aktiv Rechtsform SE Aktiengesellschaft

All for One Group SE

FilderstadtFilderstadt, DEU ·HRB 774576 Stuttgart ·all-for-one.com

Stammdaten

Rechtsform
SE
Anschrift
Rita-Maiburg-Straße 40
70794 Filderstadt
Handelsregister
HRB 774576, Stuttgart
Eintragungsdatum
27. Januar 2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Eingetragenes Kapital
14.946.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Jeweils zwei Vorstandsmitglieder oder ein Vorstandsmitglied und ein Prokurist vertreten gemeinsam.

Unternehmenszweck
a) Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie sowie alle damit zusammenhängenden Aktivitäten wie Verkauf, Vermietung und Installation von Hardware- und Systemkomponenten, Übernahme des IT- Versorgungsmanagements und der Betreuung des laufenden Betriebs von Informationssystemen. Ferner gehören hierzu, Entwicklung und Vertrieb von Softwarelösungen für Unternehmen und diesbezügliche Beratung und Schulung selbst oder durch verbundene Unternehmen. Dies erfolgt insbesondere durch die Beratung in den Bereichen Strategie, Transformationsmanagement, Unternehmensprozesse sowie IT- und Cloud-Services. b) Erwerb, Halten und Veräußerung von Anteilen an verbundenen Unternehmen im In- und Ausland sowie deren operative und strategische Führung, ferner die operative, strategische und koordinative Leitung der Geschäftsbereiche, denen die verbundenen Unternehmen zugeordnet sind; c) Erwerb, Halten, Veräußerung und Verwertung von immateriellen Rechten aller Art (Markenrechte, Nutzungsrechte, Software u.ä.); d) Erbringung von Beratungs-, Unterstützungs- und Koordinationsdienstleistungen zugunsten von verbundenen Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Personalwesen, Marketing, Vertriebskoordination, Recht, Technologie sowie Berichtswesen; e) Erbringung von Beratungs-, Unterstützungs- und Koordinationsdienstleistungen für verbundene Unternehmen in den Bereichen Liquiditätssteuerung und Risikoabsicherung.

Finanzen

Umsatz 2025
503,72 Mio. €
Bilanzsumme 2025
330,70 Mio. €
Jahresergebnis 2025
11,36 Mio. €
19 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 330,70 Mio
  • Current Assets 52,6 % 173,99 Mio
  • Noncurrent Assets 47,4 % 156,71 Mio
Passivseite 330,70 Mio
  • Current Liabilities 34,2 % 113,06 Mio
  • Equity 33,1 % 109,61 Mio
  • Noncurrent Liabilities 32,7 % 108,03 Mio
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Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 540,48 Mio
  • Revenue 93,2 % 503,72 Mio
  • Periodenergebnis 2,1 % 11,36 Mio
  • vom Periodenergebnis auf Eigentümer des Mutterunternehmens zurechenbares Ergebnis 2,1 % 11,24 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,3 % 6,83 Mio
  • Ertragsteuern 1,1 % 5,98 Mio
  • Finanzerträge 0,2 % 1,22 Mio
  • vom Periodenergebnis auf nicht beherrschende Anteile zurechenbares Ergebnis 0,0 % 123,0 k
  • Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,0 % 2
Aufwendungen 494,44 Mio
  • Personalaufwendungen 48,9 % 241,61 Mio
  • Materialaufwendungen und bezogene Leistungen 35,2 % 173,91 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 9,6 % 47,24 Mio
  • Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte 5,8 % 28,46 Mio
  • Finanzaufwendungen 0,6 % 2,76 Mio
  • Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten 0,1 % 479,0 k
  • Betriebsergebnis (EBIT) 18,87 Mio
  • Finanzergebnis −1,53 Mio
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) 17,34 Mio
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GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Michael Zitz seit 2021 Vorstandsmitglied
  • Stefan Land seit 2020 Vorstandsmitglied
  • Anja Brey seit 2020 Prokura
  • Carsten Peter Lange seit 2022 Prokura
  • Christian Grotefendt seit 2024 Prokura
  • Daniel Lieb seit 2021 Prokura
  • Frank Wolf seit 2021 Prokura
  • Henning Sander seit 2020 Prokura
  • Knut Hennenberg seit 2020 Prokura
  • Maike Dr. Sauter seit 2023 Prokura
  • Manuel Kratzer seit 2022 Prokura
  • Michael Berner seit 2020 Prokura
  • Nicole Besemer seit 2026 Prokura
  • Oliver Kammel seit 2022 Prokura
  • Roland Sopper seit 2020 Prokura
  • Sascha Knab seit 2020 Prokura
  • Ulrich Dr. Faisst seit 2026 Prokura
  • Wolfgang Mag. Dr. Ortner seit 2020 Prokura
29 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Beteiligungen an

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Historie

  1. 2026
  2. 20.01.
    Austritt einer Position
    Otto Heß · Gesamtprokura
  3. 20.01.
    Austritt einer Position
    Johannes Wagner · Gesamtprokura
  4. 20.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Ulrich Dr. Faisst · Gesamtprokura
  5. 20.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Nicole Besemer · Gesamtprokura
  6. 20.01.
    Austritt einer Position
    Timo Schlegel · Gesamtprokura
  7. 20.01.
    Austritt einer Position
    Peter Engelage · Gesamtprokura
  8. 20.01.
    Austritt einer Position
    Marcel Schwindt · Gesamtprokura
  9. 20.01.
    Austritt einer Position
    Ralf Linha · Gesamtprokura
166 weitere Einträge API-Key holen →

Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2025 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Konzernabschluss Volltext

Zusammengefasster Lagebericht der All for One Group 01 Allgemeine Informationen Berichterstattendes Unternehmen Die All for One Group SE, Filderstadt, ist eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE). Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 774576 registriert und hat ihren Sitz in der Rita-Maiburg-Straße 40 in 70794 Filderstadt/Deutschland. Die Aktien der All for One Group SE sind im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN: DE0005110001). Grundlagen der Darstellung Rechnungslegung und Abschlussprüfung Die All for One Group SE stellt ihren Konzernabschluss sowie die Zwischenberichte unter Anwendung von §315e Handelsgesetzbuch (HGB) sowie nach den geltenden Regelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die All for One Group SE macht von der Möglichkeit eines zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden »Lagebericht«) Gebrauch. Demnach fasst der vorliegende Lagebericht die Lageberichte der All for One Group SE und des Konzerns der All for One Group zusammen. Aufgestellt wurde der Lagebericht nach den einschlägigen handelsrechtlichen Vorschriften sowie nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 20. Unterscheidung zwischen Mutterunternehmen und Konzern Um zu verdeutlichen, welche Angaben sich auf das Mutterunternehmen und welche Angaben sich auf den Konzern beziehen, wird im Folgenden für das Mutterunternehmen stets »All for One Group SE« verwendet. Für Angaben, die den Konzern betreffen, wird »All for One Group«, »die Gruppe« und »der Konzern« verwendet. Wo vorstehende Unterscheidungen nicht zur Anwendung kommen und keine anderen gesonderten Hinweise erfolgen, betreffen die Angaben gleichermaßen den Konzern und das Mutterunternehmen. Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr 2023/24 (»die Berichtsperiode«, »aktuelles Berichtsjahr«, »aktuelle Berichtsperiode«, »der Berichtszeitraum«) der All for One Group SE begann am 1. Oktober 2023 und endete am 30. September 2024. Die korrespondierende Vorjahresperiode (»die Vergleichsperiode«) umfasst demnach den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023. Rundungsdifferenzen Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Lagebericht dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten. Verwendung von Alternative Performance Measures (APMs) Neben Kennzahlen, die im IFRS-Rechnungslegungsrahmen definiert oder ausgeführt sind, weist die All for One Group auch finanzielle Leistungsindikatoren aus, die aus den erstellten Abschlüssen abgeleitet werden oder auf diesen beruhen (sogenannte »Alternative Performance Measures« – APMs). Das Management der All for One Group betrachtet diese finanziellen Leistungsindikatoren als wichtige Zusatzinformationen für Investoren und andere Leser der Finanzberichte. Diese finanziellen Leistungsindikatoren sollten daher als Ergänzung zu den Informationen, die in Übereinstimmung mit IFRS erstellt werden, gesehen werden und diese nicht ersetzen. In Übereinstimmung mit den »Leitlinien Alternative Leistungskennzahlen« der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) stellt die All for One Group für die berichteten APMs eine Definition, die Begründung für deren Verwendung sowie eine Überleitungsrechnung der berichteten APMs auf die im Konzernabschluss der All for One Group enthaltenen unmittelbar überleitbaren Posten in diesem Lagebericht zur Verfügung. Gendergerechte Sprache Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht auf die Anwendung genderspezifischer Sprachformen verzichtet. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, stehen sie stellvertretend für alle Geschlechter. Vorausschauende Aussagen Der vorliegende Lagebericht enthält vorausschauende Aussagen. Diese Aussagen geben eigene Einschätzungen und Annahmen – auch solche von Dritten (wie zum Beispiel statistische Daten in Bezug auf die IT-Branche und auf globale wirtschaftliche Entwicklungen) – zu dem Zeitpunkt wieder, zu dem sie getroffen wurden, oder zum Datum dieses Berichts. Vorausschauende Aussagen sind stets mit Unsicherheiten verbunden. Sollten sich die Einschätzungen und Annahmen als nicht oder nur teilweise zutreffend erweisen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen – auch deutlich – abweichen. 02 Grundlagen des Konzerns 2.1 Konzernstruktur und Organisation Rechtliche Konzernstruktur Die All for One Group wird vom Mutterunternehmen All for One Group SE geführt, welche die zentralen Steuerungsaufgaben für die gesamte Gruppe wahrnimmt. Die Standorte des operativ tätigen Mutterunternehmens befinden sich ausschließlich in Deutschland. Ein Großteil des Umsatzes wird in Deutschland erzielt. Darüber hinaus ist die Gruppe vor allem in Österreich, der Schweiz sowie in Polen im Markt präsent und besitzt in der Türkei und in Ägypten Tochtergesellschaften (verlängerte Werkbänke). Mit Wirkung zum 1. November 2023 hat die All for One Group SE das Top-Management erweitert. Neben dem Vorstand verantworten weitere Group Executives (»General Executive Management«) gruppenweite Aufgaben und unterstützen den weiteren Ausbau der Gruppe. Zudem steht dem Vorstand der All for One Group SE auch weiterhin in beratender Funktion der sogenannte »Group Management Circle« zur Seite. Das Gremium dient dem besseren Einbezug der Tochterunternehmen und zentralen Konzerneinheiten bei gruppenweiten Themen und der Abstimmung der einzelnen Einheiten untereinander. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns wird mit Blick auf die rechtliche Konzernstruktur maßgeblich von der wirtschaftlichen Lage des Mutterunternehmens geprägt. Dies gilt auch für die voraussichtliche Entwicklung und den wesentlichen Chancen und Risiken. Daher fasst der Vorstand der Gruppe auch den Bericht über die Lage des Konzerns und der All for One Group SE in einem Lagebericht zusammen. In den Konzernabschluss der All for One Group zum 30. September 2024 sind neben der All for One Group SE insgesamt 11 inländische und 11 ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Geschäftssegmente Das Segment »CORE« umfasst Softwarelösungen im Bereich der ERP-Systeme (»Enterprise Resource Planning«) sowie der unternehmensweiten Zusammenarbeit (»Collaboration«) für mittelständische Kunden. Darüber hinaus werden in diesem Segment auch Beratungs- und Infrastrukturdienstleistungen erbracht. Das Segment »LOB« (»Lines of Business«) enthält das Geschäft mit IT-Lösungen für Fachbereiche wie Vertrieb und Marketing oder Personal, die verstärkt aus der Cloud konsumiert werden. Dieses Geschäftssegment enthält eigene Marken, um gezielt einzelne Fachbereiche in den Unternehmen zu adressieren. Mergers und Acquisitions: Strategie und Transaktionen Akquisitionen sind für die All for One Group ein bedeutendes strategisches Instrument, um das Serviceportfolio schneller auszubauen, die Leistungen gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten und sie bei ihrer digitalen Transformation ganzheitlich zu begleiten. Die aktuelle Akquisitionsstrategie ist insbesondere auf die mögliche geographische Ausweitung der Geschäftsaktivitäten mit dem bestehenden breiten Leistungsspektrum oder die punktuelle Ergänzung von Leistungs- und Serviceangeboten ausgerichtet. Im aktuellen Berichtsjahr 2023/24 lag der Schwerpunkt der Mergers & Acquisitions Aktivitäten auf der Integration der bereits erworbenen Gesellschaften, insbesondere der All for One Poland. Mitarbeiter Personalbestand nach Ländern in % (Konzern, 30. Sep 2024) Personalbestand nach Funktionsbereichen in % (Konzern, 30. Sep 2024) Teilzeitkräfte sind im Personalbestand pro Kopf und nicht anteilig einbezogen. Personalentwicklung Laut Prognose des Branchenverbandes Bitkom e.V. werden Ende 2025 rund 1,42 Millionen Menschen in der ITK-Branche beschäftigt sein und damit voraussichtlich 47.000 zusätzliche Jobs geschaffen (Quelle: Bitkom e.V., 26. Jun 2024). Die Digitalbranche ist einer von Deutschlands stärksten Job-Motoren. Im Zeichen eines zunehmenden Fachkräftemangels in der IT-Branche, hat die All for One Group weiter ihre Bemühungen verstärkt, hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Die nachhaltige wirtschaftliche Performance ist eng mit der Mitarbeiterstrategie verbunden, die darauf abzielt, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und die Mitarbeitermotivation auf einem hohen Niveau zu halten. Hierzu wurde im Februar 2024 eine gruppenweite internationale Employee Engagement Umfrage ins Leben gerufen, die zum Ziel hat, Feedbackkultur zu stärken, Rückmeldung an die direkten Vorgesetzten zu geben und gruppenweite Muster zu erkennen, die für das Unternehmen oder einen Bereich beachtet werden müssen. Die Aufarbeitung der Ergebnisse und Definition von Verbesserungs-Themen findet in den jeweiligen Bereichen und Teams während des gesamten Geschäftsjahres statt und stärkt die Beteiligung und das Arbeitsklima. Diese Umfrage wird nun jährlich durchgeführt, um nachhaltig und nach neuesten wissenschaftlichen Standards das Engagement der Mitarbeitenden zu fördern und aktiv zu steuern. Um die Vergütung am Marktgeschehen zu orientieren und attraktiv zu sein und zu bleiben, wurde begonnen, externe Benchmarks und ein Grading-System einzuführen, das Struktur, Nachvollziehbarkeit, Fair Pay und Markt-Attraktivität begünstigt. Die Grundlage hierfür sind Karriere- und Laufbahnmodelle, die gruppenweit vergleichbar ausgerollt wurden. Für das Recruiting besonders kritischer und wichtiger Profile, vor allem im Beratungsumfeld, wurden spezielle Kampagnen ausgerollt, die diese Zielgruppe dediziert ansprechen und großen Erfolg gezeigt haben. Weiterhin zahlen Vertrauensarbeitszeit, flexible Arbeitszeiten, Zeitwertkonten für Auszeiten, moderne Arbeitsplätze, Teilzeitbeschäftigung, hybrides Arbeiten, Programme zur Gesundheitsförderung und viele weitere Benefits auf ein attraktives Umfeld ein. Die Einstellung und Ausbildung von jungen Mitarbeitern hat in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt erfahren. Um zukunftssicher aufgestellt zu sein, Wissenstransfer zwischen den Generationen zu sichern und ein diverses, innovatives Umfeld zu schaffen, wurde die Ausbildungsquote weiterhin hoch gehalten, Hochschul-Kooperationen gestärkt, die Arbeitgeber-Marke geschärft und das »Up Talent« (Young High Potential) Programm auf ein internationales Niveau gehoben. Die zentrale Lernplattform »ONE Academy« unterstützt durch ein gruppenweites eLearning Management System die systemische Weiterbildung. Zur teilweisen Kompensation des Fachkräftemangels verfolgt die All for One Group eine Internationalisierungsstrategie und baut kontinuierlich ihre Regional Delivery Center in Polen, der Türkei und Ägypten weiter aus. Die hoch qualifizierten Fachkräfte unterstützen die Weiterentwicklung und sind eine wesentliche Stütze, um die Qualität und Effizienz der Kundenbetreuung auch künftig zu gewährleisten. Daher wird auch in der Personalentwicklung der zunehmenden Internationalisierung der Gruppe Rechnung getragen und die Zweisprachigkeit durch Qualifizierungsmaßnahmen, Softwarelösungen und -tools sowie in der Dokumentation gefördert. Das Angebot an englischsprachigen Schulungen und Workshops sowie interkulturellem Training wird kontinuierlich erweitert. Englisch wurde als Unternehmenssprache definiert, um internationales Arbeiten und eine diverse, moderne Unternehmenskultur noch stärker in den Vordergrund zu rücken. In fast allen Unternehmenseinheiten wurde zwischenzeitlich das Management-System OKR (Objectives and Key Results) eingeführt, um verstärkt Aufgaben und Ziele von Teams und Mitarbeitern mit der Unternehmensstrategie zu verknüpfen. Diese Maßnahmen stärken die Mitarbeiterbindung und Innovationskraft und tragen maßgeblich zum langfristigen Erfolg der All for One Group bei. Zur Stärkung der Unternehmenskultur und des Zusammengehörigkeitsgefühls in der Gruppe wurde das gruppenweite Onboarding-Programm weiter ausgebaut, Lernpfade für neue Führungskräfte implementiert und allen Führungskräften Workshops zu »Wertvoll Führen« angeboten. Vielfalt in der Gruppe (»Diversity«) Diversität kann – richtig umgesetzt und gesteuert – die Innovationskraft, Kreativität, Kundenbindung und Anpassungsfähigkeit an sich schnell ändernde Märkte fördern und Unternehmen erfolgreicher machen. Dass Diversität in Bezug auf Geschlecht, ethnische Herkunft, Alter und Hintergrund in Unternehmen positive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben kann, bestätigen auch zahlreiche Studien (Quellen: BCG, Jan 2022; Mc Kinsey, Mai 2020). Daneben bietet sie eine Chance, um dem Fachkräftemangel in der IT zu begegnen. Bei der Besetzung von Stellen und Positionen gelten Qualifikation, fachliche Eignung und »kultureller Fit« als entscheidende Kriterien. So werden jährlich die Altersstruktur, die Frauenquote und die Anzahl der Mitarbeiter verschiedener Nationen ermittelt. Ziel ist die gruppenweite Förderung der Vielfalt, sodass die richtigen Menschen zusammengebracht und eine Arbeitskultur geschaffen werden kann, welche die Leistungsfähigkeit, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden sowie der Führungskräfte anregt und eine ausgewogene Struktur besteht. Zum 30. September 2024 belief sich das Durchschnittsalter der Mitarbeiter auf 40 Jahre (2022/23: 40). Auch das Mitarbeiterinnennetzwerk women@allforone übernimmt eine wichtige Rolle, indem es Frauen zu erhöhter Sichtbarkeit im Konzern verhilft und ihnen einen Raum bietet, sich zu vernetzen und zu entfalten. Die Entwicklung des Frauenanteils in technischen Berufen wird kontinuierlich gemessen und fließt im Rahmen des »All for One-Diversity Index« in unser Steuerungssystem ein. Zur Stärkung von Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) braucht es viele kleine Schritte. Sei es die Teilnahme beim jährlichen »Girls Day« oder am Equal eSports Festival im September 2023, um die Begeisterung von jungen Menschen, hierbei vor allem junge Frauen und Mädchen, für den eSports und gleichzeitig auch für die Themenfelder der All for One Group, auf innovative Weise Diversität und Chancengleichheit zu fördern. Die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte wurde in den Nachhaltigkeitszielen der All for One Group verankert. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, gibt es auch auf den Führungsebenen Teilzeitmodelle und generell wird das flexible Arbeiten ermöglicht. Als besonderer Meilenstein kann die Mitgliedschaft und Entsendung von drei weiblichen Führungskräften zum International Women into Leadership (IWIL) Programm verzeichnet werden. Weiterhin wurde die women@allforone Initiative auf internationale Beine gestellt, das Kernteam erweitert und somit die Reichweite signifikant erhöht. So konnte der Frauenanteil im Konzern auf 37,4% (30. Sep 2023: 36,2%) gesteigert werden. Diversität soll weiterhin gezielt gefördert werden. Insbesondere Angehörige von Minderheiten werden auf ihrem Karriereweg bspw. im Rahmen eines Mentoringprogramms zur Begleitung junger Menschen bei ihrem Berufsstart gestärkt. Außerdem unterstützen das People & Culture Team, der SE-Betriebsrat und der Vorstand die Mitarbeiternetzwerke women@allforone und die Rainbow Community, in denen sich die Mitarbeitenden innerhalb der All for One Group zusammenschließen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. Die Rainbow Community arbeitet aktiv gegen Stereotype, ermöglicht einen wertvollen Erfahrungsaustausch, schafft einen sicheren Raum für die LGBTQ+ Community und sensibilisiert für gelebte Chancengerechtigkeit. Diversität im Unternehmen bedeutet unter anderem auch Mitarbeiter unabhängig von ihrer Herkunft einzustellen.

Diversity All for One Group SE
Anteil Frauen in % Ist 30.09. 2024 Ziel 2023/24 Vergleich
Aufsichtsrat 17 17 erreicht
Vorstand 0 20 nicht erreicht
Zweite Managementebene 30 10 übertroffen
Dritte Managementebene 34 20 übertroffen

Der Vorstand hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 unverändert zusammengesetzt. Entgegen der Zielstellung wurde der Frauenanteil nicht erreicht. Es wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung in Textziffer 10 verwiesen.

Personalbestand (Diversity im Konzern)
30.09. 2024 30.09. 2023
Mitarbeiter gesamt 2.810 2.858
davon Frauen 1.051 1.035
davon Männer 1.759 1.823

Personalbestand der All for One Group SE Der Personalbestand der All for One Group SE beträgt zum 30. September 2024 1.165 Mitarbeiter (30. Sep 2023: 1.248). 2.2 Strategie und Geschäftsmodell Dieser Abschnitt betrifft Konzern und Mutterunternehmen gleichermaßen. Nach Einschätzungen von Marktbeobachtern wie etwa ISG (Information Services Group GmbH, Frankfurt) oder Lünendonk (Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim) sowie gemäß einer Studie des SZ Instituts zählt die All for One Group in ihren Märkten zu den führenden Consulting- und IT-Unternehmen insbesondere im SAP-Bereich. Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden in einer digitalen Welt zu steigern. Mit Expertise und Umsetzungsstärke werden Unternehmen umfassend, ganzheitlich und dauerhaft mit Blick auf ein möglichst perfektes und nahtloses Zusammenspiel von Menschen, Strategien, Prozessen, Daten und Systemen beraten. Das integrierte Geschäftsmodell vereint Strategie- und Managementberatung, Prozessberatung, Branchen-Expertise, Technologie Know-how, IT-Beratung und -Services sowie Transformationsmanagement unter einem Dach. Auf diese Weise »orchestriert« die All for One Group gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen das Zusammenspiel der Kernbereiche und Handlungsfelder, die für die Wettbewerbsstärke ihrer Kunden entscheidend sind. Gleichfalls zielt das integrierte Geschäftsmodell auf möglichst hohe wiederkehrende Erlöse aus Cloud Services und Support sowie Software Support ab. Die Kunden der Gruppe kommen überwiegend aus dem Mittelstand, zunehmend auch aus dem »gehobenen« Mittelstand. Insbesondere handelt es sich hierbei um Unternehmen mit Jahresumsätzen zwischen 100 Millionen Euro und 10 Milliarden Euro, die trotz ihrer Größe eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur aufweisen – sowohl in Bezug auf ihre Organisationsstruktur als auch auf ihre Prozesse. Diese Unternehmen legen besonderen Wert darauf, dass ihr Service Provider die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen entsprechend berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt dabei verstärkt auf Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 500 Millionen Euro. Die All for One Group verfügt über langjährige Erfahrung und spezifisches Branchen- und Prozess Know-how, um ihre Kunden bestmöglich bei der Digitalisierung zu beraten. Daher wird der Branchenfokus der Gruppe am Markt künftig weiterhin verstärkt. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf Unternehmen der Serienfertigung (z.B. Komponentenfertigung, Automobilzulieferindustrie), projektorientierten Industrien wie Maschinen- und Anlagenbau, der Life-Science-Industrie, Konsumgüterindustrie sowie dem Dienstleistungssektor und Handel. Darüber hinaus ist die Gruppe in vielen weiteren Branchen tätig, etwa mit umfassenden Fachbereichslösungen, deren Anwendungen sich zwischen den einzelnen Branchen nur wenig unterscheiden (Segment LOB). Die bereits im Geschäftsjahr 2022/23 umgesetzten strukturellen Veränderungen innerhalb der Vertriebsorganisation der All for One Group konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 gefestigt werden. Neben einer gezielteren Marktbearbeitungsstrategie lag der Schwerpunkt auf der gruppenweiten Standardisierung von Prozessen sowie der verstärkten Nutzung bereits bewährter und neuer Tools und Plattformen entlang der gesamten Customer Journey. Diese Maßnahmen haben durch eine verbesserte interne Zusammenarbeit sowie ein effizienteres Zusammenspiel von Marketing, Vorverkauf, Vertrieb, Umsetzung und den administrativen Einheiten dazu beigetragen, das Auftreten und Handeln gegenüber den Kunden einheitlicher und wirkungsvoller zu gestalten. Gleichfalls besteht die Zusammenarbeit mit ausgewählten spezialisierten Partnern im Rahmen des Programms »All for One Group Netzwerkpartner«. Das Industry Alliance Management stellt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Industrie-Kunden auch außerhalb der eigentlichen Kernbranchen der All for One Group sicher. Durch eigens hierfür gegründete Partner-Allianzen mit bewusst gewähltem eigenem Marktauftritt, unterstützt das Industry Alliance Management die All for One Group beim Aufbau neuer Kundenbereiche in neuen Zielmärkten. Die All for One Group ist geografisch vor allem im deutschsprachigen Raum (DACH) und Polen aktiv, weshalb die IT-Marktentwicklung in der DACH-Region einen bedeutenden externen Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. Die sich verändernde Arbeitswelt und der steigende Bedarf an Digitalisierungslösungen haben sowohl die Arbeitsweise der All for One Group als auch die ihrer Kunden grundlegend geprägt. Dank ihrer Expertise im Bereich der IT-Beratung, die zunehmend auch aus der Ferne erbracht wird, kann die Gruppe ihre Dienstleistungen flexibel und grenzüberschreitend anbieten. Dadurch werden verstärkt Mitarbeitender aus den Regional Delivery Centers in der Türkei, Polen und Ägypten in Projekte integriert. Parallel dazu wird der Ausbau der weltweit operierenden Serviceorganisation weiter forciert, um durch die Integration globaler IT-Infrastrukturen, wie etwa Cloud-Dienstleistungen von Hyperscalern, eine umfassende und kosteneffiziente Betreuung internationaler Kunden sicherzustellen. Dies schafft optimale Voraussetzungen, um den gehobenen Mittelstand mit maßgeschneiderten, zukunftsorientierten IT-Lösungen auf ihrem Weg der digitalen Transformation zu unterstützen. Zur weltweiten Vor-Ort-Betreuungim Rahmen von internationalen Projekten (der meist internationalen Kunden) hat die All for One Group im Jahr 2006 das weltweite Partnernetzwerk United VARs mitgegründet. Die All for One Group bietet gemeinsam mit United VARs, d.h. mit Partnern in mehr als 100 Ländern und mehr als 10.000 Experten, ihren Kunden weltweite SAP-Services und -Support an. »Think global, act local« fördert eine neue Service-Perspektive, die globales Bewusstsein mit lokalem Engagement verbindet und so eine nachhaltigere Service-Integration ermöglicht. Das heißt SAP-Anwendungsservices sind über einen zentralen Ansprechpartner, Vertrag und Service-Modell weltweit verfügbar. Bei Projekten kann gemeinsam mit den lokalen, meist marktführenden Partnerunternehmen eine Betreuung vor Ort nach einheitlichen Qualitätsstandards und anerkannten Projektmethoden angeboten werden. Vorteile für international tätige Unternehmen bestehen in einem Rund-um-die-Uhr-Support in allen Zeitzonen, lokale Anpassungen durch Partner vor Ort mit Kenntnis von Gesetzen, Zöllen, Steuern und Kultur. Geeignet ist es für internationale Mittelständler, die harmonisierte SAP-Systeme weltweit nutzen und den Service mit einer zentralen Lösung abbilden möchten. Neben einem hohen Maß an Effizienz und Leistungsfähigkeit dient United VARs dabei zudem als Schlüssel zur Kundengewinnung in den stark exportorientierten Zielmärkten im deutschsprachigen Raum. Gleichfalls ist United VARs einer von wenigen »SAP Global Platinum Resellern«. Diese herausragende Position verleiht der All for One Group auch im weltweiten »SAP Channel« eine überaus starke Stimme zur Verdeutlichung der Anliegen ihrer Mittelstandskunden innerhalb der globalen SAP-Organisation. Als internationaler IT-, Beratungs- und Service-Dienstleister rund um SAP bietet die All for One Group den Kunden ein abgestimmtes Lösungs- und Leistungsportfolio über den gesamten Lebenszyklus einer IT-Investition an. Den Mittelpunkt des Service und Solution Portfolios bildet dabei der CORE Bereich rund um SAP S/4HANA, eine hochentwickelte Unternehmenssoftware als Fundament und »Digitaler Kern« (»Digital Core«) einer jeden Businesssoftwarelandschaft. Branchenlösungen für SAP S/4HANA auf der Basis einer eigenen, selbst entwickelten Geschäftsprozessbibliothek (»Scope Items«) können einfach und schnell vom Kunden getestet und aktiviert werden und enthalten fertig voreingestellte Geschäftsabläufe und Business-Szenarien der Zielbranchen. Das bevorstehende Wartungsende für ältere SAP-Systeme im Jahr 2027 sowie die SAP-Initiativen »Rise with SAP« und »Grow with SAP« prägen aktuell die Aktivitäten im CORE-Bereich, indem sie Transformationen auf SAP S/4HANA, die Neugestaltung von Geschäftsprozessen der Kunden und den Umzug in die Cloud vorantreiben. Um Stammkunden zielgerichtet und ganzheitlich betreuen zu können, umfasst das Angebot weiterhin auch den Support, die Betreuung der umfangreichen Anwendungslandschaften der Kunden (»Application Services«) sowie den Betrieb der IT-Systeme (»Managed Services«) in der Private oder Public Cloud sowie die Integration von SAP mit Microsoft. Dies erfolgt aus eigenen Rechenzentren (Co-Location) aber vermehrt über Hyperscaler. Das Service Portfolio wurde in den Transformationsphasen über die letzten Jahre stark ausgebaut und umfasst heute ein breites Spektrum an IT-Services für »Employee Experience« (Optimierung der Personalprozesse), »Customer Experience« (Gestaltung idealer Kundenerlebnisse, Förderung der Kundengewinnung und -bindung durch digitale Lösungen), »Business Analytics« (datenbasierte effiziente Unternehmenssteuerung mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI)), »IoT & Machine Learning« (sensorgesteuerte Geschäftsabläufe). Microsoft-Lösungen im Bereich »Cybersecurity & Compliance« (Daten- und Informationssicherheit) sowie für »New Work & Collaboration« (Gestaltung des optimalen digitalen Arbeitsplatzes und Ermöglichung einer agilen Zusammenarbeit) ergänzen das Leistungsspektrum. Zudem wird auf »C Level« (Geschäftsleitungsebene) Strategie-, Management- und Transformationsberatung angeboten. Mit diesem Gesamtportfolio begleitet die Gruppe die Kunden ganzheitlich auf ihrem Weg zu einem intelligenten und innovativen Unternehmen. Zentral sind die Partnerschaften mit SAP und Microsoft, wobei die All for One Group mit ihrer großen Expertise in der Cloud gut positioniert ist, um weiter vom dynamischen Cloud-Trend zu profitieren und Geschäftsmöglichkeiten schnell und effizient zu nutzen. Die Auszeichnung mit dem »SAP® MEE Award for Partner Excellence 2024« in den Kategorien Cloud Delivery und Customer Value Journey bestätigen das. So sollte die Cloud-Transformation Unternehmen einen Mehrwert bringen, etwa durch den schnelleren Zugang zu Innovationen oder durch bessere Vernetzung und Durchgängigkeit von Prozessen. All for One Group wurde dabei von SAP sowohl für die meisten Cloud-Projekte in Mitteleuropa als auch für den erbrachten Business-Nutzen, den diese Projekte erzielen, ausgezeichnet. Der hohe Stellenwert der Gruppe im SAP-Ökosystem wird regelmäßig durch unterschiedlichste Auszeichnungen belegt, die SAP an seine strategischen Partner vergibt. Dazu zählen unter anderem der Status als SAP Platinum Partner einiger Gesellschaften, die Auszeichnung als Finalist bei den »SAP Pinnacle Awards 2024« oder diverse SAP Quality Awards für bestimmte Projekte. Zusätzlich wird die All for One Group in der SAP Ecosystem Studie 2024 des renommierten ISG Provider Lens™ als Leader im deutschen IT-Markt eingestuft. In detaillierten Befragungen und Analysen liegt der Fokus auf Stärken und Schwächen von Technologieanbietern und IT-Dienstleistern sowie deren Positionierung im Wettbewerbsumfeld. Dabei belegt die Gruppe eine Spitzenposition in den Kategorien »SAP S/4HANA System Transformation – Midmarket, SAP Application Managed Services« sowie SAP SuccessFactors HXM Partner Services und Managed Cloud Services for SAP. Darüber hinaus ist die All for One Group ein SAP-zertifizierter Anbieter von »SAP-Cloud and Infrastructure Operations« und »SAP-Application Operations for SAP S/4HANA«. Auch die Kunden schätzen das breite Leistungsspektrum und die Expertise der All for One Group und honorierten dies erneut. So wurde die Gruppe zum fünften Mal in Folge bei der Befragung von rund 5.000 Experten und IT-Verantwortlichen in Anwenderunternehmen vom Wirtschaftsmagazin brand eins bei »Bester IT-Dienstleister 2024« ausgezeichnet und liegt in einer Studie des SZ-Instituts unter den drei besten IT-Beratern in Deutschland. Dabei wird die Innovationskraft, die ausgeprägte Branchenexpertise sowie die Service-Orientierung geschätzt. Beide Partner, SAP und Microsoft, sind zudem zusammen mit SNP (Schneider-Neureither & Partner SE, Heidelberg) bzw. deren Software Crystalbridge fest im CONVERSION/4-Angebot der All for One Group verankert. Mit diesem innovativen Modell wird Unternehmen nicht nur ein schneller und kostengünstiger Umstieg von der SAP Business Suite auf die neue Unternehmenssoftware SAP S/4HANA mit wenig Downtime ermöglicht, sondern darüber hinaus auch ein effizienter Zugang zu permanenten Innovationen. Dabei hat die All for One Group bisher die meisten Unternehmen mit Hilfe des Bluefield-Ansatzes auf SAP S/4HANA umgestellt. Gleichzeitig verbindet die All for One Group mit ihrer besonderen Expertise die Bereiche SAP und Microsoft und ermöglicht damit eine nahtlose Integration von Geschäftsprozessen über diese Plattformen hinweg. Dies schafft die Grundlage für eine effiziente Zusammenarbeit, eine verbesserte Datenintegration, hohe Sicherheitsstandards und für mehr Transparenz innerhalb von Unternehmen. Die All for One Group ist einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Neben ERP-Herstellern und Systemhäusern außerhalb von SAP, befinden sich unter den Wettbewerbern auch andere SAP-Reseller, Microsoft-Partner, IT-Dienstleister mit Fokus auf Cloud-Services und international tätige IT-Dienstleister. Zudem konkurriert die Gruppe mit auf Fachbereichslösungen spezialisierten Anbietern etwa für Personalmanagement, für den Finanzbereich oder für Vertrieb und Marketing. Unter den Mitbewerbern befinden sich zudem SAP-Beratungseinheiten großer internationaler IT-Dienstleistungskonzerne sowie auch kundeneigene IT-Aktivitäten. Im Rahmen der Strategie Offensive 2022 hat die All for One Group ihren Marktauftritt weiterentwickelt und die bereits im Jahr 2019 neu eingeführte Markenarchitektur weiter umgesetzt (»Endorsement Strategie«). Für die gesamte Gruppe und ihre Einzelmarken, beispielsweise All for One Steeb, avantum, OSC, All for One Switzerland, Empleox oder allfoye wurde damit eine durchgängige visuelle Identität geschaffen. Im Rahmen der Integration und mit Blick auf einen einheitlichen Markenauftritt wird dies konsequent fortgesetzt. So erfolgt zu einem einheitlichen integrierten Marktauftritt ab dem neuen Geschäftsjahr die Umfirmierung diverser Tochtergesellschaften der All for One Group SE hin zum selben Namensstamm. Der deutsche Markt für IT-Services ist mit über 90.000 Unternehmen in den Bereichen IT-Hardware sowie Software und IT-Services gemäß Studien des IT-Branchenverbands Bitkom sehr fragmentiert (Quelle: Bitkom e.V., Jun 2024). Als Großunternehmen werden Marktteilnehmer mit einem Umsatz von >250 Mio. EUR eingestuft, wobei das Segment Software & IT-Services 58 Unternehmen umfasst. Die 10 größten Anbieter stehen dabei für ca. 30% des Marktanteils (SITSI – IT Services – Insight analysis Germany). Mit Blick auf ihre Marktposition rangiert die All for One Group laut dieser Definition und gemäß verschiedener Marktbeobachter wie ISG (Information Services Group GmbH, Frankfurt) oder Lünendonk (Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim) nach den großen internationalen Unternehmen unter den führenden IT-Dienstleistern. Der deutsche Markt für IT-Dienstleistungen in 2024 wurde von Lünendonk (Quelle: Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland 2024) und SITSI (Quelle: SITSI Market Research Services, Mai 2024) auf rund 52 Mrd. EUR geschätzt – Tendenz steigend. Der Markt für Dienstleistungen im SAP-Umfeld wird für 2024 auf 11,08 Mrd. EUR geschätzt (Quelle: SITSI SAP Services Germany, Mrz 2024), wobei insbesondere für die SAP-Transformation und Cloud-Lösungen weiterhin starke Nachfrage zu erwarten ist. Zudem steigt die Nachfrage nach Leistungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz im Jahr 2024 stark an (Quellen: Lünedonk-Studie 2024; SITSI Market Research Services, Mai 2024). Daraus ergibt sich weiterhin ein großes Wachstumspotential für die All for One Group. 2.3 Steuerungssystem – Finanzielle und nichtfinanzielle Ziele Die All for One Group wird vom Vorstand der All for One Group SE geführt, der die Gruppe in eigener Verantwortung leitet, die Ziele und die strategische Ausrichtung festlegt sowie die Umsetzung der Wachstumsstrategie steuert. Primäres Ziel der Unternehmensentwicklung ist es, den Unternehmenswert mit Blick auf alle Stakeholder zu steigern, profitabel zu wachsen und dabei Nachhaltigkeit zu leben. Die zur Steuerung der operativen Einheiten erforderliche Planung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen werden – unter Einbeziehung der Entwicklungen des Wettbewerbs- und Marktumfelds – aus der langfristigen Unternehmensplanung abgeleitet. Die nachfolgend beschriebenen Steuerungsgrößen werden sowohl für Zwecke der Steuerung des Konzerns als auch der All for One Group SE verwendet. Finanzielle Leistungsindikatoren Als bedeutsamste Steuerungsgrößen für die wirtschaftlichen Ziele gelten die beiden folgenden finanziellen Leistungsindikatoren:  Umsatzerlöse (IFRS)  EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) Die Planung und Steuerung basiert vor allem auf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung der All for One Group. Bei den Umsatzerlösen liegt der Fokus insbesondere auf den wiederkehrenden Erlösen, die mit »Cloud Services und Support«, »CONVERSION/4« sowie mit »Software Support« Leistungen erzielt werden. Für Steuerungszwecke und für den Vergleich der operativen Ergebnisentwicklung im Zeitablauf sowie für Prognosen verwendet das Management das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), bereinigt um akquisitionsbedingte Erträge und Aufwendungen (»EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS)«). Diese Kenngröße spiegelt die »unverfälschte« operative Entwicklung wider. Beide Steuerungsgrößen sind mit Blick auf einen möglichst nachhaltig profitablen Wachstumskurs aufeinander abgestimmt. Die All for One Group verfolgt sowohl eine organische als auch anorganische Wachstumsstrategie. Die Bedeutung von Unternehmenstransaktionen (Mergers & Acquisitions: »M&A«) hat mit Blick auf in Vorjahren getätigte Akquisitionen zugenommen. Die Effekte aus Unternehmenserwerben beeinflussen das Betriebsergebnis nicht nur im Jahr der Transaktion, sondern auch in der Folge, so z.B. mit Blick auf akquisitionsbedingte Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte. Vor diesem Hintergrund wird (seit dem Geschäftsjahr 2021/22) das EBIT für Planungs- und Steuerungszwecke um Erträge und Aufwendungen aus M&A-Transaktionen bereinigt und zu einem »EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS)« überführt. Im Rahmen dieser Überleitung werden sowohl akquisitionsbedingte Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte (z.B. Geschäfts- oder Firmenwerte, Markenrechte, Auftragsbestände, Kundenstämme) als auch sonstige akquisitionsbedingte externe Aufwendungen und Erträge (z.B. Rechts- und Beratungskosten, Due Diligence-Kosten, Transaktionsnebenkosten) in Zusammenhang mit Unternehmenserwerben bereinigt. Die Bereinigungen betreffen angebahnte, verworfene wie auch erfolgreich durchgeführte Akquisitionen. Der Auftragsbestand stellt in der All for One Group keine separate Steuerungsgröße dar und wird für das Gesamtgeschäft nicht ermittelt. Aufgrund der Heterogenität der einzelnen Geschäftsarten (etwa Lizenzverkäufe, Projektgeschäfte, Cloud Subscriptions, Managed Cloud Services Vereinbarungen, Software Support) wäre die Aussagekraft einer solchen Kennzahl sehr eingeschränkt. Eine gewisse Aussagekraft in Hinblick auf die Höhe des Auftragsbestands liefert der Ausweis der »wiederkehrenden Erlöse«, deren revolvierender Charakter mit entsprechenden Verträgen über Cloud Services und Support, CONVERSION/4 sowie Software Support Leistungen unterlegt ist. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren überwacht der Vorstand zudem die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Da in einem Dienstleistungsunternehmen wie der All for One Group dem Faktor »Personal« in vielerlei Hinsicht eine zentrale Bedeutung zuteil wird, umfasst das konzernweite Steuerungssystem die beiden folgenden bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:  Mitarbeiterbindung  Gesundheitsindex Mitarbeiterbindung Der Geschäftserfolg der All for One Group hängt ganz maßgeblich von der Qualität ab, mit der Geschäftspartner wie Kunden, Lieferanten oder Aktionäre betreut werden. Personelle Kontinuität und die Fähigkeit, auf dieser Basis nachhaltig stabile und belastbare Geschäftspartnerbeziehungen aufzubauen und zu erhalten, beeinflusst die Wahrnehmung dieser Betreuungsqualität ganz entscheidend. Vor diesem Hintergrund ist die »Mitarbeiterbindung« (100% minus Verhältnis von ungewollten Abgängen zum Personalbestand am Anfang der Berichtsperiode plus den Zugängen im Geschäftsjahr) von zentraler Bedeutung. Gesundheitsindex Das etablierte Gesundheitsmanagement-Programm zielt darauf ab, die hohe Leistungsfähigkeit des Personals zu erhalten und weiter auszubauen. Zudem soll damit möglichen krankheitsbedingten Ausfällen proaktiv entgegengewirkt werden. In diesem Zusammenhang ist der »Gesundheitsindex« (100% minus Verhältnis aus der Anzahl Krankentage und der Sollarbeitstage einer Berichtsperiode) von zentraler Bedeutung. Die nichtfinanziellen Steuerungsgrößen werden gruppenweit durchgängig nach einheitlicher Systematik ermittelt, analysiert und geplant sowie im Hinblick auf ihre Zielerreichung wie auf ihren Einfluss auf die Erreichung der finanziellen Ziele überwacht. Auch diese beiden Steuerungsgrößen, Mitarbeiterbindung und Gesundheitsindex, sind mit Blick auf einen möglichst nachhaltig profitablen Wachstumskurs ausgerichtet. Detaillierte Angaben zur Entwicklung der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren befinden sich in den Abschnitten »Wirtschaftsbericht« und »Prognosebericht«. Auf der Ebene von Tochterunternehmen, Bereichs- und Teamleitungen kommen zudem weitere, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Feinsteuerung zum Einsatz. Dabei handelt es sich jedoch überwiegend um rein qualitative Zielgrößen. So sind etwa in den Zielvereinbarungen vieler Mitarbeiter aus der Beratung konkrete Qualifizierungsmaßnahmen verankert. 2.4 Forschung und Entwicklung Die All for One Group betreibt keine Grundlagenforschung. Die Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich vor allem auf die Konfiguration und das Customizing von Zusatzlösungen. Solche »Add-ons«, etwa in Form einer umfangreichen Geschäftsprozessbibliothek (»Scope Items«) für SAP S/4HANA, sorgen bei den Kunden für deutliche Wettbewerbsvorteile und beschleunigen zudem die Einführungsprojekte. Auch für die Software von Microsoft (Collaboration) »entwickelt« die All for One Group vermehrt Zusatzlösungen, die von vielen Kunden genutzt werden. Solche »Entwicklungsaufwendungen« werden in der All for One Group grundsätzlich nicht aktiviert, da die Prozesse zwischen kundenspezifischen und nicht kundenspezifischen Entwicklungsphasen im Allgemeinen iterativ eng vernetzt sind und somit eine verlässliche Trennung der Aufwendungen nicht möglich ist (siehe dazu auch im Konzernanhang unter Textziffer »F.14. Immaterielle Vermögenswerte«). 03 Wirtschaftsbericht 3.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Zielmärkte Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wird im Jahr 2024 voraussichtlich stagnieren bzw. leicht rückläufig sein, da moderate Konsumzuwächse und eine stabile Entwicklung im Dienstleistungssektor die starken Rückgänge in Industrie, Bauwirtschaft und Außenhandel nicht vollständig ausgleichen können. Hoffnung machen steigende Realeinkommen und sinkende Zinsen. Dieser Rückgang des Bruttoinlandsprodukts ist auf rückläufige Investitionen wegen hoher Finanzierungskosten und wirtschaftspolitischer Unsicherheiten, die schwache Weltwirtschaft durch geopolitische Konflikte, hohe Energiekosten, strukturelle Probleme in der Industrie, eine schwache Exporttätigkeit, Investitionsrückgänge in der Bauwirtschaft, Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte sowie eine stagnierende Industrieproduktion zurückzuführen. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute (Quellen: IFW, Ifo Institut, RWI, IWH, DIW, BDI) sowie die Bundesregierung erwarten, dass die deutsche Wirtschaft in 2024 ein weiteres Jahr in Folge schrumpft. Gemäß der jüngsten Projektion erwarten die Bundesregierung für 2024 ein Minus von 0,2% und die Gemeinschaftsdiagnose der großen Forschungsinstitute ein Minus von 0,1% beim Bruttoinlandsprodukt. 2025 dürfte das Wirtschaftswachstum mit plus 0,8% bis 1,1% trotz Wachstumspaket noch eher schwach ausfallen (Quellen: Handelsblatt, 9. Okt 2024; Gemeinschaftsdiagnose 26. Sep 2024). Die Inflationsrate in Deutschland ist im September 2024 auf den niedrigsten Stand seit etwa dreieinhalb Jahren gefallen – die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem August des Vorjahres um 1,6%. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im Juni, September und Oktober 2024 jeweils um 25bps gesenkt und weitere Zinsschritte werden erwartet, um das Wirtschaftswachstum im Euroraum zu stützen, die Kreditkosten zu senken und die wirtschaftliche Erholung angesichts schwacher Konjunkturaussichten zu fördern (Quellen: statista, 1. Okt 2024; Handelsblatt, 11. Okt 2024; EZB 12. Sep 2024). Auch die österreichische Wirtschaft befindet sich weiterhin in einer Rezession. Nach einem Rückgang des realen BIP um 1% im Vorjahr wird für 2024 ein weiterer Schrumpfungsprozess von 0,6% bis 0,7% erwartet (Quellen: WIFO Konjunkturprognose, 10/2024; WKO Konjunkturradar, 09/2024). Während die Inflation sinkt und die Realeinkommen steigen, wird erwartet, dass dies langfristig zu einer Belebung der Konsumausgaben führt. Für das Jahr 2024 wird für die Schweizer Wirtschaft ein reales BIP-Wachstum von lediglich 1,1% bis 1,2% erwartet, was auf den fehlenden Aufschwung in Europa und geopolitische Spannungen zurückzuführen ist (Quellen: KOF, Herbst 2024, SECO, 09/2024). Die Inflation wird voraussichtlich bei 1,2% liegen. Im Inland sollen steigende Konsumausgaben das Wachstum stützen, während ein Anstieg der Exporte ebenfalls erwartet wird. Im September 2024 hat sich das Konsumklima in Deutschland leicht verbessert, begünstigt durch positive Einkommenserwartungen und eine gestiegene Anschaffungsneigung. Allerdings bleibt die Konsumstimmung weiterhin moderat, da eine erhöhte Sparneigung, schwache Konjunkturaussichten und Unsicherheiten am Arbeitsmarkt die Entwicklung dämpfen (Quelle: GfK, 26. Sep 2024). Trotz eines deutlichen Anstiegs der Auslandsaufträge um 13% im August 2024 und einem damit verbundenen Auftragsplus von 7% im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für das Gesamtjahr einen Produktionsrückgang von rund 8%. Die Gründe dafür liegen in anhaltenden Schwächen in wichtigen Exportmärkten wie den USA und China sowie einer schwachen Inlandsnachfrage von 7% und einem Rückgang der Bestellungen aus dem Euroraum (Quellen: statista VDMA, 2. Okt 2024; Handelsblatt, 2. Okt 2024). In der deutschen Elektro- und Digitalindustrie, zu deren Kunden viele Automobilzulieferer zählen, erlebte das Geschäftsklima in den ersten neun Monaten 2024 einen Rückschlag. Bis August lagen sowohl die Auftragseingänge als auch die Produktion unter den Vorjahreswerten (Quelle: ZVEI, Okt 2024). Im Gegensatz dazu hat sich die Stimmung in der Autoindustrie leicht verbessert (Quelle: Ifo Institut, 2. Okt 2024). Im Dienstleistungssektor verschlechterte sich das Geschäftsklima insgesamt, mit positiven Ausnahmen im Tourismus und Gastgewerbe. Im Handel hingegen wurde der Ausblick für die kommenden Monate von mehr Pessimismus geprägt (Quelle: Handelsblatt, 24. Sep 2024). Der Life-Science-Markt in Deutschland zeigt dagegen ein starkes Wachstum, das durch die Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechniksektoren angetrieben wird (Quelle: statista, 16. Sep 2024). IT-Branche wächst stärker als Gesamtwirtschaft Der Branchenverband Bitkom prognostiziert für den deutschen ITK-Markt (Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik) im Kalenderjahr 2024 ein Wachstum von 4,3% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wird für den Bereich der IT-Services ein Anstieg von 4,5% erwartet, die IT-Hardware soll um 2,8% zulegen, während die Software mit einem Plus von 9,8% rechnet (Quelle: Bitkom e.V., Juni 2024). Auffällig ist hierbei, dass sich der IT-Dienstleistungsmarkt weiter von der schwächelnden Konjunkturentwicklung abgekoppelt hat. Laut Dr. Ralf Wintergerst, Präsident von Bitkom, zeigt sich die Digitalbranche 2024 in einem schwierigen Umfeld insgesamt stabil. Dennoch führen erhebliche politische Eingriffe in den Markt sowie diverse Krisen zu Verunsicherung. »Geopolitik und Weltwirtschaft sind stark in Bewegung«, so Wintergerst im Juni 2024. Die Schwerpunkte und Nachfragetrends im IT-Dienstleistungsmarkt liegen weiterhin auf der Cloud Transformation, dem stark zunehmenden Bereich Data & Analytics, der durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz vorangetrieben wird, dem anhaltenden Beratungsbedarf in transformativen Themen – wie bspw. die anziehende SAP S/4HANA Transformation - sowie der zunehmenden Nachfrage nach generativer KI, die aufgrund ihrer hohen Automatisierungspotenziale ein bedeutendes Zukunftsthema darstellt. Dem entgegen wirken sich geopolitische und gesellschaftliche Probleme wie der Fachkräftemangel im IT-Bereich, die Unsicherheit aufgrund der Kriege und Konflikte in der Ukraine und Nahost, die schlechte Konjunkturentwicklung. Die Regierung sollte auf Verunsicherung durch Markteingriffe und unverhältnismäßige Regulierung verzichten (Quellen: Lünendonk Studie 2024, Jul 2024; Bitkom, Jun 2024). Auch in den anderen Kernmärkten der All for One Group wächst der Markt für IT-Dienstleistungen kontinuierlich getrieben durch den stetigen Trend zur digitaler Transformation. So wird der Markt in Österreich um 3,6% auf rund 4,4 Mrd. EUR, in der Schweiz um 3% auf 13,8 Mrd. EUR und in Polen um 5,6% auf 3,1 Mrd. EUR beziffert mit weiterem Wachstumstrend (Quelle: SITSI, Mai 2024). Die beiden vorrangigen Kooperationspartner der All for One Group, Microsoft und SAP, erwarten weiterhin deutliches Wachstum. Die Entwicklung von intelligenten Lösungen für die digitale Lieferkette, KI-basierte Produktanwendungen wie bspw. Joule oder Copilot sowie die Erweiterung von Cloudlösungen sind dabei im Fokus (Quellen: SAP, Okt 2024; Microsoft, Jul 2024). Unsicherheiten im Makroökonomischen Umfeld Die deutsche Wirtschaft wurde durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine besonders stark getroffen. Die hohen Energiepreise trieben in Deutschland die Inflation in die Höhe. Hinzu kam die Schwäche der Weltwirtschaft und wachsende Konkurrenz durch China für deutschen Exporte. Demzufolge wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von etwa 0,1% bis 0,2%, erwartet. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die IT-Branche ein Wachstumsmotor mit Wachstumsraten deutlich über dem Markt. Die All for One Group profitiert von der hohen Nachfrage nach Cloud-Lösungen, Künstlicher Intelligenz und der Digitalisierung, insbesondere nach Transformationsleistungen. Kooperationen mit SAP und Microsoft stärken zudem die Positionierung in einem schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld. Das Management der All for One Group beobachtet das wirtschaftliche, politische, geopolitische und regulatorische Umfeld in allen wichtigen Märkten mit dem Ziel, die Geschäftsaktivitäten und Prozesse schnell an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Aufgrund der volatilen Lage und der Ungewissheit kann das volle Ausmaß der weltweiten Auswirkungen und Folgen jedoch nicht vollständig abgeschätzt werden. 3.2 Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Konzern Basierend auf der Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und der Würdigung sämtlicher Fakten und Umstände schätzt der Vorstand der All for One Group SE die wirtschaftliche Lage des Konzerns weiterhin als anhaltend solide ein. Über das Ende des Geschäftsjahres 2023/24 hinaus wird – nach Ablauf der ersten Wochen im Geschäftsjahr 2024/25 – die wirtschaftliche Lage der All for One Group auch weiterhin als sehr solide bewertet. All for One Group SE Die wirtschaftliche Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) der All for One Group SE schätzt der Vorstand unter Würdigung sämtlicher Fakten und Umstände auch nach Ablauf der ersten Wochen im Geschäftsjahr 2024/25 weiterhin als sehr solide ein. Vergleich der tatsächlichen Entwicklung mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Prognose 2023/24 versus Istwerte
in Mio. EUR, sofern nicht anders vermerkt Prognose 2023/24 Ist 2023/24
Konzern
Umsatzerlöse (IFRS) 505 – 525 511,4
EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) 32 – 36 34,0
Mitarbeiterbindung (in %) 89 – 90 90,9
Gesundheitsindex (in %) 96,5 – 97,0 96,6
All for One Group SE
Umsatzerlöse (IFRS) 300 – 320 311,9
EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) 3 – 9 12,3
Mitarbeiterbindung (in %) 91 – 92 91,5
Gesundheitsindex (in %) 96,5 – 97,0 96,0

