unbekannt

Bringmeister GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung

MünchenBerlin, DEU ·HRB 146603 Charlottenburg (Berlin)
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Tal 30
80331 München
Handelsregister
HRB 146603, Charlottenburg (Berlin)
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Unternehmenszweck
Der Import, Export sowie Einzel- und Versandhandel von Waren aller Art, insbesondere Nahrungs- und Genussmitteln; die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen; der Transport und die Auslieferung von Sachen; das Betreiben jeglicher Form von Werbung, auch für Dritte. Ferner ist jede wirtschaftliche Tätigkeit zur Ergänzung der Haupttätigkeit umfasst; dazu gehören insbesondere Logistikleistungen, der Betrieb von Call Centern sowie der Betrieb von eCommerce-Plattformen, auch für Dritte.

Finanzen

Umsatz 2022
91,87 Mio. €
Mitarbeiter 2022
139
Bilanzsumme 2022
71,92 Mio. €
Jahresergebnis 2022
0 €
6 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 71,92 Mio
  • Umlaufvermögen 89,7 % 64,51 Mio
  • Anlagevermögen 10,1 % 7,27 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 137,1 k
Passivseite 71,92 Mio
  • Eigenkapital 54,4 % 39,10 Mio
  • Verbindlichkeiten 41,2 % 29,64 Mio
  • Rückstellungen 4,4 % 3,18 Mio
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Bilanzdaten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
Erträge 115,37 Mio
  • Umsatzerlöse 79,6 % 91,87 Mio
  • Erträge aus Verlustübernahme 19,9 % 22,97 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,4 % 477,3 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 55,5 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 79
Aufwendungen 115,37 Mio
  • Materialaufwand 55,5 % −64,01 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 34,3 % −39,61 Mio
  • Personalaufwand 8,5 % −9,78 Mio
  • Abschreibungen 1,6 % −1,86 Mio
  • Sonstige Steuern 0,1 % −63,5 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % −43,5 k
  • Ergebnis nach Steuern −22,90 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
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GuV-Daten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Claas Meineke seit 2020 Geschäftsführer
  • Richard Archer Harris seit 2025 Liquidator
23 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2025
  2. 11.12.
    Austritt einer Position
    Klaus Schweda · Liquidator
  3. 11.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Richard Archer Harris · Liquidator
  4. 2024
  5. 07.08.
    Austritt einer Position
    Stephan Lüger · Geschäftsführer
  6. 07.08.
    Änderung der Vertretungsregelung
    Ist nur ein Liquidator bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Liquidatoren bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Liquidatoren oder durch einen Liquidator gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
  7. 07.08.
    Austritt einer Position
    Lorenz Hans Rudolf Diederichs · Geschäftsführer
  8. 07.08.
    Auflösung
    Bringmeister GmbH
  9. 07.08.
    Adressänderung
    Bringmeister GmbH
  10. 07.08.
    Austritt einer Position
    Klaus Schweda · Einzelprokura
98 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2022 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2016 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2022

Veröffentlicht am 22. Februar 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

Bringmeister GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Bringmeister GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 30. Juni 2023 in Hannover unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bringmeister GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Bringmeister GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bringmeister GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.153.949,97 1.656.895,21
2. geleistete Anzahlungen 565.469,79 116.937,60
1.719.419,76 1.773.832,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.860.503,68 3.102.753,13
2. technische Anlagen und Maschinen 9.385,79 11.439,06
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.244.322,66 2.125.365,86
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 439.083,25 0,00
5.553.295,38 5.239.558,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeignisse und Waren 2.100.729,55 2.081.015,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 948.766,06 1.297.525,47
2. Forderungen gegen verbunden Unternehmen 52.801.190,60 10.893.939,61
- davon gegen Gesellschafter: EUR 32.529.828,42 (i.V. EUR 9.470.991,25)
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.058.885,10 4.027.565,93
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 862.393,95 (i.V. EUR 0,00)
59.808.841,76 16.219.031,01
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.599.283,81 1.276.914,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 137.143,57 86.363,92
71.918.713,83 26.676.715,68

Passivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 39.045.909,31 9.375.116,08
III. Gewinnvortrag 445,37 445,37
39.096.354,68 9.425.561,45
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen 445.837,00 422.030,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.735.713,26 2.291.861,47
3.181.550,26 2.713.891,47
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.477.620,89 4.165.631,32
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.477.620,89 (i.V. EUR 4.165.631,32)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.916.967,71 10.079.526,90
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 23.916.967,71 (i.V. EUR 10.079.526,90)
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 5.712.507,14 (i.V. EUR 5.683.791,06)
3. sonstige Verbindlichkeiten 246.220,29 292.104,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 246.220,29 (i.V. EUR 292.104,54)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 129,16 (i.V. EUR 194,59)
- davon aus Steuern: EUR 135.324,42 (i.V. EUR 214.779,80)
29.640.808,89 14.537.262,76
71.918.713,83 26.676.715,68

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

01.01.2022 - 31.12.2022 Rumpfgeschäftsjahr 01.05. - 31.12.2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 91.867.892,32 55.190.247,64
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen Erzeignissen 78,52 583,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 477.297,91 70.304,81
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 609,67 (i.V. EUR 166,02)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ./. 60.641.509,18 ./. 35.888.188,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen ./. 3.365.426,41 ./. 1.429.421,01
./. 64.006.935,59 ./. 37.317.609,29
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter ./. 8.268.510,11 ./. 3.663.235,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ./. 1.513.990,35 ./. 718.524,38
- davon für Altersversorgung: EUR 27.100,90 (i.V. EUR 21.985,22) ./. 9.782.500,46 ./. 4.381.759,66
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ./. 1.861.664,35 ./. 1.254.133,38
7. sonstige betriebliche Aufwendungen ./. 39.607.907,19 ./. 21.735.051,13
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 4.491,07 (i.V. EUR 94,88)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.538,42 1.488,10
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 55.356,41 (i.V. EUR 1.210,20)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 43.458,64 ./. 33.226,97
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 11.250,08 (i.V. EUR 12.478,67)
- davon an verbundene Unternehmen EUR 28.716,08 (i.V. EUR 20.473,41)
10. Ergebnis nach Steuern ./. 22.901.659,06 ./. 9.459.156,00
11. sonstige Steuern ./. 63.543,10 ./. 1.802,12
12. Erträge aus Verlustübernahme 22.965.202,16 9.460.958,12
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Firma Bringmeister GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter der Nummer HR B 146603 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Bringmeister GmbH wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde unter der Annahme des Rechnungslegungsgrundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt, da die Gesellschaft aus heutiger Sicht laut Liquiditätsplanung in dem Prognosezeitraum bis zum 30.06.2022 voraussichtlich jederzeit über ausreichende Liquidität verfügen wird, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Ausführungen zu entwicklungsbeeinträchtigen Tatsachen sind dem Lagebericht im Abschnitt "V. Chancen und Risikobericht", Unterabschnitt 2. "Risiken" zu entnehmen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Vorjahresvergleichsangaben in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis 31. Dezember 2021.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (lineare Methode) bewertet, die sich nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 16 Jahren richten. Dabei dienen die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen als Grundlage für die Ermittlung der Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Bei geringwertigen Anlagengüter deren Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 liegt, wird im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Vorräte umfassenHandelswaren. Die Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten mit dem gewogenen Durchschnittspreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Risiken, die sich aus der Lagerhaltung oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Sofern die Voraussetzungen für die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben Geschäftspartner vorliegen,werden diese saldiert ausgewiesen. Erkennbaren Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Bewertung des Kassenbestands und Guthaben bei Kreditinsitituten erfolgt zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert eingestellt.

Die Erhöhung der Kapitalrücklage i.H.v TEUR 29,7 resultiert aus der Mittelzuführung zur Kapitalstärkung durch den Gesellschafter.

Die Rückstellungen für Pensionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Von der Übergangsregelung des Artikels 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf folgenden Grundlagen ermittelt:

Für die handelsbilanzielle Bewertung wird die "Projected-Unit-Credit"-Methode (PUC-Methode) nach IDW RS HFA 30 n.F. angewandt. Danach ist der Verpflichtungsumfang mit dem Barwert der bis zum Bewertungsstichtag erdienten (Teil- )Anwartschaft bei Anwärtern beziehungsweise des Anspruches bei Leistungsempfängern anzusetzen (Anwartschaftsbarwertverfahren).

