aktiv Rechtsform AG

INTER Versicherungsverein aG

Mannheim ·HRB 47 Mannheim

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Mannheim
Handelsregister
HRB 47, Mannheim
Eintragungsdatum
24. September 1938
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Vertretungsregelung

Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Jeweils zwei Vorstandsmitglieder oder ein Vorstandsmitglied und ein Prokurist vertreten gemeinsam.

Unternehmenszweck
Der unmittelbare Betrieb der Unfallversicherung (Nr. 1 b der Anlage 1 zum VAG) sowie der Personenkautionsversicherung für Versicherungsvermittler der INTER Versicherungsgruppe. Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, die Gründung und die Verwaltung von Beteiligungen aller Art soweit dies aufsichtsrechtlich zulässig ist. Außerdem übernimmt der Verein die Vermittlung aller nicht von ihm selbst betriebenen Versicherungen sowie von Bausparverträgen.

Finanzen

Bilanzsumme 2024
362.813 €
Jahresergebnis 2024
2,06 Mio. €
24 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 362,8 k
  • Anlagevermögen 132,6 % 481,1 k
  • Sonstige Vermögensgegenstände 1,0 % 3,7 k
  • Aktive latente Steuern 0,6 % 2,1 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 46
  • Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,0 % 20
Passivseite 362,8 k
  • Eigenkapital 96,7 % 351,0 k
  • Sonstige Rückstellungen 3,1 % 11,4 k
  • Sonstige Verbindlichkeiten 0,1 % 349
  • Rückstellungen 0,0 % 38
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 24 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 10,87 Mio
  • Erträge aus Kapitalanlagen 43,5 % 4,73 Mio
  • Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 31,1 % 3,38 Mio
  • Einstellungen in die Gewinnrücklage 18,9 % 2,06 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 6,4 % 700,0 k
  • Versicherungstechnisches Ergebnis 0,0 % 3,0 k
  • Verdiente Beiträge 0,0 % 0
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,0 % 0
Aufwendungen 3,41 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 48,6 % 1,66 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32,0 % 1,09 Mio
  • Aufwendungen für Kapitalanlagen 11,6 % 395,0 k
  • Sonstige Steuern 6,6 % 226,0 k
  • Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb 1,2 % 41,0 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 2,06 Mio
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 24 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Günther Dr. Blaich seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Roberto Svenda seit 2014 Vorstandsmitglied
  • Sven Dr. Koryciorz seit 2020 Vorstandsmitglied
  • Bernadette Ernst seit 2014 Prokura
  • Christian Sachsenweger seit 2020 Prokura
  • Christoph Wichmann seit 2019 Prokura
  • Eike Helwig Böhm seit 2020 Prokura
  • Florian Sperl seit 2025 Prokura
  • Frank Reinhard seit 2010 Prokura
  • Frank Wiemann seit 2020 Prokura
  • Gerd Dr. Sautter seit 2025 Prokura
  • Jens Neumann seit 2025 Prokura
  • Mark Buchwald seit 2020 Prokura
  • Matthias Kaulich seit 2022 Prokura
  • Miriam Maugé seit 2021 Prokura
  • Sascha Kuß seit 2023 Prokura
30 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Historie

  1. 2025
  2. 17.11.
    Satzungsänderung
    INTER Versicherungsverein aG
  3. 11.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Florian Sperl · Gesamtprokura
  4. 11.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Günther Dr. Blaich · Vorstand
  5. 14.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Jens Neumann · Gesamtprokura
  6. 10.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Gerd Dr. Sautter · Gesamtprokura
  7. 02.01.
    Austritt einer Position
    Michael Schillinger · Vorstand
  8. 2024
  9. 01.08.
    Satzungsänderung
    INTER Versicherungsverein aG
  10. 19.04.
    Austritt einer Position
    T***** P*** · Gesamtprokura
147 weitere Einträge API-Key holen →

Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

INTER Versicherungsverein aG

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023


Erzbergerstraße 9-15


68165 Mannheim


Telefon: 0621/ 427-427


Die im Folgenden dargestellten Zahlenangaben sind maschinell gerundet. Es können sich daher darstellungsbedingt Rundungsabweichungen ergeben.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die differenzierte Verwendung verschiedener Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen in diesem Bericht gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der INTER Versicherungsgruppe


Individuelle Lösungen auf Top-Niveau - dafür steht die INTER Versicherungsgruppe (INTER) als unabhängiger Versicherungskonzern seit über 100 Jahren. Neben der Geschäftsausrichtung auf Privatkunden und das mittelständische Gewerbe ist die INTER aus Tradition Ärzten und Handwerkern eng verbunden. Als solider und verlässlicher Partner bietet die INTER ihren Kunden mit Versicherungs- und Vorsorgeprodukten ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit und legt seit jeher besonderen Wert auf Service und Qualität.


An der Spitze der INTER steht der INTER Versicherungsverein aG (INTER Verein), der als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit von seinen Mitgliedern getragen wird. Die Wurzeln des INTER Verein reichen bis in das Jahr 1926 zurück. Der INTER Verein nimmt im Wesentlichen eine Holdingfunktion für die unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften wahr. Der INTER Verein betreibt die Unfallversicherung mit dem Produkt "INTER Mitglieder Assistance". Dieses Produkt wird allen Versicherungsnehmern mit einem Versicherungsvertrag bei der INTER Krankenversicherung AG (INTER Kranken, außer Auslandsreisekrankenversicherung), der INTER Lebensversicherung AG (INTER Leben) und der INTER Allgemeine Versicherung AG (INTER Allgemeine, außer INTER Cyberguard) angeboten. Mit dem Abschluss dieses Versicherungsvertrags werden die Kunden der genannten Tochterversicherungsunternehmen Mitglieder der Obergesellschaft, dem INTER Verein. Damit wird die Aufrechterhaltung eines möglichst breiten Mitgliederbestandes gewährleistet.


Die INTER Kranken bietet die gesamte Produktpalette der privaten Krankenversicherung zur umfassenden Gesundheitsvorsorge ihrer Versicherungsnehmer an. Neben der privaten Krankheitskostenvollversicherung umfasst das Angebot eine Vielzahl von Zusatzversicherungen zur individuellen Absicherung gesetzlich Versicherter. Hierzu zählt auch der weltweite Versicherungsschutz durch die Auslandsreisekrankenversicherung. Zum umfassenden Kundenservice gehören zudem zahlreiche Gesundheitsservices.


Die INTER Leben entwickelte sich aus der im Jahre 1910 gegründeten "VOHK Versicherungsanstalt Ostdeutscher Handwerkskammern V.a.G.". Mit den Produkten der INTER Leben sichern Kunden sich und ihre Familien gegen Risiken der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sowie für den Todesfall ab und sorgen privat für die Zeit nach dem aktiven Berufsleben vor. Gewerblichen Kunden, insbesondere aus dem Handwerk, bietet die INTER Leben die Durchführung der betrieblichen Altersvorsorge für deren Arbeitnehmer an.


Die INTER Allgemeine wurde 1981 als Unfallversicherungsunternehmen gegründet. Im Jahr 1993 wurde das Versicherungsangebot um die Sparten Sach- und Haftpflichtversicherungen erweitert und ab 2012 für gewerbliche Kunden um Technische Versicherungen ergänzt. Weitere spezielle Versicherungslösungen bietet die INTER Allgemeine über ausgewählte Kooperationspartner bzw. Beteiligungen an.


Mit der Beteiligung an der Bausparkasse Mainz AG (BKM) hat die INTER einen Kooperationspartner rund um den Erwerb und die Finanzierung von Wohneigentum. Das Kerngeschäft der BKM besteht aus dem Bauspargeschäft und der Vergabe von Baudarlehen. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Angebot von Geldanlageprodukten.


Seit 1996 engagiert sich die INTER auch in Polen. Mit der Übernahme von jeweils 100% der Anteile wurden die TU INTER Polska S.A. und die TU INTER-ZYCIE Polska S.A. im Jahr 2012 vollständig in die INTER integriert.


Das Produktangebot der 1991 gegründeten TU INTER Polska S.A. richtet sich insbesondere an Berufsgruppen aus der medizinischen Branche und umfasst Unfall- und Krankenversicherungen sowie Haftpflicht-, Sach- und Rechtsschutzversicherungen. Dabei ist das Angebot von berufsorientierten Versicherungspaketen für die medizinische Branche besonders hervorzuheben.


Die TU INTER-ZYCIE Polska S.A. besitzt ein besonderes Versicherungsangebot zur Absicherung des Lebens und der Gesundheit der Mitarbeiter des Heilwesens in Polen. Über die Gruppenlebensversicherung wird den Kunden ein umfangreiches Spektrum zur Abdeckung von Risiken angeboten, das sowohl die Spezifika der medizinischen Berufe als auch private Risiken beinhaltet.


Die INTER kooperiert umfassend mit der Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG (FAMK) mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese ist spezialisiert auf die Krankheitskostenvollversicherung für Personen mit Anspruch auf Beihilfe nach der Hessischen Beihilfeverordnung oder auf freie Heilfürsorge des Landes Hessen, insbesondere als Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Justiz, Strafvollzug, Zoll, Steuerfahndung, Gefahrenabwehrbehörden und deren Verwaltungen in Hessen. Neben diesen Personengruppen können auch alle anderen Beihilfeberechtigten und deren Angehörige von den Services der FAMK profitieren. Die FAMK bietet einen umfassenden Service hinsichtlich der Beihilfeberatung und -abwicklung samt Vorfinanzierung.


Insgesamt ist die INTER in der Lage, ein Mehrfinanzangebot im Bereich der privaten Vorsorge, Risikoabsicherung und Vermögensbildung zu unterbreiten.


Stand 31.12.2023

Tarifwerk


Der INTER Verein betrieb im Geschäftsjahr die Sparte Unfallversicherung. Angeboten wird das Produkt "INTER Mitglieder Assistance", das verschiedene Leistungen bei einem unfallbedingten Krankenhausaufenthalt umfasst. Der Abschluss dieser Versicherung wird Versicherungsnehmern eines Versicherungsvertrags bei der INTER Kranken (außer Auslandsreisekrankenversicherung), der INTER Leben und der INTER Allgemeine (außer INTER Cyberguard) angeboten. Mit dem Abschluss dieses Versicherungsvertrags werden die Kunden der genannten Tochterversicherungsunternehmen zugleich Mitglieder der Obergesellschaft, dem INTER Verein. Damit wird die Aufrechterhaltung eines möglichst breiten Mitgliederbestandes gewährleistet.

Standorte


Die Versicherungsgesellschaften der INTER - der INTER Verein, die INTER Kranken, die INTER Leben und die INTER Allgemeine - haben ihren Sitz in Mannheim. Die FAMK hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und die BKM in Mainz. Neben der Direktion in Mannheim unterhält die INTER an 27 Standorten Geschäftsstellen zur Vertriebsunterstützung. Eine detaillierte Aufstellung der einzelnen Standorte befindet sich am Ende des Geschäftsberichts.


Im Rahmen des Vertrags über die Ausgliederung von Funktionen, Versicherungstätigkeiten und sonstigen Tätigkeiten (Mastervertrag) werden sowohl der Vertrieb der Versicherungsprodukte als auch die Verwaltung der Versicherungsverträge von der INTER Kranken für den INTER Verein übernommen, so dass auch auf den Geschäftsstellen Tätigkeiten für den INTER Verein verrichtet werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltkonjunktur wächst schwächer als im Vorjahr


Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 mit +3,1% weniger stark gewachsen als im Jahr davor mit 3,5%. Die Entwicklungen waren weltweit vom Krieg in der Ukraine und dem israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt, ebenso von der hohen Inflation und Naturkatastrophen.


Die hoch entwickelten Volkswirtschaften erreichten im Jahr 2023 ein Wachstum in Höhe von 1,6% (nach +2,6% im Vorjahr), wobei die USA mit +2,5% (Vorjahr +1,9%) weit vor dem Europäischen Währungsraum mit +0,5% (Vorjahr +3,4%) landeten. Die Wirtschaftsleistung der Schwellen- und Entwicklungsländer stieg um 4,1% wie im Vorjahr, darunter China mit +5,2% (Vorjahr +3,0%), Indien mit +6,7% (Vorjahr +7,2%) und Russland mit 3,0% (Vorjahr -1,2%).

Deutschland als Schlusslicht der entwickelten Länder


Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wird im Jahr 2023 voraussichtlich -0,3% nach +1,8% im Vorjahr betragen. Deutschland wäre damit die einzige Industrienation mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung. Aufgrund der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung ging die Nachfrage im Ausland beträchtlich zurück und die Exporte nahmen deutlich ab. Die Importe litten zudem unter der zurückhaltenden Nachfrage im Binnenland. Die weiterhin massiven Steigerungen der Verbraucherpreise im Jahr 2023 in Höhe von 5,9% nach 6,9% im Vorjahr führten zu Kaufkraftverlusten der Konsumenten und zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben in Höhe von 0,8%. Zudem reduzierte der Staat seine Ausgaben um 1,7% nach den Sonderausgaben im Rahmen der Corona-Pandemie. Die Europäische Zentralbank reagierte auf die hohe Inflation mit weiteren Zinsanhebungen, so dass die Finanzierungskosten für Investitionen stiegen und die wirtschaftliche Aktivität erschwert hat. Die Immobilienwirtschaft wurde insbesondere im Nachgang der Corona-Pandemie, die einen hohen Nachfragerückgang bei Büroimmobilien auslöste, zusätzlich durch gestiegene Fremdkapitalzinsen und hohe Materialkosten getroffen. Dies löste auch Sorgen um die Banken aus, die Gewerbeimmobilien finanzieren. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen insgesamt stieg im Jahresverlauf an und übertraf im Dezember im siebten Monat in Folge das Vor-Corona-Niveau (gemessen an den Jahren 2016-2019). Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiter robust. Die Arbeitslosenquote wuchs zwar im Jahr 2023 auf 5,7% an (Vorjahr 5,3%, 2019 vor Corona: 5,0%), jedoch hat sich auch die Zahl der Erwerbstätigen auf über 46 Mio. erhöht. Die Sparquote hat sich im Jahr 2023 kaum verändert und beträgt voraussichtlich 11,3% (Vorjahr 11,1%). Sie liegt im internationalen Vergleich weiterhin sehr hoch.

