PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KGAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE HINWEISE Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine sogenannte "große Gesellschaft" im Sinne des § 264 a Abs. 1 HGB i. V. m. § 267 Abs. 3 HGB. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB). Zum 01. Januar 2011 erfolgte eine Verschmelzung der Gesellschafter auf die PROFI System- Getränke-Logistik GmbH & Co. KG, so dass anstelle der bisherigen Gesellschafter (PROFI System-Getränke-Logistik Verwaltungs-GmbH und SGL Beteiligungs GmbH & Co. KG) nun deren jeweilige Gesellschafter direkt an der PSGL beteiligt sind. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Gliederung sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanziert wurde entsprechend des Going-concern-Prinzips. Die Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurde beachtet. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Sie werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Festlegung der Nutzungsdauer der einzelnen Anlagengegenstände erfolgte unter Berücksichtigung der voraussichtlichen tatsächlichen Nutzungsdauer. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Die flüssigen Mittel des Umlaufvermögens sind zu Nominalwerten angesetzt. Die Rücklage für eigene Anteilen ist für Anteile an der Komplementärin gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUST RECHNUNG Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus der nachfolgenden gesonderten Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens" ersichtlich. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände - mit Ausnahme eines Betrags in Höhe von TEUR 12 - haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Rückvergütungen mit TEUR 74 (Vj. TEUR 74), für Jahresabschlusskosten 50 (Vj. TEUR 31), für personalbezogene Aufwendungen mit TEUR 18 (Vj. TEUR 21) sowie für Werbungskostenzuschüsse TEUR 25 (Vj. TEUR 0) gebildet. Verbindlichkeiten
Die Lieferantenverbindlichkeiten sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten belastet und betreffen mit EUR 25.913.126,48 (Vj. EUR 22.438.519,96) Gesellschafter. Umsatzerlöse Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografisch bestimmten Märkten gemäß § 285 Nr. 4 HGB entfällt, da die Umsatzerlöse ausschließlich im Inland erzielt wurden und die Berichtsgesellschaft nur im Bereich der Logistik von Getränken tätig ist. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Weiterberechnungen und Erträge aus Verbindlichkeitsbereinigungen sowie Sachbezüge. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten neben den Verwaltungskosten im Wesentlichen Betriebsaufwendungen, Raum- und KFZ-Kosten sowie Vertriebsaufwendungen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Berichtsjahr sind Steuerbelastungen in Höhe von TEUR 14 angefallen. IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin ist die PROFI System-Getränke-Logistik Verwaltungs- GmbH mit dem Sitz in Augsburg. Das gezeichnete Kapital dieser Gesellschaft beträgt 25.000,00 Euro. 2. Organe der Gesellschaft zum Stichtag Geschäftsführung Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch den Geschäftsführer der einzig persönlich haftenden Gesellschafterin PROFI System-Getränke-Logistik Verwaltungs-GmbH, Augsburg:
Die Angabe über Bezüge an die persönlich haftende Gesellschafterin für deren Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB. Beirat Der satzungsgemäß zu bestellende Beirat der Gesellschaft setzte sich im Berichtsjahr aus folgenden Personen zusammen:
Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB macht die Gesellschaft von den Erleichterungen des § 286 Abs. 4 Gebrauch. 3. Mitarbeiter Die Gesellschaft hat neben zwei Geschäftsführern 5 (Vj. 6) vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter am Standort Augsburg. 4. Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gemäß § 285 Nr. 3 und 3 a HGB Im Berichtsjahr waren keine von § 285 Nr. 3 und 3 a HGB umfassten Geschäfte (soweit dies für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist) gegeben. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von T€ 89 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen die im Folgejahr fällig werden und mit TEUR 57 auch im darauf folgenden Jahr. Für langfristige Lieferverträge mit dem Lebensmittelhandel sind aufgrund vertraglicher Verpflichtungen in den nächsten Jahren umsatz- und volumenabhängige Konditionszahlungen im Voraus, basierend auf den aktuellen Verhältnissen, zu leisten, die durch die liefernden Partner bzw. Gesellschafter refinanziert werden. 6. Derivative Finanzinstrumente / Finanzinstrumente über beizulegendem Wert Es kamen im Berichtsjahr weder derivative Finanzinstrumente zum Einsatz noch wurden Finanzinstrumente über ihren beizulegenden Zeitwert angesetzt. 7. Prüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt € 18.500,00 und betrifft ausschließlich die Jahresabschlussprüfung. 8. Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB Geschäfte, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen sind, und über die gem. § 285 Nr 21 HGB zu berichten wäre, wurden im Berichtsjahr nicht getätigt. 9. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen
10. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet über die zu berichten wäre.
