unbekannt

opta data Finance GmbH GmbH

Essen ·HRB 1995 Essen
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Berthold-Beitz-Boulevard 461
45141 Essen
Handelsregister
HRB 1995, Essen
Eintragungsdatum
16. oktober 1970
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Erbringung von physiotherapeutischen Dienstleistungen (ohne Ergotherapie)
Bereitstellung von Datenverarbeitungsdiensten
Unternehmenszweck
Die Erstellung von Abrechnungen für Leistungserbringer im Gesundheitswesen, der Einzug solcher Abrechnungen bei den Abrechnungsadressaten, das Factoring sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Nebenleistungen, ferner die Erbringung allgemeiner Dienstleistungen und des Vertriebes von Softwarelösungen auf dem Gebiet des Abrechnungswesens.

Finanzen

Mitarbeiter 2024
1.421
Bilanzsumme 2024
595,53 Mio. €
Jahresergebnis 2024
30,73 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 595,53 Mio
  • Forderungen an Kunden 74,4 % 443,12 Mio
  • Anteile an verbundenen Unternehmen 13,7 % 81,33 Mio
  • Sonstige Vermögensgegenstände 5,7 % 34,16 Mio
  • Beteiligungen 2,6 % 15,72 Mio
  • Forderungen an Kreditinstitute 1,3 % 7,79 Mio
  • Sachanlagen 1,1 % 6,54 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 % 4,22 Mio
  • Immaterielle Vermögensgegenstände 0,4 % 2,57 Mio
  • Barreserve 0,0 % 72,4 k
Passivseite 595,53 Mio
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 68,8 % 409,54 Mio
  • Eigenkapital 18,5 % 110,32 Mio
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6,3 % 37,53 Mio
  • Sonstige Verbindlichkeiten 4,4 % 26,16 Mio
  • Nachrangige Verbindlichkeiten 1,1 % 6,79 Mio
  • Eventualverbindlichkeiten 1,0 % 6,11 Mio
  • Rückstellungen 0,9 % 5,18 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 368,23 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 48,3 % 177,84 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 25,8 % 94,84 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 17,4 % 64,11 Mio
  • Zinserträge aus 6,4 % 23,69 Mio
  • Laufende Erträge aus 2,1 % 7,74 Mio
Aufwendungen 178,55 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 77,6 % −138,62 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12,4 % −22,07 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7,0 % −12,55 Mio
  • Abschreibungen 1,9 % −3,43 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,7 % −1,18 Mio
  • Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,4 % −683,4 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −15,8 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 30,73 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Benedikt Moritz Steffen seit 2023 Geschäftsführer
  • Dirk Spitthoff seit 2025 Geschäftsführer
  • Marcel Priester seit 2023 Geschäftsführer
  • Burkhard Ugolini seit 2021 Prokura
  • Manuel Reuter seit 2021 Prokura
  • Marius Konrad Biskupek seit 2024 Prokura
  • Ralf Dziabel seit 2022 Prokura
11 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2026
  2. 09.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Verband für digitale Standards im Heilmittelbereich (VdSH) e.V. · Board Member
  3. 2025
  4. 02.07.
    Verschmelzung
    opta data Finance GmbH
  5. 02.07.
    Verschmelzung
    opta data Finance GmbH
  6. 11.02.
    Austritt einer Position
    Joachim Angerstein · Procura
  7. 14.01.
    Austritt einer Position
    Dirk Spitthoff · Procura
  8. 14.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Dirk Spitthoff · Managing Director
  9. 2024
  10. 02.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Marius Konrad Biskupek · Procura
  11. 04.01.
    Austritt einer Position
    M*** D**** · Managing Director
58 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 5. februar 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

opta data Finance GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31.12.2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die odFIN GmbH ist ein etabliertes Abrechnungszentrum mit Schwerpunkt unechtes Factoring im Bereich des Gesundheitswesens. Seit dem 25.12.2008 wurde durch die Änderung des Kreditwesengesetzes (KWG) Factoring zu einer erlaubnis- und aufsichtspflichtigen Finanzdienstleistung. Als Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des KWG unterliegt die Unternehmung somit der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Deutschen Bundesbank.

Das konstant ausgebaute Geschäftsmodell der odFIN GmbH wurde auch im Geschäftsjahr 2023 konsequent weiterverfolgt.

Unverändert liegt die Kernkompetenz des Unternehmens in der Abrechnung von Leistungen "sonstiger" Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Innerhalb dieses Teilsegmentes des deutschen Gesundheitswesens bietet die odFIN GmbH ihre Dienstleistungen allen Berufsgruppen in den Untersegmenten Heilmittel / Hilfsmittel / Rettungsdienste und Transportunternehmen sowie der ambulanten Pflege an. Aus der erbrachten Leistung erzielt die odFIN GmbH im Wesentlichen Erlöse für die Abrechnung der Rezepte von Leistungserbringern gegenüber den Kostenträgern.

Zusätzlich bietet die odFIN GmbH den Betrieben die Vorfinanzierung ihrer Forderungen im Wege des unechten Factorings an.

Die odFIN GmbH hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 den ständig verändernden Marktbedingungen erfolgreich gestellt durch ein kundenorientiertes Produktportfolio mit attraktivem Preis-Leistungsverhältnis mit einem hohen Qualitätsniveau. Gleichzeitig wurden modifizierte Angebote entwickelt, um den geänderten Marktstrukturen gerecht zu werden und nachfragegerechte individuelle Angebotspakete zu im Markt akzeptierten Preisen zu platzieren. Dies wird in einem dynamischen Marktumfeld nachhaltig notwendig bleiben, um mit den Entwicklungen des Marktes Schritt zu halten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Seit Juli 2022 hat die Europäische Zentralbank (EZB) insgesamt zehn Leitzinserhöhungen vorgenommen. Zuletzt erhöhte die EZB die Leitzinsen im September 2023, in den darauffolgenden Sitzungen wurden jeweils keine weiteren Erhöhungen beschlossen.

Der EZB-Einlagenzins stieg folglich seit Juli 2022 (minus 0,50 Prozent) um insgesamt 4,50 Prozent auf nunmehr 4,00 Prozent. Der EZB-Leitzins bewegt sich mit dem inzwischen erreichten Niveau von 4,50 Prozent im Bereich der Höchststände seit 1999. Diese Zinspolitik hat einerseits zu einer Reduzierung der Inflationsraten in Europa beigetragen, andererseits hat sie insbesondere in Deutschland die Rezession der Wirtschaft beschleunigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 Prozent gesunken.

