aktiv Rechtsform GmbH

Bayerische Rhöngas GmbH

Bad Neustadt a.d. Saale ·HRB 725 Schweinfurt

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Hauptstraße 3
97616 Bad Neustadt a.d. Saale
Handelsregister
HRB 725, Schweinfurt
Eintragungsdatum
20. April 1971
Branche
Gashandel durch Rohrleitungen
Wärme- und Kältehandel
Speichern von Gas zu Versorgungszwecken
Eingetragenes Kapital
6.000.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Alle mit der Gas- und Wärmeversorgung zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzen

Bilanzsumme 2024
25,98 Mio. €
Jahresergebnis 2024
1,50 Mio. €
15 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 25,98 Mio
  • Anlagevermögen 63,2 % 16,43 Mio
  • Umlaufvermögen 36,8 % 9,55 Mio
Passivseite 25,98 Mio
  • Eigenkapital 66,2 % 17,19 Mio
  • Rückstellungen 12,6 % 3,27 Mio
  • Verbindlichkeiten 11,7 % 3,03 Mio
  • Baukosten-/Investitionszuschüsse 9,6 % 2,48 Mio
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Bilanzdaten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 1,41 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 88,1 % 1,25 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9,3 % 131,5 k
  • Erträge aus Beteiligungen 2,6 % 37,4 k
Aufwendungen 4,15 Mio
  • Personalaufwand 68,1 % 2,82 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 22,9 % 950,0 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8,5 % 353,1 k
  • Sonstige Steuern 0,3 % 13,5 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,2 % 7,4 k
  • Rohergebnis 6,73 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 1,52 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,50 Mio
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GuV-Daten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Joachim Schärtl seit 2021 Geschäftsführer
  • Thomas Dipl.-Ing. (FH) Merker seit 2003 Geschäftsführer
  • Joachim Stefan Baumbach seit 2013 Prokura
  • Udo Schneider seit 2010 Prokura
4 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Top 3 halten 78,0 %
  • Gasversorgung Unterfranken GmbH DEU 50,0 % 3,0M €
  • Stadt Bad Neustadt a. d. Saale DEU 17,0 % 1,0M €
  • Landkreis Rhön Grabfeld DEU 11,0 % 660k €
2 weitere Gesellschafter · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Beteiligungen an

Historie

  1. 2024
  2. 17.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Wärmeversorgung Mellrichstadt GmbH & Co. KG · Kommanditist
  3. 2021
  4. 24.08.
    Austritt einer Position
    H***** D****** · Geschäftsführer
  5. 24.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Joachim Schärtl · Geschäftsführer
  6. 2018
  7. 06.03.
    Austritt einer Position
    Biomasse-Wärmeversorgung Oberelsbach GmbH & Co. KG · Kommanditist
  8. 2015
  9. 10.03.
    Austritt einer Position
    RDE Regionale Dienstleistungen Energie GmbH & Co. KG · Kommanditist
  10. 2014
  11. 16.01.
    Satzungsänderung
    Bayerische Rhöngas GmbH
  12. 2013
  13. 25.09.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Joachim Stefan Baumbach · Gesamtprokura
  14. 02.08.
    Satzungsänderung
    Bayerische Rhöngas GmbH
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2019 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2018 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2017 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Bayerische Rhöngas GmbH

Bad Neustadt/Saale

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Allgemeines


Die Aufgabe der Bayerischen Rhöngas GmbH ist die Versorgung von Letztverbrauchern im Landkreis Rhön-Grabfeld mit Gas und Wärme sowie der Bau hierzu erforderlicher Gas- und Wärmeversorgungsanlagen sowie die Vornahme aller damit in Zusammenhang stehender Geschäfte. Dabei gewährleistet das Unternehmen durch Bereitstellung und Betrieb lokaler Gas- und Wärmeversorgungsnetze unter Nutzung gemeindlicher Grundstücke eine sichere, umweltverträgliche und verbraucherfreundliche Versorgung der Einwohner und Gewerbetreibenden. Sitz der Gesellschaft ist Bad Neustadt a. d. Saale.


Zum 31. Dezember 2023 sind die Gasversorgung Unterfranken GmbH, Würzburg, mit 50,0 %, die Stadt Bad Neustadt mit 17,0 %, die Stadt Mellrichstadt mit 11,0 %, der Landkreis Rhön-Grabfeld mit 11,0 % und die Überlandwerk Rhön GmbH, Mellrichstadt, mit 11,0 % als Gesellschafter des berichtenden Unternehmens eingetragen.


Die Bayerische Rhöngas GmbH hält 100,0 % des Gesellschaftskapitals der Rhön-Grabfeld-Wärme GmbH. Zudem bestehen Beteiligungen mit 63,3 % an der Biomasse-Wärmeversorgung Ostheim GmbH & Co. KG (Betrieb eines Fernwärmenetzes in Ostheim v. d. Rhön), mit 24,9 % an der Biomasse-Wärmeversorgung Bad Königshofen GmbH & Co. KG (Betrieb eines Fernwärmenetzes in Bad Königshofen i. Grabfeld), mit 24,9 % an der Biomethan Rhön-Grabfeld GmbH & Co. KG (Betrieb einer Biogasaufbereitungsanlage in Unsleben) sowie mit 17,0 % an der Biomasse-Wärmeversorgung Bad Neustadt GmbH & Co. KG (Betrieb eines Fernwärmenetzes in Bad Neustadt a. d. Saale). Des Weiteren ist die Bayerischen Rhöngas GmbH mit 100 TEUR an der Agrokraft Streutal GmbH & Co. KG beteiligt.


Die Bayerische Rhöngas GmbH ist ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Die Gliederung der Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG stellt sich wie folgt dar:


Gasverteilung - der Transport von Erdgas über örtliche und regionale Leitungsnetze zur Versorgung von Kunden.


Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors - Beschaffung und Vertrieb von Erdgas.


Tätigkeiten außerhalb des Gassektors - Wärmeversorgung, Beteiligungen an Gesellschaften zur Erzeugung und für den Vertrieb von Energien aus regenerativen Quellen sowie die kaufmännische und technische Betriebsführung für einige dieser Gesellschaften.


Die zahlenmäßige Entwicklung der Tätigkeit Gasverteilung ist im Tätigkeitsabschluss dargestellt, bestehend aus einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung mit Erläuterungen sowie der Entwicklung des Anlagevermögens.


Die aktuelle Aufbau- und Ablauforganisation erfüllt die Anforderungen der § 7 und § 7 a EnWG.


Zur Steuerung des Unternehmens dienen die Leistungsindikatoren Gesamtabsatz bzw. Absatz nach Kundengruppen, die Erzeugungs- und Absatzmengen im Wärmebereich, die Investitionen für den Ausbau der Gas- und Wärmenetze sowie Liquidität, Rohmarge und der Jahresüberschuss.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen


Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in den beiden vergangenen Jahren nach dem starken Einbruch durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 wieder erholt gezeigt hatte, rutschte diese im Berichtsjahr erneut und als einzige große Volkswirtschaft in Europa in eine leichte Rezession. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Jahr 2023 um etwa 0,3 %, nach einem Wachstum im Vorjahr von 1,8 %.


Sowohl bei den Konsumausgaben mit einem Rückgang um rund 1,1 % als auch bei den Bruttoanlageinvestitionen mit einer Reduzierung von in Summe 0,4 % sind kaum Wachstumsimpulse zu registrieren. Lediglich im Unterbereich der Ausrüstungsinvestitionen, beispielsweise für Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, sind durch einen Anstieg um 3,0 % Wachstumsimpulse festzustellen. Daneben schrumpften die Bauinvestitionen mit einem Minus von 2,1 %. In Summe verringerte sich die gesamte inländische Verwendung im Jahr 2023 um 0,9 %. Beim Außenhandelssaldo lässt sich insgesamt von einem Wachstumsbeitrag von insgesamt 0,6 % berichten. Zwar sank der Wert der Ausfuhren um etwa 1,8 %, wurde jedoch durch eine höhere Reduzierung des Wertes der Importe um 3,0 % reduziert, was folglich einen leicht ansteigenden Exportüberschuss zur Folge hatte.


In den einzelnen Sektoren zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Lediglich bei 3 der 11 wichtigsten Wirtschaftszweige konnte im Berichtsjahr ein Zuwachs der Produktion gegenüber dem Vorjahr erzielt werden, so zum Beispiel maßgeblich bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 8,4 % oder im sonstigen Fahrzeugbau um 10,1 %. Jedoch zeigt sich bei sehr energieintensiven Industriezweigen wie der "Herstellung von chemischen Erzeugnissen" oder der "Herstellung Glas, Keramik und der Verarbeitung von Steinen und Erden" ein Rückgang der Produktion jeweils im zweistelligen Bereich.


Neben den makroökonomischen Faktoren spielt auch die Entwicklung der Energiepreise hinsichtlich des Verbrauchsverhaltens eine wichtige Rolle. In allen Wirtschaftszweigen und gerade in den energieintensiven Bereichen waren durch die weiterhin hohen Energiepreise starke Anreize zur Nutzung bisher brachliegender Effizienzpotenziale zu erkennen. Jedoch hat im Laufe des Jahres 2023, nach dem eklatanten Anstieg der Preise für Erdöl, Erdgas und Steinkohle in den Jahren 2021/2022 in Folge des Ukraine-Konfliktes, wieder eine gegenläufige Bewegung eingesetzt mit einem merklichen Abfallen der Preise gegenüber dem Vorjahr, im Speziellen bei Erdgas von nahezu 50 %. Bei den Verbraucherpreisen schlug dies jedoch aufgrund der häufigen Langfristigkeit der Kontrakte bei den Energiearten Erdgas und Strom noch nicht durch:


Tabelle 2

Preise ausgewählter Energieträger 2022 und 2023, Veränderungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum, in %

2022 2023
1 Vj. 2. Vj 3.Vj 4.Vj Durchschnitt
Einfuhrpreise
Erdöl 57,8 -12,6 -30,9 -23,4 -10,2 -19,9
Erdgas 178,5 -10,0 -43,0 -68,1 -54,9 -48,0
Steinkohle 161,9 -12,2 -50,5 -59,9 -37,9 -43,3
Verbraucherpreise
Heizöl, leicht 87,3 -5,6 -29,9 -29,8 -20,3 -22,2
Erdgas 63,6 45,7 26,6 1,6 -4,0 14,7
Strom 19,2 21,9 12,8 15,0 2,1 12,6


Quelle: Statistisches Bundesamt


Laut Bericht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sank der Erdgasverbrauch in Deutschland im Berichtsjahr um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Jedoch nahm der Anteil an Erdgas am Primärenergieverbrauch mit einem Anteil von 24,7 % sogar wieder leicht zu, da der gesamte Primärenergieverbrauch im Beobachtungszeitraum stärker gesunken ist.


