Riedel Bau AGSchweinfurtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2024(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2024(§ 284 ff. HGB i.V.m. § 160 ff. AktG)A. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Das Unternehmen führt die Firma „Riedel Bau AG“ und hat ihren Sitz in Schweinfurt und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Schweinfurt unter der Nummer HRB 4036 eingetragen. Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes und der ergänzenden Regelungen der Satzung erstellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zum Ansatz. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. 2. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten a) Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Die fertigen und die unfertigen Bauten sind zu Herstellungskosten bzw. Leistungswerten bewertet. Die Herstellungskosten werden mit den tatsächlich angefallenen Aufwendungen bewertet. Diese werden dann mit dem Leistungswert, der sich nach dem Fertigungsgrad des jeweiligen Bauobjektes richtet, verglichen. In der Bilanz wird der jeweils niedrigere Wert des Vergleichs angesetzt. Von diesem Wert der halbfertigen und fertigen Bauten werden dann pro Baustelle die erhaltenen Anzahlungen, vermindert um die Umsatzsteuer, in Abzug gebracht. Dies jedoch nur bis zur Höhe der Bewertung der Baustelle. Der übersteigende Betrag der erhaltenen Anzahlungen wird unter der Bilanzposition Verbindlichkeiten passivisch ausgewiesen. b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. 3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten als Barwert der Versorgungsverpflichtungen ermittelt. Es werden grundsätzlich, entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen, folgende Berechnungsgrundlagen angewendet:
Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit keine Anpassung ihrer Betriebsrenten vorgenommen. Damit ist für sie eine latente Verpflichtung zur Nachholung der unterlassenen Anpassungen gegeben. Die latente Verpflichtung ist in der handelsrechtlichen Rückstellung berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen entsprechen dem voraussichtlichen Steuersoll. Die sonstigen Rückstellungen sind mit einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gesellschaft gliedert die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2024
Die Anteile an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:
Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten erfasst. Es wurde auf eine Abschreibung auf den niedrigeren Marktwert, da es sich um keine dauerhafte und betragsmäßig wesentliche Wertminderung handelt, wie folgt verzichtet:
2. Vorräte Die Summe der Leistungswerte laut den Meldungen der Bauleiter betrug auf der Basis der anteiligen Nettoerlöse EURO 422.006.559,00. Sie liegt damit um EURO 40.917.203,00 über dem Bilanzansatz. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Aufgliederung und Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:
4. Latente Steuern Aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich aktive latente Steuern bei Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen, langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie passive latente Steuern bei sonstigen Vermögensgegenständen. Die Ermittlung erfolgt mit einem Steuersatz von 15,00 % für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie 14,00 % für Gewerbesteuer. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf den Ansatz einer aktiven latenten Steuer aus einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung. 5. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
Die Anschaffungskosten des Planvermögens resultieren aus den einbezahlten Versicherungsprämien der Rückdeckungsversicherung. 6. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt EURO 7.500.000,00. Es besteht aus 7.500.000 Stück nennwertlosen Namensaktien. 7. Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen haben sich im Berichtsjahr nicht verändert. 8. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen betreffen die nicht durch Planvermögen abgesicherten Zusagen. Es besteht zum Bilanzstichtag ein rechnerischer negativer Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB n.F. in Höhe von EURO 4.770,00. Insofern kommt die Ausschüttungssperre nicht zum Tragen. Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