Die hohe Inflation wirkt sich auf die Versicherungswirtschaft aus


Die Beitragsentwicklung der deutschen Versicherer wies im Jahr 2023 einen Anstieg in Höhe von 0,6% (Vorjahr -0,7%) aus. Insbesondere in der Schaden- und Unfallversicherung konnte ein überdurchschnittlich hohes Plus in Höhe von 6,7% verzeichnet werden. Dieser Zuwachs resultierte u. a. aus Beitragsanpassungen, die zum Ausgleich der gestiegenen Schadenzahlungen vorgenommen wurden. Infolge der hohen Inflation waren die Kosten für die Regulierung von Versicherungsleistungen sprunghaft angestiegen. In der Krankenversicherung legten die Beiträge mit +2,3% (Vorjahr +3,9%) weniger zu als in den vorangegangenen Jahren. Die Treiber für die Beitragsentwicklung sind vor allem Beitragsanpassungen und Zuwächse bei Zusatzversicherungen. In der Lebensversicherung sanken die Beiträge mit -5,3% (Vorjahr -5,9%) im dritten Jahr in Folge. Während die laufenden Beiträge um 0,2% zurückgingen, reduzierte sich das Geschäft mit Einmalbeiträgen um 16,2%.

Außergewöhnlich hoher Zinsrückgang und gutes Aktienjahr


Am europäischen Kapitalmarkt gingen die Zinsen zum Ende des Jahres 2023 beträchtlich nach unten. Nachdem die Europäische Zentralbank den Leitzins im Oktober 2023 zum ersten Mal seit Juli 2022 nicht weiter angehoben hatte, kam am Kapitalmarkt eine Zinssenkungseuphorie auf, die die Renditen für Anleihen absinken und die Aktienkurse ansteigen ließ. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe gab beispielsweise von 2,6% am Jahresende 2022 auf +2,0% am Jahresende 2023 nach. Dabei reduzierten sich die Risikoaufschläge leicht. Der Deutsche Aktienindex DAX verzeichnete nach einem schwachen Jahr 2022 (-12,3%) einen deutlichen Wertzuwachs in Höhe von 20,3%.


Die Aussagen und Daten zum gesamtwirtschaftlichen Umfeld basieren auf den Publikationen "World Economic Outlook - Update Jan 2024" des IWF, "Jahreswirtschaftsbericht 2023" des BMWK, der Presseinformation "Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2022" der Creditreform und der Beitragsstatistik des GDV.

Geschäftsverlauf

Geschäftsergebnisse im Überblick


Der Vorstand des INTER Vereins ist mit dem Geschäftsjahr 2023 zufrieden. Der Jahresüberschuss ging zwar von T€ 18.654 im Vorjahr auf T€ 2.987 sichtbar zurück, diese Entwicklung war jedoch eingeplant. Sie basiert im Wesentlichen darauf, dass die INTER Kranken ihre Überschussverwendungspolitik angepasst hat und noch größere Teile ihres Überschusses zugunsten ihrer Kunden verwendet. Dadurch hat sich die Dividende, welche der INTER Verein von der INTER Kranken erhält und maßgeblich auf dessen Kapitalanlageergebnis wirkt, planmäßig stark reduziert.


Das Eigenkapital belief sich per 31.12.2023 auf T€ 348.959 (Vorjahr T€ 345.972). Damit konnte der INTER Verein seine Eigenkapitalausstattung erneut steigern.


Der Vergleich der Aussagen im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2022 mit den Ergebnissen 2023 zeigt folgendes Bild:


Die Beitragseinnahmen lagen 7,8% über dem Vorjahresniveau. Der leichte prognostizierte Anstieg der Beitragseinnahmen ist eingetreten. Das versicherungstechnische Ergebnis blieb wie erwartet ausgeglichen. Der prognostizierte deutliche Rückgang des Kapitalanlagenergebnisses ist eingetreten, da sich die Dividende der INTER Kranken vermindert hat. Der Jahresüberschuss lag erwartungsgemäß mit T€ 2.987 deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Der prognostizierte Aufbau Alternativer Anlagen und der signifikante Anstieg der Erträge aus dieser Assetklasse ist plangemäß erfolgt.

Beitragseinnahmen


Die gebuchten Bruttobeiträge, die zugleich den verdienten Nettobeiträgen entsprechen, betrugen im Geschäftsjahr T€ 44 (Vorjahr T€ 41). Sie entfielen ausschließlich auf die "INTER Mitglieder Assistance".

Bestandsentwicklung


Der INTER Verein betrieb im Geschäftsjahr das Produkt "INTER Mitglieder Assistance" in der Sparte Unfall. Hieraus ergab sich ein Bestandsrückgang von 21.532 Verträgen auf 490.033 Verträge (Vorjahr 511.565 Verträge).

Aufwendungen für Versicherungsfälle


Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für Versicherungsfälle für einen Schadenfall von weniger als T€ 1 an. Im Vorjahr gab es keine Aufwendungen für Versicherungsfälle.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb


Die INTER Kranken führt im Wege der Dienstleistung die Bestandsverwaltung, die Vermögensverwaltung, das Rechnungswesen und weitere Funktionen für den INTER Verein auf der Basis des Mastervertrags über die Ausgliederung von Funktionen, Versicherungstätigkeiten und sonstigen Tätigkeiten durch. Im Geschäftsjahr sind daher lediglich Verwaltungsaufwendungen angefallen. Diese betrugen T€ 39 (Vorjahr T€ 38). Daher bilden ausschließlich die Aufwendungen für Dienstleistungen die Verwaltungsaufwendungen.

Versicherungstechnisches Ergebnis


Im Geschäftsjahr wurde ein versicherungstechnisches Ergebnis von T€ 2 (Vorjahr T€ 45) erzielt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Kapitalanlagen


Das Kapitalanlagevolumen erhöhte sich leicht um 1,3% auf T€ 349.368 (Vorjahr T€ 344.841). Der Portfolioaufbau für Alternative Anlagen wurde im Jahr 2023 fortgesetzt. Unter Alternativen Anlagen werden nicht notierte Unternehmensbeteiligungen (Private Equity) und nicht notierte Unternehmensdarlehen (Private Debt Corporates) zusammengefasst. Der INTER Verein investiert ausschließlich über Fonds in diese Anlagearten, deren Anteil sich von 13,6% auf 14,4% erhöht hat. Im Gegenzug sank der Portfolioanteil der Beteiligungen und verbundenen Unternehmen von 81,7% auf 80,6%. Der Bestand an Inhaberschuldverschreibungen ging auf 0,7% (Vorjahr 1,7%) und der Anteil der kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten auf 2,9% (Vorjahr 3,0%) zurück.


Der INTER Verein gab im Geschäftsjahr keine neuen Kapitalzusagen für Private Equity. Die planmäßigen Kapitalabrufe überstiegen die Rückzahlungen aus den Fonds dieser Anlageklasse um T€ 2.897. Die Buchwerte stiegen demzufolge auf T€ 25.843 (Vorjahr T€ 22.946) an. Für Private Debt gab das Unternehmen im Geschäftsjahr ebenfalls keine neuen Kapitalzusagen ab. Die planmäßigen Kapitalabrufe überstiegen die Rückzahlungen aus den Fonds dieser Anlageklasse um T€ 255. Die Buchwerte stiegen demzufolge auf T€ 24.357 (Vorjahr T€ 24.102) an. Bei den strategischen Unternehmensbeteiligungen gab es im laufenden Geschäftsjahr keine Bestandsveränderung. Der Buchwert beträgt weiterhin T€ 281.598. Die Zinsanlagen verzeichneten einen Zugang in Höhe von T€ 1.876. Das Unternehmen hat ein Nachrangdarlehen an die FAMK mit einem Volumen von T€ 5.000 begeben. Der Bestand an Schuldscheindarlehen erhöhte sich damit auf T€ 5.000 (Vorjahr T€ 0). Die Inhaberschuldverschreibungen reduzierten sich aufgrund von Tilgungen bei Endfälligkeit auf T€ 2.570 (Vorjahr T€ 5.693). Die kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten verringerten sich um T€ 502 auf T€ 10.000 (Vorjahr T€ 10.502).


Gegenüber dem Vorjahr sind die Bewertungsreserven des INTER Verein deutlich angestiegen und betrugen zum Ende des Geschäftsjahres T€ 126.281 (Vorjahr T€ 89.102). Das Unternehmen wies damit eine Reservequote in Höhe von 36,1% (Vorjahr 25,8%) aus.


Eine detaillierte Gegenüberstellung der Buch- und Zeitwerte sowie der Entwicklung der Kapitalanlagen befindet sich im Anhang.

Ergebnis der Kapitalanlagen


Im Geschäftsjahr sanken die laufenden Erträge deutlich auf T€ 4.571 (Vorjahr T€ 20.141), da die Dividende der INTER Kranken planmäßig viel geringer ausfiel als im Vorjahr. Die laufenden Aufwendungen erhöhten sich auf T€ 362 (Vorjahr T€ 301).


Das laufende Ergebnis der Kapitalanlagen fiel demzufolge mit T€ 4.209 deutlich niedriger aus als im Vorjahr (T€ 19.840). Das außerplanmäßige Ergebnis betrug T€ 18 und verbesserte sich leicht im Vergleich zum Vorjahr (T€ -20).


Das Nettoergebnis der Kapitalanlagen betrug im Geschäftsjahr T€ 4.227 (Vorjahr T€ 19.820). Die laufende Durchschnittsverzinsung sank wie erwartet merklich auf 1,21% (Vorjahr 5,91%). Die Nettoverzinsung betrug 1,22% (Vorjahr 5,91%).

Versicherungstechnische Rückstellungen


Unter den versicherungstechnischen Rückstellungen werden die Beitragsüberträge in Höhe von T€ 40 (Vorjahr T€ 38) ausgewiesen.

Eigenkapital


Das Eigenkapital betrug per 31.12.2023 T€ 348.959 (Vorjahr T€ 345.972). Es setzt sich zusammen aus der Verlustrücklage von T€ 100.500 (Vorjahr T€ 100.500) und den anderen Gewinnrücklagen von T€ 248.459 (Vorjahr T€ 245.472). Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von T€ 2.987 (Vorjahr T€ 18.654) erzielt. Dieser wurde wie schon im Vorjahr in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.


Das Eigenkapital dient dem INTER Verein als sichere Basis für die laufende Geschäftstätigkeit und für die Rolle als Konzernobergesellschaft. Die betriebswirtschaftliche Eigenkapitalquote ist definiert als das Verhältnis Eigenkapital zur Bilanzsumme und ist ein Maßstab für die Solvabilität der Gesellschaft. Die Eigenkapitalquote betrug per 31.12.2023 96,6% (Vorjahr 96,7%). Mit dieser Eigenkapitalausstattung ist der INTER Verein komfortabel aufgestellt und in der Lage, mögliche Verluste auszugleichen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


Menschlich, engagiert, begeisternd. Dies sind die zentralen Werte, die das Handeln im Unternehmen bestimmen. Die Mitarbeiter und Vertriebspartner der INTER tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Daher investiert die INTER kontinuierlich in die Qualifizierung und Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter. Sie unterstützt Mitarbeiter bei berufsbegleitenden fachlichen und überfachlichen Fortbildungen, indem sie sich an den Fortbildungskosten und -zeiten beteiligt. Ferner bietet die INTER ein breit gefächertes Trainingsangebot für Mitarbeiter in verschiedenen Feldern, wie beispielsweise Arbeitsmethodik, Selbstmanagement und Kommunikation, an.


Unter dem Motto "Gemeinsam zum Erfolg" wurde 2023 ein neues Entwicklungsprogramm für Potenzialträger gestartet. In diesem vertiefen und festigen die Teilnehmenden ihre Schlüsselqualifikationen für eine Führungs-, Projektmanagement- oder Expertenlaufbahn.


Im beständigen Veränderungsprozess hin zu einem Unternehmen, das den Herausforderungen auf dem Versicherungsmarkt und an den Arbeitgeber von morgen gewachsen ist, kommt den Führungskräften eine zentrale Funktion zu. In ihrer Rolle tragen sie die Verantwortung für die Weiterentwicklung des Unternehmens und behalten die Mitarbeiter als wertvollste Ressource im Fokus.


2023 wurde eine INTER-weite Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die regelmäßig wiederholt werden soll. Zielsetzung ist es, aktuelle Themen und Handlungsfelder, welche die Belegschaft bewegen, frühzeitig erkennen und aufgreifen zu können. So können die Mitarbeiter der INTER dazu beitragen, das Unternehmen aktiv mitzugestalten und kontinuierlich zu verbessern.


Die INTER stellt sich als Arbeitgeber ihrer sozialen Verantwortung und wirkt auf ein partnerschaftliches Zusammenwirken im Betrieb hin. Das betriebliche Gesundheitsmanagement, zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Flexibilität des mobilen Arbeitens bis hin zum Angebot einer attraktiven betrieblichen Altersversorgung zahlen hierauf positiv ein.