Nachhaltig verändert hat sich als Folge des Ukraine-Krieges die Herkunftsstruktur des Erdgases. Stammten im Jahr 2021 noch 55 % des in Deutschland verbrauchten Erdgases aus Russland, so wurde im Berichtsjahr kein russisches Pipelinegas mehr nach Deutschland importiert. Aufgefangen wurde der Wegfall durch höhere Importe aus Norwegen und den Niederlanden sowie über Leitungen aus weiteren Nachbarstaaten. Somit ist seit September 2022 beim Bezug von Erdgas im Ansinnen der Versorgungssicherheit eine vollständige Unabhängigkeit von russischem Erdgas, zudem auferlegt als Sanktionsmaßnahme einer Vielzahl westeuropäischer Staaten, gewährleistet:

Herkunft des in Deutschland verbrauchten Erdgases

* vorläufig, teilweise geschätzt


Quellen: ENTSOG, FNB, BVEG, eigene Berechnungen


Auch dem Jahresbericht des BDEW ist zu entnehmen, dass der gesamte Erdgasabsatz im Jahr 2023 nach vorläufiger Ermittlung ebenso im einstelligen Prozentbereich gesunken ist. Heruntergebrochen auf die einzelnen Verbrauchssektoren zeigt sich deutschlandweit folgende Entwicklung: In der Industrie sinkt die Nachfrage durch konjunkturelle Faktoren sowie Einspar- und Substitutionsmaßnahmen um 8,5 %. Der negative konjunkturelle Einfluss lässt sich an der Reduzierung des nichtenergetischen Verbrauchs ablesen, der sich um etwa 7,7 % rückläufig zeigt. Bei den Unternehmen im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistung, mit einer Nutzung von ca. 90 % zu Raumwärmezwecken, ist ein um ca. 6,5 % reduzierter Verbrauch zu registrieren, was bei nahezu identischer Gradtagszahlensumme der beiden Jahre in der Hauptsache den Einsparmaßnahmen und der Konjunktur zuzuschreiben ist. Ebenso maßgeblich durch das preislich getriebene Einsparverhalten, ggf. unterstützt durch die fortgesetzt milderen Außentemperaturen, verringert sich der Verbrauch bei den privaten Haushalten um rund 4,5 %.


Die erneut sehr milde Witterung lässt sich bildhaft durch die Entwicklung der Gradtagszahlen im Vergleich zum Vorjahr und zum langjährigen Mittel untermauern:

Gradtagzahlen 20-jähriges Mittel 2003 - 2022: 3.456


Gewichtete jährliche Gradtagzahlen (42 Wetterstationen des DWD, gewichtet mit den Einwohnerzahlen der einzelnen Bundesländer)

* vorläufig, teilweise geschätzt


Quelle: DWD, Berechnungen BDEW


Ähnliche oder teilweise verstärkte Trends lassen sich im Netzgebiet der Bayerischen Rhöngas GmbH erkennen. Bei den Privatkunden sinkt der Verbrauch im Jahr 2023 um 7,0 % auf etwa 136,7 MWh. Der Absatz im Segment der Gewerbe- und Dienstleistungskunden sowie im öffentlichen Bereich verringert sich um 4,4 % auf rund 108,0 MWh. Eklatant erscheint zunächst der Rückgang des Verbrauches bei den Industriekunden, der sich im Netzgebiet der Gesellschaft um 37,0 MWh bzw. 25,2 % reduziert. Dies ist jedoch in großen Teilen, neben den sicherlich konjunkturellen Einflüssen, der Verringerung des Absatzes an den größten Netzkunden (im Sektor der Baustoffherstellung) um 31,1 MWh bzw. 35,3 % zuzuschreiben. Jedoch ist auch bei den verbleibenden Industriekunden ein deutlicher Rückgang des Verbrauchs um etwa 6,0 MWh festzustellen, was einer prozentualen Reduzierung von etwa 10,1 % gleichkommt.


Grundsätzlich stellt Erdgas im Gebäudesektor und im Speziellen im Bereich der Beheizung von Wohngebäuden bzw. von Wohnungen weiterhin mit Abstand den wichtigsten Energieträger dar. Gemäß einer aktuellen Studie des BDEW zum Thema "Wie heizt Deutschland 2023?" werden 45,3 % des Wohnungsbestands mit einer Gas-Zentral- oder -Etagenheizung beheizt. 23,0 % der Wohnungen sind an eine Öl-Zentralheizung angeschlossen. Bei der Fernwärme zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen der Anzahl der Wohngebäude und der Wohnungen, da Fernwärme einen höheren Anteil im Segment der Mehrfamilienhäuser hat. Dies hat zur Folge, dass der Anteil der fernwärmeversorgten Wohngebäude 6,0 % ausweist, der der Wohnungen aber 15,2 %. Ein signifikanter Anstieg ist beim Anteil der mit einer Elektro-Wärmepumpe versorgten Wohnungen zu erkennen, von 5,7 % im Vergleich zur Studie im Jahr 2019 mit 2,2 %.


Insgesamt sind 59 % der Wohngebäude bzw. 68 % der Wohnungen an leitungsgebundene Heizsysteme angeschlossen, gefolgt von Heizöl mit 24,7 % und lediglich mäßig ansteigendem Anteil an Fernwärme (14,2 %) und Wärmepumpen (3,0 %):

Beheizungsstruktur des Wohnungsbestandes in Deutschland Anteile der Heizungssysteme 2023

* Anzahl der Wohngebäude bzw. Wohnungen in Wohngebäuden: Heizung vorhanden


Quelle: BDEW-Studie "Wie heizt Deutschland? 2023"; Stand 11/2023


Erdgas ist somit auf dem Wärmemarkt weiterhin die führende Energieart.


Allerdings war im Berichtsjahr 2023 im Netzgebiet der Bayerischen Rhöngas nur noch eine geringe Nachfrage nach Neuanschlüssen festzustellen, was größtenteils dem faktischen Verbot der alleinigen Nutzung von Erdgas zur Beheizung im Neubausektor und auch bei Sanierungsmaßnahmen zuzuschreiben ist. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verringern maßgeblich die Wachstumsmöglichkeiten auf dem Wärmemarkt. Insbesondere ergeben sich schon seit dem Jahr 2022 Hemmnisse durch die höheren Anforderungen des damals in Kraft getretenen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) hinsichtlich des Anteils an Erneuerbaren Energien im Neubausektor. Schon hierdurch wird die Nutzung anderer Formen der Beheizung, wie Wärmepumpen und auch Fernwärme, deutlich forciert. Die Einführung der CO2-Abgabe im Jahr 2021 mit der schrittweisen Erhöhung des Preises verringert die preisliche Attraktivität der fossilen Energieträger und somit auch Erdgas im Vergleich zu regenerativen Alternativen merklich. Durch die weiteren Maßgaben des im Jahr 2023 überarbeiteten GEG haben sich Rahmenbedingungen hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung der Erdgasversorgung und somit für rund die Hälfte des Wohnungsbestandes in Deutschland keinesfalls verbessert.


Nachfolgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung der Beheizungsstruktur im Wohnungsneubau in Deutschland im Jahr 2023 (noch vorläufige Zahlen) sowie im Trend der letzten 10 vorangegangenen Jahre:

Entwicklung der Beheizungsstruktur im Wohnungsneubau* in Deutschland

* zum Bau genehmigte neue Wohneinheiten; primäre Heizenergie;
** einschließlich Biomethan;
*** vorläufig, teilweise geschätzt


Quellen: Statistische Landesämter, BDEW; Stand 12/2023


Es ist ein klarer Trend in Richtung Beheizung neuer Wohngebäude durch Wärmepumpen festzumachen. Dieser findet zum einen durch entsprechende Förderung starke politische Unterstützung im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele. Zum andern ist durch die Folgen der Energiekrise sowie die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen durch das GEG noch einmal ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Die Wärmepumpe hat seit dem Jahr 2020 die Spitzenposition im Neubaubereich eingenommen und Erdgas als beliebteste Heizungsform abgelöst.


Die vorgenannten Verwerfungen auf dem Energiemarkt aufgrund des Ukraine-Krieges sowie der politischen Ausrichtung des Wärmemarktes sorgen für merkliche Verunsicherung sowohl im aktiven als auch im potenziellen Kundenkreis. Die Kundenakquise ist zeitweise fast vollständig zum Erliegen gekommen.


Dem steht eine weiterhin rege Nachfrage bei allen regenerativen Wärmeprojekten gegenüber, die entweder direkt innerhalb der Bayerischen Rhöngas implementiert sind oder in Beteiligungsgesellschaften durch die berichtende Gesellschaft ausgeführt und begleitet werden. Im Jahr 2024 ist beispielsweise unter Federführung der Bayerischen Rhöngas die Gründung einer Wärmegesellschaft in der Gesellschafterkommune Mellrichstadt mit entsprechendem Bau eines durch regenerativ erzeugte Wärme versorgten Fernwärmenetzes geplant.

Geschäftsverlauf


Im Berichtsjahr zeigten sich fortgeführt die Auswirkungen der Energiekrise in Folge des Ukraine-Konflikts, wenn auch im Verlauf des Jahres eine merkliche Entspannung hinsichtlich der Versorgungssicherheit und der Preise für Erdgas eingetreten ist. Der Energieabsatz weist, trotz der weiterhin hohen Kundenanzahl mit lediglich geringen Kundenverlusten, den niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre auf. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine konstant positive Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 feststellbar.


Ein massiver Anstieg der Beschaffungspreise als Folge der Energiekrise in Verbindung mit merklich angestiegenen Netzentgelten hatten eine notwendige Anhebung der Preise für Vollversorgungskunden zur Folge. Harter Wettbewerb kennzeichnet das Segment der Sondervertragskunden, was zu geringfügig gesunkener Kundenanzahl mit entsprechender Auswirkung auf den Absatz geführt hat.


Durch wiedereinsetzenden Wettbewerb, verbunden mit sehr geringer Nachfrage an Neuanschlüssen, konnte die Kundenanzahl im Gasvertrieb nicht auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Bei 56 Kundenanlagen wurde erstmalig die Versorgung per Liefervertrag aufgenommen. Hier zeigt sich deutlich die Verunsicherung der Kunden, verursacht durch die Energiekrise sowie das politisch ausgesprochene faktische Verbot neuer Gasheizungen. In Spitzenjahren seit 2010 lag die Anzahl der jährlichen Inbetriebnahmen regelmäßig im Bereich von 150 oder mehr Kundenanlagen. 133 Kunden konnten von anderen Lieferanten zurückgewonnen werden. Dem steht ein Verlust von in Summe 311 Kunden in Folge des Wettbewerbs gegenüber. Bei 241 Kunden ist ein Wechsel zu einem anderen Lieferanten festzustellen. 70 Kundenanlagen wurden wegen eines Energieartenwechsels außer Betrieb genommen. Somit muss zum 31.12.2023 ein Absinken der Kundenanzahl um 122 (Vj. 480 Kundenzuwachs) auf nun insgesamt 7.022 (Vj. 7.144) registriert werden.


Die Sparte Wärme kann aufgrund weiterer Ausbauprojekte in den bestehenden Wärmenetzen einen Zuwachs der Kundenanzahl von 104 auf 116 verzeichnen. Trotz des Kundenzuwachses sinkt der Absatz aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr milderen Witterung etwas ab. Die Wärmesparte leistet unvermindert einen stabilen Beitrag zum Unternehmensergebnis und wird aufgrund weiterhin vorhandener Kundennachfrage prosperierend ausgebaut.


