aktiv Rechtsform GmbH

Josef Bindrum & Sohn GmbH

Hammelburg-Westheim ·HRB 1313 Schweinfurt ·bindrum.com

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Am Stöckleinsbrunnen 2
97762 Hammelburg-Westheim
Handelsregister
HRB 1313, Schweinfurt
Eintragungsdatum
23. Januar 1985
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Bau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)
Eingetragenes Kapital
60.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Die Führung eines Bauunternehmens in den Bereichen Hoch-, Tief- und Straßenbau sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte und Handlungen einschließlich der Tätigkeiten nach § 34 c, Abs. 1 der Gewerbeordnung (nur reine Bauträgertätigkeit).

Finanzen

Mitarbeiter 2024
74
Bilanzsumme 2024
11,39 Mio. €
Jahresergebnis 2024
219.191 €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 11,39 Mio
  • Umlaufvermögen 79,9 % 9,10 Mio
  • Anlagevermögen 16,9 % 1,92 Mio
  • Aktive latente Steuern 2,8 % 323,0 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 % 43,7 k
Passivseite 11,39 Mio
  • Verbindlichkeiten 57,9 % 6,60 Mio
  • Rückstellungen 23,1 % 2,63 Mio
  • Eigenkapital 19,0 % 2,16 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 80,8 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73,3 % 59,3 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26,7 % 21,6 k
Aufwendungen 8,46 Mio
  • Personalaufwand 59,9 % 5,06 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 30,6 % 2,59 Mio
  • Abschreibungen 4,4 % 373,6 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,7 % 311,3 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,2 % 102,1 k
  • Sonstige Steuern 0,2 % 17,3 k
  • Rohergebnis 8,59 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 236,5 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 219,2 k
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Klaus Hayer seit 2003 Geschäftsführer
  • Patrick Dipl.Ing. (FH) Bindrum seit 2003 Geschäftsführer
  • Joachim Broller seit 2015 Prokura
  • Matthias Knoblauch seit 2019 Prokura
1 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Patrick Bindrum 95,0 % 57k €
  • K**** H**** 5,0 % 3k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

1 mit ≥ 25 %
  • P****** B****** ≥25% 95,0 %
1 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2024
  2. 04.03.
    Austritt einer Position
    T**** Z****** · Einzelprokura
  3. 2021
  4. 17.06.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Matthias Knoblauch · Prokura
  5. 17.06.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Patrick Dipl.Ing. (FH) Bindrum · Geschäftsführer
  6. 2019
  7. 04.10.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Klaus Hayer · Geschäftsführer
  8. 04.10.
    Satzungsänderung
    Josef Bindrum & Sohn GmbH
  9. 04.10.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    Josef Bindrum & Sohn GmbH
  10. 27.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    T**** Z****** · Einzelprokura
  11. 06.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Matthias Knoblauch · Einzelprokura
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Josef Bindrum & Sohn GmbH

Hammelburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Josef Bindrum & Sohn GmbH ist ein in den Bundesländern Bayern (verstärkt), Hessen, Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg tätiges, mittelständiges Bauunternehmen. Die Gründung des Bauunternehmens erfolgte 1856 durch Valentin Josef Anton Bindrum. Das seit Gründung familiengeführte Unternehmen wird in der 6. Generation durch die beiden Geschäftsführer Patrick Bindrum und Klaus Hayer vertreten.

Der Sitz unserer Gesellschaft ist in Hammelburg. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 60.000,00 €. Die Gesellschaft ist beim Handelsregister Schweinfurt (HRB 1313) eingetragen und zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Das Leistungsspektrum des Unternehmens deckt folgende wichtigen Bereiche der Bautätigkeit ab:

- Hochbau (Neubau): Wohnungsbau, öffentliche Bauten, Wirtschaftsbau

- Tiefbau: Erschließungsmaßnahmen, Straßen- und Wegebau

Dabei werden die Bauhauptgewerke mit eigenem, umfassend qualifiziertem Personal ausgeführt, verstärkt durch den Einsatz ausgesuchter Nachunternehmer und Fachkräfte aus dem europäischen Ausland. Der Schwerpunkt liegt derzeit im Gebäudebau; je nach Auftragsbestand können die Anteile der angeführten Bereiche an der Gesamtleistung variieren.

Die Josef Bindrum & Sohn Projekt GmbH, eingetragen beim Handelsregister Schweinfurt (HRB 8448), ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Josef Bindrum & Sohn GmbH.

2. Entwicklung

Unser Ziel im Bereich der Entwicklung ist es, unser Bauwesen mittels Anwendung innovativer Strategien, Konzepte, Verfahren, Techniken und Materialien zukunftweisend und nachhaltig weiterzuentwickeln. Dies zeigt sich in Bereichen wie Mobilität, Arbeitssicherheit und Gesundheit, Digitalisierung sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Beispielsweise wird der Fuhrpark des Unternehmens schrittweise auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Vor diesem Hintergrund wurde auch die entsprechende Ladeinfrastruktur (inkl. eigener Stromerzeugung via Photovoltaikanlagen) auf dem Betriebsgelände ausgebaut.

Vom Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten wurde kein Gebrauch gemacht. Forschungskosten fielen wie im Vorjahr keine an.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann eine Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft möglicherweise - ähnlich wie zuvor die Coronakrise - abfedern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt hatten. Damit einher gingen insbesondere

• ein sprunghaftes Anziehen der Bauzinsen ab April 2022,

• eine hohe Inflation, verbunden mit steigenden Lebenshaltungskosten (und damit deutlich eingeengter finanzieller Spielraum der Verbraucher und Bauherren),

• steigende Material- und Energiepreise (auch bedingt durch das politische Vorantreiben der Klimawende),

• sich kontinuierlich ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps zuvor neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

• Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Im Bauwesen werden Projekte über Jahr(zehnt)e hinweg geplant, umgesetzt und finanziert. Die angeführten Entwicklungen, in Verbindung mit unsicheren und ambivalenten politischen Rahmenbedingungen, führten daher zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Baubranche.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Gemengelage bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils mit real -1 % zu der rückläufigen Entwicklung bei.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben auch für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022) konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 lediglich konstant halten (927.700); trotz der geringeren Nachfrage bemühen sich die Unternehmen generell, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 2020. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60 % zugelegt.

Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen. Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7 % (nach +16 % in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3 %; nominal +1,3 %).

In den einzelnen Sparten zeichneten sich folgende Entwicklungen ab:

Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten (WE) Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr. Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20 % zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht.

Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug 58 Mrd. € (nominal -6 %, real -12 %).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. € (nominal -10 % im Vorjahresvergleich). Die Auftragseingänge im Wirtschaftshochbau lagen 2023 im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitäts- und Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26 % zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. € (real -6 %), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. € (real +5 %). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. € (nominal +5,5 %, real -1,3 %).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. € (nominal +13 %, real fast +6 %). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. € (nominal fast +4 %, real -3 %). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. € erreicht (nominal +6 %, real -1 %).

2. Geschäftsverlauf

Die Bautätigkeit war in den ersten Monaten des Jahres kurz durch Kälte und Frost bedingt. Die Josef Bindrum & Sohn GmbH konnte die Wintermonate 2022/2023 nutzen, um Aufträge aus dem Vorjahr fertigzustellen. In den traditionell ruhigeren ersten Monaten des Jahres absolvierten die Mitarbeitenden die jährlichen Schulungen in relevanten Bereichen wie Sicherheit, Qualitätsmanagement und Baurecht.

Auf Unternehmensebene werden als zentrale Steuerungsgrößen das Rohergebnis, die Rohergebnisrendite nach Steuern und die Eigenkapitalquote verwendet. Diese finanziellen Leistungsindikatoren veränderten sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr dahingehend, dass an Stelle der Gesamtleistung und Umsatzrendite nach Steuern im Geschäftsjahr eine Steuerung auf Rohergebnisebene erfolgte. Es werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur internen Steuerung der Gesellschaft verwendet.

Das Rohergebnis stieg im Geschäftsjahr von TEUR 8.790 im Vorjahr um 18,2 % auf TEUR 10.394 deutlich an. Diese Entwicklung liegt spürbar über den prognostizierten Erwartungen des Vorjahres und ist im Wesentlichen durch eine im Vergleich zur Prognose tatsächlich besseren Materialaufwandsquote begründet bzw. auf einen geringeren Kosteneinfluss von Lieferengpässen bzw. Preisschwankungen am Rohstoffmarkt aufgrund des andauernden Ukrainekriegs als angenommen zurückzuführen.

Die Rohergebnisrendite hat sich im Geschäftsjahr von 3,9 % um -2,2 %-Punkte deutlich verschlechtert. Dies weicht von der Vorjahresprognose erheblich ab, die von einer moderat besseren Rohergebnisrendite ausgegangen war. Die Renditeminderung war hauptsächlich auf eine in der Größenordnung außergewöhnliche Abschreibung einer Schlussabrechnungsforderung für erbrachte Bauleistungen sowie der periodenfremden Unterdotierung der Rückstellungen für Pensionszusagen zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote lag im Geschäftsjahr bei 18,6 % und damit über dem Vorjahr, jedoch noch deutlich unter dem im Vorjahr gesteckten Ziel von mindestens 35 %.

Weitere Einzelheiten zu den Entwicklungen im Geschäftsjahr sind Abschnitt II. 3. Lage der Gesellschaft dargestellt.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit blieben im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr konstant und hatten somit keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens.

Die Wettbewerbsposition konnte im Geschäftsjahr aufgrund von erhöhten Bauaufträgen im Zusammenhang mit der positiven Entwicklung des Projektgeschäfts des Tochterunternehmens gestärkt werden.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Die Lage des Unternehmens war geprägt durch die positive Entwicklung des Rohergebnisses, die zum einen auf die Erhöhung der Gesamtleistung und zum anderen auf eine verbesserte Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist.

Abgeleitet aus den Auftragsvolumina gliedern sich unsere Ergebnisquellen wie folgt:

Segment Umsatzanteil
Hochbau (Neubau) 75 %
Tief- und Straßenbau 25 %
Summe 100 %

Mit diesen beiden Hauptgeschäftsfeldern ist die Gesellschaft gut aufgestellt und kann auf Marktentwicklungen flexibel reagieren. Daneben stützt sich die gute Wettbewerbsposition in erster Linie auf die gute Qualität der ausgeführten Baumaßnahmen.

Die Analyse der wesentlichen Veränderungen in den GuV-Positionen stellt sich wie folgt dar:

Im Berichtsjahr war eine Erhöhung des Personalaufwands von TEUR 4.920 auf TEUR 5.990 zu verzeichnen. Die erhöhten Personalkosten entstanden aufgrund der im Jahresdurchschnitt um neun gestiegenen Gesamtzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr sowie durch gewährte Tariferhöhungen im Laufe des Geschäftsjahres. Die Personalkostenquote stieg von 56,0 % im Vorjahr auf 57,6 % im Geschäftsjahr. Die prozentuale Personalkostenerhöhung lag damit bei 21,7 % und damit spürbar über der Steigerung des Rohergebnisses mit 18,2 %.

