aktiv Rechtsform GmbH & Co. KG

H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG

Bremen ·HRA 24446HB Bremen
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Stammdaten

Rechtsform
GmbH & Co. KG
Anschrift
28197 Bremen
Handelsregister
HRA 24446HB, Bremen
Branche
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Vertretungsregelung

Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt die Gesellschaft allein. Die persönlich haftenden Gesellschafter dürfen Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder mit sich als Vertreter Dritter abschließen.

Finanzen

Umsatz 2024
212,73 Mio. €
Mitarbeiter 2024
309
Bilanzsumme 2024
92,74 Mio. €
Jahresergebnis 2024
2,85 Mio. €
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Bilanz

2024
Aktivseite 92,74 Mio
  • Umlaufvermögen 85,8 % 79,61 Mio
  • Anlagevermögen 13,4 % 12,44 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 % 692,6 k
Passivseite 92,74 Mio
  • Eigenkapital 51,0 % 47,28 Mio
  • Verbindlichkeiten 41,1 % 38,10 Mio
  • Rückstellungen 7,9 % 7,36 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
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Bilanzdaten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 219,88 Mio
  • Umsatzerlöse 96,7 % 212,73 Mio
  • Gutschrift / Belastung auf Rücklagenkonten 0,9 % −2,02 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,8 % −1,84 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,7 % 1,53 Mio
  • Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten 0,4 % −842,5 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 331,7 k
  • Aufgrund von Teilabführungsverträgen abgeführte Gewinne 0,1 % −222,6 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,1 % 212,7 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,1 % 157,5 k
  • Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Verlust 0,0 % 5,1 k
  • Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,0 % 0
Aufwendungen 210,04 Mio
  • Materialaufwand 75,6 % −158,88 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 12,0 % −25,18 Mio
  • Personalaufwand 10,9 % −22,88 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,0 % −2,12 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,5 % −982,4 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −3,3 k
  • Ergebnis nach Steuern 3,08 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 2,85 Mio
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GuV-Daten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • A***** S***** L****** seit 2020 Kommanditist
  • H**** L****** seit 2006 Kommanditist
  • H****** B*** F******** A******* B**** seit 2014 Kommanditist
  • O*** L****** seit 2006 Kommanditist

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • O*** L****** Kommanditist 2k €
  • H**** L****** Kommanditist 2k €
  • H****** B**** Kommanditist 110k €
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Beteiligungen an

Historie

  1. 2022
  2. 15.09.
    Sonstiges Personenereignis
    A***** S***** L****** · Kommanditist
  3. 15.09.
    Sonstiges Personenereignis
    A***** S***** L****** · Kommanditist
  4. 15.09.
    Sonstiges Personenereignis
    H****** B*** F******** A******* B**** · Kommanditist
  5. 15.09.
    Sonstiges Personenereignis
    H**** L****** · Kommanditist
  6. 15.09.
    Sonstiges Personenereignis
    H****** B*** F******** A******* B**** · Kommanditist
  7. 2020
  8. 16.12.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    H**** L****** · Kommanditist
  9. 16.12.
    Austritt einer Position
    H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG · Persönlich haftender Gesellschafter
  10. 16.12.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    H****** B*** F******** A******* B**** · Kommanditist
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Volltext

H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG

Bremen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht 2023

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Kern der geschäftlichen Aktivitäten ist die Versorgung der verarbeitenden Industrie in den Bereichen Lebensmittel, Tiernahrung, Kosmetik, Pharma und Nahrungsergänzung mit Ölen, Fetten, Wachse und artverwandten Produkten auf der einen und konservierten Lebensmitteln auf der anderen Seite. Den größten Teil unseres Umsatzes erzielen wir in Deutschland und den übrigen Ländern der Europäischen Union. Darüber hinaus sind wir weltweit tätig. Wir beziehen unsere Produkte und Vorprodukte weltweit. In unseren Beschaffungsaktivitäten verfolgen wir eine breite und weltweit diversifizierte Strategie, um unseren Kunden eine hohe Lieferfähigkeit und -sicherheit zu ermöglichen. Für die Produktion von Ölen steht uns eine eigene Ölmühle zur Verfügung, um Öle höchster Qualität unter eigener Kontrolle produzieren zu können.

Die berichtende Konzernstruktur ist am 27. November 2020 durch Verschmelzungen erweitert worden. Während die Henry Lamotte Oils GmbH und deren Tochtergesellschaften schon zuvor zu 100% im Besitz der H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG waren, sind die Henry Lamotte Food GmbH, die Henry Lamotte Services GmbH und die H. F. Ed. Meyer Holding GmbH erstmals ab 27. November 2020 zu konsolidieren. Im Geschäftsjahr 2023 sind keine wesentlichen Veränderungen an der Konzernstruktur vorgenommen worden, sodass die ausgewiesenen Zahlen das ganzjährige wirtschaftliche Geschehen des Konzerns darlegen .