Auf Grundlage einer stabilen Ertragssituation über alle Sparten konnte trotz der um 12,3 % geringeren Gesamtabsatzmenge aller Energiearten der Jahresüberschuss mit 1.781 TEUR (Vj. 1.763 TEUR) auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.


Infolgedessen schlägt die Geschäftsführung der Gesellschafterversammlung die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 1.110 TEUR vor.

Erdgas- und Wärmeabsatz


Der eigene Vertrieb konnte im Berichtsjahr einen Gasabsatz von 209.829 MWh (Vj. 220.609 MWh) generieren, was einen Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von 4,9 % bzw. 10.780 MWh darstellt.


Bei den Sondervertragskunden verringert sich der Absatz bei einer Menge von 42.241 MWh (Vj. 47.053 MWh) um 4.812 MWh bzw. 10,2 %. Dies ist, neben witterungsbedingtem Minderabsatz, dem Verlust eines größeren Kunden in diesem Segment an den Wettbewerb geschuldet, bei dem im Vorjahr noch ein Absatz von 2.378 MWh verzeichnet werden konnte.


Im Vertriebssegment der Kunden mit Allgemeinen Preisen und Sonderprodukten sank die Absatzmenge, maßgeblich begründbar durch die Witterung und Einsparmaßnahmen der Kunden, um etwa 3,5 % auf 166.760 MWh (Vj. 172.826 MWh). Hierzu gegenläufig konnte der Absatz in fremden Netzgebieten in Folge wieder verstärkter Akquise um 8,5 % von 4.161 MWh auf 4.516 MWh gesteigert werden.


An der Erdgastankstelle ist wiederum ein erfreulicher Anstieg des Absatzes um 13,5 % auf 828 MWh (Vj. 730 MWh) zu verzeichnen. Maßgeblichen Einfluss hat hier offensichtlich die Schließung und Wartung einiger Erdgastankstellen in der Region. Die Gesamtumstände mit einer reduzierten Angebotspalette geeigneter Fahrzeuge auf dem Fahrzeugmarkt sowie der sehr kostenintensive Betrieb der Anlage stellen jedoch die Fortführungsszenarien wiederkehrend in Frage.


An die Kunden der Wärmesparte wurden im Berichtsjahr in Summe 12.097 MWh (Vj. 12.620 MWh) Energie geliefert. Bei der bereits erwähnten Steigerung der Kundenanzahl auf 116 (Vj. 104) bedeutet dies eine maßgeblich witterungsbedingte Verringerung des Absatzes um etwa 4,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Beschaffung


Speziell für die Beschaffung der Mengen für das Großkundensegment über sogenannte Standardhandelsprodukte wurden Rahmenverträge mit mehreren Vorlieferanten geschlossen. Auf Basis dieser Vereinbarungen werden Einzelverträge über Band- und Back-to-Back-Lieferungen abgeschlossen.


Die Beschaffung der Rest- bzw. Residualmenge erfolgt über einen zusätzlichen Liefervertrag aus dem Jahr 2019 für den Lieferzeitraum bis 31.03.2024. Die Preisfindung für die Residualmengen erfolgt seit dem Beschaffungszeitraum 2014/2015 ausschließlich anhand von Börsennotierungen.


Die Versorgung der Wärmekunden in Unsleben und Mellrichstadt wird mittels eines langfristigen Liefervertrages mit der Agrokraft Streutal GmbH & Co. KG als Lieferant von Abwärme der Biogas-Blockheizkraftwerke dargestellt.


Zur ebenfalls langfristigen Absicherung der Wärmelieferung an das Gymnasium Mellrichstadt wurde im November 2013 ein Liefervertrag mit einem leistungsfähigen Partner bei einer Vertragslaufzeit von zunächst 5 Jahren abgeschlossen. Im September 2022 ist die weitere Verlängerung dieses Vertrages bis Ende 2027 erfolgt.


Die Bedarfsdeckung an Holzhackschnitzeln für die Wärmeerzeugungen in Burglauer und Oberelsbach erfolgt seit dem Jahr 2019 durch Einzellieferverträge mit regionalen Lieferanten.

Investitionen und Finanzierung


Die zuverlässige Versorgung der Kunden mit Erdgas und Wärme bilden die Basis des kontinuierlichen und maßgeblich bedarfsorientierten Ausbaus des Versorgungsnetzes und der technischen Anlagen.


Im Bereich des Gasnetzes erfolgte im Jahr 2023 ein vergleichsweise geringer Zubau von 0,6 km (Vj. 1,7 km) Ortsnetz- und Hausanschlussleitungen in Verbindung mit der Fertigstellung von 19 (Vj. 44) neuen Hausanschlüssen. Geplant waren 1,5 km Leitungslänge inklusive 31 Hausanschlüsse mit einem Investitionsvolumen von 530 TEUR. Dies wurde aufgrund der geringeren Umsetzung sowohl bei Hauptleitungsverlegung als auch bei den Hausanschlüssen mit einer Investitionssumme von 396 TEUR lediglich zu 75 % ausgeschöpft.


Für die Wärmesparte waren Investitionen in Höhe von 1.090 TEUR für den Umbau von Erzeugungsanlagen in Verbindung mit 60 m Leitungsbau sowie Anschluss von 10 Kundenanlagen budgetiert. Der Umbau der Erzeugungsanlagen in Oberelsbach erfolgte plangemäß, wobei im Jahr 2024 noch Restarbeiten anstehen. Zudem wurden 49 m Systemlänge im Zuge der Fertigstellung von Hausanschlüssen gebaut. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 668 TEUR.


Im Bereich der Biogaseinspeisung fielen ungeplante Investitionen in Höhe von 50 TEUR für den Austausch der Brennwertmessung an.


Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögensgegenstände im Berichtsjahr betragen 210 TEUR bei einem kalkulierten Budget von 250 TEUR.


Somit wurde ein Gesamtinvestitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen der Bayerischen Rhöngas GmbH in Höhe von 1.358 TEUR (Vj. 1.174 TEUR) umgesetzt. Dies entspricht bei einem veranschlagten und genehmigten Volumen von 1.900 TEUR einer Umsetzungsquote von 71,5 %.


Die Finanzierung der Investitionen konnte eigenfinanziert aus der vorhandenen Liquidität und dem Zufluss von Baukosten- und Investitionszuschüssen dargestellt werden.

Personal- und Sozialbereich


Die Gesellschaft ist bei einem durchschnittlichen Mitarbeiterstand von 36 (zum Stichtag 31.12.2023 ohne Auszubildende(n)) in der Lage, die Arbeiten im technischen und kaufmännischen Bereich vorwiegend selbstständig durchzuführen. Dienstleistungen im Vertriebsbereich sowie in der Gasbeschaffung werden vom Gesellschafter Gasversorgung Unterfranken GmbH erbracht. Die Überlandwerk Rhön GmbH unterstützt die Gesellschaft in kaufmännischen Angelegenheiten, vorwiegend in den Bereichen Personalwesen und Datenverarbeitung.

Ertragslage


Trotz des verminderten Absatzes steigen die Nettoumsatzerlöse im Gasvertrieb um 101,0 % auf 21.068 TEUR (Vj. 10.481 TEUR) in Folge des deutlichen Anstiegs der spezifischen Durchschnittspreise. Aufgrund der Einführung des nationalen Emissionshandels im Jahr 2021 und der daraus resultierenden Kostenweitergabe für die Beschaffung der notwendigen CO2-Zertifikate ergeben sich Erlöse von 1.137 TEUR (Vj. 1.201 TEUR), die eine ergebnisneutrale Mehrung der Umsatzerlöse auslösen.


Ebenfalls einem Anstieg des spezifischen Preises zuzuschreiben ist bei den Netzentgelten gegenüber dritten Transportkunden, trotz einer Verringerung der Absatzmenge, eine Mehrung der Erlöse um 25 TEUR bzw. 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1.618 TEUR festzustellen. In den einzelnen Kundensegmenten zeigen sich hier unterschiedliche Entwicklungen. Die Umsatzerlöse bei den RLM-Abnahmestellen steigen trotz verminderter Absatzmenge in Folge der überwiegenden Abhängigkeit des Durchschnittspreises von der maximalen Leistungsinanspruchnahme um etwa 110 TEUR auf 1.102 TEUR bei einem Mengenrückgang um 20,7 % auf 127.516 MWh. Der Mengenrückgang ist maßgeblich dem reduzierten Bedarf des größten Netzkunden ab Jahresmitte 2023 zuzuschreiben. Bei den SLP-Kunden ist aufgrund des signifikanten Rückgangs der Menge um 8.858 MWh bzw. 23,0 % eine Reduzierung der Erlöse um 85 TEUR bzw. 14,0 % auf 524 TEUR festzustellen.


Die Umsatzerlöse in der Wärmesparte steigen in Folge eines ebenfalls merklichen formelbasierten Preisanstiegs trotz des um 4,1 % geringeren Absatzes um 220 TEUR bzw. 39,9 % auf 771 TEUR (Vj. 551 TEUR).


Der markante Anstieg der Auftrags- und Dienstleistungserlöse aus Betriebsführung gegenüber den Tochterunternehmen um 668 TEUR bzw. 106,3 % auf 1.296 TEUR (Vj. 628 TEUR) ist maßgeblich der deutlich gesteigerten Bautätigkeit innerhalb der Wärmetöchter zuzuschreiben. Auch die sonstigen Auftragserlöse gegenüber Dritten steigen aufgrund eines Ausbauprojektes im eigenständigen Wärmenetz einer Kommune um 67 TEUR auf 86 TEUR.


Das verminderte Investitionsvolumen mit entsprechend geringerer eigener Bautätigkeit ist Ursache der verringerten anderen aktivierten Eigenleistungen auf in Summe 81 TEUR (Vj. 109 TEUR).


Aufgrund deutlich reduzierter Erträge aus Auflösung von Rückstellungen sinken die sonstigen betrieblichen Erträge um 155 TEUR von 275 TEUR auf 120 TEUR.


Bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist ein signifikanter Anstieg um 104,4 % auf 16.932 TEUR (Vj. 8.286 TEUR) feststellbar. Dieser ist in großem Maße dem außergewöhnlichen Preisanstieg im Gasbezug und den daraus folgenden hohen Aufwendungen geschuldet. Ebenso ist im Bereich des Wärmebezugs bzw. der notwendigen Beschaffung der Rohstoffe für die Wärmeerzeugung aufgrund gleichfalls markanter Preiserhöhungen ein deutlicher Anstieg der Aufwendungen zu verzeichnen. Des Weiteren lassen sich signifikante Kostensteigerungen bei Verbrauchsmaterial, hier Großteils ausgelöst durch den zur Biogaskonditionierung notwendigen Flüssiggasbezug, sowie im Bereich der Sonstigen weiter zu berechnenden Materialaufwendungen, korrespondierend mit dem deutlichen Mehrvolumen an Bautätigkeit für die Tochterunternehmen und den daraus resultierenden Umsatzerlösen, erkennen.