Konzern Die im zusammengefassten Lagebericht 2022/23 abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde umsatzseitig sowie beim EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) erreicht. Die im zusammengefassten Lagebericht 2022/23 abgegebene Prognose sahen Umsatzerlöse (IFRS) von 505 Mio. EUR bis 525 Mio. EUR sowie ein EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) in Höhe von 32,0 Mio. EUR bis 36,0 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2023/24 vor. Umsatzseitig verzeichnete die Gruppe im aktuellen Berichtsjahr nach einem starken 1. Quartal mit hohen Einmalprovisionen, einem schwächeren durch Verzögerungen von Projektstarts geprägten 2. und 3. Quartal und einer deutlichen Erholung zum Geschäftsjahresende insgesamt ein solides organisches Wachstum. Bei guter Auftragslage und stabiler Auslastung ist der Umsatz im Segment CORE im Rahmen der Erwartungen um 6% angestiegen. Das starke Wachstum im Cloud-Geschäft und erfolgreich abgeschlossene Verträge für Conversions konnten hierzu maßgeblich beitragen. Im LOB Segment lag die Auslastung aufgrund der aktuell stärkeren Fokussierung der Kunden auf die Transformation des ERP-Systems insbesondere im Consulting unter den Erwartungen. Die im zusammengefassten Lagebericht 2022/23 abgegebene Prognose des EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde erreicht. Daneben stiegen Materialaufwendungen und bezogene Leistungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Wachstum bei den Cloud Services und Lizenzen. Die Erhöhung des Saldos aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge resultierte im Wesentlichen aus dem Wegfall der akquisitionsbedingten Erträge aus der vorzeitigen Aufstockung der Anteile an der All for One Poland im Vorjahr sowie einem erhöhten Aufwand für Kundenveranstaltungen und Schulungen. Der Gesundheitsindex liegt mit 96,6% im Prognosekorridor von 96,5% bis 97,0%. Bei der Mitarbeiterbindung konnte die Prognose übertroffen werden. Die Mitarbeiterbindung liegt mit 90,9% nach Einschätzung des Managements der All for One Group im Branchenschnitt. Vor dem Hintergrund des intensiven Fachkräftemangels in der IT-Branche sollte diese Bandbreite wettbewerbsbedingt auch für die nächsten Jahre angestrebt werden. All for One Group SE Auf der Ebene des Mutterunternehmens wurde die im zusammengefassten Lagebericht 2022/23 abgegebene Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023/24 erreicht. Auch das Ergebnis liegt gut im Zielkorridor. Die nähere Analyse der Abweichungen zwischen der Prognose und der tatsächlichen Entwicklung des Konzerns trifft größtenteils auch auf die All for One Group SE zu. Während der Zielkorridor bei der Mitarbeiterbindung erreicht werden konnte, wurde der Gesundheitsindex unterschritten. Nachtragsbericht Ereignisse, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der All for One Group auswirken, sind im Konzernanhang unter Textziffer »I.27. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag« erläutert. 3.3 Ertragslage des Konzerns

Umsatz EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS)
in Mio. EUR in Mio. EUR
10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
511,4 488,0 34,0 17,7
+5% +92%
Wiederkehrende Erlöse Periodenergebnis
in Mio. EUR in Mio. EUR
10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
283,2 266,3 18,3 11,2
+6% +63%
--- --- --- --- ---
Umsatzentwicklung nach Erlösarten
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 Delta in %
Cloud Services und Support (1) 142.184 127.737 11
Software Lizenzen und Support (2) 155.085 144.773 7
Software Lizenzen 33.483 24.815 35
Software Support (3) 121.602 119.958 1
Consulting und Services 194.765 196.799 -1
CONVERSION/4 (4) 19.372 18.643 4
Summe 511.406 487.952 5
Cloud und Software Erlöse (1)+(2) 297.269 272.510 9
Wiederkehrende Erlöse (1)+(3)+(4) 283.158 266.337 6

Umsatzaufgliederung nach Erlösarten in % Umsatzaufgliederung nach Ländern in % 1 Umsatzanalyse Die Fokussierung des Marktes auf SAP ERP-Transformationen nach SAP S/4HANA, bestenfalls direkt in die Cloud, wurde durch die Ankündigung der SAP SE im letzten Jahr zusätzlich verstärkt. Das Ende der Wartung und die fehlende Auslieferung von Innovationen, wie bspw. KI-unterstützte Anwendungen, im On-Premise-Umfeld werden Unternehmen weiter dazu bewegen, verstärkt SAP-Transformationen anzugehen. In Folge dieser Umbruchphase sind Investitionen in das bestehende SAP ERP ECC System rückläufig, was aktuell zu einer verringerten Nachfrage nach Consulting-Leistungen führt. Vor dem Hintergrund einer unsicheren geopolitischen Lage und der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in Mitteleuropa kommt es zu deutlichen Schwankungen bei Vertragsabschlüssen und zu Verzögerungen bei Projektstarts. Das Segment CORE (ERP und Kollaborationslösungen) profitierte von einer guten Auftragslage und stabiler Auslastung. So treibt die Nachfrage nach Digitalisierungsleistungen und insbesondere nach Angeboten zur Transformation auf SAP S/4HANA wie »RISE with SAP« und »GROW with SAP« die Umsätze im CORE Segment. Dabei bietet die All for One Group neben ihrem CONVERSION/4-Angebot, dessen Umsätze mit 19,4 Mio. EUR um 4% gesteigert wurden (2022/23: 18,6 Mio. EUR) auch weitere Programme für die Transformation an. Vor dem Hintergrund der Konzentration der Kunden auf die dringend erforderliche Conversion im Kernsystem-ERP auf SAP S/4HANA, werden Investitionen in LOB-Lösungen in den Bereichen Customer Experience oder Employee Experience eher nachgelagert getätigt, daher lag die Auslastung im LOB Segment unter den Erwartungen. Die Umsatzerlöse liegen mit 511,4 Mio. EUR um 5% über dem Vorjahresniveau von 488,0 Mio. EUR. Die besser planbaren wiederkehrenden Umsätze wurden um 6% gesteigert. Insbesondere bei den Cloud Services und Support Erlösen manifestiert sich der anhaltende Trend in Richtung Cloud (plus 11% auf 142,2 Mio. EUR), während der Software Support nur leicht gestiegen ist (plus 1% auf 121,6 Mio. EUR). Mit zusammen 283,2 Mio. EUR (plus 6%) machen die wiederkehrenden Umsätze weiterhin 55% (2022/23: 55%) vom Gesamtumsatz aus. Der Trend Richtung Cloud lässt sich nicht aufhalten, daher werden zukünftig rückläufige Lizenzverkäufe bei gleichzeitig steigenden Cloud-Erlösen erwartet. Dennoch spielen die bisherigen Lizenzmodelle bei vielen Stammkunden auch beim Umstieg von SAP ECC auf SAP S/4HANA weiterhin eine bedeutende Rolle. Die Lizenzerlöse (inkl. Provisionen) liegen mit 33,5 Mio. EUR (plus 35%) über dem Vorjahresniveau. Diese positive Entwicklung spiegelt die steigende Nachfrage von Neu- und Stammkunden an cloudbasierten SAP S/4HANA Lösungen wie RISE with SAP und GROW with SAP wider. Aufgrund einer schwächeren Auslastung im Segment LOB sind die Consulting und Services Erlöse um 1% auf 194,8 Mio. EUR (2022/23: 196,8 Mio. EUR) leicht zurückgegangen. Ergebnisanalyse

Kennzahlen zur Ergebnisentwicklung
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Umsatzerlöse 511.406 487.952
Materialaufwendungen und bezogene Leistungen -182.822 -173.994
Personalaufwendungen -233.949 -229.286
Abschreibungen und Wertminde- rungen auf immaterielle Vermögens- werte, Sachanlagen und Nutzungs- rechte -26.972 -28.770
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten -504 -805
Restrukturierungsaufwendungen 0 -8.442
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge -38.746 -31.750
Betriebsergebnis (EBIT) 28.413 14.905
Finanzergebnis -1.534 -1.076
Ergebnis vor Steuern (EBT) 26.879 13.829
Ertragsteuern -8.557 -2.627
Periodenergebnis 18.322 11.202

Die Materialaufwendungen und bezogenen Leistungen sind um 5% auf 182,8 Mio. EUR im Gleichlauf mit dem Umsatz gestiegen. Dabei haben insbesondere erhöhte Aufwendungen für Cloud Services und Lizenzen zu einer Steigerung der Materialaufwendungen beigetragen. Die Materialaufwandsquote liegt unverändert bei 36%. Die Personalaufwendungen sind insgesamt um 2% auf 233,9 Mio. EUR gestiegen, während sich die Personalaufwandsquote auf 46% (2022/23: 47%) geringfügig verbessert hat. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Vollzeitstelle ist von 91 TEUR auf 94 TEUR gestiegen. Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte sind auf 27,0 Mio. EUR (minus 6%) zurückgegangen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 3,9 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der akquisitionsbedingten Erträge aus der vorzeitigen Aufstockung der Anteile an der All for One Poland im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 44,9 Mio. EUR (plus 7%) an. Dieser Anstieg ist unter anderem auf einen erhöhten Aufwand für Beratungsleistungen und Kundenveranstaltungen zurückzuführen. Die im Wesentlichen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen der serviceorientierten Bereiche im Segment CORE verursachten im Vorjahr einmalige Restrukturierungsaufwendungen von 8,4 Mio. EUR.

Überleitung zum EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS)
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Betriebsergebnis (EBIT) 28.413 14.905
+ akquisitionsbedingte Abschreibun- gen und Wertminderungen auf sons- tige immaterielle Vermögenswerte 5.565 6.167
+/- sonstige akquisitionsbedingte Aufwendungen (und Erträge) 53 -3.341
EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) 34.031 17.731

Das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) ist deutlich um 92% auf 34,0 Mio. EUR (2022/23: 17,7 Mio. EUR) angestiegen. Die entsprechende EBIT-Marge vor M&A-Effekten (non-IFRS) beträgt 6,7% (2022/23: 3,6%). Bereinigt um die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 8,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum ist das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) um 30% von 26,2 Mio. EUR auf 34,0 Mio. EUR angestiegen. Das EBIT verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Plus von 91% und liegt bei 28,4 Mio. EUR. Die EBIT-Marge liegt mit 5,6% deutlich über dem Vorjahresniveau (2022/23: 3,1%). Das Finanzergebnis liegt aktuell bei minus 1,5 Mio. EUR und zeigt damit einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2022/23: minus 1,1 Mio. EUR). Im Berichtsjahr stehen höheren Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten teilweise gestiegene Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen gegenüber. Im Vorjahr hat sich insbesondere ein positiver Effekt aus der Marktbewertung einer Finanzanlage ergeben. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 26,9 Mio. EUR (plus 94% zum Vorjahreszeitraum). Die Ertragsteuern liegen mit minus 8,6 Mio. EUR (2022/23: minus 2,6 Mio. EUR) deutlich über dem Vorjahr, das durch steuerliche Differenzen aus dem Anteilserwerb an der All for One Poland beeinflusst war. Die Ertragsteuerquote erhöhte sich von 19% auf 32% und das Periodenergebnis ist auf 18,3 Mio. EUR (2022/23: 11,2 Mio. EUR) angestiegen. Das Ergebnis je Aktie ist von 2,23 EUR auf 3,70 EUR gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren durchschnittlich 4.911.706 Aktien (2022/23: 4.966.350 Aktien) im Umlauf. Der Rückgang der umlaufenden Aktien entfällt auf das Aktienrückkaufprogramm im Berichtsjahr. Das sonstige Ergebnis stieg auf plus 2,1 Mio. EUR (2022/23: minus 0,4 Mio. EUR) und enthält neben unrealisierten Gewinnen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,6 Mio. EUR (2022/23: 0,8 Mio. EUR) versicherungsmathematische Verluste aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen (einschließlich Steuereffekt) in Höhe von insgesamt minus 0,5 Mio. EUR (2022/23: minus 1,3 Mio. EUR). Umsatz- und Ergebnisanalyse nach Segmenten

CORE LOB
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 ¹ 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 ¹
Gewinn- und Verlustrechnung
Externe Umsatzerlöse 446.327 421.554 65.079 66.398
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 6.118 7.069 10.973 12.954
Umsatzerlöse 452.445 428.623 76.052 79.352
Segmenter-gebnis (EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS)) 26.981 9.566 7.050 8.165
Segment-EBIT-Marge vor M&A-Effekten (non-IFRS) (in %) 6,0 2,2 9,3 10,3
1) Vorjahresangaben angepasst (siehe Abschnitt »21. Segmentberichterstattung« im Konzernanhang)

Der Umsatz im Segment CORE (ERP und Kollaborationslösungen) ist aufgrund einer guten Auftragslage und stabilen Auslastung um 6% auf 452,4 Mio. EUR angestiegen. Das stark wachsende Cloud-Geschäft konnte hierzu einen maßgeblichen Teil beitragen und wird sich weiter positiv auf den zukünftigen Segmentumsatz auswirken. Nach einer im Wesentlichen umgesetzten Restrukturierung, die im Vorjahreszeitraum zu einem einmaligen Aufwand von 8,4 Mio. EUR geführt hat, sowie aufgrund des starken Lizenzgeschäfts (inkl. Provisionen) konnte das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) im Segment CORE um 17,4 Mio. EUR auf 27,0 Mio. EUR gesteigert werden (Steigerung ohne Sonderbelastung aus Restrukturierungsaufwendungen im Vorjahr um 49,8%). Die EBIT-Marge vor M&A-Effekten (non-IFRS) liegt bei 5,9%. Das Segment LOB (»Lines of Business«, Fachbereichslösungen) bietet grundsätzlich durch die wiederkehrenden Cloud Subscriptions und die eigenen Add-on-Solutions weiteres Wachstums- und Margenpotential. Aufgrund der aktuellen stärkeren Fokussierung der Kunden auf die dringend erforderliche Conversion im Kernsystem-ERP, lag die Auslastung bei den Fachbereichslösungen insbesondere im Consulting unter den Erwartungen. Diese war in den Bereichen Employee Experience und Business Analytics stabil, aber insgesamt zurückhaltend. Der weit unter Plan liegende Bereich Customer Experience spiegelt die aktuelle Preis- und Versionspolitik der SAP wider. Preiserhöhungen, Produktneuentwicklungen und grundlegende Architektur-Überarbeitungen führten dazu, dass Unternehmen eher abwartend agieren. Der Segmentumsatz LOB verringerte sich um 4% auf 76,1 Mio. EUR und das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) liegt bei 7,1 Mio. EUR (2022/23: 8,2 Mio. EUR). Die EBIT-Marge vor M&A-Effekten (non-IFRS) im Segment liegt mit 9,3% (2022/23: 10,3%) unter dem Vorjahreswert. 3.4 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Analyse der Vermögenslage

Kennzahlen zur Vermögenslage
30.09.2024 30.09.2023 Δ in % Definition
Eigenkapitalquote (in %) 32 29 10 Eigenkapital / Gesamtkapital
Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente (in Mio. EUR) 62,6 62,6 0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (lt. Konzernbilanz)
Nettoverschuldung (in Mio. EUR) 55,7 58,6 -5 Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und Leasingverbindlichkeiten abzgl. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (lt. Konzernbilanz)
Days of Sales Outstanding (in Tagen) 45 44 1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12 Monats Ø) / Umsatzerlöse x 360 Tage
Anlagendeckung (in %) 98,6 85,6 15 Eigenkapital / (Sachanlagen + Geschäfts- oder Firmenwerte + sonstige immaterielle Vermögenswerte) (lt. Konzernbilanz)

Bilanz: Vermögensstruktur in Mio. EUR Aktiva Die Bilanzsumme zum 30. September 2024 ist auf 343,1 Mio. EUR (plus 0,4%) geringfügig angewachsen. Die Entwicklung der Vermögenswerte weist demnach in Summe ein Plus von 1,5 Mio. EUR auf. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente liegen unverändert bei 62,6 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund höherer Umsätze um 7,0 Mio. EUR auf 68,7 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind durch planmäßige Abschreibungen um 16% auf 27,4 Mio. EUR zurückgegangen und die Sachanlagen fielen wegen geringerer Investitionen geringer aus. Trotz des etablierten Forderungsmanagements stieg die durchschnittliche Anzahl der Forderungstage (»Days of Sales Outstanding«) leicht an und beträgt nunmehr 45 Tage (2022/23: 44 Tage). Bilanz: Kapitalstruktur in Mio. EUR Passiva Die Schulden zum 30. September 2024 sind geringfügig um 4% auf 233,0 Mio. EUR (30. Sep 2023: 241,6 Mio. EUR) gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Mio. EUR gesunken. Die sonstigen Rückstellungen sind aufgrund der Inanspruchnahme für Restrukturierungsaufwendungen um 2,8 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Aufgrund der Geschäftsausweitung sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ebenfalls angestiegen (plus 18% auf 35,7 Mio. EUR). Gegenläufig haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um minus 40% auf 11,3 Mio. EUR verringert. Im Vorjahreswert waren insbesondere Verpflichtungen aus Kaufpreiszahlungen enthalten, die zwischenzeitlich beglichen wurden. Das Eigenkapital ist um 10% auf 110,1 Mio. EUR angestiegen. Die Eigenkapitalquote wurde auf 32% (30. Sep 2023: 29%) verbessert. Die Nettoverschuldung liegt nunmehr bei 55,7 Mio. EUR (30. Sep 2023: 58,6 Mio. EUR). Die All for One Group SE hat am 12. Oktober 2022 ein Aktienrückkaufprogramm über die Börse beschlossen, wonach im Zeitraum vom 13. Oktober 2022 bis zum 12. Oktober 2023 insgesamt bis zu 100.000 eigene Aktien im Volumen von bis zu 5,5 Mio. EUR (ohne Erwerbsnebenkosten) zurückgekauft werden können. Am 12. Oktober 2023 wurde beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm bis zum 11. Oktober 2024 zu verlängern. In diesem Zuge wurden bis zum 30. September 2024 insgesamt 100.000 Aktien im Volumen von 4,5 Mio. EUR zurückerworben. Die Anschaffungskosten der zurückerworbenen eigenen Anteile vermindern das ausgewiesene Eigenkapital. Analyse der Finanzlage

Kennzahlen zur Finanzlage
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 40.975 40.238
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.885 -27.716
Cashflow aus Finanzierung -32.092 -27.723
Free Cashflow 22.686 16.803
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Ermittlung Free Cashflow
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 40.975 40.238
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -3.508 -8.835
Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 607 1.328
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -15.388 -15.928
Free Cashflow 22.686 16.803

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beträgt 41,0 Mio. EUR (2022/23: 40,2 Mio. EUR) und hat sich leicht erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die positive Geschäftsentwicklung, den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den entgegengesetzten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Zusätzlich wird die Entwicklung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit durch eine günstige Entwicklung der gezahlten Zinsen und niedrigere Ertragssteuerzahlungen begünstigt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt minus 8,9 Mio. EUR (2022/23: minus 27,7 Mio. EUR). Die Vorjahresperiode war maßgeblich durch Kaufpreiszahlungen zum Erwerb der ausstehenden Anteile an der All for One Poland, dem Erwerb einer Finanzanlage sowie Investitionen in die Rechenzentren zurückzuführen. Die geringeren Mittelabflüsse im Vergleich zum Vorjahr sind, trotz Investitionen in die IT-Infrastruktur, vor allem auf ein insgesamt reduziertes Investitionsvolumen zurückzuführen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt minus 32,1 Mio. EUR (2022/23: minus 27,7 Mio. EUR). Ganz maßgeblich wirkten sich dabei die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (15,4 Mio. EUR), die Rückzahlung einer Tranche des Schuldscheindarlehens, die Dividendenzahlungen (7,2 Mio. EUR) sowie die Auszahlungen im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms für den Erwerb eigener Anteile (2,8 Mio. EUR) aus. Der Finanzmittelfonds beträgt damit 61,9 Mio. EUR (30. Sep 2023: 61,8 Mio. EUR). Der Free Cashflow hat sich auf 22,7 Mio. EUR (2022/23: 16,8 Mio. EUR) erhöht. Dies ist auf geringere Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zurückzuführen. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements des Konzerns Finanzmanagement bedeutet bei All for One Group vor allem Liquiditätsmanagement, Kapitalstrukturmanagement sowie das Management von Zinsen. Währungen spielen eine untergeordnete Rolle. Die Zielsetzung des Finanzmanagements der All for One Group besteht in der Wahrung einer finanziellen Unabhängigkeit durch Sicherstellung ausreichender Liquidität. Dadurch soll die Finanzkraft des Konzerns jederzeit auf hohem Niveau gehalten werden. Risiken sollen weitestgehend vermieden bzw. Risiken aus dem operativen Geschäft wirkungsvoll abgesichert werden. So tätigt die All for One Group keine spekulativen Termingeschäfte und nutzt aktuell keine derivativen Finanzinstrumente. Einen besonderen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet zudem die Überwachung und Einhaltung der Auflagen der Schuldscheindarlehen zur Unternehmensfinanzierung. Die Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken sind in Abschnitt »4. Chancen- und Risikobericht« dargestellt. Der Konzern wird ganz maßgeblich von dem operativ tätigen Mutterunternehmen All for One Group SE geprägt. Insofern zeigt sich im Jahresabschluss der All for One Group SE ein ganz ähnlicher Geschäftsverlauf wie im Konzernabschluss der All for One Group. 3.5 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der All for One Group SE Der Jahresabschluss der All for One Group SE wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§242 bis 256a und der §§264 HGB und unter Beachtung der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) und des SE-Ausführungsgesetzes in Verbindung mit den anwendbaren Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Analyse der Vermögens- und Finanzlage

Bilanz der All for One Group SE (Kurzfassung, HGB)
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.849 9.279
Sachanlagen 24.895 28.530
Finanzanlagen 125.173 124.238
Vorräte 0 78
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 50.439 42.130
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.005 25.896
Rechnungsabgrenzungsposten 11.691 12.051
Summe Aktiva 243.052 242.202
Eigenkapital 84.502 75.224
Rückstellungen 26.645 29.230
Verbindlichkeiten 127.456 134.827
Rechnungsabgrenzungsposten 4.137 2.544
Passive latente Steuern 312 377
Summe Passiva 243.052 242.202

Die Bilanzsumme der All for One Group SE zum 30. September 2024 ist fast unverändert gegenüber dem 30. September 2023 bei 243,1 Mio. EUR. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Zuge planmäßiger Abschreibungen auf 6,8 Mio. EUR (minus 2,4 Mio. EUR) zurückgegangen. Aufgrund rückläufiger Investitionen in die Rechenzentren sind die Sachanlagen insgesamt auf 24,9 Mio. EUR (minus 3,6 Mio. EUR) gesunken. Die Finanzanlagen sind mit 125,2 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau von 124,2 Mio. EUR. Unter den Vorräten wurden unfertige Leistungen dargestellt, wobei die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abgesetzt wurden. Der verbleibende Posten beträgt daher 0 TEUR (30. Sep 2023: 78 TEUR). Darüber hinausgehende erhaltene Anzahlungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die unfertigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen bereits begonnene, jedoch noch nicht vollständig abgeschlossene Beratungsprojekte in Höhe von 51,8 Mio. EUR (30. Sep 2023: 55,2 Mio. EUR). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr auf 50,4 Mio. EUR angestiegen (plus 8,3 Mio. EUR). Diese Entwicklung resultiert aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (plus 7,6 Mio. EUR auf 32,3 Mio. EUR) als Folge der Geschäftsausweitung und einem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände auf 3,3 Mio. EUR (minus 1,1 Mio. EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Gewinnabführungsverträgen und sind mit 14,9 Mio. EUR (Vorjahr: 13,0 Mio. EUR) um 14% gestiegen. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind insbesondere durch geleistete Kaufpreiszahlungen aus vergangenen Unternehmenserwerben, durch Auszahlungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung sowie Dividendenzahlungen auf 24,0 Mio. EUR (minus 1,9 Mio. EUR) leicht zurückgegangen. Die Rückstellungen sind auf 26,6 Mio. EUR (minus 2,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen (6,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellungen (2,1 Mio. EUR) und einer Anpassung der Boni (3,0 Mio. EUR). Gegenläufig erhöhten sich die Steuerrückstellungen, welche um 4,0 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR anstieg. Der Rückgang der Verbindlichkeiten um 7,4 Mio. EUR auf 127,5 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Begleichung von Kaufpreisverpflichtungen, der Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens sowie einen gegenläufigen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital hat sich insgesamt von 75,2 Mio. EUR auf 84,5 Mio. EUR erhöht und resultiert aus dem höheren laufenden Jahresüberschuss vermindert um die Dividendenausschüttung des Berichtsjahrs. Gegenläufig wirkte sich der Erwerb eigener Anteile (3,2 Mio. EUR) im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms aus. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 35% (30. Sep 2023: 31%). Die Nettoverschuldung beträgt 49,5 Mio. EUR (30. Sep 2023: 52,4 Mio. EUR). Trotz der zuvor erläuterten unsicheren wirtschaftlichen Bedingungen ist die Finanzlage der All for One Group SE zum 30. September 2024 robust und stabil. Analyse der Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung der All for One Group SE (Kurzfassung, HGB)
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Umsatzerlöse 317.631 303.205
Bestandsveränderung -3.411 -440
Sonstige betriebliche Erträge 9.164 10.802
Materialaufwand -142.779 -140.919
Rohergebnis 180.605 172.648
Personalaufwand -117.268 -132.526
Abschreibungen -12.349 -13.552
Sonstige betriebliche Aufwendungen -44.929 -39.730
Betriebsergebnis 6.059 -13.160

