aktiv

CTDI Solutions GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung

MalschMalsch, DEU ·HRB 718270 Mannheim ·ctdi.eu
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Stephanstraße 4 - 8
76316 Malsch
Handelsregister
HRB 718270, Mannheim
Eintragungsdatum
17. Juni 2013
Branche
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Paket- und Expressdienste
Unternehmenszweck
Die Erbringung von Logistikleistungen aller Art, insbesondere im Bereich der Versorgung und des Transportwesens für Betreiber von Telekommunikationsnetzen und Hersteller von Telekommunikationstechnik im In- und Ausland, das Garantie- und Inventarmanagement von kundeneigenen Vorräten an technischen Einrichtungen und Messgeräten, sowie die Konfektionierung, Kommissionierung elektronischer und elektromechanischer Produkte und die Modernisierung elektronischer und elektromechanischer Produkte.
Logistik- und Transportdienste für Telekommunikationsnetze Garantie- und Inventarmanagement kundeneigener Bestände Konfektionierung und Kommissionierung elektronischer und elektromechanischer Produkte Instandsetzung/Reparatur und Modernisierung elektronischer/elektromechanischer Geräte Distribution und After-Sales-Services Logistikleistungen Versorgung Transport Garantiemanagement Inventarmanagement Konfektionierung Kommissionierung Reparatur

Finanzen

Umsatz 2021
390,48 Mio. €
Mitarbeiter 2021
3.779
Bilanzsumme 2021
205,09 Mio. €
Jahresergebnis 2021
3,19 Mio. €
5 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2021
Aktivseite 205,09 Mio
  • Umlaufvermögen 62,1 % 127,30 Mio
  • Anlagevermögen 36,2 % 74,18 Mio
  • Aktive latente Steuern 1,0 % 2,03 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 % 1,58 Mio
Passivseite 205,09 Mio
  • Verbindlichkeiten 48,9 % 100,24 Mio
  • Eigenkapital 37,1 % 76,01 Mio
  • Rückstellungen 10,5 % 21,44 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 3,2 % 6,65 Mio
  • Passive latente Steuern 0,4 % 742,8 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2021
Erträge 501,96 Mio
  • Umsatzerlöse 77,8 % 390,48 Mio
  • Bruttoergebnis vom Umsatz 9,1 % 45,84 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 6,2 % 31,36 Mio
  • Gewinnvortrag 5,6 % 28,16 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,2 % 6,08 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 39,7 k
Aufwendungen 393,40 Mio
  • Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 87,6 % 344,64 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 6,7 % 26,33 Mio
  • Vertriebskosten 2,2 % 8,50 Mio
  • Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 1,4 % 5,51 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,9 % 3,43 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,8 % 3,15 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,4 % 1,73 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % 114,4 k
  • Ergebnis nach Steuern 3,31 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 3,19 Mio
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Richard Kieselstein seit 2022 Geschäftsführer
  • Thomas Smolne seit 2018 Geschäftsführer
  • Hans-Jürgen Rinkleff seit 2017 Prokura
7 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • CTDI GmbH DEU Amtsgericht Mannheim, HRB 362406 100,0 % 25k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2026
  2. 11.06.
    Austritt einer Position
    Stefan Leibeling · Geschäftsführer
  3. 2022
  4. 12.08.
    Austritt einer Position
    D*** B****** · Geschäftsführer
  5. 12.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    S***** L****** · Geschäftsführer
  6. 08.06.
    Austritt einer Position
    C****** S**** · Geschäftsführer
  7. 08.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    Richard Kieselstein · Geschäftsführer
  8. 2019
  9. 25.02.
    Austritt einer Position
    T**** L*** · Gesamtprokura
  10. 2018
  11. 11.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    Thomas Smolne · Geschäftsführer
  12. 2017
  13. 09.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    T**** L*** · Gesamtprokura
37 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2021 Konzernabschluss
  • 2020 Konzernabschluss
  • 2019 Konzernabschluss
  • 2018 Konzernabschluss
  • 2017 Konzernabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Konzernabschluss 2020

Veröffentlicht am 16. Dezember 2021 · Quelle: Bundesanzeiger

CTDI GmbH

Malsch

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVSEITE

31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.040.163 7.838.270
2. Geschäfts- oder Firmenwert 31.571.973 37.082.268
38.612.136 44.920.538
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.590.358 30.188.957
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.065.282 7.590.471
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.525.477 5.137.199
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.264.854 594.068
41.445.971 43.510.695
80.058.107 88.431.233
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.867.598 16.732.425
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.551.747 1.833.671
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 31.390.317 23.754.854
45.809.662 42.320.950
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.459.229 59.803.164
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 255.383 496.831
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.243.435 5.732.167
64.958.047 66.032.162
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.816.234 5.425.219
120.583.943 113.778.331
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.355.320 812.689
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.513.633 1.556.140
204.511.003 204.578.393

PASSIVSEITE

31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.016.393 4.016.393
II. Kapitalrücklage 44.302.653 44.302.653
III. Bilanzgewinn 28.164.154 28.114.661
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (4.364.661) (1.262.800)
72.118.539 75.170.907
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.606.183 1.799.698
2. Steuerrückstellungen 2.162.785 1.033.144
3. Sonstige Rückstellungen 13.961.604 15.154.166
17.730.572 17.987.008
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.388.063 61.088.049
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.544.805
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.497.777 33.627.601
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 551.589 790.967
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.828.956 5.372.912
104.811.190 100.879.529
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.958.934 9.353.195
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 891.768 1.187.754
204.511.003 204.578.393

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020

2020 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 382.331.674 379.946.912
2. Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (344.132.968) (338.599.712)
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 38.198.706 41.347.200
4. Vertriebskosten (7.347.138) (9.152.300)
5. Allgemeine Verwaltungskosten (24.911.636) (26.753.812)
6. Sonstige betriebliche Erträge 8.593.763 6.041.787
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.088.517) (3.077.161)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.847 77.374
9. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert (5.510.295) (5.510.213)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (2.111.135) (2.131.681)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (1.664.658) (1.856.106)
12. Ergebnis nach Steuern 169.937 (1.014.911)
13. Sonstige Steuern (120.444) (161.686)
14. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss 49.493 (1.176.597)
15. Gewinnvortrag 28.114.661 29.291.258
16. Bilanzgewinn 28.164.154 28.114.661

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020 Währungskursdifferenzen Zugänge
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgetlich erworbene Kenzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.296.715 -212.156 305.691
Geschäfts- oder Firmenwert 53.072.491 0 0
67.369.206 -212.156 305.691
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließl. der Bauten auf fremden Grundstücken 38.010.314 -67.329 1.330.079
Tehnische Anlagen und Maschinen 33.628.734 -485.722 660.993
Andere Anlagen, Betriebs- u. Gechäftsausstattung 17.351.374 -267.826 1.427.443
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 594.068 -7.266 1.468.947
89.584.490 -828.144 4.887.462
156.953.696 -1.040.300 5.193.153
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgetlich erworbene Kenzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 437.962 434.587 14.386.875
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 53.072.491
437.962 434.587 67.459.366
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließl. der Bauten auf fremden Grundstücken 173.868 151.875 39.251.071
Tehnische Anlagen und Maschinen 8.395.669 133.426 25.541.761
Andere Anlagen, Betriebs- u. Gechäftsausstattung 2.666.288 71.006 15.915.709
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -790.894 1.264.855
11.235.825 434.587 81.973.397
11.673.786 - 149.432.763
Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Währungskursdifferenzen Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgetlich erworbene Kenzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.458.445 -192.479 1.503.171 422.425 7.346.713
Geschäfts- oder Firmenwert 15.990.223 0 5.510.295 0 21.500.518
22.448.668 -192.479 7.013.466 422.425 28.847.230
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.821.357 38.113 1.924.198 122.955 9.660.714
Tehnische Anlagen und Maschinen 26.038.263 -237.387 2.062.588 8.386.984 19.476.480
Andere Anlagen, Betriebs- u. Gechäftsausstattung 12.214.175 -158.624 1.942.342 2.607.661 11.390.232
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
46.073.795 -357.898 5.929.129 11.117.600 40.527.426
68.522.463 -550.377 12.942.595 11.540.025 69.374.656
Buchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgetlich erworbene Kenzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.040.163 7.838.270
Geschäfts- oder Firmenwert 31.571.973 37.082.268
38.612.136 44.920.538
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschließl. der Bauten auf fremden Grundstücken 29.590.358 30.188.957
Tehnische Anlagen und Maschinen 6.065.282 7.590.471
Andere Anlagen, Betriebs- u. Gechäftsausstattung 4.525.477 5.137.199
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.264.854 594.068
41.445.971 43.510.695
80.058.107 88.431.233

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Allgemeine Angaben

Die CTDI GmbH (im Folgenden "CTDI" bzw. "die Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Malsch und wird beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 362406 geführt.

