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ProSiebenSat.1 Media SE SEAktiengesellschaft

UnterföhringUnterföhring, DEU ·HRB 219439 München
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
SE
Anschrift
Medienallee 7
85774 Unterföhring
Handelsregister
HRB 219439, München
Eintragungsdatum
21. Mai 2015
Unternehmenszweck
Veranstaltung von Rundfunksendungen; Herstellung, Beschaffung und Veräußerung sowie Vermarktung und Verbreitung von audiovisuellen und textbasierten Inhalten und Produkten aller Art und sonstiger immaterieller Rechte; Erbringung, Vermittlung und Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten im Bereich der Kommunikation und der elektronischen Medien; sonstige Betätigung im Bereich des e-Commerce, der elektronischen Medien, der digitalen Dienste und digitalen Technologien; Merchandising-, Live Entertainment- und Event-Geschäft sowie Persönlichkeits-Vermarktung; Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftskonzepte in den vorstehenden und verwandten Bereichen sowie (unmittelbare und mittelbare) Investition in und Aufbau von Unternehmen, die in den vorstehenden oder verwandten Bereichen tätig sind, unter Einschluss insbesondere der Erbringung von Dienst- und Beratungsleistungen in den vorstehenden oder verwandten Bereichen.

Finanzen

Umsatz 2023
3,85 Mrd. €
Bilanzsumme 2023
5,90 Mrd. €
Jahresergebnis 2023
−124,00 Mio. €
4 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 5,90 Mrd
  • Anlagen (gesamt) 100,0 % 5,90 Mrd
Passivseite 5,90 Mrd
  • Gesamtverbindlichkeiten abzüglich Minderheitenanteile 73,2 % 4,32 Mrd
  • Gesamtkapital Minderheitenanteile (brutto) 26,8 % 1,58 Mrd
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Bilanzdaten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
Erträge 10,74 Mrd
  • Umsatzerlöse 35,9 % 3,85 Mrd
  • Betriebsertrag 35,9 % 3,85 Mrd
  • Bruttoergebnis vom Umsatz 9,7 % 1,04 Mrd
  • Ausgaben Verkauf und Marketing 4,6 % 495,00 Mio
  • Verwässerte durchschnittliche Aktien 2,1 % 227,07 Mio
  • Unverwässerte durchschnittliche Aktien 2,1 % 226,50 Mio
  • Normierte EBITDA 1,8 % 191,00 Mio
  • EBITDA 1,4 % 153,00 Mio
  • Verwässerte NI, verfügbar für Stammaktionäre 1,2 % −124,00 Mio
  • Normierter Überschuss 0,8 % −89,36 Mio
  • Gesamtbetriebsgewinn wie berichtet 0,8 % −87,00 Mio
  • Betriebsgewinn 0,8 % −82,00 Mio
  • EBIT 0,7 % −74,00 Mio
  • Zinsüberschuss 0,6 % −67,00 Mio
  • Summe ungewöhnliche Posten ohne Goodwill 0,4 % −40,00 Mio
  • Summe ungewöhnliche Posten 0,4 % −38,00 Mio
  • Miet- und Landegebühren 0,3 % 35,00 Mio
  • Zinsertrag, nichtbetrieblich 0,3 % 28,00 Mio
  • Zinsertrag 0,3 % 28,00 Mio
  • Minderheitenanteile 0,1 % 10,00 Mio
  • Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,0 % −1
  • Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,0 % −1
  • Sonstige Dividenden Vorzugsaktien 0,0 % 0
Aufwendungen 12,17 Mrd
  • Gesamtaufwand 32,3 % 3,94 Mrd
  • Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 23,1 % −2,81 Mrd
  • Berichtigte Herstellungskosten 23,1 % 2,81 Mrd
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 9,2 % 1,12 Mrd
  • Allgemeine Verwaltungskosten 5,2 % 635,00 Mio
  • Berichtigte Abschreibung 1,9 % 227,00 Mio
  • Ertrag vor Steuern 1,3 % −164,00 Mio
  • Verwaltungsgemeinkosten 1,2 % 140,00 Mio
  • Zinsaufwand, nichtbetrieblich 0,7 % 90,00 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,7 % −90,00 Mio
  • Nichtbetrieblicher Zinsertragsaufwand (netto) 0,6 % −67,00 Mio
  • Ergänzender Mietaufwand 0,3 % 35,00 Mio
  • Steuerrückstellung 0,2 % −30,00 Mio
  • Steuerwirkung ungewöhnliche Posten 0,1 % −7,36 Mio
  • Summe sonstiger Finanzaufwand 0,0 % 5,00 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,0 % 1,00 Mio
  • Steuersatz zur Berechnung 0,0 % 0
  • Jahresüberschuss Stammaktionäre −124,00 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −124,00 Mio
  • Jahresüberschuss mit Minderheitenanteilen −134,00 Mio
  • Jahresüberschuss fortlaufender Betrieb −134,00 Mio
  • Jahresüberschuss aus fortgeführtem/eingestelltem Betrieb −124,00 Mio
  • Jahresüberschuss aus fortgeführtem Betrieb abzüglich Minderheitenanteile −124,00 Mio
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GuV-Daten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Luca Poloni seit 2026 Partner
5 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • L*** P***** Partner

Beteiligungen an

11 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 06.07.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    ProSiebenSat.1 Media SE
  3. 06.07.
    Satzungsänderung
    ProSiebenSat.1 Media SE
  4. 01.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    Luca Poloni · Mitglied des Leitungsorgans
  5. 2025
  6. 05.11.
    Austritt einer Position
    Markus Breitenecker · Mitglied des Leitungsorgans
  7. 05.06.
    Satzungsänderung
    ProSiebenSat.1 Media SE
  8. 2024
  9. 10.06.
    Satzungsänderung
    ProSiebenSat.1 Media SE
  10. 15.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    M***** B****** · Mitglied des Leitungsorgans
  11. 2023
  12. 14.08.
    Satzungsänderung
    ProSiebenSat.1 Media SE
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Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2019 Jahresabschluss
  • 2018 Jahresabschluss
  • 2017 Jahresabschluss
  • 2016 Jahresabschluss
  • 2015 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2018

Veröffentlicht am 21. Mai 2019 · Quelle: Bundesanzeiger

ProSiebenSat.1 Media SE

Unterföhring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Zusammengefasster Lagebericht

Vergütungsbericht1

Der Vergütungsbericht beschreibt die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE für das Geschäftsjahr 2018. Er erläutert die Struktur und Höhe der Vergütung der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Das Vorstandsvergütungssystem für die Geschäftsjahre ab 2018 wurde durch den Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE grundlegend überarbeitet und der Hauptversammlung im Mai 2018 zur Billigung vorgelegt, die ihre Zustimmung mit einer breiten Mehrheit von93 Prozent erteilte. Alle Vorstandsdienstverträge wurden auf das neue Vorstandsvergütungssystem umgestellt, das damit rückwirkend seit dem 1. Januar 2018 gültig ist.

Der vorliegende Vergütungsbericht ist Bestandteil des geprüften zusammengefassten Lageberichts und entspricht den anwendbaren gesetzlichen Vorschriften. Ferner berücksichtigt er die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Vergütung des Vorstands

Zuständigkeit und Verfahren für die Festlegung der Vorstandsvergütung

Die Vorstandsmitglieder der ProSiebenSat.1 Media SE stehen zusätzlich zu ihrer Organfunktion in vertraglicher Beziehung zur Gesellschaft. Für den Abschluss der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands ist der Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE zuständig. Die Vorstandsdienstverträge haben eine maximale Laufzeit von fünf Jahren und regeln auch die Vergütung. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Persona[ausschusses ("Compensation Committee") vom Aufsichtsratsplenum festgelegt und regelmäßig überprüft. Hierbei beachtet der Aufsichtsrat, dass die persönliche Leistung sowie der Tätigkeits- und Verantwortungsbereich der einzelnen Vorstandsmitglieder einerseits und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft andererseits in einem angemessenen Verhältnis zueinanderstehen.

Darüber hinaus wird die Vergütungsstruktur innerhalb der ProSiebenSat.1 Media SE berücksichtigt, wobei der Aufsichtsrat vor allem das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt betrachtet sowie die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung in vergleichbaren Unternehmen berücksichtigt. Als vergleichbare Unternehmen betrachtet der Aufsichtsrat gegenwärtig Unternehmen im DAX, MDAX und im STOXX Europe 600 Media, einem Sub-Index des STOXX Europe 600 Index, zu dem Unternehmen der europäischen Medienindustrie zählen, sowie direkte Wettbewerber. Zu den vergleichbaren Unternehmen zählen somit zum Beispiel die Axel Springer SE, ITV plc und die RTL Group SA. Soweit der Aufsichtsrat dies für erforderlich bzw. zweckdienlich erachtet, zieht er bei der Festlegung und Überprüfung der Vorstandsvergütung Sachverständige hinzu. So hat der Aufsichtsrat bisher die Vorstandsvergütung auch in regelmäßigen Abständen insbesondere im Hinblick auf Marktüblichkeit durch unabhängige externe Berater überprüfen lassen. Eine solche Überprüfung erfolgte zuletzt bei der Anpassung des Vergütungssystems für die Geschäftsjahre ab 2018 durch eine international tätige und unabhängige Vergütungsberatungsgesellschaft.

Grundsätze des Vergütungssystems

Das Vergütungssystem der ProSiebenSat.1 Media SE weist klare und transparente Strukturen auf und steht im Einklang mit unserer Konzernstrategie. Um uns kontinuierlich verbessern zu können, überprüfen wir unser Vergütungssystem regelmäßig. Aus diesem Grund sind wir insbesondere im letzten Jahr auch verstärkt in den Dialog mit relevanten Kapitalmarktteilnehmern eingetreten. Ziel des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, einen Anreiz für eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensentwicklung zu schaffen. Daher ist das System auf eine transparente, leistungsbezogene und stark am Unternehmenserfolg orientierte Vergütung ausgerichtet, die insbesondere von langfristigen und anspruchsvollen individuellen Zielgrößen sowie der Entwicklung der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie abhängt. Die Mitglieder des Vorstands sollen durch das Vergütungssystem motiviert werden, die in der Geschäftsstrategie der ProSiebenSat.1 Media SE verankerten Ziele zu erreichen und unverhältnismäßige Risiken zu vermeiden.

1 Dieser Abschnitt ist Bestandteil des geprüften, zusammengefassten Lageberichts.

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Personalausschus Aufsichtsrat Hauptversammlung
Bereitet die Beschlüsse über das Verqütungssystem und die Vergütungshöhe vor und legt diese dem Aufsichtsrat vor. Fasst Beschluss über das Vergütungssystem und die Vergütungshöhe. Das beschlossene Vergütungssystem wird der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt. Fasst Beschluss über die Billigung des Vergütungssystems.

Struktur und Bestandteile der Vorstandsvergütung ab dem Geschäftsjahr 2018

Nachfolgend werden die Elemente des neuen Vorstandsvergütungssystems und Änderungen gegenüber dem bisherigen System detailliert beschrieben.

Das neue Vorstandsvergütungssystem setzt sich nur noch aus drei statt bisher vier Bestandteilen zusammen: Einem fixen Basisgehalt, einem einjährigen und einem mehrjährigen variablen Vergütungsbestandteil. Um die Komplexität des Vergütungssystems zu reduzieren, wird der auslaufende Mid Term Incentive Plan nicht mehr neu aufgelegt. Die Vergütungsstruktur beträgt - bei im Wesentlichen unveränderter Höhe der Zielvergütung - im überarbeiteten System für den Vorstandsvorsitzenden 35 : 30 : 35 (fixes Basisgehalt zu einjähriger variabler Vergütung zu mehrjähriger variabler Vergütung) sowie für die übrigen Vorstandsmitglieder 40:20: 40. Die Gewichtung bei Jan David Frouman beträgt leicht abweichend 41:20: 39, da er zur Abgeltung von Heimreisen ein höheres fixes Basisgehalt erhält. Diese erhöhende Vergütung war bereits Bestandteil seiner vorhergehenden Vorstandsvergütung.

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Vorstandsvorsitzender Übrige Vorstandsmitglieder
Long Term Incentive (35%) Long Term Incentive (40%)
Short Term Incentive (30 %) Short Term Incentive (20%)
Fixes Basisgehalt (35 %) Fixes Basisgehalt (40%)
Betriebliche Altersversorgung sowie sonstige erfolgsunabhängige Nebenleistungen Betriebliche Altersversorgung sowie sonstige erfolgsunabhängige Nebenleistungen

Abbildung 1: Struktur des neuen Vergütungssystems

Hiervon unabhängig bleibt die betriebliche Altersversorgung für die Vorstandsmitglieder unverändert bestehen. Der jährliche Beitrag des Unternehmens zur betrieblichen Altersversorgung beläuft sich unverändert auf 20 Prozent des fixen Basisgehalts. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder wie bisher Nebenleistungen.

Fixes Basisgehalt

Die Struktur des fixen Basisgehalts bleibt unverändert. Das Basisgehalt wird in zwölf gleichen Teilbeträgen jeweils am Monatsende ausbezahlt. Beginnt oder endet der Dienstvertrag im laufenden Geschäftsjahr, wird das Basisgehalt für dieses Geschäftsjahr zeitanteilig gewährt.

Variable Vergütung

Die variable Vergütung besteht zukünftig aus nur noch zwei Elementen, einer einjährigen variablen Vergütung (Short Term Incentive) in Form einer jährlichen Bonuszahlung (Performance Bonus) sowie einer mehrjährigen variablen Vergütung (Long Term Incentive) in Form virtueller Aktien der ProSiebenSat.1 Media SE (Performance Share Plan).

Short Term Incentive (Performance Bonus)

Der Short Term Incentive ist auch weiterhin vom geschäftlichen Erfolg der ProSiebenSat.1 Group im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr abhängig. Er berechnet sich aus den für das Geschäftsjahr festgestellten Zielerreichungen (0 % - 200 %) des EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) und des FCF (Free Cashflow), jeweils auf Konzernebene, sowie einem Modifier (0,8 bis 1,2) zur Beurteilung der individuellen sowie kollektiven Leistung der Vorstandsmitglieder. Die finale Auszahlung ist auf maximal 200 Prozent des individuellen Zielbetrags, der jeweils im Dienstvertrag vereinbart wird, begrenzt (Cap).

Der Aufsichtsrat hat die beiden Finanzkennzahlen EBITDA sowie FCF als relevante Zielparameter festgelegt. Bei der Kennzahl EBITDA handelt es sich um eine branchenübliche und häufig verwendete operative Ergebnis-Messgröße, welche in der Medienindustrie ein hohes Maß an Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen erlaubt und am Kapitalmarkt regelmäßig auch für Unternehmensbewertungen auf Multiplikator-Basis herangezogen wird. Die Kennzahl FCF ist zudem eine für Aktionäre wichtige Messgröße für die aus dem operativen Geschäft und nach Abzug von Investitionen erwirtschafteten liquiden Mittel, die für den Kapitaldienst oder Ausschüttungen an die Aktionäre zur Verfügung stehen. Gleichermaßen ist der FCF ein wichtiger Indikator zur Messung des sog. Cash-Returns auf Investitionen und eine gängige Berechnungsgrundlage im Rahmen von Cashflow-basierten Unternehmensbewertungen. Die ProSiebenSat.1 Media SE berichtet beide Finanzkennzahlen, EBITDA und FCF, im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung für die ProSiebenSat.1 Group.

Abbildung 2: Funktionsweise ShortTerm Incentive

EBITDA auf Konzernebene

Das EBITDA wird auf Konzernebene im Short Term Incentive für Zwecke der Ermittlung der Zielerreichung mit einer Gewichtungvon 50 Prozent berücksichtigt.

Der Zielwert für das EBITDA-Ziel wird vom Aufsichtsrat jährlich in Euro festgelegt und leitet sich aus der Budgetplanung für die ProSiebenSat.1 Group ab.

Sofern erforderlich, wird das von der ProSiebenSat.1 Media SE berichtete Ist-EBITDA des Konzerns zur Ermittlung der Zielerreichung um Effekte aus wesentlichen Änderungen in der IFRS-Rechnungslegung, aus nicht in der Planung enthaltenen Auswirkungen von innerhalb der Berichtsperiode durchgeführten M&A-Transaktionen sowie aus Bewertungen der konzernweiten mehrjährigen variablen Vergütungspläne bereinigt. Dies erlaubt es dem Aufsichtsrat, möglicherweise verzerrende Effekte bei der Zielerreichung zu korrigieren. Eine weitergehende Anpassung ist nicht vorgesehen.

Zur Messung der Zielerreichung wird das nach dem maßgeblichen geprüften und gebilligten Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE erzielte Ist-EBITDA nach o. g. Bereinigungen mit dem Zielwert für das jeweilige Geschäftsjahr verglichen.

Entspricht das Ist-EBITDA dem Zielwert, beträgt die Zielerreichung 100 Prozent. Bei einer Negativabweichung von 10 Prozent oder mehr vom Ziel-EBITDA beträgt die Zielerreichung 0 Prozent. Für die maximale Zielerreichung von 200 Prozent muss das Ist-EBITDA das Ziel-EBITDA um 10 Prozent oder mehr übersteigen. Zwischenwerte werden linear interpoliert. Die EBITDA-Zielerreichungskurve ist symmetrisch ausgestaltet, einer Zielunter- bzw. -Überschreitung wird somit gleichermaßen Rechnung getragen.

Abbildung 3: Zielerreichungskurve berichtetes EBITDA

Free Cashflow auf Konzernebene

Der FCF auf Konzernebene wird im Short Term Incentive für Zwecke der Ermittlung der Zielerreichung ebenfalls mit einer Gewichtung von 50 Prozent berücksichtigt.

Der Zielwert für das FCF-Ziel wird vom Aufsichtsrat jährlich in Euro festgelegt und leitet sich aus der Budgetplanung für die ProSiebenSat.1 Group ab.

Sofern erforderlich, wird der von der ProSiebenSat.1 Media SE berichtete Ist-FCF des Konzerns zur Ermittlung der Zielerreichung um Effekte aus wesentlichen Änderungen in der IFRS-Rechnungslegung sowie aus M&A Transaktionen bereinigt. Dies erlaubt es dem Aufsichtsrat, möglicherweise verzerrende Effekte bei der Zielerreichung zu korrigieren. Eine weitergehende Anpassung ist nicht vorgesehen.

Zur Messung der Zielerreichung wird der nach dem maßgeblichen geprüften und gebilligten Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE erzielte Ist-FCF nach o. g. Bereinigungen mit dem Ziel-FCF für das jeweilige Geschäftsjahr verglichen.

Entspricht der Ist-FCF dem Zielwert, beträgt die Zielerreichung 100 Prozent. Bei einer Negativabweichung von 25 Prozent oder mehr vom Ziel-FCF, beträgt die Zielerreichung 0 Prozent. Für die maximale Zielerreichung von 200 Prozent muss der Ist-FCF den Ziel-FCF um 25 Prozent oder mehr übersteigen. Zwischenwerte werden linear interpoliert. Die FCF-Zielerreichungskurve ist symmetrisch ausgestaltet, einer Zielunter- bzw. -Überschreitung wird somit gleichermaßen Rechnung getragen.

Abbildung 4: Zielerreichungskurve berichteter Free Cashflow (FCF)

Modifier

Zur Bestimmung der individuellen sowie kollektiven Leistung der Vorstandsmitglieder bewertet der Aufsichtsrat auf Basis im Vorfeld fest definierter Kriterien sowohl die Erreichung individueller Ziele als auch den Beitrag der Vorstandsmitglieder zur Erfüllung kollektiver Ziele. Maßgebliche Kriterien können etwa Kundenzufriedenheit, Corporate Social Responsibility, Corporate Governance und strategische Projekte, aber auch weitere Finanzkennzahlen des Konzerns bzw. von Segmenten sein. Soweit sich Zielvorgaben auf Finanzkennzahlen der ProSiebenSat.1 Group beziehen, erfolgt die Ermittlung der Zielerreichung auf der Basis des geprüften und gebilligten Konzernabschlusses der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr. Der hieraus resultierende Modifier zur Anpassung der Höhe des Short Term Incentive kann zwischen 0,8 und 1,2 liegen. Der Modifier hat in seiner Wirkungsweise somit Bonus-Malus-Charakter. Die individuellen und kollektiven Ziele werden in einer Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand jährlich im Vorfeld vereinbart. Dabei werden in Summe maximal fünf Ziele jährlich festgelegt.

Auszahlungszeitpunkt

Der Short Term Incentive ist jeweils innerhalb eines Monats nach Vorliegen des geprüften und gebilligten Konzernabschlusses für das betreffende Geschäftsjahr im Folgejahr zur Zahlung fällig und wird mit dem nächsten Monatsgehalt ausbezahlt.

Long Term Incentive (Performance Share Plan)

Der Long Term Incentive ist als mehrjährige variable Vergütung in Form virtueller Aktien (Performance Share Units) ausgestaltet. Hierzu erfolgt eine Zuteilung in jährlichen Tranchen mit jeweils vierjährigem Performancezeitraum. Die Auszahlung erfolgt jeweils in bar in Jahr fünf, dem Jahr nach Ablauf des Performancezeitraums. Die Gesellschaft hat das Recht, statt der Auszahlung in bar alternativ eine Abwicklung in eigenen Aktien zu wählen und hierzu eine entsprechende Zahl an Aktien der Gesellschaft zu liefern. Von diesem Wahlrecht wird die Gesellschaft im Sinne ihrer Aktionäre aber voraussichtlich nur dann Gebrauch machen, wenn die derzeit auf Unternehmensebene steuerlich nachteilige Behandlung einer Abwicklung durch Ausgabe eigener Aktien aufgehoben wird.

Die Auszahlung ist von der Aktienkursentwicklung der ProSiebenSat.1 Media SE sowie einer Zielerreichung auf Basis der internen sowie externen Unternehmensperformance abhängig. Die Unternehmensperformance bestimmt sich zu je 50 Prozent anhand des adjusted net income auf Konzernebene sowie des relativen Total Shareholder Return (TSR - Aktienrendite der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie relativ zur Aktienrendite der Unternehmen im gewählten Vergleichsindex). Der Performance Share Plan wird in jährlichen Tranchen mit einem Performancezeitraum von jeweils vier Jahren aufgelegt.

Die Ermittlung der Unternehmensperformance basiert zum einen auf der Kennzahl adjusted net income. Diese ist eine wichtige Steuerungsgröße des Konzerns und dient unter anderem als Basiskennzahl für die Dividendenpolitik und daraus resultierende Ausschüttungsbeträge und wird von der ProSiebenSat.1 Media SE im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung für die ProSiebenSat.1 Group berichtet. Zum anderen wird die Unternehmensperformance mit Hilfe des relativen TSR ermittelt, da diese Kennzahl die Aktienrendite der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der Aktienrendite einer relevanten Gruppe von Vergleichsunternehmen gegenüberstellt und zu dieser in Relation setzt. Der relative TSR berücksichtigt dabei die Aktienkursentwicklung und Dividenden an die Aktionäre über den vierjährigen Performancezeitraum.

Für die Vorstandsmitglieder ist jeweils ein individueller Zuteilungswert im Dienstvertrag festgelegt. Am ersten Tag eines Geschäftsjahres wird grundsätzlich auf Basis des Volumen-gewichteten durchschnittlichen XETRA-Schlusskurses der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der vorangegangenen dreißig Börsenhandelstage eine dem Zuteilungswert entsprechende Anzahl an Performance Share Units (PSUs) gewährt (abweichend von dieser allgemeinen Regelung und im Blick darauf, dass der Performance Share Plan erst während des Jahres 2018 aufgelegt wurde, ist der Zuteilungszeitpunkt für den Performance Share Plan 2018 der 29. Juni 2018). Nach Ablauf des vierjährigen Performancezeitraums werden die gewährten Performance Share Units mit einem Umrechnungsfaktor, der sich anhand der gewichteten Zielerreichung des adjusted net income und des relativen TSR bestimmt, in eine endgültige Anzahl von Performance Share Units umgerechnet. Der Auszahlungsbetrag je Performance Share Unit entspricht sodann dem Volumen-gewichteten durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der vorangegangenen dreißig Börsenhandelstage vor Ende des Performancezeitraums zuzüglich der im Performancezeitraum kumulierten Dividendenzahlungen auf die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie. Er ist je Tranche auf maximal 200 Prozent des individuellen Zuteilungswerts begrenzt (Cap). Im Falle einer Abwicklung in eigenen Aktien wird der Auszahlungsbetrag auf Grundlage des vorstehenden Durchschnittskurses in eine entsprechende Anzahl eigener Aktien der Gesellschaft umgerechnet, die an den Berechtigten ausgegeben werden.

* Volumen-gewichteter Durchschnittskurs XETRA-Schlusskurs der ProSiebenSat 1 Media SE Aktie über die letzten 30 Börsenhandelstage vor Beginn des Leistungszeitraums, kaufmannisch gerundet auf zwei Dezimalstellen
** Volumen-gewichteter Durchschnittskurs XETRA-Schlusskurs der ProSiebenSat 1 Media SE Aktie über die letzten 30 Börsenhandelstage vor Ende des Leistungszeitraums, kaufmännisch gerundet auf zwei Dezimalstellen, zzgl. kumulierter Dividendenzahlungen auf die ProSiebenSat. 1 Media SE Aktie.
*** Relativer TSR der Aktie der ProSiebenSat.1 Media SE über den vierjährigen Performancezeitraum im Vergleich zu den Unternehmen des STOXX Europe 600 Media.

Abbildung 5: Funktion Performance Share Plan

Adjusted net income auf Konzernebene

Das adjusted net income auf Konzernebene wird für Zwecke der Ermittlung der Zielerreichung im Performance Share Plan mit einer Gewichtung von 50 Prozent berücksichtigt. Damit sind 50 Prozent der finalen Anzahl an Performance Share Units von der durchschnittlichen Zielerreichung des adjusted net income des Konzerns während des vierjährigen Performancezeitraums abhängig.

Zur Feststellung der Zielerreichung für das adjusted net income des Konzerns, die sich am Ende der Laufzeit einer Tranche ergibt, wird die durchschnittliche jährliche Zielerreichung des adjusted net income des vierjährigen Performancezeitraums herangezogen. Der Zielwert eines jeden Geschäftsjahres des Performancezeitraums für das adjusted net income wird vom Aufsichtsrat jährlich in Euro festgelegt und leitet sich aus der Budgetplanung der ProSiebenSat.1 Group ab.

Sofern erforderlich, wird das von der ProSiebenSat.1 Media SE berichtete Ist-adjusted net income des Konzerns zur Ermittlung der Zielerreichung um Effekte aus wesentlichen Änderungen in der IFRS-Rechnungslegung sowie aus nicht in der Planung enthaltenen Auswirkungen von innerhalb der Berichtsperiode durchgeführten M&A-Transaktionen (nebst hierauf bezogener Finanzierungseffekte) bereinigt.

Zur Messung der Zielerreichung wird das nach dem maßgeblichen geprüften und gebilligten Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE tatsächlich erzielte Ist-adjusted net income nach der o. g. Bereinigung mit dem Ziel-adjusted net income für das jeweilige Geschäftsjahr verglichen.

Entspricht das Ist-adjusted net income dem Zielwert, beträgt die Zielerreichung 100 Prozent. Bei einer Negativabweichung von 20 Prozent oder mehr vom Ziel-adjusted net income beträgt die Zielerreichung 0 Prozent. Für die maximale Zielerreichung von 200 Prozent muss das Ist-adjusted net income das Ziel-adjusted net income um 20 Prozent oder mehr übersteigen. Zwischenwerte werden linear interpoliert. Die adjusted net income-Zielerreichungskurve ist symmetrisch ausgestaltet, einer Zielunter- bzw. -Überschreitung wird somit gleichermaßen Rechnung getragen.

Abbildung 6: Zielerreichungskurve adjusted net income

Relativer Total Shareholder Return (TSR)

Zusätzlich sind 50 Prozent der finalen Anzahl an Performance Share Units vom relativen TSR der Aktie der ProSiebenSat.1 Media SE über den vierjährigen Performancezeitraum im Vergleich zu den Unternehmen des STOXX Europe 600 Media abhängig. Die Unternehmen in diesem Index repräsentieren hinsichtlich der Kenngröße des relativen TSR die relevanten Vergleichswerte zwecks Einordnung der Aktienrendite der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie relativ zur Aktienrendite dieser Unternehmen im gewählten Vergleichsindex. Zur Ermittlung werden der TSR der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie und der Aktien der Vergleichsunternehmen in eine Rangreihe gebracht und die relative Positionierung der ProSiebenSat.1 Media SE anhand des erreichten Perzentilrangs ausgedrückt.

Entspricht der erreichte relative TSR der ProSiebenSat.1 Media SE dem Median (50. Perzentil) der Vergleichsgruppe, beträgt die Zielerreichung 100 Prozent. Bei einer Positionierung am 25. Perzentil oder darunter beträgt die Zielerreichung 0 Prozent. Für die maximale Zielerreichung von 200 Prozent muss mindestens das 90. Perzentil erreicht werden. Zwischenwerte werden sowohl im Fall einer positiven als auch einer negativen Abweichung jeweils linear interpoliert.

* Relativer TSR der Aktie der ProSiebenSat. 1 Media SE über den vierjährigen Performancezeitraum im Vergleich zu den Unternehmen des STOXX Europe 600 Media.

Abbildung 7: Zielerreichungskurve relativer TSR

Auszahlungszeitpunkt

Die jeweilige Tranche des Long Term Incentive wird jeweils nach Vorliegen des geprüften und gebilligten Konzernabschlusses für das letzte Geschäftsjahr des vierjährigen Performancezeitraums der betreffenden Tranche im Folgejahr ausbezahlt bzw. abgewickelt.

Weitere Informationen zum Performance Share Plan finden sich im Konzernanhang.

Verpflichtungen zum Erwerb und zum Halten von Aktien der Gesellschaft (Share Ownership Guidelines)

Um die Aktienkultur zu stärken und die Interessen von Vorstand und Aktionären noch stärker anzugleichen, werden Verpflichtungen zum Erwerb und zum Halten von Aktien der Gesellschaft für die Mitglieder des Vorstands eingeführt. Jedes Vorstandsmitglied ist verpflichtet, insgesamt Aktien der ProSiebenSat.1 Media SE im Wert von 200 Prozent (Vorstandsvorsitzender) bzw. 100 Prozent (übrige Vorstandsmitglieder) des jährlichen fixen Brutto-Basisgehalts zu erwerben und mindestens bis zum Ende ihrer Bestellung als Vorstandsmitglied zu halten. Bis zum Erreichen der vorgeschriebenen Höhen sind die Vorstandsmitglieder verpflichtet, mindestens 25 Prozent der jährlichen Auszahlung aus dem Short Term Incentive (Performance Bonus) und dem Long Term Incentive (Performance Share Plan) in Aktien der ProSiebenSat.1 Media SE zu investieren; Auszahlungen aus den variablen Vergütungselementen des bisherigen Vergütungssystems (bisheriger Performance Bonus, Mid Term Incentive und Group Share Plan) unterliegen nicht der Investitionsverpflichtung. Die erstmalige Anwendung erfolgt somit mit der Auszahlung des Performance Bonus 2018 im Geschäftsjahr 2019. Weiterführende Informationen zu den vom Vorstand gehaltenen Aktien der Gesellschaft befinden sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite xy.

Betriebliche Altersversorgung

Die Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung bleibt unverändert. Für alle Mitglieder des Vorstands wurden Versorgungsverträge abgeschlossen: Die Gesellschaft zahlt für die Dauer des Dienstverhältnisses einen jährlichen Gesamtbeitrag auf ein von der Gesellschaft geführtes persönliches Versorgungskonto ein. Dervon der Gesellschaft getragene Gesamtbeitrag entspricht 20 Prozent des jeweiligen fixen Jahresbruttogehalts. Jedes Vorstandsmitglied hat das Recht, im Rahmen der Entgeltumwandlung zusätzliche Beiträge in beliebiger Höhe auf das Versorgungskonto einzuzahlen. Nach Beendigung des Dienstverhältnisses erfolgen keine weiteren Einzahlungen. Die Gesellschaft garantiert das eingezahlte Kapital sowie eine jährliche Verzinsung in Höhe von 2 Prozent. Die eingezahlten Beträge werden am Geld- und Kapitalmarkt angelegt. Wenn das jeweilige Vorstandsmitglied das 60. bzw. - im Falle von Max Conze, Dr. Jan Kemper, Sabine Eckhardt, Jan David Frouman und Christof Wahl - das 62. Lebensjahr vollendet hat und mindestens für volle drei Jahre als Vorstand bestellt war, wird ein monatliches Ruhegehalt oder stattdessen ein einmaliges Ruhegeld gezahlt. Dieser Anspruch besteht auch im Falle einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit. Das monatliche Ruhegehalt ergibt sich aus einer zum Zeitpunkt der Anspruchsberechtigung versicherungsmathematisch errechneten lebenslangen Altersrente. Sofern kein monatliches Ruhegehalt gezahlt wird, wird ein Ruhegeld als Einmalzahlung (bzw. in bis zu zehn gleichen Jahresraten) in Höhe des Garantiekapitals ausgezahlt.

Clawback

Sämtliche variable Vergütungsbestandteile für Vorstandsmitglieder sind auch im neuen Vergütungssystem zukunftsbezogen und werden erst nach Ablauf der Planlaufzeit ausgezahlt. Bis dahin reflektieren sie auch negative Wertveränderungsrisiken zu Lasten der variablen Vergütung.

Im Übrigen stellen die jeweiligen Dienstverträge klar, dass mögliche Ansprüche der Gesellschaft gegen Vorstandsmitglieder aus § 93 Absatz 2 AktG unberührt bleiben. Demnach sind Vorstandsmitglieder, die ihre Pflichten verletzen, der Gesellschaft zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens als Gesamtschuldner verpflichtet.

Erfolgsunabhängige Nebenleistungen

Zudem erhalten die Mitglieder des Vorstands sonstige erfolgsunabhängige Nebenleistungen (insbesondere Dienstwagenbereitstellung, Gruppenunfallversicherung sowie vereinzelt Fahrdienste, Heimflüge und Leistungen für doppelte Haushaltsführung).

Zusagen im Zusammenhang mit der Beendigung der Vorstandstätigkeit

Vorzeitige Kündigung ohne wichtigen Grund

Für den Fall der vorzeitigen Kündigung des Dienstverhältnisses durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund beinhalten die Vorstandsverträge eine Abfindungszusage in Höhe von zwei Jahres-Gesamtvergütungen i. S. v. Ziffer 4.2.3 des DCGK, maximal jedoch in Höhe der Vergütung, die bis zum Vertragslaufzeitende zu zahlen wäre.

Vorzeitige Beendigung bei Change of Control

Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft enthalten die Vorstandsverträge sogenannte Change-of-Control-Klauseln. Ein Kontrollwechsel im Sinne der Vorstandsverträge ist gegeben, (i) wenn ein Kontrollerwerb im Sinne des Übernahmerechts vorliegt, d. h. ein Erwerber mindestens 30 Prozent der Stimmrechte der Gesellschaft erwirbt, (ii) bei Vollzug einer Verschmelzung der Gesellschaft mit der Gesellschaft als übertragendem Rechtsträger oder (iii) bei Inkrafttreten eines Beherrschungsvertrags mit der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen. Im Falle eines Kontrollwechsels hat das Vorstandsmitglied das Recht, den Vorstandsvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und das Vorstandsamt niederzulegen, sofern es im Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Stellung des Vorstandsmitglieds kommt. Bei wirksamer Ausübung dieses Kündigungsrechts erhält das Vorstandsmitglied eine Barabfindung, die in voller Höhe auf eine etwaige Karenzentschädigung anzurechnen ist. Die Barabfindung entspricht drei Jahresvergütungen, höchstens jedoch der Vergütung für die Restlaufzeit des Dienstvertrages abgezinst auf den Beendigungszeitpunkt. Für Zwecke der Barabfindung ist als Jahresvergütung grundsätzlich die dem Vorstandsmitglied für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr vertraglich zustehende Summe aus der festen Vergütung, dem Performance Bonus, den mehrjährigen Vergütungsbestandteilen und der Zuführung zur Altersversorgung anzusetzen.

Nachlaufende Vergütungselemente aus dem abgelösten Vergütungssystem bis 2017

Das bis Ende 2017 gültige Vergütungssystem für die Vorstände der ProSiebenSat.1 Media SE enthielt zwei mehrjährige variable Vergütungsbestandteile, die über den Performancezeitraum 2017 hinaus wirken.

Group Share Plan

Der Group Share Plan wurde letztmalig im Geschäftsjahr 2017 an die Vorstandsmitglieder gewährt. Hierbei handelt es sich um ein mehrjähriges variables Vergütungsinstrument ähnlich dem seit 2018 ausgegebenen Performance Share Plan, bei dem in jährlichen Tranchen mit jeweils vierjährigem Performancezeitraum virtuelle Aktien an die Vorstandmitglieder ausgegeben wurden. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Vergütungsbericht 2017.

Zum Jahresende 2018 stehen noch die Group Share Pläne aus dem Jahr 2015 (mit der Performance Periode 2015-2018), dem Jahr 2016 (mit der Performance Periode 2016-2019) und dem Jahr 2017 (mit der Performance Periode 2017-2020) aus. Die erforderlichen Mindestwerte beim Konzernjahresüberschuss und EBITDA des Konzerns wurden bisher für jedes Jahr der jeweiligen vierjährigen Performance Periode der ausstehenden Group Share Pläne erfüllt. Der jeweilige Jährliche Umrechnungsfaktor für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 105 Prozent (Group Share Plan 2015), für das Geschäftsjahr 2016 ebenfalls 105 Prozent (Group Share Pläne 2015 - 2016) sowie für das Geschäftsjahr 2017 78 Prozent (Group Share Pläne 2015 - 2017). Der Jährliche Umrechnungsfaktor für das Geschäftsjahr 2018 beträgt 56 Prozent (GroupShare Pläne 2015 -2017). Damit beträgt der PSU-Umrechnungsfaktor (gerechnet als Durchschnitt der Jährlichen Umrechnungsfaktoren aller vier Jahre) für die abgeschlossene vierjährige Performance Periode des Group Share Plans 2015 nunmehr 86 Prozent. Die PSU-Umrechnungsfaktoren für die jeweils vierjährigen Performance Perioden der GroupShare Pläne 2016 und 2017 können demzufolge erst nach Abschluss der jeweiligen Geschäftsjahre ermittelt und berichtet werden. Im Vorjahr betrug der PSU-Umrechnungsfaktor des Group Share Plan 2014 für die abgeschlossene vierjährige Performance Periode 100 Prozent.

Weitere Informationen zum Group Share Plan finden sich im Konzernanhang.

Mid Term Incentive Plan

Der Mid Term Incentive Plan (MTI) hatte eine dreijährige Planlaufzeit beginnend mit dem Geschäftsjahr 2016 bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2018 (MTI 2016-2018). Hierbei handelte es sich um ein bar auszahlbares mittelfristiges Vergütungsinstrument für Mitglieder des Vorstands sowie ausgewählte weitere Führungskräfte. Die Planlaufzeit des Mid Term Incentive Plan betrug drei Jahre, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2016. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Vergütungsbericht 2017.

Der MTI als zweite mehrjährige Vergütungskomponente ist im Rahmen der Neufassung der Vorstandsvergütung ersatzlos entfallen und wird dementsprechend nicht mehr neu aufgelegt. Vor diesem Hintergrund soll eine Barablösung des MTI 2016-2018 erfolgen. Hierzu wurde vereinbart, dass das jeweilige Vorstandsmitglied eine Auszahlung in Höhe von 104 Prozent des jeweiligen MTI 2016-2018 Zielbonus erhält. Die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.

Nachfolgend wird das mit der Überarbeitung seit dem Geschäftsjahr 2018 geltende neue Vergütungssystems dem bis Ende 2017 gültigen System zusammenfassend gegenübergestellt:

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Bisheriges Vergütungssystem Überarbeitetes Vergütungssystem
Grundvergütung
Fixes Basisgehalt Fixes Basisgehalt
Umfang Ausgerichtet am Tätigkeits- und Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds Ausgerichtet am Tätigkeits- und Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds
Auszahlungszeitpunkt In monatlichen Raten In monatlichen Raten
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung
ShortTerm Incentive (Performance Bonus) ShortTerm Incentive (Performance Bonus)
Zielvergütung vertraglich festgelegter Zielbetrag. Vertraglich festgelegter Zielbetrag.
Obergrenze: 200 % des Zielbetraas (Cap). Obergrenze: 200 % des Zielbetraqs (Cap).
Zielverfehlung Bei Zielverfehlung ist ein Totalausfall möglich. Bei Zielverfehlung ist ein Totalausfall möglich.
Zielparameter Festlegung Zielparameter und Höhe der Erfolgsziele im Ermessen des Aufsichtsrats. Zielparameter in der Regel EBITDA und Net Debt des Konzerns Finanzielle Zielparameter (gleichgewichtet): - EBITDA des Konzerns - Free Cash Flow des Konzerns
Modifier (+/- 20 %) als Bonus-Malus abhängig von: - Teamzielen
Auszahlungszeitpunkt innerhalb eines Monats nach vorliegen Oes geprüften und gebilligten Konzernabschlusses für das betreffende Geschäftsjahr. innerhalb eines Monats nach Vorliegen des geprüften und gebilligten Konzernabschlusses für das betreffende Geschäftsjahr.
Mehrjährige variable Vergütung
Long Term Incentive (Group Share Plan) (aktienbasierte Vergütungskomponente) Long Term Incentive (Performance Share Plan) (aktienbasierte Vergütungskomponente)
Laufzeit Laufzeit jeder Tranche: 4 Jahre (Performancezeitraum). Laufzeit jeder Tranche: 4Jahre (Performancezeitraum).
Zuteilungswert vertraglich festgelegter jährlicher Zuteilungswert. Vertraglich festgelegter jährlicher Zuteilungswert.
Obergrenze (Cap): - 150 % Zielerreichung - +/- 25 % Anpassungsmöglichkeit* - Max. 200 % Aktienkurssteigerung - = 525 % Gesamt-Cap * bei außergewöhnlichen Entwicklungen. Obergrenze: 200 % des Zielwerts (Cap).
Zielverfehlung Bei Zielverfehlung ist ein Totalausfall möglich. Bei Zielverfehlung ist ein Totalausfall möglich.
Zielparameter Jährliche EBITDA-Ziele des Konzerns während der Laufzeit der jeweiligen Tranche. - Jährliche Adjusted Net income Ziele des Konzerns während der Laufzeit der jeweiligen Tranche (Gewichtung mit 50 %) - Relative Positionierung des Total Shareholder Return (TSR) gegenüber den Unternehmen des STOXX Europe 600 Media während der Laufzeit der jeweiligen Tranche (Gewichtung mit 50 %).
Zuteilung Zuteilung sog. Performance Share Units (PSUs) in jährlichen Tranchen. Bestimmung der Anzahl der PSUs anhand des Zuteilungswerts auf Basis des Volumen-gewichteten durchschnittlichen XETRA-Schlusskurses der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der dreißig Börsenhandelstage vor dem Tag der Zuteilung der jeweiligen Tranche. Zuteilung sog. Performance Share Units (PSUs) in jährlichen Tranchen. Bestimmung der Anzahl der PSUs anhand des Zuteilungswerts auf Basis des Volumen-gewichteten durchschnittlichen XETRA-Schlusskurses der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der dreißig Börsenhandelstage vordem Beginn der Laufzeit (1. Januar) der jeweiligen Tranche. Abweichend von dieser allgemeinen Regelung und im Blick darauf, dass der Performance Share Plan erst während des Jahres 2018 aufgelegt wurde, ist der Zuteilungszeitpunkt für den Performance Share Plan 2018 der 29. Juni 2018.
Ermittlung Auszahlungs betrag Bestimmung der endgültigen Anzahl an Performance Share Units am Ende der Laufzeit der Tranche durch Multiplikation der PSUs mit einem erfolgsabhängigen Umrechnungsfaktor. Der Umrechnungsfaktor ist abhängig von der Erreichung jährlicher EBITDA-Ziele während der Laufzeit der jeweiligen Tranche. Möglichkeit zur nachträglichen Anpassung des Umrechnungsfaktors bei außergewöhnlichen Entwicklungen unter Berücksichtigung der individuellen Leistung der einzelnen Vorstande um bis zu 25 Prozentpunkte. Femer kann auch die jährliche Zielerreichung in bestimmten Grenzen diskretionär angepasst werden. Der Auszahlungsbetrag je Performance Share Unit entspricht dem Volumengewichteten durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der dreißig Börsenhandelstage vor dem Datum der endgültigen Festlegung Bei Abwicklung in eigenen Aktien erhält der Teilnehmer je Performance Share Unit Bestimmung der endgültigen Anzahl an Performance Share Units am Ende der Laufzeit der Tranche durch Multiplikation der PSUs mit einem erfolgsabhängigen Umrechnungsfaktor. Der Umrechnungsfaktor ist abhängig - zu 50 % von der Erreichung jährlicher Adjusted Net income Ziele während der Laufzeit der jeweiligen Tranche und - zu 50 % von der relativen Positionierung des Total Shareholder Return (TSR) gegenüber den Unternehmen des STOXX Europe 600 Media während der Laufzeit der jeweiligen Tranche. Keine Möglichkeit der nachträglichen Anpassung des Umrechnungsfaktors oder einer diskretionären Anpassung der Zielerreichung. Der Auszahlungsbetrag je Performance Share Unit entspricht dem Volumen-gewichteten durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der dreißig Börsenhandelstage vordem Ende der Laufzeit derjeweiligen Tranche zuzüglich der kumulierten Dividendenzahlungen auf die Aktie während der Laufzeit der Tranche. Bei Abwicklung in eigenen Aktien wird der Auszahlungsbetrag anhand des vorstehenden Börsenkurses in eigene Aktien umgerechnet.
Dividendenzahlungen Berücksichtigung von Dividendenzahlungen durch ertsprechende Erhöhung der Anzahl der PSUs nur, soweit die Dividendenausschüttungen pro Aktie für ein Geschäftsjahr 100 % des bereinigten Konzernjahresüberschusses pro Aktie für das betreffende Geschäftsjahr übersteigen. Berücksichtigung samtlicher Dividendenzahlungen während der Laufzeit der Tranche durch Einrechnung der kumulierten Dividendenzahlungen je Aktie In den Auszahlungsbetrag.
Vesting Unverfallbarkeit von je 1/4 der gewährten PSUs am Ende jeden Jahres der Laufzeit der jeweiligen Tranche, sofern in dem betreffenden Jahr bestimmte Mindestschwellen für den Konzernjahresüberschuss erreicht sind. Unverfallbarkeit von je 1/12 der gewahrten PSUs zum Ende eines jeden Monats des ersten Jahres der Laufzeit der jeweiligen Tranche. wenn das Amt als Mitglied des Vorstands von ProSiebenSat.1 erst während des ersten Jahres der Laufzeit beginnt, wird der Zuteilungswert zeitlich anteilig verringert und die ertsprechende reduzierte Anzahl an PSUs wird zu gleichen Teilen zum Ende des ersten Jahres der Planlaufzeit unverfallbar.
Auszahlung Auszahlung in bar oder durch Ausgabe einer entsprechenden Anzahl an eigenen Auszahlung grundsätzlich in bar oder nach Wahl der Gesellschaft durch Ausgabe einer entsprechenden Anzahl an eigenen Aktien.
Auszahlungszeitpunkt Die jeweilige Tranche des Long Term incentive wird jeweils nach Vorliegen des geprüften und gebilligten Konzernabschlusses für das letzte Geschäftsjahr des Performancezeitraums der betreffenden Tranche ausbezahlt bzw. abgewickelt. Die jeweilige Tranche des Long Term incentive wird jeweils nach Vorliegen des geprüften und gebilligten Konzernabschlusses für das letzte Geschäftsjahr des Performancezeitraums der betreffenden Tranche ausbezahlt bzw. abgewickelt.
Mid Term Incentive Plan (entfällt)
Laufzeit: 3 Jahre Vertraglich festgelegter Ziel wert Obergrenze: 250 % des Zielwerts (Cap)
Bei Zielverfehlung ist ein Totalausfall möglich.
Auszahlung hangt von dem erreichten Recurring EBITDA (nunmehr Adjusted EBITDA) des Konzerns im Jahr 2018 sowie der Erreichung bestimmter Mindestschwellen für Umsatz und Recurring EBITDA (nunmehr: Adjusted EBITDA)
Auszahlung in bar.
Erwerbs- und Halteverpflichtungen
Keine Regelung vorhanden. Bis zum Erreichen des festgelegten Volumens Verpflichtung zur Investition von 25 % der jährlichen Auszahlung aus einjähriger und neuer mehrjähriger variabler Vergütung in ProSiebenSat.1 Media SE Aktien. Aktien sind mindestens bis zum Ablauf der Bestellung als Vorstandsmitglied zu halten. - Vorstandsvorsitzender: 200 % des fixen Brutto-Basisgehalts - Übrige Vorstandsmitglieder: 100 % des fixen Brutto- Basisgehalts

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018

Variable Vergütung - Zielerreichungsgrad

Der Aufsichtsrat hat den Wunsch nach Transparenz über die Vergütungsentscheidungen aufgenommen und entschieden, über den Grad der Zielerreichung im Überblick zu berichten.

Performance Bonus

Der Performance Bonus berechnet sich aus den für das Geschäftsjahr festgestellten Zielerreichungen (0% -200 %) des EBITDA und des FCF, jeweils auf Konzernebene, sowie einem Modifier (0,8 bis 1,2) zur Beurteilung der individuellen sowie kollektiven Leistung der Vorstandsmitglieder. Die finale Auszahlung ist auf maximal 200 Prozent des individuellen Zielbetrags, der jeweils im Dienstvertrag vereinbart wird, begrenzt (Cap).

Der Aufsichtsrat hat für das Geschäftsjahr 2018 folgende Zielerreichung im Hinblick auf EBITDA und FCF festgestellt, wobei beidejeweils mit einer Gewichtungvon 50 Prozent berücksichtigt wurden:

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Zielparameter
in Mio Euro
Gewichtung 100%-Zielwert IST-Wert GJ 2018 (vor Bereinigung) IST-Wert GJ 201S (nach Bereingung) Zielerreichung
EBITDA auf Konzernebene 50% 983,5 570,2 550,4 0%
Free Cashflow (FCF) auf Konzernebene 50% 269,4 243,5 288,2 128%
Gewichtete Zielerreichung 100% 64%

Der Aufsichtsrat hat für das Geschäftsjahr 2018 zur Ermittlung der Zielerreichung in den Zielparametern EBITDA auf Konzernebene und FCF auf Konzernebene im Wesentlichen materielle Sondereffekte aus M&A Aktivitäten bereinigt.

Für den Modifier im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat als kollektive Ziele die Entwicklung einer Corporate Social Responsibility Strategie sowie die Neudefinition der Unternehmenskultur im Zuge der Reorganisation in 2018 mit den Vorständen vereinbart. Zu den individuellen Zielen der Vorstände für den Modifier zählen unter anderem die Definition und Umsetzung von Einsparmaßnahmen im Rahmen der Reorganisation sowie die Erreichung von Umsatz- und EBITDA-Zielen der jeweiligen Vorstandsbereiche.

Nach wertender Gesamtschau der individuellen und kollektiven Leistung der Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat den Modifier zur Anpassung des Performance Bonus wie folgt bewertet: Conrad Albert 1,2 und Jan David Frouman 0,8.

Unter Berücksichtigung der Zielerreichungen für EBITDA und FCF sowie des jeweiligen Modifiers resultieren folgende Gesamt-Zielerreichungen des Performance Bonus im Geschäftsjahr 2018: Conrad Albert 76,8 Prozent und Jan David Frouman 53,9 Prozent.

Max Conze erhält für das Geschäftsjahr 2018 als einjährige variable Vergütung einen zeitanteiligen, erfolgsunabhängigen Performance Bonus. Der Anspruch auf den Performance Bonus für das Geschäftsjahr 2018 der zum Ablauf des 31. März 2019 bzw. des 30. April 2019 ausscheidenden Vorstandsmitglieder Dr. Jan Kemper und Sabine Eckhardt wird jeweils durch Zahlung eines in der zugehörigen Aufhebungsvereinbarung vereinbarten Betrags abgegolten (für weitere Einzelheiten siehe nachstehend im Abschnitt "Erläuterungen zur Vergütung ausgeschiedener bzw. ausscheidender Vorstandsmitglieder").

Performance Share Plan

Der Performance Share Plan wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2018 an die Vorstandsmitglieder gewährt und löste den bisher als Long Term Incentive wirkenden Group Share Plan ab. Die Zielerreichung bestimmt sich zu je 50 Prozent anhand des adjusted net income auf Konzernebene sowie des relativen Total Share-

holder Return (TSR). Die Zielerreichung für das adjusted net income entspricht dem Durchschnitt der jährlichen Zielerreichung für die vier Geschäftsjahre der jeweiligen Planlaufzeit. Für den Performance Share Plan 2018 ist daher der Durchschnitt der Zielerreichungen für die Jahre 2018 bis 2021 relevant. Für das Geschäftsjahr 2018 beträgt die Zielerreichung für das adjusted net income 88 Prozent.

Der relative TSR berücksichtigt die Aktienkursentwicklung über den vierjährigen Performancezeitraum und wird erst am Ende des vierjährigen Performancezeitraums gemessen. Würde die Zielerreichung bereits am Ende der ersten zwölf Monate gemessen werden, dann hätte sie 0 Prozent betragen.

Die endgültige Zielerreichung im Hinblick auf das adjusted net income auf Konzernebene und den TSR für die vierjährige Performance Periode des Performance Share Plan 2018 kann somit erst nach Abschluss des letzten Geschäftsjahres des vierjährigen Performancezeitraums ermittelt werden.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 nach DRS 17

Für die im Geschäftsjahr 2018 amtierenden Vorstandsmitglieder wurde folgende Gesamtvergütung nach DRS 17 festgesetzt:

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Max Conze5 Conrad Albert Dr. Jan Kemper6
nach DRS 17 Vorstandsvorsitzender stv. Vorstandvorsitzender, Group General Counsel Group CFO
in Tsd Euro seit 01.06.2018 seit 01.10.2011 bis 31.03.2019
Festvergütung 857,5 - 1.100,0 725,0 980,0 379,2
Nebenleistungen1 47,6 - 9,7 9,8 53,0 29,7
Summe fixe Vergütung 905,1 - 1.109,7 734,8 1.033,0 408,9
Einjährige variable Vergütung 735,0 - 422,4 396,8 423,0 341,3
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 - - 1.040,0 - 692,6 -
Group Share Plan (2017-2020) - - - 800,0 - 800,0
Performance Share Plan (2018-2021) 857,5 - 1.100,0 - 980,0 -
Sonstiges3 3.000,0 - 73,0 - - 2.000,0
Summe variable Vergütung 4.592,5 - 2.635,4 1.196,8 2.095,6 3.141,3
Gesamtvergütung 5.497,6 - 3.745,1 1.931,6 3.128,6 3.550,2
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 142,9 - 777,4 493,5 172,6 59,1
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - 358,2 352,3 - -
Bestand der Pensionsverpflichtung (DBO)4 142,9 - 2.387,2 1.609,8 231,7 59,1
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - 1.172,6 814,4 - -
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Sabine Eckhardt7 Jan David Frouman Thomas Ebeling8
nach DRS 17 Vorstand Vertrieb & Marketing Vorstand Content Production & Global Sales Group CEO
in Tsd Euro bis 30.04.2019 bis 28.02.2019 bis 22.02.2018
Festvergütung 810,0 510,0 855,0 555,0 166,7 1.000,0
Nebenleistungen1 8,2 8,7 9,7 9,7 11,0 120,2
Summe fixe Vergütung 818,2 518,7 864,7 564,7 177,7 1.120,2
Einjährige variable Vergütung 321,0 331,9 215,6 162,5 - 832,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 693,3 - 1.040,0 - 1.500,0 -
Group Share Plan (2017-2020) - 800,0 - 800,0 - -
Performance Share Plan (2018-2021) 810,0 - 810,0 - - -
Sonstiges3 - - - - - -
Summe variable Vergütung 1.824,3 1.131,9 2.065,6 962,5 1.500,0 832,0
Gesamtvergütung 2.642,5 1.650,6 2.930,3 1.527,2 1.677,7 1.952,2
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 175,2 85,0 211,4 291,7 1.404,1 503,3
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - -2,9 194,0 1.024,1 253,7
Bestand der Pensionsverpflichtung (DBO)4 260,2 85,0 622,1 410,7 11279,3 9.875,2
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - 235,3 238,2 9.009,0 7.984,9
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Christof Wahl9 Dr. Gunnar Wiedenfels10 Dr. Ralf Schremper11
nach DRS 17 COO Entertainment Group CFO Chief Investment Officer - CIO
in Tsd Euro bis 31.07.2018 bis 31.03.2017 bis 31.07.2017
Festvergütung 297,5 510,0 - 127,5 - 297,5
Nebenleistungen1 5,5 8,0 - 4,2 - 7,1
Summe fixe Vergütung 303,0 518,0 - 131,7 - 304,6
Einjährige variable Vergütung - 322,4 - 81,3 - 0.0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 1.000,0 - - - - -
Group Share Plan (2017-2020) - 800,0 - - - -
Performance Share Plan (2018-2021) - - - - - -
Sonstiges3 - - - - - -
Summe variable Vergütung 1.000,0 1.122,4 - 81,3 - 0,0
Gesamtvergütung 1.303,0 1.640,4 - 213,0 - 304,6
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 141,7 94,2 - -139,2 - 187,2
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - - 5,3 - -
Bestand der Pensionsverpflichtung (DBO)4 293,4 151,7 - 328,1 - 340,6
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - - 328,1 - -
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Summe
nach DRS 17
in Tsd Euro
Festvergütung 5.066,7 4.104,2
Nebenleistungen1 144.7 197,4
Summe fixe Vergütung 5.211,4 4.301,6
Einjährige variable Vergütung 2.117,0 2.468,2
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 5.966,0 -
Group Share Plan (2017-2020) 4.000,0
Performance Share Plan (2018-2021) 4.557,5 -
Sonstiges3 3.073,0 2.000,0
Summe variable Vergütung 15.713,5 8.468,2
Gesamtvergütung 20.924,8 12.769,7
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 3.025,3 1.574,8
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen 1.379,4 805,3
Bestand der Pensionsverpflichtung (DBO)4 15.2169 12.860,3
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen 10.416,9 9.365,6

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&OJ. In den Nebenleistungen bei Thomas Ebel mg und Dr. Gunnar Wiedenfels sind zusätzlich Leistungen für Fahrdienste und bei Thomas Ebeling zudem für Heimflüge enthalten. In den Nebenleistungen bei Max Conze sind zusatzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung und Umzugskosten enthalten. Bei Dr. Jan Kemper sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung enthalten.
2 Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mal 2019.
3 Max Conze erhält einen einmaligen Sign-on-Bonus in Höhe von 3 Mio Euro und Ist verpflichtet aus dem um die gesetzlichen Abzüge verringerten Netto-Betrag des Sign-on-Bonus Aktien der Gesellschaft im Volumen von 13 Mio Euro zu erwerben. Conrad Albert erhält eine Einmalvergütung für seine besonderen Verdienste im Rahmender CEO Übergangsphase im Geschäftsjahr 2018. Im Geschäftsjahr 2017 hat Dr. Jan Kemper eine Kompensationszahlung für verfallene Ansprüche aus dem Aktienoptionsprogramm seines vorherigen Dienstherrn erhalten.
4 Defined Benefit Obligation (DBO) zum 31.12. des Berichtsjahres.
5 Max Conze erhält für das Geschäftslahr 2018 als einjährige variable Vergütung einen zeltanteiligen, erfolgsunabhängigen Betrag in Höhe von 735.000 Euro.
6 Dr. Jan Kemper wird mit Wirkung zum 31.03.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, sein Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 31.03.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Dr. Jan Kemper eine Zahlung in Höhe von 423.000 Euro.
7 Sabine Eckhardt wird mit Wirkung zum 30D4.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, ihr Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 30.04.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjähr 2018 erhält Sabine Eckhardt eine Zahlung in Höh" von 321.000 Euro.
8 Thomas Ebeling Ist mit Wirkung zum 22.02.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 22D2.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Februar 2018, die Pensionsverpflichtungen beziehen sich gemäß Aufhebungsvereinbarung auf den Zeitraum bis einschließlich Juni 2019. Der Anspruch von Thomas Ebeling auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung voll ständig abgegolten. Der Mid-Term Incentive Plan wurde für die Planjahre 2016 bis 2018 durch Zahlung In Höhe des Zielwerts. d.h. 1.5 Mio Euro, vorzeitig abgewickelt.
9 Christof Wahl ist mit Wirkung zum 31.07.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2018, die Pensions Verpflichtungen beziehen sich gemäß Aufhebungsvereinbarung für den Zeiträum bis einschließlich April 2019. Der Anspruch von Christof Wahl auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten. Der Mid-Term Incentive Plan wurde für die Plänjahre 2016 bis 2018 durch Zahlung in Höhe des Zielwerts, d.h. 1,0 Mio Euro, vorzeitig abgewickelt.
10 Dr. Gunnar Wiedenfels ist mit Wirkung zum 31.03.2017 aus dem Verstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.03.2017. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis März 2017, die Pensionsverpflichtungen beziehen sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Da die dreijährige Wartezeit für den Eintritt der vertraglichen Unverfallbarkeit bei der betrieblichen Altersversorgung nicht erreicht wurde, bestehen unter dem Versorgungsvertrag nur Ansprüche, die Dr. Gunnar Wiedenfels aus Anwartschaften aus Entgeltumwandlung erworben hat
11 Dr. Ralf Schremper ist mit Wirkung zum 31.072017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2017. Die ausgewiesene fixe Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2017, die Pensionsverpflichtungen beziehen sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Der Anspruch von Dr. Ralf Schremper auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2017 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten.

Erläuterungen zur Vergütung ausgeschiedener bzw. ausscheidender Vorstandsmitglieder

Thomas Ebeling ist zum 22. Februar 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Sein Anstellungsvertrag, der noch eine Restlaufzeit bis 30. Juni 2019 gehabt hätte, endete ebenfalls mit Wirkung zum 22. Februar 2018. Gemäß Aufhebungsvereinbarung wurde die vertragliche Vergütung von Thomas Ebeling bis zum Beendigungszeitpunkt unverändert fortgezahlt. Seine Vergütungsansprüche für die verbleibende Restlaufzeit des Anstellungsvertrags wurden gemäß Aufhebungsvereinbarung im Anschluss an den Beendigungszeitpunkt in voller Höhe von 7,1 Mio Euro als Abfindung ausgezahlt bzw. im Falle der vertraglichen Versorgungsbeiträge regulär für die Restlaufzeit fortgewährt. Im Einzelnen wurden hierzu in der Aufhebungsvereinbarung folgende Bestimmungen getroffen: Die Festvergütung wurde regulär bis einschließlich Februar 2018 gewährt und für die verbleibende Restlaufzeit des Anstellungsvertrags (März 2018 bis Juni 2019) in Höhe von insgesamt 1,3 Mio Euro als Abfindung ausgezahlt. Der Performance Bonus wurde letztmals für das Jahr 2017 regulär abgewickelt. Für das volle Jahr 2018 und zeitanteilig für den Zeitraum bis einschließlich Juni 2019 wurde der Performance Bonus stattdessen auf Basis einer angenommenen Zielerreichung von 100 Prozent als Abfindungsbetrag in Höhe von insgesamt 1,5 Mio Euro ausgezahlt. Ferner wurde auch der Gesamtbetrag des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzungsmöglichkeit des Dienstwagens für den Zeitraum vom Beendigungszeitpunkt bis zum Ablauf des 30. Juni 2019 in Höhe von 20.384 Euro als Abfindung ausgezahlt. Die vertragliche Dotierung des Versorgungsvertrags wurde für die Restlaufzeit des Vertrages unverändert fort-geführt;hiervon entfielen auf den Zeitraum von März 2018 bis einschließlich Juni 2019 Versorgungsbeiträge in Höhe von 266.666,67 Euro. Die mehrjährigen Vergütungskomponenten von Thomas Ebeling wurden, soweit die Planlaufzeit zum Beendigungszeitpunkt noch nicht abgelaufen war, gemäß Aufhebungsvereinbarung im Anschluss an den Beendigungszeitpunkt in bar abgelöst. Im Einzelnen wurde dazu Folgendes vereinbart: Die Beteiligung von Thomas Ebeling am Mid Term Incentive Plan mit Planlaufzeit für die Jahre 2016 bis 2018 wurde zum Zuteilungswert in Höhe von 1,5 Mio Euro ausbezahlt. Unter dem Group Share Plan stand Thomas Ebeling gemäß Anstellungsvertrag eine jährliche Zuteilung von sogenannten Performance Share Units (PSUs) im Wert von 1,0 Mio Euro mit jeweils vierjähriger Performance Periode zu. Die im Jahr 2014 zugeteilten PSUs, deren vierjährige Performance Periode Ende 2017 abgelaufen war, wurden regulär abgewickelt. Die in den Jahren 2015 und 2016 zugeteilten PSUs wurden zum Zuteilungswert abgelöst;anstelle der noch ausstehenden Zuteilungen für die Jahre 2017 und 2018 wurde ebenfalls der Zuteilungswert ausgezahlt. Bei der Bewertung der PSUs wurde im Hinblick auf die Regelungen zur Unverfallbarkeit (Vesting), die jeweils ein Vesting im Umfang von 25 Prozent zum Ende eines jeden Jahres der vierjährigen Performance Periode vorsehen, ein Fortbestehen des Anstellungsvertrags für die Restlaufzeit bis Juni 2019 unterstellt. Demgemäß wurde eine Ablösung nur gezahlt, soweit bis dahin für die entsprechenden PSUs noch ein Vesting erreicht werden konnte. Hieraus ergab sich für die Zuteilungen bzw. Zuteilungsansprüche der Jahre 2015 bis 2018 ein Ablösungsbetrag in Höhe von insgesamt 2,5 Mio Euro. Mit den vorgesehenen Abfindungsbeträgen war nach der Aufhebungsvereinbarung auch die Überleitungstätigkeit von Thomas Ebelingfür einen Übergangszeitraum von drei Monaten nach dem Beendigungszeitpunkt abgegolten, in dem er der Gesellschaft in angemessenem Umfang weiterhin für Auskünfte und sonstige mit seiner bisherigen Diensttätigkeit zusammenhängenden Überleitungs- und Beratungsaufgaben zur Verfügung stand. Ferner war damit auch das für den Zeitraum bis einschließlich Juni 2019 vereinbarte nachvertragliche Wettbewerbsverbot von Thomas Ebeling mit abgegolten, so dass von der Gesellschaft hierfür keine gesonderte Karenzentschädigung zu zahlen war.

Christof Wahl ist zum 31. Juli 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Sein Anstellungsvertrag, der noch eine Restlaufzeit bis 30. April 2019 gehabt hätte, endete ebenfalls mit Wirkung zum 31. Juli 2018. Gemäß Aufhebungsvereinbarung erhielt Christof Wahl eine Abfindung in Höhe von 2,6 Mio Euro, die sich wie folgt zusammensetzt: Festvergütung in Höhe von 382.500 Euro für die Monate August 2018 bis April 2019 und Performance Bonus in Höhe von 433.333 Euro für die Monate Januar 2018 bis April 2019 (auf Basis einer angenommenen Zielerreichung von 100 Prozent) sowie 200.000 Euro als Ausgleich für die Nichtteilnahme am LongTerm Incentive Plan für das Jahr 2018, die zum Beendigungstermin zahlbar waren. Die Beteiligung von Christof Wahl am Mid Term Incentive Plan mit Planlaufzeit für die Jahre 2016 bis 2018 wurde zum Zuteilungswert in Höhe von 1,0 Mio Euro ausbezahlt. Zum Group Share Plan ist im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung geregelt worden, dass Christof Wahl mit den bis zum Beendigungszeitpunkt zugeteilten PSUs weiterhin entsprechend den Planbedingungen am Group Share Plan teilnimmt, jedoch mit der Maßgabe, als wäre Unverfallbarkeit bei einem Ausscheiden erst zum 30. April 2019 eingetreten. Danach sind die unter dem GSP 2016 zugeteilten PSUs bei Ausscheiden zu 75 Prozent und die unter dem GSP 2017 zugeteilten PSUs zu 50 Prozent unverfallbar geworden;hierfür wurde eine Rückstellung in Höhe von 474.712 Euro gebildet. Sämtliche PSUs, die bei Ausscheiden noch nicht unverfallbar waren, verfielen entschädigungslos. Für das Jahr 2018 bestand kein Anspruch mehr auf Zuteilung von PSUs unter dem Long Term Incentive Plan. Zudem erhielt Christof Wahl noch Versorgungsbeiträge in Höhe von 76.500 Euro für August 2018 bis April 2019, wobei für Zwecke der Bestimmungen des Versorgungsvertrags im Hinblick auf die Unverfallbarkeit Christof Wahl so gestellt wird, als ob das Anstellungsverhältnis erst zum regulären Vertragsende 30. April 2019 geendet hätte. Weiterhin ist vereinbart worden, dass das nachvertragliche Wettbewerbsverbot statt für ein Jahr für den Zeitraum vom Beendigungszeitpunkt mit Ablauf des 31. Juli 2018 bis zum Ablauf des 30. April 2019 gilt und die Karenzentschädigung durch die Abfindung abgegolten ist.

Jan David Frouman wird zum 28. Februar 2019 aus dem Vorstand ausscheiden. Sein Anstellungsvertrag, der eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2019 hat, endet ebenfalls mit Wirkung zum 28. Februar 2019 und wird nicht verlängert. Jan David Frouman erhält keine Abfindung. Der Performance Bonus für das Jahr 2018 wird auf Basis der tatsächlichen Zielerreichung gemäß den Regelungen des Dienstvertrags abgerechnet und ausgezahlt. Als Performance Bonus für das Jahr 2019 erhält Jan David Frouman erfolgsunabhängig einen zeitanteiligen Betrag in Höhe von 2/12 des Zielbonus für den Performance Bonus (66.667 Euro); der Zielbonus entspricht einer angenommenen Zielerreichung für den Performance Bonus von 100 Prozent sowie eines Modifiers von 1. Die in den Jahren 2016 und 2017 an Jan David Frouman zugeteilten PSUs unter dem Group Share Plan (GSP) und die im Jahr 2018 zugeteilten PSUs aus dem Performance Share Plan (PSP) sind bei Ausscheiden zu 75 Prozent (GSP 2016), zu 50 Prozent (GSP 2017) bzw. zu 100 Prozent (PSP 2018) unverfallbar und werden nach Ablauf der jeweiligen vierjährigen Performance Periode planmäßig abgewickelt. Sämtliche PSUs, die bei Ausscheiden noch nicht unverfallbar sind, verfallen entschädigungslos. Gemäß Anstellungsvertrag wird Jan David Frouman im Geschäftsjahr 2019 eine Zuteilung aus dem Performance Share Plan erhalten, die bei Ausscheiden zu 2/12 unverfallbar sein wird. Sämtliche PSUs, die bei Ausscheiden noch nicht unverfallbar sind, verfallen entschädigungslos. Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des MTI Zielbonus, d.h. 1,04 Mio Euro, abgelöst werden. Zudem verzichtet die Gesellschaft auf das nachvertragliche Wettbewerbsverbot, so dass Jan David Frouman eine Karenzentschädigung für die Monate Märzund April 2019 in Höhe von insgesamt 0,3 Mio Euro zusteht.