Die All for One Group SE konnte die Umsatzerlöse um 5% auf 317,6 Mio. EUR steigern (2022/23: 303,2 Mio. EUR). Die wiederkehrenden Umsätze konnten um 8% auf 209,4 Mio. EUR erhöht werden und betragen 66% (2022/23: 64%) vom Gesamtumsatz. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erlöse aus Cloud Services und Support um 6,5 Mio. EUR, während die Erlöse aus Software Support nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben sind. Die Lizenzumsätzen (inkl. Provisionen) haben sich um 53% auf 25,6 Mio. EUR erhöht. Die Erlöse aus Consulting und Services sind um 12% auf 76,3 Mio. EUR zurückgegangen während sich das CONVERSION/4-Geschäft auf 14,3 Mio. EUR mehr als verdoppelte. Die »Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen« beträgt minus 3,4 Mio. EUR (2022/23: minus 0,4 Mio. EUR) und umfasst überwiegend Beratungsprojekte die noch nicht oder nur teilweise abgeschlossen sind. Der Posten »Sonstige betriebliche Erträge« ist um 15% auf 9,2 Mio. EUR gesunken. Darin enthalten sind unter anderem Sachbezüge des Personals, Erträge aus Versicherungen sowie aus Marketingunterstützung. Der Materialaufwand ist entsprechend der Geschäftsausweitung um 1% auf 142,8 Mio. EUR geringfügig angestiegen. Insgesamt lag die Materialaufwandsquote bei 45% (2022/23: 46%). Das Rohergebnis stieg damit um 5% auf 180,6 Mio. EUR. Der Personalaufwand ging um 12% auf 117,3 Mio. EUR zurück. Dies ist zum einen auf die Belastung des Personalaufwands des Vorjahres durch Restrukturierungskosten und zum anderen auf die geringere Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist um 94 auf 1.165 zurückgegangen. Die Personalaufwandsquote hat sich damit von 44% auf 37% reduziert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind um 9% auf 12,3 Mio. EUR aufgrund geringerer Investitionen gesunken. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 13% auf 44,9 Mio. EUR resultiert vor allem aus gestiegenen internen IT-Kosten, Aufwand für Kundenveranstaltungen sowie aus gestiegenen Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen. Das Betriebsergebnis lag bei plus 6,1 Mio. EUR nach minus 13,2 Mio. EUR im Vorjahr. Durch Gewinnausschüttungen und Abführungen aus Gewinnabführungsverträgen der Tochtergesellschaften hat die All for One Group SE im Berichtsjahr Erträge von 19,8 Mio. EUR (2022/23: 18,3 Mio. EUR) erzielt. Im Berichtsjahr wurde ein Steueraufwand von 5,1 Mio. EUR erfasst (2022/23: Steuerertrag 1,0 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss hat sich um 14,9 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR erhöht. Für Zwecke der Prognose werden die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis auf die einschlägigen bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren übergeleitet:

Überleitung Umsatzerlöse (HGB) auf Umsatzerlöse (IFRS)
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Umsatzerlöse (HGB) 317.631 303.205
+/- Bilanzierungsunterschiede aus IFRS 15 (insb. Umsatzrealisierung nach Leistungsfortschritt) 720 2.811
+/- Ausweisunterschiede (insb. Umsatzerlöse versus sonstige betriebliche Erträge) -6.414 -6.590
Umsatzerlöse (IFRS) 311.937 299.426
--- --- ---
Überleitung Betriebsergebnis (HGB) auf EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS)
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Betriebsergebnis (HGB) 6.059 -13.160
+/- Bilanzierungsunterschiede aus IFRS 15 (insb. Umsatzrealisierung nach Leistungsfortschritt) 4.080 3.511
+/- Bilanzierungsunterschiede aus IFRS 16 342 360
+/- Bewertungsunterschiede aus IAS 19 -80 -80
+/- Bewertungsunterschiede aus Verschmelzungsmehrwerten (insb. handelsrechtliche Mehrabschreibungen) 2.435 2.435
+/- sonstige akquisitionsbedingte Aufwendungen (und Erträge) 0 29
+/- sonstige Bewertungs- und Ausweisunterschiede -586 -262
EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) 12.250 -7.167

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements der All for One Group SE In der All for One Group SE gelten dieselben Grundsätze und Ziele für das Finanzmanagement, wie sie auch für den Konzern gelten. Rating der All for One Group SE Aufgrund ihrer soliden Finanzstruktur und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente besteht für die All for One Group SE auch weiterhin keine Notwendigkeit, externe Rating Agenturen mit der Durchführung von Bewertungen der Kreditwürdigkeit der Gesellschaft zu beauftragen. Außerhalb der Rating Agenturen hat die Deutsche Bundesbank die All for One Group SE zunächst bis 22. Juli 2025 als »notenbankfähig« eingestuft. Das bedeutet, dass die kreditgebenden Banken Kreditforderungen gegenüber der All for One Group SE als Sicherheiten für ihre Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank einsetzen können. 04 Chancen- und Risikobericht 4.1 Group Governance Modell Sofern nicht gesondert vermerkt, gelten die Angaben des Chancen- und Risikoberichts gleichermaßen für den Konzern wie für das Mutterunternehmen. Die All for One Group wird wertorientiert geführt und agiert in einem dynamischen Marktumfeld. Um Strategien erfolgreich umzusetzen, nachhaltig profitabel zu wachsen und die finanziellen und nichtfinanziellen Ziele und Prognosen zu erreichen, wurde ein Group Governance Modell etabliert, das laufend weiterentwickelt wird. Das Fundament bildet die Unternehmenskultur »WE ARE ONE« zusammen mit den Grundsätzen einer guten Corporate Governance: verantwortungsbewusste, nachhaltige und transparente Unternehmensführung. Die konkrete Ausgestaltung erfährt das Group Governance Modell innerhalb der folgenden drei Säulen:  Chancen- und Risikomanagementsystem  Compliance Management System (inkl. Datenschutz)  Internes Kontrollsystem (mit Interner Revision) Jede Säule ist mit spezifischen »Mechanismen« ausgestattet, um finanzielle und nichtfinanzielle Sachverhalte, deren Zusammenwirken und deren Abhängigkeiten systematisch zu planen und zu steuern. Der Chancen- und Risikomanagementansatz der All for One Group (Methodik der Identifikation, Bewertung, Steuerung, Kommunikation und Überwachung von Chancen und Risiken) gilt gleichermaßen für finanzielle und für nichtfinanzielle Sachverhalte. So werden innerhalb des Chancen- und Risikomanagementsystems auch nichtfinanzielle Gesichtspunkte, wie beispielsweise Nachhaltigkeitsaspekte, überwacht. Es obliegt dem Vorstand, ein für die Geschäftstätigkeit und die Risikolage der All for One Group angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem einzurichten und die Effektivität des Group Governance Modells sicherzustellen. Er überwacht daher die Wirksamkeit der Systeme sowie deren Anwendung. Zu diesem Zweck berichten Risk Manager, Compliance Officer, Datenschutzbeauftragter und Revisionsleiter an den Vorstand. Der Vorstand bewertet auf dieser Basis nach eigenem Ermessen kontinuierlich die Effektivität der entsprechenden Systeme und holt im Rahmen des Bewertungsprozesses nach Bedarf externe Beratung ein. Der Aufsichtsrat vergewissert sich zudem direkt bei den Bereichszuständigen über die Entwicklung und Anwendung der entsprechenden Prozesse. Chancen- und Risikomanagementsystem Unternehmerisches Handeln und das Wahrnehmen von Chancen sind zwangsläufig mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Das Group Governance Modell hat daher insbesondere zum Ziel, die entsprechenden Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Chancen und Risiken werden dabei getrennt voneinander gesteuert, um eine differenzierte Analyse und gezielte Maßnahmen zu ermöglichen. So sollen zum einen Chancen bestmöglich genutzt sowie Wachstum realisiert und zum anderen Risiken begrenzt sowie eine Bestandsgefährdung der Unternehmensgruppe verhindert werden. Als Chancen versteht die All for One Group dabei mögliche Erfolge, die über die definierten Ziele im normalen operativen Betrieb hinausgehen. Als Risiko gilt eine Entwicklung oder ein Ereignis, das zu einer für die Gruppe negativen Zielabweichung führen kann. Unter dem Begriff Chancen- und Risikomanagementsystem ist insofern die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und zum Umgang mit Chancen und Risiken der betrieblichen Betätigung zu verstehen. Chancenmanagement Die Innovationskraft und die Qualität der Lösungen und Leistungen sind für Kunden der All for One Group geschäftskritisch. Es wird aufgezeigt, wie sich Geschäftsabläufe erfolgreich digitalisieren oder gar neue Geschäftsmodelle gestalten und weiter ausbauen lassen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen und gleichfalls die eigene Gruppe zukunftssicher auszurichten. Die vielen »Opportunities« der digitalen Transformation im Einzelnen bestimmen daher auch ganz erheblich das gesamte Chancenmanagement. Gleichfalls gewinnen auch interne Abläufe durch den gezielten Einsatz neuer Technologien weiter an Effizienz und helfen, die Chancen erfolgreich zu realisieren. Im Kern des Chancenmanagements der Gruppe wird sich eingehend mit aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Kunden und deren branchenspezifischen Erfolgsfaktoren insbesondere mit Blick auf die weitere digitale Transformation auseinandergesetzt. Markt-, Branchen- und Technologietrends, die Innovationen von SAP und Microsoft sowie deren angrenzende Softwarelösungen werden im Hinblick auf deren Vorteile im Einsatz bei den Kunden analysiert. Um den Unternehmenswert zu steigern, werden die Chancen wertorientiert verfolgt. Dazu bewertet die Gruppe die Chancen auch im Hinblick auf Investitionen, auf personelle Ressourcen und Fähigkeiten und weitere Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um die identifizierten Chancen bestmöglich zu realisieren. Dem gegenüber werden die gebotenen Maßnahmen zur Risikobegrenzung gegenübergestellt und so ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken angestrebt. Der nach der Einschätzung der Gruppe wahrscheinlich eintreffende Anteil nachstehend beschriebener Chancen wurde in den Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) berücksichtigt. Risikomanagement Die All for One Group mit ihrem Mutterunternehmen, der All for One Group SE, ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um diese frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch angemessene und wirksame Gegenmaßnahmen zu steuern, hat der Vorstand in seiner Gesamtverantwortung für die Unternehmensgruppe ein System für das Risikomanagement und die interne Kontrolle eingerichtet. Das Risikomanagementsystem ist dabei an dem Prüfungsstandard IDW PS 340 n.F. ausgerichtet. Zudem ist ein gruppenweit einheitliches Compliance Management System etabliert. Auf dieser Basis soll insbesondere hinreichend sichergestellt werden, dass die geplanten finanziellen, nichtfinanziellen, operativen und strategischen Ziele erreicht und Vorschriften eingehalten werden. Risikofrüherkennung und interne Kontrolle sind integrale Bestandteile der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und in Form einer Vielzahl von Überwachungs- und Steuerungsmechanismen fest in den Geschäftsabläufen verankert. Das Risikomanagementsystem stellt damit einen wesentlichen Eckpfeiler der unternehmerischen Entscheidungen dar. Der Risikokonsolidierungskreis entspricht dem Konsolidierungskreis der All for One Group. Im Rahmen des Risikomanagementsystems werden Brutto-Risiken (d.h. vor risikobegrenzenden Gegenmaßnahmen) und somit auch Risiken, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen weitestgehend vermieden werden können, erfasst. Die eigentliche Berichterstattung erfolgt netto, d.h. unter Berücksichtigung risikobegrenzender Gegenmaßnahmen und verdichtet nach Risikogruppierungen (siehe Abschnitt »4.4. Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung« und hier im Speziellen Unterabschnitt »Risikolage im Überblick«). Die Grundstruktur der Risikomanagementorganisation ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. An ihrer Spitze steht der Risk Manager, unter dessen Führung die operativen Risikomanagementaufgaben durch ein Risikomanagementteam wahrgenommen werden. Dieses Team besteht im Kern aus Risikobeauftragten der operativen Fachbereiche der All for One Group. Zudem sind Risikobeauftragte in den Tochterunternehmen benannt. Die Risikobeauftragten überwachen kontinuierlich die Entwicklung ihrer Bereichs- bzw. Gesellschaftsrisiken und die Wirkung der Maßnahmen zur Risikosteuerung, nehmen auf dieser Basis eine Risikoanalyse und -bewertung vor und berichten regelmäßig an den Risk Manager. Das Risikohandbuch hält dazu eine einheitliche Methodik fest, dokumentiert die Risikomanagementorganisation, -prozesse und -verantwortlichkeiten und liefert darüber hinaus Hilfsmittel zur fortlaufenden Dokumentation der Analyseergebnisse. Unter Leitung des Risk Managers finden regelmäßig Abstimmungen mit den Risikobeauftragten statt. Die entsprechenden Ergebnisse fließen in den Risikobericht ein, den der Risk Manager erstellt und dem Management vorlegt. Der Vorstand und der Risk Manager besprechen und überprüfen die identifizierten und verbleibenden Risiken eingehend. Bei Bedarf passt der Vorstand die bestehenden Steuerungsmaßnahmen zudem an bzw. erweitert diese. Das Risikomanagementsystem wurde im abgelaufenen Berichtszeitraum insbesondere durch die engere Einbindung des Group Executive Management (GEM) und die Erweiterung der Risikokarten für spezifische Bereiche wie Procurement und Sustainability gestärkt. Zudem wurde die Risikosteuerung durch eine personelle Neuausrichtung der Risikobeauftragten optimiert. Zur Überwachung des Risikomanagementsystems dienen insbesondere prozessintegrierte organisatorische Sicherungs- und Kontrollmechanismen. Parallel werden die entsprechenden Risiken zusätzlich dezentral in den einzelnen Bereichen und Tochterunternehmen über spezielle Analysen und zusätzlich eingerichtete Verantwortungen überwacht. Ferner beurteilen die Abschlussprüfer der All for One Group SE im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung, ob der Vorstand die ihm nach §91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in einer geeigneten Form getroffen hat und ob das danach einzurichtende Überwachungssystem seine Aufgaben erfüllen kann. In Summe werden notwendige Verbesserungen am Risikomanagementsystem somit frühzeitig identifiziert und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet. Das in die Aufbau- und Ablauforganisation fest integrierte Risikomanagementsystem stellt die Basis der Risikofrüherkennung und -steuerung dar. In engem Zusammenhang mit dem Risikomanagementsystem stehen das interne Kontrollsystem und das Compliance Management System. Compliance Management System Das konzernweit etablierte Compliance Management System der All for One Group dient der Befolgung und Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien, freiwillig eingegangener Selbstverpflichtungen sowie der Konformität mit Standards. Den Kern bildet der Verhaltenskodex (»Code of Conduct«), der von den Unternehmenswerten der All for One Group abgeleitet ist und für jeden Mitarbeiter und jede Führungskraft einen verbindlichen Handlungsrahmen vorgibt. Die Einhaltung des Verhaltenskodex wird von der Compliance Management Organisation überwacht. Sie wird durch einen Compliance Officer geführt, verstärkt um eine Compliance-Abteilung und um Compliance-Koordinatoren in den Tochterunternehmen. Über das Intranet werden die einzelnen Bestandteile des Compliance Management Systems jedem Mitarbeiter zugänglich gemacht. Mögliche Hinweise und Verhaltensabweichungen können über ein extern veröffentlichtes und gruppenweit einheitliches Hinweisgeberportal unter https://all-for-one.integrityline.org gemeldet werden. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde das Compliance Management System erneut weiterentwickelt. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen zur Umsetzung neuer regulatorischer Vorgaben, wie z.B. dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) sowie die Weiterentwicklung der Prozesse zur Überprüfung von Geschäftspartnern. Internes Kontrollsystem Grundzüge des Internen Kontrollsystems Das interne Kontrollsystem der Gruppe bezieht sich auf Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung von Managemententscheidungen gerichtet sind. Das interne Kontrollsystem dient insofern der Operationalisierung und Reduzierung von Geschäftsrisiken. Es hat insbesondere zum Ziel, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für die Gruppe maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sicherzustellen. Wichtige Elemente des internen Kontrollsystems sind:  Kontrollumfeld  Risikobeurteilung  Kontrollaktivitäten  Information und Kommunikation  Überwachung Ein Ziel der Kontrollsysteme der All for One Group ist es, die Etablierung eines beispielhaften »Tone from the Top« durch Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte der All for One Group bei der Einhaltung und Umsetzung von Gesetzen und internen Richtlinien. Damit sollen sie zu einer Unternehmenskultur beitragen, die die Bedeutung von ethischen Werten und Integrität für den Unternehmenserfolg unterstreichen und gleichzeitig ein breites Verständnis für die Notwendigkeit interner Kontrollen schaffen soll. Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems hängt wesentlich von der Frage ab, welche Ereignisse und Tätigkeiten die Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der All for One Group beeinträchtigen können. Das in die Aufbau- und Ablauforganisation fest integrierte Risikomanagementsystem steht insofern in engem Zusammenhang mit dem internen Kontrollsystem und bestimmt dieses maßgeblich. Um die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sicherzustellen, umfasst dieses insbesondere Richtlinien, konzernweit gültige Vorgaben für die Rechnungslegung, in Prozesse und IT-Systeme integrierte Kontrollen sowie Prinzipien der risikoorientierten Funktionstrennung. Das interne Kontrollsystem beruht im Kern auf den tragenden Säulen »4-Augen-Prinzip«, »Funktionstrennung«, »Integriertes Berichtswesen« und »Interne Revision«. Mit Hilfe von strukturierten, dokumentierten und kommunizierten Regelwerken wie Zeichnungsrichtlinien, Geschäftsordnungen und Organisationsanweisungen wird das »4-Augen-Prinzip« innerhalb des Konzerns operativ umgesetzt und überwacht. Als Steuerungs- und Sicherheitsmechanismus dient zudem ein abgestimmtes Berechtigungskonzept. Zugänge und Tätigkeiten einzelner Personen und Personengruppen zu den überwiegend SAP- und Microsoft-basierten Anwendungen werden so sehr genau entlang der bestehenden Führungsorganisation und deren Funktionsbereichen abgesteckt. Diese internen Systeme und Anwendungen sowie deren Berechtigungskonzepte wurden im Berichtsjahr weiterentwickelt. Die »Funktionstrennung« innerhalb kritischer Geschäftsprozesse erhöht die Sicherheit der Abläufe und deren Qualität zusätzlich. Auch ressortübergreifend ist eine gegenseitige Kontrollverantwortung implementiert. Dazu sind einzelnen Personengruppen Querschnittsfunktionen zugewiesen. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der All for One Group wird insbesondere durch die Interne Revision geprüft und überwacht. Um dieser Aufgabe unabhängig nachkommen zu können, verfügt die Interne Revision über umfassende Informations-, Prüf- und Einsichtsrechte. Grundzüge der Internen Revision Im Rahmen der Internen Revision werden jährlich ausgewählte Gesellschaften sowie Abläufe und Vorgänge des Konzerns von externen Prüfern gesondert untersucht. Dabei werden unter anderem die Einhaltung interner Richtlinien überprüft. Die Festlegung der Hauptprüfungsfelder erfolgt durch den Vorstand. Der Prüfungsausschuss ergänzt diese nach Bedarf. Das Vorgehen und der Umfang der Prüfungsdurchführung erfolgen in Abstimmung mit dem Vorstand. Ebenso wird der Vorstand unterjährig über Fortschritte bei der Behebung etwaiger Feststellungen informiert. Die Prüfungsfeststellungen sowie die Maßnahmen zu deren Beseitigung werden zentral durch die Interne Revision überwacht. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für die Rechnungslegung ist in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eingebettet und umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist es, eine hinreichende Sicherheit dafür zu gewährleisten, dass die Finanzberichterstattung, sowohl mit Blick auf den Konzernabschluss der All for One Group als auch mit Blick auf die Einzelabschlüsse sämtlicher einzubeziehender Tochterunternehmen, gesetzeskonform in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt. Dies gilt gleichermaßen für die Rechnungslegung des Mutterunternehmens und stellt sicher, dass die relevanten und regulatorischen Anforderungen eingehalten werden Wesentliche Elemente sind klar definierte Kontrollmechanismen (in Gestalt von systemtechnischen und manuellen Abstimmungsprozessen), die Trennung von Funktionen (»4-Augen-Prinzip«) sowie das Vorhandensein bzw. die Einhaltung der Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Bei jedem Internen Kontrollsystem (»IKS«) muss grundsätzlich berücksichtigt werden, dass es, unabhängig von seiner Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit dafür bieten kann, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Ursache dafür könnten beispielsweise fehlerhafte Ermessensentscheidungen, unzureichende Kontrollen oder kriminelle Handlungen sein. Die konzerninternen IFRS-Bilanzierungsrichtlinien regeln die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften. Die Konzerngesellschaften der All for One Group erstellen ihre Abschlüsse lokal und sind sowohl für die Beachtung der lokalen Vorschriften als auch für die korrekte Überleitung der lokalen Einzelabschlüsse zu den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten IFRS-Reporting Packages verantwortlich. Das Bilanzierungshandbuch der All for One Group schränkt durch eindeutige Vorgaben den Ermessensspielraum der Mitarbeiter bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden eins und minimiert somit das Risiko konzernuneinheitlicher Rechnungslegungspraktiken. Der Prozess der Konzernabschlusserstellung wird zentral vom Group Accounting über einen vorgegebenen Termin- und Aktivitätenplan koordiniert und überwacht. Das »Integrierte Berichtswesen« umfasst ein detailliertes Planungs-, Steuerungs- und Berichtssystem mit einer Vielzahl von Analysen und Berichten zur Lage und zum Ausblick des Konzerns. Der Planungsprozess erfolgt »Bottom-Up« und auf monatlicher Basis. Zudem erfolgt regelmäßig ein Forecasting der Geschäftsbereiche (Segmente), ihrer Gesellschaften und Bereiche. Damit will die Gruppe die Unternehmenssteuerung laufend weiter verbessern, Abweichungen möglichst frühzeitig erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern. Das bestehende Konzern-Informationssystem wird ergänzt durch Management Meetings und Business Reviews auf verschiedenen Ebenen in einzelnen Abteilungen, den Gesellschaften und Geschäftsbereichen. Auf diese Weise werden Fachthemen und Entwicklungen auch abteilungs-, gesellschafts- und geschäftsbereichsübergreifend bearbeitet, Risiken diskutiert, verfolgt, bewertet und dokumentiert. Wesentliche Änderungen der Rechnungslegungsprozesse aufgrund von neuen Gesetzen, Gesetzesänderungen oder Änderungen der internen Prozesse werden im Group Accounting zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und sofern relevant in das Bilanzierungshandbuch integriert. Spezielle Bilanzierungs- und Rechnungslegungsfragen oder komplexe Sachverhalte, die entweder besondere Risiken betreffen oder besonderes Know-how erfordern, werden zentral überwacht und bearbeitet. Externe Experten wie zum Beispiel sachverständige Gutachter werden bei Bedarf hinzugezogen, insbesondere im Rahmen von Werthaltigkeitsüberprüfungen, bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen oder bei der Abbildung von Unternehmenserwerben. Alle für die Rechnungslegung wesentlichen Prozesse sind konzernweit einheitlich ausgerichtet und in einer IT-Landschaft abgebildet. Durch diese Integration aller wesentlichen Finanzsysteme ist die Datenintegrität bezogen auf die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sichergestellt. Durch Verwendung eines konzernweit gültigen, einheitlichen Kontenplans und die zentrale Pflege des Kontenrahmens wird in Zusammenhang mit dem konzernweit gültigen Bilanzierungshandbuch eine einheitliche Bilanzierung gleichartiger Geschäftsvorfälle gewährleistet. Diese Standardisierung stellt vor allem eine einheitliche, ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sicher. Dies dient auch als Basis für eine regelungskonforme Konzernkonsolidierung. Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Einem begrenzten Personenkreis sind notwendigerweise Ermessensspielräume bei Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden eingeräumt, woraus weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren können. Die Konsolidierungsmaßnahmen und notwendigen Abstimmtätigkeiten erfolgen zentral durch das Group Accounting. Die Tochterunternehmen melden ihre Finanzdaten gemäß dem konzernweit einheitlichen Reportingkalender zur Konsolidierung an das Group Accounting. Auf Basis von systemtechnischen Kontrollen werden die von den Konzerngesellschaften übertragenen Abschlussdaten überprüft. Zusätzlich erfolgt zentral eine Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems zur Rechnungslegung wird regelmäßig von der Internen Revision überprüft. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die All for One Group ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken wie Ausfall-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risikomanagement des Konzerns verfolgt klare Grundsätze zur Absicherung dieser Risiken, einschließlich der Steuerung von Zahlungsmitteln und Finanzierungen. Ziel ist es, finanzielle Risiken zu minimieren, wobei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherungskosten und eingegangenen Risiken angestrebt wird. Bei Bedarf setzt die Gruppe derivative Finanzinstrumente zur Absicherung ein. Ausfallrisiken entstehen durch Zahlungsziele für Kunden und Gegenparteirisiken. Diese werden durch Bonitätsprüfungen, Mahnwesen und die Überwachung von Forderungen begrenzt. Dienstleistungen erfolgen nur an kreditwürdige Kunden. Wertminderungen berücksichtigen historische Ausfalldaten, makroökonomische Faktoren und geopolitische Risiken. Liquiditätsrisiken begegnet die All for One Group durch die Priorisierung ihrer Zahlungsfähigkeit. Jede Konzerngesellschaft hält ausreichende liquide Mittel vor, ergänzt durch Liquiditätsreserven und freie Kreditlinien der All for One Group SE. Die Schuldscheindarlehen sind nicht nachrangig und unbesichert, unterliegen jedoch »Change of Control«-Klauseln, die im Falle eines Gesellschafterwechsels eine Kündigung und sofortige Rückzahlung von 73,5 Mio. EUR ermöglichen. Für Tranchen aus 2019 und 2020 können Zinsmargen bei bestimmten Ereignissen erhöht werden, während Tranchen aus 2022 Nachhaltigkeitskomponenten enthalten, die ebenfalls zu Zinsanpassungen führen können. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden alle relevanten Kennzahlen eingehalten. Marktrisiken umfassen Schwankungen im Zeitwert oder in künftigen Zahlungsströmen von Finanzinstrumenten durch Änderungen bei Währungs- oder Zinssätzen. Währungsrisiken entstehen, wenn Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in anderen Währungen als dem Euro bewertet werden. Um diese Risiken zu minimieren, finanziert die All for One Group Vermögenswerte bevorzugt in der jeweiligen Währung. Umsätze und Aufwendungen der Gesellschaften erfolgen meist in derselben Währung. Verbleibende Risiken können bei Bedarf durch Devisengeschäfte abgesichert werden. Auf den Einsatz von Währungsabsicherungsgeschäften wurde sowohl im Geschäftsjahr 2023/24 als auch im Vorjahr verzichtet. Zinsänderungsrisiken betreffen langfristige variabel verzinsliche Verbindlichkeiten. Diese werden durch Beobachtung der Zinspolitik und gegebenenfalls durch Sicherungsmaßnahmen reduziert. Da derzeit nur festverzinsliche Schuldscheindarlehen bestehen, waren solche Maßnahmen in den vergangenen Jahren nicht erforderlich, und Änderungen der Zinssätze hätten keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern. Stellungnahme des Vorstands zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems (ungeprüft) Die obenstehenden Ausführungen zeigen die wesentlichen Grundzüge der Überwachung des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems durch den Vorstand auf. Das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem sind dynamische Systeme, die laufend an Veränderungen des Geschäftsmodells, die Art und des Umfangs der Geschäftsvorfälle oder die Zuständigkeiten angepasst werden. Damit einhergehend ergeben sich aus internen und externen Prüfungen in Einzelfällen Verbesserungspotenziale hinsichtlich der Angemessenheit und der Wirksamkeit von Kontrollen. Dem Vorstand liegen mit Blick auf die Beurteilung dieser Managementsysteme keine Erkenntnisse vor, dass diese in ihrer Gesamtheit nicht angemessen beziehungsweise nicht wirksam sind. Eine inhaltliche Prüfung dieser Stellungnahme ist durch den Abschlussprüfer nicht vorgesehen. 4.2 Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Das Geschäftsjahr 2023/24 war für die All for One Group erneut ein wichtiges Jahr auf dem Weg zum führenden IT-, Beratungs- und Service-Provider mit starkem SAP-Fokus. Es wurden zahlreiche interne Initiativen und Projekte gestartet, um die zukünftigen Chancen internationaler Geschäftstätigkeit und die unterschiedlichen Geschäftsfelder in wachsenden IT-Märkten weiter zu unterstützen. So stehen der weitere Ausbau des Transformationsangebots auf SAP S/4HANA, die stärkere Einbindung und der Ausbau der Regional Delivery Center im operativen Betrieb, die weitere Entwicklung von proaktiven Services sowie die Veresserung der Projektmargen im Fokus. Die stetig voranschreitende digitale Transformation sowie die zunehmende Bedeutung von KI-gestützten Angeboten bieten neue Wachstumsfelder, die gleichzeitig Chancen für die All for One Group bieten. Zudem sind – im Sinne einer ausgewogenen Berücksichtigung von Chancen und Risiken – neben den nachfolgend genannten Chancen (siehe Abschnitt »4.3. Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung«) auch die unten stehenden Risiken (siehe Abschnitt »4.4. Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung«) angemessen in den Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) berücksichtigt. Nach Einschätzung des Vorstands überwiegen trotz eines »optischen« Übergewichts der berichteten Risiken die erläuterten Chancen. Aufgrund der Marktposition mit einer großen und weiterwachsenden Anzahl von Stammkunden, angesichts der gut ausgebildeten Mitarbeiter und dem gut ausgebauten Fundament an Lösungen und Dienstleistungen ist das Management überzeugt, auch den neuen Herausforderungen des aktuellen Gesamtrisikoprofils erfolgreich begegnen zu können. Es sind insofern keine Risiken bekannt, die allein oder in Kombination den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten. Die Digitalisierung von Geschäftsabläufen in den Kundenmärkten der All for One Group und der Generationswechsel auf die Unternehmenssoftware SAP S/4HANA in enger Verbindung mit Fachbereichslösungen aus der Cloud sowie die laufende Beratung und Adaption an technologische Weiterentwicklungen dürften auch mittel- bis langfristig anhalten. Gleichzeitig führt der zunehmende Fachkräftemangel bei IT-Experten in Unternehmen zu stärkeren Outsourcing-Aktivitäten und erhöht die Nachfrage nach IT-Services und Lösungen. Das Leistungsangebot und die Organisation der All for One Group werden weiter gezielt auf die hohe Dynamik dieser Trends hin ausgerichtet. 4.3 Chancen der Zukünftigen Geschäftsentwicklung »Turning technology into business success« legt prägnant fest, was die All for One Group für ihre Kunden erreichen möchte. Zur Erreichung dieses Ziels wurde in den letzten Geschäftsjahren viel in den Ausbau neuer Geschäfts- und Serviceeinheiten investiert, um den Kunden ganzheitlich bei seiner Digitalisierung zu begleiten. Mit Blick auf die Kernthemen »Relevantes Portfolio«, »Geschäft mit hohen Gewinnmargen«, »nachhaltige Transformation« und »Ready together« wurden Chancen identifiziert, die konsequent umgesetzt und forciert werden sollen, um erhebliches Umsatz- und Ergebnispotential zu generieren. Wesentliche Zielgruppen für Beratungsleistungen rund um SAP und die damit verbundenen IT-Lösungen und Services sind mittelständisch geprägte Unternehmen mit einem Umsatz bis ca. 10 Mrd. EUR in den Kernbranchen Maschinen- und Anlagenbau, Automotive, Life Sciences, Konsumgüterindustrie, Service Provider und Großhandel. Unsere Vision prägt dabei die Strategie zur Chancenrealisierung maßgeblich. Die größten Wachstumspotenziale liegen dabei in der Transformation durch Digitalisierung, der Cloud-Migration und der Nutzung von KI in Use-Cases zur Prozessoptimierung. Mit Kundennähe, Branchenexpertise und dem Ausbau proaktiver Dienstleistungen positionieren wir uns als vertrauenswürdiger Partner, der Unternehmen zukunftsfähig und wettbewerbsstark macht. Chancen der digitalen Transformation und Migration auf SAP S/4HANA Das Wartungsende für alte SAP-Systeme im Jahr 2027 drängt viele Unternehmen zum Umstieg auf SAP S/4HANA. Dies bietet der All for One Group die Chance, zahlreiche Bestandskunden bei der Transformation ihrer SAP-Landschaft zu begleiten. Ohne einen »Digitalen Kern« in Form einer ganz neuen Generation von Unternehmenssoftware – SAP S/4HANA – ist der tiefgreifende Wandel zum intelligenten, vernetzten Unternehmen kaum erfolgreich zu vollziehen. Mit dem CONVERSION/4-Angebot und der Crystalbridge-Technologie des Partners SNP erfolgt die technische Transformation weitgehend automatisiert. SAP bietet zwischenzeitlich auch Programme für die Conversion an, die All for One Group ebenfalls im Angebot hat. Ergänzend stellt die All for One Group ein umfassendes Servicepaket bereit, das Cloud-Infrastruktur, Prozessoptimierung sowie kontinuierliche Innovationen und Services umfasst. Diese Strategie ermöglicht es, Kunden längerfristig zu binden und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Auch die SAP-installed-base – d.h. Unternehmen mit SAP-System, die bisher keine Kunden sind – mit über 5.000 Unternehmen allein in Deutschland bietet enormes Wachstumspotential. Durch enge Verzahnung mit »RISE with SAP« und »GROW with SAP« wird weiteren SAP-Anwenderunternehmen der Umstieg auf SAP S/4HANA erleichtert. Damit stärkt die All for One Group ihre Position im SAP-Mittelstandsmarkt und erhöht ihre Sichtbarkeit innerhalb des SAP-Ökosystems. Die SAP S/4HANA-Conversion wird in vielen Unternehmen noch 5 bis 10 Jahre im Fokus stehen und wird der All for One Group weitere Projekt- und Servicechancen eröffnen. Somit besteht die Chance, die wiederkehrenden Umsätze weiter zu steigern und damit die Plan- und Skalierbarkeit des Geschäfts weiter zu verbessern. Eine höher als geplante Durchdringung der Zielmärkte – insbesondere mit dem erweiterten Portfolio und bei neuen Kundengruppen – könnte sich positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und zu positiven Abweichungen der Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) führen. Chancen durch starkes Wachstum in der Cloud und Erzielung wiederkehrender Erlöse Die Cloud-Transformation bietet Unternehmen großes Potenzial zur Steigerung von Skalierbarkeit, Cybersicherheit und Datenintegration. Gleichzeitig bringt der Weg in die Cloud Herausforderungen mit sich, insbesondere bei der reibungslosen Einführung und Anpassung an unternehmensspezifische Anforderungen und etablierte Prozesse. Viele Unternehmen setzen auf die Lösungen »GROW with SAP« und »RISE with SAP«, um diesen Schritt effektiv zu meistern, wobei die All for One Group als verlässlicher Partner ihre Kunden bei der Transformation in die Cloud mit maßgeschneiderten Services und Best-Practice-Lösungen unterstützt. »GROW with SAP« ermöglicht eine standardisierte, schnell implementierbare Public-Cloud-Lösung mit branchenspezifischen Best Practices. »RISE with SAP« hingegen bietet in der Private Cloud umfassendere Anpassungsmöglichkeiten und eine breite Servicepalette für komplexe Transformationsanforderungen. Der Anteil wiederkehrender Erlöse wird durch Subscription-Modelle für Software weiter steigen, was die Planbarkeit unserer Umsätze erhöht. SAP fördert diesen Wandel im Rahmen des RISE-Projekts, und auch Hersteller wie Microsoft setzen konsequent auf das Subscription-Modell anstelle von klassischen Lizenzen. In diesem Umfeld ist die All for One Group mittlerweile der umsatzstärkste SAP-Partner für Cloud-Lösungen in Mitteleuropa – sowohl in Fachbereichen wie HR, Vertrieb & Commerce, Supply Chain & Procurement als auch im zentralen ERP-Bereich mit SAP S/4HANA. Damit besteht die Chance, die wiederkehrenden Umsätze weiter zu steigern und die Plan- und Skalierbarkeit des Geschäfts weiter zu verbessern. Eine höher als geplante Durchdringung der Zielmärkte – insbesondere mit neuen Produkten – könnte sich positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und zu positiven Abweichungen der Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) führen. Chancen als integrierter Anbieter und starke Gruppe im gehobenen Mittelstand Die All for One Group hat als führender IT-, Beratungs- und Service-Provider mit starkem SAP-Fokus große Chancen, ihre Kundenbasis im gehobenen Mittelstand – Internationale Unternehmen mit mittelständischer Prägung mit einem Umsatz ab 500 Mio. EUR bis zu 10 Mrd. EUR. – weiter auszubauen. Diese Kunden arbeiten häufig direkt mit SAP zusammen, verfügen über fundiertes IT- und SAP-Wissen, sind international organisiert und fordern spezialisierte Methoden zur Bewältigung komplexer Systeme und Strukturen, einschließlich detaillierter Konzepte, umfassender Projektorganisation und Unterstützung im Change Management. Die All for One Group ist gut auf die anspruchsvollen Anforderungen des gehobenen Mittelstands ausgerichtet: Mit ihrer starken Position im SAP-Markt, insbesondere bei Cloud- und Conversion-Projekten, und durch den Ausbau einer globalen Serviceorganisation bietet sie maßgeschneiderte Gesamtlösungen, die auf die komplexen Bedürfnisse dieser Kunden abgestimmt sind. Die enge Betreuung von Bestandskunden ermöglicht nicht nur die Erweiterung bestehender Systeme, sondern unterstützt Unternehmen umfassend in allen Aspekten der digitalen Transformation und stärkt so nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit. Zudem erhöht das Angebot integrierter Microsoft-Services den Mehrwert, indem es den Fachbereichen den Zugang zu führenden Technologien erleichtert. Chancen eines integrierten Digitalisierungs-Angebots und durch KI Die Land-and-Expand-Strategie der All for One Group eröffnet bedeutende Wachstumschancen, indem zunächst das ERP-System transformiert und anschließend ergänzende Geschäftsprozesse digitalisiert werden. Kunden erwarten dabei zunehmend End-to-End-Lösungen, die über reine Prozessoptimierung und Technologie hinausgehen. Die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsstärke eines Unternehmens wird heute durch umfassende Ansätze geprägt: Dazu gehören eine hochwertige Customer Experience, agile Arbeitswelten (New Work & Collaboration), fundierte Entscheidungen basierend auf Daten (Business Analytics) und die Motivation der Mitarbeitenden (Employee Experience). Die All for One Group bietet ein entsprechendes Portfolio an und bietet ergänzend branchenspezifische, integrierte Lösungspakete aus Technologie, Dienstleistungen und Microsoft-Services an. So kann die digitale Transformation in allen Unternehmensbereichen zielgerichtet und nachhaltig umgesetzt werden. Die umfassende Angebotspalette schafft Wachstums- und Margenpotenzial und unterstützt die langfristige Bindung und den Ausbau der Kundenbeziehungen. Die Integration von KI-Technologien (Künstliche Intelligenz) wie generativer KI und Machine Learning markiert eine revolutionäre Veränderung in der Arbeitswelt und bietet Unternehmen enormes Potenzial zur Optimierung von Geschäftsprozessen und datenbasierter Entscheidungsfindung. Lösungen wie SAP Joule oder Microsoft Copilot eröffnen dabei völlig neue Möglichkeiten. Für die All for One Group ergibt sich die Chance, Unternehmen umfassend bei der Einführung und Umsetzung von KI zu begleiten. Dabei liegt die Expertise darin, maßgeschneiderte Use-Cases zu entwickeln und diese sowohl technologisch als auch prozessual exakt an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Dabei verfolgt die All for One Group eine Fast-Follower-Strategie, um die Innovationskraft der Partner SAP und Microsoft – beide stark in KI investiert – optimal für die Kunden einzusetzen. Technologie wird nicht als Selbstzweck betrachtet, sondern als Schlüssel zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung. Durch die Kombination von Cloud-Technologien, SAP S/4HANA und KI wird eine Grundlage geschaffen, um echten Geschäftserfolg aus neuen Technologien zu generieren. So besteht vermehrt die Chance, mit der Land-and-Expand-Strategie auch die Teilmärkte rund um das »ERP« zu erschließen und von KI zu profitieren. Mehr Projekte als geplant abzuschließen, könnte sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und zu positiven Abweichungen von den Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) führen. Chancen der Buy & Build Strategie Transformationsdruck und Innovationstempo in den Märkten der Gruppe halten an. Es erhöhen sich so die Chancen auf externes Wachstum zusätzlich zu den organischen Wachstumszielen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«). Chancen bestehen insbesondere darin, gezielt neue Märkte zu erschließen und die Marktposition zu stärken. Weitere erfolgreiche Akquisitionen können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinflussen. Aufgrund der sehr eingeschränkten Planbarkeit sind solche Chancen in den Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2024/25 auch weiterhin nur dann enthalten, wenn die Transaktionen bereits hinreichend konkret sind. Chancen der Nachhaltigkeit innerhalb der Gruppe und Richtung Kunde Als Digitalisierungs- und Transformationspartner unterstützt die All for One Group rund 3.000 Kunden durch die Umwandlung von Technologien in Geschäftserfolg und steigert so deren Wettbewerbsfähigkeit. Unter dem strategischen Eckpfeiler einer nachhaltigen Transformation wird eine effiziente und nachhaltige Organisation angestrebt, die sich an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (UN) ausrichtet. SAP und Microsoft als wichtigste Partner der All for One entwickeln zahlreiche Lösungen, die Unternehmen bei der Erreichung ihrer Umwelt- und Sozialziele unterstützen wie bspw. den SAP Sustainability Control Tower oder die Microsoft Cloud for Sustainability. Auch die All for One Group unterstützt ihre Kunden mit Nachhaltigkeitsberatung bei der Entwicklung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie aber auch bei der Erfüllung ihrer Berichtspflichten. Dabei wird angestrebt, Kunden mit maßgeschneiderten Nachhaltigkeitslösungen zu beraten, wobei eine verstärkte Digitalisierung insbesondere zur Senkung von Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch relevant ist. Aber auch nach innen gerichtet ist das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Dies richtet sich auf die Handlungsfelder klimafreundliche Geschäftstätigkeit, Diversität und Chancengleichheit, Nachhaltigkeit im Kundengeschäft und die strategische Verankerung von Nachhaltigkeit. Zukünftige Anforderungen der »Corporate Sustainability Reporting Directive« und »European Sustainability Reporting Standards« werden in der Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements berücksichtigt. Chancen aus Regional Delivery Center Das Nearshoring in den »Regional Delivery Center« bietet der All for One Group zahlreiche Chancen zur Bewältigung des Fachkräftemangels, zur Kostenoptimierung und zur Erweiterung des Serviceangebots. Durch die gezielte Verlagerung von Dienstleistungen in nahe gelegene Länder können durch einen erweiterten Talentpool Engpässe bei IT-Fachkräften wirksam kompensiert werden. Mit einem Anteil von ca. 25% außerhalb der Kernmärkte lassen sich zusätzlich Effizienzgewinne realisieren und die Preisstruktur für Kunden stabil gehalten werden. Ein weiteres Potenzial liegt in der Flexibilität und Verfügbarkeit des Serviceangebots, da vernetzte Arbeitsteams über Landesgrenzen hinweg dabei unterstützen, Kundenbedürfnisse schneller und kontinuierlicher zu bedienen. Die Kollegen in der Türkei, Polen und Ägypten werden mit ihrer Expertise den Wachstumskurs der Gruppe insbesondere bei CONVERSION/4-Projekten und großen internationalen Projekten unterstützen. Die Covid-19-Pandemie hat die Arbeitsweise der All for One Group und ihrer Kunden verändert: Beratung, die bisher nur vor Ort akzeptiert wurde, erfolgt zunehmend per Remote-Access. Die Akzeptanz für Online-Vertriebskanäle und Nearshore-Leistungen ist dabei deutlich gestiegen. Ziel ist es, lokale Projekte vermehrt durch Fachkräfte aus den Regional Delivery Centers zu unterstützen. So kann die All for One Group ihren Kunden trotz Fachkräftemangel internationale Technologiekapazitäten bieten, Kosten einsparen und Projekte effizienter umsetzen. Chancen durch proaktive Services und Partnernetzwerke Der technologische Wandel und die sich ständig verändernden Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und Systemintegration erfordern von Unternehmen eine kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer IT-Systeme und Geschäftsprozesse. Die All for One Group entwickelt proaktive Services, um Kunden entlang ihrer gesamten Customer Value Journey zu unterstützen und zukunftssichere Lösungen zu gewährleisten. Diese Services bieten branchenspezifische Lösungen, die frühzeitig die Auswirkungen von regulatorischen Änderungen, Compliance-Vorgaben und Branchenstandards bewerten und an die spezifischen Bedürfnisse der Kunden anpassen. Durch kontinuierliche Innovation und frühzeitiges Erkennen von Technologietrends sichern proaktive Services nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden, sondern stärken auch die Kundenbindung durch einen langfristigen Mehrwert. Die enge Anbindung an relevante Ökosysteme ermöglicht es, neue Trends und Innovationspotenziale rechtzeitig zu identifizieren und umzusetzen. So hilft das etablierte Partnernetzwerk Kunden »wie aus einer Hand« umfassend, wirkungsvoll und dennoch effizient bei der Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit in einer digitalen Welt. Neben der engen Zusammenarbeit mit SAP und Microsoft spielen auch das United VARs Netzwerk für internationale Roll-outs und Projekte sowie ein proaktives Industry Alliance Management eine wichtige Rolle für die Positionierung der Gruppe am Markt. Vermehrt erweist sich dazu das erweiterte Partnerprogramm »All for One Group Partner Management« mit Experten außerhalb der Kern-Branchen der All for One Group, bspw. durch die Bau Allianz, die Life Sciences Alliance oder die Food & Beverages Alliance. Mit deren Unterstützung kann die All for One Group Zielmärkte noch besser durchdringen und zusätzliche Umsätze generieren sowie IT-Leistungen effizient implementieren. Ziel ist es, durch die dabei gewonnene neue Sichtbarkeit nach außen und innen profitabel Neukunden zu gewinnen und die über 600 Kunden der Industrien (Life-Sciences, Bauwirtschaft sowie Nahrung- und Genussmittel) zu entwickeln. Stärker als geplante Fortschritte bei den Innovationen könnten zu positiven Abweichungen gegenüber den Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) führen. Chancen durch Fokus auf Mitarbeiter – »Ready Together« Die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter sind entscheidend für den Geschäftserfolg der All for One Group. Um Wachstum und Skalierbarkeit zu fördern, liegt der Fokus auf einer starken Unternehmenskultur, die persönliche Entwicklung und Chancengleichheit unterstützt. Die Gewinnung, Bindung und Weiterentwicklung von Talenten und künftigen Führungskräften ist dabei zentral. Durch intensives Onboarding, Schulungen, moderne Arbeitsplätze und ein wachsendes Employee Engagement stellt die All for One Group sicher, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und den Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt gerecht zu werden. Ein OKR-System (Objectives and Key Results) bietet den Mitarbeitern klare Zielsetzungen und fördert die Transparenz über Prioritäten und Fortschritte im gesamten Unternehmen, was Motivation und Eigenverantwortung stärkt. Für das Unternehmen eröffnet dies die Chance, alle Mitarbeiter gezielt auf die strategischen Ziele auszurichten und die Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg zu verbessern, was letztlich das Wachstum und die Agilität fördert. Chancen durch Erhöhung interner Effizienz durch Digitalisierung und Skaleneffekte Die Hebung von Effizienzen und Generierung von Kosteneinsparungen durch Standardisierung, Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Transformation. Nach Abschluss der Transformationsphasen und der Restrukturierung steht nun neben der Realisierung von neuen Umsatzpotenzialen die Steigerung des operativen Ergebnisses und damit die Verbesserung der Effizienz im Fokus. Dies umfasst bspw. eine zentrale Plattform als Basis für die Automatisierung von ITSM-Prozessen (IT Service Management), die weiter ausgebaut werden kann, sowie ein geschärftes Führungs- und Organisationsmodell (Target Operating Model). Zusätzlich wird die gruppenweite Reportingplattform mit einheitlichen Kennzahlen weiter ausgebaut. 4.4 Risiken der Zukünftigen Geschäftsentwicklung Auch im aktuellen Berichtsjahr sind die Identifikation und die Bewertung der Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung wesentlich von äußeren Einflüssen und Entwicklungen bestimmt. Risikobewertung Die identifizierten Risiken (netto, d.h. unter Berücksichtigung risikobegrenzender Gegenmaßnahmen) werden im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen gemäß den folgenden Übersichten bewertet:

