insolvent Rechtsform GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

PRIMUS Asset Management GmbH

OberkochenOberkochen, DEU ·HRB 748458 Ulm
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Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
73447 Oberkochen
Handelsregister
HRB 748458, Ulm
Eintragungsdatum
15. März 2010
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Eingetragenes Kapital
25.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Jeder Geschäftsführer vertritt einzeln. Jeder Geschäftsführer ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Unternehmenszweck
Die Durchführung von baulichen Renovierungsarbeiten sowie der Handel mit Waren aller Art. Voll handwerkliche Tätigkeiten im Bereich der baulichen Renovierungsarbeiten werden von der PRIMUS Asset Management GmbH an Dritte zur Ausführung in Auftrag gegeben, sofern die PRIMUS Asset Management GmbH nicht über qualifiziertes eigenes Personal verfügt.

Finanzen

Umsatz 2021
212.640 €
Mitarbeiter 2021
9
Bilanzsumme 2021
13,61 Mio. €
Jahresergebnis 2021
−38.956 €
4 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2021
Aktivseite 13,61 Mio
  • Umlaufvermögen 96,0 % 13,07 Mio
  • Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2,9 % 391,6 k
  • Anlagevermögen 1,1 % 152,4 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 4,9 k
Passivseite 13,61 Mio
  • Verbindlichkeiten 99,7 % 13,57 Mio
  • Rückstellungen 0,3 % 41,2 k
  • Eigenkapital 0,0 % 0
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Bilanzdaten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2021
Erträge 17,38 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 97,7 % 16,98 Mio
  • Umsatzerlöse 1,2 % 212,6 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,6 % 107,6 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,4 % 76,5 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 2,7 k
Aufwendungen 17,26 Mio
  • Materialaufwand 89,2 % 15,41 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 4,8 % 825,6 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,2 % 555,2 k
  • Personalaufwand 2,7 % 473,6 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 2,1 k
  • Ergebnis nach Steuern −36,9 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −39,0 k
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GuV-Daten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • J**** P*** H** seit 2024 Geschäftsführer

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Historie

  1. 2026
  2. 18.02.
    Insolvenzverfahren eröffnet
    PRIMUS Asset Management GmbH
  3. 2024
  4. 19.08.
    Adressänderung
    PRIMUS Asset Management GmbH
  5. 19.08.
    Registerblatt geschlossen
    PRIMUS Asset Management GmbH
  6. 19.08.
    Gerichtswechsel
    PRIMUS Asset Management GmbH
  7. 19.08.
    Sitzänderung
    PRIMUS Asset Management GmbH
  8. 13.08.
    Änderung der Rechtsform
    Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  9. 13.08.
    Sitzänderung
    PRIMUS Asset Management GmbH
  10. 13.08.
    Änderung des Unternehmensgegenstands
    Die Durchführung von baulichen Renovierungsarbeiten sowie der Handel mit Waren aller Art. Voll handwerkliche Tätigkeiten im Bereich der baulichen Renovierungsarbeiten werden von der PRIMUS Asset Management GmbH an Dritte zur Ausführung in Auftrag gegeben, sofern die PRIMUS Asset Management GmbH nicht über qualifiziertes eigenes Personal verfügt.
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2019 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2018 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2017 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Volltext

PRIMUS Asset Management GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1,00 0
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 66.359,00 64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.705,00 176
195.064,00 240
195.065,00 240
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 10.694.388,17 7.722
2. Geleistete Anzahlungen 23.200,00 0
10.717.588,17 7.722
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 253.482,03 1.803
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.854.662,26 235
3. Sonstige Vermögensgegenstände 172.344,39 242
2.280.488,68 2.280
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 776.476,50 37
13.774.553,35 10.039
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.210,73 12
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 352.690,20 1.056
14.362.519,28 11.347

Passiva

31.12.2020 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Verlustvortrag -1.080.863,63 -1.200
III. Jahresüberschuss 703.173,43 119
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 352.690,20 1.056
0,00 0
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 21.325,00 1
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 825.600,00 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 825.600 (Vorjahr: TEUR 0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 680.298,53 1.922
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 680.298,53 (Vorjahr: TEUR 1.922)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.487.235,26 8.576
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.502.281,30 (Vorjahr: TEUR 205)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 348.060,49 848
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 348.060,49 (Vorjahr: TEUR 847)
14.341.194,28 11.346
14.362.519,28 11.347

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 14.728.036,33 13.483
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 2.176.988,17 5.608
3. Sonstige betriebliche Erträge 52.687,47 393
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.157.616,81 12.027
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 483.715,16 4.517
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 555.079,72 420
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 117.608,50 83
davon für Altersversorgung: EUR 109.154,24 (Vorjahr: TEUR 80)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 101.038,06 101
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.349.041,51 1.930
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.160,55 4
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.106,55 (Vorjahr: TEUR 4)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 494.231,39 290
davon an verbundene Unternehmen: EUR 494.231,39 (Vorjahr: TEUR 290)
10. Ergebnis nach Steuern 704.541,37 120
11. Sonstige Steuern 1.367,94 1
12. Jahresüberschuss 703.173,43 119

Finanzamt Düsseldorf-Nord

St.Nr. 105 5843 4670

ANHANG zum 31.Dezember 2020

Primus Asset Management GmbH

Düsseldorf

1 Anhang für das Geschäftsjahr 2020

1.1 Allgemeine Angaben

Die Primus Asset Management GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (Reg.Nr. HRB 78038).

1.2 Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Aufstellungserleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

1.3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze in der Bilanz der Primus Asset Management GmbH zum 31. Dezember 2019 wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen.

Die Sachanlagen und entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Als Abschreibungsmethode kam die lineare Abschreibung zur Anwendung. Die Ermittlung der Nutzungsdauern erfolgt in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen. Dabei werden grundsätzlich die Mindestsätze gewählt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagenspiegel werden Vollabschreibungen im Anschaffungsjahr, einem fiktiven Abgang im gleichen Jahr, gleichgesetzt.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen entspricht den steuerlichen Herstellungskosten und beinhaltet Personaleinzelkosten, Material kosten, Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens sowie anteilige Finanzierungkosten in Höhe von 784.621,65 € (Vorjahr: 494.165,81 €) sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung und Aufwendungen für soziale Einrichtungen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen.

In 2020 wurden erstmals die in den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen erfasste erhaltene Anzahlungen unter der Position Erhaltene Anzahlungen im Sinne einer klareren Darstellung auf der Passivseite ausgewiesen.

