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eurodata AG AGGesellschaft mit beschränkter Haftung

SaarbrückenSaarbrücken, DEU ·HRB 101336 Saarbrücken
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Großblittersdorfer Str. 257-259
66119 Saarbrücken
Handelsregister
HRB 101336, Saarbrücken
Eintragungsdatum
27. September 2013
Branche
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Unternehmenszweck
Die elektronische Datenverarbeitung, insbesondere die Entwicklung von Software für die steuerberatenden Berufe, die Buchführung und Jahresabschluss, Lohnabrechnung sowie der Betrieb von Rechenzentren.

Finanzen

Umsatz 2024
47,68 Mio. €
Mitarbeiter 2024
427
Bilanzsumme 2024
59,61 Mio. €
Jahresergebnis 2024
−1,27 Mio. €
8 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 59,61 Mio
  • Anlagevermögen 84,9 % 50,64 Mio
  • Umlaufvermögen 12,5 % 7,45 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2,6 % 1,52 Mio
Passivseite 59,61 Mio
  • Verbindlichkeiten 48,8 % 29,06 Mio
  • Eigenkapital 33,0 % 19,69 Mio
  • Rückstellungen 11,1 % 6,60 Mio
  • Passive latente Steuern 7,1 % 4,24 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 8 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 85,13 Mio
  • Umsatzerlöse 56,0 % 47,68 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18,7 % 15,90 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 17,6 % 15,01 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 4,4 % 3,71 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 1,6 % 1,34 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 1,5 % −1,24 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 117,3 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,1 % 92,6 k
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,0 % 32,1 k
  • Erträge aus Verlustübernahme 0,0 % 0
Aufwendungen 66,85 Mio
  • Personalaufwand 48,8 % 32,61 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 28,2 % 18,86 Mio
  • Materialaufwand 11,6 % 7,77 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10,1 % 6,76 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,7 % 500,0 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,5 % 342,8 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 4,1 k
  • Rohergebnis 58,63 Mio
  • Betriebsergebnis −8,74 Mio
  • Finanzergebnis 711,9 k
  • Ergebnis vor Steuern −8,03 Mio
  • Ergebnis nach Steuern −1,27 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −1,27 Mio
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GuV-Daten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Axel Otto seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Markus Alois Reithwiesner seit 2024 Vorstandsmitglied
  • Oliver Herzig seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Ralf Hensel seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Dietmar Kerber seit 2017 Prokura
11 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Beteiligungen an

3 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2025
  2. 26.08.
    Verschmelzung
    eurodata AG
  3. 26.08.
    Verschmelzung
    eurodata AG
  4. 04.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Axel Otto · Vorstand
  5. 23.06.
    Austritt einer Position
    Lumir Boureanu · Vorstand
  6. 28.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Ralf Hensel · Vorstand
  7. 05.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Oliver Herzig · Vorstand
  8. 2024
  9. 25.10.
    Austritt einer Position
    Christof Andreas Kurz · Einzelprokura
  10. 16.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Markus Alois Reithwiesner · Vorstand
67 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2012 Jahresabschluss
  • 2011 Jahresabschluss
  • 2010 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 13. Februar 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

eurodata AG

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER eurodata AG SAARBRÜCKEN

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

I. GESCHÄFTSGEGENSTAND DER EURODATA AG

Die eurodata AG, Saarbrücken, ("eurodata") entwickelt und betreibt cloudbasierte Softwarelösungen und IT-Services für das Finanz- und Personalwesen sowie ERP-Systeme.

Der Branchenfokus liegt auf Anwendungen für Steuerberater/Steuerberatungsgesellschaften, Tankstellen (netze) und dem Mineralölhandel. eurodata betreibt am Hauptsitz in Saarbrücken ein eigenes Datacenter und Rechenzentrum.

II. eurodata-GRUPPE

eurodata ist die Konzernholding der eurodata - Gruppe und hält Mehrheitsbeteiligungen an zwölf Gesellschaften in Deutschland und dem europäischen Ausland. Drei dieser Tochtergesellschaften sind ihrerseits an sechs weiteren Gesellschaften mehrheitlich beteiligt.

Die Konzerngesellschaften sind mit teilweise identischem Leistungsangebot in europäischen Nachbarländern aktiv. Darüber hinaus ergänzen sie das Produktportfolio der eurodata um Softwarelösungen und IT-Services für Zeiterfassung, Personaleinsatzplanung, Archivierung, RetailManagement, Controlling und Business Intelligence sowie IT-Prozessintegration.

III. ETL-GRUPPE

Über ihre Alleinaktionärin ETL AG Steuerberatungsgesellschaft ist eurodata und ihre Tochtergesellschaften Teil der ETL-Gruppe. ETL gehört zu den bundesweit führenden Anbietern von steuerberatungs- und artverwandten sowie ergänzenden Dienstleistungen für gewerbliche und KMU-Mandate. Die ETL-Gruppe ist in Deutschland mit über 900 Kanzleien vertreten und darüber hinaus in über 50 Ländern weltweit an 1.300 Standorten präsent. 1

1 Die Angabe der Länder und Gesamtzahl der Standorte bezieht sich auf das ETL Global Netzwerk, zu dem auch konzernfremde Netzwerkpartner gehören.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Auf Basis erster Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 2 verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Präsidentin des Statistischen Bundesamts konstatiert:

"Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher."

Darüber hinaus verfestigen Lieferkettenprobleme, Fachkräftemangel und allgemeine Unsicherheit angesichts anhaltender internationaler Krisen die konjunkturdämpfenden Rahmenbedingungen.

II. MARKT- UND BRANCHENENTWICKLUNG

Ungeachtet des gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfelds legte die deutsche IT- und Softwarebranche nach Berechnungen des Branchenverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V (Bitkom) 3 im abgelaufenem Geschäftsjahr 2023 leicht um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr zu.