Risikomanagement

Risikomanagementsystem


Der INTER Verein ist im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeit laufend einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Ziel des Unternehmens ist es, diesen Risiken durch eine aktive Risikosteuerung zu begegnen, um die positive Entwicklung des Unternehmens dauerhaft sicherzustellen. Hierzu hat der INTER Verein ein Risikomanagementsystem aufgebaut, das in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des Unternehmens integriert ist. Das Risikomanagementsystem umfasst die mit der Geschäftsstrategie verzahnte Risikostrategie sowie interne Prozesse und Meldeverfahren, um die Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu bewerten, zu überwachen und zu steuern sowie aussagefähig über diese Risiken zu berichten. Darüber hinaus ist die Governance-struktur des INTER Verein so aufgebaut, dass sie das Risikomanagementsystem sowie die Risikokultur im Unternehmen unterstützt. Somit ist sichergestellt, dass bestandsgefährdende wie auch neue Risiken frühzeitig identifiziert, bewertet und in den bestehenden Steuerungskreislauf integriert werden.


Das Eingehen von Risiken ermöglicht es dem Unternehmen, Chancen am Markt zu nutzen und die Attraktivität der Produkte für bestehende und neue Kunden aufrechtzuerhalten. Der INTER Verein entwickelt sein Produktportfolio permanent weiter, um durch gezieltes Wachstum die Profitabilität der Gesellschaft zu optimieren. Der Themenkomplex Digitalisierung ist für den INTER Verein ebenfalls eine Chance, um für seine Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter flexible Lösungen anzubieten, wie neue Möglichkeiten der digitalen Interaktion mit Kunden oder die Umsetzung von Homeofficelösungen für die Mitarbeitenden.


Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Methoden und Verfahren zur risikoorientierten Unternehmenssteuerung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der INTER Verein auch zukünftig die steigenden Herausforderungen eines sich immer schneller verändernden Markts meistern und die Risiken aus den Geschäftsaktivitäten zielgerichtet steuern kann.

Risikostrategie


Aus der vom Vorstand verabschiedeten Geschäftsstrategie wird die Risikostrategie abgeleitet und jährlich überprüft. In der Risikostrategie ist der risikopolitische Grundsatz "Sicherheit vor Rendite" für unternehmerische Entscheidungen verankert. Mit dem Ziel der jederzeitigen Erfüllung interner und externer Anforderungen wurden für den INTER Verein Zielgrößen festgelegt, die zur risikoorientierten Steuerung und zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit eingesetzt werden. Die Einhaltung der Zielgrößen wird laufend überwacht.

Aufbauorganisation des Risikomanagements

Vorstand


Der Vorstand des INTER Verein ist insbesondere verantwortlich für die Festlegung der Geschäftsstrategie und der daraus abgeleiteten Risikostrategie. Im Zuge dessen legt er Leitlinien für das Risikomanagement und für die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (Own Risk and Solvency Assessment, ORSA) fest. Er gibt die Risikotoleranz für das Unternehmen vor, überwacht die Einhaltung der Risikotragfähigkeit und entscheidet bei wesentlichen risikorelevanten Ad-hoc-Ereignissen über geeignete Maßnahmen.

Risikomanagementfunktion (RMF)


Der INTER Verein hat das Risikomanagement sowie die damit verbundenen RMF an die INTER Kranken ausgegliedert. Das für das Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied des INTER Verein ist als Ausgliederungsbeauftragter die intern verantwortliche Person für die RMF. Die im Rahmen der Ausgliederung zuständige Person für die RMF bei der INTER Kranken ist die Leitung des Bereichs Risikomanagement (RM).


Die URCF unterstützt den Vorstand und die weiteren Schlüsselfunktionen bei einer effektiven Handhabung des Risikomanagementsystems, überwacht das Risikomanagementsystem sowie das Risikoprofil und analysiert regelmäßig die Risikosituation des INTER Verein. Sie ermittelt die Solvabilitätssituation gemäß Standardformel und ist für den ORSA-Prozess verantwortlich. Durch interne Informations- und Schulungsveranstaltungen sowie den laufenden Austausch zum Thema Risikomanagement mit den Dezentralen Risikobeauftragten (DRB) und den risikoverantwortlichen Personen fördert die RMF die laufende Weiterentwicklung der Risikokultur der INTER.

Risikoausschuss


Zentrales Gremium der Risikomanagementorganisation des INTER Verein ist der Risikoausschuss unter Leitung der RMF. Mitglieder sind das für das Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied, die intern zuständige Person der RMF sowie der versicherungsmathematischen Funktion, der Bereichsleiter Rechnungswesen sowie der Bereichsleiter Unternehmensplanung/Controlling. Die intern zuständige Person der Schlüsselfunktion Interne Revision ist ständiger Gast im Risikoausschuss.


Im Risikoausschuss erfolgt die regelmäßige Bewertung und Beratung der Risikosituation der INTER Unternehmen, die Ableitung und Diskussion von Maßnahmen zur Steuerung der Risikosituation, die Empfehlung von Maßnahmen an den Vorstand und das laufende Umsetzungscontrolling der Maßnahmen.

Dezentrale Risikomanagementorganisation


Der zentrale Bereich Risikomanagement wird durch die DRB in seiner Arbeit unterstützt. Neben der regelmäßigen Identifikation und Bewertung der Einzelrisiken im Rahmen der Risikoinventur beobachten die DRB laufend die Risiken in ihrem Zuständigkeitsbereich, implementieren geeignete Kontrollen und entwickeln Maßnahmen zur Risikoreduktion. Außerdem informieren die DRB bei Erkennen von Ad-hoc-Risiken die zuständige Person für die RMF.

Interne Revision des Risikomanagementsystems


Der INTER Verein hat die Schlüsselfunktion Interne Revision auf die INTER Kranken ausgegliedert. Die Interne Revision der INTER Kranken ist aufgrund ihrer allgemeinen Aufgabenstellung und ihrer prozessunabhängigen Position für die unternehmensinterne Prüfung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems zuständig.

Risikomanagementprozess


Der Risikomanagementprozess folgt dem Ablauf des Own Risk and Solvency Assessment (ORSA) und umfasst die Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung sowie die Berichterstattung und Kommunikation der Risiken.

Risikoidentifikation


Bei dem INTER Verein werden Risiken im Rahmen einer halbjährlichen Risikoinventur identifiziert. Wesentliche Risiken sind die Risiken gemäß der Solvency II-Standardformel sowie das Liquiditätsrisiko, das Reputationsrisiko und das strategische Risiko.

Risikobewertung


Die Risikobewertung erfolgt mithilfe der Standardformel gemäß Solvency II. Die Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, SCR) wird anhand des Risikomaßes Value at Risk zum Konfidenzniveau 99,5% berechnet. Darüber hinaus werden sonstige wesentliche Risiken anhand individueller Bewertungsmaßstäbe wie Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen quantitativ bewertet. Die Risikodiversifikation, als wesentlicher Aspekt des Geschäftsmodells, wird in den Berechnungen berücksichtigt. Die Angemessenheit der Risikobewertung wird jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen überprüft.

Risikosteuerung und -überwachung


Die Ableitung von Steuerungsimpulsen erfolgt regelmäßig aus der Beurteilung der Risikosituation sowie der Überprüfung von definierten Risikolimiten. Limite werden bei dem INTER Verein für alle relevanten Risikokategorien festgelegt. Die Auslastung der vom Vorstand festgelegten Risikolimite wird laufend im Risikoausschuss überwacht. Bei Limitüberschreitung werden geeignete Maßnahmen entwickelt, um das Risiko zu reduzieren.

Ad-hoc-Risikomeldungen


Neue bestandsgefährdende oder als wesentlich beurteilte Risiken werden über einen etablierten Prozess für Ad-hoc-Risikomeldungen kommuniziert. Zur Orientierung, ab wann eine Meldung an die zuständige Person für die RMF und gegebenenfalls an den Vorstand zu erfolgen hat, sind Schwellenwerte definiert.

Interne Kommunikation und Berichterstattung


Die qualitative und quantitative Berichterstattung ist außerdem Bestandteil des Risikomanagementprozesses. Darüber hinaus berichtet die RMF regelmäßig im Risikoausschuss und an den Vorstand über die aktuelle Risikosituation.

Versicherungstechnisches Risiko


Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächlichen Schadenursachenkomplexe die eingetretenen Schadenleistungen vom erwarteten Aufwand abweichen.

Prämien- und Reserverisiko


Das Prämien- und Reserverisiko ist definiert als das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Schwankungen in Bezug auf das Eintreten, die Häufigkeit und die Schwere der versicherten Ereignisse und in Bezug auf das Eintreten und den Betrag der Schadenabwicklung ergibt. Die "INTER Mitglieder-Assistance" ist der einzige vom INTER Verein vertriebene Tarif. Dieser wird im Umlageverfahren mit den Tochterunternehmen kalkuliert und abgerechnet. Es werden nur Assistanceleistungen versichert. Diese sind in der Leistungshöhe und der Leistungsdauer beschränkt. Die Schranken sind so festgelegt, dass keine Großschäden auftreten können.


Dem Reserverisiko begegnet der INTER Verein durch eine Bewertung der Schadenrückstellungen auf der Basis differenzierter Analysen der einzelnen Rückzahlungsansprüche und unter Beachtung des handelsbilanziellen Vorsichtsprinzips.

Großschadenrisiko


Unter Großschadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass Schadenereignisse das Versicherungsunternehmen treffen, die selten eintreten, aber im Falle ihres Eintretens ein besonders hohes Schadenausmaß aufweisen.


Aus der Unfallversicherung sind vertragsbedingt keine Großschäden zu erwarten. Bei der "INTER Mit-glieder-Assistance" werden nur Assistanceleistungen versichert.


Die "INTER Mitglieder-Assistance" wird seit dem Jahre 2018 angeboten. Bisher gab es nur einen einzigen Schadenfall mit Aufwand zum Bilanzstichtag, hierfür musste keine Schadenrückstellung gebildet werden.

Marktrisiko


Der INTER Verein übernimmt als Konzernobergesellschaft der INTER das Beteiligungs- und Kapitalmanagement der Gruppe. Der Kapitalanlagenbestand des INTER Verein besteht dementsprechend im Wesentlichen aus den Engagements an den deutschen Versicherungsgesellschaften (INTER Kranken, INTER Leben und INTER Allgemeine), der BKM sowie weiteren Gruppengesellschaften. Daher ist der INTER Verein insbesondere von der Entwicklung dieser Tochtergesellschaften abhängig.


Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen der Marktpreise für Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens beeinflussen. Es spiegelt die strukturelle Inkongruenz zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, insbesondere im Hinblick auf deren Laufzeit, wider. Das Marktrisiko umfasst das Zins-, Aktien-, Währungs-, Spread- und Konzentrationsrisiko.


Die Leitlinie Kapitalanlagen gibt den Rahmen des Kapitalanlagemanagements vor. Sie beinhaltet den internen Anlagekatalog und beschreibt die Organisationsstruktur, den Investmentprozess sowie die risikoreduzierenden Maßnahmen. Die grundsätzliche Ausrichtung der Kapitalanlagen ist entsprechend der Unternehmensleitlinie auf Sicherheit abgestellt. Unter dieser Vorgabe zielt sie auf eine möglichst hohe Rentabilität ab, die bei jederzeit ausreichender Liquidität und unter angemessener Diversifikation erreicht werden soll.


Die Entwicklung der Kapitalanlagen wird kontinuierlich von mehreren Bereichen und Ausschüssen überwacht. Die konsequente Umsetzung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften wird durch ein qualifiziertes Kapitalanlagemanagement, eine nachhaltige Kapitalanlagepolitik und organisatorische Maßnahmen, wie die klare Trennung des Portfoliomanagements von Abwicklung und Risikocontrolling, sichergestellt. Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte unterliegen besonderen Bestimmungen und stehen unter ständiger Beobachtung. Sie werden zur Absicherung von Marktpreisrisiken und in Einzelfällen zur Ertragsvermehrung eingesetzt.

Investmentprozess


Das Asset-Liability-Management gewährleistet eine ganzheitliche Steuerung des Unternehmens und verknüpft den Investmentprozess mit der Unternehmenssteuerung. Die Kapitalanlageplanung ist in die Unternehmensplanung integriert und das Kapitalanlagecontrolling ist in die laufenden Risikomanagementverfahren eingebunden.


Im Rahmen der Kapitalanlageplanung wird die Anlagestrategie für die kommenden Jahre im Kontext der Unternehmensergebnisse umgesetzt und die nötigen Maßnahmen, die zur angestrebten Struktur des Kapitalanlagebestandes führen, identifiziert und bewertet. Dabei werden eindeutige und messbare Zielgrößen festgelegt. Transaktionen werden vorschriftsgemäß durchgeführt und strikt überwacht. Das Kapitalanlagereporting berichtet zeitnah über die Wertentwicklung der einzelnen Kapitalanlagen und über deren Risikopotenziale. Mittels Szenariorechnungen und Sensitivitätsanalysen werden die zukünftigen Kapitalanlageergebnisse in unterschiedlichen Kapitalmarktsituationen im Rahmen des ALM-Prozesses dargestellt. Darüber hinaus werden interne Stresstestberechnungen durchgeführt. Auf Unternehmensebene werden zudem im Rahmen des ORSA ausgewählte Szenarien mit ungünstiger Marktentwicklung simuliert und deren Auswirkungen analysiert. Die Ergebnisse fließen in die Überarbeitung der Strategie ein.