Das Geschäftsmodell der odFIN GmbH hat sich unserer Meinung nach auch in diesem schwierigen allgemeinen Marktumfeld im Geschäftsjahr 2023 bewährt. Das seit Jahren stetige Wachstum des Abrechnungsvolumens konnte fortgesetzt werden. Dennoch ist auch die odFIN GmbH von der Entwicklung der Inflationsraten sowie den deutlichen Zinserhöhungen der EZB unmittelbar betroffen: Einerseits aufgrund steigender Kosten für Gehälter und Löhne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und andererseits aufgrund steigender Marktpreise an den relevanten Geldmärkten, die seitens der Kreditinstitute unmittelbar weitergegeben werden und somit zu steigenden Zinsaufwendungen führen. Die Geschäftsführung hat frühzeitig begonnen, die Auswirkungen dieser Entwicklungen zu analysieren und Maßnahmen ergriffen, um diese Kostensteigerungen zu kompensieren. Insbesondere wurden konsequente Preiserhöhungen durchgesetzt, um die genannten Kostensteigerungen zu kompensieren.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Reformen des Gesundheitswesens waren nicht Gegenstand des abgelaufenen Wirtschaftsjahres. Wesentlich für die Branche ist unverändert, dass es nicht zu Ausgrenzungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kostenträger kommt. Dies war auch im Jahr 2023 nicht der Fall. Dennoch ist das Gesundheitswesen in einer dynamischen Entwicklung, die zum einen auf immer größere und professionellere Einheiten zurückzuführen ist, zum anderen aber auch auf die zunehmende Etablierung neuer Technologien.

Der für die odFIN GmbH relevante Markt ist das gesamte Segment der "sonstigen Leistungserbringer". Insgesamt beliefen sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland im Jahr 2023 auf EUR 288,36 Mrd. (2022: EUR 274,12 Mrd.). Der Anteil der sogenannten "sonstigen Leistungserbringer" an den Gesamtausgaben belief sich 2023 auf EUR 41,31 Mrd. beziehungsweise auf 14,3 Prozent an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung.

Im Vorjahresvergleich sind die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für die "sonstigen Leistungserbringer" um 8,2 Prozent gestiegen, sodass sich der Anteil der Ausgaben der "sonstigen Leistungserbringer" an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung von 13,9 Prozent auf nunmehr 14,3 Prozent erhöhte. Die im Segment der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland tätigen Gesellschaften der opta data Finance GmbH-Gruppe erzielten im Jahr 2023 ein gesamtes Abrechnungsvolumen von EUR 11,43 Mrd. (2022: EUR 9,9 Mrd.). Auf Basis dieser Zahlen kann der relevante Marktanteil der opta data Finance GmbH-Gruppe auf circa 27,7 Prozent beziffert werden. 1

Geschäftsverlauf der odFIN GmbH

Die bei der odFIN GmbH verwendeten bedeutsamen Steuerungskennzahlen sind die finanziellen Leistungsindikatoren Abrechnungsvolumen, Ergebnis vor Steuern, der Jahresüberschuss sowie das Ergebnis nach Steuern im Rahmen des monatlichen Berichtswesens.

Das "Abrechnungsvolumen" (definiert als die Summe der Belegwerte abzüglich Storni) konnte im Geschäftsjahr 2023 deutlich um circa 14,5 Prozent auf EUR 7,44 Milliarden gesteigert werden (Vorjahr: EUR 6,5 Milliarden). Das höhere Abrechnungsvolumen resultiert sowohl aus der gestiegenen Anzahl der abgerechneten Belege als auch aus einem Anstieg der durchschnittlichen Belegwerte.

Die Erlöse aus Rezeptabrechnungen (inkl. der Jahresgrundgebühr) sind im Vergleich zum Vorjahr um 22,9 Prozent auf EUR 84,7 Mio. gestiegen. Die Zinserträge aus der Vorfinanzierung konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich um 42,9 Prozent auf EUR 14,7 Mio. gesteigert werden. Insofern sind die Gesamterlöse im Geschäftsjahr 2023 um 24,3 Prozent auf EUR 177,4 Mio. gestiegen. Die gegenüber den Veränderungsraten des Abrechnungsvolumens überproportional gestiegenen Gesamterlöse zeigen, dass die odFIN GmbH ihre Marktkonditionen und Margen nochmals verbessern konnte.

Diesem Anstieg der Gesamterlöse standen auf der Kostenseite sowohl gestiegene Zinsaufwendungen als auch höhere allgemeine Verwaltungsaufwendungen gegenüber. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich deutlich um 161,1 Prozent auf EUR 18,8 Mio. Dieser Anstieg liegt leicht unter dem Anstieg des relevanten Marktzinses: Der 3-Monats-Euribor ist im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 von 2,132 Prozent (30.12.2022) um 183,3 Prozent auf 3,909 Prozent (29.12.2023) gestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern konnte im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 33,3 Prozent auf EUR 38,1 Mio. gesteigert werden. Der Jahresüberschuss stieg 2023 von EUR 21,8 Mio. um 26,1 Prozent auf EUR 27,5 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Geschäftsführung der odFIN GmbH ein steigendes Abrechnungsvolumen in etwa auf dem Niveau des Marktwachstums geplant. Mit einer Steigerungsquote von 14,5 Prozent konnte dieses Planziel übertroffen werden. Weiterhin wurde ein Jahresüberschuss sowie ein Ergebnis vor Steuern in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 geplant. Diese Planziele konnten mit Blick auf oben beschriebenen gesteigerten Ergebnisse deutlich übertroffen werden.

Im Jahresergebnis 2023 sind periodenfremde beziehungsweise außerordentliche Erträge in Höhe von EUR 1,9 Mio. (2022: EUR 1,6 Mio.) enthalten.

Auch im Jahr 2023 hat die odFIN GmbH viele Entwicklungen anstoßen können. Sowohl innerhalb der Organisation als auch marktgerichtet konnte viel erreicht werden. Es wurden Prozesse angestoßen, die vor dem Hintergrund einer langfristigen Betrachtung für das Unternehmen von signifikanter Bedeutung sein werden.

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf sowie mit den erreichten Ergebnissen des Geschäftsjahres 2023 zufrieden.

