Deutsches Stiftungszentrum GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Treuhandvermögen "DSZ - International Giving Foundation" Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 20241. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Essen und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 11674 geführt. Die Gesellschaft ist i. S. d. § 267 Abs. 1 und 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen und belaufen sich auf 2 bis 15 Jahre. Aufgrund der gegenüber der Einschätzung im Aktivierungszeitpunkt nachhaltig gesunkenen Ertragserwartung aus dem zugrunde liegenden Portfolio wurde der vormals bilanzierte Kundenstamm im Geschäftsjahr 2019 in voller Höhe abgeschrieben. Anlagegüter im Einzelwert bis einschließlich EUR 250,00 werden im Zeitpunkt ihrer Anschaffung oder Herstellung unmittelbar als Aufwand erfasst. Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden im Zeitpunkt des Zugangs in einem Sammelposten je Geschäftsjahr aktiviert. Der jeweilige Sammelposten eines Geschäftsjahres wird über das Jahr der Bildung und die folgenden vier Geschäftsjahre zu je einem Fünftel abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) bewertet. Danach sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um Vermögensgegenstände auf den niedrigeren Wert abzuschreiben, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, vorausgesetzt, es handelt sich um eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung. Eine Abschreibung erfolgt nur auf Wertpapiere, die nicht aufgrund der Anlageform eine Rückzahlung zu 100 % am Ende der Laufzeit garantieren (Aktien, Spezial- oder Immobilienfonds). Bei Rentenpapieren bzw. festverzinslichen Anleihen werden somit - wenn die Bonität des Emittenten unkritisch ist - grundsätzlich keine Abschreibungen vorgenommen, da von einem Halten bis zur Endfälligkeit ausgegangen wird. Abschreibungen erfolgen nur dann, wenn ein Erwerb zu einem Kaufpreis oberhalb des Nominalwertes erfolgt ist und der Kurswert zwischenzeitlich unter den Kaufpreis gesunken ist. Es wird dabei maximal auf den Rückzahlungskurs abgeschrieben. Erfolgt bis zur Endfälligkeit keine Abwertung auf diese Weise, werden bestehende Agios mit der Endfälligkeit als Aufwand verbucht. Sofern bei Aktien bzw. Aktienfonds sowie Wertpapieren, die vergleichbare Strukturen aufweisen, der Buchwert in den letzten sechs Monaten vor dem Stichtag permanent um mehr als 20 % unterschritten wurde oder der Durchschnittswert der Börsen- oder Marktpreise der letzten zwölf Monate (Monatsultimo) den Buchwert um mehr als 10 % unterschreitet, wird auf den Stichtagskurs abgeschrieben. Bestehen die Gründe für den niedrigeren Wertansatz nicht mehr, wird eine Wertaufholung maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zum Nennwert. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Rückstellungen für die Kosten der Erstellung der Stiftungsberichte werden stetig anhand der voraussichtlich benötigten Arbeitstage und der Personalkosten berechnet. Hierbei wird auf die anteiligen Personalkosten der Mitarbeiter abgestellt, die mit der Erstellung der Stiftungsberichte unmittelbar beschäftigt sind. Die Bemessung möglicher Regressverpflichtungen gegenüber dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., Essen („Stifterverband“) erfolgte ausgehend von der Risikoeinschätzung auf Ebene des Organträgers auf Basis einer wertenden Aufteilung des Umsatzsteuerrisikos zwischen Organträgerin und Organgesellschaft. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Deutsches Stiftungszentrum GmbH ist als Treuhänderin mit der Verwaltung der nichtrechtsfähigen „DSZ - International Giving Foundation“ nach deren satzungsmäßigen Bestimmungen betraut. Der Ansatz des Treuhandvermögens unter der Bilanz erfolgt nachrichtlich mit dem im Vermögensnachweis der Stiftung angegebenen Gesamtvermögen zum jeweiligen Abschlussstichtag. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist im Anlagenspiegel - Anlage zum Anhang - dargestellt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich wie folgt zusammen:
