Akzo Nobel GmbHKöln (vormals: Düren)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell und Organisation Oberste Muttergesellschaft des deutschen AkzoNobel-Konzerns ist wie im Vorjahr die Akzo Nobel N.V. mit Sitz in Amsterdam/Niederlande, welche als strategische Management-Holding die gemeinsamen Werte, Ziele und Strategien des gesamten Konzerns definiert. Die Konzernaktivitäten werden in zwei operativen Geschäftsbereichen (sog. Business Areas) zusammengefasst: Performance Coatings und Decorative Paints. Die Business Areas setzen sich aus global oder regional verantworteten Geschäftseinheiten zusammen, die jeweils über eigene Führungs- und Organisationsstrukturen verfügen. Unterstützt werden die Business Areas und deren Geschäftseinheiten von dem Bereich Integrated Supply Chain (ISC), der für Produktion und Einkauf zuständig ist, den Zentralbereichen sowie den Landesorganisationen. Gegenstand unserer Gesellschaft ist vornehmlich das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen der Akzo Nobel Gruppe und die übergreifende Leitung der Gruppe. Zusätzlich zur Leitungsfunktion erbringt die Akzo Nobel GmbH Dienstleistungen für die weiteren Gesellschaften der deutschen Unternehmensgruppe. Dienstleistungen werden im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersvorsorge und bestehenden Pensionszusagen sowie allgemeine Dienstleistungen an die deutschen Konzerngesellschaften erbracht und entsprechend weiterbelastet. Die Gesellschaft hat mit Gesellschafterbeschluss vom 29. Januar 2021 ihren Sitz von Düren nach Köln verlegt. Die Akzo Nobel GmbH ist am 31. Dezember 2021 unmittelbar oder mittelbar an insgesamt 8 inländischen und 1 ausländischen Unternehmen beteiligt. In dem mehrstufigen Konzern bestehen mit den meisten inländischen Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge. Mit der Schramm Holding GmbH wurde eine freiwillige Verlustübernahme vereinbart. Die Gesellschaft beschäftigte in Deutschland im Jahr 2021 durchschnittlich 50 Mitarbeiter und erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von insgesamt € 6,1 Mio. Die Verwaltung befindet sich am Standort der Gesellschaft in Köln. Über die Tochtergesellschaften der Akzo Nobel-Gruppe unterliegt die Gesellschaft mittelbar externen Einflussfaktoren wie der Entwicklung der globalen Wirtschaft, der Automobil- und der Bauindustrie insbesondere die Entwicklung der Energie- und Rohstoffkosten. Als chemische Unternehmen gehören unsere Tochterunternehmen einem energieintensiven Industriezweig an und benötigen eine Reihe von Rohstoffen zur Herstellung ihrer Produkte. Marktbedingte oder politisch veranlasste Veränderungen der Energie- und Rohstoffpreise oder eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen, beispielsweise in Bezug auf die EEG-Ausgleichsregelungen / Stromsteuerentlastung, haben direkte Auswirkungen auf die Kostenstruktur der von uns geführten Unternehmensgruppe. 2. Leitung und Kontrolle Die Akzo Nobel GmbH besitzt eine duale Führungsstruktur. Diese besteht aus der Geschäftsführung, die das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan. Die Geschäftsführung der Akzo Nobel GmbH bestand 2021 aus drei Mitgliedern: Rainer Schmidt, Kerstin Wiegandt und Harald Heckers-Boschkow (bis 31. Oktober 2022). Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen nach den Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammen. B. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft betreibt keine eigenständige Forschung und Entwicklung. Diese Aktivitäten sind auf Ebene der Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande, im Zentralbereich Research, Development & Innovation angesiedelt. C. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach dem historischen Wirtschaftseinbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie konnte die Wirtschaftsleistung im 2. Halbjahr mit den ersten Lockerungen und der Wiedereröffnung vieler Unternehmen wieder an Fahrt aufnehmen. Das Tempo der Erholung hat wegen der neuerlichen Beschränkungen, die einige Länder ihrer Wirtschaft im Kampf gegen neue Infektionswellen auferlegten, danach allerdings auch wieder etwas nachgelassen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2021, insbesondere aufgrund einer Konjunkturerholung wegen der Abschwächung der Corona-Pandemie, um 6,0 % 1 (Vorjahr: Rückgang um -3,2 %) gewachsen. Die Weltwirtschaft hat auch im Jahr 2021 noch im Schatten der Corona-Pandemie gestanden. Sie war inzwischen in etwa auf das Aktivitätsniveau vor der Pandemie zurückgekehrt. Diese Erholung setzt sich derzeit weiter fort, unterstützt durch die Kraftanstrengungen der nationalen Regierungen zur Eindämmung der Pandemie sowie von den fiskalischen Maßnahmen der Zentralbanken und durch Fortschritte bei der Impfung. Die Erholung verlief jedoch weiterhin uneinheitlich. Erneute Ausbrüche des Virus führten in einer Reihe von Ländern zu Warenengpässen und Druck auf die Lieferketten. Außerdem sind die Preise für Rohstoffe und Lebensmittel gestiegen. Das Wirtschaftswachstum in Europa lag nach Angaben der IWF im Jahr 2021 in Form einer Erhöhung um 5,2 % 2 deutlich über dem Niveau des Vorjahres, als noch ein negatives Wachstum von -6,5 % zu verzeichnen war. Gerade in dem dichtbesiedelten und hochentwickelten Wirtschaftsraum Europa schlugen sich die Folgen der Covid 19-Pandemie im Vorjahr besonders stark nieder. Die wirtschaftliche Leistung erhöhte sich im Jahr 2021 in Deutschland nach Angaben des IWF um 2,6 % 3 , nachdem sie im Vorjahr noch um -4,8% gesunken war. Gründe für den starken Einbruch 2020 waren die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehenden Shutdowns der Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaft erlebte dann eine konjunkturelle Erholung im Schlussquartal 2020. Die Industrieproduktion nahm gegen Ende des Jahres wieder zu und ein starker Wachstumsimpuls ging vom gewichtigen Kfz-Bereich aus. Diese Entwicklung hat sich im Jahr 2021 weiter fortgesetzt. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Jahr 2021 war auch für die chemisch-pharmazeutische Industrie insgesamt ein gutes Jahr. Der Umsatz in Deutschlands drittgrößter Branche erhöhte sich stark um 19,2 4 Prozent auf € 227 5 Milliarden, berichtet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in "Chemiewirtschaft in Zahlen 2022". Vor dem Hintergrund des weltweiten Aufschwungs der Konjunktur wegen der abklingenden Pandemie erhöhte sich das Auslandsgeschäft der Branche in Form einer Umsatzsteigerung um 18,0 6 Prozent; gleichzeitig stieg im Inland der Umsatz um 21,1 7 Prozent. Die Produktion erhöhte sich, aber nur insgesamt um 5,8 8 Prozent. In der Sparte Anstrichmittel erhöhte sich die Produktion allerdings nur insgesamt um 3,0 9 Prozent. Wegen der gestiegenen Chemiekonjunktur erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter in dieser Branche (+2,6 Prozent) auf rund 473.400 10 Personen. Das ist der höchste Beschäftigungsstand seit 2001, so der VCI. Ungefähr 44.000 Arbeitsplätze sind in der Branche in den letzten 10 Jahren zusätzlich entstanden. Aber für die deutsche Lack- und Druckfarbenindustrie war das Jahr 2021 laut dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) dennoch ein schwieriges Jahr. 11 Gleich eine ganze Reihe von Entwicklungen drückten die Ergebnisse der Farbenhersteller: Neben Rekordpreisen am Rohstoffmarkt und einem starken Dollar erschwerten gestörte Lieferketten, Produktionsausfälle bei Pigmenten und Epoxidharzen sowie mangelnde Transportkapazitäten den Markt. In Deutschland wurden 2021 1.585 Tausend Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft, ein Rückgang von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Bautenfarben gab es 2020 eine Corona-Sonderkonjunktur im DIY-Segment, ausgelöst durch Kurzarbeit und die Fokussierung auf das eigene Heim als Alternative für Reisen, Sport und Ausgehen. Der Profibereich konnte hingegen nur leicht zulegen - teilweise gab es bei den Malern Kapazitätsengpässe. 