Bereinigt um die Hardwarekomponente ist die Wachstumsdynamik der für das Produktportfolio der eurodata maßgeblichen Softwareumsätze weiterhin ungebrochen bei 9,6 % (2023), wenn auch geringer als im Vorjahr (15 % in 2022). Ähnlich zeigt sich die Lage bei IT-Services. Die Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % angestiegen (8,5 % in 2022).

Auf Kundenseite zeigt sich das Markumfeld für den Dienstleistungszweig "Steuerberatung" von großen und mittleren Steuerberatungsgesellschaften auch weiterhin robust. Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend und dem Wegfall von Sonderaufgaben der Branche durch die Corona-Pandemie (Beantragung und Dokumentation von Sofort- und Überbrückungshilfen) ist seitens Unternehmensmandaten eine stetige Nachfrageausweitung zu verzeichnen, die von einer weiterhin hohen Komplexität der Steuergesetze und Verwaltungsvorschriften getragen wird. Die Steuerberatungsbranche hat im Geschäftsjahr 2023 den preisbereinigten Branchenumsatz um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr ausweiten können. 4

2 Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamts (Destatis)

3 Presseinformation "Wachstum in digitaler Wirtschaft" vom 10.01.2024 der Bitkom

III. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Als IT-Systemhaus ist sich eurodata der Notwendigkeit kontinuierlicher Innovation und Investition als zentraler Erfolgsfaktor für langfristigen Erfolg bewusst. Seitens der Konzernmutter ETL AG Steuerberatungsgesellschaft ist eurodata eine entscheidende Rolle innerhalb der Digitalisierungsstrategie der ETL-Gruppe zugewiesen worden. Mitarbeiter und Management der eurodata stehen in diesem Zusammenhang im engen Kontakt zu ihren Partnern in der ETL-Gruppe um auf die dynamischen Bedürfnisse und Erwartungen der Steuerberatungsbranche einzugehen.

Über die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der eigenen Mitarbeiter hinaus, ist eurodata durch Mitgliedschaft mit Branchenverbänden, Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen und der Beauftragung externer Softwareentwickler mit weiteren Impulsgebern technologischer Innovation im Austausch.

Aktuelle Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich neben der ständigen Weiterentwicklung auf die Bündelung bestehender Anwendungen in einer integrierten Software-Suite.

eurodata hat bereits früh Elemente des maschinellen Lernens in die Softwarelösungen für Finanz- und Rechnungswesen eingebunden und allokiert nunmehr Ressourcen zur Erforschung der Nutzenpotentiale der Einbindung künstlicher Intelligenz in der Verarbeitung von Finanzbuchhaltungsdaten.

Im Geschäftsjahr 2023 fielen in der Abteilung für Entwicklung von Softwareprogrammen Aufwendungen von insgesamt EUR 35,8 Mio. (i.Vj.: EUR 25,4 Mio.) an. Von diesen Aufwendungen wurden EUR 17,9 Mio. (i.Vj.: EUR 11,4 Mio.) unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert. Aufgrund der Verzögerung in der Markteinführung einer neuen ERP-Software für die Steuerberatungsbranche auf die zweite Hälfte des nachfolgenden Geschäftsjahres 2024 hat sich eurodata dazu entschieden, eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 15 Mio. vorzunehmen.

4 FERI Branchen Rating Deutschland Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, 1. Quartal 2024

IV. UMSATZ, ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

1. UMSATZ- UND ERTRAGSLAGE

Die Entwicklung der Umsatz - und Ertragslage stellt sich betriebswirtschaftlich gegliedert wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. %
Umsatzerlöse 44,4 88,2 42,5 87,6 1,9 4,5
Betriebliche Erträge 2,5 5,0 2,9 6,0 -0,4 -13,8
Aktivierte Eigenleistungen 3,4 6,8 3,1 6,4 0,2 6,5
Gesamtleistung 50,3 100,0 48,5 100,0 1,8 3,7
Fremdleistungen/Materialaufwand -4,3 8,5 -3,3 -6,8 -1,0 30,3
Rohertrag 46,0 91,5 45,2 93,2 0,8 1,8
Personalaufwand -27,5 -54,7 -21,8 -44,9 -5,7 -26,1
Betriebsaufwand -14,9 -29,6 -12,5 -25,8 -2,4 -19,2
EBITDA 3,6 7,2 10,9 22,5 -7,3 -67,0
Abschreibungen -17,3 -34,4 -2,7 -5,6 -14,6 <-100
EBIT -13,7 -27,2 8,2 16,9 -21,9 <-100
Beteiligungs- und Finanzergebnis 0,9 1,8 0,6 1,2 0,3 50,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -12,9 -25,6 8,8 18,1 -21,7 <-100
Ertragsteuern -11,0 -21,9 0,0 0,0 -11,0 <-100
Ergebnis vor Gewinnabführung -23,9 -47,5 8,8 18,1 -32,7 <-100

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,9 Mio. erhöht und sind somit weitgehend stabil. Ursächlich hierfür ist eine leichte Zunahme der Nachfrage für die von der ETL-Gruppe genutzten Produkte, bei gleichzeitig stabiler Preispolitik.

Erhöhte Kosten für externe Dienstleistungen, IT-Infrastruktur und -Lizenzgebühren sowie einer Ausweitung von Reise-, Seminar- und Tagungsaktivitäten im Nachgang der Corona-Pandemie führen zu einer deutlichen Zunahme der Fremdleistungen und betrieblichen Aufwendungen. Resultierend aus Neueinstellungen von Mitarbeitern für Produktinnovationen hat sich der Personalaufwand um 26 % auf EUR 27,5 Mio. erhöht. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg auf 343 (i.Vj.: 294).

Infolge der Zukunftsinvestitionen verringerte sich das EBITDA von EUR 10,9 Mio. in 2022 auf nunmehr EUR 3,5 Mio.

Die Abschreibungen erhöhen sich um EUR 14,6 Mio. Die Zunahme ist auf den Einmaleffekt aufgrund der Vornahme einer außerplanmäßigen Abschreibung in Folge der verschobenen Markteinführung eines Softwareprodukts (vgl. B. III. Forschung und Entwicklung) zurückzuführen.