2. Marktbericht

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoninlandsprodukt ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%-Punkte zurück. Damit liegt das Wachstum des nationalen BIP deutlich unter den Erwartungen für die Europäische Union, die von einem Wachstum von 0,5%-Punkten ausgehen. Der für uns wichtige private Konsum erholte sich, nach einem starken Rückgang gegen Ende des Jahres 2022, in 2023 nur langsam und lag insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Insbesondere die Tatsache, dass die privaten Haushalte preisbereinigt weniger konsumierten und vor allem bei Gütern mit stark gestiegenen Preisen sparten, machte sich im Geschäftsverlauf bemerkbar. Dabei betrug der preisbereinigte Rückgang der Konsumausgaben der privaten Haushalte für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren -4,5%-Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Zwar lag die Inflationsrate in 2023 mit +5,9% unter dem Wert von 2022 (+6,9%), allerdings stiegen insbesondere die Preise für Lebensmittel. So lag der Verbraucherpreisindex für Nahrungsmittel im Jahresdurchschnitt 2023 mit 130,3 um 14,3 %-Punkte über dem Wert von 2022. Allerdings zeigten sich auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten gegenläufige Tendenzen. So fiel der Weltmarktpreis für Sonnenblumenöl vom absoluten Höchstpreise Mitte 2022 auf ein Niveau vergleichbar mit dem vor Beginn des Ukraine-Krieges im Dezember 2023. Der Erzeugerpreisindex von Raps nahm eine ähnliche Entwicklung, wohingegen der Erzeugerpreisindex für Gemüse seit Mitte 2022 weitestgehend stabil blieb. Ähnliches gilt für die Frachtraten. Der Erzeugerpreisindex für die Seeschifffahrt (Europa eingehend) ist vom Höchststand August 2022 (184,5) auf 147,5 im Dezember 2023 gefallen. Die Strompreise verharrten im Jahr 2023, nach starken Preisschwankungen in 2022, auf einem relativ hohen Niveau im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2021. Der für uns auf den ausländischen Rohstoffmärkten relevante Dollarkurs erholte sich ebenfalls im Vergleich zu 2022, verharrte aber ebenfalls auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorkrisenjahren. Somit beschäftigten uns im Berichtsjahr sinkende Erzeugerpreise, sinkende Frachtraten und eine deutliche Kaufzurückhaltung auf der Konsumentenseite, sowie eine starke Tendenz von höherwertigen und hochpreisigen Produkten hin zu Preiseinstiegsprodukten. 

3. Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf mit Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz beträgt EUR 209,3 Mio. Davon entfallen EUR 138,5 Mio. auf das Geschäft mit pflanzlichen Ölen und artverwandten Produkten, während der Umsatz mit konservierten Lebensmitteln im Konzernumsatz EUR 71,8 Mio. beträgt. Der Umsatzanteil im Inland beträgt knapp zwei Drittel des Gesamtumsatzes, der Umsatz innerhalb der EU knapp ein Viertel, während die restlichen ca. 10 % des Gesamtumsatzes in der restlichen Welt erwirtschaftet wird.

Die Umsatzerlöse haben sich in den letzten drei Jahren wie folgt entwickelt:

Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen in Mio. € 2021* Veränderung 2022* Veränderung 2023* Veränderung
Oils 132,4 +9,3% 151,5 +14,5% 138,4 -8,6%
Food 60,5 +11,2% 73,3 + 21,2% 71,8 -2,0%
Gesamt 192,9 +9,9% 224,8 +16,5% 210,2 -6,5%

*ohne Konsolidierung zwischen den Bereichen Oils und Food

Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 gingen die Umsätze im Geschäftsbereich Oils preis- und mengenbedingt um 13,1m € auf 138,4m € zurück. Dies ist zum einen auf einen konjunktur- und inflationsbedingten Rückgang des Absatzes, als auch auf einen deutlichen Preisverfall auf den Rohstoffmärkten zurückzuführen, hier insbesondere im Bereich der Commodities. Stabiler entwickelte sich der Bereich der Spezialöle, der im Vergleich zum Vorjahr kaum nennenswerten Schwankungen unterlag.

Der Geschäftsbereich Food verzeichnete einen Umsatzrückgang von 73,3m € auf 71,8m €. Dieser Rückgang ist zum einen auf sinkende Verkaufspreise aufgrund gesunkener Einstandspreise, und zum anderen auf einen Mengenrückgang zurückzuführen, wobei sich die Kaufzurückhaltung der Verbraucher bei uns indirekt über die Industriekunden bemerkbar macht. Erfreulicherweise verzeichneten wir insbesondere im Industriesegment eine stabile Nachfrage, da unsere Kunden relativ erfolgreich die Entwicklung hin zum Preiseinstiegssegment ohne größere Absatzverluste ausgleichen konnten. 

Ertragsentwicklung

Die Rohertragsmarge für den Konzern betrug im Geschäftsjahr 2023 22,4% (Vorjahr 22,4%). Aufgrund des Mengen- und des Preisrückgangs reduzierte sich der Wareneinsatz. So gingen die Materialaufwendungen von 173,8m € auf 162,5m € zurück. Während im Geschäftsfeld Oils die Rohertragsmarge von 25,4% in 2022 auf 22,5% im Geschäftsjahr 2023 insbesondere aufgrund des Geschäfts mit Commodities gesunken ist, konnte die Rohertragsmarge im Geschäftsfeld Food sortimentsbedingt von 14,4% in 2022 auf 20,2% in 2023 gesteigert werden. Auf Konzernebene überlagert der Effekt bei Food den negativen Effekt bei Oils.

Die Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 44,0m € (Vorjahr 39,8m €). Mengenbedingt gingen die Kosten im Outbound-Frachtbereich zurück, genauso wie die Kosten für Fremdlabore und -analysen. Deutlich gestiegen sind die Kosten für IT-Infrastruktur sowie in Hard- und Software, in denen sich die Anstrengungen der Gruppe in Bezug auf die Digitalisierung widerspiegeln. Unsere Personal- sowie Allgemeinkosten werden durch kontinuierliche Kostenkontrolle gesichert, welche die Entwicklung der Vorjahre sowie die Einhaltung der Planwerte berücksichtigt.

Die Abschreibungen betragen 2,0m € (Vorjahr 2,4m €). Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass Aufwendungen für die Anschaffung einer neuen ERP-Software zunächst als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert und abgeschrieben wurden, dann jedoch als Aufwendungen umqualifiziert wurden. Aufgrund dessen ist ein Anstieg der IT-Kosten zu verzeichnen.