Augsburg, im März 2024 PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG Gez. Die Geschäftsführung PROFI System-Getränke-Logistik Verwaltungs-GmbH Bernhard Scherrer, Geschäftsführer René Schatz, Geschäftsführer Mirco Jacob, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.10.2024 festgestellt. LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Wirtschaftsbericht I. Das Unternehmen 1. Sitz, Geschäftsjahr, Dauer, Gegenstand Die PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft nach deutschem Recht. Sitz ist Augsburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 14878 eingetragen. Das Geschäftsjahr läuft vom 01. Januar bis 31. Dezember des gleichen Jahres. Die Dauer der Gesellschaft ist nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt. Satzungsgemäßer Gegenstand des Unternehmens (§ 3 der Satzung der Gesellschaft) sind die Logistik von Getränken sowie die Erbringung der damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann sich zur Erreichung dieses Zweckes an anderen Unternehmen beteiligen oder diese erwerben sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten und schließen. Die Gesellschaft ist berechtigt sämtliche Geschäfte zu tätigen, die unmittelbar oder mittelbar nachstehenden Zwecken zu dienen geeignet sind. 2. Gründung der PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG und historische Entwicklung Die PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG wurde mit notarieller Urkunde vom 03. Februar 2004 gegründet und am 07.04.2004 in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg eingetragen. Mit Ausgliederungsvertrag und Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 03.05.2004 erfolgte die Übertragung von Teilen des Vermögens des Kommanditisten SGL System- Getränke-Logistik GmbH & Co KG auf die Gesellschaft. Zeitgleich erfolgte die Umfirmierung der SGL System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG in die SGL Beteiligungs GmbH & Co. KG sowie die Erhöhung der Kapitaleinlage um € 499.500,00 auf € 500.000,00. Mit Wirkung zum 23.12.2004 ist die PROFI Getränke-Logistik GmbH als weitere Kommanditistin unter Einbringung einer Einlage von € 500.000,00 in die Gesellschaft eingetreten. Am 11. Juni 2008 wurde die Kapitalrücklage der SGL Beteiligungs GmbH & Co. KG über € 670.000,00 auf die Kommanditisten der Gesellschaft zu je 50 % aufgeteilt. Mit Verschmelzungsvertrag vom 26.05.2011 werden die SGL Beteiligungs GmbH & Co. KG und die PROFI Getränke-Logistik GmbH als übertragende Gesellschaften auf die PROFI System- Getränke-Logistik GmbH & Co. KG als übernehmende Gesellschaft rückwirkend zum 01.01.2011 verschmolzen. II. Der Markt 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam im Jahr 2023 krisenbedingt deutlich ins Stocken. Das Bruttoinlandsprodukt verlor preisbereinigt um -0,3 %, die Wirtschaftsleistung ging um -0,1 % zurück. Sehr hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen sorgten für ein gedämpftes Wachstum, obwohl die Preise für alle Güter weniger stark stiegen oder zurückgingen - insbesondere im Energiesektor. Ungünstige Finanzierungsbedingungen und steigende Zinsen taten ihr übriges. Befeuert wurde das Ganze durch eine nachlassende Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die deutsche Wirtschaft konnte ihre Erholung der Nach-Corona-Zeit in 2023 nicht weiter fortsetzen. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 jedoch um 0,7 % höher. Seit Oktober 2022 erholt sich der Konsum in Deutschland, er liegt aber zum Jahresende 2022 noch im Minus bei -27,6 Punkten. Im Jahresverlauf hatte sich der Index sogar auf -24,4 Punkte verbessert im Monat Juni, im 2. Halbjahr ließ der Konsum jedoch wieder nach. Der ifo-Geschäftsklimaindex erlebt 2023 eine deutliche Steigerung, trübt sich aber zum Jahresende wieder ein und endet im Dezember mit 86,4 Punkten. Damit liegt er 2,2 Punkte unter dem Vorjahresabschluss mit 88,6. Die Konjunktur blieb auch im Weihnachtsgeschäft 2023 schwach, was keine guten Aussichten für das 1. Halbjahr 2024 darstellt. Der Konsument quittiert die weiter anhaltenden Preissteigerungen mit Kaufzurückhaltung. Das Verständnis für Preiserhöhungen hat 2023 stark abgenommen. Experten bezeichnen das Jahr 2023 in Deutschland als "Durchgangs-Jahr", was die deutsche Wirtschaft angeht. Addiert man die Preissteigerungen der Jahre 2022 und 2023 monatlich für den Endverbraucher, so kommen hier Werte von bis zu +19,4 % (September 2023) und letztlich +17,0 % (Dezember 2023) zusammen. Die finanzielle Situation der privaten Haushalte hat sich leicht entspannt, ist jedoch immer noch als prekär einzustufen laut GfK Nürnberg. Das spiegelt sich auch in der Inflationsrate in Deutschland wieder, welche im Jahresdurchschnitt bei +5,9 %, in der Spitze im Januar und Februar 2023 bei +8,7 % lag. Insbesondere Lebensmittel erhöhten sich 2023 besonders stark mit +12,4 %, was alleine +0,8 % der Gesamtsteigerung ausmacht. Das negative Wirtschaftswachstum schlägt sich unverkennbar in den Arbeitslosenzahlen für 2023 nieder. 5,7 % der Erwerbsfähigen sind in 2023 im Durchschnitt arbeitslos, was einer Steigerung von +0,4 %-Punkten zu 2022 entspricht. Beachtet werden muss dabei jedoch, dass sich in Deutschland seit dem Jahr 2000 das Potenzial an Erwerbstätigen um über 3 Mio. Menschen erhöht hat auf knapp 48 Mio. Ende 2022. Diese Zahl muss im Kontext mit dem Fachkräftemangel bewertet werden. Die sogenannte Fachkräftelücke sank 2023 zwar um knapp -62.000 Stellen, sie liegt aber mit 570.535 Stellen immer noch um +174.638 Stellen höher, als im Vor- Corona-Jahr 2019 (+44 %). In Deutschland können also trotz über 3 Mio. mehr Erwerbsfähigen seit 2000 weit über 500.000 Stellen nicht mit dem benötigten Fachpersonal besetzt werden. 2. Entwicklung des Getränkemarktes 2023 steht im Zeichen des Rückgangs bei alkoholhaltigen als auch alkoholfreien Getränken. Der Mehrweg-Boom, insbesondere bei Glas-Mehrwegprodukten und bei Mineralwasser ist gebrochen. Alkoholfreie Getränke verlieren 2023 deutlich mit -4,5 %, während das wichtigste Segment Bier nur -2,6 % verliert. Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Bier in Deutschland fällt auf historisch tiefe 88 Liter, bei Mineralwasser hat er sich mit 130 Litern wieder auf Vor-Corona-Niveau eingependelt. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die beiden Hauptsäulen des Getränkefachgroßhandels Bier und Mineralwasser stark unter Druck sind und bleiben. Hohe Kosten für Energie und Personal und damit für die beiden Hauptfaktoren im Transport der Güter stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen. Im Jahr 2023 gibt der filialisierte Lebensmitteleinzelhandel wieder den Takt vor. Der Getränkeabholmarktbereich verliert in Summe -6,8 % und kann an seine Erfolge während der Corona- Jahre nicht anknüpfen. 2023 haben die Firmenübernahmen wieder zugenommen. Im GFGH stehen vielerorts Generationswechsel an. Zudem sind neue Player in den Markt eingestiegen, in dem zum Beispiel die Handelskette Rewe aus Köln sich 50 % an Deutschlands größtem Mehrweg-Logistiker Trinks im Herbst 2023 gesichert hat. Es wird im Markt zu Verschiebungen von Mengenströmen, vermehrten Kooperationen und neuen Geschäftsmodellen kommen. Der GFGH konnte in den zurückliegenden Jahren seine Erträge verbessern. Er muss diesen Weg kontinuierlich weiter gehen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Alle genannten Punkte werden die ohnehin schon hohe Bereitschaft von Unternehmen zur Kooperation oder zum Verkauf der eigenen Firma noch