OWG Beteiligungs AGPoingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die OWG Beteiligungs AG, Poing, (OWG AG) ist Finanz- und Managementholding für die Gesellschaften der OWG Gruppe. Sie hält 100 % der Anteile an der Rema Tip Top AG, der OWG Management AG, der OWG Holding GmbH und der OWG Immobilien GmbH & Co. KG. Die REMA TIP TOP AG und die OWG Holding GmbH halten ihrerseits Anteile an diversen Tochterunternehmen, die das operative Geschäft betreiben. Die OWG AG sorgt für eine ausreichende Kapitalausstattung aller Tochtergesellschaften und übernimmt zentrale Führungs- und Steuerungsfunktionen. 1 GeschäftsmodellDas Geschäftsmodell der OWG AG basiert auf den Säulen REMA TIP TOP AG inklusive ihrer Tochtergesellschaften (REMA TIP TOP), OWG Holding GmbH inklusive ihrer Tochtergesellschaften und der Verwaltung des Vermögens aus dem Verkauf der STAHLGRUBER GmbH im Geschäftsjahr 2018. Die Unternehmen unter dem Dach der OWG AG sind auf die Bereiche Förder- und Aufbereitungstechnik, Antriebstechnik, Elastomere, Klebesysteme, Formartikel und Elektronikbauteile spezialisiert. Ihr Geschäft ist auf Wachstumsmärkte wie die Baubranche, die Agrarindustrie und die Recyclingbranche ausgerichtet. Diese Spannbreite sorgt dafür, dass die Gruppe insgesamt widerstandsfähig und ihr Geschäft langfristig stabil ist. Mit Verschmelzungsvertrag vom 10. Mai 2023 sowie Beschlüssen der außerordentlichen Hauptversammlungen der OWG AG und der Stahlgruber Otto Gruber AG (Stahlgruber AG) am 13. Juli 2023 wurde die Stahlgruber AG rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die OWG AG verschmolzen. Die Geschäftstätigkeit der Stahlgruber Otto Gruber AG, insbesondere die Vermögensverwaltung, wird in der OWG AG unverändert fortgeführt. Die Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen im Konzern bleibt von der Verschmelzung unberührt. Durch die Verschmelzung verminderten sich die Minderheitenanteile im Konzernabschluss der OWG AG signifikant. 2 Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungstätigkeit konzentriert sich auf bereichsübergreifende Dienstleistungen und Anwendungen sowie die Entwicklung neuer Materialien, Produkte und Fertigungsprozesse. Hierzu gehören z.B. neue, umweltschonende Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie die Verbesserung bestehender Rezepturen. Im Geschäftsjahr fielen hierfür Aufwendungen von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) an. 3 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Inflation in Deutschland verblieb nach den Höchstständen Ende 2022 auch im Jahr 2023 bis in die Jahresmitte hinein auf einem sehr hohen Niveau. Erst gegen Herbst war die Abschwächung so deutlich, dass sich die Werte seitdem allmählich in Richtung der Zielmarken bewegen. In der nachfolgenden Abbildung 1 ist die Inflationsrate in Deutschland für die vergangenen zwei Jahre dargestellt:
Die Abschwächung der Weltwirtschaft aufgrund der Inflation und der damit einhergehenden scharfen geldpolitischen Reaktion war 2023 weniger ausgeprägt als befürchtet. Allerdings ist eine baldige Verstärkung des moderaten Wachstums derzeit nicht in Sicht. Während das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts weltweit mit 3,1 % gegenüber 3,3 % im Vorjahr nur vergleichsweise geringfügig abnahm, fiel der Rückgang in der Europäischen Union mit 0,5 % gegenüber 3,5 % im Vorjahr weitaus deutlicher aus 2 . In der nachfolgenden Tabelle ist zusammenfassend das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in für die OWG Gruppe wichtigen Ländern dargestellt 3 :
1
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1045/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahresmonat/
4 BranchenentwicklungDie deutsche Kautschukindustrie hat wie die meisten anderen Industriezweige unter der Inflation, der Energiekrise und der schwachen Konjunktur zu leiden. Die Inlandsaufträge gingen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 7,1 %, die Auslandsaufträge um 5,1 % zurück. 4 Die gesamte Kautschuknachfrage lag 2023 bei 30,5 Millionen Tonnen und somit um 2,2 % über Vorjahresniveau. Den Prognosen zufolge wird die Nachfrage 2024 um weitere 2,2 % und 2025 um 2,6 % zunehmen, bevor das Wachstum für den Rest der Dekade allmählich wieder schwächer wird. 5 Der Kautschukpreis pro Kilogramm (RSS3 an der Singapore Commodity Exchange) fiel zunächst von 1,63 US-Dollar am Jahresanfang bis August 2023 auf 1,47 US-Dollar und stieg bis Dezember auf 1,66 US-Dollar. 6
4 Wirtschaftsverband der deutschen
Kautschukindustrie e.V., Frankfurt, Konjunkturbericht Nr.