Der Trend der laufenden Betriebsrente geht von einer jährlichen Steigerung von 2,25 Prozent der jeweiligen Vorjahresrente aus.

Bei der Fluktuation wurde kein expliziter Ansatz gewählt, die Altersrente beginnt mit 63 bzw. mit 65 Jahren.

Der Rechnungszins ist gemäß der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2022 berücksichtigt worden (der Zinssatz beträgt 1,79 Prozent).

Lohn- und Gehaltssteigerungen sind nicht relevant.

Die Berechnung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen.

Aufwendungen und Ertäge, die sich aus der Auf- und Abzinsung ergeben, werden im Zinsertrag bzw. Zinsaufwand ausgewiesen.

Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 28.255,00.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten, laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzins.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt. remdwährungsforderungen sowie Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten der andere Vermögensgegenstände in Fremdwährungen mit einer Reistlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen (Anlagevermögen, Vorräte, Rückstellungen), die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden (ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen). Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Zum Stichtag liegt der Berechnung ein Steuersatz von 30 % zugrunde.

Il. Angaben zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 52.801 (im Vorjahr TEUR 10.894) sonstige Vermögensgegenstände.

Bei den Rückstellungen für Pensionen ergab sich ein Unterschiedsbetrag aus den versicherungsmathematischen Barwerten zu den Rechnungszinssätzen auf Basis des 7- bzw. 10-Jahres-Durchschnittszeitraumes in Höhe von EUR 28.255,00 (im Vorjahr EUR 43.957,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Rückbauverpflichtungen, Personalkosten und ausstehende Waren- und Leistungsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 5.737 (im Vorjahr TEUR 5.701) sonstige Verbindlichkeiten und i.H.v. TEUR 18.180 (im Vorjahr TEUR 4.378) Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. EUR 5.173 (im Vorjahr EUR 5.684)

III. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Die notwendigen Erläuterungen sind bereits in der Gewinn-und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Wechsel- oder Scheckbürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen und weitere Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Leasingverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von insgesamt EUR 17.257.250,00 (Vorjahr EUR 9.862.062,00).

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Sergej Manthey, Geschäftsführer

 

Dr. Torben Oliver Hansen, Geschäftsführer- ab 25.04.2022

Ein Geschäftsführer ist im Auftragsverhältnis tätig, so dass ein Anstellungsvertrag mit der Gesellschaft nicht besteht. Für die anderen Geschäftsführer wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat den Geschäftsführern keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Pensionsverpflichtungen bestehen nicht.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 137 (Vorjahr: 94) kaufmännische Arbeitnehmer und 2 (Vorjahr: 2) gewerblichen Arbeitnehmer.

Konzernverhältnisse

Die Bringmeister GmbH ist mit 99,8% eine Tochtergesellschaft der B Fresh Germany GmbH, Berlin.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Rockaway Capital SE, Prag, Tschechische Republik, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussleistungen beläuft sich auf rund EUR 24.000,00.

 

Berlin, den 28. Februar 2023

Sergej Manthey, Geschäftsführer

Dr. Torben Oliver Hansen, Geschäftsführer

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.518.977,10 536.045,75 0,00 -9.604,00 8.045.418,85
2. geleistete Anzahlungen 116.937,60 448.532,19 0,00 9.604,00 575.073,79
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 7.635.914,70 984.577,94 0,00 0,00 8.620.492,64
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.039.826,13 169.111,50 0,00 0,00 5.208.937,63
2. technische Anlagen und Maschinen 82.572,32 0,00 0,00 0,00 82.572,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.077.969,71 528.216,09 128.242,96 0,00 4.477.942,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 439.083,25 0,00 0,00 439.083,25
Summe Sachanlagen 9.200.368,16 1.136.410,84 128.242,96 0,00 10.208.536,04
Summe Anlagevermögen 16.836.282,86 2.120.988,78 128.242,96 0,00 18.829.028,68
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.862.081,89 1.038.990,99 0,00 -9.604,00 6.891.468,88
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 9.604,00 9.604,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.862.081,89 1.038.990,99 0,00 0,00 6.901.072,88
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.937.073,00 411.360,95 0,00 0,00 2.348.433,95
2. technische Anlagen und Maschinen 71.133,26 2.053,27 0,00 0,00 73.186,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.952.603,85 409.259,14 128.242,81 0,00 2.233.620,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.960.810,11 822.673,36 128.242,81 0,00 4.655.240,66
Summe Anlagevermögen 9.822.892,00 1.861.664,35 128.242,81 0,00 11.556.313,54
Buchwert
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.153.949,97 1.656.895,21
2. geleistete Anzahlungen 565.469,79 116.937,60
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.719.419,76 1.773.832,81
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.860.503,68 3.102.753,13
2. technische Anlagen und Maschinen 9.385,79 11.439,06
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.244.322,66 2.125.365,86
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 439.083,25 0,00
Summe Sachanlagen 5.553.295,38 5.239.558,05
Summe Anlagevermögen 7.272.715,14 7.013.390,86

