aktiv Rechtsform GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Bally Wulff Games & Entertainment GmbH

BerlinBerlin, DEU ·HRB 139020 Charlottenburg (Berlin) ·ballywulff.es

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Colditzstraße 34/36
12099 Berlin
Handelsregister
HRB 139020, Charlottenburg (Berlin)
Eintragungsdatum
1. März 2002
Branche
Verlegen von Computerspielen
Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Herstellung von Spielwaren
Eingetragenes Kapital
25.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Unternehmenszweck
Die Herstellung, der Verkauf und die Vermietung von Geldspielautomaten und Automaten aller Art, sowie der Verkauf und die Vermietung von Handelswaren und alle hierfür erforderlichen Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung des operativen Betriebs, die Entwicklung und Vermarktung von Software, der Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen und die Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzen

Umsatz 2024
25,43 Mio. €
Bilanzsumme 2024
39,39 Mio. €
Jahresergebnis 2024
−13,76 Mio. €
Jahresabschluss · –
14 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

Jahresabschluss · –
2024
Aktivseite 39,39 Mio
  • Umlaufvermögen 69,7 % 27,45 Mio
  • Anlagevermögen 30,0 % 11,83 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 112,0 k
Passivseite 39,39 Mio
  • Verbindlichkeiten 66,0 % 25,98 Mio
  • Eigenkapital 29,1 % 11,46 Mio
  • Rückstellungen 4,7 % 1,85 Mio
  • Passive latente Steuern 0,2 % 90,4 k
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 8,4 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 14 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

Jahresabschluss · –
2024
Erträge 35,99 Mio
  • Umsatzerlöse 70,7 % 25,43 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 19,7 % 7,11 Mio
  • Bruttoergebnis vom Umsatz 9,5 % 3,43 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 30,9 k
  • Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,0 % 0
Aufwendungen 46,62 Mio
  • Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 47,2 % −22,00 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 25,9 % −12,06 Mio
  • Vertriebskosten 17,1 % −7,97 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 6,9 % −3,23 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2,6 % −1,21 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,3 % 146,2 k
  • Ergebnis nach Steuern −13,76 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −13,76 Mio
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GuV-Daten für 12 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Gerhard Christian Hubmann seit 2023 Geschäftsführer
  • Michael Heiss seit 2023 Geschäftsführer
11 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Beteiligungen an

Historie

  1. 2023
  2. 06.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    Michael Heiss · Geschäftsführer
  3. 06.09.
    Änderung des Unternehmensgegenstands
    Die Herstellung, der Verkauf und die Vermietung von Geldspielautomaten und Automaten aller Art, sowie der Verkauf und die Vermietung von Handelswaren und alle hierfür erforderlichen Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung des operativen Betriebs, die Entwicklung und Vermarktung von Software, der Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen und die Verwaltung eigenen Vermögens.
  4. 06.09.
    Austritt einer Position
    M****** S****** · Einzelprokura
  5. 06.09.
    Satzungsänderung
    Bally Wulff Games & Entertainment GmbH
  6. 13.07.
    Austritt einer Position
    P****** L***** · Geschäftsführer
  7. 29.06.
    Austritt einer Position
    T***** N****** · Geschäftsführer
  8. 20.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    M****** S****** · Einzelprokura
  9. 20.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Gerhard Christian Hubmann · Geschäftsführer
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Bally Wulff Games & Entertainment GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bally Wulff Games & Entertainment GmbH, Berlin

1. Grundlagen des Unternehmens

Seit 1950 ist die Bally Wulff Games & Entertainment GmbH, Berlin, im Folgenden auch "Bally Wulff" genannt, einer der führenden Anbieter von Automaten mit Geldgewinnmöglichkeiten in Deutschland, und seit knapp 10 Jahren auch in Spanien. Bally Wulff bildet die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung der Geräte Hardware, der Systeme und Spielesoftware, über die Produktion und Montage, bis hin zum Vertrieb der Produkte in seinen Geschäftsprozessen ab. Bally Wulff ist mit seinen zwei Hauptsitzen für Verwaltung und Entwicklung, sowie Produktion in Berlin disloziert, und betreibt flächendeckend Vertriebs- und Serviceniederlassungen in ganz Deutschland, wo Bally Wulff in dem gewerblichem Glückspielsegmenten Spielhalle und Gastronomie seine Geldspielgeräte zum Kauf oder zur Miete anbietet.

Daneben ist Bally Wulff u. a. über die Tochtergesellschaft Bally Wulff Espana S.L. in Spanien aktiv. Unsere Tochtergesellschaft vertreibt in Zusammenarbeit mit regional ansässigen Distributoren die Produkte der Bally Wulff Gruppe. Die von ihr abgesetzten Geräte bezieht die Gesellschaft ausschließlich von der Berichtsgesellschaft.

Mit unserer Tochtergesellschaft Bally Wulff Net.Pro GmbH (Beteiligung 67 %) entwickelt und betreibt Bally Wulff Vernetzungssysteme für Geldspielgeräte für den deutschen Markt. Die Tochtergesellschaft Unfold Gaming Digital GmbH (Beteiligung 100 %) hat bislang für den Online-Gaming-Markt Spiele entwickelt und am Online-Marktplatz positioniert. Die Unfold Gaming GmbH wurde im Jahre 2023 umfirmiert in die BW Gaming GmbH.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war 2023 weiterhin von den Faktoren der Vorjahre geprägt. Die Inflation lag mit 5,9 % unverändert auf einem hohen Niveau. Dies ging auch an unserer Branche nicht spurlos vorbei. Die Automatenunternehmer und die Gastronomiebetriebe litten unter den Mehrkosten bei gleichzeitig mäßiger Umsatzentwicklung, was die Investitionsbereitschaft unserer potenziellen Kunden in neue Geräte und Software stark negativ beeinflusst.

Die Wirtschaftsleistung im Inland sank (gemessen am preisbereinigtem BIP) um 0,3 % zum Jahr 2022 und die Investitionsbereitschaft der privaten Haushalte, vor allem im Segment "Freizeit, Unterhaltung und Kultur", stieg um 1,3 %, was sich aber nicht in unserer Branche niederschlug. Das Freizeitverhalten im Glücksspielmarkt blieb daher auf einem niedrigen Niveau und man ist noch weiter vom Vorpandemie-Niveau entfernt.

Branchenbezogen war das Geschäftsjahr 2023 weiterhin von den rechtlichen Einschränkungen und Unsicherheiten aus der Umsetzung des im Jahr 2021 neu in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrags wesentlich geprägt. Erst im vierten Quartal 2023 haben alle Bundesländer die Regelungen in den Landesspielhallengesetzen umgesetzt, sodass erst seitdem eine regulatorische Klarheit für die nächsten Jahre besteht. Bally Wulff ist mit seinen Produkten deutschlandweit tätig, sodass die Auswirkungen der länderspezifischen Einschränkungen deutlich bis in das Jahr 2024 spürbar waren.