Die CTDI GmbH ging zum 1. Juli 2000 aus dem Instandsetzungszentrum Malsch, einer Organisationseinheit der Deutsche Telekom AG, hervor und wurde als Teilbetrieb aus der Deutschen Telekom AG ausgegründet. Das Kerngeschäft der CTDI besteht aus Test-, Repair- und integrierten Logistikservices sowie dem Ersatzteilmanagement für elektronische Systeme.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Soweit in der Konzernbilanz sowie in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst wurden, werden diese im Anhang jeweils gesondert ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt, soweit nicht anders angegeben, in tausend Euro (T€).

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Sofern Angaben wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

B. Anteilsbesitz, Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis beinhaltet alle Tochterunternehmen, an denen die CTDI GmbH die Mehrheit der Anteile hält.

Für die Tochtergesellschaften CTDI Solutions GmbH, CTDI Alsdorf GmbH und CTDI Soemmerda GmbH wurde beschlossen, die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch zu nehmen und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 nicht offen zu legen.

In den Konzernabschluss der CTDI GmbH wurden gemäß § 294 Abs. 1 i.V.m. § 290 Abs. 2 und Abs. 3 HGB die in der Anlage 1 zum Konzernanhang angegebenen Gesellschaften einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

Handelsrechtlich findet für Erwerbsvorgänge, die in nach dem 31. Dezember 2009 beginnenden Geschäftsjahren erfolgt sind, die Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verpflichtend Anwendung.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen zwischen konsolidierten Unternehmen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Eine Zwischengewinneliminierung war nach § 304 Abs. 2 HGB nicht vorzunehmen.

Die Posten der Bilanz der einbezogenen Jahresabschlüsse wurden - bis auf das Eigenkapital - einheitlich mit dem Stichtagskurs am 31. Dezember 2020 umgerechnet. Das Eigenkapital wurde mit den historischen Kursen zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Aufrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung sind erfolgsneutral im Konzerneigenkapital unter der Position "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" gesondert ausgewiesen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und die Bewertung im Konzern erfolgten - soweit nicht anders angegeben - nach übereinstimmenden Grundsätzen, insbesondere wurden Bewertungswahlrechte in derselben Weise wie im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgeübt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt:

Anlageklasse Nutzungsdauer
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert 9 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Geschäftsjahr bis € 800 voll abgeschrieben.

Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen wegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung oder Zuschreibungen für Wertaufholungen vorgenommen. Zum 31. Dezember 2020 wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 185 vorgenommen (Vj. keine).

Die Vorräte werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bzw. zu den am Stichtag niedrigeren Tagespreisen bewertet. Anhand spezifischer Verwertungsstrategien und durch Lagerreichweitenabschläge werden bei Bedarf Wertberichtigungen vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf Basis der Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.

Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die bestehenden Pensionsverpflichtungen aus Direktzusagen wurden in Vorjahren gegen Zahlung von Einmalbeiträgen auf externe Versorgungsträger ausgelagert ("Wechsel des Durchführungswegs").

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen arbeitnehmerfinanzierte Entgeltumwandlungen.

Für bestimmte Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsansprüche, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind und dem Zugriff aller Gläubiger im Insolvenzfall entzogen sind. Entsprechend wurden die Verpflichtungen und der Aktivwert gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von jeweils T€ 499 saldiert ausgewiesen.

Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs.1 S. 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistungen) übersteigt. Dementsprechend wurden im Finanzergebnis die zugehörigen Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr Aufwendungen T€ 0) ausgewiesen.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde. Die Bewertung erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G von Prof Klaus Heubeck". Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 2,30 % (Vj. 2,71 %). Im Hinblick auf die gewährten Individualzusagen waren Trendannahmen nicht zu berücksichtigen. Im Finanzergebnis wurden die entsprechenden zugehörigen Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 41 (Vj. T€ 51) ausgewiesen

In Höhe des sich im Vergleich zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen bei Anwendung des bisher geltenden Marktzinssatzes ergebenden Unterschiedsbetrags von T€ 99 (Vj T€ 83), der auf Basis der letzten 7 Jahre ermittelt wurde (1,60 %, Vj. 1,97 %), besteht eine Ausschüttungssperre.

Grundsätzlich besteht eine Unterdeckung eines Verpflichtungsanspruchs von Pensionsberechtigten im Rahmen der Rentenanpassung des § 16 BetrAVG. Aufgrund der mittelfristig erwarteten geringen Eigenkapitalrendite des relevanten Konzernunternehmens entfällt aus der Sicht zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 analog zum Vorjahr eine Nachversicherungspflicht.

Des Weiteren besteht noch eine Pensionsrückstellung für Pensionsrestverpflichtungen, die nicht durch den Schuldbeitritt der GERLING Pensionsenthaftungs- und Rentenmanagement GmbH, Köln, gedeckt sind, in Höhe von T€ 289 (Vj T€ 303). Der Unterschiedsbetrag gegenüber der Barwertermittlung auf Grundlage der letzten sieben Jahre beträgt insgesamt T€ 10 (Vj. T€ 12) und ist unter Berücksichtigung latenter Steuern gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Den in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeit liegen ebenfalls versicherungsmathematische Berechnungen zu Grunde ("Richttafeln Heubeck 2018 G" Diskontierungssatz 1,60 %, Vj. 1,97 %), Einkommenstrend 2 % (Vj. 2 %).

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsung beläuft sich auf T€ 11 (Vj. T€ 12).

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Als passive Rechnungsabgrenzung wurden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Umsatzerlöse vor dem Stichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Im Konzern werden latente Steuern nach § 274 HGB ermittelt und dabei der Bruttoausweis gewählt. Aktive latente Steuern werden in der Bilanz angesetzt.

Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Abschreibungen im Anlagevermögen, bei Teilen der Personalrückstellungen, der Bewertung von Vorratsvermögen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus der Kaufpreisallokation im Rahmen der Erstkonsolidierung und beziehen sich im Wesentlichen auf aktivierte immaterielle Vermögensgegenstände.

Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastungen sind mit den unternehmensindividuellen länderspezifischen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für den Konzern ist im Konzernanlagespiegel dargestellt.

Der zum Bilanzstichtag in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Zugang der mit Wirkung zum 11. Oktober 2017 erworbenen Anteile an der CTDI Holdings Limited. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von neun Jahren und beträgt € Mio. 5,5. Die zugrundeliegenden Abschreibungsdauern leiten sich insbesondere aus miterworbenen Kundenverträgen mit entsprechender Nutzungsdauer ab.

Es lagen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte für eine Verkürzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer vor.

Die Restnutzungsdauern für die übrigen Allokationswerte betragen zwischen einem Jahr und acht Jahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegenüber dem Gesellschafter Telekom Deutschland GmbH in Höhe von T€ 427 (Vj. T€ 677; zugleich: Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht). Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Geschäftsjahr 2020 keine Pauschalwertberichtigungen gebildet (Vj. T€ 0). Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von T€ 514 (Vj. T€ 78) vorgenommen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter Communications Test Design, Inc., West Chester, USA, in Höhe von T€ 186 (Vj. T€ 284) enthalten. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen vorausbezahlte Mieten, Wartungskosten, Versicherungen und Messemieten.

Aktive und passive latente Steuern

Die Veränderung der gesamten latenten Steuern lässt sich wie folgt darstellen (Zugänge und Abgänge jeweils in der Position "Steuern vom Einkommen und Ertrag" gezeigt):

in T€ 31.12.2019 Zugang Abgang 31.12.2020
Aktive Latente Steuern
Bewertung Anlagevermögen 650 67 -272 445
Bewertung Forderungen -14 86 -38 35
Bewertung Vorräte 511 196 -437 270
Rückstellungen für Personal 414 112 -248 278
Sonstige Rückstellungen 0 255 -15 240
Bewertung von Verbindlichkeiten 0 490 0 490
Sonstige Bewertungsunterschiede -5 61 0 56
Verlustvortrag 0 700 0 700
Gesamt 1.556 1.967 -1.009 2.514
Passive Latente Steuern
Aktivierung Anlagevermögen 1.183 8 -175 1.016
Bewertung Forderungen 0 30 0 30
Sonstige Rückstellungen 0 62 -222 -160
Sonstige Bewertungsunterschiede 5 0 -1 5
Gesamt 1.188 101 -397 892

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt T€ 4.016 und ist voll einbezahlt.

Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage des Teilbetriebs "Zentrale interne Instandsetzung" zum 1. Juli 2000 (T€ 4.000), die im Rahmen der am 14. Dezember 2000 erfolgten Beteiligung des Gesellschafters CTDI vertraglich festgeschriebene Bar- und Sacheinlage (T€ 6.589) sowie die zum 11. Oktober 2017 geleistete Sacheinlage der CTDI Holdings Ltd., in deren Rahmen das Agio in Höhe von T€ 33.713 in die Kapitalrücklage eingestellt wurde.

Der Konzernbilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von T€ 28.115 (Vj. T€ 29.291).

Der Unterschiedsbetrag von Pensionsrückstellungen mittels 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und den Pensionsrückstellungen mittels 7-Jahres-Durchschnittszinssatz, in dessen Höhe eine Ausschüttungssperre besteht, beträgt T€ 99 (Vj. T€ 95).

