enercity AktiengesellschaftHannoverJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva in TEUR
Passiva in TEUR
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 20241 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der enercity Aktiengesellschaft, Hannover, (enercity AG) zum 31. Dezember 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die enercity AG, mit der am Amtsgericht Hannover eingetragenen Handelsregisternummer HR B 6766, hat ihren Sitz in Hannover. Zwischen der enercity AG und der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH, Hannover, (VVG) liegt ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vor. Somit ist die enercity AG in die ertragsteuerliche Organschaft der VVG eingebunden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Ausweis in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung folgt den handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Klarheit wurden gemäß § 265 Abs. 5 HGB weitere Untergliederungen von Posten vorgenommen, die an entsprechender Stelle im Anhang erläutert werden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon- Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei erstmaligem Ansatz zu ihren Anschaffungsbzw. Herstellungskosten bilanziert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die zur Berechnung der Abschreibung in Ansatz gebrachte Nutzungsdauer orientiert sich an der unteren Bandbreite der steuerlichen branchenbezogenen Abschreibungstabellen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich ausschließlich um erworbene immaterielle Vermögensgegenstände. Die Sachanlagen werden, um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen reduzierten, zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten für eigene Leistungen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Anteile der notwendigen Gemeinkosten (Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Verwaltungskosten). Von dem Wahlrecht einer Aktivierung direkt der Herstellung eines Vermögensgegenstandes zurechenbarer Fremdkapitalkosten wird kein Gebrauch gemacht. Die planmäßigen Abschreibungen für unbewegliches Sachanlagevermögen erfolgen linear und für das Zugangsjahr pro rata temporis. Grundstücke werden grundsätzlich nicht abgeschrieben, da sie eine unbegrenzte Nutzungsdauer aufweisen. Bewegliches Sachanlagevermögen wird ebenfalls linear abgeschrieben. Zugänge vor dem Geschäftsjahr 2018 wurden, sofern zulässig, degressiv abgeschrieben. Sobald der lineare Abschreibungssatz bei diesen Vermögensgegenständen den degressiven übersteigt, wird von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode gewechselt. Zugänge bei Verteilungsanlagen werden nach der in der Branche üblichen sogenannten Sammelpostenmethode bewertet. Die zur Berechnung der Abschreibung in Ansatz gebrachte Nutzungsdauer orientiert sich an der unteren Bandbreite der steuerlichen branchenbezogenen Abschreibungstabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert zwischen 150 EUR und 410 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden grundsätzlich vorgenommen, wenn es sich voraussichtlich um eine dauernde Wertminderung handelt. Wenn die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz entfallen, muss wieder zugeschrieben werden. Ausleihungen sind zu Nennbeziehungsweise Barwerten bilanziert. Verzinsliche Ausleihungen und niedrig verzinsliche Darlehen an Betriebsangehörige, die innerhalb der sonstigen Ausleihungen erfasst werden, werden zum Nennwert erfasst. Die übrigen niedrig verzinslichen Darlehen werden zum Barwert angesetzt. Insofern Wertpapiere des Anlagevermögens dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden diese soweit möglich mit den entsprechenden passivierten Rückstellungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen (Bewertung zum gewogenen Durchschnitt) angesetzt und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Tageswert beziehungsweise dem bereits vereinbarten Veräußerungspreis am Bilanzstichtag bewertet. Bestandsrisiken in Verbindung mit der Umschlagshäufigkeit der Vorräte werden durch pauschale Abschläge auf die Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten angemessen berücksichtigt. Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden bei der Erst- und Folgebewertung mit einem Erinnerungswert von einem Euro angesetzt. Zum Bilanzstichtag beträgt der Zeitwert 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Teile der notwendigen Gemeinkosten (Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Verwaltungskosten) bewertet, wobei Fremdkapitalkosten unberücksichtigt bleiben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken und allgemeiner Wagnisse bilanziert. Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren kundenspezifisch zum Bilanzstichtag abgegrenzt und mit den erhaltenen Abschlagszahlungen verrechnet. Die Bewertung der im Umlaufvermögen gehaltenen eigenen Genussscheine erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Im Sinne einer erhöhten Klarheit und Übersichtlichkeit wurden branchenspezifische Bilanzposten gemäß § 265 Abs. 5 HGB hinzugefügt. Für empfangene Investitions- und Baukostenzuschüsse erfolgt ein passivischer Ausweis in gesonderten Posten. Empfangene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Anschaffung von Anlagegütern werden passivisch in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse abgegrenzt. Während der Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögensgegenstandes wird der Sonderposten auf einer korrespondierenden planmäßigen Grundlage ertragswirksam aufgelöst (sonstige betriebliche Erträge). Nach den allgemeinen Versorgungsbedingungen empfangene Baukostenzuschüsse werden analog bei Vereinnahmung passiviert und konform zu den Nutzungsdauern der entsprechenden Aktivposten ertragswirksam aufgelöst (Umsatzerlöse). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Die Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und folgt dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Gehalts- und Rentensteigerungen. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden ein prognostizierter Diskontierungszins von 1,90 Prozent p. a. (Vorjahr: 1,82 Prozent p. a.) und zukünftige Rentensteigerungen von 2,20 Prozent p. a. (Vorjahr: 2,00 Prozent p. a.) zugrunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Eine erwartete prozentuale Gehaltssteigerung wird aufgrund des Versichertenbestandes nicht mehr berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem Rückstellungen für die Verpflichtung zur Zahlung von Altersteilzeitleistungen. Für die Rückstellungsbewertung werden versicherungsmathematische Gutachten, welche auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck basieren, herangezogen. Dabei wird die Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer zur „Handelsrechtlichen Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW RS HFA 3)“ vom 19. Juni 2013 beachtet. Für die Bewertung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden ein prognostizierter Diskontierungszins von 1,50 Prozent p. a. (Vorjahr: 0,99 Prozent p. a.) und eine erwartete prozentuale Gehaltssteigerung von 2,50 Prozent p. a. (Vorjahr: 2,50 Prozent p. a.) zugrunde gelegt. Bei der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen und der Rückstellung für Verpflichtungen aufgrund von Lebensarbeitszeitkonten wird ein Abzinsungszinssatz gemäß RückAbzinsV von 1,96 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,74 Prozent p.a.) angewendet. Außerdem findet eine Steigerung der SV-Beitragsbemessungsgrenzen p.a. von 3,0 Prozent (Vorjahr: Jubiläum 3,00 Prozent; Lebensarbeitszeitkonten 3,0 Prozent) Anwendung. Die Rückstellung für Abfindungszahlungen bei Ausscheiden in die Rente mit Abschlägen wird mit Abzinsungssätzen gemäß RückAbzinsV von 1,48 Prozent p. a. (Vorjahr: 0,99 Prozent p. a.) bewertet. Bei allen Gutachten liegt eine erwartete prozentuale Gehaltssteigerung von 2,50 Prozent p. a. (Vorjahr: 2,50 Prozent p. a.) zugrunde. Die übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages werden künftige Kostensteigerungen in Höhe von 2,24 Prozent (Vorjahr: 3,12 Prozent) berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem entsprechenden prognostizierten Marktzinssatz diskontiert, der sich im Durchschnitt für die vorangegangenen sieben Geschäftsjahre ergeben hat (1,50 Prozent bis 1,97 Prozent). Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben. Wenn die Wertpapiere des Anlagevermögens die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB als Deckungsvermögen erfüllen, werden diese mit den entsprechenden Rückstellungen saldiert. Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden saldiert mit den Erträgen und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen. Sofern die Voraussetzungen für eine Saldierung vorliegen, werden die sonstigen Rückstellungen mit den entsprechenden Gegenposten saldiert ausgewiesen. Im Rahmen der Verschmelzung der Gemeinschaftskraftwerk Hannover-Linden GmbH im Jahr 2016 wurde eine Rückstellung in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) übernommen, die gemäß der Übergangsvorschriften des Bil- MoG nach Artikel 67 EGHGB ursprünglich als Aufwandsrückstellung nach §249 Absatz 2 a.F. gebildet und bei der das Beibehaltungswahlrecht ausgeübt worden ist. Sämtliche Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Die enercity AG ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der VVG einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden im Wesentlichen zu Sicherungszwecken eingesetzt und mit den jeweiligen Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten bilanziell zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Demgemäß bleiben Wert- beziehungsweise Zahlungsstromänderungen vom Grund- und Sicherungsgeschäft unberücksichtigt, insoweit sie den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung betreffen. Der ineffektive Teil wird gemäß dem Imparitätsprinzip als Rückstellung berücksichtigt, sofern dieser einem nicht realisierten Verlust entspricht. Schwebende Strom- und Gasverträge werden mit CO2 -Zertifikate- und Kohleverträgen in Portfolien i. S. d. IDW ÖFA 3 Tz. 18 zusammengefasst und bilden einen Saldierungsbereich. Die Portfolien werden entsprechend der einzelnen Kraftwerkseinsatzentscheidungen gebildet. Eigengeschäfte werden nicht in die Portfolien einbezogen. Bestehen in einem Saldierungsbereich Verpflichtungsüberhänge, werden diese als Drohverlustrückstellungen erfasst. Die interne Steuerung der Portfolien erfolgt auf Segmentebene durch das Risikomanagement und einer Deckungsbeitragsrechnung. Die Aufteilung der Wert- oder Zahlungsstromänderungen in Bezug auf die Unwirksamkeit der abgesicherten und der nicht abgesicherten Risiken erfolgt nicht. 3 Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Hierfür verweisen wir auf die Anlage I zu diesem Anhang. Im Geschäftsjahr ist das Gasversorgungsnetz in Ronnenberg zum Restbuchwert von 2,0 Mio. EUR aus dem Anlagevermögen abgegangen, da dieses an die enercity Netz GmbH verkauft wurde. Der Anteilsbesitz von der enercity AG ist gemäß den Vorschriften des § 285 Nr. 11 HGB in der Anteilsbesitzliste im Anlage II „Anteilsbesitz von der enercity Aktiengesellschaft, Hannover, gemäß § 285 Nr. 11 HGB“ dieses Anhangs aufgeführt. Zur Verbesserung der Transparenz wird unter den immateriellen Vermögensgegenständen gemäß § 265 Abs. 5 HGB der Bilanzposten „Geleistete Anzahlungen und unfertige immaterielle Vermögensgegenstände“ mit aufgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist der abgegrenzte Verbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten. Die in Abzug gebrachten erhaltenen Anzahlungen betreffen hauptsächlich eingegangene Teilbeträge auf den noch nicht abgelesenen und abgerechneten Energie- und Wasserverbrauch. Die Mitzugehörigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen zu anderen Posten der Bilanz stellt sich saldiert wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Factoring-Programm über ein Volumen von 150 Mio. EUR erfolgreich implementiert, wodurch um diesen Betrag geringere Forderungen aus Lieferung und Leistungen resultieren. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind außer einer Forderung in Höhe von 10,9 Mio. EUR (Vorjahr: 10,9 Mio. EUR) kurzfristig. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 86,0 Mio. EUR und ist eingeteilt in 17.200.000 Aktien im Nennwert von je 5,00 EUR, wovon die VVG 13.072.000 Aktien hält. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält den gesetzlichen Reservefonds in Höhe von unverändert 11,4 Mio. EUR. Gewinnrücklagen In die anderen Gewinnrücklagen wurde ein Betrag in Höhe von 101,3 Mio. EUR (Vorjahr: 225,5 Mio. EUR) aus dem Jahresüberschuss eingestellt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 6 S. 1 und 3 HGB für die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2024 -0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Durch das vorliegende Deckungsvermögen besteht ein Betrag in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) gemäß § 268 Abs. 8 S. 3 i.V.m. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Aufgrund vorhandener Rücklagen liegen keine ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB vor. Genussscheine Die Genussscheine wurden im Geschäftsjahr 1990 mit einem Gesamtnennbetrag von 5.112.918,81 EUR emittiert und lauten auf den Inhaber. Die Stückelung beträgt 511.291.881 Stück über je 0,01 EUR Nennbetrag. Die Genussscheine werden an der Mittelstandsbörse Deutschland (Freiverkehr), einem Handelssegment innerhalb des Freiverkehrs der Börsen Hamburg und Hannover, gehandelt. Das Unternehmen hält aktuell 42,11 Prozent (Vorjahr: 40,58 Prozent) der Genussscheine als eigene Wertpapiere. Auf die Genussscheine erfolgt eine jährliche Ausschüttung, die sich in Abhängigkeit von der Höhe des an die Muttergesellschaft abgeführten Gewinns und des gezeichneten Kapitals von der enercity AG bemisst. Das Genussscheinkapital wurde für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 4,2 Mio. EUR verzinst (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR). Die Laufzeit der Genussscheine ist unbefristet. Eine Kündigung ist weder durch die Inhaber noch durch die enercity AG erfolgt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Emissions- und CO2 -Zertifikate (86,6 Mio. EUR; Vorjahr: 7,9 Mio. EUR), Rückstellungen für ausstehende Netznutzungs- und Bezugsrechnungen (78,7 Mio. EUR; Vorjahr: 85,1 Mio. EUR), Personalrückstellungen nach Verrechnung von Deckungsvermögen (50,2 Mio. EUR; Vorjahr: 54,2 Mio. EUR), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (41,8 Mio. EUR; Vorjahr: 44,2 Mio. EUR), Rückstellungen für Prozessrisiken (18,5 Mio. EUR; Vorjahr: 32,0 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für die Rehabilitierung von Netzen und sonstigen Anlagen (13,7 Mio. EUR; Vorjahr: 39,5 Mio. EUR). Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden gemäß § 246 Abs. 2 HGB Die Wertpapiere des Anlagevermögens bestehen ausschließlich aus einem Geldmarktfonds mit Verpfändungsvereinbarung und dienen der Absicherung von Wertguthaben der Lebensarbeitszeit- und Langarbeitszeitkonten der Arbeitnehmer. Somit bilden die Wertpapiere des Anlagevermögens nach § 246 Abs. 2 HGB Deckungsvermögen und werden mit den entsprechenden passivierten Rückstellungen saldiert. Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2024 wurde mit dem Stichtagskurs des Geldmarktfonds berechnet.
Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen zu anderen Posten stellt sich saldiert wie folgt dar:
Derivate Die enercity AG setzt derivative Finanzinstrumente (Sicherungsinstrumente) zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus Darlehen und Wareneinkäufen (Grundgeschäfte) ein. Dafür werden als Sicherungsinstrumente Zinsswaps und Kohleswaps abgeschlossen. Zur Absicherung werden sowohl Mikro-, Macro- als auch Portfoliohedges und Vertragsportfolien nach IDW ÖFA 3 gebildet. Ein dokumentiertes, angemessenes und funktionsfähiges internes Risikomanagement wurde eingerichtet. Die Marktwerte der Zinsderivate bestimmen sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis einer Zinsstrukturkurve zum Stichtag. Diesbezüglich werden die für die Restlaufzeit der Derivate abgeleiteten Forward-Preise verwendet. Der Marktwert von Commodity-Termingeschäften errechnet sich auf Basis des am Abschlussstichtag geltenden Terminkurses für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Kurs. Bewertungseinheiten Im Berichtsjahr wurden Darlehen in Höhe von 210,0 Mio. EUR durch Payer Swaps abgesichert und in Bewertungseinheiten einbezogen. Die aus den variablen Zinszahlungen der Darlehen resultierenden Zinsrisiken werden durch die zu erhaltenden variablen Zinszahlungen aus den Payer Swaps eliminiert. Der beizulegende Zeitwert der in Bewertungseinheiten einbezogenen Payer Swaps beträgt -7,3 Mio. EUR. Durch die Bildung der Bewertungseinheiten wurden keine Drohverlustrückstellungen ausgewiesen. Im Rahmen der Bildung der Bewertungseinheiten sind negative Marktwerte von 3,1 Mio. Euro sowie 0,1 Mio. Euro aus Ineffektivität als Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Die variabel verzinslichen Darlehen werden für Zeiträume von bis zu 17 Jahren abgesichert. In die Bewertungseinheiten werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartende Transaktionen in Form von Darlehensprolongationen in Höhe von 75,0 Mio. EUR einbezogen. Die Notwendigkeit der Darlehensprolongationen resultiert aus dem geplanten Finanzierungsbedarf von der enercity AG. Die Ermittlung der prospektiven Effektivität erfolgt mithilfe von Sensitivitätsanalysen. Die Ermittlung der retrospektiven Effektivität erfolgte anhand der Dollar-Offset-Methode. In die Bewertungseinheiten werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartende Transaktionen einbezogen. Zum Stichtag lagen keine Hinweise auf den Nichteintritt dieser Transaktionen vor. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Im Berichtsjahr wurden im Rahmen des Gaseigenhandels Gaskaufgeschäfte in Höhe von 107,5 Mio. EUR und Gasverkaufsgeschäfte in Höhe von 108,7 Mio. EUR in eine Portfolio-Bewertungseinheit einbezogen. Das Portfolio beinhaltet Termingeschäfte für Gaskäufe und -verkäufe, die sich in Umfang und Zeitraum nahezu ausgleichen. Der beizulegende Zeitwert der in der Bewertungseinheit einbezogenen Termingeschäfte beträgt saldiert 0,6 Mio. EUR. Aufgrund der Bildung der Bewertungseinheit wurden keine Drohverlustrückstellungen ausgewiesen. Im Rahmen der Bildung der Bewertungseinheit wurden keine negativen Marktwerte aus Ineffektivität als Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Die Gasgeschäfte haben Laufzeiten von bis zu drei Jahren. Die Ermittlung der prospektiven Effektivität erfolgt mithilfe von Sensitivitätsanalysen. Die Ermittlung der retrospektiven Effektivität erfolgte anhand der Dollar-Offset-Methode. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Im Berichtsjahr wurden im Rahmen des Stromeigenhandels Stromkaufgeschäfte in Höhe von 206,4 Mio. EUR und Stromverkaufsgeschäfte in Höhe von 158,8 Mio. EUR in eine Portfolio-Bewertungseinheit einbezogen. Das Portfolio beinhaltet Termingeschäfte für Stromkäufe und -verkäufe, die sich in Umfang und Zeitraum nahezu ausgleichen. Der beizulegende Zeitwert der in der Bewertungseinheit einbezogenen Termingeschäfte beträgt saldiert 0,4 Mio. EUR. Aufgrund der Bildung der Bewertungseinheit wurden keine Drohverlustrückstellungen ausgewiesen. Im Rahmen der Bildung der Bewertungseinheit wurden keine negativen Marktwerte aus Ineffektivität als Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Die Stromgeschäfte haben Laufzeiten von bis zu vier Jahren. Die Ermittlung der prospektiven Effektivität erfolgt mithilfe von Sensitivitätsanalysen. Die Ermittlung der retrospektiven Effektivität erfolgte anhand der Dollar-Offset-Methode. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Derivate für Devisentermin-, Strom-, Kohle-,CO2 -Zertifikate- und Gasgeschäfte (Portfoliosteuerung) Zur Versorgung, Bewirtschaftung, Absicherung und Optimierung von Kundenkontrakten, Kraftwerken, Gasspeichern und Biogasanlagen werden die Commodities-Devisentermingeschäfte in US-Dollar, Kohle, CO2 -Zertifikate, Herkunftsnachweise, Strom und Gas gehandelt. Im Rahmen des Preis- und Mengenrisikomanagements werden OTC-Forwards eingesetzt und Futures an der deutschen Strombörse EEX (European Energy Exchange) gehandelt. Darüber hinaus werden Gas-Optionsgeschäfte an der Intercontinental Exchange (ICE) abgeschlossen. Der Einsatz dieser derivativen Finanzinstrumente ist durch eine interne Richtlinie geregelt. Aus der Bewirtschaftung und Absicherung von Kundenkontrakten, Kraftwerken, Gasspeichern und Biogasanlagen werden Portfolien für die zugrunde liegenden Sachzusammenhänge im Sinne des IDW ÖFA 3 gebildet. Im Rahmen der Back-to-back-Kontrahierung wurden folgende Derivate abgeschlossen: Am Abschlussstichtag betragen Nominal- und Marktwert der schwebenden Geschäfte:
Im Saldierungsbereich der Portfolien nach IDW ÖFA 3 sind unter anderem folgende Derivate für Emissionszertifikate- und Kohlegeschäfte enthalten:
3.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse (ohne Energiesteuer) des Berichtsjahres nach Geschäftsbereichen ergibt sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erzielt. In den Umsatzerlösen sind im Geschäftsjahr 2024 periodenfremde Erträge in Höhe von 26,1 Mio. EUR (Vorjahr: 58,4 Mio. EUR) enthalten. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 111,1 Mio. EUR (Vorjahr: 73,3 Mio. EUR) enthalten.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen mit 38,8 Mio. EUR aus einer angepassten Ermittlung für Sanierungsmaßnahmen sowie mit 10,7 Mio. EUR einer Aktualisierung von Prozessrisiken. Zuschreibungen zum Finanzanlagevermögen wurden in Höhe von insgesamt 30,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR) vorgenommen und betreffen Beteiligungen, die zur Wärmewende beitragen werden. Für die Wärmewende sind neben den Investitionen in das Wärmenetz auch erhebliche Investitionen in die erneuerbare Wärmeerzeugung notwendig. Die zunehmend besseren staatlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Wärmewende führen zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit der notwendigen Investitionen. Die Erträge aus den Abgängen aus Sachanlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf des Gasnetzes in Ronnenberg an die enercity Netz GmbH in Höhe von 6,5 Mio. EUR. Die Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen resultieren aus dem gesunkenen Forderungsbestand zum 31. Dezember 2024. Materialaufwand In den Materialaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2024 periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 56,9 Mio. EUR (Vorjahr: 53,1 Mio. EUR). Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen im Berichtsjahr 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 15,0 Mio. EUR (Vorjahr: 23,2 Mio. EUR) enthalten.
Der Rückgang der Wertberichtigungen auf Forderungen resultiert aus geringeren Wertberichtigungen aufgrund des gesunkenen Forderungsbestandes zum 31. Dezember 2024. Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten im Geschäftsjahr 2024 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR). Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 22,9 Mio. EUR (Vorjahr: 194,3 Mio. EUR) beinhalten Abwertungen auf Beteiligungen und denen zugehörige Ausleihungen in weiterhin schwierigen Marktsegmenten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen wurden in Höhe von 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) erfasst. Saldierung Zinserträge und Zinsaufwendungen nach § 246 Abs. 2 HGB Im Geschäftsjahr 2024 wurden Erträge in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) aus dem gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnenden Wertpapiervermögen mit den zugehörigen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Lebensarbeitszeitkonten- und Langarbeitszeitkontenrückstellung in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) verrechnet. 3.3 Angaben zum Jahresergebnis Die enercity AG hat entsprechend dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag 115,7 Mio. EUR (Vorjahr: 101,7 Mio. EUR) an die VVG abzuführen. In diesem Betrag sind 16,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR) Mindestdividende an außenstehende Aktionäre enthalten. Auf das Genussscheinkapital erfolgt eine Ausschüttung von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR). Der verbleibende Jahresüberschuss von 101,3 Mio. EUR (Vorjahr: 225,5 Mio. EUR) wurde den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. 3.4 Berichterstattung gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Die enercity AG hat Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG mit verbundenen Unternehmen getätigt: Von enercity AG erbrachte Leistungen
Von enercity AG empfangene Leistungen
Die Auswirkungen auf die Vermögenslage entwickelten sich wie folgt:
Diese Verträge sind grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen geschlossen worden. Des Weiteren liegt gegenüber einem verbundenen Unternehmen eine Patronatserklärung in Höhe von 40 Mio. EUR vor. 4 Sonstige Angaben 4.1 Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe und Organkredite Vorstand Die Mitglieder des Vorstands sind:
Aufsichtsrat Folgende Mandatsträger:innen waren im Geschäftsjahr 2024 im Aufsichtsrat vertreten:
*
Arbeitnehmervertreter:innen von enercity AG Den aktiven Vorstandsmitgliedern wurden 1,8 Mio. EUR vergütet; davon entfielen 1,3 Mio. EUR auf feste (Gehälter, Zuschüsse zu Versicherungsbeiträgen, Sachbezüge) und 0,6 Mio. EUR auf variable Vergütungen. Frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen erhielten 1,3 Mio. EUR. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind 20,5 Mio. EUR zurückgestellt. Dem Aufsichtsrat wurden 73 TEUR und dem Beirat 4 TEUR vergütet. 4.2 Belegschaft Der Jahresdurchschnitt 2024 der im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer:innen zeigt folgendes Bild:
Die Anzahl der Auszubildenden beträgt 1 (Vorjahr: 1). 4.3 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag besteht gegenüber Lieferanten ein im Wesentlichen kurzfristiges offenes Bestellobligo in Höhe von 120,7 Mio. EUR. Des Weiteren liegen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Wartungsverträge in Höhe von 36,1 Mio. EUR vor. Infolge der langfristigen Anmietung des Verwaltungsgebäudes Glockseeplatz 1, Hannover, bestehen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag mit einer Restlaufzeit bis 2049 in Höhe von 141,9 Mio. EUR. Daneben wird für die Anmietung von Büroflächen Vahrenwalder Straße 315/315A, Hannover, eine Mietverpflichtung mit Beendigung des Vertrages zum 31. Dezember 2029 in Höhe von 0,5 Mio. EUR aufgeführt. Des Weiteren liegt aufgrund der Anmietung des Kundencenter Ständehausstraße 6, Hannover, eine Mietverpflichtung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr in Höhe von 0,4 Mio. EUR vor. Ebenfalls eine Restlaufzeit von einem Jahr hat die Mietverpflichtung in Höhe von 0,2 Mio. EUR für die Anmietung von zusätzlichen Parkflächen bis zum 31. Dezember 2025. Darüber hinaus bestehen am Stichtag Verpflichtungen aus Pachtverträgen mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren für das Strom- und Wasserversorgungsnetz der Netzgesellschaft Laatzen GmbH & Co. KG, mit einer Restlaufzeit von acht Jahren für das Gasversorgungsnetz mit der Gasnetzgesellschaft Laatzen-Nord mbH sowie mit einer Restlaufzeit von 18 Jahren für das Gasversorgungsnetz der Gasnetzgesellschaft Seelze GmbH & Co. KG. Für das Wasser- und Stromnetz ist ein jährlicher Mindestpachtzins mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren von insgesamt 1,7 Mio. EUR vereinbart; der Pachtzins für die Gasnetze ist variabel. Im Geschäftsjahr 2024 sind Pachtaufwendungen von insgesamt 4,8 Mio. EUR entstanden. Für Kfz-Leasing bestehen Verpflichtungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR. Aus Darlehenszusagen gegenüber Beteiligungsunternehmen bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 53,4 Mio. EUR; davon wurden gegenüber den verbundenen Unternehmen Zusagen zu langfristigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 48,8 Mio. EUR gemacht. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen in Höhe von 112,6 Mio. EUR gegenüber der enercity Netz GmbH, Hannover, aus dem Vertrag über technische Dienstleistungen sowie Dienstleistungen für Wasser- und Fernwärmenetze. Der Vertrag ist am 1. Januar 2024 in Kraft getreten und endet am 31. Dezember 2028. Insgesamt bestehen in Höhe von 468,2 Mio. EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen, davon bestehen 161,4 Mio. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Die enercity AG hat im Geschäftsjahr eine Verpflichtung aus der Patronatserklärung gegenüber der enercitySolution GmbH bis zu einer Höhe über 40,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028 übernommen. Es handelt sich hierbei um eine Verbindlichkeit aus Bürgschaften und derzeit wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen. Weitere Haftungsverhältnisse liegen nicht vor. 4.4 Konzernverhältnisse Die VVG hat mitgeteilt, dass ihr 76,00 Prozent der Stimmrechte an der enercity AG zustehen. Gleichfalls hat die VVG mitgeteilt, dass die Landeshauptstadt Hannover aufgrund der Zurechnung der von der VVG gehaltenen Stimmrechte gemäß § 16 Abs. 4 AktG über 76,00 Prozent Stimmrechte an der enercity AG verfügt. Im Geschäftsjahr 2024 wurden 0,91 Prozent des Grundkapitals der enercity AG von der Region Hannover, Hannover, an die VVG übertragen. Weitere 24,00 Prozent der Stimmrechte hält die Thüga AG, München. Die enercity AG, mit Sitz in Hannover, ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß §§ 290 ff. HGB aufzustellen, befreit. Die enercity AG wird in den befreienden Konzernabschluss der VVG, die ebenfalls ihren Sitz in Hannover hat, einbezogen. Die VVG ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen nach den Vorschriften des HGB aufstellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der VVG werden beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und im Unternehmensregister veröffentlicht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.unternehmensregister.de zugänglich. Darüber hinaus stellt die enercity AG zum 31. Dezember 2024 freiwillig für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach HGB sowie einen mit dem Lagebericht der enercity AG zusammengefassten Konzernlagebericht auf. 4.5 Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2024 sind Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des enercity AG-Abschlusses erwarten. Der enercity-Konzern hat im Dezember 2024 einen Vertrag mit der Hanwha QCells GmbH (QCells) geschlossen. Mit der Umsetzung des Vertrages wurden zum 1. Januar 2025 zentrale Geschäftsfelder von QCells übernommen. Hierzu zählt der Bereich Dienstleistungen und Versorgung im Privatkundensegment für Strom und Wärme. Die enercity AG übernimmt die Verträge und führt diese fort. 4.6 Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben werden, da es in die Angabe im Konzernabschluss der VVG einbezogen wird.