Die Geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen waren nicht notwendig.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken, die mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

2 Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 137.011,16 € (Vorjahr: 0,00 €). Dieser Betrag ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (1.854.662,26 €) enthalten. Weiterhin ist in dem Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ein Betrag von 1.693.524,76 € für Forderungen aus Lieferungen enthalten (Vorjahr: 0 €).

Eigenkapital

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 352.690,20 € (Vorjahr: 1.055.863,63 €). Eine Fortführung des Unternehmens ist dennoch gewährleistet, da die Gläubiger erklärt haben, mit einem Teil ihrer Forderungen (1,2 Mio. €) gegen die Gesellschaft im Rang zurückzutreten und eine positive Fortführungsprognose besteht. Die nachrangigen Forderungen übersteigen den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag, sodass eine Überschuldung im Sinne des § 19 InsO nicht vorliegt. Der Rangrücktritt ist jederzeit mit zweiwöchiger Frist zum Monatsende kündbar. Jedoch ist die Kündigung ausgeschlossen, wenn dadurch Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne entsteht oder zu entstehen droht. Es besteht eine positive Fortführungsprognose aufgrund der Vielzahl noch abzuarbeitender Immobilienobjekte im Solidare-Konzern und des Cost + Modells der Primus. Daher besteht keine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.

Rückstellungen

Die Gesellschaft verfügte am 31. Dezember 2020 weder über Pensions- noch Steuerrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten, sowie übrige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Geschäftsjahr 31.12.2020 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 825.600,00 825.600,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 680.298,53 680.298,53 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.487.235,26 1.502.281,30 10.984.953,96 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 348.060,49 348.060,49 0,00 0,00
Vorjahr 31.12.2019 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.921.927,11 1.921.927,11 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.575.773,69 205.208,94 8.370.564,75 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 847.312,98 847.312,98 0,00 0,00

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 11.043.300,29 € (Vorjahr: 8.671.990,45 €) enthalten. Ebenso sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.502.281,30 € (Vorjahr: 0 €) enthalten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht (Vorjahr: 0,00 €). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber mehreren fremden Dritten in Höhe von 334.113,89 € (Vorjahr: 292.234,72 €) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat mit einer Reihe von Schwestergesellschaften des Solidare-Konzerns Verträge für die Modernisierung von Objekten übernommen. Im Rahmen dieser Verträge bestehen Gewährleistungsverpflichtungen der Primus Asset Management GmbH gegenüber den auftraggebenden Schwestergesellschaften. Die Verpflichtungen bestehen - je nach den verschiedenen Bauphasen und Gewerken - zwischen 5 Jahren plus 1 Monat und 10 Jahren plus 1 Monat. Die Höhe der Gewährleistungsverpflichtungen variiert je nach Vertrag und den entsprechend getroffenen Nachträgen für jedes einzelne Projekt und kann zum Bilanzstichtag nicht quantifiziert werden.

Aus Sicht der Geschäftsführung der Gesellschaft besteht nur ein sehr geringes Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Gewährleistungsverträgen. Die meisten Objekte werden entweder durch eine Drittfirma regelmäßig inspiziert, der Projektfortschritt festgehalten und die fertigen Projekte abgenommen oder es erfolgt eine Abnahme durch die Geschäftsführung der die Primus beauftragenden Objektgesellschaften.

Weitere Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund eines Management- und Dienstleistungsvertrages mit der Muttergesellschaft Solidare real estate holding GmbH hat die Gesellschaft die Leistungen der Muttergesellschaft für die Primus Asset Management GmbH mit einem monatlich pauschalen Entgelt in Höhe von 12.000,00 € zu vergüten. Dieser Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten zum 31. Dezember eines jeden Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten gekündigt werden.

Durch eine schriftlich fixierte Vereinbarung werden von der Schwestergesellschaft Solidare Services GmbH Leistungen für die Bereitstellung der EDV- und Büroausstattung, der Telefonzentrale, des Datenmanagements und die Leistungen des betrieblichen Rechnungswesens in Höhe einer monatlichen Pauschale von 12.000,00 € in Rechnung gestellt.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus monatlichen Mietzahlungen in Höhe von 2.990,00 €.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In den Umsätzen sind Umsatzerlöse in Höhe von 14.433.172,05 € (Vorjahr: 12.594.094,69 €) mit verbundenen Unternehmen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
Nicht abziehbare Vorsteuer 516.740,58 948.072,44
Management / Verwaltung 475.196,80 445.945,94
Sonstiger Betriebsbedarf 153.746,69 353.103,25
Reparaturen / Wartungen 43.173,24 44.977,20
Grundstücksaufwendungen 35.890,00 36.031,30
Kfz-Kosten 31.747,55 44.962,09
Rechts- und Beratungskosten 28.959,27 6.820,38
Telefon / Porto 12.376,98 10.876,38
Versicherungen / Beiträge 7.268,17 3.957,86
Forderungsverluste 5.847,17 0
Finanzierungskosten 2.217,32 2.217,32
Sonstige Kosten 35.877,74 33.151,64
Gesamt 1.349.041,51 1.930.115,80

Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern betreffen KFZ-Steuern.

4. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:

Anzahl Vorjahr
Operative Angestellte 13 10
Geschäftsführer ohne Bezüge 1 1

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte unverändert bei Herrn Dipl.-Wirtsch.-Ing. Patrick Rehberger.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Solidare Real Estate Holding GmbH mit Sitz in Düsseldorf einbezogen. Die Solidare Real Estate Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Real Estate Holding GmbH ist bei der Gesellschaft in Düsseldorf einsehbar.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 703.173,43 € ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit den Verlustvorträgen zu verrechnen. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie verweisen wir auf die Abschnitte B. und C. des für das Geschäftsjahr 2020.

