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Mesalvo GmbH GmbH

Freiburg i.Br. ·HRB 265645 München ·mesalvo.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Heinrich-von-Stephan-Str. 25
79100 Freiburg i.Br.
Handelsregister
HRB 265645, München
Eintragungsdatum
24. März 2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Unternehmenszweck
der Erwerb, das Halten, die Veräußerung, die Verwaltung und die Leitung von Gesellschaften oder Unternehmen, die im Bereich IT für das Gesundheitswesen aktiv sind, einschließlich der Erbringung von (nicht erlaubnispflichtigen) Dienstleistungen für diese Gesellschaften (Konzerndienstleistungen) sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Angelegenheiten.
MC³ ClinicCentre (Administration & Billing / KIS) MC³ RadCentre (Radiologie / RIS) MC³ LabCentre (Labor / LIS) MC³ Medication (Medikationsmanagement mit CDSS) MC³ Intensive Care (PDMS) MC³ Surgery (OP‑Dokumentation) MC³ Ambulatory Care (Ambulanzlösung) MC³ Oncology (Onkologie‑Apothekenlösung) Support- und Serviceleistungen (Helpdesk, Implementierung, Training) MC³ Ambulatory Care (Lösung für Ambulanzen) MC³ Administration & Billing | ClinicCentre (HIS/Administration & Abrechnung) MC³ Curve/General Ward (Pflegedokumentation, Patientenakte) Healthcare‑IT Krankenhausinformationssystem (KIS) Radiologie‑Informationssystem (RIS) Laborinformationssystem (LIS) Medikationsmanagement PDMS Onkologie‑Software Anästhesie‑AIMS

Finanzen

Umsatz 2024
49,38 Mio. €
Mitarbeiter 2024
454
Bilanzsumme 2024
96,48 Mio. €
Jahresergebnis 2024
−26,88 Mio. €
2 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 188,49 Mio
  • Anlagevermögen 64,8 % 122,08 Mio
  • Umlaufvermögen 35,2 % 66,34 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 71,5 k
Passivseite 188,49 Mio
  • Eigenkapital 60,1 % 113,30 Mio
  • Verbindlichkeiten 38,9 % 73,24 Mio
  • Rückstellungen 1,0 % 1,95 Mio
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Bilanzdaten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 70,62 Mio
  • Umsatzerlöse 69,9 % 49,38 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24,3 % −17,16 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 4,4 % 3,13 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1,3 % −948,1 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 139
Aufwendungen 80,45 Mio
  • Personalaufwand 45,5 % −36,58 Mio
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 23,8 % −19,17 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 14,3 % −11,48 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8,3 % −6,70 Mio
  • Materialaufwand 6,8 % −5,51 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,3 % −1,01 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % −10,0 k
  • Ergebnis nach Steuern −26,87 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −26,88 Mio
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GuV-Daten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Holger Cordes seit 2024 Geschäftsführer
  • Matthias Wuttke seit 2021 Geschäftsführer
  • Oliver William Barrett Oliver seit 2022 Geschäftsführer
  • Petra Janssen seit 2022 Prokura
10 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

4,3 % identifiziert 95,7 % nicht identifiziert
  • M****** W**** 1,8 %
  • T***** S****** 1,7 %
8 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2026
  2. 23.07.
    Zweigniederlassung eingetragen
    Mesalvo GmbH
  3. 2025
  4. 21.10.
    Austritt einer Position
    Tino Großmann · Geschäftsführer
  5. 06.05.
    Austritt einer Position
    Marcus Mäurer · Geschäftsführer
  6. 2024
  7. 22.10.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Matthias Wuttke · Geschäftsführer
  8. 24.07.
    Austritt einer Position
    T** D** · Geschäftsführer
  9. 13.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Holger Cordes · Geschäftsführer
  10. 2023
  11. 13.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    T*** G****** · Geschäftsführer
  12. 11.07.
    Austritt einer Position
    T***** S****** · Geschäftsführer
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Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Konzernabschluss
  • 2023 Konzernabschluss
  • 2022 Konzernabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Konzernabschluss 2023

Veröffentlicht am 25. März 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

Mesalvo GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Mesalvo GmbH, München

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der Mesalvo Konzern (nachstehend auch "Mesalvo" oder "Mesalvo-Gruppe") unterstützt Gesundheitsdienstleister beim passgenauen Ausbau für die Herausforderungen der digitalen Zukunft. Mesalvo entwickelt IT-Lösungen und digitalisiert und vernetzt alle administrativen und medizinischen Prozesse entlang der Patient-Journey. Damit wird die Arbeit des medizinischen und administrativen Fachpersonals erleichtert, effektiver gestaltet und so die Sicherheit der Patientinnen und Patienten erhöht. Das Ziel von Mesalvo ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsverbesserung und Patientensicherheit im Gesundheitswesen zu leisten.

1.2 Produkte und Dienstleistungen

Der Mesalvo-Konzern bietet seinen Kunden (hauptsächlich Kliniken sowie Labore, radiologische Einrichtungen und Gesundheitsdienstleister) umfassende Softwarelösungen aus einer Hand, und zwar u.a. die folgenden Produkt- und Leistungsprogramme:

ClinicCentre (klinisches Informationssystem, KIS)

BusinessCentre (auf das Gesundheitswesen ausgerichtete ERPLösung mit den Schwerpunkten Finanz-/Anlagenbuchhaltung, Kostenträger, Materialwirtschaft)

RadCentre (Radiologie-Informationssystem)

LabCentre (Lösung für Labore)

ANDOK (Anästhesie-Dokumentation)

AnalyticsProduktfamilie - Werkzeug zur vielseitigen Datenanalyse und Statistik-Aufbereitung, integriert in alle Kernprodukte

Meona (klinisches Arbeitsplatzsystem, KAS, mit Fokus auf den klinischen Workflow von der Aufnahme, über den stationären Aufenthalt bis hin zur Entlassung)

A-TAXE (Arzneimitteltaxe), Zenzy (Programm für die Organisation der Zytostatikaherstellung in Apotheken)

E.care ED (Workflow-Management-System für die Notaufnahme)

Ergänzend hierzu werden Dienstleistungen wie Prozessberatung, Systemintegration und technischer Service angeboten, die ganzheitliche Lösungen aus einer Hand ermöglichen.

1.3 Standorte und Absatzmärkte

Durchschnittlich 420 Mitarbeiter:innen an sieben Standorten (Freiburg i. Br., Mannheim, Bochum, Pliezhausen, Magdeburg, Turnhout/Belgien und Barcelona/Spanien) standen zum 31. Dezember 2023 unter der Leitung der Geschäftsführer Holger Cordes, William Oliver, Dr. Tino Großmann, Dr. Tim Mundhenke, PD Dr. med. Matthias Wuttke und Marcus Mäurer. Die Mietverträge der Büroeinheiten in Chemnitz und Düsseldorf wurden im Geschäftsjahr 2023 gekündigt und beendet.

Als international tätiger IT-Konzern beschränken sich die Aktivitäten nicht nur auf den Hauptabsatzmarkt Deutschland. Mesalvo weist bereits eine internationale Kundenstruktur innerhalb des Absatzmarktes Europa auf. Der internationale Absatzmarkt, auch über Europa hinaus, wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

1.4 Organisationsstruktur

Der Mesalvo-Konzern entstand im Jahr 2021 infolge des Erwerbs von (i) 100 % der Anteile an der Health-Tech Holding GmbH, deren 100 %-igen Tochterunternehmen Meona Group GmbH, Meona GmbH und der E.care BVBA, Turnhout/Belgien (nachstehend "Meona Gruppe") zum 21. Juni 2021 sowie (ii) von 100 % der Anteile an der i-SOLUTIONS Health GmbH mit deren 100 %-igen Tochterunternehmen der i-SOLUTIONS Radiologie- Informationssysteme GmbH und der DATAPEC Gesellschaft für Datenverarbeitung GmbH (nachstehend "i-SOLUTIONS Gruppe") zum 13. Juli 2021 jeweils durch die Mesalvo GmbH. Zuvor wurde die Mesalvo GmbH mit Wirkung zum 28. April 2021 als Akquisitionsgesellschaft gegründet.