Hannover, den 10. März 2025 enercity Aktiengesellschaft Der Vorstand Aurélie Alemany Prof. Dr. Hansmann Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
Anteilsbesitz von der enercity Aktiengesellschaft, Hannover, gemäß § 285 Nr. 11 HGB 31.12.2024
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EAV Abkürzung für Ergebnisabführungsvertrag Zusammengefasster* Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen des enercity-Konzerns 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Konzernstruktur 2 Strategie und Steuerungssystem 2.1 Strategische Ausrichtung 2.2 Steuerungssystem 3 Geschäftsentwicklung des enercity-Konzerns 3.1 Rahmenbedingungen 3.1.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 3.1.2 Branchenentwicklung 3.1.3 Beschaffung und Entwicklung der Markt- und Brennstoffpreise 3.1.4 Ausgewählte gesetzliche Neuerungen in der Energiepolitik 3.1.5 Witterungseinflüsse 3.2 Mitarbeitende 3.3 Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres 3.4 Geschäftsentwicklung des enercity-Konzerns 3.4.1 Ertragslage 3.4.2 Vermögenslage 3.4.3 Finanzlage 3.4.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage 4 Geschäftsentwicklung der enercity AG 4.1 Erläuterungen zum Jahresabschluss der enercity 4.1.1 Ertragslage 4.1.2 Vermögenslage 4.1.3 Finanzlage 4.1.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage 4.2 Mitarbeitende und Erklärung zur Unternehmensführung 4.3 Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen nach § 6b EnWG 5 Nachtragsbericht 6 Prognosebericht 6.1 Rahmenbedingungen 6.2 Erwartete Ergebnisentwicklung im enercity-Konzern 6.3 Erwartete Ergebnisentwicklung der enercity AG 7 Risiko- und Chancenbericht 7.1 Risiko- und Chancensituation des enercity-Konzerns 7.2 Risiko- und Chancensituation von enercity Anlage: Nachhaltigkeitserklärung 2024**
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Ab dem Geschäftsjahr 2024 haben die gesetzlichen Vertreter entschieden, dass ein
zusammengefasster Lagebericht für die enercity AG und den enercity-Konzern erstellt
wird. 1 Grundlagen des enercity-Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die enercity Aktiengesellschaft (enercity AG), Hannover, ist ein bundesweit tätiges kommunales Energiedienstleistungsunternehmen und bildet als Muttergesellschaft gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften den enercity-Konzern. Der enercity-Konzern bietet Energie und Dienstleistungen für Privat- sowie Geschäftskund:innen an. Der Umsatz des enercity-Konzerns wird in den Sparten Strom, Gas, Wärme, Wasser und Dienstleistungen erwirtschaftet. Im gesamten Bundesgebiet versorgt der enercity-Konzern etwa eine Million Menschen mit Energie und Wasser. Die Sparte Strom umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Erzeugung über Verteilung bis hin zum Vertrieb und Handel. Im Bereich der Stromerzeugung gehört der enercity-Konzern mit einer installierten Leistung von 802 Megawatt (MW) zu den führenden Betreibern auf dem deutschen Onshore-Windmarkt. Die Windkraftanlagen befinden sich im gesamten Bundesgebiet. Großen Wert wird dabei auf eine effiziente und umweltfreundliche Stromproduktion gelegt. Bereits früh setzte der enercity-Konzern auf die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen). Am Standort Hannover, wo die Stromproduktion bislang vorwiegend durch zwei Großkraftwerke erfolgt, wird die Energieerzeugung schrittweise auf eine nachhaltigere Basis umgestellt. Bis 2028 wird das Kohlekraftwerk in Stöcken in zwei Etappen vom Netz gehen und die KWK-Anlagen des Gaskraftwerks in Linden sollen bis spätestens 2035 auf Wasserstoff umgestellt werden. Ergänzt wird das klimafreundliche Portfolio durch KWK-Anlagen zur Verwertung von Reststoffen wie Müll, Klärschlamm und Altholz. Der enercity-Konzern betreibt Stromverteilungsnetze in Hannover und den umliegenden Kommunen. Über die Tochtergesellschaft enercity Netz GmbH (enercity Netz), Hannover, werden insgesamt 7.589 Kilometer regulierte Netze bewirtschaftet. Zusätzlich betreibt der enercity-Konzern kleinere Arealnetze, die in eigenen Netzgesellschaften organisiert sind. ![]() Der Handel innerhalb des enercity-Konzerns stellt die marktgerechte Beschaffung sowie Vermarktung von Strom, Erzeugungsrohstoffen und CO2 -Emissionszertifikaten sicher. Er unterstützt den bundesweiten Vertrieb mit handelsnahen Dienstleistungen und der Möglichkeit, Produkte zu börsenüblichen Preisen anzubieten. Darüber hinaus übernimmt der Handel die zentrale Vermarktung dezentraler Erzeugungsanlagen vor allem solcher, die auf erneuerbare Energien setzen, und agiert auf den Spot-, Intraday- und Regelleistungsmärkten. In der Sparte Gas deckt der enercity-Konzern ebenfalls sämtliche Wertschöpfungsstufen ab. Im Bereich der Erzeugung betreibt er Biogas-Einspeiseanlagen, die zur Bereitstellung von Biogas für die eigenen Anlagen und die Anlagen von Kund:innen beitragen. Der enercity-Konzern ist in der Gasversorgung ebenfalls in Hannover und benachbarten Kommunen tätig. Die Tochtergesellschaft enercity Netz fungiert als Netzbetreiberin für ein Gasnetz von insgesamt 2.946 Kilometern Länge. Der Betrieb von Arealnetzen erfolgt in separaten Netzgesellschaften. Im Handel werden Gasmengen und marktwichtige Produkte wie CO2 -Emissionszertifikate beschafft und vermarktet, um den Vertrieb auf Bundesebene zu unterstützen. Zudem wird die Speicherbewirtschaftung optimiert und Erdgas wird zielgerichtet beschafft. Die Sparte Wärme umfasst alle Aktivitäten zur Versorgung der Kund:innen mit thermischer Energie und Energiedienstleistungen. Die erzeugte Wärme wird zur Versorgung der Bevölkerung in Hannover sowie von Industriekund:innen genutzt. Zudem bietet der enercity-Konzern deutschlandweit dezentrale und zunehmend nachhaltige Lösungen für die Wärme- und Kälteversorgung an. Mit einem Portfolio aus Biogasanlagen, Biomasse-Heizkraftwerken und Biomethan-Blockheizkraftwerken betreibt der enercity-Konzern eine Vielzahl solcher Anlagen in Deutschland. Diese werden entweder direkt oder in Kooperation mit anderen Unternehmen für die lokale Wärmeversorgung genutzt. Die Contracting-Aktivitäten im Bereich Wärme decken sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette ab, von der Bedarfsanalyse über Planung und Finanzierung bis hin zur Umsetzung und Betriebsführung. Dazu gehören auch die Wartung und Instandhaltung der Anlagen zur Wärme- oder Energieerzeugung bei Kund:innen. Zur Unterstützung der Wärmewende erhöht der enercity-Konzern in Hannover den Anteil erneuerbarer Quellen an der Fernwärmeerzeugung und baut das Fernwärmenetz signifikant aus. Dabei wird die Umstellung der Wärmeerzeugung auf nachhaltige Verfahren mit erneuerbaren Energieträgern vorangetrieben, ohne die Versorgungssicherheit für die Fernwärmekund:innen zu gefährden. Auch in der Sparte Wärme übernimmt der Bereich Energiewirtschaft und Handel ähnliche Aufgaben wie in den Sparten Strom und Gas. ![]() Die eigene Sparte Wasser umfasst die Versorgung von rund 700.000 Menschen in Hannover und der Region mit Trinkwasser. Der enercity-Konzern deckt sämtliche Aktivitäten von der Gewinnung bis hin zur Auslieferung ab. Die Trinkwassergewinnung erfolgt überwiegend durch eigene Wasserwerke in der Region Hannover. Das gewonnene Wasser wird über das firmeneigene Wassernetz an die Kund:innen verteilt. Der Schutz der natürlichen Ressource Wasser hat für den enercity-Konzern hohe Priorität. Daher engagiert sich das Unternehmen für gesunde Wälder in den Wassergewinnungsgebieten und arbeitet eng mit landwirtschaftlichen Betrieben in der Region zusammen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen zu gewährleisten. In der Sparte Dienstleistungen bietet der enercity-Konzern ein breites Portfolio an energienahen Services. Dazu zählen Photovoltaik- und Wärme-Lösungen für die nachhaltige Strom- und Wärmeproduktion, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie umfassende Elektromobilitätsdienstleistungen. Weitere Dienstleistungen umfassen Energieeffizienz-Services wie Energiecontrolling und -management sowie Systeme im Bereich des Energy Management. 1.2 Konzernstruktur Die Stadt Hannover ist Hauptaktionärin der enercity AG. Die Beteiligung erfolgt über die zu 100 Prozent kommunale Holdinggesellschaft Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG), Hannover, die 76,0 Prozent der Anteile an der enercity AG hält und mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Mit ihren vielfältigen Geschäftstätigkeiten deckt die enercity AG nahezu alle Bereiche der Energieversorgung ab, einschließlich Strom, Wärme (Gas und Fernwärme) und Wasser. Die Aktivitäten des Unternehmens erstrecken sich von der Produktion und Speicherung bis zur Verteilung und dem Vertrieb an die Kund:innen. Darüber hinaus ist die enercity AG auch im Energiehandel, der Bereitstellung von Infrastruktur sowie im Bereich der energienahen Dienstleistungen tätig. Für das Geschäftsjahr 2024 werden neben der enercity AG insgesamt 159 (Vorjahr: 149) Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Details hierzu sind in der Anteilsbesitzliste im enercity-Konzernanhang zu finden. Das Beteiligungsportfolio des enercity-Konzerns umfasst eine breite Palette an Aktivitäten in der Energiewirtschaft und angrenzenden Bereichen. In den vergangenen Jahren wurde das Portfolio kontinuierlich weiterentwickelt und an der Strategie des Unternehmens ausgerichtet. Die Danpower GmbH (Danpower), Potsdam, und die enercity Contracting GmbH (enercity Contracting), Hannover, bieten mit ihren Tochterunternehmen deutschlandweit dezentrale Wärme- und Kältelösungen an. Dabei wird die Wärme teilweise aus selbst erzeugtem Biogas oder der Abwärme aus Industrieprozessen und Reststoffverwertungsanlagen gewonnen. In Kooperation mit der Stadt Langenhagen betreibt die enercity AG über das Joint Venture Energie- Projektgesellschaft Langenhagen mbH (EPL), Langenhagen, eine lokale Wärmeversorgung. Die enercity Erneuerbare GmbH (enercity Erneuerbare), Leer, und ihre Tochtergesellschaften treiben die Expansion der erneuerbaren Stromerzeugung voran, in dem sie Wind- und Solarparks entwickeln und betreiben. Die Aktivitäten im Bereich Photovoltaik- und Speicherlösungen für „Auf-Dach-Anlagen“ werden in der enercitySolution GmbH (enercitySolution), Hannover, gebündelt. Das Dienstleistungsangebot für erneuerbare Stromerzeugung umfasst für enercity-Kund:innen das komplette Spektrum von der Planung und Projektierung bis zum Bau der Anlagen. Zur Sicherstellung einer stabilen Erdgasversorgung betreibt die enercity AG gemeinsam mit einem Partner einen Gasspeicher in Empelde. Eigentümerin des Kavernenspeichers ist die GHG-Gasspeicher Hannover GmbH (GHG), Ronnenberg. Das nutzbare Speichervolumen wird diskriminierungsfrei über die enercity Speichervermarktungsgesellschaft mbH (enercity Speichervermarktung), Hannover, angeboten. Die enercity Netz betreibt sowohl eigene als auch gepachtete regulierte Strom- und Gasnetze in der Stadt Hannover und angrenzenden Kommunen. Zudem bietet sie umfangreiche Dienstleistungen von der Wartung und Baubetreuung bis hin zum kompletten technischen Netzbetrieb für Gesellschaften mit nichtregulierten Netzen. Im Rahmen langfristiger Kooperationen ist die enercity AG an Netzgesellschaften mit kommunalen Mehrheitsgesellschaftern in Laatzen (Netzgesellschaft Laatzen GmbH & Co. KG (NGL), Laatzen, Gasnetzgesellschaft Laatzen-Nord mbH (GNG), Laatzen, sowie Seelze (Gasnetzgesellschaft Seelze GmbH & Co. KG (GNGS), Seelze) beteiligt. Diese Gesellschaften verpachten ihre Netze an enercity. Im Jahr 2024 hat die enercity AG mit der enercity Netz ein neues kommunales Beteiligungsmodell umgesetzt. Dieses Beteiligungsmodell ermöglicht es Kommunen, mit denen die enercity AG Konzessionsverträge für den Betrieb von Strom- oder Gasnetzen geschlossen hat, sich an der enercity Netz zu beteiligen. Als erste Kommune hat sich die Stadt Ronnenberg im November 2024 an der enercity Netz beteiligt. Zusätzlich betreibt enercity AG kleinere Strom- und Gasnetze als sogenannte „Arealnetze“ in separaten Netzgesellschaften. Ein Beispiel ist die enercity Flughafen Netz GmbH (eFN), Hannover, die ein geschlossenes Verteilnetz auf dem Gelände des Flughafens Hannover-Langenhagen betreibt. Über die 50-prozentige Beteiligung an der htp GmbH (htp), Hannover, fördert enercity AG zudem den Ausbau von Telekommunikations- und Datenübertragungsnetzen in der Stadt Hannover und der umliegenden Region. Joint-Venture-Beteiligungen wie die KLH-Tiefwerk Holding GmbH (KLH Tiefwerk Holding), Lehrte, und die TRIGIS NET GmbH (TRIGIS NET), Hannover, eröffnen dem enercity-Konzern den Zugang zu Netzaus- und -umbau in den Bereichen Tiefbau und Montage sowie zur Geodatenverarbeitung. Diese Ressource ist im Kontext der Energiewende zunehmend gefragt und unterliegt einem intensiven Wettbewerb. Im Jahr 2024 wurde die Elektroanlagenbau Kammeyer GmbH (Kammeyer), Meyernburg, übernommen, die auf den Bau von Stromnetzen und Netzanlagen spezialisiert ist. In den vergangenen Jahren wurde zudem verstärkt in digitale Geschäftsmodelle investiert, die eng mit der Energiewirtschaft verknüpft sind. Eine von der enercity AG entwickelte digitale Vertriebsplattform wurde in die LYNQTECH GmbH (LYNQTECH), Hannover, ausgegründet, an der die enercity digital GmbH (enercity digital), Hannover, beteiligt ist. Außerdem hat sich die enercity AG an zwei innovativen Unternehmen im Bereich IoT und Smarthome beteiligt: der digimondo GmbH (digimondo), Hamburg, und der ROCKETHOME GmbH (ROCKETHOME), Köln. Diese Unternehmen fokussieren sich auf die digitale Vernetzung von Messeinrichtungen und -geräten im öffentlichen Raum sowie in Unternehmen und Privathaushalten. Im Geschäftsjahr 2024 ist die enercity AG darüber hinaus zwei neue Beteiligungen im Bereich Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge eingegangen: mit der Autostrom Plus GmbH (Autostrom), Hannover, die an der Ausschreibung der Autobahn GmbH zum Aufbau des sogenannten Deutschlandnetzes erfolgreich beteiligt war, sowie mit der ev-pay GmbH (ev-pay), Freising, die eine eichrechtskonforme, ladestationsunabhängige Lösung für Ad-hoc-Payment zu variablen Tarifen entwickelt. Zur Förderung der regionalen Verankerung hält die enercity AG Minderheitsbeteiligungen an den kommunalen Versorgungsunternehmen Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG (SW Wunstorf), Wunstorf, und Stadtwerke Garbsen GmbH (SW Garbsen), Garbsen. Zudem ist die enercity AG mit der Thüga AG (Thüga AG), München, als Anteilseigner Teil eines der zahlenmäßig größten Stadtwerke-Netzwerke in Deutschland und Gesellschafterin der Thüga Holding GmbH & Co. KGaA (Thüga Holding), München, der alleinigen Gesellschafterin der Thüga AG. 2 Strategie und Steuerungssystem 2.1 Strategische Ausrichtung Die Haupttreiber des Strukturwandels der Energiewirtschaft sind Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung. Bis 2035 verschiebt sich die Wertschöpfung zunehmend in Richtung der Kund:innen. Die zunehmend ambitionierteren Klimaschutzziele und die voranschreitende Digitalisierung führen zu einer Beschleunigung der Transformation. Dieser Entwicklung folgt die aktuelle Strategie mit ihren Schwerpunkten der Verdopplung der Kund:innenanzahl, dem Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion, der Wärmewende und den nachhaltigen Dienstleistungen. Die für die Strategieumsetzung gesetzten fünf strategischen Ziele sind: 1. Klimaneutralität im gesamten enercity-Konzern bis 2040 Der enercity-Konzern will seinen eigenen CO2 -Fußabdruck bis 2040 vollständig neutralisieren. Hierzu erfolgt unter Wahrung der jederzeitigen Wärmeversorgung ein zügiger Kohleausstieg bis 2027/2028. Dafür werden die erneuerbaren Energieträger bei der Strom- und Wärmeproduktion ausgebaut. 2024 wurden die Grundlagen dafür geschaffen, den CO2 -Fußabdruck regelmäßig erheben zu können. 2. Klimaneutralität für enercity-Kund:innen - Steigerung der Kund:innenanzahl enercity treibt das begonnene überregionale Wachstum im gesamten Bundesgebiet weiter voran und schöpft das Potenzial aller Kund:innen noch besser aus. Ziel ist es, die Zahl der Kund:innen bis 2030 zu erhöhen und zugleich die Anzahl der bezogenen Produkte je Kund:in zu steigern. Dabei sollen insbesondere die Dienstleistungen im Bereich dezentrale Energieanlagen ausgebaut werden. Das Jahr 2024 hat einige Herausforderungen bei der Umsetzung zutage treten lassen, da unsere Kund:innenanzahl nicht stieg, sondern stagnierte. An den Herausforderungen wird derzeit intensiv gearbeitet. 3. Klimaneutrale Stromproduktion und Ausbau der installierten Leistung der klimaneutralen Stromproduktion Der enercity-Konzern setzt sich für das Jahr 2035 zum Ziel, dass der Anteil der Erneuerbaren an seiner Stromproduktion 100 Prozent beträgt. Der enercity-Konzern erreicht dies, indem er noch vor 2035 aus der fossilen Stromproduktion aussteigt und gleichzeitig den Anteil der Erneuerbaren an seiner Stromproduktion bis 2030 vervierfacht. Das Ziel für 2035 beläuft sich auf etwa 8 Gigawatt (GW) installierter Leistung. Im Jahr 2024 wurde ein weiterer Schritt nach vorne gemacht und in weitere rund 200 MW erneuerbare Leistung investiert. 4. Gestalter der Wärmewende Der enercity-Konzern gestaltet bereits heute die Wärmewende in mehr als 300 Kommunen im gesamten Bundesgebiet. Es ist das Ziel von enercity, diesen Weg fortzusetzen und ihre Rolle als Gestalterin der Wärmewende in Kommunen in ganz Deutschland auszubauen. Mit dem Start der Ausarbeitung der kommunalen Wärmeplanung für 14 Kommunen 2024 und der geplanten Sicherung von weiteren 22 Aufträgen hat der enercity-Konzern hierbei einen weiteren Entwicklungsschritt absolviert. 5. Hohe Investitionen für die Klimaneutralität auf Basis einer soliden Finanzierung Der Weg in die Klimaneutralität erfordert bis 2030 Investitionen von rund 8 Mrd. EUR, die überwiegend in die Energie- und Wärmewende inklusive eines Ausbaus der erneuerbaren Strom- und Wärmeerzeugung fließen. Die Netze bilden dabei das Rückgrat der Energiewende. Die Stromnetze müssen infolge der Elektrifizierung des Verkehrs- und Wärmesektors ausgebaut werden. Das hohe Investitionsvolumen bedarf zur Finanzierung eine kontinuierliche Steigerung des enercity-Konzernergebnisses sowie eine deutliche Stärkung des Eigenkapitals. Ziel ist es, bis 2030 das EBIT auf über 550 Mio. EUR zu etablieren. Die hohen Ergebnisse der letzten Jahre werden aufgrund der geopolitischen Verwerfungen und deren Einfluss auf den Gaspreis als Sonderjahre betrachtet, die so nicht vergleichbar sind. Bisher haben wir 1,5 Mrd. EUR investiert und liegen planerisch weiter auf dem Strategiepfad. 2.2 Steuerungssystem Die enercity-Konzernsteuerung erfolgt in einem mehrstufigen System, das den Kund:innennutzen in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig den enercity-Konzernerfolg sichert und steigert. Das Steuerungssystem basiert auf finanziellen Zielgrößen, die aus der enercity-Konzernstrategie abgeleitet und auf die einzelnen Bereiche heruntergebrochen werden. Die Vereinbarung mit den Fachbereichsleitungen erfolgt im Rahmen der Wirtschaftsplanung. Zusätzlich werden Ziele für die Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften definiert. Ein regelmäßiges Reporting informiert den Vorstand und die Gremien über die Zielerreichung. Unterjährig werden Quartalsprognosen zum Jahresergebnis erstellt und die Ergebnisentwicklung sowie Abweichungen im Rahmen von Performance-Check-Gesprächen verfolgt. Neben dem Risikomanagement gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) enthalten diese Prognosen auch eine Chancen- und Risikobetrachtung. So wird sichergestellt, dass das Unternehmen frühzeitig auf Zielabweichungen und Veränderungen reagieren kann. Der Steuerungsprozess basiert auf den folgenden sechs Schritten:
Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren. Der enercity-Konzern verwendet verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren, um die eigene finanzielle Performance, Effizienz und finanzielle Stabilität jederzeit umfassend und aussagekräftig bewerten zu können. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind dabei, neben den Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT, der ROCE und das Net Debt/EBITDA sowie die Eigenkapitalquote. Darüber hinaus bildet das Investitionsmanagement einen Schwerpunkt der Steuerung. 3 Geschäftsentwicklung des enercity-Konzerns Die wirtschaftliche Entwicklung des enercity-Konzerns wird, wie die der gesamten Energiebranche, von zahlreichen exogenen Faktoren beeinflusst. Diese können sich unterschiedlich stark auf die aktuelle und künftige Geschäftsentwicklung auswirken. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland als Kernabsatzmarkt des enercity-Konzerns beeinflussen die Entwicklungen an den energiewirtschaftlichen Beschaffungs- und Absatzmärkten maßgeblich das Geschäft. Zudem können Veränderungen der gesetzlichen und tarifvertraglichen Rahmenbedingungen mitunter erhebliche Auswirkungen haben - und zwar sowohl auf die aktuelle als auch auf die künftige Geschäftsentwicklung. Daher werden nachfolgend zunächst wesentliche exogene Einflussfaktoren auf das Geschäft des enercity-Konzerns dargestellt, ehe auf die Geschäftsentwicklung des enercity-Konzerns im Geschäftsjahr 2024 eingegangen wird. 3.1 Rahmenbedingungen 3.1.1 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Deutsche Wirtschaft verzeichnet weiteren Rückgang. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist das zweite Jahr in Folge gesunken. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts, Wiesbaden, 2024 gegenüber dem Vorjahr preis- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent zurückgegangen (Vorjahr: -0,1 Prozent). Insbesondere konjunkturelle und strukturelle Belastungen verhinderten eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Trotz Zunahme des Welthandels sanken die deutschen Exporte, insbesondere aufgrund stärkerer internationaler Konkurrenz auf wichtigen Absatzmärkten. Immer noch hohe Energiekosten setzten die internationale Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes weiter unter Druck. Ein erhöhtes Zinsniveau sowie unsichere wirtschaftliche Aussichten hemmten wichtige Investitionen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ist über alle Wirtschaftsbereiche hinweg betrachtet gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent (Vorjahr: +0,3 Prozent* ) gesunken. Dabei sind in einzelnen Wirtschaftsbereichen durchaus unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen. So ging die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3,0 Prozent zurück, der Rückgang ist dabei im Wesentlichen auf das verarbeitende Gewerbe zurückzuführen. Insbesondere die Bereiche Maschinenbau oder die Automobilindustrie produzierten deutlich weniger und die Produktion der energieintensiven Industriezweige wie Chemie- oder Metallindustrie verharrte auf niedrigem Niveau. Die weiterhin hohen Baupreise und Zinsen führten zu einer Abnahme der Bruttowertschöpfung im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr dagegen erneut ausweiten. Der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete preisbereinigt mit 2,5 Prozent den größten Zuwachs, gefolgt vom Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit preisbereinigt 1,6 Prozent Plus. Moderat gestiegene Inflationsrate. Die deutschen Verbraucherpreise haben sich nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt gegenüber 2023 um 2,2 Prozent erhöht. Dies war eine deutlich moderatere Entwicklung als in den Vorjahren. Mit +3,8 Prozent stiegen besonders die Preise für Dienstleistungen überdurchschnittlich an. So verteuerten sich im Jahr 2024 insbesondere Versicherungen (+13,2 Prozent) sowie Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,8 Prozent). Die Preise für Haushaltsenergie verringerten sich dagegen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3,1 Prozent. Ohne Nahrungsmittel und Energie läge die Inflationsrate für 2024 bei +3,0 Prozent, nach +5,1 Prozent im Jahr 2023. Primärenergieverbrauch. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. (AG Energiebilanzen), Berlin, ist der Primärenergieverbrauch in Deutschland 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent von rund 362 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten (tskE)* auf rund 358 Mio. tskE gesunken. Den größten Einfluss auf den Rückgang hatten dabei die deutlich wärmere Witterung sowie die ausbleibende konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft. Der Primärenergieverbrauch nach Energieträgern 2024 setzt sich nach vorläufigen Angaben der AG Energiebilanzen für Deutschland wie folgt zusammen: ![]() Der Verbrauch von erneuerbaren Energien erhöhte sich 2024 insgesamt um 1,6 Prozent, insbesondere aufgrund einer Zunahme der Stromproduktion aus Wasserkraft und Photovoltaik, während die Stromerzeugung aus Wind wetterbedingt auf dem Vorjahresniveau verblieb. Insgesamt erhöhte sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch nach vorläufigen Berechnungen um 0,6 Prozentpunkte auf 20,0 Prozent. Auch die Anteile von Mineralölen (+0,2 Prozentpunkte) sowie Erdgas (+1,2 Prozentpunkte) stiegen. Während sich der Verbrauch von Mineralöl 2024 insgesamt um 0,8 Prozent verringerte, erhöhte sich der Verbrauch von Erdgas aufgrund des gesunkenen Preisniveaus um 3,2 Prozent. Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung. Nach vorläufigen Berechnungen der AG Energiebilanzen ist die Bruttostromerzeugung 2024 (rund 489 Mrd. Kilowattstunden (kWh)) im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent gesunken, wobei der Anteil der erneuerbaren Energien (EEG-Strom) auf voraussichtlich 58,4 Prozent (Vorjahr: 54,2 Prozent*) beziehungsweise 285,2 Mrd. kWh (Vorjahr: 273,2 Mrd. kWh*) gestiegen ist. Die erneuerbaren Energien sind wiederholt der wichtigste Energieträger, gefolgt von Braunkohle mit einem Anteil von 16,2 Prozent (Vorjahr: 17,1 Prozent*). Windenergie bleibt mit einer voraussichtlichen Erzeugung von insgesamt 140,9 Mrd. kWh weiterhin die wichtigste erneuerbare Energieform. Nach vorläufigen Angaben der AG Energiebilanzen stellt sich der Anteil der erneuerbaren Energien im Einzelnen wie folgt dar: ![]() 3.1.2 Branchenentwicklung Energiemarkt. Im Jahr 2024 hat sich der Energiemarkt im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verändert. Ein bedeutender Trend ist der verstärkte Einsatz nachhaltiger Energietechnologien. Investitionen in erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft sind stark gestiegen, was zu einem starken Zubau an erneuerbarer Energieerzeugungskapazität geführt hat. Die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen hat ihren Höhepunkt erreicht und ist rückläufig, während die Elektrifizierung in verschiedenen Sektoren, einschließlich Verkehr und Industrie, weiter voranschreitet. Das Angebot an dynamischen Stromtarifen und intelligenten Messsystemen hat zugenommen, was den Verbraucher:innen mehr Kontrolle über ihren Energieverbrauch ermöglicht. Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten haben jedoch weiterhin Einfluss auf die Energiemärkte. Die Preise für fossile Brennstoffe bleiben volatil und die Energiesicherheit ist ein zentrales Anliegen. Insgesamt zeigt sich der Energiemarkt 2024 auf einem klaren Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Effizienz, obwohl Herausforderungen bestehen bleiben. Durch die Stabilisierung der Großhandelspreise sind im B2B-Umfeld wieder mehr Wettbewerbsaktivitäten zu verzeichnen. Die Wettbewerbsintensität ist dennoch weiterhin erheblich geringer als vor der Coronapandemie und vor der Russland-Ukraine-Krise. Zunehmend nachgefragt von B2B-Kunden werden sogenannte Power-Purchase-Versorgungskonzepte (PPA), um eine möglichst hochwertige Grünstromversorgung zu generieren. Elektromobilität. Der Elektromobilitätsmarkt zeigte im Jahr 2024 eine deutlich verlangsamte Entwicklung. Aufgrund der abgeschwächten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen durch den Wegfall der E-Auto-Förderung blieben auch der Verkauf von Ladestationen sowie die Lademengen an eigenen öffentlichen Ladestationen hinter früheren Prognosen zurück. Zudem ist der Preis für Treibhausgasemissionsquoten (THG-Quoten) im Laufe des Jahres 2024 deutlich gesunken, sodass auch hieraus wirtschaftlich nachteilige Effekte für Ladeinfrastrukturbetreiber entstanden sind. Für die nächsten Jahre erwartet der Markt Nachholeffekte bei der Anzahl von vollelektrischen Fahrzeugen. Der enercity-Konzern hält daher an der Strategie fest, im Bereich Elektromobilität zu wachsen und setzt den Fokus dabei zukünftig auf B2B- Kundinnen, die Wohnungswirtschaft sowie den Betrieb öffentlicher Ladeninfrastruktur. Hier ergeben sich neue Marktchancen, u. a. dadurch, dass Stromverteilnetzbetreiber ab 31. Dezember 2024 das Eigentum und den Betrieb bestehender Ladesäulen auf andere Unternehmen übertragen müssen. In diesem Zuge bewirbt die enercity AG sich auf einige Ausschreibungen und bemüht sich darüber hinaus, weitere Flächenpartner im halböffentlichen Bereich, wie beispielsweise Supermärkte, zu gewinnen. Energiemanagement. Die Einführung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) sowie die bevorstehende Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) führen zu einer erhöhten Kundennachfrage nach Dienstleistungen rund um die Einführung und Unterstützung beim Betrieb von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001 sowie bei dem Produkt Energiecontrolling, welches die Erfassung und Auswertung von energierelevanten Daten beinhaltet. Wärmelösungen. Der deutsche Markt für dezentrale Wärmelösungen und Heizungssysteme war im Jahr 2024 von einer schwachen Marktsituation geprägt. Der Absatz von Wärmeerzeugern ist 2024 gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent eingebrochen - dies entspricht 712.500 abgesetzten Heizungen. Parallel zum Rückgang des gesamten Wärmeerzeugermarktes ging auch der Absatz von Wärmepumpen 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46 Prozent auf 193.000 abgesetzte Wärmepumpen zurück und verzögert somit den Hochlauf der Wärmepumpe. Das Ziel der Bundesregierung von 500.000 jährlichen Wärmepumpen-Installationen wurde damit nicht erreicht. Somit stagniert die Wärmewende gut ein Jahr nach Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Ausweitung der Förderprogramme auf alle Wohnungseigentümer und Hausbesitzer Ende August. Ein wesentlicher Grund für die schwache Marktentwicklung der Wärmepumpe 2024 war die von Unklarheiten geprägte Fördersituation. Angesichts der Entwicklungen in der Regierung im vierten Quartal 2024 ist mit Kürzungen der Förderungen im Jahr 2025 zu rechnen. Photovoltaik. Der Photovoltaikmarkt im Jahr 2024 war geprägt von einem dynamischen Umfeld voller Chancen und Herausforderungen. Im dritten Quartal stiegen die Insolvenzen im Solarbereich, da fallende Preise die Anbieter unter Druck setzen. Der Preiskampf dominierte das Geschehen. Trotz der sinkenden Preise blieb die Nachfrage im Kleinanlagensegment schwach, bedingt durch wirtschaftliche Unsicherheiten und mangelndes politisches Vertrauen. Es ist davon auszugehen, dass die Situation in der Solarbranche auch 2025 dynamisch bleibt. Durch das von der Bundesregierung erlassene Solarparket soll die Integration von PV-Strom durch system- und marktdienliches Verhalten von Erneuerbare-Energien, insbesondere von PV-Anlagen, verbessert werden. Darüber hinaus sollen Bürger:innen in Form von Energy Sharing, Mieterstrom oder der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung an der gemeinschaftlichen Stromerzeugung teilhaben. Damit werden für die Verbraucher:innen zunehmend integrierte Energielösungen wichtig und der gesamte Energieverbrauch wird ganzheitlich berücksichtigt. Insgesamt stagnierte der Photovoltaikzubau in Deutschland und Europa auf dem Niveau der letzten Monate. Zwar wurden die rückläufigen Installationszahlen bei großen Anlagen und EEG-geförderten Kleinanlagen durch das wachsende Segment der mittelgroßen Photovoltaikanlagen (Commercial & Industrial) teilweise ausgeglichen, dieser Ausgleich reichte jedoch noch nicht aus, um die Gesamtsituation nachhaltig zu verbessern. Smart-City, IoT, Smart-Metering und Smart Energy. Die Energiemanagement-Lösungen der Geschäftsfelder Intelligente Technologien und Smart Living profitieren von den gesetzlichen Bestrebungen und den Maßnahmen der Politik zum Erreichen der Klimaschutzziele. Weiterhin wurde eine Neuregelung zur Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und steuerbaren Netzanschlüssen nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) getroffen, wodurch Netzanschlüsse für Verbrauchseinrichtungen vereinfacht sowie beschleunigt und die Netzentgelte reduziert werden sollen. Dafür müssen die Anlagen steuerbar gemacht werden, um temporär ihre Leistung bei hoher Netzauslastung begrenzen zu können. Der Markt für Smart-Light-Lösungen liefert innovative Beleuchtungstechnologien für Kommunen, die zur Effizienz, Nachhaltigkeit und Anpassungsfähigkeit öffentlicher Lebensräume beitragen. Die Smart-Light-Beleuchtungssysteme bieten Möglichkeiten zur flexiblen Steuerung des Lichts sowie zur energieeffizienten und bedarfsgerechten Ausleuchtung von Gehwegen, unter anderem in Form eines mitlaufenden Lichts. Diese Smart-Light-Technologien ermöglichen Kommunen eine effiziente Energieverwaltung im Bereich der Straßenbeleuchtung und leisten in Hannover einen wichtigen Beitrag bei der Entwicklung der Stadt zur Smart City. 3.1.3 Beschaffung und Entwicklung der Markt- und Brennstoffpreise Einflüsse auf die Energiebeschaffung. Nach dem Rückgang der Marktpreise Ende 2023 begann auch das Jahr 2024 mit eher rückläufigen Marktpreisen. Die extreme Kälte zu Jahresbeginn hatte zunächst keinen Einfluss auf die Gas- und Strommärkte, aber die einsetzenden wärmeren Temperaturen sorgten dann für fallende Preise. Bis zum Ende des ersten Quartals stabilisieren sich die Energiemärkte und setzen zu einer neuen Aufwärtsbewegung an. Insbesondere Ölfördermengenkürzungen der OPEC+, aber auch stark gesunkene Gasspeicherfüllstände in den USA stützen die Öl- und Gasmärkte. Der Einsturz der Francis Scott Key Bridge in Baltimore am 26. März 2024 blockierte den zweitgrößten US-Kohleexporthafen, sodass die Kohlepreise deutlich anstiegen und in Summe auch der Strommarkt wieder steigende Preise aufwies. Zu Beginn des zweiten Quartals lieferten positive Wirtschaftsdaten aus China und den USA weitere Impulse für einen steigenden Ölpreis. Die ungewöhnlich warmen Temperaturen sorgten kurzfristig für ein Nachgeben der Energiepreise, die Eskalationen im Gaza-Konflikt zwischen Israel und dem Iran drückten die Energiepreise jedoch wieder nach oben. Der Photovoltaikzubau in Deutschland sorgte ab April den Sommer über beim Strom für deutlich negative Stundenpreise im Peak. Das Preisniveau an den Energiemärkten wurde aber weiter durch die geopolitischen Ereignisse im Nahen Osten und in der Ukraine gestützt. Das Thema Versorgungssicherheit blieb insbesondere im Rahmen der Gasversorgung auch im Jahr 2024 weiter wichtig. Gesetzlich definierte Speicherfüllstände schränkten die Speicheroptimierung leicht ein, was im Einklang zur enercity- Versorgungssicherheits-Philosophie für die Kund:innen passt. Zu Beginn des dritten Quartals beeinflussten die anstehenden US-Präsidentschaftswahlen die Energiemärkte. Der Attentatsversuch auf Donald Trump sowie der Rückzug von Joe Biden aus dem Präsidentenwahlkampf sorgten für Unsicherheiten auf den Energiemärkten. Die zunehmenden militärischen Aktivitäten der israelischen Streitkräfte im Nahen Osten ließen die Sorge um weitere Eskalationen steigen. Die Sanktionierung russischen LNG-Gases und die Furcht davor, dass Gazprom ihre Lieferungen nach Österreich auf null reduziert, stützten die Energiemärkte. Zu Beginn des vierten Quartals hatten die Energiemärkte die geopolitischen Risiken scheinbar ausgepreist. Der Einsatz nordkoreanischer Soldaten im Ukraine-Konflikt ließ dann jedoch die Befürchtungen einer weiteren Eskalation wieder aufflammen. Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten nahmen die Aktienmärkte schließlich weltweit Fahrt auf. Mit dem nahezu zeitgleichen Aus der Ampelkoalition verstärkte sich die Volatilität an den Energiemärkten und Ende November notierte der Terminkontrakt Base für das Kalenderjahr 2025 wieder oberhalb der Marke von 100 EUR/MWh. Die Beschaffung von Kohle hat sich im Jahr 2024 weiter normalisiert. Die im Jahresverlauf weiter nachgebenden Clean Dark Spreads führten zu deutlich reduzierten Einsätzen. Stromnotierungen am Terminmarkt. Im Geschäftsjahr 2024 sanken die durchschnittlichen Preise für Lieferungen im jeweiligen Frontjahr Base gegenüber dem Vorjahr um knapp 36 Prozent und für das Produkt Peakload um gut 40 Prozent. Dabei folgten die Strompreise den Marktbewegungen an den Gas-, Kohle- und Emissionsmärkten, welche nach einer Abwärtsphase im ersten Quartal allesamt im Laufe des Jahres zulegen konnten, im Jahresmittel aber dennoch unterhalb der Frontjahresmittelwerte aus 2023 lagen. Zu Jahresbeginn quotierte der Basepreis bei 91,50 EUR/MWh, sank im Laufe des ersten Quartals bis auf 68,55 EUR/MWh und stieg dann zum Jahresende hin bis auf zwischenzeitlich 102,12 EUR/MWh. Zum Jahresende notierte er bei 98,31 EUR/MWh. Der Strommarkt und die Gasmärkte wurden von geopolitischen Entwicklungen, insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten, beeinflusst, wobei die Volatilität im Vergleich zu den Vorjahren nachgelassen hat. Die Notierungen der Base-Kontrakte auf dem Terminmarkt der European Energy Exchange (EEX) stellen sich wie folgt dar: ![]() Gaspreise am Terminmarkt. Der Gaspreis zeigte sich im Jahresmittel mit 36,81 EUR/MWh um gut 30 Prozent niedriger als im Vorjahr (52,26 EUR/MWh) und markierte mit 46,72 EUR/MWh seinen Höchststand zum Jahresende. Das Frontjahr Gas quotierte zu Jahresbeginn bei 33,41 EUR/MWh und gab zunächst im ersten Quartal bis zu seinem Jahrestief von 27,41 EUR/MWh nach. Ursächlich hierfür waren die Einsparungen der Verbraucher:innen zu Jahresbeginn unter anderem begründet durch die milde Witterung insbesondere im Februar und Anfang März. Trotz gut gefüllter Gasspeicher und ausreichender Verfügbarkeit von LNG machte sich ab November Unruhe am Gasmarkt breit, da Lieferverträge der Gazprom mit Österreich nicht verlängert wurden und bekannt wurde, dass die Ukraine den Gastransit für russisches Gas zum 31. Dezember 2024 beenden wird. Diese Unsicherheiten waren letztendlich ursächlich für einen Preisanstieg ab Mitte November, sodass der Gaspreis das Jahr auf seinem Jahreshöchststand beendete. Die Notierungen der durchschnittlichen Gaspreise am Handelspunkt Title Transfer Facility (TTF) im Vergleich zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar: ![]() Kohlenotierungen. Der Preis für eine Tonne Kohle (API#2-Index) bewegte sich im Jahr 2024 in einer Bandbreite von rund 42 US-Dollar pro Tonne (USD/t) zwischen dem Jahreshoch im August in Höhe von rund 131 USD/t und dem Jahrestief im Februar in Höhe von rund 89 USD/t. Im Mittel lagen die Kohlenotierungen während des Jahres 2024 aufgrund der leicht gesunkenen Nachfrage um gut neun Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum 2023. ![]() Ölpreisniveau. Die Handelspreise für einen Barrel (bbl) der Nordseeölsorte Brent-Rohöl lagen an der International Commodities Exchange (ICE) in London im Gesamtjahr 2024 mit durchschnittlich 80,55 USD/bbl leicht unter dem Vorjahresniveau von 82,49 USD/bbl. Im Gegensatz zu den Brennstoffen Gas und Kohle verzeichnete das Öl der Sorte Brent im Laufe des Jahres 2024 wie schon im Vorjahr keinen eindeutigen Auf- oder Abwärtstrend, sondern pendelte im Intervall von 70 bis 94 USD/bbl. Der Ölpreis notierte zum Jahresbeginn bei 76,24 USD/bbl und beendete das Jahr bei einem Preis von 74,24 USD/bbl. Die Notierungen des Brent Dated (ICE) stellen sich wie folgt dar: ![]() Preisniveau am CO2 -Markt. Das Futureprodukt der EEX EUA Mid Dec 2024 gab mit einem Durchschnittspreis von 66,46 EUR/t gegenüber dem Vorjahr (85,47 EUR/t) um gut 22 Prozent nach. Bereits zu Jahresbeginn verzeichnete der Preis am CO2 -Markt seinen Höchststand mit 77,35 EUR/t und gab noch im ersten Quartal bis auf das Jahrestief von 52,21 EUR/t nach. Im Anschluss daran stieg der Preis am Emissionsmarkt wieder an, ohne dabei jedoch den Höchststand aus dem Januar noch einmal zu überbieten. Das Kalenderjahr 2024 schloss im Dezember schließlich unterhalb der Marke von 65 EUR/t. ![]() Spreadentwicklung. Das Jahr 2024 war geprägt durch den immer größer werdenden Anteil an Erneuerbaren und den damit einhergehenden erheblichen Volatilitäten im kurzfristigen Stromhandelsmarkt. Hierbei waren im zweiten und dritten Quartal hohe negative Peak-Stunden sowie extrem hohe Stundenpreise während Dunkelflauten im vierten Quartal zu verzeichnen. Strom- und Gaspreisentwicklung in der Grundversorgung. In den vergangenen Jahren erreichten die Energiepreise ihre zwischenzeitlichen Höchststände: Strom im Jahr 2023 und Gas im Jahr 2022. Seither sind die Preise zwar rückläufig, haben sich jedoch auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Energiekrise stabilisiert. Dem enercity- Konzern gelang es in diesem anspruchsvollen Marktumfeld, die Preise in der Grundversorgung für Strom und Gas seit 2022 entgegen dem Markttrend stabil zu halten. Besonders im Bereich Gas lag die Grundversorgung zeitweise deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Im Jahr 2024 konnte eine Preissenkung realisiert werden. ![]() Durchschnittliche Strom- und Gaspreise für einen Haushalt in ct/kWh inklusive anteiligem Grundpreis (19 Prozent MwSt.) Strom- und Gaspreisentwicklung Geschäftskund:innen. Im Geschäftskund:innen-Segment haben sich die Großhandelspreise gegenüber dem Lieferjahr 2023 reduziert. Somit wurden hier Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr vorgenommen, um die gefallenen Großhandelspreise direkt an die Kund:innen weiterzugeben. Dies gilt sowohl für die Strom- wie auch Erdgasversorgungsverträge. Bei spotmarkt-indizierten Liefermodellen sind aufgrund der erneuerbaren Energien hohe Preisschwankungen zu beobachten. 3.1.4 Ausgewählte gesetzliche Neuerungen in der Energiepolitik Ampel-Ende und Auswirkungen auf energiepolitische Gesetzgebungsverfahren. Am 6. November 2024 kam es auf Bundesebene zum Bruch der Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP. Mitte November vereinbarten die beiden größten Fraktionen im Deutschen Bundestag, Union und SPD, einen gemeinsamen Zeitplan für die nun notwendig gewordenen vorgezogenen Neuwahlen, die am 23. Februar 2025 stattfinden werden. Das vorzeitige Ende der Bundesregierung bedeutet auch, dass zahlreiche energiepolitische Vorhaben, die auch für den enercity-Konzern eine hohe Relevanz haben, zunächst nicht weiterverfolgt werden. Hier wird dringender Handlungs- und Entscheidungsbedarf insbesondere bei der Verlängerung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG), der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), dem Kraftwerkssicherheitsgesetz (KWSG) sowie dem KRITIS-Dachgesetz gesehen. Einen besonderen Stellenwert für den enercity-Konzern hatten im Jahr 2024 die folgenden rechtlichen Regelungen: Novelle des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG). Mit der im Juli in Kraft getretenen Novelle des BImSchG hat die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen beschlossen, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Unter anderem sollen die Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen an Land, Industrieanlagen und von Elektrolyseuren für grünen Wasserstoff beschleunigt werden. Hierfür nutzt die Bundesregierung das Immissionsschutzrecht und verankert das Klima erstmals als gesetzliches Schutzgut. Von dieser Novelle profitieren insbesondere Betreiber von Windenergieanlagen an Land. Behörden dürfen die Genehmigungsfrist nur einmal verlängern und müssen diese Verlängerung überdies begründen. Über ein vereinfachtes Repowering soll außerdem der Wechsel des Windenergieanlagentyps und des Betreibers erleichtert werden. Darüber hinaus sieht die BImSchG-Novelle zahlreiche weitere Vereinfachungen vor, Betreiber können u. a. Unterlagen nachreichen. Mit der erleichterten Vorbescheidsregelung entfallen die Prognoseentscheidung und die vorläufige Umweltverträglichkeitsprüfung des Gesamtprojektes. Damit erfüllt das Gesetz mehrere Branchenforderungen, die auch von der enercity AG unterstützt werden. Mit den Verfahrensbeschleunigungen stellt die Novelle des BImSchG einen wichtigen Hebel für den Ausbau der Onshore-Windkraft dar. Optionenpapier „Strommarktdesign der Zukunft“. Im August 2024 hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) das Optionenpapier „Strommarktdesign der Zukunft“ vorgelegt. Kern des Papiers sind vier Handlungsfelder zur Ausgestaltung eines sicheren, bezahlbaren und klimaneutralen Strommarktes. Mit dem Optionenpapier legt das BMWK klare Präferenzen vor, die weitestgehend auf den Diskussionsergebnissen der „Plattform Klimaneutrales Stromsystem (PKNS)“ basieren. Die diskutierten vier Handlungsfelder umfassen den Investitionsrahmen für erneuerbare Energien, den Investitionsrahmen für steuerbare Kapazitäten, den Umgang mit lokalen Signalen und die Flexibilisierung der Nachfrage. Hinsichtlich des Investitionsrahmens für erneuerbare Energien bevorzugt das BMWK eine Kombination aus einer Kapazitätszahlung und einem produktionsunabhängigem Refinanzierungsbeitrag. Die Vergütung des Anlagenbetreibers ergäbe sich aus der Kapazitätszahlung abzüglich der Markterlöse einer Referenzanlage. Der eigene Markterlös verbliebe in vollem Umfang beim Anlagenbetreiber. Beim Investitionsrahmen für steuerbare Kapazitäten (unter anderem Kraftwerke, Speicher und flexible Lasten) wird ein kombinierter Kapazitätsmarkt (KKM) präferiert, der mit einer zentralen Komponente für besonders kapitalintensive steuerbare Kapazitäten kombiniert werden soll. Für lokale Signale werden die Optionen der zeitlich und regional differenzierten Netzentgelte, regionale Steuerungen in Förderprogrammen und die Einbindung von Lasten in den Redispatch diskutiert. Um der Flexibilität der Nachfrage zu begegnen, schlägt das Optionenpapier drei Aktionsfelder vor: die Preisreaktionen mit zeitvariablen und innovativen Tarifmodellen, eine flexibilitätsfördernde Anpassung der Netzentgeltsystematik sowie eine Reform individueller Netzentgelte. Mit dem Optionenpapier „Strommarktdesign der Zukunft“ legte das BMKW eine Diskussionsgrundlage vor, die von betroffenen Stakeholdern bis zum 6. September 2024 konsultiert werden konnte. Zwar gibt es von Verbänden wie dem BDEW grundsätzliche Zustimmung zum Handlungsbedarf, allerdings droht das System eines kombinierten Kapazitätsmarkts zu komplex und damit nicht umsetzbar zu werden. Hier bleibt abzuwarten, bis wann eine neue Bundesregierung praktikable Lösungen vorlegen kann. Wasserstoff-Kernnetz. Am 22. Oktober 2024 hat die Bundesnetzagentur den Plan zum Wasserstoffkernnetz genehmigt. Damit wird das Netz, das rund 9.000 Kilometer Leitungen umfassen wird, bis voraussichtlich 2032 schrittweise in Betrieb genommen. Ziel des Wasserstoff-Kernnetzes ist es, potenzielle Wasserstoff-Standorte anzubinden. Hierzu zählen unter anderem große Industriezentren, Kraftwerke, Speicher sowie Erzeugungsanlagen und Importkorridore. Diese müssen allerdings eine räumliche Nähe zum Netz vorweisen. Mit der Genehmigung des Wasserstoff-Kernnetzes kommt Niedersachsen als Dreh- und Angelpunkt der Wasserstoffversorgung eine besondere Rolle zu und auch die Region Hannover wird miteinbezogen. Das Heizkraftwerk Linden wird ab 2035 auf grünen Wasserstoff umgestellt werden und verfügt zu diesem Zeitpunkt über einen Zugang an das Wasserstoff-Kernnetz. AVBFernwärmeV- und Wärmelieferverordnung (WärmeLV). Im Juli 2024 hat das Bundeswirtschaftsministerium einen „Entwurf zur Änderung der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV) und zur Aufhebung der Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme oder Fernkälte (FFVAV)“ vorgelegt. Der Entwurf war nötig geworden, um den Weiterentwicklungen in der Fernwärme Rechnung zu tragen, aber auch den Bedürfnissen nach Klimaschutz und Energieeffizienz gerecht zu werden. In der Diskussion zur AVBFernwärme- Verordnung hat sich die enercity AG mit einem Positionspapier eingebracht. Zentrale Forderungen waren u.a. einheitliche Stichtage für Preisanpassungen, eine Vereinheitlichung und Reduzierung auf maximal fünf Formelbestandteile sowie die Konzentration auf zentrale und öffentlich einsehbare Indizes. Mit großer Verwunderung der Branche wurden Ende November 2024 umfangreiche und einseitige Anpassungen im neuen Entwurf zur AVBFernwärmeV veröffentlicht. Nachdem der vorangegangene Verordnungsentwurf aus Sicht von der enercity AG ausgewogen war und die richtigen Impulse setzte, erhöht der neue Entwurf unter anderem Investitionsunsicherheit und bürokratische Hürden. Die enercity AG setzt sich aktiv für die Änderung der Verordnung in aktueller Fassung ein - unterstützt durch die Branchenverbände BDEW, VKU und AGFW. Nach massiven Protesten der Branche zog der Gesetzgeber den Verordnungsentwurf zurück. Eine Überarbeitung muss nun in die neue Bundesregierung vorlegen. Festlegungsverfahren zur Anpassung von kalkulatorischen Nutzungsdauern und Anpassungsmodalitäten von Erdgasleitungsinfrastrukturen (KANU 2.0). Am 25. September 2024 hat die BNetzA die Festlegung KANU 2.0 beschlossen. Mit dieser Festlegung werden Gasnetzbetreibern deutlich kürzere kalkulatorische Nutzungsdauern erlaubt als bisher, wodurch die Transformation der Gasnetze flankiert werden soll. Neben kürzeren Nutzungsdauern werden den Netzbetreibern zudem degressive Abschreibungen mit einem Satz von bis zu zwölf Prozent ermöglicht, um auf die Entwicklung der Absatzmengen reagieren zu können. Diese Festlegung hat höchste Relevanz für den enercity-Konzern, da das niedersächsische Landesrecht eine vollständige Dekarbonisierung bis 2040 vorsieht. Durch KANU 2.0 kann die enercity Netz die Gasnetze bis 2040 vollständig refinanzieren. Zudem wird durch die degressive Abschreibung eine auf der Zeitschiene deutlich fairere Allokation der Netzentgelte erreicht, da die höheren Kosten auf gegenwärtig noch hohe Absatzmengen verteilt werden können, was die Netzentgelte langfristig entlastet. Die enercity Netz wendet daher die Regelungen von KANU 2.0 bereits für die Netzentgelte 2025 frühzeitig an. Festlegung zur Verteilung von Mehrkosten in Netzen aus der Integration von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Am 28. August 2024 hat die BNetzA vorstehende Festlegung getroffen. Im Rahmen der Festlegung sollen die Netzkosten, die aus der Integration von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien resultieren, gerechter zwischen den Netzbetreibern verteilt werden. Betroffene Netzbetreiber können Ansprüche geltend machen, die wiederum über einen Umlagemechanismus deutschlandweit über alle Netznutzer verteilt werden. Hierfür wurde auf die bestehende § 19 Absatz 2 StromNEV-Umlage zurückgegriffen. Durch den neuen Wälzungsmechanismus ist die Umlage im Jahr 2025 deutlich angestiegen. Während enercity Netz als vorwiegend städtischer Netzbetreiber mit im Verhältnis geringer Einspeisung erneuerbarer Energien nicht von dem Wälzungsmechanismus profitiert, sind die vorläufigen Netzentgelte 2025 in umliegenden Netzgebieten teils deutlich zurückgegangen. 3.1.5 Witterungseinflüsse Die Witterungsverhältnisse haben einen signifikanten Einfluss auf den Geschäftsverlauf des enercity-Konzerns. Im Jahresdurchschnitt lagen die tagesmittleren Außentemperaturen in Hannover bei 11,6 Grad Celsius, im Vorjahr 2023 lag der Jahresdurchschnitt noch bei 11,2 Grad Celsius. Die sogenannte Gradtagzahl ist eine heiztechnische Kenngröße, die den Zusammenhang zwischen der Außenlufttemperatur und der gewünschten Raumtemperatur herstellt. So führen niedrige Außentemperaturen zu einem höheren Heizenergiebedarf und damit zu höheren Gradtagzahlen. Die Berechnung folgt der VDI-Richtlinie 3807 bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius und einer Heizgrenztemperatur von 15 Grad Celsius. Die 2024 im Jahresdurchschnitt wärmeren Außentemperaturen führten zu einem Rückgang der Gradtagzahlen von 3.033,8 auf 2.899,7. Die monatlichen Gradtagzahlen in Kelvin pro Monat für Hannover stellen sich 2024 im Vergleich zum vorangegangenen Jahr wie folgt dar: ![]() Windaufkommen. Das Windjahr 2024 entwickelte sich im Vergleich zum langjährigen Mittel unterdurchschnittlich und wesentlich schlechter als das Vorjahr und erreichte bis Ende Dezember 2024 nur 91,3 Prozent im Vergleich zum langjährigen BDB-Index (Vorjahr: 102,3 Prozent). Dabei lag insbesondere das letzte Quartal weit unter dem Vorjahreswert. Die installierte Erzeugungsleistung aus Windenergie betrug Ende 2024 rund 64 GW (Vorjahr: 61 GW) und wurde damit weiter gesteigert. Sonnenstunden. Die Anzahl der Sonnenstunden im Deutschlandmittel ist seit dem Rekordjahr 2022 (2.024 Stunden) weiter rückläufig. Mit einem Sonnenschein von rund 1.676 Stunden lag 2024 auch unter dem Vorjahreswert von 1.753 Stunden. Trotz des weiteren Rückgangs der Stundenzahl liegt auch 2024 über der Referenzperiode 1991 bis 2020 mit 1.665 Stunden. Die geringere Anzahl an Sonnenstunden schlägt sich auch in einer gegenüber dem Vorjahr gesunkenen mittleren Strahlungssumme der Globalstrahlung in Deutschland von 1.113 kWh/m2 (Vorjahr: 1.144 kWh/m2 ) nieder. Dabei ist eine unterschiedliche räumliche Verteilung der Strahlung festzustellen. Die Verteilung entspricht weiterhin dem bekannten Muster mit den niedrigsten Werten im Norden und Westen und einer kontinuierlichen Zunahme nach Osten und Süden. 3.2 Mitarbeitende Der Personalbestand hat sich im enercity-Konzern wie folgt entwickelt:
Der vorhandene Personalaufbau folgt dem enercity-konzernweiten Wachstumskurs und ist Ausdruck der erfolgreichen Entwicklung. Insgesamt wurden im enercity-Konzern über 400 zusätzliche Kolleg:innen eingestellt beziehungsweise sind durch den Erwerb von enercity-Konzerngesellschaften hinzugekommen. Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden liegt bei 44,9 Jahre (Vorjahr: 46,2 Jahre) und die Betriebszugehörigkeit bei durchschnittlich 14,1 Jahre (Vorjahr: 15,2 Jahre). Die Verjüngung ist eine erfreuliche Entwicklung und unterstützt die Zukunftsfähigkeit des enercity-Konzerns. 3.3 Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres Veränderungen im Vorstand. Nach dem Ausscheiden von Dr. Susanna Zapreva aus dem enercity-Vorstand zum 31. Dezember 2023 hat zum 1. Juli 2024 Aurélie Alemany den Vorsitz des Vorstandes der enercity AG übernommen. Frau Alemany ist nach einigen Jahren in der Chemiebranche seit nunmehr 13 Jahren in der Energiewelt tätig. Sie ist mit dem Ziel angetreten, die gute Position des enercity-Konzerns bei der Wärme- und Energiewende weiter auszubauen und möchte dies gemeinsam mit unseren Kund:innen sowie den Mitarbeiter:innen der enercity AG erreichen. Dirk Schulte, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von enercity, verlässt das Unternehmen und hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat seine Mandate bei der enercity AG zum 31. Dezember 2024 niedergelegt. Er war seit 1. Januar 2022 im Vorstand der enercity. Der Aufsichtsrat der enercity AG hat eine Findungskommission ins Leben gerufen und damit das Verfahren zur Suche nach einer geeigneten Nachfolge eingeleitet. Bis dahin führen die Vorstände Aurelie Alemany und Prof. Dr. Marc Hansmann die Geschäfte von enercity. Verkauf der Harzwasserwerkeanteile. Die enercity AG hat seine Beteiligung in Höhe von sieben Prozent an der Harzwasserwerke GmbH, Hildesheim, an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, Brake, verkauft. Motivation des Verkaufs war die nicht mehr vorhandene Strategierelevanz. Die Erlöse in Höhe von rund 8 Mio. EUR sollen für die notwendigen Investitionen in die eigene Wasserinfrastruktur genutzt werden. Die strategische Partnerschaft zum Bezug von Wasser von den Harzwasserwerken bleibt jedoch bestehen - die bisherigen Lieferverträge sind langfristig sicher. Ausbau der regenerativen Energieerzeugung. Zum 31. Dezember 2024 hat Danpower von der Iqony GmbH, Essen, ein Portfolio von drei Gesellschaften zum Betrieb von zwei Müllverwertungsanlagen mit über 100 Mitarbeiter:innen an den Standorten Lauta (Sachsen) und Rüdersdorf (Brandenburg) übernommen. Die beiden Anlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von circa 55 MW erzeugen circa 480 GWh Strom, wovon 50 Prozent als biogen und somit regenerativ gelten. Es werden dadurch etwa 220.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Damit stärkt Danpower ihre Position im Markt für nachhaltige Energieversorgung. Die Müllverbrennungsanlagen bieten aufgrund ihrer geografischen Lage und der Nähe zu bestehenden Danpower-Heizkraftwerken ein hohes Synergiepotenzial. Die bei der Stromproduktion entstehende sogenannte „unvermeidbare Abwärme“ wird bisher kaum genutzt. Hier sollen künftig bis zu 200 GWh durch den Bau von Fernwärmeleitungen und eigener Wärmenetze nutzbar werden. Der Erwerb zum Jahresende hat im Berichtsjahr keine Auswirkung auf das Ergebnis. Die erworbenen Müllverwertungsanlagen führen zu einem Anstieg des Anlagevermögens. Die für den Erwerb notwendigen finanziellen Mittel wurden über Kredite refinanziert. Dies führt zu einem Anstieg des Net Debt. 3.4 Geschäftsentwicklung des enercity-Konzerns 3.4.1 Ertragslage Die Ertragslage des enercity-Konzerns stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Der enercity-Konzern erwirtschaftete den Gesamtumsatz im Wesentlichen im Inland. Den wesentlichen Anteil am Umsatz des enercity-Konzerns trägt mit 90,8 Prozent die enercity AG als Mutterunternehmen bei. Für die weitere Analyse bilden daher die Aktivitäten der enercity AG den Schwerpunkt der Betrachtung. Die Absatzmengen im enercity-Konzern haben sich im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Umsatzerlöse. Im Jahr 2024 erwirtschaftete der enercity-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 7.359,1 Mio. EUR. Insgesamt hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 1.793,6 Mio. EUR ergeben. Nach Sparten verteilen sich die enercity-Konzern-Umsatzerlöse wie folgt:
Stromerlöse. Die Erlöse aus dem Stromabsatz an Kund:innen konnten trotz gestiegener Absatzmengen aufgrund gesunkener Durchschnittspreise nicht gesteigert werden und entwickelten sich rückläufig.
