aktiv Rechtsform GmbH

Beutlhauser Holding GmbH

Schweinfurt ·HRB 4210 Passau ·beutlhauser.de

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Stockholmstraße 1
97424 Schweinfurt
Handelsregister
HRB 4210, Passau
Eintragungsdatum
10. Juni 1906
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Eingetragenes Kapital
1.036.400,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Das Halten und Verwalten von eigenem und fremdem Vermögen, insbesondere von Grundbesitz und von Beteiligungen, die Erbringung von IT- und Softwaredienstleistungen aller Art sowie die Übernahme zentraler Managementdienstleistungen.

Finanzen

Umsatz 2024
17,14 Mio. €
Mitarbeiter 2024
123
Bilanzsumme 2024
125,82 Mio. €
Jahresergebnis 2024
−917.186 €
Jahresabschluss · –
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

Jahresabschluss · –
2024
Aktivseite 125,82 Mio
  • Anlagevermögen 64,8 % 81,57 Mio
  • Umlaufvermögen 34,7 % 43,68 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 % 569,2 k
Passivseite 125,82 Mio
  • Verbindlichkeiten 71,1 % 89,48 Mio
  • Eigenkapital 22,3 % 28,05 Mio
  • Rückstellungen 6,6 % 8,29 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

Jahresabschluss · –
2024
Erträge 27,02 Mio
  • Umsatzerlöse 63,5 % 17,14 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,1 % 2,73 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 10,0 % 2,70 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8,6 % −2,32 Mio
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4,9 % 1,32 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 2,5 % 677,9 k
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,5 % 125,7 k
Aufwendungen 23,30 Mio
  • Personalaufwand 42,6 % −9,93 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 21,1 % −4,91 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 19,5 % −4,55 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16,1 % −3,76 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,5 % −125,1 k
  • Sonstige Steuern 0,1 % −22,5 k
  • Ergebnis nach Steuern −894,7 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −917,2 k
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Matthias Burgstaller seit 2004 Geschäftsführer
  • Oliver Sowa seit 2008 Geschäftsführer
  • Thomas Dr. Burgstaller seit 2004 Geschäftsführer
  • Diana Anja Schmidtleitner seit 2022 Prokura
  • Karl Franz Maier seit 2021 Prokura
5 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Top 3 halten 84,0 %
  • Mathias Burgstaller 50,0 % 518k €
  • Thomas Burgstaller 26,0 % 269k €
  • K****** B****** 8,0 % 83k €
2 weitere Gesellschafter · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

2 mit ≥ 25 %
  • M****** B****** ≥25% 50,0 %
  • T***** B****** ≥25% 26,0 %
3 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 13.02.
    Berichtigung von Unternehmensdaten
    Beutlhauser Holding GmbH
  3. 2022
  4. 31.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Diana Anja Schmidtleitner · Einzelprokura
  5. 26.01.
    Adressänderung
    Beutlhauser Holding GmbH
  6. 26.01.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Karl Franz Maier · Einzelprokura
  7. 26.01.
    Adressänderung
    Beutlhauser Holding GmbH
  8. 26.01.
    Adressänderung
    Beutlhauser Holding GmbH
  9. 18.01.
    Berichtigung von Unternehmensdaten
    Beutlhauser Holding GmbH
  10. 2021
  11. 14.12.
    Spaltung
    Beutlhauser Holding GmbH
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Beutlhauser Holding GmbH

Passau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Registergericht Passau, HRB 11014

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Beutlhauser Holding GmbH, Passau:

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Beutlhauser Holding GmbH, Passau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Beutlhauser Holding GmbH, Passau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, und

•

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a und b HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben, da unberechtigterweise von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht wurde. Zudem erfolgte entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe b Satz 3 HBG im Anhang keine Angabe zu den Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für frühere gesetzliche Vertreter und ihrer Hinterbliebenen. Eine Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB ist diesbezüglich nicht zulässig.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW-Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW- Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

•

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Passau, 25. Juni 2024

Consilia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lehmann, Wirtschaftsprüfer

Dr. Roßmayer, Wirtschaftsprüfer

Bestätigungsvermerk in elektronischer Form:

Der Bestätigungsvermerk ist ausschließlich in der unterzeichneten Originalfassung in Papierform oder in elektronischer Form mit qualifizierter elektronischer Signatur, rechtswirksam.

Bei einem in elektronischer Form vorliegenden Bestätigungsvermerk handelt es sich nur dann um ein Original, wenn dieser mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen ist und die Informationen zur qualifizierten elektronischen Signatur im Dokument angezeigt werden können.

Ein Ausdruck dieser Datei oder eine PDF-Datei, die die zusätzlichen Informationen zur qualifizierten elektronischen Signatur nicht mehr enthält, ist nur als unverbindliches Ansichtsexemplar anzusehen. In diesem Fall kann für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der Berichtsversion keine Haftung übernommen werden.

Eine Verwendung unseres Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Berichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.142.187,85 9.777.412,43
2. geleistete Anzahlungen 265.515,00 378.236,76
8.407.702,85 10.155.649,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.494.822,46 5.669.396,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.018.218,98 965.457,52
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.573,57 17.846,75
6.586.615,01 6.652.700,34
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 67.979.970,89 67.979.970,89
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.479.821,16 15.950.684,77
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.009.107,66 1.814.121,69
33.488.928,82 17.764.806,46
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.830,65 833.001,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 344.317,33 259.799,49
116.816.365,55 103.645.928,18

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.036.400,00 1.036.400,00
II. Kapitalrücklage 4.466,00 4.466,00
III. Gewinnvortrag 27.901.502,17 27.644.135,94
IV. Jahresüberschuss 1.026.870,49 257.366,23
29.969.238,66 28.942.368,17
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.903.483,58 7.800.660,90
2. Steuerrückstellungen 170.183,58 401.167,00
3. sonstige Rückstellungen 518.811,36 629.887,46
8.592.478,52 8.831.715,36
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.093.771,40 20.900.673,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 371.414,21 373.753,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.918.077,95 29.921.656,42
4. sonstige Verbindlichkeiten 16.871.384,81 14.675.762,04
- davon aus Steuern: TEUR 8.074 (Vj. TEUR 5.264)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 9 (Vj. TEUR 9)
78.254.648,37 65.871.844,65
116.816.365,55 103.645.928,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.596.238,04 17.633.318,99
2. andere aktivierte Eigenleistungen 69.273,75 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 650.782,97 575.607,76
17.316.294,76 18.208.926,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.665.149,38 -7.227.595,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.568.051,68 -1.505.645,80
- davon für Altersversorgung TEUR 362 (Vj. TEUR 444)
-9.233.201,06 -8.733.240,89
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.406.933,18 -2.441.267,92
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.615.585,42 -5.836.359,75
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.486.730,55 834.598,35
8. Erträge aus Beteiligungen 1.500.000,00 1.500.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.500 (Vj. TEUR 1.500)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.831.060,41 16.572,26
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.830 (Vj. TEUR 16)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -1.573.107,07 -2.262.314,21
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.884.450,49 -706.805,76
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 1.806 (Vj. TEUR 0)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 140 (Vj. TEUR 158)
360.233,40 -617.949,36
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -385.936,36 -315.164,60
13. Ergebnis nach Steuern 1.034.872,14 264.944,23
14. sonstige Steuern -8.001,65 -7.578,00
15. Jahresüberschuss 1.026.870,49 257.366,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Beutlhauser Holding GmbH hat ihren Sitz in Passau und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts Passau (HRB 4210).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken wurden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,3 % auf die Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Wertberichtigungssätze werden regelmäßig angepasst und überprüft.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Barwert angesetzt, der sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) ergibt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 1,82 %. Trendannahmen wurden nicht berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen entsprechen den erwarteten Abschlusszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt worden ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert.