Für Anteile am UBS Euroinvest Immobilien beträgt die Rückgabefrist für Beträge von mehr als EUR 30.000 12 Monate. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in voller Höhe aus der Leistungsverrechnung bzw. Weiterbelastung verauslagter Kosten. Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 3.000. Im Geschäftsjahr 2024 wurden TEUR 300 den Gewinnrücklagen zugeführt und eine Ausschüttung von TEUR 3 vorgenommen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen voraussichtliche Regressverpflichtungen gegenüber dem Stifterverband i. H. v. TEUR 807, Kosten der Erstellung der Geschäftsberichte für das abgelaufene Jahr der Stiftungen i. H. v. TEUR 544, Rückstellungen für Personalkosten i. H. v. TEUR 567, Prüfungskosten i. H. v. TEUR 210 sowie Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses i. H. v. TEUR 76. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 778 (i. Vj. TEUR 375) betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen die Leistungsverrechnung. Die Verbindlichkeiten sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse enthalten Verwaltungsentgelte i. H. v. TEUR 25, die das Vorjahr betreffen, da die Leistungen zum Stichtag noch nicht abgerechnet werden konnten (i. Vj. TEUR 121). Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge pauschaler Vorsteuer, Vorsteuerkorrektur für Dezember 2023 und Erträge aus Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus pauschaler Vorsteuer belaufen sich auf TEUR 257 (i. Vj. TEUR 280), die Vorsteuerkorrektur für Dezember 2023 TEUR 177 (i. Vj. TEUR 0) und die Erträge aus Auflösung von Rückstellungen auf TEUR 89 (i. Vj. TEUR 172). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Fremdpersonal. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 2.660 (i. Vj. TEUR 2.515) umfassen im Wesentlichen Büromieten sowie verschiedene Verwaltungskosten. 5. Besondere Angaben gemäß § 285 HGB Zu Nr. 3a Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen. Die Jahresmieten betragen:
Der Gesamtbetrag unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeiten beträgt TEUR 922. Zu Nr. 7 Im Durchschnitt stellt sich der Personalbestand gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Zu Nr. 10 Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2024:
Dem Stiftungsrat gehörten im Geschäftsjahr 2024 an:
Zu Nr. 11 Die Gesellschaft ist mit 50 % am Stammkapital der Deutsche StiftungsAkademie GmbH, Bonn, beteiligt. Das Eigenkapital der Beteiligung per 31. Dezember 2023 betrug EUR 191.204,53 einschließlich des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres 2023 von EUR 102.895,39. Die Gesellschaft hält 4 % am Stammkapital der Berliner Stiftungswoche gGmbH i.L., Berlin. Das Eigenkapital der Beteiligung betrug am 31. Dezember 2023 EUR 83.164,94 einschließlich des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 17.067,54. Die Gesellschaft wurde mit Datum vom 7. Februar 2025 liquidiert. 6. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i. H. v. EUR 758.894,16 auf neue Rechnung vorzutragen.
Essen, den 2. Juni 2025 Deutsches Stiftungszentrum GmbH Matthias Schmolz Stephanie Berger LAGEBERICHT ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2024INHALT 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 3. Wirtschaftliche Lage 4. Ausblick/Risiko- und Chancenbericht, Perspektive 1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Deutsches Stiftungszentrum GmbH (DSZ) ist die Dienstleistungsgesellschaft des Stifterverbandes für den Stiftungsbereich. Sie erfüllt den Satzungsauftrag des Stifterverbandes „Förderung des gemeinnützigen Stiftungswesens“, der Beratungen und Dienstleistungen für Stiftungen mit jeder gemeinnützigen Zwecksetzung umfasst. Wichtigste Aufgaben sind:
Aus strategischen Gründen hält das DSZ Beteiligungen an der Deutsche Stiftungsakademie gGmbH (DSA) und ist Mitglied im Verein Berliner Stiftungen e.V. (Nachfolger der Berliner Stiftungswoche gGmbH). Mit den Beteiligungen und der Mitgliedschaft wird das Ziel verfolgt, die Stellung des DSZ im Stiftungssektor zu stärken und für eine breite öffentliche Wahrnehmung zu sorgen. Mit Büros in Berlin, Hamburg, München und Stuttgart, die allesamt mit umfassenden Serviceportfolios für Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen betraut sind, ist das DSZ neben seiner Hauptverwaltung in Essen in traditionsreichen Stiftungsstädten Deutschlands vertreten. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT Die seit einigen Jahren zu beobachtende Entwicklung weg von der klassischen rechtsfähigen Stiftung hin zu alternativen Stiftungsmodellen hat sich auch 2024 fortgesetzt. Das Interesse an Lösungsmodellen zur Organisation gemeinnützigen Engagements ist ungebrochen hoch. Die Anzahl der neu errichteten gemeinnützigen rechtsfähigen Stiftungen hat sich nach einer längeren Phase des Rückgangs auf dem Vorjahresniveau stabilisiert. Von den 711 im Jahr 2024 neu errichteten rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts sind 53 Prozent gemeinnützig (Vorjahr: 55 Prozent). Die Zahl der rechtsfähigen Stiftungen in Deutschland stieg zum 31. Dezember 2024 auf 26.349. Den größten Zuwachs mit 131 Neugründungen verzeichnete Hessen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 126 Neugründungen. Den höchsten Bestand in absoluten Zahlen mit 5.106 Stiftungen führt nach wie vor Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (4.522) und Baden-Württemberg (3.800). Aus Sicht des DSZ war das Berichtsjahr geprägt von der Etablierung zweier Dachstiftungsmodelle, die vom DSZ mit zwei Bankhäusern konzipiert und aufgesetzt worden sind, der LBBW und der Bethmann-Bank. Das DSZ verspricht sich aus diesen Konzepten weiteres Wachstum aus dem für das DSZ bislang unzugänglichen Kundenkreis der Banken. Die zu Jahresbeginn 2024 errichtete LBBW Stifterfamilie hat einen vielversprechenden Start hingelegt und bis zum Jahresende bereits neun neue Verwaltungsmandate eingeworben. Die Sichtbarkeit des DSZ als Dienstleister im Stiftungssektor ist weiter ausgebaut worden durch die verantwortliche Mitwirkung in zum Teil mitgegründeten lokalen, regionalen und nationalen Netzwerken, durch langjährige operative Kooperationen mit Partnerorganisationen, bundesweite Referententätigkeiten zu den stiftungsrelevanten Themenfeldern, die Initiierung eigener Veranstaltungen, Kooperationen im Veranstaltungsbereich, eigene Fachpublikationen sowie Beiträge in Fachzeitschriften. Zum hohen Ansehen des DSZ trägt nicht zuletzt auch die Präsenz vor Ort in den stiftungsstarken Regionen Deutschlands bei. Die für die Vermögensanlagen des DSZ relevanten Themen im Berichtsjahr 2024 waren (Leit-)Zinssenkungen und ein robustes globales Wirtschaftswachstum, wobei die US-Entwicklung positiv hervorzuheben ist. Geopolitische Spannungen / Krisen und die US-Wahl haben die Kapitalmärkte temporär beeinflusst. Ein Rückgang zeichnete sich im Jahresverlauf 2024 bei den Rohstoff- und Energiepreisen ab, die zu sinkenden Inflationsraten und Zinssenkungshoffnungen führten. Konsens war, dass Rentenpapiere wieder auskömmliche Erträge liefern und der Höhepunkt der Inflations- und (Leit-)Zinsentwicklung bereits Mitte 2023 erreicht wurde. Treiber der sehr positiven Aktienmarktentwicklungen waren Wachstums- und Technologiewerte, wobei KI-Geschäftsaktivitäten (Künstliche Intelligenz) zu überdurchschnittlich hohen Kursgewinnen führten. Die zuvor genannten Zinssenkungshoffnungen beflügelten die Rentenmärkte; Renteninvestments erzielten Wertzuwächse. Die Anlagestrategie des Stifterverbandes partizipierte an den zuvor beschriebenen Kapitalmarktentwicklungen, Renten und Aktien lieferten positive Ergebnisbeiträge. Die Spezialfonds-Mandate des Stifterverbandes erzielten in der Breite sehr erfreuliche Ergebnisse. Die meisten Fonds erzielten hohe einstellige Wertzuwächse von bis zu 8,7 Prozent. Einer von acht Spezialfonds des Stifterverbandes erwirtschafte mit 10,2 Prozent sogar einen zweistelligen Wertzuwachs. Stiftungen können aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus perspektivisch mit steigenden Erträgen rechnen, was sich positiv auf deren Fördervolumina auswirken wird. Bei ausgabenabhängigen Entgeltvereinbarungen unterstützt dies die Einnahmesituation des DSZ. Die Kapitalmärkte stehen auch im laufenden Jahr 2025 vor Herausforderungen. Zu nennen sind beispielsweise geopolitische Spannungen und die Politik der neuen US-Regierung; relevante Themen sind die Geo-, Handelspolitik, Inflation, Geldpolitik, aber auch Verschuldungsthemen. Die Unsicherheit und Volatilität waren in den ersten Monaten