Der deutliche Anstieg der Netzentgelte für vorgelagerte Netze zeigt sich maßgeblich für die Zunahme der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 574 TEUR bzw. 27,0 % auf 2.699 TEUR (Vj. 2.125 TEUR) verantwortlich. Zudem erhöhen sich die Aufwendungen für Erdarbeiten und Anlagenreparaturen auf 468 TEUR (Vj. 298 TEUR) sowie die weiterverrechneten Dienstleistungen, die in Verbindung mit den Wärmenetzbaumaßnahmen beauftragt und weiterverrechnet wurden, mit einem Gesamtbetrag von 120 TEUR (Vj. 26 TEUR). Im Ergebnis erhöht sich der gesamte Materialaufwand um 88,6 % auf 19.631 TEUR (Vj. 10.411 TEUR).


Der Personalaufwand steigt in Folge von Personaleinstellungen, die teilweise bereits im Jahr 2022 unterjährig getätigt wurden und jetzt ihre volle Wirkung zeigen sowie einer tariflichen Anhebung in Verbindung mit der Zahlung einer ebenfalls tariflich vereinbarten Einmalzahlung für Inflationsausgleich auf 2.772 TEUR (Vj. 2.352 TEUR).


Die weiterhin hohen Investitionen bewirken das Anwachsen der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen um 78 TEUR bzw. 7,4 % auf 1.136 TEUR (Vj. 1.058 TEUR).


Maßgeblich aufgrund einer Rückstellung für Risiken, die im Zuge der Energiekrise und der Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen, wie beispielsweise der Preisbremsen, entstanden sind, steigen die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 546 TEUR bzw. 64,7 % auf 1.389 TEUR an. Zusätzlich macht sich hier der außergewöhnliche Anstieg der Rechts- und Beratungskosten auf in Summe 170 TEUR (Vj. 70 TEUR) bemerkbar, bedingt durch zum einen zusätzliche Aufwendungen hinsichtlich der Prüfungskosten für die notwendigen Prüfungshandlungen bei der Umsetzung der Hilfsmaßnahmen (Soforthilfe und Preisbremsen) und zum anderen durch Beratungskosten für eine integrierte Netzplanung, die in Kooperation mit dem Überlandwerk Rhön und den Stadtwerken Bad Neustadt umgesetzt wird. Des Weiteren sind in Höhe von 52 TEUR (Vj. 11 TEUR) deutlich höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen sowie entsprechende Ausbuchungen festzustellen. Zuletzt wirken sich verstärkt Rückbauten von Netzanschlüssen durch höhere Ausbuchungen von Restbuchwerten mit einem Betrag von 63 TEUR (Vj. 11 TEUR) negativ aus.


Eine positive Entwicklung ist bei den Erträgen aus Beteiligungen feststellbar, da die Gewinnausschüttung der Biomethan Rhön-Grabfeld GmbH & Co. KG auf 37 TEUR (Vj. 25 TEUR) angehoben wurde. Ebenso positiv sind die wieder erzielbaren Zinserträge aus Finanzanlagen zu werten. Im Geschäftsjahr konnten in diesem Bereich bemerkenswerte Erträge in Höhe von 117 TEUR (Vj. 16 TEUR) erzielt werden.


Im Geschäftsjahr 2023 betrug das EBIT als maßgebende Größe des Unternehmenserfolgs 2.479 TEUR (Vj. 2.337 TEUR), was im Verhältnis zur Bilanzsumme eine Quote von 8,3 % (Vj. 8,7 %) bedeutet.


Im Berichtsjahr konnte ein Jahresüberschuss von 1.781 TEUR erzielt werden. Kumuliert mit dem vorhandenen Gewinnvortrag von 2.915 TEUR soll eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von 1.110 TEUR sowie eine Zuführung zur Gewinnrücklage von 600 TEUR erfolgen. Der verbleibende Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Vermögenslage


Trotz erneut ansteigender Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr erhöhen sich die Buchwerte des Anlagevermögens um 3,0 % auf 15.964 TEUR (Vj. 15.505 TEUR). Dabei sinkt der Restbuchwert der Immateriellen Vermögensgegenstände mit einer Gesamtsumme von 554 TEUR (Vj. 648 TEUR) aufgrund geringer Zugänge. Dem steht eine Erhöhung der Buchwerte bei Sachanlagen in Folge der getätigten Investitionen um 248 TEUR bzw. 2,0 % auf 12.910 TEUR entgegen. Ein deutlicher Anstieg ist bei den Finanzanlagen zu verzeichnen, die resultierend aus weiteren Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften in Verbindung mit bereits erfolgten Tilgungen von in Vorjahren ausgereichten Darlehen auf 2.500 TEUR (Vj. 2.195 TEUR) anwachsen.


Der Wert der Vorräte steigt durch höheren Materialbestand für den Wärmeleitungsbau von 89 TEUR (Vj. 58 TEUR) und die im Vergleich zum Vorjahr in höherem Grad ausgeführte Beschaffung der benötigten CO2-Emissionszertifikate mit einem Gegenwert von 1.087 TEUR (Vj. 984 TEUR) auf einen Gesamtwert von 1.501 TEUR (Vj. 1.321 TEUR).


Bei den Forderungen ist zum Bilanzstichtag eine Verringerung um 1.025 TEUR bzw. 19,4 % auf 4.271 TEUR (Vj. 5.296 TEUR) zu registrieren. Die einzelnen Untergliederungen der Forderungen entwickeln sich unterschiedlich fort.


Trotz des Wegfalls einer hohen Forderung aus Mehr- bzw. Mindermengenabrechnung des Vorjahres steigen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Folge des starken Anstiegs des Umsatzvolumens und der daraus resultierenden Höhe der Restforderungen an die Vertriebskunden um 788 TEUR bzw. 43,8 % auf 2.585 TEUR an. Die deutliche Mehrung der Dienstleistungserlöse gegenüber Beteiligungsunternehmen begründen den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, von 524 TEUR auf 1.167 TEUR. Einmaleffekte durch die Abwicklung der Dezember-Soforthilfe für die Gas- und Wärmekunden sowie die unterjährige Absenkung des Regelsatzes der Umsatzsteuer von 19 % auf 7 %, ebenfalls für die Energieformen Erdgas und Wärme, begründeten im Vorjahr eine immense Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände auf 2.975 TEUR. Durch den Wegfall dieser Effekte reduziert sich diese Position merklich um 2.456 TEUR auf 519 TEUR.


Durch die fortgeführte Zurückhaltung der Kunden hinsichtlich der Umsetzung neuer Hausanschlüsse, die in Folge der Energiekrise sowie dieser folgenden Neuausrichtung der Energiepolitik eingetreten ist, sind im Gasbereich lediglich Zugänge an Baukostenzuschüssen in Höhe von 56 TEUR (Vj. 51 TEUR) zu vermelden. Die BKZ-Zugänge im Bereich der Wärmeversorgungsprojekte belaufen sich im Berichtsjahr auf 42 TEUR (Vj. 83 TEUR). Somit verringern sich im Saldo die Restbuchwerte der Baukostenzuschüsse bei ratierlicher Auflösung über 20 Jahre auf 2.147 TEUR (Vj. 2.229 TEUR).


Bei den Investitionszuschüssen kann als positiver Effekt der getätigten Investitionen in den Netzausbau und die Ertüchtigung der Erzeugungsanlagen der Zufluss von 127 TEUR Fördermittel zweier Fördergeber (Bafa und TFZ Bayern) registriert werden. Bei regelmäßiger Auflösung der zugeflossenen Zuschüsse über die Restlaufzeit des geförderten Anlagegutes belaufen sich die Restbuchwerte dieser Position auf 305 TEUR (Vj. 201 TEUR) und verzeichnen somit einen Anstieg um 51,9 %.


Im Berichtsjahr erfolgte die Aufstockung der Rückstellung für gas- bzw. energiewirtschaftliche Risiken um 464 TEUR sowie eine merkliche Zuführung zur Rückstellung für Prüfungs- und Beratungskosten, die in Folge der anstehenden Prüfungshandlungen zu den Preisbremsen um 29 TEUR bzw. 19,2 % auf 180 TEUR zu erhöhen war. Aufgrund der Entwicklung der Personalkosten erfolgte auch in diesem Bereich eine notwendige Aufstockung um rund 27 TEUR bzw. 10,3 % auf 290 TEUR. Ergebnisbedingt bzw. im Saldo mit geleisteten Vorauszahlungen erhöhen sich auch die Steuerrückstellungen um 190 TEUR auf einen Stand von 230 TEUR. Merklich geringer fällt die zu bildende Rückstellung für zu erwerbende CO2-Zertifikate in Folge des geringeren Absatzes im Gasvertrieb aus, die somit um 65 TEUR niedriger bei 1.146 TEUR endet. Bei den übrigen Rückstellungen zeigen sich eher geringe Veränderungen. Somit endet diese Bilanzposition bei einem um 660 TEUR bzw. 27,5 % höheren Stand von 3.058 TEUR (Vj. 2.398 TEUR).


Der deutliche Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2.921 TEUR auf 5.303 TEUR (Vj. 2.381 TEUR) ist in der Hauptsache den gestiegenen Verbindlichkeiten aus Gasbezug in Folge hoher Marktpreise und weiterhin verzögerter Abrechnung des Hauptlieferanten zuzuordnen. In Folge einer im Berichtsjahr nicht geleisteten Vorauszahlung an ein Beteiligungsunternehmen steigen die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, markant um 217 TEUR auf 284 TEUR an. Der deutliche Rückgang der Kundenguthaben im Bereich der Kunden mit Jahresabrechnung, mit gegenläufiger Wirkung der höheren Umsatzsteuerverbindlichkeiten, ist Ursache der merklichen Reduzierung der Sonstigen Verbindlichkeiten um 1.613 TEUR auf 1.818 TEUR (Vj. 3.431 TEUR). Bei den Verbindlichkeiten ergibt sich in Summe ein Anstieg um 1.515 TEUR auf 7.475 TEUR (Vj. 5.960 TEUR).


Die Bilanz endet zum Stichtag 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 29.782 TEUR (Vj. 26.907 TEUR), was eine Erhöhung um 2.875 TEUR bzw. 10,7 % bedeutet. Diese ist ursächlich dem temporären Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten bei parallelem Anwachsen der Liquidität gemäß Darlegung in der Finanzlage zuzuordnen, was einen bilanzverlängernden Effekt hat.

Eigenkapital/-quote


Aufgrund guter Ertragslage und fortgeführt konservativer Ausschüttungspolitik erfolgt im Berichtsjahr eine weitere Stärkung des Eigenkapitals, das zum Bilanzstichtag auf 16.797 TEUR (Vj. 16.119 TEUR) anwächst. Der bereits ursächlich begründete temporäre Anstieg der Bilanzsumme führt zu einem Absinken der Eigenkapitalquote auf 56,4 % (Vj. 59,9 %).

Finanzlage


Der merklich reduzierte und somit in Liquidität realisierte Stand der Forderungen als auch die signifikante Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger kurzfristiger Passiva in Verbindung mit stabiler Ergebnissituation begründen die Steigerung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 4.692 TEUR auf 5.650 TEUR.


Einen weiterhin durchweg soliden Stand verzeichnen die maßgeblichen Bilanzstrukturzahlen Eigenkapitalquote abzüglich der geplanten Gewinnausschüttung (Bilanzielles Eigenkapital) mit einem Wert von 52,7 % (Vj. 55,8 %) sowie die Anlagendeckung in Ausprägung des Deckungsgrades A (Bilanzielles Eigenkapital/Anlagevermögen) mit einer Quote von 98,3 % (Vj. 96,8 %).


