Jenaer Bäder und Freizeit GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell 1.1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur Die Jenaer Bäder und Freizeit GmbH (Bädergesellschaft), Jena, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Jena GmbH (Stadtwerke Jena), Jena. Zwischen der Bädergesellschaft und den Stadtwerken Jena bestehen sowohl ein Beherrschungs- als auch ein Ergebnisabführungsvertrag. Kaufmännische Dienstleistungen, insbesondere Rechnungswesen und Controlling, werden durch die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (Stadtwerke Energie), Jena, im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages erbracht. Darüber hinaus nehmen die Stadtwerke Jena alle Aufgaben in den Bereichen Recht, Personalservice, Öffentlichkeitsarbeit, Informationstechnik, Revision und Materialwirtschaft (Einkauf) für die Bädergesellschaft wahr. 1.1.2 Wesentliche Standorte Der Ort der Geschäftstätigkeit der Bädergesellschaft ist die Stadt Jena mit dem Freizeitbad "GalaxSea", der Schwimmhalle Jena-Lobeda (bis Juli 2023), der Sportschwimmhalle "Schwimmparadies Jena" sowie den beiden Freibädern Süd- und Ostbad. 1.1.3 Produkte und Dienstleistungen Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Bädergesellschaft liegt im Betrieb des Freizeitbades "GalaxSea" in Jena-Winzerla. Im Vordergrund steht dabei der Bade- und Saunabetrieb, der durch Schwimm-, Fitness- und Präventionskurse, Wellness- und Physiotherapieangebote sowie die gastronomische Versorgung ergänzt wird. Der Bereich Gastronomie deckt das gastronomische Angebot im "GalaxSea" ab und betreibt zwei Kantinen innerhalb der Stadtwerke Jena Gruppe. Darüber hinaus werden zwei Freibadkioske und eine Strandbar bewirtschaftet. Das Angebot wird durch Cateringleistungen und die gastronomische Betreuung von Fremd- und Eigenveranstaltungen ergänzt. Die Bädergesellschaft betreibt darüber hinaus die Freibäder Ost- und Südbad in Jena, die Schwimmhalle Jena-Lobeda (bis Juli 2023) sowie die Sportschwimmhalle "Schwimmparadies Jena". Die Schwimmhalle Jena-Lobeda wurde vorrangig für das Vereins- und Schulschwimmen genutzt. 1.1.4 Externe Einflussfaktoren Die Besucherzahlen im Freizeitbad "GalaxSea" und in den Freibädern sind von saisonbedingten Schwankungen und Einflussfaktoren, wie beispielsweise dem Wetter, abhängig. Die Besucherzahlen in 2023 (251.000 Besucher) stabilisieren sich deutlich wieder auf ein normales Niveau, auch wenn die Rekordzahlen aus 2019 (300.000 Besucher) noch nicht wieder erreicht wurden. Die Festlegung der Eintrittspreise für die Freibäder und die Sportschwimmhalle "Schwimmparadies Jena" obliegt der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Jena und damit dem Stadtrat. Im Rahmen der Errichtung der Sportschwimmhalle und der geplanten Weiterentwicklung des GalaxSea, wurde die Tarifhoheit an den Aufsichtsrat der Stadtwerke Jena beschlossen. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit des GalaxSea stark zu verbessern und für die nächsten Jahre ein zukunftssicheres Konzept zu entwickeln, welches sich stark am Freizeitmarkt orientiert. 1.2 Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Öffentliche Bäder sind in Deutschland Teil der Daseinsvorsorge der Kommunen und Imagefaktor im Standortwettstreit um Bürger und Touristen. Die öffentlichen Bäder bieten die nötigen Wasserflächen für das Schul- und Vereinsschwimmen sowie preiswerte Schwimm- und Bademöglichkeiten für die Allgemeinheit. Die Beliebtheit der öffentlichen Bäder ist insgesamt ungebrochen groß. Die Benutzungsentgelte der Bädergesellschaft sind sozial verträglich gestaltet, da die Gesellschaft auf die Erfüllung eines öffentlichen Zwecks ausgerichtet ist. Sie möchte allen gesellschaftlichen Gruppen ein attraktives, dem Zeitgeist für moderne Sport-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen entsprechendes, dabei aber auch bezahlbares Bäder- und Saunaangebot ermöglichen. Eine Herausforderung besteht darin, aktuelle Trends zu identifizieren und das Personal dafür zu qualifizieren. Marketingziel ist neben der Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke "GalaxSea" die Erhöhung der Besucherzahlen. Das Angebot soll zielgruppengenau in den unterschiedlichen Bereichen Erlebnis-, Sport- und Freibad sowie Saunawelt und entsprechend der Themen Gesundheit und Wellness ausgebaut werden. 