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Odeon Fiction GmbH GmbH

München ·HRB 112035 München ·odeonfiction.com
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Taunusstraße 21
80807 München
Handelsregister
HRB 112035, München
Eintragungsdatum
25. Januar 1996
Branche
Herstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen
Filmverleih und -vertrieb, nicht an private Haushalte
Nachbearbeitung und sonstige Filmtechnik
Unternehmenszweck
Organisation, Vorbereitung, Herstellung und Bearbeitung von Filmen jeder Art, einschließlich Animationsfilmen, auf Speichermedien jeder Art in Eigen-, Auftrags- und/oder Gemeinschaftsproduktion mit Dritten, Durchführung der Filmherstellung für Dritte sowie sonstige Beteiligung an von Dritten hergestellten Filmen, Vervielfältigung und der Vertrieb der Filme sowie Auswertung der Rechte an Filmen in allen Medien weltweit, insbesondere der Film- , Video- und Fernsehrechte einschließlich aller audiovisuellen und sonstigen Nebenrechte einschließlich der Buch- und Musikrechte, Erwerb und Vergabe der vorstehenden Rechte sowie sonstige für die Filmherstellung und -auswertung erforderlicher Rechte auf begrenzte oder unbegrenzte Zeit, Herstellung und Vermarktung sonstiger Erzeugnisse, die auf den hergestellten Filmen und/oder den erworbenen Rechten basieren oder daran angelehnt sind.
Produktion von Spielfilmen Produktion von Fernsehserien Auftrags- und Gemeinschaftsproduktionen Postproduktion und Bearbeitung Vertrieb und Lizenzierung von Film- und Fernsehrechten Filmproduktion Serienproduktion Filmherstellung Rechteverwaltung Vertrieb

Finanzen

Für dieses Unternehmen sind keine Geschäftszahlen veröffentlicht.

Bilanz

2020
Aktivseite 43,41 Mio
  • Umlaufvermögen 75,2 % 32,66 Mio
  • Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 23,5 % 10,19 Mio
  • Anlagevermögen 1,3 % 553,1 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 2,1 k
Passivseite 43,41 Mio
  • Eigenkapital 0,0 % 0
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Bilanzdaten für 14 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2020
Erträge 70,29 Mio
  • Umsatzerlöse 40,8 % 28,65 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 22,0 % 15,48 Mio
  • Verlustvortrag 18,2 % −12,82 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 17,3 % −12,19 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,6 % 1,15 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 542
  • Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 0,0 % 0
Aufwendungen 44,72 Mio
  • Materialaufwand 43,1 % −19,28 Mio
  • Personalaufwand 41,8 % −18,71 Mio
  • Abschreibungen 7,3 % −3,28 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 6,9 % −3,11 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,7 % −321,0 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 % 30,3 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −1,4 k
  • Gesamtleistung 45,28 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 626,4 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 625,0 k
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GuV-Daten für 13 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Britta Meyermann seit 2025 Geschäftsführer
  • Fred Kogel seit 2023 Geschäftsführer
  • Jürgen Neugebauer seit 2021 Geschäftsführer
12 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2025
  2. 04.06.
    Austritt einer Position
    Mischa Hofmann · Geschäftsführer
  3. 19.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Britta Meyermann · Geschäftsführer
  4. 2023
  5. 31.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Fred Kogel · Geschäftsführer
  6. 31.05.
    Austritt einer Position
    M***** D** · Geschäftsführer
  7. 01.03.
    Austritt einer Position
    A***** J***** · Einzelprokura
  8. 01.03.
    Austritt einer Position
    A**** R****** · Einzelprokura
  9. 01.03.
    Austritt einer Position
    T***** H***** · Einzelprokura
  10. 01.03.
    Austritt einer Position
    A***** W***** · Einzelprokura
60 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2020 Jahresabschluss
  • 2019 Jahresabschluss
  • 2018 Jahresabschluss
  • 2017 Jahresabschluss
  • 2016 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2019

Veröffentlicht am 16. Februar 2021 · Quelle: Bundesanzeiger

Odeon Fiction GmbH (vormals: H & V Entertainment GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31.12.2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 568.628,07 616.110,07
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.371,51 10.984,51
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 42,02 42,02
576.041,60 627.136,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 5.914.936,05 10.719.218,96
2. Geleistete Anzahlungen 140.650,00 295.823,57
6.055.586,05 11.015.042,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 853.461,71 279.110,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.121,90 53.937,36
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.132.325,21 178.734,50
3.021.908,82 511.782,08
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.005.926,70 67.503,69
10.083.421,57 11.594.328,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.371,08 1.336,08
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 11.445.013,53 5.046.501,35
22.105.847,78 17.269.302,33

Passiva

31.12.2019 31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 708.800,00 708.800,00
II. Kapitalrücklage 662.635,69 662.635,69
III. Bilanzverlust -12.816.449,22 -6.417.937,04
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 11.445.013,53 5.046.501,35
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 166.726,00 170.170,00
2. Steuerrückstellungen 63.665,00 63.665,00
3. Sonstige Rückstellungen 341.271,69 410.902,59
571.662,69 644.737,59
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.640.471,73 1.223.746,28
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.832.252,88 7.666.939,38
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 285.599,65 233.399,52
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.697.795,62 7.386.312,79
5. Sonstige Verbindlichkeiten 78.065,21 114.166,77
davon aus Steuern: € 61.312,85 (Vorjahr: € 78.461,61)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 4.578,59 (Vorjahr: € 11.581,57)
21.534.185,09 16.624.564,74
22.105.847,78 17.269.302,33

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1.1.2019 bis 31.12.2019

2019 2018
1. Umsatzerlöse 15.649.838,80 10.700.831,87
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -4.804.282,91 5.686.677,73
3. Sonstige betriebliche Erträge 232.442,13 261.664,46
4. Gesamtleistung 11.077.998,02 16.649.174,06
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -184.689,64 -357.364,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.037.579,30 -5.870.574,09
-11.222.268,94 -6.227.938,37
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.559.002,88 -6.960.798,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -676.564,95 -928.494,64
davon für Altersversorgung: € -18.294,19 (Vorjahr: € -17.280,28)
-5.235.567,83 -7.889.293,37
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -60.906,30 -57.567,35
-60.906,30 -57.567,35
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -776.602,36 -698.089,21
9. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 0,55 0,55
10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -180.555,32 -296.415,11
davon an verbundene Unternehmen: € -83.339,56 (Vorjahr: € -205.668,38)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -63.665,00
12. Ergebnis nach Steuern -6.397.902,18 1.416.206,20
13. Sonstige Steuern -610,00 -578,00
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -6.398.512,18 1.415.628,20
15. Verlustvortrag -6.417.937,04 -7.833.565,24
16. Bilanzverlust -12.816.449,22 -6.417.937,04

Anhang zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019

H & V ENTERTAINMENT GMBH, MÜNCHEN

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Sitz der H & V Entertainment GmbH ist München. Sie ist beim Registergericht am Amtsgericht München unter der Nummer HRB 112035 eingetragen.

Der Jahresabschluss der H & V Entertainment GmbH wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Von den Erleichterungen nach § 288 Absatz 2 HGB für mittelgroße Gesellschaften wird Gebrauch gemacht.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften maßgebend.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Erworbene Filmauswertungsrechte werden linear abgeschrieben. Erworbene Filmrechte haben, je nach Genre, eine Nutzungsdauer von 25 bis 40 Jahren. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände werden planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei bis dreizehn Jahren. Anlagegüter werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800 EUR werden im Anlagevermögen aktiviert und im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben sowie im Folgejahr ihres Zugangs ihr Abgang fingiert.

Unfertige Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die aus der Betriebsabrechnung abgeleitet werden, zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle Kosten, die direkt der Produktion zuzurechnen sind, gehören zu den Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Vom Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird kein Gebrauch gemacht.

Ausweis der Anzahlungen auf Entwicklungsprojekte

Die Anzahlungen auf Entwicklungsprojekte werden im Umlaufvermögen unter der Position Vorräte als geleistete Anzahlungen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertminderungen werden durch angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Latente Steuern

Ergibt sich ein Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern, übt die Gesellschaft das Aktivierungswahlrecht nicht aus. Verlust- und Zinsvorträge sowie Steuergutschriften werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist.

Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die zur Bildung von passiven latenten Steuern führten, bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Insofern und aufgrund der negativen Wahlrechtausübung sind zum Abschlussstichtag keine latenten Steuern ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 31,58 % (Vorjahr 31,23 %).

Das Eigenkapital wird zum Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde eine Rentensteigerung von jährlich 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) zugrunde gelegt. Der Effekt aus der Veränderung des Zinssatzes ist im Zinsergebnis enthalten.

Unter Zugrundelegung eines allgemeinen Rechnungszinssatzes mit siebenjähriger Durchschnittsbildung (1,97 %) hätte sich zum 31. Dezember 2019 ein Erfüllungsbetrag von 174.343,00 EUR, mithin ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 7.617,00 EUR nach § 253 Abs. 6 HGB ergeben.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden mit Ablieferung und Abnahme des Sendematerials an die jeweiligen Sender realisiert.

