EDEKA Minden eGMindenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LageberichtGESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGENGESCHÄFTHauptaufgabe der EDEKA Minden eG ist die Förderung und Betreuung der Mitglieder und darüber hinaus die Verpachtung ihres Großhandelsbetriebes sowie die Verwaltung, Sicherung und Mehrung des Vermögens. Ein wesentlicher Vermögenswert ist die indirekte Beteiligung an dem EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzern (»Teilkonzern«). Die EDEKA Minden eG ist die oberste Konzernmutter. Wirtschaftlich erfüllt die EDEKA Minden eG ihre Aufgaben über den Teilkonzern. An diesem Teilkonzern EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG hält die EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH den einzigen Kommanditanteil. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die EDEKA Minden-Hannover Holding Stiftung. Die Gesellschafter der EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH sind die EDEKA Minden eG und die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH mit je 50 Prozent (= 50,0 Millionen Euro) Anteil am Stammkapital. Zudem hält die EDEKA Minden eG ca. 29 Prozent des Kommanditkapitals an der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG. Das operative Geschäft des Teilkonzerns ist in fünf Geschäftsbereiche mit diversen Tochtergesellschaften aufgeteilt. Der Geschäftsbereich Einzelhandel einschließlich Vertrieb Backwaren ist im Lebensmitteleinzelhandel mit eigenen Vertriebskonzepten und zahlreichen Marken in seinem Segment selbstständig am Markt tätig. Der Geschäftsbereich Großhandel einschließlich C+C-Fachgroßhandel versorgt Mitglieder und Kunden mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Der C+C-Fachgroßhandel besteht in der 40-prozentigen Beteiligung an der bundesweit tätigen EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG. Die Produktion beliefert den Großhandel mit Fleisch- und Wurstwaren, Fisch sowie Backwaren. Der Geschäftsbereich Dienstleistungen erbringt Leistungen für den Konzern sowie für Mitglieder und Kunden. Der Geschäftsbereich Immobilien betrifft im Wesentlichen die Standortsicherung durch den Erwerb und die Errichtung von Immobilien, das Facility Management sowie die An- und Vermietung von Immobilien für den Einzelhandel. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENGESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELDDie deutsche Wirtschaft konnte seit über zwei Jahren nicht an ihre Leistungsfähigkeit und ihr Wachstum von vor der Corona-Pandemie anschließen und tritt auf der Stelle. Die Dekarbonisierung, die Digitalisierung, der demografische Wandel und auch der vermehrte Wettbewerb mit China haben strukturelle Anpassungsprozesse ausgelöst, welche die langfristigen Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft dämpfen. Die Weltwirtschaft wächst derzeit langsamer als vor der Pandemie, wobei sich die Unterschiede zwischen den Kontinenten verringern. Die durch den privaten Konsum erhoffte Belebung der Wirtschaft blieb aus. Zwar sind die real verfügbaren Einkommen durch eine deutliche Zunahme der Löhne und Gehälter sowie der monetären Sozialleistungen kräftig gestiegen, jedoch wurden die Einkommen durch die zunehmende Verunsicherung über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und Sorgen um den Arbeitsplatz zur Bildung von Rücklagen verwendet statt sie für Konsumgüter auszugeben. Die Sparquote hat sich die letzten fünf Quartale hintereinander erhöht und lag zuletzt bei 11,3 Prozent und somit fast einen halben Prozentpunkt über dem langfristigen Niveau. Somit blieb der private Konsum hinter der Einkommensentwicklung zurück. Da dieser rein rechnerisch über die Hälfte der Wirtschaftsleistung ausmacht, sind bereits kleine Veränderungen der Sparquote von gesamtwirtschaftlichem Gewicht. Betroffen vom Strukturwandel und der konjunkturellen Flaute sind vor allem die verarbeiteden Gewerbe wie die Investitionsgüterhersteller und die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen. Die Wettbewerbsfähigkeit dieser Branchen leidet unter den gestiegenen Energiekosten und der zunehmenden Konkurrenz durch hochwertige Industriegüter aus China, die deutsche Exporte auf den Weltmärkten verdrängen. Die Bruttowertschöpfung stagniert seit 2018, die Produktion sank um 12 Prozent. Die Auslastung der Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe stagniert und liegt unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Preise für Industrierohstoffe sind zuletzt gesunken und waren schließlich nur noch geringfügig höher als ein Jahr zuvor, nachdem sie im Frühjahr 2024 deutlich gestiegen waren. Das Risiko für steigende Nahrungsmittelpreise ist durch Wetterextreme wie Hitzewellen, Dürreperioden oder Starkregen erhöht und Öl- und Gaspreise sind aufgrund geopolitischer Unsicherheiten volatil. Insbesondere durch längere Schiffsrouten infolge von Terrorangriffen sind die Seefrachtkosten deutlich gestiegen. Energie dürfte auf absehbare Zeit teurer sein als vor dem Energiepreisschock, obwohl die Gas- und Strompreise unterjährig deutlich gesunken sind. Dieses wird deutsche energieintensive Produktionsstandorte im internationalen Vergleich dauerhaft unattraktiver machen. Diese wirtschaftliche Schwächephase bildet sich auch auf dem Arbeitsmarkt ab. Die Arbeitslosenzahl steigt gerade im Bereich des verarbeitenden Gewerbes, zudem steigt in diesem Sektor die angezeigte Kurzarbeit. Allerdings ist der Arbeitsmarkt in seiner Gesamtbetrachtung in einer robusten Verfassung, das zeigt sich durch eine Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent in diesem und voraussichtlich auch im nächsten Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt ist in 2024 um 0,2 Prozent gesunken. Für das Jahr 2025 wird ein Anstieg von 0,8 Prozent und für das Jahr 2026 von 1,3 Prozent erwartet. Nach einer Inflationsrate von 5,9 Prozent in 2023 ging diese in 2024 auf 2,2 Prozent zurück. Im folgenden Jahr wird die Inflationsrate stagnieren und erst in 2026 voraussichtlich weiter auf 2,0 Prozent sinken. Die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) liegt dabei in 