1 Quelle: GKV-Spitzenverband: Kennzahlen der Gesetzlichen Krankenversicherung (Stand März 2024)

2.2 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens

Vermögenslage

Die Bilanz ist geschäftsbedingt auf der Aktivseite gekennzeichnet durch eine hohe Position Forderungen an Kunden (EUR 421,9 Mio. beziehungsweise 74,9 Prozent der Bilanzsumme). Bei diesen Forderungen handelt sich um Inkassovorschüsse, die überwiegend bei verschiedenen Banken refinanziert sind. Analog ist die Bilanz der odFIN GmbH daher auf der Passivseite geprägt von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 372,7 Mio. beziehungsweise 66,2 Prozent der Bilanzsumme). Das betriebsnotwendige Vermögen ist gemessen am Umsatz der odFIN GmbH eher als gering einzustufen. Im Geschäftsjahr wurde eine Call-Option für den Erwerb weiterer 10 Prozent der Anteile an der eHealth Experts GmbH ausgeübt, was zu einem Anstieg der Beteiligungen in Höhe von EUR 5,4 Mio. geführt hat.

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme zum Jahresultimo 2023 um 10,9 Prozent auf EUR 563,2 Mio. erhöht. Das Eigenkapital der odFIN GmbH hat sich aufgrund der teilweisen Ergebnis-Thesaurierung aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 auf EUR 97,1 Mio. (Vorjahr: EUR 84,6 Mio.) um 14,8 Prozent beziehungsweise um EUR 12,5 Mio. erhöht.

Die unbereinigte bilanzielle Eigenkapitalquote hat sich trotz des starken Anstiegs der Bilanzsumme auf einen Wert von 17,2 Prozent (Vorjahr: 16,6 Prozent) erhöht.

Nach Bereinigung um den bankenfinanzierten Teil der Inkassovorschüsse, weist das Unternehmen eine bereinigte Eigenkapitalquote 2 von circa 66,1 Prozent aus (Vorjahr: circa 62,2 Prozent).

2 Eigenkapital / (Bilanzsumme abzgl. Verbindlichkeiten Kreditinstitute abzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden)

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 321,3 Mio. (aus dem operativen Kerngeschäft) sowie in Höhe von EUR 51,4 Mio. aus Sonderfinanzierungen. Der odFIN GmbH stehen zum Bilanzstichtag für die Refinanzierung des operativen Kerngeschäftes schriftlich zugesagte Kreditlinien in Höhe von insgesamt EUR 430 Mio. zur Verfügung. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres wurden diese zur Verfügung stehenden Kreditlinien somit um EUR 10,0 Mio. erhöht.

Die Kreditlinien sind nicht befristet und durch Globalzessionen von Forderungen gegenüber Drittschuldner gesichert.

Die für das operative Kerngeschäft zur Verfügung stehenden Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich mit EUR 289,8 Mio. beziehungsweise mit durchschnittlich 67,4 Prozent der zugesagten Kreditlinien in Anspruch genommen. Insofern entsprechen die zur Verfügung stehenden Kreditlinien unserem Bedarf und sind ausreichend für eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit. Beschränkungen über die Verfügbarkeit der zugesagten Kreditlinien bestehen nicht.

Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich aufgrund der Leitzinsanhebungen der EZB gestiegene Marktzinsen in dem für die odFIN GmbH relevanten kurzfristen Euro- Geldmarkt (3- Monats-Euribor beziehungsweise €STR), was unmittelbar zu gestiegenen Kreditkonditionen und Zinsaufwendungen geführt hat. Die Kreditmargen der Kreditinstitute blieben im Geschäftsjahr unverändert.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf EUR 34,4 Mio. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR -8,8 Mio. und betrifft im Wesentlichen die Investition in den Erwerb weiterer 10 % der Geschäftsanteile an der eHealth Experts GmbH. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 25,6 Mio. und betrifft die Auszahlung an den Gesellschafter in Höhe von EUR 15 Mio. sowie die Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 10,5 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind keine wesentlichen Investitionen geplant.

Ertragslage

Das Zinsergebnis entsteht einerseits durch die Zinserträge aus der Vorschussfinanzierung sowie andererseits den Zinsaufwendungen gegenüber den refinanzierenden Kreditinstituten. Die aufgrund der EZB-Leitzinserhöhung gestiegenen Marktzinsen wurden sukzessive durch Preiserhöhungen der Vorschussfinanzierungen an die Kunden weitergegeben. Die Anpassungen entfalteten ihre volle Wirkung insbesondere im 2. Halbjahr, so dass sich im Berichtsjahr ein negatives Zinsergebnis in Höhe von EUR 3,4 Mio. ergab.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere die Erlöse aus Rezeptabrechnungen (inkl. der Jahresgrundgebühr). Die sonstigen betrieblichen Erträge konnten im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des gestiegenen Abrechnungsvolumens sowie aufgrund durchgeführter Preiserhöhungs-Kampagnen um 25,6 Prozent von EUR 122,1 Mio. auf EUR 153,3 Mio. gesteigert werden.

Der Personalaufwand stieg inflationsbedingt um 17,2 Prozent auf EUR 59,3 Mio. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind um 7,3 Prozent auf EUR 57,5 Mio. gestiegen. Diese Aufwendungen enthalten zu wesentlichen Teilen produktionsbedingte Kosten, die sich in etwa proportional in Relation zum Anstieg des Abrechnungsvolumens entwickelt haben.

Die Ertragsteuern und sonstige Steuern entfallen in Höhe von EUR 10,6 Mio. auf das laufende Geschäftsjahr.

4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht:

4.1. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Unter Risikomanagement versteht die odFIN GmbH den systematischen und transparenten Umgang mit Risiken im Rahmen der durch die Geschäftsführung festgelegten Geschäfts- und Risikostrategien. Dazu gehören insbesondere eine angemessene Aufbau- und Ablauforganisation sowie Risikosteuerungs- und -Controlling Prozesse sowie die interne Revision.

Die Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung der Risikomanagement-Systeme werden Finanzdienstleistungsinstituten auf der Grundlage des § 25a des Kreditwesengesetzes (KWG) mit den "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) vorgegeben.

Die Risikobetrachtung der odFIN GmbH richtet sich zunächst auf die Unsicherheit der zukünftigen Entwicklungen im Gesundheitswesen. Hier besteht unsere Aufgabe darin, politische Veränderungen und deshalb wechselnde Marktgegebenheiten schnell zu erkennen, um flexibel darauf reagieren zu können. Im Einzelnen ist die odFIN GmbH den für Finanzdienstleistungsinstitute relevanten Ausfallrisiken, Marktpreisrisiken, operationellen Risiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt.