Die liquiden Mittel zum 31.12.2023 weisen, ungeachtet der weiterhin durch komplette Eigenfinanzierung auf hohem Niveau realisierten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen, aufgrund der guten Ertragslage sowie des wiederum gesteigerten Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit einen markant angestiegenen Stand auf. Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt am Bilanzstichtag 8.046 TEUR (Vj. 4.785 TEUR).


Die Liquidität war während des gesamten Jahres gesichert.

Risikobericht

Allgemeiner Risikobericht


Risiken werden bei der Bayerischen Rhöngas GmbH durch die Geschäftsführung und die Mitarbeiter der Leitungsebene im technischen und kaufmännischen Bereich identifiziert, analysiert und hinsichtlich der potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit überwacht und beurteilt.


Die bestehenden Risiken haben unterschiedliche Ursachen:

Marktrisiken:


Aufgrund der Geschäftstätigkeit unterliegt das berichtende Unternehmen den Risiken und Volatilitäten der Energiemärkte. In hohem Maße bestehende Unwägbarkeiten prägen die Entwicklung der jüngeren Vergangenheit, auch und insbesondere bezüglich der politischen Unterstützung und Förderung der Energiewirtschaft und im Speziellen regenerativer Projekte im Zuge der Energiewende. Dies zeigte sich jüngst in einer auszusprechenden Haushaltssperre für Fördermittel in Folge einer rechtlich nicht haltbaren Bereitstellung der Haushaltsmittel für diesen Sektor mit der daraus folgenden eklatanten Verunsicherung der betroffenen Marktakteure. Trotz der unweigerlich zu Handlungen zwingenden umweltpolitischen Notwendigkeiten hinsichtlich der Reduzierung von CO2-Emmissionen tragen solche Auswirkungen zu einer merklichen Verunsicherung des Absatzmarktes bei. Zudem zeigen sich weiterhin die Unsicherheitsfaktoren hinsichtlich der Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern, da der wirtschaftliche Druck auf die Erdöl und Erdgas exportierenden Staaten mit dem fortgeführten Preiskampf der fossilen Energieträger immer wieder zu extremer Volatilität der Preise führt. Diese Risiken steigen mit fortschreitender Dynamisierung des Wettbewerbs im Gesamtenergiemarkt zunehmend an. Der Wettbewerb im Gasbereich hat im Berichtsjahr wieder deutlich an Fahrt aufgenommen, nachdem im Laufe des Vorjahres ein merklicher Rückgang aufgrund der im Zuge der Energiekrise veränderten Marktsituation festzustellen war. Zunehmend ergeben sich zudem Risiken im Rahmen der Gasbeschaffung, da angesichts sehr volatiler Kundenbestände die Beschaffungsmengen überschritten oder auch unterschritten werden können und die entsprechenden Flexibilitäten von den Vorlieferanten nicht mehr entsprechend dargestellt werden können. Risiken, aber auch Chancen, haben sich aus der Liberalisierung in der Gaswirtschaft ergeben, da aus der Marktöffnung im Jahr 2007 eine deutlich fortschreitende Wettbewerbsintensität resultiert. Die hiermit korrelierenden Marktrisiken finden ihren Ausdruck vor allem in einem dynamischen Marktumfeld und dem damit verbundenen Preis- und Margendruck.


Die Zunahme wettbewerblicher Aktivitäten auf dem Energiesektor sowie die im Raum stehenden politischen Maßgaben hinsichtlich der Erreichung der Ziele zur Einsparung von CO2-Emmissionen steigern das ohnehin vorhandene Absatzrisiko im Bereich der Haushalts- und Gewerbekunden. Der derzeit eingeschlagene politische Weg mit starker Ausrichtung zur Elektrifizierung des Wärmemarktes durch hochgradigen Einsatz von Wärmepumpen bedingt grundlegende Entscheidungen hinsichtlich der Ausrichtung des berichtenden Unternehmens. Diesbezüglich erfolgt durch die Geschäftsleitung eine stetige Verfolgung der Entwicklungen und Bewertung der notwendigen Maßnahmen. Die Sicherung der Wettbewerbsposition bedingt kontinuierliche Marktbeobachtung und konsequentes Kostenmanagement. Trotz entsprechender Maßnahmen ist nach derzeitiger Bewertung der Gesamtsituation nicht auszuschließen, dass eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs im etablierten Geschäftsfeld der Gasversorgung bzw. der Gesamtumbau des Wärmemarktes zu einer Beeinträchtigung der Ertragslage führen kann.


Der im Berichtsjahr 2023 wieder stärker einsetzende Wettbewerb auf dem Gasmarkt hatte einen Anstieg der von anderen Lieferanten versorgten Kunden im Netzgenbiet der Bayerischen Rhöngas GmbH zur Folge. Zum Stichtag 31.12.2023 standen insgesamt 1.030 Kunden (Vj. 923) im Netzgebiet mit einem Jahresabsatz von 157.185 MWh (Vj. 199.362 MWh) unter Versorgung von anderen Lieferanten. Die kumulierte Wechselquote liegt, wie bereits in den Jahren zuvor, weiterhin unter dem bundesweiten Durchschnitt. Allerdings ist aufgrund des wieder verstärkten Preiswettbewerbs mit stark fallenden Preisen am kurzen Ende eine deutlich steigende Anzahl der fremdbelieferten Kunden zu erwarten und im laufenden Jahr 2024 bereits festzustellen.


Zusätzliche Herausforderungen für die gesamte Versorgungsbranche stellen sich durch die Liberalisierung des Messwesens zum Themenbereich "Messen und Abrechnen von Energiebezügen" dar. Auch hier besteht in Folge des potenziellen Wettbewerbs die Gefahr, dass Kunden mit ihrer Messstelle zu Wettbewerbern abwandern und diese mit der Verbrauchsmessung beauftragen. Ein deutlicher Schub kann durch die nun forcierte Digitalisierung der Messung im Stromsektor und dem daraus resultierenden Massenrollout der Messgeräte mit entsprechender Vorhaltung der Infrastruktur zur Datenübertragung erwartet werden.


Die ungewisse zukünftige Entwicklung der Anreizregulierung zur Sicherstellung eines effizienten Netzbetriebes, auch in Verbindung mit der im Raum stehenden Transformation in Richtung Wasserstofftransport, birgt mittelfristig gesteigerte Erlösrisiken aus dem Netzbetrieb. Insbesondere zeigen sich sehr viele offene Fragen hinsichtlich der Fortführungs- oder Stilllegungsszenarien der bestehenden Infrastruktur zum Erdgastransport, im Speziellen im Bereich der Verteilernetze. Diesbezüglich werden die in den kommenden Jahren anstehenden kommunalen Wärmeplanungen gegebenenfalls die entscheidenden Signale senden.


Der im Raum stehende mögliche Umbau der Gasnetze hin zur Fähigkeit, alternative gasförmige Energieformen wie Wasserstoff oder Alternativen auf regenerativer Basis transportieren zu können, bedeutet folglich eine der größten Herausforderungen und somit auch Risiken im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Gasinfrastruktur im Allgemeinen sowie des wirtschaftlich tragfähigen Weiterbetriebes der Verteilnetze der Bayerischen Rhöngas im Speziellen. Hierzu muss die politische sowie technische Entwicklung weiterhin zeitnah verfolgt werden, mit den konsequenten Reaktionen und Entscheidungen innerhalb des Unternehmens.

Betriebsrisiken:


In den Unternehmensbereichen erfolgt der Einsatz von Anlagen mit einem hohen Grad an technologischer Komplexität und Vernetzung. Ein Ausfall von Komponenten kann zur Beeinträchtigung der Ertragskraft führen. Dem Risiko wird durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der systematischen und geprüften Verfahren, der Wartung und Qualitätssicherung und durch Auswahl und Schulung qualifizierten Personals begegnet.


Die technischen Versorgungseinrichtungen entsprechen aktuell dem Stand der Technik und sind bedarfsgerecht dimensioniert. Im Jahr 2023 wurden bei der turnusmäßigen Überprüfung des Netzes gemäß dem DVGW-Arbeitsblatt G 465-1 insgesamt 14 Undichtigkeiten festgestellt. Diese werden dem Regelwerk entsprechend bearbeitet. 13 Störungen konnten bereits in 2023 behoben werden, bei einer Störung erfolgte die Behebung planmäßig im Juni 2024. Die Restmängel aus 2022 sind alle abgearbeitet. Technische Einzelrisiken mit bestandsgefährdenden Auswirkungen sind nicht erkennbar.

Umfeldrisiken:


Fortwährende Entwicklung und steter Wandel haben maßgeblichen Einfluss auf das gesellschaftliche, politische und rechtliche Umfeld der Gesellschaft. Hinsichtlich der energetischen Sanierung von Altbauten bzw. der Energieversorgung von Neubauten sind die Anforderungen durch diverse rechtliche Vorgaben der letzten Jahre und speziell durch das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) deutlich gestiegen. Einen maßgeblichen Einschnitt bedeutet das angepasste GEG, in dem ein faktisches Verbot von rein mit Erdgas betriebenen Heizungen sowohl im Neubausektor als auch bei Heizungssanierungen ab dem 01.01.2024 ausgesprochen wurde. Zudem resultiert aus der im Jahr 2021 eingeführten CO2-Abgabe mit jahresweise ansteigenden Werten ein fortgeführter und merklicher Preisanstieg bei Erdgas, was die Attraktivität gegenüber regenerativen Versorgungsformen zusätzlich vermindert und einen Umstieg auf alternative Energiearten zunehmend anreizen soll. Zudem sollen öffentliche Förderprogramme zusätzliche Attraktivität zur energetischen Sanierung des Gebäudebestandes bieten. Hohes Augenmerk fordert weiterhin die weltpolitische Lage, insbesondere im Hinblick auf die fortwährende kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine sowie die massiven Spannungen im Nahen Osten aufgrund des Konflikts im Gazastreifen. Die starken Auswirkungen auf die Beschaffungspreise im Bereich der fossilen Energien haben im Zuge des Ukraine-Krieges zu massivem Preisanstieg auf dem europäischen Markt geführt. Der hieraus begründete massive Anstieg der Endkundenpreise hat die Attraktivität der Erdgasversorgung zusätzlich temporär vermindert. Der in Folge dieses kriegerischen Konflikts stattgefundene Wandel der Bezugsquellen für Erdgas mit dem notwendigen Umbau der technischen Infrastruktur durch Maßnahmen wie den Bau von Flüssiggasterminals hat immensen Aufwand und weitere Verunsicherung der Kunden ausgelöst. Ein zunehmender Umstieg auf alternative Beheizungsformen ist bereits aktuell durch höhere Anschlussstillegungen feststellbar. Vorgenannte Punkte werden potenziell zur Verringerung der Absatzmengen führen, was ein steigendes Risiko im Hinblick auf die Ertragskraft darstellt. Zusätzlich schwindet das Potenzial an wirtschaftlich umsetzbaren Neuanschlüssen sowohl in der attraktiven Verdichtung des Bestandsnetzes als auch bei erschließbaren Neubaugebieten eklatant.


