NOVENTI Health SEMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die NOVENTI Health SE hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 234740 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Des Weiteren unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 286 Abs. 4 HGB. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend und es erfolgten, mit Ausnahme der nicht mehr vorgenommen Festwertbildung für Büromaterialien, keine Änderungen der Methoden im Vergleich zu Vorjahr. Bei der Bilanzierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wird vom Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten entsprechend § 255 Abs. 2a HGB angesetzt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren vorgenommen. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden zwischen vier und 20 Jahren entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 33 Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 250 werden sofort im Aufwand erfasst, zwischen EUR 250 und EUR 800 werden diese im Berichtsjahr voll abgeschrieben und es wird deren Abgang unterstellt. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Verzinsliche Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Beteiligungen und Anteilen an bzw. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erforderlich. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens voraussichtlich dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zu niedrigeren Zeitwerten. Für geringe Bestände an Büromaterial wurden in den Vorjahren Festwerte gebildet. Aufgrund des geringen Bestands im Vorjahr von TEUR 141 werden keine Festwerte mehr gebildet, sondern für Büromaterialien der direkte Verbrauch unterstellt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit Anschaffungskosten oder den bis zum Stichtag angefallenen Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung sowie einen angemessenen Anteil am Werteverzehr des Anlagevermögens und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die geleisteten Anzahlungen auf Anlage- und Umlaufvermögen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Liegt zum Bilanzstichtag ein niedrigerer beizulegender Zeitwert vor, werden die Vorräte auf diesen Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nennwert. Das Genussrechtskapital ist zum Nennwert bilanziert. Veränderungen des Genussrechtskapitals aufgrund der Verlustteilnahme werden wie Rücklagenzuführungen bzw. -entnahmen behandelt und nach dem Jahresüberschuss ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Für die Pensionsrückstellung wurde ein versicherungsmathematisches Gutachten von der Mercer Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, erstellt. Als Berechnungsgrundlage dienen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % bewertet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Abzinsungssatz für den 7-Jahres-Durchschnitt beträgt 1,74 %. Der Rententrend beträgt 2,2 % für aktiv angestellte Mitarbeiter. Das angewandte versicherungsmathematische Berechnungsverfahren ist die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Nach der PUC-Methode wird hierbei der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtung, der von den Mitarbeitern bis zum Bilanzstichtag gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeit aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient wurde, ermittelt. Als Rückstellungsbetrag wird der Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Trendannahmen - hinsichtlich zukünftiger Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklungen sowie eventuellen Fluktuationswahrscheinlichkeiten - ermittelt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31.12.2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 108. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert nach IDW RH FAB 1.021 bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Für die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurde die Projected-Unit-Credit-Methode angewendet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde unter Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag gültige Rechnungszinssatz beträgt 1,74 %. Zukünftige Gehaltssteigerungen wurden in der Berechnung berücksichtigt. Es wurde eine durchschnittliche Fluktuationsrate von 7,9 % angenommen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB saldiert ausgewiesen. C. Angaben zu Bilanzposten I. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Der Gesamtbetrag der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände beträgt TEUR 22.394 (Vorjahr TEUR 20.348). Hieraus ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 15.526. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen im Geschäftsjahr TEUR 9.605, davon entfallen TEUR 3.295 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Der Geschäfts- oder Firmenwert besteht im Wesentlichen aus dem derivativen Geschäfts- oder Firmenwert aus der Verschmelzung mit der awinta GmbH, Bietigheim-Bissingen, zum 01.01.2021. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Verschmelzung mit der awinta GmbH wird aufgrund des nachhaltigen Geschäftsmodells und der langen Kundenbindung linear über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben. Die weiteren Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 10 bzw. 4 Jahre abgeschrieben. Die sonstigen Ausleihungen bestehen in Höhe von TEUR 350 an den Gesellschafter. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr TEUR 5.916) Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 14.273 (Vorjahr TEUR 10.975) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen TEUR 10 (Vorjahr TEUR 0) und betreffen vollständig Forderungen gegen den Anteilseigner. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 8.670 (Vorjahr TEUR 9.588), eine Kaufpreisforderung aus dem Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.097 (Vorjahr TEUR 0) und haben in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr TEUR 94) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. III. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beläuft sich unverändert auf TEUR 45.000. Das Grundkapital ist eingeteilt in 45.000.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Einlagen in Höhe von TEUR 1.410 sind ausstehend und nicht eingefordert. Das Leitungsorgan wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22.12.2022 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 21.12.2027 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals, um insgesamt bis zu TEUR 22.500 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Die Kapitalrücklage wurde gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von TEUR 62.600 (Vorjahr TEUR 62.000) gebildet. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Genussscheine in Höhe von TEUR 2.524 ausgegeben. Es sind 2.524 Genussscheine mit jeweils einem Nennbetrag von TEUR 1 verbrieft. Die Genussschein- Inhaber haben das Recht auf eine Ausschüttung von 4,0 % per annum bezogen auf den Gesamtnennbetrag der Genussscheine. Erreicht oder übersteigt der ausgewiesene Jahresüberschuss des der Ausschüttung vorangegangenen Geschäftsjahres den Betrag von EUR 15 Mio., erhöht sich die Ausschüttung auf 5,0 % per annum bezogen auf den Gesamtnennbetrag der Genussscheine. Erreicht oder übersteigt der ausgewiesene Jahresüberschuss des der Ausschüttung vorangegangenen Geschäftsjahres den Betrag von EUR 20 Mio., erhöht sich die Ausschüttung auf 6,0 % per annum bezogen auf den Gesamtnennbetrag der Genussscheine. Bei einem Verlust nehmen die Genussscheine anteilig am Verlust teil. Die NOVENTI Health SE ist zum 31.12.2023 mit einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 35.375 bilanziell überschuldet. Es bestehen wesentliche Unsicherheiten im Hinblick auf die Fortführung der Gesellschaft und bestandsgefährdende Risiken. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne gem. § 19 Abs. 2 InsO liegt nicht vor, da die Fortführung der NOVENTI Health SE als überwiegend wahrscheinlich angesehen wird. Wir verweisen auf die Erläuterungen im Lagebericht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ergibt sich aus:
IV. Rückstellungen für Pensionen Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der ausschüttungsgesperrte Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 108. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen ist im Personalaufwand enthalten. V. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.904 (Vorjahr TEUR 414) bestehen aus Verpflichtungen für Betriebsprüfungen der Vorjahre. VI. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 14.068 (Vorjahr TEUR 41.469) enthalten Rückstellungen für die Restrukturierung in Höhe von TEUR 2.703 (Vorjahr TEUR 31.438). Des Weiteren sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 2.735 (Vorjahr TEUR 2.442), Rückstellungen für die Zielerreichung in Höhe von TEUR 1.313 (Vorjahr TEUR 1.648), Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub in Höhe von TEUR 1.815 (Vorjahr TEUR 1.349) und Überstunden in Höhe von TEUR 1.044 (Vorjahr TEUR 675), Rückstellungen für Jubiläumsprämien in Höhe von 1.374 (Vorjahr TEUR 785), Rückstellungen aus Tantiemen in Höhe von TEUR 659 (Vorjahr TEUR 280) und Rückstellungen für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr TEUR 880) enthalten. VII. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 158.904 (Vorjahr TEUR 114.032). Es besteht eine Besicherung der Verbindlichkeiten mittels Globalzession, Abtretung aller Forderungen von allen Kreditnehmern aus Lieferung und Leistung sowie Abrechnungsgeschäften. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 2.128 (Vorjahr TEUR 2.721) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen in Höhe von TEUR 1.481 (Vorjahr TEUR 2.226) partiarische Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Verbindlichkeiten aus Lohn und Kirchensteuern in Höhe von TEUR 769 (Vorjahr TEUR 1.201), Verbindlichkeiten in Rahmen der sozialen Sicherung in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr TEUR 127), Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 2.591 (Vorjahr TEUR 2.002). Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen insgesamt TEUR 3.494 (Vorjahr TEUR 3.330). VIII. Latente Steuern Zum 31.12.2023 bestehen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.152. Der aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während des Geschäftsjahres entstandene Aufwand in Höhe von TEUR 1.371 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" erfasst. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von rund 30,7 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer bzw. ein effektiver Steuersatz von rund 15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag bei der Bewertung der Anteile an der Personengesellschaft zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die latenten Steuern beruhen primär auf folgenden Unterschieden:
Seit 2020 besteht eine steuerliche Organschaft mit der NOVENTI HealthCare GmbH, so dass die latenten Steuern bei der Organträgerin, der NOVENTI Health SE, zu erfassen sind. IX. Haftungsverhältnisse Für ein im Jahr 2019 gewährtes Darlehen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 250 wurde in 2019 ein Rangrücktritt vereinbart. Das Risiko des Ausfalls des Darlehens wird als gering eingeschätzt. Des Weiteren wurde in 2023 ein Rangrücktritt vereinbart in Höhe von TEUR 3.673 für diverse gewährte Darlehen an ein weiteres verbundenes Unternehmen. Die Darlehen sind zum 31. Dezember 2023 vollständig wertberichtigt. Im Rahmen von bestehenden Gruppenkreditverträgen valutieren die Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 862.129. Aufgrund der gegenseitigen Absicherung im Konzern und eines entsprechenden Risikomanagements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als sehr gering erachtet. Der Gesamtbetrag der Eventualverbindlichkeiten ist durch eine Globalzession und durch Verpfändung von Konten abgesichert. Darüber hinaus bestehen weitere Eventualverbindlichkeiten aus einer Finanzierungszusage in Höhe von TEUR 5.101. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als hoch eingeschätzt. Eine Inanspruchnahme der Finanzierungszusage erhöht den Beteiligungsbuchwert entsprechend. D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung I. Umsatzerlöse
II. Personalaufwand Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen im Rahmen der Sanierung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 21.571) enthalten. III. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 19.305 (Vorjahr TEUR 6.586). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus konzerninternen Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 3.271 (Vorjahr TEUR 2.613) sowie Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen, da die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung entfallen sind, von TEUR 603 (Vorjahr TEUR 0) und Sale and Lease Back-Geschäften in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.710). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14.237 (Vorjahr TEUR 1.885) enthalten. Hierin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.833 (Vorjahr TEUR 1.337), da zum einen weniger Personalmaßnahmen als geplant notwendig waren, zum anderen extern beauftragte Berater in geringerem Umfang in Anspruch genommen als ursprünglich geplant. Darüber hinaus sind Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.404 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Die außergewöhnlichen Erträge aus der Sanierung betragen TEUR 11.037 (Vorjahr 0). Die Erträge aus Währungsdifferenzen betragen TEUR 11 (Vorjahr TEUR 0). IV. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 62.820 (Vorjahr TEUR 123.050). Es handelt sich im Wesentlichen um Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 4.036 (Vorjahr TEUR 19.994), EDV-Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.783 (Vorjahr TEUR 19.935), Raumkosten in Höhe von TEUR 16.657 (Vorjahr TEUR 16.356), Werbekosten in Höhe von TEUR 3.247 (Vorjahr TEUR 5.523), Wartungskosten in Höhe von TEUR 4.683 (Vorjahr TEUR 4.213), Nebenkosten des Geldverkehrs in Höhe von 3.233 (Vorjahr TEUR 783) und Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 3.053 (Vorjahr TEUR 3.766). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Verkauf einer Unternehmensbeteiligung in Höhe von TEUR 12.117 (Vorjahr TEUR 0) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 668 (Vorjahr TEUR 37.806) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen im Rahmen der Sanierung in Höhe von TEUR 12.116 (Vorjahr TEUR 12.084) enthalten. V. Beteiligungsergebnis Die Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen betreffen mit TEUR 29.424 (Vorjahr TEUR 7.375) verbundene Unternehmen. Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme betreffen in Höhe von TEURO (Vorjahr TEUR 1.288) verbundene Unternehmen. VI. Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Geschäftsjahr wurden die Finanzanlagen insgesamt um TEUR 5.893 (Vorjahr TEUR 13.679) aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. VII. Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr TEUR 179) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:
E. Sonstige Angaben I. Anteilsbesitz Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
*) EAV mit der NOVENTI Health SE
II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
III. Abschlussprüferhonorar Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss gemacht. Von der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde Gebrauch gemacht. IV. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (ohne Vorstand)
V. Konzernzugehörigkeit Die NOVENTI Health SE, München, ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist über das Unternehmensregister zugänglich. VI. GewinnverwendungsvorschlagDer Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen. VII. Organe Bezüge nach § 285 Nr. 9 a) HGB der Organe der Gesellschaft Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit Vergütungen in Höhe von TEUR 443. Für die Angaben zu den Bezügen des Vorstandes wird von der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Bezüge nach § 285 Nr. 9 b) HGB der früheren Organe der Gesellschaft Für die früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 9.458 gebildet. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder der Organe betragen im Geschäftsjahr TEUR 421. Organe der Gesellschaft Vorstand Frank Steimel, Certified Manager in Banking, Mönchengladbach Mark Böhm, Dipl. Wirtschaftsinformatiker, Nieder-Olm Aufsichtsrat Herbert Pfennig, Bankvorstand i.R., Düsseldorf (Vorsitzender) Andreas Buck, Apotheker, Achstetten-Bronnen (stv. Vorsitzender) Rüdiger v. Esebeck, selbst. Physiotherapeut, Weßling (bis 26.09.2023) Siegfried Fauser, Dipl. Pflegewirt, Berlin (Arbeitnehmervertreter) (bis 31.10.2023) Rainer Henkelmann, selbständiger Managementberater, Gilching Kristina Herbst, Landtagspräsidentin Schleswig-Holstein, Kiel Josef Kammermeier, Apotheker, Sinzing (bis 26.09.2023) Tobias König, Privatier, München Katri Helena Lyck, Rechtsanwältin, Bad Homburg Florian Picha, Apotheker, Ottobrunn Zsombor Szabó, Business Analyst, Braşov/Rumänien (Arbeitnehmervertreter) Jürgen Frasch, Apotheker, Weinstadt (bis 27.06.2023) Hans Jacob, Apotheker, Wachenheim Dr. Björn Schittenhelm, Apotheker, Holzgerlingen (seit 13.07.2023) Holger Wessling, Bankvorstand, Düsseldorf (seit 26.09.2023) Rainer Ziegler, Physiotherapeut, Unternehmer, Rosenheim (seit 26.09.2023) VIII. Nachtragsbericht Die NOVENTI Health SE, München, hat zum 14.05.2024 eine Kapitalerhöhung in die Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft NOVENTI HealthCare GmbH in Höhe von TEUR 6.000 mit Vollzug im Jahr 2024 beschlossen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
München, den 16. Mai 2024 Vorstand der NOVENTI Health SE, München Mark Böhm Frank Steimel Entwicklung des Anlagevermögens der NOVENTI Health SE, München, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen Die NOVENTI Health SE (im Folgenden NOVENTI) mit Hauptsitz in München zählt zu den führenden IT-Dienstleistungsunternehmen im deutschen Gesundheitsmarkt. Die Gesellschaft entwickelt und vertreibt Warenwirtschaftssysteme sowie weitere Soft- und Hardwarelösungen für Apotheken und sonstige Leistungserbringer. Als strategisch operative Holding vereint die NOVENTI weiterhin zahlreiche eigenständige Einzelgesellschaften sowie zahlreiche Zentralfunktionen. Die NOVENTI versteht sich als notwendige Klammer um die einzelnen Tochterunternehmen und verantwortet neben der gesamtstrategischen Entwicklung auch operative Aufgaben. Beispielsweise ist die Holding in Teilen für den Vertrieb und die Kundenbetreuung sowie für das komplette Produktmanagement und den IT-Betrieb verantwortlich. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Geschäftsjahr 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei weiterhin hohen, wenn auch sinkenden Inflationsraten geprägt. Die Ursachen dieser Entwicklung liegen insbesondere in der nachhaltigen Reduktion der Kaufkraft des privaten Konsums durch die Energiepreiskrise sowie in der ausgebliebenen globalen Wachstumsdynamik - unter anderem auch aufgrund der bestehenden geopolitischen Spannungen. Nicht zuletzt die Unsicherheiten rund um die öffentlichen Haushalte implizieren weiterhin Risiken bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands auch über den Jahreswechsel hinaus. Parallel zu den gestiegenen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank - bis auf 4,5% im September 2023 - hat sich die Inflationsrate zum Jahresende erstmalig wieder auf das Niveau des ersten Halbjahres 2021 gesenkt (3,7% im Dezember 2023). Das preis- und kalenderbereinigte BIP nahm gemäß Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% ab. Die deutsche Gesundheitswirtschaft weist im Vergleich zur Gesamtwirtschaft über die letzten zehn Jahre überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Diese dynamische Entwicklung schlägt sich in veränderten Strukturen, Prozessabläufen und Kooperationsformen der Gesundheitsdienstleister nieder. Gleichzeitig sieht sich die Branche auch komplexen, gesellschaftspolitischen Herausforderungen gegenüber. Zudem schreitet die Digitalisierung immer schneller voran und bringt enorme Herausforderungen mit sich. Die Anforderungen an alle Akteure und ihre Angebote im Markt nehmen zu und unterliegen stetigen Veränderungen. Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist zum Jahresende 2023 gegenüber 2022 um 497 (-2,8%) auf 17.571 Apotheken gesunken (Vorjahr -2,1%). Der langjährige Negativtrend hat sich damit im Geschäftsjahr noch einmal deutlich verschärft. Die Marktsituation ist weiterhin durch Konzentrationsprozesse und starken Wettbewerb geprägt. Analog zur allgemeinen Entwicklung im Gesundheitswesen sind die wesentlichen Treiber der Entwicklung in der Apothekenlandschaft zum einen die Entwicklung der durchschnittlichen Morbidität, zum anderen die sich stetig wandelnden Kundenbedürfnisse und die Implikationen der Digitalisierung. Die demographische Entwicklung, wirtschaftliche Herausforderungen und politische Rahmenbedingungen beeinflussen weiterhin die Gesundheitsversorgung. Der Fokus der Politik und der Krankenkassen lag weiterhin vor allem auf mittel- und langfristigen Kostenbegrenzungsmaßnahmen. Hinzu kommt die in Deutschland nachlassende wirtschaftliche Entwicklung sowie die aufgrund des Bundesverfassungsgerichtsurteils notwendige, deutlich striktere Auslegung der Schuldenbremse. Zusätzlich werden deutliche Kostenbelastungen in anderen Segmenten erwartet, vor allem durch höhere Staatsausgaben aufgrund der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten und den Folgekosten zur Bewältigung der klimatischen Veränderungen. Dies wird den Spielraum für höhere Ausgaben im Bereich der Gesundheitsversorgung weiterhin deutlich einschränken und den Druck für notwendige Kostensenkungsmaßnahmen weiter erhöhen. Es ist daher zu erwarten, dass sich die Prozesse und Dienstleistungen in den nächsten Jahren weiterhin deutlich verändern werden - auch im Sinne einer verstärkten Kundenzentrierung und der Zunahme der Digitalisierung. Damit richten sich auch die Anforderungen unserer Kunden zunehmend und spürbar an den geänderten Rahmenbedingungen aus, was auch gute Chancen für neue und zusätzliche Dienstleistungen impliziert. Neue Anforderungen werden kontinuierlich im Bereich der Abrechnungssysteme sowie in allen Branchensoftwaresystemen und den vielfältigen technischen Lösungen für Kunden umgesetzt und in die Gesamtprozesse integriert. Unverändert wird die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden und damit auch die der NOVENTI Health SE stark von der Gesundheitspolitik beeinflusst. Wesentliche Gesetzesinitiativen bzw. Gesetzesveränderungen waren in 2023:
Nachdem die flächendeckende Umsetzung des eRezeptes jahrelang stagnierte, nahm diese Entwicklung vor allem im 2. Halbjahr 2023 deutlich an Fahrt auf. Lag die über die NOVENTI Health Care GmbH abgerechnete eRezept-Quote im Juni 2023 nur bei 0,5%, steigerte sich diese bei zum Jahresende 2023 auf 18,3% (2,9 Mio. Stück) und erhöhte sich dann im Januar 2024 deutlich auf 12,2 Mio. Stück (eRezept-Quote: 62,2%). Neben der technischen Herausforderung für die Apotheke, die insbesondere aufgrund der Komplexität der vielen Prozess-Beteiligten entsteht (PVS-System, gematik, Konnektorhersteller, TI-Betreiber, AVS-Hersteller, Abrechnungsdienstleister, Krankenkasse) sind vor allem die durch die Einführung des eRezeptes geänderten Prozesse für die Apotheke eine große Herausforderung. Die NOVENTI hat schon frühzeitig sichergestellt, dass die Abrechnungssysteme, Warenwirtschaftssysteme und Zusatzprodukte eRezept-fähig sind, sodass die Steigerung der eRezept-Quote als zuverlässiger Partner der Kunden erfolgreich begleitet werden konnte. 2. Geschäftsverlauf Im Vorjahr wurde im Rahmen der Neuausrichtung der NOVENTI Gruppe das umfassende Restrukturierungs- und Resilienz-Programm "Fokussierung 2025" umgesetzt, mit dessen Umsetzung bereits im vierten Quartal 2022 begonnen wurde. Die Basis des Resilienz-Programms ist ein Sanierungsgutachten entsprechend den Vorgaben des IDW S 6, das der Vorstand der NOVENTI in Auftrag gegeben hat und das die gesamte NOVENTI Gruppe umfasst. Das Gutachten vom 16.01.2023 bestätigt die Zukunftsfähigkeit und Sanierungsfähigkeit der NOVENTI im Zuge der Umsetzung des beschlossenen Resilienz-Programms "Fokussierung 2025" Darüber hinaus wurde im Januar zwischen den Unternehmen der NOVENTI Gruppe sowie den Darlehensgebern eine Sanierungsänderungsvereinbarung abgeschlossen, welche der NOVENTI und ihren verbundenen Unternehmen ausreichend Liquidität sichert, um das operative Geschäft der NOVENTI Gruppe bis zum Ende des Sanierungszeitraums Ende 2025 weiterhin zu finanzieren. Der Fokus des Programms liegt auf der Rentabilisierung des Produktportfolios, Fokussierung des Projektportfolios sowie der Redimensionierung der Unternehmensstruktur. Das Resilienz-Programm wird in zahlreiche Projekte heruntergebrochen und beinhaltetet unter anderem Kapazitätsanpassungen, eine Optimierung des Produktprogramms und der Projektabwicklung sowie der internen Strukturen, um die Ertragssituation langfristig zu verbessern und sich auf rentable Produkte, Projekte und Beteiligungen im Kerngeschäft Warenwirtschaft und Praxissoftware zu konzentrieren. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Anzahl der Kunden im Bereich Apothekenwarenwirtschaften von 4.933 auf 4.465 zurück, was im Rahmen der Vorjahresprognose liegt. Dieser Rückgang ist zum einen marktseitig auf die gestiegene Zahl der Apothekenschließungen zurückzuführen, zum anderen bedingt durch die planmäßige Abschaltung von der Warenwirtschaftslinie Pharmasoft zum 31.12.2023 und der Abschaltungsankündigung für die Linien Infopharm (zum 31.12.2024) und jump (30.09.2025). Der Auftragseingang in Höhe von 35 Mio. € lag mit 117% Zielerreichung deutlich über Plan. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,9% und erreichten nahezu das in der Sanierungsplanung prognostizierte Niveau. Das angestrebte Jahresergebnis wurde leicht übertroffen und verbesserte sich um 115,0 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr auf einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 16,6 Mio. €. Die erhebliche Verbesserung des Jahresfehlbetrags ist im Wesentlichen auf die im Jahr 2022 erfolgten bilanziellen Korrekturen in laufender Rechnung und den erheblichen Restrukturierungsaufwendungen im Zuge des Resilienz-Programms "Fokussierung 2025" zurückzuführen. Zum 31.12.2023 ist die NOVENTI bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 35,4 Mio. € auf. In der bestehenden 3-Jahresplanung ist ein Jahresüberschuss ab dem Jahr 2024 und ein nachhaltiger Abbau der Überschuldung bis zum Ende des Jahres 2026 geplant. 3. Personal Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden ohne Vorstand ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und beträgt 796 (1.026). Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte ein Personalabbau zur Erreichung eines nachhaltig tragfähigen Personalkostenniveaus im Rahmen des Programms "Fokussierung 2025". 4. Forschung und Entwicklung Die NOVENTI agiert als interner Dienstleister im Bereich der Softwareentwicklung und erstellt sowohl im Auftrag der jeweiligen Tochtergesellschaften als auch nach eigenen Vorgaben IT-Dienstleistungen und Produkte. Hierbei unterliegt die NOVENTI bei den durch die NOVENTI HealthCare GmbH, München, beauftragten Tätigkeiten den für diese Gesellschaft geltenden regulatorischen Anforderungen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit für die NOVENTI HealthCare GmbH, München, im Bereich der Rezeptabrechnung für Apotheken und Sonstige Leistungserbringer konzentriert sich im Wesentlichen jeweils auf die Mitarbeit bei der Optimierung von Prozessen im Unternehmen, der Optimierung bestehender Produkte und Dienstleistungen sowie der Entwicklung neuer innovativer Produkte und Geschäftsfelder. Dabei ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen einer der wichtigsten Treiber der Weiterentwicklung. Im Bereich der Warenwirtschaftssysteme für Apotheken lagen die Schwerpunkte in der Fokussierung des Produktportfolios. Für Forschung im IT-Umfeld wurden im Jahr 2023 9 T€ aufgewendet. Im Bereich der Entwicklung sind im Jahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 9.605 T€ im Wesentlichen für Softwareentwicklungen angefallen. Der Gesamtbetrag der Kosten für Forschung und Entwicklung betrug im Geschäftsjahr somit 9.614 T€. Davon wurden Entwicklungskosten i. H. v. 3.295 T€ in den immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. 5. Ertragslage Die Umsatzerlöse der NOVENTI stiegen um 11,3 Mio. € (+9,9% ggü. VJ) auf 125,9, Mio. €. Das Umsatzwachstum resultiert maßgeblich aus im Vergleich zum Vorjahr auf 42,4 Mio. € (36,2 Mio. €) gestiegenen Umsätzen aus Leistungen an verbundene Unternehmen einhergehend mit der Zentralisierung von Konzernleistungen in der NOVENTI Health SE und der um 9,9% auf 53,1 Mio. € (48,4 Mio. €) gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich Service Warenwirtschaftssysteme. Die Umsatzerlöse im Bereich Verkauf/Vermietung Warenwirtschaftssystem liegen mit 28,9 Mio. € auf Vorjahrniveau (28,6 Mio. €). Die wesentlich gestiegene Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung sowie aktivierte Eigenleistung) in Höhe von 127,2 Mio. € (117,7 Mio. €) konnte den deutlich erhöhten Materialaufwand, im Wesentlichen auf Grund Bezug von Fremdleistungen, nicht vollständig kompensieren, so dass der Rohertrag in Höhe von 92,9 Mio. € (93,7 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr geringfügig niedriger ist. Das Rohergebnis beläuft sich auf 112,1 Mio. € (100,3 Mio. €). Der Anstieg um 11,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ist auf die wesentlich erhöhten sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 19,3 Mio. € (9,1 Mio. €) zurückzuführen, die die geringeren aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 2,1 Mio. € (2,7 Mio. €) kompensieren. Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen hauptsächlich die Aktivierung von Entwicklungsleistung für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 19,3 Mio. € (6,6 Mio. €) setzen sich insbesondere aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 11,8 Mio. € (1,3 Mio. €), Erträgen aus konzerninternen Weiterbelastungen in Höhe von 3,3 Mio. € (2,6 Mio. €) sowie Erträgen aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von 2,4 Mio. € (0,0 Mio. €) zusammen. Der Anstieg des Materialaufwands auf 34,3 Mio. € (24,0 Mio. €) resultiert aus gestiegenen Aufwendungen aus dem Bezug von Leistungen von verbundenen Unternehmen und Dritten in Höhe von 19,4 Mio. € (9,8 Mio. €). Geleichzeitig sind die Aufwendungen für die Beschaffung von Hardware, Software und Lizenzen in Höhe von 14,9 Mio. € (14,3 Mio. €) aufgrund der höheren Serviceumsätze angestiegen. Der Personalaufwand ist im Wesentlichen durch den Wegfall der Bildung der Rückstellung für Personalanpassungsmaßnahmen aus dem Resilienz-Programm "Fokussierung 2025" im Vorjahr und in diesen Zusammenhang reduzierten Mitarbeitenden auf 64,0 Mio. € (97,1 Mio. €) gesunken. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind von 9,9 Mio. € auf 11,0 Mio. € gestiegen. Die Zunahme resultiert hauptsächlich aus den Anfang 2023 fertigstellten und aktivierten selbstentwickelten Softwareentwicklungsprojekten. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 62,4 Mio. € (123,0 Mio. €) ergibt sich insbesondere aus der bilanziellen Korrektur der immateriellen Vermögensgegenstände in laufender Rechnung in Höhe von 31,1 Mio. € und den Zuführungen zu Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen aus "Fokussierung 2025" in Höhe von 33,7 Mio. € im Vorjahr. Darüber hinaus entstand durch den Verkauf der NOVENTI Care GmbH ein bilanzieller Verlust in Höhe von 10,1 Mio. €, der sich in Höhe von 12,1 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auswirkt. Dies konnte insbesondere durch die deutlich reduzierten Aufwendungen für IT-Beratungskosten für die Weiterentwicklung von IT-Applikationen um 15,8 Mio. € auf 4,2 Mio. € (19,9 Mio. €) kompensiert werden. Die Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 29,4 Mio. € (7,4 Mio. €) fallen entgegen unserer Prognose in 2023 wesentlich geringer aus und sind auf den gesunkenen Jahresüberschuss der NOVENTI HealthCare GmbH, München, zurückzuführen. Die NOVENTI HealthCare GmbH, München, liegt mit einem Ergebnis in Höhe von 29,4 Mio. € (7,4 Mio. €) rd. 7,9 Mio. € unterhalb unserer Prognose, jedoch deutlich über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Wegfall der hohen Aufwendungen aus dem Resilienz-Programm "Fokussierung 2025" sowie bilanzielle Korrekturen in laufender Rechnung im Jahr 2022 sowie ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis zurückzuführen. Die vereinnahmten Beteiligungserträge in Höhe von 0,6 Mio. € (2,2 Mio. €) bestehen aus Gewinnausschüttungen von Konzerngesellschaften. Der Rückgang resultiert insbesondere aus dem Wegfall der Ausschüttung der KRONSOFT Development SRL, Brasov, Rumänien. Das EBT belief sich auf -14,0 Mio. € (-136,4 Mio. €). In Summe ergab sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 16,6 Mio. € (Jahresfehlbetrag 131,6 Mio. €). 6. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft war im Jahr 2023 im Wesentlichen durch die Verlängerungen der Schuldscheindarlehen und bilateralen Kreditrahmenvertrag bis Ende 2025 sowie der Aufnahme eines neuen Darlehens (Fresh-Money Darlehen) in Höhe von 50 Mio. € geprägt. Die Inanspruchnahme des bilateralen Kreditrahmenvertrags über 77,7 Mio. € betrug zum 31.12.2023 57,4 Mio. €, davon 50,9 Mio. € als Kontokorrentlinie und 3,4 Mio. € als Avallinie. Weiterhin besteht ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 49,5 Mio. €. Die Refinanzierungslinie aus dem Konsortialkreditvertrag betrug zum 31.12.2023 1.183 Mio. €. Die Zinskonditionen waren im Geschäftsjahr unverändert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit rund 50,7 Mio. € negativ. Für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie Finanzanlagen wurden rund 18,8 Mio. € (30,2 Mio. €) aufgewendet. Der insgesamt positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch in 2023 zusätzlich aufgenommene Darlehen (Fresh-Money) und der Verlängerung der bestehenden Bankendarlehen bis Ende 2025 gekennzeichnet. Die NOVENTI konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr nachkommen. 7. Vermögenslage Das Anlagevermögen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich aufgrund der Reduzierung der Finanzanlagen, um 20,2 Mio. €. Im Geschäftsjahr sanken die Finanzanlagen um 14,0 Mio. €, insbesondere in Folge des Verkaufs der NOVENTI Care GmbH und auf Grund ausbleibender Partizipation an einer Kapitalerhöhung bei einer bestehenden Beteiligung sowie in der Folge daraus vorzunehmenden Wertminderung des verwässerten Anteils. Das Umlaufvermögen liegt zum 31.12.2023 mit 59,1 Mio. € (49,4 Mio. €) deutlich über Vorjahrsniveau. Insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum 31.12.2023 um 7,9 Mio. € aufgrund des deutlich verbesserten Jahresüberschusses der NOVENTI HealthCare GmbH gestiegen, sowie wurden im Geschäftsjahr Einzelwertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen um 1,3 Mio. € durch den Verkauf der NOVENTI Care GmbH reduziert. Die Rückstellungen reduzierten sich zum 31.12.2023 auf 25,1 Mio. € (51,7 Mio. €). Wesentlicher Grund für die Reduzierung ist der Verbrauch im laufenden Geschäftsjahr der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen in Höhe von 31,4 Mio. € für Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von "Fokussierung 2025". Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 31,4 Mio. € und belaufen sich zum 31.12.2023 auf 211,4 Mio. €. Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, insbesondere aufgrund des im Jahr 2023 aufgenommen Fresh-Money Darlehen in Höhe von 50 Mio. €, um 44,9 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken zum 31.12.2023 auf 6,9 Mio. € (8,6 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich auf 39,8 Mio. € (51,3 Mio. €) und gehen insbesondere auf konzerninterne Verbindlichkeiten gegenüber der NOVENTI HealthCare GmbH, München, in Höhe von 38,6 Mio. € (47,9 Mio. €) zurück. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind maßgeblich auf Grund reduzierter partiarischer Mitarbeiterdarlehen um 0,3 Mio. € auf 5,7 Mio. € gesunken. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich zum 31.12.2023 auf 35,4 Mio. € (18,7 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt -17,2 % (-8,7%). 8. Zusammenfassung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag im niedrigeren zweistelligen Millionenbereich erwirtschaftet und die Vermögenslage weist einen erheblichen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Es konnte ein auf dem Niveau des Sanierungsplans liegendes Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Die Vermögens- und Ertragslage im Geschäftsjahr wird insgesamt als unbefriedigend eingestuft und es bestehen daraus bestandsgefährdende Risiken der Gesellschaft. Die Liquiditätslage der NOVENTI wird durch den Vorstand vor dem Hintergrund der gesicherten Finanzierung als geordnet bewertet. 9. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft wird anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBT (Earnings before Tax) gesteuert. Wir verweisen auf die obige Darstellung der Ertrags-, Finanz-, Vermögens- und Liquiditätslage der NOVENTI Health SE. Für die Unternehmenssteuerung werden jährliche Budgetplanungen, eine rollierende Mehrjahresplanung, regelmäßige Forecasts und Liquiditätsplanungen für die Finanzmittel der Gesellschaft erstellt. III. Chancen- und Risikobericht Die NOVENTI ist aus der Geschäftstätigkeit vielfältigen Risiken ausgesetzt. Den bestehenden Risiken begegnen wir mit Planungsszenarien, die eine Umsatz- und Personalplanung und einen kostengetriebenen Produktentwicklungsprozess berücksichtigen. Die nachfolgend dargestellten Chancen- und Risiken sind absteigend in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt. 1. Risiken der Unternehmensfortführung Die negativen Cashflows in den Vorjahren sowie der hohe Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022 führten zu einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft. Durch den erneuten Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 ist die Gesellschaft zum 31.12.2023 weiterhin bilanziell überschuldet und hat Handlungsbedarf zur Sicherstellung der Finanzierung nach Ende des Sanierungszeitraum Ende 2025. Der Vorstand der NOVENTI Health SE ist bereits in Umsetzung entsprechender Lösungen. Aufgrund der abgeschlossenen Sanierungsänderungsvereinbarung im Januar 2023 mit dem Bankenkonsortium steht der NOVENTI plangemäß ausreichend Liquidität bis zum Ende des Sanierungszeitraums Ende 2025 zur Verfügung. Der Wirtschaftsplan 2024 ff. (3-Jahresplanung) der Gesellschaft wurde vom Sanierungsgutachter validiert. Eine wesentliche Abweichung vom Sanierungspfad ist gemäß der Stellungnahme des Sanierungsgutachters vom 14. Dezember 2023 nicht festzustellen. Die Fortführung der Gesellschaft ist daher nach der Beurteilung des Vorstandes überwiegend wahrscheinlich. 2. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Die NOVENTI wird sich auch in Zukunft in einem von Änderungen geprägten Umfeld bewegen. Das Bundesministerium für Gesundheit treibt aktuell verschiedene Gesetzesvorhaben, die sowohl Apotheken als auch Gesundheitsfachberufen treffen, voran. Insbesondere wird die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Form zahlreicher Neuregelungen diskutiert und mit gesteigerten Durchgriffsmöglichkeiten ermöglicht und begünstigt. Zudem wird es in Zukunft zu strukturellen Veränderungen im Gesundheitsmarkt kommen, die sich aus einer stärker patientenorientierten und -getriebenen Versorgung ergeben. Leistungen und Prozesse werden sich im Sinne der Nutzerorientierung verändern und Marktteilnehmer und Wettbewerber werden auf diese Entwicklung reagieren. Wir gehen davon aus, dass sich durch die Einführung des eRezeptes Auswirkungen auf das Kerngeschäft ergeben werden. Die Schrumpfung und Verdichtung des Apothekenmarktes wird nach unserer Einschätzung anhalten und der Rückgang der Apothekenzahl mindestens in der Größenordnung der vergangenen Jahre liegen. Dieser Trend wird sich erwartungsgemäß auch in der Entwicklung der Kundenzahl bei der NOVENTI niederschlagen. Während das insbesondere ein Risiko für das Software- und Hardwaregeschäft von NOVENTI ist, bedeutet diese Schrumpfung im Abrechnungsgeschäft der Tochtergesellschaft NOVENTI HealthCare GmbH, München, jedoch eine reine Umverteilung auf die verbleibenden Apotheken. Das Gesamtabrechnungsvolumen wird sich durch die sinkende Gesamtapothekenzahl nicht per se verändern. NOVENTI beobachtet intensiv mögliche Umsatzverschiebungen bei den rezeptpflichtigen Medikamentenabgaben hin zum Versandhandel und wird eventuell notwendige Kompensationsmaßnahmen einleiten. Durch die Einführung des eRezeptes verändert sich zunächst nur der Übertragungsweg der Rezepte. Wir gehen allerdings davon aus, dass sich durch die Reaktion der Marktteilnehmer die Einführung des eRezeptes auf unser Kerngeschäft auswirken wird. Die Abwanderung von Rezepten aus dem Gesamtmarkt in den Versandhandel in Folge der eRezept-Einführung wird auf Basis der technologischen Anbindung des Versandhandels durch die gematik via CardLink und dem anschließenden Patientenverhalten unter Umständen deutlich zunehmen. Im Bereich der Gesundheitsfachberufe werden nach unserer Prognose, nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung, Kostenbegrenzungsmaßnahmen mittel- bis langfristig im Fokus stehen. Die Einführung des eRezeptes bzw. papierloser Verordnungs- und Versorgungswege ist auch in diesem Markt zu erwarten und befindet sich bereits teilweise in der Umsetzung. Aktuell geht man hier aber von einer gesamthaften Einführung nicht vor dem Jahr 2026 aus, wenngleich Einzellösungen auch bereits vorangehend realisiert werden dürften. Chancen bestehen im Bereich der Gesundheitsfachberufe, in dem die Wirksamkeitsnachweise und Dokumentationsnotwendigkeiten und damit einhergehenden steigenden Anforderungen der Regulatorik an die größtenteils manuellen Prozesse weiter an Bedeutung gewinnen werden. Das damit verbundene Potential für die Kundengewinnung im Softwarebereich kann durch Intensivierung des Cross-Selling auch das Abrechnungsgeschäft stärken. 3. Ertragsorientierte Chancen und Risiken Wir erwarten einen weiteren Rückgang der Apothekenzahl und eine weiter voranschreitende Konzentration des Marktes mit einer (zumindest relativen) Zunahme der Filialapotheken. Der im Berichtsjahr spürbare Wettbewerb wird weiter anhalten und Druck auf den Marktanteil und die Erlöse ausüben. Der starke Wettbewerb sowie die Marktkonzentration bei den Branchensoftwareanbietern haben sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. In diesem Verdrängungswettbewerb ist der Druck auf die am Markt erzielbaren Konditionen zwar sehr hoch, dennoch sieht die NOVENTI Möglichkeiten. im Rahmen einer fairen Preispolitik Steigerungen allen voran aufgrund höherer Produktions- und Finanzierungskosten durchzusetzen. So konnte bereits im Jahr 2023 erfolgreich eine Preisanpassung vorgenommen werden. Des Weiteren ermöglicht die Reduktion unseres Produktportfolios eine gezielte und effiziente Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts nach erfolgreichem Abschluss der Migrationsphase. Durch den hohen Marktanteil im Abrechnungsgeschäft mit Offizin-Apotheken, Krankenhausapotheken und Gesundheitsfachberufen bei der NOVENTI HealthCare GmbH, München, hat NOVENTI eine hervorragende Ausgangslage für den weiteren Ausbau der Kundenbeziehungen. Insbesondere im Bereich der Gesundheitsfachberufe ergeben sich Wachstumsmöglichkeiten. Diese beinhalten Kunden im Segment Gesundheitsfachberufe die mit Einführung der eVerordnung (neue) Software für ihre Praxen benötigen werden. 4. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Für die NOVENTI selbst besteht ein Liquiditätsrisiko i.S. des Zahlungsunfähigkeitsrisikos. Hinsichtlich der Zinsentwicklung gehen wir für das Jahr 2024 von keinen weiteren Erhöhungen der Leitzinsen aus und erwarten eine durch die Europäische Zentralbank geleitete Seitwärtsbewegung bei den Zinsniveaus. Dem Liquiditätsrisiko begegnet die Gesellschaft über eine adäquate und, soweit erforderlich, konzernweite Planung. Diese wird fortlaufend überwacht und gesteuert, sodass jederzeit sichergestellt werden kann, dass die NOVENTI über ausreichende Zahlungsmittel verfügt. 5. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Die Risikolage wird vor dem Hintergrund der bestehenden Bestandsgefährdung durch den Vorstand insgesamt als herausfordernd beurteilt. Die darüberhinausgehenden gesamtwirtschaftlichen, ertragsorientierten sowie finanzwirtschaftlichen Risiken werden durch den Vorstand insgesamt als vertretbar eingestuft. Entscheidend für die Entwicklung der NOVENTI ist die weiterhin planmäßige und erfolgreiche Umsetzung des Resilienz-Programms und der Sanierungsmaßnahmen. IV. Prognosebericht Im Dezember 2023 erwartete die Bundesbank für 2024 ein leichtes Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) um 0,4%. Für die Entwicklung des Preisniveaus geht die Bundesbank von einer Steigerung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von 2,7% aus, nach zuletzt 6,1% im Jahr 2023. Zudem führt der Präsident der Bundesbank in dem Bericht aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Zinshöhepunkt erreicht ist. In unseren Planungsszenarien gehen wir weiterhin trotz der gesamtwirtschaftlichen Risiken von einem überdurchschnittlichen Wachstum der deutschen Gesundheitswirtschaft aus. Dies begründet sich aus dem fortschreitenden demographischen Wandel und dem überproportionalen Wachstum des Anteils älterer Menschen. Die Leistungsausgaben der GKV sind im Zeitraum von 2017 bis 2022 um 5,31% p.a. gestiegen. Für den Apothekenmarkt rechnen wir jedoch auch für das Jahr 2024 mit einem zunehmenden Rückgang der Apothekenzahlen. Dieser Rückgang wird unter anderem auch von den Entwicklungen rund um das eRezept abhängen. Während das eRezept in 2024 weiter massiv an Bedeutung gewinnen wird, ist es für unsere Kunden wichtig, dass die eRezepte auch weiterhin in der Vor-Ort- Apotheke eingelöst werden. Damit werden Produkte für Versicherte (z. B. Apps), die eRezepte vom Arzt empfangen und an die Vor-Ort-Apotheke weiterleiten, immer bedeutender. Auch für die NOVENTI-internen Produktionsprozesse ergeben sich durch die erhöhte eRezept-Quote Anpassungsbedarfe. Gemäß Sanierungsgutachten vom 16.01.2023 und der darin dargestellten Planung ist die Gesellschaft bei Sicherstellung der Finanzierungsbedarfe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sanierungsfähig. Aufgrund der abgeschlossenen Sanierungsänderungsvereinbarung im Januar 2023 steht der NOVENTI plangemäß ausreichend Liquidität bis zum Ende des Sanierungszeitraums Ende 2025 zur Verfügung. Die bis dato erfolgreiche Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen und das auf Niveau des Sanierungsplans liegende Jahresergebnis 2023 stärken diese Einschätzungen nach Ablauf des Geschäftsjahres. Die Fortführung der Gesellschaft ist daher nach der Beurteilung des Vorstandes überwiegend wahrscheinlich. Im Jahr 2024 steht die anhaltend erfolgreiche Umsetzung des Resilienz-Programms "Fokussierung 2025" im Zentrum. Analog zu den ersten Ergebniseffekten im Jahr 2023 erwarten wir die volle Ergebnisauswirkung der Maßnahmen in den Jahren 2024 und 2025. Entsprechend rechnet die Gesellschaft im Resilienz-Programm "Fokussierung 2025" für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich positiven EBT. Für 2024 wird eine Gesamtleistung im unteren dreistelligen Millionenbereich erwartet. Es wird erwartet, dass sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag im Geschäftsjahr 2024 kontinuierlich reduziert. Die Finanzierungslinien werden in den nächsten 12 Monaten weiterhin genutzt. Auch im Jahr 2024 wird sich NOVENTI intensiv mit den Verbesserungen der Effizienz von internen Prozessen und Strukturen beschäftigen. Als wesentliches Projekt wurde bereits Ende 2023 mit der Vorstudie zur Optimierung der IT-Bereiche gestartet. Auf dieser Basis wird in 2024 das Projekt Future-IT (FIT) initiiert. Dieses Projekt beinhaltet u. a. die IT-Gesamtorganisation sowie die Anforderungen an das IT-Risiko- und IT-Sicherheitsmanagement. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft aufgrund der Fokussierung der Warenwirtschaftslinien und der damit einhergehenden reduzierten Kundenbasis moderat fallende Umsatzerlöse. Darüber hinaus erwarten wir konstante Beteiligungserträge aus den verbundenen Unternehmen und eine deutliche Erhöhung der Erträge aus Gewinnabführungen. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 ein positives EBT im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erwartet. In den Geschäftsjahren 2025 und 2026 wird weiterhin ein positives EBT im unteren zweistelligen Millionenbereich erwartet. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte mit Dritten und andere Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden.