außergewöhnlich groß. Besonders auffällig waren deutliche Kursverluste am Aktienmarkt (beispielsweise bei Technologieunternehmen, die im Vorjahr noch zu den stärksten Performern zählten). Derzeit tendieren Marktteilnehmer vermehrt zu substanzstarken und defensiven Titeln. Nicht zuletzt diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung eines aktiven und anpassungsfähigen Managements des Stiftungskapitals - insbesondere im Hinblick auf die besonderen Anforderungen, die mit der Investition von Stiftungsgeldern einhergehen. Die vom Stifterverband angebotenen Spezialfonds sind gezielt auf diese Parameter ausgerichtet: Sie verbinden stiftungsgerechte Anlagestrategien mit einem flexiblen Risikomanagement, um auch in herausfordernden Marktphasen planbare Erträge und Stabilität zu ermöglichen. Die Angebotspalette des Stifterverbandes umfasst Mandate mit unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen, jeweils mit und ohne dynamische, regelgebundene und prognosefreie Risikosteuerung. Diese breite Angebotspalette hat sich insbesondere in Zeiten großer Marktunsicherheiten wie beispielsweise aktuell nach Trumps liberation day bewährt, weil die Stiftungen die für sie passenden Risikoprofile wählen und sich auf die Expertise erfahrener Fondsmanager stützen können. Nennenswerte Kursverluste im ersten Quartal 2025 mussten einschlägige Aktienindizes (globale Aktien -7 Prozent, US-Technologieaktien -16 Prozent), aber auch Anleihemärkte (europäische Anleihen -1,2 Prozent; US-amerikanische Anleihen (in Euro) -3,4 Prozent) hinnehmen. Die Ergebnisse der acht Spezialfonds des Stifterverbandes liegen in einer Bandbreite von 0 bis -1,3 Prozent, die breite Diversifikation und das aktive (Risiko-)Management haben nach Einschätzung der Geschäftsführung einen Mehrwert geliefert. 3. WIRTSCHAFTLICHE LAGE Die Gesellschaft hat primär keine Gewinn-, sondern Leistungsziele. Potenzielle Stifterinnen und Stifter sollen kostendeckend beraten und Stiftungen zu Selbstkosten verwaltet werden. Das seit der Errichtung der Gesellschaft aus thesaurierten Jahresüberschüssen erhöhte Eigenkapital von rund 4.559 TEUR (entspricht etwa 39,3% Prozent der jährlichen Aufwendungen) dient der Vorfinanzierung der Verwaltungskosten und der angemessenen Absicherung von Risiken für den zunehmenden Geschäftsumfang. Das Berichtsjahr endete mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 430 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 324 TEUR). Unter Einbeziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr, einer Einstellung in die Gewinnrücklage und der Ausschüttung ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 759 TEUR. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Höhe der Umsatzerlöse, die im Wesentlichen aus Verwaltungsentgelten resultieren, und der Jahresüberschuss sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Das Verwaltungsentgelt bemisst sich nach einem prozentualen Anteil, bezogen auf das zur Verwaltung übertragene Vermögen der jeweiligen Einheit, sowie der im Geschäftsjahr vorgenommenen Verfügungen. Die bedeutsamsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren bilden die Höhe des verwalteten Vermögens (3,694 Mrd. Euro in 2024; Vorjahr 3.596 Mrd. Euro* ), die Verfügungen (261 Mio. Euro in 2024; Vorjahr 213 Mio. Euro* ) sowie die Anzahl von Stiftungen in der Verwaltung des DSZ. Das Neugeschäft entwickelte sich im Jahr 2024 zufriedenstellend. In Summe konnten 25 neue Verwaltungsmandate (25 Mio. Euro Vermögen) für das DSZ gewonnen werden, mit denen ein Gesamtverwaltungsentgelt in Höhe von 138 TEUR (Vorjahr: 164 TEUR) erwirtschaftet werden konnte. Dem standen Vermögensabgänge in Höhe von 28,2 Mio. Euro mit einem Verwaltungsentgelt in Höhe von 215 TEUR gegenüber. Ertragslage Die erzielten Umsatzerlöse sind um 552 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 11.463 TEUR gestiegen, was einem Wachstum von knapp 5,1 Prozent entspricht. Dabei beliefen sich die Verwaltungsentgelte auf 10.004 TEUR, gegenüber 9.648 TEUR im Vorjahr. Des Weiteren erzielte die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 544 TEUR (Vorjahr 455 TEUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr (893 TEUR) auf 979 TEUR gestiegen, was hauptsächlich an höheren Weiterbelastungen aus dem Stifterverband lag. Die Personalkosten sind 2024 von 7.466 TEUR auf 7.751 TEUR um 285 TEUR gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die allgemeine Gehaltserhöhung in Höhe von 3 Prozent zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2.660 TEUR liegen insbesondere aufgrund der gestiegenen Weiterbelastungen aus dem Stifterverband sowie erhöhten Aufwendungen für Personalbeschaffung über dem Vorjahreswert (2.515 TEUR). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 39 TEUR gesunken. Das Finanzergebnis entwickelte sich aufgrund nachträglicher Zinszahlungen aus der BP 2012-2015 von 126 TEUR auf 11 TEUR. In Summe ist der Jahresüberschuss aufgrund der beschriebenen Umsatzsteigerungen um 106 TEUR höher ausgefallen und beläuft sich auf 430 TEUR (Vorjahr 324 TEUR). Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung als stabil eingeschätzt. Der Gesellschaft fließen vierteljährliche Abschlagszahlungen aus den Verwaltungsvergütungen der betreuten Stiftungen zu, so dass keine Liquiditätsengpässe bestanden. Zum 31. Dezember 2024 offene Verwaltungsvergütungen waren zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses im Wesentlichen beglichen. Das Anlagevermögen zeigte sich im Wesentlichen stabil und umfasst wie im Vorjahr im Wesentlichen Finanzanlagen, die zur Absicherung von Geschäftsrisiken und zu Diversifikation der Einnahmen dienen. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr von 2.561 TEUR auf 2.244 TEUR verringert. Der negative Liquiditätseffekt von etwa 12 Prozent ergab sich insbesondere aus einer unterjährigen Anpassung der Verwaltungskostenabschläge für die betreuten Stiftungen. Die Forderungen gegen die Stiftungen sind gegenläufig deutlich auf 3.026 TEUR (Vorjahr 2.174 TEUR) gestiegen. Dies resultiert aus nicht erfolgten unterjährigen Anpassungen der Abschlagszahlungen an gestiegene Verwaltungsgebühren für die Stiftungen. Die Verbindlichkeiten des operativen Bereichs (1.362 TEUR; Vorjahr 1.128 TEUR) sind um 21 Prozent gestiegen, was im Wesentlichen auf die Weiterbelastung vom Stifterverband an das DSZ zurückzuführen ist. Im abgelaufenen Prüfungsjahr 2024 wurde beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. (Stifterverband) und den verbundenen Unternehmen Dienstleistungsgesellschaft Wissenschaftszentrum mbH (DGW, bis 29. Juli 2024 Verwaltungsgesellschaft für die Wissenschaftspflege mbH) sowie dem DSZ Betriebsprüfungen durch das Finanzamt für Groß- und Konzernbetriebsprüfung Essen betreffend die Jahre 2016 bis 2020 durchgeführt. Die Betriebsprüfung konnte für das DSZ im Berichtsjahr abgeschlossen werden. Die Feststellungen im Prüfungsbericht vom 9. September 2024 für das DSZ entsprechen ganz überwiegend den Feststellungen aus der vorangegangenen Betriebsprüfung betreffend die Jahre 2012 bis 2015. ln den Vorjahren wurden entsprechende Rückstellungen gebildet, die Nachforderungen bis einschließlich 2021 abbilden. Mit Datum vom 4. November 2024 hat das Finanzamt Essen-Süd entsprechend dem Prüfungsbericht geänderte Bescheide betreffend die Körperschaft- und Gewerbesteuer erlassen. Die sich daraus ergebenden Steuernachzahlungen nebst Zinsen wurden nachgezahlt. Die zuvor gebildeten Rückstellungen wurden in Anspruch genommen bzw. anteilig aufgelöst. Unterschiedliche Auffassungen bestehen weiterhin hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Behandlung von Leistungen an nichtselbständige Stiftungen in der Rechtsträgerschaft des Stifterverbandes (sogenannte T-Stiftungen). Über die Rechtsfrage, ob nichtrechtsfähige Stiftungen taugliche Leistungsempfänger steuerpflichtiger Leistungen im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG sein können, ist nach dem Urteil des FG Münster vom 5. Mai 2022 - 5 K 1753/20 U, mit dem das FG die Rechtsauffassung des Stifterverbandes und des Deutschen Stiftungszentrums stützt, die Revision zugelassen worden (Verfahren BFH - V R 13/22). Eine Entscheidung durch den Bundesfinanzhof wurde im Dezember 2024 gefällt und an das Finanzgericht zurückverwiesen. Damit steht eine endgültige Entscheidung noch aus. Aufgrund der vertraglich vorbehaltenen Umsatzsteuerpflicht