Nach dem Überfall der Ukraine durch die Russische Föderation am 23. Februar 2022 haben sich die Ölpreise kurzfristig auf mehr als 100 Dollar pro Barrel erhöht. Gleichzeitig hat die Regierung der Bundesrepublik Deutschland zusammen mit der Europäischen Union und der NATO weitreichende Sanktionen gegen die Russische Föderation beschlossen, u. a. die Aussetzung der Inbetriebnahme von Nord Stream 2 und den Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT. Ob und in welchem Umfang weitere Sanktionen beschlossen werden oder sich der Konflikt möglicherweise weiter verschärft, kann derzeit nicht beurteilt werden. Erwartungsgemäß werden die Sanktionen einen unter Umständen deutlichen Anstieg des Gaspreises nach sich ziehen und damit die Wärmeversorgung in der Bundesrepublik Deutschland weiter verteuern. Die Bundesregierung hat darauf bereits mit sozialpolitischen Maßnahmen reagiert, u. a. mit der Einführung eines einmaligen Energiegeldes. Nach erster Einschätzung erwartet die Primus Asset Management GmbH aus heutiger Sicht keine negative Auswirkung auf ihr Geschäftsmodell. Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich für die Gesellschaft nicht ergeben.

Größenabhängige Erleichterungen

Auf weitergehende Angaben wurde analog der §§ 286, 288 HGB verzichtet.

 

Düsseldorf, den 27. April 2022

Dipl.-Wirtschafts-Ing. Patrick Rehberger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.845,00 0,00 0,00 5.845,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 78.350,81 23.475,34 6.800,00 95.026,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.063,54 41.462,72 47.346,47 283.179,79
367.414,35 64.938,06 54.146,47 378.205,94
373.259,35 64.938,06 54.146,47 384.050,94
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.844,00 0,00 0,00 5.844,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.631,81 15.953,34 1.918,00 28.667,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.610,54 85.084,72 43.220,47 154.474,79
127.242,35 101.038,06 45.138,47 183.141,94
133.086,35 101.038,06 45.138,47 188.985,94
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2020 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1,00 0
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 66.359,00 64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.705,00 176
195.064,00 240
195.065,00 240

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Die Primus Asset Management GmbH ist eine operativ tätige Dienstleistungsgesellschaft im Solidare real estate holding GmbH Konzern (Solidare-Konzern) und damit Teil eines stark wachsenden Familienunternehmens, mit langjähriger Erfahrung in der Immobilienentwicklung sowie einem ausgezeichneten Marktzugang durch ein stetig gewachsenes Netzwerk. Der Solidare-Konzern deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Immobilien mit einem eigenen Team ab. In den vergangenen 15 Jahren wurden fast 2.000 Wohn-/Gewerbeeinheiten sowie Micro- Apartments erfolgreich entwickelt und verkauft. Das aktuelle Portfolio hat ein großes Potenzial, da die testierten Verkehrswerte der Immobilien und Projekte deutlich über den geplanten Gesamt-Investitionskosten liegen.

Im Rahmen des Solidare-Konzerns ist es die Aufgabe der Primus Asset Management GmbH die baulichen Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen der konzerneigenen Projekte zu koordinieren und teilweise auszuführen.

Das Geschäftsmodell des Solidare-Konzerns und damit auch der Primus Asset Management GmbH hat sich in Zeiten der Corona-Pandemie bisher als robust und widerstandsfähig erwiesen. Es gab keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Mittelpunkt der Arbeit im Geschäftsjahr 2020 stand die erfolgreiche Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse sowie der Schutz von Kunden und Mitarbeitern. Unterbrechungen auf den Baustellen waren nicht nennenswert.

Ziele und Strategien

Die strategischen Ziele und Aufgaben der Primus Asset Management GmbH liegen im zielgerichteten Ressourceneinsatz und im operativen Baumanagement der Objektgesellschaften des bestehenden Micro- Appartements- Portfolios des Solidare-Konzerns. Dabei sollen der Immobilienbestand systematisch weiterentwickelt, der vorhandene Bestand erhöht und dessen Wertentwicklung vorangetrieben werden.

Die Strategie der Primus Asset Management GmbH ist langfristig zukunftsfähig ausgerichtet, denn es kann zur Lösung der Klimaschutzziele durch nachhaltigen Neu- und Umbau, die CO 2 -Reduktion im Immobilienbestand sowie durch Innovationen auf den Gebieten Energiemix, Materialien, Biodiversität sowie Emissionen und Abfall beitragen. Die Micro-Appartements-Projekte des Solidare-Konzerns sollen im Rahmen einer sozial verantwortlichen Wohnungswirtschaft, unter Beteiligung der Mieterinnen und Mieter, durch bedarfsgerechten Wohnraum, die Kundenzufriedenheit erhöhen und außerdem zur Integration unserer immer vielfältigeren Gesellschaft beitragen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte die Primus Asset Management GmbH ein attraktiver Arbeitgeber sein, der Chancengleichheit sicherstellt und die persönliche und berufliche Entwicklung unterstützt. Eine vertrauensvolle, verlässliche und transparente Unternehmensführung stellt dafür die Basis bereit.

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase, im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge mit -5,7 % in nahezu vergleichbarer Höhe wie 2009 aus.

Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 6,0 % niedriger als ein Jahr zuvor. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug. Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3 % niedriger war als 2019. Ein Bereich, der sich in der Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4 % zu. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilun- gen/2021/01/PD21_020_811.html)

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2020 von 44,8 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Damit endete aufgrund der Corona-Pandemie der über 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit, der sogar die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 überdauert hatte. Der Staat beendet das Jahr 2020 mit einem Finanzierungsdefizit in Höhe von Mrd. EUR 158,2. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2020 eine Defizitquote von 4,8%. (Quelle: https://www.desta- tis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html)

Die Wohnungswirtschaft geht laut dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) bislang relativ stabil durch die pandemiebedingte Wirtschaftskrise. Der von der Primus Asset Management bewirtschaftete Bereich Wohnen kann nach Ansicht der Experten des globalen Immobiliendienstleisters CBRE gar als Gewinner der Krise bezeichnet werden. Wohnen gilt als eines der wichtigsten Grundbedürfnisse und durch die sehr kleinteilige Mieterstruktur und hohe Bandbreite von Mietzahlungen ist das Wohnsegment eine sehr defensive und stabile Assetklasse mit geringem Mietausfallrisiko. Dazu gibt es staatliche Stützungssysteme zur Absicherung und Stabilisierung von Mietzahlungen. An den fundamentalen Rahmenbedingungen des Wohnungsmarkts wird sich kurz- und mittelfristig nicht viel ändern. Sowohl Niedrigzins als auch der Zuzug in die Ballungszentren wie Düsseldorf sorgen für eine rege Nachfrage. Der Wohnungsbau wird durch die gut ausgelasteten Kapazitäten in der Bauwirtschaft begrenzt, weswegen die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weit geöffnet bleibt. (Quelle: CBRE Research, Real Estate Market Outlook 2021 Deutschland, CBRE GmbH)