2.2 Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 gab es keine gesetzlichen oder behördlichen Einschränkungen des Badbetriebs aufgrund von COVID-19. Im Vorjahr war das erste Quartal im Betrieb hierdurch beeinflusst. Das Geschäftsjahr der Bädergesellschaft endet mit einem Jahresfehlbetrag von 5,3 Mio. €, der im Vergleich zum Planansatz (Jahresfehlbetrag 6,7 Mio. €) um 1,4 Mio. € geringer ausfiel. Die Bädergesellschaft hat 2023 ein neues Kassensystem der TAC Informationstechnologie GmbH (TAC) eingeführt. Seit Ende März wurde die Soft- und Hardware im GalaxSea eingesetzt. Im Mai folgten dann das Süd- und Ostbad. Mit Eröffnung der neuen Sportschwimmhalle "Schwimmparadies Jena" im August wurde dort auch die neue Hard- und Software eingesetzt. Im Herbst 2023 beantragte die Bädergesellschaft zur Abfederung von immens gestiegenen Fernwärmekosten im GalaxSea eine Billigkeitsleistung für kommunale Unternehmen des privaten Rechts zur Minderung und Bewältigung finanzieller Notlagen infolge der Energiekrise über das Thüringer Energiekrise- und Corona-Pandemie-Hilfsfondsgesetz. Im November 2023 wurde die finanzielle Hilfe in Höhe von 481 T€ gewährt. Freizeitbad GalaxSea einschließlich GalaxSea Vital Nach den coronabedingten Einschränkungen in den Vorjahren 2021 und 2022, entwickelten sich die Besucherzahlen im Vergleich weiter positiv und bedingen eine entsprechende Entwicklung der Umsatzerlöse (inkl. Schul- und Vereinsschwimmen und sonstiger Umsatzerlöse) im Bad- und Saunabetrieb (siehe Tabelle). Die für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Erlöse (2.324 T€) konnten aber nicht ganz erreicht werden.
Das GalaxSea Vital bietet Massagen, eine große Bandbreite von Kosmetikbehandlungen, Kurse sowie Physiotherapie an. Der Umsatz im GalaxSea Vital liegt im Jahr 2023 mit 463 T€ unter dem Plan, dies liegt unter anderem auch an der späteren Eröffnung der Sportschwimmhalle und den damit verbundenen niedrigeren Umsätzen aus dem Kursbereich. Der Plan 2023 unterstellte anspruchsvolle 812 T€. Mit der Herauslösung des Schul-, Universitäts- und Vereinsschwimmens aus dem GalaxSea und der Bereitstellung der Sportschwimmhalle "Schwimmparadies Jena" als moderne bedarfsdeckende Anlage für das öffentliche Schwimmen, soll das GalaxSea als reines Freizeitbad weiterentwickelt und nur noch für den öffentlichen Freizeitbadbetrieb genutzt werden. Diese Weiterentwicklung betrifft neben den regelmäßigen Instandhaltungsmaßnahmen auch notwendige Modernisierungsinvestitionen insbesondere im energetischen Bereich. Die Bädergesellschaft hat Anfang des Jahres 2023 das Vorhaben der energetischen Sanierung und Modernisierung des Freizeitbades GalaxSea gestartet. Nach einer europaweiten Ausschreibung erfolgte die Vergabe der Planungsteile Architektur, Tragwerk sowie Technische Gebäudeausstattung (Heizung, Lüftung, Sanitär, Badewassertechnik und Elektro). Aktuell erfolgt die der Vor- und Entwurfsplanung. Die verschiedenen Varianten werden derzeit in den Gremien der Bädergesellschaft vorgestellt bzw. zur Entscheidung gebracht. Das Projekt soll mit Fördermitteln aus dem EFRE-Förderverfahren "Energieeffizienzsteigerung in öffentlichen Gebäuden und Infrastrukturen: Kommunen" in Verbindung mit der BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) umgesetzt werden. Freibäder Das Südbad öffnete planmäßig am 1. Mai 2023, das Ostbad folgte am 15. Mai 2023. Für die Freibadsaison herrschten 2023, insbesondere hinsichtlich Niederschlagsmenge, Durchschnittstemperaturen