Röhlig Logistics GmbH & Co. KGBremenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20241. Grundlagen des Konzerns Das Unternehmen Logistikdienstleister mit starkem internationalem Netzwerk Wir sind ein inhabergeführtes Logistikunternehmen mit unserem Kerngeschäft in der interkontinentalen See- und Luftfracht. Für unsere Kunden entwickeln wir maßgeschneiderte Transportlösungen und bieten komplexe Dienstleistungen in der Kontraktlogistik. Über unsere Beteiligungen an der q.beyond logineer GmbH (logineer) und an der cargonerds GmbH (<cargonerds>) stellen wir im IT-Bereich und im Bereich Digitalisierung individuelle Schnittstellen und Weblösungen bereit. Wir verfügen über ein dichtes Netzwerk eigener Büros in über 35 Ländern auf allen Kontinenten. Zusätzlich bestehen Agentenverträge mit knapp 70 ausgesuchten Partnern in rund 120 Ländern, in denen wir nicht selbst vertreten sind. Damit erstreckt sich unser Netzwerk auf mehr als 150 Länder weltweit. Langfristige Partnerschaften für maßgeschneiderte Logistiklösungen Zu unseren Schlüsselkompetenzen zählt es, die komplexen Prozesse der globalen Logistik optimal für unsere Kunden zu gestalten. Dabei sind uns eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und langfristige Partnerschaften wichtig, von denen beide Seiten profitieren. Wir unterstützen unsere Kunden durch qualitativ hochwertige und individuelle Lösungen bei der Optimierung ihrer Logistikprozesse. Als Dienstleister setzen wir auf ein qualitatives Wachstum durch hohe Professionalität und Mehrwertangebote für unsere Kunden. Zentrale Anknüpfungspunkte sind für uns dabei individuelle Beratung und der Einsatz intelligenter Technologien. Ein wichtiger Grundpfeiler unserer unternehmerischen Tätigkeit ist unsere Unabhängigkeit. Diese wollen wir auch in Zukunft bewahren. Um unsere strategischen Ziele für 2030 zu erreichen, haben wir im Jahr 2024 ein neues Dreijahres-Programm eingeführt: #Connected for Growth. Wir haben drei Säulen definiert, die dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen: People, Network und Sales. Für jede der drei Säulen haben wir uns drei Ziele gesetzt, die wir in enger Abstimmung mit dem erweiterten Führungskreis, bestehend aus den Verantwortlichen für Regionen, Produkte und Vertrieb, entwickelt und in unseren Scorecards verankert haben. Das im November 2023 eingeführte Gremium, das sogenannte Committee, unterstützt das Global Executive Board als Sparringspartner und treibt Themen voran, die für die Umsetzung des Strategieprogramms #Connected for Growth relevant sind. Das Committee besteht aus sechs ständigen Mitgliedern, die gleichzeitig Mitglieder des Board of Directors sind. Das Board of Directors setzt sich aus den Verantwortlichen für Regionen, Produkte und Vertrieb zusammen. Die klare Ausrichtung der Governance auf eine regionale Struktur hat nach wie vor Bestand. Wesentliche Veränderungen im Jahr 2024 Ausbau unseres globalen Netzwerks Nach unserem Markteintritt in Brasilien und Japan im Vorjahr haben wir unser Netzwerk im Jahr 2024 durch die Expansion nach Kanada und Irland weiter ausgebaut. In der Kontraktlogistik haben wir unsere lokalen Kapazitäten in Thailand um ein Logistikzentrum erweitert und unsere Lagerfläche in Kuala Lumpur, Malaysia, verdoppelt. Wir sind inzwischen mit über 35 Landesgesellschaften in nahezu jeder der 20 größten Volkswirtschaften weltweit vor Ort vertreten. Mit der Digitalisierung in die Offensive - Update 2024 Mit unseren digitalen Produkten stellen wir den unmittelbaren Kundennutzen in den Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, dass unsere Kunden schneller, leichter und komfortabler mit uns zusammenarbeiten können. Deshalb haben wir unsere digitale Quotierungsplattform "My Röhlig" ausgebaut und mit unserer bestehenden Kundenplattform zusammengeführt. Die neue integrierte Kundenplattform Realtime 2.0 (live seit Oktober 2024) bietet nun eine zentrale Anlaufstelle für alle wesentlichen Logistikprozesse: von der Quotierung und Buchung über die Sendungsnachverfolgung bis hin zur Dokumentation. Durch diese Zusammenführung profitieren unsere Kunden von einer nahtlosen und effizienten Benutzererfahrung, die den gesamten Logistikprozess erheblich vereinfacht. Bis Ende 2025 sollen alle Bestandskunden den Zugang zum neuen Realtime-System erhalten. Dank des Einsatzes neuer Algorithmen in der Luftfracht konnten wir die Angebotsgeschwindigkeit und -genauigkeit weiter verbessern. Kunden erhalten nun in Echtzeit maßgeschneiderte Angebote, die auf historischen Daten und aktuellen Marktentwicklungen basieren. 28.000 Kunden haben sich bis Ende 2024 bei uns für Spot-Quotierungen registriert. Wir interagieren mit führenden Start-ups und Technologieanbietern aus der deutschen und internationalen Szene. Darüber hinaus sind wir weiterhin auf der Suche nach den besten Anbietern und arbeiten mit namhaften Herstellern zusammen - ob Datenlieferanten oder Softwareanbieter. Ein zentrales Thema war 2024 die Optimierung der Sendungsverfolgung. Durch die kontinuierliche Verfeinerung unserer CargoWise- und SAP-Landschaft (One-Global-Plattform) sowie die verstärkte Nutzung von IoT-Technologien haben wir die Transparenz in der Lieferkette weiter verbessert. Kunden profitieren nun von erweiterten, lückenlosen Tracking-Funktionen und einer genaueren Vorhersage der voraussichtlichen Ankunftszeiten. So haben wir als erster Freight Forwarder weltweit für unsere Kunden das Container-Echtzeit-Tracking (IoT) der Hapag-Lloyd AG integriert. Unsere Reporting-Plattform "Röhlig Insights" wurde erfolgreich im Markt eingeführt. Die Plattform bietet erweiterte Analysefunktionen, mit denen Kunden ihre Supply-Chain-Strategien noch gezielter optimieren können. Neue Dashboards und individualisierbare Berichte sorgen für eine intuitive Bedienung und eine noch höhere Datentransparenz. Um der steigenden Nachfrage nach flexiblen Schnittstellen gerecht zu werden, haben wir unsere EDI-/API-Konnektivität weiter ausgebaut. Neue Integrationsoptionen ermöglichen es Kunden und Partnern, ihre Systeme nahtlos mit unseren digitalen Plattformen zu verknüpfen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern erleichtert auch die Automatisierung wiederkehrender Prozesse. Wir unterstützen dabei auch den Ausbau von Supply-Chain-Visibility-Plattformen unserer Kunden und teilen auf Kundenwunsch Daten über die Softwarelösungen von Partnerplattformen wie project44, FourKites oder Shippeo. Im Bereich der Sendungssicherheit haben wir den Einsatz von TIVE-Trackern erweitert und mit neuen IoT-Funktionalitäten ergänzt. Neben der Überwachung von Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit und Erschütterungen bieten die Tracker nun auch KI-gestützte Anomalie-Erkennung, die proaktive Maßnahmen ermöglicht, um Risiken in der Lieferkette frühzeitig zu minimieren. Ein weiteres Highlight im Jahr 2024 war die Erprobung der Nutzung von generativer KI im Kundenservice. Durch smarte Assistenzsysteme wollen wir Anfragen noch schneller und präziser beantworten. Dadurch werden Kunden schneller bedient, unsere Teams entlastet und die Servicequalität weiter gesteigert. Darüber hinaus haben wir 2024 einen starken Fokus auf IT-Sicherheit gerichtet. Durch den Ausbau unserer Cybersecurity-Strategien und Investitionen in moderne Schutzmechanismen gewährleisten wir ein Höchstmaß an Datensicherheit. Mit erweiterten Verschlüsselungsprotokollen, verbesserten Zugangskontrollen und einem proaktiven Bedrohungsmanagement schützen wir unsere digitalen Plattformen und sensible Kundendaten. 