Carl Spaeter Gesellschaft mit beschränkter HaftungDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BERICHT DES AUFSICHTSRATESIn den drei Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres wurde der Aufsichtsrat über die strategische Ausrichtung sowie über die Entwicklung des laufenden Geschäftes sowohl der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, als auch der Spaeter-Gruppe umfassend informiert. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und der Unternehmensgruppe wurden eingehend behandelt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres regelmäßig durch schriftliche Berichte über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und über wichtige Fragen der Geschäftspolitik berichten lassen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind vom Aufsichtsrat mit zustimmendem Ergebnis geprüft worden. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind im Auftrag des Aufsichtsrats von der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, in Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Wir schließen uns dem Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer an und billigen den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss. Dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung schließen wir uns an.
Duisburg, 12. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Dr. Rudolf Stützle, Vorsitzender Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Carl Spaeter GmbH, Duisburg, ist die Obergesellschaft von sechzehn rechtlich selbstständigen, operativ tätigen Tochtergesellschaften, die ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben (SPAETER Gruppe). Mit diesen Tochtergesellschaften, die operativ dezentral geleitet werden, wird ein flächendeckendes Handelsnetz für Stahlprodukte (Walzstahlerzeugnisse, Rohre, Edelstahl-Rostfrei, Qualitäts- und Güteprodukte), Nicht-Eisen-Metalle (insbesondere Aluminium-Halbfabrikate), Kunststoffe sowie sonstige von Industrie und Gewerbe eingesetzte Vormaterialien unterhalten. Die Gesellschaft tätigt von Duisburg aus ebenfalls ein Handelsgeschäft mit Stahlprodukten (Walzstahlerzeugnissen und Edelstahl-Rostfrei) und Aluminium-Halbfabrikaten, das durch den Handel mit Feuerfestprodukten und mit Rohstoffen ergänzt wird. Von Duisburg aus wird darüber hinaus das Stahlhandelsgeschäft in andere Länder der Europäischen Union wahrgenommen. Gleichzeitig koordiniert Duisburg zentrale Importaufgaben für die gesamte Unternehmensgruppe. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die globale Wirtschaftsleistung stieg laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Berichtszeitraum um etwa 3,1 % (Vorjahr: 3,5 %). Das wirtschaftliche Umfeld war insgesamt im Vergleich zu den Vorjahren durch eine weiterhin hohe Inflation und entsprechend hohe Leitzinsen der Zentralbanken geprägt. Über den Jahresverlauf sanken die Inflationsraten kontinuierlich und teilweise schneller als erwartet. Aus China kamen unterschiedliche Impulse. Zunächst wachstumsfördernde durch die Abkehr von der Null Covid Politik zu Beginn letzten Jahres, dann aber auch dämpfende durch die Turbulenzen am Immobilienmarkt. Insgesamt führte dies zu der verlangsamten weltwirtschaftlichen Entwicklung. Gemäß Schätzungen des IWF stieg hingegen in der Eurozone die Wirtschaftsleistung im Berichtszeitraum nur um 0,5 % (Vorjahr: 3,4 %). Insbesondere die verhaltende Konsumnachfrage auf Grund der hohen Verbraucherpreise gepaart mit einer verhaltenden Reallohnentwicklung dämpften das Wachstum. In Deutschland war im Jahr 2023 sogar ein Rückgang der Volkswirtschaft um -0,3 % (Vorjahr: +1,8 %) zu verzeichnen. Rückläufige Auftragseingänge, eine verhaltene Auslandnachfrage aber auch der demographisch bedingte Arbeitskräftemangel trugen zu dieser Entwicklung bei. Für die Wirtschaft belastend wirken zudem die auf Grund des Russland-Ukraine-Konfliktes strukturell hohen Energiepreise. Branchenbezogene Entwicklung Die weltweite Stahlerzeugung entwickelte sich über das Jahr 2023 hinweg insgesamt auf Vorjahresniveau. Für die 71 an den Branchenverband "worldsteel" berichtenden Länder wurde dabei für das Gesamtjahr eine Produktionsmenge von 1.850 Mio. t Rohstahl berichtet, was einem marginalen Produktionsrückgang von 0,1 % entspricht. Der Monat März bildete im Jahr 2023 mit 168,1 Mio. t den Höhepunkt der Produktionsmengen. In den Folgemonaten schwächte sich diese dann zunehmend ab. Der Großteil der Produktion stammt unverändert aus Asien, wo über den Jahresverlauf hinweg gut 1.367 Mio. t Rohstahl produziert wurden. Der asiatische Raum steuert damit knapp 73,9 % zur globalen Rohstahlproduktion bei. Nach der erhofften Belebung nach dem Ende der Null-Covid-Politik folgte in China eine konjunkturelle Ernüchterung. Die anhaltende Krise im Immobiliensektor sowie die rückläufige Nachfrage aus dem Ausland haben das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft geschwächt und entsprechend dämpfend auf die inländische Stahlnachfrage- und -produktion gewirkt. Nordamerika liegt mit einer Produktionsmenge von insgesamt 109,6 Mio. t Rohstahl etwa 1,7 % unter dem Vorjahresvergleichswert. Hier machten sich vor allem die Ausrüstungsinvestitionen bemerkbar, die zum Jahresende spürbar zurückgingen. Im Gegensatz zur Entwicklung im asiatischen Raum und in Europa verzeichnete hingegen die Baubranche in den USA zuletzt einen Aufschwung und profitierte von Bauinvestitionen im unternehmerischen Bereich. In Europa entwickelte sich die Rohstahlproduktion weiter rückläufig. Insgesamt wurden hier im Jahr 2023 knapp 168 Mio. t Stahl produziert. Das sind erneut gut 6,7 % weniger als im bereits schwachen Vorjahr. Auf die Mitgliedsstaaten der EU entfiel dabei eine Menge von 126,3 Mio. t (Vorjahr: 136,7 Mio. t). Die Nicht-EU-Staaten berichten eine Gesamtproduktion von 41,7 Mio. t. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten, ausgelöst durch den Russland-Ukraine-Konflikt sowie weitere geopolitische Spannungen, setzten die Entwicklung des Wirtschaftsraums Europa stark unter Druck. Auch die Eskalation des Palästina-Konflikts und die damit insgesamt unsichere Lage im Mittleren Osten macht sich bemerkbar und schürt Unsicherheit im Markt. Vor diesem Hintergrund und insbesondere belastet durch die in Europa vergleichsweise hohen Energiepreise, reduzierten die Hütten in Frankreich, Spanien, Italien und Österreich ihre Produktion deutlich. Als maßgeblicher Teil der europäischen Stahlindustrie müssen auch die deutschen Produzenten im Jahr 2023 nochmalige Produktionsrückgänge vermelden. Mit einer Rohstahlmenge von nur noch 35,4 Mio. t liegt die deutsche Produktion um 3,8 % unter dem bereits sehr niedrigen Vorjahreswert von 36,8 Mio. t. Damit sind auch in Deutschland die Produktionskapazitäten der Stahlindustrie deutlich unterausgelastet. Die Gründe für diesen Rückgang entsprechen der Situation in Europa insgesamt. Das Jahr 2023 zeigt sich geprägt durch eine konjunkturell bedingt schwache Nachfrage in den für die Stahlindustrie und schlussendlich auch den Stahlhandel maßgeblichen Abnehmerbranchen Bau, Automobilindustrie sowie im Maschinen-/Anlagenbau. Gepaart mit der straffen Geldpolitik der EZB sank die Nachfrage im deutschen Markt deutlich ab. Auch aus den eher verbrauchernahen Industrie- und Gewerbezweigen fehlten maßgebliche Impulse. In der Summe agierten die Unternehmen der stahlverbrauchenden Industrien in ihrem Beschaffungsverhalten äußerst vorsichtig und ließen somit eine nachhaltige Belebung der Stahlkonjunktur auch in Deutschland nicht zu. Im Verlauf des Jahres 2023 mussten erhebliche Kursschwankungen bei den für die Stahlerzeugung wichtigen Rohstoffen verzeichnet werden. Nachdem der Kurs für Eisenerz im ersten Quartal bei durchschnittlich 116 EUR/t bis 119 EUR/t lag, fiel dieser im Zeitraum April/Mai auf unter 100 EUR/t ab. Erst im Juni überschritt der Kurs wieder die 100 EUR/t Marke und verharrte bis Anfang September in etwa auf diesem Niveau. Ab September war dann eine Belebung zu verzeichnen, die im Oktober ein Plateau um 113 EUR/t erreichte. Zum Jahresausklang war dann ein weiterer Preisanstieg zu verzeichnen, der in einem Schlusstand von etwa 126 EUR/t zum