2021 endete bei den Bautenfarben die Corona-Sonderkonjunktur im DIY-Segment; es gab einen Rückgang um 16 % in der Menge. Bei den Industrielacken kam es zu einem leichten Anstieg des Verbrauchs um 2 % in der Menge und um 8 % im Wert. Weiterhin gingen die Autoserienlacke um 12 % stark zurück, teilweise wurde die Automobilproduktion deutlich gedrosselt. Der Absatz von Druckfarben ist 2021 weiter zurückgegangen - es wurden 224.000 Tonnen produziert, ein Minus von 4 %. Der Gesamtumsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben erhöhte sich 2021 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % und betrug am Ende € 5,58 Mrd. Für das Jahr 2022 verzeichnete der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) einen Umsatzanstieg um 5 Prozent auf gut € 5,85 Mrd. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Da die Gesellschaft vornehmlich Holding-Funktionen wahrnimmt und Leitungs- und Serviceleistungen an verbundene Unternehmen erbringt, werden als Leistungsindikatoren vornehmlich Größen verwendet, die direkt der Bilanz und der GuV entnommen werden können. 3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Dazu zählen im Wesentlichen die folgenden:
3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Einziger von uns verwendeter nicht finanzieller Leistungsindikator ist der Krankenstand. Wir erfassen alle krankheitsbedingten Ausfalltage unserer Belegschaft mit dem Indikator TIAR (Total Illness Absence Rate). Diese Kennzahl beschreibt das prozentuale Verhältnis der krankheitsbedingten jährlichen Ausfallstunden aller Mitarbeiter zu deren jährlicher Soll-Arbeitszeit in Stunden. Die TIAR bewegte sich im Berichtsjahr über alle Standorte des Konzerns hinweg in einer durchschnittlichen Bandbreite von 3,6 % bis 8,9 % nach 5,7% bis 8,5% im Vorjahr. 4. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 4.1 Geschäftsentwicklung Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Jahr 2021 einen Jahresfehlbetrag von T€ 74.571. Im Vergleich mit dem Gewinn des Vorjahres in Höhe von T€ 17.782 bedeutet dies eine Ergebnisverschlechterung um T€ 92.353. Wesentlichen Einfluss auf diese Ergebnisverschlechterung hatten im Jahr 2021 die Verschlechterung des Netto-Ergebnisses aus Gewinnabführungen und Verlustübernahmen in Höhe von T€ 32.388 und die Veränderung im Steueraufwand aufgrund von Steuernachzahlungen aus der im Jahr 2024 abgeschlossen Betriebsprüfung in Höhe von T€ 12.428. Im Vorjahr erzielte die Gesellschaft zudem einen einmaligen Verschmelzungsgewinn in Höhe von T€ 53.123 durch die Verschmelzungen der Akzo Nobel Pensions GmbH und der Akzo Nobel Service GmbH auf die Akzo Nobel GmbH. 4.2 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind um T€ 1.510 (entsprechend -19,9 %) auf T€ 6.072 gesunken. Das Volumen der an andere verbundene Unternehmen erbrachten Dienstleistungen war im Jahr 2021 niedriger hauptsächlich wegen niedrigerer weiterbelasteten Restrukturierungs- und Fremdpersonalkosten als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr 2021 ausschließlich eine Auflösung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.900. Im Vorjahr wurde ein nicht nachhaltiger Gewinn aus den Verschmelzungen der Akzo Nobel Pensions GmbH und der Akzo Nobel Service GmbH auf die Akzo Nobel GmbH in Höhe von T€ 53.123 erzielt. Die Personalaufwendungen sind bei den Löhnen und Gehältern wegen der geänderten Mitarbeiterstruktur um T€ 732 (entsprechend 15,1%) zurückgegangen. Bei den sozialen Abgaben resultiert die Erhöhung um T€ 7.166 (entsprechend 170 %) insbesondere aus einer Verminderung des Berechnungszinssatzes der Pensionsrückstellungen. Die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€ 164 lagen im Vergleich zum Vorjahreswert um T€ 128 niedriger. Dies ist auf ausgelaufene Abschreibungen und geringere Neuinvestitionen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 4.138 im Jahr 2021 sind, verglichen mit den Werten des Vorjahres, um T€ 1.533 zurückgegangen. Insbesondere verminderten sich die Umstrukturierungskosten um T€ - 843 und Fremdpersonalkosten um T€ - 1.053. Dagegen erhöhten sich die Prüfungs- und Beratungskosten um T€ 477. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagenvermögens betreffen Zinserträge auf Ausleihungen an Tochtergesellschaften. Mit T€ 1.475 lagen diese Erträge auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (T€ 1.483.). Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme führten insgesamt zu einem Verlust in Höhe von T€ 49.136 (i.Vj. T€ 16.748). Diese Beträge entfallen auf die folgenden Gesellschaften:
Der hohe Verlust der Akzo Nobel Coatings GmbH im Geschäftsjahr 2021 ist hauptsächlich Auswirkung der im Jahr 2024 abgeschlossen Betriebsprüfung auf die laufenden Steuern und Zinsen für Vorjahre in Höhe von T€ 21.253 im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Im Vorjahr wurde das Ergebnis noch um € 12,5 Mio. positiv aus dem Verkauf eines Werksgeländes beeinflusst. Die Ergebnisverbesserung der Schramm Holding GmbH ist hauptsächlich auf die Abschreibung der Beteiligung der Schramm Coatings GmbH wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von T€ 12.845 im Vorjahr zurückzuführen. Der Verlust der Akzo Nobel Hilden GmbH im Geschäftsjahr 2021 ist hauptsächlich Auswirkung der im Jahr 2024 abgeschlossen Betriebsprüfung auf die laufenden Steuern und Zinsen für Vorjahre in Höhe von T€ 16.494. Ansonsten resultiert der Verlust vor allem aus planmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände. Im Jahr 2021 wurden sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 1.943 erzielt (i.Vj. T€ 0). Die Zinserträge resultierten aus der Zeitwertveränderung der Rückdeckungsversicherung. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr in Höhe von T€ 3.000 betreffen die Wertberichtigung der Anteile an der Schramm Coatings GmbH wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um T€ 1.910 zurückgegangen, hauptsächlich wegen eines geringeren Zinsanteils für die Zuführung der Pensionsrückstellungen sowie im Vorjahr erfasster Zinsen auf Steuern. Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 12.428; i.Vj. T€ 3.101) entfallen T€ 12.428 auf Vorjahre (i.Vj. T€ 2.730). Sie betreffen Auswirkungen der im Jahr 2023 abgeschlossen Betriebsprüfung. Im Rahmen der Betriebsprüfung wurde festgestellt, dass die Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung der Organschaftsverhältnisse in vergangenen Jahren nicht erfüllt waren. Dies führte zu Steuernachzahlungen für die betreffenden Vorjahre, die in 2021 aufwandswirksam erfasst wurden. 4.3 Finanzlage Die Akzo Nobel N.V, Amsterdam/Niederlande, als oberste Führungsgesellschaft des Akzo Nobel-Konzerns ist zentral für das Finanzmanagement des Konzerns verantwortlich. Inhaltlich umfasst das Finanzmanagement das Kapitalstruktur- und Liquiditätsmanagement sowie das Management von Kredit-, Zins- und Währungsrisiken. Die Konzerngesellschaften finanzieren sich innerhalb und außerhalb Deutschlands neben der operativen Geschäftstätigkeit im Wesentlichen über die Akzo Nobel N.V. (sog. Inhouse Bank). Die Akzo Nobel N.V. steuert und überwacht die Liquidität des Konzerns durch die Cash-Managementsysteme. Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften werden genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Ein darüberhinausgehender Liquiditätsbedarf des Konzerns wird grundsätzlich von der Akzo Nobel N.V. auf dem Kapitalmarkt aufgenommen bzw. überschüssige Liquidität wird dort angelegt. Für das gesamte Geschäftsjahr 2021 stand jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Die Gesellschaft verfügt zum 31. Dezember 2021 über Guthaben im Inhouse Banking von insgesamt T€ 43.064 (i.Vj. T€ 104.680). Die zum 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 216.500 wurden am 14. Dezember 2021 durch die Verrechnung mit Inhouse Banking Forderungen gegenüber der Akzo Nobel N. V., Amsterdam/Niederlande, vollständig beglichen. Gleichzeitig wurde ein neues Darlehen in Höhe von T€ 50.000 mit einer Laufzeit von fünf Jahren neu aufgenommen. Zudem besteht eine Liquiditätsgarantie der Akzo Nobel N.V. in der diese garantiert, der Akzo Nobel GmbH bzw. ihren deutschen Tochterunternehmen jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung zu stellen, um alle bis zum 31. Dezember 2025 fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. Insofern gehen wir während der Laufzeit der Liquiditätsgarantie von einer ausreichenden Liquiditätsausstattung aus. 4.4 Vermögenslage Für die Erläuterungen zur Vermögenslage stellen wir auf die Zahlen in der Bilanz ab. Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 354.247, was eine Abnahme gegenüber 2020 um T€ 256.126 (entsprechend 42,0 %) darstellt. 4.4.1 Bilanzentwicklung Aktiva 4.4.1.1 Anlagevermögen Das Anlagevermögen beläuft sich auf T€ 291.205 (i.Vj. T€ 478.177), was 82,2 % der Bilanzsumme entspricht. Die Sachanlagen betreffen weitestgehend Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 83. Die Finanzanlagen beinhalten direkte Anteile an sieben verbunden Unternehmen (siehe Anhang) in Höhe von T€ 211.421 (i. Vj. T€ 211.421). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind auf T€ 50.000 (i. Vj. T€ 236.935) zurückgegangen. Die Akzo Nobel Hilden GmbH, Köln, hat die gewährten Darlehen inklusiv aufgelaufenen Zinsen in Höhe von T€ 216.396 am 14. Dezember 2021 vollständig zurückgezahlt. Zeitgleich hat auch die Akzo Nobel Powder Coatings GmbH das gewährte Darlehen von T€ 20.000 in voller Höhe zurückgezahlt. Gleichzeitig hat die Akzo Nobel Hilden GmbH ein neues Darlehen in Höhe von T€ 50.000 mit einer Laufzeit von fünf Jahren aufgenommen. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind relativ konstant geblieben und haben einen Buchwert von T€ 29.695 (i. Vj. T€ 31.033). Der Rückgang resultiert aus unterjährig erfolgten Zahlungen dem Zinsgutschriften gegenüberstehen. Das Anlagevermögen insgesamt verminderte sich im Berichtsjahr um T€ 186.973 auf T€ 291.205 (i. Vj. T€ 478.177). 4.4.1.2 Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr um T€ 69.948 auf T€ 61.867 (i.Vj. T€ 131.815) zurückgegangen. Die Veränderung resultiert weitgehend aus einem geringeren Guthaben bei der Inhouse Bank durch die oben beschriebene Verrechnung der erhaltenen Darlehen mit Forderungen aus dem Inhouse Banking gegen die Akzo Nobel N. V., Amsterdam/Niederlande. 4.4.2 Bilanzentwicklung Passiva 4.4.2.1 Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft verringerte sich verglichen mit dem Vorjahreswert der Akzo Nobel GmbH um T€ 74.571 auf nunmehr T€ 69.983. Diese Abnahme resultierte in voller Höhe aus dem Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2021. Ausschüttungen wurden nicht vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt infolge der gestiegenen Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 19,8 % (i.Vj. 23,7 %). 4.4.2.2 Rückstellungen Die Rückstellungen insgesamt betrugen zum 31. Dezember 2021 T€ 171.628 (i. Vj. T€ 163.404). Wichtigster Bestandteil des Postens sind Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, die rund 44,1 % der Bilanzsumme ausmachen. Die Erhöhung um T€ 1.980 gegenüber dem Vorjahr basiert hauptsächlich auf versicherungsmathematischen Effekten. Im Wesentlichen haben sich die Steuerrückstellungen im Jahr 2021 aufgrund einer Zuführung in Höhe von T€ 8.356 im Rahmen der bereits abgeschlossen Betriebsprüfung von T€ 3.722 auf nunmehr T€ 12.005 erhöht. Die Höhe der sonstigen Rückstellungen verminderte sich zum Bilanzstichtag von T€ 8.255 um T€ 2.997 auf T€ 5.258. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Restrukturierungsrückstellung die in Höhe von T€ 323 in Anspruch genommen und in Höhe von T€ 1.500 aufgelöst wurde. 4.4.2.3 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 109.793 (i. Vj. T€ 299.615), was 31,0 % der Bilanzsumme entspricht. Davon betreffen T€ 50.000 Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande. Die seitens der Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande, im Vorjahr gewährten Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 216.500 wurden am 14. Dezember 2021 vollständig beglichen durch Verrechnung mit Inhouse Banking Forderungen gegenüber der Akzo Nobel N. V., Amsterdam/Niederlande. Gleichzeitig wurde ein neues Darlehen in Höhe von T€ 50.000 mit einer Laufzeit von fünf Jahren (fällig 14. Dezember 2026) neu aufgenommen. Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 217 auf T€ 2.038. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten. D. Prognosebericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Wachstumsbericht von den folgenden Wachstumsraten bzw. Prognosen für die Weltwirtschaft, Europa und Deutschland aus:
1 IMF World Economic Outlook Update - July 2021 2 IMF World Economic Outlook - October 2022 3 IMF World Economic Outlook Update - January 2024 2022: Der private Konsum wurde von der weitgehenden Aufhebung von Corona-Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr begünstigt. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fielen aber zunehmend geringer aus. Die Industrieproduktion und der internationale Warenhandel erhielten Impulse von einer Entspannung der Lieferkettenprobleme. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen verschärften die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhten den inflationären Druck. In Europa machen sich die hohen Energiepreise, die Unsicherheit hinsichtlich der Verfügbarkeit von Erdgas wegen des russischen Lieferstopps, die straffere Geldpolitik und die weltwirtschaftliche Abkühlung bemerkbar. Zuerst entstanden Wachstumsimpulse durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt, aber die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise haben den privaten Konsum geschwächt. 2023 und Prognose 2024: Die Weltwirtschaft wächst derzeit nur mit einem moderaten Tempo. Die Konjunktur in Europa ist ebenfalls schwach. Die Inflation ist in den meisten Volkwirtschaften bereits deutlich zurückgegangen. Hieran hatte die Entwicklung der Energiepreise einen wesentlichen Anteil, aber auch die Kerninflation ist inzwischen vielerorts gesunken. Die Folgen des Kaufkraftverlusts aufgrund der Preissteigerungen sowie die Auswirkungen der kräftigen Zinsanhebungen dürften jedoch zunächst den privaten Konsum noch weiterhin bremsen und die Investitionstätigkeit dämpfen, bevor die Konjunktur im weiteren Verlauf wieder stärker Tritt fassen sollte. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2023 3,1% (Deutschland -0,3%) betragen. Für das Jahr 2024 ist mit 3,1% (Deutschland 0,5%) dann wieder ein etwas stärkeres Wachstum zu erwarten. Die Inflation dürfte schrittweise weiter zurückgehen. Zu den zahlreichen Risiken, denen die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt ist, zählen nicht zuletzt die Auswirkungen geopolitischer Konflikte. Diese führen zu einer anhaltenden Unsicherheit und könnten sich etwa stärker auf Energiepreise und Handelsströme auswirken. Unerwartete Anstiege der Energiepreise könnten ein Grund dafür sein, dass der Rückgang der Inflation langsamer verläuft und die Geldpolitik länger restriktiv agieren müsste als in der Prognose angenommen. Dies würde die Konjunktur stärker dämpfen und Risiken für die Finanzstabilität und Schuldentragfähigkeit bergen. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Folgende Tabelle ist erstellt aus Information nach Angaben aus Pressemitteilungen 12 des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL):
2022: Die Rohstoffpreise verharren auf hohem Niveau, eine Entlastung ist auch aufgrund der Inflation nicht zu erwarten. Die Energiekrise führt langfristig zu höheren Kosten bei Gas und Strom. Steigende Bürokratiekosten setzen vor allem dem Mittelstand zu. Bei den Bautenfarben entwickelten sich sowohl das DIY-Segment als auch der Profibereich aufgrund der schwachen Entwicklung der Bauindustrie schlecht. Während sich Autoserienlacke, Autoreparaturlacke, sonstiger Fahrzeugbau und Elektroindustrie recht erfreulich entwickelten, ging der Verbrauch von Lacken in der Holz- und Möbelindustrie sowie bei Metallerzeugnissen zurück. 2023 -Prognose 2024 : Inflationsgefahr und die akute weltpolitische Lage machen eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung extrem schwierig. In Deutschland wurden 2023 1,47 Millionen Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft - ein Minus von gut 3 % gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr ist ein weiterer Rückgang um 2 % auf 1,44 Millionen Tonnen zu erwarten, berichtet VdL-Präsident Peter Jansen auf der Jahreswirtschaftskonferenz des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). Der Umsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben stieg 2023 inflationsbedingt gegenüber dem Vorjahr um knapp 2 % auf 6,1 Mrd. Euro. Auch im laufenden Jahr erwartet der VdL einen weiteren leichten Anstieg um 1 % auf 6,2 Mrd. Euro. Neben dem schwachen Inlandsmarkt überraschte auch der deutliche Rückgang der Exporte, in der Menge um 11,3 % auf nur noch 774.000 Tonnen. Das Geschäft für die Farbenbranche bleibt auch im Jahr 2024 schwierig. Neben dem noch schwachen Bautenfarbenmarkt wird sich auch das Umfeld für die Industrielacke verschlechtern, allenfalls im zweiten Halbjahr könnte sich die konjunkturelle Lage in der Branche leicht aufhellen. 3. Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 sowie 2023 und Prognose für das Geschäftsjahr 2024 3.1 Auswirkungen der Corona Pandemie und des Ukraine-Konflikts Seit 2020 hat sich aufgrund der Pandemie durch das Coronavirus ein bisher nicht beachtetes Risiko für den Teilkonzern der Akzo Nobel GmbH ergeben. Die Pandemie und die hiermit verbundenen Einschränkungen in den diversen Lockdown-Wellen hatten in 2020 und 2021 erhebliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage der deutschen Akzo Nobel Gesellschaften. Diese werden in den folgenden beiden Abschnitten bezogen auf unsere Geschäftsbereiche dargestellt. Neben den Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage kommen noch die Auswirkungen auf den Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter hinzu. So haben wir in allen Gesellschaften, wo es möglich war, den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Arbeit von zu Hause gegeben. Wo es nicht möglich war, haben wir in den Gesellschaften die notwendigen Hygienestandards bereitgestellt sowie die Möglichkeit, die sozialen Kontakte auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken und die notwendigen Sicherheitsabstände einzuhalten, sichergestellt. Wie die gesamte deutsche Wirtschaft haben wir den Umgang mit der Pandemie-Situation gelernt und kennen nun die Mittel und Maßnahmen, die erfolgreiches Arbeiten auch in der Pandemie möglich machen. Inzwischen haben die negativen Auswirkungen der Pandemie abgenommen und sind langsam abgeklungen. Am 24. Februar 2022 sind russische Truppen in die Ukraine einmarschiert mit dem Ziel, die Ukraine zu erobern. Seither dauern die Kämpfe in der Ukraine an. Nahezu alle Staaten haben Russland als Reaktion auf den Einmarsch mit wirtschaftlichen Sanktionen belegt, die nicht nur die russische Wirtschaft stark belasten. Naturgemäß beeinträchtigen der Krieg und die Sanktionen seitdem das weltwirtschaftliche Klima und auch die Wirtschaft in Europa sowie in Deutschland. Insofern ist auch unsere Gesellschaft von dieser konjunkturellen Belastung weiterhin betroffen. 3.2 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Umsatz Hinsichtlich des eigenen Umsatzes unserer Gesellschaft, der ausschließlich aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen für erbrachte Dienstleistungen besteht, gehen wir davon aus, dass der Umsatz im nächsten Jahr auf gleiche Höhe wie im laufenden Jahr erzielt wird. EBIT Für das Geschäftsjahr 2022 und folgenden Jahre erwarten wir ein EBIT, welches auf dem Niveau von 2021, ohne die Sondereffekte aus der Betriebsprüfung, liegt. Nettoergebnis aus Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen Unsere Tochtergesellschaften sind z.T. in unterschiedlichen geografischen Märkten und Branchen tätig. Dies erschwert die Planung ihrer Ergebnisse, insbesondere in einer Welt, die sich gerade von einer weltweiten Pandemie erholt, die in vielen Bereichen der Wirtschaft für mehrere Monate praktisch einen Stillstand nach sich gezogen hat und deren Abklingen in seiner Geschwindigkeit kaum vorausgesagt werden kann. Hinzu kommen in den folgenden Jahren weitere Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine Konflikt. Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass die Planung des Konzerns auf Ebene von Geschäftsbereichen länderübergreifend erfolgt, so dass Budgets auf Basis von Einzelgesellschaften nicht verfügbar sind. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wird daher qualitativ auf Basis der übergeordneten Ziele beschrieben. Entwicklung der Umsatzerlöse (IFRS) unserer Tochterunternehmen:
Entwicklung des Operating Income (IFRS):