2. Geschäftsentwicklung 2024 2.1 Gesamtentwicklung Marktumfeld Im Jahr 2024 war das Marktumfeld geprägt von einer im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Nachfragesituation und im Jahresdurchschnitt deutlich gestiegenen Frachtraten. Die angespannte Lage im Roten Meer führte bereits Ende 2023 zu einem signifikanten Anstieg der Spot-Frachtraten in der Seefracht. Dieser Trend setzte sich bis zum Sommer 2024 fort. Die nötige Umleitung der Containerliner führte nicht nur zu generell längeren Routen auf den betroffenen Trade Lanes, sondern auch zu einer Verknappung der Kapazitäten und notwendigen Anpassungen in weltweiten Supply Chains. Die stark gestiegenen Seefrachtraten, die im Verlauf des dritten Quartals wieder abflachten, zeigten eine Stabilisierung im vierten Quartal 2024 und lagen im Jahresverlauf insgesamt deutlich über dem Vorjahresniveau. Zudem prägten zahlreiche geopolitische Konflikte das Marktumfeld und führten zu erheblicher Volatilität. So war das starke Schlussquartal auch geprägt von Vorholeffekten in den USA, da sich viele Unternehmen auf die mögliche Einführung von Importzöllen vorbereitet haben. Auch in der Luftfracht war eine Belebung der Nachfrage zu verzeichnen. Bei einem relativ stabilen Angebot ging diese einher mit einem Aufwärtstrend bei den Raten. In der Kontraktlogistik war das Marktumfeld nicht einfach, da die Vorratshaltung nach der Corona-Pandemie weiter reduziert wurde. Allerdings wirkte sich der Vorbereitungseffekt auf die Trump Zölle gegenläufig aus. Laut Aussagen des IWF stieg das globale Handelsvolumen im Jahr 2024 schätzungsweise um 3,4 Prozent und lag damit über den recht schwachen Wachstumsraten im Jahr 2023. Währungsparitäten Das Jahr 2024 war geprägt von deutlichen Bewegungen in den für uns relevanten Währungen gegenüber dem Euro. So betrugen die Währungsverluste in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung rund MEUR 2,3. Die Erträge aus Kursdifferenzen auf der anderen Seite betrugen MEUR 4,1. Besonderen Einfluss auf die Entwicklung im Ergebnis hatte die starke Aufwertung des US-amerikanischen Dollars gegenüber dem Euro. Die Währungsbewegungen führten darüber hinaus durch die Entwicklung des Ausgleichspostens zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um MEUR 1,7. Die wesentlichen Effekte resultieren aus den Aufwertungen des chinesischen Renminbis, des amerikanischen Dollars, der indischen Rupie und des südafrikanischen Rand. Umsatz- und Ergebnisrückgang Das gute Volumenwachstum der Röhlig Gruppe im Jahr 2024 trug positiv zu einem Anstieg der Bruttoumsätze bei. Im Gesamtjahr wurden insgesamt 13,1 Prozent höhere Bruttoumsätze erzielt. Während zu Jahresbeginn die Frachtraten noch deutlich niedriger lagen, hatte der Anstieg, insbesondere der Seefrachtraten, einen positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung, vor allem im zweiten Halbjahr. Die Anzahl der Aufträge stieg im Gesamtjahr 2024 um 13,2 Prozent und damit stärker als im Gesamtmarkt. Der Rohertrag der Gruppe lag um 3,6 Prozent höher als im Jahr 2023. Diese Entwicklung war vor allem getrieben durch eine positive Entwicklung der Seefracht (8,8 Prozent), während der Rohertrag der Luftfracht rückläufig war (-6,7 Prozent). Die Kontraktlogistik lag mit einem Wachstum von 3,6 Prozent leicht über dem Vorjahr. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Im Jahr 2024 haben wir auf Konzernebene netto 41 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt und somit die Belegschaft weltweit auf 2.131 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht. Aufgebaut haben wir Personal hauptsächlich in der Region Australien/Neuseeland (+28) und in Südostasien (+32). Die Zunahme der Mitarbeiterzahl in Australien/Neuseeland ist auf die Ausweitung des Geschäfts zurückzuführen. In Südostasien basiert sie vor allem auf der Eröffnung eines Lagers in Thailand und der Vergrößerung des Lagers in Malaysia. Ein weiterer Aufbau erfolgte in Lateinamerika (+20), hauptsächlich in Brasilien und Mexiko sowie in Kanada (+7) und Indien (+4). Gegenläufig haben wir Personal in unserem Service Center in Indien (-29) abgebaut. Dieser Abbau steht im Zusammenhang mit der Übernahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die q.beyond logineer GmbH. Darüber hinaus haben wir in den USA (-23), in Deutschland (-19), sowie in China (-2) abgebaut. Personalentwicklung Im Rahmen unseres neuen Strategieprogramms #Connected for Growth liegt ein starker Schwerpunkt auf Investitionen in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Wir sind davon überzeugt, dass wir das angestrebte Wachstum nur mit gut qualifizierten Mitarbeitenden erreichen können, und haben uns daher vorgenommen mindestens 0,75 Prozent der Gehaltskosten in Training für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Dieses Ziel haben wir mit 1,03 Prozent übertroffen. Weiterhin habe wir unsere Führungskräfte-Entwicklungsprogramme Blue Step und Blue Step Sales wieder erfolgreich durchgeführt und zusätzlich zum sechsten Mal unser Blue Arena Programm im August in Atlanta gestartet. Hier werden zwölf bereits erfolgreiche Manager für den nächsten Karriereschritt vorbereitet. Ein besonderer Fokus lag 2024 außerdem auf der Qualifizierung unserer Führungskräfte. Wir wollen sicherstellen, dass jede Führungskraft mit Personalverantwortung ein entsprechendes Training erhalten hat. Auch hier haben wir deutliche Fortschritte erzielt. Ein weiterer Schwerpunkt des Strategieprogramms liegt in der Identifizierung und Förderung von Talenten. Hierzu haben wir sogenannte Talentkonferenzen auf allen Hierarchieebenen durchgeführt. Die im Jahr 2024 begonnene Implementierung der Personalmanagement-Software Workday werden wir im Jahr 2025 abschließen. Mit der Software richten wir unsere globalen HR-Prozesse transparent und noch effizienter aus. Mitarbeiterzahlen nach Regionen (Konzern)
Mitarbeiterzahlen nach Regionen (Gruppe)
* inkl. Schweiz und Joint Venture Röhlig Penske Logistics 2.2 Ertrags,- Finanz- und Vermögenslage Verbesserte Ertragslage gegenüber 2023 getrieben durch das Seefrachtgeschäft Im Berichtsjahr lag der Bruttoumsatz (inkl. Zöllen, Einfuhrumsatzsteuern) mit MEUR 1.349 rund 13,1 Prozent über dem Vorjahresniveau von MEUR 1.193. Demgegenüber sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen um MEUR 152 auf MEUR 886 und damit um 20,8 Prozent angestiegen. Dies führte zu einer Steigerung des Rohertrags auf MEUR 229. Die Rohertragsmarge zum Nettoumsatz war mit 20,7 Prozent rückläufig im Vergleich zu 23,0 Prozent im Jahr 2023. Gewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)