146 vom 7. November 2023
5 GeschäftsentwicklungZur Steuerung der strategischen und operativen Ziele der OWG Gruppe werden zentrale Kennzahlen verwendet. Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren bilden die Basis für die Steuerung des Konzerns:
Das Steuerungssystem des Konzerns beinhaltet keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse im Bereich von 1.450 Mio. EUR, ein EBITDA von 130 Mio. EUR, ein EBIT von 85 Mio. EUR, eine Eigenkapitalquote leicht über 50 % und ein operativer Cashflow von 45 Mio. EUR prognostiziert. Die finanziellen Leistungsindikatoren entwickelten sich wie folgt:
6 ErtragslageDie Umsatzerlöse der OWG Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2023 von 1.380,1 Mio. EUR auf 1.513,2 Mio. EUR und liegen damit deutlich über Plan. Vor allem in den Regionen Amerika, Afrika, Niederlande und UK konnte ein deutliches Umsatzplus erzielt werden. Hier konnten sowohl Preiserhöhungen durchgesetzt werden als auch in einigen Regionen das Absatzvolumen gesteigert werden. Zum Teil beruht das Wachstum auch auf den neu erworbenen Konzerngesellschaften. Die Bestandsveränderung verringerte sich von 38,3 Mio. EUR auf -2,6 Mio. EUR, so dass die Steigerung bei der Gesamtleistung etwas geringer als bei den Umsatzerlösen ausfällt. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 42,6 Mio. EUR (Vorjahr: 36,2 Mio. EUR) enthalten Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR). Der Materialaufwand stieg von 666,4 Mio. EUR auf 683,2 Mio. EUR nur leicht an. Damit verringerte sich die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung von 47,0 % auf 45,2 %, was vor allem mit einer leichten Entspannung auf den Rohstoffmärkten zusammenhängt. Der Personalaufwand erhöhte sich von 424,4 Mio. EUR auf 456,0 Mio. EUR. Bezogen auf die Gesamtleistung stieg der Personalaufwand leicht von 29,9 % auf 30,1 %. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Arbeitnehmeranzahl im Konzern zurückzuführen. Die Abschreibungen stiegen von 43,2 Mio. EUR auf 46,6 Mio. EUR. Der Anstieg ist in erster Linie auf die planmäßige Abschreibung von Firmenwerten aufgrund von Neuakquisitionen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 209,1 Mio. EUR auf 246,9 Mio. EUR. Der größte Anstieg kommt aus der Region Asien/Pazifik, wo eine Schadensersatzzahlung anfiel sowie Dienstleistungen ausgelagert wurden. Zudem waren allgemein Kostensteigerungen im Rahmen der Inflation zu beobachten. Das EBITDA und das EBIT liegen deutlich über Plan. Das Finanzergebnis verbesserte sich von -32,5 Mio. EUR auf -29,5 Mio. EUR. Während im Vorjahr Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens und Finanzanlagen in Höhe von 18,5 Mio. EUR enthalten waren, wirkten sich im aktuellen Jahr gestiegene Zinsaufwendungen aufgrund von höheren Zinssätzen und einer höheren Verschuldung aus. Der Ertragsteueraufwand erhöhte sich von 28,3 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR, die Steuerquote erhöhte sich leicht von 35,8 % auf 38,2 %. Der Jahresüberschuss liegt damit bei 49,2 Mio. EUR gegenüber 46,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die Ertragslage der OWG Gruppe stellt sich sehr zufriedenstellend dar. 7 Vermögens- und FinanzlageDer Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände von 86,3 Mio. EUR auf 99,2 Mio. EUR ist in erster Linie auf Firmenwerte und Kaufpreisallokationen für neu erworbene Tochtergesellschaften in den Regionen UK und Afrika zurückzuführen. Die Zunahme des Sachanlagevermögens von 283,8 Mio. EUR auf 322,0 Mio. EUR geht zum einen auf im Rahmen von Akquisitionen neu hinzugekommene Grundstücke und Maschinen in den Regionen Amerika (12,7 Mio. EUR) und Afrika (19,0 Mio. EUR) und zum anderen auf neue Anlagen im Bau in der Region Afrika (12,2 Mio. EUR) zurück. Der Anstieg des Finanzanlagevermögens von 611,2 Mio. EUR auf 799,0 Mio. EUR ist durch eine Vermögensumschichtung von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Wertpapiere des Anlagevermögens bedingt. Das Vorratsvermögen stieg von 343,9 Mio. EUR auf 348,7 Mio. EUR. Der Anstieg beruht zu 13,4 Mio. EUR auf der Firmenakquisition in der Region Afrika. Gegenläufig konnte das Vorratsvermögen durch ein verbessertes Working Capital Management reduziert werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 294,8 Mio. EUR auf 348,2 Mio. EUR. Den größten Anteil am Anstieg haben mit 30,9 Mio. EUR die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hier kommen die größten Beiträge aus den Regionen Amerika, Afrika und Brasilien und gehen zu großen Teilen auf die Akquisitionen zurück. Zudem erhöhten sich bei der OWG Beteiligungs AG die Steuererstattungsansprüche um 21,2 Mio. EUR. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens (Vorjahr: 178,9 Mio. EUR) wurden wie oben erwähnt zugunsten des Erwerbs von Wertpapieren des Anlagevermögens komplett veräußert. Die liquiden Mittel stiegen von 180,2 Mio. EUR auf 199,3 Mio. EUR. Der Finanzmittelfonds stieg von 113,3 Mio. EUR auf 149,8 Mio. EUR. Der operative Cashflow erhöhte sich von 19,4 Mio. EUR auf 62,9 Mio. EUR. Ursächlich für den Anstieg ist der (unter Ausklammerung des Anstiegs aus den erstkonsolidierten Unternehmen) Rückgang von Vorratsvermögen sowie von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich aufgrund höherer Auszahlungen für Akquisitionen und weiterer Investitionen in Wertpapiere von -47,4 Mio. EUR auf -67,7 Mio. EUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 48,3 Mio. EUR gegenüber 13,8 Mio. EUR im Vorjahr. Hauptursache für den Anstieg ist die per Saldo höhere Aufnahme von Bankdarlehen (91,0 Mio. EUR; Vorjahr: 43,1 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten sich die dadurch höheren Zinszahlungen aus. Das Eigenkapital stieg von 1.033,2 Mio. EUR auf 1.070,0 Mio. EUR. Dem Jahresüberschuss in Höhe von 49,2 Mio. EUR und der Zunahme von Fremdanteilen aufgrund der Firmenakquisitionen in den Regionen Amerika und Afrika von 22,3 Mio. EUR stehen Ausschüttungen von 17,1 Mio. EUR und negative Währungseffekte von 17,6 Mio. EUR gegenüber. Durch die ordentliche Hauptversammlung der OWG AG am 24. Mai 2023 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2022 eine Dividende von 0,8 Mio. EUR auszuschütten und 8,0 Mio. EUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Durch die Verschmelzung der Stahlgruber AG auf die OWG AG verminderten sich die Fremdanteile um 853,2 Mio. EUR. Im Zuge der Verschmelzung wurde eine Erhöhung des gezeichneten Kapitals um 1,4 Mio. EUR beschlossen. Auch erhöhte sich hierdurch vor allem die Kapitalrücklage, unter Berücksichtigung einer von der Stahlgruber AG im Verschmelzungszeitraum ausgeschütteten Dividende, auf insgesamt 831,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote liegt mit 50,3 % aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme leicht unter dem Vorjahresniveau von 51,9 % und somit wie prognostiziert auf stabilem und hohem Niveau. Der Rückgang der Steuerrückstellungen von 14,5 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR ist hauptsächlich auf eine Rückstellungsauflösung bei der OWG AG nach Abschluss einer Betriebsprüfung zurückzuführen. Die Darlehen der STAHLGRUBER GESELLSCHAFTER-STIFTUNG zeigen das soziale Engagement der Unternehmensgründer und der Aktionäre. Die Stiftungsmittel werden zum Teil als Darlehen an die OWG AG gewährt. Die Zinserträge werden satzungsgemäß ausschließlich zur Förderung der Aus- und Weiterbildung im Vulkaniseur- und Kfz-Handwerk verwendet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 559,4 Mio. EUR auf 648,7 Mio. EUR. Finanziert wurde das gestiegene Geschäftsvolumen und die Unternehmenserwerbe. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit 163,2 Mio. EUR gegenüber 158,9 Mio. EUR im Vorjahr gestiegen. Einem Zuwachs in Höhe von 14,6 Mio. EUR aufgrund der Firmenakquisition in der Region Afrika steht die Rückführung von Gesellschafterdarlehen bei der OWG AG in Höhe von 14,0 Mio. EUR gegenüber. Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns stellt sich insgesamt sehr positiv dar. 8 InvestitionenDer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit in der OWG Gruppe lag im Geschäftsjahr 2023 im Erwerb von Gesellschaften. Bei den Sachanlagen wurden Investitionen in technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau getätigt. 9 ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer stieg von 8.882 auf 9.770. Die Arbeiternehmerzufriedenheit wird durch Maßnahmen wie flexible Arbeitszeitregelungen und Bereitstellung einer subventionierten Kantine gezielt gefördert. Im Sommer 2018 wurde ein konzernweites, internationales "Talent Management Program" gestartet. Das Programm fördert bereichsübergreifend ausgewählte Arbeitnehmer und bereitet sie auf Führungsaufgaben vor. Die Teilnehmer erlernen in diversen Modulen strategisches und operatives Know-how für Führungspositionen und wenden dieses im Rahmen internationaler strategischer Projektarbeiten an. 2021 schlossen die Teilnehmer des ersten Jahrgangs das Programm erfolgreich ab. Es wurde bereits ein neuer Jahrgang ins Leben gerufen. 10 Risiko- und Chancenbericht10.1 Risikomanagement- und Kontrollsystem Die Risikopolitik der OWG Gruppe ist darauf ausgerichtet, Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten, um den Unternehmenswert der Gesellschaft langfristig zu steigern. Angemessene Risiken werden gesteuert, unangemessene möglichst vermieden. Eine Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagementsysteme kommt zum Einsatz, um Entwicklungen zu erkennen, die den Fortbestand des Geschäfts gefährden könnten. Der größte Fokus liegt auf der strategischen Unternehmensplanung und dem internen Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll dabei helfen, potenzielle Risiken abzuschätzen, bevor wesentliche Geschäftsentscheidungen getroffen werden. Das interne Berichtswesen dient dazu, diese Risiken im Geschäftsverlauf zu überwachen. Die interne Revision überprüft regelmäßig die Angemessenheit und die Effektivität des Risikomanagements. Zusätzlich informiert der vierteljährliche Risiko- und Chancenbericht über die wesentlichen erwarteten Risiken und Chancen. Relevante Risiken und Chancen werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und ihre Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Daraus kann ein Erwartungswert für ein bestimmtes Risiko oder eine Chance prognostiziert werden. Die Erwartungswerte werden schließlich saldiert, so dass ein Gesamtrisikobetrag pro Segment und Risikokategorie ersichtlich wird. 10.2 Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken: Die OWG Gruppe ist in Zusammenarbeit mit kreditgewährenden nationalen und internationalen Groß- und Regionalbanken langfristig und konservativ finanziert. Darüber hinaus finanziert sich die Gruppe durch Eigenkapital und Aktionärsdarlehen. Lediglich einzelne Tochtergesellschaften im Ausland können kurzfristigen Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken ausgesetzt sein, wenn Lieferanten kürzere Zahlungsziele vorgeben oder Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen unzureichend nachkommen. Dies kann aber aufgrund der sehr guten Liquiditätsausstattung der Gruppe durch konzerninterne Darlehen ausgeglichen werden. Zur Absicherung gegen Zinssteigerungen wurden zum Teil Zinsswaps abgeschlossen. Schwankungen der Ertragslage können sich jedoch durch Zinsänderungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergeben. Risiken aus Vermögensverwaltung: Die flüssigen Mittel aus der Veräußerung der Anteile an der STAHLGRUBER GmbH wurden zum größten Teil in langfristig gehaltene Wertpapiere investiert. Diese Geldanlagen wurden risikobewusst durchgeführt. Durch die langfristige Orientierung können kurzfristige Wertschwankungen überdauert werden. Dennoch beinhaltet die Anlage in Wertpapieren immer das Risiko von Wertpapierkursverlusten. Bei Anlagen außerhalb des Euroraums kommen Wechselkursrisiken hinzu. Fremdwährungsrisiken: Fremdwährungsrisiken können generell in Transaktions- und Translationsrisiken eingeteilt werden. Das Transaktionsrisiko besteht bei Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer fremden Währung, deren Wert sich durch Wechselkursschwankungen verändern kann. Das Translationsrisiko entsteht in der Konsolidierung bei der Umrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, welche nicht in EUR berichten. Aufgrund der internationalen Handelsbeziehungen sowie der weltweit bestehenden Tochterunternehmen ist die Gruppe beiden Risiken ausgesetzt. Diese Risiken können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage signifikant beeinflussen. Ein Instrument zur Abschwächung solcher Risiken ist beispielsweise die Ausstattung von Tochterunternehmen mit Eigen- anstatt Fremdkapital. Operative Risiken Beschaffungsrisiken: Zur Herstellung ihrer Produkte kauft die OWG Gruppe große Mengen an Rohstoffen wie Kautschuk, Weichmacher, Öle, Kreide, Ruß, etc. ein. Diese Rohstoffe unterliegen Preisschwankungen. Rohstoffpreiserhöhungen können in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation nur in Teilen und mit Zeitverzug an Kunden weitergegeben werden, so dass ein Anstieg zu einer Ergebnisbelastung führen kann. Zudem kann der Ausfall eines Schlüssellieferanten dieser Rohstoffe zu Produktionsausfällen und damit zu einer erheblichen negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Logistikrisiken: Sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite kann es aufgrund von Containerknappheit oder sonstigen Engpässen zu logistikbedingten Verzögerungen und Ausfällen kommen. Kostenüberschreitungen bei der Abwicklung von Festpreisprojekten für Dienstleistungen: Eine Tochtergesellschaft in der Region Amerika führt Aktivitäten im Rahmen von Langfristverträgen durch, insbesondere bei Großprojekten. In der Regel werden dazu Festpreisverträge abgeschlossen. Aus Festpreisverträgen erzielte Ergebnismargen können durch Änderungen der Kosten oder Produktivität während der Vertragslaufzeit von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Folglich kann nicht garantiert werden, dass langfristig laufende Festpreisverträge stets profitabel abgeschlossen werden können. Dieser Umstand kann zu einer Ergebnisbelastung des Geschäftsbereichs führen. Arbeitsmarktrisiken: Die OWG Gruppe benötigt fortwährend hochqualifizierte Arbeitnehmer. Der Erfolg des Konzerns hängt auch davon ab, inwieweit es gelingt, Fachpersonal zu identifizieren, zu beurteilen, einzustellen, zu integrieren, weiterzuentwickeln und zu binden. Steuerrisiken: Die Gesellschaften der OWG Gruppe unterliegen regelmäßigen Steuerprüfungen durch Finanzbehörden. Die lokalen Steuergesetze ziehen jeweils länderspezifische Dokumentationspflichten nach sich, z.B. für Verrechnungspreise, die deutlich voneinander abweichen können. Folglich kann es etwa aufgrund unzureichender Dokumentation über Verrechnungspreise zu negativen Feststellungen kommen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Strategische Risiken Risiken von Investitionen und Desinvestitionen: Der Konzern investiert in bestehende Standorte, zum Beispiel mittels Errichtung neuer Gebäude, Anschaffung neuer Maschinen und Anlagen sowie Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Akquisitionen neuer Unternehmen und Beteiligungen oder Desinvestitionen in Form von Verkauf und Liquidation bestehender Unternehmen oder Unternehmensteile getätigt werden. Im Zuge solcher Investitionen und Desinvestitionen besteht das Risiko von Fehleinschätzungen und von Altlasten, die eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Wettbewerbsumfeld: Die weltweiten Märkte für die Produkte und Dienstleistungen der OWG Gruppe sind hinsichtlich Preisbildung, Produktentwicklung und Kundenservice sehr wettbewerbsintensiv. Insbesondere im Segment Material Processing kann die derzeit schwache Konjunktur dazu beitragen, dass Bestandskunden zu günstigen Nachahmerprodukten wechseln und Preiserhöhungen an Kunden nicht weitergegeben werden können. Dies kann zu einer erheblichen negativen Auswirkung auf die Ertragslage führen. Braunkohleausstieg: 2019 wurde durch die damalige Bundesregierung beschlossen, die Kohleverstromung schrittweise zu verringern und bis spätestens Ende 2038 vollständig zu beenden. 7 Ein Rückgang des Kohleabbaus birgt das Risiko, dass sich zurückgehende Projektaufträge in den kommenden Jahren auf den Erfolg der Tochtergesellschaften nachteilig auswirken. Compliance-Risiken Risiken aus Rechtsstreitigkeiten: Der Konzern ist und wird möglicherweise auch künftig in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren konfrontiert sein. Diese können insbesondere dazu führen, dass einzelnen Konzernunternehmen die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz und die Erfüllung anderer Ansprüche auferlegt werden. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren könnten die Ergebnisse anders als erwartet ausfallen, was Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnte. Risiken aus Arbeitssicherheit, Umwelt und Gesundheit: Gegenwärtige oder künftige arbeitssicherheits-, umwelt-, gesundheitsbezogene oder sonstige staatliche Regulierungen können eine Anpassung der operativen Tätigkeiten erfordern und zu einer erheblichen Steigerung der operativen Kosten führen. Zusätzlich besteht das Risiko eines möglichen Zwischenfalls in diesen Bereichen oder einer Nichteinhaltung entsprechender Regelungen, die zu Unfällen, Reputationsverlust und rechtlichen Konsequenzen führen können. Der OWG Gruppe könnten aus Umweltschäden Verluste entstehen, die über die Versicherungssummen hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz gedeckt sind. Solche Verluste können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Konjunkturelle Risiken Eine langanhaltende Rezession hätte auf Umsatz- und Ergebniszahlen erhebliche Auswirkungen: Es besteht das Risiko, dass Aufträge aufgrund von Lieferengpässen nicht abgearbeitet werden können, was zu Umsatzeinbußen und Vertragsstrafen führen könnte. Auf der Kundenseite könnte es zu Auftrags- und Projektverschiebungen kommen. Zudem besteht die Gefahr von Zahlungsausfällen aufgrund von Insolvenzen. Liquiditätsrisiken könnten jedoch durch die sehr gute Liquiditätsausstattung ausgeglichen werden. Eine langanhaltende Rezession könnte sich erheblich auf die Finanzmärkte und damit auf den Wert des Fondsvermögens auswirken. In Abhängigkeit vom weiteren Konjunkturverlauf identifizieren wir eine langanhaltende Rezession als ein signifikantes Risiko mit möglicherweise erheblichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Weitere Risiken, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigen oder zu einer Bestandsgefährdung führen können, sind derzeit nicht ersichtlich. 10.3 Chancen Durch neue Vertriebsinitiativen wird ein kontinuierliches Wachstum angestrebt. Die Geschäftsaktivitäten in etablierten Märkten sollen ausgedehnt und neue Märkte für existierende Produkt- und Serviceportfolios erschlossen werden. Dadurch können ein höherer Marktanteil und höhere Gewinne erzielt werden. Außerdem soll durch eine verbesserte Kundenbetreuung eine Umsatzsteigerung erreicht werden. Durch eine Zentralisierung des Vertriebs sollen bisher verlustbringende Tochtergesellschaften saniert werden. Wir beobachten kontinuierlich die gegenwärtigen und potenziellen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Zusammenschlüsse, Akquisitionen und Beteiligungen, mit denen das organische Wachstum der OWG Gruppe ergänzt werden kann. Diese Aktivitäten können dabei unterstützen, die Position in den derzeitigen Märkten zu stärken, neue oder unterversorgte Märkte zu erschließen, oder das Produkt- und Serviceportfolio in strategischen Bereichen zu ergänzen. Zusätzlich kann die Transformation in Richtung neuer Industriebereiche wie Recycling, Müllverbrennung und Logistik dazu beitragen, dass zukünftig neue Märkte mit Produkten und Dienstleistungen bedient werden können. Weitere Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung sind Kostensenkungsinitiativen, Restrukturierung einzelner Segmente sowie die Bereinigung unseres Portfolios. Die Verlagerung bestimmter Aktivitäten der Wertschöpfungskette, wie Forschung, Einkauf, Produktion, Wartung und Dienstleistung, in Wachstumsregionen könnte es ermöglichen, Kosten zu senken und die globale Wettbewerbssituation zu stärken. Das gilt insbesondere gegenüber den Wettbewerbern aus Ländern mit vorteilhafteren Kostenstrukturen. Darüber hinaus könnte die Präsenz in vielen Ländern die Chance eröffnen, Wachstumsmärkte und globale Marktverschiebungen zu nutzen. Die OWG Gruppe versucht, sich mit der Förderung und dem Ausbau der Fähigkeiten und Kenntnisse ausgewählter Arbeitnehmer für zukünftige Führungspositionen die Chance auf überdurchschnittlich qualifiziertes Führungspersonal zu eröffnen. Weitere Informationen dazu finden sich im Kapitel Arbeitnehmer. Im Bereich der Vermögensverwaltung können sich die Wertpapier- und Wechselkursentwicklungen in eine für den Konzern günstige Richtung entwickeln. Ähnliches gilt generell für die Unsicherheit bezüglich Fremdwährungen. Die starke Inflation 2023 hat insbesondere in Europa ein Abschwächen der Konjunktur bewirkt. Nachdem die Inflation sich inzwischen wieder beruhigt hat, besteht die Chance, dass die Konjunktur über kurz oder lang wieder deutlich anziehen wird, was zu Umsatzwachstum und höheren Gewinnen führen kann.