Dr. Jan Kemper wird zum 31. März 2019 aus dem Vorstand ausscheiden. Sein Anstellungsvertrag, der noch eine Restlaufzeit bis 31. Mai 2020 gehabt hätte, endet ebenfalls mit Wirkung zum 31. März 2019. Gemäß Aufhebungsvereinbarung erhält Dr. Jan Kemper neben der fortlaufenden Zahlung der Festvergütung bis einschließlich März 2019 weitere Zahlungen in einer Gesamthöhe von 3,5 Mio Euro, die sich wie folgt zusammensetzen: Die Festvergütung für die verbleibende Restlaufzeit des Anstellungsvertrags (April 2019 bis Mai 2020) in Höhe von insgesamt 1,1 Mio Euro wird als Abfindung ausgezahlt. Zur Abgeltung des Anspruchs auf den Performance Bonus für das Geschäftsjahr 2018 erhält Dr. Jan Kemper eine Zahlung in Höhe von 0,4 Mio Euro. Für das volle Jahr 2019 und zeitanteilig für den Zeitraum bis einschließlich Mai 2020 wird der Performance Bonus auf Basis einer angenommenen Zielerreichung von 100 Prozent sowie eines Modifiers von 1 als Abfindungsbetrag in Höhe von insgesamt 0,7 Mio Euro ausgezahlt. Zudem erhält Dr. Jan Kemper noch Versorgungsbeiträge in Höhe von 228.667 Euro für April 2019 bis Mai 2020, wobei für Zwecke der Bestimmungen des Versorgungsvertrags im Hinblick auf die Unverfallbarkeit Dr. Jan Kemper so gestellt wird, als ob das Anstellungsverhältnis erst zum regulären Vertragsende 31. Mai 2020 geendet hätte. Zu den mehrjährigen Vergütungskomponenten von Dr. Jan Kemper wurde Folgendes vereinbart: Zum Group Share Plan ist im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung geregelt worden, dass Dr. Jan Kemper mit den bis zum Beendigungszeitpunkt zugeteilten PSUs weiterhin entsprechend den Planbedingungen am Group Share Plan teilnimmt, jedoch mit der Maßgabe, als wäre Unverfallbarkeit bei einem Ausscheiden erst zum 31. Mai 2020 eingetreten. Danach sind die unter dem GSP 2017 zugeteilten PSUs bei Ausscheiden zu 75 Prozent unverfallbar; hierfür wurde eine Rückstellung in Höhe von 97.295 Euro gebildet. Sämtliche PSUs, die bei Ausscheiden noch nicht unverfallbar waren, verfallen entschädigungslos. Unter dem Performance Share Plan steht Dr. Jan Kemper gemäß Anstellungsvertrag eine jährliche Zuteilung von PSUs im Wert von 1,0 Mio Euro mit jeweils vierjähriger Performance Periode zu. Die im Jahr 2018 zugeteilten PSUs sind zu 100 Prozent unverfallbar und werden regulär nach Ablauf der vierjährigen Performance Periode abgewickelt. Anstelle der noch ausstehenden Zuteilungen für das Jahr 2019 und - zeitanteilig bis zum Ablauf des 31. Mai 2020 - für das Jahr 2020 wird der Zuteilungswert ausgezahlt. Bei der Bewertung der PSUs wird im Hinblick auf die Regelungen zur Unverfallbarkeit (Vesting), die jeweils ein Vesting im Umfang von 1/12 zum Ende eines jeden Monats des ersten Jahres der vierjährigen Performance Periode vorsehen, ein Fortbestehen des Anstellungsvertrags für die Restlaufzeit bis Mai 2020 unterstellt. Demgemäß wird eine Ablösung nur gezahlt, soweit bis dahin für die entsprechenden PSUs noch ein Vesting erreicht werden kann. Hieraus ergibt sich für die Zuteilungsansprüche der Jahre 2019 und 2020 ein Ablösungsbetrag in Höhe von insgesamt 1,4 Mio Euro. Die im bisherigen Anstellungsvertrag vereinbarte Ablösung des Anspruchs von Dr. Jan Kemper unter dem Mid Term Incentive Plan mit Planlaufzeit für die Jahre 2016 bis 2018 in Höhe von 104 Prozent des MTI Zielbonus, d.h. 0,7 Mio Euro, bleibt von der Aufhebungsvereinbarung unberührt. Weiterhin ist vereinbart worden, dass das nachvertragliche Wettbewerbsverbot für ein Jahr für den Zeitraum vom Beendigungszeitpunkt mit Ablauf des 31. März 2019 gilt und die Karenzentschädigung durch die Abfindung abgegolten ist.

Sabine Eckhardt wird zum 30. April 2019 aus dem Vorstand ausscheiden. Ihr Anstellungsvertrag, der noch eine Restlaufzeit bis 31. Dezember 2019 gehabt hätte, endet ebenfalls mit Wirkung zum 30. April 2019. Gemäß Aufhebungsvereinbarung erhält Sabine Eckhardt neben der fortlaufenden Zahlung der Festvergütung bis einschließlich April 2019 weitere Zahlungen in einer Gesamthöhe von 2,0 Mio Euro, die sich wie folgt zusammensetzen: Die Festvergütung wird regulär bis einschließlich April 2019 gewährt und für die verbleibende Restlaufzeit des Anstellungsvertrags (Mai 2019 bis Dezember 2019) in Höhe von insgesamt 0,5 Mio Euro als Abfindung ausgezahlt. Zur Abgeltung des Anspruchs auf den Performance Bonus für das Geschäftsjahr 2018 erhält Sabine Eckhardt eine Zahlung in Höhe von 0,3 Mio Euro. Für das volle Jahr 2019 wird der Performance Bonus auf Basis einer angenommenen Zielerreichung von 100 Prozent sowie eines Modifiers von 1 als Abfindungsbetrag in Höhe von insgesamt 0,4 Mio Euro ausgezahlt. Zudem erhält Sabine Eckhardt noch Versorgungsbeiträge in Höhe von 108.000 Euro für Mai 2019 bis Dezember 2019, wobei für Zwecke der Bestimmungen des Versorgungsvertrags im Hinblick auf die Unverfallbarkeit Sabine Eckhardt so gestellt wird, als ob das Anstellungsverhältnis erst zum regulären Vertragsende 31. Dezember 2019 geendet hätte. Zu den mehrjährigen Vergütungskomponenten von Sabine Eckhardt wurde Folgendes vereinbart: Zum Group Share Plan ist im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung geregelt worden, dass Sabine Eckhardt mit den bis zum Beendigungszeitpunkt zugeteilten PSUs weiterhin entsprechend den Planbedingungen am Group Share Plan teilnimmt, jedoch mit der Maßgabe, als wäre Unverfallbarkeit bei einem Ausscheiden erst zum 31. Dezember 2019 eingetreten. Danach sind die unter dem GSP 2015 und 2016 zugeteilten PSUs, über diesie noch aus ihrer Tätigkeit vor ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand verfügt, bei Ausscheiden jeweils zu 100 Prozent unverfallbar;hierfür wurde eine Rückstellung in Höhe von 9.464 Euro gebildet. Die unter dem GSP 2017 zugeteilten PSUs, die sie in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied erhalten hat, sind bei Ausscheiden zu 75 Prozent unverfallbar;hierfür wurde eine Rückstellung in Höhe von 97.295 Euro gebildet. Sämtliche PSUs, die bei Ausscheiden noch nicht unverfallbar waren, verfallen entschädigungslos. Unter dem Performance Share Plan steht Sabine Eckhardt gemäß Anstellungsvertrag eine jährliche Zuteilung von PSUs im Wert von 0,8 Mio Euro mit jeweils vierjähriger Performance Periode zu. Die im Jahr 2018 zugeteilten PSUs sind zu 100 Prozent unverfallbar und werden regulär nach Ablauf der vierjährigen Performance Periode abgewickelt. Anstelle der noch ausstehenden Zuteilung für das Jahr 2019 wird der Zuteilungswert ausgezahlt. Bei der Bewertung der PSUs wird im Hinblick auf die Regelungen zur Unverfallbarkeit (Vesting), diejeweils ein Vesting im Umfang von 1/12 zum Ende eines jeden Monats des ersten Jahres der vierjährigen Performance Periode vorsehen, ein Fortbestehen des Anstellungsvertrags für die Restlaufzeit bis Dezember 2019 unterstellt. Demgemäß wird eine Ablösung nur gezahlt, soweit bis dahin für die entsprechenden PSUs noch ein Vesting erreicht werden kann. Hieraus ergibt sich für den Zuteilungsanspruch des Jahres 2019 ein Ablösungsbetrag in Höhe von insgesamt 0,8 Mio Euro. Die im bisherigen Anstellungsvertrag vereinbarte Ablösung des Anspruchs von Sabine Eckhardt unter dem Mid Term Incentive Plan mit der Planlaufzeit für die Jahre 2016 bis 2018 in Höhe von 104 Prozent des MTI Zielbonus, d.h. 0,7 Mio Euro, bleibt von der Aufhebungsvereinbarung unberührt. Weiterhin ist vereinbart worden, dass das nachvertragliche Wettbewerbsverbot statt für ein Jahr für den Zeitraum vom Beendigungszeitpunkt mit Ablauf des 30. April 2019 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2019 gilt und die Karenzentschädigung durch die Abfindung abgegolten ist.

Zusätzliche Angaben zu aktienbasierten Vergütungsinstrumenten (GroupShare Plan und Performance Share Plan)

Der Bestand der den aktiven Vorständen für ihre Tätigkeit als Mitglieder des Vorstands gewährten Performance Share Units (PSUs) hat sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt:

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Group Share Plan / Performance Share Plan3
Zu Beginn des Geschäftsjahres ausstehende Performance Share Units
Anzahl
Im Geschäftsjahr gewährte Performance Share Units
Anzahl
Beizulegender Zeitwert bei Gewährung
in €
Im Geschäftsjahr verfallene Performance Share Units
Anzahl
Im Geschäftsjahr ausgeübte Performance Share Units
Anzahl
Max Conze 2018 0 34.438 857.500 0 0
2017 - - - - -
Conrad Albert 2018 95.639 44.177 1.100.000 0 25.658
2017 90.849 30.019 800.000 0 25.229
Dr. Jan Kemper 2018 30.019 39.358 980.000 0 0
2017 0 30.019 800.000 0 0
Sabine Eckhardt1 2018 30.019 32.531 810.000 0 0
2017 0 30.019 800.000 0 0
Jan Dayd Frouman 2018 53.577 32.531 810.000 0 0
2017 23.558 30.019 800.000 0 0
Thomas Ebeling2 2018 82.024 0 0 49.952 32.072
2017 113.560 0 0 0 31.536
Christof Wahl2 2018 77.577 0 0 26.897 0
2017 47.558 30.019 800.000 0 0
Dr. Gunnar Wiedenfels1 2018 - - - - -
2017 39.962 0 0 25.870 14.092
Dr. Ralf Schremper1 2018 - - - - -
2017 39.962 0 0 15.879 0
Gesamt 2018 368.855 183.035 4.557.500 76.849 57.730
2017 355.449 150.095 4.000.000 41.749 70.857
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Group Share Plan / Performance Share Plan3
Am Ende des Geschäftsjahres ausstehende Performance Share Units
Anzahl
Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütung4in €
Max Conze 34.438 45.623
- -
Conrad Albert 114.158 -86.591
95.639 451.938
Dr. Jan Kemper 69.377 63.343
30.019 382.556
Sabine Eckhardt1 62.550 49.454
30.019 382.556
Jan Dayd Frouman 86.108 119.065
53.577 468.226
Thomas Ebeling2 0 86.717
82.024 3.425
Christof Wahl2 50.680 -252.937
77.577 555.506
Dr. Gunnar Wiedenfels1 - -
0 38.303
Dr. Ralf Schremper1 - -
24.083 -11.643
Gesamt 417.311 24.673
392.938 2.270.867

1 Die Vorstände Sabine Eckhardt, Dr. Gunnar Wiedenfels und Dr. Ralf Schremper verfügen zudem über PSUs aus ihrer Tätigkeit vor der Zugehörigkeit zum Vorstand, die ihnen nicht als Vergütung für ihre Funktion als Vorstand gewährt worden sind und daher auch nicht in der Übersicht aufgeführt werden. Dr. Gunnar Wiedenfels ist mit Wirkung zum 31.03.2017 und Dr. Ralf Schremper mit Wirkung 31.07.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, Angaben zu ihren aktienbasierten Vergütungsinstrumenten finden sich im Kapitel zu den Gesamtbezügen der ehemaligen Mitglieder des Vorstands.
2 Thomas Ebeling ist zum 22.02.2018 und Christof Wahl zum 31.07.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Hinsichtlich der Auswirkungen auf den Group Share Plan verweisen wir auf den Abschnitt "Erläuterungen zur Vergütung ausgeschiedener bzw. ausscheidender Vorstandsmitglieder".
3 Nominal beträge der PSUs bei Gewährung. Aus dem Group Share Plan wurden letztmalig im Geschäftsjahr 2017 PSUs zugeteilt; im Geschäftsjahr 2018 erfolgte die Zuteilung unter dem neuen Performance Share Plan.
4 Der Gesamtaufwand im Geschäftsjahr 2018 beinhaltet für den Group Share Plan 2015 eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units {86%) bewertet zum Stichtag 31.12.2018. Es wurden keine Anpassungen aufgrund des Verwässerungsschutzes oder aufgrund einer individuellen Erhöhung durch den Aufsichtsrat vorgenommen. Der Gesamtaufwand im Geschäftsjahr 2017 beinhaltet für den Group Share Plan 2014 eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units (100%) bewertet zum Stichtag 31.12.2017. Aufgrund von Aktienkursrückgängen im Geschäftsjahr 2018 ist der Gesamtaufwand bei Conrad AI bert und Christof Wahl negativ; bei Dr. Ralf Schremper ist der Gesamtaufwand aufgrund von Aktienkursrückgängen im Geschäftsjahr 2017 negativ.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden 57.730 Performance Share Units aus dem Group Share Plan ausgeübt und 76.849 Performance Share Units aus dem Group Share Plan sind verfallen. Bezüglich der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Performance Share Units aus dem Performance Share Plan verweisen wir auf den Konzernanhang unter Ziffer 31.

Weiterführende Informationen zu den vom Vorstand gehaltenen Aktien der Gesellschaft befinden sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite XX.

Sonstige Vergütungsbestandteile

Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Vorstands weder Darlehen gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen übernommen. Conrad Albert erhält eine Einmalvergütung in Höhe von 73.000 Euro für seine besonderen Verdienste im Rahmen der CEO Übergangsphase im Geschäftsjahr 2018

Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Der DCGK empfiehlt, einzelne Vergütungskomponenten für jedes Vorstandsmitglied nach bestimmten Kriterien individuell offenzulegen. Er empfiehlt weiter, für deren - teils vom DRS 17 abweichende - Darstellung die dem DCGK beigefügten Mustertabellen zu verwenden.

Gewährte Zuwendungen nach DCGK

In der nachfolgenden Tabelle werden die für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie die für das Geschäftsjahr 2018 erreichbaren Minimal- und Maximalvergütungen dargestellt, die den aktiven Vorständen für ihre Tätigkeit als Vorstand gewährt wurden. Abweichend zur Darstellung der Gesamtvergütung nach DRS 17 ist die einjährige variable Vergütung den Anforderungen des DCGK entsprechend mit dem Zielwert, das heißt dem Wert, der bei einer Zielerreichung von 100 Prozent an das Vorstandsmitglied gewährt wird, anzugeben. Der Grad der jeweiligen Zielerreichung für ein Geschäftsjahr, d.h. der Umfang, in dem der bei 100 Prozent Zielerreichung zahlbare Betrag über - bzw. unterschritten wurde, ergibt sich aus dem Vergleich der für ein Geschäftsjahr gewährten variablen Vergütung mit den entsprechenden Angaben zu dem tatsächlich für das betreffende Geschäftsjahr zugeflossenen variablen Vergütung in der Zuflusstabelle nach DCGK. Des Weiteren ist der Versorgungsaufwand, das heißt der Dienstzeitaufwand nach IAS 19, in die Gesamtvergütung nach DCGK einzurechnen.

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Max Conze
Gewährte Zuwendungen Vorstandsvorsitzender
in Tsd Euro seit 01.06.2018
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung 857,5 857,5 857,5 -
Nebenleistungen1 47,6 47,6 47,6 -
Summe fixe Vergütung 905,1 905,1 905,1 -
Einjährige variable Vergütung2 735,0 735,0 735,0 -
Mehrjährige variable Vergütung
Performance Share Plan (2018-2021) 857,5 0,0 1.715,0 -
Sonstiges3 3.000,0 3.000,0 3.000,0 -
Summe variable Vergütung 4.592,5 3.735,0 5.450,0 -
Versorgungsaufwand4 142,9 142,9 142,9 -
Gesamtvergütung (DCGK) 5.640,5 4.783,0 6.498,0 -

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O). In den Nebenleistungen bei Max Conze sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung und Umzugs kosten enthalten.
2 Max Conze erhält für das Geschäftsjahr 2018 als einjährige variable Vergütung einen zeitanteiligen, erfolgsunabhängigen Betrag in Höhe von 735.000 Euro.
3 Max Conze erhält einen einmaligen Sign-on-Bonus in Höhe von 3 Mio Euro und ist Verpflichtetaus dem um die gesetzlichen Abzüge verringerten Netto-Betrag des Sign-on-Bonus Aktien der Gesellschaft im Volumen von 1,5 Mio Euro zu erwerben.
4 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19. Bei Max Conze handelt es sich für 2018 aufgrund der unterjährigen Gewährung der Pensionszusage um den nachzuverechnenden Dienstzeitaufwand (Past Service Costs).

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Conrad Albert
Gewährte Zuwendungen
in Tsd Euro
stv. Vorstandsvorsitzender, Group General Counsel seit 01.10.2011
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung 1.100,0 1.100,0 1.100,0 725,0
Nebenleistungen1 9,7 9,7 9,7 9,8
Summe fixe Vergütung 1.109,7 1.109,7 1.109,7 734,8
Einjährige variable Vergütung 550,0 0,0 1.100,0 400,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid Term Incentive Plan (2016-2018)2 373,4 373,4 373,4 333,3
Group Share Plan (2017-2020) - - - 800,0
Performance Share Plan (2018-2021) 1.100,0 0,0 2.200,0 -
Sonstiges3 73,0 73,0 73,0 -
Summe variable Vergütung 2.096,4 446,4 3.746,4 1.533,3
Versorgungsaufwand4 129,7 129,7 129,7 127,0
Gesamtvergütung (DCGK) 3.335,8 1.685,8 4.985,8 2.395,1

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O).
2 Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus, d.h. 1,04 Mio Euro abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.
3 Conrad Albert erhält eine Einmalvergütung für seine besonderen Verdienste im Rahmen der CEO Übergangsphase im Geschäftsjahr 2018.
4 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19.

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Dr. Jan Kemper
Gewährte Zuwendungen Group CFO und Vorstand Commerce
in Tsd Euro bis 31.03.2019
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung 980,0 980,0 980,0 379,2
Nebenleistungen1 53,0 53,0 53,0 29,7
Summe fixe Vergütung 1.033,0 1.033,0 1.033,0 408,9
Einjährige variable Vergütung2 423,0 423,0 423,0 379,2
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)3 1.359,6 359,6 359,6 333,0
Group Share Plan (2017-2020) - - - 800,0
Performance Share Plan (2018-2021) 980,0 0,0 1.960,0 -
Sonstiges4 - - - 2.000,0
Summe variable Vergütung 1.762,6 782,6 2.742,6 3.512,2
Versorgungsaufwand5 103,4 103,4 103,4 59,1
Gesamtvergütung (DCGK) 2.899,0 1.919,0 3.879,0 3.980,1

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O). In den Nebenleistungen bei Dr. Jan Kemper sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung enthalten.
2 Dr. Jan Kemper wird mit Wirkung zum 31.03.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, sein Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 31.03.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Dr. Jan Kemper eine Zahlung in Höhe von 423.000 Euro.
3 Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus, d.h. 0,7 Mio Euro, abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.
4 Im Geschäftsjahr 2017 hat Dr. Jan Kemper eine Kompensationszahlung für verfallene Ansprüche aus dem Aktienoptionsprogramm seines vorherigen Dienstherrn erhalten.
5 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19. Bei Dr. Jan Kemper handeltes sich für 2017 aufgrund der unterjährigen Gewährung der Pensionszusage um den nachzuverechnenden Dienstzeitaufwand (Past Service Costs).

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Sabine Eckhardt
Gewährte Zuwendungen Vorstand Vertrieb & Marketing
in Tsd Euro bis 30.04.2019
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung 810,0 810,0 810,0 510,0
Nebenleistungen1 8,2 8,2 8,2 8,7
Summe fixe Vergütung 818,2 818,2 818,2 518,7
Einjährige variable Vergütung2 321,0 321,0 321,0 375,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)3 360,0 360,0 360,0 333,3
Group Share Plan (2017-2020) - - - 800,0
Performance Share Plan (2018-2021) 810,0 0,0 1.620,0 -
Summe variable Vergütung 1.491,0 681,0 2.301,0 1.508,3
Versorgungsaufwand4 86,8 86,8 86,8 85,0
Gesamtvergütung (DCGK) 2.396,0 1.586,0 3.206,0 2.112,0

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O).
2 Sabine Eckhardt wird mit Wirkung zum 30.04.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, ihr Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 30.04.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Sabine Eckhardt eine Zahlung in Höhe von 321.000 Euro.
3 Der Mid Term Incentive Plan wird-in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus, d.h. 0,7 Mio Euro, abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.
4 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19. Bei Sabine Eckhardt handelt es sich für 2017 aufgrund der unterjährigen Gewährung der Pensionszusage um den nachzuverechnenden Dienstzeitaufwand (Past Service Costs).

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Jan David Frouman
Gewährte Zuwendungen
in Tsd Euro
Vorstand Content Production & Global Sales bis 28.02.2019
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung 855,0 855,0 855,0 555,0
Nebenleistungen1 9,7 9,7 9,7 9,7
Summe fixe Vergütung 864,7 864,7 864,7 564,7
Einjährige variable Vergütung 400,0 0,0 800,0 325,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 373,4 373,4 373,4 333,3
Group Share Plan (2017-2020) - - - 800,0
Performance Share Plan (2018-2021) 810,0 0,0 1.620,0 -
Summe variable Vergütung 1.583,4 373,4 2.793,4 1.458,3
Versorgungsaufwand3 96,0 96,0 96,0 91,6
Gesamtvergütung (DCGK) 2.544,1 1.334,1 3.754,1 2.114,6

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O).
2 Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus, d.h. 1,04 Mio Euro, abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.
3 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19.

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Thomas Ebeling1
Gewährte Zuwendungen Group CEO
in Tsd Euro bis 22.02.2018
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung 166,7 166,7 166,7 1.000,0
Nebenleistungen2 11,0 11,0 11,0 120,2
Summe fixe Vergütung 177,7 177,7 177,7 1.120,2
Einjährige variable Vergütung - - - 1.000,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018) 500,0 0,0 1.250,0 500,0
Group Share Plan (2017-2020) - - - -
Performance Share Plan (2018-2021) - - - -
Summe variable Vergütung 500,0 0,0 1.250,0 1.500,0
Versorgungsaufwand3 213,0 213,0 213,0 209,2
Gesamtvergütung (DCGK) 890,7 390,7 1.640,7 2.829,4

1 Thomas Ebeling ist mit Wirkung zum 22.02.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 22.02.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Februar 2018, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Der Anspruch von Thomas Ebeling auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten. Der Mid-Term Incentive Plan wurde für die Planjahre 2016 bis 2018 durch Zahlung in Höhe des ZielWerts, d.h. 1,5 Mio Euro, vorzeitig abgewickelt.
2 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O). In den Nebenleistungen bei Thomas Ebelingsind zusätzlich Leistungen für Fahrdienste und Heimflüge enthalten.
3 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19.

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Christof Wahl1
Gewährte Zuwendungen COO Entertainment
in Tsd Euro bis 31.07.2018
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung 297,5 297,5 297,5 510,0
Nebenleistungen2 5,5 5,5 5,5 8,0
Summe fixe Vergütung 303,0 303,0 303,0 518,0
Einjährige variable Vergütung - - - 325,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)| 333,3 0,0 833,3 333,3
Group Share Plan (2017-2020) - - - 800,0
Performance Share Plan (2018-2021) - - - -
Summe variable Vergütung [ 333,3 0,0 833,3 1.458,3
Versorgungsaufwand3 92,9 92,9 92,9 88,0
Gesamtvergütung (DCGK) 729,2 395,9 1.229,2 2.064,3

1 Christof Wahl ist mit Wirkung zum 31.07.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2018, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Der Anspruch von Christof Wahl auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten. Der Mid-Term Incentive Plan wurde für die Planjahre 2016 bis 2018 durch Zahlung in Höhe des Zielwerts, d.h. 1,0 Mio Euro, vorzeitig abgewickelt.
2 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O).
3 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19.

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Dr. Gunnar Wiedenfels1
Gewährte Zuwendungen Group CFO
in Tsd Euro bis 31.03.2017
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung - - - 127,5
Nebenleistungen2 - - - 4,2
Summe fixe Vergütung - - - 131,7
Einjährige variable Vergütung - - - 81,3
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018) - - - -
Group Share Plan (2017-2020) - - - -
Performance Share Plan (2017-2020) - - - -
Summe variable Vergütung - - - 81,3
Versorgungsaufwand3 - - - 84,2
Gesamtvergütung (DCGK) - - - 297,2

1 Dr. Gunnar Wiedenfels ist mit Wirkung zum 31.03.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.03.2017. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis März 2017, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Da die dreijährige Wartezeit für den Eintritt der vertraglichen Unverfallbarkeit bei der betrieblichen Altersversorgung nicht erreicht wurde, bestehen unter dem Versorgungsvertrag nur Ansprüche, die Dr. Gunnar Wiedenfels aus Anwartschaften aus Entgeltumwandlung erworben hat. Zudem verfallen aufgrund der vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags vor Planlaufzeit alle Ansprüche aus den Mid-Term Incentive Plan ersatzlos.
2 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O). In den Nebenleistungen bei Dr. Gunnar Wiedenfels sind zusätzlich Leistungen für Fahrdienste enthalten.
3 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19.

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Dr. Ralf Schremper1
Gewährte Zuwendungen Chief Investment Officer - CIO
in Tsd Euro bis 31.07.2017
2018 2018 (Min.) 2018 (Max.) 2017
Festvergütung - - - 297,5
Nebenleistungen2 - - - 7,1
Summe fixe Vergütung - - - 304,6
Einjährige variable Vergütung - - - 0,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018) - - - 333,3
Group Share Plan (2017-2020) - - - -
Performance Share Plan (2018-2021) - - - -
Summe variable Vergütung - - - 333,3
Versorgungsaufwand3 - - - 89,4
Gesamtvergütung (DCGK) - - - 727,4

1 Dr. Ralf Schremper ist mit Wirkung zum 31.07.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2017. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2017, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Der Anspruch von Dr. Ralf Schremper auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2017 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten. Der Mid-Term Incentive Plan wurde anteilig für die Planjahre 2016 und 2017 durch Zahlung in Höhe von 2/3 des Zielwerts, d.h. 0,67 Mio Euro, vorzeitig abgewickelt.
2 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O).
3 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19.

Bezüglich der Aufhebungsvereinbarungen von Thomas Ebeling, Christof Wahl, Dr. Jan Kemper und Sabine Eckhardt sowie dem Ausscheiden von Jan David Frouman verweisen wir auf den Abschnitt "Erläuterungen zur Vergütung ausgeschiedener bzw. ausscheidender Vorstandsmitglieder".

Zufluss gemäß DCGK

Da die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr gewährte Vergütung teilweise nicht mit einer Zahlung in dem jeweiligen Geschäftsjahr einhergeht, wird - in Übereinstimmung mit der entsprechenden Empfehlung des DCGK - in einer gesonderten Tabelle dargestellt, in welcher Höhe ihnen für das Geschäftsjahrfür ihre Tätigkeit als Vorstand Mittel zufließen.

Entsprechend den Empfehlungen des DCGK sind die fixe Vergütung und die einjährige variable Vergütung als Zufluss für das jeweilige Geschäftsjahr anzugeben. Aktienbasierte Vergütungen gelten gemäß DCGK zu dem nach deutschem Steuerrecht maßgeblichen Zeitpunkt und Wert als zugeflossen.

Den Empfehlungen des DCGK folgend, entspricht der Versorgungsaufwand im Sinne des Dienstzeitaufwands nach IAS 19 bei den Angaben zum Zufluss den zugeführten Beiträgen, obwohl er keinen tatsächlichen Zufluss im engeren Sinne darstellt.

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Max Conze8 Conrad Albert Dr. Jan Kemper9
Zufluss
in Tsd Euro
Vorstandsvorsitzender stv. Vorstandvorsitzender, Group General Counsel Group CFO
seit 01.06.2018 seit 01.10.2011 bis 31.03.2019
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 857,5 - 1.100,0 725,0 980,0 379,2
Nebenleistungen1 47,6 - 9,7 9,8 53,0 29,7
Summe fixe Vergütung 905,1 - 1109,7 734,8 1.033,0 408,9
Einjährige variable Vergütung 735,0 - 422.4 396,8 423,0 341,3
Mehrjährige variable Vergütung2
Mid-Term Incentive Plan (2019-2018)3 - - 1.040,0 - 692,6 -
Group Share PI an (2013-2016)4 - - - 1.048,3 - -
Group Share PI an (2014-2017)5 - - 774,9 - - -
Group Share Plan (2015-2018) - - - - - -
Group Share Plan (2016-2019) - - - - - -
Sonstiges6 3.000,0 - 73,0 - - 2.000,0
Summe variable Vergütung 3.735,0 - 2.310,3 1.445.1 1.115,6 2.3413
Versorgungsaufwand7 142,9 - 129,7 127,0 103,4 59,1
Gesamtvergütung (DCGK) 4.783,0 - 3.549,7 2.306,9 2.252,0 2.809,3
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Sabine Eckhardt10 Jan David Frouman Thomas Ebeling11
Zufluss
in Tsd Euro
Vorstand Vertrieb & Marketing Vorstand Content Production & Global Sales Group CEO
bis 30.04.2019 bis 28.02.2019 bis 22.012018
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 810,0 510,0 855,0 555,0 166,7 1.000,0
Nebenleistungen1 8,2 8,7 9,7 9,7 11,0 120,2
Summe fixe Vergütung 818,2 518,7 864,7 564,7 177,7 1.120,2
Einjährige variable Vergütung 321,0 331,9 215,6 162,5 - 832,0
Mehrjährige variable Vergütung2
Mid-Term Incentive Plan (2019-2018)3 693,3 - 1.040,0 - - -
Group Share PI an (2013-2016)4 - - - - - 1.310,4
Group Share PI an (2014-2017)5 - - - - - -
Group Share Plan (2015-2018) - - - - - -
Group Share Plan (2018-2019) - - - - - -
Sonstiges6 - - - - - -
Summe variable Vergütung 1.014,3 331,9 1255,6 162,5 0,0 1142,4
Versorgungsaufwand7 86,8 85,0 96,0 91,6 213,0 209,2
Gesamtvergütung (DCGK) 1.919,3 935,6 2.216,3 818,8 390,7 3.471,8
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Christof Wahl" Dr. Gunnar Wiedenfels13 Dr. Ralf Schremper14
Zufluss
in Tsd Euro
COO Entertainment Group CFO Chief Investment Officer - CIO
bis 31.07.2018 bis 31.03.2017 bis 31.07.2017
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 297,5 510,0 - 127,5 - 297,5
Nebenleistungen1 5,5 8.0 - 4,2 - 7,1
Summe fixe Vergütung 303,0 518,0 - 131,7 - 304,6
Einjährige variable Vergütung - 322,4 - 81,3 - 0,0
Mehrjährige variable Vergütung2
Mid-Term Incentive Plan (2019-2018)3 - - - - - -
Group Share PI an (2013-2016)4 - - - - - -
Group Share PI an (2014-2017)5 - - - - - -
Group Share Plan (2015-2018) - - - 319,9 - -
Group Share Plan (2018-2019) - - - 200,0 - -
Sonstiges6 - - - - -
Summe variable Vergütung 0,0 322,4 - 601,2 - 0,0
Versorgungsaufwand7 92,9 88,0 - 84,2 - 89,4
Gesamtvergütung (DCGK) 395,9 928,4 - 817,1 - 394,0

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenberatstellung und Versicherungsprämien (exkl.O&O). In den Nebenleistungen bei Thomas Ebeling und Dr. Gunnar Wiedenfels sind zusätzlich Leistungen für Fahrdienste und bei Thomas Ebeling zudem für Heimflüge enthalten. In den Nebenleistungen bei Max Conze sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung und Umzugskosten enthalten. Bei Dr. Jan Kemper sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung enthalten.
2 Neben der Vergütung als Vorstandsmitglied sind den Vorständen Dr. Gunnar Wiedenfels. Dr. Ralf Schremper und Sabine Eckhardt aufgrund des Bestands an Anrechten aus der Zelt vor der Aufnahme der Vorstandstätigkeit Beträge aus der mehrjährigen variablen Vergütung im Geschäftsjahr 2017 und 2018 zugeflossen.
3 Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.
4 Die Auszahlung für den Group Share Plan 2013 beinhaltet eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units (108%) bewertet nach Planbedingungen mit einem Aktienkurs zum Umtauschverhältnis-Ermittlungszeitpunkt. Es wurden keine Anpassungen aufgrund eines Verwässerungsschutzes oder aufgrund einer individuellen Erhöhung durch den Aufsichtsrat vorgenommen.
5 Die Auszahlung für den Group Share Plan 2014 beinhaltet eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units (100%) bewertet nach Planbedingungen mit einem Aktienkurs zum Umtauschverhältnis-Ermittlungszeitpunkt. Es wurden keine Anpassungen aufgrund eines Verwässerungsschutzes oder aufgrund einer individuellen Erhöhung durch den Aufsichtsrat vorgenommen.
6 Max Conze erhält einen einmaligen Sign-on-Bonus in Hohe von 3 Mio Euro und ist verpflichtet aus dem um die gesetzlichen Abzüge verringerten Netto-Betrag des Sign-on-Bonus Aktien der Gesellschaftim Volumen von 1.5 Mio Euro zu erwerben. Conrad Albert erhält eine Einmalvergütung für seine besonderen Verdienste im Rahmen der CEO Übergangsphase Im Geschäftsjahr 2018. im Geschäftsjahr 2017 hat Dr. Jan Kemper eine Kompensationszahlung für verfallene Ansprüche aus dem Aktienoptionsprogramm seines vorherigen Dienstherrnerhalten.
7 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS19. Bei Sabine Eckhardt und Dr. Jan Kemper handelt es sich für 2017 und bei Max Conze für 2018 aufgrund der unterjährigen Gewährung der Pensionszusage um den nachzuverechnenden Dienstzeitaufwand (Past Service Cos ts).
8 8 Max Conze erhält für das Geschäftsjahr 2018 als einjährige variable Vergütung einen zeitanteiligen, erfolgsunabhängigen Betrag in Höhe von 735.000 Euro.
9 Dr. Jan Kemper wird mit Wirkung zum 31.03.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, sein Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 31.03.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Dr. Jan Kemper eine Zahlung in Höhe von 423.000 Euro.
10 Sabine Eckhardt wird mit Wirkung zum 30.04.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, ihr Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 3004.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Sabine Eckhardt eine Zahlung in Höhe von 321.000 Euro.
11 Thomas Ebering ist mit Wirkung zum 22.02.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 22.02.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Februar 2018, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Der Anspruch von Thomas Ebeling auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten.
12 Christof Wahl Ist mit Wirkung zum 31.07.2018 aus dem Verstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2018. der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Der Anspruch von Christof Wahl auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten.
13 Dr. Gunnar Wiedenfels Ist mit Wirkung zum 3103.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.03.2017. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Marz 2017, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Da die dreijährige Wartezeit für den Eintritt der vertraglichen Unverfallbarkeit bei der betrieblichen Altersversorgung nicht erreicht wurde, bestehen unter dem Versorgungsvertrag nur Ansprüche, die Dr. Gunnar Wiedenfels aus Anwartschaften aus Entgeltumwandlung erworben hat. Die zum Beendigungstermin laut Planbedingungen unverfallbaren Performance Share Units aus dem Group Share Plan 2015 und 2016 werden in bar abgelöst; im Übrigen verfallen die bis zum Beendigungszeitpunkt nicht getesteten PSUs ersatzlos. Als einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) erhielt Dr. Gunnar Wiedenfels einen zeitanteiligen, erfolgsunabhängigen Betrag in Höhe von 81.250 Euro.
14 Dr. Ralf Schremper ist mit Wirkung zum 31.07.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Ansteilungs vertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2017. Die ausgewiesene fixe bezieht sich auf die Monate Januar bis Juli 2017, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Der Anspruch von Dr. Ralf Schremper auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2017 ist rwt der Abfindung vollständig abgegolten.

Nachvertragliches Wettbewerbsverbot

Für alle Vorstandsmitglieder wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot für die Dauer von einem Jahr nach Beendigung des Dienstvertrags vereinbart. Zu den Vereinbarungen für ausgeschiedene bzw. ausscheidende Vorstandsmitglieder verweisen wir auf den Abschnitt "Erläuterungen zur Vergütung ausgeschiedener bzw. ausscheidender Vorstandsmitglieder".

Sofern das nachvertragliche Wettbewerbsverbot zur Anwendung kommt, erhalten die Vorstandsmitglieder für die Dauer des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots eine monatliche Karenzentschädigung, die jeweils 1/12 von 75 Prozent der von ihnen zuletzt bezogenen Jahresvergütung beträgt. Für Zwecke der Karenzentschädigung ist als Jahresvergütung die Summe aus Festvergütung, Performance Bonus sowie gegebenenfalls zusätzlich gewährte mehrjährige Vergütungsbestandteile anzusetzen. Bei der Berechnung ist für den Performance Bonus eine Zielerreichung von 100 Prozent zu unterstellen und bei mehrjährigen Vergütungsbestandteilen der Wert bei Zuteilung, bzw., sofern keine jährliche Zuteilung erfolgt, der anteilig auf ein Jahr der Planlaufzeit entfallende Wert bei Zuteilung zugrunde zu legen. Ein durch eigene Arbeitskraft während der Dauer des Wettbewerbsverbots erworbenes Einkommen ist auf die Karenzentschädigung insoweit anzurechnen, als es - bezogen auf ein Jahr - 50 Prozent der zuletzt bezogenen Jahresvergütung übersteigt. Die Gesellschaft kann vor Beendigung des Vertrages auf das Wettbewerbsverbot verzichten;in diesem Fall besteht der Anspruch auf Karenzentschädigung nur für den Zeitraum zwischen Beendigung des Vertrages und dem Ablauf von sechs Monaten nach Zugang der Verzichtserklärung. Im Übrigen gelten die §§ 74 ff. HGB entsprechend.

Die folgende Tabelle zeigt die Nettobarwerte der für das nachvertragliche Wettbewerbsverbot zahlbaren Entschädigungen. Es handelt sich hierbei um die Barwerte der Beträge, die in dem angenommenen Fall gezahlt würden, falls Vorstandsmitglieder das Unternehmen zum regulären Ende ihrer jeweiligen aktuellen Vertragslaufzeit verlassen würden und die vertragsgemäßen Leistungen, die sie unmittelbar vor Beendigung des Dienstvertrages beziehen, gleich hoch sind wie die zuletzt bezogene Jahresvergütung. Es ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Entschädigungen für das nachvertragliche Wettbewerbsverbot von den hier dargestellten Beträgen abweichen werden. Dies hängt vom genauen Zeitpunkt der Beendigung des Dienstvertrages sowie von der Vergütungshöhe zu diesem Zeitpunkt ab.

Karenzentschädigung

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in Tsd Euro Vertragslaufzeit Nettobarwert der Karenzentschädigung1
Max Conze 31.05.2021 3.094,7
Conrad Albert 30.04.2021 2.028,1
Summe 5.122,8

1 Für diese Berechnung wurden die folgenden Abzinsungssätze nach IAS 19 verwendet: Max Conze 0,74% und Conrad Albert0,72%.

Gesamtbezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge in Höhe von 14,5 Mio Euro (Vorjahr: 4,7 Mio Euro) ausbezahlt. Darin enthalten sind die Auszahlung von 109.046 Performance Share Units aus dem GroupShare Plan 2014 in Höhe von 2,5 Mio Euro (Vorjahr: 2,6 Mio Euro), die Abfindung für Thomas Ebeling in Höhe von 6,9 Mio Euro, die mit Beendigungszeitpunkt zum 22. Februar 2018 zahlbar war sowie die Abfindung für Christof Wahl in Höhe von 2,0 Mio Euro, die mit Beendigungstermin zum 31. Juli 2018 zahlbar war. Gemäß Aufhebungsvereinbarung wurde für die Teilnahme von Christof Wahl am Group Share Plan eine Rückstellung in Höhe von 0,5 Mio Euro gebildet. Zudem hat Christof Wahl noch Versorgungsbeiträge in Höhe von 0,1 Mio Euro und Thomas Ebeling in Höhe von 0,3 Mio Euro erhalten. Darüber hinaus wurden an ehemalige Mitglieder des Vorstands Versorgungsleistungen in Höhe von 2,3 Mio Euro (Vorjahr: 0,4 Mio Euro) gezahlt. Die Pensionsrückstellungen für frühere Vorstandsmitglieder betrugen zum 31. Dezember 2018 nach IFRS 12,8 Mio Euro (Vorjahr: 14,4 Mio Euro). Die Rückstellungen für Thomas Ebeling und Christof Wahl sind in der Tabelle Gesamtvergütung des Vorstands nach DRS 17 enthalten.

Pensionsrückstellungen

Im Geschäftsjahr 2018 sind den Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstands nach IFRS insgesamt 0,8 Mio Euro (Vorjahr: 1,5 Mio Euro) zugeführt worden. Hiervon entfallen 0,7 Mio Euro auf den laufenden Dienstzeitaufwand (Vorjahr: 0,7 Mio Euro), 0,5 Mio Euro auf Zinsaufwendungen (Vorjahr: 0,5 Mio Euro) sowie 0,5 Mio Euro auf versicherungsmathematische Verluste (Vorjahr: 0,04 Mio Euro versicherungsmathematische Gewinne) und minus 2,3 Mio Euro (Vorjahr: minus 0,4 Mio Euro) auf Pensionszahlungen. Des Weiteren wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Entgeltumwandlungen in Höhe von 1,2 Mio Euro (Vorjahr: 0,6 Mio Euro) vorgenommen. Zum 31. Dezember 2018 beliefen sich die Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstands in Summe auf 28,0 Mio Euro (Vorjahr: 27,2 Mio Euro).

D&O-Versicherung

Die Vorstandsmitglieder sind in eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung (D&O-Versicherung) einbezogen. Diese D&O-Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass Vorstandsmitglieder bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit für die Gesellschaft für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Die Versicherung enthält eine Selbstbehaltsregelung, wonach ein in Anspruch genommenes Vorstandsmitglied in jedem Versicherungsfall insgesamt 10 Prozent des Schadens und für alle Versicherungsfälle in einem Versicherungsjahr maximal 150 Prozent der jeweiligen festen jährlichen Vergütung selbst trägt. Maßgeblich für die Berechnung des Selbstbehalts ist die feste Vergütung in dem Kalenderjahr, in dem die Pflichtverletzung begangen wurde.

Vergütung des Aufsichtsrats

Struktur und Bestandteile der Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der Gesellschaft festgelegt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste jährliche Vergütung. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt die feste Vergütung 250.000 Euro, für seinen Stellvertreter 150.000 Euro sowie für alle sonstigen Mitglieder des Aufsichtsrats 100.000 Euro. Der Vorsitzende eines Ausschusses des Aufsichtsrats erhält zusätzlich eine feste jährliche Vergütung von 30.000 Euro, für den Vorsitzenden des Audit and Finance Committee beträgt die zusätzliche feste Vergütung 50.000 Euro. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ferner eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 7.500 Euro. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 2.000 Euro. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Sitzungsgeld 3.000 Euro für jede persönliche Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Eine erfolgsorientierte variable Vergütung wird nicht gewährt.

Die derzeit amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats haben gegenüber dem Aufsichtsrat im Rahmen einer "Selbstverpflichtung" erklärt, dass sie für jeweils 20 Prozent der gewährten jährlichen festen Vergütung gemäß § 14 Abs. 1 und 2 der Satzung (vor Abzug von Steuern) jährlich Aktien der ProSiebenSat.1 Media SE kaufen und jeweils für die Dauer von vier Jahren, längstens aber während der Dauer ihrer Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE, halten werden;im Falle einer Wiederwahl gilt die Halteverpflichtung jeweils für die einzelnen Amtsperioden. Mit dieser Selbstverpflichtung zur Investition in ProSiebenSat.1 Media SE-Aktien und zum Halten dieser Aktien wollen die Aufsichtsratsmitglieder ihr Interesse an einem langfristigen, nachhaltigen Unternehmenserfolg unterstreichen.

Weiterführende Informationen zu den vom Aufsichtsrat gehaltenen Aktien der Gesellschaft befinden sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite XX.

Die Aufsichtsratsmitglieder bezogen für das Geschäftsjahr 2018 folgende Vergütung:

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in Tsd Euro Fixe Grundvergütung Vergütung Präsidialausschuss Vergütung Prüfungsausschuss Vergütung Personalausschuss Sitzungsgeld persönliche Teilnahme
Dr. Werner Brandt
Vorsitzender 2018 250,0 30,0 0,0 30,0 81,0
2017 250,0 30,0 0,0 30,0 48,0
Dr. Marion Helmes
Stellvertretende Vorsitzende 2018 150,0 30,0 7,5 7,5 52,0
2017 150,0 30,0 7,5 7,5 38,0
Lawrence A. Aidem 2018 100,0 7,5 0,0 0,0 36,0
2017 100,0 7,5 0,0 0,0 26,0
Antoinette (Annet) P. Aris1 2018 37,7 0,0 2,8 2,8 22,0
2017 100,0 0,0 7,5 7,5 32,0
Adam Cahan 2018 100,0 0,0 0,0 0,0 26,0
2017 100,0 0,0 0,0 0,0 22,0
Angelika Gifford 2018 100,0 0,0 4,7 7,5 44,0
2017 100,0 0,0 0,0 7,5 24,0
Erik Adrianus Hubertus Huggers 2018 100,0 0,0 0,0 0,0 28,0
2017 100,0 0,0 0,0 0,0 22,0
Matjorie Kaplan2 2018 62,7 0,0 0,0 0,0 18,0
2017 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ketan Mehta 2018 100,0 7,5 0,0 0,0 38,0
2017 100,0 7,5 0,0 0,0 28,0
Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher 2018 100,0 0,0 50,0 4,7 52,0
2017 100,0 0,0 50,0 0,0 38,0
Summe 2018 1.100,4 75,0 65,0 52,5 397,0
2017 1.100,0 75,0 65,0 52,5 278,0
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in Tsd Euro Gesamt
Dr. Werner Brandt
Vorsitzender 391,0
358,0
Dr. Marion Helmes
Stellvertretende Vorsitzende 247,0
233,0
Lawrence A. Aidem 143,5
133,5
Antoinette (Annet) P. Aris1 65,3
147,0
Adam Cahan 126,0
122,0
Angelika Gifford 156,2
131,5
Erik Adrianus Hubertus Huggers 128,0
122,0
Matjorie Kaplan2 80,7
0,0
Ketan Mehta 145,5
135,5
Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher 206,7
188,0
Summe 1.689,9
1.570,5

1 Mitglied des Aufsichtsrats bis 16. Mai 2018
2 Mitglied des Aufsichtsrats seit 16. Mai 2018

Zusätzlich zu dieser fixen Jahresvergütung bzw. den Sitzungsgeldern erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der auf ihre Vergütung und Auslagen zu entrichtenden Umsatzsteuer.

Eine D&O-Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass Organmitglieder bei der Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder ist in der Versicherung nicht vereinbart.

Vergütungen und Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Geschäftsjahr 2018 bis auf die nachfolgend erwähnte Ausnahme nicht gewährt Erik Adrianus Hubertus Huggers war im vierten Quartal 2018 als Berater für die 7TV Joint Venture GmbH, München ("7TV") tätig. Die 7TV Joint Venture GmbH hat in diesem Zeitraum Beratungsdienstleistungen auf vertraglicher Grundlage in Höhe von 150.000 Euro von Erik Adrianus Hubertus Huggers bezogen. Die vertragliche Vereinbarung wurde für das vierte Quartal 2018 abgeschlossen und endete am 31. Dezember 2018. Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden vom Unternehmen keine Kredite gewährt.

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nach DRS 17 Max Conze5Vorstandsvorsitzender Conrad Albert Group General Counsel Dr. Jan Kemper6Group CFO
in Tsd Euro seit 01.06.2018 seit 01.10.2011 bis 31.03.2019
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 857,5 - 1.100,0 725,0 980,0 379,2
Nebenleistungen1 47,6 - 9,7 9,8 53,0 29,7
Summe fixe Vergütung 905,1 - 1.109,7 734,8 1.033,0 408,9
Einjährige variable Vergütung 735,0 - 422,4 396,8 423,0 341,3
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 - - 1.040,0 - 692,6 -
Group Share Plan (2017-2020) - - - 800,0 - 800,0
Performance Share Plan (2018-2021) 857,5 - 1.100,0 - 980,0 -
Sonstiges3 3.000,0 - 73,0 - - 2.000,0
Summe variable Vergütung 4.592,5 - 2.635,4 1.196,8 2.095,6 3.141,3
Gesamtvergütung 5.497,6 - 3.745,1 1.931,6 3.128,6 3.550,2
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 142,9 - 777,4 493,5 172,6 59,1
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - 358,2 352,3 - -
Bestand der Pensionsverpflichtung (DBO)4 142,9 - 2.387,2 1.609,8 231,7 59,1
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - 1.172,6 814,4 - -
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nach DRS 17 Sabine Eckhardt7 Jan David Frouman Thomas Ebeling8Group CEO
in Tsd Euro bis 30.04.2019 bis 28.02.2019 bis 22.02.2018
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 810,0 510,0 855,0 555,0 166,7 1.000,0
Nebenleistungen1 8,2 8,7 9,7 9,7 11,0 120,2
Summe fixe Vergütung 818,2 518,7 864,7 564,7 177,7 1.120,2
Einjährige variable Vergütung 321,0 331,9 215,6 162,5 - 832,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 693,3 - 1.040,0 - 1.500,0 -
Group Share Plan (2017-2020) - 800,0 - 800,0 - -
Performance Share Plan (2018-2021) 810,0 - 810,0 - - -
Sonstiges3 - - - - - -
Summe variable Vergütung 1.824,3 1.131,9 2.065,6 962,5 1.500,0 832,0
Gesamtvergütung 2.642,5 1.650,6 2.930,3 1.527,2 1.677,7 1.952,2
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 175,2 85,0 211,4 291,7 1.404,1 503,3
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - -2,9 194,0 1.024,1 253,7
Bestand der Pensionsverpflichtung (DBO)4 260,2 85,0 622,1 410,7 11.279,3 9.875,2
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - 235,3 238,2 9.009,0 7.984,9
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nach DRS 17 Christof Wahl9COO Entertainment Dr. Gunnar Wiedenfels10Group CFO Dr. Ralf Schremper" Chief Investment Officer- CIO
in Tsd Euro bis 31.07.2018 bis 31.03.2017 bis 31.07.2017
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 297,5 510,0 - 127,5 - 297,5
Nebenleistungen1 5,5 8,0 - 4,2 - 7,1
Summe fixe Vergütung 303,0 518,0 - 131,7 - 304,6
Einjährige variable Vergütung - 322,4 - 81,3 - 0,0
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 1.000,0 - - - - -
Group Share Plan (2017-2020) - 800,0 - - - -
Performance Share Plan (2018-2021) - - - - - -
Sonstiges3 - - - - - -
Summe variable Vergütung 1.000,0 1.122,4 - 81,3 - 0,0
Gesamtvergütung 1.303,0 1.640,4 - 213,0 - 304,6
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 141,7 94,2 - -139,2 - 187,2
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - - 5,3 - -
Bestand der Pensionsverpflichtung (DBO)4 293,4 151,7 - 328,1 - 340,6
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen - - - 328,1 - -
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nach DRS 17 Summe
in Tsd Euro 2018 2017
Festvergütung 5.066,7 4.104,2
Nebenleistungen1 144,7 197,4
Summe fixe Vergütung 5.211,4 4.301,6
Einjährige variable Vergütung 2.117,0 2.468,2
Mehrjährige variable Vergütung
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)2 5.966,0 -
Group Share Plan (2017-2020) - 4.000,0
Performance Share Plan (2018-2021) 4.557,5 -
Sonstiges3 3.073,0 2.000,0
Summe variable Vergütung 15.713,5 8.468,2
Gesamtvergütung 20.924,8 12.769,7
Erhöhung der Pensionsverpflichtung (DBO) 3.025,3 1.574,8
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen 1.379,4 805,3
Bestand der Pensionsverpflichtung(DBO)4 15.216,9 12.860,3
davon Ansprüche aus Entgeltumwandlungen 10.416,9 9.365,6

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O). In den Nebenleistungen bei Thomas Ebeling und Dr. Gunnar Wiedenfels sind zusätzlich Leistungen für Fahrdienste und bei Thomas Ebeling zudem für Heimflüge enthalten. In den Nebenleistungen bei Max Conze sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung und Umzugskosten enthalten. Bei Dr. Jan Kemper sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung enthalten.
2 Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.
3 Max Conze erhält einen einmaligen Sign-on-Bonus in Höhe von 3 Mio Euro und ist verpflichtetaus dem um die gesetzlichen Abzüge verringerten Netto-Betrag des Sign-on-Bonus Aktien der Gesellschaft im Volumen von 1,5 Mio Euro zu erwerben. Conrad Albert erhält eine Einmal Vergütung für seine besonderen Verdienste im Rahmen der CEO Übergangsphase im Geschäftsjahr 2018. Im Geschäftsjahr 2017 hat |pr. Jan Kemper eine Kompensationszahlung für verfallene Ansprüche aus dem Aktienoptionsprogramm seines vorherigen Dienstherrn erhalten.
4 Defined Benefit Obligation (DBO) zum 31.12. des Berichtsjahres.
5 Max Conze erhält für das Geschäftsjahr 2018 als einjährige variable Vergütung einen zeitanteiligen, erfolgsunabhängigen Betrag in Höhe von 735.000 Euro.
6 Dr. Jan Kemper wird mit Wirkung zum 31.03.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, sein Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 31.03.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Dr. Jan Kemper eine Zahlung in Höhe von 423.000 Euro.
7 Sabine Eckhardt wird mit Wirkung zum 30.04.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, ihr Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 30.04.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Sabine Eckhardt eine Zahlung in Höhe von 321.000 Euro.
8 Thomas Ebeling ist mit Wirkung zum 22.02.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 22.02.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Februar 2018, die Pensions Verpflichtungen beziehen sich gemäß Aufhebungs Vereinbarung auf den Zeitraum bis einschließlich Juni 2019. Der Anspruch von [Thomas Ebeling auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung voll ständig abgegolten. Der Mid-Term Incentive Plan wurde für die Planjahre 2016 bis 2018 durch Zahlung in Höhe des Zielwerts, d.h. 1,5 Mio Euro, vorzeitig abgewiekelt.
9 Christof Wahl ist mit Wirkung zum 31.07.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2018, die Pensions Verpflichtungen beziehen sich gemäß Aufhebungsvereinbarung für den Zeitraum bis einschließlich April 2019. Der Anspruch von Christof Wahl auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten. Der Mid-Term Incentive Plan wurde für die Planjahre 2016 bis 2018 durch Zahlung in Höhe des Zielwerts, d.h. 1,0 Mio Euro, vorzeitig abgewickelt.
10 10 Dr. Gunnar Wiedenfels ist mit Wirkung zum 31.03.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.03.2017. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis März 2017, die Pensions Verpflichtungen beziehen sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Da die dreijährige Wartezeit für den Eintritt der vertraglichen Unverfallbarkeit bei der betrieblichen Altersversorgung nicht erreicht wurde, bestehen unter dem Versorgungsvertrag nur Ansprüche, die Dr. Gunnar Wiedenfels aus Anwartschaften aus Entgeltumwandlung erworben hat.
11 11 Dr. Ralf Schremper ist mit Wirkung zum 31.07.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2017. Die ausgewiesene fixe Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2017, die Pensionsverpfl ichtun gen beziehen sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Der Anspruch von Dr. Ralf Schremper auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2017 ist mit der Abfindung voll ständig abgegolten.

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Group Share Plan / Performance Share Plan3
Zu Beginn des Geschäftsjahres ausstehende Performance Share Units Im Geschäftsjahr gewährte Performance Share Units Im Geschäftsjahr verfallene Performance Share Units Im Geschäftsjahr ausgeübte Performance Share Units
Anzahl Anzahl Beizulegender Zeitwert bei Gewährung
in €
Anzahl Anzahl
Max Conze 2018 0 34.438 857.500 0 0
2017 - - - - -
Conrad Albert 2018 95.639 44.177 1.100.000 0 25.658
2017 90.849 30.019 800.000 0 25.229
Dr. Jan Kemper 2018 30.019 39.358 980.000 0 0
2017 0 30.019 800.000 0 0
Sabine Eckhardt1 2018 30.019 32.531 810.000 0 0
2017 0 30.019 800.000 0 0
Jan David Frouman 2018 53.577 32.531 810.000 0 0
2017 23.558 30.019 800.000 0 0
Thomas Ebeling2 2018 82.024 0 0 49.952 32.072
2017 113.560 0 0 0 31.536
Christof Wahl2 2018 77.577 0 0 26.897 0
2017 47.558 30.019 800.000 0 0
Dr. Gunnar Wiedenfels1 2018 - - - - -
2017 39.962 0 0 25.870 14.092
Dr. Ralf Schremper1 2018 - - - - -
2017 39.962 0 0 15.879 0
Gesamt 2018 368.855 183.035 4.557.500 76.849 57.730
2017 355.449 150.095 4.000.000 41.749 70.857
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Group Share Plan / Performance Share Plan3
Am Ende des Geschäftsjahres ausstehende Performance Share Units Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütung4
Anzahl in €
Max Conze 34.438 45.623
- -
Conrad Albert 114.158 -86.591
95.639 451.938
Dr. Jan Kemper 69.377 63.343
30.019 382.556
Sabine Eckhardt1 62.550 49.454
30.019 382.556
Jan David Frouman 86.108 119.065
53.577 468.226
Thomas Ebeling2 0 86.717
82.024 3.425
Christof Wahl2 50.680 -252.937
77.577 555.506
Dr. Gunnar Wiedenfels1 - -
0 38.303
Dr. Ralf Schremper1 - -
24.083 -11.643
Gesamt 417.311 24.673
392.938 2.270.867

1 Die Vorstände Sabine Eckhardt, Dr. Gunnar Wiedenfels und Dr. Ralf Schremper verfügen zudem über PSUs aus ihrer Tätigkeit vor der Zugehörigkeit zum Vorstand, die ihnen nicht als Vergütung für ihre Funktion als Vorstand gewährt worden sind und daher auch nicht in der Übersicht aufgeführt werden. Dr. Gunnar Wiedenfels ist mit Wirkung zum 31.03.2017 und Dr. Ralf Schremper mit Wirkung 31.07.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, Angaben zu ihren aktienbasierten Vergütungsinstrumenten finden sich im Kapitel zu den Gesamtbezügen der ehemaligen Mitglieder des Vorstands.
2 Thomas Ebeling ist zum 22.02.2018 und Christof Wahl zum 31.07.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Hinsichtlich der Auswirkungen auf den Group Share Plan verweisen wir auf den Abschnitt "Erläuterungen zur Vergütung ausgeschiedener bzw. ausscheidender Vorstandsmitglieder".
3 Nominalbeträge der PSUs bei Gewährung. Aus dem Group Share Plan wurden letztmalig im Geschäftsjahr 2017 PSUs zugeteilt; im Geschäftsjahr 2018 erfolgte die Zuteilung unter dem neuen Performance Share Plan.
4 Der Gesamtaufwand im Geschäftsjahr 2018 beinhaltet für den Group Share Plan 2015 eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units (86%) bewertet zum Stichtag 31.12.2018. Es wurden keine Anpassungen aufgrund des Verwässerungsschutzes oder aufgrund einer individuellen Erhöhung durch den Aufsichtsrat vorgenommen. Der Gesamtaufwand im Geschäftsjahr 2017 beinhaltet für den Group Share Plan 2014 eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units (100%) bewertet zum Stichtag 31.12.2017. Aufgrund von Aktienkursrückgängen im Geschäftsjahr 2018 ist der Gesamtaufwand bei Conrad Albert und Christof Wahl negativ; bei Dr. Ralf Schremper ist der Gesamtaufwand aufgrund von Aktienkursrückgängen im Geschäftsjahr 2017 negativ.

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Zufluss
in Tsd Euro
Max Conze Vorstandsvorsitzender seit 01.06.2018 Conrad Albert Group General Counsel seit 01.10.2011 Dr. Jan Kemper Group CFO bis 31.03.2019
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 857,5 - 1.100,0 725,0 980,0 379,2
Nebenleistungen1 47,6 - 9,7 9,8 53,0 29,7
Summe fixe Vergütung 905,1 - 1.109,7 734,8 1.033,0 408,9
Einjährige variable Vergütung 735,0 - 422,4 396,8 423,0 341,3
Mehrjährige variable Vergütung2
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)3 - - 1.040,0 - 692,6 -
Group Share Plan (2013-2016)4 - - 1.048,3 - -
Group Share Plan (2014-2017)5 - - 774,9 - - -
Group Share Plan (2015-2018) - - - - - -
Group Share Plan (2016-2019) - - - - - -
Sonstiges6 3.000,0 - 73,0 - - 2.000,0
Summe variable Vergütung 3.735,0 - 2.310,3 1.445,1 1.115,6 2.341,3
Versorgungsaufwand7 142,9 - 129,7 127,0 103,4 59,1
Gesamtvergütung (DCGK) 4.783,0 - 3.549,7 2.306,9 2.252,0 2.809,3
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Zufluss
in Tsd Euro
Sabine Eckhardt Vorstand Vertrieb und Marketing bis 30.04.2019 Jan David Frouman Vorstand Content Production & Global Sales bis 28.02.2019 Thomas Ebeling Group CEO bis 22.02.2018
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 810,0 510,0 855,0 555,0 166,7 1.000,0
Nebenleistungen1 8,2 8,7 9,7 9,7 11,0 120,2
Summe fixe Vergütung 818,2 518,7 864,7 564,7 177,7 1.120,2
Einjährige variable Vergütung 321,0 331,9 215,6 162,5 832,0
Mehrjährige variable Vergütung2
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)3 693,3 - 1.040,0 - - -
Group Share Plan (2013-2016)4 - - - - - 1.310,4
Group Share Plan (2014-2017)5 - - - - - -
Group Share Plan (2015-2018) - - - - - -
Group Share Plan (2016-2019) - - - - - -
Sonstiges6 - - - - - -
Summe variable Vergütung 1.014,3 331,9 1.255,6 162,5 0,0 2.142,4
Versorgungsaufwand7 86,8 85,0 96,0 91,6 213,0 209,2
Gesamtvergütung (DCGK) 1.919,3 935,6 2.216,3 818,8 390,7 3.471,8
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Zufluss
in Tsd Euro
Christof Wahl COO Entertainment bis 31.07.2018 Dr. Gunnar Wiedenfels Group CFO bis 31.03.2017 Dr. Ralf Schremper Chief Investment Officer - CIO bis 31.07.2017
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Festvergütung 297,5 510,0 127,5 297,5
Nebenleistungen1 5,5 8,0 4,2 7,1
Summe fixe Vergütung 303,0 518,0 131,7 304,6
Einjährige variable Vergütung 322,4 81,3 1 0,0
Mehrjährige variable Vergütung2
Mid-Term Incentive Plan (2016-2018)3 - - - - - -
Group Share Plan (2013-2016)4 - - - - - -
Group Share Plan (2014-2017)5 - - - - - -
Group Share Plan (2015-2018) - - - 319,9 - -
Group Share Plan (2016-2019) - - - 200,0 - -
Sonstiges6 - - - - -
Summe variable Vergütung 0,0 322,4 - 601,2 - 0,0
Versorgungsaufwand7 92,9 88,0 - 84,2 - 89,4
Gesamtvergütung (DCGK) 395,9 928,4 - 817,1 - 394,0

1 Enthalten Leasingraten für Dienstwagenbereitstellung und Versicherungsprämien (exkl. D&O). In den Nebenleistungen bei Thomas Ebeling und Dr. Gunnar Wiedenfels sind zusätzlich Leistungen für Fahrdienste und bei Thomas Ebeling zudem für Heimflüge enthalten. In den Nebenleistungen bei Max Conze sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung und Umzugs kosten enthalten. Bei Dr. Jan Kemper sind zusätzlich Leistungen für eine doppelte Haushaltsführung enthalten.
2 Neben der Vergütung als Vorstandsmitglied sind den Vorständen Dr. Gunnar Wiedenfels, Dr. Ralf Schremper und Sabine Eckhardt aufgrund des Bestands an Anrechten aus der Zeit vor der Aufnahme der Vorstandstätigkeit Beträge aus der mehrjährigen variablen Vergütung im Geschäftsjahr 2017 und 2018 zugeflossen.
3 Der Mid Term Incentive Plan wird in Höhe von 104 Prozent des Zielbonus abgelöst, die Auszahlung erfolgt entsprechend der Planbedingungen im Mai 2019.
4 Die Auszahlung für den GroupShare Plan 2013 beinhaltet eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units (108%) bewertet nach Planbedingungen mit einem Aktienkurs zum Umtauschverhältnis-Ermittlungszeitpunkt. Es wurden keine Anpassungen aufgrund eines Verwässerungsschutzes oder aufgrund einer individuellen Erhöhung durch den Aufsichts rat vorgenommen.
5 Die Auszahlung für den GroupShare Plan 2014 beinhaltet eine Anpassung des Umrechnungsfaktors für die gewährten Performance Share Units (100%) bewertet nach Planbedingungen mit einem Aktienkurs zum Umtauschverhältnis-Ermittlungszeitpunkt. Es wurden keine Anpassungen aufgrund eines Verwässerungsschutzes oder aufgrund einer individuellen Erhöhung durch den Aufsichts rat vorgenommen.
6 Max Conze erhält einen einmaligen Sign-on-Bonus in Höhe von 3 Mio Euro und ist verpflichtet aus dem um die gesetzlichen Abzüge verringerten Netto-Betrag des Sign-on-Bonus Aktien der Gesellschaft im Volumen von 1,5 Mio Euro zu erwerben. Conrad Albert erhält eine Einmalvergütung für seine besonderen Verdienste im Rahmen der CEO Übergangsphase im Geschäftsjahr 2018. Im Geschäftsjahr 2017 hat Dr. Jan Kemper eine Kompensationszahlung für verfallene Ansprüche aus dem Aktienoptionsprogramm seines vorherigen Dienstherrn erhalten.
7 Versorgungsaufwand umfasst den Dienstzeitaufwand nach IAS 19. Bei Sabine Eckhardt und Dr. Jan Kemper handelt es sich für 2017 und bei Max Conze für 2018 aufgrund der unterjährigen Gewährung der Pensionszusage um den nachzuverechnenden Dienstzeitaufwand (Past Service Costs).
8 Max Conze erhält für das Geschäftsjahr 2018 als einjährige variable Vergütung einen zeitanteiligen, erfolgs unabhängigen Betrag in Höhe von 735.000 Euro.
9 Dr. Jan Kemper wird mit Wirkung zum 31.03.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, sein Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 31.03.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Dr. Jan Kemper eine Zahlung in Höhe von 423.000 Euro.
10 Sabine Eckhardt wird mit Wirkung zum 30.04.2019 aus dem Vorstand ausscheiden, ihr Anstellungsvertrag endet mit Wirkung zum 30.04.2019. Zur Abgeltung des Anspruchs auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 erhält Sabine Eckhardt eine Zahlung in Höhe von 321.000 Euro.
11 Thomas Ebeling ist mit Wirkung zum 22.02.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 22.02.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Februar 2018, der Versorgungs auf wand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Der Anspruch von Thomas Ebeling auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung voll ständig abgegolten.
12 Christof Wahl ist mit Wirkung zum 31.07.2018 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2018. Die ausgewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis Juli 2018, der Versorgungsaufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Der Anspruch von Christof Wahl auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2018 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten.
13 Dr. Gunnar Wiedenfels ist mit Wirkung zum 31.03.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.03.2017. Die aus gewiesene fixe sowie einjährige variable Vergütung beziehen sich auf die Monate Januar bis März 2017, der Versorgungs aufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Da die dreijährige Wartezeit für den Eintritt der vertraglichen Unverfallbarkeit bei der betrieblichen Altersvers orgung nicht erreicht wurde, bestehen unter dem Versorgungsvertrag nur Ansprüche, die Dr. Gunnar Wiedenfels aus Anwartschaften aus Entgeltumwandlung erworben hat. Die zum Beendigungstermin laut Planbedingungen unverfallbaren Performance Share Units aus dem GroupShare Plan 2015 und 2016 werden in bar abgelöst; im Übrigen verfallen die bis zum Beendigungs Zeitpunkt nicht gevesteten PSUs ersatzlos. Als einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) erhielt Dr. Gunnar Wiedenfels einen zeitanteiligen, erfolgs unabhängigen Betrag in Höhe von 81.250 Euro.
14 Dr. Ralf Schremper ist mit Wirkung zum 31.07.2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 31.07.2017. Die ausgewiesene fixe bezieht sich auf die Monate Januar bis Juli 2017, der Versorgungs aufwand bezieht sich auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Der Anspruch von Dr. Ralf Schremper auf die einjährige variable Vergütung (Performance Bonus) für das Geschäftsjahr 2017 ist mit der Abfindung vollständig abgegolten.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN1

(GEMÄSS §§ 289a ABS. 1, 315a ABS. 1 HGB)

Die ProSiebenSat.1 Media SE ist als börsennotierte Gesellschaft, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des §2 Abs. 7 WpÜG oder § 2 Abs. 11 WpHG notiert sind, verpflichtet, in den Lage- und Konzernlagebericht die in §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB näher bezeichneten Angaben aufzunehmen. Sie sollen einen Dritten, der an der Übernahme einer börsennotierten Gesellschaft interessiert ist, in die Lage versetzen, sich ein Bild von der Gesellschaft, ihrer Struktur und etwaigen Übernahmehindernissen zu machen. Der nachfolgende Abschnitt enthält neben diesen gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zugleich die hierauf bezogenen Erläuterungen gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG i.V.m. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Zum 31. Dezember 2018 betrug das Grundkapital der ProSiebenSat.1 Media SE 233.000.000 Euro. Es ist eingeteilt in 233.000.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie an der ProSiebenSat.1 Media SE gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und den gleichen Anteil am Gewinn. → Organisation und Konzernstruktur, Seite XX

Zum 31. Dezember 2018 betrug die Gesamtzahl eigener Aktien der Gesellschaft 6.919.513 Stück; dies entspricht einem Anteil von 3,0 Prozent am Grundkapital. → Vermögens- und Kapitalstrukturanalyse, Seite XX

BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN, BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 PROZENT DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN

Dem Vorstand liegen keine Informationen über etwaige Beschränkungen der Stimmrechtsausübung oder hinsichtlich der Übertragbarkeit der Aktien vor, die über die gesetzlichen Bestimmungen des Kapitalmarktrechts und des Rundfunkstaatsvertrags hinausgehen.

Auf Grundlage der der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2018 zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß §§ 33, 34 WpHG bestellten keine Beteilungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN, UND STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AM KAPITAL BETEILIGT SIND

Es wurden keine Aktien mit Sonderrechten ausgegeben, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der ProSiebenSat.1 Media SE beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN

Der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE besteht gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 der Satzung der Gesellschaft aus mehreren Personen; die genaue Zahl wird gemäß § 7 Abs. 1 Satz 2 der Satzung durch den Aufsichtsrat bestimmt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß Art. 39 Abs. 2 SE-VO grundsätzlich durch den Aufsichtsrat als Aufsichtsorgan. Gemäß § 7 Abs. 2 Satz 1 der Satzung i.V.m. Art. 46 SE-VO werden Vorstandsmitglieder für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt; Wiederbestellungen, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Vorstandsmitglieder können vom Aufsichtsrat vorzeitig abberufen werden, wenn hierfür ein wichtiger Grund vorliegt. Für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen im Aufsichtsrat erforderlich; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrats (§ 12 Abs. 1 Satz 3 der Satzung der Gesellschaft). Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat in dringenden Fällen das Gericht auf Antrag eines Beteiligten ein Mitglied zu bestellen (§ 85 Abs. 1 Satz 1 AktG i.V.m. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO).

