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All for One Group SE SEAktiengesellschaft

FilderstadtFilderstadt, DEU ·HRB 774576 Stuttgart
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
SE
Anschrift
Rita-Maiburg-Straße 40
70794 Filderstadt
Handelsregister
HRB 774576, Stuttgart
Eintragungsdatum
27. Januar 2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Unternehmenszweck
a) Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie sowie alle damit zusammenhängenden Aktivitäten wie Verkauf, Vermietung und Installation von Hardware- und Systemkomponenten, Übernahme des IT- Versorgungsmanagements und der Betreuung des laufenden Betriebs von Informationssystemen. Ferner gehören hierzu, Entwicklung und Vertrieb von Softwarelösungen für Unternehmen und diesbezügliche Beratung und Schulung selbst oder durch verbundene Unternehmen. Dies erfolgt insbesondere durch die Beratung in den Bereichen Strategie, Transformationsmanagement, Unternehmensprozesse sowie IT- und Cloud-Services. b) Erwerb, Halten und Veräußerung von Anteilen an verbundenen Unternehmen im In- und Ausland sowie deren operative und strategische Führung, ferner die operative, strategische und koordinative Leitung der Geschäftsbereiche, denen die verbundenen Unternehmen zugeordnet sind; c) Erwerb, Halten, Veräußerung und Verwertung von immateriellen Rechten aller Art (Markenrechte, Nutzungsrechte, Software u.ä.); d) Erbringung von Beratungs-, Unterstützungs- und Koordinationsdienstleistungen zugunsten von verbundenen Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Personalwesen, Marketing, Vertriebskoordination, Recht, Technologie sowie Berichtswesen; e) Erbringung von Beratungs-, Unterstützungs- und Koordinationsdienstleistungen für verbundene Unternehmen in den Bereichen Liquiditätssteuerung und Risikoabsicherung.

Finanzen

Umsatz 2025
503,72 Mio. €
Bilanzsumme 2025
330,70 Mio. €
Jahresergebnis 2025
11,24 Mio. €
5 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 330,70 Mio
  • Anlagen (gesamt) 100,0 % 330,70 Mio
Passivseite 330,70 Mio
  • Gesamtverbindlichkeiten abzüglich Minderheitenanteile 66,9 % 221,09 Mio
  • Gesamtkapital Minderheitenanteile (brutto) 33,1 % 109,61 Mio
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Bilanzdaten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 1,31 Mrd
  • Umsatzerlöse 38,5 % 503,72 Mio
  • Betriebsertrag 38,5 % 503,72 Mio
  • Bruttoergebnis vom Umsatz 9,5 % 124,80 Mio
  • EBITDA 3,7 % 48,55 Mio
  • Normierte EBITDA 3,6 % 47,04 Mio
  • EBIT 1,5 % 20,09 Mio
  • Betriebsgewinn 1,3 % 17,17 Mio
  • Verwässerte NI, verfügbar für Stammaktionäre 0,9 % 11,24 Mio
  • Normierter Überschuss 0,8 % 10,24 Mio
  • Unverwässerte durchschnittliche Aktien 0,4 % 4,84 Mio
  • Verwässerte durchschnittliche Aktien 0,4 % 4,84 Mio
  • Ausgaben Verkauf und Marketing 0,3 % 3,39 Mio
  • Miet- und Landegebühren 0,2 % 3,13 Mio
  • Zinsüberschuss 0,1 % −1,53 Mio
  • Summe ungewöhnliche Posten ohne Goodwill 0,1 % 1,51 Mio
  • Summe ungewöhnliche Posten 0,1 % 1,51 Mio
  • Zinsertrag, nichtbetrieblich 0,1 % 1,22 Mio
  • Zinsertrag 0,1 % 1,22 Mio
  • Minderheitenanteile 0,0 % −123,0 k
  • Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,0 % 2
  • Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,0 % 2
  • Sonstige Dividenden Vorzugsaktien 0,0 % 0
Aufwendungen 1,46 Mrd
  • Gesamtaufwand 33,3 % 486,56 Mio
  • Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 26,0 % −378,93 Mio
  • Berichtigte Herstellungskosten 26,0 % 378,93 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 7,4 % 107,63 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,1 % 30,25 Mio
  • Berichtigte Abschreibung 1,9 % 28,46 Mio
  • Ertrag vor Steuern 1,2 % 17,34 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 0,6 % 9,25 Mio
  • Steuerrückstellung 0,4 % 5,98 Mio
  • Verwaltungsgemeinkosten 0,4 % 5,86 Mio
  • Ergänzender Mietaufwand 0,2 % 3,13 Mio
  • Zinsaufwand, nichtbetrieblich 0,2 % 2,76 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,2 % −2,76 Mio
  • Nichtbetrieblicher Zinsertragsaufwand (netto) 0,1 % −1,53 Mio
  • Steuerwirkung ungewöhnliche Posten 0,0 % 514,4 k
  • Summe sonstiger Finanzaufwand 0,0 %
  • Steuersatz zur Berechnung 0,0 % 0
  • Jahresüberschuss Stammaktionäre 11,24 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 11,24 Mio
  • Jahresüberschuss mit Minderheitenanteilen 11,36 Mio
  • Jahresüberschuss fortlaufender Betrieb 11,36 Mio
  • Jahresüberschuss aus fortgeführtem/eingestelltem Betrieb 11,24 Mio
  • Jahresüberschuss aus fortgeführtem Betrieb abzüglich Minderheitenanteile 11,24 Mio
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GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Michael Zitz seit 2021 Vorstandsmitglied
  • Stefan Land seit 2020 Vorstandsmitglied
  • Anja Brey seit 2020 Prokura
  • Carsten Peter Lange seit 2022 Prokura
  • Christian Grotefendt seit 2024 Prokura
  • Daniel Lieb seit 2021 Prokura
  • Frank Wolf seit 2021 Prokura
  • Henning Sander seit 2020 Prokura
  • Knut Hennenberg seit 2020 Prokura
  • Maike Dr. Sauter seit 2023 Prokura
  • Manuel Kratzer seit 2022 Prokura
  • Michael Berner seit 2020 Prokura
  • Nicole Besemer seit 2026 Prokura
  • Oliver Kammel seit 2022 Prokura
  • Roland Sopper seit 2020 Prokura
  • Sascha Knab seit 2020 Prokura
  • Ulrich Dr. Faisst seit 2026 Prokura
  • Wolfgang Mag. Dr. Ortner seit 2020 Prokura
29 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Beteiligungen an

6 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 20.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Nicole Besemer · Gesamtprokura
  3. 20.01.
    Austritt einer Position
    Stephan Kadagies · Gesamtprokura
  4. 20.01.
    Austritt einer Position
    Dominik Eul · Gesamtprokura
  5. 20.01.
    Austritt einer Position
    Ursula Porth · Gesamtprokura
  6. 20.01.
    Austritt einer Position
    Ralf Linha · Gesamtprokura
  7. 20.01.
    Austritt einer Position
    Wolfgang Räth · Gesamtprokura
  8. 20.01.
    Austritt einer Position
    Peter Rosendahl · Gesamtprokura
  9. 20.01.
    Austritt einer Position
    Andrea Furchner · Gesamtprokura
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Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2018 Jahresabschluss
  • 2017 Jahresabschluss
  • 2016 Jahresabschluss
  • 2016 Jahresabschluss
  • 2015 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2017

Veröffentlicht am 28. Februar 2018 · Quelle: Bundesanzeiger

All for One Steeb AG

Filderstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

der All for One Steeb AG, Filderstadt

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in TEUR 10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016
1. Umsatzerlöse 212.887 191.672
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen 5.256 2.345
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.163 6.183
  224.306 200.200
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -24.412 -19.972
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -73.433 -62.154
  -97.845 -82.126
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -68.291 -63.423
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -10.171 -9.328
  -78.462 -72.751
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.653 -8.182
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -31.689 -29.384
  7.657 7.757
8. Erträge aus Beteiligungen 9.380 2.881
9. Erträge auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages 2.994 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 154 55
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -953 -979
  11.575 1.957
12. Ergebnis vor Steuern 19.232 9.714
13. Steuern von Einkommen und vom Ertrag    
laufende Steuern -4.372 -3.535
latente Steuern 834 1.001
  -3.538 -2.534
14. Ergebnis nach Steuern 15.694 7.180
15. Sonstige Steuern -132 -112
16. Jahresüberschuss 15.562 7.068
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.351 12.763
18. Bilanzgewinn 29.913 19.831

Bilanz Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

der All for One Steeb AG, Filderstadt

Aktiva

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in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.071 24.851
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.125 6.793
  27.196 31.644
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.400 7.041
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.779 1.297
  10.179 8.338
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48.278 32.720
2. Sonstige Ausleihungen 77 1.090
  48.355 33.810
Summe Anlagevermögen 85.730 73.792
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 27.997 22.741
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -26.654 -21.421
  1.343 1.320
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.212 16.704
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.402 2.121
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.997 637
  27.611 19.462
III. Flüssige Mittel 12.832 16.579
Summe Umlaufvermögen 41.786 37.361
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.778 2.976
Summe 130.294 114.129

Passiva

   
in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 14.946 14.946
II. Kapitalrücklage 11.228 11.228
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 5.464 5.464
IV. Bilanzgewinn 29.913 19.831
Summe Eigenkapital 61.551 51.469
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 241 201
2. Steuerrückstellungen 0 43
3. Sonstige Rückstellungen 18.629 19.834
Summe Rückstellungen 18.870 20.078
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.500 20.500
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 47 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.277 10.989
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.176 1.950
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.783 2.212
Summe Verbindlichkeiten 43.783 35.651
D. Rechnungsabgrenzungsposten 965 971
E. Passive latente Steuern 5.125 5.960
Summe 130.294 114.129

Anhang Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

der All for One Steeb AG, Filderstadt

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Der Jahresabschluss zum 30. September 2017 wurde unter erstmaliger Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der All for One Steeb AG, Filderstadt, beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres. Die Gesellschaft mit Sitz in Filderstadt ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Registernummer HRB 19539 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen einem und fünfzehn Jahren vorgenommen und bemessen sich nach der linearen Methode.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert in Höhe von 150,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung sofort aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter über 150,00 EUR und bis 410,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Sowohl für immaterielle Vermögensgegenstände als auch für Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen, soweit handelsrechtlich geboten, vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen, sobald die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen sind.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert werden nur dann vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung entfallen sind.

Die unfertigen Leistungen wurden in Höhe der Fertigungseinzelkosten und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Teilen der allgemeinen Verwaltungskosten angesetzt, die auf Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt wurden. Bei Beratungsprojekten, die als Werkvertrag im Sinne des §631 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ausgestaltet sind, erfolgt die Umsatzrealisierung auf Basis der »Completed-Contract-Methode« im Zeitpunkt der Endabnahme des Projekts durch den Kunden. Zur Berücksichtigung potenzieller Projektverluste wurden gemäß §253 Abs. 4 HGB angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Leistungen wurden gemäß §268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von dem Posten »Vorräte« abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und – soweit unverzinslich – bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Gesellschaft von 30,00% (im Vorjahr: 30,00%). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Wert der Rückstellungen aus der mitarbeiterfinanzierten Altersvorsorge bestimmt sich nach der Wertentwicklung des Aktivwertes der kongruenten Rückdeckungsversicherung unter Anwendung des §253 Abs. 1 S. 3 HGB (wertpapiergebundene Altersvorsorge).

Zusagen im Rahmen der unternehmensfinanzierten Altersvorsorge bestehen in Form von mittelbaren und unmittelbaren Pensionszusagen. Die unmittelbaren Pensionszusagen wurden gemäß §249 Abs. 1 HGB als ungewisse Verbindlichkeiten passiviert.

Die mittelbaren Pensionszusagen sind über eine rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert. Da es sich hierbei um mittelbare Pensionszusagen handelt, erfolgt die Bilanzierung der leistungsorientierten Versorgungszusage unter Berücksichtigung des Passivierungswahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 S. 2 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB). In Höhe einer Deckungslücke, die sich gemäß §246 Abs. 2 HGB als Differenz zwischen dem aus den Zusagen resultierenden Verpflichtungsumfang am Bilanzstichtag und dem Deckungsvermögen am Bilanzstichtag ermittelt, werden Rückstellungen angesetzt. Die beitragsorientierte Versorgungszusage wird bilanziell nicht erfasst.

Die Bewertung der mittelbaren und unmittelbaren Pensionszusagen sowie der Jubiläumszusage erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Verpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Gehaltssteigerungen. Der ermittelte Betrag wird mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz im Falle der Pensionsverpflichtung der letzten 10 Jahre bzw. im Falle der Jubiläumsverpflichtung der letzten 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Bewertung eines ggf. bestehenden Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten »Sonstige betriebliche Erträge« beziehungsweise »Sonstige betriebliche Aufwendungen« ausgewiesen.

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Ergänzende Angaben zum Abschluss

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil des Anhangs und in der Anlage zum Anhang separat dargestellt.

Der im Rahmen der Verschmelzung der Steeb Anwendungssysteme GmbH (Juli 2012) aufgedeckte Firmenwert wird über eine betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben, die der erwarteten wirtschaftlichen Laufzeit der bestehenden Wartungsverträge mit den Endkunden entspricht.

Vorräte

Unter den Vorräten werden insbesondere unfertige Leistungen im Rahmen von noch nicht abgeschlossenen langfristigen Beratungsprojekten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 1.250 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR) Darlehensforderungen (sonstigen Vermögensgegenstände) sowie in Höhe von 1.158 TEUR (Vorjahr: 1.746 TEUR) im Wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen mit Laufzeiten von unter einem Jahr. Des Weiteren sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erstmals Forderungen auf Grund eines durchgeführten Gewinnabführungsvertrages in Höhe von TEUR 2.994 (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Die Restlaufzeit beläuft sich ebenfalls auf unter ein Jahr.

Flüssige Mittel

Diese Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Gezeichnetes Kapital

Zum 30. September 2017 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 4.982.000 auf den Namen lautende Stückaktien, das Grundkapital der Gesellschaft entsprechend unverändert 14.946.000 EUR. Der rechnerische Nennwert der umlaufenden Aktien beträgt unverändert 3,00 EUR je Aktie.

Genehmigtes Kapital

Die ordentliche Hauptversammlung vom 11. März 2015 hat – jeweils befristet bis zum 10. März 2020 – die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals von insgesamt 7.473.000 EUR sowie die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien der All for One Steeb AG bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals beschlossen. Das entspricht bis zu 498.200 auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand davon keinen Gebrauch gemacht.

Bilanzgewinn

Die ordentliche Hauptversammlung vom 16. März 2017 hat unter anderem eine Dividende von 1,10 EUR je Aktie beschlossen, die in Höhe von 5.480 TEUR (Vorjahr: 4.982 TEUR) ausgeschüttet wurde.

Der Bilanzgewinn beträgt 29.913 TEUR (Vorjahr: 19.831 TEUR) und hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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in TEUR
Bilanzgewinn 30. September 2016 19.831
Dividendenausschüttung -5.480
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.351
Jahresüberschuss 15.562
Bilanzgewinn 30. September 2017 29.913

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

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in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Unternehmensfinanzierte Altersversorgung    
Deckungslücke der mittelbaren Pensionszusage (Unterstützungskasse) 65 49
Unmittelbare Pensionszusage 176 152
Mitarbeiterfinanzierte Altersversorgung    
Verpflichtungen aus der mitarbeiterfinanzierten Altersversorgung 4.438 4.367
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -4.438 -4.367
Summe 241 201

Bis 1999 bestanden die Pensionspläne der Mitarbeiter überwiegend aus einer leistungsorientierten Versorgung, die auf Beschäftigungsdauer und Entgelt der Mitarbeiter basierte und über eine rechtlich selbstständige Unterstützungskasse im Rahmen der geltenden Geschäftspläne finanziert ist. Die Bilanzierung dieser Versorgungszusage erfolgt unter Berücksichtigung des Passivierungswahlrechtes nach Art. 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB. In Höhe einer Deckungslücke, die sich als Differenz zwischen dem aus den Zusagen resultierenden Verpflichtungsumfang am Bilanzstichtag und dem Deckungsvermögen am Bilanzstichtag ermittelt, werden Rückstellungen angesetzt. Bei der Ermittlung der Verpflichtung wurden die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck als biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet, sowie ein Rechnungszinssatz von 3,77% (Vorjahr: 4,08%) und ein Rententrend von 1,70% (Vorjahr: 1,70%) zugrunde gelegt. Ferner wurde der unmittelbaren Pensionszusage ein Gehaltstrend von 2,00% (Vorjahr: 2,00%) zugrunde gelegt. Der Rechnungszinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Jahresdurchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Gemäß §253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 93 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR).

Ab dem Jahr 1999 wurde ein beitragsorientierter Pensionsplan eingeführt, der den alten leistungsorientierten Plan für die Mehrzahl der Mitarbeiter ablöste. Dieser Pensionsplan wurde im Jahr 2011 geschlossen.

Die unmittelbare Pensionszusage wurde in Höhe von 176 TEUR (Vorjahr: 152 TEUR) passiviert.

Im Rahmen des mitarbeiterfinanzierten Altersversorgungsplans werden die Beiträge durch Verzicht der Teilnehmer auf einen Anteil ihres Gehalts geleistet. Im Gegenzug schließt die Gesellschaft Versicherungen mit einem Rückdeckungsversicherer ab, die eine bestimmte Mindestverzinsung garantieren. Die Höhe des Rückversicherungsanspruchs entspricht der Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 15.083 TEUR (Vorjahr: 14.520 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.883 TEUR (Vorjahr: 1.467 TEUR) sowie Rückstellungen für ausstehende Provisionen und Nachlaufkosten in Höhe von 681 TEUR (Vorjahr: 901 TEUR).

Das Zeitwertkonto wird in Geld geführt, so dass für die Ermittlung des Zeitwertguthabens die Leistung aus der Rückdeckungs-versicherung maßgeblich ist. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung beträgt 604 TEUR (Vorjahr: 391 TEUR) und ent-spricht somit der Höhe der Rückstellung für Zeitwertkonten. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung be-tragen 208 TEUR (Vorjahr: 86 TEUR). Im Geschäftsjahr wurde das Deckungsvermögen vollständig mit der Rückstellung für Zeitwertkonten verrechnet.

Erträge aus Deckungsvermögen wurden mit Aufwendungen aus Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 165 TEUR (Vorjahr: 116 TEUR) verrechnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben die folgenden Restlaufzeiten:

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in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Restlaufzeit bis 1 Jahr 5.000 0
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 14.500 20.500
Restlaufzeit über 5 Jahre 4.000 0
Summe 23.500 20.500

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen in vollem Umfang Schuldscheindarlehen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben die folgenden Restlaufzeiten:

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in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Restlaufzeit bis 1 Jahr 12.092 9.983
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 2.185 1.006
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
Summe 14.277 10.989

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:

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in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.039 2.212
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 744 0
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
Summe 3.783 2.212

Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.943 1.641
Verbindlichkeiten aus Erwerb von Beteiligungen 1.453 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 387 571
Summe 3.783 2.212

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern gliedern sich wie folgt:

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in TEUR 30.09.2017 30.09.2016 Veränderung
Steuerlicher Geschäfts- oder Firmenwert 517 689 -172
Pensionsrückstellungen 270 288 -18
Sonstige Rückstellungen 0 72 -72
Sonstige 182 126 56
Aktive latente Steuern 969 1.175 -206
Verschmelzungsmehrwerte All for One Midmarket Solutions & Services GmbH 472 799 -327
Verschmelzungsmehrwerte Steeb Anwendungssysteme GmbH 5.595 6.335 -740
Sonstige Rückstellungen 27 0 27
Sachanlagen 0 1 -1
Passive latente Steuern 6.094 7.135 -1.041
  5.125 5.960 -835

Der Überhang aus passiven latenten Steuern wird gemäß §274 HGB bilanziert.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

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in TEUR 10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016 Veränderung
Outsourcing Services 112.185 104.464 7%
Consulting 60.556 56.324 8%
Softwarelizenzen 33.900 28.537 19%
Hardware 21 30 -30%
Sonstiges 6.225 2.317 169%
Summe 212.887 191.672 11%

Die Umsätze wurden hauptsächlich im Inland erzielt.

Auf Grund der gesetzlichen Neudefinition des §277 Abs. 1 HGB sind im Berichtsjahr von den sonstigen betrieblichen Erträgen 1.116 TEUR erstmals in den Umsatzerlösen ausgewiesen worden. Dies betrifft Mietweiterbelastungen sowie Umlagen im Intercompany-Bereich. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung ist nicht erfolgt. Im Fall einer Erstanwendung der BilRUG-Vorschriften schon auf den vorangegangenen Jahresabschluss hätten sich die Umsatzerlöse des Vorjahres um 867 TEUR erhöht.

Korrespondierend sind im Berichtsjahr von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 212 TEUR zu den Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert worden. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung ist ebenfalls nicht erfolgt. Im Fall einer Erstanwendung der BilRUG-Vorschriften schon auf den vorangegangenen Jahresabschluss hätten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen des Vorjahres um 117 TEUR erhöht.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Sachbezüge von Mitarbeitern in Höhe von 2.663 TEUR (Vorjahr: 2.468 TEUR), Werbekostenzuschüsse 703 TEUR (Vorjahr: 966 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 813 TEUR (Vorjahr: 461 TEUR) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen 180 TEUR (Vorjahr: 623 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr: 71 TEUR) enthalten.

3. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.251 TEUR (Vorjahr: 1.289 TEUR) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen sowie Buchgewinnen aus Anlageabgängen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 132 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungsverluste sowie Abgänge von Gegenständen des Anlagevermögens.

4. Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position »Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung« sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 558 TEUR (Vorjahr: 560 TEUR) enthalten.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Informationsverarbeitung 13.063 TEUR (Vorjahr: 11.987 TEUR), Reise- und Übernachtungskosten 8.940 TEUR (Vorjahr: 7.847 TEUR) sowie Raumkosten 2.810 TEUR (Vorjahr: 2.666 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von 35 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR) enthalten.

6. Erträge aus Beteiligungen

Die Position umfasst Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 9.380 TEUR (Vorjahr: 2.881 TEUR).

7. Erträge auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages

Die Position umfasst erstmals Erträge auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages in Höhe von 2.994 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) enthalten.

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 59 TEUR (Vorjahr: 67 TEUR) enthalten.

10. Verbundene Unternehmen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 49 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR) verbundene Unternehmen.

Die Erträge aus Beteiligungen sowie die Erträge auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages betreffen in vollem Umfang verbundene Unternehmen.

IV. Sonstige Angaben

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der All for One Steeb AG schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2016/17 erzielten Bilanzgewinn in Höhe von 29.913 TEUR wie folgt zu verwenden:

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in TEUR
1. Verteilung an die Aktionäre (1,20 EUR Dividende je Aktie) 5.978
2. Einstellung in Gewinnrücklagen 0
3. Gewinnvortrag 23.935
4. Bilanzgewinn 29.913

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 20.649 TEUR (Vorjahr: 21.182 TEUR). Davon betreffen 200 TEUR (Vorjahr: 135 TEUR) verbundene Unternehmen.

