gelöscht Rechtsform SE Europäische Aktiengesellschaft (SE)

PharmaSGP Holding SE

GräfelfingGräfelfing, DEU ·HRB 255684 München
Dieses Unternehmen ist nicht mehr aktiv. Erweiterte Unternehmensdaten sind nur mit einem Benutzerkonto einsehbar. API-Key holen →

Stammdaten

Rechtsform
SE
Anschrift
82166 Gräfelfing
Handelsregister
HRB 255684, München
Eintragungsdatum
21. November 2019
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Eingetragenes Kapital
12.000.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Entwicklung, Herstellung, Vermarktung, Vertrieb und/oder Lizenzierung von Produkten im Bereich Pharma und Healthcare sowie von verwandten Produkten sowie Beratung anderer Unternehmen auf vorgenannten und angrenzenden Gebieten. Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen (bspw. administrativer, finanzieller, kaufmännischer oder technischer Art) gegenüber Beteiligungsunternehmen.

Finanzen

Bilanzsumme 2023
29,59 Mio. €

Bilanz

2024
Aktivseite 114,27 Mio
  • Summe langfristige Vermögenswerte 53,0 % 60,60 Mio
  • Summe kurzfristige Vermögenswerte 47,0 % 53,67 Mio
Passivseite 114,27 Mio
  • Summe langfristige Verbindlichkeiten 51,9 % 59,28 Mio
  • Summe Eigenkapital 28,0 % 31,96 Mio
  • Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 20,2 % 23,03 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 140,16 Mio
  • Umsatzerlöse 84,8 % 118,84 Mio
  • Periodenergebnis 13,9 % 19,54 Mio
  • Finanzerträge 1,1 % 1,47 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,2 % 313,0 k
Aufwendungen 167,52 Mio
  • Marketingaufwand 31,8 % 53,27 Mio
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 22,1 % 37,05 Mio
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 16,5 % 27,64 Mio
  • Aufwendungen für Rohstoffe, Verbrauchsmaterial und fertige Erzeugnisse 6,5 % 10,85 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 5,9 % 9,96 Mio
  • Abschreibungen 5,6 % 9,41 Mio
  • Personalaufwand 4,8 % 8,03 Mio
  • Ertragsteueraufwand 3,9 % 6,51 Mio
  • Finanzaufwendungen 1,8 % 3,07 Mio
  • In den Gewinn oder Verlust umgegliederte Verluste aus Sicherungsinstrumenten 0,8 % 1,31 Mio
  • Gewinne und Verluste aus Cashflow-Hedges 0,3 % 430,0 k
  • Ergebnis vor Steuern 26,04 Mio
  • Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 2
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • M****** G****** R***** seit 2020 Vorstandsmitglied
  • P**** G******* seit 2024 Vorstandsmitglied
1 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Beteiligungen an

2 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2025
  2. 15.12.
    Unternehmensvertrag
    PharmaSGP Holding SE
  3. 09.12.
    Squeeze-Out
    PharmaSGP Holding SE
  4. 09.12.
    Registerblatt geschlossen
    PharmaSGP Holding SE
  5. 11.02.
    Austritt einer Position
    N****** M**** W****** · Vorstand
  6. 2024
  7. 09.08.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    P**** G******* · Vorstand
  8. 02.07.
    Satzungsänderung
    PharmaSGP Holding SE
  9. 02.07.
    Änderung des bedingten Kapitals
    PharmaSGP Holding SE
  10. 02.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    P**** G******* · Vorstand
39 weitere Events inklusive aller Details API-Key holen →

Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Volltext

Dieser Bericht fasst den Lagebericht der PharmaSGP Holding SE (nachstehend auch die „Gesellschaft“ oder „SGP SE“) zusammen mit dem Konzernlagebericht der PharmaSGP Gruppe („PharmaSGP“ oder „die Gruppe“), bestehend aus der PharmaSGP Holding SE und ihren Tochtergesellschaften PharmaSGP GmbH, Remitan GmbH, Restaxil GmbH, Fokusan Health GmbH und PharmaSGP Vitalmed GmbH. Der zusammengefasste Lagebericht der PharmaSGP Holding SE wurde gemäß §§ 289, 315 und 315a HGB sowie des Deutschen Rechnungslegungsstandards DRS 20 aufgestellt. 1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell Die PharmaSGP Holding SE ist (gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften) ein Consumer-Health- Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (over-the-counter „OTC“) und anderen Gesundheitsprodukten, die mit Fokus auf den Vertriebskanal Apotheke vermarktet werden. In den letzten elf Jahren hat die PharmaSGP eine Plattform geschaffen, mit der sie Marken in allen ihren europäischen Märkten erfolgreich integrieren und ausbauen kann. Fünf ausschlaggebende Faktoren sind die Basis für den weiteren Erfolg: • Ein bewährtes, skalierbares Asset-light- Geschäftsmodell kombiniert mit etablierten Abläufen • Eine stark diversifizierte europäische Lieferkette • Eine breite und langjährige regulatorische Expertise • Eine starke und spezialisierte Direct-to- Consumer-Marketingstrategie (D2C) • Eine hohe Zielgruppenreichweite mit mehr als 165 Mio. Kontakten pro Monat Um sich auf ihre Erfolgstreiber zu fokussieren, hat PharmaSGP bewusst ein skalierbares Asset-light- Geschäftsmodell etabliert, das zudem schnell und effizient in neue Zielmärkte transferiert werden kann. Der gesamte Herstellungsprozess wird von einem diversifizierten Netzwerk von Lohnherstellern in Europa abgebildet. Im Inland sowie in den ausländischen Märkten beliefern einzelne lokale Logistikanbieter den Großhandel sowie zum geringen Teil direkt die Apotheken. Kombiniert mit der langjährigen Erfahrung im Hinblick auf Zulassungsprozesse für neue OTC- Arzneimittel im In- und Ausland sowie regulatorische Anforderungen für andere Gesundheitsprodukte, ist PharmaSGP mittels ihrer Plattform in der Lage, sowohl neue als auch etablierte Marken schnell auf- und auszubauen und ihr Geschäftsmodell mit geringen Investitionen in anderen Ländern zu etablieren. Die OTC-Produkte von PharmaSGP decken hochrelevante und chronische Indikationen ab, die unter bekannten Apothekenmarken über eine spezialisierte D2C-Marketingstrategie mit einer hohen Zielgruppenreichweite und effizienten kommerziellen Mediakonditionen direkt an ihre Zielgruppe, insbesondere ältere Menschen, vermarktet werden. In einem strukturell wachsenden Markt hat sie dadurch marktführende Positionen in vielen wichtigen Bereichen, wie z. B. rheumatische und neuralgische Schmerzen, Schlafstörungen oder Männer- und Frauengesundheit, etabliert. Die Erweiterung des Produktportfolios erfolgt über Eigenentwicklungen sowie im Rahmen der Wachstumsstrategie über akquirierte Zulassungen, Marken und Produktportfolios. Kernmarkt von PharmaSGP ist Deutschland, der im Geschäftsjahr 2023 73 % der Gesamtumsatzerlöse ausmachte. Da auch für den gesamten europäischen OTC-Markt dank fundamentaler Trends Wachstumsraten für die Zukunft erwartet werden, treibt die Gruppe auch die Internationalisierung ihres Markenportfolios voran. Seit der Einführung des ersten Produkts aus dem gegenwärtigen Produktportfolio im Jahr 2012 hat PharmaSGP ihr Geschäftsmodell erfolgreich nach Österreich, Italien, Belgien, Frankreich und Spanien transferiert. Seit September 2021 ist die Gruppe zudem in der Schweiz und im osteuropäischen EU- Raum aktiv. Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1.2. Produktportfolio Das derzeit vermarktete Produktportfolio von PharmaSGP umfasst zum 31. Dezember 2023 insgesamt knapp 50 OTC-Arzneimittel und andere Gesundheitsprodukte. Die Kernmarken der Gruppe decken chronische Indikationen, insbesondere Schmerzen und Schlafstörungen, sowie weitere altersbedingte Leiden ab. Die OTC-Arzneimittel basieren mehrheitlich auf natürlichen pharmazeutischen Wirkstoffen mit dokumentierter Wirksamkeit und wenig bekannten Nebenwirkungen. In Deutschland ist PharmaSGP Marktführerin für chemiefreie Schmerzmittel, basierend auf den Umsatzerlösen mit chemiefreien, systemischen OTC-Arzneimitteln für Nervenschmerzen und rheumatische Schmerzen. Letztere werden unter den bekannten Markenfamilien Restaxil ® (Nervenschmerzen) und RubaXX ® (rheumatische und verschleißbedingte Schmerzen) vertrieben. Zudem hat PharmaSGP führende Marken in ihrer Kategorie gegen Schwindel (TAUMEA ® ) und sexuelle Schwäche (DESEO ® , Neradin ® ) etabliert. Der Ausbau bestehender Markenfamilien sowie die Erweiterung des Markenportfolios über Eigenentwicklungen und akquirierte Zulassungen, Marken und Produktportfolios sind wesentliche Bestandteile der Wachstumsstrategie. Mit der Akquisition der etablierten OTC-Marken Baldriparan ® , Formigran ® , Spalt ® und Kamol ® im August 2021 erweiterte PharmaSGP ihr Portfolio um weitere Marktführer in ihren Kategorien. In Deutschland ist Baldriparan ® bspw. das Nr. 1 pflanzliche Schlafmittel in der Apotheke und Formigran ® das führende OTC-Arzneimittel bei Migräne. 1.3. Ziele und Strategie Das Ziel der PharmaSGP ist es, in Europa ein starkes Portfolio an führenden OTC-Marken zu etablieren. Um dies zu erreichen, hat sie eine Wachstumsstrategie definiert, die sich auf die Nutzung ihrer Plattform in Europa fokussiert. Neben dem weiteren organischen Wachstum und Ausbau ihres bestehenden Portfolios konzentriert sich die PharmaSGP dabei im Rahmen der Wachstumsstrategie auch auf den Erwerb und die Integration etablierter Marken. Wertsteigerungspotenziale lassen sich hierbei realisieren über • die Erhöhung des Umsatzniveaus durch die Umsetzung der D2C-Marketingstrategie und die Nutzung der hohen Zielgruppenreichweite, sowie • die Steigerung der Profitabilität u. a. durch Margenoptimierungen und Verbesserung der Kostenstruktur auf Basis des Asset-Light- Geschäftsmodells. Dabei sucht die Gruppe nach bekannten und etablierten Marken mit bestehendem Kundenstamm und ungenutzten wirtschaftlichen Potenzialen sowie nach unterinvestierten Marken in ihrem aktuellen Umfeld, die weiter ausgebaut werden können. Ausgangspunkt für die Realisierung des Wachstumspotenzials von PharmaSGP ist die permanente Analyse ihrer Zielmärkte. Schnelligkeit bei der Produkteinführung, Flexibilität im Marketingansatz und ein klarer Endverbraucherfokus bestimmen den Weg zum nachhaltigen Markterfolg von PharmaSGP. Darüber hinaus ist die weitere Internationalisierung elementarer Bestandteil der Wachstumsstrategie. 1.4. Forschung und Entwicklung Ein kosteneffizienter Produktentwicklungsprozess sowie ein schneller Integrationsprozess von etablierten Produkten in die PharmaSGP-Plattform sind ausschlaggebende Erfolgsfaktoren für das Wachstum der PharmaSGP. Die Entwicklung und Integration von neuen Produkten ist dabei ein wichtiger Teil der PharmaSGP. Die zentralen Aktivitäten sind sowohl die Identifikation von attraktiven Indikationen und pharmazeutischen Wirkstoffen, die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Rezepturen sowie die Optimierung von bestehenden oder akquirierten Zulassungen. Für die Herstellung der Rezepturmuster arbeitet PharmaSGP mit spezialisierten Lohnherstellern und zertifizierten Laboren zusammen. Services wie bspw. Testproduktionen, Analytik oder Haltbarkeitsstudien werden bei Bedarf zugekauft, um den Entwicklungsprozess bewusst ressourcenschonend und kosteneffizient zu gestalten. Dieser Prozess hält die Entwicklungskosten von PharmaSGP auf einem geringen Niveau und beschleunigt den Marktzugang. Akquirierte Zulassungen werden bezüglich Spezifikation und Herstellungsprozess an die entsprechenden Anforderungen der PharmaSGP sowie an den aktuellen Anforderungskatalog der regulierenden Behörden angepasst. Die Gruppe verfügt über eine langjährige Erfahrung in Hinblick auf Zulassungsprozesse für neue OTC- Arzneimittel im In- und Ausland. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich die Gesamtzahl aller vermarkteter und nicht vermarkteter Zulassungen (bestehend oder im Verfahren) auf 86 im In- und Ausland. Entwicklungsleistungen entfallen auf die PharmaSGP GmbH und die Restaxil GmbH. Die konzernweite Aktivierungsquote im Geschäftsjahr 2023 betrug 77 %. PharmaSGP betreibt keine Forschung. 1.5. Marketing und Vertrieb Die PharmaSGP hat durch ihre D2C- Marketingstrategie führende Verbrauchermarken in wichtigen Indikationsgebieten, wie z. B. rheumatische und neuralgische Schmerzen oder sexuelle Schwäche, etabliert. Das Marketing fokussiert sie dabei auf eine direkte Endverbraucheransprache durch Printmedien- und TV-Werbung sowie Online-Marketing. Durch die Bewerbung in u. a. reichweitenstarken Zeitungen, Zeitschriften und selektiv TV-Sendern erzielt PharmaSGP aktuell eine durchschnittliche Zielgruppenreichweite von mehr als 165 Millionen Kontakten pro Monat in ihren Zielmärkten. Neben der zuverlässigen Produktqualität führen die Marketingmaßnahmen der Gruppe zur Loyalität der Konsumenten gegenüber den Marken von PharmaSGP. Dies schlägt sich sowohl in Wiederholungskäufen als auch in zahlreichen positiven Erfahrungsberichten von Kunden und Patienten nieder. Auch die Tatsache, dass ihre Produkte in bis zu 99 % der Apotheken in Deutschland verfügbar sind, belegt die große Reichweite von PharmaSGP. 1.6. Konzernstruktur Unter dem Dach der PharmaSGP Holding SE firmieren die hundertprozentigen Tochtergesellschaften PharmaSGP GmbH, Remitan GmbH, Restaxil GmbH, Fokusan Health GmbH (vormals PharmaSGP Vertriebs GmbH) und die im Mai 2023 gegründete PharmaSGP Vitalmed GmbH. Die PharmaSGP GmbH und Restaxil GmbH vertreiben den Großteil der OTC-Produkte in der Kategorie Health Brands, während die Remitan GmbH vor allem Produkte der Kategorie Beauty Brands vertreibt. 1.7. Standorte und Mitarbeiter Der eingetragene Sitz der Gesellschaften der PharmaSGP ist in Gräfelfing, Bayern, Deutschland. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gruppe an diesem Standort insgesamt 89 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente), davon 24 in der SGP SE (31. Dezember 2022: 79 Mitarbeiter, davon 21 in der SGP SE). Am Unternehmensstandort in Gräfelfing sind alle relevanten Abteilungen angesiedelt, so u. a. Marketing und Vertrieb, Produktentwicklung, Quality Management & Regulatory Affairs, Operations, Controlling & Accounting sowie weitere unterstützende Funktionen. Die Produktion der OTC-Arzneimittel und -Gesundheitsprodukte erfolgt in der Regel in Deutschland und im europäischen Ausland, in Zusammenarbeit mit ausgewählten und zertifizierten Lohnherstellern. Für den Vertrieb ihrer Produkte kooperiert PharmaSGP mit langjährigen Logistik- und Vertriebspartnern in den jeweiligen Ländern. 1.8. Steuerungssystem und Leistungsindikatoren Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Gruppe erfolgt durch vom Vorstand vereinbarte Zielvorgaben. Mittels der Budgetplanung werden die Zielvorgaben in messbare finanzielle Ziele übersetzt. Die Steuerung des operativen Geschäfts basiert auf ausgewählten finanziellen Kennzahlen. Ein kontinuierliches Monitoring der finanziellen Leistungsindikatoren sowie deren Präsentation erfolgt in der monatlichen Berichterstattung an den Vorstand. Insbesondere wird ein Abgleich von Planwerten mit den Ergebnissen aus der laufenden Geschäftsentwicklung (Plan-Ist-Vergleich) vorgenommen. Liegen Abweichungen zu den ursprünglichen Zielwerten vor, werden entsprechende Maßnahmen definiert und implementiert. Die für den Vorstand zentralen Steuerungsgrößen zur Messung des Unternehmenserfolgs sind Umsatzerlöse sowie das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA). 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmen- bedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Laut Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) war die Weltkonjunktur im Jahr 2023 von einer geringen Dynamik geprägt, wenngleich sie sich angesichts der hohen Inflation und der Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken besser als erwartet entwickelte. 1 Nach einem Wachstum von 3,3 % im Vorjahr legte die Weltwirtschaft den Kieler Wirtschaftsforschern zufolge im Jahr 2023 um 3,1 % zu. 2 In Deutschland sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,3 %; 2022 war das BIP noch um 1,8 % gewachsen. 3 Neben der gebremsten Weltkonjunktur wirkte sich vor allem der rückläufige Konsum und ein schwacher Export negativ auf die deutsche Wirtschaft aus. 4 Auch im gesamten Euroraum war das Wachstum des preisbereinigten BIP im Jahr 2023 gedämpft und lag nach einer vorläufigen Erhebung des IfW bei 0,5 %. Im Vorjahr war das BIP-Wachstum mit 3,4 % noch wesentlich dynamischer ausgefallen. Die gebremste Entwicklung 2023 zeigt sich auch in weiteren zentralen EU-Märkten wie Frankreich und Italien, die mit 0,8 % bzw. 0,7 % nur moderat gewachsen sind. 5 2.1.2. Branchenbezogene Rahmen- bedingungen Grundlegende Trends wie die fortschreitende Alterung der Gesellschaft ermöglichen Unternehmen im für PharmaSGP relevanten Pharma- und Gesundheitsmarkt ein vergleichsweise konjunkturunabhängiges Wachstum. Aufgrund der Tatsache, dass Konsumenten bevorzugt nicht an ihrer Gesundheit sparen, sind Pharmaunternehmen auch von den negativen Auswirkungen einer hohen 1 Institut für Weltwirtschaft (2023), Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2023, S. 2 2 Ebd., S. 6 3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/P D24_019_811.html 4 Institut für Weltwirtschaft (2023), Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Wirtschaft im Winter 2023, S. 2 Inflation auf das Kaufverhalten im Branchenvergleich weniger betroffen. Gleichzeitig lassen sich ein kontinuierlich steigendes Gesundheitsbewusstsein sowie ein Trend zu natürlichen Arzneimitteln und einer verstärkten Selbstmedikation in der Gesellschaft erkennen. In Deutschland verbuchte der Apothekenmarkt im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr. 6 Der OTC-Markt verzeichnete im selben Zeitraum ein Umsatzwachstum von 6,7 %. 7 Diese allgemein positiven Trends spiegeln sich auch in den positiven Aussichten für den OTC-Markt wider. Für 2024 wird der Umsatz im Bereich der OTC-Medikamente in Europa auf insgesamt etwa € 50,1 Mrd. geschätzt. Bis 2028 wird für diesen Markt ein jährliches Wachstum von 3,8 % prognostiziert. 8 5 Institut für Weltwirtschaft (2023), Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2023, S. 19 6 IQVIA Marktbericht Classic: Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023, S. 17 7 Ebd., S. 25 8 https://de.statista.com/outlook/cmo/otc-pharma/europa 2.2. Geschäftsverlauf der PharmaSGP Im Geschäftsjahr 2023 hat die PharmaSGP die erfolgreiche Unternehmensentwicklung weiter fortgesetzt. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 17,8 % gestiegen bei einer Steigerung der Profitabilität auf nunmehr 33,7 % im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (bereinigte EBITDA-Marge). Damit zeigt sich die PharmaSGP deutlich stärker als die Marktentwicklung und kann gleichzeitig die Performance einiger ihrer Produktmarken deutlich über die Marktentwicklung heben. Die im Vorjahr abgeschlossene Konsortialfinanzierung wurde planmäßig um T€ 8.000 zurückgeführt. Dieser Zahlungsmittelabfluss sowie die ausgeschüttete Dividende von T€ 5.875 sind vollständig durch operative Zahlungsmittelzuflüsse gedeckt, so dass die PharmaSGP ihren Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2023 auf T€ 40.766 erhöhen konnte. Im aktuell steigenden Zinsumfeld hat die PharmaSGP ihre Treasury-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2023 deutlich verstärkt, beispielsweise durch vermehrte Nutzung von Termingeldern, Geldmarktfonds und Zinssicherungsgeschäften. Als Folge des intensivierten Cash Managements stiegen die Finanzerträge gegenüber dem Vorjahr um das Sechsfache auf T€ 2.179. Insgesamt führten sowohl das verbesserte operative Ergebnis als auch die erweiterten Finanzierungstätigkeiten zu einem Anstieg des Periodenergebnisses 2023 von T€ 4.443 bzw. 37,2 % gegenüber dem Vorjahr. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der PharmaSGP 2.3.1. Ertragslage Umsatzentwicklung: Deutliches Umsatzplus Die Umsatzerlöse der PharmaSGP haben sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 17,8 % erhöht und erreichten T€ 101.099 (2022: T€ 85.824). Das Wachstum erfolgte in nahezu allen Indikationsbereichen der Health Brands und auch in der Beauty Brands Kategorie. Umsatzverteilung nach Regionen: Internationalisierung, Deutschland bleibt wichtigster Absatzmarkt 85.824 101.099 2022 2023 Umsatzerlöse in T€ 73% 13% 10% 4% 2023 Deutschland Italien Österreich sonstiges EU-Ausland 71% 12% 11% 6% 2022 Deutschland Italien Österreich sonstiges EU-Ausland +17,8 % Mit einem Anteil von 73 % am gesamten Umsatz der Gruppe im Geschäftsjahr 2023 bleibt Deutschland mit seinem Volumen der wichtigste Absatzmarkt. Der Umsatzanteil von Italien beträgt im Geschäftsjahr 2023 13 %, der Umsatzanteil von Österreich beträgt 10 %. Umsatzerlöse nach Kategorien: Health Brands wesentlicher Wachstumstreiber Nahezu alle Indikationsbereiche der Health Brands Kategorie tragen zum Wachstum bei. Neben den Indikationen Gelenk- und Nervenschmerzen (vertreten durch die Produktmarken Restaxil ® und RubaXX ® ) ist im Geschäftsjahr 2023 besonders die Kategorie Männer- und Frauengesundheit stark gewachsen, in denen PharmaSGP u. a. mit den Produktmarken DESEO ® und Neradin ® vertreten ist. Der Produktmarken der Beauty Brands Kategorie entwickelten sich erwartungsgemäß. Die Health Brands sind für die gesamte PharmaSGP Gruppe im Geschäftsjahr um 18,2 % gewachsen, außerhalb der DACH-Region war das Wachstum mit 22,3 % überdurchschnittlich. Auch die Beauty Brands sind in der DACH-Region angestiegen. Wachstumstreiber war hier die Spezialcreme für Hautrötungen Deruba ® . Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in 2023 im Wesentlichen Versicherungs- und sonstige Entschädigungen aus Schadensersatzfällen sowie Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz. Aufgrund von Einmaleffekten im Vorjahr ist diese Position im Geschäftsjahr 2023 um T€ 214 bzw. um 55,4 % auf T€ 172 zurückgegangen. Die Aufwendungen für Rohstoffe, Verbrauchsmaterial und fertige Erzeugnisse sind um T€ 430 bzw. um 4,8 % angestiegen und betragen im Geschäftsjahr 2023 T€ 9.462 (2022: T€ 9.032). Der Anstieg folgt der Entwicklung der Umsatzerlöse, die im gleichen Zeitraum um 17,8 % gewachsen sind. Die Materialeinsatzquote beträgt im Geschäftsjahr 2023 9,4 % (2022: 10,5 %), das entspricht einer Bruttomarge von 90,6 %. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2022: 89,5 %) resultiert aus dem starken Wachstum von margenstarken Produkten in 2023. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 7.342 (2022: T€ 6.912). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Mitarbeiterzahl im Zusammenhang mit dem Wachstum der Gruppe. Die Marketingaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 43.381 (2022: T€ 37.378). Der Anstieg von 16,1 % ist geringer als der Anstieg der Umsatzerlöse, was die Marketingquote, also die Marketingaufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, weiter sinken lässt auf nunmehr 42,9 % (2022: 43,6 %). Der Grund für diese Verbesserung liegt an einem weiter verbesserten effizienten Einsatz der Marketingausgaben. 82.484 3.340 97.511 3.542 Health Brands Beauty Brands Umsatzerlöse in T€ 2022 2023 +6,0 % +18,2 % 70.242 12.242 82.542 14.969 DACH andere europäische Länder Umsatzerlöse Health Brands in T€ 2022 2023 +22,3 % +17,5 % 1.736 1.604 2.163 1.379 DACH andere europäische Länder Umsatzerlöse Beauty Brands in T€ 2022 2023 -14,0 % +24,6 % Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 7.077 sind gegenüber dem Vorjahr um 18,8 % angestiegen (2022: T€ 5.955). Wesentlicher Treiber innerhalb dieser Position sind die Logistikkosten, die sich erwartungsgemäß mit der Umsatzentwicklung erhöht haben. Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA): weitere Steigerung der Profitabilität Aufgrund der Umsatzsteigerung, des Anstiegs von margenstarken Produkten sowie des effizienteren Marketingeinsatzes konnte das EBITDA im Verhältnis zu den Umsatzerlösen auf 33,6 % gesteigert werden. in T€ 2023 2022 bereinigtes EBITDA 34.088 28.229 bereinigte EBITDA-Marge 33,7 % 32,9 % Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit Akquisitionen 89 95 Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Vorstandsvergütung -16 135 Sonstige einmalige, nicht- wiederkehrende und nicht- operative Aufwendungen 6 1.066 unbereinigtes EBITDA 34.009 26.933 unbereinigte EBITDA- Marge 33,6 % 31,4 % Der für PharmaSGP zentrale Leistungsindikator ist das um Einmalkosten und Sondereffekte bereinigte EBITDA. Diese Einmalkosten (bzw. Einmalerträge) und Sondereffekte beziehen sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen auf Erträge im Zusammenhang mit der langfristigen Vorstandsvergütung sowie auf Aufwendungen im Zusammenhang mit Akquisitionen. Aufgrund von Anpassungen der Rückstellung für die langfristige Vorstandsvergütung wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Ertrag bereinigt. Im Vorjahr ist zusätzlich eine einmalige Vergütungskomponente angefallen, die bereinigt wurde. Die Abschreibungen von T€ 9.371 im Geschäftsjahr 2023 sind wie im Vorjahr (2022: T€ 9.250) im Wesentlichen für die im August 2021 erworbenen Produktmarken und Arzneimittelzulassungen angefallen. Die Finanzerträge in Höhe von T€ 2.179 im Geschäftsjahr 2023 stammen im Wesentlichen aus Zinserträgen aus kurzfristigen Terminanlagen, aus Kursgewinnen von Geldmarktfonds sowie aus der Abwicklung von Zinssicherungsgeschäften. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2022: T€ 308) resultiert aus dem gestiegenen Zinsniveau sowie verstärkter Treasury-Aktivitäten der PharmaSGP. Die Finanzaufwendungen in Höhe von T€ 4.924 (2022: T€ 2.188) resultieren im Wesentlichen aus Zinsen und anderen Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der im Vorjahr abgeschlossenen Konsortialfinanzierung. Der Ertragsteueraufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 5.496 (2022: T€ 3.849). Das Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf T€ 16.397 (2022: T€ 11.954). Der Vorstand schlägt eine Ausschüttung von € 1,36 je Aktie an die Aktionäre vor. Dies entspricht – ohne Berücksichtigung von eigenen Anteilen – einer Gesamtausschüttung von T€ 16.320 bzw. 99,5 % des Konzernergebnisses. Sollten zum Zeitpunkt der Ausschüttung eigene Anteile bestehen, sind diese nicht dividendenberechtigt. Über die endgültige Gewinnverwendung hat die Hauptversammlung noch zu beschließen. 2.3.2. Vermögenslage Die langfristigen Vermögenswerte haben sich seit dem letzten Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 um T€ 9.118 bzw. um 11,8 % verringert und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 68.482. Wesentliche Veränderung waren planmäßige Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte sowie der aktivierten Nutzungsrechte. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich aufgrund der positiven Ertragslage und den daraus resultierenden Zahlungsmittelzuflüssen aus operativer Tätigkeit auf T€ 40.766 bzw. um 24,9 % erhöht. Die Erhöhung der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte um T€ 3.184 resultiert vor allem aus dem Aufbau von Vorratsbeständen und aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung. Die Veränderung der Eigenkapitalposition resultiert aus dem Periodenergebnis von T€ 16.397, aus der von der Hauptversammlung am 28. Juni 2023 beschlossenen Dividende von T€ 5.875, aus der Verringerung der Rücklagen aus Cashflow- Hedges von T€ 1.579 sowie aus dem Rückkauf eigener Aktien von T€ 286, die negativ vom Eigenkapital abgesetzt werden. Die Rücklagen aus Cashflow-Hedges wurden zum 31. Dezember 2022 in der Bilanzposition kumuliertes sonstiges Ergebnis ausgewiesen, zum 31. Dezember 2023 wird dieser Posten gemeinsam mit den eigenen Aktien in der Position sonstige Rücklagen ausgewiesen. Aufgrund von planmäßigen Tilgungszahlungen für Finanz- und Leasingverbindlichkeiten haben sich die langfristigen Verbindlichkeiten auf T€ 66.951 zum 31. Dezember 2023 verringert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um T€ 1.852 bzw. um 8,1 % auf T€ 24.594 angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Umsatzsteigerung sowie höheren Ertragsteuerverbindlichkeiten. 32.642 40.766 18.867 22.051 77.600 68.482 31.12.2022 31.12.2023 Aktiva in T€ Langfristige Vermögenswerte übrige kurzfristige Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31.097 39.754 75.270 66.951 22.742 24.594 31.12.2022 31.12.2023 Passiva in T€ Kurzfristige Verbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten Eigenkapital 131.299 131.299 129.109 129.109 2.3.3. Finanzlage in T€ 2023 2022 Zahlungsmittelzufluss aus operativer Tätigkeit 26.639 24.713 Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit -866 -787 Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -17.649 -12.108 Nettozunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente 8.124 11.818 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 32.642 20.824 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquiva- lente zum 31. Dezember 40.766 32.642 Im Geschäftsjahr 2023 konnte PharmaSGP einen Zahlungsmittelzufluss aus operativer Tätigkeit von T€ 26.639 erwirtschaften (2022: T€ 24.713). Die Verbesserung resultiert aus dem Umsatzplus sowie der verbesserten Profitabilität. PharmaSGP hat im Geschäftsjahr 2023 das kapitalbindende Umlaufvermögen um T€ 3.204 erhöht, im Wesentlichen in Form von Vorratsvermögen. Aus diesem Grund erhöht sich der Zahlungsmittelzufluss aus operativer Tätigkeit (+7,8 %) nicht in gleichem Umfang wie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (+26,3 %). Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit ist wie im Vorjahr für Investitionen die Arzneimittelzulassungen der PharmaSGP angefallen. Der Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Geschäftsjahr 2023 eine Dividendenausschüttung von T€ 5.875, die planmäßige Tilgung der Konsortialfinanzierung von T€ 8.000 (zuzüglich der Zahlung von T€ 54 für sonstige Finanzierungskosten), den Kauf von eigenen Aktien für T€ 286 sowie T€ 3.990 für Zinszahlungen und T€ 440 für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Erstmalig konnten im Geschäftsjahr 2023 Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinssicherungsgeschäften von netto T€ 996 generiert werden. 2.4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der PharmaSGP Holding SE (HGB) Geschäftstätigkeit Die SGP SE mit Sitz Lochhamer Schlag 1, 82166 Gräfelfing, Deutschland, ist eine nach europäischem und deutschem Recht gegründete Societas Europaea. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 255684 eingetragen. Seit dem 30. April 2020 ist die SGP SE die konzernleitende Holding der PharmaSGP Gruppe. Sie erzielt keine Umsatzerlöse gegenüber fremden Dritten, sie nimmt jedoch Verwaltungsaufgaben für ihre operativen Tochtergesellschaften PharmaSGP GmbH, Remitan GmbH, Restaxil GmbH, Fokusan Health GmbH (vormals PharmaSGP Vertriebs GmbH) und PharmaSGP Vitalmed GmbH wahr. Die PharmaSGP Vitalmed GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 neu gegründet. Durch ihre Funktion als konzernleitende Holding der Gruppe stehen die wesentlichen Chancen und Risiken der operativen Tochtergesellschaften in unmittelbarem Zusammenhang mit den wesentlichen Chancen und Risiken der SGP SE. Es bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge zwischen der SGP SE und ihren Tochtergesellschaften PharmaSGP GmbH, Remitan GmbH, Restaxil GmbH, Fokusan Health GmbH und PharmaSGP Vitalmed GmbH. Die im „Prognosebericht“ der PharmaSGP Gruppe beschriebenen Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung wirken sich somit auch auf das Ergebnis der SGP SE aus, und der Ausblick der PharmaSGP Gruppe ist somit auch für die SGP SE zutreffend. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die SGP SE Umsatzerlöse von T€ 2.976 aus der Erbringung von Dienstleistungen an ihre Tochterunternehmen (2022: T€ 2.445). Von Dritten bezogene Leistungen werden verursachergerecht an die Tochtergesellschaften weiterbelastet. Die daraus resultierenden Erträge werden unter anderem in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (T€ 390, 2022: T€ 881). Der Personalaufwand von T€ 2.695 (2022: T€ 3.246) resultiert aus Vergütungen für den Vorstand sowie für die Personal-, Rechts- und Finanzabteilung und andere Verwaltungsabteilungen der Gruppe. Die Abschreibungen von T€ 156 (2022: T€ 175) fielen im Wesentlichen für erworbene Büroeinrichtung und Geschäftsausstattung an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 2.870 (2022: T€ 3.235) enthalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten, Raumkosten, Aufwendungen für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und andere Fremdleistungen. Die Zinsaufwendungen steigen aufgrund der im Geschäftsjahr 2022 neu aufgenommenen Konsortialfinanzierung. Die Zinserträge enthalten überwiegend Zinsen für an Tochtergesellschaften gewährte Darlehen sowie Erträge aus Zinssicherungsgeschäften. Aufgrund der bestehenden Gewinnabführungsverträge wurden die handelsrechtlichen Jahresüberschüsse/-fehlbeträge der Tochtergesellschaften des Geschäftsjahres 2022 von T€ 23.413 an die SGP SE abgeführt bzw. übernommen (2022: T€ 18.356). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich aus laufenden Ertragsteuern von T€ 5.380 (2022: T€ 3.650) und latenten Steuern von T€ 94 (2022: latenter Steuerertrag von T€ 19) zusammen. Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Jahresüberschuss von T€ 16.427 abgeschlossen werden (2022: T€ 11.298). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften, die wiederum aus dem Wachstum des operativen Geschäfts resultiert. Vermögenslage Die Bilanzsumme der SGP SE hat sich im vergangenen Geschäftsjahr von T€ 154.103 zum 31. Dezember 2022 auf T€ 178.947 zum 31. Dezember 2023 erhöht. Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss 2023 sowie aus einem neuen Cash Pooling Verfahren. Im Rahmen dieses im November 2023 eingeführten Cash Poolings werden zu jedem Tagesende die Bankguthaben der Tochtergesellschaften der SGP SE an die Mutter transferiert. Dies ermöglicht es der SGP SE, effektivere Treasury-Aktivitäten vorzunehmen und vom günstigen Zinsumfeld zu profitieren. Die Tochtergesellschaften der SGP SE profitieren von diesem Verfahren durch Zinserträge. Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen von T€ 50.110 beinhalten die Beteiligungsbuchwerte an den fünf Tochtergesellschaften PharmaSGP GmbH, Remitan GmbH, Restaxil GmbH, Fokusan Health GmbH und PharmaSGP Vitalmed GmbH. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert resultiert aus der Gründung der PharmaSGP Vitalmed GmbH in 2023. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 78.000 beinhalten ein Darlehen an die PharmaSGP GmbH. Es wurde im Geschäftsjahr 2023 um T€ 7.000 zurückgeführt. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus den ausstehenden Gewinnabführungen für das Geschäftsjahr 2023. Die ausgewiesenen Wertpapiere umfassen hochliquide Geldmarktfonds, der Anstieg von T€ 9.646 im Vorjahr auf T€ 36.438 zum 31. Dezember 2023 resultiert aus dem Cash Pooling. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des positiven Jahresüberschusses auf T€ 79.089 zum 31. Dezember 2023 erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Dividenden in der Gesamthöhe von T€ 5.875 ausgeschüttet. Die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen die in 2022 abgeschlossene Konsortialfinanzierung, die im Geschäftsjahr 2023 planmäßig um T€ 8.000 zurückgeführt wurde. Der Saldo der Verbindlichkeit beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 74.000. Aus dem Konsortialkreditvertrag besteht eine zusätzliche Kreditlinie von T€ 50.000, die noch nicht in Anspruch genommen wurde. Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 22.494 resultieren im Wesentlichen aus dem Cash Pooling Verfahren. Finanzlage Zum 31. Dezember 2023 verfügt die SGP SE über liquide Mittel in Höhe von T€ 40.324 (31. Dezember 2022: T€ 10.796), davon in Form von hochliquiden Geldmarktfonds von T€ 36.438 und regulären Bankguthaben und Kassenbeständen von T€ 3.886. Wesentliche Quellen der Liquiditätsbeschaffung waren Mittelzuflüsse aus der Weiterberechnung von Serviceleistungen an die in Anspruch nehmenden Tochtergesellschaften, Mittelzuflüsse aus dem Cash Pooling, Mittelzuflüsse aus den Gewinnabführungsverträgen aus dem Vorjahr sowie unterjährige Vorabausschüttungen aus dem laufenden Geschäftsjahr. 2.5. Gesamtaussage Die PharmaSGP blickt auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, in dem sich die zentralen Kennzahlen zur Messung des Unternehmenserfolgs verbessert haben. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 sind die Umsatzerlöse der PharmaSGP in 2023 um 17,8 % auf T€ 101.099 angestiegen. Dieses Wachstum konnte in nahezu allen Indikationsgebieten des Produktportfolios der PharmaSGP erzielt werden. Das bereinigte EBITDA erreichte im gleichen Zeitraum T€ 34.088, was einem Anstieg von 20,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug dementsprechend 33,7 % im Geschäftsjahr 2023, sie liegt um 0,8 Prozentpunkte höher als in 2022. Im Geschäftsbericht 2022 hatte der Vorstand der PharmaSGP eine Prognose abgegeben, wonach für das Jahr 2023 ein Umsatz im Bereich zwischen € 91 Mio. und € 96 Mio. erwartet wurde. Für das bereinigte EBITDA wurde eine Spanne zwischen € 30,0 Mio. und € 34,0 Mio. erwartet, das entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge relativ zum Umsatz zwischen 33,0 % und 35,4 %. Am 14. November 2023 hat der Vorstand die Prognose für die Umsatzerlöse auf einen Bereich zwischen € 95 Mio. und € 100 Mio. erhöht. In Bezug auf die Umsatzerlöse wurde die im Geschäftsbericht 2022 abgegebene Prognose deutlich übertroffen. In Bezug auf das bereinigte EBITDA wurde die Prognose leicht übertroffen. Neben der Ertragslage hat sich auch die Finanz- und Vermögenslage weiter verbessert. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus operativer Tätigkeit haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % erhöht. Der zum 31. Dezember 2023 verfügbare Bestand an liquiden Mitteln übersteigt die gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich und macht zum 31. Dezember 2023 31 % der Bilanzsumme des Konzerns aus. Für die PharmaSGP Holding SE wurde im Geschäftsbericht 2022 die Prognose abgegeben, dass sich die bereinigten operativen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen werden. Die tatsächliche Erhöhung belief sich auf 3,7 % und entspricht damit der Prognose. 3. Prognosebericht Dieser zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf der aktuellen Prognose des Managements zur künftigen Entwicklung der PharmaSGP beruhen. Der Prognosebericht basiert auf Einschätzungen, die die PharmaSGP anhand aller zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses zusammengefassten Lageberichts verfügbaren Informationen getroffen hat. Diese Aussagen unterliegen zudem Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Kontrollmöglichkeiten des Unternehmens liegen. Sollten die dem Ausblick zugrunde liegenden Annahmen nicht zutreffend sein oder die beschriebenen Risiken oder Chancen eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen (sowohl negativ als auch positiv) deutlich von den in diesem Prognosebericht getroffenen Aussagen abweichen. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Im gesamten Euroraum war die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 stark gedämpft. Deutschland hatte sogar einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu verzeichnen. Für den Euroraum erwartet das IfW Kiel für das Jahr 2024 ein leicht wachsendes BIP in Höhe von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. 9 Für Deutschland wird in der ersten Jahreshälfte keine echte Erholung erwartet. Das IfW Kiel geht aufgrund der Frühindikatoren von einer Stagnation der Wirtschaftsleistung aus. Auch für die zweite Jahreshälfte wird lediglich ein minimales Wachstum erwartet, sodass ein Anstieg des BIP lediglich von 0,1 % erwartet wird. 10 Insbesondere strukturelle Probleme belasten eine positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Da für die Verbraucherpreisinflation eine spürbare Senkung erwartet wird, geht das IfW Kiel von erstmals nach drei Jahren steigenden real verfügbaren Einkommen im laufenden Jahr aus, die den privaten Konsum stimulieren werden. Auch die Deutsche Bundesbank prognostiziert für 2024 einen Kaufkraftanstieg. 11 Die wesentlichen, grundlegenden Trends für den Pharma- und Gesundheitsmarkt wie die demografische Entwicklung, die mit einer fortschreitenden Alterung der Gesellschaft 9 Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), Kieler Konjunkturberichte Nr. 111, März 2024 10 Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), Kieler Konjunkturberichte Nr. 112, März 2024 11 Sinkende Inflation: Deutsche Bundesbank (2023), Monatsbericht Dezember 2023, S. 15; Steigendes Einkommen: ifo Institut (2023), ifo Schnelldienst 12/2023, S. 51. einhergeht, ein kontinuierlich steigendes Gesundheitsbewusstsein sowie die Trends zu natürlichen Arzneimitteln und einer verstärkten Selbstmedikation in der Gesellschaft werden – trotz der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten – weiterhin grundsätzliche Wachstumstreiber sein. Laut aktueller Prognose 12 erwartet Statista für den OTC-Pharmamarkt in Deutschland im Jahr 2024 einen Umsatz von € 9,28 Mrd. nach € 9,10 Mrd. im Jahr 2023. 13 Ausblick der PharmaSGP Gruppe für 2024 Für die Unternehmensgruppe erwartet der Vorstand der PharmaSGP eine weitere positive Entwicklung des Umsatzes und der Profitabilität im Jahr 2024. In Summe wird für das Jahr 2024 ein Umsatz im Bereich zwischen € 107,0 Mio. und € 112,0 Mio. erwartet. Überdies geht der Vorstand von einer weiteren Steigerung des bereinigten EBITDA mit einem erwarteten Wert zwischen € 35,0 Mio. und € 38,0 Mio. aus. Dies impliziert eine bereinigte EBITDA-Marge relativ zum Umsatz von 32,7 % bis 33,9 % (Vergleichswert 2023: 33,7 %). Diese Erwartungen stehen unter der Annahme, dass es im weiteren Verlauf des Jahres 2024 aufgrund der anhaltenden geopolitischen Situation in Osteuropa und weiterhin unsicheren Inflationsszenarien nicht zu wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Zielmärkte kommt. Mögliche Übernahmen sind in der Prognose nicht berücksichtigt. Ausblick der PharmaSGP Holding SE Die wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft sind die um Einmalkosten und Sondereffekte bereinigten operativen Aufwendungen. Die Bereinigungen werden nach der gleichen Systematik wie die des bereinigten Konzern- EBITDA‘s ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsleitung davon aus, dass sich die bereinigten Aufwendungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht erhöhen werden. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 stützt sich auf folgende Annahmen: • Beibehaltung der bestehenden Weiterbelastungsvereinbarungen mit den Tochtergesellschaften • Unveränderte Beteiligungsstruktur • Unveränderte rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen 12 Im Vergleich zum Vorjahr hat Statista in der aktuellen Prognose (Stand: Februar 2024) die Anzahl der Segmente, aus denen sich der Gesamtumsatz zusammensetzt, erweitert. 13 OTC Pharma - Deutschland | Statista Marktprognose 4. Chancen- und Risikobericht Die PharmaSGP als Consumer-Health- Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio an nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und anderen Gesundheitsprodukten agiert in Märkten mit langfristigen Wachstumspotenzialen. Ihr Geschäftsmodell unterliegt dabei auch entsprechenden Herausforderungen und Risiken, die beispielsweise aus intensivem Wettbewerb oder Änderung der Verbraucherakzeptanz für ihre Produkte resultieren können. Zur frühzeitigen Erkennung und notwendigen Steuerung von Risiken, der Sicherstellung einer verlässlichen Finanzberichterstattung sowie der Einhaltung interner und externer Regelungen und Gesetze bedarf es effektiver, aufeinander abgestimmter Management-Systeme der Corporate Governance. Die wesentlichen Merkmale der einzelnen Corporate Governance Elemente (Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem und Compliance Management) sind im Folgenden beschrieben. 4.1. Risikomanagementsystem Ziel des eingeführten Risikomanagementsystems ist es, frühzeitig Veränderungen, die sich negativ auf die geplanten operativen und strategischen Ziele der Gruppe auswirken können, zu erkennen und mögliche Wachstumschancen zu nutzen. Mit Hilfe einer Bewertung identifizierter Risiken und Chancen soll das Ausmaß ihres Einflusses auf den Unternehmenserfolg beurteilt und die Auswirkungen negativer Ereignisse mit geeigneten Gegenmaßnahmen gemindert oder gar vermieden werden. Das Risikomanagementsystem der PharmaSGP umfasst die PharmaSGP Holding SE sowie alle ihre Tochtergesellschaften. Organisation und Zuständigkeiten Gemäß § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand der PharmaSGP ein Risikofrüherkennungssystem eingerichtet. Er entscheidet über die Risikostrategie der Gruppe und genehmigt die entsprechenden Risikomanagementstrukturen und -prozesse. Er legt die unternehmensweit gültige Risikopolitik fest. Diese dient als Richtlinie für den Umgang mit Risiken und Chancen innerhalb des Unternehmens und bildet somit den Rahmen für das Risikomanagement. Neben den Informationen über die einzelnen Schritte des Risikomanagementprozesses enthält die Richtlinie auch Angaben zu Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Risikomanagement. Aufgrund eines dynamischen Umfeldes werden die Inhalte der Richtlinie regelmäßig überprüft und gegebenenfalls zur Gewährleistung der Aktualität durch das Risikomanagementkomitee angepasst. Die Wirksamkeit des eingerichteten Risikomanagementsystems wird im Rahmen der Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt. Jede relevante organisatorische Einheit des Unternehmens stellt eine ausgewählte Führungskraft als Mitglied des Risikomanagementkomitees. Aufgabe des Komitees ist in Zusammenarbeit mit dem Vorstand die Anpassung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Die Mitglieder des Risikomanagementkomitees sind für die Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen in ihren Unternehmensbereichen zuständig. Grundsätzlich ist jeder Mitarbeiter der PharmaSGP verpflichtet, die jeweilige Führungskraft über potenzielle Risiken zu informieren. Der benannte Risk Management Officer erstellt in regelmäßigen Abständen aus den gemeldeten Risiken und Chancen ein Risikoportfolio, das anschließend dem Risikomanagementkomitee und dem Vorstand zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus übernimmt der Risk Management Officer die zentrale Koordination des Risikomanagementprozesses und unterstützt die Unternehmensbereiche bei der Risikobewertung. Risikomanagementprozess Die regelmäßige Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken und Chancen erfolgt in allen relevanten organisatorischen Einheiten der Gruppe. Ein Risiko ist als negative Abweichung zu den geplanten operativen und strategischen Zielen der Gruppe definiert, dessen Eintreten das Erreichen der gesetzten Ziele gefährden kann. Eine Chance stellt wiederum eine positive Abweichung zu den geplanten operativen und strategischen Zielen dar. Um Risiken möglichst umfassend und vollständig identifizieren zu können, stellt PharmaSGP ihren Mitarbeitern einen Katalog mit verschiedenen potenziellen Risiken zur Verfügung. Um eine konsistente Erfassung und Bewertung der einzelnen Risiken und Chancen zu gewährleisten, wird eine standardisierte Berichtsdatei verwendet. Darüber hinaus werden in dieser Datei entsprechende Gegenmaßnahmen definiert, mit Hilfe derer die einzelnen Risiken reduziert werden. In regelmäßigen Abständen werden die bestehenden Risiken und Chancen in der Berichtsdatei hinsichtlich ihrer Aktualität geprüft und um neu identifizierte erweitert. Die identifizierten Risiken werden im Sinne einer rollierenden Bewertung vom Zeitpunkt der Neubewertung an für die folgenden 36 Monate quantifiziert, wobei der Betrachtungszeitraum für die Einschätzung des Schadensausmaßes und der Eintrittswahrscheinlichkeit jeweils zwölf Monate beträgt. Für jedes Risiko wird sowohl eine Brutto- als auch eine Nettobewertung vorgenommen. Die Nettobewertung ergibt sich dabei aus dem Bruttorisiko unter Berücksichtigung aller bereits implementierten Gegenmaßnahmen, die das Schadensausmaß und die Eintrittswahrscheinlichkeit des Bruttorisikos reduzieren. Zur angemessenen Erfassung und Beurteilung der Risiken erfolgt in der PharmaSGP die Unterscheidung in Event- und Planungsrisiken. Eventrisiken stellen zumeist einmalige Ereignisse mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen Schadensausmaß dar. Bei der Bewertung werden sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Schadensausmaß angegeben. Planungsrisiken ergeben sich aus stark volatilen Positionen der Unternehmensplanung und zeichnen sich durch eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit aus. Daher wird bei dieser Risikoart nur das Schadensausmaß bewertet. Die starke Volatilität kann jedoch auch zu einer positiven Abweichung von der Unternehmensplanung führen und somit eine Chance für die Gruppe darstellen. Während die Eintrittswahrscheinlichkeit ausschließlich bei der Bewertung der Eventrisiken angegeben werden muss, ist die Angabe eines Schadensausmaßes für beide Risikoarten zwingend erforderlich, um die monetäre Auswirkung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu beurteilen. Für Finanz- und Steuerrisiken werden die monetären Auswirkungen auf den Jahresüberschuss bewertet. Für Planungs- und Eventrisiken wurden folgende Risikomatrizen festgelegt, in welche die aggregierten Risiken auf Basis ihrer Nettobewertung eingeordnet werden: Risikomatrix für Eventrisiken Eintrittswahrsc heinlichkeit (%)