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Das Kerngeschäft der Bringmeister GmbH (i.F. Bringmeister) besteht im Lieferservice der über die Website www.bringmeister.de bestellten Lebensmittel in den Städten Berlin und München. Über die beiden Gesellschaften Bringmeister Logistik GmbH sowie Bringmeister Fulfillment GmbH werden logistische Dienstleistungen bezogen.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war geprägt vom Rückgang der COVID-19 Pandemie und der Energiepreiskrise durch den Krieg in der Ukraine. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahresdurchschnitt um +1,9% gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum fiel geringer aus als im Vorjahr. (2021: +2,7%; 2020: -4,6%).

Im Jahreswirtschaftsbericht geht die Bundesregierung für das Jahr 2023 von einem geringen Wachstum in Höhe von 0,2% aus. Im Folgejahr steigert sich dieser Wert dann auf 1,8%. Für das kommende Jahr bestehen erhebliche Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der hohen Energiepreise. Insbesondere für die erste Jahreshälfte von 2023 ist eine Eintrübung des Konsumentenklimas und eine daraus resultierende Kaufzurückhaltung mit verringerten Warenkorbgrößen zu erwarten.

1.2. Marktentwicklung Lebensmittel-Online-Handel

Die Covid-19 Pandemie sorgte in den Jahren 2020 und 2021 für eine verstärkte Nachfrage nach online-bestellbaren Lebensmitteln. Entsprechend dynamisch entwickelte sich das Wettbewerbsumfeld. Zum einen traten neue Wettbewerber mit zu Bringmeister vergleichbaren Geschäftsmodellen ("Vollsortimenter") in den Markt ein bzw. erweiterten ihr Angebot um zusätzliche Sortimentsbereiche. Kennzeichen von Vollsortimentern sind ein breites Angebot an Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst und Käse, Molkereiprodukten, Tiefkühlware und Trockensortiment.

Zum anderen wurden neue Geschäftsmodelle erprobt. Die Lieferung von Lebensmitteln in wenigen Minuten aus einem stark eingeschränkten Warensortiment ("Quick Commerce") sowie die Lieferung von Nischensortimenten stellten zwei wesentliche Trends im Bereich des Online-Lebensmittelhandels in 2022 dar.

Das Abflachen der COVID-19 Pandemie im Laufe von 2022 bremste das starke Wachstum im Online-Handel mit Lebensmitteln aufgrund der Wiederverfügbarkeit von stationären Angeboten. Das Umsatzniveau verblieb absolut jedoch auf dem hohen Vorjahresniveau.

1.3. Geschäftsverlauf

In Folge des starken Wachstums während der COVID-19 Pandemie, konnte die in 2022 weiterhin steigende Kundennachfrage wegen Kapazitätsbeschränkungen in Lager und Auslieferung nicht immer vollständig bedient werden. Die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten war entsprechend für Bringmeister in 2022 ein Schwerpunktthema. Dies erstreckte sich über die Bereiche Reorganisation, Sortimentsadaption, Standortplanung und Prozesseffizienz.

Das Sortiment in Berlin wurde mit ca. 18.400 (Vj. 18.700) Artikeln und in München mit ca.13.500 (Vj. 13.600) Artikeln geringfügig reduziert.

Die Bestellungen pro Woche lagen mit +8,4% über dem Niveau des Vorjahres; der Warenkorb blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch.

Im Jahr 2022 wurde die bereits im Vorjahr angestoßene Ausgliederung des eigenen Auslieferungsprozess an Dienstleister DoDo Germany GmbH übergeben.