befeuern. Die Konsolidierung im GFGH wird weiter voranschreiten. Neue Formate, wie beispielsweise der "wiederbelebte" und neu definierte Bereich des Heim-Lieferdienstes (z.B. Gorillas, Flaschenpost oder Flink etc.) und die Entwicklungen in der Gastronomie und Hotellerie werden die Branche die nächsten Jahre beschäftigen und verändern. Gerade im Bereich der Digitalisierung der gesamten Supply-Chain, sowie der internen Geschäftsprozesse gibt es aus verschiedenen Gründen noch eine Menge Herausforderungen, die sich teilweise bereits in der Umsetzung befinden. Die Umsetzungsgeschwindigkeit von digitalen Projekten hat sich nach unserer Einschätzung bereits deutlich erhöht. Die Investitionen in digitale Workflows und damit in die Symbiose Mensch/Maschine werden das Bild der Branche nach unserer Einschätzung neu prägen und die Mitarbeiter und deren Aufgaben in einem nie dagewesenen Ausmaß umgestalten. In einigen Bereichen wird es auch einen Wandel in den Führungsstrukturen geben, denn die Maschinen werden die immer komplexer werdenden Aufgaben des Kollegen Mensch überwachen. Wir sehen uns in diesem spannenden Umfeld als gewichtigen Teil einer neuen Unternehmenskultur in einem noch intensiver und vermutlich breiter werdenden erfolgreichen Kooperationsmodell. Es ist weiterhin wichtig, dass durch die Stärken von zentral geführten Strukturen in Verbindung mit der Leistungsfähigkeit und Flexibilität der regionalen Kompetenz, Synergieeffekte langfristig gesichert werden. Wir gehen weiter davon aus, dass in den nächsten Jahren auch Strukturbereinigungen auf der Industrieseite kommen werden. Der gut aufgestellte Fachgroßhandel wird aus dieser Situation sicherlich auch profitieren können. III. Das Geschäftsjahr Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von TEUR 386.391 (Vj. TEUR 362.146) erzielen. Der Gesamtumsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 6,7 % erhöht. 1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 ist ein positives Ergebnis vor Verwendung von TEUR 95 (Vj. TEUR 2) auszuweisen. Die Ertragslage wird in 2023 negativ beeinflusst durch das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -131 (Vj. TEUR -53) sowie positiv durch das neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 175). Der EBITDA der Gesellschaft, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen ist mit TEUR 258 (Vj. TEUR 74) positiv. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Gesellschaft weist ein positives Eigenkapital von TEUR 2.020 aus; die Eigenkapitalquote beträgt rd. 6,63 % (Vj. 7,21 %). Die übrigen wesentlichen passiven Bilanzpositionen in der PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 28.088, und die sonstigen Rückstellungen mit TEUR 176. Das Aktivvermögen der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 29.172, den liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 998 sowie den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 155. 3. Liquiditätslage Die liquiden Mittel betragen stichtagsbezogen 3,3 % (Vj. 12,0 %) an der Gesamt-Bilanzsumme. Temporäre Engpässe können durch Guthaben auf den Kontokorrentkonten oder kurzfristige Finanzierungen ausgeglichen werden. Die derzeitigen Finanzierungsmöglichkeiten erlauben es, das kurzfristige operative Geschäft termingerecht abwickeln zu können. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, sind nicht vorhanden. 4. Mitarbeiter Die Gesellschaft hat am Bilanzstichtag neben zwei Geschäftsführern 5 (Vj. 1 Geschäftsführer und 6) vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter am Standort Augsburg. B. Risiken- und Chancenbericht I. Risikofaktoren 1. Unternehmensbezogene Risiken Es sind keine nennenswerten unternehmensbezogenen Risiken zu erkennen. 