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Deutsches Stiftungszentrum GmbH GmbH

Essen ·HRB 11674 Essen
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Baedekerstr. 1
45128 Essen
Handelsregister
HRB 11674, Essen
Eintragungsdatum
4. Dezember 1995
Branche
Erbringung von Fundraising-Dienstleistungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Unternehmenszweck
Die Verwaltung von Stiftungen und Körperschaften, die steuerbegünstigten Zwecken dienen, die Beratung von Stiftern, Mäzenen, Sponsoren sowie von steuerbegünstigten Stiftungen und Körperschaften in allen das jeweilige Fördervorhaben betreffenden Angelegenheiten, die Übernahme von Dienstleistungen für den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. insbesondere in den Bereichen Stiftungswesen und Steuerverwaltung.

Finanzen

Umsatz 2024
11,46 Mio. €
Mitarbeiter 2024
119
Bilanzsumme 2024
8,49 Mio. €
Jahresergebnis 2024
430.262 €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 8,49 Mio
  • Umlaufvermögen 65,3 % 5,54 Mio
  • Anlagevermögen 34,2 % 2,90 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 % 44,6 k
Passivseite 8,53 Mio
  • Eigenkapital 53,5 % 4,56 Mio
  • Rückstellungen 30,1 % 2,57 Mio
  • Verbindlichkeiten 16,0 % 1,36 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 13,92 Mio
  • Umsatzerlöse 82,4 % 11,46 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 5,5 % 758,9 k
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4,5 % 631,2 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 3,9 % 543,6 k
  • Einstellung in die Gewinnrücklage 2,2 % 300,0 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,5 % 74,2 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,5 % 71,9 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,5 % 71,1 k
  • Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag 0,0 % 2,6 k
Aufwendungen 11,65 Mio
  • Personalaufwand 66,6 % 7,75 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 22,8 % 2,66 Mio
  • Aufwendungen für bezogene Leistungen 8,4 % 979,4 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,1 % 131,7 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,1 % 123,0 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 389
  • Ergebnis nach Steuern 430,7 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 430,3 k
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GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Matthias Hugo Schmolz seit 2021 Geschäftsführer
  • Stephanie Berger seit 2023 Geschäftsführer
  • Markus Dr. Heuel seit 2012 Prokura
8 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2024
  2. 05.09.
    Austritt einer Position
    Stefan Prof. Dr. Stolte · Gesamtprokura
  3. 04.04.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    S***** P**** · Gesamtprokura
  4. 2023
  5. 04.04.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Matthias Hugo Schmolz · Geschäftsführer
  6. 04.04.
    Austritt einer Position
    E**** S****** · Geschäftsführer
  7. 04.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    Stephanie Berger · Geschäftsführer
  8. 04.04.
    Austritt einer Position
    Stephanie Berger · Gesamtprokura
  9. 2022
  10. 10.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Stephanie Berger · Gesamtprokura
  11. 07.02.
    Adressänderung
    Deutsches Stiftungszentrum GmbH
39 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 10. September 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

Deutsches Stiftungszentrum GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte 1.146,55 2.361,34
2. Kundenstamm 0,00 1.146,55 0,00 2.361,34
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 180.139,19 255.687,28
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 13.782,30 26.282,30
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.716.470,24 2.730.252,54 2.716.470,24 2.742.752,54
2.911.538,28 3.000.801,16
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.173.527,97 3.213.265,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 32.353,06 34.326,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 125.124,78 2.331.005,81 210.161,90 3.457.754,59
II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.560.754,50 2.195.481,67
4.891.760,31 5.653.236,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.904,25 31.774,81
7.884.202,84 8.685.812,23
Treuhandvermögen "DSZ - International Giving Foundation"

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 500.000,00 240.000,00
III. Bilanzgewinn 631.188,17 569.691,09
- davon Gewinnvortrag EUR 569.691,09 (i. Vj. EUR 423.090,00) -
4.131.188,17 3.809.691,09
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 234.275,03 144.784,86
2. Sonstige Rückstellungen 2.390.648,77 2.825.727,45
2.624.923,80 2.970.512,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.483,88 68.477,98
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 375.092,43 957.618,61
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 364.096,31 (i. Vj. EUR 957.233,87) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 671.514,56 879.512,24
- davon aus Steuern EUR 96.600,47 (i. Vj. EUR 86.441,05) -
1.128.090,87 1.905.608,83
7.884.202,84 8.685.812,23
2.179.985,35 2.489.811,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 10.911.355,88 10.415.880,28
2. Sonstige betriebliche Erträge 455.383,79 492.403,57
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 892.825,76 785.539,76
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.189.708,30 5.808.110,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.276.164,06 7.465.872,36 1.224.485,16 7.032.595,76
- davon für Altersversorgung EUR 144.336,63 (i. Vj. EUR 149.595,95) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 113.696,00 144.935,67
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.514.770,50 2.419.574,02
7. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 63.186,40 56.426,13
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.405,84 27,01
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 175.853,56 188.777,76
10. Ergebnis nach Steuern 329.313,73 393.314,02
11. Sonstige Steuern 5.260,65 4.156,93
12. Jahresüberschuss 324.053,08 389.157,09
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 569.691,09 423.090,00
14. Einstellung in die Gewinnrücklage 260.000,00 240.000,00
15. Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag 2.556,00 2.556,00
16. Bilanzgewinn 631.188,17 569.691,09