Diese Risiken gilt es zu identifizieren, zu bewerten, zu beobachten, mit ihnen verantwortungsvoll umzugehen, um sich bietende Marktchancen erschließen zu können. Steuerung und Reporting dieser Risiken sind Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Auf die Erfassung von Chancen verzichtet das Unternehmen im Rahmen des Risikomanagements.

Vor dem Hintergrund der verabschiedeten Geschäftsstrategie, die das Eingehen hoher und/ oder unbekannter Risiken durch die Erschließung neuer Märkte oder das Erreichen hoher/außerordentlicher Wachstumsraten dem Grunde nach ausschließt, wurde die Risikostrategie für die odFIN GmbH entwickelt. Die Risikostrategie folgt dabei konsequent den Ergebnissen der Risikoinventur und der Vorgabe, dass das Risikopotenzial uneingeschränkt von dem der odFIN GmbH zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotenzial gedeckt sein muss.

Aus der Risikostrategie wurde die sogenannte Risikotragfähigkeit für die odFIN GmbH ermittelt. Für diese Zwecke wurden, die identifizierten (wesentlichen) Risiken vor dem Hintergrund der entwickelten Risikostrategie im Hinblick auf das potenzielle Schadensrisiko beurteilt. Die im Unternehmen implementierte Risikotragfähigkeitsrechnung stellt die quantitative Basis der Risikosteuerung dar. Das definierte Risikokapital (Risikodeckungspotential) orientiert sich am substanziellen Eigenkapital.

Für die wesentlichen nachfolgend beschriebenen Risikokategorien (Adressenausfallrisiken/ Marktpreisrisiken/ Operationelle Risiken/ Liquiditätsrisiken) werden quartalsweise Risikobewertungen durchgeführt. Die jeweils ermittelten Risikoansätze werden dem definierten Risikodeckungspotential gegenübergestellt. Zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres lagen die ermittelten Gesamtrisikoansätze deutlich unter dem definierten Risikodeckungspotential. Die Risikotragfähigkeit war innerhalb des Berichtsjahres jederzeit gegeben.

Ziel der Kapitalplanung für die odFIN GmbH ist die jederzeitige Sicherstellung einer angemessenen und ausreichenden Risikotragfähigkeit.

Zu diesem Zweck wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert, inwieweit die Eigenkapitalbasis und die sonstigen risikoabdeckenden Maßnahmen den Geschäftsaktivitäten und den hieraus resultierenden Risiken gerecht werden. Soweit sich im Rahmen des operationalisierten Risikomanagements Handlungsbedarf infolge des Auseinanderfallens von erkannten Risiken und vorhandenem Risikodeckungskapital ergibt, wird hieraus kurzfristig, z.B. durch eine Veränderung der Marktaktivitäten oder durch eine Ausweitung des Risikodeckungskapitals, reagiert.

Die identifizierten wesentlichen Risiken werden durch geeignete Risikosteuerungs- und Controlling Prozesse, wie z.B. eingehende Bonitätsprüfungen, und ein kontinuierliches, IT-gestütztes Forderungsmanagement überwacht. Identifizierten Adressenausfallrisiken wird durch die Bildung angemessener und notwendiger Wertberichtigungen begegnet.

Die Überwachung der oben dargestellten Risiken obliegt der Geschäftsführung der Gesellschaft. Die Geschäftsführung wird dabei von der Risikocontrolling-Funktion unterstützt. In regelmäßigen Gesprächen werden als risikobehaftet angesehene Geschäfte/ein gegebenenfalls festgestelltes auffälliges Kundenverhalten kommuniziert.

Die Gesellschafterin wird regelmäßig über die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft informiert.

Die Quantifizierung der Risiken stellt auf Berechnungen ab, in denen alternative Risikoverläufe und Eintrittswahrscheinlichkeiten in realistischen Bandbreiten angenommen werden. Insoweit haben die Berechnungen den Charakter von Risikosimulationen.

Adressenausfallrisiken:

Unter Adressenausfallrisiken versteht die odFIN GmbH insbesondere das Risiko, dass ein Debitor nicht bzw. nicht fristgerecht zahlt. Die odFIN GmbH geht von einer nur sehr geringen Gefährdungslage aus.

Das Adressenausfall- und Bonitätsrisiko wird zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 499 angegeben. Die Steuerung dieser Risiken stützt sich auf folgende wesentliche Überlegungen und Festlegungen:

Die Gesellschaft übernimmt und bevorschusst die Forderungen der Kunden grundsätzlich nur auf der Basis vorgelegter anspruchsbegründender Leistungsbelege und der daraus von der Gesellschaft selbst erstellten Abrechnungen.

Die von der Gesellschaft übernommenen Forderungen sind inhaltlich unterlegt durch die Leistungs- und Abrechnungskataloge der gesetzlichen Kostenträger oder bereits genehmigte Leistungszusagen und damit gesetzlich gesichert. Zurückweisungsmöglichkeiten bestehen nur im Umfange kleinerer Korrekturen.

Die Krankenkassen verfügen als Schuldner über eine gut abgesicherte Bonität, auf die auch die Corona-Pandemie bisher keine Auswirkungen hat.

Marktpreisrisiken:

Diese Risiken können in Preisveränderungen für Wertpapiere, Fremdwährungen, Derivate und Zinsen liegen, welche bei der odFIN GmbH nicht bestehen. Unter dem Marktpreisrisiko versteht das Unternehmen daher ausschließlich Ertragseinbußen, die aufgrund veränderter Refinanzierungsmöglichkeiten entstehen könnten.

Hierbei steht die Anhebung des Refinanzierungszinssatzes durch Kreditinstitute im Vordergrund. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen durch vertraglich vereinbarte Anpassungsklauseln in den Dienstleistungsverträgen mit den Kunden. Effekte, die aus potenziellen Fristenverschiebungen resultieren, sind überschaubar und vernachlässigbar.

Potenzielle Verluste werden anhand eines Rechenmodells, welches die Auswirkungen eines Zinsanstieges der Refinanzierungszinssätze auf die Inanspruchnahme der Gesellschaft bewertet, ermittelt und in die Risikotragfähigkeitsberechnung integriert. Die Berechnungen zeigen für den Abschlussstichtag einen Risikoansatz von rd. TEUR 145.

Operationelle Risiken:

Unter operationellen Risiken wird die Gefahr von Verlusten verstanden, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten.