Auf Grund der Einführung der deutschlandweiten Sperrdatei "OASIS" mussten die Aufsteller zudem signifikante Investitionen für die Anschlüsse an OASIS tätigen. Betrachtet man diese erforderlichen Investitionen in Zusammenhang mit den durch die gesetzlichen Vorgaben entstandenen Umsatzrückgänge der Branche und der steigenden Inflation, lassen sich daraus leicht Rückschlüsse zur verhaltenen Investitionsbereitschaft unserer Kunden ziehen.

Unternehmensbezogen führte die aus Kostengründen erforderliche Verlegung des Produktionsstandortes dazu, dass eine durchgehende Produktion in 2023 nicht gewährleistet werden konnte. Parallel mussten auf Grund erforderlicher Restrukturierungsmaßnahmen die zuvor sechs Läger im Raum Berlin aufgelöst und zu einem Standort zusammengelegt werden.

Insgesamt resultierten diese Umstände bei Bally Wulff vor allem im Vermietungsgeschäft von neuen Geldspielgeräten und im Geschäftsfeld Bauartwechsel, welches vor allem bei Mietgeräten einhergeht, in Umsatzrückgängen in signifikanter Höhe. Das Kaufgeschäft von Ersatzteilen konnte stabil zum Vorjahr gehalten werden, was darauf hindeutet, dass Kunden vorerst in Reparaturen investierten, als in neue Produkte.

Im Online-Segment reduzierte sich der generierte Umsatz aus den bisherigen Aktivitäten im Laufe des Jahres auf TEUR 97. Dies ist im Wesentlichen auf die Entscheidungen der Ende Juni 2023 ausgeschiedenen, ehemaligen Geschäftsführung zurückzuführen, die den Onlinebereich ausgedünnt und die Weiterentwicklung von Spielen heruntergefahren hatte.

Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich von der Konsolidierung des Unternehmens nach den wirtschaftlichen Einschnitten durch die Pandemie, der Inflation und den gesetzlichen Einschränkungen im inländischen Markt gekennzeichnet. Zur Stabilisierung der Unternehmenstätigkeit konnten mit der APEX-Gruppe und der Gryphon AG zwei starke internationale Partner gewonnen werden, die im Jahr 2023 die Anteile der Bally Wulff Muttergesellschaft, der Bally Wulff Holding GmbH, Berlin, übernommen haben. Das Ziel ist es, sich vorerst in Deutschland und Spanien wieder mit marktrelevanten Produkten zu stabilisieren.

2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.2.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 35 % auf EUR 58,3 Mio. verringert. Das Anlagevermögen repräsentiert 24 % (Vorjahr 21 %) der Bilanzsumme. Ursächlich für den Rückgang der Anlagenintensität ist im Wesentlichen der Rückgang des Bestands an Mietgeräten am deutschen Markt, der den wesentlichen Posten innerhalb des Anlagevermögens darstellt. Die Investitionsbereitschaft der Automatenunternehmer in neue Mietgeräte und neue Mietverträge war, wie bereits oben unter 2.1 detailliert dargestellt, auch im Geschäftsjahr 2023 geringer als im Vorjahr prognostiziert. Die Inflationssteigerungen in der Höhe von knapp 6 % gegenüber dem Vorjahr, die Erhöhung des Mindestlohns und die damit verbundenen höheren Kosten für die Unternehmen, ließen ebenfalls die Investitionsbereitschaft unserer Kunden sinken.

Die Vorräte verminderten sich um EUR 8,2 Mio. auf EUR 22,2 Mio. Ursächlich dafür waren neben Lagerreduzierungen insbesondere notwendige Wertminderungen auf fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von insgesamt EUR 5,4 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (nach Wertberichtigungen) sind mit EUR 1,5 Mio. um EUR 0,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die erfassten Wertberichtigungen verminderten sich von EUR 1,6 Mio. auf EUR 1,3 Mio., sind aber weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Dies unterstreicht die wirtschaftlichen Spannungen, in denen sich unsere Kunden auf Grund der in Punkt 2.1. genannten Gründe befinden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen geringfügig um 6 % auf EUR 7,5 Mio. an. Diese umfassen mit EUR 7,1 Mio. Forderungen gegen unsere spanische Tochtergesellschaft und sind unverändert auf einem hohen Niveau. Ursächlich dafür ist, dass die spanischen Endkunden in der Regel lange Zahlungsziele haben, was sich entsprechend auf das Zahlungsverhalten unserer Tochtergesellschaft uns gegenüber auswirkt. Verkäufe in Spanien erfolgten auf Basis monatlicher Wechsel in einem Zeitraum zwischen 15 und 18 Monaten, abhängig vom Auftragsvolumen. Dies bedeutet, dass generierte Aufträge erst in diesem Zeitraum vollständig bezahlt werden können.

Die Forderungen gegen Gesellschafter reduzierten sich deutlich von EUR 30,0 Mio. auf 11,1 Mio. Diese Forderungen umfassen zum einen Forderungen aus dem laufenden Leistungsverkehr mit EUR 2,3 Mio. und zum anderen Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag, abzüglich damit saldierter Darlehen, in Höhe von insgesamt EUR 8,8 Mio. Gemäß Darlehensvereinbarung mit unserer Gesellschafterin werden alle Forderungen aus Verlustübernahmen und alle Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen unmittelbar in ein Darlehen eingestellt. Daher wurden die Ergebnisabführungsverpflichtungen für die Jahre 2019, 2020 und 2023 mit den Forderungen aus Verlustübernahme für die Jahre 2020 und 2022 sowie den Darlehnsverpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft saldiert ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit EUR 1,2 Mio. leicht über Vorjahresniveau und betreffen insbesondere Kautionsforderungen und Forderungen gegen einen Branchenverband.

Aufgrund der Verlustübernahme durch unsere Gesellschafterin ist unser Eigenkapital mit EUR 25,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme von 28 % auf 43 %.

Die Rückstellungen verminderten sich deutlich um EUR 4,6 Mio., da sich die im Vorjahr in Höhe von EUR 4,5 Mio. EUR gebildete Steuerrückstellung aufgrund eines erfolgreichen Einspruchsverfahrens auf EUR 0,2 Mio. reduzierte. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1,9 Mio. betreffen im Wesentlichen den Personalbereich, ausstehende Rechnungen und eine Risikovorsorge für ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrafen im Vorjahr ein KfW-Darlehen, welches im Geschäftsjahr 2023 planmäßig getilgt wurde.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit EUR 4,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 25,0 Mio., i. Vj. EUR 27,3 Mio.) betreffen neben diversen Darlehen verbundener Unternehmen (EUR 19,2 Mio.) die von den neuen mittelbaren Gesellschaftern übernommenen Darlehen der ehemaligen stillen Gesellschaftern. Diese Verbindlichkeiten reduzierten sich durch einen Teilverzicht in Höhe von EUR 13,8 Mio. von EUR 19,6 Mio. auf EUR 5,8 Mio. Ziel ist die wirtschaftliche Stabilisierung des Unternehmens. Gegenläufig erhöhten Darlehensneuvergaben zur Sicherung der laufenden Finanzierung die Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen noch Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,3 Mio. (i. Vj. EUR 3,7 Mio.) und reduzierten sich im Geschäftsjahr in Folge planmäßiger Tilgungsleistungen.