Als wesentlicher Kostentreiber in den Personalkosten waren im Geschäftsjahr die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 813 für die in den Vorjahren fehlerhafte Bewertung der Pensionsrückstellungen verantwortlich. Gegenläufig ergaben sich periodenfremde Erträge aus der Aktivierung von Aktivwerten für Rückdeckungsversicherungen, die in Höhe von TEUR 55 unter den sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen werden.

Die Abschreibungen reduzierten sich absolut betrachtet von TEUR 437 auf TEUR 394. Bei einem gleichzeitig gestiegenen Rohergebnis, ergab sich eine im Vergleich zum Vorjahr signifikant um -1,2 %-Punkte verbesserte Abschreibungsquote von 3,8 %. Hauptursache für die Kostenminderung waren die Abschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 48 sanken. Anhand dieser verbesserten Kennzahl wird die im Geschäftsjahr spürbar verbesserte Kapazitätsauslastung unserer betrieblichen Fixkostenstrukturen deutlich.

Der Aufwand für die Einzelwertberichtigung auf die Schlussforderung für erbrachte Bauleistungen, die die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überschreiten, betrug TEUR 500 und entspricht dem vollen Nennbetrag der insolvenzbehafteten Schlussforderung gegen den Auftraggeber.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 2.737 im Vorjahr um TEUR 332 auf TEUR 3.069 im Berichtsjahr. Die Aufwandsquote verbesserte sich um -1,6 %-Punkte auf 29,5 %, was im Wesentlichen den relativ stabilen Fixkosten in den Kostenblöcken Raumkosten, Versicherung und Beiträgen, Reparaturen und Instandhaltungen, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten sowie den sonstigen Betriebs- und Verwaltungskosten geschuldet war. Deutliche Abweichungen im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich in gesunkenen Kosten für Diesel und Benzin aufgrund im Vergleich zum Vorjahr seit Beginn des Ukrainekriegs im Jahresdurchschnitt günstigeren Treibstoffpreisen, einmaligen Werbe- bzw. Messekosten, höheren pauschalen Kosten für Gewährleistungsverpflichtungen aufgrund des im Vorjahresvergleichs erhöhten Bestands an schlussgerechten Bauaufträgen sowie den Mehraufwendungen für Mieten von beweglichen Gegenständen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich deutlich um TEUR -115 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR -298 im Berichtsjahr. Diese negative Entwicklung war maßgeblich Folge des gestiegenen Zinsniveaus seit Beginn der Bekämpfung der Inflation der EZB durch eine restriktive Geldpolitik in Verbindung mit dem nur leicht gesunkenen negativen Finanzmittelbestand aus der Inanspruchnahme von kurzfristigen Bankkrediten.

Der Jahresüberschuss fiel gegenüber dem Vorjahr von TEUR 346 um TEUR -172 auf TEUR 174, was einer relativen Verminderung der Rohergebnisrendite von 3,9 % auf 1,7 % entspricht. Zur Kompensation des ergebnismindernden Einmaleffektes aus der periodenfremden Erhöhung der Pensionsrückstellungen, die aufgrund des Nachholverbots zu keiner Erhöhung der steuerlichen Pensionsrückstellungen führte, und zum Ausweis des im Vergleich zum handelsrechtlichen Ergebnis zutreffenderen Postens der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, wurde im Geschäftsjahr erstmalig vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 329 ergebniserhöhend zu bilanzieren.

3.2 Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr robust entwickelt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einschließlich der Anleihen machten 34,7 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 48,4 %).

Die absolute Verminderung der Bank- und Anleiheschulden um TEUR -1.331 zum Bilanzstichtag resultierte aus den planmäßigen Tilgungen von Bankdarlehen in Höhe von TEUR -729 und kündigungsbedingten Tilgungen von Anleihen von insgesamt TEUR -32, einer Rückführung von Kontokorrentinanspruchnahmen von TEUR +572,00 sowie einer geringfügigen Kreditaufnahme aus der Stichtagsabgrenzung von Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2. Die Kontokorrentinanspruchnahme erfolgte während des gesamten Geschäftsjahres innerhalb der vereinbarten Kreditlinien.

Die gezahlten Zinsen für das verzinsliche Fremdkapital betrugen im Geschäftsjahr TEUR 361. Diesen stehen Einzahlungen aus Zinsen und Dividenden von insgesamt TEUR 63 gegenüber.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 11,8 % der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 12,7 %. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsziele beglichen.

Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in das Sachanlagenvermögen zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit unserer Bautätigkeiten von insgesamt TEUR 196 getätigt.

Die größten technischen Investitionen entfielen auf die Anschaffung von 13 Wallboxen in Höhe von insgesamt TEUR 21, eines GeoMax Vermessungsgeräts für TEUR 22 sowie mehrerer Werkzeuge und Kleinmaschinen für zusammen TEUR 50. Darüber hinaus wurden Geringwertige Wirtschaftsgüter von insgesamt TEUR 68 erworben, die sofort als Aufwand in den Jahresabschreibungen enthalten sind.

In Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens wurden im Berichtjahr keine Investitionen getätigt.

Die Zugänge im Finanzanlagevermögen entfielen in Höhe von TEUR 225 auf Auszahlungen aus der Darlehensgewährung an ein verbundenes Unternehmen, Anschaffungskosten für Zugänge von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 124 und die Erhöhung der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen in einem Gesamtbetrag von TEUR 78.

Aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens konnten Einnahmen von TEUR 2 erzielt werden.

Das Anlagevermögen ist langfristig durch unser Eigenkapital, die Pensionsrückstellungen (saldiert) und Bankdarlehen gedeckt. Die Anlagendeckung II, d.h. das Verhältnis von Anlagevermögen zum Eigenkapital zuzüglich des langfristigen Fremdkapitals, beträgt im Berichtsjahr 176,6 % gegenüber dem Vorjahr von 160,8 %. Die Einhaltung dieser langfristigen Finanzierungsregel in beiden Geschäftsjahren lag im Wesentlichen an einer im Vergleich zum Vorjahr stabilen Relation zwischen dem erhöhten Buchwert des Anlagevermögens zum gestiegenen Betrag des langfristigen Eigen- und Fremdkapitals.

