FLACHGLAS Wernberg GmbHWernberg-KöblitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen der FLACHGLAS Wernberg GmbH Gesamtwirtschaftliche Situation Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen sowie steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage im In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Diesen Trend spiegeln auch die Bruttoanlageinvestitionen mit einem leichten Rückgang von 0,3% wider. Im Baugewerbe hingegen sank aufgrund der erhöhten Kosten die Wirtschaftsleistung 2023 gegenüber 2022 deutlich um 2,1%. Marktentwicklung Architektur Die verhaltene Umsatzprognose der Bauindustrie hat sich leider bestätigt. Die nominal schwachen Zuwächse wurden durch die starken Materialpreissteigerungen, hohen Energiekosten und damit erhöhten Baukosten nach wie vor deutlich eingedämpft. Unter Anbetracht der marktüblichen saisonalen Schwankungen, dem insgesamt geringeren Volumen und einem nahezu ausgebliebenen Herbstgeschäft hat der Geschäftsbereich Architektur ein schwaches Geschäftsjahr 2023 zu verzeichnen. Marktentwicklung Transportation Die "Schiene" ist und bleibt ein nachhaltiges Transportsystem für den Personen- und Güterverkehr und somit auch ein elementarer Baustein zur Erreichung der gesetzten Klimaziele weltweit. Durch das steigende Bewusstsein der Bevölkerung sowie gezielter Anreizprogramme der Regierungen, z.B. 49-EUR-Ticket in Deutschland, steigen die Zahlen der Bahnreisenden im Nah- und Fernverkehr kontinuierlich an. Damit verbunden erhöht sich im gleichen Maße der Bedarf an "rollendem Material" (Züge, Waggons), was sich in der aktuellen Investitionsbereitschaft nationaler Betreiber sowie privater Anbieter im Markt zeigt. Bisher ausgebliebene Investitionspakete im Bereich der Infrastruktur wurden und werden kontinuierlich freigegeben und bieten somit weiteres Potenzial für neue Streckenanbindungen bzw. erhöhte Fahrtakte auf Bestandsstrecken. Um dem vorgenannten Umweltaspekt und den damit verbundenen Anforderungen an moderne Züge gerecht zu werden, haben alle namhaften Hersteller bereits alternative Antriebssysteme in die Serienreife geführt. Lösungen wie Wasserstoffantriebe oder spezielle AKKU-Systeme werden dabei als Ersatz für Dieselzüge offeriert und verkehren zum Teil bereits im Passagiereinsatz im Regionalverkehr. Im Bereich des Fernverkehrs bilden neue Hochgeschwindigkeitszüge mit hohem Komfort das Rückgrat des überregionalen Schienenverkehrs und sollen auf absehbare Zeit den Kern der Mobilität zwischen den großen Städten darstellen. Auch Deutschland investiert aktuell in eine deutliche Erweiterung der Fernverkehrsflotte (ICE) mit insgesamt 90 neuen Zügen. Im Bereich des Yachtbaus zeichnet sich eine kleine Erholung in den Auftragsbüchern ab. Trotz der Sanktionen gegenüber russischen Yachtbesitzern werden weltweit wieder deutlich mehr Yachten gebaut als noch während der Coronazeit bzw. zum Beginn der Ukrainekrise. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Nach einem Jahresstart mit Unterauslastung im Geschäftsbereich Architektur, ist es der Objektsparte (kurz OG) im 3. Quartal 2023 gelungen, einen Teil der verlorenen Umsätze aus dem 1. Quartal 2023 zu kompensieren und das Geschäftsjahr mit einem positiven Jahresumsatz von +1% im Vergleich zum Budget abzuschließen. Die BAU/Handel/Industrie(BHI)-Sparte lag über das gesamte Geschäftsjahr hinter den gesteckten Zielen, was insbesondere einem unterdurchschnittlichen Auftragseingang aus dem Verbundsicherheitsglas(VSG)-Händlergeschäft geschuldet war. Den Umsatzverlusten wurde durch das Akquirieren hochwertiger Aufträge mit tief veredelten Produkten z. B. Microshade, FlySafe, Isolierglas Panzer sowie dem Einleiten notwendiger Maßnahmen zur Kostensenkung entgegengewirkt. Das neu aufgesetzte und optimierte "RAPID-Programm" hat unter anderem durch eine schnellere Auftragsabwicklung und effizientere Produktion zu einer besseren Lieferperformance und damit höheren Kundenzufriedenheit beigetragen. Dennoch stehen die Roherträge und Deckungsbeiträge durch die aggressive Preispolitik einiger Marktbegleiter nach wie vor stark unter Druck. Insbesondere im Tagesgeschäft mussten mehrere Preisanpassungen durchgeführt werden, um den schwachen Auftragseingang auf einem niedrigen Niveau zu sichern und nicht weiter an Volumen zu verlieren. Demzufolge konzentriert sich die BHI-Sparte seit dem 4. Quartal 2023 auf eine selektive Akquise von sog. "Kleinprojekten", um dem weiterhin rückläufigen Tagesgeschäft auch im Geschäftsjahr 2024 präventiv vorzubeugen. Durch das konsequente Festhalten an der Vertriebsstrategie ist es dem Geschäftsbereich Architektur im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 gelungen, die zu Beginn niedrigen Deckungsbeiträge im OG zu verbessern und die Durchschnittserlöse im gesamten Geschäftsbereich Architektur im Vergleich zum Budget um 15% zu steigern. Eine Fokussierung auf die Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten wirkte sich positiv, in Form einer deutlichen Senkung der externen Reklamationskosten im Vergleich zum Vorjahr, aus. Zudem gelang es dem OG-Vertrieb das Großprojekt US-Klinikum Weilerbach zu gewinnen, dessen Ausführung sich