Die Situation auf den deutschen Wohnungsmärkten hat sich laut GdW in attraktiven Ballungsräumen und wachstumsstarken Regionen in den vergangenen Jahren schnell von einer weitgehend ausgeglichenen zu einer angespannten Marktlage verändert. Getrieben von der Zuwanderung ist die Bevölkerungszahl in den vergangenen Jahren in den deutschen Ballungsräumen kontinuierlich gestiegen. Der Wachstumsprozess scheint 2020 im Zuge der Corona-Pandemie vorerst gestoppt, da z. B. durch pandemiebedingte Grenzschließungen die Zuwanderung geringer ausfällt. Langfristig könnte in den deutschen Metropolen dennoch zusätzliche Wohnungsnachfrage durch Zuwanderer aus der wirtschaftlich geschwächten europäischen Peripherie entstehen. (Quelle: GdW Information 161 - Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2020/2021 - Die Wohnungswirtschaft Deutschland)

Trotz steigender Bautätigkeit wird weiterhin zu wenig in Deutschland gebaut. Nur 92 % der aus Sicht des GdW benötigten 320.000 Wohnungen pro Jahr wurden 2019 auch errichtet. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2020 stagniert nach Einschätzung von DB Research auf dem Niveau von 2019 und auch 2021 dürfte die Zahl kaum 300.000 Wohnungen überschreiten. Dabei war der Wohnungsbau von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kaum betroffen, sodass die Bautätigkeit meist fortgesetzt wurde. Nicht auszuschließen sei, dass sich einzelne Projektentwickler künftig stärker dem Wohnungsbau zuwenden und dort mehr Ressourcen eingesetzt werden können. (Quelle: GdW Information 161 - Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2020/2021 - Die Wohnungswirtschaft Deutschland)

Die Debatte um wohnungspolitische Maßnahmen und weitere regulatorische Verschärfungen dürfte auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Mit dem Ziel einer Dämpfung des Mietanstiegs trat 2020 z. B. die Ausweitung des Betrachtungszeitraums bei der Mietspiegelerstellung von vier auf sechs Jahre in Kraft und es wurde eine Verschärfung und Verlängerung der Mietpreisbremse bis 2025 beschlossen. Ende 2020 hat das Bundeskabinett die Regierungsentwürfe für eine Mietspiegelrechtsreform beschlossen. Ziel ist es, die Qualität und Verbreitung von Mietspiegeln zu stärken und die Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter zu erhöhen. Haushalte mit niedrigem Einkommen erhalten dank der Wohngeldreform bereits seit Anfang 2020 mehr Wohngeld. Zu den Maßnahmen der Bundesregierung im Zuge der Corona-Pandemie zählt vor allem ein zeitlich begrenzter Kündigungsschutz für Mieter. Zu den weiteren Gesetzesvorhaben mit Relevanz für die Immobilienbranche zählt z. B. das Baulandmobilisierungsgesetz, mit dem u. a. Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen erschwert werden sollen. (Quelle: GdW Information 161 - Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2020/2021 - Die Wohnungswirtschaft Deutschland)

B.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2020 hat sich das bisherige Geschäftsmodell der Primus Asset Management GmbH weiter bewährt, in dem Arbeits-, Entwicklungs- und Managementleistungen eingekauft und im Wesentlichen an Konzerngesellschaften im Solidare-Konzern, aber auch an Fremde Dritte weiterverkauft wurden.

Die Gesamtleistung der Primus Asset Management GmbH hat sich mit EUR 16,9 Mio. im Geschäftsjahr 2020 um 11,5 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 19,1 Mio.) verringert. Begründet ist dies durch die reduzierten Arbeitstätigkeiten in den durch strikte Corona-Gegenmaßnahmen gekennzeichneten Monaten des Kalenderjahres 2020.

Während sich die Umsatzerlöse mit EUR 14,7 Mio. um 9,2 % gegenüber dem Vorjahr 2019 (EUR 13,5 Mio.) erhöht haben, wurden durch die Fertigstellungen einiger Projekte die Bestandsänderungen an unfertigen Leistungen im Geschäftsjahr 2020 um 61,2 % abgebaut (EUR 2,2 Mio. gegenüber EUR 5,6 Mio. in 2019).

Die geringere Gesamtleistung in 2020 hat jedoch auch zu deutlich geringerem Materialaufwand in 2020 (EUR 13,6 Mio.) als im Vorjahr (EUR 16,5 Mio.) geführt. Dies bedeutet einen Rückgang um 17,5 %.

Aufgrund des Anstiegs des Verwaltungsaufwands und umfangreicher sonstiger administrativer und operativer Tätigkeiten wurden im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2020 drei Mitarbeiter mehr angestellt (13) als im Vorjahr (10). Somit stieg auch der Personalaufwand um 33,8 % von EUR 0,5 Mio. in 2019 auf EUR 0,7 Mio. in 2020.

Insgesamt weist die Gesellschaft einen höheren Jahresüberschuss (TEUR 703) als im Vorjahr (TEUR 119) aus. Damit konnte das negative Eigenkapital am 31. Dezember 2020 auf EUR 0,4 Mio. reduziert werden (31. Dezember 2019: EUR 1,1 Mio.).

Aufgrund der Vorfinanzierung der Projektentwicklung wurde das Gesellschafterdarlehen von der Solidare real estate holding GmbH im Laufe des Geschäftsjahres 2020 noch höher in Anspruch genommen. Somit stiegen diese Verbindlichkeiten von EUR 8,4 Mio. zum 31. Dezember 2019 auf EUR 11,0 Mio. zum 31. Dezember 2020.

B.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

B.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse von EUR 14,7 Mio. (Vorjahr: EUR 13,5 Mio.) beinhalten Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 14,4 Mio. (Vorjahr: EUR 12,6 Mio.). Während im Vorjahr insbesondere umfangreiche Bau- und Entwicklungsleistungen gegenüber den konzerninternen Gesellschaften RIGI Hausener Weg GmbH (EUR 4,2 Mio.), der 3. RIGI Property GmbH (EUR 3,8 Mio.) und der RIGI Property GmbH (EUR 3,4 Mio.) im Vordergrund standen, wurden im Geschäftsjahr insbesondere die Projekte für die RIGI Hahnstraße GmbH (EUR 8,4 Mio.) und auch wieder der RIGI Property GmbH (EUR 2,2 Mio.) vorangetrieben.

