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Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 10.03.2017: Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 15.02.2017 |
BerichtigungAufgrund eines technischen Versehens ist die Veröffentlichung vom 12.01.2017 fehlerhaft.Ed. Züblin AktiengesellschaftStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTGrundlagen des KonzernsGESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS Die Wurzeln der Ed. Züblin AG liegen in Straßburg/Elsass, wo das Unternehmen von dem Schweizer Ingenieur Eduard Züblin 1898 gegründet wurde. Heute hat Züblin seinen Hauptsitz in Stuttgart und zählt mit rd. 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer jährlichen Bauleistung von deutlich über 3 Mrd. € zu den führenden deutschen Baukonzernen. Im deutschen Hoch- und Ingenieurbau ist Züblin die unumstrittene Nummer eins. Unser Unternehmen realisiert seit 117 Jahren erfolgreich anspruchsvolle Bauprojekte und bietet maßgeschneiderte und effiziente Lösungen für Bauvorhaben jeder Art und Größe. Züblin überzeugt seit jeher durch seine Innovationskraft, die sich in intelligenten Konstruktionen, neuen Baustoffen und fortschrittlichen Fertigungsmethoden zeigt. Unser Leistungsportfolio umfasst alle baurelevanten Aufgaben, vom Schlüsselfertigbau über den Ingenieur-, Spezialtief-, Stahl-, Brücken- und Tunnelbau bis hin zu PPP-Projekten. Ergänzende Leistungen bieten wir z. B. in den Bereichen Schornstein- und Feuerfestbau, Holzingenieurbau, Bauwerkserhaltung und Umwelttechnik an. Märkte des Züblin-Konzerns Kernmarkt der Ed. Züblin AG ist Deutschland, über ihre Tochtergesellschaften ist sie aber auch in ausgewählten Auslandsmärkten aktiv. Die flächendeckende Präsenz in Deutschland und Belgien, zunehmend auch in Dänemark, sichert uns einen breiten Marktzugang und garantiert unseren Kundinnen und Kunden eine intensive Betreuung durch regionale Nähe. Außerdem sind wir nicht nur in Europa seit Jahren erfolgreich tätig, sondern darüber hinaus z. B. auch in Chile, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur. In Ländern, in denen wir nicht mit einer Flächenstruktur vertreten sind, bieten wir ausgewählte Projekte im Rahmen des Direct Exports an. Unsere Kundinnen und Kunden können daher überall auf unsere bewährten Qualitätsstandards setzen. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility Unser technisches Kompetenzzentrum ist die Zentrale Technik (ZT). Hier bündeln wir unser Know-how zur Unterstützung aller Konzernbereiche - vom Tief- und Tunnelbau, dem konstruktiven Ingenieurbau bis hin zum Schlüsselfertigbau und dem Bau Prozess Management. Aufgrund geänderter Umweltbedingungen durch die Folgen des Klimawandels wird auch die Bauindustrie vor neue Herausforderungen gestellt. Im Fokus stehen für Züblin die Weiterentwicklung von Verfahren und Technologien zum Bau energieeffizienter Gebäude. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, führt die ZT mit den operativen Einheiten fachspezifische Innovationsprojekte durch und beteiligt sich an externen nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Bereits von der frühen Akquisitionsphase über die Angebotsbearbeitung und Ausführungsplanung bis hin zur Fachbauleitung begleitet die ZT die operativen Einheiten während des gesamten Bauprozesses. Die ZT steuert darüber hinaus die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Corporate Social Responsibility. Hier bieten wir für den gesamten Gebäudelebenszyklus ganzheitliche und Ressourcenschonende Lösungen der Energieeffizienz nach internationalem Standard an. Wir legen großen Wert darauf, mögliche negative Einflüsse auf die Umwelt, die aus unseren Bautätigkeiten hervorgehen können, auf ein Minimum zu begrenzen und suchen dafür stets neue Wege. Dazu zählen z. B. integrale Planungen, umfangreiche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie der Einsatz innovativer, nachhaltiger Produkte und Ressourcenschonender Bautechniken. Die Nutzung alternativer Energiequellen und die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema vervollständigen den Anspruch unseres Unternehmens, ökologisch verantwortungsvoll zu handeln. Schon in der Planungsphase für (potenzielle) Aufträge achten wir auf CO 2- reduzierte Bau und Arbeitsweisen. Züblin wurde bereits im Jahr 2011 als CO 2- bewusstes Unternehmen in den Niederlanden zertifiziert. Nicht zuletzt verschaffen uns gezielte CO 2-Zertifizierungen darüber hinaus reale Wettbewerbsvorteile bei bestimmten Ausschreibungsverfahren. Ständig entwickeln wir unsere innovativen Techniken weiter und streben höchste Standards für unsere Kundinnen und Kunden an. Selbstverständlich legen wir nicht nur bei unseren Bauprojekten großen Wert auf Nachhaltigkeit, sondern auch bei unseren eigenen Konzerngebäuden. Bereits 2014 erhielt Züblin als erstes und aktuell einziges Unternehmen für den gesamten Campus am Standort Stuttgart eine Qualitätsauszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Zudem sind Nachhaltigkeit, Umwelt- und Arbeitsschutz in unseren Konzern-Grundsätzen, dem Code of Conduct, verbindlich verankert. Integriertes Qualitätsmanagementsystem Die Ed. Züblin AG und ihre Tochtergesellschaften haben zudem ein Integriertes Qualitätsmanagementsystem (IQM) etabliert. Dies umfasst die Themen Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz, Energiemanagement, Risikomanagement, Compliance und im Speziellen Qualitätssicherung gemäß den Vorgaben für kerntechnische Anlagen sowie weitere Anforderungen internationaler, nationaler und branchenbezogener Standards. Züblin teamconcept Im Hochbau bieten wir mit unserem Züblin teamconcept ein innovatives und erfolgreiches Partnering-Modell an, das neben einem hohen Qualitätsstandard die Optimierung von Bauzeit und Kosten zum Ziel hat. Dies sorgt vom Planungsbeginn bis zur Fertigstellung des Projekts für Offenheit und Transparenz zwischen allen Projektbeteiligten. Klare vertraglich festgelegte Zielsetzungen, eine frühe Aufschlüsselung der Kosten und ein regelmäßiges Controlling bieten Planungssicherheit und die Möglichkeit, Prozesse zu optimieren. Um alle entscheidenden Aspekte eines Bauprojekts erfolgreich managen zu können, kommen spezialisierte Tools zum Einsatz. Wir bieten unserer Auftraggeberschaft hierbei ein modulares Konzept, das alle baurelevanten Aufgaben umfasst. Projekterforderliche Kompetenzen werden von Beginn an miteinander vernetzt, so dass sich Schnittstellenverluste vermeiden lassen. Elementares Ziel ist die konstruktive Zusammenarbeit und partnerschaftliche Kooperation mit Auftraggeberinnen und Auftraggebern sowie Nachunternehmen und Lieferfirmen. In speziellen Forschungsteams fließt das Wissen von hoch qualifizierten ingenieur- und naturwissenschaftlichen sowie betriebswirtschaftlichen Fachkräften zusammen und verbindet sich zu Gesamtleistungen, die durch Wirtschaftlichkeit, erstklassige Qualität und Umweltbewusstsein Maßstäbe setzen. Code of Conduct Es ist für Züblin von großer Bedeutung, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Subunternehmen und Lieferfirmen ethisch einwandfrei verhalten. Dafür wurde bereits vor einigen Jahren ein konzernweit geltender Ethikkodex eingeführt. Dieser sogenannte Code of Conduct definiert die Rahmenbedingungen für das Verhalten der gesamten Züblin-Belegschaft im beruflichen Alltag. Sowohl das Management als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden mit Einführung dieser Richtlinie verpflichtet, der Einhaltung gesetzlicher Auflagen und interner Vorschriften höchste Bedeutung beizumessen und definierte Grundwerte zu befolgen. Im Rahmen von vorgeschriebenen E-Learning-Schulungen wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Ethikkodex vertraut gemacht. Bereits im Februar 2014 wurde die Zertifizierung über den EMB Wertemanagement Bau e. V. umgesetzt, um die Implementierung unseres Ethikkodexes auch gegenüber Auftraggeberinnen und Auftraggebern, Behörden, Liefer- und Subunternehmen nachweisen zu können. Ein Nachaudit wurde im Februar 2015 erfolgreich abgeschlossen. Effiziente Organisationsstruktur Als Hochspezialisierte Kompetenzzentren unterstützen unsere zentralen Servicebetriebe die operativen Organisationseinheiten mit Dienstleistungen u. a. auf den Gebieten Rechnungswesen, Steuern, Finanzen, Recht, Informationstechnologie, Personalverwaltung und -entwicklung, Versicherungen, Immobilienverwaltung, Baumaschinenmanagement, Qualitäts- und Prozessmanagement. Kernelement ist dabei die Shared-Service-Organisation der BRVZ Bau-Rechen- und Verwaltungszentrum GmbH & Co. KG (BRVZ) und der BMTI - Baumaschinentechnik International GmbH & Co. KG (BMTI). Dank des Dienstleistungsangebots unserer Servicebetriebe können sich die Organisationseinheiten komplett auf ihr jeweiliges Kerngeschäft fokussieren. Gleichzeitig führen die infolge der Aufgabenbündelung realisierten Skaleneffekte zu einer dauerhaft günstigen Kostenstruktur. Mit dem objektivierten Monitoring und Reporting operativer Chancen und Risiken durch die zentralen Servicebetriebe wird dem Management ein effizientes Controllingtool zur Verfügung gestellt. TEAMS WORK. - gemeinsam zum Erfolg Unser Slogan TEAMS WORK, wird seit fast zwei Jahren erfolgreich gelebt und in der alltäglichen Arbeit angewandt. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem Engagement gemeinsam beeindruckende Projekte gemeistert und den Unternehmenserfolg gesteigert. Unser Arbeitsstil profitiert vom fachlichen Know-how-Austausch. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit sowohl im Konzern, über Marken-, Länder- und Organisationsgrenzen hinweg, als auch mit externen Projektbeteiligten, wollen wir unsere Wertschöpfung steigern und die Auftraggeberseite noch mehr denn je von uns überzeugen. TEAMS WORK, bildet genau das ab, worauf es in der Bauwirtschaft ankommt: die Arbeit von Menschen und ihr reibungsloses Miteinander. Der Wettbewerb der Zukunft wird nicht mehr nur über den Preis und die Qualität ausgetragen, sondern auch über das Funktionieren des Miteinander von Menschen. Zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit haben wir insgesamt neun Prinzipien erarbeitet, die unsere Teams miteinander verbinden: Partnerschaftlichkeit, Vertrauen, Innovationsfreude, Bescheidenheit, Engagement, Verlässlichkeit, Respekt, Solidarität und Nachhaltigkeit. Diese Werte leiten uns in unserer alltäglichen Arbeit. ENTWICKLUNG, INNOVATION UND UMWELT Bauen im Zeitalter der Digitalisierung Produktionsbezogene Prozesse verändern sich derzeit grundlegend: Die Innovationskraft der Informationstechnologien und der radikale Preisverfall für Rechen- und Speicherkapazitäten ermöglichen eine weltweite Kommunikation in Echtzeit. Durch die Miniaturisierung der Sensorik - als wesentliche Quelle für die Zunahme digitalisierter Daten - und die enorme Leistungsfähigkeit der Datenverarbeitenden Zwischen- und Endgeräte stehen Informationen an jedem Ort und zu jeder Zeit sofort bereit. Diese Entwicklung ermöglicht interaktive Arbeitsweisen mit hochgradiger Visualisierung komplexer Prozesse. Reale physikalisch-technische Ereignisse der Gegenwart werden mit der virtuellen Darstellung verknüpft. Hersteller- und Betreiberfirmen, Nutzerinnen und Nutzer bleiben während der Lebenszyklen aller Dienstleistungen und technischen Produkte miteinander vernetzt. Die daraus resultierende überwältigende Datenfülle wird knapp mit Big Data überschrieben. Dazu gehören jedoch nicht nur aktuelle und zukünftige Informationen sowie historische, bislang analog archivierte Daten, sondern auch komplett neue Informationen, die bis vor Kurzem technologisch noch nicht erfasst werden konnten. Leistungsfähige Algorithmen (Analytics, Cognitive Computing) unterstützen bei der zielgerichteten Analyse der Datenmengen und können darüber hinaus musterbasiert tiefer liegende Zusammenhänge erkennen, z. B. für Prognosen. Stationäre Industrien haben bereits vor Jahren begonnen, sich mit diesen neuen Möglichkeiten auseinanderzusetzen, wie die Diskussion um "Industrie 4.0" zeigt. Bedeutung für Züblin Vernetzte und digitalisierte Arbeitsprozesse sind bezeichnend für den notwendigen Wandel unserer Industrie, um auch in Zukunft die Kundenanforderungen und -wünsche erfüllen zu können. Für Züblin als Teil eines Technologiekonzerns für Baudienstleistungen bedeutet dies, dass alle wesentlichen Geschäftsprozesse, d. h. Planung, Ausführung, Produktion, Betrieb und Administration, schrittweise an die umfassende digitalbasierte und neuartige Informationsverarbeitung angepasst werden müssen. Aus anderen Industrien etablierte Lösungen können für die Bauindustrie adaptiert werden, wie z. B. das digitale Aufmaß, telematikgesteuerte Baumaschinen oder navigationsgeführte Logistik. Dieser Trend erreicht uns nicht unvorbereitet: Seit Jahren entwickeln wir im Unternehmen die modellbasierte Zusammenarbeit mit Building Information Modelling (BIM) kontinuierlich weiter und konnten dieses Know-how für unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber bereits in einigen Projekten erfolgreich umsetzen. Konkret wird BIM im Konzern unter der Bezeichnung BIM/5D® geführt - 5D steht dabei vereinfacht gesagt für 3D-Modell + Zeit (4D) + Prozessdaten (5D). Ein aktuelles Anwendungsbeispiel ist das BLOX/Bryghus- Hochbauprojekt in Kopenhagen, Dänemark. Hier konnte ein Großteil von bereits in der Projektplanungsphase identifizierten Problemen noch im virtuellen Modell gelöst werden. Nur einige wenige machten es notwendig, die tatsächliche Ausführung des Bauwerks bzw. die Beurteilung der realen Situation abzuwarten. Wesentliche Vorteile bei der Anwendung von BIM/5D ® in der Planungsphase sind vor allem die neuen Möglichkeiten zur durchgängigen Kommunikation und das Schließen von Informationslücken. In der Planung mit BIM/5D ® entstehen zwar Mehrkosten. Allerdings machen diese nur einen Bruchteil dessen aus, was spätestens in der Realisierungsphase eingespart werden kann. Die digitale Transformation setzt ein durchgängiges und tief greifendes Verständnis von Geschäftsprozessen voraus - gefolgt von einem konzertierten Zusammenführen und Integrieren aller wesentlichen Projektdaten. Im Idealfall werden relevante Daten aller Bauvorhaben erfasst. Dies erfordert einen Standardisierungsgrad der dokumentierten Informationen, der gleichzeitig eine projektübergreifende systemische Auswertung der Projektinformationen gestattet und die Möglichkeit neuer Geschäftsansätze und Ertragsquellen bei Planungen, Projektsteuerungen und dem Betrieb von Bauprojekten eröffnet. Vernetzt arbeiten - Know-how bündeln Innovationen werden von Züblin gezielt gefördert, um Projekte effizienter und mit höherer Qualität auszuführen und dabei die Vernetzung und den Wissenstransfer zwischen unseren Baustellen und Bereichen zu verbessern. Die ZT als technische Know-how-Trägerin des Unternehmens mit über 700 hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist dabei federführend in der Akquisition, Planung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Insbesondere die Vernetzung sämtlicher Fachbereiche und Gewerke in der ZT ermöglicht eine schnelle und unbürokratische, interdisziplinäre Zusammenarbeit. Bereichsübergreifende Themen werden hier entwickelt und der dafür erforderliche Austausch realisiert und gefördert. Dies geschieht einerseits unternehmensintern, andererseits aber auch in unserem ständig wachsenden, internationalen Innovationsnetzwerk, durch das wir nicht nur den Kontakt zu Geschäftspartnerinnen und -partnern pflegen, sondern auch neue Kundenkreise erschließen können. Forschungs- und Entwicklungsprojekte führen wir insbesondere in den Bereichen Gebäudeausrüstung, Bauphysik, Energie, Tief- und Tunnelbau, Verkehrswegebau und Sicherheit aus. Diese F+E-Vorhaben realisieren wir in Kooperation mit den operativen Einheiten, um so den Know-how-Gewinn rasch auf die Baustellen zu bringen. Vorgestellt werden diese Projekte u. a. in der jährlich erscheinenden Konzernbroschüre "Research, Development, Innovation". PERSONAL Wir arbeiten ständig daran, die fachliche und persönliche Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und zu optimieren. Die Bauwirtschaft ist eine personalintensive Branche, deren Geschäftsergebnis maßgeblich vom Engagement der in ihr tätigen Menschen beeinflusst wird. Aufgrund von Fachkräftemangel und saisonbedingten Engpässen stellt der Faktor Personal zudem eine kritische Größe dar. Züblin antwortet auf diese Themen mit einer konsequenten strategischen Personalplanung und der kontinuierlichen Weiterbildung und -entwicklung seiner Beschäftigten. Die