Zwischen ETL AG Steuerberatungsgesellschaft und eurodata bestand eine ertragsteuerliche Organschaft, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 am 01.01.2024 durch Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags beendet wurde. Infolgedessen sind passive latente Steuern im Zusammenhang mit den aktivierten Entwicklungsaufwendungen für selbsterstellte Software erstmalig auf Ebene der eurodata zu erfassen. Hieraus resultiert ein (latenter) Steueraufwand von EUR 11,0 Mio.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von EUR -23,9 Mio. wird im Rahmen des Gewinnabführungsungsvertrags per Verlustübernahme durch die ETL AG Steuerberatungsgesellschaft ausgeglichen.

2. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Entwicklung der Vermögenslage und Finanzlage ist verdichtet nach den maßgeblichen Positionen in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
AKTIVA
selbsterstellte Software 31,3 48,7 29,2 47,5 2,1 7,1
Finanzanlagen 17,9 27,8 18,9 30,8 -1,0 -5,5
Übriges Anlagevermögen 5,5 8,5 5,8 9,5 -0,3 -5,8
Anlagevermögen 54,6 85,1 53,9 87,8 0,7 1,3
Forderungen gegen Kunden 1,3 2,0 1,2 1,9 0,1 10,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4,0 6,3 2,8 4,6 1,2 41,2
Übrige Aktiva 2,5 3,8 1,6 2,6 0,9 55,0
Flüssige Mittel 1,8 2,9 1,9 3,1 -0,1 -4,8
Umlaufvermögen 9,6 14,9 7,5 12,2 2,1 27,6
64,2 100,0 61,4 100,0 2,8 4,5
PASSIVA
Eigenkapital 21,0 32,7 21,0 34,1 0,0 -
Rückstellungen 4,5 7,0 3,9 6,4 0,6 14,5
Bankverbindlichkeiten 0,4 0,7 1,0 1,6 -0,6 -56,5
Verbindlichkeiten Liefer- und Leistungsverkehr 3,3 5,1 2,4 3,9 0,9 37,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 21,5 33,5 31,5 51,3 -10,0 -31,7
Latente Steuern 11,0 17,1 0,0 0,0 11,0 -
Übrige Passiva 2,5 3,9 1,6 2,7 0,8 51,5
Fremdkapital 43,2 67,3 40,5 65,9 2,8 6,8
64,2 100,0 61,4 100,0 2,8 4,5

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,8 Mio. auf EUR 64,2 Mio. nur leicht erhöht.

Auf der Aktivseite dominiert weiterhin die Position selbsterstellte Software in Höhe von EUR 31,3 Mio. das Anlagevermögen von EUR 54,6 Mio. Vor dem Hintergrund der außerplanmäßigen Abschreibungen ist die Position allerdings um EUR 2,1 Mio. nur leicht angestiegen. Die Finanzanlagen in Höhe von EUR 18 Mio. entfallen auf Geschäftsanteile von Tochtergesellschaften der eurodata-Gruppe sowie zwei weiterer Minderheitsbeteiligungen. Die Position ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Auf der Kapitalseite sind die meisten Positionen ebenfalls im Wesentlichen unverändert. Das Eigenkapital beträgt EUR 21,0 Mio. (Eigenkapitalquote von 32,7 %). Die erstmalige Erfassung der (passiven) latenten Steuern im Zusammenhang mit der Beendigung des Gewinnabführungsvertrags führt gleichermaßen zu einer Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, da der hierdurch verursachte Aufwand im Rahmen der Verlustübernahme durch die ETL AG Steuerberatungsgesellschaft ausgeglichen wird.

Die Finanzierung der eurodata erfolgt nahezu ausschließlich über eigene Mittel aus der operativen Tätigkeit sowie über den Finanzierungsrückhalt der ETL-Gruppe. Die ETL AG Steuerberatungsgesellschaft hat für Zwecke der Vorfinanzierung von Software- und Digitalisierungsinvestitionen ein Rahmendarlehen gewährt.

eurodata verfügt über Flüssige Mittel von EUR 1,8 Mio. In Kombination mit den Forderungen gegen dem Konzern-Cash Pool von EUR 1,6 Mio. sowie der freien Linie des Rahmendarlehens ist die Finanzsituation der eurodata komfortabel aufgestellt.

C. RISIKOBERICHT

eurodata ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedensten Risiken ausgesetzt. Daher wurden umfassende Strukturen für das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement eingerichtet, die es ermöglichen, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen

Um das Risikobewusstsein der Mitarbeiter konsequent zu verbessern, hat die Gesellschaft auf allen Organisationsebenen eine Risikokultur geschaffen. Sie wird durch organisatorische Prozesse und offene Kommunikation gefördert und stetig weiterentwickelt. Die Risiken werden vor Ort erhoben und die Informationen von unten nach oben bis auf die Ebene der Geschäftsleitung verdichtet. Diese Vorgehensweise macht es möglich, die Verantwortlichen auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie einzubeziehen. Damit ist vom Projektleiter bis zum Geschäftsführer ein durchgängiges Risikobewusstsein und Risikomanagementsystem vorhanden.

eurodata hat folgende wesentliche Risiken als relevant identifiziert:

Marktrisiko

eurodata verfügt aufgrund der Zugehörigkeit zur ETL-Gruppe, die den Hauptkreis des Kundenstamms der Softwarelösungen für Steuerberater bilden, über eine große Kundenbindung.