Steigerung des Bruttoumsatzes Das Wachstum des Bruttoumsatzes wurde durch mehrere Regionen gespeist. Besonders dazu beigetragen haben die Regionen Asien und Nordamerika. Die Bruttoumsätze stiegen um 13,1 Prozent und erreichten MEUR 1.349. In Asien lagen die Bruttoumsätze bei MEUR 257 (28,0 Prozent) und in Nordamerika bei MEUR 234 (25,3 Prozent). In Südamerika lag der Bruttoumsatz bei MEUR 74 (14,2 Prozent) und in Australien/Neuseeland bei MEUR 330 (12,5 Prozent). Europa ohne Deutschland zeigten die geringsten Bruttoumsatzsteigerungen mit MEUR 221 (5,5 Prozent). In Deutschland lagen die Bruttoumsätze um -1,9 Prozent niedriger als im Vorjahr und erreichten MEUR 233. Im Gesamtjahr stieg die Zahl der Aufträge um 13,2 Prozent. In der Seefracht stieg der Rohertrag um MEUR 11. Der Rohertrag in der Luftfracht war jedoch rückläufig um MEUR 4. In der Kontraktlogistik fiel der Rohertrag um MEUR 1 höher aus als im Vorjahr. Der Personalaufwand ist im Jahr 2024 stärker gewachsen als der Rohertrag. Die Personalaufwandsquote hat sich daher im Verhältnis leicht erhöht und lag bei 60,8 Prozent. Der Anstieg des Personalaufwands war wesentlich bedingt durch die Erstkonsolidierung der Beteiligung an Röhlig Logistics Ireland, den weiteren Zugang von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und notwendige Gehaltsanpassungen. Die Abschreibungen sind auf MEUR 3,3 gestiegen und beziehen sich im Wesentlichen auf Lagerausstattung und Mietereinbauten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträge sind im Verhältnis zum Vorjahr um 4,3 Prozent gestiegen. Dies war hauptsächlich auf gestiegene Mieten und IT Fees zurückzuführen. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus der Erweiterung des Geschäfts. Zudem war die Entwicklung bei den Forderungsverlusten positiv und führte zu einer Entlastung der sonstigen operativen Aufwendungen (um MEUR 1,3). Auch aus der Reduzierung der Währungsverluste ergab sich eine Verbesserung der Ertragslage um MEUR 2,7. Die Beteiligungserträge von MEUR 4,5 sind auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Das Finanzergebnis von MEUR 0,9 lag im Jahr 2024 signifikant unter dem Vorjahresergebnis. So haben wir die kurzfristigen Anlagen im Jahresverlauf aufgrund der Investition ins Working Capital stetig reduziert und schließlich zum Jahresende vollständig aufgelöst. Darüber hinaus sind die Zinssätze im Jahresverlauf gesunken. Im Jahr 2023 hatten wir zudem einen Sondereffekt in Argentinien. Dort hatten wir lokal in argentinische Bonds investiert. Dies führte zu hohen Währungsgewinnen in Argentinien von MEUR 2,7. Dieser Währungsgewinn wurde im Vorjahr im Finanzergebnis unter den sonstigen Zinsen ausgewiesen. Trotz des gestiegenen Rohertrags lag unser Ergebnis im Jahr 2024 etwas unter dem des Jahres 2023. Dies ist vor allem auf die Wachstumsinvestitionen in das Netzwerk, Mieten, IT Fees und zusätzliches Personal zurückzuführen. Das EBIT lag bei MEUR 18,5 und damit etwa MEUR 1,2 unter dem Vorjahresergebnis. Durch das niedrigere Finanzergebnis und die leicht angestiegenen Steueraufwendungen verringerte sich auch der Jahresüberschuss auf MEUR 12,3 (im Vergleich zu MEUR 15,7 im Vorjahr). Vermögens- und Finanzlage: Stabile Finanzlage Zum Stichtag lag die Bilanzsumme bei MEUR 299 und damit rund 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Veränderungen ergaben sich im Wesentlichen aus einer erhöhten Working Capital-Bindung aufgrund der angestiegenen Raten und des Volumenwachstums im Konzern. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit MEUR 171 deutlich über dem Vorjahreswert von MEUR 124. Auch die unfertigen Leistungen lagen mit MEUR 35,5 höher als im Vorjahr (MEUR 26,2). Die Kassenbestände und Guthaben reduzierten sich auf MEUR 34,8 und damit deutlich gegenüber dem Vorjahresende (MEUR 82,8). Dies war getrieben durch eine erhebliche Erhöhung des Working Capital. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind auf MEUR 4,1 gestiegen, im Wesentlichen durch die Implementierung eines standardisierten Warehouse-Management-Systems und den Firmenwert aus dem Kauf der Beteiligung von Röhlig Logistics Ireland. Im Laufe des Geschäftsjahres 2024 waren die Ziehungen der Banklinien gering und lagen zum Jahresende bei MEUR 1,9. Das Jahr wurde mit einer Nettoliquidität von MEUR 32,9 abgeschlossen. Bilanz (verkürzt) Aktiva
Eigenkapitalquote mit 36,1 Prozent weiterhin auf hohem Niveau Das Eigenkapital stieg um MEUR 2,2 (2,0 Prozent) auf MEUR 108,2. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit den historischen Kursen ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen haben sich mit MEUR 1,7 positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Der Betrag ist im Wesentlichen auf die Aufwertung des amerikanischen Dollars, des chinesischen Renminbis, der indischen Rupie und des südafrikanischen Rands zurückzuführen. Im Fremdkapital sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um rund 19 Prozent auf MEUR 72,6 gestiegen. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Frachtraten zurückzuführen. Dieser Anstieg führte auch zum Aufbau der speditionellen Rückstellungen von MEUR 48,9 auf MEUR 56,3 (15,1 Prozent). Trotz der erheblichen Investitionen in das Working Capital blieben die Banklinien der Gruppe im Jahresverlauf nahezu ungezogen. Der Anteil der überfälligen Forderungen in der Gruppe konnte weiter zurückgeführt werden. Auf Konzernebene haben wir im Jahr 2024 die zweite Verlängerungsoption des Konsortialkreditvertrags genutzt und damit die Laufzeit um ein weiteres Jahr verlängert. Der Vertrag steht somit bis zum zweiten Quartal 2027 zur Verfügung. Der Vertrag hat ein unbesichertes Volumen von MEUR 80 und sieht eine Erhöhungsoption für Zukäufe vor, für die bis zu MEUR 30 zusätzlich beantragt werden können. Die verhandelten Covenants unter dem Kreditvertrag geben uns genügend Spielraum für unser angestrebtes Wachstum und für eventuelle Gewinnrückgänge bei einem schwächeren Geschäftsumfeld. Die nach dem bestehenden Konsortialkreditvertrag errechnete Eigenkapitalquote sank leicht auf 36,1 Prozent. Dies ist vor allem auf die Ausweitung der Bilanzsumme zurückzuführen. Aufgrund der signifikanten Investition in das Working Capital hat sich die Liquiditätsposition gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. So lag die Nettokassenposition zum 31.12.2024 bei MEUR 32,9 gegenüber MEUR 82,7 zum 31.12.2023. Die im derzeitigen Konsortialkreditvertrag im April 2022 vereinbarten Covenants für das Jahr 2024 konnten eingehalten werden und wir erwarten weiterhin genügend Spielraum unter den Covenants, sodass uns weiterhin der Kreditrahmen von MEUR 80 zur Verfügung steht, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Im Rahmen unseres Liquiditätsmanagements ermitteln wir regelmäßig die Kennzahlen Days Sales Outstanding (DSO) und Days Payables Outstanding (DPO). Sie helfen uns dabei, unser Working-Capital-Management laufend zu optimieren. Im Besonderen nutzen wir die Daten, um für unsere Ländergesellschaften individualisierte Maßnahmenpakete zu erarbeiten. Die finanziellen Verpflichtungen in Höhe von MEUR 102 im Konzern resultieren überwiegend aus der langfristigen Anmietung von Lagerfläche (>5 Jahre). Cashflow Rechnung (verkürzt)
