mymuesli AGPassauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Dieser Lagebericht umfasst den Lagebericht der mymuesli AG (im Folgenden auch „Gesellschaft“ oder „wir“) zum 31. Dezember 2024. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf, die aktuelle Lage und die voraussichtliche Entwicklung der mymuesli AG. I. Grundlagen der Gesellschaft Die mymuesli AG wurde 2007 gegründet und ist der weltweit erste Anbieter für personalisierbare Müslis. Heute sind wir Marktführer für Bio-Müslis in Deutschland und unser Sortiment umfasst neben individuell konfigurierbaren Müslis auch fertige Müsli-Mischungen, Tees sowie weitere Produkte rund um ein gesundes Frühstück. Wir glauben daran, dass Ernährung ein zentraler Schlüssel zu einem glücklichen Leben und einer nachhaltigen Zukunft auf diesem Planeten ist. Deshalb entwickeln wir kontinuierlich neue Produkte, um für unsere Kunden auch in Zukunft eine bewusste und genussvolle Ernährung in 100%iger Bio-Qualität anbieten zu können - so einfach und attraktiv wie möglich. Dazu verwenden wir ausschließlich Bio-Zutaten für die Herstellung unserer Produkte: Zur Gewährleistung der Regionalität und der Produktqualität werden diese darüber hinaus zu weiten Teilen aus dem unmittelbaren Umfeld (insb. Deutschland und europäische Nachbarländer) bezogen. Unsere Zielgruppe sind Endverbraucher und Unternehmen mit hohen Anforderungen an eine nachhaltige, gesunde und bewusste Ernährung. Wir vertreiben als Multi-Channel-Anbieter unsere Müslis und Produkte einerseits über unsere Internetseite mymuesli.com in sieben Ländern und andererseits bei den führenden Lebensmittelhändlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie direkt an Unternehmen und gewerbliche Abnehmer. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2% niedriger als im Vorjahr. Der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland standen konjunkturelle und strukturelle Belastungen entgegen. Zu diesen Belastungen zählen unter anderem die zunehmende Konkurrenz des deutschen Exporthandels in wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, das weiterhin erhöhte Zinsniveau sowie unsichere wirtschaftliche Prognosen. Die Inflationsrate in 2024 betrug laut Statistischem Bundesamt 2,2%. Im Jahr 2024 verteuerten sich Waren um 1,0% im Vergleich zum Vorjahr. Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,4%. Dies führte zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung unter den Konsumenten. Der GfK-Konsumklima-Index lag im Dezember 2024 bei -23,1 Punkten. In den weiteren wichtigen Absatzmärkten Österreich, Schweiz, und Niederlande entwickelte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 unterschiedlich. Das BIP stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 0,8% in der Schweiz, um 1,0% in den Niederlanden, und um 1,2% in Frankreich, während das BIP in Österreich um -1,2% zurückging. Insbesondere der Euro-Raum war in 2024 von einer leicht erhöhten Inflationsrate betroffen. Diese betrug 3,2% in den Niederlanden, 2,9% in Österreich, 2,3% in Frankreich und 1,1% in der Schweiz. Nach Einschätzung des deutschen Sachverständigenrates in ihrem Frühjahrsgutachten vom 21.05.2025 wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 gemessen am BIP stagnieren. Damit wurde die vorherige Prognose revidiert, nach welcher ein Wachstum um 0,4% im Vergleich zu 2024 prognostiziert wurde. Das ifo hingegen prognostizierte im März 2025, dass das BIP um 0,2% über dem Wert von 2024 liegt (Quelle: ifo Institut). Für 2025 wird in Deutschland von leicht steigenden Verbraucherpreisen in Höhe von 2,3% ausgegangen (Quelle: ifo Institut). Für den Euro-Raum insgesamt wird mit einem BIP-Wachstum in Höhe von 1,1% und einer Inflationsrate von 2,2% gerechnet (Quelle: Frühjahrsgutachten des deutschen Sachverständigenrates). Branchenspezifische Rahmenbedingungen Unser Fokus liegt auf den europäischen - dabei insb. deutschsprachigen - Märkten, wobei wir über 72% unserer Verkaufserlöse im Geschäftsjahr 2024 mit dem Verkauf von Müsli-Produkten erzielten. Das Marktsegment “Breakfast Cereals”, einschließlich Müsli sowie anderer getreidebasierter Frühstückscerealien wie Cornflakes oder Haferflocken, hat in 2025 global eine geschätzte Größe von 79,85 Mrd. EUR. Die Größe des europäischen Marktes wird für das Jahr 2025 mit ca. 22,44 Mrd. EUR prognostiziert und liegt damit noch vor den USA (21 Mrd. EUR). Innerhalb des europäischen Frühstückscerealienmarktes wird der Markt in der DACH-Region für 2025 auf 1,93 Mrd. EUR geschätzt, während der deutsche Markt mit einer geschätzten Größe von 1,28 Mrd. EUR den wesentlichen Anteil ausmacht (Quelle: Statista Global Breakfast Cereals Market). 2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft Geschäftsverlauf Das makroökonomische Umfeld ist weiterhin geprägt von einer Kauf-Zurückhaltung bei hochpreisigen Lebensmitteln; gleichzeitig wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der gestiegenen Kosten im Online-Marketing und einer damit geringeren Reichweite weniger Neukunden als im Vorjahr gewonnen, sodass Umsatzrückgänge in allen Vertriebskanälen und Märkten verzeichnet wurden. Mit der Übernahme der Mehrheit an der Gesellschaft durch die Katjesgreenfood GmbH & Co. KG im September 2024 steht inzwischen ein langfristig orientierter, strategischer und branchenerfahrener Investor an unserer Seite, der künftig die strategische Ausrichtung eng begleiten und den Vertrieb durch seine umfassende Expertise unterstützen wird. Daneben ist es uns in 2024 gelungen, die Kostenbasis weiter zu reduzieren, um dem Umsatzrückgang entgegenzuwirken. Vor allem konnte dies durch eine Reduktion der Materialkosten (-1,5% niedrigere Materialkostenquote) sowie durch Einsparungen bei den Personalkosten erreicht