Das Zinsergebnis beträgt -0,8m € (Vorjahr -0,5m €), was auf die veränderte Zinslandschaft zurückzuführen ist. Dabei werden vor allem die Warenvorräte (EUR 47,1 Mio.) und die Kundenforderungen (EUR 16,5 Mio.) finanziert. Ein Teil der Kapitalaufnahmen bei Banken ist als Darlehen bzw. über Zinssicherungsgeschäfte (Swaps) mittelfristig gesichert.

Der Konzernjahresüberschuss 2023 beträgt 1,4m € (Vorjahr 7,9m €), das Konzernbetriebsergebnis (= Konzern-EBIT) 3,7m € (Vorjahr: EUR 12,5 Mio.). Die betriebliche Umsatzrendite (= relativer Anteil des Konzernbetriebsergebnisses zum Umsatz) 2023 lag bei 1,8% (Vorjahr: 5,6%), die Konzerneigenkapitalrendite (= relativer Anteil des Konzernjahresergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital vor Jahresergebnis) bei 6,4% (Vorjahr: 28,9%).

Vermögens- und Finanzsituation

Die Vermögensstruktur des Konzerns ist auf der Aktivseite durch das Anlagevermögen (12,6m € bzw. 14,1% der Bilanzsumme; Vorjahr 13,4%), den Vorratsbestand (47,1m € bzw. 52,4% der Bilanzsumme; Vorjahr 56,9%) und die Kundenforderungen (16,5m € bzw. 18,3% der Bilanzsumme; Vorjahr 20,7%) geprägt. Zur Finanzierung dienen vor allem das Eigenkapital (44,8m € bzw. 49,9% der Bilanzsumme; Vorjahr 47,3%) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (25,2m € bzw. 28,0% der Bilanzsumme; Vorjahr 33,8%).

Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Nennenswerte Positionen in Fremdwährung sind durch Devisengeschäfte abgesichert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 1,7m € in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen investiert. Das Anlagevermögen hat sich um insgesamt 2,0m € durch reguläre Abschreibungen in den immateriellen Vermögensgegenständen und in den Sachanlagen, Anlagenabgänge sowie durch Rückführungen von Ausleihungen verringert.

Das Working Capital hat sich von 66,0m € auf 50,8m € verringert. Dies ist neben geringeren Umsätzen und dadurch bedingt geringeren Kundenforderungen auf eine bewusste Reduktion der Bestände um 8,2m € zurückzuführen. Zudem verringerte sich der Wert des Bestands preisbedingt, was sich auch in den gestiegenen Lieferantenverbindlichkeiten widerspiegelt.

Die Veränderung des Finanzmittelfonds belief sich im Berichtsjahr auf +8,2m €. Dabei beträgt der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +14,8m €, der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -1,5m € und der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -5,1m €. Wesentliche Einflussgröße für den Cash Flow war die Reduktion des Working Capitals, was alleine 15,2m € liquide Mittel freigesetzt hat.

Unsere Zahlungsfähigkeit war aufgrund des Cash Flows und der zur Verfügung stehenden Kreditlinien bei Banken und Liquiditätsreserven jederzeit in ausreichendem Umfang gegeben.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ursprünglich ein Umsatzwachstum von 0,7%, eine Rentabilität von 5,8% (Bereich Öle) und von 3,1% (Bereich Food), ein leicht verringertes Working Capital und eine unveränderte Eigenkapitalquote prognostiziert. Bei einem Umsatzrückgang von 6,5% und einer Rentabilität von 1,5% (Bereich Öle) sowie von 3,0% (Bereich Food) sank das Working Capital im Vergleich zum Vorjahr von EUR 66,0 Mio. auf EUR 50,8 Mio. und die Eigenkapitalquote stieg von 47,3% auf 49,9%.

Durch die Reduktion des Working Capitals konnte deutlich mehr Liquidität freigesetzt werden als geplant, was uns im Rahmen der prognostizierten Erholung der Märkte in 2024 zu Gute kommen wird.

Als Fazit lässt sich für das Geschäftsjahr feststellen, dass wir mit der Geschäftsentwicklung zufrieden sind.

4. Mitarbeiter und Organisation

Wir haben zum Stichtag insgesamt 307 Personen beschäftigt; 211 im Geschäftsbereich Oils und 57 im Geschäftsbereich Food. Im Servicebereich waren zum Bilanzstichtag 39 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Personalkosten betrugen im Berichtsjahr 20,1m €.

Das Qualifikationsniveau unserer Belegschaft sichern wir durch eigene Ausbildung und ein umfangreiches internes wie auch externes Schulungsprogramm. Durch Tantiemen und Gratifikationen sind die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt.

5. Risikobericht

Wichtigstes Ziel der Geschäftsführung ist die Sicherung des Geschäfts verbunden mit einer profitablen und langfristig- und wertorientierten Entwicklungsstrategie. Hierbei unterliegt unsere Risikosteuerung einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, um möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu sichern. Im Rahmen unseres internen Steuerungs- und Überwachungssystems werden potenzielle Risiken systematisch erfasst, bewertet und gesteuert. Zentrale Steuerungsgrößen sind Umsatzwachstum, Rentabilität (auf den Umsatz bezogenes Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und gewinnabhängigen Vergütungen), Working Capital und die Eigenkapitalquote.

Die Unternehmensplanung erfolgt kalenderjährlich und wird monatlich überwacht.

Die Zahlen des internen Berichtswesens werden monatlich, quartalsweise und jährlich erhoben und analysiert.

Die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung werden durch das einheitliche, auf Microsoft Dynamics NAV und LucaNet basierende Berichtswesen jederzeit gewährleistet.