ÄNDERUNGEN DER SATZUNG

Über Änderungen der Satzung hat grundsätzlich die Hauptversammlung zu beschließen (Art. 59 Abs. 1 SE-VO). Ein satzungsändernder Beschluss der Hauptversammlung bedarf im Fall der ProSiebenSat.1 Media SE der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern mindestens die Hälfte des stimmberechtigten Grundkapitals bei der Beschlussfassung vertreten ist (Art. 59 Abs. 2 SE-VO, § 51 Satz 1 SEAG), andernfalls einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen (Art. 59 Abs. 1 SE-VO), soweit nicht die Satzung oder das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Dies ist zum Beispiel bei der Änderung des Gegenstands des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 1 AktG i.V.m. Art. 59 Abs. 1 und 2 SE-VO, § 51 Satz 2 SEAG) sowie der Schaffung bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 Satz 1 und 2 AktG i.V.m. Art. 57 SE-VO, § 51 Satz 2 SEAG) oder genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 Satz 2 und 3 AktG i.V.m. Art. 57 SE-VO, § 51 Satz 2 SEAG) der Fall, wofür jeweils eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln der gültig abgegebenen Stimmen erforderlich ist. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen (§ 179 Abs. 1 Satz 2 AktG i.V.m. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-VO, § 13 der Satzung der Gesellschaft).

1 Dieser Abschnitt ist Bestandteil des geprüften, zusammengefassten Lageberichts.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der ProSiebenSat.1 Media SE bis zum 30. Juni 2021 (einschließlich) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 87.518.880 Euro durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Nach der im November 2016 durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 14.202.800 erfolgten Kapitalerhöhung besteht das Genehmigte Kapital 2016 derzeit noch in Höhe von 73.316.080 Euro. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Bei der Ausgabe neuer Aktien steht den Aktionären grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht zu.

Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. Juni 2021 (einschließlich) einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Mrd Euro mit einer befristeten oder unbefristeten Laufzeit zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 21.879.720 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 21.879.720 Euro nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren und/oder für die Gesellschaft entsprechende Wandlungsrechte vorzusehen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 wurde das Grundkapital um insgesamt bis zu 21.879.720 Euro durch Ausgabe von insgesamt bis zu 21.879.720 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen sowie an Inhaber von Optionsrechten aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund Ermächtigung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 bis zum 29. Juni 2021 (einschließlich) von der Gesellschaft oder einem in- oder ausländischen Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit der Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben werden.

Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 ist die ProSiebenSat.1 Media SE ermächtigt, bis zum 20. Mai 2020 (einschließlich) eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung - oder falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung jedes gesetzlich zulässigen Zwecks durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb kann - auch unter Einsatz von Derivaten - über die Börse mittels eines an sämtliche Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots und/oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Erworbene eigene Aktien können wieder veräußert oder ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden. Der Vorstand ist ermächtigt, bei der Wiederveräußerung eigener Aktien in bestimmten, im Beschluss der Hauptversammlung näher bezeichneten Fällen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Aufgrund dieser Ermächtigung wurde im November 2018 ein Rückkaufprogramm für eigene Aktien durch die Gesellschaft im Umfang von bis zu 250 Mio Euro mit einer Gesamtlaufzeit von 12 bis 24 Monaten aufgelegt. Die erste Tranche für den Zeitraum vom 9. November 2018 bis 17. Januar 2019 belief sich auf ein Gesamtvolumen von bis zu 50 Mio Euro und bis zu 4 Mio Stück eigener Aktien. Im Rahmen der ersten Tranche wurden bis einschließlich 31. Dezember 2018 insgesamt 2.906.226 eigene Aktien über die Börse erworben, dies entspricht ca. 1,25 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft. Der Rückkauf ist damit abgeschlossen. Unter Berücksichtigung der bereits vor diesem Rückkauf von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien beträgt die Gesamtzahl eigener Aktien der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 6.919.513 Stück; dies entspricht 3,0 Prozent des Grundkapitals.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN

Die ProSiebenSat.1 Media SE hat die im Folgenden aufgeführten wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels etwa infolge eines Übernahmeangebots beinhalten:

Es besteht eine syndizierte Kreditvereinbarung der ProSiebenSat.1 Media SE, die zum 31. Dezember 2018 ein endfälliges Darlehen in Höhe von 2,1 Mrd Euro sowie eine revolvierende Kreditfazilität mit einem Rahmenvolumen von 750 Mio Euro umfasst. Im Falle einer Änderung der Kontrolle über die ProSiebenSat.1 Media SE durch direkten oder indirekten Erwerb von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte der ProSiebenSat.1 Media SE durch einen Dritten ("Change of Control") haben die Kreditgeber das Recht, ihre Beteiligung an dem Kredit zu kündigen und die Rückzahlung der auf sie entfallenden Kreditinanspruchnahmen innerhalb einer bestimmten Frist nach Eintritt des Kontrollwechsels zu verlangen. → Fremdkapitalausstattung und Finanzierungsstruktur, Seite XX

Ferner hat die ProSiebenSat.1 Media SE eine Anleihe in Höhe von 600 Mio Euro ausstehen. Im Falle einer Änderung der Kontrolle über die ProSiebenSat.1 Media SE durch direkten oder indirekten Erwerb von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte der ProSiebenSat.1 Media SE durch einen Dritten (Change of Control) und des Eintritts eines negativen Rating-Ereignisses nach einem solchen "Change of Control" haben die Anleihegläubiger das Recht, ihre Anleihen zu kündigen und Rückzahlung zu verlangen.

Zusätzlich hat die ProSiebenSat.1 Media SE drei syndizierte Schuldscheindarlehen in einer Gesamthöhe von 500 Mio Euro mit Laufzeitbändern von sieben Jahren (225 Mio Euro festverzinst und 50 Mio Euro variabel verzinst) und zehn Jahren (225 Mio Euro festverzinst) begeben. Im Falle einer Änderung der Kontrolle über die ProSiebenSat.1 Media SE durch direkten oder indirekten Erwerb von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte der ProSiebenSat.1 Media SE durch einen Dritten ("Change of Control") haben die Darlehensgeber das Recht, ihre Darlehensbeteiligung zu kündigen und Rückzahlung zu verlangen. → Fremdkapitalausstattung und Finanzierungsstruktur, Seite XX

Darüber hinaus sehen einige Lizenzverträge für Filme, TV-Serien und andere für das Unternehmen wichtige Programme Regelungen vor, die den jeweiligen Anbieter von Programminhalten im Falle eines Kontrollwechsels dazu berechtigen, den entsprechenden Lizenzvertrag vorzeitig zu beenden. Ebenso räumen einzelne Formatlizenzverträge dem Vertragspartner im Falle eines Kontrollwechsels das Recht ein, den betreffenden Vertrag zu kündigen. Ferner räumen auch einzelne Verträge mit Kabelnetzbetreibern dem Vertragspartner im Falle eines Kontrollwechsels das Recht ein, die betreffenden Verträge zu kündigen.

ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Die Vorstandsdienstverträge sämtlicher Vorstandsmitglieder sehen jeweils Change-of-Control-Klauseln für den Fall eines Kontrollerwerbs an der Gesellschaft im Sinne von §§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG durch einen oder mehrere Dritte vor. Die Vorstandsmitglieder haben in diesem Fall das Recht, den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen und ihr Amt niederzulegen, sofern es im Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Stellung des Vorstands kommt. Bei wirksamer Ausübung des Kündigungsrechts erhalten die jeweiligen Vorstandsmitglieder eine bare Abfindung, welche drei Jahresvergütungen, höchstens jedoch der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrages, entspricht. → Vergütungsbericht, Seite XX

Im Übrigen bestehen mit Arbeitnehmern der ProSiebenSat.1 Media SE nur vereinzelt Change-of-Control-Klauseln für den Fall eines Übernahmeangebots.

ENTWICKLUNG DER AKTIENMÄRKTE

Das Börsenjahr 2018 war von einer starken Volatilität geprägt. Insbesondere die geopolitischen Unsicherheiten durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Sorge vor einem ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie die drohende Schuldenkrise in Italien führten zu einem durchwachsenen Anlagejahr. Vor diesem Hintergrund beendete der deutsche Leitindex DAX das Börsenjahr 2018 mit 10.559 Punkten und einem Minus von 18 Prozent. Seinen Höchststand markierte der DAX im Januar bei 13.560 Zählern. Nahezu parallel entwickelte sich der MDAX: Er schloss mit 21.588 Punkten, was einem Minus von 18 Prozent gegenüber dem letzten Handelstag 2017 entspricht. Der für europäische Medienwerte relevante Sektorindex EURO STOXX Media schloss mit 209 Punkten und einem Minus von 9 Prozent. → Konjunkturelle Entwicklung, Seite XX

DIE PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE AM KAPITALMARKT

Die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie (ISIN: DE000PSM7770; WKN: PSM777) beendete das Jahr 2018 bei 15,55 Euro und damit unter dem Niveau (-46 %) des letzten Handelstages im Jahr 2017 (29. Dezember 2017: 28,71 Euro). Zum Jahresende 2018 betrug die Gewichtung 1,7 Prozent im MDAX.

Im Jahr 2018 hat insbesondere die Abwertung des gesamten europäischen Mediensektors die Kursentwicklung der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie geprägt. So bewerten einige Analysten aufgrund einer sich verändernden Mediennutzung und der allgemeinen Unsicherheit hinsichtlich des TV-Werbegeschäfts das Papier nun kritischer als im Vorjahr. → Rahmenbedingungen des Konzerns, Seite XX

XXX / KURSENTWICKLUNG DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE AKTIE

1 Dieser Abschnitt ist Bestandteil des geprüften, zusammengefassten Lageberichts.

Während sich die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie in den ersten beiden Monaten des Jahres 2018 positiv entwickelte, war das Papier ab Anfang März von einer deutlichen Abwärtsbewegung gekennzeichnet. Am 6. März gab die Deutsche Börse AG bekannt, die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie mit Wirkung zum 19. März durch die Aktie der Covestro AG zu ersetzen und infolgedessen aus dem Leitindex DAX zu entnehmen. Die damit verbundenen Anpassungen bei so genannten IndexFonds beeinflussten die Kursentwicklung und das Handelsvolumen des Papiers. Zudem wirkte sich die Short-Attacke durch die Viceroy Research Group am selben Tag aus, in deren Folge die Aktie deutliche Kurseinbrüche hinnehmen musste. Zu den Vorwürfen, die Viceroy Research in seinem Bericht veröffentlichte, hat die ProSiebenSat.1 Group ausführlich Stellung bezogen und die Darstellung als falsch und irreführend zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft München hat Vorermittlungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation eingeleitet; zudem prüft die Finanzaufsicht BaFin, ob eine strafbare Marktmanipulation vorliegt.

i Die Deutsche Börse AG prüft regulär einmal jährlich im September die Zusammensetzung der Börsenindizes anhand der quantitativen Kriterien Marktkapitalisierung und Liquidität. Darüber hinaus gibt es viermal im Jahr die Möglichkeit eines schnellen Eintritts bzw. Austritts, wenn bestimmte Ränge der Kriterien erfüllt bzw. nicht erfüllt werden. Einer dieser Prüftermine war der 5. März 2018. Zu diesem Zeitpunkt lag die Covestro AG hinsichtlich der beiden Kriterien Marktkapitalisierung und Liquidität auf Rang 25 der größten an der Deutschen Börse notierten Werte und wurde daher in den DAX aufgenommen. ProSiebenSat.1 Media SE war zu dem Zeitpunkt hinsichtlich der Marktkapitalisierung der schwächste Wert und wurde mit Wirkung vom 19. März 2018 dem DAX entnommen und ist nunmehr wieder im MDAX vertreten.

Am 9. Mai 2018 hat die ProSiebenSat.1 Group ihre Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht; dabei führte unter anderem die angekündigte Verlagerung von Ergebnisbeiträgen in das vierte Quartal zu Zurückhaltung am Kapitalmarkt. Der Dividendenabschlag in Höhe von 1,93 Euro je dividendenberechtigter Aktie am 16. Mai 2018 wirkte sich ebenfalls negativ auf den Kursverlauf aus.

Anfang November hat die ProSiebenSat.1 Group den Finanzausblick für das Gesamtjahr 2018 angepasst, ein Investitionsprogramm für die kommenden rund fünf Jahre angekündigt sowie darüber informiert, die Ausschüttungsquote ab 2019 auf 50 Prozent des adjusted net income zu kürzen. Dies führte zusätzlich zur Veröffentlichung der Finanzzahlen für das dritte Quartal zu weiteren Kursabschlägen. Das auf dem Kapitalmarkttag (Capital Markets Day, CMD) am 14. November 2018 präsentierte Strategie-Update sowie die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms von bis zu 250 Mio Euro mit einer Laufzeit von 12 bis 24 Monaten stützten das Papier hingegen leicht. Das Rückkaufprogramm startete am 9. November und umfasste bis zur Beendigung am 11. Dezember sechs Tranchen mit einem Volumen von insgesamt 50 Mio Euro. → Vermögens- und Kapitalstrukturanalyse, Seite XX.

XXX / KENNZAHLEN ZUR PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE AKTIE1

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2018 2017 2016 2015 2014
Grundkapital zum Bilanzstichtag Euro 233.000.000 233.000.000 233.000.000 218.797.200 218.797.200
Anzahl Aktien zum Bilanzstichtag Stück 233.000.0002 233.000.0002 233.000.0002 218.797.2002 218.797.2002
Free-Float-Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (gemäß Deutsche Börse) Mio Euro 3.734 6.502 8.149 10.214 7.271
Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (XETRA) Euro 15,55 28,71 36,61 46,77 34,83
Höchster Börsenschlusskurs (XETRA) Euro 32,78 41,51 48,66 50,70 35,55
Tiefster Börsenschlusskurs (XETRA) Euro 15,16 24,28 31,80 33,31 28,35
Dividende je dividendenberechtigter Aktie Euro 1,93 1,90 1,80 1,60
Dividendensumme Mio Euro 442 435 386 341,9
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (aus fortgeführten Aktivitäten) Euro 2,36 2,404 2,474 2,185 1,965
Adjusted net income6 Mio Euro 541 550 536 466 419
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien Stück 228.702.815 228.854.304 216.755.645 213.776.180 213.315.036
Dividendenrendite auf Basis Börsenschlusskurs Prozent -/-3 6,7 5,2 3,8 4,6
Handelsvolumen XETRA insgesamt Mio Stück 357,4 348,0 231,2 158,9 179,9

1 Das Grundkapital der ProSiebenSat.1 Media SE beträgt 233.000.000,00 Euro; es hat sich aufgrund einer Kapitalerhöhung mit Wirkung zum 7. November 2016 von 218.797.200,00 Euro auf nominal 233.000.000,00 Euro erhöht. Dabei hat ProSiebenSat.1 Media SE das Genehmigte Kapital der Gesellschaft teilweise ausgenutzt und 14.202.800 neue, auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben. Bereits am 16. August 2013 wurden die damals bestehenden 109.398.600 Inhaber-Vorzugsaktien in auf den Namen lautende Stammaktien umgewandelt, sodass das damalige Grundkapital von 218.797.200,00 Euro in 218.797.200 auf den Namen lautende Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie bestand. Heute sind sämtliche (233.000.000) Namens-Stammaktien der Gesellschaft handelbar, d. h. sowohl die ehemals nicht börsennotierten Namens-Stammaktien als auch die aus der Umwandlung der Inhaber-Vorzugsaktien hervorgegangenen Namens-Stammaktien. Bis zum 16. August 2013 waren nur die bisherigen Inhaber-Vorzugsaktien der Gesellschaft börsennotiert.
2 Inklusive eigener Aktien.
3 Dividendenvorschlag s. Seite XX.
4 Für das Geschäftsjahr 2017 wurde das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf Basis des bereinigten Konzernüberschusses (adjusted net income) aus fortgeführten Aktivitäten ermittelt. Aus Vergleichsgründen wurde der Vorjahreswert 2016 entsprechend angepasst (zuvor: 2,37 Euro). Weitere Angaben zur Rechnungslegung sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthält der Geschäftsbericht im Kapitel Strategie und Steuerungssystem.
5 Basis der Ermittlung ist der bereinigte Konzernüberschuss (underlying net income) aus fortgeführten Aktivitäten.
6 Seit 1. Januar 2017 Umbenennung des underlying net income in adjusted net income.

Insgesamt haben am Ende des Berichtsjahres 21 Brokerhäuser und Finanzinstitute die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie aktiv bewertet und Research-Berichte veröffentlicht. 29 Prozent der Analysten empfahlen die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie Ende 2018 zum Kauf; 52 Prozent sprachen sich dafür aus, die Aktie zu halten und 19 Prozent gaben eine Verkaufsempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel (Median) der Analysten lag bei 21 Euro.

XXX / EMPFEHLUNGEN DER ANALYSTEN in Prozent, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Stand: 31.12.2018

HAUPTVERSAMMLUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Die ordentliche Hauptversammlung der ProSiebenSat.1 Media SE für das Geschäftsjahr 2017 fand am 16. Mai 2018 statt. Auf der Hauptversammlung waren rund 870 Teilnehmer anwesend. Die Präsenz lag bei ca. 64 Prozent des Grundkapitals.

Die Aktionäre haben die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,93 Euro je dividendenberechtigter Aktie für das Geschäftsjahr 2017 beschlossen (Vorjahr: 1,90 Euro). Die Ausschüttungssumme beläuft sich auf rund 442 Mio Euro, daraus ergibt sich eine Ausschüttungsquote von 80,3 Prozent bezogen auf das adjusted net income. Die Dividende wurde am 22. Mai 2018 ausbezahlt. Außerdem hat die Hauptversammlung mit deutlicher Mehrheit dem neuen Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder zugestimmt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Ergänzungswahl zum Aufsichtsrat. Die Aktionäre haben Marjorie Kaplan, selbständige Unternehmerin und Aufsichtsratsmitglied von The Grierson Trust, in den Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE gewählt. Marjorie Kaplan tritt die Nachfolge von Antoinette (Annet) P. Aris an, die ihr Amt mit Wirkung zur Beendigung der Hauptversammlung niedergelegt hat. Die Hauptversammlung hat zudem die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 entlastet.

Der designierte CEO Max Conze trat im Rahmen der Hauptversammlung erstmalig vor die Aktionäre, um sich ihnen vorzustellen. Zum 1. Juni 2018 hat Max Conze den Vorstandsvorsitz der ProSiebenSat.1 Group offiziell übernommen; er folgt auf Thomas Ebeling, der den Konzern am 22. Februar 2018 verlassen hat. → Liquiditäts- und Investitionsanalyse, Seite XX Bericht des Aufsichtsrats, Seite XX.

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE

Die Aktionärsstruktur ist gegenüber dem 31. Dezember 2017 im Wesentlichen unverändert: Die Aktien werden größtenteils von institutionellen Investoren aus den USA, Großbritannien und Deutschland gehalten. 23,2 Prozent der Aktien befanden sich im Besitz von Privataktionären. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2018 97,0 Prozent im Streubesitz (31. Dezember 2017: 98,3 %). Die restlichen 3,0 Prozent sind im eigenen Bestand (31. Dezember 2017: 1,7 %).

ORGANISATION UND KONZERNSTRUKTUR

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND SEGMENTE

Unternehmensprofil und Marktposition

Die ProSiebenSat.1 Group zählt zu den erfolgreichsten und diversifiziertesten Medienunternehmen in Europa. Werbefinanziertes Free-TV ist das Kerngeschäft der ProSiebenSat.1 Group; hier ist der Konzern führend im deutschen TV-Markt. Zugleich ist die ProSiebenSat.1 Group auch im Internet einer der führenden Bewegtbild-Vermarkter Deutschlands und einer der erfolgreichsten Anbieter für digitales Entertainment im deutschsprachigen Europa.

Unser Ziel ist es, Zuschauern und Nutzern Unterhaltung auf allen Screens zu bieten und so unterschiedliche Mediennutzungsinteressen zu bedienen. Die Digitalisierung beeinflusst und erweitert jedoch nicht nur die Bewegtbild-Nutzung. Das Internet ist heute vielmehr fest in unseren Alltag integriert und hat das gesamte Konsumverhalten verändert. Deshalb hat die ProSiebenSat.1 Group in den vergangenen Jahren in führende digitale Handelsplattformen investiert, die für die Vermarktung auf unseren Kanälen geeignet sind. Dieses Entertainment- und Commerce-Portfolio komplettiert ein internationales Produktions- und Vertriebsnetzwerk unter dem Dach von Red Arrow Studios. Red Arrow produziert Entertainment-Inhalte für TV-Unternehmen und digitale Plattformen weltweit, sowohl für die ProSiebenSat.1-Kanäle als auch für Drittanbieter.

Auf dieser Basis wird die ProSiebenSat.1 Group weiter gezielt investieren: in das Programm der Gruppe, in den Ausbau unserer Data-Aktivitäten sowie in digitale Plattformen. So wollen wir unsere Position als eines der führenden Entertainment- und Commerce-Unternehmen in Europa stärken und uns als Nummer 1 für unsere Zuschauer und Kunden weiter etablieren.

i Größter Umsatzmarkt der ProSiebenSat.1 Group ist Deutschland, dort ist auch der Hauptsitz. Zudem betreibt der Konzern TV-Sender in Österreich und der Schweiz. Red Arrow Studios ist international aufgestellt, eine Übersicht des Produktions- und Vertriebsnetzwerks mit allen relevanten Absatzmärkten und Standorten findet sich auf Seite XXX.

Segmente und Markenportfolio

Der digitale Wandel vollzieht sich mit rasantem Tempo und eröffnet uns für alle Segmente neue Wachstumsmöglichkeiten. Deshalb treibt die ProSiebenSat.1 Group die Digitalisierung konzernweit voran und diversifiziert das Portfolio um Commerce-Angebote, die das Entertainment-Profil ergänzen. Teil dieser Strategie ist die enge Verzahnung der Geschäftsbereiche. Mit der Bündelung von TV und digitalen Entertainment-Angeboten in einem Segment haben wir 2018 die Grundlage für starke Synergien im Konzern geschaffen. Seither berichtet der Konzern in den drei Segmenten Entertainment, Content Production & Global Sales sowie Commerce.

Segment Entertainment: Die ProSiebenSat.1 Group bietet beste Unterhaltung - jederzeit, überall und auf jedem Gerät. Mit unseren 14 Free- und Pay-TV Sendern können wir 45 Mio TV-Haushalte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichen. Zugleich verfügt der Konzern mit seinen vermarkteten Online-Angeboten über eine monatliche Reichweite von rund 34 Mio Unique Usern.

Shows wie "Germany's next Topmodel" und "The Voice of Germany" sind Erfolgsformate, mit denen wir Zuschauer im TV wie auch über digitale Plattformen begeistern. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in die Bereiche AdTech und Data, um durch innovative, datengetriebene Angebote zusätzliche Umsätze zu erschließen und Werbung immer passgenauer aussteuern zu können. Damit bietet die ProSiebenSat.1 Group der Werbewirtschaft einen Mehrwert. Die beiden Vermarktungstöchter SevenOne Media GmbH und SevenOne AdFactory GmbH begleiten Werbekunden und Agenturen von der Ideenfindung über die Konzeption bis zur plattformübergreifenden Umsetzung im TV, online und über mobile Devices.

Diese Bandbreite spiegelt auch das Segment Entertainment wider, das die Bereiche TV-Broadcasting, TV- und Online-Vermarktung, Distribution, Advertising Platform Solutions (AdTech), SevenVentures und Digital Platforms umfasst. → Entwicklung von Medienkonsum und Werbewirkung, Seite XXX → Chancenbericht, Seite XXX

Segment Content Production & Global Sales: In diesem Segment kombiniert die ProSiebenSat.1 Group das internationale TV-Produktions- und Vertriebsgeschäft mit dem globalen Digital-Studio Studio71 unter dem Dach von Red Arrow Studios. Durch diese enge Bündelung von Know-How in den Bereichen Programmvertrieb und -produktion profitiert die Unternehmensgruppe von Synergien und hat zugleich über das Digital-Studio Studio71 direkten Zugang zu Talenten wie auch Plattformen im Digitalsektor. Dies ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, um die wachsende Nachfrage nach Inhalten auf allen Kanälen zu bedienen. Im Jahr 2018 erzielte Studio71 durchschnittlich 9,2 Mrd Video Views im Monat. → Produktionsmarkt, Seite XXX

Sendungen wie "Bosch", "Hochzeit auf den ersten Blick" und "Germany's next Topmodel" sind Beispiele für erfolgreiche Produktionen aus dem Hause Red Arrow Studios. Um den lokalen Programmanteil auf den eigenen Sendern zu erhöhen, beabsichtigt der Konzern, den Anteil von Red Arrow Studios an den vom Entertainment-Geschäft lokal beauftragten Inhalten künftig deutlich zu steigern.

XXX / STRATEGISCHES MARKENPORTFOLIO DER PROSIEBENSAT.1 GROUP

Stand Februar 2019 /1Assoziiertes Unternehmen 2 Gemeinschaftsunternehmen

Segment Commerce: Das Commerce-Geschäft bündelt der Konzern in der NCG - NUCOM GROUP SE, Unterföhring ("NuCom Group"). Dazu gehören elf marktführende und überwiegend digitale Handelsplattformen aus den Bereichen Consumer Advice (u. a. Verivox, Around-home), Matchmaking (Parship Elite Group, eHarmony), Experience & Gift Vouchers (Jochen Schweizer mydays Group) sowie Beauty & Lifestyle (u.a. Flaconi).

Die Commerce-Säule ist der größte Wachstumstreiber des Konzerns und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der digitalen Erlösquellen. Zugleich reflektiert die Wachstumskraft unseres Commerce-Portfolios das starke Synergiepotenzial des Konzerns: Durch Werbung auf unseren Sendern steigern wir das Wachstum der Commerce-Marken, während diese wertvolle Kundeninformationen für zielgruppengenaue Werbeprodukte im TV und auf digitalen Plattformen generieren. Unser Ziel ist es, die NuCom Group als führende europäische Omnichannel-Plattform für Consumer Services und Lifestyle Brands zu etablieren.

LEITUNG UND KONTROLLE

Die ProSiebenSat.1 Group wird zentral von der ProSiebenSat.1 Media SE gesteuert. Auf Konzernebene hat sich die Aufbauorganisation im Jahr 2018 sowohl in struktureller als auch in rechtlicher Hinsicht nicht wesentlich geändert.

Die ProSiebenSat.1 Media SE ist in Deutschland an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main und an der Wertpapierbörse in Luxemburg (Bourse de Luxembourg) notiert. Die ProSiebenSat.1 Media SE verfügt - wie schon die ProSiebenSat.1 Media AG bis zur Umwandlung in die SE im Jahr 2015 - über drei Organe: Hauptversammlung, Vorstand (Leitungsorgan) und Aufsichtsrat (Aufsichtsorgan); die Entscheidungsbefugnisse der Organe sind klar voneinander abgegrenzt.

XXX / CORPORATE-GOVERNANCE-STRUKTUR DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE ZUM 31. DEZEMBER 2018

Die Aktionäre der ProSiebenSat.1 Media SE nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte auf der Hauptversammlung wahr. Jede Aktie gewährt die gleichen gesetzlichen Rechte und Pflichten sowie in der Hauptversammlung je eine Stimme. → Die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie, Seite XXX

Der Vorstand verantwortet das Gesamtergebnis der ProSiebenSat.1 Group und führt die Leiter der Geschäftsbereiche sowie Holding-Einheiten sowohl fachlich als auch disziplinarisch.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte und ist so in alle Unternehmensentscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden.

Die Grundordnung dieses dualistischen Leitungs- und Aufsichtssystems ist in der Satzung der ProSiebenSat.1 Media SE sowie in der Geschäftsordnung für den Vorstand und den Aufsichtsrat festgelegt. Die Satzung definiert auch den Unternehmensgegenstand. Sie kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft durch einen mehrheitlichen Beschluss der Hauptversammlung geändert werden, sofern bei Beschlussfassung mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist (Art. 59 Abs. 2 SE-VO, § 51 Satz 1 SEAG); andernfalls bedarf der Beschluss einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, sofern das Gesetz keine größere Mehrheit vorsieht oder zulässt (Art. 59 Abs. 1 SE-VO). So bedarf eine Änderung des Unternehmensgegenstands dagegen gemäß § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG i.V.m. Art. 59 Abs. 1 und 2 SE-VO, § 51 Satz 2 SEAG weiterhin einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen. → Vergütungsbericht, Seite XXX → Bericht des Aufsichtsrats, Seite XXX

i Über personelle Veränderungen im Vorstand berichten wir nicht im vorliegenden Lagebericht; Informationen hierzu beinhaltet jedoch der Bericht des Aufsichtsrats ab Seite XXX.

UNTERNEHMENSSTRUKTUR UND BETEILIGUNGEN

Die wirtschaftliche Entwicklung der ProSiebenSat.1 Group wird maßgeblich durch die unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften bestimmt. Konzern-Holding ist die ProSiebenSat.1 Media SE. In dieser Funktion zählen unter anderem die zentrale Finanzierung, das konzernweite Risikomanagement sowie die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie zu ihren Aufgaben. In dem vorliegenden Konzernabschluss ist die ProSiebenSat.1 Media SE mit allen wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen - damit sind Unternehmen gemeint, an denen die ProSiebenSat.1 Media SE mittelbar oder unmittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder auf andere Weise zur Beherrschung der maßgeblichen Tätigkeiten des betreffenden Unternehmens befähigt ist. → Anhang, Ziffer 3 "Konsolidierungskreis", Seite XXX

Der Konzern hat ein integriertes Portfolio, das sich auch in der Beteiligungsstruktur widerspiegelt. So gehören der ProSiebenSat.1 Media SE unter anderem 100,0 Prozent der Anteile an der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH. Unter ihrem Dach sind die Free-TV-Sender der ProSiebenSat.1 Group sowie die Pay-TV-Kanäle (ProSiebenSat.1 Pay TV GmbH) gebündelt. Auch an den Vermarktungsunternehmen SevenOne Media GmbH und SevenOne AdFactory GmbH ist die ProSiebenSat.1 Media SE mittelbar zu 100,0 Prozent beteiligt. Dadurch ergeben sich Vorteile hinsichtlich der Programmierung der Sender sowie der Vermarktung von Werbezeiten. Zur Red Arrow Studios GmbH als 100-prozentigem Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Media SE gehören sowohl die globalen Film- und TV-Vertriebshäuser als auch die internationalen Fernsehproduktionen.

Zum 31. Dezember 2018 war General Atlantic PD GmbH, München ("General Atlantic"), ein weltweit führender Wachstumsinvestor, mit 25,1 Prozent an der NuCom Group beteiligt. Deren Unternehmen profitieren von der hohen TV-Reichweite des Mutterkonzerns sowie gegenseitigen Synergien, beispielsweise im Bereich Data und Technologie.

i Eine detaillierte Übersicht der Beteiligungsverhältnisse der ProSiebenSat.1 Group befindet sich im Anhang ab Seite XXX.

STRATEGIE UND STEUERUNGSSYSTEM

STRATEGIE UND ZIELE

Unsere Branche zeichnet sich durch permanente Veränderung aus: Die digitale Entwicklung und wachsende Bedeutung des Internets hat das Konsumverhalten verändert. Dies gilt auch für die Mediennutzung. Ganze Geschäftsmodelle stehen auf dem Prüfstand und immer neue Möglichkeiten der Zielgruppenansprache ergeben sich. Um diese Chancen zu nutzen und den Wandel aktiv voranzutreiben, haben wir unsere Konzernstrategie 2018 weiterentwickelt. Dazu haben wir klare Prioritäten für jedes Segment definiert und werden unsere Bereiche noch stärker vernetzen. Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie sowie unsere mittelfristigen Wachstumsziele haben wir auf dem Kapitalmarkttag am 14. November 2018 vorgestellt.

Im Kern unserer Aktivitäten stehen weiterhin bestes Entertainment, das Menschen lieben, und Commerce-Angebote, die Menschen brauchen. Bei allem was wir tun, wollen wir maximale Nähe zum Konsumenten erreichen und Menschen begeistern - mit den passenden Angeboten zur richtigen Zeit und unabhängig vom Ort. Schon heute gehört der Konzern weltweit zu den höchst diversifizierten Medienhäusern. Um unsere Organisation jedoch noch agiler aufzustellen und den Fokus auf Kunden zu schärfen hat der Konzern zu Jahresbeginn eine Drei-Säulen-Struktur umgesetzt. Ein wichtiger Schritt war in diesem Zusammenhang, die TV- und digitalen Entertainment-Aktivitäten in einem Segment zu verankern. Nur durch die Bündelung unserer Marktexpertise können wir unseren Zuschauern bzw. unseren Nutzern faszinierende Inhalte bieten, die diese plattformunabhängig konsumieren können. Gleiches gilt für Werbekunden, für die wir Vermarktungsinnovationen auf allen Kanälen schaffen und Werbung durch datenbasierte Angebote noch passgenauer adressieren. Deshalb wird der Konzern 2019 zusätzlich in lokale Programminhalte, den Ausbau digitaler Plattformen und eine verbesserte Monetarisierung der Reichweite investieren. Ziel ist es, durch diese Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu verbessern und das Umsatz- und Ergebniswachstum mittelfristig zu beschleunigen. → Chancenbericht, Seite XX

In den nächsten rund fünf Jahren beabsichtigt die ProSiebenSat.1 Group die Umsatzerlöse auf 6 Mrd Euro (2018: 4.009 Mio Euro) und das adjusted EBITDA auf 1,5 Mrd Euro (2018: 1.013 Mio Euro) zu steigern. Dabei sollen die Umsatzanteile des Nicht-Werbegeschäfts (2018: 44%, Ziel 2023+: 50%), des Digitalgeschäfts (2018: 29%, Ziel 2023+: 50%) sowie der adressierbaren Werbung (2018: 6%, Ziel 2023+: 25%) deutlich erhöht werden.

XXX / STRATEGISCHE SCHWERPUNKTE ENTLANG DER DREI SÄULEN

Die finanziellen Ziele reflektieren unsere Strategie, die gesamte Gruppe zu einem diversifizierten und schnell wachsenden Digitalkonzern auszubauen. Gleichzeitig strebt der Konzern an, eine durchschnittliche jährliche Gesamt-Aktienrendite von 10 bis 15 Prozent zu erzielen. Damit unterstreicht der Konzern seinen künftigen Total-Shareholder-Return-Fokus entlang verschiedener Komponenten, wozu neben einer attraktiven Dividendenrendite insbesondere auch eine Steigerung des Wachstums des Ergebnisses je Aktie zählt. So beabsichtigt der Konzern erstmals für das Geschäftsjahr 2018 (zahlbar im Jahr 2019), 50 Prozent des adjusted net income als Dividende auszuschütten (zuvor: 80 bis 90%). Die damit freiwerdenden Mittel wird die ProSiebenSat.1 Group vorrangig für ergebnissteigernde Investitionen in organisches und anorganisches Wachstum verwenden.

i Die ProSiebenSat.1 Group verzichtet im vorliegenden zusammengefassten Lagebericht aus Gründen der Berichtseffizienz auf weitere Erläuterungen zu den Zielen und Strategien des Konzerns. Informationen, wie der Konzern sein Geschäft mittel- und langfristig führen und weiterentwickeln möchte sowie zu Veränderungen der Ziele und Strategien im Vergleich zum Vorjahr, befinden sich im Geschäftsbericht ab Seite XX.

PLANUNG UND STEUERUNG

Das kennzahlenbasierte Steuerungssystem der ProSiebenSat.1 Group bildet die Grundlage für alle wirtschaftlichen und strategischen Entscheidungen des Unternehmens. Die unternehmensspezifischen Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators; KPI) ergeben sich aus der Konzernstrategie und umfassen sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Aspekte. Ihre Planung und Steuerung erfolgt zentral über den Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird durch die Überwachung der Kennzahlen auf Basis regelmäßig aktualisierter Daten ergänzt. Dazu zählt auch die Beurteilung von Entwicklungen im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements. → Risiko- und Chancenbericht, Seite XX

Unternehmensinternes Steuerungssystem

Die für die ProSiebenSat.1 Group spezifischen Leistungsindikatoren orientieren sich an den Interessen der Kapitalgeber und umfassen neben Aspekten einer ganzheitlichen Umsatz- und Ergebnissteuerung auch die Finanzplanung. → Geschäftsbericht 2017, Seite 168

XXX / ÜBERSICHT BEDEUTSAMSTE LEISTUNGSINDIKATOREN ZUM 31. DEZEMBER 2018

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Segment Entertainment

Zuschauermarktanteile

FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Konzern

Umsatzerlöse

Adjusted EBITDA

Adjusted net income

Verschuldungsgrad

Free Cashflow vor M&A

Segmente

Externe Umsatzerlöse

Adjusted EBITDA

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Die Entwicklung der Zuschauermarktanteile ist ein wichtiges Kriterium bei der Programm- und Mediaplanung im werbefinanzierten TV-Geschäft. Zudem dienen die Daten als Richtwert für die Kalkulation von Werbezeitenpreisen, da sie aussagen, wie viele potenzielle Kunden eine Sendung erreicht. TV-Nutzungsdaten werden in Deutschland im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) von der GfK Fernsehforschung erhoben. Die ProSiebenSat.1 Group wertet die von den Instituten empirisch erhobenen Zuschauerquoten täglich aus. Neben diesen Daten zu linearem TV-Konsum analysieren wir zusätzlich digitale Reichweitenkennzahlen sowie KPIs zu unseren datenbasierten Geschäftsmodellen. → Entwicklungrelevanter Unternehmens- und Marktumfelder der ProSiebenSat.1 Group, Seite XX

Finanzielle Leistungsindikatoren: Die zentralen Kennzahlen zur Profitabilitätssteuerung sind die Umsatzerlöse, das adjusted EBITDA und das adjusted net income. Die Ertragskennzahl adjusted EBITDA steht für das bereinigte Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen). Wesentliche Sondereffekte, wie M&A-bezogene Aufwendungen, Reorganisationsaufwendungen und Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, werden nicht berücksichtigt, sodass diese Kennzahl für den Vorstand als Hauptentscheidungsträger zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der Segmente dient. Das adjusted net income entspricht dem den Anteilseignern der ProSiebenSat.1 Media SE zuzurechnenden bereinigten Konzernergebnis und bietet einen geeigneten Anhaltspunkt für die Dividendenbemessung. Neben Anpassungen aus dem adjusted EBITDA werden hier insbesondere Abschreibungen und Wertminderungen aus Kaufpreisallokationen und weitere Sondereffekte bei der Berechnung bereinigt.

Sondereffekte können die operative Geschäftsentwicklung beeinflussen oder gar überlagern und einen Mehrjahresvergleich erschweren. Daher stellen bereinigte Ergebnisgrößen geeignete Performance-Maße mit Blick auf die nachhaltige Ertragskraft dar. Die Betrachtung unbereinigter Ertragskennzahlen ermöglicht jedoch den ganzheitlichen Blick auf die Aufwands- und Ertragsstruktur. Aus diesem Grund verwendet die ProSiebenSat.1 Group zusätzlich das EBITDA als finanziellen Leistungsindikator. Zudem erleichtert das EBITDA eine Bewertung im internationalen Vergleich, da Steuer- und Abschreibungseinflüsse sowie die Finanzierungsstruktur nicht berücksichtigt werden.

Die ProSiebenSat.1 Group investiert in Märkte mit langfristigen Wachstumschancen und prüft ihre Möglichkeiten für Portfolio Erweiterungen. Teil der Investitionsstrategie ist die Akquisition von Unternehmen, die unsere Wertschöpfungskette synergetisch ergänzen. Ein wichtiger Leistungsindikator für die Finanzplanung des Konzerns ist dabei ein kapitaleffizienter Verschuldungsgrad (leverage ratio). Der Verschuldungsgrad gibt die Höhe der Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum sogenannten LTM adjusted EBITDA an - dem adjusted EBITDA, das die ProSiebenSat.1 Group in den jeweils letzten zwölf Monaten realisiert hat (LTM = last twelve months). Zielwert ist eine Relation von 1,5 und 2,5. Zudem wurde für das Jahr 2018 der Free Cashflow vor M&A neu in den Katalog der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren aufgenommen. Hintergrund sind Anpassungen am Vorstandsvergütungssystem und Steuerungssystem. Die Kennzahl wird definiert als Free Cashflow bereinigt um verwendete und erwirtschaftete Mittel aus M&A-Transaktionen (exkl. Transaktionskosten) im Rahmen von durchgeführten und geplanten Mehrheitserwerben, dem Erwerb und Verkauf von at-Equity bewerteten Anteilen sowie sonstigen Beteiligungen mit der Ausnahme von "Media-for-Equity"-Beteiligungen. → Vergütungsbericht, Seite XX, Liquiditäts- und Investitionsanalyse, Seite XX

Unsere Konzernstrategie ist auf nachhaltiges und profitables Wachstum ausgelegt. Ein vorrangiges Ziel ist daher die Steigerung der genannten Ergebnisgrößen durch kontinuierliches Umsatzwachstum in allen Segmenten. Dabei fungieren die Geschäftseinheiten größtenteils als Profit Center: Das bedeutet, sie handeln mit voller Umsatz- und Ergebnisverantwortung. Zugleich ist die damit verbundene Flexibilität eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der ProSiebenSat.1 Group, da sich das Unternehmen in einem dynamischen Branchenumfeld bewegt und seine Wertschöpfungskette konsequent diversifiziert. Die Organisationseinheiten treffen innerhalb der zentral verabschiedeten Rahmenvorgaben und abgestimmt auf das Wettbewerbsumfeld eigenständig die operativen Entscheidungen. Dieser leistungsorientierte Ansatz fördert das unternehmerische Handeln unserer Mitarbeiter auf allen Ebenen.

Jeder Mitarbeiter unseres Unternehmens trägt dazu bei, mit seinem Wissen und seinen Ideen die Stärken der ProSiebenSat.1 Group weiterzuentwickeln und Innovationen voranzutreiben. Deshalb investieren wir konsequent in die Personalentwicklung, fördern Nachwuchskräfte gezielt und beteiligen zugleich alle Mitarbeiter adäquat am Unternehmenserfolg. Das adjusted EBITDA ist die zentrale Steuerungsgröße des Konzerns und seiner Segmente. Neben dem adjusted EBITDA dient das EBITDA aufgrund des ganzheitlichen Blicks auf die Aufwands- und Ertragsstruktur des Unternehmens zusätzlich als Leistungsindikator und Bemessungsgrundlage für die erfolgsorientierte Mitarbeitervergütung. Als variable Bemessungsgrundlage für die Vergütung des Vorstands dienten im Geschäftsjahr 2018 das adjusted net income, das EBITDA (sofern erforderlich um Effekte aus wesentlichen Änderungen in der IFRS-Rechnungslegung, aus nicht in der Planung enthaltenen Auswirkungen von innerhalb der Berichtsperiode durchgeführten M&A-Transaktionen sowie aus Bewertungen der konzernweiten mehrjährigen variablen Vergütungspläne bereinigt) sowie der Free Cashflow vor M&A und erstmalig auch der relative Total Shareholder Return (TSR). → Vergütungsbericht, Seite XX

XXX / DEFINITION VON AUSGEWÄHLTEN NON-IFRS-KENNZAHLEN

ADJUSTED EBITDA

Adjusted EBITDA steht für adjusted Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Es beschreibt das um bestimmte Einflussfaktoren (Sondereffekte) bereinigte Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen). Zu diesen Sondereffekten zählen:

M&A-bezogene Aufwendungen beinhalten Beratungsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für laufende, abgeschlossene oder abgebrochene M&A-Transaktionen.

Reorganisationsaufwendungen enthalten Sach- und Personalkosten für wesentliche Reorganisationen und Restrukturierungen. Sie umfassen Aufwendungen wie Abfindungen, Freistellungsgehälter, Beratungskosten sowie Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte.

Aufwendungen für Rechtstreitigkeiten enthalten Strafen, Bußgelder, Rückzahlungsansprüche sowie Beratungskosten, die im Zusammenhang mit wesentlichen laufenden oder drohenden Rechtsstreitigkeiten stehen.

Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts anteilsbasierter Vergütungen umfassen den ergebniswirksamen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von durch Barausgleich erfüllten anteilsbasierten Vergütungsplänen, der aus der Differenz zwischen dem jeweiligen Börsenkurs zum Ausgabezeitpunkt und dem jeweils aktuellen Kurs zum Bilanzstichtag resultiert.

Ergebnisse aus Änderungen des Konsolidierungskreises beinhalten Erträge und Aufwendungen im Rahmen von Fusionen, Unternehmensabspaltungen, Erwerben oder Verkäufen von Konzernunternehmen.

Ergebnisse aus sonstigen wesentlichen Einmaleffekten beinhalten vom Group Chief Financial Officer freigegebene, nicht mit der laufenden operativen Performance im Zusammenhang stehende Geschäftsvorfälle. Die ProSiebenSat.1 Group versteht unter wesentlichen Maßnahmen in diesem Zusammenhang Geschäftsvorfälle von jeweils mindestens 0,5 Mio Euro.

Bewertungseffekte aus der strategischen Neuausrichtung von Business Units enthalten im Wesentlichen Aufwendungen im Rahmen von Veränderungen des zugrundeliegenden Geschäftszwecks bzw. der Strategie der betroffenen Einheiten.

ADJUSTED NET INCOME

Das adjusted net income ist das den Anteilseignern der ProSiebenSat.1 Media SE zuzurechnende Konzernergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen aus Kaufpreisallokationen, bereinigt um obenstehende Sondereffekte und weitere Sondereffekte. Dazu zählen im sonstigen Finanzergebnis erfasste Bewertungseffekte, Bewertungseffekte aus Put-Options- und Earn-Out-Verbindlichkeiten sowie Bewertungseffekte aus Zinssicherungsgeschäften. Darüber hinaus werden die aus den Bereinigungen resultierenden Steuereffekte ebenfalls bereinigt.

XXX / ANGABEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG SOWIE ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

AUSWEIS UND NUTZEN VON NON-IFRS-KENNZAHLEN

Dieser Geschäftsbericht enthält neben den nach IFRS ermittelten Finanzdaten auch sogenannte Non-IFRS-Kennzahlen. Die Überleitung dieser Non-IFRS-Kennzahlen auf die entsprechenden IFRS-Kennzahlen ist in der → Ertragslage des Konzerns ab Seite XX dargestellt.

Die ProSiebenSat.1 Media SE verwendet für ihre finanziellen, strategischen und operativen Entscheidungen primär Non-IFRS-Kennzahlen als Entscheidungsgrundlage. Diese liefern auch Investoren Zusatzinformationen, die einen Vergleich der Performance im Mehrjahresvergleich erlauben, da sie um bestimmte Einflüsse bereinigt werden. Diese Kennzahlen werden nicht auf Basis der IFRS ermittelt und können sich daher von den Non-IFRS-Kennzahlen anderer Unternehmen unterscheiden. Daher ersetzen diese nicht die IFRS-Kenn-zahlen oder sind bedeutsamer als IFRS-Kennzahlen, sondern stellen eine Zusatzinformation dar. Wir sind davon überzeugt, dass die Non-IFRS-Kennzahlen aus den folgenden Gründen für Investoren von besonderem Interesse sind:

Sondereffekte können die operative Geschäftsentwicklung beeinflussen oder gar überlagern; daher bieten um derartige Effekte bereinigte Kennzahlen Zusatzinformationen zur Beurteilung der operativen Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Bereinigte Kennzahlen besitzen somit für die Steuerung des Unternehmens eine größere Relevanz.

Das adjusted net income bildet zudem bei der ProSiebenSat.1 Media SE einen wichtigen Anhaltspunkt zur Ermittlung der Dividendenzahlung, da wir die Aktionäre an der operativen Ertragskraft des Unternehmens beteiligen wollen.

Der Konzern hat ein ganzheitliches Steuerungssystem implementiert. Non-IFRS-Kennzahlen werden konsequent für die Vergangenheit und die Zukunft ermittelt; sie bilden eine bedeutende Grundlage für die interne Steuerung sowie die Entscheidungsprozesse der Unternehmensleitung.

BILANZIERUNG DER ANTEILSBASIERTEN VERGÜTUNG AUS DEN PERFORMANCE- / GROUP-SHARE-PLÄNEN

Die ProSiebenSat.1 Group beteiligt ihre Mitarbeiter mit einer leistungsorientierten Vergütung am Unternehmenserfolg. Dazu zählen auch anteilsbasierte Vergütungsprogramme (Performance- und Group-Share-Pläne), an denen neben dem Vorstand ausgewählte Führungskräfte teilnehmen. Dabei erhalten die Teilnehmer sogenannte Performance Share Units, die zum Bezug von Aktien berechtigten. Mit der Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat vom 11. März 2016, die Ansprüche der Berechtigten aus den Group-Share-Plänen zukünftig in bar zu erfüllen, und der damit verbundenen Umstellung der Bilanzierung dieser anteilsbasierten Vergütung von "Equity Settlement" auf "Cash Settlement" sind im vorliegenden Geschäftsbericht anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich nach IFRS 2 erfasst worden. Die gemäß IFRS 2 vorgesehene laufende ergebniswirksame Erfassung von Änderungen im beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung mit Barausgleich ("Cash Settlement") führt im Gegensatz zu der bisherigen Bilanzierung ("Equity Settlement") zu einer deutlich höheren Ergebnisvolatilität, die auf die Wertschwankungen des Börsenkurses der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie zurückzuführen ist. Daher bereinigt die ProSiebenSat.1 Group den ergebniswirksamen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der anteilsbasierten Vergütungspläne, der aus der Differenz zwischen dem jeweiligen Börsenkurs zum Ausgabezeitpunkt und dem jeweils aktuellen Kurs zum Bilanzstichtag resultiert, im adjusted EBITDA sowie dem adjusted net income.

BEWERTUNG VON PUT-OPTIONS UND EARN-OUT-VERBINDLICHKEITEN

Aufgrund der kontinuierlichen M&A-Tätigkeit des Unternehmens und der derzeit verfolgten Investitionsstrategie haben sich die Verpflichtungen aus Put-Options sowie Earn-Outs über den Erwerb weiterer Anteile, die die ProSiebenSat.1 Group im Rahmen des Erwerbs der Beherrschungsmöglichkeit an diesen Unternehmen eingeht, stetig erhöht. Daher bereinigt die ProSiebenSat.1 Media SE die Änderungen im beizulegenden Zeitwert dieser Verbindlichkeiten im Rahmen der Ermittlung des adjusted net income. Diese Anpassung führt zu einer steigenden Transparenz durch die Darstellung dieser Effekte und ermöglicht einen besseren Vergleich der operativen Geschäftsentwicklung im Zeitverlauf.

Operative und strategische Planung

Steuerung und Planung greifen bei der ProSiebenSat.1 Group eng ineinander. So werden im Rahmen der Planung Soll-Größen definiert und für verschiedene zeitliche Perioden festgelegt. Im Fokus stehen die zuvor erläuterten Steuerungskennzahlen.

Nachstehendes Schaubild zeigt die einzelnen Planungsebenen für das Geschäftsjahr 2018. Die unterschiedlichen Ebenen des Planungsprozesses bauen aufeinander auf und sind mit unserem Risikomanagement verknüpft:

XXX / PLANUNGSKALENDER 2018

Strategieklausur: Ein wichtiges Instrument der strategischen Planung sind Stärken- und Schwächen-Analysen. Dazu werden Marktbedingungen und aktuelle Kennzahlen relevanter Wettbewerber verglichen, eigene Stärken, Chancen und Risiken beurteilt und Wachstumsstrategien weiterentwickelt. Die Ergebnisse erörtern Vorstand und Aufsichtsrat einmal jährlich im Rahmen einer Strategieklausur. Sie fand im Juni 2018 statt; dabei wurde die geplante strategische Weiterentwicklung des Konzerns diskutiert. Zudem erfolgte im September ein Update zur Drei-Säulen-Strategie. → Bericht des Aufsichtsrats, Seite XX

Mehrjahresplanung (langfristige Unternehmensplanung auf Jahresbasis): Die Mehrjahresplanung stellt die detaillierte, zahlensei-tige Abbildung der Strategieplanung dar. Sie erfolgt auf Jahresbasis und beinhaltet Soll-Werte für einen Zeithorizont von fünf Jahren. Die relevanten Finanzkennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Bilanz und Kapitalflussrechnung der einzelnen Tochterunternehmen werden analysiert und auf Segment- und Konzernebene verdichtet.

Budget (operative Jahresplanung auf Monatsbasis): Für das Budget werden die Zielvorgaben auf Grundlage der Mehrjahresplanung für die einzelnen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren auf Monatsbasis im Gegenstromverfahren konkretisiert.

Monatsberichtswesen und Trendprognosen: Ein wichtiges Werkzeug zur unterjährigen Planung sind Trendprognosen: Dabei wird auf Basis der bisherigen Zielerreichung die auf Jahressicht erwartete Unternehmensentwicklung berechnet und mit den ursprünglich budgetierten Soll-Größen verglichen. Ziel ist es, potenzielle Soll-Ist-Abweichungen unmittelbar festzustellen und erforderliche Maßnahmen zur Gegensteuerung zeitnah umzusetzen.

Auch im Jahr 2018 hat der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsratsgremium die kurz- und langfristige Zielerreichung erörtert. Neben der monatlichen Berichterstattung werden Risikopotenziale quartalsweise an den Group Risk Officer gemeldet. Hier wird insbesondere analysiert, wie sich Risikofrühwarnindikatoren unterjährig und im Zeitablauf verändert haben. Ein wichtiger Frühwarnindikator ist etwa die Entwicklung der Zuschauermarktanteile. Zusätzliche Wachstumschancen und damit mögliche positive Abweichungen von prognostizierten Zielen werden parallel zum Risikomanagement analysiert; sie werden in den Planungsrechnungen erfasst.

XXX / PLANUNGSRECHNUNG UND RISIKOMANAGEMENT BEI DER PROSIEBENSAT.1 GROUP

1 Siehe auch Geschäftsbericht 2018, ab Seite XXX

NACHHALTIGKEIT

(NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG GEMÄSS §§ 315B, 315C, §§289B BIS 289E HGB)

Wir sind uns unserer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und nehmen sie als ganzheitliche Herausforderung wahr. Denn Erfolg bedeutet für die ProSiebenSat.1 Group nicht nur, die wirtschaftlichen Ergebnisse des Konzerns langfristig zu steigern. Es heißt für uns auch, die Nachhaltigkeitsleistung und die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns konsequent weiterzuentwickeln und zu verbessern sowie die Interessen unserer Zielgruppen in Einklang zu bringen, insbesondere von Mitarbeitern, Aktionären, Zuschauern und Nutzern sowie Geschäftskunden. Der Konzern definiert in diesem Zusammenhang nachhaltiges unternehmerisches Handeln als einen integrierten Ansatz, um sowohl die ökonomische als auch ökologische und soziale Leistung unseres Konzerns sicherzustellen.

i Nichtfinanzielle Aspekte, Indikatoren zur Nachhaltigkeitsleistung sowie ESG-Informationen (Environment, Social, Governance) fallen insbesondere in den Verantwortungsbereich des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Group General Counsel, in dessen Ressort unter anderem die Bereiche Legal Affairs, Public Affairs und Compliance liegen, sowie des Finanzvorstands.

In der vorliegenden Nichtfinanziellen Konzernerklärung gemäß §289b, § 315b und 315c HGB für das Geschäftsjahr 2018 berichtet die ProSiebenSat.1 Group über die wesentlichen nichtfinanziellen Aspekte mit den entsprechenden Angaben, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens sowie der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit in diesem Kontext erforderlich sind. Wesentliche Risiken für einzelne nichtfinanzielle Aspekte wurden in diesem Zusammenhang nicht ermittelt. Dabei wurde die Nichtfinanzielle Konzernerklärung mit der Nichtfinanziellen Erklärung (NFE) des Mutterunternehmens i.S.d. § 315b Abs. 1 Satz 2 HGB zusammengefasst.

Als Medienkonzern zählt die ProSiebenSat.1 Group nicht zu den produzierenden Branchen mit hohem Energie- und Ressourceneinsatz sowie komplexen, globalen Lieferketten. Daher schätzen wir insbesondere die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt als begrenzt ein und haben gegenwärtig Umweltbelange nicht als wesentlichen nichtfinanziellen Aspekt gemäß §289c Abs. 3 HGB identifiziert.

Ausführliche Informationen zu unserer ökologischen Verantwortung und den Themen Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen, Entsorgung sowie Mobilität veröffentlichen wir jährlich im Nachhaltigkeitsbericht der ProSiebenSat.1 Group.

In der vorliegenden NFE verzichten wir zudem auf weiterführende Angaben zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen im Sinne von § 289c Abs. 3 und 4 HGB wie zum Beispiel die Bekämpfung von Kinder-, Zwangs- oder Pflichtarbeit sowie die Bewertung von Lieferanten hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechten. Vor dem Hintergrund unserer branchenspezifischen Wertschöpfungskette sowie der potenziellen Auswirkungen unserer Geschäftsaktivitäten definieren wir die Achtung der Menschenrechte nicht als wesentlichen nichtfinanziellen Aspekt im Sinne des Gesetzes für den Konzern.

Jedoch setzt sich der Konzern insbesondere für Anti-Diskriminierung ein und fördert eine Unternehmenskultur, die vor allem jegliche Art von sexueller Gewalt oder Machtmissbrauch untersagt. Wir haben uns schon vor der metoo-Debatte mit unseren Compliance-Richtlinien klar gegen derartiges Verhalten positioniert. Im Jahr 2018 haben wir unter anderem die Einrichtung einer externen Ombudstelle für Hinweise auf Rechtsverstöße angestoßen. Außerdem stehen wir programmlich im Rahmen unserer verbreiteten Medienangebote zum Beispiel für das Menschenrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein.

XXX / WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE ASPEKTE DER PROSIEBENSAT.1 GROUP

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Mitarbeiter und Diversität Gesellschaftliche Produktverantwortung Compliance
Verantwortung (Public Value)
Arbeitnehmerbelange Sozialbelange / unternehmensspezifische Aspekte unternehmensspezifische Aspekte Bekämpfung von Korruption und Bestechung / unternehmensspezifische Aspekte
- Recruiting und Employer Branding - Meinungsbildung - Datenschutz - Anti-Korruption
- People Development - Medienkompetenz - Medienrecht (Werberichtlinien, Journalistische Unabhängigkeit, Jugendschutz) - Kartellrecht
- Work-Life-Angebote - Informationsverbreitung
- Diversity Management - Mitarbeiterengagement (Corporate Volunteering)
- Spenden und Sponsoring

Die ProSiebenSat.1 Group orientiert sich bei der Erstellung der NFE an den GRI Standards der Global Reporting Initiative. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB wurde vom Abschlussprüfer geprüft, dass die NFE entsprechend den gesetzlichen Vorschriften vorgelegt wurde. Zusätzlich beauftragte der Aufsichtsrat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, die NFE inhaltlich mit hinreichender Sicherheit zu prüfen. Eine Wiedergabe des Prüfungsvermerks vom 22. Februar 2019, in dem Art, Umfang und Ergebnisse dieser Prüfung dargestellt sind, findet sich online unter → www.prosiebensat1.com/nachhaltigkeit/publikationen/berichte und ist Bestandteil des Geschäftsberichts. Die Prüfung erfolgte unter Anwendung des einschlägigen Prüfungsstandards "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information (ISAE 3000)" zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit (Reasonable Assurance) bezüglich der gemäß §§ 315b, 315c i.V.m. 289b bis 289e HGB gesetzlich geforderten Angaben.

Im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse, die im Jahr 2017 durchgeführt und 2018 überprüft wurde, haben wir für die ProSiebenSat.1 Group vier nichtfinanzielle Aspekte identifiziert, zu denen wir im Folgenden Angaben gemäß § 289c Abs. 3 HGB zu verfolgten Konzepten, den dabei angewandten Due-Diligence-Prozessen, zu Ergebnissen und zugehörigen Leistungsindikatoren machen. Für die erforderlichen Erläuterungen zum Geschäftsmodell gemäß § 289c Abs. 1 HGB verweisen wir auf die unten angegebenen Kapitel im zusammengefassten Lagebericht der ProSiebenSat.1 Group. Informationen zur Corporate Governance befinden sich insbesondere im Abschnitt "An unsere Aktionäre" im Geschäftsbericht 2018. Sämtliche Verweise auf Inhalte außerhalb des zusammengefassten Lageberichts sind als weiterführende Informationen zu verstehen und nicht Pflichtbestandteil der NFE. → Organisation und Konzernstruktur, Seite XX

XXX/ BERICHTSGRENZEN UND DATENERFASSUNG

Der organisatorische Berichtsrahmen für die in der zusammengefassten NFE enthaltenen Angaben zu Konzepten und Kennzahlen für unsere Nachhaltigkeitsleistung umfasst grundsätzlich alle Konzernunternehmen und entspricht dem Konsolidierungskreis der ProSiebenSat.1 Group, die zentral von der ProSiebenSat.1 Media SE gesteuert wird. Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises folgt dem Kontrollprinzip des IFRS 10.

Ausnahmen und Einschränkungen im Hinblick auf die Berichtsgrenzen der einzelnen definierten Aspekte sowie die Datenerfassung von Leistungsindikatoren erläutern wir im Folgenden. Weitere Spezifizierungen werden bei den Angaben zu den Aspekten entsprechend kenntlich gemacht.

Mitarbeiter und Diversität

Insbesondere die Gesellschaften im Segment Commerce sowie das internationale Geschäft im Segment Content Production & Global Sales werden bei der Betrachtung der Konzepte für den Aspekt Mitarbeiter und Diversität sowie der Datenerfassung der nichtfinanziellen Kennzahlen teilweise nicht einbezogen. Einzelne Konzernfunktionen oder -programme wie Recruiting oder Employer Branding werden zentral aus Unterföhring gesteuert oder sind in dieser Form in einzelnen Beteiligungen aufgrund der relativ geringen Anzahl an Beschäftigten dort nicht implementiert. Zudem betreibt die ProSiebenSat.1 Group ein dynamisches Portfoliomanagement, sodass sich kontinuierlich Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben. Der Produktionsbereich ist außerdem aufgrund des Auftragsgeschäfts von einer hohen Volatilität bei den Mitarbeiterzahlen geprägt.

Gesellschaftliche Verantwortung (Public Value)

Die Informationen zur gesellschaftlichen Verantwortung beziehen sich vor allem auf die nachhaltigkeitsrelevanten Geschäftstätigkeiten des Konzerns im TV-Programm (Segment Entertainment). Die Beschreibung der Konzepte umfasst ebenfalls Public-Value-Maßnahmen, die von Mitarbeitern am Standort Unterföhring umgesetzt werden.

Produktverantwortung und Compliance

Durch das Compliance-Management-System (CMS) deckt die ProSiebenSat.1 Group die relevanten Rechtsgebiete zum großen Teil konzernweit ab und erfasst die Leistungsindikatoren über alle Gesellschaften. Einzelne Konzepte wie werberechtliche Compliance oder Wahrung der journalistischen Unabhängigkeit beziehen sich aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen im Ausland und fehlender Relevanz für viele Gesellschaften zum Beispiel im Produktionsbereich nur auf ausgewählte Konzernunternehmen. Dazu zählen in erster Linie die ProSiebenSat.1 Media SE als Holding-Gesellschaft, die ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH sowie die Vermarktungsunternehmen SevenOne Media GmbH und SevenOne AdFactory GmbH. Bei Kennzahlen zu den Aspekten Produktverantwortung und Compliance gilt bezüglich des Zeitpunkts der Einbeziehung von Konzernbeteiligungen, dass akquirierte Gesellschaften spätestens in der Berichtsperiode in die Datenerhebung einbezogen werden, in der sie für ein ganzes Geschäftsjahr in der Finanzberichterstattung konsolidiert wurden.

MITARBEITER UND DIVERSITÄT

Personalstrategie und Mitarbeiterzahlen

Die ProSiebenSat.1 Group lebt von der hohen Kreativ- und Innovationsleistung seiner Mitarbeiter. Unsere "Fascinating People" sind unser wichtigstes Gut. Andere faszinieren können wir nur, wenn wir selbst fasziniert sind. Dabei stellt uns die Digitalisierung vor neue Herausforderungen. Die Medienbranche wandelt sich durch die digitale Entwicklung noch stärker als viele andere Industrien. Aus diesem Grund ist unsere Unternehmenskultur geprägt von der fortwährenden Bereitschaft zur Veränderung. Es gehört daher zu unserem Selbstverständnis als Arbeitgeber, im Personalbereich Rahmenbedingungen zu schaffen, die diesen Prozess unterstützen und den individuellen Interessen unserer Mitarbeiter gerecht werden. Mit einem attraktiven Gesamtangebot, das neben einer am Marktstandard orientierten Vergütung auch betriebliche Zusatzleistungen, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und ein angenehmes Arbeitsumfeld umfasst, wollen wir engagierte und qualifizierte Mitarbeiter für die ProSiebenSat.1 Group gewinnen, bei uns halten und zu besten Leistungen motivieren.

Für die Weiterentwicklung des Konzerns sind zudem Führungskräfte wichtig, die unternehmerisch denken und ihre Mitarbeiter zu Innovationen ermutigen. Neue Maßnahmen und Konzepte werden dem für Human Resources verantwortlichen Vorstandsmitglied zur Entscheidung vorgelegt und vor der Implementierung im Gesamtvorstand präsentiert. Verantwortet wird der Personalbereich vom Chief Human Resources Officer, der direkt an den CEO berichtet. Für einzelne Themengebiete wie Recruiting und Employer Branding oder People Development gibt es eigenständige organisatorische Einheiten.

Die Mitarbeiterzahlen blieben 2018 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Konzern beschäftigte im Dezember 2018 umgerechnet auf vollzeitäquivalente Stellen 6.583 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.483). Ebenso lag die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Berichtsjahr mit 6.532 Mitarbeitern (Vorjahr: 6.452) auf dem Vorjahresniveau. 2018 waren durchschnittlich 609 Mitarbeiter (Vorjahr: 696) in der ProSiebenSat.1 Media SE beschäftigt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte der Konzern im Berichtsjahr durchschnittlich 5.458 vollzeitäquivalente Stellen (Vorjahr: 5.335). Dies entspricht einem Anteil von 84 Prozent am Gesamtkonzern (Vorjahr: 83 %).

i Die in den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesenen Personalaufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018 auf 679 Mio Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 3 Prozent oder 19 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr und reflektiert unter anderem die Aufwendungen aus der Reorganisation im Segment Entertainment.

XXX / MITARBEITER NACH SEGMENTEN durchschnittlich vollzeitäquivalente Stellen (FTE); Vorjahreswerte 2017 in Klammern

XXX / MITARBEITER NACH REGIONEN durchschnittlich vollzeitäquivalente Stellen (FTE); Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug wie im Vorjahr 6,1 Jahre. Die Fluktuationsrate im Konzern belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 15,4 Prozent (Vorjahr: 12,8 %).

i Bei der Berechnung der Fluktuationsrate wird die Anzahl der Austritte im Berichtszeitraum durch die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember geteilt. Zu den Austrittsgründen zählen Kündigungen und Aufhebungsverträge. Austritte aufgrund von Befristung, Ausbildungsende, Renteneintritt oder Tod werden nicht berücksichtigt.

Recruiting und Employer Branding

Wir setzen hohe Maßstäbe im Recruiting und nutzen verschiedene Instrumente. Zentrale Plattform ist die Karriereseite → www.karriere. prosiebensat1.com, die Ende Januar 2019 nach einem umfangreichen Relaunch im Jahr 2018 offiziell gestartet wurde. Das Online-Portal wird seit 2014 durch das digitale Job-Empfehlungsprogramm Talentry ergänzt. Dabei haben Konzern-Mitarbeiter die Möglichkeit, passende Personen aus ihrem eigenen Netzwerk für unbesetzte Positionen zu empfehlen. Im Falle einer erfolgreichen Vermittlung erhalten sie bei vielen Stellen eine Prämie. Darüber hinaus nutzt die ProSiebenSat.1 Group weitere Sourcing-Kanäle wie Social Media, Direktansprache oder Hochschulmarketing. Insgesamt verzeichnete das Group Recruiting rund 33.700 Bewerbungen (Vorjahr: rund 28.600). Mit Kampagnen wie "Claim New Grounds" und "Connect.Code.Create" forcieren wir zusätzlich die Ansprache potenzieller Kandidaten mit digitalem oder IT-Schwerpunkt. Unser Employer-Branding-Konzept zielt dabei darauf ab, die bestmögliche "Candidate Experience" für alle unsere Zielgruppen am Personalmarkt sicherzustellen. Neben Bewerberzahlen sind daher auch externe Rankings eine wichtige Messgröße für den Erfolg unserer HR-Strategie.

XXX / AUSGEWÄHLTE ARBEITGEBERRANKINGS

POTENTIALPARK

10. Platz (Vorjahr: 13. Platz)

TRENDENCE SCHÜLERBAROMETER

Gesamt

10. Platz (Vorjahr: 8. Platz)

TRENDENCE YOUNG PROFESSIONALS

Gesamt

50. Platz (Vorjahr: 42. Platz)

TRENDENCE YOUNG PROFESSIONALS

Medien/Werbung

2. Platz (Vorjahr: -)

People Development

Wir bauen über verschiedene Ausbildungsgänge kontinuierlich qualifizierte Nachwuchskräfte für die Gruppe auf. Durch unsere Volontariate, Traineeprogramme, IHK-Ausbildungen und Duale Hochschulstudiengänge haben junge Talente vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in unser Unternehmen. Dabei bieten wir Schwerpunkte in den Bereichen IT, Digital Media, Sales, Marketing, Finance, HR, Projektmanagement oder redaktionelle Arbeit. Auf diese Weise schaffen wir ein starkes Fundament aus gut ausgebildeten Nachwuchskräften, die über ein großes internes Netzwerk sowie spezifisches Unternehmens- und Branchenwissen verfügen. Im Jahr 2018 wurden 168 Mitarbeiter (Vorjahr: 158) durch unsere Abteilung Young Talents betreut; davon wurden rund drei Viertel übernommen. Ziel ist es, aktiv Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt zu ergreifen und die Diversifikationsstrategie der ProSiebenSat.1 Group durch passende Ausbildungsformate im Unternehmen zu unterstützen.

Neben der Ausbildung ist die Potenzialentfaltung und Weiterentwicklung ein zentraler Bestandteil der ProSiebenSat.1-Personalstrategie. Die fachliche und persönliche Weiterentwicklung haben unsere Mitarbeiter selbst in der Hand. Dabei werden sie von ihrer Führungskraft als Sparringspartner sowie einem vielfältigen Weiterbildungsangebot unterstützt. Die Auswahl geeigneter Maßnahmen besprechen Mitarbeiter und Führungskräfte in Ziel- und Entwicklungsgesprächen. Als Basis dient ein Zielsystem, das die übergeordneten Unternehmensziele auf Bereichs-, Abteilungs- sowie Individualziele herunterbricht und auf diese Weise für Mitarbeiter und Führungskräfte konkretisiert. Daneben können in diesen Gesprächen auch persönliche Entwicklungsziele festgelegt werden. Damit stellen wir sicher, dass individuelle Fähigkeiten gezielt gefördert werden.

Die ProSiebenSat.1 Academy bietet ein breites Portfolio an Trainings zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung. Im Jahr 2018 fanden 596 Veranstaltungen (7.560 Teilnahmen) in der Academy statt (Vorjahr: 596 bzw. 6.266), darunter 87 Führungskräftetrainings mit 758 Teilnahmen (Vorjahr: 60 bzw. 568). Einen Schwerpunkt bildet die Digitalisierung mit Inhalten wie "Digital Economy", "E-Commerce & Online Marketing" oder "Lean Start-up for User Experience". Ziel dieser Trainings ist es, dass Mitarbeiter digitale Trends und aktuelle Technologien verstehen und ihre Auswirkungen auf die Medienbranche einschätzen können, um neue Produkte und Geschäftsmodelle für den Konzern zu entwickeln. 2018 investierte die ProSiebenSat.1 Group rund 3,5 Mio Euro (Vorjahr: rund 3,1 Mio Euro) in ihre Aus- und Weiterbildungsprogramme. Ein Teil davon entfiel auf die Angebote der ProSiebenSat.1 Academy.