über mehrere Jahre hinweg verteilt und einen wichtigen Beitrag zur Grundauslastung leistet. Im Bereich Transportation wurde im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 ein gutes Umsatzniveau von 26,9 Mio. EUR erzielt (vor Abzug von Boni, Skonti und Erlösschmälerungen). Der geplante Budgetumsatz konnte somit um ca. 2,5% übertroffen werden. Das Geschäftsjahr 2023 war dabei sehr wesentlich geprägt von hohen Energie- und Materialkosten, speziell in den Quartalen 1-3/2023. Gezielte und zum Teil sehr kurzfristige Terminverschiebungen unserer Großkunden, verursacht durch diese vorbeschriebene Kostensituation, erforderten ein hohes Maß an Flexibilität in unserer Fertigung, aber auch bei unseren Zulieferern. Durch eine gezielte Kunden- und Projektakquise ist es uns gelungen, das Portfolio für den Bereich Transportation breit zu halten. Im Bereich des Schienenfahrzeugbaus arbeiten wir aktuell mit allen namhaften Herstellern in diversen Projekten zusammen. Darüber hinaus konnten wir weitere langfristige Retrofit-Aufträge von Betreibern akquirieren. Auf Produktebene konnte im Geschäftsjahr 2023 keine Innovation erarbeitet und dem Markt präsentiert werden. Zwar wurde der Prozess für 1 - 2 Neuerungen gestartet, jedoch wird die Serienreife sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Möglichkeit zur Vorstellung dieser Neuerungen bietet u.a. die INNOTRANS 2024, an welcher wir wieder teilnehmen werden. Die Applikation FLACHGLASconnect® hat sich mittlerweile als Commodity Produkt durchgesetzt und etabliert. Im Bereich der Yachtverglasung ist weiterhin die gezielte Akquise von Neukunden und neuen Projekten im Fokus. Mit großer Kundenzufriedenheit werden wir die nächsten Projekte in diesem Bereich in Angriff nehmen. Für beide Segmente des Bereiches Transportation ist ein funktionierendes Projektmanagement von essenzieller Bedeutung. Wir werden unsere Mitarbeiter weiter qualifizieren und Ablaufprozesse optimieren und standardisieren, um den steigenden Projektanforderungen mit kürzeren Lieferzeiten und anspruchsvolleren Logistiksystemen gerecht zu werden. Darüber hinaus ist ergänzend ein Augenmerk auf die Schnittstellen zwischen Vertrieb und Produktion zu legen. Mit dem Ausbau der Prozesstechnik werden wir erfolgreiche Projektanläufe auch in der Zukunft sicherstellen. Entwicklung von Umsatz und Leistung Die Gesamtleistung 2023 der FLACHGLAS Wernberg GmbH lag mit 59,3 Mio. EUR deutlich unter dem Wert von 2022 (70,1 Mio. EUR). Die zurückhaltende Nachfrage an Glasprodukten im deutschsprachigen Raum und der daraus resultierende Preiskampf prägten den Umsatz des Geschäftsbereichs Architektur. Im Vergleich zum Vorjahresumsatz sank der Umsatz im Jahr 2023 um ca. 11%. Im Geschäftsbereich Transportation sank aufgrund des Auslaufs zweier Projekte der Umsatz im Jahr 2023 wie im Budget angenommen um ca. 7% im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsätze (vor Abzug von Boni, Skonti und Erlösschmälerungen) gliedern sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
Die regionalen Umsatz-Schwerpunkte waren, wie in den Vorjahren, Deutschland und das deutschsprachige Ausland. Der Exportanteil lag bei ca. 34% (Vorjahr: ca. 33%). Auftragseingang und Auftragsbestand Der Auftragsbestand blieb über alle Bereiche stabil und weiterhin auf hohem Niveau. Dies sowie die Gewinnung einiger Projekte über den Jahreswechsel bilden für das 1. Quartal 2024 den Sockel für eine gute Auslastung und einen guten Start. Ergebnissituation Das Ergebnis nach Steuern weist im Jahr 2023 einen Gewinn von 8,5 Mio. EUR aus, welches sich im Vergleich zum Vorjahr (Verlust 1,3 Mio. EUR) um 9,8 Mio. EUR erhöht hat. Der Materialaufwand ist im Jahr 2023 in Relation zur Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Personalaufwand ist deutlich gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahr 2023 auf ca. 28,0 Mio. EUR (2022: 30,4 Mio. EUR) deutlich gesunken. Hier sind insbesondere Aufwendungen für Miete, Leasing, Dienstleistungen, Versicherungen, Frachten, Reisekosten, Reparaturen und Instandhaltungen, Reklamationsaufwendungen sowie Aufwendungen für Strom und Gas enthalten. Die Abschreibungen liegen mit 2,1 Mio. EUR auf dem Vorjahreswert (2,1 Mio. EUR). Die Ergebnisbeiträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen sind gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR gestiegen. Wie in den Vorjahren wurden die Rückstellungen und Zuführungen zu den Wertberichtigungen in einer Weise dotiert, dass alle zu erwartenden Risiken und Forderungsausfälle angemessen erfasst und bewertet sind. Investition und Finanzierung Im Geschäftsjahr 2023 konzentrierten sich die Investitionen auf Maschinen und technische Anlagen für die Produktion. In immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen incl. der geleisteten Anzahlungen hat die FLACHGLAS Wernberg GmbH 2023 ca. 1,6 Mio. EUR investiert. Das Forderungsmanagement ist weiterhin anspruchsvoll. Drohende Zahlungsausfälle und Zahlungsverzögerungen werden bereits im Vorfeld identifiziert, um möglichst schnell agieren zu können und gegebenenfalls derartige Risiken zu minimieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag um ca. 0,9 Mio. EUR niedriger ausgewiesen als im Vorjahr und zeigen einen Wert in Höhe von 3,3 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund planmäßiger Tilgungen gesunken. Entwicklung und Anwendungstechnik Die FLACHGLAS Wernberg GmbH betreibt keine Grundlagenforschung. Auftrags- und anwendungsbezogen entwickeln wir unsere Produkte kontinuierlich weiter, um Veränderungen im Markt und auf Kundenseite Rechnung tragen zu können. Personal Der Personalstand betrug Ende 2023 304 Mitarbeiter. In dieser Zahl sind 11 Auszubildende enthalten. Das breite Ausbildungsangebot und die seit Jahren hohe Quote bilden das Fundament für unseren künftigen Fachkräftebedarf. Im Jahresdurchschnitt waren 3 Leiharbeiter beschäftigt. Die FLACHGLAS Wernberg GmbH ist im Arbeitgeberverband der Deutschen Glasindustrie e. V. organisiert. Am 13. Dezember 2022 wurde der Entgelttarifvertrag für den Zeitraum November 2022 bis Dezember 2023 abgeschlossen. Die daraus resultierenden Tariferhöhungen und ein steuer- und sozialversicherungsfreier Zuschuss wurden umgesetzt. Die Verhandlungen zu einem neuen Entgelttarifvertrag wurden im Dezember 2023 wieder aufgenommen und konnten Ende Januar 2024 abgeschlossen werden. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Das Objektgeschäft erfährt im Geschäftsjahr 2024 eine Stagnation. Vor allem im Fassadenbausektor ist kein Wachstum in Aussicht. Das aktuell am Markt vorhandene Volumen und die noch anstehenden bzw. zu realisierenden Projekte bieten im ersten Halbjahr 2024 ein ausreichendes Auslastungsniveau. Dabei bleibt der erwartete Anstieg im Bereich der Sanierungsobjekte noch aus und ein Rückgang im Neubausektor ist deutlich erkennbar. Der Geschäftsbereich Architektur setzt weiterhin auf ertragsträchtige und innovative Sonderprodukte wie z. B. Microshade, FlySafe, DESION oder vetroFit SG, welche vor allem zur Erfüllung der gesteckten EU-Klimaziele beitragen und dem Bedarf nachhaltiger Bauprodukte gerecht werden. Auch das Thema Vogelschutz in Gebäuden mit hohem Glasanteil ist präsenter denn je. Hier stellt sich die FLACHGLAS mit einem breiten Produktportfolio auf. Im BHI-Geschäft ist davon auszugehen, dass sich aufgrund eines schwindenden Kaufverhaltens und geringer Investitionsfreude vor allem im privaten Bausektor, der Bedarf an höherwertigem Sicherheitsglas auf einem weiterhin niedrigen Niveau bewegen wird. Der daraus resultierende Preisverfall spiegelt sich am Markt wider (Prognose der Bauinvestitionen in 2024 im Vergleich zum Vorjahr: -2,1% lt. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V.). Hier gilt es die zuletzt entwickelten Vertriebsstrategien konsequent umzusetzen, sich auf sog. "Kleinprojekte" weiter zu fokussieren und maximale Flexibilität zu wahren. Um den Kunden kontinuierlich über das ganze Jahr kurze Lieferzeiten und eine hohe Liefertermintreue anbieten zu können, muss das "RAPID-Konzept" für die "schnelle Scheibe" weiterhin aufrechterhalten werden. Neben den bereits genannten Sonderprodukten wird im BHI vor allem hochwertiges Isolierglas (z. B. Panzergläser, begehbare Verglasungen, bedruckte Verglasungen) weiter forciert. Das Fundament der Vertriebsstrategie im Geschäftsbereich bilden langjährige Partnerschaften mit Bestandskunden und Lieferanten sowie der Auf- und Ausbau von Neukunden. Das Jahr 2024 wird für die Sparte Transportation eine große Herausforderung werden. Durch die aktuelle Konjunkturschwäche im Architekturbereich besteht aktuell die Gefahr, dass sich Lieferanten aus diesem Bereich für die "Nische" Schienenfahrzeugmarkt interessieren. Mit steigender Anzahl potenzieller Lieferanten kann sich daraus auch eine Veränderung der gesamten Preisstruktur ergeben. Hierauf muss zwingend ein Augenmerk gelegt werden. Die Konzentration liegt daher auf der erfolgreichen, fokussierten und ergebnisorientierten Akquise von Projekten, was damit verbunden, zu einem moderaten Wachstum im Bereich Transportation führen soll. Hohe Erwartungen an Kostenreduzierungen und -transparenz seitens unserer Großkunden begleiten die tägliche Arbeit im Vertrieb und erschweren dabei die Akquise von neuen Projekten. Um den Anforderungen Herr zu werden, muss u. a. das Lieferantenportfolio für die spezifischen Zukaufteile der Bahnprodukte erweitert werden. Kooperationen mit langjährigen Partnern müssen intensiviert werden, um diesem Druck der Kunden entgegenwirken zu können. In diesem Kontext ist das eingeführte Projektmanagement zu nennen, welches auf eine kostenoptimierte Abarbeitung der vorhandenen Aufträge abzielt. Eine Optimierung der Modulfertigung Transportation soll ebenfalls auf die Kostenstruktur der Bahnprodukte, speziell der Fenstermodule, einwirken. Das aktuelle Projekt der Modullinie soll dabei für einen höheren Durchsatz bei gesteigerter Flexibilität zu reduzierten Kosten sorgen. Im Marktsegment der Yachtverglasung gilt eine konzentrierte Akquise von Projekten bei den aktuellen Bestandskunden. Die Verteuerungen im alltäglichen Leben führen zu einem weiterhin zurückhaltenden Kaufverhalten, das sich in niedrigen Absatzmengen und, damit verbunden, in niedrigen Produktionsmengen niederschlägt. Dies hat eine Anpassung des direkten