2024 mit 2,8 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt von 1,4 Prozent und wird auch in den Folgejahren nur mäßig sinken. Die niedrigere Inflation stützt die Kaufkraft der privaten Haushalte. Bereits seit dem Frühjahr 2023 hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise deutlich abgeschwächt. Allerdings sorgen im laufenden Jahr vor allem der Wegfall der Hilfsmaßnahmen, die zur Abfederung der Energiekrise ergriffen wurden, sowie die höhere Beitragsbelastung der Arbeitnehmerentgelte für höhere Belastungen der Verbraucher. Die Geschäfte im Einzelhandel und der konsumnahen Dienstleister weisen aktuell eine verhaltene Geschäftslage aus. Gleichzeitig ist eine nur langsam aufwärtsgerichtete Konsumentwicklung zu verzeichnen. Der private Konsum wird bis 2025 voraussichtlich keine große Dynamik entfalten und erst in 2026 um 0,6 Prozent steigen. Es bestehen Risiken durch geopolitische Spannungen sowie potenzielle globale Handelskonflikte, insbesondere durch die zukünftige Ausrichtung der US-Politik nach den letzten Präsidentschaftswahlen. Weiterhin gehen Risiken für die Weltwirtschaft von geopolitischen Spannungen aus, vor allem dem anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine, den Feindseligkeiten im Nahen Osten und den Drohungen Chinas gegenüber Taiwan. Des Weiteren zeigen die zuletzt verzeichneten Finanzmarktturbulenzen auf, dass auch von Finanzmärkten konjunkturelle Risiken ausgehen könnten. Die steigende Schuldenlast einiger Länder könnte zu einem Anstieg der Risikoprämien führen. UMSATZ- UND ERTRAGSLAGELEBENSMITTELEINZELHANDEL 2024Im Lebensmitteleinzelhandel stieg der Umsatz 2024 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um nominal 2,9 Prozent. Nach einem verhaltenen Start in den ersten neun Monaten des Jahres, in denen die realen Umsätze nur 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen, konnte der Lebensmitteleinzelhandel im Oktober real um 1,2 Prozent sowie im November um 1,7 Prozent wachsen. Viele private Haushalte haben zur Begrenzung der Ausgaben ihr Kaufverhalten umgestellt. Preise und Angebote sind zunehmend in den Fokus gerückt. Vermehrt wurde auf Handelsmarken umgestiegen oder der Discounter aufgesucht. Mehr als 80 Prozent der Haushalte teilten ihre Einkäufe auf der Format- oder Anbieterebene auf mehrere Einkaufsstätten auf. EINZELHANDELSENTWICKLUNG IM UNTERNEHMENSVERBUNDZum Jahresende 2024 zählten 1.466 Einzelhandelsmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 2.059.117 m2 zur EDEKA Minden-Hannover (Vorjahr: 1.485 Märkte, Gesamtverkaufsfläche 2.033.509 m2). Das flächenbereinigte Umsatzwachstum im Einzelhandel betrug in 2024 2,3 Prozent. Bei der EDEKA Minden-Hannover profitierten insbesondere die Nahversorger von einem Umsatzwachstum. Die größte Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche erreichte die Vetriebsschiene nah & gut mit einem Wachstum von 4,4 Prozent. Trotz der Widrigkeiten zeigte der unternehmergeführte selbstständige Einzelhandel auch 2024 wieder seine Stärken und Stabilität. Nähe zum Markt und zu den Kunden sind seine entscheidenden Wettbewerbsvorteile. Im Sinn des genossenschaftlichen Förderauftrags konnten 48 Märkte in die Hände selbstständiger Einzelhändler gegeben werden. In 29 Fällen war die Übertragung mit einer Existenzgründung - durch den jeweiligen Marktleiter - verbunden. Rund 79 Prozent der 1.466 Märkte wurden durch selbstständige Einzelhändler betrieben. KONZERNUMSATZIm Geschäftsjahr 2024 erzielte der Konzern EDEKA Minden eG einen Umsatz nach BilRUG von 12,2 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz aus dem Warengeschäft liegt mit 11,7 Milliarden Euro in 2024 unter dem geplanten Wert von 11,9 Milliarden Euro, vor allem da die EDEKA Foodservice aufgrund anhaltender Konsumzurückhaltung im Gastronomiebereich ihre Umsatzziele nicht erreicht hat. ERGEBNISKENNZAHLENDie Genossenschaft erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 67,4 Millionen Euro (Vorjahr: 112,2 Millionen Euro). scroll
Der Ertrag der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus der ergebnisabhängigen Pacht für den Großhandelsbetrieb, den Gewinnausschüttungen bzw. den Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften, aus Beteiligungserträgen sowie aus Zinsen. Gemindert wird dieses Ergebnis neben den Aufwendungen für den eigenen Geschäftsbetrieb durch Verlustübernahmen, Zinsen einschließlich der Vergütungen für das Genussrechtskapital sowie Steuern. Das EBT 2024 liegt mit 88,4 Millionen Euro unter dem geplanten EBT von 116,6 Millionen Euro. Die Planabweichung ist vor allem auf die Verlustübernahme von der Planbau Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH zurückzuführen. Deren Verlust steht insbesondere im Zusammenhang mit der außerplanmäßigen Abschreibung eines Gebäudes in Wolfsburg. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEBILANZ- UND KAPITALSTRUKTURIm Geschäftsjahr 2024 erhöhte sich die Bilanzsumme um 129,9 Millionen Euro auf 1.743,4 Millionen Euro. Bei den langfristigen Vermögenswerten war im Geschäftsjahr 2024 eine Erhöhung um 46,9 Millionen Euro auf 761,1 Millionen Euro und bei den kurzfristigen Vermögenswerten (inkl. Liquide Mittel) eine Erhöhung um 83,0 Millionen Euro auf 982,3 Millionen Euro zu verzeichnen. scroll
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind im Wesentlichen durch höhere Beteilungen gestiegen. Dies betrifft insbesondere die Erhöhung der Beteiligung an der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist auf höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Für Tochtergesellschaften hat die EDEKA Minden eG die Finanzierungen für Investitionen bereitgestellt. Freie Finanzierungsmittel wurden kurzfristig an die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG ausgeliehen. scroll