Darüber hinaus besteht ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 4.247 TEUR (Vorjahr: 2.643 TEUR).

Im Rahmen des Erwerbs der Beteiligung inside Unternehmensberatung GmbH, Oldenburg, wurden im Berichtsjahr neben einer fixen Kaufpreiszahlung von 5,2 Mio. EUR auch zusätzliche Kaufpreisraten sowie eine Earn-Out Komponente vereinbart, die von der weiteren Geschäftsentwicklung innerhalb der nächsten drei Jahre abhängt.

Die All for One Steeb AG hat sich gegenüber der KWP INSIDE HR GmbH, Heilbronn (vormals: KWP team HR GmbH), sowie der avantum consult AG, Düsseldorf, bis zum 30. September 2018 zur Verlustübernahme entsprechend §302 AktG verpflichtet.

Des Weiteren besteht seit dem Berichtsjahr mit der OSC AG, Lübeck, ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zur Verlustübernahme verpflichtet.

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

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Gesellschaft Beteiligungsquote Währung Jahresabschluss Eigenkapital Jahresergebnis
Unmittelbare Beteiligungen          
Process Partner AG, St. Gallen/Schweiz 100,0% TEUR 30.09.2017 2.441 783
    TCHF   2.797 854
All for One Steeb GmbH, Wien/Österreich 100,0% TEUR 30.09.2017 2.000 1.395
AC Automation Center Sàrl, Luxemburg/Luxemburg 100,0% (davon mittelbar 10,0%) TEUR 30.09.2017 4.497 1.349
AC Automation Center SA/NV, Zaventem/Belgien 100,0% TEUR 30.09.2017 1.134 222
All for One Steeb Yazılım Servisleri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100,0% TEUR 30.09.2017 588 205
    TTRY   2.470 770
KWP INSIDE HR GmbH, Heilbronn/Deutschland 100,0% TEUR 30.09.2017 5.552 1.482
avantum consult AG, Düsseldorf/Deutschland 100,0% TEUR 30.09.2017 1.658 736
ALLFOYE Managementberatung GmbH, Düsseldorf/Deutschland 100,0% TEUR 30.09.2017 -224 -368
OSC AG, Lübeck/Deutschland* 100,0% TEUR 30.09.2017 2.010 0
Grandconsult GmbH, Filderstadt/Deutschland 74,9% TEUR 30.09.2017 1.081 -390
WEBMAXX GmbH, München/Deutschland 73,7% TEUR 30.09.2017 431 74
B4B Solutions GmbH, Graz/Österreich** 70,0% TEUR 30.09.2017 -389 -233
Mittelbare Beteiligungen          
KWP Austria GmbH, Wien/Österreich 100,0% TEUR 30.09.2017 440 70
KWP France S.à.r.l., Entzheim/Frankreich 100,0% TEUR 30.09.2017 92 38
KWP Czech s.r.o., Prag/Tschechien 100,0% TEUR 30.09.2017 205 104
    TCZK   5.329 2.793
KWP Professional Services GmbH, Hamburg/Deutschland 100,0% TEUR 30.09.2017 534 164
OSC Smart Integration GmbH, Hamburg/Deutschland 100,0% TEUR 30.09.2017 624 256
B4B Solutions GmbH, Ratingen/Deutschland 70,0% TEUR 30.09.2017 -202 -219
OSC Business Xpert GmbH, Burgdorf/Deutschland 51,0% TEUR 30.09.2017 168 98

* Seit dem Berichtsjahr besteht mit der OSC AG, Lübeck, ein Gewinnabführungsvertrag.

** Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2017.

Das Eigenkapital in Fremdwährung wurde jeweils mit dem Stichtagskurs, das Jahresergebnis in Fremdwährung mit dem jeweiligen Durchschnittskurs umgerechnet.

Die Angaben beziehen sich auf den jeweiligen nationalen handelsrechtlichen Jahresabschluss.

Übernahme des verbliebenen 40% Anteils an der OSC AG

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 erfolgte die Aufstockung der Anteile an der OSC AG, Lübeck, von 60% auf 100%. Der Kaufpreis für die Anteilsaufstockung betrug 7,9 Mio. EUR. Zudem wurden Earn-Out-Zahlungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR geleistet sowie ein Gewinnabführungsvertrag mit der OSC AG abgeschlossen, der im Berichtsjahr erstmals durchgeführt wurde.

Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am Cloud-Spezialisten B4B Solutions GmbH

Mit Wirkung zum 1. November 2016 wurden 70% der Anteile an der B4B Solutions GmbH, Graz/Österreich, erworben. B4B gilt als ausgewiesener Cloud-Experte und war bereits mehrfach SAP Cloud Partner of the Year. Das 2012 gegründete Unternehmen beschäftigt in Österreich und Deutschland zusammen 20 Mitarbeiter und wächst deutlich schneller als der Markt. In den zurückliegenden drei Jahren konnte B4B ihre Umsätze auf insgesamt 1,2 Mio. EUR (2015) nahezu vervierfachen. Zur Stärkung des gemeinsamen Geschäftsansatzes hat die All for One Steeb AG ihre Business Unit »SAP Cloud Solutions« zudem mit Wirkung zum 1. November 2016 an die deutsche Tochtergesellschaft von B4B übertragen. Zudem wurde ein Ausgleichsbetrag in 6-stelliger Höhe aus Eigenmitteln geleistet. Die Verkäufer, vier Gesellschafter, sind auch nach der Mehrheitsübenahme durch All for One Steeb in der Geschäftsleitung von B4B tätig und halten zu jeweils gleichen Teilen den verbleibenden 30% Anteil. Der Unternehmenszukauf ist strategisch. All for One Steeb will den Mittelstand verstärkt für Cloud-Softwarelösungen gewinnen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen von den schnellen, effizienten und einfachen Lösungen aus der Cloud profitieren.

Übernahme von 100% der Anteile an der inside Unternehmensberatung GmbH

Auch in der Personalabteilung sind Cloud-Lösungen auf dem Vormarsch. Um auch in diesem Segment eine führende Marktposition schneller einnehmen zu können, hat die All for One Steeb AG mit Wirkung zum 1. April 2017 alle Anteile an der inside Unternehmensberatung GmbH, Oldenburg, übernommen. Das Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter und repräsentiert ein Umsatzvolumen von rund 8 Mio. EUR. Bereits rund ein Drittel davon entfällt auf wiederkehrende, Cloud-basierte Erlöse aus Software as a Service und Softwarewartung, die deutlich wachsen und für hohe Kundenbindung, einen stabilen Cash-Flow und eine nachhaltige Profitabilität sorgen. Neben einer Einmalzahlung enthält der Gesamtkaufpreis zusätzliche Kaufpreisraten sowie eine erfolgsabhängige Komponente während einer dreijährigen Earn-Out-Phase. Die Finanzierung der Transaktion erfolgte aus Eigenmitteln. Zur Stärkung des gemeinsamen Geschäftsansatzes wurde die inside Unternehmensberatung GmbH im September 2017 auf die zuvor bereits in KWP INSIDE HR GmbH umfirmierte All for One Steeb Tochter KWP team HR GmbH verschmolzen.

Neugründung der ALLFOYE Managementberatung GmbH

Um bei unseren Kunden im Zuge der Digitalen Transformation über die IT hinaus auch Strategien, Geschäftsmodelle, Geschäftsabläufe, die Organisation und die Unternehmenskultur zukunftsfähig auszurichten, und dazu verstärkt das Top Management zu beraten, wurde im Mai 2017 die ALLFOYE Managementberatung GmbH, Düsseldorf, als 100% Tochtergesellschaft der All for One Steeb AG neu gegründet. Durch eine Abspaltung innerhalb des Konzerns wird ein Team von Management Consultants in die neue Gesellschaft eingegliedert und damit der operative Geschäftsbetrieb formiert.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Josef Blazicek (selbstständiger Kaufmann, Vorsitzender), Peter Brogle (selbstständiger Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender), Peter Fritsch (Geschäftsführer der BEKO HOLDING GmbH & Co KG, Nöhagen/Österreich, sowie Organmitglied weiterer Gesellschaften der BEKO-Gruppe), Paul Neumann (Vorstand der Unternehmens Invest AG und Geschäftsführer der UIAG Informatik-Holding GmbH, beide Wien/Österreich, Mitglied seit dem 11. November 2016), Jörgen Dalhoff (Organisationsentwicklung, All for One Steeb AG, Filderstadt/Deutschland. Nachgerückt in das Aufsichtsratsgremium für Detlef Mehlmann (Leiter Business Development International, All for One Steeb AG, Filderstadt/Deutschland) ist zum 30. November 2017 Ersatzmitglied Nicole Schultheiß (Assistentin der Geschäftsleitung, All for One Steeb AG, Filderstadt/Deutschland).

Eintritt von Paul Neumann in den Aufsichtsrat

Am 11. November 2016 ist Paul Neumann, Vorstand der Unternehmens Invest AG und Geschäftsführer der UIAG Informatik-Holding GmbH, beide Wien/Österreich, in das Aufsichtsratsgremium der All for One Steeb nachgerückt. Die Unternehmens Invest AG und die UIAG Informatik-Holding GmbH halten jeweils direkt 25,07% des Grundkapitals der All for One Steeb AG. Nach dem Ausscheiden der Pierer Industrie AG aus dem Aktionärskreis der All for One Steeb zum 14. Juli 2016 hatte Friedrich Roithner, CFO der Pierer Industrie AG, seinen Sitz im Aufsichtsrat der der All for One Steeb AG mit Wirkung zum 11. August 2016 niedergelegt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr im Sinne von §125 Abs. 1 Satz 5 Aktiengesetz Mitglieder in Aufsichtsräten und Kontrollgremien folgender Gesellschaften:

Josef Blazicek: KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG), Wels/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg/Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Pankl Vermögensverwaltung AG, Kapfenberg/Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Pierer Industrie AG, Wels/Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), W Verwaltung AG (vormals: WP AG), Wels/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), QINO AG, Hünenberg/Schweiz (Vorsitzender des Verwaltungsrats), QINO Group Holding AG, Hünenberg/Schweiz (Vorsitzender des Verwaltungsrats), Qino Management and Advisory Ltd., Limassol/Zypern (Non Executive Director of The Board).

Peter Brogle: alupak AG, Belp/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Nahrin AG, Sarnen/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Neumatt-Park AG, Hünenberg/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats), Similasan AG, Jonen/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), Swissburg AG, Baar/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats).

Peter Fritsch: TRIPLAN AG, Bad Soden/Deutschland (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Paul Neumann (keine, Mitglied seit 11. November 2016)

Jörgen Dalhoff (keine)

Detlef Mehlman (keine, ausgeschieden), Nicole Schultheiß (keine, Mitglied seit 30. November 2017)

Aufsichtsratsvergütung

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats teilen sich wie folgt auf:

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BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS
in TEUR
10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016
Josef Blazicek 43 43
Peter Brogle 18 18
Peter Fritsch 20 20
Paul Neumann (seit 11. November 2016) 13
Friedrich Roithner (bis 10. August 2016) 13
Jörgen Dalhoff 10 10
Detlef Mehlmann 10 10
Summe 114 114

Mitglieder des Vorstands

Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus Lars Landwehrkamp (Vorstandssprecher seit Mai 2007) und Stefan Land (Finanzvorstand seit April 2008). Mitgliedschaften der Vorstandsmitglieder in Kontrollgremien im Sinne des §125 Abs. 1 Satz 5 Aktiengesetz beschränken sich auf verschiedene Tochtergesellschaften der All for One Steeb AG. Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands aus allen Beschäftigungsverhältnissen bei Gesellschaften des Konsolidierungskreises für das Geschäftsjahr 2016/17 umfassen Gehälter, Boni (erfolgsabhängige Bestandteile) sowie Sachbezüge für Pkw, Versicherungen und Vorsorge.

Die Mitglieder des Vorstands waren im Berichtsjahr im Sinne von §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitglieder in Aufsichtsräten und Kontrollgremien folgender Beteiligungen:

Lars Landwehrkamp: Process Partner AG, St. Gallen/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats), AC Automation Center SA/NV, Zaventem/Belgien (Chairman of the Board), OSC AG, Lübeck/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats), avantum consult AG, Düsseldorf/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats).

Stefan Land: Process Partner AG, St. Gallen/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats), AC Automation Center SA/NV, Zaventem/Belgien (Board Member), OSC AG, Lübeck/Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats), avantum consult AG, Düsseldorf/Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Vorstandvergütung

Für den Ausweis der Vorstandsvergütung werden, gemäß Empfehlungen des Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) vom 24. Juni 2014, die Werte der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr sowie die Zuflüsse, also die Auszahlungsbeträge für das Berichtsjahr, gesondert aufgeführt.

Lars Landwehrkamp

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Gewährte Zuwendungen Lars Landwehrkamp
Vorstandssprecher seit 5/2007
in TEUR 10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016 10/2016 – 09/2017 (Min) 10/2016 – 09/2017 (Max)
Festvergütung 336 336 336 336
Nebenleistungen* 60 60 60 60
Summe feste Vergütung 396 396 396 396
Einjährige variable Vergütung** 605 538 0 605
Mehrjährige variable Vergütung**        
Zielerreichung abhängig vom kumulierten Ergebnis je Aktie des Zeitraums 10/2014 bis 09/2019 24 24 0 24
Summe variable Vergütung 629 562 0 629
Versorgungsaufwand 81 81 81 81
Gesamtvergütung 1.106 1.039 477 1.106

* Beinhaltet den Sachbezug für Pkw und Aufwendungen für die Kranken-/Pflegeversicherung

** Die variablen gewährten Zuwendungen basieren auf Schätzwerten

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Zufluss Lars Landwehrkamp
Vorstandssprecher seit 5/2007
in TEUR 10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016
Festvergütung 336 336
Nebenleistungen* 60 61
Summe feste Vergütung 396 397
Einjährige variable Vergütung** 538 463
Mehrjährige variable Vergütung    
Zielerreichung abhängig vom kumulierten Ergebnis je Aktie des Zeitraums 10/2014 bis 09/2019 0 0
Summe variable Vergütung 538 463
Versorgungsaufwand 81 81
Gesamtvergütung 1.015 941

* Nebenleistungen beinhalten den Sachbezug für Pkw (fiktive Auszahlung) und Auszahlungen für Kranken-/Pflegeversicherung

** Der Zufluss aus der einjährigen variablen Vergütung betrifft jeweils das vorherige Geschäftsjahr

Stefan Land

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Gewährte Zuwendungen Stefan Land
Finanzvorstand seit 4/2008
in TEUR 10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016 10/2016 – 09/2017 (Min) 10/2016 – 09/2017 (Max)
Festvergütung 252 252 252 252
Nebenleistungen* 18 18 18 18
Summe feste Vergütung 270 270 270 270
Einjährige variable Vergütung** 403 353 0 403
Mehrjährige variable Vergütung**        
Zielerreichung abhängig vom kumulierten Ergebnis je Aktie des Zeitraums 10/2014 bis 09/2019 24 24 0 24
Summe variable Vergütung 427 377 0 427
Versorgungsaufwand 45 45 45 45
Gesamtvergütung 742 692 315 742

* Beinhaltet den Sachbezug für Pkw und Aufwendungen für die Kranken-/Pflegeversicherung

** Die variablen gewährten Zuwendungen basieren auf Schätzwerten

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Zufluss Stefan Land
Finanzvorstand seit 4/2008
in TEUR 10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016
Festvergütung 252 252
Nebenleistungen* 18 18
Summe feste Vergütung 270 270
Einjährige variable Vergütung** 353 312
Mehrjährige variable Vergütung    
Zielerreichung abhängig vom kumulierten Ergebnis je Aktie des Zeitraums 10/2014 bis 09/2019 0 0
Summe variable Vergütung 353 312
Versorgungsaufwand 45 45
Gesamtvergütung 667 627

* Nebenleistungen beinhalten den Sachbezug für Pkw (fiktive Auszahlung) und Auszahlungen für Kranken-/Pflegeversicherung

** Der Zufluss aus der einjährigen variablen Vergütung betrifft jeweils das vorherige Geschäftsjahr

Die Gesamtvergütung (gewährte Zuwendungen) für die beiden Vorstände, Lars Landwehrkamp und Stefan Land, für das aktuelle Berichtsjahr beträgt insgesamt 1.848 TEUR (2015/16: 1.731 TEUR). Der variable Anteil dieser Gesamtvergütung beläuft sich auf 1.056 TEUR (2015/16: 939 TEUR) und enthält Schätzwerte. Diese können von den im Rahmen der Endabrechnung ermittelten Beträgen abweichen. Für das Geschäftsjahr 2015/16 führte die Endabrechnung zu einer variablen Gesamtvergütung (gewährte Zuwendungen) von insgesamt 939 TEUR und stimmte somit mit dem im Geschäftsbericht 2015/16 zum Ausweis gebrachten Schätzwert (2015/16: 939 TEUR) überein.

Ein Zufluss aus der mehrjährigen variablen Vergütung ist im aktuellen Berichtsjahr nicht erfolgt. Zudem wurden im Berichtsjahr an den Vorstand keine Optionen auf Aktien der All for One Steeb AG ausgegeben und keine Darlehen gewährt. Unübliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen sind nicht erfolgt.

In den Vorstandsverträgen ist geregelt, dass im Falle der vorzeitigen Abberufung das jeweilige Vorstandsmitglied seine Grundvergütung bis zum Vertragsende erhält. Zudem erhält das jeweilige Vorstandsmitglied bis zum Vertragsende die jährliche variable Vergütung zu dem mittleren Zielerreichungsgrad der letzten beiden Jahre und die langfristige Vergütungskomponente mit einem Zielerreichungsgrad von 100%.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016/17 waren durchschnittlich 821 (Vorjahr: 775) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Diese verteilen sich auf die Beschäftigungsgruppen wie folgt:

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10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016
Leitende Angestellte* 15 13
Angestellte 806 762
Summe 821 775

* darin enthalten 2 Vorstände

Mitteilungen über Stimmrechtsanteile an der All for One Steeb AG nach §21 Abs. 1 und §25a Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Zum 30. September 2017 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach den Bestimmungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) wie folgt mitgeteilt und veröffentlicht worden sind:

1. Die BEKO HOLDING AG (seit 31. Dezember 2015: BEKO HOLDING GmbH & Co KG), Nöhagen, Österreich, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 16. März 2011 mitgeteilt, dass die Stimmrechtsanteile der BEKO HOLDING AG an der All for One Midmarket AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 am 12. März 2011 die Schwellen von 50%, 30%, 25%, 20%, 15% unterschritten und an diesem Tag 11,11% (das entspricht 540.000 Stimmrechten) betragen haben.

2. Prof. Ing. Peter Kotauczek, Österreich, hat uns zur BEKO HOLDING GmbH & Co. KG, Nöhagen, Österreich (vormals: BEKO HOLDING AG) gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 8. Januar 2016 einen Gesamtstimmrechtsanteil aus Aktien der All for One Steeb AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 in Höhe von 11,58% mitgeteilt. Bezogen auf die Gesamtzahl der Stimmrechte (4.982.000) entspricht dieser Gesamtstimmrechtsanteil 576.742 Stimmrechten, die Prof. Ing. Peter Kotauczek gemäß §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden. Die vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person lautet wie folgt:

- Prof. Ing. Peter Kotauczek

- BEKO HOLDING GmbH

- BEKO HOLDING GmbH & Co KG (Stimmrechtsanteil: 11,58%)

3. Dr. Rudolf Knünz, Österreich, hat uns zur Unternehmens Invest AG und UIAG Informatik-Holding GmbH, beide Wien, Österreich, gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 22. November 2016 über den Abschluss einer Stimmrechtsvereinbarung zwischen Tochterunternehmen (acting in concert) aus Aktien der All for One Steeb AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 in Höhe von 50,14% mitgeteilt. Bezogen auf die Gesamtzahl der Stimmrechte (4.982.000) entspricht dieser Gesamtstimmrechtsanteil 2.497.746 Stimmrechten, die Dr. Rudolf Knünz gemäß §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden. Die vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person lautet wie folgt:

- Dr. Rudolf Knünz

- Knünz GmbH

- Robotec GmbH

- Knünz Invest Beteiligungs GmbH

- Unternehmens Invest AG (Stimmrechtsanteil: 50,14%)

- UIAG Informatik-Holding GmbH (Stimmrechtsanteil: 50,14%)

4. Die OCEAN Consulting GmbH, Wien, Österreich, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 2. Juni 2017 einen Gesamtstimmrechtsanteil aus Aktien der All for One Steeb AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 in Höhe von 0,0% mitgeteilt. Bezogen auf die Gesamtzahl der Stimmrechte (4.982.000) entspricht dieser Gesamtstimmrechtsanteil 0 Stimmrechten, die OCEAN Consulting GmbH gemäß §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugrechnet werden. Die vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit dem obersten beherrschenden Unternehmen lautet wie folgt:

- OCEAN Consulting GmbH

- QINO Group Holding AG (vormals: Swissburg AG)

- QINO AG (vormals: QINO CAPITAL PARTNERS AG)

- QCP HOLDING LTD.

5. Die MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 2. Juni 2017 einen Gesamtstimmrechtsanteil aus Aktien der All for One Steeb AG, Filderstadt-Bernhausen, Deutschland, ISIN: DE0005110001, WKN: 511000 in Höhe von 7,74% mitgeteilt. Bezogen auf die Gesamtzahl der Stimmrechte (4.982.000) entspricht dieser Gesamtstimmrechtsanteil 385.607 Stimmrechten.

Die Gesamtzahl der Stimmrechte der All for One Steeb AG beträgt unverändert 4.982.000 Stimmrechte.

Honorare an die Abschlussprüfer

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind gemäß §285 Nr. 17 HGB im Konzernanhang der All for One Steeb AG enthalten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die All for One Steeb AG hat im November 2017 weitere Geschäftsanteile von 25,1% an der Grandconsult GmbH im Rahmen einer Call Option aus dem Anteilskaufvertrag 2015 übernommen und hält somit nun 100% der Anteile an der Gesellschaft.

Zum 30. November 2017 ist Nicole Schultheiß, Assistentin der Geschäftsleitung, All for One Steeb AG, Filderstadt, als Ersatzmitglied für Detlef Mehlmann, Leiter Business Development International, All for One Steeb AG, Filderstadt, aufgrund seiner bereits vor Beginn des aktuellen Berichtsjahres erfolgten Bestellung zum gesetzlichen Vertreter eines von der Gesellschaft abhängigen Unternehmens in das Aufsichtsratsgremium der All for One Steeb AG nachgerückt.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse nach dem 30. September 2017 sind nicht eingetreten.

Corporate Governance

Corporate Governance ist im Tagesgeschäft der Gruppe fest verankert und wird in Form einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung aktiv »gelebt«, kontinuierlich überprüft und weiter entwickelt. Die Entsprechenserklärungen von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß §161 des Aktiengesetzes sowie die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a a. F. des Handelsgesetzbuchs wurden abgegeben und befinden sich auf der Homepage der Gesellschaft unter www.all-for-one.com im Bereich Investor Relations.