Die Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Bankbestände überstiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Ergebnis betrug der positive Bestand des Working Capitals TEUR 3.675 zum Bilanzstichtag, was einem Minus von TEUR -726 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten von zusammen TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 570) sowie den jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten von TEUR -2.073 (Vorjahr: TEUR -2.645), nahm während des Geschäftsjahres um TEUR 386 zu und entfiel auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.932, aus der Investitionstätigkeit von TEUR -534 und aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -1.012.

3.3 Vermögenslage

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens hat nur unwesentliche Änderungen erfahren. Ausnahmen davon bildeten die Posten der aktiven latenten Steuern und der Rückstellungen für Pensionszusagen, deren Anteil an der Bilanzsumme sich aufgrund der unter II. 3.1 Ertragslage beschriebenen Geschäftsvorfälle im Geschäftsjahr außerordentlich erhöht haben.

Das Anlagevermögen wurde durch Ersatzinvestitionen in das Sachanlagevermögen und Erweiterungsinvestitionen in das Finanzanlagevermögen moderat erhöht. Die Anlagenintensität, d.h. das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen, hat sich daher leicht von 20,2 % im Vorjahr auf 22,0 % im Berichtsjahr um +1,8 %-Punkte erhöht.

Die Veränderung des Eigenkapitals unserer Gesellschaft war durch die Thesaurierung der Jahresergebnisse gekennzeichnet. Aus der Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens konnte ein Jahresüberschuss von TEUR 174 erwirtschaftet werden, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich dadurch und lag mit 18,6 % leicht über dem Vorjahr mit 17,3 %.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr war im operativen Bereich durch einen erfolgreichen und wachstumsorientierten Geschäftsverlauf gekennzeichnet, welcher auf eine Ausweitung der Gesamtleistung und Verbesserung des Rohergebnisses zurückzuführen ist. Das schlechtere Jahresergebnis ist im Wesentlichen durch eine fehlerhafte Bewertung der Pensionsrückstellungen der Vorjahre und eine Einzelwertberichtigung auf eine Schlussabrechnungsforderung aus erbrachten Bauleistungen in unüblicher Höhe begründet.

Wir betrachten den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres als zufriedenstellend.

III. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Allerdings bleiben die Einkaufspreise hoch, zudem verteuern steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge das Bauen weiter; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der mit real -13 % zu der prognostizierten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräten ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden im Jahr 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Weiterhin gesucht werden wohl Fachkräfte in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung auch für 2024 nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 Wohneinheiten. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 ist damit in weite Ferne gerückt. Die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive AfA von 6 % für den Mietwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) können noch keine Wirkung entfalten, das Gesetz steckt im Vermittlungsausschuss fest. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. € (nominal -15 %, real -13 %).

Im Wirtschaftsbau wird 2024 ein Umsatz von rund 60 Mrd. € erwartet (nominal knapp +1 %, real knapp +3 %). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. € erreicht (real +7 %). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. € umgesetzt werden (real -1 %).

Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. € für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. €, real +2 %), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. € (real +5 %). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. € im öffentlichen Bau (nominal +1 %, real +3 %).

2. Unternehmenserwartungen für das Folgejahr

Wegen der hohen Zinsen und Baukosten werden momentan nur wenige Projekte ausgeschrieben. Von neu aufgelegten Förderprogrammen (z. B. im Bereich "sozialer Wohnungsbau") versprechen wir uns leicht optimistisch eine Belebung des Marktes.

Die Geschäftsleitung plant vor dem Hintergrund der rückläufigen Branchenentwicklung und dem zu erwartenden Auftragsvolumen vorsichtig mit einem Rohergebnis von ca. 8,3 Mio. € und einer Rohergebnisrendite nach Steuern in einer Bandbreite von 3,0 bis 4,0 %. Hinsichtlich des Eigenkapitals zielt die Geschäftsleitung auf eine Quote von mindestens 20 % ab.

Die grundsätzliche Kostenstruktur in den größeren Positionen (Material-, Personal- und Gerätekosten) sollte sich 2024 ähnlich wie im Vorjahr entwickeln und damit stabil bleiben.

Trotz des Nachfrageeinbruchs wollen wir unser gut ausgebildetes Personal halten, um bei einer Erholung wieder schnell durchstarten zu können. Vor dem Hintergrund des sich weiter abzeichnenden Fachkräftemangels halten wir es für notwendig, Leistungsträger - neben anderen Maßnahmen - auch mit einer adäquaten Vergütung an das Unternehmen zu binden.

3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Insgesamt erachten wir unser Unternehmen als personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Die aktuellen Auftragsverhandlungen und die Projektentwicklungen bei Stammkunden veranlassen uns daher, trotz schwächerer Konjunkturaussichten auch für 2024 von einer moderat positiven Geschäftsentwicklung auszugehen. Gleichwohl verbleiben Unsicherheiten aufgrund der Auswirkungen des aktuellen Ukrainekonflikts.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

I V. Risiko- und Chancenbericht

Die Josef Bindrum & Sohn GmbH hat personelle und organisatorische Vorkehrungen für ein Risikomanagement getroffen, das sie in die Lage versetzen soll, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen und gegensteuern zu können.