Gleichwohl ergibt sich aus der engen Vernetzung zwischen eurodata und ETL-Gruppe ein hoher Qualitätsanspruch an das bereitgestellte Produktportfolio. Die rasante Entwicklung der Softwaretechnologie verpflichtet eurodata zur beständigen Produktinnovation, um die gestellten Erwartungen zu erfüllen.

eurodata begegnet diesem Risiko durch die frühe Einbindung der Kunden in die Produktentwicklung sowie beständigen Feedbackzyklen durch Pilotprojekte in ausgewählten Steuerberatungskanzleien.

eurodata bietet auch spezielle Softwarelösungen für Tankstellen an. Mittel- und langfristig könnte die Tendenz zur E-Mobilität für Geschäftsrückgänge sorgen, dies ist aktuell nicht erkennbar.

Cyberrisiko

Die Bedrohung durch Cyberangriffe stellt ein mögliches Risiko dar, da Sicherheitslücken zu Datenverlust, finanziellen Schäden und Reputationsverlust führen können. Cyberangriffe können Betriebsabläufe erheblich stören und sensible Informationen kompromittieren. Zum Schutz wurden umfangreiche IT-Sicherheitsmaßnahmen und regelmäßige Sicherheitsschulungen implementiert, und die Cyberrisiken werden kontinuierlich beobachtet.

Technologie- bzw. Produktrisiko

Risiken könnten in Verbindung mit Programmierfehlern, Sicherheitsschwachstellen und nicht erkannten Mängeln in neu entwickelter Software entstehen.

Darüber hinaus bestehen Produktrisiken durch Einschränkungen in den Nutzungsrechten/Funktionalitäten/Services von Drittanbietern, gesetzliche Änderungen sowie in der Abkündigung von Basistechnologien aufgrund eines schnellen technologischen Wandels.

Im Kontext der Bereitstellung von Services, die im eigenen Rechenzentrum betrieben werden, und der zunehmenden Nutzung dieses Angebots, entstehen Risiken durch die Verfehlung zugesagter Service Levels für die Verfügbarkeit, Reaktionszeit und Problembehebung. Das gilt analog für von der Gesellschaft bereitgestellte Cloud-Dienste.

Es wurden umfassende Qualitätssicherungsprozesse eingeführt, um diese Risiken zu mindern und kontinuierlich zu überwachen. Die eurodata verfügt für den Betrieb hochverfügbarer Rechenzentrumskapazitäten sowie Cloud-Services über eine entsprechende Zertifizierung (ISO 27001, 9001 und 22301).

Personalrisiko

Der Verlust von Schlüsselmitarbeitern kann die Kontinuität und Qualität von Projekten gefährden. Schwierigkeiten bei der Rekrutierung und Bindung qualifizierter Fachkräfte könnten die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Unzureichende Schulungen und Weiterbildungen könnten zu Wissenslücken und Performanceproblemen führen.

Um diesen Risiken zu begegnen, wurden Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, Weiterbildung und Talentakquise eingeführt, und die Personalrisiken werden kontinuierlich beobachtet.

Finanzrisiko

Finanzinstrumente bestehen insbesondere in Form von Beteiligungen und Forderungen. Derzeit hat die Gesellschaft über eine Beteiligung in Höhe von EUR 5,0 Mio. eine Verkaufsoption ausgeübt. Die Option wird von der Gegenseite bestritten. Ansonsten bestehen in den Forderungen keine besonderen Bonitätsrisiken.

D. CHANCENBERICHT

Der gesamtwirtschaftliche Trend zur Digitalisierung von Dienstleistungen und der Verlagerung von Softwarelösungen in die Cloud hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt.

Auf Kundenseite der eurodata ist die Steuerberatungsbranche im besonderen Maße diesen Trends ausgesetzt, da sowohl verändertes Nachfrage- und Kommunikationsverhalten der Mandanten sowie Fachkräfte- und Nachwuchsmangel bei Mitarbeitern, tradierte Organisationsformen kleiner und mittlerer Steuerberatungskanzleien vor Herausforderungen stellen und somit die Transformation zur digitalen Steuerberatungskanzlei forcieren.

Das Produktportfolio der eurodata hat diese Entwicklung frühzeitig aufgegriffen und sowohl einzelne Anwendungen, wie auch die Weiterentwicklung zur integrierten Programm-Suite, auf Cloud-Lösungen ausgerichtet, die die Kommunikation (Interaktion/Austausch über ein Cloudportal; Mobile Apps), Zusammenarbeit innerhalb der Kanzlei (digitale Workflows innerhalb der Finanzsoftware und der Kanzleimanagementsoftware) sowie Zusammenarbeit mit Mandanten (Schnittstellen erlauben die automatisierte Übernahme von Bankdaten und weiterer Vorsysteme, wie Rechnungserstellung-, Warenwirtschaft- oder auch Zeiterfassungssystemen) konsequent digitalisiert.

In der Rolle als "Digitalisierungspartner" ist eurodata in einer aussichtsreichen Position, um die veränderte Wertschöpfung innerhalb einer Steuerberatungskanzlei durch eigene Produkte zu begleiten und steht mit Expertenwissen gleichzeitig als Impulsgeber für die die digitale Transformation zur Seite.

E. PROGNOSEBERICHT

Der Sachverständigenrat, das Ifo-Institut, als auch Volkswirte größerer Banken 5 sehen Deutschland in einer ausgeprägten Schwächephase und erwarten für das Gesamtjahr 2024 nur ein geringes BIP-Wachstum von 0,2 % bis 0,3 %. Voraussetzung für den Eintritt der Prognose sei allerdings "eine nachlassende Inflation in Kombination mit ordentlichen Lohnabschlüssen", die zu einer Zunahme des privaten Konsums im Inland führe. Exportseitig stehen weiterhin die Risikoszenarien im Vordergrund. Eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen und sich abzeichnende Handelskonflikte, drohen neuerliche Störungen in den globalen Produktions- und Lieferketten und Warenbewegungen hervorzurufen.

Für die Unternehmen der IT- und Softwarebranche zeigt sich der Branchenverband Bitkom mit einem erwarteten Umsatzplus von 4,4 % gegenüber VJ. Im Verhältnis zu den Prognosen für die Gesamtwirtschaft weiterhin deutlich positiver 6. Größter Wachstumstreiber ist das Geschäft mit Software (+9,4 %). IT-Services und -Dienstleistungen steigen laut Bitkom um 4,8 %, mit einem besonderen Fokus auf Dienstleistungen mit Cloud-Bezug (+17 %).