Die Stromhandelsgeschäfte inklusive zur Absicherung der Commodity-Risiken in der Sparte Strom eingesetzten Derivate sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund eines gesunkenen Handelsvolumens sowie niedrigeren Preisniveaus deutlich gesunken. Der Absatz von erneuerbar erzeugtem Strom durch den enercity-Konzern an unsere Kund:innen oder über den Stromhandelsmarkt konnte mengenmäßig weiter gesteigert werden. Diese Steigerung ist bei geringerem Sonnen- und Windaufkommen hauptsächlich auf den weiteren Ausbau der Erzeugungskapazitäten zurückzuführen. Der sonstige Stromabsatz enthält im Wesentlichen Erlöse aus gesetzlichen Umlagen in Höhe von 102,6 Mio. EUR (Vorjahr: 72,1 Mio. EUR). Die sonstigen Stromerlöse setzen sich hauptsächlich aus Erlösen aus erhaltenen Nutzungsentgelten (88,8 Mio. EUR; Vorjahr: 70,4 Mio. EUR) sowie aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten (40,2 Mio. EUR; Vorjahr: 93,0 Mio. EUR) zusammen. Gaserlöse. Die Erlöse in der Gassparte sind 2024 gesunken.
Die Erlöse aus dem Gasabsatz an Kund:innen sind trotz einer gestiegenen Absatzmenge preisbedingt gesunken. Auch die Erlöse aus Gashandelsgeschäften inklusive Gaspreissicherungsgeschäften sind aufgrund des gefallenen Preisniveaus insgesamt zurückgegangen, obwohl das Handelsvolumen gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Die sonstigen Gaserlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Dienstleistungen (70,8 Mio. EUR; Vorjahr: 46,0 Mio. EUR). Wärmeerlöse. Die Erlöse aus Wärmelieferungen sind aufgrund der milden Witterung sowie preisbedingt insgesamt gegenüber dem Vorjahr gesunken, dabei sind die Erlöse im Bereich Fernwärme witterungs- und preisbedingt um 30,3 Mio. EUR auf 103,0 Mio. EUR (Vorjahr: 133,3 Mio. EUR) gesunken. Die Erlöse im Contracting haben sich gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Mio. EUR auf 202,4 Mio. EUR (Vorjahr: 211,6 Mio. EUR) verringert. Wassererlöse. In der Sparte Wasser sind die Umsatzerlöse preisbedingt um 6,5 Mio. EUR auf 109,6 Mio. EUR (Vorjahr: 103,1 Mio. EUR) gestiegen. Erlöse aus Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse im Dienstleistungsbereich, zu denen im Wesentlichen Dienstleistungserlöse aus Nebengeschäften (19,7 Mio. EUR; Vorjahr: 24,9 Mio. EUR), wie beispielsweise Dienstleistungen für Beteiligungen, sowie Erlöse aus gesetzlichen Umlagen (40,4 Mio. EUR; Vorjahr: 42,6 Mio. EUR) gehören, sind um 2,2 Mio. EUR auf 96,1 Mio. EUR (Vorjahr: 93,9 Mio. EUR) gestiegen. Die übrigen betrieblichen Erträge in Höhe von 168,6 Mio. EUR beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (76,9 Mio. EUR; Vorjahr: 46,6 Mio. EUR) sowie andere aktivierte Eigenleistungen (47,6 Mio. EUR; Vorjahr: 40,3 Mio. EUR). Die ebenfalls enthaltenen Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von insgesamt 11,5 Mio. EUR (Vorjahr: 19,0 Mio. EUR) sind hauptsächlich durch den Verkauf von noch in der Entwicklung befindlichen Windprojekten und der Beteiligung an der Harzwasserwerke GmbH entstanden. Die Materialaufwendungen, die im Wesentlichen Bezugskosten für Strom, Gas und übrige Rohstoffe sowie Netzentgelt- und Konzessionsabgabezahlungen enthalten, sind im enercity-Konzern insgesamt um 19,6 Prozent und damit gleichlautend wie die Umsatzerlöse gesunken. Dabei sind insbesondere gegenüber dem Vorjahr die Aufwendungen für den Strombezug um 944,8 Mio. EUR sowie für den Gasbezug um 447,4 Mio. EUR gesunken. Der Energiehandel inklusive Preissicherungsgeschäften ging um 1.701,6 Mio. EUR zurück und hatte damit den wesentlichsten Einfluss auf den Rückgang. Dementgegen sind die Netzentgeltzahlungen aufgrund der mengenmäßig weiter gestiegenen Kund:innenabsätze angestiegen. Der Personalaufwand ist um 10,8 Prozent gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich aus der stark gestiegenen Anzahl an Mitarbeitenden im enercity-Konzern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 248,6 Mio. EUR (Vorjahr: 225,1 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Dienst- und Fremdleistungen (34,6 Mio. EUR; Vorjahr: 30,9 Mio. EUR), für Reparatur und Wartung (35,6 Mio. EUR; Vorjahr: 35,6 Mio. EUR), Wertberichtigungen auf Forderungen (26,6 Mio. EUR; Vorjahr: 23,0 Mio. EUR) sowie Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen (23,3 Mio. EUR; Vorjahr: 18,5 Mio. EUR). Das Beteiligungsergebnis beinhaltet ein at Equity-Ergebnis in Höhe von 104,5 Mio. EUR (Vorjahr: 70,4 Mio. EUR), das im Wesentlichen von der Thüga mit einem Ergebnisbeitrag von 104,4 Mio. EUR (Vorjahr: 66,3 Mio. EUR) getragen wird. EBITDA. Die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse sowie die ebenfalls gesunkenen Materialaufwendungen führen zu einem gegenüber dem Vorjahr um 222,1 Mio. EUR beziehungsweise 19,6 Prozent niedrigeren Rohertrag in Höhe von 912,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.134,5 Mio. EUR; +50,2 Prozent). Die gestiegenen übrigen Erträge und das stark verbesserte Beteiligungsergebnis konnten die gestiegenen Personal- und sonstigen Aufwendungen überkompensieren. Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr damit weniger stark als der Rohertrag um insgesamt 212,9 Mio. EUR auf 588,7 Mio. EUR (Vorjahr: 801,6 Mio. EUR) gesunken. Ein Rückgang des Ergebnisses war auch erwartet worden. Das EBITDA liegt deutlich über dem für das Geschäftsjahr 2024 planerisch hinterlegten EBITDA in Höhe von rund 511 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind insbesondere das deutlich über Plan liegende Beteiligungsergebnis sowie die höheren übrigen betrieblichen Erträge. Abschreibungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen betragen insgesamt 192,5 Mio. EUR (Vorjahr: 192,1 Mio. EUR), darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen wurden nicht vorgenommen (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Hauptsächlich aufgrund der Neubeurteilung eines Windparkprojektes wurden Zuschreibungen in Höhe von 12,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) auf Sachanlagen vorgenommen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 19,4 Mio. EUR (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR) beinhalten Abwertungen auf Beteiligungen (12,8 Mio. EUR) und denen zugehörige Ausleihungen (6,6 Mio. EUR) in weiterhin schwierigen Marktsegmenten. Im Vorjahr waren noch Zuschreibungen zum Finanzanlagevermögen in Höhe von 20,7 Mio. EUR vorgenommen worden. EBIT. Das EBIT verringerte sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr (-209,1 Mio. EUR) und liegt nun bei 389,0 Mio. EUR. Damit liegt das EBIT, wie schon das EBITDA, über dem für das Jahr 2024 geplanten EBIT von rund 317 Mio. EUR. Konzernergebnis. Insbesondere aufgrund der im Rahmen von Kreditaufnahmen deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen bei gleichzeitig niedrigeren Zinserträgen wegen geringerer Geldanlagen freier flüssiger Mittel verschlechterte sich das Zinsergebnis um 21,0 Mio. EUR auf -60,2 Mio. EUR. Nach Bedienung des Genussscheinkapitals von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR) ergibt sich ein auf den Anteil der Gesellschafter der enercity AG bezogenes enercity-Konzernergebnis in Höhe von 293,2 Mio. EUR (Vorjahr: 554,2 Mio. EUR). Entsprechend dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der VVG wird ein Gewinn in Höhe von 115,7 Mio. EUR (Vorjahr: 101,7 Mio. EUR) abgeführt. Zur Stärkung des Eigenkapitals wird der verbleibende Betrag von 177,6 Mio. EUR (Vorjahr: 452,5 Mio. EUR) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.1 3.4.2 Vermögenslage Die Vermögenslage des enercity-Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme des enercity-Konzerns ist 2024 gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent gestiegen. Aktiva. Das Anlagevermögen ist um 17,3 Prozent angewachsen und das Umlaufvermögen um 15,5 Prozent zurückgegangen. Der überproportionale Anstieg des Anlagevermögens führt insgesamt zu einem Anstieg der langfristigen Vermögensquote um 12,4 Prozent auf 67,9 Prozent. Ursächlich hierfür sind die erheblichen Investitionen in den Ausbau der Netze und die Erzeugungsanlagen in den Bereichen Strom und Wärme. Insbesondere der vollständige Erwerb von drei Gesellschaften zum Betrieb von zwei Müllverwertungsanlagen führte zu einem Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände (+40,9 Mio. EUR) und der Sachanlagen (+149,2 Mio. EUR). Zudem steigerten die weiteren Investitionen der Teilkonzerne Danpower-Konzern und enercity Contracting-Konzern das Anlagevermögen um insgesamt 66,6 Mio. EUR. Auch die übrigen Investitionen waren insgesamt größer als die Abschreibungen und die Abgänge. Im enercity Erneuerbare-Teilkonzern stiegen die Sachanlagen durch den Bau weiterer Windparks um 68,8 Mio. EUR an. Die Investitionsaktivitäten der Netzgesellschaften in die Strom- und Wärmewende und der Zubau an Photovoltaikanlagen durch die enercitySolution trugen ebenfalls zur Steigerung des Anlagevermögens bei (siehe hierzu auch die Ausführungen zu den Investitionen in der Finanzlage). Der Anstieg bei den Finanzanlagen ergibt sich insbesondere aus Investitionen in das Beteiligungsportfolio (11,3 Mio. EUR) sowie Zugänge bei den Ausleihungen (23,3 Mio. EUR). Gegenläufig haben sich Abgänge (insgesamt 10,9 Mio. EUR) und außerplanmäßige Abschreibungen (insgesamt 19,4 Mio. EUR) auf das Finanzanlagevermögen ausgewirkt. Die laufende Fortentwicklung der at Equity- Beteiligungen ist im Geschäftsjahr in Höhe von 51,7 Mio. EUR positiv. Der Rückgang des Umlaufvermögens um 281,3 Mio. EUR resultiert bei um 91,3 Mio. EUR gestiegenen Vorräten aus stark gesunkenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (-393,8 Mio. EUR). Dabei sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der erhaltenen Anzahlungen um 193,8 Mio. EUR. Dieser Rückgang resultiert aus preisbedingt geringeren Forderungen und der Umsetzung eines Factoringprogramms. Zudem sanken die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 80,7 Mio. EUR und sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände um 115,2 Mio. EUR. Bei Letzterem gingen die Forderungen im Zusammenhang mit Termingeschäften im Energiehandel (Margining) aufgrund eines sich normalisierenden Energiehandelsmarktes weiter zurück. Zudem reduzierten sich sonstige Forderungen im Zusammenhang mit der Energiepreisbremse. Der Anstieg der Vorräte resultiert insbesondere aus höheren Beständen an Emissionszertifikaten (+101,6 Mio. EUR). Stichtagsbedingt existierten höhere Bestände flüssiger Mittel (+15,6 Mio. EUR). Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass beim Erwerb der drei Gesellschaften zum Betrieb von zwei Müllverwertungsanlagen liquide Mittel übernommen wurden. Passiva. Das Eigenkapital ist hauptsächlich durch die teilweise Einstellung des enercity-Konzernergebnisses um 179,3 Mio. EUR weiter erhöht. Das enercity-Konzernergebnis vor Gewinnverwendung lag mit 293,2 Mio. EUR wieder über der Gewinnabführung an die Anteilseigner auf Basis des handelsrechtlichen Einzelabschlusses der enercity AG in Höhe von 115,7 Mio. EUR. Der Unterschiedsbetrag von 177,6 Mio. EUR wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aufgrund des Anstiegs des Eigenkapitals ergibt sich eine verbesserte Eigenkapitalquote von 25,2 Prozent. Damit liegt die aktuelle Eigenkapitalquote auch signifikant über dem Planwert von 19,7 Prozent. Die erhaltenen Zuschüsse erhöhten sich insbesondere aufgrund der gesteigerten Investitionstätigkeit im Netz- und Wärmebereich. Die Rückstellungen sind hauptsächlich aufgrund von Rückstellungen für Verpflichtungen zur Abgabe von weitestgehend bereits erworbenen energiewirtschaftlichen Emissionszertifikaten um insgesamt 56,2 Mio. EUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten sinken gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 95,1 Mio. EUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich dabei - insbesondere aufgrund von Termingeschäften im Energiehandel - um 394,0 Mio. EUR reduziert. Demgegenüber stiegen im Berichtsjahr die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+271,0 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+30,5 Mio. EUR) an. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus den weiterhin hohen Investitionen und insbesondere aus dem zum Stichtag erfolgten Erwerb der drei Gesellschaften zum Betrieb von zwei Müllverwertungsanlagen. Der Anstieg der passiven latenten Steuern steht ebenfalls im Zusammenhang mit diesem Erwerb.2 Insgesamt verfügt der enercity-Konzern über eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Das langfristig gebundene Vermögen ist ungefähr zur Hälfte durch Eigenkapital gedeckt und dieser Deckungsgrad konnte im Berichtsjahr trotz der umfangreichen Investitionen gehalten werden. 3.4.3 Finanzlage Investitionen. Der enercity-Konzern hat in diesem Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von insgesamt 625,1 Mio. EUR (Vorjahr: 909,1 Mio. EUR) getätigt. Der starke Rückgang der Investitionen hängt mit den im Vorjahr hohen Investitionen für den Erwerb eines Windparkportfolios zusammen. Die Investitionen verteilen sich mit 416,1 Mio. EUR auf Sachinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (11,2 Mio. EUR) und Sachanlagen (404,9 Mio. EUR). Zudem wurden 44,5 Mio. EUR in Finanzanlagen und für den Erwerb von Tochterunternehmen 164,5 Mio. EUR investiert. Sämtliche Investitionen dienten der Energie- und Wärmewende und beinhalten auch den Ausbau der erneuerbaren Strom- und Wärmeerzeugung. Die Investitionen in das Sachvermögen beinhalten neben Investitionen in den Netzausbau Investitionen für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen. Hiervon entfallen mit 137,8 Mio. EUR 33,1 Prozent auf Investitionen des enercity Erneuerbare-Teilkonzerns in Windparkprojekte. Zudem wurden 109,9 Mio. EUR und damit 26,4 Prozent der Investitionen durch die Teilkonzerne der enercity Contracting sowie Danpower in der Sparte Wärme getätigt. Die übrigen Sachinvestitionen dienten hauptsächlich dem Ausbau der durch den enercity-Konzern betriebenen Strom- und Wärmenetze. Diese Netze sind das Rückgrat der Energiewende in Hannover und angrenzenden Kommunen. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von insgesamt 44,5 Mio. EUR betreffen mit 11,3 Mio. EUR im Wesentlichen Investitionen in verschiedene Beteiligungen sowie mit 23,3 Mio. EUR die Vergabe von Ausleihungen an Beteiligungen. Insgesamt wurden 17,3 Mio. EUR bei den Finanzanlagen in Windparkprojekte investiert. Die Investitionen für den Erwerb von Tochterunternehmen beinhalten hauptsächlich den Erwerb des Portfolios von drei Gesellschaften zum Betrieb von zwei Müllverwertungsanlagen. Insgesamt führten die übernommenen Vermögengegenstände und der entstandene Geschäfts- oder Firmenwert zu einem Zuwachs des Anlagevermögens in Höhe von 191,1 Mio. EUR. Die Mittelfristplanung des enercity-Konzerns ist für das Geschäftsjahr 2024 von einem Investitionsvolumen von rund 779 Mio. EUR ausgegangen. Die trotz des ungeplanten Erwerbs der zwei Müllverwertungsanlagen insgesamt geringer als geplant getätigten Investitionen sind hauptsächlich auf die aktuell schwierige Umsetzbarkeit von Baumaßnahmen zurückzuführen. Dies wirkt sich insbesondere auf die Sparten Wärme und Wasser mit ihren Netzen aus. Liquidität. Die Aufgliederung des Finanzbedarfs des enercity-Konzerns und dessen Deckung ergeben sich wie folgt:
Das Geschäftsjahr 2024 ist im Wesentlichen durch einen deutlich gestiegenen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie gesunkenen Einzahlungen aus der Finanzierungstätigkeit geprägt. Der operative Cashflow des Berichtsjahres ist trotz des um 260,2 Mio. EUR gesunkenen enercity- Konzernjahresüberschusses vor Anteil anderer Gesellschafter und Ergebnisverwendung im Vergleich zum Vorjahr um 413,0 Mio. EUR auf 449,2 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit beruht im Wesentlichen auf dem im Berichtsjahr erfolgten Forderungsabbau (Vorjahr: Aufbau von Forderungen). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 257,2 Mio. EUR auf -520,4 Mio. EUR gestiegen. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen sind insbesondere aufgrund der laufenden Investitionen in die regenerative Energieerzeugung, wie die Übernahme von drei Gesellschaften zum Betrieb von Müllverbrennungsanlagen, um 43,4 Mio. EUR auf 404,9 Mio. EUR gestiegen. Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen, wie in Software und Lizenzen, sind um 1,8 Mio. EUR auf 11,2 Mio. EUR gestiegen. Für den Erwerb von Tochterunternehmen wurden im Berichtsjahr 164,5 Mio. EUR (Vorjahr: 495,1 Mio. EUR) investiert. Die Investitionen in Finanzanlagen sind um 1,1 Mio. EUR auf 44,5 Mio. EUR gestiegen und beinhalten hauptsächlich die Vergabe von Ausleihungen an Beteiligungen. Die erhaltenen Zinsen und Dividenden sind gegenüber dem Vorjahr um 9,0 Mio. EUR auf 69,3 Mio. EUR gesunken. Im Geschäftsjahr 2024 wurden netto 274,6 Mio. EUR Finanzverbindlichkeiten aufgenommen. Die Auszahlungen an die Anteilseigner und andere Gesellschafter betrugen 120,1 Mio. EUR (Vorjahr: 104,0 Mio. EUR), was unter Berücksichtigung der gestiegenen Zinszahlungen von 65,5 Mio. EUR insgesamt zu Mittelzuflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von 82,4 Mio. EUR führte. Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit in Höhe von insgesamt 531,6 Mio. EUR konnten die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 520,4 Mio. EUR vollständig decken, so dass sich der Finanzmittelfonds um insgesamt 11,2 Mio. EUR erhöhte. Finanzierungsstruktur und -aktivitäten. Das Innenfinanzierungspotenzial umfasste im Geschäftsjahr 2024 einen operativen Cashflow in Höhe von 449,2 Mio. EUR (Vorjahr: 36,2 Mio. EUR). Die Außenfinanzierung ist geprägt durch bilaterale Bank- und Schuldscheindarlehen. Am Kapitalmarkt sind Genussscheine von der enercity AG emittiert. Im Zusammenhang mit den längerfristigen Darlehensverbindlichkeiten wurden mit einigen Kreditgebern Financial Covenants zur Eigenkapitalausstattung vereinbart. Diese Financial Covenants sind für das Geschäftsjahr eingehalten worden. Zum 31. Dezember 2024 betragen die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken 1.980,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.709,2 Mio. EUR); davon sind 1.175,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1.093,8 Mio. EUR) mittel- bis langfristig. Zum Bilanzstichtag valutieren bilaterale Bankdarlehen über nominal 1.472,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.280,3 Mio. EUR) sowie Schuldscheindarlehen von 507,5 Mio. EUR (Vorjahr: 428,9 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2024 sind Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 831,3 Mio. EUR (Vorjahr: 166,5 Mio. EUR) aufgrund vertraglicher Fälligkeiten getilgt worden. Neuaufnahmen wurden in diesem Jahr in Höhe von 1.103,5 Mio. EUR (Vorjahr: 558,0 Mio. EUR) getätigt. Liquide Mittel. Die saisonalen Liquiditätsschwankungen des enercity-Konzerns werden über kurzfristige Geldanlagen und -aufnahmen ausgeglichen. Zur weiteren kurzfristigen Finanzierung stehen im enercity-Konzern zugesagte Kreditlinien in Höhe von 370,5 Mio. EUR (Vorjahr: 535,9 Mio. EUR) zur Verfügung. Von denen waren zum Bilanzstichtag Linien in Höhe von 303,0 Mio. EUR (Vorjahr: 234,1 Mio. EUR) nicht in Anspruch genommen. Neben diesen schriftlich vereinbarten Kreditlinien bestehen bei den Banken offene, intern vorgemerkte Linien in Höhe von 165,0 Mio. EUR (Vorjahr: 143,0 Mio. EUR). Der enercity-Konzern verfügte über einen jederzeit ausreichenden, flexiblen Zugang zum europäischen Kapitalmarkt. Außerbilanzielle Verpflichtungen. Erläuterungen zu außerbilanziellen Verpflichtungen befinden sich im enercity- Konzernanhang. Ein erheblicher Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des enercity-Konzerns aus möglichen künftigen Auswirkungen aus den bestehenden Verpflichtungen wird nicht erwartet. Net Debt. Das zur Steuerung der Verschuldung im enercity-Konzern verwendete Net Debt hat sich zum 31. Dezember 2024 gegenüber dem vorangegangenen Bilanzstichtag um 91,1 Mio. EUR auf 1.781,7 Mio. EUR verringert. Bei einem um 15,6 Mio. EUR erhöhten Bestand an liquiden Mitteln erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 271,0 Mio. EUR. Aufgrund der geringeren Volatilität der Energiemärkte hat sich der Margining-Saldo weiter verringert, sodass er keine signifikante Auswirkung mehr aufweist. Damit liegt das Net Debt unter dem für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Wert von 2.248,8 Mio. EUR. Dies ist trotz der erheblichen Rückführung von Margin-Verbindlichkeiten auf eine starke Reduzierung der Forderungen und eine geringer als geplant ausgefallene Investitionstätigkeit zurückzuführen. 3.4.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Im Geschäftsjahr 2024 kehrt der enercity-Konzern auf den nachhaltigen Wachstumspfad zurück. Während das Jahr 2023 noch überwiegend von Sondereffekten wie einer dominierenden eigenen Erzeugung bei hohen Marktpreisen geprägt war, beruht das Ergebnis aus 2024 auf mehreren Säulen und setzt damit den Trend aus dem Anfang dieses Jahrzehntes fort. Die geopolitischen Ereignisse und die volatile Preisentwicklung hatten weniger Einfluss auf die Geschäftsentwicklung in 2024. Während preisbedingt die Handelserlöse im Strom- und Gasbereich sanken, stieg der Absatz bei Kund:innen. Ein gutes Beteiligungsergebnis führte dazu, dass die Ergebnisse zwar sanken, jedoch nicht so stark wie erwartet. EBITDA und EBIT liegen nach dem Rekordjahr 2023 immer noch über den anderen Vorjahren. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird insgesamt weiterhin als positiv beurteilt. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren entwickelten sich im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr sowie zur Planung 2024 wie folgt:
Einige der finanziellen Leistungsindikatoren, anhand derer im enercity-Konzern die finanzielle Performance, Effizienz sowie die finanzielle Stabilität beurteilt werden, wurden bereits in der Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erläutert. Darüber hinaus werden zur umfassenden und aussagekräftigen Bewertung der Gesamtlage des enercity-Konzerns der ROCE sowie die Ratio Net Debt/EBITDA betrachtet. ROCE. Die im Vergleich zum Rekordjahr 2023 verschlechterte Ertragslage 2024 spiegelt sich auch im ROCE wider. Dieser ist gegenüber dem Vorjahr auf 10,8 Prozent (Vorjahr: 18,3 Prozent) gesunken. Ursächlich für den starken Rückgang des ROCE ist neben dem gesunkenen EBIT das gestiegene durchschnittliche Capital Employed. Das durchschnittliche Capital Employed erhöhte sich 2024 hauptsächlich aufgrund der getätigten Investitionen um 352,4 Mio. EUR beziehungsweise 10,8 Prozent auf 3.613,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3.260,8 Mio. EUR). Der ROCE liegt aber dennoch über dem Planwert von 8,7 Prozent. Dies hat seine Ursache in einem deutlich über dem Planwert liegenden EBIT, da das durchschnittliche Capital Employed nur unwesentlich vom planerischen Wert in Höhe von 3.642,4 Mio. EUR abweicht. Ratio Net Debt/EBITDA. Das Net Debt beträgt 1.781,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.872,8 Mio. EUR). Infolge des starken Rückgangs des EBITDA (-26,6 Prozent) bei einem gleichzeitig weniger deutlichen Absinken des Net Debt (-4,9 Prozent) ergibt sich zum Bilanzstichtag eine gestiegene Ratio von 3,0 (Vorjahr: 2,3). Planerisch wurde für das Jahr 2024 eine Relation von Net Debt zu EBITDA von 4,4 angenommen. Dieser gegenüber dem Plan wesentlich bessere Wert resultiert sowohl aus einem besseren EBITDA als auch besseren Net Debt. 4 Geschäftsentwicklung der enercity AG Der Lagebericht der enercity AG und der enercity-Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der enercity AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht. Die enercity AG übt die Funktionen der strategischen und konzernleitenden Muttergesellschaft für den enercity-Konzern aus. Daher verweisen wir zu Erläuterungen zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie sowie Unternehmenssteuerung und -überwachung auf die Kapitel 1 und 2 des zusammengefassten Lageberichts der enercity AG und des enercity-Konzerns. Die enercity AG stellt gemessen an Umsatz und Bilanzsumme die wesentliche Einzelgesellschaft des enercity-Konzerns dar. Die enercity-Konzern- Rahmenbedingungen gelten auch für die enercity AG und spiegeln sich in einer ähnlichen Geschäftsentwicklung wider. Daher wird sich, in Ergänzung zu Kapital 3, im nachfolgenden auf für die enercity AG wesentliche spezifische Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung beschränkt. 4.1 Erläuterungen zum Jahresabschluss der enercity Der Jahresabschluss der enercity AG zum 31. Dezember 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB. 4.1.1 Ertragslage Die Ertragslage der enercity AG stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Umsatzerlöse. Im Jahr 2024 hat die enercity AG Umsatzerlöse von insgesamt 7.117,4 Mio. EUR erzielt, die im Wesentlichen im Inland erwirtschaftet wurden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse bildet sich in den einzelnen Sparten wie folgt ab: Umsatzerlöse nach Sparten
Stromerlöse
Die Erlöse aus dem Stromabsatz sind trotz gestiegener Absatzmengen preisbedingt zurückgegangen. Ursächlich hierfür sind die 2024 weiter gesunkenen Jahresmittelpreise am Strommarkt, welche an die Kund:innen weitergegeben wurden. Der sonstige Stromabsatz enthält neben der vereinnahmten Stromsteuer im Wesentlichen Erlöse aus Emissionszertifikaten in Höhe von 103,7 Mio. EUR (Vorjahr: 159,8 Mio. EUR), die gegenüber dem Vorjahr mengenbedingt gesunken sind. Die Stromhandelsgeschäfte inklusive der zur Absicherung der Commodity-Risiken in der Sparte Strom eingesetzten Derivate in Höhe von 1.122,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.943,8 Mio. EUR) tragen erheblich zu den Stromerlösen bei, haben sich jedoch aufgrund eines gesunkenen Handelsvolumens sowie einem gefallenen Preisniveau deutlich reduziert. In den Nebengeschäften sind vor allem Erlöse aus Dienstleistungs- und Mietverträgen mit der enercity Netz (35,4 Mio. EUR; Vorjahr: 34,2 Mio. EUR) sowie Grundstücks- und Pachterlöse (26,5 Mio. EUR; Vorjahr: 26,8 Mio. EUR) enthalten. Gaserlöse
Die Erlöse aus dem Gasabsatz sind bei einer gestiegenen Absatzmenge preisbedingt gesunken. Der Mengenanstieg konnte dabei trotz der wärmeren Außentemperaturen durch Kundengewinne erzielt werden. Der Preisrückgang resultiert aus den im Jahresmittel gesunkenen Gaspreisen am Terminmarkt. Die Erlöse aus Gashandelsgeschäften inklusive Gaspreissicherungsgeschäften (1.527,5 Mio. EUR; Vorjahr: 1.919,0 Mio. EUR) sind trotz des gestiegenen Handelsvolumens (+12,1 Prozent) aufgrund des gefallenen Preisniveaus um insgesamt 391,5 Mio. EUR beziehungsweise 20,4 Prozent gesunken. Die Nebengeschäfte enthalten im Wesentlichen die Erlöse aus Betriebsführung und Geschäftsbesorgung für die enercity Netz sowie Erlöse aus Speicherpacht. Wärmeerlöse. In den Wärmeerlösen sind die Erlöse aus Wärmelieferungen an Kund:innen gegenüber dem Vorjahr witterungs- und preisbedingt um 18,8 Prozent gesunken. Hier zeigt sich deutlich die Auswirkung der höheren Außentemperaturen. Wassererlöse. In den Wassererlösen sind die Umsatzerlöse aus dem Wasserabsatz 2024 preisbedingt um 6,1 Mio. EUR auf 105,5 Mio. EUR (Vorjahr: 99,4 Mio. EUR) gestiegen. Erlöse aus Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse der Sparte Dienstleistungen beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Kohlehandel in Höhe von 56,4 Mio. EUR (Vorjahr: 129,0 Mio. EUR) sowie Erlöse für die Betriebsführung und Geschäftsbesorgung von enercity-Konzernunternehmen in Höhe von 22,9 Mio. EUR (Vorjahr: 22,7 Mio. EUR). Die übrigen betrieblichen Erträge in Höhe von 88,5 Mio. EUR (Vorjahr: 81,1 Mio. EUR) beinhalten in Höhe von 63,7 Mio. EUR (Vorjahr: 39,9 Mio. EUR) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von insgesamt 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 20,1 Mio. EUR), hauptsächlich resultierend aus dem Verkauf des Gasnetzes Ronnenberg, enthalten. Die Materialaufwendungen, die im Wesentlichen Bezugskosten für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser sowie die Netznutzungsentgelte und Konzessionsabgabezahlungen enthalten, sind insgesamt um 19,8 Prozent gesunken. Der Rückgang liegt dabei insbesondere in den preisbedingt gesunkenen Aufwendungen für den Strombezug (- 1.285,9 Mio. EUR) sowie für den Gasbezug (-539,6 Mio. EUR) begründet. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 130,4 Mio. EUR (Vorjahr: 127,8 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen Dienst- und Fremdleistungen (31,4 Mio. EUR; Vorjahr: 28,6 Mio. EUR), Wertberichtigungen auf Forderungen (14,6 Mio. EUR; Vorjahr: 22,5 Mio. EUR) sowie Aufwendungen für Werbung (14,3 Mio. EUR; Vorjahr: 13,9 Mio. EUR) und Rechts- und Beratungskosten (14,2 Mio. EUR; Vorjahr: 11,0 Mio. EUR). Das Beteiligungsergebnis und die Zinserträge aus Ausleihungen sind im Wesentlichen aufgrund insgesamt höherer Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften um 38,9 Mio. EUR gesunken. Das gesunkene Beteiligungsergebnis spiegelt das im Berichtsjahr schwierigere Marktumfeld wider. EBITDA. Die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse sowie die nicht so stark gesunkenen Materialaufwendungen führen zu einem gegenüber dem Vorjahr um 233,5 Mio. EUR beziehungsweise 34,1 Prozent geringeren Rohertrag in Höhe von 450,8 Mio. EUR (Vorjahr: 684,3 Mio. EUR). Der Rückgang liegt vor allem am normalisierten Strompreisniveau. Dadurch sind die Ergebnisse des Erzeugungsportfolios erheblich gesunken. Die gestiegenen Personalaufwendungen und insbesondere das deutlich gesunkene Beteiligungsergebnis führen zu einem gegenüber dem Vorjahr um 281,1 Mio. EUR gesunkenen EBITDA in Höhe von 286,3 Mio. EUR (Vorjahr: 567,4 Mio. EUR). Ein Rückgang des EBITDA war auch eingeplant worden. Das EBITDA liegt erfreulicherweise deutlich über dem für das Geschäftsjahr 2024 planerisch angenommenen EBITDA in Höhe von rund 245,2 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind insbesondere die über Plan liegenden übrigen betrieblichen Erträge sowie die geringeren übrigen betrieblichen Aufwendungen. Abschreibungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen betragen insgesamt 36,8 Mio. EUR (Vorjahr: 33,5 Mio. EUR). Zudem sind Zuschreibungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0 EUR) vorgenommen worden. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 22,9 Mio. EUR (Vorjahr: 194,3 Mio. EUR) beinhalten Abwertungen auf Beteiligungen und denen zugehörige Ausleihungen in weiterhin schwierigen Marktsegmenten. Zuschreibungen zum Finanzanlagevermögen wurden in Höhe von insgesamt 30,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR) vorgenommen und betreffen Beteiligungen, die zur Wärmewende beitragen werden. Für die Wärmewende sind neben den Investitionen in das Wärmenetz auch erhebliche Investitionen in die erneuerbare Wärmeerzeugung notwendig. Die zunehmend besseren staatlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Wärmewende führen zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit der notwendigen Investitionen. EBIT. Die gegenüber dem Vorjahr wesentlich geringeren Abschreibungen einschließlich Zuschreibungen können den Effekt des verschlechterten EBITDA nicht ausgleichen. Deshalb verringerte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr deutlich (-94,2 Mio. EUR) und liegt nun bei 257,9 Mio. EUR. Insgesamt liegt das EBIT, wie schon das EBITDA, aber über dem für das Jahr 2024 geplanten EBIT von 206,4 Mio. EUR. EBITDA und EBIT entwickelten sich im 5-Jahres-Vergleich insgesamt positiv und markierten in 2023 einen Höchstwert. Die Entwicklungen der letzten fünf Jahre bei der enercity AG stellen sich wie folgt dar: ![]() Jahresergebnis. Das in den letzten beiden Jahren gestiegene Zinsniveau bei einer ähnlichen Kreditaufnahme führt zu einem gestiegenen Zinsaufwand. Zudem verringerten sich die Zinserträge aufgrund geringerer Geldanlagen freier liquider Mittel. Dadurch verschlechterte sich das Zinsergebnis um 13,8 Mio. EUR von -19,0 Mio. EUR auf -32,8 Mio. EUR. Nach Bedienung des Genussscheinkapitals von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR) ergibt sich ein entsprechend dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der VVG abzuführender Gewinn von 115,7 Mio. EUR (Vorjahr: 101,7 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wird ein Betrag von 101,3 Mio. EUR (Vorjahr: 225,5 Mio. EUR) zur Stärkung des Eigenkapitals in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt, was ein weiterer wichtiger Schritt zur Finanzierung der hohen Investitionstätigkeit darstellt. 4.1.2 Vermögenslage Die Bilanzstruktur der enercity AG stellt sich wie folgt dar:
Aktiva. Die Bilanzsumme hat sich trotz eines gestiegenen Anlagevermögens aufgrund des stark gesunkenen Umlaufvermögens um insgesamt 175,4 Mio. EUR verringert. Der Anstieg des Anlagevermögens ist insbesondere auf gegenüber dem Vorjahr gestiegene Finanzanlagen zurückzuführen. Zur Stärkung der Geschäftstätigkeiten von Tochtergesellschaften getätigte Kapitalerhöhungen und für den Erwerb von Beteiligungen wurden insgesamt 173,3 Mio. EUR investiert. Diese Investitionen im Finanzanlagevermögen dienen der Stärkung der Aktivitäten in der Netzinfrastruktur, der Wärmewende und der erneuerbaren Energieerzeugung. Diesen Investitionen steht eine Reduzierung der vergebenen Ausleihungen um 76,0 Mio. EUR gegenüber. Im gestiegenen Sachanlagevermögen lagen die Investitionen um 39,0 Mio. EUR signifikant über den Abschreibungen und wurden hauptsächlich in die Netzinfrastruktur getätigt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind abschreibungsbedingt verringert. Bezüglich weiterer Erläuterungen der Investitionen wird auf den Abschnitt „Investitionen“ unter Finanzlage verwiesen. Das Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten ist gegenüber dem Vorjahr um 315,7 Mio. EUR beziehungsweise 22,4 Prozent gesunken. Dieser Rückgang resultiert bei um 80,3 Mio. EUR gestiegenen Vorräten aus stark gesunkenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (-406,4 Mio. EUR). Dabei sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der erhaltenen Anzahlungen um 218,5 Mio. EUR. Dieser Rückgang resultiert aus preisbedingt geringeren Forderungen und der Umsetzung eines Factoringprogramms. Zudem sanken die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 52,1 Mio. EUR und sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände um 140,2 Mio. EUR. Bei Letzteren gingen die Forderungen im Zusammenhang mit Termingeschäften im Energiehandel (Margining) aufgrund eines sich normalisierenden Energiehandelsmarktes weiter zurück. Der Anstieg der Vorräte ist hauptsächlich auf stichtagsbedingt höhere Bestände an energiewirtschaftlichen Emissionszertifikaten zurückzuführen. Passiva. Das Eigenkapital hat sich durch die teilweise Einstellung des Jahresergebnisses 2024 in die Gewinnrücklagen um 101,3 Mio. EUR weiter erhöht. Insgesamt hat sich bei einer gleichzeitig gesunkenen Bilanzsumme die Eigenkapitalquote um 5,3 Prozentpunkte auf 34,1 Prozent weiter verbessert. Damit liegt die aktuelle Eigenkapitalquote auch signifikant über dem Planwert von 26,2 Prozent. Dies ist auch auf ein durch die hohe Ergebnisthesaurierung 2023 und eine überplanmäßige Thesaurierung 2024 höheres Eigenkapital (Plan: 743,3 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Entwicklung der Eigenkapitalquote über die letzten fünf Geschäftsjahre stellt sich wie folgt dar: ![]() Die Rückstellungen sind hauptsächlich aufgrund von Rückstellungen für Verpflichtungen zur Abgabe von energiewirtschaftlichen Emissionszertifikaten um insgesamt 48,9 Mio. EUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten sinken gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 330,4 Mio. EUR (Vorjahr: -132,8 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich dabei - insbesondere aufgrund von Termingeschäften im Energiehandel - um 362,9 Mio. EUR reduziert. Zudem sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 41,2 Mio. EUR gesunken. Demgegenüber stiegen im Berichtsjahr die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 58,2 Mio. EUR an. Von den Verbindlichkeiten sind 573,3 Mio. EUR (Vorjahr: 535,0 Mio. EUR) mittel-bis langfristig. Sie bestehen ausschließlich gegenüber Kreditinstituten und dienen der mittel- und langfristigen Finanzierung der Investitionsprojekte im enercity- Konzern. Insgesamt verfügt die enercity AG über eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Das langfristig gebundene Vermögen ist ungefähr zur Hälfte durch Eigenkapital gedeckt und dieser Deckungsgrad konnte im Berichtsjahr trotz der umfangreichen Investitionen gehalten werden. 4.1.3 Finanzlage Investitionen. Die enercity AG hat in diesem Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von insgesamt 261,6 Mio. EUR getätigt (Vorjahr: 664,0 Mio. EUR), die sich auf immaterielle Vermögensgegenstände (1,9 Mio. EUR), Sachanlagen (69,3 Mio. EUR) sowie Finanzanlagen (190,4 Mio. EUR) verteilen. Der starke Rückgang der Investitionen resultiert hauptsächlich aus der im Vorjahr hohen Vergabe von Ausleihungen zum Erwerb eines Windparkportfolios im enercity Erneuerbare-Teilkonzern. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen Kapitalerhöhungen bei den Tochtergesellschaften Danpower, enercity Erneuerbare und enercity Netz. Diese dienen der nachhaltigen Stärkung der Geschäftstätigkeiten der Gesellschaften. Die Sachinvestitionen, bestehend aus Sachanlagen sowie immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, verteilen sich auf die Sparten wie folgt:
Die Sachinvestitionen betreffen 2024 im Wesentlichen Verteilungsanlagen (23,2 Mio. EUR; Vorjahr: 12,0 Mio. EUR) sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (43,7 Mio. EUR; Vorjahr: 37,3 Mio. EUR). Die Mehrheit der Sachinvestitionen werden in den Sparten Wärme und Wasser getätigt und entfielen dort mit 46,4 Mio. EUR (Vorjahr: 30,3 Mio. EUR) hauptsächlich auf Maßnahmen des Fernwärme- und Wassernetzes. Der Ausbau des Fernwärmenetzes in Hannover ist das Herzstück der Wärmewende in Hannover und kommt damit weiter voran. So konnte auch die Anzahl der neu gebauten Fernwärmeanschlüsse gegenüber dem Vorjahr signifikant gesteigert werden. Die Investitionen in den unterstützenden Prozessen/Services betreffen im Wesentlichen Investitionen in die im Eigenbestand befindlichen Gebäude und Grundstücke sowie den Fuhrpark. Die insgesamt geringer als geplant ausfallenden Investitionen (Plan: 249,2 Mio. EUR) sind hauptsächlich auf die aktuell schwierige Umsetzbarkeit von Baumaßnahmen zurückzuführen. Dies wirkt sich insbesondere auf die Sparten Wärme und Wasser mit ihren Netzen aus. Liquidität. Die Aufgliederung des Finanzbedarfs und dessen Deckung ergeben sich wie folgt:
Der operative Cashflow des Berichtsjahres ist im Vergleich zum Vorjahr um 523,1 Mio. EUR höher und beträgt 370,1 Mio. EUR. Der Anstieg des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist hauptsächlich auf den im Berichtsjahr erfolgten starken Abbau von Forderungen (Vorjahr: Aufbau von Forderungen) zurückzuführen. Dabei konnten die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Termingeschäften im Energiehandel weiter zurückgeführt werden. Ursächlich hierfür ist der sich normalisierende Energiehandelsmarkt. Die Mittelabflüsse aus dem Cashflow der Investitionstätigkeit sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 514,9 Mio. EUR (Vorjahr: +565,6 Mio. EUR) auf 87,7 Mio. EUR zurückgegangen. Für die bereits beschriebenen Investitionen sind für das Sachanlagevermögen netto (Saldo aus Ein- und Auszahlungen) 58,7 Mio. EUR (Vorjahr: 37,2 Mio. EUR) und das immaterielle Anlagevermögen netto 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) ausgezahlt worden. Die Mittelabflüsse für Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von netto 101,8 Mio. EUR sind im Wesentlichen auf Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften zurückzuführen. Dabei sind die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 416,8 Mio. EUR auf 193,4 Mio. EUR gesunken. Im Vorjahr betrafen die Auszahlungen hohe Ausreichungen von Ausleihungen an den enercity Erneuerbare-Teilkonzern. Insgesamt haben sich die Nettoauszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen um 459,0 Mio. EUR auf 162,1 Mio. EUR verringert. Die Nettoeinzahlungen aus erhaltenen Zinsen und Beteiligungsergebnissen in Höhe von insgesamt 70,6 Mio. EUR (Vorjahr: 14,0 Mio. EUR) sind gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund gestiegener Einzahlungen aus Beteiligungsergebnissen (+41,8 Mio. EUR) deutlich gestiegen. Die Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 207,3 Mio. EUR resultieren unter anderem aus Auszahlungen an die Anteilseigner:innen und Genussscheininhaber:innen in Höhe von 121,6 Mio. EUR (Vorjahr: 105,8 Mio. EUR) sowie aus gezahlten Zinsen in Höhe von 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: 36,5 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurden netto Kredite in Höhe von 62,2 Mio. EUR getilgt (Vorjahr: Aufnahme 315,4 Mio. EUR). Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit werden durch den Mittelzufluss aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit mehr als gedeckt, sodass sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2024 um 75,1 Mio. EUR auf -81,7 Mio. EUR (Vorjahr: -156,8 Mio. EUR) erhöht hat. Dabei wurden die kurzfristigen Geldaufnahmen um 74,2 Mio. EUR (Vorjahr: -382,0 Mio. EUR) zurückgeführt. Finanzierung. Die Außenfinanzierung ist geprägt durch bilaterale und konsortialfinanzierte Bankdarlehen, Schuldscheindarlehen sowie Namensschuldverschreibungen. Am Kapitalmarkt sind Genussscheine emittiert. Die Struktur der Darlehensverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Zur Umsetzung der nachhaltigen Unternehmensstrategie setzt die enercity AG auf grüne Finanzierungen. Hierzu hat die enercity AG ein Rahmenwerk für grüne Finanzierungen erstellt und 2022 durch die imug rating GmbH, Hannover, testieren lassen. Kern des Rahmenwerks ist die Möglichkeit, Green-Finance-Instrumente im Einklang mit den Green Bond Principles der International Capital Markets Association zu emittieren. Im Berichtsjahr wurde erstmals eine konsortialfinanzierte, ESG-linked Revolving Credit Facility abgeschlossen. Sie beläuft sich auf 500 Mio. EUR und dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Im Zusammenhang mit den längerfristigen Darlehensverbindlichkeiten wurden mit einigen Kreditgebern Financial Covenants zur Eigenkapitalausstattung vereinbart. Diese Financial Covenants sind für das Geschäftsjahr eingehalten worden. Darüber hinaus wurde 2024 ein Factoringprogramm über ein Volumen von 150 Mio. EUR erfolgreich implementiert. Zur weiteren kurzfristigen Finanzierung stehen der enercity AG zugesagte Kreditlinien in Höhe von 340,5 Mio. EUR (Vorjahr: 569,0 Mio. EUR) zur Verfügung. Von denen waren zum Bilanzstichtag Linien in Höhe von 320,5 Mio. EUR (Vorjahr: 348,5 Mio. EUR) nicht in Anspruch genommen. Neben diesen schriftlich vereinbarten Kreditlinien hat die enercity AG bei den Banken offene, intern vorgemerkte Linien in Höhe von 107,0 Mio. EUR (Vorjahr: 143,0 Mio. EUR). Die enercity AG verfügte über einen jederzeit ausreichenden, flexiblen Zugang zum europäischen Kapitalmarkt. Net Debt. Das zur Steuerung verwendete Net Debt ist zum 31. Dezember 2024 gegenüber dem vorangegangenen Bilanzstichtag um 387,6 Mio. EUR von 1.199,2 Mio. EUR auf 811,6 Mio. EUR gesunken. Bei einem nahezu unveränderten Bestand an liquiden Mitteln reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 41,2 Mio. EUR. Aufgrund der geringeren Volatilität der Energiemärkte hat sich der Margining-Saldo weiter verringert, sodass er keine signifikante Auswirkung mehr aufweist. Damit liegt das Net Debt unter dem für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Wert von 928,9 Mio. EUR. Dies ist trotz der erheblichen Rückführung von Margin-Verbindlichkeiten auf eine starke Reduzierung der Forderungen zurückzuführen. Im 5-Jahres-Vergleich erreicht das Net Debt im Geschäftsjahr 2023 einen Höchstwert und stellt sich wie folgt dar: ![]() 4.1.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsentwicklung von der enercity AG war im Geschäftsjahr 2024 nicht mehr stark von den Auswirkungen der geopolitischen Geschehnisse und den in den letzten Jahren stark volatilen Preisentwicklung am Energiemarkt beeinflusst. Während die Handelserlöse im Strom- und Gasbereich vor allem preisbedingt sanken, konnte der Absatz an Kund:innen im Strom- und Gasbereich gesteigert werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird insgesamt weiterhin als positiv beurteilt. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren entwickelten sich im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr sowie zur Planung 2024 wie folgt:
Einige der finanziellen Leistungsindikatoren, anhand derer bei der enercity AG die finanzielle Performance, Effizienz sowie die finanzielle Stabilität beurteilt werden, wurden bereits in der Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erläutert. Darüber hinaus werden zur umfassenden und aussagekräftigen Bewertung der Gesamtlage von der enercity AG der ROCE sowie die Ratio Net Debt/EBITDA betrachtet. ROCE. Die gegenüber dem Rekordjahr 2023 verschlechterte Ertragslage im aktuellen Geschäftsjahr spiegelt sich auch im ROCE wider. Dieser ist gegenüber dem Vorjahr auf 11,2 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent) gesunken. Ursächlich hierfür ist das im Verhältnis zum durchschnittlichen Capital Employed deutlich stärker gesunkene EBIT. Das durchschnittliche Capital Employed verringerte sich im Geschäftsjahr 2024 um 106,3 Mio. EUR beziehungsweise 4,4 Prozent auf 2.305,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2.411,4 Mio. EUR). Der ROCE liegt aber dennoch über dem Planwert von 9,1 Prozent. Dies hat seine Ursache in einem deutlich über dem Planwert liegenden EBIT, da das durchschnittliche Capital Employed nur unwesentlich vom planerischen Wert in Höhe von 2.261,8 Mio. EUR abweicht. Im 5-Jahres-Vergleich erreicht der ROCE aufgrund des deutlich gestiegenen EBIT im Geschäftsjahr 2023 einen Höchstwert. Das Geschäftsjahr 2023 war allerdings ein Rekordjahr. Das aktuelle Jahr liegt zwar niedriger als 2023 aber noch über den vorhergehenden Jahren im 5-Jahres-Vergleich: ![]() Ratio Net Debt/EBITDA. Das Net Debt beträgt 811,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1.199,2 Mio. EUR). Infolge des starken Rückgangs des EBITDA (-49,5 Prozent) bei einem gleichzeitig weniger deutlichen Absinken des Net Debt (- 32,3 Prozent) ergibt sich zum Bilanzstichtag eine gestiegene Ratio von 2,8 (Vorjahr: 2,1). Planerisch wurde für das Jahr 2024 eine Relation von Net Debt zu EBITDA von 3,8 angenommen. Das gegenüber dem Plan bessere Net Debt zu EBITDA resultiert aus einem besseren EBITDA und einem geringeren Net Debt. Die Entwicklung der Ratio Net Debt/EBITDA gegenüber der geplanten Ratio Net Debt/EBITDA bei der enercity AG seit dem Geschäftsjahr 2019 stellt sich wie folgt dar: ![]() 4.2 Mitarbeitende und Erklärung zur Unternehmensführung Der Personalbestand bei der enercity AG hat sich wie folgt entwickelt:
Der vorhandene Personalaufbau folgt dem Wachstumskurs der der enercity AG und ist Ausdruck der positiven Entwicklung. Insgesamt hat die enercity AG über 100 zusätzliche Kolleg:innen eingestellt. Der hohe Bekanntheitsgrad in Hannover, das employer branding und die eindeutige Positionierung für die Energiewende hilft enercity, qualifizierte Bewerber:innen zu finden. Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden liegt bei 43,7 Jahren (Vorjahr: 44,7 Jahre) und die Betriebszugehörigkeit bei durchschnittlich 14,7 Jahren (Vorjahr: durchschnittlich 16,0 Jahre). Die Verjüngung ist eine erfreuliche Entwicklung und unterstreicht die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die Fluktuationsquote beträgt 2,6 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Die kaufmännische und technische Berufsausbildung von Nachwuchskräften für die enercity AG erfolgt zentral durch die enercity Netz. Diese Ausbildung geschieht für alle Bereiche der enercity AG und enercity Netz. Erklärung zur Unternehmensführung.#
Zum 31. Dezember 2024 beträgt der Anteil von Frauen in den zwei Managementebenen, die dem Vorstand nachgelagert sind, 24,4 Prozent (Vorjahr 20,4 Prozent). In Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen strebt der Vorstand der enercity AG zum 30. Juni 2027 für die ihm nachgelagerten zwei Managementebenen weiterhin einen Anteil von jeweils 30 Prozent an. Bei der Neubesetzung der Managementebenen liegt nach wie vor ein großer Fokus auf der Rekrutierung geeigneter Bewerberinnen. Bei den Besetzungsentscheidungen ist dem Unternehmen aber auch weiterhin eine objektive fachliche Bewertung wichtig. Je nach Bewerber:innenlage kann diese objektive Entscheidung auch zu temporärer Nichterfüllung der Zielvorgabe führen. Zum 31. Dezember 2024 beträgt der Frauenanteil im Vorstand der enercity AG 33,3 Prozent. Dies entspricht dem vom Aufsichtsrat beschlossenen und bis zum 30. Juni 2027 umzusetzenden Mindestanteil weiblicher Mitglieder. Der Aufsichtsrat der enercity AG besteht grundsätzlich aus 20 Mitgliedern. Zum 31. Dezember 2024 sind insgesamt sieben Frauen im Aufsichtsrat der enercity AG vertreten, davon fünf Frauen als Anteilseignervertreterinnen (50 Prozent) und zwei Frauen als Arbeitnehmervertreterinnen (20 Prozent). Das Gremium strebt zum 30. Juni 2027 für die Seite der Anteilseignervertretenden einen Frauenanteil von 50 Prozent und für die Seite der Arbeitnehmervertretenden einen Frauenanteil von 30 Prozent an. 4.3 Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen nach § 6b EnWG Gemäß § 6b Abs. 7 S. 4 EnWG ist im Lagebericht auf die Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 S. 1 EnWG einzugehen. Die enercity AG führt gemäß § 6b Abs. 3 EnWG im Rahmen ihrer Rechnungslegung getrennte Konten für Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung, Gasspeicherung und andere Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Die Grundlage der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG ist der aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024. Die Ergebnisse der Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung wurden von den Erlösen aus der Verpachtung der Netze an sowie von der Erbringung von Dienstleistungen für die enercity Netz bestimmt. Der Tätigkeitsbereich Gasspeicherung beinhaltet hauptsächlich Erlöse aus der Verpachtung des durch die enercity AG nutzbaren Gasspeichervolumens in Empelde an die und aus der Erbringung von Dienstleistungen für die enercity Speichervermarktung sowie weitere Erlöse aus der Bewirtschaftung von gepachtetem Speichervolumen. Im Rahmen der Berichterstattung über die Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 S. 1 EnWG sind nachfolgend für die Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie die Gasspeicherung einige Berichtszahlen und finanzielle Leistungsindikatoren aufgeführt:
In der Elektrizitätsverteilung sanken EBIT und EBITDA. Im operativen Geschäft ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen. Dabei haben sich insbesondere die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stärker erhöht als die sonstigen betrieblichen Erträge. Die um 52,2 Mio. EUR geringeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen führen zu einem Rückgang der Bilanzsumme (-55,7 Mio. EUR). Das Eigenkapital ist um 55,0 Mio. EUR gesunken. Das EBIT und EBITDA in der Gasverteilung sind ebenfalls gesunken. Im operativen Geschäft ergab sich eine leichte Verbesserung. Der Ergebnisrückgang ergibt sich aus einem geringeren Ergebnis aufgrund des Verkaufs eines Teils des Gasnetzes an die enercity Netz (im Vorjahr Verkauf an die GNGS). Ein um 3,7 Mio. EUR geringeres Sachvermögen und um 19,8 Mio. EUR geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen führen zu einem Rückgang der Bilanzsumme (-27,1 Mio. EUR). Das Eigenkapital ist um 27,1 Mio. EUR gesunken. Der Tätigkeitsbereich der Gasspeicherung wies ein deutlich rückläufiges EBITDA und EBIT aus. Ursächlich hierfür sind um 65,4 Mio. EUR geringere Erträge aus der Bewirtschaftung des Speichervolumens und ein um 4,8 Mio. EUR geringeres Beteiligungsergebnis. Der stärkere Rückgang im EBIT als im EBITDA resultiert aus den im Vorjahr vorgenommenen Zuschreibungen auf im Energiespeicherbereich tätige Beteiligungen. Die Bilanzsumme reduziert sich hauptsächlich aufgrund einer Neustrukturierung der Finanzanlagen (-35,5 Mio. EUR) um insgesamt 36,7 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten sind insbesondere aufgrund gesunkener Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 6,7 Mio. EUR gesunken. Das Eigenkapital reduziert sich um 29,9 Mio. EUR. 5 Nachtragsbericht enercity-Konzern stärkt das energiewirtschaftliche Portfolio. Der enercity-Konzern hat im Dezember 2024 einen Vertrag mit der Hanwha QCells GmbH (QCells), die sich im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung aus dem deutschen Markt zurückzieht, geschlossen. Mit der Umsetzung des Vertrages wurden zum 1. Januar 2025 zentrale Geschäftsfelder von QCells übernommen. Hierzu zählt der Bereich Dienstleistungen und Versorgung im Privatkundensegment für Strom und Wärme. Die enercity AG übernimmt die Verträge und führt diese fort. So wird für Kontinuität und Stabilität bei den Kund:innen gesorgt. Zudem übernimmt die enercitySolution von QCells mehrere Photovoltaikanlagen sowie in Planung befindliche PV- Projekte mit einer installierten Leistung von insgesamt rund 19 MW. Der erzeugte Strom wird dabei auf Basis mitübernommener Verträge veräußert oder im Rahmen des EEG-Förderregimes vermarktet. Des Weiteren trennt sich QCells von ihren Anteilen an der LYNQTECH, welche von der enercity digital erworben werden. Im Jahr 2022 war enercity-Konzern mit QCells eine strategische Partnerschaft eingegangen, wodurch QCells die Mehrheit an LYNQTECH übernommen hatte. Mit der Übernahme der QCells-Anteile an LYNQTECH ist enercity digital wieder alleinige Gesellschafterin von LYNQTECH. Die Cloud-Plattform LYNQTECH vernetzt für enercity-Konzern vertriebsrelevante Prozesse im Commodity-Geschäft (B2C) von Anfang bis Ende („End-to-End“) in Echtzeit. Mit der vollständigen Übernahme von LYNQTECH verfügt enercity-Konzern wieder über die volle Handlungsfähigkeit, um die digitale Plattform weiterzuentwickeln. Erwerb des Strom- und Gasnetzes in Garbsen. Die Stadt Garbsen, die SW Garbsen und die enercity AG haben im Sommer 2024 eine strategische Partnerschaft geschlossen, um gemeinsam die Energieversorgung in Garbsen voranzubringen. Dabei kauft die enercity Netz mit Wirkung zum 1. Januar 2025 ein rund 800 Kilometer langes Strom- und 600 Kilometer langes Gasnetz von der SW Garbsen-Gruppe. Damit wächst das durch die enercity Netz betriebene Netz jeweils um mehr als zehn Prozent. Der Erwerb ist die bisher größte Netzerweiterung im enercity-Konzern. Bis Ende 2025 bleibt die LeineNetz GmbH, Neustadt, zunächst noch Netzbetreiberin. Diese Funktion wird nach aktueller Planung ab dem 1. Januar 2026 auf die enercity Netz übergehen. Die Stadt Garbsen plant sich 2025 direkt an der enercity Netz zu beteiligen. 6 Prognosebericht Die folgenden Prognosen zur Ergebnisentwicklung des enercity-Konzerns sowie der enercity AG sind grundsätzlich Ungewissheiten und Risiken unterworfen. Diese können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags- und Finanzlage im folgenden Geschäftsjahr von den prognostizierten Entwicklungen abweichen. Insbesondere die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind große Unsicherheitsfaktoren. In Bezug auf die Auswirkungen dieser Krisen wird auf die Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht verwiesen. Basis der folgenden Prognosen ist die Mittelfristplanung des enercity-Konzerns für die Jahre 2025 bis 2028 sowie der Wirtschaftsplan der enercity AG für das Jahr 2025. 6.1 Rahmenbedingungen Absatzerwartung Deutschland. Die Dekarbonisierung des Wärmebereichs führt zu einem erheblichen und kontinuierlichen Rückgang des Erdgasverbrauchs. ![]() Energieverbrauch Gebäudesektor Deutschland in TWh Im Gegensatz zum Erdgasverbrauch wird der Stromverbrauch in den kommenden Jahren aufgrund der Elektrifizierung des Verkehrs- und Wärmesektors signifikant steigen. Die bis Februar 2025 amtierende Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, dass bis 2030 unter anderem 6 Mio. Wärmepumpen und 15 Mio. vollelektrische Pkw in Gebrauch sein sollen. Bis 2045 sollen es insgesamt 14 Mio. Wärmepumpen und 36 Mio. vollelektrische Pkw sein. Schon bis 2030 muss daher eine Vielzahl an neuen Verbrauchseinrichtungen in das Stromnetz integriert werden. Auch wenn unterstellt wird, dass im Haushaltsbereich zunehmend effizientere Elektrogeräte und Wärmepumpen eingesetzt werden, führt dies voraussichtlich dazu, dass bis 2045 der Bruttostromverbrauch für die Bereiche Privathaushalte (PHH), Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) und Verkehr in Deutschland auf bis zu 419 Terawattstunden (TWh) ansteigt. Auch die Digitalisierung des Messwesens und die Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sorgen für einen grundlegenden Wandel des Markts. ![]() Bruttostromverbrauch Deutschland in TWh Preiserwartungen von Energieträgern bis 2042 für Deutschland. Das Projektteam rund um den „Entwicklungsprozess der 65% EE-Regel“ des Heizungsgesetzes hat eine begleitende Analyse zur Ausgestaltung der Regelung aus dem Koalitionsvertrag 2021 durchgeführt. In der dazugehörigen Studie prognostiziert das Team die Preisentwicklung verschiedener Energieträger bis 2042. Demnach wird in den kommenden Jahren ein kontinuierlicher und nachhaltiger Anstieg der Energiepreise erwartet. Konkret könnte der Strompreis sowohl für Haushaltskund:innen als auch für Wärmepumpen jährlich im Schnitt um 0,5 Prozent steigen, während für fossile Energieträger ein jährlicher Anstieg von einem Prozent prognostiziert wird. ![]() Jahreskostenprognose (brutto) bis 2042 für Haushaltsstrom, Wärmepumpen, Erdgas und Biomethan - zuzüglich Grundpreis Gesamtbeurteilung. Insgesamt wird damit gerechnet, dass die Energiepreise sich weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Dies wird zu einem Rückgang der Energienachfrage führen sowie den Fokus auf Effizienzmaßnahmen in allen Sektoren der Wirtschaft verstärken. Zudem wird unter anderem die aktuelle Gesetzgebung voraussichtlich die Nachfrage nach dezentralen Energielösungen steigern. Die sich stark wandelnden Kund:innenbedürfnisse hin zu Energieautarkie und Effizienzsteigerung werden zu einem andauernden Rückgang der Absatzmengen und Margen in den reinen Commodity-Märkten führen. Auf lange Sicht wird der Verdrängungswettbewerb zunehmen und die umfassende Digitalisierung wird einen hohen Kostendruck auf die internen Prozesse ausüben. 6.2 Erwartete Ergebnisentwicklung im enercity-Konzern Der Fokus auf die Kund:innenbedürfnisse wird im enercity-Konzern auch in Zukunft im Vordergrund stehen. Dazu wurde das Geschäft mit Kund:innenlösungen für Solaranlagen, Speicher und Wärmepumpen, Ladeinfrastrukturlösungen zum Ausbau der Elektromobilität sowie für den Smarthome-Bereich in den vergangenen Jahren aufgebaut und wird stetig weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig stellt der enercity-Konzern die eigene Strom- und Wärmeerzeugung sukzessive auf erneuerbare Energien und Abwärmenutzung um. Der enercity-Konzern wird voraussichtlich im Jahr 2027 vollständig aus der Kohle aussteigen. Block 1 des Kohlekraftwerks in Stöcken wird nach der Heizperiode 2025 seinen letzten geplanten Einsatz haben, der zweite Block folgt im Jahr 2027. Die beiden Kohleblöcke werden insgesamt durch 14 erneuerbare Anlagen ersetzt, von denen bereits die Biomethan-BHKWs in Stöcken und Herrenhausen sowie die Wärmeauskopplung aus der thermischen Abfallverwertung am Standort Hannover-Lahe und aus der Klärschlammverwertung am selben Standort in Betrieb sind. Darüber hinaus ist der Bau des Biomasseheizkraftwerk am Standort Stöcken weit fortgeschritten. Das Ersatzportfolio wird ergänzt durch Großwärmepumpen, eine Geothermie- Anlage und Elektrodenkessel. Um die Dekarbonisierung des Energie- und Wärmesektors weiter voranzutreiben, plant der enercity-Konzern für das kommende Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von insgesamt rund 957 Mio. EUR und damit mehr als im Berichtsjahr. Ein Großteil des Investitionsvolumens ist für die Energie- und Wärmewende einschließlich des dafür nötigen Netzausbaus vorgesehen. Der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung soll insbesondere durch Investitionen in weitere Windparks erfolgen. Geplante Finanzierung. Zur Finanzierung der geplanten Investitionen ist neben der Fremdfinanzierung die Stärkung des Eigenkapitals vorgesehen. Die Innenfinanzierung basiert dabei neben der Rücklagenbildung durch Ergebnisthesaurierung vor allem auf Abschreibungen und Abgängen von Sachanlagen. Die Außenfinanzierung wird im Wesentlichen durch Investitionszuschüsse und die Aufnahme langfristiger Darlehen getragen. Im Rahmen von Investitionen in erneuerbare Energien sowie Effizienztechnologien werden zur Finanzierung unter anderem Konsortialkreditlinien bereitgestellt. Bei einem sich gegenüber den Vorjahren weiter normalisierenden Energiemarkt wird das Geschäftsjahr 2025 nicht so positiv wie das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 erwartet. Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit und des geringeren Ergebnisses steigt der dynamische Verschuldungsgrad (Net Debt/EBITDA) planerisch auf 4,0. Dieser Wert stellt auch die Obergrenze in der mittelfristigen Finanzplanung dar und soll nach Möglichkeit durch das Erreichen operativer Exzellenz und stringente Maßnahmen zur Ergebnissicherung unterschritten werden. Die Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren wird für den enercity-Konzern für 2025 wie folgt prognostiziert:
6.3 Erwartete Ergebnisentwicklung der enercity AG Der Fokus auf die sich wandelnden Kund:innenbedürfnisse steht auch bei der enercity AG weiterhin im Vordergrund. Die enercity AG hat das Geschäft mit Kund:innenlösungen aufgebaut und wird dieses Geschäft stetig weiter ausbauen. Gleichzeitig stellt das Unternehmen die eigene Strom- und Wärmeerzeugung sukzessive auf erneuerbare Energien und Abwärmenutzung um. Geplante Investitionen. Für das kommende Geschäftsjahr plant die enercity AG Sachinvestitionen von insgesamt rund 218 Mio. EUR. Investitionen in der Sparte Wärme sind im Wesentlichen für den Ausbau des Fernwärmenetzes und den Anschluss der erneuerbaren Erzeugungsanlagen vorgesehen. In der Sparte Wasser sind Investitionen hauptsächlich für die Erneuerung der Zubringerleitungen im Wasserwerk Fuhrberg sowie für Erneuerungsmaßnahmen im Wasserversorgungsnetz mit einem Schwerpunkt auf schadensauffälligen Grauguss- und Hausanschlussleitungen geplant. Darüber hinaus plant die enercity AG Investitionen in den Zubau von Glasfaseranschlüssen, in das Erschließen neuer Geschäftsfelder in den Dienstleistungsbereichen (insbesondere der Elektromobilität) sowie in umfangreiche Effizienzvorhaben im Rahmen der Digitalisierungsinitiative. Für 2025 sind zudem Investitionen von insgesamt rund 337 Mio. EUR für Finanzanlagen vorgesehen - vor allem für Unternehmensbeteiligungen sowie für die Neuvergabe langfristiger Gesellschafterdarlehen. Diese dienen dem Ausbau der erneuerbaren Energien und Effizienztechnologien, einschließlich Contracting, bei den Beteiligungen beziehungsweise bei verbundenen Unternehmen. Geplante Finanzierung. Die Investitionen sollen sowohl innen- als auch außenfinanziert werden. Die Innenfinanzierung basiert dabei vor allem auf Abschreibungen sowie Rücklagenbildung durch Ergebnisthesaurierung. Die Außenfinanzierung wird im Wesentlichen durch Investitionszuschüsse und die Aufnahme langfristiger Darlehen getragen. Es ist davon auszugehen, dass sich das Geschäftsjahr 2025 insgesamt nicht so positiv wie das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 entwickeln wird. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich in der geplanten Entwicklung wie folgt dar:
7 Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementziele und -strategie. Zielsetzungen des Risikomanagements sind die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle von wesentlichen Risiken, die den Fortbestand oder das wirtschaftliche Ergebnis des enercity- Konzerns gefährden können. Risiken umfassen alle konzern- und unternehmensinternen und -externen Vorgänge, die die geschäftlichen Ziele des enercity-Konzerns negativ beeinflussen können. Strategien zu Risikosteuerung sind: ![]() Risikomanagementprozess. Die festgelegten Verfahrensweisen und Verantwortlichkeiten der Verfahrensregelung Risikomanagement bilden die Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem. In den enercity- Konzerngesellschaften tragen die Geschäftsleitungen die Verantwortung für ein angemessenes Risikomanagement. Risikomeldungen erfolgen an eine zentrale Risikomanagementfunktion, die auch für die Fortentwicklung des Risikomanagementsystems verantwortlich ist. Die interne Revisionsabteilung überprüft prozessunabhängig in regelmäßigen Abständen das Risikomanagementsystem. Sie beurteilt das bestehende Risikomanagement durch regelmäßige Prüfungen auf Vollständigkeit, Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit und gibt Gestaltungsempfehlungen für die Optimierung. Überwachung durch den Aufsichtsrat. Der enercity-Aufsichtsrat hat gemäß § 107 Absatz 3 Satz 2 AktG unter anderem die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems zu überwachen. Der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich bei seinen Sitzungen ebenfalls mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Vorstand berichtet regelmäßig über die wesentlichen Risiken und die ergriffenen Maßnahmen zur Überwachung und Steuerung. Risikobewertung und -kommunikation. Die stattfindenden Risikoinventuren erfassen alle relevanten Risikopotenziale und melden diese dem zentralen Risikomanagement. Wesentliche Veränderungen der Risikosituation im Laufe eines Geschäftsjahres werden im Rahmen einer Ad-hoc-Risikoberichterstattung mitgeteilt. Die Bruttobewertung der identifizierten Risiken erfolgt - auf Grundlage der möglichen Schadenshöhen und der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit des betreffenden Risikos - zunächst ohne Berücksichtigung bereits ergriffener risikosteuernder Maßnahmen. Die Risikoquantifizierung geschieht möglichst objektiv und unternehmensweit einheitlich durch definierte Messverfahren sowie Kennzahlen. Sie berücksichtigt mögliche Interdependenzen zwischen den einzelnen Risikoarten. Das zentrale Risikomanagement erstellt eine Gesamtrisikoübersicht und berichtet regelmäßig an den enercity-Vorstand. Überwachung von Risiken im Energiehandel. Der Energiehandel dient der wirtschaftlichen Optimierung des Energieportfolios bei enercity. Er verfolgt primär das Ziel, Ergebnisrisiken aus Preisschwankungen auf Energiemärkten einzugrenzen und die Beschaffungspreise zu optimieren. Für die Überwachung der mit den Handelstätigkeiten verbundenen Risiken, insbesondere der Marktpreis- und Kontrahentenrisiken, ist ein Energiehandelscontrolling implementiert. Organisatorische Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten sind in einer Energiehandelsrichtlinie dokumentiert. Ein Risikokomitee ist organisatorisch fest verankert und überprüft regelmäßig die Einhaltung der Regelungen. ![]() Risikomanagementprozess 7.1 Risiko- und Chancensituation des enercity-Konzerns Gesamtbild der Risikolage. Die rollierende 12-Monats-Sicht, aktuell mit Schwerpunkt auf 2025, weist für den enercity- Konzern Nettorisiken von rund 904 Mio. EUR aus. Legt man die korrespondierenden Eintrittswahrscheinlichkeiten zugrunde, entsprechen diese Risiken insgesamt einem Verlustpotenzial von rund 159 Mio. EUR (Vorjahr: 230 Mio. EUR). Sie belaufen sich damit auf rund 13 Prozent des bilanziellen Eigenkapitals. Das im Vergleich zum Vorjahr reduzierte Verlustpotenzial sowie die verringerte Anzahl der einzelnen Risiken sind im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass viele Risiken, die im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine stehen, geschlossen beziehungsweise stark reduziert wurden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass durch Diversifizierung sowie den Aufbau nationaler LNG-Terminals der komplette Zusammenbruch der Gasversorgung nicht mehr als Gefahr angesehen wird. Diversifizierung der Energiebeschaffung. Die Entwicklungen im Nahen Osten führen zusammen mit dem weiterhin andauernden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine unmittelbar zu verstärkten Unsicherheiten. Deutschland diversifiziert weiter die Beschaffung, um Rohstoff- und Energielieferungen aus Russland zu ersetzen. Die Grundlagen für das Errichten und den Betrieb eines Wasserstoff-Kernnetzes sind geschaffen worden. Das ist ein wichtiger Baustein für den geplanten Wasserstoff-Hochlauf sowie für die weitere Diversifizierung und Dekarbonisierung. Die aktuellen Entwicklungen werden weiterhin beobachtet und kontinuierlich neu bewertet. Neben der kurzfristigen Betrachtung erfolgt auch eine mittelfristige Analyse - unter anderem der Auswirkungen einer weiteren Diversifizierung der Brennstoffbeschaffung. Ein Ziel ist die Neuaufstellung des zukünftigen Erzeugungsportfolios, insbesondere der CO2 - freien Wärmebereitstellung. Weiterhin bestimmen politische Entwicklungen insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Europa und Deutschland die Situation auf den Handelsmärkten. Neue Gesetze, Verordnungen und Regelungen, möglicherweise auch neue Zollbestimmungen, können mit zum Teil gravierenden Markteingriffen einhergehen. Dementsprechend sind auch im Jahr 2025 insgesamt Risiken vornehmlich im Bereich Handel und Vertrieb zu erwarten. Dringend notwendige Änderungen insbesondere in der Energiepolitik wurden durch den Bruch der „Ampel-Koalition“ nicht weiterverfolgt. Es bleibt abzuwarten, wie die kommende Bundesregierung sich hinsichtlich der energiepolitischen Themen positioniert. Wesentliche Risiken. Das aktuelle Risikoportfolio 2024 umfasst insgesamt 81 Einzelrisiken, darunter 36 wesentliche Risiken - sogenannte A-Risiken - und 45 weitere Risiken. Die in den unternehmensinternen Risikokategorien erfassten Risikopositionen stellen sich wie folgt dar: Im enercity-Konzern liegt die aktuelle Nettorisikohöhe der A-Risiken bei rund 802 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sind aus diesen Risiken potenzielle Belastungen in Höhe von rund 138 Mio. EUR möglich. Für diese Risiken ist ein Frühwarnsystem mit Indikatoren, Schwellenwerten und Überwachungsträgern definiert. Ein Risikoausgleich erfolgt unter anderem durch vorbeugende Preisabsicherungen, Instandhaltungs-, Überwachungs-, Versicherungs- und Störfallkonzepte sowie den Bau dezentraler Einspeise- und Ersatzteilvorhaltungen. Für die 45 weiteren Risiken liegt die Nettorisikohöhe bei 102 Mio. EUR; unter Zugrundelegung der korrespondierenden Eintrittswahrscheinlichkeiten sind Belastungen von rund 21 Mio. EUR möglich. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken in absteigender Reihenfolge entsprechend ihrer Bedeutung dargestellt: Das Handelsrisiko umfasst unerwartete Preis- oder Mengenänderungen im Bereich des Energiehandels, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken können. Zudem besteht weiterhin die Gefahr des Ausfalls von Handelspartner:innen beziehungsweise von Forderungen gegenüber Handelspartner:innen. Beim Energiehandel werden zur Absicherung von Preisrisiken Finanzderivate eingesetzt. Der Energiehandel ist grundsätzlich bestrebt, mit Bezugs- und Vermarktungsmöglichkeiten am Großhandelsmarkt und dem kombinierten Einsatz des Kavernenspeichers, Optimierungspotenziale bei der langfristigen Gasbeschaffung zu nutzen. Beschaffungsrisiken können generell durch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferant:innen, deren Bonität sowie Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten verursacht werden. Das Preisrisiko im Hinblick auf den Kohlebedarf sowie CO2 -Emissionen wird durch Einkaufsstrategien sowie die Absicherung des Währungsrisikos gesteuert. In diesem Zusammenhang werden finanzielle Kohleswaps, CO2 -Emissionszertifikate-, Strom- und Gasgeschäfte in ein Vertragsportfolio einbezogen. Im Rahmen des Vertragsportfolios und der Back-to-back-Kontrahierung werden, soweit möglich, Portfolios gemäß IDW RS ÖFA 3 zusammengefasst. Das Management von Preisrisiken ist in die Prozesse der Kraftwerkseinlastungs-Entscheidungen integriert. Wesentliche Risiken für das Beteiligungsportfolio resultieren zum einen aus der Möglichkeit, dass Beteiligungsgesellschaften geringere Ergebnisse erzielen als in der Planung berücksichtigt. Zum anderen besteht bei einer nachhaltigen Verschlechterung der Ertragslage einer Beteiligung das Risiko einer dauerhaften Wertminderung des Gesamtinvestments in die Gesellschaft. Dieses besteht aus einer Beteiligung an der Gesellschaft und gegebenenfalls aus Gesellschafterdarlehen. Die Wertminderung würde zu einer Abschreibung des Gesamtinvestmentwertes führen. Dabei ist das Risiko bei jungen Unternehmen signifikant höher als bei Unternehmen, die am Markt etabliert sind. Die Risiken des Beteiligungsportfolios werden durch ein angemessenes Beteiligungsmanagement gesteuert. Wesentliche Bestandteile sind dabei Plan/Ist-Analysen, Kennzahlenvergleiche, Wirtschaftlichkeitsanalysen und Handlungsempfehlungen zur Gegensteuerung. Des Weiteren bespricht die enercity AG insbesondere mit wesentlichen Beteiligungsgesellschaften in regelmäßigen Sitzungen die Unternehmensstrategie, die Regulierungseinflüsse und die Rentabilität größerer Investitionsvorhaben. Zudem unterliegen die Buchwerte der Beteiligungsgesellschaften einer regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfung. Absatz- und Vertriebsrisiken beinhalten unter anderem Erfüllungs-, Verkaufs-, Lager-, Abnahme-, Zahlungs- sowie Produkthaftungs- und Wettbewerbsrisiken. Bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Situation, die derzeit eher von einem Abschwung gekennzeichnet ist, sind tendenziell geringere Strom- und insbesondere auch Erdgasabnahmen zu erwarten. Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich beispielsweise aus Preis-, Kredit-, Liquiditäts- und steuerrechtlichen Risiken. Finanzwirtschaftliche Risiken haben geringe bis mittlere Eintrittswahrscheinlichkeiten. Dazu zählen Risiken, die das Zinsmanagement, die Kapitalanlage und den Zahlungsverkehr betreffen. Zur Steuerung von Zinsrisiken und zur Zinsoptimierung werden Zins-Swapgeschäfte eingesetzt. Soweit möglich werden diese in Bewertungseinheiten einbezogen. Alle getätigten Geschäfte unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung. Darüber hinaus können sich für den enercity-Konzern Risiken aus dem Nichteinhalten der Financial Covenants im Zusammenhang mit den Kreditverbindlichkeiten ergeben. Für weiterführende Angaben wird auf den enercity-Konzernanhang verwiesen. Im Produktionsbereich bestehen allgemein Betriebsrisiken durch Anlagen zur Erzeugung, Förderung, Speicherung und Verteilung. Die Risiken ergeben sich aus Betriebsunterbrechungen aufgrund von Ausfällen oder Betriebsstörungen und können die Ertragslage belasten. Diese allgemeinen Betriebsrisiken sind überwiegend mit geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten eingestuft. Regulatorische Risiken sind kartell-, patent-, bilanz- und steuerrechtliche Risiken sowie Risiken aus Genehmigungsverfahren beziehungsweise aus gesetzlichen Auflagen und Umweltschutzbestimmungen. Auch durch kartellrechtliche Prüfungen und Feststellungen kommt es zu Preisrisiken. Der enercity-Konzern ist grundsätzlich bestrebt, diesen Preisrisiken durch ausreichende Nachweisführungen und eine angemessene Preisausgestaltung entgegenzuwirken. Zudem bestehen Ergebnisrisiken im Zusammenhang mit der Anreizregulierung der Netze. Trotz der Festlegung von Erlösobergrenzen gibt es die Notwendigkeit, die genehmigten Ansätze zu sichern. Gesamtbeurteilung der Risikolage durch die enercity AG-Unternehmensleitung. Gegenwärtig sind keine Risiken identifiziert worden, die in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen einzeln oder zusammengenommen den Fortbestand des enercity-Konzerns gefährden. Die Unternehmensleitung der enercity AG geht davon aus, dass die Ertragskraft des enercity-Konzerns eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung bildet. Es wird zudem davon ausgegangen, dass der enercity-Konzern den aufgezeigten Herausforderungen weiterhin erfolgreich begegnen kann. ![]() Übersicht zum Chancenmanagementsystem und Gesamtbild der Chancenlage. Wesentliche Chancen ergeben sich durch Entwicklungen oder Sachverhalte, die sich signifikant positiv auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaften beziehungsweise Segmente auswirken können. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen in absteigender Reihenfolge entsprechend ihrer Bedeutung dargestellt: Chancen sieht der enercity-Konzern langfristig im weiteren Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung. Das bestehende Windparkportfolio wird durch die Entwicklung neuer Windprojekte in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Dabei könnten mehrere Hundert Gigawattstunden zusätzliche regenerative Energie erzeugt und so Ergebnispotenziale erhöht werden. Entsprechende Zukäufe bestehender Windparks bieten weitere Chancen im Bereich erneuerbarer Strom. Zusätzlich dazu hat der enercity-Konzern die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren photovoltaischen Stromerzeugung verstärkt. Dabei ist zunehmend zu beachten, dass in Deutschland immer häufiger und andauernder negative Strompreise vorherrschen. Große Batteriespeicher können durch kurze Reaktionszeiten und mit hoher Effizienz einen Ausgleich schaffen und darüber hinaus Schwankungen und Lastspitzen begegnen und die Netzstabilität verbessern. Entsprechend aussichtsreich wird ein Engagement in große Batteriespeicher angesehen und vom enercity-Konzern daher zukünftig betrieben. Im Bereich Beschaffung und Handel steht das Ausnutzen der Volatilitäten am Gasbeschaffungsmarkt im Sinne einer Beschaffungsoptimierung im Vordergrund. Bei der Beschaffung hat die enercity AG eine 24/7-Handelsfunktion implementiert. Dadurch kann der enercity-Konzern zusätzliche Vorteile im kurzfristigen Geschäft erwirtschaften. Die flexible Steuerung der Stromerzeugung und die Möglichkeit einer Einsteuerung in höhere Preissegmente bieten Optionen zur Ergebnisverbesserung. Wesentliche Ergebnischancen bietet das Ausnutzen der Möglichkeiten zur Beschaffungsoptimierung der Kraftwerke inklusive einer Vermarktung der freien Kraftwerkskapazitäten auf der Basis höherer Preise. Beteiligungen an jungen Unternehmen (Start-ups) setzen einen neuen Akzent im Bereich Beteiligungen. Den Risiken wird durch eine sorgfältige Auswahl der Beteiligungen und eine intensive Unterstützung der Gründer:innen begegnet. Im Bereich erneuerbare Energien bieten Kooperationen mit Finanzinvestor:innen die Chance auf weiteres Wachstum. Im Contracting nutzt der enercity-Konzern selektiv Möglichkeiten, Projekte zu entwickeln beziehungsweise zu erwerben und diese mit eigener Expertise zu optimieren und zum Erfolg zu führen. Große Marktchancen werden im Aufbau eines Lösungsgeschäftes für Kund:innen gesehen, das über den reinen Commodity-Vertrieb hinausgeht. Hierfür werden derzeit sukzessiv neue Geschäftsfelder aufgebaut, beginnend mit den Bereichen Elektromobilität und Energieeffizienz. Insbesondere im Geschäftsfeld Elektromobilität und Wärmepumpen bieten sich Marktchancen durch politische Weichenstellungen - bezogen auf Elektromobilität bislang durch Förderung. Zukünftig geschieht dies absehbar durch neue Regelungen für steuerbare Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG) und das Angebot lastvariabler Tarife. Die Erhöhung der Marktanteile im Grundversorgungsgebiet Hannover durch Rückgewinnung der Kund:innen schafft langfristig Ergebnispotenziale. Als Mittel dazu könnten Kund:innenzufriedenheit und attraktive Preismodelle dienen. Potenzial besteht ebenfalls in der überregionalen Akquise von Kund:innen, insbesondere über digitale Vertriebswege. Ein Ausbau der Marktanteile bei Strom und Gas durch Neugewinnung von Kund:innen wirkt sich positiv nicht nur auf den Absatz, sondern auch auf das Ergebnis aus. Bei entsprechender Witterung eröffnet der Vertriebserfolg bei Gas und Fernwärme eine Ergebnischance. 7.2 Risiko- und Chancensituation von enercity Die im Risiko- und Chancenbericht des enercity-Konzerns getroffenen Aussagen beziehen sich auch auf enercity. Da der enercity-Konzern stark durch die enercity AG geprägt wird, unterliegen beide Abschlüsse den gleichen Risiken und Chancen. Daher wird hier nur noch ergänzend auf Unterschiede bei den Risiken und Chancen und der Gesamtsituation eingegangen. Gesamtbild der Risikolage. Die rollierende 12-Monats-Sicht, aktuell mit Schwerpunkt auf 2025, weist für die enercity AG Nettorisiken von rund circa 567 Mio. EUR aus. Legt man die korrespondierenden Eintrittswahrscheinlichkeiten zugrunde, entsprechen die Risiken der enercity AG insgesamt einem Verlustpotenzial von rund 100 Mio. EUR. Das reduzierte Verlustpotenzial sowie die verringerte Anzahl der einzelnen Risiken sind wie im enercity-Konzern im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass viele Risiken im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geschlossen bzw. stark reduziert wurden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Gefahr eines kompletten Ausfalls der Gasversorgung durch Diversifizierung und den Aufbau nationaler LNG-Terminals nicht mehr erwartet wird. Insbesondere die stagnierende wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, mit geringer Auslastung der Produktionsstätten sorgt für Absatzrückgänge bei Strom, Gas und zum Teil auch Fernwärme. Der bislang vorherrschende milde Temperaturverlauf in Deutschland lässt den Heizenergiebedarf schrumpfen. Für die enercity AG bedeutet das geringere Absätze bei Industrie- und Gewerbe- wie auch bei Privatkund:innen. Wesentliche Risiken. Das aktualisierte Risikoportfolio der Inventur 2024 umfasst insgesamt 48 Einzelrisiken, darunter 24 wesentliche Risiken - sogenannte A-Risiken - und 24 weitere Risiken. Die in den unternehmensinternen Risikokategorien erfassten Risikopositionen stellen sich wie folgt dar: Für die enercity AG liegt die aktuelle Nettorisikohöhe der A-Risiken für 2025 bei rund 507 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sind aus diesen Risiken potenzielle Belastungen in Höhe von rund 89 Mio. EUR möglich. Für diese Risiken ist ein Frühwarnsystem mit Indikatoren, Schwellenwerten und Überwachungsträgern definiert. Ein Risikoausgleich erfolgt unter anderem durch vorbeugende Preisabsicherungen, Instandhaltungs-, Überwachungs-, Versicherungs- und Störfallkonzepte sowie den Bau dezentraler Einspeise- und Ersatzteilvorhaltungen. Für die 24 weiteren Risiken liegt die Nettorisikohöhe bei circa 60 Mio. EUR; unter Zugrundelegung der korrespondierenden Eintrittswahrscheinlichkeiten sind Belastungen von rund 12 Mio. EUR möglich. Wie schon für den enercity-Konzern genannt, gelten auch für die enercity AG die beschriebenen Einflussfaktoren. Die dort beschriebenen Risiken aus dem Handel, der Beschaffung, dem Absatz und Vertrieb, der Produktion, des Beteiligungsportfolios und der Finanzierung stellen, wenn auch in anderer Höhe, die wesentlichen Risiken der enercity AG dar. Die spezifischen Risiken der Tochtergesellschaften wirken sich dabei über das Risiko des Beteiligungsportfolios auf die enercity AG aus, weshalb es hier zu einer entsprechend abweichenden Risikobeurteilung in der enercity AG kommt. Dabei kommen das Risiko aus einem unterplanmäßigen Beteiligungsergebnis, insbesondere bei über Ergebnisabführungsverträge verbundene Tochterunternehmen, und das Risiko einer möglichen Beteiligungsabwertung zum Tragen. Gesamtbeurteilung der Risikolage durch die enercity AG-Unternehmensleitung. Gegenwärtig sind keine Risiken identifiziert worden, die in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen einzeln oder zusammengenommen den Fortbestand der enercity AG gefährden. Die Unternehmensleitung der enercity AG geht davon aus, dass die Ertragskraft der enercity AG eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung bildet. Es wird davon ausgegangen, dass die enercity AG den aufgezeigten Herausforderungen weiterhin erfolgreich begegnen kann.
Hannover, den 10. März 2025 enercity Aktiengesellschaft Der Vorstand Aurélie Alemany Prof. Dr. Marc Hansmann Nachhaltigkeitserklärung für den enercity-Konzern 2024Inhalt 1. Allgemeine Informationen 1.1 Grundlagen für die Erstellung 1.2 Governance - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16) 1.3 Strategie 1.4 Angaben zum Verfahren zur Bewertung der Wesentlichkeit 2. Umweltinformationen 2.1 Klimawandel 2.1.1 Nachhaltige Städte und Gemeinden (SGD 11) 2.1.2 Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) 2.2 Wasser- und Meeresressourcen 2.2.1 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen (SDG 6) 3. Soziale Informationen 3.1 Eigene Belegschaft 3.1.1 Geschlechtergleichheit (SDG 5) 3.1.2 Menschenwürdige Arbeit & Wirtschaftswachstum (SDG 8) 3.2 Lokale Gemeinschaften 3.2.1 Bezahlbare und saubere Energie (SDG 7) 3.3 Verbraucher: innen 4. Governance-Informationen 4.1 Unternehmenspolitik 4.2 Lieferkette und Menschenrechte 4.2.1 Lieferantenstruktur 4.2.2 Informationssicherheit und Datenschutz 4.2.3 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (SDG 17) Nachhaltigkeitserklärung für den enercity-Konzern 20241. Allgemeine Informationen 1.1 Grundlagen für die Erstellung Als kommunales Unternehmen übernimmt enercity seit jeher gesellschaftliche Verantwortung. Der enercity-Konzern strebt danach, sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in den Bereichen Umweltschutz, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance; kurz: ESG) kontinuierlich zu verbessern und sich an seinen Fortschritten in diesen Bereichen messen zu lassen. enercity unterliegt derzeit keinen gesetzlichen Berichtspflichten im Bereich der nichtfinanziellen Berichterstattung. Dennoch veröffentlichen wir im nunmehr fünften Jahr in Folge eine Nachhaltigkeitserklärung auf freiwilliger Basis. Diese Nachhaltigkeitserklärung orientiert sich an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) als anerkanntes Berichtsrahmenwerk. Ferner findet das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 289c-e HGB und 315c HGB) auf freiwilliger Basis Berücksichtigung, das Anforderungen an eine Berichterstattung über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmer:innenbelange, zur Achtung der Menschenrechte sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung definiert. Darüber hinaus bereitet sich enercity bereits auf die künftigen Berichtspflichten gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vor. Die vorliegende Nachhaltigkeitserklärung antizipiert verschiedene Berichtselemente, die sich ab dem Geschäftsjahr 2025 für enercity verpflichtend aus den ESRS ergeben. Alle Informationen und Daten beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den enercity-Konzern und das Geschäftsjahr 2024. Der enercity-Konzern umfasst die enercity AG als Muttergesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen. Die ESRS verlangen nicht, dass ein Unternehmen über ESG-Aspekte berichtet, die in den Standards behandelt werden, wenn diese Aspekte als nicht wesentlich eingestuft wurden. Die Nachhaltigkeitserklärung analysiert die wesentlichen Auswirkungen des Unternehmens auf Mensch und Umwelt. Er stellt die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte in Bezug auf die Entwicklung, die Leistung und die Positionierung des Unternehmens dar. Alle Geschäftsbereiche und Gesellschaften des enercity- Konzerns verfolgen die ESG-Aspekte kontinuierlich, um einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitsthemen sowie den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zu leisten und einen Mehrwert für die Stakeholder zu schaffen. ![]() 1.2 Governance - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16) Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen. Frieden und Ordnung in einer Gesellschaft sind Indikatoren für die Lebensqualität eines Landes. enercity engagiert sich für eine nachhaltige Gemeinschaft, die in Harmonie mit der Umwelt wachsen und gedeihen kann. Als eines der führenden kommunalen Energieunternehmen Deutschlands, unterliegt der enercity- Konzern einer differenzierten Corporate-Governance-Struktur, die sich durch eine klare Aufgabenteilung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und operativem Management auszeichnet. Diese Institutionen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der ambitionierten Nachhaltigkeitsagenda des Konzerns. Management Das Management der enercity AG bestand im Geschäftsjahr 2024 aus drei Mitgliedern. Seit dem 1. Juli 2024 führt Aurélie Alemany als CEO den Vorstand des enercity-Konzerns. Die 49-jährige Französin ist studierte Verfahrenstechnikerin und bringt 25 Jahre Erfahrung aus Schlüsselpositionen der Chemie- und Energiewirtschaft mit, darunter aus CEO- Rollen bei der Senec GmbH, der yellostrom GmbH sowie verschiedenen Führungspositionen bei der BASF und dem EnBW-Konzern. Ihre wichtigste Aufgabe sieht sie darin, die digitale Energiewende sowie die Wärmewende in Deutschland - und ganz besonders in der Region Hannover - entscheidend voranzubringen. Ihr Mandat konzentriert sich darüber hinaus insbesondere auf die drei Kernbereiche
Neben der CEO ist Prof. Dr. Marc Hansmann CFO der enercity AG und seit 2017 Mitglied im Vorstand. Der promovierte Volkswirtschaftler war bis zu seinem Wechsel zehn Jahre Kammerer der Stadt Hannover. Seine berufliche Karriere begann Herr Hansmann in einer internationalen Unternehmensberatung. Seit 2006 ist er Lehrbeauftragter am Institut für Öffentliche Finanzen der Leibniz Universität Hannover und seit 2016 Honorarprofessor an der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen. Seine Expertise in kommunaler Finanzwirtschaft und nachhaltiger Infrastrukturplanung prägt die strategische Ausrichtung des Konzerns, der bis 2040 klimaneutral werden soll. Durch die Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien in alle Finanzentscheidungen schuf er die Grundlage für enercitys Vorreiterrolle in der Energiewende. Bis zum 31.12.2024 war Dirk Schulte als Arbeitsdirektor (CHRO) Mitglied des Vorstands. In dieser Rolle war er für die personalwirtschaftliche Ausrichtung des Konzerns verantwortlich. Aufsichtsrat Unter dem Vorsitz von Anja Ritschel (seit 1.4.2022) setzt sich der 20-köpfige Aufsichtsrat nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes aus je zehn Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseignerinnen und der Arbeitnehmer:innen zusammen. Mitglieder der Anteilseignerinnen: Städtische Mitglieder im Aufsichtsrat: Ratsherr Jens Allerheiligen Ratsherr Lars Kelich Thomas Klapproth Ratsherr Dr. Bala Subramanian Ramani Stadträtin Anja Ritschel Ratsherr Felix Semper Ratsfrau Julia Stock Mitglieder der anderen Anteilseignerin im Aufsichtsrat: Anne Rethmann, Vorständin Thüga AG Gabriele Aplenz, Leiterin Gesellschaftsrecht & Gremien Thüga AG Mitglieder der Arbeitnehmer:innen: Henning Behnsen Blanca Blancke, Verdi (bis 13.6.2024) Martin Bühre Sinem Dogan, Verdi (ab 2.7.2024) Daniel Kaufeld Peggy Keller Michael Kranz Frederik Moch Jan Orbach Ralf Riekemann Frank Schröder Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung des Vorstandes verantwortlich und arbeitet eng mit diesem zusammen. Er ist unabhängig in seinen Entscheidungen und nicht an Weisungen gebunden. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben gleiche Rechte und Pflichten. Entscheidungen werden im Gremium gemeinsam getroffen, und der Aufsichtsrat kann sich regelmäßig durch den Vorstand über alle relevanten Geschäftsvorgänge informieren lassen. Der Vorstand ist verpflichtet, den Aufsichtsrat regelmäßig über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu informieren. Diese Berichte erfolgen in schriftlicher Form und werden in den Sitzungen des Aufsichtsrates erläutert. Zur fundierten Entscheidungsfindung kann der Aufsichtsrat Sachverständige und weitere Experten hinzuziehen, um bestimmte Themen fachlich zu begleiten. Sitzungen finden regelmäßig viermal jährlich statt, können aber auch bei besonderen Anlässen kurzfristig einberufen werden. Der Aufsichtsrat trägt Verantwortung für die ordnungsgemäße Unternehmensführung und überwacht die Umsetzung strategischer Entscheidungen. In diesem Rahmen bereiten verschiedene Ausschüsse spezifische Themen vor und unterstützen die Entscheidungsfindung des Gremiums. Strategische und finanzielle Fragestellungen werden durch spezialisierte Ausschüsse begleitet, die Handlungsempfehlungen für den Gesamtaufsichtsrat erarbeiten: Präsidialausschuss Er bereitet die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates vor und trifft Entscheidungen über Vorlagen des Vorstandes und Fragen, deren Erledigung im Interesse der Gesellschaft einen Aufschub bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung nicht zulassen. Darüber hinaus stehen auch Personalthemen wie Vorstandsziele im Fokus seiner Tätigkeiten. Finanzausschuss Dem Finanzausschuss ist die Vorbereitung der Beschlussfassung über den Wirtschaftsplan, die Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses und des gemäß § 171 Aktiengesetz (AktG) zu erstattenden Abschlussberichtes des Aufsichtsrats übertragen. Beteiligungs- und Strategieausschuss Der Beteiligungs- und Strategieausschuss hat die Aufgabe, Entscheidungen des Aufsichtsrates zu Konzern- und Beteiligungsangelegenheiten vorzubereiten. Dies umfasst insbesondere die Vorbereitung des Erwerbs sowie der Veräußerung von Unternehmen und wesentlichen Beteiligungen. Grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und Angelegenheiten der Beteiligungsführung sind zudem im Beteiligungs- und Strategieausschuss zu beraten. Außerdem bereitet der Ausschuss Entscheidungen des Aufsichtsrates über erforderliche Stimmabgaben in Gesellschafter- oder Hauptversammlungen oder sonst zuständiger Gremien eines anderen Unternehmens vor. Beirat Für enercity ist die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kommunen im Versorgungsgebiet und an den jeweiligen Projektstandorten von zentraler Bedeutung. Um die Beziehungen aufzubauen und zu pflegen und um sich in Fragen der Unternehmens- und Energiepolitik mit kommunalem Bezug zu beraten, gibt es seit den späten 1980er-Jahren einen ständigen Beirat. Neben kommunalen Repräsentant:innen sitzen in dem Beirat auch Mitglieder aus Wirtschafts- und Verbraucherverbänden. In halbjährlichen Beiratssitzungen tauschen sich der Vorstand und die Mitglieder des Beirats über die wichtigen und aktuellen Themen in der Energiewirtschaft aus. 1.3 Strategie Die Sicherung einer lebenswerten Zukunft für kommende Generationen ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Als Energieunternehmen übernimmt enercity hierfür Verantwortung. Gemeinsam mit unseren Kund:innen sowie Partner:innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gestalten wir die Energiewelt von morgen. Mit unseren kommunalen Wurzeln fühlen wir uns den Menschen in Hannover und der Region besonders verbunden. Gleichzeitig beliefern wir Menschen und Unternehmen deutschlandweit mit Energie und sind in über 300 Kommunen, insbesondere bei der Entwicklung von Nahwärmenetzen, aktiv. Unser wirtschaftlicher Erfolg schafft nachhaltige Mehrwerte für die Menschen in Hannover, der Region und ganz Deutschland. Über unsere Infrastruktur versorgen wir rund eine Million Menschen mit Wasser, Wärme und Strom. Darüber hinaus bieten wir vielfältige energienahe Dienstleistungen - von Elektromobilität über dezentrale Energieerzeugung und Energieeffizienz bis hin zu Telekommunikation und smarter Infrastruktur. Wir denken Energie ganzheitlich. Von der Windkraftanlage bis zum E-Auto setzen wir alles daran, die Lebensqualität unserer Kund:innen durch innovative Lösungen zu steigern. Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element unserer Unternehmensphilosophie und tief in unseren Werten verankert: Wir setzen unsere gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltiges Handeln als selbstverständlich voraus - für eine lebenswerte Zukunft nachfolgender Generationen.enercity hat sich mit ihrer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie ambitionierte Ziele gesetzt. Es ist unsere Ambition, bis 2040 als gesamter Konzern klimaneutral zu werden. Bereits bis 2027/2028 planen wir, den Kohleausstieg konsequent umzusetzen. Parallel dazu treiben wir den Ausbau erneuerbarer Energien in den Bereichen Windkraft, Solarenergie und nachhaltige Wärmeversorgung massiv voran. Dieses Engagement und unsere Innovationskraft unterstreichen die konsequente Ausrichtung auf eine nachhaltige Energiezukunft. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Strategie ist die Kund:innenorientierung. Wir streben an, uns als führende Anbieterin für nachhaltige Energielösungen zu etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, richten wir uns verstärkt auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kund:innen aus. Unser Fokus liegt darauf, sie aktiv auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten und durch ganzheitliche Energielösungen nachhaltige Alternativen zur Strom- und Wärmeversorgung mit konventionellen Lösungen bereitzustellen. Die Umsetzung dieser ehrgeizigen Ziele erfordert nicht nur den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch den umfassenden Umbau und die Erweiterung unserer Netzinfrastruktur. Diese Schritte sind essenziell, um die Integration erneuerbarer Energien zu gewährleisten und eine hohe Versorgungssicherheit sicherzustellen. Mit einem Investitionsvolumen von rund acht Milliarden Euro bis 2030 in klimaneutrale Energieproduktion, Dienstleistungen und Netzinfrastruktur dokumentieren wir unsere Entschlossenheit, unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Innovation und technologischer Fortschritt spielen eine Schlüsselrolle in der Umsetzung unserer Strategie. Digitale Lösungen und neue Technologien fördern die Effizienz unseres Unternehmens und beschleunigen den Weg zur Dekarbonisierung. Wir verstehen uns als Frontrunner der Wärmewende und setzen Maßstäbe in der kommunalen Wärmeplanung in ganz Deutschland. Kombiniert mit unserer führenden Position im Bereich Onshore-Windkraft in Deutschland nehmen wir eine Vorreiterrolle bei der Energie- und Wärmewende ein. Die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter:innen ist ein weiterer Pfeiler unseres Nachhaltigkeitsverständnisses. Durch gezielte Schulungsprogramme stärken wir das Bewusstsein und die Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit. So fördern wir nicht nur die Motivation der Belegschaft, sondern machen sie auch zu Botschafter:innen für den Wandel. Um die Fortschritte und Erfolge unserer Nachhaltigkeitsstrategie messbar und transparent zu gestalten, setzen wir auf ein systematisches Monitoring und Reporting. Durch die Einführung messbarer Kennzahlen gewährleisten wir eine kontinuierliche Überwachung und Kommunikation unserer Nachhaltigkeitsziele. Zukünftig erfüllen unsere Nachhaltigkeitsberichte die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie der European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Mit ihrer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Konzernstrategie bekennt sich enercity klar zu den Zielen der Klimaneutralität, der Kund:innenorientierung und des nachhaltigen Wachstums. Durch die konsequente Umsetzung dieser Strategie positionieren wir uns als zukunftsorientiertes und verantwortungsvolles Unternehmen, das bereit ist, eine führende Rolle in der nachhaltigen Transformation der Energiebranche einzunehmen. Unsere Stakeholder sind ein zentraler Bestandteil unserer Strategie. Mit den Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, politischen Entscheidungsträger:innen, Medien, Lieferanten und Dienstleistern sowie unseren Kund:innen und Mitarbeitenden in unserer Sphäre stehen wir im ständigen Austausch. Der kontinuierliche Dialog mit diesen Gruppen bildet das Fundament unserer Unternehmensführung. Transparente und nachvollziehbare Kommunikation ist dabei essenziell, um Erwartungen und Perspektiven der Stakeholder aktiv in unsere Entscheidungen einfließen zu lassen. Dies ermöglicht uns, effiziente, zuverlässige und nachhaltige Lösungen in den Bereichen Dienstleistungen und Infrastruktur zu entwickeln. Für konstruktive Kritik bleiben wir jederzeit offen - denn wir sind davon überzeugt, dass ein respektvoller Austausch das gegenseitige Verständnis, gesellschaftliches Vertrauen und die Akzeptanz unserer Aktivitäten stärkt. Durch den intensiven Dialog können wir wichtige Trends, Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und unseren wirtschaftlichen Erfolg sichern. Um den Dialog noch inklusiver zu gestalten, setzen wir künftig verstärkt auf systematische Feedbackmechanismen, die alle Anspruchsgruppen einbinden. Unsere Berichterstattung wird so weiterentwickelt, dass sie nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sondern einen echten Mehrwert für alle Beteiligten bietet. Indem wir die Interessen unserer Stakeholder aktiv in den Prozess der Unternehmensentwicklung einbeziehen, leisten wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung, die den sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit gerecht wird. 1.4 Angaben zum Verfahren zur Bewertung der Wesentlichkeit Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsansatzes wurde für den enercity- Konzern eine auf den ESRS basierende Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Diese Analyse berücksichtigt die zentralen Aspekte aus den Dimensionen Umwelt, Soziales und Governance, die für den Konzern und dessen Stakeholder hinsichtlich einer erfolgreichen und zukunftsfähigen Geschäftstätigkeit sowie hinsichtlich der Auswirkungen, Chancen und Risiken von Bedeutung sind. Die Wesentlichkeitsanalyse (auch: Materialitätsanalyse) ist ein strategisches Analysewerkzeug, mit dem sich die Nachhaltigkeitsthemen ermitteln lassen, die für eine Organisation und ihre Anspruchsgruppen (Stakeholder) bedeutend sind. Sie umfasst die externe Umfeldanalyse, die interne Organisationsanalyse und die Analyse der Stakeholder-Erwartungen. Die Analyse stellt die Themen gegenüber, die jeweils für die Organisation und für die Stakeholder relevant sind. So lassen sich Handlungsfelder für die strategische Planung ableiten. Hierbei legt enercity besonderen Wert auf Beiträge zur strategischen Ausrichtung als innovative und nachhaltige Energiedienstleisterin. enercity berücksichtigt dabei sowohl die ökonomischen und ökologischen als auch die gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit, die die Einschätzungen ihrer Stakeholder maßgeblich prägen. ![]() enercity fokussiert sich auf die folgenden SDGs:
2. Umweltinformationen 2.1 Klimawandel 2.1.1 Nachhaltige Städte und Gemeinden (SGD 11) Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen. Aufgrund des kommunalen Hintergrunds von enercity ist eine nachhaltige Stadtentwicklung mit weniger Umweltbelastung ein Kernstück der Unternehmensstrategie. Mehr als die Hälfte der Energie wird in Deutschland für Wärme verbraucht, daher spielt die Wärmewende eine zentrale Rolle. Die Stadt Hannover und enercity als Frontrunner der Energiewende haben gemeinsam bedeutende Schritte für einen nachhaltigen und klimafreundlichen Wandel in der Wärmeversorgung unternommen - weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energiequellen. Dieser Prozess ist, neben dem Ausbau erneuerbarer Energieanlagen, eng mit dem schrittweisen Kohleausstieg verknüpft. Wärmewende und Kohleausstieg Maßgeblich von enercity unterstützt und vorbereitet, hat die Landeshauptstadt Hannover als erste niedersächsische Kommune eine umfassende Wärmeplanung vorgelegt. Die Stadt Hannover und enercity setzen so einen bundesweiten Maßstab bei der kommunalen Wärmeplanung. Herzstück dieser kommunalen Wärmeplanung ist die Fernwärme, für die seit dem 1. Januar 2023 eine vom Stadtrat beschlossene Anschlusspflicht besteht. Ihr Anteil am Wärmeverbrauch steigt von derzeit rund 30 auf 56 Prozent im Jahr 2040. Das setzt einen massiven Ausbau des Fernwärmenetzes voraus. Dazu kommen knapp zehn Prozent Nahwärmeversorgung, sodass in Zukunft zwei Drittel des Wärmeverbrauchs leitungsgebunden sein werden. Über die Töchter enercity Contracting GmbH und Danpower GmbH betreibt der enercity-Konzern in rund 300 Kommunen Nahwärmenetze - und verfügt daher über umfangreiche Kompetenz in diesem Bereich. Rund ein Drittel des Wärmeverbrauchs wird zukünftig über dezentrale Lösungen abgedeckt, vor allem über Wärmepumpen. Sie werden sich insbesondere in Einfamilienhausgebieten durchsetzen. enercity investiert bis zum Jahr 2030 insgesamt rund eine Milliarde Euro in die Wärmewende in Hannover. Dazu gehören sowohl der Ausbau der Nah- und Fernwärme als auch die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung. Ziel ist es, die Fernwärme bis zum Jahr 2035 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. ![]() ![]() Maßnahmen Ein erster entscheidender Schritt bei der Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung war im Jahr 2020 die Anbindung der Müllverwertungsanlage Hannover-Lahe und deren Abwärmenutzung für die Fernwärme. Im Sommer 2023 wurde die Klärschlammverwertungsanlage am selben Standort in das Fernwärmenetz integriert. Sie ist die erste neu errichtete Ersatzanlage für den ersten Block des Kohlekraftwerks im Stadtteil Stöcken, der für die Heizperiode 2025/2026 keine Fernwärme mehr erzeugen wird. Parallel dazu hat enercity den Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks und einer Großwärmepumpe am Standort Stöcken initiiert. Im Jahr 2024 sind zudem zwei hochflexible Biomethan-Blockheizkraftwerke (BHKWs) für die Spitzenlastabdeckung in Betrieb gegangen. Das ermöglicht die Abschaltung eines Kohlekraftwerksblocks im Jahr 2025. Der erste Block des Kohlekraftwerks in Stöcken wird nach der für Mitte 2025 vorgesehenen Inbetriebnahme des Biomasse-Heizkraftwerks abgeschaltet. Die Planungen für die Stilllegung des zweiten Blocks und dessen Ersatz laufen bereits. Voraussichtlich bis 2027/2028 wird enercity dann komplett aus der Kohle aussteigen können. Mit dem Vertragsschluss mit der Eavor GmbH im September 2023 ist enercity einen weiteren innovativen Schritt hin zur Nutzung von Tiefengeothermie für die Fernwärmeversorgung gegangen. Das Unternehmen Eavor nutzt die „Eavor Loop“-Technologie, um Wärme aus rund 3.000 Metern Tiefe zutage zu fördern. Ab dem Jahr 2027 stehen damit bis zu 30 Megawatt (MW) regenerative und grundlastfähige Geothermieleistung für das Fernwärmenetz Hannover zur Verfügung. Erdwärme wird damit bei der klimafreundlichen Wärmeversorgung Hannovers künftig eine zentrale Rolle spielen. Geothermie lässt sich unabhängig von Wettereinflüssen zur Wärmeerzeugung nutzen. Die grundlastfähige Geothermie kann nach Fertigstellung des Projekts 15 bis 20 Prozent des jährlichen Fernwärmebedarfs Hannovers klimaneutral abdecken. Zuverlässig liefert die Energie aus der Erde bis zu 250 Millionen Kilowattstunden Fernwärme, die den Jahresbedarf an Wärme von bis zu 20.000 Wohnungen im enercity- Versorgungsgebiet decken. Der langfristige Wärmeliefervertrag der beiden Unternehmen ist eine wichtige Voraussetzung für weitere Schritte im Projekt. Dazu gehört zum Beispiel die Erteilung der bergrechtlichen Genehmigungen für das Vorhaben. Die Bohrarbeiten für den ersten Loop von Eavor sollen im Jahr 2026 starten. Zusätzlich zu dieser Technologie projektiert enercity aktuell eine weitere Großwärmepumpe, die Wärme aus dem Klärwerk Hannover-Herrenhausen nutzt, sowie eine Flusswärmepumpe an der Leine. Eine Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) für die Großwärmepumpe am Klärwerk wurde bereits bewilligt. Die Fertigstellung ist innerhalb der kommenden drei Jahre geplant. Die Nutzung zusätzlicher Abwärme aus der Abfallverwertungsanlage in Lahe ist ebenfalls Teil der Dekarbonisierungsstrategie. Zur vollständigen Dekarbonisierung der Fernwärme plant enercity die Umrüstung des Kraftwerks in Linden für den Betrieb mit Wasserstoff bis zum Jahr 2035. Dieses Projekt hängt von der überregionalen Bereitstellung von Wasserstoff aus dem sogenannten Wasserstoff- Kernnetz ab. Ergebnisse Im Geschäftsjahr 2024 produzierte enercity 758 GWh (Vorjahr: 600 GWh1 ) Wärme durch erneuerbare Energien und Abwärme, was einem Anteil von 27,0 Prozent (Vorjahr: 21,72 Prozent) an der gesamten Wärmeerzeugung entspricht. Unsere Dienstleistungen für die Energiewende Neben der Umstellung unserer eigenen Energieerzeugung ist es unser erklärtes Ziel, unsere Kund:innen für nachhaltige und effiziente Energielösungen zu begeistern - und sie so zu einem aktiven Teil der Energiewende zu machen. Dabei richten wir unseren Fokus nicht nur auf die Bedürfnisse von Privat-, Gewerbe- und Geschäftskund:innen, sondern auch auf die spezifischen Anforderungen von Organisationen und Kommunen. Als verantwortungsvolle Akteurin der Energiewende begleitet enercity die Menschen in Hannover und in der Region sowie Kund:innen bundesweit auf dem Weg von fossilen Energieträgern hin zu klimaneutralen, erneuerbaren Energielösungen. Maßnahmen Wärmelösungen enercity setzt hierbei weiterhin konsequent den bereits begonnenen Weg fort und bietet allen Bürger:innen auf Basis des seit dem Jahr 2017 aufgebauten Wärmekatasters und der daraus entwickelten Wärmeplanung eine individuelle Wärmelösung für jedes Gebäude in der Region Hannover. Außerhalb der innerstädtischen Ballungszentren, die mit Fernwärme versorgt werden, werden in den kommenden Jahren viele Gebäude eine neue Wärmelösung benötigen, vornehmlich auf Basis einer Wärmepumpe. Das vergangene Jahr auf dem deutschen Markt der Wärmeerzeuger war politisch bedingt von Turbulenzen geprägt. Der verspätete Start der BEG-Förderung und die Anpassungen des Gebäudeenergiegesetzes sorgten unter anderem für Verunsicherungen bei unseren Kund:innen und starke Verzögerungen im Gesamthochlauf der Wärmepumpe.