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https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/kohleausstiegsgesetz-1716678
11 AusblickBei der Vorhersage der finanziellen Leistungsindikatoren gehen wir für 2024 von den folgenden Werten aus: Für die Umsatzerlöse rechnen wir mit 1.700 Mio. EUR. Beim EBITDA gehen wir von 180 Mio. EUR aus. Für das EBIT erwarten wir 130 Mio. EUR. Für die Eigenkapitalquote gehen wir von 54 % aus. Der operative Cashflow wird sich nach unserer Einschätzung mithilfe eines verbesserten Working Capital Managements bei ca. 180 Mio. EUR bewegen. Dabei gehen wir von einem ähnlichen Geschäftsverlauf wie im Geschäftsjahr 2023 aus, wobei wir die Umsatzerlöse insbesondere aufgrund von Erwerben weiterer Tochterunternehmen über dem Niveau des aktuellen Jahres erwarten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OWG Gruppe wird neben der Entwicklung der operativen Gesellschaften wesentlich durch die Vermögensverwaltung bestimmt. Durch eine bedachte Anlagestrategie werden wir auch weiterhin versuchen, hier ein möglichst gutes Ergebnis bei möglichst geringem Risiko zu erzielen. Die Kurse der Wertpapiere unterliegen Schwankungen, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Durch die langfristige Ausrichtung des Portfolios hoffen wir, solche Schwankungen ohne erhebliche negative Einflüsse auf das Ergebnis zu überstehen. Inwieweit die OWG Gruppe in der Lage sein wird, ihre Ziele zu erreichen, wird stark vom weiteren Verlauf der Weltkonjunktur abhängen. Für 2024 wird von den meisten Experten ein moderates Wirtschaftswachstum prognostiziert. Aufgrund der sehr guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung ist der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet.
Poing, den 13. Mai 2024 OWG Beteiligungs AG Der Vorstand Heinz Reiner Reiff Michael Übelacker Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben und ErläuterungenGesellschaftsrechtliche Verhältnisse Durch Verschmelzungsvertrag vom 10. Mai 2023 ist die 27,42%ige Tochtergesellschaft Stahlgruber Otto Gruber AG (Stahlgruber AG) mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die OWG Beteiligungs AG (OWG) verschmolzen worden. Die Stahlgruber AG ist im Zuge der Verschmelzung untergegangen. Bei der Verschmelzung ist die 100%ige Beteiligung an der REMA TIP TOP AG, Poing, von der Stahlgruber AG auf die OWG übergegangen. Grundlagen des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der OWG Beteiligungs AG, Poing, eingetragen unter der Nummer HRB 189201 beim Amtsgericht München, wird unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Konzernbilanz ist gemäß § 266 HGB, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr des Konzerns und der einbezogenen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode des § 301 HGB. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital des Tochterunternehmens wird dabei mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein darüber hinaus verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein aus der Kapitalkonsolidierung verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird - soweit er nicht im Rahmen der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses am 1. Januar 2017 entstanden ist - als gesonderter Posten nach dem Eigenkapital ausgewiesen und fortentwickelt. Die im Rahmen der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses am 1. Januar 2017 entstandenen passiven Unterschiedsbeträge wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben oder verkauft, ohne dass sich der Status als Tochterunternehmen ändert, wird die Transaktion gemäß dem Wahlrecht nach DRS 23.171 ff. als Kapitalvorgang behandelt. Ein- bzw. Auszahlungen aus der Veräußerung bzw. dem Erwerb von Anteilen ohne Veränderung des Konsolidierungskreises werden in der Kapitalflussrechnung dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden entsprechend § 312 Abs. 1 HGB zum Buchwert angesetzt. Der Beteiligungsansatz wird in den Folgejahren um die anteiligen Beträge der Eigenkapitalveränderungen abzüglich der an den Konzern geleisteten Ausschüttungen fortentwickelt. Als assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich alle Beteiligungen betrachtet, an denen ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen eine Beteiligung zwischen 20 % und 50 % hält. Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten, einschließlich der Eventualverbindlichkeiten, zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Währungsumrechnung Transaktionen in fremder Währung werden in den Einzelabschlüssen zum Kurs am Tage des jeweiligen Geschäftsvorfalls eingebucht. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden am Bilanzstichtag mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Mittelkurs am Bilanzstichtag, langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Anschaffungskurs oder dem höheren Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Konzernabschluss kommt die modifizierte Stichtagskursmethode zur Anwendung. Die Bilanzposten werden grundsätzlich mit den jeweiligen Mittelkursen des Abschlussstichtages umgerechnet. Die Posten des Eigenkapitals werden mit historischen Kursen umgerechnet, wobei die im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. der späteren Entstehung der Posten gültigen Kurse verwendet werden. Die dadurch entstehenden Differenzen werden erfolgsneutral dem Eigenkapital zugeordnet und gesondert als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Eigenkapitals als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Gemäß der Möglichkeit des DRS 25.80 werden währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung sowie Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung von konzerninternen Schuldverhältnissen in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Währungseffekte im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung werden in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt, soweit diese aus konzerninternen Transaktionen von Anlagevermögen resultieren. Soweit Zwischengewinne auf Vorratsvermögen betroffen sind, wird von der Erleichterung nach DRS 25.85 Gebrauch gemacht, und Kursdifferenzen auf Zwischengewinne werden erfolgswirksam erfasst. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der OWG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Eine einheitliche Bewertung wird bei ausländischen Unternehmen nicht vorgenommen, wenn ihre Auswirkungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen assoziierter Unternehmen werden wegen Geringfügigkeit beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und Kundenstämmen, überwiegend über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wird je Tochtergesellschaft festgelegt und beträgt zwischen 5 und 15 Jahren, in der Regel 10 Jahre. Kundenstämme werden ebenfalls über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, maximal 18 Jahre, linear abgeschrieben. Der Konzern übt das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nicht aus. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Sachanlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Hierzu gehören die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie die anteiligen Kosten der betrieblichen Altersversorgung und der freiwilligen sozialen Leistungen. Fremdkapitalkosten werden in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht einbezogen. Erhaltene Investitionszuschüsse vermindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen über eine Nutzungsdauer von zwei bis 20 Jahren vorgenommen. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens voraussichtlich dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren, wird eine Zuschreibung maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet und ausgewiesen. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem voraussichtlich dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Entfällt in den Folgejahren der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung, wird eine Zuschreibung maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert oder dem niedrigeren Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31. Dezember 2023 besteht keine dauerhafte Wertminderung. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. Neben den direkt zurechenbaren Kosten werden in die Herstellungskosten die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen des Anlagevermögens einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Investitionszuschüsse, die passivisch abgegrenzt wurden, werden nach Fertigstellung der bezuschussten Investitionsvorhaben ratierlich aufgelöst. Seit 2015 mindern Investitionszuschüsse die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände. Die Pensionsverpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) mit den folgenden Parametern und unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet:
Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus der Abzinsung dieser Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 174 (31.12.2022: TEUR 1.023). Aufwendungen infolge von Änderungen des Marktzinssatzes sind im Zinsaufwand enthalten. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit einem laufzeitangepassten Zinssatz diskontiert. Zu erwartende wesentliche Preissteigerungen werden berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf Basis des Temporary-Konzepts gebildet. Dementsprechend wird in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen künftig Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern wird nur aktiviert, soweit dieser aus der Konsolidierung resultiert. Bei den latenten Steuern wurden typisiert die in den jeweiligen Ländern gültigen Steuersätze verwendet. Für Deutschland wurde eine pauschale Steuerquote von 30 % angenommen. Hierbei handelt es sich um einen kombinierten Ertragsteuersatz aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Ist nur die Körperschaftsteuer betroffen, kommt ein Steuersatz von 15 % zzgl. Solidaritätszuschlag zur Anwendung. Soweit sich aus den Vorschriften zur Vollkonsolidierung (§§ 300 bis 307 HGB) zusätzliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben, die sich in späteren Zeiträumen voraussichtlich ausgleichen, werden aktive und passive latente Steuern mit einer pauschalen Steuerquote von 30 % ermittelt und angesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Soweit Bewertungseinheiten gebildet werden, werden diese nach der sogenannten "Einfrierungsmethode" bilanziert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. B. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden grundsätzlich alle Tochtergesellschaften einbezogen, auf die die OWG einen beherrschenden Einfluss ausübt bzw. ausüben kann. Der beherrschende Einfluss ist grundsätzlich bei Tochtergesellschaften gegeben, an denen die OWG zu mehr als 50 % beteiligt ist. In den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften Die folgenden Gesellschaften wurden durch Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
* Die Gesellschaft nimmt hinsichtlich der Offenlegung die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Mit der Gesellschaft Les Services VCN Ltée, Quebec/Kanada, besteht ein Beherrschungsvertrag. Obwohl die Beteiligung an der Sarmcol (Pty) Ltd, Boksburg/Südafrika, nur 49 % beträgt, wird die Gesellschaft vollkonsolidiert, da der Konzern eine faktische Beherrschung ausübt. Die 2023 zu 49 % erworbene Gesellschaft Mbense Sosibo Investments Holdings (Pty) Ltd, Benoni/Südafrika, wird ebenfalls vollkonsolidiert, da der Konzern eine faktische Beherrschung ausübt. Zugänge zu den vollkonsolidierten Gesellschaften Im Geschäftsjahr wurden folgende vollkonsolidierte Gesellschaften erworben:
Die Gesellschaften OWG Americas, Inc., Wilmington/USA, und Polymex Holding Investments S.A. de C.V., Santiago de Querétaro/Mexiko, wurden gegründet; die übrigen Gesellschaften wurden 2023 erworben. Abgänge von vollkonsolidierten Gesellschaften Die REMA TIP TOP HOLDING, SpA, Santiago de Chile/Chile, wurde auf ihre Muttergesellschaft REMA TIP TOP Chile Holding SpA, Santiago de Chile/Chile, verschmolzen. Die Stahlgruber Otto Gruber AG, Poing, wurde 2023 auf ihre Muttergesellschaft OWG Beteiligungs AG, Poing, verschmolzen. Die TIP TOP Mobile Technik GmbH, Borna-Zedtlitz, wurde 2023 auf ihre Muttergesellschaft Tip Top Industrievulkanisation Borna GmbH, Borna-Zedtlitz, verschmolzen. Änderungen der Beteiligungsquoten an vollkonsolidierten Gesellschaften Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Veränderungen in den Beteiligungsquoten an bestehenden vollkonsolidierten Gesellschaften. Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen Folgende Tochtergesellschaften wurden wegen Unwesentlichkeit (Jahresergebnis/-umsatz weniger als 1 % des Konzernergebnisses/-umsatzes) bzw. Einstellung des Geschäftsbetriebs nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Anteile an nicht einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Assoziierte Unternehmen Folgende Gesellschaften sind im Konzernabschluss als assoziierte Unternehmen ausgewiesen:
Anteile an assoziierten Unternehmen werden im Konzern nach der Equity-Methode bilanziert; der Buchwert der Beteiligung entspricht bei der Maschinen & Technik GmbH, Lutherstadt Wittenberg, dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens. Veränderungen des At-Equity-Buchwerts werden im Konzernanlagenspiegel als Zu- bzw. Abgänge bei den Anschaffungskosten gezeigt. Bei der REMA TIP TOP Middle East FZCA, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, ist ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 1.097 enthalten, der auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens zurückzuführen ist. Beteiligungen In Anwendung des § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB werden Angaben zu Name, Sitz, Beteiligung, Eigenkapital und Ergebnis von Beteiligungen nicht gemacht, wenn sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die Position umfasst im Wesentlichen folgende Beteiligungen:
Anteile an Unternehmen, an denen kein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Firmenpolitik ausgeübt wird, werden im Konzernabschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beteiligungen ausgewiesen. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 sind folgende Geschäfts- oder Firmenwerte zugegangen (Zugänge 2022: TEUR 11.826):
Bis auf den Goodwill REMA TIP TOP Danmark gingen die Firmenwerte 2023 nach Unternehmenserwerb durch Erstkonsolidierung zu. Der Goodwill REMA TIP TOP Danmark resultiert aus einem Asset Deal. Im Geschäftsjahr wurden folgende außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen vorgenommen:
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen im aktuellen Geschäftsjahr in voller Höhe die MBS B.V., Roeselare/Belgien. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 83 (31.12.2022: TEUR 83) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten; der Betrag betrifft eine Mietkaution. Alle übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundenen Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zum Stichtag mit TEUR 61 (31.12.2022: TEUR 56) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.101 (31.12.2022: TEUR 0) sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, von TEUR 10.027 (31.12.2022: TEUR 9.524), betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Treuhandvermögen mit unbestimmter Laufzeit von TEUR 11.336 (31.12.2022: TEUR 11.336) ausgewiesen, das 2018 im Rahmen der Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf einen externen Pensionsfonds für eventuelle zukünftige Nachschusspflichten der OWG AG eingerichtet wurde. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital des Mutterunternehmens betrug zum 31.12.2022 TEUR 91 und war in 91.457 auf den Namen lautende Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt. Im Zuge der Verschmelzung wurde das Grundkapital durch Ausgabe von 640.199 neuen auf den Namen lautenden Stammaktien und 731.656 neuen auf den Namen lautenden Vorzugsaktien mit Stimmrecht, jeweils als Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00, um insgesamt TEUR 1.372 auf TEUR 1.463 erhöht. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage (TEUR 831.162; 31.12.2023: TEUR 0) ist im Rahmen der Verschmelzung der Stahlgruber Otto Gruber AG, Poing, auf die OWG Beteiligungs AG, Poing, bei dieser entstanden. Es handelt sich um eine freie Kapitalrücklage i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Gewinnrücklagen Die gesetzliche Rücklage der OWG Beteiligungs AG nach § 150 AktG beträgt zum 31.12.2023 unverändert EUR 10.052,70. Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der OWG Beteiligungs AG vom 24. Mai 2023 wurden TEUR 8.000 aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2022 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der aus der Verschmelzung von OWG und Stahlgruber AG aus den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter umgebuchte Betrag, der nicht zur Kapitalerhöhung verwendet oder in die Kapitalrücklage eingestellt worden ist, wurde abzgl. des auf den Währungsausgleichsposten entfallenden Betrags mit den anderen (Konzern-) Gewinnrücklagen verrechnet. Ausschüttungssperre Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals des Mutterunternehmens unterliegen der Ausschüttungssperre; der Gesamtbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 117 (31.12.2022: TEUR 0). Die Sperre resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung für die Abzinsung von Altersversorgungsleistungen. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Der Investitionszuschuss entfällt überwiegend auf Mittel zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", die zur Mitfinanzierung der Erweiterungsmaßnahmen in der Betriebsstätte Fürstenzell gewährt wurden, sowie auf den Neubau einer Produktionshalle in Wittenberg. Rückstellungen für Pensionen Alle bis zum 14. Dezember 2018 (Übertragungsstichtag) erdienten Pensionszusagen (Past Service) der Gesellschaften Stahlgruber Otto Gruber AG, Poing, REMA TIP TOP AG, Poing, und REMA TIP TOP Desdorf GmbH, Elsdorf, wurden 2018 auf die Mercer Pensionsfonds AG, Frankfurt am Main, übertragen. Für nach dem Übertragungsstichtag erdiente Pensionszusagen (Future Service) werden weiterhin Rückstellungen im Abschluss der OWG Beteiligungs AG, REMA TIP TOP AG und REMA TIP TOP Desdorf GmbH gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich zum Stichtag wie folgt nach Fristigkeiten zusammen:
Die Verbindlichkeiten setzen sich zum Stichtag wie folgt nach Fristigkeiten zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 8.000 (31.12.2022: TEUR 9.500) durch Grundpfandrechte besichert. Zudem sind Kontokorrentkredite einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 16.915 (31.12.2022: TEUR 19.808) enthalten, die durch unwiderrufliche und uneingeschränkte Bürgschaft von der OWG Beteiligungs AG abgesichert sind, sowie diverse Bankdarlehen australischer Tochtergesellschaften über TEUR 9.531 (31.12.2022: TEUR 11.151), die durch unbegrenzte Bürgschaften, Verpflichtungen auf Schadensersatzleistungen von der OWG Beteiligungs AG und jeder einzelnen australischen Tochtergesellschaft und über das gesamte Vermögen dieser Gesellschaften besichert sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 95 (31.12.2022: TEUR 0) Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 2 (31.12.2022: TEUR 20) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen von TEUR 34 (31.12.2022: TEUR 34) betreffen Lieferungen und Leistungen. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Aktionärsdarlehen in Höhe von TEUR 101.845 (31.12.2022: TEUR 115.917). Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern von TEUR 16.208 (31.12.2022: TEUR 16.125) und die passiven latenten Steuern von TEUR 22.680 (31.12.2022: TEUR 19.508) entfallen jeweils saldiert auf die folgenden Bilanzpositionen:
In Deutschland wurde mit dem "Gesetz für die Umsetzung der Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Union" (Mindestbesteuerungsgesetz) eine gesetzliche Regelung zur Sicherstellung einer globalen Mindestbesteuerung (nach dem sog. OECD Pillar II) erlassen. Der OWG-Konzern fällt ab dem kommenden Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich des Mindestbesteuerungsgesetzes. Aufgrund der Komplexität der Regelungen sowie der in vielen Ländern noch nicht endgültig abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahren ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich, die genaue Höhe der zukünftigen Belastung verlässlich zu ermitteln. Die sich voraussichtlich in der Zukunft ergebende Belastung mit Mindeststeuern wurde daher auf Basis der zum Berichtsstichtag vorliegenden Informationen (historische Daten sowie Planungsrechnungen) untersucht. Der Konzern erwartet auf Grundlage des aktuellen Kenntnisstandes keine wesentlichen Auswirkungen im kommenden Jahr. Derivative Finanzinstrumente Die OWG Beteiligungs AG hat Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente werden eingesetzt, um in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Schwankungen aus Zinsänderungen zu reduzieren. Zinsswaps wurden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus aufgenommenen Darlehen abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit bis längstens 2024. Sie stehen in einer Sicherungsbeziehung (Mikro-Hedges) zu den bilanzierten Darlehen. Die Sicherungsgeschäfte bilden deckungsgleich die Merkmale der originären Finanzgeschäfte ab. Die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge werden saldiert im Zinsaufwand erfasst. Da für die derivativen Finanzinstrumente kein allgemein öffentlicher Markt besteht, erfolgen die Angaben der Marktwerte aufgrund der von den beteiligten Kreditinstituten mitgeteilten Beträge, zu denen eine Aufhebung der Vertragseinheiten möglich wäre (buy-out-calculation).
Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 5.665 (31.12.2022: TEUR 3.890). Der Konzern geht Haftungsverhältnisse nur nach Abwägung aller Risiken und nur im Zusammenhang mit der eigenen Geschäftstätigkeit ein. Bis zum Aufstellungszeitpunkt liegen keine Erkenntnisse über Haftungsinanspruchnahmen vor. In der Vergangenheit wurde der Konzern aus bestehenden Haftungsverhältnissen nicht in Anspruch genommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird deshalb als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Haftungsverhältnissen angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 78.270 (31.12.2022: TEUR 83.888). Sie betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Erbbau-, Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Für die Erfüllung des jeweiligen Geschäftszwecks haben die OWG AG und ihre Tochtergesellschaften diverse Leasingverträge über technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Bei den Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um Operating-Lease-Verträge. Der Vorteil von Leasing liegt im konstanten Liquiditätsabfluss über die Vertragslaufzeit im Vergleich zu einer hohen Anfangsinvestition beim Erwerb. Der überwiegende Anteil der Verträge hat eine Laufzeit von weniger als fünf Jahren. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein Bestellobligo von TEUR 15.232 (31.12.2022: TEUR 24.614). Mit Pensionsfondsvertrag vom 6. / 14. Dezember 2018 lagerten die Stahlgruber AG, die REMA TIP TOP AG und die REMA TIP TOP Desdorf GmbH die bis zum 14. Dezember 2018 bestehenden Versorgungszusagen und die daraus resultierenden Versorgungsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds aus. Die Deckung des Pensionsfondsvermögens wird jährlich überprüft. Bei Unterdeckung des vertraglich definierten Sollvermögens kann der Pensionsfonds einen Nachschuss in Höhe von einem Drittel der Unterdeckung des Sollvermögens verlangen. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 besteht keine Unterdeckung des Pensionsfondsvermögens. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte, welche für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, liegen nicht vor. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsätze gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:
Die Umsatzerlöse stellen sich nach Regionen wie folgt dar:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr periodenfremde Erträge von TEUR 17.118 (2022: TEUR 9.374), die im Wesentlichen aus dem Abgang von Finanzanlagen, und der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 11.660 (2022: TEUR 19.500). Abschreibungen Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf folgende Vermögensgegenstände vorgenommen:
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen im aktuellen Geschäftsjahr die MBS B.V., Roeselare/Belgien. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte betrafen im Vorjahr die B.M.C. B.V., Roeselare/Belgien. Die außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen betraf im Vorjahr die A. Schüth GmbH, Schotten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen von TEUR 452 (2022: TEUR 1.492) betreffen im Wesentlichen den Abgang von Sachanlagen. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Abschreibungen auf Finanzanlagen TEUR 0 (2022: TEUR 367) fielen im Berichtsjahr nicht an. Sie betrafen im Vorjahr die vollständige Abwertung von Beteiligungen in Kasachstan und Russland sowie von Darlehen an diese Gesellschaften. Im Berichtsjahr fielen Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (2022: TEUR 18.181) nicht an. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen von TEUR 235 (2022: TEUR 480), wovon wiederum TEUR 225 (2022: TEUR 469) die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen betreffen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Auf latente Steuern entfällt ein Ertrag von TEUR 1.345 (2022: Ertrag von TEUR 4.981). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 2.808 (2022: periodenfremde Aufwendungen von TEUR 355). E. Sonstige AngabenHonorar des Konzernabschlussprüfers Vom Konzernabschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr 2023 folgende Honorare berechnet:
Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der bei konsolidierten Unternehmen Beschäftigten betrug:
Die durchschnittliche Zahl der bei assoziierten Unternehmen Beschäftigten betrug:
Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl bei assoziierten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der Ausweitung der Geschäftstätigkeit bei der REMA TIP TOP Middle East FZCA, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate. Organe Vorstand Heinz Reiner Reiff (Vorstandsvorsitzender) Annerose Schenk-Rettenberger (bis 13. November 2023) Michael Übelacker Die OWG macht von der Befreiung nach § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, in dem sie die Gesamtbezüge des Vorstands nicht nennt. Aufsichtsrat Bernhard Strauch, Kaufmann, Feldkirchen-Westerham (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Dr. Reinhold Ernst, Rechtsanwalt, Meerbusch (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 25. April 2024) Dr. Josef Krähn, Rechtsanwalt, München (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 25. April 2024) Hans Spitzner, Staatssekretär a. D., MdL, München Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Hempel Industrievulkanisation GmbH & Co KG, Neu-Ulm wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2024 auf die REMA TIP TOP Süd GmbH, Neutraubling verschmolzen. Die REMA TIP TOP Holdings UK Ltd, Leeds/Vereinigtes Königreich erwarb im Februar 2024 zu einem Kaufpreis von GPB 8,3 Mio. 100 % der Anteile an der Tyre Valve Specialist Holdings Ltd., Nottingham/Vereinigtes Königreich. Die OWG Americas, Inc., Wilmington/USA erwarb Anfang 2024 zu einem Kaufpreis von USD 15 Mio. 60% der Anteile der ArcoTech Drilling Technology Solutions LLC, Conroe/USA. Im Januar 2024 wurde die OWG ARE LLC, Wilmington/USA gegründet. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 141.020.745,61 zur Ausschüttung einer Dividende von
zu verwenden und den Restbetrag von EUR 110.291.193,61 auf neue Rechnung vorzutragen.
Poing, den 13. Mai 2024 OWG Beteiligungs AG, Poing Der Vorstand Heinz Reiner Reiff Michael Übelacker Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2023
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OWG Beteiligungs AG, Poing Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der OWG Beteiligungs AG, Poing, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OWG Beteiligungs AG, Poing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften undGrundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 13. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Tanja Markert, Wirtschaftsprüferin Maximilian Domberg, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 14.05.2024 gebilligt. |
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OWG Beteiligungs AG
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Gruber Straße 65
85586 Poing - Handelsregister
- HRB 189201, München
- Eintragungsdatum
- 9. November 2010
- Branche
-
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Eingetragenes Kapital
- 1.463.312,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Das Halten sowie die Übernahme von Beteiligungen an anderen Gesellschaften im ln- und Ausland, unter anderem solchen, welche die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Industrie- und Handelsprodukten und/oder die Erbringung von Dienstleistungen zum Gegenstand haben, Beratung und Unterstützung dieser Gesellschaften in organisatorischer, wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht, die Verwaltung eigenen Vermögens, die Vermietung und Verpachtung von beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern, die Lizenzierung und Venruertung von immateriellen Wirtschaftsgütern, die Erbringung von Dienstleistungen, sei es als Holdingunternehmen, sei es als Beratungsunternehmen bei der Entwicklung, Koordination und Realisierung von I nvestitionsprojekten.
Finanzen
Bilanz
- Anlagevermögen 77,4 % 1,27 Mrd
- Umlaufvermögen 22,6 % 372,25 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 59,0 k
- Eigenkapital 59,6 % 981,66 Mio
- Verbindlichkeiten 38,9 % 639,65 Mio
- Rückstellungen 1,5 % 24,63 Mio
Bilanzdaten für 13 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Sonstige betriebliche Erträge 49,1 % 161,11 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 43,0 % 141,02 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,8 % 9,18 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 2,0 % 6,50 Mio
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1,1 % 3,68 Mio
- Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1,0 % 3,31 Mio
- Umsatzerlöse 0,6 % 1,96 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,3 % −1,09 Mio
- Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,0 % 0
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 51,1 % −23,55 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 21,4 % −9,88 Mio
- Personalaufwand 18,1 % −8,34 Mio
- Sonstige Steuern 6,7 % −3,07 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,6 % 1,22 Mio
- Ergebnis nach Steuern 140,42 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 137,34 Mio
Vertretungsberechtigte
-
Josef Markus Dr. Krähn
seit 2025 Vorstandsmitglied
-
Daniela Bettina Maria Zink
seit 2025 Prokura
-
Jenny Dr. Dvorak
seit 2026 Prokura
-
Klemens Johannes Albers
seit 2023 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- OWG Holding GmbH 100,0 %
- OWG Verwaltungs GmbH 100,0 %
- DBS Delta Business Service GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
22.07.
SatzungsänderungOWG Beteiligungs AG
-
08.05.
Eintritt eines MitgliedsJenny Dr. Dvorak · Gesamtprokura
- 2025
-
24.10.
Austritt einer PositionMichael Übelacker · Vorstand
-
24.10.
Eintritt eines MitgliedsJosef Markus Dr. Krähn · Vorstand
-
09.07.
SatzungsänderungOWG Beteiligungs AG
-
07.07.
Eintritt eines MitgliedsDaniela Bettina Maria Zink · Gesamtprokura
-
07.07.
Austritt einer PositionStefan Flohr · Gesamtprokura
-
07.07.
Austritt einer PositionHeinz Reiner Reiff · Vorstand
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2024 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2023 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2023 Konzernabschluss Volltext
Registerdokumente
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von OWG Beteiligungs AG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: dfd82028e4cf8ca929137d47932c13e5",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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