Jahresende mündet. Der beschriebene Preisverlauf für 62%iges Fe trocken (CFR China) wirkte sich entsprechend auf die Entwicklung der Preise für Warmband (HRC) aus. Das Produkt HRC erlebte zum Halbjahr einen starken Preissturz und konnte sich erst zum Jahresende wieder erholen. Der Preis für Kokskohle (Ex-Russia Premium Hard CC; CFR China) zeigte sich volatil. Nach einem Jahreseinstand um 233 EUR/t und zwischenzeitlichen Preisaufbau bis auf 260 EUR/t im März, trat in der Folge ein massiver Verfall ein, der mit 144 EUR/t im Mai seinen Boden fand. Bei weiteren massiven Schwankungen im Jahresverlauf notiert Kokskohle zum Jahresende bei 226 EUR/t. Gleichfalls volatil entwickelte sich im Jahr 2023 der Preis für eine Tonne Neuschrott der Sorte 2. Während zum Jahresanfang ein Preis von 361 EUR/t erzielt werden konnte, waren unterjährige Höchstnotierungen bei über 400 EUR/t und Tiefstwerte von unter 300 EUR/t zu verzeichnen. Zum Jahresende wurde der Neuschrott bei 332 EUR/t notiert. Der deutsche lagerhaltende Stahlhandel konnte das Niveau der Lagerabsätze über alle Walzstahlfertigerzeugnisse im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht halten und fiel in Bezug auf den Absatz um 4,8 % ab. Dabei verliefen ausnahmslos alle vier Quartale des Jahres rückläufig. Während das erste und dritte Quartal mit je einem Rückgang von 5,0 % abschlossen, verzeichnete das zweite Quartal ein Minus von 6,2 %. Vergleichsweise besser verlief das vierte Quartal, das mit einem Rückgang von noch 2,6 % abschloss. Der Edelstahlbereich wurde von der konjunkturellen Entwicklung in 2023 nicht verschont und kämpfte mit den Auswirkungen der hohen Energiepreise und der Inflationsraten. Dies spürte man vorranging in Europa, wo die Edelstahlproduktion nach einem starken Start um 8% einbrach, während die Produktion in China um 13,4 % anstieg. Eine schwache Nachfrage sowie der Überschuss der zur Herstellung benötigten Werkstoffe (wie z.B. Nickel), drückten die Preise für den Werkstoff 1.4301 dabei spürbar nach unten. Der aus den wesentlichen Werkstoffen abgeleitete Legierungszuschlag sank in Folge von 2.918 EUR/t zum Jahresbeginn konsequent ab und notierte zum Jahresende bei 2.055 EUR/t. Die Primäraluminiumproduktion erreichte zum Jahresende ein neues Rekordhoch von 70,6 Mio. t, das entspricht einem Anstieg von 2,3 % zum Vorjahr. Maßgeblich war hierbei das Wachstum der chinesischen Produktion um 3,1%, welches die um 6,9 % rückläufige europäische Produktion kompensieren konnte. Die deutsche Aluminiumindustrie verzeichnete in den Marktsegmenten Aluminium und Aluminiumhalbzeug deutliche Rückgänge, die insbesondere im Zusammenhang mit den hohen inländischen Energiekosten zu verstehen sind. In Deutschland wurden insgesamt nur 2,976 Mio. t Aluminium produziert, ein Einbruch von 10% zum Vorjahr. Während die Kategorie Recyclingaluminium mit einer Menge von 2,786 Mio. t einen Rückgang von 6 % zeigt, wurde in der Kategorie Hüttenaluminium mit 0,190 Mio. t gar 45 % weniger Menge ausgebracht. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Aluminiumhalbzeugen zu beobachten. Bei einer Gesamtmenge von 2,332 Mio. t, verteilt auf die Kategorien Walzprodukte mit 1,832 Mio. t (-7 % zum Vorjahr) und Strangpressprodukte mit 0,500 Mio. t (-15 % zum Vorjahr), stellt sich auch hier einen Rückgang um 9% ein. Neben der Belastung durch den vergleichsweise hohen Strompreis fehlen auch Impulse auf der Nachfrageseite. Entsprechend reagiert der Preis: Nachdem der Aluminiumpreis mit durchschnittlich 2.337 EUR/t stark in das Jahr startete, ging dieser fortlaufend im Jahresverlauf zurück, bis er im Juli 2023 mit knapp 1.970 EUR/t den Boden erreichte und sich seither im Wesentlichen nur seitwärts entwickelt. Zum Jahresende notiert der Aluminiumpreis um 2.012 EUR/t. Die für den Stahlhandel relevanten Abnehmerbranchen haben sich innerhalb des Geschäftsjahres 2023 im Einzelnen wie folgt entwickelt: Die Lage deutscher Maschinenbauer bleibt angespannt. Bedingt durch die schwächelnde Weltkonjunktur und der daraus resultierenden Verunsicherung der Kunden werden Investitionen zurückgestellt und Bestellungen bleiben aus. Der Auftragseingang ging gegenüber dem Jahr 2022 um insgesamt 12 % zurück. Vor allem Auslandsaufträge fehlen. Die zwischenzeitliche weitgehende Behebung der zum Jahresbeginn noch die Produktionsleistung belastenden Materialengpässe kann somit aufgrund fehlenden Neugeschäfts nicht in Wachstum umgemünzt werden. In der Summe ging die Produktion um 6,1 % zurück. Vor allem aufgrund der deutlich gestiegenen Zinsen steht die Konjunktur im Bauhauptgewerbe massiv unter Druck. Zwar konnte das Baugewerbe Dank der Abarbeitung von Altaufträgen im Jahr 2023 noch marginales Wachstum von 0,2 % vermelden, die realen Auftragseingänge gingen jedoch gegenüber dem Vorjahr um 4,4 % zurück. Eine positive Entwicklung zeigt allein der Tiefbau, der ein Auftragsplus von 3,0 % verzeichnen konnte. Die größten Einbußen mussten dagegen der Hochbau mit einem Auftragsminus von 11,4 % und im Besonderen der Wohnungsbau mit einem Minus von 19,8 % verbuchen. Die im Jahresverlauf zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen, hohe Baupreise und eine insgesamt belastete Investitionsneigung ließen die Auftragsbücher im Jahresverlauf schmelzen, wobei insbesondere der Wohnungsbau deutlich lahmte. Mit 94.100 weniger genehmigten Wohnungen sank auch die Anzahl der Baugenehmigungen im Vorjahresvergleich um 26,6 %. Ein schlechtes Vorzeichen für eine Belebung in der näheren Zukunft. Die Landmaschinenindustrie zieht zum Jahresende eine positive Bilanz. Der deutliche Umsatzanstieg führender Landmaschinenhersteller - Claas, John Deere, etc. - wird durch die nach wie vor hohe Nachfrage in Europa und Nordamerika getragen. Die Branche konnte die zum Jahresauftakt aufgelaufenen Auftragsbestände nach Entspannung der Lieferkettenproblematik konsequent abarbeiten und damit das Jahr 2023 stark abschließen. Der Ausblick zeigt sich hingegen leicht eingetrübt. Auch die deutsche Automobilbranche konnte ausgehend von äußerst schwacher Basis positiv aus dem Jahr 2023 hinausgehen. Über das Gesamtjahr 2023 wurden in Deutschland 4,1 Mio. Pkw gebaut, das sind 18% mehr als im Vorjahr. Gut 76 % der produzierten Pkw wurden anschließend exportiert. Auf dem deutschen Markt wurden insgesamt 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen was einer Steigerung von 7 % zu 2022 entspricht. Belastet zeigt sich hingegen der Zukunftsmarkt E-Mobilität. Die Neuzulassungen für Elektro-PKW beliefen sich auf 700.200 Stück, 16 % weniger als noch 2022. Maßgeblich für diese Entwicklung ist der Einbruch im Markt für Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge, während die Zulassungen für rein batterieelektrische Fahrzeuge um 11 % zulegten. Geschäftsverlauf Insgesamt war die Geschäftsentwicklung der Gruppe im Geschäftsjahr 2023 maßgeblich durch eine verhaltende Nachfrage und daraus folgend einem stetig sinkenden Preisniveau geprägt. Dies vor dem Hintergrund einer weiterhin hohen Inflation und einem erhöhten allgemeinen Zinsniveau. Der SPAETER Gruppe gelang es in diesem schwierigen Umfeld die eigene Marktposition auszubauen. Die Planung sowie die Ausführungen im Prognosebericht für das Jahr 2023 waren unter der Prämisse einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung und unter der Annahme einer stabilen Marktdurchdringung, d.h. zumindest stabiler Marktanteile für die SPAETER Gruppe im inländischen Stahlhandel, erstellt worden. Auf Grund der erwartbaren konjunkturellen Abkühlung, gingen wir von einem spürbaren Rückgang des Absatzvolumens aus. Zudem war von einem rückläufigen Preisniveau und somit einem überproportional rückläufigen Umsatz ausgegangen worden. Daraus resultierend musste mit einem spürbar reduzierten Rohergebnis gerechnet werden. Tatsächlich entwickelte sich der Absatz auf Grund der Ausweitung der Marktanteile weniger stark rückläufig als erwartet. Das rückläufige Preiseniveau lag hingegen im Rahmen der Erwartungen, der Umsatz war insgesamt stark rückläufig und das Rohergebnis fiel noch hinter die zurückhaltende Erwartung zurück. Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte die SPAETER Gruppe dank der guten Materialverfügbarkeit, einer restriktiven Einkaufspolitik im Jahresverlauf und einer aktiv forcierten Bestandsreduktion im zweiten Halbjahr, wie erwartet, ein positives Ergebnis erzielen. Die Carl Spaeter GmbH, Duisburg, verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 innerhalb der einzelnen operativen Geschäftsfelder insgesamt eine weiterhin positive, aber im Vergleich zum Vorjahr rückläufige geschäftliche Situation. Die Umsätze entwickelten sich im Wesentlichen preisbedingt analog zur oben dargestellten Branchenentwicklung in allen Bereichen rückläufig und dies bei nachfragebedingt insgesamt weniger stark gefallenden Absätzen. Der Rohertrag lag in allen Bereichen weiterhin auf auskömmlichem Niveau. Der prozentuale wesentliche Umsatz- und Absatzrückgang der einzelnen Geschäftsbereiche ist dabei ist auf das Edelstahllagergeschäft in Duisburg zurückzuführen, welches in 2023 in der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, geschlossen wurde und in Zukunft von unterschiedlichen Häusern der SPAETER Gruppe fortgeführt wird. Die Absätze der zentralen Importfunktion für die Spaeter Gruppe lagen nur leicht unter dem Vorjahr. Die Umsatzrückgänge aus diesem Bereich spiegeln den allgemeinen Preistrend wider. Die Geschäftsführung der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, beurteilt das Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund des äußerst herausfordernden Marktumfeldes als zufriedenstellend. Die SPAETER Gruppe hat sich im Wettbewerbsvergleich sowohl hinsichtlich des Absatzes wie auch bezüglich des erzielten Jahresergebnisses besser entwickelt als maßgebliche Wettbewerber mit vergleichbarem Geschäftsmodell. Die Beurteilung bezieht dabei auch ein, dass die Gruppe ihre Investitions- und Instandhaltungsprojekte sowie Prozesse zur Effizienzsteigerung erfolgreich weiter voranbringen konnte. Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den finanziellen Steuerungskennzahlen gehören in unserem Handelsgeschäft im Wesentlichen der Umsatz, der Absatz und das Rohergebnis (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand). Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf, die Lage und die Prognose an den jeweils relevanten Stellen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mit einer Ausbildungsquote (Anzahl Auszubildende im Verhältnis zur Anzahl vollzeitäquivalenter Mitarbeiter - FTE) von 10,9 % (Vorjahr: 8,9 %) gelingt es der Gesellschaft, sowohl der sozialpolitischen Verantwortung als auch der Zukunftssicherung des Unternehmens gerecht zu werden. Die Ausbildungsquote lag damit über dem im Vorjahr prognostizierten Niveau von 9,4 %. Im Rahmen einer zentralen Personalentwicklung werden die Mitarbeiter/-innen durch ein umfangreiches Schulungsprogramm gefördert. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement sowie ihren Umgang mit den pandemiebedingten zusätzlichen Belastungen im abgelaufenen Jahr zum Unternehmenserfolg beigetragen. Hierfür gelten ihnen unser Dank und unsere Anerkennung. Nachhaltigkeit Für uns als mittelständisch geprägten unabhängigen Stahlhändler gehört nachhaltiges Handeln beginnend auf Ebene der obersten Unternehmensführung zu unserem Selbstverständnis. Bereits im Jahr 2014 haben wir erstmals wesentliche Grundsätze in unserem Verhaltenskodex manifestiert und erwarten von unseren Geschäftspartnern und Mitarbeitern, ihr Handeln daran zu orientieren. Nach Überarbeitung unserer Unternehmensstrategie im Jahr 2020 wurde Nachhaltigkeit als eigener strategischer Ankerpunkt aufgenommen. Bei der Entwicklung diente uns als Leitlinie der Deutsche Nachhaltigkeitskodex. Hierbei liegen uns die Belange unserer Umwelt, unserer Arbeitnehmer, die Einhaltung von Menschrechten und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung unter Wahrnehmung unserer ethischen und sozialen Verantwortung bei gleichzeitigem ökonomischem Erfolg am Herzen. In den unterschiedlichen Aspekten wurden nach dem Kriterium der Wesentlichkeit Handlungsfelder festgelegt, die dazu dienen, eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen und zu unterstützen. Der kontinuierliche Dialog mit unseren Kunden unterstützt uns dabei, auf Markt- und Gesellschaftsentwicklungen zu reagieren. Auch wenn der weit überwiegende Teil unserer Produkte zu 100 % recyclefähig ist, unterliegt der Produktionsprozess von Stahl und NE-Metallen weiterhin einem hohen Ressourceneinsatz. Eine Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes bis hin zu einem neutralen Herstellungsprozess von Stahl wird in den nächsten Jahrzehnten zu einer gewaltigen Herausforderung der Stahlindustrie werden, die zu einer Verteuerung des Produktes führen wird. Als Händler sehen wir uns in der Pflicht, bereits jetzt unseren Teil zur Verringerung der Umweltauswirkungen beizutragen. Alle vier Jahre unterzieht sich die SPAETER Gruppe im Rahmen des Energieaudits einer intensiven Prüfung durch einen externen Energieexperten zur Identifikation der wesentlichen Energieeinsparpotentiale mit Fokus auf unsere interne und externe Logistik. Durch weitestgehend vollständiges Umrüsten unserer Hallenbeleuchtung auf LED-Technologie gelang es, unseren gruppenweiten Stromverbrauch um ca. ein Viertel zu reduzieren. Darüber hinaus erfolgten Energieeinsparungen bei der Druckluft- und Heiztechnik. Die SPAETER Gruppe befindet sich in konkreten Ausschreibungsprozessen zur Installation von Photovoltaikanlagen zum Ausbau der Eigenstromversorgung und konnte einige Projekte bereits umsetzen. Perspektivisch soll - wo immer statisch und bautechnisch möglich - der Eigenstrombedarf vollständig aus am Verbrauchsort erzeugtem Solarstrom gedeckt werden. Nach Schaffung der erforderlichen regulatorischen Rahmenbedingungen steht die SPAETER Gruppe darüber hinaus bereit, Solarstrom auch über den Eigenbedarf hinaus zu erzeugen und in die öffentlichen Verbrauchsnetze einzuspeisen. Prozessabläufe im überwiegenden Teil unserer eigenen Läger finden mit unserem ERP-System digital und somit zunehmend papierlos statt. Eine konsequente Umstellung sämtlicher möglicher Geschäftsprozesse auf eine digitale Verarbeitung ist nun das nächste Ziel. Ein Großteil der internen und externen geschäftlichen Zusammenkünfte können über Videokonferenzen stattfinden und somit Aufwendungen für Geschäftsreisen in Grenzen halten. Insgesamt ist der verantwortungsvolle Umgang mit Unternehmensressourcen für uns ein Kernelement guter Unternehmensführung und Leitgedanke in unserem täglichen Handeln. Die Arbeitssicherheit und Gesundheit unserer Arbeitnehmer stehen unter besonderer Beachtung. Die Einhaltung der allgemeinen Arbeitssicherheitsstandards wird über externe Arbeitssicherheitsbeauftragte des TÜV Rheinland einheitlich in der SPAETER Gruppe umgesetzt und überwacht. Als Mitglied im Arbeitgeberverband halten wir uns an die Vereinbarungen der Tarifpartner und achten das Recht auf Koalitionsfreiheit unserer Mitarbeiter. Die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns sowie der gesetzlichen Arbeitszeiten sind für uns genauso selbstverständlich wie Anerkennung der internationalen Menschenrechte, das Verbot von Kinderarbeit sowie die Einhaltung übriger gesetzlicher Bestimmungen. Unsere Erwartungshaltung bringen wir in der Kommunikation gegenüber unseren Lieferanten in unserem Code of Conduct eindeutig zum Ausdruck. Als Traditionsunternehmen pflegen wir teilweise Jahrzehnte alte internationale Geschäftsbeziehungen, die eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichen. Hierbei werden u.a. auch die sogenannten Konfliktmineralien betrachtet, die nur in einem Bruchteil unserer gehandelten Produkte enthalten sind und für die bei Bedarf eindeutige Herkunftsnachweise eingefordert werden. Unsere ethischen Grundsätze werden über regelmäßige Sensibilisierung unserer Mitarbeiter kommuniziert und über unser internes Kontrollsystem überwacht. Dies dient der Vermeidung von Korruption und Bestechung sowie der Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften im nationalen und internationalen Umfeld. Ertragslage Die Planung der SPAETER Gruppe für das Jahr 2023 über alle wesentlichen Geschäftsbereiche war