Aufgrund der Fertigstellung einiger Projekte im Solidare-Konzern reduzierte sich die Bestandsänderung an unfertigen Leistungen von EUR 5,6 Mio. in 2019 auf EUR 2,2 Mio. in 2020.

Korrespondierend zu den gesunkenen Umsatzerlösen reduzierte sich der Materialaufwand im Geschäftsjahr um 17,5 % und belief sich in 2020 auf EUR 13,6 Mio. (Vorjahr: EUR 16,5 Mio.). Während die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren auf EUR 13,2 Mio. anstiegen (Vorjahr: EUR 12,0 Mio.), verringerten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen auf EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.). Hier zeigte sich die geringere Tätigkeit auf den Baustellen.

Aufgrund von Neueinstellungen stieg auch der Personalaufwand um 33,8 % von EUR 0,5 Mio. in 2019 auf EUR 0,7 Mio. in 2020 an.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich eine Verringerung um 30,1 % auf EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf die geringeren Leistungen, aus denen reduzierte Aufwendungen aus der nicht abziehbaren Vorsteuer resultierten, zurückzuführen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 70,4 % auf EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.), insbesondere verursacht durch das höhere Gesellschafterdarlehen der solidare real estate holding GmbH.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 703.173,43 ab (Vorjahr: EUR 119.130,56). Für die interne Steuerung und Beurteilung des Geschäftsergebnisses wird monatlich das EBITDA analysiert. Das EBITDA für 2020 beläuft sich auf TEUR 1.298 (Vorjahr: TEUR 510) und entspricht somit dem positiven Trend.

B.3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich zum 31. Dezember 2020 auf EUR 14,4 (Vorjahr: EUR 11,3) erhöht. Bei Abzug des negativen Eigenkapitals ergab sich zum 31. Dezember 2020 eine Bilanzsumme von EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.), die im Folgenden Grundlage der Analysen ist.

Mit 74,6 % (Vorjahr: 68,0 %) bilden die Vorräte (insbesondere die unfertigen Leistungen (EUR 10,7 Mio.; Vorjahr: EUR 7,7 Mio.) auch weiterhin den größten Anteil an der Bilanzsumme. Diese herausragende Bedeutung der Vorräte in der Bilanz entspricht dem Geschäftsmodell der Primus Asset Management GmbH.

Der Vorratsbestand erhöhte sich zum 31. Dezember 2020 auf EUR 10,7 Mio. (Vorjahr: EUR 7,7 Mio.). Die Erhöhung entspricht dem Anstieg der Tätigkeiten im 3. und 4. Quartal 2020 bei den Projekten RIGI Hahnstraße GmbH und RIGI Property GmbH.

Einen weiteren wesentlichen Anteil an der Bilanzsumme weisen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus. Zum 31. Dezember betrugen sie EUR 2,1 Mio. und damit 14,7 % der Bilanzsumme, im Vorjahr lag deren Anteil bei EUR 2,0 Mio. (18,0 %). Auch dieser relativ hohe Bestand an Forderungen ist ein typisches Abbild der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Auch wenn im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 703 erwirtschaftet wurde, ist das Eigenkapital aufgrund von Jahresfehlbeträgen in vorausgegangenen Jahren (kumuliert EUR 1,1 Mio.) aufgezehrt und führt daher zum Ausweis eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages in Höhe von TEUR 353 (Vorjahr: TEUR 1.056).

Eine Überschuldung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 im insolvenzrechtlichen Sinne konnte durch einen bereits in Vorjahren schriftlich fixierten qualifizierten Rangrücktritt abgewendet werden. Auf der Basis mehrerer Verträge über Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt rd. EUR 11,0 Mio. hat die Solidare real estate holding GmbH eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 1,2 Mio. abgegeben. Dabei tritt sie mit ihren Forderungen aus diesem Darlehen hinter die Forderungen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger der Gesellschaft zurück. Die derzeit über 100 ausgereichten Gesellschafterdarlehen haben eine Laufzeit von jeweils fünf Jahren und sind zwischen 2022 und 2025 zu tilgen. Die Kreditlinie bei der Muttergesellschaft ist nicht begrenzt.

Die Passivseite der Bilanz der Primus Asset Management GmbH wird im Wesentlichen von den o. g. Gesellschafterdarlehen der Solidare real estate holding GmbH bestimmt. Zum 31. Dezember 2020 betrug es EUR 11,0 Mio. und damit 76,6 % der Bilanzsumme. Zum Vorjahresbilanzstichtag valutierte das Gesellschafterdarlehen mit EUR 8,4 Mio. und hatte damit einen Anteil von 73,7 % an der Bilanzsumme.

B.3.3 Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich durch das Gesellschafterdarlehen der Solidare real estate holding GmbH und den laufenden Cashflow. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 standen somit insgesamt mehrere Darlehen von EUR 11,0 Mio. zur Verfügung, die unterschiedliche Laufzeiten haben. Nach Bedarf können weitere Darlehen ausgereicht werden. Eine betragliche Limitierung existiert aktuell nicht.

Das Geschäftsmodell der Primus Asset Management GmbH ist so aufgestellt, dass sie die wichtigen Bau- und Managementtätigkeiten einkauft und sie mit einem Preisaufschlag an konzerninterne Schwestergesellschaften, aber auch Fremde Dritte weiterverkauft. Damit kann sich die Gesellschaft selbst finanzieren. Das hohe Gesellschafterdarlehen wurde ursprünglich für die hohen Anlaufkosten beim Aufbau der Gesellschaft und zur Vorfinanzierung des Projektmanagements aufgenommen. Sollte die solidare real estate holding GmbH das existierende Geschäftsmodell zu Ungunsten der Primus Asset Management GmbH verändern, oder das Gesellschafterdarlehen vorzeitig zurückfordern, ist die Fortführung der Gesellschaft gefährdet.

Das Forderungsmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Außenstände konsequent und zeitnah einzufordern. Der Forderungsausfall ist gering.

Die wesentlichen Investitionen im Geschäftsjahr bezogen sich auf eine gebrauchte Lkw-Arbeitsbühne, einen gebrauchten Transporter, Kräne, Aufzüge, Lastbühnen und vergleichbare Betriebsvorrichtungen und -ausstattung (TEUR 65).

Die Finanzlage und die Liquidität der Gesellschaft sind weiterhin vollumfänglich und ausschließlich von der Durchführung des aktuellen Geschäftsmodells und dem Darlehen mit der Gesellschafterin abhängig. Sollte diese Unterstützung nicht weiter gewährt werden, wäre die Unternehmensfortführung nicht mehr möglich.