3. Verrechnung von Vermögen und Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen wurden mit den entsprechenden Ansprüchen aus einer Rückdeckungsversicherung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert, da es sich bei den Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung um Vermögensgegenstände handelt, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Die saldierten Beträge stellen sich wie folgt dar:

01.01.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Pensionsrückstellung 8.018.961,00 240.000,00 0,00 359.088,00 8.138.049,00
Rückdeckungsversich. -218.300,10 0,00 0,00 -16.265,32 -234.565,42
Rückstellung saldiert 7.800.660,90 240.000,00 0,00 342.822,68 7.903.483,58

III. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben.

2. Finanzanlagevermögen

Der Anteilsbesitz zum 31.12.2023 umfasst folgende Beteiligungen:

Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Passau:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresfehlbetrag 2023 (vor EAV): -711 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 43.755 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 1.000 TEUR

Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Meckenheim:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresüberschuss 2023 (vor EAV): 482 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 3.395 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 800 TEUR

Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Dresden:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresüberschuss 2023 (vor EAV): 532 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 8.598 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 1.100 TEUR

Carl Beutlhauser Hebe- und Fördertechnik GmbH, Dresden:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresüberschuss 2023 (vor EAV): 472 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 3.151 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 128 TEUR

Carl Beutlhauser Kommunaltechnik GmbH & Co. KG, Kulmbach:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresüberschuss 2023: 59 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 1.811 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 256 TEUR

Carl Beutlhauser Kommunaltechnik GmbH, Passau:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresüberschuss 2023: 4 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 67 TEUR
Nominalkapital zum 31.12. 2023: 26 TEUR

Reidl GmbH & Co. KG:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresfehlbetrag 2023: -1.235 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 2.981 TEUR
Kommanditkapital zum 31.12.2023: 2 TEUR

Carl Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik GmbH & Co. KG:

Beteiligung: 75,0 %
Jahresüberschuss 2023: 4.458 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 28.548 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 256 TEUR

OneStop Pro Software Solutions, Passau:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresfehlbetrag 2023 (vor EAV): -862 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 1.364 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 100 TEUR

Carl Beutlhauser Fördertechnik GmbH, Schorfheide:

Beteiligung: 100,0 %
Jahresüberschuss 2023: 423 TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023: 7.992 TEUR
Nominalkapital zum 31.12.2023: 200 TEUR

BKM SERWIS sp. z o.o., Boleslawiec (PL):

Beteiligung: 60,0 %
Jahresüberschuss 2023: 610 TEUR (2.649 TPLN)
Eigenkapital zum 31.12.2023: 3.516 TEUR (15.376 TPLN)
Nominalkapital zum 31.12.2023: 461 TEUR (2.000 TPLN)

Es bestehen seit 2011 Ergebnisabführungsverträge mit der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Dresden und der Carl Beutlhauser Hebe- und Fördertechnik GmbH, Dresden, seit 2020 mit der Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Meckenheim und seit 2021 mit Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH, Passau, sowie der der OneStop Pro Software Solutions GmbH, Passau. Organträger ist jeweils die Beutlhauser Holding GmbH, Passau.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 90 Lieferungen und Leistungen.

Entwicklung des Anlagevermögens

historische Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Anpassung BP / Umgliederung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.709.373,38 144.782,17 458.973,62 251.232,97 19.646.414,90
2. geleistete Anzahlungen 378.236,76 92.589,71 0,00 -205.311,47 265.515,00
20.087.610,14 237.371,88 458.973,62 45.921,50 19.911.929,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.229.079,88 3.604,57 0,00 0,00 6.232.684,45
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.079.623,44 259.570,37 66.366,42 0,00 2.272.827,39
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.846,75 55.726,82 0,00 0,00 73.573,57
8.326.550,07 318.901,76 66.366,42 0,00 8.579.085,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 67.979.970,89 0,00 0,00 0,00 67.979.970,89
67.979.970,89 0,00 0,00 0,00 67.979.970,89
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Abschreibung BP 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.931.960,95 2.021.946,09 458.973,62 9.293,63 11.504.227,05
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.931.960,95 2.021.946,09 458.973,62 9.293,63 11.504.227,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 559.683,81 178.178,18 0,00 0,00 737.861,99
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.114.165,92 206.808,91 66.366,42 0,00 1.254.608,41
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.673.849,73 384.987,09 66.366,42 0,00 1.992.470,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.142.187,85 9.777.412,43
2. geleistete Anzahlungen 265.515,00 378.236,76
8.407.702,85 10.155.649,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.494.822,46 5.669.396,07
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.018.218,98 965.457,52
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.573,57 17.846,75
6.586.615,01 6.652.700,34
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 67.979.970,89 67.979.970,89
67.979.970,89 67.979.970,89

4. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.036.400,00 und ist voll einbezahlt.

5. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz ermittelt, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Hierbei wurde entsprechend § 253 Abs. 2 S. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Aus der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn bzw. sieben Jahren ergibt, ergibt sich der folgende Unterschiedsbetrag:

TEUR
Pensionsrückstellung 10-Jahreszins 8.138
Pensionsrückstellung 7-Jahreszins 8.485
Unterschiedsbetrag 347

Der sich ergebende Entlastungsbetrag in Höhe von TEUR 347 unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen bestehen für erwartete Steuernachzahlungen (Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer) für die Veranlagungsjahr 2017 bis 2023.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 519 enthalten im Wesentlichen Rückstellungen in Höhe von TEUR 369 für Prämien und Tantieme sowie TEUR 43 für Urlaub.

6. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.547.529,60 13.546.241,80 4.402.248,40 17.093.771,40
Vorjahr 3.806.901,60 17.093.771,40 5.839.153,00 20.900.673,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 371.414,21 0,00 0,00 371.414,21
Vorjahr 373.753,19 0,00 0,00 373.753,19
Verbindlichkeiten gg. verbundene Unternehmen 43.918.077,95 0,00 0,00 43.918.077,95
Vorjahr 29.921.656,42 0,00 0,00 29.921.656,42
sonstige Verbindlichkeiten 16.871.384,81 0,00 0,00 16.871.384,81
Vorjahr 14.675.762,04 0,00 0,00 14.675.762,04
64.708.406,57 13.546.241,80 4.402.248,40 78.254.648,37
Vorjahr 48.778.073,25 17.093.771,40 5.839.153,00 65.871.844,65

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.010 sind durch Grundschulden besichert. Die Sicherheiten betreffen in Höhe von TEUR 4.402 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 153 Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.078 (Vj. TEUR 6.354).

7. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB

Es bestehen klassische Leasingverträge für Kfz. Die Transaktionen dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Dies sind wesentliche Vorteile dieser Finanzierung. Wesentlichen Risiken bestehen darin, die laufenden Zahlungen der fixierten Leasingraten über die jeweilige Leasingdauer leisten zu müssen.

Insgesamt resultieren dabei Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 223. Innerhalb eines Jahres werden TEUR 107 fällig, in den vier darauffolgenden Jahren TEUR 115.

8. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Garantieerklärungen für Darlehensverträge und Leasingfinanzierungen der verbundenen Unternehmen mit mehreren Kreditinstituten in Höhe von TEUR 125.696. Aufgrund der sehr guten finanziellen Situation der verbundenen Unternehmen wird eine Inanspruchnahme aus den Garantieerklärungen derzeit nicht erwartet.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 111 (Vorjahr 102) Arbeitnehmer, davon waren 0 gewerbliche Arbeitnehmer und 111 Angestellte.

2. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

•

Herr Dr. Thomas Burgstaller, Kaufmann, Passau,

•

Herr Matthias Burgstaller, Kaufmann, Passau,

•

Herr Oliver Sowa, Kaufmann, Passau.

Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 9a und b HGB wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Angaben zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen (Mutterunternehmen) in den Konzernabschluss der Beutlhauser Holding GmbH, Passau, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

4. Abschlussprüferhonorare

Hierzu wird verwiesen auf den Konzernabschluss der Beutlhauser Holding GmbH, Passau, nach § 285 Nr. 17 HGB.

5. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

 

Passau, 21. Juni 2024

Matthias Burgstaller, Geschäftsführer

Dr. Thomas Burgstaller, Geschäftsführer

Oliver Sowa, Geschäftsführer

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Beutlhauser Holding GmbH

Der folgende Lagebericht ist der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der Beutlhauser Holding GmbH, Passau. Er stellt den Geschäftsverlauf des Beutlhauser Holding Konzerns inklusive der namensgleichen Beutlhauser Holding GmbH (Einzelgesellschaft) mit den Geschäftsergebnissen für das Geschäftsjahr 2023 vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die Lage des Konzerns inklusive der Einzelgesellschaft zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 dar. Alle Aussagen betreffen den Beutlhauser Holding Konzern (im Folgenden auch: Beutlhauser-Gruppe) beziehungsweise die Beutlhauser Holding GmbH als Ganzes. Sollte im Verlauf des Berichts die Einzelgesellschaft gemeint sein oder für die Einzelgesellschaft Abweichendes zutreffen, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt oder weiter erläutert.

1. Wirtschaftliche Grundlagen

Die Beutlhauser Holding fungiert seit September 2021 als Dachgesellschaft für alle operativen Beutlhauser Gesellschaften und vereint vor allem die Konzerngeschäftsführung sowie die Zentralfunktionen am Firmensitz in Passau. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Holding beschränken sich weitestgehend auf die konzerninterne Verrechnung der von ihr innerhalb der Gruppe erbrachten Dienstleistungen. Die Beutlhauser-Gruppe wurde 1860 gegründet und hat sich in ihrer 164-jährigen Unternehmensgeschichte durch stetiges organisches und anorganisches Wachstum sowie dem kontinuierlichen Ausbau des Produkt- und Leistungsspektrums von einem lokalen Porzellan- und Eisenwarenhandelsgeschäft zu einem der führenden Unternehmen für den Verkauf, die Vermietung und den Service von hochwertigen Investitionsgütern sowie zu einem System- und Lösungsanbieter entwickelt. Der Geschäftszweck der Beutlhauser Holding GmbH umfasst sowohl die Beteiligung an Gesellschaften sowie die Erbringung von zentralen Dienstleistungsfunktionen für die operativen "Beutlhauser-Gesellschaften". Am 31.12.2023 bestand der Konzern aus 14 Gesellschaften. Die Tochtergesellschaften sind in den Bereichen Verkauf, Vermietung sowie Service von Baumaschinen, Baugeräten, Industriemaschinen, Flurförderzeugen, Kommunalfahrzeugen und im stationären und digitalen Produktionsverbindungshandel sowie im Segment Innovation und Digitalisierung tätig. Dabei werden unter anderem folgende namhafte Hersteller wie zum Beispiel Liebherr Erdbewegungsgeräte und Hochbaukrane, Kubota und Wacker Neuson Kompaktgeräte, Linde Material Handling Flurförderzeuge sowie Unimog der Daimler Truck AG vertreten.

Für die Holding resultiert das wesentliche Ergebnispotential aus den Ergebnissen der Tochtergesellschaften. Folglich gelten die Angaben des Konzerns zur Entwicklung der Märkte, des wirtschaftlichen Umfelds und der Chancen und Risiken auch für die Holding.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamt vom 15.01.24) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Mio. Erwerbstätigen erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Mrd. EUR. Das waren etwa 14 Mrd. EUR weniger als im Jahr 2022 (96,9 Mrd. EUR). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern.

2.2. Entwicklung der Branchen

Unsere Unternehmensgruppe ist breit aufgestellt, in einem diversifizierten Spektrum von Branchen sowie Zielgruppen tätig und konnte sich dadurch auch im Geschäftsjahr 2023 trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sehr erfolgreich behaupten.

2.2.1 Geschäftsbereich Baumaschinen / Baugeräte

Die deutsche Bauwirtschaft war auch im Jahr 2023 von einem weiteren Rückgang der Baukonjunktur betroffen. Nachdem sich die Branche von den Lieferproblemen der Pandemiejahre erholt hatte, begann 2022 mit dem Angriff auf die Ukraine ein weiteres Jahr mit Herausforderungen. Die infolge dieses Angriffskriegs verhängten Sanktionen führten zu einem erheblichen Anstieg der Energiekosten, was sich wiederum auf die Lebenshaltungskosten und die Baukosten auswirkte. Darauf reagierten die Europäische Nationalbank (EZB) sowie die Notenbanken weltweit und hoben in mehreren Schritten die Leitzinsen an, um die Inflation zu begrenzen. Das führte dazu, dass sich bei zahlreichen Bauprojekten die Frage nach der Finanzierbarkeit und wirtschaftlichen Umsetzung stellte, was zum Rückzug vieler Investoren bei großen Neubauprojekten geführt hat. Neben den weiterhin hohen Baukosten sowie den schlechteren Finanzierungsbedingungen machte sich auch der sich fortsetzende Fachkräftemangel negativ bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamt Nr. 19 vom 15.01.24). Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die Nachfrage im Wohnungsbau ist mit einem Umsatzrückgang im Berichtsjahr um weitere 11,5 % (real) deutlich eingebrochen (HDB Baukonjunkturelle Entwicklung in Deutschland, 25.04.24). Auch bei der Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau zeigt sich der drastische Einbruch des Marktes. Im Jahr 2023 wurde in Deutschland der Bau von 260.100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis-Pressemitteilung Nr. 74 vom 29.02.24) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 26,6 % oder 94.100 Wohnungen weniger als im Jahr 2022. Niedriger war die Zahl der Baugenehmigungen zuletzt im Jahr 2012 (241.100 Wohnungen). In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. Das Ziel der Bundesregierung jährlich 400.000 neue Wohnungen zu bauen, wurde in 2023 somit weit verfehlt.

Eine positive Entwicklung zeigt sich unverändert im Ausbaugewerbe und wird u. a. auf die stark nachgefragten energetischen Sanierungen zurückgeführt (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2024). Der Anstieg der Baupreise hat sich mittlerweile beruhigt. Trotzdem lagen die Preise für die meisten Baumaterialien im Dezember 2023 weiter über dem Niveau vom Jahresbeginn 2021, dem Beginn der starken Preissteigerungen.

Der Wirtschaftsbau zeigt bei einem realen Rückgang von 1 % laut ZDB eine zweigeteilte Entwicklung (Zentralverband des Baugewerbes, Direkt 6/2023). So wurde der Wirtschaftshochbau von Zinsentwicklung und Energiepreisen deutlich gebremst. Die Nachfrage blieb gegenüber dem Vorjahr schwach und der Auftragsbestand nahm ab. Impulse gab es hingegen aus dem Wirtschaftstiefbau mit Projekten der Mobilitätswende, der Energiewende sowie den Investitionsprojekten der Deutschen Bahn.