Bereiches zur Folge. Der Glaspreis sollte sich auf das Niveau von Ende 2023 stabilisieren. Durch Anpassung des Glasmixes in Verbindung mit einer höheren Wertschöpfung sowie Maßnahmen zur Reduzierung des Ausschusses soll der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr sinken. Da die Themen Umwelt- und Personenschutz eine zentrale Rolle in unserem Unternehmen einnehmen, wird kontinuierlich in Brandschutz und vor allem in energiesparende Technologien investiert. Zudem werden produktivitätsverbessernde Maßnahmen in den Bereichen Einscheibensicherheitsglas, Isolierglasfertigung Transportation und Optimierung des ERP-Systems umgesetzt, so dass sich die Investitionen wiederum auf einem hohen Niveau einpendeln werden. Dies spiegeln die erhöhten Abschreibungen wider. Des Weiteren wird das Kostenmanagement für die gesamten Gemeinkosten fortgeführt. Das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin von dem immer noch andauernden Ukraine-Konflikt beeinträchtigt sein. Zudem kommt mit dem Nah-Ost Konflikt ein weiterer Unruheherd hinzu. Hier kann noch keine Prognose auf die wirtschaftliche Entwicklung gegeben werden. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 eine Verbesserung des operativen Jahresergebnisses. Risiken für die Gesellschaft Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, zeichnen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht ab. Das Unternehmen ist den üblichen und typischen Branchenrisiken ausgesetzt. Der seit Jahren anhaltende Preisdruck aufgrund der geschilderten Marktsituation in Verbindung mit steigendem Personalaufwand beinhaltet das Risiko von sinkenden Roherträgen und fehlender kostendeckender Auslastung. Um dem entgegenzuwirken, werden der integrierte Strategieprozess und energieeinsparende Maßnahmen weitergeführt, Automatisierung vorangetrieben und Ablaufprozesse sowohl in der Produktion als auch im kaufmännischen Bereich durchleuchtet und neu festgelegt. Nach wie vor ist ein erhöhtes Ausfallrisiko unserer Forderungen durch Insolvenzen gegeben. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement sowie Warenkreditversicherung und Bonitätsprüfungen wird eine entsprechende Risikobegrenzung erreicht. Auf der Beschaffungsseite besteht das Risiko, in eine Abhängigkeit von spezialisierten Lieferanten zu geraten, dem durch ein strategisches Einkaufs- und Lieferantenmanagement begegnet wird. Cyberangriffe sind ein konkretes Risiko und verursachen Systemausfälle mit gleichzeitigen Produktionsstillständen. Die interne und externe Überprüfung von Schwachstellen, Notfallpläne sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiter schränken das Risiko ein. Die implementierten Elemente für das Risikomanagement werden weiter geschärft und gruppenweit umgesetzt. Als weitere Risiken sind der Krieg in der Ukraine sowie der Nah-Ost-Konflikt zu nennen und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Energiemarkt, Materialverfügbarkeiten und Störungen von Lieferketten. Die Auswirkungen der Konflikte sind nicht absehbar, wenngleich versucht wird, durch partnerschaftliche Beziehungen die Risiken zu minimieren. Erklärung zur Unternehmensführung Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen Durch das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", welches am 1. Mai 2015 in Kraft getreten war, war die Gesellschaft zur Festlegung von Zielgrößen in Bezug auf den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsleitung sowie den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung angehalten. Hierbei handelt es sich um eine verpflichtende Regelung für mitbestimmte Unternehmen. Zudem waren gleichzeitig Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Die Geschäftsführung hat 2016 den Beschluss gefasst, die damals bestehende Quote für den Frauenanteil auf der ersten bzw. zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bis zum Ablauf der gesetzlichen Frist zur Zielerreichung am 30. Juni 2017 nicht zu unterschreiten. Die besagte Quote betrug zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 0,00% auf der ersten bzw. 14,29% auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung. In der Geschäftsführung der FLACHGLAS Wernberg GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 keine Frauen vertreten. Bis zum 30. Juni 2017 war kein Frauenanteil in der Geschäftsführung vorgesehen. In der ersten Führungsebene unter der Geschäftsführung sind 3 von 5 Bereichsleitern zum 31. Dezember 2023 Frauen, was einen Anteil auf dieser Ebene von 60% ergibt. Auf der zweiten Führungsebene der Abteilungsleiter sind derzeit keine Frauen beschäftigt. Von sechs Aufsichtsratsmitgliedern ist zur Zeit eines weiblich, es handelt sich um ein Mitglied seitens des Betriebsrates. Bis zum 30. Juni 2017 war ein Frauenanteil im Aufsichtsrat der FLACHGLAS Wernberg GmbH in Höhe 16,67% vorgesehen. Dieses Ziel ist erreicht. Die vereinbarten Zielgrößen in Bezug auf den Frauenanteil im Aufsichtsrat, Geschäftsleitung sowie den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurden im Berichtsjahr weiterhin eingehalten. FLACHGLAS Wernberg-Gruppe Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 96,4 Mio. EUR (2022: 154,7 Mio. EUR). Die Glashandelsgesellschaft Profi mbH, die Flachglas Nord-Ost GmbH, die Classic Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH sowie die FLACHGLAS Wernberg Service GmbH haben das Geschäftsjahr 2023 sehr erfolgreich und mit positiven Jahresergebnissen abgeschlossen. Die Flachglas-Schweiz-Gruppe wurde zum 01.01.2023 veräußert und gehört damit nicht mehr unserer Unternehmensgruppe an; insofern ergeben sich teilweise erhebliche Abweichungen im Vergleich zu den Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2022.