LAGEBERICHT ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Inhalt

1. Grundlagen der Gesellschaft 02

2. Wirtschaftsbericht 02

3. Wirtschaftliche Lage 03

4. Ausblick/Risiko- und Chancenbericht, Perspektive 06

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Die Deutsches Stiftungszentrum GmbH (DSZ) ist die Dienstleistungsgesellschaft des Stifterverbandes für den Stiftungsbereich. Sie erfüllt den Satzungsauftrag des Stifterverbandes Förderung des gemeinnützigen Stiftungswesens, der Beratungen und Dienstleistungen für Stiftungen mit jeder gemeinnützigen Zwecksetzung umfasst.

Wichtigste Aufgaben sind:

das Management von nichtrechtsfähigen Stiftungen in der Treuhänderschaft des Stifterverbandes und von rechtsfähigen Stiftungen, die das DSZ mit Verwaltungsaufgaben beauftragen, sowie in einzelnen Fällen von weiteren gemeinnützigen Organisationen wie beispielsweise Vereinen oder gGmbHs,

die Beratung von potenziellen Stiftern, Mäzenen und Sponsoren sowie von steuerbegünstigten Stiftungen und Körperschaften bei ihren Fördervorhaben,

die Übernahme von Dienstleistungen für den Stifterverband, vor allem in den Bereichen Rechnungswesen, Stiftungen und Steuerverwaltung.

Aus strategischen Gründen hält das DSZ Beteiligungen an der Deutsche Stiftungsakademie gGmbH (DSA) und an der Berliner Stiftungen e.V. (Nachfolger der Berliner Stiftungswoche gGmbH). Mit den Beteiligungen wird das Ziel verfolgt, die Stellung des DSZ im Stiftungssektor zu stärken und für eine breite öffentliche Wahrnehmung zu sorgen. Mit Büros in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart, die allesamt mit umfassenden Serviceportfolien für Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen betraut sind, ist das DSZ neben seiner Hauptverwaltung in Essen in traditionsreichen Stiftungsstädten Deutschlands vertreten.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Im Jahr 2023 war das wirtschaftliche Umfeld für das DSZ erneut herausfordernd. Die Geschäftsentwicklung ist weiterhin durch die wachsende Zahl an Anbietern von Dienstleistungen im Stiftungssektor und den sich intensivierenden Preiswettbewerb geprägt.

Zudem ist seit einigen Jahren eine Verschiebung der neu errichteten rechtsfähigen Stiftungen in Deutschland festzustellen. Es werden immer weniger gemeinnützige Stiftungen gegründet, während die Anzahl der neu errichteten Familienstiftungen einen deutlich größeren Raum einnimmt. Von den 637 im Jahr 2023 neu errichteten rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts sind lediglich 351 gemeinnützig. Damit werden die schwachen Vorjahreszahlen (384) noch einmal unterboten.

Die Zahl der rechtsfähigen Stiftungen in Deutschland stieg zum 31. Dezember 2023 auf 25.777. Den größten Zuwachs mit 122 Neugründungen verzeichnete Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 95 Neugründungen. Den höchsten Bestand in absoluten Zahlen mit 4.992 Stiftungen führt nach wie vor Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (4.460) und Baden-Württemberg (3.719).

Der stetige Rückgang der Anzahl neu errichteter gemeinnütziger rechtsfähiger Stiftungen bereitet dem DSZ allerdings keine Sorge. Die Gespräche mit potenziellen Stifterinnen und Stiftern und die tatsächlich realisierten Neugründungen im DSZ legen vielmehr die Vermutung nahe, dass immer häufiger anstelle der rechtsfähigen Stiftung die Treuhandstiftung als Organisationsform für stifterisches Engagement gewählt wird. Nahezu alle Kontakte im Berichtsjahr, die zu einer Stiftungsgründung geführt haben, mündeten in einer Treuhandstiftung. Das DSZ mit dem Treuhänder Stifterverband ist in diesem Bereich bereits seit Jahrzehnten etabliert und sieht sich hervorragend aufgestellt. Als schon jetzt größter Stiftungsträger in Deutschland ist es unser Ziel, die Bekanntheit dieser Stiftungsform weiter zu vergrößern und so bessere Rahmenbedingungen für unser Wachstum zu schaffen.