Interne Audits unserer Qualitätsmanagementbeauftragten sichern die Einhaltung externer und interner Vorgaben für die Ordnungsmäßigkeit unserer Geschäftsprozesse ab.

Bei Eintritt unvorhergesehener Risiken greifen wir auf unser im Qualitätsmanagementhandbuch dokumentiertes Krisenmanagement zurück.

Cyberrisiken begegnen wir mit hard- und softwaregestützten Vorkehrungen wie einer zeitgemäßen Firewall sowie mit organisatorischen Maßnahmen (Schaffung von Awareness bei den Mitarbeitern, Durchführung von Penetrationstests).

Für alle von uns erkannten Haftpflicht-, Sach- und Produktschadenrisiken haben wir ausreichende Versicherungen eingedeckt.

6. Risiken und Chancen

Wir sind mit unseren Produktbereichen "Pflanzliche Öle, Fette, Wachse und artverwandte Produkte" sowie "Konservierte Lebensmittel" in Märkten tätig, die grundsätzlich durch eine robuste Unempfindlichkeit gegenüber konjunkturellen Schwankungen gekennzeichnet sind.

Die Verarbeitung von und der Handel mit natürlichen Rohstoffen bedingt eine Abhängigkeit von klimatischen und Witterungseinflüssen. Diese wirken sich auf die Verfügbarkeit und die Preise der Waren aus. Durch unser breites Produktportfolio und den globalen und geographisch breit aufgestellten und auf unterschiedliche Ursprünge diversifizierten Wareneinkauf bei einer großen Zahl von Lieferanten gelingt es uns jedoch, einen Risikoausgleich herzustellen.

Ein Risikofaktor ist die Qualität unserer Produkte und Handelswaren. Die Qualität unserer Waren wird durch Auditierungen unserer Lieferanten in den Ursprungsländern sowie Warenkontrollen vor Ort und bei Wareneingang u.a. durch hausinterne Laborkapazitäten geprüft. Es verbleiben jedoch Restrisiken, zumal die Nachweisgrenzen für Schadstoffe durch den technischen Fortschritt immer niedriger werden und wir nur Stichprobenkontrollen durchführen können.

Unsere Waren beziehen wir zu einem großen Anteil aus Ländern, bei denen wir die Einhaltung der von unseren Kunden und von uns geforderten Sozialstandards durch Selbstverpflichtungen unserer Lieferanten und Kontrollen im Rahmen der BSCI-Initiative sicherstellen.

Unsere breite Kundenstruktur sichert uns gegen Schwankungen in einzelnen Märkten und bei einzelnen Kunden ab.

Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir durch ein internes Kundenkreditmanagement und einer Warenkreditversicherung. Zur Vermeidung des Entstehens von Forderungsausfallrisiken bedienen wir uns eines hauseigenen Ratingsystems sowie verschiedener Informationsdienste. Verbleibenden Ausfallrisiken haben wir durch die Bildung ausreichender Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Aufgrund der internationalen Lieferkette sind wir Devisenkursrisiken ausgesetzt. Devisenkursrisiken entstehen aufgrund unserer Devisenabsicherung nur insoweit, wie das Handelsvolumen unserer Produkte devisenkursabhängig ist. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat jedoch gezeigt, dass der Absatz unserer Produkte gegenüber schwankenden Devisenkursen unempfindlich ist. Devisensicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Absicherung unserer Warengeschäfte, so dass hier nur Gewinne und Verluste entstehen können, denen entsprechende Verluste und Gewinne aus den abgesicherten Warengeschäften gegenüberstehen.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist zunehmend durch einen bestehenden Fachkräftemangel geprägt. Das hohe Qualifikationsniveau unserer Belegschaft sichern wir durch eigene Aus- und Weiterbildung und ein umfangreiches internes und externes Schulungsprogramm.

Die Preisentwicklung unserer Aufwandspositionen im Materialeinkauf sichern wir überwiegend durch Einkaufskontrakte ab. Daher sehen wir unsere Geschäfte keine nennenswerten Risiken aufgrund von Inflationseinflüssen ausgesetzt. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind einzelne Kostenpositionen Inflationseinflüssen ausgesetzt.

Auch für die Zukunft gehen wir davon aus, dass wir aufgrund unserer Marktkenntnis die Lieferketten aufrechterhalten werden, wenngleich die Marktlage auf den internationalen Beschaffungsmärkten durch die aktuellen Krisen (Nahost, Iran, China/Taiwan, Ukrainekrieg) volatil ist. Hierbei bieten die breiten Sortimente unserer Geschäftsbereiche mit einer diversifizierten, auf vielen Ursprüngen und Lieferanten ausgelegte Rohwarenbeschaffungsstrategie sowie eine konservative Bevorratung Möglichkeiten, sich gegen Risiken abzusichern und die Lieferfähigkeit zu ermöglichen.

Unsere Finanzierung basiert auf einem konservativen Verhältnis aus Eigenmitteln sowie auf Bankkrediten, bei denen die Fristenkongruenz mit dem Working Capital teilweise durch Zinssicherungsgeschäfte hergestellt wird.

Größere Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind nicht erkennbar.

Wir sehen den Konzern mit einem ausgewogenen Chancen- und Risikoprofil als stabil und breit aufgestellt an. Basierend auf den Informationen, die der Geschäftsführung aus heutiger Sicht zur Verfügung stehen, kann insgesamt kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand zu gefährden. Der Konzern ist nachhaltig finanziell mit Eigen- und Fremdmitteln ausgestattet, um die strategische Entwicklung zu ermöglichen und auch kurzfristige- und mittelfristige Chancen durch Investitionen ergreifen zu können .

7. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir bei leicht steigenden Umsätzen mit einer Erholung des Geschäfts auf niedrigem Niveau und einem Jahresüberschuss, der sich auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 bewegen wird.  