Durch die weiterhin wirtschaftlich angespannte Situation war auch im Geschäftsjahr 2023 das Cash-Management im Fokus der Unternehmenssteuerung. So wurde das Mahnmanagement im 2. Halbjahr 2023 durch die neue Geschäftsführung gestrafft, was sich auf den verfügbaren Cash-Flow positiv auswirkte. Neben den operativen Kosten belasteten vor allem die Tilgungsleistungen der in den Vorjahren abgeschlossenen Mietkaufdarlehen sowie der KFW-Kredit die Liquidität. Durch die Bereitstellung zusätzlicher Gesellschafterdarlehen, durch verlängerte Rückzahlungsvereinbarungen und durch die Straffung des Forderungsmanagements konnte das Cash-Management weitgehend stabil gehalten werden. Zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Jahre 2023 nicht weiterverfolgt, um das operative Geschäft nicht zu destabilisieren. Weitere Restrukturierungsmaßnahmen wurden Mitte 2024 evaluiert und Ende 2024 umgesetzt.

2.2.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt EUR 27,1 Mio. und bewegten sich somit nahezu auf Vorjahresniveau. Unsere Prognose hat sich insoweit bestätigt. Von den Umsatzerlösen entfielen 60 % auf Mieterlöse, 31 % auf Geräteverkäufe und 2 % auf Bauartenwechsel. Die übrigen Umsatzerlöse (7 %) betreffen Ersatzteile, Serviceleistungen sowie Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen für zentrale Dienstleistungen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlöse aus Verkäufen um EUR 4,5 Mio. auf rd. EUR 8,3 Mio. angestiegen. Ursächlich dafür waren vor allem zwei Großaufträge. Demgegenüber waren die Erlöse aus Vermietung (EUR -4,1 Mio.) stark rückläufig, was neben dem Wettbewerbsdruck auch auf die gesetzlichen Gerätereduzierungen zurückzuführen ist. Insgesamt reduzierte sich der Mietgerätebestand um rd. 1 Tsd. Geräte auf knapp 5,5 Tsd. Unsere Prognose aus dem Vorjahr ist insoweit eingetroffen. Der Rückgang lag über der Gesamtreduktion der Mietgeräte am deutschen Markt, was zum einen auf die Entwicklung im Gastronomie- und Aufstellermarkt zurückzuführen ist und zum anderen der Situation geschuldet ist, dass Bally Wulff auf Grund der erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen in den Jahren 2020 und 2021 weniger Innovationen entwickeln konnte.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen verminderten sich im Vergleich zum Umsatzrückgang überproportional von EUR 32,4 Mio. auf EUR 29,7 Mio. Gegenläufig wirkten im Wesentlichen gestiegene Personalaufwendungen sowie die darin enthaltenen Wertminderungen von EUR 5,4 Mio. auf das Vorratsvermögen. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten trotz erhöhter Personalkosten leicht von EUR 12,6 Mio. auf EUR 12,3 Mio. reduziert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Darlehensverzichten in Höhe von EUR 13,8 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um EUR 2,7 Mio. auf knapp EUR 2,3 Mio., da im Vergleich zum Vorjahr außerordentlich Abwertungen auf Sachanlagen entfallen sind.

Die Zinsaufwendungen stiegen deutlich um EUR 0,2 Mio. auf EUR 0,9 Mio. an und betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Darlehen an verbundene Unternehmen. Von Seiten der Gläubiger wurden in 2024 Vereinbarungen getroffen, die Zinsrückzahlungen zu strecken.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen Erträge aus der Auflösung einer Steuerrückstellung für drohende Steuernachzahlungen aus einer Betriebsprüfung (EUR 4,2 Mio.) sowie latenten Steueraufwand (EUR 0,2 Mio.).

Insgesamt ergibt sich damit vor Ergebnisabführung ein positives Ergebnis nach Steuern von EUR 1,0 Mio., welches insbesondere durch die außerordentlichen, sonstigen betrieblichen Erträge beeinflusst wurde. Unsere Vorjahresprognose hat sich dahingehend bestätigt.

2.3. Leistungsindikatoren (Steuerungssystem)

Zur betriebswirtschaftlichen Steuerung des Unternehmens werden finanzielle und absatzorientierte Leistungsindikatoren eingesetzt. Hierzu gehören vor allem die operativen Kennzahlen Absatzentwicklung und bei Kunden "Umsatzerlöse" und "Mietgerätebestand". Hinsichtlich der Entwicklung dieser Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr und zu unserer Prognose verweisen wir auf unsere Darstellungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Der erreichte Service-Level-Grad bei technischen Einsätzen und der des Servicelevels der Kundenhotline konnten im Geschäftsjahr 2023 ausgebaut bzw. verbessert und somit eine höhere Kundenzufriedenheit erzielt werden.

2.4 Gesamtwürdigung

Unser Kernbestand an Mietgeräten, das Committment der neuen Gesellschafter und die neue strategische Softwareausrichtung für die Märkte Spanien und Deutschland waren die ausschlaggebenden Faktoren, um unsere Unternehmensgruppe unter den schwierigen Bedingungen weiterführen zu können.

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2023, nach Sichtung der gesamten Altverbindlichkeiten und stabilen Ausrichtung der Vertriebs- und Entwicklungsarbeit, einigermaßen zufrieden, da sich auch die Prognosen für 2023 realistisch planen ließen, gegenüber den Jahren zuvor.

3. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungsabteilung wurde effizienter in ihrer Arbeitsweise aufgestellt, und es konnten neue Projekte für die Hardware (u. a. neuer Gerätetyp für Spanien) und Software (u. a neue Casino-Software) im Jahre 2023 verfolgt werden. Das derzeit international sehr angesagte Spielesystem "Link" wurde als neues Projekt in die Entwicklung aufgenommen und konnte in Verbindung mit einer Weiterentwicklung unserer Spielhallen Hardware "deLUXe" erfolgreich bereits im 2. Quartal 2023 in Spanien eingeführt werden. Die Entwicklung wurde auch für den mexikanischen Glücksspielmarkt und Casino-Markt aktiviert, da Bally Wulff die Möglichkeit hat, Bestandsgeräte mit eigener Software dorthin ab dem 3. Quartal 2023 zu verkaufen. Ebenfalls wurde dieses sehr trendige Spielesystem für den deutschen Markt adaptiert, und bereits im 2. Quartal 2024 auch am deutschen Spielhallenmarkt ausgerollt. Dies gibt Zuversicht auch im Spielhallenmarkt wieder mehr Mietgeräte zu platzieren, da einerseits die Margen gegenüber dem Gastronomie-Markt höher sind, und andererseits das Potential größer ist.

Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt eigene Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 6,1 Mio. angefallen, von denen grundsätzlich EUR 4,8 Mio. aktivierungsfähig gewesen sind. Bereits in Vorjahren haben wir uns jedoch entschieden, eigene Entwicklungsleistungen nicht mehr als selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren. Daher betreffen die Zugänge des Geschäftsjahres zu den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 0,2 Mio. ausschließlich entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Chancen- und Risikobericht

4.1.1. Chancen der Entwicklungsarbeit

Die Innovationskraft eines Unternehmens muss auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gestärkt bleiben und spiegelt sich im Entwicklungspotential eines Unternehmens wider. Auch wenn die Entwicklungsbereiche in der Restrukturierungsphase bei Bally Wulff aus Effizienzgründen reduziert wurden, blieben die wesentlichen Kernelemente, Online-Spielentwicklung, terrestrische Softwareentwicklung und strategische und operative Softwareausrichtung, mit neu ausgerichtetem, starkem Knowhow-Potential erhalten. Dadurch sehen wir uns sowohl in den bisherigen Märkten Spanien und Deutschland, als auch in neuen Casino Markt sehr gut für neue Herausforderungen aufgestellt.

Mit verbundenen Unternehmen ergeben sich zudem mögliche Synergien, die ab 2025 im Bereich der teilweisen Auslagerung der Hardware-Entwicklung gehoben werden sollen.

4.1.2. Chancen deutscher Markt

Im inländischen Markt sehen wir aufbauend auf unserer Entwicklungsarbeit weiterhin Absatzchancen, beispielsweise aus dem flexiblen Einsatz von LINK-Spielen und Basisspielen mit unterschiedlichen Features. Ebenfalls bieten wir Software-Differenzierungen, was Volatilität und mathematische Einstellungen betrifft, sodass sich Unternehmer unterschiedlicher Variationen für ihre Aufstellorte bedienen können. Die Weiterführung dieser neuen flexiblen Software und deren Ausbau für den deutschen Gastronomie- und Spielhallenmarkt geben Zuversicht für eine positive wirtschaftliche Entwicklung in den Folgejahren.

4.1.3. Chancen spanischer Markt

Im spanischen Markt hat sich die Marke Bally Wulff nachhaltig etabliert, daher bietet der spanische Markt aufgrund seiner Größe und Beschaffenheit unverändert Absatzpotentiale. Man geht davon aus, dass zirka alle 5 bis 6 Jahre (Spielhalle) bzw. alle 8 bis 9 Jahre (Gastronomie) der gesamte Gerätepark getauscht wird. Dies ergibt ein jährliches Tauschpotential von rund 13 % bzw. 20 Tsd. Geräten in Spanien.

Zur Realisierung der Absatzchancen erfolgte daher in 2024 eine strategische Neuausrichtung dahingehend, dass der gesamte Handel ab 2025 am spanischen Markt durch einen Generalvertreter erfolgen soll. Der zukünftige Verkauf von Hardware und Software für den spanischen Markt erfolgt ausschließlich zwischen der BWGE und dem neuen Generalvertriebspartner NOVOMATIC Spain. Durch die Reichweite und der langen Erfahrung des neuen Partners am spanischen Markt, erhoffen wir uns ab 2025 neue Impulse.

4.1.4. Chancen internationale Straßenmärkte

Ein weiteres bedeutendes Geschäftspotential ergibt sich mit der APEX-Gruppe vor allem im lateinamerikanischen Glückspielmarkt. Die ersten gemeinsamen Projekte mit der Zielstellung des Markteintrittes in einen neuen, zusätzlichen Auslandsmarkt sind angestoßen. Seit dem 3. Quartal 2023 haben wir durch den Zutritt zu Mexiko die Möglichkeit erhalten unsere Vorräte abzubauen und dadurch entsprechende Liquiditätszuflüsse in die nächsten Jahre zu generieren.

Für diesen Markt konnte als operativ tätiger Partner vor Ort die DRGT gewonnen werden, mit dem über die Abnahme von knapp 8 Tsd. Geräten aus dem Altbestand bis zum Jahre 2027 ein "Letter of Intent" abgeschlossen werden konnte. Die dazu erforderliche Software wird durch Bally Wulff selbst entwickelt. Erste Lieferungen sind im Jahr 2023 und 2024 nach Mexiko schon erfolgt. Generell ist der Mittel- und südamerikanische Markt sehr stark vom gewerblichen Glücksspiel geprägt, was uns die Chance gibt, mit einem Erfolg in Mexiko in weitere Länder einzutreten.

4.1.5. Chancen internationale Casino-Märkte

Ende 2023 eröffnete sich Bally Wulff die Möglichkeit auch in den mexikanischen Casino-Markt mit seiner neuen Software und aktuellen Hardwareprodukten einzutreten. So konnte noch Ende 2023 ein erster Auftrag abgeschlossen werden, der im Laufe 2024 ausgeliefert wurde.

Aber auch am europäischen Markt ergeben sich Marktchancen. Durch unsere ersten Auftritte auf den internationalen Glückspielmessen in Las Vegas und London konnten renommierte Casino-Betreiber auf Bally Wulff aufmerksam werden. Bislang wurden bereits Lizenzen für den Einsatz in Osteuropa und Südeuropa angesucht, und erste Softwareentwicklungen bei GLI (Gaming Laboratories International) zur Zulassung eingereicht.

In den Märkten Zypern und Irland hat Bally Wulff bereits die Möglichkeit ohne Zulassungen in Casinos präsent zu sein. Dazu wird seit 2024 eine Software entwickelt, um sich perspektivisch Mitte 2025 mit ersten Geräten zu positionieren.

4.1.6. Chancen gemeinsame Einkaufpolitik mit neuen Shareholdern

Bei der Beschaffung von Materialien können sich zudem aus der Kooperation mit den verbundenen Unternehmen der APEX-Gruppe Kostenvorteile ergeben, da durch größere Bestellmengen geringere Einkaufspreise erzielt werden können und APEX bei Zulieferern bessere Absatzkonditionen hinsichtlich Preise, Zahlungsmodalitäten und Lieferkonditionen hat.

4.1.7. Risiken Material- und Personalkosten

Die Materialpreise verbleiben nach den Anstiegen ab 2022 weiter auf einem hohen Niveau, was sich auf Herstellungskosten und Gewinnmarge negativ auswirkt. Dies konnte bislang mit der in Punkt 4.1.6. beschriebenen Einkaufspolitik teilweise kompensiert werden.

Durch die Anhebung des Lohn- und Gehaltsniveaus in Deutschland ergeben sich weiterhin Risiken im Bereich des Personals. Neben der, wenn auch zuletzt rückläufigen Inflation, spielt hier auch der hohe Wettbewerb um qualifiziertes Personal eine entscheidende Rolle. Da die Glückspielbranche in Deutschland nur geringe Möglichkeiten hat, diese Teuerungen an Endverbraucher weiterzugeben, da alles staatlich reguliert ist, haben diese Umstände weiterhin einen großen Einfluss auf die Automatenindustrie in Deutschland für die Jahre 2023 und 2024.