B.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren betrachtet die Gesellschaft die Beschäftigtenanzahl sowie die Anzahl der Arbeitsunfälle und Beinahe-Unfälle. Die Zielvorgabe bei Arbeitsunfällen ist grundsätzlich null.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl lag mit 13 höher als im Vorjahr (10). Es liegt im Interesse der Gesellschaft, mittel- und langfristig diese Beschäftigtenanzahl zu sichern und, soweit möglich, diese auch langfristig leicht auszubauen.

Durch mehrere Schulungen zum Thema "Sicherheit am Arbeitsplatz" werden die Mitarbeiter für potenzielle Gefahrenquellen und richtiges Verhalten am Arbeitsplatz sensibilisiert. Insbesondere werden auch Arbeitsunfälle sowie Beinahe-Unfälle genau analysiert und nachverfolgt sowie entsprechende Konsequenzen für die Arbeitssicherheit gezogen.

Primus Asset Management GmbH bekennt sich zum Umweltschutz und zu einer nachhaltigen Entwicklung des Immobilienportfolios des Solidare-Konzerns.

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

C.1 Prognosebericht

Die zentrale Rolle der Primus Asset Management GmbH als Dienstleisterin für die Objektgesellschaften des Solidare-Konzerns hat sich in den vergangenen beiden Geschäftsjahren bewährt. Der Einkauf von Arbeits-, Projektentwicklungs- und Managementtätigkeiten wird auch für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 im Fokus stehen.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft und das in den letzten Jahren neu gewonnene und angesammelte Know-how, geht die Gesellschaft von weiteren Effizienzverbesserungen in der Projektentwicklung und der Logistik in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 aus, die sich auch positiv auf das EBITDA niederschlagen werden. Die Geschäftsführung schätzt, dass sich das EBITDA gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr in 2021 und 2022 moderat verbessern wird.

Durch die zu beobachtende Erholung der Wirtschaft in 2021 und wohl auch in 2022 geht die Geschäftsführung von der Aufrechterhaltung der Going Concern-Annahme aus und sieht keine Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit, unter der Bedingung der weiteren Unterstützung durch die solidare real estate holding GmbH- siehe oben Abschnitt B.3.3. Wesentliche Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges konnten somit bisher nicht festgestellt werden und werden nicht erwartet, so dass die Gesellschaft keine gegensteuernden Maßnahmen ergreifen musste.

Durch die geplanten Projektentwicklungen an den Projekten für die RIGI Hahnstraße GmbH, die RIGI Property GmbH und weiteren Objekten wird für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 ein Umsatz und eine Gesamtleistung auf dem Niveau von 2020 erreicht werden. Ebenso sollte sich die Jahresergebnisse 2021 und 2022 auf dem gleichen Niveau bewegen wie im aktuellen Geschäftsjahr 2020, sodass das Eigenkapital dann nicht mehr negativ ist.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf für 2021 und 2022 einschließlich des Geschäftsergebnisses als leicht optimistisch. Durch die enge Einbindung und die zentrale Rolle der Primus Asset Management GmbH im Solidare-Konzern wird auch weiterhin die Projektentwicklungsstruktur optimiert und die Kostenstrukturen somit effizienter gestaltet. Neben den in dieser Zeit steigenden variablen Entwicklungskosten hat die Gesellschaft auch steigende Zinskosten für das Gesellschafterdarlehen zu tragen.

Die Gesellschaft bekommt auch im Geschäftsjahr 2021 und 2022 bei Bedarf jede notwendige finanzielle Unterstützung aus dem Solidare-Konzern.

C.2 Risikobericht

Die Gesellschaft ist zum aktuellen Zeitpunkt von der bestehenden Finanzierung durch die Gesellschafterdarlehen der Solidare real estate holding GmbH abhängig. Die derzeit über 100 ausgereichten Gesellschafterdarlehen haben eine Laufzeit von jeweils fünf Jahren und sind zwischen 2022 und 2025 zu tilgen. Es werden regelmäßig die ältesten Gesellschafterdarlehen getilgt. Die Kreditlinie bei der Muttergesellschaft ist nicht begrenzt. Bei einem weiteren Anstieg des Finanzbedarfs oder größerem Vorfinanzierungsbedarf bei neuen Objekten kann sich vielmehr die Notwendigkeit der Zuführung weiterer liquider Mittel zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit ergeben.

Dieses potenzielle Going-Concern-Risiko stellt mit Abstand das größte Risiko der Gesellschaft zum heutigen Zeitpunkt dar. Sollte die Primus ihre Darlehensverträge - zumindest teilweise - nicht erfüllen oder die solidare real estate holding GmbH vorzeitig Rückzahlungen verlangen, droht der Gesellschaft die Zahlungsunfähigkeit. Es besteht zum 31. Dezember 2020 ein Rangrücktritte in Höhe von EUR 1,2 Mio. seitens der Muttergesellschaft Solidare real estate holding GmbH. Die Gesellschaft geht jedoch weiter von der vollen Unterstützung durch die Gesellschafterin aus, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsunfähigkeit als gering beurteilt wird.

Ein weiteres wichtiges Risiko stellt das Ausfallrisiko aus den Ansprüchen gegen sonstige Personen bzw. Institutionen dar. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) und die sonstigen Vermögensgegenstände EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Diese Beträge wären das theoretisch maximale Ausfallrisiko.

Sonstigen operativen Risiken wird durch Maßnahmen im Bereich Qualitätssicherung, und Unfallverhütung sowie den Abschluss geeigneter Versicherungen Rechnung getragen.

Die Gesellschaft hat auch das mögliche Risiko "Nachteilige Ausgestaltung der CO 2 -Steuer" im Blickfeld. Die Bundesregierung hat die Einführung eines CO 2 -Preises als Steuerungsinstrument und Klimaschutzmaßnahme beschlossen. Die Steuer für CO 2 -Emissionen je Tonne ist bis 2025 bereits festgelegt. Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 sollen auch Änderungen im Mietrecht im Hinblick auf die Umlagefähigkeit einer CO 2 -Steuer geprüft werden. Da aktuell die Umlagefähigkeit der CO 2 -Steuer nicht abschließend erörtert ist, geht die Primus Asset Management GmbH zunächst davon aus, dass ein Teil der Steuer durch die Vermieter im Solidare-Konzern getragen werden muss. Dies betrifft jedoch nicht direkt die Primus Asset Management GmbH.