Diesen Umfeldrisiken wird, durch ständige Beobachtung der gesetzlichen Vorgaben, der Liefersituation auf dem Weltmarkt sowie die stetige Wahrnehmung der Preisentwicklung bei den Konkurrenzenergiearten mit entsprechenden Anpassungen im technischen wie auch vertrieblichen Umfeld versucht, entgegenzuwirken.

Risiken Beteiligungsgesellschaften


In den Jahren 2009 bis 2011 sind mehrere Tochtergesellschaften gegründet worden, die sich aufgrund der derzeitigen gesamtpolitischen Entwicklung prosperierend im Markt der Erneuerbaren Energien bewegen. Im Berichtsjahr konnten wiederum bei nahezu alle Unternehmen positive Jahresergebnisse verzeichnet werden.


Aufgrund der Verhältnisse zum Zeitpunkt der Gründung besteht seit 2011 eine Bürgschaft in Höhe bis zu 174 TEUR für die Biomasse-Wärmeversorgung Bad Königshofen GmbH & Co. KG sowie seit 2012 eine Bürgschaft für die Biomasse-Wärmeversorgung Ostheim GmbH & Co. KG in Höhe bis zu 63 TEUR. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen erscheint eher gering, da die von den Gesellschaften eingegangenen Zahlungsverpflichtungen vereinbarungsgemäß und fristgerecht geleistet werden.

Finanzwirtschaftlicher Risikobericht


Die einzelnen Risikokategorien sind wie folgt zu beurteilen:

Preisänderungsrisiken:


Risiken, dass der Wert eines Finanzinstruments aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter wie Wechselkurse, Volatilitäten oder Marktzinssätze schwankt, liegen derzeit kaum vor. Ein festverzinsliches Wertpapier mit einer Laufzeit bis ins Jahr 2026 wurde mit einem langfristigen Anlagehorizont erworben mit der Maßgabe, dies zum Ende der Laufzeit zum Kurswert zu veräußern. Die bestehende Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten wurde mit einem Festzinssatz bis zum 30.06.2024 abgesichert. Im Übrigen bestehen keine Verpflichtungen aus sonstigen Finanzinstrumenten. Wertminderungen im Beteiligungsportfolio können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Ausfallrisiken:


Die Gefahr, dass der Vertragspartner bei einem Geschäft über ein Finanzinstrument seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch beim bilanzierenden Unternehmen finanzielle Verluste verursacht werden, besteht grundsätzlich. Ausfälle bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lösten im Berichtsjahr rund 25 TEUR Forderungsausbuchungen (Vj. 9 TEUR) aus. Zudem erfolgten Zuführungen zur Einzelwertberichtigung in Höhe von 10 TEUR (Vj. 2 TEUR). Dementsprechend hat eine Bereinigung des Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag um diese sich in der Beitreibung befindlichen Forderungen stattgefunden. Die zudem bilanzierten pauschalen Wertberichtigungen von 24 TEUR (Vj. 7 TEUR) bieten eine ausreichende Abdeckung der Risiken unvorhersehbarer Forderungsausfälle. Grundsätzlich ist stets mit dem Ausfall von Kundenforderungen zu rechnen. Dieses Risiko ist durch die weiterhin instabile konjunkturelle Lage als Folge der Ukraine-Krise, auch in Folge gegenseitiger Sanktionsmaßnahmen und dem hieraus rührenden Bruch von Lieferketten sowie stagnierender deutscher Wirtschaft, merklich gestiegen. Folglich hat sich auch die Ausfallwahrscheinlichkeit der nationalen Wirtschaftsakteure sowie der lokalen Geschäftspartner signifikant erhöht. Den Ausfallrisiken wird durch konsequente zeitnahe Verfolgung der Forderungen mit entsprechendem Mahnverfahren entgegengewirkt. Zudem befinden sich sämtliche Erdgaslieferanten sowie alle Sondervertragskunden im Rahmen eines Risikomanagementsystems in einer zeitnahen und turnusmäßigen Überwachung.

Liquiditätsrisiken:


Risiken, dass die Bayerische Rhöngas möglicherweise nicht in der Lage ist, die notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen vorzuhalten sind, bestehen derzeit aufgrund der soliden Ausstattung mit liquiden Mitteln und der konservativen Investitionspolitik nicht.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen:


Risiken resultieren daraus, dass die zukünftigen, aus einem Finanzinstrument erwarteten Zahlungsströme Schwankungen unterworfen und damit betragsmäßig nicht festgelegt sind. Insbesondere die Zinserträge aus liquiden Mitteln als auch die Zinsaufwendungen aus Kontokorrentverbindlichkeiten sind von schwankenden Marktzinssätzen abhängig. Der Fokus liegt jedoch weiterhin auf risikoarmen Anlagen mit garantierten Verzinsungen.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten:


Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung unseres Unternehmens wesentlich wären, bestehen nicht.

Gesamtbeurteilung der Risiken


Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens, auch unter Beachtung der aktuellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen, gefährden. Tiefergehende Informationen können dem Prognosebericht entnommen werden.

Chancenbericht


Aussagen über Chancen beruhen auf heutigen Erkenntnissen und bestimmten Annahmen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung. Sie sind daher stets mit einer Vielzahl an Ungewissheiten versehen. Eine Reihe von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Bayerischen Rhöngas GmbH liegen, können zur Folge haben, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden.


Dies vorausgeschickt, wird die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen in Ergänzung zum Risikobericht für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt beurteilt:


Die aktuell signifikant abgeschwächte Nachfrage nach dem Produkt Erdgas wird durch bedarfsgerechten und im Hinblick auf die Netzverdichtung optimierten Ausbau des Versorgungsnetzes bedient.


Im Erdgasvertrieb ergeben sich im überregionalen Wettbewerb beständig Chancen durch die Akquise neuer Kunden, die einen zusätzlichen Deckungsbeitrag liefern. Die aktuelle Produktgeneration mit den beiden Varianten "rhöngas fair" und "rhöngas sunshine" trägt im eigenen Netzgebiet als Alternative zur Grundversorgung mit attraktiven Preisen zur Stärkung der eigenen Wettbewerbssituation bei.


Im Sektor der Erneuerbaren Energien kann seit mehreren Jahren ein kontinuierlicher Kundenzuwachs verzeichnet werden. Demzufolge wird der stetige Ausbau der regenerativ betriebenen Wärmenetze vorangetrieben, unterstützt durch die zunehmende Attraktivität dieses Geschäftsbereichs durch die zu erreichenden Klimaschutzziele und den diesbezüglich zunehmenden politischen Druck. Zusätzliche Dienstleistungen in Form von Beratung und Implementierung innovativer Wärmeprojekte runden das Portfolio in diesem Geschäftsfeld ab.


Hohe Zuverlässigkeit, Erfahrung, Kundennähe sowie ein hohes Maß an Motivation sind die Attribute, die die erfolgreiche Teilnahme der Bayerischen Rhöngas GmbH am Wettbewerb des Geschäftsfeldes kennzeichnen.

Prognosebericht


Die Regulierung der Gasnetze erfordert bei investiven Maßnahmen zum Ausbau der Gasnetze den Blick auf Wirtschaftlichkeit, Effizienz und fördert die Fortführbarkeit des Betriebes, um mit den Netzentgelten den notwendigen Rückfluss der in diesem Sektor eingesetzten Mittel zu gewährleisten. Hierzu werden in den kommenden Jahren die Weichen für die zukünftige Ausrichtung des Netzbetriebes zu stellen sein, optional in Richtung alternative gasförmige Energieträger wie Wasserstoff oder andere synthetische Gase. Als Folge der fehlenden politischen Perspektiven verliert die Verdichtung und speziell die Erweiterung des bestehenden Gasnetzes zunehmend an Bedeutung. Dem entgegen eröffnet der Aufbau wärmetechnischer Einrichtungen sowie der weitere Ausbau der betriebenen Leitungsnetze im Bereich regenerativer Energien neue Perspektiven. Weiterhin hohe Nachfrage lässt die Bestrebungen zum weiteren Ausbau dieses Geschäftsbereichs forcieren. Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 sieht Investitionen von insgesamt 1.350 TEUR vor, wobei für die Sparte Wärme sowie die Beteiligung an einem Unternehmen in diesem Geschäftsfeld in Summe 750 TEUR kalkuliert sind. Die Finanzierung kann komplett aus Eigenmitteln dargestellt werden.


Der Wettbewerb im Gasvertrieb wird auch in den kommenden Jahren seine hohe Bedeutung hinsichtlich seines notwendigen Beitrages zum Unternehmensergebnis behalten. Der bereits im Laufe des Berichtsjahres wiedereinsetzende Wettbewerb ist Vorbote eines äußerst harten Wettbewerbs mit entsprechendem Preiskampf. Verstärkt wird dies aktuell durch hohen Preisverfall auf dem Beschaffungsmarkt mit Stärkung der Wettbewerbssituation für risikoaffine Akteure auf dem Kundenmarkt. Entsprechende Kundenverluste sind bereits festzustellen.


Steigende Marktpreise ließen während der nun abklingenden Energiekrise eine Diskrepanz zwischen Absatz und Beschaffung offenkundig werden. Diverse Insolvenzen bzw. die rechtlich fragwürdige einseitige Beendigung von Lieferverhältnissen überregional agierender Händler hatten die zum Teil defizitären Preisstrategien einiger Marktakteure aufgezeigt. Die Wichtigkeit der stabilisierenden Funktion der lokalen Akteure durch vertragstreues Verhalten und Gewährleistung der Versorgungssicherheit wird verkannt und durch werbende Maßnahmen bezüglich des wiedereinsetzenden Wettbewerbs, auch und im Speziellen durch die Politik und regulatorisch wirkende Akteure wie die Bundesnetzagentur, sogar konterkariert.


Die fortschreitend verschärfte Klimaschutzpolitik sowie die aufgrund der aktuellen weltpolitischen Geschehnisse steigende Unsicherheit der Kunden in Bezug auf Versorgungssicherheit und Preisstabilität erweitern die Risiken im Bereich der Erdgasversorgung mit seinen Auswirkungen auf die zukünftige Ertragslage sowie Fortführungsszenarien. Die Bayerische Rhöngas GmbH hat rechtzeitig diese Risiken erkannt und baut seit vielen Jahren und fortwährend seine Aktivitäten und das Angebot im Geschäftsfeld der Wärmeversorgung aus regenerativen Energien aus. Im Zuge dessen werden die gewünschten Maßnahmen der Kommunen sowie entsprechender Bedarf der Interessenten analysiert und bei sich darstellender Wirtschaftlichkeit entsprechend umgesetzt.


Zudem gibt es Bestrebungen zum Aufbau eines zukunftsträchtigen Fahrplans in Richtung Transport und Vertrieb alternativer Energieformen mit derzeitiger politischer Favorisierung von Wasserstoff.


Als wichtiger Faktor zum Abbau der eingetretenen Verunsicherung der Kunden wird verstärkter Fokus auf Beratungsleistungen im Sektor Gas und zunehmend im Sektor Wärme zu legen sein. Hierzu steht, neben der Qualifizierung des eigenen Personals, auch der Energiespar-Kreis Rhön-Grabfeld zur Verfügung, in dem die Gesellschaft Mitglied ist.