Durch unser Talent Management unterstützen wir systematisch die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Als Talent-Initiative gibt es beispielsweise ein Mentoring-Programm. Durch Job-Rotationen haben ProSiebenSat.1-Mitarbeiter außerdem die Möglichkeit, Erfahrungen in anderen Abteilungen zu sammeln und diese auf ihr eigenes Aufgabengebiet zu übertragen. Speziell für Führungskräfte werden durch das P7S1 Center of Leadership Impulse für den Führungsalltag und Informationen zu unterstützenden Instrumenten wie 360 Grad Feedback oder Coaching angeboten.

Work-Life-Angebote

Die Arbeitszeitwünsche unserer Mitarbeiter unterscheiden sich je nach Lebensphase, individuellem Lebensentwurf und Arbeitssituation. Aus diesem Grund bieten wir eine Vielzahl flexibler Bausteine zur individuellen Gestaltung von Arbeitszeit und -ort an, um eine bestmögliche Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu unterstützen. Unsere Betriebsvereinbarungen zielen daher auf eine angemessene Work-Life-Balance ab. Dafür sorgen Teleworking-Arbeitsplätze oder Teilzeitarbeit- und Sabbatical-Modelle in der Unternehmenszentrale in Unterföhring sowie weiteren Standorten. Durch das FlexTime-Arbeitszeitmodell wird den gestiegenen Anforderungen im Arbeitsalltag Rechnung getragen, die Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf erleichtert und den Mitarbeitern des Konzerns insgesamt mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung geboten.

Gleichzeitig profitiert unsere Belegschaft von zahlreichen Sozial- und Nebenleistungen. Am Hauptstandort Unterföhring betreiben wir zum Beispiel eine betriebseigene Kindertagesstätte. Daneben stehen die Themen Gesundheit und Sport im Fokus. Wir decken unter anderem mit einem Betriebsrestaurant, diversen Sport- und Gesundheitsangeboten, einem Betriebsarzt in der Unternehmenszentrale sowie dem betrieblichen Eingliederungsmanagement die vielfältigen Work-Life-Anforderungen an einen modernen Arbeitgeber ab. Seit Anfang 2018 können Mitarbeiter zudem einen externen Familienservice in den Bereichen Kinderbetreuung, Home und Eldercare sowie Lebenslagen-Coaching in Anspruch nehmen. Diese Angebote bieten wir allen Angestellten, unabhängig davon, ob sie in Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung oder in einem befristeten Arbeitsverhältnis sind.

XXX / ANTEIL MITARBEITER IN TEILZEIT Durchschnittliche Mitarbeiter nach Köpfen (HDC) in Prozent; Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Ohne internationale Beteiligungen im Segment Content Production & Global Sales.

Gleichzeitig profitiert unsere Belegschaft von zahlreichen Sozial- und Nebenleistungen. Am Hauptstandort Unterföhring betreiben wir zum Beispiel eine betriebseigene Kindertagesstätte. Daneben stehen die Themen Gesundheit und Sport im Fokus. Wir decken unter anderem mit einem Betriebsrestaurant, diversen Sport- und Gesundheitsangeboten, einem Betriebsarzt in der Unternehmenszentrale sowie dem betrieblichen Eingliederungsmanagement die vielfältigen Work-Life-Anforderungen an einen modernen Arbeitgeber ab. Seit Anfang 2018 können Mitarbeiter zudem einen externen Familienservice in den Bereichen Kinderbetreuung, Home und Eldercare sowie Lebenslagen-Coaching in Anspruch nehmen. Diese Angebote bieten wir allen Angestellten, unabhängig davon, ob sie in Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung oder in einem befristeten Arbeitsverhältnis sind.

Diversity Management

Unsere Unternehmenskultur soll von Offenheit und Respekt geprägt sein. Die ProSiebenSat.1 Group schätzt die Vielfalt, die unsere Mitarbeiter an individuellen Eigenschaften, Talenten und Fähigkeiten in das Unternehmen einbringen. Wir sind überzeugt, dass vielfältig zusammengesetzte Teams komplexe Aufgaben besser lösen und die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden noch besser verstehen. Aus diesem Grund betrachten wir Diversität als wichtigen Erfolgsfaktor für unser Unternehmen.

XXX / ALTERSSTRUKTUR DER MITARBEITER ZUM 31.12.2018

Ohne internationale Beteiligungen im Segment Content Production & Global Sales.

i Das Durchschnittsalter der ProSiebenSat.1-Mitarbeiter lag zum 31. Dezember 2018 bei 37,1 Jahren. (Vorjahr: 36,8 Jahre)

Wir stellen Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen ausschließlich nach objektiven Kriterien ein und fördern die Beschäftigten allein aufgrund ihrer Kompetenzen. Andere Faktoren wie Herkunft und Kultur, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung und Identität, Behinderung sowie Religion und Weltanschauung spielen keine Rolle. Zur Diversität trägt ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern im Unternehmen sowie in Führungspositionen bei. 2018 waren 48,8 Prozent (Vorjahr: 48,9 %) der Mitarbeiter im Konzern weiblich, in der ProSiebenSat.1 Media SE betrug der Anteil 59,0 Prozent (Vorjahr: 58,1 %). Um bereits Schülerinnen Einblick in Berufsfelder zu geben, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen, haben wir 2018 zum vierten Mal am bundesweiten Girls' Day (Mädchen-Zukunftstag) teilgenommen. Die Teilnehmerinnen haben dabei unter anderem Einblicke in verschiedene technische Bereiche wie das Tech-Lab, Postproduktion sowie Studios und Regieräume gewonnen.

XXX / ANTEIL DER FRAUEN UND MÄNNER IN DER BELEGSCHAFT Mitarbeiter nach Köpfen (HDC) in Prozent; Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Ohne internationale Beteiligungen im Segment Content Production & Global Sales.

XXX / ANTEIL DER FRAUEN UND MÄNNER IN FÜHRUNGSPOSITIONEN Mitarbeiter nach Köpfen (HDC) in Prozent; Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Ohne internationale Beteiligungen im Segment Content Production & Global Sales.

i Für Informationen zur Frauenquote in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands in der ProSiebenSat.1 Media SE und zu den entsprechenden Zielgrößen verweisen wir auf die Erklärung zur Unternehmensführung. Angaben zur Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat befinden sich im Corporate-Governance-Bericht.

Die ProSiebenSat.1 Group hat 2014 die Charta der Vielfalt unterzeichnet und folgt den darin vorgegebenen Leitlinien. Wir unterstreichen damit unser Engagement, ein Arbeitsumfeld schaffen zu wollen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist und Vielfalt unter den Beschäftigten konkret fördert. Beschäftigte sind zudem angehalten, Diskriminierungen oder Verstöße gegen andere im Verhaltenskodex festgehaltene Grundsätze zum Beispiel den Compliance-Verantwortlichen im Unternehmen zu melden. Zudem schulen wir die Belegschaft mit einem verpflichtenden Training zum Anti-Diskriminierungsgesetz (AGG). Überdies haben Mitarbeiter und Dritte auf der Grundlage einer im Dezember 2018 geschlossenen Betriebsvereinbarung im Rahmen des bereits vorher bestehenden Meldesystems inzwischen zusätzlich die Möglichkeit, Hinweise auf Rechtsverstöße auch anonym über eine externe Ombudsperson abzugeben. → Compliance, Seite XX

GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG (PUBLIC VALUE)

Die ProSiebenSat.1 Group kann mit ihren Sendern rund 45 Mio Fernsehhaushalte in ihren TV-Märkten der DACH-Region erreichen; Ende 2018 hatten die vom ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media GmbH betreuten digitalen Angebote eine monatliche Reichweite von rund 34 Mio Unique User (ab 16 Jahren). 2018 erzielte Studio71, das globale Digital-Studio der ProSiebenSat.1 Group, mit seinen Web Channels außerdem durchschnittlich 9,2 Mrd Video Views im Monat.

i Quellen für Reichweitenkennzahlen: Fernsehhaushalte (D: AGF in Zusammenarbeit mit GfK, TV Scope 6.1; AT: AGTT/GfK TELETEST, Evogenius; CH: Mediapulse Fernsehpanel (Instar Analytics)), Unique User (AGOF), Video Views (Google/YouTube)

Die verbreiteten Inhalte tragen zu Pluralismus und Informationsvielfalt sowie zur Meinungsbildung von Zuschauern und Nutzern bei. Das ist ein großes Privileg, aber auch eine besondere Verpflichtung für die ProSiebenSat.1 Group. Denn als Medienkonzern haben wir durch unsere Reichweite eine bedeutende gesellschaftliche und publizistische Verantwortung. Wir versuchen daher mit unseren Medienangeboten wichtige ökologische, soziale und gesellschaftspolitische Themen in den Fokus zu rücken und insbesondere junge Menschen anzusprechen, um damit als Unternehmen einen Wertbeitrag für die Gesellschaft (Public Value) zu leisten. Wir sind dabei der freiheitlich demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet und berücksichtigen die Grundsätze der redaktionellen Freiheit und journalistischen Unabhängigkeit.

Unsere Public-Value-Aktivitäten dienen zudem dazu, die Relevanz unserer TV-Sender und Medienangebote in der Öffentlichkeit zu erhöhen und uns damit von Wettbewerbern zu differenzieren. Das heißt: Aufgrund der Vielzahl an empfangbaren Free- und Pay-TV-Sendern stellt gesellschaftliches Engagement in der ProSiebenSat.1-Senderfamilie auch ein Instrument zur Markenpflege und -bindung dar. Markenstärke ist in der Medienbranche, nicht nur einen hohen Bekanntheitsgrad zu haben, sondern bedeutet ebenso ein hohes Maß an Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Ein weiterer wichtiger Grund für die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen ist die Sicherung von Umsatzerlösen und die Reduzierung von Risiken, da wir durch unsere Initiativen eine höhere Akzeptanz unserer Angebote und Geschäftsmodelle bei wichtigen Stakeholdern wie Zuschauern und InternetNutzern, Politik und Regulierungsbehörden sowie bei Werbekunden und Mediaagenturen erreichen können. Sie stellen aus diesem Grund einen wesentlichen nichtfinanziellen Aspekt für die ProSiebenSat.1 Group dar.

Die ProSiebenSat.1 Group hat im Nachhaltigkeitsbereich unter anderem folgende Schwerpunktthemen definiert: Meinungsbildung, Medienkompetenz, Informationsverbreitung, Mitarbeiterengagement (Corporate Volunteering) sowie Spenden und Sponsoring. Bei der Auswahl, Durchführung und Unterstützung von Projekten verfolgen wir vier strategische Stoßrichtungen: Wir wollen Wissen schaffen, Chancen bieten, Werte vermitteln und Kultur fördern. Dabei orientieren wir uns an Regelwerken wie dem ProSiebenSat.1-Verhaltenskodex, den Verhaltensgrundsätzen für Journalisten der Internationalen Journalistenvereinigung sowie internen Richtlinien zum Daten- und Jugendschutz oder zur Trennung von Werbung und Programm. Den Erfolg unserer Maßnahmen messen wir zum Teil bereits quantitativ, zum Beispiel über die Zuschauermarktanteile von TV-Formaten, die Mitarbeiterbeteiligung bei Projekten wie startsocial oder Einnahmen durch die RED NOSE DAY-Spendenaktionen.

Grundsätzlich orientieren wir uns bei der Auswahl von Maßnahmen an aktuellen, gesellschaftlich bedeutsamen Themen, die vor allem die jungen Zielgruppen betreffen. Relevante Inhalte werden beispielsweise durch die Redaktionen der TV-Sender im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit identifiziert und dazu entsprechende Formatideen sowie Programmumfelder entwickelt. Ein Beispiel ist die Nachhaltigkeitsmarke "Green Seven": Die Ausstrahlung der jährlichen "Green Seven"-Dokumentation zu einem bestimmten ökologischen Thema (2018: "Save the Future - Wie verhindern wir den Verkehrskollaps?") auf ProSieben wird durch den gleichen thematischen Schwerpunkt in Magazinen und weiteren Programmen unterstützt. Überdies kommen Ideen zur Unterstützung sozialer Projekte oder Umsetzung unternehmensinterner Initiativen direkt aus der Belegschaft, wie das Flüchtlingshilfeprojekt "WE HELP". Ein Beispiel für eine Initiative mit externen Partnern ist die Aktion "Wir stärken Kinder", die SportdeutschlandTV, der digitale Sportsender der ProSiebenSat.1 Group, in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein SOS-Kinderdorf e.V. vor drei Jahren ins Leben gerufen hat. Dabei laden Spitzensportler verschiedener Disziplinen Kinder aus deutschen SOS-Kinderdörfern zu Sportveranstaltungen ein oder treiben mit ihnen Sport, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und ihnen wichtige Werte zu vermitteln. Das ProSiebenSat.1-Tochterunternehmen 7Sports nutzt damit die Reichweite seiner digitalen Plattform SportdeutschlandTV, um Sportler für die Aktion zu begeistern sowie zusätzliche Spendenerlöse zu sammeln.

XXX / JUGENDSCHUTZPROZESSE DER PROSIEBENSAT.1 GROUP

XXX / PROSIEBENSAT.1-BEIRAT

Seit 2011 stellt der Konzern seine Aktivitäten im Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung in einen größeren gesellschaftlichen Kontext und hat durch die Gründung eines Beirats ihre Relevanz für den Konzern unterstrichen. Das interdisziplinär besetzte Gremium unter dem Vorsitz des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber berät die ProSiebenSat.1 Group in gesellschaftlichen, ethischen und medienpolitischen Fragen und gibt Anstöße zu wichtigen Themen wie Bildung und Kultur. Im Jahr 2018 traf sich der Beirat in zwei Sitzungen. An diesen Terminen nahmen Vorstände sowie weitere Entscheidungsträger des Konzerns teil.

PRODUKTVERANTWORTUNG

Zentrale Themenfelder der Nachhaltigkeit bei der ProSiebenSat.1 Group wie Anti-Korruption, Kartellrecht, Datenschutz und Medienrecht werden organisatorisch durch das Compliance-Management-System (CMS) abgedeckt. Dabei fassen wir Datenschutz und Medienrecht unter dem nichtfinanziellen Aspekt Produktverantwortung zusammen. Wir verstehen Produktverantwortung dabei nicht nur als gesetzliche Anforderung, sondern auch als wichtigen Wettbewerbsfaktor, der insbesondere das Vertrauen in die Produkte, Angebote und Marken der ProSiebenSat.1 Group und somit auch den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns nachhaltig beeinflusst.

Datenschutzkonformität soll auf Basis eines risikoorientierten Datenschutzmanagementsystems (DSMS) sichergestellt werden. Überdies treffen wir Sicherheitsvorkehrungen, um personenbezogene und andere sensible Daten vor Verlust, Zerstörung, unautorisiertem Zugriff oder unautorisierter Verwendung, Bearbeitung oder Offenlegung zu schützen. Bei den Gesellschaften der ProSiebenSat.1 Group in Deutschland gab es im Berichtsjahr 13 Fälle von Datenlecks sowie Datenklau oder -verlust, von denen allerdings nur sieben meldepflichtig waren.

XXX / DATENSCHUTZPROZESSE DER PROSIEBENSAT.1 GROUP

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Datenschutz-Compliance Durchführung einer initialen Risikoanalyse incl. Compliance-Prüfung im Rahmen der Einführung/Änderung automatisierter Verfahren zur Verarbeitung personenbezogener Daten zur Sicherstellung der datenschutzrechtlichen Anforderungen (Art. 5, 6 DSGVO).
Auftragsverarbeitung Prozess zur gesetzeskonformen Erstellung von datenschutzrechtlichen Vereinbarungen zur Erfüllung der Vorgaben gem. Art. 26, 28 DSGVO.
Auskünfte an Behörden Prozess zur gesetzeskonformen Weitergabe personenbezogener Daten an Behörden.
Informationspflichten und Betroffenenrechte Gesetzeskonforme Information und Bearbeitung von Betroffenenanfragen. - Transparente Information (Art. 12 ff. DSGVO) - Auskunftsrechte (Art. 15 DSGVO) - Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO) - Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO) - Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO) - Widerspruchsrechte (Art. 21 DSGVO)
Data Breach Notification Prozess zur gesetzeskonformen Meldung von Datenschutzvorfällen (= unrechtmäßige Kenntniserlangung von personenbezogenen Daten durch Dritte) gem. Artt. 33, 34 DSGVO.

Die medienrechtlichen Bestimmungen des Compliance-Management-Systems (CMS) befassen sich vor allem mit journalistischer Unabhängigkeit, den Grundsätzen zur Trennung von Werbung und Programm, den Anforderungen an Produktplatzierungen und Jugendschutz sowie der Verhinderung von Schleichwerbung bzw. Ausstrahlung gesetzlich verbotener Werbung. Daneben sind einzelne Themen auch Bestandteil des Verhaltenskodex ("Code of Conduct"). Wir haben für 2018 insgesamt 17 Verstöße gegen Programmgrundsätze und journalistische Sorgfaltspflichten sowie jugendschutzrechtliche Bestimmungen identifiziert.

Die ProSiebenSat.1 Group verpflichtet sich zur Abgrenzung zwischen redaktioneller Berichterstattung und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. In entsprechenden Compliance-Veranstaltungen werden die Verantwortlichen wie zum Beispiel TV-Redakteure zu den Verbotstatbeständen und Rechtsfolgen bei Verstößen geschult. In begründeten Einzelfällen, die den Verdacht des Einsatzes von Schleichwerbung nahelegen, kann ein Ad-hoc-Kontrollgremium tätig werden. Dieses wird vom Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE eingesetzt und besteht aus je einem Mitarbeiter der Abteilungen Internal Audit und Legal Affairs sowie einem externen Anwalt. Der Konzern verpflichtet sich zudem, den Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages sowie den Gemeinsamen Richtlinien der Landesmedienanstalten für die Werbung, zur Durchführung der Trennung von Werbung und Programm und für das Sponsoring im Fernsehen zu folgen. Insbesondere hat jeder Mitarbeiter darauf zu achten, dass das Verbot der Programmbeeinflussung, das Schleichwerbeverbot sowie die Kennzeichnungsverpflichtungen eingehalten werden. Zudem gilt es zu verhindern, dass Inhalt und Programmplatz einer gesponserten Sendung vom Sponsor in der Weise beeinflusst werden, dass die Verantwortung und die redaktionelle Unabhängigkeit des Rundfunkveranstalters beeinträchtigt werden.

XXX / PROSIEBENSAT.1-WERBERICHTLINIEN

Die ProSiebenSat.1-Werberichtlinien zur Trennung von Werbung und Programm enthalten auch konkrete Erläuterungen zu Platzierungsverboten für bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Sie bieten den Mitarbeitern verbindliche Vorgaben im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses. Für die deutschen Sender dienen die Richtlinien dem Erhalt der journalistischen Glaubwürdigkeit und sichern inhaltlich die Unabhängigkeit von Einflüssen Dritter als oberste programmliche Leitlinie ab. Für die TV-Sender in Österreich und der Schweiz gelten die dortigen nationalen gesetzlichen Bestimmungen.

Zur Wahrung der journalistischen Unabhängigkeit sowie grundlegender publizistischer Bestimmungen hat der Konzern Leitlinien formuliert, denen alle Programmschaffenden des Unternehmens in Deutschland verpflichtet sind. Die "Leitlinien zur Sicherung der journalistischen Unabhängigkeit" konkretisieren das Verständnis der publizistischen Grundsätze des Pressekodex des Deutschen Presserates. Für die ProSiebenSat.1 Group arbeitende Journalisten und Redakteure haben gemäß den internen Leitlinien die Verhaltensgrundsätze für Journalisten der Internationalen Journalistenvereinigung ("Principles on the Conduct of Journalists") zu befolgen. Sie sind demnach in der Gestaltung ihrer Beiträge grundsätzlich frei und berichten unabhängig von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Interessensgruppen. Als Medienunternehmen ist politische Unabhängigkeit für uns von größter Bedeutung. Geld- und Sachspenden an politische Parteien sind daher verboten, sofern die Spende nicht zuvor vom Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE genehmigt wurde. Generell dürfen redaktionelle Beiträge nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche bzw. wirtschaftliche Interessen der Mitarbeiter beeinflusst werden. Gleichzeitig sind sich die Journalisten und Redakteure der Verantwortung bewusst, die ihnen in Bezug auf die Verbreitung von Informationen sowie ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zukommt.

Die Jugendschutzbeauftragten der ProSiebenSat.1 Group sorgen dafür, dass alle vom Konzern verantworteten Inhalte im TV und Internet altersgerecht angeboten werden. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Inhalten zu erschweren, die für ihre Altersgruppe ungeeignet sind. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag setzt dafür klare Vorgaben. Die Jugendschutzbeauftragten des Konzerns sind in ihrer Tätigkeit weisungsfrei und dafür verantwortlich, dass für Kinder und Jugendliche ungeeignete Inhalte im Rundfunk ausschließlich zu den gesetzlich vorgegebenen Sendezeiten ausgestrahlt werden. Zugleich gewährleisten sie bei Internet-Angeboten des Konzerns technische Schutzmöglichkeiten für die Verbreitung potenziell entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte. Die Jugendschutzbeauftragten werden dazu frühzeitig in die Produktion und den Einkauf von Programmen eingebunden. Sie beurteilen bereits im Vorfeld Drehbücher, begleiten Produktionen und erstellen Gutachten. Im Unternehmen nehmen sie eine beratende Funktion wahr; im Außenverhältnis stehen sie Zuschauern und Nutzern als Ansprechpartner zum Beispiel bei Beschwerden zur Verfügung. Unabhängig von der Arbeit der Jugendschutzbeauftragten erhalten TV- und Online-Redakteure regelmäßig Schulungen zu den Jugendschutzbestimmungen. Neben Mitarbeiterschulungen und der Bereitstellung von internen Richtlinien engagieren wir uns über verschiedene Organisationen für Jugendschutz, zum Beispiel Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM).

COMPLIANCE

Die ProSiebenSat.1 Group ist der Überzeugung, dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg im Wettbewerb nur auf der Grundlage rechtmäßigen Handelns möglich ist. Die Verhinderung von Korruption und kartellrechtlichen Verstößen ist daher - neben den Themenfeldern medienrechtliche Bestimmungen und Datenschutzkonformität - von hoher Geschäftsrelevanz und ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Festigung unserer Marktposition sowie die Erreichung unserer Unternehmensziele. Anti-Korruption und kartellrechtliche Compliance zählen somit zu den wesentlichen nichtfinanziellen Aspekten des Konzerns.

Aus diesem Grund besteht bei der ProSiebenSat.1 Group ein Compliance-Management-System (CMS). Wesentliche Zielsetzung des CMS ist, Integrität und rechtmäßiges Verhalten dauerhaft im Denken und Handeln aller Mitarbeiter zu verankern und auf diese Weise Rechts- und Regelverstöße von vornherein zu verhindern. Die Gesamtverantwortung für das CMS liegt beim Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE als Mutterunternehmen der ProSiebenSat.1 Group. Bei der Umsetzung, Überwachung und Weiterentwicklung des CMS wird der Vorstand vom Compliance-Ausschuss (Compliance Board) und dem Group Chief Compliance Officer (CCO) unterstützt. Der CCO ist für die Umsetzung des CMS im Konzern verantwortlich, führt Risikoanalysen und Schulungen durch und berät den Vorstand bei der Entwicklung und Umsetzung angemessener Maßnahmen zur Risikominimierung. Daneben wurden für die Konzerngesellschaften Unit Compliance Officers (UCO) bestellt, die dort für das CMS zuständig sind. Das CMS wird von Internal Audit geprüft. Im Jahr 2017 fand zudem eine externe Prüfung statt. Der Vorstand informiert ferner den Aufsichtsrat laufend über den Status des CMS. → Corporate-Governance-Bericht, Seite XX

In ihrem Verhaltenskodex ("Code of Conduct") hat die ProSiebenSat.1 Group Maßstäbe für das Verhalten in geschäftlichen, rechtlichen und ethischen Angelegenheiten definiert. Sie dienen als verbindlicher Orientierungs- und Ordnungsrahmen für den Umgang miteinander sowie mit externen Stakeholdern. Der Verhaltenskodex fordert die Mitarbeiter ausdrücklich auf, sich mit Fragen, Bedenken oder Hinweisen an ihre Vorgesetzten, die Unit Compliance Officer (UCO) oder den Chief Compliance Officer (CCO) zu wenden. Potenziellen Hinweisgebern wird im Kodex ausdrücklich zugesichert, dass in gutem Glauben abgegebene Hinweise auch dann nicht sanktioniert werden, wenn sich der Verdacht auf einen Compliance-Verstoß im Nachhinein als unbegründet erweisen sollte. Zusätzlich abgesichert sind Hinweisgeber dadurch, dass der Kodex nicht nur eine einseitige Vorgabe des Arbeitgebers ist, sondern als Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat in Kraft gesetzt wurde. Zudem haben Mitarbeiter und Dritte seit Dezember 2018 die Möglichkeit, Hinweise auf Rechtsverstöße über eine externe Ombudsstelle auch anonym abzugeben. In der ProSiebenSat.1 Group besteht ferner ein umfassendes Schulungsangebot zu Compliance-Themen. Zudem führt der Konzern verbindliche ganztägige Compliance-Seminare für die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften durch. → Erklärung zur Unternehmensführung, Seite XX

XXX / ZENTRALE COMPLIANCE-ORGANISATION

Das CMS erstreckt sich auf die Vermeidung von Korruptionsdelikten und Kartellverstößen sowie auf die Gewährleistung des Datenschutzes und die Einhaltung der medienrechtlichen Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags. Im Berichtszeitraum sind keine Ermittlungen gegen den Konzern, Beteiligungen oder gegen Mitarbeiter der ProSiebenSat.1 Group wegen Kartellverstößen oder wegen Korruptionsdelikten bekannt geworden. Bußgelder oder Strafen wurden nicht verhängt. Seit dem Jahr 2008 ist ein Zivilrechtsrechtsstreit mit der RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG und El Cartel Media GmbH & Co. KG auf Schadensersatz anhängig. → Risikobericht, Seite XX

RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNS

KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG

Die deutsche Wirtschaft dürfte im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr real um 1,5 Prozent gewachsen sein (Vorjahr: 2,2 %). Nachdem sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal aufgrund von Schwankungen im Automobilsektor sowie einer insgesamt abkühlenden Weltwirtschaft rückläufig entwickelt hat, rechnet das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) für das vierte Quartal erneut mit einem leichten Wirtschaftswachstum, wenngleich mit einer etwas geringeren Dynamik als in den letzten Jahren.

XXX / ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS IN DEUTSCHLAND in Prozent, Veränderung gegenüber Vorquartal

Verkettet, preis-, saison- und kalenderbereinigt.

Quelle: Destatis, ifo Konjunkturprognose Winter 2018 vom 20.12.2018 / p: Prognose.

Das Wirtschaftswachstum wurde im Wesentlichen von der Binnenkonjunktur und dem privaten Konsum getragen, der von einem starken Beschäftigungsaufbau und kräftigen Lohnsteigerungen profitierte. Der Umsatz im Einzelhandel ist laut Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2018 real zwischen 1,4 und 1,5 Prozent gewachsen; er macht rund ein Drittel des privaten Konsums aus. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei der Internet- und Versandhandel (Januar bis November real: + 5,9%). Daneben haben die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen sowie der staatliche Konsum die deutsche Wirtschaft gestützt. → Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen, Seite XXX

ENTWICKLUNG VON MEDIENKONSUM UND WERBEWIRKUNG

Das Spektrum der Mediennutzung hat sich in den letzten Jahren durch die Digitalisierung erweitert und die Nutzungsgewohnheiten verändert. Die einst festen Verbindungen von Inhalten und Endgeräten lösen sich zunehmend auf, sodass die Gattungsgrenzen zwischen den Medien konvergieren. Dies gilt auch für Fernsehen bzw. die Bewegtbild-Nutzung im Allgemeinen: Mit der Verbreitung mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets steigt die Vielfalt an Übertragungswegen. Dadurch entstehen neben dem klassisch linearen Fernsehen am stationären TV-Gerät neue Nutzungsformen wie zeitversetztes Fernsehen über Apps auf mobilen Endgeräten. Zusätzlich wird Fernsehen durch leistungsfähige Unterhaltungselektronik und Innovationen am TV-Gerät selbst immer vielfältiger: Digitales Fernsehen in hochauflösender Qualität (HD/UHD) oder Video-on-Demand (VoD) auf großflächigen TV-Screens sind Beispiele hierfür. Breitband-Internetzugänge mit rascher Datenübertragung sowie die hohe Zahl an Satelliten-Haushalten in Deutschland treiben diese Entwicklung voran.

XXX / FERNSEHHAUSHALTE IN DEUTSCHLAND NACH ZUGANGSART Anzahl TV-Haushalte

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20181 20172
Potenzial in Mio (Analog + Digital) 38,80 38,32
Terrestik 1,30 1,28
Kabel 15,77 15,97
Satellit 17,14 17,61
IPTV 4,59 3,45

1Angaben zum Stichtag 01.12.2018. /2Angaben zum Stichtag 01.12.2017.

Quelle: AGF in Zusammenarbeit mit GfK/ Marktstandard TV / VideoScope 1.1 / Haushalte.

Das klassische TV-Gerät ist in Deutschland noch immer das mit Abstand meistgenutzte und am weitesten verbreitete Mediengerät (2018: 94 % Gerätebesitz im Haushalt, E 14 - 69). 93 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren sehen mindestens selten lineares Fernsehen (Vorjahr: 95 %, 2014: 95 %). Neben der Reichweite spielt die Nutzungsdauer eine wichtige Rolle im intermedialen Vergleich. Auch hier ist Fernsehen Leitmedium und generiert laut AGF mit 213 Minuten täglich die höchste Nutzungsdauer (E 14 - 69).

i Das Fernsehpanel der AGF Videoforschung misst die tägliche Fernsehnutzungsdauer in Deutschland. Aktuell arbeitet die AGF an einem Marktstandard, der aussagt, wie viele Menschen ein Entertainment-Angebot insgesamt konsumieren - egal auf welchem Gerät. Dazu hat die AGF Videoforschung ein neues Lizenzmodell eingeführt, das im Sinne der einheitlichen Konvergenzmessung TV- und Streaming-Daten in einem System integriert; regelmäßige Quoten zur Bewegtbildnutzung über alle Kanäle hinweg, die hieraus resultieren, sind für das Jahr 2019 vorgesehen.

XXX / PARALLELNUTZUNG TV/INTERNET in Prozent

Basis: 14 - 49 Jahre, Nutzung TV/Internet mindestens selten.

Quelle: SevenOne Media/forsa, mindline media.

Einen detaillierten Einblick in das Mediennutzungsverhalten in Deutschland geben die Ergebnisse des "Media Activity Guide 2018" und "ViewTime Report 2018": Im Schnitt nutzen die Deutschen täglich 586 Minuten Medien und Medienübertragungswege (Vorjahr: 580 Minuten). Bei den 14- bis 69-Jährigen entfallen 248 Minuten bzw. 42 Prozent der täglichen Mediennutzung auf TV (Vorjahr: 248 Minuten bzw. 43 %), sowohl linear als auch über alternative Übertragungswege. Auf Platz zwei folgt Radio mit 109 Minuten täglicher Nutzungsdauer (Vorjahr: 102 Minuten). Inhaltlich getriebene Internetnutzung nimmt 97 Minuten bzw. 16 Prozent des Zeitbudgets ein (Vorjahr: 89 Minuten bzw. 15 %). Auf die Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften entfallen 23 Minuten pro Tag (Vorjahr: 31 Minuten). Demnach ist das Zeitbudget für Medienkonsum weiter gestiegen, TV verzeichnet verlässlich die höchste Nutzungsdauer. Dabei lassen sich folgende Trends beobachten:

Der Anspruch, Entertainment überall, zu jeder Zeit, auf jedem Gerät und in hoher Qualität zu konsumieren, steigt - ebenso wie der Bedarf nach personalisierten Inhalten sowie die Bereitschaft, für passende Angebote zu bezahlen.

Nutzer aller Altersgruppen konsumieren Inhalte der klassischen Medien immer häufiger auch in digitaler Form. Vor allem die Jüngeren schauen TV-Inhalte zunehmend online (E 14 - 29).

Gleichzeitig steigt die Parallelnutzung von verschiedenen Bildschirmmedien, sogenannten Second Screens, kontinuierlich: Lag der Anteil der Parallelnutzer zwischen 14 und 49 Jahren vor vier Jahren noch bei 75 Prozent, waren im Jahr 2018 79 Prozent der Befragten zumindest selten online während sie fernsahen.

Second-Screen-Nutzer sind zudem stärker an Fernsehinhalten interessiert und sehen mit 214 Minuten täglich 29 Minuten länger fern als der Durchschnitt ihrer Altersgruppe (E 14 - 49).

Die Art und Weise, wie Menschen Unterhaltung konsumieren, hat sich verändert. Dies gilt für verschiedene Zielgruppen. So entfallen 56 Prozent der Videonutzung bei den 14- bis 29-Jährigen auf Fernsehen, bei den 14- bis 69-Jährigen sind es 84 Prozent. Über PC oder Laptop konsumieren 31 Prozent der Jüngeren und 14 Prozent der 14-bis 69-Jährigen Onlinevideos. Via Smartphone oder Tablet nutzen 50 Prozent der der 14- bis 29-Jährigen und 24 Prozent der 14- bis 69-Jährigen Zuschauer Onlinevideoangebote. Kostenlose OnlineVideos zählen zu den beliebtesten Inhalten online. Monatliche Reichweite und Nutzungsdauer sind in den vergangenen vier Jahren sowohl in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen als auch der 14- bis 69-Jährigen gestiegen. Gleiches gilt für kostenpflichtige Streaming-Angebote - wenngleich auf etwas geringerem Niveau. Hingegen entwickelten sich monatliche Reichweite und Nutzungsdauer des linearen TV-Programms zuletzt auf hohem Niveau rückläufig. 14 Minuten am Tag nutzen die Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren zudem Soziale Netzwerke, wenn man alle Angebote zusammenfasst - inklusive beruflicher Angebote wie Xing oder LinkedIn sowie Online-Dating-Portale. Facebook ist nach wie vor das am weitesten verbreitete Angebot, knapp die Hälfte der 14 - 69-Jährigen nutzt das Soziale Netzwerk. Jedoch schauen die Nutzer bisher eher wenig Videos: Die Reichweite von Facebook-Videos liegt hier bei 37 Prozent.

i Der "Media Activity Guide" untersucht jährlich die Mediennutzung in Deutschland. Die Studie wird von forsa im Auftrag des ProSiebenSat.1-Werbezeitenvermarkters SevenOne Media durchgeführt. Mittels Telefoninterviews wurde vom 26. Februar bis 25. März 2018 das Mediennutzungsverhalten der Deutschen abgefragt; die ausgewerteten Daten beziehen sich auf das erste Quartal 2018. Ergänzend zum jährlich erscheinenden Media Activity Guide und ebenfalls in Zusammenarbeit mit forsa untersuchen wir mit dem "ViewTime Report" quartalsweise fokussiert alle Formen der Bewegtbild- und Social-Media-Nutzung. → www.sevenonemedia.de/service/research

Die Studien zeigen, dass die Digitalisierung immer mehr Möglichkeiten eröffnet, Medien zu nutzen. Fernsehen profitiert dabei von der steigenden Mediennutzung in Deutschland und ist nach wie vor das wichtigste Breitenmedium. Auch mit Blick auf die Werbewirkung ist Fernsehen Leitmedium:

Aufgrund seiner hohen Reichweite ist Fernsehen das wichtigste und effektivste Werbemedium. Über Bewegtbild-Werbung im TV wird eine Marke stärker emotional geprägt als in jedem anderen Medium. Sie bindet Konsumenten an Marken und zahlt sich für Werbungtreibende kurz- und langfristig aus. Dies belegt der sogenannte "ROI Analyzer".

Lineares Fernsehen findet heute unabhängig vom TV-Gerät statt, gleiche Inhalte werden über verschiedene Kanäle auf unterschiedlichen Geräten konsumiert, Unterhaltungsgeräte wie Smartphones und Tablets zusätzlich zum TV-Gerät genutzt. Parallel dazu entstehen neue, crossmediale Werbeflächen, die gepaart mit den Impulsen aus der Parallelnutzung zu einer stärkeren Zuschauerbindung führen. Dies stärkt die Relevanz von TV in der Vermarktung: So hat beispielsweise motiviert durch TV-Inhalte ein Viertel (26 %) schon einmal direkt im Internet eingekauft.

i Der "ROI Analyzer" ist ein Instrument, das SevenOne Media GmbH 2014 gemeinsam mit der GfK-Fernsehforschung sowie dem GfK-Verein veröffentlicht hat. Dazu wurden über ein Jahr lang die Umsatzeffekte von TV-Werbung auf alle Einkaufsdaten aus 30.000 deutschen Haushalten ausgewertet. Das Ergebnis: Über alle untersuchten Marken hinweg refinanziert sich eine TV-Kampagne bereits nach einem Jahr mit einem durchschnittlichen ROI von 1,15. Nach fünf Jahren steigt dieser Wert auf 2,65. Inzwischen wird die Studie von Screenforce weitergeführt. Die Ergebnisse zu unterschiedlichen Branchen bestätigen die hohe Abverkaufswirkung von TV-Werbung. Laut aktuellster Welle des ROI Analyzers von 2018 für Konsumgüter des täglichen Bedarfs (FMCG - Fast Moving Consumer Goods) finanziert sich eine TV-Kampagne bereits nach einem Jahr mit einem durchschnittlichen ROI von 1,13. Nach fünf Jahren steigt dieser Wert auf 2,57.

ENTWICKLUNG RELEVANTER UNTERNEHMENS- UND MARKTUMFELDER DER PROSIEBENSAT.1 GROUP

Die fortschreitende Digitalisierung und steigende Internetnutzung haben die Mediennutzung sowie das Konsumentenverhalten insgesamt verändert. Daraus ergeben sich für die ProSiebenSat.1 Group zusätzliche Wachstumsfelder wie neue Möglichkeiten der Zielgruppenansprache oder Vermarktung. Der Konzern verfügt über starke Consumer-Marken - sowohl im Entertainment- als auch im Commerce-Geschäft - und baut sein Portfolio konsequent aus. Dabei vernetzt er sein TV-Angebot immer stärker mit digitalen Angeboten, um auf neue Wettbewerber und die Veränderungen des Nutzerverhaltens insgesamt zu reagieren.

Entertainment

Nie zuvor hatten Menschen weltweit die Möglichkeit, Entertainment-Angebote über eine so breite Anzahl von Kanälen zu konsumieren wie in der Digitalära. Inhalte stehen heute nicht mehr nur als lineares Programm im TV oder Radio, in klassischen Printprodukten wie Zeitschriften und Büchern zur Verfügung, sondern auch in digitaler Form. Neue Nutzungsformen wie Streaming-Angebote oder E-Books, Bewegtbild-Angebote live via Internet oder on-demand, über Smart-TVs, Smartphones, Tablets und vieles mehr sind fest in den Alltag integriert. In Deutschland betrug das Volumen des Entertainment-Markts im Jahr 2018 laut PricewaterhouseCoopers GmbH insgesamt rund 37 Mrd Euro (Vorjahr: 36 Mrd Euro); davon entfielen 30 Mrd Euro auf den klassischen und 7 Mrd Euro auf den digitalen Entertainment-Markt (Vorjahr: 30 Mrd Euro bzw. 6 Mrd Euro). Die ProSiebenSat.1 Group erzielte dabei einen Marktanteil von weniger als 1 Prozent.

Um dieses Marktpotenzial in Wachstum zu übersetzen und zusätzliche Umsätze zu generieren, diversifiziert der Konzern seine Unterhaltungsangebote. Ziel ist es, unser Entertainment-Geschäft digitaler, lokaler und mit einem höheren Live-Anteil aufzustellen. Dazu investiert der Konzern vermehrt in Digitalplattformen, um Programme ausgehend vom Leitmedium Fernsehen zu erweitern und Inhalte über möglichst viele Kanäle verfügbar zu machen. Durch die Verzahnung der TV- und Online-Welt erzielt die ProSiebenSat.1 Group eine höhere Gesamtreichweite und steigert zugleich die Werbewirkung von Kampagnen. → Entwicklung von Medienkonsum und Werbewirkung, Seite XXX.

Deutschland ist der größte Umsatzmarkt der ProSiebenSat.1 Group, hier ist der Konzern führend im TV-Markt. Zudem bietet die Gruppe in Österreich und der Schweiz ein komplementäres Portfolio aus werbefinanzierten Free-TV-Sendern. Seit 2010 hat der Konzern mit sixx, SAT.1 Gold, ProSieben MAXX und kabel eins Doku vier neue Special-Interest-Sender in Deutschland gestartet. Heute verfügt die ProSiebenSat.1 Group im Hauptumsatzmarkt Deutschland über ein Senderprofil aus sieben Marken, die sich ergänzen und unterschiedliche Zuschauergruppen ansprechen. Die kleineren Sender haben unsere Position im Zuschauermarkt gestärkt.

In Deutschland steigerte der Konzern den gemeinsamen Zuschauermarktanteil 2018 trotz der auf den öffentlich-rechtlichen Sendern übertragenen großen Sportereignisse deutlich um 0,8 Prozentpunkte auf 27,8 Prozentpunkte bei den 14- bis 49-Jährigen. Im vierten Quartal stieg der Marktanteil auf 28,8 Prozent (Vorjahr: 27,8 %). Die von der IP Deutschland vermarkteten Sender (RTL, VOX, n-tv, Super RTL, NITRO, RTLplus) kamen auf Jahressicht auf einen Marktanteil von 24,3 Prozent im Gesamtjahr (Vorjahr: 25,4 %) bzw. 24,7 Prozent im vierten Quartal (Vorjahr: 24,8 %).

Die österreichische Sendergruppe ProSiebenSat.1 PULS 4 GmbH erreichte 2018 einen gemeinsamen Marktanteil von 28,6 Prozent bei den 12- bis 49-jährigen Zuschauern (Vorjahr: 27,5 %). Damit hat die ProSiebenSat.1 Group auch in Österreich ihre Marktposition gestärkt und ist mit Abstand die führende private Sendergruppe. Die TV-Familie in der Schweiz erzielte einen Marktanteil von 17,7 Prozent bei den 15- bis 49-Jährigen (Vorjahr: 17,8%).

XXX / ZUSCHAUERMARKTANTEILE DER PROSIEBENSAT.1-SENDER IN DEUTSCHLAND in Prozent

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Zielgruppe 14 - 49 Jahre Q4 2018 Q4 2017 2018 2017
ProSiebenSat.1 Group 28,8 27,8 27,8 27,0
SAT.1 8,0 8,7 8,1 8,4
ProSieben 10,0 9,6 9,5 9,5
kabel eins 5,2 4,7 5,0 4,8
sixx 1,3 1,2 1,4 1,2
SAT.1 Gold 1,5 1,7 1,6 1,5
ProSieben MAXX 1,8 1,5 1,6 1,3
kabel eins Doku 0,9 0,4 0,7 0,3
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Relevanzzielgruppen1 Q4 2018 Q4 2017 2018 2017
SAT.1 7,8 8,4 8,0 8,3
ProSieben 13,4 12,5 12,5 12,6
kabel eins 5,2 4,7 5,0 4,8
sixx 1,7 1,6 1,9 1,7
SAT.1 Gold 2,7 2,7 2,8 2,5
ProSieben MAXX 3,1 2,9 2,7 2,7
kabel eins Doku 0,7 0,6 0,6 0,4

1 Relevanzzielgruppen: Sat.1: Erwachsene 14 - 59 Jahre/ ProSieben: Erwachsene 14 - 39 Jahre / Kabel eins: Erwachsene 14 - 49 Jahre / Sixx: Frauen 14 - 39 Jahre / Sat.1 Gold: Frauen 40 - 64 Jahre / ProSieben MAXX: Männer 14-39 Jahre / Kabel eins Doku: Männer 40 - 64 Jahre.Werte beziehen sich auf 24 Stunden (Mo - So). SAT.1, ProSieben, kabel eins, sixx, SAT.1 Gold, ProSieben MAXX, kabel eins Doku; Quelle: AGF in Zusammenarbeit mit GfK/videoSCOPE1.1/Marktstandard/71m/Committees Representation.

XXX / ZUSCHAUERMARKTANTEILE DER PROSIEBENSAT.1-SENDER IN ÖSTERREICH in Prozent

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Zielgruppe 12 - 49 Jahre Q4 2018 Q4 2017 2018 2017
ProSiebenSat.1 PULS 4 29,5 28,8 28,6 27,9
SAT.1 Österreich 5,0 4,8 4,5 4,4
ProSieben Austria 7,7 7,4 7,5 7,6
kabel eins Austria 2,9 2,9 2,8 2,9
PULS 4 4,7 4,2 4,5 4,2
sixx Austria 1,1 1,4 1,2 1,4
SAT.1 Gold Österreich 0,7 0,9 0,8 0,8
ProSieben MAXX Austria 1,0 1,2 1,0 1,0
kabel eins Doku Austria 0,8 0,6 0,7 0,5
ATV 4,7 4,3 4,3 4,0
ATV2 1,1 1,1 1,1 1,1

Österreich: E 12 - 49; SAT.1 Österreich, ProSieben Austria, kabel eins Austria, PULS 4, sixx Austria, ProSieben MAXX Austria, SAT.1 Gold Österreich, kabel eins Doku Österreich, ATV + ATV 2 (seit 07.04.2017 bei ProSiebenSat.1 PULS 4, davor eigenständige Gruppe); Quelle: AGTT/GfK TELETEST; Evogenius Reporting; 01.01.2017 -31.12.2018; personengewichtet; inclusive VOSDAL/Timeshift; Standard.

XXX / ZUSCHAUERMARKTANTEILE DER PROSIEBENSAT.1-SENDER IN DER SCHWEIZ in Prozent

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Zielgruppe 15 - 49 Jahre Q4 2018 Q4 2017 2018 2017
ProSiebenSat.1 Group 19,2 19,0 17,7 17,8
SAT.1 Schweiz 5,7 5,5 5,1 4,9
ProSieben Schweiz 6,7 7,5 6,2 7,0
kabel eins Schweiz 2,7 2,2 2,5 2,4
sixx Schweiz 1,1 1,1 1,1 1,1
SAT.1 Gold Schweiz 0,9 0,6 1,0 0,7
ProSieben MAXX Schweiz 1,0 0,9 0,8 0,8
Puls 8 1,1 1,0 1,0 0,9

Werte beziehen sich auf 24 Stunden (Mo - So), alle Plattformen, overnight +7. SAT.1 Schweiz, ProSieben Schweiz, kabel eins Schweiz, sixx Schweiz, SAT.1 Gold Schweiz, ProSieben MAXX Schweiz, Puls 8 (seit 08.10.2015); werberelevante Zielgruppe 15 - 49 Jahre; Marktanteile beziehen sich auf die deutsche Schweiz; D - CH; Totalsignal; Quelle: Mediapulse TV Panel.

Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet uns neben der immer zielgruppenspezifischeren Zuschaueransprache und Vermarktung von Werbespots neue Umsatzmodelle für das TV-Geschäft. Ein Beispiel ist die Distribution von Programmen in HD-Qualität. Hier partizipieren wir an den technischen Freischaltentgelten, die Endkunden für Programme in HD-Qualität an die jeweiligen Anbieter entrichten. Die Nutzerzahl der Satellit-Digitalplattform HD+, über die private Fernsehsender in Deutschland verbreitet werden, steigt kontinuierlich. 2018 zählten die ProSiebenSat.1-HD-Sender in Deutschland 9,5 Mio Nutzer (Vorjahr: 8,8 Mio). Auch in Österreich und der Schweiz strahlt der Konzern seine Programme in HD-Qualität aus.

Zahlreiche Kooperationen unterstreichen die Strategie der ProSiebenSat.1 Group, ihr Programm über möglichst viele Verbreitungswege anzubieten und ihre Reichweite auszubauen. Auch im Jahr 2018 hat das Unternehmen neue Distributionsvereinbarungen getroffen, unter anderem mit der Deutschen Telekom, freenet.tv, M7 (Diveo) und 1&1. Zusätzlich wurden erste Sendungen im neuen Standard UHD ausgestrahlt. Im Rahmen ihrer digitalen Entertainment-Strategie hat die ProSiebenSat.1 Group zudem gemeinsam mit Discovery Communications das Joint Venture 7TV gegründet und ausgebaut. Ziel ist es, eine anbieterübergreifende Streaming-Plattform in Deutschland aufzubauen, dafür wurden auch das VoD-Portal maxdome sowie der Eurosport Player in das Angebot integriert. Bereits heute nutzen die seit 2017 bestehende 7TV App, maxdome sowie den Eurosport Player rund 3,5 Mio Menschen. → Änderungen im Konsolidierungskreis, Seite XXX

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Portfolios der ProSiebenSat.1 Group ist das globale Digital-Studio Studio71. Es konzentriert die Angebote an digitalen Inhalten der Sendergruppe und distribuiert sie über digitale Plattformen. 2018 erzielte Digital-Studio Studio71 über 9,2 Mrd Video Views im Monat (Vorjahr: 7,4 Mrd Video Views).

Neben Reichweite und Marktanteilen sind Auszeichnungen ein Indikator für die Popularität unserer Marken und Programme; 2018 hat der Konzern u.a. den Deutschen Fernsehpreis für "The Voice of Germany" erhalten.

XXX / AUSZEICHNUNGEN FÜR TV-FORMATE, KÜNSTLER UND KOPRODUKTIONEN

BAMBI

Mark Forster Bester Musiker National Michael Schulte (The Voice of Germany) Publikumspreis

BAYERISCHER FERNSEHPREIS

"Das Nebelhaus" (Claudia Garde in der Kategorie "Beste Regie")

BROADCAST AWARDS

"Old People's Home for 4 Year Olds" (CPL Productions in der Kategorie "Best Original Programme")

DANISH TV AWARDS

"A League of Their Own" (Snowman Productions, entwickelt von CPL Productions, in der Kategorie "Best Game Show") "Buying Blind" (Snowman Productions, entwickelt von Kinetic Content, LLC in der Kategorie"Best Original Programme")

DEUTSCHER COMEDYPREIS

"jerks." (Beste Comedyserie) Luke Mockridge: Erfolgreichster Live-Act "Luke! Die Woche und ich" (Beste Comedy-Show)

DEUTSCHER FERNSEHPREIS

"The Voice of Germany" (Beste Unterhaltung Prime Time) "Germany's next Topmodel - Das Finale" (Mark Achterberg in der Kategorie "Beste gestalterische Leistung Unterhaltung") "LUKE! - Die Woche und ich" (Beste Unterhaltung Late Night)

DEUTSCHER FERNSEHKRIMIPREIS

"Keine zweite Chance" (Petra Schmidt-Schaller in der Kategorie "Beste Darstellerin")

EDINBURGH TV AWARDS

"Old People's Home for 4 Year Olds" (CPL Productions in der Kategorie "Best Popular Factual Series") CPL Productions: Production Company of the Year

GOLDENE KAMERA

"Keine zweite Chance" (Petra Schmidt-Schaller in der Kategorie "Beste deutsche Schauspielerin")

GRIERSON AWARDS

"Old People's Home for 4 Year Olds" (CPL Productions in der Kategorie "Constructed Documentary")

INTERNATIONAL FORMAT AWARDS

"Old People's Home for 4 Year Olds" (CPL Productionsin der Kategorie "Best Factual Entertainment Format") "Old People's Home for 4 Year Olds" (CPL Productions in der Kategorie"Best Brand Driven Format")

JUPITER AWARD

"Fack Ju Göhte 3" (Bester Film National) Elyas M'Barek: (Bester Darsteller national)1 ROYAL TELEVISION SOCIETY CRAFT AWARDS "Deep State" (Endor Productions in der Kategorie "Design - Titles")1.

TBI CONTENT INNOVATION AWARDS

"Old People's Home for 4 Year Olds" (CPL Productions in der Kategorie "Factual Program of the Year")

TELEVISUAL BULLDOG AWARDS

"Old People's Home for 4 Year Olds" (CPL Productions in der Kategorie "Factual Entertainment")

1 Kofinanzierung

Produktionsmarkt

Der lokale Programmanteil auf den eigenen Kanälen ist in besonderem Maße in den Fokus der Unternehmensstrategie gerückt. In den kommenden rund fünf Jahren soll der Anteil von Red Arrow Studios an den vom Entertainment-Geschäft lokal beauftragten Inhalten von heute 13 Prozent auf über 30 Prozent steigen. Ziel ist es, uns vom Wettbewerb abzuheben und unsere Markenprofile durch eigene Produktionen weiter zu schärfen. Gleichzeitig hat sich der Kreis der Auftraggeber von hochwertigen Produktionen in den vergangenen Jahren um die Betreiber von multinationalen Streaming-Plattformen wie Amazon oder Netflix erweitert. Die Plattformen haben ihre Ausgaben für Eigenproduktionen kontinuierlich gesteigert und planen, auch in den kommenden Jahren mehr für eigene Inhalte auszugeben. Vor diesem Hintergrund hat sich der potenzielle Kundenkreis von Red Arrow Studios in den USA sowie im deutschsprachigen Raum deutlich vergrößert.

Werbemarkt

Im Berichtszeitraum 2018 sind die Brutto-TV-Werbeinvestitionen in Deutschland laut Nielsen Media Research um 3,7 Prozent auf 15,90 Mrd Euro gestiegen (Vorjahr: 15,33 Mrd Euro). Im vierten Quartal 2018 ergab sich eine Steigerung um 3,8 Prozent auf 5,37 Mrd Euro (Vorjahr: 5,18 Mrd Euro). Dabei hat Fernsehen im intermedialen Vergleich die höchste Relevanz: Im Gesamtjahr 2018 flossen 48,9 Prozent der Brutto-Werbeinvestitionen in TV-Werbung (Vorjahr: 48,0 %). Im vierten Quartal betrug der Wert 52,3 Prozent (Vorjahr: 51,1 %).

XXX / MEDIA-MIX DEUTSCHER BRUTTO-WERBEMARKT in Prozent, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Quelle: Nielsen Media Research.

Die Daten von Nielsen Media Research sind wichtige Indikatoren für die Bewertung der Werbemarktentwicklung. Sie werden jedoch auf Brutto-Umsatzbasis erhoben, sodass weder Rabatte und Eigenwerbung noch Agenturprovisionen berücksichtigt sind. Zudem beinhalten die Zahlen TV-Spots aus Media-for-Revenue-Share- und Media-for-Equity-Geschäften. Die großen US-Digitalkonzerne (u. a. Google und Facebook) sind in den Nielsen-Zahlen ebenfalls nicht reflektiert, sie bilden daher nicht den gesamten Markt ab.

Aus Sicht der ProSiebenSat.1 Group hat sich der TV-Werbemarkt auf Netto-Basis im Berichtsjahr 2018 unter Vorjahresniveau entwickelt; ähnliche Einschätzungen gibt es von Experten des Branchenverbands Organisation Werbetreibende im Markenverband (OWM). Nachdem der deutsche Netto-TV-Werbemarkt im Jahr 2017 nur leicht gewachsen ist und von einer stärkeren Volatilität geprägt war, hat der Markt auch 2018 weniger von der makroökonomischen Entwicklung profitiert. Ursache waren branchenspezifische Effekte, wie eine zunehmende Konsolidierung von für den TV-Werbemarkt wichtigen Sektoren und damit Entwicklungen, deren Dauer und Wirkungskraft sich bisher noch nicht abschließend beurteilen lassen. Die Abschwächung betraf nicht nur den deutschen TV-Markt, sondern die gesamte europäische Werbeindustrie. Offizielle Daten zum Netto-TV-Werbemarkt im Jahr 2018 werden im Mai 2019 vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) veröffentlicht. → Konjunkturausblick, Seite XXX.

Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklungen divergieren die Prognosen für 2018 deutlich: Die Prognosen für den deutschen TV-Werbemarkt liegen zwischen +0,4 Prozent (Magna Global) und + 3,6 Prozent netto (ZenithOptimedia). Für den deutschen Gesamtwerbemarkt geht Magna Global von einem Netto-Wachstum von + 2,7 Prozent aus; ZenithOptimedia prognostiziert ein Plus von 2,0 Prozent. InStream-Videowerbung dürfte sich weiter dynamisch entwickeln und das Wachstum des Online-Werbemarkts treiben. Die Institute rechnen hier mit einem Plus von 8,8 Prozent (ZenithOptimedia) bzw. 10,5 Prozent netto (Magna Global).

ProSiebenSat.1 Group ist Marktführer im deutschen TV-Werbemarkt und erwirtschaftete laut Nielsen Media Research 2018 TV-Werbeeinnahmen von 6,42 Mrd Euro brutto (Vorjahr: 6,38 Mrd Euro). Im vierten Quartal 2018 stiegen die Erlöse um 1,9 Prozent auf 2,25 Mrd Euro (Vorjahr: 2,21 Mrd Euro). Daraus resultiert für das Gesamtjahr 2018 ein Marktanteil von 40,4 Prozent; im vierten Quartal erzielte die ProSiebenSat.1 Group einen Marktanteil von 41,9 Prozent (Vorjahreszeiträume: 41,6% bzw. 42,7%). Diese Entwicklung ist unter anderem auf den Eintritt neuer Marktteilnehmer zurückzuführen: Mit Beginn des Jahres 2018 hat Nielsen Media Research neben kabel eins Doku, RTLplus, MTV und Servus TV auch zahlreiche Kanäle des Bezahlsenders Sky in die Auswertung aufgenommen.

XXX / MARKTANTEILE DEUTSCHER BRUTTO-TV-WERBEMARKT in Prozent, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Quelle: Nielsen Media Research.

Aus der Vermarktung von InStream-Videoanzeigen, die online vor, nach oder während eines Bewegtbild-Streams gezeigt werden, erwirtschaftete die ProSiebenSat.1 Group im Gesamtjahr 2018 einen BruttoUmsatz von 293,6 Mio Euro (Vorjahr: 304,6 Mio Euro). Dies entspricht einem Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch erhöhte sich der Marktanteil von 44,8 Prozent auf 46,7 Prozent. Im vierten Quartal generierte der Konzern 107,2 Mio Euro (Vorjahr: 119,0 Mio Euro) aus ihrer Vermarktung; daraus resultiert ein Werbemarktanteil von 48,1 Prozent (Vorjahr: 49,4%). Das Marktvolumen für Werbebudgets in InStream-Videoanzeigen sank 2018 in Deutschland um 7,6 Prozent auf 628,8 Mio Euro brutto (Vorjahr: 680,5 Mio Euro), im vierten Quartal um 7,5 Prozent auf 222,8 Mio Euro (Vorjahr: 240,7 Mio Euro). Insgesamt stiegen die Investitionen in Online-Werbeformen 2018 um 5,0 Prozent auf 3,66 Mrd Euro (Vorjahr: 3,49 Mrd Euro); im vierten Quartal betrugen sie 1,15 Mrd Euro (Vorjahr: 1,13 Mrd Euro). Daraus erwirtschaftete der Konzern im Gesamtjahr einen Umsatz von 378,1 Mio Euro (-4,7%) und von 125 Mio im vierten Quartal (-15,6%). Der Online-Werbemarkt umfasst neben InStream-Videos auch Display Ads wie klassische Banner und Buttons.

i Nielsen Media Research weist auch für den Online-Werbemarkt in Deutschland Brutto-Zahlen aus. Diese enthalten jedoch u. a. nicht Google/Youtube, Facebook und bilden daher nicht den gesamten Markt ab. Für den Gesamt-Online-Videomarkt ist davon auszugehen, dass dieser gewachsen ist.

Commerce

2018 dürfte der Online-Handel in Deutschland auf allen digitalen Endgeräten insgesamt um rund 10 Prozent auf ein Marktvolumen von 63 Mrd Euro gewachsen sein. Damit machte der Online-Handel voraussichtlich 10 Prozent des gesamten Einzelhandels im Jahr 2018 aus. Das ergab eine aktuelle Studie des Instituts für Handelsforschung Köln. Von großer Bedeutung für das deutsche E-Commerce-Wachstum im Berichtszeitraum dürfte dabei der mobile Handel mit einem Volumen von rund 31 Mrd Euro gewesen sein (Vorjahr: rund 24 Mrd Euro). Das sind insgesamt 48 Prozent des Online-Umsatzes in Deutschland. Die einzelnen E-Commerce-Bereiche kennzeichnen unterschiedliche Dynamiken; nachfolgend werden für die ProSiebenSat.1 Group relevante Märkte beschrieben:

Online-Dating. Nach Angaben von Statistas Digital Market Outlook dürfte der Umsatz im Online-Dating-Markt in Deutschland im Jahr 2018 auf 162 Mio Euro gestiegen sein (Vorjahr: 155 Mio Euro). Der Online-Dating-Markt umfasst die Segmente Partnervermittlung, Singlebörsen und Casual Dating. Die Partnervermittlung, zu der auch unsere Portale Parship und ElitePartner zählen, ist das umsatzstärkste Segment im Online-Dating-Markt und macht rund 66 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Aktuelle Studienergebnisse von ElitePartner unterstreichen das Wachstumspotenzial des Markts: Knapp 31 Prozent der Deutschen sind Singles.

XXX / TV-WERBEMÄRKTE IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND DER SCHWEIZ AUF BRUTTO-BASIS in Prozent

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Entwicklung TV-Werbemarkt Q4 2018 (Abweichung vs. Vorjahr) Entwicklung TV-Werbemarkt 2018 (Abweichung vs. Vorjahr)
Deutschland +1,2 +0,9
Österreich + 2,2 + 2,7
Schweiz + 1,0 + 0,2
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Marktanteile ProSiebenSat.1 Group Marktanteile ProSiebenSat.1 Group Marktanteile ProSiebenSat.1 Group Marktanteile ProSiebenSat.1 Group
Deutschland 41,9 42,7 40,4 41,6
Österreich 43,5 40,8 43,2 40,4
Schweiz 26,6 27,8 26,4 28,2

Deutschland: Januar - Dezember, brutto, Nielsen Media. / Österreich: Januar - November, brutto, Media Focus.

Schweiz: Januar - November, die Werbemarktanteile beziehen sich auf die deutsche Schweiz, brutto, Media Focus.

Online Price Comparison. Das Marktvolumen von Online-Vergleichsportalen in Deutschland für die Bereiche Energie, Telko, Autoversicherungen und Konsumentenkredite dürfte sich im Jahr 2018 auf rund 721 Mio Euro belaufen (Vorjahr: 634 Mio Euro). Eine aktuelle Studie von WIK Consult zeigt, dass mehr als 70 Prozent der Deutschen Vergleichsportale nutzen. Dabei verlassen sie sich nicht auf ein Einzelnes: 40 Prozent der Verbraucher vertrauen auf mehr als ein Vergleichsportal, um sich zu informieren bzw. Verträge abzuschließen.

Erlebnisgeschenke. OC&C Strategy Consultants weist für 2018 für den Erlebnismarkt in Deutschland ein Volumen von rund 2,8 Mrd Euro aus. Ein Blick auf das bundesweite Kaufverhalten im Erlebnisgeschenke-Report 2017 zeigt, dass im Schnitt etwa 109 Euro pro Erlebnisgeschenk ausgegeben werden. → Künftige Rahmenbedingungen, Seite XXX.

XX / FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die ProSiebenSat.1 Group betreibt Forschung und Entwicklung (F&E) nicht im herkömmlichen Sinne eines Industrieunternehmens. Daher entsprechen die Aktivitäten in diesem Bereich auch nicht der klassischen Definition von F&E, sodass nähere Angaben nach DRS 20 im Lagebericht entfallen. Forschung hat bei der ProSiebenSat.1 Group dennoch einen hohen Stellenwert.

Wir betreiben intensive Marktforschung in allen Bereichen, die für die Geschäftstätigkeit relevant sind oder in denen das Unternehmen Wachstumspotenzial sieht. Die Ausgaben für die konzernweiten Marktforschungsaktivitäten beliefen sich 2018 auf 9 Mio Euro (Vorjahr: 10 Mio Euro). Die verschiedenen Research Units erstellen Untersuchungen und Analysen zur Werbewirkung, zu Trends im Werbemarkt und digitalen Branchen sowie zur Mediennutzung und werten außerdem Konjunktur- und Marktprognosen aus. Die Verantwortlichen im Konzern ziehen die Ergebnisse der Marktanalysen für die operative und strategische Planung heran. Gleichzeitig sind Marktdaten und Analysen eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Beratung unserer Werbekunden. Mit seinen Studien liefert das Unternehmen Werbetreibenden wertvolle Erkenntnisse für die Marketing- und Werbeplanung, die eine wichtige Basis für Investitionsentscheidungen darstellen.

In der Programmentwicklungsphase spielt zudem die Programmforschung eine entscheidende Rolle. Eine wichtige Aufgabe ist die Bewertung von internationalen TV-Trends hinsichtlich ihres Potenzials für den deutschen Fernsehmarkt. Darüber hinaus erstellt das Research Team regelmäßig quantitative sowie qualitative Studien und Analysen zu den Programmen der ProSiebenSat.1-Sender. Dabei werden unter anderem TV-Piloten mithilfe von Umfragen und Publikumsvorführungen getestet. Die Research-Abteilung führt außerdem Ad-hoc-Tests zu bereits ausgestrahlten Sendungen durch. Auf Basis der Ergebnisse können wir TV-Formate sowohl in der Entstehungsphase anpassen

ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die ProSiebenSat.1 Group analysiert regelmäßig ihr Portfolio und bewertet mögliche Wachstums- und Synergiepotenziale. Wesentlicher Bestandteil dieser M&A-Strategie sind strategische Portfolioerweiterungen sowie Investitionen in zukunftsträchtige Wachstumsfelder. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen im Berichtszeitraum insbesondere die Segmente Entertainment und Commerce gestärkt:

Gemeinsam mit dem Medienunternehmen Discovery Communications Inc hat die ProSiebenSat.1 Group im dritten Quartal 2017 das Gemeinschaftsunternehmen 7TV Joint Venture GmbH, München ("7TV"), gegründet und 2018 ausgebaut. Ziel ist es, eine anbieterübergreifende Streaming-Plattform in Deutschland aufzubauen, die ein umfassendes Entertainment-Paket mit Live-Streaming, einer Mediathek sowie Sportübertragungen bietet. Die Streaming-Plattform wird Inhalte der TV-Sender ProSieben, SAT.1, kabel eins, sixx, ProSieben MAXX, SAT.1 Gold, kabel eins Doku, zudem DMAX, TLC, SPORT1, WELT, N24 Doku und ausgewählte Inhalte von Eurosport sowie die Programme ZDF, ZDF info und ZDF neo zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden das Video-on-Demand (VoD)-Portal maxdome sowie der Eurosport Player in das Angebot integriert. Vor diesem Hintergrund wurde das VoD-Portal maxdome GmbH, Unterföhring ("maxdome") per Ende Juli 2018 entkonsolidiert. Die ProSiebenSat.1 Group bezieht maxdome über den Anteil an der 7TV nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein.

Mit dem AdTech-Bereich hat die ProSiebenSat.1 Group im Jahr 2018 im Entertainment-Segment ein weiteres Zukunftsfeld ausgebaut. So hat der Konzern unter anderem die Kairion GmbH, Frankfurt am Main ("Karion") (100%) im Januar 2018 erworben, einen Anbieter für Media-Vermarktung im E-Commerce-Bereich. Im April 2018 hat ProSiebenSat.1 Group einen Anteil von 90,0 Prozent an der esome advertising technologies GmbH, Hamburg ("esome") erworben, dem führenden Social-Advertising-Anbieter in der DACH-Region. AdTech bildet die Basis für den automatisierten und individualisierten Ein- und Verkauf von Werbeflächen sowie deren Aussteuerung in Echtzeit. Ziel ist es, ein Ökosystem führender Technologie-Anbieter und Plattformen aufzubauen, um Werbetreibenden, Agenturen und Publishern eine unabhängige Alternative zu globalen Playern zu bieten und so zusätzliche Umsätze zu generieren.

Bereits 2017 hat die ProSiebenSat.1 Group das Commerce-Portfolio unter dem Dach der NuCom Group neu strukturiert, um ein führendes europäisches Omnichannel-Netzwerk für Consumer Services und Lifestyle Brands aufzubauen. Ein wichtiger Schritt dafür ist die Partnerschaft mit General Atlantic, die ProSiebenSat.1 Group im Februar 2018 für die NuCom Group geschlossen und im April vollzogen hat.

General Atlantic zählt weltweit zu den führenden Wachstumskapitalinvestoren und hat sich zu 25,1 Prozent am Portfolio der NuCom Group beteiligt. Der Transaktion lag ein Unternehmenswert von 1,8 Mrd Euro zugrunde. In der NuCom Group bündelt die ProSiebenSat.1 Group strategische Beteiligungen an überwiegend digitalen Commerce-Plattformen, darunter Verivox, Parship, Elite Partner, Jochen Schweizer, mydays und Flaconi.

In einer ersten gemeinsamen Akquisition übernahm die NuCom Group im zweiten Quartal 2018 weitere Anteile an der PARSHIP ELITE Group GmbH, Hamburg ("Parship Elite Group") und der Verivox Holding GmbH, Unterföhring ("Verivox Holding") wodurch sich der Anteilsbesitz auf 94,2 Prozent bzw. 100,0 Prozent erhöhte. Darüber hinaus erwarb die NuCom Group im ersten Quartal 2018 den Online-Kündigungsservice Aboalarm GmbH, München ("Aboalarm"), der Kündigungsservices für Verbraucherverträge aus den Bereichen Internet, Mobilfunk, Versicherungen, Dating und Fitness anbietet, sowie die restlichen Minderheitsanteile an der SilverTours GmbH, Freiburg im Breisgau ("SilverTours") im zweiten Quartal 2018. In einer weiteren gemeinsamen Transaktion mit General Atlantic hat die NuCom Group im Oktober 2018 100,0 Prozent an eHarmony, Inc., Los Angeles, USA ("eHarmony Group"), einem der führenden Online-Partnervermittlungen in den USA, übernommen. Mit dem Zusammenschluss entsteht eine der weltweit führenden Online-Partnervermittlungen, wobei sich den Unternehmen attraktive Wachstums- und Synergiepotenziale eröffnen. eHarmony Group wird beispielsweise die technische Plattform der Parship Elite Group übernehmen, die bereits die Basis der erfolgreichen Integration von ElitePartner darstellte. Dadurch wird eHarmony Group seinen Kunden in Zukunft einen deutlich attraktiveren Service auf seinen Online-Plattformen bieten können.

Die ProSiebenSat.1 Group verfolgt ein aktives Portfoliomanagement, um größtmögliche Synergien durch die Vernetzung von TV- und Digitalangeboten zu heben. Bestandteil dieser Portfoliostrategie sind auch Unternehmensverkäufe. Vor diesem Hintergrund hat der Konzern im dritten Quartal 2018 den strategischen Prüfungsprozess der Reisesparte abgeschlossen und sämtliche Anteile am Reiseveranstalter Tropo GmbH, Hamburg ("Tropo") an dnata (Dubai National Air Transport Association), Dubai - ein Unternehmen der Emirates Group - veräußert. Die Entkonsolidierung erfolgte zu Ende September 2018. Seit 2012 war die Tropo eine Mehrheitsbeteiligung von ProSiebenSat.1 Group. In diesen sechs Jahren hat der Reiseveranstalter seine Markenbekanntheit durch den Einsatz von TV-Werbung signifikant gesteigert. Gerade in dem schwierigen Marktumfeld der letzten Jahre konnte das Unternehmen seine Position behaupten. Das weitere Synergiepotential für den Konzern war jedoch begrenzt.

Darüber hinaus hat die ProSiebenSat.1 Group 7NXT GmbH, Berlin ("7NXT") im Geschäftsjahr 2018 verkauft; die Entkonsolidierung erfolgte zu Ende Juli. Der Anbieter von Online-Sportprogrammen betreibt sowohl die Fitness-Plattform Gymondo GmbH, Berlin als auch 7NXT Health. Die ProSiebenSat.1 Group bleibt als Fonds-Investor weiterhin indirekt an 7NXT beteiligt. Mehrheitseigner des Fonds ist Lexington Partners, ein führender US-amerikanischer Private Equity Fonds. → Strategie und Steuerungssystem, Seite XXX → Chancenbericht, Seite XXX

XXX / AUSGEWÄHLTE PORTFOLIOMASSNAHMEN UND ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

SEGMENT ENTERTAINMENT

Erwerb von 100,0 Prozent der Anteile an der Kairion, einem Anbieter für Media-Vermarktung im E-Commerce-Bereich.