Der Cashflow aus laufender Tätigkeit war negativ und führte zu einem Liquiditätsabfluss von MEUR 31. Die Abschwächung der Cash-Generierung resultierte vor allem aus den Working-Capital-Investitionen, die von Volumenwachstum und steigenden Raten geprägt waren. Im Jahr 2023 hatten wir einen signifikant positiven Cashflow aufgrund von freigesetztem Working Capital, da die deutlich niedrigeren Raten im Vorjahr weniger Kapital gebunden haben. Die Dividendenzahlungen aus assoziierten Unternehmen sind im Jahr 2024 leicht gestiegen. Die wesentlichen Beteiligungen Röhlig-Grindrod und logineer haben im Geschäftsjahr 2024 wieder einen deutlich positiven Beitrag erbracht. Die Rückstellungen waren zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr mit MEUR 5,4 höher. In Summe ist dies auf einen Anstieg der Speditionsrückstellungen um MEUR 7,4 und auf einen Rückgang anderer Rückstellungen zurückzuführen. Der starke Anstieg der Forderungen, Vorräte und sonstigen Aktiva auf MEUR 62 ist getrieben durch die gestiegenen Frachtkosten. Die Zahlungsmoral der Kunden hat sich im Jahresverlauf nicht wesentlich verändert. Die relativen Überfälligkeiten haben sich aufgrund einer Vielzahl von Maßnahmen weiter reduziert. Aufgrund des Onboardings von einigen Großkunden mussten wir im Durchschnitt etwas längere Zahlungsziele gewähren. Die Veränderungen im Bereich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Passiva (MEUR 12,0) sind ebenfalls Folge der angestiegenen Frachtraten. Das im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte Nettofinanzergebnis mit reduzierten Zinseinnahmen von etwa MEUR 0,3 ist aufgrund von deutlich reduzierten Anlagen bei unseren Banken unter dem Konsortialkredit und durch die gleichzeitig gesunkenen Zinsraten zurückgegangen. Zudem profitierte das Vorjahr von einem positiven Effekt aus Anlagen im argentinischen Peso. Die Investitionen im Jahr 2024 sind im Vergleich zu 2023 deutlich auf MEUR 8 gestiegen. Dies ist auf Investitionen in das Sachanlagevermögen wie Mietereinbauten, Bürofläche in Bolivien, Software und Zugänge in den Konsolidierungskreis zurückzuführen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war 2024 geprägt durch einen Mittelabfluss von MEUR 15,5 aus Ausschüttungen an die Gesellschafter mit den damit verbundenen Steuereffekten. 2.3 Entwicklung in den Geschäftsbereichen und Regionen Trotz eines herausfordernden Marktumfelds haben wir im Geschäftsjahr 2024 mit MEUR 18,5 EBIT wieder ein stabiles Ergebnis erzielt. Der erwirtschaftete Rohertrag stieg von MEUR 221 gegen den Markttrend um 3,6 Prozent auf MEUR 229. Zu diesem Wachstum haben, neben den Kernmärkten China und USA, besonders Australien und Mexiko beigetragen. Zudem konnten wir die Sendungsanzahl nach 6 Prozent im Jahr 2023 noch einmal um 13 Prozent steigern und damit unsere Marktposition weiter festigen. Rohertrag nach Geschäftsbereichen (Konzern) in TEUR
Rohertrag nach Regionen (Konzern) in TEUR
* inkl. Schweiz, Joint Venture Röhlig Penske Logistics In der regionalen Betrachtung haben wir uns im Jahr 2024 wie folgt entwickelt: Der Rohertrag wuchs in Europa ohne Deutschland um MEUR 2,3 (5,9 Prozent), in Australien/Neuseeland um MEUR 3,0 (7,1 Prozent), in Amerika um MEUR 1,0 (2,0 Prozent) und in Asien um MEUR 3,6 (7,3 Prozent), in Deutschland ist der Rohertrag um MEUR -2,1 (-5,4 Prozent) gesunken. Der Rohertrag auf Konzernebene ist um 3,6 Prozent gestiegen, und auf Gruppenebene, d. h. unter Berücksichtigung der Gesellschaft Röhlig-Grindrod, verzeichnen wir eine etwas höhere Steigerung um 4,0 Prozent. GESCHÄFTSBEREICHE Seefracht
Das Jahr 2024 war von erheblichen Turbulenzen im Seefrachtmarkt geprägt, da die Frachtraten im Jahresverlauf starken Schwankungen unterlagen. Während die Durchschnittsrate laut Containerfrachtratenindex für einen 40-Fuß-Container im vierten Quartal 2023 auf unter 1.400 US-Dollar fiel, stiegen die Raten im Juli 2024 auf 5.900 US-Dollar an. Zum Jahresende, im vierten Quartal, sanken die Preise erneut und stabilisierten sich bei durchschnittlich 3.331 US-Dollar pro 40-Fuß-Container. Zusätzliche Herausforderungen ergaben sich durch Störungen im Schiffsverkehr. Die anhaltenden Handelsunterbrechungen im Roten Meer, die die Nutzung des Suezkanals beeinträchtigten, sowie die Überlastung des Panamakanals führten zu Verzögerungen in der Routenplanung und verlängerten Transitzeiten für Reedereien. In den USA drohten Arbeitskampfmaßnahmen an der gesamten Ostküste. Diese konnten jedoch weitgehend abgewendet werden. Trotz dieser volatilen Marktbedingungen steigerte Röhlig sein FCL-Volumen um 8 Prozent. Besonders bemerkenswert war das Wachstum im Asien-Ozeanien-Handel mit einem Anstieg von 40 Prozent, während der Transpazifik- und Transatlantik-Handel um starke 25 Prozent zulegte. Luftfracht
Der Luftfrachtmarkt verzeichnete bis 2024 eine robuste Nachfrage, wobei die Frachtraten auf den Handelsrouten von Asien nach Europa und von Europa in die USA saisonalen Schwankungen unterlagen. Über das gesamte Jahr hinweg stieg die Frachttonnage im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent. Dabei erzielten die meisten Haupthandelsrouten ein solides Wachstum. Besonders stark entwickelte sich der Handel von Asien nach Nordamerika, dem volumenmäßig größten Luftfrachtmarkt, mit einem Anstieg von 8 Prozent. Dieses Wachstum sowie die anhaltend hohen Frachtraten wurden maßgeblich durch die steigende Nachfrage im E-Commerce, kriegsbedingte Luftraumbeschränkungen und längere Transitzeiten infolge von Verzögerungen im Seeverkehr durch die Situation im Roten Meer beeinflusst. Wir konnten unser Luftfrachtvolumen über das Marktniveau hinaus steigern und verzeichneten im Jahresvergleich eine Zunahme der beförderten Tonnage um 13 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich Nordasien, Deutschland und Ozeanien mit Wachstumsraten zwischen 14 Prozent und 18 Prozent. Auch Röhlig-Grindrod in Südafrika erzielte eine positive Entwicklung im Luftfrachtsegment. (Statistiken gemäß IATA-Frachtanalyse, Dezember 2024) Kontraktlogistik
Die Lagerbestände in der Kontraktlogistik haben im Laufe des Jahres 2024 stagniert oder sind leicht zurückgegangen, da die pandemiebedingten Bestandsaufbauten allmählich abgenommen haben und mit der Stabilisierung der Lieferketten zusätzliche Lagerflächen verfügbar wurden. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen in Südostasien und Ozeanien haben wir unsere lokalen Kapazitäten in Thailand um ein Logistikzentrum in der Freihandelszone in Rayong erweitert und unsere Lagerfläche in Kuala Lumpur, Malaysia verdoppelt. Auch in Neuseeland wurde das Netzwerk um einen neuen Lagerstandort erweitert. Zudem wurde in den Niederlanden und Thailand unser neues standardisiertes Warehouse-Management-System eingeführt, das internationalen Standards entspricht und den Kunden ein verbessertes Serviceangebot, Transparenz und mehr Kontrolle über ihre Produkte bietet. Die Ergebnisse in der Kontraktlogistik entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht positiv, da neue Geschäftsmöglichkeiten genutzt wurden. Insgesamt verfügen wir über mehr als 40 Warenlager und rund 265.000 Quadratmeter Lagerfläche. Regionen Deutschland (inkl.Schweiz und Joint Venture Röhlig Penske Logistics)
