OHST Medizintechnik AktiengesellschaftRathenowJahresabschluss zum 30. Juni 2024Bilanz zum 30. Juni 2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2023 bis zum 30. Juni 20241. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der OHST Medizintechnik AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Regelungen des AktG aufgestellt. Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 HGB angewandt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 Absatz 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde gemäß § 288 HGB Gebrauch gemacht. 2. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze in der Bilanz der OHST Medizintechnik AG zum 30. Juni 2023 wurden unverändert als Bilanzvorträge übernommen. Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung, gemäß § 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB. AKTIVA Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Im Geschäftsjahr werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Für mehrere Sachanlagen wurden öffentliche Finanzierungshilfen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA-Mittel) sowie Investitionszulage gewährt, die dem Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen zugeführt worden sind und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst werden. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden bei den Implantaten mit ihren Herstellungskosten bzw. bei den Instrumenten retrograd, ausgehend vom jeweiligen Verkaufspreis unter Abzug der noch anfallenden Vertriebs- und Verwaltungskosten und eines angemessenen Gewinnabschlags bewertet. Die Bewertung mit den Herstellungskosten führt zu einer höheren Genauigkeit auf Einzelartikelebene, beeinflusst die Gesamtbewertung aber nur unwesentlich. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse nicht einbezogen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennwerten bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der Nettoforderungen gebildet. Daneben wurden aufgrund erkennbarer Risiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Kassenbestand und Bankguthaben werden zum Nennwert ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden planmäßig linear über das gesamte Geschäftsjahr aufgelöst. PASSIVADer Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen enthält die in Vorjahren bezogenen Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union für angeschaffte Anlagegüter sowie Investitionszulagen 2001 bis 2014. Er wurde entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Pensionsrückstellungen basieren auf dem versicherungsmathematischen Gutachten der Zürich Beteiligungs-AG. Die Bewertung erfolgt mit der PUC-Methode. Grundlage des Gutachtens ist die Richttafel Heubeck RT2018G. Der Rechnungszins beträgt 1,84 % (Vorjahr 1,80 %). Der Zeitraum für die Durchschnittsbildung des Rechnungszinses für Altersvorsorge- (Pensions-) rückstellungen beträgt 10 Jahre. Der Bewertung wurden weiterhin nachfolgende Annahmen zum Rententrend zugrunde gelegt:
Auf die Bilanzierung aktiver latenter Steuern für die Differenzen aus den Pensionsrückstellungen und Verlustvorträgen wurde in Anwendung des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Der Gewerbesteuersatz beträgt rund 12,3 %, der Körperschaftsteuersatz 15% und der Solidaritätszuschlag 5,5%. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im weiteren Verlauf dargestellt. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um eine 100%ige Beteiligung an der Rathenower Feinwerktechnik GmbH (RFT), Rathenow und um eine 100%ige Beteiligung an der OHST Vertrieb Deutschland GmbH, Rathenow. Der Anteil an der OHST Vertrieb Deutschland GmbH wurde aufgrund voraussichtlicher dauernder Wertminderung außerplanmäßig in Höhe von TEUR 527,5 abgeschrieben. Darüber hinaus wurde eine festverzinsliche langfristige Geldanlage mit einer 7-jährigen Laufzeit in Höhe von TEUR 250,0 getätigt, die dem Finanzanlagevermögen zuzuordnen ist. Aufgrund des niedrigeren beizulegenden Zeitwertes erfolgte eine Abwertung um TEUR 1,1 auf TEUR 248,9. Die sämtlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten eine Forderung aus Darlehen gegen die RFT GmbH in Höhe von TEUR 295,3. Die planmäßige Tilgung erfolgt zum 30. Juni 2025. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegenüber dem Finanzamt für Steuererstattungen (TEUR 611,4). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Abgrenzungen für Versicherungsbeiträge und sonstige Kosten (TEUR 91,7). Das Grundkapital i.H.v. TEUR 1.080,0 ist eingeteilt in 2.420 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesene Betrag in Höhe von TEUR 2.958,2 ergibt sich aus einer laufenden Verpflichtung. Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (TEUR 247,8) und Gewährleistungen (TEUR 71,9) gebildet. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: - Grundschuldeintragungen von TEUR 1.707,7 in dem Grundbuch des Grundstücks Grünauer Fenn 3 zugunsten der Deutschen Bank, - Sicherungsübereignungen bestimmter Maschinen und Einrichtungsgegenstände am Standort Grünauer Fenn 3, - Globalzession sämtlicher gegenwärtiger und künftiger Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte, welche die Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betreffen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten eine Verbindlichkeit aus Darlehen gegenüber der OHST Vertrieb Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 231,6. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären in Höhe von TEUR 200,0. Die durch Mietkaufverträge finanzierten Produktionsanlagen stehen bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung unter Eigentumsvorbehalten. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse, über die nach § 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB zu berichten ist: - Die OHST AG haftet mit einer Höchstbürgschaft in Höhe von TEUR 900,0 für Kreditverträge von der Deutschen Bank AG an die RFT GmbH. Zum 31.12.2023 valutierten die Verbindlichkeiten mit TEUR 200,4. Das Risiko der Inanspruchnahme der Bürgschaft wird zum Bilanzstichtag aufgrund des vorliegenden ungeprüften Jahresabschlusses zum 31.12.2023 als gering eingeschätzt. 4. Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Implantaten und von orthopädischen Instrumenten. Der Exportanteil (Europäische Gemeinschaft und Drittländer) beträgt 75 % der Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Erträge aus der Auflösung der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen (TEUR 127,9) sowie Förderung der beruflichen Weiterbildung (TEUR 16,3). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Aufwendungen für die Reparatur, Wartung und Instandhaltung von Maschinen und EDV (TEUR 565,9), kurzlebige Werkzeuge (TEUR 263,4), Strom (TEUR 402,8), Zertifizierungskosten (TEUR 178,2), Werbekosten (TEUR 200,2) und Rechts- und Beratungskosten (TEUR 123,8) zu erwähnen. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wertberichtigungen auf Forderungen in außergewöhnlicher Höhe (TEUR 587,3). 5. Sonstige Angaben a) sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich zum Bilanzstichtag aus Zinsverpflichtungen zu Darlehen und Mietkaufverträge mit einer Restlaufzeit von bis zu 70 Monaten in Höhe von TEUR 471,3 und aus 10 Leasingverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 45 Monaten in Höhe von TEUR 155,4 sowie zwei Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu 44 Monaten in Höhe von insgesamt TEUR 63,2. b) Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr: Herr Stephan Dunke, MBA, Rathenow und Herr Sebastian Sturm, Volljurist, Rathenow Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt in Anwendung der Vorschrift des § 286 Absatz 4 HGB. Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr: Herr Norbert Ohst, Dipl. Ing. Feinwerktechnik, Berlin, Vorsitzender, Herr Wilfried Krämer, ehem. Unternehmer (im Ruhestand), Berlin, Herr Jens Stache, Bankangestellter, Fichtenwalde. Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 9.000,00. c) Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2024 an der Rathenower Feinwerktechnik GmbH, Rathenow, Anteile in Höhe von 100 % des Eigenkapitals. Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung von feinwerktechnischen Erzeugnissen. Die Rathenower Feinwerktechnik GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 608,1 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 256,2 aus. Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2024 an der OHST Vertrieb Deutschland GmbH, Rathenow, Anteile in Höhe von 100 % des Eigenkapitals. Gegenstand der Gesellschaft ist der Vertrieb von Implantaten und Instrumenten. Die OHST Vertrieb Deutschland GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 86,6 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 88,1 aus. d) Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt, gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter jeweils zu den Quartalsenden des Geschäftsjahres, beschäftigte die Gesellschaft 112 Mitarbeiter. Die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr 2023/2024 entwickelte sich wie folgt:
e) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023/2024 soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Rathenow, 08. November 2024 gez. Stephan Dunke, Vorstand Markt gez. Sebastian Sturm, Vorstand Produktion Entwicklung des Anlagevermögens zum 30.06.2024
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023/2024der OHST Medizintechnik AG1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell Die OHST Medizintechnik AG ist Hersteller in der Branche der Medizinprodukte und bietet zugelassene Gelenkimplantatsysteme und zugehörige Instrumentensets an. Wesentliche Produktsegmente sind dabei der Hüft- und Kniegelenkersatz. Als Qualitätsanbieter hat sich die OHST AG auf die Entwicklung, Zulassung sowie Produktion und Vertrieb von Implantatsystemen und Instrumenten spezialisiert. Die Betreuung der klinischen Anwender erfolgt durch spezialisierte Vertriebspartner im In- und Ausland, mit denen i.d.R. langjährige Vertragsbeziehungen bestehen. 1.2. Forschung und Entwicklung Die OHST Medizintechnik AG führt marktnahe Produktentwicklungen zur Ausweitung des eigenen Produktportfolios durch. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Entwicklungsprojekte auf einen großen Kundenkreis abzielen und als Standardprodukte im Produktportfolio der OHST AG zu einer großen Akzeptanz auf vielen internationalen Märkten führen. Zum Bilanzstichtag sind in der Entwicklung 7 MitarbeiterInnen beschäftigt. Zusätzlich sind 2 MitarbeiterInnen in der Abteilung Regulatory Affairs mit der Zulassung von Medizinprodukten beschäftigt. Entwicklungsleistungen werden im Anlagevermögen nicht aktiviert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von einer Verstetigung des Geschäftes nach überwundener Pandemie. Zeigten sich im Vorjahr noch Nachholeffekte verschobener Operationen, so haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine weiteren Wachstumsimpulse ergeben. Der Druck auf die Unternehmen durch hohe Kosten für Energie, Material und Personal hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht abgeschwächt. Dagegen haben sich die Beschaffungszeiten für benötigte Materialien wieder normalisiert. Die sich verändernde weltpolitische Lage zeigt Auswirkungen auf das internationale Geschäft, indem Absatzzahlen für einige Regionen der Welt nur schwer vorherzusagen sind und Beschränkungen im Warenverkehr Wachstumsmöglichkeiten behindern. 