Der öffentliche Hochbau erzielte real ein Plus von knapp 4 %, während der öffentliche Tiefbau von einem realen Rückgang um knapp 3 % berichtete - ein Rückgang von 2 % für den öffentlichen Bau insgesamt im Jahr 2023 (Zentralverband des Baugewerbes, Direkt 6/2023).

Auf Jahressicht lag der Gesamtumsatz im Baugewerbe real um 5,3 % unter dem Vorjahr (Zentralverband des Baugewerbes, Direkt 6/2023).

Umsatzentwicklung 2023 / Umsatzprognose 2024 im Deutschen Baumaschinen- und Gerätehandel in % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Konjunkturumfrage bbi e.V.)

Nach zwei Jahren mit kräftigem Umsatzwachstum verzeichnete die Branche 2023 einen nominalen Rückgang im Gesamtumsatz. Die bei der bbi-Umfrage (bbi = Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V.) zu Beginn des Jahres 2024 meldenden Unternehmen verzeichneten einen durchschnittlichen Rückgang von nominal 5 %. Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr 2022 (Zahlen für 2023 liegen noch nicht vor) einen Branchenumsatz von etwa 12,65 Mrd. EUR aus. Dementsprechend dürfte dieser Branchenumsatz 2023 nach dem Minus von 5% gut 12 Mrd. EUR betragen haben.

Der Umsatz aus der Vermietung von Baumaschinen und Baugeräten erhöhte sich von 6,15 Mrd. EUR im Jahr 2022 um nominal 2 % im Jahr 2023 auf mittlerweile knapp 6,3 Mrd. EUR.

Für das Jahr 2024 wird insgesamt und hauptsächlich im Neumaschinenverkauf ein nominaler Umsatzrückgang vorhergesagt. Ansonsten gehen die Befragungsteilnehmer von einem Wachstum der nominalen Umsätze aus.

2023 2024
Gesamtumsatz -5,0 -5,0
Baumaschinen/ Baugeräte (neu): Gesamt -8,0 -6,5
davon: Hochbau -15,0 -25,0
davon: Tief- & Straßenbau -5,5 -2,5
Sonstige -5,0 -4,0
Gebrauchtmaschinen und Gebrauchtgeräte (Gesamt) +1,0 +2,5
Vermietung +2,0 +3,0
Technischer Service +7,0 +4,0
Teile +5,0 +4,0
Schulungen +2,0 +0,5

2.2.2 Geschäftsbereich Flurförderzeuge

Der deutsche Flurförderzeugmarkt war auch im Jahr 2023 durch einen deutlichen Rückgang des Marktanteils um 13,3 % gekennzeichnet (Quelle: Linde Material Handling). Den höchsten Einbruch verzeichnete hierbei das Segment der Stapler mit Verbrennungsmotor (V-Stapler) mit einem Rückgang um 37,0 %. Sowohl der Bereich der Elektro-Stapler mit einem Minus von 20,5 % als auch das Segment Lagertechnik mit -8,5 % konnten sich dem generellen Marktrückgang nicht entziehen.

Umsatzentwicklung 2023 / Umsatzprognose 2024 im Deutschen Flurförderzeughandel in % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Konjunkturumfrage bbi e.V.)

Die Umsätze der Händler und Vermieter von Flurförderzeugen sind im Vorjahr - nach dem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2020 - im dritten Jahr in Folge gestiegen. Die bei der großen bbi-Umfrage zu Beginn des Jahres 2024 meldenden Unternehmen verzeichneten in 2023 ein durchschnittliches Wachstum von nominal 4%. Der Branchenumsatz dürfte im Jahr 2023 somit auf ca. 4,02 Mrd. EUR gestiegen sein.

Keinen Beitrag zum Wachstum leistete das stagnierende Neumaschinengeschäft. Positiv entwickelte sich erneut das Geschäft mit Technischen Serviceleistungen und die Vermietung.

2023 2024
Gesamtumsatz +4,0 +2,0
Neumaschinengeschäft +0 -5,0
Gebrauchtgeschäft -10,0 +6,0
Kundendienst/ Technischer Service +5,5 +6,0
Ersatzteile +4,0 +2,5
Vermietung +5,0 +0
Rental +2,0 +5,0
Schulungen +3,5 +4,0

2.2.3 Geschäftsbereich Kommunaltechnik

Der relevante deutsche Unimog Markt ist im Jahr 2023 um 10,1 % auf 2.800 Einheiten gestiegen. Obwohl sich der Unimog-Absatz von 504 auf 565 Stück erhöht hat, ist der Marktanteil minimal von 19,8 % auf 19,6 % gesunken (Quelle: Daimler Truck AG).

2.2.4 Geschäftsbereich E-Commerce / Technischer Handel

Nach einer Mitteilung von Statista vom 26.01.2024 erzielte das Onlinegeschäft in Deutschland einen Umsatz mit Waren von rund 79,7 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz erstmals zweistellig um knapp 12 % gesunken. Nach jahrelang konstantem Wachstum und seinem Höhenflug während der Corona-Pandemie erlebte der Deutsche E-Commerce zuletzt eine durch Konsumflaute und Inflation bedingte Talfahrt.

3. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

3.1. Umsatzentwicklung

Das Jahr 2023 war für unser Unternehmen wiederum von vielfältigen Herausforderungen geprägt, wie dem nach wie vor anhaltenden Ukraine-Krieg, hohen Inflationsraten, die zu stark gestiegenen Zinsen geführt haben, hohe Energiekosten sowie einer schwachen Konjunktur in Deutschland und eine nur sich langsam erholende Wirtschaft in Europa und China. Vor dem Hintergrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist es unserer Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2023 erfreulicherweise gelungen den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf 575 Mio. EUR zu steigern. Zurückzuführen ist das u.a. auf die Entspannung bei der Lieferfähigkeit unserer wichtigsten Lieferanten sowie dem hohen Auftragsbestand und den guten unterjährigen Auftragseingängen. Trotz der erheblichen konjunkturellen Unsicherheiten, die zu einer Investitions- und Kaufzurückhaltung in nahezu allen unserer Geschäftsbereiche geführt hat, ist es umso beachtlicher, dass wir den Umsatz steigern konnten. Dies ist neben der richtungsweisenden strategischen Ausrichtung des Unternehmens vor allem auf die enorme Leistungsfähigkeit und Leidenschaft unserer Belegschaft zurückzuführen,

3.2. Investitionen

Auch im Geschäftsjahr 2023 hat unser Unternehmen das seit Jahren hohe Niveau an Investitionen fortgesetzt. In erster Linie handelte es sich hierbei um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen - vor allem in den Mietpark - aber auch in technische Anlagen und Maschinen, Bausubstanz sowie IT-/ Betriebs- und Geschäftsausstattung

3.3. Personal

Die Zahl der Mitarbeiter in der Beutlhauser-Gruppe ist trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen im Jahr 2023 weiter angestiegen. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.497 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 1.437), davon waren 530 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 511), 846 Angestellte (Vorjahr 812) und 121 Auszubildende (Vorjahr 114). Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr somit um 60 Beschäftigte erhöht.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1. Vermögenslage

4.1.1. Vermögenslage des Konzerns

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Beutlhauser-Gruppe zeigt wiederum auch im Geschäftsjahr 2023 eine solide Struktur der Konzernfinanzierung. Die Bilanzsumme erhöhte sich u.a. durch das deutlich gestiegene Working Capital, als Folge der Lieferkettenproblematik des Jahres 2022. Das Eigenkapital stieg von 68.924 TEUR im Vorjahr auf 72.052 TEUR im Berichtsjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von 135.064 TEUR auf 152.422 TEUR.