Das Eigenkapital ist im Wesentlichen durch das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2024 gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2024 ist wie in den Vorjahren die Zahlung einer Dividende an die Mitglieder der Genossenschaft vorgesehen. Der Generalversammlung wird vorgeschlagen, auf die Geschäftsguthaben eine Dividende von brutto 6,62 Prozent für den Zeitraum vom 01.01. bis 30.06.2024 und von brutto 6,37 Prozent für den Zeitraum vom 01.07. bis 31.12.2024 zu zahlen. Für die freiwillig gezeichneten Geschäftsanteile wird vorgeschlagen, eine Dividende von brutto 8,62 Prozent für den Zeitraum vom 01.01. bis 30.06.2024 und von brutto 8,37 Prozent für den Zeitraum vom 01.07. bis 31.12.2024 zu zahlen. FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGEDie Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften erfolgt direkt durch die EDEKA Minden eG. Sie finanziert sich über Bankkredite. Langfristige Immobilieninvestitionen werden durch langfristige Darlehen finanziert. Die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG hat einen Konsortialkreditvertrag mit einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro abgeschlossen, welcher auch ESG-Komponenten beinhaltet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Genussscheine in Höhe von 40 Millionen Euro begeben. Die Genussscheine sind seitens der Inhaber und der Emittentin erst nach einer Laufzeit von fünf Jahren kündbar und treten gegenüber den Rechten anderer Gläubiger der Gesellschaft im Rang zurück. Zudem sind Order-Teilschuldverschreibungen in Höhe von 71,2 Millionen Euro ausgegeben. Sie haben eine Laufzeit bis 2033. Im Geschäftsjahr 2024 wurden weitere Genussscheine in Höhe von 48,9 Millionen Euro begeben. Die Genusscheine sind seitens der Inhaber und der Emittentin erst nach einer Laufzeit von sechs Jahren kündbar und treten gegenüber den Rechten anderer Gläubiger der Gesellschaft im Rang zurück. Freie Finanzierungsmittel werden dem EDEKA Minden-Hannover-Konzern kurzfristig zur Verfügung gestellt. Die Finanzlage der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch ausreichende Finanzierungsmittel. Das Anlagevermögen wird vom Eigenkapital zu 168,4 Prozent (Vorjahr: 158,3 Prozent) gedeckt. Die Anlagenintensität - Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen - beträgt 43,7 Prozent (Vorjahr: 44,3 Prozent). Zum Bilanzstichtag wurden bestehende bilaterale Bankkreditlinien nicht in Anspruch genommen. Von der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG wurden am Bilanzstichtag 50 Millionen Euro des Konsortialkredits in Anspruch genommen. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. FAZIT ZUR VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEDie EDEKA Minden eG hat sich hinsichtlich ihrer Vermögens- und Finanzlage positiv entwickelt. Die Ertragslage ist durch die außerplanmäßige Abschreibung eines Standortes in Wolfsburg belastet. Im Unternehmensverbund betrug das flächenbereinigte Umsatzwachstum im Einzelhandel 2,3 Prozent. Das Beteiligungsergebnis der EDEKA Minden eG ist um 47,7 Millionen Euro auf 83,6 Millionen Euro gesunken. Das EBT liegt mit 88,4 Millionen Euro unter dem geplanten EBT von 116,6 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 129,9 Millionen Euro auf 1.743,4 Millionen Euro. Die Finanzlage ist geordnet. Es stehen ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTCHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTDie EDEKA Minden eG hat ihre Hauptaufgaben in der Förderung und Betreuung der Mitglieder und darüber hinaus in der Verpachtung ihres Großhandelsbetriebes sowie in der Verwaltung und im Erhalt des Vermögens. Im Eigentum der Genossenschaft und ihrer Tochterunternehmen befindliche Immobilien sind fast ausschließlich an Unternehmen des Teilkonzerns der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG vermietet. Sie erfüllt diese Aufgaben nicht selbst, sondern hat diese in Auftragsverhältnissen an den EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzern übertragen. Die EDEKA Minden eG nimmt durch ihre Gremien, den Vorstand und den Aufsichtsrat, die Überwachung des EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzerns über die EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH, deren Gesellschafterin sie zu 50 Prozent ist, wahr. Hierdurch stellt sie sicher, dass die von ihr übertragenen Aufgaben erfüllt werden. Bei ihrer Überwachung nutzt die Genossenschaft das Risikomanagementsystem des EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzerns, dessen Grundsätze und Organisation nachfolgend auszugsweise beschrieben werden. Aufgabe des Risikomanagementsystems ist es, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie diese zu kommunizieren und zu überwachen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Unternehmensziele erreicht werden. Unangemessene Risiken sind weitestgehend zu vermeiden oder zu steuern. Der Fortbestand des Unternehmens darf nicht gefährdet werden. Dazu erfolgt eine regelmäßige systematische Analyse der internen und externen Entwicklungen und Ereignisse, die zu Abweichungen von den festgelegten Zielen führen können. Identifizierte Risiken werden im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche Auswirkungen beurteilt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Risiken sowohl einzeln als auch aggregiert vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit. Auf Grundlage der bewerteten Risiken werden Maßnahmen zur Risikosteuerung implementiert. Verantwortungsbereiche und Rollen sind klar geregelt, abgegrenzt und kommuniziert. Das Risikobewusstsein im Unternehmen wird durch regelmäßige Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für das Risiko ihres Handelns geschärft und somit eine Risikokultur gepflegt. ORGANISATION DES CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSDie Aufbauorganisation des Chancen- und Risikomanagements besteht aus aufeinander abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystemen. Diese Systeme ermöglichen es, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, früh zu erkennen. Besonderes Gewicht haben dabei der konzernweite Prozess zur strategischen Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll es ermöglichen, potenzielle Chancen und Risiken geraume Zeit vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Eine angemessene Überwachung solcher Chancen und Risiken während der Durchführung und Abwicklung von Unternehmensprozessen soll das