Operationellen Risiken begegnen wir zunächst durch die laufende Überwachung aller Abläufe und Prozesse im Unternehmen zur Abwehr von Fehlern in den einzelnen Arbeitsbereichen. Dabei sind Revisions- und Risikocontrolling-Aufgaben an die Muttergesellschaft bzw. an die Holding der Unternehmensgruppe ausgelagert. Zu diesem Risikobereich zählen wir auch Veritäts-Risiken, d.h. den eventuellen Ausfall von Rückforderungen an Kunden im Falle von Absetzungen durch die gesetzlichen Kostenträger.

Entsprechend unserem Geschäftsmodell verfügen wir hier über eine gute historische Datenlage, die uns eine zuverlässige Einschätzung möglicher Rückforderungen erlaubt. Weiterhin berücksichtigen wir im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitsberechnung operationelle Risiken, die sich im Verlauf der Abrechnungsprozesse ergeben könnten. Hierunter fallen zum Beispiel technische Risiken wie der Ausfall von Datenleitungen, Servern, Druckern, Scannern bzw. das Verlustrisiko von Verordnungen und Belegen. Auch potenzielle Risiken in Form eines Ausfalls des gesamten Rechenzentrums bzw. von Personalausfällen fließen in diese Analyse ein.

Die angestellten Berechnungen zeigen für den Abschlussstichtag einen Risikoansatz von rd. TEUR 744, das vor allem das Potential von Betrugsrisiken beinhaltet.

Liquiditätsrisiken:

Liquiditätsrisiken sehen wir nur in einem potenziell veränderten Zahlungsverhalten der gesetzlichen Kostenträger sowie in einer Verzögerung der Einreichung von Belegen bei den Kostenträgern und dies nur in einem Umfang, der insbesondere durch die verfügbaren Kreditlinien abgedeckt ist.

Die Zahlungsströme werden von unserer Finanzbuchhaltung bzw. der Stabstelle Corporate Finance der Holding der Unternehmensgruppe täglich ausgewertet, zusammengefasst und disponiert. Es besteht ein regelmäßiges Reporting über die Liquiditätssituation des Unternehmens. Das Risiko von Zahlungsverzögerungen der gesetzlichen Kostenträger wird in die regelmäßige Berechnung der Risikotragfähigkeit einbezogen. Die angestellten Berechnungen zeigen für den Abschlussstichtag einen Risikoansatz für verspätete Zahlungen von Kostenträgern in Höhe von rd. EUR 9,3 Mio. sowie für das daraus resultierende ergebniswirksame Folgerisiko (erhöhter Zinsaufwand) von rd. TEUR 420.

Gesamtwirtschaftliche Risiken:

Die im Geschäftsjahr 2023 eingetretenen allgemeinen Kosten- Erhöhungen infolge der zeitweise hohen Inflationsraten scheinen zunächst abzuflachen. Auch die durch zahlreiche EZB-Leitzinserhöhungen gestiegenen Markt-Zinspreise scheinen zunächst ihre Höchststände erreicht zu haben. Dennoch verbleibt es bei Risiken aus weiter steigenden inflationsbedingten Kosten. Falls es wider Erwarten auch 2024 zu weiteren deutlichen Kostensteigerungen sowie zu weiteren Leitzinserhöhungen kommen, würden wir mit den gleichen Maßnahmen reagieren müssen wie bereits 2023: Die erheblichen allgemeinen Kostensteigerungen sowie die Zinskostensteigerungen im Geschäftsjahr 2023 infolge der EZB-Leitzinserhöhungen konnte die odFIN erfolgreich durch Preismaßnahmen kompensieren, sodass dieses Risiko relativiert werden kann.

Zusammenfassung des Risikoberichts:

Die odFIN GmbH hat im Rahmen eines angemessenen Risikomanagements allen wesentlichen Risiken Rechnung getragen. Maßnahmen zur Risikofrüherkennung sind implementiert und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die auf unsere Belange spezifisch ausgerichtete Risikotragfähigkeitsrechnung weist eine deutlich ausreichende Risikodeckung aus. Das risikoarme Geschäftsmodell der odFIN GmbH hat sich auch in bisherigen Krisen bewährt.

Die für Finanzdienstleistungsinstitute zu erfüllenden regulatorischen Anforderungen ergänzen die bereits seit vielen Jahren im Unternehmen vorhandene Risikosensitivität insbesondere in Bezug auf deren Dokumentation.

Chancenbericht:

Branchen- und Wettbewerbschancen:

Im Kern bleibt ein erheblicher und beständiger Bedarf an Dienstleistungen, auf den das Unternehmen seine Marktaktivitäten in der nahen Zukunft aufbauen wird. Als Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen wertet die odFIN GmbH diese Branche als stabiles Marktumfeld mit ausreichend Potentialen zur Entwicklung des Unternehmens. Es ist weiterhin auch mit einem steigenden Volumen im Gesundheitswesen zu rechnen, welches die Branche und die odFIN GmbH tendenziell stärken wird.

Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen können Änderungen mit positiver Auswirkung auf unsere Dienstleistungspalette mit sich bringen.

Unter anderem kann eine Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kostenträger zu einem Anstieg des Abrechnungsvolumens und der Erlöse aus Rezeptabrechnungen führen.

Marktchancen:

Die dynamische Entwicklung des Gesundheitswesens, die zum einen auf die demografische Entwicklung und zum anderen auch auf die zunehmende Etablierung neuer Technologien zurückzuführen ist, kann für die odFIN GmbH eine Chance darstellen. Hinzu kommt das wachsende Gesundheitsbewusstsein in weiten Teilen der Bevölkerung, welches zu steigenden Ausgaben für Gesundheit führen könnte, wovon die odFIN GmbH in Form steigender Abrechnungsvolumina profitieren würde. Die strategische Zielsetzung einer permanenten Weiterentwicklung des Unternehmens ist somit die Basis für eine auch zukünftig erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Gesamtwirtschaftliche Chancen:

Die Entwicklung der eventuell nicht weiter stark ansteigenden kurzfristigen Zinsen am Geldmarkt könnte für die odFIN GmbH auch Chancen für eine Margen-Stabilisierung im Finanzierungsgeschäft darstellen.

4.2. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wir erwarten für 2024 im für uns relevanten kurzfristigen Geldmarkt keine wesentlichen weiteren Marktpreis Erhöhungen. Eventuell könnte es im Verlauf des zweiten Halbjahres 2024 zu ersten Zinssenkungen der EZB kommen. Auch die Deutsche Bundesbank berichtet in ihrem Monatsbericht Februar 2024, dass angesichts der optimistischer eingeschätzten Inflationsentwicklung und vergleichsweise verhaltener europäischer Konjunkturaussichten Marktakteure merklich raschere und stärkere Leitzinssenkungen erwarten.