Konzern-Akademie ist die zentrale Plattform für Weiterbildung bei Züblin. Hier finden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigens entwickelte Weiterbildungsangebote in den Kategorien Technik, Recht, Betriebswirtschaft, IT, Persönlichkeit und Führung. Interne und externe Fachleute geben ihr Wissen bedarfsgerecht an die Teilnehmenden weiter. Als Basis für die individuelle Weiterbildungsplanung dient auch das jährliche Mitarbeitergespräch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden. In diesem Gespräch wird das Erreichte des vergangenen Jahres resümiert und es werden daraus gemeinsam die Aufgabenschwerpunkte für die Zukunft sowie die weiteren Ziele und Entwicklungsmaßnahmen abgeleitet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zudem die Möglichkeit, über das interne Wissensmanagementtool "connect" Vorschläge für neue Weiterbildungsangebote einzubringen. Außerdem bekommen sie und ihre Führungskräfte, abhängig von ihrer Position, eine Auswahl an Seminaren empfohlen. Darüber hinaus bietet sich z. B. die Möglichkeit zur individuellen Vertiefung spezieller Fachgebiete oder zum Sammeln erster Führungserfahrungen als Teamleiterin oder Teamleiter. Im Hinblick auf die weiteren Schritte auf der Karriereleiter stehen drei Laufbahnen zur Auswahl: die Linien-, Projekt- oder Expertkarriere. In der Linienkarriere liegt der Fokus auf allgemeinen Führungsaufgaben, wohingegen Expertkarrieren geprägt sind von hoher Spezialisierung in einem Fachgebiet. Projektleiterinnen und Projektleiter bringen langjährige Erfahrung im Bereich der Projektabwicklung mit. Sie sind für komplexe Bauvorhaben verantwortlich - von der Akquisition bis zum Ablauf der Gewährleistungsfristen. Zur weiter gehenden, gezielten Ausbildung für Schlüsselpositionen bietet die Konzern-Akademie regelmäßig modular aufgebaute Qualifizierungen an: Die vielseitige Projektleiterin/Der vielseitige Projektleiter Hierbei handelt es sich um eine praxisorientierte Ausbildungsreihe für etablierte und angehende Projektleiterinnen und Projektleiter in Kooperation mit der FH Campus Wien. Ziel ist es, technische und kaufmännische Projektleiterinnen und Projektleiter für die Abwicklung von mittleren und großen Projekten umfassend fachlich und persönlich auszubilden. In sechs Modulen des Lehrgangs erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittels Fachvorträgen und Workshops Fallstudien zu Themenblöcken. Über die Inhalte jedes Moduls ist jeweils eine schriftliche Prüfung abzulegen, für die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein von der FH Campus Wien ausgestelltes Zeugnis erhalten, das in europäischen Bildungseinrichtungen angerechnet werden kann. Erfolgreiches Baumanagement - Praxisprogramm für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter Als Unterstützung speziell für den persönlichen Karriereweg etablierter und angehender Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter bietet die Konzern-Akademie die Schulungsreihe "Erfolgreiches Baumanagement" an. Ziel ist die Vermittlung aller notwendigen Fach-, Führungs- und Methodenkenntnisse, die für diese Position notwendig sind. Interne und externe Spezialistinnen und Spezialisten halten Vorträge in den unterschiedlichen Modulen. Der interaktive Aufbau gewährleistet die Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und unterstützt den konzernweiten Wissensaustausch. Potenzialmanagement Seit 2015 ist konzernweit ein systematisches Potenzialmanagement etabliert. Es verfolgt das Ziel, ausreichend Nachwuchs mit bestmöglicher Qualifikation aus den eigenen Reihen zu entwickeln, um insbesondere Schlüsselpositionen intern zu besetzen. Basierend auf dem Karrieremodell werden Potenzialträgerinnen und Potenzialträger nach konzerneinheitlichen Parametern erkannt, individuell gefördert und in passenden Positionen eingesetzt. Zur Entwicklung der erkannten Potenziale werden individuelle Maßnahmen wie u. a. Development Center, spezielle Ausbildungsprogramme und Job Rotation angeboten. Das zielgerichtete Erkennen und Begleiten von Potenzialträgerinnen und Potenzialträgern sichert ihre Bindung an das Unternehmen und dient somit langfristig der Erhaltung von Qualität, Kontinuität und Leistung im Konzern. Ausbildung Züblin investiert in die Ausbildung seines Nachwuchses. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung stehen engagierten jungen Menschen die Türen für eine Karriere bei uns offen. Um unseren hohen Qualitätsanspruch im Bereich der kaufmännischen, technischen oder gewerblichen Ausbildung zu halten, ist es wichtig, mit der Nachwuchsgewinnung bereits an den Schulen zu beginnen und frühzeitig junge Menschen für das Thema Bauen oder für eine Ausbildung in der Bauindustrie zu begeistern. Im Rahmen der Förderung unserer Auszubildenden hat sich das eigens hierfür eingerichtete kaufmännische Ausbildungszentrum in Bebra bewährt. Herausgelöst aus dem Arbeitsalltag kann hier mittels optimierter Lehrmethoden und -unterlagen eine sowohl unter qualitativen wie auch unter zeitlichen Aspekten effiziente Wissensvermittlung als Addon zur täglichen Ausbildungsarbeit sichergestellt werden. Zum Stichtag 31.12.2015 waren insgesamt 189 Auszubildende, davon 115 gewerbliche, beschäftigt. Trainee- Programm Junge Talente zu erkennen, zu fördern und zu entwickeln ist unser Ziel. Im Wettbewerb um die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet Züblin daher ausgewählten Bachelor- bzw. Master-Absolventinnen und -Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen mit noch geringer Berufserfahrung ein praxisorientiertes Einarbeitungsprogramm. Die Trainee-Programme zielen darauf ab, die Absolventinnen und Absolventen optimal auf die Anforderungen ihrer künftigen Position im Konzern vorzubereiten. Zum 31.12.2015 waren im Züblin-Konzern 13 technische und 7 kaufmännische Trainees im Einsatz. Der Einsatzplan wird auf jeden Trainee individuell zugeschnitten und ermöglicht es, auf Wünsche einzugehen und flexible Einstiegszeiten anzubieten. Das kaufmännische Trainee-Programm dauert 11 bis 13 Monate, das technische Programm variiert zwischen 12 und 15 Monaten, inklusive drei Monaten Auslandseinsatz. Zu Beginn des Programms wird gemeinsam mit der Mentorin oder dem Mentor - entsprechend den fachlichen und persönlichen Anforderungen der Zielposition - der Trainee-Plan gestaltet. Während des gesamten Programms steht dem Trainee diese erfahrene Ansprechperson zur Seite. Regelmäßig finden Feedbackgespräche statt, um auf die individuelle Entwicklung des Trainees eingehen zu können. Unter Anleitung erfahrener Fach- und Führungskräfte durchlaufen die Trainees verschiedene Organisationseinheiten und werden in unterschiedliche Geschäfts- und Aufgabenbereiche eingearbeitet. Sowohl beim kaufmännischen als auch beim technischen Programm gibt es Pflichteinsätze, z. B. auf einer Baustelle. Die persönlichen und fachlichen Kompetenzen werden durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Für jeden Trainee wird hierfür ein individueller Schulungsplan entwickelt. Personalmarketing Nur mit einem positiven Image und der damit verbundenen Attraktivität als Arbeitgeberin wird es dem Konzern weiterhin gelingen, den stark wachsenden Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften zu decken. Besonders Absolventinnen und Absolventen von Berufsbildenden höheren Schulen und Hochschulen bilden die Basis für unseren Nachwuchs. Daher liegt der Fokus unseres Personalmarketings auf diesen Ausbildungsstätten. Wir nehmen z. B. regelmäßig an Hochschul- und Rekrutierungsmessen teil, laden zu Exkursionen ein, sind in einschlägigen Print- und Online-Medien präsent und vergeben Praktikumsplätze. Unser Praktikantenprogramm wurde in Deutschland von den Institutionen Clevis und Fair Company mit einem Gütesiegel ausgezeichnet. Auch über ausgewählte soziale Netzwerke wie Kununu suchen wir den Kontakt zu unseren Zielgruppen. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Wir haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, mit denen die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und gefördert werden sollen. Dadurch wird ein einheitlich hoher Standard im ganzen Konzern erreicht. Das Thema Arbeitssicherheit ist auch bei Akquisitionen ein wichtiger Faktor. So setzen wir bereits bei der Eingliederung neuer Unternehmen erste Maßnahmen um, denn die rasche Einführung der gezielten sicherheitstechnischen Betreuung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur umfassenden Unfallprävention. Dies hilft den neu eingegliederten Unternehmen, sich in der Züblin-Welt zurechtzufinden, und ermöglicht einen segmentübergreifenden Austausch im Bereich der Arbeitssicherheit. Zu den Maßnahmen auf Baustellen und an den Arbeitsstätten zählen zahlreiche Sicherheitsschulungen, die im Vorfeld und während der Bautätigkeit durchgeführt werden. Es finden laufend sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Begehungen durch die Präventivfachkräfte statt, im Rahmen derer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Arbeitssicherheit unterrichtet und für das Thema sensibilisiert werden. Führungskräfte und Baustellenverantwortliche sind in der Pflicht, das erworbene Wissen weiterzugeben, die Umsetzung einzufordern und zu sicherem Handeln zu motivieren. So fand im Jahr 2015 in Deutschland eine gemeinsame Begehungskampagne von Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin der Bau-Berufsgenossenschaft statt. Schwerpunkte waren u. a. die Überprüfung der ergonomischen Anforderungen, der Einsatz der persönlichen Schutzausrüstungen und Hygienemaßnahmen. Konzernweit analysieren wir vergangene sicherheitskritische Ereignisse, um landesspezifische Maßnahmenpakete zur Reduktion von Unfällen und Ausfallzeiten auszuarbeiten. Um flächendeckend das Bewusstsein aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für Arbeitssicherheit zu schärfen, soll das Thema in Deutschland z. B. über einen Kalender aufgegriffen werden: Im monatlichen Wechsel werden Fragen rund um Sicherheit, Gesundheit und Umwelt behandelt. Nicht nur die Schulung unserer eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist uns wichtig: 2015 haben wir daher Regelungen für sicherheitsgerechtes Arbeiten für Nachunternehmen bei besonders bedeutsamen Gewerken, wie etwa beim Gerüstbau, geschaffen. E-Learning-Kurs vermittelt Wissen rund um Arbeitssicherheit Die Stabsstelle für Integriertes Qualitätsmanagement, Sicherheit und Gesundheitsschutz hat gemeinsam mit dem Human Resource Development eine E-Learning-Schulung mit dem Namen "Grundunterweisung Arbeitssicherheit für Angestellte" erarbeitet und umgesetzt. Die Schulung vermittelt Grundwissen zu den Themen betriebliche Organisation, Arbeitsplatzgestaltung sowie Unfall und Notfallorganisation. Betriebliches Gesundheitsmanagement Die Erhaltung der Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eines unserer zentralen Anliegen. Durch unser Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) fließt dieses Thema daher in alle betrieblichen Entscheidungen und Prozesse mit ein. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit der Beschäftigten über die gesetzlichen Anforderungen hinaus systematisch, gezielt und nachhaltig zu fördern. Daher wurde aufbauend auf Maßnahmen der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der betrieblichen Gesundheitsförderung mit der Umsetzung des BGM begonnen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern und die persönlichen Ressourcen am Arbeitsplatz aller Beschäftigten und Führungskräfte zu stärken. Es konnte bereits eine Reihe von Seminaren, wie "Fit4Work" für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder "Erfolgreich durch gesunde Führung" für Führungskräfte, durchgeführt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben so Wissen über einen gesunden Arbeitsplatz bzw. gesundes Führungsverhalten erworben. Als zentrale Informationsdrehscheibe wird in diesem Kontext neben dem Intranet auch die interne Plattform connect genutzt. Hier bieten sich insbesondere auch Möglichkeiten zum interaktiven Austausch. In Deutschland sind für die Planung, Organisation und Durchführung der Angebote an den ersten Bürostandorten Teams gegründet worden, die für Fragen vor Ort zur Verfügung stehen. 2016 werden weitere Standortteams ihre Aktivitäten aufnehmen. Das BGM Deutschland plant für 2016, zusätzlich zu den Angeboten an den Bürostandorten verstärkt auch Maßnahmen für gewerbliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Baustellen zu schaffen. WirtschaftsberichtGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Deutschland Die deutsche Wirtschaft hat 2015 ihren moderaten Wachstumskurs mit einem Zuwachs von 1,7 % fortgesetzt, maßgeblich getrieben durch den robusten inländischen Konsum. Die Weltwirtschaft entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr regional uneinheitlich. Ursächlich - um nur einige Einflussparameter zu nennen - waren der weiter gesunkene Ölpreis, geopolitische Spannungen, die Geldpolitik der FED und der EZB sowie daraus folgend der schwache Euro und die niedrigen Zinsen in der Eurozone. Insbesondere die Dynamik des Welthandels hat enttäuscht. Die Nachfrage aus den Schwellenländern war schwächer als erwartet. Die chinesische Wirtschaft befindet sich weiter in einem Transformationsprozess. Sie entwickelt sich von einer stark exportorientierten Industrienation zu einer mehr auf den Binnenkonsum fokussierten Wirtschaft, mit der Folge niedriger Wachstumsraten. In den Industrieländern blieb das Wirtschaftswachstum dagegen relativ stabil. Der Rückgang der Mineralölpreise lieferte hier zusätzlich positive Impulse. In Deutschland ist die Inflationsrate insbesondere durch die fallenden Energiepreise auf 0,3 % rückläufig. Die Bauinvestitionen stagnierten, nachdem sie im Vorjahr noch um 2,9 % gestiegen waren. Der Hauptverband vertritt die Auffassung, dass in einigen wichtigen Wirtschaftszweigen nicht einmal die für den Substanzerhalt notwendigen Ersatzinvestitionen getätigt werden. Dazu zählen der Maschinenbau, die chemische Industrie und der Energiesektor. Die öffentlichen Haushalte im Inland waren 2015 weiter auf Konsolidierungskurs. Die strukturelle Neuverschuldung blieb negativ. Der Finanzierungsüberschuss betrug 19,4 Mrd. € oder 0,6 % (Vorjahr 0,3 %) des Bruttoinlandsprodukts. Den höchsten Überschuss im Jahr 2015 realisierte dabei der Bund mit 10,3 Mrd. € (Vorjahr 8,6 Mrd. €). Damit kann der Staat das zweite Jahr in Folge mit einem Einnahmenüberschuss abschließen. Der Umsatz der deutschen Bauwirtschaft zeigte für das Jahr 2015 nur eine geringe Belebung. Unzureichende Auftragsbestände im Wirtschafts- und im öffentlichen Bau haben trotz guter Witterungsbedingungen, anders als 2014, zu Jahresbeginn für einen schwachen Start gesorgt. Der Aufholprozess ab Juni führte dazu, dass der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe den Vorjahreswert letztlich doch um 1,4 % übertraf. Im gesamten Hochbau, bestehend aus den Komponenten Wohnungsbau, Wirtschaftshochbau sowie öffentlicher Hochbau, stieg der Umsatz um 1,7 %. Zu der positiven Entwicklung trug vor allem die anhaltende Dynamik im Wohnungsbau bei. Der Umsatz des für uns entscheidenden Wirtschaftshochbaus ging jedoch gegenüber dem vergangenen Jahr um 1,9 % zurück. Insgesamt konnte der Auftragseingang in der deutschen Bauwirtschaft mit 5,2 % Zuwachs das hohe Niveau des Vorjahres deutlich übertreffen. Im Wirtschaftshochbau lag er 1,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Berücksichtigt man den gesamten Hochbau, betrug der Anstieg, bedingt durch den starken Wohnungsbau, 5,4 %. Die Rohstoffpreise und Energiekosten sind 2015 weiter stark gefallen. Besonders der Ölpreis sank in den letzten Monaten noch einmal drastisch. Auch die Preise für Stahl und Betonstahl brachen ein. Die Preise für Zement veränderten sich dagegen kaum. Das Beschäftigungsniveau im deutschen Bauhauptgewerbe blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Insolvenzanträge im Bauhauptgewerbe lagen 2,1 % unter dem Vorjahreswert. Andere europäische Märkte In fast allen Staaten Europas hat sich 2015 die konjunkturelle Lage mit moderaten Wachstumsraten stabilisiert. Die Erholung wurde durch den niedrigen Ölpreis und den schwachen Euro unterstützt. Die Krise in der Eurozone ist aber noch nicht überwunden. Zudem zeigt sich, dass die geldpolitischen Maßnahmen der EZB zunehmend an Wirkung verlieren. Der niederländische Baumarkt profitierte von einem starken Aufschwung des dortigen Wohnungsbaus, wohingegen sich die belgische Bauwirtschaft schwächer als im Vorjahr