Berichtswesen ermöglichen. Zudem werden in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effizienz des Chancen- und Risikomanagementsystems von der internen Revision kontrolliert. Bei Bedarf finden darüber hinaus Prüfungen durch externe Stellen statt. Mängel werden dabei erfasst und Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Konzerngeschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafter vollständig und zeitnah über wesentliche Chancen und Risiken informiert werden. STEUERUNGSGRÖSSENDie Konzerngeschäftsführung steuert die Geschäftsbereiche mittels relevanter Kennzahlen. Es wird eine langfristige Wachstumsstrategie verfolgt: Organisches Wachstum und Ergebniskennzahlen sind daher wichtige Steuerungsgrößen. Verwendet werden die aus der Ergebnisrechnung direkt oder indirekt ableitbaren Kennzahlen wie Umsatz und EBITDA/ EBITA/EBIT/EBT. Neue Geschäfte werden dann eingegangen, wenn sie unmittelbar oder mittelbar der Förderung des Einzelhandels dienen, die damit zusammenhängenden Risiken beherrschbar sind und die mit ihnen verbundenen Chancen eine angemessene Entwicklung der Steuerungsgrößen erwarten lassen. CHANCEN- UND RISIKOPOLITISCHE GRUNDSÄTZEChancen und Risiken, die im Zusammenhang mit den Kernprozessen des Einzelhandels, des Großhandels oder der Produktion stehen, trägt die EDEKA selbst. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden vom Konzern grundsätzlich nicht eingegangen. Es werden prinzipiell nur wesentliche und existenzgefährdende Risiken, soweit möglich, angemessen versichert. DEZENTRALE ZUSTÄNDIGKEITENDas operative Geschäft des Konzerns wird durch die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG geführt. Deren Tochtergesellschaften werden nach Funktion zu Geschäftsbereichen zusammengefasst und durch die jeweilige Geschäftsführung verantwortet. Das in dieser Struktur verankerte Führungsprinzip der Dezentralität kommt auch im Umgang mit Chancen und Risiken zum Ausdruck. Diese werden am Ort des Entstehens analysiert, bewertet und effizient gesteuert. Die Verantwortung dafür liegt bei den einzelnen Geschäftsbereichen. Ihre Wahrnehmung und Umsetzung wird durch die Konzerngeschäftsführung überwacht. ZENTRALE ROLLE DES KONZERNBERICHTSWESENS IN DER INTERNEN CHANCEN- UND RISIKOKOMMUNIKATIONDas eingerichtete Management-Informationssystem berichtet der Konzerngeschäftsführung ebenso wie den Geschäftsführungen der operativ tätigen Gesellschaften. Dies geschieht mithilfe eines dezidierten Kennzahlensystems über alle relevanten Vorgänge, Planabweichungen und deren Auswirkungen auf andere Unternehmensbereiche. Ergänzt wird dieses System durch die kurzfristige Erfolgsrechnung, Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie regelmäßiges Benchmarking. Die Auswertung aller aus diesem Instrumentarium gewonnenen Informationen erfolgt mindestens monatlich, zum Teil täglich, und wird durch das Konzerncontrolling - soweit erforderlich - verdichtet und auf ihre Plausibilität überprüft. KONSEQUENTE CHANCEN- UND RISIKOÜBERWACHUNGDie Umsetzung und Effektivität des Chancen- und Risikomanagements zu überwachen, ist Aufgabe jeder Führungskraft. Die Konzernrevision prüft das zentrale und dezentrale Chancen- und Risikomanagement. Sie berichtet direkt an die Konzern-Geschäftsführung. Darüber hinaus finden durch die interne Revision Prüfungen bei den Konzerngesellschaften statt. Die Wirtschaftsprüfer unterziehen das Chancen- und Risikomanagementsystem einer periodischen Beurteilung. Über das Ergebnis dieser Prüfung werden Vorstand und Aufsichtsrat unterrichtet. Für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften ergeben sich folgende wesentliche Chancen und Risiken (intern und extern). GESCHÄFTSCHANCEN UND -RISIKENDer starke Wettbewerb im Groß- und Einzelhandel und die Konkurrenz zwischen verschiedenen Vertriebskonzepten, angebotenen Leistungen und Servicequalitäten kennzeichnen die Handelsbranche. Auch die typische Abhängigkeit des Handels von der Ausgabeneigung der Verbraucher birgt Chancen und Risiken. Veränderungen im Konsumverhalten der Kunden erfordern die ständige Anpassung der Vertriebskonzepte. Die EDEKA Minden eG sorgt für ihre Tochterunternehmen und im Konzern der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG für Prozesse, in denen regelmäßig interne Informationen und ausgewählte externe Quellen ausgewertet werden, um Veränderungen der Wünsche und des Verhaltens der Konsumenten frühzeitig zu erkennen und damit Chancen am Markt zu nutzen und sich vom Wettbewerb abzusetzen. Durch Potenzialanalysen wird die Chance gesehen, den Umsatz - auch auf bestehender Fläche - weiter auszubauen. Grundlage hierfür sind insbesondere Bewertungssysteme, die es dem Vertrieb ermöglichen, erfolgreiche Einzelhandelskonzepte umzusetzen bzw. für den selbstständigen Einzelhandel bereitzustellen. Das Konsumverhalten der Verbraucher hat sich durch den verstärkten Anstieg der Lebensmittelpreise in den vergangenen Jahren geändert. Es wurden vermehrt Discounter aufgesucht und zu Produkten aus den Angeboten gegriffen. Durch GUT & GÜNSTIG-Artikel über alle Sortimente auf Preiseinstiegsniveau zum Discounter-Preis sowie durch die EDEKA-Eigenmarken konnte die EDEKA Minden-Hannover von Umsatzverlagerungen in dieses Segment bei einer preissensibleren Konsumentennachfrage partizipieren. Es bietet sich die Chance, durch diese Trends weiterhin Neukunden zu gewinnen. Die Konsumenten legen neben dem Preis aber auch zunehmend Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität. In diesen Bereichen sieht sich die EDEKA Minden-Hannover gut und breit aufgestellt. Zudem ist davon auszugehen, dass sich der Verbraucher perspektivisch hinsichtlich der Einkaufsstätte entscheiden wird: Hier ist im Zusammenhang mit den gestiegenen Kraftstoffpreisen ein Trend zum Nahversorger erkennbar. Sofern sich die kurz- bis mittelfristige Versorgungslage schwierig gestalten mag, dürften Vollsortimenter aufgrund der Sortimentsbreite und -tiefe eher Vor- als Nachteile haben, sodass aus der Wahl der Einkaufsstätte durchaus Chancen erwachsen. Die eigenen Produktionsbetriebe bergen Chancen und Risiken zugleich: Zum einen können Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität verdeutlicht und beeinflusst werden. Zum anderen besteht das Risiko eines ungünstigen Geschäftsverlaufs bei Imageverlusten oder im Bereich der Fleischbetriebe bei Ausbruch einer Tierseuche. Es besteht eine Beteiligung an dem (Gemeinschafts-)Unternehmen EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, Köln, das im nationalen C+C-Geschäft tätig ist. Bei diesem Unternehmen besteht ein Risiko darin, die im Rahmen der Gründung dieses Unternehmens geschaffenen Kapazitäten im Logistikbereich nicht mit ausreichend Neukunden auslasten zu können. PERSONALCHANCEN UND -RISIKENDie EDEKA Minden eG ist für die Realisierung der strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Dieses Personal in einem intensiven Wettbewerb für den Konzern zu gewinnen und an ihn zu binden ist eine dauerhafte Herausforderung. Die auf allen Ebenen des Konzerns vorangetriebene Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. Personalführung sowie Schulungen und Personalentwicklungsmaßnahmen bewirken, dass die Mitarbeiter auf allen Stufen des Unternehmens eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Soziale Faktoren spielen bei der Personalgewinnung und -bindung eine immer wichtigere Rolle. Um eine noch größere Identifikation der Beschäftigten und potenziellen Mitarbeiter zu erreichen wurde ein Leitbild entwickelt und kommuniziert. PROZESS- UND STEUERCHANCEN UND -RISIKENSteuerchancen und -risiken bestehen insbesondere aufgrund von Betriebsprüfungen, wobei die Risiken hier deutlich im Fokus stehen. Prozessrisiken resultieren zum Beispiel aus arbeits-, straf- und zivilrechtlichen Verfahren. Hierbei besteht die Chance eines für die EDEKA Minden eG günstigen Prozessverlaufs. FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN UND RISIKENDie finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken, nämlich im Wesentlichen Liquiditätschancen und -risiken, Bonitätschancen und -risiken und Chancen und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, finden Niederschlag in den jährlichen und unterjährigen Planungen des Konzerns. Den Chancen und Risiken von Zinsschwankungen ist in einigen Fällen durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften begegnet worden. Negative Marktwerte dieser Geschäfte sind in den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen enthalten und nicht als Bewertungseinheit bilanziert. ZUSAMMENFASSUNG DER CHANCEN- UND RISIKOSITUATIONInsgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind. PROGNOSEBERICHTKONJUNKTUR UND BRANCHENENTWICKLUNGDie deutsche Wirtschaft befindet sich sowohl strukturell als auch konjunkturell in einer Krise und kann sich nicht aus der Stagnation lösen. Nach zwei Jahren mit einer leicht schrumpfenden Wirtschaft ist für das Jahr 2025 höchstens mit einem minimalen Wachstum zu rechnen. Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und die daraus resultierende Einführung von Zöllen, die anstehenden Neuwahlen in Deutschland und die damit verbundenen Unwägbarkeiten der finanz- und wirtschaftspolitischen Ausrichtung sowie die weiterhin anhaltenden Konflikte in Nahost und der Ukraine führen zu großen Unsicherheiten und einer Dämpfung der wirtschaftlichen Aufwärtsdynamik. Mit einer Erholung der Wirtschaftsleistung wird frühestens in 2026 gerechnet. Seit etwa drei Jahren wechseln sich in Deutschland die Quartale mit zunehmender und abnehmender Wirtschaftsleistung ab. Im Ergebnis tritt die ökonomische Aktivität praktisch auf der Stelle. Lediglich die Dienstleistungsbereiche sind aufwärtsgerichtet, während das Verarbeitende Gewerbe seit über einem Jahr schrumpft. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 Prozent im Jahr 2024 prognostizieren die führenden Wirtschaftsinstitute einen geringfügigen Anstieg in Höhe von 0,8 Prozent in 2025. Für das Jahr 2026 wird eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 1,3 Prozent erwartet, wovon allerdings ein Drittel auf einen Arbeitstageeffekt zurückzuführen ist. Im Vergleich zur Herbstprognose fällt die ökonomische Dynamik in den Jahren 2025 und 2026 nochmals deutlich schwächer aus und wurde um 0,5 bzw. 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Die wirtschaftliche Schwäche hinterlässt auch deutliche Spuren am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich im kommenden Jahr auf 6,3 Prozent steigen. Erst in 2026 dürfte die Arbeitslosigkeit im Zuge der zaghaften wirtschaftlichen Belebung wieder sinken. Einem Beschäftigungsanstieg wirkt zudem der demografische Wandel entgegen, da die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Das Potenzial an Erwerbspersonen folgt dadurch langfristig einem Abwärtstrend. Die Inflationsrate ist im Jahr 2024 mit 2,2 Prozent in ruhigem Fahrwasser angekommen. Der hohen Kernrate (Inflation ohne die Segmente Energie und Nahrungsmittel), die um 2,8 Prozent zulegte, wirkte der Rückgang der Energiekomponente von 3,2 Prozent entgegen. Laut den Wirtschaftsinstituten wird die Kernrate mit 2,6 Prozent auch in 2025 über dem langjährigen Durchschnitt von 1,4 Prozent liegen. Durch den voraussichtlichen Rückgang der Energiepreise um 2,3 Prozent dürfte die Gesamtinflation dennoch bei 2,2 Prozent verbleiben. In 2026 wird aufgrund einer leicht steigenden Energiekomponente (+0,4 Prozent) und einer etwas geringeren Kernrate (2,2 Prozent) mit einer Inflation von 2,0 Prozent gerechnet. Nach einer merklichen Erhöhung der Pro-Kopf-Löhne um 2,8 Prozent im Berichtsjahr werden die real verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in den kommenden beiden Jahren mit 0,8 Prozent in 2025 und 0,6 Prozent in 2026 deutlich geringer steigen. Trotz der insgesamt gestiegenen real verfügbaren Einkommen sowie der stark rückläufigen Inflationsrate hat sich der private Konsum noch nicht aus der Stagnation gelöst. Auch die anhaltende Investitionsschwäche lässt nachfrageseitig keine Erholung der deutschen Wirtschaft in 2025 erkennen. Maßgeblich hierfür dürften die hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit über die Ausrichtung der hiesigen zukünftigen Wirtschaftspolitik sowie der