> Vollkonsolidierung seit Januar 2018

Erwerb von 90,0 Prozent der Anteile an der esome, dem führenden Social-Advertising-Anbieter in der DACH-Region.

> Vollkonsolidierung seit April 2018

Verkauf von 100,0 Prozent der Anteile an der 7NXT, Betreiber von Online-Sportprogrammen, an Fonds Crosslantic Fund I GmbH & Co. KG.

> Entkonsolidierung Ende Juli 2018

Veräußerung der maxdome an das Gemeinschaftsunternehmen 7TV.

> Entkonsolidierung Ende Juli 2018 SEGMENT COMMERCE

Erwerb von 100,0 Prozent der Anteile an der Aboalarm, einem Online-Kündigungsservice.

> Vollkonsolidierung seit Januar 2018

Erwerb des Geschäfts unter der Gesundheitsmarke Zirkulin.

> Vollzug im April 2018

Verkauf von 25,1 Prozent der Anteile an der NuCom Group an General Atlantic, einen weltweit führenden Wachstumskapitalinvestor.

> Vollzug im April 2018

Erwerb von 44,2 Prozent der Anteile an der Parship Elite Group

> Vollzug im April 2018

Erwerb von 25,1 Prozent an der SilverTours (billiger-mietwagen. de).

> Vollzug im April 2018

Erwerb von 20,6 Prozent der Anteile an der Verivox Holding.

> Vollzug im April 2018

Verkauf des Reiseveranstalters Tropo an dnata, ein Unternehmen der Emirates Group.

> Entkonsolidierung Ende September 2018

Erwerb von 100,0 Prozent der Anteile an der eHarmony Group, einer Premium-Online-Partnervermittlung vor allem im nordamerikanischen Raum.

> Vollkonsolidierung seit Ende Oktober 2018

→ Anhang, Ziffer 3 "Konsolidierungskreis", Seite XXX → Anhang, Ziffer 4 "Akquisitionen, Verkäufe und sonstige Transaktionen mit Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis", Seite XXX → Anhang, Ziffer 37 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag", Seite XXX

ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

XXX / ENTWICKLUNG DER UMSATZERLÖSE im Mehrjahresvergleich in Mio Euro

XXX / ENTWICKLUNG DES ADJUSTED EBITDA1im Mehrjahresvergleich in Mio Euro

1 Seit 01.01.2017 Umbenennung des recurring EBITDA in adjusted EBITDA.

Die Umsatzentwicklung der ProSiebenSat.1 Group war 2018 durch Portfolio-Veränderungen und Währungseffekte geprägt; einen wesentlichen Einfluss hatte dabei neben der Entkonsolidierung des Online-Reisebüros Etraveli Holding AB ("Etraveli") im dritten Quartal 2017, die Entkonsolidierung des Video-on-Demand Portals maxdome sowie des Reiseveranstalters Tropo im Jahr 2018. Zudem lagen die Umsätze im Werbegeschäft unter Vorjahr. Vor diesem Hintergrund beliefen sich die Umsatzerlöse des Konzerns auf 4.009 Mio Euro und lagen damit wie erwartet leicht unter dem Vorjahresniveau (- 2 % oder - 69 Mio Euro ggü. Vorjahr). Bereinigt um Portfolio- und Währungseffekte konnte die ProSiebenSat.1 Group einen leichten Umsatzanstieg von 1 Prozent verzeichnen. 81 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftete der Konzern in Deutschland (Vorjahr: 79 %). → Änderungen im Konsolidierungskreis, Seite XX → Liquiditätsanalyse, Seite XX

i Die ProSiebenSat.1 Group generiert den Großteil der Umsatzerlöse in Deutschland und damit in der Eurozone. Der übrige Umsatzanteil entfällt primär auf die USA mit dem dort ansässigen Produktionsgeschäft von Red Arrow Studios sowie dem Digital-Studio Studio71. Daher können Währungseffekte die Geschäftsentwicklung beeinflussen. Wechselkursänderungen ergaben sich in der Berichtsperiode vor allem aus der Umrechnung des USD in Euro.

XXX / UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN in Mio Euro, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Während der Umsatz im Segment Entertainment auf Jahressicht um 4 Prozent auf 2.626 Mio Euro zurückgegangen ist (Vorjahr: 2.737 Mio Euro), lieferten sowohl das Segment Content Production & Global Sales (+ 6 %) als auch das Commerce-Segment (+ 2 %) einen positiven Umsatzbeitrag. Ziel der ProSiebenSat.1 Group ist zusätzliche Umsätze jenseits des klassischen TV-Werbegeschäfts zu generieren und vor allem den Anteil des Digitalgeschäfts sukzessive zu steigern. Das TV-Werbegeschäft ist sehr profitabel, aber wie alle konsumnahen Industrien konjunktursensitiv und von einer hohen Saisonalität geprägt. Vor diesem Hintergrund erwirtschaftet der Konzern insgesamt ca. ein Drittel seines Jahresumsatzes im vierten Quartal. Dies trifft - bereinigt um Portfolioänderungen - auch auf das abgelaufene Geschäftsjahr zu. → Geschäftsentwicklung der Segmente, Seite XX

XXX / UMSATZERLÖSE NACH QUARTALEN in Mio Euro, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

XXX / ADJUSTED EBITDA NACH QUARTALEN in Mio Euro, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 50 Mio Euro (Vorjahr: 332 Mio Euro), darin enthalten sind unter anderem Erträge aus dem Verkauf von maxdome. Der hohe Differenzbetrag resultiert im Wesentlichen aus dem Brutto-Erlös aus dem Verkauf von Etraveli in Höhe von 302 Mio Euro im Vorjahr.

XXX / GESAMTKOSTEN in Mio Euro

Die Gesamtkosten verzeichneten eine Zunahme um 3 Prozent bzw. 120 Mio Euro und betrugen 3.710 Mio Euro. Hauptursache für den Kostenanstieg ist ein höherer Werteverzehr auf das Programmvermögen von 1.319 Mio Euro (Vorjahr: 1.145 Mio Euro), der in den Umsatzkosten enthalten ist.

Der Anstieg des Werteverzehrs gegenüber dem Vorjahr basiert auf der seit 2017 weiterentwickelten Programmstrategie des Konzerns. So wird die ProSiebenSat.1 Group künftig verstärkt den Fokus auf lokale Inhalte setzen. Parallel dazu hat der Konzern seine Verpflichtungen aus den bestehenden US-Studio-Verträgen überprüft. Dabei berücksichtigte die ProSiebenSat.1 Group insbesondere die Verwertbarkeit der US-Produkte angesichts eines unter anderem durch VoD-Plattformen veränderten Zuschauerverhaltens. Im Zuge dessen hat die ProSiebenSat.1 Group für 2018 über den üblichen Werthaltigkeitstest hinaus einen Abwertungsbedarf im Programmvermögen von 354 Mio Euro identifiziert. Im Vorjahr wurden Gesamtaufwendungen in Höhe von 170 Mio Euro erfasst, die im Zusammenhang mit der durch den Vorstand im dritten Quartal 2017 vorgenommenen strategischen Neuausrichtung standen.

Die ebenfalls in den Gesamtkosten erfassten Abschreibungen verzeichneten einen Rückgang um 16 Prozent oder 41 Mio Euro auf 222 Mio Euro. Diese Entwicklung basiert primär auf geringeren Wertberichtigungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte.

i Die ProSiebenSat.1 Group steht einem herausfordernden Umfeld auf dem Fernsehmarkt gegenüber. Insbesondere US-Programmtitel weisen seit einiger Zeit rückläufige Reichweiten auf. Dies liegt zum einen darin begründet, dass diese Programmtitel thematisch vorwiegend an den spezifischen Anforderungen des US-Fernsehmarktes ausgerichtet sind. Zum anderen hat sich die durchschnittliche Qualität der im Rahmen der US-Studio-Verträge erworbenen Titel aus Sicht der ProSiebenSat.1 Group schwächer entwickelt als erwartet. Zudem stehen die US-Programmtitel den Sendern der ProSiebenSat.1 Group üblicherweise nicht exklusiv zur Verfügung und können darüber hinaus nur beschränkt digital ausgewertet werden, während konkurrierende Video-on-Demand-Portale zunehmend Nutzer gewinnen. Um dieser Entwicklung entgegen zu treten, strebt die ProSiebenSat.1 Group an, künftig vermehrt lokale Inhalte zu erwerben beziehungsweise selbst zu produzieren und den Anteil von US-Programmtiteln am Free-TV-Programmangebot nachhaltig zu reduzieren.

Vor diesem Hintergrund traf die ProSiebenSat.1 Group im vierten Quartal 2018 die strategische Entscheidung, einen Teil ihrer US-Titel an 7TV zu sublizenzieren und nicht mehr selbst auszustrahlen. Es handelt sich dabei um ein Portfolio sowohl von bereits verfügbaren als auch Programmtiteln, die von den US-Lizenzgebern in der Zukunft noch zugehen werden. 7TV wird die Programme nutzen, um die Plattform für den Nutzer attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus hat sich das Management der ProSiebenSat.1 Group im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung entschieden, bestimmte US-Programmtitel nicht mehr auszustrahlen.

Im Rahmen oben genannter strategischer Maßnahmen wurde im vierten Quartal 2018 ein außerplanmäßiger Werteverzehr in Höhe von 178 Mio Euro erfasst (davon 122 Mio Euro aus der Transaktion mit 7TV). Darüber hinaus wurden für drohende Verluste im Zusammenhang mit der zukünftigen Abnahme von Programmvermögen Drohverlustrückstellungen in Höhe von 176 Mio Euro gebildet (davon 168 Mio Euro aus der Transaktion mit 7TV). Der Gesamteffekt aus dem Wechsel der Programmstrategie beläuft sich somit auf minus 354 Mio Euro. Risikobericht, Seite XX

Die operativen Kosten beliefen sich auf 3.027 Mio Euro (- 1 % oder 26 Mio Euro) und bewegten sich damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser Rückgang ist auf Konsolidierungseffekte sowie ein effizientes Kostenmanagement zurückzuführen. Hier zeigen sich die ersten Effekte von Kosteneinsparungen im Rahmen der Drei-SäulenStrategie. Ziel ist es, durch die engere Vernetzung des Portfolios Synergien zu heben und Ressourcen effizienter zu bündeln. Die operativen Kosten sind die für das adjusted EBITDA relevante Kostenposition, eine Überleitung stellt sich wie folgt dar. → Änderungen Konsolidierungskreis, Seite XX

XXX / ÜBERLEITUNGSRECHNUNG OPERATIVE KOSTEN in Mio Euro

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2018 2017
Gesamtkosten 3.710 3.590
Zu bereinigende Aufwendungen 462 274
Abschreibungen und Wertminderungen1 222 263
Operative Kosten 3.027 3.053

1 Auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Das adjusted EBITDA verzeichnete einen Rückgang um 4 Prozent oder 37 Mio Euro auf 1.013 Mio Euro. Die adj'usted EBITDA-Marge belief sich auf 25,3 Prozent und lag damit - wie auch die operativen Kosten - nahezu stabil auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 25,8 %).

Das EBITDA verringerte sich um 47 Prozent und betrug 570 Mio Euro (Vorjahr: 1.084 Mio Euro). Dieser Wert ist geprägt durch Sondereffekte von minus 443 Mio Euro (Vorjahr: 34 Mio Euro), darunter der Gesamteffekt aus der Weiterentwicklung der Programmstrategie von minus 354 Mio Euro (Vorjahr: - 170 Mio Euro). Neben diesem hohen ergebnismindernden Sondereffekt ergaben sich 2018 Aufwendungen im Zuge von Reorganisationen, insbesondere im Zusammenhang mit de Ausrichtung des Konzernportfolios auf Basis der neuen Drei-Säulen Strategie. Insgesamt betrugen die Sondereffekte aus Reorganisationen minus 68 Mio Euro (Vorjahr: - 45 Mio Euro). Aus M&A-Projekten folgten Aufwendungen von 34 Mio Euro (Vorjahr: 32 Mio Euro die ebenfalls im Wesentlichen auf das Segment Entertainment ent fielen. Die sonstigen EBITDA-Effekte betrugen 13 Mio Euro (Vorjahr - 21 Mio Euro), darin enthalten sind vor allem positive Effekte aus de Entkonsolidierung von maxdome. Zudem beinhaltet diese Positior Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts anteilsbasierter Vergütungen in Höhe von 8 Mio Euro (Vorjahr: 4 Mio Euro). Gegenläufig wirkten sich die Aufwendungen aus sonstigen wesentlichen Einmaleffekten von 14 Mio Euro (Vorjahr: 22 Mio Euro) aus.

XXX / ÜBERLEITUNGSRECHNUNG ADJUSTED EBITDA in Mio Euro

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2018 2017
Ergebnis vor Steuern 344 646
Finanzergebnis - 4 - 174
Betriebsergebnis (EBIT) 348 820
Abschreibungen und Wertminderungen1 - 222 - 263
davon aus Kaufpreisallokationen - 50 - 84
EBITDA 570 1.084
Sondereffekte2 - 443 34
Adjusted EBITDA 1.013 1.050

1 Auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. /2Differenz aus zu bereinigenden Aufwendungen in Höhe von 462 Mio Euro (Vorjahr: 274 Mio Euro) und Erträgen von 19 Mio Euro (Vorjahr: 307 Mio Euro).

Das Finanzergebnis betrug minus 4 Mio Euro (Vorjahr: - 174 Mio Euro). Die Verbesserung des Finanzergebnisses basiert im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung des sonstigen Finanzergebnisses. Es belief sich auf 72 Mio Euro (Vorjahr: - 82 Mio Euro) und ist durch folgende gegenläufige Effekte geprägt: Für 2018 weist der Konzern Wertberichtigungen und Wertaufholungen auf finanzielle Vermögenswerte von saldiert 86 Mio Euro aus (Vorjahr: - 77 Mio Euro). Davon entfallen 69 Mio Euro (Vorjahr: - 59 Mio Euro) auf die Neubewertung von Put-Options; größte Einzelposition war die Neubewertung von Anteilen an Digital-Studio Studio71. Dies reflektiert die veränderte Erwartung bezüglich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse. Demgegenüber stehen Bewertungseffekte von Earn-Out-Verbindlichkeiten von minus 11 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro). Die Wertberichtigungen auf Finanzbeteiligungen betrugen 13 Mio Euro (Vorjahr: 23 Mio Euro).

Außerdem hat sich das Zinsergebnis verbessert und betrug minus 63 Mio Euro (Vorjahr: - 83 Mio Euro). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist primär durch die geringere Zuführung von Rückstellungen für Steuerzinsen im Jahr 2018 bedingt. Das ebenfalls im Finanzergebnis erfasste Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen belief sich auf minus 13 Mio Euro. 2017 lag der Wert bei minus 10 Mio Euro. → Anhang, Ziffer 11 - 12 "Zinsergebnis", "Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen und sonstiges Finanzergebnis", Seite XX - XX

Das Vorsteuerergebnis betrug 344 Mio Euro. Dies ist ein Rückgang von 47 Prozent oder 302 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr, der den zuvor beschriebenen Sondereffekt im Zuge der veränderten Programmstrategie reflektiert. Der Vorjahreswert ist geprägt durch den Brutto-Erlös aus dem Verkauf vom Online-Reisebüro Etraveli.

Der Ertragsteueraufwand verringerte sich um 71 Mio Euro auf 94 Mio Euro bei einer Steuerquote von 27,4 Prozent (Vorjahr: 25,5 %). Die geringere Steuerquote in 2017 war insbesondere durch den Verkauf von Etraveli bedingt.

Aus den beschriebenen Entwicklungen resultiert ein Rückgang des Konzernergebnisses um 48 Prozent auf 250 Mio Euro (Vorjahr: 481 Mio Euro). Das den Anteilseignern der ProSiebenSat.1 Media SE zuzurechnende Konzernergebnis sank zugleich auf 248 Mio Euro (Vorjahr: 471 Mio Euro).

Das adjusted net income ist um 2 Prozent gesunken, es betrug 541 Mio Euro (Vorjahr: 550 Mio Euro). Dieser Posten ist bereinigt um die benannten Sondereffekte und wird in der Überleitungsrechnung dargestellt. Das unverwässerte bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 2,36 Euro (Vorjahr: 2,40 Euro). → Anhang, Ziffer 13 "Ertragsteuern", Seite XX → Anhang, Ziffer 14 "Ergebnis je Aktie", Seite XX

XXX / ÜBERLEITUNGSRECHNUNG ADJUSTED NET INCOME in Mio Euro

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2018 2017
Den Anteilseignern der ProSiebenSat.1 Media SE zuzurechnendes Konzernergebnis 248 471
Entkonsolidierung Etraveli -/- - 302
Bewertungseffekte aus strategischen Neuausrichtungen von Business Units 354 170
Sonstige EBITDA Bereinigungen 89 98
Abschreibungen und Wertminderungen aus Kaufpreisallokationen1 52 89
Wertberichtigungen auf sonstige Finanzanlagen 24 41
Neubewertung von at-Equity Anteilen im Rahmen von Erstkonsolidierungen - 8 0
Bewertungseffekte aus Put-Options- und Earn-Out-Verbindlichkeiten - 54 56
Bewertungseffekte aus Zinssicherungsgeschäften - 2 0
Neueinschätzung steuerlicher Risiken 6 11
Sonstige Effekte2 - 35 15
Steuereffekte - 133 - 94
Minderheiten - 1 - 5
Adjusted net income 541 550

1Inkl. Effekte auf assoziierte Unternehmen, die nach der at-Equity-Methode konsolidiert werden. /2Die sonstigen Effekte beinhalten Abschreibungen auf Mietereinbauten und sonstige immaterielle Vermögenswerte von 8 Mio Euro (Vorjahr: 42 Mio Euro), Bewertungseffekte auf langfristig gehaltene Wertpapiere in Höhe von minus 21 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro) sowie Bewertungseffekte von kurzfristig gehaltenen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von minus 9 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro).

XXX / ÜBERLEITUNG GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018 in Mio Euro

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2018 IFRS Adjustments 2018 Adjusted
Umsatzerlöse 4.009 -/- 4.009
Gesamtkosten - 3.710 - 520 - 3.190
davon operative Kosten - 3.027 -/- - 3.027
davon Abschreibungen und Wertminderungen - 222 - 59 - 163
Sonstige betriebliche Erträge 50 19 31
Betriebsergebnis (EBIT) 348 -502 850
Finanzergebnis - 4 76 - 80
Ergebnis vor Steuern 344 - 426 770
Ertragsteuern - 94 133 -227
KONZERNERGEBNIS 250 - 293 542
Den Anteilseignern der ProSiebenSat.1 Media SE zuzurechnendes Konzernergebnis 248 - 292 541
Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Konzernergebnis 1 - 1 2
Ergebnis vor Steuern 344 - 426 770
Finanzergebnis - 4 76 - 80
Betriebsergebnis (EBIT) 348 - 502 850
Abschreibungen und Wertminderungen - 222 - 59 - 163
davon aus Kaufpreisallokationen - 50 - 50 -/-
EBITDA 570 - 443 1.013

Die ProSiebenSat.1 Group verwendet mit dem adjusted net income (1) und dem adjusted EBITDA (2) auch sogenannte Non-IFRS-Kennzahlen. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 hat ProSiebenSat.1 Group hierzu eine um bestimmte Einflüsse bereinigte vollständige Ergebnisrechnung veröffentlicht. Diese Veröffentlichung berücksichtigt die Entwicklung in der Berichtspraxis zu Non-IFRS-Kennzahlen sowie die erhöhten regulatorischen Transparenzanforderungen in diesem Bereich. Siehe Geschäftsbericht 2017, Seite 137.

i Weiterführende Informationen zu den Umsatz- und Ergebniskennzahlen der ProSiebenSat.1 Group für das Jahr 2018 finden sich im Abschnitt → "Informationen", Seite XX .

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER SEGMENTE

XXX / ANTEIL DER UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN in Prozent, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

XXX / ADJUSTED EBITDA NACH SEGMENTEN in Mio Euro

SEGMENT ENTERTAINMENT

Der Außenumsatz des Segments Entertainment belief sich 2018 auf 2.626 Mio Euro. Dies ist ein Umsatzrückgang von 4 Prozent oder 112 Mio Euro, der zum einen auf die Erlösentwicklung im Werbegeschäft zurückzuführen ist: Insbesondere zum Jahresende hatten sich ökonomische Indikatoren negativ auf den gesamten deutschen TV-Werbemarkt ausgewirkt. Zum anderen reflektiert der Umsatzrückgang die Entkonsolidierungen von maxdome und 7NXT. Positiv entwickelten sich hingegen die werbemarktunabhängigen Geschäftsbereiche Sport und Distribution und stärkten die Umsatzbasis. → Entwicklung von Konjunktur und Werbemarkt, Seite XX

i Wie alle konsumnahen Märkte reagiert die Werbebranche oftmals sehr sensitiv auf gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Zudem charakterisieren saisonale Effekte und vor allem die hohe Bedeutung des vierten Quartals die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Da sowohl die Konsumbereitschaft als auch die Fernsehnutzung in der Zeit vor Weihnachten signifikant steigen, erzielt das Unternehmen im Schlussquartal üblicherweise einen überproportional hohen Anteil seiner jährlichen Erlöse. → Ertragslage des Konzerns, Seite XX

Das adjusted EBITDA sank gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent bzw. 17 Mio Euro auf 881 Mio Euro. Dabei konnte ein Teil des Umsatzrückganges durch effizientes Kostenmanagement kompensiert werden. Die adjusted EBITDA-Marge entwickelte sich damit auf hohem Niveau leicht über Vorjahr und belief sich auf 32,4 Prozent (Vorjahr: 32,1 %). Das EBITDA ist auf 461 Mio Euro zurückgegangen (Vorjahr: 651 Mio Euro). Dieser Wert ist geprägt durch Sondereffekte von minus 420 Mio Euro (Vorjahr: - 247 Mio Euro), darunter der Gesamteffekt aus dem Wechsel der Programmstrategie von minus 354 Mio EUR sowie Aufwendungen im Zuge von Reorganisationen von 62 Mio Euro. → Ertragslage des Konzerns, Seite XX

XXX / KENNZAHLEN SEGMENT ENTERTAINMENT in Mio Euro

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2018 2017
Segment-Umsatzerlöse 2.718 2.798
Außenumsatz 2.626 2.737
Innenumsatz 92 61
EBITDA 461 651
Adjusted EBITDA 881 898
Adjusted EBITDA-Marge1(in %) 32,4 32,1

1 Auf Basis der Segment-Umsatzerlöse.

SEGMENT CONTENT PRODUCTION & GLOBAL SALES

Der Außenumsatz im Segment Content Production & Global Sales erhöhte sich auf Jahressicht um 6 Prozent auf 552 Mio Euro (Vorjahr: 523 Mio Euro). Wesentlicher Wachstumstreiber im Jahr 2018 war das Digital-Studio Studio71, das insbesondere im vierten Quartal deutlich an Dynamik gewann. Zudem lieferte das Produktionsgeschäft im vierten Quartal 2018 wieder einen hohen Beitrag zum organischen Umsatzwachstum. Daneben sind die Umsätze im globalen Vertriebsgeschäft gestiegen; hier wirkte sich die Erstkonsolidierung des US-amerikanischen Filmvertriebs Gravitas Ventures, LLC, Wilmington, USA ("Gravitas") seit November 2017 aus. → Anhang, Ziffer 5 "Umsatzerlöse", Seite XX

Das adjusted EBITDA erhöhte sich auf 31 Mio Euro (Vorjahr: 19 Mio Euro). Dieser Anstieg um 66 Prozent ergibt sich primär infolge von Skaleneffekten beim Digital-Studio Studio71 und damit einer gestiegenen Profitabilität. Auch im Produktionsgeschäft hat sich die Ergebnissituation verbessert. Die adjusted EBITDA-Marge betrug 5,1 Prozent (Vorjahr: 3,1 %) und reflektiert die unterschiedliche Margenstruktur der einzelnen Geschäftsmodelle. Das EBITDA ist ebenfalls deutlich gestiegen und betrug 26 Mio Euro (Vorjahr: 8 Mio Euro).

XXX / KENNZAHLEN SEGMENT CONTENT PRODUCTION & GLOBAL SALES in Mio Euro

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2018 2017
Segment-Umsatzerlöse 608 594
Außenumsatz 552 523
Innenumsatz 55 71
EBITDA 26 8
Adjusted EBITDA 31 19
Adjusted EBITDA-Marge1(in %) 5,1 3,1

1 Auf Basis der Segment-Umsatzerlöse.

SEGMENT COMMERCE

Der Außenumsatz im Segment Commerce entwickelte sich mit 831 Mio Euro (Vorjahr: 818 Mio Euro) leicht über dem Vorjahr und war geprägt durch gegenläufige Portfolioeffekte: Die Entkonsolidierung des Online-Reiseveranstalters Etraveli im dritten Quartal 2017, von COMVEL GmbH im vierten Quartal 2017 sowie die Veräußerung des Reiseveranstalters Tropo im dritten Quartal 2018 bremsten die Wachstumsdynamik. Positiv wirkten sich hingegen insbesondere die Erstkonsolidierungen der Jochen Schweizer GmbH im Oktober 2017 sowie der eHarmony Group im November 2018 aus. Bereinigt um die genannten Portfoliomaßnahmen verzeichnete das Segment ein zweistelliges Umsatzwachstum von 16 Prozent. Einen hohen organischen Umsatzbeitrag lieferten hier die Online-Parfümerie Flaconi GmbH, das Online-Vergleichsportal Verivox Holding sowie der OTC-Anbieter WindStar Medical GmbH, Wehrheim. → Anhang, Ziffer 2 "Segmentberichterstattung, Seite XX

Vor allem aufgrund der genannten Entkonsolidierungseffekte lag das adjusted EBITDA unter Vorjahr. Daneben prägten insbesondere höhere konzerninterne Marketingaufwendungen zum Ausbau strategisch wichtiger Wachstumsfelder die Kostenentwicklung, sodass sich das adjusted EBITDA um 24 Prozent auf 103 Mio Euro (Vorjahr: 135 Mio Euro) verringerte. Die adjusted EBITDA-Marge betrug 12,3 Prozent (Vorjahr: 16,5 %); ihr Rückgang reflektiert die unterschiedliche Margenstruktur und Wachstumsdynamik der einzelnen Geschäftsmodelle. Zugleich sank das EBITDA auf 84 Mio Euro (Vorjahr: 464 Mio Euro). Der vergleichsweise hohe Vorjahreswert des EBITDA beinhaltet einen Bruttoerlös aus dem Verkauf des OnlineReisebüros Etraveli in Höhe von 302 Mio Euro.

XXX / KENNZAHLEN SEGMENT COMMERCE in Mio Euro

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2018 2017
Segment-Umsatzerlöse 831 820
Außenumsatz 831 818
Innenumsatz 0 2
EBITDA 84 464
Adjusted EBITDA 103 135
Adjusted EBITDA-Marge1(in %) 12,3 16,5

1 Auf Basis der Segment-Umsatzerlöse.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS

FREMDKAPITALAUSSTATTUNG UND FINANZIERUNGSSTRUKTUR

Die ProSiebenSat.1 Group nutzt verschiedene Finanzierungsinstrumente und verfolgt ein aktives Finanzmanagement. Das Fremdkapital hatte zum 31. Dezember 2018 einen Anteil von 83 Prozent an der Bilanzsumme (31. Dezember 2017: 81 %). Davon entfiel mit 3.194 Mio Euro bzw. 59 Prozent der Großteil auf die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns (31. Dezember 2017: 60 %). → Vermögens- und Kapitalstrukturanalyse, Seite XX

Der Konzern beobachtet und bewertet laufend die Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten. Im März 2018 hat die ProSiebenSat.1 Group die Laufzeiten des syndizierten endfälligen Darlehens (Term Loan) sowie der syndizierten revolvierenden Kreditfazilität (RCF) jeweils um ein Jahr verlängert. Darüber hinaus verfügt die ProSiebenSat.1 Group über Mittel aus einer Anleihe mit einem Volumen von 600 Mio Euro. Die Anleihe ist am regulierten Markt der Luxemburger Börse notiert (ISIN DE000A11QFA7); der Kupon der Anleihe beträgt 2,625 Prozent per annum. Seit 2016 hat der Konzern zudem in seinem Portfolio drei Schuldscheindarlehen in einer Gesamthöhe von 500 Mio Euro mit Laufzeiten von sieben Jahren (225 Mio Euro festverzinslich und 50 Mio Euro variabel verzinslich) und zehn Jahren (225 Mio Euro festverzinslich).

XXX / FREMDFINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND LAUFZEITEN ZUM 31. DEZEMBER 2018 in Mio Euro

1 Nicht in Anspruch genommen.

i Die Kreditvereinbarung und die Anleihe der ProSiebenSat.1 Group werden von den Rating-Agenturen nicht zur Bonitätsbeurteilung herangezogen. Daher entfallen Aussagen an dieser Stelle hierzu.

Die Verzinsung des Term Loan und des RCF erfolgt variabel zu Euribor-Geldmarktkonditionen zuzüglich einer Kreditmarge. Um sich gegen marktbedingte Zinssatzveränderungen abzusichern, setzt der Konzern derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps und Zinsoptionen ein. Zum 31. Dezember 2018 lag der Festzinsanteil bei ca. 98 Prozent bezogen auf das gesamte langfristige Finanzierungsportfolio. Der durchschnittliche Festzinssatz der Zinsswaps belief sich auf 0,5 Prozent per annum, die durchschnittliche Zinsobergrenze betrug 1 Prozent. Der Konzern hat 2018 Zinssicherungsinstrumente in Höhe von 1.000 Mio Euro zur Absicherung des Zinsrisikos im Zeitraum 2020 bis 2023 abgeschlossen. → Vermögens- und Kapitalstrukturanalyse, Seite XX Anhang, Ziffer 32 "Sonstige Erläuterungen nach IFRS 7 zum Finanzrisikomanagement und zu den Finanzinstrumenten", Seite XX

FINANZIERUNGSANALYSE

Der Verschuldungsgrad (leverage ratio) ist eine zentrale Steuerungsgröße der konzernweiten Finanz- und Investitionsplanung und spiegelt das Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate wider (LTM adjusted EBITDA). Ziel ist ein Faktor zwischen 1,5 und 2,5 bezogen auf das jeweilige Jahresende; unterjährige Schwankungen können zu einer kurzfristigen Überschreitung des Zielkorridors führen. Der Verschuldungsgrad ergab zum 31. Dezember 2018 den Faktor 2,1 (31. Dezember 2017: 1,6) bei Netto-Finanzverbindlichkeiten von 2.163 Mio Euro (31. Dezember 2017: 1.632 Mio Euro). Die höheren Netto-Finanzverbindlichkeiten reflektieren die Entwicklung der Cashflows, die unter anderem durch die Ergebnisentwicklung, Auszahlungen für den Rückkauf eigener Aktien, den Erwerb der eHarmony Group sowie höhere Steuerzahlungen geprägt sind. → Liquiditäts- und Investitionsanalyse, Seite XX

i In der Definition der Netto-Finanzverbindlichkeiten von der ProSiebenSat.1 Group sind zum 31. Dezember 2018 Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 nicht enthalten; diese betrugen 155 Mio Euro. Ebenfalls nicht beinhaltet sind Immobilienverbindlichkeiten in Höhe von 22 Mio Euro. In der Vergleichsperiode sind ebenfalls die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen nach IAS 17 in Höhe von 65 Mio Euro nicht enthalten.

XXX / NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN1in Mio Euro

XXX / VERSCHULDUNGSGRAD (LEVERAGE RATIO)1

1 Nach Umgliederung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der aufgrund der Portfoliobereinigung zur Veräußerung stehenden Gesellschaften. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten sind definiert als Saldo aus Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und bestimmter kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte. Aus ihr leitet sich der Verschuldungsgrad (leverage ratio) ab; dazu werden die Netto-Finanzverbindlichkeiten in Relation zum adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate (LTM adjusted EBITDA) gesetzt.

XXX / GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Der Bereich Group Finance & Treasury steuert zentral das konzernweite Finanzmanagement und verfolgt folgende Ziele:

Sicherung der finanziellen Flexibilität und Stabilität, d. h. Erhaltung und Optimierung der Finanzierungsfähigkeit des Konzerns,

Sicherung der konzernweiten Zahlungsfähigkeit durch eine gruppenweit effiziente Steuerung der Liquidität,

Steuerung der finanzwirtschaftlichen Risiken durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten.

Das gruppenweite Finanzmanagement umfasst das Kapitalstrukturmanagement bzw. die Konzernfinanzierung, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Marktpreisrisiken sowie von Adress- bzw. Kreditausfallrisiken. Darunter fallen folgende Aufgaben:

Kapitalstruktur: Die Steuerung des Verschuldungsgrades (leverage ratio) nimmt für das Kapitalstrukturmanagement der ProSiebenSat.1 Group einen besonderen Stellenwert ein. Der Konzern hat einen Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 definiert und berücksichtigt bei der Auswahl geeigneter Finanzierungsinstrumente Faktoren wie Marktaufnahmefähigkeit, Refinanzierungsbedingungen, Flexibilität bzw. Auflagen, Investorendiversifikation und Laufzeit- bzw. Fälligkeitsprofile. Finanzierungsmittel im Konzern werden zentral gesteuert.

Cash- und Liquiditätsmanagement: Im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements optimiert und zentralisiert das Unternehmen Zahlungsströme und stellt die konzernweite Liquidität sicher. Ein wichtiges Instrument ist dabei das Cash-Pooling-Verfahren. Mithilfe einer rollierenden konzernweiten Liquiditätsplanung erfasst bzw. prognostiziert die ProSiebenSat.1 Group die Cashflows aus operativen sowie nicht operativen Geschäften. Hieraus leitet das Unternehmen Liquiditätsüberschüsse oder -bedarfe ab. Liquiditätsbedarfe werden über die bestehenden Cash-Positionen oder die revolvierende Kreditfazilität (RCF) abgedeckt.

Management von Marktpreisrisiken: Das Management von Marktpreisrisiken umfasst das zentral gesteuerte Zins- und Währungsmanagement. Neben Kassageschäften kommen auch derivative Finanzinstrumente in Form bedingter und unbedingter Termingeschäfte zum Einsatz. Diese Instrumente werden zu Sicherungszwecken eingesetzt und dienen dazu, die Auswirkungen von Zins- und Währungsschwankungen auf das Konzernergebnis und den Cashflow zu begrenzen.

Management von Adress- bzw. Kreditausfallrisiken: Im Mittelpunkt des Managements von Adress- bzw. Kreditausfallrisiken stehen Handelsbeziehungen und Gläubigerpositionen gegenüber Finanzinstituten. Bei Handelsgeschäften achtet die ProSiebenSat.1 Group auf eine möglichst breite Streuung der Volumina mit Kontrahenten ausreichend guter Bonität. Hierzu werden unter anderem externe Ratings der internationalen Agenturen herangezogen. Risiken gegenüber Finanzinstituten entstehen vor allem durch die Anlage liquider Mittel und den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen des Zins- und Währungsmanagements.

LIQUIDITÄTS- UND INVESTITIONSANALYSE

Die ProSiebenSat.1 Group erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 1.459 Mio Euro (Vorjahr: 1.621 Mio Euro). Der Rückgang reflektiert vor allem die Ergebnisentwicklung. Zudem wirkten sich höhere Steuerzahlungen aus. Die Entwicklung des Working Capital entsprach dem Vorjahr. → Ertragslage des Konzerns, Seite XX

XXX / INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN 1 in Prozent, Vorjahreswerte 2017 in Klammern

1 Investitionen nach Segmenten vor M&A-Aktivitäten.

i Informationen zu außerbilanziellen Investitionsverpflichtungen befinden sich im Anhang, Ziffer 31 "Sonstige finanzielle Verpflichtungen", Seite XX.

Die ProSiebenSat.1 Group weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 1.536 Mio Euro (Vorjahr: - 894 Mio Euro) aus. Der Anstieg des Mittelabflusses um 72 Prozent bzw. 643 Mio Euro reflektiert im Wesentlichen die M&A-Aktivitäten des Konzerns:

Der Mittelabfluss für Zugänge zum Konsolidierungskreis belief sich 2018 auf 302 Mio Euro (Vorjahr: 197 Mio Euro) und spiegelt im Wesentlichen Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der eHarmony Group , Zirkulin, esome, Aboalarm und Kairion sowie nachgelagerte Kaufpreiszahlungen für die Verivox Holding, Virtual Minds AG, Freiburg im Breisgau sowie die US-Produktionsgesellschaften Fabrik Entertainment, LLC und Kinetic Content, LLC wider. Der Wert für 2017 enthält Kaufpreiszahlungen für Jochen Schweizer GmbH, den Filmvertrieb Gravitas sowie ATV.

i Vermögenswerte, die aus Erstkonsolidierungen stammen, werden nicht als segmentspezifische Investitionen erfasst. In der Position "Mittelabfluss für Zugänge zum Konsolidierungskreis" werden die für den Erwerb der erstkonsolidierten Unternehmen aufgewendeten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abgebildet.

Der Mittelzufluss aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr um 467 Mio Euro zurückgegangen und betrug 6 Mio Euro (Vorjahr: 473 Mio Euro). Im Jahr 2018 wurden maxdome, 7NXT und Tropo entkonsolidiert, zusätzlich sind Kaufpreiszahlungen für in Vorjahren erfolgte Verkäufe zugeflossen. Im Jahr 2017 hat der Konzern einen umfassenden Review-Prozess seines Travel-Portfolios durchgeführt und unter anderem den Verkauf von Etraveli realisiert.

Der Mittelabfluss für den Erwerb von Programmrechten betrug 1.070 Mio Euro. Dies ist ein Anstieg von 2 Prozent oder 23 Mio Euro gegenüber 2017. Die Programminvestitionen entfielen zu 100 Prozent auf das Entertainment-Segment (Vorjahr: 100 %). Sie verteilten sich zu 56 Prozent auf Lizenzprogramme (Vorjahr: 62 %) und zu 42 Prozent auf Auftragsproduktionen (Vorjahr: 38 %). → Ertragslage des Konzerns, Seite XX

i Programminvestitionen bilden einen Schwerpunkt der Investitionstätigkeit. Neben dem Einkauf von Lizenzformaten und Auftragsproduktionen sichern Eigenformate die Programmversorgung des Konzerns. Diese basieren auf der Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen und werden im Gegensatz zu Auftragsproduktionen primär im Hinblick auf eine kurzfristige Ausstrahlung produziert. Sie werden daher direkt aufwandswirksam in den Umsatzkosten erfasst und stellen keine Investition dar.

Die Investitionen in Sachanlagen sind gestiegen und betrugen 55 Mio Euro (+ 26 % oder -12 Mio Euro ggü. Vorjahr). Der Großteil entfiel auch hier auf das Entertainment-Segment mit 81 Prozent (Vorjahr: 75 %) und betraf technische Anlagen sowie Mietereinbauten am Standort Unterföhring. Für sonstige immaterielle Vermögenswerte flossen zudem 106 Mio Euro ab (-5 % oder +6 Mio Euro ggü. Vorjahr). Der Konzern investierte in sonstige immaterielle Vermögenswerte mit 68 Prozent vor allem im Entertainment-Segment (Vorjahr: 82 %).

XXX / KAPITALFLUSSRECHNUNG in Mio Euro

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Q4 2018 Q4 2017 2018 2017
Konzernergebnis - 33 167 250 481
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 550 665 1.459 1.621
Cashflow aus Investitionstätigkeit -487 - 422 - 1.536 -894
Free Cashflow 63 243 - 78 728
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 40 - 12 - 468 - 426
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8 - 5 17 - 1 4
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31 226 - 528 288
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenanfang 1.000 1.3331 1.5591 1.271
Zur Veräußerung stehende Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -/- 7 -/- 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende2 1.031 1.552 1.031 1.552

1 Enthält die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung gehaltenen Gesellschaften. /2Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten der Bilanz zum jeweiligen Bilanzstichtag.

Aus den beschriebenen Entwicklungen resultiert ein Free Cashflow von minus 78 Mio Euro für 2018 (Vorjahr: 728 Mio Euro).

Der M&A-Cashflow belief sich auf minus 321 Mio Euro, nach 260 Mio Euro im Jahr 2017. Der Vorjahresvergleichswert ist geprägt durch den Nettozahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf von Etraveli; gegenläufig wirkten sich die Mittelabflüsse für Zugänge zum Konsolidierungskreis aus.

Der Free Cashflow vor M&A betrug 244 Mio Euro (Vorjahr: 468 Mio Euro) und lag damit ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Dies entspricht einem Rückgang von 48 Prozent, der im Wesentlichen auf der Ergebnisentwicklung sowie einem höheren Mittelabfluss für den Erwerb von Programmrechten basiert. → Ertragslage des Konzerns, Seite XX

i Der Free Cashflow bildet die Summe der im operativen Geschäft erwirtschafteten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich des Saldos der im Rahmen der Investitionstätigkeit verwendeten und erwirtschafteten Mittel ab. Der Free Cashflow vor M&A wird definiert als Free Cashflow bereinigt um verwendete und erwirtschaftete Mittel aus M&A-Transaktionen (exkl. Transaktionskosten) im Rahmen von durchgeführten und geplanten Mehrheitserwerben, dem Erwerb und Verkauf von at-Equity bewerteten Anteilen sowie sonstigen Beteiligungen mit der Ausnahme von "Media-for-Equity"-Beteiligungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf minus 468 Mio Euro (Vorjahr: - 426 Mio Euro). Dieser Wert ist durch verschiedene, gegenläufige Entwicklungen geprägt: Aus dem Verkauf von Anteilen an der NuCom Group an General Atlantic resultierte in der Berichtsperiode ein Zufluss in Höhe von 286 Mio Euro. Ein Mittelabfluss in Höhe von 221 Mio Euro ergab sich hingegen für Kaufpreiszahlungen für weitere Anteile an der bereits beherrschten Parship Elite Group sowie den Erwerb weiterer Anteile an Silvertours und der Sonoma Internet GmbH, Berlin, Betreiber der Plattform Amorelie. Darüber hinaus flossen 442 Mio Euro (Vorjahr: 435 Mio Euro) für die Auszahlung der Dividende im Mai 2018 ab. Aus dem Aktienrückkaufprogramm resultierte des Weiteren ein Mittelabfluss in Höhe von 50 Mio Euro.Gleichzeitig verzeichneten die Zahlungen für Leasingverbindlichkeiten einen Anstieg um 24 Mio Euro auf 40 Mio Euro infolge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16. Gemäß IAS 17 wurden die Auszahlungen für "als Operating-Leasing klassifizierte Leasingverhältnisse" in den Vorjahren in dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ausgewiesen.

Aus den beschriebenen Zahlungsströmen resultierte ein Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber dem Vorjahresstichtag um 34 Prozent bzw. 521 Mio Euro auf 1.031 Mio Euro. Der Konzern verfügt damit trotz dieses Rückgangs über eine komfortable Liquiditätsausstattung.

XXX / ÜBERLEITUNG FREE CASHFLOW VOR M&A MASSNAHMEN in Mio Euro

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Cashflow gesamt M&A Cashflow Cashflow vor M&A
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.459 -/- 1.459
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, sonstigen immateriellen und anderen langfristigen Vermögenswerten 31 29 2
Auszahlungen für die Beschaffung von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 161 -/- - 161
Auszahlungen für die Beschaffung von finanziellen Vermögenswerten - 44 - 42 - 2
Einzahlungen aus dem Verkauf von Programmvermögen 17 -/- 17
Auszahlungen für die Beschaffung von Programmvermögen - 1.070 -/- - 1.070
Auszahlungen von Darlehen an externe Parteien - 7 - 7 -/-
Einzahlungen aus der Rückzahlung externer Darlehen -/- -/- -/-
Auszahlungen von Darlehen an finanzielle Vermögenswerte - 7 - 7 -/-
Einzahlungen von Darlehen an finanzielle Vermögenswerte 1 1 -/-
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftsbetrieben (abzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) - 302 - 302 -/-
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftsbetrieben (abzüglich abgegangener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) 6 6 -/-
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 1.536 - 321 - 1.215
Free Cashflow - 78 - 321 244

XXX / VERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE in Mio Euro

VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTURANALYSE

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 6.468 Mio Euro (-2% oder -101 Mio Euro). Der Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde vor allem durch höhere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen kompensiert, sodass sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nur marginal verändert hat. Mit einer Eigenkapitalquote von 17 Prozent (31. Dezember 2017: 19%) verfügt die ProSiebenSat.1 Group über eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Die wesentlichen Bilanzpositionen werden nachfolgend näher beschrieben.

Kurz- und langfristige Aktiva: Die Geschäfts- oder Firmenwerte verzeichneten zum 31. Dezember 2018 einen Anstieg um 7 Prozent auf 1.962 Mio Euro (31. Dezember 2017: 1.831 Mio Euro); ihr Anteil an der Bilanzsumme lag bei 30 Prozent (31. Dezember 2017: 28 %). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 11 Prozent auf 824 Mio Euro (31. Dezember 2017: 745 Mio Euro). Diese Entwicklung ist geprägt durch die Erstkonsolidierungen im Jahr 2018, vor allem von esome sowie eHarmony Group. Die Sachanlagen stiegen um 60 Prozent bzw. 122 Mio Euro auf 327 Mio Euro. Ursache hierfür ist die Aktivierung von geleasten Sachanlagen aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 seit Januar 2018. → Anhang, Ziffer 16 "Geschäfts- und Firmenwerte", Seite XX

Die langfristigen sonstigen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 39 Prozent auf 249 Mio Euro (31. Dezember 2017: 179 Mio Euro). Der Anstieg ist primär auf neue Media-for-Equity- und Fondsbeteiligungen sowie positive Bewertungseffekte auf diese Beteiligungen zurückzuführen.

Die kurzfristigen sonstigen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerte stiegen auf 122 Mio Euro (31. Dezember 2017: 105 Mio Euro). Grund dafür ist unter anderem die positive Entwicklung der Fremdwährungssicherungsinstrumente. Darüber hinaus erhöhten sich die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 27 Mio Euro bzw. 5 Prozent auf 529 Mio Euro (31. Dezember 2017: 501 Mio Euro).

Das Programmvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent reduziert und betrug 1.113 Mio Euro (31. Dezember 2017: 1.198 Mio Euro). Dieser Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2017 resultiert im Wesentlichen aus der im Kapitel "Ertragslage des Konzerns" beschriebenen Neuausrichtung der Programmstrategie. Gegenläufig wirkten sich die Programmzugänge in Höhe von 1.070 Mio Euro aus. Das Programmvermögen wies - bezogen auf die Bilanzsumme - einen Anteil von 17 Prozent (31. Dezember 2017: 18 %) auf und setzt sich aus lang- und kurzfristige Programmvermögenswerten zusammen. Anhang, Ziffer 21 "Programmvermögen", Seite XX

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 1.031 Mio Euro. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 34 Prozent oder 521 Mio Euro, der vor allem durch die Ergebnisentwicklung, den Erwerb von eHarmony Group, den Rückkauf eigener Aktien sowie höhere Steuerzahlungen geprägt ist.

i Mitarbeiterpotenziale, Organisationsvorteile, eigene Marken oder langfristige Kundenbeziehungen sind wichtige Erfolgsfaktoren, die größtenteils nichtfinanziell bewertet werden. Hingegen aktivieren wir in geringem Umfang bestimmte selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte. Weiterführende Informationen befinden sich im Anhang in der → "Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", Seite XX .

Eigenkapital: Trotz des positiven Konzernergebnisses, reduzierte sich das Eigenkapital um 15 Prozent oder 182 Mio Euro auf 1.070 Mio Euro. Die Entwicklung des Eigenkapitals spiegelt zum einen die Dividendenausschüttung von 442 Mio Euro im Mai 2018 wider (Vorjahr: 435 Mio Euro). Zum anderen wirkte sich der Aktienrückkauf im vierten Quartal 2018 in Höhe von 50 Mio Euro aus. Die korrespondierende Eigenkapitalquote betrug 17 Prozent (31. Dezember 2017: 19 %).

i Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms wurden in einer ersten Tranche im Zeitraum vom 9. November 2018 bis einschließlich 11. Dezember 2018 insgesamt 2.906.226 Stück eigener Aktien der Gesellschaft zu einem Durchschnittskurs von 17,2044 Euro (Gesamtbetrag: 49.999.999,46 Euro) über die Börse ohne Verwendungsbeschränkung für die erworbenen eigenen Aktien erworben; diese können daher von der Gesellschaft zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken verwendet oder eingezogen werden. Der auf die so erworbenen eigenen Aktien entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 2.906.226,00 Euro bzw. der Anteil am Grundkapital ca. 1,25 %.

Kurz- und langfristige Passiva: Das Fremdkapital hat sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 2017 leicht erhöht. Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten und Rückstellungen gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 2 Prozent auf 5.398 Mio Euro (31. Dezember 2017: 5.317 Mio Euro). Gründe hierfür sind vor allem der Anstieg der Drohverlustrückstellungen aufgrund der Neufokussierung der Programmstrategie sowie höhere Leasingverbindlichkeiten aufgrund der erstmaligen IFRS 16-Anwendung. Gegenläufig wirkten sich Auszahlungen sowie positive Bewertungseffekte von Put-Options-Verbindlichkeiten aus. Die Summe der im Fremdkapital ausgewiesenen lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug nahezu unverändert 3.194 Mio Euro (31. Dezember 2017: 3.185 Mio Euro).

XXX / GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF AUS SICHT DER UNTERNEHMENSLEITUNG

2018 war ein herausforderndes Jahr, in dem wir unsere ursprünglichen Wachstumsprognosen teilweise angepasst und unsere Strategie weiterentwickelt haben. Unsere relevanten finanziellen und nicht-finanziellen Steuerungsgrößen entwickelten sich 2018 im Rahmen der zuletzt publizierten Erwartungen: Die Umsatzerlöse blieben mit 4.009 Mio Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 4.078 Mio Euro). Das adjusted EBITDA und das adjusted net income zeigten einen Rückgang um 4 Prozent auf 1.013 Mio Euro (Vorjahr: 1.050 Mio Euro) bzw. um 2 Prozent auf 541 Mio Euro (Vorjahr: 550 Mio Euro). Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte verzeichnete die ProSiebenSat.1 Group dennoch ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Dabei stieg der Anteil des Nicht-Werbegeschäfts auf 44 Prozent (Vorjahr: 43 %) - und das trotz der Entkonsolidierung des Online-Reiseportfolios.

Die fortschreitende Digitalisierung und damit einhergehend eine sich veränderte Mediennutzung birgt für uns sowohl große Chancen als auch neue Herausforderungen. Dies spiegelt die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2018 wider: Während die Umsätze in den Segmenten Commerce und Content Production & Global Sales gewachsen sind, blieben die Erlöse im Entertainment-Segment unter Vorjahr. Der TV-Werbemarkt entwickelte sich wider Erwarten schwach und war sehr volatil. Unsere Zuschauerquoten im deutschen Markt haben wir jedoch gesteigert.

Die ProSiebenSat.1 Group verfolgt eine digitale Entertainment-Strategie, um unterschiedliche Mediennutzungsinteressen zu bedienen. Dem veränderten Zuschauerverhalten tragen wir zudem mit einem stärkeren Fokus auf lokale Programminhalte Rechnung. Daher haben wir im vierten Quartal 2018 die Verpflichtungen aus bestehenden US-Studio-Verträgen und deren Verwertbarkeit überprüft. In diesem Zusammenhang haben wir einen Aufwand im Programmvermögen von 354 Mio Euro identifiziert, der das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2018 belastet hat. Mit dieser Programmstrategie haben wir einen wichtigen Grundstein für ein modernes und zukunftsgerichtetes Entertainment-Geschäft gelegt.

XXX / BILANZSTRUKTUR in Prozent

XXX / VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM ERWARTETEN GESCHÄFTSVERLAUF

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Ergebnisse 2017 Prognose 2018 (März 2018) Prognose 2018 (November 2018) Ergebnisse 2018
Umsatzerlöse (in Mio Euro) 4.078 Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich 4.009 (- 2 %)
Adjusted EBITDA-Marge (in %) 25,8 Mittlerer 20-Prozentbereich Mittlerer 20-Prozentbereich 25,3
Adjusted net income (Konversionsrate des adjusted EBITDA zum adjusted net income in %) 52 ~ 50 % ~ 50 % 53
Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten/ LTM adjusted EBITDA) 1,6 x 1,5x- 2,5x 1,5x-2,5x 2,1 x
Entertainment
Externe Umsatzerlöse 2.737 Geringer Anstieg - 2.626
Adjusted EBITDA 898 Geringer Anstieg - 881
Content Production & Global Sales
Externe Umsatzerlöse 523 Deutlicher Anstieg - 552
Adjusted EBITDA 19 Deutlicher Anstieg - 31
Commerce1
Externe Umsatzerlöse 818 Geringer Rückgang - 831
Adjusted EBITDA 135 Mittlerer Rückgang - 103
Deutscher TV-Zuschauermarkt2 27,0 % Führende Position auf hohem Niveau - 27,8 %

Den Unternehmensausblick für 2018 hat die ProSiebenSat.1 Group am 22. Februar 2018 im Rahmen der Bilanzpressekonferenz sowie am 15. März 2018 im Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. Ihre Finanzziele hat das Unternehmen im November 2018 teilweise angepasst.

1Unter Berücksichtigung der Entkonsolidierungseffekte aus dem Travel-Bereich.

2Werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE

(ERLÄUTERUNGEN NACH HGB)

Der Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt.

GESCHÄFT UND WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die ProSiebenSat.1 Media SE ist eine geschäftsleitende Holding mit eigenen operativen Geschäften. Ihr obliegen Leitungsfunktionen wie die Unternehmensstrategie und das Risikomanagement für die ProSiebenSat.1 Group, Aufgaben der Beteiligungsverwaltung, der zentralen Finanzierung sowie andere Dienstleistungsfunktionen. Darüber hinaus ist die ProSiebenSat.1 Media SE die steuerliche Organträgerin für die Mehrheit der inländischen Tochtergesellschaften. Die wesentlichen Erträge resultieren aus Gewinnabführungsverträgen von Tochtergesellschaften. Daneben werden Umsatzerlöse insbesondere aus internen Leistungen sowie aus dem Verkauf von Programmnebenrechten erzielt.

Eine separate Steuerung der ProSiebenSat.1 Media SE über eigene Leistungsindikatoren erfolgt nicht, da die Gesellschaft in die Konzernsteuerung eingebunden ist.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der ProSiebenSat.1 Media SE entsprechen im Wesentlichen denen der ProSiebenSat.1 Group und werden im Kapitel Rahmenbedingungen des Konzerns ausführlich beschrieben. → Rahmenbedingungen des Konzerns, Seite XX

Die ProSiebenSat.1 Media SE als Mutterunternehmen der ProSiebenSat.1 Group ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen hierzu sowie zur nach § 289 Abs. 4 HGB erforderlichen Beschreibung des internen Kontrollsystems für die ProSiebenSat.1 Media SE sind im Risikobericht dargestellt. → Risikobericht, Seite XX

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist auf der Website der Gesellschaft öffentlich zugänglich sowie im vorliegenden Geschäftsbericht ab → Seite XX einsehbar.

WESENTLICHE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2018

Auf der Hauptversammlung der ProSiebenSat.1 Media SE am 16. Mai 2018 haben die Aktionäre beschlossen, im Rahmen der Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2017 in die anderen Gewinnrücklagen 200 Mio Euro einzustellen. Darüber hinaus haben sie die Ausschüttung einer Dividende von 1,93 Euro je dividendenberechtigter Aktie beschlossen; die Ausschüttungssumme belief sich auf 442 Mio Euro.

Der Konzern hat sein Portfolio zu Jahresbeginn auf Basis einer Drei-Säulen-Strategie neu strukturiert. Ziel ist es, zusätzliche Synergien zu heben, Ressourcen zu bündeln und die Effizienz der Unternehmensgruppe zu stärken. Im Rahmen dieser Reorganisationsmaßnahmen kam es zu Personalanpassungen, sodass sich auch die Mitarbeiterzahl der ProSiebenSat.1 Media SE rückläufig entwickelte.

Zudem hat der Konzern seine Programmstrategie neu fokussiert. Für ein modernes und zukunftsorientiertes Entertainment-Geschäft wird die ProSiebenSat.1 Group unter anderem zusätzlich in lokale Programminhalte investieren. Parallel zu einem stärkeren lokalen Fokus in der Programmstrategie hat der Konzern seine bestehenden US-Studio-Verträge überprüft. Vor diesem Hintergrund bildete die ProSiebenSat.1 Media SE im Rahmen ihrer Funktion als Einkaufskommissionär für das Programmvermögen zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 176 Mio Euro.

Die ProSiebenSat.1 Group verfolgt ein aktives Portfoliomanagement. Ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Commerce-Geschäfts war dabei 2018 die Partnerschaft mit General Atlantic. Die General Atlantic PD GmbH, München, beteiligte sich mit 25,1 Prozent an der NCG - NUCOM Group SE, Unterföhring und zählt weltweit zu den führenden Wachstumskapitalinvestoren. Der Veräußerungsgewinn aus der Transaktion belief sich für die ProSiebenSat.1 Media SE auf 108 Mio Euro. In der NuCoM Group bündelt die ProSiebenSat.1 Group strategische Beteiligungen an überwiegend digitalen Commerce-Plattformen, darunter Verivox Holding, Parship Elite Group und Jochen Schweizer mydays Group.

Die ProSiebenSat.1 Media SE hat im August 2018 einen langfristigen Mietvertrag über den neu zu errichtenden "Campus West" abgeschlossen. Der Mietvertrag läuft bis 2038 und führt zu einer deutlichen Erhöhung der außerbilanziellen Verpflichtungen.

ERTRAGSLAGE DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE

XXX / GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH HGB (KURZFASSUNG) in Mio Euro

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2018 2017
Umsatzerlöse 102 116
Sonstige betriebliche Erträge 181 82
Programm- und Materialaufwand 226 62
Personalaufwand 97 100
Abschreibungen 14 15
Sonstige betriebliche Aufwendungen 151 141
Betriebsaufwendungen 488 319
Beteiligungsergebnis 521 871
Finanzergebnis - 56 - 77
Steuern 138 160
Ergebnis nach Steuern 122 513
Sonstige Steuern 0 0
Jahresüberschuss 122 513

Die Umsatzerlöse der ProSiebenSat.1 Media SE verringerten sich im Geschäftsjahr 2018 um 14 Mio Euro auf 102 Mio Euro. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf rückläufige Erlöse aus dem Verkauf von Programmnebenrechten sowie auf niedrigere Erlöse aus Gegengeschäften zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 99 Mio Euro auf 181 Mio Euro gestiegen. Ursache hierfür war insbesondere der Ertrag aus der Veräußerung von Anteilen der NCG -NUCOM Group SE an die General Atlantic im April 2018.

Die Betriebsaufwendungen beliefen sich auf 488 Mio Euro (Vorjahr: 319 Mio Euro). Der starke Anstieg des Programm- und Materialaufwands wurde durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen im Rahmen des Strategiewechsels für das Programmvermögen verursacht. Der Personalaufwand reduzierte sich hingegen leicht, da die ergebnisabhängigen Vergütungsbestandteile deutlich zurückgingen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert insbesondere aus höheren Rechts- und Beratungskosten im Zuge der Reorganisation sowie einer Zunahme der Aufwendungen für IT-Dienstleistungen.

Das Beteiligungsergebnis als Saldo der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Beteiligungserträgen abzüglich der Aufwendungen aus Verlustübernahmen verringerte sich um 40 Prozent bzw. 350 Mio Euro auf 521 Mio Euro. Den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen von 530 Mio Euro (Vorjahr: 912 Mio Euro) und Beteiligungserträgen von 14 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro) standen Aufwendungen aus Verlustübernahme von 23 Mio Euro (Vorjahr: 42 Mio Euro) gegenüber. Der Vorjahreswert wurde durch einen hohen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Anteile an der Etraveli beeinflusst.

Das Finanzergebnis als Saldo der Zinserträge und Zinsaufwendungen (inkl. Abschreibungen auf Finanzanlagen) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2018 um 21 Mio Euro auf minus 56 Mio Euro (Vorjahr: - 77 Mio Euro).

Der Steueraufwand betrug 138 Mio Euro gegenüber 160 Mio Euro im Vorjahr.

Aus den beschriebenen Entwicklungen resultiert für das Geschäftsjahr 2018 ein Jahresüberschuss in Höhe von 122 Mio Euro aus. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent bzw. 391 Mio Euro.

Im Berichtsjahr bestanden bei der ProSiebenSat.1 Media SE keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente.

Die ProSiebenSat.1 SE hat Mietverträge für am Standort Unterföhring genutzte Immobilien abgeschlossen, die nach HGB als operatives Leasing eingeordnet wurden. Die Verträge enden frühestens im Jahr 2019 und spätestens im Jahr 2038.

VERMÖGENSLAGE DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE

XXX / BILANZ NACH HGB (KURZFASSUNG) in Mio Euro

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31.12.2018 31.12.2017
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 7
Sachanlagen 50 55
Finanzanlagen 7.578 7.364
Anlagevermögen 7.631 7.425
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 946 1.328
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 731 1.277
Umlaufvermögen 1.677 2.605
Rechnungsabgrenzungsposten 3 3
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1 0
BILANZSUMME 9.311 10.034
PASSIVA
Eigenkapital 2.928 3.297
Rückstellungen 365 218
Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 6.018 6.489
Passive latente Steuern 0 29
BILANZSUMME 9.311 10.034

Die Bilanzsumme der ProSiebenSat.1 Media SE reduzierte sich zum 31. Dezember 2018 um 7 Prozent oder 723 Mio Euro auf 9.311 Mio Euro.

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 3 Prozent bzw. 206 Mio Euro auf 7.631 Mio Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhungen bei unmittelbaren Tochtergesellschaften.

Das Umlaufvermögen verringerte sich um 36 Prozent bzw. 928 Mio Euro auf 1.677 Mio Euro. Dieser Rückgang ist zum einen auf die um 444 Mio Euro niedrigeren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Insbesondere die Forderungen aus Ergebnisabführungen haben sich stark verringert. Zum anderen sind die liquiden Mittel vor allem aufgrund der Dividendenzahlung in Höhe von 442 Mio Euro und des Aktienrückkaufs in Höhe von 50 Mio Euro um 546 Mio Euro gesunken. Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen Vermögensgegenstände, sie verzeichneten insbesondere aufgrund von um 46 Mio Euro gestiegener Steuerforderungen einen Anstieg um 60 Mio Euro.

Das Eigenkapital der ProSiebenSat.1 Media SE verzeichnete zum 31. Dezember 2018 einen Rückgang um 11 Prozent oder 369 Mio Euro auf 2.928 Mio Euro. Die Eigenkapitalquote betrug damit 31 Prozent (Vorjahr: 33 %). Die geringere Eigenkapitalbasis resultierte aus der Dividendenausschüttung im Mai 2018 von 442 Mio Euro (Vorjahr: 435 Mio Euro) sowie dem Aktienrückkauf von 50 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro). Einen gegenläufigen Effekt hatte hingegen der im Geschäftsjahr 2018 erzielte Jahresüberschuss von 122 Mio Euro.

Die Rückstellungen erhöhten sich um 147 Mio Euro auf 365 Mio Euro. Ursächlich hierfür war die Bildung der Drohverlustrückstellungen für den zukünftigen Erwerb von Programmvermögen.

Mit 6.018 Mio Euro lagen die Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva am 31. Dezember 2018 um 471 Mio Euro unter dem Vorjahresniveau von 6.489 Mio Euro. Diese Entwicklung reflektiert primär gesunkene konzerninterne Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling.

FINANZLAGE DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE

Das Cash Management wird zentral vorgenommen, die konzernweiten Zahlungsmittelströme fließen durch das implementierte Cash-Pooling-System zum großen Teil in der ProSiebenSat.1 Media SE als Dachgesellschaft zusammen. Insofern beeinflussen die Cashflows der ProSiebenSat.1 Group die Liquidität der ProSiebenSat.1 Media SE in hohem Maße. → Finanzlage des Konzerns, Seite XX

Die ProSiebenSat.1 Media SE fungiert für die Konzernunternehmen, insbesondere für die deutschen Sender, als Einkaufskommissionär für das Programmvermögen. Im Geschäftsjahr 2018 flossen 564 Mio Euro (Vorjahr: 594 Mio Euro) für Investitionen in das Programmvermögen ab. Der Zufluss aus der internen Weitergabe von Programmvermögen an Konzerngesellschaften betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 561 Mio Euro (Vorjahr: 541 Mio Euro). Die gesamten künftigen finanziellen Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Programmeinkaufsverträgen beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 2.295 Mio Euro (Vorjahr: 2.345 Mio Euro).

Die Zahlungsmittelabflüsse für Investitionen in das Sachanlagevermögen auf Ebene der ProSiebenSat.1 Media SE betrugen im Berichtsjahr 11 Mio Euro. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 15 Mio Euro.

Für Einzahlungen in die Kapitalrücklagen bei unmittelbaren Tochterunternehmen sowie für Unternehmenserwerbe und -veräußerungen flossen im Geschäftsjahr 2018 saldiert 118 Mio Euro (Vorjahr: 270 Mio Euro) ab.

Weitere Informationen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung sind dem Anhang zum Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE zu entnehmen.

ENTWICKLUNG DER MITARBEITERZAHLEN

Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 697 Personen bei der ProSiebenSat.1 Media SE beschäftigt, darunter 609 Mitarbeiter sowie 88 Auszubildende, Volontäre und Praktikanten. Im Vorjahr beschäftigte die ProSiebenSat.1 Media SE durchschnittlich 790 Personen; davon 94 Auszubildende, Volontäre und Praktikanten.

RISIKEN UND CHANCEN

Die Geschäftsentwicklung der ProSiebenSat.1 Media SE unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie der ProSiebenSat.1 Group. An den Risiken ihrer Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die ProSiebenSat.1 Media SE entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Risiken und Chancen sind im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. → Risiko- und Chancenbericht, Seite XX

AUSBLICK

Der Ausblick für die ProSiebenSat.1 Group spiegelt aufgrund der Verflechtungen zwischen der ProSiebenSat.1 Media SE und ihren Tochtergesellschaften größtenteils auch die Erwartungen der ProSiebenSat.1 Media SE wider. Die Ergebnisentwicklung der ProSiebenSat.1 Media SE sollte auch zukünftig gleichgerichtet zum Konzern verlaufen, da sich die Ergebnisse der Tochtergesellschaften über die Unternehmensverträge im Beteiligungsergebnis der Gesellschaft niederschlagen. Die Steuerung mittels Leistungsindikatoren erfolgt auf Konzernebene. Daher gelten die Ausführungen im Unternehmensausblick auch für die ProSiebenSat.1 Media SE. Wir gehen davon aus, dass das Beteiligungsergebnis den Gewinn der ProSiebenSat.1 Media SE weiterhin erheblich beeinflussen wird. → Unternehmensausblick, Seite XX

RISIKOBERICHT

PROZESSSTEUERUNG

Die ProSiebenSat.1 Group verfügt über ein wirksames Risikomanagementsystem, das alle Tätigkeiten, Produkte, Prozesse, Abteilungen, Beteiligungen und Tochtergesellschaften berücksichtigt, die nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens haben könnten. Der klassische Risikomanagementprozess ist dabei in vier Phasen strukturiert:

1. Identifikation: Grundlage ist die Identifikation der wesentlichen Risiken über einen Soll-Ist-Vergleich. Verantwortlich hierfür sind die dezentralen Risikomanager. Sie orientieren sich an Frühwarnindikatoren, die für relevante Sachverhalte bzw. Kennzahlen definiert wurden. Ein wichtiger Frühwarnindikator ist beispielsweise die Entwicklung der Zuschauermarktanteile. → Unternehmensinternes Steuerungssystem, Seite XX

2. Bewertung: Die Bewertung der relevanten Risiken erfolgt auf Basis einer Matrix . Dazu werden die Sachverhalte zum einen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit auf einer Fünf-Stufen-Prozentskala kategorisiert. Zum anderen wird der Grad ihrer möglichen finanziellen Auswirkung beurteilt; die finanziellen Äquivalente gliedern sich ebenfalls in fünf Stufen. Mithilfe der Matrixdarstellung werden die Risikopotenziale nach ihrer relativen Bedeutung als "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert. Neben der Klassifizierung ist die Analyse von Ursachen und Wechselwirkungen Teil der Risikobeurteilung. Maßnahmen zur Gegensteuerung bzw. Risikominimierung fließen in die Bewertung ein (Netto-Betrachtung). Um ein möglichst präzises Bild der Risikolage zu erhalten, werden Chancen hingegen nicht berücksichtigt. → Chancenbericht, Seite XX

3. Steuerung: Über geeignete Maßnahmen kann die ProSiebenSat.1 Group die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verlustpotenzialen verringern und mögliche Einbußen begrenzen oder vermindern. Von großer Bedeutung für den sicheren Umgang mit Risiken ist daher, adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald ein Indikator eine bestimmte Toleranzgrenze überschreitet.

4. Monitoring: Die Risikoüberwachung und Risikoberichterstattung komplettieren den Risikomanagementprozess. Ziel ist es, die Veränderungen zu überwachen und die Effektivität der ergriffenen Steuerungsmaßnahmen zu prüfen. Teil des Monitorings ist auch die Dokumentation; sie stellt sicher, dass alle entscheidungsrelevanten Hierarchieebenen über adäquate Risikoinformationen verfügen.

i Risiko ist im vorliegenden Bericht als mögliche künftige Entwicklung bzw. mögliches künftiges Ereignis definiert, das unsere Geschäftslage wesentlich beeinflussen und zu einer negativen Ziel- bzw. Prognoseabweichung führen könnte. Damit fallen jene Risikoausprägungen, die wir bereits in unserer finanziellen Planung bzw. im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 berücksichtigt haben, nicht unter diese Definition und werden folglich in vorliegendem Risikobericht nicht erläutert.

Neben einem strukturierten Prozess sind klare Entscheidungsstrukturen, einheitliche Richtlinien und methodisches Vorgehen der verantwortlichen Instanzen Grundvoraussetzungen für den konzernweit sicheren Umgang mit Risiken. Zugleich müssen Abläufe und Organisationsstrukturen so flexibel gestaltet sein, dass die ProSiebenSat.1 Group jederzeit angemessen auf neue Situationen reagieren kann. Daher erfolgt die regelmäßige Klassifikation der Risiken dezentral und somit direkt in den verschiedenen Unternehmenseinheiten:

XXX / RISIKOMANAGEMENTPROZESS IM ABLAUF

Dezentrale Risikomanager: Die Risikomanager erfassen die Risiken aus ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich nach der beschriebenen, konzernweit einheitlichen Systematik. Sie dokumentieren ihre Ergebnisse quartalsweise in einer IT-Datenbank.

Group Risk Officer: Der Group Risk Officer berichtet die in der Datenbank gemeldeten Risiken quartalsweise an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Kurzfristig auftretende relevante Risiken werden zudem unverzüglich gemeldet. Vorstand bzw. Aufsichtsrat erhalten auf diesem Weg frühzeitig und regelmäßig alle entscheidungsrelevanten Analysen und Daten, um reagieren zu können.

Das Risk Office unterstützt die verschiedenen Unternehmensbereiche bei der Risikofrüherkennung. Durch Schulungen der dezentralen Risikomanager und eine kontinuierliche Prüfung des Risikokonsolidierungskreises stellt das Ressort die Effektivität und Aktualität des Systems sicher. Darüber hinaus prüft der Bereich Internal Audit regelmäßig die Qualität und Ordnungsmäßigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden direkt an den Finanzvorstand des Konzerns berichtet.

XXX / RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Für weitere Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Nachhaltigkeit" ab Seite XX.

Die Prüfung des Risikomanagementsystems hat auch im Jahr 2018 zu einem positiven Ergebnis geführt; das System selbst hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verändert. Grundlage für die Prüfung ist das sogenannte Risikomanagementhandbuch. Dieses fasst unternehmensspezifische Grundsätze zusammen und reflektiert den international anerkannten Standard für unternehmensweites Risikomanagement und interne Kontrollsysteme des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission).