Auch 2023 fand das turnusmäßige Überwachungsaudit durch die Zertifizierung Bau statt. Dabei wurde, wie in den vergangenen Jahren, die hohe Qualität des Managementsystems bestätigt. Die Josef Bindrum & Sohn GmbH ist damit seit 02/2009 lückenlos nach den Vorschriften der Zertifizierung Bau zertifiziert. Weiterhin ist das Unternehmen WHG-Fachbetrieb und stellt sich erfolgreich regelmäßig der Prüfung als fremdüberwachtes Kanalbauunternehmen.

Auf eine qualifizierte rechtliche Betreuung ausgewählter Maßnahmen wird Wert gelegt. Bauverträge werden im Vorfeld regelmäßig juristisch überprüft, die Bonität der Auftraggeber während der Bauzeit von einer Wirtschaftsauskunftei überwacht.

Die Geschäftsleitung überwacht die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft anhand interner Auswertungen, insbesondere zur Liquiditäts- und Rentabilitätslage.

Anhand monatlicher Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie wöchentlicher Baubesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert.

Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter und Poliere.

Ablauforganisatorische Regelungen, Richtlinien und Anweisungen sind verankert. Risiken wie Kalkulationsfehlern, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, etwaigen Mängeln sowie ausbleibenden Zahlungseingängen soll auf diese Weise proaktiv entgegengewirkt werden.

Die Baubranche ist nach wie vor durch einen starken Preiswettbewerb und schwankende Auftragsvolumina gekennzeichnet, die anders als erwartet zu niedrigeren Margen führen könnten, insbesondere dann, wenn unser Unternehmen seine gesteckten Qualitäts- und Prozessziele nicht erreicht. Durch unsere sorgfältige Kalkulation, strukturierte Arbeitsvorbereitung und Abarbeitung von Projekten sowie den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden wirken wir durch einen Stammkundenkreis dem entgegen. Auch in angespannteren Perioden soll uns dadurch ein gewisser Grundumsatz gesichert und Schwankungsrisiken gemindert werden.

Aus der anhaltenden Diskussion um den Klimawandel und der daraus erwachsenden Notwendigkeit, den privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäudebestand energetisch zu sanieren, ergeben sich Wachstumschancen für die Branche und damit implizit auch für unser Unternehmen, die über den in unserer Unternehmensplanung festgelegten Potentialen liegen.

Darüber hinaus arbeiten wir zusammen mit unserem Tochterunternehmen an der Weiterentwicklung von Prozessen, um die Marktchancen zur Entwicklung von Lebens- und Gewerberaum besser als heute erwartet nutzen zu können.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, wenngleich unvorhergesehene Unsicherheiten aufgrund des anhaltenden Ukrainekriegs und der damit verbundenen Energie- und Rohstoffrisiken verbleiben.

Durch die Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse konnten wir deutliche Effizienzvorteile erzielen, die uns helfen, die Qualität zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen. Die schrittweise Optimierung unserer IT-Infrastruktur schlägt sich zum Teil auch in organisatorischen Maßnahmen nieder.

Die IT-Sicherheit wird in enger Zusammenarbeit mit unserem IT-Dienstleister kontinuierlich auf dem aktuellen Stand gehalten. Wir sehen uns daher potenziellen IT-Risiken wie Infrastruktur- oder Systemausfällen gegenüber gut positioniert.

Die Fachkräftesicherung bleibt ein Risiko für die Geschäftsentwicklung. Wir arbeiten daher kontinuierlich daran, unser Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Die geplanten Maßnahmen gehen dabei weit über die Außendarstellung des Unternehmens hinaus. Uns ist sehr daran gelegen, unsere Leistungsträger auch weiterhin zu binden und die Mitarbeiterzufriedenheit aufrecht zu erhalten. Hierfür werden vielfältige interne und externe Maßnahmen ergriffen (z. B. Marketing, Workshops, Öffentlichkeitsarbeit).

Nicht ganz einfach gestaltet sich der Spagat zwischen einer ausreichenden, qualitativ hochwertigen Personaldecke und einer gebotenen Vorsicht bei dauerhaften Kostenbelastungen im Hinblick darauf, dass sich die Auftragslage auch wieder verschlechtern könnte. Wir arbeiten daher eng mit Nachunternehmern zusammen, um Auftragsspitzen abzudecken und gleichzeitig flexibel zu bleiben.

Die Risiken aus Gewährleistungsverpflichtungen bilden wir im Rahmen unserer Unternehmensplanung über entsprechende pauschale Wertminderungen ab. Darüber hinausgehende, relevante Unsicherheiten sind uns aktuell nicht bekannt bzw. keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten anhängig.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen zu einem Teil unserer Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien der Hausbanken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jede nennenswerte Anlageninvestition ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitoren- und Mahnungsmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor der Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität des potenziellen Kunden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hammelburg, 23.12.2024

Patrick Bindrum, Geschäftsführer

Klaus Hayer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.303.458,37 2.073.522,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 975,00 3.338,00
II. Sachanlagen 947.243,80 1.142.637,80
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.109,80 1.109,80
2. technische Anlagen und Maschinen 31.158,00 13.389,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 914.976,00 1.128.139,00
III. Finanzanlagen 1.355.239,57 927.546,98
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 225.000,00
3. Sonstige Finanzanlagen 1.080.239,57 877.546,98
B. Umlaufvermögen 7.725.722,17 8.073.310,91
I. Vorräte 3.535.211,12 2.072.606,48
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.037.198,05 18.543.512,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.806.311,49 5.430.307,13
1. Forderungen gegen Gesellschafter 4.118,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.254.549,30 1.897.325,42
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.547.643,34 3.532.981,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 384.199,56 570.397,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.132,85 96.532,69
D. Aktive latente Steuern 329.255,30
Summe Aktiva 10.454.568,69 10.243.366,38