Kundenseitig weisen die Dienstleistungen von kleineren und mittleren Steuerberatungskanzleien eine stark unterdurchschnittliche Konjunkturabhängigkeit aus. Die Ratingagentur FERI 7 erwartet für die Branche ein Umsatzwachstum von 2,6 % gegenüber 2023, wobei zunehmend arrondierende Umsatzbestandteile durch die Ausweitung des Geschäftsfelds auf verwandte Beratungsleistungen an Bedeutung gewinnen werden.

eurodata erwartet auf Basis der Unternehmensplanung ein Umsatzwachstum analog dem Wachstum des größten Kundensegments Steuerberatung.

Vor dem Hintergrund der Ausweitung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wird eurodata in den Folgejahren weitere Mitarbeiter einstellen und darüber hinaus auf Entwicklungsressourcen externer Dienstleistungen zurückgreifen. Infolgedessen werden kurz- und mittelfristig die Personalaufwendungen und der Bezug von Fremdleistungen einen moderaten Anstieg verzeichnen.

5 Frühjahrsgutachten 2024 des Sachverständigenrats, ifo-Konjunkturprognose 2024, Konjunkturprognose 2024 des Bankenverbands

6 Bitkom, Jahrespressekonferenz 2024 zur Konjuktur vom 10.01.2024

7 FERI Branchen Rating Deutschland Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, 1. Quartal 2024

Dies legt den Grundstein für mittelfristig deutliche Umsatz- und Ertragssteigerungen durch die Migration der Bestandskunden auf die neue integrierte Software-Suite sowie die Umstellung weiterer Kanzleien aus der ETL-Gruppe, die zuvor Anwendungen der DATEV EG genutzt haben.

Wir beurteilen die Entwicklung des Unternehmens in strategischer Hinsicht für 2024 weiterhin positiv. Gleichwohl wird vor dem Hintergrund der Inbetriebnahme und damit des Abschreibungslaufs von Softwareprodukten mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses in 2024 gerechnet.

Die in diesem Lagebericht enthaltenen in die Zukunft gerichteten Annahmen und Schätzungen sind unsicher. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von unseren Erwartungen abweichen. Solchen Abweichungen können sich aus verändertem Konkurrenzverhalten, Zins- und Währungsrisiken sowie aus anderen politischen und volkswirtschaftlichen Ereignissen, die weder vorhersehbar noch beeinflussbar sind, ergeben. Der Ukraine-Kriegs und die aktuelle Krise im nahen Osten haben nach derzeitiger Einschätzung keinen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der eurodata, noch ergeben sich bestandsgefährdende Risiken für das Geschäftsmodell.

 

Saarbrücken, den 3. Juni 2023

Markus Alois Reithwiesner, Vorstand

Lumir Boureanu, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene fertig gestellte und in der Entwicklung befindliche gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 31.279.807,85 29.204.529,50
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.653.924,93 4.973.092,68
35.933.732,78 34.177.622,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 494.644,59 545.647,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.727,88 34.353,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.894,35 267.256,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86.400,00 0,00
825.666,82 847.257,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.363.908,92 8.363.908,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.665.724,53 4.716.093,01
3. Beteiligungen 5.831.240,67 5.831.240,67
17.860.874,12 18.911.242,60
54.620.273,72 53.936.122,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 56.721,80 66.765,80
2. Waren 304.226,18 203.087,92
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 86.590,08
360.947,98 356.443,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.289.006,89 1.163.985,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.020.801,73 2.847.042,71
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.015.934,88 718.637,46
6.325.743,50 4.729.665,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.830.006,01 1.922.220,36
8.516.697,49 7.008.330,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.074.441,78 506.324,83
64.211.412,99 61.450.777,64

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 516.000,00 516.000,00
II. Kapitalrücklage 20.369.429,34 20.369.429,34
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 51.600 51.600,00 51.600,00
IV. Bilanzgewinn 32.058,95 32.058,95
20.969.088,29 20.969.088,29
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.380.689,00 2.313.340,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.117.603,02 1.616.634,50
4.498.292,02 3.929.974,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 431.211,66 990.527,82
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 821.588,00 831.428,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.302.401,56 2.419.999,28
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.510.699,51 31.507.210,21
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.674.405,35 802.549,54
- davon aus Steuern: € 605.128,44; Vj: € 467.824,41
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 240.206,98; Vj: € 207.764,22
27.740.306,08 36.551.714,85
D. Passive latente Steuern 11.003.726,60 0,00
64.211.412,99 61.450.777,64

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2023 2022
1. Umsatzerlöse 44.400.408,36 42.477.703,53
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.383.514,13 3.149.754,44
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.541.878,28 2.909.281,99
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 380.448,26 394.534,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.967.916,00 2.938.606,99
4.348.364,26 3.333.141,08
5. Rohergebnis 45.977.436,51 45.203.598,88
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.108.162,22 18.440.481,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.419.201,98 3.386.888,22
- davon für Altersversorgung: € 359.755,15; Vj: € 169.726,36
27.527.364,20 21.827.370,11
7. Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.268.711,11 17.268.711,11 2.691.095,30
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.909.130,41 12.481.871,61
9. Betriebsergebnis -13.727.769,21 8.203.261,86
10. Erträge aus Beteiligungen 1.224.189,19 1.309.217,55
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.224.189,19; Vj: € 1.309.217,55
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 99.631,52 123.094,20
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 99.631,52; Vj: € 123.094,20
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.211,79 9.216,86
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 9.219,48; Vj: € 7.754,73
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 20.409,95 200.000,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 445.102,56 629.909,11
- davon an verbundene Unternehmen: € 386.743,72; Vj: € 497.485,75
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 35.555,00; Vj: € 92.569,00
15. Finanzergebnis 868.519,99 611.619,50
16. Ergebnis vor Steuern -12.859.249,22 8.814.881,36
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.003.726,60 0,00
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: € 0,00; Vj: € 0,00
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: € 11.003.726,60; Vj: € 0,00
18. Ergebnis nach Steuern -23.862.975,82 8.814.881,36
19. Sonstige Steuern 5.375,15 4.468,24
20. Erträge aus Verlustübernahme 23.868.350,97 0,00
21. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 8.810.413,12
22. Jahresüberschuss 0,00 0,00
23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 32.058,95 32.058,95
24. Bilanzgewinn 32.058,95 32.058,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die eurodata AG hat ihren Sitz in Saarbrücken. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter HR B 101336 eingetragen. Mit der Muttergesellschaft besteht bis zum 31.12.2023 ein Gewinnabführungsvertrag.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Absatz 3 HGB auf.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Ausweis- und Gliederungsbestimmungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften befolgt.