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Der Wert für das Geschäftsjahr 2023 wurde in der letztjährigen Erklärung fälschlicherweise
mit 741 GWh angegeben. Dieser wird hiermit auf 600 GWh korrigiert. Trotz dieser Unsicherheiten konnte enercity das Geschäft im Bereich der Wärmepumpe im Jahr 2024 weiter ausbauen. Die Anzahl der installierten Wärmelösungen in der Region Hannover konnte von 2023 auf 2024 um 40 Prozent erhöht werden. Neben dem Ausbau der Handwerkskooperationen und dem Aufbau von Installationskapazitäten in der Region Hannover konnte enercity im Herbst 2024 durch die Beteiligung am Heizungsspezialisten ökoloco GmbH aus Essen einen Installations-Hub in Hannover aufbauen und dadurch die Installationskapazitäten für Wärmepumpen erweitern. Auch das Produktportfolio hat enercity im vergangenen Jahr an die veränderte Marktsituation angepasst. Neu in das enercity-Produktportfolio wurde eine preiswertere, sogenannte Split- Wärmepumpe aufgenommen, die eine hohe Flexibilität bei der Installation bietet. Das in den Jahren zuvor angebotene Contracting-Modell für Privatkund:innen wird nicht länger angeboten. enercity arbeitet derzeit daran, den Privatkund:innen zeitnah ein alternatives Angebot zur Finanzierung einer Wärmepumpe bereitstellen zu können. Um die Wärmewende in Hannover bezahlbar umzusetzen, hat enercity weitere Wärme-Produkte eingeführt. Kund:innen, deren Gebäude im Fernwärme-Satzungsgebiet liegt, bietet enercity im Falle einer defekten Heizung das Mietmodell der Pop-up-Heizung an. Dem Kunden bzw. der Kundin wird die Pop-up-Heizung als Zwischenlösung eingebaut, um diese bis zum Zeitpunkt des Fernwärmeanschlusses nutzen zu können. enercity unterstützt die Kund:innen mit einem Mietmodell auch bei den notwendigen Umbaumaßnahmen, um die Fernwärme in die Wohnungen zu verteilen. Im vergangenen Jahr hat enercity für interessierte Bürger:innen diverse physische und digitale Veranstaltungsformate eingeführt. Diese ermöglichten es Interessierten, sich umfassend über das Dienstleistungsangebot der enercity AG zu informieren und direkt mit den Mitarbeitenden in einen Dialog zu treten. Diese Formate werden den Kund:innen auch in Zukunft zur Verfügung stehen, weitere Formate dieser Art werden folgen. Photovoltaik Die Solarenergie spielt eine zentrale Rolle in der Transformation unserer Energieversorgung. Im Jahr 2024 haben wir knapp 400 Projekte erfolgreich realisiert, angefangen bei der Kundenberatung und Planung über die Installation bis hin zur Betriebsführung und Vermarktung des erzeugten Solarstroms. Die Einsatzgebiete reichen dabei von Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden bis hin zu großflächigen Dach- und Freiflächenanlagen an Unternehmensstandorten. Durch unsere maßgeschneiderten Lösungen helfen wir, den Energiebedarf unserer Kund:innen nachhaltig zu decken und somit aktiv zur Reduktion von CO2 -Emissionen beizutragen. Unsere hochwertigen Produkte und Technologien sind darauf ausgelegt, maximale Effizienz und Langlebigkeit zu gewährleisten, wodurch wir unseren Kund:innen helfen, langfristige Einsparungen zu erzielen. Die Einführung eines intelligenten Energiemanagementsystems stellte dabei einen entscheidenden Meilenstein für unsere Kund:innen dar, die eine intelligente Steuerung ihres Energiesystems anstreben. Der smarte Energiemanager vernetzt Solaranlage, Wärmepumpe, Speicher, Ladebox für das E-Auto und dynamische Stromtarife in einer benutzerfreundlichen App. Ein weiterer integraler Bestandteil unserer Arbeit ist die Aufklärung und Beratung über nachhaltige Energielösungen. Wir verstehen, dass der Umstieg auf Solarenergie für Kund:innen eine große Investition und bedeutende Entscheidung darstellt. Daher setzen wir auf umfassende Informationen und individuelle Beratung, um unseren Kund:innen bei der Auswahl der besten Lösung für ihre Bedürfnisse zur Seite zu stehen. Dank unserer Wurzeln und unserer Präsenz in der Region Hannover und Niedersachsen bieten wir zahlreiche Informationsveranstaltungen in teils hybridem Format im Nahbereich an.
Die Nutzung von Dachflächen auf landeseigenen Liegenschaften setzt neue Maßstäbe und unterstreicht Niedersachsens Engagement für den Ausbau erneuerbarer Energien. enercity tritt als strategische Partnerin für Niedersachsen auf und begleitet die Projekte von der Planung über die Installation bis hin zur Vermarktung. Dadurch leistet das Unternehmen einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende. Im Jahr 2024 wurden in der Region Nord/West bereits sieben Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 600 kWp erfolgreich in Betrieb genommen. Darüber hinaus befinden sich 31 weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von 7.000 kWp in der Projektierungsphase. In der Stadt und Region Hannover hat enercity die ersten verfügbaren Flächen (25.000 Quadratmeter) für die Nutzung von Photovoltaik umgesetzt. enercity pachtet verschiedene Dachflächen und plant, errichtet und betreibt Photovoltaikanlagen. Der erzeugte Strom wird vollständig ins öffentliche Netz eingespeist. Zu den bisherigen Fortschritten zählen bereits drei Anlagen mit einer Gesamtleistung von 210 kWp, die ans Netz angeschlossen sind. Aktuell befinden sich sieben Anlagen mit einer Leistung von 1.015 kWp im Bau, während 38 weitere Anlagen in der Planung und Projektierung sind. Elektromobilitätsdienstleistungen Auch für den Ausbau der Elektromobilität macht sich enercity stark. Unter dem Namen enercity mobility bieten wir ein breites Portfolio von Produkten und Dienstleistungen rund um das Laden von Elektrofahrzeugen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf gewerblichem, privatem und öffentlichem Laden. Von der Planung und der Projektierung über die Umsetzung bis zum technischen und kaufmännischen Betrieb von Ladeinfrastruktur sowie ladeinfrastrukturnahen Dienstleistungen ermöglichen wir Kund:innen im gesamten Bundesgebiet den Einstieg in die emissionsfreie Mobilität. enercity hat mit Stand 31. Dezember 2024 rund 1.300 öffentliche Ladepunkte errichtet, davon 900 in der Landeshauptstadt Hannover. Die von enercity belieferten Anlagen beziehen dabei zu 100 Prozent regenerativ erzeugten Ökostrom. Zusätzlich zur öffentlichen Ladeinfrastruktur treibt enercity auch bundesweit den Ausbau und Betrieb von gewerblicher und privater Ladeinfrastruktur voran. So konnten wir bisher für Unternehmen, öffentliche Institutionen, Wohnungsbaugesellschaften und private Auftraggeber:innen rund 5.900 Ladepunkte installieren beziehungsweise in Betrieb setzen. Ein Beispiel für das erfolgreiche überregionale Engagement ist der Aufbau von Ladeinfrastruktur an vier Liegenschaften der Firma Spenner Zement. enercity installiert dort insgesamt 41 AC- sowie zwei DC- Ladepunkte. Darüber hinaus hat enercity den Zuschlag für die Errichtung und den Betrieb von 500 öffentlichen Ladepunkten im Rahmen der Konzessionsvergabe der Stadt Hamburg erhalten. Das Projekt erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Ladeinfrastruktur. Mit diesem Auftrag setzt enercity einen wichtigen Meilenstein. Erstmals wird das Unternehmen somit in größerem Umfang auch außerhalb der Region Hannover öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur bereitstellen. Die Präsenz in Deutschlands zweitgrößter Stadt stärkt nicht nur die Sichtbarkeit der Marke, sondern dient auch als wertvolle Referenz für zukünftige Projekte. Nachhaltigkeit steht dabei im Mittelpunkt: Die Ladesäulen werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben und bestehen nahezu vollständig aus recycelbarem Aluminium. Auch in den Kunststoffkomponenten beträgt der Recycling-Anteil 50 Prozent. Dank der hohen Langlebigkeit der Materialien können Aluminium und Kunststoff bei Bedarf problemlos wiederverwertet werden. Der geringe Kunststoffanteil trägt außerdem dazu bei, Mikroplastikbelastungen für die Umwelt zu reduzieren. Im Rahmen der Konzession übernimmt enercity sämtliche Leistungen - von der Standortsuche über die Planung und den Bau bis hin zur Inbetriebnahme und dem langfristigen Betrieb der Ladepunkte. Der Betrieb ist zunächst für acht Jahre gesichert und umfasst Wartung, Störungsbeseitigung sowie die Bereitstellung von Ladestrom über Roaming- und Ad-hoc- Zahlungssysteme. Ein speziell entwickeltes, eichrechtlich zertifiziertes Lademodul ermöglicht zudem eine besonders effiziente Wartung: Anstatt ganze Ladestationen abbauen und transportieren zu müssen, kann das Modul im Servicefall direkt vor Ort ausgetauscht werden. Dadurch werden Ausfallzeiten minimiert, mehrfache Anfahrten von Technikern und Eichrechts- Spezialisten vermieden sowie CO2 -Emissionen reduziert. Seit Herbst 2023 ist enercity darüber hinaus mit der easyGo App als bundesweite Ladestromanbieterin auf dem Markt. Die App bietet Zugriff auf über 150.000 Ladepunkte deutschlandweit und erleichtert das Stromtanken ebenso wie den Bezahlvorgang. Auf diese Weise ermöglicht enercity immer mehr Menschen den Umstieg auf E-Mobilität. Im vergangenen Jahr feierte die easyGo App ihren ersten Geburtstag mit reduzierten Ladestrompreisen an enercity-Ladestationen. Für das Jahr 2025 sind weitere innovative Services über die App geplant - darunter die automatisierte Abrechnung für das Dienstwagen-Laden zu Hause. Ergebnisse Zusammengefasst schlagen sich die Ausbauaktivitäten im Bereich der dezentralen Lösungen in den folgenden Zahlen nieder:
Stromnetzausbau Als Leitmedium der Energiewende sind die Anforderungen an die Stromnetze stark gestiegen. Gründe für den Anstieg sind der Ausbau der erneuerbaren Energien, die fortschreitende Elektrifizierung im Wärme- und Verkehrssektor und der Kohleausstieg bei gleichzeitigem Gewährleisten einer hohen Versorgungssicherheit. Maßnahmen Wir investieren erheblich in unser Stromnetz. Dabei tauschen wir unsere Hochspannungs-Ölkabel Schritt für Schritt aus. Wir erneuern die Umspannwerke und wir verstärken langfristig unser Stromnetz, um dezentrale Wärmepumpen und große Ersatzanlagen für den Kohleausstieg anschließen zu können. Ergebnisse Im Jahr 2024 hat enercity rund 65 Millionen Euro (Vorjahr: 40 Millionen Euro) in den Stromnetzausbau investiert. Breitbandausbau Eine Breitband-Internetanbindung bedeutet heute nicht mehr in erster Linie Komfort, sondern ist zunehmend eine Voraussetzung für gesellschaftliche Partizipation. Der Ausbau des Glasfasernetzes für hochwertige Breitbandanbindungen hat für enercity daher hohe Priorität. Maßnahmen Seit mehr als zehn Jahren baut enercity mit der Telekommunikationstochter htp GmbH die Glasfaserinfrastruktur in Wohn- und Gewerbegebieten aus. Während das Unternehmen bereits im Jahr 2023 7,37 Millionen Euro in das Wachstumsgeschäft Glasfaserausbau in Hannover investiert hat, betrugen im Jahr 2024 die Investitionen 6,88 Millionen Euro. Im Zuge des Ausbaus profitiert eine zunehmende Zahl an Geschäfts- und Gewerbekund:innen von hochwertigen und hochverfügbaren Breitbandanbindungen. Zum Jahresende 2024 hat enercity 37.825 Wohneinheiten an das Glasfasernetz angeschlossen (Vorjahr: 36.489 Wohneinheiten). Ergebnisse Für die kommenden Jahre planen wir den weiteren Breitband- sowie Glasfaserausbau in Einfamilienhausgebieten sowie - zusammen mit dem Fernwärmeausbau - in den Fernwärmesatzungsgebieten der Landeshauptstadt. 2.1.2 Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen. Als Energieproduzentin ist enercity in besonderer Weise zum Schutz der natürlichen Ressourcen verpflichtet. Diese Verantwortung nehmen wir wahr, indem wir die konzerneigene Energieproduktion konsequent auf erneuerbare Energieträger umstellen. enercity hat sich einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2027 zum Ziel gesetzt und baut konsequent weiter den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen aus. Den eigenen ökologischen Fußabdruck will enercity weiter kontinuierlich verringern und mit dem Ziel, zum Jahr 2040 konzernweit klimaneutral sein. Unseren Kund:innen bieten wir nachhaltige und effiziente Produkte und Dienstleistungen für ihre Strom- und Wärmeversorgung sowie im Bereich Mobilität an. Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern Umweltschutz ist in der Satzung von enercity verankert und bildet einen zentralen Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung. Wir bekennen uns zu den nationalen Zielsetzungen zur Reduktion der CO2 - Emissionen um 65 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 sowie zum Pariser Klimaabkommen, das die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius begrenzen möchte. Maßnahmen Im Jahr 2024 haben wir unser Portfolio im Bereich Windenergie um vier Windparks mit insgesamt 22 Windenergieanlagen sowie einer installierten Windstromleistung mit 94 Megawatt erweitert. Unser konzerneigenes und betriebsgeführtes Portfolio umfasst somit eine Gesamtnennleistung von mehr als einem Gigawatt (GW). Zu den im Berichtsjahr fertiggestellten Vorhaben zählt der Windpark in Beuren, Rheinland-Pfalz, mit sieben Windenergieanlagen. Dieser Windpark wird jährlich etwa 18.900 Tonnen CO2 einsparen und ausreichend erneuerbaren Strom für rund 18.000 Haushalte produzieren. Im nordrhein-westfälischen Stemwede haben wir einen 45-MW-Windpark in Betrieb genommen, der aus zehn Anlagen besteht und jährlich 96 Gigawattstunden (GWh) Strom produziert. Das spart jährlich weitere 38.400 Tonnen CO2 ein. Zusätzlich hat sich enercity durch den Bau von vier neuen Windenergieanlagen in Ilsede, Landkreis Peine, mit einer Gesamtinvestition von 35 Millionen Euro, engagiert. Die neuen Anlagen werden jährlich etwa 58 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, genug für über 22.000 Haushalte und um mehr als 21.000 Tonnen CO2 im Vergleich zum deutschen Strommix einzusparen. Des Weiteren hat sich enercity mit einer Gesamtinvestition von 4,5 Millionen Euro am Bau einer Windenergieanlage in Sögel, Landkreis Emsland, beteiligt. Dort werden jährlich fünf GWh Strom produziert. Die neue Anlage versorgt über 2.000 Haushalte mit Strom und spart mehr als 1.900 Tonnen CO2 ein. Mit diesen Windpark-Initiativen (Beuren, Stemwede, Ilsede und Sögel) festigt enercity ihre führende Position im Bereich der Onshore-Windenergie in Deutschland. Insgesamt werden diese Windparks künftig rund 200 GWh CO2 -freien Strom erzeugen. Zudem betreibt enercity insgesamt 94 Biomasseanlagen und ist zusätzlich an einem Ersatzbrennstoffkraftwerk sowie an zwei Biogasanlagen beteiligt. Im Berichtsjahr sind zwei weitere thermische Abfallverwertungsanlagen erworben worden. Die erneuerbare Jahresstromproduktion der Biomasse- und Abfallverwertungsanlagen des enercity- Konzerns betrug im Berichtszeitraum 647 GWh (Vorjahr: 551 GWh). Ein weiterer wesentlicher Hebel bei der Stärkung des Umweltschutzes liegt für enercity in der systematischen Erfassung und dem kontinuierlichen Monitoring der im Konzern anfallenden Emissionen. Das hilft dem Unternehmen, Handlungsbedarfe zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen abzuleiten. Auch für das Jahr 2024 legt enercity daher ihre Treibhausgasbilanz offen. Die Bilanz basiert auf den Standards des internationalen Greenhouse Gas Protocols und umfasst dementsprechend alle direkt bei enercity angefallenen Emissionen (Scope 1), die indirekten Emissionen aus Zukäufen insbesondere von Strom und Wärme (Scope 2) sowie alle weiteren für den Konzern relevanten indirekten Emissionen im Zusammenhang mit ihrer Geschäftstätigkeit (Scope 3). Ergebnisse Im Jahr 2024 konnte enercity den Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtstromerzeugung auf 57,7 Prozent (Vorjahr: 51,6 Prozent) und an der Wärmeerzeugung auf 27,0 Prozent (Vorjahr: 21,7 Prozent) steigern. Insbesondere die installierte Leistung für die Stromerzeugung stieg um 19,4 Prozent auf 1.051 MW abermals stark an. Einen Überblick über die Energieerzeugung im enercity-Konzern gibt die folgende Tabelle:
Die direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) von enercity lagen im Jahr 2024 bei rund 1,68 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalenten (CO2 e). Hauptemissionsfaktor ist das Steinkohlekraftwerk in Hannover-Stöcken. Aufgrund einer nur leicht geringeren Einlastung bleibt die Treibhausgasbilanz im Bereich Scope 1 nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ist um 0,05 Tonnen CO2 gesunken. Die indirekten Treibhausgasemissionen nach Scope 2 lagen im Berichtszeitraum mit rund 0,95 Millionen Tonnen CO2 e leicht über dem Vorjahreswert. Der Grund dafür ist die Zunahme der bezogenen Fernwärme, die einen Anteil von rund 65% der gesamten Scope 2 Emissionen ausmacht. Dies ist auf die bundesdurchschnittlich noch stark fossil geprägte Erzeugung der Fernwärme zurückzuführen, die sich im angewendeten Emissionsfaktor (BAFA) widerspiegelt. Die indirekten Treibhausgasemissionen nach Scope 3 sind 2024 auf rund 3,49 Millionen Tonnen CO2 e gestiegen. Insbesondere der anhaltende Trend einer sich erholenden Gasnachfrage und die daraus resultierende Steigerung des Erdgasvertriebs an Endkund:innen, hat zu einem Anstieg der Emissionen geführt. Treibhausgasemissionen Scope 1-3
Umweltschutz Klimaschutz und Umweltschutz sind eng miteinander verbunden. Um Ressourcen zu schonen und damit den Umweltschutz zu stärken verfolgt enercity kontinuierlich das Ziel, die durch die laufende Geschäftstätigkeit verursachten Energieverbräuche zu senken. Maßnahmen enercity betreibt Umwelt- und Energiemanagementsysteme nach ISO 14001 und ISO 50001. Das Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ist extern zertifiziert, das System nach ISO 14001 unterliegt dem Anspruch, jederzeit zertifizierbar zu sein. Im Integrierten Managementsystem (IMS) stehen den Mitarbeitenden der enercity AG und der enercity Netz GmbH alle gültigen internen Vorgabedokumente (Regelwerke) des Unternehmens verbindlich und aktuell zur Verfügung. Durch die klaren Regelungen zur Dokumentenfreigabe und -lenkung dient es zur Ablage verbindlich einzuhaltender Dokumente. Dieser Ablageraum gewährleistet die Organisationssicherheit des Unternehmens angemessen und wirksam. Im IMS werden außerdem Ziele und Maßnahmen zur Energieeinsparung verbindlich festgelegt. Für das Energiemanagementsystem (EMS) erstellen wir keine separate Chancen- und Risikomatrix, sondern bedienen uns zur Identifikation von Risiken und Chancen der entsprechenden Analyse aus dem Lagebericht. Somit ist dieses System mit dem Risikomanagementprozess verzahnt. Umweltschutzthemen werden zentral durch die Umweltschutzkoordination organisiert. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Unternehmenszentrale im Jahr 2023 hat der enercity-Konzern einen wichtigen Meilenstein seiner Nachhaltigkeitsstrategie erreicht. Das zweitgrößte Passivhaus Deutschlands mit einer Nutzfläche von fast 20.000 Quadratmetern vereint innovative Technologien mit einem klaren Fokus auf Energieeffizienz, Klimaschutz und ein modernes Arbeitsumfeld. Die positiven Entwicklungen in der Energieeffizienz wurden zudem erfolgreich im Rahmen des Rezertifizierungsaudits des Energiemanagementsystems bestätigt. Die energieeffiziente Gebäudetechnik - darunter eine Geothermieanlage, eine 100-kW-Photovoltaikanlage, Wärmerückgewinnungssysteme und LED- Beleuchtung - deckt den Großteil des Energiebedarfs des Gebäudes nachhaltig. Der Einsatz von Ökostrom und ein intelligentes Monitoring-System zur kontinuierlichen Optimierung des Energieverbrauchs unterstreichen unser Engagement für Nachhaltigkeit. ![]() Auch bei der Mobilität bietet die Konzernzentrale innovative Lösungen: Mehr als 140 Ladepunkte stehen für Elektrofahrzeuge von Mitarbeitenden und Kund:innen zur Verfügung, zusätzlich fördern großzügige Fahrradstellplätze mit Lademöglichkeiten für E-Bikes emissionsfreie Alternativen. Bei enercity geht außerdem Abfallvermeidung vor Abfallverwertung. Da wo Abfall nicht vermieden werden kann, verbessert enercity ihre Bilanz und reduziert das Abfallaufkommen. Beispielsweise werden Papierhandtücher in den Waschräumen dem Recycling zugeführt, anstatt vernichtet zu werden. Dadurch leistet enercity einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz durch Ressourcenschonung und reduziert gleichzeitig das Abfallaufkommen. Neben den erforderlichen internen sowie externen Audits (extern ausschließlich ISO 50001) zur Erfüllung der Anforderungen aus den Zertifizierungen werden weitere interne Audits anlassbezogen durchgeführt und konkrete Handlungsmaßnahmen abgeleitet. Im Rahmen des EMS nach ISO 50001 finden vierteljährliche Energieteam-Sitzungen statt. Diverse Aktionspläne im EMS zielen auf die fortwährende Energieeinsparung und fortlaufende Verbesserung dieses Systems. Darüber hinaus wurden verschiedene operative, quantifizierbare Ziele zur Energieeffizienz an den Standorten definiert. Ergebnisse Der Umzug in das hochmoderne Konzerngebäude hat signifikante Effizienzgewinne ermöglicht. Einerseits wurde der Stromverbrauch im Vergleich zum vorherigen Standort um rund 60 Prozent reduziert, andererseits beträgt der Wärmebedarf nur etwa 20 Prozent des ehemaligen Standorts im Ihme-Zentrum, wozu die kompaktere Bauweise und neue Technologien entscheidend beitragen. Im Berichtsjahr sind (wie im Vorjahr) keine erheblichen Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen3 aufgrund von Nichteinhaltung von Umweltgesetzen und -verordnungen bekannt geworden. 2.2 Wasser- und Meeresressourcen 2.2.1 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen (SDG 6) Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten. Unsere beiden Wasserwerke Elze-Berkhof und Fuhrberg liegen inmitten des größten zusammenhängenden Wasserschutzgebiets Norddeutschlands. Um die Grundwasserressourcen in dem überwiegend land- und forstwirtschaftlich geprägten Gebiet nachhaltig zu sichern, schließt enercity, über die Schutzgebietsverordnung hinaus, seit mehr als 25 Jahren freiwillige Vereinbarungen mit der umliegenden Land- und Forstwirtschaft ab. Das ökologisch wertvolle Naturschutzgebiet rund um das unternehmenseigene Wasserwerk in Grasdorf bei Laatzen sichert enercity unter anderem durch pächterseitige Auflagen zum Schutz der Vogelwelt und freiwillige Vereinbarungen mit den Landwirt:innen über eine grundwasserschonende Bodenbewirtschaftung. Erfahrene Expert:innen von enercity beraten im Fuhrberger Feld und in Grasdorf Landwirt:innen zu nachhaltiger, grundwasserschonender Landwirtschaft. Maßnahmen Das Trinkwasserversorgungsgebiet von enercity umfasst Hannover und Teile des Umlands. Hier leben rund 700.000 Menschen. Um für sie alle eine sichere und zuverlässige Versorgung zu gewährleisten, investiert enercity kontinuierlich in die Modernisierung der Wasserversorgungsinfrastruktur. So wurde am Standort Elze-Berkhof eine neue Filterhalle errichtet, die mittels modernster Technik auch zukünftig die Versorgungssicherheit gewährleisten wird. Die Bauarbeiten konnten im Jahr 2024 abgeschlossen werden, derzeit befindet sich die Anlage im Einfahrbetrieb. Als einer der größten privatwirtschaftlichen Waldbesitzer Niedersachsens mit mehr als 2.000 Hektar Waldfläche leistet enercity zudem einen Beitrag zum Klima- und Grundwasserschutz. Seit den 1990er-Jahren hat der eigene Forstbetrieb rund 5,5 Millionen Bäume zusätzlich gepflanzt. Rund 18 Millionen Bäume waren es im gesamten Wasserschutzgebiet. Durch den Umbau des überwiegend aus Nadelhölzern bestehenden Waldes in einen Mischwald aus Laub- und Nadelhölzern fördert enercity dabei die Resilienz des Waldes sowie die Grundwasserneubildung, da im Laub- und Mischwald mehr Regenwasser versickern kann. Als weitere Maßnahme der Mengenbewirtschaftung hat enercity 2024 rund 2,7 Millionen Kubikmeter Hochwasser in einem Waldgebiet des Fuhrberger Feldes versickert. Hierdurch wird die Grundwasserressource gestärkt. Für einen effektiven und nachhaltigen Grundwasserschutz kooperiert enercity in einer langjährigen Partnerschaft auch mit der Land- und Forstwirtschaft im Wassergewinnungsgebiet Fuhrberger Feld. Das 2022 durch die Partner:innen in intensiver Zusammenarbeit erneuerte und auf fünf Jahre ausgelegte Schutzkonzept war auch 2024 weiter gültig. Es legt insbesondere die Minderung von Nitrat- und Pflanzenschutzmitteleinträgen in das Grundwasser fest. Ergebnisse Durch die Investitionen in die Wasserversorgungsinfrastruktur wird die Versorgungssicherheit gestärkt. Die Maßnahmen zum Waldumbau und zum Wasserrückhalt in der Fläche liefern einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Menge der Grundwasserneubildung, auch im Hinblick auf sich ändernde klimatische Verhältnisse. Durch die im Rahmen der Kooperation mit der Landwirtschaft umgesetzten Maßnahmen wird ein deutlicher Minderungseffekt des Schadstoffeintrages erreicht. Darüber hinaus engagiert sich enercity in verschiedenen Gremien für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen. 3. Soziale Informationen 3.1 Eigene Belegschaft 3.1.1 Geschlechtergleichheit (SDG 5) Geschlechtergleichheit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen. enercity versteht sich als aktiver Teil der Gesellschaft. Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Diversität zu fördern und Ausgrenzung und Diskriminierung abzustellen, begreifen wir als Chance - nicht nur für das Individuum, sondern auch für Organisationen und Unternehmen. Wir sind davon überzeugt, dass gelebte Vielfalt unsere Innovationskraft steigert und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Denn unterschiedliche Perspektiven helfen uns dabei, die bestmöglichen Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden, im Sinne unserer Kund:innen, Mitarbeitenden und Bewerber:innen beim Unternehmen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie fördern wir aktiv Diversität, Inklusion, ein wertschätzendes Arbeitsklima und Chancengleichheit. Diskriminierung - egal, in welcher Form - findet bei enercity keinen Platz. Gemeinsam wollen wir uns zu einem von Diversität geprägten Unternehmen weiterentwickeln. Unser Konzept zur Förderung von Diversität und Inklusion nimmt dabei insbesondere die Gruppe der Führungskräfte in die Pflicht, diesen Prozess aktiv mitzugestalten, alte Handlungsmuster zu hinterfragen und eine offene, wertschätzende Haltung im Unternehmen zu fördern. Im Berichtsjahr haben wir an weiteren Maßnahmen zur Etablierung eines Diversitätsmanagements gearbeitet. Maßnahmen Um für das Thema Diversität zu sensibilisieren, hat enercity im Jahr 2023 eine Bildungsoffensive mit 18 Schulungen initiiert: die Führungsakademie „Diversität und Inklusion“. Im Rahmen dieser Fortbildung durchliefen alle Führungskräfte, insgesamt 150 Personen, mehrere Schulungsmodule. Aus den Erfahrungen während der Akademie und den konkreten Anforderungen der Fachbereiche entstand ein Schulungsprogramm für alle Kolleg:innen, welches seit Frühjahr 2024 von allen Mitarbeitenden bei enercity gebucht und besucht werden kann. Geschult wurden im Berichtsjahr ferner die Beschäftigten im Bereich People & Organization (P&O) sowie alle Auszubildenden. Bis Mitte 2024 nahmen über 800 Kolleg:innen aktiv an Veranstaltungen zur Diversität teil. Mitte 2023 hat enercity die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Das Unternehmen setzt sich damit für ein vorurteilsfreies und wertschätzendes Arbeitsumfeld ein. Ferner wird die Vernetzung von enercity zu externen Firmen und Institutionen weiter ausgebaut. Eine Kooperation mit der Stadt Hannover zum Thema Vielfalt ist in Arbeit. Daneben engagiert sich enercity seit 2023 aktiv für den Aufbau eines queeren Netzwerkes in Hannover. Beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ist enercity Teil einer Austausch- und Entwicklungsgruppe. Weitere Programme und Maßnahmen im Jahr 2024 beziehen sich auf die spezielle Förderung von Frauen und das Thema Interkulturalität. Dazu wurden im Berichtsjahr drei interne Netzwerke gegründet: „enercity frauen", „enercity international“ und „enercity queer". Diese Netzwerke gingen zum Tag der Diversität am 28. Mai 2024 in den offiziellen Roll-out. Seit Jahresbeginn 2024 existiert die neu geschaffene Funktion eines Diversitätsmanagers. Er verantwortet die Themenentwicklung, Beratung und kulturelle sowie strategische Implementierung. Dazu wurde im Jahr 2024 ein Code of Conduct für enercity durch den Arbeitsdirektor beschlossen und intern veröffentlicht. Inklusion ist ein Schlüssel für sozial gerechtes und effizientes Wachstum, Innovation und zukünftigen Erfolg. Verantwortungsvolle Inklusion bedeutet für enercity deshalb, insbesondere Menschen mit Behinderungen in einer leistungs- und fähigkeitsgerechten sowie wertschöpfenden Tätigkeit zu beschäftigen und ihnen gleichberechtigte Chancen im Arbeits- und Berufsleben zu ermöglichen. Anfang des Jahres 2024 wurde deshalb die Betriebsvereinbarung „Inklusion bei enercity" geschlossen. Mit dieser Inklusionsvereinbarung sensibilisiert enercity alle Beschäftigten, in besonderem Maße aber diejenigen, die Personal- und Führungsverantwortung tragen, für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Die Inklusionsvereinbarung stellt Regeln und Ziele für die gemeinsame Zusammenarbeit aller Beschäftigten und für die gleichberechtigte Teilhabe von Beschäftigten mit Behinderungen auf. Sie konkretisiert das Selbstverständnis von enercity hinsichtlich Inklusion und deren Umsetzung in allen Arbeitsbereichen und allen Arbeitsprozessen. Es sollen die Aufgeschlossenheit und der positive Umgang mit den Bedürfnissen und den Rechten von Beschäftigten mit Behinderungen gefördert und gestärkt werden. Im Dezember 2024 fand erstmals ein Inklusionstag bei enercity statt, womit ein klares Zeichen für die Bedeutung von Barrierefreiheit und Diversität in unserer Unternehmenskultur gesetzt werden konnte. Unser Ziel war es, das Bewusstsein für die Herausforderungen, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind, zu schärfen und einen Raum für den Austausch von Ideen und Lösungen zu schaffen. Ergebnisse Mit unserer Initiative für Diversität und Inklusion nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung als Arbeitgeberin wahr. Beim Audit des Top Employers Institute konnte sich enercity 2024 bei diesem Thema verbessern und wurde erneut als „Top Employer" ausgezeichnet. Die Inklusionsquote der enercity AG und der enercity Netz GmbH lag 2024 bei 6,1 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent) und damit deutlich über der gesetzlichen Quote. 3.1.2 Menschenwürdige Arbeit & Wirtschaftswachstum (SDG 8) Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern. Unser Ziel ist es, durch strategische Initiativen und Partnerschaften einen Beitrag zu menschenwürdiger Arbeit und nachhaltigem Wirtschaftswachstum zu leisten. Als verantwortungsbewusste Arbeitgeberin schaffen wir ein inklusives Arbeitsumfeld, das allen Mitarbeiter:innen - unabhängig von Geschlecht, Alter oder Behinderung - gleiche Chancen und eine faire Entlohnung bietet. Im Einklang mit den Unterzielen des SDG 8 streben wir an, für unsere über 3.500 Mitarbeitenden nicht nur Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch soziale und wirtschaftliche Mehrwerte in der gesamten Region Hannover sowie darüber hinaus zu generieren. Unsere Vision von einer nachhaltigen Arbeitswelt basiert auf fairen Arbeitsbedingungen, beruflicher Weiterentwicklung und der Schaffung eines Arbeitsumfeldes, das Sicherheit, Gesundheit und persönliche Entfaltung gleichermaßen gewährleistet. In der Ausbildung junger Menschen nehmen wir eine Vorreiterrolle ein. Durch enge Kooperationen mit Schulen, duale Studiengänge und innovative Ausbildungsformate tragen wir dazu bei, die Fachkräfte von morgen auszubilden. Wir setzen uns gezielt dafür ein, Jugendlichen den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu erleichtern und damit langfristig die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern. Unsere Initiativen umfassen unter anderem Praktikumsangebote, Karrieremessen und gezielte Mentorenprogramme. Darüber hinaus betrachten wir die Bekämpfung von Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit als essenziellen Teil unserer sozialen Verantwortung. Unsere unmittelbare Lieferkette wird regelmäßig auf Risiken im Rahmen der gesetzlichen Bemühungspflichten überprüft, um bestmöglich zu verhindern, dass Menschenrechte in allen Geschäftsfeldern und bei allen Partnern eingehalten werden. In diesem Kontext sensibilisieren wir auch unsere Mitarbeitenden und Partnerunternehmen, um ein gemeinsames Bewusstsein für faire Arbeitspraktiken zu schaffen. Einen besonderen Fokus legen wir auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen. Mit unserem präventiven Gesundheitsmanagement bieten wir zahlreiche Programme an, darunter Vorsorgeuntersuchungen, psychologische Unterstützung und ergonomische Arbeitsplatzgestaltungen. Unter anderem durch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten und verstärkte Hygienevorkehrungen sorgen wir dafür, dass die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeitenden an oberster Stelle stehen. Unser Ansatz zu menschenwürdiger Arbeit und nachhaltigem Wirtschaftswachstum wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Durch die Integration von Rückmeldungen unserer Mitarbeitenden und Stakeholder sowie die Orientierung an globalen Standards wie den SDGs stellen wir sicher, dass wir nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig handeln. Mitarbeitende enercity beschäftigt konzernweit mehr als 3.500 Mitarbeitende. Ihren Leistungen und ihrem herausragenden Engagement verdankt das Unternehmen seinen Erfolg. Dies drückt sich auch in einem unserer vier Unternehmenswerte aus: Wir erreichen unsere herausfordernden Ziele mit der Kompetenz und der Leidenschaft unserer Mitarbeitenden, die wissen, dass es immer noch einen besseren Weg gibt. Mit Unternehmertum, Eigenverantwortung und Wertschätzung entwickeln wir uns weiter.Als kommunales Unternehmen schafft enercity durch ihre wirtschaftliche Leistung einen Mehrwert für Hannover und die Region, vor allem für die Menschen, die hier leben und arbeiten. Als Arbeitgeberin hat enercity den Anspruch, ihren Beschäftigten attraktive, wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen zu bieten. Hierzu gehört eine faire, leistungsgerechte Vergütung, aber auch ein respektvolles, wertschätzendes Arbeitsumfeld. Der Schutz der Gesundheit, Möglichkeiten für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung sowie Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und persönlichen sowie familiären Angelegenheiten in allen Lebensphasen sind für enercity ein wichtiges Anliegen. Angesichts der Transformation der Energiebranche sind eine Reihe von Anpassungen erforderlich, um allen Mitarbeitenden eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft zu sichern. Diese Anpassungen betreffen unter anderem die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Aufgaben, denen wir uns künftig stellen und die Art unserer Zusammenarbeit. Agile, hierarchieübergreifende Formen der Zusammenarbeit und crossfunktionale Teams werden den Arbeitsalltag zunehmend prägen. Es war einer der Schwerpunkte im Rahmen der Personalstrategie im Berichtsjahr, diese und weitere Veränderungen im Unternehmen voranzubringen und alle Mitarbeitenden gut in diesen Prozess zu integrieren. Auch wenn dies kontinuierliche gemeinschaftliche Anstrengungen erfordert, wird der damit einhergehende Kulturwandel die Innovationskraft von enercity weiter stärken und die Reaktionsmöglichkeiten des Unternehmens auf die Dynamik im Markt sowie auf technologische Entwicklungen erweitern. Nachhaltige und attraktive Arbeitsbedingungen schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Wir stellen uns deshalb auch der Frage, wie wir unsere Belegschaft strategisch aufstellen, um langfristigen Unternehmenserfolg sichern zu können. Dabei betrachten wir nicht nur finanzielle Kennzahlen, sondern auch kulturelle und soziale Faktoren. Mit dem sog. People Value machen wir die Wertschöpfung und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden sichtbar. Er verbindet Marktdaten, Mitarbeitendenkapazitäten und qualitative Faktoren wie Motivation, Wissen und Bindung. Dieser Ansatz geht also über traditionelle HR-Kennzahlen hinaus: Wir betrachten nicht nur die Anzahl der Beschäftigten, sondern auch, welche Faktoren unsere Organisation nachhaltig stärken. Dazu zählen Employee Engagement (Commitment, Context, Retention) sowie externe Vergütungsbenchmarks. Mit dem People Value rücken wir von reinen Kostenbetrachtungen ab und steuern unsere Belegschaft wertorientiert und mit Fokus auf Mitarbeitende. So verzahnen wir Talententwicklung, Organisationsstrategie und Personalmanagement. Um das Gelingen dieses Veränderungsprozesses zu fördern, hat das enercity „Culture Team“ im Sinne eines Multiplikatoransatzes ein Programm für Kulturpionier:innen in der Organisationsstruktur verankert und baut dieses kontinuierlich weiter aus. Ziel ist es, Menschen in Gestaltung zu bringen und eine positive, netzwerkorientierte Unternehmenskultur zu fördern. Das Team der Kulturpionier:innen bestand im Berichtsjahr aus 55 Kolleg:innen aus unterschiedlichen Funktions- und Tätigkeitsbereichen sowie Altersgruppen. Darüber hinaus ist es ein Zeil, im Arbeitsalltag eine positive und offene Grundhaltung zu etablieren - bei gleichzeitiger Stärkung der Unternehmenswerte. Ein wesentliches Element ist dabei die etablierte Tandemlogik zwischen dem/der Kulturpionier:in und der jeweiligen Führungskraft, um mehr Wirksamkeit zu erzielen und die Teams gemeinsam im Tandem für Kulturarbeit zu sensibilisieren. Durch den Aufbau eines unternehmensweiten Netzwerks arbeitet das Team daran, Eigenverantwortung zu stärken, Dialog zu fördern, Silos abzubauen und crossfunktionale Teams aufzubauen. Der Betriebsrat und die Führungskräfte sind dabei konstruktive Partner und Impulsgeber. Durch die offenen und flexiblen Arbeitsbereiche in unserer neuen Zentrale werden insbesondere die Zusammenarbeit und die Kreativität unserer Mitarbeitenden gefördert. Die Zentrale dient nicht nur als Arbeitsstätte, sondern auch als sozialer Treffpunkt für Mitarbeitende sowie externe Partner:innen. Natürliche Lüftung und individuelle Heizregulierung sorgen für ein angenehmes und gesundes Arbeitsklima. Regelmäßig finden Informationsveranstaltungen und Schulungen zu Themen wie Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz statt. Diese Maßnahmen tragen zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei und spiegeln auch unser Engagement für nachhaltige und ökologische Arbeitsbedingungen wider. Im Konzern waren zum 31. Dezember 2024 samt Auszubildenden 3.822 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr: 3.373). Arbeitssicherheit und Gesundheit Die Gesundheit der Mitarbeitenden ist für enercity das höchste Gut. Durch verschiedene Maßnahmen des Stabsbereichs Health, Safety & Environment (HSE) verfolgt das Unternehmen das Ziel, alle Beschäftigten bei ihrer Gesunderhaltung zu unterstützen und sie vor Krankheiten sowie vor Unfällen und den daraus resultierenden Schäden zu schützen. Im Fokus des Bereichs Arbeitssicherheit steht die kontinuierliche Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zum Arbeitsschutz und die Durchsetzung dieser Regelungen im Unternehmen. Die Einhaltung und die Durchsetzung der Regelungen überwacht das Unternehmen sowohl zum Schutz der eigenen Belegschaft als auch der Mitarbeitenden von Dienstleistungsunternehmen, mit denen es zusammenarbeitet. Grundlage für den Arbeitsschutz ist die verbindliche und für alle Beschäftigten digital verfügbare „Verfahrensregelung Arbeitsschutz“. Für die enercity AG und die enercity Netz GmbH existiert ein Arbeitsschutzmanagementsystem als Teil des unternehmenseigenen IMS. Darin sind alle wesentlichen Themen des Arbeitsschutzes verbindlich für die Bereiche geregelt. Drei haupt- sowie fünf nebenamtliche Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie rund 100 Sicherheitsbeauftragte betreuen außerdem die Bereiche. Das Gesundheitsmanagement von enercity unterstützt und ergänzt den Betriebsärztlichen Dienst und stellt Gesundheitsvorsorge, Prävention und Früherkennung in den Mittelpunkt. Wesentliche Ziele des Gesundheitsmanagements sind die Etablierung und Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Verhältnisse für das Individuum, für die Führung und für die Organisation. Diese Ziele werden durch entsprechende Unterstützungsangebote sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Gesundheitsverständnisses und die Förderung des individuellen Gesundheitsbewusstseins verfolgt. Insbesondere soll dadurch die Eigeninitiative der Beschäftigten in Bezug auf ihre Gesundheit gestärkt werden. Dabei steht immer stärker der Erhalt der psychischen Gesundheit im Fokus. Maßnahmen Das enercity-Gesundheitsmanagement steuert die Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen für die Unternehmensangehörigen. Diese Maßnahmen umfassen beispielsweise:
Der Betriebsärztliche Dienst ergänzt dieses Programm unter anderem mit einem allgemeinen Impfangebot, Vorsorgeuntersuchungen, Screenings, Ergonomie-Beratungen sowie einer betriebsärztlichen Ambulanz. Im Unternehmen gibt es ferner eine Betriebssportgemeinschaft (BSG) mit mehr als 20 Sportarten. Wesentliche Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsschutzleistung sind die jährlich durchgeführten Arbeitsschutzbegehungen. Im Jahr 2024 wurden durch den Stabsbereich HSE 31 Begehungen durchgeführt, davon 19 reguläre Begehungen und zwölf Begehungen zu Sonderthemen (zum Beispiel Laserschutz). Daneben werden das Portfolio und das Kontingent der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) regelmäßig überprüft und modernisiert. Ergebnisse Bei den Arbeitsschutzbegehungen wurden keine wesentlichen Verstöße gegen interne oder externe Vorschriften festgestellt. Die Quote meldepflichtiger Unfälle4 im Unternehmen lag im Jahr 2024 bei 10,4 Unfällen pro 1.000 Mitarbeiter:innenkapazitäten (Vorjahr: 10,0) und damit abermals deutlich unter dem Branchendurchschnitt (BG ETEM) von 19,9 im Jahr 20235. Unser Ziel ist es, die Unfallquote weiter zu reduzieren. Die Gesundheitsquote in den erfassten Konzernbereichen enercity AG und enercity Netz GmbH lag im Berichtszeitraum 2024 bei 95,5 Prozent. Sie ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum (94,8 Prozent) wieder leicht gestiegen und somit nach wie vor auf hohem Niveau. Diese Entwicklung lässt sich auch im nationalen Vergleich beobachten.6 Bei der Auswahl und Durchführung der genannten Maßnahmen achtet enercity zunehmend auch auf deren Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Nachhaltiges Handeln soll von jedem einzelnen Mitarbeitenden stärker im Unternehmen gelebt werden. Beispielsweise hat enercity im Berichtsjahr einen Wettbewerb initiiert, der darin mündete, virtuell gesammelte „Laufkilometer“ in die Unterstützung einer Solaranlage für eine soziale Einrichtung in Hannover umzuwandeln. Arbeitsbedingungen Als zertifiziert familienfreundliches Unternehmen legt enercity hohen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - etwa durch flexibel gestaltbare Arbeitszeiten mit der Möglichkeit, aus verschiedenen Arbeitszeitmodellen zu wählen. enercity verfügt bereits seit 2009 über das Zertifikat „berufundfamilie“. Das aktuelle Zertifikat von 2022 gilt für drei Jahre. Schwerpunkte sind die explizite Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in dem Prozess „Attraktivität im Schichtbetrieb“, außerdem die Entwicklung einer enercityeigenen Vereinbarkeits-Erfolgs-Bilanz sowie die Transparenz von dokumentierbaren Fortschritten und familienorientiert Gelingendem und Erreichtem. Zudem haben wir das Zertifikat „Zukunftsfest“ erhalten. Damit zeichnen das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung sowie die Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH niedersächsische Unternehmen und Verwaltungen aus, die sich aktuellen Herausforderungen aus demografischem Wandel, Digitalisierung und Nachhaltigkeit aktiv stellen und erfolgreiche Maßnahmen umsetzen. enercity schätzt und nutzt den qualifizierten Auditprozess und den sozialpartnerschaftlichen Dialog, der sich daraus ergibt. Deshalb wendet das Unternehmen das Audit seit dem Jahr 2018 an und hat sich inzwischen dreimal (2020, 2022 und 2024) rezertifiziert. Im Fokus für 2024 stand bei enercity der Kulturwandelprozess. Dieser hatte im Jahr 2023 mit Führungswerkstätten mit allen Führungskräften zur Reflexion und Entwicklung eines modernen Führungsverständnisses begonnen.