Unsere Tochterunternehmen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzwachstum verzeichnen können, während 2023 nachfragebedingt ein Rückgang zu verzeichnen war. Das Ergebnis 2022 ist durch unverändert hohe Rohstoffpreise bei nun drastisch gestiegenen Energiepreisen negativ beeinflusst, während 2023 die ergriffenen Maßnahmen zur Margenverbesserung wirken. Diese Aussage beziehen sich auf die IFRS-Werte für die Geschäftsjahre 2022 und 2023, wobei hinsichtlich des Umsatzes kaum Unterschiede zu HGB bestehen, beim Ergebnis aufgrund von erheblichen Bewertungsunterschieden jedoch allenfalls eine Tendenzaussage ableitbar ist. Für 2024 rechnen wir für die Aktivitäten im Bereich Performance Coatings mit einer weiteren, allmählichen Erholung gegenüber dem Jahr 2023 in vielen Segmenten, und damit einer verbesserten finanzielle Leistung. Die Aussichten für das Deco Geschäft bleiben auch in 2024 für Deutschland eher schwierig. Die weiterhin rückläufige Bautätigkeit (getrieben durch steigende Zinsen und anhaltende politische Unsicherheit) sowie allgemeine Kaufzurückhaltung auf Seiten der Konsumenten (wie z.B. in dem deutlich negativem Konsumklima-Index der GfK erfasst) führt zu Nachfragerückgängen im Bereich der Bautenfarben. Ein gegenläufiger positiver Effekt dazu sind die Distributionsgewinne für unsere Metall- und Holzschutzprodukte im DIY / Baumarktkanal. Krankenstand Bezüglich des Krankenstands sind wir zuversichtlich, diesen, gemessen mit dem Indikator TIAR (Total Illness Absence Rate), in den kommenden Jahren zumindest stabil halten bzw. sogar noch reduzieren zu können. E. Risiko- und Chancenbericht1. Risikomanagementsystem Als Mutterunternehmen verschiedenster Unternehmen ist die Akzo Nobel GmbH einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt, die sich auch aus der operativen Tätigkeit unserer Tochtergesellschaften ergeben. Um Risiken frühzeitig zu erkennen hat die Akzo Nobel N.V. als Konzernmuttergesellschaft ein Risikomanagementsystem etabliert, in das auch die Unternehmen der deutschen AkzoNobel-Gruppe eingebunden sind. Das Risikomanagement ist auf Konzernebene dem Excecutive Committee (ExCo) zugeordnet und gemäß der Organisationsstruktur von AkzoNobel dezentral aufgebaut. Das ExCo trägt die Verantwortung für das Tagesgeschäft und stellt sicher, dass unsere Strategien, Richtlinien und Ressourcen zur Erreichung unserer Geschäftsziele und Vorgaben eingesetzt werden. Zudem ist das ExCo zuständig für das Management der Risiken sowie für die Etablierung eines funktionierenden Risikomanagementsystems und wirksamer Kontrollsysteme. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Geschäftsbereichen sowie den Konzern- und Servicebereichen, die für Früherkennung, Quantifizierung, Entwicklung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen sowie interne Kommunikation der Risiken verantwortlich sind. Die Effektivität des Risikomanagementsystems wird vom ExCo und vom Aufsichtsrat der Akzo Nobel GmbH überwacht. 2. Darstellung der wesentlichen Risikofelder Der wirtschaftliche Erfolg der Akzo Nobel GmbH ist über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge eng mit dem Erfolg und damit auch mit den Risiken ihrer Tochtergesellschaften verbunden. Daher wird hier insbesondere auf die Risikofelder eingegangen, die sich aus dem Geschäft der Tochtergesellschaften ergeben. Ergänzend zu den nachstehend erläuterten Geschäftsrisiken wird im Folgenden eine Einschätzung der besonderen Risiken, welche aus der Corona-Pandemie sowie dem Ukraine-Konflikt erwachsen, vorgenommen: Die Geschäftsführung beobachtet seit Beginn der Krise eingehend die möglichen Auswirkungen und Folgen der Pandemie. Hierzu wurde ein Krisenmanagement aus der Geschäftsführung und Senior Managern in Schlüsselpositionen eingerichtet, welches regelmäßig die aktuelle Lage analysiert. Trotz aller Einschränkungen kam es bisher auf der Beschaffungsseite zu keinen Lieferengpässen bzw. - ausfällen. Die Geschäftsführung erwartet dies auch zukünftig nicht. Zur Vermeidung von Lieferengpässen - insbesondere durch Zulieferungen aus dem europäischen Ausland - wurden Rohstoffe selektiv bevorratet. Wie im Prognosebericht dargestellt ist die Entwicklung in beiden Geschäftsbereichen sehr unterschiedlich. Ab 2022 erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie mehr. Durch den im Februar 2022 eskalierten Ukraine-Konflikt sieht sich die Weltwirtschaft mit neuerlichen Herausforderungen und Risiken konfrontiert. Aufgrund der aktuellen Lage sind mögliche Risiken auf Kundenseite Auftragsrückgänge oder Forderungsausfälle. Beidem begegnet der Konzern durch einen möglichst engen Austausch mit den Kunden sowie einem intensivierten Forderungsmanagement. Bislang waren keine gestiegenen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Auf der Beschaffungsseite könnte es zu verschärften Lieferengpässen oder weiteren, signifikanten Preisanstiegen bei Rohstoffen und Energie kommen. Bisher hat der deutsche Teilkonzern keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit zu verzeichnen gehabt; dies ist nach derzeitigem Stand auch nicht zu erwarten. Sollte entgegen diesen Erwartungen dennoch Maßnahmen erforderlich sein, hat der AkzoNobel Konzern im Rahmen der Corona-Pandemie gezeigt, dass er im Bedarfsfall schnell und entschlossen handeln kann. Wesentliche Risikofelder (bedeutsame Risiken) für den Konzern sind in absteigender Reihenfolge die folgenden:
2.1 Grundsätzliche konjunkturelle Risiken und Branchenrisiken Grundsätzlich unterliegt die deutsche Akzo Nobel-Gruppe den Entwicklungen der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchenkonjunktur in den Ländern, in denen der Konzern tätig ist. Regional unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die entsprechende Nachfrageentwicklung können dort die Preisstellungs- und Absatzmöglichkeiten des Konzerns beeinflussen, mit entsprechenden Auswirkungen auf unser Ergebnis aus Ergebnisabführungen und unser Jahresergebnis. Zur Minimierung der Auswirkungen dieser Risiken wird ein konsequentes konzernweites Kostenmanagement betrieben. Durch die weltweite Vereinheitlichung wichtiger Prozessabläufe und durch weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung wird der Konzern ständig an das sich ändernde Umfeld angepasst und somit wettbewerbsfähiger und flexibler gestaltet. 2.2 Beschaffungs- und Kostensteigerungsrisiken Mangels eigenen Handelsgeschäfts und eigener Produktion unterliegt die Akzo Nobel GmbH selbst unmittelbar keinen Beschaffungsrisiken. Für unsere Tochtergesellschaften bestehen aber auf der Beschaffungsseite Risiken aufgrund der Preisvolatilität von Rohstoffen und Energien sowie deren Verfügbarkeit. Höhere Preise für Einsatzstoffe führen direkt zu einer erhöhten Kostenbasis in der Produktion und belasten das Ergebnis. Bei Engpässen in der Verfügbarkeit erhöhen sich die Lieferzeiten zum Kunden und es können sich Absatzverluste ergeben. Diesem Szenario begegnen konzernweit die Business Units und der Bereich Integrated Supply Chain mit einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Für strategische Rohstoffe analysieren sie ständig die Marktsituation auf den für Akzo Nobel relevanten Rohstoffmärkten. Dadurch können sowohl Preistrends als auch strukturelle Verschiebungen auf der Anbieterseite frühzeitig identifiziert und Maßnahmen vorbereitet werden. Diese Erkenntnisse fließen in die Gestaltung von Lieferkontrakten ein. Wesentliche Teile der Rohstoffversorgung werden durch langfristige Bezugskontrakte mit den Lieferanten abgedeckt. Den zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen begegnet die AkzoNobel-Gruppe durch eine konsequente Umsetzung der Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen der Konzernstrategie. Aus Umweltrisiken können sich die Verpflichtungen über die bisherigen gebildeten Umweltrückstellungen hinaus unter Umständen stark erhöhen. 