werden (-0,2 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir durch unser gezieltes Kostenmanagement - trotz Umsatzrückgang - ein positives EBITDA erreichen. Wir haben uns auf der Kostenseite dabei auf folgende Maßnahmen konzentriert: Verbesserte Marketingeffizienz durch Fokussierung auf weniger kostenintensive Absatzkanäle und Märkte im Online Bereich, Neuverhandlung von Einkaufskontrakten, Schließung weiterer Stores, die Reduktion der Personaldecke sowie verbesserte Produktivitäten in Operations durch Qualifizierungsmaßnahmen. Auch in 2024 konnten wir unsere Kunden durch Produktinnovationen, insbesondere in der Kategorie Proteinriegel, für die Marke mymuesli begeistern. Im Geschäftsjahr 2024 sind der mymuesli AG einige nicht-operative Sondereffekte entstanden, die im Wesentlichen die Übertragung von Markenrechten an die mymuesli Markenverwaltungs AG & Co. KG, einen Grundstücksverkauf sowie Rechts- und Beratungskosten im Rahmen der Mehrheitsbeteiligung durch Katjes Greenfood betreffen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis. Als nicht wesentliche Leistungsindikatoren und zur internen Steuerung verwenden wir das EBITDA[1] und bereinigte EBITDA. Um die operative Leistung unseres Geschäfts zu bewerten, bereinigen wir das EBITDA um Einmalereignisse und nicht-operative Effekte. Diese Bereinigung ermöglicht es uns, die Leistung von mymuesli über die Perioden hinweg konsistenter zu vergleichen. Diese finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt: [1] EBITDA Berechnung wurde seit 2023 geändert: Periodenfremde Aufwände und Erträge werden im EBITDA nicht erfasst. scroll
Die oben aufgeführten Kennzahlen haben sich im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Die Umsatzerlöse sind um -6.595 TEUR bzw. -11,1% gefallen, größtenteils aufgrund des Marktumfeldes und teilweise durch die Storeschließungen. Der Umsatzrückgang liegt im Bereich unserer Erwartungen (Rückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich). Bereinigt um die Storeschließungen betrug der Umsatzrückgang -10,4%. Das EBITDA hingegen betrug im Geschäftsjahr 44.957 TEUR und ist im Vergleich zum Jahr 2023 um 45.277 TEUR gestiegen. Die Verbesserung im EBITDA ist einerseits auf die Übertragung der Markenrechte und andererseits auf unsere Maßnahmen zur Reduktion der Kostenbasis zurückzuführen. In unserem EBITDA für 2024 enthalten sind Einmaleffekte in Höhe von 44.559 TEUR aus der Übertragung von Markenrechten und 280 TEUR aus dem Verkauf eines Grundstücks sowie - 618 TEUR aufgrund von Rückstellungen für erwartete Restrukturierungskosten und Beratungskosten in Zusammenhang mit der Mehrheitsbeteiligung von Katjes Greenfood. Zusammen erklären diese Sachverhalte die Differenz zwischen dem EBITDA und dem bereinigten EBITDA. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen insbesondere die Kundenzufriedenheit und die Produktqualität. Um die Zufriedenheit unserer Kunden langfristig sicherzustellen, setzen wir auf ein innovatives und hochwertiges Produktangebot, exzellenten Kundenservice sowie einen konsequenten Fokus auf Nachhaltigkeit. Die Kundenzufriedenheit messen wir mit dem NPS (Net Promoter Score). Dieser verlief im Vergleich zum Vorjahr weiterhin auf hohem Niveau und lag im Einklang mit unserer Prognose. Die Produktqualität konnte durch die kontinuierliche Optimierung von Lieferprozessen und internen Abläufen sowie durch gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter konstant auf einem hohen Niveau gehalten werden. Eine laufende Überwachung anhand relevanter Kennzahlen bestätigt diese Stabilität - nennenswerte Abweichungen von den Prognosen traten nicht auf. Um den Einfluss von mymuesli auf die Natur und das Klima so gering wie möglich zu gestalten, haben wir verschiedene Maßnahmen etabliert. Wir setzen unverändert auf 100% Bio-Zutaten. Das ist uns besonders wichtig, um den Einsatz chemischer Pestizide und anderer schädlicher Stoffe für Mensch und Umwelt beim Anbau unserer Zutaten bestmöglich auszuschließen. Außerdem verbessern wir fortlaufend unsere Primär- und Sekundär-Verpackungen, betreiben einen Müsli-Retter Online-Shop gegen Lebensmittelverschwendung und unterstützen verschiedene Umwelt- und Klimaschutz-Aktivitäten. Den Plastikanteil unserer Müsli-2go-Becher in den Adventskalendern haben wir 2024 erneut über eine Beitragsabgabe pro Becher an everwave ausgeglichen und zusammen mit dem Verkauf des “Save the Ocean”-Müslis dazu beigetragen, dass 2024 rund 15.664 kg Plastik aus Gewässern geholt wurden. Ertragslage Trotz eines weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfelds, das von Inflation und Kaufzurückhaltung geprägt ist, haben wir im Geschäftsjahr 2024 Fortschritte in der Steigerung unserer Kosteneffizienz gemacht. Das Geschäftsjahr konnten wir insgesamt mit einem Jahresergebnis in Höhe von 31.165 TEUR abschließen (Vj. -1.890 TEUR), welches insbesondere auf die folgenden Effekte zurückzuführen ist: Die Umsatzerlöse sind aufgrund eines geringeren Absatzes um -6.595 TEUR auf 52.793 TEUR (2023: 59.388 TEUR) zurückgegangen. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf den reduzierten Fokus zur Neukunden-Gewinnung und die Depriorisierung der internationalen Märkte zwecks Steigerung der Marketing-Effizienz sowie auf die Schließungen weiterer Stores zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 45.728 (Vj. TEUR 836). Davon betreffen TEUR 44.560 Erträge aufgrund der Einbringung von Markenrechten in die mymuesli Markenverwaltungs AG & Co. KG gegen Gewährung von Anteilen zu Zeitwerten. Die Materialintensität hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozentpunkte auf 37,9% verringert (Vj. 41,8 %), was hauptsächlich auf niedriger verhandelte Einkaufspreise zurückzuführen ist. Aufgrund des Umsatzrückgangs hat sich das Rohergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 33.017 TEUR (Vj. 34.185 TEUR) verringert. Die Personalkosten reduzierten sich um -151 TEUR auf 13.806 TEUR (Vj. 13.957 TEUR). Die Personalkostenquote hingegen ist aufgrund des Umsatzrückgangs auf 26,4% (Vj. 23,2%) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich, insbesondere durch geringere Mieten für Stores, niedrigere Werbeausgaben und gesunkene Kosten der Warenabgabe, auf 19.546 TEUR (Vj. 22.394 TEUR). Die Kostenquote des sonstigen betrieblichen Aufwands im Vergleich zur Betriebsleistung lag nahezu unverändert bei 37,4% (Vj. 37,2%). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen 896 TEUR (Vj. 1.139 TEUR). Die Zinsaufwendungen liegen mit 824 TEUR (Vj. 800 TEUR) über dem Vorjahresniveau. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf 11.780 TEUR (Vj. -1.023 TEUR). Die Veränderung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Bildung passiver latenter Steuern von 11.780 TEUR im Zusammenhang mit der Bewertung bei Übertragung der Marke. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2024 um 39.120 TEUR auf 60.039 TEUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Laufe des Geschäftsjahres im Wesentlichen durch die Übertragung der Markenrechte auf 53.278 TEUR (Vj. 10.555 TEUR). Die Ermittlung des Zeitwerts der Marke „mymuesli“ erfolgte nach der Methode der Lizenzpreisanalogie unter Annahme einer Lizenzgebühr von 5%. Zugrunde gelegt wurden die prognostizierten Markenumsätze der Geschäftsjahre ab Januar 2025 und die daraus abgeleiteten fiktiven Lizenzgebühren. Diese wurden mit einem Zinssatz von 7,94% diskontiert. Die Nutzungsdauer der Marke ist aufgrund der Stärke unbestimmt. Der so ermittelte Markenwert betrug 44.559 TEUR. Das Umlaufvermögen verringerte sich von 7.198 TEUR um 665 TEUR auf 6.533 TEUR. Die Vorräte reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 650 TEUR auf 4.881 TEUR (Vorjahr 5.531 TEUR) aufgrund geringerer Überbestände zum Jahresende. Die Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (1.393 TEUR; Vj. 1.480 TEUR) ist im Wesentlichen durch eine Reduzierung von Kundenforderungen bedingt. Die flüssigen Mittel stiegen um 72 TEUR auf 259 TEUR (Vj. 187 TEUR). Das Eigenkapital stieg per 31. Dezember 2024 aufgrund einer Kapitaleinlage (1.500 TEUR) und dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von 31.165 TEUR von TEUR -432 TEUR auf 32.233 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr von 1.631 TEUR auf 1.239 TEUR, im Wesentlichen aufgrund der Reduzierung von Rückstellungen für Mitarbeiter- und Kundenboni, Markenlizenzen, ungewisse Verbindlichkeiten und Schadensersatz. Die Verbindlichkeiten der AG verringerten sich um insgesamt 2.214 TEUR auf 15.914 TEUR (Vj. 18.128 TEUR). Zum einen verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Tilgungen von langfristigen Krediten auf 8.510 TEUR (Vj. 10.229 TEUR). Zum anderen verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr auf 3.751 TEUR (Vj. 4.199 TEUR), während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 2.701 TEUR (Vj. 2.347 TEUR) stiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich auf 568 TEUR (Vj. 864 TEUR). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 383 TEUR verringerten sich leicht (Vj. 489 TEUR) und bestehen aus Vorauszahlungen unserer Kunden, zu denen die Warenlieferung zum Stichtag noch aussteht. Finanzlage Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -212 TEUR (Vj. -1.132 TEUR). Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 958 TEUR (Vj. -222 TEUR) ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verkauf eines Grundstücks und aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Aus dem Finanzierungsbereich resultiert ein Mittelabfluss von -674 TEUR (Vj. +1.421 TEUR), der aus planmäßigen Tilgungen von langfristigen Darlehen, Zinsen und einer Mittelzuführung durch Kapitalerhöhung resultiert. Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag 259 TEUR im Vergleich zu 187 TEUR im Vorjahr. Die mymuesli AG verfügt neben Bankguthaben zum Bilanzstichtag über freie Kreditlinien i.H.v 2.902 TEUR. Die mymuesli AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Abschließende Lagebeurteilung der Geschäftsführung für das Jahr 2024 Aufgrund des Marktumfelds sehen wir das Jahr 2024 als ein herausforderndes Geschäftsjahr an. Der Umsatzrückgang lag leicht über unseren Erwartungen während EBITDA und Jahresergebnis aufgrund von Sondereffekten die Prognose übertrafen (Prognose 2024: Umsatzrückgang im oberen einstelligen Bereich; positives EBITDA im niedrigen siebenstelligen Bereich und leicht negatives bis ausgeglichenes Jahresergebnis). Durch ein striktes Kostenmanagement über alle Bereiche, Reduktion von Komplexitäten in unseren operativen Abläufen, selektive Preiserhöhungen und einer klaren Fokussierung unseres Geschäfts auf hochwertige Bio-Müslis ist es uns gelungen, unsere Rohertragsmarge zu verbessern. Im Online-Kanal haben wir im Zuge der Strategieänderung durch den neuen Vorstandvorsitzenden ab September 2024 unseren Fokus auf die weitere Erschließung des Markenpotentials in Verbindung mit einer qualitativ hochwertigen Bestandskundenansprache gelegt. Verbesserte Abläufe in der Logistik und in der Produktion führten zudem zu Effizienzsteigerungen. Unsere Personal- und Standortkosten konnten wir im Vergleich zu 2023 signifikant reduzieren. Als Sondereffekt konnte durch die Übertragung der Markenrechte im Wege der Sacheinlage zudem ein sonstiger Ertrag von 44.559 TEUR erzielt werden. Gegenläufig dazu stand ein Aufwand aus latenten Steuern von 11.780 TEUR. Neben den operativen Herausforderungen hatten wir im Geschäftsjahr auch nicht-operative Einmalkosten, insbesondere