2. Marktbezogene Risiken a) Allgemein Eine weiterhin sehr hohe Kostenbelastung, nicht zuletzt durch aktuell anstehende Tarifverhandlungen mit Abschlüssen von um die +7 % in den Löhnen sowie immer neuer Steigerungen beim Mindestlohn, sorgt im Verbund mit der nach wie vor hohen Inflation für schlechte Aussichten in Sachen Ertrag im GFGH. Es fehlen Mengenzuwächse, um diese Steigerungen zu kompensieren. Dazu kommen Belastungen aus neuen Vorschriften des Gesetzgebers, etwa der ab 01.12.2023 gültigen Mauterhöhung bei Lastkraftwagen, oder der Verpflichtungen der Unternehmen aus weiteren Gesetzgebungen. Der Endverbraucher orientiert sich preisbewusst wieder stärker in Richtung Einweg-Getränke und hält sich generell im Konsum zurück. Die Gesellschaft erzielt ihren Umsatz ausschließlich in Deutschland. Durch eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem drohenden Reallohnverlust könnte das Käuferverhalten in Mitleidenschaft gezogen werden. Der deutsche Mittelstand, welcher die Branche prägt, sieht sich immer stärkeren Anforderungen gegenübergestellt, welche zu Ertragseinbußen führen. Solche Entwicklungen könnten sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. b) Unkalkulierbare Kosten Aktuell werden Lohnerhöhungen durch die Tarifparteien verhandelt, welche losgelöst von den tatsächlichen Kostensteigerungen ihren Abschluss finden könnten. Der Fachkräftemangel gibt der Arbeitnehmerseite hier das notwendige Druckmittel. Planungen im Bereich Personalkostenentwicklung sind somit schwierig. Auch die Vorgehensweise der Regierung, zum Beispiel direkt Einfluss auf den Mindestlohn zu nehmen, stellt für die Gesellschaft ein unkalkulierbares Risiko dar. c) Unser Kunde als Wettbewerb Der Lebensmitteleinzelhandel sowie die Betreiber von Getränkefachmarktketten als Zielgruppe der Gesellschaft nutzen aktuell in Deutschland im Wesentlichen den GFGH als Lieferanten für Mehrweggetränke. Eigene Logistiklösungen der Händler könnten negative Auswirkungen auf die künftige Umsatzentwicklung haben. Die andauernde Konzentration im Handel vertikal als auch horizontal sorgt für eine größere Abhängigkeit von wenigen Kundengruppen im Lebensmitteleinzel- sowie Getränkeeinzelhandel. Aus der neu gewonnenen Stärke heraus können Überlegungen der Handelsgruppen entstehen, das Geschäftsmodell des GFGH in die eigenen Hände zu nehmen, nicht zuletzt, wie vor einigen Jahren geschehen, durch Übernahmen bestehender Betriebe oder Standorte. Im Falle der Firma Trinks ist dies durch Rewe in 2023 zu 50 % erfolgt. d) Engpässe in der Getränkeindustrie Im Bereich der Beschaffungslogistik unserer Lieferpartner ergeben sich Risiken, welche seitens der Gesellschaft nicht beeinflusst werden können. Produktionsengpässe oder -ausfälle, nicht verfügbare Rohstoffe, nicht verfügbarer Frachtraum zur Abholung oder Zustellung der Ware an die Lieferpartner-Standorte können zu Ertragsminderungen führen. Die Einschränkungen in den Jahren 2020 bis 2022 (Corona) haben diese Entwicklung massiv verschärft. Es ist ein zunehmender Anstieg der Lieferausfälle der Brau- und Brunnenindustrie zu verzeichnen, welcher sich zwangsläufig negativ auf die Lieferquoten der Gesellschaft auswirken. e) Zunahme des Wettbewerbs In einem schrumpfenden Markt der Mehrweggetränke finden sich Jahr für Jahr neue Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, auch StartUps, wieder. Neu entstanden ist in den letzten Jahren der Onlinehandel mit Getränken. All diese neuen Kanäle nehmen unserer klassischen Kundschaft im LEH und GAM Absatz weg. Politische Entscheidungen, die sich negativ auf die Wirtschaft auswirken, sorgen für zusätzlichen Druck. Der aktuelle politische Kurs der Bundesregierung setzt Schwerpunkte im Bereich Nachhaltigkeit und Umwelt und damit auch für das Thema