Der größte Teil der Kapitalanlagen entfällt auf Beteiligungen und verbundene Unternehmen. Als weitere Kapitalanlagen befinden sich Alternative Anlagen, Zinsanlagen und kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten im Bestand. Entsprechend der Anlagen sind die folgenden Risiken zu überwachen.

Zinsrisiko


Das Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder in Bezug auf die Volatilität der Zinssätze. Steigen die Zinsen am Kapitalmarkt, sinken die Werte der Zinsanlagen im Bestand und umgekehrt. Derivative Finanzinstrumente, die als Bestandteil von strukturierten Zinsprodukten enthalten sind, können sich davon abweichend verhalten. Der Entwicklung des Zinsniveaus kommt eine erhebliche Bedeutung zu. Die folgenden Ergebnisse einer Sensitivitätsanalyse bestätigen dies:

Sensitivitätsanalyse: Marktwertveränderung Zinsanlagen

Zinsänderung 2023 2022
T€ T€
+ 100 Basispunkte -811 -317
- 100 Basispunkte 996 393


Bei einer Änderung des Kapitalmarktzinses entwickeln sich die Zeitwerte von zinssensitiven Aktiva und zinsforderndem Fremdkapital gegenläufig. Deshalb werden strategische Kapitalanlageentscheidungen aus der übergreifenden Sicht des Asset-Liability-Managements getroffen.

Aktienrisiko


Das Aktienrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Marktpreise von Aktien. Neben den Kursveränderungen von börsennotierten Aktien werden hierunter die Wertveränderungen von nicht notierten Unternehmensbeteiligungen betrachtet.


Sinken die Preise dieser Anlageprodukte, führt dies zu Marktwertverlusten und kann in der Folge zu Aufwendungen führen.

Sensitivitätsanalyse: Marktwertveränderung Aktien

Aktienkursänderung 2023 2022
T€ T€
+ 30% 129.924 118.107
- 30% -129.924 -118.107

Währungsrisiko


Das Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse. Der Anteil der Zinsanlagen, der in Fremdwährung investiert ist, ist stark begrenzt. Zinsanlagen dürfen ausschließlich in Euro und zu einem kleinen Teil in Dänische Kronen angelegt werden. Im Bereich der Alternativen Anlagen sind Investitionen in Fremdwährungen Voraussetzung für globale Anlagestrategien und tragen zur Diversifikation bei. Die folgende Tabelle weist die Auswirkung auf die Kapitalanlagen aus:

Sensitivitätsanalyse: Marktwertveränderung bei Fremdwährungen

Währungskursveränderung 2023 2022
T€ T€
+ 25% 1.638 1.578
- 25% -1.638 -1.578

Spreadrisiko


Das Spreadrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Kredit-Spreads über der risikofreien Zinskurve. Weiterhin werden in dieser Unterkategorie Ausfallrisiken und Migrationsrisiken berücksichtigt.


Ein wichtiger Aspekt für das Management von Spreadrisiken ist die Bonität der Anlagen. Die Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Emittenten erfolgt mittels der Ratings von anerkannten externen Agenturen. Zusätzlich wird in einem internen, produktspezifischen Ratingmodell für jede Einzelanlage eine Ratingnote ermittelt. Die Aktualisierung der Ratings erfolgt kontinuierlich.

Zinsanlagen nach Ratingklassen*

Anteile an den gesamten Zinslangen 2023 2022
% %
AAA 34,0 100,0
AA 0 0
A 0 0
BBB 66,1 0
BB 0 0
B oder schlechter 0 0
ohne Rating 0 0
Durchschnittsrating (ermittelt mit der Methode Moody's WARF) BBB+ AAA
Durchschnittsrating (ermittelt mit der Methode nach Solvency II) A AAA

* Enthält Anlagen in direkt gehaltene Inhaberschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen. Aufteilung anhand der zweitbesten Ratingnote der ausgewählten externen Ratingagenturen.


Wertverluste bei Zinsanlagen sind als vorübergehend zu betrachten, solange aufgrund der Bonität bei Endfälligkeit von einer Rückzahlung zum Nennwert auszugehen ist. Dies ist bei Zinsanlagen mit einem Rating im Bereich des Investment Grade der Fall. Dieser Bereich umfasst die Ratingnoten AAA, AA, A und BBB.


Wegen der sicherheitsorientierten Anlagepolitik handelt es sich bei den Zinsanlagen um Pfandbriefe und Staatsanleihen. Grundsätzlich wird durch die Festlegung von Mindestratings und strengen Limiten pro Anlageart, Emittent und Kontrahent eine Konzentration gleichartiger Risikofaktoren vermieden.

Zinsanlagen nach Anlageart*

Anteile an den gesamten Zinsanlagen 2023 2022
% %
Pfandbriefe 34,0 47,9
Staatsanleihen/staatsgarantierte Anleihen** 0 52,1
Erstrangige Anleihen staatsnaher Unternehmen 0 0
Erstrangige Anleihen Banken 0 0
Erstrangige Anleihen sonstiger Unternehmen 0,0 0
Nachrangige Zinsanlagen 66,1 0
Darlehen an Privatpersonen 0 0

* Enthält Anlagen in direkt gehaltene Inhaberschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen.

** Unter Staatsanleihen werden alle Anleihen der öffentlichen Hand inkl. Anleihen von Regionalregierungen und Kommunen verstanden.

Konzentrationsrisiko


Das Konzentrationsrisiko beschreibt zusätzliche Risiken für das Unternehmen, die entweder durch eine mangelnde Diversifikation des Assetportfolios oder durch eine hohe Exponierung gegenüber dem Ausfallrisiko eines einzelnen Wertpapieremittenten oder einer Gruppe verbundener Emittenten bedingt sind. Besonders hohe Anlagevolumina bei einem Geschäftspartner, in einer Region, in einer Branche oder in eine Anlagestrategie erhöhen die Gefahr von bedeutenden Verlusten. Zur Steuerung dieses Risikos wurden unter anderem Obergrenzen pro Emittenten für besicherte und unbesicherte Zinsanlagen festgelegt. Darüber hinaus werden Zinsanlagen pro Land in Abhängigkeit von der aktuellen Bonität und von der volkswirtschaftlichen Situation begrenzt.


Aufgrund der Rolle des INTER Verein als Konzernobergesellschaft der INTER ist es unvermeidbar, dass die Engagements in Aktien von Versicherungen und Banken den Kern des Kapitalanlagebestandes bilden.

Kapitalanlagen nach Land

Zinsanlagen Sonstige
Anteil Buchwert an den Kapitalanlagen in % Buchwert in T€ Staatsrisiko in T€ Pfandbriefe in T€ Unbesichert in T€ in T€
Anteil Anlageklassen an Buchwert 0,0 % 0,7 % 0,0 % 99,3 %
Deutschland 84,9 296.598 0 0 0 296.598
Luxemburg 10,9 38.206 0 0 0 38.206
Frankreich 1,8 6.204 0 0 0 6.204
Irland 1,7 5.790 0 0 0 5.790
Dänemark 0,7 2.570 0 2.570 0 0
Gesamtergebnis 100,0 349.368 0 2.570 0 346.798

Gegenparteiausfallrisiko


Das Gegenparteiausfallrisiko trägt möglichen Verlusten Rechnung, die sich aus einem unerwarteten Ausfall oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern während der nächsten zwölf Monate ergeben. Das Gegenparteiausfallrisiko umfasst Verträge zur Risikominderung wie Rückversicherungsvereinbarungen, Verbriefungen und Derivate sowie Forderungen gegenüber Vermittlern und alle sonstigen Kreditrisiken, die nicht vom Spreadrisiko abgedeckt werden.


Zur Risikoreduzierung gelten Mindestanforderungen an die Bonität der Kontrahenten. Bei Finanztermingeschäften sind die Risikominderungstechniken für nicht standardisierte Derivate einzusetzen, für die gemäß der EU-Verordnung European Market Infrastructure Regulation (EMIR) eine gesetzliche Besicherungspflicht besteht. Die Sicherheitsleistungen im Rahmen eines Collateral-Managements werden ausschließlich in Form von Kontoguthaben gestellt bzw. erhalten.

Forderungen aus Kapitalanlagen mit Ausfallrisiko

2023 2022
T€ T€
Finanztermingeschäfte 0 0
Einlagen bei Kreditinstituten 11.610 10.876
Saldierte Sicherheitsleistungen 0 0
11.610 10.876

Sonstige Risiken aus Kapitalanlagen


Aufgrund der Investitionen in Alternative Anlagen sind auch Rechts- und Steuerrisiken vorhanden. Diese Risiken werden in den laufenden Prozessen (beim Erwerb in der Due Diligence und im Bestandscontrolling bei Planrechnungen) überwacht und berücksichtigt. Alternative Anlagen werden ausschließlich über Fonds- oder Dachfondsvehikel erworben, die oft im Ausland ihren Sitz und den Gerichtsstand haben. Hinzu kommt die globale Anlagetätigkeit in diesen Fonds, so dass Veränderungen in der Gesetzgebung Einfluss auf die Rendite haben können.

Operationelle Risiken


Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Es umfasst auch Rechtsrisiken. Der INTER Verein begegnet den operationellen Risiken durch eine Vielzahl von Maßnahmen, beispielsweise mit Limiten im Kapitalanlagebereich und bei der Freigabe von Schadenzahlungen oder Leistungserstattungen. Ein wichtiges Instrument zur Begrenzung operationeller Risiken stellt das Interne Kontrollsystem (IKS) dar. Umfassende Kontrollen sind auf allen Ebenen und Funktionen implementiert, um die Risiken von Fehlern bei der Ausführung der Geschäftsprozesse und von dolosen Handlungen zu minimieren. Die Wirksamkeit des IKS wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.

Compliance


Ein Compliance-Risiko ist das Risiko eines Schadeneintritts zu Lasten des Unternehmens infolge der Verletzung rechtlicher Vorgaben durch unternehmensangehörige Personen. Die Compliance-Risiken werden durch die Compliance-Funktion identifiziert und beurteilt. Sie setzt sich aus einer Zentralen Compliance-Funktion (ZCF) und einer Dezentralen Compliance-Funktion (DCF) zusammen. Die ZCF wird bei allen Unternehmen durch die INTER Kranken betreut. Der INTER Verein hat die Funktion auf die INTER Kranken ausgegliedert und einen Ausgliederungsbeauftragten bestellt. Die ZCF ist eine selbstständige Einheit im Unternehmen und direkt dem Vorstand unterstellt.


Die ZCF prüft, ob die von der DCF in der INTER Risikomanagement Software (IRS) erfassten Compliance-Risiken und die hierzu festgelegten risikoreduzierenden Maßnahmen und das IKS plausibel, unter Risikogesichtspunkten zur Sicherstellung von Compliance geeignet und angemessen erscheinen. Über das Ergebnis dieser Prüfung wird jährlich dem Gesamtvorstand berichtet.

Anti-Fraud-Management


Zur Vermeidung von Risiken wie Diebstahl, Unterschlagung, Betrug und Geldwäsche (sog. Fraud-Risiken) hat der INTER Verein ein Anti-Fraud-Management-System eingerichtet. Fraudgefährdete Organisationseinheiten sind bezüglich Fraud-Risiken sensibilisiert. Für relevante Geschäftsprozesse sind Kontrollen definiert, die der Abwehr von rechtswidrigen Handlungen dienen bzw. risikoreduzierend wirken sollen und durch die operativen Geschäftsbereiche zu überwachen sind. Die Fraud-Risiken sind ebenfalls in der IRS erfasst.

Notfallpläne


Die INTER Kranken hat als zentraler Dienstleister für die INTER Unternehmen Notfallvorsorgekonzepte für den Fall einer Pandemie bzw. den Nutzungsausfall von Gebäuden erstellt. Ein zügiger und organisierter Umgang mit Ereignissen, die zum Ausfall von wesentlichen Bereichen, Prozessen und Ressourcen führen können, ist notwendig, um größere Schäden zu vermeiden bzw. diesen vorzubeugen. Ziel hierbei ist es, die Geschäftstätigkeit während eines möglichen Ausfalls aufrechtzuerhalten und die vollständige Betriebsfähigkeit innerhalb einer tolerierbaren Zeitspanne wiederherzustellen. Die Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der über die INTER Kranken bereitgestellten IT-Systeme, auch nach einem Krisenfall, ist für den INTER Verein ein wesentliches operationelles Risiko. Für erkannte Einzelrisiken, z. B. das Risiko durch Datenverluste oder externe Angriffe auf die IT-Landschaft, wurden entsprechende Maßnahmen geschaffen, wie Backup-Systeme für Rechner und Datenbestände, Firewalls, Notfallplanungen, Zugangskontrollen und Berechtigungssysteme, die entweder den Eintritt des schädigenden Ereignisses verhindern oder die Folgen daraus beherrschbar machen sollen.

Informationssicherheitsmanagement


Der Informationssicherheitsbeauftragte (ISB), als Stabstelle im Unternehmen organisiert, ist verantwortlich für die Gestaltung und Optimierung des Informationssicherheitsmanagements (ISM). Neben der Initiierung von Maßnahmen veranlasst der ISB risikobasiert die Prüfung der IT-Sicherheit im Unternehmen, informiert den Vorstand zur aktuellen Lage und berät ihn zu weiteren sicherheitsrelevanten Maßnahmen. Schwerpunkte des Informationssicherheitsmanagements liegen auf der Begleitung der Einführung neuer Arbeitsmodelle, wie z. B. flexibler Homeofficelösungen, sowie der technologischen Erneuerung der IT-Landschaft.


Zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden für das Thema Cybersicherheit wurde ein Awareness-Programm mit Schulungen und simulierten Mailangriffen aufgebaut. Zum Schutz sensibler Kundendaten werden wichtige Geschäftsprozesse und zugeordnete Anwendungen in einer Schutzbedarfsanalyse regelmäßig bezüglich ihrer Kritikalität untersucht und abhängig vom Ergebnis weitere Maßnahmen wie die Überprüfung der Sicherheit der Systeme oder der zugehörigen Infrastruktur eingeleitet.

Personalplanung und -entwicklung


Um dem Risiko fachlich nicht ausreichend qualifizierter Mitarbeiter im Risikomanagementprozess entgegenzuwirken, informiert die zuständige Person für die RMF die dezentralen Risikobeauftragten regelmäßig über aktuelle Themen rund um Risikomanagement und Solvency II. Dem Risiko personeller Engpässe wirken die INTER Unternehmen durch eine angemessene Personalausstattung entgegen, die mithilfe von quantitativen Personal- und Kapazitätsplanungen zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit in den einzelnen Organisationseinheiten erstellt wird. Das INTER Bildungsprogramm, die INTER Förderleitlinien und die weiteren Personalentwicklungsmaßnahmen für Mitarbeiter und Führungskräfte sichern die Qualität der Mitarbeiter und wirken dem Fachkräftemangel entgegen.

Fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit - "fit & proper"


Die INTER Kranken, die im Rahmen des Mastervertrags Tätigkeiten für die INTER Unternehmen ausführt, hat einen Prozess implementiert, um die Anforderungen an die fachliche Qualifikation und die persönliche Zuverlässigkeit von Personen, die das Unternehmen tatsächlich leiten oder andere Schlüsselaufgaben innehaben bzw. intern verantwortliche Personen im Unternehmen für eine Schlüsselfunktion bzw. -aufgabe sind, sicherzustellen. Als Rahmenregelung dienen dabei die internen Leitlinien zu "fit & proper". Zudem bestehen Standards zur "fit & proper"-Bewertung und zur laufenden Dokumentation der Fort- und Weiterbildung der betroffenen Personen.

Sonstige wesentliche Risiken

Liquiditätsrisiko


Unter Liquiditätsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass Versicherungsunternehmen nicht in der Lage sind, ausreichend Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Die jederzeitige Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb wird durch eine aktive Laufzeitsteuerung der Zinsanlagen und durch die zentrale Überwachung sämtlicher Zahlungsströme des Unternehmens in der Liquiditätsplanung sichergestellt. Im Rahmen des ALM-Prozesses wird mehrmals im Jahr über die Fortschreibung der wesentlichen Zahlungsströme aus Kapitalanlage und Versicherungstechnik die Entwicklung der Liquidität des Unternehmens überprüft, so dass ggf. frühzeitig Maßnahmen für die Liquiditätssteuerung angestoßen werden können. Darüber hinaus erfolgt monatlich die Aktualisierung der unterjährigen Liquiditätsvorschau. Die Gewährleistung unerwarteter Zahlungsverpflichtungen wird zudem durch die Einteilung der Kapitalanlagen in Fungibilitätsklassen und der daraus resultierenden Liquiditätsquoten überwacht.

Reputationsrisiko


Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Anteilseignern, Behörden) ergibt. Das Reputationsrisiko kann als eigenständiges Risiko auftreten (primäres Reputationsrisiko) oder im Zusammenhang mit anderen Risiken (sekundäres Reputationsrisiko), z. B. als Folge eines operationellen Risikos. Der INTER Verein begrenzt das Risiko der Ruf- und Imageschädigung durch eine kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und Qualifikation der Mitarbeiter. Auch dem Beschwerdemanagement wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Zudem wird die öffentliche Berichterstattung über die INTER sowie über aktuelle Themen der Versicherungswirtschaft laufend beobachtet.

Strategisches Risiko


Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen bzw. daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Die INTER beobachtet laufend aktuelle Entwicklungen am Markt und in der Versicherungswirtschaft und analysiert regelmäßig die strategische Ausrichtung. Die Erkenntnisse werden bei der mindestens jährlichen Überprüfung der Geschäftsstrategie berücksichtigt, welche wiederum die Basis für die Risikostrategie ist.

Nachhaltigkeitsrisiko


Nachhaltigkeitsrisiko ist definiert als ein Ereignis oder eine Bedingung in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, dessen beziehungsweise deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf den Wert der Investition oder auf den Wert der Verbindlichkeit haben könnte. Nachhaltigkeitsrisiken bilden keine eigene Risikokategorie, sondern werden als Risikotreiber in bestehenden Risikokategorien berücksichtigt.

Risikotragfähigkeit


Die Risikotragfähigkeit wird als das Verhältnis der Eigenmittel zur Solvabilitätskapitalanforderung ermittelt. Im Geschäftsjahr 2023 erfüllte der INTER Verein die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen. Eine detaillierte Beschreibung der Anforderungen und deren Erfüllung ist im Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zu finden.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage


Das Risikomanagementsystem des INTER Verein beinhaltet neben der regelmäßigen Ermittlung und Steuerung der quantitativen Risikosituation auch die laufende Berichterstattung über die durchgeführten Aktivitäten und Vorsorgemaßnahmen zur Risikobeherrschung. Es ist sichergestellt, dass auch neue Risiken identifiziert, bewertet und in den bestehenden Steuerungskreislauf integriert werden. Plötzlich auftretende Risiken werden über das installierte Ad-hoc-Berichtsverfahren an die RMF und an den Vorstand gemeldet. Die Instrumente zur Risikosteuerung werden kontinuierlich verfeinert. Der INTER Verein hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die maßgeblichen Risiken zu steuern und einer negativen Entwicklung des Unternehmens entgegenzuwirken.


Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand des INTER Verein und die Interessen der Mitglieder gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

Ausgliederung


Die INTER Kranken führt als Dienstleistung die Bestandsverwaltung, die Vermögensverwaltung, das Rechnungswesen und weitere Funktionen im Rahmen des Mastervertrags über die Ausgliederung von Funktionen, Versicherungstätigkeiten und sonstigen Tätigkeiten zwischen der INTER Kranken und den deutschen Gesellschaften der INTER (mit Ausnahme der BKM) durch.

Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld


Die globale Situation im Jahr 2024 ist weiterhin geprägt von geopolitischen Krisen wie dem Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt sowie von den Folgen der Corona-Pandemie und der hohen Inflation.


In Deutschland leidet zu Beginn des Jahres 2024 der private Konsum unter den Kaufkraftverlusten, die sich durch die hohen Kostensteigerungen für Energie und Nahrungsmittel ergeben haben. Im Laufe des Jahres 2024 könnte eine sinkende Inflation für Entlastung sorgen. Der Ausblick für die Exportnachfrage wird durch die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft als einer der wichtigsten Handelspartner getrübt. Nach der Insolvenz von Evergrande, einem der größten Immobilienunternehmen der Welt, leiden neben dem Immobiliensektor weitere Branchen unter den Folgen des Zusammenbruchs. Die Konsumentenstimmung in China ist auf einem Tiefpunkt angelangt und der Arbeitsmarkt entwickelt sich negativ. Selbst die Exporte gehen zurück, da vor allem die westlichen Handelspartner die regionalen Wirtschaftsbeziehungen stärken, um Engpässe in den Lieferketten zu reduzieren.


Der Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex im Januar 2024 und die gesunkene Geschäftserwartung zeigen, dass der kurzfristige Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stark gedämpft ist. Neben den hohen Energiepreisen und der schwachen globalen Nachfrage trüben der Arbeitskräftemangel, die hohen Regulierungs- und Steuerbelastungen sowie die nur langsam voranschreitende Digitalisierung die Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung. Die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts erforderliche Anpassung des Bundeshaushalts für 2024 lässt zudem weniger Spielraum für Impulse durch staatliche Förderprogramme und Investitionen.


Zum Jahresbeginn 2024 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen für die europäischen Volkswirtschaften gegenüber den Einschätzungen aus dem Herbst 2023 fast durchgehend gesenkt, während sich die Projektionen für die USA und den asiatischen Raum verbesserten. Für die Weltwirtschaft wird ein Wachstum in Höhe von 3,1% (Vorjahr +3,1%) erwartet. Auf den bedeutendsten Marktplätzen wird der größte Anstieg mit +6,5% (Vorjahr +6,7%) für Indien vorhergesagt. China folgt mit +4,6% (Vorjahr +5,2%) mit einem für seine Verhältnisse unterdurchschnittlichen Wachstum. Für die USA prognostiziert der IWF mit +2,1% (Vorjahr +2,5%) erneut ein höheres Wachstumsniveau als im Euroraum mit +0,9% (Vorjahr +0,5%). Deutschland hinkt trotz einer leichten Erholung weiterhin mit +0,5% (Vorjahr -0,3%) hinterher. Die Prognose für 2024 wurde zuletzt deutlich um 0,4 Prozentpunkte reduziert. Die Bundesregierung geht für 2024 sogar nur von einem Wachstum von +0,2% aus.


Der Arbeitsmarkt zeigt sich ungeachtet der wirtschaftlichen Entwicklung robust. Es wird auch für 2024 ein Zuwachs der Erwerbstätigen bei einer leicht steigenden Arbeitslosenquote in Höhe von 5,9% (Vorjahr 5,7%) erwartet. Die Sparquote wird mit 11,1% auf einem weiterhin hohen Niveau aber leicht niedriger erwartet als im Jahr 2023. Der Verbraucherpreisindex wird voraussichtlich erheblich auf 2,8% (Vorjahr +5,9%) absinken. Damit steigen die Erwartungen auf Zinssenkungen der Zentralbanken auch vor dem Hintergrund der schwächelnden Konjunktur im Euroraum. Die EZB möchte allerdings zunächst die Lohnentwicklung abwarten. Es besteht zusätzlich die Gefahr, dass aufgrund der geopolitischen Risiken kurzfristig der Ölpreis stark ansteigen könnte oder wiederaufkommende Lieferengpässe die Inflation anheben. Die fortwährend inverse Zinskurve zu Beginn des Jahres 2024 ist Ausdruck davon, dass der Markt kurzfristig das Risiko einer Rezession sieht. Der hohe Zinsrückgang in den letzten Monaten des Jahres 2023 zeigt die gestiegene Volatilität an den Anleihemärkten und bildet die Zinssenkungserwartungen ab.


Die Auswirkungen auf die Finanzmärkte und infolgedessen auch auf die Ergebnisse der Kapitalanlagen sind im aktuell von vielen Unsicherheiten geprägten und ungewöhnlich volatilen Umfeld schwer vorhersehbar.


Die Aussagen zum gesamtwirtschaftlichen Umfeld basieren auf den Publikationen "Jahreswirtschaftsbericht 2024" des BMWK , "World Economic Outlook Update, January 2024" des IMF und "Economics & Finance Perspectives Januar 2024" des GDV.

Branchentrends


Die allgemeine Stimmungslage in der Versicherungsbranche zum Jahreswechsel 2023/24 gemäß der Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft wird besser als ein Jahr zuvor beurteilt. Das Geschäftsklima in der Schaden- und Unfallversicherung ist im 4. Quartal 2023 getrieben von den Geschäftserwartungen deutlich angestiegen, liegt aber weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Vor allem in der Haftpflicht- und Unfallversicherung haben sich die Aussichten verbessert, da mit einer positiven Entwicklung des Schadenverlaufs gerechnet wird.


In der Schaden- und Unfallversicherung erwartet die Branche im Jahr 2024 mit 7,7% ein höheres Wachstum als im Vorjahr. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die inflationsbedingten Summen- und Beitragsanpassungen die konjunkturell bedingten schrumpfenden Umsatzvolumina übersteigen. Die Verteilung des Beitragswachstums hat sich im Jahr 2023 weiter auf die Wohngebäude- und gewerbliche Sachversicherung hin konzentriert, während vor allem in der Allgemeinen Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung nur geringfügige Zuwächse gemäß der GDV-Prognose zu verzeichnen waren.

Geschäftstendenzen


Der INTER Verein geht für 2024 von unveränderten Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr aus. Das Leistungsangebot besteht ausschließlich aus dem Produkt "INTER Mitglieder Assistance" in der Sparte Unfall. Da dieses Produkt im Umlageverfahren kalkuliert ist, wird für den INTER Verein von einem ausgeglichenen versicherungstechnischen Ergebnis ausgegangen.


Die Höhe des Jahresüberschusses ist maßgeblich abhängig vom Kapitalanlageergebnis, das bis 2022 überwiegend von der Dividendenzahlung der INTER Kranken geprägt war. Die Dividendenzahlung der INTER Kranken wird im Jahr 2024 wie bereits 2023 deutlich niedriger ausfallen, da die INTER Kranken die Überschussverwendungsquote zugunsten Ihrer Kunden erhöht hat. Die Erträge aus Alternativen Anlagen werden planmäßig weiter signifikant ansteigen und zukünftig den größten Ergebnisbeitrag leisten. Der Jahresüberschuss wird aufgrund steigender Kosten leicht zurückgehen.

Chancenbericht


Chancen ergeben sich aus der positiven Entwicklung der Tochterunternehmen.


Das von der Bundesregierung vorgeschlagene Wachstumschancengesetz soll die privaten Investitionen erhöhen. Zudem soll durch Maßnahmen das Angebot an Arbeitskräften aus dem In- und Ausland gesteigert werden. Dies könnte zu einer steigenden Nachfrage führen.