ENTWICKLUNG DER RISIKO-CLUSTER

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Konzerns auf Basis der Drei-Säulen-Strategie wurde 2018 die Risikokategorisierung weiterentwickelt; daneben wurden zum Jahresende nichtfinanzielle Risiken als eine weitere separate Kategorie berücksichtigt. Seither berichtet die Group die Risiken auf Segment- und Gruppenebene in den Kategorien "Operative Risiken", "Finanzwirtschaftliche Risiken", "Compliance-Risiken", "Strategische Risiken" und "Nichtfinanzielle Risiken". Aufgrund ihrer thematischen Diversität unterteilt die ProSiebenSat.1 Group die jeweiligen "Operativen Risiken" zusätzlich in folgende Risiko-Cluster: "Externe Risiken", "Vertriebsrisiken", "Content-Risiken", "Technologische Risiken", "Personalrisiken", "Investitionsrisiken" und "Sonstige Risiken". Die Risiko-Cluster setzen sich wiederum aus verschiedenen Risiken zusammen. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist. Weitere Risiken, die unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen könnten, sind uns derzeit jedoch nicht bekannt oder wir betrachten sie im Kontext dieses Berichts als nicht relevant.

Wir überwachen alle relevanten Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses; im vorliegenden Risikobericht fokussieren wir jedoch nur jene Risiken, die in ihrer Bedeutung insgesamt als mittel oder hoch klassifiziert wurden und beschreiben die jeweilige Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Eventualverbindlichkeiten aus möglichen Compliance-Risiken sind im Anhang XXX beschrieben.

i Die ProSiebenSat.1 Media SE hat ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert, um Risikopotenziale systematisch zu erfassen, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Die berichteten Risiken werden dazu in Kategorien und Clustern zusammengefasst. Alle relevanten Einzelrisiken werden detailliert geprüft und im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung gesteuert, dazu wurden entsprechende Gegenmaßnahmen definiert und eingeleitet. Im vorliegenden Geschäftsbericht werden die in ihrer Bedeutung insgesamt als mittel oder hoch kategorisierten Risiken dargestellt, über geringe Risiken berichten wir hier nicht. Sollte sich ein derzeit als gering bewertetes Risiko jedoch zu einem mittleren oder hohen Risiko entwickeln, werden wir diese Veränderung in unseren künftigen Risikoberichten berücksichtigen. Wenn im Umkehrschluss Risiken, die derzeit als mittel oder hoch eingestuft werden, auf ein geringes Risiko herabgestuft werden, werden solche Risiken in diesem Bericht nicht detailliert beschrieben - mit Ausnahme der Veränderung gegenüber der im Geschäftsbericht 2017 veröffentlichten Risikosituation selbst. Die Auswertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Risikoauswirkung sowie die allgemeinen Konzernschwellenwerte sind im Vergleich zur Vorperiode unverändert geblieben.

Der Geschäftsbericht für das Jahr 2017 ist unter → www.prosiebensat1. com veröffentlicht, darin enthalten ist ab Seite XXX der Risikobericht.

Nach unserer Einschätzung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer maßgeblichen bzw. dauerhaften Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen könnten. Die identifizierten Risiken haben keinen bestandsgefährdenden Charakter, auch nicht in die Zukunft gerichtet. Gleichwohl hat sich unsere Gesamtrisikolage im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Diese Entwicklung ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die allgemeinen Branchenrisiken im Segment Entertainment, aber auch die Vertriebsrisiken in den Segmenten Entertainment sowie Content Production und Global Sales gegenüber dem 31. Dezember 2017 erhöht sind. Zum anderen haben sich auf Konzernebene die makroökonomischen Risiken sowie die Compliance Risiken leicht erhöht. Alle übrigen Risiken und Risiko-Cluster haben sich - sofern nicht explizit erwähnt - nicht verändert oder sind gesunken. Damit ist unsere Gesamtrisikolage nach wie vor begrenzt.

XXX / ÜBERBLICK DER RELEVANTEN RISIKEN

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Kategorie Cluster
Segment Entertainment
Operative Risiken Externe Risiken
Vertriebsrisiken
ContentRisiken
Compliance-Risiken
Segment Content Production & Global Sales
Operative Risiken Vertriebsrisiken
Konzern
Operative Risiken Externe Risiken
Sonstige operative Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Compliance-Risiken
Gesamtrisikolage
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Kategorie Risiko Veränderung gegenüber dem Vorjahr Auswirkungsgrad Eintrittswahrscheinlichkeit
Segment Entertainment
Operative Risiken - Allgemeine Branchenrisiken (inkl. Mediennutzungsverhalten) Gestiegen Wesentlich Möglich
- Risiken aus der Reichweitenentwicklung (TV und Digital) Unverändert Erheblich Möglich
- Vermarktungsrisiko (TV und Digital) Gestiegen Wesentlich Wahrscheinlich
- Lizenzprogramm/Verhandlungsposition mit Major- und Independent-Studios (inkl. Programmqualität) Gesunken Moderat Unwahrscheinlich
Compliance-Risiken - Auskunfts- und Schadensersatzklagen der RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG und El Cartel Media GmbH & Co. KG1 Unverändert Moderat Möglich
- § 32a UrhG Bestseller (Non Fiction)1 Unverändert Kann nicht bewertet werden Möglich
Segment Content Production & Global Sales
Operative Risiken - Programmproduktionen Gestiegen Erheblich Möglich
Konzern
Operative Risiken - Makroökonomische Risiken Leicht gestiegen Erheblich Möglich
- Sicherheitsrisiken Unverändert Moderat Möglich
Finanzwirtschaftliche Risiken - Ausfallrisiko Unverändert Wesentlich Unwahrscheinlich
Compliance-Risiken - Allgemeine Compliance-Risiken (inkl. gesetzliche Berichtspflichten, Kartellrecht, Gerichtsverfahren, Datenschutz) Leicht gestiegen Erheblich Möglich
- Regulatorische Risiken (inkl. Medienrecht, Sendelizenzen) Unverändert Moderat Möglich
Gesamtrisikolage
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Kategorie Risikobedeutung
Segment Entertainment
Operative Risiken Hoch
Mittel
Hoch
Gering
Compliance-Risiken Mittel
Mittel
Segment Content Production & Global Sales
Operative Risiken Mittel
Konzern
Operative Risiken Mittel
Mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken Mittel
Compliance-Risiken Mittel
Mittel
Gesamtrisikolage

→ unverändert ↘ leicht gesunken ↗ leicht gestiegen ↓ gesunken ↑ gestiegen

1Für weitere Informationen siehe Anhang, Ziffer 30 "Eventualverbindlichkeiten", Seite XXX

i Gesamtrisikolage: Zur Beurteilung der Gesamtrisikolage klassifiziert die ProSiebenSat.1 Group zunächst alle Einzelrisiken im Rahmen des vierteljährlichen Bewertungsprozesses, aggregiert sie und ordnet sie den Clustern zu. Die Cluster gewichtet die ProSiebenSat.1 Group bei der Bewertung der Gesamtrisikolage entsprechend ihrer Bedeutung für den Konzern. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist somit das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung der Hauptrisikokategorien des Konzerns und seiner drei Segmente Entertainment, Content Production & Global Sales, sowie Commerce, wobei keine mittleren oder hohen segmentspezifischen Risiken im Bereich Commerce festgestellt wurden.

SEGMENT ENTERTAINMENT

Operative Risiken: Externe Risiken

Allgemeine Branchenrisiken (inkl. Mediennutzungsverhalten): Wir erachten die Risiken aus einer Veränderung der Bewegtbildnutzung als erhöht und sehen deren Eintritt nun als möglich (2017: unwahrscheinlich). Im Falle einer grundlegenden Veränderung können wir auch wesentliche finanzielle Auswirkungen nicht vollständig ausschließen. Wir stufen diesen Sachverhalt daher insgesamt als hohes Risiko ein.

Der digitale Wandel und insbesondere die steigende Internetnutzung haben das Mediennutzungsverhalten verändert. Schon seit Langem werden TV-Inhalte nicht nur linear und am klassisch stationären TV-Gerät genutzt, sondern auch über mobile Devices wie Laptop oder Smartphone. Besonders bei den jüngeren Zuschauern werden diese Nutzungsformen immer beliebter, ca. 23 Prozent der gesamten TV-Nutzung der 14 bis 29-Jährigen findet schon heute nicht auf dem TV-Gerät, sondern auf Devices wie Smartphone, Tablet oder PC/Laptop statt.

XXX / RISIKOMATRIX

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Kategorie Cluster Risiko
Segment Entertainment
Operative Risiken Externe Risiken 1 - Allgemeine Branchenrisiken (inkl. Mediennutzungsverhalten)
Vertriebsrisiken 2 - Risiken aus der Reichweitenentwicklung (TV und Digital) 3 - Vermarktungsrisiko (TV und Digital)
Content-Risiken 4 - Lizenzprogramm/Verhandlungsposition mit Major- und Independent-Studios (inkl. Programmqualität)
Compliance-Risiken 5 - Auskunfts- und Schadensersatzklagen der RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG und El Cartel Media GmbH & Co. KG1 6 - § 32a UrhG Bestseller (Non Fiction)1,2
Segment Content Production & Global Sales
Operative Risiken Vertriebsrisiken 7 - Programmproduktionen
Konzern
Operative Risiken Externe Risiken 8 - Makroökonomische Risiken
Sonstige operative Risiken 9 - Sicherheitsrisiken
Finanzwirtschaftliche Risiken 10 - Ausfallrisiko
Compliance-Risiken 11 - Allgemeine Compliance-Risiken (inkl. gesetzliche Berichtspflichten, Kartellrecht, Gerichtsverfahren, Datenschutz) 12 - Regulatorische Risiken (inkl. Medienrecht, Sendelizenzen)

1 Für weitere Informationen siehe Anhang, Ziffer 30 "Eventualverbindlichkeiten", Seite XX.
2 6 ist nicht in der Matrix dargestellt, da es nicht bewertet werden kann. Weitere Informationen befinden sich im Geschäftsbericht 2018 ab Seite XX.

Seit mehr als 50 Jahren ist Free-TV zusammen mit Radio das reichweitenstärkste Medium in Deutschland. Die von der AGF Videoforschung ermittelte Sehdauer liegt in Deutschland seit Jahren bei ca. 3,5 Stunden pro Tag (Zielgruppe 14 - 69). Auch in Zukunft wird klassisches Fernsehen die Bewegtbildnutzung in Deutschland dominieren. So dürfte die TV-Nutzung an stationären Geräten zwar weiter leicht zurückgehen, aber dennoch weiterhin an erster Stelle liegen. Gleichzeitig wird die Beliebtheit internetbasierter Angebote zunehmen. So gewinnen beispielsweise Streaming-Plattformen mit eigenen Inhalten zunehmend an Bedeutung. Darauf haben wir unsere Strategie und Erwartungen ausgerichtet. Unser Portfolio aus digitalen Angeboten bauen wir konsequent aus. Dazu zählen sowohl eigene Produkte als auch Partnerschaften mit anderen Plattformanbietern. Beispiel hierfür ist unser Joint Venture 7TV, an dem die ProSiebenSat.1 Group zu 50 Prozent beteiligt ist.

Im Rahmen unserer Strategie fassen wir diese verschiedenen Nutzungsformen, also die Nutzung von TV, Catch-Up und weiterer Onlinevideo-Inhalte, als Bewegtbildnutzung zusammen. Dies spiegelt sich insbesondere durch die geplante Ausweisung einer übergreifenden Gesamtreichweite für all diese Nutzungsformen unter dem Stichtwort "Total Reach" wider. → Chancenbericht, Seite XX, Risiken aus Reichweitenentwicklung (TV und Digital), Seite XX

i Als Joint Venture wird 7TV und dessen Aktivitäten zwar nicht in den Aufwendungen und Erträgen des Konzerns berücksichtigt, die Ergebnisse werden jedoch anteilig im Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Operative Risiken: Vertriebsrisiken

Die ProSiebenSat.1 Group treibt die digitale Entwicklung in der Medienbranche aktiv voran, diversifiziert und vernetzt konsequent ihr Portfolio. Dazu zählt auch die Stärkung eigener digitaler Plattformen, um zusätzliche Reichweite sowohl bei Sender Homepages und 7TV, als auch bei Onlinevideoanbietern zu generieren. Trotz wichtiger Marktanteilserfolge haben sich die Vertriebsrisiken des Konzerns gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Entwicklung der Vertriebsrisiken wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Neben Reichweitenmessungen sind makroökonomische Daten sowie branchenspezifische Trends wie die allgemeine Entwicklung des Werbemarktes sowie die Verteilung der Werbebudgets auf die verschiedenen Mediengattungen (Media-Mix) relevant. Ein erhebliches Risikopotenzial birgt in diesem Kontext die Verschiebung von Budgets zu Online-Medien und damit möglicherweise einhergehend ein sinkender Anteil von TV am Media-Mix bzw. eine rückläufige Entwicklung des Umsatzvolumens des Netto-TV-Werbemarkts.

Risiken aus der Reichweitenentwicklung (TV und Digital): Die Risiken aus Reichweitentwicklungen haben sich nicht verändert: Wir stufen diese Risikokategorie weiterhin als möglich ein, die potenziellen Auswirkungen wären erheblich. Dabei bewerten wir das Risiko insgesamt als mittel.

Um kurz-, mittel- und langfristige Entwicklungen von Reichweiten engmaschig zu kontrollieren, hat der Konzern ein Frühwarnsystem implementiert. Wichtiger Indikator sind dabei die Zuschauermarktanteile, die die ProSiebenSat.1 Group täglich auf Grundlage der Daten der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) analysiert. 2018 ist es uns gelungen, die Zuschauermarktanteile im wichtigen Umsatzmarkt Deutschland zu steigern und zugleich unsere Reichweite auf digitalen Plattformen auszubauen. Dabei war auch eine Verschiebung der absoluten Reichweite von TV zu Digitalangeboten zu verzeichnen. → Mediennutzung, Seite XX

Unser Ziel ist es, Entertainment jederzeit, überall und auf jedem Gerät anzubieten. Vor diesem Hintergrund hat der Konzern 2018 seine Entertainment-Aktivitäten im TV- und Digitalsektor in einem Segment konsolidiert. Dadurch nutzen wir Synergien, kompensieren Reichweitenschwankungen innerhalb des Portfolios und reagieren zugleich auf die Veränderung der Mediennutzungsgewohnheiten infolge der wachsenden Attraktivität internetbasierter Angebote. Diese Zielsetzung reflektiert auch die Weiterentwicklung unseres Frühwarnsystems: 2018 hat die ProSiebenSat.1 Group die Risikodefinition zum Thema Reichweitenentwicklung auf den Digitalbereich erweitert. Mittelfristig soll die Gesamtreichweite aus TV und Digital (einschließlich 7TV) durch einheitliche KPIs ausgedrückt (Total Reach) und zugleich Werbung noch präziser adressierbar werden ("Smart Reach"). Mit "Total Reach" lassen sich Überschneidungen der verschiedenen Nutzungsformen ausweisen wie z.B. gemeinsame Seher der TV-Ausstrahlung einer Sendung und des zugehörigen Catch-Up-Angebots. "Smart Reach" wird uns zusätzlich die Möglichkeit geben, Werbemittel relevanter und individueller für Nutzer auszuspielen, um damit den Werbekunden ein verbessertes Angebot zur Ansprache ihrer Zielgruppe zu ermöglichen. Diese neuen Indikatoren werden die veränderte Mediennutzung von klassischem TV- bzw. digitalem Entertainment-Angebot adäquat widerspiegeln. → Mediennutzung, Seite XX → Chancenbericht, Seite XX

Zusätzlich zu diesen quantitativen Auswertungen stellen qualitative Studien ein wichtiges Kontrollinstrument dar, da die Sender so ein unmittelbares Feedback von ihrem Publikum erhalten. Einzelne Fehlentscheidungen sind dennoch nicht auszuschließen. Bei der Produktion und dem Erwerb von passenden Programmen handelt es sich um einen Prozess, dessen Erfolg in hohem Maße vom subjektiven Empfinden unserer Zuschauer abhängt. Zudem wird der Wettbewerb weiter intensiv geführt, sowohl innerhalb des deutschen Markts als auch mit Blick auf internationale Digitalkonzerne.

Vermarktungsrisiko (TV und Digital): Nicht nur mit Blick auf die Reichweitenentwicklung trägt die ProSiebenSat.1 Group der Konvergenz der Medien Rechnung; auch im Bereich Vermarktung hat der Konzern sein Risikomanagementsystem weiterentwickelt. So wurden 2018 die verschiedenen in diesem Kontext identifizierten Risiken in einem Gesamtrisiko für TV- und Digitalvermarktung zusammengefasst (Risikokategorisierung 2017: Vermarktung von Werbezeiten, Medienkonvergenz und Online-Werbung (inkl. Werbeblocker)).

In den vergangenen Jahren hat TV von der Digitalisierung profitiert und insbesondere gegenüber Print-Medien an Relevanz gewonnen. Zwischenzeitlich hat sich jedoch der Wettbewerb mit globalen Digital-Anbietern intensiviert. Dabei vollzieht sich der Wandel vom klassisch linearen Fernsehen hin zu Streaming- und zeitversetzten Bewegtbild-Angeboten immer schneller. Dies birgt für die ProSiebenSat.1 Group das Risiko, dass sich die Investitionsbereitschaft von Werbekunden verringert bzw. das Preisniveau von TV-Werbung sinkt. Wesentliche Auswirkungen auf unsere Umsatzentwicklung im TV-Werbemarkt können wir daher nicht ausschließen, obgleich wir eine digitale Entertainmentstrategie verfolgen.

Der Erfolg hängt auch im digitalen Bereich von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Attraktivität der Produkte, über die die Inhalte wiedergegeben werden, aber natürlich auch von den angebotenen Inhalten selbst, sowie deren Reichweite und Monetarisierung. Darüber hinaus stellen im Bereich der Vermarktung von Online-Werbung jedoch auch Werbeblocker ein weiteres Vertriebsrisiko dar. Diese sogenannten "Plug-ins", d. h. Zusatzprogramme, die für Browser oder Apps für mobile Endgeräte angeboten werden, verhindern die Ausspielung von Werbung. Um dieses Risiko zu begrenzen, hat die ProSiebenSat.1 Group technische Mittel eingeführt, die Werbeblocker wirksam unterbinden können. Parallel dazu gehen wir juristisch vor und haben eine Unterlassungsklage gegen den in Deutschland am weitesten verbreiteten Werbeblocker (AdBlock Plus) eingereicht.

Aus den genannten Gründen hat sich die Eintrittswahrscheinlichkeit und damit auch das Vermarktungsrisiko insgesamt im Vergleich zum Vorjahr erhöht (2018: wahrscheinlich, Vorjahr: möglich). Die potenziellen Auswirkungen auf die Umsatzperformance wären wesentlich, sodass wir das Risiko insgesamt als hoch kategorisieren.

Operative Risiken: Content-Risiken

Die ProSiebenSat.1 Group achtet auf ein individuelles, insgesamt aber ausgewogenes Verhältnis von Lizenzprogrammen einerseits sowie Auftrags- und Eigenproduktionen andererseits. Dabei schützt der Konzern durch Exklusiv-Vereinbarungen im Sinne von vertraglichen Sperrfristen (Hold-Back-Klauseln) seine Rechte gegenüber anderen Lizenznehmern und Programmverwertungsformen. Um frühzeitig über Trends und neue Produktionen informiert zu sein, steht unser Einkauf zudem in ständigem Austausch mit internationalen und nationalen Lizenzgebern. Dennoch hat sich der Wettbewerb um attraktive Inhalte infolge einer wachsenden Konkurrenz durch internationale Marktteilnehmer sowie neue digitale Angebote gesteigert. Hinzu kommt, dass vor allem für die kleinen TV-Sender immer häufiger Einzelkäufe notwendig sind, da ihr Programm sehr zielgruppenspezifisch ausgerichtet ist. Aus diesem Grund wird die ProSiebensat.1 Group künftig verstärkt auf eigene und lokale Inhalte setzen. Strategie und Steuerungssystem, Seite XX

Lizenzprogramm/Verhandlungsposition mit Major- und Independent-Studios (inkl. Programmqualität): Aufgrund der wachsenden Marktpräsenz globaler Streamingdienste hat sich der Wettbewerbsdruck auf europäische Medienhäuser erhöht. Dies gilt auch für die Rechteverwertung. Hier kann die ProSiebenSat.1 Group mit US-Lizenzprogrammen im TV nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Hinzu kommt, dass sich Zuschauerinteressen in unterschiedlichen Ländern verschieden entwickeln können. So finden US-amerikanische Erfolgsformate hierzulande nicht mehr zwangsläufig denselben positiven Anklang. Programme mit lokalem Bezug werden immer häufiger zu einem Wettbewerbsvorteil. Deshalb hat die ProSiebenSat.1 Group ihre Programmstrategie weiterentwickelt und fokussiert sich künftig neben digitalen Verwertungsmöglichkeiten verstärkt auf die Ausstrahlung lokaler Programme. Parallel dazu hat der Konzern seine bestehenden US-Studio-Verträge geprüft. Dieser Prozess wurde im vierten Quartal 2018 abgeschlossen, sodass das entsprechende Risiko nun insgesamt als gering klassifiziert wird. Zum Jahresende 2017 wurde dieser Sachverhalt noch als moderates Risiko mit möglicher Eintrittswahrscheinlichkeit gemeldet. Ausführliche Informationen hierzu sowie zu den finanziellen Implikationen werden im Kapitel "Ertragslage" beschrieben. Ertragslage des Konzerns, Seite XX

SEGMENT CONTENT PRODUCTION & GLOBAL SALES

Operative Risiken: Vertriebsrisiken

Programmproduktion: In den USA konkurrieren insbesondere Kabelfernsehanbieter zunehmend mit Subscription-Video-on-Demand-Diensten (SVOD). Die weiterhin zu erwartende Marktkonsolidierung birgt für Red Arrow Studios nicht nur Chancen, wie zum Beispiel einen neuen Kundenkreis, sondern auch Risiken. Gerade klassisches Kabelfernsehen ist für uns ein wichtiger Auftraggeber in den USA. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken in Zusammenhang mit Produktionen für den US-Markt bewerten wir als möglich, die finanzielle Auswirkung auf die Umsatzentwicklung im Segment Content Production & Global Sales als erheblich. Das Gesamtrisiko hat sich somit gegenüber dem Jahresende 2017 erhöht und wird von der ProSiebenSat.1 Group als mittlere Risikokategorie bewertet.

RISIKEN AUF KONZERNEBENE

Operative Risiken: Externe Risiken

2018 haben sich die externen Risiken leicht erhöht, die Visibilität im Werbemarkt ist begrenzt. Die ProSiebenSat.1 Group verfolgt daher das Ziel, die Unabhängigkeit vom hochprofitablen aber konjunktursensitiven Free-TV-Geschäft zu steigern und so das Risikoprofil weiter zu diversifizieren.

Makroökonomische Risiken: Nach solidem ersten Halbjahr hat das Wachstum der deutschen Wirtschaft - u. a. wegen der abkühlenden Weltkonjunktur und aufgrund von Sondereffekten in der Autoindustrie - im dritten Quartal 2018 deutlich an Schwung verloren. Zwar ist im Schlussquartal 2018 zumindest mit einer leichten Erholung zu rechnen, dennoch wird die Wachstumsdynamik des Vorjahres 2017 nicht erreicht werden. Auch die weiteren Aussichten sind durch zunehmende Unsicherheiten vor allem aus dem außenwirtschaftlichen Raum geprägt. Konjunkturrisiken erachten wir daher gegenüber dem Jahresende 2017 als leicht erhöht. Wir bewerten dieses externe Risiko als mittleres Risiko (vorher: mittel), erhebliche negative Folgen stufen wir nun als möglich ein (Vorjahr: unwahrscheinlich). → Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen, Seite XX

Sicherheitsrisiken: Zielgerichtete Angriffe zeigen, dass politisch, wirtschaftlich oder auch ideologisch motivierte Gruppen eine größer werdende Herausforderung für unsere Gesellschaft darstellen. Die steigende Anzahl und Qualität von Bedrohungsfaktoren erfordern effektive und schnelle Notfallpläne sowie klare Verantwortlichkeiten. Dazu hat die ProSiebenSat.1 Group Handlungsanweisungen definiert und eine Krisenorganisation etabliert. Zugleich gewinnen der Schutz von Daten und die Sicherung von Unternehmenswerten in Form von Informationen weiter an Relevanz. Darauf hat der Konzern ebenfalls reagiert und ein Informationssicherheitsmanagementsystem implementiert. Gleichzeitig werden Mitarbeiter sensibilisiert und in Sicherheitsfragen geschult. Neben diesen Risikofaktoren können unvorhersehbare Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Anschläge Arbeitsabläufe und somit auch das Ergebnis der ProSiebenSat.1 Group beeinträchtigen. Diesen Risiken tragen wir unter anderem mit baulichen und technischen Absicherungen Rechnung; Produktionen und Veranstaltungen sichern wir mit spezialisierten Fachkräften. Die Sicherheitsrisiken haben sich nicht verändert: Wir halten ihren Eintritt für möglich und die potenziellen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns für moderat. Angesichts der getroffenen Präventionen stufen wir die Sicherheitsrisiken insgesamt als mittel ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen unserer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen das Finanzierungsrisiko, Ausfallrisiko, Zinsrisiko, Währungsrisiko und Liquiditätsrisiko; mit Ausnahme des Ausfallrisikos stufen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken in ihrer Bedeutung als gering ein. Wir begegnen diesen Risiken mit umfangreichen Maßnahmen und nutzen Derivate als Sicherungsinstrumente. → Fremdkapitalausstattung und Finanzierungsstruktur, Seite XX

Die Bewertung und Steuerung der finanzwirtschaftlichen Risiken wird zentral koordiniert. Dazu analysiert der Konzernbereich Group Finance & Treasury die Entwicklung an den Märkten, leitet daraus Chancen- und Verlustpotenziale für die ProSiebenSat.1 Group ab und beurteilt regelmäßig die Risikosituation. Die erforderlichen Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Konzernvorstand definiert. Grundsätze, Aufgaben und Zuständigkeiten sind konzernweit festgelegt und über Richtlinien für alle Tochtergesellschaften der ProSiebenSat.1 Group verbindlich geregelt.

Ausfallrisiko: Der Konzern schließt Finanz- und Treasury-Geschäfte ausschließlich mit Geschäftspartnern ab, die hohe Bonitätsanforderungen erfüllen. Das Profil der Kontrahenten wird in diesem Zusammenhang systematisch und kontinuierlich überwacht. Neben der Bonitätskontrolle begrenzt die ProSiebenSat.1 Group die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausfallrisikos durch eine breite Streuung der Kontrahenten. Die Bedingungen für den Abschluss von Finanz- und Treasury-Geschäften sind konzernweit einheitlich in einer Richtlinie geregelt. Wir bewerten den Eintritt eines Ausfallrisikos unverändert als unwahrscheinlich. Da sich der Ausfall von Kreditgebern jedoch wesentlich auf unsere Ergebnisentwicklung und die Finanzlage auswirken könnte, stufen wir die Risikobedeutung insgesamt als mittel ein.

i Derivative Finanzinstrumente werden in der Regel im Rahmen des Hedge Accountings als Cashflow Hedges bilanziert, nähere Informationen befinden sich im Anhang, Ziffer 32 "Sonstige Erläuterungen nach IFRS 7 zum Finanzrisikomanagement und zu den Finanzinstrumenten", Seite XX. Derivative Finanzinstrumente setzt die ProSiebenSat.1 Group nicht zu Handelszwecken ein; sie dienen ausschließlich der Absicherung bestehender Risikopositionen. → Finanzierungsanalyse, Seite XX. Weiterführende Informationen zu den Sicherungsinstrumenten, Bewertungen und Sensitivitätsanalysen sowie eine detaillierte Beschreibung des Risikomanagementsystems in Bezug auf Finanzinstrumente enthält der Konzernanhang: Risiken aus Ineffektivitäten, im Zusammenhang mit fallenden Zinsen, werden im Anhang, Ziffer 32 "Sonstige Erläuterungen nach IFRS 7 zum Finanzrisikomanagement und zu den Finanzinstrumenten", Seite XX beschrieben.

Compliance-Risiken

Die Digitalisierung hat das Konsumverhalten grundlegend verändert. Dies stellt nicht nur die Medienbranche vor neue Herausforderungen, sondern vor allem auch den Gesetzgeber. Seine Aufgabe ist es, die gesetzlichen Regulierungen aus einer analogen Zeit an die Anforderungen einer voll digitalisierten Welt anzupassen. Ein wichtiger Schritt war in diesem Kontext die Datenschutzgrundverordnung. Im Zuge der Gesetzesänderung haben sich für die ProSiebenSat.1 Group mögliche Compliance-Risiken leicht erhöht.

Allgemeine Compliance-Risiken (inkl. gesetzliche Berichtspflichten, Kartellrecht, Gerichtsverfahren): Im Mai 2018 ist die Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten. Die ProSiebenSat.1 Group hat frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um diese konzernweit umzusetzen. Dazu zählt auch der adäquate Schutz von Daten bei der zielgruppenspezifischen Werbung im Netz, die umso genauer zugeschnitten werden kann, je besser wir die Interessen der User kennen.

Moderner Datenschutz im Internet ist essenziell, für die Nutzer ebenso wie für die Publisher und Werbeindustrie. Die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung auf die Werbewirtschaft sind aber noch nicht vollumfänglich abzuschätzen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der kontrovers diskutierten Positionsbestimmung der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden vom April 2018. Ob für die Bildung von Profilen ab einem künftigen Zeitpunkt eine stillschweigende oder gar explizite Einwilligung des Nutzers eingeholt werden muss, ist unklar.

Im März 2018 haben wir unsere Log-in-Allianz netID gegründet, um die Infrastruktur für ein möglicherweise erweitertes Einwilligungsmanagement nach Maßgabe der Datenschutzgrundverordnung zu schaffen. Zugleich greifen wir damit möglichen Anforderungen einer künftigen ePrivacy-Verordnung für zielgruppenspezifische Werbung im Internet vorweg. Unabhängig davon beobachtet die ProSiebenSat.1 Group auch weiterhin die aktuellen Entwicklungen insbesondere zur Datenschutzgrundverordnung genau und bereitet sich darauf vor, um auf erwartete und unerwartete Rahmenbedingungen adäquat reagieren zu können und damit das finanzielle Risiko zu minimieren. Soweit es bislang vereinzelt Vorfälle gab, wurden keine Bußgelder verhängt. Dennoch bewerten wir Allgemeine Compliance-Risiken als leicht erhöht und können erhebliche negative Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns in diesem Zusammenhang nicht vollständig ausschließen und erachten ihren Eintritt für möglich (vorher: unwahrscheinlich). Das Gesamtrisiko bewerten wir weiterhin als ein mittleres Risiko.

Regulatorische Risiken (inkl. Medienrecht, Sendelizenzen): Veränderungen der regulatorischen oder rechtlichen Rahmenbedingungen können Auswirkungen auf einzelne Geschäftsaktivitäten haben, dies gilt vor allem für verschärfte Bestimmungen oder die Auslegung von Gesetzesbestimmungen zu Distribution, Werbung oder Sendelizenzen. Der Konzern verfolgt alle relevanten Entwicklungen aktiv und steht mit den zuständigen Regulierungsbehörden in ständigem Kontakt, um eine bestmögliche Berücksichtigung seiner Interessen zu gewährleisten. Regulatorische Risiken bewerten wir daher als unverändert. Moderate negative Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns können wir nicht vollständig ausschließen. Damit bewerten wir den Sachverhalt insgesamt als mittleres Risiko und erachten den Eintritt dieses Risikos für möglich.

Derzeit läuft das Gesetzgebungsverfahren zum sogenannten Medienstaatsvertrag, dessen Entwurf 2018 öffentlich zur Debatte gestellt wurde. Die ProSiebenSat.1 Group hat sich aktiv beteiligt und eine Stellungnahme eingereicht. Die Auswirkungen einer möglichen Neufassung des Vertrags etwa im Hinblick auf adressierbare Werbung via HbbTV sind für die ProSiebenSat.1 Group derzeit noch nicht absehbar. Wir begrüßen das Vorgehen der Rundfunkkommission, bei der Schaffung eines Medienstaatsvertrages einen breit angelegten Dialog mit allen Beteiligten und Interessierten anzustoßen. Ziel ist eine ganzheitliche sowie grundlegende Erneuerung der Regulierung in Deutschland und Europa. Mit der Audiovisuelle Mediendienste-Richtlinie (2018) ist hier auf europäischer Ebene ein erster Schritt gemacht, diese muss bis Herbst 2020 nun in nationales Recht überführt werden. Die ProSiebenSat.1 Group tritt in diesem Kontext für eine Umsetzung der Richtlinienvorgaben ein, bei der kein Gebrauch von der Möglichkeit sogenannter Inländerdiskriminierung gemacht wird. Im Rahmen der Inländerdiskriminierung würde der Gesetzgeber inländische Medienanbieter strengeren Regelungen unterwerfen als sie vom EU-Recht vorgegeben sind, damit aber gerade kein Level Playing Field schaffen.

Ein Level Playing Field und damit ein Marktumfeld, bei dem für alle Medienanbieter die gleichen Regularien gelten, ist die Basis für ein faires und nachhaltiges Wettbewerbssystem. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die wachsende Bedeutung globaler Plattformanbieter, die aufgrund ihrer Finanzkraft monopolistische Marktpositionen etablieren und nicht an die strenge deutsche bzw. europäische Regulierung gebunden sind. Deshalb ist auch das EU-Gesetzgebungsverfahren "Kabel-Satelliten-Online-Richtlinie", differenziert zu betrachten. Die Richtlinie birgt die Gefahr, ungleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer zu schaffen und das Kräfteverhältnis weiter zugunsten US-amerikanischer Marktteilnehmer zu verschieben, da wir als Sendeunternehmen Teile unserer Inhalte zu fixen Konditionen weiterreichen müssten. Gerechtfertigt wird dies mit der Notwendigkeit der Harmonisierung von Online-TV-Verbreitung zur klassischen TV-Verbreitung. Nach finaler Verabschiedung hat die Bundesregierung zwei Jahre Zeit die Regelungen der Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Im Rahmen dieses Gesetzgebungsprozesses wird sich die ProSiebenSat.1 Group dafür einsetzen, die Belange der Sender zu wahren.

Gegenwärtig haben Kunden der PE Digital GmbH mehrere erstinstanzliche bzw. Berufungsverfahren vor verschiedenen Gerichten zur Überprüfung einbehaltener Wertersätze aus Premium-Mitgliedschaften angestrengt. Innerhalb einer Frist von vierzehn Tagen können Mitglieder der von PE Digital GmbH betriebenen Online-Partnervermittlungen ihren Vertrag ohne Begründung widerrufen. Innerhalb dieser Frist erstattet PE Digital GmbH seinen Mitgliedern den Mitgliedsbeitrag für ihre Premium-Mitgliedschaft, behält sich dabei jedoch vor, einen aus Sicht des Unternehmens angemessenen Wertersatz für die erbrachte Leistung einzufordern. Der Ausgang dieser Verfahren sowie die hieraus resultierenden finanziellen Auswirkungen sind nicht verlässlich prognostizierbar. Für zum 31. Dezember 2018 anhängige Verfahren wurden ausreichende Rückstellungen gebildet.

In den vergangenen Wochen ist über eine weitergehende Regulierung von Vergleichsportalen in der Presse berichtet worden. Vor dem Hintergrund der möglichen Insolvenz eines durch die Bundesnetzagentur zugelassenen Energieanbieters wurde die Geschäftspraxis von Vergleichsportalen hinterfragt. Wir selbst sehen uns als Vertreter von Verbraucherinteressen und damit einer hohen Transparenz verpflichtet. Wir gehen daher davon aus, dass Bestrebungen zu einer weitergehenden Regulierung für uns kein materielles Risiko darstellen.

i Für weitere Informationen zu Compliance-Risiken verweisen wir auf den Anhang. Anhang, Ziffer 30 - 31 "Eventualverbindlichkeiten", "Sonstige finanzielle Verpflichtungen", Seite XX - XX

XXX / ANGABEN ZUM INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM HINBLICK AUF DEN(KONZERN-) RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

(§ 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB) mit Erläuterungen

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess soll sicherstellen, dass Geschäftsvorfälle im Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE (aufgestellt nach den in der EU übernommenen International Financial Reporting Standards, IFRS) bilanziell richtig abgebildet und die Vermögenswerte und Schulden damit hinsichtlich Ansatz, Bewertung und Ausweis zutreffend erfasst sind. Die konzernweite Einhaltung gesetzlicher und unternehmensinterner Vorschriften ist Voraussetzung hierfür. Umfang und Ausrichtung der implementierten Systeme wurden vom Vorstand anhand der für die ProSiebenSat.1 Group spezifischen Anforderungen ausgestaltet. Diese werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme kann eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden. Die unternehmensspezifischen Grundsätze und Verfahren zur Sicherung der Wirksamkeit und Ordnungsmäßigkeit der (Konzern-) Rechnungslegung werden im Folgenden erläutert.

ZIELE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IN BEZUG AUF RECHNUNGSLEGUNGSPROZESSE

Der Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE versteht das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess als Teilbereich des konzernweiten Risikomanagementsystems. Durch die Implementierung von Kontrollen soll hinreichende Sicherheit erlangt werden, dass trotz der identifizierten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken ein regelungskonformer (Konzern-)Abschluss erstellt wird. Die wesentlichen Ziele eines Risikomanagementsystems in Bezug auf die (Konzern-)Rechnungslegungsprozesse sind:

Identifizierung von Risiken, die das Ziel der Regelungskonformität des (Konzern-)Abschlusses und des (Konzern-)Lageberichts gefährden könnten.

Begrenzung bereits erkannter Risiken durch Identifikation und Umsetzung angemessener Maßnahmen.

Überprüfung erkannter Risiken hinsichtlich eines möglichen Einflusses auf den (Konzern-)Abschluss und die entsprechende Berücksichtigung dieser Risiken.

Des Weiteren unterliegen unsere Prozessbeschreibungen sowie unsere Risikokontrollmatrizen einer jährlichen Überprüfung. Hierdurch wird die Aktualität der Beschreibung sichergestellt und damit auch die Etablierung kontinuierlich wirksamer Kontrollmechanismen erreicht. Diese Update-Vorgänge sowie regelmäßige Tests auf Basis von Stichproben waren Teil des Projekts PRIME und sind seitdem integraler Bestandteil des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess. Basierend auf den Testergebnissen erfolgt eine Einschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind. Erkannte Kontrollschwächen werden unter Beachtung ihrer potenziellen Auswirkungen behoben.

AUFBAUORGANISATION

Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Einzelgesellschaften werden unter Zuhilfenahme von Standardsoftware erstellt.

Die Konsolidierung der Einzelabschlüsse zum Konzernabschluss erfolgt mithilfe einer stabilen, marktüblichen Standardsoftware.

Die Abschlüsse der wesentlichen Einzelgesellschaften werden sowohl nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften als auch nach dem auf IFRS basierten Bilanzierungshandbuch aufgestellt, das allen in den Rechnungslegungsprozess eingebundenen Mitarbeitern über das konzernweite Intranet verfügbar gemacht wird. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften übermitteln ihre Abschlüsse in einem vorgegebenen Format an das Konzernrechnungswesen.

Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Zugangs- und Zugriffskontrollen (Berechtigungskonzepte) geschützt.

Es existiert für den gesamten Konzern ein einheitlicher Positionsplan, nach dem die betreffenden Geschäftsvorfälle zu buchen sind.

Die Ermittlung bestimmter rechnungslegungsrelevanter Sachverhalte (z. B. Gutachten zur Pensionsrückstellung) wird unter Mitwirkung externer Experten vorgenommen.

Die wesentlichen Funktionen im Rechnungslegungsprozess - Accounting & Taxes, Controlling sowie Finance & Treasury - sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer und qualitativer Hinsicht angemessen ausgestattet. Es finden regelmäßig fachliche Schulungen statt, um eine Abschlusserstellung auf verlässlichem Niveau zu gewährleisten.

Ein angemessenes Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungshandbuch, Verrechnungspreisrichtlinie, Einkaufsrichtlinie, Reisekostenrichtlinie etc.) ist eingerichtet und wird bei Bedarf aktualisiert.

Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems in Bezug auf die rechnungslegungsrelevanten Prozesse wird (in Stichproben) durch den prozessunabhängigen Bereich Internal Audit überprüft.

ABLAUFORGANISATION

Für die Planung, Überwachung und Optimierung des Prozesses zur Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt der Einsatz von Tools, die unter anderem einen detaillierten Abschlusskalender sowie alle wichtigen Aktivitäten, Meilensteine und Verantwortlichkeiten beinhalten. Allen Aktivitäten und Meilensteinen sind konkrete Zeitvorgaben zugeordnet. Die Einhaltung der Berichtspflichten und -fristen wird zentral durch das Konzernrechnungswesen überwacht.

Bei allen rechnungslegungsbezogenen Prozessen werden Kontrollen wie Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip, Genehmigungs- und Freigabeverfahren sowie Plausibilisierungen vorgenommen.

Es besteht eine klare Zuordnung der Aufgaben bei der Erstellung des Konzernabschlusses (z. B. Abstimmung konzerninterner Salden, Kapitalkonsolidierung, Überwachung der Berichtsfristen und Berichtsqualität in Bezug auf die Daten der einbezogenen Unternehmen etc.). Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Bilanzierungssachverhalte fungiert das Konzernrechnungswesen als zentraler Ansprechpartner.

Alle wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Informationen werden umfangreichen systemtechnischen Validierungen unterzogen, um die Vollständigkeit und Verlässlichkeit der Daten zu gewährleisten.

Risiken, die sich auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess beziehen, werden kontinuierlich im Rahmen des im Risikobericht beschriebenen Risikomanagementprozesses erfasst und überwacht.

CHANCENMANAGEMENT

Wachstumsoptionen werden über das Chancenmanagement der Gruppe identifiziert und im Rahmen von Planungsprozessen konkretesiert. In den nächsten rund fünf Jahren beabsichtigt die ProSiebenSat.1 Group die Umsatzerlöse auf 6 Mrd Euro (2018: 4.009 Mio Euro) und das adjusted EBITDA auf 1,5 Mrd Euro (2018: 1.013 Mio Euro) zu steigern. Dabei sollen 50 Prozent der Umsätze aus dem Digitalgeschäft kommen (2018: 29%). Weitere Portfoliomaßnahmen und insbesondere größere Akquisitionen bieten zusätzliche Potenziale.

Unser Chancenmanagement ist Bestandteil des unternehmensinternen Steuerungssystems. Ziel ist es, Chancen möglichst frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen zu nutzen. Das Management von Chancen ist bei der ProSiebenSat.1 Group dezentral in den Geschäftsbereichen organisiert und wird von der Abteilung "Group Strategy & Business Development" unterstützt und koordiniert. Die Abteilung steht in engem Kontakt mit den einzelnen operativen Einheiten; so erhält sie einen detaillierten Einblick in die Geschäftssituation. Zudem dienen Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie der Erfahrungsaustausch mit externen Experten als wichtige Quellen, um Wachstumsmöglichkeiten für die ProSiebenSat.1 Group zu identifizieren. Die definierten Chancen werden im Rahmen der Strategieplanung erfasst. Dabei werden die relevanten Wachstumsoptionen priorisiert, konkrete Ziele abgeleitet sowie Maßnahmen und Ressourcen zur operativen Zielerreichung festgelegt. → Strategie und Steuerungssystem, Seite XX

XXX / CHANCENMANAGEMENT

ERLÄUTERUNG WESENTLICHER CHANCEN

Chancen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit wir als hoch einstufen, haben wir bereits in unsere Prognose für 2019 sowie unsere Planung bis 2023 aufgenommen. Daneben sind auch leistungswirtschaftliche Faktoren wie Kostenbewusstsein und effizientes Prozessmanagement zentrale Voraussetzungen, um die Marktposition der ProSiebenSat.1 Group weiter zu stärken. Über diese Wachstumsmöglichkeiten berichten wir im Unternehmensausblick. Daneben existieren Potenziale, die bislang nicht bzw. nicht vollumfänglich budgetiert sind. Diese könnten sich insbesondere infolge strategischer Maßnahmen ergeben. Nachfolgend berichten wir über diese Chancen, sofern sie für den Planungszeitraum bis 2023 relevant und wesentlich sind. → Unternehmensausblick, Seite XX

Die Medienbranche steht ganz im Zeichen des digitalen Wandels. Neue Wettbewerber und Technologien sind entstanden und haben sowohl Erlösmodelle als auch die Mediennutzung selbst verändert. Die ProSiebenSat.1 Group treibt die Transformation von einem klassischen TV-Unternehmen zu einem Digitalkonzern mit einem diversifizierten Geschäftsportfolio deshalb konsequent voran. Dazu vernetzt die Gruppe ihre Segmente und Geschäftsfelder immer enger, nutzt digitale Technologien und erschließt durch Akquisitionen oder strategische Partnerschaften zusätzliche Märkte.

Nutzen von Synergien durch Vernetzung von Geschäftsfeldern. Um auch künftig wettbewerbsfähig zu sein und weiterhin ertragsstark zu wachsen, ist das Portfolio der ProSiebenSat.1 Group seit Januar 2018 in drei Segmente gegliedert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Zusammenlegung des linearen TV-Geschäfts mit digitalem Entertainment. Gleichzeitig hat der Konzern durch die Integration von Digital-Studio Studio71 in das Segment Content Production & Global Sales seine digitale Produktionskompetenz gestärkt. Indem der Konzern seine Beteiligungen verzahnt und Erfolgsformate für die Nutzung auf verschiedenen Plattformen produziert oder gebündelt aus einer Hand anbietet, erhöht er die Effizienz seiner Investments und schafft zusätzliche Wachstumschancen durch Synergien.

Fernsehinhalte werden heute unabhängig von Zeit und Ort abgerufen und finden neben dem TV-Bildschirm auf weiteren Geräten wie Smartphones oder Tablets statt. Ein Beispiel hierfür ist das ProSieben-Format "Germany's next Topmodel by Heidi Klum": Die Sendung erreichte 2018 im TV durchschnittlich ca. 8,8 Mio Zuschauer (Zuschauer ab 3 Jahre) und weitere ca. 1,0 Mio Nutzer über digitale Plattformen wie die eigene Webpage. Indem der Konzern Inhalte über möglichst viele Kanäle verbreitet, bedient der Konzern zusätzliche Mediennutzungsinteressen und insbesondere die wachsende Beliebtheit digitaler Medien bei jungen Zielgruppen. Zudem kann die ProSiebenSat.1 Group durch crossmediale Vermarktungsangebote Reichweiten noch besser monetarisieren. Breitband-Internetzugänge mit einer schnellen Datenübertragung treiben diese Entwicklung voran. → Rahmenbedingungen des Konzerns, Seite XX

Zugleich stimulieren sich Commerce und Entertainment gegenseitig. Denn das Internet hat nicht nur die Mediennutzung verändert, sondern das Konsumverhalten in all seinen Facetten. Es ist fest in den Alltag integriert, sodass Kaufentscheidungen immer häufiger online getroffen werden. Dies gilt für Konsumgüter ebenso wie für Dienstleistungen. So haben beispielweise, angeregt durch TV-Werbung 26 Prozent der 14- bis 69-Jährigen bereits direkt ein Produkt im Internet gekauft. Der Impuls von TV für eine Online-Suchanfrage fällt vor allem bei Marken hoch aus, die über einen eigenen Internet-Shop verfügen. Die ProSiebenSat.1 Group vereint starke Marken im Entertainment- und Commerce-Sektor unter einem Dach, sodass wir hier in zweifacher Weise von unserem Vernetzungspotenzial profitieren.

Zum einen bietet die ProSiebenSat.1 Group ihren Kunden abgestimmte Kampagnen über alle Plattformen hinweg an - von TV über Online und Mobile bis hin zu Social Media. Zum anderen können wir über unsere Commerce-Portale und digitalen Entertainment-Angebote ein umfangreiches Wissen über Konsumenten aufbauen. Damit wird sich Werbung künftig noch zielgerichteter aussteuern lassen, kontextbezogen oder gar personalisiert. Umgekehrt profitiert das Commerce-Portfolio von unserer starken Reichweite: Durch Werbung im TV und auf digitalen Entertainment-Plattformen stärken wir die Bekanntheit von Consumer-Marken. Aus diesem Synergiepotenzial und dem klaren Konsumenten-Fokus unseres Commerce- und Entertainment-Portfolios ergeben sich für die ProSiebenSat.1 Group Chancen, die bislang nicht vollumfänglich budgetiert sind. Allein in Deutschland betrug das Volumen des E-Commerce-Markts 2018 laut Institut für Handelsforschung Köln rund 63 Mrd Euro; dabei entfiel auf die ProSiebenSat.1 Group ein Marktanteil von weniger als 1 Prozent.

Datenbasierte Geschäftsmodelle und Digitalisierung von TV-Werbung: Die ProSiebenSat.1 Group vernetzt ihr Fernsehgeschäft konsequent mit digitalen Unterhaltungsmedien und baut so ihre Gesamtreichweite aus (Total Reach). Im nächsten Schritt soll diese Reichweite adressierbar und somit Werbung optimal auf die jeweiligen Zuschauer zugeschnitten werden (Smart Reach). In den kommenden rund fünf Jahren strebt der Konzern einen Umsatzanteil im Segment Entertainment aus adressierbarer Werbung von 25 Prozent an (2018: 6%). Dabei setzt die ProSiebenSat.1 Group auf neue Technologien. Wir haben beispielsweise als erster TV-Konzern in Deutschland Addressable TV-Spots über den technologischen Standard "Hybrid Broadcast Broadband TV" (HbbTV) realisiert. 2018 wurden insgesamt rund 394 Addressable-TV-Kampagnen gebucht, davon 25 Spot-Kampagnen. Diese Werbespots kombinieren die hohe Reichweite des klassischen Fernsehens mit den Möglichkeiten digitaler Werbung: dem zielgruppenorientierten bis hin zum geräteindividuellen Einblenden von Werbung.

Künftig wollen wir im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vermehrt Daten über unsere digitalen Plattformen und die internetbasierte TV-Nutzung verwenden, um den Nutzer noch individueller ansprechen zu können. Hohes Potenzial sehen wir in diesem Kontext im AdTechnology (AdTech)-Bereich, da uns neue Vermarktungstechniken helfen, Werbung automatisiert und noch zielgruppengenauer einzubinden. Deshalb hat der Konzern im Januar 2018 sein AdTech-Portfolio erweitert und den E-Commerce Vermarkter Kairion übernommen. Kairion aggregiert die Werbeumfelder und Daten von über 80 OnlineShops. Neben dieser hohen Reichweite für digitale Werbeangebote hat das Unternehmen wertvolle Einblicke in unterschiedliche Zielgruppen - etwa zu konkretem Kaufinteresse: Mithilfe von Realtime-Targeting können Werbebotschaften ausgespielt werden, sobald der Konsument ein Kaufinteresse signalisiert hat. Darüber hinaus lassen sich mithilfe von Kairion Branding-Kampagnen aus dem TV in den Einzelhandel verlängern. Damit reagiert die ProSiebenSat.1 Group auf das veränderte Konsumentenverhalten: Verschiedene Medien und Kanäle werden parallel genutzt, sodass sich TV, digitales Entertainment und Commerce immer stärker ergänzen und konvergieren.

Einstieg in wachstumsstarke Geschäftsfelder und Expansion durch Portfolioerweiterungen: Die erfolgreiche M&A-Strategie hat das Wachstum des Konzerns nachhaltig gestärkt. Einen Investitionsfokus bildet der dynamisch wachsende Commerce-Sektor mit der NuCom Group. Strategisch relevant sind für die ProSiebenSat.1 Group dabei vor allem Produkte und Dienstleistungen, die sich wertsteigernd über das Breitenmedium TV vermarkten lassen. Durch TV-Werbung kann der Konzern die Umsätze seiner Beteiligungen ohne hohe Cash-Investitionen schnell und effektiv steigern. Dies sind wichtige Grundpfeiler unserer M&A-Strategie. Neue Beteiligungen müssen große Kundenbedürfnisse erfüllen und sich darüber hinaus besonders gut mit dem bestehenden Digitalportfolio vernetzen lassen. Dadurch ergeben sich Umsatz- und Kostensynergien. In den nächsten rund fünf Jahren strebt die ProSiebenSat.1 Group eine Steigerung des Commerce-Umsatzes auf 2 Mrd Euro an (2018: 831 Mio Euro), getrieben von den NCG-Kernmarken Verivox, Parship Elite Group, Jochen Schweizer mydays und Flaconi GmbH. Weitere Portfoliomaßnahmen bergen zusätzliche Chancen. Dies gilt auch für das Segment Content Production & Global Sales. Die ProSiebenSat.1 Group wird in diesem Segment weiterhin strategische Partnerschaften prüfen, sofern diese das Wachstum des Produktionsgeschäfts steigern. Der Fokus liegt auf den Kernmärkten von Red Arrow Studios in den USA und Großbritannien. Gleichzeitig wird das Unternehmen verstärkt Synergien aus der Vernetzung der Segmente Entertainment und Content Production & Global Sales nutzen.

Auch im Bereich Entertainment erweitert der Konzern sein Portfolio durch Partnerschaften. 2018 hat die ProSiebenSat.1 Group im Rahmen eines Joint Venture mit Discovery Communications die OTTPlattform 7TV neu aufgesetzt. Hierzu erfolgt 2019 ein umfassender Relaunch sowie die Aufschaltung und Beteiligung weiterer Partner. Ziel ist es, 7TV als inhaltsstarken Wettbewerber im Plattformmarkt zu etablieren - und damit sowohl als Pendant zu globalen Plattformen als auch als zentrale Anlaufstelle jenseits diverser kleinteiliger Brancheninitiativen weiterzuentwickeln. Die Plattform soll in den ersten zwei Jahren rund 10 Mio Nutzer zählen. Bereits heute nutzen die seit 2017 bestehende 7TV App, maxdome sowie den Eurosport Player rund 3,5 Mio Menschen. Der Entertainment-Markt birgt ein enormes Wachstumspotenzial für die ProSiebenSat.1 Group. In Deutschland betrug das Marktvolumen 2018 laut PricewaterhousCoopers GmbH insgesamt rund 37 Mrd Euro (Vorjahr: 36 Mrd Euro); davon entfielen 30 Mrd Euro auf den klassischen (Vorjahr: 30 Mrd Euro) und 7 Mrd Euro auf den digitalen Entertainment-Markt (Vorjahr: 6 Mrd Euro). Die ProSiebenSat.1 Group erzielte dabei einen Marktanteil von weniger als 1 Prozent.

XXX / GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKO- UND CHANCENLAGE AUS SICHT DER UNTERNEHMENSLEITUNG

Unsere Branchen zeichnen sich durch permanente Veränderung aus - deshalb haben wir unsere Organisation agiler und effizienter aufgestellt, um diesen Wandel aktiv in Wachstumspotenziale zu übersetzen. Die ProSiebenSat.1 Group ist bereits heute ein breit aufgestelltes Entertainment- und Commerce-Haus mit starken Marken, einer führenden Position im Zuschauer- und TV-Werbemarkt, innovativen Vermarktungsangeboten, einem internationalen Produktionsnetzwerk sowie profitablen Commerce-Portfolio. Mittelfristig strebt die ProSiebenSat.1 Group einen Anstieg der Umsatzerlöse auf 6 Mrd Euro und des adjusted EBITDA auf 1,5 Mrd Euro an.

Die digitale Entwicklung eröffnet uns für alle Segmente neue Wachstumsmärkte. Sie birgt jedoch auch Risiken. Soziale, technologische und wirtschaftliche Bereiche haben sich infolge der Digitalisierung signifikant verändert. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen und beschleunigen. Ebenso wichtig wie das Erkennen und Nutzen von Chancen ist für unser Unternehmen daher die Identifizierung und Steuerung von potenziellen Risiken. Wir verfügen über ein wirksames Risikomanagementsystem, das alle relevanten Unternehmenseinheiten integriert und 2018 konsequent weiterentwickelt wurde. Dazu gehören auch die Anpassung der Risiko-Matrix an die Drei-Säulen-Strategie und der verstärkte Fokus auf die Vernetzung der Segmente Entertainment, Content Production & Global Sales sowie Commerce.

Nach unserer Einschätzung sind keine Risiken erkennbar, die einzeln - oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken - zu einer maßgeblichen bzw. dauerhaften Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen könnten. Die identifizierten Risiken haben keinen bestandsgefährdenden Charakter, auch in die Zukunft gerichtet. Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts vor diesem Hintergrund weiterhin als begrenzt, wenngleich sich das Gesamtrisiko im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Die Chancensituation hat sich nicht verändert. Akquisitionen sind Teil unserer Strategie, mit der wir den Wandel vom TV-zum Digitalkonzern vorantreiben.

KÜNFTIGE WIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

In einem zunehmend schwierigen globalen Umfeld hat der Internationale Währungsfonds (IWF) zum Jahresbeginn seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und den Euroraum nach unten korrigiert: Für das Jahr 2019 wird ein reales Plus von 3,5 Prozent (Vorjahr: + 3,7%) bzw. 1,6 Prozent (Vorjahr: + 1,8%) erwartet. Auch die Prognosen für das deutsche Bruttoinlandsprodukt liegen mit plus 1,1 Prozent (ifo) bzw. plus 1,8 Prozent (ifW) unter dem Wert der letzten Gemeinschaftsdiagnose (+ 1,9%). Dennoch soll sich ein Aufwärtstrend fortsetzen, im Wesentlichen gestützt durch die robuste Binnenkonjunktur. So rechnen die Institute bei weiterhin positiven Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven mit einem beschleunigten Wachstum des privaten Konsums gegenüber dem Jahr 2018. Die Prognosen liegen zwischen plus 1,2 Prozent (ifo) und plus 1,9 Prozent (ifW). Es bestehen aber erhebliche Prognoseunsicherheiten, insbesondere durch die weltweit zunehmende Anzahl von Handelsbeschränkungen und -konflikten, einen möglichen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU sowie die angespannte Haushaltssituation in Italien. → Konjunkturelle Entwicklung, Seite XX

Der deutsche Netto-TV-Werbemarkt zeigte sich 2018 volatil und auch für 2019 sind die Prognosen der Agenturgruppen unterschiedlich. Dies hängt damit zusammen, dass die Werbebranche kurzfristig und häufig prozyklisch auf die allgemeine Konjunkturlage reagiert. Ein wichtiger Indikator ist hier der private Konsum, Konjunkturprognosen sind jedoch naturgemäß mit Unsicherheiten verbunden. Es bleibt daher abzuwarten, ob und welche Implikationen die makroökonomischen Risiken für den TV-Werbemarkt haben. Hinzukommen branchenspezifische Entwicklungen, die die Visibilität erschweren. Für den deutschen TV-Werbemarkt divergieren die Erwartungen aktuell zwischen minus 1,6 Prozent (Magna Global) und optimistischen plus 2 Prozent netto (ZenithOptimiedia). → Risikobericht, Seite XX

InStream-Videowerbung dürfte sich hingegen weiter dynamisch entwickeln und das Wachstum des Online-Werbemarkts treiben. Die Institute rechnen mit einem Plus von 7 Prozent (ZenithOptimedia) bzw. 10,4 Prozent netto (Magna Global). Für den deutschen Gesamtwerbemarkt geht Magna Global von einem Netto-Wachstum von plus 2,4 Prozent aus; ZenithOptimedia prognostiziert für 2019 ein Plus von 1,7 Prozent. → Entwicklung relevanter Unternehmens- und Marktumfelder der ProSiebenSat.1 Group, Seite XX

XXX / ERWARTETE ENTWICKLUNG DES BIP, DES PRIVATEN KONSUMS SOWIE DES NETTO-GESAMTWERBEMARKTS IN DEN FÜR DIE PROSIEBENSAT.1 GROUP WICHTIGEN LÄNDERN in Prozent, Veränderung gegenüber Vorjahr

Quellen: DE: Destatis, ifo-Konjunkturprognose Winter 2018. / AT: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Pressemitteilung vom 20.12.2018. / CH: Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS), Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Pressemitteilung vom 18.12.2018.

1 ZenithOptimedia, Advertising Expenditure Forecasts Dezember 2018, Zahlen auf Netto-Basis angepasst, dennoch methodische Unterschiede zwischen den Ländern und Quellen.

Der deutsche E-Commerce-Markt soll bis zum Jahr 2022 ein Marktvolumen von rund 87 Mrd Euro haben. Das durchschnittliche jährliche Wachstum zwischen den Jahren 2017 und 2022 dürfte laut Institut für Handelsforschung Köln 8,5 Prozent betragen. Der Anteil des Online-Handels am Einzelhandel soll auf 13,4 Prozent im Jahr 2022 steigen. Dabei soll sich der Anteil des Mobile-Shoppings auf 65 Prozent des Online-Umsatzes erhöhen; dies würde einem Online-MobileUmsatz von rund 57 Mrd Euro bis 2022 entsprechen.

Die für die ProSiebenSat.1 Group relevanten Branchen entwickeln sich hier wie folgt: Der Markt für Online-Vergleichsportale für die Bereiche Energie, Telko, Autoversicherungen und Konsumentenkredite dürfte bis 2020 auf ein Volumen von rund 895 Mio Euro anwachsen. Das entspricht einer Steigerung von 24 Prozent seit 2018. Der Online-Dating-Markt dürfte laut Statista Digital Market Outlook bis 2020 um 8 Prozent steigen, für den auf Erlebnisse spezialisierten Markt prognostiziert OC&C Strategy Consultants bis 2022 jährliche Wachstumsraten von ca. 5 bis 7 Prozent.

UNTERNEHMENSAUSBLICK

PROGNOSE 2019

Entsprechend dem Ausblick für das Jahr 2019, den die ProSiebenSat.1 Group beim Capital Markets Day im November 2018 vorgestellt hat, strebt der Konzern im Gesamtjahr weiterhin einen Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer adjusted EBITDA-Marge zwischen 22 und 25 Prozent an. Dieses Ziel beinhaltet mindestens stabile bis nur leicht rückläufige TV-Werbeumsätze im Entertainment-Segment und basiert auf einem stabilen Makroumfeld. Sollten sich die Rahmenbedingungen über die getroffenen Annahmen hinaus verschlechtern, würde dies die Profitabilität im Entertainment-Segment sowie auf Konzernebene negativ beeinflussen.

Wie ebenfalls bereits beim Capital Markets Day angekündigt, werden sich die geplanten aufwandswirksamen Investitionen im Entertainment-Segment auf die Profitabilität und Ergebnisentwicklung der Gruppe im Gesamtjahr auswirken. Diese Investitionen werden sich vor allem auf die ersten drei Quartale des Jahres verteilen mit einem Schwerpunkt auf das zweite und dritte Quartal und jeweils zu Ergebnisrückgängen führen. Bei im Gesamtjahr stabilen bis nur leicht rückläufigen TV-Werbeerlösen im Entertainment-Segment geht die ProSiebenSat.1 Group, wie bereits kommuniziert, davon aus, dass sich die Auswirkung der geplanten aufwandswirksamen Investitionen auf das adjusted EBITDA der Gruppe im Gesamtjahr 2019 auf einen mittleren zweistelligen Millionenbeitrag im Vergleich zum Vorjahr beschränken wird. Darüber hinaus werden die Investitionen in die gemeinsame Streaming-Plattform mit Discovery Communications das Finanz- und Nettoergebnis belasten.

Auf Segment-Ebene rechnet die ProSiebenSat.1 Group im Gesamtjahr unter der Voraussetzung stabiler bis nur leicht rückläufiger TV-Werbeumsätze sowie einer gegenläufig positiven Entwicklung anderer Entertainment-Umsätze im Entertainment-Segment mit einer Entwicklung der Umsätze etwa auf Vorjahresniveau. Bei den Segmenten Content Production & Global Sales sowie Commerce rechnet der Konzern jeweils mit einem dynamischen Umsatzwachstum (sowohl berichtet als auch organisch). Im Commerce-Segment wird auf Gesamtjahressicht sogar ein deutlich zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum erwartet, wobei der Konzern hier auch von den Erstkonsolidierungen der Partnervermittlung eHarmony und von Aroundhome profitieren wird.

XXX / ERLÄUTERUNGEN ZUR PROGNOSE

Aufgrund von Anpassungen bei den Zielparametern im Vorstandsvergütungssystem sowie Änderungen im Steuerungssystem wurde der Free Cashflow vor M&A im Vergleich zum Vorjahr neu in den Katalog der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren aufgenommen.

Die getroffenen Angaben beruhen auf der vom Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten Planung. Unsere Aussagen orientieren sich zudem an den aktuellen Konjunktur- und Branchendaten zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichts. → Anhang, "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften", Seite XX → Strategie und Steuerungssystem, Seite XX → Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen, Seite XX

Der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum LTM adjusted EBITDA des Konzerns, soll sich auch zum Jahresende 2019 zwischen 1,5 und 2,5 bewegen. Zum Ende 2018 betrug der Verschuldungsgrad 2,1 (Vorjahr: 1,6).

XXX / ERWARTETE KONZERN-KENNZAHLEN 2019

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2018 Prognose 2019
Umsatzerlöse (in Mio Euro) 4.009 Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich
Adjusted EBITDA-Marge (in %) 25,3 % 22 - 25 %
Adjusted net income (Konversionsrate des adjusted EBITDA zum adjusted net income in %) 53,4 % ~ 50 %
Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten/ LTM adjusted EBITDA) 2,1 x 1,5 - 2,5x
Free Cashflow vor M&A1(in Mio Euro) 244 Stabil

1 Im Vergleich zum Geschäftsbericht 2017 neu aufgenommene Kennzahl; siehe Strategie und Steuerungssystem, Seite XX.

XXX / ERWARTETE SEGMENT-KENNZAHLEN 2019 in Mio Euro

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2018 Prognose 2019
Entertainment1
Externer Umsatz 2.626 Stabil
Adjusted EBITDA 881 Deutlicher Rückgang
Content Production & Global Sales
Externer Umsatz 552 Deutlicher Anstieg
Adjusted EBITDA 31 Deutlicher Anstieg
Commerce
Externer Umsatz 831 Deutlicher Anstieg
Adjusted EBITDA 103 Deutlicher Anstieg

1 Unter der Voraussetzung stabiler bis nur leicht rückläufiger TV-Werbeumsätze sowie einer gegenläufigen positiven Entwicklung anderer Entertainment-Umsätze.

Wir rechnen zudem weiterhin damit, unsere führende Position bei den Zuschauermarktanteilen in der werberelevanten Zielgruppe der 14-bis 49-Jährigen auf hohem Niveau halten zu können.

DIVIDENDENVORSCHLAG

Die ProSiebenSat.1 Group hat im November 2018 ein "Total-Sharehol-der-Return"-Konzept (auf Basis der durchschnittlichen jährlichen Aktienrendite) vorgestellt. In diesem Zusammenhang hat der Konzern eine Anpassung seiner Dividendenpolitik präsentiert: Wir werden vom Geschäftsjahr 2018 an 50 Prozent des adjusted net income als Dividende ausschütten (zuvor 80-90%). Die damit freiwerdenden Mittel verwendet der Konzern vorrangig für ergebnissteigernde Investitionen in organisches und anorganisches Wachstum. Entsprechend empfiehlt der Vorstand dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von 50 Prozent des adjusted Net Income bzw. von 1,19 Euro je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr: 1,93 Euro). Dies entspricht einer Dividendenrendite von 8% (Vorjahr: 6,7%) bezogen auf den Schlusskurs der ProSiebenSat.1-Aktie zum Jahresende 2018. → Vermögens- und Kapitalstrukturanalyse, Seite XX

MITTELFRISTIGE FINANZZIELE

In den nächsten rund fünf Jahren beabsichtigt die ProSiebenSat.1 Group, die Umsatzerlöse auf 6 Mrd Euro (2018: 4.009 Mio Euro) und das adjusted EBITDA auf 1,5 Mrd Euro (2018: 1.013 Mio Euro) zu steigern. Die Umsatzanteile des Nicht-Werbegeschäfts (2018: 44 %) sowie des Digitalgeschäfts (2018: 29 %) wollen wir auf jeweils über 50 Prozent erhöhen. Die finanziellen Ziele reflektieren unsere Strategie, die gesamte Gruppe zu einem diversifizierten und schnell wachsenden Digitalkonzern auszubauen. → Strategie und Steuerungssystem, Seite XX

XXX / VORAUSSCHAUENDE AUSSAGEN

Prognosen basieren auf aktuellen Einschätzungen zukünftiger Entwicklungen. Wir stützen uns dabei auf unsere Budgetplanung sowie umfassende Markt- und Wettbewerbsanalysen. Die prognostizierten Werte werden in Übereinstimmung mit den im Abschluss angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen und in Konsistenz mit den im Lagebericht beschriebenen Bereinigungen ermittelt. Prognosen sind naturgemäß jedoch mit gewissen Unsicherheiten verbunden, die zu positiven oder negativen Planabweichungen führen können. Sollten Unwägbarkeiten eintreten oder die den vorausschauenden Aussagen zugrundeliegenden Prämissen nicht weiter zutreffen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den getroffenen Aussagen oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Entwicklungen, die diese Prognose belasten könnten, sind zum Beispiel eine geringere Konjunkturdynamik als zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts erwartet. Diese und weitere Faktoren werden ausführlich im Risiko- und Chancenbericht erläutert. Dort berichten wir auch über zusätzliche Wachstumspotenziale; Chancen, die wir bislang nicht bzw. nicht vollumfänglich budgetiert haben, könnten sich etwa aus unternehmensstrategischen Entscheidungen ergeben. Risikopotenziale werden systematisch und regelmäßig im Rahmen des konzernweiten Risikomanagementprozesses erfasst. Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode werden im → Ziffer 37 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag", Seite XX , erläutert. Veröffentlichungstermin des Geschäftsberichts 2018 ist der 21. März 2019.

XXX / GESAMTAUSSAGE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG AUS SICHT DER UNTERNEHMENSLEITUNG

Wir haben im vergangenen Jahr den Startschuss für die Neuausrichtung der ProSiebenSat.1 Group gegeben: 2019 liegt unser voller Fokus darauf, unser Entertainment-Geschäft lokaler, digitaler und synergetischer aufzustellen, organisch zu wachsen und insbesondere unser Commerce-Portfolio mit Akquisitionen zu stärken. Der Konzern rechnet im Gesamtjahr mit einem Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer adjusted EBITDA-Marge zwischen 22 und 25 Prozent. In den nächsten rund fünf Jahren beabsichtigt die ProSiebenSat.1 Group, die Umsatzerlöse auf 6 Mrd Euro (2018: 4.009 Mio Euro) und das adjusted EBITDA auf 1,5 Mrd Euro (2018: 1.013 Mio Euro) zu steigern.