außenwirtschaftliche Gegenwind infolge einer voraussichtlich noch protektionistischer ausgerichteten Handelspolitik in den Vereinigten Staaten und die Eintrübung am Arbeitsmarkt sein. Entsprechend wird der private Konsum keine große Dynamik entfalten, wodurch die Konsumausgaben in 2025 voraussichtlich stagnieren werden. Erst im Jahr 2026 wird mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Die zuvor beschriebenen Verunsicherungen belasten das Investitionsklima deutlich. Der Anteil von Unternehmen, die für das Jahr 2025 niedrigere Investitionen einplanen (40 Prozent), ist deutlich höher als der Anteil der Firmen, die ihre Investitionen ausbauen möchten (23 Prozent). Eine Entlastung erfolgt allenfalls durch rückläufige Finanzierungskosten infolge einer Zinswende. Die EZB hat die Leitzinsen schneller gesenkt als von den Wirtschaftsinstituten prognostiziert. Bereits im Oktober 2024 wurde der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent gesenkt. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt und der Leitzins in jeder Sitzung um weitere 0,25 Prozentpunkte gesenkt wird, bis der Leitzins im Juni 2025 bei 2,0 Prozent liegt und eine weitgehend neutral ausgerichtete Geldpolitik erreicht sein dürfte. Gerade vor dem Hintergrund der schwachen Investitionsentwicklung sowie der niedrigen Nachfrage nach Krediten scheint ein solches Vorgehen geboten. Das Staatsdefizit wird in 2025 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres von rund 2,0 Prozent der realen Wirtschaftsleistung liegen. Positiv wirken sich insbesondere das Auslaufen der Inflationsausgleichsprämien und die steigenden Beitragssätze zu den Sozialversicherungen aus. Gegenläufige Effekte resultieren insbesondere aus höheren Subventionen und Investitionen. In 2026 dürfte das Staatsdefizit aufgrund von steigenden Sozialausgaben und deutlich höheren Transfers an die EU wieder höher ausfallen. Die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute zum Frühjahr 2025 stand bei Redaktionsschluss noch aus. AUSBLICK EDEKA MINDEN-HANNOVERDie Umsätze in den ersten Monaten des Jahres 2025 liegen unter den geplanten Werten und auch leicht unter den Vorjahresumsätzen. Das Planungsdelta ist im Wesentlichen mit fehlenden Großhandelsumsätzen aus dem Streckengeschäft sowie einer noch nicht erreichten anspruchsvollen Planung im Regie-Einzelhandel zu erklären. Die negative Entwicklung zum Vorjahr resultiert insbesondere aus einer durch das Schaltjahr im Vorjahr bedingten geringeren Anzahl an Verkaufstagen sowie aus der Verschiebung des Ostergeschäfts vom März in den April. Für das Jahr 2025 erwartet die EDEKA Minden eG im Vergleich zum Berichtsjahr 2024 ein deutlich besseres Beteiligungsergebnis. Die EDEKA Minden eG hat für 2025 ein EBT in Höhe von 109,3 Millionen Euro (Ist 2024: 88,4 Millionen Euro) geplant. NEUBAU EDEKA-CAMPUSAm 7. September 2021 wurde der Grundstein für den neuen EDEKA-Campus gelegt. Der Neubau der Unternehmenszentrale der EDEKA Minden-Hannover wurde im Oktober 2024 abgeschlossen. Zug um Zug sind seitdem die einzelnen Geschäftsbereiche in ihre neuen Heimatbereiche eingezogen. Somit sind die rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung, die bisher an zwölf verschiedenen Standorten im Stadtgebiet von Minden gearbeitet haben, wieder an einem Ort zusammengeführt - für eine effektivere Zusammenarbeit und ein noch stärkeres Gemeinschaftsgefühl. WEITERENTWICKLUNG DER KONZEPTEDie in der Vergangenheit entwickelten Konzepte in den Punkten Genuss vor Ort, Veredelung vor Ort, Nachhaltigkeit und Service sollen weiter vorangetrieben werden. JAHRESMOTTO »WIR LIEBEN °PUNKTE« - PAYBACKDas Jahresmotto 2025 lautet » Wir lieben °Punkte « und stellt die Einführung des neuen Bonusprogrammes PAYBACK in den Vordergrund. NACHHALTIGKEITDie Nachhaltigkeitsagenda 2030 umfasst ESG-Zielthemen (Environmental, Social, Governance). Hier sieht der Unternehmensverbund großes Potenzial, um nachhaltiges Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette und somit bei allen Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Verbrauchern langfristig zu etablieren. Dabei sind alle Geschäftsbereiche eingebunden und es wurde konzernweit weiter an den strategischen und operativen Nachhaltigkeitszielen gearbeitet. In 2024 wurde weiter intensiv daran gearbeitet, zukünftigen Berichtsanforderungen nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) umfassend gerecht zu werden und zugleich frühzeitig zusätzliche Inhalte und Prozesse zu etablieren. Nachdem die EDEKA Minden-Hannover ihr Ziel für 2025, den CO2 -Ausstoß um 70 Prozent im Vergleich zu 2011 zu senken, bereits in 2021 erreicht hat, lag die Senkung des CO2 -Ausstoßes in 2024 im Vergleich zum Vorjahr bei 21 Prozent. Mit Blick auf die Folgejahre verpflichtet sich die EDEKA Minden-Hannover, die Aktivitäten zur CO2 -Reduzierung konsequent fortzusetzen und neue Wege zu gehen. Die Senkung der Emissionen und Energieverbräuche ist dabei ein weiteres klar definiertes Ziel im Unternehmensverbund. Dies erfolgte bis Ende 2024 durch Umstellung des Fuhrparks auf weitere 137 LNG-LKW und 169 Elektro-PKW. Darüber hinaus wurden 29 Photovoltaikanlagen auf Einzelhandels- und Großhandelsimmobilien (davon 23 beim selbstständigen Einzelhandel) installiert. Der Umsatz mit Bio-Artikeln wurde in 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 710 Millionen Euro (Vorjahr: 655 Millionen Euro) gesteigert, geplant war eine Erhöhung um 8,0 Prozent. Dieses Ziel konnte durch die Erweiterung des Bio-Sortiments und das umweltbewusste Kaufverhalten der Konsumenten erreicht werden. EINZELHANDELSZIELEDie Privatisierung von 62 Märkten in 2025 ist avisiert. Des Weiteren sollen 2025 über 65.000 m2 neue Verkaufsfläche geschaffen werden. WAS UNS ANTREIBTAuch in den kommenden Jahren wollen wir weiterhin das stärken, was uns traditionell vom Wettbewerb abhebt. Dazu zählen neben ausgefeilten Sortimenten und dem Unternehmertum auf allen Ebenen zunehmend auch optimale Prozessabläufe. Damit erhalten wir uns unsere Finanzkraft, um auch weiterhin in das zu investieren, was wir uns als Vision gegeben haben: Unsere Liebe zu Lebensmitteln.