und Anzahl Sonnenstunden, schlechtere Rahmenbedingungen als im Vorjahr. Aufgrund dessen liegen die Umsatzerlöse der Freibäder (Süd- und Ostbad) im Jahr 2023 in Höhe von 318 T€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Ist 2022: 338 T€). Im Jahr 2020 fand die letzte Erhöhung der Freibadtarife statt. Schwimmhalle Jena-Lobeda Die Schwimmhalle Lobeda wurde letztmalig am 7. Juli 2023 im Rahmen vom Schul- und Vereinsschwimmen genutzt und im Anschluss außer Betrieb genommen. Ein Rückerwerb durch KIJ (bzw. die Stadt Jena) soll im Jahr 2024 erfolgen. Sportschwimmhalle "Schwimmparadies Jena" Die Sportschwimmhalle wurde einschließlich der Außenanlagen 2023 baulich fertiggestellt und im August 2023 in Betrieb genommen. Gemäß ursprünglicher Ablauf- und Terminplanung sollte die Sportschwimmhalle Ende des Jahres 2022 eröffnet werden. Aufgrund bautechnischer Zeitverschiebungen und der unklaren Situation in der Energiekrise verschob sich die Eröffnung der Sportschwimmhalle auf 2023. Seit dem 28. August 2023 befindet sich die Sportschwimmhalle im Regelbetrieb mit allen Nutzergruppen (Vereine, Schulen, Öffentlichkeit). Die Auswertung der Nutzerzahlen und Gruppen ergibt einen quantitativen Überblick über das Nutzerverhalten im ersten Winterhalbjahr. Auch wenn die Eröffnung der neuen Sportschwimmhalle gut angelaufen ist, ergeben sich bei der Auslastung der Nutzungszeiten noch Potenziale. Für das Vorhaben wurden durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport insgesamt 6 Mio. € Fördermittel aus der Sportstättenförderung bewilligt und bereits ausgezahlt. Im Jahr 2023 waren 52.757 Besucher (davon Schulen ca. 15.000, Öffentlichkeit ca. 16.000, Vereine und Sonstige ca. 22.000) und ein Umsatz in Höhe von 361 T€ (Plan 1.137 T€) zu verzeichnen. Gastronomie Im Jahr 2023 erzielte die Bädergesellschaft im Gastronomiebereich des GalaxSea einen Umsatz von 1.240 T€ (Ist 2022: 881 T€). Damit liegt der Umsatz deutlich über dem Umsatz des Vorjahres und auch über dem Plan (1.019 T€). Die Umsatzerlöse aus dem Kantinenbetrieb liegen mit 546 T€ ebenfalls über dem Vorjahres-Niveau (Ist 2022: 456 T€) und über dem Plan (496 T€). In der Freibadgastronomie konnte ein Umsatz, ähnlich dem des Vorjahres, mit 434 T€ erzielt werden (Ist 2022: 439 T€). Personal Der Personalaufwand war im Plan 2023 (4.968 T€) mit einer Kostensteigerung gegenüber dem Vorjahr von 2 % angesetzt worden. Im Rahmen der inflationsbedingten Anpassung aus der Betriebsvereinbarung der Bädergesellschaft ergab sich eine tatsächliche Erhöhung um 7,9 %. Diese Kostensteigerung wird durch eine spätere Stellenbesetzung für das notwendige Personal überkompensiert. Im Ergebnis liegen die Personalkosten bei 4.775 T€ und damit 193 T€ unter dem Plan. 2.3 Lage der Gesellschaft 2.3.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresergebnis vor Verlustübernahme von -5.347 T€ (Vorjahr -3.873 T€) erwirtschaftet. Der Verlust vor sonstigen Steuern liegt mit 5.319 T€ um 1.474 T€ über dem Niveau des Vorjahres und 1.359 T€ unter dem für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Wert. Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr durch die spätere Inbetriebnahme der neuen Schwimmhalle sowie die um 1.462 T€ höheren sonstigen betrieblichen Erträge geprägt. Ursächlich für letztere sind im Wesentlichen die Entlastung beim Medienverbrauch - Preisbremsen Strom und Fernwärme - für das Geschäftsjahr 2023 (828 T€) und die Billigkeitsleistung in Höhe von 481 T€. Die Bädergesellschaft hat, unter Berücksichtigung der unter 1.4 beschriebenen Entwicklungen, im Vergleich zum Vorjahr 952 T€ höhere Umsatzerlöse erzielt. Dem gegenüber stehen höhere Personalkosten (815 T€), Materialaufwendungen (1.579 T€) und sonstige betriebliche Aufwendungen (1.144 T€) sowie Abschreibungen (315 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Rückstellungen für Risiken aus der Rückzahlung der Preisbremsen in Höhe von 828 T€. In der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt 129 Angestellte (Vorjahr 112) tätig. 