Es wurde ein Nettoumsatz aus dem Warengeschäft in Höhe von EUR 91,9 Mio. erwirtschaftet. Das erzielte EBITDA in Höhe von EUR -21,1 Mio. für das Gesamtjahr 2022 liegt um EUR +7,3 Mio. besser als der Planwert.

Der erzielte Fehlbetrag in Höhe von EUR 22,9 Mio. für das Geschäftsjahr 2022 liegt um EUR -10,4 Mio. geringer als der Planwert. Der Geschäftsverlauf 2022 wird positiv bewertet da eine erfolgreiche Stabilisierung des Geschäftsbetriebes bei gleichzeitiger Fortführung des Wachstums aus dem Vorjahr erfolgte.

Lage des Unternehmens

2.1. Ertragslage

Die Umsätze aus dem Warengeschäft der Bringmeister haben sich im Kalenderjahr 2022 zum Vorjahrzeitraum wie folgt entwickelt:

2022 2021 2020 Veränderung
Berlin 67,8 Mio. € 65,2 Mio. € 47 Mio. € 2,6 Mio. € 4,0%
München 23,8 Mio. € 20,3 Mio. € 13 Mio. € 3,5 Mio. € 17,2%
Gesamt 91,6 Mio. € 85,5 Mio. € 60,0 Mio. € 6,1 Mio. € 7,1%

Durch die stetige Verbesserung am Lagerstandort Berlin konnte trotz Kapazitätsgrenzen ein Wachstum von 4,0% realisiert werden. In München betrug dieses Wachstum 17,2%. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein EBITDA in Höhe von EUR -21,1 Mio. ausgewiesen. Dies bedeutet einen geplanten Rückgang von EUR -12,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR -8,2 Mio.). Die wesentlichen Kostentreiber sind der Ausbau der Lagerkapazität, die vorbereitende Durchführung räumlicher Expansion, sowie die Mindestlohnerhöhungen zum Januar, Juli und Oktober 2022.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der B Fresh (Germany) GmbH, Berlin.

2.2. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bringmeister hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 26,7 Mio. auf EUR 71,9 Mio. erhöht.

Auf der Aktivseite weist das Sachanlagevermögen ohne sonstige Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr Vermögenswerte von EUR 7,3 Mio. aus (Vj. EUR 7,0 Mio.). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die neu geschaffene Lagerkapazität am Lagerstandort Berlin sowie die neue Büroausstattung des neuen Verwaltungsstandortes zurückzuführen.

Die Vermögenswerte betragen EUR 64,6 Mio. (Vj. EUR 19,6 Mio.). Die Erhöhung stammt im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegenüber der Gesellschafterin aus der Übernahme des Jahresfehlbetrags (EUR -23 Mio.) für das abgeschlossene Rumpfgeschäftsjahr der Bringmeister GmbH.

Auf der Passivseite weist die Bringmeister ein Eigenkapital in Höhe von EUR 39,1 Mio. aus, das im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 9,4 Mio. einen Anstieg aufgrund der Liquiditätszuführung durch den Gesellschafter ausweist. Die Rückstellungen beinhalten Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR 0,4 Mio.) und sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere begründet mit Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten bestehen für Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5,5 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.). Der Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten von EUR 10,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 24,2 Mio. stammt im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, diese wurden im Vorjahr erst ab dem Rumpfjahr (01.05.2021) erfasst.

2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtleistung ist im Kalenderjahr 2022 im Vergleich zum Kalenderjahr 2021 um EUR 6,4 Mio. (+7,5%) auf EUR 91,9 Mio. gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der Lieferungen pro Woche lag 2022 im Durchschnitt bei 20.415 (+8,4%), in Berlin bei 14.982 (+4,8%) bzw. in München bei 5.433 (+19,6%). Die Steigerung begründet sich primär in der Erhöhung der Marktanteile. Das Ergebnis nach Steuern ist investitionsbedingt trotz der erhöhten Leistung geplant auf EUR -22,9 Mio. gesunken.