 

Filderstadt, 5. Dezember 2017

All for One Steeb AG

Lars Landwehrkamp, Vorstandssprecher

Stefan Land, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

der All for One Steeb AG, Filderstadt

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR 01.10.2016 Zugänge Abgänge 30.09.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.273 298 0 49.571
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.022 0 0 10.022
  59.295 298 0 59.593
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 20.032 4.949 2.261 22.720
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.632 1.039 118 4.553
  23.664 5.988 2.379 27.273
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.720 15.614 56 48.278
2. Sonstige Ausleihungen 1.090 0 1.013 77
  33.810 15.614 1.069 48.355
Summe 116.769 21.900 3.448 135.221
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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR 01.10.2016 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.09.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.422 4.078 0 28.500
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.229 668 0 3.897
  27.651 4.746 0 32.397
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.991 3.350 2.021 14.320
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.335 557 118 2.774
  15.326 3.907 2.139 17.094
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
  0 0 0 0
Summe 42.977 8.653 2.139 49.491
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Buchwerte
in TEUR 30.09.2017 30.09.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.071 24.851
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.125 6.793
  27.196 31.644
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.400 7.041
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.779 1.297
  10.179 8.338
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48.278 32.720
2. Sonstige Ausleihungen 77 1.090
  48.355 33.810
Summe 85.730 73.792

Lagebericht Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

der All for One Steeb AG, Filderstadt

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Allgemeine Informationen

1.2. Strategie

1.3. Geschäftsmodell und Portfolio

1.4. Kunden

1.5. Mitarbeiter

1.6. Steuerungssystem: finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2. Akquisitionen

2.3. Geschäftsverlauf

2.3.1. Entwicklung der Ertragslage

2.3.2. Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage

2.3.3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Chancenmanagement

3.2. Risikomanagement System

3.3. Internes Kontrollsystem und Compliance Management System

3.4. Risikomanagement-Methodik und Berichterstattung

3.5. Einzelrisiken im Überblick

3.6. Gesamtrisikoprofil

4. Prognosebericht

5. Sonstige Angaben

5.1. Abhängigkeitsbericht

5.2. Erklärung zur Unternehmensführung

5.3. Vergütungsbericht

5.4. Übernahmerelevante Angaben

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Allgemeine Informationen

Die All for One Steeb AG, Filderstadt/Deutschland, gilt als führender IT und SAP Komplettdienstleister im deutschsprachigen Markt. Die Gesellschaft notiert im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN DE0005110001, WKN 511 000).

All for One Steeb AG

»All for One Steeb AG«, »All for One Steeb«, »Gesellschaft« oder »Unternehmen« bezeichnet in diesem Lagebericht – sofern nicht anders vermerkt – die All for One Steeb AG als Einzelgesellschaft.

Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr 2016/17 der All for One Steeb AG begann am 1. Oktober 2016 und endete am 30. September 2017. Die korrespondierende Vorjahresperiode umfasst demnach den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016.

Prozentangaben

Prozentangaben wurden stets auf den Werten in TEUR ermittelt. Insofern können sich bei den Prozentangaben geringe Rundungsdifferenzen ergeben.

Vorausschauende Aussagen

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der All for One Steeb AG sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

1.2. Strategie

Die All for One Steeb AG ist nach eigenen Einschätzungen ein führendes IT-Haus und gefragter Digitalisierungspartner sowie die Nr. 1 im deutschsprachigen SAP-Mittelstandsmarkt. Als strategischer Partner in allen Aspekten der Digitalisierung wollen wir unsere Kunden umfassend und dauerhaft betreuen und so hohe wiederkehrende Erlöse erzielen. Eine Schlüsselrolle dabei kommt unseren Cloud Services aus Rechenzentren in Deutschland zu. Unser Branchenfokus liegt schwerpunktmäßig auf Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilzulieferindustrie und der Konsumgüterindustrie in den deutschsprachigen Ländern. Als Gründungsmitglied von United VARs, dem weltweiten Netzwerk führender SAP-Mittelstandspartner, bieten wir unseren meist stark exportorientierten Kunden zudem in rund 80 Ländern der Welt ein umfassendes Beratungs- und Serviceangebot sowie Vor-Ort-Support.

Das Voranschreiten der Digitalen Transformation bietet uns erweiterte Marktchancen. Daher haben wir im Berichtsjahr die Feinjustierung unserer Strategie sowie unsere Weiterentwicklung vom SAP Komplettdienstleister hin zum 360° Partner für Digitalisierung im Mittelstand weiter erfolgreich vorangetrieben. Unser weiter ausgebautes Leistungsportfolio wird im Mittelstand genauso wie in den Fachabteilungen von Großunternehmen angefragt. Marktbeobachter wie ISG (Information Services Group GmbH, Frankfurt, vormals: Experton AG, Ismaning), PAC (Pierre Audoin Consultants GmbH, München) oder Crisp (Crisp Research AG, Kassel) zählen uns auch in Teilmärkten, etwa bei Cloud Transformation, Big Data, Business Analytics und Performance Management, Human Capital und Application Management Services oder Managed Communications und Collaboration zu den führenden IT-Dienstleistern (vergl. unter anderem Provider Lens Cloud Transformation/Operation Services, ISG, 2017; Big Data Vendor Benchmark, Experton, 2017; Digital Transformation Services & Solutions Vendor Benchmark, Experton, 2017; HANA Provider Lens, ISG, 2017; Security Vendor Benchmark, Experton, 2017; PAC Radar Cloud-Beratung und -Integration in Deutschland, 2017; Vendor Universe, Managed Public Cloud Provider, Crisp Research, 2016).

1.3. Geschäftsmodell und Portfolio

Mit einem integrierten Geschäftsmodell eines One-Stop-Shops betreuen wir unsere Kunden ganzheitlich und aus einer Hand. Unser Gesamtleistungsangebot zielt auf die Digitalisierung sämtlicher Geschäftsabläufe und umfasst etwa Digitalisierungs-, Management- und Technologieberatung, Softwarelizenzen und Cloud Subscriptions (SAP, Microsoft, IBM und andere), Branchenlösungen, Consulting bei Einführungs-, Roll-Out und Optimierungsprojekten, selbst entwickelte Zusatzlösungen und Business Apps für Fachbereiche, Digitalisierungsprojektentwicklung und Umsetzung (Industrie 4.0, Internet der Dinge), Softwarepflege und -wartung und umfassende Application Management, Outsourcing und Cloud Services.

Für den bevorstehenden Generationswechsel der SAP Business Suite auf SAP S/4HANA haben wir im Berichtsjahr eine eigene, von Grund auf neu entwickelte Geschäftsprozessbibliothek (»Scope Items«) vorgestellt. Diese neuartige Lösung enthält unser gesamtes Branchen-Know-how aus über tausend SAP-Projekten, die wir in den vergangenen zwei Jahrzehnten erfolgreich abgeschlossen haben und gilt nach Einschätzung von Marktbeobachtern als einzigartig. Unsere Kunden können damit die Digitale Transformation besser meistern, Innovationen schneller, gezielter und sicherer umsetzen und gleichfalls unsere hoch skalierbare IT-Infrastruktur aus der Cloud nutzen.

Die Rechenzentren unserer »Private Cloud« befinden sich in Frankfurt am Main. Daten und Anwendungen unserer Kunden unterliegen damit sehr strengen Schutzbestimmungen. Zur weiteren Skalierung unserer Leistungen beziehen wir zudem verstärkt »Public Cloud« Ressourcen von Providern wie Amazon Web Services, Microsoft (Azure, Office 365) und SAP in unser »Hybrid Cloud« Portfolio mit ein und bieten unseren Kunden für ihre Digitalisierungsstrategien und deren stufenweise Umsetzung selbst entwickelte »Business Apps« sowie passgenaue und gleichermaßen dynamische IT-Sourcing-Modelle für den Betrieb und die Nutzung unserer Lösungen.

Unser integriertes Portfolio umfasst zudem Business Services und eigene Zusatzlösungen zur Digitalisierung von Fachbereichen und Anwendungsfeldern wie Vertrieb und Marketing (»Omni Channel Management«, SAP Hybris), Zusammenarbeit (»Collaboration«, Microsoft Exchange, Sharepoint, Skype for Business, Office 365, Surface Hub), für die Finanzabteilung (»Business Analytics«), für die Kommunikation zwischen Unternehmenssoftware, Produktionsmaschinen und sensorgesteuerten »Devices« (SAP Leonardo, Industrie 4.0, Internet der Dinge). Zur Digitalisierung ihrer Personalarbeit nutzen unsere Kunden unsere umfassenden Einführungs-, Beratungs- und Betreuungsdienstleistungen auf der Basis von SAP ERP HCM (»Enterprise Resource Planning Human Capital Management«), SAP SuccessFactors und SAP Concur bis hin zu unseren wiederkehrenden HR Business Process Outsourcing Services, die wir unter einer eigenen Marke »viui HR« unter Einbezug der Cloud-Lösungen etwa von SAP anbieten. Neben den eher traditionellen, administrativen HCM-Anforderungen bestimmen strategische Personallösungen wie Mitarbeiterportale (»Employee Self Service«), Bewerberverwaltung (»eRecruiting«), Beurteilung von Führungskräften (»Management Appraisal«) oder Personalentwicklung (»Talent Management«), Geschäftsreiseabwicklung (Reisekostenabrechnung, Travel Management) aus der Cloud das Leistungsangebot. Zudem haben wir unser Lösungs- und Beratungsportfolio für Digitalisierungs-, Management- und Technologieberatung deutlich ausgebaut, bieten verstärkt auch Lösungen zur Unternehmenssteuerung vollständig aus der Cloud an (SAP Business ByDesign) und unterstützen auch Großunternehmen in deren eigenen Rechenzentren.

Zur Ausrichtung unseres Portfolios und unseres Geschäftsmodells auf neue Wachstumsfelder nutzen wir konsequent und aktiv die Chancen neuer, aussichtsreicher Technologien und Anwendungen, um die Digitale Transformation unserer Kunden zu unterstützen.

Branchenfokussierte Leistungsangebote

Eine wesentliche Säule unseres integrierten Geschäftsmodells bilden eigene SAP-Branchenlösungen auf Basis einer neu entwickelten Geschäftsprozessbibliothek (»Scope items«) für SAP S/4HANA. Darin sind gegenwärtig bereits über hundert Geschäftsabläufe und Business Szenarien unserer Zielbranchen enthalten und können sehr einfach und schnell vom Kunden getestet, aktiviert, direkt in seine Anwendung übernommen und etwa in den Rechenzentren von All for One Steeb, im Hause des Kunden oder »Hybrid« betrieben werden. Mit solchen neuartigen Branchenlösungen richten wir uns vor allem an die Fertigungs- sowie an die Konsumgüterindustrie, wollen eine Führungsrolle beim Generationswechsel von der SAP Business Suite auf SAP S/4HANA im Mittelstand einnehmen und die Marktdurchdringung in unseren Kernmärkten weiter ausbauen.

Vertrieb und Kundenbetreuung

In Deutschland, Österreich und der Schweiz betreuen wir unsere Kunden schwerpunktmäßig mit eigenen Vertriebs-, Beratungs- und Supportressourcen. Neben stark regional und themenbezogen ausgerichteten Direktvertriebsteams gehört dazu auch ein ausgebauter indirekter Vertriebskanal »All for One Steeb Businesspartner« mit über 100 Partnern, mit denen wir »wie aus einer Hand« zusammenarbeiten, um unsere Kunden möglichst umfassend und ganzheitlich zu betreuen. Unsere Beratung in der deutschsprachigen Region erfolgt kundennah aus einer Vielzahl von Standorten.

Unsere Kunden sind überwiegend international tätig. Für ihre weltweite Betreuung haben wir in 2006 das Partnernetzwerk United VARs gegründet, das heute weltweit in rund 80 Ländern professionelle Vor-Ort-Services und eine Betreuung nach einheitlichen Qualitätsstandards und anerkannten Projektmethoden bietet. United VARs ist zudem »SAP Global Platinum Reseller«, ein ausgewählter Kreis von 9 global tätigen SAP-Partnern. Für ihre herausragende Performance wurde die United VARs in 2017 erstmals mit einem SAP Pinnacle Award ausgezeichnet (»Special Recognition Partner of the Year«). Für die All for One Steeb AG bedeutet United VARs nicht nur ein hohes Maß an Effizienz und Leistungsfähigkeit zur weltweiten vor Ort Betreuung internationaler Kunden, sondern ist zudem Schlüssel zur Kundengewinnung in den stark exportorientieren Zielmärkten im deutschsprachigen Raum.

SAP-Partnerschaft, SAP-Ökosystem und weitere bedeutende Partnerschaften

All for One Steeb betreut die nach eigenen Einschätzungen größte installierte SAP-Mittelstandskundenbasis in der deutschsprachigen Region direkt, d.h. im Rahmen von Softwarewartungsverträgen sowie Cloud Subscriptions. Daher steht die Partnerschaft mit SAP im Zentrum unseres Tagesgeschäfts. Auch SAP selbst unterstreicht den hohen Stellenwert, den die All for One Steeb AG im SAP-Mittelstandsmarkt einnimmt. So gehört All for One Steeb über das Partnernetzwerk United VARs zum kleinen Kreis derjenigen Partner, die von SAP in das handverlesene »Platinum Partner Programm« aufgenommen wurden. Zudem wurde All for One Steeb im Berichtsjahr von SAP für herausragende Leistungen ausgezeichnet (u.a. SAP MEE Awards for Partner Excellence, SAP (HANA) Cloud Platform App Contest, SAP Cloud Partner of the Year). All for One Steeb ist zudem »SAP-Certified Provider of Hosting Services«, »SAP-Certified Provider of Cloud Services«, »SAP-Certified Provider of SAP HANA Operations Services«, »SAP-Certified Provider of Application Management Services« sowie »SAP Special Expertise Partner«. Die neue Geschäftsprozessbibliothek für SAP S/4HANA von All for One Steeb wurde in enger Abstimmung mit SAP entwickelt. Durch ihre intensive Zusammenarbeit mit SAP auf allen Unternehmensebenen bietet die All for One Steeb AG ihren Kunden ein Höchstmaß an Planungssicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Deutlich weiter ausgebaut wurde im Berichtsjahr zudem die Partnerschaft mit Microsoft, unter anderem als »Microsoft Hosting Partner Gold«, »Microsoft Access and Identity Partner Gold« und als »Microsoft Shared Computer Activation Partner«. Neben SAP und Microsoft arbeitet All for One Steeb zudem eng mit Technologiepartnern wie NetApp, Cisco und VmWare zusammen.

Markenstrategie

Vor allem im Zuge von Unternehmenskäufen hat die All for One Steeb AG in den zurückliegenden Jahren regelmäßig wertvolle Marken erworben, die in einzelnen Marktsegmenten gut eingeführt sind. Daher verfolgen wir eine Mehrmarkenstrategie. Im Zentrum steht dabei die hohe Strahlkraft der Dachmarke »All for One Steeb« (Das SAP Haus, Komplettdienstleister, Digitalisierung im Mittelstand). Sie soll unsere Marken »avantum« (Business Analytics, Corporate Performance Management), »Grandconsult« (Management- und Technologieberatung), »KWP INSIDE« (Human Capital Management), »OSC« (SAP ERP, SAP Business One, Norddeutschland), »Process Partner« (Schweiz, Lösungen für Projektdienstleister), »WEBMAXX« (Microsoft, Managed Communications und Collaboration), und insbesondere auch die noch im Aufbau befindlichen Marken »B4B« (SAP-Cloud-Lösungen) und »ALLFOYE« (Digitalisierungsberatung, seit 2017) zusätzlich stärken.

Wettbewerb

All for One Steeb ist einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Neben ERP-Herstellern und Systemhäusern außerhalb von SAP befinden sich unter den Wettbewerbern SAP-Systemhäuser und international tätige IT-Outsourcing- und IT-Technologiedienstleister. Zudem konkurriert die Gesellschaft mit Fachbereichslösungen spezialisierter Anbieter etwa für Personalmanagement, für den Finanzbereich oder für Vertrieb und Marketing. Unter den Mitbewerbern befinden sich auch SAP-Beratungseinheiten großer internationaler IT-Dienstleistungskonzerne sowie Anbieter von Personal- oder Business Analytics Softwarelösungen außerhalb von SAP.

1.4. Kunden

Als strategischer Partner unterstützen wir unsere Kunden bei der Digitalen Transformation, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, ihre Geschäftsabläufe durchgängiger und leistungsfähiger zu gestalten, die Sicherheit und die Verfügbarkeit ihrer unternehmenskritischen Softwareanwendungen und Systeme zu erhöhen und damit nachhaltig erfolgreich am Markt zu agieren. Zudem unterstützen wir mit Software-, Technologie- und Prozess-Innovationen bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle genauso wie bei der Planung, Steuerung und Analyse von Geschäftsentwicklungen (Echtzeitunternehmen, SAP HANA, SAP S/4HANA). Unser besonderes Augenmerk gilt zudem dem »Human Capital« etwa zur Schaffung neuer Arbeitswelten im Rahmen von umfassenden Digitalisierungsprojekten. Dazu arbeiten wir auf allen Ebenen eng mit unseren Kunden zusammen. Unser umfassendes Kundenkommunikationsprogramm umfasst unter anderem regelmäßige, stufengerechte Event Formate. Damit fördern wir aktiv den Erfahrungsaustausch unter den Kunden, ermöglichen frühzeitig Einblicke und Mitwirkungsmöglichkeiten im Vorfeld neuer Entwicklungen und Anwendungsfelder.

1.5. Mitarbeiter

Für ein IT-Dienstleistungsunternehmen wie die All for One Steeb AG ist nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg eng mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern verbunden. Konsequente und nachhaltige Personalentwicklung bildet daher eine tragende Säule unserer Unternehmensentwicklung. Wir wollen so den hohen Leistungswillen unserer Mitarbeiter im Hinblick auf herausragende Servicequalität und hohe Kundenzufriedenheit erhalten und fördern und zudem das gute Image von All for One Steeb als attraktiver Arbeitgeber weiter steigern. Neben der Kompetenz unserer Mitarbeiter führen wir unseren nachhaltigen Erfolg hier vor allem auch auf unsere Unternehmenskultur mit klaren Zielen und aktiv vorgelebten Werten zurück. Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung unserer Führungskultur erheben wir systematisch und ermitteln dazu unter anderem jährlich einen Führungskultur-Index.

Mit gezielten Recruiting-Kampagnen konnten wir die Anzahl und Qualität der Bewerbungen auf die offenen Stellen weiter erhöhen. Dazu haben zudem spezielle Incentive Programme (»Mitarbeiter werben Mitarbeiter«) sowie die weitere Stärkung der Marke All for One Steeb als Arbeitgeber (»Employer Branding«) beigetragen. Mehrfach wurden wir bei Arbeitgeberbewertungen ausgezeichnet, die stark auf Mitarbeiterbewertungen in Online Portalen wie Kununu und XING basieren. So zählen wir unter anderem zu »Deutschlands beste Arbeitgeber« (Focus, 2017), »Deutschlands beste Jobs mit Zukunft« (Focus, 2017), »Die familienfreundlichsten Unternehmen Deutschlands« (Freundin, 2017).

Auch auf Seiten der Ausbildung engagiert sich All for One Steeb stark. Wir kooperieren mit Hochschulen etwa bei der Ausbildung von Studenten der Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science). Darüber hinaus werden Semester-, Bachelor- und Masterarbeiten betreut. Wir gehen Schul- und Hochschulpatenschaften ein und bieten Schülern und Studenten Orientierungstage und Praktika an. Zudem beschäftigten wir in vielen Bereichen Werkstudenten etwa während ihres Masterstudiums. Für Auszubildende genauso wie für Trainees – Hochschulabsolventen, die wir etwa zu SAP S/4HANA Beratern ausbilden – haben wir zudem spezifische Ausbildungsprogramme entwickelt, um unseren hohen Bedarf an praxisnah ausgebildeten Fachkräften besser abzudecken.

Die Gehälter beinhalten neben einer fixen Vergütung zusätzliche leistungsorientierte variable Anteile sowie stets auch eine ergebnisorientierte Komponente. Die Höhe der variablen Anteile und der ergebnisorientierten Komponente ist abhängig vom Tätigkeitsbereich und von der Stellung im Unternehmen.

Die Fortsetzung unseres Wachstumskurses hängt ganz entscheidend vom weiteren Personalaufbau ab. Die Personalmärkte erweisen sich auch weiterhin als eng. Daher haben wir uns im Personal Recruiting weiter verstärkt und haben zudem unsere Ausbildungsaktivitäten deutlich forciert. Den Rückgang der Mitarbeiterbindung von 96,5% (2015/16) auf 94,4% führen wir auf den erhöhten Wettbewerb bei der Rekrutierung gut ausgebildeter Fachkräfte zur Besetzung der vielen offenen Positionen in unserer Branche zurück. Der Gesundheitsindex hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt nunmehr 97,5% (2015/16: 97,0%). Die Ermittlung dieser beiden nicht finanziellen Leistungsindikatoren ist im Punkt 1.6 (Steuerungssystem) erläutert.

Vielfalt im Unternehmen (»Diversity«)

Qualifikation, fachliche Eignung und »kultureller Fit« gelten für uns als die entscheidenden Kriterien bei der Besetzung von Stellen und Positionen. Gleichfalls unterstützen wir die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen und streben eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, bieten wir etwa auch auf den Führungsebenen Teilzeitmodelle an, ermöglichen generell das Arbeiten aus dem Home Office und unterstützen bei der Suche und Auswahl von Kinderbetreuungsmodellen. Mit einer bereits im zurückliegenden Berichtsjahr gestarteten Online-Personalanzeigenkampagne haben wir erstmals sehr gezielt Bewerberinnen angesprochen.

Im Sommer 2015 hatten wir uns zudem zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil zum 30. Juni 2017 für die zweite Managementebene der All for One Steeb AG (Obergesellschaft, ohne Tochtergesellschaften) auf mindestens 10% (Stand 30. September 2017: 0%), für die dritte Managementebene der Gesellschaft auf mindestens 20% (Stand 30. September 2017: 20%) zu erhöhen. Damit haben wir unsere Ziele nur teilweise erreicht.

Zudem hatte der Aufsichtsrat im Mai 2015 beschlossen, bis zum 30. Juni 2017 mit dem Frauenanteil im Vorstand die Zielgröße von 20% (Stand 30. September 2017: 0%) erreichen zu wollen und den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum 30. September 2017 auf mindestens 16,66% (Stand 30. September 2017: 0%) zu erhöhen. Beide Ziele wurden demnach nicht erreicht. Erst mit der Hauptversammlung im März 2018 endet die Amtsperiode des amtierenden Aufsichtsrats. Die Laufzeiten der im Juli 2014 vorzeitig zum 1. Oktober 2014 um weitere fünf Jahre verlängerten Vorstandsverträge reichen bis zum 30. September 2019.