erwartete Restrukturierungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Mehrheitsbeteiligung von Katjes Greenfood zurückzuführen sind. Das Jahresergebnis führte dazu, dass sich das Eigenkapital zum Stichtag positiv entwickelte. Der Vorstand geht aufgrund der Entwicklung im Geschäftsjahr von einer positiven Fortführungsprognose für das Unternehmen aus. III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Chancenbericht Die Wahrnehmung von Marktchancen bietet für mymuesli die Möglichkeit, Wachstum bei gleichzeitig gesunder Ertragslage zu generieren. Hierfür werden vor allem die für das Unternehmen relevanten Trends in der Nahrungsmittelbranche frühzeitig identifiziert und bei längerfristigem Potenzial entsprechend weiterverfolgt. Auch bildet der übergeordnete und weiterhin stärker werdende Trend hin zu Produkten aus nachhaltiger, biologischer und nach Möglichkeit regionaler Herkunft eine ausgezeichnete Schnittmenge mit unserem Produktportfolio. Die identifizierten Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung angemessen berücksichtigt und deren Entwicklung im Rahmen der laufenden Reportings überwacht. Eine Schärfung des Profils zum einen und die kontinuierliche Entwicklung innovativer, aktueller Trendprodukte zum anderen stärken unsere Marktposition und ermöglichen es, Marktanteile auszubauen. Zusätzlich kann durch Kooperationen mit starken Marken wie z.B. dem Deutschen Fußball Bund im Rahmen der UEFA EM 2024 oder mit Disney ein noch breiteres Kundenspektrum mit attraktiven Produkten erreicht werden. Regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen unterstützen diese Prozesse. Strategische Chancen bietet darüber hinaus der Ausbau der Marktpräsenz im europäischen In- und Ausland. Dies gilt beispielsweise für den Lebensmitteleinzelhandel und für die Erschließung neuer Vertriebskanäle. Risikobericht Ziel des Risikomanagementsystems ist es für Vorstand und Aufsichtsrat Transparenz bezüglich bekannter und aufkommender Risiken und Chancen zu schaffen, um jederzeit ein risikobewusstes Handeln zu gewährleisten. Die Identifizierung und das Monitoring von Chancen und Risiken findet im Rahmen eines angemessenen internen Berichtswesens statt und wird ergänzt durch regelmäßige Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen. Zusätzlich wurden Überwachungsprozesse in Bezug auf operative und finanzielle Entwicklungen zwischen Vorstand und den jeweiligen Abteilungen implementiert. Die Risiken der Gesellschaft werden übergeordnet unterschieden in gesamtwirtschaftliche, branchen- und unternehmensspezifische Risiken sowie Finanz- und Liquiditätsrisiken. a) Gesamtwirtschaftliche Risiken Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist im Jahr 2024 nach wie vor durch ein krisengeprägtes Umfeld beeinflusst. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Anhaltende Preissteigerungen, wie auch eine Verschlechterung der Markt- und Beschäftigungssituation in Deutschland und in Europa könnte zu einem Rückgang der Nachfrage nach unseren Produkten aus ökologischer Erzeugung führen. Der Kaufkraftverlust könnte dazu führen, dass Konsumenten zu günstigeren und konventionell hergestellten Produkten wechseln und damit die Absätze von mymuesli zurückgehen. Weiterhin kann die derzeitige gesamtwirtschaftliche Situation mit mangelnder Personalverfügbarkeit und steigenden Transport- und Frachtpreisen zu einem Kostenanstieg bei mymuesli führen. Durch ein engmaschiges Monitoring von Schlüsselkennzahlen, die sowohl operative als auch finanzielle Einschätzungen beinhaltet, verfügen wir über einen Mechanismus, mit dem wir die beschriebenen Risiken frühzeitig erkennen können, um entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. b) Branchenspezifische Risiken Erfahrungsgemäß ist die Nahrungsmittelindustrie sehr resilient gegenüber konjunkturellen Schwankungen. Daher stufen wir das branchenspezifische Risiko grundsätzlich als eher gering ein. Um dem erheblichen Wettbewerbsdruck am Markt und den gestiegenen Kundenanforderungen gerecht zu werden, verfolgen wir konsequent einen Multichannel-Vertriebsansatz - und verteilen damit potenzielle Risiken auf mehrere Vertriebskanäle. c) Unternehmensrisiken Absatz Der Absatz hängt neben der Kaufkraft der Verbraucher auch von unserer Fähigkeit ab, unsere Produkte an neue und bestehende Kunden zu verkaufen sowie über neue und bestehende Vertriebskanäle abzusetzen. Einerseits ist der Absatz damit abhängig von gesamtwirtschaftlichen Erwartungen, die bei nicht-eintreffen mit dem Risiko verbunden sind, dass die Gesellschaft nicht kostendeckend wirtschaftet. Andererseits besteht das Risiko, dass der Absatz aufgrund weiter steigender Werbekosten insbesondere im Online-Kanal nicht kostenadäquat realisiert werden kann. Beschaffung Kurz- bis mittelfristig wird von keiner signifikanten Entspannung der Preisentwicklung bei Roh- und Packstoffpreisen ausgegangen. Dem Risiko eines überproportionalen Anstiegs von Rohstoffpreisen wird durch langfristige Einkaufskontrakte, die Konsolidierung von Einkaufsvolumina auf Teilenummernebene sowie Verhandlungen mit Lieferanten begegnet. Gegen Risiken aus Lieferengpässen sichert sich die Gesellschaft durch die Wahl von unterschiedlichen regionalen und gleichzeitig zuverlässigen Lieferanten ab, die überwiegend in Deutschland ansässig sind. Forderungsmanagement Dem Forderungsausfallrisiko, z.B. bei Großkunden, begegnen wir mit konsequentem Forderungsmanagement. Ferner verfügt die Gesellschaft über ein diversifiziertes Kundenportfolio mit geringem Klumpenrisiko. Risiken aus Tochtergesellschaften: Zwischen der mymuesli AG, Passau, und der mymuesli Vertriebs GmbH, Passau, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Dieser umfasst eine Ausgleichsverpflichtung