Eintritts- wahrscheinlichkeit Beschreibung
Bis 5% Sehr gering
> 5% bis 15% Gering
> 15% bis 30% Mittel
> 30% bis 50% Hoch
> 50% Sehr hoch

Neben eigenen Erfahrungen und externen Einschätzungen werden in die Bewertung auch Vergleichswerte anderer Marktteilnehmer einbezogen. Schweregrad bzw. Schadensmaß der identifizierten Risiken können gemäß nachstehender Skala von »vernachlässigbar« bis »kritisch« reichen. Mit Hilfe der dargestellten Skala lassen sich auch weiterhin schwierig zu quantifizierende Risiken, etwa Reputationsrisiken, konsistent verfolgen und steuern. Der Zeitraum für die Beurteilung der Auswirkungen entspricht mindestens dem im Prognosebericht (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) genannten Prognosezeitraum.

Schweregrad/ Schadensmaß Beschreibung Auswirkung in EUR
Vernachlässigbar Unerhebliche negative Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 0 – 250.000
Gering Begrenzte negative Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 250.000 – 500.000
Moderat Einige negative Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 500.000 – 2.500.000
Ernst Beträchtliche negative Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.500.000 – 5.000.000
Kritisch Schädigende negative Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Über 5.000.000

Risikomatrix Beide Bewertungen – Eintrittswahrscheinlichkeit und Schweregrad/Schadensmaß – werden in Form von Risikoprioritätszahlen (»Niedriges Risiko« 1 bis 5, »Mittleres Risiko« 6, »Hohes Risiko« 7 bis 10) in nachstehender Risikomatrix zusammengefasst. Auf diese Weise wird für jedes Einzelrisiko die entsprechende Risikoklasse ermittelt. Sie reicht von »niedriges Risiko« über »mittleres Risiko« bis »hohes Risiko«.

Schweregrad / Schadensmaß Kritisch (5)
Ernst (4) Hohes Risiko
Moderat (3) Mittleres Risiko
Gering (2) Niedriges Risiko
Vernach- lässigbar (1)
Sehr gering (1) Gering (2) Mittel (3) Hoch (4) Sehr hoch (5)
Eintrittswahrscheinlichkeit

Risikolage im Überblick Die nachstehende Übersicht enthält eine Zählung aller konzernweit gemeldeten Risikoereignisse, die den jeweiligen Einzelrisikokategorien zuzuordnen sind. Diese werden nach Risikoklassen segmentiert, wobei die im vorstehenden Kapitel definierten Bewertungsskalen für die Zuordnung zu den jeweiligen Risikoklassen maßgeblich sind. Die Darstellung der Risikoübersicht wurde im Vergleich zum Vorjahr überarbeitet, um die relative Bedeutung der Einzelrisikokategorien klarer und transparenter hervorzuheben.

Einzelrisiken
Gemeldete Risikoereignisse der Risikoklasse »hoch« Gemeldete Risikoereignisse der Risikoklasse »mittel« Gemeldete Risikoereignisse der Risikoklasse »niedrig«
Umfeldrisiken
Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen 2 8 33
Markt- und Branchenrisiken 0 14 50
Strategierisiken
Risiken von Wettbewerbssituationen mit strategischen Partnern 1 6 19
Finanzrisiken
Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken 0 0 6
Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden 0 3 14
Betriebsrisiken
Risiken des Rechenzentrumsbetriebs 1 2 11
Cyberrisiken 2 4 0
Datenschutzrisiken 0 2 5
Personalwirtschaftliche Risiken 2 10 66
Risiken aus Unternehmenserwerben 0 0 4
Projektrisiken 0 4 33
Risiken aus Rechtsstreitigkeiten 0 3 17
Compliance-Risiken 0 3 9
Sonstige Risiken (neu hinzugefügt) 0 6 10
Gesamt 8 65 277

Nachfolgend werden die Risikoereignisse dargestellt, die im Rahmen des Risikomanagementsystems als wesentlich eingestuft werden. Ein Risikoereignis gilt als wesentlich, wenn es gemäß der im vorstehenden Kapitel beschriebenen Risikomatrix den Risikoklassen »mittel« oder »hoch« zuzuordnen ist. Die Darstellung der wesentlichen Risikoereignisse erfolgt in aggregierter Form und ist nach den relevanten Einzelrisikokategorien strukturiert. Die Einzelrisikokategorien werden zudem bewertet, indem eine Gesamtaussage zu deren Eintrittswahrscheinlichkeit, Schweregrad/Schadensmaß und Risikoklasse getroffen wird. Maßgeblich für die Bewertung der Einzelkategorie ist das Risikoereignis mit der höchsten Risikoprioritätszahl innerhalb dieser Kategorie. Sofern mehreren Risikoereignissen dieselbe Risikoprioritätszahl zugeordnet wurde, ist für die Bewertung des Einzelrisikos das Ereignis ausschlaggebend, bei welchem die Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwergrad/Schadensmaß am stärksten voneinander abweichen. Zu den Einzelrisikokategorien »Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken« und »Risiken aus Unternehmenserwerben« wurden keine Risikoereignisse identifiziert, die als »mittel« oder »hoch« zu klassifizieren sind. Sie sind aufgrund der vorgenommenen Abgrenzung nicht Gegenstand der weiteren Berichterstattung. Umfeldrisiken Unter den »Umfeldrisiken« werden Risiken verfolgt, die von gesellschaftlichen, politischen, gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen ausgehen sowie spezielle Risiken in den Märkten und Branchen der Kunden der All for One Group. Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen In der Risikogruppe »Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen« werden Risikoereignisse verfolgt, die sich den Risikosphären »Shareholderstruktur«, »Höhere Gewalt«, »Konjunkturrisiken«, »Inflation & Energiekrise«, »Nachhaltigkeit« und »Politische Situation« zuordnen lassen. Die weltweite politische und gesamtwirtschaftliche Lage bleibt weiterhin von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Der anhaltende -Krieg zwischen Russland und der Ukraine, eskalierende Konflikte im Nahen Osten, die Unsicherheiten rund um die US-Wahl sowie die politische Lähmung in Deutschland bedrohen weiterhin die globale wirtschaftliche Stabilität. Diese Konflikte belasten nicht nur die globalen Lieferketten, sondern sorgen auch für volatile Energie- und Rohstoffpreise, die den Inflationsdruck aufrechterhalten. Dies könnte die wirtschaftliche Erholung bremsen und zu einer sinkenden Investitionsbereitschaft bei den Kunden der All for One Group führen. Zudem erhöht sich durch die Unsicherheit auf den Rohstoffmärkten die Wahrscheinlichkeit weiterer Preissteigerungen, insbesondere bei Energie und wichtigen Rohstoffen, was sich direkt auf die Kostenbasis auswirkt. Ferner besteht in bestimmten Zielmärkten das Risiko einer negativen Entwicklung der Angebotspreise und Honorarsätze aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Leistungsangebote sowie potenzieller Wechselkursveränderungen. Weitere Risiken, die sich aus der vorherrschenden geopolitischen Instabilität ergeben, sind potenzielle Versorgungsengpässe im Energiesektor, die in Form von überregionalen Stromausfällen kurzzeitig die Betriebsfähigkeit beeinträchtigen könnten. Darüber hinaus bleibt unklar, ob die bisher durchgeführten sowie mögliche weitere Zinsänderungen den Inflationsdruck tatsächlich nachhaltig dämpfen oder ob sie vielmehr die Wirtschaftsleistung schwächen. Bereits jetzt weisen wichtige Zielmärkte negatives Wirtschaftswachstum aus, was sich in einer verminderten Kaufkraft, einem erhöhten Preisdruck und einer zunehmenden Zurückhaltung bei Investitionen seitens der Kunden der All for One Group widerspiegelt. Diese Risiken werden durch die anhaltende Inflation und geopolitische Unsicherheiten wie den Nahostkonflikt zusätzlich verstärkt. Gesellschaftliche Entwicklungen und verstärkte regulatorische Anforderungen tragen ebenfalls zu den Unsicherheiten bei. Verschärfte Regelungen im Bereich des Klimaschutzes, Energiemanagements und anderer Nachhaltigkeitsaspekte könnten zusätzliche Belastungen für Unternehmen in den Zielmärkten der All for One Group schaffen. Dennoch bieten diese Entwicklungen auch Chancen, da die Nachfrage nach nachhaltigen IT-Lösungen steigt. Zur Minderung dieser Risiken verfolgt die All for One Group eine kontinuierliche Beobachtung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, frühzeitig auf potenzielle Risiken zu reagieren. Die Abhängigkeit von externen Einflussfaktoren bleibt jedoch hoch, weshalb die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen naturgemäß begrenzt ist. Es wurden zudem spezifische Maßnahmen ergriffen, um den unmittelbaren Auswirkungen wirtschaftlicher Unsicherheiten zu begegnen. Diese beinhalten beispielsweise, Kosteneffizienz, Qualitätsfokus und die Flexibilisierung von internen Prozessen sowie die Erschließung neuer Branchen und Märkte. Darüber hinaus werden Mitarbeiter stärker für aktuelle Marktbedingungen sensibilisiert und in Bereichen wie Energieeinsparungen und Prozessoptimierungen geschult. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für die Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen wird erneut als »hoch« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden weiterhin als »ernst« bewertet. In der Gesamtbewertung werden die Risiken daher auch erneut als »hoch« eingestuft. Markt- und Branchenrisiken In der Risikogruppe »Markt- und Branchenrisiken« werden Risikoereignisse verfolgt, die sich den Risikosphären »Wettbewerbsintensität«, »Marktstruktur«, »Produktrisiken« und »Abhängigkeit von Schlüsselkunden« zuordnen lassen. Wie bereits unter den Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen beschrieben, könnten geopolitische Konflikte wie der Russland-Ukraine-Krieg sowie der Nahostkonflikt weiterhin zu Lieferkettenstörungen führen. Darüber hinaus könnte die Wirtschaft aufgrund schwankender Inflationsraten sowie Energie- und Rohstoffpreissteigerungen auch künftig einem immer stärker werdenden Druck ausgesetzt sein. Dies zeigt sich auch in dem im Kapitel »Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden« beschriebenen allgemeinen Anstieg von Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Die schwerpunktmäßigen geografischen Märkte der All for One Group (Deutschland, Österreich, Schweiz und Polen) könnten hiervon besonders betroffen sein. Entsprechendes gilt für die export- und energieabhängigen Schlüsselbranchen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferindustrie und Konsumgüterindustrie. Erschwerend hinzu kommt, dass sich vor allem Unternehmen der Automobilindustrie und damit Kunden der Zulieferindustrie weiterhin inmitten tiefgreifender Veränderungen befinden. Diese Entwicklungen und Veränderungen könnten zumindest zeitweise mit Investitionen in IT-Lösungen und -Services konkurrieren und die Vertriebserfolge und damit die Geschäftsentwicklung der All for One Group beeinträchtigen. Als vertrauter Berater ihrer Kunden (»Trusted Advisor«) sieht sich die All for One Group mit Blick auf die Markt- und Branchenrisiken zudem weiterhin einem »Innovatoren Dilemma« ausgesetzt. So müssen in erheblichem Umfang neue Themen gleichzeitig auf- und ausgebaut werden, um Kunden bei der Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit auch zukünftig umfassend begleiten zu können. Hinzu kommen neue Wettbewerber, die verstärkt die Digitalisierung und den technologischen Wandel nutzen, um in den Markt einzutreten, was nicht nur die Kundengewinnung erschwert, sondern auch die Bindung bestehender Kunden gefährdet. Dies wird zusätzlich durch den bestehenden Preisdruck und die stattfindende Marktveränderung verstärkt, die zu einem Umsatzrückgang führen könnten. Darüber hinaus ist auch die weiterhin voranschreitende Transformation in Richtung Cloud Computing mit Risiken verbunden. So können nachhaltige Erfolge beim Verkauf von Cloud-Lösungen zur Steigerung wiederkehrender Erlöse vermehrt zu schwächer als geplanten Einmalumsätzen aus dem Verkauf herkömmlicher Softwarelizenzen führen, ehe sie erst nach Jahren durch die zwar niedrigeren, jedoch wiederkehrenden Erlöse aus cloudbasierter Softwarenutzung überkompensiert werden. Die voranschreitende Marktkonsolidierung und das hohe Innovationstempo könnten zudem Einfluss auf den weiteren Ausbau und die Ausrichtung des Produkt- und Serviceportfolios der All for One Group haben. Zur Reduzierung von Markt- und Branchenrisiken legt die All for One Group ein hohes Augenmerk auf einen integrierten Marktauftritt sowie eine umfassende, gruppenweit gesteuerte Kundenansprache, die sich sowohl auf Neu-, als auch auf Stammkunden fokussiert. Gerade durch die gezielte, proaktive Betreuung und Weiterentwicklung der gruppenweiten Stammkunden kann das gruppenweite Service- und Produktportfolio platziert und Potenziale besser ausgeschöpft werden. Dadurch kommt die Rolle der All for One Group als Dienstleister, der die Business Software Plattformen und vor allem deren Integration beherrscht und so die gesamte Softwarelandschaft ihrer Kunden sowie deren Betrieb professionell betreut, vermehrt zum Tragen. Hohe Kundenzufriedenheit und eine damit einhergehende verstärkte Kundenbindung erzielt die All for One Group zudem durch eine ganzheitliche Beratung ihrer Kunden in allen Facetten der Prozess-, Lösungs- und Systemarchitektur. Die beschriebenen Maßnahmen werden durch regelmäßig optimierte Angebotsstrategien und Vertragsstrukturen begleitet. Zur weiteren Vertiefung von Kundenbeziehungen sowie zur Verbesserung der geschaffenen Kundenerlebnisse stärkt die All for One Group zudem fortlaufend ihre gruppenweite Vertriebsorganisation. Das gruppenweit einheitliche Customer-Relationship-Management-System zur Verbesserung der Sales- und Marketingaktivitäten wurde im Berichtszeitraum weiterentwickelt. Darüber hinaus baut die All for One Group ihren Marktzugang über den Mittelstand hinaus in Richtung »gehobener« Mittelstand sowie weitere Branchen aus und verbessert zusätzlich ihre Fähigkeiten, mit ihren Kunden auch international zu wachsen. Hierfür vertieft die All for One Group zum einen die Zusammenarbeit innerhalb der United VARs Allianz und baut ihre Regional Delivery Center aus. Mit Hilfe der aufgezeigten Maßnahmen wird nicht nur die Wettbewerbsposition der All for One Group gestärkt, sondern auch Transformationsrisiken sowie dem bestehenden Preis- und Margendruck entgegengewirkt. Das Lösungs- und Serviceangebot im Segment CORE (Business Software für die Kerngeschäftsprozesse von Unternehmen) ist klar auf die spezifischen Anforderungen der großen Referenzkundenbasis in ausgewählten Branchen ausgerichtet. Anders im Segment LOB (»Lines of Business«), in dem die All for One Group mit ihrem spezifischen Lösungs- und Serviceangebot in nahezu allen Branchen auf sehr ähnliche Anforderungen trifft und so auch vermehrt in neue Branchen vorstoßen kann. Darüber hinaus ermöglichen die Transformationsangebote, wie z.B. das CONVERSION/4-Angebot der All for One Group, ihren Kunden einen smarten Umstieg auf SAP S/4HANA, der durch das angekündigte Wartungsende der SAP bis 2027 notwendig wird. Auch hier setzt die All for One Group auf eine kontinuierliche konzeptionelle Weiterentwicklung ihres Angebots, um so den spezifischen Anforderungen ihrer Kunden noch besser Rechnung tragen zu können. In Summe kann die All for One Group so die Transformationsrisiken ihrer Kunden reduzieren, ihre wiederkehrenden Erlöse erhöhen und sich von ihren Wettbewerbern absetzen. Zur weiteren Reduzierung der Markt- und Branchenrisiken werden die Managed Cloud Services der All for One Group immer enger mit den praktisch unbegrenzt auf- und abwärts skalierbaren Computing-Ressourcen großer Hyperscaler, wie Microsoft Azure und zunehmend auch Amazon Web Services (AWS), verbunden. Zudem werden Rechenzentren konsequent in Form von Co-Location Services führender Provider und deren Facilities genutzt. Dies bietet zusätzliche Flexibilität. Trotz risikoreduzierender Maßnahmen verbleiben gewisse Markt- und Branchenrisiken. Deren Eintrittswahrscheinlichkeit wird weiterhin als »mittel« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden als erneut »moderat« beurteilt. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher weiterhin als »mittel« eingestuft. Strategierisiken Unter den »Strategierisiken« werden die Auswirkungen von sich verändernden Wettbewerbssituationen entlang den Lieferketten und »Business Networks« der All for One Group analysiert. Dazu zählen insbesondere die Risiken strategischer Partnerschaften, ihren Lösungen, Technologien, Partnermodellen und daraus resultierenden Wettbewerbssituationen (»Co-Competition«). Im Einzelnen werden diese Entwicklungen und deren Risiken wie folgt bewertet: Risiken von Wettbewerbssituationen mit strategischen Partnern In der Risikogruppe »Risiken von Wettbewerbssituationen mit strategischen Partnern« werden Risikoereignisse verfolgt, die sich den Risikosphären »Wettbewerb/Abhängigkeit Partner«, »Vertriebsstruktur« und »Digitale Transformation« zuordnen lassen. Auch die strategischen Partner der All for One Group unterliegen weiterhin einem hohen Transformationsdruck, wodurch sie ihre Strategien laufend anpassen müssen. Solche Veränderungen könnten vermehrt zu Risiken von Wettbewerbssituationen (»Co-Competition«) mit strategischen Kunden und Lieferanten führen. Ein konkretes Risiko besteht darin, dass Lieferanten, wie Großplattformbetreiber, ihre eigenen Betreuungsleistungen direkt an Kunden der All for One Group anbieten. Dies könnte den Preis- und Margendruck auf das Service-Portfolio der Gruppe erhöhen. Darüber hinaus könnten diese Anbieter durch strategische Partnerschaften oder direkte Kundenakquisitionen weitere Geschäftsbereiche betreten, die bisher von der All for One Group bedient wurden. Ein relevantes Szenario ergibt sich durch die Erweiterung des Geschäftsmodells von Partnern, die vermehrt Managementberatungsleistungen in Richtung IT anbieten. Hierdurch könnte es zu einer Abwanderung von Kunden und einem Rückgang des Kooperationsgeschäfts kommen. Ein weiteres bedeutendes Risiko besteht in der möglichen Veränderung der Regelungen und Bedingungen für das Partnermodell mit Herstellern wie Microsoft und SAP. Solche Änderungen könnten den Markterfolg der All for One Group erheblich beeinträchtigen, insbesondere durch Anpassungen der Margen, strengere Bedingungen oder eine Verlagerung des Geschäftsmodells der Partner hin zu direkteren Vertriebsansätzen. Diese Veränderungen könnten sich nachteilig auf das Partnerprogramm der All for One Group auswirken, insbesondere im Hinblick auf Angebote wie »Rise with SAP«, das den Kunden den Umstieg auf SAP S/4HANA Cloud erleichtern soll. Solche Veränderungen könnten zu geringeren Lizenz- und Supporterlösen führen, jedoch auch eine Steigerung der wiederkehrenden Subscriptions-Erlöse bewirken. Gleichzeitig besteht darin eine Chance, da SAP die Bedeutung der Partner bei der Betreuung der Kunden aufgewertet hat. Zusätzlich können SAP-Partner mit der Business Technology Plattform schnellere, maßgeschneiderte Lösungen entwickeln und ihre Position als strategische Partner stärken. Zudem besteht ein Risiko in der Verschlechterung der Einkaufskonditionen bei strategischen Partnern. Die Marktmacht solcher Partner könnte zu höheren Kosten für Dienstleistungen und Produkte führen, was Gewinnmargen schmälern könnte. Ebenso könnte eine Änderung der Geschäftsmodelle von Partnern wie SAP oder Microsoft negative Auswirkungen auf bestehende Geschäftsbeziehungen und die Auslastung von Dienstleistungen haben. Im Vertrieb entstehen ebenfalls Risiken durch die administrative Belastung und den zunehmenden internen Aufwand bei der Zusammenarbeit mit Herstellern. Diese Belastungen könnten zu einer ineffizienten Nutzung der Vertriebsressourcen führen, was wiederum den Vertriebserfolg beeinträchtigen könnte. Diese Risiken unterliegen einer kontinuierlichen Beobachtung durch das zuständige Management, das diesen durch die Etablierung entsprechender Entlastungsmaßnahmen und Prozessoptimierungen gezielt entgegenwirkt. Zur Reduzierung der vorstehenden Risiken werden die Abhängigkeiten von strategischen Partnern genau überwacht. So identifiziert die All for One Group detailliert, mit welchen eigenen Lösungen sie sich selbst und ihre Kunden zu Alleinstellungsmerkmalen verhelfen kann. Anschließend wird der Standardumfang von Software sehr gezielt erweitert und kundenspezifische Service- und Lösungsarchitekturen erarbeitet. Beispielhaft genannt werden kann an dieser Stelle die Integration von »RISE with SAP« in das Transformationsangebot der All for One Group sowie das Angebot proaktiver Services wie »Rise One« (integrierte Cloud-Lösung, die RISE with SAP mit erweiterten Integrations- und Support-Services kombiniert, um Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen). Risikoreduzierend wirkt zudem die Schaffung von Synergien mit strategischen Partnern. So ist die Performance der All for One Group im SAP-Markt sowie als Mitglied von United VARs, auch für die Geschäftsentwicklung von SAP selbst bedeutsam. Die globale Position von United VARs, die von SAP weltweit als gewichtiges »Sounding Board« hohe Beachtung erfährt, unterstützt die All for One Group zudem bei der Wahrung der Interessen ihrer mittelständischen Kunden innerhalb der globalen SAP-Organisation. Darüber hinaus befindet sich die All for One Group stets in einem sehr engen Austausch mit ihren strategischen Partnern. Im Ergebnis kann die All for One Group so nicht nur ihr Leistungsportfolio kontinuierlich optimieren und noch besser an die Bedürfnisse des Marktes anpassen, sondern auch ihre marktweite Wahrnehmung als bedeutsamer Innovationspartner stärken. Auch Microsoft will die Wachstumsdynamik ihres indirekten Geschäfts weiter erhöhen und setzt dazu vermehrt auf große innovations- und vertriebsstarke Partner. Zudem hat sich die Entwicklung hin zu agilen und digitalisierten Arbeitswelten enorm beschleunigt. Die »New Work and Cybersecurity« Services der All for One Group erhalten dadurch zusätzlichen Rückenwind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken von Wettbewerbssituationen mit strategischen Partnern wird im Berichtsjahr erneut als »hoch« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden weiterhin als »moderat« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher erneut als »hoch« eingestuft. Finanzrisiken Unter den »Finanzrisiken« werden vor allem Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden verfolgt. Die wesentlichen Finanzrisiken werden wie folgt bewertet: Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden In der Risikogruppe »Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden« werden Risikoereignisse verfolgt, die sich den Risikosphäre »Forderungsausfall« zuordnen lassen. Die bereits unter den Risiken gesellschaftlicher, politischer, gesamtwirtschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen beschriebenen Faktoren, insbesondere die volatile Energiepreisentwicklung, die weiterhin anhaltende Inflation sowie die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, könnten zu einer Zunahme von Insolvenzen in der Kundenbasis führen. Dies wird durch den Anstieg der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland deutlich, die im September 2024 um 13,7% gegenüber dem Vorjahresmonat zugenommen haben. Die Zuwachsrate liegt damit wieder im zweistelligen Bereich, nachdem sie im Juni 2024 bereits um 6,3% gestiegen war. Im Berichtszeitraum kam es zu einem konkreten Fall einer Kundeninsolvenz, der zu einem für die betroffene Gesellschaft nicht unerheblichen Forderungsausfall führte. Solche Fälle verdeutlichen, dass auch langjährige Geschäftsbeziehungen von plötzlichen Insolvenzen betroffen sein können, was sich negativ auf die Liquidität und Ertragslage der All for One Group auswirkt. Besonders problematisch sind Kundenbeziehungen, bei denen Forderungen häufig bestritten oder Zahlungen nicht geleistet werden, was letztlich zu Zahlungsausfällen führen kann. Um diese Risiken zu minimieren, setzt die All for One Group auf ein konsequentes und softwareunterstütztes Forderungsmanagement. Dieses umfasst die Überwachung und den direkten Kontakt zu säumigen Kunden sowie den Einsatz eines Mahnwesens zur zeitnahen Erkennung von Risiken. Weitere Maßnahmen zur Risikominimierung beinhalten die Kredit- und Bonitätsprüfung der Kunden, die Vereinbarung klarer Zahlungsziele sowie den Einsatz von Versicherungen, um größere Forderungsausfälle abzusichern. In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken von Forderungsausfällen und Insolvenzen von Kunden erneut als »mittel« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden weiterhin als »moderat« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher erneut als »mittel« eingestuft. Betriebsrisiken Unter den »Betriebsrisiken« werden die Risiken des Rechenzentrumsbetriebs, Cyberrisiken, Datenschutzrisiken, personalwirtschaftliche Risiken, Risiken von Unternehmenserwerben, Projektrisiken, Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sowie Compliance-Risiken verfolgt. Im Einzelnen werden die wesentlichen Betriebsrisiken wie folgt bewertet: Risiken des Rechenzentrumsbetriebs In der Risikogruppe »Risiken des Rechenzentrumsbetriebs« werden Risikoereignisse verfolgt, die sich den folgenden Risikosphären zuordnen lassen: »Störfall Rechenzentrum«, »Auslastung Rechenzentrum«, »Servicequalität« und »Cloud-Plattformen«. Als Anbieter von Rechenzentrumsdienstleistungen ist die All for One Group dem Risiko ungeplanter Service-Unterbrechungen ausgesetzt, die sowohl den Geschäftsbetrieb der Gruppe als auch den ihrer Kunden beeinträchtigen könnten. Ein wesentlicher Risikofaktor besteht im Ausfall von Services über einen längeren Zeitraum, etwa durch den Ausfall von Hardwarekomponenten oder durch äußere Einflüsse wie Stromausfälle. Solche Unterbrechungen könnten zu hohen bis sehr hohen vertraglichen Pönalzahlungen, Schadensersatzforderungen seitens der Kunden, Rufschädigung, Umsatzverlusten und im schlimmsten Fall zu Kundenkündigungen führen. Die Risiken des Rechenzentrumsbetriebs werden durch umfangreiche Vorkehrungen begrenzt. Anwendungen und Systeme werden dazu redundant in modernen Gebäuden und Infrastrukturen betrieben, die auch geographisch voneinander getrennt sind. Im Falle von Unterbrechungen des Systembetriebs, die im Katastrophenfall (»K-Fall«) bis zum Ausfall eines gesamten Rechenzentrums reichen können, kann der Betrieb aus jeweils anderen Rechenzentren fortgesetzt werden. Gleichwohl legt die All for One Group auch ein hohes Augenmerk auf die regelmäßige Überprüfung der bestehenden Ablauf- und Kommunikationsnotfallpläne, die bei Bedarf angepasst und so fortlaufend weiterentwickelt werden. Zudem investiert die All for One Group in »state-of-the-art« Technologien renommierter Hersteller, etwa zur Sicherung und permanenten Spiegelung von Daten. Im Rahmen der Bewertung der Risiken des Rechenzentrumsbetriebs berücksichtigt die All for One Group stets auch aktuelle politische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass vor allem die Stromversorgung in Deutschland durch solche Entwicklungen kurzfristig gefährdet werden kann, was das Vorhalten entsprechender Gegenmaßnahmen notwendig macht. Risikoreduzierend wirken in diesem Zusammenhang insbesondere hochmoderne und redundant ausgelegte Notstrom- und Kühlaggregate, die auch im Falle eines vorübergehenden Ausfalls der Stromversorgung die Aufrechterhaltung des Rechenzentrumsbetriebs gewährleisten. Die bereits ausreichend verprobte systemgestützte Steuerung und Überwachung der Systeme und Anwendungen ist auch vollständig »remote« durchführbar. Des Weiteren sind die Betriebsunterbrechungen durch Versicherungen, wie die Betriebsausfallversicherung, abgesichert. Auch im Falle von Fehlern durch Mitarbeitende bieten Haftungsbegrenzungen in den Kundenverträgen zusätzlichen Schutz. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken des Rechenzentrumsbetriebs wird erneut als »gering« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden weiterhin als »kritisch« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher erneut als »hoch« eingestuft. Cyberrisiken In der Risikogruppe »Cyberrisiken« werden Risikoereignisse aus den folgenden Sphären verfolgt: »Cyberangriffe«, »Zahlungsverkehr« und »Diebstahl von Daten durch Innentäter«. Das Geschäftsmodell der All for One Group und die Geschäftstätigkeit ihrer Kunden sind stark von einer reibungslosen Datenverfügbarkeit und sicheren Datenkommunikation abhängig. Cyberangriffe, wie gezielte Verschlüsselungs- oder Exfiltrationsangriffe, interne und externe Betrugsversuche, Distributed Denial of Service (DDoS)-Attacken oder Datendiebstahl, können sowohl bei der All for One Group als auch bei ihren Kunden schwerwiegende Betriebsunterbrechungen, Datenverluste und finanzielle Schäden verursachen. Diese Risiken umfassen ebenfalls mögliche Lösegeldforderungen, Rechtsstreitigkeiten und eine Gefährdung des Managed Services-Geschäfts sowie der Unternehmensreputation. Die Bedrohung durch Cyberangriffe bleibt in ihrem Umfang und ihrer Komplexität auf einem hohen Niveau. Laut einer im August 2024 veröffentlichen Studie des Digitalverbands Bitkom waren in den vorausgegangenen zwölf Monaten 81 Prozent der deutschen Unternehmen von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen. Der dadurch entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 267 Milliarden Euro. Zudem sehen sich 65 Prozent der befragten Unternehmen durch Cyberattacken in ihrer Existenz bedroht. Auch vor diesem Hintergrund ist die Steuerung von Cyberrisiken ein zentraler Aspekt der Unternehmensführung der All for One Group. Um die entsprechenden Risiken wirkungsvoll zu reduzieren und die Daten und Systeme ihrer Kunden genauso wie ihre eigenen Anwendungslandschaften noch besser zu schützen, verfügt die All for One Group über eine gruppenweite Cybersecurity-Organisation. Diese optimiert fortlaufend – unterstützt von externen Dienstleistern und internen Cybersecurity- & Compliance-Beratern – das gruppenweite Informationssicherheitsmanagementsystem und implementiert und koordiniert Maßnahmen zur Reduzierung von Cyberrisiken. So baut die All for One Group beispielsweise ihre bestehenden Maßnahmen und Tools zum Schwachstellenmanagement und zum Monitoring ihrer IT-Landschaft kontinuierlich aus, um etwaige Einfallstore und neuartige Angriffsmuster möglichst frühzeitig zu identifizieren und geeignete Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus werden Mitarbeiter regelmäßig im Rahmen verpflichtender Schulungsprogramme sensibilisiert, die sowohl allgemein zu beachtenden Grundsätze als auch aktuelle Entwicklungen und neu gewonnene Erfahrungswerte zu berücksichtigen. Hierdurch soll dem »Sicherheitsfaktor Mensch« und den zusätzlichen Sicherheitsanforderungen des mobilen Arbeitens noch besser Rechnung getragen werden. Ebenfalls risikominimierend wirkt, dass das IT-Service-Management der All for One Group strengen Prozessdefinitionen unterliegt, die auch die Anforderungen des internationalen Prüfungsstandards ISAE 3402 (»International Standard on Assurance Engagements 3402«) erfüllen. Das IT-Service-Management wird kontinuierlich an neu gewonnene Erkenntnisse angepasst, zudem wird dessen Einhaltung überwacht. Da die All for One Group zusätzlich den Zugang zu ihren Informationssystemen durch umfassende Berechtigungssysteme schützt und kontrolliert, wird für ihre sowie für die Daten ihrer Kunden ein sehr hohes Sicherheitsniveau erzielt. Risikoreduzierend wirken darüber hinaus Versicherungen, insbesondere eine spezielle Cyberversicherung, die potenzielle Schäden begrenzen können. Als ergänzende Qualitätskontrolle für das Informationssicherheitsmanagement der All for One Group dienen zudem diverse, regelmäßig von Dritten durchgeführte Audits und Zertifizierungen. Beispielhaft genannt werden kann an dieser Stelle die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 (Informationssicherheit) sowie weitere herstellerbezogene Zertifizierungen (z.B. SAP-Certified Provider in Hosting Operations). Aufgrund der weiterhin angespannten bis kritischen Bedrohungslage im Cyberraum wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Cyberrisiken auch unter Berücksichtigung der Vielzahl an etablierten technischen und organisatorischen Maßnahmen in diesem Geschäftsjahr erneut als »mittel« eingeschätzt. Deren mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden weiterhin als »kritisch« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher erneut als »hoch« eingestuft. Datenschutzrisiken Als IT-Dienstleister, insbesondere im Bereich Cloud-Services und Human Resources Business Process Outsourcing, verarbeitet die All for One Group im Auftrag ihrer Kunden in hohem Maße personenbezogene Daten. Dazu zählen Daten von Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und Geschäftspartnern. Auch innerhalb der internen Systeme und Anwendungen der All for One Group werden umfangreiche personenbezogene Informationen verarbeitet. Solche Daten unterliegen den hohen Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Bei Verstößen drohen erhebliche Bußgelder, Reputationsschäden sowie Ausgleichszahlungen aufgrund von Haftungsansprüchen betroffener Personen und Geschäftspartner. Im Fokus des Risikomanagements befindet sich das Risiko gruppeninterner Datenschutzverstöße sowie das Risiko von Datenschutzverstößen durch Geschäftspartner der All for One Group. Interne Datenschutzverstöße könnten zu schwerwiegenden Folgen wie Vertrauens- und Reputationsverlusten führen, während Verstöße durch Geschäftspartner ebenfalls Haftungsansprüche und Sanktionen seitens der Datenschutzbehörden nach sich ziehen könnten. Zudem besteht in Extremfällen die Gefahr strafrechtlicher Verfolgung. Zur Minimierung dieser Risiken hat die All for One Group ein gruppenweites Datenschutz Management System entwickelt und ausgebaut. Dieses umfasst unter anderem ein Schulungs- und Awareness-Programm zur Sensibilisierung der Mitarbeiter in Bezug auf Datenschutzvorgaben sowie die regelmäßige Überprüfung der datenschutzrelevanten Prozesse. Hervorzuheben ist die Etablierung einer gruppenweiten Datenschutzorganisation mit klar definierten Rollen und Verantwortlichkeiten sowie das Einbeziehen von Datenschutzaspekten bei der Auswahl und Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern. Das gruppenweite Berichtswesen wurde ebenfalls optimiert, um auf potenzielle Datenschutzrisiken schnell reagieren zu können. Die All for One Group überwacht zudem kontinuierlich die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften durch regelmäßige Audits und Zertifizierungen wie z.B. nach ISO/IEC 27018. Dies dient sowohl der externen Qualitätskontrolle als auch der internen Verzahnung der Datenschutz- und Cybersecurity-Organisation. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Datenschutzrisiken wird erneut als »gering« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) wird weiterhin als »ernst« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken erneut als »mittel« eingestuft. Personalwirtschaftliche Risiken In der Risikogruppe »Personalwirtschaftliche Risiken« werden Risikoereignisse aus den folgenden Sphären verfolgt: »Personalrekrutierung«, »Beratungsqualität«, »Auslastung der Berater«, »Fluktuation Mitarbeiter« und »HR Daten & Prozesse«. Die Nachhaltigkeit von wirtschaftlichem Erfolg ist untrennbar mit ausreichend hochqualifiziertem und motiviertem Personal verbunden. Sofern es nicht gelingt, neue Ressourcen zu rekrutieren, bestehendes Personal zu halten und weiterzuentwickeln sowie ausscheidende Mitarbeiter zeitnah adäquat zu ersetzen, könnte die Beratungsqualität und Kundenbindung und somit auch die Geschäftsentwicklung der All for One Group beeinträchtigt werden. Die zentralen Risiken im Bereich Personal ergeben sich im Berichtszeitraum vor allem aus der zunehmenden Internationalisierung der All for One Group und der daraus resultierenden Notwendigkeit, die personalbezogenen Prozesse und die damit verbundene Datenlandschaft stärker zu standardisieren. Der noch nicht erfolgte Abschluss dieser Maßnahmen führt im Bereich People & Culture zu hohem Ressourcenaufwand und einer erschwerten Steuerung von KPI. Gleichzeitig wirkt sich die uneinheitliche Personalstammdatenbasis auch auf das Risiko für Fehler in HR-Prozessen aus. Zudem werden die personalwirtschaftlichen Risiken weiterhin von einem hohen Fachkräftemangel bestimmt. Das erhöhte Innovationstempo und der vermehrte Transformationsdruck im IT-Markt und bei Kunden dürfte daher auch weiterhin für einen wachsenden Bedarf an Fachpersonal und entsprechend enge Personalmärkte sorgen. Diese Situation erschwert die Rekrutierung der erforderlichen Personalressourcen und verursacht gleichzeitig eine hohe Fluktuation von Mitarbeitern. Darüber hinaus könnten weitere Faktoren die personalwirtschaftlichen Risiken beeinflussen. So wird weiterhin auch mobil und damit außerhalb der Geschäftsstellen gearbeitet. Vor diesem Hintergrund besteht die Gefahr, persönliche Kontakte und damit auch das »Gespür« für wichtige Veränderungen bei Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten zu verlieren. Zudem könnten sich Projektrisiken auf die Auslastung von Consultants auswirken und insbesondere zu deren Unterauslastung führen. Die dargestellten Faktoren könnten zu der Reduktion der Bindung an das Unternehmen und einer geringeren Arbeitgeberattraktivität führen und sich somit negativ auf die All for One Group auswirken. Um die personalwirtschaftlichen Risiken weiter zu reduzieren, setzt die All for One Group derzeit verstärkt auf die Optimierung ihrer HR-Prozesse. Durch die Einführung konzernweit standardisierter Prozesse und einer einheitlichen HR-Software soll die Effizienz gesteigert und die Auswertung von Kennzahlen vereinfacht werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Steuerung relevanter HR-KPI (z.B. Time-to-hire, Cost-per-hire, Fluktuation) und gleichzeitig den Ressourcenaufwand im Bereich People & Culture sowie das Risiko von Prozessfehlern zu reduzieren. Außerdem baut die All for One Group ihre Programme zur Personalentwicklung sowie ihr Schulungsprogramm kontinuierlich aus. Dabei greift sie in hohem Maß auf die gruppenweite Learning-Plattform »ONE Academy« zurück, die von den Mitarbeitenden sehr vielfältig genutzt werden kann. Auf diese Weise soll auch die hohe Expertise der Mitarbeitenden der All for One Group gestärkt werden, sodass unsere Kunden auch weiterhin in allen Facetten der Digitalisierung umfassend beraten können. Weitere Programme ermöglichen und vereinfachen interne Stellenwechsel und wirken so der Fluktuation von Mitarbeitenden entgegen. Um die persönlichen Kontakte zu den Mitarbeitenden nicht zu verlieren, wird insbesondere im Rahmen gruppenweiter Videokonferenzen sowie des reichweitenstarken Intranets regelmäßig und transparent über bedeutende Ereignisse, Entwicklungen, Programme und Initiativen informiert. Gleichzeitig wird im neuen Geschäftsjahr mit »Flex Space« eine Regelung zum hybriden Arbeiten eingeführt, die die Vernetzung und den Austausch vor Ort fördern soll. Da der Erhalt der Mitarbeitergesundheit zu den höchsten Prioritäten der All for One Group zählt, werden zudem spezielle Trainingseinheiten und Angebote zur Gesundheitsförderung angeboten. Diese berücksichtigen auch die möglichen Auswirkungen des mobilen Arbeitens auf die psychische und physische Gesundheit. Des Weiteren überwacht die All for One Group fortlaufend ihre nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die auf die Steuerung des Personalbereichs ausgerichtet sind (siehe Abschnitt »2.3. Steuerungssystem – finanzielle und nichtfinanzielle Ziele«). Mit Blick auf die schwierig zu rekrutierenden Beratungsressourcen wurden zudem marktführende Automatisierungswerkzeuge im CONVERSION/4-Programm der All for One Group verankert. Auf diese Weise können einzelne Transformationsschritte zumindest in Teilen maschinell vorgenommen und vorhandene Personalressourcen wirkungsvoller eingesetzt werden. Um die Risiken des Fachkräftemangels zu reduzieren, werden zudem vermehrt qualifizierte Mitarbeitende in den Regional Delivery Centern eingestellt. Um die Unternehmenswerte der Gruppe nach Außen und nach Innen noch erlebbarer zu machen und die Bindung an das Unternehmen sowie die erfolgreiche Rekrutierung auch während Transformationsprozessen nachhaltig zu steigern, wird zudem der Aufbau und die Pflege der Arbeitgebermarke (»Employer Brand«) der All for One Group vorangetrieben. Hierfür werden, beispielsweise in Workshops und digitalen Umfragen, Mitarbeiter eingebunden. Auch auf diese Weise werden die Unternehmenswerte und Führungsleitlinien noch fester im Tagesgeschäft verankert. Auch die Arbeit des SE-Betriebsrats trägt – unterstützt durch ein paritätisch von SE-Betriebsrat und Unternehmensleitung besetztes HR-Council – zur Reduzierung personalwirtschaftlicher Risiken bei. Aufgrund der noch nicht abgeschlossen Optimierungen im Bereich »HR Daten & Prozesse« hat sich die Eintrittswahrscheinlichkeit der personalwirtschaftlichen Risiken im Berichtsjahr auf »hoch« erhöht. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden weiterhin als »moderat« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken im Berichtsjahr erhöht und damit als »hoch« klassifiziert. Projektrisiken In der Risikogruppe »Projektrisiken« werden Risikoereignisse aus den Risikosphären »Implementierungsprojekte«, »Vertragsrisiken aus Festpreisprojekten« und »Rabattierungen/Kostenlose Beratertage« verfolgt. Ein Kernelement des Geschäftsmodells der All for One Group ist die Planung und Implementierung umfassender Software- und Systemlandschaften bei Kunden. Die Laufzeiten solcher Projekte können sich über Jahre erstrecken, wobei neben eigenen Beratern oftmals auch Partner an der Projektrealisierung beteiligt sind. Der Erfolg von Projekten ist zudem in hohem Maße von den Ressourcen und der Mitwirkung der Kunden abhängig. Ein wesentliches Projektrisiko besteht in der potenziellen Verlängerung der Implementierungszeiträume, beispielsweise durch sich ändernde funktionale Anforderungen, technische Herausforderungen oder Unstimmigkeiten bei der Implementierung. Dies kann zu einer erhöhten Ressourcenbindung und einem steigenden Zeitaufwand führen, insbesondere bei Projekten mit hohem Customizing- und Entwicklungsanteil. Fehlplanungen in Projekten könnten zudem zu Margenverlusten und einer geringeren Profitabilität führen, insbesondere bei Festpreisprojekten, bei denen Budgetüberschreitungen nicht ohne weiteres kompensiert werden können. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass in Time-and-Material-(T&M)-Projekten unverhältnismäßig viele Vergünstigungen gewährt werden. Dies könnte dazu führen, dass Ressourcen, die gewinnbringend in anderen Projekten eingesetzt werden könnten, zu niedrigen Konditionen genutzt werden oder sogar kostenlos bereitgestellt werden müssen. Solche Entwicklungen könnten die Rentabilität der Projekte insgesamt mindern. Um Projektrisiken zu begrenzen, fokussiert die All for One Group ihr Projektgeschäft schwerpunktmäßig auf ausgewählte Branchen, insbesondere in deutschsprachigen Ländern. Verstärkt um kontinuierliche Qualifizierungsmaßnahmen ihrer Berater hat sich die Unternehmensgruppe mit dieser Konzentration eine hohe Geschäftsprozesskompetenz erarbeitet. Zur Einhaltung der vereinbarten Projektziele tragen zudem selbst entwickelte Methoden zur ganzheitlichen Steuerung von Projekten bei. So werden laufend Aspekte wie Qualität und Risiken, Projektfortschritt und Ressourcen, Kosten und Kommunikation im Projekt gemonitort. Zur Begrenzung der Projektrisiken tragen auch eigene Geschäftsprozess- und Zusatzlösungen sowie – bei internationalen Projekten – das weltweite Partnernetzwerk United VARs erheblich bei. Zudem setzt die All for One Group beim Umstieg auf die neue Softwaregeneration auf marktführende Transformationstechnologien, die in ihrem Subskriptionsmodell CONVERSION/4 fest verankert sind. Ferner bestehen Versicherungen und vertragliche Absicherungen, die Projektrisiken ebenfalls begrenzen. Außerdem berücksichtigt die All for One Group entsprechende Projektrisiken auch in ihrer Finanzplanung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken wird weiterhin als »gering« eingeschätzt. Die Bewertung der möglichen Auswirkungen dieser Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) wird im Berichtsjahr erneut als »ernst« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher erneut als »mittel« eingestuft. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten Aufgrund ihres anhaltenden Wachstums und ihres breiten Leistungsportfolios ist die All for One Group potenziell einem erhöhten Risiko von Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, die als Folge vorher beschriebener Einzelrisiken entstehen können. Insbesondere strittige Einführungsprojekte können über Forderungsausfälle hinaus auch zu Schadensersatzforderungen führen. Darüber hinaus könnten im Rahmen der Entwicklung eigener Produkte Schutzrechte Dritter berührt werden, was ebenfalls das Risiko von Rechtsstreitigkeiten erhöht. Zudem besteht die Möglichkeit, dass im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen aufgrund des starken Wachstums des Unternehmens vermehrt arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen auftreten. Zu den möglichen Konsequenzen solcher Rechtsstreitigkeiten zählen finanzielle Verluste durch unbeglichene Forderungen, nicht abrechenbare Stunden, Schadensersatzansprüche, Reputationsverluste sowie erhebliche interne Kosten, die durch Rechtsberatung, Gerichtsverfahren und den Einsatz von Ressourcen entstehen. Dies gilt insbesondere für Streitigkeiten mit hohen Schadenshöhen, bei denen neben den direkten finanziellen Auswirkungen auch mögliche Reputationsverluste zu berücksichtigen sind. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, hat die All for One Group eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört der kontinuierliche Ausbau der eigenen Legal- und Compliance-Organisation, um rechtliche Fragen frühzeitig zu identifizieren und zu adressieren. Zudem werden externe Rechtsanwaltskanzleien hinzugezogen, wenn spezifische Expertise erforderlich ist. Eine weitere Maßnahme zur Risikoreduzierung besteht in der regelmäßigen Anpassung der bestehenden Versicherungen, um potenzielle finanzielle Schäden durch Rechtsstreitigkeiten abzusichern. Des Weiteren wird ein proaktives Vertragsmanagement betrieben, um mögliche Rechtsstreitigkeiten bereits im Vorfeld durch klar formulierte Verträge und präventive Maßnahmen zu minimieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wird weiterhin als »gering« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden erneut als »ernst« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher weiterhin als »mittel« eingestuft. Compliance-Risiken In der Risikogruppe »Compliance-Risiken« werden Risikoereignisse aus den folgenden Sphären verfolgt: »Compliance-Verstöße« und »Arbeitsrechtliche Verstöße«. Zu den Compliance-Risiken zählen alle Arten von Verstößen gegen geltendes Recht sowie gegen interne Richtlinien der All for One Group, wie beispielsweise den Verhaltenskodex. Solche Verstöße könnten hohe Bußgelder, strafrechtliche Konsequenzen und Schadenersatzforderungen nach sich ziehen und das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitenden in das Unternehmen beeinträchtigen. Auch der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen und der Abbruch von Geschäftsbeziehungen gehören zu den potenziellen Folgen, die die Reputation der All for One Group stark gefährden könnten. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, verfügt die All for One Group über ein gruppenweites Compliance Management System (siehe Abschnitt »4.1 Group Governance Modell«, Unterabschnitt »Compliance Management System«). Neben Richtlinien wie dem Verhaltenskodex und regelmäßigen Schulungen haben Mitarbeitende und externe Personen die Möglichkeit, Compliance-Verstöße anonym über das Hinweisgebersystem IntegrityLine zu melden. Die Compliance-Organisation unterstützt präventiv, u.a. durch Beratung und das Monitoring gesetzlicher Änderungen. Weitere Maßnahmen, wie z.B. spezielle Schulungsprogramme, D&O-Versicherungen und ein erweitertes Screening von Geschäftspartnern gegen Sanktionslisten, ergänzen die Gegenmaßnahmen. Zusätzlich besteht das Risiko von Verstößen gegen in- und ausländische Steuervorschriften, die neben Bußgeldern und Verzugszuschlägen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnten. Gegenmaßnahmen umfassen u.a. das etablierte Tax Compliance Management sowie präventive Beratung durch die interne Tax-Abteilung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Compliance-Risiken wird weiterhin als »gering« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen der All for One Group (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden nach wie vor als »ernst« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken somit erneut als »mittel« eingestuft. Sonstige Risiken In der Risikogruppe »Sonstige Risiken« werden alle Risikoereignisse verfolgt, die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Neben den zentralen Risiken bestehen für die All for One Group weitere Risiken in verschiedenen operativen und organisatorischen Bereichen. Diese betreffen insbesondere das Notfall- und Krisenmanagement, welches in einigen Bereichen der Weiterentwicklung bedarf. Ein unzureichendes Krisenmanagement könnte im Fall von IT-Ausfällen, Stromunterbrechungen oder Störungen im Zahlungsverkehr zu Betriebsunterbrechungen, Verzögerungen in der Abwicklung von Zahlungen sowie Reputationsschäden führen. Gleichzeitig können weiterentwicklungsbedürftige Reaktionspläne auf Auskunftsersuchen & Untersuchungen von Ermittlungsbehörden zu Sanktionen führen. Um diesen Risiken vorzubeugen, werden entsprechende Notfallpläne entwickelt und optimiert. Ein weiteres Risiko stellen krankheitsbedingte Ausfälle von Personal dar, die insbesondere in Schlüsselbereichen den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen könnten. Hier setzt die All for One Group auf Gesundheitsförderungsmaßnahmen, um derartigen Risiken entgegenzuwirken. Darüber hinaus besteht in einzelnen Unternehmenseinheiten ein Risiko in der fehlenden Unterstützung im Beratungsgeschäft, was die Bearbeitung und Steuerung von Kundenaufträgen beeinträchtigen und letztendlich zu einem spürbaren Einbruch des Beratungsumsatzes sowie der Beratermarge führen könnte. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird die organisatorische und finanzielle Integration der betroffenen Einheiten in die Unternehmensgruppe gestärkt. Zusätzlich wird durch den gezielten Aufbau von Eigenpersonal sowie durch die Erweiterung der Partnerlandschaft eine weitere Risikominderung angestrebt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser sonstigen Risiken wird als »hoch« eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Umsatz- und Ergebnisprognosen (siehe Abschnitt »5. Prognosebericht«) werden als »gering« bewertet. In der Gesamtbewertung werden diese Risiken daher als »mittel« eingestuft. 05 Prognosebericht 5.1 Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Gemäß der jüngsten Projektionen erwartet die Bundesregierung für 2024 ein Minus von 0,2% und die Gemeinschaftsdiagnose der großen Forschungsinstitute ein Minus von 0,1% beim Bruttoinlandsprodukt. Für die Jahre 2025 und 2026 wird eine leichte Erholung prognostiziert. Das Wirtschaftswachstum soll mit plus 0,8% bis 1,1% trotz Wachstumspaket in 2025 noch schwach ausfallen und in 2026 bei 1,3% bis 1,6% liegen (Quellen: Handelsblatt, 9. Okt 2024; Gemeinschaftsdiagnose, 26. Sep 2024). Ausschlaggebend hierfür dürften die Erholung des privaten Verbrauchs, eine wirtschaftliche Belebung in wichtigen Absatzmärkten, günstigere Finanzierungsbedingungen, eine sinkende Inflation sowie strukturelle Anpassungen in den Bereichen Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel sein. Der Rückgang der Inflationsrate auf 2% für 2025 basiert auf der Erwartung geringerer Energiepreise und dem Abklingen von Sondereffekten wie steigende Energiekosten durch den Ukrainekrieg (Quelle: Gemeinschaftsdiagnose 26. Sep 2024). Die Kerninflation dürfte sich langsamer zurückbilden, insbesondere bei arbeitsintensiven Dienstleistern, da steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten (Quelle: Gemeinschaftsdiagnose, 26. Sep 2024). Für 2025 erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine moderate Erholung der Branche, nachdem 2024 durch schwache Auftragseingänge und Unsicherheiten geprägt war. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet für 2025 nicht mit einem nominalen Umsatzanstieg. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in den Bereichen Investitionen und Planbarkeit hofft die Branche perspektivisch auf eine Verbesserung, insbesondere durch Impulse aus den USA, während die Aussichten für Deutschland und China weniger optimistisch sind. Daneben fallen ausgewählte Kundenbranchen wie Life Science, Verteidigung und Luft- und Raumfahrt positiv auf (Quelle: VDMA,.9. Okt 2024 und VDMA Prognose 09/2024). Für 2025 erwartet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustre e.V. (ZVEI), dass sich die Elektro- und Digitalindustrie nach der Wachstumsdelle im Jahr 2024 wieder stabilisieren könnte, getrieben durch Investitionen in Schlüsseltechnologien wie Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung. Obwohl das Jahr 2024 durch hohe Unsicherheiten und einen Produktionsrückgang von etwa 2% geprägt ist, planen viele Unternehmen, ihre Investitionen zu steigern und die Chancen der industriellen Transformation zu nutzen, was langfristig Wachstumsimpulse für 2025 schaffen dürfte (Quelle: ZVEI Konjunkturbarometer, 15. Okt 2024). Das HDE-Konsumbarometer für Oktober 2024 zeigt eine fortgesetzte Abwärtsbewegung der Verbraucherstimmung, die nun bereits den vierten Monat in Folge zurückgeht. Trotz eines leichten Anstiegs der Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt der Konsum insgesamt schwach, da die Verbraucher gleichzeitig ihre Sparpläne verstärken. Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten sind ebenfalls pessimistisch, und ein signifikanter Wachstumsimpuls vom privaten Konsum ist in den letzten Monaten des Jahres nicht zu erwarten. Dieser wäre für das gesamtwirtschaftliche Wachstum entscheidend, wird aber voraussichtlich aufgrund der genannten Gründe auch in 2025 ausbleiben (Quelle: HDE, 7. Okt 2024). 5.2 Voraussichtliche Entwicklung der Branche Die digitale Transformation bleibt eines der wichtigsten Themen für Unternehmen, sodass verstärkt in die Modernisierung der IT und die Einführung neuer Technologien investiert wird. Dabei sind IT-Modernisierung, Cloud Transformation, Prozessautomatisierung, Data Analytics, Künstliche Intelligenz, regulatorische Anforderungen und Cybersecurity Top-Themen auf der CIO-Agenda der nächsten Jahre. So ist auch weiterhin mit einem steigenden Bedarf an Digital- und IT-Ausgaben zu rechnen. Trotz der aktuellen politischen und konjunkturellen Herausforderungen rechnen die Projektionen für das Kalenderjahr 2025 mit einem Umsatzplus je nach Marktsegment zwischen 4,3% und 12,6% , wobei das Cloud-Geschäft und das IT-Outsourcing stärker wachsen sollen (Quellen: Lünendonk, Aug 2024; SITSI Market Research, Mai 2024; Market insights by statista 2024; Bitkom e.V., Jun 2024). Die Industrie (Anteil 34%) bleibt umsatzseitig die größte Kundengruppe im deutschen IT-Dienstleistungsmarkt, gefolgt vom Finanzsektor (Anteil 17,7%). Der öffentliche Sektor (Anteil 9,6%) zeigt Nachholbedarf im Rahmen der Digitalisierung, ist aber aufgrund der aktuellen Kürzung von Haushaltsbudgets etwas gedämpft worden (Quellen: Lünendonk, Jul 2024; Cap Gemini IT Trends 2024). Auch in den anderen Hauptmärkten der All for One Group wird für die kommenden Jahre ein kontinuierliches Wachstum im Markt für IT-Dienstleistungen erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025 soll der IT-Services Markt in Österreich um 3,9%, in der Schweiz um 4,0% und in Polen um 6,0% wachsen (Quellen: SITSI Market Research, PL market figures, Feb 2024; CH market figures, Mai 2024, AT market figures, Mai 2024). Mit der zunehmenden digitalen Transformation und Automatisierung ist der IT-Dienstleistungsmarkt in den letzten Jahren gewachsen, da die Nachfrage nach Technologiedienstleistungen weltweit stark zugenommen hat. Veränderte Anforderungen im IT-Services-Markt im Zuge der digitalen und Cloud-Transformation führen zu steigender Komplexität und neuen Erfordernissen im Software Lifecycle. Darunter fallen Aktualität, Skalierung, Security, hohe Verfügbarkeit und Automatisierung. Die Bedeutung von Managed Cloud Services wächst im Kontext der zunehmenden Cloud-Nutzung und hohen Anforderungen an Informationssicherheit, während auch Bereiche wie Cybersecurity, Release-Management, Integration neuer Anwendungen und flexible IT-Ausrichtung an Bedeutung gewinnen (Quellen: Lünendonk, Aug 2024; Statista IT Services: market data & analysis, Jul 2024). 5.3 Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der All for One Group SE