München, 16. Mai 2024 Vorstand der NOVENTI Health SE, München Mark Böhm Frank Steimel Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NOVENTI Health SE, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NOVENTI Health SE, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NOVENTI Health SE, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt C. III. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt III. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die NOVENTI Health SE, München, zum 31. Dezember 2023 durch den erneuten Jahresfehlbetrag weiterhin bilanziell überschuldet ist. Die negativen Cashflows in den Vorjahren sowie der hohe Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022 führten zu einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft. Es besteht Handlungsbedarf zur Sicherstellung der Finanzierung nach Ende des Sanierungszeitraum Ende 2025. Der Vorstand der NOVENTI Health SE, München, ist bereits in Umsetzung entsprechender Lösungen. Aufgrund der abgeschlossenen Sanierungsänderungsvereinbarung mit dem Bankenkonsortium im Januar 2023 steht der NOVENTI Health SE, München, plangemäß ausreichend Liquidität bis zum Ende des Sanierungszeitraums Ende 2025 zur Verfügung. Der Wirtschaftsplan 2024 ff. (3-Jahresplanung) der Gesellschaft wurde vom Sanierungsgutachter validiert. Eine wesentliche Abweichung vom Sanierungspfad ist gemäß der Stellungnahme des Sanierungsgutachters vom 14. Dezember 2023 nicht festzustellen. Die Fortführung der Gesellschaft ist daher nach der Beurteilung des Vorstandes überwiegend wahrscheinlich. Wie in Abschnitt C. III. des Anhangs und Abschnitt III. des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 17. Mai 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Lorenz Muschal, Wirtschaftsprüfer Tatiana Schael, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats 2023(nach § 171 Abs. 2 AktG)Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kundinnen und Kunden, an dieser Stelle beschrieben wir vor einem Jahr die Schwerpunkte der Arbeit für das Geschäftsjahr 2023. Heute können wir über die Umsetzung und die daraus resultierenden Ergebnisse berichten und beziehen zu den damals formulierten Zielen Stellung. Fokussierung auf das gesunde Kerngeschäft, die Kundinnen und Kunden sowie Qualität Mit der "Fokussierung 2025" hat NOVENTI Ende 2022 ein neues Kapitel aufgeschlagen. Unnötige und nicht zielführende Projekte wurden gestoppt, nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten und Unternehmensbeteiligungen wurden beendet. Das Ziel war: Die gesunde Unternehmenssubstanz darf nicht durch defizitäre Einheiten belastet werden. Deshalb rückten im Jahr 2023 das Kerngeschäft, die Ansprüche der Kundinnen und Kunden sowie die Verbesserung des Kundenservice in den Vordergrund. Das Jahr 2023 beendet NOVENTI mit vier statt fünf Warenwirtschaftssystemen für Apotheken sowie drei statt vier Branchensystemen für Gesundheitsfachberufe. Diese Konsolidierung wird 2024 weitergeführt. Mit hoher Intensität unterstützt der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Fokussierung auf das Kerngeschäft. Dies ist ein wichtiger Schritt, um zukünftig das Produktportfolio wirtschaftlich zu betreiben und im Sinne der Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln. Wir sind überzeugt von Qualität und Potential der Fokus-Systeme PROKAS für die Vor-Ort-Apotheke und NOVENTI Ora für die Gesundheitsfachberufe. 2023 weitere Sanierung, 2024 schwarze Zahlen Die Organisationsstrukturen und Kontrollmechanismen wurden neu aufgestellt. Das betrifft besonders die Bereiche Finanzen und Controlling sowie Recht und Compliance. Die Vorstände Mark Böhm und Frank Steimel konnten im Mai 2023 angesichts der erzielten Erfolge für weitere Jahre verpflichtet werden. Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft musste sich NOVENTI leider von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trennen. Dies erfolgte unter Berücksichtigung persönlicher Belange der betroffenen Menschen und selbstverständlich in enger Abstimmung mit der Mitarbeitervertretung. Vorstand und Aufsichtsrat war es wichtig, dass auf individuelle Härten besonders Rücksicht genommen wurde. Die erste Führungsebene unter dem Vorstand wurde zahlenmäßig nahezu halbiert und konnte trotzdem qualitativ auf ein neues Niveau gehoben werden. Die mit den finanzierenden Partnern vereinbarten Business-Pläne wurden hinsichtlich der Rentabilität übererfüllt. Für das Gesamtjahr 2023 ist noch ein Verlust auszuweisen - allerdings ein sehr deutlich reduzierter. Seit Juli 2023 ist die Unternehmensgruppe wieder in der Gewinnzone. Dies hat sich bis dato fortgesetzt. Die Refinanzierung der Unternehmensgruppe wurde Anfang 2023 durch mehrjährige Laufzeiten der Kreditfazilitäten gesichert. Besonders für die Rezeptabrechnung war dies eine wesentliche Grundlage und von großer Bedeutung. Für das jetzt laufende gesamte Geschäftsjahr 2024 ist Stand heute wieder ein Gewinnausweis zu erwarten. Apotheken und Gesundheitsfachberufe vor Ort stärken Bei der Abrechnung von Rezepten aus Apotheken und Gesundheitsfachberufen ist NOVENTI mit einem Volumen von über 31 Mrd.€ unangefochtener Marktführer mit kontinuierlich wachsenden Anteilen. Das Finanzierungsmodell ist stabil, die IT-Systeme sind zuverlässig und die Auszahlungen an die Kundinnen und Kunden von NOVENTI erfolgen stets pünktlich. Der Bereich der Warenwirtschaftssysteme muss hier noch aufschließen. Mit der konsequenten Unterstützung der Apothekerinnen und Apotheker sowie der Branchenverbände, allen voran der ABDA, des Landesapothekenverbands Baden-Württemberg e. V., des Bayerischen Apothekerverbands e. V., des Landesapothekenverbands Sachsen-Anhalt e. V. oder des Sächsischen Apothekerverbands e. V. tritt NOVENTI für die Stärkung der Vor-Ort-Apotheken als unverzichtbare Säule des Gesundheitssystems ein. NOVENTI stellte sich 2023 klar hinter die "Düsseldorfer Erklärung" der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.). Darüber hinaus hat das Unternehmen die Apothekenproteste mit der Forderung nach einer fairen Honorierung unterstützt. Vorstand Mark Böhm stand Seite an Seite mit den Verbänden und den protestierenden Apothekerinnen und Apothekern bei den Apothekenprotesten in Stuttgart und Dresden. Investitionen für Kundinnen und Kunden Als erstes Unternehmen im Markt hat NOVENTI in der Apothekenabrechnung ein Tarifsystem mit transparenten und einheitlichen Preisen eingeführt. Auch 2023 haben die Kundinnen und Kunden NOVENTI zum besten Abrechnungsunternehmen Deutschlands gewählt. Unter anderem ein Grund dafür: Apotheken profitieren bei NOVENTI von der garantierten Abrechnungssicherheit durch die Zug-um-Zug-Abtretung. Bei den Warenwirtschaftssystemen musste die Qualität von Produkten und Kundenservice verbessert werden. Dies wird man durch eine Konsolidierung, d. h. eine Reduktion der verschiedenen Produktlinien und entsprechende Investitionen erreichen. Mittelfristiges Ziel ist es, die Qualität auch dieser Produkte auf ein Spitzenniveau zu heben und dadurch die Marktführerschaft von NOVENTI zu festigen. Dies wird in einigen Schritten über mehrere Jahre zuverlässig erfolgen. Erhebliche Arbeitsrückstände in der Hotline und entsprechende Monita unserer Kundinnen und Kunden wurden bereits deutlich reduziert und sollen bis Mai dieses Jahres abgebaut sein. Die rapide gestiegene Zahl von elektronischen Rezepten am Anfang des Jahres und die damit verbundenen Anfangsschwierigkeiten im Gesamtsystem verzögerten die Erreichung der Meilensteine um einige Monate. Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der NOVENTI Health SE hat im Geschäftsjahr 2023 sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend und ordnungsgemäß mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Neben der kontinuierlichen Beratung des Vorstands haben wir auch die Führung der Geschäfte überwacht. Der Aufsichtsrat war 2023 in alle maßgeblichen Projekte und Vorhaben eingebunden und hat alle erforderlichen Beschlüsse in Aufsichtsratssitzungen und im Online-Parallelverfahren nach gründlicher Prüfung und auf Basis umfangreicher schriftlicher sowie mündlicher Informationen des Vorstands gefasst. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Dies ist in den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, aber auch schriftlich und mündlich außerhalb von Sitzungen erfolgt. Aktuelle Entwicklungen, relevante Fragen zur Strategie sowie anstehende Entscheidungen, Risikolage und Risikomanagement wurden zusätzlich zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, den Ausschussvorsitzenden und einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern besprochen. Die Überwachungsinstrumente wurden weiterentwickelt und weiter geschärft. Aufgrund der aktuellen Geschäftslage war die Sitzungs- und Kontakthäufigkeit erneut intensiv. Beratungs- und Beschlussthemen im Aufsichtsrat Die Ende 2022 begonnene deutliche Fokussierung auf die Kunden- bzw. Patientenbedürfnisse wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Schwerpunkte waren die flächendeckende Einführung des E- Rezeptes sowie die Bereinigung des Produkt- und Beteiligungsportfolios der NOVENTI. Es wurden Beschlüsse gefasst zur Änderung der Geschäftsordnung für die Ausschüsse des Aufsichtsrats und zur Änderung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat im Zusammenhang mit der Neufassung der Informationsordnung. Ebenso wurde die neue Geschäftsverteilung zum 01.02.2023 im Vorstand der NOVENTI Health SE erörtert und beschlossen, wonach Mark Böhm den Bereich "Market, Customer & Products" und Frank Steimel "Finance & Operations" verantwortet. Der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses haben im Jahr 2023 die Untersuchung der Pflichtwidrigkeiten der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der NOVENTI Health SE fortgeführt - in enger Abstimmung mit dem Aktionär FSA e. V. und mit Unterstützung der vom Aufsichtsrat beauftragten großen und renommierten Anwaltskanzlei. Das Aufsichtsratsgremium wurde regelmäßig über diese Tätigkeiten, die Erkenntnisse und das weitere juristische Vorgehen informiert. Die Untersuchungsresultate und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse der NOVENTI wurden mit dem Abschlussprüfer eingehend diskutiert. Der Vorstand hat zu Beginn des Jahres den im Rahmen des Sanierungsgutachtens beschlossenen Personalabbau gestartet, welcher sich bis Mitte des Jahres 2023 erstreckte. Der mit dem Betriebsrat verhandelte Sozialplan sah ein sozialverträgliches Angebot mit Abfindungen oder Übertritt in eine Transfergesellschaft vor. Die strikte Fokussierung auf das stabile und gesunde Kerngeschäft, auf ausgewählte Zukunftsprojekte sowie die Konsolidierung der Apothekenwarenwirtschaftslinien wurde fortgesetzt. Der Aufsichtsrat hat diesen Prozess eng begleitet und seine Aufsichtsfunktion wahrgenommen. Die Hauptversammlung der NOVENTI Health SE hat am 26.09.2023 beschlossen, dem Vorschlag des Aufsichtsrats zu folgen und die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (RSM Ebner Stolz) mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 der NOVENTI Health SE und des Konzernjahresabschlusses 2023 zu beauftragen. Ebenso wurde der Vorschlag des Ausschusses Aufsichtsratauswahl des FSA e. V. zur Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder angenommen. Ferner wurde die Ausschüttung auf die stillen Beteiligungen der Mitgliedsapotheken und die Unternehmensbeteiligungen der Mitarbeitenden der NOVENTI Group für das Geschäftsjahr 2022 beschlossen. Auf Empfehlung des Strategieausschusses hat der Aufsichtsrat dem Verkauf der Geschäftsanteile der NOVENTI Health SE an der NOVENTI Factory GmbH, der Bonsai GmbH sowie der Teilnahme an der Kapitalerhöhung bei gesund.de GmbH Co.KG. zugestimmt. Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Zustimmung zur Auflösung der Niederlassung der KRONSOFT Development SRL am Standort laşi (Rumänien) und zur Liquidation der mamedicon GmbH in Bissendorf gegeben. Der Aufsichtsrat fasste einen Beschluss zur Veräußerung sämtlicher Anteile an der NOVENTI.Care GmbH in Höhe von 100 % durch die NOVENTI Health SE an die Saatmann GmbH (Volaris Group) sowie zur Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile der NOVENTI HealthCare GmbH an der 1A Care GmbH in Höhe von 8,62 % an den Gesellschafterkreis der 1A Care GmbH. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld sowie der wirtschaftlichen Lage der NOVENTI beschäftigt. Auf Basis von regelmäßigen Umsatz- und Ergebnisberichten sowie Prognoserechnungen wurden der operative Geschäftsverlauf sowie die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft regelmäßig erörtert und geprüft. Das Unternehmen verfügt über eine Interne Revision, Compliance und ein Whistleblower-System. Die regelmäßigen Berichte von Revision und Compliance werden im Prüfungsausschuss und Gesamtaufsichtsrat ausgewertet. Die Einhaltung der Compliance-Richtlinien und die Vorgaben des internen Kontrollsystems werden überwacht. Im Unternehmen besteht ein 4-Augen-Prinzip. Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand Im Jahr 2023 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrats der NOVENTI Health SE: Die Amtszeit der von der Hauptversammlung bestellten Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat endete mit der ordentlichen Hauptversammlung am 26.09.2023. Die mit * gekennzeichneten Personen wurden am 26.09.2023 von der Hauptversammlung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt: Herbert Pfennig* (Vorsitzender), Andreas Buck (stellvertretender Vorsitzender; vom FSA e. V. entsandt), Rüdiger von Esebeck (bis 26.09.2023), Siegfried Fauser (Arbeitnehmervertreter bis 31.10.2023), Jürgen Frasch (bis 27.06.2023 durch Wegfall der Entsendevoraussetzung), Rainer Henkelmann*, Kristina Herbst*, Hans Jacob*, Josef Kammermeier (bis 26.09.2023), Tobias König*, Katri Helena Lyck*, Florian Picha (vom FSA e. V. entsandt), Dr. Björn Schittenhelm (ab 13.07.2023 vom FSA e. V. entsandt), Holger Wessling* (ab 26.09.2023), Zsombor Szabó (Arbeitnehmervertreter) und Rainer Ziegler* (ab 26.09.2023). In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung vom 26.09.2023 wurden Herbert Pfennig als Vorsitzender und Andreas Buck als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. Das ausgeschiedene Mitglied Siegfried Fauser wird in Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung nachbesetzt. Der Vorstand der NOVENTI Health SE bestand im Jahr 2023 aus Mark Böhm und Frank Steimel. Ausschüsse des Aufsichtsrats Zur effizienten Wahrnehmung der Aufgaben sind ein Prüfungsausschuss, ein Personalausschuss und ein Strategieausschuss eingerichtet, welche die Beratung und Beschlussfassung im Plenum vorbereiten oder selbst Beschlüsse fassen können. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichteten regelmäßig an den Aufsichtsrat über Inhalt und Tätigkeit der Ausschüsse. Vorsitzender des Prüfungsausschusses war im Jahr 2023 weiterhin durchgehend Rainer Henkelmann. Mitglieder des Prüfungsausschusses waren bis 26.09.2023 Rüdiger von Esebeck, Kristina Herbst und Florian Picha. Seit der konstituierenden Sitzung vom 26.09.2023 sind Kristina Herbst, Florian Picha und Holger Wessling die Ausschussmitglieder. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2023 viermal, einmal unter Beisein des Abschlussprüfers. Neben der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wurden Umsatz- und Ergebnisberichte sowie der Geschäftsplan einschließlich Budget-/Investitions-/Finanzplan für das Jahr 2024 erörtert. Jahresabschluss und Halbjahreszahlen wurden ausführlich besprochen und Risikofelder der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Des Weiteren wurden die Liquiditäts- und Finanzierungssituation sowie die Mehrjahresplanung der Gesellschaft besprochen. Der Vorstand berichtete dabei auch regelmäßig über relevante Sonderthemen. Der Prüfungsausschuss hat die Regelberichte von Interner Revision und Compliance sowie den jährlichen Bericht "Risikomanagement" entgegengenommen. Er hat über aktuelle Fragen und die notwendigen Maßnahmen zur Weiterentwicklung ausführlich beraten sowie den Aufbau eines Compliance-Management-Systems in der NOVENTI begleitet. Der Prüfungsausschuss diskutierte mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und die Prüfungsplanung. Der Prüfungsausschuss gab dem Aufsichtsrat die Empfehlungen für die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl der Abschlussprüfer. Schließlich wählte der Prüfungsausschuss ergänzende Prüfungsschwerpunkte für den Abschlussprüfer aus. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats war Herbert Pfennig im Jahr 2023 zugleich auch Vorsitzender des Personalausschusses. Andreas Buck, Jürgen Frasch (bis 27.06.2023) und Rainer Henkelmann gehörten dem Personalausschuss als weitere Mitglieder an. Der Personalausschuss führte im Jahr 2023 neben internen Abstimmungsgesprächen fünf Sitzungen durch. In den Sitzungen wurde eine Empfehlung zur Wiederbestellung des Vorstandsmitglieds Mark Böhm sowie die Verlängerung der Bestellung des Vorstandsmitglieds Frank Steimel vorbereitet. Im Zuge dessen wurden die Vorstandsdienstverträge neugestaltet. Herbert Pfennig war bis 04.12.2023 außerdem Vorsitzender des Strategieausschusses. Andreas Buck hat den Vorsitz am 05.12.2023 übernommen. Ausschussmitglieder waren Rüdiger von Esebeck, Siegfried Fauser, Kristina Herbst, Hans Jacob und Katri Helena Lyck (jeweils bis 26.09.2023) und Jürgen Frasch (bis 27.06.2023). In der konstituierenden Sitzung vom 26.09.2023 wurden fünf Mitglieder in den Strategieausschuss gewählt: Andreas Buck, Hans Jacob, Herbert Pfennig, Dr. Björn Schittenhelm und Rainer Ziegler. Der Strategieausschuss tagte im Jahr 2023 zweimal. Themen waren die Vorbesprechung strategischer Schwerpunkte insbesondere die Bereinigung des Beteiligungsportfolios. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Geschäftsjahr 2023 trat der Aufsichtsrat in sieben Sitzungen zusammen, von denen zwei als Videokonferenz durchgeführt wurden. Die Präsenzquote der Aufsichtsratsmitglieder belief sich auf 97,8 %. Der Vorstand hat an fünf Sitzungen teilgenommen, einzelne Punkte wurden teils ohne den Vorstand in einer internen Aussprache behandelt. Hinzu kamen zwei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren am 26.09. und 20.10.2023. Corporate Governance Interessenskonflikte des Vorstands bzw. der Aufsichtsratsmitglieder sind im Berichtsjahr 2023 weder angezeigt worden noch erkennbar aufgetreten. Jahres- und Konzernabschluss sowie Abhängigkeitsbericht Die außerordentliche Hauptversammlung vom 26.09.2023 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat RSM Ebner Stolz, Stuttgart zum gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfer für das zum 31.12.2023 endende Geschäftsjahr gewählt. Der Aufsichtsrat beauftragte RSM Ebner Stolz sodann mit Datum vom 15.12.2023. RSM Ebner Stolz hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts zum Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr geprüft und am 17.05.2024 jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Bestätigungsvermerke wurden durch die Wirtschaftsprüfer Muschal und Schael gemeinsam unterzeichnet. RSM Ebner Stolz hat darüber hinaus auch eine Prüfung des Abhängigkeitsberichts durchgeführt und am 17.05.2024 einen uneingeschränkten Vermerk erteilt. Der Prüfungsausschuss hat die Unterlagen zum Jahres- und Konzernabschluss 2023 sowie zum Abhängigkeitsbericht in der Sitzung vom 24.05.2024 erörtert und seine Empfehlung an den Aufsichtsrat vorbereitet. Vertreter von RSM Ebner Stolz haben abschließend über die Ergebnisse der Prüfungen informiert. Die Abschlussprüfer gingen ferner auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat das Ergebnis der Prüfungen nach Einsicht in die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen unter eingehender Erörterung im Aufsichtsrat sowie mit den Vertretern des Abschlussprüfers am 07.06.2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Fazit zum Geschäftsjahr 2023: In stürmischem Fahrwasser den Sanierungskurs gehalten und Pläne mehr als erfüllt. Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeitende haben Außergewöhnliches geleistet. NOVENTI ist im Kern gesund und erfolgreich. Das Jahr des Übergangs wurde erfolgreich gemeistert. Diese Leistung war nur im engen und vertrauensvollen Austausch zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und dem FSA e. V. als alleinigem Gesellschafter von NOVENTI möglich. Einen besonderen Dank haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient. Nicht zuletzt deren Einsatz ist es zu verdanken, dass im vergangenen Jahr Grundlagen für die Zukunft von NOVENTI gelegt wurden. Mark Böhm, Frank Steimel und dem gesamten NOVENTI-Führungsteam danken wir für eine bemerkenswerte Managementleistung. Wir sind überzeugt, das Unternehmen ist mit seiner aktuellen Strategie sowie den laufenden und geplanten Maßnahmen gut auf Chancen und Herausforderungen vorbereitet. Den Kundinnen und Kunden danken wir für Ihre besondere Treue und Geduld in dieser anstrengenden Zeitsie und ihre Zufriedenheit stehen stets im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir freuen uns, dass unsere NOVENTI 2024 Schritt für Schritt vorangekommen ist und auf weitere Fortschritte, die wir gemeinsam erreichen.
München, den 07.06.2024 Für den Aufsichtsrat Herbert Pfennig, Vorsitzender des Aufsichtsrats Andreas Buck, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Zusätzliche Angabe: Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 7. Juni 2024 festgestellt. |
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NOVENTI Health SE
Stammdaten
- Rechtsform
- SE
- Anschrift
-
Berg-am-Laim-Str. 105
81673 München - Handelsregister
- HRB 234740, München
- Eintragungsdatum
- 14. Juli 2017
- Branche
-
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf - Eingetragenes Kapital
- 45.000.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Mitglied des Leitungsorgans bestellt, so vertritt es allein. Sind mehrere Mitglieder des Leitungsorgans bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Mitglied des Leitungsorgans gemeinsam mit einem Prokuristen.
- Unternehmenszweck
- Erwerb, Leitung und Steuerung von Unternehmen, die vorwiegend im Gesundheitsmarkt tätig sind. Tätigkeitsfelder dieser Unternehmen sind insbesondere Abrechnung und lnkasso von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Apotheken, Ärzten, Sonstigen Leistungserbringern und weiteren Beteiligten im Gesundheitswesen sowie Entwicklung von Software, Herstellung und Vertrieb von Computersystemen im Bereich des Gesundheitswesens und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann auf den vorgenannten Gebieten auch selbst tätig werden.
Finanzen
Bilanz
2024- Anlagevermögen 65,6 % 142,51 Mio
- Umlaufvermögen 18,3 % 39,81 Mio
- Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 14,8 % 32,20 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,3 % 2,83 Mio
- Verbindlichkeiten 89,8 % 195,23 Mio
- Rückstellungen 10,2 % 22,12 Mio
- Eigenkapital 0,0 % 0
- Passive latente Steuern 0,0 % 0
Bilanzdaten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Verlustvortrag aus dem Vorjahr 31,0 % −141,57 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 30,3 % −138,39 Mio
- Umsatzerlöse 25,4 % 115,87 Mio
- Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 11,7 % 53,37 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,7 % 3,18 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,6 % 2,81 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,1 % 611,3 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,1 % 557,2 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 308,1 k
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 219,6 k
- Personalaufwand 33,1 % 60,33 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 28,9 % 52,69 Mio
- Materialaufwand 19,2 % 35,03 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7,9 % 14,46 Mio
- Abschreibungen 6,0 % 10,97 Mio
- Erstattete Steuern (i. V. Steuern) vom Einkommen und vom Ertrag 2,3 % 4,15 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 2,2 % 4,03 Mio
- Aufwendungen aus der Verlustübernahme 0,2 % 334,2 k
- Sonstige Steuern 0,1 % 160,1 k
- Ergebnis nach Steuern 3,33 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 3,17 Mio
GuV-Daten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Frank Steimel
seit 2024 Vorsitzender des Vorstands
-
Mark Böhm
seit 2021 Vorstandsmitglied
-
Alexander Arnold
seit 2026 Prokura
-
Andreas Muckof
seit 2023 Prokura
-
Bernhard Schneider
seit 2026 Prokura
-
Carola Thulke
seit 2023 Prokura
-
Herbert Wild
seit 2020 Prokura
-
Holger Hartung
seit 2024 Prokura
-
Hubert Pütz
seit 2025 Prokura
-
Marcel Gerisch
seit 2025 Prokura
-
Michael Gabler
seit 2023 Prokura
-
Michael Wolfram Silvio Kusche
seit 2020 Prokura
-
Nicola Ditschler
seit 2025 Prokura
-
Nicola Frank
seit 2023 Prokura
-
Norbert Hübsch
seit 2020 Prokura
-
Petra Terhardt
seit 2020 Prokura
-
Robert Vogt
seit 2023 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- NOVENTI Beteiligungs GmbH 100,0 %
- NOVENTI Immobilien Verwaltungs GmbH 100,0 %
- NOVENTI HealthCare GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
19.05.
Austritt einer PositionGabriele Weidlich · Gesamtprokura
-
29.04.
Eintritt eines MitgliedsAlexander Arnold · Gesamtprokura
-
29.04.
Eintritt eines MitgliedsBernhard Schneider · Gesamtprokura
-
03.02.
Austritt einer PositionLars Polap · Mitglied des Leitungsorgans
- 2025
-
05.12.
Änderung des bedingten KapitalsNOVENTI Health SE
-
05.12.
SatzungsänderungNOVENTI Health SE
-
05.12.
Änderung des genehmigten KapitalsNOVENTI Health SE
-
03.12.
Eintritt eines MitgliedsNicola Ditschler · Gesamtprokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2023 Jahresabschluss Volltext
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-
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-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
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"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
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