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

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31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.509.721,00 6.620.446,00
2. Geleistete Anzahlungen 581.514,06 3.091.235,06 77.507,64 6.697.953,64
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 40.699.742,48 38.669.789,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.392.064,25 5.711.117,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.527.478,16 49.619.284,89 10.304.633,35 54.685.540,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.495.329.150,30 7.269.329.555,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 49.336.857,76 62.111.053,06
3. Beteiligungen 6.250,00 6.250,00
1.402.432,68 3.154.061,52
5. Sonstige Ausleihungen 32.347.829,32 7.578.422.520,06 29.030.246,57 7.363.631.166,94
7.631.133.040,01 7.425.014.660,93
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.087.639,86 36.743.505,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 752.415.688,88 1.196.770.231,65
3. Sonstige Vermögensgegenstände 154.717.402,18 946.220.730,92 94.367.988,49 1.327.881.725,92
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 730.678.337,52 1.277.016.914,06
1.676.899.068,44 2.604.898.639,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.737.602,65 3.402.338,43
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 545.974,00 281.828,00
9.311.315.685,10 10.033.597.467,34

Passiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 233.000.000,00 233.000.000,00
./. Nennbetrag eigener Anteile -6.919.513,00 -4.050.518,00
Ausgegebenes Kapital 226.080.487,00 228.949.482,00
Bedingtes Kapital EUR 21.879.720,00
II. Kapitalrücklage 1.128.204.891,45 1.127.193.936,01
III. Andere Gewinnrücklagen 952.906.271,49 800.000.000,00
IV. Bilanzgewinn 621.371.382,77 1.141.329.660,00
2.928.563.032,71 3.297.473.078,01
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.629.669,00 5.181.065,00
2. Steuerrückstellungen 86.553.834,00 85.958.965,85
3. Sonstige Rückstellungen 274.886.302,33 126.604.298,30
365.069.805,33 217.744.329,15
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 600.000.000,00 600.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a. Darlehensverbindlichkeiten 2.600.000.000,00 2.600.000.000,00
b. Zinsverbindlichkeiten 2.890.719,32 4.345.699,88
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.005.880,25 2.673.281,92
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 291.772.549,05 290.475.796,65
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.476.380.861,36 2.931.588.406,22
6. Sonstige Verbindlichkeiten 45.602.004,11 60.218.177,27
-davon aus Steuern EUR 32.112.452,79 (Vorjahr: EUR 47.599.554,21)-
-davon aus sozialer Sicherheit EUR 1.853,74 (Vorjahr: EUR 0,00)-
6.017.652.014,09 6.489.301.361,94
D. Rechnungsabgrenzungsposten 30.832,97 77.083,01
E. Passive latente Steuern 0,00 29.001.615,23
9.311.315.685,10 10.033.597.467,34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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2018 2017
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 102.150.143,67 115.637.297,46
2. Sonstige betriebliche Erträge 180.910.946,35 82.356.630,26
--davon aus der Währungsumrechnung EUR 19.039.954,47 (Vorjahr: EUR 32.363.589,32)-
3. Programm- und Materialaufwand
a) Aufwendungen für Lizenzen, Sendegebühren und Materialien 206.426.921,74 38.515.462,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.205.128,61 225.632.050,35 23.466.905,08 61.982.368,06
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 86.926.224,72 90.940.407,18
b) Soziale Abgaben 10.151.482,23 97.077.706,95 9.354.721,77 100.295.128,95
--davon für Altersversorgung EUR 2.007.562,64 (Vorjahr: EUR 989.945,50)--
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.845.701,67 15.407.750,99
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 151.389.073,49 141.494.541,06
--davon aus der Währungsumrechnung EUR 21.922.241,61 (Vorjahr: EUR 17.461.105,42)-
7. Erträge aus Gewinnabführungen 529.850.203,20 912.450.274,85
8. Erträge aus Beteiligungen 13.678.244,18 0,00
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.678.244,18 (Vorjahr: EUR 0,00)--
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.746.197,30 12.257.658,53
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 8.834.247,15 (Vorjahr: EUR 11.737.684,58)--
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 631.693,91 0,00
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 22.616.379,33 41.758.010,52
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 68.568.602,45 89.539.089,93
--davon an verbundene Unternehmen EUR 7.448,80 (Vorjahr: EUR 31.159,46)--
--davon aus Aufzinsung EUR 1.013.831,05 (Vorjahr: EUR 906.843,00)--
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 137.579.901,96 159.492.691,51
--davon Ertrag aus latenten Steuern EUR 29.001.615,23 (Vorjahr: Aufwand EUR 6.397.410,47)
14. Ergebnis nach Steuern 121.994.624,59 512.732.280,08
15. Sonstige Steuern 80.401,56 78.585,38
16. Jahresüberschuss 121.914.223,03 512.653.694,70
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 499.457.159,74 628.675.965,30
18. Bilanzgewinn 621.371.382,77 1.141.329.660,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Allgemeine Angaben

Die ProSiebenSat.1 Media SE ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach europäischem Recht und als Konzernobergesellschaft der ProSiebenSat.1 Gruppe unter der Firma ProSiebenSat.1 Media SE beim Amtsgericht München, Deutschland, (HRB 219 439) eingetragen. Die Namens-Stammaktie ist in Deutschland an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main und an der Wertpapierbörse in Luxemburg (Bourse de Luxembourg) notiert. Sitz der Gesellschaft ist Unterföhring. Die Anschrift lautet: ProSiebenSat.1 Media SE, Medienallee 7, 85774 Unterföhring, Deutschland.

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE ist nach den einschlägigen deutschen handelsrechtlichen und aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert angewandt.

Die ProSiebenSat.1 Media SE erstellt und veröffentlicht ihren Jahresabschluss in Euro. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE haben im März 2018 gemeinsam die nach § 161 AktG vorgeschriebene jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ProSiebenSat.1 Media SE (www.prosiebensat1.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über maximal zehn Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250 Euro werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro wird ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Bauten auf fremden Grundstücken werden nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder der kürzeren Laufzeit der Mietverhältnisse abgeschrieben. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden abhängig vom Anlagegegenstand über drei bis maximal 20 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauernd angesehen wird. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung entfallen sind.

Die Bilanzierung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Überprüfung, ob ggf. eine dauerhafte Wertminderung der Anteile an verbundenen Unternehmen eingetreten ist, beurteilt die ProSiebenSat.1 Media SE unter anderem anhand vereinfachter Unternehmensbewertungen und impliziten Multiples sowie beizulegender Zeitwerte. Die beizulegenden Zeitwerte werden dabei durch das Discounted Cash Flow Verfahren ermittelt. Es werden Bewertungen nach dem IDW RS HFA 10 "Anwendung der Grundsätze des IDWS 1 bei der Bewertung von Beteiligungen für die Zwecke eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses" durchgeführt. Hierbei beruhen die Zahlungsströme auf beteiligungsindividuellen Planungen über einen Zeitraum von fünf Jahren, die mit beteiligungsindividuellen Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der hierbei verwendete Kapitalisierungszinssatz wird durch die Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage ermittelt.

Des Weiteren werden die in der Vergangenheit wertberichtigten Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich dahingehend überprüft, ob die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind. Auch für diese Anteile wird der beizulegende Wert der entsprechenden Finanzanlage auf Basis des IDW RS HFA 10 berechnet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen ist den erkennbaren Risiken durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Kurzfristige Fremdwährungsguthaben und -Verbindlichkeiten sind mit Stichtagskursen umgerechnet.

Eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB vom Eigenkapital abgesetzt. Übersteigen die Anschaffungskosten für eigene Anteile den Nennbetrag der Anteile wird der übersteigende Betrag mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und zum Bilanzstichtag dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Diese Vermögensgegenstände werden mit der jeweils zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser als Rückstellung erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dieser Erfüllungsbetrag wird auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Methoden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Berechnung beruht auf den biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 3,21 Prozent sowie einem Rententrend von jährlich 0,0 Prozent bis 1,0 Prozent. Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsanteil wird nach Saldierung mit Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei werden auch Preis- und Kostensteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt.

Die ProSiebenSat.1 Media SE setzt zur Absicherung gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen derivative Finanzinstrumente ein. Sofern ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht, werden die derivativen Finanzinstrumente als Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB unter Verwendung der Einfrierungsmethode mit dem entsprechenden Grundgeschäft zusammengefasst. Besteht kein ausreichender Sicherungszusammenhang, erfolgt die Bewertung der Sicherungsgeschäfte imparitätisch, das heißt, für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schuldposten und Rechnungsabgrenzungsposten Differenzen, die sich in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren, so wird unter Berücksichtigung von werthaltigen vorhandenen Verlust- und Zinsvorträgen ein sich nach Verrechnung insgesamt ergebender Überhang an passiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt. Aktive latente Steuern werden, soweit sie den am Bilanzstichtag vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, saldiert. Das Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern - soweit diese die passiven latenten Steuern übersteigen - wird nicht ausgeübt.

Eine Berücksichtigung von Verlust- und Zinsvorträgen sowie von Steuergutschriften erfolgt in dem Umfang, in welchem innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechnung bzw. Nutzung erwartet wird. Temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schuldposten und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften werden insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aus dem Abbau der betreffenden temporären Unterschiedsbeträge beim ertragsteuerlichen Organträger, der ProSiebenSat.1 Media SE, ausgegangen wird.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen des ertragsteuerlichen Organkreises der ProSiebenSat.1 Media SE. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz für latente Steuern in Höhe von 28 Prozent.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs am Buchungstag oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem Stichtagskurs am Buchungstag oder dem höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Finanzanlagen

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der ProSiebenSat.1 Media SE ist am Ende des Anhangs beigefügt.

Im Geschäftsjahr 2018 erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um 226 Mio Euro auf 7.495 Mio Euro. Dieser Anstieg ist insbesondere auf Kapitalerhöhungen bei der NCG-NUCOM Group SE zurückzuführen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen konzerninterne Darlehen, deren Rückzahlung nicht innerhalb eines Jahres erwartet wird.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten Anteile an Investmentfonds, die fast ausschließlich der Deckung der Pensionsverbindlichkeiten dienen und nicht die Voraussetzungen für eine Saldierung mit Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2S.2 HGB erfüllen.

Als Sonstige Ausleihungen werden im Wesentlichen Darlehen an die Vermieter der Liegenschaften Gutenbergstraße 1-3,4 und Medienallee 7 am Standort Unterföhring ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2018 31.12.2017
Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit Gesamt
in Mio Euro bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2018 bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37 2 39 36 1 37
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 752 -/- 752 1.197 -/- 1.197
Sonstige Vermögensgegenstände 155 -/- 155 94 -/- 94
Summe 944 2 946 1.327 1 1.328

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen (530 Mio Euro; Vorjahr: 912 Mio Euro), aus kurzfristiger Darlehensgewährung (49 Mio Euro; Vorjahr: 51 Mio Euro), aus Cash Pooling (12 Mio Euro; Vorjahr: 77 Mio Euro) sowie aus dem internen Leistungsverkehr (162 Mio Euro; Vorjahr: 157 Mio Euro).

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen geleistete Anzahlungen auf Lizenzen in Höhe von 86 Mio Euro (Vorjahr: 87 Mio Euro) sowie Steuerforderungen in Höhe von 50 Mio Euro (Vorjahr: 4 Mio Euro) enthalten. Da die ProSiebenSat.1 Media SE als Generalübernehmer für den Neubau "Campus" auftritt, sind in dieser Position darüber hinaus Forderungen gegenüber dem Bauherrn in Höhe von 17 Mio Euro enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen das Disagio aus der im Geschäftsjahr 2014 ausgegebenen Anleihe, das über die Laufzeit der Anleihe abgegrenzt wird.

Latente Steuern

Der nachfolgenden Übersicht ist zu entnehmen, aufweiche Bilanzposten im ertragsteuerlichen Organkreis der ProSiebenSat.1 Media SE latente Steuerforderungen bzw. latente Steuerverbindlichkeiten entfallen:

Entwicklung der latenten Steuern

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31.12.2018 31.12.2017
in Mio Euro Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände -/- -/- 3 -/-
Sachanlagen 1 -/- 1 0
Finanzanlagen -/- -39 6 -40
Programmvermögen -/- -/- 0 -/-
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0 -/- 2 0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung -/- 0 -/- 0
Rückstellungen 44 -6 9 -5
Verbindlichkeiten -/- 0 0 -5
Summe 45 -45 21 -50
Saldierung -45 45 -21 21
Ausweis in Bilanz -/- 0 -/- -29

Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden werden mit einem kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 28 Prozent ermittelt, der sich als gewichteter Durchschnitt der Steuersätze der Organgesellschaften ergibt. Temporäre Differenzen auf Finanzanlagen werden mit einem Effektivsteuersatz von 1,4 Prozent bewertet.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der ProSiebenSat.1 Media SE beträgt zum 31. Dezember 2018 233.000.000 Euro (Vorjahr: 233.000.000 Euro) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Zahl der ausgegebenen Stammaktien somit 233.000.000 (Vorjahr: 233.000.000 Stammaktien), von denen die Gesellschaft 6.919.513 Stammaktien (Vorjahr: 4.050.518 Stammaktien) im Eigenbestand hält.

Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2018

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in Mio Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn Summe Eigenkapital
31. Dezember 2017 229 1.127 800 1.141 3.297
Einstellung in Gewinnrücklage -/- -/- 200 -200
Gezahlte Dividenden -/- -/- -/- -442 -442
Jahresüberschuss -/- -/- -/- 122 122
Erwerb eigene Anteile -3 -/- -47 -/- -50
Aktienbasierte Vergütung und Mitarbeiteraktienprogramm 0 1 -/- -/- 1
31. Dezember 2018 226 1.128 953 621 2.928

Genehmigtes Kapital

Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 wurde ein neues Genehmigtes Kapital mit entsprechender Änderung der Satzung § 4 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) geschaffen (Genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand ist danach ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital des Gesellschaft bis zum 30. Juni 2021 (einschließlich) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 87.518.880 Euro durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien zu erhöhen. Den Aktionären ist dabei grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu gewähren. Der Vorstand ist allerdings auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in den im Genehmigten Kapital 2016 näher bezeichneten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.

Der Vorstand hat am 3. November 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2016 gemäß § 4 Absatz 4 der Satzung von 218.797.200 Euro um 14.202.800 Euro durch Ausgabe von 14.202.800 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1 Euro auf 233.000.000 Euro zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde gemäß § 4 Absatz 4 lit. b. der Satzung ausgeschlossen. Nach der teilweisen Ausnutzung beträgt das Genehmigte Kapital 2016 noch 73.316.080 Euro.

Bedingtes Kapital

Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 wurde ein Bedingtes Kapital mit entsprechender Änderung der Satzung in §4 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) geschaffen. Dabei wird das Grundkapital um insgesamt bis zu 21.879.720 Euro durch Ausgabe von insgesamt bis zu 21.879.720 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen sowie an Inhaber von Optionsrechten aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund Ermächtigung gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 bis zum 29. Juni 2021 (einschließlich) von der Gesellschaft oder einem in- oder ausländischen Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit der Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben werden.

Eigene Anteile

Die Hauptversammlung vom 21. Mai 2015 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 20. Mai 2020 (einschließlich) eigene Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Erteilung der Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben und diese, in den in der Ermächtigung näher bezeichneten Fällen auch unter Ausschluss des Bezugsrechts, zu verwenden. Der Erwerb eigener Aktien kann dabei im Umfang von insgesamt bis zu 5 Prozent des im Zeitpunkt der Erteilung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nach näherer Maßgabe der Bestimmungen der Ermächtigung auch unter Einsatz von Derivaten erfolgen. Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweils bestehenden Grundkapitals entfallen.

Die Ermächtigung vom 21. Mai 2015 sieht vor, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats sie zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausüben kann, insbesondere zur Bedienung von Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Stammaktien der ProSiebenSat.1 Media SE, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms ausgegeben werden sowie zur Bedienung von Aktientantiemen und Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen.

Zur Absicherung der Aktienoptionsprogramme und Aktienzusagen wurden im Geschäftsjahr 2011 2.500.000 Vorzugsaktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 13,01 Euro erworben. Im Geschäftsjahr 2009 wurden 4.900.000 Vorzugsaktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,14 Euro erworben. Im Geschäftsjahr 2008 wurden 1.127.500 Vorzugsaktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 13,40 Euro erworben. In den Geschäftsjahren 2010 und 2012 bis 2017 wurden keine eigenen Anteile erworben. Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Aktiengattungen zusammengelegt, wodurch die Anzahl der erworbenen Vorzugsaktien der der Stammaktien entspricht.

Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE haben am 7. November 2018 ein Rückkaufprogramm für eigene Aktien durch die Gesellschaft im Umfang von bis zu 250 Mio Euro mit einer Gesamtlaufzeit von 12 bis 24 Monaten beschlossen. Auf dieser Grundlage hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 2.906.226 eigene Aktien für insgesamt 50 Mio Euro erworben. Dies entspricht einem durchschnittlichen Kurs in Höhe von 17,20 Euro. Der Rückkauf erfolgte ohne Verwendungsbeschränkung für die erworbenen eigenen Aktien, die daher von der Gesellschaft zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken verwendet oder eingezogen werden können.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms "myshares" 37.231 eigene Anteile zu einem Kurs von 19,92 Euro abgegeben

Insgesamt hält die ProSiebenSat.1 Media SE zum 31. Dezember 2018 6.919.513 (Vorjahr: 4.050.518) eigene Stammaktien. Dies entspricht einem Anteil in Höhe von 3,0 Prozent (Vorjahr: 1,7%) des Grundkapitals.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 1.128 Mio Euro (Vorjahr: 1.127 Mio Euro). Die Kapitalrücklage beinhaltet das Agio aus der Ausgabe von Aktien im Geschäftsjahr 1997 und der Kapitalerhöhungen in 2004 und 2016 sowie die kumulierten Ergebniseffekte, die im Zusammenhang mit der Gewährung von Aktienoptionen der ehemaligen Long Term Incentive Pläne (LTIPs) sowie der Aktienzusagen und Mitarbeiter-Aktienprogrammen entstanden sind und die Effekte aus der Ausübung der Aktienoptionen.

Gewinnrücklage

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten Zuführungen in Höhe von 800 Mio Euro des Vorjahres und in Höhe von 200 Mio Euro aus dem Geschäftsjahr 2018. Die den Nennbetrag der eigenen Anteile übersteigenden Anschaffungskosten in Höhe von 47 Mio Euro wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Bilanzgewinn

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Mai 2018 aus dem Bilanzgewinn der ProSiebenSat.1 Media SE des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 1.141 Mio Euro eine Ausschüttung in Höhe von 442 Mio Euro an die Aktionäre der ProSiebenSat.1 Media SE vorgenommen. Dies entspricht einer Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,93 Euro je dividendenberechtigter Stammaktie.

Darüber hinaus wurde auf der Hauptversammlung im Mai 2018 beschlossen, 200 Mio Euro aus dem Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung der Vorjahresperiode ausgewiesene Gewinnvortrag in Höhe von 629 Mio Euro enthält eine Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 800 Mio Euro aus dem Vorjahr.

Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE ausgewiesenen Bilanzgewinn. Es ist vorgesehen, den Bilanzgewinn der ProSiebenSat.1 Media SE des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 621 Mio Euro wie folgt zu verwenden:

Gewinnverwendungsvorschlag

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in Euro
Ausschüttung einer Dividende von 1,19 Euro je auf den Namen lautende Stammaktie 269.035.779,53
Einstellung in die Gewinnrücklage 200.000.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 152.335.603,24
Bilanzgewinn 31.12.2018 621.371.382,77

Rückstellungen

Rückstellungen

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in Mio Euro 31.12.2018 31.12.2017
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4 5
Steuerrückstellungen 86 86
Sonstige Rückstellungen
Drohverlustrückstellungen 176 6
Personalrückstellungen 39 53
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen 19 23
Übrige sonstige Rückstellungen 41 45
Zwischensumme Sonstige Rückstellungen 275 127
Summe 365 218

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden für Verpflichtungen aus Anwartschaften von aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands der ProSiebenSat.1 Media SE sowie deren Hinterbliebenen gebildet.

Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen

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in Mio Euro 31.12.2018 31.12.2017
Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag 26 25
Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert 23 20
- davon verpflichtungsbezogene Überdeckung 1 0
Bilanzausweis Pensionsrückstellungen 4 5

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen 24 Mio Euro (Vorjahr: 20 Mio Euro). Im Rahmen der Erfassung von Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung der Verpflichtung und Aufwendungen und Erträgen aus dem Deckungsvermögen wurde Zinsaufwand in Höhe von 1 Mio Euro (Vorjahr: 1 Mio Euro) und Aufwand aus der Abschreibung des Deckungsvermögens in Höhe von 1 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro) in den Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen.

Unter Anwendung des für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 2,33 Prozent p.a. würde sich im Geschäftsjahr 2018 ein Erfüllungsbetrag in Höhe von 28 Mio Euro (inklusive des im aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung enthaltenen Erfüllungsbetrags) ergeben. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt im Geschäftsjahr 1 Mio Euro.

Steuerrückstellungen

Bei den Steuerrückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Auswirkungen der laufenden Betriebsprüfung wurden dabei berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die ProSiebenSat.1 Group steht einem herausfordernden Umfeld auf dem Fernsehmarkt gegenüber. Insbesondere US-Programmtitel weisen seit einiger Zeit rückläufige Reichweiten auf. Dies liegt zum einen darin begründet, dass diese Programmtitel thematisch vorwiegend an den spezifischen Anforderungen des US-Fernsehmarktes ausgerichtet sind. Zum anderen hat sich die durchschnittliche Qualität der im Rahmen der US-Studio-Verträge erworbenen Titel aus Sicht der ProSiebenSat.1 Group schwächer entwickelt als erwartet. Zudem stehen die US-Programmtitel den Sendern der ProSiebenSat.1 Group üblicherweise nicht exklusiv zur Verfügung und können darüber hinaus nur beschränkt digital ausgewertet werden, während konkurrierende Video-on-Demand-Portale zunehmend Nutzer gewinnen.

Um dieser Entwicklung entgegen zu treten, strebt die ProSiebenSat.1 Group an, künftig vermehrt lokale Inhalte zu erwerben beziehungsweise selbst zu produzieren und den Anteil von US-Programmtiteln am Free-TV-Programmangebot nachhaltig zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der Gesellschaft im vierten Quartal 2018 die Entscheidung getroffen, die in 2017 begonnene strategische Neuausrichtung des Programmangebotes fortzusetzen. Im Rahmen dieser Neuausrichtung werden bestimmte, nicht mehr zum Einsatz vorgesehene US-Titel an die 7TV Joint Venture GmbH eine 50%ige Beteiligung der ProSiebenSat.1 Entertainment GmbH sublizenziert. Es handelt sich dabei um ein Portfolio von Programmtiteln, die von den US-Lizenzgebern in der Zukunft noch zugehen werden. Die 7TV Joint Venture GmbH wird die Programme nutzen, um die Plattform für den Nutzer attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus hat sich das Management der ProSiebenSat.1 Group im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung entschieden, bestimmte US-Programmtitel nicht mehr auszustrahlen.

Im Rahmen oben genannter strategischer Maßnahmen wurde im vierten Quartal 2018 eine Rückstellung für drohende Verluste im Zusammenhang mit der zukünftigen Abnahme von Programmvermögen in Höhe von 176 Mio EUR gebildet (davon 168 Mio EUR aus der Transaktion mit 7TV).

In den Personalrückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für mehrjährige variable Anreizsysteme enthalten. Neben dem Group Share Plan und dem Performance Share Plan (beschrieben im Kapitel "Anteilsbasierte Vergütungen") handelt es sich dabei um den nachfolgend beschriebenen Mid Term Incentive Plan.

Mit dem 2015 eingeführten Mid Term Incentive Plan erhalten die Teilnehmer eine mehrjährige variable Vergütungskomponente. Hierbei handelt es sich um ein bar auszahlbares mittelfristiges Vergütungsinstrument für Mitglieder des Vorstands sowie ausgewählte weitere Führungskräfte, das den Teilnehmern die Möglichkeit gewährt, an der zukünftigen Entwicklung des adjusted EBITDA der ProSiebenSat.1 Group teilzuhaben. Die Planlaufzeit des Mid Term Incentive Plan beträgt drei Jahre, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2016 und fördert die Erreichung der an den Kapitalmarkt kommunizierten Mittelfristziele für das Geschäftsjahr 2018. Darüber hinaus stellt er einen wesentlichen Anreiz für eine erfolgreiche Transformation der ProSiebenSat.1 Group vom TV-Haus hin zu einem Entertainment und Commerce Powerhouse dar, welche die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens sicherstellt. Der Auszahlungsbetrag hängt von dem bis zum Ende der Planlaufzeit erreichten adjusted EBITDA der ProSiebenSat.1 Group sowie der Erreichung bestimmter Mindestschwellen für Umsatz und adjusted EBITDA während der Planlaufzeit ab. Das tatsächlich erreichte adjusted EBITDA des jeweiligen Jahres und/oder der Konzernumsatz 2018 können um Auswirkungen außergewöhnlicher Entwicklungen oder besonderer Umstände wie z.B. wesentlicher M&A-Transaktionen, die noch nicht im adjusted EBITDA- sowie Umsatzziel berücksichtigt wurden, bereinigt und entsprechend angepasst werden. Der Auszahlungsbetrag kann zwischen 0 und maximal 250 Prozent des jeweiligen Zielwerts betragen. Die Mitglieder des Vorstands sowie die weiteren Teilnehmer des Mid Term Incentive Plan erhalten jeweils eine einmalige Zuteilung für die gesamte Planlaufzeit. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens vor Ende der Planlaufzeit wird der Auszahlungsbetrag zeitanteilig gekürzt.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für Steuerzinsen und Umsatzsteuer in Höhe von 35 Mio Euro (Vorjahr: 38 Mio Euro) sowie für Bewertungseinheiten aufgrund von Ineffektivsten in Höhe von 1 Mio Euro (Vorjahr: 3 Mio Euro).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten

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31.12.2018 31.12.2017
Restlaufzeit Restlaufzeit
in Mio Euro bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt 31.12.2018 bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre
Anleiheverbindlichkeiten -/- 600 -/- 600 -/- 600
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) Darlehensverbindlichkeiten -/- 2.375 225 2.600 -/- 2.100
b) Zinsverbindlichkeiten 3 -/- -/- 3 4 -/-
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1 -/- -/- 1 3 -/-
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 241 51 -/- 292 241 49
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.477 -/- -/- 2.477 2.932 -/-
Sonstige Verbindlichkeiten 45 -/- -/- 45 60 -/-
Summe 2.767 3.026 225 6.018 3.240 2.749
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31.12.2017
Restlaufzeit
in Mio Euro über 5 Jahre Gesamt 31.12.2017
Anleiheverbindlichkeiten -/- 600
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) Darlehensverbindlichkeiten 500 2.600
b) Zinsverbindlichkeiten -/- 4
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -/- 3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -/- 290
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -/- 2.932
Sonstige Verbindlichkeiten -/- 60
Summe 500 6.489

Es besteht eine unbesicherte Anleihe im Volumen von 600 Mio Euro mit einem Kupon von 2,625 Prozent und einer Fälligkeit im April 2021. Sie ist am regulierten Markt der Luxemburger Börse (ISIN DE000A11QFA7) notiert.

Zudem besteht eine Konsortialkreditvereinbarung aus einem unbesicherten, endfälligen Darlehen mit einem Nominalvolumen von 2.100 Mio Euro sowie einer unbesicherten, revolvierenden Kreditfazilität (RCF) mit einem Rahmenvolumen von 750 Mio Euro, die im Geschäftsjahr 2018 nicht in Anspruch genommen wurde. Die Laufzeiten des Darlehens und des RCF wurden im Geschäftsjahr bis April 2023 verlängert. Die Kreditvereinbarung wurde mit einer internationalen Bankengruppe geschlossen.

Zusätzlich hat die ProSiebenSat.1 Media SE im Geschäftsjahr 2016 drei unbesicherte syndizierte Schuldscheindarlehen in einer Gesamthöhe von 500 Mio Euro mit Laufzeitbändern von sieben Jahren (225 Mio Euro festverzinst und 50 Mio Euro variabel verzinst) und zehn Jahren (225 Mio Euro fest verzinst) begeben. Im Falle einer Änderung der Kontrolle über die ProSiebenSat.1 Media SE durch direkten oder indirekten Erwerb von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte der ProSiebenSat.1 Media SE durch einen Dritten ("Change of Control") haben die Darlehensgeber das Recht, ihre Darlehensbeteiligung zu kündigen und Rückzahlung zu verlangen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling (2.430 Mio Euro; Vorjahr: 2.864 Mio Euro), Verbindlichkeiten aus dem internen Leistungsverkehr (24 Mio Euro; Vorjahr: 26 Mio Euro) sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisübernahmeverpflichtungen (23 Mio Euro; Vorjahr: 42 Mio Euro).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Programmvermögen und Programmnebenrechten als auch Dienstleistungen im Rahmen der Tätigkeit als Holding-Gesellschaft.

Erlöse aus dem Verkauf von Programmvermögen und Programmnebenrechten fielen in Höhe von 36 Mio Euro (Vorjahr: 40 Mio Euro) an, der überwiegende Teil davon im Ausland.

Erlöse aus Dienstleistungen aufgrund der Holdingfunktion betreffen fast ausschließlich Umlagen für Managementgebühren in Höhe von 43 Mio Euro (Vorjahr: 43 Mio Euro) und Erlöse aus Vermietung von Büroflächen und Nebenkosten in Höhe von 15 Mio Euro (Vorjahr: 14 Mio Euro) an verbundene Unternehmen. Die Erlöse wurden fast ausschließlich gegenüber inländischen Konzern-Gesellschaften erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Aus dem Verkauf der Anteile an der NCG-NUCOM Group SE mit wirtschaftlicher Wirkung am 4. April 2018 in Höhe von 25,1 Prozent an die General Atlantic PD GmbH, München entstand im Geschäftsjahr 2018 ein Gewinn in Höhe von 108 Mio Euro. Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge in Höhe von 14 Mio Euro (Vorjahr: 8 Mio Euro) betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen.

In den anderen sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 58 Mio Euro (Vorjahr: 74 Mio Euro) sind insbesondere Kostenweiterbelastungen an Konzernunternehmen sowie Währungskurseffekte enthalten.

Programm- und Materialaufwand

Die Aufwendungen für Lizenzen, Sendegebühren und Materialien in Höhe von 206 Mio Euro (Vorjahr: 39 Mio Euro) enthalten im Wesentlichen die Zuführung zur Drohverlustrückstellung im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Programmangebotes in Höhe von 176 Mio Euro (siehe hierzu Ausführungen zu den Sonstigen Rückstellungen) und Aufwendungen für Übertragungskosten und Satellitenmieten in Höhe von 27 Mio Euro (Vorjahr: 30 Mio Euro). Letztere werden an Konzernunternehmen weiterbelastet. Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen vor allem Mietaufwendungen, die im Rahmen der Tätigkeit als Konzernholding an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet und als Umsatzerlöse ausgewiesen werden.

Personalaufwand

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 97 Mio Euro (Vorjahr: 100 Mio Euro). Rückläufig entwickelten sich insbesondere die Aufwendungen für Boni und Incentive-Vereinbarungen während die Aufwendungen für die Reorganisation einen gegenläufigen Effekt hatten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 151 Mio Euro (Vorjahr: 141 Mio Euro) sind insbesondere Weiterbelastungen von Konzernunternehmen, IT-Kosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Währungseffekte enthalten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf höhere IT-Kosten sowie Beratungskosten im Zusammenhang mit Reorganisationen zurückzuführen.

Ergebnis aus Gewinnabführungen und Beteiligungen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 530 Mio Euro (Vorjahr: 912 Mio Euro) enthalten im Geschäftsjahr 2018 ausschließlich die abgeführten Gewinne der deutschen Senderfamilie in Höhe von 530 Mio Euro (Vorjahr: 590 Mio Euro). Der Vorjahres-Wert wurde durch einen hohen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Anteile an der Etraveli Holding AB beeinflusst. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr ein Dividendenertrag in Höhe von 14 Mio Euro von der NCG-NUCOM Group SE realisiert. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen verringerten sich im Geschäftsjahr 2018 auf 23 Mio Euro (Vorjahr: 42 Mio Euro).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 1 Mio Euro (Vorjahr: 1 Mio Euro) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Neben dem von der Gesellschaft selbst erwirtschafteten steuerlichen Ergebnis ist die ProSiebenSat.1 Media SE als Organträgerin Steuerschuldnerin hinsichtlich der ihr über Ergebnisabführungsverträge verbundener Organgesellschaften zuzurechnenden Bemessungsgrundlagen.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 47 Mio Euro (Vorjahr: 28 Mio Euro) enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse

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in Mio Euro 31.12.2018 31.12.2017
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften 18 32
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (18) (32)

Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Kreditbürgschaften für verbundene Unternehmen.

Auf Basis einer kontinuierlichen Risikoeinschätzung der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung aller bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse geht die ProSiebenSat.1 Media SE davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Daher wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in Mio Euro fällig im Folgejahr fällig im 2. bis 5. Jahr fällig nach dem 5. Jahr Summe 31.12.2018 Summe 31.12.2017
Programmvermögen 382 1.528 385 2.295 2.345
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) -/- -/- -/- -/- -/-
Distribution 26 65 13 104 130
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) -/- -/- -/- -/- -/-
Leasing- und Mietverpflichtungen 19 51 239 309 65
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) -/- -/- -/- -/- -/-
Sonstige Verpflichtungen 36 4 -/- 40 79
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) 15 -/- -/- 15 27
Summe 463 1.648 637 2.748 2.619

Das Einkaufsobligo aus Programmvermögen resultiert aus vor dem 31. Dezember 2018 abgeschlossenen Verträgen für den Erwerb von Film- und Serienlizenzen sowie Auftragsproduktionen.

Unter Distribution werden finanzielle Verpflichtungen aus Satelliten-Dienstleistungen, Verpflichtungen aus Verträgen über terrestrische Nutzung und Kabeleinspeisungsgebühren ausgewiesen.

Die Leasing- und Mietverpflichtungen beinhalten insbesondere Gebäudemietverträge über Büro- und Redaktionsräume am Standort Unterföhring. Die Laufzeit der wesentlichen Verträge erstreckt sich bis 2038. Aufgrund des Abschlusses des neuen Mietvertrags bezüglich "Campus" im August 2018 erhöhten sich die Verpflichtungen signifikant. Darüber hinaus werden hier die Verpflichtungen aus der Gewährung von Firmenwagen ausgewiesen.

Unter den Sonstigen Verpflichtungen werden im Wesentlichen Verpflichtungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen, das Bestellobligo und Mitgliedschaften ausgewiesen.

Eventualverbindlichkeiten

Den Regelungen des Handelsgesetzbuches und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechend gibt es Geschäfte, die nicht in der Bilanz abzubilden sind. Hierunter fallen bei der ProSiebenSat.1 Media SE im Wesentlichen Leasing-Verträge. Eine wesentliche finanzielle Auswirkung dieser Geschäfte auf die ProSiebenSat.1 Media SE ergibt sich nicht. Wesentliche Risiken und Vorteile dieser Geschäfte auf die Finanzlage der ProSiebenSat.1 Media SE sind nicht erkennbar.

Beschäftigte

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Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2018 2017
Angestellte 609 696
Auszubildende, Volontäre und Praktikanten 88 94
Summe 697 790

Anteilsbasierte Vergütungen

Group Share Plan

Zum 31. Dezember 2018 existieren mit dem Group Share Plan 2015, 2016 und 2017 bei der ProSiebenSat.1 Media SE insgesamt drei Programme, in deren Rahmen die Berechtigten nach Ablauf einer Planlaufzeit (Haltefrist) von vier Jahren Anrechte auf virtuelle Aktien ("Performance Share Units", "PSUs") erwerben. Hierbei handelt es sich um langfristige Vergütungsinstrumente, die von der ProSiebenSat.1 Media SE für Mitglieder des Vorstands sowie weitere ausgewählte Führungskräfte und Angestellte der ProSiebenSat.1 Group entwickelt wurden. Die Zustimmung der Hauptversammlung zur Einführung erfolgte für den Group Share Plan am 15. Mai 2012. Die einzelnen Berechtigten und die Zahl der ihnen einzuräumenden PSUs werden durch den Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats bzw. - soweit Mitglieder des Vorstands betroffen sind - durch den Aufsichtsrat festgelegt.

Die Struktur der Pläne ist in vielen Bestandteilen identisch, insofern wird im Folgenden an mehreren Stellen von einem Plan gesprochen. Es handelt sich dabei jeweils um eine Aktientantieme, bei der die ProSiebenSat.1 Media SE ein Wahlrecht zur Erfüllung in Eigenkapitalinstrumenten bzw. Barmitteln hat. Mit Beschluss vom 11. März 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und beschlossen, die Group Share Pläne in Barmitteln zu begleichen. Der abgelaufene Group Share Plan 2014 wurde im zweiten Quartal 2018 vollständig ausgezahlt.

Aufwendungen für Group Share Pläne, die Tochterunternehmen betreffen, wurden an diese weiterbelastet.

Bewertung, Mindesthürden und Erfolgsziel

Die Bewertung der PSUs erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, dieser entspricht grundsätzlich dem Marktwert der zugrundeliegenden Aktien. Der Umrechnungsfaktor, mit dem die PSUs nach Ablauf der Haltefrist in Barmittel umgerechnet werden, hängt von der Erreichung im Voraus festgelegter EBITDA- und Net-Income-Erfolgsziele ab und kann zwischen 0 und 150 Prozent variieren (erfolgsbezogener Cap). Sofern der Aktienkurs bei Festlegung des Umtauschverhältnisses den Aktienkurs bei Zuteilung um mehr als 200 Prozent übersteigt, wird der Umrechnungsfaktor ferner so verringert, dass eine über der Schwelle von 200 Prozent liegende Kurssteigerung zu keiner weiteren Werterhöhung der PSUs mehr führt (kursbezogener Cap). Aufgrund der während der Planlaufzeit fehlenden Berechtigung zum Bezug von Aktiendividenden wird der beizulegende Zeitwert um den Zeitwert der zu erwartenden Dividenden gekürzt. Die entsprechenden Dividendenabschläge wurden aus der bisherigen Dividendenhistorie der ProSiebenSat.1 Group abgeleitet. Nach Ende eines jeden Jahres der Haltefrist wird ein Viertel der gewährten PSUs unverfallbar (Vesting).

Die Zahlung, die der Planteilnehmer am Ende der vierjährigen Planlaufzeit pro PSU erhält, hängt von der jeweiligen Zielerreichung ab. Der Aufsichtsrat kann die Umwandlungsquote für den jeweiligen Group Share Plan von virtuellen Aktien in Barmittel für den Vorstand um plus/minus 25,0 Prozent verändern, um die individuelle Leistung zu reflektieren. Zusätzlich erfolgt eine Anpassung der Anzahl der PSUs im Falle der Ausschüttung einer Superdividende durch ein entsprechendes Verwässerungsverhältnis. Die Anwendung des Umrechnungsfaktors sowie eines möglichen Superdividenden-Verwässerungsverhältnisses erfolgt zum Zeitpunkt der Wandlung der PSUs in Geld.

Die folgende Tabelle gibt Informationen zu den einzelnen Group Share Plänen der ProSiebenSat.1 Media SE wieder:

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Übersicht der Group Share Pläne GSP 2014 GSP 2015 GSP 2016 GSP 2017
Stand Performance Share Units (PSUs) 1.1.2018 324.461 119.417 237.518 260.442
Zugeteilte PSUs im Jahr 2018 -/- -/- -/- -/-
Verfallene PSUs im Jahr 2018 240 21.447 47.539 26.075
Im Rahmen von anderen Rogrammen abgelöste PSUs -/- 411 3.403 8.447
Abgewickelte PSUs im Jahr 2018 324.221 -/- -/- -/-
Stand Performance Share Units 31.12.2018 -/- 97.559 186.576 225.920
Zusagezeitpunkt 15.09.2014 01.12.2015 15.12.2016 15.12.2017
Erdienungszeitraum 2014 bis 2017 2015 bis 2018 2016 bis 2019 2017 bis 2020

Performance Share Plan

Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2018 wurden den Mitgliedern des Vorstands sowie weiteren ausgewählten Führungskräften und Angestellten der ProSiebenSat.1 Group erneut Anrechte auf Aktien in Form eines neuen Performance Share Plan 2018 gewährt. Der Performance Share Plan löst den Group Share Plan ab, der somit in 2017 zum letzten Mal gewährt wurde.

Dieser Long Term Incentive Plan ist als mehrjährige variable Vergütung in Form virtueller Aktien (Performance Share Units) ausgestaltet. Hierzu erfolgt eine Zuteilung in jährlichen Tranchen mit jeweils vierjährigem Performancezeitraum. Die Auszahlung erfolgt jeweils in Jahr fünf, dem Jahr nach Ablauf des Performancezeitraums. Die Gesellschaft hat das Recht, statt der Auszahlung alternativ eine Abwicklung in eigenen Aktien zu wählen und hierzu eine entsprechende Zahl an Aktien der Gesellschaft zu liefern.

Die Auszahlung ist von der Aktienkursentwicklung der ProSiebenSat.1 Media SE sowie einer Zielerreichung auf Basis der internen sowie externen Unternehmensperformance abhängig. Die Unternehmensperformance bestimmt sich zu je 50 Prozent anhand des adjusted net income auf Konzernebene (Konzernüberschuss) sowie des relativen Total Shareholder Return (TSR - Aktienrendite der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie relativ zur Aktienrendite der Unternehmen im gewählten Vergleichsindex). Der Performance Share Plan wird in jährlichen Tranchen mit einem Performancezeitraum von jeweils vier Jahren aufgelegt.

Der relative TSR stellt die Aktienrendite der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der Aktienrendite einer relevanten Gruppe von Vergleichsunternehmen gegenüber und diese zu dieser in Relation. Der relative TSR berücksichtigt dabei die Aktienkursentwicklung und Dividenden an die Aktionäre über den vierjährigen Performancezeitraum.

Nach Ablauf des vierjährigen Performancezeitraums werden die gewährten Performance Share Units mit einem Umrechnungsfaktor, der sich anhand der gewichteten Zielerreichung des adjusted net income und des relativen TSR bestimmt, in eine endgültige Anzahl von Performance Share Units umgerechnet. Der Auszahlungsbetrag je Performance Share Unit entspricht dem volumen-gewichteten durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs der ProSiebenSat.1 Media SE Aktie der vorangegangenen dreißig Börsenhandelstage vor Ende des Performancezeitraums zuzüglich der im Performancezeitraum kumulierten Dividendenzahlungen auf die ProSiebenSat.1 Media SE Aktie. Er ist je Tranche auf maximal 200 Prozent des individuellen Zuteilungswerts begrenzt (Cap). Im Falle einer Abwicklung in eigenen Aktien wird der Auszahlungsbetrag auf Grundlage des vorstehenden Durchschnittskurses in eine entsprechende Anzahl eigener Aktien der Gesellschaft umgerechnet, die an den Berechtigten ausgegeben werden.

Die folgende Tabelle gibt Informationen zum Performance Share Plan der ProSiebenSat.1 Media SE wieder:

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Übersicht des Performance Share Plans PSP 2018
Stand Performance Share Units (PSUs) 1.1.2018 -/-
Zugeteilte PSUs im Jahr 2018 288.160
Verfallene PSUs im Jahr 2018 -/-
Abgewickelte PSUs im Jahr 2018 -/-
Stand Performance Share Units 31.12.2018 288.160
Zusagezeitpunkt 29.06.2018
Erdienungszeitraum 2018 bis 2021

Sonstige anteilsbasierte Vergütungsmodelle

Darüber hinaus unterhält die ProSiebenSat.1 Media SE das im Geschäftsjahr 2018 erneut aufgesetzte Mitarbeiteraktienprogramm "myshares". Im Rahmen dieses Programms wurden 37.231 eigene Anteile zu einem Kurs von 19,92 Euro abgegeben.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben gem. § 285 Nr. 17 HGB über das von unserem Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Geschäftsjahr 2018 berechnete Gesamthonorar sind im Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE zum 31. Dezember2018 enthalten.

Derivative Finanzinstrumente

Die ProSiebenSat.1 Media SE ist aufgrund ihrer operativen Tätigkeit und ihres Finanzierungsbedarfs verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken werden im Rahmen des Finanzrisikomanagements vom Zentralbereich Group Finance & Treasury gesteuert. Ziele des Finanzrisikomanagements sind die Sicherung der Zahlungsfähigkeit und die risikoadäquate Steuerung der Marktpreisrisiken. Die hierbei eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung bestehender Risiken und werden nicht zu Spekulationszwecken verwendet.

Der Marktwert von Zinsswaps wird durch Abzinsung der erwarteten, zukünftigen Zahlungsströme ermittelt. Die Berechnung der Marktwerte der Zinscaps, Zinsfloors und Devisenoptionen basiert auf Grundlage marktüblicher Optionspreismodelle. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte ergeben sich aus am Markt gestellten Devisenterminkursen. Bei der Verwendung anderer Methoden kann es zu Abweichungen kommen.

Die Nominal- und Marktwerte der von der ProSiebenSat.1 Media SE zum 31. Dezember 2018 gehaltenen derivativen Finanzinstrumente sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

Nominal- und Marktwerte

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Jahr der Fälligkeit Nominalbetrag Marktwert
2019 2020 - 2023 ab 2024 31.12.2018 31.12.2018
Währungssicherung Mio USD Mio USD Mio USD Mio USD Mio Euro
Devisentermingeschäfte 410 1.171 105 1.686 61
Devisenoptionen 10 0 0 10 0
Zinssicherung Mio Euro Mio Euro Mio Euro Mio Euro Mio Euro
Zinssicherungsgeschäfte 0 3.100 0 3.100 -11

In den folgenden Bilanzposten sind die nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierungspflichtigen derivativen Finanzinstrumente mit den angegebenen Buchwerten erfasst. Die Devisentermingeschäfte und Zinscaps werden zu Sicherungszwecken eingesetzt, sind aber nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB.

Ausweis derivativer Finanzinstrumente

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Sonstige Vermögensgegenstände Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sonstige Rückstellungen
in Mio Euro 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
Devisentermingeschäfte -/- -/- -/- -/- -/- 6
Devisenoptionen 0 0 -/- -/- -/- -/-
Zinsoptionen 0 0 -/- -/- -/- -/-
Zinsswaps -/- -/- 0 2 1 3
Summe 0 0 0 2 1 9

Bewertungseinheiten zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos

Unter Fremdwährungsrisiko versteht die ProSiebenSat.1 Media SE die aus Devisenkursänderungen resultierende Gefahr von Verlusten. Die ProSiebenSat.1 Media SE schließt einen wesentlichen Teil ihrer Lizenzverträge mit Produktionsstudios in den USA ab. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesem Programmrechteerwerb erfüllt die ProSiebenSat.1 Media SE in der Regel in US-Dollar. Aus diesem Grund können Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar die Finanz- und Ertragslage der ProSiebenSat.1 Media SE beeinträchtigen. Das Währungsrisiko aus Forderungen und Verbindlichkeiten in anderen Fremdwährungen bzw. für andere Zwecke ist aufgrund seines geringen Volumens vernachlässigbar.

Die ProSiebenSat.1 Media SE verfolgt einen konzernweiten Portfolioansatz. Als Fremdwährungs-Exposure wird dabei das Gesamtvolumen aller zukünftigen US-Dollar-Zahlungen verstanden, die aus bestehenden Lizenzverträgen resultieren und innerhalb eines Zeitraums von sieben Jahren fällig werden. Im Rahmen des Fremdwährungsmanagements setzt die ProSiebenSat.1 Media SE verschiedene derivative und originäre Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungsschwankungen ein. Hierzu zählen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Währungsbestände (Devisenkassaposition) in US-Dollar.

Derivative Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen, werden im Rahmen von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB bilanziert. Das Brutto-Fremdwährungs-Exposure der ProSiebenSat.1 Media SE wird mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Portfolio-Bewertungseinheit zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäft werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrundeliegenden Zahlungsströmen bewertet.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das Netto-Fremdwährungsexposure der Gesellschaft:

Währungsrisikoanalyse

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31.12.2018 31.12.2017
Mio USD Mio USD
Brutto-Fremdwährungsexposure -2.725 -2.789
Devisensicherungsgeschäfte (in Bewertungseinheiten) 1.696 2.005
Devisensicherungsgeschäfte (in keinen Bewertungseinheiten) 0 127
Devisenkassaposition 219 49
1.915 2.181
Netto-Exposure -810 -608
Hedge ratio 70% 78%

Finanzinstrumente zur Absicherung des Zinsrisikos

Unter Zinsrisiko versteht die ProSiebenSat.1 Media SE das Risiko steigender Finanzierungskosten durch einen Anstieg des Zinsniveaus. Die ProSiebenSat.1 Media SE ist durch ihre variabel verzinslichen finanziellen Darlehen einem Zinsrisiko ausgesetzt. Instrumente zur Absicherung des Zinsrisikos stellen Zinsswaps sowie Zinsoptionen (z.B. Zinscaps) dar. Die ProSiebenSat.1 Media SE ist außerdem einem Zinsrisiko aus dem herrschenden Negativzinsniveau ausgesetzt. Dieses Risiko wird ebenso durch Zinsoptionen begrenzt. Zum 31. Dezember 2018 waren sämtliche Zinsswaps in Bewertungseinheiten designiert, demgegenüber werden Zinsoptionen überwiegend freistehend bilanziert.

Freistehende Derivate zur Absicherung des Zinsrisikos

ProSiebenSat.1 Media SE sichert das Zinsrisiko mit freistehenden Zinsoptionen ab. Als Käufer einer Zinsoption hat die ProSiebenSat.1 Media SE das Recht, aber nicht die Verpflichtung, zukünftige variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen zu tauschen. Dadurch werden die zukünftigen, variabel verzinslichen Zinszahlungen der Darlehen kompensiert und durch festverzinsliche Zinszahlungen ersetzt, wenn diese für die ProSiebenSat.1 Media SE günstig sind. Da die Zinsderivate ausschließlich der Absicherung des bestehenden Zinsrisikos dienen besteht keine Glattstellungsintention. Zum 31. Dezember 2018 waren Zinscaps über 1.600 Mio Euro (Vorjahr: 1.250 Mio Euro) im Bestand. Sie sichern das Zinsrisiko bis 2020 ab. Daneben bestehen weitere Zinsoptionen, die das Risiko aus dem herrschenden Negativzinsniveau begrenzen. Hierbei entfallen 500 Mio Euro auf den Zeitraum bis 2020. Die durchschnittliche Zinsobergrenze der Zinscaps beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf 1,0 Prozent per annum (Vorjahr: 0,0 %).

Bewertungseinheiten zur Absicherung des Zinsrisikos

Neben den vorher genannten freistehenden Derivaten sichert die ProSiebenSat.1 Media SE das Zinsrisiko mit Zinsswaps ab, die in Bewertungseinheiten designiert sind (Mikro Hedge). Bei Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen getauscht. Dadurch werden die zukünftigen, variabel verzinslichen und somit unsicheren Zinszahlungen der Darlehen kompensiert und durch festverzinsliche Zinszahlungen ersetzt.

Zum 31. Dezember 2018 waren Zinsswaps im Gesamtvolumen von 1.500 Mio Euro (Vorjahr: 1.350 Mio Euro) im Bestand. Hiervon entfällt das Nominalvolumen in Höhe von 500 Mio Euro auf den Zeitraum bis 2020 und das Nominalvolumen in Höhe von 1.000 Mio Euro auf den Anschlusszeitraum von 2020 bis 2023. Die Zinsswaps der Perioden 2020 bis 2023 beinhalten außerdem eine Zinsuntergrenze, die das Risiko aus dem herrschenden Negativzinsniveau begrenzen.

Der durchschnittliche Festzinssatz der Zinsswaps beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf 0,5 Prozent per annum (Vorjahr: 1,9 %).

Die Absicherungsquote bzw. der Festzinsanteil für die Kreditverbindlichkeiten lag zum 31. Dezember 2018 bei ca. 98 Prozent (Vorjahr: ca. 98 %).

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE einschließlich ihrer Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien sind im Anhang in den Abschnitten "Mitglieder des Vorstands" und "Mitglieder des Aufsichtsrats" aufgeführt.

Christof Wahl ist zum 31. Juli 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Sein Anstellungsvertrag, der noch eine Restlaufzeit bis 30. April 2019 gehabt hätte, endete ebenfalls mit Wirkung zum 31. Juli 2018.

Jan David Frouman wird zum 28. Februar 2019 aus dem Vorstand ausscheiden. Sein Anstellungsvertrag, dereine Laufzeit bis zum 28. Februar 2019 hat, endet ebenfalls mit Wirkung zum 28. Februar 2019.

Hinsichtlich der Angaben zur individuellen Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB wird auf die Ausführungen im Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist. Dort wird auch das Vergütungssystem des Vorstands ausführlich erläutert.

Die Gesellschaft hat den Mitgliedern des Vorstands weder Darlehen gewährt noch für diese Bürgschaften oder Gewährleistungen übernommen.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ProSiebenSat.1 Media SE beträgt im Berichtsjahr 21 Mio Euro (Vorjahr: 13 Mio Euro). In diesen Vergütungen sind variable Bestandteile (inklusive sonstiger Vergütungen) in Höhe von 16 Mio Euro (Vorjahr: 8 Mio Euro) und Nebenleistungen in Höhe von 0 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro) enthalten. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder eine langfristige aktienbasierte Vergütungskomponente sowie eine mehrjährige variable Vergütungskomponente. Für weitere Details verweisen wir auf den Vergütungsbericht, der im zusammengefassten Lagebericht enthalten ist.

An ehemalige Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge in Höhe von 14 Mio Euro (Vorjahr: 5 Mio Euro) ausbezahlt. Darin enthalten sind die Auszahlung von 109.046 Performance Share Units aus dem Group Share Plan 2014 in Höhe von 3 Mio Euro (Vorjahr: 3 Mio Euro aus dem Group Share Plan 2013), die Abfindung für Thomas Ebeling in Höhe von 7 Mio Euro, die mit Beendigungszeitpunkt zum 22. Februar 2018 zahlbar war, sowie die Abfindung für Christoph Wahl in Höhe von 2 Mio Euro, die mit Beendigungstermin zum 31. Juli 2018 zahlbar war. Darüber hinaus wurden an ehemalige Mitglieder des Vorstands Versorgungsleistungen in Höhe von 2 Mio Euro (Vorjahr: 0 Mio Euro) gezahlt.

Für Pensionszusagen gegenüber zum 31. Dezember 2018 amtierenden Mitgliedern des Vorstands hat die ProSiebenSat.1 Media SE einen Erfüllungsbetrag vor Saldierung mit dem Deckungsvermögen in Höhe von 3 Mio Euro (Vorjahr: 12 Mio Euro) berücksichtigt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands ergab sich zum 31. Dezember 2018 ein Erfüllungsbetrag in Höhe von insgesamt 23 Mio Euro (Vorjahr: 13 Mio Euro) vor Saldierung mit dem Deckungsvermögen.

Der zum 31. Dezember 2018 aufgelaufene Anspruch auf Versorgungsleistungen beträgt für im Geschäftsjahr 2018 amtierende Vorstandsmitglieder 16 Mio Euro (Vorjahr: 14 Mio Euro). Darin enthalten sind Ansprüche aus Entgeltumwandlungen in Höhe von 11 Mio Euro (Vorjahr: 10 Mio Euro). Der aufgelaufene Anspruch auf Versorgungsleistungen beträgt für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder insgesamt 8 Mio Euro (Vorjahr: 8 Mio Euro). Darin enthalten sind Ansprüche aus Entgeltumwandlungen in Höhe von 2 Mio Euro (Vorjahr: 2 Mio Euro).

Die Leistungen an den Vorstand sind - bis auf die Group Share Pläne 2016 und 2017, den Performance Share Plan und Pensionsansprüche - alle kurzfristig fällig.

Für den Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE sind im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 2 Mio Euro (Vorjahr: 2 Mio Euro) angefallen.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung der Gesellschaft festgelegt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste jährliche Vergütung. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt die feste Vergütung 250.000 Euro, für seinen Stellvertreter 150.000 Euro sowie für alle sonstigen Mitglieder des Aufsichtsrats 100.000 Euro. Der Vorsitzende eines Ausschusses des Aufsichtsrats erhält zusätzlich eine feste jährliche Vergütung von 30.000 Euro, für den Vorsitzenden des Audit and Finance Committee beträgt die zusätzliche feste Vergütung 50.000 Euro. Für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ferner eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 7.500 Euro. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 2.000 Euro. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Sitzungsgeld 3.000 Euro für jede persönliche Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Eine erfolgsorientierte variable Vergütung wird nicht gewährt.

Die aktuellen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten zum Stichtag 31. Dezember 2018 insgesamt unmittelbar 251.326 Aktien (Vorjahr: 90.630 Aktien) der ProSiebenSat.1 Media SE. Dies entspricht einem prozentualen Anteil am Grundkapital von 0,1 Prozent (Vorjahr: 0,0 %).

Nach Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) müssen die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die ProSiebenSat.1 Aktie melden. Meldepflichtig sind ferner Wertpapiergeschäfte naher Angehöriger.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden der ProSiebenSat.1 Media SE insgesamt 23 Geschäfte gemeldet, bei denen Mitglieder des Vorstands 172.283 Aktien gekauft haben sowie Mitglieder des Aufsichtsrats 38.703 Aktien gekauft haben. Im Geschäftsjahr 2017 wurden der ProSiebenSat.1 Media SE insgesamt 12 Geschäfte gemeldet, bei denen Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt 8.386 Aktien der ProSiebenSat.1 Media SE gekauft haben und Vorstandsmitglieder 27.500 Aktien erworben und 5.000 Aktien veräußert haben. Diese Geschäfte hat die ProSiebenSat.1 Media SE unverzüglich nach Artikel 19 MAR auf ihrer Internetseite (www.prosieben-sat1.com) bekannt gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Zum 31. Dezember 2018 liegt ebenso wie im Vorjahr keine berichtspflichtige Konzernzugehörigkeit der ProSiebenSat.1 Media SE vor.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Dr. Jan Kemper, Vorstand Finanzen & Commerce, und Sabine Eckhardt, Vorstand Vertrieb & Marketing, haben sich mit dem Aufsichtsrat darauf verständigt, ihre Vorstandsverträge aufzuheben. Dr. Jan Kemper verlässt das Unternehmen zum 31. März 2019 und erhält eine Abfindung in Höhe von 4 Mio Euro. Sabine Eckhardt verlässt das Unternehmen zum 30. April 2019 und erhält eine Abfindung in Höhe von 2 Mio Euro.

Rainer Beaujean tritt die Nachfolge von Dr. Jan Kemper als Finanzvorstand an und übernimmt das Finanzressort zum 1. Juli 2019. In der Übergangszeit zwischen dem 1. April 2019 und dem 30. Juni 2019 wird das Finanzressort vom stellvertretenden Finanzvorstand Ralf Gierig geleitet.

Stimmrechtsmitteilungen

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die der ProSiebenSat.1 Media SE nach § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) mitgeteiltworden sind.

Der folgenden Tabelle können die im Geschäftsjahr 2018 mitgeteilten meldepflichtigen Beteiligungen entnommen werden. Die Angaben sind jeweils der zeitlich letzten Mitteilung eines Meldepflichtigen an die Gesellschaft entnommen worden. Sämtliche Beteiligungsmeldungen wurden von der ProSiebenSat.1 Media SE im Geschäftsjahr 2018 gemäß WpHG veröffentlicht und sind auf der Unternehmenswebsite abrufbar (http://www.prosiebensat1.de/de/investor-re-lations/publikationen/stimmrechtsmitteilungen).

Es wird darauf hingewiesen, dass die Angaben zu der Beteiligung in Prozent und in Stimmrechten zwischenzeitlich überholt sein können.

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Meldepflichtiger Datum der Schwellenberührung Datum der Meldung Meldeschwelle Direkt (§ 33 WpHG) Indirekt (§ 34 WpHG) Beteiligung
in %
Invesco Ltd., Hamilton, Bermuda 15.05.2017 N/A 3 % Unterschreitung X 2,97
Ministry of Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen1) 27.12.2018 28.12.20182) 3 % Überschreitung X 3,12
EuroPacificGrowth Fund, Boston, Massachusetts, USA 24.10.2018 N/A 3 % Überschreitung X 3,22
The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA3) 10.08.2018 N/A 10% Unterschreitung X 9,98
BlackRock Inc., Wilmington, Delaware, USA 26.07.2018 N/A N/A4) X 5,72
Oppenheimer International Growth Fund, Wilmington, Delaware, USA 06.07.2018 N/A 3 % Unterschreitung X 2,70
OppenheimerFunds, Inc., Denver, Colorado, USA 06.07.2018 N/A 3 % Unterschreitung X 2,99
The Income Fund of America, Wilmington, Delaware, USA 28.06.2018 N/A 3 % Unterschreitung X 2,85
Capital World Growth and Income Fund, Wilmington, Delaware, USA 25.04.2018 N/A 5 % Unterschreitung X 4,997
Capital Income Builder, Wilmington, Delaware, USA 23.02.2018 N/A 3 % Unterschreitung X 2,10
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Meldepflichtiger Beteiligung in Stimmrechten
Invesco Ltd., Hamilton, Bermuda 6.908.481
Ministry of Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen1) 7.258.814
EuroPacificGrowth Fund, Boston, Massachusetts, USA 7.497.003
The Capital Group Companies, Inc., Los Angeles, USA3) 23.247.241
BlackRock Inc., Wilmington, Delaware, USA 13.320.391
Oppenheimer International Growth Fund, Wilmington, Delaware, USA 6.297.666
OppenheimerFunds, Inc., Denver, Colorado, USA 6.977.491
The Income Fund of America, Wilmington, Delaware, USA 6.635.463
Capital World Growth and Income Fund, Wilmington, Delaware, USA 11.643.175
Capital Income Builder, Wilmington, Delaware, USA 4.888.600

1 Name des Aktionärs mit 3 % oder mehr Stimmrechten: Norges Bank
2 Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses hat die Gesellschaft eine Stimmrechtsmitteilung des Ministry of Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen vom 08.02.2019 erhalten:Name des Aktionärs mit 3 % oder mehr Stimmrechten: Norges BankDatum der Schwellenberührung: 05.02.2019Meldeschwelle: 3 % Überschreitunglndirekt(§34WpHG)Beteiligung in %: 3,28Beteiligung in Stimmrechten: 7.631.854
3 Name des Aktionärs mit 3 % oder mehr Stimmrechten: Capital World Growth and Income Fund
4 Freiwillige Konzernmitteilung mit Schwellenberührungauf Ebene von Tochtergesellschaften

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2018
Euro
Stand 01.01.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.329.633,53 1.170.296,14 0,00 3.908.972,23 11.590.957,44 7.709.187,53
2. Geleistete Anzahlungen 77.507,64 688.814,19 0,00 177.007,77 589.314,06 0,00
14.407.141,17 1.859.110,33 0,00 4.085.980,00 12.180.271,50 7.709.187,53
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 109.965.893,84 8.263.785,79 1.813.449,83 11.504.122,08 108.539.007,38 71.296.104,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.182.754,44 952.250,19 0,00 1.715.624,75 17.419.379,88 12.471.636,94
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.304.633,35 0,00 -1.813.449,83 3.963.705,36 4.527.478,16 0,00
138.453.281,63 9.216.035,98 0,00 17.183.452,19 130.485.865,42 83.767.741,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.523.136.575,95 404.548.933,10 0,00 178.549.338,59 7.749.136.170,46 253.807.020,16
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 62.111.053,06 0,00 0,00 12.774.195,30 49.336.857,76 0,00
3. Beteiligungen 6.250,00 0,00 0,00 0,00 6.250,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.657.848,40 0,00 0,00 1.250.087,72 2.407.760,68 503.786,88
5. Sonstige Ausleihungen 29.030.246,57 3.975.767,79 0,00 528.032,25 32.477.982,11 0,00
7.617.941.973,98 408.524.700,89 0,00 193.101.653,86 7.833.365.021,01 254.310.807,04
7.770.802.396,78 419.599.847,20 0,00 214.371.086,05 7.976.031.157,93 345.787.735,85
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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2018
Euro
Stand 31.12.2018
Euro
Stand 31.12.2017
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.715.972,14 2.343.923,23 9.081.236,44 2.509.721,00 6.620.446,00
2. Geleistete Anzahlungen 7.800,00 0,00 7.800,00 581.514,06 77.507,64
3.723.772,14 2.343.923,23 9.089.036,44 3.091.235,06 6.697.953,64
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 8.043.264,32 11.500.103,76 67.839.264,90 40.699.742,48 38.669.789,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.078.665,21 1.522.986,52 13.027.315,63 4.392.064,25 5.711.117,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 4.527.478,16 10.304.633,35
10.121.929,53 13.023.090,28 80.866.580,53 49.619.284,89 54.685.540,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 253.807.020,16 7.495.329.150,30 7.269.329.555,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 49.336.857,76 62.111.053,06
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 6.250,00 6.250,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 501.541,12 0,00 1.005.328,00 1.402.432,68 3.154.061,52
5. Sonstige Ausleihungen 130.152,79 0,00 130.152,79 32.347.829,32 29.030.246,57
631.693,91 0,00 254.942.500,95 7.578.422.520,06 7.363.631.166,94
14.477.395,58 15.367.013,51 344.898.117,92 7.631.133.040,01 7.425.014.660,93

Mitglieder des Vorstands

Mitgliederdes Vorstands der ProSiebenSat.1 Media SE (Stand 31.12.2018)

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Max Conze, CEO Vorstandsvorsitzender (CEO) seit 1. Juni 2018 Vorstandsbereiche: Entertainment, Red Arrow Studios, NuCom Group, Human Resources, Corporate Communication, Group Strategy
Thomas Ebeling, CEO Vorstandsvorsitzender (CEO) vom 1. März 2009 bis 22. Februar 2018 Vorstandsbereiche: PMO & Strategy, Corporate Communication, Human Resources, Wellbeing, Special Projects
Conrad Albert, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Group General Counsel Vorstandsmitglied, seit 1. Oktober 2011 Deputy CEO, seit 19. November 2017 Interims CEO, vom 23. Februar 2018 bis 31. Mai 2018 Vorstandsbereiche: Legal Affairs, Public Affairs, Compliance, Corporate Affairs, Corporate Security, Corporate Office, Group Data, Group Content Acquisition & Sales, Distribution, International Business Development, 7Sports, Group Special Projects
Dr. Jan Kemper, Vorstand Finanzen & Commerce Finanzvorstand (CFO) vom 1. Juni 2017 bis 31. März 2019, Vorstand Commerce vom 23. Februar 2018 bis 31. März 2019 Vorstandsbereiche: Tech & IT, Group Finance & Investor Relations, Group Procurement & Real Estate, Mergers & Acquisitions, Group Controlling, Accounting &Taxes, Internal Audit, Transformation Office
Sabine Eckhardt, Vorstand Vertrieb & Marketing Vorstandsmitglied vom 1. Januar 2017 bis 30. April 2019 Vorstandsbereiche: SevenOne Media, SevenOne AdFactory, 7Ventures, Marketing, AdTech
Jan David Frouman, Vorstand Vorstandsmitglied vom 1. März 2016 bis 28. Februar 2019 Vorstandsbereiche: Red Arrow Studios einschließlich: Red Arrow Studios International, Studio 71 (weltweit) (bis 19. November 2018)
Christof Wahl, COO Vorstandsmitglied vom 1. Mai 2016 bis 31. Juli 2018 Vorstandsbereiche: Group Data, Digital Publishing Platforms & Distribution, International Business Development, Advertising Platform Solutions, 7Sports, 7NXT, Group Special Projects, AdVoD/AdTech

Mitglieder des Aufsichtsrats

Mitglieder des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE sowie deren Mandate in anderen Aufsichtsräten (Stand 31.12.2018)

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Dr. Werner Brandt Vorsitzender Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014/der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 (Unternehmensberater) Mandate: RWE AG (non-executive) Siemens AG (non-executive)
Dr. Marion Helmes Stellvertretende Vorsitzende Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014/ der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 (Unternehmensberaterin) Mandate: Uniper SE (non-executive), British American Tobacco LTD (non-executive), Heineken N.V. (non-executive), Siemens Healthineers (non-executive)
Lawrence A. Aidem Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014/ der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Reverb Advisors (Managing Partner) Mandate: keine
Antoinette (Annet) P. Aris Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014/ der ProSiebenSat.1 Media SE vom 21. Mai 2015 bis 16. Mai 2018 INSEAD (Lehrbeauftragte für Strategie) Mandate: Thomas Cook PLC (non-executive), Jungheinrich AG (non-executive), ASR Netherlands N.V. (non-executive), ASML N.V. (non-executive), Randstad N.V. (non-executive), Rabobank (non-executive)
Adam Cahan Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014/ der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Selbständiger Unternehmer Mandate: keine
Angelika Gifford Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG und ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Mitglied in diversen Aufsichtsräten Mandate: Rothschild & Co. S.C.A, Paris (non-executive), TUI AG, Berlin/Hannover (non-executive)
Erik Adrianus Hubertus Huggers Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014/ der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Unternehmensberater Mandate: keine
Marjorie Kaplan Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE seit 16. Mai 2018 Selbständige Unternehmerin Mandate: The Grierson Trust (non-executive)
Ketan Mehta Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE seit 24. November 2015 Allen & Company LLC (Managing Director) Mandate: keine
Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Wirtschaftsprüfer Mandate: Continental AG (non-executive), Covestro AG (non-executive), Covestro Deutschland AG (non-executive)

Anteilsbesitzliste nach § 285 Nr. 11 HGB der ProSiebenSat.1 Media SE zum 31. Dezember 2018