4.1.8. Risiken der Marktverdrängung und des illegalen Spiels

Durch die immer stärker werdenden gesetzlichen Regulierungen in den legalen Glückspielmärkten, steigt der Verdrängungswettbewerb an.

Am spanischen Markt stehen wenige Gerätehersteller im Wettbewerb und buhlen um die Automatenunternehmer. Durch das Outsourcing des gesamten Vertriebes an NOVOMATIC Spain wird das Risiko der Marktverdrängung am spanischen Markt für Bally Wulff kalkulierbarer und überschaubarer.

Am deutschen Markt ist der Austausch von Geräten erfahrungsgemäß nicht in der Größenordnung wie in Spanien. In Deutschland setzt man mehr auf neue Software, die auf Bestandsgeräten aufgespielt werden kann. Weiteres werden durch längere Mietverträge die Unternehmer an die Hersteller gebunden. Aus diesem Grund ist der Verdrängungswettbewerb größer. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der illegal aufgestellten Geräte auf knapp 50 Tsd. Geräte erhöht, was ein reelles und sehr großes Risikopotential für den legalen Markt darstellt. In der Branche besteht aber Hoffnung, dass in der neuen vorgezogenen politischen Legislaturperiode (2025 bis 2029) mit neuen Gesetzen der Gefahr des illegalen Spiels entgegengewirkt wird.

4.1.9. Steuerliches Risiko

Das im Vorjahr latente Risiko einer Steuernachzahlung konnte durch erfolgreichen Einspruch deutlich abgemildert werden. Im Sinne einer vorsichtigen kaufmännischen Bilanzierung zum 31. Dezember 2023 wurde für das Restrisiko eine Rückstellung passiviert.

4.1.10. Liquiditätsrisiko

Die oben dargestellten Geschäftschancen werden sich voraussichtlich erst mit Verzögerung positiv auf unsere Liquiditätslage auswirken. Daher kommt der Liquiditätssteuerung und -überwachung weiterhin eine sehr hohe Bedeutung zu. Verzögerungen in den geplanten Absätzen, insbesondere auf den neuen Märkten, würden unseren Liquiditätsbedarf über den Stand der aktuellen Liquiditätsplanung hinaus erhöhen und die Liquiditätssituation zusätzlich belasten, sodass sich daraus insgesamt eine wesentliche Unsicherheit und mögliches Risiko für den Fortbestand der Gesellschaft ergibt.

Vor diesem Hintergrund hat einerseits unser Mehrheitsgesellschafter eine bis Ende 2025 befristete Finanzierungszusage gegenüber allen Gesellschaften der Bally Wulff Gruppe (insbesondere gegenüber unserer Gesellschaft) abgegeben. Danach hat sich unser Mehrheitsgesellschafter verpflichtet die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die operative Fortführung der Gesellschaften zu gewährleisten und zu unterstützen. Darüber hinaus haben unsere Gesellschafter im Dezember 2024 auf weitere Teile der von den ehemals still Beteiligten übernommenen Forderungen verzichtet.

Zudem konnten durch das Outsourcing des Vertriebs in Spanien erste Erfolge mit dem Verkauf von Warenbeständen erzielt werden, was voraussichtlich bis zum Ende des 1. Quartals 2025 bereits liquide Mittel im mittleren einstelligen Millionenbetrag einbringen wird.

4.2. Prognosebericht

4.2.1. deutscher Markt

In der Branche rechnet man damit, dass in der neuen vorgezogenen politischen Legislaturperiode (2025 bis 2029) mit neuen Gesetzen der Gefahr des illegalen Spiels entgegengewirkt wird. Darauf aufbauend gehen wir davon aus, dass sich die Größe des Gesamtmarktes stabilisieren wird. Bally Wulff konnte den Rückgang des Mietgerätebestands in 2024 stoppen und die Anzahl zuletzt wieder etwas ausbauen. Dieser Trend ist auf die neue Softwareentwicklung der BWGE zurückzuführen. Auch die Entwicklung unserer LINK-Spiele Systeme hat gezeigt, dass dies die richtige Richtung ist, denn der Absatz unseres ersten LINK-Produktes am spanischen und deutschen Markt zeigt recht gute positive Entwicklungen. Dennoch rechnen wir für 2024 und 2025 im Inland mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zu 2023.

4.2.2. spanischer Markt

Durch eine unzureichende Softwareentwicklungsstrategie im Jahre 2022 und im ersten Halbjahr 2023 wurde es versäumt, Softwarenachfolgeprodukte für den spanischen Gastronomie-Markt frühzeitig einzuplanen. Dem konnte erst gegen Ende 2023 entgegengewirkt werden, sodass erst im dritten Quartal 2024 eine neue Software für die Gastronomie am Markt eingeführt werden konnte. Aufgrund der Zusammenarbeit mit der NOVOMATIC Spain sind wir am spanischen Markt aber dennoch positiv gestimmt und streben ab 2025 Geräteverkäufe von bis zu rd. 2 Tsd. Geräten pro Jahr an.

4.2.3. Internationaler Casino-Markt

Für die internationalen Absatzmärkte Mexiko und Casino-Europa konnten sich die Umsätze in 2024 noch nicht wie im Vorjahresbericht geplant umsetzen. Dennoch prognostizieren wir bis 2028 einen Absatz von knapp EUR 12 Mio., die sich auf einen vorhandenen Letter of Intent zum Absatz von Geräten in Mexiko und auf die Nachfrage unserer Casino-Software in den Ländern Zypern, Irland, Mexiko und Mazedonien stützen. Allerdings ist bei Letzteren noch die Zulassung durch die GLI und der erste Performance-Bericht unserer Testsoftware abzuwarten, sodass diese Prognose für die Folgejahre 2025 bis 2028 gilt.

4.2.4. Online-Markt

Für den Online Markt wurde ein neues operatives Programmierteam gegründet und hierzu im Laufe des Jahres 2023 neue Mitarbeiter eingestellt. Im Zuge dieser neuen Ausrichtung wurde mit einem externen Spielentwickler eine Vereinbarung hinsichtlich Account-Management abgeschlossen, sodass sich Bally Wulff vor allem in der Startphase auf die Adaption von unseren erfolgreichsten terrestrischen Spielen und auf die Entwicklung von neuen Spielen fokussieren kann. Durch unseren international tätigen Vertriebspartner konnten 2024 neue, weltweit agierende Aggregatoren gewonnen werden, über die derzeit die Zertifizierungen unserer Spiele vorangetrieben werden sollen. Weiteres wurde Ende 2024 entschieden, ein neues Frontend fremdeinzukaufen, welches es uns künftig ermöglicht, marktkonforme und im Trend liegende Spiele selbst zu entwickeln. Daraus erhoffen wir uns einen spürbaren Schub bei den Onlineumsätzen.