entwickelte. In Schweden erwirtschaftete die dortige Bauwirtschaft ein kräftiges Plus. In Dänemark fiel dieses analog zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum nur moderat aus. In Österreich stagnierte der baugewerbliche Umsatz. Außereuropäische Märkte Die relativ schwache Weltkonjunktur spiegelt sich besonders in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer wider, deren wirtschaftliche Dynamik z. T. vom fallenden Öl- und Rohstoffpreisniveau schwer belastet wurde. Für das Bruttoinlandsprodukt Chiles wird für 2015 ein Wachstum von rd. 2 % angenommen. Das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten sowie Unternehmen in die Konjunktur bleibt weiterhin schwach. Die Baukonjunktur in Chile stagnierte 2015. Die Wirtschaft der Vereinigten Arabischen Emirate expandierte nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Die niedrigen Ölpreise senken die Staatseinnahmen und dämpfen die Investitionsbereitschaft. Das Wachstum ging auch 2015 allein vom Nichtölsektor aus. Trotz sinkender Öleinnahmen wird an laufenden Bauprojekten festgehalten. Das Wirtschaftswachstum des ölreichen Emirats Abu Dhabi wird vermutlich geringer ausfallen. Kanadas Wirtschaft wuchs 2015 real nur um rd. 1 %. Die Hauptursache für die Konjunkturflaute war auch hier der Abschwung im Rohstoffsektor. Die Investitionen in der Bergbauindustrie waren aufgrund niedriger Rohstoffpreise weiter rückläufig. Im Emirat Katar hat sich das Wirtschaftswachstum bei 6-7 % eingependelt. Die Bauwirtschaft profitierte im Jahr 2015 von hohen staatlichen Infrastrukturinvestitionen. Aber auch hier ist aufgrund der Preissituation am Rohölmarkt eine deutliche Zurückhaltung bei der Vergabe von neuen Bauprojekten zu erkennen. Für 2015 wird für Singapur ein Wirtschaftswachstum von rd. 2 % vorausgesagt. Das Wachstum im früher boomenden Bausektor verringerte sich in den ersten neun Monaten 2015 auf 0,7 %. Dank öffentlicher Infrastrukturprojekte hielt es sich noch im positiven Bereich. Die ägyptische Wirtschaftsleistung bleibt mit einer erwarteten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 4 % auf Wachstumskurs. Dies wirkt sich auch auf die Bauwirtschaft als bedeutende Branche der ägyptischen Volkswirtschaft aus. GESCHÄFTSVERLAUF DES KONZERNS UND DER GESELLSCHAFT* Das Berichtsjahr 2015 verlief insgesamt erneut unbefriedigend für den Züblin-Konzern. Obwohl wir unsere Leistungsziele erreicht haben, musste entgegen unseren Erwartungen ein Rückgang im Konzernergebnis vor Steuern auf 50 Mio. € verkraftet werden. Im Inland belasteten uns insbesondere Projektverluste im Rhein-Main-Gebiet, ein erneut schwaches Holzingenieurbaugeschäft sowie eine gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechterte Bonität unserer neu gewonnenen Aufträge. Im außereuropäischen Ausland erforderte das Ruwais-Projekt zusätzliche Risikovorsorgen, sodass wir dort unsere Ziele ebenfalls nicht erreichten. Trotz dieser Einflüsse auf das Ergebnis 2015 sehen wir Züblin sowohl in Deutschland als auch im Ausland unverändert gut aufgestellt. Bei Großprojekten profitieren wir weiterhin von unserer breiten fachlichen und organisatorischen Kompetenz und unserem erfolgreichen Partneringmodell "Züblin teamconcept". Unsere sehr gute Liquidität verschafft uns erhebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber der mittelständischen Konkurrenz. Abgesichert durch einen hohen Auftragsbestand prüfen wir insbesondere in Deutschland den Markt und die Angebote unverändert sehr selektiv, ohne unter Akquisitionsdruck zu stehen. Zum 1.7.2015 wurde unser Tochterunternehmen Züblin A/S, Dänemark, Teil einer neuen skandinavischen Direktion mit Hauptsitz in Kopenhagen. Die organisatorische Neuausrichtung ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit und einheitliche Leitung aller Bereiche in Dänemark, Schweden und Norwegen. Lediglich der Bereich Spezialtiefbau wird seine starke Bindung an die deutsche Direktion Spezialtiefbau in Stuttgart behalten und weiter an diese berichten. In den Jahren 2011 und 2013 hat die Ed. Züblin AG die beiden Unternehmen Stephan Holzbau GmbH und MERK Timber GmbH übernommen. Investitionen in die Produktionsanlage und das Zusammenspiel der beiden Betriebe mit der Ingenieurkompetenz der Ed. Züblin AG sollten neue Möglichkeiten im Holzingenieurbau eröffnen. Die schlüsselfertige Realisierung komplexer Holzbauprojekte gehört seither ebenso zu unserem Leistungsspektrum wie die hochfunktionalen Holzbausysteme, die wir an Handwerk und Industrie liefern. Um die Leistungsvielfalt noch bekannter zu machen, wird das Unternehmen zukünftig einheitlich unter dem Namen "Züblin Timber" am Markt agieren, und das sowohl regional als auch international. Seit dem 1.4.2015 ist die Ed. Züblin AG an der Gesellschaft SeniVita Social Estate AG beteiligt, die gemeinsam mit der SeniVita Sozial gGmbH gegründet wurde. Die neue Gesellschaft soll den Bau zusätzlicher Pflegewohnanlagen nach dem Konzept der prämierten "AltenPflege 5.0" zunächst in Bayern realisieren. Die SeniVita Sozial gGmbH, für die wir bereits neun Projekte erfolgreich ausgeführt haben, ist eine der größten privaten Betreiberinnen von Einrichtungen zur Alten- und Behindertenhilfe sowie zur Intensivbetreuung von schwerstpflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen in Bayern. Wir halten dieses Geschäftsfeld für einen Erfolg versprechenden Wachstumsmarkt. Im Einzelnen stellt sich der Geschäftsverlauf für den Züblin-Konzern und die Ed. Züblin AG wie folgt dar: Die Bauleistung des Züblin-Konzerns konnte im Geschäftsjahr 2015 um 3,3 % gesteigert werden und entsprach mit 3,4 Mrd. € unserer Planung. Davon wurden 72,9 % im Inland und 27,1 % im Ausland erbracht. Der Anstieg im Konzern betraf die Geschäftsfelder Schlüsselfertigbau und Ingenieurbau. In der Ed. Züblin AG haben wir im Jahr 2015 unsere Leistungsprognose in Höhe von 1,87 Mrd. € deutlich übertroffen. Die Leistung lag bei 2,0 Mrd. € und somit um 4,2 % über dem Vorjahreswert. Davon wurden 99,0 % im Inland und 1,0 % im Ausland erbracht. Der Schlüsselfertigbau legte um 4,1 % zu, der Ingenieurbau verzeichnete ebenfalls einen Leistungsanstieg, die Werke und Sonderbereiche entwickelten sich dagegen rückläufig. Der Auftragseingang des Züblin-Konzerns sank im Vergleich zum Wert des Vorjahres um 10,2 % auf 3,1 Mrd. €. Dies war auf die Geschäftsfelder Ingenieurbau sowie Werke und Sonderbereiche zurückzuführen. Trotz eines Anstiegs im Schlüsselfertigbau konnte der Rückgang insgesamt nicht kompensiert werden. Von den Auftragseingängen des Konzerns entfielen 2,3 Mrd. € (74,0 %) auf das Inland. Im Wesentlichen wirkten sich hier Großprojekte in Deutschland aus, darunter z. B. Einkaufszentren in Bielefeld und Hamburg, ein Neubau für die Fakultät der Geisteswissenschaften an der Universität in Bochum oder die schlüsselfertige Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses in Frankfurt am Main. Im Ausland sank der Auftragseingang um 29,9 % auf 0,8 Mrd. €. Dort wurden u. a. folgende Großprojekte akquiriert: die Erweiterung des Kanalisationsnetzes in Singapur, ein Bürogebäude in Katar und die Schlitzwandarbeiten für Tunnel unter dem Suezkanal. In der Ed. Züblin AG lag der Auftragseingang mit 1,8 Mrd. € auf Vorjahresniveau. Der Zugang erfolgte maßgeblich im Inland. Der im Vorjahr sehr hohe Auftragsbestand des Züblin-Konzerns sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,9 % auf 4,0 Mrd. €. Der auf das Inland entfallende Anteil ging um 5,7 %, der auf das Ausland entfallende Anteil um 6,4 % zurück. Bereits zum Jahresbeginn belief sich der Auftragsbestand auf knapp 4,3 Mrd. € und übertraf damit rechnerisch die für 2015 geplante Gesamtleistung deutlich. In der Ed. Züblin AG lag der Auftragsbestand mit 2,5 Mrd. € um 6,8 % unter dem Vorjahreswert. Das inland verzeichnete einen Rückgang um 173 Mio. € auf 2,4 Mrd. €. Insbesondere das Auslandsgeschäft reduzierte sich um 6 Mio. € auf 28 Mio. € und bewegte sich weiter auf niedrigem Niveau. MITARBEITERINNEN UND) MITARBEITER
Per 31.12.2015 waren im Züblin-Konzern 13.983 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Wesentlichen war der Rückgang um 7,7 % gegenüber dem Vorjahr auf die Abarbeitung von Großaufträgen im Ausland mit entsprechender Personalfreisetzung und die Insolvenz einer portugiesischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Beide Effekte wirkten sich fast ausschließlich beim gewerblichen Personal aus. In der Ed. Züblin AG stieg die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund von Neuanstellungen in der Zentralen Technik und projektbedingt erhöhtem Personalbedarf in Deutschland. Obwohl die Leistungsprognose im Geschäftsjahr 2015 erreicht werden konnte, lagen sowohl das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) in Höhe von 118 Mio. € (Vorjahr 125 Mio. €) als auch das Konzern-EBIT in Höhe von 56 Mio. € (Vorjahr 59 Mio. €) leicht unter den Vorjahreswerten und damit deutlich unter unserer Prognose. Das Jahr wurde insgesamt dennoch mit einem leicht verbesserten Ergebnis nach Steuern in Höhe von 35 Mio. € (Vorjahr 32 Mio. €) abgeschlossen. Im Einzelabschluss erzielte die Ed. Züblin AG bei einer leicht über der Prognose liegenden Leistung ein deutlich unter dem Vorjahreswert und auch unter der Prognose liegendes Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr 69 Mio. €). Dieser deutliche Rückgang ist neben den bereits an anderer Stelle erwähnten Risikoprojekten auch auf die Abrechnung von bonitätsstarken Großprojekten im Vorjahr zurückzuführen. Durch den Rückgang der Umsatzerlöse um 403 Mio. € und einen entsprechenden Bestandsaufbau von 364 Mio. € im Berichtsjahr führte die im HGB-Abschluss zur Anwendung kommende "Completed-Contract-Methode" der Ed. Züblin AG abrechnungsbedingt zu einem niedrigeren Ergebnisausweis. Bericht aus den GeschäftsfeldernUnsere Geschäftstätigkeit ist in die folgenden drei Kerngeschäftsfelder untergliedert:
In der nachstehenden Tabelle geben wir einen Überblick über die wesentlichen Kennzahlen unserer Geschäftsfelder im Jahr 2015. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt unverändert im Schlüsselfertigbau: ZÜBLIN-KONZERN
ED. ZÜBLIN AG
Schlüsselfertigbau Im Geschäftsfeld Schlüsselfertigbau führen wir alle in- und ausländischen Hochbauaktivitäten. Züblin ist auf die schlüsselfertige Realisierung komplexer und technisch anspruchsvoller Bauwerke spezialisiert. Der regionale Schwerpunkt im Schlüsselfertigbau lag 2015 unverändert maßgeblich in Deutschland sowie auch in Belgien, Dänemark und den Niederlanden. Unsere Tätigkeit in diesem Geschäftsfeld umfasst den Neubau, die Erweiterung und das Bauen im Bestand von Büro-, Industrie- und Wohnungsbauten, Einkaufszentren, Hotels, Autohäusern, Forschungseinrichtungen sowie Hochschulbauten und sonstigen öffentlichen Gebäuden. Im Jahr 2015 haben wir folgende bedeutende, schlüsselfertige Bauvorhaben in den Auftragsbestand genommen, teilweise auch in Arbeitsgemeinschaft: Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Krankenhäuser
Wohnanlagen Schlüsselfertige Erstellung eines Wohn- und Geschäftshauses mit 215 Mietwohnungen, 86 Eigentumswohnungen und Einzelhandelsfläche auf dem ehemaligen Opel-Areal in Frankfurt
Einkaufs-, Geschäftszentren und Hotels
Schulen, Universitäts- und Kulturbauten
Industriebauten
Ingenieurbau Das Geschäftsfeld Ingenieurbau wird international bearbeitet. In Ländern, in denen wir nicht mit einer Flächenstruktur vertreten sind, erfolgt die Abwicklung ausgewählter Bauprojekte auf dem Wege des Direct Exports. Das Spektrum umfasst Kraftwerksbauten sowie den Brückenbau, den Spezialtiefbau (z. B. die Herstellung von Baugruben, auch unter komplexen Rahmenbedingungen, oder die qualitativ hochwertige Erstellung von Bohrpfählen und Bodenvereisungen), den Wasserbau mit Maßnahmen im Hafen- oder Schleusenanlagenbau, den Tunnelbau sowie den sonstigen Ingenieurbau. Für das Jahr 2015 waren nachfolgende Bauvorhaben (teilweise in Arbeitsgemeinschaft) in diesem Geschäftsfeld von Bedeutung: Verkehrsbauwerke
Brücken
Tunnelbauten
Stahlbauten
Umwelttechnik
Werke und Sonderbereiche Dieses Geschäftsfeld umfasste 2015 den Stahlbau, die Gebäudetechnik, das Fertigteilwerk, den Anlagen- und Schornsteinbau, die Umwelttechnik, den Holzingenieurbau, den Betrieb von Parkhäusern und die Bedienung von Nischenmärkten. Die Züblin Stahlbau GmbH, Hosena, konnte sich im verschärften Wettbewerb auf dem Stahlbaumarkt dank ihres soliden Auftragsbestands gut behaupten. Das stark rückläufige Geschäft im Bereich der konventionellen Energieerzeugung wurde durch andere Marktsegmente, wie Automobilwerks- und Anlagenbau, kompensiert. Darüber hinaus entwickelte sich der Bereich Brücken- und Stahlwasserbau planmäßig; alle Investitionen konnten bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Der Standort Sande befindet sich in der Restrukturierung, die zum Jahresende 2016 abgeschlossen sein wird. Trotz des schwierigen Marktumfelds geht die Züblin Stahlbau GmbH auf der Basis einer selektiven Auftragshereinnahme auch für das Jahr 2016 von einer weiterhin stabilen Geschäftsentwicklung aus. Die Züblin Umwelttechnik GmbH, Stuttgart, ist im Bereich der Altlastensanierung in den Aufgabengebieten Grundwasser-, Boden- und Bodenluftreinigung, Schadstoffsanierung sowie Rückbau tätig. Im Inland operiert das Unternehmen von sechs Standorten aus. Mit ihren Präsenzen in Frankreich, Italien, Polen, Rumänien und der Schweiz zählt sie zu den führenden Anbieterinnen auf diesen Gebieten in Europa. Die Züblin Umwelttechnik GmbH vertreibt weltweit technische Anlagen u. a. an diverse global agierende Konzerne der Pharma- und Petrochemie. Neben Dienstleistungen, wie Vermietung, Wartung und Betrieb von technischen Anlagen zur Sanierung von Altlasten, erbringt die Züblin Umwelttechnik GmbH auch Beratungsleistungen. Das Fertigteilwerk in Karlsruhe hat im Geschäftsjahr nur noch den bestehenden Auftragsbestand abgewickelt. Der Geschäftsbetrieb des Werks wurde zum 1.1.2016 verkauft. Der Erwerber führt das Werk weiter und hat den Großteil des Personals übernommen. Die Züblin Chimney and Refractory GmbH, Köln, zählt im Feuerfest- und Industrieschornsteinbau zu den führenden Spezialunternehmen. Die Leistungspalette umfasst den Neubau sowie den Umbau, die Modernisierung, Revision und Wartung vorhandener Anlagen auf dem neuesten Stand der Technik. Eigene Ingenieurabteilungen mit speziellem Know-how entwickeln - u. a. auch durch den Einsatz von 3D-basierten Konstruktionsprogrammen - maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Kundenanforderungen. Die Gesellschaft bietet Leistungen im Kraftwerksbau, bei der Erstellung von Müllverbrennungsanlagen, in der Petrochemie, im Stahl- und Nichteisenbereich sowie in der chemischen Industrie und im industriellen Wärme-, Kälte- und Brandschutz an. 2015 wurden die Aktivitäten des Holzingenieurbaus stärker mit dem Hoch- und Ingenieurbau verflochten und ein Modell für die interne Zusammenarbeit gefunden, das die Kosten reduziert und Synergiepotenziale ausschöpft. Parallel wurden die Abläufe sowohl im Vertrieb als auch in der Produktion intensiv geprüft und zum Jahresende Maßnahmen eingeleitet, die eine deutliche Produktivitätssteigerung und straffere Verwaltungs- und Vertriebsabläufe sicherstellen sollen. Entsprechende personelle Maßnahmen in Management und Produktionsleitung sind veranlasst und werden 2016 greifen. Die Züblin Gebäudetechnik GmbH, mit Sitz in Erlangen und ihren weiteren Standorten in München, Köln, Wiesbaden und Dresden, erbringt Leistungen in der Wärme-, Kälte-, Luft-, Klima- und Sanitärtechnik sowie MSR-Technik und Medienversorgung. Die Gesellschaft konnte ihre Marktposition im Geschäftsjahr 2015 weiter ausbauen. Die PARK SERVICE HÜFNER GmbH + Co. KG, Stuttgart, bewirtschaftete im Jahr 2015 in Deutschland fast 20.000 Stellplätze in über 50 Parkierungsanlagen, z. B. in solitären Parkhäusern, aber auch in Shopping-Centern, Krankenhäusern, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Das Unternehmen konnte seine Marktpräsenz im Jahr 2015 festigen und ausbauen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von PARK SERVICE HÜFNER ist stabil und geordnet. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageKONZERN BILANZ DES ZÜBLIN- KONZERNS [IFRS- KURZFASSUNG]
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES ZÜBLIN-KONZERNS (IFRS-KURZFASSUNG)