in Mio. EUR, sofern nicht anders vermerkt Ist 2023/24 Prognose 2024/25
Konzern
Umsatzerlöse (IFRS) 511,4 525 - 540
EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) 34,0 36,5 - 40,5
Mitarbeiterbindung (in %) 90,9 89 - 90
Gesundheitsindex (in %) 96,6 96,5 - 97,0
All for One Group SE
Umsatzerlöse (IFRS) 311,9 315 - 335
EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) 12,3 9 - 14
Mitarbeiterbindung (in %) 91,5 91 - 92
Gesundheitsindex (in %) 96,0 96 - 97

Im Geschäftsjahr 2024/25 erwartet die All for One Group trotz einer rezessiven Phase in Europa ein solides Wachstum, mit starkem Fokus auf eine nachhaltige und ansteigende Profitabilität. Nach der Restrukturierung in 2023 setzt das Unternehmen künftig auf den weiteren Ausbau einer länder- und portfolioübergreifenden Matrix-Organisation, um das Geschäftsmodell weiter ausbauen und skalieren zu können. Mit SAP ERP als Kernprodukt und als einer der führenden Anbieter für die Umstellung auf SAP S/4HANA (Transformationsgeschäft) treibt die All for One Group ihre Cloud-Strategie weiter voran und kann dadurch rückläufige Lizenz- und Supporterlöse mit geringen Margen (Resell-Geschäfte) durch einmalige und wiederkehrende Provisionen und Subscriptions (geringeres Erlösvolumen, aber hohe Margen) ersetzen. Im Segment CORE (ERP und Kollaborationslösungen) wird ergänzend zu dem breiten Angebot an Lösungen rund um das ERP ein Wachstum durch die steigende Nachfrage nach Transformationsprojekten mit CONVERSION/4 und anderen Transformationsangeboten erwartet. Dabei ist auch die Integration mit Microsoft-Lösungen relevant. Vor dem Hintegrund zahlreicher Vertagsabschlüsse im Geschäftsjahr 2023/24 wird jetzt ein stärkeres Wachstum im Consulting erwartet. Durch die Programme RISE with SAP und GROW with SAP wird der Wechsel in die Cloud weiter forciert. Im Rahmen der zunehmenden »Land and Expand«-Strategie liegt der Fokus der Kunden aktuell stärker auf einer Transformation im Kernsystem-ERP auf SAP S/4HANA und dem Weg in die Cloud. Investitionen in End-to-End-LOB-Lösungen werden dabei nachgelagert getätigt. Es wird erwartet, dass sich immer mehr Kunden für einen integrierten, KI-unterstützten Lösungsansatz auf Basis von SAP entscheiden werden, worin in den nächsten Jahren großes Potential für die Fachbereichslösungen rund um die Bereiche Personal, Marketing & Sales und Finance liegt. Das Segment LOB (Fachbereichslösungen) soll dadurch weiter im Umsatz und Profitabilität wachsen. Insgesamt sollte das Investitionsniveau im Geschäftsjahr 2024/25 leicht abnehmen, da der Fokus auf der Intensivierung des Transformationsangebots, dem Move in die Cloud, Prozessverbesserung und der weiteren Steigerung der Profitabilität liegt. Sollten sich jedoch attraktive Opportunitäten für anorganisches Wachstum ergeben, würden diese genutzt werden. Die Verbesserung interner Prozesse, die Generierung von Skaleneffekten sowie die verstärkte gruppenübergreifende Integration der Mitarbeiter in Regional Delivery Center soll zu einer Steigerung der operativen Profitabilität und damit ansteigenden Margen führen. Erneute konjunkturelle Rückschläge aufgrund von geopolitischen Veränderungen können jedoch keinesfalls ausgeschlossen werden und könnten zu einer geringeren Nachfrage sowie zu erhöhten Forderungsausfällen und vermehrten Insolvenzen im Kundenstamm führen und die Erreichung der Prognose gefährden. Die Prognose für das Umsatzvolumen sieht eine Spanne zwischen 525 Mio. EUR und 540 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2024/25 (2023/24: 511,4 Mio. EUR) vor. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand ein EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) in Höhe von 36,5 Mio. EUR bis 40,5 Mio. EUR. (2023/24: 34,0 Mio. EUR). Als finanzielle Leistungsindikatoren für die All for One Group und für das Mutterunternehmen, die All for One Group SE, dienen Umsatz und EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS). Der Jahresabschluss der All for One Group SE wird hingegen nach HGB erstellt. Zusätzliche Steuerungsgrößen bei der All for One Group SE gleichermaßen wie im Konzern sind unverändert die nicht finanziellen Leistungsindikatoren »Mitarbeiterbindung« und »Gesundheitsindex«. Für das Geschäftsjahr 2024/25 hat sich das Mutterunternehmen sowie der Konzern zum Ziel gesetzt, das Niveau des Berichtsjahres 2023/24 für die »Mitarbeiterbindung« den »Gesundheitsindex« im Geschäftsjahr 2024/25 zu halten. Mittelfristausblick Vor dem Hintergrund der stagnierenden Kernmärkte und der globalen Unsicherheit ist ein konkreter Mittelfristausblick weiterhin schwierig. Die All for One Group plant bei den Umsatzerlösen für die nächsten Jahre ein robustes, organisches Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, das durch anorganisches Wachstum ergänzt wird. Das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS soll im Geschäftsjahr 2025/26 die Schwelle von 8% nachhaltig überschreiten. 06 Übernahmerelevante Angaben Angaben nach §§289A, 315A HGB Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Nr. 1) Das gezeichnete Kapital in Höhe von 14.946.000 EUR (30. Sep 2023: 14.946.000 EUR) setzt sich aus 4.982.000 (30. Sep 2023: 4.982.000) auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 3 EUR je Aktie zusammen. In Bezug auf die im Geschäftsjahr 2023/24 erworbenen eigenen Anteile wird auf die Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses der All for One Group SE verwiesen (Abschnitt »C.4. Eigenkapital«). Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Nr. 2) Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, insbesondere keine Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten (Nr. 3)  Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich  UIAG Informatik-Holding GmbH, Wien/Österreich  UIAG AFO GmbH, Wien/Österreich Art und Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Nr. 4) Aktien an der All for One Group SE mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Art der Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung (Nr. 5) Zudem sind keine Arbeitnehmer am Grundkapital der All for One Group SE beteiligt, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung (Nr. 6) a) Ernennung von Vorstandsmitgliedern Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß §84 Abs. 1 AktG und §7 Abs. 1 der Satzung vom Aufsichtsrat für höchstens fünf Jahre bestellt. Nach §7 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen und es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Nach §85 Abs. 1 AktG hat für den Fall, dass ein erforderliches Vorstandsmitglied fehlt (zum Beispiel, wenn nur noch ein Vorstandsmitglied vorhanden ist) das Gericht in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen. Das Amt des gerichtlich bestellten Vorstandsmitglieds erlischt gemäß §85 Abs. 2 AktG in jedem Fall, sobald der Mangel behoben ist. b) Abberufung von Vorstandsmitgliedern Die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands kann der Aufsichtsrat gemäß §84 Abs. 4 Satz 1 AktG widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist nach §84 Abs. 4 Satz 2 AktG namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, es sei denn, dass das Vertrauen aus offenbar unsachlichen Gründen entzogen worden ist. Der Widerruf der Vorstandsbestellung ist nach §84 Abs. 4 Satz 4 AktG wirksam, bis seine Unwirksamkeit rechtskräftig festgestellt ist. c) Änderung der Satzung der Gesellschaft Nach §179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß §18 der Satzung in Verbindung mit §179 Abs. 1 Satz 2 AktG befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Nach §179 Abs. 2 Satz 1 AktG bedarf ein Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung der Satzung grundsätzlich einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Nach §179 Abs. 2 Satz 2 AktG kann die Satzung eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit, bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Auf Grundlage dieser gesetzlichen Ermächtigung sieht §15 Abs. 3 Satz 3 der Satzung vor, dass Beschlüsse, durch die die Satzung der Gesellschaft geändert werden soll, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Nr. 7) Gemäß §6 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 11. März 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 7.473.000 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand legt mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Bedingungen der Aktienausgabe fest. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen; b) wenn die Aktien in einem Umfang, der 50% des Grundkapitals nicht übersteigt, gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden; c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§186 Abs. 3 Satz 4 AktG); bei der Ausnutzung dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss nach §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach oder entsprechend §186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 12. März 2020 hat den Vorstand bis zum 11. März 2025 ermächtigt, gemäß §71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, eigene Aktien der All for One Group SE bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals zu erwerben. Das entspricht bis zu 498.200 auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien. Am 12. Oktober 2022 hat der Vorstand der All for One Group SE von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen, wonach im Zeitraum vom 13. Oktober 2022 bis zum 12. Oktober 2023 insgesamt bis zu 100.000 eigene Aktien im Volumen von bis zu 5,5 Mio. EUR (ohne Erwerbsnebenkosten) zurückgekauft werden können. Dieses Aktienrückkaufprogramm wurde am 12. Oktober 2023 – ansonsten unverändert – bis 11. Oktober 2024 verlängert. Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Nr. 8) Bestimmte Änderungen im Gesellschafterkreis von All for One Group (»Change of Control«) können dazu führen, dass die Zeichner der Schuldscheindarlehen ihre Anteile sofort fällig stellen können. Entschädigungsvereinbarungen im Fall eines Übernahmeangebots (Nr. 9) Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. 07 Abhängigkeitsbericht Die All for One Group SE hat für das Geschäftsjahr 2023/24 gemäß §312 Abs. 3 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Unternehmens Invest AG hält zusammen mit ihren Tochterunternehmen UIAG Informatik-Holding GmbH, Wien/Österreich, und UIAG AFO GmbH, Wien/Österreich, die Mehrheit der Stimmrechte an der All for One Group SE und beherrscht diese somit. Damit ist die All for One Group SE, Filderstadt, ein gemäß §§16 Abs. 1, 2; 17 Abs. 2 AktG allein von der Unternehmens Invest AG abhängiges Unternehmen. Der Vorstand erklärt in seiner Schlusserklärung zum Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, dass die All for One Group SE bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden. 08 Nichtfinanzieller Konzernbericht 8.1 Nachhaltigkeitsbericht Den Nachhaltigkeitsbericht für das Berichtsjahr 2023/24 hat die All for One Group SE nach den Kriterien des DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex des RNE, Rat für Nachhaltige Entwicklung) gesondert erstellt und dieser wird auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Darin enthalten ist auch die nichtfinanzielle Berichterstattung nach §§289b, 289c, 315b, 315c HGB insbesondere im Hinblick auf die geforderten fünf Aspekte Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Zudem enthält der Nachhaltigkeitsbericht auch die Angaben zur EU-Taxonomie. Darüber hinaus entspricht der Nachhaltigkeitsbericht auch spezifischen Standards der Global Reporting Initiative (GRI) und erläutert die Umsetzung des NAP (Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte). Ermittlung und Ausweis der direkten und indirekten Treibhausgas Emissionen (THG Emissionen) wurden nach den Bestimmungen »Greenhouse Gasprotocol« vorgenommen. Gemäß §317 Abs. 2 Satz 4 HGB wurde der Nachhaltigkeitsbericht nicht in die inhaltliche Prüfung durch den Abschlussprüfer einbezogen. Der DNK hat den Nachhaltigkeitsbericht jedoch auf formale Vollständigkeit geprüft und mit einem qualifizierten Feedback versehen. Die Einarbeitung des Feedbacks wurde All for One Group SE vom DNK – nach abschließender Überprüfung bescheinigt (»DNK-Anwender-Signet«). Der Aufsichtsrat der All for One Group SE hat diesen Nachhaltigkeitsbericht geprüft und zur Veröffentlichung freigegeben. Der Nachhaltigkeitsbericht ist sowohl auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.all-for-one.com/csr_d, als auch auf der Internetseite des DNK unter www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de veröffentlicht. 8.2 EU-Taxonomie Angaben zur EU-Taxonomie gemäß Taxonomie-Verordnung 2020/851 sowie den ergänzenden delegierten Rechtsakten wurden im Nachhaltigkeitsbericht der All for One Group SE ausgewiesen. 09 Vergütungsbericht Die All for One Group SE hat gemäß den Vorgaben des §§289f Abs. 2 Nr. 1a in Verbindung mit §315d HGB den Vergütungsbericht gemäß §162 AktG für das Geschäftsjahr 2023/24 erstellt. Der Vergütungsbericht und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß §162 Abs. 3 Satz 3 AktG wird auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.all-for-one.com/verguetungsbericht zugänglich gemacht. Eine inhaltliche Prüfung durch den Abschlussprüfer, die über die Vorgaben des §162 Abs. 3 Satz 3 AktG hinausgeht, ist nicht vorgesehen. 10 Erklärung zur Unternehmensführung Die All for One Group SE hat die Erklärung zur Unternehmensführung (§289f HGB) respektive Konzernerklärung zur Unternehmensführung (§315d HGB) auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.all-for-one.com/erklaerung-unternehmensfuehrung veröffentlicht. Diese Erklärung beinhaltet die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG, die unter www.all-for-one.com/entsprechenserklaerung abgerufen werden kann. Eine inhaltliche Prüfung durch den Abschlussprüfer ist nicht vorgesehen. Filderstadt, 10. Dezember 2024 All for One Group SE Michael Zitz, CEO Stefan Land, CFO Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der All for One Group

in TEUR Anhang 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Umsatzerlöse E.1 511.406 487.952
Sonstige betriebliche Erträge E.2 6.113 9.992
Materialaufwendungen und bezogene Leistungen E.3 -182.822 -173.994
Personalaufwendungen E.4 -233.949 -229.286
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte E.5 -26.972 -28.770
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten F.12 -504 -805
Restrukturierungsaufwendungen E.6 0 -8.442
Sonstige betriebliche Aufwendungen E.7 -44.859 -41.742
Betriebsergebnis (EBIT) 28.413 14.905
Finanzerträge E.8 1.354 1.518
Finanzaufwendungen E.8 -2.888 -2.594
Finanzergebnis -1.534 -1.076
Ergebnis vor Steuern (EBT) 26.879 13.829
Ertragsteuern E.9 -8.557 -2.627
Periodenergebnis 18.322 11.202
davon zurechenbar auf Eigentümer des Mutterunternehmens 18.162 11.056
davon zurechenbar auf nicht beherrschende Anteile 160 146
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) E.10 3,70 2,23