2.2. Ausrichtung des Unternehmens auf die MDR Die Ausrichtung des Unternehmens auf die Erfüllung der Anforderungen der neuen MDR ist noch immer eines der beherrschenden Themen. Die Verlängerung der Übergangsfristen führt dazu, dass bestehende MDD-Zertifikate per Gesetz bis maximal 31.12.2027 verlängert sind, solange ein Zulassungsantrag nach MDR gestellt wurde. Ursache für die Verlängerung der Übergangsfristen sind Engpässe bei den Benannten Stellen, die für die Konformitätsbewertung zuständig sind. OHST hat für alle relevanten Produktsysteme die technische Dokumentation erstellt und Zulassungsanträge nach MDR gestellt. Inzwischen konnte für zwei weitere wichtige Produktsysteme die MDR-Zulassung erlangt werden. Dies ist wichtig für das internationale Geschäft, da häufig die komplizierte Situation mit Übergangsfristen nach Produktklasse nicht akzeptiert wird. 2.3. Entwicklungen im Markt der Endoprothetik und Auswirkungen einer angespannten politischen Weltlage Die Branche steht noch immer durch zu hohe Kosten für Energie und hohe Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erheblich unter Druck. Überbordende Bürokratie erhöht die Herausforderungen. Gemäß Herbstumfrage 2024 des BVMed (www.bvmed.de) ergibt sich aus den gewichteten Umsatzangaben der BVMed-Unternehmen im deutschen Markt ein durchschnittlicher Umsatzanstieg von 1,2% (Vorjahr 4,8%) gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Plus von 3,5% schneidet die erwartete weltweite Umsatzentwicklung etwas besser ab. Auch in den Vorjahren lag das internationale Wachstum immer deutlich über dem Wachstum im Inland. Besorgniserregend ist nach Aussage des BVMed auch die Entwicklung der Gewinnsituation der Unternehmen in Deutschland. Nur 10% (Vorjahr 20%) der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen gegenüber dem Jahr 2023. 43 Prozent gehen sogar von einer weiteren Verschlechterung der Gewinnsituation aus. 47% gehen von einer unveränderten Gewinnsituation aus. Der wichtigste Grund für die angespannte Geschäftssituation sind die stark steigenden Kosten am Standort Deutschland. Hinzu kommen stark steigende Personalkosten sowie der zunehmende bürokratische Aufwand für das regulatorische System. Neue umweltrechtliche Auflagen und Berichtspflichten erhöhen den Druck zusätzlich. 2.4. Geschäftsverlauf Während der Auftragseingang deutliche Einbußen hinnehmen musste, bewegen sich die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau. AuftragseingangDer Auftragseingang der OHST Medizintechnik AG liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr 22,9% unter dem Vorjahresniveau. Der Auftragseingang bleibt in der Summe deutlich hinter den Umsatzerlösen zurück. Durch eine Reduzierung der Vorlaufzeiten für die Beschaffung von Material sowie in der Produktion und bei Fremdleistungen erfolgt bei Vertriebspartnern nun eine Anpassung von Lagerbeständen nach unten. Nachholeffekte nach der COVID-19-Pandemie haben sich als zeitlich befristet dargestellt, die OP-Zahlen haben sich stabilisiert. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse aus dem laufenden Geschäft haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 105 TEUR reduziert. Während der Inlandsumsatz einen Anteil von 25% (Vorjahr 21,9%) erreichte, liegt der Exportanteil bei 75% (Vorjahr 78,1%). Davon entfallen 28% (Vorjahr 27,8%) auf Nicht-EU-Länder. Der Rechnungsausgang im Inland erhöhte sich dabei um 13,7%. Der Rechnungsausgang im Ausland reduzierte sich um 4,2%. Gewährte Skonti und Rabatte beliefen sich auf 142T€. Ergebnis deutlich eingebrochenDas Ergebnis vor Steuern erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr -1.846 T€ (Vorjahr 26 T€). Die Gesamtleistung in Höhe von 15.030 T€ reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr (15.290 T€) um 1,7%. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 642 T€. Die Materialeinsatzquote erhöhte sich von 23,7% im Vorjahr auf 27% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Erhöhte Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe konnten nicht vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden. Der Anteil der bezogenen Leistungen erhöhte sich von 14,35% im Vorjahr auf 15,1% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Preisanpassungen von Lieferanten für benötigte externe Fertigungsdienstleistungen und Beschichtungen haben zu dieser Erhöhung geführt. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich von 33,8% auf 36,8% erhöht. Höhere Planumsätze haben zu einem erhöhten Personalbestand geführt, ebenso haben Lohn- und Gehaltsanpassungen die Personalkosten nach oben getrieben. In der Summe hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Zudem wirkten sich Sondereffekte negativ auf das Jahresergebnis aus: Der im Geschäftsjahr 2022 aus strategischen Gründen erworbene Anteil an einer Vertriebsgesellschaft war zum 30.06.2024 um weitere 527 T€ auf einen Erinnerungswert abzuschreiben, da das Vertriebsgeschäft im Wesentlichen in die OHST AG zurückgeholt wurde. Die Forderungen an einen großen Kunden waren in Höhe von 613 T€ im Wert zu berichtigen. Die Umsatzprognose aus dem Lagebericht des vergangenen Jahres und die Ergebnisziele konnten nicht erreicht werden. Als Leistungsindikatoren werden zur Planung der Entwicklung der Umsatzerlöse die geplanten Verkaufsmengen für die kommenden 12 Monate herangezogen. Unter Berücksichtigung eines Ziellagerbestandes für die Fertigerzeugnisse ergeben sich die Produktionsmengen, welche dann die Grundlage für die Planungen im Einkauf und Personaleinsatz darstellen. Letztlich stellt auch die Betrachtung der Margensituation je Produktsystem und je Kunde einen wesentlichen Leistungsindikator für das Ergebnis dar. 2.5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- und KapitalstrukturDie Bilanzsumme nahm im Geschäftsjahr 2023/2024 um 451T€ (Vorjahr 257 T€) oder 2,36% auf 19,6 Mio. € zu. Die immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 74T€ auf 80T€. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Betrachtungszeitraum um 1.281T€. Die Sachanlagenintensität erhöhte sich im Verhältnis zur Bilanzsumme von 17,32% im Vorjahr auf 23,48% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Veränderung ist durch Investitionen in CNC-Bearbeitungsmaschinen abzgl. regulärer Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen verursacht. Das Umlaufvermögen ohne Finanzmittel erhöhte sich leicht um 37 T€ auf 13,34 Mio. € (Vorjahr 13,3 Mio. €). Während sich die Bestände an Rohmaterialien und fertigen Erzeugnissen erhöhten, haben sich die Bestände an unfertigen Erzeugnissen reduziert. Die Lagerreichweite der Fertigerzeugnisse (Bestandswert Fertigerzeugnisse im Verhältnis zum Umsatzvolumen) hat sich auf 135 Tage (Vorjahr 99 Tage) und damit deutlich erhöht, was durch höhere Planumsätze verursacht ist. Das durchschnittlich eingesetzte Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 mit 9,75 Mio. € (Vorjahr 11,59 Mio. €) um 15,9% reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 49,8% (Vorjahr 60,7%). Das Sachanlagevermögen ist zu 100% durch Eigenkapital gedeckt. Das Fremdkapital, ohne Sonderposten mit Rücklageanteil, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.434 T€ auf 9,4 Mio. €. Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch planmäßige Tilgungen reduziert werden konnten, haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund von Maschinenfinanzierungen erhöht. Ebenso haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag deutlich erhöht. Die Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Eigenkapital bezogen auf das Ergebnis vor Steuern und Fremdkapitalzinsen beträgt zum Bilanzstichtag -10,61% (Vorjahr 3,54%). Das EBITDA reduzierte sich von 1,24 Mio. € im Vorjahr auf 177 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Anzahl der Beschäftigten inklusive Auszubildender beträgt zum Bilanzstichtag 124 und hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8 Beschäftigte erhöht. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zwei CNC-Bearbeitungszentren in Betrieb genommen. Deutlich gestiegene Kosten für Fremdleistungen führten zu der Entscheidung, Bearbeitungsschritte ins eigene Haus zu holen und machen somit Investitionen in Maschinen und Anlagen erforderlich. Darüber hinaus soll mit neuen Technologien die Prozesssicherheit und die Produktqualität weiter erhöht werden. Die IT-Sicherheit spielt weiterhin eine sehr wichtige Rolle, weshalb die IT-Infrastruktur, Software als auch Schulungsstand der beschäftigten kontinuierlich angepasst werden müssen. Finanzierung und LiquiditätZur Finanzierung von Maschinen, Anlagen und Gebäuden wird ein Mix aus Eigenkapitalfinanzierung aus dem Cashflow und Fremdfinanzierung mittels Darlehen verwendet. Die Laufzeiten der Darlehen richten sich nach dem Risiko und prognostizierter Laufzeit der Anlage und dem freien Cashflow aus dem operativen Geschäft. Der Zeitraum schwankt zwischen 5 und 10 Jahren. Diese Art der Finanzierung erlaubt zum einen ein kurzfristiges Reagieren auf Investitionsbedarfe. Auf der anderen Seite ergibt sich durch die überschaubaren Laufzeiten eine rollierende Finanzierung. D.h. frei werdende Mittel aus abgeschlossenen Finanzierungen lassen sich für weitere Investitionen verwenden, da die Nutzungsdauer der Anlagen in der Regel deutlich länger ist als der Finanzierungszeitraum. Grundsätzlich gehört die Sicherung einer dem Volumen des operativen Geschäfts entsprechenden Liquiditätsausstattung, die auch den Abschluss angemessener Kreditlinien mit den Banken einschließt fortlaufend zu den Aufgaben der Geschäftsführung. Die erhebliche Mittelbindung im Umlaufvermögen hat zu einer deutlichen Reduzierung der verfügbaren Liquidität geführt. Die Vorfinanzierung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fremdleistungen bei steigenden Kosten und einem wachsenden Geschäft machen es erforderlich, das Umlaufvermögen an das Geschäftsvolumen anzupassen. Dabei muss das operative Geschäft im Rahmen der gesetzten Unternehmensziele möglichst liquiditätsschonend geführt werden, indem der Mittelabfluss sehr genau geplant wird. Es muss geprüft werden, welche laufenden Ausgaben in künftige Perioden verschoben werden können. Die liquiden Mittel des Unternehmens sind gegenüber dem Vorjahr mit 612 T€ erneut gesunken. Mit Maßnahmen zur Erhöhung der liquiden Mittel muss der Handlungsspielraum für das operative Geschäft erhöht werden. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risikobericht Das geschäftliche Umfeld des Bereichs Endoprothetik ist ein Markt mit mittelfristig guten Wachstumsraten im internationalen Geschäft, während der Inlandsmarkt großem Druck ausgesetzt ist. Die hohe Konzentration des Marktes auf wenige Marktteilnehmer bekräftigt das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen, wenigen Auftraggebern, denen durch eine geeignete Abnehmerstruktur Rechnung getragen werden muss. Auf der Beschaffungsseite wird versucht, Risiken von Preissteigerungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe durch Rahmenverträge mit Lieferanten entgegenzuwirken. Die Beobachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Gesundheitswesen ist ebenfalls Bestandteil des Zielfindungsprozesses für künftige Unternehmensstrategien. Die von der Europäischen Kommission verabschiedete Verordnung für Medizinprodukte (MDR) stellt neue Anforderungen an die Zulassung von Produktsystemen. Die Erfüllung dieser Anforderungen wird das Unternehmen auch für laufende Entwicklungsprojekte intensiv beschäftigen. Durch das Controlling werden Zahlen zur Auftrags-, Beschäftigungs- und Ertragslage täglich ermittelt und vor dem Hintergrund der mehrfach im Geschäftsjahr aktualisierten Zielgrößen der Unternehmensplanung monatlich analysiert. Zeichnen sich Risiken oder Fehlentwicklungen außerhalb der turnusmäßigen Durchsprachen ab, wird hierüber ad hoc an den Aufsichtsrat berichtet. Der Finanzbereich plant und überwacht die Liquidität und überprüft die Finanzierung des operativen Geschäfts. Dort erfolgt auch die Absicherung von Finanzrisiken wie Kredit-, Liquiditäts- und Zinsrisiken. Die technische Planung analysiert und bewertet Investitionsvorhaben sowie Entwicklungs- und Zulassungsprojekte. Sie verfolgt ferner die technischen Risikomanagementsysteme wie Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement einschließlich der entsprechenden Berichte, Audits und Zertifizierungen, z.B. nach ISO 13485. Unser Berichts- und Kontrollsystem stellt somit eine zeitnahe und sachgerechte Information für die jeweiligen Entscheidungsträger sicher. Der Geschäftserfolg ist fortlaufend ablesbar. Auf Basis unserer Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen können wir signifikante Veränderungen des Geschäftsumfeldes in der Regel früh erkennen und Gegenmaßnahmen bei möglichen Fehlentwicklungen ergreifen. Schließlich muss das Risikomanagementsystem selbst fortlaufend auf seine Eignung hin überprüft und weiter verbessert werden. 