Konzernertragslage Der Züblin-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2015 mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 35 Mio. € ab. Damit lag es nur infolge geringerer Ertragsteuerbelastungen leicht über dem von periodenfremden Aufwendungen belasteten Vorjahreswert (32 Mio. €). Im Berichtsjahr lag die Gesamtleistung - bestehend aus Umsatzerlösen, Bestands Veränderungen und aktivierten Eigenleistungen - im Züblin-Konzern mit 3,3 Mrd. € leicht über dem Vorjahresniveau. 2014 entfielen rd. 74 % der Bauleistung auf das Inland. Im außereuropäischen Ausland belief sie sich im Vorjahr auf 304 Mio. € (9 %) sowie in Europa ohne Deutschland auf 570 Mio. € (17 %). Der wesentliche Teil der Bauleistung wurde auch im Vorjahr in den Geschäftsfeldern Schlüsselfertigbau (69 %) und Ingenieurbau (25 %) erbracht. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtsjahr um 44 Mio. € auf 73 Mio. €. Ein Teil des Zuwachses in Höhe von ca. 10 Mio. € entfiel im Wesentlichen auf das Ergebnis aus der Entkonsolidierung der portugiesischen Gesellschaft Zucotec - Sociedade de Construcöes, Lda. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge den positiven Saldo aus der Zuführung und Verwendung von Rückstellungen (19 Mio. €). Der Anteil der Aufwendungen für Material und Subunternehmen an der Gesamtleistung erhöhte sich von 73,5 % auf 74,8 %. Die Personalaufwandsquote lag bei 19,9 % und entsprach somit der des Vorjahres (20,1 %). In absoluten Zahlen verringerte sich der Personalaufwand um ca. 5 Mio. € auf 650 Mio. €. Dabei verminderten sich die Aufwendungen für soziale Abgaben um rd. 20 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert, der insbesondere durch die erhöhten sozialversicherungsrechtlichen Rückstellungen bei der portugiesischen Gesellschaft belastet war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 2 Mio. € auf 170 Mio. €. Das Ergebnis aus Equity-Beteiligungen war im abgelaufenen Berichtsjahr um 17 Mio. € auf 42 Mio. € rückläufig. Dies resultierte aus den um 14 Mio. € geringeren Erträgen und Aufwendungen aus Arbeitsgemeinschaften sowie den um 3 Mio. € geringeren Erträgen und Aufwendungen aus übrigen Equity-Gesellschaften. Das EBITDA lag mit 118 Mio. € folglich leicht unter dem Wert des Vorjahres (125 Mio. €). Die Abschreibungen verminderten sich um 4 Mio. € und beliefen sich auf 62 Mio. €. Das Zinsergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um rd. 6 Mio. € auf nunmehr -6 Mio. €. Rückläufig waren die insbesondere aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus um rd. 5 Mio. € verminderten Zinserträge aus Geldanlagen. Der Zinsaufwand betrug rd. 10 Mio. € und lag damit knapp über dem des Vorjahres. Dem erhöhten Aufwand aus einer externen Projektfinanzierung standen dabei geringere Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen gegenüber. Das EBT lag mit 50 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres (59 Mio. €). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf rd. 15 Mio. € nach 27 Mio. € im Vorjahr. Damit normalisierte sich die Ertragsteuerquote gegenüber einem durch Sonderbelastungen beeinflussten Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich 2015 um 3 Mio. € auf 35 Mio. €. Konzernfinanzlage KAPITALFLUSSRECHNUNG DES ZÜBLIN-KONZERNS
Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit lagen im Berichtsjahr bei 64 Mio. € und damit 50,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Nach Abzug der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit (-80 Mio. €) und der Zuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit (33 Mio. €) ergab sich ein Nettozufluss bei der Liquidität von 17 Mio. € (Vorjahr 89 Mio. €). Die rückläufigen Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit waren im Wesentlichen auf das geringere Ergebnis, zahlungsunwirksame Erträge sowie die Inanspruchnahme langfristiger Rückstellungen zurückzuführen. Die Kapitalbindung im Nettoumlaufvermögen bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die gegenüber dem Vorjahreswert um 15 Mio. € geringeren Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit (-80 Mio. €) resultierten im Wesentlichen aus dem Zugang von Sachanlagevermögen. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 33 Mio. € (Vorjahr 56 Mio. €) basierte auf der Aufnahme von weiteren Finanzverbindlichkeiten insbesondere im Zusammenhang mit der Projektfinanzierung des Bauvorhabens Universitätsklinikum Jena. Die für dieses Projekt zugesagte Linie beträgt 145 Mio. €, davon ausgenutzt wurden rd. 93 Mio. €. Die Nettoliquidität (Saldo aus liquiden Mitteln/Wertpapieren und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) in Höhe von 696 Mio. € lag leicht unter dem Wert des Vorjahres (712 Mio. €). Unsere finanziellen Verpflichtungen konnten wir zu jedem Zeitpunkt erfüllen. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Das Finanzmanagement des Züblin-Konzerns stellt sicher, dass jederzeit ausreichende finanzielle Flexibilität gegeben ist. Ein Cash-Pooling-System (Zero Balancing) gewährleistet außerdem, dass die im Konzern vorhandene Liquidität an zentraler Stelle gebündelt und verwaltet wird. Alle relevanten Konzerngesellschaften sind in die Finanzdisposition eingebunden. Die Liquidität des Konzerns wird für das Geschäftsjahr geplant. Die Liquiditätsplanung wird mittels einer monatlichen Abweichungsanalyse überprüft. Die Ed. Züblin AG verfügt über Barkreditlinien in zweistelliger Millionenhöhe, die aber angesichts der sehr guten Liquiditätsausstattung der Gesellschaft eher den Charakter von Fallback-Linien haben und auch von anderen Gesellschaften des STRABAG SE-Konzerns nutzbar sind. Hieraus ergeben sich keine Haftungsrisiken. Avalkreditlinien stehen über die Partizipation des Züblin-Konzerns an einem syndizierten Avalkredit der STRABAG SE sowie über bilaterale Avalkreditlinien bei Banken und Kreditversicherern in ausreichendem Volumen zur Verfügung. Der syndizierte Avalkredit bietet seit einer erneuten vorzeitigen Verlängerung im Januar 2016 ein unverändertes Gesamtvolumen von 2,0 Mrd. € und eine Laufzeit bis mindestens Anfang 2021. Er ist unverändert auch für andere Konzerngesellschaften der STRABAG SE-Gruppe nutzbar. Hieraus ergeben sich keine zusätzlichen Haftungsrisiken. Konzernvermögenslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2015 erhöhte sich im Züblin-Konzern um 75 Mio. € auf 1,9 Mrd. €. Der Anstieg der Bilanzsumme war auf der Aktivseite geprägt von einem Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf der Passivseite von einem entsprechenden Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 15 Mio. € auf 390 Mio. €. Darin enthalten waren die auf das Anlagevermögen entfallenden Positionen mit 381 Mio. €. Während sich die übrigen langfristigen Vermögenswerte leicht auf 9 Mio. € verringerten, stieg der Wert des Anlagevermögens insbesondere durch die Investitionen in Grundstücke und Gebäude um insgesamt 22 Mio. €. Den langfristigen Aktiva in Höhe von 390 Mio. € (Vorjahr 375 Mio. €) standen ein Eigenkapital von 524 Mio. € (Vorjahr 482 Mio. €) und langfristige Schulden in Höhe von 198 Mio. € (Vorjahr 234 Mio. €) gegenüber. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 60 Mio. € und beliefen sich auf rd. 1,5 Mrd. €. Davon entfielen rd. 802 Mio. € (Vorjahr 784 Mio. €) auf die liquiden Mittel. Die Kapitalbindung in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten erhöhte sich um 42 Mio. € auf 716 Mio. € (Vorjahr 674 Mio. €). In Bezug auf die Bilanzsumme machte dies einen prozentualen Anteil von 37,5 % (Vorjahr 36,8 %) aus. Die Eigenkapitalquote lag im Züblin-Konzern trotz des unbefriedigenden Geschäftsergebnisses mit rd. 27 % um 1 Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. Das Eigenkapital (einschließlich Anteilen anderer Gesellschafter) wurde zum 31.12.2015 in Höhe von 524 Mio. € (Vorjahr 482 Mio. €) ausgewiesen. Die langfristigen Schulden verminderten sich deutlich um 36 Mio. € auf 198 Mio. €, insbesondere aufgrund der gesunkenen Pensionsverpflichtungen sowie des Rückgangs der langfristigen baubezogenen Rückstellungen. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich deutlich um 69 Mio. € auf 1,2 Mrd. €, das entsprach einer Steigerung um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr. Wesentlich für diesen Zuwachs waren die gestiegenen Finanzverbindlichkeiten, insbesondere im Zusammenhang mit der Projektfinanzierung des Bauvorhabens Universitätsklinikum Jena, sowie der erhöhte Ausweis der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. ED. ZÜBLIN AG Die Ed. Züblin AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Der Lagebericht der Ed. Züblin AG ist mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Ed. Züblin AG und seine gesetzlichen Bestandteile werden vollständig im Bundesanzeiger bekannt gegeben. BILANZ DER ED. ZÜBLIN AG [HGB]
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER ED. ZÜBLIN AG (HGB)
Ertragslage Die Ed. Züblin AG ist operativ und über ihre Beteiligungsunternehmen schwerpunktmäßig im Hoch- und Ingenieurbau tätig. Wesentliche inländische Beteiligungen sind unter der DYWIDAG Bau GmbH gebündelt und mit einem Ergebnisabführungsvertrag mit dieser verbunden. Über ausländische Gesellschaften und Betriebsstätten partizipiert die Ed. Züblin AG an den Chancen der Baumärkte weltweit. Die Züblin International GmbH und die Züblin Spezialtiefbau GmbH bilden dabei organisatorisch die entsprechenden Kompetenzzentren für die ausländischen Beteiligungen. Das handelsrechtliche Ergebnis der Ed. Züblin AG ist maßgeblich durch die eigene operative Tätigkeit und durch Beteiligungsergebnisse der Tochtergesellschaften geprägt. Es unterliegt insbesondere den abrechnungsbedingten Schwankungen der gesetzlich verankerten "Completed-Contract-Methode". Das Geschäftsjahr 2015 der Ed. Züblin AG schloss mit einem Jahresüberschuss von 24 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (39 Mio. €). Das Ergebnis war in diesem Jahr geprägt von einem hohen Bestandsaufbau, gestiegenen Gewährleistungsaufwendungen und negativen Auswirkungen aus zwei großen inländischen Projekten im Rhein-Main-Gebiet. Die Umsatzerlöse lagen abrechnungsbedingt um 19,4 % unter dem allerdings sehr hohen Vorjahreswert von rd. 2,1 Mrd. €. Übergeben wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere bei dem Großprojekt Milaneo, Stuttgart, die Baufelder 6, 8, 9 (101 Mio. €), das Einkaufszentrum Aquis Plaza, Aachen (100 Mio. €) und der Allianz Campus, München (94 Mio. €). Unter Berücksichtigung des hohen Bestandsaufbaus ergab sich 2015 ein Rückgang von 39 Mio. € oder rd. 1,8 % der handelsrechtlichen Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 8 Mio. € auf 39 Mio. €. In dieser Position erhöhten sich insbesondere die vereinnahmten Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzansprüche sowie in geringerem Umfang auch die Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand stieg trotz einer geringeren Gesamtleistung im Berichtsjahr im Saldo um 33 Mio. € auf 1,7 Mrd. €. Während sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren im Wesentlichen aufgrund gesunkener Material- und Warenpreise um 34 Mio. € auf 244 Mio. € reduzierten, erhöhten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 67 Mio. € auf 1,4 Mrd. €. Eine Folge, die auch aus erhöhten Garantieaufwendungen im zurückliegenden Geschäftsjahr resultierte. Die Materialaufwandsquote lag im Berichtsjahr mit rd. 80,1 % um 3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Der Personalaufwand in Höhe von 313 Mio. € lag nur leicht über dem Wert des Vorjahres (299 Mio. €). Den personell bedingt gestiegenen Gehaltskosten standen verringerte Lohnaufwendungen gegenüber, die insbesondere auf den Verkauf der Fertigteilwerke zurückzuführen waren. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich entsprechend leicht um 1 Prozentpunkt auf 15,2 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 79 Mio. € und lagen damit deutlich unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 116 Mio. €. Ausschlaggebend für den deutlichen Rückgang war die in dieser Position dargestellte Inanspruchnahme von Gewährleistungsrückstellungen, die im vergangenen Jahr deutlich niedriger ausgefallen war. Der Gegenposten für die Verwendung der in der Vergangenheit gebildeten Rückstellungen ist unter den Primäraufwendungen, wie z. B. Material- oder Personalaufwand, enthalten. Das Beteiligungsergebnis der Ed. Züblin AG lag bei -5 Mio. € und damit über dem Vorjahresniveau (-8 Mio. €). Einer Dividendenausschüttung aus der Züblin Kft., Ungarn, standen im Berichtsjahr vor allem Verlustübernahmen aus der MERK Timber GmbH in Höhe von rd. 8 Mio. €, aus der Züblin Projektentwicklung GmbH in Höhe von 7 Mio. € und eine Verlustübernahme der Züblin International GmbH in Höhe von rd. 5 Mio. € gegenüber. Das Zinsergebnis war um 4 Mio. € auf 1 Mio. € rückläufig. Neben einem deutlich gesunkenen Zinsniveau, was wiederum die Geldanlage negativ beeinflusste, basierte der Rückgang maßgeblich auf einem gestiegenen Zinsaufwand für eine externe Projektfinanzierung. Darüber hinaus war das Vorjahr noch von Sondereffekten positiv beeinflusst. Das Jahresergebnis der Ed. Züblin AG schloss vor Steuern mit 28 Mio. € (Vorjahr 69 Mio. €). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen mit nur 4 Mio. € deutlich unter dem Wert des Vorjahres (30 Mio. €). Der rückläufige Steueraufwand resultierte u. a. auch aus der Auflösung von in den Vorjahren zu hoch gebildeten Steuerrückstellungen. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Ed. Züblin AG lag zum 31.12.2015 bei 1,2 Mrd. € und blieb damit praktisch unverändert zum Vorjahreswert. Das Anlagevermögen der Gesellschaft erhöhte sich gegenüber 2014 um 22 Mio. € auf 252 Mio. €. Ursächlich hierfür war die Anwachsung der FDZ Grundstücksverwaltung GmbH & Co. Objekt Stuttgart-Möhringen KG, Mainz, die sich in einem Zugang in der Position Grundstücke und Gebäude auswirkte. Des Weiteren wurden rd. 10 Mio. € für umfassende Instandhaltungsmaßnahmen an unserem Verwaltungsgebäude in Stuttgart aktiviert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich aufgrund von Investitionen (ohne Berücksichtigung der Anwachsung), denen Abschreibungen von 24 Mio. € gegenüberstanden, um 16 Mio. € auf 164 Mio. €. Der Zuwachs des Finanzanlagevermögens war im Wesentlichen auf die im Rahmen einer Kapitalerhöhung erworbenen Aktien an der SeniVita Social Estate AG, Bayreuth, zurückzuführen. Das Umlaufvermögen (inklusive Rechnungsabgrenzungsposten) betrug zum Stichtag 940 Mio. €, (Vorjahr 948 Mio. €). Davon entfielen auf die liquiden Mittel und Wertpapiere 665 Mio. € (Vorjahr 649 Mio. €). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um rd. 21 Mio. € auf 255 Mio. €, dabei sanken die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungen im Vergleich zum Vorjahr (161 Mio. €) auf 155 Mio. €. Die Bestände an unfertigen Bauleistungen vor Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen (1.816 Mio. €) erhöhten sich deutlich gegenüber 2014 um 394 Mio. €. Die Forderungen an Arbeitsgemeinschaften sanken im Vergleich zum Vorjahr um 11 Mio. €. Das Eigenkapital lag zum Bilanzstichtag 31.12.2015 bei 225 Mio. € (Vorjahr 203 Mio. €). Das entsprach einer Eigenkapitalquote von 18,9 % (Vorjahr 17,2 %). Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von 24 Mio. € wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG Einstellungen in andere Gewinnrücklagen in Höhe von rd. 12 Mio. € vorgenommen. Die Rückstellungen verminderten sich geringfügig um 21 Mio. € auf 213 Mio. €. Während sich die betrieblichen Rückstellungen um ca. 12 Mio. € auf ca. 124 Mio. € reduzierten, lagen die zukünftigen Pensionslasten mit 79 Mio. € nur minimal unter dem Vorjahreswert von 80 Mio. €. Die Steuerrückstellungen lagen 8 Mio. € unter dem Vorjahreswert (18 Mio. €). Die Verbindlichkeiten betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 754 Mio. € (Vorjahr 741 Mio. €) und entfielen erneut überwiegend mit 367 Mio. € (Vorjahr 335 Mio. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 195 Mio. € (Vorjahr 172 Mio. €) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 21 Mio. € auf 93 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür war ausschließlich die Projektfinanzierung des Bauvorhabens Universitätsklinikum Jena. Finanzlage
