benjamin Jambor und Frau Annette Peters durch die Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt.

Die KBM Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der envia Mitteldeutsche Energie AG hat Frau Anike Ostrowski für den Rest der Amtszeit anstelle von Herrn Detlef Hillebrand in den Aufsichtsrat entsandt.

Herr Marcel Kuhnert trat auf Grund der Niederlegung von Frau Birgit Zielke mit Wirkung zum Zeitpunkt der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 31. Mai 2023 in den Aufsichtsrat ein. Herr Marcel Kuhnert war als Ersatzmitglied für Frau Birgit Zielke durch die Arbeitnehmer in den Aufsichtsrat gewählt worden.

Die Gewerkschaft Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie hat den Vorschlag unterbreitet, Herrn Philipp Zirzow als Arbeitnehmervertreter zum Mitglied des Aufsichtsrates zu bestellen. Das Amtsgericht Chemnitz hat mit Beschluss vom 15. Juni 2023 Herrn Philipp Zirzow zum Mitglied des Aufsichtsrates anstelle des ausgeschiedenen Mitgliedes, Herrn Gerald Voigt, bestellt.

Zum 31. Dezember 2023 hat Herr Dr. Thomas König sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates niedergelegt. Die E.ON Vermögensverwaltungs GmbH hat Herrn Dr. Patrik Eismann zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen und gebeten, die gerichtliche Bestellung zu veranlassen. Das Amtsgericht Chemnitz hat mit Beschluss vom 25. Januar 2024 Herrn Dr. Patrik Eismann in den Aufsichtsrat für den Rest der Amtszeit des Aufsichtsrates bestellt.

Den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern, Frau Nadia Jakobi, den Herren Detlef Hillebrand, Dr. Thomas König, Dr. Joachim Schneider, Gerald Voigt und Frau Birgit Zielke, dankte der Aufsichtsrat für die zum Teil langjährige engagierte und konstruktive Mitarbeit im Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Mit ihrem Einsatz und ihrer Kompetenz haben sie maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beigetragen.

 

Chemnitz, 19.03.2024

Der Aufsichtsrat


Bernd Böddeling Vorsitzender

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der envia Mitteldeutsche Energie AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

- die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Leipzig, den 22. Februar 2024


KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


gez. Strom Wirtschaftsprüfer


gez. Lorenz Wirtschaftsprüfe

Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2024 über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung hat am 7. Mai 2024 auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 188.103.542,15 € wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung einer Bardividende von 0,67 € je Stückaktie auf das Grundkapital von 635.187.200,00 €

166.240.400,00 €

2. Gewinnvortrag

21.863.142,15 €


Chemnitz, im Mai 2023

Der Vorstand

Dr. Stephan Lowis

Patrick Kather

Sigrid Barbara Nagl

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

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  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
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  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
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