Die Zuführung des Anpassungsbetrags nach BilMoG für die Pensionsrückstellung von TEUR 22 wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB).

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Der Ausweis der aktivierten Eigenleistungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der sogenannten Nettomethode, so dass die aktivierten Eigenleistungen nur die eigene Leistung enthalten und die fremdbezogenen Leistungen direkt als Anlagenzugang dargestellt werden.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben, für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 wurde entsprechend der steuerbilanziellen Behandlung ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, ggf. vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Bei dem ausgewiesenen Wert handelt es sich um einen Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB. Die Waren wurden ebenfalls mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen wurden durch Abschreibungen und angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen und liquide Mittel in ausländischer Währung wurden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen, die einen kalendermäßig bestimmbaren Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren betreffen, mit den gezahlten Beträgen erfasst.

Latente Steuern

Aufgrund der Beendigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit Ablauf des 31.12.2023 wurden im Jahresabschluss erstmals latente Steuern berücksichtigt.

Für bestehende unterschiedliche Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz, die sich in späteren Wirtschaftsjahren voraussichtlich abbauen, werden die nach der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes geforderten latenten Steuern unter Verwendung des "Temporary-Konzepts" gebildet. Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Ein verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern" angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird. Zum 31.12.2023 wurde hierbei ein zu erwartender durchschnittlicher Steuersatz von 32,98 % unterstellt. Der zugrunde gelegte Gewerbesteuersatz beträgt unter Berücksichtigung des Hebesatzes der Stadt Saarbrücken i.H.v. 490 %, 17,15 %. Der zugrunde gelegte Körperschaftsteuersatz beträgt 15,83 % (15,00 % Körperschaftsteuer zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und eingeteilt in EUR 516.000,00 (i.Vj.: EUR 516.000,00) vinkulierte auf den Namen lautende Aktien im Nennbetrag von je EUR 1,00.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (i.Vj.: zehn Jahre) abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang "Entwicklung des Anlagevermögens 2023" dargestellt.

Die in dieser Anlage ausgewiesenen Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 15.020.409,95 (i.Vj.: EUR 324.781,12).

Die Ausleihungen beinhalten zwei längerfristige Darlehen an verbundene Unternehmen.

(2) Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

Im Geschäftsjahr fielen in der Abteilung für Entwicklung von Softwareprogrammen Aufwendungen von insgesamt TEUR 35.815 (i.Vj.: TEUR 25.422) an. Von diesen Aufwendungen wurden EUR 17.908.904,24 (i.Vj.: EUR 11.385.772,54) unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert (§ 285 Nr. 22 HGB).

Der Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von € 31.279.807,85 beinhalten in Entwicklung befindliche Software in Höhe von € 24.570.877,79.

Ab dem Berichtsjahr 2022 wurde die voraussichtliche Nutzungsdauer der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände von 15 auf 8 Jahre geändert.

Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aufgrund der Aktivierung der Softwareentwicklungskosten folgende Berechnung einer Ausschüttungssperre:

31.12.2023
EUR
Frei verfügbare Rücklagen 20.364.534,59
zzgl. Bilanzgewinn 32.058,95
zzgl. Passive latente Steuern 11.386.999,97
abzgl. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -31.279.807,85
Maximal ausschüttbarer Betrag unter Berücksichtigung des § 268 Abs. 8 HGB 503.785,66

(3) Unternehmen, an denen die Gesellschaft mindestens 20 % der Anteile besitzt

Firma und Sitz Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
Beteiligungsquote
%
eurodata SAS, Forbach / Frankreich 2.405 603 100,00
eurodata GmbH, Wien / Österreich 925 425 100,00
infoServe GmbH, Saarbrücken 1.035 216 67,00
Glaukos GmbH, Saarbrücken 7 -0,4 100,00
hmd-Software-AG, Andechs 4.422 380 98,22
eurodata ProPep GmbH, Stuttgart -929 640 51,00
eurodata NOW! GmbH i.L., Saarbrücken 70 -2 71,00
compacer GmbH, Gärtringen 1.651 357 85,00
eurodata comesio GmbH, Wien / Österreich 335 -52 51,00
compacer B.V., Mijdrecht / Niederlande 85 11 100,00
eurodata Bulgaria EOOD, Kuklen / Bulgarien 85 18 100,00
ETL Datenservice GmbH, Köln 606 330 100,00

Die Angaben beruhen auf den vorliegenden Jahresabschlüssen für 2023.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.289.006,89 1.163.985,81
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.646.607,58 2.685.848,60
Sonstige Vermögensgegenstände 1.002.844,13 701.225,81
5.938.458,60 4.551.060,22
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 374.194,15 161.194,11
Sonstige Vermögensgegenstände 13.090,75 17.411,65
387.284,90 178.605,76
6.325.743,50 4.729.665,98

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit Einzelwertberichtigungen i.H.v. EUR 21.500,00 (i.Vj.: EUR 11.100,00) und Pauschalwertberichtigungen i.H.v. EUR 16.500,00 (i.Vj.: EUR 12.200,00) belegt. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung beträgt 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen.