der mymuesli AG, Passau, im Verlustfall. Der Geschäftsbetrieb der mymuesli Vertriebs GmbH, Passau, wurde wie geplant im Jahr 2024 eingestellt, sodass zukünftig keine wesentlichen Verluste zu erwarten sind. Die Tochtergesellschaft mymuesli GmbH in Tägerwilen/Schweiz war als Produktions- und Vertriebsgesellschaft tätig und ist seit 2023 ausschließlich Vertriebsgesellschaft. Durch Anlaufverluste ergab sich ein deutliches negatives Eigenkapital. Für das bestehende negative Eigenkapital wurde ein Rangrücktritt für gewährte Darlehen erklärt. Zusätzlich besteht eine Patronatserklärung der mymuesli AG, Passau, gegenüber der mymuesli GmbH, Tägerwilen. Für die mymuesli AG ergeben sich daher Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit der Ausleihungen sowie aus der abgegebenen Patronatserklärung. Der Geschäftsplan für die mymuesli GmbH, Tägerwilen, sieht künftig positive Jahresergebnisse vor, die das negative Eigenkapital in den nächsten Jahren ausgleichen und die Tilgung der gewährten Darlehen ermöglichen sollen. d) Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis, zur Reduktion von Liquiditätsrisiken und um weiteren Spielraum für Investitionen zu schaffen, führte der Vorstand im Geschäftsjahr 2024 eine Kapitalerhöhung durch. Neben dem Bestandsinvestor Katjes Greenfood beteiligte sich auch die Devise Foods GmbH & Co. KG, ein Vehikel der Gründungsgesellschafter, an der Kapitalerhöhung. Die Transaktion wurde im August 2024 beurkundet und die einhergehende Kapitalerhöhung im September 2024 vollzogen. Zur Fortführung des Unternehmens, insbesondere zur Durchführung von Investitionen und zur Erfüllung unserer Zahlungsverpflichtungen, sind eine ausreichende Liquidität und eine gesicherte Finanzierung notwendig. Durch die gesamtwirtschaftliche Lage im Allgemeinen und die anhaltende Kaufzurückhaltung bei hochwertigen Produkten im Einzelnen kann es zu zusätzlichen Umsatzrückgängen kommen, wodurch die Ertrags- und Liquiditätslage negativ beeinflusst würde. Diesem Risiko begegnen wir mit einem strikten Kostenmanagement. Wir erwarten für 2025 ein positives EBITDA und daraus resultierend eine verbesserte Liquidität. Die verbesserte Ertragslage, die Kapitalerhöhung in 2024 sowie die Aufrechterhaltung der Kreditlinien reduzieren das Liquiditätsrisiko und sichern die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. Zudem geht der Vorstand davon aus, dass das fortlaufende Engagement der Aktionäre eine ausreichende Liquiditätsausstattung sicherstellt. Risiken aus Volatilitäten in unseren liquiden Mitteln begegnen wir mit einer rollierenden Liquiditätsplanung sowie konsequenter Überwachung und Steuerung. Fremdwährungsverbindlichkeiten lagen nur in geringer Höhe vor, sodass sich diesbezüglich keine wesentlichen Risiken ergeben. Auf den Einsatz von Finanzinstrumenten zur Absicherung von Risiken wurde im Geschäftsjahr wie auch in Vorjahren verzichtet. Sollten die oben aufgeführten Maßnahmen (Aufrechterhaltung der Kreditlinien, Effizienzsteigerungen und Kapitalausstattung durch Aktionäre) bei Bedarf nicht durchgeführt werden können bzw. nicht greifen, ist die mymuesli AG in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2025 gehen wir von einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld jedoch mit geringerer Inflation als in Vorjahren aus. Die Finanzierung von strategischen Initiativen und operativen Aktivitäten planen wir durch die Innenfinanzierung, der Ausnutzung bestehender Kreditlinien und der Erschließung weiterer Finanzierungsquellen zu sichern. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch die Aktionäre. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Umsetzung unserer strategischen und operativen Ziele, um mymuesli nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Wir rechnen mit einem prozentualen Rückgang des Umsatzes im mittleren einstelligen Bereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024, was primär durch die Fokussierung auf unser Online und B2B Geschäft in DACH sowie auf die Neuausrichtung unserer Marketing-Strategie bedingt ist. Auf der Kostenseite rechnen wir mit konstanten Einkaufspreisen für Rohstoffe und sekundäre Packstoffe. Durch ein weiterhin striktes Kostenmanagement, insbesondere im Overhead (u.a. Personal) sowie dem effizienteren Einsatz von Vertriebs- und Marketing-Maßnahmen erwarten wir, den Effekt des niedrigeren Ertragsbeitrag zu kompensieren. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einem leicht positiven EBITDA im mittleren sechsstelligen Bereich und infolgedessen mit einem negativen Jahresergebnis im niedrigen siebenstelligen Bereich. Um im herausfordernden Marktumfeld zu bestehen, ist es unser Ziel die hohe Kundenzufriedenheit weiterhin sicherzustellen. Wir fokussieren uns darauf, unsere Kundenbasis im Online-Kanal durch unsere optimierten Marketing-Aktivitäten zu stärken und wo möglich auszubauen, unsere Aktivitäten und Präsenz im Einzelhandel sowie die Aktivitäten im Firmenkundengeschäft zu intensivieren, unser Produktportfolio sowie unsere Produktion kontinuierlich zu optimieren. Innovationen in bestehenden Produktkategorien und Investitionen in unsere Marke unterstützen die Bindung und Erschließung neuer Kundengruppen. Die Produktqualität erwarten wir wie in den Vorjahren auf einem hohen Level. Erklärung nach § 312 AktG Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG aufgestellt und hierzu folgende Schlusserklärung abgegeben: „Der Vorstand der mymuesli AG erklärt, dass die Gesellschaft bei den in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.“