Minden, 31. März 2025 Ulf-Ulrik Plath Mark Rosenkranz, Sprecher Stephan Wohler Roland Höhne Karl Stefan Preuß Horst Röthemeier Bilanz zum 31.12.2024Aktiva (in T€) scroll
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1. bis zum 31.12.2024scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2024A. ALLGEMEINE ANGABENDie EDEKA Minden eG hat ihren Sitz in Minden und ist eingetragen beim Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter der Nummer GnR 119. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und die Satzung beachtet worden. Es wurde vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung in T€ und gemäß § 265 Abs. 7 HGB in vereinfachter Form dargestellt. Die detaillierten Aufgliederungen erfolgen gemäß § 266 und § 275 HGB im Anhang. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und im Falle abnutzbarer Sachanlagen um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Zugängen findet auf unbewegliche Sachanlagen die lineare und auf bewegliche Sachanlagen die arithmetisch-degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. scroll
Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über 250 bis 800 Euro werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Anschaffungen bis 250 Euro werden sofort als Aufwand erfasst. Ist am Bilanzstichtag den Sachanlagen ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen, werden in Höhe der Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Niedrigere Wertansätze von Vermögensgegenständen, die auf steuerlich zulässigen Abschreibungen beruhen, welche in den Geschäftsjahren vorgenommen wurden, die vor dem 1. Januar 2011 begonnen haben, wurden unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften des HGB a. F. fortgeführt. Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch ausreichende Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, sind als Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert. Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste und sind mit ihrem Erfüllungsbetrag und gegebenenfalls unter Berücksichtigung zukünftiger Kostensteigerungen von 2 bis 4 Prozent p. a. angesetzt. Diese Einschätzung ergibt sich aus betriebsinternen Erfahrungswerten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wird unterstellt, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende einer Periode eintritt. Der Erfolg aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen ist im Finanzergebnis dargestellt. Für sämtliche Zinssicherungsgeschäfte wurde das Wahlrecht, eine Bewertungseinheit mit dem dazugehörigen Grundgeschäft zu bilden, nicht in Anspruch genommen. Stattdessen werden beizulegende negative Zeitwerte, die nach der Mark-to-market-Methode ermittelt werden, in den Rückstellungen für drohende Verluste erfasst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Es bestehen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Abbau dieser Differenzen kann zu steuerlichen Be- und Entlastungen führen. Für die Bewertung der latenten Steuern wird eine zukünftige durchschnittliche Ertragsteuerbelastung für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag von 15,82 Prozent und für die Gewerbesteuer von 16 Prozent zugrunde gelegt. Das Wahlrecht eines gesonderten Ausweises von aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht angewandt. Eine nach Saldierung verbleibende zukünftige Steuerbelastung wird als passive latente Steuer gesondert ausgewiesen. C. ERLÄUTERUNG ZUR BILANZ(1) AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage 1 dem Anhang zu entnehmen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß 285 Nr. 11 HGB ist als Anlage 2 dem Anhang beigefügt. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (in T€)scroll
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. (3) Guthaben bei KreditinstitutenVon den Guthaben bei Kreditinstituten entfallen 8 T€ (Vorjahr: 167 T€) auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. (4) Geschäftsguthaben (in T€)scroll
Die Höhe eines Geschäftsanteils beträgt 1.250 Euro. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 39.932 T€ erhöht. (5) Ergebnisrücklagen (in T€)scroll
(6) Genussrechtskapitalscroll
Sämtliche Genussscheine sind seitens der Inhaber unkündbar und treten gegenüber den Rechten von anderen Gläubigern der Gesellschaft im Rang zurück. Sie nehmen am Verlust der Gesellschaft durch Verminderung der Rückzahlungsbeträge teil. Die Verzinsung erfolgte ab dem Tag der Einzahlung. (7) Rückstellungen (in T€)scroll
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Steuerzinsen und Aufwendungen für die Generalversammlung sowie für drohende Verluste aus Zinsswap-Geschäften. Zur Begrenzung des Zinsrisikos aus der Fremdfinanzierung sind zum Bilanzstichtag sechs Zinssicherungsvereinbarungen mit zwei Kreditinstituten abgeschlossen. Den Zinsswaps für laufende Absicherungen liegen Basisbeiträge von insgesamt 38,3 Millionen Euro zugrunde. Die nach der Mark-to-market-Bewertung ermittelten beizulegenden Zeitwerte sämtlicher Zinsswaps belaufen sich auf -0,2 Millionen Euro. Alle Zinsswaps sichern Zinsänderungsrisiken der zugrunde liegenden variabel verzinslichen Darlehen ab. (8) Verbindlichkeiten (in T€)scroll
Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 206.450 T€ (Vorjahr: 223.407 T€). In den Anleihen wurden Genussscheine in Höhe von 40.000 T€ ausgewiesen, die in 2024 zurückgezahlt wurden. Die Vergütung in 2024 für diese Genussscheine betrug 796 T€. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 87.905 T€ bestehen Buchgrundschulden. (9) Latente Steuern (in T€)scroll
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(10) MaterialaufwandDer Materialaufwand betrifft ausschließlich Aufwand für bezogene Leistungen aus Verpachtungen. (11) AbschreibungenDie Aufstellung der planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der als Anlage 1 dem Anhang beigefügt ist. (12) Finanzergebnis (in T€)scroll
(13) Steuern vom Einkommen und vom ErtragIn den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus der Zuführung von latenten Steuern in Höhe von 2.737 T€ enthalten (Vorjahr: 4.540 T€). (14) Periodenfremde Erträge und AufwendungenDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremden Steueraufwand von 629 T€ (Vorjahr: 361 T€). Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 330 T€ (Vorjahr: 0 T€) vorhanden. (15) Ergebnisverwendungsvorschlag (in T€)scroll
1)