Im Rahmen der gegebenen und prägenden Randbedingungen rechnet die Gesellschaft im Jahr 2024 mit einem Jahresüberschuss von 1.180 TEUR.


Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft wird trotz aller Unwägbarkeiten weiterhin darin liegen, eine möglichst sichere, preisgünstige, umweltverträgliche und verbraucherfreundliche Versorgung der Einwohner und Gewerbetreibenden mit Gas und Wärme zu gewährleisten.

 

Bad Neustadt an der Saale, den 27. Juni 2024


Geschäftsführung der Bayerischen Rhöngas GmbH

Dipl.-Kfm. Joachim Schärtl Dipl.-Ing. (FH) Thomas Merker

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 554.254,83 648
II. Sachanlagen 12.909.638,71 12.662
III. Finanzanlagen 2.500.057,07 2.195
15.963.950,61 15.505
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.500.941,94 1.321
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.271.300,69 5.296
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 584.193,21 134
davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 582.423,09 390
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.045.967,73 4.785
13.818.210,36 11.402
29.782.160,97 26.907

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 6.000
II. Gewinnrücklagen 6.100.000,00 5.500
III. Gewinnvortrag 2.915.466,42 2.856
IV. Jahresüberschuss 1.781.146,42 1.763
16.796.612,84 16.119
B. Baukosten-/Investitionszuschüsse 2.452.677,43 2.430
C. Rückstellungen 3.057.700,00 2.398
D. Verbindlichkeiten 7.475.170,70 5.960
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.753,74 82
davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 283.704,93 66
davon aus Steuern: 428.177,01 EUR (4)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 4.814,72 EUR (5)
29.782.160,97 26.907

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 7.776.794,08 6.590
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.302.054,19 1.952
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 470.438,06 400
davon für Altersversorgung: 68.509,62 EUR (52)
2.772.492,25 2.352
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.136.451,84 1.058
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.388.762,76 843
2.479.087,23 2.337
5. Erträge aus Beteiligungen 37.350,00 25
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 116.792,43 16
davon ggü. verbundenen Unternehmen: 5.450,00 EUR (0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.062,62 7
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 3.315,01 EUR (4)
2.627.167,04 2.371
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 833.565,65 592
9. Ergebnis nach Steuern 1.793.601,39 1.779
10. Sonstige Steuern 12.454,97 16
11. Jahresüberschuss 1.781.146,42 1.763

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

(1) Gliederungsgrundsätze


Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach den aktuellen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.


Auf die Gesellschaft werden die Vorschriften für eine "Mittelgroße Kapitalgesellschaft" nach § 267 Abs. 2 HGB angewandt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst. Die Abschreibungssätze entsprechen den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern aus den steuerlichen Abschreibungstabellen.


Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der nach § 253 Abs. 3 HGB notwendigen Abschreibungen bewertet. Seit dem 01.01.2003 und bis zum 31.12.2009 wurden die von den Anschlussnehmern geleisteten Baukostenzuschüsse von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Versorgungsanschlüsse abgezogen, die in geringem Umfang die Abschreibungen schmälern. Ab dem 01.01.2010 werden die erhaltenen Baukostenzuschüsse wieder wie bis 31.12.2002 auf der Passivseite ausgewiesen.


Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten die erforderlichen Gemeinkostenzuschläge. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen wie bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen grundsätzlich linear ab dem Monat der Aktivierung. Bei den Ortsnetzen, Hausanschlüssen sowie bei den Eigenheimstationen werden im Jahr der Anschaffung je Halbjahr Sammelposten gebildet, die dann zum 01.04. bzw. zum 01.10. des jeweiligen Jahres abgeschrieben werden. Die Abschreibungssätze entsprechen den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern aus den steuerlichen Abschreibungstabellen; soweit dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.


Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR betragen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.


Unter den Finanzanlagen sind die Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Wertpapiere des Anlagevermögens und Genossenschaftsanteile mit den Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung besteht.


Die Vorräte enthalten neben den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auch die entgeltlich erworbenen Zertifikate für den nationalen Emissionshandel (BEHG), die zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Tageswerten unter Berücksichtigung des Bestandsrisikos bewertet sind.


Die Forderungen sind, ebenso wie die sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten, zu Nominalbeträgen angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren, berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.


Aufgrund unterschiedlicher Wertansätze von Vermögensgegenständen und Schulden in der Handels- und Steuerbilanz würde sich per Saldo ein Überhang an aktiven latenten Steuern ergeben, der in Ausübung des Aktivierungswahlrechts in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert worden ist.


Der Ansatz des Stammkapitals erfolgt mit dem Nennbetrag. Die Gewinnrücklagen und das Gewinnvortragskonto entsprechen den gesellschaftsrechtlichen Beschlüssen.


Bei den Zuschüssen handelt es sich um empfangene Baukostenzuschüsse, 5 Investitionszuschüsse sowie einen Tilgungszuschuss. Die empfangenen Baukostenzuschüsse von Kunden für Netz- und Leitungsanschlüsse in den Jahren bis 2002 und ab 2010 werden jährlich mit 5 % der Ursprungsbeträge, im Zugangs- und Abgangsjahr mit 2,5 % p.a., über die Umsatzerlöse aufgelöst. Für die Jahre 2003 bis 2009 wurden die gezahlten Zuschüsse direkt von den Anschaffungskosten im Anlagevermögen gekürzt. Die Investitionszuschüsse des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie der Tilgungszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden jährlich mit 5,0 %, 5,1 % bzw. 5,3 % des Ursprungsbetrags über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.


Die Rückstellungen für Pensionen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des Teilwertverfahrens ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018 G des Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Entsprechend dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte die Abzinsung pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,82 % der vergangenen 10 Jahre, der sich bei angenommener Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 6 HGB ist ein Unterschiedsbetrag hinsichtlich des Abzinsungssatzes (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre bzw. 10 Geschäftsjahre), der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirkt, zu ermitteln. Es werden jährliche Rentensteigerungen von 2 % angenommen.


Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Teilwertmethode. Für die Jubiläumsverpflichtungen werden der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre in Höhe von 1,74 % (Vj. 1,44 %) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren sowie ein Gehaltstrend in Höhe von 2,50 % p.a. (Vj. 2,50 % p.a.) herangezogen. Der Ermittlung der versicherungsmathematischen Werte liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde.


Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die zukünftigen Verpflichtungen abzudecken. Alle Verpflichtungen sind kurzfristig.


Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

II. Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen


Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 Satz 2 HGB stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Zugang Umbuchung Abgang
01.01.2023 2023 2023 2023 31.12.2023 01.01.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.926.498,51 13.015,99 -1.215,13 48.750,00 1.889.549,37 1.278.151,19
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 434.028,95 122.805,95 0,00 22.471,12 534.363,78 179.463,34
Technische Anlagen und Maschinen 40.254.126,94 942.545,54 292.140,84 182.521,78 41.306.291,54 28.485.618,46
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.068.617,04 182.795,02 28.567,99 94.009,26 1.185.970,79 803.120,93
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 372.938,38 96.771,34 -319.493,70 0,00 150.216,02 0,00
42.129.711,31 1.344.917,85 1.215,13 299.002,16 43.176.842,13 29.468.202,73
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000,00 0,00 0,00 0,00 500.000,00 55.000,00
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00 0,00
Beteiligungen 941.350,00 0,00 0,00 0,00 941.350,00 133.900,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 436.964,23 200.000,00 0,00 95.357,16 541.607,07 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 500.000,00 0,00 0,00 0,00 500.000,00 0,00
Genossenschaftsanteile 6.000,00 0,00 0,00 0,00 6.000,00 0,00
2.384.314,23 400.000,00 0,00 95.357,16 2.688.957,07 188.900,00
46.440.524,05 1.757.933,84 0,00 443.109,32 47.755.348,57 30.935.253,92
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugang Abgang
2023 2023 31.122023 31.122023 01.01.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 107.108,48 49.965,13 1.335.294,54 554.254,83 648.347,32
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.378,15 7.877,68 188.963,81 345.399,97 254.565,61
Technische Anlagen und Maschinen 912.963,75 138.712,51 29.259.869,70 12.046.421,84 11.768.508,48
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.001,46 83.752,48 818.369,91 367.600,88 265.496,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 150.216,02 372.938,38
1.029.343,36 230.342,67 30.267.203,42 12.909.638,71 12.661.508,58
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 55.000,00 445.000,00 445.000,00
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 200.000,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 133.900,00 807.450,00 807.450,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 541.607,07 436.964,23
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 500.000,00 500.000,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 6.000,00 6.000,00
0,00 0,00 188.900,00 2.500.057,07 2.195414,23
1.136.451,84 280.307,80 31.791.397,96 15.963.950,61 15.505.270,13

(4) Anteilsbesitz

Anteilsbesitz Eigenkapital Ergebnis
31.12.2023 31.12.2023 2023
% EUR EUR
Rhön-Grabfeld-Wärme GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 90.627,25 4.209,62
Biomasse-Wärmeversorgung Ostheim GmbH & Co. KG, Bad Neustadt a. d. Saale 63,3 689.079,07 -34.523,29
Biomasse-Wärmeversorgung Bad Königshofen GmbH & Co. KG, Bad Königshofen i. Grabfeld 24,9 976.778,74 34.094,98
Biomethan Rhön-Grabfeld GmbH & Co. KG, Bad Neustadt a. d. Saale 24,9 2.145.812,67 266.849,51
Biomasse-Wärmeversorgung Bad Neustadt GmbH & Co. KG, Bad Neustadt a. d. Saale 17,0 1.339.463,62 45.541,01


Der Anteilsbesitz an einer weiteren Gesellschaft ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung (§ 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB) und wird aus diesem Grund hier nicht aufgeführt.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.


Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten 145 TEUR (Vj. 70 TEUR) Forderungen an Gesellschafter. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

(6) Pensionsrückstellungen


Der sich nach Art. 8 des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" ergebende Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre, statt dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, ergibt sich wie folgt:

31.12.2023
EUR
Pensionsverpflichtung bei Abzinsung mit dem Zinssatz der vergangenen
- 10 Jahre (1,82 %) 118.994,00
- 7 Jahre (1,74 %) 119.985,00
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB (n. F.) 991,00


Eine Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrags ergibt sich aufgrund ausreichend vorhandener Rücklagen bzw. Gewinnvorträge nicht.

(7) Verbindlichkeiten


Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten 243 TEUR (Vj. 66 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

(8) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen


Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten Biomasse-Wärmeversorgung Bad Königshofen GmbH & Co. KG 174 174
Selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten Biomasse- Wärmeversorgung Ostheim GmbH & Co. KG 63 63
237 237


Die Biomasse-Wärmeversorgung Ostheim GmbH & Co. KG ist ein verbundenes Unternehmen und die Biomasse-Wärmeversorgung Bad Königshofen GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen erfolgt, ist gering, da die von den Begünstigten eingegangenen Zahlungsverpflichtungen vereinbarungsgemäß geleistet werden.


Daneben liegen im branchenüblichen Umfang Verpflichtungen aus Energiebezugsverträgen vor.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse


Die Umsatzerlöse, die auch die Auflösung von Baukostenzuschüssen enthalten, werden im Wesentlichen aus dem Gasverkauf im Versorgungsgebiet erzielt.