Die Primus Asset Management GmbH hat das als ertragswirksame Risiko "Sich verschlechternde Marktsituation auf dem Wohnungsmarkt bzgl. Verkauf von Wohnungen" gegenüber dem Vorjahr unverändert als eher unwahrscheinlich eingestuft und bewertet. Auch während der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Wohnungseigentum sehr hoch. Im Geschäftsjahr 2020 konnte sowohl die Primus Asset Management GmbH als auch der Solidare-Konzern ihre bisherige Strategie des Portfoliomanagements fortsetzen.

Auch das theoretische bilanzwirksame Risiko "Zukünftige Marktentwicklung führt zu einer Abwertung der Immobilien" ist im Jahr 2020 als weiterhin unwahrscheinlich eingestuft und bewertet worden. Die Primus Asset Management GmbH geht davon aus, dass sich Wohnimmobilen, in den Märkten, in denen der Solidare-Konzern tätig ist, weiterhin wertstabil und positiv entwickeln werden.

Für die Stabilität und Weiterentwicklung der Primus Asset Management GmbH ist es ausschlaggebend, dass der Solidare-Konzern weiterhin aktiv sein Immobilienportfolio managt und ausbaut. Dafür ist eine ständige Immobilienmarktbeobachtung und auch ein enges Netzwerk und Kontakte zu Investoren, lokalen Behörden und Kommunen erforderlich. Es können sich Risiken in diesem Zusammenhang aus einer unerwarteten Veränderung der im Ablauf des in Deutschland sehr komplexen Bau- und Verfahrensrechts, aus Gesetzen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, aus Verzögerungen von Bau- und anderen Planungsgenehmigungen und aus weiter erhöhten Energieeffizienzanforderungen ergeben.

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Januar 2020 zu einem internationalen Gesundheitsnotstand erklärt, mit erheblichen Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Wirtschaft. Die Primus Asset Management GmbH hat sofort umfassende Maßnahmen ergriffen, diesen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken, um einerseits Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Geschäftspartner zu schützen und andererseits das operative Geschäft aufrechtzuerhalten. Die Handwerks-, Service- und Bauleistungen vor Ort konnten ohne nennenswerte Einschränkungen erbracht werden. Neben den allgemeinen Risiken, die die Verbreitung des Coronavirus mit sich bringt, besteht das Risiko, dass es beispielsweise im Falle von Erkrankungsfällen im Unternehmen zu Einschränkungen oder Ausfällen von Unternehmensfunktionen sowie zu einem Nicht- erreichen von geplanten finanziellen Unternehmenszielen kommen kann.

Im Ergebnis des Risikoberichts lässt sich festhalten, dass die weitere sichere Finanzierung der Gesellschaft durch die Verlängerung der existierenden Darlehen oder ihre unbegrenzte Ausreichung von Gesellschafterdarlehen nicht durch die Gesellschaft direkt beeinflusst werden kann. Hier ist die Gesellschaft von den Entscheidungen ihrer Gesellschafterin abhängig.

Die möglichen finanziellen Auswirkungen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit der sonstigen genannten Risiken können zum jetzigen Zeitpunkt, unter Beachtung der positiven Zukunftsaussichten der Gesellschaft, als gering bewertet werden. Das Management führt kontinuierliche Kosten- und Absatzanalysen durch und steht im ständigen Kontakt mit der Gesellschafterin und nutzt deren umfassende Risikomanagementaktivitäten. Diese Maßnahmen sieht die Geschäftsführung als geeignet an, um den oben beschriebenen Risiken zu begegnen.

C.3 Chancenbericht

Die Primus Asset Management GmbH hat im Rahmen der konzernweiten Strategiefestlegung sowie der kurz- und mittelfristigen Planung Ertragspotenziale identifiziert und diese in den Planungen unter Berücksichtigung der entsprechenden Annahmen und Szenarien angemessen verarbeitet. Die Annahmen zur Nachhaltigkeitsstrategie, den soziologischen wie politischen Megatrends in den Ballungsräumen, wo der Solidare-Konzern tätig ist, zum regulatorischen Umfeld, zum Finanzierungsumfeld und zum operativen Geschäft bergen nicht nur die beschriebenen Risiken, es kann sich auch eine über die in der Planung verarbeiteten Annahmen hinaus vorteilhaftere Geschäftsentwicklung für die Gesellschaft ergeben. Diese Chancen können sich daraus ergeben, dass sich strategiebedingte Chancen, Umfeld- und marktbezogene Faktoren wie auch das operative Geschäft positiver entwickeln können als in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Durch die Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten auf nachhaltiges und ökologisches Handeln können sich für die Primus Asset Management GmbH weitere Chancen ergeben. Ziel ist es, eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen und die durch die Solidare-Immobilien entstehende CO 2 -Belastung deutlich zu reduzieren. Durch den Einsatz von nachhaltigen, ökologischen Baustoffen und nachhaltigen Energiekonzepten trägt die Primus Asset Management GmbH dazu bei, knappe Ressourcen zu schonen und gezielt erneuerbare Energie zu nutzen. Dabei wird die Entwicklung der einzelnen Wohnquartiere im Solidare-Konzern als verbindendes Element für eine Sektorenkopplung gesehen. Hier können Chancen durch Effizienzpotenziale in den einzelnen Projekten durch gezielte digitale Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität genutzt werden.

Die soziologischen und volkswirtschaftlichen Daten unterschiedlichster Institute gehen weiterhin davon aus, dass das Bevölkerungswachstum in Deutschland und Teilen Europas durch Migration anhält, was eine anhaltende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum nach sich zieht, wobei auch der Neubau hinter dem Wohnungsbedarf zurückbleiben wird. Die Hauptgründe der Migration, nämlich politische und gesellschaftliche Krisen, fehlende Zukunftsaussichten sowie kriegerische Auseinandersetzungen bis hin zu klimawandelinduzierten Faktoren in den Herkunftsländern bleiben auch auf lange Sicht erhalten. Hier ist der Solidare-Konzern als schnell wachsender Anbieter von Micro-Appartements in Ballungsräumen als Ganzes, aber auch die Primus Asset Management GmbH als Objektentwickler durch entsprechende flankierende Quartiersentwicklungen im Rahmen der Integration gefragt. (Quelle: Künftige Bevölkerungsentwicklung in Deutschland - Statistisches Bundesamt (destatis.de))