Mehrweggetränke. Es ist mit einer maßgeblichen Veränderung im Konsumverhalten in den kommenden Jahren zu rechnen, weg von Einweggebinden, hin zu Mehrweg. Diese Entwicklung ruft viele neue Wettbewerber und völlig neue Geschäftsmodelle auf den Plan. Auch der Lebensmitteleinzelhandel und Getränkefachmarktketten denken über eigene Mehrweg-Logistik-Lösungen nach. f) Weitere Komprimierung des deutschen Getränkefachgroßhandels und der direkte Zugriff der Hersteller auf die Märkte Die Gesellschaft übt ihre Tätigkeit ausschließlich in Deutschland mit starkem Fokus auf den nationalen Lebensmittelhandel aus. Der deutsche Getränkefachgroßhandel hat in den letzten Jahren durch Fusionen, Betriebsaufgaben usw. eine fortwährende Reduzierung der Unternehmen erfahren. Großbrauereien haben in der Vergangenheit Getränkefachhandels-Betriebe übernommen und in eigene Tochtergesellschaften integriert. Das langfristige Ziel ist die Distributionssicherung und der direkte Kundenzugriff inklusive der gewonnenen Daten. Inzwischen sind kleine Netzstrukturen entstanden, die auf diesem Weg den Inhabern natürlich auch Einblicke in die Vermarktungsgepflogenheiten der Wettbewerber erlauben. Es ist zu erwarten, dass dieser Trend weiter anhalten wird, damit "weiße Flecken" in der Distribution über eigene Tochtergesellschaften langfristig geschlossen werden können. Außerdem drängen Quereinsteiger mit Omni-Channel-Strategien auf den Markt, die ebenfalls alle Teile der Supply Chain für sich beanspruchen wollen. Die Verteilung des Marktvolumens bekommt also neue Teilnehmer, denen mit eigenen Strategien in diesem Bereich entgegengetreten werden muss, um den neuen Wettbewerbern und deren Aktivitäten nicht das Feld kampflos zu überlassen. Eine Verschlechterung im Bereich dieser Rahmenbedingungen und in diesem Umfeld, insbesondere eine weitere Verschlechterung der dort zu erzielenden Deckungsbeiträge und das Ausbleiben von Vergütungen für erbrachte Dienstleistungen, könnte insgesamt die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und damit auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. g) Änderung des regulatorischen Umfelds Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist von bestimmten rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. So könnten sich entsprechende Sonderregelungen oder Gesetze z.B. das europäische Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz oder die Bestimmungen aus dem CSR Bericht durchaus negativ auf den Mittelstand auswirken. Kommen weitere neue Sozialvorschriften der Bundesregierung oder der Europäischen Union, wie z.B. in der Vergangenheit die Lenkzeiten der Lastwagenfahrer, so kann dies die Deckungsbeiträge negativ beeinflussen. Rechtliche Rahmenbedingungen haben an vielen Stellen maßgebliche Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Dies sind heute meist Umweltschutzgesetze. Aber auch Eingriffe beim Mindestlohn wirken sich direkt auf die GFGH-Branche aus. 3. Risikomanagement a) Berichtswesen Die Gesellschaft verfügt über ein kontinuierliches Risikomanagement. Kernstück ist ein internes Berichtswesen, das ein umfassendes Controlling aller wirtschaftlich relevanten Vorgänge einschließt. Es garantiert unternehmensinterne Reaktionsfähigkeit sowie Flexibilität und Transparenz. Dabei sollen durch regelmäßige Soll-/Ist-Vergleiche, unterjährige Forecast-Rechnungen und durch den Einsatz verschiedener Analysemethoden Risiken früh erkannt und verringert werden. Durch ein straffes monatliches Berichtswesen, Controlling und die Beobachtung regionaler Marktentwicklung ist es möglich, in denjenigen Marktsegmenten, die größeren Risiken unterworfen sind, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Insbesondere durch Kostenkontrolle, Optimierung und Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Prozessabwicklung haben wir wirksame Instrumente, um kurzfristig Risiken entgegenwirken zu können. Die laufenden Risikoanalysen sind darauf ausgerichtet, Gefahren für das Vermögen, den Ertrag sowie die langfristige Beschäftigungslage möglichst frühzeitig zu erkennen, um schnellstmöglich Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. b) Organisationsaufbau und Personalmanagement Langjährige Mitarbeitende sind ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor. Dass wir dieses Human- Capital besonders pflegen, zeigt die Liste der Betriebszugehörigkeitszeiten und die geringe Fluktuation. Eine stetige Effizienzsteigerung ist ein vorrangiges Ziel. Die Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeitenden tragen zum positiven Geschäftsergebnis bei und begründen die Voraussetzung für Wachstum und den Erhalt der Qualitätsstandards, sowie deren weiteren Ausbau. Der alternden Personalstruktur wirken wir entgegen, indem dual Studierende frühzeitig an mögliche Aufgaben herangeführt und die Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. II. Chancen Die Marktchancen der Gesellschaft als nationale, herstellerunabhängige Kooperation des Getränkefachgroßhandels haben sich im Geschäftsjahr durch den Ausbau von zentralen Dienstleistungen und durch den vorherrschenden Digitalisierungsdruck in den Prozessen weiter verbessert. Aufgrund des positiveren Marktumfeldes und einer stabilen Eigenkapitalausstattung wird es dem Unternehmen möglich sein, seine Rolle unter den national tätigen Logistikern zu behaupten. Die kontinuierliche Bereitstellung von neuen Dienstleistungssegmenten wird dazu führen, dass sich Umsatz und Gewinn stabilisieren lassen bzw. zukünftig steigern werden. C. Prognosebericht Die Gesellschaft sieht sich den Herausforderungen der Zukunft als gewappnet. Die Gesellschafter-Struktur inhabergeführter, mittelständisch-geprägter Unternehmen bietet eine solide Plattform hierfür. Herausforderungen wird es insbesondere im Bereich der Digitalisierung und der Prozessoptimierung gemeinsam mit unseren Kunden geben. Ein zentrales Supply- Chain befindet sich im Aufbau, um genau hierauf einzugehen. Neue Modelle der Zusammenarbeit mit unseren Kunden werden in den Folgejahren entwickelt werden müssen. Das Dienstleistungsprofil der Gesellschaft wird geschärft. Auf diese Weise werden wir unserer Rolle als zentrale Vertriebsplattform in der Zukunft noch gerechter werden. Bereits in den vergangenen Monaten haben wir begonnen neue Absatzkanäle zu akquirieren, so dass wir in Zukunft mit Optimismus und dem nötigen "Know-how" ausgestattet, weitere Interessenten zu zufriedenen Kunden wandeln können. Betriebswirtschaftlich betrachtet ergänzen sich die neuen Marktchancen mit den bewährten Kundenstrukturen, da wir mit der Kernkompetenz unserer Dienstleistung auch einen großen Teil der Anforderungen in den neuen Vertriebswegen abdecken können. Die zentralisierte, optimierte Dienstleistung hat sich in der weltweiten Krisensituation als systemrelevant erwiesen und die Umsätze mit dem Lebensmittelhandel sogar steigen lassen. Die Gesellschaft hat zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 den technischen, operativen Teil der Gesellschaft veräußert, um den Fokus ausschließlich auf die vertrieblichen Themen richten zu können. Es wird erwartet, dass sich die Zukunftschancen für beide Unternehmen durch diese Entscheidung erhöhen werden, weil auf der vertrieblichen Seite die Dienstleistungen im Outsourcing- Verfahren, wie gewohnt eingekauft werden können und das neu gegründete Unternehmen die IT-Dienstleistungen nun auch außerhalb des Gesellschafterkreises ohne Einschränkungen anbieten und sich damit auf eine breitere Kundenbasis stellen kann.