Behandlung von Filmfördermitteln

Bedingt rückzahlbare Filmförderdarlehen werden wie folgt behandelt:

Maßgeblich für die ertragswirksame Vereinnahmung von bedingt rückzahlbaren Filmförderdarlehen bzw. für nicht rückzahlbare Referenzmittel ist die abschließende Bewilligung durch den Filmförderer. Bewilligte Fördermittel für Produktionen, die zum Stichtag noch nicht abgeschlossen waren, werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den kalkulierten Kosten) realisiert. Der Ausweis der als realisiert geltenden Fördermittel erfolgt unter den Umsatzerlösen, da sie den Charakter eines Leistungsentgelts eines Dritten haben. Ist der Eintritt der Rückzahlungsbedingung aufgrund erwarteter bzw. erzielter Verwertungsmehrerlöse hinreichend wahrscheinlich, wird in entsprechender Höhe eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Forderungen gegen Filmförderer aus Filmförderdarlehen werden, soweit sie als realisiert gelten, unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bedingt rückzahlbare Filmförderdarlehen werden, soweit von einer Rückführung nicht ausgegangen wird, unter den Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Erst bei Eintritt der Rückzahlungsbedingungen werden bedingt rückzahlbare Filmförderdarlehen unter den Verbindlichkeiten passiviert.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten werden Gewinne/Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag ergebniswirksam berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2019 gab es keine wesentlichen Fremdwährungspositionen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen, Avalprovisionen und -gebühren, die im Zusammenhang mit Produktionen stehen, werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bilanzierung unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit trotz bilanzieller Überschuldung

Trotz bilanzieller Überschuldung zum 31. Dezember 2019 wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bilanziert. Gemäß den Bestimmungen des Insolvenzrechts gilt die Gesellschaft als nicht im insolvenzrechtlichen Sinne überschuldet, da ihre Finanzkraft zur Unternehmensfortführung bis zum 31. Dezember 2020 ausreicht. Zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 wurde von der Odeon Film AG eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung über eine Forderung in Höhe von 7.697 Tsd. EUR sowie eine bis zum 31. Dezember 2020 befristete Patronatserklärung abgegeben.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich zusammen aus unfertigen Erzeugnissen sowie aus geleisteten Anzahlungen auf unfertige Erzeugnisse.

Bei den unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 5.915 Tsd. EUR (Vorjahr: 10.719 Tsd. EUR) handelt es sich um diverse laufende Entwicklungsprojekte und noch nicht fertiggestellte Film- und Fernsehprojekte.

Die geleisteten Anzahlungen in Höhe von 141 Tsd. EUR (Vorjahr: 296 Tsd. EUR) betreffen verschiedene Entwicklungsprojekte für Film und Fernsehen.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten abgegrenzte Ansprüche aus Filmförderungen einer laufenden Produktion in Höhe von 1.948 Tsd. EUR.

Alle Forderungen sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG

Die Entwicklung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags stellt sich wie folgt dar:

Tsd. EUR
Stand 31.12.2018 - 5.046
Jahresfehlbetrag 2019 -6.399
Stand 31.12.2019 -11.445

Neben erwirtschafteten Jahresfehlbeträgen ist der Verzicht auf die Ausübung des Aktivierungswahlrechts für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ein wesentlicher Grund für die Entstehung bzw. der Beibehaltung eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags.

Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liegt nicht vor (siehe dazu obige Erläuterungen).

RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Urlaub (102 Tsd. EUR, Vorjahr: 68 Tsd. EUR), für Erlösabrechnungen (87 Tsd. EUR, Vorjahr: 127 Tsd. EUR), ausstehende Rechnungen (68 Tsd. EUR, Vorjahr: 92 Tsd. EUR), sowie ausstehende Beiträge zur Berufsgenossenschaft (42 Tsd. EUR, Vorjahr: 64 Tsd. EUR).

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr ausnahmslos Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.

Geschäftsjahr Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von davon
In Tsd. EUR 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.640 8.640 0 0 8.640
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.832 4.832 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 286 286 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.698 7.698 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 78 78 0 0 0
Vorjahr Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von davon
In Tsd. EUR 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.224 1.224 0 0 1.224
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.667 7.667 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 233 233 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.386 7.386 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 114 114 0 0 0

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr durch Abtretung von Erlösansprüchen aus der Lizenzverwertung der finanzierten Produktionen besichert, einschließlich der Auszahlungsansprüche aus der Filmförderung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 7.698 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.386 Tsd. EUR). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Finanzverkehr in Höhe von 7.211 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.871 Tsd. EUR) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 487 Tsd. EUR (Vorjahr: 512Tsd. EUR).

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 103 Tsd. EUR (Vorjahr: 75 Tsd. EUR) sowie aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (51 Tsd. EUR, Vorjahr: 93 Tsd. EUR).

Ebenfalls enthalten sind andere periodenfremde Erträge in Höhe von 1 Tsd. EUR (Vorjahr: 13 Tsd. EUR).

PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt 5.236 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.889 Tsd. EUR). Im Personalaufwand sind aus der Filmherstellung Stab- und Darstellergagen sowie Sozialabgaben in Höhe von 3.644 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.506 Tsd. EUR) enthalten.

2019 2018
Tsd. EUR Tsd. EUR
1. a) Löhne und Gehälter (ohne Projektbeschäftigte) 1.371 1.210
b) soziale Abgaben und Aufwendungen 203 173
Davon für die Altersversorgung und Unterstützung 18 17
2. a) Stab- und Darstellergagen 3.188 5.751
b) soziale Abgaben und Aufwendungen 456 755

ABSCHREIBUNGEN

Neben den planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 11 Tsd. EUR (Vorjahr: 10 Tsd. EUR) sind planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 50 Tsd. EUR (Vorjahr: 48 Tsd. EUR) in den Abschreibungen enthalten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 777 Tsd. EUR (Vorjahr: 698 Tsd. EUR) beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 23 Tsd. EUR (Vorjahr: 16 Tsd. EUR).

ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

Der Zinsaufwand des Geschäftsjahres beträgt 181 Tsd. EUR (Vorjahr: 296 Tsd. EUR). Enthalten sind hier die Zinsen und Avalprovisionen aus der Filmherstellung in Höhe von 83 Tsd. EUR (Vorjahr: 80 Tsd. EUR). Aus der Veränderung des Zinssatzes aus der Bewertung der Pensionsrückstellung sind 10 Tsd. EUR (Vorjahr: 11 Tsd. EUR) enthalten.

IV. SONSTIGE ANGABEN

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Die Gesellschaft wurde durch folgenden Geschäftsführer vertreten:

Herr Mischa Hofmann, Produzent.

VERGÜTUNGEN DER GESCHÄFTSFÜHRER

Der Geschäftsführer erhielt von der Gesellschaft keine Vergütung.

MITARBEITER

Im Jahresdurchschnitt waren 52 (Vorjahr: 99) Mitarbeiter, davon 20 (Vorjahr: 17) festangestellte Arbeitnehmer, beschäftigt, bei denen es sich, wie im Vorjahr, ausschließlich um Angestellte handelt.

ANGABEN ZUR KONZERNZUGEHÖRIGKEIT

Die H & V Entertainment GmbH wird als 100%ige Tochtergesellschaft der Odeon Film AG, München, in deren Konzernabschluss einbezogen.

Die Odeon Film AG, München, ist das Mutterunternehmen, das für den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der Odeon Film AG, München, wird im Bundesanzeiger bekanntgemacht.

Unmittelbares Mutterunternehmen der Odeon Film AG, München, ist die Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft, München, die ihrerseits in den Konzernabschluss der LEONINE Beteiligungs GmbH (vormals: Show German HoldCo GmbH), München, einbezogen wird. Die LEONINE Beteiligungs GmbH, München, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der LEONINE Beteiligungs GmbH, München, wird im Bundesanzeiger bekanntgemacht.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Bei den Haftungsverhältnissen handelt es sich um Eventualverbindlichkeiten aus bedingt rückzahlbaren Filmförderungen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist aus den Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen.

Die Entwicklung der Eventualverbindlichkeiten ist im Folgenden dargestellt:

Tsd. EUR
Stand 1. Januar 2019 8.390
Zugang 0
Tilgung -4
Auflösung -2.491
Stand 31. Dezember 2019 5.895

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:

Geschäftsjahr 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Gesamt
In Tsd. EUR Jahre
Verpflichtungen aus Grundstücken und Gebäuden 33 93 0 126
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 33 92 0 125
Verpflichtungen aus Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 0 0 1
Gesamt 34 93 0 127

Die H & V Entertainment GmbH haftet gesamtschuldnerisch für von Banken gewährte Kreditlinien in Höhe von insgesamt 25.100 Tsd. EUR, die von den Konzernunternehmen in Anspruch genommen werden können. Zum Bilanzstichtag waren von der Gesellschaft selbst 8.640 Tsd. EUR für Darlehen und Aval-Bürgschaften und von den verbundenen Unternehmen Darlehen und Aval-Bürgschaften in Höhe von insgesamt 6.371 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.257 Tsd. EUR) in Anspruch genommen worden.

Auf Basis einer kontinuierlichen Risikoeinschätzung der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung aller bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse geht die H & V Entertainment GmbH davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Daher wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als gering eingeschätzt.

HONORARE ABSCHLUSSPRÜFER

Bezüglich der Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird auf den Konzernabschluss der Odeon Film AG verwiesen.