Zum einen erwarten wir eine Verringerung der Ausschläge auf den Rohstoffmärkten, was zu einer Stabilisierung des Ergebnisses führen wird. Zum anderen erwarten wir sich stabilisierende Absatzmärkte und eine sich langsam erholende Nachfrage, Effekte, die sich in den Ergebnissen zu Beginn des Jahres 2024 gezeigt haben. Allerdings sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Erholung insofern, als dass das Vorkrisenniveau erreicht werden könnte. Wir rechnen damit, dass sich die Inflation verringern und das Zinsniveau nicht weiter ansteigen wird, wodurch sich der für uns relevante Konsum erholen könnte, allerdings sehen wir hier eine vollständige Erholung noch nicht im Jahr 2024. 

Andererseits nimmt die Unsicherheit auf den internationalen Märkten durch die aktuellen Krisen (Nahost, Iran, China/Taiwan, Ukrainekrieg) eher zu als ab, was einer weiteren konjunkturellen Erholung im Wege stehen könnte. 

So werden wir das Jahr 2024 für eine weitere Konsolidierung der Kundenbasis und der Sortimente nutzen und die Voraussetzungen schaffen, um bei einer erwarteten wirtschaftlichen Erholung in 2025 entsprechend aktiv an den Märkten agieren zu können. 

Wir rechnen für den Konzern mit einem leichten Umsatzwachstum bei verbesserter Rentabilität. Für die Bilanz sehen wir insgesamt zum Ende des Geschäftsjahres 2024 ein stabiles Working Capital bei einer erwarteten Eigenkapitalquote auf Vorjahresniveau.

Nennenswerte Veränderungen der Konzernstruktur im Prognosezeitraum sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.

 

Bremen, den 17.09.2024

Hermann Bosse

Albert Lamotte

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
  € €
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software 172.144,80 362.913,68
2. Geleistete Anzahlungen 4.712,40 150.243,54
  176.857,20 513.157,22
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.641.829,85 2.556.136,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.056.585,80 5.922.642,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.872.108,64 2.385.317,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.203.565,55 1.090.759,61
  11.774.089,84 11.954.855,33
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 274.230,54 249.230,54
2. Ausleihung an verbundene Unternehmen 47.193,78 0,00
2. Beteiligungen 77.545,81 156.385,30
3. Sonstige Ausleihungen 268.408,37 114.627,69
  667.378,50 520.243,53
  12.618.325,54 12.988.256,08
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.460.664,36 7.538.224,92
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 40.987.337,16 47.320.174,33
3. Geleistete Anzahlungen 620.615,60 409.800,00
  47.068.617,12 55.268.199,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.471.452,24 20.068.985,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.482,99 2.157,37
3. Forderungen gegen Gesellschafter 532.103,32 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.680.804,68 1.512.705,40
  20.692.843,23 21.583.848,76
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.712.334,75 6.765.517,37
  76.473.795,10 83.617.565,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 713.722,91 448.818,81
  89.805.843,55 97.054.640,27

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
  € €
A. Eigenkapital    
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 3.503.289,08 3.503.289,08
II. Rücklagen 41.268.395,41 42.397.970,53
  44.771.684,49 45.901.259,61
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche    
Verpflichtungen 710.619,20 751.912,23
2. Steuerrückstellungen 439.259,89 2.280.850,42
3. Sonstige Rückstellungen 2.153.829,25 2.132.958,58
  3.303.708,34 5.165.721,23
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.164.203,87 32.798.018,68
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 374.255,20 436.101,07
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.761.326,55 9.297.920,47
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 172.936,87 249.481,33
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 540.784,04 231.195,07
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.704.530,55 2.968.276,15
  41.718.037,08 45.980.992,77
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 12.413,64 6.666,66
  89.805.843,55 97.054.640,27

 

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
1. Umsatzerlöse 209.325.872,05 223.883.510,99
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.740.774,72 4.593.617,14
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
-161.588.933,46 -173.195.478,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -870.673,72 -555.012,37
  -162.459.607,18 -173.750.490,73
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -16.947.286,68 -16.440.387,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung    
(davon für Altersversorgung € 170.263,52;
Vorjahr € 123.116,57)
-3.147.342,53 -3.042.391,89
  -20.094.629,21 -19.482.779,54
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
-1.986.145,92 -2.391.881,22
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -23.859.412,97 -20.340.025,93
7. Erträge aus Beteiligungen 94.000,00 97.000,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 148.645,43 13.096,77
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -957.682,89 -556.749,66
(davon an verbundene Unternehmen € 4.733,61;
Vorjahr € 2.832,67)
   
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 15.910,00;
Vorjahr € 18.484,00)
   
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.297.650,33 -3.831.935,13
11. Ergebnis nach Steuern 1.654.163,70 8.233.362,69
12. Sonstige Steuern -3.323,73 -4.647,27
13. Aufgrund von Teilabführungsverträgen abgeführte Gewinne -264.000,00 -280.000,00
14. Konzernjahresüberschuss 1.386.839,97 7.948.715,42
15. Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten -2.516.415,09 -3.796.774,49
16. Belastung / Gutschrift auf Rücklagenkonten 1.129.575,12 -4.151.940,93
17. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Konzernanhang zum Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG, Bremen, ist beim Amtsgericht Bremen unter HRA 24446 HB eingetragen.

Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Des Weiteren wurden die einschlägigen Standards des DRSC beachtet.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung dieser Gesellschaften hat.