Wir verweisen ergänzend auf den beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel.

Rückstellungen

Bei den Rückstellungen für Pensionen handelt es sich im Wesentlichen um arbeitnehmerfinanzierte Zusagen aus Entgeltumwandlungen.

Bei den Steuerrückstellungen handelt es sich im Konzern um noch abzuführende Ertragsteuern für die Ergebnisse aus 2018 und 2019.

Die sonstigen Rückstellungen im Konzern beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit (T€ 691, Vj. T€ 1.659) personalbezogene Rückstellungen (T€ 4.979 Vj. T€ 3.632); Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 7.562, Vj. T€ 8.788) sowie aus Gewährleistungen (T€ 106, Vj. T€ 117).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von T€ 5.698 (Vj. T€ 5.698) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 55.373 (Vj. T€ 61.071) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, davon in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 5.414) von mehr als fünf Jahren. Es besteht eine Besicherung der Verbindlichkeiten durch Grundschulden in Höhe von T€ 20.373 (Vj. T€ 22.071). Daneben besteht eine Globalzession über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 17.808 (Vj. T€ 21.152). Ferner bestehen Sicherungsübereignungen des Vorratsvermögens und Sachanlagevermögens in Höhe von T€ 22.928 (Vj. T€ 13.007).

Neben dem bestehenden Tilgungsdarlehen zur Finanzierung der in 2017 im Wege der Sacheinlage erworbenen CTDI Holdings Limited (Tranche A, Wert zum Bilanzstichtag: € 45 Mio.) besteht weiterer Zugriff auf € 30 Mio. (Tranche B), die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Im Rahmen des bestehenden Konsortialkreditvertrages wurden Finanzkennzahlen (= Covenants) auf Konzernebene mit den Kreditgebern vereinbart, die bei Nichteinhaltung definierter Kennzahlen Zinsaufschläge bzw. ein außerordentliches Kündigungsrecht vorsehen. Von einer Nichteinhaltung dieser vertraglich vereinbarten Finanzkennzahlen gehen wir aus heutiger Sicht nicht aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 552 (Vj. T€ 791) betreffen in voller Höhe den Liefer- und Leistungsverkehr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von T€ 32.195 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 9.293 eine Restlaufzeit von größer einem Jahr sowie in Höhe von T€ 10 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Außerbilanzielle Geschäfte

In 2004 wurden Pensionsverpflichtungen an einen privaten Versicherungsträger in Höhe von € 8,9 Mio. ausgelagert und ausfinanziert. Dies diente der Entlastung von langfristig zu erwartenden Pensionszahlungen. Die laufende Finanzierung erfolgt durch regelmäßige Beitragszahlungen (Altersversorgung). Der Beitrag für 2020belief sich auf T€ 966. Ein mögliches Risiko besteht in einer Subsidiärhaftung gegenüber den Pensionsberechtigten, die allerdings durch die gute Bonität des Vertragspartners als gering eingestuft wird.

Der Konzern hat Forderungen im Rahmen der abgeschlossenen Factoringvereinbarungen offen abgetreten. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation. Das Ausfallrisiko schätzen wir als sehr gering ein. Zum Stichtag beläuft sich das abgetretene Volumen in Summe auf € 29,54 Mio.

Haftungsverhältnisse

Potentielle Haftungsverpflichtungen können aus der Schuldbeitrittsvereinbarung mit dem Gerling Konzern zu den Pensionsansprüchen von Mitarbeitern, die mit einer Einmalzahlung abgedeckt wurden, entstehen. Neben den bilanzierten Risiken für die vorgezogene Altersrente bestehen minimale Risiken in der Deckelung der mitversicherten Beiträge zum Pensionssicherungsverein. Eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen am Bilanzstichtag wird - auf Grundlage der Erfahrungswerte aus den Vorjahren - als nicht wahrscheinlich eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2020 bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

in T€ Rest-Verpflicht. 2021 2022 2023 2024 2025 2026ff
Miet- und Pachtverträge 33.032 7.548 5.451 3.930 7.078 3.153 5.872
Leasingverträge 1.658 735 452 252 123 75 22
Sonstige Verpflichtungsverträge 362 305 34 15 6 2
35.053 8.588 5.937 4.197 7.207 3.230 5.894

Das Bestellobligo für Investitionen belief sich daneben zum Jahresende auf T€ 904 (Vj. T€ 590).

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

31.12.2020 Vorjahr
Umsatzerlöse in T€ in T€
Inland 173.998 149.466
Ausland 208.333 230.481
382.332 379.947
31.12.2020 Vorjahr
Umsatzerlöse in T€ in T€
Mobile Consumer Electronics 146.076 157.639
Networks 137.679 129.271
Set-Top Boxes 53.893 54.101
B2B 44.684 38.935
382.332 379.947

Angaben zum Materialaufwand

Der Materialaufwand im Konzern belief sich auf T€ 178.876 (Vj. T€ 174.752). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen T€ 16.952 (Vj. T€ 18.427).

Angaben zum Personalaufwand

Der Personalaufwand im Konzern belief sich auf T€ 117.888 (Vj. T€ 122.884). Darin enthalten sind neben dem Aufwand für Löhne und Gehälter von T€ 96.763 (Vj. T€ 100.829) auch Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von T€ 21.126 (Vj. T€ 22.055). Darin enthalten sind Aufwendungen für die Altersversorgung der Beschäftigten in Höhe von T€ 1.938 (Vj. T€ 1.921).

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Konzern Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4.532 (Vj. T€ 2.289) enthalten. Ausbuchungen von Verbindlichkeiten und Auflösungen von Rückstellungen belaufen sich auf T€ 1.057 (Vj. T€ 1.985).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Konzern Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4.631 (Vj. T€ 2.480) enthalten.

Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.071 (Vj. T€ 2.040) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Ausbuchungen von Verbindlichkeiten und Auflösungen von Rückstellungen.

Finanzergebnis

Das Konzernfinanzergebnis beläuft sich auf T€ -2.100 (Vj. T€ -2.054). Dies setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen (T€ 2.111) und Zinserträgen (T€ 10). Davon betreffen T€ 10 die Abzinsung von Pensionsrückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind T€ 1.371 (Vj. T€ 388) Steuerertrag aus der Aktivierung latenter Steuern enthalten.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsrisiken bestehender Grundgeschäfte wurden 2 zinsbezogene Derivate eingesetzt sowie 37 Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossen. Dies erfolgt in Form von Microhedges, die nach der Durchbuchungsmethode abgebildet werden.

Zur Messung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die "critical-term-match" - Methode verwendet, wobei sich die Wirksamkeit aus der Identität der wesentlichen Parameter der Sicherungsbeziehung und des Grundgeschäfts ergibt.

Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen, welcher je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum von 5 Jahren für den Bereich der Zinssicherung und im Durchschnitt 12 Monaten für den Bereich der Währungssicherung erfolgt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet. Die bisher verwendeten und designierten Sicherungsbeziehungen werden als hoch wirksam eingeschätzt.

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte in USD, HUF, EUR, GBP und PLN zur Absicherung von erwarteten Zahlungsausgängen in Fremdwährung aus dem Liefer- und Leistungsverkehr im Zeitraum bis Juni. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte wurde auf Basis der aktuellen EZB-Referenzkurse zum Abschlussstichtag bestimmt und beträgt T€ -175. Eine Drohverlustrückstellung i.H.v. lediglich T€ 5 wurde aufgrund gegenläufiger Effekte aus den Grundgeschäften (Bewertungseinheit) zum Stichtag gebildet.

Zur Absicherung der Zahlungsstromrisiken aus dem variabel verzinslichen Konsortialkredit im Volumen von € 45,0 Mio. hat die Gesellschaft zwei Zinsderivate im Volumen von € 31,3 Mio. abgeschlossen. Beide Zinsderivate bilden eine Bewertungseinheit mit dem abzusichernden Grundgeschäft (Konsortialkredit). Vor diesem Hintergrund war eine Rückstellungsbildung nicht erforderlich. Der beizulegende Zeitwert (Marktwert) für Zinsderivate wird unter Anwendung marktüblicher Bewertungsmethoden durch die Abzinsung der für die Zukunft erwarteten Zahlungsströme ermittelt.

Nominalvolumen Marktwert
T€ T€
Zinsderivate 31.333 -159
Nominalvolumen Marktwert
T€
Devisentermingeschäfte Ankauf TUSD 811 -1
Devisentermingeschäfte Ankauf TEUR 60 1
Devisentermingeschäfte Ankauf THUF 1.065.054 3
Devisentermingeschäfte Ankauf TGBP 280 2
Devisentermingeschäfte Ankauf TPLN 9.962 -37

F. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds besteht aus liquiden Mitteln sowie kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten. Wir verweisen für ergänzende Erläuterungen auf die Darstellung zur Finanzlage im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

G. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag gab es weder coronabedingte noch andere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

Mitarbeiter (Angestellte und Arbeiter zusammengefasst)

Im Jahresdurchschnitt ergibt sich folgendes Bild:

2020 2019
Geschäftsführer 23 27
Angestellte 3.742 3775

Zum Stichtag 31.12.2020 beschäftigt der Konzern 3.339 Mitarbeiter (Vj. 3.627).