2.3.2 Finanzlage Die Veränderung des Finanzmittelfonds stellte sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Der Cashflow für das Geschäftsjahr und das Vorjahr wurden nach DRS 21 aufgestellt. Es ergibt sich daher eine Anpassung und Neuberechnung des Vorjahres. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr durch höhere Betriebskosten, bedingt durch die Inbetriebnahme und fortlaufende Betreibung der neuen Schwimmhalle, negativ beeinflusst. Im laufenden Geschäftsjahr erhöhte sich das negative Periodenergebnis sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit resultiert aus im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 niedrigeren Investitionen in das Sachanlagevermögen, welche insbesondere den Schwimmhallenneubau betreffen. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit ist im laufenden Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr auf den Verlustausgleich durch die Gesellschafterin zurückzuführen. Finanzmittel (Cashpool sowie Bankguthaben) bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.122 T€ (Vorjahr: 4.451 T€). Die Gesellschaft ist in das Cash- und Kapitalpooling der Stadtwerke Jena eingebunden. Die Zahlungsfähigkeit der Bädergesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Zur kurzfristigen Finanzierung der Gesellschaft standen ausreichende Kontokorrentlinien (5 Mio. €) zur Verfügung. 2.3.3 Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:
Die Erhöhung des langfristigen Vermögens resultiert aus den im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen, die über der Abschreibungshöhe lagen. Gegenläufig wirkt sich die Minderung des Cashpoolbestandes um 3.284 T€ sowie der Flüssigen Mittel um 45 T€ aus. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten sind um 1.461 T€ und die Vorräte um 21 T€ gestiegen. Das wirtschaftliche Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 84 T€ und das langfristige Fremdkapital um 42 T€ gesunken. Die Minderung stammt aus der Auflösung der Investitionszuschüsse aufgrund der Aktivierung der neuen Schwimmhalle. Die Entwicklung des kurz- und langfristigen Fremdkapitals resultiert insbesondere aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um 618 T€ sowie einem Anstieg der Rückstellungen um 1.276 T€ und der Rechnungsabgrenzungsposten um 105 T€. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 4.955 T€ getätigt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Projekt-/ Bauleistungen für die neue Schwimmhalle (4.358 T€). 3 Chancen- und Risikobericht Die Risikoberichterstattung als Bestandteil des Risikomanagements wird laufend an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 31 Risiken der Bädergesellschaft identifiziert und bewertet. Die entsprechenden Risikoberichterstattungen umfassen die zehn mit dem größten Netto-Risikopotenzial eingestuften Risiken. Im Ergebnis sind keine existenzbedrohenden Risiken identifiziert worden. Die Sportschwimmhalle befindet sich seit August 2023 in Betrieb, jedoch stehen noch Restleistungen aus und offene Nachtragsforderungen von Auftragnehmern im Raum, gegen die sich die Bädergesellschaft auch gerichtlich wehrt. Somit besteht noch das Risiko einer Budgetüberschreitung, insofern die Nachtragsforderungen nicht abgewehrt werden können. Weiterhin wird derzeit an der Aufbereitung der Unterlagen zur Prüfung durch den Fördermittelgeber gearbeitet. Bis zum Abschluss der Prüfung der Unterlagen besteht das Risiko, dass die Fördermittel teilweise zurückgezahlt werden müssen. Ein erheblicher Kostenfaktor bei der Betreibung der Bäder sind die Energiekosten für Fernwärme und Strom sowie die Kosten für Wasser und Abwasserentsorgung. Seit 2022 erhöhten sich die Fernwärmekosten preisbedingt in deutlichem Umfang im Vergleich zu den Vorjahren. Die staatlichen Preisbremsen