Folgende Tochterunternehmen werden im Konzernabschluss einbezogen:

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
H. F. Ed. Meyer Verwaltungs-GmbH Bremen 100%
H. F. Ed. Meyer Holding GmbH Bremen 100%
Henry Lamotte Oils GmbH Bremen 100%
Lipos GmbH Bremen 100%
Oleum GmbH Bremerhaven 100%
Henry Lamotte Food GmbH Bremen 100%
Henry Lamotte Services GmbH Bremen 100%

Von der Einbeziehung folgender Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss wurde wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung abgesehen, weil ihre Bilanzsumme, ihre Jahresergebnisse und ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % der Bilanzsumme, des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachten.

Anteil am Stamm-
Firma Sitz Eigenkapital kapital (in %)
Henry Lamotte Services Verwaltungs-GmbH Bremen TEUR 24 100
Bremer Tran- und Oelhandel GmbH Bremen TEUR 138 100
Henry Lamotte Gida Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi Izmir/Türkei TEUR 215 100
Ed Invest US GmbH Bremen TEUR 21 100
Henry Lamotte (India) Indien INR 5 Mio 99,8
Private Ltd. TEUR 65
Letzter vorliegender
Firma Jahresabschluss Jahresergebnis
Henry Lamotte Services Verwaltungs-GmbH 2023 TEUR -4
Bremer Tran- und Oelhandel GmbH 2023 TEUR 0
Henry Lamotte Gida Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi 2023 TEUR 164
Ed Invest US GmbH 2023 TEUR -4
Henry Lamotte (India) 31.03.2015 INR 0
Private Ltd. TEUR 0

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen werden nach einheitlichen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode entsprechend § 301 Abs. 1 HGB. Dabei wird der Buchwert der Beteiligung dem konsolidierungspflichtigen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, gegenübergestellt.

Mit Abschluss von Verschmelzungsverträgen am 27. November 2020 wurden die Henry Lamotte Food GmbH, die Henry Lamotte Services GmbH und die H. F. Ed. Meyer Holding GmbH in den Konzernabschluss einbezogen. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge (technischer passiver Unterschiedsbetrag) von TEUR 8.967, die aufgrund der Unterbewertung der Anteile an diesen Gesellschaften im Jahresabschluss der H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG entstanden sind, wurden in die Rücklagen eingestellt.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischengewinne und -verluste aus konzerninternen Transaktionen werden erfolgswirksam eliminiert.

Abschlussstichtag aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten - bei dauerhaften Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen vermindert bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauern erfolgen in Anlehnung an die für steuerliche Zwecke geltenden amtlichen Abschreibungstabellen und betragen 3 bis 8 Jahre.

Die Sachanlagen des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - bei dauerhaften Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert - angesetzt. Sie werden jeweils um planmäßige Abschreibungen vermindert bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern erfolgen in Anlehnung an die für steuerliche Zwecke geltenden amtlichen Abschreibungstabellen und betragen 3 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit in den Aufwand gebucht werden.

Die Finanzanlagen des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten - bei dauerhaften Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert - angesetzt.

Geleistete Anzahlungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind zum Nennwert bilanziert.

Die Vorräte und geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen bzw. dem Barwert abzüglich ausreichender Wertberichtigungen bilanziert.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenmittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet.

Flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind zum Nennwert bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Verlustvorträge sind jedoch nur insoweit einzubeziehen, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren möglich ist. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG von aktuell 31,93%. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird entsprechend von dem Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht und auf die Bilanzierung verzichtet

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, die sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Den Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018G) zugrunde.

Die Bewertung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Abzinsung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", die Aufzinsung in dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gesondert ausgewiesen.

Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert bilanziert.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem
Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden mit dem Nennwert angesetzt.

5. Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage dem Anhang beigefügt ist.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen vollständig wie im Vorjahr aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die aus sonstigen Forderungen bestehenden Forderungen gegen Gesellschafter sind im nächsten Geschäftsjahr ausgeglichen.

Passiva

Aufgrund der Bewertungsänderung bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellung in 2016 (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) unterliegen TEUR 9 (Vorjahr TEUR 42) einer Ausschüttungssperre.

Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 913) wurde ein Zinssatz von 1,82% angesetzt (Vorjahr: 1,78%). Die Erfüllungsbeträge wurden unter Annahme einer Rentendynamik von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) und einer Anwartschaftsdynamik von 0,0% (Vorjahr: 0%) berechnet. Da es sich um Festzusagen handelt, ist ein Lohn- und Gehaltstrend nicht zu erfassen. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht vorgenommen. Die mit den Anschaffungskosten bewerteten und zur Absicherung dienenden Wertpapiere in Höhe von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 161) wurden vom Wert der Pensionsverpflichtung abgesetzt. Der Zeitwert der Wertpapiere betrug zum Bilanzstichtag TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 164).

Die Rückstellung enthält Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern in Höhe von 427 TEUR (Vorjahr TEUR 288).

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 42).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.387 (Vorjahr: TEUR 1.587).

Verbindlichkeitenspiegel

davon
31.12.2023 < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.164 23.335 1.829 0
(32.798) (29.552) (3.246) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 374 374 0 0
(436) (436) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.761 12.761 0 0
(9.298) (9.298) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 173 173 0 0
(249) (249) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 541 541 0 0
(231) (231) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.705 2.705 0 0
(2.975) (2.975) (0) (0)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.829 (Vorjahr: TEUR 996) durch sicherungsübereignete Maschinen besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 249) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 231) bestehen aus sonstigen Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 255 (Vorjahr TEUR 194) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 3) enthalten.

Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Es wird von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung eines Aktivüberhangs kein Gebrauch gemacht, sodass in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 keine latenten Steuern ausgewiesen werden. Der Aktivüberhang der latenten Steuern resultiert aus folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen:

Bilanzposten 31.12.2023
Differenz Handels- vs. Steuerbilanz
Steuersatz 31.12.2023 Aktive latente Steuern
TEUR TEUR
Deckungsvermögen 173 31,93% 55
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 243 31,93% 78
Sonstige Rückstellungen 605 31,93% 193
Abweichungen immaterielle Vermögensgegenstände 10 31,93% 3
Konsolidierungsmaßnahmen 40 31,93% 13
Steuerliche Verlustvorträge Verlustvorträge Steuersatz 31.12.2023 Aktive latente Steuern
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer 0 15,83 % 0
Gewerbesteuer 0 16,10 % 0
Bilanzposten 31.12.2023
Differenz Handels- vs. Steuerbilanz
Steuersatz 31.12.2023 Passive latente Steuern
TEUR TEUR
Anlagevermögen - Degressive Abschreibungen -188 31,93% -60
Unterschiedliche Abschreibungen auf Computerhard-/Software -72 31,93% -23

Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:

31.12.2022 Zugang Abgang 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 174 168 0 342
Passive latente Steuern -117 0 34 -83
56 168 34 259

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse im Bereich Oils in Höhe von EUR 138 Mio. (Vorjahr: EUR 152 Mio.) wurden mit EUR 79 Mio. (Vorjahr: EUR 88 Mio.) im Inland, mit EUR 37 Mio. (Vorjahr: EUR 39 Mio.) in der EU und mit EUR 22 Mio. (Vorjahr: EUR 25 Mio.) im Drittland erzielt. Die Umsatzerlöse im Bereich Food in Höhe von EUR 72 Mio. (Vorjahr: EUR 73 Mio.) wurden mit EUR 52 (Vorjahr: EUR 53 Mio.) im Inland, mit EUR 18 Mio. (Vorjahr: EUR 18 Mio.) in der EU und mit EUR 2 Mio. (Vorjahr: EUR 2 Mio.) im Drittland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 2.519). Des Weiteren sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 303) enthalten sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 143).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 276).

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 97).

Im Zinsaufwand wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 18) mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 0) verrechnet.

6. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfond umfasst die Guthaben bei Kreditinstituten und Barbestände sowie die jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen gegenüber fünf Kreditinstituten Verpflichtungen aus Devisentermingeschäften zum Kauf von Devisen im Gegenwert von TEUR 11.482 (Vorjahr: TEUR 9.760), Verpflichtungen zum Verkauf von Devisen bestehen - wie auch im Vorjahr - nicht.

Der Konzern hat zum Bilanzstichtag einen offenen Kontraktbestand im Einkaufsbereich von EUR 65 Mio. (Vorjahr: EUR 86 Mio.).

Der Konzern hat langfristige Mietverträge mit der Lamotte AG, Bremen, abgeschlossen. Die hierfür im Geschäftsjahr für diese Verträge gezahlten Mieten betrugen
TEUR 1.438 (Vorjahr: TEUR 1.413). Die Verträge haben eine Laufzeit bis 2024 und 2029.

Für die Beteiligung an der Henry Lamotte (India) Private Ltd. besteht eine ausstehende, bisher nicht eingeforderte Einlage von 44.900 Anteilen = 4.490.000 INR = TEUR 50.

8. Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 154). Davon entfallen TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 102) auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 5) auf andere Bestätigungsleistungen und TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 48) auf Steuerberatung.

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte und Zins-swaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen zurückgehen.

FX-Exposure (Makro-Hedge)

In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag Lagerbestände an Waren, die in USD gehandelt werden (EUR 13,5 Mio.), Verpflichtungen aus offenen Verkaufsgeschäften zum Einkauf von Waren, die in USD gehandelt werden (EUR 24,9 Mio.), Kundenforderungen in USD (EUR 0,9 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in USD (EUR 1,1 Mio.) sowie Forderungen in USD aus Devisentermingeschäften (EUR 11,5 Mio.) einbezogen. Zur Absicherung der bilanziellen Fremdwährungspositionen sind Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von EUR 11,5 Mio. abgeschlossen. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungspositionen in währungsbezogene Bewertungseinheiten (Makro-Hedge) zusammengefasst. Sich ausgleichende Wertänderungen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der währungsbezogenen Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Für unrealisierte Verlustspitzen werden dem Imparitätsprinzip folgend Drohverlustrückstellungen gebildet. Zum Bilanzstichtag war keine Drohverlustrückstellung zu bilden. Der Ausgleich der Zahlungsströme und Wertänderungen erfolgen voraussichtlich in den folgenden neun Monaten (maximale Laufzeit des Devisensicherungsgeschäfts in USD). Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 245. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Dollar-Offset-Methode festgestellt.

Bewertungseinheiten zur Absicherung des Zinsrisikos

Die Gesellschaft bildet eine Portfolio-Bewertungseinheit für die unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen laufenden Geldmarktkredite. Die in den Bewertungseinheiten einbezogenen Geschäfte unterliegen einem Zinsänderungsrisiko aufgrund sich im Zeitablauf ändernder variabler Zinssätze. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos werden mehrere Zinssicherungsinstrumente abgeschlossen und mit dem Grundgeschäft zu einer Portfolio-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Schulden werden mit einem Nominalwert (Buchwert) von EUR 5,0 Mio. als gleichartige Grundgeschäfte in die Bewertungseinheit einbezogen. Zum Bilanzstichtag wurden Zinsswaps mit Nominalwerten von EUR 5,0 Mio. in die Bewertungseinheiten einbezogen. Die Höhe der mit Portfolio-Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt TEUR 382, d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Bilanzstichtag negative Zinsänderungen vermieden. Zur bilanziellen Abbildung wird die sog. Einfrierungsmethodeangewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird prospektiv anhand der Critical-term-match-Methode festgestellt.