Zudem erhalten weltweit Projekte eine höhere Bedeutung, die die Abhängigkeiten der jeweils lokalen Wirtschaft mindern. Darüber hinaus soll mit dem Genehmigungsbeschleunigungsgesetz in der Bundesrepublik Deutschland die schnellere Umsetzung von Infrastrukturprojekten gefördert werden. Dies würde zu besseren Investitionsmöglichkeiten im Bereich der Alternativen Anlagen mit hohen Renditechancen führen.


Bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin stabil und zusätzlich als Lehre aus der Pandemie das Bewusstsein für die Bedeutung des Gesundheitsschutzes hoch, kann dies ein Anschub für die Nachfrage nach Krankheitskostenabsicherung sein. Ebenso könnte daraus die Bedeutung des Erwerbsausfall- und Betriebsausfallschutzes steigen und ein Anschub für die Nachfrage von entsprechenden Versicherungsprodukten der Sachversicherung sein.


Das gestiegene Zinsniveau unterstützt die Profitabilität der einzelnen Versicherungsunternehmen und trägt einerseits langfristig zur Beitragsstabilität in der privaten Krankenversicherung bei und setzt andererseits Mittel aus der Zinszusatzreserve für die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung frei. Die erhöhte Überschussbeteiligung für 2024 könnte Wachstumsimpulse durch attraktivere Konditionen für Neukunden in allen Sparten ermöglichen.


Neben den externen Einflüssen bietet die Strategie des INTER Verein Chancen aus dem Unternehmen heraus. In den vier Perspektiven Profitabilität, Kundenzufriedenheit, Prozesse und Mitarbeiter entwickelt sich das Unternehmen gezielt weiter. Die Kundenzufriedenheit spielt für das Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Kundengewinnung und -bindung. So hat das Unternehmen die IT-Infrastruktur modernisiert und treibt die Ablösung der bisherigen Bestandsführungssysteme durch eine moderne, zukunftsfähige Software konsequent voran. Gelingt auf Basis dieses Systemwechsels schneller als erwartet die Erhöhung des Automatisierungsgrads, könnte der verbesserte Service gegenüber Kunden und Vertriebspartnern vorzeitig wirken. Zudem könnten gleichzeitig durch Kosteneinsparungen günstigere Preise kalkuliert werden, die die Wettbewerbsposition der Produkte verbessern. Durch die Weiterentwicklung des ganzheitlichen Beratungsansatzes werden Kunden bedarfsorientiert versorgt. Aufgrund der Einführung eines neuen Vergütungsmodells für die Ausschließlichkeitsorganisation kann es gelingen, die Anzahl der Vertriebspartner auszuweiten und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Diese Maßnahmen können positiven Einfluss auf die Neugeschäftsentwicklung des Unternehmens nehmen.


Chancen ergeben sich darüber hinaus aus der Kapitalanlage. Werden bessere Kapitalanlageergebnisse erzielt als geplant, wird sich das wirtschaftliche Ergebnisse verbessern.


Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse können von den vorgenannten Planungen abweichen. Vor allem Ausfälle von Schuldnern und ein verändertes, von Kaufzurückhaltung geprägtes Kundenverhalten könnten die Geschäftsmöglichkeiten des INTER Verein als Muttergesellschaft der INTER Gruppe beeinträchtigen könnten. Für diesen Fall entstehen Risiken für die Validität der getroffenen Annahmen, das Eintreffen der in diesem Lagebericht enthaltenen Prognosen für das kommende Geschäftsjahr sowie die Erreichung der Planziele.

Zusammenfassung


Der INTER Verein steht an der Spitze der INTER Versicherungsgruppe. Diese ist in Deutschland und Polen ein erfolgreicher Anbieter von Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, insbesondere für Handwerker, Heilwesen, Selbständige, kleine und mittlere Gewerbetreibende sowie deren Familien und Mitarbeiter.


Der INTER Verein nimmt im Wesentlichen eine Holdingfunktion für die unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften wahr. Er vertreibt das im Jahr 2018 eingeführte Unfallprodukt "INTER Mitglieder Assistance". Aufgrund der geplanten Dividendenausschüttungen der INTER Kranken verfügt der INTER Verein über eine stetige Einnahmequelle.

 

Mannheim, den 26.03.2024


INTER Versicherungsverein aG


Der Vorstand

Svenda Dr. Koryciorz Schillinger

Jahresabschluss

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVSEITE

Vorjahr
T€ T€ T€ T€
A. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 281.598 281.598
281.598 281.598
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.200 47.048
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.570 5.693
3. Sonstige Ausleihungen
a) Schuldscheinforderungen und Darlehen 5.000 0
4. Einlagen bei Kreditinstituten 10.000 10.502
67.770 63.243
349.368 344.841
B. Forderungen
I. Sonstige Forderungen 478 626
davon:
an verbundene Unternehmen T€ 478 (Vorjahr T€ 626) 478 626
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1.610 375
II. Andere Vermögensgegenstände 7.269 9.903
8.880 10.277
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 46 7
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 2 2
48 9
E. Aktive latente Steuern 2.289 2.150
Summe der Aktiva 361.062 357.903

PASSIVSEITE

Vorjahr
T€ T€ T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gewinnrücklagen
1. Verlustrücklage gemäß § 193 VAG 100.500 100.500
2. Andere Gewinnrücklagen 248.459 245.472
348.959 345.972
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge 40 38
40 38
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.477 10.493
II. Steuerrückstellungen 134 0
III. Sonstige Rückstellungen 1.098 1.158
11.709 11.651
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Sonstige Verbindlichkeiten 354 243
davon:
gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0)
aus Steuern T€ 264 (Vorjahr T€ 230)
354 243
Summe der Passiva 361.062 357.903

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. bis 31.12.2023

T€ T€ T€ T€ Vorjahr T€
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge
a) Gebuchte Beiträge 44 41
b) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge 3 -42
41 83
0 0
2. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb 39 38
39 38
3. Versicherungstechnisches Ergebnis 2 45
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 2.000 18.000
davon:
aus verbundenen Unternehmen T€ 2.000 (Vorjahr T€ 18.000)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon:
aus verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0)
aa) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 2.571 2.141
2.571 2.141
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 24 2
4.594 20.143
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 362 301
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 5 22
368 323
4.227 19.820
3. Sonstige Erträge 1.063 1.398
4. Sonstige Aufwendungen 1.827 2.155
-764 -757
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.464 19.107
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 396 403
davon:
Ertrag aus latenten Steuern T€ 139 (Vorjahr Aufwand T€ 500)
7. Sonstige Steuern 82 50
477 453
8. Jahresüberschuss 2.987 18.654
9. Einstellungen in die Gewinnrücklage
in andere Gewinnrücklagen 2.987 18.654
2.987 18.654
10. Bilanzgewinn 0 0

Anhang

Angaben zur Identifikation gemäß § 264 Abs. 1a HGB


Der INTER Versicherungsverein aG (vormals INTER Krankenversicherung aG), Mannheim, ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 47 eingetragen.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebende Rechnungslegungsvorschriften


Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.

Kapitalanlagen


Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 341b Abs. 1 Satz 2 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.


Anteile oder Aktien an Investmentvermögen wurden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Bestand an Fonds, die in Alternative Anlagen investieren, wurde dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Bewertung erfolgte demzufolge gemäß § 341b Abs. 2 2. Halbsatz HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert wurde berücksichtigt. Außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich nicht dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurden nicht vorgenommen. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.


Die ausgewiesenen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, d.h. dass bei Inhaberschuldverschreibungen mit laufenden Zinszahlungen die Bewertung mit den Anschaffungskosten zuzüglich bzw. abzüglich einer Amortisation von Agien und Disagien unter Anwendung der Effektivzinsmethode analog § 341c Abs. 3 HGB erfolgt. Die Inhaberschuldverschreibungen wurden dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Bewertung erfolgte dementsprechend gemäß § 341b Abs. 2 2. Halbsatz HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.


Bei Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation der Differenz zwischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode gemäß § 341c Abs. 3 HGB angesetzt. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.


Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert wurde berücksichtigt.

Forderungen


Sonstige Forderungen wurden mit den Nominalwerten ausgewiesen. Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände


Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Scheck- und Kassenbestand wurden mit dem Nominalwert angesetzt.


Andere Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten


Abgegrenzte Zinsen, die auf das Geschäftsjahr entfallen, aber noch nicht fällig sind, wurden zeitanteilig mit dem Nominalwert bewertet. Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Aktive latente Steuern


Für die voraussichtliche Entlastung in den folgenden Geschäftsjahren wurde gemäß § 274 HGB ein Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern gebildet. Dabei wurde auf der Grundlage der Unterschiedsbeträge zwischen den Wertansätzen der Handels- und der Steuerbilanz zum 31.12.2023 die voraussichtliche Steuerentlastung der Folgejahre in Höhe von T€ 2.289 (Vorjahr T€ 2.150) ermittelt. Wesentliche Unterschiedsbeträge ergaben sich bei der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Der Bewertung lag ein aktiver Überhang in Höhe von T€ 7.415 (Vorjahr T€ 6.963) und ein Steuersatz von 30,88% zugrunde.

Versicherungstechnische Rückstellungen


Die Beitragsüberträge wurden nach dem 1/360-System für jeden Versicherungsvertrag einzeln berechnet.

Andere Rückstellungen


Pensionsverpflichtungen bestehen nach der Bestandsübertragung ausschließlich gegenüber ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ehemaligen Vorständen.


Die Berechnung der Pensionsrückstellungen sowie der Rückstellungen für sonstige Versorgungsbezüge erfolgte nach dem international üblichen "projected unit credit"-Verfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Neben gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen und Trends berücksichtigt. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde auf Basis des Zinssatzes mit Stand November 2023 eine Projektion des Zinssatzes zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Zinsniveaus vorgenommen.


Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt der Unterschiedsbetrag zwischen der Ermittlung mit einem Sieben-Jahresdurchschnittszins (1,75%) und dem Zehn-Jahresdurchschnittszins von T€ 113 einer Ausschüttungssperre. Dabei wurde ein von der Deutschen Bundesbank abweichender Zinssatz verwendet. Die Abweichung ist unwesentlich.


Verpflichtungen aus Zusagen infolge Gehaltsumwandlungen ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in die Bewertung einbezogen.


Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:

Bewertungsverfahren Project Unit Credit (PUC)
Biometrie HEUBECK-RICHTTAFEL 2018 G
Rententrend 2,00% (Durchschnitt)
Bewertung Witwen-/Witwerrenten kollektive Methode
Zinssatz 1,78% zum 01.01.2023
1,83% zum 31.12.2023


Das der Bewertung zugrunde liegende rechnerische Pensionsalter entspricht dem vertraglich versicherten Pensionsalter.


Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet und mit dem Aktivwert dieser Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, da diese durch die Abtretung der Versicherungsleistungen an die Mitarbeiter dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.


Alle anderen Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt und, falls die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Andere Verbindlichkeiten


Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr.

Währungsumrechnungen


Für die in fremder Währung abgeschlossenen Kapitalanlagen werden die Aktiva und Passiva in der jeweiligen ausländischen Währung geführt. Zur Erstellung des Jahresabschlusses wurden diese Posten gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Ergebniseffekte bei Kapitalanlagen aufgrund von Währungskursschwankungen werden innerhalb der Zu- und Abschreibungen bzw. Gewinne und Verluste auf Kapitalanlagen ausgewiesen.

Aktiva - Entwicklung des Aktivposten A. im Geschäftsjahr 2023

Bilanzwert Vorjahr Zugänge 1) Umbuchung Abgänge Zuschreibungen Abschrei-bungen 2)
T€ T€ T€ T€ T€ T€
A.I. Kapitalanlagen in verbundene Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 281.598 0 0 0 0 0
2. Summe A.I. 281.598 0 0 0 0 0
A.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 47.048 4.498 0 1.346 0 0
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5.693 15 0 3.134 0 5
3. Sonstige Ausleihungen
a) Schuldscheinforderungen und Darlehen 0 5.000 0 0 0 0
4. Einlagen bei Kreditinstituten 10.502 0 0 502 0 0
5. Summe A.II. 63.243 9.513 0 4.981 0 5
Insgesamt 344.841 9.513 0 4.981 0 5
Bilanzwert Geschäftsjahr
T€
A.I. Kapitalanlagen in verbundene Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 281.598
2. Summe A.I. 281.598
A.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.200
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.570
3. Sonstige Ausleihungen
a) Schuldscheinforderungen und Darlehen 5.000
4. Einlagen bei Kreditinstituten 10.000
5. Summe A.II. 67.770
Insgesamt 349.368

1) davon Amortisation von Disagien in Höhe von T€ 15

2) davon Devisenabschreibungen in Höhe von T€ 5

Angaben zur Bilanz

AKTIVA

Zu A. Kapitalanlagen

I. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen


Die Anteile an verbundenen Unternehmen des INTER Verein blieben in diesem Geschäftsjahr unverändert und wiesen Buchwerte in Höhe von T€ 281.598 aus.