50 % sehr hoch 20 % bis 50 % hoch 10 % bis < 20 % mittel geringes Risiko mittleres Risiko hohes Risiko 5 % bis < 10 % gering 0 % bis < 5 % sehr gering < 500 500 bis < 1.000 1.000 bis < 1.500 1.500 bis 2.000 2.000 sehr gering gering mittel hoch sehr hoch Schadensausmaß (T€) Risikomatrix für Planungsrisiken geringes Risiko mittleres Risiko hohes Risiko < 500 500 bis < 1.000 1.000 bis < 1.500 1.500 bis 2.000 2.000 sehr gering gering mittel hoch sehr hoch Schadensausmaß (T€) Für den Risikobericht werden die identifizierten und bewerteten Risken in folgenden Kategorien zusammengefasst: • Marktbezogene und strategische Risiken • Risiken aus dem Produktportfolio • Regulatorische Risiken • Beschaffungs-, Produktions- und Logistikrisiken • Personalrisiken • IT-Risiken • Rechtliche Risiken • Finanzrisiken Im Rahmen der Tagung des Risikomanagementkomitees wird der interne Risikobericht durch den Risk Management Officer präsentiert und anschließend die aktuelle Risikolage an den Vorstand berichtet. Risiken, die neu aufgetreten sind und ein festgelegtes Schadensausmaß überschreiten, werden hingegen als Risikosofortmeldung unmittelbar an den Vorstand gemeldet. Der Aufsichtsrat erhält in einem regelmäßigen Turnus einen Gesamtbericht mit einer umfassenden Beurteilung der Risikolage. Dabei wird der Fokus auf die als mittel oder hoch klassifizierten Risiken gesetzt. Seit 2021 erfolgt jährlich ein systematischer Abgleich der aggregierten Risiken mit der Risikotragfähigkeit der PharmaSGP, um den Anforderungen des überarbeiteten Prüfungsstandards 340 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 340) Rechnung zu tragen. Das Ergebnis dieses Abgleichs fließt in die Gesamtbewertung der Risiko- und Chancenposition der PharmaSGP ein. Weiterhin wird die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems alle 2-3 Jahre im Rahmen einer internen Revision überprüft. Die letzte interne Revision fand zum Stichtag 31. Dezember 2023 statt. 4.2. Übersicht über Risiken und Chancen Marktbezogene und strategische Risiken und Chancen PharmaSGP entwickelt und vertreibt OTC- Arzneimittel und andere Gesundheitsprodukte wie Nahrungsergänzungsmittel und Hautpflegeprodukte. Dabei legt die Gruppe für ihre Arzneimittel den Fokus auf Indikationen mit chronischen Leiden sowie auf mehrheitlich 14 Sinkende Inflation: Deutsche Bundesbank (2023), Monatsbericht Dezember 2023, S. 15; Steigendes Einkommen: ifo Institut (2023), ifo Schnelldienst 12/2023, S. 51. natürliche Wirkstoffe mit dokumentierter Wirksamkeit. Sollte die Nachfrage nach diesen Produkten durch eine negative Entwicklung in ihren Zielmärkten zurückgehen, könnte dies die Geschäftsentwicklung der Gruppe nachteilig beeinflussen. Die Nachfrage könnte insbesondere durch Inflation beeinträchtigt werden, soweit diese höher ausfällt als prognostiziert. Gesamtwirtschaftlich wird für 2024 ein Kaufkraftanstieg prognostiziert. 14 Außerdem versuchen Endverbraucher in der Regel, ihre Ausgaben für Gesundheit, insbesondere für Arzneimittel, auch bei Kaufkraftrückgang hochzuhalten. Mit einer stetigen Beobachtung und Analyse der Marktsituation überwacht PharmaSGP solche Veränderungen und trifft bei einer nicht planmäßigen Entwicklung der Produktumsätze entsprechende ertragsoptimierende Maßnahmen. Das Risiko wird unter Berücksichtigung des Schadenausmaßes als mittel eingestuft. Zudem kann sich der Wettbewerbsdruck in den Zielmärkten der PharmaSGP erhöhen, wodurch die Geschäftstätigkeit der Gruppe ebenfalls negativ beeinflusst werden kann. Diesem Risiko begegnet die PharmaSGP mittels einer kontinuierlichen Überwachung der Wettbewerbssituation in den produktbezogenen Teilmärkten und der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Produkte und Marken. Die Auswirkung des Risikos auf das Geschäftsergebnis wird unter Berücksichtigung des Schadensausmaßes als mittel eingestuft. Trotz der konjunkturellen Unsicherheiten sieht PharmaSGP mittel- und langfristig gute Wachstumschancen in all ihren Zielmärkten. Neben dem zunehmenden Alter der Bevölkerung und dem kontinuierlich steigenden Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten begünstigen vor allem gesellschaftliche Trends zu Arzneimitteln mit natürlichen Wirkstoffen und einer verstärkten Selbstmedikation die Nachfrage nach den Produkten der PharmaSGP. Zudem verfügt die Gruppe über ein Geschäftsmodell, das dem Unternehmen eine schnelle Reaktion auf strukturelle und nachfragebedingte Marktveränderungen ermöglicht. Wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie der PharmaSGP ist, durch M&A-Aktivitäten etablierte Marken und Produkte mittels der PharmaSGP- Plattform stark auszubauen und damit das Wachstumstempo der PharmaSGP deutlich zu forcieren. Es ist möglich, dass PharmaSGP außerplanmäßig Ressourcen einsetzen muss, um attraktive Zielportfolios oder Zielunternehmen zu identifizieren und erfolgreich zu integrieren. Die Integration erworbener Portfolios oder Unternehmen kann möglicherweise nur mit höheren Kosten realisiert werden. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, führt PharmaSGP in Akquisitionsprozessen ausführliche Due-Diligence- Prüfungen unter Einbeziehung relevanter Unternehmensbereiche und erfahrener externer Berater durch. Integrationsprozesse werden von erfahrenen Projektteams aus allen relevanten Fachabteilungen betreut. Das Risiko von unzureichenden Synergiepotentialen bezogen auf bereits durchgeführte Akquisitionen besteht unverändert zur Einschätzung im Vorjahr. Die potenziellen Auswirkungen des strategischen Risikos auf das Geschäftsergebnis werden unter der Berücksichtigung des Schadensausmaßes als gering eingestuft. Grundsätzlich ermöglicht die Expansion mittels PharmaSGP-Plattform die Chance auf Realisierung erheblicher Wertsteigerungspotenziale über die organische Entwicklung hinaus. Risiken und Chancen aus dem Produktportfolio PharmaSGP erweitert ihr Produktportfolio regelmäßig um neue Produkte bzw. stärkt das bestehende Produktportfolio mithilfe optimierter Marketingstrategien. Der Erfolg von Neueinführungen oder Relaunches hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab, auf welche die Gruppe zum Teil keinen Einfluss ausüben kann. Keine oder nur eine geringe Marktakzeptanz der neuen Produkte oder Verzögerungen bei der Markteinführung können die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der PharmaSGP nachteilig beeinflussen. Ein Produkt, das zu Beginn seines Entwicklungszyklus als vielversprechend gilt, kann aufgrund von Veränderungen im Markt an Attraktivität verlieren. Zudem kann es sein, dass PharmaSGP den potenziellen Markt für neue Produkte nicht richtig einschätzt und die Optimierung von Marketingstrategien ihre Wirkung verfehlen. Um dem vorzubeugen, wird die Entwicklung des OTC-Marktes und der für die PharmaSGP relevanten Marktsegmente konstant überwacht. Regelmäßige Trendanalysen, der Ausbau und die kontinuierliche Überwachung aller Marketingkampagnen, tragen dazu bei, Wachstumschancen schneller zu erkennen und zu nutzen. Die potenziellen Auswirkungen des Risikos auf das Geschäftsergebnis der PharmaSGP werden unter Berücksichtigung des Schadensausmaßes als mittel eingestuft. Das Geschäft der PharmaSGP hängt von der Stärke und Bekanntheit ihrer Marken bei Verbrauchern ab. Wenn Verbraucher den Marken der PharmaSGP oder OTC-Produkten mit natürlichen Wirkstoffen im Allgemeinen misstrauen oder ein erhöhtes Risiko in einem potenziellen Auftreten unerwünschter Wirkungen bei der Einnahme chemisch- synthetischer Arzneimitteln sehen, kann sich dies negativ auf das Geschäftsergebnis der Gruppe auswirken. Auch ein Produktrückruf in Folge eines Qualitätsmangels oder das Auftauchen von Produktfälschungen im Markt können das Image ihrer Marken nachteilig beeinflussen. Dem begegnet PharmaSGP mit einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem sowie einem engen Monitoring des Marktes und ihrer Dienstleister. Das Risiko unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes wird als mittel eingestuft. Um die Stärke und Bekanntheit ihrer Marken zu fördern, investiert PharmaSGP wesentlich in das Direktmarketing bei potenziellen Kunden. Die Umsatzentwicklung der Gruppe ist von der Effizienz und Effektivität ihrer Marketingmaßnahmen abhängig. Können Werbeplätze gar nicht oder nicht zum geplanten Veröffentlichungszeitpunkt gebucht werden, kann dies einen negativen Effekt auf das Geschäftsergebnis und die weitere Etablierung der Marke beim Endkunden haben. Etablierte Buchungsprozesse, ein enges Monitoring der feststehenden Buchungen und die regelmäßige Prüfung der Wirksamkeit von Marketingmaßnahmen wirkt diesen Risiken entgegen. Die Bewerbung von OTC-Produkten kann in den Zielmärkten der PharmaSGP umfassenden Regulierungsanforderungen unterliegen. Teilweise ist die Bewerbung der Produkte sogar von einer vorherigen Genehmigung durch die zuständigen staatlichen Behörden abhängig. Eine Missachtung oder ein Verstoß gegen geltende gesetzliche Bestimmungen kann Vertragsstrafen oder Ordnungsgelder zur Folge haben. Werbeanzeigen und -spots werden daher vor ihrer Veröffentlichung durch das Produktmarketing und die Rechtsabteilung geprüft und freigegeben. Die potenziellen Auswirkungen der oben beschriebenen Risiken auf das Geschäftsergebnis der PharmaSGP werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes als gering eingestuft. Schaltplätze für Werbespots und Printanzeigen sowie Werbeleistungen im Onlinemarketing kauft die PharmaSGP über eine Marketingagentur ein. Eine Änderung der Einkaufskonditionen kann einen Anstieg der Marketingkosten und somit eine Minderung des Geschäftsergebnisses zur Folge haben. Monatliche Strategiemeetings mit dem Dienstleister ermöglichen eine Kostenplanung und - kontrolle sowie einen rechtzeitigen Strategiewechsel. Mögliche Auswirkungen des Risikos auf das Geschäftsergebnis der PharmaSGP werden unter Berücksichtigung des Schadensausmaßes als gering eingestuft. Treiber für das Wachstum der PharmaSGP im In- und Ausland sind • der Ausbau etablierter Markenfamilien auf Basis der Ergänzung von neuen Produkten und Darreichungsformen sowie der Aufbau neuer Markenfamilien. Hierzu kommen bereits existierende, neu erworbene oder in Entwicklung befindliche Arzneimittelzulassungen oder Rezepturentwicklungen von Gesundheitsprodukten zum Einsatz. • der Ausbau von akquirierten Marken und Portfolios, die bereits ein relevantes Umsatzvolumen am Markt haben, dass durch die Integration in die PharmaSGP-Plattform noch weiter gesteigert wird. Die Stärke der PharmaSGP liegt vor allem in ihrer Marketing- und Vertriebskompetenz. So kann es sein, dass Produkte durch eine große Marktakzeptanz und eine effektive Vermarktungsstrategie die Planungserwartungen übertreffen. Die erfolgreiche Nutzung der PharmaSGP-Plattform kann somit über die Planung hinaus weitere positive Geschäftsergebnisbeiträge generieren und die Erschließung neuer europäischer Märkte mit etablierten Marken der Gruppe ermöglichen. Erhöht PharmaSGP zudem ihr Mediavolumen, so kann dies den Erhalt vorteilhafterer Einkaufskonditionen für Werbeleistungen begünstigen. Regulatorische Risiken PharmaSGP ist verpflichtet, in ihren Absatzmärkten eine Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften einzuhalten, die sich u.a. auf die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb, das Marketing und die Überwachung von OTC-Arzneimitteln und anderer Gesundheitsprodukte beziehen. Bevor PharmaSGP beispielweise ein neues Arzneimittel einführen kann, muss eine Erteilung der Zulassung für das Inverkehrbringen bei der zuständigen Landesbehörde eingeholt werden. Auch nach Erteilung dieser werden unter anderem die Sicherheit, Wirksamkeit und die Herstellung der Produkte der PharmaSGP von nationalen Behörden weiterhin reguliert und eingehend geprüft. Es kann erforderlich sein, Sicherheits- und andere Informationen und Berichte nach dem Inverkehrbringen einzureichen, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen. PharmaSGP ist außerdem verpflichtet, Nebenwirkungen, Qualitäts- und Produktionsprobleme zu melden. Die Entdeckung von Mängeln oder die Nichteinhaltung gesetzlicher Anforderungen kann zu Marketing- oder Herstellungsbeschränkungen oder zu Produktrückrufen bzw. weiteren Sanktionen führen. Des Weiteren besteht das Risiko, dass Vertragspartner Standards für den Herstellungsprozess nicht einhalten und die Produkte der PharmaSGP nicht in Übereinstimmung mit den Spezifikationen von PharmaSGP und den geltenden Gesetzen und Vorschriften hergestellt werden. Ein adäquater Sicherheitsbestand für Wirkstoffe und Fertigwaren reduziert dieses Risiko. PharmaSGP begegnet allen regulatorischen Risiken mit einem in der gesamten Unternehmensgruppe implementierten Qualitätsmanagementsystem. Dieses wird von der Abteilung „Qualitätssicherung“ betreut, kontinuierlich weiterentwickelt und auf Einhaltung überprüft. Die Auswirkungen der regulatorischen Risiken auf das Geschäftsergebnis der PharmaSGP werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes als mittel eingestuft. Beschaffungs-, Produktions- und Logistikrisiken Für PharmaSGP besteht das Risiko steigender Beschaffungspreise für Rohstoffe und Beistellungen aufgrund von Markt- und Nachfrageveränderungen auf der Einkaufsseite. Ebenso können steigende Produktionskosten und Qualitätsmängel der vom Lohnhersteller gefertigten Waren einen negativen Effekt auf das Geschäftsergebnis haben. PharmaSGP ist sowohl bei der Lieferung der Rohstoffe und anderer Güter als auch bei der Produktion ihrer nicht verschreibungspflichtigen OTC- und anderen Gesundheitsprodukte von Dritten abhängig. Externe Faktoren, z. B. die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Packmitteln oder Störungen im Produktionsprozess, die sich nicht unter der Kontrolle der PharmaSGP befinden, können die Verfügbarkeit von Fertigware nachteilig beeinflussen, sodass sich die Auslieferung verzögert und die bestehende Nachfrage nicht vollumfänglich gedeckt werden könnte. PharmaSGP verfügt über einen adäquaten Sicherheitsbestand für Wirkstoffe und Fertigwaren, sodass kurzfristige Preisschwankungen, mögliche Qualitätsmängel, Rohstoffengpässe, Störungen im Produktionsprozess und andere Risiken aus externen Faktoren ausgeglichen werden können. Der Warenbestand wird regelmäßig durch die verantwortlichen Unternehmensbereiche geprüft und Preisentwicklungen werden analysiert. Durch das diversifizierte Netzwerk an Lohnherstellern ist PharmaSGP zudem in der Lage, auf alternative Partner auszuweichen. Um sich als Partner der PharmaSGP zu qualifizieren, werden alle Dritthersteller und Drittanbieter sorgfältig ausgewählt und einem strengen Auditierungsprozess unterzogen. Die potenziellen Auswirkungen der Risiken aus Preisschwankungen und Qualitätsmängeln werden unter Berücksichtigung des Schadensausmaßes als mittel eingestuft. Die potenziellen Auswirkungen der Risiken aufgrund von Störungen im Produktionsprozess oder sogar des Ausfalls eines Lohnherstellers werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes als mittel eingestuft. Nach der Herstellung werden die Produkte von einem Logistikanbieter pro Zielregion gelagert und über diesen vertrieben. PharmaSGP ist daher bei der zeitgerechten Lieferung der Produkte an Großhändler und Apotheken von diesen externen Logistikdienstleistern abhängig, um die Nachfrage der Apotheken zu bedienen. Jegliche Unterbrechung der Logistikkette aufgrund der Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen durch diese Anbieter kann zu Verzögerungen, erhöhten Kosten und Umsatzverlusten für PharmaSGP führen. Die PharmaSGP begegnet diesem Risiko durch regelmäßige Audits der bestehenden Partner, einer Geschäfts- und Ertragsausfallversicherung sowie dem weiteren Ausbau des Logistikpartnernetzwerkes. Die potenziellen Auswirkungen des beschriebenen Logistikrisikos auf das Geschäftsergebnis der PharmaSGP werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes als mittel eingestuft. IT-Risiko Der effiziente und unterbrechungsfreie Betrieb ihrer IT-Infrastruktur ist für die PharmaSGP maßgeblich für die kontinuierliche Sicherstellung des Geschäftsbetriebs. Das Risiko, einen Verlust von digitalen Informationen zu erleiden, kann durch beispielsweise mangelnde oder unzureichende Datensicherung oder schadhafte Angriffe durch Externe entstehen. PharmaSGP begegnet diesen Risiken u.a. mit einem angemessenen Berechtigungskonzept, ausreichenden IT- Sicherungssystemen (z.B. zentrale Anti-Viren- Programme), regelmäßigen Software- und Hardware-Wartungen sowie routinemäßigen Backups unternehmenskritischer Daten. Die potenziellen Auswirkungen des IT-Risikos auf das Geschäftsergebnis der Gruppe werden daher unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes als gering eingestuft. Personalrisiken Der weitere Ausbau der Geschäftstätigkeit der PharmaSGP hängt maßgeblich von der Motivation und Qualifikation ihrer Mitarbeiter ab. Um die kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Mitarbeiter sicherzustellen, aber auch um relevante regulatorische Anforderungen (z. B. im Bereich Pharmakovigilanz, Arzneimittelsicherheit, Arbeitssicherheit etc.) zu erfüllen, werden regelmäßige Schulungen durchgeführt und entsprechend dokumentiert. Außerdem beschäftigt PharmaSGP in einigen Unternehmensbereichen wichtige und nicht leicht ersetzbare Schlüsselmitarbeiter. Verlässt ein solcher Mitarbeiter das Unternehmen, kann es zu kurzfristigen Prozessverzögerungen oder - behinderungen kommen und unter Umständen zu einem Wissensverlust führen. Dem begegnet PharmaSGP mit einem zügigen und transparenten Recruitingprozess sowie entsprechenden Maßnahmen für die Personalentwicklung. Außerdem wird für jede Schlüsselposition ein Vertreter ernannt, sodass der Know-how-Transfer und die Aufrechterhaltung von Prozessen gewährleistet ist. Auswirkungen der Personalrisiken auf das Geschäftsergebnis der Gruppe werden unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes als gering eingeschätzt. Rechtliche Risiken Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt PharmaSGP kapitalmarktrechtlichen Gesetzen und Vorschriften. Im Falle einer Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben können PharmaSGP Bußgeldzahlungen oder Rechtsstreitigkeiten drohen. Des Weiteren kann der Verlust personenbezogener Daten und andere Verstöße gegen die Datenschutzverordnung hohe Strafzahlungen zur Folge haben. Um Verstöße gegen das Kapitalmarktrecht zu vermeiden, absolvieren alle Mitarbeiter regelmäßige Schulungen zu diesem Themenbereich. Außerdem wird die Einhaltung gesetzlicher Regelungen und Vorschriften durch interne Abstimmungs- und Kontrollprozesse sichergestellt. Dadurch werden die Auswirkungen der rechtlichen Risiken auf das Geschäftsergebnis der PharmaSGP unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes als gering eingestuft. Finanzrisiken PharmaSGP vertreibt ihre Produkte über verschiedene Logistikpartner. Diese übernehmen unter anderem die Zahlungsabwicklung mit Großhändlern und Apotheken. Sofern Zahlungen aus diesen Abwicklungen nicht erfolgen, können bei der PharmaSGP Forderungsausfälle entstehen. Außerdem unterliegt die Gruppe allgemeinen, nationalen Steuergesetzen. Ein fehlerhafter Umgang mit Steuersachverhalten, insbesondere im Bereich der Vor- und Umsatzsteuer, kann zu einer Beanstandung durch die Steuerbehörde und unter Umständen zu hohen Nachzahlungen führen. Durch die Implementierung interner Prüfprozesse und die regelmäßige Berichterstattung der Logistikpartner wird das Risiko deutlich reduziert. Steuersachverhalte werden zudem einer sorgfältigen Prüfung durch eine externe Steuerberatung unterzogen. Auswirkungen der Finanzrisiken auf das Geschäftsergebnis der Gruppe unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes werden als gering eingeschätzt. Zur Finanzierung der Akquisition der Produktmarken Baldriparan ® , Formigran ® , Spalt ® und Kamol ® besteht eine langfristige Konsortialfinanzierung. Die daraus entstehenden Risiken in Bezug auf Finanzinstrumente werden in Abschnitt 6 „Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten“ beschrieben. 4.3. Gesamtlage Aus heutiger Sicht existieren keine bestandsgefährdenden Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung der PharmaSGP. Gegenüber dem Vorjahr sind alle o. g. Risiken in ihrer Einschätzung als geringes, mittleres oder hohes Risiko unverändert. Risiken, die sich kurzfristig negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken können, sieht die Gruppe vor allem in einer unerwartet negativen Marktentwicklung, einer geringen Marktakzeptanz neuer Produkte, der Nichteinhaltung regulatorischer Anforderungen intern oder bei Drittherstellern sowie einer Beeinträchtigung von Produktions- oder Distributionsprozessen. Alle beschriebenen Risiken werden im Risikomanagementprozess stetig überwacht und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen mitigiert. Chancen für ihre zukünftige Entwicklung sieht die Gruppe im Auf- und Ausbau von etablierten Markenfamilien und insbesondere in der Integration etablierter, akquirierter Marken und Portfolios, die mittels der PharmaSGP-Plattform weiteres Wachstum erreichen können. Auch die Erschließung neuer europäischer Märkte stellt für die Gruppe eine Chance dar, das Umsatzwachstum weiter zu steigern. Die andauernden geopolitischen Vorkommnisse im Rahmen des Ukraine-Konflikts sowie des Konflikts zwischen Israel und Gaza führen auch weiterhin zu makroökonomischen Unsicherheiten mit potenziell negativen Auswirkungen auf Industrien und Unternehmen. PharmaSGP verfolgt keine Marketing- und Vertriebsaktivitäten in den betroffenen Gebieten. Für das Geschäftsjahr 2024 sind weiterhin keine Umsätze in osteuropäischen Ländern geplant. Dennoch könnten sich die Kriegsgeschehen und die wirtschaftlichen Sanktionen, speziell gegen Russland, potenziell auch auf die Geschäftstätigkeit der PharmaSGP auswirken. Steigende Energiepreise könnten höhere Kosten für Produktion und Logistik zur Folge haben. Im letzten Jahr wurde jedoch beobachtet, dass insbesondere der Ukraine-Konflikt keine negativen Auswirkungen auf das Geschäft der PharmaSGP hatte. PharmaSGP bezieht Wirkstoffe nur zu einem sehr geringen Anteil aus osteuropäischen EU-Ländern. Es kam nicht zu Produktionseinschränkungen oder Unterbrechungen in der Lieferkette. Höhere Lebenshaltungskosten haben beim Endverbraucher die Nachfrage nach rezeptfreien Arzneimitteln und anderen Gesundheitsprodukten der PharmaSGP nicht negativ beeinflusst. Aufgrund der weiterhin unklaren Kriegssituation lässt sich noch keine abschließende Beurteilung von potenziell negativen Einflüssen vornehmen. Der Vorstand sieht jedoch derzeit durch die geopolitischen Vorkommnisse keine bestandsgefährdenden Risiken für die PharmaSGP. 5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzern- rechnungslegungsprozess Das Ziel des Risikomanagementsystems der PharmaSGP im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die der Regelkonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten. Dabei trägt der Finanzvorstand die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften integriert. Die Einzelabschlüsse der SGP SE und ihrer Tochtergesellschaften werden nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Die Konzernbilanzierungsrichtlinien und das Konzernrechnungswesen haben zum Ziel, die einheitliche Bilanzierung und Bewertung auf Grundlage der für die SGP SE geltenden Vorschriften zu gewährleisten. Auf Basis der SAP- ERP-Umgebung erfolgt der monatliche Konsolidierungsprozess mit Unterstützung einer spezifischen Konsolidierungssoftware. Es bestehen einheitliche Berichtsstrukturen, ein einheitlicher Konzernkontenplan sowie ein verbindlicher Abschlusskalender, die grundsätzlich Vollständigkeit und Vergleichbarkeit sicherstellen sollen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die Schuldenkonsolidierung erfolgen automatisiert. Zur Überprüfung der Datenkonsistenz werden hier automatische Plausibilitätskontrollen bereits bei der Datenerfassung vorgenommen. Kontrollaktivitäten umfassen zudem die Analyse und ggf. die Korrektur der durch die Tochtergesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Wesentliche Elemente der Risikokontrolle im Rechnungslegungsprozess sind außerdem die Funktionstrennung zwischen Eingabe, Prüfung und Freigabe sowie eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten in den Bereichen. Des Weiteren muss auf allen Prozessebenen das Vier-Augen-Prinzip angewandt werden. Ein konzerneinheitliches Risikomanagementsystem, welches den gesetzlichen Anforderungen entspricht, wurde im Zuge des Börsengangs implementiert und seitdem fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit hin überprüft und gegebenenfalls an aktuelle Entwicklungen angepasst. Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der PharmaSGP einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften, den betroffenen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und internen Richtlinien erfolgt. 6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Einrichtung und Überwachung des konzernweiten Finanzrisikomanagements obliegt der Verantwortung des Vorstands, der die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vorgibt. In Bezug auf Finanzinstrumente könnte die Gruppe Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken ausgesetzt sein. Marktpreisrisiko Marktpreisrisiken resultieren aus Änderungen der Marktpreise für Finanzinstrumente, z. B. Wechselkurse oder Zinssätze und werden deshalb in Währungsrisiken und Zinsrisiken unterteilt. Währungsrisiken entstehen in Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung der PharmaSGP (€) abgebildet werden. Da die Gruppe hauptsächlich in Euroländern aktiv ist und alle Gesellschaften die gleiche funktionale Währung haben, ist die Gruppe in Bezug auf ihr Transaktionsvolumen keinen wesentlichen Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Zinsrisiken entstehen aus schwankenden Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte unterliegen dem Risiko schwankender Zins- oder Kursgewinne. Finanzielle Vermögenswerte bestehen zum 31. Dezember 2023 in Form von hochliquiden Geldmarktfonds, die nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Seit dem 14. Juli 2022 besteht eine Konsortialfinanzierung mit vier Bankenpartnern und einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Verzinsung erfolgt auf Basis einer festgelegten Marge zuzüglich des EURIBOR für die relevanten Zinsperioden. Die Marge beträgt in Abhängigkeit der Art der Inanspruchnahme (Term Loan oder Revolving Credit Facility) sowie des jeweils aktuellen Verschuldungsgrades der PharmaSGP Gruppe zwischen 1,15 % und 2,75 % p. a. Der Verschuldungsgrad errechnet sich als Quotient aus der Nettofinanzverschuldung zum jeweiligen Stichtag und einer Rentabilitätskennziffer für die jeweils vergangenen vier Quartale. Zur Mitigation des Zinsrisikos in Bezug auf den EURIBOR hat die PharmaSGP Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Konsortialfinanzierung unterliegt daher nur eingeschränkten Zinsrisiken aus Änderungen des Marktzinses und Risiken, die aus der Änderung des Verschuldungsgrades resultieren. Insgesamt werden die Auswirkungen möglicher Zinsänderungen auf das Nettoergebnis der Gruppe unter Berücksichtigung des Schadensausmaßes als gering eingestuft. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass die Gruppe den Tilgungsverpflichtungen ihrer finanziellen Verbindlichkeiten nur mit Schwierigkeiten nachkommen kann. Dies betrifft im Wesentlichen die Konsortialfinanzierung, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Leasingverbindlichkeiten. Die Konsortialfinanzierung sieht eine regelmäßige Tilgung der Darlehenssumme in festgelegten Tranchen vor. Aus dieser Tilgungsverpflichtung ist die PharmaSGP Liquiditätsrisiken ausgesetzt, welche die zukünftige Entwicklung der Gruppe beeinflussen können. Zudem bestehen Covenant- Beschränkungen, wonach bei Überschreiten eines bestimmten Verschuldungsgrades die komplette Darlehenssumme fällig gestellt werden kann. Die Überschreitung des bestimmten Verschuldungsgrades stellt daher ein Liquiditätsrisiko für die Gruppe dar. Aufgrund des positiven Bestands an Sichtgeldeinlagen zum Bilanzstichtag, dauerhaft positiven operativen Nettozahlungsmittelzuflüssen und der langfristigen Struktur der Konsortialfinanzierung sieht sich die Gruppe keinen Liquiditätsrisiken in Bezug auf die Tilgungsanforderungen ausgesetzt. Das Liquiditätsrisiko aufgrund von möglichen Verletzungen der Covenant-Beschränkungen wird als gering eingestuft. Kreditrisiko Ausfallrisiken entstehen, wenn ein Kunde oder die Gegenpartei eines Finanzinstruments ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber PharmaSGP nicht erfüllen kann. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das sofortige Ausfallrisiko als auch die Gefahr einer verschlechterten Kreditwürdigkeit eines Kunden. Im Vergleich zu den übrigen finanziellen Vermögenswerten bestehen Ausfallrisiken am ehesten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche in der Vergangenheit jedoch nahezu null waren. Um das Ausfallrisiko auf dem gleichen niedrigen Niveau der Vergangenheit zu halten, bewertet die Gruppe das Ausfallrisiko für Neukunden mit einem wesentlichen Auftragsvolumen und führt einen regelmäßigen Kontrollprozess zur Überwachung und Einbringung offener Posten durch. Für weitere quantitative Angaben zum Finanzrisikomanagement wird auf Abschnitt 7.3 im Konzernanhang verwiesen. 7. Übernahmerelevante Angaben nach §§ 289a und 315a HGB 7.1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Zum 31. Dezember 2023 belief sich das Grundkapital der Gesellschaft auf T€ 12.000. Das Grundkapital ist in 12.000.000 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien unterteilt, auf die ein anteiliger Betrag von € 1,00 je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie hat eine Stimme. 7.2. Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Zum 31. Dezember 2023 hielt die FUTRUE GmbH, Gräfelfing, Deutschland, eine direkte Beteiligung am Kapital der SGP SE, die die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritt. Es bestanden keine indirekten Beteiligungen am Kapital der SGP SE, die die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten haben. 7.3. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands auf der Grundlage der Art. 9 Abs. 1, Art. 39 Abs. 2 und Art. 46 SE-Verordnung, §§ 84, 85 AktG sowie § 7 Abs. 2 der Satzung für einen Zeitraum von höchstens sechs Jahren. Wiederbestellungen sind zulässig. Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Änderungen der Satzung erfolgen nach §§ 179, 133 AktG. Nach § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. 7.4. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Rückkauf eigener Aktien Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2025 eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Erteilung der Ermächtigung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb von eigenen Aktien darf unter bestimmten Bedingungen auch unter Einsatz von Derivaten durchgeführt werden. Im Geschäftsjahr 2023 hat die SGP SE erstmalig 9.787 eigene Aktien zu einem Wert von TEUR 286 einschließlich Transaktionskosten erworben. Es fand kein Verkauf eigener Aktien statt. Es bestehen keine eigenen Aktien, die von Dritten im Namen oder für Rechnung der SGP SE gehalten werden. Genehmigtes Kapital 2020 Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Mai 2025 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 6.000 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu gewähren, wobei der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt ist, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen ganz oder teilweise auszuschließen. Im Handelsregister wird dieses Genehmigte Kapital als Genehmigtes Kapital 2020/I geführt. Bedingtes Kapital 2020 Es besteht ein Bedingtes Kapital, wodurch das Grundkapital um insgesamt bis zu T€ 6.000 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 6.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien erhöht werden kann. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen sowie an Inhaber von Optionsrechten aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund Ermächtigung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2020 bis zum 27. Mai 2025 von der Gesellschaft oder einem Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit der Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben werden. Im Handelsregister wird dieses Bedingte Kapital als Bedingtes Kapital 2020/I geführt. 7.5. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft unter der Bedingung eines Kontrollwechsels Im Falle eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots i. S. d. § 289a (8) HGB sind zwischen der SGP SE und den an der Konsortialfinanzierung beteiligten Kreditgeber Verhandlungen über die Fortführung der Konsortialfinanzierung zu führen. Nach Ablauf der Verhandlungszeitraums ist jeder Kreditgeber berechtigt, seine Darlehensforderungen sofort fällig zu stellen. 8. Erklärung zur Unternehmens- führung 8.1. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB Als an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Gesellschaft (Prime Standard) gibt die PharmaSGP Holding SE die nachstehende Erklärung zur Unternehmensführung bezogen auf die PharmaSGP Holding SE und ihre Tochtergesellschaften PharmaSGP GmbH, Restaxil GmbH, Remitan GmbH, Fokusan Health GmbH und PharmaSGP Vitalmed GmbH gemäß der § 289f HGB und § 315d HGB für das Geschäftsjahr 2023 ab. Vorstand und Aufsichtsrat der PharmaSGP Holding SE berichten zudem nachfolgend gemäß Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodex (,,DCGK“) über die Anwendung der Corporate Governance bei der PharmaSGP Holding SE. 8.2. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG (Aktualisierung Dezember 2023) Der Vorstand und der Aufsichtsrat der PharmaSGP Holding SE haben zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 28. April 2022, gemäß § 161 AktG im Dezember 2023 folgende Entsprechenserklärung abgegeben: Empfehlungen C.10, D.2 bis D.4, D.7, D.10, D.12 und G.17 des DCGK – Ausschüsse des Aufsichtsrats „Da der Aufsichtsrat der Gesellschaft satzungsgemäß aus drei Personen besteht, hat der Aufsichtsrat entschieden, keine Ausschüsse zu bilden. Ein Ausschuss wäre nur beschlussfähig, wenn dieser seinerseits aus mindestens zwei Personen bestünde, was auch dem Quorum für den gesamten Aufsichtsrat entspricht. Die Gesellschaft ist daher der Auffassung, dass die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats nicht zu einer Verbesserung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats beitragen würde.“ Empfehlung F.2 des DCGK – Berichterstattung „Die Gesellschaft hat entschieden, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sowie gesetzlich oder börsenrechtlich vorgeschriebene Zwischenberichte in Abweichung von der Empfehlung F.2 jeweils innerhalb der gesetzlichen bzw. börsenrechtlich vorgegebenen Fristen veröffentlicht werden. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass die Veröffentlichung innerhalb solcher Fristen für die Informationsinteressen der Anleger, Gläubiger und anderer Stakeholder sowie der Öffentlichkeit ausreichend ist.“ Empfehlung G.7 Satz 1 des DCGK – Zeitpunkt der Festlegung der Leistungskriterien für die variablen Vergütungsbestandteile „Der Aufsichtsrat legt die jährlichen Zielwerte für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder in Abweichung von der Empfehlung G.7 Satz 1 des DCGK innerhalb der ersten Hälfte des betreffenden Geschäftsjahres fest, nicht jedoch bereits vor dessen Beginn. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine Entscheidung über die Festlegung der jährlichen Zielwerte in der Regel erst auf Grundlage der Geschäftszahlen des jeweils vorangegangenen Geschäftsjahres sinnvoll ist.“ Empfehlung G.10 Satz 2 des DCGK – Verfügung über langfristig variable Gewährungsbeträge „Im Hinblick auf die erste jährliche Tranche der langfristigen variablen Vergütungsbestandteile, die den Mitgliedern des Vorstands für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr gewährt wurde, hat der Aufsichtsrat entschieden, dass der Zeitraum für die Messung der Zielvorgaben und den gestaffelten Eintritt von Unverfallbarkeit, lediglich drei Jahre beträgt. Folglich war es nach den Planbedingungen möglich, über die erste jährliche Tranche der langfristigen variablen Vergütungsbestandteile bereits vor Ablauf eines Vier-Jahres-Zeitraums zu verfügen. Da die betreffenden Vorstandsmitglieder erstmalig bis zum 31. Dezember 2022 bestellt worden waren, stellte es nach Auffassung des Aufsichtsrats eine bedeutsame und geeignete Anreizwirkung dar, wenn bei der ersten Tranche der langfristigen variablen Vergütung der betreffenden Vorstandsmitglieder der Zeitraum für die Messung der Zielvorgaben und den Eintritt der Unverfallbarkeit mit ihrer erstmaligen Bestellungsdauer dergestalt verknüpft ist, dass die erste Tranche im Rahmen der Erstbestellung vollständig verdient werden kann. Bei den nachfolgenden jährlichen Tranchen der langfristigen variablen Vergütungsbestandteile beträgt der Zeitraum für die Messung der Zielvorgaben und die Unverfallbarkeit demgegenüber jeweils vier Jahre, sodass eine Auszahlung auch jeweils erst nach Ablauf eines Vier- Jahres-Zeitraums erfolgt.“ 8.3. Angaben zu den über die gesetz- lichen Anforderungen hinaus ange- wandten Unternehmensführungs- praktiken Anspruch der PharmaSGP Holding SE ist es, alle Geschäfte in ethisch und rechtlich einwandfreier Weise zu tätigen. Um der sozialen Verantwortung als Hersteller von Arzneimitteln gerecht zu werden, verfolgen Vorstand und Aufsichtsrat eine verantwortungsvolle, transparente und werteorientierte Unternehmensführung. Dazu gehört für die PharmaSGP Holding SE nicht nur das Einhalten der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen, sondern darüber hinaus auch eine ethisch vertretbare Unternehmensphilosophie, welche sich unter anderem in dem „Code of Ethics“ widerspiegelt. Compliance Das Compliance-Team der PharmaSGP Holding SE unter der Führung des Finanzvorstands in der Rolle als Chief Compliance Officer hat ein Compliance- Management-System eingerichtet, welches das rechtmäßige Verhalten der Mitarbeiter sicherstellen soll. Es ist darauf ausgerichtet, mögliche Verstöße im Vorfeld zu erkennen und deren Auftreten systematisch zu verhindern und wird vom Compliance-Team der PharmaSGP Holding SE überwacht. Dieses Compliance-System umfasst unter anderem den „Code of Ethics“ als wesentliches Regelwerk der Compliance-Struktur, Compliance-Audits, regelmäßige Schulungen zu relevanten Compliance-Risiken und -Maßnahmen sowie adäquate Strukturen und Prozesse, damit die Mitarbeitenden mögliche Compliance-Verletzungen melden können. Internes Kontrollsystem Das interne Kontrollsystem der PharmaSGP umfasst alle Regeln im Konzern, die der methodischen Steuerung von operativen, finanziellen, regulatorischen und compliancebezogenen Risiken dienen. Diese Regeln sind als Richtlinien, Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen ausgestaltet. Aufbau, Freigabe, Überarbeitung und Kommunikation dieser internen Vorschriften erfolgen insbesondere für den regulatorischen Bereich nach standardisierten Verfahren. Des Weiteren sind alle Mitarbeiter der PharmaSGP im Rahmen ihrer Aufgaben und Tätigkeiten verpflichtet, den „Code of Ethics“ zu befolgen. Für eine bessere Skalierbarkeit werden Geschäftsprozesse nach Möglichkeit durch IT- Lösungen unterstützt. Soweit möglich und angemessen, nutzt die PharmaSGP die in diesen Applikation oder Services integrierten Kontrollen. Zusätzlich bestehen darüber hinausgehende manuelle Prozesskontrollen zur Verhinderung oder Aufdeckung von Fehlern. Im regulatorischen Bereich besteht ein für die gesamte Unternehmensgruppe implementiertes Qualitätsmanagementsystem mit dem Ziel, die größtmögliche Patientensicherheit herzustellen. Dies wird erreicht durch detaillierte Prozessdefinitionen, bspw. für Abweichungen, korrigierende und präventive Maßnahmen oder Meldungen von unerwünschten Wirkungen. Zudem finden regelmäßige interne und externe Audits statt. Das interne Kontrollsystem in Bezug auf den Konzernrechnungslegungsprozess wird in Abschnitt 5 beschrieben. Basierend auf der aktuellen Ausgestaltung liegen dem Vorstand keine Hinweise vor, dass das interne Kontrollsystem in seiner Gesamtheit nicht angemessen eingerichtet oder nicht wirksam ist. Risikomanagementsystem Die PharmaSGP Holding SE ist aufgrund des internen Risikomanagementsystems in der Lage, etwaige geschäftliche und finanzielle Risiken frühzeitig zu erkennen um entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. Es erfolgt eine regelmäßige Risikoüberwachung. Näheres zu den Chancen und Risiken der PharmaSGP Holding SE sind dem „Chancen- und Risikobericht“ zu entnehmen. Die Erklärung zur Unternehmensführung, die Angaben zu den relevanten Unternehmensführungspraktiken umfasst, ist öffentlich abrufbar unter https://ir.pharmasgp.com. 8.4. Zusammensetzung und Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Arbeitsweise von deren Ausschüssen Die Gesellschaft ist eine nach europäischem Recht errichtete Aktiengesellschaft (Societas Europaea) und unterliegt insbesondere den Vorschriften des deutschen Aktiengesetzes, auf dessen Grundlage auch der DCGK entwickelt wurde. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet dabei das Unternehmen, während der Aufsichtsrat den Vorstand berät und überwacht. Eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist unzulässig. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft arbeiten vertrauensvoll zusammen und sind bestrebt, den Wert der Gesellschaft für ihre Aktionäre nachhaltig zu steigern. 8.4.1. Vorstand Aufgaben des Vorstands Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Dies beinhaltet die Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder). Die Mitglieder des Vorstands sind gemeinsam für die Unternehmensleitung verantwortlich. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung, der Geschäftsordnung und des Geschäftsverteilungsplans. Zusammensetzung und Zuständigkeiten des Vorstands Im Geschäftsjahr 2023 bestand der Vorstand aus zwei Personen. Seit dem 4. März 2020 sind Frau Natalie Weigand (Chief Executive Officer, CEO) und Herr Michael Rudolf (Chief Financial Officer, CFO) als Vorstände der Gesellschaft bestellt. Arbeitsweise des Vorstands Jedes Vorstandsmitglied leitet im Rahmen der Geschäftsordnung und der Vorstandsbeschlüsse sein aus dem jeweiligen geltenden Geschäftsverteilungsplan ersichtliches Aufgabengebiet selbstständig und unter eigener Verantwortung. Ungeachtet der Aufgabenverteilung nach dem Geschäftsverteilungsplan tragen die Mitglieder des Vorstands gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Sie sind zur kollegialen Zusammenarbeit verpflichtet und berichten sich gegenseitig über wesentliche Vorgänge in ihrem Geschäftsbereich und über beabsichtigte Maßnahmen, die den Zuständigkeitsbereich eines anderen Mitglieds des Vorstands berühren. Der Gesamtvorstand entscheidet durch Beschluss in allen Angelegenheiten, in denen das Gesetz, die Satzung oder die Geschäftsordnung eine Beschlussfassung durch den Vorstand vorschreiben. Ferner ist jedes Vorstandsmitglied berechtigt, eine Entscheidung aus einem Ressort dem Gesamtvorstand zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Sitzungen des Vorstands können durch jedes Vorstandsmitglied einberufen werden. Die Termine und die Einberufung werden vom jeweiligen einberufenden Vorstandsmitglied festgelegt, der auch die Vorstandssitzung leitet. Bei Eilbedürftigkeit oder auf Antrag von zwei Vorstandsmitgliedern wird eine Vorstandssitzung unverzüglich einberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist oder sonst an der Beschlussfassung teilnimmt. Sofern abgestimmt wird, entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei der Beschlussfassung des Vorstands gibt im Falle der Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag (Stichentscheid); dies gilt jedoch nicht, wenn der Vorstand aus weniger als drei Personen besteht. Einem stellvertretenden Vorsitzenden steht im Falle der Verhinderung des Vorsitzenden das Stichentscheidungsrecht nicht zu. Eine Beschlussfassung des Vorstands kann auch außerhalb von Sitzungen (oder im Wege der kombinierten Beschlussfassung) durch mündliche oder telefonische Stimmabgabe, Stimmabgabe in Textform (§ 126 BGB) und/oder unter Nutzung sonstiger Mittel der Telekommunikation oder elektronischer Medien erfolgen, wenn dies vom Vorstandsvorsitzenden mindestens zwei Tage im Voraus angeordnet wird; in dringenden Fällen kann die Frist angemessen verkürzt werden. Der Vorstand arbeitet mit dem Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens zusammen. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat auf Verlangen jegliche Information zu erteilen, die zur Ausübung der Kontrolle durch den Aufsichtsrat erforderlich ist. Vergütung des Vorstands Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands sind öffentlich abrufbar unter https://ir.pharmasgp.com. Angaben zu den Bezügen der Mitglieder des Vorstands werden im Vergütungsbericht gemacht. 8.4.2. Aufsichtsrat Aufgaben und Zuständigkeiten des Aufsichtsrats Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat für einen Zeitraum von höchstens sechs Jahren bestellt. Darüber hinaus überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand bei der strategischen Ausrichtung der Geschäfte. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die Strategie, die Unternehmensplanung, die Risikolage, das Risikomanagement und das innerbetriebliche Kontrollsystem. Er stimmt der Budgetplanung zu und billigt den Jahresabschluss der PharmaSGP Holding SE und den Konzernabschluss der PharmaSGP Gruppe. Mit Datum vom 4. März 2020 wurden Herr Dr. Clemens Fischer (Vorsitzender) und Frau Madlena Hohlefelder (stellvertretende Vorsitzende) Mitglieder des Aufsichtsrats. Seit dem 1. Juni 2020 ist Herr Dr. Axel Rebien Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Arbeitsweise des Aufsichtsrats Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden durch den Vorsitzenden in Textform (§ 126b BGB) mit einer Frist von zehn (10) Kalendertagen einberufen; den Sitzungsort bestimmt der Vorsitzende. Bei der Berechnung der Frist werden der Tag der Versendung der Einladung und der Tag der Sitzung nicht mitgerechnet; für die Wahrung der Frist genügt die Versendung der Einladung. In dringenden Fällen kann der Vorsitzende die Frist angemessen abkürzen und die Sitzung auch mündlich oder fernmündlich einberufen. Mit der Einberufung sind Ort und Zeit der Sitzung sowie die Tagesordnung mitzuteilen. Ergänzungen der Tagesordnung sind, soweit nicht ein dringender Fall eine spätere Mitteilung rechtfertigt, spätestens drei Kalendertage vor der Sitzung mitzuteilen. In Sitzungen, die nicht ordnungsgemäß einberufen wurden, sowie über Gegenstände der Tagesordnung, die nicht ordnungsgemäß angekündigt worden sind, darf nur beschlossen werden, wenn kein Aufsichtsratsmitglied widerspricht. Abwesenden Aufsichtsratsmitgliedern ist in einem solchen Fall Gelegenheit zu geben, binnen einer vom Vorsitzenden zu bestimmenden angemessenen Frist der Beschlussfassung zu widersprechen oder ihre Stimme nachträglich abzugeben. Der Beschluss wird erst wirksam, wenn die abwesenden Mitglieder der Beschlussfassung innerhalb der Frist nicht widersprochen (oder ihr zugestimmt) oder ihre Stimme nachträglich abgegeben haben. Der Vorsitzende führt in den Sitzungen des Aufsichtsrats den Vorsitz und bestimmt die Reihenfolge der Verhandlungsgegenstände sowie die Art und Reihenfolge der Abstimmung. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Abwesende Aufsichtsratsmitglieder können auch dadurch an der Beschlussfassung teilnehmen, dass sie gemäß § 108 Abs. 3 AktG schriftliche Stimmabgaben überreichen lassen. Sofern dies vom Aufsichtsratsvorsitzenden vor der Beschlussfassung angeordnet wird, können abwesende Aufsichtsratsmitglieder ihre Stimme ferner – ggf. auch nachträglich innerhalb einer vom Vorsitzenden gesetzten Frist – telefonisch, in Textform (§ 126b BGB) oder unter Nutzung sonstiger Mittel der Telekommunikation oder elektronischer Medien abgeben. Auf Anordnung des Vorsitzenden kann eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats auch außerhalb von Sitzungen (oder im Wege der kombinierten Beschlussfassung) durch mündliche oder telefonische Stimmabgabe, Stimmabgabe in Textform (§ 126b BGB) und/oder unter Nutzung sonstiger Mittel der Telekommunikation oder elektronischer Medien erfolgen. Ein Recht zum Widerspruch gegen diese Form der Beschlussfassung steht den Mitgliedern des Aufsichtsrats hierbei nicht zu. Für Form und Frist der Anordnung gelten die oben genannten Bestimmungen entsprechend. Auch ohne (rechtzeitige) Anordnung ist eine Beschlussfassung zulässig, wenn kein Aufsichtsratsmitglied widerspricht. Abwesenden bzw. nicht teilnehmenden Aufsichtsratsmitgliedern ist in einem solchen Fall Gelegenheit zu geben, binnen einer vom Vorsitzenden zu bestimmenden angemessenen Frist der Beschlussfassung zu widersprechen oder ihre Stimme nachträglich abzugeben. Der Beschluss wird erst wirksam, wenn die abwesenden bzw. nicht teilnehmenden Mitglieder der Beschlussfassung innerhalb der Frist nicht widersprochen (oder ihr zugestimmt) oder ihre Stimme nachträglich abgegeben haben. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, an der Beschlussfassung teilnehmen. Die Stimmenthaltung gilt als Teilnahme an der Beschlussfassung, jedoch nicht als Stimmabgabe. Der Aufsichtsrat beschließt mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit nicht gesetzlich zwingend etwas anderes bestimmt ist. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, gibt die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrats den Ausschlag (Stichentscheid); das gilt auch bei Wahlen. Falls kein Vorsitzender ernannt ist oder sich der Vorsitzende der Stimme enthält, gilt bei Stimmengleichheit ein Antrag als abgelehnt. Dem stellvertretenden Vorsitzenden steht im Falle der Verhinderung des Vorsitzenden das Stichentscheidungsrecht nicht zu. Im Jahr 2022 hat der Aufsichtsrat eine Selbstevaluierung anhand eines ausführlichen Fragenkatalogs durchgeführt. Es wurde die Effektivität der Aufgabenerfüllung des Aufsichtsrats beurteilt. Die Ergebnisse der Beurteilung bestätigen eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Inhaltliche und prozessuale Verbesserungen für die Zusammenarbeit wurden definiert und im Geschäftsjahr 2023 umgesetzt. Vergütung des Aufsichtsrats Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Aufsichtsrats sind öffentlich abrufbar unter https://ir.pharmasgp.com. Angaben zu den Bezügen der Mitglieder des Aufsichtsrats werden im Vergütungsbericht gemacht. 8.5. Transparente Unternehmensführung Um eine größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, werden Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens und wesentliche Änderungen informiert. Zur umfassenden, gleichberechtigten und zeitnahen Information nutzt die Gesellschaft dabei hauptsächlich das Internet. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der PharmaSGP Holding SE erfolgt durch • Zwischenberichte, • den Geschäftsbericht, • Hauptversammlungen, • Pressemeldungen, • Telefonkonferenzen, sowie • Veranstaltungen mit Finanzanalysten im In- und Ausland. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender zusammengefasst. Wenn außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung bei der PharmaSGP Holding SE Tatsachen eintreten, die geeignet sind, den Börsenkurs der PharmaSGP Holding SE Aktie erheblich zu beeinflussen, werden diese durch Ad- hoc-Mitteilungen bekannt gemacht. Der Finanzkalender und die Ad-hoc-Mitteilungen stehen im Internet unter https://ir.pharmasgp.com zur Verfügung. 8.6. Festlegung zur Förderung der Teil- habe von Frauen und Männern an Führungspositionen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 des Aktiengesetzes Bericht über die Festlegung und Zielerreichung der Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat Als Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat festgelegt, dass dem Aufsichtsrat mindestens eine Frau angehören soll. Als Frist für die Erreichung der Zielgröße wurde der 30. April 2025 festgelegt. Im Jahr 2023 gehörte dem Aufsichtsrat eine Frau an, so dass die Zielgröße erreicht wurde. Bericht über die Festlegung und Zielerreichung der Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand Als Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat festgelegt, dass dem Vorstand mindestens eine Frau angehören soll. Als Frist für die Erreichung der Zielgröße wurde der 30. April 2025 festgelegt. Im Jahr 2023 gehörte dem Vorstand eine Frau an, so dass die Zielgröße erreicht wurde. Bericht über die Festlegung und Zielerreichung der Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen Als Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand festgelegt, dass der Frauenanteil mindestens 30 % betragen soll. Derzeit gehört keine Frau dieser Führungsebene an. Als Frist für die Erreichung der Zielgröße wurde der 1. Dezember 2027 festgelegt. Als Zielgröße für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand festgelegt, dass der Frauenanteil mindestens 30 % betragen soll. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene 66,7 %. Das Ziel ist somit erfüllt. 9. Abhängigkeitsbericht Die PharmaSGP Holding SE war im Geschäftsjahr 2023 ein von der FUTRUE GmbH mit Sitz Am Haag 14, 82166 Gräfelfing, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. FUTRUE kontrolliert die FUTRUE Gruppe, deren Konzern- Gesellschaften als verbundene Unternehmen gelten. Der Vorstand der Gesellschaft hat deshalb einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: „Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen im Geschäftsjahr 2023 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden.“ 10. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge oder Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten. Gräfelfing, 25. April 2024 Natalie Weigand Michael Rudolf (CEO) (CFO) Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Anhang-
in T€ angabe 2023 2022
Umsatzerlöse 6.1 101.099 85.824
Sonstige betriebliche Erträge 6.2 172 386
Aufwendungen für Rohstoffe, Verbrauchsmaterial und fertige Erzeugnisse -9.462 -9.032
Personalaufwand 6.3 -7.342 -6.912
Marketingaufwand 6.4 -43.381 -37.378
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.5 -7.077 -5.955
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 34.009 26.933
Abschreibungen 5.1 - 5.3 -9.371 -9.250
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 24.638 17.683
Finanzerträge 6.6 2.179 308
Finanzaufwendungen 6.6 -4.924 -2.188
Ergebnis vor Steuern 21.893 15.803
Ertragsteueraufwand 5.14 -5.496 -3.849
Periodenergebnis 16.397 11.954
davon den Aktionären der PharmaSGP Holding SE zurechenbar 16.397 11.954
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 6.7 1,37 1,00