vom 01.01. bis 30.06.2024 von brutto 6,62 Prozent und vom 01.07. bis 31.12.2024 von
brutto 6,37 Prozent E. SONSTIGE ANGABENMitgliederentwicklungscroll
ArbeitnehmerDie Genossenschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer. Die anfallenden Arbeiten wurden im Auftragsverhältnis durch Unternehmen des EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG-Teilkonzerns erledigt. Bezüge des AufsichtsratesDie Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf 122 T€. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (in T€)scroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Mietverpflichtungen für Immobilien. HaftungsverhältnisseDie Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen, bei denen die EDEKA Minden eG bestimmte Leistungen eines Dritten garantiert, betragen 7.359 T€ (Vorjahr: 7.891 T€). Die wirtschaftlichen Verhältnisse dieser verbundenen Unternehmen sind so, dass nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag für die EDEKA Minden eG keine konkreten Risiken der Inanspruchnahme bestehen. Name und Anschrift des zuständigen PrüfungsverbandesEDEKA Verband kaufmännischer Genossenschaften e. V. New-York-Ring 6, 22297 Hamburg Mitglieder des Vorstandes
Vorstandsbezüge werden nur an die geschäftsführenden Vorstände gezahlt. Mitglieder des Aufsichtsrates
Minden, 31. März 2025 Ulf-Ulrik Plath Mark Rosenkranz, Sprecher Stephan Wohler Roland Höhne Karl Stefan Preuß Horst Röthemeier ANLAGE 1 ZUM ANHANGAnlagespiegelscroll
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ANLAGE 2 ZUM ANHANGAufstellung der Besitzanteile nach § 285 Nr. 11 HGBscroll
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Die Anteile an anderen Unternehmen liegen unter 20 Prozent des Nennkapitals dieser Gesellschaften.
* Ifd. Nr.
Diese Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschaft Ifd. Nr.
(z. B. 4* mit der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG) Das Ergebnis das Geschäftsjahres
beträgt 0 T€ WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EDEKA Minden eG, Minden PRÜFUNGSURTEILEIch habe den Jahresabschluss der EDEKA Minden eG, Minden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der EDEKA Minden eG, Minden, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEIch habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts« meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONENDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Jahresabschluss, nicht den Lagebericht und nicht meinen dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls ich auf Grundlage der von mir durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelange, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, bin ich verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Ich habe in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsMeine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hamburg, 30. April 2025 EDEKA Verband kaufmännischer Genossenschaften e. V. Hübotter, Wirtschaftsprüfer |
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EDEKA Minden eG eG
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- eG
- Anschrift
-
Wittelsbacherallee 61
32427 Minden - Handelsregister
- GnR 119, Bad Oeynhausen
- Eintragungsdatum
- 24. Dezember 1920
- Branche
-
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Kreditinstitute des Sparkassensektors - Unternehmenszweck
- Gegenstand des Unternehmens ist, wirtschaftlich gesunde, voll existenzfähige Betriebe selbständiger Unternehmer des mittelständischen Lebensmittel-Einzelhandels und verwandter Berufsgruppen zu schaffen, sie zu fördern und zu erhalten.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 56,3 % 982,13 Mio
- Anlagevermögen 43,7 % 761,12 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 194,0 k
- Eigenkapital 73,5 % 1,28 Mrd
- Verbindlichkeiten 25,0 % 435,88 Mio
- Rückstellungen 0,8 % 13,84 Mio
- Passive latente Steuern 0,7 % 12,11 Mio
Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Einstellung in die Gesetzliche Rücklage 58,8 % 42,95 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 33,5 % 24,48 Mio
- Vergütungen für Genussrechtskapital 6,1 % 4,44 Mio
- Umsatzerlöse 1,0 % 705,0 k
- Sonstige betriebliche Erträge 0,7 % 507,0 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 76,1 % 20,95 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 18,6 % 5,12 Mio
- Abschreibungen 4,4 % 1,22 Mio
- Materialaufwand 0,4 % 123,0 k
- Sonstige Steuern 0,4 % 115,0 k
- Finanzergebnis 98,18 Mio
- Ergebnis nach Steuern 71,98 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 67,43 Mio
GuV-Daten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Horst Röthemeier
seit 2016 Vorstandsmitglied
-
Karl Stefan Dipl.-Kaufmann Preuß
seit 2004 Vorstandsmitglied
-
Mark Diplom-Kaufmann (FH) Rosenkranz
seit 2006 Vorstandsmitglied
-
Roland Höhne
seit 2022 Vorstandsmitglied
-
Stephan Wohler
seit 2012 Vorstandsmitglied
-
Ulf-Ulrik Dipl.-Kfm. (TU) Plath
seit 2015 Vorstandsmitglied
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- Achte Planbau Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH GmbH 100,0 %
- Elfte Planbau Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH GmbH 100,0 %
- 44. Planbau GmbH GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
05.02.
Austritt einer PositionGrundstücksgesellschaft Marktkauf Osnabrück GmbH & Co. Vermietungs-KG · Kommanditist
- 2025
-
01.09.
Eintritt eines Mitglieds24. EMH Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2024
-
19.11.
Eintritt eines MitgliedsYellowrock GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
07.10.
Eintritt eines Mitglieds23. EMH Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
26.07.
Eintritt eines Mitglieds22. EMH Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2023
-
23.11.
SatzungsänderungEDEKA Minden eG
-
15.02.
Eintritt eines Mitglieds20. EMH Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2022
-
04.10.
Eintritt eines MitgliedsSechste Planbau Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG · Kommanditist
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2024 Jahresabschluss ↓
- 2023 Jahresabschluss
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2024
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- edeka.de AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
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- I
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