Die beiden Gruppen (die Meona Gruppe und die i-SOLUTIONS Gruppe) agieren mit ihren jeweils rechtlich selbständigen Gesellschaften unter der gemeinsamen Dachgesellschaft Mesalvo GmbH. Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 wird die erworbene Mesalvo Medical Software S.L., Barcelona/Spanien, (nachstehend "Mesalvo Medical") in den Konzernabschluss der Mesalvo GmbH einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2023 umfasste die Gruppenstruktur die folgenden (und neu firmierten) Rechtsträger:

Mesalvo GmbH, München

Mesalvo Mannheim GmbH, Mannheim (vormals: i-SOLUTIONS Health GmbH)

Mesalvo Stuttgart GmbH, Pliezhausen (vormals: DATAPEC Gesellschaft für Datenverarbeitung GmbH)

Mesalvo Mannheim RIS GmbH, Mannheim (vormals: i-SOLUTIONS Radiologie- Informationssysteme GmbH)

Mesalvo Group GmbH, Freiburg (vormals: Health-Tech Holding GmbH und aufnehmender Rechtsträger bei der Verschmelzung der ehemaligen Meona Group GmbH)

Mesalvo Freiburg GmbH, Freiburg (vormals: Meona GmbH)

Mesalvo Turnhout BV, Turnhout/Belgien (vormals: E.care BVBA)

Mesalvo Medical Software S.L, Barcelona/Spanien.

Die Mesalvo GmbH beinhaltet als geschäftsleitende Holding u.a. das Managementteam und verwaltet aktiv ihre Tochtergesellschaften. Dazu erbringt die Mesalvo GmbH diverse Dienstleistungen.

Die Mesalvo-Gruppe verfügt über sehr erfahrene Mitarbeiter:innen, die gemeinsam mit innovativen jungen Kolleginnen und Kollegen über exzellente Kenntnisse der Anforderungen der Zielkunden und Zielmärkte verfügen. Das Mitarbeiter:innen-Team besteht aus Software-Entwickler:innen und Ingenieur:innen, Ärzt:innen, Pfleger:innen, Medizinisch-Technischen Assistent:innen (MTA's) und Kaufleuten.

Die Mitarbeiter:innenzahl erhöhte sich im Geschäftsjahr von durchschnittlich 407 Mitarbeiter:innen im Vorjahr auf 420 Mitarbeiter:innen in 2023. Die Gesellschaft bildet aktuell 4 Auszubildende (Vorjahr: 7) aus. Die Ausbildung erfolgt in den Bereichen IT Services, Entwicklung und Support.

Im Mesalvo Intranet wird eine Vielzahl an Schulungen angeboten. Neben der jährlichen Pflichtschulung zu den Themen Arbeitssicherheit, Compliance und Datenschutz, werden Schulungen zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung, Produkt- und Toolschulungen sowie Medizinprodukteberater:innen angeboten.

Aufbauend auf einer im Herbst 2023 durchgeführten Mitarbeitendenbefragung wurde der MESALVO Campus eingeführt. Der MESALVO Campus ist ein innovatives Kommunikations-Format, das eine Vielzahl von Online-Informationsveranstaltungen beherbergt, um Wissen und Fähigkeiten zu erweitern und die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu fördern.

1.5 Steuerungskennzahlen

Die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sind die maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren für Mesalvo.

Bei der Erweiterung und Modernisierung des bestehenden Produkt-Portfolios wird darauf geachtet, dass Neuerungen stets an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet sind und nah am Kunden entwickelt werden. Kontinuierlich werden gemeinsam mit repräsentativen Kundengruppen Zukunftsstrategien für die Weiterentwicklung der Software erstellt. Spezifisch definierte Ziele gewährleisten eine stetige Kontrolle.

1.6 Forschung und Entwicklung

Mesalvo investiert auch zukünftig in die Entwicklung seines Produktangebots. Anwendernutzen und Wettbewerbsfähigkeit werden z.B. durch unterjährige Releases laufend gesteigert. Es werden zunehmend webbasierte neue Lösungen entwickelt. Mit Investitionen in die Bestandssoftware, sowohl in die Entwicklung neuer Module als auch in die Verbesserung und Modernisierung bestehender Produkte, stellt sich Mesalvo für die Zukunft auf und stärkt seine Marktposition.

Um den Entwicklungsbereich weiter zu stärken, wurde im Geschäftsjahr 2023 die Mesalvo Medical erworben, welche schwerpunktmäßig Entwicklungen innerhalb des Konzerns übernimmt.

Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr zur Erhöhung der Entwicklungskapazität Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 1.769 (Vorjahr: TEUR 1.602) eingekauft. Darin enthalten sind Aufwendungen an die Mesalvo Medical vor dem Anteilserwerb in Höhe von TEUR 1.233 (Vorjahr: TEUR 1.478).

Die Entwicklungsabteilung bestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 aus 100 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 90). Im Geschäftsjahr 2023 fielen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von EUR 14,3 Mio. (Vorjahr: EUR 6,5 Mio.) an. Dies entspricht 33% des Konzernumsatzes (Vorjahr 14%).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), als wichtigste Größe der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, ist in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Gegenüber 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung um 0,7% und liegt damit unter dem Wachstum der Europäischen Union in Höhe von 4,1%.

Der Mesalvo-Konzern entwickelt, vertreibt, implementiert und wartet Software für Gesundheitseinrichtungen. Die Mehrzahl der Kunden sind Krankenhäuser in Deutschland sowie Labore und radiologische Praxen. Das Gesundheitssystem ist von der allgemeinen wirtschaftlichen Konjunktur weitgehend entkoppelt.

2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nachfragebestimmend sind regulatorische Änderungen des Gesetzgebers. Ferner beeinflussen strukturelle Änderungen (z. B. Krankenhauskonsolidierungen) und die Verfügbarkeit von Investitionsmitteln in den Gesundheitseinrichtungen den Markt. Mesalvo bringt mit seinem umfassenden Produktangebot gute Voraussetzungen mit, um hiervon zu profitieren.

Die Bundesregierung reagierte auf die Pandemie und errichtete mit dem Krankenhauszukunftsgesetz ("KHZG") einen Förderungsmechanismus, der Krankenhäuser zu Investitionen in die Digitalisierung von Versorgungsprozessen, die IT-Sicherheit und den Aufbau sektorübergreifender Telemedizin ermuntern soll. Bereitgestellt werden hierfür seit 2021 von Bund, Ländern und Krankenhausträgern insgesamt EUR 4,3 Mrd.

Der Ausstieg des Wettbewerbers SAP bietet Chancen am Markt weitere Kunden zu gewinnen. Das Unternehmen SAP wird die Branchenlösung IS-H mit Ablauf der Wartung für die SAP Business Suite nicht mehr anbieten. Die Funktionalitäten von IS-H (Patientenverwaltung und -abrechnung) müssen künftig über die KIS-Systeme entsprechender Software-Hersteller abgebildet werden. Krankenhäuser haben somit bis 2030 Zeit, ihre auslaufende SAP-Software zu ersetzen. Die Mesalvo Gruppe bietet hierfür mit der Tiefe und Breite des Mesalvo Produktportfolios, welches seit vielen Jahren erfolgreich für Patientenadministration, klinische Dokumentation, Prozesssteuerung und Abrechnung eingesetzt wird, ein Lösungsangebot für Krankenhäuser.

Andererseits ist die aktuelle Marktentwicklung aufgrund von Lieferkettenunterbrechungen, der geopolitischen Ereignisse und daraus folgenden Ressourcenknappheit (auch in Bezug auf Mitarbeiter:innen) von hoher Unsicherheit geprägt. Denn Zusatzbelastungen öffentlicher Haushalte durch stark gestiegene Energiepreise oder steigende Verteidigungsausgaben mögen sich negativ zulasten vorgesehener Investitionen in das Gesundheitswesen auswirken. Derzeit sind hierzu nur bedingt Aussagen möglich. Ebenso sind die Auswirkungen durch die angedachten grundlegenden Krankenhausreformen des amtierenden Gesundheitsministers aktuell weiter nur schwer abschätzbar.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren einen starken Schub erhalten. Die Mesalvo-Gruppe bietet qualitativ hochwertige Softwarelösungen an, welche die Digitalisierung von Kliniken und weiteren Gesundheitseinrichtungen beschleunigen können.