4.1.2. Vermögenslage der Holding

Auch die Vermögens- und Kapitalstruktur der Holding zeigt im Geschäftsjahr 2023 eine solide Struktur der Unternehmensfinanzierung. Die Bilanzsumme hat sich durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 13.170 TEUR auf 116.816 TEUR erhöht. Das Eigenkapital erhöhte sich von 28.942 TEUR im Vorjahr auf 29.969 TEUR im Berichtsjahr.

4.2. Finanzlage

Ziel des Finanzmanagements bei Beutlhauser ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang bereitzustellen. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement zur taggleichen Bereitstellung von ausreichend Liquidität für alle Geschäftsbereiche. Hierbei ist die Finanzmittelbeschaffung zentral organisiert und fungiert als Dienstleister für alle operativen Gesellschaften - mit Ausnahme der polnischen Tochtergesellschaft BKM. Ein Schwerpunkt der generellen Finanzierungsstrategie ist die Beachtung der Fristenkongruenz. So werden kurzfristige Kreditmittel für die Finanzierung des Working Capital verwendet, während Investitionen in Sachanlagen sowie technische Anlagen und Maschinen über langfristige Kredite sowie über Leasing finanziert werden. Das Management des Working Capital bildet bei Beutlhauser einen wesentlichen Schwerpunkt in der Finanzsteuerung und zielt darauf ab, das im Umlaufvermögen gebundene Kapital zielorientiert und nachhaltig zu optimieren, um dadurch die Freisetzung von Liquidität weiter voranzutreiben - ohne dabei die Profitabilität zu beeinträchtigen. Die Lagerbestände befanden sich zum Bilanzstichtag auf einem deutlich zu hohen Niveau und entsprachen hierbei auch nicht den Werten, die vor der Corona-Pandemie verbucht wurden. Es handelt sich hierbei immer noch um Sondereffekte, die aus dem starken Ausbau der Vorräte in Folge der Lieferkettenproblematik und Materialknappheit der Jahre 2021/ 2022 resultieren. Die Liquiditätslage war im Berichtszeitraum als gut zu bezeichnen. Zu jedem Zeitpunkt waren Finanzierungslinien in ausreichender Höhe zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebs vorhanden. Unser Unternehmen war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die Unternehmensgruppe pflegt sehr vertrauensvolle und erfolgreiche Beziehungen zu all seinen Finanzierungspartnern, die auch künftig ausgebaut werden sollen. Demzufolge soll auch die Finanzierungsstruktur der dynamischen Entwicklung angepasst und zukunftssicher aufgestellt werden. Dazu hat man im Jahr 2023 ein einheitliches Haftungskonzept mit allen Finanzierungspartnern umgesetzt. Die Beutlhauser Holding GmbH hat für ihre Tochter-Gesellschaften eine Garantieerklärung gegenüber jedem Finanzierungspartner abgegeben, durch die die Zahlung der Verbindlichkeiten jeder einzelnen operativen Gesellschaft, die als Kreditnehmerin/Leasingnehmerin agiert, gegenüber dem jeweiligen Finanzierungspartner garantiert wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Cash-Flow nach DVFA / SG II auf Konzernebene bei 29.925 TEUR und somit um 362 TEUR über dem Vorjahr (29.563 TEUR). Der Cash-Flow nach DVFA / SG II der Holding lag bei 3.537 TEUR und somit um 174 TEUR über dem Vorjahr (3.362 TEUR).

4.3. Ertragslage

4.3.1. Ertragslage des Konzerns

Der Umsatz der Beutlhauser-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 5 % bzw. 29.138 TEUR auf 574.757 TEUR erhöht. Das EBITDA ist hierbei deutlich um 6.722 TEUR bzw. 22 % auf 37.678 TEUR gestiegen. Der relative Rohgewinn, gemessen an der Gesamtleistung, ist gegenüber dem Niveau von 2022 gestiegen und lag bei 25,8 % (Vj. 25,2 %). Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 4.840 TEUR abgeschlossen werden (Vj. 4.286 TEUR) was leicht hinter den Erwartungen lag. Stark ergebnisbelastend haben sich die in 2023 stark angestiegenen Zinsen ausgewirkt, die dazu geführt haben, dass sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahreswert um - 5.547 TEUR verändert hat.

4.3.2. Ertragslage der Holding

Der Umsatz der Holding hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 17.633 TEUR auf 16.596 TEUR verringert. Die Umsatzerlöse entsprechen im Wesentlichen der Konzernumlage an die operativen Tochtergesellschaften. Das EBITDA ist durch die erhöhten Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen um 1.169 TEUR auf 4.873 TEUR gestiegen. Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1.413 TEUR abgeschlossen werden (Vj. 572 TEUR).

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 unter Berücksichtigung der nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Erwartungen entsprechend.

5. Risikobericht

5.1. Risikomanagement

Das Management von Chancen und Risiken ist eine kontinuierliche Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg der Unternehmen der Beutlhauser-Gruppe sicherzustellen. Um langfristig am Markt bestehen zu können, müssen Unternehmen schnell agieren und noch schneller reagieren, vor allem wenn sich die Rahmenbedingungen und die verschiedenen Märkte permanent und dynamisch verändern. Durch die dezentrale, regionale sowie flache Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts können bei Beutlhauser frühzeitig Chancen und Risikopotentiale sowie Trends und Anforderungen der spezifischen regionalen Märkte analysiert sowie flexibel und kundenorientiert reagiert werden. Dar- über hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Beutlhauser nutzt daher aktiv die sich im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und in Verbindung mit der mittelfristigen Unternehmensstrategie ergebenden Chancen. Das Risikomanagement ist einer der wesentlichen Bestandteile unserer Geschäfts- und Entscheidungsprozesse. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Berichterstattung und Beeinflussung von Risiken dient dazu das Risikopotential einzugrenzen bzw. zu vermindern und gegenzusteuern. Bei der Überwachung und Kontrolle der Risiken des laufenden Geschäftsjahres ist das konzernweite Planungs- und Berichtswesen ein wichtiges Element, das dafür sorgt, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf in den einzelnen Bereichen nach einheitlichen Standards abgebildet und zeitnah an die Geschäftsleitung sowie die verantwortlichen Regionalleiter, Abteilungsleiter sowie Team- und Gruppenleiter berichtet wird. In der monatlichen internen Berichterstattung wird neben der Umsatz- und Ergebnisentwicklung auch detailliert über die Entwicklung der Vorräte, Finanzverschuldung, Cash-Flow-Entwicklung, Liquiditätsstatus und Liquiditäts-Forecast, Investitionen und Working Capital-Entwicklung sowie über die Forderungsstruktur berichtet. Umfassende und detaillierte Planungs- sowie Benchmark- Daten dienen als zusätzlicher Vergleichsmaßstab für die ausgewerteten Ist-Daten, so dass Risiken, die sich aus Veränderungen des Geschäfts, seiner Struktur und seines Umfeldes ergeben, frühzeitig erkannt werden können. Die erhobenen Daten gehen in die Managementberichte des Controllings ein, die der Konzerngeschäftsleitung monatlich detailliert zur Verfügung gestellt und erläutert werden. Dadurch verfügt die Geschäftsleitung über die erforderliche Transparenz, um zeitnah und effektiv zu handeln.