3.2. Chancenbericht Künftig kommt es darauf an, den veränderten Rahmenbedingungen im deutschen Markt gerecht zu werden, als auch die steigenden Anforderungen an die Zulassung von Medizinprodukten zu bewältigen. Der Bedarf an Systemlösungen mit deutlichem Kundennutzen über den technischen Anspruch hinaus steigt. Dies kann die OHST Medizintechnik AG mit dem Angebot entsprechender Produktsysteme für sich als Chance nutzen. Ein großes Potential bieten weiterhin die ausländischen Märkte, in denen Qualitätsprodukte und Dienstleistungen "Made in Germany" nachgefragt werden. Das Anbieten von qualitativ hochwertigen, als Medizinprodukte zugelassenen Gelenkimplantatsystemen im internationalen Umfeld bietet die Chance, das Unternehmen nachhaltig zu entwickeln. Der Ausbau des internationalen Geschäftes schafft eine diverse Kundenstruktur, die aus der Vergangenheit bekannte Abhängigkeiten deutlich reduziert. Das Geschäft im Inland kann durch eine reduzierte Abnehmerkette neue Impulse erfahren. Darüber hinaus werden weitere Produkte das OEM-Portfolio erweitern und so neue Kundenkreise generieren. Die OHST Medizintechnik AG ist im Markt für Endoprothesen sehr gut positioniert, um technologische wie qualitative Anforderungen der Auftraggeber gerecht zu werden. Die hohe Prozesskompetenz und moderne technische Ausstattung verbunden mit jahrelanger Erfahrung im Umgang mit regulatorischen Anforderungen an die Herstellung und Zulassung von Medizinprodukten bilden eine gute Ausgangslage zur Weiterentwicklung des nationalen und internationalen Geschäftes. 3.3. Prognosebericht Die politischen Unsicherheiten und verschiedenen Konflikte werden auch in Zukunft Auswirkungen auf das Unternehmen und die gesamte Gesellschaft haben. Mit geeigneten Maßnahmen muss auf die Entwicklungen im Kurzfristbereich reagiert werden. Gleichzeitig eröffnen sich mittelfristig Chancen im nationalen wie im internationalen Umfeld. Für die strategischen Produktsysteme der OHST Medizintechnik AG wurden Zulassungsanträge nach MDR gestellt. Wichtige Produktsysteme konnten bereits erfolgreich nach den neuen Anforderungen der MDR zertifiziert werden. Die Verlängerung der Übergangsfristen zur MDR bis Ende 2027 sichern die Marktfähigkeit von Bestandsprodukten, für die eine rechtzeitige MDR-Zulassung durch die Benannte Stelle nicht möglich war. Es bestehen gute Aussichten, in den kommenden Jahren das Geschäftsvolumen zu steigern und das Ergebnis organisch nachhaltig zu verbessern. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 gehen wir davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden kann, wobei sich der Umsatzanteil im Inland durch Erweiterung der Abnehmerkreise erhöhen wird. Für die Entwicklung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist es erforderlich, die Kosten deutlich zu reduzieren. Dies gilt für die Materialkosten und Fremdleistungen ebenso wie für die Personalkosten. Dennoch lässt die Entwicklung neuer Märkte und Kunden bereits jetzt positive Signale erkennen, die innerhalb der kommenden Jahre aktive Beiträge zum Geschäftserfolg erwarten lassen. Gerade im Bereich der OEM-Produkte besteht Wachstumspotential im Inland als auch im internationalen Umfeld mit bereits bestehenden Kunden als auch in neuen Vertriebsgebieten. Wir gehen für das kommende Jahr von einer gesicherten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird für das kommende Geschäftsjahr wieder positiv erwartet. Die noch immer gute Eigenkapitalausstattung, ein aktiv gesteuerter Cashflow werden positive Effekte auf die Liquidität haben und somit den finanziellen Handlungsspielraum erhöhen.