9. Verbindlichkeiten Aufgliederung und Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr handelt es sich um, aufgrund fehlender Bürgschaften, nicht ausbezahlte Sicherheitseinbehalte an Subunternehmer. 10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Vorauszahlungs-, Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften sowie Bürgschaften nach § 648a BGB in Höhe von EURO 137.665.808,14 (im Vorjahr EURO 106.773.764,24). Ansprüche wurden bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht geltend gemacht. Aufgrund der vorhandenen Liquidität sowie den überwiegend planmäßigen Verläufen der besicherten Bauprojekte wird auch zukünftig nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen belaufen sich auf netto EURO 10.127.647,22 (im Vorjahr EURO 9.530.699,68). Für Teilbeträge der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine gegenseitige Mithaftung der operativen Gesellschaften der Riedel Bau-Gruppe. Weitere im Anhang oder unter der Bilanz zu vermerkende Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EURO 79.967,33 (im Vorjahr EURO 3.504.771,20) und Erträgen aus Anlagenabgängen in Höhe von EURO 79.859,95 (im Vorjahr EURO 113.314,66). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Mietaufwendungen sowie Verwaltungskosten. 4. Finanzergebnis Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von EURO 27.652,74 (im Vorjahr EURO 27.399,84) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von EURO 23.367,00 (im Vorjahr EURO 25.637,00) enthalten. B. SONSTIGE ANGABEN I. Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand:
Aufsichtsrat:
II. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Bezüge in Höhe von EURO 75.751,80 (im Vorjahr EURO 73.750,00). III. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl
IV. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben wird unter Hinweis auf § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. V. Konzernabschluss - Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB Die Riedel Bau AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss der Riedel Bau AG auf. Er wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und anschließend im Unternehmensregister bekannt gemacht. VI. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Riedel Bau AG, Schweinfurt, in Höhe von EURO 44.830.826,56 eine Dividende in Höhe von EURO 5.000.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von EURO 39.830.826,56 auf neue Rechnung vorzutragen. VII. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB
Schweinfurt, den 19. Mai 2025
Vorstand Stephan Kranig Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde in der Hauptversammlung am 27. Mai 2025 gebilligt und festgestellt. LAGEBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 2024Gegenstand des Unternehmens Die Riedel Bau AG ist ein bundesweit tätiges, mittelständisches Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum sich vor allem im Hochbau bewegt. Dabei werden die Bauhauptgewerke mit dem eigenen, umfassend qualifizierten Personal ausgeführt, sowie mit ausgesuchten Nachunternehmern. Der Schwerpunkt liegt im Gebäudeneubau. Die Bauwerke werden sowohl als Rohbau- als auch als Schlüsselfertigbaustellen ausgeführt. Je nach Auftragsangebot am Markt, schwanken die Anteile der Kundengruppen (Privater Wohnungsbau, Gewerbebau, öffentlicher Hochbau) an der Gesamtleistung. Daneben werden eigene Bauträgerprojekte im Bereich Wohnungsbau, Gewerbebau und Pflegeimmobilien geplant, gebaut und vertrieben. Außerdem betreibt die Riedel Bau AG eine Transportbetonmischanlage. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2024 Die konjunkturelle Entwicklung im Bauhauptgewerbe ist weiterhin gespalten: Während Wohnungs- und Wirtschaftshochbau mit einer verfestigten Nachfrageschwäche kämpfen, profitiert der Wirtschaftstiefbau von den Investitionen in die Energie- und Mobilitätswende: Die Auftragseingänge im Tiefbau stiegen 2024 um 5,7 %, während der Hochbau einen Rückgang um 4 % verzeichnete. Über alle Sparten gesehen sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe seit 2021 um 13 % (real) zurückgegangen. Viele Betriebe können ihre Kapazitäten nicht vollständig auslasten, was die Investitionsbereitschaft sowie die Einstellung neuer Mitarbeiter hemmt. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel, insbesondere im Tiefbau, eine zentrale Herausforderung. Das Jahr 2024 startete mit einem Auftragsbestand von 72,9 Mrd. € für das Bauhauptgewerbe (nominal +7 %, real +5 %). Doch am Ende des Jahres hat der Umsatz mit 163 Mrd. € knapp das Niveau des Vorjahres gehalten (nominal +0,5 %; rechnet man 1,7 % Preisentwicklung heraus: real -1,2 %). Ursache der seit 2022 stagnierenden Umsätze sind die massiven Unsicherheiten der letzten 3 Jahre: Hohe Bauzinsen, Inflation und Baukosten, hohe Energiepreise, unzuverlässige und unzureichende Förderpolitik sowie knappe öffentliche Bauetats haben dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Bei nominal stagnierenden Umsätzen wurde real im gleichen Zeitraum um 11 % weniger gebaut. Denn unsichere politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Während das BIP 2024 (nur) um 0,2 % zurückging, sanken die Bauinvestitionen überproportional um 3,5 %. Die Unterauslastung der Kapazitäten hat dazu geführt, dass nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus auf 928.000 Beschäftigte die Beschäftigtenzahl 2024 erstmals um 12.000 zurückgegangen ist. In den einzelnen Sparten zeichneten sich folgende Entwicklung ab: Im Wohnungsbau wirkt sich die unzureichende Neubauförderung aus: Von den jährlich angestrebten 400.000 Wohneinheiten (WE) bleibt Deutschland weit entfernt. Für 2024 erwarten die Spitzenverbände der Bauwirtschaft nur noch 250.000 bis 255.000 Fertigstellungen (Vorjahr: 294.400 WE). Die Rahmenbedingungen - stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten - bleiben ungünstig. Insgesamt sank der Umsatz im Wohnungsbau 2024 um knapp 6 % auf 54,5 Mrd. € (real -7,5 %). Und die Talsohle ist noch nicht durchschritten: Mit nur 216.000 genehmigten Wohnungen im Jahr 2024 wurden rund 150.000 WE weniger erreicht als jeweils in den Jahren 2020, 2021 und 2022. Dieser Rückgang bei den Genehmigungen wird sich auf die Auftragszahlen 2025 auswirken. Der Wirtschaftsbau erzielte mit knapp 62 Mrd. € zwar ein nominales Plus von ca. 2,4 % (real +0,6 %), das jedoch allein auf das Wachstum im Tiefbau zurückzuführen ist (nominal +7,5 %, real +5,7 %). Dort sorgen Projekte der Energie- und Mobilitätswende - vom Schienenausbau über Stromtrassen bis hin zum Breitbandausbau - für anhaltende Nachfrageimpulse. Die Auftragsbestände sind 2024 im Wirtschaftstiefbau um 20 % gestiegen. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Wirtschaftshochbau ein Minus von 1,9 % (real -3,6 %). Zinsen und Energiepreise bremsen die verarbeitende Industrie und deren Neigung zu investieren. Die Auftragseingänge gingen demzufolge 2024 zurück. Der öffentliche Bau erzielte 2024 einen Umsatz von gut 47 Mrd. €, was einem Zuwachs von 6,2 % entspricht (real +4,4 %). Laut KfW-Kommunalpanel ist der Investitionsstau allein in den Kommunen inzwischen auf 186 Mrd. € angestiegen (Stand: 2023). Durch unzureichende öffentliche Budgets wird der Investitionsstau weiter verschärft. Situation der Riedel Bau AG Das Geschäftsjahr 2024 hat die Riedel Bau AG trotz der herausfordernden Umstände erneut äußerst erfolgreich abgeschlossen. Die Umsatzerlöse stiegen von 293,4 Mio. € im Vorjahr auf 362,7 Mio. € in 2024. Demgegenüber ergab sich eine Minderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 30,8 Mio. €. Die Gesamtleistung in der Riedel Bau AG stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,8 % von 317,3 Mio. € auf 335,7 Mio. €. Durch die gestiegene Gesamtleistung haben sich sowohl die Materialaufwendungen als auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen entsprechend erhöht (+ 5,4 %). Die Personalaufwendungen sind um 8,0 % angestiegen. Das Ergebnis vor Steuern sank geringfügig um 13 T€ von 15,528 Mio. € auf 15,515 Mio. €. Der Jahresüberschuss hat sich in der Riedel Bau AG um 29 T€ von 11,040 Mio. € auf 11,069 Mio. € erhöht. Sowohl die Gesamtleistung als auch das Jahresergebnis liegen deutlich über den budgetierten Werten (Plan 2024: Planleistung 312,5 Mio. €, Planergebnis 9,0 Mio. €). Die Bilanzsumme hat sich von 163,9 Mio. € auf 190,8 Mio. € erhöht. Auf das Eigenkapital entfallen hier 69,1 Mio. € (Vorjahr 63,0 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von ca. 36,2 %. Die Rückstellungen haben sich von 40,1 Mio. € auf 40,8 Mio. € erhöht. Diese Erhöhung resultiert hauptsächlich aus dem Zuwachs der Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 1.030 T€. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen haben sich hingegen um 162 T€ vermindert. Die Verbindlichkeiten haben sich von 60,8 Mio. € im Vorjahr auf 80,9 Mio. € erhöht. Hier sind vor allem die Erhöhung der Anzahlungen auf Bestellungen um 15,9 Mio. € auf nun 47,8 Mio. € sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 20,6 Mio. € (+ 6,1 Mio. €) zu nennen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 1,7 Mio. € auf nun 2,8 Mio. € reduziert. Auf der Aktivseite hat sich zum Bilanzstichtag das Sachanlagevermögen von 45,2 Mio. € auf 49,4 Mio. € erhöht. Die Finanzanlagen sind von 9,3 Mio. € auf jetzt 10,9 Mio. € gestiegen. Des Weiteren bestehen die Aktiva aus Vorräten mit 54,9 Mio. € (Vorjahr 57,3 Mio. €), den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit 38,7 Mio. € (Vorjahr 14,4 Mio. €) sowie den flüssigen Mitteln mit 34,9 Mio. € (Vorjahr 37,3 Mio. €). In der Riedel Bau AG waren 2024 durchschnittlich 432 Arbeitnehmende (im Vorjahr 403) sowie 31 Auszubildende, duale und Verbundstudierende beschäftigt. Die Ausbildungsquote lag bei ca. 7,2 %. Die liquiden Mittel erreichten zum Bilanzstichtag einen Stand von 34,9 Mio. €, und lagen damit um 2,4 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Neben den liquiden Mitteln stand der Firmengruppe noch eine Kontokorrentlinie in Höhe von 12,4 Mio. € zur Verfügung. Der Auftragsbestand per 31.12. in Höhe von 444 Mio. € liegt höher als im Vorjahr (364 Mio. €). Dieser Auftragsbestand bedeutet eine rechnerische Auslastung von ca. 16,8 Monaten. Im Vergleich dazu betrug der durchschnittliche Auftragsbestand bei Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Dezember 2024 ca. 4,0 Monate. Der Avalrahmen für die Firmengruppe betrug Ende 2024 222,8 Mio. €. Davon waren für die Riedel Bau-Gruppe zum Bilanzstichtag 149,7 Mio. € im Obligo. Darauf entfielen auf die Riedel Bau AG 137,7 Mio. €. Aufgrund der Ausgestaltung der Rahmenverträge kann es dazu kommen, dass einzelne Kreditinstitute lediglich eine Gesamtlinie gewähren. Diese kann dann wahlweise als Kontokorrentrahmen oder als Avalrahmen in Anspruch genommen werden. Von den für die Gesellschaft ausgehändigten Bürgschaften entfallen auf Gewährleistungsbürgschaften 37,9 %, Vertragserfüllungsbürgschaften 37,9 %, Voraus-zahlungsbürgschaften 23,6 % und Bauhandwerkersicherungsbürgschaften 0,6 %. Der Kontokorrentrahmen und der Avalrahmen werden weiterhin ohne Sicherheit gewährt, entsprechende Negativerklärungen wurden abgegeben. Der Avalrahmen mit aktuell (04/2025) über 227,8 Mio.€ gewährleistet die Fähigkeit, die in der Baubranche sehr wichtigen Bürgschaften und Garantien stellen zu können, die für das operative Geschäft benötigt werden. Mit den eigenen liquiden Mitteln, dem Kontokorrentrahmen und dem Avalrahmen ist die Finanzierung der Firmengruppe und damit auch der Riedel Bau AG gesichert. Die gesamte Firmengruppe wurde in 2024 durch die Zertifizierung Bau GmbH nach ISO 9001:2015 erfolgreich reauditiert. Das Zertifikat ist bis zum 16. Juli 2027 gültig. Risiken und Chancen Das Geschäft der Riedel Bau AG unterliegt verschiedenen Risiken. Mit ihrem firmengruppenübergreifenden Risikomanagement unternimmt die Gesellschaft alles, um Risiken möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen, sie zu verstehen und systematisch einzugrenzen. Nur so können Gefahren, die aus Risiken resultieren, vom Unternehmen ferngehalten werden. Wie in den vergangenen Geschäftsjahren sind keine Risiken erkennbar, die die Gesellschaft substanziell gefährden könnten. Im Einzelnen bestehen folgende Risiken: Kreditrisiko: Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch die Warenkreditversicherung, die vertragliche Vereinbarung von Vorauszahlungen, Bürgschaften und Zahlungsplänen, einem straffen Forderungs-Management sowie durch die frühzeitige Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Absatz- und Marktrisiken: Die Gesellschaft ist, wie jeder andere Markteilnehmer innerhalb der Baubranche, von der Entwicklung am Markt und von der gesamtwirtschaftlichen