wirkten im Jahr 2023 vorerst kostenbegrenzend. Die Kosten für Strombezug liegen, durch Auslaufen langfristiger Verträge ab 2024, auch auf einem höheren Niveau. Die Bädergesellschaft wurde Ende 2023 im Energiemanagement der ISO 50001 zertifiziert und hat im Wirtschaftsplan Energie-Effizienz-Investitionsmaßnahmen beschlossen, um den Kostenerhöhungen entgegenzuwirken. Als Anbieter von Dienstleistungen ist der Betrieb des Bades in hohem Maße abhängig vom eingesetzten Personal. In der Risikoberichterstattung wird aus diesem Grund über das Motivationsrisiko sowie das Austrittsrisiko berichtet. Um diese Risiken zu minimieren, werden gezielte Gegenmaßnahmen, wie der Einsatz von Mitarbeiterbindungsinstrumenten, Nachfolgeplanung und Personalmarketing, durchgeführt. Die Umsetzung der Ergebnisziele des Wirtschaftsplanes hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, die in der Planung unterstellten Besucherzahlen und Erlöse zu erreichen und die unterstellten Kosten nicht zu überschreiten. Die Chancen der Bädergesellschaft bestehen darin, die nachfolgenden Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung umzusetzen: • Umsetzung des im Wirtschaftsplan eingearbeiteten Konzepts zur Entwicklung des GalaxSea zu einem modernen, attraktiven, energieeffizienten und marktorientierten Freizeitbad • Differenzierung der Angebotsstruktur, klare Trennung der bestehenden Angebote (Etablierung GalaxSea als Besuchermagneten im Freizeitsektor, Daseinsvorsorge mit der neuen Sportschwimmhalle in Lobeda, Badevergnügen in den Freibädern) • gezielte Marketingaktivitäten und Kooperationen innerhalb der Stadtwerke Jena Gruppe (z.B. FamilienAboCard) • zunehmendes Angebot von Produkten über die MeinJena-App und über den Webshop der Bädergesellschaft • Umsatzsteigerung durch Preis- und Besuchererhöhung im GalaxSea (im mittelfristigen Wirtschaftsplan vorgesehen) • weitere Etablierung der Dienstleistungen um Physiotherapieangebote • Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen in Freibädern zur attraktiveren Gestaltung • regelmäßige Preisanpassungen im Gastronomiebereich • starkes Augenmerk auf die Wirtschaftlichkeit aller Bereiche • Ausschöpfung sämtlicher Maßnahmen zur Kosteneinsparung ohne Auswirkung auf die Qualität der Angebote bzgl. Sauberkeit, Zustand der Anlagen und Betreuungsqualität • optimierter Personaleinsatz • Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen. 4 Prognosebericht Der Wirtschaftsplan der Bädergesellschaft geht für das Jahr 2024 von einem Jahresergebnis in Höhe von -6,0 Mio. € aus. Für das Jahr 2024 wurden höhere Umsatzerlöse geplant. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus dem ganzjährigen Betrieb der Sportschwimmhalle und auch aus erhofften Umsatzsteigerungen im Rahmen einer verbesserten Auslastung der Sportschwimmhalle. Ebenso werden im Bad- und Saunabetrieb des Freizeitbades GalaxSea höhere Umsatzerlöse zum einen aus Preiserhöhungen und zum anderen aus Besucheranzahlsteigerungen erwartet. Wesentlicher Grund für die Ergebnisverschlechterung im Vergleich zum Jahr 2023 ist der erwartete ganzjährige negative Deckungsbeitrag aus dem Betrieb der Sportschwimmhalle sowie die erhöhten Fernwärmekosten im Freizeitbad GalaxSea, denen keine Preisbremse mehr gegenübersteht. Die Auswirkungen auf die künftige Geschäftsentwicklung, die sich aus dem andauernden russischen Angriffskrieg ergeben, können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertet werden. Auch wenn im Laufe des Geschäftsjahres 2023 eine deutliche Entspannung an den Energiemärkten zu verzeichnen war, bestehen für die künftige Entwicklung weiterhin erhebliche Risiken. Preissteigerungen für Material und Dienstleistungen sowie die Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern können weitere negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Bädergesellschaft haben. Zurzeit wird nicht mit existenzgefährdenden Auswirkungen gerechnet.