Die Beteiligungsverhältnisse des INTER Verein waren an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unverändert. Die Marktwerte dieser nicht börsennotierten Unternehmensbeteiligungen beliefen sich auf T€ 393.849 (Vorjahr T€ 358.163). Darin waren Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€ 281.572 (Vorjahr T€ 281.572) enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von T€ 112.255 auswiesen. Zum anderen waren Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€ 26 (Vorjahr T€ 26) enthalten, bei denen durch die Bewertung nach den Vorschriften des Anlagevermögens Abschreibungen in Höhe von T€4 vermieden wurden.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Direkte Beteiligung des Mutterunternehmens Indirekte Beteiligung des Mutterunternehmens Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 Ergebnis des Geschäftsjahres 31.12.2023
in % in % T€ T€
die verbundenen Unternehmen
INTER Krankenversicherung AG, Mannheim 100,00 283.900 8.400
INTER Lebensversicherung AG, Mannheim 100,00 39.200 1.565
INTER Allgemeine Versicherung AG, Mannheim 100,00 28.746 -1.637
Bausparkasse Mainz AG, Mainz 94,81 125.074 2.567
INTER Beteiligungen AG, Mannheim 100,00 10.382 -242
TU INTER Polska S.A., Warschau
über die INTER Beteiligungen AG 100,00 26.456 2.696
TU INTER-ZYCIE Polska S.A.,Warschau
über die INTER Beteiligungen AG 100,00 6.385 556
INTER Sachversicherungs- und Kapitalvermittlungs-GmbH, Mannheim 100,00 1.139 118
INTER Service GmbH, Mannheim 100,00 20 -1
NOV Nord-Ostsee Versicherungsermittlungsgesellschaft mbH, Rostock 100,00 925 55
BKM Immobilienservice GmbH, Mainz
über die Bausparkasse Mainz AG 100,00 818 172
adiNOVo Versicherungsvermittlung GmbH, Mannheim
über die NOV Nord-Ostsee Versicherungsvermittlungsgesellschaft mbH 100,00 911 47
INTER Assistance Spolka z oo, Warschau
über die TU INTER Polska S.A. 100,00 150 1

II. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere


Hierbei handelte sich um Fonds, die in nicht notierte Unternehmensbeteiligungen (Private Equity) und nicht notierte Unternehmensdarlehen (Private Debt Corporates) investieren. Der Bilanzposten betrug zum Bilanzstichtag T€ 50.200 (Vorjahr T€ 47.048).


Der gesamte unter diesem Bilanzposten ausgewiesene Bestand wurde dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, und hatte einen Marktwert in Höhe von T€ 64.558 (Vorjahr T€ 60.056). Darin waren Vermögenswerte in Höhe von T€ 45.849 (Vorjahr T€ 47.048) enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von insgesamt T€ 14.393 auswiesen. Vermögenswerte in Höhe von T€ 4.351 (Vorjahr T€ 0), bei denen durch die Bewertung nach den Vorschriften des Anlagevermögens Abschreibungen vermieden wurden, hatten Lasten in Höhe von T€ 35 zu verzeichnen. Diese Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft beurteilt, da es sich um Fonds handelt, die eine langfristige Anlagestrategie verfolgen und durch zukünftige Investitionen ein hohes Wertaufholungspotenzial beinhalten.


Der Bilanzposten wird aufgrund der insgesamt ausstehenden Kapitalzusagen in Höhe von T€ 19.313 weiterwachsen.


Die Anteile an den geschlossenen alternativen Investmentfonds können nicht zurückgegeben werden.

II. 2. Inhaberschuldverschreibungen


Der Bilanzposten enthielt ausschließlich Inhaberschuldverschreibungen und betrug T€2.570 (Vorjahr T€ 5.693).


Die unter diesem Bilanzposten ausgewiesenen Positionen wurde in Höhe von T€ 2.570 (Vorjahr T€ 2.728) nach den Vorschriften des Anlagevermögens bewertet und hatten Marktwerte in Höhe von T€ 2.242. Bei allen darin enthaltenen Vermögenswerten wurden durch die Zuordnung zum Anlagevermögen Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 328 vermieden. Sämtliche Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft beurteilt, da es sich ausnahmslos um besicherte Anleihen mit sehr guten Bonitäten handelte und die Wertminderung ausschließlich aus der Veränderung des Zinsniveaus resultierte.


Durch Amortisationen von Disagien erhöhten sich die Buchwerte im Geschäftsjahr um T€ 15. Devisenabschreibungen führten zu einem Buchwertrückgang um T€ 5 (Vorjahr T€ 1).

Zeitwerte der Kapitalanlagen

Buchwerte 2023 Zeitwerte 2023 Buchwerte 2022 Zeitwerte 2022
T€ T€ T€ T€
A.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 281.598 393.849 281.598 358.163
2. Summe A.I. 281.598 393.849 281.598 358.163
A.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.200 64.558 47.048 60.056
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.570 2.242 5.693 5.223
3. Sonstige Ausleihungen
a) Schuldseinforderungen und Darlehen 5.000 5.000 0 0
4. Einlagen bei Kreditinstituten 10.000 10.000 10.502 10.502
5. Summe A.II. 67.770 81.800 63.243 75.781
A. Kapitalanlagen 349.368 475.649 344.841 433.943
davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 349.368 475.649 344.841 433.943
davon zum Nennwert bilanziert 0 0 0 0
davon Finanzinstrumente wie Anlagevermögen bewertet (§ 285 Nr. 18 HGB) 339.368 465.649 331.374 420.477
davon mit stillen Lasten 6.947 6.580 2.754 2.279

Zeitwerte der Kapitalanlagen


Bei den verbundenen Unternehmen und den nicht börsennotierten Beteiligungen wurde der Ertragswert bzw. der Substanzwert mittels anteiligem Eigenkapital zugrunde gelegt.


Bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen entsprachen die Zeitwerte den Nettovermögenswerten, die die Gesellschaften, die das Kapital verwalten, ermittelt haben. Bei den Spezial-AIF weisen die Zeitwerte Substanzwerte aus, da es keinen aktiven Markt für diese Fondsanteile und die im Fonds enthaltenen Vermögenswerte gibt.


Bei Inhaberschuldverschreibungen, die an einer Börse notierten, wurden die Zeitwerte mit dem Jahresultimo-Börsenkurs angesetzt.


Die Zeitwerte der Inhaberschuldverschreibungen, die nicht an einer Börse notieren, und die sonstigen Ausleihungen wurden mit Hilfe eines Marktpreismodells ermittelt. Das Marktpreismodell bemisst den Zeitwert auf Basis von Preisnotierungen für identische Vermögenswerte auf inaktiven Märkten, von Preisnotierungen für ähnliche Vermögensgegenstände auf aktiven und inaktiven Märkten sowie auf Basis weiterer für die Wertentwicklung des Vermögenswerts relevanter Marktdaten, die beobachtet werden konnten, wie z.B. Zinskurven, Risikoaufschläge und Volatilitäten.


Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Zu B. Forderungen

I. Sonstige Forderungen

Sonstige Forderungen

2023 2022
T€ T€
Forderungen an verbundene Unternehmen 478 626
Forderungen an Finanzämter (einschl. Erstattungszinsen) 0 0
Übrige 0 0
478 626

Zu C. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Andere Vermögensgegenstände


Die anderen Vermögensgegenstände bestehen ausschließlich aus Steuerforderungen.

Zu E. Aktive Steuerabgrenzungen


Es handelt sich um voraussichtliche Steuerentlastungen nachfolgender Geschäftsjahre gemäß § 274 HGB.


Zum 31.12.2023 errechneten sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen im Wesentlichen bei der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.289 (Vorjahr T€ 2.150). Der Bewertung lag ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 7.415 (Vorjahr T€ 6.963) und ein Steuersatz von 30,88% zugrunde.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Zum Bilanzstichtag waren ausstehende Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 19.313 zu verzeichnen. Diese resultierten aus Kapitalzusagen an Fonds, die über die nächsten Jahre hinweg in Alternative Anlagen investieren.

PASSIVA

Zu A. Eigenkapital

I. Gewinnrücklagen

2023 2022
T€ T€
1. Verlustrücklage
Stand am 01.01. / 31.12 100.500 100.500
2. Andere Rücklagen
Stand am 01.01. 245.472 226.818
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2.987 18.654
Stand am 31.12. 248.459 245.472
Stand am 31.12. 348.959 345.972

Zu B. Versicherungstechnische Rückstellungen

Versicherungstechnische Rückstellungen

2023 2022
T€ T€
Versicherungstechnische Rückstellungen 40 38
davon
- Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 0 0

Zu C. Andere Rückstellungen

I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen


Die Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab einen Erfüllungsbetrag von T€ 14.475 (Vorjahr T€ 14.623).


Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen von T€ 3.999 (Vorjahr T€ 4.130) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung verrechnet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

2023 2022
T€ T€
Erfüllungsbetrag aus Zusagen
- aus den Versorgungsordnungen bzw. Einzelzusagen 14.178 14.294
- aus Gehaltsumwandlungen 324 347
14.502 14.641
Erhöhung der Pensionsverpflichtung aus Gehaltsumwandlung zu Verrechnung -27 -17
14.475 14.623
davon mit Aktivwerten der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen verrechenbar 3.999 4.130
10.477 10.493


Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 113 (Vorjahr T€ 512). Dieser unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

III. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

2023 2022
T€ T€
PKV-Zuschuss 800 894
Erstellung, Prüfung, Veröffentlichung und Archivierung Jahresabschluss 163 144
Rechts- und Steuerberatung 17 25
Erstellung Solvenzübersicht 76 66
Aufbewahrungspflicht 3 3
Zinsen aus Steuerprüfung 39 25
1.098 1.158

Zu D. Andere Verbindlichkeiten

I. Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

2023 2022
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Verbindlichkeiten aus Steuern 264 230
Sonstige 91 13
355 243

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zu I. Versicherungstechnische Rechnung

Zu 1. Verdiente Beiträge


Die gebuchten Bruttobeiträge (= verdiente Nettobeiträge) entfielen ausschließlich auf das mitgliedschaftsfördernde Produkt in der Sparte Unfallversicherung und betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 44 (Vorjahr T€ 41). Es handelt sich ausschließlich um Beiträge aus inländischem Geschäft.

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge


Der Versicherungsbestand des INTER Verein wurde im Geschäftsjahr um 21.532 Verträge der Sparte Unfall verringert und beträgt nun insgesamt 490.033 Verträge (Vorjahr 511.565).

Zu 2. Aufwendungen für Versicherungsfälle


Die Aufwendungen für Versicherungsfälle aus der Unfallversicherung waren im Geschäftsjahr T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Es wurde für einen Schaden Schadenaufwendungen verzeichnet.

Zu 3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb


Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb fielen im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 39 (Vorjahr T€ 38) an. Sie entfielen in voller Höhe auf die Verwaltungsaufwendungen.

Zu 4. Versicherungstechnisches Ergebnis


Das versicherungstechnische Ergebnis betrug im Geschäftsjahr T€ 2 (Vorjahr T€ 45).

Zu II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

Zu 1. Erträge aus Kapitalanlagen

Zu 2. Aufwendungen aus Kapitalanlagen


In den Aufwendungen aus Kapitalanlagen waren Devisenkursverluste und -abschreibungen in Höhe von T€ 5 enthalten.


Das außerplanmäßige Ergebnis im Geschäftsjahr resultierte aus Tilgungen bei Zinsanlagen im Umlaufvermögen und betrug T€ 18 (Vorjahr T€ -20).

Zu 3. Sonstige Erträge Sonstige Erträge

2023 2022
T€ T€
Zinsen und ähnliche Erträge 178 471
Erträge aus Dienstleistungen für verbundene und nahe stehende Unternehmen 866 924
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 19 3
1.063 1.398

Zu 4. Sonstige Aufwendungen Sonstige Aufwendungen

2023 2022
T€ T€
Aufwendungen für die Weitergabe von Erträgen 42 459
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 11
Aufwendungen für Dienstleistungen für verbundene und nahe stehende Unternehmen 866 924
Aufwendungen, die das Unternehmen als Ganzes betreffen 919 761
1.827 2.155

Zinsen aus Ab- und Aufzinsung


Durch die Aufzinsung aus langfristigen Rückstellungen entstanden Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0), während durch die Abzinsung wie auch im Vorjahr keine Ergebniseffekte zu verzeichnen waren.

Währungsumrechnung


Aus der Fremdwährungsumrechnung abseits der Kapitalanlagen haben sich Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1) und Erträge in Höhe von weniger als T€ 1 (Vorjahr T€ 0) ergeben.

Zu 6. Steuern vom Einkommen und Ertrag


Das Unternehmen übt gemäß § 83 des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie EU 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung vom 21. Dezember 2023 nur eine untergeordnete internationale Tätigkeit aus und ist daher für die ersten fünf Jahre von der Mindeststeuer (Pillar II) befreit. Aus der Einführung der Globalen Mindeststeuer ergeben sich mithin keine Auswirkungen auf die Steuerposition des Unternehmens.

Sonstige Angaben

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter

2023 2022
T€ T€
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 0 0
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0 0
3. Löhne und Gehälter 33 33
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0 0
5. Aufwendungen für Altersversorgung 0 0
6. Aufwendungen insgesamt 33 33

Anzahl Mitarbeiter


Der INTER Verein beschäftigte im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter.

Funktionsausgliederung


Über die im Lagebericht genannten Funktionsausgliederungen hinaus wurden dem INTER Verein im Wege der Dienstleistung von der INTER Kranken Verwaltungstätigkeiten sowie die Bestands- und Schadenbearbeitung durchgeführt.

Bezüge der Organe


Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen T€ 27 (Vorjahr T€ 26). An frühere Mitglieder des Vorstands wurden T€ 681 (Vorjahr T€ 658) gezahlt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands wurden T€ 11.624 (Vorjahr T€ 11.630) zurückgestellt.


Die Aufsichtsratvergütungen betrugen ohne Umsatzsteuer T€ 75 (Vorjahr T€ 74).

Honorar des Abschlussprüfers


Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers für die gesetzlich vorgeschriebene Jahresabschlussprüfung gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB im Konzernabschluss des INTER Verein. Zusätzlich erfolgte eine Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Ausgliederungsmanagement als Nichtprüfungsleistung.