Die Region Deutschland war besonders stark vom Margenrückgang im Luftfrachtgeschäft betroffen. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Rohertrag um -31,1 Prozent. Trotz eines Zugewinns an Neugeschäft und eines Volumenanstiegs von 14 Prozent, insbesondere in den Märkten USA und Mexiko, ging die Rentabilität deutlich zurück, sodass Deutschland weiterhin leichte Verluste verzeichnete. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte der Seefrachtbereich seinen Rohertrag trotz nur moderater Volumenzuwächse um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausschlaggebend dafür waren das anhaltend hohe Ratenniveau aus Fernost sowie das stabile Marktumfeld auf dem Transatlantik. Dort konnten weitere Marktanteile gesichert werden. Bei unserem Joint Venture Röhlig Penske Logistics war das Jahr 2024 durch eine abgeschwächte Nachfrage sowie geopolitische Spannungen und regionale Instabilitäten geprägt, die das Handelsvolumen und die Preise stark beeinträchtigten. Der Margendruck hat sich aufgrund des volatilen Marktumfelds verschärft, was zu einem Rückgang des Nettoumsatzes und der Bruttomarge geführt hat. Trotz dieser Vielzahl an Herausforderungen konnten wir uns am Markt behaupten und den Großteil unserer bestehenden Kundenverträge verlängern. Wir haben erfolgreich ein neues Warehouse-Management System (WMS) eingeführt und mit der Umstellung auf ein neues Transport-Management-System (TMS) begonnen. Die Investitionen in neue Technologien und Innovationsprojekte bieten unseren Kunden ein verbessertes Serviceangebot. Zudem haben wir den Röhlig Penske Logistics IT-Support und die Infrastruktur erfolgreich auf die Standards von Röhlig überführt. Unsere Landesgesellschaft Röhlig Schweiz konnte ihr Geschäft ausbauen, verzeichnete jedoch weiterhin Verluste. Für 2025 steht daher im Fokus, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Europa ohne Deutschland
In der Region Nordeuropa (Belgien, Dänemark, Irland, Niederlande und Vereinigtes Königreich) konnten wir den Rohertrag insgesamt um MEUR 2,8 erhöhen. Davon stammten MEUR 1,7 aus Irland. Die stärksten Verbesserungen im Rohertrag erzielten wir in Großbritannien mit 18,2 Prozent und Dänemark mit 16,1 Prozent. Ein besonderer Fokus lag auf gezielten Investitionen in den Vertrieb. Das EBIT konnten wir um MEUR 1,0 steigern, wobei die Erstkonsolidierung von Röhlig Irland nach Anpassungen einen wesentlichen Beitrag leistete (MEUR 0,7). In der Region Südeuropa (Frankreich, Italien und Spanien) ging der Rohertrag leicht zurück. Dennoch erzielten wir in Frankreich den zweithöchsten Rohertrag in der Geschichte von Röhlig Frankreich. Beim Nettoergebnis leistete Südeuropa den zweitgrößten Beitrag zum Gesamtergebnis des Konzerns, trotz eines Rückgangs um -28 Prozent. Während das Volumen in Italien und Spanien gesteigert werden konnte, standen dort die Margen unter Druck. In beiden Ländern lag der Fokus auf dem Ausbau des Netzwerkgeschäfts. Amerika
Unsere Ergebnisse in den USA entsprechen im Jahr 2024 weitgehend der Entwicklung der dortigen Frachtmärkte und der entsprechenden Nachfrage. Nach einem verhaltenen ersten Quartal zogen die Umsätze und Aufträge in den folgenden drei Quartalen deutlich an. Die Frachtraten blieben bis April/Mai 2024 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, bevor sie aufgrund der steigenden Nachfrage bis zum Jahresende deutlich anstiegen. Die im Vorjahr getätigten Investitionen in eine erweiterte Vertriebsmannschaft sowie die Optimierung der Kostenstruktur zahlten sich aus. Unsere Landesgesellschaft in den USA konnte 2024 erfolgreich neue Kunden gewinnen. Dies führte zu einem deutlichen Wachstum: Das FCL-Volumen wuchs im Jahresvergleich um 39,6 Prozent, während das LCL-Volumen um gut 36 Prozent zunahm. Besonders stark entwickelte sich die Seefracht im transatlantischen und transpazifischen Handel. In der Luftfracht wurde das Wachstum durch einen Rückgang der abgewickelten Chartervolumina im Vergleich zum Vorjahr leicht gedämpft. Dennoch verzeichnete dieser Bereich ein Plus von 4,2 Prozent. Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung des kanadischen Standorts in Toronto im Februar 2024. Dank der Unterstützung unseres Netzwerks gelang es uns nahtlos, das Geschäft in unseren Betrieb zu überführen. In der Region Lateinamerika (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Mexiko und Uruguay) konnten wir den Rohertrag weitgehend stabil halten (-3,8 Prozent). Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die Länder sehr unterschiedlich entwickelt haben: Brasilien: 66,9 Prozent, Mexiko: 42,6 Prozent, Chile: 12,0 Prozent, Uruguay: 9,5 Prozent, Argentinien: -27,9 Prozent und Bolivien: -37,2 Prozent. Das Wachstum in Brasilien ist im Wesentlichen auf den weiteren Geschäftsaufbau nach unserem Markteintritt Anfang 2023 zurückzuführen. Wir haben kontinuierlich in unseren Vertrieb investiert und in der zweiten Jahreshälfte ein zufriedenstellendes operatives Ergebnis erzielt. Mexiko war im Jahr 2024 sehr erfolgreich, insbesondere durch den Ausbau unserer bestehenden Tradelanes mit großen Kunden im Automotive Bereich. Der Rückgang des Rohertrages in Argentinien ist vor allem auf die Stabilisierung des Landes unter der neuen Regierung und die damit einhergehende deutliche Reduzierung der Inflation zurückzuführen. Zusätzlich war es Anfang 2024 möglich, unsere überschüssigen Peso- Reserven in US-Dollar zu konvertieren und damit das Darlehen aus Deutschland zurückzuführen. Zum Jahresende 2024 hatten sich die Peso-Bestände sowie das Darlehen aus Deutschland wieder aufgebaut und werden sukzessive im Jahr 2025 wieder zurückgeführt. In Bolivien konnten wir aufgrund der stark eingetrübten wirtschaftlichen Situation im Land nicht an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen. Das Land befindet sich aufgrund der politischen Lage in einer tiefen wirtschaftlichen Rezession. Es gibt keinen freien Devisenverkehr mehr und der Markt ist sehr schwierig zu bedienen. Wir sind seit fast 20 Jahren vor Ort und zählen auf eine Verbesserung nach der Wahl im August 2025. An unserer starken Marktposition im Land hat das nichts geändert. Asien