Getrieben auch durch Digitalisierung des Gesundheitswesens ist das Wettbewerbsumfeld sehr dynamisch. Große Wettbewerber verstärken ihre Bemühungen, sich entsprechend auszurichten .

2.3 Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023

Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von der Integration der beiden Unternehmensgruppen unter der Mesalvo GmbH, Veränderungen innerhalb der Geschäftsführung, neuen Produkten (wie z.B. dem ClinicCentre+) und diversen internen Optimierungsprojekten.

Neben Verzögerungen bei den großen Implementierungsprojekten lagen auch die Produktlinien Radiologie und ClinicCentre unter den ambitionierten Erwartungen. Daraus resultierend kam es zu erheblichen Wertberichtigungen auf unfertige Leistungen sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts der Mesalvo Freiburg GmbH. Darüber hinaus mussten projektbezogene Rückstellungen in erheblichem Umfang gebildet werden.

Aufgrund dessen lag der Umsatz des Geschäftsjahres rund 25% unterhalb des budgetierten Umsatzes, während das EBITDA rund 300% unter Budget lag. In Summe konnte das Geschäftsjahr 2023 nicht mit dem erwarteten Ergebnis abgeschlossen werden.

2.4 Ertragslage

Der Umsatz des Geschäftsjahres liegt mit TEUR 42.986 (Vorjahr: TEUR 45.519) rund 25% unterhalb des budgetierten Umsatzes. Davon entfallen rund TEUR 27.098 (Vorjahr: TEUR 26.529) auf die Softwarepflege, die auf Dauerschuldverhältnissen beruht. Zum Stichtag sind die Auftragsbücher des Mesalvo-Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 gefüllt. Die Auftragseingänge im Jahr 2023 betragen TEUR 22.055 (Vorjahreszeitraum: TEUR 16.568).

Neben Verzögerungen den großen Implementierungsprojekten lagen auch die Produktlinien Radiologie und ClinicCentre unter den Erwartungen.

Mit TEUR 38.547 (Vorjahr; TEUR 39.692) ist das Inland der größte Absatzmarkt von Mesalvo. Auf Kunden in der EU (ohne Deutschland) entfallen TEUR 1.551 (Vorjahr: TEUR 1.652) und auf Kunden außerhalb der EU TEUR 2.888 (Vorjahr: TEUR 4.175).

Die Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -806 (Vorjahr TEUR 545). Im Rahmen der jährlich durchgeführten Werthaltigkeitsanalyse der unfertigen Leistungen wurden diese im Geschäftsjahr 2023 um rund TEUR 1.842 wertberichtigt. Die Korrektur betrifft im Wesentlichen in Vorjahren aufgebaute unfertige Leistungen.

Der Materialaufwand liegt mit TEUR 5.289 um TEUR 4.562 unter dem Vorjahr (TEUR 9.851). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) betrug im Geschäftsjahr 2023 12,3% (Vorjahr: 21,6%). Der Materialaufwand der Gruppe besteht mit TEUR 5.043 (Vorjahr: TEUR 9.373 im Wesentlichen aus Fremdleistungen. Im Geschäftsjahr liegt der Materialaufwand im Wesentlichen aufgrund nicht realisierter Drittumsätze rund 34% unter Budget. Darüber hinaus wurden im Vorjahr Eingangsrechnungen der heutigen Mesalvo Medical für die Zeit vor dem Erwerb der Anteile im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 1.478 im Materialaufwand ausgewiesen.

Aufwandseitig ist der Personalaufwand mit TEUR 35.244 (Vorjahr: TEUR 29.554) wesentlicher Treiber. In Relation zu den Umsatzerlösen belaufen sich diese auf 82% (Vorjahr: 65%). Die durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten in der Gruppe ist von 407 im Vorjahr auf 420 im Jahr 2023 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalaufwand um rund 19% gestiegen.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 27.315 (Vorjahr: TEUR 43.659) enthalten vor allem die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögensgegenstände. Seit dem Geschäftsjahr 2022 erfolgt zusätzlich zur linearen und planmäßigen Abschreibung eine Überprüfung ob Indikatoren für eine voraussichtliche dauerhaften Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegen. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 6.883 (Vorjahr: TEUR 20.993) auf den Geschäfts- oder Firmenwert, der auf den Erwerb der Meona Gruppe zurückgeht. Grund hierfür sind zum einen die - aufgrund der gedämpften Ertragslage - nach unten korrigierte budgetierten Umsatzerlöse und Ergebnisse der kommenden Jahre sowie zum anderen die gestiegenen Kapitalkosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 11.530 um TEUR 3.618 auf TEUR 15.546 angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Zuführungen zu Rückstellungen aus dem Projektgeschäft in Höhe von TEUR 1.845 (Vorjahr: TEUR 1.800). Darüber hinaus sind projektbezogene Fremdleistungen in Höhe von TEUR 2.546 (Vorjahr TEUR 1.149) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zudem Eingangsrechnungen der heutigen Mesalvo Medical vor Erwerb der Anteile im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 1.244 enthalten. Im Vorjahr wurden die Eingangsrechnungen der heutigen Mesalvo Medical Höhe von TEUR 1.478 im Materialaufwand ausgewiesen.

Das Zinsergebnis in Höhe von TEUR -5.961 (Vorjahr: TEUR -4.506) wird mit TEUR 5.855 (Vorjahr: TEUR 4.309) im Wesentlichen durch den Zinsaufwand für die vom Kreditvermittler GLAS vermittelten Darlehen getrieben.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Geschäftsjahr mit TEUR -2.587 (Vorjahr: TEUR 178) negativ. Der Steuerertrag resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung passiver latenter Steuern, die im Rahmen der Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen im Zuge der Erstkonsolidierungen entstanden sind. Die Abweichung zum Vorjahr resultiert aus einer im Vorjahr vorgenommenen Korrektur des im Rumpfgeschäftsjahr 2021 um TEUR 1.926 überdotierten Steuerertrags aus der Auflösung passiver latenter Steuern.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt ein Konzern-Jahresfehlbetrag von TEUR 42.302 (Vorjahr TEUR 50.497) erzielt.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 106.797 (Vorjahr: TEUR 129.857). Auf der Aktivseite ist die niedrigere Bilanzsumme im Wesentlichen auf das von TEUR 118.153 im Vorjahr, um TEUR 26.415 auf TEUR 91.738 gesunkene Anlagevermögen, getrieben durch die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, zurückzuführen. Auf der Passivseite wird der Rückgang der Bilanzsumme durch die Veränderung des Eigenkapitals getrieben. Dieses ist von TEUR 43.926 im Vorjahr um TEUR 29.801 auf TEUR 14.125 gesunken.

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 91.738 (Vorjahr: TEUR 118.153) entfällt im Wesentlichen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 70.847 (Vorjahr: TEUR 88.083), der sich im Wesentlichen aus dem Erwerb der Meona Gruppe und der i-SOLUTIONS Gruppe zum 21. Juni 2021 bzw. zum 13. Juli 2021 ergeben hat, sowie die im Rahmen der Neubewertung erfassten Auftragsbestände und Lizenzen von TEUR 19.728 (Vorjahr: TEUR 28.920). Die im Geschäftsjahr 2023 erworbene Mesalvo Medical trägt zum Stichtag TEUR 380 zum Geschäfts- oder Firmenwert bei. Die Entwicklung des Anlagevermögens spiegelt insbesondere die Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögensgegenstände wider.

Das Sachanlagevermögen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 681 (Vorjahr: TEUR 702) und enthält im Wesentlichen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 655 (Vorjahr: TEUR 673).

Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 1.871 (Vorjahr: TEUR 2.599) setzt sich im Wesentlichen aus den aktivierten unfertigen Leistungen aus dem Projektgeschäft zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr haben die unfertigen Leistungen aufgrund der vorgenommenen Wertberichtigung von TEUR 2.557 der unfertigen Leistungen, die bis zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 aktiviert wurden, um TEUR 709 auf TEUR 1.849 abgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögengenstände belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 6.660 (Vorjahr: TEUR 6.465). Wesentlicher Treiber sind die Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen, welche von TEUR 3.993 im Vorjahr um TEUR 1.643 auf TEUR 5.636 angestiegen sind. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus frühzeitig gestellten Ausgangsrechnungen für das Geschäftsjahr 2024.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 304 (Vorjahr: TEUR 388) und enthält im Wesentlichen bereits bezahlte Lizenzen, welche im neuen Geschäftsjahr Aufwand darstellen.

Bei einem Eigenkapital von TEUR 14.125 (Vorjahr: TEUR 43.926) beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 13,2% (Vorjahr: 33,8%). Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Erhöhung der Kapitalrücklage von TEUR 105.466 um TEUR 12.501 auf TEUR 117.967, durch zwei Zuzahlungen des Gesellschafters im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB .

Die Rückstellungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 13.782 (Vorjahr: TEUR 11.394). Wesentlicher Treiber sind die sonstigen Rückstellungen, welche von TEUR 7.478 im Vorjahr um TEUR 3.427 auf TEUR 10.905 angestiegen sind.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 2.188 (Vorjahr: TEUR 2.075) und enthalten Versorgungszusagen aus betrieblicher Altersversorgung.

Die Steuerrückstellungen bestehen im Wesentlichen aus vororganschaftlicher Zeit und belaufen sich auf TEUR 689 (Vorjahr: TEUR 1.841).

In den sonstigen Rückstellungen sind neben Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 4.048 (Vorjahr: TEUR 2.537) im Wesentlichen projektbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.645 (Vorjahr: TEUR 1.800) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2.206 (Vorjahr: TEUR 2.043) enthalten.

Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 3.391 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.618) um TEUR 773 angestiegen und resultieren aus den im Projektgeschäft üblichen Zahlungsmodalitäten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 15.001 (Vorjahr: TEUR 15.000) bestehen gegenüber der Deutsche Apotheker- und Ärztebank EG und sind Teil des von der Loan Agency GLAS SAS Frankfurt Branch vermittelten Darlehens in Höhe von TEUR 60.301 (Vorjahr: TEUR 60.000).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.589 befinden sich zum Stichtag nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 1.722).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 4.631 TEUR (Vorjahr: TEUR 98), enthalten im Wesentlichen ein im Jahr 2023 ausgegebenes Darlehen in Höhe von TEUR 4.500.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 48.035 (Vorjahr: TEUR 46.271) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber P CAPITAL PARTNERS in Höhe von TEUR 45.300 (Vorjahr: TEUR 45.000), welche Teil des von der Loan Agency GLAS SAS Frankfurt Branch vermittelten Darlehens in Höhe von TEUR 60.301 (Vorjahr: TEUR 60.000) sind.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 325 liegt aufgrund frühzeitig gestellter Ausgangsrechnungen für das Geschäftsjahr 2024 über dem Vorjahr (TEUR 152).

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.919 (Vorjahr: TEUR 8.676) resultieren aus immateriellen Vermögensgegenständen, die im Rahmen der Erstkonsolidierung erworben wurden, mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt wurden und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bzw. 7 Jahren abgeschrieben werden.

2.6 Finanzlage

Im Geschäftsjahr wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -6.764 (Vorjahr: TEUR 1.517) erzielt. Der negative operative Cashflow resultiert im Wesentlichen aus dem negativen EBITDA des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von TEUR -11.601 (Vorjahr: TEUR -2.140).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei TEUR -999 (Vorjahr: TEUR -456) und enthält im Wesentlichen Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis in Höhe von TEUR -547 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem Erwerb der Mesalvo Medical.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 11.636 (Vorjahr: TEUR -3.999) und umfasst im Wesentlichen Investitionen der Gesellschafter in die Mesalvo-Gruppe in Höhe von TEUR 17.034 (Vorjahr: TEUR 0), davon TEUR 12.501 als Zuzahlung in das bilanzielle Eigenkapital und TEUR 4.533 als Gesellschafterdarlehen.

Insgesamt ergibt sich ein Finanzmittelfonds, bestehend aus den flüssigen Mitteln, in Höhe von TEUR 6.223 (Vorjahr: TEUR 2.251).

Das Fremdkapital beläuft sich auf TEUR 92.672 (Vorjahr: TEUR 85.931). Die Fremdkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr in Folge des ergebnisbedingten Rückgangs des Eigenkapitals von 66,2% auf 86,8% angestiegen.

Aus dem Kreditvertrag ergibt sich die Verpflichtung zur Einhaltung von Covenants. Die Bedingungen der Covenants für das Geschäftsjahr 2024 werden nach dem Bilanzstichtag mit den Kreditgebern neu verhandelt. Im Zuge dessen wurden der Unternehmensgruppe weitere Eigenmittel in Höhe von EUR 7,5 Mio. durch die Gesellschafter zur Verfügung zugesagt, so dass die Liquidität der Gruppe weiterhin bei einem planmäßigen Verlauf des operativen Geschäfts ohne wesentliche Planabweichungen gewährleistet ist.

Neben der Neuverhandlung der Covenants für das Geschäftsjahr 2024 wurden zur weiteren Stärkung der Liquidität ein Stunden von Zinsen in Höhe von EUR 4,4 Mio. vereinbart.

Zum Bilanzstichtag bestehen zugesagte aber bisher nicht genutzte Kreditlinien über insgesamt TEUR 12.500 (Vorjahr: TEUR 12.500).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war, auch durch die Erhöhung der Kapitalrücklage sowie durch das erhaltene Gesellschafterdarlehen, ausreichend Liquidität vorhanden.

2.7 Prognose-Ist-Vergleich

Die beiden wesentlichen Steuerungskennzahlen Umsatz und EBITDA blieben im Ergebnis im Geschäftsjahr deutlich hinter den Erwartungen zurück (Umsatz TEUR - 14.451 und EBITDA TEUR -11.127).

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Pandemie, das KHZG und Marktaustritte großer Wettbewerber (u.a. von SAP) führten zu einer Belebung des IT-Gesundheitsmarktes, insbesondere bezüglich der KIS-Lösungen.

Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss der MEONA- und der i-SOLUTIONS-Gruppe zu Mesalvo ist das Unternehmen gut aufgestellt, um im deutschsprachigen Markt für die Kliniksoftwarelösungen eine signifikante Rolle zu spielen. Weitere Chancen werden in der Internationalisierung, insbesondere mit Blick auf die Region Nordeuropa, gesehen.

Mesalvo geht deshalb davon aus, verstärkt Neukunden im KIS-Bereich zu gewinnen. Dies betrifft sowohl das Meona-Produkt als auch das um Meona-Funktionalitäten erweiterte ClinicCentre-Produkt. Im Übrigen ist geplant, im Geschäftsjahr 2024 Neukunden hinzuzugewinnen, die ihr bisheriges KIS i.s.h. med durch Meona C3 (Meona erweitert um die Abrechnungsfunktionalitäten des ClinicCentre Produkts) ablösen wollen.

Im Markt für radiologische Informationssysteme wird eine geringere Dynamik erwartet. Mit leichten Investitionen in den Vertrieb geht Mesalvo aber dennoch davon aus, Neukunden im Radiologie-Segment gewinnen zu können. Die Hoffnungen gründen sich auch auf neue Funktionalitäten im bekannten und etablierten Radiologie-Produkt.

Im Hinblick auf die Umsatzerlöse erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dies resultiert vor allem aus dem Abarbeiten des vorhandenen Auftragsbestands des Meona-Produktes. Für das EBITDA gehen wir von einem moderaten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr aus.

Zur Absicherung des langfristigen Geschäftserfolges wird weiter in die Entwicklung und Erweiterung des bestehenden Produktportfolios investiert. Mit neuen, modernen und kundenorientierten Komponenten werden mehr anwendernahe Lösungen zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig werden wir unsere Kunden dabei unterstützen, gesetzlichen Verpflichtungen pünktlich nachzukommen und effiziente, patientenorientierte sowie sichere Prozesse zu etablieren.