Dies erreichen wir insbesondere durch die verantwortliche Mitwirkung in zum Teil mitgegründeten lokalen, regionalen und nationalen Netzwerken, durch langjährige operative Kooperationen mit Partnerorganisationen, bundesweite Referententätigkeiten zu den stiftungsrelevanten Themenfeldern, die Initiierung eigener Veranstaltungen, Kooperationen im Veranstaltungsbereich, eigene Fachpublikationen sowie Beiträge in Fachzeitschriften. Zum hohen Ansehen des DSZ trägt nicht zuletzt auch die Präsenz in den stiftungsstarken Regionen Deutschlands bei.

Die Vermögensanlagen des DSZ standen im Berichtsjahr 2023 unter dem Einfluss sinkender Inflationsraten und einer wider Erwarten stabilen globalen Wirtschaftsentwicklung, wobei die US-Entwicklung positiv hervorzuheben ist. Die geopolitischen Spannungen und Krisen haben die Kapitalmärkte nur temporär beeinflusst.

Ein deutlicher Rückgang zeichnete sich im Jahresverlauf 2023 bei den Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen ab, die im Zuge des Ausbruchs des Russland-/Ukraine-Krieges im Jahr 2022 stark angestiegen waren. Dies führte zu sinkenden Inflationsraten und temporär zu Zinssenkungshoffnungen, speziell in den Monaten November und Dezember 2023. Konsens war, dass Rentenpapiere wieder auskömmlichere Erträge liefern und der Höhepunkt der Inflations- und (Leit-)Zinsentwicklung Mitte 2023 erreicht wurde.

Treiber der sehr positiven Aktienmarktentwicklungen waren Wachstums- und Technologiewerte, wobei KI-Geschäftsaktivitäten (Künstliche Intelligenz) zu überdurchschnittlichen Kursgewinnen führten. Die zuvor genannten Zinssenkungshoffnungen beflügelten die Rentenmärkte zum Jahresende 2023, Renteninvestments erzielten Kursgewinne.

Die Anlagestrategie des Stifterverbandes partizipierte an den zuvor beschriebenen Kapitalmarktentwicklungen, Renten und Aktien lieferten positive Ergebnisbeiträge. Die Spezialfonds-Mandate des Stifterverbandes erzielten in der Breite mittlere bis hohe einstellige Wertzuwächse (4,8 Prozent bis 8,5 Prozent). Zwei von acht Spezialfonds des Stifterverbandes erzielten niedrige zweistellige Wertzuwächse (10,0 Prozent bis 10,9 Prozent).

Stiftungen können aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus perspektivisch mit steigenden Erträgen rechnen, was sich positiv auf deren Fördervolumina auswirken wird. Bei ausgabenabhängigen Entgeltvereinbarungen unterstützt dies die Einnahmesituation des DSZ.

Die Kapitalmärkte stehen auch im laufenden Jahr 2024 vor Herausforderungen, die zu Schwankungen an den Kapitalmärkten führen können. Zu nennen sind beispielsweise der weitere Verlauf des Russland-/Ukraine-Krieges, geopolitische Spannungen im Nahen Osten, aber auch anstehende Wahlen. Die Angebotspalette des Stifterverbandes umfasst Mandate mit unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen, jeweils mit und ohne dynamische, regelgebundene und prognosefreie Risikosteuerung. Mit dieser breiten Angebotspalette sieht sich der Stifterverband gut aufgestellt.

3. WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Die Gesellschaft hat primär keine Gewinn-, sondern Leistungsziele. Potenzielle Stifterinnen und Stifter sollen kostendeckend beraten und Stiftungen zu Selbstkosten verwaltet werden. Das seit der Errichtung der Gesellschaft aus thesaurierten Jahresüberschüssen erhöhte Eigenkapital von rund 4.131 TEUR (entspricht etwa 37,6 % der jährlichen Aufwendungen) dient der Vorfinanzierung der Verwaltungskosten und der angemessenen Absicherung von Risiken für den zunehmenden Geschäftsumfang.

Das Berichtsjahr endete mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 324 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 389 TEUR). Unter Einbeziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 631 TEUR.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Höhe der Umsatzerlöse, die im Wesentlichen aus Verwaltungsentgelten resultieren, und der Jahresüberschuss sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Das Verwaltungsentgelt bemisst sich nach einem prozentualen Anteil, bezogen auf das zur Verwaltung übertragene Vermögen der jeweiligen Einheit, sowie der im Geschäftsjahr vorgenommenen Verfügungen. Die bedeutsamsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren bilden die Höhe des verwalteten Vermögens (3,598 Mrd. Euro in 2023; Vorjahr 3,042 Mrd. Euro*), die Verfügungen (212 Mio. Euro in 2023; Vorjahr 291 Mio. Euro*) sowie die Anzahl von Stiftungen in der Verwaltung des DSZ.