(6) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen in Höhe von EUR 3.646.607,58 (i.Vj.: EUR 2.482.068,04) gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

(7) Beteiligung, die nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt worden ist

Zum Bilanzstichtag hält die ETL AG Steuerberatungsgesellschaft, Essen, die Mehrheit der Anteile des Aktienkapitals.

(8) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet zunächst den im Rahmen einer Anwachsung zum 30. September 2013 über den Nennbetrag der Sacheinlage entstandenen Mehrwert der Einbringung in Höhe von EUR 5.869.429,34. Dieser Wert entspricht dem Jahresergebnis der angewachsenen EURO DATA GmbH &Co. KG vom 1. Januar bis zum 30. September 2013 (EUR 5.864.534,59) und dem Differenzbetrag in Höhe von EUR 4.894,75 zwischen dem auf die o.g. Sacheinlage in Höhe von EUR 490.000,00 angerechneten Kommanditkapital in Höhe von EUR 494.894,75.

Ferner beinhaltet der ausgewiesene Wert eine Entnahme und Vorabausschüttung an die ETL AG Steuerberatungsgesellschaft, Essen, in Höhe von EUR 5.000.000,00 gemäß Beschluss vom 5. Oktober 2013 sowie Einstellungen in Höhe von EUR 4.500.000,00, EUR 5.000.000,00 und EUR 10.000.000,00 aus dem laufenden Verrechnungskonto der ETL AG gemäß Beschlüssen vom 19. Dezember 2013, 19. Dezember 2014 und 13. Dezember 2021.

(9) Gesetzliche Rücklage

Der Ausweis betrifft die maximale Dotierung aus dem Jahresergebnis 2013 gemäß § 300 i.V.m. § 150 AktG in Höhe von 10 % des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 516.

(10) Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 32.058,95 (i.Vj.: EUR 32.058,95) enthalten.

(11) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (i.Vj.: durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 1,78 %) für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde;

Rententrend von 2 % p.a.;

Höhe der Altersrenten ist an die Entwicklung der Beamtengehälter nach der Bundesbesoldungsordnung gekoppelt;

"Richttafeln 2018 G" nach Klaus Heubeck.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 330.914,00. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird in der Form Gebrauch gemacht, dass von dem Unterschiedsbetrag jährlich 1/15, also EUR 22.061,00 der Rückstellung für Pensionen zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand gesondert ausgewiesen wird. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 22.061,00 (i.Vj.: EUR 44.121,00) (Art. 67 Abs. 2 EGHGB).

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 18 (i.Vj.: TEUR 78), der nicht abführungsgesperrt ist, da § 301 AktG nach BilRUG unverändert geblieben ist.

Der Posten enthält Beträge, die auf frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans entfallen.

(12) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Urlaubsverpflichtungen 985.200,00 794.300,00
Jubiläen 267.314,00 262.375,00
Überstunden 282.100,00 279.500,00
Vertriebsprovisionen, Boni, Prämien 185.401,75 119.010,00
Ausstehende Rechnungen 4.984,70 11.000,00
Aktenarchivierung 34.129,00 35.113,00
Jahresabschlusskosten 34.350,00 39.500,00
Anwalts- und Prozesskosten 210.000,00 20.000,00
Pauschale Lohnsteuer 92.123,57 49.816,50
Berufsgenossenschaft 17.800,00 0,00
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 4.200,00 6.020,00
2.117.603,02 1.616.634,50

(13) Angaben zu Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten

Am Abschlussstichtag hatten die Verbindlichkeiten der Gesellschaft die nachfolgend dargestellten Restlaufzeiten und waren wie folgt besichert:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 431.211,66 559.316,17
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 821.588,00 831.428,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.302.401,56 2.419.999,28
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.510.699,51 31.507.210,21
Sonstige Verbindlichkeiten 1.674.405,35 802.549,54
Kurzfristige Verbindlichkeiten 27.740.306,08 36.120.503,20
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 431.211,65
Mittelfristige Verbindlichkeiten 0,00 431.211,65
27.740.306,08 36.551.714,85

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unbesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise übliche Eigentumsvorbehalte.

(14) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in Höhe von EUR 947.819,15 (i.Vj.: EUR 555.521,91) gleichzeitig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

(15) Angaben zu den latenten Steuern

Aktive latente Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen wurden mit passiven latenten Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen verrechnet. Der Saldierungsbetrag ergibt sich aus nachstehender Entwicklung wie folgt:

Stand 01.01.2023
EUR
Veränderung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Aktive latente Steuern 0,00 383.273,37 383.273,37
Passive latente Steuern 0,00 -11.386.999,97 -11.386.999,97
0,00 -11.003.726,60 -11.003.726,60

(16) Angaben zu den Haftungsverhältnissen

Am Abschlussstichtag bestanden folgende Eventualverbindlichkeiten:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 77.178,86 116.561,83
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 77.168,86; i.Vj.: EUR 116.561,83
77.178,86 116.561,83

Eine Inanspruchnahme wird aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

(17) Angaben zum Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB

Am Bilanzstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und die für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung sind:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Miet- und Leasingverträge sowie Wartungsverträge für Gebäude und Anlagen
- davon zahlbar im Folgejahr 3.236 2.042
- davon zahlbar in späteren Jahren 7.842 6.689
11.078 8.731

V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(18) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in Deutschland und im Rahmen von IT-Dienstleistungen im Zusammenhand mit Buchungs- und Abrechnungssystemen sowie artverwandter Produkte für das betriebliche Finanz- und Rechnungswesen erwirtschaftet. Im Einzelnen verteilen sich die Umsätze wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Umsätze aus Finanzbuchhaltungssoftware 9.703 9.489
Umsätze aus Lohnbuchhaltungssoftware 9.127 8.591
Umsätze aus Software für Tankstellen 11.576 11.271
Sonstige 13.994 13.126
44.400 42.477

(19) Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen i.H.v. TEUR 1,2 (i.Vj.: TEUR 1.442), Gewinne aus Anlageabgängen i.H.v. TEUR 1,7 (i.Vj.: TEUR 0,1) und der Gewährung einer Forschungszulage i.H.v. TEUR 235 (i.Vj.: 438 TEUR).