Passau, den 15.07.2025 mymuesli AG Vorstand Dr. Jesko Thron Markus Laub Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2024mymuesli AG, PassauHandelsregister Passau HRB 11421 1. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der mymuesli AG wird nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gesellschaft hat für den Jahresabschluss 2024 die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Wir weisen darauf hin, dass aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten können. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene immaterielle Anlagenwerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen werden Nutzungsdauern zwischen 36 und 120 Monaten zugrunde gelegt. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Entwicklungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der gesetzlich vorgeschriebenen Gemeinkosten einbezogen und planmäßig linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen werden Nutzungsdauern von 60 Monaten zugrunde gelegt. Der Bilanzausweis in Höhe von TEUR 190 (Vj. TEUR 137) ist bei der Bestimmung der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB zu berücksichtigen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang ausgewiesen. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen; bei Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips und der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteiligen Gemeinkosten unter Einbeziehung des Werteverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Seit dem Geschäftsjahr 2023 werden erhaltene Anzahlungen auf Vorräte unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen innerhalb der Verbindlichkeiten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag, gekürzt um notwendige Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bilanziert. Rückstellungen aus Rücklieferungen für Warenrückrufe werden in Höhe des erwarteten Aufwands inklusive Strafzahlungen bemessen. Grundlage der Bewertung der Pensionsrückstellung bildet das Anwartschaftsbarwertverfahren bzw. die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Anwendung der Rechnungszinsen gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren, einem Pensionsalter von 67 Jahren und Zugrundelegung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Diskontierungszins wurde im Berichtsjahr der 10-jährige Durchschnittszins von 1,90 % zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen herangezogen. Bei Verwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes wäre eine Diskontierung mit 1,96 % erfolgt. Für die bestehenden Rückdeckungsversicherungen wurde der zu aktivierender Betrag gemäß IDW RH FAB 1.021 ermittelt. Hierbei wurde das Passivprimat angewendet, es erfolgt somit eine Bewertung der Versicherungsleistungen auf Basis der Berechnungsgrundlage der Pensionsrückstellung. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr werden am Abschluss zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Der Ausweis von erhaltenen Kundenzahlungen für Gutscheine wurde korrigiert und erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2023 in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz angesetzt. Die Bewertung der Unterschiede zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,83 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Stichtag, die Erträge in zukünftigen Perioden darstellen. Sie resultieren im Wesentlichen aus Kundenzahlungen für Gutscheine. 3. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel wiedergegeben. Aufstellung des Anteilsbesitzes Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen scroll
Die Beteiligung an der mymuesli Vertriebs GmbH wurde aufgrund dauerhafter Wertminderung wertberichtigt. Die Beteiligung an der mymuesli Markenverwaltungs AG & Co. KG besteht seit 19.12.2024. Die Anschaffungskosten betreffen den Zeitwert der in die mymuesli Markenverwaltungs AG & Co. KG eingebrachten Markenrechte zuzüglich Nebenkosten. Die sonstigen Ausleihungen betreffen unverzinsliche und daher abgezinste Darlehen an die mymuesli GmbH, Kreuzlingen/Schweiz, unter Berücksichtigung der erklärten Rangrücktritte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel betragen TEUR 259 (Vj. TEUR 187). Latente Steuern Der Ausweis betrifft einen Überhang von passiven latenten Steuern über aktive latente Steuern. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.035 resultieren mit einem Betrag von TEUR 3.869 aus der zu erwartenden Steuerentlastung aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in Deutschland und mit TEUR 166 aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den sonstigen Rückstellungen (Pension, Urlaub, Jubiläum). Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 13.333 resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Finanzanlagen, im Sachanlagevermögen und bei den immateriellen Vermögensgegenständen. scroll
Eigenkapital Lt. Beschluss der Hauptversammlung vom 03.09.2024 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 5.318.193,00 gegen Bareinlagen um EUR 937.500,00 auf EUR 6.255.693,00, durch Ausgabe von 937.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit den laufenden Nummern 5.318.194 bis 6.255.693 und mit einem rechnerischen Anteil am erhöhten Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 1,00 je Stückaktie unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erhöht. Die Kapitalrücklage wurde im selben Zuge von EUR 4.103.556,50 um EUR 562.500,00 auf EUR 4.666.056,50 erhöht. Der durch Eigenkapital nicht gedeckte Fehlbetrag aus dem Vorjahr wurde 2024 ausgeglichen. Der Vorstand ist durch Satzung vom 09.06.2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 08.06.2026 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.390.796,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Das bisher noch nicht ausgenutzte genehmigte Kapital vom 09.06.2021 beträgt nach Herabsetzung um EUR 1.455.331,00 durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12.06.2023 noch EUR 398.864,00. Der Gesamtbetrag der i.S.d. §§ 253 Abs. 6 S. 2 und 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt TEUR 190 und betrifft in Höhe von TEUR 190 Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, sowie in Höhe von TEUR -13 den Unterschiedsbetrag aus der Ermittlung unter Zugrundelegung des 10-jährigen und des 7-jährigen Durchschnittszinses bei den Pensionsrückstellungen. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 663 (Vj. TEUR 677), dies nach Verrechnung mit der nach IDW RH FAB 1.021 bewerteten Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 244 (Vj. TEUR 229). Bis 2021 erfolgte die Verrechnung mit Planvermögen. Dessen Anschaffungskosten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 253 (Vj. TEUR 228). Der Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt TEUR 239. Der Unterschiedsbetrag aus der Ermittlung unter Zugrundelegung des 10-jährigen und des 7-jährigen Durchschnittszinses beträgt TEUR -13. Die Pensionsrückstellung wurde für frühere Mitglieder der Geschäftsführung/des Vorstands gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.239 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierungskosten, ungewisse Verbindlichkeiten, Provisionen, Urlaub, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Jubiläumszahlungen, Überstunden und Kundenboni. Hinzu kommen Rückstellungen für Abschluss und Prüfung, Schadensersatzansprüche aus einem Warenrückruf, LSt-Beiträge, Gegengeschäfte, das Loyalty-Kundenprogramm und Wiederherstellungsverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt: scroll
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 572 durch die Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens oder ähnliche Rechte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie ein kurzfristiges Darlehen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen bestehen aus Vorauszahlungen unserer Kunden (Vorkasse), zu denen die Warenlieferung zum Stichtag noch aussteht. Es erfolgte hier 2023 eine Umgliederung aus den Vorräten/Aktiva. Die zuvor unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesenen offenen Kaufgutscheinbestände wurden in diesem Zuge in die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich 2024 in den einzelnen geografischen Märkten wie folgt: scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 45.728, davon betreffen TEUR 44.560 Erträge aufgrund einer Markenauslagerung. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 2) periodenfremde Erträge und in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1) Erträge aus Währungsumrechnung enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 434 (Vj. TEUR 338), die Schadensersatzleistungen von Lieferanten TEUR 210 (Vj. TEUR 251). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 28). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 8) Aufwendungen für die Währungsumrechnung enthalten. Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 130 (Vj. TEUR 165) resultieren im Wesentlichen aus einer Verrechnungspreiskorrektur für 2023, verspätet erhaltenen Nebenkosten- und Energieabrechnungen, Mieterhöhungen, Ausbuchung von nicht umgesetzten Anzahlungen im Anlagevermögen und verspätet abgerechneten Gemeinkostenrechnungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen für die Erhöhung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 9.298 (Vj. Erträge aus der Aktivierung aktiver latenter Steuern TEUR 1.000), sowie die Auflösung aktiver latenter Steuern (TEUR 2.482). 4. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesamtzahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 280 (Vj. 323). Davon waren 141 (Vj. 164) Arbeiter und 139 (Vj. 159) Angestellte. Vorstand Der Vorstand der mymuesli AG setzt sich wie folgt zusammen: scroll
2024 betrugen die Bezüge des Vorstands TEUR 1.170 und die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder TEUR 188. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der mymuesli AG setzt sich wie folgt zusammen: scroll
2024 betrugen die Vergütungen des Aufsichtsrats TEUR 55. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft stellte bis 2023 als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf, der in den Konzernabschluss der Devise Foods GmbH & Co. KG, Frankfurt, einbezogen wurde. Durch eine Beteiligungsänderung ändert sich auch die Konzernzugehörigkeit. Die Gesellschaft verzichtet auf einen eigenen Konzernabschluss, die Katjesgreenfood GmbH & Co. KG („Katjes Greenfood“), Düsseldorf, stellt nun den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, gemäß der Vorschriften der IFRS, auf. Der Konzernabschluss der Katjesgreenfood GmbH & Co. KG wird auf der Website www.katjesgreenfood.de veröffentlicht. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zugunsten des verbundenen Unternehmens mymuesli GmbH, Kreuzlingen/Schweiz, eine Patronatserklärung abgegeben. Darin sichert die Gesellschaft der Tochtergesellschaft finanzielle Unterstützung zu. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Patronatserklärung erachten wir als gering, da die mymuesli AG als Alleingesellschafterin der mymuesli GmbH, Kreuzlingen/Schweiz, ausreichenden Einfluss auf den Geschäftsverlauf der begünstigten Gesellschaft ausüben kann. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Umfang von TEUR 2.321. Diese betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Ladengeschäfte sowie für Bürogebäude. Nachtragsbericht Nach dem Stichtag 31. Dezember 2024 sind keine dem Vorstand der mymuesli AG bekannten Ereignisse von besonderer Bedeutung oder mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage eingetreten. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 31.165 auf neue Rechnung vorzutragen.