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die Aufwendungen bei der CTDI GmbH für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung beliefen sich auf T€ 82, für andere Bestätigungsleistungen T€ 2.

Gesellschafterkreis nach Stimmrechtsanteilen

Name Sitz Stimmrechtsanteile
Telekom Deutschland GmbH Landgrabenweg 151, 53227 Bonn 15,50%
Communications Test Design, Inc. 1373 Enterprise Drive, West Chester, PA 19380, USA 84,50%

Konzernabschluss und Mutterunternehmen

Der Konzernabschluss der CTDI GmbH wird im Unternehmensregister offen gelegt.

Der Jahres- und Konzernabschluss der CTDI GmbH wird in den Konzernabschluss der Communications Test Design, Inc., West Chester, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist nach Maßgabe der für das Mutterunternehmen geltenden gesetzlichen Regelungen in den USA nicht offenlegungspflichtig.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtsjahr folgende Personen an:

Dr. Bruno Jacobfeuerborn
(Vorsitzender)
Chief Executive Officer
DFMG Deutsche Funkturm GmbH
Verl ab 01.06.11
Christian Kramm
(stellv. Vorsitzender)
Senior Vice President Financial Controlling
Telekom Deutschland GmbH
Bonn ab 24.04.19
Gerald J. Parsons Chairman
Communications Test Design, Inc.
Chester Springs, USA ab 14.12.00
Leo D. Parsons President & CEO
Communications Test Design, Inc.
Chester Springs, USA ab 14.12.00
Brian C. Parsons COO & Vice President
MCE/Products/Supply Divisions
Communications Test Design, Inc.
Chester Springs, USA ab 24.04.19

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten keine Vergütung.

Im Geschäftsjahr 2020 waren folgende Geschäftsführer tätig:

Dieter Hollenbach Chief Executive Officer Schwäbisch Hall ab 20.06.00
David Burt Chief Strategic Officer West Chester, USA ab 23.11.17
Monika Rüth Chief Financial Officer Meckenheim ab 18.08.08
Thomas Smolne Chief Operating Officer Schwanau ab 01.10.19

David Burt erhält keine Geschäftsführungsbezüge von der CTDI GmbH bzw. ihren Tochterunternehmen.

Gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der CTDI GmbH regt, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates und der Gesellschafter, an, den Bilanzgewinn vorzutragen, um die Mittel zur Schuldentilgung und für Investitionen in profitables Wachstum zu verwenden.

 

Malsch, 08. März 2021

Dieter Hollenbach, Geschäftsführer

David Burt, Geschäftsführer

Monika Rüth, Geschäftsführerin

Thomas Smolne, Geschäftsführer

Konsolidierungskreis

Sitz Anteil Hinweis
CTDI Milton Keynes Ltd Milton Keynes, Großbritannien 100%
CTDI Budapest Kft. Budapest, Ungarn 100%
CTDI S.r.l. Mailand, Italien 100%
CTDI Spain S.L. Madrid, Spanien 100%
CTDI S.A.S. Griesheim, Frankreich 100%
CTDI S.r.l. Bukarest, Rumänien 100%
CTDI Solutions GmbH Malsch, Deutschland 100% 1)
CTDI Rome S.r.l. Rom, Italien 100%
CTDI Alsdorf GmbH Alsdorf, Deutschland 100% 1)
CTDI Repair Services Limited Milton Keynes, Großbritannien 100%
CTDI Holdings Limited Milton Keynes, Großbritannien 100%
CTDI (Netherlands) B.V. venray, Niederlande 100%
S.C. Refurbishment (Bucharest) S.R.L. Bukarest, Rumänien 100%
Regenersis (Bucharest) S.R.L. Bukarest, Rumänien 100%
CTDI Schloss Holte GmbH Schloss Holte-Stukenbrock Deutschland 100%
CTDI Soemmerda GmbH Sömmerda, Deutschland 100% 1)
Regenersis Germany Ltd Milton Keynes, Großbritannien 100%
Regenersis Service GmbH i. L. Sömmerda, Deutschland 100% 2)
Regenersis (Spain) Limited Milton Keynes, Großbritannien 100%
Regenersis (SCS Partnership) Limited Milton Keynes, Großbritannien 100%
Regeneris (Glasgow) Limited Glenrothes, Großbritannien 100%
CTDI (Depot) Services LTD Milton Keynes, Großbritannien 100%
CTDI Glenrothes Limited London, Großbritannien 100%
CTDI Huntingdon Ltd London, Großbritannien 100%
CTDI Czech S.R.O. Krupka, Tschechien 100%
CTDI Poland Sp. z o.o. Raszyn, Polen 100%
CTDI Belgium BVBA Courcelles, Belgien 100%
Regenersis (Portugal) LDA Lissabon, Portugal 100%
Regeneris Istanbul Teknoloji Daniemanligi Ltd. Sirketi Istanbul, Türkei 100%
CTDI Russia LLC Moskau, Russland 100%

1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der CTDI GmbH
2) Löschung am 03.08.2020

Bericht über die Lage des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Der Ausweis erfolgt, soweit nicht anders angegeben, in € Mio.

A. Grundlagen der CTDI GmbH Gruppe

a) Geschäftsmodell

Das Kerngeschäft der CTDI GmbH Gruppe (kurz: CTDI) besteht aus Test-, Repair- und integrierten Logistikservices sowie dem Ersatzteilmanagement von elektronischen Systemen. Damit ist die CTDI ein wichtiger strategischer Partner für ihre Kunden, die ihre Ressourcen so auf ihr eigenes Kerngeschäft konzentrieren können. CTDI bietet voll integrierte Lösungen für Produkte innerhalb und außerhalb der Gewährleistung, bestehend aus Screen & Clean (S&C), Funktionstests, Refurbishment und Repair auf Komponentenebene.

Zu den von uns betreuten Technologien gehört Equipment des Zugangs- und Übertragungsnetzes sowie alle Mobilfunk-Technologien, Set-Top-Boxen, Gateways, mobile Endgeräte und Smart Home-Elektronik, Geld- und Zahlungssysteme, Industriescanner und Drucker. Dabei passen wir unsere Kompetenzen und Dienstleistungen stets an die technischen Entwicklungen in diesen Bereichen an.

Organisatorisch hat die CTDI GmbH Gruppe ihr Geschäft in vier Divisionen aufgeteilt:

Networks Services (NWS),

Mobile Consumer Electronics (MCE),

Set-Top-Boxes (STB) und

B2B.

Networks Services bietet Services für Netzbetreiber und Hersteller in der Telekommunikationsindustrie, unter anderem die Entwicklung von Testverfahren, Test, Reparatur & Installation von Netzinfrastruktur, volumenstarke Lagerhaltung & Distribution sowie Supply & Asset Recovery Services. Im Unterbereich Network Deployment Services bieten wir die Planung, Modernisierung, Projektierung, vor-Ort-Installation sowie Demontage von Netzwerken, Projektmanagement, Netz-Engineering, Staging & Konfiguration sowie Rack-Design & -Montage.

Mobile Consumer Electronics bietet insbesondere E2E After-Sales Lösungen für Mobiltelefone, Tablets & Laptops. Dazu gehören unter anderem Aftermarket Services, Engineering & IT, Test, Reparatur & Aufarbeitung, globale Vorwärts- & Rückwärtslogistik sowie Walk-in-Center Lösungen.

Im Bereich Set-Top-Box bieten wir After-Sales Services für Set-Top Boxen, Modems & Gateways. Dazu gehören die Entwicklung von Testsystemen, großvolumige globale Vorwärts- & Rückwärtslogistik, Screen & Clean, Kitting & Aufarbeitung sowie die Reparatur von Geräten innerhalb und außerhalb der Gewährleistung.

Die Division B2B betreut Kunden im Aftersales-Service insbesondere im Bereich POS-Systeme. Schwerpunkte sind hier die Vorwärts- & Rückwärtslogistik und Lösungen für Instandsetzungen in der Region, Screen & Test sowie Reparatur & Aufarbeitung.

Der Konzern operiert mit insgesamt 21 Standorten in 14 Ländern, davon 13 in Europa, plus Russland. Jede unserer vier Divisionen ist in mindestens acht Ländern vertreten, so dass wir in Europa eine effektive Gesamtabdeckung für unsere internationalen Kunden anbieten können. Die Matrix aus Divisionen und Landesgesellschaften wird über eine gemeinsame Zielestruktur gesteuert.

b) Forschung und Entwicklung

Unsere Marktstellung wollen wir auch weiter ausbauen, indem wir die technologische Kompetenz noch weiter steigern. Die Entwicklungsschwerpunkte der CTDI sind in einer Engineering Roadmap definiert und als Unternehmensziel festgeschrieben.