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.943.909,87 1.770.232,62
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklage 39.192,00 39.192,00
III. Gewinnvortrag 1.671.040,62 1.325.042,18
IV. Jahresüberschuss 173.677,25 345.998,44
B. Rückstellungen 2.572.358,11 1.433.936,23
C. Verbindlichkeiten 5.938.300,71 7.039.197,53
1. Anleihen 48.550,00 80.800,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 48.550,00 80.800,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.577.994,85 4.877.027,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.116.527,44 4.118.027,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 461.467,41 759.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 120.780,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 120.780,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.190.975,86 2.081.369,96
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.190.975,86 2.081.369,96
Summe Passiva 10.454.568,69 10.243.366,38

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.394.060,33 8.790.180,88
2. Personalaufwand 5.989.531,40 4.920.125,89
a) Löhne und Gehälter 3.735.018,59 3.486.800,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.254.512,81 1.433.325,30
davon für Altersversorgung 835.404,14 18.277,44
3. Abschreibungen 893.867,40 436.970,57
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 393.867,40 436.970,57
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 500.000,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.069.126,70 2.737.380,83
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 4.972,00 4.972,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.592,23 1.679,13
davon aus verbundenen Unternehmen 579,17
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.485,79 21.850,61
davon aus verbundenen Unternehmen 42.730,30 18.858,92
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 361.246,72 206.812,86
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 29.182,00 11.773,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -47.455,97 149.222,18
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 329.255,30
9. Ergebnis nach Steuern 190.822,10 363.198,29
10. sonstige Steuern 17.144,85 17.199,85
11. Jahresüberschuss 173.677,25 345.998,44

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Josef Bindrum & Sohn GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unterstellt.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Josef Bindrum & Sohn GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hammelburg
Registereintrag/-nummer: Handelsregister 1313
Registergericht: Schweinfurt

2. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.

Die folgende Aufstellung zeigt die betreffenden Posten:

• Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zur Erläuterung wird ausgeführt:

Im Vorjahr wurde ein Teilbetrag der teilfertigen Bauaufträge fehlerhaft unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, während die vergleichbaren Geschäftsvorfälle im Geschäftsjahr im Bilanzposten "Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen" enthalten sind. In quantitativer Hinsicht betrug die Umgliederung im Geschäftsjahr TEUR 876.

Die fehlende Vergleichbarkeit der Bilanzposten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen" hat keine Auswirkung auf die Zusammensetzung des Posteninhalts des GuV-Postens "Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" (Geschäftsjahr) bzw. "Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" (Vorjahr).

3. Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.

Um dennoch einen Zeitvergleich beim betreffenden Posten durchführen zu können, wurden die Vorjahreswerte angepasst.

Die Anpassung bestand aus folgenden Maßnahmen:

Im Vorjahresabschluss wurden fehlerhaft Vermögensgegenstände, die der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem verrechneten Vermögen verfahren (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Vorjahreswerte wurden daher angepasst und unsaldiert ausgewiesen.

Die fehlerhaft im Vorjahresposten Wertpapiere des Anlagevermögens enthaltenen Genossenschaftsanteile wurden angepasst und unter dem neu eingefügten Vorjahresposten Genossenschaftsanteile ausweisen.

Aus der nachstehenden Tabelle sind die betroffenen Posten mit den tatsächlichen und den angepassten Vorjahresbeträgen ersichtlich sowie Angaben der Gründe für die abweichende Darstellung.

Posten Bezeichung tatsächlicher Vj.-Betrag angepaster Vj.-Betrag Betrag der Vj.-Abweichung Angabe zu den Abweichungsgründen Betrag Erläuterung
Wertpapier des Anlagevermögens 408.049,98 € 406.680,98 € 1.369,00 € 1.369,00 € Umgliederung Genossenschaftsanteile
Genossenschaftsanteile - € 1.369,00 € -1.369,00 € -1.369,00 € Umgliederung Genossenschaftsanteile
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen - € 444.497,00 € -444.497,00 € -444.497,00 € Umgliederung der Aktivwerte Rückdeckungsversicherung
Rückstellungen für Pensionen 336.397,00 € 780.894,00 € -444.497,00 € -444.497,00 € Umgliederung der Aktivwerte Rückdeckungsversicherung
sonstige betriebliche Erträge 146.725,22 € 175.488,22 € -28.763,00 € -28.763,00 € Umgliederung Erhöhung der Rückdeckungsversicherung
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge 1.437.817,99 € 1.433.325,30 € 4.492,69 € 21.482,69 € Umgliederung Versicherungsbeiträge zur Rückdeckungsversicherung
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge 11.773,00 € Umgliederung Zinsaufwand zur Pensionsrückstellung
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge -28.763,00 € Umgliederung Erhöhung der Rückdeckungsversicherung
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.715.898,14 € 2.737.380,83 € -21.482,69 € -21.482,69 € Umgliederung Versicherungsbeiträge zur Rückdeckungsversicherung
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 195.039,86 € 206.812,86 € -11.773,00 € -11.773,00 € Umgliederung Zinsaufwand zur Pensionsrückstellung
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.529,74 € 21.850,61 € 1.679,13 € 1.679,13 € Umgliederung Erträge aus Wertpapieren u. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - € 1.679,13 € -1.679,13 € -1.679,13 € Umgliederung Erträge aus Wertpapieren u. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände entsprechen den zulässigen Höchstsätzen nach den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen. Die Spanne der angewandten Nutzungsdauern bewegt sich zwischen ein und 20 Jahren.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten der geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Anlagenspiegel unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten in der Spalte "Zugänge" und die planmäßigen Geschäftsjahresabschreibungen unter den Abschreibungen in der Spalte "Abschreibungen Geschäftsjahr" ausgewiesen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen an verbundene Unternehmen und sonstige Ausleihungen zum Nennwert