5.2. Gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken und Risiken für die Unternehmen im Konzern

Durch das breite Spektrum an Branchen und Zielgruppen, in denen die Beutlhauser-Unternehmensgruppe engagiert ist, sowie auch aufgrund des breiten Leistungsspektrums, ergibt sich eine Streuung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenbezogenen Risiken. Besonders das seit mehreren Jahren zunehmend diversifizierte und wachsende Mietgeschäft sowie der kontinuierlich und deutlich gestiegene Full-Service-Anteil und das stetig wachsende Long-Term-Rental-Geschäft helfen negative Einflussfaktoren durch wirtschaftliche Krisen zu verringern. Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren unser Dienstleistungsspektrum kontinuierlich ausgeweitet - wir bieten hierbei mittlerweile Prozess- und Lösungsberatung im Projektgeschäft an und setzen komplexe Intralogistikprojekte um. Dabei können wir auf ein großes Spektrum an Zielgruppen und -kunden als Potentialbasis zugreifen und erweitern unser Portfolio kontinuierlich um weitere smarte digitale Produkte, Lösungen und Dienstleistungen, insbesondere aus unserer Tochtergesellschaft OneStop Pro Software Solutions GmbH. Weitere Wachstumschancen sehen wir im Geschäftsbereich Baumaschinen/ Baugeräte im Bereich der Energie-/ Wärmeerzeugung sowie Netzersatzanlagen sowie in den Zukunftsmärkten Recycling und Batteriemassen-Aufbereitung. Unsere gute Positionierung bei den richtungsweisenden Technologien wie Assistenzsystemen und Automatisierungslösungen sowie Maschinensteuerungen kann aufgrund der hier generell zu erwartenden steigenden Nachfrage zu weiterem Wachstum führen.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass trotz aller in unserem Unternehmen vorhandener, professioneller Planungs- und Steuerungsmechanismen unvorhergesehene Veränderungen in der Geschäftsentwicklung infolge von geopolitischen, gesamtwirtschaftlichen oder sonstigen Veränderungen eintreten können. Bestes Beispiel hierfür ist der am 28. Oktober 2023 ausgebrochene Nahostkrieg im Gazastreifen. Gleiches gilt aber auch für die Unsicherheiten aus dem weiterhin vorherrschenden Ukraine-Krieg.

5.3. Leistungswirtschaftliche Risiken

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten deutlich verbessert und lag im zweiten Halbjahr auf dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie und dem Russland-Ukrainekrieg.

5.4. Personelle Risiken

Die Gewinnung und langfristige Bindung von qualifiziertem Fachpersonal sowie hoffnungsvollen Nachwuchskräften stellt neben dem operativen Geschäft zukünftig eine der größten Herausforderungen dar. Hierbei konkurriert die Beutlhauser-Gruppe mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte und leistungsstarke Fach- und Führungskräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung von leistungsstarkem Fachpersonal und eine misslungene Bindung von Auszubildenden und Nachwuchskräften an die Unternehmen in der Gruppe können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Daher nehmen die Mitarbeiter in unserer Unternehmensgruppe eine Schlüsselstellung ein: Ihre Leistungsfähigkeit, -möglichkeit und -bereitschaft entscheidet mit über den dauerhaften Erfolg unserer Unternehmensgruppe. Aufgabe der Unternehmensleitung sowie der Führungskräfte ist es hierbei, unserer Belegschaft jederzeit ein guter Gastgeber zu sein, was gleichsam bedeutet, den Mitarbeitern Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, die diesen ein sehr hohes autonomes sowie eigen- und selbstverantwortliches Handeln ermöglichen. Im Kern geht es hierbei darum, die Herzen der Mitarbeiter zu erreichen, die täglich mit Spaß und Freude an der Erfüllung der Kundenanforderungen arbeiten sollen. Die Beutlhauser-Akademie als internes Weiterbildungsinstitut stellt die Bereiche Unternehmensentwicklung sowie Mitarbeiterförderung und -qualifizierung in den Fokus. Eine umfassende, strategisch langfristig angelegte Qualifizierung und Förderung der Mitarbeiter auf allen Unternehmensebenen mit einer Vielzahl von strukturierten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen soll dazu beitragen die Herausforderungen der nächsten Jahre und den demografischen Wandel zu meistern. Besonders in Zeiten, in denen Ambivalenzen nahezu an der Tagesordnung sind und bisher ungekannte Gefahren wie der nach wie vor herrschende Ukraine-Krieg, der am 28. Oktober 2023 ausgebrochene Nahostkonflikt im Gazastreifen mit seinen großen negativen Auswirkungen auf die geopolitische und wirtschaftliche Entwicklung für große Unsicherheiten bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgen, ist ein intensiver, regelmäßiger und persönlicher Austausch unserer Führungskräfte mit Ihrer Belegschaft erforderlich. Die Stärkung der "Resilienz" unserer Belegschaft spielt hierbei eine große Rolle, ob trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit Engagement, Ruhe, Sinn und Verstand nachhaltig und konsequent an der Lösung der Kundenanforderungen gearbeitet wird. Daher haben wir die in 2022 begonnen Resilienzseminare in unserer Akademie auch im Jahr 2023 konsequent fortgesetzt.

Grundlage und Leitbild unserer Führungskultur ist ein Menschenbild, das jeden einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen - unabhängig von Position und Hierarchie - als eigenständigen, selbstverantwortlichen und verantwortungsbewussten erwachsenen Menschen ansieht und als solchen behandelt. Die wesentlichen Prinzipien, auf denen wir unser Führungsverständnis aufbauen, sind geprägt durch Anstand, durch Abstand sowie Führung durch Vertrauen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in einem sehr hohen Maß eigenverantwortlich und selbstständig entscheiden sowie entsprechend autonom agieren können. Unsere Führungskräfte haben dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und fordern genau dieses Handeln aktiv ein. Neuen Mitarbeitern werden unsere Grundhaltung, unser Verständnis von Zusammenarbeit und Füreinander Arbeiten sowie unser Mindset zu den generellen Rahmenbedingungen in regionalen Einführungsveranstaltungen durch die Geschäftsleitung nähergebracht. Seit vielen Jahren sind wir in unseren Regionen ebenso anerkannte sowie gefragte Ausbildungsbetriebe mit einer kontinuierlich überdurchschnittlich hohen Quote an Auszubildenden. Diese lag im Geschäftsjahr 2023 bei 8,1 %. Eine sorgfältig strukturierte Ausbildung der kaufmännischen und gewerblichen Auszubildenden mit einer Steuerung durch den zentralen Personalentwicklungsbereich soll die Qualität und Qualifikation sowie die persönliche Entwicklung des Beutlhauser-Nachwuchses nachhaltig fördern. Die hohe Anzahl von übernommenen, ehemaligen Auszubildenden sowie die lange Betriebszugehörigkeit von vielen Mitarbeiter:innen bestätigen die nach wie vor hohe Bindung und Loyalität der Mitarbeiter gegenüber unserer Unternehmensgruppe.