1.6. Steuerungssystem: finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Da in einem Dienstleistungsunternehmen wie der All for One Steeb AG dem Faktor »Personal« in vielerlei Hinsicht eine wichtige Bedeutung zukommt, umfasst unser konzernweites Steuerungssystem folgende nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Mitarbeiterbindung

Unser Geschäftserfolg hängt wesentlich von der Qualität ab, mit der wir Geschäftspartner wie Kunden, Lieferanten oder Aktionäre betreuen. Personelle Kontinuität und die Fähigkeit, auf dieser Basis nachhaltig stabile und belastbare Geschäftspartnerbeziehungen aufzubauen und zu erhalten, beeinflusst die Wahrnehmung unserer Betreuungsqualität erheblich. Als Steuerungsgröße dazu dient uns eine Mitarbeiterbindung (100% minus Verhältnis von ungewollten Abgängen zum Personalbestand am Anfang der Berichtsperiode plus den Zugängen im Berichtsjahr).

Gesundheitsindex

Unser Gesundheitsmanagement-Programm zielt darauf ab, die hohe Leistungsfähigkeit unseres Personals zu erhalten und weiter auszubauen. Zudem wollen wir damit möglichen krankheitsbedingten Ausfällen proaktiv entgegenwirken. Als Steuerungsgröße dazu dient uns ein Gesundheitsindex (100% minus Anzahl Krankentage bezogen auf die Sollarbeitstage einer Berichtsperiode).

Die nicht finanziellen Steuerungsgrößen werden gruppenweit durchgängig nach einheitlicher Systematik ermittelt, analysiert und geplant und im Hinblick auf ihre Zielerreichung wie auf ihren Einfluss auf die Erreichung der finanziellen Ziele überwacht. Unser Prognosebericht (vergl. Punkt 4) enthält auch Angaben zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Auf der Ebene von Einzelgesellschaften, Abteilungs- und Teamleitungen kommen zudem weitere, nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur Feinsteuerung zum Einsatz. Dabei handelt es sich jedoch überwiegend um rein qualitative Zielgrößen. So sind etwa in den Zielvereinbarungen vieler Mitarbeiter aus der Beratung konkrete Qualifizierungsmaßnahmen verankert.

Neben den nicht finanziellen Leistungsindikatoren beinhaltet das Steuerungssystem der All for One Steeb AG finanzielle Leistungsindikatoren, und zwar nach IFRS, obwohl für die Einzelgesellschaft All for One Steeb AG der Jahresabschluss – abweichend vom Konzern – nach HGB aufzustellen ist. Wie im Vorjahr kamen dazu auch im aktuellen Berichtsjahr 2016/17 unverändert die beiden Steuerungsgrößen Umsatzerlöse (IFRS) und operatives Ergebnis (EBIT, IFRS) zur Anwendung. Beide Steuerungsgrößen sind im Hinblick auf einen möglichst nachhaltig profitablen Wachstumskurs aufeinander abgestimmt und werden – entlang der Geschäftsplanung – jährlich in ihrer absoluten Höhe neu angepasst.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Noch im September 2016 hatten gleich drei der wichtigsten Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland ihre Prognosen für die konjunkturelle Entwicklung in 2017 nach unten korrigiert. Als einer der Hauptgründe wurde stets der Brexit genannt (Quelle: Handelsblatt, 9. September 2016). Rund 11 Monate später haben sich diese Einschätzungen grundlegend verändert. So hat etwa das Handelsblatt Research Institut seine Prognose für das Bruttoinlandsprodukt 2017 deutlich auf 2,1% (Quellen: Handelsblatt Research Institut, 9. Juli 2017, SPIEGEL ONLINE, 25. August 2017) angehoben. Auch unsere stark exportabhängigen Zielmärkte, der Maschinen- und Anlagenbau und die Automobilzulieferindustrie, entwickelten sich im Jahresverlauf deutlich besser als erwartet. Seit Jahresmitte 2017 rechnet der Branchenverband VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) mit einem kräftigen Aufschwung. Die Prognose für 2017 wurde von ursprünglich plus 1% auf nunmehr plus 3% gegenüber dem Vorjahr 2016 korrigiert (Quellen: Handelsblatt, 2. Juli 2017, VDMA, 14. September 2017). Auch für den Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) stehen die Zeichen auf Wachstum. Um 2,5% soll die reale Produktion 2017 gegenüber dem Vorjahr zulegen. Damit hat der Verband, dem viele unserer Kunden aus der Automobilzulieferindustrie angehören, seine ursprüngliche Prognose vom Jahresanfang 2017 um einen Prozentpunkt erhöht (Quellen: Handelsblatt, 2. Juli 2017, ZVEI, 11. September 2017). Ungeachtet dieser guten Entwicklung haben wir im Berichtsjahr auch unser Leistungsangebot für die von der guten Binnenkonjunktur getriebene Konsumgüterindustrie weiter erfolgreich ausgebaut. Anders als in unseren stark exportabhängigen Zielmärkten wird die wirtschaftliche Entwicklung der Konsumgüterindustrie stark von den privaten Konsumausgaben bestimmt, für die in 2017 mit einem Plus von etwa 1,5% gerechnet wird (Quelle: GfK-Konsumklima MAXX, 30. Juni 2017).

Entwicklung der IT-Märkte und Auswirkungen auf All for One Steeb

Erneut deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft soll der deutsche Markt für Software (plus 6,3%) und IT-Services (plus 2,3%) in 2017 expandieren (Quellen: BITKOM, EITO, März 2017). Als Hauptwachstumstreiber gilt die fortschreitende Digitalisierung der Gesamtwirtschaft. Die Zahl der unbesetzten Stellen für IT-Spezialisten in Deutschland hat mittlerweile die Marke von 50.000 Stellen übersprungen (März 2016: 43.000 unbesetzte Stellen). Damit hat sich der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften im Jahresverlauf weiter akzentuiert (Quellen: BITKOM, 12. September 2017, 10. März 2016).

Der Markt für Unternehmenssoftwarelösungen wächst beständig in Richtung neuer Anwendungsfelder, etwa das Internet der Dinge und Industrie 4.0, Geschäftsdatenanalyse (»Business Analytics«), der Einsatz mobiler Endgeräte im Geschäftsumfeld (»Mobile Solutions«), Hochgeschwindigkeitsdatenverarbeitung (»In Memory Computing«), Kundenbeziehungsmanagement und der Bezug solcher Lösungen aus der Cloud. So hat der weltgrößte Hersteller von Unternehmenssoftware, die SAP SE, im aktuellen Berichtsjahr seine Echtzeit-Anwendungsplattform SAP HANA weiter forciert vermarktet, mit SAP S/4HANA die Markteinführung einer ganz neuen Generation von Business Software weiter vorangetrieben und das Portfolio seiner Cloud-Anwendungen erneut deutlich erweitert. Bei der Vermarktung dieser erweiterten Angebote nehmen insbesondere die führenden Partner wie All for One Steeb einen immer größeren Raum ein.

Die voranschreitende Digitalisierung nahezu sämtlicher Geschäftsabläufe und der beginnende Generationswechsel von der SAP Business Suite auf SAP S/4HANA sorgten im Hinblick auf IT-Investitionen im Berichtsjahr für eine insgesamt robuste Nachfrage. Über die IT-Abteilung hinaus konnten wir vor allem auch bei den Fachabteilungen (»Lines of Business«) sowie in umfassenden Digitalisierungsprojekten zunehmend auch beim Top Management (»C-Level«) unser Lösungs- und Dienstleistungsangebot platzieren.

2.2. Akquisitionen

Akquisitionen bedeuten für uns Investitionen in Kunden, Mitarbeiter, Know-how und Wachstum. Daher verstärken wir uns gezielt mit strategischen Unternehmenskäufen über unsere organische Geschäftsentwicklung hinaus.

Übernahme des verbliebenen 40% Anteils an der OSC AG

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 erfolgte die Aufstockung der Anteile an der OSC AG, Lübeck, von 60% auf 100%. Der Kaufpreis für die Anteilsaufstockung betrug 7,9 Mio. EUR, zudem wurden Earn-Out-Zahlungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR geleistet. Nach dieser nun abgeschlossenen Integration wurde zudem ein Ergebnisabführungsvertrag mit der OSC abgeschlossen.

Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am Cloud-Spezialisten B4B Solutions GmbH

Zum weiteren Ausbau unseres Cloud-Geschäfts haben wir am 1. November 2016 den Anteilskauf zur Übernahme von 70% der Anteile an der B4B Solutions GmbH, Graz/Österreich, vollzogen. Seit diesem Tag wird der SAP Cloud-Spezialist per Vollkonsolidierung in die Konzernrechnungslegung der All for One Steeb AG einbezogen.

Übernahme von 100% der Anteile an der inside Unternehmensberatung GmbH

Auch in der Personalabteilung sind Cloud-Lösungen auf dem Vormarsch. Um auch in diesem Segment eine führende Marktposition schneller einnehmen zu können, hat die All for One Steeb AG mit Wirkung zum 1. April 2017 alle Anteile an der inside Unternehmensberatung GmbH, Oldenburg, übernommen. Das Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter und repräsentiert ein Umsatzvolumen von rund 8 Mio. EUR. Bereits rund ein Drittel davon entfällt auf wiederkehrende, Cloud-basierte Erlöse aus Software as a Service (SaaS) und Softwarewartung. Neben einer Einmalzahlung enthält der Gesamtkaufpreis für die Übernahme aller Anteile zusätzliche Kaufpreisraten sowie eine erfolgsabhängige Komponente während einer dreijährigen Earn-Out-Phase. Zur Stärkung des gemeinsamen Geschäftsansatzes wurde die inside Unternehmensberatung GmbH im September 2017 auf die zuvor bereits in KWP INSIDE HR GmbH umfirmierte All for One Steeb Tochter KWP team HR GmbH verschmolzen.

Neugründung der ALLFOYE Managementberatung GmbH

Um bei unseren Kunden im Zuge der Digitalen Transformation über die IT hinaus auch Strategien, Geschäftsmodelle, Geschäftsabläufe, die Organisation und die Unternehmenskultur zukunftsfähig auszurichten und dazu verstärkt das Top Management zu beraten, wurde im Mai 2017 die ALLFOYE Managementberatung GmbH, Düsseldorf, als 100% Tochtergesellschaft der All for One Steeb AG neu gegründet. Um den operativen Geschäftsbetrieb zu formieren, wurde ein Team von Management Consultants nach einer Abspaltung innerhalb des Konzerns in die neue Gesellschaft eingegliedert.

2.3. Geschäftsverlauf

Auch im Geschäftsjahr 2016/17 konnte die All for One Steeb AG ihren Wachstumskurs umsatzseitig weiter fortsetzen. Im Vorjahresvergleich wurde der Umsatz um 11% auf 212,9 Mio. EUR (2015/16: 191,7 Mio. EUR) gesteigert. Unsere starke Marktposition, unsere ausgeprägte Kundenfokussierung, unser integriertes Geschäftsmodell, hohe Investitionen in den weiteren Ausbau unserer Wachstumsfelder im Zuge der Digitalen Transformation und unsere Buy & Build Strategie haben maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Aufgrund erhöhter Investitionen und Aufwendungen für den Ausbau zukünftiger Wachstumsfelder wurde ein Betriebsergebnis in Höhe von 7,7 Mio. EUR – nahezu auf Vorjahresniveau (2015/16: 7,8 Mio. EUR) erzielt.

Die Eigenkapitalquote ist von 45% (30. September 2016) auf 47% (30. September 2017) gestiegen. Die Nettoverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich flüssiger Mittel) betrug 10,7 Mio. EUR (30. September 2016: 3,9 Mio. EUR).

Prognose 2016/17 und tatsächliche Entwicklung

Abgeleitet aus unserer Konzernplanung nach IFRS (vergl. Punkt 1.6, Steuerungssystem: finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren) wollten wir entlang unserer finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2016/17 die Umsätze der All for One Steeb AG (IFRS) auf 195 Mio. bis 205 Mio. EUR sowie das EBIT (IFRS) auf 13 Mio. bis 14 Mio. EUR steigern. Das Geschäftsjahr 2016/17 haben wir mit einem Umsatz (IFRS) in Höhe von 218,8 Mio. EUR (2015/16: 194,1 Mio. EUR) sowie einem aus unserem Steuerungssystem (vergl. Punkt 1.6, Steuerungssystem) abgeleiteten EBIT (IFRS) in Höhe von 13,8 Mio. EUR (2015/16: 13,2 Mio. EUR) abgeschlossen. Damit wurde unsere aus der Konzernplanung (IFRS) abgeleitete Prognose für die All for One Steeb AG umsatzseitig leicht übertroffen und ergebnisseitig erreicht. Die Analyse der Umsatz- und Ergebnisentwicklung gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres (2015/16) erfolgt im Punkt 2.3.1 (Entwicklung der Ertragslage).

Aufgrund von Unterschieden zwischen HBG und IFRS bei den Kriterien für die Umsatzrealisierung (Percentage of Completion Methode) liegen die Umsatzerlöse nach IFRS (2016/17: 218,8 Mio. EUR) höher als die Umsätze nach HGB (2016/17: 212,9 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis (HGB) 2016/17 in Höhe von 7,7 Mio. EUR liegt im Vergleich zum EBIT (IFRS) 2016/17 (13,8 Mio. EUR) vor allem aufgrund zusätzlicher Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen und aufgrund fehlender anteiliger Margenrealisierung aus Teilfertigstellung von Beratungsaufträgen deutlich niedriger als das EBIT nach IFRS.

Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren hatten wir uns für die Mitarbeiterbindung und den Gesundheitsindex zum Ziel gesetzt, das Vorjahresniveau im aktuellen Berichtsjahr in etwa zu halten (+/- 0,5%-Punkte). Beim Gesundheitsindex wurde ein Wert von 97,5% (2015/16: 97,0%) erzielt. Die Mitarbeiterbindung hingegen betrug im aktuellen Berichtsjahr 94,4% (2015/16: 96,5%). Die Analyse der Entwicklung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres (2015/16) erfolgt im Punkt 1.5 (Mitarbeiter).

2.3.1. Entwicklung der Ertragslage

Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht die Entwicklung der Umsatzerlöse und der Ertragslage:

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in TEUR 10/2016 – 09/2017 10/2015 – 09/2016 Delta
Umsatzerlöse 212.887 191.672 11%
Bestandsveränderung 5.256 2.345 124%
Sonstige betriebliche Erträge 6.163 6.183 0%
Materialaufwand -97.845 -82.126 19%
Rohergebnis 126.461 118.074 7%
Personalaufwand -78.462 -72.751 8%
Abschreibungen -8.653 -8.182 6%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -31.689 -29.384 8%
Betriebsergebnis 7.657 7.757 -1%

Die All for One Steeb AG konnte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016/17 um 11% auf 212,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr steigern. Bei den wiederkehrenden Umsatzerlösen aus Outsourcing und Cloud Services (einschließlich Softwarewartung) im Berichtsjahr ein Anstieg um 7% auf 112,2 Mio. EUR (2015/16: 104,5 Mio. EUR) erzielt. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 53% (2015/16: 55%). Vor allem im Neukundengeschäft und zunehmend auch bei den Bestandskunden kommt stärker als bisher SAP HANA anstelle herkömmlicher relationaler Datenbankplattformen zum Einsatz. Zudem wird SAP S/4HANA als Nachfolgelösung für die SAP Business Suite – mittlerweile auch zunehmend bei Mittelstandskunden – eingeführt. Die Lizenzumsätze sind daher um 19% auf 33,9 Mio. EUR (2015/16: 28,5 Mio. EUR) deutlich gestiegen. Bei den Consulting-Umsätzen wurde ein Plus von 8% auf 60,6 Mio. EUR (2015/16: 56,3 Mio. EUR) erzielt. Die Auslastung unserer Berater ist hoch. Der Bestand an unfertigen Leistungen hat sich um 5,3 Mio. EUR erhöht (2015/16: Erhöhung um 2,3 Mio. EUR) und enthält vor allem bereits gestartete Beratungsprojekte, die noch nicht oder nur teilweise abgeschlossen sind.

Die Position sonstige betriebliche Erträge liegt mit 6,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Darin enthalten sind unter anderem Sachbezüge des Personals.

Der Materialaufwand ist – deutlich überproportional zur Umsatzentwicklung – um 19% auf 97,8 Mio. EUR (2015/16: 82,1 Mio. EUR) angestiegen. Die Zunahme ist einerseits auf den erhöhten Einbezug von Beratungsressourcen aus unserem Partnernetzwerk und andererseits auf die Zunahme der Softwarelizenzverkäufe und dem damit verbundenen Anstieg der Aufwendungen für den Bezug von Softwarelizenzrechten sowie für Softwarewartungsverträge zurückzuführen. Der Anstieg der Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf den Umsatz) von 43% (2015/16) auf 46% (2016/17) ist vor allem auf den erhöhten Einbezug von externen Beratungsressourcen zurückzuführen. Das Rohergebnis konnte somit um 7% auf 126,5 Mio. EUR (2015/16: 118,1 Mio. EUR) gesteigert werden. Durch den weiteren Personalaufbau ist der Personalaufwand um 8% – und damit unterproportional zum Umsatz – auf 78,5 Mio. EUR (2015/16: 72,8 Mio. EUR) gestiegen. Der Anteil an den Umsatzerlösen ist daher auf 37% (2015/16: 38%) leicht zurückgegangen. Die Abschreibungen sind um 0,5 Mio. auf 8,7 Mio. EUR (2015/16: 8,2 Mio. EUR) gestiegen. Darin enthalten sind planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 4,7 Mio. EUR (2015/16: 4,8 Mio. EUR) und auf Sachanlagen in Höhe von 3,9 Mio. EUR (2015/16: 3,4 Mio. EUR). Der deutliche Anstieg der Position sonstige betriebliche Aufwendungen um 2,3 Mio. auf 31,7 Mio. EUR (2015/16: 29,4 Mio. EUR) resultiert aus der Geschäftsausweitung. Trotz eines deutlichen Umsatzanstiegs liegt das Betriebsergebnis daher mit 7,7 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (2015/16: 7,8 Mio. EUR). Das aktuelle Berichtsjahr war somit von erhöhten Aufwendungen und Investitionen in den Ausbau zukünftiger Wachstumsfelder geprägt. So haben wir die Konzeption unserer Rechenzentren erweitert und in neue Technologien investiert, unser digitales Marketing ausgebaut und unseren Vertrieb verstärkt. Unsere Branchen- und Zusatzlösungen wurden auf der Basis von SAP S/4HANA neu entwickelt. Zudem haben wir stark in Ausbildung und Wissensmanagement mit Blick auf die Digitale Transformation investiert.

Die Beteiligung an der OSC AG, Lübeck, wurde im Berichtsjahr auf 100% aufgestockt (vergl. Punkt 2.2, Akquisitionen) und ein Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschaft abgeschlossen.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 19,2 Mio. EUR (2015/16: 9,7 Mio. EUR). Darin enthalten sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 9,4 Mio. EUR (2015/16: 2,9 Mio. EUR) sowie Erträge aus vorgenanntem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 3,0 Mio. EUR (2015/16: 0,0 Mio. EUR).

Der Steueraufwand ist im Berichtsjahr auf 3,5 Mio. EUR (2015/16: 2,5 Mio. EUR) deutlich angestiegen. Die Gewinne der OSC AG werden nunmehr aufgrund des Gewinnabführungsvertrags auf der Ebene der All for One Steeb AG versteuert. Der Jahresüberschuss stieg von 7,1 Mio. EUR (2015/16) auf 15,6 Mio. EUR im aktuellen Berichtsjahr.

2.3.2. Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzmanagement bedeutet bei All for One Steeb AG vor allem Liquiditätsmanagement, Kapitalstrukturmanagement sowie das Management von Zinsen und Währungen. Einen besonderen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet zudem die Überwachung und Einhaltung der Auflagen der Schuldscheindarlehen zur Unternehmensfinanzierung. Näheres zu den Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken enthält der Chancen- und Risikobericht (vergl. Punkt 3).

Bilanz

Gegenüber dem 30. September 2016 ist die Bilanzsumme von 114,1 Mio. auf 130,3 Mio. EUR am 30. September 2017 angestiegen. Der Anstieg der Bilanzsumme ist vor allem auf nachfolgend erläuterte Entwicklungen zurückzuführen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind von 31,6 Mio. EUR (30. September 2016) auf 27,2 Mio. EUR (30. September 2017) zurückgegangen. Diese Entwicklung beruht vor allem auf planmäßigen Abschreibungen.

Vor allem aufgrund von Technologieinvestitionen in den Ausbau unserer Rechenzentren zur Erweiterung unserer Cloud Services sind die Sachanlagen von 8,3 Mio. EUR (30. September 2016) auf 10,2 Mio. EUR (30. September 2017) angestiegen. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 6,0 Mio. EUR in Sachanlagen investiert. Die Finanzanlagen befinden sich mit 48,4 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau von 33,8 Mio. EUR, eine Folge der Aufstockung der Beteiligung an der OSC AG auf 100% sowie der Akquisitionen der inside Unternehmensberatung GmbH und der B4B Solutions GmbH (vergl. Punkt 2.2, Akquisitionen). Die Vorräte in Höhe von 1,3 Mio. EUR liegen auf Vorjahresniveau. Darin enthalten sind vor allem bereits gestartete, jedoch noch nicht vollständig zu Ende geführte Beratungsprojekte in Höhe von 28,0 Mio. EUR (30. September 2016: 22,7 Mio. EUR) sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 26,7 Mio. EUR (30. September 2016: 21,4 Mio. EUR).

Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr 2016/17 um 1,2 Mio. auf 18,9 Mio. EUR (30. September 2017) leicht zurückgegangen.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten, eine deutliche Zunahme um 8,1 Mio. auf 43,8 Mio. EUR (30. September 2017), resultiert größtenteils aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,3 Mio. auf 14,3 Mio. EUR (30. September 2017), eine Folge der starken Geschäftsausweitung, und dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3,0 Mio. EUR (neue Schuldscheindarlehen).

Schuldscheindarlehen neu strukturiert

Um unsere Unternehmensfinanzierung näher an der geplanten Geschäftsentwicklung auszurichten, haben wir im aktuellen Berichtsjahr unsere Finanzierungsstruktur weiter verbessert. So haben wir das Volumen (nominal) unserer Schuldscheindarlehen um 3 Mio. EUR von 20,5 Mio. EUR (30. September 2016) auf 23,5 ‎Mio. EUR (30. September 2017) erhöht, das Portfolio neu strukturiert, die aktuell günstigen Finanzierungskonditionen langfristig gesichert und einen erweiterten Rahmen für zusätzliches Wachstum geschaffen. Aus einer Schuldscheindarlehenstranche über 12 Mio. EUR (fällig am 30. April 2018) wurden 7 Mio. EUR im Mai 2017 vorzeitig zurückgeführt. Zur Gegenfinanzierung wurden neue Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 10 Mio. EUR platziert und hier deutlich günstigere Konditionen bis zum Jahr 2022 bzw. 2024 (Festzins: rund 1,3% bis 1,7%) festgeschrieben. ‎‎Für die verbliebenen 5 Mio. EUR dieser Tranche wurde vorzeitig eine Prolongation zu deutlich günstigeren Konditionen bis zum 30. April 2022 (Festzins: rund 1,4%) vereinbart. Eine weitere Schuldscheindarlehenstranche über 8,5 Mio. EUR sieht unverändert eine planmäßige Rückzahlung zum 30. April 2020 (Festzins: rund 4,3%) vor.