Trotz der marktseitig hohen Nachfrage und den damit einhergehenden Chancen für das Unternehmen, wird Mesalvo im Geschäftsjahr 2024 daran arbeiten müssen, das Vertrauen der Bestandskunden zu stärken und dem Kundenversprechen gerecht zu werden. Insgesamt sieht die Geschäftsführung zum aktuellen Zeitpunkt aber keine den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Finanzrisiken

Die Gesellschaft ist durch Darlehen in Höhe von EUR 60,3 Mio. langfristig finanziert und berichtet regelmäßig relevante Finanzkennzahlen an die Kreditgeber. Aus dem Kreditvertrag ergibt sich die Verpflichtung zur Einhaltung von Covenants. Die Bedingungen der Covenants wurden in Q4/2022 nicht erfüllt. Aus diesem Grund haben Mesalvo und die Kreditgeber die Kreditbedingungen für das Geschäftsjahr 2023 partnerschaftlich neu verhandelt. Im Zuge dessen wurden der Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2023 auch weitere Eigenmittel durch die Gesellschafter zur Verfügung gestellt, um bestehende Investitionsmöglichkeiten in die Meona-Software realisieren zu können.

Die Bedingungen der Kreditbedingungen für das Geschäftsjahr 2024 werden nach dem Bilanzstichtag mit den Kreditgebern neu verhandelt. Im Zuge dessen wurden der Unternehmensgruppe weitere Eigenmittel durch die Gesellschafter zur Verfügung zugesagt, so dass die Liquidität der Gruppe weiterhin gewährleistet ist.

Dem allgemeinen Risiko von Forderungsausfällen wird mit einem konsequenten Mahnwesen begegnet. Insbesondere bei größeren Aufträgen wird dem Risiko von Zahlungsstromschwankungen durch Abschlagszahlungen Rechnung getragen. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir konsequent und möglichst vorbeugend durch geeignete betriebswirtschaftliche Maßnahmen von der Auftragsanbahnung bis zur Fertigstellung. Größere Zahlungsausfälle waren bislang nicht zu verzeichnen, so dass wir aufgrund niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit sowie geringer Auswirkungen das Risiko insgesamt als gering einstufen.

Da der überwiegende Teil der Umsatzerlöse in Euro abgewickelt wird, bestehen keine nennenswerten Währungsrisiken. Das Unternehmen hält keine Wertpapiere.

3.2.2 Projektrisiken, insbesondere aus dem Großprojekt Tirol

Für die vertragsgemäße Lieferung und Implementierung des Produktes Meona für die Tiroler Landeskliniken sind erhebliche Entwicklungs- und Implementierungsressourcen erforderlich. Daraus könnte sich das Risiko eines Projektverzuges und damit einhergehender Vertragsstrafen auch über das Geschäftsjahr 2023 hinaus für das Unternehmen ergeben. Allerdings werden diese Risken durch Neuverhandlung des Vertrages hinsichtlich abzuliefernder Meilensteine versucht zu mitigieren. Dem bestehenden Risiko wurde mit passivierten Rückstellungen bilanziell Rechnung getragen. Die projektbezogenen Rückstellungen in Bezug auf Tirol belaufen sich auf TEUR 1.024 (Vorjahr: TEUR 0).

Neben dem Projekt Tirol ergeben sich für weitere Projekte Verzugsrisiken aufgrund des hohen Entwicklungs- und Implementierungsbedarfs. Dem bestehenden Risiko wurde mit passivierten Rückstellungen bilanziell Rechnung getragen. Die projektbezogenen Rückstellungen (ohne das Großprojekt Tirol) belaufen sich auf TEUR 2.621 (Vorjahr: TEUR 1.800).

3.2.3 Personalrisiken

Zur Verwirklichung der Ziele ist es unabdingbar, hoch qualifiziertes Personal langfristig an Mesalvo zu binden bzw. neu zu gewinnen. Investitionen in Schulung, Arbeitsmittel und Arbeitsumgebung sowie eine leistungsgerechte Bezahlung tragen zur erfolgreichen Mitarbeiter:innenbindung bei. Die Möglichkeit, geeignete Fachkräfte zu finden, wird durch die hohen Anforderungen an die Qualität der Bewerber und den starken Wettbewerb um die besten Talente erschwert. Dem wirkt Mesalvo durch diverse Maßnahmen zur Mitarbeiter:innengewinnung und -haltung aktiv entgegen. Neben dem Ausbau an Schulungsangeboten werden Mitarbeitendenbenefits wie etwa Benefits zu den Themen Vorsorge, Mobilität und Gesundheit ausgebaut, um die Mitarbeitendenzufriedenheit zu steigern.

3.2.4 Technologierisiken

Die verwendeten Technologien und Architekturen der Mesalvo Software-Produkte sind entsprechend ihrer Lebenszeit heterogen. Speziell steigt die Nachfrage nach Web-Anwendungen und der Vertrieb von Produkten mit klassischerer Architektur wird schwieriger. Durch die Schaffung einer neuen Plattform wurde die Vereinheitlichung und Modernisierung der Software-Architektur begonnen. Auf dieser Plattform werden neue Produkte entwickelt und betrieben. Weiterhin wird angestrebt, die Plattform zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den bestehenden Produkten einzusetzen.

3.2.5 Risiken aus dem Medizinprodukterecht

Das Risiko besteht grundsätzlich darin eine für Medizinprodukte notwendige Rezertifizierung nicht zu erhalten. Im Jahr 2023 wurden alle relevanten externen Rezertifizierungs- und Überwachungsaudits erfolgreich abgeschlossen. Um auch zukünftig die Vertriebs- und Inbetriebnahmerechte unserer Medizinprodukte aufrechtzuerhalten, kommt es zu Investitionen in das bestehende Qualitätsmanagementsystem und die darin beschriebenen Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse.

3.2.6 Marktrisiken

Ein regulatorisches Risiko besteht darin, dass die Ziele des KHZG möglicherweise nicht zeitgerecht umgesetzt werden können.

Ein weiteres Risiko stellt der Markt für klinisches IT-Personal dar. Sowohl unsere Kunden als auch alle Anbieter von Krankenhausinformationssysteme werden in den kommenden Jahren Schwierigkeiten haben, offenen Stellen mit qualitativ geeigneten Bewerbern besetzen zu können. Dadurch besteht das Risiko, dass KHZG-Projekte verzögert werden.

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Strategische Chancen

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass durch den Zusammenschluss der MEONA- mit der i-SOLUTIONS-Gruppe im Jahr 2021 der Grundstein für eine positive Unternehmensentwicklung gelegt ist und die Integration der Unternehmen weitere Synergien auf Umsatz- und Aufwandsseite hervorbringt.

So verfügt Mesalvo mit insgesamt rund 900 Kunden über eine breite Kundenbasis in den Kernmärkten Kliniken, Radiologien und Laboren. Daraus ergeben sich Möglichkeiten für das CrossSelling bei Bestandskunden. Neben dem Fokus auf die Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH-Markt) wird eine internationale Expansion (insbesondere in nordeuropäischen Märkten) angestrebt.

3.3.2 Operative Chancen

Das von Klinikern für Kliniker entwickelte MEONA-System mit den Schwerpunkten Arzneimitteltherapiesicherheit, digitales Medikationsmanagement, ORDER ENTRY für das Management von klinischen Prozessen und der MEONA KURVE für die effiziente Dokumentation der Pflege- und Behandlungsleistungen ist ein benutzerfreundliches und anwenderorientiertes klinischen Arbeitsplatzsystem.

Tief integriert bietet das Produkt E.Care eine Unterstützung der besonderen Arbeitsabläufe in Notaufnahmen, einschließlich moderner Triageinstrumente.

Das ClinicCentre Produkt verfügt über eine leistungsstarke Abrechnung. Hier bestehen Chancen im Ausbau der bestehenden Beziehungen durch Cross-Selling, aber auch in der Integration der klinischen Funktionalitäten des MEONA-Produktes in das ClinicCentre Produkt (das sog. (neue) ClinicCentre+ Produkt).