2.3 Absatzrisiken Da die Akzo Nobel GmbH selbst nicht am Markt auftritt und Umsatzerlöse lediglich im Leistungsaustausch mit Konzernunternehmen erzielt, ist die Gesellschaft selbst keinen typischen Absatzrisiken ausgesetzt. Für die Tochterunternehmen bergen auf der Absatzseite die Volatilität und Zyklizität der Absatzmärkte sowie deren Abhängigkeit von den Entwicklungen der Abnehmerbranchen Risiken. Neben diesen nachfragebedingten Risiken können strukturelle Marktveränderungen (z.B. durch das Auftreten neuer Anbieter oder zusätzlicher Kapazitäten, Produktsubstitution) das Risikoprofil beeinflussen und zu Rückgängen bei Mengen und Preisen führen. Der Konzern Akzo Nobel begegnet Absatzrisiken durch eine kontinuierliche Optimierung des Produkt- und Leistungsportfolios. Dabei ist entscheidend, dass die enge Abstimmung mit dem Kunden gesucht wird, um sich an den Marktbedürfnissen auszurichten. Mit einer fokussierten Innovationsstrategie wird der Verschärfung der Wettbewerbsstrukturen in den relevanten Märkten entgegengewirkt. Zudem pflegt man eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kernkunden im Rahmen des Key Account Managements. 2.4 Zinsänderungsrisiken Aufgrund der niedrigen Zinssätze in den vergangenen Jahren wurde im Februar 2016 die Änderung beim Rechnungszins für die HGB-Pensionsrückstellung beschlossen. Der Rechnungszins für Pensionsverpflichtungen ist ab dem Wirtschaftsjahr 2016 zwingend nach dem 10-Jahres-Durchschnitt zu berechnen und fällt damit vorübergehend höher als der bisherige 7-Jahresdurchschnitt aus. Aufgrund des noch weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, dessen Ende derzeit noch nicht absehbar ist, ist durch diese Regelung ein signifikanter Anstieg des Pensionsaufwandes lediglich auf zukünftige Jahre verlagert. Prospektiv wird die Entwicklung der Diskontierungszinssätze für Pensionsrückstellungen voraussichtlich einen weiteren Anstieg der Pensionsrückstellungen zur Folge haben, der mittelfristig einen Anstieg der jährlichen Pensionsaufwendungen bedeutet. Weitere Belastungen der Liquidität ergeben sich mittelfristig, wenn das zur Deckung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen zur Verfügung stehende Kassenvermögen aufgebraucht ist. 2.5 Ausfall- und Liquiditätsrisiken Die Forderungen der Akzo Nobel GmbH richten sich praktisch ausschließlich gegen verbundene Unternehmen, bei denen nach unserer Einschätzung ein Ausfallrisiko aktuell nicht erkennbar ist. Dagegen sind die anderen Unternehmen der deutschen Akzo Nobel-Gruppe im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt, die dann mittelbar auch wieder unsere Gesellschaft betreffen würden. Das Ausfallrisiko besteht darin, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen und Konzernunternehmen dadurch einen Vermögensschaden erleiden. Um dieses Risiko zu minimieren, werden konzernweit regelmäßig die Bonität und auch die Lieferkonditionen aller Kunden überprüft. Sicherheiten liegen für einen Teil dieser Forderungen vor und werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Einzelfall genutzt. Hierzu zählen z. B. Kreditversicherungen, Anzahlungen, Akkreditive, Bürgschaften. Grundsätzlich wird ein Eigentumsvorbehalt mit den Kunden vereinbart. Für alle Kunden werden Kreditlimits festgelegt. Das Liquiditätsrisiko wird auf Konzernebene überwacht und gemanagt. Das Risiko besteht darin, dass aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit der Konzernunternehmen, zu denen auch wir gehören, sicherstellen zu können, werden auf Basis von Finanzplanungen der zu deckende Finanzbedarf ermittelt, der durch mittel- und langfristige Finanzierung sowie das Inhouse Banking mit der Akzo Nobel N.V. abgedeckt wird. Zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit der Akzo Nobel GmbH hat die Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande, am 3. Mai 2024 eine Liquiditätsgarantie abgegeben, wonach die Akzo Nobel N.V. verpflichtet ist, die Akzo Nobel GmbH finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Aus diesem Grund besteht keine Insolvenzantragspflicht. 2.6 Steuerliche Risiken Für Risiken aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2013 bis 2015 ist im Jahr 2021 eine Rückstellung in Höhe von über € 12 Mio. gebildet worden. Risiken bestehen aus potentiellen Feststellungen zukünftiger Betriebsprüfungen. 3. Chancenbericht Chancen der Akzo Nobel GmbH selbst leiten sich weniger aus dem eigenen Geschäft (Dienstleistungen an verbundene Unternehmen und Verwaltung der bestehenden Pensionsverpflichtungen) ab als vielmehr aus der Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften und damit der deutschen Akzo Nobel-Gruppe. 3.1 Chancenmanagementsystem Das Chancenmanagementsystem ist wie das Risikomanagementsystem als Instrument auf der Ebene der Geschäftsbereiche wie auch der Konzernebene der obersten Konzernmutter Akzo Nobel N.V. verankert. Operative Chancen werden in den Geschäftsbereichen identifiziert, die über das notwendige detaillierte Produkt- und Markt-Know-how verfügen. Strategische Chancen von übergeordneter Bedeutung, wie z.B. Strategieanpassungen und Akquisitionen, werden vom Vorstand bzw. ExCo der Akzo Nobel N.V. erörtert. 3.2 Chancen Mittel- und langfristig wird die Fokussierung auf das Geschäftsfeld Paints & Deco die Chancen des Akzo Nobel N.V. Konzerns verbessern und die Risiken reduzieren. Die konsequente Umsetzung der konzernweiten Strategie mit signifikanten Kostenreduzierungen und effizienteren Prozessen wird durch die erwarteten Ergebnisverbesserungen und einen höheren Cash-Flow zur Stabilität der Gruppe beitragen. 4. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Aufgrund des Produktportfolios, des Know-hows und der Innovationskraft der deutschen und auch der gesamten Akzo Nobel-Gruppe sind wir davon überzeugt, dass wir die aus dem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen realisieren und den Risiken erfolgreich entgegenwirken können. Nach unserer heutigen Einschätzung sind für die deutsche Akzo Nobel-Gruppe und damit auch für die Akzo Nobel GmbH als deren Muttergesellschaft deshalb keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. F. Angaben zu Zielgrößen für den FrauenanteilFür den nach dem Führungspositionen-Gesetz festzulegenden Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführer haben die Gesellschafter mit Beschluss vom 17. Januar 2019 eine Zielgröße von 33% im Aufsichtsrat und von 33% in der Geschäftsführung bestimmt. Der Anteil weiblicher Mitglieder in der Geschäftsführung ist am 31. Dezember 2021 33,3%. Eine hierfür vormals festgelegte Frist zum 30. Juni 2023 ist demnach vorzeitig erfüllt. Die Besetzung des Aufsichtsrats richtet sich nach der Beschlussfassung der Akzo Nobel N.V., die eine Besetzung des Aufsichtsrats mit mindestens 30% Frauen bis 2025 vorsieht. In diesem Sinne ist der Beschluss der Gesellschafter vom Januar 2019 für die Besetzung des Aufsichtsrats noch nicht umgesetzt. Mit Beschluss vom 27. Mai 2024 hat die Gesellschafterversammlung eine Frauenquote von 33% für Aufsichtsrat und Geschäftsführung beschlossen. Dies entspricht jeweils einer Frau in jedem der Gremien. Der Akzo Nobel N.V. Konzern, zu dem die Akzo Nobel GmbH als deutsche Holdinggesellschaft gehört, ist in einer Matrix-Organisation aufgestellt. Dementsprechend haben Führungskräfte in der Regel gesellschaftsübergreifende Verantwortung und sind in der Regel nicht in der Gesellschaft angestellt, für die sie verantwortlich sind. Die Geschäftsführer der Akzo Nobel GmbH haben allesamt keine Führungsebene als Direct Reports, die Mitarbeiter der Akzo Nobel GmbH sind. Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung bestehen in der Akzo Nobel GmbH zum 31. Dezember 2021 somit nicht. Ein Beschluss über die Frauenquote in den weiteren Führungsebenen war daher nicht zu fassen.