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der All for One Group

in TEUR Anhang 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Periodenergebnis 18.322 11.202
Posten, die in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen F.18 -505 -1.484
Steuereffekt 52 209
Posten, die in Folgeperioden möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Unrealisierte Gewinne (+) / Verluste (-) aus der Währungsumrechnung 2.555 840
Sonstiges Ergebnis 2.102 -435
Gesamtergebnis 20.424 10.767
davon zurechenbar auf Eigentümer des Mutterunternehmens 20.289 10.626
davon zurechenbar auf nicht beherrschende Anteile 135 141

Konzernbilanz der All for One Group

Vermögenswerte
in TEUR Anhang 30.09.2024 30.09.2023
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente G. 62.586 62.587
Forderungen aus Finanzierungsleasing F.11 4.805 4.205
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen F.12 68.694 61.658
Vertragsvermögenswerte F.12 11.776 11.030
Ertragsteueransprüche 1.942 2.910
Sonstige Vermögenswerte F.13 18.421 19.937
168.224 162.326
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte F.14 68.713 66.784
Sonstige immaterielle Vermögenswerte F.14 27.445 32.836
Sachanlagen F.15 15.464 17.322
Nutzungsrechte F.16 45.153 44.487
Forderungen aus Finanzierungsleasing F.11 8.895 7.167
Latente Steueransprüche F.17 676 645
Sonstige Vermögenswerte F.13 8.545 10.084
174.891 179.325
Summe Vermögenswerte 343.115 341.652
--- --- --- ---
Schulden und Eigenkapital
in TEUR Anhang 30.09.2024 30.09.2023
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen F.19 1.113 4.068
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten F.20 3 4.034
Leasingverbindlichkeiten 14.379 13.316
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen I.22 35.689 30.369
Vertragsverbindlichkeiten 14.197 12.083
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 28.178 33.714
Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.683 3.776
Sonstige Verbindlichkeiten F.20 10.581 17.173
109.823 118.533
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen F.18 1.765 1.287
Sonstige Rückstellungen F.19 898 757
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten F.20 73.390 73.360
Leasingverbindlichkeiten 30.540 30.451
Latente Steuerschulden F.17 15.833 15.463
Sonstige Verbindlichkeiten F.20 765 1.755
123.191 123.073
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital H. 14.946 14.946
Rücklagen H. 99.347 86.170
Eigene Anteile H. -4.535 -1.373
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 109.758 99.743
Nicht beherrschende Anteile H. 343 302
110.101 100.045
Summe Schulden und Eigenkapital 343.115 341.652

Konzern-Kapitalflussrechnung der All for One Group

in TEUR Anhang 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Periodenergebnis 18.322 11.202
Ertragsteuern E.9 8.557 2.627
Finanzergebnis E.8 1.534 1.076
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte 1 E.5 E.6 26.972 29.060
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Wertberichtigungen und Rückstellungen -2.823 1.988
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -559 -1.042
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -6.383 -4.928
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.930 9.915
Zunahme (+) / Abnahme (-) der sonstigen Vermögenswerte und sonstigen Schulden -6.288 -5.150
Erhaltene Zinsen 1.321 524
Ertragsteuererstattungen (+) / -zahlungen (-) -4.608 -5.034
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 40.975 40.238
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -3.508 -8.835
Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 607 1.328
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -5.984 -17.429
Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen Finanzanlagen 0 -2.780
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.885 -27.716
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -15.388 -15.928
Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten -4.036 -37
Auszahlungen im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms -2.750 -1.600
Gezahlte Zinsen -2.712 -2.864
Dividendenzahlungen -7.206 -7.294
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -32.092 -27.723
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente -2 -15.201
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 82 -203
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres G. 61.797 77.201
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres G. 61.877 61.797
1) einschließlich Wertminderungen auf Nutzungsrechte aus der Restrukturierung im Vorjahr

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der All for One Group

Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital Nicht beherr-schende Anteile Eigen- kapital
in TEUR Gezeich- netes Kapital Kapital- rücklage Währungs- umrechnungs- rücklage Gewinn- rücklagen Eigene Anteile Summe
Anhang H. H. H. H. H. H.
01.10.2022 14.946 11.228 664 70.858 0 97.696 251 97.947
Periodenergebnis 0 0 0 11.056 0 11.056 146 11.201
Sonstiges Ergebnis 0 0 845 -1.275 0 -430 -5 -435
Gesamtergebnis 0 0 845 9.781 0 10.626 141 10.766
Dividendenausschüttung 0 0 0 -7.205 0 -7.205 -90 -7.294
Erwerb von eigenen Anteilen 0 0 0 0 -1.373 -1.373 0 -1.373
Transaktionen mit Eigen-tümern 0 0 0 -7.205 -1.373 -8.578 -90 -8.667
30.09.2023 14.946 11.228 1.509 73.434 -1.373 99.743 302 100.045
01.10.2023 14.946 11.228 1.509 73.434 -1.373 99.743 302 100.045
Periodenergebnis 0 0 0 18.162 0 18.162 160 18.322
Sonstiges Ergebnis 0 0 2.580 -453 0 2.127 -25 2.102
Gesamtergebnis 0 0 2.580 17.709 0 20.289 135 20.424
Dividendenausschüttung 0 0 0 -7.112 0 -7.112 -94 -7.206
Erwerb von eigenen Anteilen 0 0 0 0 -3.162 -3.162 0 -3.162
Transaktionen mit Eigen-tümern 0 0 0 -7.112 -3.162 -10.274 -94 -10.368
30.09.2024 14.946 11.228 4.088 84.031 -4.535 109.758 343 110.101

Konzernanhang der All for One Group A Grundlagen der Aufstellung Sitz und Rechtsform der Gesellschaft Die All for One Group SE, Filderstadt, ist eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE). Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 774576 registriert und hat ihren Sitz in der Rita-Maiburg-Straße 40 in 70794 Filderstadt, Deutschland. Die Aktien der All for One Group SE sind im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN: DE0005110001). Das Mutterunternehmen und zugleich oberstes Mutterunternehmen der All for One Group SE ist die Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich, die zusammen mit ihren Tochterunternehmen UIAG Informatik-Holding GmbH, Wien/Österreich, und UIAG AFO GmbH, Wien/Österreich, die Mehrheit der Stimmrechte an der All for One Group SE hält. Die Unternehmens Invest AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen auf, dem die All for One Group SE als Tochterunternehmen angehört, und wird in Österreich beim zuständigen Firmenbuchgericht zur Offenlegung eingereicht. Geschäftstätigkeit und Geschäftssegmente Die All for One Group SE und die von ihr beherrschten Tochterunternehmen (im Folgenden »All for One Group« oder »die Gruppe«) vereinen Strategie- und Managementberatung, Prozessberatung, Branchen-Expertise und Technologie-Know-how mit IT-Beratung und -Services unter einem Dach. Mit selbst entwickelten Softwaredienstleistungen sowie Branchen- und Zusatzlösungen vor allem auf der Basis von SAP, Microsoft und IBM orchestriert die All for One Group alle Facetten von Wettbewerbsstärke. Diese führen vom intelligenten Enterprise Resource Planning (ERP) – dem digitalen Kern einer jeden Unternehmens-IT – über Strategie, Geschäftsmodell, Customer & Employee Experience, New Work, Business Analytics bis hin zu Internet of Things, Machine Learning, Cybersecurity & Compliance. Führung, Planung und Steuerung der All for One Group erfolgen entlang der beiden Segmente »CORE« und »LOB«. Das Segment »CORE« (»Kerngeschäft«) umfasst Softwarelösungen im Bereich der ERP-Systeme (»Enterprise Resource Planning«) sowie der unternehmensweiten Zusammenarbeit (»Collaboration«). Darüber hinaus werden in diesem Segment auch Beratungs- und Infrastrukturdienstleistungen erbracht. Das Segment »LOB« (»Lines of Business«) enthält das Geschäft mit IT-Lösungen für Fachbereiche wie Vertrieb und Marketing oder Personal, die verstärkt aus der Cloud konsumiert werden. Rechnungslegungsstandards und allgemeine Grundlagen der Darstellung Der Konzernabschluss der All for One Group SE für das am 30. September 2024 endende Geschäftsjahr 2023/24 wurde unter Anwendung von §315e HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Alle für das Geschäftsjahr 2023/24 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) und Auslegungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) wurden berücksichtigt. Überdies wurden alle über die Regelungen des IASB hinausgehenden gesetzlichen Angabe- und Erläuterungspflichten des Handelsgesetzbuchs (HGB) erfüllt. Das Geschäftsjahr 2023/24 der All for One Group begann am 1. Oktober 2023 und endete am 30. September 2024. Die korrespondierende Vorjahresperiode (im Folgenden »Vorjahr«) umfasst demnach den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023. Der Konzernabschluss der All for One Group SE wurde grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips und unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sofern zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung oder aus Wesentlichkeitsgründen Posten der Konzernbilanz und/oder der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst wurden, werden diese im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Eine Erläuterung der angewandten Rechnungslegungsmethoden in Bezug auf einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfolgt innerhalb der einzelnen Textziffern des Konzernanhangs zusammen mit den jeweils einschlägigen spezifischen Anhangangaben. Die Darstellung in der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden grundsätzlich als langfristige Posten in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die Berichtswährung des Konzerns entspricht der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, der All for One Group SE, und damit dem Euro. Die funktionale Währung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dabei der jeweiligen Landeswährung. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten. Der Konzernabschluss der All for One Group SE für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 wurde am 10. Dezember 2024 vom Vorstand freigegeben und zur Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet. B Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erstmals im Geschäftsjahr 2023/24 angewandte neue und geänderte Standards und Interpretationen Die im Konzernabschluss der All for One Group SE für das Geschäftsjahr 2023/24 angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Vorjahres (Geschäftsjahr 2022/23). Davon abweichend hat die All for One Group bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2024 die folgenden, von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommenen, neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmals angewendet:

Standard / Interpretation
Titel Erstanwendung All for One Group Übernahme durch EU Auswirkungen All for One Group
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.10.2023 erfolgte am 19.11.2021 keine Relevanz
Änderungen an IFRS 17 Erstmalige Anwendung IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen 01.10.2023 erfolgte am 08.09.2022 keine Relevanz
Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice State- ment 2 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden 01.10.2023 erfolgte am 02.03.2022 Auswirkungen werden unterhalb der Tabelle erläutert
Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 01.10.2023 erfolgte am 02.03.2022 keine wesentlichen Auswirkungen
Änderungen an IAS 12 Ansatz latenter Steuern aus einer einzigen Transaktion 01.10.2023 erfolgte am 11.08.2022 keine wesentlichen Auswirkungen
Änderungen an IAS 12 Internationale Steuerreform - Säule-2-Mustervorschriften 01.10.2023 erfolgte am 08.11.2023 keine Relevanz weiterführende Erläuterung unterhalb der Tabelle

Das IASB hat am 12. Februar 2021 Änderungen an IAS 1 (und Practice Statement 2 Making Materiality Judgements) mit dem Titel »Angaben zu Rechnungslegungsmethoden« veröffentlicht. Danach sind künftig nur »wesentliche« Rechnungslegungsmethoden im Anhang darzustellen. Als wesentlich werden Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bezeichnet, wenn sie zusammen mit anderen, im Abschluss eines Unternehmens enthaltenen Informationen nach vernünftigem Ermessen Entscheidungen beeinflussen können, die die primären Adressaten von IFRS-Abschlüssen auf der Grundlage dieser Abschlüsse treffen. Die Erstanwendung dieses Amendments hat mit Blick auf den IFRS-Konzernabschluss der All for One Group lediglich zu einer Darstellungsänderung geführt, nicht indes zu einer Änderung der Bilanzierung dem Grunde oder der Höhe nach. Die All for One Group fokussiert sich bei der Darstellung der Rechnungslegungsmethoden künftig ausschließlich auf die zum Verständnis des Abschlusses wesentlichen Rechnungslegungsmethoden. Das IASB hat am 23. Mai 2023 die Änderungen an IAS 12 mit dem Titel »Internationale Steuerreform: Säule-2-Mustervorschriften« zu verpflichtend anzuwendenden Erleichterungen bei der Bilanzierung latenter Steuern aus der globalen Mindestbesteuerung (einschließlich verpflichtender Anhangangaben) veröffentlicht. Da die Konzernumsatzerlöse der All for One Group unterhalb des Schwellenwerts von 750 Mio. EUR liegen, ist die Gruppe weder von den Vorschriften der globalen Mindestbesteuerung noch von den einschlägigen Angabeerfordernissen dieses Amendments betroffen. Künftig verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen Das IASB bzw. IFRS IC hat nachfolgende Verlautbarungen herausgegeben, die im Geschäftsjahr 2023/24 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die All for One Group beabsichtigt keine vorzeitige Anwendung dieser neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen.

Standard / Interpretation
Titel Erstanwendung All for One Group Übernahme durch EU Auswirkungen All for One Group
Änderungen an IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback Transaktion 01.10.2024 erfolgte am 20.11.2023 keine Relevanz
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig einschließlich Verschiebung des Zeitpunktes des Inkrafttretens sowie Klassi- fizierung von langfristigen Schulden mit Nebenbedingungen 01.10.2024 erfolgte am 19.12.2023 keine wesentlichen Auswirkungen
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 01.10.2024 erfolgte am 15.05.2024 keine Relevanz
Änderungen an IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der Wech- selkurse: Mangel an Umtauschbarkeit voraussichtlich 01.10.2025 erfolgte am 12.11.2024 keine Relevanz
Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten voraussichtlich 01.10.2026 offen keine wesentlichen Auswirkungen
Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Band 11 voraussichtlich 01.10.2026 offen Auswirkungen werden gegenwärtig analysiert
IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss voraussichtlich 01.10.2027 offen Auswirkungen werden gegenwärtig analysiert
IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben voraussichtlich 01.10.2027 offen Auswirkungen werden gegenwärtig analysiert

C Konsolidierungskreis, Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Konsolidierungskreis In den vorliegenden Konzernabschluss werden die All for One Group SE und ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, über die sie Beherrschung ausübt. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der (mittelbaren oder unmittelbaren) Stimmrechte zur Beherrschung führt. Die Abschlüsse von in den Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der Möglichkeit der Ausübung einer Beherrschung bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Möglichkeit der Ausübung einer Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. In den Konzernabschluss zum 30. September 2024 wurden neben der All for One Group SE 11 inländische (Vorjahr: 11) und 11 ausländische (Vorjahr: 11) Tochterunternehmen auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen.

Gesellschaft Unmittelbare Beteiligung in % Mittelbare Beteiligung in %
AC Automation Center S.à.r.l., Luxemburg/Luxemburg 90,0 10,0
AC Automation Center SA/NV, Zaventem/Belgien 100,0
All for One Austria GmbH, Wien/Österreich 100,0
All for One Customer Experience GmbH, Karlsruhe/Deutschland 100,0
All for One Egypt LLC., Alexandria/Ägypten 75,0
All for One Customer Experience GmbH, Wien/Österreich 100,0
All for One Poland Sp. z o.o., Suchy Las (Posen)/Polen 100,0
All for One PublicCloudERP GmbH, Raaba-Grambach/Österreich (vormals: Graz/Österreich) 100,0
All for One PublicCloudERP GmbH, Ratingen/Deutschland 100,0
All for One Steeb Yazılım Servisleri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100,0
All for One Switzerland AG, St. Gallen/Schweiz 100,0
ALLFOYE Managementberatung GmbH, Düsseldorf/Deutschland 100,0
avantum consult GmbH, Filderstadt/Deutschland 100,0
blue-zone GmbH, Hagenberg/Österreich 100,0
blue-zone GmbH, Rosenheim/Deutschland 100,0
Empleox GmbH, Heilbronn/Deutschland 100,0
Empleox Austria GmbH, Wien/Österreich 100,0
Empleox BPO GmbH, Hamburg/Deutschland 100,0
Grandconsult GmbH i.L., Filderstadt/Deutschland 100,0
OSC GmbH, Lübeck/Deutschland 100,0
OSC Smart Integration GmbH, Hamburg/Deutschland 100,0
OSC Business Xpert GmbH, Burgdorf/Deutschland 51,0

Befreiung gemäß §264 Abs. 3 HGB Die folgenden Tochterunternehmen machen von der Befreiungsvorschrift gemäß §264 Abs. 3 HGB Gebrauch und sind für das Geschäftsjahr 2023/24 von ihrer Verpflichtung zur Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts, Prüfung und Offenlegung eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses und Lageberichts nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit:  Empleox GmbH, Heilbronn  avantum consult GmbH, Filderstadt  OSC GmbH, Lübeck  All for One Customer Experience GmbH, Karlsruhe Änderungen des Konsolidierungskreises

Inland Ausland Gesamt
Anzahl Gesellschaften zum 01.10.2022 11 13 24
Zugänge durch Erwerb 0 0 0
Zugänge durch Neugründung 0 0 0
Abgänge durch Verkauf/ Verschmelzung/Liquidation 0 2 2
Anzahl Gesellschaften zum 30.09.2023 11 11 22
Anzahl Gesellschaften zum 01.10.2023 11 11 22
Zugänge durch Erwerb 0 0 0
Zugänge durch Neugründung 0 0 0
Abgänge durch Verkauf/ Verschmelzung/Liquidation 0 0 0
Anzahl Gesellschaften zum 30.09.2024 11 11 22

Änderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2022/23 Die im Vorjahr getätigten Unternehmenserwerbe (»All for One Poland« und »All for One Customer Experience«) sind im Konzernanhang (Textziffer C.) des Geschäftsberichts 2022/23 beschrieben. Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse der All for One Group SE und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden unter Beachtung einheitlich geltender Ansatz- und Bewertungsgrundsätze zum Abschlussstichtag des Konzernabschlusses (30. Sep 2024) aufgestellt. Ansatz-, Bewertungs-, Konsolidierungs- und Gliederungsgrundsätze wurden von allen in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften stetig angewendet. Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert, einschließlich des Eigenkapitals der Tochterunternehmen. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode (sog. »Acquisition Method«). Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen werden zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet und unter dem Posten »Nicht beherrschende Anteile« in der Konzernbilanz der All for One Group ausgewiesen. In Folgeperioden erfolgt eine Fortschreibung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter unter Berücksichtigung von laufenden Gewinnen und Verlusten, Ausschüttungen sowie Währungsumrechnungsdifferenzen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzernbilanz im Eigenkapital als separater Posten ausgewiesen. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Währungsumrechnung Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Die Berichtswährung des Konzernabschlusses der All for One Group ist der Euro (EUR). Transaktionen in Fremdwährungen werden zum aktuellen Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen respektive unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht, wird wie folgt vorgenommen: Die Vermögenswerte und Schulden werden zu dem am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs), das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittswechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen entstehen, werden grundsätzlich erfolgsneutral unter dem Bilanzposten »Währungsumrechnungsrücklage« im Eigenkapital ausgewiesen. Die wichtigsten Kurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

Jahresendkurs Jahresdurchschnittskurs
30.09. 2024 30.09. 2023 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
CHF 0,9439 0,9670 0,9571 0,9791
TRY 38,2693 29,0514 34,0256 22,8205
PLN 4,2788 4,6283 4,3332 4,6200
EGP 53,7899 32,6707 44,1550 30,8006

D Ermessensentscheidungen des Managements sowie Schätzungsunsicherheiten Im Konzernabschluss der All for One Group SE müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und ermessensbehaftete Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Ansatz, Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Auch klimabezogene Sachverhalte können zu zusätzlichen Unsicherheiten und damit zu Ermessensentscheidungen sowie Schätzungsunsicherheiten führen. Die mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses analysiert und auf ihre potenziellen finanziellen Auswirkungen beurteilt. Insgesamt ergeben sich im Zusammenhang mit dem Klimawandel keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der All for One Group. Das Geschäftsjahr 2023/24 der All for One Group ist von nicht unerheblichen makroökonomischen Unsicherheiten und Risiken geprägt, die sich vor allem aus globalen geopolitischen Konflikten sowie aus nationalen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen ergeben. Mit Blick auf diese Unsicherheiten und Risiken können sich mittelbare Auswirkungen für die All for One Group ergeben. Da die politischen und wirtschaftlichen Folgen derzeit nicht absehbar sind, unterliegen die vom Management getroffenen Ermessensentscheidungen und Schätzungen zusätzlichen Unsicherheiten, insbesondere bei der Ermittlung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (sog. »expected credit loss model«) sowie bei der Durchführung der Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Das Management der All for One Group überwacht und analysiert die Situation fortlaufend, um Maßnahmen zu ergreifen und identifizierte Risiken abzumildern. Wesentliche Ermessensausübungen des Managements sowie Schätzungsunsicherheiten betreffen insbesondere den Ansatz und die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer (Textziffer 14), die Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (Textziffer 14 und 15), Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (Textziffer 12 und 22), die Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeiten von Rückstellungen (Textziffer 19) sowie den Ansatz und die Bewertung von laufenden und latenten Steueransprüchen und ‑schulden (Textziffer 17). Bei der Beurteilung dieser Ermessensausübungen sowie Schätzungsunsicherheiten orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden usw.) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Die außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegenden tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können wesentlich von den geäußerten Entwicklungen und Annahmen abweichen. Die All for One Group überprüft daher fortlaufend die vorgenommenen Schätzungen und getroffene Annahmen. Schätzungsänderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam erfasst. Wesentliche Ermessensausübungen bei der Umsatzrealisierung werden bei der Bestimmung der bilanziellen Vertragseinheit (Zusammenfassung von Verträgen), im Rahmen der Bestimmung separater Leistungsverpflichtungen, bei der Bestimmung eines Brutto- oder Nettoausweises (Prinzipal versus Agent), bei der Bestimmung des Erfüllungszeitpunktes der Leistungsverpflichtungen (ggf. inkl. der Bestimmung der Methode zur Bestimmung des Leistungsfortschritts), bei der Bestimmung der Einzelveräußerungspreise, im Rahmen der Beurteilung signifikanter Finanzierungskomponenten und bei der Aktivierung von Vertragskosten vorgenommen:  Die Bestimmung, ob mehrere zeitgleich oder im engen zeitlichen Zusammenhang mit einem Kunden separat kontrahierte Verträge über IT-Dienstleistungen zu (nur) einer bilanziellen Vertragseinheit zusammenzufassen sind, kann in Einzelfällen mit nicht unerheblichen Ermessensausübungen verbunden sein.  Die Bestimmung, ob ein Leistungsversprechen als separate Leistungsverpflichtung zu betrachten ist (z.B. im Falle von vorzunehmenden Implementierungsleistungen oder im Falle von dem Kunden gewährten Optionen zum Erwerb zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen), kann in Einzelfällen mit nicht unerheblichen Ermessensausübungen verbunden sein.  Bei der Leistungserbringung ist zu bestimmen, ob die All for One Group als Prinzipal (Erfassung der Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung, den die All for One Group im Austausch für Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird) oder als Agent (Erfassung der Umsatzerlöse mit dem Nettobetrag, den die All for One Group aus den Vermittlungsleistungen erhält) auftritt.  Bei zeitraumbezogen zu realisierenden kundenspezifischen Beratungsprojekten ist nach Auffassung des Managements die inputbasierte Cost-to-Cost-Methode grundsätzlich am besten geeignet, den Leistungsfortschritt zu ermitteln, da ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den bereits erbrachten Beratungsleistungen der All for One Group und der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden besteht. Dabei wird der Fertigstellungsgrad entsprechend dem Verhältnis der bis zum Abschlussstichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt. Die Schätzung des Leistungsfortschritts basiert auf Erfahrungswerten und wird fortlaufend überwacht und angepasst.  Bei Vorliegen mehrerer Leistungsverpflichtungen ist das geschätzte Vertragsentgelt auf die identifizierten Leistungsverpflichtungen auf Basis der jeweiligen relativen Einzelveräußerungspreise zu allokieren. Nur in den Fällen, in denen die Preise einzelner Güter und Dienstleistungen am Markt nicht direkt beobachtet werden können, schätzt die All for One Group die Einzelveräußerungspreise mittels anderer adäquater Methoden. Dabei kommt in Abhängigkeit der spezifischen Fakten und Umstände im Einzelfall vor allem der »expected cost plus a margin approach« zur Anwendung.  Bei der Bestimmung des Transaktionspreises sind grundsätzlich signifikante Finanzierungskomponenten zu berücksichtigen, sofern Leistungs- und Zahlungszeitpunkte voneinander abweichen. Die Bestimmung, ob im Einzelfall (überhaupt) eine signifikante Finanzierungskomponente vorliegt, bedarf einer ermessensbehafteten Würdigung sämtlicher relevanter Fakten und Umstände im jeweils vorliegenden Einzelfall.  Kosten der Vertragserlangung sind gemäß IFRS 15 grundsätzlich zu aktivieren und in Übereinstimmung mit der Übertragung der Verfügungsgewalt der zugrunde liegenden Güter bzw. Dienstleistungen auf den Kunden zu amortisieren. Sowohl die Bestimmung des Umfangs der zu aktivierenden Vertragserlangungskosten als auch die Bestimmung der Amortisationsperiode kann in Einzelfällen mit nicht unerheblichen Ermessensspielräumen verbunden sein. Die All for One Group macht von dem Wahlrecht einer sofortigen Aufwandserfassung Gebrauch, sofern die Amortisationsperiode nicht mehr als ein Jahr betragen würde. Im Ergebnis werden somit zum Beispiel die auf Softwarelizenzen entfallenden Vertriebsprovisionen nicht aktiviert.  Kosten der Vertragserfüllung im Sinne von IFRS 15 sind zu aktivieren und planmäßig über die geschätzte Nutzungsdauer zu amortisieren. Sowohl die Bestimmung des Umfangs der zu aktivierenden Vertragserfüllungskosten als auch die Bestimmung der Amortisationsperiode kann in Einzelfällen mit nicht unerheblichen Ermessensspielräumen verbunden sein. Wesentliche Ermessensausübungen bei der Leasingbilanzierung gemäß IFRS 16 betreffen einzelne Immobilien-Leasingverträge, die Verlängerungsoptionen nach dem Ende der Grundlaufzeit (einschließlich sich daran anschließender automatisch verlängernder Mietzeiträume) enthalten, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden. Grund hierfür ist die nicht hinreichend sichere Ausübung dieser Optionen, die zu undiskontierten potentiellen Zahlungsmittelabflüssen führen können. Zu weiteren Erläuterungen dieser nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen wird auf die Ausführungen in Textziffer 23 verwiesen. E Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die All for One Group erzielt ihre Umsatzerlöse vor allem aus dem Verkauf von Softwarelizenzen sowie der Erbringung spezifischer IT-Dienstleistungen (Cloudverträge, Outsourcing und Managed-Services-Leistungen, Softwarewartungsverträge, Softwareimplementierungs- und Softwareoptimierungsprojekte, Management- und Technologieberatung, Schulungsleistungen). Die Vertragslaufzeiten variieren in Abhängigkeit der spezifischen Tätigkeiten. Während die Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Softwarelizenzen im Regelfall zum Zeitpunkt der Lieferung der Software erfolgt, bewegen sich die Vertragslaufzeiten von IT-Dienstleistungen üblicherweise in einem Zeitraum zwischen mehreren Monaten und fünf Jahren, wenngleich einzelne Verträge von diesen üblichen Laufzeiten abweichen können. Rechnungen für erbrachte Leistungen sind im Regelfall sofort fällig oder weisen ein kurzfristiges Zahlungsziel von bis zu 60 Tagen auf. Die All for One Group gliedert die Umsatzerlöse für interne Berichtszwecke nach Erlösarten, nach Ländern sowie nach ihren Geschäftssegmenten (»CORE« und »LOB«).

Umsatzentwicklung nach Erlösarten
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Cloud Services und Support (1) 142.184 127.737
Software Lizenzen und Support (2) 155.085 144.773
Software Lizenzen 33.483 24.815
Software Support (3) 121.602 119.958
Consulting und Services 194.765 196.799
Consulting 181.523 187.282
Services 12.798 9.305
Sonstiges 444 212
CONVERSION/4 (4) 19.372 18.643
Summe 511.406 487.952
Cloud und Software Erlöse (1)+(2) 297.269 272.510
Wiederkehrende Erlöse (1)+(3)+(4) 283.158 266.338

Unter der Position »Sonstiges« werden Zinserträge betreffend Forderungen aus Finanzierungsleasinggeschäften ausgewiesen.

Umsatzentwicklung nach Ländern 1
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Deutschland 396.732 381.937
Polen 32.573 25.361
Schweiz 31.999 31.458
Österreich 22.461 26.595
Luxemburg 13.336 10.360
Übrige Länder 14.305 12.241
Summe 511.406 487.952
1) Nach Sitz des Leistungsempfängers

Für die Umsatzaufgliederung nach Geschäftssegmenten (»CORE« und »LOB«) wird auf die Segmentberichterstattung in Textziffer 21 verwiesen. Ausstehende Leistungsverpflichtungen Die All for One Group macht von dem praktischen Behelf einer Nichtangabe des auf die ausstehenden Leistungsverpflichtungen entfallenden Teils des Transaktionspreises Gebrauch, sofern die ursprüngliche Laufzeit der einschlägigen Kundenverträge maximal ein Jahr beträgt oder die Leistungserbringung mit dem Vergütungsanspruch korrespondiert. Bei einigen mittels POC-Methode zu bilanzierenden kundenspezifischen IT-Dienstleistungen sowie bei einigen Mehrkomponentenverträgen sind die Anwendungsvoraussetzungen dieses praktischen Behelfs indes nicht erfüllt. Der diesen nicht erfüllten oder teilweise erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnete Transaktionspreis beläuft sich zum 30. September 2024 auf 83,7 Mio. EUR (Vorjahr: 78,0 Mio. EUR), der überwiegend voraussichtlich in den zwölf Monaten nach diesem Abschlussstichtag als Umsatz realisiert wird. Von den zum 1. Oktober 2023 (Vorjahr: 1. Okt 2022) unter den Vertragsverbindlichkeiten passivisch abgegrenzten Kundenanzahlungen in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 13,2 Mio. EUR) wurden im Geschäftsjahr 2023/24 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 13,1 Mio. EUR) als Umsatzerlöse erfasst. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Umsatzerlöse werden auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung bewertet, den die All for One Group zu erhalten und zu realisieren erwartet, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt. Die Übertragung der Verfügungsmacht kann zu einem bestimmten Zeitpunkt oder zeitraumbezogen erfolgen. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Geschäftsvorfall entweder in Höhe der Gegenleistung, die die All for One Group im Austausch für die Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird (Bilanzierung als Prinzipal) oder in Höhe der Bruttomarge (Bilanzierung als Agent). Bei der Bestimmung des Transaktionspreises sind grundsätzlich signifikante Finanzierungskomponenten zu berücksichtigen, sofern Leistungs- und Zahlungszeitpunkte mehr als ein Jahr voneinander abweichen. Die Verträge mit Kunden enthalten regelmäßig verschiedene Leistungsversprechen (IT-Produkte und/oder IT-Dienstleistungen), die ggf. als separate Leistungsverpflichtungen einzustufen sind und diesen in der Folge ein Teil des Vertragspreises zuzuordnen ist. Die Bestimmung, ob ein IT-Produkt oder eine IT-Dienstleistung als separate Leistungsverpflichtung einzustufen ist (z.B. im Falle von Softwareimplementierungsprojekten oder im Falle von dem Kunden gewährten Optionen zum Erwerb zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen), kann mit nicht unerheblichen Ermessensausübungen verbunden sein. Die Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Softwarelizenzen sowie weiteren IT-Produkten erfolgt zum Zeitpunkt der Lieferung der Software (Zeitpunkt des Beginns der Nutzungsüberlassung). IT-Dienstleistungen werden in der All for One Group im Regelfall ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert. Bei kundenspezifischen Beratungsprojekten erfolgt die Umsatzrealisierung demgegenüber entsprechend dem Leistungsfortschritt über den Projektzeitraum (POC-Methode). In der All for One Group kommen zur Ermittlung von Erlösen aus kundenspezifischen Beratungsprojekten inputbasierte Methoden zur Anwendung, allen voran die sog. Cost-to-Cost-Methode. Dabei wird der Fertigstellungsgrad entsprechend dem Verhältnis der bis zum Abschlussstichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt. Der Quotient dieser beiden Größen ergibt den zum Abschlussstichtag zu realisierenden Anteil des Projekterlöses (kumulierte Leistungen). Als Auftragserlöse werden die vertraglichen Erlöse sowie in Übereinstimmung mit IFRS 15 die Vertragsmodifikationen (bspw. Vertragsänderungen und Nachträge) angesetzt. Übersteigen am Abschlussstichtag die kumulierten Leistungen die bereits in Rechnung gestellten erbrachten Projektleistungen bzw. geleisteten oder fälligen Vorauszahlungen, wird dieser aktivische Saldo als Vertragsvermögenswert unter dem Bilanzposten »Vertragsvermögenswerte« (kurzfristiger Anteil) respektive »Sonstige Vermögenswerte« (langfristiger Anteil) ausgewiesen. Verbleibt dagegen ein passivischer Saldo, wird dieser als Vertragsverbindlichkeit unter dem Bilanzposten »Vertragsverbindlichkeiten« (kurzfristiger Anteil) respektive »Sonstige Verbindlichkeiten« (langfristiger Anteil) ausgewiesen. Bereits in Rechnung gestellte und fällige (aber noch nicht geleistete) Anzahlungsrechnungen werden unter den »Vertragsverbindlichkeiten« bilanziert. Zu erwartende Auftragsverluste werden auf Basis der erkennbaren Risiken berücksichtigt und sofort in vollem Umfang in das Auftragsergebnis einbezogen. 2. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Werbe- und Marketingkosten- erstattung durch Partner 1.671 1.370
Erträge aus Mitarbeiterzuzahlungen 854 669
Erträge aus Anlagenabgängen 575 1.047
Erträge aus Untermietverhältnissen 514 447
Erträge aus Versicherungen 463 458
Erträge aus sonstigen Leistungen an Partner 286 100
Investitionssteuergutschriften / Zuschüsse (öffentliche Hand) 283 0
Erträge aus Kaufpreisverpflichtungen 263 3.867
Auflösung von Rückstellungen 168 567
Erträge aus Währungsdifferenzen 161 214
Sonstiges 875 1.253
Summe 6.113 9.992
  1. Materialaufwendungen und bezogene Leistungen
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Bezogene Leistungen -159.707 -155.252
Materialaufwendungen -23.115 -18.742
Summe -182.822 -173.994

Die bezogenen Leistungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für SAP-Wartungsverträge. Die Materialaufwendungen resultieren hauptsächlich aus dem Bezug von SAP-Softwarelizenzrechten und dem Einkauf von Hardware für Kundenprojekte. 4. Personalaufwendungen

in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Löhne und Gehälter -196.609 -193.992
Sozialversicherungen -32.835 -32.084
Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne -1.716 -1.050
Dienstzeitaufwand für leistungs- orientierte Versorgungspläne -525 80
Sonstige Personalaufwendungen -2.264 -2.240
Summe -233.949 -229.286
--- --- ---
Durchschnittliche Personalkapazitäten nach Funktions- bereichen
10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Cloud und Consulting 1.896 1.968
Vertrieb und Marketing 249 246
Administration und Management 358 312
Summe 2.503 2.526

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer wird ohne Berücksichtigung von Organmitgliedern, Auszubildenden/Trainees sowie geringfügig Beschäftigten, in Elternzeit befindlichen Arbeitnehmern und Langzeitkranken ermittelt. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023/24 beschäftigten Arbeitnehmer betrug 2.585 (Vorjahr: 2.588). Zusätzlich waren im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 57 Auszubildende/ Trainees (Vorjahr: 57) sowie 134 geringfügig Beschäftigte, in Elternzeit befindliche Arbeitnehmer und Langzeitkranke (Vorjahr: 145) beschäftigt. Bei der Angabe der Personalkapazitäten nach Funktionsbereichen werden Teilzeitkräfte in Vollzeitbeschäftigte umgerechnet. 5. Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte sind in den Darstellungen der Entwicklung des Anlagevermögens aufgegliedert. Es wird auf die entsprechenden Anlagenspiegel und Erläuterungen in den Textziffern 14, 15 und 16 verwiesen. 6. Restrukturierungsaufwendungen Die All for One Group hat am 14. Mai 2023 eine Restrukturierung der serviceorientierten Bereiche im Segment »CORE« beschlossen und die Restrukturierungsmaßnahmen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 im Wesentlichen umgesetzt. Durch Maßnahmen und Aktivitäten sind in diesem Zusammenhang Aufwendungen ausschließlich im Vorjahr in Höhe von insgesamt 8.442 TEUR angefallen.

in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Personalbezogene Aufwendungen 0 -7.265
Wertminderungen auf Nutzungsrechte 0 -290
Sonstige Restrukturierungskosten 0 -887
Summe 0 -8.442

Die im Vorjahr ausgewiesenen personalbezogenen Aufwendungen umfassten im Wesentlichen Abfindungskosten (4.592 TEUR), Freistellungskosten (1.487 TEUR) sowie Zusatzprämien (634 TEUR) in Zusammenhang mit der Beendigung von Arbeitsverträgen. Durch die Verringerung der angemieteten Raumkapazitäten durch Zusammenlegung von Arbeitsplätzen in den serviceorientierten Bereichen haben sich im Vorjahr Wertminderungen auf Nutzungsrechte in Höhe von 290 TEUR ergeben. Die sonstigen Restrukturierungskosten betrafen die Einbindung externer Berater zur Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen (646 TEUR) sowie Kosten für Rechtsberatung, Rechtsstreitigkeiten und Gerichtskosten (241 TEUR). 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Interne Informationsverarbeitung -11.934 -11.667
Fahrzeugkosten -6.643 -7.326
Reise- und Übernachtungskosten -5.761 -4.844
Beratungs- und Abschlusskosten -4.232 -2.792
Marketing und Werbung -4.167 -3.204
Mieten und Nebenkosten -3.161 -2.957
Aufwendungen für Personalwesen -2.866 -2.435
Versicherungen -1.267 -950
Aufwendungen aus Währungs- differenzen -366 -280
Sonstiges -4.462 -5.287
Summe -44.859 -41.742
  1. Finanzergebnis
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen 1.348 541
Neubewertung 0 973
Sonstige Zinserträge 6 4
Finanzerträge 1.354 1.518
Zinsaufwendungen aus Darlehen -1.415 -1.425
Zinsaufwendungen für Leasing- verbindlichkeiten -1.230 -1.053
Nettozinsen für leistungsorientierte Versorgungspläne -124 5
Sonstige Zinsaufwendungen -119 -121
Finanzaufwendungen -2.888 -2.594
Finanzergebnis -1.534 -1.076
  1. Ertragsteuern
Aufgliederung der Ertragsteuern nach geografischem Standort
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Laufende Steueraufwendungen
Inland -6.339 -1.510
Ausland -1.909 -2.452
Summe -8.248 -3.962
Latente Steueraufwendungen / -erträge
Inland -337 824
Ausland 28 511
Summe -309 1.335
Saldo -8.557 -2.627
--- --- ---
Aufgliederung der Ertragsteuern nach wesentlichen Bestand- teilen
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Laufendes Steuerergebnis
Laufende Ertragsteuern Berichtsjahr -8.294 -3.755
Laufende Ertragsteuern Vorjahre 46 -207
Summe -8.248 -3.962
Latentes Steuerergebnis
Veränderung temporärer Differenzen -470 1.233
Veränderung Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen 161 102
Summe -309 1.335
Saldo -8.557 -2.627

Steuerüberleitungsrechnung Zur Ermittlung der erwarteten Steueraufwendungen wurde der für das Geschäftsjahr 2023/24 gültige Steuersatz von 30,5% (Vorjahr: 30,5%) mit dem Ergebnis vor Steuern multipliziert. Dieser Steuersatz ist ein kombinierter Ertragsteuersatz aus dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15,0% zzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag und einem effektiven Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,6% (Vorjahr: 14,6%). Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 15,5% und 25,0% (Vorjahr: zwischen 15,5% und 25,0%).