Konzerngesamtergebnisrechnung

Anhang-
in T€ angabe 2023 2022
Periodenergebnis 16.397 11.954
Sonstiges Ergebnis
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden dürfen:
Gewinne und Verluste aus Cashflow-Hedges 7.1 -1.096 3.110
In den Gewinn oder Verlust umgegliederte Verluste aus 7.1 -996 -
Sicherungsinstrumenten
Ertragsteuern auf diese Posten 5.14 513 -764
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden:
--- - -
Sonstiges Ergebnis, abzüglich Steuern -1.579 2.346
Gesamtergebnis 14.818 14.300
davon den Aktionären der PharmaSGP Holding SE zurechenbar 14.848 14.300

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 Konzernbilanz

Anhang- 31. Dezember 31. Dezember
in T€ angabe 2023 2022
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 5.1 66.056 73.943
Sachanlagen 5.2 302 365
Nutzungsrechte 5.3 874 1.208
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 7.1 1.250 2.084
Summe langfristige Vermögenswerte 68.482 77.600
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 5.4 10.117 7.002
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 5.5 9.189 7.799
Sonstige Vermögenswerte 5.6 2.518 2.521
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.1 - 1.240
Laufende Ertragsteuerforderungen 5.14 227 305
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.7 40.766 32.642
Summe kurzfristige Vermögenswerte 62.817 51.509
Summe Vermögenswerte 131.299 129.109
--- --- --- ---
Anhang- 31. Dezember 31. Dezember
in T€ angabe 2023 2022
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Eigenkapital 5.8
Gezeichnetes Kapital 12.000 12.000
Kapitalrücklage 38.120 38.120
Gewinnrücklagen -10.847 -21.369
Sonstige Rücklagen 481 2.346
Summe Eigenkapital 39.754 31.097
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 5.9 120 166
Finanzverbindlichkeiten 5.10 65.370 73.059
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.1 219 -
Leasingverbindlichkeiten 5.3 452 816
Passive latente Steuern 5.14 790 1.229
Summe langfristige Verbindlichkeiten 66.951 75.270
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 5.9 3.322 3.024
Finanzverbindlichkeiten 5.10 7.711 7.659
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.11 9.920 8.786
Sonstige Verbindlichkeiten 5.12 1.146 1.181
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.13, 6.1 635 1.688
Leasingverbindlichkeiten 5.3 444 404
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.14 1.416 -
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 24.594 22.742
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 131.299 129.109

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Sonstige Rücklagen
Rücklagen
Gezeich- für Summe
Anhang- netes Kapital- Gewinn- Cashflow- Eigene Eigen-
in T€ angabe Kapital rücklage rücklagen Hedges Aktien kapital
Stand am 1. Januar 12.000 38.120 -27.923 - - 22.197
2022
Dividenden - - -5.400 - - -5.400
Periodenergebnis - - 11.954 - - 11.954
Sonstiges Ergebnis - - - 2.346 - 2.346
Stand am 31. Dezember 2022 12.000 38.120 -21.369 2.346 - 31.097
Erwerb eigener 5.8 - - - - -286 -286
Aktien
Dividenden 5.8 - - -5.875 - - -5.875
Periodenergebnis - - 16.397 - - 16.397
Sonstiges Ergebnis 5.14, 7.1 - - - -1.579 - -1.579
Stand am 31. Dezember 2023 12.000 38.120 -10.847 767 -286 39.754

Konzernkapitalflussrechnung

Anhang-
in T€ angabe 2023 2022
Periodenergebnis 16.397 11.954
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und 5.1 – 5.3 9.371 9.250
Nutzungsrechte
(Zunahme) / Abnahme der Vorräte 5.4 -3.115 -2.817
(Zunahme) / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 5.5 -1.390 -1.219
sonstiger Forderungen
(Zunahme) / Abnahme der sonstigen Vermögenswerte 5.6 -1.012 -2.444
Zunahme / (Abnahme) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.11 1.030 4.461
Zunahme / (Abnahme) der sonstigen (finanziellen) Verbindlichkeiten 5.12, 5.13, -871 1.047
6.1
Zunahme / (Abnahme) der Rückstellungen 5.9 251 2.120
(Zinserträge) und -aufwendungen 6.6 4.175 1.960
Ertragsteueraufwand 5.14 5.496 3.849
Ertragsteuerzahlungen -3.926 -3.495
Gezahlte Zinsen -2 -
Erhaltene Zinsen 235 47
Zahlungsmittelzufluss aus operativer Tätigkeit 26.639 24.713
Zahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 5.1 -813 -667
Zahlungen für Investitionen in Sachanlagen 5.2 -53 -120
Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit -866 -787
Dividendenzahlungen 5.8 -5.875 -5.400
Rückkauf von eigenen Aktien 5.8 -286 -
Einzahlungen aus der Abwicklung von Derivaten 7.1 1.033 -
Auszahlungen aus der Abwicklung von Derivaten 7.1 -37 -
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten, abzüglich 5.7, 5.10 - 83.515
sonstiger Finanzierungskosten
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und sonstiger Finanzierungskosten 5.7, 5.10 -8.054 -88.000
Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten 5.3 -440 -418
Gezahlte Zinsen -3.990 -1.805
Zahlungsmittelzufluss / (Abfluss) aus Finanzierungstätigkeit -17.649 -12.108
Nettozunahme / (Abnahme) der Zahlungsmittel und 8.124 11.818
Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 32.642 20.824
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 40.766 32.642
  1. Grundlage der Erstellung 1.1. Hintergrund und allgemeine Informationen Die PharmaSGP Holding SE (im Folgenden auch „Gesellschaft“ oder „SGP SE“ genannt) mit Sitz Lochhamer Schlag 1, 82166 Gräfelfing, Deutschland, ist eine Societas Europaea („SE“), deren Haupttätigkeiten im Gesundheitsbereich in Deutschland und anderen europäischen Ländern liegen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 255684 eingetragen. Seit Mai 2020 ist die Gesellschaft die Holdinggesellschaft einer Gruppe von Unternehmen, die in der Gesundheitsbranche tätig sind. Ihre operativen Tochtergesellschaften sind PharmaSGP GmbH, Remitan GmbH, Restaxil GmbH, Fokusan Health GmbH und PharmaSGP Vitalmed GmbH (im Folgenden einschließlich der SGP SE auch als „PharmaSGP“ oder „Gruppe“ bezeichnet). Die Gruppe ist ein Consumer-Health-Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio an nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (over the counter; „OTC“) und anderen Gesundheitsprodukten, die mit Fokus auf den Vertriebskanal Apotheke vermarktet werden. Ihre Kernmarken decken chronische Indikationen ab, darunter Schmerzen und andere altersbedingte Leiden. Die OTC-Produkte der Gruppe basieren mehrheitlich auf natürlichen pharmazeutischen Wirkstoffen („APIs“). Die Aktien der SGP SE sind im Regulierten Markt und im Teilbereich Prime Standard des Regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapierkennnummer (WKN) A2P4LJ, der International Securities Identification Number (ISIN) DE000A2P4LJ5 und dem Tickersymbol PSG notiert. Erster Handelstag war der 19. Juni 2020. 1.2. Konsolidierter Abschluss und Einhaltung der IFRS Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB aufgestellt. Der Vorstand hat den Konzernabschluss am
  2. April 2024 aufgestellt und damit zur Veröffentlichung im Sinne des IAS 10 freigegeben. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht werden im Unternehmensregister eingereicht und offengelegt. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen der SGP SE sind von der Veröffentlichung im Unternehmensregister befreit, da die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt sind. Konsolidierungskreis Die SGP SE ist die Holdinggesellschaft der Gruppe. Die operative Geschäftstätigkeit der Gruppe wird von der PharmaSGP GmbH, der Restaxil GmbH, der Remitan GmbH, der Fokusan Health GmbH und der PharmaSGP Vitalmed GmbH ausgeübt. Die bisherige PharmaSGP Vertriebs GmbH wurde am 17. Mai 2023 durch Satzungsänderung in Fokusan Health GmbH umbenannt. Die PharmaSGP Vitalmed GmbH wurde im zweiten Quartal 2023 neu gegründet, die Eintragung im Handelsregister fand am 27. Juni 2023 statt. Der Konzernabschluss umfasst alle nachfolgenden Unternehmen, die von der Gesellschaft entweder direkt oder indirekt entsprechend IFRS 10 kontrolliert werden: Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom
  3. Januar bis 31. Dezember 2023 Die SGP SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die FUTRUE GmbH, Gräfelfing (nachfolgend „FUTRUE“), stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der FUTRUE wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Grundlagen der Abschlusserstellung Die Abschlusserstellung erfolgt grundsätzlich auf Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von bestimmten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt gemäß den Ansatz- und Bewertungsvorschriften der relevanten IAS oder IFRS, welche detailliert in Abschnitt 2 „Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungs- legungsgrundsätze“ erläutert werden. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung sowie die Konzerngesamtergebnisrechnung werden in separaten Darstellungen präsentiert. Die Gliederung der Bilanz erfolgt anhand der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) erstellt und veröffentlicht, welches die funktionale Währung aller Gesellschaften der Gruppe ist. Sofern nicht anders angegeben, werden die Beträge in Tausend € (T€) angegeben. Aufgrund der Rundung von Zahlen kann es vorkommen, dass sich einzelne Posten und Prozentsätze nicht zu den angegebenen Gesamtsummen addieren. Das Geschäftsjahr der SGP SE umfasst ein Kalenderjahr.
  4. Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungs- legungsgrundsätze Grundlage der Rechnungslegung nach IFRS sind entsprechend der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des Endorsement- Verfahrens für die Europäische Union übernommenen Rechnungslegungsstandards des IASB. Die durch das IASB neu herausgegebenen IFRS bzw. Überarbeitungen von IFRS sind erst nach entsprechendem Beschluss der Kommission im Rahmen des Endorsement-Verfahrens in der EU verpflichtend anzuwenden. Mit Ausnahme neuer oder geänderter Rechnungslegungsstandards und Interpretationen des IASB wurden in diesem Konzernabschluss dieselben Rechnungslegungsgrundsätze angewandt wie im Konzernabschluss zum
  5. Dezember 2022.
Anteil am Eigenkapital
Name Eigenkapital in T€ 1) Hauptgeschäftstätigkeit
PharmaSGP GmbH 100 % 5.476 Entwicklung und Vertrieb von OTC-Arzneimitteln und
Gräfelfing, Deutschland anderen Gesundheitsprodukten sowie Erbringung von
Mitvertriebsdienstleistungen für Arzneimittel
Restaxil GmbH 100 % 2.399 Entwicklung und Vertrieb von Gesundheitsprodukten
Gräfelfing, Deutschland
Remitan GmbH 100 % 870 Entwicklung und Vertrieb von Kosmetika und
Gräfelfing, Deutschland Gesundheitsprodukten
Fokusan Health GmbH 100 % 13 Marketing- und Vertriebsdienstleistungen im
Gräfelfing, Deutschland pharmazeutischen und ärztlichen Bereich
PharmaSGP Vitalmed GmbH 100 % 13 Entwicklung und Vertrieb von Gesundheitsprodukten
Gräfelfing, Deutschland
1) zum 31. Dezember 2023, ermittelt nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB)

2.1. Auswirkungen neuer oder geänderter Rechnungslegungsstandards und Interpretationen des IASB Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden folgende Standards bzw. Änderungen von Standards erstmalig angewandt:

EU-Aner-
Standard kennung
Änderung des IAS 12: Globale 8 November
Steuerreform – Pillar Two 2023
Modellregelungen
Änderung des IFRS 17: Erstmalige 8. September
Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – 2022
Vergleichsinformationen
Änderung des IAS 12: Latente Steuern, die 11. August
sich auf Vermögenswerte und Schulden 2022
beziehen, die aus einer einzigen
Transaktion entstehen
Änderung des IAS 1: Angabepflichten zu 2. März
Rechnungslegungsmethoden 2022
Änderung des IAS 8: Abgrenzung von 2. März
rechnungslegungsbezogenen 2022
Schätzungen
IFRS 17 Versicherungsverträge 19. November
2021

Diese Standards oder Änderungen von Standards waren erstmalig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die erstmalige Anwendung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PharmaSGP. Die folgenden Standards und Interpretationen, die durch das IASB veröffentlicht wurden, sind aufgrund der noch nicht erfolgten Anerkennung durch die EU bzw. des noch nicht eingetretenen verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts noch nicht angewandt worden:

Verpflich-
tende erst-
malige An- EU-Aner-
Standard wendung 2) kennung
Änderungen des IAS 1: 1. Januar 19. Dezember
• Klassifizierung von 2024 2023
Verbindlichkeiten als kurz-
und langfristig
• Langfristige
Verbindlichkeiten mit
Covenants
Änderung des IFRS 16: 1. Januar 20. November
Leasingverbindlichkeiten in einer Sale-and-Leaseback- Transaktion 2024 2023
Änderung des IAS 7 und des 1. Januar noch nicht
IFRS 7: Lieferanten- finanzierungs- vereinbarungen 2024 anerkannt 3)
Änderung des IAS 21: 1. Januar noch nicht
Fehlende Umtauschbarkeit 2025 anerkannt 3)