IV. Sonstige Angaben

(10) Mitarbeiter


Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug 9 (Vj. 7) gewerbliche Arbeitnehmer und 28 (Vj. 27) Angestellte; von den gewerblichen Arbeitnehmern ist 1 (Vj. 0) Person und von den Angestellten sind 8 (Vj. 7) Personen teilzeitbeschäftigt und 1 (Vj. 1) Auszubildender.

(11) Geschäftsführer


Dipl.-Kfm. Joachim Schärtl, Geschäftsführer Überlandwerk Rhön GmbH


Dipl.-Ing. (FH) Thomas Merker, Geschäftsführer Gasversorgung Unterfranken GmbH

(12) Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des


Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

V. Vorschlag zur Gewinnverwendung

(13) Gewinnverwendung


Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.781.146,42 EUR und dem Gewinnvortrag in Höhe von 2.915.466,42 EUR, somit insgesamt 4.696.612,84 EUR, einen Betrag von 600.000,00 EUR in die Gewinnrücklagen einzustellen, einen Betrag von 1.110.085,00 EUR (unter Beachtung der besonderen Bestimmung des Gesellschaftsvertrags) an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 2.986.527,84 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Neustadt a. d. Saale, 27. Juni 2024

Dipl.-Kfm. Joachim Schärtl Dipl.-Ing. (FH) Thomas Merker

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Bayerische Rhöngas GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Bayerischen Rhöngas GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bayerischen Rhöngas GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile


Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.


Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.


Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.


Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.


Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Nürnberg, den 27. Juni 2024


PKF Fasselt Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte

Jahn Sommer
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist mit Beschluss der Gesellschafterversammlung am 11. Juli 2024 festgestellt worden. Der Gewinnverwendungsbeschluss entspricht vorstehendem Gewinnverwendungsvorschlag.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN TÄTIGKEITSABSCHLÜSSEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Definition der Unternehmenstätigkeiten


Die Bayerische Rhöngas GmbH betreibt Gasverteilungsnetze im Landkreis Rhön-Grabfeld. Neben den übrigen Aufgaben eines Netzbetreibers wird auch der Bau, Betrieb und der Unterhalt der Gasverteilungsanlagen im Netzgebiet eigenverantwortlich durchgeführt. Der Netzbereich wird insgesamt als Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" geführt. Die Vertriebstätigkeiten im Gassektor werden unter "Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors" ausgewiesen. Des Weiteren werden die Wärmeversorgung, das Installationsgeschäft, die Nebengeschäfte sowie die Beteiligungen in den "Sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Gassektors" zusammengefasst.

Grundsätze der Zuordnung der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung


Die wesentlichen Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge werden auf Basis von Einzelkonten direkt oder über Kostenstellen bzw. Aufträge den Unternehmenstätigkeiten zugeordnet. In den Fällen, wo dies nicht möglich ist oder mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung grundsätzlich durch geeignete Umlageschlüssel, die eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglichen.


Die Umlage erfolgt auf der Basis einer prozessorientierten, tätigkeitsbezogenen Schlüsselung. Die Schlüsselungssystematik orientiert sich hierbei an Art und Umfang der Tätigkeiten der Mitarbeiter, wobei die Tätigkeiten in Hauptprozesse eingeteilt sind und durch sogenannte Basisschlüssel entsprechend dem Proportionalitätsprinzip auf die einzelnen Tätigkeiten verteilt werden. Als Basisschlüssel sind folgende Schlüssel festgelegt:

Anlagenschlüssel (abgeleitet aus dem direkt zurechenbaren Anlagevermögen bewertet zu Anschaffungs- und Herstellungskosten)

Vertriebs- und Marketingschlüssel (abgleitet aus der Tätigkeit des Energieberaters zur Beratung zu und Akquise von Netzanschlüssen sowie Kundenakquise Vertrieb)

Verbrauchsabrechnung/Kundenschlüssel (abgeleitet aus den Mitarbeitertätigkeiten für die Verbrauchsabrechnung sowie der Kundenanzahl)


Aus diesen Basisschlüsseln sind zwei weitere Schlüssel abgeleitet, das sind:

Kaufmännischer Schlüssel (über Gewichtung der einzelnen Basisschlüssel)

Allgemeiner Schlüssel (über Gewichtung der einzelnen Basisschlüssel und des kaufmännischen Schlüssels).


Der oben genannte "Allgemeine Schlüssel" dient der Aufteilung der gemeinsamen Kostenstellen des Geschäftsbereichs "999", die keinem anderen Schlüssel zuordenbar sind. Die flüssigen Mittel werden durch spartenbezogene Fortschreibung des Jahres-Cashflow ermittelt und zugeordnet.


Die durch die direkte und indirekte Zuordnung entstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmenssegmenten werden als solche gesondert in der Bilanz ausgewiesen und über die "Interne Aufrechnung" konsolidiert.


Die Berechnung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die einzelnen Tätigkeiten erfolgt grundsätzlich unter der Prämisse der eigenen Steuerschuldnerschaft. Nicht direkt zuordenbare Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden mit den genannten Schlüsseln verteilt.

Erläuterungen zur Bilanz


Die Restlaufzeit aller unter den Forderungen ausgewiesenen Positionen beträgt - ebenso wie zum vorangegangenen Bilanzstichtag - maximal ein Jahr.


Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 11.957 EUR innerhalb eines Jahres fällig, wovon 0 EUR dem Bereich Gasverteilung zuzuordnen sind.


Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der Tätigkeitsabschlüsse beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 5.298.137 EUR (Vj. 2.380.334 EUR). Hiervon betreffen 153.071 EUR (Vj. 1.094.907 EUR) Verrechnungsvorgänge innerhalb der Sparten. Der Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in der Gasverteilung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 189.578 EUR (Vj. 1.024.204 EUR), wovon 0 EUR (Vj. EUR 824.724) das Ergebnis aus Verrechnungen sind.


Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben komplett - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.


Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf 1.805.884 EUR (Vj. 3.417.521 EUR), wovon 66.127 EUR (Vj. 70.847 EUR) die Gasverteilung betreffen.


Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit 428.177 EUR (Vj. 3.745 EUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit 4.815 EUR (Vj. 4.533 EUR) ausgewiesen. Der Anteil der Gasverteilung beläuft sich bei Verbindlichkeiten aus Steuern auf 35.079 EUR (Vj. 2.751 EUR) sowie bei den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit auf 3.656 EUR (Vj. 3.330 EUR).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung


Der Anteil der Gasverteilung an den im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung beziffert sich mit 49.648 EUR (Vj. 38.378 EUR).


Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Rahmen der Tätigkeitsabschlüsse unter Beibehaltung der im handelsrechtlichen Jahresabschluss angewandten Abschreibungsmethoden ermittelt.


Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten 7.783 EUR (Vj. 6.228 EUR) gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie 5.450 EUR (Vj. 0 EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen, die komplett wie im Vorjahr die Sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Gassektors betreffen. Des Weiteren sind Zinserträge aus Abzinsung oder Zinssatzänderung in Höhe von 2.878 EUR (Vj. 660 EUR) ausgewiesen, von denen 2.098 EUR (Vj. 499 EUR) die Gasverteilung betreffen.


Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3.315 EUR (Vj. 4.454 EUR). Diese sind mit 2.383 EUR (Vj. 3.165 EUR) der Sparte Gasverteilung zuordenbar.

 

Bad Neustadt an der Saale, den 27. Juni 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023 mit Umlage für die Sparte "Gasverteilung" gem. § 6b Abs. 3 EnWG

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 381.890,88 458.602,39
II. Sachanlagen 9.578.790,49 9.693.849,03
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
9.960.681,37 10.152.451,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 143.722,98 152.338,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 443.378,42 1.927.753,03
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.567,30 8.306,04
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.249.243,62 628.401,72
1.836.345,02 2.708.493,22
C. Aktiver Kapitalausgleichsposten 238.787,79 223.923,12
12.035.814,18 13.084.867,76

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.400.000,00 4.400.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.200.000,00 1.200.000,00
III. Gewinnvortrag 3.756.249,26 3.528.565,53
IV. Jahresergebnis -117.333,02 507.683,73
9.238.916,24 9.636.249,26
B. Baukosten-/Investitionszuschüsse 1.623.758,38 1.697.324,48
C. Rückstellungen 755.122,68 632.740,59
D. Verbindlichkeiten 418.016,88 1.118.553,43
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteligungsverhältnis besteht 157.709,81 22.639,63
12.035.814,18 13.084.867,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 für die Sparte "Gasverteilung" gem. § 6b Abs. 3 EnWG

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 2.903.283,52 3.450.918,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.396.993,21 1.206.513,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 280.166,11 248.387,60
1.677.159,32 1.454.901,50
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 795.248,57 756.599,43
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 617.460,57 536.246,39
-186.584,94 703.170,96
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.104,36 1.460,51
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.383,26 3.164,73
-175.863,84 701.466,74
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -62.078,71 189.423,74
10. Ergebnis nach Steuern -113.785,13 512.043,00
11. Sonstige Steuern 3.547,89 4.359,27
12. Jahresergebnis -117.333,02 507.683,73

Anlagenspiegel gemäß § 6b Abs. 3 EnWG - Gasverteilung

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anpassung Schlüsselung Zugang Abgang Umbuchung
01.01.2023 01.01.2023 01.01.2023 2023 2023 2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.409.679,62 -41.091,72 1.368.587,90 12.192,08 48.750,00 -881,94
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.643,62 0,00 48.643,62 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 34.599.609,35 0,00 34.599.609,35 426.056,44 74.987,69 74.827,44
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 886.557,29 -1.282,58 885.274,71 176.139,08 83.830,35 17.624,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 106.523,68 -11,52 106.512,16 15.601,36 0,00 -91.569,55
35.641.333,94 -1.294,10 35.640.039,84 617.796,88 158.818,04 881,94
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
37.051.013,56 -42.385,82 37.008.627,74 629.988,96 207.568,04 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Anpassung Schlüsselung Zugang Abgang
31.12.2023 01.01.2023 01.01.2023 01.01.2023 2023 2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.331.148,04 951.077,23 -26.664,22 924.413,01 74.476,09 49.631,94
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.643,62 30.866,26 0,00 30.866,26 1.732,31 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 35.025.505,54 25.261.896,62 0,00 25.261.896,62 634.510,82 72.383,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 995.207,49 654.722,03 -856,91 653.865,12 84.529,35 73.906,76
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.543,97 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
36.099.900,62 25.947.484,91 -856,91 25.946.628,00 720.772,48 146.290,35
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
37.431.048,66 26.898.562,14 -27.521,13 26.871.041,01 795.248,57 195.922,29
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 949.257,16 381.890,88 458.602,39
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.598,57 16.045,05 17.777,36
Technische Anlagen und Maschinen 25.824.023,85 9.201.481,69 9.337.712,73
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 664.487,71 330.719,78 231.835,26
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 30.543,97 106.523,68
26.521.110,13 9.578.790,49 9.693.849,03
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
27.470.367,29 9.960.681,37 10.152.451,42

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Assistent verbinden

  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Bayerische Rhöngas GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: b867332e5eac5d7f6dd12af51a4b1e52",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

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