und der gesellschaftlichen Entwicklung abhängig. Insbesondere das aktuelle Zinsniveau hat aktuell große Auswirkungen auf den privaten Wohnungsbau und damit auch auf unseren Bauträgerbereich. Diese Risiken werden durch Kapazitätsverschiebungen in die unterschiedlichen Bausparten sowie die überregionalen Aktivitäten der Gesellschaft soweit wie möglich gedämpft. Außerdem wurde der Anteil des öffentlichen Hochbaus an der Gesamtleistung auf ca. 60 % erhöht. Personalrisiken: Als Unternehmen der Baubranche unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich einer gewissen Abhängigkeit von Know-How-Trägern. Dem Fachkräftemangel wurde durch die personelle Verstärkung unserer Recruiting- und Personalentwicklungsabteilung entsprechend Rechnung getragen. Für den Bereich der Aus- und Weiterbildung wurde in unserem Logistikzentrum die Riedel-Talentfactory gebaut. Außerdem ist die firmengruppenweite Fluktuation, insbesondere aufgrund der ausgeprägten Firmenkultur, bisher erfreulich gering. Dem Risiko der Abhängigkeit von Schlüsselpersonen im Top-Management wurde durch eine breite Bereichsleiterstruktur Rechnung getragen. Prozessrisiko: Branchenbedingt ist die Gesellschaft teilweise langwierigen Rechtstreitigkeiten ausgesetzt. Diesem Risiko wird durch den Einsatz von Fachanwälten und Beratern sowie externen Gutachtern Rechnung getragen. Die erwarteten Aufwendungen sind durch ausreichende Rückstellungen berücksichtigt. Beschaffungsrisiko: Punktuelle Engpässe bei relevanten Materialien und im Bereich der Nachunternehmer können weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Entwicklungen bei den genannten Bereichen unterliegen einem engmaschigen Monitoring durch unseren zentralen Einkauf und werden regelmäßig der Unternehmensführung gemeldet. Wesentliche Chancen Aus der Geschäftstätigkeit und aus den bereits angesprochenen Risiken ergeben sich immer auch Chancen für die künftige Entwicklung der Gesellschaft. Wesentliche Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in ihrer Kernkompetenz und dabei wiederum in der Flexibilität in der Abwicklung verschiedener Bausparten, dem überregionalen Auftreten sowie der Leistungserbringung innerhalb der Firmengruppe. Aktuelle und zukunftsweisende Themen wie nachhaltiges Bauen, hybride Bauweise, CO2 -Reduktion im gesamten Bauprozess sind firmengruppenübergreifend aufgegriffen und werden in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv analysiert, um zukunftsfähige Konzepte daraus zu erstellen. Nachhaltigkeit Bereits im Oktober 2022 begann die Zusammenarbeit zwischen Riedel Bau und dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS mit dem Ziel, eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Hierzu gehörte u.a. die Identifikation von möglichen Maßnahmen, konkret festgelegte Nachhaltigkeitsziele sowie die ersten Berechnungen der CO2 e- Emissionen. Um unsere festgelegten Emissions-Reduktionsziele zukünftig messen zu können, wurde in 2024 begonnen, in einer speziell für die Nachhaltigkeitsberichterstattung genutzten Software, die Emissionen (Scope 1 und 2) neu zu ermitteln. Zudem wurde die Kooperation mit dem Fraunhofer Institut fortgeführt und intensiv an der Erstellung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse gearbeitet, um mögliche Auswirkungen, Chancen und Risiken zu bewerten. Trotz der bestehenden Unsicherheit durch das laufende Omnibus-Verfahren der EU-Kommission, wurde beschlossen, die Nachhaltigkeitsberichtserstattung weiter voran zu treiben. Neben der Kennzahlenermittlung, die sich nun nach dem bestehenden VSME-Standard orientiert, werden in 2025 zwei weitere Projekte in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut folgen. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2025 Für 2025 sind die Geschäftserwartungen der Unternehmen verhalten. Vor allem wegen der geringen Nachfrage im Wohnungsbau dürfte 2025 das fünfte Jahr in Folge mit realen Umsatzverlusten sein: Bei einer Preisentwicklung von etwa 2,5 % prognostizieren die Spitzen-verbände der Bauwirtschaft ein weiteres Absinken der Umsätze im Bauhauptgewerbe von real -2,3 % (nominal +0,2 %). Es zeichnet sich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ab - bei nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen. Wegen nicht ausgelasteter Kapazitäten, vor allem im Wohnungsbau, wird die Zahl der Beschäftigten 2025 wohl zum zweiten Mal hintereinander zurückgehen, um etwa 7.000 Beschäftigte, schätzen die Bauverbände, dann auf eine Zahl von 909.000. Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht. Nachdem die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,2 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2025 nach neuesten Berechnungen maximal ein Null-Wachstum des BIP. In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus: Die Zahl der Baugenehmigungen ist 2024 im Wohnungsneubau noch einmal um knapp 20 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. So wurden 50.667 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt; 2021 waren es noch 126.000. Im Mehrfamilienhausbau gab es 2024 immerhin 114.227 Baugenehmigungen. 2021 hatte die Zahl noch bei 193.600 gelegen. Die Spitzenverbände der Bauwirtschaft prognostizieren daher auch für 2025 einen Rückgang der Umsätze im Wohnungsbau von 4,5 % auf 52 Mrd. € (real -6,8 %). Bei den Fertigstellungen beläuft sich die Prognose auf 225.000 bis 230.000 Wohneinheiten. Im Wirtschaftsbau rechnen die Spitzenverbände 2025 mit einem Umsatz von ca. 63 Mrd. Euro (nominal +2,3 %, real -0,1 %). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 32 Mrd. Euro erreicht (nominal +7 %). Dort sorgt weiterhin die Energie- und Mobilitätswende für anhaltende Nachfrageimpulse im Infrastrukturbau. Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden (nominal -2 %). Mit einem Anteil von 60 % an den öffentlichen Bauinvestitionen sind die Kommunen der größte Auftraggeber im öffentlichen Bau. Doch die unzureichenden Budgets verschärfen den Investitionsstau bei den Kommunen immer stärker. Für 2025 prognostizieren die Bauverbände stagnierende Umsätze im öffentlichen Bau (48,6 Mrd. €, nominal +2,7 %, real +0,2 %). Ein deutlicher Impuls könnte von dem im März 2025 im Rahmen der Koalitionsverhandlungen beschlossenen Sondervermögen über 500 Mrd. € für die Infrastruktur ausgehen, zumal davon ein Fünftel für Kommunen und Länder reserviert ist. Unklar ist aber, ob die Pläne so umgesetzt werden und ob der Impuls dann schon Auswirkungen auf das laufende Jahr 2025 haben wird; die Planungsphasen für Infrastrukturprojekte sind lang. Aussichten für die Riedel Bau AG Im Jahr 2024 konnte die Firmengruppe Riedel Bau ihr 125-jähriges Jubiläum feiern. Neben einer erfolgreichen Vergangenheit und einer stabilen Gegenwart kann sie zuversichtlich auf das kommende Jahr und die nächste Zukunft blicken. Durch den hohen Auftragsbestand konnte die Riedel Bau AG in den ersten drei Monaten 2025 eine Gesamtleistung erbringen, die über der des Vorjahreszeitraumes und etwas über unserem konservativen Plan liegt. Die geplante Gesamtleistung wird sich voraussichtlich über dem Vorjahresniveau bewegen. Die Auswirkungen der Zinssteigerung und dem damit verbundenen Rückgang im Wohnungs- und Gewerbebau wurden durch die Verschiebung der Auftraggeberstruktur in Richtung öffentlicher Hochbau kompensiert. Die langfristige Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Liquidität im Firmenverbund und den Aval- und Kontokorrentrahmen der Firmengruppe gesichert. Auf Basis des hohen Auftragsbestandes zum Bilanzstichtag 2024 und unter Berücksichtigung des bisherigen Auftragseingangs in 2025 sowie der Potentialliste, ist die Auslastung gesichert. Eine deutliche Senkung der Bauzinsen mit ebenso deutlichen Auswirkungen auf die Investitionstätigkeiten ist nicht zu erwarten. Signifikante Auswirkungen des Sondervermögens in Höhe von 500 Mrd. € der neuen Bundesregierung werden erst in 2026 und den Folgejahren spürbar sein. Die Firmengruppe Riedel Bau, und damit auch die Riedel Bau AG, hat in den vergangenen Jahren strukturelle und organisatorische Maßnahmen getroffen, die diesen negativen Auswirkungen entgegenwirken. Diese kontinuierlichen Anpassungen und die gemachten Erfahrungen unterstützen unseren betrieblichen Leistungsprozess und halten ihn auf einem stabil hohen Level. Wir rechnen daher für das Jahr 2025 mit einer Gesamtleistung leicht über dem Vorjahreswert bei einem stabilen Ergebnisniveau. Nach Ansicht des Vorstands ist die Riedel Bau AG für die vielfältigen Herausforderungen der nächsten Jahre gut gerüstet.