in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Ergebnis vor Steuern (EBT) 26.879 13.828
Erwartete Steueraufwendungen -8.186 -4.211
Abweichungen:
Periodenfremde laufende Steuer- aufwendungen / -erträge 46 -207
Steuerliche Differenzen Vorjahre 0 254
Nicht abziehbare Aufwendungen -169 -668
Steuerfreie Erträge 48 1.547
Verzicht auf Aktivierung von Verlust- vorträgen laufendes Jahr -289 0
Nutzung nicht aktivierter Verlust- vorträge laufendes Jahr 0 12
Effekt permanente Differenz -600 0
Auswirkung unterschiedlicher Steuer- sätze 618 818
Steuersatzänderungen 2 21
Sonstige Einflüsse -27 -193
Summe -8.557 -2.627

Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Als Steuererträge bzw. -aufwendungen weist die All for One Group die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen aus. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Abschlussstichtag geltenden bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, in der eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital zu verbuchen sind, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Bezüglich der Bilanzierung latenter Steuern wird auf die einschlägigen Ausführungen zu den maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden in Textziffer 17 verwiesen. Sonstige Steuern, wie Verkehrssteuern oder Steuern auf Vermögen und Kapital, werden als operative Aufwendungen ausgewiesen. 10. Ergebnis je Aktie

in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Zählergröße in TEUR
Periodenergebnis (zurechenbar auf die Eigentümer des Mutterunter- nehmens) 18.162 11.056
Nennergröße in Aktien
Gewichtete durchschnittliche Anzahl in Umlauf befindlicher Aktien 4.911.706 4.966.350
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 3,70 2,23

Die gewichtete durchschnittliche Anzahl in Umlauf befindlicher Aktien ergibt sich aus dem Durchschnitt der Aktienbestände im Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024. Es wird jeweils der Stand zum Monatsende in die Ermittlung einbezogen. Es bestanden weder in der aktuellen Berichtsperiode noch im Vorjahr ausgegebene Optionen, die Kreditgeber, Mitarbeiter, Vorstände oder Aufsichtsräte zum Erwerb von Aktien der All for One Group SE berechtigen würden. Somit ergeben sich keine Verwässerungseffekte bezüglich des Ergebnisses je Aktie zum 30. September 2024 respektive zum 30. September 2023. F Erläuterungen zur Konzernbilanz 11. Forderungen aus Finanzierungsleasing Die All for One Group schließt als Leasinggeber mit ihren Kunden Finanzierungsleasingvereinbarungen für IT-Ausstattungen ab. Die Laufzeit der eingegangenen Finanzierungsleasingverhältnisse beträgt bis zu fünf Jahren.

in TEUR Fälligkeit ≤1 Jahr Fälligkeit >1≤5 Jahre Fälligkeit >5 Jahre Summe 30.09. 2024
Forderungen aus Finanzierungslea- singverhältnissen (Bruttowert) 4.867 9.824 0 14.691
Abzüglich noch nicht realisierter Finanzerträge -62 -929 0 -991
Forderungen aus Finanzierungslea- singverhältnissen (Nettowert) 4.805 8.895 0 13.700
in TEUR Fälligkeit ≤1 Jahr Fälligkeit >1≤5 Jahre Fälligkeit >5 Jahre Summe 30.09. 2023
Forderungen aus Finanzierungslea- singverhältnissen (Bruttowert) 4.241 7.707 0 11.948
Abzüglich noch nicht realisierter Finanzerträge -36 -540 0 -576
Forderungen aus Finanzierungslea- singverhältnissen (Nettowert) 4.205 7.167 0 11.372
  1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 69.734 62.647
Vertragsvermögenswerte 11.776 11.030
Bruttobuchwert 81.510 73.677
Wertminderungen -1.040 -989
Nettobuchwert 80.470 72.688
--- --- ---
Entwicklung der Wertminderungen auf zweifelhafte Forderungen
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Wertminderungen am 1. Oktober -989 -702
Zuführungen -829 -937
Verbrauch 448 532
Auflösungen 355 132
Fremdwährungsdifferenz -25 -14
Wertminderungen am 30. September -1.040 -989

Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, mit dem Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung (Transaktionspreis) angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nicht abgezinst, da diese keine wesentlichen Finanzierungskomponenten enthalten und in der Regel innerhalb eines Jahres fällig sind. Als Vertragsvermögenswerte ausgewiesen werden:  die mittels POC-Methode zu bilanzierenden kundenspezifischen Beratungsprojekte (vor allem Softwareimplementierungs- und Softwareoptimierungsprojekte), bei denen die kumulierten Leistungen die bereits in Rechnung gestellten erbrachten Projektleistungen bzw. geleisteten oder fälligen Vorauszahlungen übersteigen (sog. aktivischer Saldo);  die bereits geleisteten Leistungsverpflichtungen aus Mehrkomponentenverträgen, bei denen der rechtlich durchsetzbare Zahlungsanspruch erst zu einem späteren Zeitpunkt entsteht (z.B. bei Abnahme); sowie  sonstige bereits erbrachte, aber noch nicht abgerechnete IT-Dienstleistungen. Die Folgebilanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten (abzüglich gebildeter Wertminderungen). Zur Ermittlung der Wertminderungen wendet die All for One Group eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste auf Basis kalkulierter Verlustraten an (sog. »expected credit loss model«). Danach werden die Wertminderungen mittels einer Wertberichtigungsmatrix ermittelt, die auf den bisherigen Erfahrungen mit Kreditverlusten basieren und um zukunftsbezogene Faktoren anzupassen sind, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität erfolgt eine besondere Überprüfung der Ausfallrisiken auf Basis des jeweiligen Einzelfalls. Zu den Indikatoren für eine beeinträchtigte Bonität zählen insbesondere signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Sofern sich in den Folgeperioden herausstellt, dass die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird eine Wertaufholung bis maximal der Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten erfolgswirksam vorgenommen. Der Ausweis der Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Erträge aus Wertaufholungen erfolgt saldiert und wird innerhalb der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung separat im Posten »Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten« ausgewiesen. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte umfasst Einschätzungen über die Bonität der Kunden. Bei Verschlechterung der Finanzdaten von Kunden können Abweichungen zu den erwarteten Wertminderungen eintreten. 13. Sonstige Vermögenswerte

30.09.2024 30.09.2023
in TEUR Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Summe
Finanzanlagen 0 3.763 3.763 0 3.763 3.763
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.723 526 3.249 2.573 406 2.979
Finanzielle Vermögenswerte 2.723 4.289 7.012 2.573 4.169 6.742
Vertragserfüllungskosten 844 575 1.419 1.004 800 1.804
Sonstige vorausbezahlte Leistungen 10.471 1.800 12.271 10.048 3.089 13.137
Vorsteueransprüche 1.926 0 1.926 2.887 0 2.887
Vertragserlangungskosten 694 1.576 2.270 537 1.868 2.405
Vorräte 1.341 0 1.341 2.368 0 2.368
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 422 305 727 520 158 678
Nicht finanzielle Vermögenswerte 15.698 4.256 19.954 17.364 5.915 23.279
Summe 18.421 8.545 26.966 19.937 10.084 30.021

In den langfristigen Finanzanlagen ist eine Beteiligung an der Lanes&Planes GmbH, München, mit einem Kapitalanteil von 4% enthalten. In den langfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten sind Vertragsvermögenswerte in Höhe von 294 TEUR (Vorjahr: 140 TEUR) enthalten. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Die sonstigen Vermögenswerte umfassen sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Vermögenswerte. Die finanziellen Vermögenswerte der All for One Group bestehen vorwiegend aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Finanzierungsleasing, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzanlagen. Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der All for One Group ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einem Dritten zu erhalten. Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert in eine der folgenden Kategorien eingestuft und bewertet:  Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten; oder  Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die Klassifizierung erfolgt auf Grundlage des Geschäftsmodells zur Steuerung der Schuldinstrumente und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. Eine Bewertung von Schuldinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt dann, wenn diese im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung darin besteht, vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen und die Vertragsbedingungen zu festgelegten Zeiten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Schuldinstrumente, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei den von der All for One Group gehaltenen Schuldinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die der Bewertungskategorie »Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten« zugeordnet werden. Eigenkapitalinstrumente sind an jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Werden Eigenkapitalinstrumente zu Handelszwecken gehalten, erfolgt die jeweilige Erfassung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam. Für alle anderen Eigenkapitalinstrumente besteht die Option zur Erfassung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis. Die Option wird jeweils instrumentenspezifisch untersucht und unwiderruflich festgelegt. Bei den von der All for One Group gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten handelt es sich um gehaltene Unternehmensanteile, die der Bewertungskategorie »erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert« zugeordnet sind. Wertminderungen werden für Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, in Höhe des erwarteten Kreditverlusts erfasst. Sie werden zu jedem Abschlussstichtag an das jeweils geänderte Kreditrisiko der jeweiligen Finanzinstrumente seit Ersterfassung angepasst und bemessen sich in der Regel an der Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die All for One Group ein vereinfachtes Modell zur Erfassung des erwarteten Kreditverlusts auf Basis einer Wertberichtigungsmatrix an. Hierzu wird auf die einschlägigen Erläuterungen unter Textziffer 12 verwiesen. Im Gegensatz zu den finanziellen Vermögenswerten sind nichtfinanzielle Vermögenswerte insbesondere solche, die auf Basis gesetzlicher Vorschriften entstehen sowie Abgrenzungen und Anzahlungen. Die nichtfinanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der All for One Group vorwiegend aus Abgrenzungsposten aus Wartungsverträgen, Vertragsvermögenswerten, Vertragserlangungskosten, Vertragserfüllungskosten, Vorräten sowie Vorsteueransprüchen zusammen. Zu den Vertragsvermögenswerten wird auf die Erläuterungen in Textziffer 12 verwiesen. Vertragserlangungskosten, die bei der Anbahnung eines Vertrags mit einem Kunden anfallen (insbesondere Vertriebsprovisionen), werden unmittelbar bei ihrem Entstehen als Aufwand erfasst, sofern der Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr beträgt. Andernfalls werden Vertragserlangungskosten aktiviert und planmäßig über die zu erwartende Kundenbindungsdauer amortisiert (3 bis 10 Jahre). Darüber hinaus aktiviert die All for One Group Vertragserfüllungskosten gem. IFRS 15, die bei Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden entstehen und nicht vom Anwendungsbereich eines anderen Standards abgedeckt werden (insbesondere initiale Projektaufwendungen in Zusammenhang mit Managed-Service-Leistungen). Vertragserfüllungskosten werden planmäßig über die geschätzte Nutzungsdauer amortisiert. Vertragserlangungs- sowie Vertragserfüllungskosten werden im Bilanzposten »Sonstige Vermögenwerte« im Kurz- und Langfristbereich ausgewiesen. Während die Amortisation von Vertragserlangungskosten ausschließlich im Posten »Personalaufwendungen« erfolgt, wird die Amortisation von Vertragserfüllungskosten sowohl im Posten »Personalaufwendungen« als auch im Posten »Materialaufwendungen und bezogene Leistungen« vorgenommen. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Die All for One Group bewertet bestimmte Finanzinstrumente zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die All for One Group wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichende Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei wird die Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering gehalten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Konzernabschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:  Stufe 1: in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte (nicht berichtigte) Preise;  Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist;  Stufe 3: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist. 14. Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Markenrechte Kunden- beziehungen Übrige immaterielle Vermögenswerte Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022 68.037 12.543 62.611 16.180 159.371
Fremdwährungsdifferenz 794 0 211 111 1.116
Veränderung Konsolidierungskreis -25 0 29 7 11
Zugänge 0 0 119 361 480
Abgänge 0 0 0 28 28
30.09.2023 68.806 12.543 62.970 16.687 161.006
01.10.2023 68.806 12.543 62.970 16.687 161.006
Fremdwährungsdifferenz 1.980 0 561 220 2.761
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 544 544
Abgänge 0 0 0 -1 -1
30.09.2024 70.786 12.543 63.531 17.450 164.310
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2022 2.045 144 40.360 11.690 54.239
Fremdwährungsdifferenz -23 0 48 111 136
Abschreibungen 0 12 5.423 1.548 6.983
Abgänge 0 0 0 28 28
30.09.2023 2.022 156 45.831 13.377 61.386
01.10.2023 2.022 156 45.831 13.377 61.386
Fremdwährungsdifferenz 51 0 229 219 499
Abschreibungen 0 13 5.235 1.020 6.268
Abgänge 0 0 0 -1 -1
30.09.2024 2.073 169 51.295 14.615 68.152
Buchwerte
30.09.2023 66.784 12.387 17.139 3.310 99.620
30.09.2024 68.713 12.374 12.236 2.835 96.158

Geschäfts- oder Firmenwerte Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) bzw. Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten der All for One Group:

in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
All for One Poland Sp. z o.o., Suchy Las (Posen)/Polen 22.246 20.566
All for One Group SE, Filderstadt 12.126 12.126
All for One Switzerland AG, St. Gallen/Schweiz 10.459 10.210
Empleox GmbH, Heilbronn (Teilkonzern) 9.398 9.398
All for One Customer Experience GmbH, Karlsruhe 6.741 6.741
avantum consult GmbH, Filderstadt 2.569 2.569
OSC GmbH, Lübeck (Teilkonzern) 2.327 2.327
blue-zone GmbH, Hagenberg/Österreich 1.301 1.301
blue-zone GmbH, Rosenheim 892 892
All for One PublicCloudERP GmbH, Raaba-Grambach/Österreich (Teilkonzern) 529 529
All for One Austria GmbH, Wien/Österreich 125 125
Summe 68.713 66.784

Markenrechte, Kundenbeziehungen und übrige immaterielle Vermögenswerte Bei den Markenrechten handelt es sich um im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Unternehmensmarken, für die im Allgemeinen kein Lebenszyklus wie beispielsweise bei einer Produktmarke vorliegt. Dementsprechend ist die Bestimmung einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich nicht möglich, sodass von unbegrenzten Nutzungsdauern ausgegangen wurde. Im Rahmen der zum Ende der jeweiligen Berichtsperioden zwingend durchzuführenden Werthaltigkeitstests ergab sich weder in der aktuellen Berichtsperiode 2023/24 noch im Vorjahr ein Wertminderungsbedarf mit Blick auf die aktivierten Markenrechte. Bei den Kundenbeziehungen handelt es sich um im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Kundenstämme, die in der All for One Group linear über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen 36 und 180 Monaten abgeschrieben werden. Weder in der aktuellen Berichtsperiode 2023/24 noch im Vorjahr wurden Wertminderungsaufwendungen erfasst. Überprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte und Markenrechte auf Wertminderung Die Überprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte und Markenrechte auf Wertminderung wurde auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt (»Discounted Cash Flow«-Methode). Überdies ermittelt die All for One Group für Zwecke des Werthaltigkeitstests der Markenrechte den erzielbaren Betrag auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung (basierend auf einer Lizenzpreisanalogiemethode). Für die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts von Markenrechten muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen Cashflows aus künftigen markenrelevanten Umsatzerlösen sowie eine marktorientierte Lizenzrate für den einschlägigen Markennamen schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Diskontierungssatz festlegen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die den Werthaltigkeitstests zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen basieren jeweils auf der von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von vier Jahren erstellten Unternehmensplanung. Diese Planung basiert unter anderem auf externen Quellen und berücksichtigt weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen, erwarteten Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung. Daraus wurden prospektive Kapitalflussrechnungen abgeleitet und plausible Annahmen über die weitere Entwicklung in den Folgejahren unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1% angesetzt. Im Detailplanungszeitraum wird ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Bei den Planungen wurde auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) der All for One Group von steigenden Umsatzerlösen und konstanten bzw. leicht steigenden, branchenüblichen EBIT-Margen ausgegangen. Die EBIT-Marge vor M&A-Effekten (non-IFRS) soll sich für die CGUs bis zum Ende des Detailplanungszeitraums auf ein Niveau im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich entwickeln (Details zur Überleitung des EBIT vor M&A-Effekten in Textziffer 21). Der im Rahmen der Werthaltigkeitstests von Geschäfts- oder Firmenwerten und Markenrechten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer angewandte Diskontierungszinssatz wurde wie im Vorjahr auf dem »Capital Asset Pricing Model« aufbauend aus den gewichteten durchschnittlichen Kosten des Eigen- und Fremdkapitals der Branche abgeleitet. Der Eigenkapital-Kostensatz basiert auf einem risikofreien Kapitalmarktzinssatz für die jeweilige Periode unter Berücksichtigung des Beta-Faktors der Peer Group und einer auf den relevanten Kapitalmarkt bezogenen Risikoprämie. Basierend auf der Steuersituation wurde daraus ein Vorsteuer-Diskontierungszinssatz abgeleitet. Aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und Markenrechte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer ergaben sich weder in der aktuellen Berichtsperiode 2023/24 noch im Vorjahr Wertminderungen. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) der All for One Group, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet worden sind, wurde eine Erhöhung der Diskontierungszinssätze um einen Prozentpunkt, eine Senkung der langfristigen Wachstumsrate um 0,5%-Punkte sowie eine Senkung der EBIT-Margen um 25% angenommen. Keine der dargestellten Parameteränderungen führt sowohl isoliert betrachtet als auch in für möglich gehaltenen Kombinationen zu einem Wertminderungsbedarf einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Für die Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden folgende Vorsteuer-Diskontierungssätze zugrunde gelegt:

in % 30.09. 2024 30.09. 2023
All for One Poland Sp. z o.o., Suchy Las (Posen)/Polen 13,79 16,40
All for One Group SE, Filderstadt 14,20 16,15
All for One Switzerland AG, St. Gallen/Schweiz 12,12 13,31
Empleox GmbH, Heilbronn (Teilkonzern) 14,20 16,15
All for One Customer Experience GmbH, Karlsruhe 14,20 16,15
avantum consult GmbH, Filderstadt 14,20 16,15
OSC GmbH, Lübeck (Teilkonzern) 14,20 16,15
blue-zone GmbH, Hagenberg/Österreich 13,09 14,64
blue-zone GmbH, Rosenheim 14,20 16,15
All for One PublicCloudERP GmbH, Raaba-Grambach/Österreich (Teilkonzern) 14,20 16,15
All for One Austria GmbH, Wien/Österreich 13,09 14,64

Mit Blick auf die nicht unerheblichen makroökonomischen Unsicherheiten und Risiken unterliegen die Prognosen im Geschäftsjahr 2024/25 bezüglich Dauer und Ausmaß der Auswirkungen auf die Cashflows einer nicht unerheblichen Unsicherheit. Das Management hat den potentiellen Einfluss auf das erwartete zukünftige Geschäft der All for One Group auf Grundlage von Schätzungen und Annahmen basierend auf den besten verfügbaren Informationen analysiert. In diesem Zusammenhang sieht das Management der All for One Group keine Notwendigkeit für eine Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte der All for One Group umfassen im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte, Kundenbeziehungen und Markenrechte. Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen deren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Voraussetzung für die Aktivierung eines selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerts ist, dass aus diesem Vermögenswert aller Wahrscheinlichkeit nach der All for One Group ein zukünftiger Nutzen zufließen wird und sich die Kosten verlässlich ermitteln lassen. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden bei der All for One Group im Wesentlichen im Rahmen von Kundenaufträgen durchgeführt. Die hierbei anfallenden Aufwendungen werden dem Kunden direkt in Rechnung gestellt und stellen somit keine originären Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der All for One Group dar. Daneben fallen keine wesentlichen nicht-kundenbezogenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen an. Im Konzernabschluss der All for One Group bestehen mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie von einzelnen Markenrechten nur immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer. Diese werden für Zwecke der Folgebewertung mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen (linear über die vertragliche bzw. geschätzte Nutzungsdauer) und der kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:  Markenrechte: 10 Jahre  Kundenbeziehungen: 3 – 15 Jahre  Übrige immaterielle Vermögenswerte: 1 – 13 Jahre Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich (jeweils im 4. Quartal) bzw. immer dann, wenn ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Wert eines Geschäfts- oder Firmenwerts wertgemindert sein könnte, einem Werthaltigkeitstest unterzogen (sog. Impairment Test). Die Überprüfung der Werthaltigkeit eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt in einem einstufigen Verfahren auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs), denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene der legalen Einheiten bzw. der Teilkonzerne. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, so wird eine ergebniswirksame Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der Wertminderungsaufwand wird dabei zunächst auf den Geschäfts- oder Firmenwert und für darüber hinausgehende Beträge unter Beachtung spezifischer Restriktionen anteilig auf die Vermögenswerte der CGU verteilt. Eine spätere Wertaufholung bei Wegfall der Gründe für eine in Vorperioden vorgenommene Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist nicht zulässig. Wertminderung von sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Nutzungsrechten Für Nutzungsrechte, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer prüft die All for One Group zu jedem Abschlussstichtag, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Deuten Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hin, dass der Buchwert eines Vermögenswertes nicht erzielbar sein könnte, so wird dieser einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus werden immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauern nicht bestimmbar sind oder die noch nicht betrieblich genutzt werden, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Rahmen dieses Werthaltigkeitstests wird der Buchwert des zu testenden Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) ermittelt, der dieser Vermögenswert zuzuordnen ist. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, so wird eine ergebniswirksame Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Wertminderungsaufwendungen werden (sowohl für Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Postens »Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte« ausgewiesen; Wertaufholungen (soweit zulässig) innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge. Entfallen die Voraussetzungen für eine bereits in Vorperioden durchgeführte Wertminderung auf Sachanlagen, sonstige immaterielle Vermögenswerte oder Nutzungsrechte, so wird eine ergebniswirksame Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorgenommen. 15. Sachanlagen

in TEUR Mieter- einbauten IT-Systeme Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022 6.544 37.424 6.845 50.813
Währungsumrechnung -29 -12 -64 -105
Zugänge 168 7.637 547 8.352
Abgänge -195 -2.175 -336 -2.706
Umbuchungen 0 11.371 0 11.371
30.09.2023 6.488 54.245 6.992 67.725
01.10.2023 6.488 54.245 6.992 67.725
Währungsumrechnung -3 30 -51 -24
Zugänge 366 1.929 753 3.048
Abgänge -21 -20.860 -429 -21.310
Umbuchungen 0 4.383 0 4.383
30.09.2024 6.830 39.727 7.265 53.822
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2022 2.584 27.513 4.694 34.791
Währungsumrechnung -27 7 -31 -51
Abschreibungen 568 5.523 640 6.731
Abgänge -63 -2.158 -200 -2.421
Umbuchungen 0 11.353 0 11.353
30.09.2023 3.062 42.238 5.103 50.403
01.10.2023 3.062 42.238 5.103 50.403
Währungsumrechnung -9 27 -23 -5
Abschreibungen 557 5.126 487 6.170
Abgänge -19 -20.842 -401 -21.262
Umbuchungen 0 3.052 0 3.052
30.09.2024 3.591 29.601 5.166 38.358
Buchwerte
30.09.2023 3.426 12.007 1.889 17.322
30.09.2024 3.239 10.126 2.099 15.464

Unter den Einbauten in gemieteten Räumlichkeiten (Mietereinbauten) werden auch solche Ausbauten aufgeführt, die rechtlich bereits in das Eigentum des Vermieters übergegangen sind, jedoch während der Dauer des Mietverhältnisses noch wirtschaftlich im Eigentum der Mieterin verbleiben. Unter den IT-Systemen werden im Wesentlichen die von der All for One Group betriebenen Rechenzentren ausgewiesen. Die Umbuchungen betreffen die Übernahme von IT-Systemen aus Leasingverhältnissen, an denen zuvor ein Nutzungsrecht bestand (siehe Textziffer 16). Der Posten Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst Büromaschinen und -geräte, Büro- und Betriebseinrichtungen sowie Geschäftsfahrzeuge. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Anschaffungskosten beinhalten dabei die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Die Anschaffungskosten von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Sachanlagen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der All for One Group daraus ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten zuverlässig ermittelt werden können. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer, bei Mietereinbauten bzw. Einbauten in Mieträume gegebenenfalls entsprechend der kürzeren Dauer des Mietvertrages. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:  Mietereinbauten: 2 – 15 Jahre  IT-Systeme: 3 – 6 Jahre  Betriebs- und Geschäftsausstattung: 4 – 13 Jahre Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als Periodenaufwand gebucht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die zugehörigen kumulierten Abschreibungen werden bei einer Verschrottung oder Veräußerung von Gegenständen des Sachanlagevermögens ausgebucht und eventuelle Buchgewinne oder -verluste erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertminderung von Sachanlagen Es wird auf die einschlägigen Ausführungen zu den maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden in Textziffer 14 verwiesen. 16. Nutzungsrechte

Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
in TEUR Gebäude IT-Systeme Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022 39.603 27.747 13.246 80.596
Währungsumrechnung -2 18 35 51
Zugänge 4.680 5.286 6.031 15.997
Abgänge -1.038 0 -1.826 -2.864
Umbuchungen 0 -11.371 0 -11.371
30.09.2023 43.243 21.680 17.486 82.409
01.10.2023 43.243 21.680 17.486 82.409
Währungsumrechnung -27 34 99 106
Zugänge 8.455 4.080 4.215 16.750
Abgänge -1.827 0 -1.393 -3.220
Umbuchungen 0 -4.383 0 -4.383
30.09.2024 49.844 21.411 20.407 91.662
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
01.10.2022 13.890 15.176 7.723 36.789
Währungsumrechnung -29 8 0 -21
Abschreibungen 6.354 4.683 4.017 15.054
Wertminderungen 290 0 0 290
Abgänge -1.038 0 -1.799 -2.837
Umbuchungen 0 -11.353 0 -11.353
30.09.2023 19.467 8.514 9.941 37.922
01.10.2023 19.467 8.514 9.941 37.922
Währungsumrechnung 45 26 38 109
Abschreibungen 6.079 4.011 4.444 14.534
Wertminderungen 0 0 0 0
Abgänge -1.766 0 -1.239 -3.005
Umbuchungen 0 -3.051 0 -3.051
30.09.2024 23.825 9.500 13.184 46.509
Buchwerte
30.09.2023 23.776 13.166 7.545 44.487
30.09.2024 26.019 11.911 7.223 45.153

Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen betreffen Immobilien-Leasingverträge, Leasing von EDV-Infrastruktur, insbesondere Hardware sowie Leasingverträge über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere Firmenwagenleasing. Die Laufzeit der Leasingverträge liegt in einer Bandbreite zwischen ein und zwölf Jahren. Weitere Angaben zu nicht bilanzierten Leasingverhältnissen Die Aufwendungen für nicht bilanzierte Leasingverhältnisse betrugen im Geschäftsjahr 2023/24 758 TEUR (Vorjahr: 645 TEUR), wovon 143 TEUR (Vorjahr: 78 TEUR) auf kurzfristige Leasingverhältnisse und 615 TEUR (Vorjahr: 567 TEUR) auf Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert entfallen. Einzelne Immobilien-Leasingverträge enthalten Verlängerungsoptionen nach dem Ende der Grundlaufzeit (einschließlich sich daran anschließender automatisch verlängernder Mietzeiträume), die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden. Grund hierfür ist die nicht hinreichend sichere Ausübung dieser Optionen, die zu undiskontierten potentiellen Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von 70.599 TEUR (Vorjahr: 60.168 TEUR) führen könnten. Bei der Berechnung dieser möglichen Zahlungsverpflichtungen wurde sich in Zweifelsfällen an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der einschlägigen Immobilien orientiert. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Bilanzierung von Leasingverträgen Die All for One Group agiert im Rahmen ihrer Geschäftstransaktionen sowohl als Leasingnehmer (unter anderem von Gebäuden, Rechenzentren und Kraftfahrzeugen) als auch als Leasinggeber (im Wesentlichen in Zusammenhang mit der Vermietung von IT-Produkten). Mit Blick auf die als Leasingnehmer abgeschlossenen Leasingverhältnisse aktiviert die All for One Group ein Nutzungsrecht und passiviert eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit für alle über die Laufzeit des Vertrags zu leistenden Leasingzahlungen. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht und die Zahlungen linear als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die All for One Group macht von dem Wahlrecht gemäß IFRS 16.4 Gebrauch und wendet die Vorschriften zur Leasingbilanzierung (IFRS 16) nicht auf immaterielle Vermögenswerte (z.B. Softwarelizenzen) an. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ergeben sich im Wesentlichen aus dem Barwert aller künftigen Leasingzahlungen zuzüglich etwaiger Leasingzahlungen bei oder vor Beginn des Leasingverhältnisses sowie den Kosten für die Vertragserlangung und den geschätzten Kosten für den Rückbau oder die Wiederherstellung des Leasingvermögenswerts. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter (planmäßiger) Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Die Leasing-Nutzungsrechte werden in der Bilanz separat ausgewiesen und werden im Konzernanhang aufgegliedert. Der Ausweis der Abschreibungen und Wertminderungen betreffend die bilanziell aktivierten Nutzungsrechte erfolgt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Postens »Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte«. Die Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Leasingvermögenswerts, sofern die zu berücksichtigenden Leasingzahlungen auch die Übertragung des Eigentums an dem zugrunde liegenden Vermögenswert zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses umfassen oder die Ausübung einer Kaufoption hochwahrscheinlich ist. In allen anderen Fällen werden die Nutzungsrechte planmäßig über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Der erstmalige Ansatz der im Bilanzposten »Leasingverbindlichkeiten« im Kurz- und Langfristbereich jeweils separat ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten erfolgt mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen. Im Rahmen der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit um den jährlichen Zinsaufwand erhöht und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Der Ausweis der hieraus resultierenden Zinsaufwendungen erfolgt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses (»Finanzaufwendungen«). Bezüglich der Wertminderung von Leasing-Nutzungsrechten wird auf die einschlägigen Ausführungen zu den maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden in Textziffer 14 verwiesen. 17. Latente Steueransprüche und -schulden

Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden Latente Steuer- aufwendungen (-) / Latente Steuererträge (+) 1
in TEUR 30.09.2024 30.09.2023 30.09.2024 30.09.2023 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Bewertungsunterschiede aus:
Unternehmenserwerben 0 0 7.281 8.626 1.405 2.287
Umsatzrealisierung
IFRS 15 Allokationen 43 58 302 257 -60 -158
POC-Methode 7 7 7.252 5.936 -1.271 -1.523
Vertragserlangungskosten 0 0 582 598 16 23
Vertragserfüllungskosten 0 0 130 195 65 58
Wertberichtigungen auf Forderungen 162 159 21 20 -22 46
Leasingverhältnissen
Leasinggeber 0 0 1.710 1.362 -348 -49
Leasingnehmer 226 139 53 50 84 21
Schuldscheindarlehen 0 0 33 44 11 11
Pensionszusagen 454 420 0 0 -18 -117
übrigen Leistungen an Arbeitnehmer 748 1.086 0 0 -338 635
sonstigen Rückstellungen 165 130 25 24 34 -27
steuerlichen Verlustvorträgen 568 407 0 0 161 103
Outside Basis Differences 0 0 104 130 26 -55
sonstigen Divergenzen 101 112 138 94 -55 80
Summe (vor Saldierung) 2.474 2.518 17.631 17.336 -310 1.335
Saldierung -1.798 -1.873 -1.798 -1.873
Nettobetrag 676 645 15.833 15.463
1) Erfasst in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Der Ansatz von latenten Steueransprüchen erfolgt auf der Basis der Unternehmensplanung der jeweiligen Konzerngesellschaften. Diese Unternehmensplanungen werden jährlich überarbeitet und bedürfen einer Vielzahl von Einschätzungen. Sie basieren unter anderem auf der Auslegung der bestehenden Steuergesetze und Verordnungen des jeweiligen Landes. Diese Einschätzungen können sich aufgrund von Veränderungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds, der Kundenstruktur und der allgemeinen Wirtschaftslage ändern. Beim erstmaligen Ansatz und der regelmäßigen Bewertung von latenten Steueransprüchen aus steuerlich anrechenbaren Verlustvorträgen erfolgt eine Einschätzung der zukünftigen Ertragslage der Tochterunternehmen. Aufgrund der hohen Volatilität und begrenzten Visibilität wird der Betrachtungszeitraum auf ein bis drei Jahre begrenzt. Umgekehrt wurden Verlustvorträge, deren Realisierbarkeit erst nach diesem Zeitraum wahrscheinlich ist, nicht oder nicht mehr aktiviert. Zahlreiche interne und externe Faktoren können günstigere oder ungünstigere Auswirkungen auf die Ansprüche und Schulden aus latenten Ertragsteuern haben. Änderungen können unter anderem auf die Anpassung von Steuergesetzen, auf definitive Steuerbescheide und auf die günstigere oder ungünstigere Entwicklung der steuerlichen Ertragsprognosen von Tochterunternehmen zurückzuführen sein. Solche Faktoren können dazu führen, dass die bilanzierten Ansprüche und Schulden aus Ertragsteuern angepasst werden müssen. Aufgrund der regelmäßigen Neubeurteilung kann der Ansatz der latenten Steueransprüche somit erheblichen Schwankungen unterliegen. Zum 30. September 2024 verfügen die deutschen Gesellschaften über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 2.535 TEUR (30. Sep 2023: 2.958 TEUR). Diese entfallen auf die Tochterunternehmen blue-zone GmbH, Rosenheim, in Höhe von 2.535 TEUR (30. Sep 2023: 674 TEUR) sowie Grandconsult GmbH i.L., Filderstadt, in Höhe von 0 TEUR (30. Sep 2023: 2.284 TEUR). Davon wurden auf Verlustvorträge in Höhe von 1.675 TEUR (30. Sep 2023: 674 TEUR) latente Steueransprüche gebildet. Zusätzlich verfügen die österreichischen Gesellschaften über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 323 TEUR (30. Sep 2023: 874 TEUR). Diese entfallen auf die Tochterunternehmen All for One PublicCloudERP GmbH, Wien/Österreich, in Höhe von 320 TEUR (30. Sep 2023: 202 TEUR) und Empleox Austria GmbH, Wien/Österreich, in Höhe von 3 TEUR (30. Sep 2023: 672 TEUR). Davon wurden auf Verlustvorträge in Höhe von 323 TEUR (30. Sep 2023: 874 TEUR) latente Steueransprüche gebildet. All for One Group geht auf Basis der getroffenen Einschätzungen über die künftige Geschäftsentwicklung davon aus, dass das steuerliche Einkommen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausreichen wird, um die aktivierten latenten Steueransprüche realisieren zu können. Bei steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 860 TEUR (30. Sep 2023: 2.284 TEUR) wird mit einer zukünftigen Nutzung nicht gerechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unverfallbar. Auf steuerrelevante temporäre Unterschiede in Höhe von 353 TEUR (5% von 7.066 TEUR) (Vorjahr: 390 TEUR, 5% von 7.806 TEUR) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz gebildet. Daneben sind latente Steueransprüche auch auf Verlustvorträge zu erfassen, sofern damit zu rechnen ist, dass diese in der Zukunft wahrscheinlich genutzt werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag überprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Steuersatzes vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht abgezinst und in der Konzernbilanz stets als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die All for One Group einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Ertragsteueransprüche gegen die tatsächlichen Steuerschulden hat und wenn sich die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die Schätzungen hinsichtlich latenter Steuern auf Verlustvorträge sind in hohem Maße von der Ertragsentwicklung der betreffenden Steuersubjekte abhängig. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können demzufolge von den Schätzungen abweichen. 18. Pensionsrückstellungen

Leistungsorientierte Versorgungspläne
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld / -vermögenswert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Stand zum 1. Oktober 22.746 24.386 21.459 23.771 1.287 615
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Erfasst in Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 525 402 0 0 525 402
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -482 0 0 0 -482
Nettozinsen auf die Nettoschuld 692 629 568 634 124 -5
1.217 549 568 634 649 -85
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Verlust/Gewinn aus Neubewertungen
Versicherungsmathematische Verluste/Gewinne aus:
finanziellen Annahmen 2.808 485 84 -365 2.724 850
erfahrungsbedingter Berichtigung -321 87 0 0 -321 87
Ertrag aus Planvermögen 0 0 1.898 -547 -1.898 547
Fremdwährungsdifferenzen 427 -201 393 -194 34 -7
2.914 371 2.375 -1.106 539 1.477
Sonstiges
Geleistete Zahlungen -1.027 -3.331 -1.027 -3.331 0 0
Beiträge des Arbeitgebers 0 0 705 714 -705 -714
Beiträge begünstigter Arbeitnehmer 746 771 751 777 -5 -6
-281 -2.560 429 -1.840 -710 -720
Stand zum 30. September 26.596 22.746 24.831 21.459 1.765 1.287
Davon entfallen auf:
Deutschland 5.606 5.372 5.145 5.008 461 364
Schweiz 20.990 17.374 19.686 16.451 1.304 923
26.596 22.746 24.831 21.459 1.765 1.287

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden im Konzernabschluss der All for One Group aufgrund von fünf (30. Sep 2023: fünf) Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Bedingt durch die Zusammenführung mehrerer Versorgungspläne in der Schweiz ist in der Vorperiode ein negativer nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand entstanden. Die Höhe der Leistungen hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Daneben besteht ein (30. Sep 2023: ein) inländischer mitarbeiterfinanzierter Pensionsplan in Form einer Direktzusage, der über eine kongruente und verpfändete Rückdeckungsversicherung abgesichert ist. Obwohl das Risiko, dass die All for One Group für eine Rendite einstehen muss, weil die Versicherungsgesellschaft sie nicht gewähren kann, als sehr gering einzustufen ist, war dieser mitarbeiterfinanzierte Pensionsplan gemäß IAS 19 als leistungsorientierter Versorgungsplan einzustufen. Die aus der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen verbliebenen Risiken betreffen Risiken aus der Änderung von versicherungsmathematischen Parametern, die in der anschließenden Tabelle dargestellt sind. Das signifikanteste Änderungsrisiko betrifft den Rechnungszins; hierzu wird auf die untenstehenden separaten Sensitivitätsanalysen verwiesen. Die Annahmen für die versicherungsmathematischen Bewertungen sind bei den einzelnen Einrichtungen unterschiedlich, da sie unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse der Vermögensanlagestrategie und der Personalstruktur der angeschlossenen Gesellschaften festgelegt wurden. Die wesentlichen Eckwerte der Pläne für die Berechnung sowie die gewichteten durchschnittlichen Annahmen, welche in die Berechnung einfließen, und die gewichteten durchschnittlichen Annahmen, auf denen die versicherungsmathematischen Berechnungen zu den leistungsorientierten Personalvorsorgeplänen basieren, werden in untenstehender Tabelle dargestellt. Bei der Ermittlung der Verpflichtungen in Deutschland wurden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck als biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet. In der Schweiz werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen die BVG 2020 (Vorjahr: BVG 2020) Generationentafeln als biometrische Rechnungsgrundlage verwendet.

in % 30.09. 2024 30.09. 2023
Diskontierungssatz Deutschland 3,09 4,34
Diskontierungssatz Schweiz 1,20 2,10
Gehaltsentwicklung Deutschland 0,00 – 2,50 0,00 – 2,50
Gehaltsentwicklung Schweiz 2,00 2,00
Rentenentwicklung Deutschland 2,30 2,30
Rentenentwicklung Schweiz 0,00 0,00

Am 30. September 2024 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland bei 5,4 Jahren (Vorjahr: 5,4 Jahre) und in der Schweiz bei 15,3 Jahren (Vorjahr: 15,6 Jahre).

Planvermögen
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Eigenkapitalinstrumente 6.457 5.429
Schuldinstrumente 5.847 6.415
Von Versicherungen gehaltene Vermögenswerte 5.039 4.908
Immobilien 3.287 2.468
Derivate 1.909 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 138 165
Übrige 2.154 2.074
Summe 24.831 21.459

Aus den leistungsorientierten Zusagen ergeben sich aufgrund möglicher Schwankungen der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen sowie Schwankungen des Planvermögens Risiken für die All for One Group. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Verpflichtungen resultieren insbesondere aus Änderungen finanzieller Annahmen wie den Abzinsungssätzen sowie der Änderung demografischer Annahmen. Der Marktwert des Planvermögens und somit dessen Schwankungen hängt maßgeblich von der Lage an den Kapitalmärkten ab. Das Risiko des Planvermögens wird durch eine breit diversifizierte und langfristig ausgelegte Anlagestrategie minimiert und so können kurzfristige Schwankungen am Kapitalmarkt abgefedert werden. Für das Geschäftsjahr 2024/25 betragen die erwarteten Arbeitgeberbeiträge der All for One Group zu den leistungsorientierten Plänen 678 TEUR (Vorjahr: 651 TEUR).