In Nordasien (China, Hong Kong, Japan, Korea und Taiwan) konnten wir den Rohertrag im Vergleich zu 2023 um knapp 4 Prozent leicht steigern. Gleichzeitig konnten wir in dieser Region das Nettoergebnis gegenüber 2023 um MEUR 1,0 auf MEUR 3,2 steigern. Dieses gegenüber 2023 deutlich bessere Ergebnis ist vor allem auf die Stabilisierung unseres Geschäfts in China zurückzuführen. Gleichzeitig konnten wir unsere Ergebnisse in Korea und Taiwan auf gutem Niveau stabil halten. Lediglich in Hongkong waren unsere Ergebnisse deutlich rückläufig. Durch eine im Jahr 2024 erfolgte Integration von Hongkong in unser Geschäft in Südchina unter einheitlicher Leitung erwarten wir mittelfristig eine Verbesserung dieser Entwicklung. In Japan konnten wir noch auf niedrigem Niveau ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielen. In Südostasien (Singapur, Thailand, Malaysia, Indonesien und Vietnam) ist der Rohertrag im Vergleich zu 2023 um 17,3 Prozent gestiegen. Allerdings war der Jahresüberschuss vor allem aufgrund von Investitionen in unser Kontraktlogistikgeschäft rückläufig. Die Region entwickelte sich besonders in Vietnam und Thailand positiv. In Thailand haben wir aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen unsere lokalen Kapazitäten um ein Logistikzentrum in der Freihandelszone in Rayong nahe dem Hafen Laem Chabang erweitert und unsere Lagerfläche in Kuala Lumpur, Malaysia verdoppelt. Das Zentrum bei Laem Chabang bietet 16.000 Quadratmeter Lagerfläche. Um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen, ist das Lager skalierbar und kann um 5.000 Quadratmeter erweitert werden. Darüber hinaus haben wir Zollabfertigungsdienste eingerichtet. Die positive Entwicklung in der Region wurde durch die Einstellung von Vertriebspersonal weiter gefördert. In Indien konnte der Rohertrag auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Ergebnis fiel zwar niedriger aus als 2023, liegt mit MEUR 1,0 jedoch weiterhin auf einem guten Niveau. Unsere indische Landesgesellschaft investierte im Berichtsjahr stark in den Aufbau der Managementstruktur. Zudem wurde ein besonderer Fokus auf den Ausbau des Netzwerkgeschäfts und des Intra-Asia-Geschäfts gelegt. Unsere Niederlassung in Dubai trug mit einer erweiterten Vertriebsmannschaft maßgeblich zum Geschäftserfolg bei und schloss das Jahr mit einer starken Leistung und einem sehr guten Ergebnis ab. Den Rohertrag konnten wir auf MEUR 2,5 (44,5 Prozent) und das Nettoergebnis um MEUR 0,6 auf MEUR 0,9 steigern. Der Großteil der in dieser Region abgewickelten Sendungen entfiel auf den Seefrachtbereich. Australien/Neuseeland
Unsere Tochtergesellschaft in Australien knüpfte an das äußerst erfolgreiche Jahr 2023 an und sicherte sich bedeutende neue 3PL und 4PL Geschäfte. Besonders stark war das Wachstum im Bereich Seefracht, wo das FCL-Volumen um gut 28 Prozent und das LCL-Volumen um gut 26 Prozent zunahmen. Auch die Luftfracht entwickelte sich dynamisch und verzeichnete ein Plus von 10 Prozent. Wir sind Marktführer im Luftfrachtverkehr von Deutschland nach Australien. Der starke Handel zwischen den USA und Australien sowie die Frachtströme aus China setzen sich fort. Unsere neuseeländische Einheit musste im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang hinnehmen, erzielte jedoch trotz des sich abschwächenden Marktes profitable Ergebnisse. Zudem stärkte das Unternehmen seine Präsenz in der Kontraktlogistik mit der Eröffnung eines neuen Lagers in Christchurch im April 2024. Afrika
Die Region Afrika wird über die Gesellschaft Röhlig-Grindrod in Südafrika und Mosambik bedient. Wir halten 50 Prozent an der Gesellschaft. Der Ausweis im Konzernabschluss erfolgt nach der "at Equity"-Methode. In Südafrika blicken wir auf ein weiteres erfolgreiches Jahr zurück, in dem sich der Warenfluss stabilisierte und der Handel ohne Hafenüberlastungen wieder normal verlief. Der Bruttogewinn stieg um 6,8 Prozent, während die Aufträge dank starker Vertriebsaktivitäten um 14 Prozent zulegten. Sowohl das Seefracht- als auch das Luftfrachtvolumen verzeichneten ein zweistelliges Wachstum. Im Jahr 2024 haben wir das 50-jährige Jubiläum unserer südafrikanischen Gesellschaft gefeiert. 3. Chancen und Risiken 3.1 Chancenmanagement Global Executive Board setzt konsequent die vereinbarte Strategie um Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, werden im Global Executive Board die Chancen für das Geschäftsmodell regelmäßig identifiziert, erörtert sowie strategisch und finanziell bewertet. Unsere Strategie ist es, langfristig als unabhängiges Unternehmen am Markt zu agieren. So können wir die sich ergebenden Chancen in Zukunft weiterhin zielstrebig erschließen. Mit unserer Vision 2030 verfolgen wir daher kontinuierlich das Ziel, bis 2030 zu einem der weltweit führenden unabhängigen Lösungsanbieter für Fracht- und Kontraktlogistik zu werden. Sowohl in der See- als auch in der Luftfracht wollen wir das von der Röhlig Gruppe abgewickelte Volumen mehr als verdoppeln, um bei den Carriern unsere Einkaufskraft zu erhöhen und gleichzeitig unseren Kunden auf den wesentlichen Trade Lanes wettbewerbsfähige Produkte anbieten zu können. Daher fokussieren wir uns mit unserem neuen Strategieprogramm #Connected for Growth auf die drei Säulen People, Network und Sales. - Im Bereich People setzen wir auf die Förderung von Talenten und die Weiterentwicklung und Schulung unseres Führungsteams. - Mit der strategischen Säule Network fokussieren wir uns auf zwei zentrale Schwerpunkte: das Wachstum des bestehenden Netzwerks sowie die gezielte Erweiterung unserer globalen Präsenz. - Im Bereich Sales konzentrieren wir uns auf den strategischen Ausbau unseres Kundenportfolios, die Steigerung der See- und Luftfrachtvolumina sowie die Weiterentwicklung digitaler Lösungen. Für jede der drei Säulen haben wir konkrete Ziele definiert und in unseren Scorecards verankert. Die Zielerreichung wird regelmäßig im Global Executive Board erörtert und überwacht. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf unserem weltweiten Netzwerk, das wir mit der Erweiterung um neue Landesorganisationen in Kanada und Irland bedeutend gestärkt haben. Auch in der Kontraktlogistik haben wir bestehende Kapazitäten weiter ausgebaut. Mit der Erweiterung des Netzwerks bieten wir unseren Kunden eine noch bessere Präsenz und arbeiten laufend daran, neue globale Kunden zu gewinnen. Als sehr erfolgreich erwiesen hat sich unser verstärkter Fokus auf bestimmte Industrien: Unter anderem in der Automobil- und Batterielogistik sowie im Bereich Healthcare & Pharma haben wir unsere Kompetenzen strategisch weiterentwickelt und können unsere Kunden zukünftig noch gezielter unterstützen. Zudem werden wir die Weiterentwicklung unserer Digitalkompetenz und den Ausbau unseres digitalen Dienstleistungsportfolios weiter forcieren. Mit der Umsetzung unseres Strategieprogramms wollen wir im Jahr 2025 weiterhin signifikantes Wachstum erzielen, unsere Marktposition deutlich ausbauen und dabei stets unsere finanzielle Stabilität gewährleisten. 