Schweinfurt, im Mai 2025 Riedel Bau AG Der Vorstand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Riedel Bau AG: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Riedel Bau AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Riedel Bau AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 19. Mai 2025 dhpg GmbH Hahn, Wirtschaftsprüfer Riedhammer, Wirtschaftsprüfer |
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Riedel Bau AG AG
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Silbersteinstraße 4
97424 Schweinfurt - Handelsregister
- HRB 4036, Schweinfurt
- Eintragungsdatum
- 28. August 2001
- Branche
-
Bauträger für Wohngebäude
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Bauträger für andere Gebäude und Bauwerke - Unternehmenszweck
- der Betrieb eines Bau- und Bauträgerunternehmens, also die Errichtung von Hoch- und Tiefbauten aller Art, die Herstellung von Fertigbauteilen, der Handel mit Baustoffen, die schlüsselfertige Errichtung, der Vertrieb, die Vermittlung, der Verkauf und die Verwaltung von Häusern, Eigentumswohnungen, Wohn- und Gewerbebauten sowie sonstigen Bauten aller Art, der Erwerb und die Verwertung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, die Durchführung von Sanierungen aller Art für eigene und fremde Rechnung, die Ausübung der sonstigen im § 34 c GewO genannten Makler- und Bauträger- und Baubetreuertätigkeiten sowie die Übernahme der Aufgaben eines Generalunternehmers.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 68,2 % 130,15 Mio
- Anlagevermögen 31,8 % 60,59 Mio
- Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 % 18,2 k
- Verbindlichkeiten 42,4 % 80,87 Mio
- Eigenkapital 36,2 % 69,08 Mio
- Rückstellungen 21,4 % 40,81 Mio
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 73,4 % 362,71 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 9,1 % 44,83 Mio
- Gewinnvortrag 7,8 % 38,76 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6,2 % −30,83 Mio
- Dividendenausschüttung 1,0 % −5,00 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,0 % −4,91 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,6 % 2,84 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,5 % 2,67 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 % 1,02 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,1 % 551,0 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 24,5 k
- Materialaufwand 74,7 % −241,43 Mio
- Personalaufwand 12,2 % −39,29 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 11,5 % −37,15 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,3 % −4,31 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,2 % −687,5 k
- Sonstige Steuern 0,0 % −131,5 k
- Ergebnis nach Steuern 11,20 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 11,07 Mio
GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Franz Traub
seit 2023 Prokura
-
Klaus Weigand
seit 2016 Prokura
-
Martin Schlereth
seit 2023 Prokura
-
Matthias Gutgesell
seit 2023 Prokura
-
Reiner Erhard
seit 2023 Prokura
-
Sebastian Herz
seit 2023 Prokura
-
Sven Rückert
seit 2023 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- Riedel Bau Verwaltungs-GmbH GmbH 100,0 %
- Riedel TGA-Planungsgesellschaft mbH GmbH 100,0 %
- TM Tiefbau Mainfranken GmbH GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
08.01.
Austritt einer PositionRoland Forster · Gesamtprokura
- 2024
-
04.01.
Austritt einer PositionM****** L****** · Einzelprokura
- 2023
-
04.07.
Eintritt eines MitgliedsMatthias Gutgesell · Gesamtprokura
-
08.02.
Austritt einer PositionH****** T****** · Vorstand
-
08.02.
Eintritt eines MitgliedsSebastian Herz · Gesamtprokura
-
16.01.
NamensänderungRiedel Bau AG
-
16.01.
SatzungsänderungRiedel Bau AG
-
16.01.
Änderung des Unternehmensgegenstandsder Betrieb eines Bau- und Bauträgerunternehmens, also die Errichtung von Hoch- und Tiefbauten aller Art, die Herstellung von Fertigbauteilen, der Handel mit Baustoffen, die schlüsselfertige Errichtung, der Vertrieb, die Vermittlung, der Verkauf und die Verwaltung von Häusern, Eigentumswohnungen, Wohn- und Gewerbebauten sowie sonstigen Bauten aller Art, der Erwerb und die Verwertung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, die Durchführung von Sanierungen aller Art für eigene und fremde Rechnung, die Ausübung der sonstigen im § 34 c GewO genannten Makler- und Bauträger- und Baubetreuertätigkeiten sowie die Übernahme der Aufgaben eines Generalunternehmers.
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2024 Jahresabschluss ↓
- 2023 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss
- 2022 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2024
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
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