Unternehmensgruppe


Der INTER Verein, Mannheim, erstellt für die Versicherungsgruppe einen Konzernabschluss (größter und kleinster Kreis). Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Angaben zu den Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen


Zu den nahe stehenden Unternehmen zählen die mit dem INTER Verein verbundenen Unternehmen sowie die FAMK, die mit dem INTER Verein einen Gleichordnungskonzern im Sinne des § 18 Abs. 2 AktG bildet.


Zu den nahe stehenden Personen gehören die Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands und die leitenden Angestellten der ersten Führungsebene unter dem Vorstand sowie die nahen Familienangehörigen.


Zwischen den nahe stehenden Unternehmen bestehen ein Organisationsgemeinschaftsvertrag sowie diverse Generalagenturverträge und ein Vertrag über die Ausgliederung von Funktionen, Versicherungstätigkeiten und sonstigen Tätigkeiten zwischen dem INTER Verein und den deutschen Tochtergesellschaften, wobei ganz überwiegend die INTER Kranken Dienstleistungen für die Konzernunternehmen erbringt und in geringem Umfang erhält. Die Dienstleistungen werden bzw. wurden überwiegend zu Selbstkosten einschließlich entsprechender Gemeinkostenzuschläge bzw. zu vereinbarten marktüblichen Preisen oder im Wege der sachgerechten Kostenteilung abgerechnet.


Im Geschäftsjahr wurde der FAMK ein Nachrangdarlehen in Höhe von T€ 5.000 gewährt.


Bei den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen handelt es sich im Wesentlichen um Versicherungs- und Bausparverträge. Hierbei erhalten nahe stehende Personen Versicherungsschutz zu für Mitarbeiter von Finanzdienstleistern geltenden Konditionen und Mitarbeiterkonditionen bei Bausparverträgen. Ansonsten erfolgen die Vertragsabschlüsse zu den üblichen Bedingungen. Zusammenfassend ergibt sich keine Berichterstattungspflicht im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 21 HGB über wesentliche Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen.

Verbände


Der INTER Verein ist u.a. Mitglied folgender Organisationen:

Association Internationale des Societétés d'Assurance Mutuelle, Amsterdam

Wiesbadener Vereinigung, Köln

Arbeitsgemeinschaft der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit e.V., Hannover

Nachtragsbericht


Nach dem Schluss des Geschäftsjahres beabsichtigt der Aufsichtsrat der INTER Krankenversicherung AG, auf Grundlage des aktuellen Informationsstands der Vermögensvollübertragung von der FAMK auf die INTER Krankenversicherung AG zuzustimmen.

Mitglieder der Organe

Mitgliedervertretung

Bauer, Alexander seit Januar 2023
Bucher, Michael
Geishauser, Irmgard
Gießelmann, Markus
Grimminger, Michael
Kaminsky, Manfred ab August 2023
Dr. med. Kauert, Steffen
Kießler, Peter
Liesenkötter, Georg
Müller, Gerd
Niehaus, Frank Michael
Paulsen, Georg-Iwer bis August 2023
Peschke, Jörg-Günter
Prössl, Heinrich bis Januar 2023
Dr. med. Placke, Jens
Scharold, Richard
Schulze, Reinhard
Seufferheld, Daniel

Aufsichtsrat

Thomas, Peter vorm. Vorsitzender der Vorstände der INTER Versicherungen, Betriebswirt, Nieblum OT Goting, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Gordt, Claudia Rechtsanwältin und Notarin a.D., Viernheim stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats
Burlon, Silvio Direktor der hessischen Landesfeuerwehrschule a.D., Kassel
Dr. Dedert, Bernd Diplom Volkswirt, Doktor der Staatswissenschaften, Hennef (Sieg) (ab 28.06.2022)
Krimmer, Joachim Meister im Zentralheizungs- und Lüftungsbauhandwerk, Präsident der Handwerkskammer Ulm, Leutkirch
Olbermann, Jürgen Betriebswirt, Tröndel OT Emkendorf

Vorstand

Dr. Solf, Michael Sprecher des Vorstands, Baierbrunn, bis 30.06.2023
Datenverarbeitung, Interne Revision, Kapitalanlagen, Organisationsentwicklung, Personal, Unternehmenskommunikation, Recht
Dr. Koryciorz, Sven Vorstandsmitglied, Neustadt a. d. Weinstraße
Mathematik, Rechnungswesen, Risikomanagement, Unternehmensplanung / Controlling, Interne Revision (seit 01.07.2023)
Schillinger, Michael Vorstandsmitglied, Mannheim
Marketing, Vertrieb, Unternehmenskommunikation (seit 01.07.2023), Personal (seit 01.07.2023), Recht (seit 01.07.2023)
Svenda, Roberto Vorstandsmitglied, Ilvesheim, Sprecher des Vorstands seit 01.07.2023
Antrag, Bestand, Leistung, Compliance, Zentrales Eingangs- und Service Management, Unternehmenspolitik (seit 01.07.2023), Datenverarbeitung (seit 01.07.2023), Kapitalanlagen (seit 01.07.2023), Organisationsentwicklung (seit 01.07.2023)

 

Mannheim, den 26.03.2024


INTER Versicherungsverein aG


Der Vorstand

Svenda Dr. Koryciorz Schillinger

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An den INTER Versicherungsverein aG, Mannheim

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss des INTER Versicherungsverein aG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des INTER Versicherungsverein aG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Vereins zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Vereins. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.


Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:


(1) Bewertung von Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen


Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:


① Sachverhalt und Problemstellung


② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


③ Verweis auf weitergehende Informationen


Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:


(1) Bewertung von Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen


① Im Jahresabschluss des Vereins werden unter dem Bilanzposten "Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 281.598 (78,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen.


Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen werden als Barwerte der erwarteten künftigen Erträge, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Ertragswertverfahren ermittelt. Hierbei werden jeweils auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Kapitalanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Erträge einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung, mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage des Vereins war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.


② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen sachgerecht mittels Ertragswertverfahren unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten finanziellen Überschüssen zugrunde liegen. Zudem haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der erwarteten Erträge nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.


Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.


③ Die Angaben des Vereins zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Abschnitt "Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Angaben zur Bilanz" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen


Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.


Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.


Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.


Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Vereins vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Vereins zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Vereins vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Vereins zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Vereins vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Vereins abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Vereins zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Verein seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Vereins vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Vereins.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO


Wir wurden von der Mitgliedervertreterversammlung am 4. Juli 2023 als Abschlussprüfer gewählt.


Wir wurden am 28. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer des INTER Versicherungsverein aG, Mannheim, tätig.


Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer


Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Martin Eibl.

 

Frankfurt am Main, den 28. März 2024


PricewaterhouseCoopers GmbH


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Eibl ppa. Anna Seifert
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats


Der Aufsichtsrat ließ sich im Jahr 2023 über die Geschäftsentwicklung, die Geschäftsführung und die finanzielle Situation des Unternehmens vom Vorstand umfassend schriftlich und mündlich berichten. Zudem wurden in regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen alle wichtigen geschäftspolitischen Ereignisse eingehend besprochen und dabei vom Vorstand alle Fragen erschöpfend beantwortet.


Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2023 wurden durch den vom Aufsichtsrat bestellten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Es wurden keine Beanstandungen erhoben, sodass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Aufsichtsrat hat zu den Prüfungsergebnissen keine Bemerkungen zu machen.


Der Aufsichtsrat hat den ihm vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft; er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2023 der damit festgestellt ist.

 

Mannheim, den 23.05.2024


INTER Versicherungsverein aG


Der Aufsichtsrat

Thomas Gordt Burlon
Vorsitzender Stellvertretende Vorsitzende
Dr. Dedert Krimmer Olbermann

Standorte

Standorte der INTER Versicherungsgesellschaften

Direktion

Mannheim Erzbergerstraße 9-15 Telefon 0621 / 427-427
68165 Mannheim Fax 0621 / 427-944

Geschäftsstellen

Augsburg Stadtberger Straße 99 Telefon 0821 / 455962-12
86157 Augsburg Fax 0821 / 455962-25
Berlin Wittenbergplatz 2 Telefon 030 / 235165-17
10789 Berlin Fax 030 / 235165-76
Bremen Martinistraße 53-55 Telefon 0421 / 16936-30
28195 Bremen Fax 0421 / 16936-50
Dortmund Lindemannstraße 79 Telefon 0231 / 206398-41
44137 Dortmund Fax 0231 / 206398-55
Erfurt Fischmarkt 12 Telefon 0361 / 4302354-11
99084 Erfurt Fax 0361 / 4302354-40
Frankfurt/Oder Spiekerstraße 11a Telefon 0335 / 68368-90
15230 Frankfurt/Oder Fax 0335 / 68368/55
Freiburg Konrad-Goldmann-Straße 5a Telefon 0761 / 707699-19
79100 Freiburg Fax 0761 / 707699-25
Halle Graefestraße 22 Telefon 0345 / 29261-11
06110 Halle Fax 0345 / 29261-25
Hamburg Rosenstraße 8 Telefon 040 / 30219-132
20095 Hamburg Fax 040 / 30219-191
Hannover Karl-Wiechert-Allee 1 Telefon 0511 / 54709-12
30625 Hannover Fax 0511 / 54709-18
Köln Ettore-Bugatti-Straße 6-14 Telefon 0231 / 206398-41
51149 Köln Fax 02203 / 35839-25
Leipzig Dresdener Straße 11-13 Telefon 0341 / 98279-20
04103 Leipzig Fax 0341 / 98279-43

Standorte der INTER Versicherungsgesellschaften

Lübeck Kohlmarkt 19-21 Telefon 0451 / 20345-17
23552 Lübeck Fax 0451 / 20345-50
Magdeburg Liebigstraße 7 Telefon 0391 / 61193-11
39104 Magdeburg Fax 0391 / 61193-19
Mannheim Erzbergerstraße 17 Telefon 0621 / 12718-15
68165 Mannheim Fax 0621 / 12718-66
München Wilhelm-Hale-Straße 50 Telefon 089 / 532938-11
80639 München Fax 089 / 532938-50
Nürnberg Frankenstraße 148 Telefon 0911 / 929953-18
90461 Nürnberg Fax 0911 / 929953-50
Rostock Am Vögenteich 24 Telefon 0381 / 25222-73
18055 Rostock Fax 0381 / 25222-77
Saarbrücken Trierer Straße 12 Telefon 0681 / 94828-23
66111 Saarbrücken Fax 0681 / 94828-10
Schwerin Heinrich-Mann-Straße 9 Telefon 0385 / 74313-45
19053 Schwerin Fax 0385 / 74313-40
Stuttgart Hauptstätter Straße 89 Telefon 0711 / 64877-45
70178 Stuttgart Fax 0711 / 64060-91
Tuttlingen Karlstraße 17 Telefon 07461 / 96619-14
78532 Tuttlingen Fax 07461 / 96619-50
Ulm Söflinger Straße 250 Telefon 0731 / 96284-15
89077 Ulm Fax 0721 / 96284-25
Würzburg Koellikerstraße 13 Telefon 0931 / 3512-41
97070 Würzburg Fax 0931 / 3512-35

Handwerk

Dresden Am Lagerplatz 7 Telefon 0351 / 43556-10
01099 Dresden Fax 0351 / 43556-50
Leipzig Dresdener Straße 11-13 Telefon 0341 / 98279-20
04103 Leipzig Fax 0341 / 98279-43

Standorte der INTER Versicherungsgesellschaften

Ärzte-Service

Berlin Wittenbergplatz 2 Telefon 030 / 235165-75
10789 Berlin Fax 030 / 235165-76
Bremen Martinistraße 53-55 Telefon 0421 / 16936-30
21895 Bremen Fax 0421 / 16936-50
Dortmund Lindemannstraße 79 Telefon 0231 / 206398-41
44137 Dortmund Fax 0231 / 206398-55
Dresden Schützenhöhe 20 Telefon 0351 / 81266-34
01099 Dresden Fax 0351 / 81266-50
Erfurt Mainzerhofplatz 14 Telefon 0361 / 59801-50
99084 Erfurt Fax 0361 / 59801-60
Hamburg Rosenstraße 8 Telefon 040 / 30219-114
20095 Hamburg Fax 040 / 30219-195
Mannheim Erzbergerstraße 17 Telefon 0621 / 12718-15
68165 Mannheim Fax 0621 / 12718-66
München Wilhelm-Hale-Straße 50 Telefon 089 / 532938-18
80639 München Fax 089 / 532938-51
Nürnberg Frankenstraße 148 Telefon 0911 / 929953-18
90461 Nürnberg Fax 0911 / 929953-50
Schwerin Heinrich-Mann-Straße 9 Telefon 0385 / 74313-45
19053 Schwerin Fax 0385 / 74313-40
Stuttgart Hauptstätter Straße 89 Telefon 0711 / 64877-45
70178 Stuttgart Fax 0711 / 64060-91
Ulm Söflinger Straße 250 Telefon 0731 / 96284-15
89077 Ulm Fax 0731 / 96284-25

Makler

Mannheim Erzbergerstraße 9-15 Telefon 0621 / 427-1216
68165 Mannheim Fax 0621 / 427-8709

Registerdokumente

Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.

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Dokumenten-API ansehen
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  • Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF
Handelsregister-API · MCP

Unternehmensdaten direkt im AI-Chat

Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.

MCP-Dokumentation

Assistent verbinden

  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von INTER Versicherungsverein aG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: aac84a21e6de09212e4f7f6c1c04e550",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Dieses Unternehmen abfragen

Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:

Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von INTER Versicherungsverein aG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.

entity_idaac84a21e6de09212e4f7f6c1c04e550