BEDEUTENDE VORGÄNGE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Das Ende des Jahres 2019 erstmals aufgetretene Corona-Virus ist seit Mitte Februar 2020 nahezu auf der gesamten Welt nachweisbar und wurde am 11. März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation zu einer Pandemie erklärt. Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und die Folgen auf den Geschäftsverlauf der H & V Entertainment GmbH werden laufend überwacht. Die H & V Entertainment GmbH geht auf Grundlage der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass sich die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus und die notwendigen Eindämmungsmaßnahmen auf unser Geschäft, insbesondere geplanten Dreharbeiten, negativ auswirken wird. Die der H & V Entertainment GmbH bekannten Einflüsse und Annahmen für das Geschäftsjahr 2020 sind im Prognosebericht berücksichtigt und beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen Belastungen bekannt oder valide abschätzbar. Im Jahresverlauf sind jedoch Belastungen möglich.

Weitere Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres 2019, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der H & V Entertainment GmbH haben, sind nicht eingetreten.

ERGEBNISVERWENDUNG

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.399 Tsd. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 20. März 2020

Mischa Hofmann

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagengitter) für den Zeitraum vom 1.1.2019 bis 31.12.2019

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2019 Zugang Abgang 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.800.421,12 2.574,23 0,00 3.802.995,35
3.800.421,12 2.574,23 0,00 3.802.995,35
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.130,82 7.237,07 3.533,50 226.834,39
223.130,82 7.237,07 3.533,50 226.834,39
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 42,02 0,00 0,00 42,02
42,02 0,00 0,00 42,02
4.023.593,96 9.811,30 3.533,50 4.029.871,76
Abschreibungen
01.01.2019 Zugang Abgang 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.184.311,05 50.056,23 0,00 3.234.367,28
3.184.311,05 50.056,23 0,00 3.234.367,28
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 212.146,31 10.850,07 3.533,50 219.462,88
212.146,31 10.850,07 3.533,50 219.462,88
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.396.457,36 60.906,30 3.533,50 3.453.830,16
Restbuchwerte
31.12.2019 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 568.628,07 616.110,07
568.628,07 616.110,07
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.371,51 10.984,51
7.371,51 10.984,51
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 42,02 42,02
42,02 42,02
576.041,60 627.136,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

1.1. Marktumfeld

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2019 preisbereinigt um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit das zehnte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat aber deutlich an Schwung verloren. Für das Jahr 2020 erwartete die Bundesregierung ursprünglich in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2020 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,1 %. Während die konjunkturelle Dynamik zum Jahresauftakt 2020 noch verhalten bleibt, wurde ursprünglich prognostiziert, dass die Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf wieder leicht Fahrt aufnimmt. Die Risiken, vornehmlich aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld sollten im Zuge der Erholung des Welthandels abflauen, womit sich im Jahresverlauf die konjunkturelle Dynamik der deutschen Volkswirtschaft spürbar erhöhen sollte. Mit Ausbruch der Corona-Krise, deren Verlauf und Ende noch nicht abschätzbar ist werden stellt sich ein stark verändertes Bild dar. Die Weltwirtschaft wird durch die Auswirkungen der Corona-Krise deutlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Zwar werden in vielen Staaten massive geld- und fiskalpolitische Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Wirtschaft und die Märkte zu stützen. Das globale Wachstum wird aber deutlich unter dem Vorjahr liegen. Eine genaue Abschätzung ist aktuell nicht möglich. In der Eurozone wird 2020 mit einem BIP-Wachstum von deutlich unter den aktuell prognostizierten 1,0 % zu rechnen sein. Noch geringer dürfte demnach das Plus in Deutschland ausfallen.

Weitere Informationen zu politischen und weltwirtschaftlichen Risiken finden sich auch im Risiko- und Chancenbericht. Eine deutliche Eintrübung der Weltwirtschaft wird sich wohl zumindest temporär einstellen. Der ifo-Geschäftsklimaindex zum Ende des Jahres 2019 ist im Vergleich zum Dezember 2018 leicht gesunken. Die Erwartungen für die nächsten Monate hatten sich unter den deutschen Managern wieder verbessert, womit die deutsche Wirtschaft recht zuversichtlich ins neue Jahr ging. Dies hat sich nach Ausbreitung der Corona-Krise signifikant verschlechtert: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im März auf 87,7 Punkte gesunken - nach 96,0 Zählern noch im Februar. Wegen der weltweiten Auswirkungen des Coronavirus befürchten die meisten Ökonomen 2020 für die exportlastige deutsche Wirtschaft einen deutlichen Konjunktureinbruch. Der GfK-Konsumklimaindex entwickelte sich im Jahr 2019 im Jahresdurchschnitt um etwa einen halben Prozentpunkt nach unten. Die Ausbreitung des Coronavirus dämpft hierzulande die Stimmung der Verbraucher. Die hat sich nach einem optimistischen Start ins neue Jahr wieder verschlechtert. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für März einen Rückgang um 0,1 Punkte auf 9,8 Zähler. Im Vormonat war der Wert noch um 0,2 Zähler gestiegen.

Somit ergibt sich insgesamt für die allüberwiegende Zahl der deutschen Unternehmen, so auch für die H & V Entertainment GmbH eine überaus schwierige und nur sehr schwer zu prognostizierende Situation innerhalb wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/01/PD20_018_811.html

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/wirtschaftliche-entwicklung.html

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2020.pdf?_blob=publication-File&v=10https://www.ifo.de/node/50668

https://www.ifo.de/umfrage/ifo-geschaeftsklimaindex

https://www.gfk.com/de/insights/press-release/konsumklima-stagniert/

1.2. Fernseh- und Kinomarkt

Der deutsche Bruttowerbemarkt stieg 2019 um ca. 2 % und belief sich auf 32,6 Mrd. EUR.

Auch die Fernsehwerbung erhöhte sich leicht auf 15,6 Mrd. EUR.

Darüber hinaus zeigte sich, dass der Fernsehkonsum durch die erweiterte Nutzung neuer Medien bisher nicht signifikant beeinträchtigt wurde. Allerdings ging die tägliche Sehdauer in Deutschland wiederum leicht von durchschnittlich 217 Minuten im Jahr 2018 auf 211 Minuten in 2019 zurück. Hierin lässt sich in den vergangenen fünf Jahren zumindest ein leicht rückläufiger Trend erkennen. Dennoch scheint das Fernsehen auf absehbare Zeit Leitmedium zu bleiben. Infolgedessen kann die H & V Entertainment GmbH im TV-Bereich auf ein stabiles Umfeld bauen.

Die Struktur der insgesamt leicht rückläufigen Marktanteile (Gesamtpublikum) der fünf größten Fernsehsender in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Das ZDF hat Marktanteile verloren, konnte seine Vormachtstellung aber behaupten (13,0 % nach 13,9 % im Vorjahr) und liegt nun mit 1,7 Prozentpunkten vor der ARD. Die ARD hat ebenfalls Marktanteile verloren und liegt bei 11,3 % (Vorjahr: 11,5 %). RTL konnte seinen Marktanteil aus dem Vorjahr verteidigen und liegt bei 8,4 %. SAT.1 und ProSieben verloren Marktanteile und kommen im Berichtsjahr auf 6,0 % bzw. 4,3 % nach 6,2 % bzw. 4,4 % im Vorjahr. Hintergrund ist die wachsende Senderdiversifizierung sowie die steigenden Marktanteile von Spartensendern, die im Wesentlichen zu Lasten der großen Sendeanstalten gehen.

Mit einem Gesamtumsatz von 1.024,0 Mio. EUR (Vorjahr: 899,3 Mio. EUR) erzielte der deutsche Kinomarkt ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr. So wurden an den deutschen Kinokasse 118,6 Mio. Tickets gelöst (Vorjahr: 105,4 Mio.). Den Gesamtmarkt betrachtend war "Die Eiskönigin 2" mit 5,7 Mio. Zusehern der besucherstärkste Film des Jahres. Der erfolgreichste deutsche Film des Jahres war mit 4,6 Mio. Zuschauern "Das perfekte Geheimnis". Auch die beiden deutschen Produktionen "Der Junge muss an die frische Luft" sowie "Leberkäsjunkie" rissen die Millionenmarke bei den Zusehern. Somit zeigte sich in Summe der Anteil deutscher Produktionen am Gesamteinspielergebnis mit 21,5 % (Vorjahr: 23,5%) im Berichtsjahr stabil.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/210266/umfrage/bruttowerbeaufwendungen-in-deutschland-monatszahlen/

https://www.agf.de/daten/tvdaten/marktanteile/?name=marktanteilehttps://

www.agf.de/daten/tvdaten/sehdauer/

https://www.ffa.de/aid=1394.html?newsdetail=20200217-1351_ffa-kinobilanz-2019-deutliche-erholung-aber-noch-potential-fuer-den-deutschen-kino-markt

Die H & V Entertainment GmbH produziert regelmäßig Serien, Reihen und Einzelstücke und ist im umkämpften Film- und Fernsehmarkt sehr gut positioniert.

1.3. PRODUKTIONEN

Die H & V Entertainment GmbH produzierte Fernsehserien und -filme - vor allem in den Genres Krimi und Family Entertainment - und bereitete TV-Serien und -filme vor, von denen einige noch 2020 produziert werden.