- Wertpapiere des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

- Rückdeckungsversicherungen zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechend der Deckungskapitalien der Versicherungsverträge zuzüglich verzinslich angesammelter Überschussanteile unter Beachtung des Rechnungslegungshinweises des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW-RH FAB 1/021

Soweit erforderlich, wurden die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden mit den Material- und Lohneinzelkosten zuzüglich angemessener Teile der notwendigen Gemeinkosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit ihrem Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Liquide Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Berichtsjahr ausschließlich Ausgaben i.S.d. § 250 Abs. 1 HGB.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungszinssatzes wurden im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten und Anleihen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes von 29,1597 %. Die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wurde aktiviert, deren Ausweis erfolgte unter den aktiven latenten Steuern saldiert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen vom Posten Vorräte abgesetzt.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in den folgenden Fällen geändert:

- Bewertung der teilfertigen Bauaufträge

Bedingt durch die langfristige Erbringung der Bauaufträge wurde in den Vorjahren bei der Bewertung der teilfertigen Bauleistungen eine Teilgewinnrealisierung berücksichtigt. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung wurden im Geschäftsjahr aus Gründen kaufmännischer Vorsicht die teilfertigen Bauleistungen mit den niedrigeren Herstellungskosten bewertet.

Der Einfluss auf das Bild des Jahresabschlusses bestand in einem um 266.433,90 EUR niedrigeren Vermögensausweis bzw. eines betragsgleichen, höheren Ausweises der Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen.

- Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen

Das in der Vergangenheit für einzelne Pensionszusagen angewandte modifizierte Teilwertverfahren wurde im Geschäftsjahr auf das PUC-Verfahren (Projected Unit Credit Method) umgestellt. Die Umstellung erfolgte aus Gründen der einheitlichen Pensionsrückstellungsbewertung.

Analoge Bewertungsänderung erfolgte für einzelne Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen, die bisher für kongruente Rückdeckungsversicherungen zu Aktivwerten angesetzt wurden und aufgrund im Geschäftsjahr einheitlich angewandter Bewertungsmethode nach dem Deckungskapitalverfahren mit Passivprimat berechnet wurden.

Der Einfluss auf das Bild des Jahresabschlusses bestand in einem um 7.940,00 EUR niedrigeren Rückstellungsauweis bzw. eines betragsgleichen, niedrigen Ausweises der Aufwendungen für Altersversorgung. Der Bewertungsunterschied aus dem Methodenwechsel zu den Aktivwerten der Rückdeckungsversicherungen betrug insgesamt 54.815,00 EUR, der insoweit zu einer Verbesserung der Vermögens- und Ertragslage führte.

- Aktivierung latenter Steuern

Die im Geschäftsjahr außerordentliche Erhöhung der handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen konnte aufgrund des gesetzlichen Nachholverbots (§ 6a Abs. 4 Satz 1 EStG) in der Steuerbilanz nicht nachvollzogen werden. Zur Kompensation der im Vergleich zum handelsrechtlichen Jahresergebnisses zu hohen tatsächlichen Steuern wurde vom Wahlrecht der Bilanzierung aktiver latenter Steuern ab 01.01.2023 gebraucht gemacht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 266 Abs. 2 D HGB).

Der Einfluss auf das Bild des Jahresabschlusses bestand in einer erstmaligen Aktivierung der steuerentlastenden Latenzen, die zum Erstanwendungszeitpunkt 01.01.2023 zu aktiven latenten Steuern in Höhe von 100.861,65 EUR bzw. betragsgleichen Erträgen aus der Zuführung zu aktiven latenten Steuern belaufen. Die Steuerlatenzen betrugen zum 31.12.2023 insgesamt 329.255,30 EUR, davon entfielen auf die laufenden Zuführung ein Betrag von 7.171,83 EUR auf gewöhnliche Steuerlatenzen und ein Betrag von 221.221,81 EUR auf die außerordentliche Steuerlatenz aus der Differenz der handels- und steuerrechtlichen Pensionsrücktstellung zum 01.01.2023.

Die drei Änderungen der Bilanzierungs- bzw. Bewertungsmethoden hatten keinen bedeutenden Einfluss auf die Finanzlage der Gesellschaft und blieben im Geschäftsjahr ohne Auswirkungen auf finanzielle Zu- oder Abflüsse.

III. Angaben zur Bilanz

1. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.254.2549,30 EUR (Vorjahr: 1.897.325,42 EUR), darin enthalten:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: 40.126,97 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)

Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 120.780,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), darin enthalten:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: 120.780,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)

2. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.795,83 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 30.795,83 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.109,80 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 238.968,12 22.410,54 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.583.221,58 173.699,86 68.380,04
Summe Sachanlagen 2.823.299,50 196.110,40 68.380,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 225.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 406.680,98 124.412,59 0,00
4. sonstige Ausleihungen 25.000,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 1.519,00 0,00 0,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 444.497,00 78.130,00 0,00
Summe Finanzanlagen 927.696,98 427.542,59 0,00
Summe Anlagevermögen 3.781.792,31 623.652,99 68.380,04
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 30.795,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 30.795,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.109,80
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 261.378,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.688.541,40
Summe Sachanlagen 0,00 2.951.029,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 225.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 531.093,57
4. sonstige Ausleihungen 0,00 25.000,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 1.519,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 522.627,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.355.239,57
Summe Anlagevermögen 0,00 4.337.065,26
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.457,83 2.363,00 0,00 0,00 29.820,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 27.457,83 2.363,00 0,00 0,00 29.820,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 225.579,12 4.641,54 0,00 0,00 230.220,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.455.082,58 386.862,86 68.380,04 0,00 1.773.565,40
Summe Sachanlagen 1.680.661,70 391.504,40 68.380,04 0,00 2.003.786,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
Summe Anlagevermögen 1.708.269,53 393.867,40 68.380,04 0,00 2.033.756,89
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 975,00 3.338,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 975,00 3.338,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.109,80 1.109,80
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 31.158,00 13.389,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 914.976,00 1.128.139,00
Summe Sachanlagen 0,00 947.243,80 1.142.637,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 225.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 531.093,57 406.680,98
4. sonstige Ausleihungen 0,00 25.000,00 25.000,00
5. Genossenschaftsanteile 150,00 1.519,00 1.369,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 522.627,00 444.497,00
Summe Finanzanlagen 150,00 1.355.239,57 927.546,98
Summe Anlagevermögen 150,00 2.303.458,37 2.073.522,78

3. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 46.508,88 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Bilanzposten davon gegenüber Gesellschaftern
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen gegen Gesellschafter 4.118,85 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 42.390,03 0,00

4. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 329.255,30 EUR.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0,00
Aktivierung latenter Steuern 329.255,30
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 0,00
Gesamtbetrag 329.255,30

5. Pensionsrückstellungen

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Bewertungsverfahren Projected Unit Credit (PUC)
Deckungskapitalverfahren
mit Passivprimat
unter Beachtung von IDW RH FAB 1.021
Zinssatz (10-Jahresdurchschnittszinssatz) 1,82 %
bei pauschaler Restlaufzeit von 15 Jahren,
Stand: 31.12.2023 (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB)
zugrunde gelegte Sterbetafel "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck
Leistungsplan 1 - Versorgunsgfall
Fluktuation Keine
Rententrend 1 % p.a.
Anwartschaftstrend 0 % p.a.
Finanzierungsendalter 65 Lj.
Leistungsplan 2 - Gehaltsdynamische Zusage
Fluktuation Keine
Rententrend 0 % p.a.
Anwartschaftstrend Monasgehalt, 2 % p.a.
Finanzierungsendalter 65 Lj.
Leistungsplan 3 - Festrentenzusagen
(gesetzl. Insolvenzschutz)
Fluktuation Keine
Rententrend 0 % p.a.
Anwartschaftstrend 0 % p.a.
Finanzierungsendalter 65 Lj.

Auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen war eine Auflösung der Rückstellungen erforderlich. Es wird jedoch vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht, die Überdeckung beträgt zum 31.12.2023 4.972,00 EUR (Vorjahr: 9.944,00 EUR).

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,82 % und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben von 1,74% Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 22.668,00 EUR.

6. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der

Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 2.962.312,43 EUR.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

- Pfandrechte an unbeweglichen Sachen, Buchgrundschulden

- Sicherungsabtretung von Forderungen, Globalzession

- Sicherungsabtretung von Tagesgeld- und Wertpapierdepotkonten

- Sicherungsübereignungen bewegliches Sachanlagevermögen

Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

7. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
EUR
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 70.674,00
davon durch Pfandrechte oder sonstige Sicherheiten gesichert 70.674,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 70.674,00
gesichert durch:
Sicherungsabtretung von Lebensversicherungsansprüche im Todesfall

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert:

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

Als Gründe hierfür sind zu nennen:

Aus dem bisherigen Zahlungsverhalten und der nach unserer Risikoeinschätzung guten Bonität des verbundenen Unternehmens ergeben sich keine Hinweise für eine Inanspruchnahme aus der gewährten Sicherheit für die fremde Darlehensschuld.

Gegenüber Auftraggebern bestehen unselbständige Gewährleistungspflichten als Bestandteile der Werk- und Dienstleistungsverträge. Hierbei handelt es sich um geschäfts- und branchenübliche Garantien hinsichtlich der Zusicherung der vertraglich geschuldeten Eigenschaften von Bauleistungen.

8. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.777.162,73 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Art der Verpflichtung Höhe
EUR
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
EUR
Miet- und Leasingverträge 1.777.162,73 1.740.000,00
Summe 1.777.162,73 1.740.000,00

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung handelt es sich im Einzelnen um folgende Geschäftsvorfälle:

Art der Ertäge und Aufwendungen von außergewöhnlichen Bedeutung Posten der Gewinn- und Verlustrechnung EUR
Einzelwertberichtung auf eine Schlussrechnungsforderung für erbrachte Bauleistungen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 500.000,00
Aufwendungen für Pensionen aufgrund periodenfremden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 813.471,00

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten

Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 54,00
Angestellte 24,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 80,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 69,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 11,00

2. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Patrick Bindrum ausgeübter Beruf: kfm. und tech. Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Klaus Hayer ausgeübter Beruf: kfm. Geschäftsführer

3. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 0,00
Rückzahlungen im Berichtsjahr 0,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 42.390,03
= neuer Kreditbestand 42.390,03
Kreditkonditionen
Zinssatz 4% p.a.
Laufzeit kurzfristig
Sicherheiten keine

4. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehendes Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Bindrum & Sohn Projekt GmbH, Hammelburg 100% 201.291,40 44.438,55

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 173.677,25 EUR. Der Gewinnvortrag vor Verwendung beträgt 1.671.040,62 EUR.

Auf neue Rechnung werden 1.844.717,87 EUR EUR vorgetragen.

6. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hammelburg, 23. Dezember 2024

Patrick Bindrum

Klaus Hayer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Josef Bindrum & Sohn GmbH, Hammelburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Josef Bindrum & Sohn GmbH, Hammelburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Josef Bindrum & Sohn GmbH, Hammelburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 18. Juni 2025

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Groll, Wirtschaftsprüfer

gez. Broda, Wirtschaftsprüfer

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Assistent verbinden

  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Josef Bindrum & Sohn GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: c421c3b47a2bdebdee160c3404e66bef",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

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