Zudem verfügt Mesalvo mit den Produkten LabCentre und RadCentre im Bereich diagnostischer Systeme über attraktive Lösungen.

Weitere Chancen gewinnt Mesalvo in den Bereichen Anästhesie- und Intensivdokumentation durch Cross-Selling bei Bestandskunden innerhalb der Gruppe.

Das Produkt BusinessCentre stellt eine krankenhausspezifische Softwarelösung für den Bereich Finanzbuchhaltung, Materialwirtschaft und Kostenrechnung dar. Die Potentiale liegen hier sowohl im Neukunden- als auch im Bestandskundengeschäft. Dies wird erreicht durch die Möglichkeit der Vernetzung des Systems mit Krankenhausinformationssystemen sowohl aus dem eigenen Hause als auch dem von Drittanbietern.

Der Ausstieg des Wettbewerbers SAP bietet darüber hinaus Chancen am Markt weitere Kunden zu gewinnen. Die Mesalvo Gruppe bietet hierfür mit der Tiefe und Breite des Mesalvo Produktportfolio, ein Lösungsangebot für Krankenhäuser.

Unter den gegebenen Umständen geht die Geschäftsführung der Mesalvo GmbH in den folgenden Jahren von einer positiven Geschäftsentwicklung, aus. Neben einem geplanten Umsatzwachstum auf EUR 51,0 Mio. im Jahr 2024 und EUR 61,4 Mio. in 2025, wird in den nächsten Jahren ein Anstieg des EBITDA auf EUR -2,5 Mio. in 2024 und auf EUR 6,8 Mio. in 2025 erwartet.

 

München, den 13. Mai 2024

Mesalvo GmbH
München

Holger Cordes, Geschäftsführer

William Oliver, Geschäftsführer

PD. Dr. med. Matthias Wuttke, Geschäftsführer

Dr. Tim Mundhenke, Geschäftsführer

Dr. Tino Großmann, Geschäftsführer

Marcus Mäurer, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.209.777,04 29.368.494,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.847.109,02 88.082.904,27
91.056.886,06 117.451.398,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.460,69 9.464,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.381,28 19.793,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.511,67 672.787,52
681.353,64 702.044,99
91.738.239,70 118.153.443,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Betriebsstoffe 13.169,46 40.974,65
2. Unfertige Leistungen 1.848.535,78 2.557.350,38
3. Waren 9.428,05 1.043,83
1.871.133,29 2.599.368,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.636.216,56 3.992.614,05
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.024.034,55 2.472.329,64
6.660.251,11 6.464.943,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.223.251,27 2.250.824,45
14.754.635,67 11.315.137,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 303.973,98 388.124,73
106.796.849,35 129.856.705,29

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 117.966.613,57 105.466.074,37
III. Verlustvortrag -61.565.394,48 -11.068.472,22
IV. Konzernjahresfehlbetrag -42.301.663,79 -50.496.922,26
14.124.555,30 43.925.679,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.188.357,00 2.074.553,00
2. Steuerrückstellungen 688.744,92 1.841.591,92
3. Sonstige Rückstellungen 10.905.234,95 7.477.890,49
13.782.336,87 11.394.035,41
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.000.975,29 15.000.049,81
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.390.896,68 2.617.986,27
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.588.900,22 1.721.704,29
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 4.630.788,00 98.175,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 48.035.190,04 46.271.186,54
72.646.750,23 65.709.101,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 324.666,17 151.877,30
E. Passive Latente Steuern 5.918.540,78 8.676.010,79
106.796.849,35 129.856.705,29

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 42.985.797,25 45.519.375,52
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -805.655,11 545.237,50
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.298.391,35 2.730.928,16
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -246.022,15 -477.549,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.043.231,49 -9.373.468,60
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -29.756.852,67 -25.127.732,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.487.150,52 -4.426.657,21
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -27.315.285,73 -43.658.981,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.545.797,66 -11.530.266,08
8. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -38.915.806,73 -45.799.113,87
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.184,86 3.791,75
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.982.334,36 -4.509.510,32
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.586.672,46 -177.949,16
12. Ergebnis nach Steuern -42.290.283,77 -50.482.781,59
13. Sonstige Steuern -11.380,02 -14.140,67
14. Konzernjahresfehlbetrag -42.301.663,79 -50.496.922,26

Geänderter Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

der Mesalvo GmbH, München

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernanhang

Die Mesalvo GmbH mit Sitz in München ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 265645 eingetragen.

Der Konzernabschluss 2023 der Mesalvo GmbH wurde für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 erstellt.

Die Änderung des Konzernabschlusses im Bereich des Anhangs erfolgte aufgrund erstmaliger Inanspruchnahme der Erstellungs- und Offenlegungserleichterungen gem. § 264 Abs. 3 HGB für die Mesalvo Freiburg GmbH, Freiburg.

Die Erstkonsolidierung der Mesalvo Group GmbH, Freiburg, und ihrer Tochterunternehmen Mesalvo Freiburg GmbH, Freiburg, und Mesalvo Turnhout BV, Turnhout/Belgien, ("Meona Gruppe") erfolgte zum 21. Juni 2021. Die Erstkonsolidierung der Mesalvo Mannheim GmbH, Mannheim, und ihrer Tochterunternehmen Mesalvo Mannheim RIS GmbH, Mannheim, und Mesalvo Stuttgart GmbH, Pliezhausen ("i-SOLUTIONS Gruppe"), erfolgte zum 13. Juli 2021.

Der Stichtag der Jahresabschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen vollkonsolidierten Gesellschaften entspricht mit Ausnahme des Jahresabschlusses der im Jahr 2023 erworbenen Mesalvo Medical Software S.L., Barcelona/Spanien, dem Stichtag des Konzernabschlusses. Der Stichtag des Jahresabschlusses der Mesalvo Medical Software S.L. ist abweichend der 30. September.

II. Angaben Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierte Gesellschaften Sitz Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital GJ 2023
in TEUR
Ergebnis GJ 2023
in TEUR
Mesalvo Group GmbH Freiburg 100 (unmittelbar) 0 -19.545
Mesalvo Freiburg GmbH Freiburg 100 (mittelbar) 2.113 0
Mesalvo Turnhout BV Turnhout/Belgien 100 (mittelbar) 3.438 1.136
Mesalvo Mannheim GmbH Mannheim 100 (unmittelbar) 1.898 0
Mesalvo Mannheim RIS Mannheim 100 (mittelbar) 906 0
Mesalvo Stuttgart GmbH Pliezhausen 100 (mittelbar) 256 0
Mesalvo Medical Software S.L. Barcelona/Spanien 100 (unmittelbar) 678 427

Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 wird die erworbene Mesalvo Medical Software S.L, Barcelona/Spanien, in den Konzernabschluss der Mesalvo GmbH einbezogen.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt als Vollkonsolidierung.

Zum Bilanzstichtag bestehen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 70.847 (Vorjahr TEUR 88.083). Der auf den Erwerb der Meona Gruppe zurückgehende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt TEUR 23.541 (Vorjahr TEUR 34.900). Der auf den Erwerb der i-SOLUTIONS Gruppe zurückgehende Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt TEUR 46.926 (Vorjahr TEUR 53.183). Auf den Erwerb der Mesalvo Medical Software S.L. in 2023 geht ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 380 zurück.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt linear und planmäßig über zehn Jahre.

Seit dem Geschäftsjahr 2022 erfolgt zusätzlich jährlich eine Überprüfung ob Indikatoren für eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegen. Bei Vorliegen von Indikatoren für eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt ein Werthaltigkeitstest zur Bestimmung eines möglichen außerplanmäßigen Wertminderungsbedarfs. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibung ergibt sich aus dem Vergleich des Buchwerts des am Abschlussstichtags ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerts eines Tochterunternehmens mit dem zu diesem Zeitpunkt ermittelten, beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des Tochterunternehmens. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 6.883 auf den Geschäfts- oder Firmenwert, der auf den Erwerb der Meona Gruppe zurückgeht.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt, indem Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet werden.

Innenumsatzerlöse, sonstige konzerninterne Erträge und andere Verrechnungen werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind (§ 304 Abs. 2 HGB).