Das Neugeschäft entwickelte sich im Jahr 2023 zufriedenstellend. In Summe konnten 18 neue Verwaltungsmandate (20 Mio. Euro Vermögen) für das DSZ gewonnen werden, mit denen ein Gesamtverwaltungsentgelt in Höhe von 164 TEUR (Vorjahr: 223 TEUR) erwirtschaftet werden konnte. Dem standen Vermögensabgänge i. H. von 29,8 Mio. EURO mit einen Verwaltungsentgelt i. H. 66 TEURO gegenüber.

Bei der Portfolioentwicklung wird der Ansatz des qualitativen Wachstums konsequent weiterverfolgt, also das Ziel, einen möglichst hohen Entgeltzuwachs aus tendenziell eher weniger neuen Mandaten zu erlösen.

Ertragslage

Die erzielten Umsatzerlöse sind um 495 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 10.911 TEUR gestiegen, was einem Wachstum von knapp 4,8 % entspricht. Dabei beliefen sich die Verwaltungsentgelte auf 9.648 TEUR, gegenüber 9.207 TEUR. Das im Gegensatz zum Vorjahr höhere Umsatzwachstum lässt sich im Wesentlichen darauf zurückführen, dass die Erträge aus der Stiftungsverwaltung höher ausgefallen sind.

Des Weiteren erzielte die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 455 TEUR (Vorjahr 492 TEUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr (786 TEUR) auf 893 TEUR gestiegen, was hauptsächlich an höheren Weiterbelastungen aus dem Stifterverband lag.

Die Personalkosten sind 2023 von 7.033 TEUR auf 7.466 TEUR um 433 TEUR gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die allgemeine Gehaltserhöhung i.H.v. 3 % sowie die gezahlte Inflationsprämie zurückzuführen. Darüber hinaus gab es Nachbesetzungen mit Überschneidungszeiträumen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2.515 TEUR liegen insbesondere aufgrund der gestiegenen IT-Aufwendungen sowie der Erhöhung der Rückstellungen aus Regressverpflichtungen der Umsatzsteuer über dem Vorjahreswert (2.420 TEUR). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 31 TEUR gesunken.

Das Finanzergebnis entwickelte sich insbesondere aufgrund vereinnahmter Zinsen auf Festgeldanlagen positiv von 56 TEUR auf 126 TEUR.

In Summe ist der Jahresüberschuss aufgrund der beschriebenen Kostenanstiege um 65 TEUR geringer ausgefallen und beläuft sich auf 324 TEUR (Vorjahr 389 TEUR).* Im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 wurden ein verwaltetes Vermögen von 3,019 Mrd. Euro sowie Verfügungen von 290 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2022 berichtet. Die Abweichungen ergaben sich aus der nachträglichen Datenerfassung für einzelne Stiftungen in der Verwaltung der DSZ, beispielsweise im Rahmen von Zugängen oder der Nachlassabwicklung.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung als stabil eingeschätzt. Der Gesellschaft fließen vierteljährliche Abschlagszahlungen aus den Verwaltungsvergütungen der betreuten Stiftungen zu, sodass keine Liquiditätsengpässe bestanden. Zum 31. Dezember 2023 offene Verwaltungsvergütungen waren zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses im Wesentlichen beglichen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr von 2.195 TEUR auf 2.561 TEUR erhöht. Der positive Liquiditätseffekt von 17 % ergab sich insbesondere aus einer unterjährigen Anpassung der Verwaltungskostenabschläge für die betreuten Stiftungen. Die Forderungen gegen die Stiftungen sind deutlich auf 2.174 TEUR (Vorjahr 3.213 TEUR) gesunken. Dies resultiert ebenfalls aus der unterjährigen Anpassung der Abschlagszahlungen der Verwaltungsgebühren für die Stiftungen. Die Verbindlichkeiten des operativen Bereichs (1.128 TEUR; Vorjahr 1.906 TEUR) sind um 41 % gesunken, was aus den gezahlten Umsatzsteuerverpflichtungen gegenüber dem Stifterverband sowie sonstigen Verbindlichkeiten aus zurücküberwiesenen, fehlgeleiteten Zahlungen in Höhe von 500 TEUR im Vorjahr resultiert.

Im Berichtsjahr 2023 konnte die Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2012 bis 2015 beim DSZ und den verbundenen Unternehmen Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. (Stifterverband) sowie Verwaltungsgesellschaft für Wissenschaftspflege mbH (VfW) und weiteren verbundenen Unternehmen durch das Finanzamt für Groß- und Konzernbetriebsprüfung Essen abgeschlossen werden. Entsprechende Bescheide wurden erlassen, die daraus resultierenden Nachzahlungen nebst Zinsen gezahlt und nicht benötigte Rückstellungen aufgelöst.

Unterschiedliche Auffassungen bestehen weiterhin hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Behandlung von Leistungen an nichtselbstständige Stiftungen in der Rechtsträgerschaft des Stifterverbandes (sogenannte T-Stiftungen).