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Die Quote drückt die Anzahl meldepflichtiger Unfälle pro 1.000 Mitarbeiterkapazitäten
aus. Wir stellen teilfinanzierte Belegplätze in einer Kinderkrippe für Familien mit kleinen Kindern zur Verfügung und bieten in den Schulferien ein jährliches Sommercamp für die Kinder unserer Beschäftigten an. Über die Zusatzversorgungskasse der Stadt Hannover (ZVK) sichert enercity alle Beschäftigten ab fünf Jahren Betriebszugehörigkeit zusätzlich gegen Versorgungslücken im Alter ab. Flexible Vorruhestandsmodelle bieten Beschäftigten darüber hinaus die Möglichkeit, sich schon vor dem Erreichen der Regelaltersrente Schritt für Schritt aus dem Beruf zurückzuziehen. Grundlage der sozialen Absicherung für alle Beschäftigten bei enercity ist der Tarifvertrag zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Der Tarifvertrag wurde im Jahr 2022 verlängert und gilt nun bis zum 1. Januar 2032. enercity begrüßt und respektiert die Mitbestimmung der Arbeitnehmer:innen. Das Unternehmen arbeitet gemäß den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) vertrauensvoll mit dem Betriebsrat zusammen und achtet auf dessen Mitbestimmungsrechte. Weiterbildungsmaßnahmen Starke Teams brauchen eine gute Führung, die sie - insbesondere bei Veränderungsprozessen - darin unterstützt, vorhandenes Potenzial zu fördern und weiterzuentwickeln. In unserem Zielbild für Führungskräfte, der „enercity-Führungspersona“, sind alle Attribute und Voraussetzungen beschrieben, die aus unserer Sicht eine gute beziehungsweise die ideale Führungspersönlichkeit charakterisieren. In dem über mehrere Monate laufenden Begleitprogramm „Führungswerkstatt“ werden unseren Führungskräften Werkzeuge und Methoden vermittelt, mit denen sie sich als Führungskraft selbst reflektieren und weiterentwickeln können. Seit Beginn des Programms im Jahr 2023 nahmen 87 Prozent der Führungskräfte an der Führungswerkstatt teil. Im Jahr 2025 wird das Programm weiter ausgerollt und abgeschlossen (siehe dazu auch den Abschnitt Geschlechtergleichheit). Die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden ist in einer konzernweit gültigen Betriebsvereinbarung geregelt. Demnach bietet jede Führungskraft jeder und jedem Mitarbeitenden mindestens einmal im Jahr ein Personalentwicklungsgespräch an. Solche Gespräche werden regelmäßig mit allen Mitarbeitenden geführt. Gleiches gilt für die Führungskräfte selbst: Im Jahr 2025 sind individuelle Entwicklungsprozesse mit jeder Führungskraft geplant, die den Fokus auf die gezielte Entwicklung von Kompetenzen und Haltung in Führung legen. Ausbildung Die seit Jahrzehnten erfolgreiche Ausbildung von enercity in den verschiedenen technischen und kaufmännischen Berufen wurde auch 2024 mit der Erhöhung der Ausbildungszahlen auf 36 Azubis fortgesetzt. Durch die Ausrichtung der Berufsausbildung an die Unternehmensstrategie ziehen auch neue Technologien wie Robotik und KI in die Berufsausbildung ein und werden hier in speziellen Lehrgängen vermittelt. In den nächsten Jahren ist ein weiterer Anstieg der Ausbildungszahlen geplant und für 2025 auf 46 festgesetzt. Auch die Zusammenarbeit mit der Pro Beruf GmbH und dem Niedersachsen-Technikum wurde mit der Berufsausbildung von enercity erfolgreich fortgeführt. Im Jahr 2024 sind fünf Masterabsolvent:innen in ihr Traineeprogramm gestartet. Die Schwerpunkte des Traineeprogramms wurden aufgrund des Bedarfs in den Fachbereichen erweitert. enercity ist nun mit drei Ingenieuren, einem IT-Spezialisten und einem Controller bei der Nachwuchskräfteentwicklung breit aufgestellt. Jeder Trainee erhält einen fachlich gezielt ausgerichteten Einsatzplan, den sie bzw. er selbst mitgestalten kann. Darüber hinaus haben die Trainees verschiedene Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln und gemeinsam als Gruppe überfachliche Kompetenzen zu erlernen. Ergebnisse Im Berichtszeitraum lag die Fluktuationsquote in den beiden erfassten Konzernbereichen enercity AG und enercity Netz GmbH bei 2,1 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent). 3.2 Lokale Gemeinschaften 3.2.1 Bezahlbare und saubere Energie (SDG 7) Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle bis zum Jahr 2030 sichern. Energie ist die Kraft des Lebens. Sie regiert Gemeinden und Städte - von öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu Supercomputern, die große Datenmengen speichern und riesige Mengen an Energie verschlingen. Darum ist erschwingliche und zuverlässige Energie eine Notwendigkeit für unsere Gesellschaft. Als kommunales Energieversorgungs- und Energiedienstleistungsunternehmen verstehen wir eine bezahlbare und gesicherte Energieversorgung als unseren immanenten gesellschaftlichen Auftrag. enercity ist bundesweit aktiv, doch unsere Wurzeln liegen in Hannover. Als regionales Energieunternehmen fühlen wir uns der niedersächsischen Landeshauptstadt und Region eng verbunden. Dies spiegelt auch einer unserer vier zentralen Unternehmenswerte wider: Wir erbringen herausragende wirtschaftliche Leistungen. Als kommunales Unternehmen schaffen wir damit einen Mehrwert für Hannover und die Region - für die Menschen, die hier leben und arbeiten.Die Verbesserung der Energieeffizienz und die Verringerung der Verluste bei der Übertragung sind wesentliche Ziele, um die Energieversorgung nachhaltiger zu machen. Investitionen in erneuerbare und saubere Energie werden die Umweltqualität verbessern und sind eine wirksame Maßnahme gegen den Klimawandel. Es geht darum, diese Energiequellen langfristig rentabel und kosteneffizient zu gestalten, um den Anteil erneuerbarer Energien am globalen Energiemix deutlich zu erhöhen und die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz zu verdoppeln. enercity beliefert über die konzerneigene Infrastruktur nicht nur einen großen Teil der Bevölkerung Hannovers und der Region mit Wasser, Wärme und Strom. Auch darüber hinaus profitieren die Menschen - mittelbar und unmittelbar - von der positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Bezahlbarkeit Die Gewährleistung der Bezahlbarkeit von Energie ist dabei ein zentrales Element unserer Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft, das direkt zu sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Stabilität beiträgt. Maßnahmen Eine langfristige und vorausschauende Beschaffungsstrategie von enercity hat in den vergangenen Jahren für sehr stabile Energiepreise gesorgt. In der vergangenen Heizperiode hatte enercity ab dem 1. Februar 2024 die Preise in der Grund- und Ersatzversorgung für Gas um durchschnittlich zehn Prozent gesenkt. Darüber hinaus blieben die Strompreise in der Grundversorgung, die sich durchgängig unterhalb der Strompreisbremse befunden haben, weiterhin stabil. Damit konnten wir zahlreiche Kund:innen entlasten. Nach dem Ende der Energiekrise sind die Preisniveaus für die Energiebeschaffung gesunken, wenngleich auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Energiekrise. Diese wurden nun jedoch durch einen starken Kostenanstieg vor allem bei staatlich regulierten Bestandteilen wie Netzentgelten, CO2 -Abgaben, Steuern und Umlagen überkompensiert und erforderten eine Preisanpassung der Grundversorgung für Strom und Gas zum 1. März 2025. Die Änderungen des Gaspreises wurden damit erst zum Ende der Heizperiode wirksam. Bei individuellen, laufzeitgebundenen Verträgen werden die neuen Konditionen zum jeweiligen Ende der Preisgarantie gültig. Fernwärmekund:innen der enercity erhielten rückwirkend zum 1. Januar 2024 einen Fernwärmerabatt, um den steigenden Fernwärmepreisen entgegenzuwirken, die aufgrund des Auslaufens der Wärmepreisbremse zum 31.12.2023 auf ein höheres Niveau gestiegen wären. Dieser Rabatt wurde bis zum 30. September 2024 gewährt, da die Preise danach gemäß der Indizes auf ein marktübliches Niveau gefallen sind. Diese Maßnahme folgte auf die zuvor angekündigte Senkung der Gaspreise und den Verzicht auf eine Preisanpassung beim Strom, trotz gestiegener Übertragungsnetzentgelte. Des Weiteren hat enercity im Berichtsjahr damit begonnen, Angebote zu dynamischen Stromtarifen auszuarbeiten. Dynamische beziehungsweise flexible Tarife sind ein innovatives Instrument im Energievertrieb, das darauf abzielt, die Bezahlbarkeit von Energie zu verbessern und gleichzeitig die Nachhaltigkeit der Energieversorgung zu fördern. Mit diesen Tarifmodellen können Verbraucher:innen ihr Verbrauchsverhalten gezielt an die Schwankungen in der Energieerzeugung und die Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen anpassen. Ziel ist es, Anreize für einen effizienteren und bewussteren Umgang mit Energie zu schaffen. enercitys Kund:innen wird es so ermöglicht, heute bereits die zu jeder Stunde gültigen Energiepreise für den darauffolgenden Tag zu sehen, darauf basierend ihren Verbrauch zu planen und somit aktiv ihre Energiekosten zu senken. Die erste Ausbaustufe dieses Angebots stand den Kund:innen bereits ab dem 1. April 2024 zur Verfügung. Der enercity-Härtefonds e.V. unterstützt seit mehr als zehn Jahren Menschen, die unverschuldet in finanzielle Armut geraten sind und Schwierigkeiten haben, ihre Energierechnungen zu begleichen. Entstanden ist der Verein aus einer Kooperation zwischen enercity und der Landeshauptstadt Hannover. Er sieht sowohl Zahlungsstundungen und eine befristete Aussetzung des Mahn- und Sperrprozesses als auch konkrete finanzielle Hilfen vor. Bisher erhielten rund 320 enercity-Kund:innen finanzielle Hilfen aus dem Härtefonds und jedes Jahr stundet enercity etwa 1.000 Kund:innen die Zahlungen und setzt den Sperrprozess befristet aus. enercity hat die durchschnittlich ausgezahlte Gesamtsumme des Härtefonds angesichts volatiler Energiemärkte und damit einhergehender steigender Energiepreise verzehnfacht, um noch mehr Kund:innen in finanzieller Not helfen zu können. Während der Energiekrise 2022 galt diese Unterstützungsmaßnahme deutschlandweit als Vorbild. Ergebnisse Seit der Gründung des Härtefonds im Jahr 2012 ist die Anzahl der Energiesperren bei enercity um 45 Prozent zurückgegangen. Über die finanziellen Zahlungen hinaus konnten seit Gründung im Netzwerk (gemeinsam mit dem Fachbereich Soziales der Stadt Hannover und dem JobCenter) mehr als 12.500 drohende Sperrfälle bei Energiekund:innen abgewendet werden. Versorgungssicherheit Die Versorgungssicherheit - also die sichere und zuverlässige Versorgung unserer Kund:innen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser - steht für enercity als Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge an erster Stelle. Voraussetzung dafür ist eine zuverlässige und nachhaltig arbeitende Infrastruktur. Mit Investitionen von mehr als 110 Millionen Euro (Vorjahr: 84 Millionen Euro) in Ausbau, Umbau, Modernisierung und Weiterentwicklung der Netze hat enercity im Jahr 2024 die Energiewende vorangetrieben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Stromnetz und der Reduzierung von Nichtverfügbarkeiten. Ziel ist eine zuverlässige Stromversorgung, die sich zunehmend aus erneuerbaren Energien speist. enercity transformiert ihr Stromnetz mit dem Ziel, eine effiziente, umweltverträgliche und treibhausgasneutrale Versorgung sicherzustellen. Die sichere Versorgung unserer Kund:innen mit Erdgas ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit. Die Erdgasversorgung in Nordwestdeutschland wird weiter umgestellt. Das derzeit noch überwiegend genutzte L-Gas (L = „low“ = niedriger Energiegehalt) wird durch das zukunftssichere H-Gas (H = „high“ = energiereich) ersetzt. Das sieht der Gesetzgeber vor, da die Förderung aus L-Gas-Quellen sinkt. Im Zuge dieser sogenannten „Marktraumumstellung“ müssen deshalb alle Gasgeräte, die an die öffentliche Erdgasversorgung angeschlossen sind, technisch angepasst werden. Diese Anpassung ist zwingend notwendig, um die Versorgungssicherheit aller Haushalte und Betriebe zu gewährleisten. Insgesamt investiert enercity 140 Millionen Euro in die Marktraumumstellung. Maßnahmen Im Zuge der fortlaufenden systematischen Erneuerung des Stromnetzes baut enercity seit 2017 die Netz- und Kund:innenstationen der Stromversorgung fernmelde- und fernsteuerungsfähig aus oder bereitet sie technisch auf diese Umrüstung vor. Insgesamt liefen zum Ende des Berichtsjahrs schon mehr als 170 Stationen vollautomatisiert beziehungsweise standen kurz vor der Umstellung. Ziel des Stationserneuerungsprogramms ist es, die Versorgungssicherheit zu verbessern und Ausfallzeiten zu reduzieren. Ziel eines im Jahr 2024 startenden Digitalisierungsprogramms ist es, in den kommenden zehn Jahren alle rund 2.000 Netzstationen vollständig mit Fernmelde-, Fernmess- und Fernsteuertechnik auszurüsten. Die Messtechnik umfasst neben Instandhaltungssensorik wie etwa Feuchtigkeits- oder Temperatursensoren auch Niederspannungsabgangsmessungen und Kurzschlussanzeiger zur elektrotechnischen Statuserfassung. Das Programm ist mittlerweile als unternehmensinterner Standard definiert. Bis Ende 2025 sollen bereits 30 Stationen gemäß diesem neuen Standard in Betrieb sein. Zudem will enercity in den kommenden Jahren das unternehmenseigene Netz vollständig messtechnisch erfassen und digitalisieren, sodass Netzausbaumaßnahmen eingespart werden können. An der Vorbereitung der Marktraumumstellung arbeitet enercity seit dem Jahr 2018. Im Versorgungsgebiet der enercity Netz in der Region Hannover sind circa 280.000 Gasgeräte betroffen, die bis August 2025 schrittweise erfasst, bewertet und zum Großteil angepasst sein müssen. Dabei stellen wir sicher, dass unsere Kund:innen unterbrechungsfrei mit Gas versorgt werden. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen die Marktraumumstellung plangemäß vorangebracht, auch wenn parallel die Fernwärmesatzung für die Stadt Hannover umzusetzen war und immer noch eine allgemeine Ressourcenknappheit bei Dienstleistern herrschte. Die Abschaltung von Kohleheizkraftwerksblöcken erfolgt erst, wenn die Ersatzanlagen ihren Regelbetrieb aufgenommen haben und eine entsprechende Leistung bereitstellen können. Damit wird die zuverlässige Versorgung mit Fernwärme zu jeder Zeit gewährleistet. Ergebnisse Wie zuverlässig das bundesdeutsche Stromnetz ist, zeigt der von der Bundesnetzagentur erhobene SAIDI-Wert. Die Abkürzung steht für „System Average Interruption Duration Index“ und meint die durchschnittliche jährliche Dauer von Unterbrechungen der Stromversorgung bei den Verbraucher:innen. Im Bundesdurchschnitt lag der SAIDI-Wert 2023 bei 12,8 Minuten7. Für das Stromnetz von enercity ergibt sich mit dem Stand 2024 ein Wert von 5,1 Minuten - unser Stromnetz war für unsere Kund:innen somit weit überdurchschnittlich verfügbar. Die Marktraumumstellung wird in der ursprünglich angesetzten Laufzeit bis Ende 2025 abgeschlossen werden können. Die Erfassung der Gasgeräte (insgesamt 280.000 Stück) war Ende 2024 abgeschlossen. Im Jahr 2024 konnten wir die Anpassungsphase von L- auf H-Gas erfolgreich für weitere sechs Schaltbezirke abschließen. Mit Abschluss des Jahres 2024 wurden bereits 189.600 Gasgeräte angepasst. Bis August 2025 sind insgesamt rund 240.000 Geräte anzupassen. Große Power-to-Heat-Anlagen (PtH) können die Energie- und Wärmewende weiter vorantreiben. Zwar stammten im Jahr 2024 schon 59 Prozent (Vorjahr: 56 Prozent) des hierzulande erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen8. Allerdings kann die erzeugte Energie aus diesen klimafreundlichen Technologien aktuell noch nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit vollständig genutzt werden. So wird beispielsweise an manchen Tagen mehr Wind- und Solarstrom erzeugt, als das Netz aufnehmen beziehungsweise transportieren kann oder die Stromkund:innen benötigen. Häufig werden Erneuerbare- Energien-Anlagen dann abgeschaltet. Blieben im Jahr 2021 noch weniger als sechs Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Energien ungenutzt, waren es im Jahr 2023 bereits mehr als zehn Milliarden Kilowattstunden - Tendenz weiter steigend. Mithilfe von PtH-Anlagen lässt sich dieser bisher ungenutzte Strom aus erneuerbaren Quellen in Teilen für die Erzeugung grüner Fernwärme verwenden. Auf diese Weise kann langfristig auch der Anteil fossiler Energiequellen in der Fernwärmeerzeugung sinken. Noch sind Großanlagen, die das PtH-Prinzip nutzen, jedoch nicht flächendeckend in Deutschland verbreitet. Die Technologie bietet großes Potenzial, den Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung zu steigern. Dieser betrug im Jahr 2024 18,8 Prozent und steigt mit etwa einem Prozentpunkt jährlich derzeit nur langsam. PtH wird in das Portfolio von enercity integriert und ausgebaut, um Lastspitzen im Fernwärmenetz zu decken. So lässt sich die Fernwärmeversorgung flexibel und nachhaltig gestalten. Am Standort Hannover-Herrenhausen betreibt enercity seit 2020 eine eigene PtH-Anlage mit direkter Anbindung an das enercity-Fernwärmenetz. Zusätzlich sind weitere PtH-Anlagen an den Standorten Herrenhausen, Stöcken und Roderbruch geplant, um die Wärmeerzeugung weiter zu flexibilisieren und Wärmebedarfsspitzen abzufangen. In Kombination mit weiteren Großbatteriespeichern lässt sich besonders effizient der Überschussstrom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen nutzen, der sonst abgeregelt würde. Neben dem Ausbau des Fernwärmenetzes fördern die Stadt Hannover und enercity gemeinsam weitere CO2 -mindernde Maßnahmen. Dazu gehören der Ölheizungstausch samt damit verbundenem Umstieg auf klimaschonende Heizsysteme wie etwa Wärmepumpen sowie eine Offensive zur Heizungseffizienz. Regionale Wertschöpfung Die wirtschaftliche Bedeutung von Unternehmen lässt sich aus ökonomisch quantitativer Sichtweise unter anderem mit den Parametern Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Einkommen und Steuern darstellen. enercitys Geschäftstätigkeit löst eine Vielzahl an regionalökonomischen Effekten aus. Diese Effekte wirken insbesondere auf die Region Hannover und Niedersachsen. Maßnahmen Um die wirtschaftliche Bedeutung des enercity-Konzerns zu ermitteln, hat die CONOSCOPE GmbH im Jahr 2024 im Auftrag von enercity die regionalökonomischen Effekte des Konzerns in den oben genannten Untersuchungsregionen Region Hannover und Niedersachsen analysiert. Das Arbeitsergebnis dieser Studie ist die sogenannte Standortbilanz. Als zentrale Ergebnisgröße hat die Studie die Wertschöpfung ermittelt, die im Zusammenhang mit dem von enercity ausgehenden Primärimpuls in den Untersuchungsregionen erwirtschaftet wurde. Aus den Ergebnissen der Untersuchung geht hervor, dass enercity ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region ist. Durch die Beschäftigung von Mitarbeitenden, die Vergabe von Aufträgen sowie regionale Kooperationen entstehen wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft. Insbesondere die regionale Verflechtung begünstigt die Entwicklung der regionalen Wirtschaft. Der Grad der regionalen Verflechtung lässt sich unter anderem durch die regionale Inzidenz darstellen, die auf Basis aller Geldströme eine regionale Quote anzeigt. Anhand der regionalen Verbleibsquote lässt sich eine Aussage darüber treffen, welcher Anteil der Zahlungen von enercity in der Region verbleibt. Ergebnisse Insgesamt gingen im Jahr 2023 rund 1,03 Milliarden Euro der regionalen Wertschöpfung in der Region Hannover auf die enercity AG zurück. Das bedeutet, dass jeder Euro direkte Wertschöpfung bei der enercity AG mit weiteren 0,40 Euro Wertschöpfung für die Region Hannover verknüpft ist. Neben der Wertschöpfung wurde auch die Beschäftigungswirkung als relevante Zielgröße identifiziert. Die Untersuchung dieser Zielgröße zeigt, dass direkt und indirekt knapp 5.700 Arbeitsplätze in der Region Hannover auf die Geschäftstätigkeit von enercity zurückgehen. Das bedeutet: Jeder der knapp 2.000 Arbeitsplätze bei enercity in der Region Hannover ist mit rund zwei weiteren Arbeitsplätzen (Faktor 1,9) in der Region verknüpft. In der Region entstanden bei Lieferanten und Dienstleistern weitere 3.700 Arbeitsplätze. Über die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover (VVG) sind die Landeshauptstadt sowie die Region Hannover zu rund 75 Prozent an enercity beteiligt. Sie profitieren daher unmittelbar vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens: sowohl durch Gewinnausschüttungen als auch durch Konzessionsabgaben, die enercity als Wegenutzungsrecht für die Energie- und Wassernetze an die Landeshauptstadt zahlt. Für das Kalenderjahr 2024 flossen rund 143,01 Millionen Euro (Vorjahr: 139,8 Millionen Euro) an die öffentliche Hand, die für die kommunale Daseinsvorsorge genutzt werden können. Zudem ist enercity als eine der größten Arbeitgeberinnen Hannovers ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Stadt und Region. Für Löhne und Gehälter für die Mitarbeitenden der enercity AG und die enercity Netz GmbH sind im Geschäftsjahr 2024 rund 277,3 Millionen Euro (Vorjahr: 252,6 Millionen Euro) angefallen. Dieses Geld fließt durch Steuern, Mieten und Konsum zu großen Teilen wieder zurück in die Region. 3.3 Verbraucher:innen Im Fokus aller unserer Aktivitäten stehen die Kund:innen von enercity. Nur wenn sie zufrieden und erfolgreich sind, ist enercity es auch. Dies spiegelt sich in unserer Vision und Mission wider und findet Ausdruck in einem unserer vier zentralen Unternehmenswerte: Die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden sind der Maßstab unseres Handelns. Ihr Vertrauen macht uns stolz und ist für uns die größte Motivation.Maßnahmen Durch den Aufbau eines Kund:innenmanagements kann sich enercity intensiv auf ihre Kund:innen fokussieren. Der Kund:innenservice von enercity ist vielfältig erreichbar über Chat, Telefon, E-Mail, per Post oder im regionalen KundenCenter vor Ort. Zum Geschäftsjahresende waren 296 Mitarbeitende in Vertrieb und Marketing sowie im Kund:innenmanagement beschäftigt. Die Beratung bezieht sich zunehmend auf moderne Energielösungen im Zusammenhang mit E-Mobilität, Solar und Wärmepumpen. Im KundenCenter ist enercity bereits mehrsprachig aufgestellt, und künftig soll dieses Beratungsangebot auch für die Onlinekanäle weiter ausgebaut werden. Nach der Umstellung des Kund:innenportals auf Englisch hat enercity 2023 damit begonnen, die Service-FAQs sukzessive in mehrere Sprachen zu übersetzen. Damit das Unternehmen weiterhin passgenau und optimiert beraten kann, ist die Arbeit an maßgeschneiderten Angeboten essenziell - und angesichts stetig steigender Kund:innenerwartungen, sich rasant wandelnder Märkte und verschiedener gesetzlicher Anforderungen eine Herausforderung. enercity beschäftigt sich laufend mit den Erwartungen der Kund:innen. So schaffen wir es, dass 50 Prozent des Sales im Servicekontakt durchgeführt werden. Zudem haben wir im Dezember 2024 einen Voicebot eingeführt, der unsere Kund:innen offen fragt, was ihr Serviceanliegen ist. Identifizierung und Authentifizierung, Abschlagsanpassungen, Zählerstandsmitteilungen und die Vorqualifizierung von Umzugsanliegen werden durch unsere digitale Assistentin begleitet. Somit haben unsere Serviceagents mehr Zeit für komplexere Anfragen und Produktberatungen und können hier individuell auf unsere Kund:innen eingehen. Für enercity ist die langfristige Kund:innenbindung besonders wichtig. Dafür haben wir das Team „Service & Winback“ gegründet. Dies ist ein speziell ausgebildetes und qualifiziertes Team, das Kund:innen mit der enercity-Produktwelt gewinnt oder zurückgewinnt - und hält. Gleichzeitig findet hier der Service für unser Lösungsgeschäft im Privatkund:innensegment statt. Durch das im Juni 2024 eingeführte Terminplanungstool können unsere Kund:innen ohne Wartezeiten einen Termin im KundenCenter buchen und damit noch gezielter und umfassender beraten werden, insbesondere bei komplexeren Anliegen. Ergebnisse Damit enercity sich kontinuierlich verbessert, nutzt das Unternehmen Kund:innenfeedback. Seit 2022 misst dabei ein Tool zur Erhebung und Auswertung des Net Promoter Score (NPS) die Zufriedenheit der Kund:innen. Dies ist einer der wichtigsten Indikatoren für den Erfolg von enercitys Vertriebsaktivitäten: An der Kennzahl lässt sich erkennen, ob Kund:innen enercity weiterempfehlen würden. Nach der Neueinführung des Tools zeigte die erste vollständige Auswertung für das Geschäftsjahr 2023, dass enercity sehr gute Werte in den oberen 30ern erreichte und diese im Jahr 2024 halten konnte. Das Terminal im KundenCenter erfasst die Kund:innenzufriedenheit in drei Stufen mit Punktwerten von 0 bis 2 - ein steigender Wert entspricht einer steigenden Zufriedenheit. Die gemessene Zufriedenheit lag im Berichtszeitraum bei 1,61 (Vorjahr: 1,81), wobei der Vorjahreswert auf einer geringen Grundgesamtheit beruht und die wesentlich höhere Grundgesamt im Berichtszeitraum eine deutlich höhere Aussagekraft hat. Dass die Zufriedenheit zum Vorjahr etwas gesunken ist, lässt sich auf diesen Umstand zurückführen. Zudem ist auch die Interaktion mit den Kund:innen komplexer geworden, insbesondere weil diese häufiger als früher andere Sprachen als Deutsch sprechen. Für 2025 planen wir, die NPS-Befragungen weiter zu professionalisieren und auszubauen. So können wir die Kund:innenzufriedenheit detaillierter messen und in unsere kontinuierlichen Optimierungen einfließen lassen. Ergänzend erheben wir in einzelnen Service-Units Stimmungsbilder, die Auskunft über die aktuell wichtigsten Themen und Anliegen der Kund:innen geben. Die Stimmungsbilder zeigen Handlungsbedarfe und Optimierungspotenziale auf, um das Kund:innenerlebnis zu verbessern. 4. Governance-Informationen 4.1 Unternehmenspolitik Compliance Für enercity sind Glaubwürdigkeit und Vertrauen wesentliche Grundbedingungen, um Kund:innenbeziehungen erfolgreich zu gestalten. Auch in der Interaktion mit Geschäftspartner:innen, Behörden und der Öffentlichkeit legt das Unternehmen höchsten Wert auf Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Integrität. Diese Haltung findet Ausdruck in der enercity-Compliance-Richtlinie sowie in dem organisatorisch, prozessual und personell verankerten Compliance-Management-System (CMS) des Unternehmens. Unter Compliance versteht enercity sämtliche Vorkehrungen, die gewährleisten, dass Mitarbeitende und Organmitglieder alle einschlägigen Gesetze, Richtlinien und Verordnungen einhalten, solange sie für das Unternehmen handeln. Oberstes Ziel ist es, künftige Verstöße bestmöglich zu verhindern und damit drohenden Schaden vom Unternehmen, dessen Organen und Mitarbeitenden abzuwenden. Compliance-Management-System Mittels regelmäßiger Compliance-Assessments überprüft das Unternehmen alle Geschäftsbereiche der enercity AG und der enercity Netz GmbH und leitet geeignete Präventionsmaßnahmen ab. Ein Hinweisgebersystem9 auf Basis des Hinweisgeberschutzgesetzes stellt klare, einfache und auf Wunsch anonyme Meldewege für Beschäftigte bereit, um potenzielle Verstöße mitzuteilen und so Korruption oder andere Verdachtsfälle offenzulegen. Dies kann gegenüber der Führungskraft, dem Chief Compliance Officer oder einer neutralen, unternehmensexternen Ombudsperson geschehen. Zusätzlich gibt es Compliance-Schulungen rollierend und situationsbezogen in den Fachbereichen sowie für alle Mitarbeitenden über eine digitale Schulungsplattform als Training. Die Führungskräfte bestätigen im Zuge der Compliance-Assessments die vollständige Teilnahme ihrer Mitarbeitenden. Compliance ist bei enercity in der Stabsstelle Recht & Compliance verankert und damit organisatorisch direkt dem enercity-Vorstand unterstellt. Der Chief Compliance Officer meldet etwaige Rechtsverstöße an das Compliance-Komitee. Dort werden die nachfolgenden Schritte beraten und entschieden. Der Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Arbeitsdirektor als das für Compliance zuständige Vorstandsmitglied. Maßnahmen Compliance-Assessment, Hinweisgebersystem und internes Vorfallmanagement werden digital betrieben. Die Compliance-Assessments mit den Führungskräften werden turnusgemäß durchgeführt. Sie finden alle zwei Jahre sowie situationsbezogen und außerdem bei neuen Führungskräften und neuen Mitarbeitenden im Rahmen der Einarbeitung statt. Darüber hinaus gibt es anlassbezogen Schulungen außerhalb des definierten Zyklus, wenn es zu abweichenden Geschäftsaktivitäten oder Verstößen kommt. Insbesondere werden umgehend nach Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen Schulungen veranlasst. Inhaltliche Schwerpunkte der Aktivitäten lagen 2024 auf einer Sensibilisierung bezüglich der Compliance-Sachverhalte Korruption, Interessenkonflikte und Geschäftsgeheimnisse. Im Rahmen von digitalen Schulungen haben Mitarbeitende der enercity AG und der enercity Netz GmbH über die unternehmenseigene Lernplattform eine Vielzahl an Schulungen zu Compliance-Sachverhalten absolviert. Es werden rollierende Schulungen zur Bekämpfung von Korruption im Rahmen der Tätigkeit als Amtsträger:in bei enercity durchgeführt. Diese finden flächendeckend in Präsenz in den Bereichen statt, ebenfalls alle zwei Jahre oder situationsbedingt beziehungsweise anlassbezogen. Zudem gibt es die Möglichkeit, in digitaler Form an den Schulungen teilzunehmen. Im Berichtszeitraum lagen die Schulungsschwerpunkte in den Bereichen Arbeitssicherheit, Datenschutz und Informationssicherheit. Die Schulungsquote (Verhältnis der geschulten Mitarbeitenden zur Gesamtanzahl der Mitarbeitenden im Bereich beziehungsweise im Unternehmen) lag bei annähernd 100 Prozent. Neue Mitarbeitende, die noch keine Schulung absolviert haben, erhalten die Anti-Korruptionsrichtline direkt bei ihrer Einstellung. Ergebnisse Im Geschäftsjahr 2024 gab es Compliance-Verstöße, die arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich zogen. 4.2 Lieferkette und Menschenrechte Ein verbindlicher und elementarer Bestandteil unseres jeglichen unternehmerischen Handels ist die Wahrung der Menschenrechte. Dieser Grundsatz bezieht sich sowohl auf sämtliche Gesellschaften des enercity-Konzerns als auch ausdrücklich auf unsere Geschäftsbeziehungen zu Geschäftspartner:innen, Lieferanten und deren Vorlieferanten. 4.2.1 Lieferantenstruktur Als bundesweit agierende Energiedienstleisterin bezieht enercity Lieferungen und Leistungen von einer Vielzahl von Lieferanten. Zum 31.12.2024 waren dies insgesamt 4.774 unmittelbare Lieferanten. Der weit überwiegende Teil unseres Lieferantenstamms hat seinen Unternehmenssitz in Deutschland oder der Europäischen Union und unterliegt damit strengen Vorgaben hinsichtlich der Einhaltung der Menschenrechte sowie von Sozial- und Umweltstandards. Die Steinkohle für das Kraftwerk in Hannover- Stöcken, das voraussichtlich Ende 2026 vom Netz geht, stammt von Lieferanten mit Sitz in den USA sowie in Kolumbien. ![]() ![]() Lieferantenmanagement und Risikoanalyse Sämtliche Lieferbeziehungen von enercity unterliegen einer unternehmensweit gültigen Grundsatzerklärung, die in Deutsch und Englisch auf der Unternehmens-Website veröffentlicht ist. Die hier festgeschriebenen Beschaffungsgrundsätze sehen im Wesentlichen vor, dass enercity keine Aufträge an Unternehmen vergibt, die gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen - dies gilt insbesondere bei Verletzungen der Sozial- und Umweltgesetzgebung. Diese Grundsatzerklärung ist ebenfalls Bestandteil der Einkaufsbedingungen und sämtliche Lieferanten von enercity werden in der Regel vor Aufnahme der Geschäftsbeziehungen auf die Einkaufsbedingungen und die Grundsätze dieser Regelung verpflichtet. Eine von enercity genutzte Softwareanwendung für das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) liefert eine übergreifende KI-basierte Risikoanalyse auf Basis der Länderkennzeichnung und der Branche. Auch Meldungen im Internet oder in anderen Medien werden dabei berücksichtigt. Nach dieser ersten Einschätzung gehen Einkauf und Handel auf die relevanten Lieferanten mit digitalen Fragebögen zu den geschützten Rechtspositionen zu. Bei Bedarf werden Maßnahmen mit den Lieferanten vereinbart oder es wird weitere Abhilfe gemäß der Grundsatzerklärung eingeleitet. Maßnahmen und Ergebnisse Die für das Jahr 2024 vorgeschriebenen Risikoanalysen im eigenen Geschäftsbereich und entlang der Lieferkette wurden durchgeführt. Risikobehaftete Lieferanten wurden um entsprechende Auskünfte gebeten, weiterführende Maßnahmen mussten bislang nicht ergriffen werden. Alle neuen Lieferanten werden mit der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen auf die Grundsatzerklärung von enercity verpflichtet. Der enercity-Menschenrechtsbeauftragte überwacht die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten durch das Unternehmen und ist für entsprechende Risikoanalysen zuständig. Ferner berät sie oder er zu allen damit in Zusammenhang stehenden internen und externen Belangen. Daneben gibt es eine Beschwerdestelle, die es ermöglicht, auf menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken sowie auf mögliche Verletzungen menschenrechtsbezogener oder umweltbezogener Pflichten hinzuweisen, die durch das wirtschaftliche Handeln von enercity selbst oder das eines unmittelbaren oder mittelbaren Zulieferers von enercity entstanden sind. 4.2.2 Informationssicherheit und Datenschutz Die enercity AG betreibt eine zentrale ISMS-Plattform, wo die Managementsysteme, wie z. B. das ISMS (zentral/dezentral), das Datenschutzmanagement, IT-Compliance, das Business-Continuity- Managementsystem (BCM) und die Cyber-Security, zusammengeführt sind. In Zeiten großer cybersicherheitstechnischer Herausforderungen wird auf der digitalen Plattform des Informationssicherheitsmanagements ein zentraler Anlaufpunkt für Beschäftigte betrieben, der gesammelt Informationen, Richtlinien, Schulungsinhalte und weitere relevante Verweise enthält. Es wird am Stand der Technik ausgerichtet daran gearbeitet, hier umfassende Transparenz und ein Grundverständnis unter den Beschäftigten für die Anforderungen aus den Bereichen Informationssicherheit, Datenschutz und Cybersicherheit zu schaffen. Teil davon sind stets auch Sensibilisierungsmaßnahmen, die die Beschäftigten als erste, menschliche „Firewall des Unternehmens“ erachten. Weiterhin ermutigt enercity alle Beschäftigten durch die Förderung einer offenen Kommunikation, Sicherheitsvorfälle oder Datenschutzverletzungen unverzüglich zu melden. Der Schutz der Daten von Kund:innen, Beschäftigten und geschäftlichen Kontakten hat für enercity größtmögliche Priorität. Daher arbeiten das enercity-Datenschutzmanagement, das Team der Informationssicherheit und Cybersicherheit sowie der Datenschutzbeauftragte in engmaschiger Kooperation daran, die Schutzmechanismen zu verbessern und bestehende Richtlinien, technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen sowie im Unternehmen genutzte Technologien kontinuierlich zu optimieren. Teil davon ist auch der regelmäßige Austausch mit dem Betriebsrat zu diesen vielschichtigen Themen. Alle Beschäftigten können sich jederzeit mit ihren Fragen vertraulich an den Informationssicherheitsbeauftragten, das Cyber-Security-Team oder das Datenschutz-Team des Unternehmens wenden. Die folgende Infografik gibt einen Überblick über die Organisationsstruktur und die Verantwortlichkeiten im Bereich des Datenschutzes und der Informationssicherheit von enercity: VORSTAND Beauftragter für Informationssicherheit (CISO) • Informationssicherheits-Managementsystem • IT-Compliance-Managementsystem • Business-Continuity-Managementsystem • Datenschutz-Managementsystem Datenschutzbeauftragter (DSB) • Direkt dem Vorstand unterstellt • Gesetzliche Aufgaben (Art. 39 DSGVO) Datenschutz-Managementsystem • Prozesse (z. B. Betroffenenrechte) • Beratung und Unterstützung der Fachbereiche • Einsatzsteuerung Datenschutzbeauftragter (Beachtung der Weisungsfreiheit DSB) • Methoden & Tools (z. B. Datenschutzfolgenabschätzung, VVT) · Textbausteine (Auftragsvereinbarung, Einwilligungen) 4.2.3 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (SDG 17) Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen. Austausch, Miteinander, Kommunikation, Integration - kaum ein anderes Ziel bringt es so sehr auf den Punkt: Eine bessere Welt können wir nur gemeinsam erreichen. Die Energiewende stellt eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit dar. Deren Bewältigung erfordert nicht nur innovative Technologien und nachhaltige Praktiken, sondern auch eine tiefgreifende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Es ist notwendig, Partnerschaften aufzubauen und zu stärken, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Für den Energiesektor bedeutet dies, dass die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende nur durch das Engagement und die Kooperation mit einer Vielzahl von Stakeholdern - von lokalen Gemeinschaften und Regierungen über internationale Organisationen bis zur Privatwirtschaft - möglich ist. Durch die Bündelung von Ressourcen, Wissen und Innovationen lassen sich die Herausforderungen der Energiewende gemeinsam meistern. Das stellt einen nachhaltigen, umweltfreundlichen und gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien sicher. Der derzeit stattfindende Umbau des Energiesystems ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, deren Ziel enercity nur in Kooperation mit strategischen und verlässlichen Partnern sowie Joint Ventures erreichen kann. Deshalb hat enercity ein starkes Netzwerk aufgebaut: Der Konzern ist Mitglied in rund 90 Verbänden und Vereinen. Mehr als 130 Mitarbeitende engagieren sich in unterschiedlichen Gremien. Die Verbands- und Gremienarbeit bietet die Möglichkeit, wichtige Positionen von enercity einzubringen, Netzwerke zielgerichtet aufzubauen und sich fachlich weiterzubilden. Im Folgenden erläutern wir ausgewählte Mitgliedschaften und Tätigkeiten von enercity und ihren Mitarbeitenden. Thüga-Gruppe enercity ist Teil des Thüga-Netzwerks. Die Thüga-Gruppe ist das größte kooperative Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserdienstleister in Deutschland. Gemeinsam treiben die mehr als 100 Unternehmen des Verbunds die Energiewende vor Ort voran und entwickeln intelligente Lösungen für die lebenswerte Stadt der Zukunft. Durch gemeinsame Interessenvertretung, Kooperationen, Bündelung von Leistungen sowie kollektive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sichern sie ihre individuelle Wettbewerbsfähigkeit. Ihr Ziel besteht darin, die Zukunft der kommunalen Energie- und Wasserversorgung zu gestalten und mithilfe energienaher Dienstleistungen die Daseinsvorsorge für die Bürger:innen weiter zu verbessern. Partnerschaften mit den Stadtwerken & Kommunen in der Region Hannover Stadtwerke Lehrte enercity und die Stadtwerke Lehrte kooperieren bereits seit einigen Jahren. So unterstützt enercity die Stadtwerke unter anderem beim Stromnetzbetrieb. Stadtwerke Wunstorf enercity ist langjährige Partnerin der Stadtwerke Wunstorf. Hier vertiefen wir kontinuierlich unsere Zusammenarbeit, zum Beispiel beim Thema Ladeinfrastruktur. Stadtwerke Garbsen Die enercity AG ist Gesellschafterin und langjährige Partnerin der Stadtwerke Garbsen. Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH Die Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH (EPL) ist ein Unternehmen von enercity und der Stadt Langenhagen, welches die Menschen in Langenhagen zuverlässig und komfortabel mit Energie für Heizung und Warmwasserbereitung versorgt. Daneben bietet die EPL weitere Dienstleistungen im Bereich der Kälteversorgung oder Stromerzeugung an. Neben diesen Beteiligungen und Partnerschaften bestehen weitere Kooperationen mit Kommunen und in Form von gemeinsamen Netzbetriebsgesellschaften, etwa in Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze. Zudem erbringt enercity in diesen und weiteren Kommunen Dienstleistungen, zum Beispiel im Bereich der Ladeinfrastruktur und der Straßenbeleuchtung. enercity profipartner e. V. Der Verein ist eine Interessengemeinschaft von Handwerksunternehmen der Sparten Elektro-, Sanitär- , Heizungs-, Klima- und Kältetechnik, des Schornsteinfeger-Handwerks, von Hersteller- und Zulieferunternehmen sowie des Fachhandels dieser Branchen und der enercity AG. Zweck des Vereins ist die Förderung der Zusammenarbeit der Mitglieder im Bereich der Energieversorgung zum Nutzen der Verbraucher:innen, insbesondere durch Förderung der spartenübergreifenden Kooperation und durch Entwicklung innovativer Dienstleistungs- und Marketingkonzepte. ÖKOPROFIT Klub Des Weiteren arbeitet enercity als Mitglied aktiv im ÖKOPROFIT Klub mit. Der ÖKOPROFIT Klub ist Teil von ÖKOPROFIT Hannover. Das Gemeinschaftsprojekt von Landeshauptstadt und Region Hannover sowie den ortsansässigen Unternehmen hat das klar formulierte Ziel, durch verbesserten Umweltschutz Geld zu sparen. Im ÖKOPROFIT Klub werden die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden gefördert. Außerdem bietet das Projekt weitere Workshops sowie Vor-Ort-Beratungen an, nach deren Abschluss die Mitglieder eine öffentlichkeitswirksame Auszeichnung erhalten. Dieses Programm ist für enercity ein weiterer wichtiger Baustein im betrieblichen Umweltschutz, der in diesem Zusammenhang alle zwei bis drei Jahre im Rahmen einer Kommissionsprüfung von externen Auditor:innen überprüft wird. proKlima Der enercity-Fonds proKlima wurde als Klimaschutzfonds im Jahr 1998 von enercity und den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze gegründet. Der Fonds vergibt Fördergelder für regionale Klimaschutzmaßnahmen an Privatpersonen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Institutionen und Vereine. Dem Fonds stehen aktuell jährliche Einzahlungen in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro zur Verfügung, von denen die enercity Netz GmbH rund 2,9 Millionen Euro maßgeblich besteuert. Die proKlima-Geschäftsstelle wird aus dem Hause enercity betrieben. proKlima hat im Förderjahr 2024 insgesamt 2,94 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt. Gegenüber dem Vorjahr (4,5 Millionen Euro) ist damit ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, welcher an der außergewöhnlich hohen Nachfrage im Vorjahr liegt und andererseits die fehlende Kontinuität der Förderkulisse auf Bundesebene widerspiegelt. 1.335 Förderanträge hat die Geschäftsstelle bearbeitet. Der Großteil fiel mit 2,4 Millionen Euro auf die Breitenförderung, was eine Budgetauslastung von rund 70 Prozent bedeutet. Förderzuschüsse in der Breitenförderung wurden für Solaranlagen, Wärmeversorgung mit Wärmepumpen, Fernwärme oder Optimierung der Gebäudehülle (u.a. Dämmung und Fenstertausch) bewilligt. Die durch die Maßnahmen angeregte CO2 -Emissionsminderung ist im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um rund 7 Prozent auf 6.836 Tonnen CO2 pro Jahr leicht gesunken. Seit 1998 bis heute wurden damit mehr als 2,3 Millionen Tonnen CO2 -Emissionen durch geförderte Maßnahmen vermieden. proKlima fördert nicht nur technische Klimaschutzmaßnahmen, sondern unterstützt insbesondere mit dem Förderprogramm „Klimaschutz & Bildung“ die Wissensvermittlung in Schulen, Kitas und Institutionen im Fördergebiet. Im Jahr 2024 wurden damit mehr als 15.000 Personen (zumeist Schüler:innen) erreicht, die Klimawandel, Klimaschutz und Energiewendethemen beispielsweise in geförderten Veranstaltungen oder Workshops behandelt haben. Mit den Sonderförderangeboten für Vereine und kulturelle Einrichtungen hat proKlima zudem verstärkt Institutionen mit geringinvestiven Energiesparmaßnahmen unterstützt. Darüber hinaus engagiert sich die Geschäftsstelle mit Rat und Tat in regionalen Netzwerkgruppen und Stakeholder-Aktivitäten zum Klimaschutz. Klimaschutz Hannover 2035 Auch an dem im Jahr 2022 erarbeiteten Sofortprogramm „Klimaschutz Hannover 2035“ der Landeshauptstadt Hannover hat enercity mitgewirkt und wesentliche Treibhausgas-Reduktionsmaßnahmen beigesteuert, insbesondere den Kohleausstieg und den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung. Klimaschutzagentur Die Klimaschutzagentur Region Hannover ist eine gemeinnützige Organisation, die im Jahr 2001 als eine der bundesweit ersten Klimaschutzagenturen gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, die Energiewende voranzubringen, klimaschädliche Emissionen zu senken und die Klimaneutralität in der Region Hannover schnellstmöglich zu erreichen. enercity ist an der Gesellschaft beteiligt und unterstützt deren Arbeit. Beirat Wärmewende In Folge des Bürger:innenbegehrens „Hannover erneuerbar“ konnte durch einen konstruktiven Dialog zwischen enercity, der Stadtverwaltung und der Bürger:inneninitiative „Hannover erneuerbar“ ein wegweisender Einigungsvorschlag für den Kohleausstieg bis 2026 erarbeitet werden. Dieser Vorschlag beinhaltete die frühzeitige Stilllegung des Kohlekraftwerks Stöcken, die Umstellung auf erneuerbare Energien ohne den Umweg über Gas und die Einrichtung des „Beirats Energiewende Hannover“ zur Förderung von Transparenz und regelmäßigem Austausch. Die Initiative zur Wärmewende in Hannover unterstreicht die Bedeutung von Kooperationen für nachhaltige Entwicklungen im Energiebereich. Zusätzlich wurden finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro für die Jahre 2021 bis 2023 bereitgestellt, um CO2 -reduzierende Maßnahmen zu unterstützen. Diese Partnerschaft und der gemeinsame Einsatz aller Beteiligten führten zu einem rechtsverbindlichen Rahmen, der den Kohleausstieg in Hannover beschleunigt und zugleich die Grundlage für eine nachhaltige, klimafreundliche Wärmeversorgung legt. Der Beirat tagt seit 2022 zweimal im Jahr. Verbandsarbeit Zu den zentralen Institutionen, in denen sich enercity im Rahmen der Verbandsarbeit intensiv engagiert, zählen der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) sowie der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU). Der BDEW ist ein Lobby- und Interessenverband der deutschen Strom- und Energiebranche. Er vertritt als einflussreicher Spitzenverband rund 1.900 Unternehmen, darunter die vier großen Energieversorger RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall. Daneben vertritt der BDEW aber auch viele kommunale und regionale Unternehmen, darunter viele Stadtwerke. Er nimmt Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren im Bereich der Energiewirtschaft. Der Verband kommunaler Unternehmen ist die Interessenvertretung der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland. Die im VKU organisierten über 1.500 Mitgliedsunternehmen sind vor allem in der Energieversorgung, der Wasser- und Abwasserwirtschaft, der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung sowie im Bereich Telekommunikation tätig. Von großer Relevanz in der Arbeit des VKU ist es, frühzeitig die Positionierung der Mitgliedsunternehmen zu erfahren, Standpunkte auszutauschen und damit letztlich Positionen zu formulieren, die in den politischen Prozess eingesteuert werden. Wichtig ist dabei die Arbeit in verschiedenen Gremien wie Präsidium/Vorstand, den Leitausschüssen sowie zahlreichen Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Die enercity AG unterstützt ausdrücklich das Ziel, die Transparenz bei der politischen Interessenvertretung weiter zu steigern. Im Lobbyregister des Deutschen Bundestags veröffentlicht enercity detaillierte Angaben zur Verbandsarbeit und Interessenvertretung gegenüber der Politik. Rechtsgrundlage ist das Lobbyregistergesetz, welches am 1. Januar 2022 in Kraft getreten ist. Joint Ventures Neben der Mitgliedschaft in Netzwerken und der Mitarbeit in diversen Initiativen und Verbänden ist enercity zur Schaffung und Nutzung von Synergien sowie für den Technologie- und Wissenstransfer bereits mehrere Joint Ventures eingegangen: TRIGIS NET GmbH Die TRIGIS NET GmbH wurde mit dem Technologiepartner TRIGIS Geoservices GmbH gemeinsam gegründet, an dem die enercity AG zu 49 Prozent und die TRIGIS Geoservices GmbH zu 51 Prozent beteiligt sind. Für die enercity AG stehen der Aufbau von Know-how und die Einführung sowie die Nutzung modernster Technologien im Konzern im Vordergrund. Auch die Sicherung von Vermessungs- und Dokumentationskapazitäten im Kabel- und Leitungsbau stellt einen wesentlichen Zweck des Zusammenschlusses dar. Prognostisch sollen Leistungen wie die Drohnenvermessung von Dachflächen zur Ermittlung von individuell nutzbaren Flächen für PV-Anlagen sowie das Befliegen von Stadtteilen mit Wärmebildkameras zur Erstellung von Sanierungskonzepten für Stadtteile, um Energieeffizienz zu fördern, die primären Betätigungsfelder des Joint Ventures bilden. GHG-Gasspeicher Hannover GmbH Erdgasspeicher sind für die Versorgungssicherheit erforderlich. Durch flexibles Aus- und Einlagern ermöglichen sie es, den unterschiedlichen Gasbedarf im Sommer- und Winterhalbjahr auszugleichen. Zu diesem Zweck wurde das Unternehmen durch die Gesellschafter enercity AG und die Erdgas Münster GmbH 1977 gegründet, um den Speicher südwestlich von Hannover zu realisieren. Das Personal für die Betriebsführung des Speichers wird durch die enercity AG gestellt. Die Vermarktung des Speichervolumens des Gesellschafters enercity AG erfolgt wiederum durch die enercity Speichervermarktungsgesellschaft mbH. Die Gesellschafterin Erdgas Münster GmbH nutzt ihr Volumen zum Ausgleich der inländischen Produktion. htp GmbH Unter der htp GmbH haben sich die enercity AG und die EWE AG aus Oldenburg zusammengeschlossen, um Aktivitäten rund um Telekommunikationsinfrastruktur und -systeme sowie die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen jeglicher Art innerhalb des Gebietes der Region Hannover zu betreiben - teilweise auch außerhalb des Regionsgebietes, wenn dies für die Nutzung des htp-Netzes sinnvoll ist und die Erweiterung dort ihren Anknüpfungspunkt besitzt. Die Dienstleistungen des Unternehmens umfassen das Netzgeschäft sowie den Bereich Telefonie, Internet, Serverhousing, Glasfaseranschlüsse, Fernsehen und Mobilfunk für Geschäfts- und Privatkund:innen. KLH Tiefwerk Holding GmbH Zur Realisierung der ambitionierten Pläne der Energie- sowie der Wärmewende im Konzessionsgebiet hat sich die enercity AG mit der Beteiligung an der KLH Tiefwerk Holding GmbH im Jahr 2020 die Möglichkeit gesichert, auf spezialisierte Kapazitäten in den Bereichen Tief- und Rohrleitungsbau Fernwärme sowie Kabel- und Leitungsbau Strom bevorzugt zuzugreifen. Das Leistungsportfolio der mittelständischen Unternehmensgruppe umfasst weiterhin den Tief- und Rohrleitungsbau für die Medien Wasser und Gas, den Bau von Datenübertragungsnetzen sowie den Straßen- und Wegebau. Neben Neu- und Erweiterungsbauten in den genannten Bereichen werden auch Bereitschafts- und Entstörungsdienste angeboten. Die Errichtung von ambulanten Anschlüssen für Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkte, Maschsee- und Schützenfeste sowie Konzertveranstaltungen runden das Leistungsspektrum ab. Spenden & Sponsoring enercity beteiligt sich aktiv an der Kultur und dem sozialen Miteinander in der Region. So ist enercity beispielsweise seit mittlerweile fast 20 Jahren Hauptsponsorin bei der größten europäischen Jazz-Open-Air- Veranstaltung „enercity swinging hannover". Im Spitzensport Handball unterstützt enercity das regionale Aushängeschild „Die Recken" (TSV Hannover-Burgdorf) in der ersten Handballbundesliga. Wir stehen den Recken seit 2010 als Partnerin zur Seite. Insbesondere seit dem Sprung auf die europäische Bühne im Jahr 2023 begleitete enercity den Verein auch im Jahr 2024 über die Landesgrenzen hinaus. Seit 2024 ist enercity außerdem Hauptsponsorin des Staffelmarathons im Rahmen des ADAC Marathons in Hannover mit mehr als 25.000 Läuferinnen und Läufern sowie 230.000 Zuschauer:innen auf dem Rathausplatz und an der Marathonstrecke. Mit dem Beachvolleyball-Turnier auf dem Opernplatz unterstützte enercity im April 2024 ein weiteres beliebtes Sportevent. Auf der enercity Leinewelle fand im Jahr 2024 das Finale der „,Rapid Surf League" statt. Ein internationaler Wettkampf, bei der die Hannoveraner:innen drei Tage lang Profis und Amateure beim Surfen beobachten konnten. Hannover ist einer von wenigen Standorten, an denen eine künstliche Surfwelle unter freiem Himmel für die Trendsportart zur Verfügung steht. Mit dem Fußballverein TSV Havelse, dem Damenhockey-Team von Hannover 78 und dem Damenbasketball-Team TKH Luchse, die in der 1. Bundesliga erfolgreich sind, sponsert enercity seit dem Jahr 2024 darüber hinaus drei weitere erfolgreiche Sportmannschaften. Somit erweitert enercity ihr sportliches Engagement um Sportarten, die nicht so stark im Fokus stehen und fördert außerdem Frauensportmannschaften. Zudem ist enercity seit 2024 Kooperationspartnerin des Landessportbunds und unterstützt den Ball des Sports. Bereits seit 2023 ist enercity Partnerin beim neuen Projekt „aufhof“. Ziel des Projektes ist es, die Stadt Hannover bei der Revitalisierung der Innenstadt zu unterstützen. In dem ehemaligen Kaufhof-Gebäude in der Schmiedestraße wurde dafür ein Raum für neue Impulse, Diskussionen und Ideen der Zukunft für Stadtentwicklung, Baukultur und Wissenschaft geschaffen. enercity kann sich dort im Rahmen der Veranstaltungen präsentieren und hat auch die Möglichkeit, in den Räumlichkeiten eigene Events durchzuführen. Die Sponsoring-Vereinbarung wurde bis zum Ende des Projektes „aufhof“ im Sommer 2024 verlängert. In Kooperation mit der Madsack Verlagsgesellschaft hat sich enercity im Berichtsjahr erstmals am Maschseefest beteiligt. Das Maschseefest ist Deutschlands größtes Seefest mit mehr als einer Million Besucher:innen jährlich. Des Weiteren beteiligte sich enercity am Entenrennen des Norddeutschen Knochenmark und Stammzellspender-Registers (NKR) auf dem Maschseefest mit einer Spende und einer eigenen enercity-Ente, die am Rennen teilnahm. Zur Revitalisierung des Raschplatzes am Hauptbahnhof unterstützte enercity im Rahmen der Fußballeuropameisterschaft 2024 die Stadt Hannover bei der Realisierung eines Public Viewings und war vor Ort mit einem Promotionstand vertreten. Beim Open-Air-Kinoerlebnis „Sehfest“ ist enercity seit dem Jahr 2020 Hauptsponsor neben der Volksbank Hannover. Auch im Jahr 2024 war das „Sehfest“, mit vielen ausverkauften Vorstellungen, ein großer Erfolg. Im Jahr 2024 hat enercity erstmals in einem größeren Umfang das in Hannover beliebte „Kleine Fest im Großen Garten" unterstützt. Im Rahmen dieses Sponsorings verloste enercity Eintrittskarten an Kund:innen und unterstützte die Organisator:innen bei der Beleuchtung und Stromversorgung des Festes. Das repräsentative Sprengel Museum am Maschsee und die Kestner Gesellschaft an der Goseriede gehören zum etablierten Kreis der Kunsthäuser auf internationaler Ebene. Damit sich die Kunst in wechselnden Ausstellungen entfalten kann und Kunstbegeisterte davon profitieren, engagiert sich enercity in beiden Einrichtungen und unterstützt seit 2006 die Kestner Gesellschaft sowie seit 2008 das Sprengel Museum Hannover. Die Handwerkskammer Hannover veranstaltet jedes Jahr eine Abschlussfeier für ihre Absolvent:innen. Im Jahr 2024 unterstützte enercity die Veranstaltung mit einem Sponsoring. Ebenso unterstützte enercity im Berichtsjahr auch wieder die IdeenExpo auf dem Messegelände als Sponsorin und Ausstellerin. Die IdeenExpo ist Europas größtes Jugend-Event für Technik und Naturwissenschaften, das seit dem Jahr 2007 alle zwei Jahre in Hannover stattfindet. Das Ziel der IdeenExpo ist es, junge Menschen für MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern und ihnen die vielfältigen Karrierechancen in diesen Bereichen näherzubringen. Auch mit der Leibniz Universität Hannover arbeitet enercity in vielen Bereichen eng zusammen und sponserte im Jahr 2024 die Absolventenfeier der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik. Ein weiteres Madsack-Projekt, das von enercity unterstützt wird, ist „MADS“ - Medien an der Schule. Das praxisnahe Schulprojekt der regionalen Tageszeitung HAZ unterstützt Lehrkräfte dabei, Medien in den Schulalltag zu integrieren, und hilft Schülerinnen und Schülern, fragwürdige von glaubwürdigen Informationen zu unterscheiden. Seit dem Jahr 1994 spendet enercity jährlich 15.000 Euro an die HAZ-Weihnachtshilfe der Madsack Verlagsgesellschaft. Beim Projekt enercity „Restcent“ spenden die Beschäftigten von enercity die Centbeträge hinter dem Komma ihres Nettoentgelts. Der Spendenbetrag des Jahres 2024 wird anteilig an verschiedene Organisationen gespendet. Im Rahmen unseres Engagements für soziale Verantwortung unterstützt enercity außerdem die Wagenersche Stiftung, eine historische Einrichtung in Hannover, die sich der Unterstützung von Menschen in prekären Lebenslagen widmet. Die Stiftung bietet seit ihrer Gründung im Jahr 1853 Wohnraum und Gemeinschaft für sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen. Mit 79 Wohnungen und einem Gemeinschaftsgarten fördert die Stiftung nicht nur das Wohlergehen ihrer Bewohner:innen, sondern zusätzlich auch deren aktive Teilnahme am Gemeinschaftsleben durch Gartenarbeit und gemeinsame Mahlzeiten. Durch finanzielle Unterstützung, Sachspenden und das Teilen von Fachwissen, insbesondere im Bereich der Energieeffizienz, trägt enercity dazu bei, die Lebensqualität der Bewohner:innen zu verbessern und die Nachhaltigkeitsziele der Stiftung zu unterstützen. Das soziale Straßenmagazin „Asphalt“, das seit 1994 vom Diakonischen Werk in Hannover herausgegeben wird und monatlich erscheint, wurde von enercity mit einer E-Ladestation für ihr Elektrofahrzeug ausgestattet. In Zusammenarbeit mit der Obdachlosenhilfe der Caritas Hannover unterstützte enercity im Jahr 2024 bei der Anschaffung einer mobilen Dusch- und Waschstation und spendete Mehrweg-Trinkflaschen für Obdachlose. Die aufgewendete Gesamtsumme für Sponsorings und Spenden belief sich im Jahr 2024 auf rund 1,5 Millionen Euro. Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen gem. § 6b Abs. 3 EnWG Die enercity AG führt gemäß § 6b Abs. 3 EnWG im Rahmen ihrer Rechnungslegung getrennte Konten für Elektrizitätsverteilung, Gasspeicherung und Gasverteilung und andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Grundlage der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG ist der aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024. Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich war oder nur mit unvertretbarem Aufwand möglich gewesen wäre, wurde die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten nach § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG vorgenommen. Für das Eigenkapital kommt der Kapitalbedarfsschlüssel zur Anwendung, welcher sich aus der Differenz aus direkt und über Schlüssel zugeordneten Aktiva (im Wesentlichen Anlagevermögen, Forderungen und Vorräte) sowie Passiva (im Wesentlichen Verbindlichkeiten, BKZ und Rückstellungen) ergibt. Sämtliche Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Im Hinblick auf die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Anhang verwiesen. Sie finden auf die Tätigkeitsabschlüsse entsprechend Anwendung. Gewinn- und Verlustrechnung Alle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich über Aufträge, Kostenstellen und Profitcenter direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Die Erträge und Aufwendungen der gemeinsamen Bereiche werden durch differenzierte Verteilschlüssel auf die anderen Tätigkeiten umgelegt. Die umzulegenden Positionen sind im Wesentlichen Material- und Fremdleistungen, Personalaufwand sowie sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. Die Verrechnungen innerhalb der Sparten Strom und Gas erfolgt zu markwirtschaftlich orientierten Bezugs- und Absatzpreisen, z.B. anhand von Börsenpreisen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Segmentaufteilung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
Überblick über die Zuordnung wesentlicher Bilanzpositionen
Die Schlüssel wurden zum 1. Januar 2024 auf Grundlage der internen Kostenplanung für das laufende Geschäftsjahr neu berechnet. Der allgemeine Schlüssel wird errechnet als ein gewichteter Gesamtschlüssel aus den Segmentschlüsseln der allgemeinen Segmente in den Wertschöpfungsstufen Erzeugung, Verteilung, Vertrieb, Handel und Dienstleistungen sowie dem Segmentschlüssel des gemeinsamen Segmentes (Overhead). In die Ermittlung des allgemeinen Schlüssels fließen als Gewichtung die jeweiligen Planbudgets der allgemeinen Segmente und des gemeinsamen Segmentes ein. Tätigkeitsabschluss gemäß § 6b Abs. 3 EnWGBilanz zum 31. Dezember 2024ElektrizitätsverteilungAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Elektrizitätsverteilung
Bilanz zum 31. Dezember 2024GasspeicherungAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Gasspeicherung
Bilanz zum 31. Dezember 2024GasverteilungAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Gasverteilung
Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die sich aus Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung ableiten. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Durch den Vorstand wurde regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens unterrichtet. Anhand von schriftlichen Beschluss- und Berichtsvorlagen sowie begleitenden mündlichen Auskünften hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend überwacht. Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung hat der Aufsichtsrat eingehend beraten und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 sechsmal getagt. Dabei wurde insbesondere die Geschäftsentwicklung der enercity AG sowie die Entwicklung von verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften beraten. Hierbei wurden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der enercity AG und Fragen der Wirtschafts-, Finanz- und Investitionsplanung sowie wichtige Einzelvorgänge erörtert. Die Einzelvorgänge betrafen im Wesentlichen die Bestellung von Frau Alemany als neues Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzende (zum 01. Juli 2024), die Amtsniederlegung von Herrn Schulte (zum 31. Dezember 2024) sowie Anteilserwerbe und -verkäufe von Beteiligungen. Zudem wurde regelmäßig über den Fortschritt des Kohleausstiegs berichtet. Der Präsidialausschuss hat 2024 viermal getagt und bereitete vornehmlich die Beratungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Er trifft Entscheidungen über Vorlagen des Vorstandes und Fragen, deren Erledigung im Interesse der Gesellschaft einen Aufschub bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung nicht zulassen. Der Finanzausschuss hat im Geschäftsjahr 2024 vier Sitzungen abgehalten. Dem Finanzausschuss ist die Vorbereitung der Beschlussfassung über den Wirtschaftsplan, die Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses und des gemäß § 171 Aktiengesetz (AktG) zu erstattenden Abschlussberichtes des Aufsichtsrats übertragen. Weiterhin übernimmt der Finanzausschuss die Vorbereitung des Erwerbs sowie der Veräußerung von Unternehmen und wesentlichen Beteiligungen. Darüber hinaus ist dem Finanzausschuss die Vorbereitung der Festlegung von Grundsätzen und eines halbjährlichen Handlungsrahmens für die Aufnahme und Hergabe von mittel- und langfristigen Finanzierungsmitteln übertragen. Selbiges gilt für die Wahrnehmung der Aufgaben nach § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG. Themenschwerpunkte des Finanzausschusses bildeten im Jahr 2024 der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, der Nachtragsfinanzplan für 2024, der Wirtschaftsplan für 2025 sowie das Risikomanagementsystem. Der Beteiligungs- und Strategieausschuss tagte 2024 in vier Sitzungen. Er hat die Aufgabe, Entscheidungen des Aufsichtsrates zu Konzern- und Beteiligungsangelegenheiten vorzubereiten. Dies umfasst insbesondere die Vorbereitung des Erwerbs sowie der Veräußerung von Unternehmen und wesentlichen Beteiligungen. Grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und Angelegenheiten der Beteiligungsführung sind zudem im Beteiligungs- und Strategieausschuss zu beraten. Außerdem bereitet der Ausschuss Entscheidungen des Aufsichtsrates über erforderliche Stimmabgaben in Gesellschafter- oder Hauptversammlungen oder sonst zuständiger Gremien eines anderen Unternehmens vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig und umfassend in den Aufsichtsratssitzungen über die geleistete Arbeit. Besetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands Folgende Mandatsträger:innen haben im Geschäftsjahr 2024 ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat niedergelegt:
Im Gegenzug sind folgende Mitglieder im Geschäftsjahr 2024 in den Aufsichtsrat eingetreten:
*
Arbeitnehmervertreter:innen von enercity Konzern Die Mitglieder des Vorstands sind:
Jahresabschluss und Gewinnabführung Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, wurde von der Hauptversammlung am 12. April 2024 zum Abschlussprüfer gewählt. In Umsetzung dieses Beschlusses erhielt die Gesellschaft vom Aufsichtsrat den schriftlichen Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses der enercity AG zum 31. Dezember 2024 sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024. Auf Grundlage der durch den Aufsichtsrat festgelegten Prüfungsschwerpunkte und unter Einbeziehung der Buchführung prüfte die KPMG AG den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der enercity AG zum 31. Dezember 2024 sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024. Die Prüfung ergab keine Einwendungen, so dass ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der enercity AG sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzergebnisses abschließend sorgfältig geprüft. Die Bereitschaft der Anteilseigner:innen zur Thesaurierung wird durch den Aufsichtsrat begrüßt. Die Unterlagen zum Jahresabschluss wurden sowohl in der Sitzung des Finanzausschusses am 02.04.2025 als auch in der am Folgetag stattfindenden Sitzung des Aufsichtsrats erörtert. In den Sitzungen berichtete der Abschlussprüfer jeweils über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und erteilte soweit notwendig ergänzende Auskünfte. Das abschließende Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat führte zu keinerlei Einwendungen und der Aufsichtsrat stimmte den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu, billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und schloss sich dem Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung an. Der Jahresabschluss der enercity AG zum 31. Dezember 2024 ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands für die konstruktive und transparente Zusammenarbeit. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Betriebsrat dankt der Aufsichtsrat für das persönliche Engagement und die erfolgreich geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2024.
Hannover, den 03.04.2025 Der Aufsichtsrat Anja Ritschel, Vorsitzende Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die enercity Aktiengesellschaft, Hannover Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der enercity Aktiengesellschaft, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden „Lagebericht“) der enercity Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Gasspeicherung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Hannover, den 17. März 2025 KPMG AG Möller, Wirtschaftsprüfer Hartke, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss 2024 der enercity AG (enercity) wurde auf der Hauptversammlung am 04. April 2025 festgestellt und beschlossen. |
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enercity Aktiengesellschaft
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Glockseeplatz 1
30169 Hannover - Handelsregister
- HRB 6766, Hannover
- Eintragungsdatum
- 3. Dezember 1970
- Branche
-
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Wärme- und Kältehandel - Eingetragenes Kapital
- 86.000.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- alle Aktivitäten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Energiehandel, die Bereitstellung von Infrastruktur sowie alle Neben-, Hilfs- und Ergänzungsgeschäfte. Die Gesellschaft kann Energieanlagen und Wassergewinnungs- und Wasserversorgungsanlagen errichten, erwerben oder veräußern, verpachten oder betreiben, auch wenn sie nicht in unmittelbaren Zusammenhang mit Versorgung stehen. Zum Gegenstand des Unternehmens gehören auch die Betätigung auf dem Gebiet des Umweltschutzes und auf dem Gebiet der Einsparung beim Energie- und Wasserverbrauch. Hierzu zählt auch die wirtschaftliche Nutzung sowie der Handel von Reststoffen aber auch die Verwertung der durch die Geschäftstätigkeit gebildeten besonderen Kenntnisse einschließlich Nutzung von Anlagen und Geräten für und durch Dritte. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst auch die Entwicklung und das Angebot von energiemarkt- und wasser- marktbezogenen Dienstleistungen einschließlich IT-Lösungen und IT- Infrastruktur. Hierzu zählt auch die Betätigung auf dem Gebiet der energiebezogenen Mobilität, Mobilitätskonzepte und zugehörige Infrastruktur; einschließlich IT-Infrastruktur. Die Gesellschaft ist zur Erbringung kundennaher Dienstleistungen sowie zum Anbieten von Lösungen im Zusammenhang mit der Vernetzung von Kundenanlagen und Kundenendgeräten einschließlich der Finanzierung berechtigt. Hierzu zählt auch das Errichten und Betreiben erforderlicher Dateninfrastruktur und das Entwickeln und Vertreiben zugehöriger Inhalte. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, der Verwirklichung des Unternehmensgegenstandes unmittelbar oder mittelbar zu dienen und die Ziele der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft kann sich hierbei anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben oder pachten und Unternehmens- und Interessengemeinschaftsverträge abschließen. Zu Finanzanlagen jedweder Art im Sinne von § 266 Abs. 2A III HGB ist die Gesellschaft ohne Rücksicht auf deren Umfang auch dann berechtigt, wenn sie auf Unternehmen entfallen, deren Gegenstand nicht mit dem Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft übereinstimmt.
Finanzen
Bilanz
2025- Anlagevermögen 73,7 % 32,77 Mio
- Umlaufvermögen 25,6 % 11,40 Mio
- Rückstellungen 62,9 % 27,95 Mio
- Eigenkapital 20,0 % 8,88 Mio
- Verbindlichkeiten 1,0 % 431,0 k
Bilanzdaten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Umsatzerlöse (brutto) 94,2 % 6,20 Mrd
- Sonstige betriebliche Erträge 2,0 % 128,85 Mio
- Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 1,7 % −110,33 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,8 % 51,89 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,6 % −36,69 Mio
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,4 % 24,27 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 14,29 Mio
- Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen erhaltene Gewinne 0,1 % 7,21 Mio
- Ergebnis vor Ausschüttung auf das Genussscheinkapital 0,1 % 3,98 Mio
- Ausschüttung auf Genussscheinkapital 0,1 % −3,98 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 2,05 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 1,41 Mio
- Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,0 % 0
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,0 % 0
- Materialaufwand 90,6 % −5,42 Mrd
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 3,0 % −177,69 Mio
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 2,8 % −170,45 Mio
- Personalaufwand 2,6 % −157,70 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,7 % −40,76 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,1 % −7,65 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 % −3,31 Mio
- Sonstige Steuern 0,0 % −2,00 Mio
- Betriebsergebnis 240,81 Mio
- Ergebnis vor Steuern 119,62 Mio
- Ergebnis nach Steuern 116,30 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
GuV-Daten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Aurélie Marie Capucine Alemany
seit 2024 Vorsitzender des Vorstands
-
Eefje Mechelien Pompen
seit 2025 Vorstandsmitglied
-
Marc Hansmann
seit 2017 Vorstandsmitglied
-
Carsten Heckmann
seit 2018 Prokura
-
Jean-Baptiste Cornefert
seit 2026 Prokura
-
Lars Nienstedt
seit 2017 Prokura
-
Marco Alfred Rummer
seit 2026 Prokura
-
Mike Galicija
seit 2020 Prokura
-
Wolf-Christian Haferkamp
seit 2025 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- Elektroanlagenbau Kammeyer GmbH 100,0 %
- enercity Speichervermarktungsgesellschaft mbH GmbH 100,0 %
- enercity Fachpartner-Holding GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
26.06.
Verschmelzungenercity Aktiengesellschaft
-
16.06.
Austritt einer PositionBastian Dr. Droese · Gesamtprokura
-
08.06.
Verschmelzungenercity Aktiengesellschaft
-
08.06.
Verschmelzungenercity Aktiengesellschaft
-
26.01.
Eintritt eines MitgliedsJean-Baptiste Cornefert · Gesamtprokura
-
26.01.
Austritt einer PositionBirte Fleischer · Gesamtprokura
-
26.01.
Eintritt eines MitgliedsMarco Alfred Rummer · Gesamtprokura
-
26.01.
Austritt einer PositionMichael Kranz · Gesamtprokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2018 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
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client = OpenAI()
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"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
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}],
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