Wernberg-Köblitz, den 28. März 2024 FLACHGLAS Wernberg GmbH Geschäftsführung Michael Kettler BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die FLACHGLAS Wernberg GmbH, Nürnberger Straße 140, 92533 Wernberg-Köblitz, hat ihren Sitz in Wernberg-Köblitz und wird beim Amtsgericht Amberg unter der Handelsregisternummer HRB 2597 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten. Das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023. Die FLACHGLAS Wernberg GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode, pro rata temporis) vermindert. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Gebäude werden linear abgeschrieben. Beim beweglichen Anlagevermögen wird im Altbestand (bis Geschäftsjahr 1998/1999) die lineare Methode, bei den Zugängen danach bis zum 31. Dezember 2007 und vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 überwiegend die degressive Methode angewendet. Zugänge des beweglichen Anlagevermögens werden im Berichtsjahr linear abgeschrieben. Bei Anwendung der degressiven Methode erfolgt der Übergang zur linearen Methode, sobald die lineare Abschreibung die degressive Abschreibung übersteigt. Der steuerliche Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG wurde in die Handelsbilanz übernommen, da der vorliegende Sammelposten für das Unternehmen von untergeordneter Bedeutung ist. Dieser Sammelposten wird über eine Dauer von 5 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Auf Zugänge von beweglichen Anlagegütern wurden die zeitanteiligen Jahresabschreibungen verrechnet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr 2023 nicht. In den Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten mit angesetzt. Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach der Durchschnittspreismethode unter Abzug von Rabatten und Skonti. Zum Abschlussstichtag werden die Anschaffungskosten mit dem aktuellen Marktpreis verglichen, ist dieser Marktpreis niedriger, erfolgt eine Abwertung auf den entsprechend niedrigeren beizulegenden Wert. Daneben wurden Einzelabwertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit und langer Lagerdauer vorgenommen. Gemäß § 240 Abs. 3 HGB wird für einzelne Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von nachrangiger Bedeutung, die in Wert und Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen, ein Festwert angesetzt. Der Festwert wurde zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 550 TEUR neu ermittelt und im Berichtsjahr beibehalten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Abschreibungen und Fremdkapitalzinsen kommen nicht zum Ansatz. Soweit die Nettoerlöse abzüglich noch anfallender Kosten unter den Herstellungskosten der Erzeugnisse liegen, wird dieser niedrigere Wert angesetzt. Schwer- und unverkäufliche Bestände wurden auf den beizulegenden Wert am 31. Dezember 2023 abgewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Wertpapiere Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageskurs am 31. Dezember 2023 angesetzt. Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Abschlussstichtag berechnet. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus § 246 Abs. 2 Sätze 2 und 3 HGB, da der beizulegende Wert des Planvermögens, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dient, den Betrag der zu verrechnenden Verpflichtungen des Arbeitsgebers aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter übersteigt. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 11.837.017,54 EUR. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Bilanzierungshilfen Das Wahlrecht zur Bildung eines aktiven Postens zur Steuerabgrenzung wurde nicht ausgeübt. C. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB zu entnehmen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von 165.699,42 EUR (Vorjahr 52.770,60 EUR) Forderungen enthalten, deren Rechtsansprüche erst im Folgejahr entstehen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (1.105.400,94 EUR, Vorjahr 1.589.521,32 EUR) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 118.412,57 EUR (Vorjahr 166.249,71 EUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 986.988,37 EUR (Vorjahr 1.423.271,61 EUR) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (459.066,51 EUR, Vorjahr 540.925,43 EUR) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 459.066,51 EUR (Vorjahr 540.925,43 EUR) enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen insgesamt 459.066,51 EUR (Vorjahr 540.925,43 EUR). 3. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten In den Guthaben bei Kreditinstituten ist ein Guthaben in Höhe von 90 TEUR enthalten, das zu Gunsten der AXA-Versicherung verpfändet ist. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der FLACHGLAS Wernberg GmbH beträgt 2.050.000,00 EUR. Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und entspricht dem Handelsregistereintrag. Der im Bilanzgewinn enthaltene Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 15.831.752,78 EUR. 5. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage wird mit 1.669 TEUR unverändert gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen. 6. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen werden mit 5.292 TEUR unverändert gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen. 7. Ausschüttungssperre Gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten errechnet sich bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ein Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 141.870,00 EUR zum 31.12.2023. Die Ausschüttungssperre ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren. 8. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method, laufendes Einmalprämienverfahren) ermittelt. Dabei wird von einer jährlichen Anpassung von 0,00% bei den Anwartschaften und von 2,00% bei den Renten ausgegangen. Der Berechnung wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Der der Bewertung zugrunde liegende Rechnungszinssatz beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 1,82%. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit der Verpflichtung von pauschal 15 Jahren. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Ausgliederung und Übertragung von Pensionsrückstellungen aus der FLACHGLAS Wernberg GmbH auf die FLACHGLAS Wernberg Service GmbH ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 1.981.161,12 EUR. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von 132.077,62 EUR zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Ausweisänderung aufgrund BilRUG ab 2016) ausgewiesen. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von 132.074,45 EUR wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Sonstige Rückstellungen Im Berichtsjahr wurden die Jubiläumszuwendungen auf der Grundlage der Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,74% p.a. ermittelt. Den Berechnungen für die Jubiläumsrückstellungen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen: - Gewährleistungsverpflichtungen - Urlaubs- und Überstundenansprüche - Jubiläumsverpflichtungen - Gratifikationen, Leistungsprämien, Freistellungen, Abfindungen - Abschluss- und Prüfungskosten - ausstehende Rechnungen - Aufbewahrungspflichten 9. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und 2 HGB ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
(*) = Sicherungsübereignung In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (1.073.299,92 EUR, Vorjahr 7.079.543,38 EUR) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.954.435,37 EUR (Vorjahr 5.748.604,71 EUR), sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr 2.000.000,00 EUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 881.135,45 EUR (Vorjahr 669.061,33 EUR) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (1.157,39 EUR, Vorjahr 0,00 EUR), sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.157,39 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) enthalten. 10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen HaftungsverhältnisseVerbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen
Die Deutsche Bank AG übernahm im Berichtsjahr Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber Kunden in Höhe von 1.792.546,79 EUR. Es bestanden zudem Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften der AXA-Versicherung AG gegenüber Kunden in Höhe von 381.200,00 EUR. sonstige finanzielle Verpflichtungen
Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Finanzlage von Bedeutung sind, sind nicht vorhanden. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 285 Nr. 4 HGB stellt sich nach Geschäftsfeldern wie folgt dar:
Der Auslandsanteil am Umsatz beträgt ca. 34% (Vorjahr ca. 33%). 2. Erläuterung der Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung handelt es sich im Einzelnen um: - Gewinnausschüttung der Classic Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH mit 150 TEUR - Gewinnausschüttung der Flachglas Nord-Ost GmbH mit 632 TEUR - Erhaltene Gewinne aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Glashandelsgesellschaft Profi mbH mit 2.328 TEUR - Erhaltene Gewinne aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der FLACHGLAS Wernberg Service GmbH mit 786 TEUR 3. Erläuterung der Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 14.058 TEUR (Vorjahr: 2.098 TEUR) und betreffen in Höhe von 626 TEUR Erträge aus der Auflösung der sonstigen Rückstellungen, Weiterberechnung von Reparaturaufwendungen an Dach und Fach incl. Brandschutz in Höhe von 748 TEUR, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 110 TEUR sowie Erträge aus der Veräußerung einer Beteiligung in Höhe von 12.294 TEUR. 4. Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 15 TEUR (Vorjahr 24 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf 4 TEUR (Vorjahr 5 TEUR). 5. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Auflösungen von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 55 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 211 TEUR (Vorjahr 219 TEUR) und Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 29 TEUR) enthalten. 6. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 11 TEUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten. E. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer
2. Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben über das Gesamthonorar des Abschlussprüfers unterbleiben, da die Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. 3. Organe der Gesellschaft Einziges Mitglied der Geschäftsführung (im Geschäftsjahr 1-12/2023): Herr Michael Kettler, Geschäftsführer, Maxhütte-Haidhof Mitglieder des Aufsichtsrats (im Geschäftsjahr 1-12/2023): Herr Jochen Settelmayer, Vorsitzender Aufsichtsrat FLACHGLAS Wernberg GmbH, Heiligenhaus Herr Hans Reiner Meindl, Geschäftsführer, Weyarn, stellvertretender Vorsitzender Frau Anita Hausmann, Betriebsratsmitglied, Wernberg-Köblitz Herr Michael Kiefer, General Counsel Europe, NSG Group Legal, Geschäftsführer, Bochum Herr Dr. Christian Quenett, Head of Architectural Glass Europe Pilkington Deutschland AG, Gelsenkirchen Herr Dieter Schweiger, Betriebsratsvorsitzender, Wernberg-Köblitz Gesamtbezüge der Organe im Berichtsjahr: Aufsichtsrat: 83 TEUR Die Angaben zu den gewährten Bezügen für die Geschäftsführung und für frühere Geschäftsführer unterbleiben nach § 286 HGB. 4. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Der Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023 umfasst:
Da die FLACHGLAS Wernberg Beteiligungs-GmbH, Wernberg-Köblitz, als Mutterunternehmen der FLACHGLAS Wernberg GmbH einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt und offenlegt, braucht die FLACHGLAS Wernberg GmbH als Mutterunternehmen der mit ihr verbundenen Tochterunternehmen (Glashandelsgesellschaft Profi mbH, Luhe-Wildenau; Flachglas Nord-Ost GmbH, Osterburg; Classic Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Wernberg-Köblitz; FLACHGLAS Wernberg Service GmbH, Wernberg-Köblitz) gemäß § 291 Abs. 1 HGB keinen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. 5. Ergebnisabführung Mit Datum vom 30. November 2007, geändert am 4. August 2014, wurden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Glashandelsgesellschaft Profi mbH und der im Jahr 2017 auf die Glashandelsgesellschaft Profi mbH verschmolzenen Profi Glasbiege GmbH geschlossen. Das Jahresergebnis der Glashandelsgesellschaft Profi mbH wird daher der FLACHGLAS Wernberg GmbH zugerechnet. Mit Datum vom 08. Oktober 2018 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der FLACHGLAS Wernberg Service GmbH geschlossen. Das Jahresergebnis dieser Gesellschaft wird daher der FLACHGLAS Wernberg GmbH zugerechnet. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. 7. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr zu verrechnen und den nach Abzug der Gewinnausschüttungen (1.500.000,00 EUR) verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 22.741.946,83 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Wernberg-Köblitz, den 28. März 2024 FLACHGLAS Wernberg GmbH Geschäftsführung Michael Kettler Bericht des AufsichtsratsDie Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr regelmäßig über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle und Probleme schriftlich und mündlich unterrichtet. Darüber hinaus wurden die wirtschaftliche Entwicklung und aktuelle Einzelthemen in regelmäßigen Gesprächen zwischen der Geschäftsführung und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats diskutiert. In vier Sitzungen hat der Aufsichtsrat die Berichte der Geschäftsführung behandelt und gemeinsam mit der Geschäftsführung über die geschäftliche Entwicklung und die strategische Ausrichtung des Unternehmens, aktuelle Ereignisse und grundsätzliche Fragen beraten. Alle Sitzungen fanden vor Ort statt. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht geändert. Der Aufsichtsrat hat sich schwerpunktmäßig mit folgenden Themen befasst: l Ergebnis des Geschäftsjahrs 2023 l Planung für das Geschäftsjahr 2024 l Investitions- und Mittelfristplanung l Liquiditätsabsicherung l Strategische Ausrichtung der Gruppe mit Schwerpunkt auf Standort Wernberg l Auswirkungen des "Ukraine-Krieges" auf die FLACHGLAS Gruppe l Marktsituation und wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens im Verlauf des Geschäftsjahrs und Schlussfolgerungen für die künftige Geschäftspolitik. Der Aufsichtsrat hat insbesondere mit der Geschäftsführung intensiv geprüft, wie den erschwerten Rahmenbedingungen und deren negativen Auswirkungen wirksam begegnet werden kann. Themen der Beratungen von besonderer Bedeutung im Jahr 2023 waren daneben l Beratung über den Verkauf der Schweizer Tochterfirmen (rückwirkend zum 01.01.23) als Grundlage für die Neuausrichtung der Flachglas Wernberg l Beratung und Diskussion über die Neuausrichtung der FLACHGLAS Wernberg durch das Projekt "Flachglas glasklar" und der damit einhergehenden Anpassung der Strukturkosten l Dazu behandelte der Aufsichtsrat auch die Abschlüsse und die Planungen einschließlich