3.2 Risikomanagement Risikomanagement-System gut etabliert Mit unseren internationalen Aktivitäten sind wir zahlreichen Risiken ausgesetzt. Ihr Eintritt kann sich nachteilig auf die Geschäftsentwicklung bzw. auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken. Über unser fortlaufend aktualisiertes Risikomanagementsystem sind wir in der Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Die Implementierung des Management-Informationssystems SAP Analytics Cloud (kurz: SAC) ermöglicht eine zielgenaue Steuerung unseres globalen Geschäfts über alle Geschäftseinheiten auf allen Hierarchieebenen. Der Budget-Prozess in SAC wurde verschlankt und der Forecast-Prozess implementiert. Dashboards für die Steuerung des Vertriebs sowie der Trade Lanes wurden entwickelt und implementiert. Ferner haben wir unsere Internal-Audit-Abteilung in den Bereich Legal & Risk eingegliedert. Sie strukturiert und analysiert Länder- und Individualrisiken und leitet gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ein. Um bei Compliance-relevanten Themen eine wirksame Bottom-up-Kommunikation sicherzustellen, haben wir seit 2018 für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Whistleblowing-Prozess aufgesetzt. Er wird durch eine Softwarelösung unterstützt. Das Thema Cybersicherheit ist durch vermehrte Angriffe auf Logistikunternehmen und die Ukraine-Krise seit dem 24. Februar 2022 verstärkt in den Fokus gerückt. Wir verfügen über ausgereifte und laufend aktualisierte Systeme, um entsprechende Angriffe abzuwehren. Darüber hinaus sind wir zu diesem Thema mit allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fortlaufend im Dialog, erläutern unsere Maßnahmen und fordern unsere Beschäftigten auf, aktiv Meldungen zu machen, sobald Unsicherheiten oder Verdachtsmomente entstehen. Zudem haben wir auch 2024 unsere Informationskampagne zu diesem Thema fortgeführt, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu sensibilisieren und unsere Maßnahmen zu erläutern. Dies wird durch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtende E-Learnings unterstützt. Bisherige Angriffe konnten wir erfolgreich abwehren. Unser Chief Digital Officer, kurz CDO, bildet die Schnittstelle zu den Cybersicherheitsexperten bei logineer, die Röhlig weiterhin umfassend IT-seitig begleiten, und zur weltweiten Röhlig Organisation, in der unsere IT-Sicherheitssysteme und -prozesse umgesetzt werden. Nicht vermeid- oder reduzierbare Cyberrisiken haben wir darüber hinaus über eine Cyber-Versicherungsschutzpolice abgedeckt. 3.3 Erläuterung der Einzelrisiken Die wesentlichen Einzelrisiken werden im Konzern mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt, sodass wir ihnen jederzeit angemessen begegnen können. Wechselkurs- und Zinsrisiken: Aufgrund einer Vielzahl von geopolitischen Risiken bleibt die Volatilität in den Wechselkursen hoch. Ein hoher Anteil unseres in Fremdwährungen notierten Grundgeschäfts ist jedoch durch Natural Hedging geschützt. Dies bietet eine gewisse Absicherung der Transaktionsrisiken, denen wir durch unsere globale Positionierung ausgesetzt sind. Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken: Wir verfolgen weiterhin unsere Strategie der Risikominimierung. Unsere Kreditversicherung bei Atradius konnten wir im Jahr 2024 für weitere drei Jahre bis Ende 2027 verlängern. Mit koordinierten, konzernweiten Maßnahmen kamen wir im Jahr 2024 auf eine Deckungsquote von rund 85 Prozent. Neben der reinen Versicherung des Risikos ist die aktive Auseinandersetzung mit der Risikoposition der offenen Forderungen und der Kreditwürdigkeit von akquiriertem Neugeschäft von besonderer Bedeutung. Wir sind in der Lage, weltweit das Gesamtrisiko einzelner Kunden und Kundengruppen zu analysieren und zu steuern. Mit der Implementierung der Software von Serrala, die auf Daten der Kreditversicherung Atradius zugreift und weitere kreditrelevante Kennzahlen innerhalb von SAP generiert, haben wir eine intensivere Überwachung des Zahlungsverhaltens und der Bonität unserer Kunden erreicht. Dies versetzt uns vielfach in die Lage, problematische Fälle frühzeitig zu erkennen, um Risiken zu reduzieren. Zur Liquiditätssteuerung auf Konzernebene aktualisieren alle Gesellschaften laufend auf Wochenbasis ihre Cash-Planungen für die nächsten drei Monate und danach auf Monatsbasis für die darauffolgenden neun Monate in unserem Treasury-Management-System und melden diese Planungen einmal pro Woche zentral zurück. Im Verlauf des Jahres 2024 haben wir die Software, die das Kreditmanagement automatisiert und digitalisiert, in der Großzahl der Landesgesellschaften implementiert. Dies hat uns zudem wichtige Impulse für die weitere Professionalisierung der Prozesse geliefert. Darüber hinaus sind wir in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, um unsere Kontrahentenrisiken frühzeitig zu identifizieren und stärker zu überwachen. Interne Trainingsmaßnahmen zu der Global Credit- und der Global Collection Policy wurden intensiviert und der Austausch in monatlichen Arbeitsgruppen weiter fortgeführt. Für 2025 ist die Implementierung einer Software geplant, die eine weitere Automatisierung und Digitalisierung des Mahnwesens vorsieht. Ein Rollout ist geplant für die wesentlichen Tochtergesellschaften mit dem Ziel, die Prozesse weiter zu vereinheitlichen und Best Practices in den Gesellschaften zu implementieren. Finanzrisiken: Der Finanzierungsbedarf unseres Konzerns wurde durch den aktuellen Konsortialkredit vom April 2022 gesichert. Die vereinbarten Covenants die mit komfortablem Spielraum gesetzt wurden, räumen uns die nötige Flexibilität für eine Abschwächung der Ertragslage ein und stellen zudem den Kapitalbedarf für das geplante Wachstum zur Verfügung. Transport- und Vermögensschäden: Durch die kontinuierliche und gute Zusammenarbeit mit dem TT Club, einem Anbieter von Versicherungs- und Risikomanagementleistungen, verfügen wir über ein effizientes System zur Bewältigung von Speditionshaftpflichtschäden. Die Schäden werden auf der Basis eines weltweit einheitlichen IT-Systems bearbeitet. Darüber hinaus stehen uns diverse Auswertungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die notwendige Transparenz ist gewährleistet und macht Risiken gut kalkulierbar. Grundsätzlich haften wir aufgrund unseres Geschäftsmodells nur begrenzt, da wir keine physischen Transportleistungen erbringen, sondern diese fremdvergeben. Risiken aus IT und Digitalisierung: Die Geschäfte unserer Kunden verändern sich infolge zunehmender Digitalisierung. Dies führt zu einer Verkürzung der Reaktionszeiten, zu einem höheren Individualisierungsgrad der Leistungen und schließlich zu stärkerem Wettbewerbsdruck. Dies setzt uns als Logistikdienstleister langfristig unter einen hohen Ertrags- und Margendruck. Mit unserem Partner q.beyond AG als Anteilseigner in unseren IT- und Digitalgesellschaften logineer (51,0 Prozent) und <cargonerds> (25,1 Prozent), sind wir weiterhin gut aufgestellt, um den digitalen Wandel in der Röhlig Gruppe proaktiv zu gestalten. Wir sind davon überzeugt, hiermit die richtige Antwort auf die sich verändernden Märkte gefunden zu haben. Geschäftsimmanente Risiken: Trotz der Krisenherde in der Welt, mit dem andauernden Kriegen in der Ukraine und in Gaza, profitierte der globale Speditionsmarkt im Verlauf des Jahres 2024 von insgesamt verbesserten Marktbedingungen. So wirkten sich beispielsweise das makroökonomische Wachstum und zunehmende Konsumausgaben positiv auf die Nachfragesituation aus. Engpässe im Zusammenhang mit der Situation im Roten Meer hatten weiterhin Effekte, da die