Das ZDF beauftragte uns 2018, zwei Filme der beliebten Lotta-Reihe herzustellen. Ab 24. Juli 2018 wurde in Berlin und Umgebung "Lotta & der lange Abschied" gedreht. Lottas Elternhaus soll verkauft werden und für Lotta fühlt es sich an, als sollten neben dem Haus auch die damit verbundenen Erinnerungen verloren gehen. Im Anschluss starteten die Dreharbeiten für "Lotta & und der schöne Schein". Lotta versucht ihrem gewohnten Leben als Ärztin eine Wendung zu geben und nimmt einen Job als Unidozentin an. Fertiggestellt wurden beide Filme im Frühjahr 2019. Am 18. und am 25. April 2019 wurden die beiden Filme ausgestrahlt.

In Hamburg und Umgebung wurde im Sommer 2018 der TV-Movie "Die Freundin meiner Mutter" gedreht. Familie ist kompliziert, keine Frage. Doch Jan (Max Riemelt) trifft es besonders hart: Seine lesbische Mutter Viktoria (Katja Flint) bittet ihn, Samenspender für das gemeinsame Wunschkind mit ihrer Lebensgefährtin zu werden. Jan wäre damit Vater und Bruder in einem. Eine absurde Idee? Nicht, wenn Jan in ebenjene Lebensgefährtin, Rosalie (Antje Traue), verschossen ist. Der Movie wurde im Januar 2019 fertiggestellt und am 13. März 2019 ausgestrahlt.

Am 9. Januar 2019 starteten in Berlin die Dreharbeiten der 14. und zugleich letzten Staffel der erfolgreichen ZDF-Serie "Der Kriminalist" mit Christian Berkel in der Rolle des Hauptkommissars Bruno Schumann. Sein Spezialgebiet ist die Viktimologie. Er widmet sich zunächst immer dem Opfer und dessen Leben - dort muss der Schlüssel für die Tat versteckt sein. Mit seinem Team ermittelt er in allen Milieus der Hauptstadt. Die 13. Staffel wurde im Laufe des Jahres 2019 mit guten Quoten ausgestrahlt und errang viermal den Tagesquotensieg im Gesamtmarkt. Die Ausstrahlung der finalen Staffel ist für den Spätsommer 2020 geplant.

Auch unsere erfolgreiche Reihe "Harter Brocken" ging 2019 in die Fortsetzung. Hierzu fanden im Oktober und November 2019 die Dreharbeiten zum inzwischen fünften Film mit dem Titel "Harter Brocken - Die Fälscherin" statt. Erneut übernimmt Aljoscha Stadelmann die Rolle des vermeintlich gutmütigen Kommissars Frank Koops, dessen Revier der Polizeiposten St. Andreasberg im Harz ist. Dieser Fall ist besonders brisant: die italienische Mafia hat sich in das kleine Dorf verirrt und fordert ein von einer Restauratorin geklautes Gemälde zurück. Die Situation droht zu eskalieren und Frank Koops hat alle Hände voll zu tun. Unser im vergangenen Jahr produzierter Film "Harter Brocken - Der Geheimcode" wurde am 19. Dezember 2019 von über fünf Million Zuschauern angesehen, was einer sehr guten Quote von 16,7 % im Gesamtmarkt entspricht.

Vom 27. August bis 30.November 2019 drehten wir unsere erste internationale Koproduktion "Spy City" unter der Regie von Miguel Alexandre nach den Drehbüchern des britischen Bestseller-Autors William Boyd in Prag. Berlin, 1961. Vier Besatzungsmächte lenken das Schicksal der Stadt, geprägt von der Angst vor einer Eskalation, die den dritten Weltkrieg bedeuten könnte. Die Stadt wimmelt nur so von Spionen, Verrätern und Doppelagenten des KGB, des SDECE, der CIA und des MI6. Noch gibt es keine Mauer. Noch ist der Übergang zwischen Ost und West möglich. In der angespannten Lage muss der britische Spion Fielding Scott (Dominic Cooper) den Verräter in den eigenen Reihen finden. Eine brisante Mission angesichts der angespannten Lage in jener Stadt, die zum vermeintlich gefährlichsten Ort der Welt geworden ist. Die sechsteilige Serie befindet sich augenblicklich in der Postproduktion und wird Ende 2020 ausgestrahlt werden.

Im Geschäftsjahr 2018 produzierten wir "Zoros Solo", eine emotionale humorvolle Geschichte über die Suche nach Heimat und Zugehörigkeit, über die Bedeutung von Familie und Freundschaft, die alle Grenzen überschreitet. Der 13-jährige Zoro ist voller Energie und Einfallsreichtum, wenn es darum geht, Geld zu beschaffen. Auch wenn er es mit dem Gesetz dabei manchmal nicht so ganz genau nimmt. Denn Zoro hat ein Ziel: Er wünscht sich nichts sehnlicher, als seine Familie wieder zu vereinen. Mit Mutter und Schwestern war er von Afghanistan ins schwäbische Liebigheim geflüchtet, sein Vater aber blieb in Ungarn zurück. Als Zoro erfährt, dass der kirchliche Knabenchor unter Leitung der strengen Frau Lehmann zu einem Gesangswettbewerb nach Ungarn fährt, steht Zoros Entschluss fest: Er wird singen lernen und mitreisen! Der Film lief ab Oktober 2019 in den Kinos. Auf dem 30. Internationalen Filmfest Emden-Norderney wurde der Film mit dem NDR-Filmpreis für Nachwuchs ausgezeichnet. Die beiden Autoren Martin Busker und Fabian Hebestreit erhielten darüber hinaus im Januar 2020 den Bayerischen Filmpreis.

1.4. VERMÖGENS-, ERTRAGS- UND FINANZLAGE UNTER BERÜCKSICHTIGUNG FINANZIELLER UND NICHTFINANZIELLER LEISTUNGSINDIKATOREN

Die H & V Entertainment GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die im Berichtsjahr gedrehte Produktion "Spy City", für die das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nicht in Anspruch genommen wurde. Weitere wesentliche Produktionen bzw. Fertigstellungen von Produktionen waren "Der Kriminalist", "Harter Brocken - Die Fälscherin", "Lotta & der lange Abschied", "Lotta & und der schöne Schein", "Die Freundin meiner Mutter" sowie "Zoros Solo".

Trotz bilanzieller Überschuldung zum 31. Dezember 2019 wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bilanziert. Die Gesellschaft gilt als nicht im insolvenzrechtlichen Sinne überschuldet, da ihre Finanzkraft zur Unternehmensfortführung bis zum 31. Dezember 2020 ausreicht. Zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 wurde von der Muttergesellschaft Odeon Film AG eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung sowie eine bis zum 31. Dezember 2020 befristete Patronatserklärung abgegeben.

1.4.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 17,3 Mio. EUR deutlich auf 22,1 Mio. EUR erhöht. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf den hohen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Dieser betrug im

Vorjahr noch 5,1 Mio. EUR, erhöhte sich jedoch zum Stichtag auf 11,4 Mio. EUR. Ursache hierfür ist der erwirtschaftete Jahresfehlbetrag von 6,4 Mio. EUR der aus der Nichtausübung des Aktivierungswahlrechts für selbsterstellt immaterielle Vermögensgegenstände resultiert. Für die Herstellung der Produktion "Spy City" fielen Aufwendungen in Höhe von 8,3 Mio. EUR an. Zur Sicherung der künftigen Entwicklung und Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung zum 31. Dezember 2019 wurden erneut Maßnahmen ergriffen.

Das Anlagevermögen in Höhe von 0,6 Mio. EUR ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 8,2 % gesunken. Auch das Umlaufvermögen hat sich von 11,6 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR reduziert, was im Wesentlichen mit der produktionsbedingten Reduzierung der Vorräte um 5,0 Mio. EUR sowie mit produktionsbezogenen Erhöhungen der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 2,5 Mio. EUR und der liquiden Mittel um 0,9 Mio. EUR in Zusammenhang steht. Die Ausschöpfung der Projektmittelkreditlinie in Höhe von 8,6 Mio. EUR ist produktionsbedingt deutlich höher als die Ausnutzung zum Vorjahresstichtag von 1,2 Mio. EUR. Die erhaltenen Anzahlungen sanken demgegenüber von 7,7 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich trotz gestiegenen Produktionsvolumens in etwa auf Vorjahresniveau.

1.4.2. Ertragslage

2019 erwirtschaftete die H & V Entertainment GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 15,6 Mio. EUR. Hierin enthalten sind insbesondere 6,3 Mio. EUR aus Serienproduktionen, 6,1 Mio. EUR aus der Herstellung von TV-Movies sowie Erlöse aus der Herstellung von Eigenproduktionen in Höhe von 2,4 Mio. EUR. Daneben wurden Erlöse für Folgeverwertungen vereinnahmt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken leicht auf 0,2 Mio. EUR. Hier wurden Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösansprüche) in Höhe von 0,05 Mio. EUR realisiert. Die Gesamtleistung betrug 11,1 Mio. EUR nach 16,6 Mio. EUR im Vorjahr, was im Wesentlichen mit der Fertigstellung der aus dem Vorjahr stammenden unfertigen Leistungen sowie mit der Bindung von Ressourcen auf das nicht aktivierte Projekt "Spy City" im Zusammenhang steht.

Der Materialaufwand stieg mit 11,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr deutlich an, was im Wesentlichen der Eigenproduktion "Spy City" geschuldet ist. Die Personalkosten für die festangestellten Mitarbeiter lagen mit 1,6 Mio. EUR leicht über Vorjahresniveau. Die Stab- und Darstellergagen inklusive Sozialabgaben sanken von 6,5 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht auf 0,8 Mio. EUR gegenüber 0,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Die H & V Entertainment GmbH erwirtschaftete ein deutlich negatives Ergebnis vor Steuern.