2.4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Mit den Umsatzerlösen aus dem Warengeschäft in Höhe von EUR 91,9 Mio. für das Kalenderjahr 2022 wurden die dem COVID-Verlauf angepassten Erwartungen erfüllt. Am Standort München überstiegen die erzielten Roherträge die operativen Kosten, d.h. es wurde ein positiver Deckungsbeitrag nach variablen und fixen Kosten des Lager- und Auslieferungsbetriebs erzielt. Wesentliche operative Kennzahlen weisen eine erhebliche Steigerung im Jahresverlauf auf und stellen hiermit eine positive Grundlage für 2023 dar.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Berlin und München. Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2023 wird von einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um +0,2% im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. In Bezug auf die Verbraucherpreise wird eine Erhöhung von +6,0% prognostiziert.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich der langfristige Trend eines wachsenden Marktes für Online-Lebensmittel fortsetzt. Die kurzfristige Wachstumsentwicklung hingegen ist mit Unsicherheiten behaftet. Zum einen wird infolge des Ukraine-Krieges eine weitere Häufung an Lieferengpässen sowie steigende Rohstoffpreise erwartet. Dies kann Auswirkungen auf Beschaffungs- und Absatzpreise haben. Zum anderen sieht die GFK deutliche Anzeichen für eine Eintrübung des Konsumklimas in Folge von Inflation und Lebenskostensteigerungen. Eine mögliche resultierende Preissensibilität würde mittelfristig für erhöhten Margendruck im stationären, wie auch im Online-Lebensmittelhandel sorgen.

2. Positionierung der Bringmeister und Unternehmensprognose

Bringmeister ist seit mehr als 20 Jahren in Berlin und München aktiv. Das Wertversprechen an Kunden ist die konsistente, verlässliche Lieferung des Wochenbedarfs an Lebensmitteln am Bestell- oder Folgetag. Mit diesem Wertversprechen und der stabilen Bestandskundenbasis sieht sich Bringmeister auch in Zeiten einer möglichen Konsumeintrübung im Wettbewerb gut positioniert:

Bringmeister hat mit der Größe seines Sortimentes ein Alleinstellungsmerkmal unter den direkten Vollsortiments-Wettbewerbern

Der Bedarf an Lieferung von Wocheneinkäufen ist weniger austauschbar als Ergänzungslieferungen einzelner Artikel - dem Fokus von Quick-Commerce-Anbietern

Bringmeister sieht bei sich erhebliche Stückkostenvorteile ggü. Dark-Store/Spokebasierten Liefermodellen von Wettbewerbern

Ziel von Bringmeister ist es der Rolle als Nahversorger gerade für ältere und körperlich eingeschränkte Kunden in noch größerem Umfang gerecht zu werden. Die hohe Kundenzufriedenheit dieser teils jahrzehntelang bestehenden Kundenbeziehungen stellen eine stabile Umsatzbasis dar.

Die Planung für das Kalenderjahr 2023 ist erstellt und sieht ein zweistelliges Umsatzwachstum sowie erneut einen negativen Jahresfehlbetrag vor. Die Erschließung von neuen Regionen mit hohen Warenkörben und die Automatisierung der bestehenden und neuen Standorte ermöglichen mittelfristig ein profitables Geschäftsmodell.

Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023 soll laut Planung EUR 102,5 Mio. betragen. Die Anzahl der Lieferungen pro Woche soll in 2023 im Durchschnitt 22.452, in Berlin 16.267 bzw. in München 6.185 erreichen. Die Steigerung begründet sich primär in der Erhöhung der Marktanteile sowie des allgemeinen Marktwachstums und Wachstum des Warenkorbs. Das Ergebnis nach Steuern im Jahr 2023 ist geplant auf EUR -18,0 Mio.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Deutschland weist weiterhin im europäischen Vergleich einen geringen Anteil an Online- Lebensmittelhandel auf. Bringmeister geht davon aus, dass sich die Online-Penetration in Deutschland perspektivisch den Nachbarländern annähern wird. Ebenfalls zeigen die derzeitigen Experimente im Online-Lebensmittelhandel der stationären Marktführer Aldi, Edeka und Rewe die Relevanz des Online-Vertriebs auch für Lebensmittel. Der Online- Lebensmittelhandel bleibt mittelfristig somit ein attraktives Marktumfeld mit erheblichem Wachstumspotenzial.

Bringmeister im speziellen kann hiervon aufgrund seiner bereits erreichten Größe und Wettbewerbsposition im Online-Handel überproportional profitieren. Bringmeister hat hierzu eine Vielzahl an Investitionen und Maßnahmen angestoßen, um in den kommenden Jahren die Wachstumsmöglichkeiten zu nutzen.