Das Ergebnis des Berichtsjahres lag um 10,1 Mio. EUR über der Dividendenausschüttung. Daher ist das Eigenkapital von 51,5 Mio. EUR (30. September 2016) auf 61,6 Mio. EUR (30. September 2017) angestiegen. Die Eigenkapitalquote betrug damit 47% (30. September 2016: 45%). Die Nettoverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich flüssiger Mittel) ist auf 10,7 Mio. EUR (30. September 2016: 3,9 Mio. EUR) angestiegen.

Im Zuge des Umsatzanstiegs sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 16,7 Mio. EUR (30. September 2016) auf 20,2 Mio. EUR (30. September 2017) gestiegen. Die gesamthafte Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zeigt ein deutliches Plus von 8,1 Mio. auf 27,6 Mio. EUR (30. September 2017). Diese Entwicklung ist vor allem auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,5 Mio. EUR auf 20,2 Mio. EUR (30. September 2017) im Zuge der Geschäftsausweitung sowie auf Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der OSC AG zurückzuführen. Trotz eines Jahresüberschusses in Höhe von 15,6 Mio. EUR (30. September 2016: 7,1 Mio. EUR) sind die flüssigen Mittel von 16,6 Mio. EUR (30. September 2016) auf 12,8 Mio. EUR (30. September 2017) deutlich zurückgegangen. So wurden im Berichtsjahr einmalige Zahlungen in Höhe von insgesamt 15,6 Mio. EUR für den Erwerb von Unternehmen und für die Aufstockung der Anteilsquote an einer Beteiligung geleistet. Zudem wurden Dividenden in Höhe von insgesamt 5,5 Mio. EUR ausgeschüttet. Aus der Platzierung neuer Schuldscheindarlehen sind 3,0 Mio. EUR zugeflossen. Insgesamt zeigt die Finanzlage zum 30. September 2017 einen Rückgang der flüssigen Mittel von 16,6 Mio. EUR (30. September 2016) auf 12,9 Mio. EUR.

2.3.3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Im Geschäftsjahr 2016/17 haben wir unsere Entwicklung vom SAP Komplettdienstleister hin zum 360° Partner für Digitalisierung im Mittelstand weiter erfolgreich vorangetrieben. Die in den Jahren zuvor geleisteten Zukunftsinvestitionen in den Generationswechsel von SAP ERP auf SAP S/4HANA sowie in den Ausbau unseres Cloud Services Portfolio zeigen bereits verstärkt Wirkung. Neben dem organischen Geschäftsausbau haben wir uns im aktuellen Berichtsjahr erneut auch extern mit Unternehmenskäufen verstärkt, um unsere Fachbereichsstrategien schneller umzusetzen. Der trotz deutlichem Wachstum weiterhin anhaltend hohe Anteil an wiederkehrenden Erlösen stabilisiert unsere Ertragslage. Das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote konnten deutlich gesteigert werden. Zudem ist die Gesellschaft solide finanziert und verfügt neben flüssigen Mitteln in Höhe von 12,8 Mio. EUR (30. September 2017) auch über frei verfügbare Betriebsmittelkreditlinien in Höhe von 8,3 Mio. EUR, die auch kurzfristig weitere finanzielle Spielräume bieten. Über das Ende der aktuellen Berichtsperiode zum 30. September 2017 hinaus bewerten wir – nach Ablauf der ersten Wochen im Geschäftsjahr 2017/18 – die wirtschaftliche Lage der All for One Steeb AG als weiterhin sehr robust.

3. Chancen- und Risikobericht

Die All for One Steeb Gruppe wird wertorientiert geführt und agiert in einem dynamischen Marktumfeld. Um unsere Strategien weiter zu entwickeln, erfolgreich umzusetzen, profitabel zu wachsen und unsere Ziele und Prognosen zu erreichen, haben Vorstand und Aufsichtsrat ein durchgängiges »Governance Modell« etabliert, das laufend verfeinert und weiterentwickelt wird. Den Ausgangspunkt dazu bilden die Grundsätze einer guten Corporate Governance: verantwortungsbewusste und transparente Unternehmensführung. Unser »Governance Modell« basiert auf den drei Eckpfeilern Risikomanagement System, Compliance Management System und internes Kontrollsystem.

Neben Risiken werden bei uns auch Chancen systematisch identifiziert und bewertet. Chancen- und Risikomanagement sind daher eng miteinander verknüpft. Im Folgenden berichten wir zunächst über das Chancenmanagement.

3.1. Chancenmanagement

Die Digitale Transformation erreicht zunehmend die DNA der deutschen Wirtschaft und damit verstärkt auch unsere Kunden, etwa in der Fertigungs- und Konsumgüterindustrie. Die Innovationskraft und die Qualität unserer Lösungen und Leistungen sind daher für unsere Kunden geschäftskritisch. Wir zeigen auf, wie sich mit ihrer Hilfe Geschäftsabläufe erfolgreich digitalisieren oder gar neue Geschäftsmodelle gestalten und weiter ausbauen lassen. Durch den gezielten Einsatz neuer Technologien gewinnen auch unsere eigenen Abläufe weiter an Effizienz und helfen uns, neue Chancen erfolgreich zu nutzen.

Wir arbeiten fokussiert auf Teilmärkte, Branchen und Fachbereiche, in denen wir führende Positionen einnehmen und ausbauen können. Im Kern unseres Chancenmanagements setzen wir uns eingehend mit aktuellen und zukünftigen Anforderungen unserer Kunden und deren branchenspezifischen Erfolgsfaktoren insbesondere mit Blick auf die weitere Digitale Transformation auseinander. Wir analysieren Markt-, Branchen- und Technologietrends und insbesondere die Chancen der Innovationen von SAP und verstärkt auch Microsoft sowie deren angrenzender Softwarelösungen im Hinblick auf deren Vorteile im Einsatz bei unseren Kunden. Um den Unternehmenswert für unsere Aktionäre zu steigern, verfolgen wir unsere Chancen wertorientiert. Dazu bewerten wir die Chancen auch im Hinblick auf Investitionen, auf personelle Ressourcen und Fähigkeiten und weitere Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um die identifizierten Chancen bestmöglich zu realisieren. Demgegenüber stellen wir die gebotenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung und erzielen so ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken.

Der nach unserer Einschätzung wahrscheinlich eintreffende Anteil nachstehend beschriebener Chancen wurde in unseren Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) berücksichtigt. Die Chancen aus weiteren Konsolidierungstrends im Markt, etwa Unternehmenszukäufen, wurden hingegen nicht berücksichtigt.

Chancen der Digitalen Transformation: Generationswechsel auf SAP S/4HANA und Cloud Computing

Die Digitale Transformation erfasst zunehmend auch die etablierten Schlüsselindustrien und damit unsere Kunden. Ohne einen »Digitalen Kern« in Form einer ganz neuen Generation von Unternehmenssoftware – SAP S/4HANA auf Basis der In-Memory-Datenbank SAP HANA – ist der tiefgreifende Wandel zum Echtzeitunternehmen jedoch kaum erfolgreich zu vollziehen. Als weiteres Schlüsselelement der Digitalen Transformation gilt Cloud Computing. Für All for One Steeb als führender Cloud Services Provider und nach eigenen Einschätzungen die Nr. 1 im SAP-Mittelstandsmarkt mit der größten Kundenbasis in Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilzuliefer- oder der Konsumgüterindustrie erschließt sich damit die Perspektive auf ein großes Digitalisierungspotenzial, das über viele Jahre für nachhaltige Wachstumschancen sorgen dürfte. Zudem besteht so auch die Chance, die wiederkehrenden Umsätze weiter zu steigern und die Plan- und Skalierbarkeit des Geschäfts weiter zu verbessern. Eine höher als geplante Durchdringung unserer Zielmärkte könnte sich positiv auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage auswirken und zu positiven Abweichungen unserer Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) führen.

Chancen einer erhöhten Visibilität in den Zielmärkten

Trotz eines erneut deutlich gestiegenen Geschäftsvolumens fokussieren wir uns weiterhin konsequent auf Schlüsselindustrien in ausgewählten Segmenten des Mittelstands, auf Fachbereiche sowie auf die deutschsprachigen Länder. Gleichzeitig haben wir unsere Stammkundenbasis erneut ausgebaut. Diese positive Entwicklung eröffnet uns die Chance, noch stärker als bisher als erster Beratungs-, Lösungs- und Dienstleistungspartner in IT-Projekte zur Digitalisierung von Geschäftsabläufen und Geschäftsmodellen einbezogen zu werden. All for One Steeb ist zudem in vielen Marktübersichten als einer der führenden Anbieter gelistet und wird häufig in den Medien genannt. Zum weiteren Ausbau der Referenzkundenbasis tragen auch der starke und konsequente Direktvertrieb sowie zusätzlich der Partnervertrieb bei. Zusammen mit dem Image eines qualitätsbewussten und wirtschaftlich stabilen Dienstleistungspartners, der seinen Kunden langfristige Investitionsperspektiven bietet und über einen sehr guten Ruf im Markt verfügt, bestehen gute Chancen für weitere vertriebliche Erfolge. Unsere gute Position innerhalb des SAP-Mittelstandsmarkts, unsere Führungsrolle beim Generationswechsel auf SAP S/4HANA und unsere hohe Sichtbarkeit innerhalb der SAP-Organisation bieten uns zudem gute Chancen für den Verkauf von SAP-Lizenzen und Cloud Subscriptions. Damit könnte sich zudem das Portfolio an Softwarewartungsverträgen bzw. Cloud Services weiter vergrößern, was zu einem weiteren Anstieg der wiederkehrenden Erlöse führen kann. Unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage könnten von einem ungeplant stärkeren Anstieg unserer Visibilität im Markt zusätzlich profitieren, was zudem zu positiven Abweichungen gegenüber unseren Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) führen könnte.

Chancen eines weiter ausgebauten Partnerprogramms

Als der in unseren Märkten führende Komplettdienstleister sind wir dennoch sehr fokussiert. Dazu arbeiten wir gezielt und eng mit ausgewählten Partnern zusammen. Damit können wir unsere Kunden wie aus einer Hand umfassend und dennoch effizient betreuen, ohne unsere klaren Schwerpunkte zu verwässern. Als Wettbewerbsvorteil erweist sich dazu unser Partnerprogramm »All for One Steeb Businesspartner«. Dieser indirekte Vertriebskanal umfasst über 100 Partner in den deutschsprachigen Ländern, die gut abgestimmt mit unserem eigenen Direktvertrieb im Markt tätig sind. Mit Unterstützung dieser Partner können wir unsere Zielmärkte noch besser durchdringen und zusätzliche Lizenzen und Cloud Subscriptions verkaufen. Zudem werden über die All for One Steeb Businesspartner etwa auch Lizenzen und Cloud Subscriptions bei Unternehmen außerhalb unserer Zielsegmente platziert. International stellt die United VARs Kooperation versehen mit einem »SAP Global Platinum VAR Status« in mittlerweile rund 80 Ländern eine risikoarme und gut etablierte, weltweite Kundenbetreuung auf hohem Qualitätsniveau sicher. Die Performance unseres indirekten Vertriebs beeinflusst unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage: Eine stärker als geplante Entwicklung könnte daher auch zu positiven Abweichungen gegenüber unseren Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) führen.

Chancen als Komplettdienstleister und strategischer Partner für Digitalisierung im Mittelstand

Das hohe Innovationstempo von SAP sowie der verstärkte Einbezug von Microsoft-basierten Lösungen sorgen für ein deutlich erweitertes Lösungs- und Dienstleistungsportfolio. Einführung und Anwendung der vielen neuen Themen erfordern erhöhten Beratungsbedarf und spezielle Integrationskenntnisse. Weil besonders mittelständische Unternehmen »alles aus einer Hand« bevorzugen, haben wir als Komplettdienstleister und strategischer Partner für Digitalisierung im Mittelstand verstärkt die Chance, neue oder erweiterte Gesamtlösungen zu realisieren, bereits bestehende Lösungen zu ergänzen und Kunden anhaltend und ganzheitlich in Digitalisierungsfragen zu betreuen. Mit dem Ausbau unseres Komplettangebots erhöhen sich zudem die Chancen, Kunden auch in Phasen rückläufiger konjunktureller Entwicklung weiter umfassend zu begleiten und über erste bereits verkaufte Leistungsangebote hinaus schrittweise die gesamte Lösungs- und Dienstleistungspalette erfolgreich zu platzieren. Weil neben der IT-Abteilung insbesondere die Fachbereiche (»Lines of Business«) bei vielen neuen Themen eine Vorreiterrolle einnehmen, haben wir unsere Beratungsangebote gezielt erweitert. Damit werden wir auch von Großunternehmen angefragt, etwa für Business Analytics und Corporate Performance Management, Human Resource Services und Solutions, Digitalisierungs-, Management- und Technologieberatung und Softwaredienstleistungen aus der Cloud. So besteht die Chance, die Nutzung solcher Leistungen gezielt zu forcieren und gleichfalls den Mehrwert für unsere Mittelstandskunden erheblich zu steigern. Sollten sich diese Trends – etwa im Zuge des weiteren Verlaufs der Digitalen Transformation – schneller und umfassender als geplant durchsetzen lassen, dürfte davon nicht nur unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage profitieren. Vielmehr könnten eine derart forcierte Entwicklung auch zu positiven Abweichungen gegenüber unseren Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) führen.

Chancen von weiteren Konsolidierungstrends im Markt

Das hohe Innovationstempo von SAP und Microsoft dürfte auch weiterhin für verstärkte Spezialisierungs- und Konsolidierungstrends unter den Systemhäusern und Beratungspartnern sorgen. Als einer der größten und stärksten Komplettdienstleister in unseren Zielmärkten ergeben sich damit Chancen, im Rahmen der Buy & Build Strategie mit Akquisitionen über unsere organischen Wachstumsziele hinaus (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) auch extern zu wachsen und zusätzliche Marktanteile zu gewinnen. Die Chancen weiterer erfolgreicher Akquisitionen können unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage teilweise erheblich beeinflussen. Aufgrund der schwierigen Planbarkeit sind solche Chancen in unseren Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) auch weiterhin nicht enthalten.

3.2. Risikomanagement System

Die All for One Steeb AG ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um insbesondere bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen, hat der Vorstand in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern gemäß §91 Abs. 2 Aktiengesetz ein System für das Risikomanagement und die interne Kontrolle eingerichtet. Zudem haben wir ein Compliance Management System etabliert, das konzernweit einheitlich zur Anwendung kommt. Mit dieser Basis soll hinreichend sichergestellt werden, dass die geplanten finanziellen, operativen und strategischen Ziele erreicht und Vorschriften (Compliance) eingehalten werden. Risikofrüherkennung und interne Kontrolle sind integrale Bestandteile unserer Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und in Form einer Vielzahl von Überwachungs- und Steuerungsmechanismen fest in unseren Geschäftsabläufen verankert.

Unser Risikomanagement System stellt damit einen wesentlichen Eckpfeiler unserer unternehmerischen Entscheidungen dar. Der Risikokonsolidierungskreis entspricht dem Konsolidierungskreis der All for One Steeb Gruppe. Für die Risikoberichterstattung erfasst werden grundsätzlich alle identifizierten Risiken (brutto, d.h., vor risikobegrenzenden Gegenmaßnahmen) und damit auch solche Risiken, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen weitgehend vermieden werden können. Die eigentliche Berichterstattung erfolgt verdichtet nach Risikogruppierungen (vergl. Punkt 3.5, Einzelrisiken im Überblick). Die Grundstruktur der Risikomanagement-Organisation ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. An ihrer Spitze steht der Risk-Manager, unter dessen Führung die operativen Risikomanagement-Aufgaben durch ein Risikomanagement-Team wahrgenommen werden. Dieses Team besteht im Kern aus den Risikobeauftragten der Fachbereiche der operativen Führungsgesellschaft. Zudem gibt es Risikobeauftragte in den Tochtergesellschaften. Sie überwachen in ihrem Bereich beziehungsweise in ihrer Tochtergesellschaft kontinuierlich die Entwicklung der Risiken und die Wirkung der Maßnahmen zur Risikobegrenzung, nehmen auf dieser Basis eine Risikoanalyse und -bewertung vor und berichten regelmäßig an den Risk-Manager. Das Risikohandbuch hält dazu eine einheitliche Methodik fest, dokumentiert die Risikomanagement-Prozesse und liefert darüber hinaus Hilfsmittel zur fortlaufenden Dokumentation der Ergebnisse. Unter Leitung des Risk-Managers kommt das Risikomanagement-Team periodisch zu Workshops zusammen. Die Ergebnisse daraus fließen in den Risikobericht ein, den der Risk-Manager erstellt und dem Management vorlegt. Parallel dazu werden einzelne Risiken zusätzlich auch dezentral in den einzelnen Bereichen und Tochtergesellschaften über spezielle Analysen und zusätzlich eingerichtete Verantwortungen überwacht. Der Vorstand und der Risk-Manager besprechen die identifizierten Risiken eingehend, überprüfen und passen die Gegenmaßnahmen an. Zudem werden die verbleibenden Restrisiken bewertet.

Dieses in die Aufbau- und Ablauforganisation fest integrierte Risikomanagement System stellt die Basis der Risikofrüherkennung und -steuerung dar. In engem Zusammenhang mit unserem Risikomanagement System stehen unser internes Kontrollsystem und unser Compliance Management System.

3.3. Internes Kontrollsystem und Compliance Management System

Unser internes Kontrollsystem beruht im Kern auf den tragenden Säulen »4-Augenprinzip«, »Funktionstrennung«, »Integriertes Berichtswesen« und »Interne Revision«. Mit Hilfe von strukturierten und einheitlichen Regelwerken wie Zeichnungsrichtlinien, Geschäftsordnungen und Organisationsanweisungen wird das »4-Augenprinzip« innerhalb des Konzerns operativ umgesetzt und überwacht. Als Steuerungs- und Sicherheitsmechanismus dient zudem ein abgestimmtes Berechtigungskonzept, welches entlang der bestehenden Führungsorganisation sehr genau den Zugang und die Tätigkeiten einzelner Personen und Personengruppen zu den überwiegend SAP-und Microsoft-basierten Anwendungen und deren Funktionsbereichen absteckt. Diese internen Systeme und -Anwendungen sowie deren Berechtigungskonzepte haben wir zudem im Zuge der getätigten Akquisitionen (vergl. Punkt 2.2, Akquisitionen) weiter ausgebaut. Die »Funktionstrennung« von kritischen Geschäftsprozessen erhöht die Sicherheit der Abläufe und deren Qualität zusätzlich. So sind einzelnen Personengruppen Querschnittsfunktionen zugewiesen, so dass auch ressortübergreifend eine gegenseitige Kontrollverantwortung implementiert ist.

Das »Integrierte Berichtswesen« umfasst ein detailliertes Planungs-, Steuerungs- und Berichtssystem mit einer Vielzahl von Analysen und Berichten zur Lage und zum Ausblick des Konzerns. Der Planungsprozess erfolgt »Bottom-Up« und auf monatlicher Basis. Zudem erfolgt regelmäßig ein Forecasting der einzelnen Gesellschaften und Bereiche, um die Unternehmenssteuerung weiter zu verbessern, Abweichungen möglichst frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Das bestehende Konzern-Informationssystem wird ergänzt durch Management Meetings und Business Reviews auf verschiedenen Ebenen in den einzelnen Bereichen und Gesellschaften. Dort werden zudem Risiken diskutiert, verfolgt, bewertet und dokumentiert.

Unser konzernweit etabliertes Compliance Management System dient der Befolgung und Einhaltung aller Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, vertraglicher Verpflichtungen, freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen sowie der Konformität mit Standards. Den Kern bildet ein Verhaltenskodex (»Code of Conduct«), der von unseren Unternehmenswerten abgeleitet ist und für jeden Mitarbeiter und jede Führungskraft einen verbindlichen Handlungsrahmen vorgibt. Die Einhaltung unseres Verhaltenskodex wird von unserer Compliance Management Organisation überwacht. Sie wird durch einen Compliance Officer geführt, verstärkt um Compliance Beauftragte in den Konzerngesellschaften. Mögliche Hinweise und Verhaltensabweichungen können sowohl telefonisch als auch anonym über eine E-Mail-Adresse durch Mitarbeiter gemeldet werden. Über unser Intranet werden die einzelnen Bestandteile unseres Compliance Management Systems jedem Mitarbeiter zugängig gemacht. Im aktuellen Berichtsjahr haben wir unser Compliance Management weiter ausgebaut. Im Mittelpunkt standen erweiterte Schulungen zu compliancerelevanten Sachverhalten, die Erweiterung des Datenschutz Management Systems mit Blick auf zukünftige gesetzliche Anforderungen wie die EU-weite Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie eine erhöhte Informationssicherheit zur wirkungsvollen Abwehr von Bedrohungen aus dem Internet.

Im Rahmen der internen Revision werden grundsätzlich pro Jahr ausgewählte Gesellschaften sowie Abläufe und Vorgänge des Konzerns von externen Prüfern gesondert untersucht. Dabei werden unter anderem die Einhaltung interner Richtlinien und die Qualität des internen Kontrollsystems überprüft. Über die Ergebnisse der internen Revision berichtet der Revisionsleiter direkt an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Im aktuellen Berichtsjahr wurden zwei Tochtergesellschaften, konzernweite Geschäftsabläufe sowie Geschäftsabläufe in der Konzernobergesellschaft All for One Steeb AG einer internen Revision unterzogen.

3.4. Risikomanagement-Methodik und Berichterstattung

Die identifizierten Risiken bewerten wir im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und auf ihre Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen gemäß den folgenden Übersichten:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
Kleiner 1% Unwahrscheinlich
1% bis 5% Fernliegend
6% bis 10% Gelegentlich
11% bis 30% Wahrscheinlich
31% bis 50% Häufig

Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeiten oberhalb von 50% sind in unserem Risikokatalog nicht enthalten. Neben unseren eigenen Erfahrungen und externen Einschätzungen beziehen wir in diese Bewertungen auch Vergleichswerte anderer Marktteilnehmer mit ein.

Das Schadensmaß der identifizierten Risiken kann gemäß nachstehender Skala von »vernachlässigbar« bis »kritisch« reichen. Diese Einstufung ist abhängig von den erwarteten Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht). Der Zeitraum für die Beurteilung der Auswirkungen entspricht mindestens dem im Prognosebericht genannten Prognosezeitraum.

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Schweregrad / Schadensmaß Beschreibung
1 Vernachlässigbar
2 Gering
3 Moderat
4 Ernst
5 Kritisch

Risikomatrix

Beide Bewertungen – Eintrittswahrscheinlichkeit und Schweregrad/Schadensmaß – führen wir in Form von Risikoprioritätskennzahlen in nachstehender Risikomatrix zusammen. Auf diese Weise wird für jedes Einzelrisiko die entsprechende Risikoklasse ermittelt. Sie reicht von »niedriges Risiko« über »mittleres Risiko« bis »hohes Risiko«.