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderung gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 9 Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Erstkonsolidierung der Meona Gruppe bzw. der i-SOLUTIONS Gruppe erworben wurden, wurden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Die im Rahmen des Zusammenschlusses von Meona Gruppe und i-SOLUTIONS Gruppe erworbenen Auftragsbestände und Lizenzen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bzw. 7 Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Bei dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 11 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250 bis EUR 1.000 werden als Zugang erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben (Poolabschreibung).

Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt werden.

Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten, neben den Fertigungskosten auch angemessene anteilige Fertigungsgemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Sollte der am Absatzmarkt erzielbare Wert am Stichtag unter den aktivierten Herstellungskosten liegen, so wird auf diesen Wert abgeschrieben (verlustfreie Bewertung).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Es wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % vorgenommen, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu den im Zeitpunkt des Erwerbs gültigen Kursen bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder zum niedrigeren Stichtagkurs bewertet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit ihrem höheren Stichtagkurs bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagkurs umgerechnet.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung des von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB, d. h. auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittszeitraums zum Stichtag veröffentlichten Rechnungszinses für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82 % (Vorjahr 1,78%) ermittelt. Es wurde unverändert zum Vorjahr eine Gehaltsdynamik in Höhe von 2,5 % p.a., eine Rentendynamik von 2,00 % p.a. und alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationsraten von 0 % angesetzt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrags gebildet worden. Sie berücksichtigen alle am Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Aufwendungen und Erträge aus sich im Zeitverlauf ändernden Zinssätzen und der Veränderung der Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert in der Bilanz ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erlöse für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Auf Einzelabschlussebene bestehen Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht bei den Pensionsrückstellungen resultieren. Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wurden die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen saldiert angegeben. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB wird vom Ansatz aktiver latenter Steuern abgesehen.

Es bestehen Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz aufgrund von aktivierten immateriellen Vermögensgegenständen im Rahmen der Kaufpreisallokationen der Erstkonsolidierungen, die zu passiven latenten Steuern führen. Der für die Mesalvo GmbH anzuwendende kombinierte effektive Steuersatz für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und für Gewerbesteuer beläuft sich auf 30 %. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen wurden gem. § 306 Satz 6 HGB unverrechnet angegeben. Passiven latente Steuern bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 5.919 (Vorjahr TEUR 8.676).

Das Regelwerk zur globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurde in Deutschland als Mindeststeuergesetz in lokales Recht umgesetzt. Daraus resultiert für Mesalvo eine erstmalige Anwendung der Gesetzgebung für das Geschäftsjahr 2024. Um die zukünftigen Auswirkungen der neuen Regelungen abzuschätzen, haben wir eine Betroffenheitsanalyse durchgeführt. Diese Analyse basiert auf den Abschlüssen der einzubeziehenden Geschäftseinheiten. Aufgrund der Betroffenheitsanalyse gehen wir davon aus, dass wir in keinen Jurisdiktionen vertreten sind, in denen die "Transitional Safe Harbour" Regelungen keine Anwendung finden und gleichzeitig der vereinfacht berechnete effektive Steuersatz weniger als 15 % beträgt.

V. Angaben zur Konzern-Bilanz

1. Anlagevermögen

Hierzu wird auf die Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) verwiesen.

2. Unfertige Leistungen

Im Rahmen der jährlich durchgeführten Werthaltigkeitsanalyse der unfertigen Leistungen wurden diese im Geschäftsjahr 2023 um rund 1.842 TEUR wertberichtigt. Die Korrektur betrifft im Wesentlichen in Vorjahren aufgebaute unfertige Leistungen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 und ist vollständig eingezahlt.

Aus der Kapitalrücklage, dem Verlustvortrag und dem Jahresüberschuss des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2023 von insgesamt TEUR 112.704 (Vorjahr TEUR 101.272) stehen TEUR 13.130 (Vorjahr TEUR 101.168) für Ausschüttungszwecke zur Verfügung.

5. Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren [1,74 %) ermittelt sich wie folgt:

Erfüllungsbetrag auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittszeitraums: EUR 2.188.357
Erfüllungsbetrag auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszeitraums: EUR 2.212.388]
Unterschiedsbetrag EUR 24.031

Es besteht insgesamt eine Ausschüttungssperre von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 104) gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

TEUR
2023
TEUR
Vorjahr
Personal 4.048 2.537
Ausstehende Rechnungen 2.206 2.043
Schadensersatz 3.645 1.800
Gewährleistung 222 260
Abschluss- und Prüfungskosten 91 99
Aufbewahrung 61 61
sonstiges 632 678
Summe 10.905 7.478

Bei den Rückstellungen für Schadensersatz handelt es sich um Rückstellungen aus dem Projektgeschäft, wovon TEUR 1.024 (Vorjahr: TEUR 0) auf das Projekt Tirol entfallen.

7. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und deren Besicherung ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023, die Vorjahreszahlen befinden sich in der Klammer:

Gesamt Restlaufzeit davon Gesicherte Beträge
TEUR < 1 Jahr
TEUR
>1 Jahr
TEUR
>5 Jahre
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.001 0 0 15.001 15.001
(15.000) 0 0 (15.000) (15.000)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.391 3.391 0 0 0
(2.618) (2.618) 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.589 1.589 0 0 0
(1.722) (1.722) 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 4.631 98 4..533 0 0
(98) (98) 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 48.035 2.735 0 45.300 45.300
(46.271) (1.271) 0 (45.000) (45.000)
Gesamt 72.647 7.813 4.533 60.301 60.301
(65.709) (5.709) (0) (60.000) (60.000)

Bei den Sicherheiten handelt es sich um die Verpfändung von Bankkonten, Sicherungsabtretungen von Forderungen der Mesalvo GmbH und die Verpfändung der Anteile der Mesalvo GmbH an ihren Tochterunternehmen.

In den Verbindlichkeiten ist ein von der Loan Agency GLAS SAS Frankfurt Branch vermitteltes Darlehen in Höhe von TEUR 60.301 (Vorjahr: TEUR 60.000) passiviert. Das Darlehen wird in Höhe von TEUR 15.001 (Vorjahr: TEUR 15.000) in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Der Restbetrag von TEUR 45.300 (Vorjahr TEUR 45.000) wird in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, da das ausgegebene Darlehen in dieser Höhe nicht von einem Kreditinstitut im Sinne des §1 Abs. 1 KWG vergeben wurde.

Im Vorjahr wurde der gesamte vermittelte Darlehensbetrag in Höhe von TEUR 60.000 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen angepasst.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 4.631 (Vorjahr: TEUR 98) bestehen im Wesentlichen aus einem im Dezember ausgegebenen Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 4.500 nebst im Jahr 2023 angelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 33.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 883) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 89) enthalten.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Jährlich sind derzeit TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 1.185) aus Büromietverträgen und TEUR 346 (Vorjahr TEUR 352) aus Kfz-Leasing-Verträgen zu entrichten.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen über die vertraglich vereinbarten Mindestlaufzeiten beläuft sich auf TEUR 2.554 (Vorjahr: TEUR 4.935). Sie entfallen in Höhe von TEUR 2.035 auf Miete (Vorjahr: TEUR 4.406) und in Höhe von TEUR 519 auf Kfz-Leasing (Vorjahr: TEUR 529). Vom Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen solche mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 139).

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen sind von untergeordneter Bedeutung.

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

TEUR
2023
TEUR
Vorjahr
Inland 38.547 39.692
EU-Staaten 1.551 1.652
Restl. Länder 2.888 4.175
42.986 45.519

Im Geschäftsjahr 2023 entfallen TEUR 27.098 auf das Wartungsgeschäft, TEUR 9.252 auf Lizenzumsätze, TEUR 5.277 auf Dienstleistungsumsätze und TEUR 1.358 auf sonstige Umsätze.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr TEUR 295). Im Wesentlichen handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungsgewinne von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 52).

3. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 24). Löhne und Gehälter belaufen sich auf TEUR 29.757 (Vorjahr: TEUR 25.128).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr TEUR 66) und Währungsverluste von TEUR 115 (Vorjahr TEUR 12). Die periodenfremden Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Beratungsaufwand des Vorjahres.

5. Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 68) enthalten. Darüber hinaus ist im Zinsergebnis Zinsaufwand an Gesellschafter in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet laufende Ertragssteueraufwendungen von TEUR 171 (Vorjahr TEUR 1.009) und latente Steuererträge von TEUR 2.757 (Vorjahr TEUR 831).

VII. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Die im Geschäftsjahr 2023 erworbene Mesalvo Medical S.L., Barcelona/Spanien, trägt zum Stichtag TEUR 99 zum Finanzmittelfonds bei.

VIII. Sonstige Angaben

1. Leitungsorgane

Geschäftsführer der Mesalvo GmbH sind

 

Herr William Barret Oliver, Kundenbetreuung (CCO)

 

Herr Holger Cordes (seit 13.10.2023), Vorsitzender (CEO)

 

Herr PD Dr. med. Tobias Schäfer (bis 02.07.2023), Innovation (CIO)

 

Herr Christian Krüger (bis 24.04.2023), Finanzen

 

Herr Dr. Tino Großmann, (seit 03.07.2023), Operatives Geschäft (COO)

 

Herr Joachim Schweizer (bis 06.04.2023), Produkte (CPO Systeme)

 

Herr PD Dr. Matthias Wuttke, Innovation (CIO)

 

Herr Dr. Tim Mundhenke, Finanzen (CFO)

 

Herr Marcus Mäurer (seit 03.04.2023), Produkte & Technologie (CPTO)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.911 (Vorjahr TEUR 1.594). Im Geschäftsjahr sind TEUR 1.921 (Vorjahr TEUR 1.514) für ehemalige Geschäftsführer enthalten.

Die Mesalvo GmbH hat einen Beirat mit 5 Mitgliedern. Die Gesamtbezüge des Beirats im Geschäftsjahr betrugen TEUR 47 (Vorjahr TEUR 70).

2. Mitarbeiterzahl

Durchschnittlich wurden beschäftigt:

 

Angestellte 420 (Vorjahr 407)

Darin enthalten sind 4 Auszubildende (Vorjahr 7).

3. Angaben über das Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Entsprechend der Vorschriften des § 314 Nr. 9 HGB ergibt sich ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 143 , welches sich wie folgt verteilt:

TEUR
2023
TEUR
Vorjahr
Abschlussprüfungen 91 87
Steuerberaterleistungen 52 39
143 126

4. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Aus dem Kreditvertrag ergibt sich die Verpflichtung zur Einhaltung von Covenants. Die Bedingungen der Covenants für das Geschäftsjahr 2024 werden nach dem Bilanzstichtag mit den Kreditgebern neu verhandelt. Im Zuge dessen wurden der Unternehmensgruppe weitere Eigenmittel in Höhe von TEUR 7.500 von den Gesellschaftern durch Zuzahlung in die Kapitalrücklage zur Verfügung gestellt.

5. Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Die Mesalvo HoldCo GmbH, München, eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 265661, wird als Mutterunternehmen der Mesalvo GmbH den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis erstellen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

6. Unternehmen, die von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen

Das Tochterunternehmen Mesalvo Mannheim GmbH, Mannheim, Mesalvo Mannheim RIS GmbH, Mannheim, Mesalvo Stuttgart GmbH, Pliezhausen und Mesalvo Freiburg GmbH, Freiburg, machen von der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Offenlegung und Prüfung der Abschlüsse Gebrauch.

7. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Konzernjahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 17. Dezember 2024

Marcus Mäurer, Geschäftsführer

William Oliver, Geschäftsführer

Dr. Tino Großmann, Geschäftsführer

Holger Cordes, Geschäftsführer

PD Dr. med. Matthias Wuttke, Geschäftsführer

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Zugänge aus Erweiterung des Konsolidierungskreises Abgänge
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.361.881,06 168.977,61 0,00 13.295,00 43.517.563,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 128.404.234,88 0,00 400.375,85 128.804.610,73
171.766.115,94 168.977,61 400.375,85 13.295,00 172.322.174,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.334,70 0,00 0,00 0,00 15.334,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 185.955,01 6.917,08 0,00 78.467,70 114.404,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.747.963,75 304.082,30 48.087,44 181.233,39 2.918.900,10
2.949.253,46 310.999,38 48.087,44 259.701,09 3.048.639,19
Summe Anlagevermögen 174.715.369,40 479.976,99 448.463,29 272.996,09 175.370.813,59
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Zugänge aus Erweiterung des Konsolidierungskreises Abgänge
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.993.386,75 9.314.399,88 0,00 0,00 23.307.786,63
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.321.330,61 17.636.171,10 0,00 0,00 57.957.501,71
54.314.717,36 26.950.570,98 0,00 0,00 81.265.288,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.870,31 2.003,70 0,00 7.874,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 166.161,93 10.179,93 0,00 81.318,75 95.023,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.075.176,23 345.006,22 7.524,90 163.318,92 2.264.388,43
2.247.208,47 357.189,85 7.524,90 244.637,67 2.367.285,55
Summe Anlagevermögen 56.561.925,83 27.307.760,83 7.524,90 244.637,67 83.632.573,89
Restbuchwerte 31.12.2023
Restbuchwerte 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.209.777,04 29.368.494,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.847.109,02 88.082.904,27
91.056.886,06 117.451.398,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.460,69 9.464,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.381,28 19.793,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.511,67 672.787,52
681.353,64 702.044,99
Summe Anlagevermögen 91.738.239,70 118.153.443,57

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Konzernjahresfehlbetrag -42.872.749 -50.496.922
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 27.315.286 43.658.981
3. Zunahme der Rückstellungen 2.762.795 2.979.307
4. Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 736.479 75.227
5. Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -26.544 1.622.157
6. Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 6.008
7. Zinsaufwendungen 5.961.150 4.505.719
8. Ertragsteuerertrag/-aufwand -2.015.587 177.949
9. Ertragsteuerrückerstattung/-zahlung 1.375.597 -1.011.391
10. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -6.763.574 1.517.035
11. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -168.978 -108.719
12. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 28.358 14.194
13. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -310.999 -364.911
14. Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -547.321 0
15. Erhaltene Zinsen 0 3.792
16. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -998.939 -455.644
17. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 12.500.539 0
18. Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 4.533.538 0
19. Gezahlte Zinsen -5.397.995 -3.999.370
20. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 11.636.083 -3.999.370
21. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 3.873.569 -2.937.979
22. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 98.858 0
23. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.250.824 5.188.804
24. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.223.251 2.250.824

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag
Stand am 31. Dezember 2021 25.000,00 105.466.074,37 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2022 25.000,00 105.466.074,37 -11.068.472,22
Einstellung in die Kapitalrücklage 0,00 12.500.539,20 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2023 25.000,00 117.966.613,57 -61.565.394,48
Konzernjahresfehlbetrag Gesamt
Stand am 31. Dezember 2021 -11.068.472,22 94.422.602,15
Konzernjahresfehlbetrag -50.496.922,26 -50.496.922,26
Stand am 31. Dezember 2022 -50.496.922,26 43.925.679,89
Einstellung in die Kapitalrücklage 0,00 12.500.539,20
Änderungen des Konsolidierungskreises 426.631,56 426.631,56
Konzernjahresfehlbetrag -42.728.295,35 -42.728.295,35
Stand am 31. Dezember 2023 -42.301.663,79 14.124.555,30

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mesalvo GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mesalvo GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mesalvo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 14. Mai 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 18. Dezember 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung des Abschnitts VIII. 6. "Unternehmen, die von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen" im Konzernanhang bezog. Auf die Darstellung der Änderung durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitt I. "Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernanhang", wird verwiesen.

 

Mannheim, den 14. Mai 2024/begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen: Mannheim, den 18. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Wolfgang Fischer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Philipp Wirth, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung beschloss am 10. Februar 2025, den Konzernjahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.12.2024 gebilligt.

Aktuelle Berichte und Vollvolumen-Zugriff auf alle Geschäftsjahre. API-Key holen →

Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
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Website-Inhalt

Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.

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Profil · Finanzen · Personen · Dokumente

Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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