Über die Rechtsfrage, ob nichtrechtsfähige Stiftungen taugliche Leistungsempfänger steuerpflichtiger Leistungen im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG sein können, ist nach dem Urteil des FG Münster vom 5. Mai 2022 - 5 K 1753/20 U, mit dem das FG die Rechtsauffassung des Stifterverbandes und des Deutschen Stiftungszentrums stützt, die Revision zugelassen worden (Verfahren BFH - V R 13/22). Eine Entscheidung liegt bisher noch nicht vor.

Aufgrund der vertraglich vorbehaltenen Umsatzsteuerpflicht hat die weit überwiegende Zahl der betroffenen T-Stiftungen zwischenzeitlich vorsorglich Rückstellungen für eine nachzuentrichtende Umsatzsteuerpflicht gebildet. Die Rückstellungsbildung im Jahresabschluss des DSZ bildet das bestehende Risiko unter Berücksichtigung des zitierten positiven Urteils in erster Instanz und der Rückstellungsbildung der Stiftungen nach Einschätzung der Geschäftsführung angemessen ab.

Eine weitere Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2016 bis 2019 wurde seitens des Finanzamtes begonnen. Die Prüfung wird auf das Jahr 2020 ausgeweitet und soll zügig mit den bereits behandelten Prüffeldern im Jahr 2024 abgeschlossen werden. In der Rückstellungsbildung wurden die bekannten Prüffelder für den Zeitraum 2016 bis einschließlich 2021 abgebildet. Für die Folgejahre wurden Umstrukturierungen und Umstellungen in der Praxis vorgenommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Deutsches Stiftungszentrum GmbH hat sich von 8.686 TEUR auf 7.884 TEUR reduziert. Die geringere Bilanzsumme ergibt sich aus reduzierten Forderungen gegen Stiftungen und einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote ist von 43,9 % auf 52,4 % gestiegen. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft in 2023 hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr insgesamt verbessert. Die Umsätze sind weiter gestiegen, die Anzahl der betreuten Stiftungen ist mit 384 gegenüber 387 nicht rechtsfähigen sowie 281 rechtsfähigen Stiftungen auf einem stabilen Niveau.

4. AUSBLICK/RISIKO- UND CHANCENBERICHT, PERSPEKTIVE

Das DSZ ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit sowohl Risiken als auch Chancen ausgesetzt. Nach der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und den möglichen Auswirkungen auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele werden die Risiken und Chancen in die Kategorien gering, moderat und hoch eingestuft. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.

Umfeldrisiken bestehen in Form von Kurs- und Zinsrisiken. Die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung ist ungewiss, ebenso die Resultate zahlreicher ökonomischer wie politischer Einflussfaktoren. Kurzfristig muss immer wieder mit Rückschlägen gerechnet werden, allein wegen der zahlreichen, in ihren Folgen schwer absehbaren manifesten wie latenten militärischen Konflikte. Um weiterhin ausreichend Stiftungserträge sowie Stiftungsvermögen zu generieren, bedarf es einer nachhaltigen Anlagestrategie. Der Abzug von Stiftungsvermögen, geringere Erträge und damit verbunden niedrigere Verfügungen können sich hingegen negativ auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis des DSZ auswirken. Der Anlagebeirat des Stifterverbandes ist mit hochrangigen Experten besetzt, um ein bestmögliches und nachhaltiges Vermögensmanagement zu gewährleisten. Die Performance der Spezialfonds war 2023 sehr positiv, sodass bei einer zurückhaltenden Ausschüttungspolitik Reserven aufgebaut werden konnten. Das Risiko wird demnach als moderat eingestuft.

Branchenrisiken bestehen in einem Angebots- und Preiswettbewerb durch die wachsende Zahl an Anbietern von Dienstleistungen im Stiftungssektor wie Rechtsanwälten, Notaren, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Finanzdienstleistern, die zum Teil auch Stiftungsadministration anbieten, aber auch Kommunen und Hochschulen sowie privaten Anbietern aus dem Non-Profit-Bereich selbst, wie z.B. Vereinen und Bürgerstiftungen. Durch einen zunehmenden Wettbewerb steigt das Risiko für Mandatsverluste und somit für mengeninduzierte Umsatz- und Ergebnisrückgänge. Preiseffekte können das Risiko verschärfen. Aufgrund der starken Stellung des DSZ im Netzwerk des Stifterverbandes sowie zahlreicher langfristig entwickelter Netzwerkaktivitäten, die auch über den Stiftungssektor hinausreichen, und seiner breit gefächerten Expertise im Non-Profit-Bereich wird das Risiko als gering bis moderat eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich insbesondere aus der in Abschnitt 3 Finanzlage beschriebenen Betriebsprüfung. Die bilanzielle Vorsorge von derzeit insgesamt 843 TEUR wurde auf Basis der aktuellen Erkenntnisse unter Berücksichtigung der Einschätzung der rechtlichen und steuerlichen Berater vorgenommen. Dabei wurden die Erkenntnisse aus den für die Prüfungszeiträume 2012 bis 2015 ergangenen Bescheiden berücksichtigt. Das Risiko einer Erhöhung der Steuernachzahlung wird in Anbetracht der bereits gebildeten bilanziellen Vorsorge und der Einschätzung der rechtlichen Berater derzeit als gering eingeschätzt.