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Name der Gesellschaft Sitz non-executive Beteiligung** Währung*** Eigenkapital*in Tausend Jahresergebnis*in Tausend
Verbundene Unternehmen
Deutschland
7Love Holding GmbH Unterföhring indirekt 94,23 EUR 299.028 -198
7Screen GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 225 0
9Live Fernsehen GmbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 517 -3
Aboalarm GmbH München indirekt 100,00 EUR 576 260
Active AgentAG Freiburg im Breisgau indirekt 100,00 EUR 739 209
AdClear GmbH Berlin indirekt 87,39 EUR -40 -223
ADITION technologies AG Düsseldorf indirekt 100,00 EUR 687 0
AdTech S8 GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 40.883 -11.075
Adyopedia GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 245 -27
Allmedica Arzneimittel GmbH Wehrheim indirekt 100,00 EUR 16 -4
DISTRICON GmbH Wehrheim indirekt 100,00 EUR 2.753 0
DOSB New Media GmbH Unterföhring indirekt 57,50 EUR -303 -304
Dr. Kleine Pharma GmbH Bielefeld indirekt 100,00 EUR 3.303 0
EBS European Booking Solutions Holding GmbH München indirekt 100,00 EUR -/- -/-
esome advertising technologies GmbH Hamburg indirekt 90,00 EUR 8.184 3.038
Fem Media GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 859 459
Flaconi GmbH Berlin indirekt 100,00 EUR 6.406 1.293
Glomex GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 18.905 0
Good Vita GmbH Wehrheim indirekt 100,00 EUR -152 0
Hip Trips GmbH München indirekt 74,90 EUR -634 -308
i12 GmbH Linden indirekt 100,00 EUR 121 0
Jochen Schweizer GmbH München indirekt 100,00 EUR -82.000 -4.913
Jochen Schweizer Leisure &Travel Holding GmbH München indirekt 100,00 EUR 2.642 -11
Jochen Schweizer mvdavs Holding GmbH München indirekt 89,90 EUR 166.044 14
Jochen Schweizer Technoloqv Solutions GmbH München indirekt 100,00 EUR 25 0
Kairion GmbH Frankfurt am Main indirekt 100,00 EUR -536 -712
marktguru Deutschland GmbH München indirekt 90,00 EUR 3.828 1.087
Maximilian Online Media GmbH Linden indirekt 100,00 EUR 191 0
MMP Event GmbH Köln indirekt 60,00 EUR 753 724
moebel.de Einrichten & Wohnen AG Hamburg indirekt 50,10 EUR 6.677 573
mydavs Event GmbH München indirekt 100,00 EUR -35 3
mydavs GmbH München indirekt 100,00 EUR -33.246 245
myLoc managed IT AG Düsseldorf indirekt 100,00 EUR 4.239 0
NCG- NUCOM GROUP SE Unterföhring direkt 74,90 EUR 937.120 0
NCG Commerce GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 569.662 0
P7S1 SBS Holding GmbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 538.950 0
PARSHIP ELITE Group GmbH Hamburg indirekt 100,00 EUR 124.185 20.474
PARSHIP ELITE Service GmbH Hamburg indirekt 100,00 EUR 95 0
PE Digital GmbH Hamburg indirekt 100,00 EUR 25.000 0
PEG ManagementGmbH &Co. KG Unterföhring indirekt 0,00 EUR -/- -/-
Preis24.de GmbH Düsseldorf indirekt 100,00 EUR -213 -2.966
ProSiebenSat.1 Accelerator GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 2.720 1
ProSiebenSat.1 Achte Verwaltungsgesellschaft mbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 26 0
ProSiebenSat.1 Advertising Platform Solutions GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 56.244 0
ProSiebenSat.1 Digital Beteiligungs GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 1.564 339
ProSiebenSat.1 Digital Content GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 121.189 874
ProSiebenSat.1 Digital DataGmbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 25 0
ProSiebenSat.1 Digital GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 157.226 0
ProSiebenSat.1 Einundzwanzigste Verwaltungsgesellschaft mbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 25 0
ProSiebenSat.1 EntertainmentGmbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 1.507.009 0
ProSiebenSat.1 Erste Verwaltungsgesellschaft mbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 25 0
ProSiebenSat.1 Fünfzehnte Verwaltungsgesellschaft mbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 25 0
ProSiebenSat.1 GP GmbH Heidelberg indirekt 100,00 EUR 33 -21
ProSiebenSat.1 GP II GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 50 -16
ProSiebenSat.1 Neunzehnte Verwaltungsgesellschaft mbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 25 0
ProSiebenSat.1 PayTVGmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 5.225 0
ProSiebenSat.1 Produktion GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 37.978 0
ProSiebenSat.1 Services GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 623 237
ProSiebenSat.1 Sports GmbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 35.812 0
ProSiebenSat.1 Tech Solutions GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 53.025 0
ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 982.035 0
ProSiebenSat.1 Warehouse GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 888 -7
ProSiebenSat.1 WeltGmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 123 23
PS Event GmbH Köln indirekt 100,00 EUR 110 -241
PSH EntertainmentGmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 2.773 -152
Red Arrow Studios GmbH Unterföhring direkt 100,00 EUR 262.295 0
Red Arrow Studios International GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 125 0
RedSeven Entertainment GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 25 0
SAM Sports - Starwatch Artist Management GmbH Hamburg indirekt 100,00 EUR -167 433
Sat.1 Norddeutschland GmbH Hannover indirekt 100,00 EUR 25 0
SAT.1 Satelliten Fernsehen GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 443.610 0
SevenOne AdFactory GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 14.921 0
SevenOne Capital (Holding) GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 49.954 0
SevenOne Media GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 5.772 0
SevenPictures Film GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 2.268 0
SevenVentures GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 25.536 0
SilverTours GmbH Freiburg im Breisgau indirekt 100,00 EUR 13.595 9.749
SMARTSTREAM .TV GmbH München indirekt 91,00 EUR 9.861 4.145
Sonoma Internet GmbH Berlin indirekt 97,82 EUR 5.040 9.566
Spontacts GmbH München indirekt 100,00 EUR -6.092 -597
Studio 71 GmbH Berlin indirekt 100,00 EUR -275 -3.532
Stylight GmbH München indirekt 100,00 EUR 7.577 1.046
The ADEX GmbH Berlin indirekt 83,43 EUR 901 -1.508
THMMS Holding GmbH Hamburg indirekt 100,00 EUR 104.602 -10
THMMS MidCo GmbH Hamburg indirekt 100,00 EUR 103.149 -796
Toptarif Internet GmbH Berlin indirekt 100,00 EUR 7.585 1.131
tv non-executive Rundfunkprogrammanbieter GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 1.027 0
TVRL GmbH Berlin indirekt 100,00 EUR 1.032 14
Verivox Finanzverqleich GmbH Heidelberg indirekt 100,00 EUR -771 -415
Verivox GmbH Heidelberg indirekt 100,00 EUR 36.713 -2.660
Verivox Holding GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 213.772 -104
Verivox Versicherungsvergleich GmbH Heidelberg indirekt 100,00 EUR 5.046 1.675
Virtual Minds AG Freiburg im Breisgau indirekt 74,90 EUR 12 876 2.715
VITALIA Vertriebs GmbH Würzburg indirekt 100,00 EUR 5.752 0
VVX Co-Investor GmbH &Co.KG Heidelberg indirekt 70,87 EUR -/- -/-
VX Sales Solutions GmbH Heidelberg indirekt 100,00 EUR 4.738 1.362
non-executives-was GmbH Unterföhring indirekt 100,00 EUR 6.566 0
wetter.com GmbH Konstanz indirekt 100,00 EUR 6.111 0
WindStar Medical GmbH Wehrheim indirekt 100,00 EUR 5 886 0
WSM Holding GmbH Wehrheim indirekt 92,00 EUR 43.553 3.812
WSM Immo GmbH Wehrheim indirekt 100,00 EUR -23 -43
yieldlabAG Hamburg indirekt 100,00 EUR 1.860 858
Armenien
Marktguru LLC Jerewan indirekt 100,00 AMD 38.608 5.405
Australien
eHarmony Australia Ptv Limited Sydney indirekt 100,00 AUD 426 60
Belgien
Sultan Sushi BVBA, in vereffening Gent indirekt 100,00 EUR -/- -/-
Dänemark
Snowman Productions ApS Kopenhagen indirekt 100,00 DKK 15.419 1.578
Hongkong
Red Arrow Studios International Limited Hongkong indirekt 100,00 HKD 250 40
Israel
July Auqust Communications and Productions Ltd. Tel Aviv indirekt 100,00 ILS 3.416 3.415
The Band's Visit LP Tel Aviv indirekt 55,00 ILS -/- -/-
Italien
Studio71 Italia S.r.l. Cologno Monzese (MI) indirekt 51,00 EUR 1.187 -313
Jersey
Scandinavian Broadcasting System (Jersey) Limited St Helier indirekt 100,00 EUR 300 -18
Niederlande
P7S1 Broadcasting Europe B.V. Amsterdam indirekt 100,00 EUR 44.609 -81
P7S1 Broadcasting Holding I B.V. Amsterdam indirekt 100,00 EUR 2.397 -189
SNDC8 B.V. Amsterdam indirekt 100,00 EUR -/- -/-
Norwegen
Snowman Productions AS under avvikling Oslo indirekt 100,00 NOK -204 -2.290
Österreich
ATV PrivatTV GmbH Wien indirekt 100,00 EUR 28 -4
ATV PrivatTV GmbH & Co KG Wien indirekt 100,00 EUR 4.474 2
Austria 9 TV GmbH Wien indirekt 100,00 EUR 13 1
AUSTRIA 9 TV GmbH & Co KG Wien indirekt 100,00 EUR -1.609 1.859
ProSiebenAustria GmbH Wien indirekt 100,00 EUR 40 0
ProSiebenSat.1Puls4 GmbH Wien indirekt 100,00 EUR 27.679 344
Puls 4 TV GmbH Wien indirekt 100,00 EUR 34 0
PULS 4 TV GmbH &Co KG Wien indirekt 100,00 EUR 2.600 2.126
PULS4 Shopping GmbH Wien indirekt 67,00 EUR 413 -16
SAT.1 Privatrundfunk und Programmgesellschaft mbH Wien indirekt 51,00 EUR 6.314 6.022
SevenVentures Austria GmbH Wien indirekt 100,00 EUR 2.116 1.528
Visivo Consulting GmbH Wien indirekt 51,05 EUR 184 -8
Rumänien
MyVideo Broadband S.R.L. Bukarest indirekt 100,00 RON 2.260 1.000
Schweden
Snowman Productions AB Stockholm indirekt 100,00 SEK 7.243 -190
Snowman Scrlpted AB Stockholm indirekt 100,00 SEK 216 -1
Schweiz
ADITION Schweiz GmbH Locarno indirekt 100,00 CHF 815 70
Jochen Schweizer mvdavs CH AG Küsnacht ZH indirekt 100,00 CHF 84 -41
ProSieben Puls 8TVAG Zürich indirekt 100,00 CHF 968 -181
Sat.1 (Schweiz) AG Küsnacht ZH indirekt 100,00 CHF 5.067 3.829
SevenOne Media (Schweiz) AG Küsnacht ZH indirekt 100,00 CHF 19.074 18.611
SevenVentures (Schweiz) AG Küsnacht ZH indirekt 100,00 CHF 5.071 2.402
Verivox Schweiz AG Luzern indirekt 100,00 CHF 1.614 -2.480
Serbien
esome advertising technologies d.o.o. Beograd Belgrad indirekt 100,00 EUR 15.040 3.347
Türkei
Karga Seven Pictures Yapim Anonim Sirketi Istanbul indirekt 100,00 TRY -10.000 -10.050
Ukraine
GlomexTOV Kiew indirekt 100,00 UAH -/- -/-
Vereinigtes Königreich
ADITION UKLimited Cullompton indirekt 74,00 EUR 0 -7
CPL Good Vibrations Limited London indirekt 100,00 GBP -/- -/-
CPL Productions Limited London indirekt 100,00 GBP 1.056 542
eHarmony UK Limited London indirekt 100,00 GBP -1.155 354
Endor (DS2) Limited London indirekt 100,00 GBP -/- -/-
Endor (Esio Trot) Limited London indirekt 100,00 GBP 284 6
Endor (Max) Limited London indirekt 100,00 GBP 1 0
Endor (T&T) Limited London indirekt 100,00 GBP 1 0
Endor (TDO) Limited London indirekt 100,00 GBP -/- -/-
Endor (Vienna) Limited London indirekt 100,00 GBP -/- -/-
Endor Productions Limited London indirekt 51,00 GBP -781 196
Glomex Limited Birmingham indirekt 100,00 GBP -/- -/-
LHB Limited London indirekt 84,13 GBP 458 815
P7S1 Broadcasting (UK) Limited London indirekt 100,00 EUR 4.279 -301
ProSiebenSat.1 Digital Content GP Limited London indirekt 69,40 GBP -/- -/-
ProSiebenSat.1 Digital Content LP London indirekt 68,80 GBP 195 -759
Red Arrow Studios Limited London indirekt 100,00 GBP -632 -3.015
Studio 71 UK Limited London indirekt 100,00 GBP 876 67
Vereinigte Staaten von Amerika
44 Blue Productions, LLC Wilmington.DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
44 Blue Studios, LLC Dover, DE indirekt 65,00 USD 25.730 303
8383 Productions, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
95 Ends, LLC New York, NY indirekt 100,00 USD -/- -/-
ASM Inc. Littleton, CO indirekt 100,00 USD -/- -/-
Boxcar Studios, LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Bradv44, LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
BvDint Productions, LLC New York, NY indirekt 100,00 USD -/- -/-
Champ 44 Music Publishing, LLC Dover, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Code D TV,LLC Wilmington.DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Collective Digital Studio GP, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Crow Magnon, LLC Wilmington, DE indirekt 62,40 USD 3.470 -846
Delirium TV, LLC Wilmington.DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Air, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Atoms, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Bytes, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Cacophony, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Demand.LLC Wilmington.DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Diffusion, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Echo, LLC Beverly Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Digital Fire. LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Dorsey Entertainment, LLC Littleton.CO indirekt 100,00 USD -/- -/-
Dorsey Multimedia, LLC Littleton.CO indirekt 100,00 USD -/- -/-
Dorsey Pictures, LLC Dover, DE indirekt 60,00 USD 2.416 -3.056
Driving Force TV, LLC Wilmington.DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
eHarmony Holding, Inc. Wilmington.DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
eHarmony, Inc. Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -8.257 -13.651
EKHO, LLC Dover, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Fabrik Entertainment, LLC Wilmington, DE indirekt 87,75 USD 12.925 5.611
Fortitude Production Services, LLC Dover, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Fourteenth Hour Productions, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Gravitas Ventures LLC Wilmington, DE indirekt 62,50 USD 6.833 3.885
GTG Production Services, LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Half Yard Productions, LLC Wilmington, DE indirekt 65,00 USD 4.704 1.728
HB Television Development, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Hold Fast Productions, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Jazzed, Inc. Dover, DE indirekt 100,00 USD -8.832 -/-
Karga Seven Pictures, LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Keep it Down Music Publishing, LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Kenilworth Productions, Inc. Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Kinetic Content Publishing, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Kinetic Content, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD 0 5.514
Kinetic Operations, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
KinPro Music Publishing, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Kinpro.LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
LeffRight Holdings, LLC Dover, DE indirekt 80,00 USD 5.819 10.279
LeffRight, LLC Dover, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Move Along Music Publishing, LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Moving TV, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
NAR Pictures, LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
New Picture Perfect. LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Next of KinTV.LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Node Productions, LLC Beverly Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Ovrture.LLC Los Angeles, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Pacific View TV, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Pave Network, LLC Beverly Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
PBP, LLC Baton Rouge, LA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Prank Film, LLC Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Presidio Post, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Production Connection, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Ranger Media, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Red Arrow Studios International, Inc. Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Ripple Entertainment, LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Studio 71 (Canada).lnc. Beverlv Hills, CA indirekt 100,00 USD -/- -/-
Studio 71, LP Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Stylight, Inc. Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -1.342 477
The Fred Channel.LLC Beverly HIiis. CA indirekt 70,00 USD -/- -/-
The Weekly, LLC New York, NY indirekt 100,00 USD -/- -/-
Third Voice Productions, Inc. Dover, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
Three Tables Music.LLC Wilmington, DE indirekt 100,00 USD -/- -/-
WDSP.LLC New York, NY indirekt 100,00 USD -/- -/-
Assoziierte Unternehmen
Deutschland
AGF Videoforschung GmbH Frankfurt am Main direkt 17,65 EUR 2.759 486
Batch Media GmbH Berlin indirekt 45,00 EUR -/- -/-
BuzzBird Beteiligungsgesellschaft mbH Berlin indirekt 42,92 EUR -/- -/-
gamigo AG Hamburg indirekt 33,00 EUR -/- -/-
Marketplace GmbH Berlin indirekt 41,58 EUR -/- -/-
Regiondo GmbH München indirekt 30,40 EUR -/- -/-
Sportority Germanv GmbH München indirekt 40,00 EUR -/- -/-
VG Media Gesellschaft zur Verwertung der Urheber- und Leistungsschutzrechte von Sendeunternehmen und Presseverlegern mbH Berlin indirekt 27,66 EUR
Frankreich
Finder Studios SAS Boulogne-Billancourt indirekt 49,00 EUR 197 -324
Kanada
Mad Rabbit Productions, Inc. Toronto indirekt 25,00 CAD -/- -/-
Schweiz
Goldbach Audience (Switzerland) AG Küsnacht ZH indirekt 24,95 CHF -/- -/-
Goldbach Media (Switzerland) AG Küsnacht ZH indirekt 22,96 CHF -/- -/-
Swiss Radioworld AG Zürich indirekt 22,96 CHF -/- -/-
Vereinigtes Königreich
Cove Pictures Limited London indirekt 25,00 GBP -/- -/-
Vereinigte Staaten von Amerika
JFE.LLC Venice, CA indirekt 20,00 USD 1.773 -699
Remagine Media Ventures, L P. Wilmington, DE indirekt 37,15 USD -/- -/-
Gemeinschaftsunternehmen
Deutschland
7TV JointVenture GmbH München indirekt 50,00 EUR -/- -/-
AdAudience GmbH München indirekt 16,67 EUR -/- -/-
esports.com GSA GmbH Frankfurt am Main indirekt 50,00 EUR -/- -/-
Vereinigtes Königreich
European Broadcaster Exchange (EBX) Limited London indirekt 25,00 GBP -/- -/-
Nit Television Limited London indirekt 50,01 GBP -/- -/-
Sonstige Beteiligungen
Deutschland
Deutscher Fernsehpreis GmbH Köln indirekt 25,00 EUR -/- -/-
FilmFernsehFonds Bayern GmbH, Gesellschaft zur Förderung der Medien in
Bayern (FFF Bayern) München indirekt 6,59 EUR -/- -/-
MEDIASCHOOL BAYERN gGmbH München indirekt 2,00 EUR
Privatfernsehen in Bayern GmbH & Co. KG München indirekt 10,00 EUR -/- -/-
Privatfernsehen in Bayern Verwaltungs-GmbH München indirekt 10,00 EUR -/- -/-
Screenforce Gattungsmarketing GmbH Berlin indirekt 5 88 EUR -/- -/-
WERK1 Bayern GmbH München indirekt 6,09 EUR -/- -/-
Gibraltar
Sportority Limited Gibraltar indirekt 4,59 GIP -/- -/-
Israel
Seven Davs LP Tel Aviv indirekt 50,00 ILS -/- -/-
Österreich
SpeedinvestX GmbH & Co KG Wien indirekt 9,47 EUR -/- -/-
Trending Topics GmbH Wien indirekt 1,96 EUR -/- -/-
Vereinigte Staaten von Amerika
Drone Racing League, Inc. Wilmington, DE indirekt 1,01 USD -/- -/-
Talenthouse, Inc. Dover, DE indirekt 8,06 USD
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Name der Gesellschaft Fussnote
Verbundene Unternehmen
Deutschland
7Love Holding GmbH
7Screen GmbH 1
9Live Fernsehen GmbH
Aboalarm GmbH
Active AgentAG
AdClear GmbH
ADITION technologies AG 1
AdTech S8 GmbH
Advopedia GmbH
Allmedica Arzneimittel GmbH
DISTRICON GmbH 1
DOSB New Media GmbH
Dr. Kleine Pharma GmbH 1
EBS European Booking Solutions Holding GmbH 2
esome advertising technologies GmbH
Fem Media GmbH
Flaconi GmbH
Glomex GmbH 1
Good Vita GmbH 1
Hip Trips GmbH
i12 GmbH 1
Jochen Schweizer GmbH
Jochen Schweizer Leisure & Travel Holding GmbH
Jochen Schweizer mvdavs Holding GmbH
Jochen Schweizer Technology Solutions GmbH 1
Kairion GmbH
marktguru Deutschland GmbH
Maximilian Online Media GmbH 1
MMP Event GmbH
moebel.de Einrichten & Wohnen AG
mydays Event GmbH
mydays GmbH
myLoc managed IT AG 1
non-executive GROUP SE
NCG Commerce GmbH 1
P7S1 SBS Holding GmbH 1
PARSHIP ELITE Group GmbH
PARSHIP ELITE Service GmbH 1
PE Digital GmbH 1
PEG Management GmbH &Co. KG
Preis24.de GmbH
ProSiebenSat.1 Accelerator GmbH 1
ProSiebenSat.1 Achte Verwaltungsgesellschaft mbH 1
ProSiebenSat.1 Advertising Platform Solutions GmbH 1
ProSiebenSat.1 Digital Beteiligungs GmbH
ProSiebenSat.1 Digital Content GmbH
ProSiebenSat.1 Digital DataGmbH 1
ProSiebenSat.1 Digital GmbH 1
ProSiebenSat.1 Einundzwanzigste Verwaltungsgesellschaft mbH 1
ProSiebenSat.1 EntertainmentGmbH 1
ProSiebenSat.1 Erste Verwaltungsgesellschaft mbH 1
ProSiebenSat.1 Fünfzehnte Verwaltungsgesellschaft mbH 1
ProSiebenSat.1 GP GmbH
ProSiebenSat.1 GP II GmbH
ProSiebenSat.1 Neunzehnte Verwaltungsgesellschaft mbH 1
ProSiebenSat.1 PayTVGmbH 1
ProSiebenSat.1 Produktion GmbH 1
ProSiebenSat.1 Services GmbH
ProSiebenSat.1 Sports GmbH 1
ProSiebenSat.1 Tech Solutions GmbH 1
ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH 1
ProSiebenSat.1 Warehouse GmbH
ProSiebenSat.1 WeltGmbH 1
PS Event GmbH
PSH EntertainmentGmbH
Red Arrow Studios GmbH 1
Red Arrow Studios International GmbH 1
RedSeven Entertainment GmbH 1
SAM Sports - Starwatch Artist Manaqement GmbH
Sat.1 Norddeutschland GmbH 1
SAT.1 Satelliten Fernsehen GmbH 1
SevenOne AdFactorv GmbH 1
SevenOne Capital (Holding) GmbH 1
SevenOne Media GmbH 1
SevenPictures Film GmbH 1
SevenVentures GmbH 1
SilverTours GmbH
SMARTSTREAM .TV GmbH
Sonoma Internet GmbH
Spontacts GmbH
Studio 71 GmbH
Stylight GmbH
The ADEX GmbH
THMMS Holding GmbH
THMMS MidCo GmbH
Toptarif Internet GmbH
tv weiss-blau Rundfunkprogrammanbieter GmbH 1
TVRL GmbH
Verivox Finanzvergleich GmbH
Verivox GmbH
Verivox Holding GmbH
Verivox Versicherungsgleich GmbH
Virtual Minds AG
VITALIA Vertriebs GmbH 1
VVX Co-Investor GmbH &Co.KG 2
VX Sales Solutions GmbH
wer-weiss-was GmbH 1
wetter.com GmbH 1
WindStar Medical GmbH 1
WSM Holding GmbH
WSM Immo GmbH
yieldlabAG
Armenien
Marktguru LLC
Australien
eHarmony Australia Pty Limited
Belgien
Sultan Sushi BVBA, in vereffening 2
Dänemark
Snowman Productions ApS
Hongkong
Red Arrow Studios International Limited
Israel
July August Communications and Productions Ltd.
The Band's Visit LP 2
Italien
Studio71 Italia S.r.l.
Jersey
Scandinavian Broadcasting System (Jersey) Limited
Niederlande
P7S1 Broadcasting Europe B.V.
P7S1 Broadcasting Holding I B.V.
SNDC8 B.V. 2
Norwegen
Snowman Productions AS under avvikling
Österreich
ATV PrivatTV GmbH
ATV PrivatTV GmbH & Co KG
Austria 9 TV GmbH
AUSTRIA 9 TV GmbH & Co KG
ProSiebenAustria GmbH
ProSiebenSat.1Puls4 GmbH
Puls 4 TV GmbH
PULS 4 TV GmbH &Co KG
PULS4 Shopping GmbH
SAT.1 Privatrundfunk und Programmgesellschaft mbH
SevenVentures Austria GmbH
Visivo Consulting GmbH
Rumänien
MyVideo Broadband S.R.L.
Schweden
Snowman Productions AB
Snowman Scripted AB
Schweiz
ADITION Schweiz GmbH
Jochen Schweizer mydays CH AG
ProSieben Puls 8TVAG
Sat.1 (Schweiz) AG
SevenOne Media (Schweiz) AG
SevenVentures (Schweiz) AG
Verivox Schweiz AG
Serbien
esome advertising technologies d.o.o. Beograd
Türkei
Karga Seven Pictures Yapim Anonim Sirketi
Ukraine
GlomexTOV 2
Vereinigtes Königreich
ADITION UKLimited
CPL Good Vibrations Limited 2
CPL Productions Limited
eHarmony UK Limited
Endor (DS2) Limited 2
Endor (Esio Trot) Limited
Endor (Max) Limited
Endor (T&T) Limited
Endor (TDO) Limited 2
Endor (Vienna) Limited 2
Endor Productions Limited
Glomex Limited 2
LHB Limited
P7S1 Broadcasting (UK) Limited
ProSiebenSat.1 Digital Content GP Limited 2
ProSiebenSat.1 Digital Content LP
Red Arrow Studios Limited
Studio 71 UK Limited
Vereinigte Staaten von Amerika
44 Blue Productions, LLC 2
44 Blue Studios, LLC
8383 Productions, LLC 2
95 Ends, LLC 2
ASM Inc. 2
Boxcar Studios, LLC 2
Brady44, LLC 2
BvDint Productions, LLC 2
Champ 44 Music Publishing, LLC 2
Code D TV,LLC 2
Collective Digital Studio GP, LLC 2
Crow Magnon, LLC
Delirium TV, LLC 2
Digital Air, LLC 2
Digital Atoms, LLC 2
Digital Bytes, LLC 2
Digital Cacophony, LLC 2
Digital Demand.LLC 2
Digital Diffusion, LLC 2
Digital Echo, LLC 2
Digital Fire. LLC 2
Dorsey Entertainment, LLC 2
Dorsey Multimedia, LLC 2
Dorsey Pictures, LLC
Driving Force TV, LLC 2
eHarmony Holding, Inc. 2
eHarmony, Inc.
EKHO, LLC 2
Fabrik Entertainment, LLC
Fortitude Production Services, LLC 2
Fourteenth Hour Productions, LLC 2
Gravitas Ventures LLC
GTG Production Services, LLC 2
Half Yard Productions, LLC
HB Television Development, LLC 2
Hold Fast Productions, LLC 2
Jazzed, Inc.
Karga Seven Pictures, LLC 2
Keep it Down Music Publishing, LLC 2
Kenilworth Productions, Inc. 2
Kinetic Content Publishing, LLC 2
Kinetic Content, LLC
Kinetic Operations, LLC 2
KinPro Music Publishing, LLC 2
Kinpro.LLC 2
LeffRight Holdings, LLC
LeffRight, LLC 2
Move Along Music Publishing, LLC 2
Moving TV, LLC 2
NAR Pictures, LLC 2
New Picture Perfect. LLC 2
Next of KinTV.LLC 2
Node Productions, LLC 2
Ovrture.LLC 2
Pacific View TV, LLC 2
Pave Network, LLC 2
PBP, LLC 2
Prank Film, LLC 2
Presidio Post, LLC 2
Production Connection, LLC 2
Ranger Media, LLC 2
Red Arrow Studios International, Inc. 2
Ripple Entertainment, LLC 2
Studio 71 (Canada).lnc. 2
Studio 71, LP 2
Stylight, Inc.
The Fred Channel.LLC 2
The Weeklv, LLC 2
Third Voice Productions, Inc. 2
Three Tables Music.LLC 2
WDSP.LLC 2
Assoziierte Unternehmen
Deutschland
AGF Videoforschung GmbH
Batch Media GmbH 2
BuzzBird Beteiligungsgesellschaft mbH 2
gamigo AG 2
Marketplace GmbH 2
Regiondo GmbH 2
Sportority Germanv GmbH 2
VG Media Gesellschaft zur Verwertung der Urheber- und
Leistungsschutzrechte von Sendeunternehmen und Presseverlegern mbH 2
Frankreich
Finder Studios SAS
Kanada
Mad Rabbit Productions, Inc. 2
Schweiz
Goldbach Audience (Switzerland) AG 2
Goldbach Media (Switzerland) AG 2
Swiss Radioworld AG 2
Vereinigtes Königreich
Cove Pictures Limited 2
Vereinigte Staaten von Amerika
JFE.LLC
Remagine Media Ventures, L P. 2
Gemeinschaftsunternehmen
Deutschland
7TV JointVenture GmbH 2
AdAudience GmbH 2
esports.com GSA GmbH 2
Vereinigtes Königreich
European Broadcaster Exchange (EBX) Limited 2
Nit Television Limited 2
Sonstige Beteiligungen
Deutschland
Deutscher Fernsehpreis GmbH 2
FilmFernsehFonds Bayern GmbH, Gesellschaft zur Förderung der Medien in
Bayern (FFF Bayern) 2
MEDIASCHOOL BAYERN gGmbH 2
Privatfernsehen in Bayern GmbH & Co. KG 2
Privatfernsehen in Bayern Verwaltungs-GmbH 2
Screenforce Gattungsmarketing GmbH 2
WERK1 Bayern GmbH 2
Gibraltar
Sportority Limited 2
Israel
Seven Days LP 2
Österreich
SpeedinvestX GmbH & Co KG 2
Trending Topics GmbH 2
Vereinigte Staaten von Amerika
Drone Racing League, Inc. 2
Talenthouse, Inc. 2

1 Ergebnis nach Ergebnisabführungsvertrag.

2 Keine Angaben verfügbar, Unternehmen in 2018 erworben oder gegründet bzw.in Liquidation.

* Soweit nicht anders angegeben sind die Werte zu Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten vorliegenden, nach lokalem Recht aufgestellten Jahresabschluss (Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017) entnommen.

** Die Höhe des Anteilsbesitzes gibt die direkte Beteiligungshöhe des unmittelbaren Anteilseigners bzw. der unmittelbaren Anteilseigner an.

*** Folgende Umrechnungskurse sind für die angegebenen Werte zu Eigenkapital und Jahresergebnis maßgeblich:

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1Euro entspricht Stichtagskurs 31.12.2017 Durchschnlttskurs 2017
AMD 580,13 545,15
AUD 1,53 1,47
CAD 1,50 1,46
CHF 1,17 1,11
DKK 7,45 744
GBP 0,89 0,88
HKD 9,37 8,81
ILS 4,15 4,06
NOK 9,83 9,33
RON 4,66 4,57
SEK 9,83 9,63
TRY 4,53 4,12
UAH 33,75 30,03
USD 1,20 1,13

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen des Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ProSiebenSat.1 Media SE vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Unterföhring, den 25. Februar 2019

Max Conze, Vorstandsvorsitzender

Conrad Albert, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Group General Counsel

Dr. Jan Kemper, Vorstand Finanzen & Commerce

Sabine Eckhardt, Vorstand Vertrieb & Marketing

Jan David Frouman, Mitglied des Vorstands

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 (der "zusammengefasste Lagebericht") geprüft. Die nichtfinanzielle Erklärung, die im Abschnitt "Nachhaltigkeit" unter "Unser Konzern: Grundlagen" im zusammengefassten Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte der oben genannten nichtfinanziellen Erklärung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Für die Darstellung und Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen siehe Anhangangabe Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Im Jahresabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE zum 31. Dezember 2018 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.495 Mio ausgewiesen. Deren Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 80 Prozent, somit haben die Finanzanlagen einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft haben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft mithilfe des Discounted Cashflow Verfahrens. Für ausgewählte Beteiligungen wurden zum Bilanzstichtag Stellungnahmen von unabhängigen Sachverständigen eingeholt.

Die für die Werthaltigkeitsbeurteilung verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten fünf Jahre, die mit beteiligungsindividuellen Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Die jeweiligen Diskontierungs- bzw. Kapitalisierungszinssätze werden aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Die Werthaltigkeitsbeurteilung einschließlich der Berechnung des beizulegenden Werts ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt unter anderem für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze.

Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Zunächst haben wir uns ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit der Vorgehensweise der Gesellschaft zur Wertermittlung bzw. der Bestimmung von Abschreibungsbedarf auseinander gesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnen Informationen eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Abschreibungsbedarf bestehen.

Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. der vom Vorstand erstellten Unternehmensplanung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen für wesentliche Anteile an verbundenen Unternehmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.

Die den Diskontierungs- bzw. Kapitalisierungszinssätzen zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikolosen Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen der Diskontierungs- bzw. Kapitalisierungszinssätze und der langfristigen Wachstumsraten auf den beizulegenden Wert untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

Im Hinblick auf die in ausgewählten Fällen von der Gesellschaft eingeholten externen Stellungnahmen haben wir Kompetenz und Objektivität des unabhängigen Sachverständigen beurteilt. Außerdem haben wir uns kritisch mit den Bewertungsmodellen einschließlich der zugrunde liegenden Planungen sowie den Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätzen auseinandergesetzt.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Das der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsrundsätzen. Die Annahmen, Einschätzungen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht.

Sonstige Informationen

Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die nichtfinanzielle Erklärung.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Auftragsgemäß haben wir eine gesonderte betriebswirtschaftliche Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung durchgeführt. In Bezug auf Art, Umfang und Ergebnisse dieser betriebswirtschaftlichen Prüfung weisen wir auf unseren Prüfungsvermerk vom 22. Februar 2019 hin.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. Juni 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000 als Abschlussprüfer der ProSiebenSat.1 Media SE tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im zusammengefassten Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:

Neben dem Jahresabschluss haben wir den Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE geprüft sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen ihrer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen durchgeführt. Prüfungsintegriert erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen, projektbegleitende Prüfungen von IT-Systemen sowie die projektbegleitende Prüfung der Einführung neuer Prozess- und internen Kontrollsysteme und Rechnungslegungsvorschriften. Ferner wurden andere gesetzliche oder vertragliche Prüfungen vorgenommen, wie z. B. Prüfungen im Zusammenhang mit der Einhaltung von Vertragsklauseln, EMIR-Prüfungen nach § 20 WpHG, Prüfungsleistungen in Corporate Governance Angelegenheiten und andere vertraglich vereinbarte Bestätigungsleistungen.

Zudem haben wir Unterstützungsleistungen bei der Begleitung von Betriebsprüfungen, der Einführung von Tax-Compliance-Systemen sowie der umsatz- und ertragsteuerlichen Beratung zu Einzelsachverhalten erbracht. Weitere Leistungen betreffen Beratungsleistungen bei der Einführung neuer IT-Systeme und des internen Kontrollsystems.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Haiko Schmidt.

 

München, den 25. Februar 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sailer, Wirtschaftsprüfer

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Medienbranche verändert sich immer rasanter. Daher stand auch bei ProSiebenSat.1 das Jahr 2018 im Zeichen der Weiterentwicklung. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich intensiv mit der Konzernstruktur, den Geschäftsbereichen und damit verbunden mit deren zukünftiger Ausrichtung befasst. Der Vorstand ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass es einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens bedarf, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.

Der Aufsichtsrat unterstützt ausdrücklich die neue Strategie des Konzerns. Wir sind davon überzeugt, dass sie die Basis für eine weitere und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie der Gesamtrendite für die Aktionäre ist. Wichtigstes strategisches Ziel von ProSiebenSat.1 ist auch zukünftig, den digitalen Wandel mitzugestalten und konzernweit voranzutreiben.

ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand der Gesellschaft wird von uns, dem Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE, umfassend beraten und begleitet. Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) berücksichtigt.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 den Vorstand in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und ihn bei der Führung der Geschäfte sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Mit der operativen und strategischen Entwicklung des Konzerns setzten wir uns eingehend auseinander. Dazu wurde das Aufsichtsratsgremium vom Vorstand - sowohl innerhalb als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und mit ihm erörtert. Aus diesem Grund waren wir in sämtliche Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig und unmittelbar eingebunden.

Die Aufsichtsratssitzungen waren von einem intensiven und offenen Austausch mit dem Vorstand gekennzeichnet. Fester Bestandteil der Sitzungen sind zudem "Closed Sessions", in denen die Mitglieder des Aufsichtsrats ohne den Vorstand tagen. Sofern nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für einzelne Maßnahmen die Zustimmung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses erforderlich war, haben wir hierüber beraten und einen entsprechenden Beschluss gefasst. Über alle zustimmungspflichtigen Angelegenheiten wurden wir stets umfassend informiert, entsprechende Beschlussvorlagen des Vorstands lagen rechtzeitig zur Prüfung vor. Das Gremium wurde dabei im Einzelnen durch die jeweils zuständigen Ausschüsse unterstützt und diskutierte die zur Entscheidung anstehenden Vorhaben mit dem Vorstand.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen hat uns der Vorstand anhand schriftlicher Monatsberichte über die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen informiert und die unterjährigen Finanzinformationen bzw. den Jahresfinanzbericht vorgelegt. Über besondere Vorgänge wurden wir auch außerhalb der Sitzungen und der Regelberichterstattung unverzüglich informiert und bei Bedarf in Abstimmung mit mir als Aufsichtsratsvorsitzenden um eine Beschlussfassung per Umlaufverfahren gebeten. Zudem stand ich fortlaufend in engem persönlichen Dialog mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft, sowie bei Bedarf auch mit den übrigen Vorstandsmitgliedern.

Der Aufsichtsrat war aufgrund der Berichterstattung des Vorstands stets umfassend über die Lage der Gesellschaft informiert, in anstehende Entscheidungen frühzeitig und direkt involviert und konnte so seine Aufgaben vollumfänglich wahrnehmen. Eine Einsichtnahme in die Bücher und Schriften der Gesellschaft war über die uns im Rahmen der Berichterstattung des Vorstands vorgelegten Unterlagen hinaus daher nicht erforderlich.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGS- UND KONTROLLTÄTIGKEIT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2018 mit der Geschäfts- und Finanzlage, den grundsätzlichen Fragen der Unternehmenspolitik und -strategie, der allgemeinen Personalsituation sowie den besonderen Investitionsvorhaben.

ProSiebenSat.1 hat 2018 die Weichen für die weitere digitale Transformation der gesamten Gruppe gestellt. Ein wichtiger Schritt war die Neuausrichtung des Konzerns auf Basis einer Drei-Säulen-Strategie. Dazu gehörte die Zusammenlegung des linearen TV-Geschäfts mit der Digital-Entertainment-Sparte. Gleichzeitig hat der Konzern durch die Integration von Studio71 in das Segment Content Production & Global Sales seine digitale Produktionskompetenz gestärkt. Das dritte Segment bildet das Commerce-Portfolio mit den Kernmarken der NuCom Group Verivox, Parship Elite Group, Jochen Schweizer mydays und Flaconi. Hier wird der Konzern auch künftig sein Portfolio durch M&A-Maßnahmen erweitern. Darüber hinaus fokussiert sich ProSiebenSat.1 nun jedoch verstärkt auf Geschäftsfelder mit organischem Wachstumspotenzial wie lokale Inhalte, digitale Plattformen, verbesserte Monetarisierung von Reichweiten und den Aufbau eigener Technologien, insbesondere im Bereich Daten und Vermarktung. Damit schafft die Gruppe die Basis für weiteres Wachstum und zusätzlichen Wert für Mitarbeiter und Aktionäre. Daneben ist Teil der strategischen Ausrichtung auch die Anpassung der Dividendenpolitik und das in diesem Kontext beschlossene Aktienrückkaufprogramm.

Das ProSiebenSat.1-Managementteam hat die strategische Neuausrichtung in allen Bereichen eng mit dem Aufsichtsrat abgestimmt, insbesondere in der Strategiesitzung am 11. September 2018. Zudem hat sich der Aufsichtsrat 2018 intensiv mit der Nachfolgeplanung für den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Thomas Ebeling befasst. Mit Max Conze konnten wir mit Wirkung zum 1. Juni 2018 einen Vorstandsvorsitzenden für ProSiebenSat.1 gewinnen, der über umfangreiche internationale Managementerfahrung in unterschiedlichen Branchen verfügt. Bis zum Amtsantritt von Max Conze hatte Conrad Albert interimistisch den Vorstandsvorsitz übernommen und damit die Kontinuität im Unternehmen sichergestellt.

Insgesamt fanden 2018 fünf ordentliche Präsenzsitzungen, acht außerordentliche Sitzungen in Form einer Telefonkonferenz sowie eine eintägige Klausur des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE statt. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Aufsichtsratsmitglieder an allen Sitzungen teilgenommen. Die Sitzungsteilnahme ist im Corporate-Governance-Bericht individualisiert offengelegt; dieser ist im Internet unter → www.prosiebensat1.de/investor-relations/corporate-governance/corporate-governance-bericht sowie im Geschäftsbericht ab → Seite 41 veröffentlicht.

In einer außerordentlichen Sitzung am 11. Februar 2018, die in Form einer Telefonkonferenz stattfand, wurden wir durch den Vorstand über die geplante Beteiligung von General Atlantic an der NuCom Group in Höhe von 25,1 Prozent informiert. Wir erhielten einen umfassenden Einblick in die strategische Bedeutung der Transaktion, die weiteren geplanten Schritte sowie den anvisierten Zeitplan. Der Aufsichtsrat hat der Transaktion in einer zweiten außerordentlichen Sitzung am 21. Februar 2018 zugestimmt.

Mit General Atlantic als Partner schafft ProSiebenSat.1 die Grundlage für das weitere Wachstum der NuCom Group und den Ausbau des Unternehmens zu einem führenden Commerce-Anbieter in Europa. In einer ersten gemeinsamen Transaktion übernahm die NuCom Group von Oakley Capital und weiteren Investoren gehaltene Anteile an Verivox und der Parship Elite Group, wodurch sich der Anteilsbesitz auf knapp 100 Prozent bzw. rund 94 Prozent erhöhte. Darüber hinaus erwarb die NuCom Group die restlichen Minderheitsanteile an der SilverTours GmbH (billiger-mietwagen.de) und besitzt damit 100 Prozent an dem Unternehmen. Mit diesen gemeinsamen Übernahmen zeigen ProSiebenSat.1 und General Atlantic die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre auf: Eigentümer- und Kontrollstrukturen sollen vereinfacht sowie die Ertragsbasis konsolidiert werden.

" Der Aufsichtsrat unterstützt ausdrücklich die neue Strategie des Konzerns. Wir sind davon überzeugt, dass sie die Basis für eine weitere und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie der Gesamtrendite für die Aktionäre ist. "

DR. WERNER BRANDT

AUFSICHTSRATSVORSITZENDER

In der Bilanzsitzung am 12. März 2018 verabschiedete der Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht und den Corporate-Governance-Bericht jeweils für das Geschäftsjahr 2017 sowie die Entsprechenserklärung 2017. Das Gremium prüfte den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und schloss sich diesem an. Dies gilt auch für den Wahlvorschlag des Prüfungsausschusses hinsichtlich der Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018. Zudem verabschiedeten wir die Agenda für die Hauptversammlung am 16. Mai 2018 mit den entsprechenden Beschlussvorschlägen. Der Aufsichtsrat folgte den Empfehlungen des Personalausschusses und genehmigte die vergütungsrelevanten Themen für den Vorstand, d. h. die Zahlung des Performance Bonus für das Geschäftsjahr 2017 sowie die Barabwicklung des Group Share Plans 2014 und die entsprechende Auszahlungshöhe. Die Implementierung eines neuen Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands wurde einstimmig genehmigt. Die individuellen Zielvorgaben für die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr haben wir ebenfalls eingehend diskutiert und verabschiedet. Es wurde zudem bekanntgegeben, dass sich der Präsidial- und Nominierungsausschuss in seiner Sitzung am 9. März 2018 mit möglichen Nachfolgeplanungen für das Aufsichtsratsmitglied Antoinette P. Aris befasste. Im Rahmen der Bilanzsitzung erhielten wir ferner einen detaillierten Überblick über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens und wurden über mögliche M&A-Transaktionen informiert.

In einer außerordentlichen Sitzung am 23. März 2018 fasste der Aufsichtsrat den Beschluss, der Hauptversammlung im Mai 2018 Frau Marjorie Kaplan als Nachfolgerin für das scheidende Aufsichtsratsmitglied Antoinette P. Aris zur Wahl zu stellen. Die Sitzung fand in Form einer Telefonkonferenz statt.

In der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 hat sich Max Conze als künftiger neuer Vorstandsvorsitzender den Aktionärinnen und Aktionären vorgestellt. Im Anschluss an die Hauptversammlung fand eine weitere ordentliche Aufsichtsratssitzung statt. An dieser Sitzung nahm erstmals auch das neue Aufsichtsratsmitglied Marjorie Kaplan teil. Sie übernahm mit Wirkung zum 16. Mai 2018 den Sitz von Antoinette P. Aris im Aufsichtsrat. In den jeweiligen Ausschüssen wurde Antoinette P. Aris durch Angelika Gifford (Prüfungsausschuss) sowie Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher (Personalausschuss) ersetzt. Im Rahmen der Sitzung wurden wir umfassend über die Entwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen sowie mögliche M&A-Transaktionen informiert. Dazu zählte die potenzielle Partnerschaft mit Discovery Communications mit dem Ziel, eine gemeinsame lokale Streaming-Plattform für Deutschland aufzubauen. Ein weiteres Thema dieser Aufsichtsratssitzung war die geplante Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung, die mit Wirkung zum 25. Mai 2018 in Kraft trat. Ferner erhielten wir einen Einblick in die Prozesse für die Budgetplanung 2019 sowie den langfristigen Strategieplan 2019 - 2023. In dieser Sitzung informierte ich zudem das Gremium darüber, dass ich mit Herrn Christof Wahl über die vorzeitige Beendigung seines Dienstvertrages gesprochen habe. Die Notwendigkeit hierfür bzw. der Wegfall des Aufgabenbereichs seiner Vorstandsposition ergab sich im Rahmen der bevorstehenden Re-Organisation des EntertainmentBereichs im Zusammenhang mit der Drei-Säulen-Strategie. Der Aufsichtsrat ermächtigte mich daraufhin, weitergehende Gespräche mit Herrn Wahl zu führen.

Die jährliche Strategieklausur fand am 20. Juni 2018 statt. Hier informierte uns Max Conze über seine ersten Eindrücke seit seinem Amtsantritt als CEO der ProSiebenSat.1 Media SE und die geplante strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Ziel ist, das Wachstum nachhaltig fortzusetzen und zugleich den Fokus verstärkt auf wichtige Investitionsfelder wie Maximierung von Reichweite und attraktive Programme zu setzen. In diesem Zusammenhang wurde auch und erneut über den Status und die weitere Entwicklung des Joint Venture mit Discovery Communications betreffend die Online-Streaming- und Catch-Up-Plattform "7TV" gesprochen. Gemeinsam mit Discovery baut ProSiebenSat.1 7TV zu einer zentralen und anbieterübergreifenden Streaming-Plattform im deutschen Markt aus. Damit trägt der Konzern den veränderten Mediennutzungsinteressen Rechnung.

Am 21. Juli 2018 fand eine außerordentliche Sitzung in Form einer Telefonkonferenz statt. Im Rahmen dieser Sitzung wurden wir über die finanziellen Entwicklungen des Konzerns im dritten Quartal 2018 und die damit einhergehende Kapitalmarktkommunikation informiert.

In einer ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 11. und 12. September 2018 hat uns der Vorstand über die geplante Aktualisierung des Geschäftsverteilungsplans in der Geschäftsordnung in Kenntnis gesetzt. Sie dient dazu, die Drei-Säulen-Strategie in der Geschäftsordnung sowie in den operativen und geschäftsführenden Verantwortlichkeiten im Unternehmen stringent widerzuspiegeln. Wir wurden zudem über mögliche bevorstehende M&A-Transaktionen informiert, wie z. B. über eine mögliche Übernahme der Online-Partnervermittlung eharmony. Im Rahmen dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat, gestützt auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses, dazu entschieden, der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2019 die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zur Wahl als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 vorschlagen zu wollen; der Empfehlung des Prüfungsausschusses und der Entscheidung des Aufsichtsrats war ein entsprechendes Auswahlverfahren gemäß Art. 16 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 über die spezifischen Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse (Abschlussprüfer-Verordnung) vorausgegangen. Ferner haben wir der Bestellung von Conrad Albert, Deputy CEO der ProSiebenSat.1 Media SE, als Mitglied des Aufsichtsrats bei der Orange Ocean UG zugestimmt. Die Non-Profit-Organisation Orange Ocean setzt sich für den Schutz der Weltmeere ein.

Eine weitere Telefonkonferenz am 31. Oktober 2018 galt der Vorbereitung des Kapitalmarkttages am 14. November 2018 sowie der Evaluierung der aktuellen Geschäftslage. Über die finanzielle Entwicklung des Unternehmens wurden wir umfassend vom Vorstand informiert.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung, die am 7. November 2018 ebenfalls im Rahmen einer Telefonkonferenz stattfand, wurden wir über den erfolgreichen Abschluss der Vertragsverhandlungen mit der amerikanischen Film- und Fernsehgesellschaft Warner Bros. Entertainment informiert und haben unsere Zustimmung erteilt. Des Weiteren haben wir auf Empfehlung des Prüfungsausschusses ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250 Mio Euro und einer Gesamtlaufzeit von 12 bis 24 Monaten verabschiedet. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau nutzt der Konzern den Aktienrückkauf als Instrument zur Verbesserung seiner Kapitaleffizienz. Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem mit einer Anpassung der Dividendenpolitik, die er ebenfalls auf Empfehlung des Prüfungsausschusses genehmigte. Letztlich verständigte sich der Aufsichtsrat darauf, dass der Vertrag von Jan David Frouman, Chairman & CEO Red Arrow Studios und Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media SE, der bis zum 28. Februar 2019 läuft, nicht verlängert wird. Jan David Frouman war seit 2004 in verschiedenen Funktionen für die Gesellschaft tätig. Seit 2010 baute er Red Arrow Studios auf und gehörte seit 1. März 2016 dem Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE an.

Der Konzern hat den Kapitalmarkt im Anschluss an die Sitzung am 7. November 2018 über die Anpassung des Finanzausblicks für das Gesamtjahr 2018 und die Ergebnisse des Strategie-Updates informiert. Dazu zählt neben der Ankündigung des vorgenannten Aktienrückkaufprogramms die Anpassung der Dividendenpolitik. Zugleich wird ProSiebenSat.1 ab 2019 für ein modernes und zukünftig noch relevanteres Entertainment-Geschäft zusätzlich in lokale Programminhalte, den Ausbau digitaler Plattformen und eine verbesserte Monetarisierung der Reichweite investieren. Ein wichtiger Baustein ist die Weiterentwicklung des Joint Venture 7TV als Gegenentwurf zu den Angeboten der globalen Internet-Konzerne und den vielen kleinteiligen Eigendistributionen lokaler Wettbewerber.

In der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember 2018 wurde uns die vorläufige Budget-Planung 2019 sowie der vorläufige langfristige Strategieplan 2019 - 2023 für den ProSiebenSat.1-Konzern vorgelegt. Wir wurden zudem vollumfänglich über die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigsten Geschäftsbereiche informiert. Des Weiteren erhielten wir einen umfassenden Einblick in das Geschäftsfeld sowie die Geschäftsentwicklung der Unternehmensbeteiligungen Studio71, BuzzBird und Amorelie. Geplante M&A-Transaktionen sowie der Rückblick auf den Kapitalmarkttag am 14. November 2018 waren weitere Agendapunkte dieser Sitzung.

Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres fand am 18. Februar 2019 eine weitere außerordentliche Aufsichtsratssitzung in Form einer Telefonkonferenz statt. Gegenstand der Sitzung war die Weiterentwicklung der Vorstands- und Holdingstruktur mit dem Ziel, den Transformationsprozess zu beschleunigen. Dabei soll der Konzernvorstand auf drei Kernaufgaben verschlankt werden - das CEO-Ressort, den Finance-Bereich (CFO) und die Funktion des Group General Counsel & Deputy CEO. Parallel dazu wird das Unternehmen zum April 2019 auf Holding-Ebene ein neues Executive Board etablieren, dem die Vorstände CEO, CFO sowie Deputy CEO/Group General Counsel angehören; gleichzeitig werden die darunter angeordneten Säulen - Entertainment, Red Arrow Studios und NuCom Group - künftig jeweils von zwei Co-CEOs geführt. Mit der Verlagerung operativer Entscheidungsprozesse auf die einzelnen Säulen ist der Konzern künftig deutlich agiler und schlagkräftiger aufgestellt. Sabine Eckhardt und Dr. Jan Kemper verlassen den ProSiebenSat.1-Vorstand in bestem Einvernehmen mit dem Unternehmen. Der Aufsichtsrat hat seine Zustimmung dazu in dieser Sitzung erteilt.

Darüber hinaus fasste der Aufsichtsrat 2018 - nach ausführlicher Diskussion in den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen - sieben Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren, unter anderem zu folgenden Themen: Im Mai befürwortete der Aufsichtsrat die Bestellung von Conrad Albert als Mitglied des Aufsichtsrats der Bavaria Studios & Production Services GmbH. Im Juni stimmte der Aufsichtsrat der Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Christof Wahl als Mitglied des Vorstands der ProSiebenSat.1 Media SE zu. Im August verabschiedete der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Personalausschusses die Bedingungen des neuen Performance Share Plans sowie die Erfolgsziele der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018. Im Oktober erteilte das Gremium seine Zustimmung zur 100-prozentigen Übernahme der Online-Partnervermittlung eharmony durch die Parship Elite Group.

BERICHT ÜBER DIE ARBEIT DER AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat verschiedene Ausschüsse eingerichtet, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Um seine Arbeit effizient wahrzunehmen, verfügte das Gremium 2018 über vier Ausschüsse: den Präsidial- und Nominierungsausschuss ("Presiding and Nomination Committee"), den Personalausschuss ("Compensation Committee"), den Prüfungsausschuss ("Audit and Finance Committee") sowie den Kapitalmarktausschuss ("Capital Markets Committee"). Die Ausschüsse haben den Aufsichtsrat in seinen Plenarsitzungen regelmäßig und umfassend über ihre Tätigkeit informiert. Ihre Aufgabenschwerpunkte werden nachfolgend beschrieben. Für die individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme in den Aufsichtsratsausschüssen verweisen wir ebenfalls auf den Corporate-Governance-Bericht, den Sie im Internet unter → www.prosiebensat1.de/investor-relations/corporate-governance/corporate-governance-bericht sowie im Geschäftsbericht ab Seite 41 finden.

Der Präsidialausschuss und Nominierungsausschuss tagte im Jahr 2018 fünfmal in Form einer Telefonkonferenz; er fasste insgesamt zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren. Der Ausschuss koordiniert die Arbeit des Aufsichtsrats und bereitet dessen Sitzungen vor. Zudem verantwortet das Gremium die Aufgaben eines Nominierungsausschusses gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex und fasst Beschlüsse, die an ihn durch die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats delegiert wurden. Dazu zählen die Prüfung von Lizenzverträgen, Distributionsvereinbarungen oder Vermarktungsverträge.

Ein Schwerpunkt der Beratungen im Präsidial- und Nominierungsausschuss war 2018 die Nachbesetzung des Aufsichtsratsmitglieds Antoinette P. Aris. Antoinette P. Aris war seit 26. Juni 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE und verließ das Gremium auf eigenen Wunsch mit Wirkung zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2018. Die Nachbesetzung wurde erstmals in einer außerordentlichen Sitzung im Rahmen einer Telefonkonferenz am 9. März 2018 diskutiert, das Thema war zudem Gegenstand einer außerordentlichen Sitzung am 14. März 2018 sowie einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 16. März 2018. In einer außerordentlichen Sitzung am 20. März 2018 stimmten alle Mitglieder des Ausschusses für die Kandidatin Marjorie Kaplan als Nachfolgerin für das Mitglied des Aufsichtsrats Antoinette P. Aris.

Der Personalausschuss bereitet Beschlussfassungen zu personalspezifischen Vorstandsthemen für das Aufsichtsratsplenum vor. Der Ausschuss führte im Jahr 2018 eine Präsenzsitzung sowie sechs Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen durch. In einer ersten Sitzung am 11. Januar 2018 beschäftigte sich das Gremium mit der Implementierung eines neuen Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands; eine weitere Sitzung am 16. Januar 2018 hatte die Zielerreichung der Vorstandsmitglieder im Rahmen des Group Share Plans 2014 zum Inhalt. In der Sitzung am 23. Januar 2018 wurden die individuellen Zielerreichungsgrade des Performance Bonus 2017 der Vorstandsmitglieder präsentiert und genehmigt. In einer weiteren Sitzung, die in Form einer Telefonkonferenz am 2. Februar 2018 stattfand, wurde erneut das neue Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands erörtert. In einer außerordentlichen Sitzung am 28. Februar 2018 hat sich das Gremium zudem eingehend mit der Zielvorgabe für den Performance Bonus der einzelnen Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 beschäftigt und eine entsprechende Empfehlung an den Gesamtaufsichtsrat verabschiedet. Die Sitzung am 8. Juni 2018 beinhaltete die Anpassung der Vorstandsverträge im Rahmen des neuen Vergütungssystems sowie die Festlegung des Zielerreichungsgrades im Rahmen des Mid-Term-Incentive-Plans.

Per Umlaufverfahren wurde zudem ein weiterer Beschluss gefasst: Im Juli 2018 verabschiedete das Gremium die endgültigen Bedingungen des neuen Performance Share Plans sowie die Erfolgsziele für den Performance Bonus 2018 für jedes Vorstandsmitglied.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal in Gegenwart des Finanzvorstands sowie des Abschlussprüfers getagt. Er hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den Gewinnverwendungsvorschlag vorbereitend für den Aufsichtsrat geprüft und dazu insbesondere den Prüfungsbericht und den mündlichen Bericht des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung eingehend beraten. Der Prüfungsausschuss sah im Rahmen seiner Prüfungen keinen Anlass für Beanstandungen. Zudem erörterte der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht unter Berücksichtigung des Berichts des Abschlussprüfers über die prüferische Durchsicht vor deren Veröffentlichung. Aufgabe des Prüfungsausschusses ist außerdem die Vorbereitung der Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat.

Schwerpunkte bei der Überwachung der Finanzberichterstattung bildeten im Berichtsjahr die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, die Bewertung des Programmvermögens, die Bilanzierung von Unternehmens- und Anteilserwerben, die Realisierung von Umsatzerlösen, das Hedge Accounting, die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Ertragsteuern.

Der Prüfungsausschuss hat den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems überwacht und sich dabei auch auf die entsprechende Berichterstattung des Leiters der Internen Revision und des Abschlussprüfers gestützt. Wesentliche Schwächen des auf den Rechnungslegungsprozess bezogenen Internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems wurden vom Abschlussprüfer nicht festgestellt.

Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats zur Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 durch die Hauptversammlung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer und der Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Er überwachte die Wirksamkeit der Abschlussprüfung und die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie die von diesem zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbrachten Leistungen. Der Prüfungsausschuss war in das Auswahlverfahren gemäß Art. 16 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (Abschlussprüfer-Verordnung) im Hinblick auf die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 eingebunden und unterbreitete als Ergebnis des Auswahlverfahrens dem Aufsichtsrat eine entsprechende Empfehlung von Kandidaten samt Präferenz für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

Der Prüfungsausschuss hat sich kontinuierlich mit dem Abschlussprüfer über die wesentlichen Prüfungsrisiken und die erforderliche Ausrichtung der Abschlussprüfung ausgetauscht. Er hat eine interne Regelung über Dienstleistungen des Abschlussprüfers, die nicht im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung stehen, (sog. Nichtprüfungsleistungen) getroffen und ließ sich durch den Abschlussprüfer und den Vorstand zu jeder Sitzung über entsprechende Aufträge und die in diesem Zusammenhang angefallenen Honorare informieren und hat diese jeweils gebilligt.

Weiterhin ließ sich der Prüfungsausschuss regelmäßig über die Weiterentwicklung des Compliance-Managementsystems, über den Umgang mit mutmaßlichen Compliance-Fällen, über rechtliche und regulatorische Risiken sowie die Risikolage, -erfassung und -überwachung im Unternehmen unterrichten. Hinzu kamen regelmäßige Berichte über die Risikoeinschätzung seitens der Internen Revision, deren Ressourcenausstattung und Prüfungsplanung.

Der Vorstand informierte den Prüfungsausschuss regelmäßig über den Status verschiedener Aktivitäten zur Finanzierung sowie zur Liquiditätssicherung des Unternehmens. Dies erfolgte unter anderem in einer weiteren Präsenzsitzung im Dezember.

Zu ausgewählten Punkten der Tagesordnung nahmen auch die Leiter der zuständigen Fachabteilungen an den Sitzungen des Prüfungsausschusses teil, erstatteten Bericht und beantworteten Fragen. Darüber hinaus führte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zwischen den Sitzungsterminen Gespräche zu wichtigen Einzelthemen, insbesondere mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, dem Finanzvorstand und dem Abschlussprüfer. Über die wesentlichen Ergebnisse dieser Gespräche wurde dem Prüfungsausschuss und, soweit erforderlich, dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht erstattet.

Der Kapitalmarktausschuss ist ermächtigt, anstelle des Gesamtgremiums über die Zustimmung zur Ausnutzung des Genehmigten Kapitals der Gesellschaft sowie damit im Zusammenhang stehende Maßnahmen zu beschließen. Im Geschäftsjahr 2018 fand am 15. Juli 2018 eine Sitzung des Kapitalmarktausschusses statt. Gegenstand dieser Sitzung waren neben der Kapitalmarktkommunikation Überlegungen hinsichtlich eines möglichen Aktienrückkaufprogramms und einer potenziellen Anpassung der Dividendenpolitik. Zudem standen mögliche M&A-Transaktionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres auf der Agenda.

PRÜFUNG DER JAHRES- UND KONZERNRECHNUNGSLEGUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

Der Jahres- und Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE sowie der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG), Niederlassung München, ordnungsgemäß geprüft und am 25. Februar 2019 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Alle Abschlussunterlagen, der Risikobericht sowie die Prüfungsberichte der KPMG lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden eingehend von uns geprüft. Gegenstand der Beratungen war darüber hinaus die Nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß §§ 289c, 315c Abs. 1 HGB. Sie wurden zunächst im Prüfungsausschuss und anschließend im Aufsichtsrat jeweils in Gegenwart der zuständigen Wirtschaftsprüfer ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Schwächen des Internen Kontrollsystems und Risikomanagements bezogen auf den Rechnungslegungsprozess wurden dabei nicht festgestellt. Umstände, die die Befangenheit der Abschlussprüfer besorgen lassen, lagen ebenfalls nicht vor.

Zusätzlich zu den Abschlussprüferleistungen haben die Prüfer andere Bestätigungsleistungen von 0,4 Mio Euro (Vorjahr: 0,5 Mio Euro), Steuerberatungsleistungen von 0,0 Mio Euro (Vorjahr: 0,1 Mio Euro) und sonstige Leistungen von 0,1 Mio Euro (Vorjahr: 0,3 Mio Euro) erbracht. Die Details zu den Leistungen der Abschlussprüfer und die Höhe der Vergütung sind im Anhang des Konzernabschlusses unter Ziffer 35 dargestellt.

Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend Kenntnis genommen und nach Abschluss seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwände zu erheben sind. Der vom Vorstand aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Aufsichtsrat gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Schließlich hat der Aufsichtsrat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft und sich diesem Vorschlag angeschlossen.

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 111 Abs. 2 Satz 4 AktG eine externe inhaltliche Überprüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung durch KPMG beauftragt. KPMG hat insoweit ein uneingeschränktes Prüfungsurteil erteilt. Das bedeutet, dass nach der Beurteilung der KPMG die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der ProSiebenSat.1 Media SE in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289b bis 289e HGB aufgestellt wurde. Der Aufsichtsrat hat bei seiner eigenen Prüfung, die auch auf Grundlage des Berichts des Prüfungsausschusses über dessen vorbereitende Prüfung und dessen Empfehlung sowie der Prüfung des Berichts und des Prüfungsurteils der KPMG erfolgte, ebenfalls keine Gründe festgestellt, die der Ordnungs- und Zweckmäßigkeit der Nichtfinanziellen Konzernerklärung entgegenstehen.

INTERESSENKONFLIKTE

Die Aufsichtsratsmitglieder sind verpflichtet, mögliche Interessenkonflikte unverzüglich dem Präsidial- und Nominierungsausschuss offenzulegen. Im Geschäftsjahr 2018 lagen aufgrund gleichzeitiger Organmitgliedschaft einzelner Mitglieder des Aufsichtsrats bei Wettbewerbern bzw. Geschäftspartnern der ProSiebenSat.1 Media SE folgende Anhaltspunkte für Interessenkonflikte vor:

Antoinette (Annet) P. Aris gehört dem Aufsichtsrat der Thomas Cook PLC an. Sie hat daher vorsorglich die Aufsichtsratssitzungen der Gesellschaft vor Diskussionen verlassen, die das Travel-Portfolio betrafen. Sie hat an den Sitzungen erst nach Abschluss dieser Besprechungen respektive nach Beschlussfassungen hierzu wieder teilgenommen.

Angelika Gifford gehört seit Februar 2016 dem Aufsichtsrat der TUI AG an. Sie hat ebenfalls vor Diskussionen, die das Travel-Portfolio betrafen, vorsorglich die Aufsichtsratssitzungen der ProSiebenSat.1 Media SE verlassen und an den Sitzungen erst nach Abschluss dieser Besprechungen respektive nach Beschlussfassungen hierzu wieder teilgenommen.

Darüber hinaus hat es keine Anzeichen für das Vorliegen von Interessenkonflikten gegeben.

CORPORATE GOVERNANCE

Vorstand und Aufsichtsrat haben zum Thema Corporate Governance einen separaten Bericht erstellt. Diesen sowie die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB finden Sie im Internet unter → www.ProSiebenSat1.com sowie im Geschäftsbericht ab → Seite 41.

VERÄNDERUNGEN IN DER BESETZUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Am 21. Februar 2018 haben wir Max Conze zum neuen Vorstandsvorsitzenden der ProSiebenSat.1 Media SE ernannt, er trat die Nachfolge von Thomas Ebeling zum 1. Juni 2018 an. Max Conze war zuletzt Chief Executive Officer bei Dyson. Mit seiner Innovationsstärke und seinem Marketingverständnis hat er das Unternehmen zu einem dynamisch wachsenden globalen Technologie-Konzern ausgebaut.

Der langjährige Vorstandsvorsitzende der ProSiebenSat.1 Media SE, Thomas Ebeling, ist mit Wirkung zum Ablauf des 22. Februar 2018 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Thomas Ebeling hatte noch einen Vertrag bis Mitte 2019. Bereits im Rahmen seiner letzten Vertragsverlängerung hatte er allerdings mitgeteilt, anschließend für eine weitere Verlängerung nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Conrad Albert, seit 2005 im Unternehmen, Deputy CEO der ProSiebenSat.1 Media SE und zugleich General Counsel der Gesellschaft, wurde mit sofortiger Wirkung zum 19. November 2017 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt und hat bis zum Amtsantritt von Max Conze den Vorstandsvorsitz übernommen.

Christof Wahl, Chief Operating Officer Entertainment der ProSiebenSat.1 Media SE, hat das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum 31. Juli 2018 verlassen. Im Zuge der Zusammenführung des Entertainment-Portfolios in einem einheitlichen Segment wurden die Verantwortungsbereiche des digitalen Entertainments von Christof Wahl in dieser Säule gebündelt, um eine noch engere Zusammenarbeit von klassischen und digitalen Angeboten zu erzielen.

Zudem ist Jan David Frouman, Chairman & CEO Red Arrow Studios und Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media SE, mit Ablauf seines Vertrages zum 28. Februar 2019 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Ab 2010 baute er Red Arrow Studios auf und gehörte seit 1. März 2016 dem Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE an.

Im Februar 2019 hat der Konzern weitere Veränderungen im Vorstand bekannt gegeben und eine neue Führungsstruktur etabliert: Sabine Eckhardt, Vorstand Vertrieb & Marketing, hat sich nach 15 Jahren entschieden, den ProSiebenSat.1-Konzern zum 30. April 2019 in bestem gegenseitigen Einvernehmen zu verlassen. Michaela Tod übernimmt ab April 2019 die Aufgaben von Sabine Eckhardt. Sie wird als Co-CEO Entertainment gemeinsam mit Wolfgang Link die neu aufgestellte Entertainment-Säule leiten.

Nach knapp zwei Jahren als Finanzvorstand verlässt in bestem gegenseitigen Einvernehmen außerdem Dr. Jan Kemper zum 31. März 2019 den Vorstand. Sein Nachfolger Rainer Beaujean, aktuell CFO des börsennotierten Verpackungsherstellers Gerresheimer AG, tritt sein Amt als ProSiebenSat.1-Finanzvorstand zum 1. Juli 2019 an. In der Übergangszeit wird Ralf Peter Gierig, langjähriger Deputy CFO der ProSiebenSat.1 Group, den Finanzbereich als Interims-CFO übernehmen und an Max Conze berichten.

Künftig wird der Konzern von einem Executive Committee geleitet, dem die Vorstandsmitglieder CEO, CFO sowie Deputy CEO/Group General Counsel angehören. Gleichzeitig wird das Unternehmen zum 1. April 2019 auf Holding-Ebene ein neues Executive Board einführen, in dem u. a. auch die beiden Co-CEOs der jeweiligen Segmente vertreten sein werden. Diese neue Holding-Struktur ist die konsequente Fortführung der DreiSäulen-Strategie: Mehr Unabhängigkeit und Eigenständigkeit im operativen Geschäft werden ProSiebenSat.1 unterstützen, das Geschäftsmodell zu transformieren.

Die Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt geändert:

Antoinette P. Aris, Mitglied des Aufsichtsrats sowie des Personal- und Prüfungsausschusses, schied mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 aus dem Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE aus. Ihre Nachfolge trat mit Ablauf der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 Marjorie Kaplan an. Frau Kaplan, wohnhaft in London, ist selbständige Unternehmerin und gehört dem Aufsichtsrat von The Grierson Trust an.

DANK DES AUFSICHTSRATS

Im Namen des Aufsichtsrats möchte ich den Mitgliedern des Vorstands sehr herzlich danken. Ausdrücklich möchte ich mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats bei Conrad Albert bedanken; er hat bis zum Sommer 2018 das Unternehmen als CEO geleitet und in dieser Zeit vor allem die Umsetzung der neuen DreiSäulen-Strategie massiv weiter vorangetrieben. Er hat sich als ausgesprochen profilierte und erfahrene Unternehmerpersönlichkeit in der deutschen Medienindustrie unter Beweis gestellt.

Auch bei Antoinette P. Aris bedanke ich mich sehr herzlich. Sie war von Juni 2014 bis Mai 2018 Mitglied des Aufsichtsrats und hat mit ihrer Expertise und ihrem Engagement unsere Gremienarbeit maßgeblich unterstützt.

Besonders danken möchte ich an dieser Stelle zudem allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2018. Ihre Arbeit ist die Grundlage für den Erfolg des ProSiebenSat.1-Konzerns.

Abschließend möchte ich Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, meinen Dank für Ihr Vertrauen in das Unternehmen und die ProSiebenSat.1-Aktie aussprechen. 2018 war ein herausforderndes Jahr, doch die Weichen für die Zukunft sind gestellt.

 

Unterföhring, im März 2019

Für den Aufsichtsrat

DR. WERNER BRANDT, VORSITZENDER

001 / MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE SOWIE DEREN MANDATE IN ANDEREN AUFSICHTSRÄTEN

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Dr. Werner Brandt Vorsitzender Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014 / der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Unternehmensberater Mandate: RWE AG (non-executive), Siemens AG (non-executive)
Dr. Marion Helmes Stellvertretende Vorsitzende Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014 / der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Unternehmensberaterin Mandate: Uniper SE (non-executive), British American Tobacco LTD (non-executive), Heineken N.V. (non-executive), Siemens Healthineers (non-executive)
Lawrence A. Aidem Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014 / der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Reverb Advisors (Managing Partner) Mandate: keine
Antoinette (Annet) P. Aris Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014/der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 bis 15. Mai 2018 INSEAD (Lehrbeauftragte für Strategie) Mandate: Thomas Cook PLC (non-executive), Jungheinrich AG (non-executive), ASR Netherlands N.V. (non-executive), ASML N.V. (non-executive), Randstad N.V. (non-executive), Rabobank (non-executive)
Adam Cahan Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014 / der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Selbständiger Unternehmer Mandate: keine
Angelika Gifford Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG und ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Mitglied in diversen Aufsichtsräten Mandate: Rothschild & Co. S.C.A, Paris (non-executive), TUI AG, Berlin/Hannover (non-executive)
Erik Adrianus Hubertus Huggers Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media AG seit 26. Juni 2014 / der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Unternehmensberater Mandate: keine
Marjorie Kaplan Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE seit 16. Mai 2018 Selbständige Unternehmerin Mandate: The Grierson Trust (non-executive)
Ketan Mehta Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE seit 24. November 2015 Allen & Company LLC (Managing Director) Mandate: keine
Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher Mitglied des Aufsichtsrats der ProSiebenSat.1 Media SE seit 21. Mai 2015 Wirtschaftsprüfer Mandate: Continental AG (non-executive), Covestro AG (non-executive), Covestro Deutschland AG (non-executive)

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS §161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April bzw. 19. Mai 2017 bekannt gemachten Fassung vom 7. Februar 2017 seit deren Bekanntgabe grundsätzlich entsprochen wird und wurde. Lediglich die folgenden Kodex-Empfehlungen wurden bzw. werden nicht angewendet:

Die von der Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherungsverträge sehen einen Selbstbehalt für die versicherten Mitglieder des Vorstands in dem gesetzlich (§ 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in Verbindung mit Art. 51 SE-VO) und anstellungsvertraglich vorgegebenen Rahmen vor. Nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat ist ein Selbstbehalt jedoch kein geeignetes Mittel, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation der Organmitglieder zu steigern. Ein Selbstbehalt ist für Aufsichtsratsmitglieder deswegen derzeit entgegen der Empfehlung in Ziff. 3.8 DCGK nicht vereinbart.

Der Vorstand hat bei der Gesellschaft ein Compliance Management System (CMS) eingerichtet, das angemessene, an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen abbildet, und hat dessen Grundzüge im Corporate-Governance-Bericht der Gesellschaft sowie in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung offengelegt. Mitarbeitern wird in diesem Zusammenhang auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt, Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Schutz erfahren die Beschäftigten gemäß der Empfehlung unter Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK indem der in einer Betriebsvereinbarung verankerte Verhaltenskodex der Gesellschaft in Abschnitt XIX (Verstöße gegen den Verhaltenskodex) regelt, dass gutgläubige Hinweisgeber für die Abgabe einer Meldung nicht benachteiligt werden dürfen. Ferner haben Mitarbeiter und Dritte auf der Grundlage einer im Dezember 2018 geschlossenen Betriebsvereinbarung zusätzlich die Möglichkeit, Hinweise auf Rechtsverstöße auch anonym über eine externe Ombudsperson abzugeben.

Die ProSiebenSat.1 Media SE beabsichtigt, den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April bzw. 19. Mai 2017 bekannt gemachten Fassung vom 7. Februar 2017 mit der oben erstgenannten Ausnahme auch in Zukunft zu entsprechen.

 

Im März 2019

Vorstand und Aufsichtsrat der ProSieben Sat.1 Media SE

Max Conze

Conrad Albert

Dr. Jan Kemper

Sabine Eckhardt

Feststellung des Jahresabschlusses der ProSiebenSat.1 Media SE zum 31.12.2018

Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 der ProSiebenSat.1 Media SE wurde vom Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE in der Vorstandsitzung am 25. Februar 2019 aufgestellt und vom Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media SE in seiner Aufsichtsratssitzung am 05. März 2019 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der ProSiebenSat.1 Media SE festgestellt.

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  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
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