Unter Berücksichtigung der projektgebundenen Fremdfinanzierung und des Anstiegs der liquiden Mittel war die Nettoliquidität der Gesellschaft mit 569 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (574 Mio. €) leicht rückläufig. Unsere finanziellen Verpflichtungen konnten wir zu jeder Zeit erfüllen. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit betrugen im Berichtsjahr 31 Mio. € (Vorjahr 19 Mio. €), die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich auf 34 Mio. € (Vorjahr 40 Mio. €). Die Finanzverbindlichkeiten lagen aufgrund der genannten Projektfinanzierung über denen des Vorjahres. Wie bereits 2014 wurden im abgelaufenen Jahr keine Barkreditlinien in Anspruch genommen. Zusammenfassend betrachtet, stellt sich die wirtschaftliche Lage der Ed. Züblin AG und des Konzerns positiv dar. Das Grundkapital der Ed. Züblin AG beträgt 20.451.675,25 € und ist eingeteilt in 8.000.000 nennwertlose Stückaktien. Die Hauptversammlung der Ed. Züblin AG vom 2.7.2015 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von 19.497.369,61 € eine Dividende in Höhe von 0,205 € je gewinnberechtigter Stückaktie (= 1.640.000,00 €) auszuschütten, einen Betrag in Höhe von 17.857.000,00 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 369,61 € auf neue Rechnung vorzutragen. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 12.032.381,00 € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. NachtragsberichtAnfang April hat die Ed. Züblin AG ihre Anteile (48,44 %) an der PARK SERVICE HÜFNER GmbH + Co. KG veräußert. Der Verkauf der Gesellschaftsanteile wird 2016 zu einem Gewinnbeitrag im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich führen. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2016Nach den aktuellen Wachstumsprognosen internationaler Organisationen wird sich die Weltwirtschaft auch 2016 eher verhalten und regional uneinheitlich entwickeln. Die Wachstumsverlangsamung Chinas wird auf andere Schwellenländer ausstrahlen. Angesichts niedriger Rohstoffpreise bleiben die Perspektiven für Rohstoffexportierende Schwellenländer erneut gedämpft. Als Folge der zunehmenden geldpolitischen Divergenz, insbesondere durch die begonnene Zinswende in den Vereinigten Staaten und den daraus folgenden starken Dollar, bleiben die Schwellenländer aufgrund hoher Auslandsverschuldung anfällig für Wechselkursschwankungen und Kapitalabflüsse. Die konjunkturelle Erholung im Euroraum dürfte sich in diesem Jahr leicht beschleunigen. Das Wachstum in Europa ist derzeit eher vom Konsum getragen und fällt homogener aus als während der europäischen Schuldenkrise. Für Deutschland erwartet die Bundesregierung im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,7 %. Die zentralen Nachfrageimpulse sollen vom Konsum sowie den Wohnungsbauinvestitionen ausgehen. Verbunden mit einem niedrigen Außenwert des Euro gegenüber dem US-Dollar ist eine moderate Zunahme der deutschen Exporte zu erwarten. Die Unternehmen dürften im Jahresverlauf allmählich mehr investieren, allerdings wird erwartet, dass die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen und Bauten nur langsam ansteigen werden. Die Perspektiven der deutschen Bauindustrie haben sich 2016 etwas verbessert. Für das Bauhauptgewerbe prognostiziert der Bauhauptverband ein nominales Umsatzwachstum von 3,0 %. Für die für uns relevanten Bereiche gehen wir von Folgendem aus: Im Wirtschaftsbau erwarten wir Gleichbleibende Umsätze und im öffentlichen Bau erscheint ein nominales Umsatzplus von voraussichtlich 4,0 % realistisch. Die Entwicklung des Wirtschaftsbaus und besonders des Wirtschaftshochbaus ist naturgemäß stark an den Verlauf der Gesamtwirtschaft gekoppelt, was bei einer entsprechenden Konjunkturbelebung zu einer dynamischeren Entwicklung führen könnte. Im öffentlichen Bau wären aufgrund der Rekordsteuereinnahmen deutlich höhere Investitionen möglich, jedoch hat die Vergangenheit gezeigt, dass die angestrebte Konsolidierung der öffentlichen Haushalte in der Regel auch zulasten der Infrastrukturinvestitionen geht. Das Programm abrufbarer Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes über 3,5 Mrd. € (Kommunalinvestitionsförderfonds) für Investitionen finanzschwacher Kommunen begünstigt in erster Linie den Hochbau Die Investitionsausgaben des Bundes werden 2016 mit dem sogenannten "Investitionshochlauf in die Infrastruktur" ansteigen. Der Bund wird seine Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserstraßen um 14 % von 10,6 Mrd. € auf 12,1 Mrd. € anheben. Die Nachfrage im Ingenieur- und Brückenbau könnte sich ab 2016 sukzessive beleben. Für den Wirtschaftsbau werden keine positiven Impulse erwartet. In Belgien wird die Bauwirtschaft nach der aktuellen Prognose von Euroconstruct im Jahr 2016 stagnieren. Der langfristige Trend bleibt verhalten positiv. In den Niederlanden soll sich die Baukonjunktur 2016 positiv entwickeln. Während sich das Wachstum der dänischen Bauwirtschaft beschleunigen wird, soll sich die schwedische Baukonjunktur ab dem nächsten Jahr abschwächen. Der mittelfristige Trend in Dänemark ist stabil. Im Vergleich dazu ist in Schweden keine Wende zum Positiven zu erwarten. Das Wachstum der österreichischen Bauwirtschaft wird eher verhalten ausfallen. Auch 2016 wird die Entwicklung der Rohstoffpreise für viele Schwellenländer von zentraler Bedeutung bleiben. Obwohl das Wachstum der Schwellenländer derzeit vergleichsweise gering ausfällt, bleiben die langfristigen Aussichten dort gut. Viele Länder verfügen über enormes Aufholpotenzial gegenüber den Industriestaaten. Die demografische Entwicklung, die zunehmende Urbanisierung und Industrialisierung werden hier langfristig zu einer hohen Nachfrage in allen Bauarten führen. Die Perspektiven für die chilenische Wirtschaft bleiben, bedingt durch die Wirtschaftsflaute der wichtigsten Handelspartner Brasilien und China, gedämpft. Für 2016 liegt die Wachstumsprognose für die chilenische Bauwirtschaft bei rd. 1 %. Der Kupferpreis deckt die Erzeugungskosten nur noch knapp. Maßgeblich für den chilenischen Bergbau wird die weitere Entwicklung des Kupferpreises sein. Bei einer Reihe von Projekten, die bis 2020 angestoßen werden sollten, ist die rechtzeitige Inbetriebnahme fraglich, weil viele Konzerne ihre Investitionen angesichts der unsicheren Marktlage aufschieben. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird ein Wachstum von etwa 3 % erwartet. Bei anhaltend niedrigen Ölpreisen könnten 2016 einige Vorhaben auf den Prüfstand kommen und zurückgestellt werden. Einstweilig hat die Vergabe der Weltausstellung Expo 2020 an das Emirat Dubai das Investitionsklima dort aufgehellt. Für 2016 rechnen die Analysten mit einem Wirtschaftswachstum von knapp 2 % in Kanada. Ein geplantes Infrastrukturprogramm der Regierung könnte die Aussichten für den Tiefbau verbessern Sollte sich die Rohstoffnachfrage auf dem Weltmarkt nicht erholen, dürfte der Bergbausektor die Gesamtwirtschaft belasten. In Katar werden die zahlreichen Megaprojekte im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft 2022 der Bauwirtschaft mittelfristig ein kräftiges Wachstum sichern. Das Wachstum der Gesamtwirtschaft wird auf dem Niveau der Vorjahre (6-7 %) liegen. Die wirtschaftliche Abschwächung Chinas, der Ölpreisverfall und geopolitische Risiken dürften auch 2016 Singapurs Wachstum dämpfen. Stabilisierend wirkt die von privatem Verbrauch und staatlichen Infrastrukturprojekten getragene Binnennachfrage. Mit einer erwarteten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um mehr als 4 % im Jahr 2016 steht die ägyptische Volkswirtschaft im regionalen und internationalen Vergleich gut da. Sowohl im Hochais auch im Tiefbau bleiben die Aussichten in Ägypten positiv. Infrastrukturprojekte sowie Städte- und Wohnungsbau führen dazu, dass die Bauwirtschaft eine robust wachsende und stabile Säule der ägyptischen Volkswirtschaft bleibt. Entwicklung des Züblin-Konzerns und der Gesellschaft Züblin ist als technologisch führendes Hoch- und Ingenieurbauunternehmen fortlaufend bestrebt, seine Marktpositionen in der Kernregion Deutschland, in Benelux und in den aufstrebenden skandinavischen Ländern weiter auszubauen. Dabei setzen wir auf organisches Wachstum. Akquisitionen sehen wir nur dann als Ergänzung, wenn sich damit strategische Optionen ergeben. Unsere Kernkompetenzen im Schlüsselfertig- und Ingenieurbau, Spezialtiefbau und Stahlbau wollen wir weiter stärken. Vor dem Hintergrund der steigenden konstruktiven Anforderungen bei der Bauwerkserstellung, begrenzten Budgets und immer kürzer werdenden Bauzeiten legen wir den Fokus auf die Entwicklung und Anwendung innovativer Technologien und Methoden rund um die Planung und Ausführung unserer Bauprojekte. Für das Geschäftsjahr 2016 sehen wir uns insgesamt gut gerüstet. Wir erwarten aufgrund der guten Auftragslage, die sich bereits im Auftragseingang des ersten Quartals 2016 widerspiegelt, und der sich im neuen Jahr abzeichnenden positiven Entwicklung der Bauindustrie eine im Vergleich zum Vorjahr leicht steigende Bauleistung für den Züblin-Konzern von rd. 3,5 Mrd. €. Der Auftragsbestand summierte sich Ende 2015 auf rd. 4,0 Mrd. €, wovon voraussichtlich 63 % im Jahr 2016 abgewickelt werden. Damit wurde ein Großteil der geplanten Leistung für 2016 bereits im Jahr 2015 akquiriert. Für den Konzernabschluss der Ed. Züblin AG prognostizieren wir für das kommende Geschäftsjahr 2016 einen deutlichen Anstieg beim Konzernergebnis vor Steuern. Das verbesserte Flächengeschäft in Deutschland und Benelux, die positive Entwicklung in Dänemark und die Ergebnisverbesserungen im außereuropäischen Ausland werden die Grundlagen hierfür bilden. Darüber hinaus erwarten wir einen außerordentlichen Wertbeitrag aus der Veräußerung unserer Gesellschaftsanteile an der PARK SERVICE HÜFNER GmbH + Co. KG. Für die Ed. Züblin AG prognostizieren wir für das Jahr 2016 mit 1,96 Mrd. € eine leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegende Bauleistung. Der zum 31.12.2015 verzeichnete Auftragsbestand in Höhe von 2,5 Mrd. € (Vorjahr 2,6 Mrd. €) wird mit rd. 1,5 Mrd. € im laufenden Geschäftsjahr leistungswirksam. Für den Einzelabschluss der Ed. Züblin AG prognostizieren wir für das Jahr 2016 beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Berichtsjahr. Ausgehend von einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses erwarten wir einen deutlich höheren Ergebnisbeitrag aus unseren Beteiligungen, nicht zuletzt auch durch den außerordentlichen Ertrag aus der Veräußerung unserer Gesellschaftsanteile an der PARK SERVICE HÜFNER GmbH + Co. KG. Für die liquiden Mittel der Ed. Züblin AG und des Züblin-Konzerns erwarten wir zum Ende des laufenden Geschäftsjahres eine deutlich über dem Vorjahreswert (Konzern 802 Mio. €, AG 665 Mio. €) liegende Liquidität. Zur Abdeckung evtl. eintretender Risiken und um die Option der Selbstfinanzierung aufrechtzuerhalten, ist es weiterhin unser Ziel, die Eigenkapitalquote zu erhöhen. Chancen- und RisikoberichtDie Ed. Züblin AG ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese werden systematisch erhoben, beurteilt und gemäß einer adäquaten Risikomanagementpolitik bewältigt. Diese Politik ist ein integrierter Bestandteil unseres Managementsystems und beschreibt festgelegte Prinzipien und Zuständigkeiten für das Risikomanagement sowie den Umgang mit den wesentlichen Risikokategorien. Die Organisation und Verantwortung für das Risikomanagement ist in unserem Konzern eindeutig festgelegt. Die Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken und Chancen ist Kernaufgabe des Managements und wird von der jeweils zuständigen Managementebene verantwortet. In die Risikosteuerungs- und Risikoüberwachungsprozesse eingebunden sind unser integriertes Qualitätsmanagementsystem sowie unterstützende Zentralbereiche und Konzernstabsbereiche mit der internen Revision als neutraler und unabhängiger Prüfinstanz. Zur Steuerung des Konzerns steht dem Management der Ed. Züblin AG weiterhin ein Management-Informations-System (MIS) zur Verfügung. Dieses informiert im Wesentlichen über die Entwicklung des operativen Ergebnisses und der Leistung der einzelnen Unternehmensbereiche, den aktuellen Auftragsbestand sowie den Auftragseingang. Projektchancen und -risiken Für eine konsequente und nachhaltige Reduzierung der Flopprojekte ist die Effizienz unseres projektbezogenen Risikomanagements nachhaltig zu steigern. Dafür wurde die Verantwortung für die Umsetzung des projektbezogenen Risikomanagementsystems in den Unternehmensbereichen den kaufmännischen Vorständen übertragen. Als wesentliche Grundlage für ein wirksames projektbezogenes Risikomanagement sind konzernweit gültige Mindeststandards für die Beschaffung und Ausführung von Bauprojekten (Common Project Standards) eingeführt worden. Zudem wird das projektbezogene Risikomanagementsystem durch eine systemtechnisch durchgehende Identifizierung, Bewertung und Verfolgung von Chancen und Risiken verbessert. Nach der Auswahl der zu bearbeitenden Projekte nach Kriterien wie vorhandene Kapazitäten und Know-how erfolgt eine zentrale Überprüfung der Auswahl anhand von Akquisitionslisten. Für die ausgewählten Projekte erfolgt im Anschluss an die Angebotsbearbeitung eine Preiskommission. Ab einer Auftragssumme von 10 Mio. € bewerten die zuständigen Vorstandsmitglieder die potenziellen Chancen und Risiken der Projekte, wie z. B. Kalkulationstiefe und -plausibilität, Vertragsbedingungen und Einzelrisiken, wie beispielsweise Preis- und Liefersicherheit der Nachunternehmen oder die Bonität der Auftraggeberinnen und Auftraggeber. Bereichs- sowie Direktionsleiter bzw. -leiterinnen melden dem Vorstand zustimmungspflichtige Akquisitionsvorgänge, der diese gemäß der internen Geschäftsordnung prüft und genehmigt. Die Steuerung der Ausführungsphase wird maßgeblich durch das Baustellenteam übernommen. Die Verantwortlichkeiten auf der Baustelle sind klar geregelt. Neueste Erkenntnisse werden regelmäßig in die Arbeitskalkulation eingepflegt und daraus abgeleitet im Projektbericht zusammengefasst. Dieser zeigt den Bereichs- und Direktionsleitungen neben der Vorschau auf das Bauende auch die Chancen und Risiken, die noch nicht in der Arbeitskalkulation enthalten sind. Dabei werden bei Chancen, wie beispielsweise erkannten, aber noch nicht genehmigten Nachträgen, nach traditionell konservativer, kaufmännischer Vorsicht nur die Kosten in der Arbeitskalkulation berücksichtigt. Chancen aus Nachträgen werden nur im Projektbericht gezeigt. In der Projektausführungsphase soll der erforderliche interne Wissenstransfer über eine strukturierte digitale Erfassung der wesentlichen positiven und negativen Ergebnisursachen inklusive damit verbundener Erkenntnisse (Lessons Learned) erfolgen, um daraus Kennzahlen und Frühwarnsysteme zur Flopvermeidung abzuleiten. Als weiteres Steuerungsinstrument bildet der Projektmonitor den Stand und die Entwicklung der Projekte durch Grafiken und Ampelfunktionen ab, sodass Chancen und Risiken auf einen Blick erkannt werden können. Darüber hinaus wird der Bauablauf durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche überwacht, um ein rechtzeitiges Gegensteuern bei Abweichungen zu ermöglichen. Parallel erfolgt eine permanente Begleitung durch das zentrale kaufmännische und technische Controlling sowie bei Bedarf die Unterstützung durch die ZT. Gegebenenfalls kann der Vorstand die interne Revision mit einbinden. In verschiedenen Datenbanken werden darüber hinaus Informationen zur Projekt -abwicklung, Beschaffung und zu sonstigen Erfahrungen mit Auftraggeberinnen und Auftraggebern, Nach- und Lieferunternehmen vorgehalten, die allen Direktionen für ihr tägliches Handeln zur Verfügung stehen. Des Weiteren sind Informationen aus dem systematischen Mängelmanagement und -berichtswesen abrufbar. Branchenchancen und -risiken Unternehmen der Bauwirtschaft arbeiten unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Die langfristige Fertigung von Unikaten unterliegt spezifischen Risiken. Die Planung der Bauvorhaben erfährt durch äußere Einflüsse und durch Nachjustierungen der Auftraggeberinnen und Auftraggeber regelmäßig Änderungen, die zu Störungen in der Produktion, entsprechenden Mehrkosten und zeitlichen Verzögerungen führen können. Die hieraus folgenden Nachträge müssen vertraglich durchgesetzt werden. Hinzu kommen technische Risiken, die sich auch bei bester Analyse und Risikobewertung nicht immer vollständig vorhersehen lassen. Durch die langen Fristen der Fertigung fehlt es an Fristenkongruenz zwischen unseren Verträgen mit Auftraggeberinnen bzw. Auftraggebern und Nachunternehmen. Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite können so nicht immer aufgefangen werden. Ziel ist es daher, mit Nachunternehmen frühzeitig verbindliche Verträge abzuschließen, diese aber auch in unsere Optimierungsprozesse einzubeziehen. Wir streben hier partnerschaftliches Arbeiten an. Mit unserem teamconcept haben wir Ansätze gefunden, die ein partnerschaftliches Arbeiten mit der Kundenseite erlauben. Durch das Einbringen unseres Ausführungs-Know-hows bereits in einer frühen Phase des Projekts entsteht eine Win-win-Situation, bei der die Auftraggeberseite von unserem Optimierungspotenzial profitiert und wir im Gegenzug eine deutliche Verbesserung der Produktionsabläufe erzielen. Rechtliche Chancen und Risiken Anfang März 2009 ereignete sich im Bereich der U-Bahn-Baustelle Nord-Süd Stadtbahn Köln, Los Süd, ein Schadensfall. Dieser führte dazu, dass das Gebäude des Historischen Stadtarchivs der Stadt Köln sowie wesentliche Teile zweier angrenzender Gebäude einstürzten und teilweise in einen sich öffnenden Erdtrichter neben dem Nord-Süd-Stadtbahn-Bauwerk Gleiswechsel Waidmarkt rutschten. Dabei wurden zwei Personen verschüttet und konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Die Arbeiten an der U-Bahn-Baustelle werden in einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) ausgeführt, die aus der Bilfinger SE (vormals Bilfinger Berger AG), der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG und unserer Gesellschaft besteht. Die technische Geschäftsführung der Arge liegt bei der Bilfinger SE, kaufmännische Geschäftsführerin ist die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Unsere Gesellschaft ist mit 33,3 % an der Arge beteiligt. Die Schadensursache ist nach wie vor nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelte mit drei eigenen Sachverständigen - zunächst gegen unbekannt - wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung. Beim Landgericht Köln werden zwei selbstständige Beweisverfahren geführt, eines zur Ermittlung der Schadensursache, eines zur Ermittlung des Schadens an den Gebäuden und Archivalien. Allein zur Unterbrechung der laufenden Verjährungsfrist hat die Staatsanwaltschaft im Dezember 2013 ein Ermittlungsverfahren gegen rd. 100 Personen aus dem engeren und weiteren Projektumfeld eingeleitet. Diese rein vorsorgliche Maßnahme beinhaltet jedoch keine Aussage über die Schadensursache. Insoweit bleibt nach wie vor das abschließende Ergebnis der Untersuchungen der Einsturzstelle und des in Auftrag gegebenen Sachverständigengutachtens abzuwarten. Für die Untersuchungen wird derzeit weiterhin das Besichtigungsbauwerk errichtet, mit dessen Fertigstellung bzw. Nutzung ursprünglich bis Mitte 2014 gerechnet wurde. Nach derzeitigem Stand kann allerdings von einer vollständigen Fertigstellung bzw. Nutzung nicht vor Mitte 2017 ausgegangen werden. Mit dem Besichtigungsbauwerk soll geklärt werden, ob die von der Arge erstellte Schlitzwand einen schadensrelevanten Mangel aufweist. Unverändert gehen wir davon aus, dass der Gesellschaft aus diesem Bauvorhaben kein signifikanter Schaden entsteht. Chancen ergeben sich insbesondere bei einigen laufenden Aktivprozessen sowie Schiedsgerichtsverfahren, hauptsächlich im Ausland, die bislang nicht bewertet sind. Finanzchancen und -risiken Das kaufmännische Regelwerk des Konzerns, aus dem sich auch das konzerninterne Berichtswesen und der periodische Planungsprozess ableiten, beinhaltet auch die Zuständigkeiten für finanzwirtschaftliche Risiken, die schwerpunktmäßig von den zentralen Fachbereichen Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling überwacht werden. Alle zentralen Einheiten des Konzerns, insbesondere die interne Revisionsabteilung, haben darüber hinaus den Auftrag, sämtliche kaufmännischen Vorgänge des Konzerns fortlaufend auf eventuelle Manipulationsvorgänge (Vorteilnahme, Betrug, Täuschung und sonstige Gesetzesverstöße) zu überprüfen. Unter finanzwirtschaftlichen Risiken subsumieren wir neben dem Forderungsausfallrisiko insbesondere die Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Währungs- und Preisrisiken. Die liquiden Mittel des Züblin-Konzerns werden durch das für die Finanzen verantwortliche Vorstandsmitglied der Ed. Züblin AG in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Finanzen verwaltet. Dabei wird die Liquidität unter Risikogesichtspunkten überwiegend bei Banken mit einem erstklassigen externen Rating angelegt bei gleichzeitiger Vermeidung von Negativzinsen. Mit der STRABAG SE wurde im Geschäftsjahr 2015 erneut ein Upstream-Darlehen vereinbart, das allerdings nicht in Anspruch genommen wurde. Unverändert ist aufgrund der ganzjährig hohen und fortlaufend verbesserten Liquiditätsausstattung des Konzerns eine ausreichende Liquiditätsversorgung sichergestellt. Die Avalversorgung der Züblin-Gruppe ist größtenteils durch einen im Jahr 2014 vorzeitig verlängerten syndizierten Avalkredit mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren bis Mitte 2019 gesichert. Dieser von der STRABAG SE garantierte syndizierte Avalkredit mit einem Gesamtkreditlinienvolumen von 2 Mrd. € steht auch anderen Konzerngesellschaften der STRABAG SE-Gruppe zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen unverändert diverse bilaterale Avalkreditverträge in nennenswerter Größenordnung mit Banken und Kreditversicherern. Der Züblin-Konzern erbringt insbesondere über die Züblin International GmbH und die Züblin Spezialtiefbau GmbH sowie die jeweiligen Tochtergesellschaften einen nennenswerten Anteil der Gesamtbauleistung außerhalb des EU-Währungsraums. Dabei entsteht allenfalls ein geringes Transaktionsrisiko, weil Umsatzerlöse und zugehörige Kosten in der jeweils gleichen Währung abgewickelt werden. Bei Bedarf werden bei Auseinanderfallen der Erlös- und Kostenseite Sicherungsgeschäfte unter Beachtung der relevanten Konzernrichtlinien getätigt. Grundsätzlich werden derivative Instrumente ausschließlich mit konkretem Bezug zum Grundgeschäft abgeschlossen, um Preis-, Zins- oder Währungsrisiken kalkulierbar zu gestalten bzw. konkret und projektbezogen abzusichern. Die Einbringlichkeit von Bauforderungen wird in den für die Bautätigkeit verantwortlichen operativen Einheiten permanent unter Länderrisikoaspekten (bei Aufträgen außerhalb des EU-Währungsraums) und auf das konkrete Ausfallrisiko der jeweiligen Auftraggeberschaft überprüft. Bei privaten Auftraggeberschaften erfolgt die Absicherung des Forderungsbestands ggf. über Zahlungssicherungsinstrumente, wie z. B. Zahlungsavale. Bei Hochbauaufträgen wird alternativ das Forderungsausfallrisiko z. T. über Vorauszahlungen der Auftraggeberinnen und Auftraggeber reduziert. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Chancen und Risiken am Beschaffungsmarkt Den steigenden Anforderungen hinsichtlich Zeit, Kosten, Qualität, Ausführungssicherheit und Bonität von Nachunternehmen und Lieferfirmen sowie den neuen Herausforderungen durch Digitalisierung und den sich hieraus abgeleiteten Veränderungen im Einkauf begegnen wir zum einen mit der stetigen Verbesserung unseres Beschaffungs-, Informations- und Managementsystems und zum anderen durch digitale Vernetzung unserer Einkaufsprozesse mit denen unserer Nachunternehmen, Lieferantinnen und Lieferanten. Der Einkauf fungiert hierbei als Schnittstelle zwischen Baustelle und Nachunternehmen bzw. Lieferfirmen. Die Integration der Prozesse unserer Nach- und Lieferunternehmen in unsere Prozesse auf Baustelle und Einkauf wird durch die direkte und digitale Vernetzung mit den Herstellerinnen und Herstellern erreicht. Durch Standardisierung und Automatisierung von Einkaufswerkzeugen werden die Prozesse zudem weiter verschlankt und effizienter gestaltet. Mit dem nunmehr etablierten Schulungsprogramm, das fortwährend an die sich ändernden Anforderungen angepasst wird, werden unsere Einkäuferinnen und Einkäufer in praxisbezogenen Fallbeispielen auf diese neuen Herausforderungen länder- und spartenübergreifend vorbereitet. Nennenswerte Versorgungsrisiken bestehen aus unserer Sicht derzeit nicht. Lediglich die höhere Vergabetätigkeit durch akquirierte bzw. anstehende Großprojekte in den Jahren 2015 und 2016 kann in einzelnen Gewerken auf besser ausgelastete Kapazitäten im Nachunternehmerbereich treffen; durch die funktionierende Verknüpfung von dezentralem und zentralem Einkaufswissen zu einem Gesamtnetzwerk werden diese Risiken erfolgreich vermindert bzw. abgewehrt. Die für den Baumarkt relevanten Rohstoffpreise haben sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert. Durch Festpreisvereinbarungen mit unseren Sub- bzw. Lieferfirmen, auch in rohstoffabhängigen Gewerken wie z. B. Betonstahl, können Preisschwankungen projektbezogen ausgeschlossen werden. Chancen und Risiken im Bereich Arbeitssicherheit/Qualitätsmanagement Züblin verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem, das unter Einbeziehung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz sowie dem EM B-Wertemanagement Bau (Compliance) gemäß DIN EN ISO 9001:2008, BS 18001, SCC: 2011 und DIN EN ISO 14001 formuliert und flächendeckend zertifiziert ist. Das Energiemanagement gemäß DIN ISO 50001 ist 2015 in einzelnen Bereichen eingeführt worden. Das Gesamtsystem ist prozessorientiert, umfasst alle Vorgänge des Unternehmens und regelt alle Abläufe. Es entstand bereits 1993 und wird kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt. Den Anforderungen der neuen Normfassungen DIN EN ISO 9001:2015 (Stakeholder-Ansatz, Prozess-Ansatz, Risikomanagement, dokumentierte Information und Leadership) und DIN EN ISO 14001:2015 entsprechen wir jetzt schon größtenteils. 2016 werden die Neuerungen bei der Ed. Züblin AG implementiert. Die Funktionalität des Qualitätsmanagementsystems wird im Unternehmen durch den TÜV Rheinland jährlich überprüft. Dies gilt insbesondere für die Konformität der Arbeitsabläufe mit den Normforderungen und den Beschreibungen der Managementsystemdokumentation. Ebenso wurden die Besonderheiten der unternehmerischen Tätigkeiten, die zutreffenden Forderungen von Gesetzen und behördlichen Vorschriften sowie andere übergeordnete Dokumente berücksichtigt. Alle Hierarchie-Ebenen des Konzerns wurden hierbei befragt und auditiert. Personalchancen und -risiken Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten den wesentlichen Beitrag zu unserem Erfolg, für die Entwicklung und das Wachstum des Unternehmens und stellen somit unseren größten Wettbewerbsvorteil dar. Dieser Chance stehen Engpassrisiken durch Fluktuation, Fachkräftemangel und zunehmende Überalterung der Belegschaft sowie Anpassungsrisiken durch fehlende Qualifikationen entgegen. Unser Personalcontrollingsystem unterstützt uns erfolgreich bei der Identifizierung dieser personalinduzierten Risiken und ermöglicht uns die frühzeitige Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Zur Unterstützung unseres internen Personalcontrollingsystems wurde das im Jahr 2014 eingeführte Mitarbeitertool My Profile weiterentwickelt. My Profile ermöglicht unserer Belegschaft, zusätzlich zu ihren persönlichen Daten auch den internen und externen Werdegang, die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die weiteren Qualifikationen und Kenntnisse zu erfassen. Diese Datenerfassung ist die Basis für eine vorausschauende und wertschätzende Prognose der individuellen Entwicklungschancen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der jeweilige Weiterbildungsbedarf lässt sich so erkennen und im Rahmen von Mitarbeitergesprächen erörtern. 2015 wurde das Datenbanksystem um eine zentrale Datenpflegeoption erweitert, mit der entsprechend autorisierte und geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die jeweilige Organisationseinheit externe Weiterbildungen und besondere Kenntnisse erfassen können. Das erweiterte System stellt die Vollständigkeit der individuellen Werdegänge sicher und ermöglicht unternehmensweit eine stringentere Bildungsdokumentation und -planung im Sinne eines zielgerichteten Aufbaus und Erhalts unserer Personalressourcen. Die Qualifikation, Motivation, Erfahrung und langfristige Bindung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen sind für Züblin wichtige Erfolgsfaktoren. Mit einem zielgruppenorientierten Angebot an Fort- und Weiterbildungen für alle Entwicklungsstufen - von der dualen Ausbildung über das Traineeprogramm bis hin zu fortgeschrittenen Fach- und Führungsschulungen für Berufserfahrene - sichern wir die Ergebnisqualität und verringern das Fluktuationsrisiko. Auch die vorhandenen Möglichkeiten einer Projekt- oder Expertkarriere im Rahmen des Potenzialmanagements, die alternativ zur klassischen Linienkarriere interessante Perspektiven für Spezialistinnen und Spezialisten bietet, stärken die Bindung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen. Gleichzeitig beugen wir dem vielfach prognostizierten Fachkräftemangel und den damit verbundenen personalinduzierten Risiken vor, indem wir Nachwuchstalenten zahlreiche Möglichkeiten bieten, eine duale Ausbildung oder ein duales Studium bei uns zu absolvieren bzw. bereits während ihres Studiums mit uns in Kontakt zu kommen (Praktika, Abschlussarbeiten, Tätigkeiten als studentische Hilfskräfte) und so den bestmöglichen Berufseinstieg vorzubereiten. So wurden 2015 insgesamt 26 Stipendien für besonders begabte und förderungswürdige Studierende an ausgewählten Zielhochschulen vergeben. Zudem informieren wir an weiterführenden Schulen im Rahmen der Berufswahl über die interessanten Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten bei Züblin und bereiten so das Feld für die Nachwuchssicherung. Insgesamt konnten wir die Arbeitgebermarke durch eine Employer-Branding-Offensive stärken. Krankheitsbedingten Ausfallrisiken begegnen wir durch zahlreiche Maßnahmen der Arbeitssicherheit und eine Vielzahl gesundheitsfördernder Maßnahmen, die im Zuge der Intensivierung eines konzernweiten betrieblichen Gesundheitsmanagements noch an Bedeutung und Umfang gewinnen werden. Aus derzeitiger Sicht sind keine Personalrisiken gegeben, die den Züblin-Konzern in seinem Bestand gefährden könnten. IT-Chancen und -Risiken Aufgrund zunehmender Bedrohungen durch IT-Risiken werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Hierzu zählen mehrstufige Sicherheits- und Antivirenkonzepte, Vergaben von Zugriffsrechten, Zugangskontrollsysteme mit Passwort-Policy, zweckmäßige Datensicherungen und eine unabhängige Energieversorgung. Darüber hinaus arbeitet der Konzern zur effizienten Abwehr von Cyberkriminalität mit professionellen Spezialdienstleistungsunternehmen zusammen und überprüft die Sicherheitskonzepte kontinuierlich. Die Vorgabe von Richtlinien zur Nutzung der Informationstechnologie sowie die wiederholte Aufklärung über den erforderlichen risikobewussten Umgang mit Informations- und Kommunikationsmedien sollen die Sicherheit, Verfügbarkeit, Performance und Compliance von IT-Systemen gewährleisten. Projektideen zur Verbesserung und Weiterentwicklung IT-bezogener Prozesse und Kontrollsysteme werden durch nominierte IT-Gremien über ein strukturiertes Geschäftsprozessmanagement (GPM) evaluiert, aufbereitet und vom GPM- Lenkungsausschuss zur Umsetzung freigegeben. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage des Konzerns Zusammenfassend resultieren die größten Risiken aus den Bauaufträgen des Konzerns. Das Risikomanagementsystem der Ed. Züblin AG gewährleistet, dass sich unternehmerische Chancen und Risiken frühzeitig erkennen lassen und der Konzern in der Lage ist, Chancen gezielt wahrzunehmen und Risiken aktiv und wirksam zu begegnen. Unsere Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft Bestandsgefährdende Risiken derzeit nicht erkennbar sind. Sonstige gesetzliche AngabenBericht gemäß § 312 Aktiengesetz Über die Beziehungen der Ed. Züblin AG zu verbundenen Unternehmen im Jahr 2015 wurde der nach § 312 AktG vorgeschriebene Bericht erstattet. Der Bericht 2015 schließt mit der Erklärung, dass bei allen diesbezüglichen Rechtsgeschäften mit der Ed. Züblin AG Leistung und Gegenleistung nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt des Abschlusses der Rechtsgeschäfte bekannt waren, in einem ausgewogenen Verhältnis standen. Weiterhin wird erklärt, dass das Unternehmen durch Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, nach den Umständen, die zum Zeitpunkt der Entscheidung der Maßnahme bekannt waren, nicht benachteiligt wurde. Der Bericht lag zusammen mit dem Jahresabschluss 2015 und dem Konzernlagebericht 2015 den Abschlussprüfern vor und wurde von diesen testiert. Erklärung zur Unternehmensführung Der Vorstand hat im Zuge seiner Lageberichterstattung eine Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 4 HGB abgegeben: Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil Am 1.5.2015 ist das "Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" in Kraft getreten, das insoweit neue Pflichten für den Aufsichtsrat und den Vorstand der Ed. Züblin AG begründet hat. Nach Maßgabe des Gesetzes haben Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft die nachstehenden Zielsetzungen beschlossen: Zielgröße für den Aufsichtsrat Die Mandate sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats der Ed. Züblin AG reichen über den maximal wählbaren Stichtag 30.6.2017 hinaus. Ohne freiwillige Mandatsniederlegungen sind Veränderungen in der Quote nicht erzielbar. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der Ed. Züblin AG beschlossen, dass im Aufsichtsrat zum Stichtag 30.6.2017 der aktuelle Status einer Frauenquote von 16,7 % aufrechterhalten bleiben soll. Zielgröße für den Vorstand Ähnlich wie im Aufsichtsrat reichen alle laufenden Mandate der Vorstandsmitglieder der Ed. Züblin AG über den Stichtag 30.6.2017 hinaus. Daher hat der Aufsichtsrat der Ed. Züblin AG beschlossen, dass nach seinen Planungen und auf Basis der geltenden Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder dem Vorstand bis zum 30.6.2017 keine Frau angehören können wird. Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Ed. Züblin AG eine Frauenquote in Höhe von 5 % festgelegt und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Frauenquote von 10 %. Der Vorstand hat in Bezug auf beide Zielgrößen eine Fristsetzung bis zum 30.6.2017 beschlossen. Beide Quoten streben eine Erhöhung des aktuellen Frauenanteils an, der in den entsprechenden Führungsebenen bei Beschlussfassung bei 3,57 % (erste Führungsebene) bzw. 3,48 % (zweite Führungsebene) lag. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Geschäftsbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Ed. Züblin AG und des Züblin-Konzerns sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Die Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir nach gründlicher Prüfung auf Basis uns zum Zeitpunkt der Drucklegung des Geschäftsberichts zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Da sie jedoch auch von Faktoren abhängen, die nicht unserem Einfluss unterliegen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Prognosen abweichen. Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 31. Dezember 2015ALLGEMEINE ANGABENDie Ed. Züblin AG, Stuttgart, (im Nachfolgenden auch Gesellschaft) ist das Mutterunternehmen des gleichnamigen Konzerns und tritt im In- und Ausland als Anbieterin von Bauleistungen am Markt auf. Zu den Hauptgeschäftsfeldern gehören der Schlüsselfertigbau sowie der Ingenieurbau. Der Jahresabschluss der Ed. Züblin AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Unterpositionen sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Für den Konzern wird ein befreiender Konzernabschluss gem. § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlich wird. Die STRABAG SE, Villach/Österreich, ist Mutterunternehmen gem. § 285 Nr. 14 HGB. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch, Landgericht Klagenfurt, Österreich, offengelegt. Die STRABAG SE, Villach/Österreich, stellt als oberstes Mutterunternehmen für die Ed. Züblin AG den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Darüber hinaus wird die Ed. Züblin AG in den Konzernabschluss ihrer unmittelbaren Mehrheitsgesellschafterin llbau Liegenschaftsverwaltung GmbH, Hoppegarten, einbezogen, die einen Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Grundsätzen für den kleinsten Kreis von Tochterunternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss soll beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers durch Einreichung offen gelegt werden. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Der ausgewiesene Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der Hochbauorganisation (Niederlassungsnetz, Personal, Key Accounts) der STRABAG AG. Aufgrund der wirtschaftlichen Stabilität der Branche und der auf Langfristigkeit ausgelegten Organisation wurde dem Firmenwert eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugeordnet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Soweit das wirtschaftliche Eigentum der Ed. Züblin AG zuzurechnen ist, wurden Leasinggegenstände aktiviert. Die planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear. Die planmäßige Abschreibung auf die Zugänge des abnutzbaren Sachanlagevermögens im Berichtsjahr erfolgte linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Abweichend davon wurde bei in zurückliegenden Geschäftsjahren erworbenen Sachanlagen auch von der degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Von der degressiven Abschreibung wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Nutzungsdauer bei Maschinen und technischen Anlagen wird nach der Baugeräteliste des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie angesetzt. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze werden folgende Nutzungsdauern angenommen:
Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 € und 1.000 € werden Jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten. Die nicht Fertiggestellten Bauarbeiten werden zu Herstellungskosten bewertet, die Löhne, Baustoffe, Fremdleistungen, Geräteabschreibungen und Baustellengemeinkosten umfassen. Sind die Herstellungskosten höher als die zu Vertragspreisen errechnete Leistung, so wird zu Vertragspreisen bewertet. Erkennbare Risiken im weiteren Ablauf bis zur Fertigstellung werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die von der Auftraggeberschaft erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB von den nicht Fertiggestellten Bauarbeiten offen abgesetzt. Darüber hinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der zum Verkauf bestimmten Grundstücke mit fertigen Bauten erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Werten. Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen des Vorratsvermögens sind zum Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das Aligemeine Kreditrisiko erfolgt ein pauschaler Abschlag. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert oder zum niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der Ed. Züblin AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. bei Personengesellschaften bestehen, an denen die Ed. Züblin AG als Gesellschafterin beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Ed. Züblin AG von aktuell 29,83 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Abweichend hiervon werden latente Steuern aus zeitlichen Bilanzpostenunterschieden bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet und derzeit 15,83 % beträgt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung muss in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich eine nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") bewertet. Das Anwartschaftsbarwertverfahren erfasst die Verpflichtung zum Bilanzstichtag nach der wahrscheinlichen Inanspruchnahme unter Berücksichtigung zukünftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung wird der von der Bundesbank für den Monat November 2015 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Gegenüber dem Züblin Versorgungswerk e.V., Stuttgart, bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 13.663 T €, bei denen von dem Passivierungswahlrecht Gebrauch gemacht wurde. Die Bewertung dieser Pensionsrückstellungen im Züblin Versorgungswerk e.V., Stuttgart, erfolgt unter Beachtung versicherungsmathematischer Grundsätze nach der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat November 2015 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 3,94 %. Der Berechnung im Rahmen der "Projected-Unit-Credit-Method" liegen folgende Trendannahmen zugrunde: Gehaltstrend 0 %, Rententrend 1,7 %, Fluktuation 1,5 %. Dem Züblin Versorgungswerk e.V., Stuttgart, wurden in Vorjahren liquide Mittel zur teilweisen Abdeckung der Verpflichtung zugeführt. Es verbleiben Fehlbeträge gem. Art. 28 Abs. 2 EGHGB aus Versorgungszusagen in Höhe von 10,8 Mio. € (Vorjahr 9,7 Mio. €). Die übrigen Rückstellungen tragen entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Bei der Bewertung mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitabhängigen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, nach der Nettomethode abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Aufstellung des Abschlusses muss die Gesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die Ansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angaben von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Stichtag des Abschlusses sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen. WÄHRUNGSUMRECHNUNGENKonzernwährung ist der Euro. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung zum Anschaffungskurs und zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei ausländischen Betriebsstätten werden die Aufwendungen und Erträge in fremder Währung zum Mittelkurs am Stichtag umgerechnet. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Berichtsjahr sind in einer gesonderten Anlage dargestellt. Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Einstellungen in die Kapitalrücklage der 100 %igen Tochtergesellschaften Merk Timber GmbH, Aichach, und Züblin AS, Oslo/Norwegen, die aufgrund schiechter Geschäftsaussichten wieder abgeschrieben werden mussten (Abschreibungen auf Finanzanlagen). Auf den Beteiligungsansatz der Züblin Holding GesmbH, Wien/Österreich wurde eine Zuschreibung von rund 2,3 Mio. € vorgenommen, da die Gründe für die Wertminderung entfallen sind. Der Zugang bei den Beteiligungen betrifft den Erwerb der SeniVita Social Estate AG, Bayreuth. (2) Nicht Fertiggestellte Bauarbeiten Die nicht Fertiggestellten Bauarbeiten betreffen die zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren Vertragspreisen bewerteten Fertigungsaufträge. Die Abschlagszahlungen der Auftraggeberschaft sind offen von den Vorräten abgesetzt worden. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Arbeitsgemeinschaften stammen aus Gesellschaftereinschüssen, Rückzahlungen und dem laufenden Verrechnungsverkehr mit Arbeitsgemeinschaften. Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften werden erst nach Fertigstellung, Verluste bereits zum jeweiligen Bilanzstichtag übernommen. Künftige Risiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungs- sowie aus dem Konzernfinanzverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten im Wesentlichen Gewinnübernahmen von Beteiligungsgesellschaften. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind als größere Posten Forderungen aus Personalabrechnungen, Rückkaufswerte von Versicherungen sowie Ansprüche auf Steuererstattungen ausgewiesen. (4) Wertpapiere Unter der Position sonstige Wertpapiere werden Rentenfondsanteile ausgewiesen. (5) Flüssige Mittel Hierunter werden neben Guthaben bei Kreditinstituten, die überwiegend als Fest- oder Tagesgelder angelegt sind, auch Kassenbestände und Schecks ausgewiesen. (6) Entwicklung des Eigenkapitals Die STRABAG SE, Villach/Österreich, hält seit dem 23.11.2005 die Mehrheit an der Ed. Züblin AG. Sie ist über die II bau Liegenschaftsverwaltung GmbH an der Ed. Züblin AG beteiligt. Das Grundkapital der Ed. Züblin AG beträgt 20.451.675,25 € und ist eingeteilt in 8.000.000 nennwertlose Stückaktien. Die Hauptversammlung der Ed. Züblin AG vom 02. Juli 2015 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von 19.497.369,61 € eine Dividende in Höhe von 0,205 € je gewinnberechtigter Stückaktie (= 1.640.000,00 €) auszuschütten, einen Betrag in Höhe von 17.857.000,00 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 369,61 € auf neue Rechnung vorzutragen. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 12.032.381,00 € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (7) Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Pensionszahlungen an ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck, dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat November 2015 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 3,94 %, einem Gehaltstrend von 0 %, einem Rententrend von 1,7 % und einer Fluktuation von 1,5 %. Die sonstigen Rückstellungen bestehen insbesondere für baubezogene Rückstellungen (i. W. Gewährleistungs- und Garantieverpflichtungen, Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge), personalbezogene Rückstellungen (i. W. Jubiläumsverpflichtungen, Abfindungen, ausstehender Urlaub der Belegschaft, Kosten der Altersteilzeit und erfolgsabhängige Vergütungen) sowie für übrige Rückstellungen. (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beruhen im Wesentlichen auf zwei Darlehen für das Projekt "UKJ - Universitätsklinikum Jena" bei der SEB AG und der Commerzbank AG. Die Darlehen sind durch Garantie- und Patronatserklärungen der STRABAG SE besichert. Zum 31.12.2015 valutierten die Darlehen jeweils mit einem Betrag in Höhe von rd. 46,4 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus dem Konzernfinanzverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und andere Verbindlichkeiten außerhalb des Liefer- und Leistungsverkehrs. (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei der Ed. Züblin AG sind Bürgschaften im Wesentlichen für Vertragserfüllung, Gewährleistung und Vorauszahlungen gegeben und dienen der Unterstützung der allgemeinen Geschäftstätigkeit von Konzernunternehmen und Beteiligungen. Die Garantieerklärungen dienen im Wesentlichen der Sicherstellung vertraglicher Verpflichtungen oder der Leistungsfähigkeit von Tochterunternehmen. Weitere Garantieerklärungen ohne betragliche Bewertung wurden wie folgt gegeben: - Die Ed. Züblin AG verpflichtet sich, ihr ehemaliges Tochterunternehmen Züblin Baugesellschaft m.b.H., Wien (Österreich), jederzeit so auszustatten, dass diese ihre Verpflichtungen aus dem Bauprojekt "H3/4 Münster/Wiesing" ordnungsgemäß und fristgerecht erfüllen kann. Im Zusammenhang mit der letztgenannten Baumaßnahme bestätigt die Ed. Züblin AG, dass sie grundsätzlich allen ihren Beteiligungsunternehmen die volle Unterstützung mit Know-how, Personal, Anlagen und technischer Ausstattung gewährt. - Die Ed. Zübiin AG verpflichtet sich, dass die Züblin Stahlbau GmbH, Hosena, ihren vertraglichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit den nachfolgenden Bauvorhaben in Abu Dhabi nachkommt und eventuell durch Nichterfüllung entstehende Verluste ersetzt:
Darüber hinaus garantiert die Ed. Züblin AG die Erfüllung aller vertraglichen Verpflichtungen der Züblin Stahlbau GmbH aus den nachfolgenden Bau-/Projektverträgen:
-Als Mehrheitsgesellschafterin der N.V. STRABAG Belgium S.A., Antwerpen (Belgien), verpflichtet sich die Ed. Züblin AG, diese mit finanziellen Mitteln bis mindestens Mai 2016 zu versorgen, um sie jederzeit in die Lage zu versetzen, ihre Geschäfte in Belgien fortführen zu können. Des Weiteren verpflichtet sich die Ed. Züblin AG, im Auftragsfall die N.V. STRABAG Belgium S.A. weiterhin mit finanziellen Mitteln zu versorgen, dass diese die Bauvorhaben VIPA 4 Integratie Campus Andre Dumont Nieuwbouw, WZC Beversthuis und Zorgcampus Banneux, 75 Serviceflats Zorgbefrijf Antwerpen und WZ Zorvlied te Kinrooi vollständig ausführen kann. - Als alleinige Gesellschafterin der Züblin Nederland B.V., Viaardingen (Niederlande), verpflichtet sich die Ed. Züblin AG, im Auftragsfall für die vollständige und korrekte Ausführung der nachfolgenden Bauvorhaben Einzustehen:
- Als alleinige Gesellschafterin der Züblin AS, Oslo (Norwegen), verpflichtet sich die Ed. Züblin AG, diese mit finanziellen Mitteln bis mindestens März 2016 zu versorgen, um sie jederzeit in die Lage zu versetzen, ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Lieferanten sowie ihren ehemaligen Angestellten erfüllen zu können. - Als alleinige Gesellschafterin der Wolfer & Goebel Bau GmbH, Stuttgart, hat die Ed. Züblin AG von dem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Wolfer & Goebel Bau GmbH Kenntnis genommen und verpflichtet sich für die ordnungsgemäße Erfüllung des Mietvertrags. - Als alleinige Gesellschafterin der Züblin Sp.z.o.o, Pruszkow (Polen), verpflichtet sich die Ed. Züblin AG, diese mit finanziellen Mitteln für mindestens 1 Jahr ab Ausstellung der Haftung (= Februar 2013) zu versorgen, um sie jederzeit in die Lage zu versetzen, ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Lieferanten erfüllen zu können. - Als Mehrheitsgesellschafterin der Züblin Romania s.r.l., Bukarest (Rumänien), verpflichtet sich die Ed. Züblin AG, diese mit finanziellen Mitteln bis mindestens März 2016 zu versorgen, um sie jederzeit in die Lage zu versetzen, ihre Geschäfte fortführen zu können. - Im Rahmen des Projekts "Metro Copenhagen" hat sich die Ed. Züblin AG als Mehrheitsgesellschafterin der Züblin A/S, Trige (Dänemark), in drei separaten Erklärungen verpflichtet, im Falle der Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen durch die Züblin A/S erforderlichenfalls in den jeweiligen Vertrag einzusteigen und für die Erfüllung Sorge zu tragen. In einer weiteren Erklärung verpflichtet sich die Ed. Züblin AG darüber hinaus, noch bei einer Avalinanspruchnahme im Bedarfsfall die Bezahlung des Anteils der Züblin A/S sicherzustellen. Im Rahmen des Projekts "Bryghus turn-key office and residential construction" verpflichtet sich die Ed. Züblin AG für die ordnungsgemäße Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen. - Im Rahmen des Projekts "YAS Welcome Pavillion (Ferrari World)" haftet die Ed. Züblin AG zusammen mit ihrer Beteiligung Züblin Construction LLC, Abu Dhabi (VAE) gemeinsam für die korrekte Erfüllung aller vertraglichen Verpflichtungen. Zusammen mit Konzerngesellschaften der STRABAG SE hat die Ed. Züblin AG im Rahmen von internationalen Projekten -im Wesentlichen zum Nachweis der erforderlichen technischen Qualifikation - nachfolgende Erklärungen abgegeben, wobei für alle Projekte eine entsprechende Freistellungserklärung der STRABAG SE vorliegt. Für die STRABAG a.s., Prag (Tschechische Republik), wurde bei dem Projekt "Auswahl des Generallieferanten der Baustelle NCDT Valtice" eine Unterstützung in der Durchführung sowie im Bedarfsfall die Beibringung von Assets zugesichert. Für die STRABAG AG, Spittal an der Drau (Österreich), hat die Ed. Züblin AG im Rahmen des Projekts "EOS - Energie-Optimierung Schlammbehandlung in Wien" erklärt, alle erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Zum Bilanzstichtag wird der Eintritt dieser Verpflichtungen als nicht wahrscheinlich angesehen, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch den jeweiligen Hauptschuldner erfüllt werden können. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Bestellobligo, Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Miet- und Pachtverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für die Projekte "Europa-Allee" in Frankfurt, "Tanzende Türme" in Hamburg und "Leo 250" in München. Die diesbezüglichen Miet- und Pachtverträge enden frühestens zum 30. Juni 2024, 31. Oktober 2024 bzw. 31. Dezember 2025. Die im Rahmen des Projekts "UKJ - Universitätsklinikum Jena" abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte bestehen zum Bilanzstichtag unverändert. Gemäß Vertrag zahlt die Ed. Züblin AG hierbei zu den festgelegten Fälligkeitstagen für den jeweiligen Berechnungszeitraum einen Festzins von jeweils 0,55 % p.a. Im Gegenzug erhält die Ed. Züblin AG von der SEB AG bzw. der Commerzbank AG gemäß den vertraglichen Bedingungen jeweils den 1-Monats-EURIBOR, der wiederum in der - durch beide Banken zu gleichen Teilen zur Verfügung gestellten - Darlehensfinanzierung des Projekts den variablen Zinssatz (ohne Berücksichtigung der Kreditmarge) darstellt. Die Bewertung dieser OTC- Swapgeschäfte erfolgte durch die kontrahierenden Banken nach dem Mark-to-Market- Verfahren unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten. Der zum Bilanzstichtag beizulegende negative Barwert beider Verträge beträgt in Summe 254.319,50 €. Für beide Geschäfte wurde in der Handelsbilanz eine entsprechende Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(10) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Ed. Züblin AG enthalten die abgerechnete Bauleistung eigener Baustellen, Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften und Ergebnisübernahmen von Arbeitsgemeinschaften und Konzernverrechnungen. Die Gesamtleistung der Gewinn- und Verlustrechnung der Ed. Züblin AG beträgt 2.065 Mio. €. Die betriebliche Gesamtbauleistung, mit der wir außer der Bauleistung der Ed. Züblin AG auch die Leistungen der Arbeitsgemeinschaften mit dem jeweiligen Beteiligungsanteil erfassen, beträgt 2.025 Mio. €. Aus Gründen der besseren Übersicht erfolgen die Aufgliederungen nach erbrachten Leistungen (einschl. anteiliger Leistungen der Arbeitsgemeinschaften):
(11) Sonstige betriebliche Erträge Hierunter sind unter anderem Erträge aus Anlagenabgängen und aus Zuschreibungen des Finanzanlagevermögens, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen, Schadenserstattungen, Ausbuchungen von Verbindlichkeiten sowie sonstige realisierte Ansprüche, die nicht in den Umsatzerlösen auszuweisen sind, enthalten. Die wesentlichen Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 16.168 T€ (Vorjahr 14.846 T€), Schadenersatzansprüche in Höhe von 8.797 T € (Vorjahr 6.698 T €) sowie Erträge aus der Zuschreibung des Finanzanlagevermögens in Höhe von 2.313 T€ (Vorjahr 3.877 T€). (12) Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen insbesondere die Leistungen der Subunternehmer sowie Planungsleistungen, Gerätemieten und Fremdreparaturen. (13) Personalaufwand Der durchschnittliche Mitarbeiterstand setzt sich wie folgt zusammen:
(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Verwaltungs-, Vertriebs- und Grundstücksaufwendungen, Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten, Bürgscheinkosten und weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Aufwendungen, Die wesentlichen Aufwendungen betreffen Zuführungen zu den Rückstellungen aus Einzelgewährleistungen in Höhe von 7.629 T € (Vorjahr 19.263 T €), Haftungsprovisionen in Höhe von 8.956 T € (Vorjahr 10.806 T €), Aufwendungen für Mieten und Pachten in Höhe von 9.103 T € (Vorjahr 8.948 T €), Schadensfälle in Höhe von 7.952 T € (Vorjahr 2.985 T €), Versicherungsbeiträge in Höhe von 7.048 T € (Vorjahr 7.124 T €) sowie Rechtsberatungs- und Gerichtskosten in Höhe von 4.687 T € (Vorjahr 6.329 T €). (15) Ertragsteuern Die ausgewiesenen Ertragsteuern in Höhe von 3.940 T € (im Vorjahr 29.549 T €) ergeben sich im Wesentlichen aus laufenden Ertragsteuern und ausländischen Steuern. Die periodenfremden Steuererträge resultieren aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Steuerrückstellungen. Deshalb kommt es insgesamt zu einem Rückgang des Steueraufwands im Vergleich zum Vorjahr. WEITERE ANGABEN(16) Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands einschließlich der Vergütung für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betragen 2.346 T € (Vorjahr 2.576 T €). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.147 T€ (Vorjahr 1.119 T €). Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 13.262 T € (Vorjahr 13.909 T €). Dem Aufsichtsrat wurden 48 T € (Vorjahr 48 T €) vergütet. Die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars ist im Konzernabschluss der Ed. Züblin AG enthalten. (17) Angaben zur Aktionärsstruktur Folgende gemäß § 20 (6) AktG Veröffentlichungspflichtige Stimmrechtsmitteilung sind dem Vorstand der Ed. Züblin AG, Stuttgart, in den Geschäftsjahren 2007 bis 2009 und 2015 übermittelt worden. 1. Die STRABAG SE, Villach (Österreich), hat der Gesellschaft mit Schreiben vom 10. April 2007 als Rechtsnachfolgerin der FIMAG Finanz Industrie Management AG, Spittal/Drau (Österreich) ("FIMAG"), der HSKG Verwaltungs- und Beteiligungs- GmbH, Spittal/Drau (Österreich) ("HSKG"), und der KIHOG Kärntner Industrieholding Gesellschaft m.b.H., Spittal/Drau (Österreich) ("KIHOG"), gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 3 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien sowie eine Mehrheitsbeteiligung an der Ed. Züblin AG gehören. 2. Die UNIQA Erwerb von Beteiligungen Gesellschaft m.b.H., Wien (Österreich), die UNIQA Personenversicherung AG, Wien (Österreich), die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg. Gen. m.b.H., Wien (Österreich), und die Hasel steiner Familien-Privatstiftung, Spittal/Drau (Österreich), haben der Gesellschaft mit Schreiben vom 10. April 2007 gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG mitgeteilt, dass ihnen jeweils seit dem 17. November 2005 mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört. Sie haben der Gesellschaft ferner gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen seit diesem Zeitpunkt jeweils eine Mehrheitsbeteiligung an der Ed. Züblin AG gehört. Gemäß § 16 Abs. 4 AktG werden ihnen jeweils die von der STRABAG SE an der Ed. Züblin AG gehaltenen Aktien über ihre jeweilige Beteiligung an der STRABAG SE zugerechnet. 3. Die UNIQA Beteiligungs-Holding GmbH, Wien (Österreich), die UNIQA Versicherungen AG, Wien (Österreich), die UNIQA Sachversicherung AG, Wien (Österreich), und die "Octavia" Holding GmbH, Wien (Österreich), haben der Gesellschaft mit Schreiben vom 10. April 2007 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihnen jeweils seit dem 17. November 2005 mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört. Sie haben der Gesellschaft ferner gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen seit diesem Zeitpunkt jeweils eine Mehrheitsbeteiligung an der Ed. Züblin AG gehört. Ihnen werden jeweils die von der STRABAG SE an der Ed. Züblin AG gehaltenen Aktien gemäß § 16 Abs. 4 AktG über ihre jeweilige Beteiligung an der STRABAG SE zugerechnet. 4. Dr. Hans Peter Haselsteiner, Seeboden (Österreich), hat der Gesellschaft mit Schreiben vom 10. April 2007 gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihm seit dem 17. November 2005 mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört. Er hat der Gesellschaft ferner gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihm seit diesem Zeitpunkt eine Mehrheitsbeteiligung an der Ed. Züblin AG gehört. Ihm wurden die von der STRABAG SE an der Ed. Züblin AG gehaltenen Aktien gemäß § 16 Abs. 4 AktG über seine Beteiligung an der STRABAG SE zugerechnet. 5. Die Rasperia Trading Ltd., Limassol (Zypern), hat uns am 20. August 2007 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass der Rasperia Trading Ltd. seit dem 17. August 2007 kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG der von der STRABAG SE, Wien (Österreich), gehaltenen Aktien mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört. Ferner wurde uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass der Rasperia Trading Ltd. seit dem Vorbezeichneten Zeitpunkt damit zugleich mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (§ 16 Abs. 1 AktG) an der Ed. Züblin AG gehört. 6. Die Valtoura Holdings Ltd., Limassol (Zypern), hat uns am 20. August 2007 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass der Valtoura Holdings Ltd. seit dem 17. August 2007 kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG der von der STRABAG SE, Wien (Österreich), gehaltenen Aktien mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört. Diese Aktien werden der Valtoura Holdings Ltd. über ihre Tochtergesellschaft Rasperia Trading Ltd. gemäß § 16 Abs. 4 AktG zugerechnet. Ferner wurde uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass der Valtoura Holdings Ltd. seit dem Vorbezeichneten Zeitpunkt damit zugleich mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (§ 16 Abs. 1 AktG) an der Ed. Züblin AG gehört. 7. Oleg V. Deripaska, Russland, hat uns am 20. August 2007 gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihm seit dem 17. August 2007 kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG der von der STRABAG SE, Wien (Österreich), gehaltenen Aktien mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin Aktiengesellschaft gehört. Diese Aktien werden Oleg V. Deripaska über seine Tochtergesellschaft Valtoura Holdings Ltd. und deren Tochtergesellschaft Rasperia Trading Ltd. gemäß § 16 Abs. 4 AktG zugerechnet. Ferner wurde uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass Oleg V. Deripaska seit dem vorbezeichneten Zeitpunkt damit zugleich mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (§ 16 Abs. 1 AktG) an der Ed. Züblin Aktiengesellschaft gehört. 8. Die RAIFFEISEN Versicherung AG, Wien (Österreich), hat uns am 3. Juni 2008 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass der RAIFFEISEN Versicherung AG kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG der von der STRABAG SE, Österreich, gehaltenen Aktien mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört; damit gehört der RAIFFEISEN Versicherung AG zugleich mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (§ 16 Abs. 1 AktG) an der Ed. Züblin AG. 9. Claudia Lenz, Dresden, Ruth-Ilse Lenz, Stuttgart, Tankred Lenz, Dresden, sowie Eberhard Lenz, Stuttgart, haben uns mit Schreiben vom 25. Juni 2009 gemäß § 20 Abs. 1, § 16 Abs. 4 AktG jeweils höchst vorsorglich mitgeteilt, dass ihnen jeweils über Zurechnung der von der Lenz Vermögensverwaltungs- GbR gehaltenen Aktien mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört. Diese Meldungen erfolgten sämtlich höchst vorsorglich für den Fall, dass die betreffenden Personen bzw. die Lenz Vermögensverwaltungs- GbR als Unternehmen im Sinne des § 20 AktG gelten sollten. 10. Die "GULBIS" Beteiligungs- GmbH, Wien, Österreich, hat uns mit Schreiben vom 22.Juni 2015 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass sie seit 20. Juni 2015 mittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien der Ed. Züblin Aktiengesellschaft hält. Ferner hat sie mitgeteilt, dass sie seit diesem Zeitpunkt mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (§ 16 Abs. 1 AktG) an der Ed. Züblin AG hält. Gemäß § 16 Abs. 4 AktG werden der "GULBIS" Beteiligungs GmbH die von der STRABAG SE an der Ed. Züblin AG über ihre indirekte Beteiligung an der STRABAG SE gehaltenen Aktien zugerechnet. 11. Die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, hat uns mit Schreiben vom 6. Juli 2015 gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass die "Octavia" Holding GmbH, Wien, Österreich, infolge Umwandlung auf die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung mit dem 4. Juli 2015 erloschen ist. Ferner teilte RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung als Gesamtrechtsnachfolger der "Octavia" Holding GmbH mit, dass die der "Octavia" Holding GmbH bisher über die indirekte Beteiligung an der STRABAG SE zuzurechnende Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien der Ed. Züblin AG ab dem Tag der Löschung der "Octavia" Holding GmbH, dem 4. Juli 2015, nicht mehr besteht und dass damit auch ab dem Vorbezeichneten Zeitpunkt eine mittelbare Mehrheitsbeteiligung (§ 16 Abs. 1 AktG) der "Octavia" Holding GmbH an der Ed. Züblin AG nicht mehr gegeben ist. Gemäß § 16 Abs. 4 AktG wurden die von der STRABAG SE an der Ed. Züblin AG gehaltenen Aktien über deren Beteiligung an der STRABAG SE bis zum vorgenannten Stichtag der "Octavia" Holding GmbH zugerechnet. 12. Die llbau Liegenschaftsverwaltung GmbH, Hoppegarten, hat uns mit Schreiben vom 28.12.2015 gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 3 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der Ed. Züblin AG gehört. Sie hat der Gesellschaft ferner gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr seit diesem Zeitpunkt eine Mehrheitsbeteiligung an der Ed. Züblin AG gehört. (18) Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen Als nahe stehende Personen oder Unternehmen kommen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB neben dem Vorstand und Aufsichtsrat unter anderem natürliche sowie juristische Personen und Unternehmen in Betracht, die die Ed. Züblin AG, Stuttgart, oder eine ihrer Tochterunternehmen beherrschen können oder auf die Ed. Züblin AG, Stuttgart, oder auf ihre Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar einen maßgeblichen Einfluss ausüben können, sowie diejenigen natürlichen und juristischen Personen und Unternehmen, die die Ed. Züblin AG, Stuttgart, beherrschen oder maßgeblich beeinflussen kann. Angabepflichtige, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. (19) Angaben über Organe
(20) Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB und Nr. 11a HGB
F = Änderung Firmierung
Bei einigen Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung wurden unter Bezugnahme auf § 286 HGB Angaben weggelassen. Die Prozentansätze im Anteilsbesitz wurden teilweise gerundet.
Stuttgart, 08.04.2016 Ed. Züblin AG Der Vorstand Beckmann Demuth Pöllath Schömig Dr. Tesche Weinmann Wellmeyer Entwicklung des Anlagevermögens in 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Ed. Züblin AG und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz -und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Ed. Züblin AG für das Geschäftsjahr vom Ol. Januar bis 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 8. April 2016 Warth
& Idem Grant Thornton AG
Kauermann, Wirtschaftsprüferin Pöppel, Wirtschaftsprüfer |
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