Die Engineering-Abteilung der CTDI GmbH Gruppe entwickelt aufgrund ihres umfassenden Know-how über alle Technologien hinweg höchst effiziente Prüf- und Repair-Verfahren und unterstützt damit nachhaltig unsere Strategie der deutlich überwiegenden Eigeninstandsetzung. Jede Division hat eine eigene Engineering-Abteilung, um den marktspezifischen Anforderungen gerecht zu werden.

B. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Fortführung der Geschäfte in 2020

Das Jahr 2020 war auch für die CTDI durch Corona geprägt. Der europaweite Lockdown in der 1. Hälfte 2020 hat vor allem unsere MCE und B2B Division stark getroffen. So haben wir hier einen erheblichen Mengenrückgang bei der Reparatur von Mobiltelefonen und Bezahlgeräten verzeichnet. Trotz einiger Aufholeffekte in der 2. Hälfe 2020 konnten wir letztendlich unsere Budgetziele nicht erreichen.

Besonders hervorzuheben war, dass keine einzige CTDI Landesgesellschaft während der Corona-Pandemie in 2020 schließen musste. Wir konnten alle Dienstleistungen für unsere Kunden sicherstellen und uns auch in Krisenzeiten als verlässlichen Partner für unsere Kunden beweisen. Durch unsere schnelle Anpassungsfähigkeit in der gesamten Organisation sowie auch durch unsere solide Finanzierung waren wir in der Lage, die Corona-Pandemie gut zu überstehen und selbst das Ergebnis des Jahres 2019 zu übertreffen.

Ungeachtet der Corona-Pandemie sehen wir nach wie vor einen weiterhin verstärkten globalen Marktdruck sowie eine fortschreitende technische Erneuerung der Telekommunikationsnetze, die sich weiterhin auf die CTDI als Dienstleister auswirkt. Sowohl rückläufige Mengen bei älteren Technologien als auch Preisrückgänge bei Instandsetzungsleistungen waren zu verzeichnen.

Der Bereich End-of-Life Management stellt für unsere Kunden die Reparaturfähigkeit "alter" Techniken durch Beschaffungskonzepte langfristig sicher. Die CTDI bietet damit einen entscheidenden Mehrwert für ihre Kunden in allen Geschäftsfeldern, da sie durch unseren Service bestimmte Techniken länger im Netz einsetzen können und somit in die Lage versetzt werden, Investitionen und Kosten zu reduzieren.

Trotz der Corona-Pandemie bleiben die Entwicklungsdynamik und der Wettbewerb innerhalb der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsindustrie in 2020 weiterhin hoch. Nach zahlreichen Konsolidierungen großer Netzbetreiber und Hersteller im Telekommunikationsmarkt in den letzten Jahren lag der Fokus im Jahr 2020 auf der Implementierung der Akquisitionen. Die Marktkonsolidierung setzte sich im Bereich der ,Payment' Hersteller und Serviceanbieter in 2020 weiter fort (z.B. Übernahme Ingenico durch Worldline). Ein sehr deutlicher Trend zeigt sich branchenübergreifend bei der stärkeren Bedeutung der Bereiche Ökologie und Nachhaltigkeit. So hat unser Kunde Samsung in Deutschland ein Zertifizierungsprogramm für Service Partner ins Leben gerufen, das nachhaltiges Handeln in den Fokus rückt. Die CTDI als größter Reparatur-Partner von Samsung für Smartphones in Europa wurde auf Anhieb als Samsung Eco Service Partner ausgezeichnet.

Mit milliardenschweren Investitionen in den Aus- und Umbau der technischen Infrastruktur haben die großen Telekommunikationsunternehmen in Europa auch im Jahr 2020 noch schnellere und leistungsstärkere Anschlüsse für Ihre Kunden geschaffen. Die zunehmende Modernisierung der Netze führte 2020 dazu, dass die Netzbetreiber alte Techniken zunehmend aus dem Netz nehmen. Die CTDI nimmt an diesem technischen Wandel aktiv teil. Unter anderem unterstützt die CTDI den Netzausbau durch Dienstleistungen im Bereich Network Deployment Services, insbesondere bei Projektierungen für Linientechnik sowie bei der Konfiguration, Endmontage und Abnahme von Übertragungstechnik.

Es zeigt sich weiterhin, dass diese Art von Dienstleistungen und die Dienstleistungen rund um die Reparatur und die Logistik von Telekommunikationsinfrastruktur immer mehr zusammenwachsen.

b) Ziele und Strategien

Unsere Strategie, vor Ort für unsere Kunden tätig zu sein, unsere technische Kompetenz gezielt auszuweiten und neue Services anzubieten, haben wir auch 2020 erfolgreich fortgeführt. Insbesondere in der Corona-Pandemie zeigten sich die Vorteile der lokalen Präsenz, um flexibel auf die lokalen Gegebenheiten reagieren und unsere Dienstleistungen unterbrechungsfrei gewährleisten zu können. CTDI hat bereits 2019 in Polen in ein neues Gebäude investiert, das neue Kapazitäten für weiteres signifikantes Wachstum bietet. Von dort aus erbringt die CTDI unter anderem für den weltweit größten Smartphone-Hersteller sowie für den gleichfalls global größten Industriescanner und -druckerhersteller Reparaturen und Refurbishment-Services. Die polnische Gesellschaft ist 2020 mit ca. 1.000 Mitarbeitern die größte der CTDI GmbH Gruppe. In 2020 haben wir in unseren Standort in Rom investiert und ein neues, größeres Gebäude bezogen, um die Bedürfnisse des italienischen Marktes besser bedienen zu können. Aktuell sind wir dabei, die Kapazitäten eines großen deutschen Standortes auszuweiten, um Neugeschäft aufnehmen zu können.

Ein weiterer Baustein unserer Strategie ist es, unseren Kunden immer mehr Wertschöpfung anzubieten. So haben wir stetig unsere Dienstleistungskompetenz im Bereich der Logistik und im Repair-Segment erweitert und konnten 2020 wichtige Vertragsabschlüsse sowohl mit neuen als auch mit bedeutenden Bestandskunden erzielen.

Wie in den letzten Jahren beobachtete die CTDI auch im Jahr 2020 nicht nur eine Zunahme des europaweiten, sondern auch des weltweiten Geschäfts. Immer mehr Kunden wünschen eine globale Lösung für Instandsetzung und Logistik. Die CTDI hat im Berichtsjahr weitere globale Kunden gewonnen, für die CTDI maßgeschneiderte Lösungen global umsetzt. Maßgeschneiderte IT-Lösungen sind ein wichtiger Baustein unseres Portfolios und ein starkes Argument am Markt.

Ein weiteres Ziel des Unternehmens in 2020 war, unsere technologische Kompetenz gezielt in neuen Branchen auszubauen. So ist die permanente Weiterentwicklung von Robotics-Testern für vollautomatische Smartphone-Tests ein zentraler Fokus in der MCE Division. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt ab 2020 ist die Testerentwicklung rund um 5G in der Division Networks. Zusätzlich war das Unternehmen sehr erfolgreich, Test-Equipment deutlich wirtschaftlicher bereitzustellen und die Testverfahren erneut effektiver weiterzuentwickeln.

Finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere der Umsatz, die Nettofinanzschulden sowie das EBITDA und das Jahresergebnis der Gruppe. Diese Indikatoren werden mittels monatlichem Reporting überwacht.

Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere die Kundenzufriedenheit sowie die internen Forschung-und Entwicklungsziele zu nennen. Beides orientiert sich sehr stark an den Bedürfnissen der Kunden. So misst sich die Kundenzufriedenheit an den mit dem Kunden definierten Qualitäts- und Performance-Zielen.

Diese Leistungsindikatoren entsprechen den Unternehmenszielen, die auf alle Einheiten heruntergebrochen und mit hoher Aufmerksamkeit mehrmals monatlich überwacht werden.

c) Geschäftsverlauf

Die CTDI GmbH Gruppe erzielte im Jahr 2020 einen Konzernumsatz von € 382 Mio. und ein Jahresergebnis von € 0,05 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Konzernumsatz der Gruppe leicht gestiegen. Dabei konnten wir alle wesentlichen Kunden weiter an uns binden und Kundenverträge behalten. Die Corona-Pandemie hat zu vorübergehend geringeren Auftragseingängen von bestehender Kunden in den Divisionen MCE und B2B geführt. Dies konnte im Laufe des Jahres auch nicht mehr aufgeholt werden. Damit wurde die Prognose des Vorjahres nicht ganz erreicht.

Wir verfolgen auch weiterhin die Diversifizierung unserer Dienstleistungen. Damit können wir als "Full Service Provider" unseren Kunden in allen Geschäftsfeldern die ganze Bandbreite an Dienstleistungen anbieten - und das weltweit.