5.5. Finanzielle Risiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die Beutlhauser-Gruppe ihren finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden in unseren Unternehmen durch das operative Geschäft, durch die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute, durch das Eingehen von Leasingverpflichtungen bei deutschen und österreichischen Leasinggesellschaften sowie durch einen stichtagsbezogenen Forderungsverkauf generiert. Die bestehenden Finanzierunglinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigender Geschäftstätigkeit aber auch in Krisensituationen zu gewährleisten. Gerade in Krisenzeiten wie dem nach wie vor vorherrschenden Russland-Ukrainekrieg sowie der Konjunkturflaute in Deutschland zeigt sich, wie wichtig es für ein Unternehmen ist, mit ausreichend Liquiditätsspielräumen ausgestattet zu sein. Unsere Unternehmensgruppe zeichnet sich gegenüber unseren Finanzpartnern dadurch aus, dass wir neben einer guten Bonität auch über ein ausgezeichnetes Rating im Investmentgrade-Bereich verfügen. Dies ist unter anderem einer der wesentlichen Eckpunkte unserer Finanzstrategie.

Finanzielle Risiken bestehen in unserem Unternehmen ebenso in Form von Zinsrisiken. Diese können entweder in Form von Cashflow- und Barwertrisiken auftreten. Ziel ist die Begrenzung der Risiken auf ein Ausmaß, welches auch bei wesentlichen negativen Entwicklungen Bestand, Wert und Bonität der Beutlhauser-Gruppe nicht gefährdet. Hier wird in Abhängigkeit vom Grundgeschäft entschieden, welches Risiko am ehesten getragen und gegebenenfalls durch Weitergabe an Dritte kompensiert werden kann.

Dabei spielen neben einer soliden und nachhaltigen Eigenkapitalausstattung, die lange und erfolgreiche Entwicklung der Unternehmensgruppe, die strategische Ausrichtung und die operative Ertragskraft (EBITDA / EBITDAR) sowie die hohe Substanz der Unternehmensgruppe eine Rolle. Finanzielle Risiken sollen durch eine entsprechend ausgewogene Eigenkapitalausstattung und ein effizientes und nachhaltiges Finanz- und Liquiditätsmanagement begrenzt werden. Hierbei wird strategisch daran gearbeitet, dass grundsätzlich eine solide Bonität gegenüber den Finanzpartnern existiert. Darüber hinaus wird im Finanzierungsbereich mit einer Vielzahl von bewährten, vielfach langjährigen und verlässlichen Partnern zusammengearbeitet, die über das entsprechende Branchenwissen verfügen und die Aufstellung unserer Unternehmensgruppe sehr gut kennen. Hierbei achten wir auf eine vernünftige Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um Risiken zu begrenzen, unsere Unabhängigkeit zu wahren und hinsichtlich der Liquidität keinerlei Konzentrationsrisiken zu unterliegen. Regelmäßig werden die Finanzierungspartner von der Konzerngeschäftsleitung detailliert über die Jahresplanung, Geschäftsstrategien, die laufende quartalsseitige Geschäftsentwicklung sowie über die Branchensituation in den einzelnen Geschäftsbereichen, eventuelle Risiken sowie Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert.

Gegen das Risiko von Forderungsausfällen schützen wir uns durch eine laufende elektronisch gestützte Überwachung, ein aktives und nachhaltiges Debitorenmanagement sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes sowie der Forderungsstruktur. Die Bonitätsprüfung der Kunden wird online oder telefonisch in Zusammenarbeit mit einem führenden Warenkreditversicherungsunternehmen sowie einem führenden Anbieter von Wirtschaftsinformationen laufend aktualisiert. Der Einzug der Forderungen erfolgt durch ein effizientes Mahnwesen, wobei hier auch Inkassounternehmen konsequent mit eingebunden werden. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei den Risiken der sich aus den Dienstleistungsgeschäften und hier speziell aus dem Mietbereich ergebenden Forderungen gewidmet, die permanent vom Debitorenmanagement und den verantwortlichen Mietleitern verfolgt werden. Die seit Jahren niedrige Forderungsausfallquote ist eine Bestätigung der effizienten Wirksamkeit des Risikomanagements in diesem Bereich. Zur Abfederung von größeren finanziellen Haftungsrisiken sichert unsere Unternehmensgruppe ihre Forderungen weitgehend über Kreditversicherungen ab. Dabei werden auch potentielle große Forderungsrisiken abgedeckt, deren Deckungsumfang sowie -konzept jährlich überprüft und auch gegebenenfalls angepasst wird.

Mögliche finanzielle Risiken hätten für unsere Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2023 durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der Energiekrise, der hohen Inflation sowie des seit 28. Oktober entstandenen Nahostkriegs im Gazastreifen entstehen können. Seit Jahren verfügt unsere Unternehmensgruppe über hohe Liquiditätsspielräume, die in krisenfreien Jahren nie in vollem Umfang in Anspruch genommen worden sind. Trotz nach wie vor schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen sowie der im letzten Jahr rückläufigen Konjunktur in Deutschland hat sich unsere Liquiditätssituation auch im Jahr 2023 als völlig ausreichend dargestellt.

5.6. Gesamtbewertung der Risikosituation

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass für Beutlhauser weder Einzelrisiken noch Risiken im Zusammenwirken bestehen, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden. Die Gesamtbeurteilung ist damit unverändert zum Vorjahr. Auch für die Zukunft sind aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der Beutlhauser-Gruppe begrenzt und überschaubar.

6. Ausblick und Chancen der künftigen Entwicklung

Laut HRI Konjunkturausblick vom 21. Mai 2024 weisen die Frühindikatoren darauf hin, dass die Konjunktur in Deutschland den Tiefpunkt überwunden haben könnte. Das Ifo-Geschäftsklima steigt seit drei Monaten, das HDE-Konsumbarometer notiert auf dem höchsten Stand seit Ende 2021 und die deutsche Wirtschaft ist entgegen aller Erwartungen nach ersten Berechnungen im ersten Quartal um 0,2 % zum Vorquartal gewachsen. Laut Statistischem Bundesamt wurde das leichte Wachstum vom Anstieg der Bauinvestitionen und Exporte getragen. Mittlerweile gibt es auch neue Daten zur Industrieproduktion. Trotz eines leichten Rücksetzers im März lag die Produktion von Januar bis März um 1 % höher als im Vorquartal. Der Umsatz der Dienstleister legte im Februar real um 2 % zum Vormonat zu. Und der Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor notiert auf einem Zehnmonatshoch. Überdies dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) bald beginnen die Leitzinsen zu senken. Das dürfte sich positiv auf die Investitionsneigung auswirken.

Die Lage auf dem Bausektor ist nach wie vor prekär, besonders im Wohnungsbau. Im März wurde der Bau von lediglich 18.500 Wohnungen genehmigt, ein Viertel weniger als im Vorjahresmonat und nur noch halb so viel wie im März 2022 (Handelsblatt vom 21.05.2024, Nr. 96). Auf der anderen Seite hat sich die seit Mitte 2023 sehr negative Stimmung im Bauhauptgewerbe im April 2024 weiter entspannt. Trotz schwacher Auftragslage wurde für den Auftragsbestand der Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten für Ende März 2024 ein reales Plus von 6,9 % im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen. Nominal ist dies ein Plus von 7,8 % auf 78,5 Mrd. EUR. Diese positive Entwicklung ist auf einen Basiseffekt zurückzuführen (Ende März 2023 ist der Auftragsbestand um 11 % eingebrochen) sowie zum anderen auf Großbauprojekte im Tiefbau, wodurch der Auftragsbestand um 17,2 % zugenommen hat. Demgegenüber ging der Bestand im Wohnungsbau um real 12,3 % zurück (www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/baukonjunktur/auftragsbestand). Der Erholungsprozess ist allerdings eher langsam - weiterhin werden die aktuelle Geschäftslage und Bautätigkeit sowie auch die Erwartungen für die kommenden Monate von den überwiegenden Unternehmen skeptisch beurteilt. (Allgemeine Bauzeitung vom 03.05.2024, Nr. 18). Die Auslastung ist im April gegenüber dem Vormonat um 5 Prozentpunkte gestiegen, während der Auftragsbestand minimal unter dem Niveau von März gelegen hat. Die Baupreise sehen die Bauunternehmen als weiterhin stabil, bei der Bauleistung erwarten die Unternehmen für die nächsten drei Monate eine gleichbleibende Entwicklung.