Es ist geplant zusätzliche Liefergebiete zu erschließen und die Dienstleistung mehr Kunden zugänglich zu machen. Neben der Umsatzperspektive wird dies die Stückkostenentwicklung positiv beeinflussen.

Bringmeister kann mit einem ergänzenden Produkt- bzw. Dienstleistungsangebot eine zusätzliche Relevanz für neue Kundengruppen bekommen. Dies sowohl für Kunden, welche aktuell bei Online-Wettbewerbern einkaufen, als auch Insbesondere für derzeit primär stationär einkaufende Konsumenten.

Im Bestandskundenportfolio besteht ein Steigerungspotenzial bei Kauffrequenz und Warenkorbhöhe, welche den monatlichen Warenkorb positiv beeinflussen. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss des Kapazitätsausbaus an den bestehenden Standorten.

Rockaway Capital SE ist seit 2021 mittelbarer Mehrheitsgesellschafter von Bringmeister. Durch die Branchenexpertise von Rockaway Capital besteht zum einen Potenzial für Kooperationen mit Firmen, insbesondere aus dem osteuropäischen Raum. Zum anderen liegt wesentliches Know-How im Bereich der Lagerautomatisierung vor, welch einen wesentlichen Kostenoptimierungshebel darstellt.

2. Risiken

Die Flächenpenetration an stationären Lebensmittelgeschäften ist seit Jahren rückläufig, verbleibt aber auf einem europaweit hohen Niveau. Der Online-Lebensmittelhandel hat es trotz starken Wachstums bislang nicht geschafft, auch nur annähernd vergleichbare Umsatzregionen zu erreichen. Als Folge dessen ist der stationäre Einzelhandel weiter das dominierende Element in der Kundenwahrnehmung und entsprechend der Taktgeber bezüglich Preissetzung und Sortimentstrends.

Für Bringmeister bedeutet dies insbesondere drei Herausforderungen:

Der Online-Lebensmittelhandel wird sich makroökonomischen Trends und einer ggf. vorsichtigen Konsumentenstimmung im Jahr 2023, bzw. Teilen von 2023, nicht entziehen können. Im Besonderen wird der Online-Lebensmittelhandel auf Veränderungen im stationären Einzelhandel reagieren müssen. Dies betrifft insbesondere Preissteigerungen und -senkungen, welche Auswirkungen auf die Wachstums- und Margenprognose für 2023 haben können.

Bringmeister muss seine geographische Reichweite erhöhen, um mittelfristig am Markt eine relevante Position einnehmen zu können. Die Planung zur Ausweitung von Kapazitäten und Reichweite ist ambitioniert und unterliegt dem Risiko von Mehrkosten bzw. erheblichen Verzögerungen, wenn kritische Meilensteine nicht planmäßig erreicht werden.

Eine Automatisierung bestehender Lagerstätten ist mit dem Risiko von Betriebseinschränkungen verbunden, sowohl bzgl. Sortimentsbreite und -tiefe als auch bzgl. der zeitlichen Verfügbarkeit des Lieferangebotes. Eine nicht sachgerechte Umrüstung könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Bestandskundenbasis haben.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortbestehensprognose aus. Die Planungsrechnung der Gesellschaft basiert auf Annahmen über Erwartungen und Schätzungen für die Zukunft. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen können.

Sollten entgegen unseren Erwartungen, die der Planungsrechnung zugrunde liegenden Annahmen nicht realisiert werden oder die weitere Unterstützung von Gesellschafterseite ausbleiben, ist die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigt.

3. Gesamtwürdigung von Chancen und Risiken

Die Chancen und Risiken werden aus heutiger Sicht als ausgeglichen bewertet. Allerdings ist eine besondere Beachtung der wirtschaftlichen und konjunkturellen Rahmendaten erforderlich, um präventive Maßnahmen einzuleiten. Bis die Gesellschaft ein ausgeglichenes Ergebnis und einen positiven Cash-Flow erreicht, ist sie weiterhin auf die Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen.

 

Berlin, 28. Februar 2023

Bringmeister GmbH

Geschäftsführung

Torben Hansen

Sergej Manthey

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