Das Ergebnis liegt mit € 0,05 Mio. über Vorjahresniveau (negativ € 1,2 Mio. inkl. Sondereffekt von € 1,4 Mio.), aber unter dem Planergebnis von ca. € 3,0 Mio. Der wesentliche Effekt lag auch hier in der Corona-Pandemie in Q2 begründet In der Erläuterung der Ertragslage wird hierauf näher eingegangen. Das Unternehmen hat unterjährig die mit den Banken vereinbarten KPls ("Covenants") eingehalten und auch in diesem besonderen Jahr den Schuldenabbau vorangetrieben.

d) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der CTDI GmbH Gruppe stellt sich wie folgt dar:

GJ 2020 GJ 2019
T€ T€
Umsatzerlöse 382.332 379.947
Herstellungskosten -344.133 -338.600
Bruttoergebnis 38.199 41.347
in % von Umsatz 10,0% 10,9%
Vertriebskosten -7.347 -9.152
Verwaltungskosten -24.912 -26.754
Sonstiges betriebl. Ergebnis 3.505 2.964
EBIT vor Abschreibung GoF 9.445 8.405
Abschreibung GoF -5.510 -5.510
Finanzergebnis -2.100 -2.054
Ergebnis vor Steuern 1.835 841
Ertragsteuern -1.665 -1.856
Ergebnis nach Steuern 170 -1.015
Sonstige Steuern -120 -162
Jahresüberschuss/fehlbetrag 50 -1.177

Der Konzernumsatz beträgt € 382 Mio. und liegt somit leicht über dem Vorjahr (€ 380 Mio.), aber unter Plan. Die Lücke zum geplanten Umsatz ist im Wesentlichen auf die geringeren Umsätze im Bereich Mobile und B2B aufgrund der Corona-Lockdowns in Q2 zurückzuführen. Diesen Rückgang schätzen wir auf ca. € 14 Mio. Hier haben wir die eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten sowie die Zurückhaltung der Kunden bei den Smartphone-Reparaturen deutlich gespürt. Bei den Bestandskunden haben wir im Geschäftsjahr wichtige Ausschreibungen gewinnen können, um bestehende Projekte weiter fortzuführen.

Die Bruttomarge sank um 0,9%, was im Wesentlichen ebenfalls durch den Corona-Lockdown zu begründen ist. Hier konnten wir den plötzlichen Umsatzrückgang nicht vollständig durch entsprechende Kostenreduzierung, insbesondere der Fixkosten im Bereich Operations, kompensieren. Dies traf insbesondere unsere Niederlassungen in Spanien, Italien und Polen. Den Effekt auf das Bruttoergebnis durch Corona schätzen wir auf € 2,3 Mio. Ebenfalls verzeichneten wir einen leichten Rückgang bei margenstärkeren Umsätzen.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind um € 3,6 Mio. gesunken. Der überwiegende Teil ist auch hier direkt oder indirekt auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen, wie beispielsweise reduzierte Reisekosten, Personalkosten (€ 1,9 Mio.), Marketingkosten sowie auf gesunkene sonstige externe und interne Kosten (€ 0,4 Mio.). Insgesamt konnten wir unsere Strukturen nachhaltig optimieren.

Das sonstige betriebliche Ergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um € 0,5 Mio. auf € 3,5 Mio. gestiegen. Dies resultiert überwiegend aus Wechselkurseffekten, der Auflösung von Rückstellungen sowie aus sonstigen Kostenerstattungen.

Durch die oben genannten Effekte hat sich das Ergebnis vor Steuern daher im Vergleich zum Vorjahr um € 1,1 Mio. erhöht.

Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Die Ertragssteuern sind im Vergleich zum Vorjahr leicht um € 0,1 Mio. gesunken.

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns ist in der beigefügten zusammengefassten Konzernkapitalfluss-Rechnung erläutert.

2020 2019
T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 17.310 18.679
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.167 -6.943
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.748 -7.694
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.395 4.042
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen -2 -25
Zahlungsmittelfonds am Ende der Periode 9.801 5.408

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist um € 1,5 Mio. rückläufig. Dies liegt insbesondere an der Veränderung der Rückstellungen sowie der zahlungsunwirksamen Positionen. Ein straffes Forderungsmanagement ist nach wie vor ein zentraler Fokus, um größere Überfälligkeiten der Kundenforderungen zu vermeiden. Steuerzahlungen sind gegenüber 2019 um € 0,6 Mio. gesunken.

Investiert hat die Gruppe insbesondere in die Optimierung und Erweiterung der IT-Systeme, in Implementierungen von Neuprojekten der Divisionen sowie in Verbesserungen im Bereich Operations und der Gebäude.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist gekennzeichnet durch die Nettorückführung der Darlehen in Höhe von € 5,7 Mio. und durch gezahlte Zinsen in Höhe von € 2,0 Mio. Kurzfristige Spitzen beim Liquiditätsbedarf konnten durch jederzeit verfügbare Kontokorrentkredite aufgefangen werden.

Der Finanzmittelfonds besteht aus liquiden Mitteln sowie kurzfristigen Kontokorrentkrediten.

Vermögenslage

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Vermögen
langfristig gebunden 80.058 39% 88.431 43% -8.373 -10%
kurzfristig gebunden 124.453 61% 116.147 57% 8.306 7%
204.511 100% 204.578 100% -67 0%
Kapital
Eigenkapital 72.119 35% 75.171 37% -3.052 -4%
Fremdkapital
langfristig 56.979 28% 62.871 31% -5.892 -10%
kurzfristig 75.413 37% 66.536 32% 8.877 12%
Fremdkapital gesamt 132.392 65% 129,407 63% 2.985 2%
204.511 100% 204.578 100% -67 0%

Die Konzernbilanzsumme lag am 31.12.2020 nahezu auf der Vorjahresniveau.

Das langfristig gebunden Vermögen reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert (€ 5,5 Mio.).

Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch leichte Zugänge im Vorratsvermögen (€ 3,5 Mio.) Zudem ist der Cash-Bestand um € 4,3 Mio. höher. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nur leicht gesunken, um € 1,1 Mio.

Das Konzerneigenkapital ist konstant hoch, wobei die Quote leicht um 1,4% gesunken ist. Durch den abgeschwächten GBP und PLN Kurs zum Bilanzstichtag ist die Fremdwährungsbewertungsrücklage im Eigenkapital deutlich negativ ausgefallen (€ 4,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr von negativ € 1,3 Mio.), was maßgeblich zur Reduzierung des Eigenkapitals beigetragen hat.

Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich im Wesentlichen durch Zugänge in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende (€ 7,9 Mio.).

Das langfristige Fremdkapital verringerte sich im Wesentlichen durch die planmäßige Reduzierung des Konsortialkredites (€ 5,7 Mio.), der Pensionsrückstellungen (€ 0,2 Mio.), der passiven latenten Steuern (€ 0,3 Mio.) und des passiven Rechnungsabgrenzungspostens (€ 0,4 Mio.), bei gegenläufigem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen (+ € 1,0 Mio.).

e) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kunden und Qualität

Die Kundenzufriedenheit steht ganz oben auf der Prioritätenliste und ist von übergeordneter und nachhaltiger Bedeutung für den Erfolg unserer Geschäftstätigkeit. Wir verfolgen daher immer die vollständige Erreichung der mit den Kunden definierten Qualitätsziele und setzten dazu ein umfassendes Monitoring der KPI ein. Im abgelaufenen Jahr konnten wir die vereinbarten Ziele auch fast durchgängig erreichen.

Durch regelmäßige Kundenzufriedenheitsanalysen und quartalsmäßige Business Reviews mit unseren Kunden versuchen wir darüber hinaus, die Gesamtzufriedenheit der Kunden bestmöglich sicherzustellen. Das positive Feedback der Kunden spiegelt unser Engagement im Bereich KPI Performance und hohe Qualitätserreichung wider.

Mitarbeiter und Personal

Um als Unternehmen einen zukünftigen Umsatzanstieg bewältigen zu können, bedarf es einer motivierten und qualifizierten Belegschaft, die wir auch im Geschäftsjahr gewinnen und halten konnten. Um die Fluktuationsrate weiterhin sehr gering zu halten, legen wir ausgesprochen großen Wert auf die Ausbildung und kontinuierliche Fortbildung unserer Mitarbeiter.

Um Auftragsspitzen und Auslastungslagen wirtschaftlich bestmöglich koordinieren zu können, legt das Unternehmen großen Wert auf einen ausgewogenen Mix aus verschiedenen Vertragslaufzeiten der Beschäftigten. Die Personalabteilung überwacht diesen Prozess eng.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Die Prognose für 2020 aus dem Vorjahr wurde sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie verfehlt. Das Ergebnis lag allerdings deutlich über dem Vorjahresergebnis (+ € 1,2 Mio.)