Passau, den 15.07.2025 mymuesli AG Vorstände Dr. Jesko Thron Markus Laub Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2024scroll
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Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die mymuesli AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der mymuesli AG - bestehend aus der Bilanz zum31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mymuesli AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 15. Juli 2025 Baker Tilly GmbH & Co. KG Dittus, Wirtschaftsprüferin Dr. Schroff, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsGemäß Gesetz, deutschem Corporate Governance Kodex, Satzung und Geschäftsordnung der mymuesli AG, überwachte der Aufsichtsrat den Vorstand und beriet ihn insbesondere zu dessen Strategie und zu Unternehmensplanung, Rechnungslegung, Geschäftsverlauf, Lage und Aussichten, Risikomanagement und Compliance. Der Vorstand erstattete in und zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig schriftlich und mündlich Bericht, insbesondere zu bedeutenden Vorfällen und Entwicklungen im Geschäft und Markt. Sitzungen wurden in Präsenz und als Video- oder Telefonkonferenz abgehalten. Der Jahresabschluss der mymuesli AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Der Abschlussprüfer ist das Prüfungsunternehmen Baker Tilly GmbH & Co KG, vertreten durch die leitende Prüferin Frau Alexandra Dittus. Der Abschlussprüfer prüfte den Jahresabschluss der mymuesli AG. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Der Aufsichtsrat erhielt unmittelbar nach Aufstellung den Jahresabschluss und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers. Der Aufsichtsrat erhielt vorab Entwürfe der vorläufigen Abschlussunterlagen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss. In der Sitzung vom 01.09.2025 schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigte den Abschluss der AG zum 31. Dezember 2024; damit ist der Jahresabschluss der mymuesli AG festgestellt.
Aufsichtsratsvorsitzender Gez. Tobias Bachmüller Sonstige BerichtsbestandteileDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 1. September 2025. In der Hauptversammlung am 01.09.2025 wurde folgender Gewinnverwendungsbeschluss gefasst: Das Jahresergebnis 2024 in Höhe von EUR 31.165.005,09 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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mymuesli AG
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Sailerwöhr 16
94032 Passau - Handelsregister
- HRB 11421, Passau
- Eintragungsdatum
- 9. Juni 2021
- Branche
-
Großhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Einzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten - Eingetragenes Kapital
- 8.443.195,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Einkauf, Entwicklung, Herstellung, Vermarktung, Handel mit / und Vertrieb von Produkten im Nahrungsmittelbereich sowie dazugehörigen Non-Food-Produkten und Dienstleistungen im Nahrungs- und Ernährungsbereich, insbersondere auch über das Internet und im Wege des e-commerce.
Finanzen
Bilanz
2025- Anlagevermögen 88,7 % 52,72 Mio
- Aktive latente Steuern 13,5 % 8,00 Mio
- Umlaufvermögen 10,9 % 6,46 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 % 263,1 k
- Eigenkapital 49,4 % 29,34 Mio
- Verbindlichkeiten 34,1 % 20,27 Mio
- Passive latente Steuern 13,5 % 8,00 Mio
- Rückstellungen 2,5 % 1,48 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,6 % 347,6 k
Bilanzdaten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Umsatzerlöse 50,4 % 43,12 Mio
- Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 24,9 % 21,31 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 21,5 % 18,42 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 1,1 % 947,1 k
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,0 % 866,2 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,5 % 423,4 k
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,4 % 308,1 k
- Erträge aus Beteiligungen 0,2 % 192,3 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 22,8 k
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 37,7 % 18,70 Mio
- Materialaufwand 34,8 % 17,27 Mio
- Personalaufwand 23,3 % 11,57 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,6 % −1,30 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,6 % 789,3 k
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 % 8,7 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 2,4 k
- Ergebnis nach Steuern −2,89 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −2,89 Mio
GuV-Daten für 9 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Max Emanuel Wittrock
seit 2026 Vorstandsmitglied
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Unbekannte Beteiligung DEU 60,0 % 2,9M €
- Genui Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 40,0 % 1,9M €
-
H****** B*****
0,00 %
141 €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
-
H****** B*****
0,00 %
Beteiligungen an
- mymuesli Vertriebs GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
27.08.
Änderung des Stamm-/Grundkapitalsmymuesli AG
-
27.08.
Satzungsänderungmymuesli AG
-
27.08.
Änderung des genehmigten Kapitalsmymuesli AG
-
28.07.
Austritt einer PositionTom Feller · Vorstand
-
28.07.
Eintritt eines MitgliedsMax Emanuel Wittrock · Vorstand
-
10.07.
Satzungsänderungmymuesli AG
-
10.07.
Änderung des genehmigten Kapitalsmymuesli AG
-
10.07.
Änderung des Stamm-/Grundkapitalsmymuesli AG
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von mymuesli AG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 7bc36e31eb0a2d9861959fcea96ab053",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
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"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
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