(20) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält per Saldo folgende Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Rückstellungen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- Aufwand aus Abzinsung 44 73
- Aufwand aus Zinssatzänderung -9 20
35 93

(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen EUR 11 Mio. und resultieren aus der erstmaligen Bildung von passiven latenten Steuern aufgrund der Beendigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit Ablauf des 31.12.2023.

VI. Sonstige Angaben

(22) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden neben dem Vorstand durchschnittlich 343 Mitarbeiter (i.Vj.: 294) beschäftigt.

(23) Angaben zu den Mitgliedern und Bezügen des Vorstands

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch den nachfolgend aufgeführten Vorstand vertreten:

Herr Dr. Dirk Goldner, Dipl.-Physiker (bis 14.02.2024)

Herr Lumir Boureanu, Dipl.-Informatiker

Herr Björn Waide, Dipl.-Informatiker (bis 26.01.2024)

Herr Markus Alois Reithwiesner, (Vorsitzender seit 15.02.2024), Kaufmann

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands bzw. früherer Mitglieder der Geschäftsführung (inkl. der für frühere Organmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen) wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Zugunsten des Vorstands gewährte Vorschüsse oder Kredite bestanden nicht.

(24) Angaben zu den Mitgliedern und Bezügen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Stefan Rosenbauer (Vorsitzender seit 16.11.2022), Kaufmann

Herr Markus Alois Reithwiesner (stellv. Vorsitzender bis 15.02.2024), Kaufmann

Herr Torsten Lenk (stellv. Vorsitzender seit 15.02.2024), Steuerberater

Herr Dr. Andreas Nottmeier, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater (seit 15.02.2024)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Aufsichtsrats wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Zugunsten des Aufsichtsrats gewährte Vorschüsse oder Kredite bestanden nicht.

(25) Einbeziehung in Konzernabschluss

Der Name und Sitz des Mutterunternehmens mit dem kleinsten und gleichzeitig größten Konsolidierungskreis lautet:

ETL AG Steuerberatungsgesellschaft, Essen.

Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offen gelegt.

Die Einbeziehung in den Konzernabschluss der ETL AG Steuerberatungsgesellschaft, Essen, in dem keine von dem deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden angewendet werden, bewirkt gemäß § 291 HGB die Befreiung von der sonst bestehenden Verpflichtung, einen (Teil-)Konzernabschluss und einen (Teil-)Konzernlagebericht aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

(26) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag und sonstige Ereignisse

Aus einer Schadenersatzforderung gegenüber einem Deinstleister wurden der eurodata AG im Frühjahr 2024 TEUR 700 zugesprochen und bezahlt. Mangels Aktivierungsfähigkeit im Jahr 2023 ist der Betrag dem Jahr 2024 zuzuordnen und es wird an dieser Stelle von dem Vorgang berichtet.

Ansonsten sind keine Vorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

(27) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 32.058,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Saarbrücken, den 3. Juni 2024

Markus Alois Reithwiesner, Vorstand

Lumir Boureanu, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene fertig gestellte und in der Entwicklung befindliche gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 36.274.449,26 17.908.904,24 0,00 0,00 54.183.353,50
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.617.964,39 813.065,88 0,00 0,00 19.431.030,27
54.892.413,65 18.721.970,12 0,00 0,00 73.614.383,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.533.091,83 59.320,50 0,00 0,00 5.592.412,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.464.664,18 11.392,71 0,00 0,00 1.476.056,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.339.497,46 124.148,31 234.909,04 0,00 1.228.736,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 86.400,00 0,00 0,00 86.400,00
8.337.253,47 281.261,52 234.909,04 0,00 8.383.605,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.134.126,38 20.409,95 0,00 0,00 9.154.536,33
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.716.093,01 299.631,52 1.350.000,00 0,00 3.665.724,53
3. Beteiligungen 6.094.430,50 0,00 0,00 0,00 6.094.430,50
19.944.649,89 320.041,47 1.350.000,00 0,00 18.914.691,36
83.174.317,01 19.323.273,11 1.584.909,04 0,00 100.912.681,08
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023
Abschreibungen Berichtsjahr
Änderungen i.Z.m. Abgängen
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene fertig gestellte und in der Entwicklung befindliche gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.069.919,76 15.833.625,89 0,00 22.903.545,65 31.279.807,85 29.204.529,50
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.644.871,71 1.132.233,63 0,00 14.777.105,34 4.653.924,93 4.973.092,68
20.714.791,47 16.965.859,52 0,00 37.680.650,99 35.933.732,78 34.177.622,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.987.444,07 110.323,67 0,00 5.097.767,74 494.644,59 545.647,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.430.310,31 20.018,70 0,00 1.450.329,01 25.727,88 34.353,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.072.241,20 172.509,22 234.908,04 1.009.842,38 218.894,35 267.256,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 86.400,00 0,00
7.489.995,58 302.851,59 234.908,04 7.557.939,13 825.666,82 847.257,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 770.217,46 20.409,95 0,00 790.627,41 8.363.908,92 8.363.908,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.665.724,53 4.716.093,01
3. Beteiligungen 263.189,83 0,00 0,00 263.189,83 5.831.240,67 5.831.240,67
1.033.407,29 20.409,95 0,00 1.053.817,24 17.860.874,12 18.911.242,60
29.238.194,34 17.289.121,06 234.908,04 46.292.407,36 54.620.273,72 53.936.122,67

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die eurodata AG, Saarbrücken:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der eurodata AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eurodata AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 4. Juni 2024

Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Siebing, Wirtschaftsprüfer

Uhl, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 13. Dezember 2024.

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

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  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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