Rathenow, den 08. November 2024 Vorstand-Markt gez. Stephan Dunke, MBA gez. Sebastian Sturm, Vorstand-Produktion Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) und Lagebericht wurden durch die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 (326) HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die bdp Revision und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: " Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft, Rathenow Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft, Rathenow, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft, Rathenow, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Berlin, den 13. November 2024 bdp
gez. Hagemeier, Wirtschaftsprüfer gez. Wulff, Wirtschaftsprüferin ErgebnisverwendungsbeschlussDer Vorschlag des Vorstandes unter Zustimmung des Aufsichtsrates zur Verwendung des Bilanzgewinnes wurde wie folgt zur Abstimmung gestellt:
Nach Diskussion beschloss die Hauptversammlung einstimmig die Verwendung des Bilanzgewinnes wie vorgeschlagen. Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023-2024Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2023-2024 regelmäßig durch monatliche Berichte des Vorstandes über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informieren lassen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich über wesentliche Entwicklungen und anstehende Entscheidungen laufend unterrichtet, u.a. durch regelmäßige Treffen mit dem Vorstand. Der Jahresabschluss 2023-2024 und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes sind vom Aufsichtsrat mit zustimmendem Ergebnis geprüft worden. Der Aufsichtsrat hat nach abschließendem Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände erhoben; er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.
Rathenow, 20. November 2024 Der Aufsichtsrat gez. Norbert Ohst, Vorsitzender Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2024Der Jahresabschluss wurde am 20. November 2024 festgestellt. |
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OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Grünauer Fenn 3
14712 Rathenow - Handelsregister
- HRB 12280, Potsdam
- Eintragungsdatum
- 20. Oktober 1998
- Branche
-
Herstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf - Eingetragenes Kapital
- 1.080.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist ein Vorstandsmitglied bestellt, vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Die Entwicklung, Herstellung, Konfektionierung und der Vertrieb von Medizintechnik, insbesondere von Endoprothetik.
Finanzen
Bilanz
2025- Umlaufvermögen 74,9 % 12,12 Mio
- Anlagevermögen 23,3 % 3,78 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,8 % 290,1 k
- Eigenkapital 52,9 % 8,56 Mio
- Verbindlichkeiten 28,4 % 4,60 Mio
- Rückstellungen 17,1 % 2,76 Mio
- Sonderposten mit Rücklageanteil 1,6 % 263,0 k
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 10,1 k
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 98,6 % −830,6 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,4 % 11,6 k
- Personalaufwand 61,0 % −5,39 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 37,2 % −3,28 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,7 % −152,6 k
- Sonstige Steuern 0,1 % −11,3 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 % 6
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
- Rohergebnis 8,46 Mio
- Ergebnis nach Steuern −1,18 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −1,19 Mio
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Sebastian Sturm
seit 2013 Vorstandsmitglied
-
Stephan Sturm
seit 2010 Vorstandsmitglied
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- OHST Vertrieb Deutschland GmbH 100,0 %
Historie
- 2025
-
08.12.
SatzungsänderungOHST Medizintechnik Aktiengesellschaft
- 2017
-
24.03.
Austritt einer PositionN****** O*** · Vorstand
- 2013
-
13.06.
Eintritt eines MitgliedsSebastian Sturm · Vorstand
- 2011
-
26.10.
Austritt einer PositionG*** H****** · Vorstand
- 2010
-
11.05.
AdressänderungOHST Medizintechnik Aktiengesellschaft
-
11.05.
Eintritt eines MitgliedsStephan Sturm · Vorstand
-
11.05.
SatzungsänderungOHST Medizintechnik Aktiengesellschaft
-
11.05.
Berichtigung personenbezogener DatenStephan Sturm · Vorstand
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Jahresabschluss Volltext
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-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: eb68d21f86bccebd422a9be529bb0ee5",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
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