2) für Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Datum beginnen 3) zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses Aus der erstmaligen Anwendung der o. g. Änderungen bzw. neuen Standards und Interpretationen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe erwartet. 2.2. Klassifizierung in kurzfristig und langfristig Die Vermögenswerte und Schulden werden in der Konzernbilanz in kurz- und langfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten gegliedert. Vermögenswerte sind in der Konzernbilanz als kurzfristig einzustufen, wenn ihr Verkauf, Verbrauch oder die Realisierung innerhalb des normalen Geschäftszyklus der im Konzern enthaltenen Gesellschaften erwartet wird oder die Fertigstellung innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag erfolgt. Alle übrigen Vermögenswerte werden als langfristig klassifiziert. Schulden sind als kurzfristig einzustufen, wenn ihre Erfüllung innerhalb des normalen Geschäftszyklus oder innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft. Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristig eingestuft. Latente Steueransprüche und -schulden werden gem. IAS 1 als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden eingestuft. 2.3. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Das Hauptgeschäftsfeld der Gruppe ist der Vertrieb nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel (OTC) und anderer Gesundheitsprodukte. Fertige Erzeugnisse werden von Lohnherstellern bezogen, die für die jeweiligen regulatorischen Anforderungen der herzustellenden Produkte qualifiziert sind. In den meisten Fällen verantworten die Lohnhersteller auch die Beschaffung von Rohstoffen. Die von den Lohnherstellern hergestellten Produkte gehen nach ihrer Fertigstellung ins Eigentum der PharmaSGP über und werden direkt vom Standort dieser Lohnhersteller an die Logistikzentren unserer Logistikdienstleister in den jeweiligen Ländern geliefert. Diese Logistikdienstleister übernehmen die Lagerung der Produkte der PharmaSGP sowie ihren Vertrieb an den Großhandel und an Apotheken sowohl auf Rechnung von PharmaSGP als auch auf eigene Rechnung. Die Umsatzrealisierung aus Kundenverträgen erfolgt bei Übertragung der Verfügungsgewalt über die Ware an den Kunden zu einem Betrag, den die Gruppe als Gegenleistung für diese Übertragung an den Kunden voraussichtlich erhalten wird. Die Übertragung der Verfügungsgewalt erfolgt in der Regel zum Zeitpunkt der Auslieferung. Mit der Auslieferung erfolgt in der Regel auch der Eigentumsübergang, der jedoch bis zur Zahlung der ausstehenden Forderung in der Regel unter Vorbehalt steht. Die gesamten Umsatzerlöse der Gruppe werden aus Kundenverträgen generiert und fallen unter den Anwendungsbereich des IFRS 15. Die Gruppe prüft, ob vertragliche Vereinbarungen bestehen, die eigenständige Leistungsverpflichtungen darstellen, auf die ein Teil des Transaktionspreises zu allokieren ist. Zum Vertragsbeginn beurteilt die Gruppe alle zugesagten Waren und Dienstleistungen und identifiziert die Leistungsverpflichtungen. Im Allgemeinen enthalten Kundenverträge nur eine Leistungsverpflichtung: Den Verkauf von Arzneimitteln und anderer Gesundheitsprodukte. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises aus dem Verkauf von Arzneimitteln und anderer Gesundheitsprodukte berücksichtigt die Gruppe variable Gegenleistungen sowie das Bestehen von an den Kunden zu zahlenden Gegenleistungen (sofern vorhanden). Finanzierungskomponenten liegen nicht vor, da die Zeitspanne zwischen der Umsatzlegung und dem Zahlungseingang branchenüblich weniger als ein Jahr beträgt. Variable Gegenleistung Enthält eine vertraglich zugesagte Gegenleistung eine variable Komponente, schätzt die Gruppe die Höhe der Gegenleistung, die ihr im Austausch für die Übertragung der zugesagten Güter an den Kunden zusteht. Die variable Gegenleistung wird zu Vertragsbeginn geschätzt und darf nur dann in den Transaktionspreis einbezogen werden, wenn es hoch wahrscheinlich ist, dass es bei den erfassten kumulierten Erlösen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Einige Verträge räumen Kunden das Recht ein, die Waren innerhalb einer festgelegten Frist zurückzugeben, im Allgemeinen bis zu sechs Monaten. Diese Rückgaberechte führen zu einer variablen Gegenleistung. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die durch ein Rückgaberecht entstehen Vermögenswerte aus Rückgaberechten – Ein Vermögenswert wird erfasst für das Recht, die vom Kunden voraussichtlich zurückgegebenen Produkte zurückzuholen. Der Vermögenswert wird mit dem ursprünglichen Buchwert der Vorräte nach Abzug aller für den Rückerhalt der Produkte erwarteten Kosten und potenzieller Wertminderungen bewertet. Die Gruppe aktualisiert die Bewertung des Vermögenswerts im Falle geänderter Erwartungen im Hinblick auf die Menge der zurückgegebenen Produkte und der zusätzlichen Wertverluste der zurückgegebenen Produkte. Rückerstattungsverbindlichkeiten – Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird für die Verpflichtung, die vom Kunden erhaltene (oder noch zu erhaltende) Gegenleistung ganz oder teilweise zu erstatten, angesetzt. Die Rückerstattungsverbindlichkeiten der Gruppe resultieren aus dem Rückgaberecht, das dem Kunden eingeräumt wurde. Die Verbindlichkeit wird in Höhe des Betrags angesetzt, den die Gruppe dem Kunden voraussichtlich erstatten muss. Die Gruppe aktualisiert ihre Schätzungen der Rückerstattungsverbindlichkeiten (und der entsprechenden Änderungen des Transaktionspreises) am Ende jedes Berichtszeitraums. 2.4. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, welcher die funktionale Währung ist. Transaktionen, die in einer abweichenden Währung zu begleichen sind, werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Geschäftsvorfall erstmals ansetzbar ist, mit dem jeweils gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet und in der funktionalen Währung angesetzt. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in Euro umgerechnet. Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. 2.5. Immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese Anschaffungskosten umfassen den Erwerbspreis sowie direkt zurechenbare Kosten für die Vorbereitung des Vermögenswerts auf seine beabsichtigte Nutzung (Anschaffungsnebenkosten). Immaterielle Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, falls vorhanden, angesetzt. Im Rahmen des konzernweiten Geschäftsmodells stellt die Entwicklung von Arzneimitteln auf Basis von natürlichen pharmazeutischen Wirkstoffen, die grundsätzlich nicht patentgeschützt sind, einen Schwerpunkt dar. Wenn für ein neues Arzneimittelprodukt die Aussicht auf technische und wirtschaftliche Machbarkeit besteht, wird eine Arzneimittelzulassung angestrebt, entweder durch interne Entwicklung oder externen Zukauf. Entwicklungskosten für Arzneimittelprodukte werden aktiviert, wenn sie innerhalb der Entwicklungsphase anfallen und die Kriterien des IAS 38.65 erfüllen. Die immateriellen Vermögenswerte der Gruppe enthalten im Wesentlichen Kosten für erworbene Markennamen und Arzneimittelzulassungen sowie externe Kosten, die im Zuge der Arzneimittelzulassung angefallen sind. Die immateriellen Vermögenswerte der Gruppe enthalten keine wesentlichen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Laufende Entwicklungs- und Zulassungsverfahren stellen einen noch nicht nutzungsbereiten immateriellen Vermögenswert dar und werden jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf Werthaltigkeit überprüft, sobald ein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt. Die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten beginnt, wenn sie sich im vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befinden. Bei Markennamen beginnt die Abschreibung mit der Vermarktung der entsprechenden Produkte. Bei Zulassungen beginnt die Abschreibung zum Zeitpunkt, wenn die Entwicklungs- und Zulassungsverfahren abgeschlossen sind. Die Abschreibungsdauer wird mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Schätzungsänderungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten erfolgt linear mit folgenden Nutzungsdauern: • Selbst entwickelte Zulassungen: 10 Jahre • Erworbene Zulassungen: 10 Jahre • Markennamen: 10 Jahre • Andere immaterielle Vermögenswerte: 2-5 Jahre Für die Bestimmung der Werthaltigkeit wird der Buchwert eines Vermögenswerts mit seinem erzielbaren Betrag verglichen, welcher dem Höheren aus entweder seinem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder seinem Nutzungswert entspricht. Ein Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam erfasst in der Höhe, die der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Wenn die Gründe für eine Wertminderung entfallen, wird die Wertminderung rückgängig gemacht. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts darf nicht den Buchwert übersteigen, der bestimmt worden wäre (abzüglich der Abschreibungen), wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Für den Fall, dass die Erteilung einer Arzneimittelzulassung für ein bestimmtes Produkt unwahrscheinlich ist, wird für den Vermögenswert ein erzielbarer Betrag von null angenommen und vollständig wertgemindert. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang eines immateriellen Vermögenswerts werden als Differenzbetrag zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Restbuchwert des Vermögenswerts ermittelt und zum Zeitpunkt des Abgangs in der Konzerngewinn- und -verlust- rechnung erfasst. 2.6. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, einschließlich Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen. Sachanlagen werden planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswerts abgeschrieben. Die Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Die Abschreibung errechnet sich nach der linearen Methode über die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte: • IT Equipment: 3-7 Jahre • Büroeinrichtung: 7-13 Jahre Eine Sachanlage wird bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen von ihrer Nutzung oder ihrem Abgang zu erwarten ist, ausgebucht. Die aus der Ausbuchung einer Sachanlage resultierenden Gewinne oder Verluste (d. h. der Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös und dem Buchwert der Sachanlage) werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst, wenn der Gegenstand ausgebucht wird. Die Gruppe überprüft ihr Sachanlagevermögen auf Wertminderung, wenn Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. 2.7. Leasingverhältnisse Die Gruppe beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Die Gruppe erfasst Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte für das Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts für alle Leasingverhältnisse mit Ausnahme von Leasingverhältnissen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) und Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Leasingzahlungen für diese Leasingverhältnisse werden ratierlich über die Vertragslaufzeit als Aufwand erfasst. Nutzungsrechte Die Gruppe erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum (d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrunde liegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht). Beim erstmaligen Ansatz werden Nutzungsrechte zu Anschaffungskosten bewertet. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten. Nach dem Bereitstellungsdatum werden Nutzungsrechte zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und um jede Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten berichtigt. Nutzungsrechte werden planmäßig linear über die erwartete Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Nutzungsrechte werden auf Wertminderung überprüft, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Leasingverbindlichkeiten Am Bereitstellungsdatum erfasst die Gruppe eine Leasingverbindlichkeit zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Zur Bestimmung des Barwerts werden die zukünftigen Leasingzahlungen mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst, sofern sich dieser ohne Weiteres bestimmen lässt. Andernfalls wird der Grenzfremdkapitalzinssatz der Gruppe herangezogen. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses umfasst die unkündbare Grundlaufzeit des Leasingvertrages unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option ausgeübt wird, sowie Zeiträume, die sich aus einer Option zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option nicht ausgeübt wird. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den die Gruppe zahlen müsste, um für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufzunehmen, die sie in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Leasingzahlungen werden in eine Tilgungs- und eine Finanzierungskomponente aufgeteilt. Die Finanzierungskomponente wird ergebniswirksam erfasst. 2.8. Vorräte Vorräte beinhalten Rohstoffe, Verbrauchsgüter und fertige Erzeugnisse. Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beinhalten Kosten aus dem Erwerbsprozess. Alle Vorräte werden zum gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Der Nettoveräußerungswert von fertigen Erzeugnissen basiert auf dem Marktwert, der im Wesentlichen vom Verfallsdatum beeinflusst wird. 2.9. Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand sowie Bankguthaben und andere Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertschwankungsrisiko unterliegen. Sie werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Negativzinsen auf Bankguthaben werden im Finanzaufwand erfasst. 2.10. Rückstellungen Rückstellungen werden gem. IAS 37 dann angesetzt, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind: die Gruppe hat eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung, die Verpflichtung entstand aufgrund eines vergangenen Ereignisses, es spricht mehr dafür als dagegen, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt und die Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Unternehmensleitung zu den Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Die Gruppe ist Produkthaftungsansprüchen, behördlichen Maßnahmen und Prozessrisiken ausgesetzt, die zu einem gesetzlich vorgeschriebenen Rückruf der betroffenen Produkte oder einzelnen Rücknahmen von z. B. beschädigter Ware führen können. Dementsprechend werden Gewährleistungsrückstellungen auf Grundlage von Erfahrungswerten, aktuellen Verkaufsvolumina und weiteren Informationen (bspw. der Entwicklung des regulatorischen Umfelds) gebildet. Rückstellungen für diese Risiken werden als sog. „assurance-type warranties“ zum Zeitpunkt des Verkaufs gebildet. Es wird erwartet, dass die Kosten im Folgejahr eintreten. Die Schätzung der Kosten wird regelmäßig überprüft. Die Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen unterliegt Ermessensentscheidungen (siehe Abschnitt 3). 2.11. Leistungen an Arbeitnehmer Löhne, Gehälter und Sozialabgaben werden gemäß ihren vertraglichen Bedingungen bei Fälligkeit gegenüber den Arbeitnehmern oder den Sozialbehörden ergebniswirksam erfasst. In der Konzernbilanz angesetzte Urlaubsrückstellungen entsprechen der geschätzten Verbindlichkeit aufgrund ausstehender Urlaubstage zum Bilanzstichtag. Bonusrückstellungen werden grundsätzlich auf Basis der Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr sowie zu Beginn des Geschäftsjahres vereinbarter individueller Bonusvereinbarungen errechnet und in der Konzernbilanz für das jeweilige Geschäftsjahr als Rückstellung erfasst. Vorstandsmitglieder der Gruppe erhalten eine langfristige variable Vergütungskomponente, die in Form von virtuellen Performance Share Units („PSU“) gewährt und voraussichtlich in bar beglichen wird. Die Gewährung der PSU ist abhängig von der Erreichung von strategischen Zielen und Profitabilitätszielen. Darüber hinaus ist sie abhängig von der Kursentwicklung der Aktie der PharmaSGP Holding SE. Für den beizulegenden Zeitwert der PSU wird eine Schuld in der Konzernbilanz erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bei der erstmaligen Erfassung sowie zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Personalaufwand erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Er wird unter Anwendung einer Monte-Carlo- Simulation bestimmt. 2.12. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem das den ordentlichen Aktionären der SGP SE zurechenbare Periodenergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien der SGP SE geteilt wird. Da keine Verwässerungseffekte bestehen, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. 2.13. Ertragsteuern und latente Steuern Die Gruppe ermittelt ihre Steuerrückstellungen auf Basis der zu erwartenden Steuerzahlungen. Verbindlichkeiten für Gewerbe-, Körperschaft- und andere Steuern werden anhand des kumulierten zu versteuernden Einkommens aller Gesellschaften der Gruppe ermittelt, abzüglich geleisteter Vorauszahlungen. Alle Gesellschaften der PharmaSGP bilden eine ertragsteuerliche Organschaft. Die Steuerrückstellungen basieren auf den jeweils gültigen Steuersätzen des Steuerhoheitsgebiets der Gruppe. Tatsächliche Ertragsteuern Die tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern, in denen die Gruppe tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt, gelten oder in Kürze gelten werden. Das Management beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Regelungen ein Interpretationsspielraum vorhanden ist, und setzt bei Bedarf Steuerrückstellungen an. Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung werden nach den Vorschriften des IFRIC 23 und IAS 12 bilanziert. Latente Steuern Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode auf bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem Steuerbilanzwert zum Abschlussstichtag. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie noch nicht genutzten steuerlichen Verluste in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen in zukünftigen Perioden verfügbar sein wird. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Maße verringert, in dem voraussichtlich kein zukünftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die Steueransprüche vollständig oder teilweise in Anspruch zu nehmen. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden zu jedem Bilanzstichtag neu bewertet und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Realisierung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten oder gesetzlich angekündigt sind. Latente Steueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde und für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden. 2.14. Finanzinstrumente Erstmalige Erfassung und Bewertung Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einer Vertragspartei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt in der Bilanz angesetzt, wenn die Gruppe Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird (marktübliche Käufe), werden am Handelstag erfasst, d. h. an dem Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen wird. Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten Die Folgebewertung hängt von der Bewertungskategorie ab, zu der jeder finanzielle Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz zuzuordnen ist. Gem. IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte in folgende Bewertungskategorien einzuordnen: • zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente • erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Schuldinstrumente mit Umgliederung kumulierter Gewinne und Verluste • erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente ohne Umgliederung kumulierter Gewinne und Verluste bei Ausbuchung • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Finanzielle Vermögenswerte werden nur dann zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie ausschließlich zur Vereinnahmung der vertraglichen Kapitalflüsse gehalten werden, und wenn die vertraglichen Kapitalflüsse ausschließlich Tilgung und Zinsleistungen umfassen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Gruppe umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Geldmarktfonds) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ oder „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ nicht erfüllen, werden in die Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ eingestuft. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, das in der Folge erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, werden im Gewinn oder Verlust saldiert und in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte umfassen die als Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesenen Geldmarktfonds. Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten Die Gruppe erfasst für ihre zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (ECL). Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt die Gruppe erwartet. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste anzuwenden. Daher verfolgt die Gruppe Änderungen des Kreditrisikos nicht nach, sondern erfasst stattdessen zu jedem Abschlussstichtag eine Risikovorsorge auf der Basis der Gesamtlaufzeit-ECL. Die Gruppe geht bei finanziellen Vermögenswerten grundsätzlich von einem Ausfall aus, wenn die vertraglich fälligen Zahlungen signifikant überfällig sind. Abweichend davon kann bei finanziellen Vermögenswerten auch dann von einem Ausfall ausgegangen werden, wenn interne oder externe Informationen darauf hindeuten, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Gruppe die ausstehenden vertraglichen Beträge vollständig erhalten wird, ohne Kreditbesicherungen in Anspruch zu nehmen, die die Gruppe hält oder die der Gruppe zustehen (keine Wertminderung trotz signifikanter Überfälligkeit bei Vorliegen anderer Indikationen). Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine begründete Erwartung besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisiert werden. Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als sonstige Aufwendungen dargestellt. Derivate und Hedge Accounting Derivate werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Abschlusses eines Derivatgeschäfts angesetzt und in der Folge am Ende jeder Berichtsperiode zu ihrem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die von der PharmaSGP eingegangenen Derivate sind als Sicherungsinstrumente zur Absicherung eines bestimmten Risikos, das mit den Cashflows von bilanzierten Verbindlichkeiten verbunden ist, designiert (Cashflow-Hedges). Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentiert die Gruppe die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem abgesicherten Grundgeschäft einschließlich der Frage, ob damit zu rechnen ist, dass Änderungen im Cashflow des Sicherungsinstruments Änderungen im Cashflow der Grundgeschäfte kompensieren. Der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow- Hedges designiert sind, wird in der Rücklage für Cashflow-Hedges als Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der Gewinn oder Verlust, der den unwirksamen Teil betrifft, wird unmittelbar in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Im Hedge Accounting designierte Derivate umfassen die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten oder sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Zinssicherungsgeschäfte. Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und klassifiziert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert, wenn sie zu Handelszwecken gehalten wird oder beim erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuft wird (Fair Value Option); die Gruppe macht jedoch von der Fair Value Option in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten keinen Gebrauch. Die finanziellen Verbindlichkeiten der Gruppe umfassen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige (finanzielle) Verbindlichkeiten, die allesamt als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet klassifiziert werden. Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zinsaufwendungen sowie Wechselkursgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls ergebniswirksam erfasst. Saldierung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Unter gewissen Umständen können Vertragssituationen entstehen, die die Kriterien für eine Saldierung nicht erfüllen, bei denen aber trotzdem eine Saldierung zulässig ist, z. B. im Falle von Konkurs oder Vertragskündigung. Ausbuchung Ein finanzieller Vermögenswert wird dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Zahlungsströmen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder die Gruppe im Wesentlichen alle Chancen und Risiken an Dritte übertragen hat oder wenn sie im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten hat, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert an Dritte übertragen hat. Wenn die Gruppe im Wesentlichen alle Chancen und Risiken des Vermögenswerts weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst sie den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang ihres anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst die Gruppe auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die die Gruppe behalten hat, Rechnung getragen wird. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die ihr zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Die Gruppe bucht finanzielle Verbindlichkeiten ebenfalls aus, wenn die Vertragsbedingungen modifiziert und die Zahlungsströme der modifizierten Verbindlichkeit sich substanziell ändern, in diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit auf Basis der modifizierten Vertragsbedingungen erfasst und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Differenzbetrag aus dem ausgebuchten Buchwert sowie der gezahlten Gegenleistung (einschließlich der nicht-zahlungswirksamen Übertragung von Vermögenswerten oder Schulden) erfolgswirksam erfasst. 2.15. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern auf dem Hauptmarkt oder – sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist – auf dem vorteilhaftesten Markt am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde. Der beizulegende Zeitwert einer Verbindlichkeit entspricht dem Risiko der Nichterfüllung. Basierend auf den zu Grunde liegenden Inputparametern werden alle beizulegenden Zeitwerte in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet: • Stufe 1: in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise • Stufe 2: andere als die in Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar (d. h. durch Preisnotierungen) oder mittelbar (d. h. durch abgeleitete Preise) zu beobachten sind • Stufe 3: Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (d. h. nicht beobachtbare Inputs) 2.16. Eigene Aktien Im Geschäftsjahr 2023 wurden erstmals eigene Aktien erworben. Eigene Aktien werden zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung eigener Anteile wird erfolgsneutral erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden im Fall einer Wiederausgabe als Aktienaufgeld erfasst. 3. Wesentliche Ermessens- entscheidungen und Schätzungen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend weiterentwickelt und basieren auf historischen Erfahrungswerten und anderen Inputfaktoren, einschließlich Erwartungshaltungen zu zukünftigen Ereignissen, die den Umständen entsprechend realistisch sind. Schätzungen und Annahmen werden regelmäßig überprüft. Schätzungsänderungen werden prospektiv erfasst. Die Gruppe trifft zukunftsbezogene Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen. Die daraus resultierenden rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden definitionsgemäß nur in seltenen Fällen exakt den tatsächlichen Ergebnissen entsprechen. Nachfolgend werden die Schätzungen und Annahmen beschrieben, deren Ergebnis in Folgeperioden zu einer wesentlichen Änderung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden führen kann. Gewährleistungsrückstellungen Die Gruppe gewährt ihren Kunden sog. assurance- type warranties, die nach IAS 37 zu bilanzieren sind. Solche Rücknahmeverpflichtungen bestehen grundsätzlich bei Vorliegen mangelhafter Produkte (falsche Produktlieferung, Transportschäden, ausgelaufene Vertriebszulassung usw.). Daher ist die Gruppe für Produkthaftungsansprüche gegenüber Dritten haftbar (Gewährleistungsansprüche). Dementsprechend wird eine Rückstellung in der Höhe angesetzt, die der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Retouren entspricht. Zur Schätzung der Höhe der Gewährleistungsrückstellung wird die Menge der im Umlauf befindlichen Ware anhand von externen Marktdaten geschätzt. Das Retourenrisiko bestimmt die Gruppe als Prozentsatz jeder Retourenkategorie, der auf die im Umlauf befindliche Ware angewandt wird. Die Prozentsätze werden regelmäßig überprüft, um die aktuellen Entwicklungen abzubilden. Im Falle von unerwarteten Änderungen des Marktumfelds kann sich die Gewährleistungsrückstellung ändern, da sie auf den von der Gruppe getroffenen Schätzungen und Annahmen basiert. In die Schätzungen fließen der aktuelle Wissensstand und Erwartungen des Managements ein. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten Rückstellungen für laufende Rechtsstreitigkeiten werden in Höhe ihres erwarteten Erfüllungsbetrages angesetzt. Für die Bewertung werden Annahmen bezüglich der unvermeidbaren Prozessosten sowie Annahmen bezüglich des wahrscheinlichsten Werts der Schadensersatzverpflichtung getroffen. Diese Annahmen basieren unter anderem auf vorinstanzlichen, noch nicht rechtskräftigen Urteilen sowie der Einschätzung von externen Sachverständigen. Rückerstattungsverbindlichkeiten Die Gruppe gewährt ihren Kunden ein Rückgaberecht, welches gem. IFRS 15 als Verkauf an Kunden mit Rückgabeoption bilanziert wird. Einige dieser Rückgaberechte resultieren aus neu in den Markt eingeführten Produkten, welche innerhalb der vertraglichen Frist retourniert werden können. Auch können Änderungen des regulatorischen Umfelds sowie Änderungen der Wettbewerbs- und Marktsituation dazu führen, dass Kunden von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machen. Für diese Fälle ist eine Verbindlichkeit für die bereits erhaltene Zahlung für einige oder alle Produkte anzusetzen, die die Gruppe erwartungsgemäß an die Kunden rückerstatten muss. Zur Schätzung der Höhe der Rückerstattungsverbindlichkeit wird die Menge der im Umlauf befindlichen Ware anhand von externen Marktdaten geschätzt. Das Retourenrisiko bestimmt die Gruppe als Prozentsatz jeder Retourenkategorie, der auf die im Umlauf befindliche Ware angewandt wird. Die Prozentsätze werden regelmäßig überprüft, um die aktuellen Entwicklungen, beispielsweise im regulatorischen Umfeld oder der Wettbewerbssituation abzubilden. Im Falle von unerwarteten Änderungen des Marktumfelds kann sich die Einschätzung zur Rückerstattungspflicht ändern, da sie auf den von der Gruppe getroffenen Schätzungen und Annahmen basiert. In die Schätzungen fließen der aktuelle Wissensstand und Erwartungen des Managements ein. Immaterielle Vermögenswerte Die Gruppe erfasst immaterielle Vermögenswerte für die Kosten von Arzneimitteln, die sich im Zulassungsprozess befinden. Zur Bestimmung der Ansatzkriterien nach IAS 38 sind Ermessensentscheidungen zur Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Zulassung notwendig. Die Schätzungen werden regelmäßig überprüft, um neue Erkenntnisse abzubilden, die auch einen Einfluss auf bereits angesetzte Entwicklungs- und Zulassungsverfahren haben können. Wenn die Zulassung eines aktivierten Entwicklungs- und Zulassungsverfahrens nicht mehr als wahrscheinlich gilt, wird es wertgemindert. Ebenso basiert die regelmäßige Überprüfung von bestehenden Arzneimittelzulassungen (erworben oder selbst erstellt) und Markennamen auf dem Vorliegen eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung. Dieser Einschätzung liegen Erwartungswerte über die zukünftige Geschäftsentwicklung zugrunde. Die regelmäßige Überprüfung der zugrunde gelegten Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten ist abhängig von Einschätzungen des Managements bezüglich der wirtschaftlichen Nutzbarkeit. Langfristige variable Vergütung Die Kosten aus der Gewährung von PSU an Vorstandsmitglieder werden mit dem beizulegenden Zeitwert dieser PSU zu jedem Bilanzstichtag bewertet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind Schätzungen bezüglich der Erreichung der Profitabilitätsziele, strategischer Ziele sowie der Aktienkursentwicklung erforderlich. 4. Segment-Informationen Allgemeine Informationen Die Gruppe hat ein operatives Segment, das alle Produkte der Gesellschaften der Gruppe umfasst. Diese Einschätzung basiert auf Informationen, die dem Chief Operating Decision Maker (CODM) der Gruppe zum Zwecke der Bewertung der Segmentleistung und der Ressourcenzuteilung berichtet werden. Der Vorstand ist CODM und überwacht die Leistung des Unternehmens. Die Leistung wird gemessen anhand des Umsatzes und des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen („bereinigtes EBITDA“) als bedeutsamste Leistungsindikatoren, die der Beurteilung des Erfolgs der Geschäftstätigkeit der Gruppe dienen. Die Vermögenswerte des Segments sind in der Konzernbilanz ausgewiesen. Das Segmentergebnis wird durch den Leistungsindikator bereinigtes EBITDA gemessen. Die Überleitung zu den konsolidierten Finanzinformationen stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2023 2022
bereinigtes EBITDA 34.088 28.229
bereinigte EBITDA- Marge 33,7 % 32,9 %
Aufwendungen für
Rechts- und
Beratungskosten im 89 95
Zusammenhang mit
Akquisitionen
Aufwendungen im
Zusammenhang mit -16 135
der langfristigen
Vorstandsvergütung
Sonstige einmalige, nicht-wiederkehrende 6 1.066
und nicht-operative
Aufwendungen
unbereinigtes 34.009 26.933
EBITDA
unbereinigte EBITDA- Marge 33,6 % 31,4 %

Geografische Informationen

Umsatzerlöse
in T€ 2023 2022
Deutschland 73.363 61.324
Italien 13.557 10.527
Österreich 10.507 9.750
andere europäische Länder 4) 3.672 4.223
101.099 85.824

4) umfasst Frankreich, Belgien, Spanien, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn Grundlage für die Zuordnung der Umsatzerlöse ist das Land, in dem das verkaufte Arzneimittel oder Gesundheitsprodukt zugelassen bzw. registriert ist. Alle langfristigen Vermögenswerte liegen in Deutschland. Wichtige Kunden PharmaSGP unterhält Geschäftsbeziehungen mit wichtigen Logistikpartnern je Land. Die nachfolgende Tabelle zeigt alle Umsatzerlöse aus Transaktionen mit wichtigen externen Logistikpartnern mit einem Anteil von 10 % oder mehr am Umsatz der Gruppe:

Umsatzerlöse
in T€ 2023 2022
Logistikpartner A 47.185 56.173
Logistikpartner B 21.399 160
Logistikpartner C 13.557 10.527
Logistikpartner D 10.507 9.750
Andere Logistikpartner und 8.451 9.214
Kunden 101.099 85.824

Wirtschaftliche und andere Risiken, wie z. B. die Uneinbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stehen nicht zwingend im Zusammenhang mit Logistikpartnern, da diese sowohl im Namen der PharmaSGP auftreten als auch in ihrem eigenen Namen. Die Konzentration auf einen kleinen Kreis von Logistikdienstleistern ist branchenüblich, die dahinterstehenden Großhändler und Apotheken diversifizieren das Klumpenrisiko der PharmaSGP. 5. Angaben zur Konzernbilanz 5.1. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte der Gruppe mit bestimmter Nutzungsdauer umfassen Entwicklungs- und Zulassungsverfahren, selbst entwickelte und erworbene Arzneimittelzulassungen, Markennamen sowie andere erworbene immaterielle Vermögenswerte. Die als Entwicklungs- und Zulassungsverfahren dargestellten Vermögenswerte enthalten aktivierte Kosten für beantragte Arzneimittelzulassungen, für die noch keine Zulassung durch die jeweiligen Regulierungsbehörden erteilt wurde. Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten werden vollständig als Abschreibungen in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle stellt die Wertveränderungen der immateriellen Vermögenswerte der Gruppe in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 dar:

Erworbene
Zulassungen,
Markennamen
und andere Entwicklungs-
Selbst immaterielle und
entwickelte Vermögens- Zulassungs-
in T€ Zulassungen werte verfahren Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Januar 2022 1.004 84.533 694 86.231
Zuführungen 282 185 - 467
Abgänge - - - -
31. Dezember 2022 1.286 84.718 694 86.698
Zuführungen 245 680 - 925
Abgänge - - - -
31. Dezember 2023 1.531 85.398 694 87.623
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungen
1. Januar 2022 219 3.446 378 4.043
Abschreibungen 138 8.510 - 8.648
Wertminderungen - - 64 64
Abgänge - - - -
31. Dezember 2022 357 11.956 442 12.755
Abschreibungen 181 8.556 - 8.737
Wertminderungen - - 75 75
Abgänge - - - -
31. Dezember 2023 538 20.512 517 21.567
Buchwert zum 1. Januar 2022 785 81.087 316 82.188
Buchwert zum 31. Dezember 2022 929 72.762 252 73.943
Buchwert zum 31. Dezember 2023 993 64.886 177 66.056

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Entwicklungsausgaben in Höhe von T€ 73 in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst (2022: T€ 46). Angaben zur Werthaltigkeitsprüfung Entwicklungs- und Zulassungsverfahren beinhalten unfertige Arzneimittelzulassungen, die sich noch nicht in der Abschreibungsphase befinden und deshalb jährlich auf Werthaltigkeit zu prüfen sind. Hierfür wird der erzielbare Betrag für die einzelnen Projekte anhand der Berechnung des Nutzungswerts ermittelt. Im Rahmen dieser Werthaltigkeitsprüfung wurden fünf einzelne Projekte im Umfang von T€ 75 vollständig oder teilweise wertgemindert. Innerhalb der erworbenen Zulassungen und Markennamen stellen die in 2021 erworbenen Produktmarken Baldriparan ® , Formigran ® , Spalt ® und Kamol ® einschließlich ihrer Zulassungen wesentliche Vermögenswerte dar, die bei Vorliegen eines Anhaltspunktes auf Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft werden müssen. Aus der vergangenen und zukünftigen Umsatz- und Margenentwicklung ergibt sich zum 31. Dezember 2023 kein Anhaltspunkt für eine Wertminderung. Die allgemeine Entwicklung der Kapitalkosten im Geschäftsjahr 2023 könnte jedoch ein Anhaltspunkt sein, dass diese Vermögenswerte wertgemindert sein könnten. Aus diesem Grund hat die PharmaSGP für jeden dieser vier Vermögenswerte, die jeweils eine zahlungsmittelgenerierende Einheit darstellen, eine Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) auf Basis aktualisierter Kapitalkosten durchgeführt. Trotz gestiegener Kapitalkosten – im Vergleich zu den Kapitalkosten zum Erwerbszeitpunkt – überstieg der Nutzungswert jedes Vermögenswerts seinen Buchwert, so dass kein Wertminderungsaufwand erfasst wurde. Angaben zur Sensitivität: • Im Falle eines um weitere 3,0 Prozentpunkte höheren Abzinsungssatzes hätte sich für keine der Produktmarken ein Abwertungsbedarf ergeben. • Im Falle einer Umsatzabweichung von 13,0 % (bezogen auf jedes Jahr der Planungsperiode) hätte sich für keine der Produktmarken ein Abwertungsbedarf ergeben. • Bei einer Margenunterschreitung von 11,0 Prozentpunkten (bezogen auf jedes Jahr der Planungsperiode) hätte sich für keine der Produktmarken ein Abwertungsbedarf ergeben. 5.2. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt:

in T€ 2023 2022
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
1. Januar 641 515
Zuführungen 46 127
Abgänge -4 -1
31. Dezember 683 641
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Januar 276 165
Zuführungen 109 112
Abgänge -4 -1
31. Dezember 381 276
Buchwert zum 1. Januar 365 350
Buchwert zum 31. Dezember 302 365

Zum 31. Dezember 2023 lagen wie auch im Vorjahr keine Anzeichen für eine Wertminderung vor. 5.3. Leasingverhältnisse Die aktivierten Nutzungsrechte haben sich wie folgt entwickelt:

Firmen- Büro-
in T€ wagen flächen Gesamt
1. Januar 2022 15 176 191
Zuführungen 25 1.419 1.444
Abschreibungen -19 -407 -426
31. Dezember 21 1.187 1.208
2022
Zuführungen 12 104 116
Abschreibungen -20 -430 -450
31. Dezember 13 861 874
2023

Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ 2023 2022
1. Januar 1.220 194
Zuführungen 116 1.444
Zahlungsmittelabflüsse -478 -444
davon aus Tilgung -440 -418
davon aus Zinsen -38 -26
31. Dezember 896 1.220
davon kurzfristig 444 404
davon langfristig 452 816

Die Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, betragen im Geschäftsjahr 2023 T€ 5 (2022: T€ 3). 5.4. Vorräte Das Vorratsvermögen umfasst Rohstoffe, Verbrauchsgüter sowie fertige Erzeugnisse.