Künftige Pensionszahlungen
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Jahr 1 581 1.260
Jahr 2 622 1.273
Jahr 3 792 1.174
Jahr 4 981 1.038
Jahr 5 653 1.164
Folgende 5 Jahre 6.143 5.646
Summe 9.772 11.555

Die nachfolgenden Sensitivitätsanalysen verdeutlichen die Auswirkungen von singulären Parameteränderungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung bei Veränderungen des Diskontierungssatzes um 0,25%-Punkte bzw. der Rentenentwicklung um 0,25% bzw. 0,5%-Punkte unter Beibehaltung der anderen Annahmen. Es besteht daher die Möglichkeit, dass die Sensitivitätsanalysen nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sind, da es unwahrscheinlich ist, dass Änderungen der Annahmen isoliert eintreten.

Leistungsorientierte Versorgungspläne
in TEUR Erhöhung Minderung
Deutschland
Abzinsungssatz (+/- 0,25%-Punkte) -72 74
Rententrend (+/- 0,5%-Punkte) 77 -72
Schweiz
Abzinsungssatz (+/- 0,25%-Punkte) -780 832
Rententrend (+0,25%-Punkte) 475

Beitragsorientierte Versorgungspläne Im Berichtsjahr sind Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme (unter anderem gesetzliche Rentenversicherung) in Höhe von 1.716 TEUR (Vorjahr: 1.050 TEUR) erfolgt. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Die Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden mit der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt, die auf wesentlichen Annahmen wie z.B. Diskontierungsfaktoren, Sterblichkeitsraten, Gehalts- und Rententrends beruhen. Neubewertungen, bestehend im Wesentlichen aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Bestandteil der Gewinnrücklagen und werden in den Folgeperioden nicht mehr ergebniswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. Die All for One Group weist den Dienstzeitaufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Personalaufwendungen aus, der Nettozinsaufwand wird innerhalb der Finanzerträge bzw. -aufwendungen ausgewiesen. Die Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden ergebniswirksam als Personalaufwand erfasst, wenn die Arbeitsleistung durch die anspruchsberechtigten Arbeitnehmer erbracht wurde. 19. Sonstige Rückstellungen

in TEUR 01.10. 2023 Zuführung Zinseffekte Inanspruch- nahme Auflösung 30.09. 2024
Garantie- und Schadensfälle 412 18 0 -190 -167 73
Drohende Verluste 385 86 0 -162 -66 243
Abfindungen 196 108 0 -147 0 157
Restrukturierung 3.075 0 0 -2.435 0 640
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 4.068 212 0 -2.934 -233 1.113
Jubiläumsrückstellung 720 25 30 0 -3 772
Abfertigungsverpflichtung 37 126 0 0 -37 126
Langfristige sonstige Rückstellungen 757 151 30 0 -40 898
Summe 4.825 363 30 -2.934 -273 2.011

Die Position »Restrukturierung« betrifft zum 30. September 2023 ganz überwiegend zum Abschlussstichtag ausstehende Abfindungszahlungen in Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2022/23 initiierten Restrukturierung in den serviceorientierten Bereichen des Segments CORE (ERP und Kollaborationslösungen), womit der Abbau einer höheren zweistelligen Anzahl an Vollzeitstellen verbunden war. Die Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Wesentlichen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 umgesetzt. Dabei wurden wesentliche Teile der hierfür gebildeten Rückstellung in Anspruch genommen sowie geringfügig unter den Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern konkretisiert. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Textziffer 6 verwiesen. Die Rückstellungen für Garantie- und Schadensfälle umfassen Gewährleistungs- und Schadensersatzrisiken aus gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtungen aus bereits erbrachten strittigen Einzelleistungen im Rahmen von IT-Services und werden auf Grundlage von Erfahrungswerten gebildet. Diese Verpflichtungen werden nicht als separate Leistungsverpflichtungen betrachtet und daher geschätzt in die Gesamtkosten der Verträge einbezogen. Für vertragliche Verpflichtungen, bei denen die unvermeidbaren Aufwendungen zu deren Erfüllung bzw. zur Aufhebung höher sind, als die aus dem Vertrag erwarteten Vorteile und Erträge (sogenannte belastende Verträge), werden ebenfalls Rückstellungen angesetzt (»Drohende Verluste«). Rückstellungen für Abfindungen werden angesetzt, wenn bestehende Arbeitsverhältnisse aus betrieblich bedingten Gründen gekündigt oder einvernehmlich aufgelöst werden müssen. Die Höhe der Abfindungen steht zum Bilanzerstellungszeitpunkt nicht immer abschließend fest. Rückstellungen werden in solchen Fällen in Höhe der voraussichtlich zu bezahlenden Beträge angesetzt. Rückstellungen für Restrukturierung umfassen Aufwendungen für grundsätzliche Umorganisationsmaßnahmen mit wesentlichen Auswirkungen auf den Charakter und dem Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der All for One Group. Die Bewertung der Jubiläumszusagen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Der Verpflichtungswert nach diesem Verfahren ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der von den Mitarbeitern bis zum Abschlussstichtag zeitanteilig erdienten Jubiläumsleistungen. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz (DBO) beträgt 3,09% p.a.. Die Bewertung eines ggf. bestehenden Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung der Rückstellungen für die gesetzlichen Ansprüche auf so genannte Abfertigungszahlungen bei Pensionierung oder Arbeitgeberkündigung (»Abfertigungsverpflichtung«) erfolgt nach finanzmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß IAS 19. 20. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und sonstige Verbindlichkeiten

in Mio. EUR Rück- zahlungs- zeitpunkt Betrag
Schuldschein 2019 – 2025 17.10.2025 7,5
Schuldschein 2019 – 2027 18.10.2027 16,0
Schuldschein 2020 – 2026 19.10.2026 10,0
Schuldschein 2022 – 2028 16.05.2028 23,5
Schuldschein 2022 – 2030 16.05.2030 16,5
Summe 73,5

Die Verzinsung aller Schuldscheindarlehen ist fix und liegt je nach Tranche zwischen 0,90% und 2,55%. Die endfälligen Schuldscheindarlehen sind nicht nachrangig und unbesichert. Alle Tranchen enthalten Regelungen, die die Kreditgeber bei bestimmten Änderungen im Gesellschafterkreis der All for One Group (»Change of Control«) berechtigen, die Darlehenszusagen zu kündigen und den Betrag von insgesamt 73,5 Mio. EUR sofort fällig zu stellen. Weiterhin sind die Schuldscheingläubiger der in den Jahren 2019 und 2020 aufgenommenen Tranchen im Falle des Eintritts bestimmter Ereignisse auf Grundlage von Kreditvereinbarungsklauseln (»Covenants«) berechtigt, die Zinsmarge zu erhöhen. Demgegenüber enthalten die im Jahr 2022 aufgenommenen Tranchen neben der »Change of Control«-Klausel Nachhaltigkeitskomponenten, die Ende 2023 vertragskonform definiert und kommuniziert wurden und zu einer Erhöhung der Zinsmarge führen können. Im Vorjahr wurden alle Finanzkennzahlen und Zielwerte der Nachhaltigkeitskennzahlen eingehalten. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2023/24 liegen keine Anhaltspunkte vor, dass diese Kennzahlen nicht eingehalten wurden. Zusätzlich verfügt die All for One Group zum Abschlussstichtag 30. September 2024 über zugesagte Kreditlinien bei Banken in Höhe von 20.979 TEUR (Vorjahr: 8.088 TEUR). Es bestehen Inanspruchnahmen in der Form von Avalbürgschaften für Mietkautionen in Höhe von 2.049 TEUR (Vorjahr: 1.259 TEUR).

Sonstige Verbindlichkeiten
30.09.2024 30.09.2023
in TEUR Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Summe
Kaufpreisverpflichtungen 125 0 125 6.102 0 6.102
Übrige Verbindlichkeiten 335 0 335 238 0 238
Finanzielle Verbindlichkeiten 460 0 460 6.340 0 6.340
Steuerschulden 8.683 0 8.683 9.705 0 9.705
Übrige Verbindlichkeiten 1.438 765 2.203 1.129 1.755 2.884
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 10.121 765 10.886 10.834 1.755 12.589
Summe 10.581 765 11.346 17.173 1.755 18.929

In den übrigen sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 165 TEUR (Vorjahr: 59 TEUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 600 TEUR (Vorjahr: 1.696 TEUR) enthalten. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten der All for One Group bestehen vorwiegend aus Schuldscheindarlehen, Leasingverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Kaufpreisverpflichtungen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die All for One Group vertraglich dazu verpflichtet ist, Zahlungsmittel oder sonstige finanzielle Vermögenswerte auf einen Dritten zu übertragen. Bei der erstmaligen Erfassung wird eine finanzielle Verbindlichkeit in eine der folgenden Kategorien eingestuft:  Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten; oder  erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt in der All for One Group nur für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3 passivierten bedingten Gegenleistungen. Bei der erstmaligen Erfassung werden sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet (ggf. abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten). Im Rahmen der Folgebewertung werden die der Kategorie »erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert« zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten an jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst. Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Hierunter fallen insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in der Regel unverzinslich sind und eine Fälligkeit von 30 bis 60 Tagen aufweisen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die einer Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Als sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten werden insbesondere Schulden ausgewiesen, die auf Basis gesetzlicher Vorschriften entstehen sowie Abgrenzungen und Anzahlungen. Die nichtfinanziellen Verbindlichkeiten setzen sich bei der All for One Group vorwiegend aus Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Vertragsverbindlichkeiten sowie Ertragsteuerverbindlichkeiten zusammen. Bei dem Bilanzposten »Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern« handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus noch nicht genommenen Urlaubstagen, aus noch nicht ausbezahlten fixen und variablen Entgeltbestandteilen, aus vereinbarten Abfindungen, Provisionen, Gleitzeit bzw. Überstundenabgeltung und aus Gratifikationen sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern. Als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen werden:  die mittels POC-Methode zu bilanzierenden kundenspezifischen Beratungsprojekte (vor allem Softwareimplementierungs- und Softwareoptimierungsprojekte), bei denen die bereits in Rechnung gestellten oder fälligen Vorauszahlungen die kumulierten Projektleistungen übersteigen (sog. passivischer Saldo);  die bereits fälligen Zahlungsansprüche einzelner Leistungsverpflichtungen aus Mehrkomponentenverträgen, deren Leistung erst zu einem späteren Zeitpunkt erbracht wird (z.B. bei Abnahme); sowie  sonstige bereits abgerechnete, aber noch nicht erbrachte IT-Dienstleistungen. Der kurzfristige Anteil der Vertragsverbindlichkeiten wird im Bilanzposten »Vertragsverbindlichkeiten« innerhalb der kurzfristigen Schulden, der langfristige Anteil im Bilanzposten »Sonstige Verbindlichkeiten« innerhalb der langfristigen Schulden ausgewiesen. G Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Bankguthaben 38.090 40.802
Festgeldanlagen 24.473 21.770
Kassenbestände 23 15
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Bilanz) 62.586 62.587
Verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel -410 -290
Festgeldanlagen mit Laufzeit > 3 Monate -300 -500
Finanzmittelfonds (Kapitalflussrechnung) 61.877 61.797

Die Verzinsung der Bankguthaben betrug durchschnittlich 2,11% (Vorjahr: 0,76%). Die Festgeldanlagen in Höhe von 24.473 TEUR (Vorjahr: 21.770 TEUR) haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von unter einem Monat und sind mit durchschnittlich 3,00% verzinst. Die Veränderung der sonstigen Vermögenswerte im Cashflow aus operativer Tätigkeit beträgt im aktuellen Geschäftsjahr plus 19 TEUR (Vorjahr: minus 9.991 TEUR). Die Veränderung der sonstigen Schulden beträgt minus 6.307 TEUR (Vorjahr: plus 4.841 TEUR) Die im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen betreffen im Geschäftsjahr 2023/24 im Wesentlichen fixe Kaufpreiszahlungen für das im Vorjahr erworbene Tochterunternehmen «All for One Poland Sp. z o.o., Suchy Las (Posen)/Polen». Die Veränderungen der finanziellen Verbindlichkeiten, deren Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung bisher oder künftig als Zahlungsflüsse aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden, stellen sich in der Berichtsperiode wie folgt dar:

Nicht-zahlungswirksame Veränderungen
in TEUR 01.10.2023 Zahlungs- wirksame Verände- rungen Währungs- effekte Übrige Effekte 30.09.2024
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 77.394 -4.036 0 35 73.393
Leasingverbindlichkeiten 43.767 -15.388 -66 16.606 44.919
Summe 121.161 -19.424 -66 16.641 118.312
Nicht-zahlungswirksame Veränderungen
in TEUR 01.10.2022 Zahlungs- wirksame Verände rungen Währungs- effekte Übrige Effekte 30.09.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 77.415 -37 0 16 77.394
Leasingverbindlichkeiten 43.415 -15.928 13 16.267 43.767
Summe 120.830 -15.965 13 16.283 121.161

Übrige Effekte enthalten im Wesentlichen neu erfasste Leasingverhältnisse. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen im Geschäftsjahr 2023/24 17.376 TEUR (Vorjahr: 17.626 TEUR) und entfallen mit 16.618 TEUR (Vorjahr: 16.981 TEUR) auf Zins- und Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten, mit 143 TEUR (Vorjahr: 78 TEUR) auf kurzfristige Leasingverhältnisse und mit 615 TEUR (Vorjahr: 567 TEUR) auf Leasingverhältnisse, die auf Vermögenswerte mit geringem Wert entfallen. H Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Zum 30. September 2024 belief sich das gezeichnete Kapital auf 14.946 TEUR, eingeteilt in 4.982.000 (30. Sep 2023: 4.982.000) auf den Namen lautende Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) und ist voll einbezahlt. Der rechnerische Nennwert der umlaufenden Aktien beträgt unverändert 3,00 EUR je Aktie. Die Kapitalrücklage umfasst im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien. Die Währungsumrechnungs-rücklage resultiert aus Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns. Diese Rücklage wird in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, sobald die einschlägigen Konzerngesellschaften durch Entkonsolidierung abgehen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 12. März 2020 hat – jeweils befristet bis zum 11. März 2025 – die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals von insgesamt 7.473.000 EUR sowie die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien der All for One Group SE bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals beschlossen. Das entspricht bis zu 498.200 auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien. Die All for One Group SE hat am 12. Oktober 2022 ein Aktienrückkaufprogramm über die Börse beschlossen, wonach im Zeitraum vom 13. Oktober 2022 bis zum 12. Oktober 2023 insgesamt bis zu 100.000 eigene Aktien im Volumen von bis zu 5,5 Mio. EUR (ohne Erwerbsnebenkosten) zurückgekauft werden können. Am 12. Oktober 2023 wurde beschlossen, das laufende Aktienrückkaufprogramm bis zum 11. Oktober 2024 zu verlängern. In diesem Zuge wurden bis zum 30. September 2024 insgesamt 100.000 Aktien im Volumen von 4,5 Mio. EUR zurückerworben. Am 30. September 2024 befanden sich somit 4.882.000 Aktien im Umlauf (30. Sep 2023: 4.948.780 Aktien). Die Anschaffungskosten der zurückerworbenen eigenen Anteile wurden offen vom ausgewiesenen Eigenkapital in einer Summe abgesetzt. In der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. März 2024 wurde eine Dividende von 1,45 EUR je Aktie (Vorjahr: 1,45 EUR je Aktie) beschlossen, die in Höhe von 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR) ausgeschüttet wurde.

Nicht beherrschende Anteile
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Buchwert 1. Oktober 302 251
Ausschüttungen an nicht beherrschende Gesellschafter -94 -90
Ergebnisanteil des laufenden Jahres 160 146
Währungseffekte -25 -5
Buchwert 30. September 343 302

Nicht beherrschende Anteile bestehen zum 30. September 2024 bei der OSC Business Xpert GmbH, Burgdorf (unverändert in Höhe von 49%) und bei der All for One Egypt LLC., Alexandria/Ägypten (unverändert in Höhe von 25%). I Sonstige Erläuterungen 21. Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung der All for One Group (»Management Approach«) anhand einzelner Konzerngesellschaften und Teilkonzerne, die die Segmente des Konzerns bilden. Die Organisation und das Management der All for One Group erfolgen anhand der beiden Geschäftssegmente »CORE« und »LOB«. Das Segment »CORE« umfasst Softwarelösungen im Bereich der ERP-Systeme (»Enterprise Resource Planning«) sowie der unternehmensweiten Zusammenarbeit (»Collaboration«) für mittelständische Kunden. Darüber hinaus werden in diesem Segment auch Beratungs- und Infrastrukturdienstleistungen erbracht. Das Segment »LOB« (»Lines of Business«) enthält das Geschäft mit IT-Lösungen für Fachbereiche wie Vertrieb und Marketing oder Personal, die verstärkt aus der Cloud konsumiert werden. Dieses Geschäftssegment enthält eigene Marken, um gezielt einzelne Fachbereiche in den Unternehmen zu adressieren. Die nachfolgend dargestellten Segmentinformationen entsprechen den im internen Berichts- und Steuerungssystem verwendeten Größen, die vom Vorstand zur Erfolgsbeurteilung und zur Ressourcenallokation herangezogen werden. Diesen Größen liegen grundsätzlich die gleichen Ansatz- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Die Leistungsverrechnungen zwischen den Geschäftsbereichen (Intersegmentumsätze) erfolgen zu Preisen, die auch mit unabhängigen Geschäftspartnern (Konzernfremden) vereinbart werden. Für Steuerungszwecke und für den Vergleich der operativen Ergebnisentwicklung im Zeitablauf sowie für Prognosen verwendet das Management neben den Umsatzerlösen das von Zinsen und Steuern unbeeinflusste Betriebsergebnis (»EBIT«). Zur transparenteren Beurteilung und besseren Vergleichbarkeit der operativen Performance im Zeitablauf werden bei Bedarf Sondereffekte ergänzend in ein angepasstes EBIT übergeleitet. Die Sondereffekte betreffen solche Einflüsse, die aufgrund der Einschätzung des Vorstands in ihrer Art, in ihrer Häufigkeit und/oder in ihrem Umfang geeignet sind, die Aussagekraft der finanziellen Kennzahlen über die Nachhaltigkeit der Ertragskraft der All for One Group wesentlich zu beeinträchtigen. Für Zwecke der Steuerung werden akquisitionsbedingte Abschreibungen hierbei auch gesondert bzw. zusammengefasst dargestellt. Die Abschreibungen aus Akquisitionen beziehen sich insbesondere auf die Kundenbeziehungen und sonstige immaterielle Vermögenswerte, die aus erfolgten Akquisitionen resultieren.

CORE LOB Konsolidierung Summe
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 ¹ 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 ¹ 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023 ¹ 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Externe Umsatzerlöse 446.327 421.554 65.079 66.398 0 0 511.406 487.952
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 6.118 7.069 10.973 12.954 -17.091 -20.013 0 10
Umsatzerlöse 452.445 428.623 76.052 79.352 -17.091 -20.013 511.406 487.962
Abschreibungen und Wertminderungen -25.079 -26.051 -2.096 -2.922 203 203 -26.972 -28.770
Segmentergebnis (EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS)) 26.981 9.566 7.050 8.165 0 0 34.031 17.731
+ akquisitionsbedingte Ab-schreibungen und Wert-minderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte -5.565 -6.167
+/- sonstige akquisitions-bedingte Aufwendungen (und Erträge) -53 3.341
Betriebsergebnis (EBIT) 28.413 14.905
Finanzergebnis -1.534 -1.076
Ergebnis vor Steuern (EBT) 26.879 13.829
1) Vorjahresangaben aufgrund der Umgliederung der All for One Egypt LLC., Alexandria/Ägypten, von Segment LOB in Segment CORE angepasst
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte nach Ländern 1
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Deutschland 105.475 114.623
Polen 28.685 27.527
Schweiz 13.902 14.251
Österreich 10.761 9.704
Übrige Länder 2.208 1.239
Summe 161.031 167.344
1) Ausgenommen Forderungen aus Finanzierungsleasing, latente Steueransprüche und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Umsatzerlöse nach Ländern Es wird auf die Umsatzaufgliederung in Textziffer 1 verwiesen. 22. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Finanzwirtschaftliche Risiken Die All for One Group ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen Ausfall-, Liquiditäts- und Marktrisiken (Währungs- und Zinsrisiken). Eine Darstellung des Risikomanagementsystems hinsichtlich der Ziele, Methoden und Prozesse erfolgt im Risikobericht als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Das finanzielle Risikomanagement erfolgt nach den von der Gesellschaft festgelegten Grundsätzen. Diese regeln die Absicherung von Währungs-, Zins- und Kreditrisiken, das Management der Zahlungsmittel sowie die kurz- und langfristige Finanzierung. Ziel ist die Reduktion der Finanzrisiken unter Abwägung der Sicherungskosten und der dabei einzugehenden Risiken. Wenn angebracht, werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Grundgeschäften abgeschlossen. Um das Kontrahentenrisiko zu minimieren, werden Transaktionen ausschließlich mit erstklassigen Gegenparteien getätigt. Ausfallrisiken Ausfallrisiken ergeben sich hauptsächlich aus der Gewährung von Zahlungszielen an Kunden und aus dem Gegenparteirisiko bei Finanzgeschäften. Das maximale Ausfallrisiko wird theoretisch durch die Buchwerte der in der Konzernbilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Die Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig geprüft. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch Bonitätsprüfungen und ein Mahnwesen begrenzt. Im operativen Geschäft werden die offenen Forderungen fortlaufend überwacht. Die All for One Group stellt mit entsprechenden Kontrollverfahren sicher, dass Dienstleistungen nur an Kunden erbracht werden, die sich in der Vergangenheit als kreditwürdig erwiesen haben, und dass sich das bei diesen Transaktionen bestehende Ausfallrisiko innerhalb eines angemessenen Rahmens bewegt. Ausfallrisiken wird mittels angemessener Wertminderungen Rechnung getragen. Auf Basis historischer Ausfalldaten und unter Berücksichtigung zukunftsorientierter makroökonomischer Indikatoren (erwartete Insolvenzausfallquoten) sowie den geopolitischen Konflikten und den damit verbundenen makroökonomischen Auswirkungen werden risikoclusterspezifische Ausfallraten ermittelt.

Wertberichtigungsmatrix für Geschäftsjahr 2023/24
Wertberichtigungsmatrix
in TEUR 30.09.2024 Keine An- wendung der Wertberichti- gungsmatrix Nicht überfällig bis 30 Tage überfällig 31 – 90 Tage überfällig über 90 Tage überfällig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttobuchwert) 69.734 4.869 54.131 7.555 2.479 700
Vertragsvermögenswerte (Bruttobuchwert) 11.776 0 11.776
Gewogene durchschnittliche Ausfallrate 0,19% 0,35% 2,96% 36,41%
Wertminderungen -1.040 -557 -128 -27 -73 -255
Wertberichtigungsmatrix für Geschäftsjahr 2022/23
Wertberichtigungsmatrix
in TEUR 30.09.2023 Keine An- wendung der Wertberichti- gungsmatrix Nicht überfällig bis 30 Tage überfällig 31 – 90 Tage überfällig über 90 Tage überfällig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttobuchwert) 62.647 4.798 45.518 9.834 1.770 727
Vertragsvermögenswerte (Bruttobuchwert) 11.030 0 11.030
Gewogene durchschnittliche Ausfallrate 0,20% 0,34% 2,90% 39,36%
Wertminderungen -989 -507 -112 -33 -51 -286

Die Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen die öffentliche Hand und unterliegen somit einem geringen Ausfallrisiko. Liquiditätsrisiken Der jederzeitigen Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit misst die All for One Group höchste Bedeutung zu. Jede Konzerngesellschaft hält selbst ausreichende Zahlungsmittel vor. Die operative Führungsgesellschaft All for One Group SE verfügt zudem über eine Liquiditätsreserve sowie freie Betriebsmittelkreditlinien. Die endfälligen Schuldscheindarlehen sind nicht nachrangig und unbesichert. Alle Tranchen enthalten Regelungen, die die Kreditgeber bei bestimmten Änderungen im Gesellschafterkreis der All for One Group (»Change of Control«) berechtigen, die Darlehenszusagen zu kündigen und den Betrag von insgesamt 73,5 Mio. EUR sofort fällig zu stellen. Weiterhin sind die Schuldscheingläubiger der in 2019 und 2020 aufgenommenen Tranchen im Falle des Eintritts bestimmter Ereignisse auf Grundlage von Kreditvereinbarungsklauseln (»Covenants«) berechtigt, die Zinsmarge zu erhöhen. Demgegenüber enthalten die in 2022 aufgenommenen Tranchen neben der »Change of Control«-Klausel Nachhaltigkeitskomponenten, die Ende 2023 vertragskonform definiert und kommuniziert wurden und zu einer Erhöhung der Zinsmarge führen können. Im Vorjahr wurden alle Finanzkennzahlen und Zielwerte der Nachhaltigkeitskennzahlen eingehalten. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2023/24 liegen keine Anhaltspunkte vor, dass diese Kennzahlen nicht eingehalten wurden. Aufgrund der laufenden Überwachung der Einhaltung der Auflagen der Schuldscheindarlehen durch den Vorstand ist das daraus resultierende Risiko als gering anzusehen. Die folgenden Tabellen zeigen die finanziellen Verbindlichkeiten nach Fälligkeitsklassen basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am jeweiligen Abschlussstichtag. Eine Überleitung der in der Konzernbilanz dargestellten Beträge ist nicht möglich, da in den Tabellen nicht abgezinste Cashflows dargestellt sind.

in TEUR Fällig- keit ≤1 Jahr Fällig- keit >1≤5 Jahre Fällig- keit >5 Jahre Summe 30.09. 2024
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.689 0 0 35.689
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 3 57.000 16.500 73.503
Leasingverbind- lichkeiten 15.156 27.139 5.201 47.496
Kaufpreis- verpflichtungen 125 0 0 125
Summe 50.973 84.139 21.701 156.813
in TEUR Fällig- keit ≤1 Jahr Fällig- keit >1≤5 Jahre Fällig- keit >5 Jahre Summe 30.09. 2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.369 0 0 30.369
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 4.037 57.003 16.500 77.540
Leasingverbind- lichkeiten 13.961 27.199 4.455 45.615
Kaufpreis- verpflichtungen 6.109 0 0 6.109
Summe 54.476 84.202 20.955 159.633

Marktrisiken Das Marktrisiko besteht darin, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Wechselkursschwankungen haben Auswirkungen auf die Darstellung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des in Euro erstellten Konzernabschlusses der All for One Group SE, sofern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf andere Währungen als Euro lauten. Mit Blick auf diese Währungsrisiken strebt die All for One Group daher die Finanzierung der Vermögenswerte in gleicher Währung an. Die Umsatzerzielung der einzelnen Gesellschaften erfolgt überwiegend in der gleichen Währung, in der die Aufwendungen anfallen. Verbleibende Risiken in der Währungsbilanz werden, sofern dies als notwendig erachtet wird, über Devisengeschäfte (Termingeschäfte, Optionen) abgesichert. Auf den Einsatz von Währungsabsicherungsgeschäften wurde sowohl im Geschäftsjahr 2023/24 als auch im Vorjahr verzichtet. Zinsänderungsrisiken ergeben sich mit Blick auf langfristig variabel verzinsliche Verbindlichkeiten. Derartige Risiken werden von der All for One Group ggf. durch Zinssicherungsmaßnahmen und eine laufende Beobachtung der weltweiten Zinspolitik minimiert. Da gegenwärtig nur festverzinsliche langfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldscheindarlehen bestehen, wurde auf den Einsatz von Zinssicherungsmaßnahmen sowohl im Geschäftsjahr 2023/24 als auch im Vorjahr verzichtet. Dementsprechend hätte eine mögliche Änderung der Marktzinssätze um +/- 100 Basispunkte auf das Konzernergebnis vor Steuern keine Auswirkung. Kategorien von Finanzinstrumenten

Buchwert je Bewertungskategorie (IFRS 9)
Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
in TEUR Erfolgswirk- sam zum beiliegenden Zeitwert Zu fortge- führten Anschaffungs- kosten Erfolgswirk- sam zum beiliegenden Zeitwert Zu fortge-führten Anschaffungs-kosten Kein Anwendungs-bereich von IFRS 7 30.09.2024
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 62.586 62.586
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68.694 68.694
Sonstige Vermögenswerte 2.723 15.698 18.421
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 3.763 526 4.256 8.545
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 3 3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.689 35.689
Sonstige Verbindlichkeiten 125 335 10.121 10.581
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Finanz- instituten 73.390 73.390
Sonstige Verbindlichkeiten 765 765
Summe 3.763 134.529 125 109.417 30.840
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert je Bewertungskategorie (IFRS 9)
Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
in TEUR Erfolgswirk- sam zum beiliegenden Zeitwert Zu fortge- führten Anschaffungs- kosten Erfolgswirk- sam zum beiliegenden Zeitwert Zu fortge-führten Anschaffungs-kosten Kein Anwendungs-bereich von IFRS 7 30.09.2023
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 62.587 62.587
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61.658 61.658
Sonstige Vermögenswerte 2.573 17.364 19.937
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 3.763 406 5.915 10.084
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten 4.034 4.034
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.369 30.369
Sonstige Verbindlichkeiten 6.102 238 10.833 17.173
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Finanz- instituten 73.360 73.360
Sonstige Verbindlichkeiten 1.755 1.755
Summe 3763 127.224 6.102 108.001 35.867

Die Buchwerte entsprechen in allen Bewertungskategorien mit Ausnahme der Forderungen aus Finanzierungsleasing und der Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten einem angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert.

Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023 30.09. 2024 30.09. 2023
Forderungen aus Finanzierungsleasing 13.700 11.372 13.865 11.063
Verbindlichkeiten gegenüber Finanz- instituten 73.393 77.394 70.220 69.453

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing, die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten sowie die Leasingverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und werden in der Bilanz in separaten Posten nach Fristigkeiten ausgewiesen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Forderungen aus Finanzierungsleasing, der Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten bzw. der Leasingverbindlichkeiten erfolgt anhand des Barwerts der mit den Vermögenswerten respektive Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden jeweils aktuelle Zinsparameter zugrunde gelegt, die marktbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen widerspiegeln. Die Bewertungsparameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruhen auf nicht beobachtbaren Marktdaten (Stufe 3). In dem Bilanzposten »Sonstige langfristige Vermögenswerte« ist eine Finanzanlage (derzeit ausschließlich nicht börsennotierte Eigenkapitaltitel) enthalten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Die Bewertung erfolgt als gesamtheitlicher Bewertungsansatz unter der Berücksichtigung einer Vielzahl quantitativer und qualitativer Faktoren wie Ist- und geplante Ergebnisse, Liquiditätsposition, kürzlich getätigte oder geplante Transaktionen. Die Bewertungsparameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruhen auf nicht beobachtbaren Marktdaten (Stufe 3). In dem Bilanzposten »Sonstige Verbindlichkeiten« sind Kaufpreisbestandteile aus Unternehmenserwerben enthalten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der beizulegende Zeitwert ermittelt sich als Barwert der erwarteten abgezinsten Zahlungsströme auf Grundlage der geplanten weiteren Geschäftsentwicklung der betroffenen Gesellschaften. Die Bewertungsparameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruhen auf nicht beobachtbaren Marktdaten (Stufe 3).

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungs- kategorien
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte -504 -802
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Ver- mögenswerte 0 973
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlich- keiten -35 -36
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Ver- bindlichkeiten -6 -39
Summe -545 96

Angaben zum Kapitalmanagement Die Ziele des Kapitalmanagements sind die Sicherung der Liquidität und somit die Sicherstellung der Unternehmensfortführung sowie eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts verbunden mit einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals. Auf Basis des Finanzkonzepts überprüft der Vorstand der All for One Group SE regelmäßig verschiedene Kennzahlen zur Kapitalausstattung des Unternehmens und beobachtet den Kapitalmarkt. Wichtige Kennzahlen sind insbesondere die Nettoliquidität/-verschuldung sowie die Eigenkapitalquote.

in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Verbindlichkeiten gegenüber Finanz- instituten 73.393 77.394
Leasingverbindlichkeiten 44.919 43.767
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 62.586 62.587
Nettoverschuldung (-) / -liquidität (+) -55.726 -58.574
Eigenkapital 110.101 100.045
Eigenkapitalquote (in % von der Bilanzsumme) 32% 29%

Die All for One Group steuert die Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Darlehensgeber der All for One Group sind im Falle der Nichteinhaltung bestimmter, in den Darlehensverträgen vorgegebener Finanzkennzahlen (»Covenants«) zu einer Erhöhung des Zinssatzes berechtigt und können die Darlehen gegebenenfalls kündigen und sofort fällig stellen. Sowohl im Geschäftsjahr 2023/24 als auch in der Vergleichsperiode wurden alle Finanzkennzahlen eingehalten. Mit ihrer Dividendenpolitik beabsichtigt die All for One Group die unmittelbare Beteiligung der Aktionäre am Ergebnis und am Cashflow der Gruppe. Kernprämisse ist jedoch stets der Erhalt ausreichender finanzieller Spielräume für die weitere Geschäftsentwicklung und für zusätzliches anorganisches Wachstum. 23. Eventualverbindlichkeiten und sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 106 TEUR (100 TCHF) und in Höhe von 172 TEUR (751 TPLN) für Gewährleistungen nach Abnahme durch Bankgarantien.

Sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen
in TEUR 30.09. 2024 30.09. 2023
Bestellobligo für
Sachanlagen 162 0
abgeschlossene, aber noch nicht begonnene Leasingverhältnisse 1.887 2.769
  1. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind juristische oder natürliche Personen sowie deren Angehörige, die auf die All for One Group SE und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die All for One Group SE bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Nahestehend sind darüber hinaus Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen (Vorstand und Aufsichtsrat der All for One Group SE), deren nahe Familienangehörige sowie Unternehmen, die von dieser Personengruppe beherrscht, gemeinsam beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden. Die Unternehmens Invest AG hält zusammen mit ihren Tochterunternehmen UIAG Informatik-Holding GmbH, Wien/Österreich, und UIAG AFO GmbH, Wien/Österreich, die Mehrheit der Stimmrechte an der All for One Group SE und beherrscht diese somit. Damit ist die All for One Group SE, Filderstadt, ein gemäß §§16 Abs. 1, 2; 17 Abs. 2 AktG allein von der Unternehmens Invest AG abhängiges Unternehmen. Im Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 ergaben sich mit nahestehenden Personen und Gesellschaften folgende Geschäftsvorfälle: Gegenüber Mitgliedern des Managements und nahen Familienangehörigen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen werden sonstige Aufwendungen in Höhe von 120 TEUR (Vorjahr: 180 TEUR) ausgewiesen. Es wurden im Geschäftsjahr 2023/24 wie auch im Vorjahr keine Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen erbracht. Weitere Transaktionen mit nahestehenden Parteien betreffen mit Blick auf die All for One Group die Geschäftsvorfälle mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Zur Erläuterung des Volumens dieser Geschäftsvorfälle wird auf die Darstellung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung in Textziffer 21 verwiesen, die auch die konzerninternen Umsätze enthält. Alle Transaktionen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt und im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses vollständig eliminiert. Insofern ergeben sich diesbezüglich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der All for One Group. Mitglieder des Vorstands Michael Zitz Vorstandssprecher Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und Kontrollgremien (§125 Abs. 1 Satz 5 AktG):  All for One Switzerland AG, St. Gallen/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats seit 21. Aug 2024) Stefan Land Finanzvorstand Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und Kontrollgremien (§125 Abs. 1 Satz 5 AktG):  All for One Switzerland AG, St. Gallen/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats)  AC Automation Center SA/NV, Zaventem/Belgien (Board Member)  Lanes & Planes GmbH, München/Deutschland (Mitglied des Advisory Boards) Lars Landwehrkamp Vorstandssprecher (bis 30. Sep 2024) Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und Kontrollgremien (§125 Abs. 1 Satz 5 AktG):  All for One Switzerland AG, St. Gallen/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats bis 21. Aug 2024)  AC Automation Center SA/NV, Zaventem/Belgien (Chairman of the Board)
Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Kurzfristig fällige Leistungen 2.110 2.281
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 205 153
Andere langfristig fällige Leistungen 600 0
Summe 1 2.915 2.434
1) Anteil der Vorstandsvergütung, der dem jeweiligen Geschäftsjahr zuzurechnen ist

Die variablen Anteile vorstehender Gesamtvergütung belaufen sich auf insgesamt 1.510 TEUR (Vorjahr: 1.242 TEUR) und enthalten Schätzwerte. Diese können von den im Rahmen der Endabrechnung ermittelten Beträgen abweichen. Ein Zufluss aus der mehrjährigen variablen Vergütung ist im aktuellen Berichtsjahr nicht erfolgt. Zudem wurden im Berichtsjahr an den Vorstand keine Optionen auf Aktien der All for One Group SE ausgegeben und keine Darlehen gewährt. Unübliche Transaktionen mit nahestehenden Personen sind nicht erfolgt. Detaillierte Informationen zu dem Vergütungssystem und den Vergütungsbestandteilen sind im separaten Vergütungsbericht der All for One Group SE für das Geschäftsjahr 2023/24 dargestellt, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.all-for-one.com/verguetungsbericht abrufbar ist. Mitglieder des Aufsichtsrats Josef Blazicek (Vorsitzender) Selbstständiger Kaufmann Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und Kontrollgremien (§125 Abs. 1 Satz 5 AktG):  PIERER Mobility AG, Wels/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats)  Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg/Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)  Pierer Industrie AG, Wels/Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)  Pankl AG, Kapfenberg/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)  Pierer Bajaj AG, Wels/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)  Swisspartners Group AG, Zürich/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)  LEONI AG, Nürnberg (Mitglied des Aufsichtsrats) Paul Neumann (stellvertretender Vorsitzender) Vorstand der Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich Karl Astecker Verwaltungsrat der Qino Engineers AG, Hünenberg/ Schweiz Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und Kontrollgremien (§125 Abs. 1 Satz 5 AktG):  Qino Engineers AG, Hünenberg/Schweiz (Verwaltungsrat) Dr. Rudolf Knünz Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich Weitere Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und Kontrollgremien (§125 Abs. 1 Satz 5 AktG):  Ganahl Aktiengesellschaft, Frastanz/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats)  Unternehmens Invest AG, Wien/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Maria Caldarelli Executive Director Legal & Integrity, All for One Group SE, Filderstadt/Deutschland André Krüger Head of Ecosystem Management, All for One Group SE, Ratingen/Deutschland

Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder
in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Feste Vergütung 125 125
Ausschussvergütung 36 36
Summe 1 161 161
1) Anteil der Aufsichtsratsvergütung, der dem jeweiligen Geschäftsjahr zuzurechnen ist

Die Vergütung des Aufsichtsrats umfasst ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen. Erfolgsabhängige Bestandteile sind in der Vergütung des Aufsichtsrats nicht enthalten. Die Gesamtvergütung des Managements in Schlüsselpositionen (Vorstand und Aufsichtsrat der All for One Group SE) liegt somit bei 3.076 TEUR (Vorjahr: 2.595 TEUR). Detaillierte Informationen zu dem Vergütungssystem und den Vergütungsbestandteilen sind im separaten Vergütungsbericht der All for One Group SE für das Geschäftsjahr 2023/24 dargestellt, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.all-for-one.com/verguetungsbericht abrufbar ist. 25. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Für die erbrachten Dienstleistungen von Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (im Vorjahr BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

in TEUR 10/2023 – 09/2024 10/2022 – 09/2023
Abschlussprüfungsleistungen 309 327
Andere Bestätigungsleistungen 9 6
Sonstige Leistungen 0 8
Summe 318 341

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der All for One Group SE sowie einer Jahresabschlussprüfung eines Tochterunternehmens. Außerdem waren die formelle Prüfung des Vergütungsberichts sowie die Prüfung des Abhängigkeitsberichts Teil der Abschlussprüfungsleistungen. Andere Bestätigungsleistungen betreffen die Durchführung vereinbarter Untersuchungshandlungen hinsichtlich der Finanzkennzahlen der All for One Group SE. 26. Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat der All for One Group SE haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß §161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.all-for-one.com/entsprechenserklaerung dauerhaft zugänglich. Dort sind ebenso die Entsprechenserklärungen der letzten Geschäftsjahre verfügbar. 27. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Am 21. November 2024 hat die All for One Group SE beschlossen, unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 12. März 2020 erteilten Ermächtigung, erneut ein Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen des neuen Aktienrückkaufprogramms können in einem Zeitraum vom 25. November 2024 bis zum 3. März 2025 über die Börse bis zu insgesamt 100.000 eigene Aktien zu einem Gesamtkaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal 7 Mio. EUR zurückgekauft werden. Mit Ausnahme des vorstehenden Sachverhalts sind keine weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der All for One Group haben. Filderstadt, 10. Dezember 2024 All for One Group SE Michael Zitz, CEO Stefan Land, CFO

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        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
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