Jena, den 9. April 2024 Geschäftsführung Susan Zetzmann BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1 Aufstellungsgrundsätze Die Jenaer Bäder und Freizeit GmbH (Bädergesellschaft) hat ihren Sitz in Jena und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Registernummer HRB 206967. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und unter Beachtung des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie des Gesellschaftsvertrages. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Stadtwerke Jena GmbH (Stadtwerke Jena), Jena. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft sind latente Steuern grundsätzlich dem Organträger zuzurechnen, so dass zu § 285 Nr. 29 HGB keine Angaben gemacht werden. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze2.1 Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkostenzuschläge (Material- und Fertigungsgemeinkosten). Das bewegliche Anlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betrieblichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften in Anlehnung an die amtlichen Afa-Tabellen vorgenommen. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis bis zu 800 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 2.2 Passiva Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens erfolgswirksam aufgelöst. Bei den sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, die Erträge in einer bestimmten Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 3 Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) erkennbar. Zusammensetzung der Anteile an verbundenen Unternehmen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Vorjahr hatten alle Forderungen und bis auf 1 T€ alle sonstigen Vermögensgegenstände eine Laufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Gutschriften für Trinkwasser- und Abwasserbescheide (10 T€) und Umsatzgutschriften aus dem Einzelhandel (43 T€) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen (1.691 T€) beinhalten Rückstellungen für den Personalbereich (406 T€), Rückstellungen für Prozesskosten (294 T€) und für Prüfungs- und Steuerberatungskosten (25 T€) sowie Rückstellungen für Risiken aus der Rückzahlung der Preisbremsen (828 T€). Die Laufzeit der Rückstellungen beträgt (mit Ausnahme der Rückstellungen für Jubiläen) nicht mehr als ein Jahr. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte u.ä. Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen im Wesentlichen die Umsätze aus dem Betrieb des Freizeitbades GalaxSea, der Schwimmhalle Jena-Lobeda, des Ost- und des Südbades sowie Gastronomieumsätze.
In den Umsatzerlösen sind 4 T€ periodenfremde Umsatzerlöse enthalten. Die Erträge aus Verlustübernahme resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Stadtwerke Jena. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge i.H.v. 116 T€, welche mit 65 T€ aus Rückstellungsauflösungen resultieren. Die bezogenen Leistungen enthalten 14 T€ periodenfremde Aufwendungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 22 T€ periodenfremde Aufwendungen enthalten. 5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
* davon 194 T€ für Investitionen Zur Sicherung eventueller Rückforderungsansprüche der durch den Freistaat Thüringen gewährten Fördermittel in Höhe von 6.000 T€ für den Neubau der Schwimmhalle Jena-Lobeda wurde eine Grundschuld an dem betreffenden Grundstück bestellt. 6 Nachtragsbericht Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, ist nicht zu berichten. 7 Ergänzende Angaben BeiratDer Beirat hat beratende Funktion und setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Benjamin Koppe, Jena Beiratsvorsitzender Dezernent für Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice Sören Genzler, Jena Stellvertretender Beiratsvorsitzender IT-Berater Dr. Reinhard Bartsch, Jena Rentner André Sack, Jena Bereichsleiter Betriebswirtschaft (bis einschließlich 31.01.2024) Geschäftsführer (ab 01.02.2024) Martina Flämmich-Winckler, Jena Sozialpädagogin Friedrich-Wilhelm Gebhardt, Jena Ortsteilbürgermeister, Rentner Norbert Comouth, Jena Rentner Ines Morgenstern, Jena Geschäftsführerin ORBIT e.V. Grit Häkanson-Hall, Jena parlamentarische Geschäftsstellenleiterin/Mitarbeiterin (der Fraktion Bürger für Jena) Johannes Schleußner, Jena Referent für Öffentlichkeitsarbeit/Wahlkreismitarbeiter Felix Köhler, Rothenstein Mitarbeiter Technik Vanessa Baum, Jena Dezernat Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice Im Geschäftsjahr 2023 wurden Vergütungen in Höhe von 9 T€ gezahlt. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt In der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt 129 Angestellte (davon 61 weibliche und 68 männliche Beschäftigte) tätig. Honorar Abschlussprüfer Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB zum Honorar des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Stadtwerke Jena gemacht, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Geschäfte mit nahe stehenden Personen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen werden keine durchgeführt. Geschäftsführung Als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführerin ist Frau Susan Zetzmann, Saalfeld, bestellt und tätig. Bezüglich der Angabe der Bezüge wurde von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Jena GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird mit befreiender Wirkung gemäß § 291 HGB durch das Mutterunternehmen Stadtwerke Jena aufgestellt. Die Stadtwerke Jena hat ihren Sitz in Jena und hält 100 % der Anteile an der Bädergesellschaft. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister eingereicht und ist unter der HRB Nr. 200602 (Amtsgericht Jena) abrufbar.