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wir erwarten, dass der Gesundheitssektor auch in den kommenden Jahren zu den wachstumsstärksten Bereichen unserer Wirtschaft zählen wird. Träger des Wachstums sind vor allem die demografische Entwicklung und die überaus starke Innovationsdynamik in der Pharmaindustrie und der Medizintechnik. Hinzu kommt das wachsende Gesundheitsbewusstsein in weiten Teilen der Bevölkerung - in Verbindung mit der zunehmenden Bereitschaft, die Ausgaben für Gesundheitsleistungen, gegebenenfalls zulasten anderer Konsumzwecke, auszuweiten. Alle Branchen des Gesundheitswesens (und auch Zulieferer und Dienstleister aus anderen Wirtschaftsbereichen) werden an dem starken Wachstum partizipieren, allerdings einhergehend mit einem nachhaltigen Wandel in den Angebotsstrukturen. Denn der rasante technologische Fortschritt und der kräftig zunehmende Bedarf an Gesundheitsleistungen stoßen ständig an finanzielle Grenzen, die durch regulierende Eingriffe der staatlichen Gesundheitspolitik immer wieder neu definiert werden.

Dies führt in den einzelnen Sektoren zu einem wachsenden Effizienzdruck, der wiederum erhebliche Konsolidierungsprozesse auslöst und die Schaffung gänzlich neuer Angebotsformen initiiert.

Dabei werden bislang recht starre Grenzen zwischen den Sektoren zunehmend aufgebrochen; ein sektorübergreifendes Zusammenwirken (etwa zwischen Arzt und Krankenhaus, Reha und Pflege, Apotheken und Arzneimittelhersteller) gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Eine solche Entwicklung, die bereits heute eine gewisse Eigendynamik erkennen lässt, ist letztlich die Voraussetzung dafür, dass leistungsfähige Unternehmen die zukünftigen Marktchancen im Gesundheitswesen tatsächlich nutzen können und damit gleichzeitig auch für die Patienten eine optimale Bedarfsdeckung sicherstellen.

Prognose der odFIN GmbH

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir aufgrund der erwarteten Entwicklung im deutschen Gesundheitswesen trotz der skizzierten Unsicherheiten mit einem im Vergleich zum Vorjahr erneut steigenden Abrechnungsvolumen in etwa in Höhe das Marktwachstums. Aufgrund der schwer absehbaren Auswirkungen der Inflationsraten sowie der Entwicklungder Preise an den Zinsmärkten rechnen wir mit einem Ergebnis vor Steuern beziehungsweise einem Jahresüberschuss in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. 3.

5. Sonstige Angaben:

Unser Dank gilt unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die durch ihren Einsatz und auch ihr Engagement zur Weiterentwicklung das Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2023 ermöglicht haben.

 

Essen, den 3. Mai 2024

gez. Benedikt Steffen

gez. Marcel Priester

3 Das Marktwachstum wird gemessen an den Ausgaben der GKV für die "sonstigen Leistungserbringer" im Vergleich zu den Vorjahresausgaben.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
A. Barreserve
I. Kassenbestand
40.520,48 31.588,60
B. Forderungen an Kreditinstitute
I. täglich fällig 2.136.519,87 5.541.392,93
II. andere Forderungen 850.000,00 850.000,00
2.986.519,87 6.391.392,93
C. Forderungen an Kunden 421.901.826,94 381.749.520,72
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten: 545.399,18 EUR (Vorjahr: 505.839,56 EUR)
D. Beteiligungen 15.825.274,23 10.436.306,47
E. Anteile an verbundenen Unternehmen 81.217.507,99 81.151.819,24
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten: 81.142.397,93 EUR (Vorjahr: 81.076.709,18 EUR)
F. Immaterielle Anlagewerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.786.354,00 1.197.390,00
II. Geschäfts- oder Firmenwert 37.340,00 2,00
III. geleistete Anzahlungen 121.756,00 140.600,00
1.945.450,00 1.337.992,00
G. Sachanlagen 5.319.455,80 5.135.145,00
H. Sonstige Vermögensgegenstände 30.781.077,18 19.480.204,90
I. Rechnungsabgrenzungsposten 3.209.458,79 2.353.897,19
563.227.091,28 508.067.867,05

PASSIVSEITE

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
A. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
I. mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 372.666.776,31 337.908.795,10
B. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
I. andere Verbindlichkeiten täglich fällig 43.649.440,00 34.230.293,05
C. Sonstige Verbindlichkeiten 33.433.787,86 37.381.923,56
D. Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen 993.506,48 0,00
II. andere Rückstellungen 2.115.824,15 1.941.624,55
3.109.330,63 1.941.624,55
E. Nachrangige Verbindlichkeiten 13.279.652,06 12.013.477,54
F. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 2.545.000,00 2.545.000,00
II. Kapitalrücklage 430.843,91 430.843,91
III. Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen 12.500.000,00 12.500.000,00
IV. Bilanzgewinn 81.612.260,51 69.115.909,34
97.088.104,42 84.591.753,25
563.227.091,28 508.067.867,05
G. Eventualverbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 10.611.533,34 12.314.466,67
10.611.533,34 12.314.466,67

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Zinserträge aus 15.382.877,15 10.854.388,82
2. Zinsaufwendungen -18.804.392,98 -7.209.666,82
3. Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen 816.282,38 0,00
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen 7.891.000,00 9.666.000,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 153.272.128,19 122.135.990,49
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -50.044.258,31 -42.607.530,37
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -9.241.150,76 -8.032.140,16
b) andere Verwaltungsaufwendungen -57.453.554,05 -53.646.722,99
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -116.738.963,12 -2.308.474,78 -104.286.393,52 -1.967.702,94
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -932.814,10 -453.346,60
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -486.711,30 -169.745,91
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.575.495,07 -6.749.938,58
10. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen -19.085,20 -18.059,37
11. Jahresüberschuss 27.496.351,17 21.801.525,57
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 54.115.909,34 47.314.383,77
13. Bilanzgewinn 81.612.260,51 69.115.909,34

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft mit Sitz in Essen ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 des Kreditwesengesetzes (KWG). Sie wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 1995 geführt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit dem ersten und zweiten Abschnitt des dritten Buches des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt.

Die Gesellschaft hat gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV bei der Aufstellung des Jahresabschlusses das Formblatt 1 (Gliederung der Bilanz) und das Formblatt 3 (Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung) verwendet.