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3.5. Einzelrisiken im Überblick

Im Folgenden sind die Risiken aufgeführt, die wir im Rahmen unseres Risikomanagement Systems ermittelt haben und verfolgen. Eine Quantifizierung der dargestellten Einzelrisiken nach einer gruppenweit durchgängigen Methodik zu Zwecken der internen Steuerung erfolgt nicht. Die Einzelrisiken werden vielmehr qualitativ klassiert, im Rahmen einer Gesamtbewertung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihres Schweregrads. Zur besseren Übersicht der Einzelrisiken sowie deren Bewertung dient die nachstehende Tabelle. Dieses Gesamtbild zeigt, welche Risiken am ehesten geeignet sind, unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen zu gefährden:

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Einzelrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Auswirkung Risikoklasse
Umfeldrisiken      
Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen Wahrscheinlich Ernst Hoch
Markt- und Branchenrisiken Gelegentlich Moderat Mittel
Strategierisiken      
Risiken der Abhängigkeit von strategischen Partnern, insbesondere von SAP Gelegentlich Kritisch Hoch
Finanzrisiken      
Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Unwahrscheinlich Ernst Niedrig
Betriebsrisiken      
Risiken des Rechenzentrumsbetriebs Fernliegend Ernst Mittel
Cyberrisiken Fernliegend Ernst Mittel
Datenschutzrisiken Fernliegend Ernst Mittel
Personalwirtschaftliche Risiken Gelegentlich Moderat Mittel
Risiken aus Unternehmenszukäufen Gelegentlich Moderat Mittel
Projektrisiken Gelegentlich Moderat Mittel
Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden Gelegentlich Moderat Mittel
Risiken aus Rechtsstreitigkeiten Gelegentlich Moderat Mittel

UMFELDRISIKEN

Unter den »Umfeldrisiken« verfolgen wir Risiken, die von gesellschaftlichen, politischen, gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen ausgehen. Darin eingeschlossen sind auch Risiken, die auf Veränderungen unserer Märkte und Branchen zurückzuführen sind, in denen wir bzw. unsere Kunden tätig sind. Im Einzelnen bewerten wir diese Risiken wie folgt:

Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen

Zahlreiche geopolitische Krisen bedrohen die globale Konjunktur. Im Zentrum steht Deutschland, das wie kein anderes Land auf grenzenlosen Handel angewiesen ist. Für die konjunkturelle Entwicklung in unseren Zielmärkten ergeben sich damit beträchtliche Risiken. Der Maschinen- und Anlagenbau oder die Automobilzulieferindustrie sind stark exportabhängig. Ihre Entwicklung wird daher über die Binnennachfrage hinaus erheblich von der Verfassung weltweiter Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie etwa deren Marktzugängen bestimmt. Auch können gesellschaftliche Entwicklungen oder verschärfte regulatorische Auflagen unsere Geschäftsentwicklung nachhaltig beeinträchtigen. Dazu zählen wir Transformationsprozesse und deren Folgewirkungen, etwa das Voranschreiten der E-Mobilität, regulatorische Maßnahmen, etwa die Einhaltung von Zielwerten für Klimaschutz, Energiemanagement und Schadstoffemission oder etwa Änderungen von Gesetzen und Vorschriften und deren Auslegungen im Steuer- und Rechnungslegungsbereich oder generell für kapitalmarktorientierte Unternehmen.

Die Einflussgrößen vorgenannter Risiken bewegen sich überwiegend außerhalb unseres Einflussbereichs. Wenngleich schwierig abzuschätzen, erachten wir den Eintritt derartiger Risiken als »wahrscheinlich«. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »ernst«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir diese Risiken daher als »hoch« ein.

Markt- und Branchenrisiken

Bei den markt- und branchenbedingten Risikofaktoren haben wir uns im aktuellen Berichtsjahr wiederum besonders mit den Folgen der Digitalen Transformation und deren Risiken auseinandergesetzt. Für ganze Branchen, etwa die Automobilindustrie und damit auch für unsere große Kundenbasis in der Zulieferindustrie, dürften sich tiefgreifende Veränderungen etwa in puncto Produkt- und Leistungsspektrum abzeichnen. Auch im IT-Markt selbst sorgen Innovationen wie Big Data, Cloud Computing, Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge für einen tiefgreifenden Wandel. Auch der Generationswechsel von einer reifen und über zwei Jahrzehnte im Markt gut eingeführten SAP Business Suite auf eine neuartige SAP S/4HANA Anwendung ist naturgemäß mit Risiken verbunden. So können etwa Verzögerungen bei der Bereitstellung von Funktionen und Releaseständen die bereits hohe Volatilität unserer Lizenzumsätze weiter erhöhen. Unzureichendes Vertrauen von Kunden, etwa wegen Bedenken in puncto Sicherheit, Integrationsfähigkeit, Skalierbarkeit, Konfigurierbarkeit und Zuverlässigkeit, könnte zudem auch unsere Vermarktung von Cloud-Lösungen beeinträchtigt. Nachhaltige Vermarktungserfolge bei Cloud-Lösungen hingegen könnten vorübergehend zu schwächer als geplanten Einmalumsätzen aus dem Verkauf von herkömmlichen Softwarelizenzen führen, ehe sie nach einigen Jahren durch die zwar tieferen, jedoch wiederkehrenden Erlösen aus Cloud-basierter Softwarenutzung überkompensiert werden. Zudem besteht das Risiko, dass Unternehmenssoftwarelandschaften an unseren »Private Cloud« Rechenzentren vorbei verstärkt in »Public Cloud« Umgebungen abwandern, die von großen Infrastrukturanbietern als Erweiterung ihres bisherigen Leistungsportfolios aufgebaut werden. Die voranschreitende Marktkonsolidierung, technische Innovationen sowie neue Geschäftsmodelle könnten den Wettbewerbsdruck weiter erhöhen. Dies könnte zu einem höher als erwarteten Preis- und Margendruck führen, die Auslastung unserer Berater gefährden und die Verkäufe von Softwarelizenzen, Softwarewartungs- und Cloud-Dienstleistungen beeinträchtigen.

Um die Markt- und Branchenrisiken zu begrenzen, haben wir auch im laufenden Berichtsjahr unsere Strategieentwicklung forciert vorangetrieben und unser Leistungsangebot und unsere Stammkundenbasis weiter deutlich ausgebaut. Um Kunden noch intensiver und ganzheitlicher zu betreuen, sprechen wir mittlerweile alle Fachbereiche unserer Kunden verstärkt mit Lösungen an und haben uns dazu auch gezielt mit Akquisitionen weiter verstärkt (vergl. Punkt 2.2, Akquisitionen). Als »Trusted Advisor« übernehmen wir zunehmend die Rolle eines »Dirigenten«, der die gesamte Unternehmenssoftwarelandschaft unserer Kunden und deren Betrieb »orchestriert« und damit auch die Digitale Transformation wegweisend mitgestalten kann. Mit der ALLFOYE Managementberatung haben wir unsere Managementberatung gestärkt, die Entwicklung und Umsetzung von Digitalisierungsstrategien erfolgreich zu steuern weiß. Zudem erweitern wir unsere Managed Private Cloud-Leistungen flexibel um Public Cloud Services. Für die von uns selbst genutzten Rechenzentren setzen wir – anders als viele unserer Mitbewerber – bereits seit 2007 konsequent auf die Co-Location Services führender Provider und deren Facilities. Dies bietet uns zusätzliche Flexibilität und Skalierbarkeit, verkürzt unsere Bilanz und dient darüber hinaus der Risikobegrenzung. Vorteile und Nutzen für die Kunden – etwa Flexibilität, Agilität und Schnelligkeit unserer Services – konnten weiter erhöht und so die Wirkung des hohen Preisdrucks auf die Margen gedämpft werden.

Trotz dieser Maßnahmen verbleiben Markt- und Branchenrisiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit wir als »gelegentlich« einschätzen. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »moderat«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir diese Risiken daher als »mittel« ein.

STRATEGIERISIKEN

Zu den »Strategierisiken« zählen wir vor allem die Risiken unserer Abhängigkeit von strategischen Partnern und deren Lösungen, Technologien und Partnermodellen. Eine Schlüsselrolle nimmt hier SAP ein. Im Einzelnen bewerten wir diese Risiken wie folgt:

Risiken der Abhängigkeit von strategischen Partnern, insbesondere von SAP

Mit der Strategie eines Komplettdienstleisters mit hoher Fokussierung auf das Lösungsportfolio insbesondere von SAP besteht eine hohe Abhängigkeit von dem weltgrößten Anbieter von Unternehmenssoftwarelösungen. Der weitere Markterfolg bestehender wie zukünftiger SAP-Produkte und deren Technologien, die Nachhaltigkeit der SAP-Mittelstandsstrategie und der damit einhergehenden Regelungen und Bedingungen für den Partnervertrieb lassen sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. Zur Integration unseres umfangreichen Branchen Know-hows in SAP S/4HANA investieren wir erheblich in eigene »Scope Items«, fertig voreingestellte Geschäftsprozesslösungen, die einfach und schnell für unsere Kunden beim Umstieg auf die neue Generation von Unternehmenssoftware aktiviert werden. Der Betrieb erfolgt in unseren Rechenzentren (»Private Cloud«) oder auf Computern im Hause des Kunden (»On Premise«). Der Markterfolg unserer neuen Geschäftsprozesslösungen für S/4HANA könnte durch die Strategie von SAP beeinträchtigt werden, die eine forcierte Vermarktung SAP eigener Cloud-Dienste für S/4HANA (»SAP S/4HANA Public Cloud Edition«) anstrebt. Im Zuge des Generationswechsels von der SAP Business Suite auf SAP S/4HANA investieren wir zudem erheblich in die Transformation unserer Beratungsmannschaften und steuern umfangreiche Veränderungsprozesse rund um den »Faktor Mensch«, die naturgemäß mit beträchtlichen Risiken verbunden sein können.

Auch könnten Innovationen durch unsere strategischen Partner unerwartete Richtungsänderungen erfahren. Trends, etwa die Vernetzung und Interaktion innerhalb von Unternehmenssoftwarelandschaften (»Internet of Things«), könnten so einen anders als von uns geplanten Verlauf nehmen, vorübergehend zu Lücken in unserem Service-Portfolio führen, die Qualität unserer Kundenbetreuung beeinträchtigen und Mitbewerber auf den Plan rufen.

Risikodämpfend arbeiten wir hier auf allen Ebenen intensiv und sehr eng mit SAP zusammen und identifizieren möglichst genau, mit welchen eigenen Zusatzleistungen wir den Standardumfang der SAP-Lösungen passend für unsere Zielkunden erweitern. Risikodämpfend wirken hier zudem auch die verstärkt gegenseitigen Abhängigkeiten. So ist unsere starke Performance als Nr. 1 im SAP-Mittelstandsmarkt sowie als Mitglied von United VARs, einer der führenden »SAP Global Platinum Partner«, für die Geschäftsentwicklung von SAP im deutschsprachigen Mittelstand auch selbst bedeutsam. All for One Steeb kommt so ein Höchstmaß an Visibilität gegenüber Kunden sowie gegenüber SAP selbst zu. Gleichfalls möchte SAP den Anteil ihres Partnergeschäfts weiter erhöhen und ist daher vor allem auf große und innovationsstarke Partner wie All for One Steeb angewiesen, die zudem über große Erfahrung bei der Steuerung von selbst großen Veränderungsprozessen verfügen.

Viele unserer Kunden haben neben SAP auch Lösungen von Microsoft im Einsatz. Daher haben wir im aktuellen Berichtsjahr auch unsere »Communications & Collaboration Aktivitäten« erneut weiter ausgebaut. Neben SAP entsteht damit zwangsläufig auch eine – wenngleich noch deutlich geringere – Abhängigkeit von Microsoft als weltgrößtem Anbieter von E-Mail-Kommunikationssoftware und seinen Cloud-, Technologie-, Produkt- und Partnerstrategien. Der erfolgreiche Ausbau unseres Geschäfts mit Managed Cloud Services führt neben SAP und Microsoft zudem zu weiteren strategischen Partnerschaften, etwa mit NetApp und Cisco. Auch daraus entstehen naturgemäß verstärkt weitere Abhängigkeiten von Technologie- und Produktstrategien und entsprechende Risiken, die ebenfalls in nachstehender Risikobewertung mit abgebildet sind.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von den Risiken der Abhängigkeit von strategischen Partnern insbesondere von SAP schätzen wir als »gelegentlich« ein. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »kritisch«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir diese Risiken daher als »hoch« ein.

FINANZRISIKEN

Unter den »Finanzrisiken« verfolgen wir vor allem Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken. Im Einzelnen bewerten wir diese Risiken wie folgt:

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Um unsere Unternehmensfinanzierung entlang der geplanten Geschäftsentwicklung auszurichten und gleichfalls die Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken weiter zu reduzieren, haben wir im aktuellen Berichtsjahr das Volumen (nominal) unserer Schuldscheindarlehen 2017 erhöht und das Portfolio neu strukturiert (vergl. dazu Punkt 2.3.2, Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage). Die Schuldscheindarlehen sind nicht nachrangig und unbesichert. Im Falle des Eintritts bestimmter Ereignisse sind die Schuldscheingläubiger berechtigt, die Zinsmarge zu erhöhen oder die Schuldscheindarlehen gegebenenfalls sofort fällig zu stellen. Dabei handelt es sich vor allem um die Einhaltung vereinbarter Zielwerte für die Eigenkapitalhöhe und die Eigenkapitalquote und dem Verhältnis aus Total Net Debt zu EBITDA. Auch bei bestimmten Änderungen im Gesellschafterkreis von All for One Steeb (»Change of Control«) sind die Kreditgeber berechtigt, ihre Kreditzusagen vollständig zu kündigen und sofort fällig zu stellen. Der Vorstand überwacht die Einhaltung der Auflagen der Schuldscheindarlehen sehr genau. Zudem werden über ein konzernweites Berichtswesen nicht nur die Ertragslage, sondern auch die Vermögens- und Finanzlage monatlich überwacht und Abweichungen gegenüber den Planwerten analysiert, um ungeplanten Liquiditätsabflüssen oder geringer als geplanten Zuflüssen schnellstmöglich entgegenwirken zu können. Für die mit den Schuldscheindarlehen verbundenen Auflagen (»Covenants«) geht der Vorstand unverändert davon aus, diese im Berichtsjahr und auch zukünftig zu erfüllen.

Den Eintritt von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken schätzen wir als »unwahrscheinlich« ein. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »ernst«. Unsere Gesamtbewertung stuft dieses Risiko daher als »niedrig« ein.

BETRIEBSRISIKEN

Unter den »Betriebsrisiken« verfolgen wir die Risiken des Rechenzentrumsbetriebs, Cyberrisiken, Datenschutzrisiken, die Risiken von Unternehmenszukäufen, Projekt- und Personalrisiken, die Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden sowie die Risiken von Rechtsstreitigkeiten. Im Einzelnen bewerten wir diese Risiken wie folgt:

Risiken des Rechenzentrumsbetriebs

Die All for One Steeb AG ist den besonderen Risiken eines Rechenzentrumsbetriebs ausgesetzt. Ungeplante Service Unterbrechungen könnten den Geschäftsbetrieb unserer Kunden sowie unseren eigenen Betrieb nicht nur empfindlich beeinträchtigen, sondern gleichfalls negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung, auf unsere Reputation und auf unsere Prognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) haben.

Diese Risiken werden bei All for One Steeb durch umfangreiche Vorkehrungen begrenzt. Anwendungen und Systeme werden dazu redundant in modernen Gebäuden und Infrastrukturen betrieben, die auf vollkommen getrennte Rechenzentren verteilt sind. Im Falle von Unterbrechungen des Systembetriebs, die im Katastrophenfall (»K-Fall«) bis hin zum Ausfall eines gesamten Rechenzentrums reichen können, kann der Betrieb nahezu unterbrechungsfrei aus jeweils anderen Rechenzentren fortgesetzt werden. Zudem wird in die »state-of-the-art« Technologien renommierter Hersteller, etwa zur Sicherung und Spiegelung von Daten, investiert.

Den Eintritt dieses Risikos stufen wir als »fernliegend« ein. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »ernst«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir die Risiken des Rechenzentrumsbetriebs als »mittel« ein.

Cyberrisiken

Das Geschäft unserer Kunden und gleichfalls unser eigenes Geschäft sind in hohem Maße von unbeeinträchtigten Geschäftsdaten und -abläufen sowie einer bestimmungskonformen Datenkommunikation abhängig. Straftaten und andere rechtswidrige Handlungen, etwa Cyberangriffe auf unternehmenskritische Softwareanwendungen, unbefugtes Eindringen in Informationssysteme und Datennetze oder gezielte Irreführung von Mitarbeitern etwa zur Preisgabe von vertraulichen Informationen (»Fake President«) können die Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit von Geschäftsdaten (einschließlich personenbezogener Daten) erheblich beeinträchtigen. Mit solchen Angriffen könnten zudem Geschäfts- und Produktionsabläufe gestört und etwa Zahlungsvorgänge, Zutrittssysteme oder der Betrieb von Maschinen und Anlagen (Internet der Dinge) manipuliert werden.

Um solche Risiken wirkungsvoll zu begrenzen, haben wir unsere Investitionen zur Erhöhung der Cybersicherheit im Berichtsjahr erneut erhöht und unser Managementsystem zur Informationssicherheit weiter ausgebaut. Unsere Service Management Prozesse sind nach strengen Prozessdefinitionen ausgerichtet. Mit eingehenden Schulungen unserer Mitarbeiter, mit Audits und periodisch erneuerten Zertifizierungen – zum Beispiel entsprechend den Anforderungen des Sarbanes Oxley Acts (ISAE 3402) oder nach ISO 27001 – verankern wir die hohe Qualität unserer Abläufe im Tagesgeschäft. Gleichzeitig haben wir im Berichtsjahr zusätzliche Vorkehrungen getroffen und Schulungen durchgeführt, um insbesondere unsere bereits hohen Sicherheitsstandards etwa für den Zahlungsverkehr weiter zu erhöhen. Der Zugang zu Informationen und unseren Informationssystemen wird stets durch umfassende Berechtigungssysteme kontrolliert. Auch damit erzielen wir für die Daten unserer Kunden genauso wie für unsere eigenen Geschäftsdaten ein sehr hohes Sicherheitsniveau. Unsere Data Center befinden sich ausschließlich in Deutschland. Die Datensicherheit unterliegt daher den in Deutschland besonders hohen Standards. Um unser hohes Sicherheits-, Schutz- und Prozessniveau zu erhalten und weiter auszubauen, prüfen wir zudem auch weitere Zertifizierungen. Zudem haben wir ein »Security Board« formiert, das unterstützt von externen Dienstleistern Maßnahmen zur Reduzierung von Cyberrisiken konzernweit koordiniert und im Falle von erkennbaren Angriffswellen schnell reagieren und abgestimmte Gegenmaßnahmen einleiten kann. Zudem bestehen Versicherungen, die Schäden weiter begrenzen können. Trotz unseres bereits hohen Sicherheitsniveaus können wir Cyberrisiken und ihre wirtschaftlichen Folgen samt Imageschäden nicht ausschließen. Zudem könnten auch Ereignisse außerhalb unsers Einflussbereichs, etwa das öffentliche Bekanntwerden von Cyberangriffen auf andere Unternehmen die Bereitschaft, in unsere Cloud-Dienste zu investieren, beeinträchtigen.

Den Eintritt von Cyberrisiken stufen wir als »fernliegend« ein. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »ernst«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir die Risiken des Rechenzentrumsbetriebs als »mittel« ein.

Datenschutzrisiken

Als Cloud Services und HR Business Process Outsourcing Dienstleister verarbeiten wir im Auftrag unserer Kunden in hohem Maße personenbezogene Daten, etwa zu deren Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und Geschäftspartnern. Darüber hinaus verarbeiten wir für unsere Kunden viele weitere Geschäftsinformationen, auch zu Betriebsgeheimnissen wie »Intellectual Property«. Auch mit unseren eigenen Systemen und Anwendungen, die rein für unsere internen Prozesse zum Einsatz kommen, werden umfangreiche personenbezogene Informationen und Daten zu Geschäftsgeheimnissen verarbeitet. Solche Daten sind besonders sensibel und unterliegen in puncto Datenschutz sehr hohen Anforderungen. Mit der bevorstehenden Einführung der EU Datenschutz Grundverordnung werden die Anforderungen an ein bereits hohes Schutzniveau personenbezogener Daten nochmals deutlich erweitert. So werden etwa die Rechte der Nutzer an ihren persönlichen Daten gestärkt. Zudem müssen Dienstleister wie All for One Steeb deutlich erweiterte Informations-, Dokumentations-, Nachweis- und Meldepflichte erfüllen. Je Verstoß drohen sehr hohe Bußgelder.

Diese neue regulatorische Entwicklung haben wir zum Anlass genommen, die Datenschutzrisiken ab dem aktuellen Berichtsjahr erstmals getrennt von den Cyberrisiken zu überwachen, zu bewerten und auszuweisen. Um hier das bestandsgefährdende Bruttorisiko wirkungsvoll begrenzen zu können, haben wir frühzeitig damit begonnen, unsere Datenschutzorganisation auf die bevorstehende EU Datenschutz Grundverordnung hin anzupassen. Durch eine Vielzahl von Einzelschritten bauen wir zudem unsere Datenschutzprozesslandschaft weiter aus. So zählen wir etwa zu den ersten Unternehmen am Markt, die zusätzlich zu ihrer bereits etablierten Auditierung nach ISO 27001 (Informationssicherheit) auch eine Zertifizierung ihrer Datenschutzprozesse nach ISO 27008 (Datenschutz für Cloud-Dienste) erfolgreich durchgeführt haben. Den Eintritt von Datenschutzrisiken stufen wir daher als »fernliegend« ein. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »ernst«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir die Datenschutzrisiken als »mittel« ein.

Personalwirtschaftliche Risiken

Bei Dienstleistungsunternehmen ist der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg untrennbar mit hochqualifiziertem und motiviertem Personal verbunden. Wenn es uns nicht ausreichend gelingt, bestehendes Personal zu halten und zu entwickeln, Talente zu fördern, neue Personalressourcen zu rekrutieren und unser gesamtes Personal gut zu führen, zu steuern und zu entwickeln, sind wir nicht mehr in der Lage, unser Geschäft weiter erfolgreich auszubauen. Sollten Fach- und Führungskräfte das Unternehmen ungeplant verlassen und kein nahtloser Übergang der Aufgaben und Verantwortungen auf geeigneten Ersatz erfolgen können, besteht das Risiko von sinkender Betreuungsqualität und Kundenzufriedenheit und damit eine Beeinträchtigung des Geschäfts. Kontinuierlich ausgebaute Personalentwicklungsprogramme dienen dazu als gute Basis. Zudem enthält unser Steuerungssystem ausgewählte nicht finanzielle Leistungsindikatoren aus dem Personalbereich, um bei Anzeichen eines vermehrten Eintritts personalwirtschaftlichen Risiken schneller und gezielter gegensteuern zu können. So haben wir mit Blick auf die überaus engen Personalmärkte sowie auf unseren zusätzlichen Personalbedarf für den bevorstehenden Generationswechsel von der SAP Business Suite auf SAP S/4HANA Märkte unsere Recruiting Ressourcen erhöht, unsere Ausbildungsprogramme erweitert und die Marke All for One Steeb als attraktiver Arbeitgeber (»Employer Branding«) weiter gestärkt. Trotz dieser Maßnahmen lassen sich insbesondere die Risiken enger Personalmärkte, die den geplanten Personalausbau und ihren zeitlichen Verlauf beeinträchtigen, nur bedingt eingrenzen.