Das Ergebnis nach Steuern betrug -6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Da keine nennenswerten sonstigen Steuern anfielen, ergab sich ein Jahresfehlbetrag ebenfalls in Höhe von -6,4 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 1,4 Mio. EUR).

1.4.3. Finanzlage

Die Finanzmittel sind mit 1,0 Mio. EUR deutlich über Vorjahresniveau (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Die H & V Entertainment GmbH ist in das konzernweite Cash-Management ihrer Muttergesellschaft Odeon Film AG eingebunden. Das Finanzmanagement erfolgt zentral durch den Finanzbereich der Odeon Film AG. Dieser Bereich steuert das konzernweite Finanzmanagement und ist zentraler Ansprechpartner der für Finanzen zuständigen Geschäftsführer und Mitarbeiter auf Ebene der Tochtergesellschaften sowie in den Projekten. Das übergeordnete Ziel des Finanzmanagements der Odeon Film AG ist die Sicherung der konzernweiten Zahlungsfähigkeit durch effiziente Steuerung der Liquidität. Die Optimierung und Zentralisierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns sowie die Sicherung der konzernweiten Liquidität erfolgen im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements. Ein wichtiges Instrument sind Cash-Pooling-Verfahren. Beim Liquiditätsmanagement werden im Rahmen einer rollierenden konzernweiten Liquiditätsplanung die operativen Cashflows sowie die Cashflows aus nicht operativen Geschäften erfasst bzw. prognostiziert und hieraus gegebenenfalls Liquiditätsüberschüsse oder Bedarfe abgeleitet. Liquiditätsbedarfe werden über die bestehenden Cash Positionen oder die revolvierende Betriebsmittellinie abgedeckt.

Zur Absicherung der Produktionsfinanzierungen hat die H & V Entertainment GmbH die Möglichkeit, auf eine Projektmittellinie in Höhe von 22,5 Mio. EUR zurückzugreifen, welche die Muttergesellschaft Odeon Film AG für ihre Produktionstöchter bei der DZ BANK AG sowie der UniCredit AG abgeschlossen hat. Zum Stichtag wurde die Projektmittellinie von der Gesellschaft in Höhe von 8,6 Mio. EUR in Anspruch genommen. Zur Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs besteht eine konzernweite Kreditlinie in Höhe von 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR), die zum Bilanzstichtag von der Gesellschaft nicht in Anspruch genommen wurde.

Die Geschäftsführung der H & V Entertainment GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag und mit Blick auf die künftige Entwicklung positiv.

Aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling des Odeon Film-Konzerns geht die Geschäftsleitung davon aus, anstehenden Zahlungsverpflichtungen regelmäßig nachkommen zu können.

Die im Vorjahresabschluss getroffenen Prognosen konnten nur teilweise erreicht werden. Entgegen der Prognose fiel das erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern deutlich negativ aus, was im Zusammenhang mit dem früheren Drehstart der Eigenproduktion "Spy City" und der Nichtausübung des Aktivierungswahlrecht für immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens steht. Die Prognose betreffend die Umsatzerlöse erwies sich als zutreffend, während die Prognose zur Gesamtleistung nicht erreicht werden konnte, da sich die unfertigen Erzeugnisse deutlich reduzierten, was über die Bestandsveränderungen abgebildet wird.

1.4.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der H & V Entertainment GmbH

1.4.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der H & V Entertainment GmbH sind Folgende:

Kennzahl Berechnung Einheit 2019 2018 Veränderung
Umsatzerlöse Mio. EUR 15,6 10,7 -4,9
Gesamtleistung Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen Mio. EUR 11,1 16,6 -5,5
EBT Ergebnis vor Steuern Mio. EUR -6,4 1,4 -7,8

1.4.4.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die H & V Entertainment GmbH misst ihre Leistung im nichtfinanziellen Bereich mit Kennzahlen zu den erreichten Zuschauerquoten. Hierbei wird sowohl auf die Gesamtquote als auch auf die Zuschauerquote innerhalb der werberelevanten Zielgruppe der 14 - 49-jährigen abgestellt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die TV-Movies und TV-Serien der H & V Entertainment GmbH im vergangenen Jahr erneut sehr gute Quoten erzielten. Wie auch im Vorjahr konnten mit einigen Produktionen auch wieder Tagesquotensiege errungen werden. Zu weiteren Details verweisen wir hierzu auf den Abschnitt "Produktionen".

2. RISIKOBERICHT

Der Odeon Film-Konzern, in dem die Gesellschaft eingebunden ist, hat ein Risikomanagementsystem implementiert, das neben der Bestandssicherung des Konzerns auch dem Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet ist.

2.1. RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM

Die Gesamtrisikosituation des Odeon Film-Konzerns wird im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements analysiert und aktiv gesteuert. Der Vorstand ist verantwortlich für das Risikomanagement und die Festlegung der Risikomanagementpolitik. Die grundlegenden Prinzipien der Risikomanagementpolitik sind folgende:

Risikoidentifizierung und -kategorisierung

Risikoanalyse und -bewertung

Risikosteuerung bzw. Umsetzung von Gegenmaßnahmen

Risikoüberwachung

Risiken werden sowohl nicht standardisiert als auch standardisiert erfasst. Zum einen werden in den operativen Prozessen durch institutionalisierte Abteilungs-, Bereichs- und Fachgespräche über alle Hierarchiestufen hinweg laufend Risiken aufgenommen und analysiert, zum anderen werden im Risikofrüherkennungssystem, das ein Teil des gesamten Risikomanagementsystems ist, die Risiken systematisch erfasst.

Das Risikofrüherkennungssystem des Odeon Film-Konzerns besteht vor allem in der regelmäßigen und standardisierten Erhebung aller relevanten Risiken durch den vom Vorstand ernannten Risikomanager. Hierzu werden halbjährlich in einer schriftlichen Expertenbefragung mittels vorbereiteter Erfassungsbögen alle Risiken erfasst. Die Risiken werden hierbei mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten geschätzt und das Bedrohungspotential durch die angenommenen relativen Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage bewertet. Um individuelle Schätzfehler zu verringern und eine einheitliche Bewertung zu fördern, werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten in Klassen eingeteilt.

Die Risikobewertung erfolgt durch Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten der Risiken einerseits und der damit verbundenen relativen Auswirkungen auf das operative Ergebnis (EBIT) andererseits.

Die Bewertungskriterien aus unserem Risikomanagementsystem stellen sich wie folgt dar:

Eintrittswahrscheinlichkeit

sehr gering 0% -20%
gering 20% - 40%
mittel 40 % - 60 %
hoch 60 % - 80 %
sehr hoch 80 % - 100 %

Ausmaß der finanziellen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

sehr gering

Gering

Mittel

Hoch

sehr hoch

Aus der Summe der Einzelbewertungen wird ein aggregierter Risikobericht erstellt, der umfangreich alle Risiken und ihre Bedrohung für die VFE-Lage der Gesellschaft erfasst.

Die Hauptrisikogruppen des Konzerns sind folgende:

Unternehmensbezogene Risiken

Branchenbezogene Risiken

Steuerliche Risiken

Compliance-Risiken

2.2. RISIKEN

Unter Risiko versteht man mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Wir stellen die für unsere Gesellschaft relevanten Risiken mit ihren potentiellen Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. ihrer relativen Schadenshöhe dar. Die bedeutendsten Risiken, die die Ertrags- und Liquiditätslage der H & V Entertainment GmbH maßgeblich beeinflussen, unterscheiden sich wie folgt:

2.2.1. UNTERNEHMENSBEZOGENE RISIKEN

Abhängigkeit von wichtigen Kunden und vom TV-Segment

Die Marktanteile der großen Fernsehsender sind im Vergleich zur Vorperiode leicht rückläufig. Insofern entfällt auch im laufenden Geschäftsjahr der allerüberwiegende Teil der Gesamtleistung auf wenige Großkunden. Durch diese Gegebenheiten in der deutschen Fernsehlandschaft wird sich der Kundenstamm vorläufig aus nur wenigen Anbietern zusammensetzen. Eine Abhängigkeit der H & V Entertainment GmbH von den in Deutschland ansässigen Fernsehsendern ist deutlich erkennbar. Werden seitens der Fernsehsender keine Aufträge an die H & V Entertainment GmbH vergeben, so kann dies bei der momentanen Geschäftsausrichtung zu erheblich negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der H & V Entertainment GmbH führen. Das hieraus resultierende Risiko ist vor allem vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die großen Fernsehsender bei der Auftragsvergabe eigene Tochterunternehmen bevorzugen. Im TV-Bereich, in dem der H & V Entertainment GmbH gegenwärtig und voraussichtlich auch zukünftig einen Schwerpunkt haben wird, kann ein einzelner Produktionsauftrag einer Fernsehserie erhebliche Umsatzauswirkungen haben. Besonders bei langlaufenden Serienproduktionen besteht das Risiko, keine Auftragsverlängerung zu erhalten. Der Kontakt zu Großkunden wird aus diesem Grund sehr intensiv gepflegt und die umsatzstarken Serien werden weiterhin hochwertig produziert. Daneben werden laufend neue Serien entwickelt, und das inzwischen auch in steigendem Umfang für Streamingportale. Dies ist von sehr hoher Bedeutung, da sich zum einen der Produktlebenszyklus für Serien verkürzt und zum anderen die Abfederung durch das Geschäft mit Einzelstücken schwieriger geworden ist. Aufgrund dieser potentiellen Kompensationsmöglichkeit stufen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel und das Ausmaß einer finanziellen Auswirkung zwischen mittel bis hoch ein.