Gemäß § 340f Abs. 3 HGB i.V.m. § 32 RechKredV wird von einer Verrechnung der Position "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft" mit der Position "Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft" (Nettoausweis) Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

B. Angaben zur Bilanz

Allgemein

Die Ansatz- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände oder Schulden sind nicht gegeben.

Barreserve

Der Kassenbestand ist zum Nennwert bilanziert.

Forderungen

Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Der Posten Forderungen an Kunden enthält zum weit überwiegenden Teil Vorschussforderungen aus dem Factoringgeschäft, die durch noch offene und von der Gesellschaft im unechten Factoring übernommene Kassen- und Privatabrechnungen dieser Kunden unterlegt sind.

Für zweifelhafte Forderungen an Kunden bestehen angemessene Einzelwertberichtigungen. Dem latenten Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Beteiligungen

Die ausgewiesenen Anteile sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Eine Beteiligung ist mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, bilanziert.

Der Bilanzposten umfasst:

Eigenkapital Ergebnis 2023
Kapitalanteil T€ T€
DAAG Deutsche Arzt AG, Essen 8,41% 6.417. 5.959. *
eHealth Experts GmbH, Dortmund 30% 11.472 9.181

Bei einer weiteren Kapitalgesellschaft unterbleiben die Angaben aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB.

* Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 liegt noch nicht vor, daher sind die Angaben zum Stichtag 31.12.2022

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die ausgewiesenen Anteile sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Bilanzposten umfasst u.a.:

Eigenkapital Ergebnis 2023
Kapitalanteil T€ T€
DZH Dienstleistungszentrale für Heil- und Hilfsmittelanbieter GmbH, Hamburg 100% 7.903 1.755
opta data factoring GmbH, Essen 100% 803 372
Severins GmbH, Wesel 100% 3.520 1.140
MCC Medical CareCapital GmbH, Krefeld 100% 7.660 3.022
Curenect GmbH, Essen 70% 558 160
opta data Innovation Lab GmbH, Essen 100% 78 16
ZAB Abrechnungsgesellschaft mbH, Konstanz 100% 3.435 -268

Bei einer Kapitalgesellschaft unterbleibt die Angaben unter Anwendung der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB.

Bei einer weiteren Kapitalgesellschaft unterbleiben die Angaben aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 5 Jahren.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit steuerlich zulässigen Sätzen vorgenommen. Die unterjährigen Zugänge beweglicher Anlagegüter des Geschäftsjahres werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen folgende Vermögensgegenstände:

Darlehensforderungen T€ 30.383
Steuern Einkommen und Ertrag T€ 69
Vermögensgegenstände, die rechtlich nach dem Abschlussstichtag entstehen T€ 5

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 4.500 (im Vorjahr: T€ 2.500).

Bei den Vermögensgegenständen, die rechtlich nach dem Abschlussstichtag entstehen, handelt es sich um forfaitierte Nutzungsverträge, die im echten Factoring übernommen wurden und eine Laufzeit von im Regelfall vier Jahren haben. Ihr Bilanzausweis ist zeitanteilig um den Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert der Verträge und dem Auszahlungsbetrag gekürzt.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der Posten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen im Folgejahr darstellen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 321.161 (Vorjahr: T€ 281.303) durch weitergereichte Abtretungen von noch offenen Kassen- und Privatabrechnungen mit einem Wert von rund T€ 548.679 (Vorjahr: T€ 491.434) besichert.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind keine Sicherheiten gestellt.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen noch abzuklärende Zahlungseingänge in Höhe von rund T€ 4.053 (Vorjahr: T€ 2.961) und Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 825 (Vorjahr: T€ 691) sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 21.899 (Vorjahr: T€ 27.257).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von T€ 2.446. Außerdem enthalten sie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 321.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise über deren Eintritt vorliegen.

Bei langfristigen anderen Rückstellungen in Höhe von T€ 63 wurden Abzinsungen in Höhe von T€ 2 vorgenommen. Die Veränderung der Abzinsung gegenüber dem Vorjahr wird unter den Zinserträgen ausgewiesen.

Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Überstunden- und Resturlaubs- sowie Provisionsansprüche der Mitarbeiter (T€ 1.763), die Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung und die Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen (T€ 126) sowie Abfindungsansprüche (T€ 102).

Nachrangige Verbindlichkeiten

Für nachrangige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von T€ 408 angefallen.

Im Geschäftsjahr wurden nachrangige Darlehen (mit qualifiziertem Rangrücktritt) in Höhe von T€ 13.280 aufgenommen.

Die Darlehen sind mit 2,5 % über dem "EZB-Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte" zu verzinsen und wurden bis zum 31. Dezember 2024 gewährt. Zum 1. Januar 2024 wurde über einen Teilbetrag von T€ 12.280 konditionsidentische nachrangige Darlehen mit Laufzeit bis 31. Dezember 2024 geschlossen, ein weiteres Darlehen hat eine Laufzeit bis 31.Dezember 2024.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag T€ 2.545. Der Bilanzgewinn beträgt T€ 81.612 und enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von T€ 54.116.

Fristengliederung von Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Forderungen gegen Kunden weisen folgende Fälligkeiten auf:

T€
Bis drei Monate 421.833
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 69
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0
Mehr als fünf Jahre 0

Forderungen an Kreditinstitute haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit sind nicht gegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 372.667 haben eine Laufzeit bis drei Monate in Höhe von T€ 323.163 eine Laufzeit von drei Monaten bis ein Jahr in Höhe von T€ 10.767, eine Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren in Höhe von T€ 33.500 und eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von T€ 5.237.

Unterposten in der Bilanz

Zu den nachstehend aufgeführten Positionen der Bilanz bestehen Unterposten wie folgt:

Forderungen an Kunden

Darunter:

An verbundenen Unternehmen T€ 1.103

Haftungsverhältnisse

Die unter der Bilanz ausgewiesene Eventualverbindlichkeiten betreffen gesamtschuldnerische Mithaftungen für Kreditverträge von Gruppengesellschaften mit einer Summe von T€ 10.612.

Die gesamtschuldnerischen Mithaften bestehen für eine Tochtergesellschaft, sowie für zwei verbundenen Unternehmen gegenüber deren kreditgebenden Banken.

Zum Abschlussstichtag valutieren die damit besicherten Kreditverbindlichkeiten mit rd. € 8.292.294.