Nach einer Umfrage des Bundesverbands der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinenfirmen e.V. (bbi) vom Januar 2024 wird für das laufende Jahr 2024 ein nominaler Umsatzrückgang von 5 % vorhergesagt. Hierbei wird für den Neumaschinenverkauf von einem Rückgang von minus 6,5 % ausgegangen. Auf der anderen Seite wird für das Vermietgeschäft ein Erlöswachstum von 3 % sowie für den technischen Service und das Teilegeschäft ein Plus in Höhe von 4 % erwartet. Im Flurförderzeugbereich erwarten - laut bbi Umfrage - die Branchenunternehmen für 2024 mit einem nominalen Plus von 2 % insgesamt leicht steigende Umsätze. Dabei fällt allerdings ausschließlich die Prognose für den Verkauf neuer Maschinen mit einem Minus in Höhe von 5,0 % negativ aus. Für die anderen Bereiche werden nominale Umsatzzuwächse erwartet, wobei im Technischen Service sowie im Gebrauchtgeschäft mit einem Plus von 6,0 % sowie in der Vermietung mit einer Steigerung von 5,0 % die höchsten Wachstumsraten prognostiziert werden.

Trotz der politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, allen voran dem Krieg gegen die Ukraine und dessen Auswirkungen, dem Nahostkrieg im Gazastreifen, einer hohen Inflation (trotz gegenwärtig rückläufiger Tendenz) und der sich deutlich abkühlenden Baukonjunktur blicken wir zuversichtlich auf das neue Geschäftsjahr. Die operative Stabilität trotz der vielfältigen, herausfordernden Rahmenbedingungen bestätigt unsere generelle Strategie. Mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell und der breiten Aufstellung unserer Unternehmensgruppe mit den Bereichen Baumaschinen/ Baugeräte, Flurförderzeuge, Kommunaltechnik, E-Commerce/ Technischer Handel sowie unserer innovativen digitalen Produkte und Lösungen hat sich im Berichtsjahr und wird sich im laufenden Geschäftsjahr positiv sowie stabilisierend auf unsere Unternehmensentwicklung auswirken.

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 erwarten wir für die laufende Geschäftsperiode, trotz anspruchsvollem Umfeld, eine weitere positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Bereits seit Jahresende 2023 wurden Maßnahmen ergriffen, um durch die Optimierung des Lagerbestandsmanagements in allen Sparten und Geschäftsbereichen das Working Capital und damit die Kapitalbindung sowie in der Folge die Zinslast deutlich zu verringern. Dies sollte sich positiv auf die Ergebnisentwicklung vor allem im zweiten Halbjahr 2024 auswirken. Der Auftragsbestand im Vertriebsgeschäft in Höhe von 128 Mio. EUR (Vj. 120 Mio. EUR) lag zum 31.12.2023 auf einem nach wie vor sehr hohen Niveau und bietet eine gute Ausgangsbasis für das Jahr 2024. Im Mietgeschäft gilt es in diesem Jahr die Auslastung sowie die Preisdurchsetzung zu optimieren und das Kostenmanagement weiterhin im Fokus zu behalten. Im Bereich Vermietung von Raumsystemen werden wir mit einem weiteren Standort im Raum Köln die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre konsequent fortsetzen, was sich in den Folgejahren positiv auf den Konzernumsatz und - EBITDA auswirken wird. Das Servicegeschäft sollte von den hohen Verkaufsstückzahlen der letzten Jahre, die zu einem Anstieg der Maschinen- und Gerätepopulation in unseren Märkten geführt hat, auslastungs- und somit umsatz- und ergebnisseitig profitieren. In unseren digitalen Bereichen dürfte in diesem Jahr ein sehr positiver Umsatz- und Ergebniseffekt bei der Tochtergesellschaft OneStop Pro wirksam werden. Ende März wurde bekanntgegeben, dass unsere Tochtergesellschaft den internationalen Baumaschinenhersteller Wacker Neuson Group beim Ausbau seiner Digitalstrategie begleiten wird. Beide Unternehmen haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die für die Wacker Neuson Kunden spürbare Vorteile bringen wird. Konkret geht es hierbei um wichtige Faktoren wie Arbeitserleichterung, Zeitersparnis, gesteigerter Effizienz und mehr Überblick über den Maschinen- und Fuhrpark. Wacker Neuson hat mit unserer Tochtergesellschaft eine langfristige Kooperationsvereinbarung geschlossen, um gemeinsam schnell passende digitale Lösungen für deren Kunden zu entwickeln. OneStop Pro wird dabei die Wacker Neuson Group beim Ausbau des digitalen Produktportfolios unterstützen, um Kunden direkter anzubinden und damit noch flexibler auf Marktbedürfnisse eingehen zu können. Ein erstes integriertes Produkt ist die cloudbasierte Softwarelösung EquipCare Pro. Sie ermöglicht das Verwalten, Disponieren und Auswerten aller Maschinen und Geräte. Diese strategische Kooperation wird in den nächsten Jahren die Profitabilität der OneStop Pro Software Solutions GmbH sowie auch des Konzerns nachhaltig positiv beeinflussen.

Weitere Wachstumschancen sehen wir durchaus auch in der Vermietung Baumaschinen/ Baugeräte im Zuge der großen Infrastrukturprojekte Stromtrassen "Sued- Link/ SuedOstLink", im Bereich der Energie-/ Wärmeerzeugung sowie Netzersatzanlagen sowie in den Zukunftsmärkten Recycling und Batteriemassen-Aufbereitung.

Unsere gute Positionierung bei den richtungsweisenden Technologien bei Assistenzsystemen, Automatisierungslösungen sowie Maschinensteuerungen kann in diesem und den nächsten Jahren zu weiterem Wachstum führen.

Bei den operativen Umsatz- und Ergebniskennzahlen erwarten wir vor dem Hintergrund der oben geschilderten Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Branchenentwicklungen für die Beutlhauser-Gruppe ein ansteigendes EBT sowie auch eine EBITDA-Steigerung.

Für die Holding erwarten wir einen leichten Anstieg des EBT sowie ein EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres.

Dieser Prognose liegt die Einschätzung zugrunde, dass es durch die weiter anhaltenden politischen und geopolitischen Unsicherheiten infolge des Ukraine- sowie Nahost-Kriegs zu keinen weiteren Verwerfungen an den internationalen Märkten kommt. Die Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres hat unsere Erwartungen noch nicht erfüllt. Umsatz und Ergebnis liegen noch hinter Plan, da gerade im Baubereich die Saison durch eine deutlich längere Ruhe-/ Stillstandphase von Baustellen zu Jahresbeginn geprägt gewesen ist. Die Auftragseingänge im Neumaschinenvertrieb haben sich im ersten Quartal auf hohem Niveau bewegt, wodurch sich der Auftragsbestand auf einem weiterhin sehr guten Level befindet.

 

Passau, 25. Juni 2024

Matthias Burgstaller, Geschäftsführer

Dr. Thomas Burgstaller, Geschäftsführer

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