der Investitionen. Es wurden folgende Investitionen freigegeben: CNC-Bearbeitungszentrum (Thun), Waschanlage und Gasfüllpresse (Wikon), 2-Kammer ESG Ofen mit Sortierung (Luhe), Upgrade der ISO-Linie 5 Transportation (Wernberg) l Freigabe externe Unterstützung zur Führungskräfteentwicklung l Freigabe Grundstückskauf mit einer Größe von 1.770m 2 als Voraussetzung für den Ausbau des Standortes Osterburg Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss für die FLACHGLAS Wernberg GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Gesellschaft von Herrn Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Josef Ertl geprüft worden. Dieser hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Wir haben unsererseits den Jahresabschluss und den Lagebericht der Geschäftsführung unter Einbeziehung der Abschlüsse für die Tochterunternehmen sowie des Teilkonzernabschlusses für die Gruppe geprüft. An diesen Beratungen hat auf unseren Wunsch der Wirtschaftsprüfer teilgenommen. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss.
Wernberg, 18. Juni 2024 der FLACHGLAS Wernberg GmbH Jochen Settelmayer, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FLACHGLAS Wernberg GmbH, Wernberg-Köblitz Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der FLACHGLAS Wernberg GmbH, Wernberg-Köblitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der FLACHGLAS Wernberg GmbH, Wernberg-Köblitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Mein Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls ich auf Grundlage der von mir durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelange, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, bin ich verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Ich habe in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Regensburg, den 15. Mai 2024 Josef Ertl, Wirtschaftsprüfer |
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FLACHGLAS Wernberg GmbH GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Nürnberger Str. 140
92533 Wernberg-Köblitz - Handelsregister
- HRB 2597, Amberg
- Eintragungsdatum
- 26. Oktober 1972
- Branche
-
Großhandel mit Flachglas
Veredlung und Bearbeitung von Flachglas
Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas - Unternehmenszweck
- die Herstellung, die Be- und Verarbeitung sowie der Handel und der Vertrieb von Glasprodukten und veredelten Glasprodukten aller Art.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 56,6 % 29,90 Mio
- Anlagevermögen 43,1 % 22,75 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 150,9 k
- Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 % 1,1 k
- Eigenkapital 60,9 % 32,16 Mio
- Rückstellungen 32,6 % 17,19 Mio
- Verbindlichkeiten 6,5 % 3,45 Mio
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 51,2 % 56,87 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 20,8 % 23,15 Mio
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 20,5 % 22,74 Mio
- aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 3,8 % 4,20 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 1,2 % 1,34 Mio
- Ausschüttung 0,9 % 1,00 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,7 % 782,0 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,5 % 547,1 k
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,4 % 433,1 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 21,0 k
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 41,7 % 25,83 Mio
- Materialaufwand 31,5 % 19,49 Mio
- Personalaufwand 22,7 % 14,03 Mio
- Abschreibungen 3,5 % 2,16 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,5 % 279,4 k
- Sonstige Steuern 0,1 % 69,8 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 % 66,6 k
- Ergebnis nach Steuern 1,48 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,41 Mio
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Michael Kettler
seit 2022 Geschäftsführer
-
Jürgen Johannes Dominik Bodensteiner
seit 2018 Prokura
-
Willi Kellner
seit 2018 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- FLACHGLAS Wernberg Beteiligungs-GmbH DEU 51,0 % 1,0M €
- Pilkington Deutschland AG DEU 49,0 % 1,0M €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 2 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Beteiligungen an
- FLACHGLAS Grundstückverwaltungsgesellschaft mbH GmbH 100,0 %
- FLACHGLAS Wernberg Service GmbH GmbH 100,0 %
- Glashandelsgesellschaft Profi mbH GmbH 100,0 %
Historie
- 2022
-
16.05.
Austritt einer PositionR***** M**** · Geschäftsführer
-
16.05.
Eintritt eines MitgliedsMichael Kettler · Geschäftsführer
- 2021
-
04.03.
Austritt einer PositionM**** R****** · Gesamtprokura
- 2020
-
01.09.
Eintritt eines MitgliedsM**** R****** · Gesamtprokura
-
16.05.
SatzungsänderungFLACHGLAS Wernberg GmbH
- 2019
-
25.10.
Austritt einer PositionM***** R**** · Gesamtprokura
- 2018
-
19.07.
Austritt einer PositionMichael Kettler · Gesamtprokura
-
19.07.
Eintritt eines MitgliedsWilli Kellner · Gesamtprokura
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- flachglas.de AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
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Tastenkürzel
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