Abhängigkeit von qualifiziertem Personal

Kunden- und Auftragsakquisition sowie die Pflege bestehender Kundenbeziehungen hängen in einem nicht unerheblichen Ausmaß von persönlichen Beziehungen des Vorstands, der Geschäftsführer und der Produzenten der H & V Entertainment GmbH ab. Sollten diese die H & V Entertainment GmbH verlassen, so könnte dies bestehende Kundenbeziehungen und/oder Neuakquise negativ beeinflussen.

Daneben sind serienprägende Schauspieler maßgeblich für den Erfolg der H & V-Produktionen verantwortlich. Das Risiko, dass bei einer Fernsehserie, aufgrund des Weggangs oder Wegfalls von serienprägenden Schauspielern neue Staffeln nicht beauftragt werden, ist nicht zu unterschätzen. H & V Entertainment GmbH legt großen Wert auf gute Rahmenbedingungen zur Aufrechterhaltung eines positiven und kreativen Arbeitsklimas. Wir schätzen deshalb die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering und eine potentielle Schadenshöhe als gering bis mittel ein.

Abhängigkeit von der Zuschauerquote

Im TV-Segment wird täglich die Zuschauerquote ermittelt. Vor allem auf dieser Basis entscheiden die Fernsehsender, ob laufende Serien fortgesetzt werden. Entwickelt sich das Zuschauerverhalten und damit die Zuschauerquote anders als erhofft und sollte es zu einer Abnahme der Zuschauerquote kommen, so besteht das Risiko, dass der betreffende Fernsehsender keine neue Fernsehserie oder neue Staffel einer schon bestehenden Fernsehserie bei der H & V Entertainment GmbH beauftragt. Da in der H & V Entertainment GmbH bisher im TV-Bereich stark auf qualitativ und hochwertig produzierte Serien gesetzt wurde, besteht die Gefahr, dass bei Änderung der Zuschauerpräferenzen die H & V Entertainment GmbH nicht schnell genug auf die neuen Sehgewohnheiten reagieren kann. Aus diesem Grunde wird schon seit längerem der Fokus auf weitere Bereiche, hier v.a. Family Entertainment und auf internationale Koproduktionen gelegt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos schätzen wir als gering bis mittel bei einer mittleren Schadenshöhe ein.

Überschreitung der Herstellungskosten bei Produktionen

Bei der Herstellung von Eigenproduktionen wird bei H & V Entertainment GmbH im Vorfeld durch das Eingehen von Koproduktionen, Vorabverkäufen und Filmförderungen die vollständige Finanzierung des Films grundsätzlich sichergestellt. Bei Auftragsproduktionen erhält die H & V Entertainment GmbH vom Auftraggeber einen Festpreis für die Herstellung der Produktion. Als Gegenleistung für diese Zahlung ist die H & V Entertainment GmbH verpflichtet, die jeweils geschuldete Produktion in einem vorgegebenen Zeitrahmen herzustellen. Bei beiden Produktionstypen ist es jedoch nicht auszuschließen, dass aus einer Vielzahl von produktionstechnischen Gründen die kalkulierten Herstellungskosten überschritten werden. Realisiert sich dieses Risiko, reduziert sich der kalkulierte Deckungsbeitrag oder Projekte werden mit Verlusten für die H & V Entertainment GmbH abgeschlossen. Dies kann die Rentabilität von Projekten gefährden und zu finanziellen Belastungen führen. Um diesem Risiko zu begegnen, werden die Budgets fortwährend überwacht und im Rahmen des vierteljährlichen Forecast-Prozesses durch das zentrale Controlling einem Soll-Ist-Vergleich unterworfen. Die Schadenshöhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir als mittel ein.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Unter Finanzierung versteht die H & V Entertainment GmbH die Verfügbarkeit bzw. den Zugang zu ausreichenden Finanzierungsmitteln auf Eigen- und Fremdkapitalbasis. Hierbei spielen die Verfassung der Geld- und Kapitalmärkte sowie die eingeschätzte Kreditwürdigkeit des Konzerns eine wesentliche Rolle. Das Liquiditätsrisiko umfasst das Risiko, Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit an liquiden Mitteln nicht erfüllen zu können.

Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis eines zentralen Cash-Management-Systems gesteuert und laufend überwacht. Außerdem wird in regelmäßigen Abständen eine mit der Ergebnisplanung konsistente Projektion der mittel- und langfristigen (mindestens 12 Monate rollierend) Liquiditätssituation erstellt.

Ein großer Teil des Produktionsvolumens wird - wie in der Branche üblich - durch Bankkredite im Rahmen einer bestehenden Kreditlinie zwischenfinanziert. Der Odeon Film-Konzern ist zum 31. Dezember 2019 mit ausreichenden Kreditlinien ausgestattet. Er verfügt über Kreditlinien und Avale für Projektfinanzierungen in Höhe von 22,5 Mio. EUR, davon wurden zum Stichtag insgesamt 15,0 Mio. EUR ausgeschöpft. Als Verzinsung dieser Darlehen ist der EONIA bzw. EURIBOR mit einem Aufschlag von jeweils 2,25 % vereinbart. Mit den Hausbanken bestehen Change-of-Control-Klauseln für den Fall des Wechsels des Mehrheitsgesellschafters. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Banken von diesen Rechten Gebrauch machen, wird als gering eingeschätzt.

Das Zinsrisiko umfasst das Risiko steigender Finanzierungskosten durch den Anstieg des Zinsniveaus. Durch die Betriebsmittelkreditlinien und Kreditlinien zur Zwischenfinanzierung von Projekten ist die H & V Entertainment GmbH einem Zinsrisiko ausgesetzt. So sind die Finanzierungskosten nur mit geplanten fixen Beträgen in den kalkulierten Budgets enthalten, womit der Odeon-Film-Konzern das entsprechende Ertragsrisiko bei Zinssteigerungen trägt, die sich bei dem vereinbarten variablen Zinssatz ergeben können.

Zum 31. Dezember 2019 bestehen keine langfristigen Darlehensverbindlichkeiten. Die H & V Entertainment GmbH partizipiert an dem Betriebsmittelkreditrahmen der Odeon Film AG in Höhe von 2,6 Mio. EUR, der zum Stichtag von der Gesellschaft nicht in Anspruch genommen wurde.

Die finanzielle Situation sowie die Liquidität der H & V Entertainment GmbH wird als angemessen erachtet, so dass die Geschäftsführung davon ausgeht, dass im kommenden Jahr ausreichend Liquiditätsspielraum gegeben ist Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Liquiditätsrisikos schätzt die Geschäftsführung als mittel ein, wohingegen eine potentielle Schadenshöhe als mittel bis hoch eingestuft wird.

Beginn der Durchführung von Projekten ohne schriftliche Vereinbarungen

Wie in der Branche nicht unüblich, beginnt die H & V Entertainment GmbH teilweise mit der Durchführung von Projekten vor Unterzeichnung von Verträgen, aber auf der Basis mündlicher Vereinbarungen. Im Regelfall sind in diesen Fällen die schriftlichen Verträge durch den Austausch von Entwürfen bereits weitgehend festgelegt und werden vor Abschluss des Projekts unterzeichnet. Sollte es jedoch nicht zur Unterzeichnung der schriftlichen Vereinbarungen kommen, könnte es der H & V Entertainment GmbH obliegen, die mündlichen Vereinbarungen zu beweisen. Gelänge dies nicht, könnte die H & V Entertainment GmbH im Streitfall unterliegen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir als mittel ein. Würde sich dieses Risiko realisieren, rechnen wir mit einer für die H & V Entertainment GmbH mittleren Schadenshöhe.

IT-Risiken

Für die H & V Entertainment GmbH als Medienunternehmen ergeben sich Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit eingesetzter IT-Systeme sowie der Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Aufgrund der hohen Integration von Informationstechnologien in die Geschäftsprozesse ist die H & V Entertainment GmbH auf eine hohe Verfügbarkeit von IT-Komponenten angewiesen. Dies ist sowohl im Bereich der Produktion, wo Festplatten längst das herkömmliche Band abgelöst haben, als auch im Verwaltungsbereich der Fall. Als mögliche Ursachen für eine Beeinträchtigung der Informationstechnologie kommen sowohl interne Faktoren wie die über längere Zeit gewachsene Infrastruktur, als auch externe Faktoren wie Virenbefall oder Computerkriminalität in Frage. Dies könnte zu Beeinträchtigungen in der Geschäftstätigkeit führen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Vertraulichkeit von Informationen und der Datenintegrität verletzt werden könnten. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten kommt dem verantwortungsvollen Umgang und dem Schutz der Daten eine sehr hohe Bedeutung zu. Die H & V Entertainment GmbH hat bereits Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit von kriminellen Handlungen und einen Ausfall von IT-Komponenten weitestgehend zu vermeiden bzw. zu begrenzen und wird dies auch weiterhin tun. Die getroffenen Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und, sofern notwendig, ausgebaut und verbessert. Der Eintritt des Risikos wird als gering eingestuft. Träte ein Schaden ein, würde die Schadenshöhe als gering bis mittel eingeschätzt.