unter der Annahme einer stabilen Marktdurchdringung und unter der Annahme einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung zur Erzielung eines reduzierten Absatzes bei einem rückläufigen Preisniveau erstellt worden. Die Planung der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr 2023 sah einen reduzierten Absatz und Umsatz bei einem stabilen Rohergebnis vor. Die in der Planung definierten Absatzziele wurden im Lagerbereich unterschritten, im Streckengeschäft hingegen übertroffen. Der Umsatz entwickelte sich aufgrund des gesunkenen Preisniveaus deutlich unter den Erwartungen. Das Rohergebnis in Höhe von Mio. EUR 30,3 (Vorjahr: Mio. EUR 33,0) lag hingegen auf der Höhe der Erwartung. Die Umsatzerlöse sind von Mio. EUR 1.001 im Vorjahr um 26,0 % auf Mio. EUR 741 im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken. Im Streckengeschäft Walzstahl/Rohre/Edelstahl zeigte sich das Inlandsgeschäft, das im Wesentlichen die Versorgung der Unternehmensgruppe mit Importmaterial umfasst, im Absatz stabil, im Umsatz sank es allerdings um 28,1 %. Die Tätigkeit der Importabteilung zeichnet sich damit für den wesentlichen Teil des Umsatzrückganges verantwortlich. Das Streckengeschäft Walzstahl/Rohre inkl. Export sank in diesem Jahr absatzseitig um 4,3 % und umsatzseitig um 23,5 %. Der Edelstahllagerabsatz sank um 39,9 % bei einem Umsatzrückgang von 55,7 %. Der Aluminiumlagerabsatz sank um 0,9 %, bei einem Umsatzrückgang um 21,3 %. Der Umsatz im Rohstoffgeschäft stieg um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung des Drittgeschäftes reflektiert damit die Entwicklung des Gesamtmarktes, der durch nachfragebedingt leicht rückläufige Absätze bei preisbedingt deutlich sinkenden Umsätzen geprägt war. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt Mio. EUR 10,0 und liegt damit unter dem Niveau des Jahres 2022 (Mio. EUR 34,0). Die Schmälerung der Ertragskraft im Vergleich zum überdurchschnittlichen Vorjahr ergibt sich auf Grund folgender Entwicklung in den verschiedenen Elementen der Ertragslage: Die rückläufige Geschäftsentwicklung im Absatz und Umsatz in allen Geschäftsbereichen führte in Verbindung mit der rückläufigen Preisentwicklung zu im Schnitt geringeren Rohmargen. Insgesamt führte dies zu einem um Mio. EUR 2,7 verminderten Rohertrag. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich dagegen positiv entwickelt. Der Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von Mio. EUR 3,1 zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (SbA) lagen insbesondere aufgrund verminderter Wertberichtigungen (Mio. EUR 2,0) und gesunkener Transportkosten (Mio. EUR 1,0) unter dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwendungen sanken i.W. auf Grund reduzierter Rückstellungen für variable Vergütungen (Mio. EUR 0,2). Die verminderten Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind auf den Bereich Software zurückzuführen. Das Zinsergebnis stieg im Wesentlichen aufgrund höherer Zinsen von verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 2,2 auf Grund des höheren Zinsniveaus bei weiterhin hoher Mittelbindung in den Tochtergesellschaften. Die Ergebnisse der überwiegend im Lagergeschäft tätigen Tochtergesellschaften, welche aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge übernommen werden, liegen im Saldo um Mio. EUR 53,2 unter dem Vorjahr und sind somit der wesentliche Einflussfaktor für den Ergebnisrückgang, der i.W. auf die verminderte Nachfrage und die reduzierte Rohmarge in allen Produktbereichen zurückzuführen ist. Insgesamt ist bei der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, ein Steueraufwand in Höhe von Mio. EUR 0,5 (Vorjahr: Mio. EUR 23,5) angefallen. Vermögens- und Finanzlage Bei Anlagezugängen von insgesamt Mio. EUR 1,1, Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 0,5 und Abgängen zum Buchwert in Höhe von Mio. EUR 0,3 ist das Anlagevermögen um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 38,7 gestiegen. Die Warenvorräte, inkl. der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte, sind von Mio. EUR 63,7 auf Mio. EUR 77,9 gestiegen. Die Erhöhung ergab sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der unterwegs befindlichen Ware, insbesondere im Bereich Walzstahl, für die Versorgung der Gruppe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 2,2 gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen infolge der im Vergleich zum Vorjahr auch in der Gruppe geringeren Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesunken. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind auf Grund des reduzierten Geschäftsvolumens zum Jahreswechsel um Mio. EUR 22,9 gesunken. Auf der Passivseite wird einschließlich des Jahresüberschusses ein Eigenkapital von Mio. EUR 226,9 ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 69,6 % nach 59,8 % im Vorjahr. Die Verminderung der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Steuerrückstellungen, nachdem im Geschäftsjahr 2023 Steuervorauszahlungen geleistet worden waren. Die Sonstigen Rückstellungen reduzierten sich i.W. auf Grund gesunkener Rückstellungen für Risiken aus Warengeschäften. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Geschäftsjahresende um Mio. EUR 18,6, was vor allem auf das im Vorjahresvergleich deutlich verminderte Einkaufsvolumen im Schlussquartal zurückgeht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um Mio. EUR 4,7. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken um Mio. EUR 15,3, was vor allem auf gesunkene Umsatzsteuerzahllasten zurückzuführen ist. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit sank um Mio. EUR 73,2 auf einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von Mio. EUR 32,9. Die Gründe für den negativen operativen Cashflows liegen im Wesentlichen auf zum Jahreswechsel erhöhte ausländische Umsatzsteuerforderungen sowie verminderte ausländische Umsatzsteuerverbindlichkeiten, den Mittelabfluss aus im Vorjahr gebildeten Steuer- und sonstigen Rückstellungen, insb. Instandhaltungsrückstellungen, dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus LuL. Zum Bilanzstichtag bestanden wie schon im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug Mio. EUR 22,9 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 25,4 vermindert. Gesamtbeurteilung zur wirtschaftlichen Lage Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch eine herausfordernde Ertragslage in der SPAETER Gruppe geprägt. Die Gruppe und auch die Carl Spaeter GmbH, Duisburg, als Mutterunternehmen, haben sich dennoch in einem schwachen Marktumfeld behaupten können. Über den gesamten Jahresverlauf waren stetig fallende Marktpreise sowie eine schwache Nachfrage zu verkraften. Bei einer im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin zufriedenstellenden Ertragslage, einer weiterhin sehr soliden Vermögens- und Finanzlage beurteilen wir die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft - gepaart mit einer vorsichtig optimistischen Einschätzung für das Gesamtjahr 2024 - als aktuell gut. Die Eigenkapitalquote liegt mit rund 69,6 % (Vorjahr: 59,8 %) zum Ende des Berichtszeitraums auf Grund der verringerten Bilanzsumme deutlich über dem Vorjahr. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit war im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die Mittelabflüsse aus Rückstellungen negativ. Dennoch gelang es, einen deutlich positiven Finanzmittelfond zum Jahresende auszuweisen. Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement nimmt in der SPAETER Gruppe seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert ein. Im Rahmen der Risikokontrolle werden deshalb auch Regelungen des KonTraG auf freiwilliger Basis angewandt. Aufbauend auf der Risikoidentifikation werden die Risiken einer qualitativen Beurteilung unterworfen, die sich durch einen konservativen Umgang mit Risiken auszeichnet. Durch verschiedene Überwachungsinstrumente - insbesondere ein zeitnahes, kontinuierliches und umfassendes Berichtswesen - wird sichergestellt, dass die Veränderungen von Risiken im Zeitablauf erkannt und die Vorgaben eingehalten werden. Somit sollen Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität frühzeitig identifiziert werden. Forderungsausfallrisiken werden durch eine umfassende Kreditwürdigkeitsprüfung sowie Überwachung der vorgegebenen Limite begrenzt. Risiken aus Zinsänderungen und Währungskursschwankungen sind im Wesentlichen durch Derivate abgesichert; wir verweisen auf die Angaben im Anhang. Die vielfältigen Auswirkungen der Klimaveränderung werden im Einzelnen analysiert und ihnen wird, wenn möglich, vorrausschauend begegnet. Ein umfangreiches Versicherungskonzept ermöglicht einen kalkulierbaren Umgang mit Großrisiken. Risiken für die zukünftige Entwicklung werden im Wesentlichen in der künftigen Preis- und Absatzentwicklung gesehen. Diese werden derzeit zu einem großen Teil durch EU-Importbeschränkungen sowie einer Angebotsverknappung durch die Stahlwerke beeinflusst. Weiterhin ist eine Unterstützung der herstellerabhängigen Stahlhändler durch ihre jeweiligen Mutterhäuser sichtbar, was den Konkurrenzdruck aufrechterhält. Veränderungen des Marktumfeldes durch Branchenkonsolidierungen werden eng überwacht, um Abhängigkeiten auf der Lieferantenseite zu vermeiden, derzeit aber nicht als besonders risikobehaftet eingeschätzt. Das aktuell immer noch relativ hochpreisige Marktumfeld ist sehr vorsichtig zu beobachten. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass das hohe Preisniveau belastende Auswirkungen auf Kundenbonitäten hat. Hinzukommen mögliche Störungen in den Lieferketten, welche sich einerseits auf die reine Logistik beziehen und andererseits auf der Lieferanten- und Abnehmerseite zu Störungen in den laufenden Geschäftsbeziehungen führen können. Vor dem Hintergrund der Preisentwicklung kommt daher im weiteren Verlauf des Jahres, der Bestandspolitik sowie der Forderungsüberwachung eine entscheidende Bedeutung zu. Auch wenn derzeit im Vergleich zum Vorjahr keine nennenswerten Störungen aufgrund der Entwicklung der kriegerischen Auseinandersetzung im Russland-/Ukrainekonflikt zu beobachten waren, sind Risiken auf Grund der hohen Volatilität aktuell hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und potentieller Schadenshöhen weiterhin schwer einschätzbar. Infrastrukturelle Versorgungslücken vor diesem Hintergrund sind derzeit nicht wahrscheinlich, aber auch nicht gänzlich auszuschließen. Eine Unterbrechung der Versorgung unserer Standorte bspw. mit Strom und Gas hätte ggf. eine Unterbrechung unserer Geschäftstätigkeit zur Folge, mit entsprechend weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen. Die sich in Folge des Konflikts ergebenden Veränderungen der internationalen Lieferketten und somit der aktuellen und potenziellen Bezugsquellen werden durch uns eng begleitet. Erforderliche Maßnahmen zur Risikobewältigung sind umgesetzt. In Folge der zwangsweise notwendigen Veränderungen und Störungen in den Lieferketten ergeben sich für ein global eng vernetztes Handelshaus wie die SPAETER Gruppe immer auch zahlreiche wirtschaftliche Chancen. Die zentrale Funktion des lagerführenden Werkstoffhändlers als Problemlöser in der Lieferkette kommt bei disruptiven Störungen aber auch erhöhten regulativen Anforderungen besonders zum Tragen. In der Folge bestehen Chancen zur Neukundengewinnung bzw. Vertiefung bestehender Beziehungen und entsprechender Absatzimpulse, da die SPAETER Gruppe aus gut geführten Beständen auch im Krisenmodus eine weitgehende Versorgungssicherheit mit dringend benötigten Materialien gewährleisten kann. Der seit Jahren zu beobachtende Trend der Ausweitung von zu beachtenden rechtlichen Vorschriften auf deutscher, aber auch europäischer Ebene hat eine Erhöhung der Compliance-Risiken zur Folge, denen mit erhöhter interner Aufmerksamkeit aber auch durch den Einsatz von digitalen und automatisierten Lösungen begegnet wird. Chancen können sich daraus ergeben, dass die Gruppe keine spezifische Kunden- oder Branchenabhängigkeit hat und somit von möglichen positiven Entwicklungen in einzelnen Branchen profitiert. Zudem ist die SPAETER Gruppe gut finanziert, zeigt keinen maßgeblichen Investitionsrückstau, verfügt über ein breit aufgestelltes internationales Lieferantennetzwerk und bringt daher alle Voraussetzungen mit, ihre Marktposition, insbesondere auch in kritischen Marktphasen, auszuweiten. Hierbei ist grundsätzlich ein ausgewogenes Verhältnis des Lager- und Streckengeschäftes von Bedeutung. Darüber hinaus wird die SPAETER Gruppe im Lagergeschäft als verlässlicher Partner mit einem ausgeprägten Serviceanspruch geschätzt. Eine für die Zukunft wieder erwartete positive Entwicklung der Beteiligung Primex Steel Trading GmbH sollte diese Tendenz weiterhin unterstützen. Sie wird durch regelmäßige Management-Meetings und eine monatliche Berichterstattung überwacht, um gleichermaßen die Risiken im Blick zu behalten. Die in der Umsetzung befindliche, mit großem Aufwand betriebene Modernisierung der IT sichert die Zukunftsfähigkeit und dient der Absicherung und Verbesserung der geschäftskritischen Prozesse. Zudem ist sie befähigt, der zunehmend kritischen Bedrohung der IT Sicherheit entgegenzutreten. Insgesamt sieht die Geschäftsführung in der aktuell für den Stahlhandel sehr robusten Marktlage und trotz der erheblichen konjunkturellen Risiken aktuell keinerlei bestandsgefährdenden Risiken. Es wird fokussiert an der Optimierung und Digitalisierung interner Geschäftsprozesse gearbeitet und aktiv auf der Vertriebs- und Kostenseite den Herausforderungen des intensiven Wettbewerbsumfeldes begegnet. Sämtliche Maßnahmen folgen stringent den im Rahmen des Strategieprozesses SPAETER 2030 "Wir sind Carl SPAETER." festgelegten strategischen Ankerpunkten, die an dem Ziel ausgerichtet sind, das Geschäft der Unternehmensgruppe auch in einem allgemein konjunkturell oder branchenbezogen kritischen Umfeld erfolgreich betreiben zu können. Prognosebericht Das Jahr 2023 stellte uns vor zahlreiche Herausforderungen, die in weiten Teilen für 2024 fortbestehen. Insbesondere die erheblichen geopolitischen Spannungen werden uns auf Sicht weiter begleiten. Neben dem Krieg in der Ukraine wird die Stimmung im Markt durch den sich intensivierenden Konflikt im Mittleren Osten, die Handelskonfrontationen zwischen den USA und China sowie dem ungelösten Taiwan-Konflikt und schlussendlich auch durch Unsicherheiten rund um die anstehende US-Präsidentschaftswahl belastet. Die stark schwankenden Rohstoffpreise erfordern ein kontinuierliches Überwachen des Marktgeschehens und seiner Teilnehmer, um kurzfristig auf die sich bietenden Chancen reagieren zu können, vor allem aber unkalkulierbare Risiken zu meiden. Wirtschaftspolitische Impulse und davon ausgehend eine Belebung des Investitionsklimas wären hilfreich, um die unter Druck geratenen und für uns bedeutsamen Abnehmerbranchen - Baugewerbe, Maschinenbau/Anlagenbau, Fahrzeugbau - aus dem aktuellen Stimmungstief zu befreien. Eine entsprechende maßgebliche Belebung erwarten wir hingegen im Einklang mit den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten zumindest für 2024 noch nicht. Entsprechend konservativ disponieren wir in unseren Kern-Geschäftsfeldern Walzstahl, Rohre, Edelstahl und Aluminium. Es gilt Risiken zu vermeiden und profitabel auf niedrigem Niveau durch die Konsolidierungsphase zu navigieren. Das globale Wachstum verlangsamte sich im Jahr 2023. Für das Jahr 2024 wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet, dass das Wachstum der Weltwirtschaft wie im Vorjahr um 3,1 % steigt. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Die Inflation bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau, auch wenn die Inflationsraten im Berichtszeitraum rückläufig waren. Die Zentralbanken verlangsamten den restriktiven geldpolitischen Kurs. Zinssenkungen stehen in Aussicht, scheinen aber noch länger auf sich warten zu lassen. Wachstumsimpulse bei privatem Konsum aus pandemiebedingten Rücklagen dürften in diesem Jahr ausbleiben, da sie nun weitestgehend aufgebraucht sind. Zudem belasten höhere Lebenshaltungskosten die Verbraucher. Für die Eurozone rechnet der IWF für das Jahr 2024 mit einer konstanten Entwicklung des BIP (+0,9 % gegenüber Vorjahr). In Deutschland rechnet der IWF für 2024 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 %. Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der wirtschaftlichen Abkühlung robust, auch weil die Unternehmen nach wie vor händeringend nach Fachkräften suchen. Die OECD prognostiziert ein Anwachsen der weltweiten Stahlüberkapazitäten, die für das Jahr 2023 bereits mit 610 Mio. t angegeben werden und in den Jahren 2024-2026 mit weiteren Kapazitäten von 124 Mio. t bekannt sind. Hintergrund sind der Aufbau der klimafreundlichen Produktionskapazitäten bei zeitlich verzögertem Rückbau der klimaschädlicheren Produktionskapazitäten. Die sich hieraus ergebenen Preisrisiken gilt es eng zu beobachten und insbesondere in der Bestandpolitik zu berücksichtigen. Der Großteil der europäischen Stahlhersteller befindet sich ebenfalls im Prozess der Erstellung neuer Anlagen für die klimaneutrale Produktion von Stahlerzeugnissen. Allen voran die deutschen Branchengrößen ThyssenKrupp und Salzgitter sowie der Arcelor-Mittal-Konzern. Selbst mittelständisch/familiengeführte Hersteller bereiten sich konsequent und unter Einsatz erheblicher Investitionsmittel auf den epochalen Umbruch der stahl- und metallerzeugenden Industrie in Richtung klimaverträglicher Produktionsprozesse vor. Die geplanten Projekte werden in den kommenden Jahren viele Milliarden Euro verschlingen. Bei dem für den Edelstahl wichtigsten Rohstoff Nickel ist davon auszugehen, dass der Bedarf in der globalen Betrachtung wieder ansteigen wird. Der fortlaufende Trend zur E-Mobilität wird zu einem wirksamen Abbau der Überschussmengen führen und den Nickelpreis erneut ankurbeln. Als Folge dessen sind höhere Legierungszuschläge zu erwarten, welche den Edelstahlpreis wieder nach oben treiben könnten. Der Aluminiummarkt zeigt sich hingegen weitestgehend stabil. Der Weltstahlverband (World Steel Association) rechnet für das Jahr 2024 mit einem globalen Nachfrageanstieg von 1,9 %. Nach Einschätzung der Worldsteel Association dürfte der Nachfragezuwachs vor allem vom Infrastruktursektor in den etablierten Volkswirtschaften getragen werden. Dämpfend wirken sich hingegen die konjunkturelle Abkühlung in China, die anhaltend hohe Inflation in vielen Industrieländern sowie das weltweit hohe Zinsniveau aus. Die deutsche Stahlbranche steht weiterhin vor herausfordernden Zeiten. Die Entwicklung unserer Kernbranchen sehen wir wie folgt. Die Prognose in der Bauindustrie für 2024 fällt weiterhin rückläufig aus. Der Branchenverband geht von einem Produktionsrückgang um 3,5 % aus. Gestiegenen Finanzierungskosten als Folge der Zinspolitik der EZB dürften eine wesentliche Ursache ausmachen. Hinzukommen der anhaltende Arbeitskräftemangel und wachsende Kosten für Rohstoffe und Baumaterialien. Im Wohnungsbau wird für das kommende Jahr mit der Fertigstellung von ca. 200.000 Wohnungen gerechnet, was einem Minus von 12 % gleichkommt. Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland wird im Jahr 2024 laut Schätzungen des VDMA um rund 4 % schrumpfen. Die hohen Energiekosten und die angespannte Energieversorgung dürften sich weiter dämpfend auf den Sektor auswirken. Die Autobauer verlieren ebenfalls an Dynamik. Die globale Automobilindustrie wird im Jahr 2024 nach Schätzungen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) um rund 2 % wachsen. Damit wäre das Niveau aus 2019 wieder erreicht. In Deutschland erwartet der VDA ein Rückgang von 1 %. Dies spiegelt die gesamtwirtschaftliche Schwäche wider. In dieser gedämpften Marktsituation gilt es für die SPAETER Gruppe, bestmöglich am Markt zu partizipieren und mit großer kaufmännischer Vorsicht in das 2. Halbjahr 2024 zu gehen. Insbesondere ein gutes Bestandsmanagement und die passende Einkaufspolitik spielen die entscheidende Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg. Zur nachhaltigen Sicherung der Erfolgspotentiale streben wir in 2024 eine Ausbildungsquote von 9,0 % an. Die qualitativ hochwertige Ausbildung unserer Nachwuchskräfte stellt einen entscheidenden Beitrag zur Mitarbeiterbindung dar und hilft darüber hinaus langfristig den demographischen Wandel erfolgreich zu bewältigen. Bei allen Herausforderungen verfolgen wir das Ziel, die Marktanteile der SPAETER Gruppe in einem strukturell - aufgrund der aktuellen Investitionsschwäche sowie der langfristigen demographischen Entwicklung in Deutschland - eher schrumpfenden Markt zu behaupten und in ertragsstarken Geschäftsfeldern möglichst spürbar auszubauen. Insgesamt schauen wir verhalten optimistisch auf das Jahr 2024. Die Planung sowie die Ausführungen im Prognosebericht wurden unter den beschriebenen Annahmen sowie unter der Prämisse einer weiterhin kontinuierlichen Geschäftsentwicklung erstellt. Die zu Beginn des Jahres erstellte Planung der SPAETER Gruppe für das Jahr 2024 über alle wesentlichen Geschäftsbereiche ist unter der Annahme einer stabilen Marktdurchdringung, d.h. zumindest stabiler Marktanteile für die SPAETER Gruppe im inländischen Stahlhandel erstellt worden. Aufgrund der moderaten konjunkturellen Entwicklung gehen wir von einem Absatzvolumen aus, das nur leicht unter dem Vorjahrniveau liegen dürfte. Auch das - wenngleich im historischen Vergleich nach wie vor recht hohe - Preisniveau dürfte sich nach den in unseren Planungen zugrunde gelegten Annahmen im Jahresmittel weiterhin zur Absatzentwicklung überproportional rückläufig entwickeln. Aufgrund der hohen Volatilitäten in einem schwierigen Marktumfeld bleibt dabei die weitere Preisentwicklung, insbesondere für das 2. Halbjahr, äußerst schwer abschätzbar. Zur Sicherung der Ertragskraft der Gruppe arbeiten wir fortgesetzt an zahlreichen Projekten zur Optimierung von Kostenstrukturen sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Betriebsabläufen der Unternehmensgruppe. Das Konzernrohergebnis des Geschäftsjahres 2023 der Carl SPAETER GmbH, Duisburg, betrug Mio. EUR 178,4 und der Konzernumsatz Mio. EUR 1.601,6. Die zu Beginn des Jahres erstellte Planung für das Geschäftsjahr 2024 sieht nach einem Jahr der Konsolidierung bei einer aktuell unbefriedigenden Konjunkturerwartung ein leicht gestiegenes Rohergebnis auf Basis auskömmlicher Margen bei leicht rückläufigem Absatz und im Vergleich dazu stärker fallendem Umsatz vor. Die Umsatz- und Rohertragsplanung geht von einer im Jahresmittel leicht rückläufigen Preisentwicklung aus. Die Erreichung der planmäßigen Ziele sieht sowohl für die SPAETER Gruppe wie auch die Carl SPAETER GmbH, Duisburg, ein positives Jahresergebnis vor. Unsere Finanzkraft wird im Wesentlichen zur Finanzierung der Handelswaren und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eingesetzt. Für den beschriebenen Prognosezeitraum sind zur Sicherung der jederzeitigen Liquidität Kreditlinien in ausreichender Höhe verfügbar. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die SPAETER Gruppe mit seiner breiten Aufstellung und soliden finanziellen Fundierung auch für schwierigere Phasen gut gerüstet ist. Hierauf wird auch künftig weiterhin großer Wert gelegt.