hat die weit überwiegende Zahl der betroffenen T-Stiftungen zwischenzeitlich vorsorglich Rückstellungen für eine nachzuentrichtende Umsatzsteuerpflicht gebildet. Die Rückstellungsbildung im Jahresabschluss des DSZ bildet das bestehende Risiko unter Berücksichtigung des zitierten positiven Urteils in erster Instanz und der Rückstellungsbildung der Stiftungen nach Einschätzung der Geschäftsführung angemessen ab. Auf dieser Basis wurden im Jahresabschluss des Stifterverbandes, des Treuhandvermögens und des DSZ zum 31. Dezember 2024 Rückstellungen in Höhe von insgesamt 5,3 Millionen Euro gebildet (Vorjahr 5,2 Mio. Euro). Für das DSZ sind es ca. 334.000 Euro. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Deutsches Stiftungszentrum GmbH hat sich von 7.884 TEUR auf 8.487 TEUR erhöht. Die höhere Bilanzsumme ergibt sich aus höheren Forderungen gegenüber Stiftungen und höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Eigenkapitalquote ist von 52,4 Prozent auf 53,7 Prozent gestiegen. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft in 2024 hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr insgesamt verbessert. Die Umsätze sind weiter gestiegen, die Anzahl der betreuten Stiftungen ist mit insgesamt 672 Stiftungen (382 nicht rechtsfähigen und 290 rechtsfähigen) gegenüber dem Vorjahr mit insgesamt 665 Stiftungen (384 nicht rechtsfähigen sowie 281 rechtsfähigen) auf einem stabilen Niveau. 4. AUSBLICK/RISIKO- UND CHANCENBERICHT, PERSPEKTIVE Das DSZ ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit sowohl Risiken als auch Chancen ausgesetzt. Nach der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und den möglichen Auswirkungen auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele werden die Risiken und Chancen in die Kategorien gering, moderat und hoch eingestuft. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert. Umfeldrisiken bestehen in Form von Kurs- und Zinsrisiken. Die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung ist ungewiss, ebenso die Resultate zahlreicher ökonomischer wie politischer Einflussfaktoren. Kurzfristig muss immer wieder mit Rückschlägen gerechnet werden, allein wegen der zahlreichen, in ihren Folgen schwer absehbaren manifesten wie latenten militärischen Konflikte, aber auch den Ereignissen im US-amerikanischen Raum. Um weiterhin ausreichend Stiftungserträge sowie Stiftungsvermögen zu generieren, bedarf es einer nachhaltigen Anlagestrategie. Der Abzug von Stiftungsvermögen, geringere Erträge und damit verbunden niedrigere Verfügungen können sich hingegen negativ auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis des DSZ auswirken. Der Anlagebeirat des Stifterverbandes ist mit hochrangigen Experten besetzt, um ein bestmögliches und nachhaltiges Vermögensmanagement zu gewährleisten. Die Performance der Spezialfonds war 2024 sehr positiv, sodass bei einer zurückhaltenden Ausschüttungspolitik Reserven aufgebaut werden konnten. Das Risiko wird demnach als moderat eingestuft. Branchenrisiken bestehen in einem Angebots- und Preiswettbewerb durch die wachsende Zahl an Anbietern von Dienstleistungen im Stiftungssektor wie Rechtsanwälten, Notaren, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Finanzdienstleistern, die zum Teil auch Stiftungsadministration anbieten, aber auch Kommunen und Hochschulen sowie privaten Anbietern aus dem Non-Profit-Bereich selbst, wie z.B. Vereinen und Bürgerstiftungen. Durch einen zunehmenden Wettbewerb steigt das Risiko für Mandatsverluste und somit für mengeninduzierte Umsatz- und Ergebnisrückgänge. Preiseffekte können das Risiko verschärfen. Aufgrund der starken Stellung des DSZ im Netzwerk des Stifterverbandes sowie zahlreicher langfristig entwickelter Netzwerkaktivitäten, die auch über den Stiftungssektor hinausreichen, und seiner breit gefächerten Expertise im Non-Profit-Bereich wird das Risiko als gering bis moderat eingestuft. Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich insbesondere aus der in Abschnitt 3 Finanzlage beschriebenen Betriebsprüfung. Die bilanzielle Vorsorge von derzeit insgesamt 823 TEUR wurde auf Basis der aktuellen Erkenntnisse unter Berücksichtigung der Einschätzung der rechtlichen und steuerlichen Berater vorgenommen. Aufgrund des Abschlusses der Betriebsprüfung wird das Risiko einer Erhöhung der Steuernachzahlung in Anbetracht der bereits gebildeten bilanziellen Vorsorge und der Einschätzung der rechtlichen Berater derzeit als gering eingeschätzt. Um den Risiken zu begegnen, hat das DSZ sich Ziele gesetzt und Maßnahmen entwickelt. Strategisch verfolgt das DSZ das Ziel, sich in diesem Wettbewerb weiterhin erfolgreich zu behaupten und sein Leistungsspektrum in der Beratung und im Management gemeinnütziger Stiftungen quantitativ auszubauen wie auch qualitativ fortzuentwickeln. Es gilt, das Profil des DSZ weiter zu schärfen: Die Einbindung in das Netzwerk des hoch anerkannten Stifterverbandes verschafft dem DSZ eine Alleinstellung. Eine planvoll vorangetriebene Digitalisierung entlastet nicht nur die Verwaltungskosten, sondern soll zu einer weiteren Verbesserung der Serviceleistungen beitragen. Der weitere Ausbau der Positionierung als nachhaltiger Vermögensverwalter im Sinne der EU-Kriterien soll die Attraktivität steigern. Querschnittsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit misst das DSZ eine hohe Bedeutung bei. Dies zeigt sich für den Bereich der Digitalisierung beispielhaft in den geplanten Verbesserungen bei den CRM-, ERP- und Workflow-Systemen mit anschließenden Kundenportalen. Die Digitalisierungsstrategie des DSZ ist Teil der im Frühjahr 2024 für den Stifterverband verabschiedeten umfassenden Digitalisierungsstrategie. Im Jahre 2019 hat sich das DSZ zur Teilnahme am United Nations Global Compact, der weltweit größten und wichtigsten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung, entschieden. Diese Mitgliedschaft ist mit der Verpflichtung verbunden, die globalen Nachhaltigkeitsziele in die eigene Unternehmensstrategie, Unternehmenskultur und Geschäftspraxis zu integrieren. Zwischenzeitlich hat sich der Stifterverband mit all seinen Tochtergesellschaften ebenfalls dieser Initiative angeschlossen, sodass das DSZ seine eigene Mitgliedschaft beenden konnte. Die Entwicklung der Vermögensanlage war 2024 sehr positiv, die Risiken aus der weiteren weltwirtschaftlichen und politischen Entwicklung sind, wie oben ausgeführt, jedoch nicht unbeträchtlich. Die möglichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell des DSZ sind begrenzt, die Erträge aus den Geschäftsbesorgungsverträgen mit den Stiftungen sind von diesen Entwicklungen nicht unmittelbar berührt. Es ist auch keine Trendumkehr bei der Bereitschaft, neue Stiftungen zu gründen, erkennbar. Die aktuellen Krisen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und Finanzmärkte haben im Stiftungsumfeld, aber auch darüber hinaus, die Bewertung von Finanzanlagen im Jahresabschluss vermehrt in den Fokus gerückt. Das vom DSZ verwaltete Stiftungsvermögen betrug zum Bilanzstichtag rund 3,7 Milliarden Euro. Schwankungen bzw. Kursrückgänge an den Kapitalmärkten können zukünftig zu Abschreibungen führen, die sich negativ auf das verwaltete Vermögen und die Verfügungen der Stiftungen auswirken können. Das Risiko hierfür wird derzeit als moderat eingeschätzt. Auf der Kostenseite besteht das Risiko notwendiger Gehaltsanpassungen infolge der Inflation. Der Stifterverband und das DSZ sind nicht tarifgebunden und können sich an ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten orientieren. Beschaffungskosten sind von untergeordneter Bedeutung und können in der Regel durch Einsparmaßnahmen kompensiert werden. Die wirtschaftliche Entwicklung des DSZ hängt weiterhin vor allem von der Anzahl sowie dem Vermögen der verwalteten Stiftungen ab. Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit einem leichten Anstieg des verwalteten Vermögens und der Anzahl der Mandate in der Verwaltung des DSZ gerechnet sowie im Wesentlichen stabilen Verfügungen. Die Geschäftsführung erwartet einen leicht steigenden Umsatz gegenüber 2024. Aufgrund von gegenläufigen Kostensteigerungen, insbesondere für Digitalisierungsprojekte, wird ein positives Jahresergebnis deutlich unterhalb des Ergebnisses 2024 erwartet. Da die Zielsetzung des DSZ vor allem eine Zweckverwirklichung im Sinne der betreuten Stiftungen ist, wird kein höheres Ergebnis angestrebt.