4.2.5. Vernetzung BW Net.pro

Nach jahrelangem Zögern wurde im 4. Quartal 2023 ein neuer Gastro-Terminal, zur gesetzlichen Anbindung von Gastro-Geräten an die deutschlandweite Sperrdatei OASIS entwickelt und ab dem 2. Quartal 2024 am deutschen Mark angeboten und erfährt eine hohe Nachfrage. Das Ziel ist es, im Jahre 2024 die Anbindung von Geräten um ca. 10 % zu steigern und im Jahre 2025 weitere 12 % anzubinden. Zu Beginn 2024 waren etwas mehr als knapp 6,5 Tsd. Geräte deutschlandweit an die Bally Wulff Vernetzung angeschlossen.

4.3 Zusammenfassung

Die Existenz unseres Unternehmens sehen wir durch die beschriebenen geschäftlichen Möglichkeiten, als auch durch den starken finanziellen Hintergrund unseres neuen Hauptgesellschafters, verbunden mit der befristeten Finanzierungszusage, als gesichert an.

In den Jahren 2023 und 2024 ist unseres Erachtens eine positive Stimmungslage in unserer Kundschaft mittlerweile, auch auf Grund der neuen Softwareentwicklung, stark spürbar. Zudem konkretisieren sich die über den neuen Eigentümer veranlassten geschäftlichen Ansätze, womit wir positiver als in den Jahren zuvor in die Zukunft blicken.

Ausgehend aus den unter 4.1. und 4.2. beschriebenen Umständen prognostizieren wir für 2024 einen Rückgang des Mietgerätebestands um etwas mehr als 10 %, rechnen für 2025 aber wieder mit einem leichten Anstieg. Für das Jahr 2024 erwarten wir nochmals einen Umsatzrückgang von rd. 10 % im Vergleich zu 2023, insoweit bestätigt sich unsere Prognose aus dem Lagebericht 2022 aus Mai 2024 nicht. Ursächlich dafür sind vor allem Verzögerungen von geplanten Umsätzen auf den ausländischen Märkten. Für das Jahr 2025 erwarten wir aber eine deutliche Verbesserung der Umsatzerlöse und einen Umsatzanstieg von rd. 20 % zu 2024 bzw. rd. 5 % im Vergleich zu 2023.

Vor Berücksichtigung von Sondereffekten (insbesondere der in Ziffer 4.1.10 genannten Darlehensverzichten) prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2024 ein zu 2023 verbessertes, aber weiterhin negatives Ergebnis. Nach Sondereffekten erwarten wir ein insgesamt leicht positives Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2023.

 

Berlin, den 29. Januar 2025

Gerhard Hubmann, Geschäftsführer

Michael Heiss, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BALLY WULFF GAMES & ENTERTAINMENT GMBH, BERLIN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 13.720.397,88 18.521.098,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.919.275,95 4.615.450,00
II. Sachanlagen 10.696.371,93 13.800.898,10
III. Finanzanlagen 104.750,00 104.750,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 44.415.436,35 71.404.168,03
I. Vorräte 22.203.107,98 30.399.092,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.360.599,14 39.906.350,52
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 851.729,23 1.098.725,42
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 116.598,44 137.936,04
58.252.432,67 90.063.202,17

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 25.223.674,70 25.223.674,70
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 10.000.000,00
III. Gewinnvortrag 15.198.674,70 15.198.674,70
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.130.307,44 6.715.952,80
C. VERBINDLICHKEITEN 30.648.052,63 58.116.235,67
- davon aus Steuern: EUR 251.849,47 (Vorjahr: EUR 192.442,81)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.451,90 7.339,00
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 233.946,00 0,00
58.252.432,67 90.063.202,17

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Bruttoergebnis vom Umsatz -2.569.503,68 -5.116.503,90
2. Vertriebskosten -8.519.808,93 -8.605.366,16
3. Allgemeine Verwaltungskosten -3.824.987,83 -4.013.996,40
4. Sonstige betriebliche Erträge 14.581.018,85 8.657.890,03
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.304.227,78 -4.966.209,05
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 573.361,89 219.859,78
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 552.683,20 (Vorjahr: EUR 178.267,22)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -888.091,19 -661.546,88
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 787.121,61 (Vorjahr: EUR 77.485,42)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.952.238,67 -4.234.926,40
- davon Erträge (Aufwendungen) latente Steuern: EUR 233.946,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Ergebnis nach Steuern 1.000.000,00 -18.720.798,98
10. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 18.720.798,98
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.000.000,00 0,00
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bally Wulff Games & Entertainment GmbH, Berlin

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bally Wulff Games & Entertainment GmbH, Berlin, im Folgenden auch "Bally Wulff" oder "Gesellschaft" genannt, hat den Jahresabschluss gemäß §§ 264 ff. HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter HR B 139020 eingetragen.

Die unveränderten Vergleichszahlen der Bilanz zum 31. Dezember 2022 sowie der Gewinn- und Verlustrechnung 2022 werden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entsprechend ausgewiesen.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von vier bis zehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren entsprechend linear abgeschrieben.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigen beizulegenden Wert vorgenommen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen und berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr.

Die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beläuft sich im Einzelnen für:

Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Sachanlagen mit einem Netto-Einzelwert bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG werden nicht gebildet.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, angesetzt.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung von Abschlägen für Skonto und Gängigkeit bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht mit in die Herstellungskosten einbezogen.

Für Bestandsrisiken, eingeschränkte Verwertbarkeit sowie für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden in angemessenem Maße Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel werden mit dem Nennwert bewertet.

Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Rechnungsabgrenzungsposten

Für Ausgaben und Einnahmen, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungs- und Sachleistungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und gemäß § 275 Abs. 3 HGB gegliedert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengestellten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel, als Anlage zum Anhang, dargestellt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023, wie im Vorjahr, das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen und keine Entwicklungskosten für Spielesoftware aktiviert.

Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2023 Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 6.817 angefallen, die in Höhe von TEUR 5.049 aktivierungsfähige Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände darstellen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Anteilsbesitz
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Bally Wulff Net Pro GmbH, Berlin 67 11 -51
Bally Wulff Italia S.R.L., Mailand/Italien 100 -122 -10
BW Gaming GmbH, Berlin 100 106 55
Bally Wulff España S.L., Madrid/Spanien 100 76 32

Die Kennzahlen basieren auf den Jahresabschlüssen der jeweiligen Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2023 (bei der Bally Wulff Italia S.R.L. zum 31. Dezember 2022).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 1.499 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 55 von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus dem Ergebnisabführungsvertrag und haben sämtlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Mit den Forderungen gegen Gesellschafter wurden zwei Darlehensverbindlichkeiten aus in Vorjahren gewährten Darlehen (EUR 17,9 Mio.) saldiert, für die zum 31. Dezember 2023 erstmalig die Voraussetzungen für einen saldierten Ausweis vorliegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Verbandsbeitragsrückerstattungen (TEUR 628), Forderungen aus Kautionen (TEUR 500) und debitorische Kreditoren (TEUR 43). Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 417 haben eine Laufzeit von über einem Jahr und unter fünf Jahren.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum 31. Dezember 2023 TEUR 25.

Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 10,0 Mio. wurde im Jahr 2019 gebildet und resultiert aus einer freiwilligen Einlage des damaligen Gesellschafters (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) im Zuge der Auflösung der stillen Beteiligung mit Wirkung zum 1. Oktober 2018.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für drohende Steuernachzahlungen aus einer Betriebsprüfung für den vororganschaftlichen Zeitraum 2018.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Lizenzkosten (TEUR 900), Personalrückstellungen (TEUR 533) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 423).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich nach wirtschaftlichen Fristigkeiten zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahre
TEUR
von mehr als fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Vorjahreswerte 3.750 3.750 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
Vorjahreswerte 716 716 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.320 3.999 321 0
Vorjahreswerte 4.824 4.824 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.023 365 24.658 0
Vorjahreswerte 27.284 2.089 25.195 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
Vorjahreswerte 17.809 0 17.809 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.305 1.305 0 0
Vorjahreswerte 3.733 3.346 387 0
30.648 5.669 24.979 0
Vorjahreswerte 58.116 14.725 43.391 0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen in Höhe von TEUR 871 solche gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere die von den mittelbaren Gesellschaftern übernommenen Darlehen der ehemaligen stillen Gesellschafter (TEUR 5.796; Vorjahr TEUR 19.595). Unverändert zum Vorjahr sind diese Darlehen aufgrund einer Belassungserklärung gegenüber finanzierenden Kreditinstituten und Leasinggesellschaften entgegen den ursprünglichen Darlehensverträgen komplett als mittelfristig (1 - 5 Jahre) rückzahlbar einzustufen. Im Posten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 142 enthalten. Im Übrigen stellen diese sonstige Verbindlichkeiten dar.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrafen im Vorjahr zwei Darlehen, die teilweise zum 31. Dezember 2023 endfällig bzw. jederzeit rückzahlbar waren. Allerdings unterlagen diese Verbindlichkeiten Darlehensbelassungserklärungen gegenüber Kreditinstituten, so dass eine Tilgung dieser Verbindlichkeiten erst nach in 2023 erfolgter vollständiger Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgen konnte. Daher wurde die Fristigkeit dieser Gesellschafterdarlehen entsprechend der Tilgungsvereinbarung mit Kreditinstituten bzw. sonstigen Finanzierungsgesellschaften bestimmt. Zum 31. Dezember 2022 waren die Forderungen aus Ergebnisabführungsvertrag als kurzfristig einzustufen und wurden daher nicht saldiert auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Aufgrund des Wegfalls der Belassungserklärungen und der dadurch vorliegenden Fristenkongruenz werden die Darlehen zum 31. Dezember 2023 mit den Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag saldiert auf der Aktivseite ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen diverse Mietkaufdarlehen.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum 31. Dezember 2023 für Mietsonderzahlungen gebildet, die im Geschäftsjahr 2023 oder in Vorjahren vereinnahmt wurden. Die Auflösung erfolgt über die Mietvertragslaufzeit.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

In den Herstellungskosten sind außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB aus der Abwertung von Vorratsbeständen in Höhe von TEUR 5.400 enthalten. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beinhalten (ohne die oben genannten außergewöhnlichen Aufwendungen) folgende Material- und Personalaufwendungen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Materialaufwendungen
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 10.964 9.805
Bezogene Leistungen 1.625 4.354
12.589 14.159
Personalaufwendungen
Löhne und Gehälter 4.852 4.499
Soziale Abgaben 915 862
Altersversorgung 33 24
5.800 5.385

Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

In den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind Personalaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 6.710 (i. Vj. TEUR 6.692) enthalten. Davon entfallen TEUR 5.676 (i. Vj. TEUR 5.533) auf Löhne und Gehälter, TEUR 990 (i. Vj. TEUR 1.106) auf soziale Abgaben und TEUR 43 (i. Vj. TEUR 53) auf Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen in Höhe von TEUR 13.800 Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, die aufgrund von anteiligen Darlehensverzichten der mittelbaren Gesellschafter realisiert wurden. Diese stellen insoweit Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung i. S. d. § 285 Nr. 31 HGB dar. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 570 periodenfremde Erträge, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sowie aus Zahlungseingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen resultieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 450), außerplanmäßige Abwertungen von immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 712) und sonstige Forderungsverluste (TEUR 573). Der Posten umfasst im Geschäftsjahr Aufwendungen im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von TEUR 712 aus den o.g. Abwertungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insgesamt periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.519.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr betreffen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für den vororganschaftlichen Zeitraum von 2017 bis 2019 und stellen Erträge in Höhe von TEUR 4.186 im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB dar. Damit saldiert wurden Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 234.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 5.785 (davon fällig innerhalb eines Jahres TEUR 2.107 und innerhalb von einem bis fünf Jahren TEUR 3.678 und fällig über fünf Jahre TEUR 0).

Vorteil des Leasings von Anlagevermögen ist, dass im Zeitpunkt des Zugangs (Leasingbeginn) die eigene Liquidität nicht beansprucht wird und somit für andere Unternehmenszwecke zur Verfügung steht. Nachteilig kann sich auswirken, dass die zukünftigen Leasingraten im Gegensatz zu zahlungsunwirksamen Abschreibungen zu einem Liquiditätsabfluss in späteren Jahren führen, deren Deckung aus heutiger Sicht nicht sicher zu prognostizieren ist.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Entsprechend § 268 Abs. 8 HGB unterliegen die aktivierten Entwicklungskosten (selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 119) abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten Steuern einer Ausschüttungssperre.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Nachtragsbericht

Bezüglich der Entwicklung nach dem Bilanzstichtag wird auf den Lagebericht und die dort gemachten Ausführungen verwiesen. Insbesondere wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, hingewiesen. Diese betreffen im Wesentlichen die Unsicherheiten in Bezug zum Eintritt und Entwicklung der prognostizierten Erträge und damit zusammenhängender Liquiditätszuflüsse sowohl in inländischen als auch in den ausländischen Märkten inklusive der Tochter Bally Wulff Espana. Zur Verminderung dieser Unsicherheit im Fortbestand der Gesellschaft, hat eine dem mittelbaren Gesellschafter nahestehende Person im Geschäftsjahr 2024 der Gesellschaft eine bis Ende 2025 befristete Finanzierungszusage abgegeben und beide mittelbaren Gesellschafter haben zum Ende des Geschäftsjahres 2024 auf weitere Teile ihrer Forderungen verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars unter Inanspruchnahme des § 288 Abs. 2 S. 2 HGB.

Übrige Angaben

Als Geschäftsführer sind bestellt:

―

Herr Gerhard Hubmann, Kaufmann, Voitsberg / Österreich (ab 26. Januar 2023, eingetragen in das Handelsregister am 20. Februar 2023)

―

Herr Michael Heiss, Kaufmann, Baden / Österreich (ab 1. September 2023, eingetragen in das Handelsregister am 6. September 2023)

―

Herr Thomas Niehenke, Kaufmann, Ostercappeln (bis 23. Juni 2023, eingetragen in das Handelsregister am 29. Juni 2023)

―

Herr Philipp Lorenz, Kaufmann, Frankfurt am Main (bis 30. Juni 2023, eingetragen in das Handelsregister am 13. Juli 2023)

Die Geschäftsführer sind zur gemeinschaftlichen Vertretung der Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen berechtigt. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die den Geschäftsführern im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betrugen insgesamt TEUR 530.