Der Konzern beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 307 Mitarbeiter (Vorjahr: 314).

Bereich Oils 211
Bereich Food 57
Administration 39
307

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr

•

Hermann Bosse, Bremen

•

Albert Lamotte, Bremen

Mitgliedern der Geschäftsführung wurden tilgungsfreie Kredite in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr TEUR 100) mit einer Laufzeit bis 2030 eingeräumt. Der Zinssatz für diese Kredite betrug 2,62% bzw. 4,12%.

9. Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.

 

Bremen, den 17.09.2024

Hermann Bosse

Albert Lamotte

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  1.01.2023 Zugänge Umbu -
chungen
Abgänge 31.12.2023
  € € € € €
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. EDV-Software 4.260.943,07 16.399,03 3.840,00 -32.601,75 4.248.580,35
2. Geleistete Anzahlungen 150.243,54 0,00 -3.840,00 -141.691,14 4.712,40
  4.411.186,61 16.399,03 0,00 -174.292,89 4.253.292,75
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
4.350.739,14 17.902,29 284.232,13 0,00 4.652.873,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.283.847,31 335.565,59 722.572,80 -3.423,33 14.338.562,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6.640.498,86 177.076,65 65.780,14 -448.482,24 6.434.873,41
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
1.090.759,63 1.185.391,01 -1.072.585,07 0,00 1.203.565,57
  25.365.844,94 1.715.935,54 0,00 -451.905,57 26.629.874,91
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 249.230,54 25.000,00 0,00 0,00 274.230,54
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
0,00 47.193,78 0,00 0,00 47.193,78
3. Beteiligungen 156.385,30 20.629,41 0,00 -99.468,90 77.545,81
4. Sonstige Ausleihungen 114.627,69 153.780,68 0,00 0,00 268.408,37
  520.243,53 246.603,87 0,00 -99.468,90 667.378,50
  30.297.275,08 1.978.938,44 0,00 -725.667,36 31.550.546,16
  Abschreibungen
  1.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
  € € € €
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. EDV-Software -3.898.029,39 -210.238,17 31.832,01 -4.076.435,55
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  -3.898.029,39 -210.238,17 31.832,01 -4.076.435,55
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
-1.794.603,09 -216.440,62 0,00 -2.011.043,71
2. Technische Anlagen und Maschinen -7.361.205,15 -922.986,30 2.214,88 -8.281.976,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
-4.255.181,35 -636.480,83 328.897,41 -4.562.764,77
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
-0,02 0,00 0,00 -0,02
  -13.410.989,61 -1.775.907,75 331.112,29 -14.855.785,07
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  -17.309.019,00 -1.986.145,92 362.944,30 -18.932.220,62
  Buchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
  € €
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. EDV-Software 172.144,80 362.913,68
2. Geleistete Anzahlungen 4.712,40 150.243,54
  176.857,20 513.157,22
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
2.641.829,85 2.556.136,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.056.585,80 5.922.642,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.872.108,64 2.385.317,51
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
1.203.565,55 1.090.759,61
  11.774.089,84 11.954.855,33
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 274.230,54 249.230,54
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
47.193,78 0,00
3. Beteiligungen 77.545,81 156.385,30
4. Sonstige Ausleihungen 268.408,37 114.627,69
  667.378,50 520.243,53
  12.618.325,54 12.988.256,08

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

  2023 2022
  T€ T€
1. Konzernjahresüberschuss 1.387 7.948
2. - Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens 1.986 2.392
3. + Zunahme der Rückstellungen -20 -1.406
4. - Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.356 -7.756
5. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.065 -5.680
6. + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 142 0
7. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 809 544
8. - Sonstige Beteiligungserträge -94 -97
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.298 3.837
10. - Ertragssteuerzahlungen -3.139 -3.565
11. = Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14.790 -3.783
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und von Gegenständen des Sachanlagevermögens 122 77
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in das Sachanlagevermögen -1.732 -1.458
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 99 2.924
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -247 -35
16. + Erhaltene Zinsen 149 13
17. + Erhaltene Gewinnausschüttungen 94 97
18. = Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit -1.515 1.618
19. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 2.170 0
20. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -3.586 -225
21. - Gezahlte Zinsen -958 -557
22. - Gezahlte Gewinnanteile an Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.739 -2.300
23. = Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -5.113 -3.082
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 8.162 -5.247
25. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -22.785 -17.538
26. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode -14.623 -22.785
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:    
  31.12.2023 31.12.2022
  T€ T€
Zahlungsmittel 8.712 6.766
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -23.335 -29.551
  -14.623 -22.785

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

  Mutterunternehmen
  Rücklagen
  Kapitalanteile der Kommanditisten Kapitalrücklage Sonstige Gewinnrücklagen Summe Summe
  EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 3.503.289,08 8.966.738,10 29.279.291,50 38.246.029,60 41.749.318,68
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 -3.796.774,49 -3.796.774,49 -3.796.774,49
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 7.948.715,42 7.948.715,42 7.948.715,42
Stand 31.12.2022 3.503.289,08 8.966.738,10 33.431.232,43 42.397.970,53 45.901.259,61
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 -2.516.415,09 -2.516.415,09 -2.516.415,09
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 1.386.839,97 1.386.839,97 1.386.839,97
Stand 31.12.2023 3.503.289,08 8.966.738,10 32.301.657,31 41.268.395,41 44.771.684,49

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die H.F.Ed. Meyer GmbH & Co. KG , Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der H.F.Ed. Meyer GmbH & Co. KG , Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der H.F.Ed. Meyer GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

•

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

•

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

•

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 17. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Ull, Wirtschaftsprüfer
Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer



Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 17.09.2024 gebilligt.

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  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: b0c7447364d01c912e8fc2d06f35abf5",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

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