Köln, den 5. Juli 2024 Akzo Nobel GmbH Die Geschäftsführung Kerstin Wiegandt Rainer Schmidt
1 IMF World Economic Outlook - Oct 2022.pdf -
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Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine AngabenDie Akzo Nobel GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer 104939 eingetragen. Bis zum 29. Januar 2021 hatte die Gesellschaft ihren Sitz in Düren und war beim Amtsgericht Düren unter der Nummer 2670 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 1 des Handelsgesetzbuches. Ein Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Die Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr beibehalten worden. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen auf Basis der linearen Methode vorgenommen. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über Nutzungsdauer zwischen 3 - 10 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen in Form der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder bei voraussichtlich dauernder Betriebswertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit ihren Rückkaufwerten bewertet. Sofern erforderlich werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Allgemeinen Forderungsausfallrisiken wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden im Berichtsjahr gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB n.F. unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen sind unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach der Projected Unit Credit Methode mit einem Zinsfuß nach Rückstellungsabzinsungsverordnung und fünfzehnjähriger Restlaufzeit von 1,87 % p. a. (i. Vj. 2,31 % p. a.) auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, einem Anwartschaftstrend von 2,70 % p. a. (im Vj. 2,70 % p. a.) sowie einem Rententrend von 1,90 % p. a. (i. Vj. 1,70 % p. a.) bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Bei Laufzeiten über einem Jahr werden Forderungen mit dem Devisenkassamittelkurs der erstmaligen Erfassung oder dem niedrigeren Wert bei Umrechnung zum Bilanzstichtag sowie Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs bei erstmaliger Erfassung oder dem höheren Wert angesetzt, der sich bei Umrechnung zum Bilanzstichtag ergibt. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr 2021 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt (Bestandteil des Anhangs). Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:
*) vor Ergebnisabführung **) mittelbar gehaltene Anteile Mit der Schramm Holding GmbH wurde eine freiwillige Verlustübernahme vereinbart. Die Schramm Hong Kong Co. Ltd., Hongkong /China, wurde am 21. Juni 2023 liquidiert. Die Heibei Jiwu Metal International (Hongkong) Co., Limited, Ultra Million Ltd., Hong Kong/China, und Uranus Ltd., Hong Kong/China, wurden in Laufe des Jahres 2021 liquidiert. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich entsprechend ihren Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020) wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 43.064 (i. Vj. T€ 104.680) das Inhouse Banking mit Akzo Nobel N. V., Amsterdam/Niederlande, in Höhe von T€ 12.731(i. Vj. T€ 20.330) Forderung aus Ergebnisabführungsverträgen und in Höhe von T€ 6.072 (i. Vj. T€ 6.805) Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 5.217.173,00 (DM 10.000.000,00) und wird zum 31. Dezember 2021 in voller Höhe von der Akzo Nobel Holding Duitsland B.V., Arnheim/Niederlande, gehalten. Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von T€ 17.782 wurde in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Das Eigenkapital verminderte sich im Berichtsjahr aufgrund des Jahresfehlbetrages 2021 von T€ 74.571. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen sind unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach der Projected Unit Credit Methode mit einem Zinsfuß nach Rückstellungsabzinsungsverordnung und fünfzehnjähriger Restlaufzeit von 1,87 % p. a. (i. Vj. 2,31 % p. a.) auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, einem Anwartschaftstrend von 2,70 % p. a. (i. Vj. 2,70 % p. a.) sowie einem Rententrend von 1,90 % p. a. (i. Vj. 1,70 % p. a.) bewertet. Die Pensionsrückstellungen liegen um T€ 9.008 (i. Vj. T€ 11.931) (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Zum 31. Dezember 2021 ergeben sich Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 156.404 (i. Vj. T€ 154.424). Gemäß § 253 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 246 Abs. 2 HGB wurden mit dem Aktivwert bewertete Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (Finanzanlagen) in Höhe von T€ 3.435 (i. Vj. T€ 3.559) mit Altersvorsorgeverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen) verrechnet. Der Aktivwert entspricht im Wesentlichen den Anschaffungskosten. Aufwendungen in Höhe von T€ 124 (i. Vj. Erträge T€ 87) wurden im Aufwand für Altersversorgung (Personalaufwand) verrechnet. Mittelbare Verpflichtungen im Rahmen der Versorgung durch eine Unterstützungskasse sowie durch eine Pensionskasse werden von der Gesellschaft in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von T€ 15.255 (i. Vj. T€ 10.833) aus der Gegenüberstellung der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelten mittelbaren Pensionsverpflichtungen mit dem anteiligen Kassenvermögen der Konzerngesellschaften. Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen werden entsprechend den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (versicherungsmathematisches Verfahren, Parameter, Sterbetafeln) ermittelt. Verrechnung von Deckungsvermögen Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde das nach handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum beizulegenden Zeitwert ermittelte anteilige Kassenvermögen der Konzerngesellschaften bei der Unterstützungskasse Jordan-Vits-Stiftung e.V., bestehend aus Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von T€ 152 (i. Vj. T€ 170), sonstigen Vermögensgegenständen T€ 75 (i. Vj. T€ 65) sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 3 (i. Vj. T€ 2) abzüglich sonstiger Rückstellungen T€ 12 (i. Vj. T€ 10) sowie sonstiger Verbindlichkeiten T€ 4 (i. Vj. T€ 5) mit Pensionsverpflichtungen dieser Gesellschaften in Höhe von T€ 214 (i. Vj. T€ 222) verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens beträgt T€ 214 (i. Vj. T€ 222), die Anschaffungskosten des Kassenvermögens belaufen sich auf T€ 888 (i. Vj. T€ 935). Der Personalaufwand in Höhe von T€ 149 (i. Vj. T€ 157) wurde mit sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 19 (i. Vj. T€ 4) sowie mit Wertpapier- und Zinserträgen in Höhe von T€ 0 (i. Vj. T€ 42) verrechnet. Aufgrund der Beibehaltung des Passivierungswahlrechts für mittelbare Pensionsverpflichtungen (Art. 28 EGHGB) wurden mittelbare Pensionsverpflichtungen nur in Höhe des anteiligen Kassenvermögens angesetzt und verrechnet. Etliche Gesellschaften des Akzo Nobel GmbH Konzerns haben ihren Mitarbeitern die Möglichkeit eingeräumt, sogenannte Lebensarbeitszeitkonten zu führen. Die Inanspruchnahme dieser Konten steht grundsätzlich im Ermessen der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen von T€ 4.552 (i. Vj. T€ 4.493) werden kongruent durch wertpapiergebundene Einlagen gedeckt und in der Bilanz mit dem Deckungsvermögen saldiert. In Summe erfolgt damit kein Ausweis in der Bilanz. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung) abgezinst. Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 100 (i. Vj. T€ 248) wurden gemäß der IdW-Stellungnahme vom 19. Juni 2013 unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung eines Zinssatzes nach Rückstellungsabzinsungsverordnung und fünfzehnjähriger Restlaufzeit von 1,35 % (i. Vj. 1,61 %) sowie eines Gehaltstrends in Höhe von 2,70 % (i. Vj. 2,70 %) ermittelt. Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von T€ 156 (i. Vj. T€ 185) werden unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % (i. Vj. 1,61 %) und unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,70 % (i. Vj. 2,70 %) zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich entsprechend ihren Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020) wie folgt zusammen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 50.000 (i. Vj. T€ 216.500) gegenüber der Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande, enthalten. Die seitens der Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande, im Vorjahr gewährten Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 216.500 wurden am 14. Dezember 2021 vollständig beglichen durch Verrechnung mit Inhouse Banking Forderungen gegenüber der Akzo Nobel N. V., Amsterdam/Niederlande. Gleichzeitig wurde ein neues Darlehen in Höhe von T€ 50.000 mit einer Laufzeit von fünf Jahren neu aufgenommen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 59.663 (i. Vj. T€ 83.113) Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen und im übrigen Lieferungen und Leistungen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und -verlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden sämtlich innerhalb von Deutschland realisiert und betreffen Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen für Dienstleistungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.924 (i. Vj. T€ 53.123), beinhalten im Geschäftsjahr 2021 insbesondere Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.900 (i. Vj. T€ 0). Die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr beinhalteten den Gewinn aus der Verschmelzung der Akzo Nobel Pensions GmbH und der Akzo Nobel Service GmbH auf die Akzo Nobel GmbH in Höhe von T€ 53.123. Personalaufwand Der Personalaufwand umfasst neben den Löhnen und Gehältern die sozialen Abgaben sowie die Aufwendungen für Altersversorgung. Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 10.652 (i. Vj. T€ 3.268). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten weiterhin im Wesentlichen Aufwendungen für Verwaltungskosten, Vertriebskosten, Beiträge und Gebühren, Mieten und Pachten, sowie Werbe, Reise-, und Bewirtungskosten. Erträge aus Gewinnabführung Die Erträge betreffen in Höhe von T€ 6.029 (i. Vj. T€ 22.096) Gewinnabführungsverträge mit den folgenden Gesellschaften:
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagenvermögens Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagenvermögens in Höhe von T€ 1.475 (i. Vj. T€ 1.483) ergeben sich aufgrund der Ausleihungen an verbundenen Unternehmen.