Ein positives Investitionsklima für die Wohnimmobilienmärkte zu schaffen, bedeutet auch, die erforderlichen ökologischen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen ökonomisch gestaltbar zu machen, die Bereitstellung zusätzlichen Baulands und die Förderung der Akzeptanz privatwirtschaftlicher Immobilieninvestoren. Unterstützend besteht nach allgemeinem Verständnis die Notwendigkeit Regulierung abzubauen, insbesondere durch Verschlankung von Bau- und Genehmigungsvorschriften. Das Investitionsklima könnte auch durch eine im Klimawandel begründete steigende Akzeptanz von Modernisierungsmaßnahmen gefördert werden. (Quelle: GdW Information 161 - Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2020/2021 - Die Wohnungswirtschaft Deutschland)

Die Wohnungswirtschaft wird derzeit in erheblichem Maße von verschiedenen gesellschaftlichen und technologischen Megatrends beeinflusst. Auf Basis der Analysen des Statistischen Bundesamts ist zu erwarten, dass die Binnenmigration aus ländlichen Regionen in die großen Ballungszentren in den folgenden Jahren unverändert anhalten wird. Die dadurch verursachte urbane Wohnungsknappheit könnte zusätzlich noch durch Zuwanderungseffekte aus den weltweiten Krisenregionen und die Tendenz zu kleineren Haushaltsgrößen verstärkt werden. Dies führt dazu, dass das Institut der Deutschen Wirtschaft davon ausgeht, dass in der ersten Hälfte des Jahrzehnts jährlich bis zu 283.000 Wohnungen fehlen könnten. Diese Entwicklungstendenz könnte dem Immobilienbestandsportfolio des Solidare-Konzerns zugutekommen, das sich vor allem auf kleine und mittlere Wohnungsgrößen in den Metropolregionen konzentriert. Der zunehmenden Verknappung von bezahlbarem Wohnraum kann die Primus Asset Management GmbH aktiv durch ihr Development- und Neubaugeschäft entgegenwirken. Eine Verschlankung der behördlichen Rahmenbedingungen sowie die Bereitstellung von mehr Bauland stellen zusätzliche Chancen für das Development- und Neubaugeschäft dar. (Quelle: GdW Information 161 - Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2020/2021 - Die Wohnungswirtschaft Deutschland)

Die Urbanisierungstendenz wird den Wohnungsmarkt jedoch nicht nur vor quantitative Herausforderungen stellen, sondern auch vor integrative Herausforderungen, denen die Primus Asset Management GmbH mit entsprechend zusätzlichen Quartiersentwicklungen begegnen kann und muss. Hierbei ist insbesondere der demografische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft anzuführen, der dazu führt, dass die Nachfrage nach altersgerechtem und bezahlbarem Wohnraum in den kommenden Jahren stetig zunehmen dürfte. Es könnten sich daher Chancen aus der altersgerechten Modernisierung und der Investition in neue innovative Wohnkonzepte ergeben. Ebenso ergeben sich Chancen Micro-Appartements für viele junge Leute, Studierende und Personen mit geringen finanziellen Mitteln anzubieten. (Quelle: GdW Information 161 - Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2020/2021 - Die Wohnungswirtschaft Deutschland)

Die Primus Asset Management wird für die Reparatur-, Instandhaltungs- und Wartungsleistungen für den Wohnimmobilienbestand des Solidare-Konzerns beauftragt. Dabei ist die Gesellschaft bemüht, kontinuierlich den Anteil der Eigenleistung durch eigene Handwerkerorganisation bei Gebäude- und Wohnungsmodernisierungen sowie dem Bau neuer Gebäude auszuweiten und den Anteil der bezogenen Fremdleistungen zu reduzieren. Es ist beabsichtigt, insbesondere aufgrund des Fachkräftemangels und der Verfügbarkeit entsprechender Kapazitäten, diesen Leistungsumfang auf alle Arten von technischen Maßnahmen zu erweitern und damit die Wertschöpfung aus diesen Leistungen zu optimieren.

Eine Stärkung des Marktanteils in den Metropolregionen des Solidare-Konzerns könnte sich positiv auf die Risikoeinschätzung potenzieller Kapitalgeber auswirken und somit die Finanzierungskonditionen weiter verbessern.

Insgesamt sieht die Primus Asset Management GmbH die Chance, das Ergebnis stetig und nachhaltig durch eine Optimierung des Projektentwicklungsprozesses zu verbessern und damit die Marktposition des gesamten Solidare-Konzerns Gruppe zu stärken.

 

Düsseldorf, den 27. April 2022

Dipl.-Wirtschafts-Ing. Patrick Rehberger, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Primus Asset Management GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Primus Asset Management GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Primus Asset Management GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

•

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt 2 des Anhangs sowie in den Abschnitten B.3.2 Vermögenslage, B.3.3 Finanzlage, C.1 Prognosebericht und C.2 Risikobericht des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft erhebliche Verluste in den Geschäftsjahren 2016 bis 2018 erwirtschaftete, jedoch seit 2019 moderate Jahresüberschüsse, wodurch sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag reduziert hat. Trotz der leicht positiven Entwicklung weist die Gesellschaft zum Abschlussstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 0,4 Mio. aus. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne konnte nur durch Rangrücktritte in Höhe von EUR 1,2 Mio. seitens der Muttergesellschaft Solidare real estate holding GmbH abgewendet werden. Der Rangrücktritt ist jederzeit mit zweiwöchiger Frist zum Monatsende kündbar. Jedoch ist die Kündigung ausgeschlossen, wenn dadurch Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne entsteht oder zu entstehen droht. Die Liquiditätssituation ist vollumfänglich abhängig von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft. Die derzeit über 100 ausgereichten Gesellschafterdarlehen haben eine Laufzeit von jeweils fünf Jahren und sind zwischen 2022 und 2025 zu tilgen. Die Kreditlinie bei der Muttergesellschaft ist nicht begrenzt. Ohne die Beibehaltung der gewährten Darlehen wäre die Unternehmensfortführung der Primus Asset Management GmbH, Düsseldorf, nicht mehr möglich. Wie in diesen Abschnitten dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 27. April 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer

gez. Max Dietrich, Wirtschaftsprüfer

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  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

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from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von PRIMUS Asset Management GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 1e520e70c350182977281f5da347a7a9",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

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{
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    "handelsregister": {
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      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
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