Augsburg, im April 2024 PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG Gez. Die Geschäftsführung PROFI System-Getränke-Logistik Verwaltungs-GmbH Bernhard Scherrer, Geschäftsführer René Schatz, Geschäftsführer Mirco Jacob, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERKAn die PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 9. August 2024 R&B
Revisions- und Beratungs GmbH
Jochen Klauser, Wirtschaftsprüfer Alexander Besser, Wirtschaftsprüfer |
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PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH & Co. KG
- Anschrift
- 86156 Augsburg
- Handelsregister
- HRA 14878, Augsburg
- Eintragungsdatum
- 7. April 2004
- Branche
- Branche · mit API-Key einsehbar API-Key holen →
- Vertretungsregelung
Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln.
Finanzen
Bilanz
- Umlaufvermögen 99,4 % 34,11 Mio
- Anlagevermögen 0,6 % 195,1 k
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 4,8 k
- Verbindlichkeiten 93,4 % 32,05 Mio
- Eigenkapital 5,9 % 2,03 Mio
- Rückstellungen 0,7 % 231,6 k
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Umsatzerlöse 99,8 % 437,59 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 529,2 k
- Sonstige betriebliche Erträge 0,1 % 225,5 k
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,0 % 36,9 k
- Materialaufwand 99,4 % 435,59 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,3 % 1,33 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,2 % 685,0 k
- Personalaufwand 0,1 % 575,2 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 % 17,5 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 398
- Ergebnis nach Steuern 106,7 k
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 106,3 k
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- PROFI System-Getränke-Logistik Verwaltungs-GmbH DEU Persönlich haftender Gesellschafter
- Getränke Waldhoff GmbH. Fachgroßhandel. DEU Kommanditist 143k €
- Getränke-Mayer e. Kfm DEU Kommanditist 72k €
Beteiligungen an
Historie
- 2025
-
06.05.
AdressänderungPROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG
- 2023
-
23.10.
Eintritt eines MitgliedsPROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
23.10.
Austritt einer PositionPROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
13.07.
Austritt einer PositionR*** S***** · Gesamtprokura
- 2021
-
12.10.
Austritt einer PositionPROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2019
-
26.09.
Eintritt eines MitgliedsR*** S***** · Gesamtprokura
-
26.09.
Austritt einer PositionPROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
11.01.
Eintritt eines MitgliedsGetPROFI - IT-Services & Solutions GmbH & Co. KG · Kommanditist
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2023 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.
/v1/fetch-document- Aktueller Auszug (AD) PDF
- Chronologischer Auszug (CD) PDF
- Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
- Gesellschafterliste PDF
- Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 6ca9f9ffb43949cbb9fa3ce5b3b12e1b",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Dieses Unternehmen abfragen
Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:
Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von PROFI System-Getränke-Logistik GmbH & Co. KG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.
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