Ziel für das Jahr 2021 ist ein moderates Umsatzwachstum sowie eine deutliche Ergebnisverbesserung bei weiterem Abbau der Nettoverschuldung und konstant hoher Eigenkapitalquote. Die deutliche Ergebnisverbesserung basiert auf einer von uns erwarteten Erholung der Gesamtwirtschaft und Abmilderung der Corona-Pandemie im Laufe des Jahres. Ebenso erwarten wir, dass stetige Effizienzprogramme und Prozessengineering dazu beitragen werden, die Unternehmensgruppe für zukünftige Veränderungen im Markt gut aufzustellen. Darüber hinaus erwarten wir weitere operative Verbesserungen und keine wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen. Vertriebsseitig wurde im Berichtsjahr ein weiterhin großer Fokus auf die marktseitigen Synergien gelegt, deren positive Ergebnisse durch Implementierung von Neugeschäft umgesetzt werden.

Im Rahmen der Konsortialfinanzierung wurden auf Konzernebene Covenants (= Finanzkennzahlen) vereinbart. Von einer Nichteinhaltung dieser vertraglich vereinbarten Finanzkennzahlen gehen wir aus heutiger Sicht nicht aus.

b) Risikobericht

Risikomanagementziele und -Methoden

Den Risiken begegnen wir durch ein entsprechendes Risikomanagementsystem. Wir gehen nur kalkulierbare Risiken ein, die im Rahmen der Wertschöpfung vertretbar sind. Das Risikomanagement ist ein integraler Teil unserer Geschäftsprozesse und Entscheidungen. Die Funktionsfähigkeit unseres Risikomanagements wird von einer neutralen Abteilung in Stichproben auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft.

Wir unterhalten ein umfassendes Berichtswesen für alle relevanten Daten auf Monatsbasis. Alle Daten unserer operativen Einheiten werden darüber hinaus auf Tagesbasis überwacht und gesteuert. Der Status und die Veränderung bedeutender Risiken und der hierzu in Umsetzung befindlichen Maßnahmen werden in einer regelmäßigen Berichterstattung und bei Bedarf auch ad-hoc an die Geschäftsleitung kommuniziert. Die Bereiche Operations und Finance arbeiten hier eng zusammen. Das interne Kontrollsystem (IKS) hat sich 2020 als zuverlässig bewährt. CTDI ist nach der neuen ISO 9001:2015 Verordnung mit einem stark risikoorientierten Ansatz zertifiziert, in den auch die neuen Gesellschaften integriert wurden. Im abgelaufenen Jahr haben wir die angesetzten Bestätigungsaudits erfolgreich absolviert.

Um Risikofaktoren frühzeitig aufzufinden und auszuschalten, prüfte die interne Revision regelmäßig die Einhaltung von Prozessen sowie die Verfolgung von Vorfällen. Zur Abschätzung des Basisrisikos in den einzelnen Kundenprogrammen wird die Qualität der Bearbeitung und Ausführung auf monatlicher Basis überprüft, um mögliche Risiken aus Underperformance frühzeitig zu erkennen, die kurz- und mittelfristig auch wirtschaftliche Nachteile zur Folge haben könnten.

Die Höhe des Risikos wird durch Analyse der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung bei Eintritt ermittelt und dient der Geschäftsführung als Entscheidungshilfe, bestimmte Risiken nicht einzugehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir folgende wesentliche Risiken identifiziert und nachfolgend eingeordnet:

Risiken aus Forderungsausfällen

Risiken aus Kundenverträgen, insbesondere Schadenersatz

Risiken aus Gewährleistungen

Risiken aus dem Ausfall kritischer Lieferanten

Datenschutzrisiken

IT-Risiken

Allgemeine Risiken

Risiken aus Forderungsausfällen

Zur Eingrenzung der Cash-Flow-Risiken wird ein konsequentes Forderungsmanagement immer wichtiger. Die CTDI bewegt sich zwar in einer Branche mit überwiegend geringem Insolvenzrisiko bzw. Risiko eines Forderungsausfalls, jedoch stellt dieses Risiko auch für uns ein bedeutendes Risiko dar. Das geringe Risiko der Branche sehen wir dadurch begründet, dass unsere Geschäftspartner überwiegend globale Kunden mit entsprechend hoher Finanzkraft sind. Der Kostendruck, dem unsere Kunden ausgesetzt sind, führt auch zur Vereinbarung längerer Zahlungsziele. Mit großen Kunden bzw. Banken bestehen zudem Finanzierungsinstrumente wie Factoring.

Risiken aus Kundenverträgen, insbesondere Schadenersatz

Das Risiko sehen wir in vertraglichen Haftungs- und Strafklauseln bei Nichterfüllung der vertraglich vereinbarten Leistung sowie Schäden an Kundeneigentum. Diesem Risiko begegnen wir mit der Begrenzung von Haftungssummen und adäquatem Versicherungsschutz, unter Beachtung der Höchstversicherungssumme. Diese sehen wir im Verhältnis zum Risiko als angemessen an. Im Falle der Untervergabe von Leistungen passen wir die Haftung in unseren Vereinbarungen mit Unterlieferanten an den Hauptvertrag an. Zudem verfügt die CTDI über einen standardisierten Implementierungsprozess, der sicherstellen soll, dass Neuprojekte entsprechend der vertraglichen Vereinbarung und der identifizierten Risiken aufgesetzt werden.

Risiken aus Gewährleistungen

Durch unsere Leistungserbringung sind wir auch Risiken aus der Produkthaftung ausgesetzt. In Fällen, in denen von der CTDI erstellte Geräte unter die Regeln der Produkthaftung fallen, begrenzen wir das Risiko mit adäquatem Versicherungsschutz, unter Beachtung der Höchstversicherungssumme. Diese sehen wir im Verhältnis zum Risiko als angemessen an. Des Weiteren wenden wir standardisierte Verfahrensanweisungen zur Sicherstellung der Konformität der erstellten Produkte an.

Risiken aus dem Ausfall kritischer Lieferanten

Dem Ausfall kritischer Lieferanten beugen wir durch eine enge Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Lieferanten vor. Die Märkte sind kontinuierlich globaler geworden und haben sich nach Asien verschoben. Dies führt zu neuen kulturellen Aspekten, die wir in unserer Lieferkette berücksichtigen müssen. Weiterhin sehen wir dadurch höheren Transportkosten und längeren Lead-Times entgegen. Im Verbund mit unserer Muttergesellschaft CTDI Inc. werden wir unsere globale Beschaffungsstrategie weiter intensivieren. Das Unternehmen hat erfolgreich Methoden entwickelt, gebrauchte Ersatzteile u.ä. so aufzubereiten, dass Neukäufe und damit verbundene Risiken wie Ausfall oder Abhängigkeit von Lieferanten in signifikantem Umfang reduziert werden können. Speziell im Geschäftsfeld MCE haben wir eine enge Verknüpfung mit unseren Kunden, die gleichzeitig auch Lieferanten sind. Diese Verzahnung hat den positiven Effekt, dass gemeinsame Interessen die Supply Chain bestimmen. Generell unterliegen die Einkaufsprozesse definierten Standards. Unsere Supply Chain wird ganzheitlich organisiert und Überbestände werden vermieden. Zusätzlich stellen europaweite Supplier Audits sicher, dass wir unternehmensübergreifend erfolgreich zusammenarbeiten. Wichtige Lieferanten werden systematisch bewertet und zu strategischen Gesprächen mit den Geschäftsfeldverantwortlichen eingeladen. Unser Materialmanagement arbeitet eng mit den Herstellern und Zulieferern zusammen, um die Auswirkungen des Coronavirus zu minimieren. Im Berichtsjahr hatten wir keine wesentlichen Lieferengpässe zu verzeichnen.

Datenschutzrisiken

Durch die Datenschutzgrundverordnung sehen auch wir uns erhöhten Anforderungen und Risiken aus diesem Bereich gegenüber. Das Risiko kann insbesondere durch die eigene nicht sachgerechte Nutzung oder Speicherung von persönlichen Daten sowie durch nicht autorisierte Zugriffe fremder Parteien auf diese Daten entstehen. Die CTDI hat diesbezüglich lokale Datenschutzbeauftragte eingestellt bzw. geschult und unterstützt deren Arbeit durch einen zentralen konzernweiten Datenschutzbeauftragten. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Schulungen in diesem Bereich durch und stellen sicher, dass die Organisation für Datenschutzthemen entsprechend sensibilisiert ist. Die Einhaltung der Regeln prüfen wir durch interne Audits regelmäßig ab.

IT-Risiken

Risiken wie den unberechtigten Zugriff auf unsere Systeme oder Datenverlust vermindern wir durch den Einsatz moderner Technologien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere IT-Infrastruktur erneut erweitert und tragen damit dem steigenden Datenspeicherbedarf Rechnung. Zusätzlich investieren wir regelmäßig in risikominimierende Redundanzen. In regelmäßigen Übungen simuliert die CTDI den Umgang mit dem Drohszenario "Ausfall von IT-Infrastruktur" und verbessert durch kontinuierliche "Lessons Learned" die ständige Verfügbarkeit. Wir setzen für die Abbildung unserer Prozesse weiterhin auf Standardsoftwareprodukte führender Hersteller wie SAP, IBM, HP und Microsoft. Dies ermöglicht eine größere Flexibilität bei Veränderungen. Für die Einführung neuer Systeme und für die Wartung bedienen wir uns qualifizierter interner und externer Dienstleister. Verstärkt nutzen wir globale IT-Lösungen und wir verstärken die globale Zusammenarbeit im Konzern, um unsere IT-Systeme konsequent zu erweitern. Unser selbstentwickeltes IT-Werkstattmanagement-System (OLP) wird weiter ausgebaut und garantiert unseren globalen Kunden einen einheitlichen Standard.