Sicherheiten für die Eventualverbindlichkeiten sind nicht gestellt. Anzeichen für die Inanspruchnahme aus den vorgenannten Positionen liegen nicht vor, da die Gesellschaften ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachgekommen sind.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsabgrenzungsverträgen abgeschlossen. Die Verträge dienen der Sicherung von Zinsänderungsrisiken für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 20.946. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Stichtag T€1.900.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum Abschlussstichtag sind noch offene Kassen- und Privatabrechnungen in Höhe von rund T€ 173.417 (Vorjahr: T€ 133.447) gegeben, denen noch offene Kundenabrechnungen in gleicher Höhe zuzuordnen sind.

Die Kassen- und Privatabrechnungen sind im Wege des unechten Factorings übernommen worden und es besteht für den Fall des fehlenden Ausgleichs durch die Kostenträger in vollem Umfang die Möglichkeit der Rückbelastung an die Kunden. Risiken werden diesen nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften daher nicht zugerechnet.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die opta data Finance GmbH erwirtschaftet ihre Erträge fast ausschließlich in Deutschland.

Die Aufgliederung bestimmter Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nach geographischen Märkten unterbleibt, weil die Gesellschaft nicht auf Märkten tätig ist, die sich wesentlich voneinander unterscheiden.

Die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben sich aus dem normalen Geschäftsablauf ergeben. Sie sind in periodengerechter Abgrenzung erfasst. Ihre inhaltliche Zuordnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die im Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesenen Erträge betreffen insbesondere Erlöse aus der Erstellung von Rezeptabrechnungen und damit zusammenhängenden Nebenleistungen von T€ 175.094 (Vorjahr: T€ 115.544). Weiterhin enthält der Posten periodenfremde Erträge von T€ 1.854, die im Wesentlichen einer anderen Periode zuzurechnen sind, aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Abfindungen von T€ 442.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen überwiegend auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von jährlich T€ 2.687.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat Leasingverträge zum 31. Dezember 2023 mit einem jährlichen Liquiditätsabfluss von T€ 543 abgeschlossen.

Vorteil des Leasings von Vermögensgegenständen ist, dass im Zeitpunkt des Zugangs (Leasingbeginn) die eigene Liquidität nicht beansprucht wird und somit für andere Unternehmenszwecke zur Verfügung steht.

Nachteilig kann sich auswirken, dass die zukünftigen Leasingraten, im Gegensatz zu zahlungsunwirksamen Abschreibungen, zu einem Liquiditätsabfluss in späteren Jahren führen.

Im Unternehmen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 1.319 (Vorjahr: 1.239) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 84 leitende Angestellte und 1.235 Angestellte.

Hauptberufliche Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Mark Steinbach, Dipl.-Kaufmann, Essen (bis 31. Dezember 2023)

Andreas Fischer, Dipl.-Informatiker, Hamminkeln (bis 31. Dezember 2023)

Marcel Priester, Leiter Markt, Essen (ab 1. Juli 2023)

Benedikt Steffen, Leiter Marktfolge, Bochum (ab 1. Juli 2023)

Den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine nach § 340 I HGB anzugebenden Vorschüsse oder Kredite gewährt. Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten wurden nicht eingegangen.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen ist im Anhang zum eigenen Konzernabschluss angegeben.

Die opta data Finance GmbH wird in den Konzernabschluss der opta data Stiftung & Co. KG, Essen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis aufstellt, nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die opta data Finance stellt als Muttergesellschaft den Konzernabschluss des kleinsten Kreises auf und beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Essen, 3. Mai 2024

gez. Benedikt Steffen

gez. Marcel Priester

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Beteiligungen 11.779.601,47 5.388.967,76 0,00 0,00 17.168.569,23
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 81.151.819,24 65.688,75 0,00 0,00 81.217.507,99
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.792.596,25 1.194.554,63 0,00 0,00 5.987.150,88
b) Geschäfts- oder Firmenwert 856.706,00 39.303,00 0,00 0,00 896.009,00
c) geleistete Anzahlungen 140.600,00 145.356,00 0,00 164.200,00 121.756,00
4. Sachanlagen
d) Mietereinbauten 1.214.217,33 58.230,04 0,00 40.260,72 1.232.186,65
e) technische Anlagen und Maschinen 11.280.214,66 771.082,28 12.667,50 673.355,27 11.390.609,17
f) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.581.095,10 932.907,33 0,00 385.547,88 2.128.454,55
g) geleistete Anzahlungen 0,00 285.007,30 -12.667,50 0,00 272.339,80
14.075.527,09 2.047.226,95 0,00 1.099.163,87 15.023.590,17
112.796.850,05 8.881.097,09 0,00 1.263.363,87 120.414.583,27
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Beteiligungen 1.343.295,00 0,00 0,00 1.343.295,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.595.206,25 605.590,63 0,00 4.200.796,88
b) Geschäfts- oder Firmenwert 856.704,00 1.965,00 0,00 858.669,00
c) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sachanlagen
d) Mietereinbauten 250.485,33 102.759,04 40.259,72 312.984,65
e) technische Anlagen und Maschinen 7.561.923,66 1.202.843,78 663.625,27 8.101.142,17
f) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.127.973,10 395.316,33 233.281,88 1.290.007,55
g) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.940.382,09 1.700.919,15 937.166,87 9.704.134,37
14.735.587,34 2.308.474,78 937.166,87 16.106.895,25
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
1. Beteiligungen 15.825.274,23 10.436.306,47
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 81.217.507,99 81.151.819,24
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.786.354,00 1.197.390,00
b) Geschäfts- oder Firmenwert 37.340,00 2,00
c) geleistete Anzahlungen 121.756,00 140.600,00
4. Sachanlagen
d) Mietereinbauten 919.202,00 963.732,00
e) technische Anlagen und Maschinen 3.289.467,00 3.718.291,00
f) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 838.447,00 453.122,00
g) geleistete Anzahlungen 272.339,80 0,00
5.319.455,80 5.135.145,00
104.307.688,02 98.061.262,71

Weitere Angaben zur Offenlegung

Der vorstehende Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist von der Gesellschafterversammlung am 21.06.2024 festgestellt worden.

Die Gesellschafterversammlung vom 21.06.2024 hat beschlossen, aus dem Jahresüberschuss einen Betrag von 15.000.000,- EUR an die Gesellschafterin auszuschütten. Der Restbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Ausschüttung erfolgte am 24.06.2024.

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss (und dem Lagebericht) wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die opta data Finance GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der opta data Finance GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der opta data Finance GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 3. Mai 2024

RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft Essen

Oliver Graß, Wirtschaftsprüfer

Nadine Luchtenberg, Wirtschaftsprüferin

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