Den Eintritt dieses Risikos stufen wir als »gelegentlich« ein. So verbleiben trotz forcierter Personalarbeit und permanenter Überwachung auch weiterhin beträchtliche personalwirtschaftliche Risiken. Die als »moderat« eingestuften möglichen Auswirkungen auf Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) führen daher bei diesen Risiken zu einer Gesamtbewertung von »mittel«.

Risiken aus Unternehmenszukäufen

Auch im aktuellen Berichtsjahr haben wir uns wiederum durch Unternehmenszukäufe verstärkt (vergl. Punkt 2.2, Akquisitionen). Solche Transaktionen sind mit Integrationsrisiken insbesondere im Hinblick auf die übernommenen Kunden und Mitarbeiter verbunden. Auch können finanzielle und wirtschaftliche Fehleinschätzungen oder Auseinandersetzungen mit Altgesellschaftern oder verbliebenen Minderheitsaktionären die Geschäftsentwicklung und damit die bilanzielle Werthaltigkeit der übernommenen Beteiligungen empfindlich beeinträchtigen. Zwar verfügt All for One Steeb bei Unternehmenszukäufen über große Erfahrung und setzt hohe Sorgfalt in deren Vorbereitung, Prüfung und Integration der neuen Kunden und Mitarbeiter. Dennoch verbleiben stets Risiken.

Den Eintritt dieser Risiken stufen wir als »gelegentlich« ein. Die möglichen Auswirkungen auf Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »moderat«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir diese Risiken daher als »mittel« ein.

Projektrisiken

Ein Kernelement unseres Geschäftsmodells ist die Planung, Einführung, Migration und Integration von umfassenden unternehmenskritischen Softwarelandschaften bei unseren Kunden im Rahmen von Implementierungsprojekten. Die Laufzeiten solcher Projekte können sich über Monate und Jahre erstrecken. Neben unseren eigenen Beratungsteams sind teilweise auch Partner in die Projektrealisierung involviert. Zum Projekterfolg tragen vor allem auch unsere Kunden selbst bei und setzen dazu in erheblichen Umfang eigene Ressourcen ein.

Einführungsprojekte können länger dauern, als geplant, etwa, weil sich neue funktionale Anforderungen oder Abweichungen von empfohlenen Best Practices ergeben oder die Geschäftsdynamik des Kunden den Einsatz seiner Ressourcen im Tagesgeschäft und damit zu Lasten der Projektarbeit erfordert. Insbesondere bei Festpreisprojekten können daher unsere eigenen Kosten die vereinbarten Erlöse übersteigen. Zudem können Kunden, die mit der Implementierung unserer Software unzufrieden sind, Regressforderungen stellen, unserer guten Reputation im Markt schaden und die Akquisition von weiteren Projekten erschweren. Besondere Projektrisiken, etwa in Hinblick auf die Belastbarkeit von Leistungs-, Funktions- und Performance Zusagen oder Termin- und Kostenzielen, sind mit dem bevorstehenden Generationswechsel von der SAP Business Suite auf die grundlegend neu entwickelte SAP S/4HANA Lösung verbunden.

Um Projektrisiken zu begrenzen, fokussieren wir unser Projektgeschäft generell auf ausgewählte Branchen und Themen in den deutschsprachigen Ländern. Verstärkt um laufende Qualifizierungsmaßnahmen unserer Berater und Beratungspartner, haben wir uns mit dieser Konzentration eine hohe Geschäftsprozesskompetenz erarbeitet. Qualitäts-, Budget- und Fertigstellungsrisiken lassen sich damit meist frühzeitig erkennen und entsprechend steuern. Zur Einhaltung der vereinbarten Projektziele tragen zudem unsere selbst entwickelten und gut etablierten Methoden zur ganzheitlichen Steuerung der Projekte, etwa in puncto Qualität und Risiken, Projektfortschritt und Ressourcen oder Kosten und Kommunikation, unsere eigenen Branchen- und Zusatzlösungen sowie – bei internationalen Projekten – unser weltweites Partnernetzwerk United VARs erheblich mit bei. Zur Begrenzung der Projektrisiken beim bevorstehenden Generationswechsel von der SAP Business Suite auf die SAP S/4HANA Lösung investieren wir in hohem Maße in die Ausbildung unserer Berater. Zudem entwickeln wir unsere Branchen- und Zusatzlösungen grundlegend neu für SAP S/4HANA, um auch die Konversionsrisiken bei der Überführung auf die neue Softwaregeneration möglichst zu begrenzen. Dabei arbeiten wir auch eng mit SAP zusammen. Für die verbleibenden Projektrisiken bestehen Versicherungen, die Projektrisiken weiter begrenzen können. Zudem treffen wir angemessene Vorkehrungen durch Aufnahme in unsere Finanzplanung. Trotz dieser Maßnahmen können wir Projektrisiken keinesfalls ausschließen.

Den Eintritt von Projektrisiken stufen wir als »gelegentlich« ein. Die möglichen Auswirkungen auf Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »moderat«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir diese Risiken daher als »mittel« ein.

Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden

Zu den »Betriebsrisiken« zählen wir auch die Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden. Um speziell diese Risiken zu begrenzen, haben wir unsere Systeme und Abläufe zur Früherkennung von Insolvenzrisiken bei Kunden – ein konsequentes Forderungsmanagement eingeschlossen – weiter verfeinert. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird zudem durch eine Versicherung Rechnung getragen.

Insgesamt schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken als »gelegentlich« ein. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »moderat«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir diese Risiken daher als »mittel« ein.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Seit nunmehr neun Jahren verzeichnen wir ein anhaltend starkes Wachstum. In diesem Zuge hat sich nicht nur unser Geschäftsvolumen, sondern auch die Anzahl der Kunden, Mitarbeiter und Projekte stets deutlich erhöht. Zudem haben wir die Beziehungen zu Lieferanten und Geschäftspartnern weiter ausgebaut, unseren Konzernkreis erheblich erweitert und unsere Kapitalmarktorientierung verstärkt. Mit dieser anhaltend starken Gesamtentwicklung sind wir naturgemäß auch solchen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten vermehrt ausgesetzt, die über reine Projektrisiken oder Risiken regulatorischer Entwicklungen im engeren Sinne hinausreichen. So investieren wir etwa fortwährend in den Ausbau unserer Fachbereichsstrategien und entwickeln verstärkt eigene Marken. Damit könnten etwa bereits bestehende Schutzrechte verletzt werden. Zudem sind wir vermehrt Compliance Risiken ausgesetzt. Unser starkes Personalwachstum könnte vermehrt zu Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen führen. Zur Begrenzung von Risiken aus solchen Rechtsstreitigkeiten haben wir etwa unsere eigene Legal Organisation weiter ausgebaut, lassen uns verstärkt von spezialisierten externen Rechtsberatungen unterstützen und haben bereits bestehende Versicherungen erweitert und angepasst.

Den Eintritt von Risiken aus Rechtsstreitigkeiten stufen wir als »gelegentlich« ein. Die möglichen Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, auf die in diesem Bericht erläuterten weiteren Risiken sowie auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) erachten wir als »moderat«. In unserer Gesamtbewertung stufen wir die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten als »mittel« ein.

3.6. Gesamtrisikoprofil

Im Sinne einer ausgewogenen Berücksichtigung von Chancen und Risiken sind in unseren Umsatz- und Ergebnisprognosen (vergl. Punkt 4, Prognosebericht) neben den zuvor genannten Chancen auch die vorgenannten Risiken in Höhe ihrer qualitativen Gesamtbewertung angemessen berücksichtigt.

Trotz eines »optischen Übergewichts« der berichteten Risiken des Konzerns der All for One Steeb AG gegenüber den zuvor erläuterten Chancen (vergl. Punkt 3.1, Chancenmanagement), überwiegen nach unserer Gesamtbewertung die Chancen die Risiken. Aufgrund unserer Marktposition mit einer großen und weiter wachsenden Anzahl von Stammkunden, angesichts unserer gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiter und dem weiter ausgebauten Fundament an Lösungen und Dienstleistungen sind wir zuversichtlich, auch den neuen Herausforderungen des aktuellen Gesamtrisikoprofils erfolgreich begegnen zu können und die Position eines führenden IT-Hauses und einer – nach eigenen Einschätzungen – anerkannten »Nummer 1« im SAP-Markt in den deutschsprachigen Ländern nachhaltig auszubauen. Insbesondere der Trend einer zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsabläufen in unseren Kundenmärkten sowie der Generationswechsel auf die neue Unternehmenssoftware SAP S/4HANA dürften auch mittel- bis langfristig anhalten. Unser Leistungsangebot und unsere Organisation richten wir auch weiterhin gezielt auf die hohe Dynamik dieser Trends hin aus und wollen so unseren Anspruch auf einen festen Platz im »relevant set« von IT-Ausschreibungen in unseren Zielbranchen untermauern.

4. Prognosebericht

Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der überraschend deutliche konjunkturelle Aufschwung im aktuellen Berichtsjahr könnte sich auch in 2018 weiter fortsetzen. Die gute Dynamik der gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands dürfte gar zu einem Wirtschaftswachstum in 2018 von 2,4% gegenüber 2017 führen (Quelle: Handelsblatt Research Institut, 9. Juli 2017, SPIEGEL ONLINE, 25. August 2017). Ob größere externe Schocks oder etwa Handelsbeschränkungen, die Deutschland als Exportnation besonders treffen würden, wirklich ausbleiben, gilt jedoch als ungewiss.

Voraussichtliche Entwicklung unserer Zielmärkte

Auch für unsere Zielmärkte erwarten die führenden Branchenverbände in 2018, dass sich das bemerkenswerte Plus aus 2017 weiter fortsetzen wird. Marktbeobachter rechnen für den Maschinen- und Anlagenbau in 2018 erneut mit einem Produktionszuwachs von 3% gegenüber 2017 (Quelle: VDMA, 14. September 2017). Positive Impulse für die stark exportabhängige Automobilzulieferindustrie sollen von der Entwicklung des weltweiten Elektromarkts ausgehen. Hier rechnet der ZVEI mit einem Wachstum in 2018 von 4% gegenüber dem Vorjahr. Für Deutschland wird ein Plus von 2% erwartet. Als Hoffnungsträger gilt auch weiterhin die hohe Innovationsfähigkeit vieler Unternehmen, die zunehmend die Chancen des Digitalen Wandels anpacken, verstärkt in neue Technologien und Geschäftsmodelle investieren um ihre gute Position auf dem Weltmarkt zu verteidigen oder gar auszubauen. Mit ihrer Wandlungsfähigkeit verbunden mit einer gleichermaßen starken industriellen wie technologischen Substanz sehen viele Marktbeobachter die deutschen Unternehmen auf dem Weltmarkt auch zukünftig gut positioniert.

Ausblick auf die Entwicklung der IT-Märkte

Das unternehmensweite Voranschreiten der Digitalisierung von Geschäftsabläufen und Geschäftsmodellen dürfte in den IT-Märkten auch weiterhin für Aufwind sorgen. Ihr Wachstumsverlauf sollte die konjunkturelle Entwicklung der Gesamtwirtschaft übertreffen. Wachstumspotenzial sehen Marktbeobachter insbesondere bei Systemintegration sowie bei »hybriden« IT-Betriebsmodellen, die den Vor-Ort-Betrieb in den Rechenzentren unserer Kunden und den Betrieb in unseren »Managed Cloud Rechenzentren« kombinieren (Quelle: »Der Markt für IT-Beratung und IT-Service«, Deutschland, Lünendonk, September 2017). Insbesondere für die personalintensiven Beratungsleistungen könnte sich der weiter akzentuierte Mangel an Fachkräften als Wachstumsbremse erweisen.

Mit Blick auf unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18 erachten wir vor allem die gesamtwirtschaftliche Entwicklung als bedeutender und schwierig abzuschätzender Unsicherheitsfaktor, der zudem die voraussichtliche Entwicklung unserer Zielmärkte und damit auch die Entwicklung der IT-Märkte maßgeblich beeinflussen kann.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung der All for One Steeb AG

Unsere Position als führendes IT-Haus und anerkannte »Nummer 1« im SAP-Mittelstandsmarkt in den deutschsprachigen Ländern basiert auf einem robusten und gut integrierten Geschäftsmodell mit einem hohen Anteil wiederkehrender Erlöse aus Outsourcing- und Cloud-Dienstleistungen (einschließlich Softwarewartung). Sollte sich die Nachfrage in unseren Märkten auch im Geschäftsjahr 2017/18 als stabil und robust erweisen, dürfte sich mit unserem Geschäftsmodell und unserem aktuellen Gesamtrisikoprofil ein weiterer Wachstumsschritt erreichen lassen. Unsere ausgebaute Stammkundenbasis sollte auch weiterhin ein solides Fundament für wiederkehrende Erlöse liefern. So dürfte es auch in 2018 erneut gelingen, die wiederkehrenden Erlöse aus Outsourcing, Cloud Services und Softwarewartung zu steigern. Der Verkauf von Softwarelizenzen unterliegt hingegen erheblichen Schwankungen und ist daher schwierig planbar. Gegenläufige Entwicklungen, etwa die voranschreitende Verlagerung einmaliger Lizenzumsätze in Richtung von Softwaremietmodellen aus der Cloud und gleichfalls Impulse für den Lizenzverkauf aus dem bevorstehenden Generationswechsel von der SAP Business Suite auf SAP S/4HANA haben wir in unserer Prognose berücksichtigt.

Die Integration unseres umfangreichen Branchen Know-hows in SAP S/4HANA dürfte in 2017/18 zu weiter hohen Investitionen in den Ausbau unserer eigenen Geschäftsprozess Bibliothek (»Scope Items«) führen. Gleichfalls wollen wir unser Microsoft-basiertes Serviceangebot zur Verbesserung der Kommunikation und der Zusammenarbeit in Unternehmen (»Collaboration«) in Richtung Digitaler Arbeitswelten weiter entwickeln. Unsere Prognose beinhaltet zudem erhöhte Zukunftsinvestitionen in Ausbildungsprogramme zum Ausbau unserer Beratungsressourcen für den bevorstehenden Generationswechsel und die forcierte Vermarktung von SAP S/4HANA im Direktvertrieb und über unser Partner Ökosystem. Das Momentum für den Ausbau unserer guten Position in den stark wachsenden und sich allmählich formierenden Teilmärkten der Cloud Transformation erachten wir als anhaltend günstig. Auch im Geschäftsjahr 2017/18 wollen wir daher unser Leistungsangebot mit Blick auf zusätzliche Wachstumschancen ausbauen, die Skalierbarkeit unserer Cloud Services erweitern und dazu verstärkt in Technologien und Prozesse zur dynamischen Einbindung von »Public Cloud Datacenter Ressourcen« investieren. Unsere eigene Digitalisierung, die ähnlich wie bei unseren Kunden nahezu alle unsere Abteilungen und Bereiche erfasst, bildet eine weitere Säule unserer Zukunftsinvestitionen in 2017/18.

Daher sollen die aus unserer Konzernplanung (IFRS) abgeleiteten Umsätze für die All for One Steeb AG im Geschäftsjahr 2017/18 zwischen 215 Mio. und 230 Mio. EUR liegen, das korrespondierende EBIT (IFRS) bei 12 Mio. bis 14 Mio. EUR. Aufgrund von Unterschieden zwischen HBG und IFRS bei den Kriterien für die Umsatzrealisierung (Percentage of Completion Methode) liegen die Umsatzerlöse nach IFRS höher als die Umsätze nach HGB. Das Betriebsergebnis (HGB) berücksichtigt Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen, die im EBIT (IFRS) nicht enthalten sind.

Als zusätzliche Steuerungsgrößen verwenden wir unverändert unsere nicht finanziellen Leistungsindikatoren »Mitarbeiterbindung« und »Gesundheitsindex«. Für das Geschäftsjahr 2017/18 haben wir uns zum Ziel gesetzt, das hohe Niveau des aktuellen Berichtsjahres von 94,4% für die »Mitarbeiterbindung« sowie 97,5% für den »Gesundheitsindex« zu halten (+/- 0,5%-Punkte). Auch aufgrund der weiter verstärkten Ausbildungsaktivitäten zur Dämpfung der Abhängigkeit von anhaltend engen Personalmärkten dürfte der Personalanstieg im Geschäftsjahr 2017/18 überproportional zum Umsatzwachstum verlaufen.

Sondereinflüsse, die die vorstehende Prognose für unser Geschäftsjahr 2017/18 sowie darüber hinaus reichende Geschäftsjahre absehbar beeinflussen könnten, sind nach gegenwärtiger Beurteilung nicht erkennbar. Insbesondere schwierig einzuschätzende und keinesfalls auszuschließende konjunkturelle Rückschläge können jedoch zu einer geringeren Nachfrage sowie zu Forderungsausfällen und Insolvenzen im Kundenstamm führen und die Erreichung unserer Prognose gefährden. Mögliche konjunkturelle Rückschläge stellen daher ein wesentliches Risiko zur Erreichung dieser Prognose dar.

5. Sonstige Angaben

5.1. Abhängigkeitsbericht

Die Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich, und UIAG Informatik-Holding GmbH, Wien/Österreich, halten direkt jeweils 25,07% des Grundkapitals der All for One Steeb AG. Zwischen beiden Aktionären besteht ein Stimmbindungsvertrag. Über die Unternehmens Invest AG und die UIAG Informatik-Holding GmbH als unmittelbar herrschende Unternehmen hinaus, können jedoch auch deren Gesellschafter sowie weitere, übergeordnete Unternehmen sowie Herr Dr. Rudolf Knünz mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die All for One Steeb AG ausüben. Daher hat die Gesellschaft gemäß §312 Aktiengesetz einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt.

Im Abhängigkeitsbericht erklärt der Vorstand gemäß §312 Abs. 3 Aktiengesetz, dass – nach den Umständen, die ihm im Zeitpunkt der Vornahme des jeweiligen Rechtsgeschäfts bekannt waren – die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten haben.

5.2. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a Handelsgesetzbuch ist auf der Homepage der Gesellschaft im Internet unter www.all-for-one.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

5.3. Vergütungsbericht

Der Vorstand der All for One Steeb AG bestand im Berichtsjahr unverändert aus Lars Landwehrkamp und Stefan Land. Die gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands betrugen für das laufende Geschäftsjahr insgesamt 1.848 TEUR (2015/16: 1.731 TEUR), der Zufluss betrug insgesamt 1.682 TEUR (2015/16: 1.568 TEUR). Die feste Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einem Grundgehalt, einem Sachbezug für die Bereitstellung eines Dienstwagens und die Vergütung für eine Direktversicherung zusammen. Der zusätzlich gewährte erfolgsbezogene Vergütungsbestandteil orientiert sich an der jährlichen Zielerreichung des EBT des geprüften Konzernabschlusses der All for One Steeb AG. Darüber hinaus wird eine langfristige variable Vergütung gewährt, die sich am kumulierten Ergebnis je Aktie über einen mehrjährigen Zeitraum bemisst. Der Versorgungsaufwand beinhaltet Beiträge in eine Unterstützungskasse. In den Vorstandsverträgen ist geregelt, dass im Falle der vorzeitigen Abberufung das jeweilige Vorstandsmitglied seine Grundvergütung bis zum Vertragsende erhält. Zudem erhält das jeweilige Vorstandsmitglied bis zum Vertragsende die jährliche variable Vergütung zu dem mittleren Zielerreichungsgrad der letzten beiden Jahre und die langfristige Vergütungskomponente mit einem Zielerreichungsgrad von 100%.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in §11 der Satzung geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine jährliche feste Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird. Der Vorsitzende erhält den dreifachen und der stellvertretende Vorsitzende erhält den eineinhalbfachen Betrag der Vergütung. Sie erhalten ferner eine Vergütung für ihre Ausschusstätigkeit. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält den vierfachen Betrag der Ausschussvergütung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nicht während des gesamten Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Eine erfolgsorientierte Vergütung erfolgt nicht. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat betrugen unverändert 114 TEUR (2015/16: 114 TEUR).

Darlehen oder Optionen auf Aktien wurden den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats im Berichtsjahr nicht gewährt. Der individualisierte Ausweis der Bezüge beider Gremien erfolgt im Anhang.

5.4. Übernahmerelevante Angaben

Angaben nach §289 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB)

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Nr. 1)

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 14.946.000 EUR (30. September 2016: 14.946.000 EUR) setzt sich aus 4.982.000 (30. September 2016: 4.982.000) auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 3 EUR je Aktie zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Nr. 2)

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, insbesondere keine Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten (Nr. 3)

Die Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich, hält 25,07%, die UIAG Informatik-Holding GmbH, Wien/Österreich, 25,07% und die BEKO HOLDING GmbH & Co KG, Nöhagen/Österreich, 11,58% des Grundkapitals und der Stimmrechte an der Gesellschaft. Im Zeitraum April bis Juni 2017 hat die QINO AG, Hünenberg/Schweiz (vormals: QINO Capital Partners AG, Hünenberg/Schweiz), das von ihr kontrollierte Paket von knapp 10% der Aktien der All for One Steeb AG vollständig umplatziert und ist somit aus dem Aktionärskreis ausgeschieden.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Nr. 4)

Aktien an der All for One Steeb AG mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung (Nr. 5)

Zudem sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der All for One Steeb AG beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung (Nr. 6)

a) Ernennung von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß §84 Abs. 1 Aktiengesetz und §6 Abs. 2 der Satzung vom Aufsichtsrat für höchstens fünf Jahre bestellt. Nach §6 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen und es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Nach §85 Abs. 1 Aktiengesetz hat für den Fall, dass ein erforderliches Vorstandsmitglied fehlt (zum Beispiel wenn nur noch ein Vorstandsmitglied vorhanden ist) das Gericht in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen. Das Amt des gerichtlich bestellten Vorstandsmitglieds erlischt gemäß §85 Abs. 2 Aktiengesetz in jedem Fall, sobald der Mangel behoben ist.

b) Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands kann der Aufsichtsrat gemäß §84 Abs. 3 Satz 1 Aktiengesetz widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach §84 Abs. 3 Satz 2 Aktiengesetz namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach §84 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist.

c) Änderung der Satzung der Gesellschaft

Nach §179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß §17 der Satzung in Verbindung mit §179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Nach §179 Abs. 2 Satz 1 Aktiengesetz bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung der Satzung grundsätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Nach §179 Abs. 2 Satz 2 Aktiengesetz kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit, bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht §14 Abs. 3 Satz 3 der Satzung vor, dass Beschlüsse, durch die die Satzung der Gesellschaft geändert werden soll, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Nr. 7)

Gemäß §5 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 10. März 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 7.473.000 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zu Bezug anzubieten. Der Vorstand legt mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Bedingungen der Aktienausgabe fest. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;

b) wenn die Aktien in einem Umfang, der 50% des Grundkapitals nicht übersteigt, gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz); bei der Ausnutzung dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss nach §186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach oder entsprechend §186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz zu berücksichtigen.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 11. März 2015 hat den Vorstand bis zum 10. März 2020 ermächtigt, gemäß §71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz, eigene Aktien der All for One Steeb AG bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals zu erwerben. Das entspricht bis zu 498.200 auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien. Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Nr. 8)

Bestimmte Änderungen im Gesellschafterkreis von All for One Steeb (»Change of Control«) können dazu führen, dass die Zeichner der Schuldscheindarlehen ihre Anteile sofort fällig stellen können.