Allgemeine Risiken

Die CTDI GmbH Gruppe unterliegt - wie jede internationale Unternehmensgruppe - verschiedenen allgemeinen Risiken wie Marktrisiken, Währungsrisiken, Personalrisiken und IT-Risiken.

Marktseitig bestätigte sich auch im Geschäftsjahr 2020 der Trend, dass die Vertriebszyklen zwar zunehmend länger als in der Vergangenheit werden, aber die Kunden sich immer mehr längerfristig an finanz- und leistungsstarke Lieferanten binden sowie strategische Partnerschaften eingehen. Sowohl wir als auch unsere Kunden investieren in die zunehmende Verknüpfung gemeinsamer Wertschöpfungsketten. Des Weiteren beobachten wir zunehmend Konsolidierungsentwicklungen in der Branche. Auf den starken Kostendruck sowohl bei Netzbetreibern als auch bei Originalgeräteherstellern reagiert die CTDI mit flexiblen Geschäftsmodellen. Die erweiterte Logistik- und IT Kompetenz führt zu Einsparungen bei neu implementierten Kundenprogrammen.

Währungsrisiken entstehen in der CTDI GmbH Gruppe durch die internationale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit. Diese bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen - u.a. in GBP, HUF, RON, PLN und US-Dollar - und dadurch ein gewisses Währungsrisiko mit sich. Diesem Risiko begegnen wir im Bedarfsfall durch aktive Maßnahmen, wie dem Abschluss von Devisentermingeschäften.

Personalrisiken, die sich durch Nachwuchsmangel oder Überalterung der Belegschaft ergeben können, begegnen wir mit einem Nachwuchsförderungsprogramm und mit der Ausbildung von Elektronikern für Geräte und Systeme sowie Fachkräften für Lagerlogistik und IT Informatikern. Die Expansion unserer europäischen Tochtergesellschaften stellen wir vor Ort mit einem wachstumsgerechten Rekrutierungsprozess sicher. Zusätzlich reduzieren wir das Rekrutierungsrisiko durch automatisierte Testverfahren, die Effizienz und ein kontinuierlich hohes Qualitätsniveau sicherstellen. Unsere Personalentwicklung ist darauf ausgelegt, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und an das Unternehmen zu binden. Umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote, flächendeckende Personalgespräche sowie individuelle Personalentwicklungsprogramme für alle Mitarbeiter im Konzern sind obligatorisch. Die Rekrutierung orientiert sich insbesondere an Wachstumsfeldern in den Bereichen Logistik, MCE und Industry Solutions (Division B2B).

Risiken durch den Brexit sehen wir momentan als gering an. Unsere Gesellschaften im UK haben sich früh auf die Situation eingestellt und das Geschäft ist überwiegend inlandsorientiert.

Gesamtrisiko

Vor diesem Hintergrund konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Einzelrisiken identifizieren, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens, des Konzerns oder der einbezogenen Gesellschaften gefährden können. Bei einem zukünftigen Eintritt eines oder mehrerer unvorhersehbarer oder außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Ergebnisentwicklung jedoch nicht auszuschließen.

c) Chancenbericht

Die Entwicklung der Branche ist weiterhin gekennzeichnet durch eine zunehmende Globalisierung des Geschäfts, verbunden mit steigendem Kostendruck sowie einer Marktkonsolidierung. Das Unternehmen beobachtet zunehmend, dass immer mehr Wettbewerber dem Druck des Marktes nicht standhalten können. Die Corona-Pandemie wird diesen Trend noch verstärken. CTDI hingegen ist ein global aufgestelltes und wirtschaftlich sehr stabiles Unternehmen. Diese Eigenschaften werden von den Kunden im Rahmen ihrer eigenen Risikoanalyse immer intensiver nachgefragt und sind z.T. Voraussetzung, um an Ausschreibungen teilzunehmen.

CTDI sieht sich daher für eine etwaige Marktkonsolidierung auf Seiten der Dienstleister gut gerüstet, um hier gegebenenfalls auch durch Zukäufe oder die Übernahme von Verträgen der Wettbewerber weiter wachsen zu können.

Auf Seiten der Service-Dienstleister wird sich vermutlich erst 2021/2022 verstärkt zeigen, welche Unternehmen den massiven finanziellen Auswirkungen der Corona Pandemie nicht gewachsen waren und ob der Markt sich teilweise neu ordnen wird.

Für 2021 stehen neben dem steigenden Interesse an Nachhaltigkeit insbesondere technische Entwicklungen rund um 5G sowie Open RAN im Vordergrund des Marktes.

Die Präsenz der CTDI in Europa sowie global ermöglicht uns nun, unseren Kunden ein immer umfangreicheres Leistungsspektrum in nahezu allen Regionen Europas bieten zu können. Die CTDI ist dementsprechend in der Lage, Kunden jeder Größe und an jedem Standort zu bedienen, was uns zu einem der führenden Anbieter in unserem Markt macht. Die CTDI ist daher bestens für globale Kunden aufgestellt, die ebenfalls einen globalen Partner verlangen.

Ebenfalls zunehmend positiv wirken sich unsere als Unternehmensziel verankerten Maßnahmen zur CO2-Reduktion aus. Dieses Engagement unterstützt uns auch bei Ausschreibungen insbesondere großer Konzernunternehmen, die auf diesen Aspekt immer größeren Wert legen, genauso wie die von der Financial Times Deutschland in diesem Jahr erfolgte Auszeichnung zur Diversität unserer Mitarbeiter.

So konnten wir auch in den letzten Jahren globale oder regionale Verträge mit Global Playern, insbesondere mit OEMs und Carriern, abschließen oder nachhaltig erweitern. Die CTDI wird auch hier zukünftig ihre globale Position weiter ausbauen, um aus einer guten und stabilen Marktpositionierung heraus auf weiteres organisches Wachstum hinzuarbeiten.

 

Malsch, 08. März 2021

Dieter Hollenbach, Geschäftsführer

David Burt, Geschäftsführer

Monika Rüth, Geschäftsführerin

Thomas Smolne, Geschäftsführer

Konzernkapitalflussrechnung für Geschäftsjahr 2020

2020 2019
TEUR TEUR
Konzernjahresfehlbetrag (-) / -überschuss 49 -1.177
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 12.943 12.615
+/- Zu-/ Abnahme der Rückstellungen -1.386 1.283
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -2.557 -1.157
+/ Zu-/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.153 -7.896
-/+ Zu-/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.389 13.260
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 109 190
-/+ Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.100 2.054
+ Ertragsteueraufwand 1.665 1.856
- Ertragsteuerzahlungen -1.849 -2.471
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 17.310 18.558
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 16 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -740 -1.079
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 9 62
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.453 -5.806
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0
+ Erhaltene Zinsen 1 1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.167 -6.822
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -5.698 -5.698
- Gezahlte Zinsen -2.050 -1.996
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.748 -7.694
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.395 4.042
-/+ Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -2 -25
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.408 1.391
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.801 5.408
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 9.816 5.425
Kontokorrentkredite -15 -17
Finanzmittelfonds zum Ende des Jahres 9.801 5.408

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für Geschäftsjahr 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn Summe
Stand am 31.12.2018 4.016.393 44.302.653 -232.250 29.291.258 77.378.054
Währungsumrechnung -1.030.550 -1.030.550
Konzernjahresfehlbetrag -1.176.597 -1.176.597
Stand am 31.12.2019 4.016.393 44.302.653 -1.262.800 28.114.660 75.170.906
Währungsumrechnung -3.101.861 -3.101.861
Konzernjahresfehlbetrag 49.493 49.493
Stand am 31.12.2020 4.016.393 44.302.653 -4.364.661 28.164.153 72.118.538

Unter Voraussetzung der Einhaltung der im Konsortialkreditvertrag vereinbarten Covenants, kann grundsätzlich eine Ausschüttung auf Ebene der CTDI GmbH im Geschäftsjahr 2021 für 2020 erfolgen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CTDI GmbH, Malsch

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der CTDI GmbH, Malsch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CTDI GmbH, Malsch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 8. März 2021

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Düsseldorf

Daniel Deutsch, Wirtschaftsprüfer

Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin

Aktuelle Berichte und Vollvolumen-Zugriff auf alle Geschäftsjahre. API-Key holen →

Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
Mit API-Key abrufen API-Key holen →

Website-Inhalt

Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.

Mit API-Key abrufen API-Key holen →
Profil · Finanzen · Personen · Dokumente

Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
Alle Felder mit API-Key freischalten API-Key holen →
Code · AI-Agents · No-Code · Workflows

In jeden Stack einbaubar

Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.

Diese Daten in Ihrer App

Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.