Jena, den 28. März 2024 Geschäftsführung Susan Zetzmann Anlagespiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Jenaer Bäder und Freizeit GmbH, Jena Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jenaer Bäder und Freizeit GmbH, Jena - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jenaer Bäder und Freizeit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, 18. April 2024 BBH
AG
Bianca Engel, Wirtschaftsprüferin Dr. Martin Karl, Wirtschaftsprüfer Sonstiger Berichtsteil |
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Jenaer Bäder und Freizeit GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Rudolstädter Str. 39
07745 Jena - Handelsregister
- HRB 206967, Jena
- Eintragungsdatum
- 19. Dezember 1997
- Branche
-
Betrieb von Sportanlagen
Vermietung von Sport- und Freizeitgeräten
Beteiligungsgesellschaften - Eingetragenes Kapital
- 2.000.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- die Errichtung und Betreibung von Bädern und anderen Freizeiteinrichtungen im Gebiet der Stadt Jena und Umgebung unter Wahrung der berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften.
Finanzen
Bilanz
2024- Anlagevermögen 80,3 % 26,81 Mio
- Umlaufvermögen 19,7 % 6,57 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 4,5 k
- Eigenkapital 73,3 % 24,47 Mio
- Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 17,3 % 5,78 Mio
- Verbindlichkeiten 4,4 % 1,47 Mio
- Sonstige Rückstellungen 4,3 % 1,43 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 % 231,5 k
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Erträge aus Verlustübernahme 78,1 % 5,88 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21,8 % −1,64 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 12,6 k
- Personalaufwand 73,1 % −5,28 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 26,0 % −1,87 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,5 % −36,9 k
- Sonstige Steuern 0,4 % −27,7 k
- Rohergebnis 2,96 Mio
- Ergebnis nach Steuern −5,85 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
GuV-Daten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Bernhard Dengel
seit 2025 Geschäftsführer
-
Ulrich Klose
seit 2023 Prokura
-
Yves Stieger
seit 2014 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Stadtwerke Jena GmbH DEU 100,0 % 2,0M €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- JS Jenaer Sportstätten GmbH 100,0 %
Historie
- 2025
-
11.07.
Eintritt eines MitgliedsBernhard Dengel · Geschäftsführer
-
11.07.
Austritt einer PositionSusan Zetzmann · Geschäftsführerin
- 2023
-
02.06.
Änderung der VertretungsbefugnisS**** Z****** · Geschäftsführerin
-
11.04.
Austritt einer PositionC****** B****** · Gesamtprokura
-
11.04.
Eintritt eines MitgliedsUlrich Klose · Gesamtprokura
- 2022
-
20.12.
Berichtigung personenbezogener DatenS**** Z****** · Geschäftsführerin
-
20.12.
Änderung des Unternehmensgegenstandsdie Errichtung und Betreibung von Bädern und anderen Freizeiteinrichtungen im Gebiet der Stadt Jena und Umgebung unter Wahrung der berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften.
-
20.12.
SatzungsänderungJenaer Bäder und Freizeit GmbH
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2023 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Jenaer Bäder und Freizeit GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 4efc5ccb16e50014f5d2924c9e02917d",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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