Entschädigungsvereinbarungen im Fall eines Übernahmeangebots (Nr. 9)

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

 

Filderstadt, 5. Dezember 2017

All for One Steeb AG

Lars Landwehrkamp, Vorstandssprecher

Stefan Land, Vorstand

Bilanzeid Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

der All for One Steeb AG, Filderstadt

Erklärung nach §264 Abs. 2 Satz 3 und nach §289 Absatz 1 Satz 5 HGB

Wir versichern, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und der Anhang die zusätzlich erforderlichen Angaben enthält.

Des Weiteren versichern wir, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.

 

Filderstadt, 5. Dezember 2017

All for One Steeb AG

Lars Landwehrkamp, Vorstandssprecher

Stefan Land, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

der All for One Steeb AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Digitale Transformation erfasst zunehmend die DNA der deutschen Wirtschaft und damit auch die Kunden der All for One Steeb AG. Unsere hohen Zukunftsinvestitionen in den Generationswechsel von SAP ERP auf SAP S/4HANA, in den Ausbau des Cloud Services Portfolios sowie in unsere eigene Transformation erhalten daher zunehmend Rückenwind. Unser robustes Geschäftsmodell, die führende Position in unserem Zielmarkt und der hohe Anteil an wiederkehrenden Erlösen sorgen für ein gutes Fundament, um weiter gezielt in die Digitale Zukunft zu investieren und damit unsere Wettbewerbssituation zu sichern. Gleichfalls zeigen unsere Resultate 2016/17, dass wir unser Geschäft planmäßig und erfolgreich weiter ausbauen.

Im Zuge einer Verschiebung im Kreis unserer Aktionäre hatte Friedrich Roithner, CFO der Pierer Industrie AG, Wels/Österreich, seinen Sitz im Aufsichtsrat der All for One Steeb AG mit Wirkung zum 11. August 2016 niedergelegt. Paul Neumann, Vorstand der Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich, und Geschäftsführer der ebenfalls in Wien ansässigen neuen Aktionärin, UIAG Informatik-Holding GmbH, ist am 11. November 2016 per gerichtlicher Bestellung in das Aufsichtsratsgremium nachgerückt. Zudem ist zum 30. November 2017 Nicole Schultheiß, Assistentin der Geschäftsleitung, All for One Steeb AG, Filderstadt, als Ersatzmitglied für Detlef Mehlmann, Leiter Business Development International, All for One Steeb AG, Filderstadt, aufgrund seiner bereits vor Beginn des aktuellen Berichtsjahres erfolgten Bestellung zum gesetzlichen Vertreter eines von der Gesellschaft abhängigen Unternehmens in das Aufsichtsratsgremium der All for One Steeb AG nachgerückt. Eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Beschlussfähigkeit hat sich daraus nicht ergeben. Weitere personelle Veränderungen im Aufsichtsrat haben nicht stattgefunden.

Die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben – insbesondere die Überwachung und Beratung des Vorstands – nahm der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016/17 intensiv und mit großer Sorgfalt wahr. Der Aufsichtsrat informierte sich regelmäßig und umfassend – im Regelfall durch schriftliche, ansonsten auch durch mündliche Berichte des Vorstands – über den Gang der Geschäfte, die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einschließlich der Rentabilität des Eigenkapitals, über die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance sowie über alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung (einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung), ferner über Entwicklungen, Entscheidungen und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Dies betraf auch außergewöhnliche Ereignisse, sofern solche zu berichten waren. Soweit erforderlich, forderte der Aufsichtsrat in Einzelfällen zusätzliche vertiefendende Berichte und Informationen an. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets mit allen erforderlichen Informationen versorgt und entscheidungsnotwendige Unterlagen den Aufsichtsratsmitgliedern jeweils rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen zugeleitet. Anlass zu besonderen Prüfungsmaßnahmen bestand nicht. Im Geschäftsjahr 2016/17 standen vor allem die Weiterentwicklung der Strategie mit Blick auf die voranschreitende Digitale Transformation, Unternehmenskaufprojekte und Integrationsprojekte im Vordergrund. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und ließ sich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, den Stand der Projekte sowie über sonstige wichtige Ereignisse und Entscheidungen informieren – auch in persönlichen Gesprächen.

Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats

In seinen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der Überwachung der Projekte, mit dem Geschäftsverlauf und der Geschäftsplanung unter Einbezug der nicht finanziellen Leistungsindikatoren, mit dem Compliance Management sowie mit der Corporate Governance des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich über die Risikolage und die Weiterentwicklung des Risikomanagements, insbesondere über das Risikofrüherkennungs- und interne Kontrollsystem informiert. Hierbei hat er sich von der Wirksamkeit und Effizienz des rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems überzeugt, und zwar auch durch stichprobenartige Überprüfung von Einzelfällen. Dabei ergab sich kein Anlass zu Beanstandungen. Zudem hat sich das Gremium eingehend zu Unternehmenskaufprojekten beraten und sich davon überzeugt, dass ein umfassendes Revisionswesen besteht. Die Entwicklung der Diversity des Unternehmens und die Auseinandersetzung mit gesetzlichen Neuerungen bildeten weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im aktuellen Berichtsjahr. Ferner hat der Aufsichtsrat eine Effizienzbewertung seiner Arbeit durchgeführt und diskutiert. Schlussfolgerungen aus dieser Analyse hat der Aufsichtsrat in seine Arbeit einbezogen.

Der Aufsichtsrat kam im Berichtsjahr zu sieben Sitzungen zusammen, teilweise in Form von Telefonkonferenzen. Zusätzlich gab es weitere telefonische Abstimmungsgespräche sowie Beschlussfassungen im elektronischen, fernmündlichen oder schriftlichen Verfahren. Insbesondere wurden dabei folgende Themen diskutiert:

In seiner ersten telefonischen Sitzung im aktuellen Geschäftsjahr am 24. Oktober 2016 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Prüfung und Freigabe eines Unternehmenskaufprojekts befasst. Über die wesentlichen Inhalte der Bilanzsitzung am 7. Dezember 2016 wurde bereits im Bericht des Aufsichtsrats an die ordentliche Hauptversammlung am 16. März 2017 sowie im Geschäftsbericht 2015/16 berichtet. Die Schwerpunkte waren dabei die Beratung und eingehende Erörterung der Jahresabschlussunterlagen sowie die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. Januar 2017 wurde vor allem die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung beschlossen. Der Status eines Unternehmenskaufprojekts sowie Anpassungen der Unternehmensfinanzierung bildeten weitere Schwerpunkte dieser Sitzung. In der Aufsichtsratssitzung am 15. März 2017 wurden im Wesentlichen die aktuelle Geschäftsentwicklung einschließlich des Ausblicks für das Geschäftsjahr, der Status eines Unternehmenskaufprojekts und die bevorstehende ordentliche Hauptversammlung am 16. März 2017 erörtert. Den Schwerpunkt der telefonischen Sitzung am 27. März 2017 bildete die Prüfung und Freigabe eines Unternehmenskaufprojekts. In seiner Sitzung am 8. Mai 2017 besprach der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres sowie den Entwurf des Halbjahresfinanzberichts. Weitere Schwerpunkte dieser Sitzung bildeten die Erörterung des Ausblicks auf das Gesamtjahr, die Unternehmensstrategie, Anpassungen der Unternehmensfinanzierung und eine langfristige Standortplanung. Die letzte Sitzung des Geschäftsjahres 2016/17 fand am 19. September 2017 statt. In dieser Sitzung wurden der Geschäftsverlauf nach neun Monaten, gesetzliche Neuerungen und der Ausblick auf das Gesamtjahr 2016/17 erörtert. Schwerpunkt der Sitzung bildete die Besprechung der internen Planung für das Geschäftsjahr 2017/18. Zudem wurden die Freigabe eines Projekts zur langfristigen Standortplanung erteilt und entlang der Weiterentwicklung der Corporate Governance des Unternehmens eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex verabschiedet.

Jedes Mitglied des Gremiums hat im Geschäftsjahr 2016/17 an mindestens 50% der Sitzungen teilgenommen.

Ausschüsse

Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagement-Systems und des internen Revisionssystems, ferner die Abschlussprüfung, insbesondere die Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie dessen Leistungen einschließlich der Beauftragung von zusätzlich erbrachten Nichtprüfungsleistungen. Zudem überwacht der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des Compliance Management Systems. Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Ausschussvorsitzender ist das Aufsichtsratsmitglied Peter Fritsch. Zudem gehörten dem Prüfungsausschuss im Berichtsjahr 2016/17 der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Blazicek und – bis zu seinem Ausscheiden aus dem Prüfungsausschuss am 18. November 2016 – auch das Aufsichtsratsmitglied Peter Brogle an, ehe Aufsichtsratsmitglied Paul Neumann (ab 18. November 2016) zum neuen Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt wurde. Der Prüfungsausschuss kam im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen zusammen. Über die wesentlichen Inhalte der Sitzung am 6. Dezember 2016 wurde bereits im Bericht des Aufsichtsrats an die ordentliche Hauptversammlung am 16. März 2017 sowie im Geschäftsbericht 2015/16 berichtet. Die Schwerpunkte waren dabei die Beratung und eingehende Erörterung der Jahresabschlussunterlagen. Am 7. Dezember 2016 wurde fernmündlich im Umlaufverfahren die Bestellung des Prüfers für den Jahres- und den Konzernabschluss 2016/17 beschlossen, die vom Aufsichtsrat – gestützt auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses – der Hauptversammlung als Wahlvorschlag unterbreitet wird. In seiner Sitzung am 24. Januar 2017 hat der Prüfungsausschuss die Prüfungsschwerpunkte für die interne Revision für das Geschäftsjahr 2016/17 bestimmt. Zusätzlich gab es weitere telefonische Abstimmungsgespräche sowie Beschlussfassungen fernmündlich im Umlaufverfahren vor allem zur Prüfung und Genehmigung im Vorfeld von Beauftragungen von Nichtprüfungsleistungen.

Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Blazicek führt den Vorsitz und koordiniert dessen Arbeit. Zudem gehörten dem Personalausschuss im Berichtsjahr die Aufsichtsratsmitglieder Peter Brogle und – bis zu seinem Ausscheiden aus dem Personalausschuss am 7. Dezember 2016 – auch das Aufsichtsratsmitglied Peter Fritsch an, ehe Aufsichtsratsmitglied Paul Neumann (ab 7. Dezember 2016) zum neuen Mitglied des Personalausschusses gewählt wurde. Der Ausschuss ist vorwiegend für Vorschläge an den Aufsichtsrat für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, für die Vorstandsverträge, für die Vorbereitung der Festsetzung der Vorstandsvergütung sowie für die Überprüfung des Vergütungssystems des Vorstands zuständig. Im November und Dezember 2016 haben die Mitglieder des Personalausschusses fernmündlich verschiedene Abstimmungsgespräche durchgeführt. Am 7. Dezember 2016 wurde die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015/16 per Umlaufverfahren abschließend beschlossen.

Jahres- und Konzernabschluss sowie Lageberichte

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, Geschäftsstelle Stuttgart („KPMG“) wurde von der ordentlichen Hauptversammlung der All for One Steeb AG am 16. März 2017 zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016/17 gewählt. Der Prüfungsausschuss hatte der KPMG den Auftrag zur Prüfung erteilt. Die KPMG hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts sowie den Konzernabschluss einschließlich des Konzernlageberichts, jeweils das Geschäftsjahr 2016/17 betreffend, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016/17 sind dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Prüfung vorgelegt worden. Der Prüfungsausschuss hat die Unterlagen in seiner Sitzung vom 5 . Dezember 2017 mit dem anwesenden Abschlussprüfer und dem Vorstand ausführlich diskutiert und den Beschluss des Aufsichtsrats zur Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses in seiner Sitzung am 6 . Dezember 2017 vorbereitet. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. Dezember 2017 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung. Dessen Erläuterungen, insbesondere zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns, wurden ausführlich diskutiert. Sämtliche Fragen des Prüfungsausschusses wurden beantwortet. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss davon überzeugt, dass seitens des Abschlussprüfers keine Befangenheitsumstände vorliegen. Auch über die von KPMG erbrachten Leistungen außerhalb der Abschlussprüfung hat sich der Prüfungsausschuss eingehend informiert. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 5. Dezember 2017 im Rahmen seiner Überwachungsfunktion eingehend mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement- sowie dem Compliance Management System der Gruppe befasst und sich von seiner Wirksamkeit überzeugt. Die Risikomanagement-Unterlagen für das Geschäftsjahr 2016/17 sind dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Prüfung vorgelegt worden. Zudem berichteten der Risk-Manager und der Leiter der internen Revision dem Prüfungsausschuss direkt über die Ergebnisse ihrer Berichte. Darüber hinaus stellte der Compliance Officer das konzernweite Compliance Management System dar und wurde vom Prüfungsausschuss zu Compliance Verstößen befragt. Sämtliche Fragen des Prüfungsausschusses wurden beantwortet.

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember 2017 berichtete der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat über seine Erörterung mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand, über seine Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie über die Ergebnisse seiner eigenen Prüfung. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat ferner, dass er sich im Rahmen seiner Überwachungsfunktion mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement-System, der internen Revision und dem Compliance Management System der Gruppe befasst und sich von seiner Wirksamkeit und seiner Angemessenheit überzeugt hat. In seiner eingehenden, eigenen Überprüfung überzeugte sich der Aufsichtsrat auch selbst von der Wirksamkeit und von der Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagement Systems sowie des Compliance Management Systems. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats dazu wurden vom Risk-Manager, vom Compliance Officer, vom Leiter der internen Revision und vom Vorstand beantwortet. Zudem berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat ausführlich über die Prüfung und die zuvor in der Sitzung des Prüfungsausschusses vorgestellten und erörterten Ergebnisse. Der Aufsichtsrat hat in Anwesenheit des Abschlussprüfers am 6. Dezember 2017 die Jahresabschlussunterlagen abschließend beraten und gelangte zu der Überzeugung, dass die Prüfung durch die KPMG ordnungsgemäß durchgeführt wurde und die Prüfungsberichte wie auch die Prüfung selbst den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer und vom Vorstand beantwortet. Der Aufsichtsrat stimmte in seiner Beurteilung der Lage von Gesellschaft und Konzern mit der vom Vorstand im Konzernlagebericht und Lagebericht zum Ausdruck gebrachten Einschätzung überein. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und der Lageberichte durch den Aufsichtsrat hatte dieser keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, folgte den Empfehlungen des Prüfungsausschusses und stimmte dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zu. Der Aufsichtsrat billigte am 6. Dezember 2017 den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der All for One Steeb AG war damit gemäß §172 Aktiengesetz festgestellt. Dem vom Vorstand zuvor erläuterten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmte der Aufsichtsrat nach einer eingehenden Erörterung zu. Zudem hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 6. Dezember 2017 mit den Diversity Zielen von Vorstand und Aufsichtsrat befasst sowie die aktuelle Geschäftslage und die Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung am 15. März 2018 erörtert.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat gemäß §312 Aktiengesetz einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

»Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.«

Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands und der hierüber erstattete Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Kenntnis gebracht. In seinen Sitzungen am 5. und 6. Dezember 2017 haben der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat diese Unterlagen nochmals eingehend geprüft und diskutiert. Beanstandungen haben sich nicht ergeben.

Corporate Governance

Im Geschäftsjahr 2016/17 haben sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance bei der All for One Steeb AG eingehend beschäftigt und sich dazu mit den am 24. April 2017 in Kraft gesetzten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 auseinandergesetzt.

Der Verpflichtung zur gemeinsamen Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §161 Aktiengesetz wurde im September 2017 nachgekommen. In diesem Zuge hat der Aufsichtsrat zudem für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benannt und ein entsprechendes Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Der Wortlaut wurde jeweils auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich »Investor Relations« veröffentlicht. Weitere Informationen zur Corporate Governance enthält der Corporate Governance Bericht innerhalb des Geschäftsberichts.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind und über die die ordentliche Hauptversammlung zu informieren ist, sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften für ihren hohen persönlichen Einsatz. Sie haben die All for One Steeb AG erneut einen weiteren großen Schritt nach vorne gebracht. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass die Gesellschaft auf die Digitale Transformation die richtigen Antworten für ihre Kunden haben wird und so sehr gute Chancen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Geschäfts bestehen.

 

Filderstadt, den 6. Dezember 2017

Für den Aufsichtsrat

Josef Blazicek, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

An die All for One Steeb AG, Filderstadt

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der All for One Steeb AG, Filderstadt – bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der All for One Steeb AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

– entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 und

– vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab

Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang unter Punkt II. Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen finden sich unter Punkt IV. im Anhang.

Das Risiko für den Abschluss

Im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30. September 2017 sind Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 48 Mio ausgewiesen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen mit 37% einen erheblichen Anteil an der Bilanzsumme dar.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren. Die Gesellschaft beurteilt die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Bewertungsmodell auf Basis eines Discounted Cashflow-Ansatzes. In die Bewertung fließen Annahmen ein, die mit Schätzungen und Ermessensspielräumen der Gesellschaft verbunden sind. Die bedeutsamsten Annahmen zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die erwarteten künftigen Umsatzerlöse sowie die verwendeten Diskontierungszinssätze.

Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Auf der Grundlage der Erläuterungen der Planungsverantwortlichen haben wir den Planungsprozess und die wesentlichen verwendeten Annahmen gewürdigt. Anhand von öffentlich verfügbaren Informationen haben wir beurteilt, ob die in den Planungen enthaltenen wesentlichen Planwerte und die zugrundeliegenden Annahmen angemessen sind. Die Berechnungsmethode des Werthaltigkeitstest haben wir nachvollzogen und auf Angemessenheit beurteilt.

Für eine risikoorientierte Auswahl der Anteile an verbundenen Unternehmen haben wir die erwarteten künftigen Zahlungsmittelströme mit der dem Aufsichtsrat vorgelegten Planung abgeglichen. Ferner haben wir uns durch einen retrospektiven Vergleich der Planwerte (z. B. Umsatzerlöse) aus vergangenen Jahren mit den tatsächlich eingetretenen Ist-Werten von der Planungssicherheit der Gesellschaft überzeugt. Die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Annahmen und Parameter, insbesondere Marktrisikoprämie und Betafaktor, haben wir gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Des Weiteren haben wir eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung der wesentlichen Annahmen der Bewertung einschätzen zu können.

Unsere Schlussfolgerungen

Die der Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegenden bedeutsamsten Annahmen sind angemessen. Die angewandte Bewertungsmethode ist sachgerecht.

Die Realisierung der Umsatzerköse aus Consulting-Leistungen

Zu den angewandten Bilanzierungsmethoden der genannten Umsatzerlöse verweisen wir auf den Anhang unter Punkt II.

Das Risiko für den Abschluss

Die Gesellschaft weist in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus Consulting-Leistungen von EUR 61 Mio aus. Der Anteil der Consultingerlöse an den gesamten Umsätzen der Gesellschaft beträgt 29%.

Die Realisierung der Consultingerlöse ist abhängig von komplexen vertraglichen Vereinbarungen, sodass sich unterschiedliche Realisierungszeitpunkte ergeben.

Die Gesellschaft erbringt Beratungsleistungen, die anhand der von den Mitarbeitern erfassten Stunden nach Leistungserbringung (Aufwandsprojekte) abgerechnet und realisiert werden.

Daneben werden langfristige Projektaufträge auf Basis von Werkverträgen durchgeführt, deren Abrechnung und Realisierung erst nach der Abnahme des Projektes durch den Kunden erfolgen darf (Completed-Contract-Methode).

Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Umsatzrealisierung bei den Consultingerlösen zu früh vorgenommen wird.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Auf Basis unseres Prozessverständnisses und der Beurteilung von Aufbau und Implementierung der eingerichteten internen Kontrollen über die zutreffende Erfassung der auftragsbezogenen Personal- und sonstigen Aufwendungen auf den internen Auftragskonten, haben wir deren Wirksamkeit überprüft. Die Gesellschaft stellt mit diesen Kontrollen sicher, dass nur projektbezogene Stunden und Aufwendungen auf den jeweiligen Auftragskonten erfasst und abgerechnet werden.

Für eine bewusste Auswahl von abgeschlossenen Aufträgen haben wir die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen dahingehend gewürdigt, ob es sich bei den Projekten um solche handelt, deren Umsatzrealisierung erst bei Abnahme des Projektes durch den Kunden erfolgt (Completed-Contract-Methode). Die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse bei den langfristigen Projektaufträgen haben wir durch Einsichtnahme in die Abnahmeprotokolle beurteilt.

Für eine repräsentativ ausgewählte Stichprobe von Aufwandsprojekten haben wir die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen dahingehend untersucht, ob es sich bei den Projekten um Aufwandsprojekte handelt, die mit Leistungserbringung realisiert werden.

Im Anschluss haben wir für die Stichprobe die Kundenrechnungen auf Übereinstimmung mit den vertraglichen Vereinbarungen und den internen Auftragskonten beurteilt sowie mit Zahlungseingängen abgestimmt.

Unsere Schlussfolgerungen

Das Vorgehen der Gesellschaft zur Differenzierung und Umsatzerfassung der Consulting-Leistungen ist sachgerecht.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

– identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

– gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

– beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

– ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

– beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

– beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

– führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. März 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. Mai 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 20 Jahren als Abschlussprüfer der All for One Steeb AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Gesellschaft und ihre beherrschten Unternehmen erbracht:

Neben dem Konzernabschluss haben wir den Jahresabschluss der All for One Steeb AG geprüft und verschiedene Jahresabschlussprüfungen bei Tochterunternehmen durchgeführt. Sonstige Bestätigungsleistungen betreffen die Durchführung vereinbarter Untersuchungshandlungen hinsichtlich der Finanzkennzahlen der All for One Steeb AG. Des Weiteren haben wir Prüfungsleistungen zu Kontrollen, welche im Hinblick auf die Durchführung von Administrationstätigkeiten und Hosting Services auf Kundensystemen zur Anwendung kommen, nach Maßgabe des ISAE 3402 Typ II erbracht. Weiterhin haben wir Schulungen von Mitarbeitern zur Cybersicherheit durchgeführt.

Für ein Tochterunternehmen haben wir Unterstützungsleistungen bei der Erstellung von Steuererklärungen erbracht.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Arne Stratmann.

 

Stuttgart, den 5. Dezember 2017

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schwebler, Wirtschaftsprüfer

Stratmann, Wirtschaftsprüfer

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