Im Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 187 Mitarbeiter (31 gewerbliche Arbeitnehmer und 156 Angestellte).

Die Gesellschaft ist seit dem 21. Dezember 2012 eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Bally Wulff Holding GmbH, Berlin. Als oberstes Mutterunternehmen wird die Bally Wulff Holding GmbH, Berlin, für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen freiwilligen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 aufstellen, in den auch die Gesellschaft einbezogen wird. Der freiwillige Konzernabschluss (§ 291 HGB) der Bally Wulff Holding GmbH, Berlin, zum 31. Dezember 2023 ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

In der Gesellschafterversammlung soll beschlossen werden, den Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 29. Januar 2025

Gerhard Hubmann, Geschäftsführer

Michael Heiss, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 27. Februar 2025 festgestellt. Der Gewinnvortrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.844.879,40 0,00 0,00 0,00 14.844.879,40
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.786.854,03 214.249,79 72.150,00 -766.074,02 33.307.179,80
Geleistete Anzahlungen 72.150,00 0,00 72.150,00 0,00 0,00
48.703.883,43 214.249,79 0,00 766.074,02 48.152.059,20
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.743.289,73 134.579,40 0,00 -1.843.123,31 1.034.745,82
Technische Anlagen und Maschinen 26.671.561,36 5.764.999,51 0,00 -10.621.780,84 21.814.780,03
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.363.212,75 79.457,67 0,00 -343.902,40 6.098.768,02
35.778.063,84 5.979.036,58 0,00 -12.808.806,55 28.948.293,87
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 114.750,00 0,00 0,00 0,00 114.750,00
114.750,00 0,00 0,00 0,00 114.750,00
84.596.697,27 6.193.286,37 0,00 -13.574.880,57 77.215.103,07
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.544.559,67 181.024,56 0,00 0,00 14.725.584,23
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.543.873,76 963.325,26 0,00 0,00 30.507.199,02
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
44.088.433,43 1.144.349,82 0,00 0,00 45.232.783,25
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.259.930,80 104.613,42 0,00 -1.783.123,31 581.420,91
Technische Anlagen und Maschinen 14.333.222,57 5.189.244,35 0,00 -7.398.703,28 12.123.763,64
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.384.012,37 481.962,38 0,00 -319.237,36 5.546.737,39
21.977.165,74 5.775.820,15 0,00 -9.501.063,95 18.251.921,94
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00
10.000,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00
66.075.599,17 6.920.169,97 0,00 -9.501.063,95 63.494.705,19
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 119.295,17 300.319,73
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.799.980,78 4.242.980,27
Geleistete Anzahlungen 0,00 72.150,00
2.919.275,95 4.615.450,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 453.324,91 483.358,93
Technische Anlagen und Maschinen 9.691.016,39 12.338.338,79
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 552.030,63 979.200,38
10.696.371,93 13.800.898,10
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 104.750,00 104.750,00
104.750,00 104.750,00
13.720.397,88 18.521.098,10

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bally Wulff Games & Entertainment GmbH, Berlin

Eingeschränktes Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Bally Wulff Games & Entertainment GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bally Wulff Games & Entertainment GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

•

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil

Die Gesellschaft hat in Vorjahren von dem Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und Entwicklungskosten für selbsterstellte Software aktiviert. Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung sollte seit dem Geschäftsjahr 2014 jedoch eine Aktivierung nur insoweit erfolgen, wie es zur Darstellung eines ausgeglichenen Jahresergebnisses notwendig ist. Im Geschäftsjahr 2018 wurde beschlossen, zukünftig das Wahlrecht nicht mehr auszuüben und nur noch Entwicklungskosten für in Vorjahren begonnene Entwicklungen zu aktivieren. Seit dem Geschäftsjahr 2021 erfolgt keine Aktivierung von Entwicklungskosten mehr. Daher hat die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2014 bis 2020 Entwicklungskosten für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände nur in Höhe von TEUR 9.191 aktiviert.

Insgesamt sind in den Geschäftsjahren 2014 bis 2023 aktivierungsfähige Entwicklungskosten für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 46.939 (Vorjahr: TEUR 42.134) angefallen. Die nicht aktivierten Entwicklungsleistungen hätten bei einer Aktivierung einen Buchwert zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 16.101 (Vorjahr: TEUR 14.340). Der Buchwert der insgesamt zum 31. Dezember 2023 aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände würde sich dann von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 300) auf TEUR 16.220 (Vorjahr: TEUR 14.640) erhöhen. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung (Vorjahr: Verlustübernahme) würde sich aufgrund höherer Aktivierungen (TEUR 4.805, Vorjahr: TEUR 3.782) einerseits und höheren Abschreibungen (TEUR 4.656, Vorjahr: TEUR 4.763) andererseits von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR -18.721) auf TEUR 1.149 (Vorjahr: TEUR -19.702) erhöhen. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass bei einer Aktivierung der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2023 aufgrund der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrags ab 1. Januar 2024 erstmalig passive latente Steuern auf die unterschiedlichen Wertansätze der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 4.831 hätten gebildet werden müssen, die das Ergebnis vor Ergebnisabführung in entsprechender Höhe belastet hätten.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt IV. "Sonstige Angaben" im Anhang und im Abschnitt "4.1.10. Liquiditätsrisiko" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass sich ein mögliches Risiko für den Fortbestand der Gesellschaft aus Unsicherheiten in Bezug auf Eintritt und Entwicklung der prognostizierten Erträge und der damit zusammenhängenden Liquiditätszuflüsse ergibt. Diese potentiellen Risiken betreffen sowohl den deutschen Markt als auch die internationalen Märkte sowie die Bally Wulff Espana SL., Madrid/Spanien, gegen die die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 Forderungen in Höhe von TEUR 7.114 ausweist. Zur Verminderung der Unsicherheiten hat eine dem mittelbaren Gesellschafter nahestehende Person der Gesellschaft eine bis Ende 2025 zeitlich befristete Finanzierungszusage abgegeben. Danach hat sich die nahestehende Person verpflichtet, die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die operative Fortführung der Gesellschaften zu gewährleisten und zu unterstützen. Darüber hinaus haben beide mittelbaren Gesellschafter zum Ende des Geschäftsjahres 2024 auf weitere Teile ihrer Forderungen verzichtet. Insgesamt deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten jedoch auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

•

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, 29. Januar 2025

RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Zweigniederlassung Duisburg

Stefan Pauschert, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Ziegemeier, Wirtschaftsprüfer

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  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Bally Wulff Games & Entertainment GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: abcc3045fa637997793e51c80aae1e49",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

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Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

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