Duisburg, den 30. April 2024 Carl SPAETER GmbH Thorsten Zips Klaus Tissen Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Carl Spaeter GmbH mit Sitz in Duisburg wird im Registergericht Duisburg geführt und ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 277 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. (1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände und Schulden sind mit Ausnahme von zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefassten Positionen einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Dem handelsrechtlichen Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, berücksichtigt. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus dem laufenden Geschäft werden übliche Instrumente wie Devisentermingeschäfte und Optionen auf diese Geschäfte eingesetzt. Die eingesetzten Derivate sind bis zum Zeitpunkt der Einlösung grundsätzlich nicht bilanzwirksam. Die derivativen Finanzinstrumente werden zunächst einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Sind die Voraussetzungen gemäß § 254 HGB zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte grundsätzlich zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Bewertungseinheiten werden gemäß § 254 HGB nach der durch das Schrifttum und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) anerkannten "Einfrierungsmethode" abgebildet. Hierbei werden die durch Währungs-, Betrags- und Laufzeitkongruenz geprägten Derivate mit den jeweiligen schwebenden bzw. antizipativen Grundgeschäften zusammengefasst. Die durch diese Absicherung sich wirksam ausgleichenden Wertschwankungen werden kompensiert und bis zur Endfälligkeit (Laufzeit: kleiner als ein Jahr) nicht bilanzwirksam. Etwaige unwirksame Absicherungen werden saldiert und rein imparitätisch abgebildet. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird laufend überwacht und ergibt sich aufgrund der Übereinstimmung sämtlicher bewertungsrelevanter Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte (sog. "Critical-Term-Match-Methode"). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (es handelt sich ausschließlich um IT- Software sowie darauf geleistete Anzahlungen) und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Planmäßige Abschreibungen werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Werteverzehr werden bis zum 31. Dezember 2018 angeschaffte Wirtschaftsgüter entweder linear oder degressiv abgeschrieben. Beginnend mit dem Anschaffungsjahr 2019 werden Wirtschaftsgüter in Anpassung an die steuerlichen Vorgaben ausschließlich linear abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögensgegenständen wird eine Nutzungsdauer von ein bis vier Jahren, bei Gebäuden eine von 25 Jahren und bei den übrigen Vermögensgegenständen eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren angenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr 2023 bis zu Nettoanschaffungskosten von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Waren werden zu gewogenen durchschnittlichen oder zu einzeln ermittelten Anschaffungskosten bewertet. Soweit das Niederstwertprinzip es erfordert, ist der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Anzahlungen auf Vorräte werden zu Nominalwerten bilanziert. Für Bestandsrisiken werden in ausreichendem Umfang Abschläge vorgenommen. Die übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu Nennwerten abzüglich ausreichender Wertberichtigungen und Abzinsungen bewertet. Von den Warenforderungen sind dabei Einzelwertberichtigungen und zur Abdeckung latenter Risiken eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt worden. Währungsforderungen sind regelmäßig kursgesichert und mit den Sicherungskursen bewertet. Ungesicherte Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Niedrigere Wertansätze, die auf Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB a.F. auf zukünftige Wertschwankungen nach § 253 Abs. 4 HGB a.F. im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung beruhen, wurden fortgeführt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Zum 31. Dezember 2023 sind die Pensionsverpflichtungen nach der Teilwertmethode unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %), dem durchschnittlichen Marktzinssatz, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, auf Basis der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG ermittelt. Ferner wurden bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen Annahmen zur Entwicklung der Anwartschaften bei den betriebsangehörigen Anwärtern in einer Spannweite zwischen 0 % bis 3 % sowie zum Rententrend bei den Rentenempfängern in Höhe von 1,7 5 % in die Berechnung einbezogen. Es wird aufgrund der geringen Bedeutung bei der Gesellschaft von keiner Fluktuation ausgegangen. Bei der Ermittlung der Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB wurden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssätze der letzten zehn Jahre verwendet. Die Erfolgswirkung der Änderung des Zinssatzes wird wie im Vorjahr im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden bei der Ermittlung der Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB die von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssätze der letzten sieben Jahre verwendet. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den jeweiligen Erfüllungsbeträgen. Währungsverbindlichkeiten sind regelmäßig kursgesichert und mit den Sicherungskursen bewertet. Ungesicherte Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften bestehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, von aktuell 32,0 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung ist in der Bilanz als passive latente Steuer anzusetzen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung besteht ein Aktivierungswahlrecht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer, die im Wesentlichen aus Rückstellungen und Wertberichtigungen resultiert. Erläuterungen zur Bilanz (2) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes ist diesem Anhang als Anlage 2 beigefügt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen dienen der HSP Property B.V., Oosterhout/Niederlande, zur langfristigen Finanzierung eines Betriebsgrundstückes. Die Beteiligungen von TEUR 2.293 betreffen die Geschäftsanteile an der Primex Steel Trading GmbH, Düsseldorf. (3) Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie im Übrigen insbesondere die übernommenen Ergebnisse. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen, die im Zusammenhang mit dem Waren- und Leistungsverkehr stehen, in Höhe von TEUR 12.037 (Vorjahr: TEUR 33.576). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird wie im Vorjahr ein auf Anforderung jederzeit fälliges Darlehen an die Carl Spaeter AG, Basel, in Höhe von TEUR 6.111 ausgewiesen, für das eine ertragsorientierte Zinsvereinbarung besteht. Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten laufende Guthaben. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind überwiegend für im Voraus geleistete Wartungskosten gebildet worden. (4) Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert Mio. EUR 30,0. (5) Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt per 31. Dezember 2023 TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 650). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kosten für den Personalbereich, Kosten für Rabatte und Reklamationen sowie noch ausstehenden Aufwand aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen. Die sich aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellung ergebenden Aufwendungen betragen TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 280). Diese sind in den Zinsaufwendungen enthalten. (6) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr mit TEUR 22.542 (Vorjahr: TEUR 17.813) kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, der Carl Spaeter GmbH, Düsseldorf, sowie die übernommenen Ergebnisse. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerschulden von TEUR 3.055 (Vorjahr: TEUR 18.456). Es bestehen im Berichtsjahr keine Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: TEUR 17). Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (7) Umsatzerlöse Die Umsätze gliedern sich wie folgt auf:
(8) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem mit TEUR 261 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 316), mit TEUR 4.325 Erträge aus der Auflösung der Einzel- und Pauschalwertberichtigung auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahr: TEUR 1.233). Erträge aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung von Abrechnungsspitzen sind im Berichtsjahr keine angefallen (Vorjahr: TEUR 44). (9) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung von Abrechnungsspitzen in Höhe von TEUR 29 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 6). (10) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen (im Wesentlichen Pensionsrückstellungen) in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 280). (11) Verwendung derivativer Finanzinstrumente Die Gesellschaft setzt zur Steuerung von gegenwärtigen und zukünftigen Währungs- und Zinsrisiken derivative Finanzinstrumente mit einem Nominalvolumen von Mio. EUR 81 ein. Verlustrisiken aus diesen Instrumenten werden durch Rückstellungen berücksichtigt, sofern diese nicht Teil einer Bewertungseinheit sind.