31. Dezember 31. Dezember
In T€ 2023 2022
Rohstoffe und 384 589
Verbrauchsgüter
Fertige Erzeugnisse 9.733 6.413
Vorräte 10.117 7.002

Fertige Erzeugnisse enthalten zum 31. Dezember 2023 Rückgaberechte von Waren aufgrund bestehender Retourenzusagen gegenüber Kunden in Höhe von T€ 32 (31. Dezember 2022: T€ 34). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von T€ 177 (2022: T€ 447) in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 gab es keine Wertaufholungen. 5.5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stellen sich wie folgt dar:

31. Dezember 31. Dezember
in T€ 2023 2022
Forderungen aus
Lieferungen und 9.141 7.763
Leistungen
Wertberichtigungen -219 -
Sonstige 267 36
Forderungen
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen und 9.189 7.799
sonstige
Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen zwischen 8 und 75 Tagen zur Zahlung fällig und unverzinst. Es bestehen keine Einschränkungen der Verfügungsrechte. Wertberichtigungen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2023 gebildet. Wertberichtigungen und Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden in Abschnitt 7 dargestellt. 5.6. Sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktive Rechnungsabgrenzungsposten sowie Ansprüche aus der Freistellung aus einem Rechtsstreit (siehe hierzu Abschnitt 5.9). 5.7. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Barguthaben bei verschiedenen Kreditinstituten, Geldmarktfonds und Termineinlagen. Die Geldmarktfonds und Termineinlagen haben Laufzeiten von wenigen Tagen, sind hochliquide und unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen. Zum 31. Dezember 2023 und 2022 bestanden keine in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien oder liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ aufgestellt und zeigt die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln der Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse. Gemäß IAS 7 werden die Zahlungsströme getrennt nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Mittelzuflüsse und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Periodenergebnis der Gruppe, indirekt abgeleitet. Die Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt abgeleitet. Der Betrag der liquiden Mittel in der Kapitalflussrechnung stimmt mit dem in der Bilanz ausgewiesenen Wert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente überein. Der Zahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit resultiert aus dem um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Periodenergebnis. Die wesentlichen zahlungsunwirksamen Effekte in 2023 sind Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Nutzungsrechten mit einem Gesamtbetrag von T€ 9.371 (2022: T€ 9.250). Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Der Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung sowie gezahlten Tilgungen und Zinsen. Die Überleitung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten auf den Zahlungsmittelzufluss bzw. -abfluss aus Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

Finanz- Leasing-
verbindlich- verbindlich-
in T€ keiten keiten
1. Januar 2022 85.000 194
Neue - 1.444
Leasingverhältnisse
Zahlungsströme aus 83.515 -
Zuführung
Zahlungsströme aus -88.000 -418
Tilgung
Zinszahlungen -1.709 -26
Zinsaufwand 1.912 26
31. Dezember 2022 80.718 1.220
Neue - 116
Leasingverhältnisse
Zahlungsströme aus - -
Zuführung
Zahlungsströme aus
Tilgung und sonstiger -8.054 -440
Finanzierungskosten
Zinszahlungen -3.952 -38
Zinsaufwand 4.369 38
31. Dezember 2023 73.081 896

5.8. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage betragen unverändert zum Vorjahr T€ 12.000 bzw. T€ 38.120. Die ausgewiesene Gewinnrücklage resultiert aus den Ergebnisvorträgen der vergangenen Berichtsperioden sowie aus einer Dividendenausschüttung und dem erzielten Periodenergebnis der aktuellen Berichtsperiode. Die sonstigen Rücklagen umfassen Kosten aus dem Erwerb eigener Aktien sowie Rücklagen für Cashflow-Hedges, die zum 31. Dezember 2022 in der Bilanzposition kumuliertes sonstiges Ergebnis ausgewiesen wurden. Dividenden Im Geschäftsjahr 2023 wurden Dividenden i. H. v. T€ 5.875 ausgeschüttet, dies entspricht einer Ausschüttung von € 0,49 je dividendenberechtigter Stückaktie. Der entsprechende Beschluss wurde von der Hauptversammlung am 28. Juni 2023 gefasst. Für das Geschäftsjahr 2023 schlägt der Vorstand eine Ausschüttung von € 1,36 je Aktie an die Aktionäre vor. Dies entspricht – ohne Berücksichtigung von eigenen Aktien – einer Gesamtausschüttung von T€ 16.320 bzw. 99,5 % des Konzernergebnisses. Sollten zum Zeitpunkt der Ausschüttung eigene Aktien bestehen, sind diese nicht dividendenberechtigt. Über die endgültige Gewinnverwendung hat die Hauptversammlung noch zu beschließen. Kauf und Verkauf eigener Aktien Zum Stichtag 31. Dezember 2023 ist der Vorstand bis zum 27. Mai 2025 ermächtigt, eigene Aktien der SGP SE in Höhe von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Erteilung der Ermächtigung (28. Mai 2020) oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der SGP SE zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2023 hat die SGP SE erstmalig 9.787 eigene Aktien zu einem Wert von TEUR 286 einschließlich Transaktionskosten erworben. Es fand kein Verkauf eigener Aktien statt. Es bestehen keine eigenen Aktien, die von Dritten im Namen oder für Rechnung der SGP SE gehalten werden. Genehmigtes und bedingtes Kapital Zum 31. Dezember 2023 beträgt das gesamte genehmigte Kapital der SGP SE T€ 6.000, das bis zum 27. Mai 2025 einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegeben werden kann. Darüber hinaus beläuft sich das bedingte Kapital der SGP SE zum 31. Dezember 2023 auf T€ 6.000 oder 6.000.000 neue Inhaberaktien. Es kann zur Bedienung von auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen verwendet werden. 5.9. Rückstellungen Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: Die Gruppe ist Produkthaftungsansprüchen, behördlichen Maßnahmen und Prozessrisiken ausgesetzt, die zu einem gesetzlich vorgeschriebenen Rückruf der betroffenen Produkte oder einzelnen Rücknahmen von beschädigter Ware führen können. Dementsprechend werden Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen enthalten neben den unten beschriebenen Rechtsstreitigkeiten im Wesentlichen Aufwendungen für die Hauptversammlung. Die langfristigen Rückstellungen werden für die langfristige variable Vorstandsvergütung gebildet. Rechtsstreitigkeiten Seit Dezember 2021 ist ein Rechtsstreit zwischen der PharmaSGP GmbH als Beklagter und einem ehemaligen Werbekooperationspartner als Kläger anhängig. Nach einem erstinstanzlichen Urteil, in dem die PharmaSGP GmbH unterlegen war, wurde gegen das Urteil Berufung eingelegt. Aufgrund des Urteils wurde der erwartete Erfüllungsbetrag der Klageforderung als kurzfristige Rückstellung erfasst. In diesem Zusammenhang besteht eine Garantie einer Gesellschaft des Mutterkonzerns, die PharmaSGP GmbH in diesem Fall vollständig von einem Zahlungsanspruch freizustellen. Dementsprechend wurde ein sonstiger Vermögenswert in gleicher Höhe gebildet. Aus dem Urteil ergibt sich keine negative Auswirkung auf die PharmaSGP Gruppe. Abgesehen vom vorstehend genannten Rechtsstreit sind der PharmaSGP keine Rechtsstreitigkeiten bekannt, die eine wesentliche Auswirkung auf die Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens haben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 bestanden Abnahmeverpflichtungen gegenüber Lieferanten in Höhe von T€ 5.662 (31. Dezember 2022: T€ 8.180). Zum 31. Dezember 2023 und 2022 wurden keine Garantien gegenüber Dritten abgegeben.

Kurzfristige Rückstellungen
Langfristige
Gewähr- Rück-
in T€ leistungen Sonstige stellungen Gesamt
1. Januar 2023 688 2.336 166 3.190
Zuführung 212 425 46 683
Verbrauch -124 -206 - -330
Auflösung unverbrauchter Rückstellungen - -9 -92 -101
31. Dezember 2023 776 2.546 120 3.442

5.10. Finanzverbindlichkeiten Die Finanzverbindlichkeiten umfassen eine Konsortialfinanzierung mit vier Bankenpartnern und einer Laufzeit von fünf Jahren, die am 14. Juli 2022 abgeschlossen wurde. Die Verzinsung erfolgt auf Basis einer festgelegten Marge zuzüglich des EURIBOR für die relevante Zinsperiode. Die Marge beträgt in Abhängigkeit der Art der Inanspruchnahme (Term Loan oder Revolving Credit Facility) sowie des jeweils aktuellen Verschuldungsgrades der PharmaSGP Gruppe zwischen 1,15 % und 2,75 % p. a. Der Verschuldungsgrad errechnet sich als Quotient aus der Nettofinanzverschuldung zum jeweiligen Stichtag und einer Rentabilitätskennziffer für die jeweils vergangenen vier Quartale. Zur Ermittlung der Nettofinanzverschuldung und der Rentabilitätskennziffer gibt es detaillierte vertragliche Regelungen, wonach u. a. außerordentliche, außergewöhnliche und periodenfremde Ertrags- und Aufwandspositionen bereinigt werden. Aus der Konsortialfinanzierung besteht eine zusätzliche Kreditlinie von T€ 50.000, die noch nicht in Anspruch genommen wurde. Zur Absicherung des Zinsrisikos, das sich aus EURIBOR-Schwankungen ergibt, wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Risiken in Bezug auf Finanzverbindlichkeiten werden in Abschnitt 7.3 dargestellt. 5.11. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden für unbezahlte Waren und Dienstleistungen erfasst, die die Gruppe bis zum Bilanzstichtag erhalten hat. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht besichert, unverzinslich und im Allgemeinen innerhalb von 0 bis 60 Tagen zur Zahlung fällig. 5.12. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 31. Dezember
in T€ 2023 2022
Umsatzsteuer- verbindlichkeiten 207 365
und Sozialver- sicherungsbeiträge
Abgegrenzte aus- stehende Rech- nungen 390 344
Übrige 549 472
Sonstige 1.146 1.181
Verbindlichkeiten

5.13. Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten zum 31. Dezember 2023 ausschließlich erwartete Rückerstattungsverbindlichkeiten aus Kundenverträgen (siehe Abschnitt 6.1). Zum 31. Dezember 2022 enthält dieser Posten zusätzlich eine Verbindlichkeit aus der Vergütung für die Verlängerung der Vorstandstätigkeit. 5.14. Ertragsteuern und latente Steuern Unabhängig von seiner Ausschüttung unterliegt das zu versteuernde Einkommen der Gesellschaft deutschen Ertragsteuern mit einheitlichen Steuersätzen von 15,0 % für Körperschaftsteuer, 8,8 % für Gewerbesteuer sowie 0,8 % für den Solidaritätszuschlag, was einen Gesamtsteuersatz von 24,6 % ergibt. Alle Gesellschaften der PharmaSGP bilden eine ertragsteuerliche Organschaft.

in T€ 2023 2022
Laufende Ertragsteuern 5.421 3.655
Latente Steuern 75 194
Ertragsteueraufwand 5.496 3.849

Ertragsteuerverbindlichkeiten resultieren aus laufenden Ertragsteuern. Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz der Gruppe für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Ergebnis vor Steuern 21.893 15.803
Erwarteter Steuersatz 24,6 % 24,6 %
Erwarteter 5.380 3.884
Ertragsteueraufwand
Nicht abzugsfähige
Betriebsausgaben und 87 43
Finanzierungsanteile
Periodenfremde laufende -3 -76
und latente Steuern
Sonstige 32 -2
Effektiver 5.496 3.849
Ertragsteueraufwand
Effektiver Steuersatz 25,1 % 24,4 %

Die latenten Steuern stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31. Dezember 31. Dezember
in T€ 2023 2022
Leasing- verbindlichkeiten 220 300
Sonstige 129 165
Vermögenswerte
Sonstige 53 57
Aktive latente 402 522
Steuern
Immaterielle 375 300
Vermögenswerte
Nutzungsrechte 215 297
Finanzielle 231 318
Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle 254 817
Vermögenswerte
Sonstige 117 19
Passive latente 1.192 1.751
Steuern
Nach Saldierung:
Aktive latente - -
Steuern
Passive latente 790 1.229
Steuern

Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern wurden im Geschäftsjahr 2023 i. H. v. T€ 75 als latenter Steueraufwand und i. H. v. T€ 513 ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurden T€ 194 als latenter Steueraufwand und T€ 764 ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Zum 31. Dezember 2023 wurden auf temporäre Differenzen i. H. v. T€ 2.496 (31. Dezember 2022: T€ 2.499) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen keine latenten Steuerschulden angesetzt. 6. Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung 6.1. Umsatzerlöse Umsatzerlöse resultieren nahezu ausschließlich aus dem Vertrieb nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel (OTC) und anderer Gesundheitsprodukte. Angaben zu den wichtigsten Absatzmärkten sowie wichtigen Kunden werden in Abschnitt 4 gemacht. Vertragsvermögenswerte als bedingter Anspruch auf Gegenleistung für die Übertragung von Gütern bestehen nicht. Zum 31. Dezember 2023 und 2022 bestehen keine ausstehenden Leistungsverpflichtungen und keine Vertragsverbindlichkeiten. Die erwarteten Rückerstattungsverbindlichkeiten aus Kundenverträgen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 635 (31. Dezember 2022: T€ 688) und sind in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 6.2. Sonstige betriebliche Erträge Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einmalig im Geschäftsjahr 2022 erfassten Schadenersatzforderungen. 6.3. Personalaufwand Die Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 96 Mitarbeiter (2022: 83), davon 83 in Vollzeit (2022: 66) und 13 in Teilzeit (2022: 17). Der Personalaufwand setzt sich in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 6.191 5.996
Beiträge zur 1.151 916
Sozialversicherung
davon aus beitrags- orientierten 482 403
Versorgungsplänen
Personalaufwand 7.342 6.912

Angaben zu Aufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung werden in Abschnitt 9 gemacht. 6.4. Marketingaufwand Die Marketingausgaben sind im Geschäftsjahr 2023 entsprechend der Umsatzentwicklung auf T€ 43.381 angestiegen (2022: T€ 37.378). 6.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Rechts- und Beratungskosten, Fremdleistungen, Kosten für Qualitätskontrolle, Abschluss- und Prüfungskosten, Kosten für Retouren aus Gewährleistungsgründen, Reisekosten, Produktentwicklung, Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und verschiedene andere Aufwendungen. 6.6. Finanzerträge und -aufwendungen Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Periode als Ertrag bzw. Aufwand erfasst, in der sie entstanden sind.

in T€ 2023 2022
Zinserträge 235 47
Erträge aus Cashflow-Hedges 1.033 214
Sonstige Finanzerträge 911 47
Finanzerträge 2.179 308
Zinsaufwendungen 4.410 2.007
Aufwendungen aus 245 -
Cashflow-Hedges
Sonstige 269 181
Finanzaufwendungen
Finanzaufwendungen 4.924 2.188

Zinserträge enthalten im Wesentlichen Guthabenzinsen auf Termineinlagen sowie Zinsen aus Steuerguthaben. Erträge aus Cashflow-Hedges beinhalten im Geschäftsjahr 2023 aus der Rücklage für Cashflow- Hedges umgegliederte Erträge. Im Geschäftsjahr 2022 enthält dieser Posten Ineffektivitäten aus Cashflow-Hedges. Cashflow-Hedges werden in Abschnitt 7.1 beschrieben. Sonstige Zins- und Finanzerträge enthalten im Wesentlichen Kursgewinne aus Geldmarktfonds. Zinsaufwendungen resultieren aus Finanzverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten sowie im Vorjahr aus Negativzinsen auf Sichtgeldeinlagen. Die Aufwendungen aus Cashflow-Hedges beinhalten im Geschäftsjahr 2023 aus der Rücklage für Cashflow-Hedges umgegliederte Aufwendungen i. H. v. T€ 37 sowie Ineffektivitäten aus Cashflow- Hedges i. H. v. T€ 208. Die sonstigen Finanzaufwendungen enthalten im Wesentlichen Gebühren im Zusammenhang mit Finanzierungstätigkeiten. 6.7. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der SGP SE zurechenbare Periodenergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf gewesenen Aktien der SGP SE geteilt wird. Eigene Aktien gelten nicht als im Umlauf befindlich und mindern die zur Berechnung herangezogene Anzahl der Aktien.

2023 2022
Periodenergebnis (T€) 16.397 11.954
Anzahl Aktien 11.992.636 12.000.000
Unverwässertes und
verwässertes Ergebnis je 1,37 1,00
Aktie (€)

Es gibt keine Verwässerungseffekte. 7. Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement 7.1. Angaben zu Finanzinstrumenten Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten (mit Ausnahme der Leasingverbindlichkeiten) und die Zuordnung der Bilanzposten auf die Bewertungskategorien:

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Beizulegen- Beizulegen-
in T€ Buchwert der Zeitwert Buchwert der Zeitwert
Derivate in einer Sicherungsbeziehung (Cashflow- Hedges):
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.250 1.250 2.084 2.084
(Zinssicherungsgeschäfte)
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - - 1.240 1.240
(Zinssicherungsgeschäfte) 1.250 1.250 3.324 3.324
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 36.878 36.878 19.906 19.906
(Geldmarktfonds) 36.878 36.878 19.906 19.906
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente):
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 9.189 9.189 7.799 7.799
sonstige Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.888 3.888 12.736 12.736
(ohne Geldmarktfonds) 13.077 13.077 20.535 20.535
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 51.205 51.205 43.765 43.765
davon kurzfristig 49.955 49.955 41.681 41.681
davon langfristig 1.250 1.250 2.084 2.084
Derivate in einer Sicherungsbeziehung (Cashflow- Hedges):
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 219 219 - -
(Zinssicherungsgeschäfte) 219 219 - -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten:
Finanzverbindlichkeiten 73.081 75.540 80.718 86.101
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.920 9.920 8.786 8.786
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 635 635 1.688 1.688
83.636 86.095 91.192 96.575
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 83.855 86.314 91.192 96.575
davon kurzfristig 18.266 21.775 18.133 22.500
davon langfristig 65.589 64.539 73.059 74.075

Zinsderivate in Form von Zinsswaps werden unter Verwendung der zum Bilanzstichtag aktuellen Zinskurven durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme bewertet. Seit dem Geschäftsjahr 2023 werden die Zinsswaps gesamthaft als langfristig oder kurzfristig ausgewiesen. Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Die innerhalb der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesenen Geldmarktfonds werden anhand von Marktpreisen für identische Vermögenswerte in zugänglichen Märkten zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dies entspricht der Stufe 1 in der Fair Value Hierarchie. Die als sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesenen Derivate werden nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren bewertet. Hierfür werden die künftigen Zahlungsströme auf Basis von Forward-Zinssätzen, die aus beobachtbaren Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag abgeleitet werden und kontrahierten Zinssätzen ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz, der das Bonitätsrisiko der verschiedenen Gegenparteien berücksichtigt. Dies entspricht der Stufe 2 in der Fair Value Hierarchie. Der beizulegende Zeitwert der Finanzverbindlichkeiten beruht auf den abgezinsten Zahlungsströmen, unter Anwendung des aktuellen Marktzinssatzes für derartige Kreditaufnehmen vergleichbarer Unternehmen. Sie werden aufgrund der Verwendung nicht beobachtbarer Inputfaktoren in die Stufe 3 der Fair Value Hierarchie eingeordnet. Umgruppierungen in den Stufen der Zeitwerthierarchie und aus den Stufen heraus werden grundsätzlich am Ende der Berichtsperiode vorgenommen. Umgliederungen innerhalb der jeweiligen Stufen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden. Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten Mit Ausnahme von Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten als Finanzerträge oder Finanzaufwendungen erfasst. Die Nettogewinne und -verluste je Kategorie stellen sich wie folgt dar:

in T€ 2023 2022
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert 910 45
bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete finanzielle 7 -40
Vermögenswerte
(Schuldinstrumente)
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten -4.370 -1.912
bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten

Gewinne aus zum erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten resultieren aus Kursgewinnen der Geldmarktfonds. Die Nettoverluste aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten beinhalten Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthabenzinsen aus Termingeldern bzw. im Vorjahr Negativzinsen auf Sichtgeldeinlagen. Verluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten resultieren aus Darlehenszinsen. Der Gesamtzinsertrag und Gesamtzinsaufwand ergibt sich wie folgt:

in T€ 2023 2022
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete finanzielle
Vermögenswerte
(Schuldinstrumente)
Zinsertrag 226 30
Zinsaufwand - -70
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Zinsertrag - -
Zinsaufwand -4.370 -1.912

Angaben zum Hedge Accounting Die Gruppe hat zur Absicherung von EURIBOR- Zinsschwankungen aus der im Geschäftsjahr 2022 neu abgeschlossenen Konsortialfinanzierung drei Zinssicherungsgeschäfte in Form von Zinspayerswaps mit einem anfänglichen Nominalvolumen von T€ 82.000 abgeschlossen. Im Rahmen der Zinsswaps zahlt die Gruppe einen durchschnittlichen Festzins von 1,95 %. Die Konsortialfinanzierung hat eine Laufzeit bis zum 17. Juli 2027 mit einer halbjährlichen Tilgung in Höhe von T€ 4.000. Die abgeschlossenen Zinsswaps entsprechen bezüglich des Nominalvolumens, des variablen Zinssatzes, der Zahlungstermine und der Laufzeit dem Grundgeschäft im Zeitpunkt der Designation und gewährleisten daher eine Absicherung des Zinsänderungsrisikos des Grundgeschäfts. Ineffektivitäten aus einer Sicherungsbeziehung können aus einem Zinsfloor, der in den Sicherungsgeschäften nicht enthalten ist, sowie aus einer möglichen Änderung des Kreditrisikos eines Zinsswaps entstehen. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird jeweils zu Beginn der Sicherungsbeziehung und durch regelmäßige prospektive Beurteilungen nach der Critical-Terms-Match-Methode bestimmt, um sicherzustellen, dass zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft eine wirtschaftliche Beziehung besteht. Die retrospektive Ermittlung der Effektivität erfolgt zu jedem Bilanzstichtag unter Anwendung der sogenannten Dollar-Offset-Methode in Form der Hypothetische- Derivate-Methode. Bei dieser Methode wird die kumulierte absoluten Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit der kumulierten absoluten Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines hypothetischen Derivats, bei dem alle bewertungsrelevanten Parameter mit dem Grundgeschäft übereinstimmen, verglichen. Die Buchwerte der Zinssicherungsgeschäfte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Gruppe weist die beizulegenden Zeitwerte der Cashflow-Hedges in den folgenden Bilanzposten aus:

31. Dezember 31. Dezember
in T€ 2023 2022
Sonstige langfristige
finanzielle 1.250 2.084
Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige
finanzielle - 1.240
Vermögenswerte
Sonstige langfristige
finanzielle 219 -
Verbindlichkeiten
Buchwert gesamt 1.031 3.324

Angaben zu den Sicherungsinstrumenten:

in T€ 2023 2022
Buchwert der Zinsswaps zum 1.031 3.324
31. Dezember
Veränderung des
beizulegenden Zeitwerts zur 1.031 3.324
Bestimmung der Ineffektivität
Nominalbeträge der Cashflow- Hedges zum 31. Dezember 74.000 82.000

Angaben in Bezug auf die gesicherten Grundgeschäfte:

in T€ 2023 2022
Wertänderung des gesicherten
Grundgeschäfts zur 1.018 3.147
Bestimmung der Ineffektivität
Saldo der Rücklage für
Cashflow-Hedges zum 1.018 3.110
31. Dezember
Nominalbeträge des
Grundgeschäfts zum 74.000 82.000
31. Dezember
Sicherungsquote 100 % 100 %

Angaben zur Ergebnisauswirkung:

in T€ 2023 2022
Im sonstigen Ergebnis erfasste -1.096 3.110
Gewinne und Verluste
Im Finanzergebnis erfasste
Ineffektivität aus Cashflow- Hedges -208 214
Umgliederungsbetrag aus der 996 -
Rückage für Cashflow-Hedges

Die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesene Rücklage für Cashflow-Hedges hat sich wie folgt entwickelt:

Rück-
lagen
vor Latente
in T€ Steuern Steuern Gesamt
1. Januar 2023 3.110 -764 2.346
Im sonstigen
Ergebnis erfasste -1.096 - -1.096
Gewinne und
Verluste
In den Finanz- ertrag umge- gliederte Beträge -1.033 - -1.033
In den Finanz- aufwand umge- gliederte Beträge 37 37
Latente Steuern - 513 513
31. Dezember 1.018 -251 767
2023

7.2. Angaben zum Kapitalmanagement Das Kapitalmanagement von PharmaSGP zielt mittelfristig darauf ab, die Wachstumsstrategie des Unternehmens zu finanzieren und damit die langfristige Fähigkeit zur Dividendenausschüttung an die Aktionäre sowie die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Finanzierung potenzieller Akquisitionsmöglichkeiten im Rahmen der Wachstumsstrategie, der grundsätzlichen Reduzierung der Kapitalkosten, der Einhaltung der Covenant-Beschränkungen sowie auf der Optimierung des kapitalbindenden Umlaufvermögens. Das Eigenkapital der Gruppe hat sich aufgrund des positiven Periodenergebnisses des Geschäftsjahres 2023 und trotz einer Dividendenausschüttung weiter erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich dementsprechend von 24,1 % zum 31. Dezember 2022 auf 30,3 % zum 31. Dezember 2023 erhöht. Im Rahmen der Konsortialfinanzierung bestehen Covenant-Beschränkungen, wonach bei Überschreiten eines bestimmten Verschuldungsgrades (siehe hierzu Abschnitt 5.10) die ausstehende Darlehenssumme fällig gestellt werden kann. PharmaSGP definiert ihr Umlaufvermögen als Summe der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie sonstiger Vermögenswerte, abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Zum aktiven Management des Umlaufvermögens nutzt PharmaSGP rollierende detaillierte Forecasts zur optimalen Vorratsmenge. Die Gruppe strebt ein ausgewogenes Verhältnis von Zahlungszielen gegenüber Lieferanten und Kunden an. 7.3. Finanzrisikomanagement Die Einrichtung und Überwachung des konzernweiten Finanzrisikomanagement obliegt der Verantwortung des Vorstands, der die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vorgibt. Dem Risikokoordinator obliegt die Verantwortung, die finanziellen Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten der Gruppe zu identifizieren und zu bewerten. Es bestehen angemessene Richtlinien zur Identifikation und Analyse der Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist, sowie Kontrollmechanismen zu ihrer Überwachung. Die Risikomanagementmechanismen werden regelmäßig überprüft und im Falle neuer Geschäftstätigkeiten der Gruppe sowie geänderter Marktbedingungen angepasst, um ein funktionierendes Kontrollumfeld mit verständlichen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten zu erhalten. In Bezug auf Finanzinstrumente könnte die Gruppe Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken ausgesetzt sein. Marktpreisrisiko Änderungen der Marktpreise, z. B. Wechselkurse oder Zinssätze, können sich auf das Ergebnis der Gruppe oder auf den Wert der von ihr gehaltenen Finanzinstrumente auswirken und werden unter dem Begriff Marktpreisrisiko zusammengefasst. Diese Risiken werden zentral gesteuert mit dem Ziel, Marktpreisrisiken in einem akzeptablen Rahmen zu kontrollieren und gleichzeitig die Erlöse zu optimieren. Währungsrisiko Aufgrund potenziell nachteiliger Wechselkursentwicklungen stellen Währungsrisiken einen wesentlichen Marktrisikofaktor bei Transaktionen dar, die nicht in der funktionalen Währung abgebildet werden. Da die Gruppe hauptsächlich in Euroländern aktiv ist und alle Gesellschaften die gleiche funktionale Währung haben, ist die Gruppe in Bezug auf ihr Transaktionsvolumen keinen wesentlichen Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Zinsrisiko Zinstragende Finanzinstrumente unterliegen Zinsschwankungen sowohl in positiver als auch in negativer Richtung mit Auswirkungen auf das Ergebnis, Cashflow und Eigenkapital, und stellen daher einen Risikofaktor dar. Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2022 aufgenommenen Konsortialfinanzierung hat die Gruppe Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Zinsrisiken, die sich aus EURIBOR- Schwankungen ergeben, abzusichern. Die im Rahmen des Hedge Accounting abgeschlossenen Zinsderivate unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Eine Änderung des EURIBORs um +100 Basispunkte hätte zu einem um T€ 1.696 (31. Dezember 2022: T€ 2.358) höheren Eigenkapital und einem um T€ 124 (31. Dezember 2022: T€ 42) höheren Ergebnis (ohne Berücksichtigung latenter Steuern) geführt. Ein um 100 Basispunkte niedrigerer EURIBOR hätte zu einem um T€ 1.745 (31. Dezember 2022: T€ 2.333) niedrigeren Eigenkapital und einem um T€ 147 (31. Dezember 2022: T€ 179) niedrigeren Ergebnis (ohne Berücksichtigung latenter Steuern) geführt. Wie im Vorjahr unterliegen die Sichtgeldeinlagen der PharmaSGP variablen Zinssätzen. Aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung sind im Geschäftsjahr 2023 keine Negativzinsen angefallen (2022: TEUR 70). Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass die Gruppe den Tilgungsverpflichtungen ihrer finanziellen Verbindlichkeiten, entweder durch Barmittel oder durch andere finanzielle Vermögenswerte, nur mit Schwierigkeiten nachkommen kann. Finanzielle Verbindlichkeiten, die einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt sind, beinhalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Leasingverbindlichkeiten. Die folgende Tabelle stellt die zukünftigen vertraglich vereinbarten und undiskontierten Zahlungsströme der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 dar (Fälligkeitsanalyse):

Bis zu 3 3 bis 12 1 bis 5 Über 5
in T€ Monate Monate Jahre Jahre
Finanzverbindlichkeiten 5) 1.044 10.954 74.219 -
Leasingverbindlichkeiten 117 350 460 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.920 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 87 427 363 -
11.168 11.731 75.042 -
--- --- --- --- ---
Fälligkeitsanalyse zum 31. Dezember 2022:
Bis zu 3 3 bis 12 1 bis 5 Über 5
in T€ Monate Monate Jahre Jahre
Finanzverbindlichkeiten 5) 819 11.435 84.485 -
Leasingverbindlichkeiten 110 328 843 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.764 22 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.172 516 - -
10.865 12.301 85.328 -
5) Die dargestellten Zins- und Tilgungszahlungen der Finanzverbindlichkeiten beinhalten keine gegenläufigen Zahlungsströme aus
Zinssicherungsgeschäften.

Kreditrisiko Das Ausfallrisiko beschreibt das Risiko von Finanzverlusten der Gruppe, die entstehen, wenn ein Kunde oder die Gegenpartei eines Finanzinstruments ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das sofortige Ausfallrisiko als auch die Gefahr einer verschlechterten Kreditwürdigkeit eines Kunden. Die Gruppe ist in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten Kreditrisiken ausgesetzt. Im Vergleich zu den übrigen finanziellen Vermögenswerten bestehen Ausfallrisiken am ehesten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche in der Vergangenheit jedoch sehr gering waren. Um das Ausfallrisiko auf dem gleichen niedrigen Niveau der Vergangenheit zu halten, bewertet die Gruppe das Ausfallrisiko für Neukunden mit einem wesentlichen Auftragsvolumen. Für alle Kunden besteht ein regelmäßiger Kontrollprozess zur Überwachung und Eintreibung offener Posten. Kreditrisiken in Bezug auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden direkt auf Konzernebene überwacht. Vertragspartner für Transaktionen mit Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind ausschließlich Finanzinstitute mit hohen Bonitätsratings. Die Kreditwürdigkeit dieser Finanzinstitute wird regelmäßig überprüft. Aufgrund der externen Bonitätsratings der Vertragspartner geht die Gruppe von einem geringen Kreditrisiko in Bezug auf ihre Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus. Ausfallrisiken für sonstige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls unwesentlich. Aus diesem Grund wurde keine Wertberichtigung für sonstige finanzielle Vermögenswerte vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
zum zum
31. Dezember 31. Dezember
in T€ 2023 2022
Nicht überfällig 8.723 7.726
Überfällig
< 30 Tage 89 11
30-90 Tage 27 8
Mehr als 90 302 18
Tage
  1. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Gemäß den Vorschriften des IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“ gelten Unternehmen – mit Ausnahme der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen – sowie natürliche Personen, die von der Gruppe wesentlich beeinflusst werden oder die auf die Gruppe einen wesentlichen Einfluss ausüben können, als nahestehend. Nach den Definitionen des IAS 24 können Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen wesentlichen Einfluss auf die Gruppe ausüben und gelten deshalb als nahestehende Personen. Weiterhin sind die FUTRUE und die MVH Beteiligungs- und Beratungs-GmbH (nachfolgend „MVH“) Aktionäre der SGP SE und haben damit einen wesentlichen Einfluss auf die Gruppe. FUTRUE und MVH werden von den Aufsichtsratsmitgliedern Dr. Clemens Fischer und Madlena Hohlefelder kontrolliert. Zwischen der FUTRUE und der MVH besteht seit dem 13. Mai 2020 ein Stimmbindungsvertrag, in dem sich beide Parteien zur einheitlichen Ausübung ihrer Stimmrechte auf Hauptversammlungen verpflichtet haben. Die FUTRUE ist das Mutterunternehmen der PharmaSGP Holding SE. Daher wird die SGP SE gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der FUTRUE einbezogen. Die FUTRUE wird von Dr. Clemens Fischer kontrolliert, der damit als „ultimate controlling party“ gilt. Transaktionen mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten der PharmaSGP zuständig und verantwortlich sind. Dementsprechend stuft PharmaSGP die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der SGP SE als nahestehende Personen ein. Die Zusammensetzung dieser Organe und ihre Vergütung wird in Abschnitt 9 beschrieben. Mit Ausnahme ihrer Vorstands- oder Aufsichtsratsvergütung gab es im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen oder ihren nahen Familienangehörigen. Es wurden keine Darlehen, Bürgschaften oder sonstige Sicherheiten gewährt. Transaktionen mit FUTRUE und MVH Im Geschäftsjahr 2023 wurden Mediadienstleistungen und in unwesentlichem Umfang andere Dienstleistungen auf Basis der bestehenden Dienstleistungsvereinbarungen zwischen der PharmaSGP und der FUTRUE Gruppe in Anspruch genommen. Seit November 2023 erbringt PharmaSGP Dienstleistungen im Bereich Regulatory Affairs für eine Gesellschaft der FUTRUE Gruppe in unwesentlichem Umfang. Zusammengefasst stellen sich die Transaktionen und Salden mit der FUTRUE und anderen Gesellschaften der FUTRUE Gruppe wie folgt dar:
in T€ 2023 2022
Erhaltene Erstattungen
von bzw. erbrachte
Leistungen an FUTRUE - 82
FUTRUE Gruppe 3 -
3 82
Einkauf von
Dienstleistungen und
Anlagevermögen von
FUTRUE 47 124
FUTRUE Gruppe 41.676 36.689
41.723 36.813
--- --- ---
31. Dezember 31. Dezember
in T€ 2023 2022
Verbindlichkeiten
gegenüber
FUTRUE 7 5
FUTRUE Gruppe 6.935 7.086
6.942 7.091

Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Forderung gegenüber einer Gesellschaft der FUTRUE Gruppe aufgrund der erbrachten Dienstleistungen im Bereich Regulatory Affairs in unwesentlicher Höhe (31. Dezember 2022: keine Forderungen). Zum 31. Dezember 2023 und 2022 bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der FUTRUE oder anderen Gesellschaften der FUTRUE Gruppe. Es besteht ein Anspruch aus einer Garantie gegenüber einer Gesellschaft des Mutterkonzerns, die eine Verpflichtung der Gesellschaft i. H. v. € 2,3 Mio. abdeckt. Die erwartete Erstattung wurde als sonstiger Vermögenswert erfasst. Mit der MVH fanden in 2023 keine Transaktionen statt. Transaktionen zwischen der SGP SE und ihren Tochtergesellschaften Die SGP SE ist die Holdinggesellschaft der Gruppe. Es bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge zwischen der SGP SE und den operativen Gesellschaften PharmaSGP GmbH, Restaxil GmbH, Remitan GmbH, Fokusan Health GmbH und PharmaSGP Vitalmed GmbH. Die SGP SE bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften eine ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft. Aus den Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen wurden im Geschäftsjahr 2023 konzernintern Gewinne bzw. Verluste in Höhe von T€ 23.413 an die SGP SE abgeführt bzw. übernommen (2022: T€ 18.356). Des Weiteren gewährte die SGP SE ihrer Konzerntochter PharmaSGP GmbH am 26. August 2021 ein Darlehen, das zum 31. Dezember 2023 einen Restwert von T€ 78.000 hat (31. Dezember 2022: T€ 85.000). Aus diesem Darlehen sind im Geschäftsjahr 2023 konzerninterne Zinsen von insgesamt T€ 3.971 angefallen (2021: T€ 1.817). 9. Organe und ihre Vergütung Vorstand

Name Verantwortungsbereich
Natalie Weigand Marketing, Vertrieb, Einkauf,
Chief Executive Quality Management &
Officer (CEO) Regulatory Affairs
Michael Rudolf Finanzen, Controlling, Business
Chief Financial Development, Operations, Recht
Officer (CFO) & Compliance, Personal und IT

Frau Weigand und Herr Rudolf üben keine weiteren Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG aus. Aufsichtsrat

Name Verantwortungsbereich
Dr. Clemens Fischer Chief Executive Officer (CEO)
Vorsitzender der FUTRUE Gruppe
Madlena Hohlefelder Chief Strategy Officer (CSO)
Stellvertretende der FUTRUE Gruppe
Vorsitzende
Dr. Axel Rebien Chief Executive Officer (CEO)
der Serrala Group

Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG aus. Vergütung Die Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind öffentlich abrufbar unter https://ir.pharmasgp.com. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der PharmaSGP erhalten eine feste Vergütung in Höhe von T€ 50. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt die feste Vergütung T€ 90 und für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats T€ 70. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Clemens Fischer, sowie die stellvertretende Vorsitzende, Madlena Hohlefelder, haben bis auf weiteres auf ihre Vergütung verzichtet. Im Geschäftsjahr 2023 sind Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung von T€ 50 angefallen (2022: T€ 50). Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB für das Geschäftsjahr 2023 betragen T€ 2.069 (2022: T€ 904). Neben einer Festvergütung, Nebenleistungen und einer kurzfristigen variablen Vergütung enthalten die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2023 eine einmalige, zusätzliche Vergütung für die Verlängerung der Vorstandstätigkeit i. H. v. T€ 500 pro Vorstandsmitglied sowie T€ 325 aus dem gesamten beizulegenden Zeitwert der im Geschäftsjahr 2023 gewährten langfristigen Vorstandsvergütung für die Jahre 2023-2026 (2022: T€ 315 aus dem gesamten beizulegenden Zeitwert der im Geschäftsjahr 2022 gewährten langfristigen Vorstandsvergütung für die Jahre 2022-2025). Die im Geschäftsjahr 2023 gewährte langfristige Vorstandsvergütung entspricht 12.721 Performance Share Units (PSUs). Die Gesamtvergütung des Vorstands für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 beträgt nach IAS 24.17 T€ 697 und T€ 1.693 und teilt sich wie folgt auf:

in T€ 2023 2022
Kurzfristig fällige Leistungen 744 1.589
Anteilsbasierte Vergütung -47 104
Gesamtvergütung 697 1.693

Die kurzfristig fälligen Leistungen enthalten eine Festvergütung, Nebenleistungen sowie eine kurzfristige variable Vergütung. Zusätzlich enthalten die kurzfristig fälligen Leistungen im Geschäftsjahr 2022 eine einmalige, zusätzliche Vergütung für die Verlängerung der Vorstandstätigkeit für die Gesellschaft i. H. v. T€ 500 pro Vorstandsmitglied. Die Vergütung wurde im ersten Quartal 2023 vollständig erdient und ausgezahlt. Nebenleistungen umfassen Beiträge zur Sozialversicherung, Sachbezüge sowie den Ausgleich nicht genommener Urlaubstage. Außerdem ist im Geschäftsjahr 2022 die anfallende Energiepreispauschale enthalten. Die kurzfristige variable Vergütung 2023 ist als Jahrestantieme ausgestaltet und hängt von der Geschäftsjahresentwicklung der PharmaSGP Holding SE und ihren Tochtergesellschaften ab und umfasst sowohl finanzielle (Konzern-EBITDA, Konzernumsatz) als auch nichtfinanzielle Zielkriterien. Der Zielwert für das Konzern-EBITDA lag für das Geschäftsjahr 2023 bei € 33 Mio. (2022: € 26,0 Mio.) und für den Konzernumsatz bei € 95 Mio. (2022: € 80,5 Mio.). Die Zielerreichung lag in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 sowohl für die finanziellen aus auch für die nichtfinanziellen Kriterien insgesamt bei 100 %, und den Vorstandsmitgliedern wurde dementsprechend eine kurzfristige variable Vergütung in Höhe von jeweils T€ 50 gewährt. Es besteht zum 31. Dezember 2023 eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe. Angaben zur anteilsbasierten Vergütung Um die Interessen der Vorstandsmitglieder mit denen der Aktionäre der Gesellschaft in Einklang zu bringen, wurde den Vorstandsmitgliedern eine langfristige variable Vergütung in Form von virtuellen Performance Share Units („PSU“) zugeteilt. Die langfristige variable Vergütung wird in jährlichen Tranchen für einen Leistungszeitraum von vier Jahren zugeteilt. Die jährliche Anzahl der den Vorstandsmitgliedern gewährten PSU entspricht dem Quotienten aus (i) einem Zielwert, geteilt durch (ii) den gewichteten durchschnittlichen Xetra- Aktienkurs der Gesellschaft in den letzten 30 Handelstagen vor Beginn des jeweiligen Leistungszeitraums. • Der Zielwert für die im Geschäftsjahr 2021 gewährten PSU beträgt T€ 55 und T€ 260 je nach Vorstandsposition. Der Leistungszeitraum beträgt vier Jahre. 25 % jeder Tranche von PSU werden pro Jahr über den Leistungszeitraum erdient. • Der Zielwert für die im Geschäftsjahr 2022 gewährten PSU beträgt T€ 55 und T€ 260 je nach Vorstandsposition. Der Leistungszeitraum beträgt vier Jahre. 25 % jeder Tranche von PSU werden pro Jahr über den Leistungszeitraum erdient. • Der Zielwert für die im Geschäftsjahr 2023 gewährten PSU beträgt T€ 85 und T€ 240 je nach Vorstandsposition. Der Leistungszeitraum beträgt vier Jahre. 25 % jeder Tranche von PSU werden pro Jahr über den Leistungszeitraum erdient. Die PSU unterliegen Good Leaver und Bad Leaver Bestimmungen, die zu einem Verwirken der PSU führen können. Die endgültige Anzahl der erdienten PSUs hängt vom Erreichen von drei Zielkriterien ab, welche Profitabilitätsziele, Kursziele und M&A-Ziele umfassen. Zur Bestimmung des endgültigen langfristigen variablen Vergütungsanspruchs der Vorstandsmitglieder zum Ende des Leistungszeitraums wird die Anzahl der nach Ablauf der Periode erdienten PSUs mit dem gewichteten durchschnittlichen Xetra-Aktienkurs der Gesellschaft in den letzten 30 Handelstagen vor Ende des jeweiligen Leistungszeitraums multipliziert, zuzüglich aller in diesem Zeitraum gezahlter Dividenden. Für die Berechnung des Vergütungsanspruchs wird der um Dividenden bereinigte Aktienkurs auf maximal 150 % des Kurses begrenzt, zu dem die PSUs zu Beginn des Leistungszeitraums bemessen wurden. Nach der Bestimmung der Vergütungsansprüche besteht für die Gesellschaft ein Wahlrecht zur Begleichung der Ansprüche in bar oder mit eigenen Aktien, die wiederum mit dem gewichteten durchschnittlichen Xetra-Aktienkurs der Gesellschaft in den letzten 30 Handelstagen vor Ende des betreffenden Leistungszeitraums bewertet werden. Derzeit geht PharmaSGP von einer Begleichung in bar aus. Die Verbindlichkeit aus den erdienten PSUs wird zum Ende jeder Berichtsperiode bis zum Ausgleich mit dem beizulegenden Zeitwert der PSUs bewertet, und zwar durch Anwendung einer Monte-Carlo- Simulation unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die PSU gewährt wurden, sowie unter Berücksichtigung der vom jeweiligen Vorstandsmitglied bislang erbrachten Leistungen. In die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2023 sind folgende Inputfaktoren eingeflossen: • Erreichte Zielkriterien sowie erwartete zukünftige Zielerreichungen • Risikoloser Zinssatz: 2,06 % bis 3,05 % (31. Dezember 2022: 2,46 % bis 2,57 % • Erwartete durchschnittliche Dividendenrendite: 5,3 % bis 5,6 % (31. Dezember 2022: 3,6 % bis 3,7 %) • Erwartete Volatilität: 29,2 % (31. Dezember 2022: 30,7 %) Der gesamte Aufwand aus der langfristigen variablen Vergütung wird ratierlich über den Leistungszeitraum unter Berücksichtigung der o. g. Inputparameter erfasst. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Buchwert der Verbindlichkeit aus der langfristigen variablen Vergütung T€ 120 (31. Dezember 2022: T€ 166). Der Ertrag im Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 47 (2022: Aufwand T€ 104). 10. Honorar des Abschlussprüfers Die nachfolgende Tabelle enthält die berechneten Honorare für Tätigkeiten des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München:

in T€ 2023 2022
Abschlussprüfungsleistungen 242 185
Andere Bestätigungs- leistungen 6 7
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 9 10
Gesamthonorar 257 202
davon für Vorjahre 43 -

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses der SGP SE und der Jahresabschlüsse von Konzerngesellschaften. Andere Bestätigungsleistungen umfassen Bestätigungen gegenüber Dritten. Die sonstigen Leistungen enthalten Beratungskosten. 11. Corporate Governance Erklärung Die PharmaSGP Holding SE hat die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum „Deutschen Corporate Governance Kodex“ abgegeben und ihren Aktionären auf der Internetseite https://ir.pharmasgp.com zugänglich gemacht. 12. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge oder Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten. Gräfelfing, 25. April 2024 Natalie Weigand Michael Rudolf (CEO) (CFO)

Registerdokumente

Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.

GET/v1/fetch-document
Dokumenten-API ansehen
  • Aktueller Auszug (AD) PDF
  • Chronologischer Auszug (CD) PDF
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
  • Gesellschafterliste PDF
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF

Weitere Unternehmen entdecken

Handelsregister-API · MCP

Unternehmensdaten direkt im AI-Chat

Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.

MCP-Dokumentation

Assistent verbinden

  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von PharmaSGP Holding SE. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: e7b4cf46871d5816a84cc8588f841f2c",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Dieses Unternehmen abfragen

Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:

Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von PharmaSGP Holding SE. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.

entity_ide7b4cf46871d5816a84cc8588f841f2c