2.2.2. BRANCHENBEZOGENE RISIKEN

Konjunkturelle Risiken

Konjunkturelle Entwicklungen können zu einer Veränderung der Marktsituation auf Seite der H & V Entertainment GmbH und deren Auftraggeber führen. So können Änderungen des Konsumverhaltens und des Kundengeschmacks, sowie Änderungen der Mediengesetze und Veränderungen des Werbemarktes die Filmauswahl und die Programmgestaltung von Fernsehsendern, sowie deren Einkaufspolitik beeinflussen. Diese Entwicklungen können sich sowohl positiv als auch negativ auswirken.

Die von den Fernsehsendern bei Auftragsproduktion gezahlten Festpreise sind in ihrer Höhe auch von der gesamtwirtschaftlichen Situation der Fernsehsender abhängig. Verfügen die Fernsehsender über ausreichende Mittel, sind sie in der Regel auch bereit, diese für hochwertigen Content zu investieren und für die Auftragsproduktionen höhere Festpreise zu bezahlen. Sinken dagegen die Einnahmen der Fernsehsender, so sinken auch in der Regel die Festpreise, die die Fernsehsender zu zahlen bereit sind. Die Auftragslage der Sender, insbesondere der öffentlich-rechtlichen, hat sich selbst bei den starken konjunkturellen Einbrüchen der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise als konstant erwiesen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass in einer etwaigen kommenden noch länger andauernden Phase der Konjunktureintrübung doch eine Reduktion der Senderaufträge zu verzeichnen sein könnte. Auch wenn die Auftragslage im Moment positiv ist, hat sich gezeigt, dass der Druck bei den Sendern zunehmend auf die Produzenten übertragen wird. Da die Kosten, die der H & V Entertainment GmbH aus der Erstellung einer Produktion entstehen, in der Regel nicht in dem Maße variabel sind, wie sich der für Auftragsproduktionen gezahlte Festpreis erhöht, könnte sich infolgedessen die von der H & V Entertainment GmbH erzielbare Marge reduzieren.

Darüber hinaus könnte es konjunkturbedingt zu geringeren Einnahmen vor allem bei den werbefinanzierten privaten Sendern, aber aufgrund der weiterhin prognostizierten dualen Finanzierung auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern kommen. Dies könnte in Folge das zu vergebende Auftragsvolumen reduzieren und somit die Kontinuität der Auftragsvergabe an die H & V Entertainment GmbH gefährden. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering bei einer potentiell mittleren Schadenshöhe ein.

Die derzeit große Ungewissheit hinsichtlich der Ausbreitung und der Folgen des Coronavirus erschwert eine genaue Auftrags-und Absatzprognose für unsere Produkte. Sollte sich die Situation nach einigen Wochen nicht wieder normalisieren, können sich weitere Auswirkungen auf die Produktions- und Absatzsituation ergeben, die zum jetzigen Zeitpunkt weder in der Dauer noch in der Belastung abgeschätzt werden können. Die H & V Entertainment GmbH beobachtet die Situation aufmerksam und ergreift entsprechende Maßnahmen.

Wettbewerb

Im Bereich der deutschen Fernseh-Auftragsproduktionen bewegt sich die H & V Entertainment GmbH in einem Verdrängungswettbewerb mit zahlreichen senderunabhängigen, oftmals eher kleineren sowie mit senderabhängigen größeren Mitbewerbern. In jüngerer Vergangenheit werden durch Fernsehsender vermehrt Fernseh-Auftragsproduktionen durch sendereigene Produktionsunternehmen hergestellt. Dadurch könnte sich die Anzahl potentieller Aufträge der senderunabhängigen H & V Entertainment GmbH reduzieren. Des Weiteren nimmt die Konzentration bei den senderabhängigen Produktionsunternehmen durch Zukäufe oder wechselseitige Beteiligungen zu. Um dieses Risiko zu beobachten, wird regelmäßig an Branchentreffs auf allen Ebenen (Produzenten, Herstellungsleiter, Geschäftsleitung) teilgenommen. Daneben unterstützt die H & V Entertainment GmbH aktiv die Interessenvertretung der deutschen Film- und Fernsehproduzenten (Produzentenallianz). Die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass die H & V Entertainment GmbH von einem der beschriebenen Mitbewerber verdrängt wird, schätzt die Geschäftsführung als mittel ein, die Schadenshöhe wird als mittel eingestuft.

2.2.3. STEUERLICHE RISIKEN

Ertragsteuer, Umsatzsteuer

Sollten die Finanzbehörden fallweise bei der Beurteilung steuerlicher Sachverhalte eine andere Auffassung als die der jeweiligen Gesellschaft vertreten und sollten daraus eventuell resultierende Mehrergebnisse mit Verlusten nicht verrechenbar sein, könnte dies zu Nachzahlungen und damit zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der jeweiligen Gesellschaft führen. Risiken wegen verdeckter Gewinnausschüttung aus Beziehung zu Gesellschaftern und diesen nahestehenden Personen, sowie zu Gesellschaften, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist oder diesen nahestehenden Personen, sind nicht erkennbar. Bis zum Jahr 2011 wurde für die Gesellschaft eine steuerliche Außenprüfung durchgeführt, die abgeschlossen ist und zu keinen nennenswerten Beanstandungen führte. Die steuerliche Außenprüfung betreffend die Veranlagungszeiträume 2012-2016 läuft derzeit. Es besteht das Risiko, dass die bisher in Einklang mit der Finanzverwaltung vorgenommene gewerbesteuerliche Hinzurechnungspraxis seitens der Betriebsprüfung nicht mehr akzeptiert wird. Für die Vergangenheit könnte es zur Reduzierung der gewerbesteuerlichen Verlustvorträge kommen, für die Zukunft zu Steuerzahlungen. Steuerbescheide für die H & V Entertainment GmbH bis einschließlich 2018 liegen vor.

Da es bislang zu keinen Beanstandungen der Steuerbilanzen der H & V Entertainment GmbH gekommen ist und diese weiterhin unter Einhaltung der Methodenstetigkeit erstellt werden, wird sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Schadenshöhe als gering angesehen.

Mindestbesteuerung

Die der H & V Entertainment GmbH im Rahmen von Eigenproduktionen entstehenden Aufwendungen sind steuerlich in den Einzelabschlüssen nicht aktivierbar. Sie wirken sich deshalb als Aufwendungen in den Gewinn- und Verlustrechnungen der H & V Entertainment GmbH aus. Dadurch kann es zu erheblichen Schwankungen der jeweiligen Jahresergebnisse kommen. Das gilt insbesondere dann, wenn eine Produktion vollständig in einem Geschäftsjahr erstellt wird und die Erlöse aus dieser Produktion erst im nächsten Geschäftsjahr realisiert werden können. Solche Schwankungen können auch zukünftig auftreten. Gemäß § 10d des Einkommensteuergesetzes ist die Abzugsfähigkeit von Verlustvorträgen aus den Vorjahren dahingehend eingeschränkt, dass lediglich 1 Mio. EUR des laufenden Gewinns unbeschränkt mit Verlustvorträgen verrechnet werden können, darüber hinaus nur 60 % des Gewinns. Entsprechendes gilt gemäß § 10a des Gewerbesteuergesetzes für Gewerbesteuerverlustvorträge. Dies kann zu erheblichen Steuerbelastungen auch im Fall höherer Verlustvorträge führen, da laufende Gewinne wegen der Ausgleichsbeschränkung ggf. teilweise trotzdem zu versteuern sind. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Schadenshöhe werden als mittel bewertet.

Steuerliche Verlustvorträge

Es besteht das Risiko des Untergangs von Verlustvorträgen im Zuge möglicher Anteilsveräußerungen über 50 % (vollständiger Untergang).

Herr Dr. Herbert G. Kloiber, geschäftsführender Gesellschafter des Hauptaktionärs der Odeon Film AG (Muttergesellschaft der H & V Entertainment GmbH), der Tele-München Fernseh-GmbH & Co. Produktionsgesellschaft, hat am 21. Februar 2019 mitgeteilt, dass er sämtliche Gesellschaftsanteile an seiner Gesellschaft an den US-Investor KKR & Co. Inc., New York/USA, verkauft hat. Mit dem Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile gehen nach aktuell gültiger Gesetzeslage sämtliche Verlustvorträge, vorbehaltlich der Stille-Reserven-Klausel bei der H & V Entertainment GmbH unter.

Eine weitere schädliche Anteilsveräußerung wird augenblicklich nicht erwartet, so dass das Risiko des Untergangs von steuerlichen Verlustvorträgen als gering, sowohl in der Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in der Höhe, eingeschätzt wird.