Aufwendungen aus Verlustübernahme Die Aufwendungen aus Verlustübernahme sind in Höhe von T€ 55.165 (i. Vj. T€ 38.844) durch Gewinnabführungsverträge und freiwillige Verlustübernahme verursacht.
Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von T€ 1.943 (i. Vj. T€ 0) resultieren aus der Verzinsung der Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Zinsen an verbundene Unternehmen resultieren aus der Verzinsung von bei der Akzo Nobel Gruppe aufgenommenen Darlehen. Der Zinsanteil aus der Zuführung zu Rückstellungen resultieren aus der Verzinsung von Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen T€ 12.428 (i. Vj. T€ 3.101). Davon entfallen auf Vorjahre T€ 12.428 (i. Vj. T€ 2.730). Die Steuern für Vorjahren betreffen Auswirkungen der im Jahr 2024 abgeschlossen Betriebsprüfung für die Jahre 2013 bis 2015 und Folgewirkungen. Im Rahmen der Betriebsprüfung wurde festgestellt, dass die Voraussetzungen für steuerliche Anerkennung der Organschaftsverhältnisse in vergangenen Jahren nicht erfüllt waren. Dies führte zu Steuernachzahlungen für die betreffenden Vorjahre, die in 2021 aufwandswirksam erfasst wurden. Es handelt sich hierbei um eine Korrektur in laufender Rechnung; auf eine Änderung der Vorjahre wurde verzichtet. Bei den Steuern für Vorjahre handelt es sich zudem um einen Betrag von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB. V. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus Miet-, Wartungs-, Pacht- und Leasingverträgen sowie Bestellobligo bestehen finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:
VI. HaftungsverhältnisseIm Rahmen der Inhouse Banking-Vereinbarung mit der Akzo Nobel N.V., Amsterdam / Niederlande (verbundenes Unternehmen) besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der teilnehmenden Konzerngesellschaften gegenüber einem Kreditinstitut für Debitsalden der übrigen am Inhouse Banking teilnehmenden AkzoNobel-Gesellschaften in Höhe der Inhouse Bank-Forderung des Konzerns von T€ 43.064 (i. Vj. T€ 104.680). Auf Grund der aktuellen Liquiditätssituation und der Finanzplanung des Konzerns ist nicht von einer Inanspruchnahme auszugehen. VII. Geschäfte mit nahestehenden PersonenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Gemäß § 285 Nr. 21 zweiter Halbsatz HGB sind diese Geschäfte nicht angabepflichtig, da alle diese Unternehmen mittelbar oder unmittelbar in 100%-igem Anteilbesitz der Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande, stehen und in deren Konzernabschluss einbezogen werden. VIII. ArbeitnehmerDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2021 beschäftigten Mitarbeiter betrug 50 (i. Vj. 57). Dabei handelt es sich unverändert zum Vorjahr ausschließlich um Angestellte. IX. KonzernzugehörigkeitDie Akzo Nobel GmbH ist ein mit der Akzo Nobel N.V., Amsterdam/Niederlande, verbundenes Unternehmen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Akzo Nobel N.V., Christian Neefestraat 2, 1077 WW Amsterdam/Niederlande, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im niederländischen Handelsregister (Kamer van Koophandel) unter der Registernummer 09032399 veröffentlicht. X. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind die folgenden Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind:
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht bekannt. XI. GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören bzw. gehörten die folgenden Mitglieder an:
XII. OrganbezügeZwei Geschäftsführer erhalten Bezüge von der Akzo Nobel GmbH. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Mitarbeiter des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr keine Vergütungen für Ihre Organtätigkeit.
Köln, den 5. Juli 2024 Akzo Nobel GmbH Die Geschäftsführung Kerstin Wiegandt Rainer Schmidt Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Akzo Nobel GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Akzo Nobel GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Akzo Nobel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 5. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Harald Wimmer, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde noch nicht festgestellt. |
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Akzo Nobel GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Am Coloneum 2
50829 Köln - Handelsregister
- HRB 104939, Köln
- Eintragungsdatum
- 20. Dezember 1976
- Branche
-
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Eingetragenes Kapital
- 5.217.173,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- die Geschäftsführung sowie die Verwaltung und Beteiligung an Unternehmen, insbesondere des Akzo Nobel-Konzerns. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Hierzu gehören auch die Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland.
Finanzen
Bilanz
2022- Anlagevermögen 77,4 % 337,24 Mio
- Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 12,6 % 55,07 Mio
- Umlaufvermögen 10,0 % 43,41 Mio
- Rückstellungen 56,3 % 245,26 Mio
- Verbindlichkeiten 43,7 % 190,46 Mio
- Eigenkapital 0,0 % 0
Bilanzdaten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2022- Umsatzerlöse 56,2 % 6,54 Mio
- Erträge aus Gewinnabführung 29,7 % 3,45 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12,6 % 1,46 Mio
- Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,9 % 106,9 k
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,5 % −60,6 k
- Sonstige betriebliche Erträge 0,1 % 9,2 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 48,9 % −66,74 Mio
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 25,4 % −34,69 Mio
- Personalaufwand 15,3 % −20,92 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7,4 % −10,08 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 3,0 % −4,14 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
- Ergebnis nach Steuern −125,06 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −125,06 Mio
GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Kerstin Wiegandt
seit 2021 Geschäftsführer
-
Paul van Boven
seit 2025 Geschäftsführer
-
Stefanie Berger
seit 2021 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- AKZO Nobel Coatings International B.V. NLD 100,0 % 5,2M €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- Akzo Nobel Coatings GmbH 100,0 %
- Akzo Nobel Hilden GmbH 100,0 %
- Unbekannte Beteiligung 100,0 %
Historie
- 2025
-
24.07.
Austritt einer PositionHeiko Dahlke · Gesamtprokura
-
24.07.
Austritt einer PositionRainer Schmidt · Geschäftsführer
-
24.07.
Eintritt eines MitgliedsPaul van Boven · Geschäftsführer
- 2022
-
01.12.
Austritt einer PositionH***** H****** · Geschäftsführer
- 2021
-
08.03.
Registerblatt geschlossenAkzo Nobel GmbH
-
08.03.
SitzänderungAkzo Nobel GmbH
-
08.03.
GerichtswechselAkzo Nobel GmbH
-
24.02.
Änderung des Unternehmensgegenstandsdie Geschäftsführung sowie die Verwaltung und Beteiligung an Unternehmen, insbesondere des Akzo Nobel-Konzerns. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Hierzu gehören auch die Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland.
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2018 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2017 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2021 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
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-
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-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
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input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Akzo Nobel GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 54cdd4f048554255529596b1a3c329d1",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
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"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
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