Die zum Bilanzstichtag gebildeten Bewertungseinheiten setzten sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Bewertungseinheiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Devisentermingeschäfte werden auf Basis von Spotkursen in Euro-Währung und des Swapsatzes auf Basis von Zinsdifferenzen beteiligter Währungen bewertet. Die Marktbewertungen werden durchgängig auf Grundlage der durch inländische Bankpartner bereitgestellten Bewertungen vorgenommen. Positive Marktwerte der Derivate beinhalten grundsätzlich ein Ausfallrisiko durch Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Kontrahenten. Bei unseren Vertragspartnern handelt es sich um Bankhäuser erstklassiger Bonität. Auf die Bewertung eines Ausfallrisikos wurde deshalb verzichtet. (12) Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mieten, Pachten und Leasingverträgen betragen TEUR 6.465 (Vorjahr: TEUR 6.552). Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie der ehemaligen Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen TEUR 146. Für die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird auf die Angaben des Konzernabschlusses verwiesen. Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, wird beim Bundesanzeiger eingereicht. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
Geschäftsführung Thorsten Zips, Geschäftsführer Einkauf und Vertrieb / Sprecher der Geschäftsführung (CEO) Klaus Tissen, Geschäftsführer Finanzen (CFO) Die Geschäftsführer üben ihre Geschäftsführungstätigkeit hauptberuflich aus. Aufsichtsrat Dr. Rudolf Stützle - Vorsitzender - Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Bank AG Region Nord-West i.R. Bernd H. Meyer - stellvertretender Vorsitzender - Rechtsanwalt Dr. Andre Carls Bereichsvorstand Commerzbank AG i.R. Bernhard von Schwerin Geschäftsführer der von Aschenbach & Voss GmbH i.R. Alain Witry Geschäftsführer ArcelorMittal Träger und Spundwand GmbH i.R. Dipl.-Ökonomin Irmhild Spaeter Geschäftsführerin der Carl Spaeter GmbH, Düsseldorf Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Duisburg, den 30. April 2024 Carl Spaeter GmbH Thorsten Zips Klaus Tissen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2023
* Sofern keine Angaben, liegt
Ergebnisabführungsvertrag vor.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Carl Spaeter GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Carl Spaeter GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. April 2024 Deloitte
GmbH
René Kadlubowski, Wirtschaftsprüfer Christian Frank, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesMit Gesellschafterbeschluss vom 12. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.Dezember 2023 festgestellt.
Duisburg, 12. Juni 2024 CARL
SPAETER
Die Geschäftsführung Beschlussfassung über die Verwendung des Ergebnisses 2023Der Gewinn wird wie folgt verwendet: Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Duisburg, den 12. Juni 2024 CARL
SPAETER
Die Geschäftsführung |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Carl Spaeter Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Philosophenweg 17
47051 Duisburg - Handelsregister
- HRB 277, Duisburg
- Eintragungsdatum
- 15. Dezember 1897
- Branche
-
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Unternehmenszweck
- der Handel mit Bergwerks-, Hütten- und Kunststofferzeugnissen sowie mit Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft ist befugt, sich an Gesellschaften mit gleichem Unternehmensgegenstand zu beteiligen sowie im In- und Ausland die notwendigen Einrichtungen zu unterhalten, zu errichten und zu betreiben, Liegenschaften und Schutzrechte zu erwerben und darüber zu verfügen, Produktions- und Handelsunternehmen jeglicher Art zu errichten, zu erwerben und zu betreiben. Sie ist berechtigt, sich an solchen Unternehmen zu beteiligen, Agenturen sowie sonstige Vertretungen solcher Unternehmen zu übernehmen.
Finanzen
Bilanz
2023- Umlaufvermögen 88,0 % 286,48 Mio
- Anlagevermögen 11,9 % 38,71 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 527,5 k
- Eigenkapital 69,7 % 226,88 Mio
- Verbindlichkeiten 20,1 % 65,60 Mio
- Rückstellungen 10,2 % 33,23 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 96,5 % 693,93 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,1 % 15,23 Mio
- Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,7 % 4,99 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,6 % 4,18 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,1 % 664,0 k
- Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 44,3 k
- Materialaufwand 92,1 % 662,14 Mio
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 2,5 % 18,34 Mio
- Personalaufwand 2,1 % 15,36 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,0 % 14,36 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,8 % 5,85 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,4 % −3,09 Mio
- Sonstige Steuern 0,0 % 143,3 k
- Ergebnis nach Steuern 4,73 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 4,59 Mio
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Klaus Tissen
seit 2020 Geschäftsführer
-
Thorsten Zips
seit 2013 Geschäftsführer
-
Daniel Hamacher
seit 2002 Prokura
-
Gunther Blauth
seit 2013 Prokura
-
Jan Erik Wortmann
seit 2025 Prokura
-
Jörn Messing
seit 2024 Prokura
-
Mark Heumann
seit 2016 Prokura
-
Maximilian Benger
seit 2022 Prokura
-
Michael Haut
seit 2007 Prokura
-
Michael Küsters
seit 2011 Prokura
-
Michael Marecki
seit 2010 Prokura
-
Nadine Henrichsen-Schrembs
seit 2023 Prokura
-
Olaf Karl Radmacher
seit 2014 Prokura
-
Thorsten Klotz
seit 2020 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Carl Spaeter GmbH DEU
- Carl Spaeter GmbH DEU
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 2 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Beteiligungen an
- FSC-Scholzen GmbH GmbH 100,0 %
- Austenit Gesellschaft für rost- und säurebeständige Edelstähle mbH GmbH 100,0 %
- HANKO Kraftfahrzeughandel GmbH GmbH 100,0 %
Historie
- 2025
-
12.11.
Austritt einer PositionSantiago Chalmovsky · Gesamtprokura
-
05.09.
Austritt einer PositionMichael Peter · Gesamtprokura
-
05.09.
Austritt einer PositionBodo Kirchner · Gesamtprokura
-
29.08.
Austritt einer PositionFrank Schmidt · Gesamtprokura
-
13.02.
Eintritt eines MitgliedsJan Erik Wortmann · Gesamtprokura
- 2024
-
11.10.
Austritt einer PositionNorbert Haidinger · Gesamtprokura
-
10.06.
VerschmelzungCarl Spaeter Gesellschaft mit beschränkter Haftung
-
27.03.
Austritt einer PositionR***** L**** · Gesamtprokura
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
- Tab wechseln
- 1–6
- Diese Hilfe
- ?