Um diesen Risiken zu begegnen, hat das DSZ sich Ziele gesetzt und Maßnahmen entwickelt.

Strategisch verfolgt das DSZ das Ziel, sich in diesem Wettbewerb weiterhin erfolgreich zu behaupten und sein Leistungsspektrum in der Beratung und im Management gemeinnütziger Stiftungen quantitativ auszubauen wie auch qualitativ fortzuentwickeln. Es gilt, das Profil des DSZ weiter zu schärfen: Die Einbindung in das Netzwerk des hoch anerkannten Stifterverbandes verschafft dem DSZ eine Alleinstellung. Eine planvoll vorangetriebene Digitalisierung entlastet nicht nur die Verwaltungskosten, sondern soll zu einer weiteren Verbesserung der Serviceleistungen beitragen. Der weitere Ausbau der Positionierung als nachhaltiger Vermögensverwalter im Sinne der EU-Kriterien soll die Attraktivität steigern.

Querschnittsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit misst das DSZ eine hohe Bedeutung bei. Dies zeigt sich für den Bereich der Digitalisierung beispielhaft in den geplanten Verbesserungen bei den CRM-, ERP- und Workflow-Systemen mit anschließenden Kundenportalen. Die Digitalisierungsstrategie des DSZ ist Teil der im Frühjahr 2024 für den Stifterverband verabschiedeten umfassenden Digitalisierungsstrategie.

Im Jahre 2019 hat sich das DSZ zur Teilnahme am United Nations Global Compact, der weltweit größten und wichtigsten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung, entschieden. Diese Mitgliedschaft ist mit der Verpflichtung verbunden, die globalen Nachhaltigkeitsziele in die eigene Unternehmensstrategie, Unternehmenskultur und Geschäftspraxis zu integrieren. Zwischenzeitlich hat sich der Stifterverband mit all seinen Tochtergesellschaften ebenfalls dieser Initiative angeschlossen, sodass das DSZ im Jahr 2022 seine eigene Mitgliedschaft beenden konnte.

Die Entwicklung der Vermögensanlage war 2023 sehr positiv, die Risiken aus der weiteren weltwirtschaftlichen und politischen Entwicklung sind, wie oben ausgeführt, jedoch nicht unbeträchtlich. Die möglichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell des DSZ sind begrenzt, die Erträge aus den Geschäftsbesorgungsverträgen mit den Stiftungen sind von diesen Entwicklungen nicht unmittelbar berührt. Es ist auch keine Trendumkehr bei der Bereitschaft, neue Stiftungen zu gründen, erkennbar. Die aktuellen Krisen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und Finanzmärkte haben im Stiftungsumfeld, aber auch darüber hinaus, die Bewertung von Finanzanlagen im Jahresabschluss vermehrt in den Fokus gerückt. Das vom DSZ verwaltete Stiftungsvermögen betrug zum Bilanzstichtag rund 3,6 Milliarden Euro. Schwankungen bzw. Kursrückgänge an den Kapitalmärkten können zukünftig zu Abschreibungen führen, die sich negativ auf das verwaltete Vermögen und die Verfügungen der Stiftungen auswirken können. Das Risiko hierfür wird derzeit als moderat eingeschätzt.

Auf der Kostenseite besteht das Risiko notwendiger Gehaltsanpassungen infolge der Inflation. Der Stifterverband und das DSZ sind nicht tarifgebunden und können sich an ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten orientieren. Beschaffungskosten sind von untergeordneter Bedeutung und können in der Regel durch Einsparmaßnahmen kompensiert werden.

Die wirtschaftliche Entwicklung des DSZ hängt weiterhin vor allem von der Anzahl sowie dem Vermögen der verwalteten Stiftungen ab. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem leichten Anstieg des verwalteten Vermögens und der Anzahl der Mandate in der Verwaltung des DSZ gerechnet sowie im Wesentlichen stabilen Verfügungen.

Die Geschäftsführung erwartet auf dieser Basis einen leicht steigenden Umsatz gegenüber 2023. Aufgrund von gegenläufigen Kostensteigerungen, insbesondere für Digitalisierungsprojekte, wird ein positives Jahresergebnis deutlich unterhalb des Ergebnisses 2023 erwartet. Da die Zielsetzung des DSZ vor allem eine Zweckverwirklichung im Sinne der betreuten Stiftungen ist, wird kein höheres Ergebnis angestrebt.

 

Essen, den 23. Mai 2024

Matthias Schmolz

Stephanie Berger

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Essen und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 11674 geführt.