2.2.4. COMPLIANCE RISIKEN

Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, regulatorischer Standards und weiterer von der H & V Entertainment GmbH selbst gesetzter Standards und ethischer Anforderungen ist für den Erfolg der H & V Entertainment GmbH von zentraler Bedeutung. Vor dem Hintergrund ihres Geschäftsmodells sind für die H & V Entertainment GmbH vor allem die Risiken der Schleichwerbung und der Vorteilsnahme bei Produktionen relevant. Aufgrund der Sensibilitäten der Sender kann ein Verstoß im Bereich der Schleichwerbung oder eine Vorteilsnahme einer der im Produktionsprozess involvierten Personen zu Schäden führen. Dass der Produktionsvertrag der betroffenen Produktion gekündigt und Schadensersatz verlangt wird, wäre nur ein Teil der negativen Folgen. Wesentlichen Anteil am geschäftlichen Erfolg hat die sehr gute Reputation der H & V Entertainment GmbH, so dass der entstehende Vertrauensschaden der H & V Entertainment GmbH die Grundlage für zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg entziehen könnte. Jedoch ist die gesamte Struktur der Herstellung einer Produktion in der H & V Entertainment GmbH von Anfang an darauf ausgelegt, Missbrauch zu verhindern. Zahlreiche automatisierte Kontrollmechanismen auf allen Hierarchieebenen sowie zusätzliche Stichprobenkontrollen sichern die Compliance-Anforderungen. Aufgrund der implementierten Mechanismen stufen wir den Eintritt des Risikos als gering, die potentielle Schadenshöhe als mittel ein.

2.2.5. GESAMTBILD DER RISIKOLAGE DER GESELLSCHAFT

In einer Zusammenschau sämtlicher dargestellten Risiken ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft erkennbar waren. Bezüglich der zum 31. Dezember 2019 bestehenden bilanziellen Überschuldung verweisen wir auf die Erläuterungen unter Ziffer 1.4.

3. CHANCENBERICHT

Die systematische Identifikation und Realisierung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist unabdingbar zur Sicherung profitablen Unternehmenswachstums.

Kurzfristige Chancen, definiert als potentielle, positive Abweichungen vom geplanten Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr, werden zentral erfasst. Das mittel- und langfristige Chancenmanagement ist unmittelbar mit der Unternehmensplanung verknüpft, so dass identifizierte Chancen bewertet in die Planung eingehen können.

Folgende Chancen, die sich sowohl aus dem Unternehmensumfeld als auch aus der Unternehmensstrategie ableiten lassen, haben wir identifiziert:

Durch die kontinuierlichen Investitionen in neue Formate und in neue Stoffe ergeben sich zusätzliche Ertragschancen. Dies gilt umso mehr, als sich auch die Senderlandschaft zunehmend diversifiziert und somit immer mehr Gelegenheit bietet, zielgruppenspezifisches Programm liefern zu können.

Im Fiction-Markt ist national und international Bewegung. Einerseits verändern sich die Marktteilnehmer dahingehend, dass sie sich konsolidiert und schlagkräftig aufstellen. Dies lässt sich national gut am Beispiel der neu zusammengestellten Leonine-Gruppe erkennen, zu der auch unsere Gesellschaft seit Mai 2019 mehrheitlich gehört. Andererseits sind auch die bereits erwähnte Diversifizierung im Bereich der Verbreitungskanäle sowie neue Verbreitungsmedien für filmischen Content relevant. Im Pay TV-Bereich wurden in Deutschland inzwischen die ersten sendereigenen Projekte produziert und ausgestrahlt. Die Branche kündigte bereits an, ihr Engagement in der Herstellung von eigenem Content auszuweiten. Auch die großen Streaming Portale haben sich zwischenzeitlich auf dem deutschen Markt etabliert und sich zu neuen Auftraggebern für fiktionale Stoffe entwickelt.

Bei der Herstellung von Eigenproduktionen verbleibt im Regelfall ein geringerer Ertrag als bei Auftragsproduktionen bei der Gesellschaft. Allerdings erweitert sich durch die Herstellung von Eigenproduktionen der verwertbare Rechtestock, wodurch sich Chancen für künftige positive Cashflows ergeben.

Durch exzellente Netzwerke der Mitarbeiter bestehen Verbindungen zu wichtigen Schlüsselpersonen der Fernseh- und Filmindustrie, wie zu Drehbuchautoren, Regisseuren und Schauspielern, aber auch zu Redakteuren, Verleihern und Distributoren. Dadurch ergeben sich für H & V Entertainment GmbH Ertragschancen, da so unter anderem eine kontinuierliche, qualitativ hochwertige und gezielte Entwicklungsarbeit, eine erfolgversprechende Umsetzung von Stoffen und leichtere Finanzierung sowie Verkauf von Produktionen möglich sind.

Neben den Netzwerken bieten sich aufgrund der großen Erfahrung unserer Mitarbeiter insbesondere Chancen durch eine effiziente, erfolgreiche und qualitativ hochwertige Herstellung der Produktionen.

4. MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2019 hatte die H & V Entertainment GmbH 52 Mitarbeiter (Vorjahr: 99). Die Mitarbeiterzahlen werden auf Basis der gewichteten Durchschnitte der einzelnen Quartale ermittelt. Die Zahl der projektunabhängig Beschäftigten stieg von durchschnittlich 17 im Geschäftsjahr 2018 auf 20 Mitarbeiter im aktuellen Jahr.

5. ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITEN

Die H & V Entertainment GmbH ist innovativ. Dies wurde in der Vergangenheit bereits mit zahlreichen Formaten bewiesen. "Türkisch für Anfänger" oder "KDD Kriminaldauerdienst" haben im deutschen Fernsehen neue Wege beschritten. H & V Entertainment GmbH entwickelt permanent neue Stoffe und Formate. Hierzu bedient sie sich sowohl eigener Ideen als auch freier Autoren, die für die Gesellschaft Konzepte ausarbeiten.

6. PROGNOSEBERICHT

Die konjunkturellen Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2020 werden stark unter dem Eindruck der Corona-Krise stehen. Die Bundesregierung geht in ihrer letzten Schätzung für Deutschland von einem leichten Wachstum von 1,1 % des Bruttoinlandsprodukts aus.

Unter Berücksichtigung der zahlreichen Risikofaktoren ist bei erwartungskonformer Entwicklung der Gesamtwirtschaft für das Geschäftsjahr auch mit einem leichten Anstieg des für die H & V Entertainment GmbH wichtigen TV Bruttowerbemarkts zu rechnen.

Daneben ist allerdings zu berücksichtigen, dass eine signifikante Erhöhung von Investitionen in Programminhalte durch die beauftragenden traditionellen Sender für 2020 wohl nicht zu erwarten ist. Wie bereits in den vergangenen Jahren üben die Sender weiterhin einen hohen Preisdruck aus. Eine Veränderung dieses schwierigen Marktumfelds sieht die Geschäftsführung der Odeon Film AG für das laufende Geschäftsjahr tendenziell nicht. Allerdings hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass auch neue Player auf Seiten der Auftraggeber nach neuem Programm verlangen. Hier zu nennen sind neben den gängigen Streaming-Plattformen auch zunehmend Pay-TV-Sender.

Zu beachten sind auch die in den letzten Jahren eingetretenen und noch nicht abgeschlossenen Wandlungen im Bereich der Medienverbreitung und der Mediennutzung. So verändert sich nicht zuletzt das Zuschauerverhalten der nachwachsenden werberelevanten Generationen.

Dennoch besteht nach wie vor bei den Sendern ein Bedarf an fiktionalen Programmen. Hier ist augenblicklich auch nicht mit einer deutlichen Reduzierung zu rechnen. Die sehr stabilen Quoten sowohl der von H & V Entertainment GmbH produzierten als auch der durch Mitbewerber eingeführten Serien bzw. TV-Movies stützen diese Annahme.

Die derzeit sehr große Ungewissheit hinsichtlich der weltweiten Ausbreitung und der Folgen des Coronavirus erschwert eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung der H & V Entertainment GmbH für das Jahr 2020. In der Gesamtsicht 2020 gehen wir auf Basis der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass im Bereich der Filmherstellung eine negative Wirkung im Hinblick auf durchzuführende Dreharbeiten aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und der notwendigen Eindämmungsmaßnahmen zu beobachten sein wird. Dabei ist unterstellt, dass sich die Situation spätestens bis zum Ende des ersten Halbjahres wieder normalisieren wird. Mögliche weitere längerfristige Auswirkungen auf den Absatz als Folge der Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundene Volatilität der Finanzmärkte sind derzeit nicht abschätzbar und im Ausblick daher nicht enthalten. Unter Abwägung der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Informationen sehen wir dem laufenden Geschäftsjahr mit verhaltener Zuversicht entgegen. Da wir bei unterstellter nur kurzzeitiger Unterbrechung unsere geplanten Projekte noch in diesem Jahr fortführen können, erwartet die Geschäftsführung bei den Umsatzerlösen und der Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2020 einen deutlichen Anstieg. Aufgrund des Beginns der Herstellung einer weiteren Eigenproduktion erwartet die Geschäftsleitung für das Jahr 2020 ein im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr steigendes negatives Ergebnis.

Abschließend ist zu beachten, dass der Ausblick vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen enthält, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wesentliche Risiken oder andere Unwägbarkeiten, die die Planerreichung beeinflussen können, werden im Risikobericht ausführlich beschrieben. Sollten die dort beschriebenen Risiken oder sonstige Unwägbarkeiten eintreten, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesem Ausblick genannten Ergebnissen abweichen. Eine Garantie, dass sich die Prognosen als richtig erweisen, kann nicht übernommen werden. Die Prognosen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Erstellung dieses Jahresabschlusses getroffen.

 

Geschäftsführung

Mischa Hofmann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die H & V Entertainment GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der H & V Entertainment GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der H & V Entertainment GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 20. März 2020

Crowe Kleeberg GmbH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

ppa. Petersen, Wirtschaftsprüfer

Reinholdt, Wirtschaftsprüfer

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  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
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