Essen, den 2. Juni 2025
Matthias Schmolz Stephanie Berger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deutsches Stiftungszentrum GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deutsches Stiftungszentrum GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsches Stiftungszentrum GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Stiftungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Stiftungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 6. Juni 2025 KPMG AG Grittern, Wirtschaftsprüfer Schumacher, Wirtschaftsprüfer |
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Deutsches Stiftungszentrum GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Baedekerstr. 1
45128 Essen - Handelsregister
- HRB 11674, Essen
- Eintragungsdatum
- 4. Dezember 1995
- Branche
-
Erbringung von Fundraising-Dienstleistungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte - Eingetragenes Kapital
- 3.000.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Die Verwaltung von Stiftungen und Körperschaften, die steuerbegünstigten Zwecken dienen, die Beratung von Stiftern, Mäzenen, Sponsoren sowie von steuerbegünstigten Stiftungen und Körperschaften in allen das jeweilige Fördervorhaben betreffenden Angelegenheiten, die Übernahme von Dienstleistungen für den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. insbesondere in den Bereichen Stiftungswesen und Steuerverwaltung.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 65,3 % 5,54 Mio
- Anlagevermögen 34,2 % 2,90 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 % 44,6 k
- Eigenkapital 53,5 % 4,56 Mio
- Rückstellungen 30,1 % 2,57 Mio
- Verbindlichkeiten 16,0 % 1,36 Mio
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Umsatzerlöse 83,0 % 12,57 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 5,9 % 892,2 k
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5,0 % 758,9 k
- Sonstige betriebliche Erträge 3,6 % 543,6 k
- Einstellung in die Gewinnrücklage 1,3 % 200,0 k
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,5 % 78,0 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,5 % 71,7 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 27,4 k
- Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag 0,0 % 2,6 k
- Personalaufwand 62,4 % 7,99 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 26,8 % 3,42 Mio
- Aufwendungen für bezogene Leistungen 9,0 % 1,16 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,5 % 186,4 k
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,3 % 33,0 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 3,3 k
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % 451
- Ergebnis nach Steuern 339,2 k
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 335,9 k
GuV-Daten für 8 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Matthias Hugo Schmolz
seit 2021 Geschäftsführer
-
Stephanie Berger
seit 2023 Geschäftsführer
-
Katja Dr. Schütz
seit 2026 Prokura
-
Markus Dr. Heuel
seit 2012 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. DEU 100,0 % 3,0M €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- Stiftung&Sponsoring Verlag GmbH 51,0 %
- Deutsche Stiftungsakademie gGmbH 50,0 %
- Deutsche StiftungsConsulting GmbH 50,0 %
Historie
- 2026
-
02.09.
Eintritt eines MitgliedsKatja Dr. Schütz · Gesamtprokura
- 2024
-
05.09.
Austritt einer PositionS***** P**** · Gesamtprokura
-
04.04.
Berichtigung personenbezogener DatenS***** P**** · Gesamtprokura
- 2023
-
04.04.
Berichtigung personenbezogener DatenMatthias Hugo Schmolz · Geschäftsführer
-
04.04.
Austritt einer PositionStephanie Berger · Gesamtprokura
-
04.04.
Austritt einer PositionE**** S****** · Geschäftsführer
-
04.04.
Eintritt eines MitgliedsStephanie Berger · Geschäftsführer
- 2022
-
10.03.
Eintritt eines MitgliedsStephanie Berger · Gesamtprokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Deutsches Stiftungszentrum GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: c830d13ec2f8638fa46fcb83fb5adb53",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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