Die Gesellschaft ist i. S. d. § 267 Abs. 1 und 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen und belaufen sich auf 2 bis 15 Jahre. Aufgrund der gegenüber der Einschätzung im Aktivierungszeitpunkt nachhaltig gesunkenen Ertragserwartung aus dem zugrunde liegenden Portfolio wurde der vormals bilanzierte Kundenstamm im Geschäftsjahr 2019 in voller Höhe abgeschrieben.

Anlagegüter im Einzelwert bis einschließlich EUR 250,00 werden im Zeitpunkt ihrer Anschaffung oder Herstellung unmittelbar als Aufwand erfasst. Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden im Zeitpunkt des Zugangs in einem Sammelposten je Geschäftsjahr aktiviert. Der jeweilige Sammelposten eines Geschäftsjahres wird über das Jahr der Bildung und die folgenden vier Geschäftsjahre zu je einem Fünftel abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert bilanziert.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) bewertet. Danach sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um Vermögensgegenstände auf den niedrigeren Wert abzuschreiben, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, vorausgesetzt, es handelt sich um eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung.

Eine Abschreibung erfolgt nur auf Wertpapiere, die nicht aufgrund der Anlageform eine Rückzahlung zu 100 % am Ende der Laufzeit garantieren (Aktien, Spezial- oder Immobilienfonds).

Bei Rentenpapieren bzw. festverzinslichen Anleihen werden somit - wenn die Bonität des Emittenten unkritisch ist - grundsätzlich keine Abschreibungen vorgenommen, da von einem Halten bis zur Endfälligkeit ausgegangen wird. Abschreibungen erfolgen nur dann, wenn ein Erwerb zu einem Kaufpreis oberhalb des Nominalwertes erfolgt ist und der Kurswert zwischenzeitlich unter den Kaufpreis gesunken ist. Es wird dabei maximal auf den Rückzahlungskurs abgeschrieben. Erfolgt bis zur Endfälligkeit keine Abwertung auf diese Weise, werden bestehende Agios mit der Endfälligkeit als Aufwand verbucht.

Sofern bei Aktien bzw. Aktienfonds sowie Wertpapieren, die vergleichbare Strukturen aufweisen, der Buchwert in den letzten sechs Monaten vor dem Stichtag permanent um mehr als 20 % unterschritten wurde oder der Durchschnittswert der Börsen- oder Marktpreise der letzten zwölf Monate (Monatsultimo) den Buchwert um mehr als 10 % unterschreitet, wird auf den Stichtagskurs abgeschrieben.

Bestehen die Gründe für den niedrigeren Wertansatz nicht mehr, wird eine Wertaufholung maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zum Nennwert.

Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Rückstellungen für die Kosten der Erstellung der Stiftungsberichte werden stetig anhand der voraussichtlich benötigten Arbeitstage und der Personalkosten berechnet. Hierbei wird auf die anteiligen Personalkosten der Mitarbeiter abgestellt, die mit der Erstellung der Stiftungsberichte unmittelbar beschäftigt sind.

Die Bemessung möglicher Regressverpflichtungen gegenüber dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., Essen ("Stifterverband") erfolgte ausgehend von der Risikoeinschätzung auf Ebene des Organträgers auf Basis einer wertenden Aufteilung des Umsatzsteuerrisikos zwischen Organträgerin und Organgesellschaft.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Deutsches Stiftungszentrum GmbH ist als Treuhänderin mit der Verwaltung der nichtrechtsfähigen "DSZ - International Giving Foundation" nach deren satzungsmäßigen Bestimmungen betraut. Der Ansatz des Treuhandvermögens unter der Bilanz erfolgt nachrichtlich mit dem im Vermögensnachweis der Stiftung angegebenen Gesamtvermögen zum jeweiligen Abschlussstichtag.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist im Anlagenspiegel - Anlage zum Anhang - dargestellt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich wie folgt zusammen:

Kreditinstitut Wertpapier Buchwert Kurswert
TEUR TEUR
Commerzbank AG UBS Euroinvest Immobilien Inhaber Anteile 362 359
Commerzbank AG Flossbach v. Storch Found. Gr. -I 2.354 2.302
2.716 2.661

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Selbstständige Stiftungen und sonstige Organisationen 1.307 1.585
Treuhänderische Stiftungen in der Verwaltung des verbundenen Unternehmens Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., Essen 867 1.628
2.174 3.213

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in voller Höhe aus der Leistungsverrechnung bzw. Weiterbelastung verauslagter Kosten.

Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 3.000. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 260 den Gewinnrücklagen zugeführt und eine Ausschüttung von TEUR 3 vollzogen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen voraussichtliche Regressverpflichtungen gegenüber dem Stifterverband i. H. v. TEUR 786, Kosten der Erstellung der Geschäftsberichte für das abgelaufene Jahr der Stiftungen i. H. v. TEUR 611, Rückstellungen für Personalkosten i. H. v. TEUR 540, Prüfungskosten i. H. v. TEUR 210 sowie Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses i. H. v. TEUR 71.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 375 (i. Vj. TEUR 958) betreffen im Wesentlichen die Leistungsverrechnung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Selbstständige Stiftungen und sonstige Organisationen (kreditorische Debitoren) 192 595
Treuhänderische Stiftungen in der Verwaltung des verbundenen Unternehmens Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., Essen (kreditorische Debitoren) 353 167
Lohn- und Kirchensteuer 96 85
Übrige 31 32
672 879

Kreditorische Debitoren wurden abweichend vom Ausweis des Vorjahres innerhalb des Postens sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen (i. Vj. TEUR 262 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Der Vorjahresausweis in der Bilanz wurde entsprechend angepasst.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse enthalten Verwaltungsentgelte i. H. v. TEUR 121, die das Vorjahr betreffen, da die Leistungen zum Stichtag noch nicht abgerechnet werden konnten (i. Vj. TEUR 45).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus pauschaler Vorsteuer und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus pauschaler Vorsteuer belaufen sich auf TEUR 280 (i. Vj. TEUR 315) und die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen auf TEUR 172 (i. Vj. TEUR 136).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Fremdpersonal.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 2.515 (i. Vj. TEUR 2.420) umfassen im Wesentlichen Büromieten, außergewöhnliche Kosten aus etwaigen Regressverpflichtungen (TEUR 222) sowie verschiedene Verwaltungskosten.

5. Besondere Angaben gemäß § 285 HGB

Zu Nr. 3a

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen. Die Jahresmieten betragen:

2024
TEUR
Baedekerstraße 1, Essen (seit 1. Januar 2022) 313
Widenmayerstraße 10, München (gekündigt zum 30.09.2024) 172
Zweigstraße 10, München (seit 1. April 2024) 32
Pariser Platz 6, Berlin 51
Colonnaden 68, Hamburg 30
Königstraße 7, Stuttgart 34
632

Der Gesamtbetrag unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeiten beträgt TEUR 1.438.

Zu Nr. 7

Im Durchschnitt stellt sich der Personalbestand gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022
Anzahl Anzahl
Stiftungsmanager 36 34
Verwaltungsmitarbeiter 78 77
114 111
Davon Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte 50 46
114 111

Zu Nr. 10

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Matthias Schmolz, Diplom-Volkswirt und kaufmännischer Geschäftsführer des Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., Hamburg

Stephanie Berger, Rechtsanwältin, Neuss (ab dem 01. März 2023)

Erich Steinsdörfer, Rechtsanwalt, Bonn (bis zum 28. Februar 2023)

Dem Stiftungsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Dr. rer. oec. Reinhard Christian Zinkann,

Vorsitzender

Geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie. KG, Gütersloh

Schatzmeister Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Dr. Felicitas von Peter

stellvertretende Vorsitzende

Geschäftsführende Gesellschafterin Active Philanthropy GmbH, Berlin

Niels Hollmann

Mitglied

Stifter Bauer-Hollmann-Stiftung

Friederike von Bünau

Mitglied

Geschäftsführerin EKHN Stiftung, Kulturstiftung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau; Generalsekretärin des Bundesverband Deutscher Stiftungen

Alexandra Gräfin Lambsdorff

Mitglied

Kuratoriumsmitglied Deutsche Demenzhilfe - DZNE-Stiftung für Gehirn und Gesundheit;

Vorsitzende des Kuratoriums der Quistrop-Stifung, Bonn

Prof. h.c. Dr. Juliane Diller

Mitglied

Vorsitzende des Kuratoriums der Panguana Stiftung, München

Dr. Volker Meyer-Guckel

Mitglied

Generalsekretär Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Udo van Meeteren

Ehrenmitglied

Stifter Stiftung van Meeteren

Zu Nr. 11

Die Gesellschaft ist mit 50 % am Stammkapital der Deutsche Stiftungsakademie gGmbH, Bonn, beteiligt. Das Eigenkapital der Beteiligung per 31. Dezember 2022 betrug EUR 294.099,92 einschließlich des Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 von EUR 41.735,92.

Die Gesellschaft hält 4 % am Stammkapital der Berliner Stiftungswoche gGmbH, Berlin. Das Eigenkapital der Beteiligung per 31. Dezember 2022 betrug EUR 66.097,40 einschließlich des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 1.524,39.

6. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i. H. v. EUR 631.188,17 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Essen, den 23. Mai 2024

Deutsches Stiftungszentrum GmbH

Matthias Schmolz

Stephanie Berger

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deutsches Stiftungszentrum GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deutsches Stiftungszentrum GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsches Stiftungszentrum GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Stiftungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Stiftungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 24. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Giorgini, Wirtschaftsprüferin

Grittern, Wirtschaftsprüfer

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

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  • Gesellschafterliste
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Website-Inhalt

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