Umleitungen von Schiffen zu längeren Fahrtzeiten führten. Diese implizierte Verknappung der Kapazitäten hatte einen Anstieg der See- und Luftfrachtraten zur Folge. Als Reaktion auf die abflachenden Inflationsraten haben die Zentralbanken in den USA und Europa im Jahr 2024 begonnen, die Zinsen zu senken, wobei die EZB die Schritte früher ging und mit bisher größerem Tempo. Auch wenn Zinssenkungen und geringere Inflation das Konsumentenklima und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen begünstigen könnten, haben die geopolitischen Risiken mit der Amtsübernahme der neuen Regierung in den USA weiter zugenommen. So stellt sich die von Präsident Trump eingeleitete Zollpolitik als ernsthafte Bedrohung der globalen Konjunktur dar. Die daraus entstehenden und möglichweise weiter eskalierenden Handelskonflikte zwischen insbesondere USA und China sowie USA und Europa führen bereits jetzt zu einer signifikanten Beeinträchtigung des globalen Handels. Sollte es nicht zu Einigungen in diesem Zollkonflikt kommen, kann dies weitreichende Folgen für die Logistikbranche im allgemeinen und Röhlig im speziellen führen. Wir sind aus heutiger Sicht durch die kurzen Entscheidungswege im Unternehmen in der Lage, schnell und adäquat auf die bestehenden Risiken zu reagieren. So können wir unsere Kunden zeitnah auf alternative Lösungen hinweisen, geänderte Supply Chains bedienen und uns so auf individuelle Kundenbedürfnisse einstellen. Darüber hinaus sind wir geografisch sehr ausgewogen aufgestellt, sodass wir vor allem konjunkturellen Risiken nur dann stärker ausgesetzt sind, wenn sie die gesamte Weltwirtschaft betreffen. Wir sind in der Lage, dort unser Geschäft auszudehnen, wo freier Handel weiter vorangetrieben wird, wie zum Beispiel zwischen Südostasien, Indien, Australien und Neuseeland. Wir gehen davon aus, dass dies auch gelten wird, wenn das Mercosur-Abkommen zwischen der EU und Lateinamerika ratifiziert wird. 4. Ausblick Geopolitische Risiken und Weltkonjunktur Die Geschäftsentwicklung von Röhlig wird maßgeblich vom Tempo des Wirtschaftswachstums und vom weltweiten Handelsvolumen beeinflusst. Für das Gesamtjahr 2025 beließ der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar 2025 eine Prognose für das BIP-Wachstum unverändert bei 3,3 Prozent. Einige der vom IWF im Januar beschriebenen Risiken für den Ausblick haben sich inzwischen jedoch verschärft. Unsicherheiten für die Prognose ergeben sich aus einer möglichen Eskalation von Handels- und geopolitischen Konflikten, die zu einem erneuten Anstieg der Inflation, einem Rückgang des Verbrauchervertrauens und einer Reduzierung der Handelsströme führen könnten. Von den USA verhängte Zölle und Gegenmaßnahmen von Handelspartnern dürften zu einer Umstrukturierung globaler Lieferketten führen. Störungen in den Lieferketten könnten sowohl Risiken als auch Chancen für die Geschäftsentwicklung von Röhlig darstellen. Gleichzeitig könnte der von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Fonds zur Stärkung der europäischen Verteidigung neue Impulse für das Wirtschaftswachstum und die Handelsströme setzen. Nach einer Entspannung bei den Seefrachtraten im zweiten Halbjahr 2024 standen die Raten im bisherigen Jahresverlauf 2025 deutlich unter Druck (der Shanghai Containerized Freight Index lag mehr als 40 Prozent unter dem Niveau vom Jahresende 2024 und etwa 25 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums). Der Rückgang der Seefrachtraten lässt sich vor allem durch ein stark gestiegenes Angebot an Schiffskapazitäten, eine Normalisierung der Lieferketten sowie eine moderate globale Nachfrage erklären. Zudem sorgt der verstärkte Wettbewerb durch neue Allianzen auf dem Seefracht-Carrier-Markt seit Anfang 2025, beispielsweise jene der großen Reedereien Maersk und Hapag-Lloyd, für zusätzlichen Preisdruck. Der Ausblick für die Luftfracht im Jahr 2025 war Ende 2024 angesichts der anhaltenden Herausforderungen in der Seefracht positiv. Die globalen Erträge (Yields) im Luftfrachtbereich haben ihren Rückgang im Jahr 2023 beendet und liegen derzeit rund 30 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Für 2025 wird erwartet, dass sich die Fracht Erträge auf diesem Niveau stabilisieren. Die Luftfrachtbranche wuchs im Januar 2025 weiter, mit einem Plus von 3,2 Prozent im Jahresvergleich, wenn auch mit deutlich geringerer Wachstumsrate als im Vorjahr. Der internationale Luftfahrtverband IATA sieht durch die Zollpolitik der US-Regierung eine zunehmende Unsicherheit für den Welthandel. Die von der US-Regierung festgelegten und sich laufend ändernden Importzölle gegenüber ihren weltweiten Handelspartnern haben erheblich Auswirkungen auf den Welthandel und sind in ihrer gesamten Tragweite bisher kaum abschätzbar. Durch die Zölle und Gegenreaktionen der Handelspartner kann es zu erheblichen Entwicklungsbeeinträchtigungen der Weltkonjunktur kommen. In der Kontraktlogistik planen wir im Frühjahr 2025 in Australien ein Logistikzentrum in der Nähe des Flughafens Melbourne mit 19.000 Quadratmetern Lagerfläche zu eröffnen und werden gleichzeitig unser dort bestehendes halb so großes Lager aufgeben. Für 2025 sind zudem weitere Kostensenkungsinitiativen geplant, um die Effizienz weiter zu steigern. Der Start ins neue Jahr 2025 verläuft bisher weitgehend planmäßig. Aufgrund der angespannten Weltlage bleiben wir jedoch sehr aufmerksam, was die weiteren Entwicklungen angeht, und der Fokus bleibt auf einer strikten Kontrolle der variablen Ausgaben sowie auf der Verbesserung unterdurchschnittlich performanter Geschäftsbereiche, um die Profitabilität auch künftig zu stützen. Strategieprogramm "#Connected for Growth" Unsere Vision ist es, weltweit ein führender Anbieter für Logistiklösungen zu werden. Sowohl in der See- als auch in der Luftfracht wollen wir das von der Röhlig Gruppe abgewickelte Volumen bis 2030 mehr als verdoppeln, um bei den Carriern unsere Einkaufskraft zu erhöhen und gleichzeitig unseren Kunden auf den wesentlichen Trade Lanes wettbewerbsfähige Produkte anbieten zu können. Mit unserem Strategieprogramm #Connected for Growth wollen wir diesem Ziel näherkommen. Das Programm ist für die Jahre 2024 bis 2026 konzipiert und konzentriert sich auf die drei Säulen People, Network und Sales. Auf der Grundlage konkreter Ziele investieren wir in die Ausbildung unserer Führungskräfte und die Entwicklung von Talenten. Wir wachsen kontinuierlich mit unserem bestehenden Netzwerk und bauen unser globales Netzwerk weiter aus. Unseren See- und Luftfrachtumsatz wollen wir steigern und unser digitales Produktportfolio erweitern. Abgeleitet aus unserem Strategieprogramm gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2025 das Volumen über alle Produkte hinweg um rund 20 Prozent steigern können. Damit planen wir, unseren Rohertrag auf über MEUR 230 zu steigern und ein im Verhältnis zu 2024 vergleichbares Ergebnis zu erzielen. Zur Unterstützung der Wachstumsstrategie in Lateinamerika sind wir eine 10-prozentige Beteiligung an unserem langjährigen Partner Onboard Logistics eingegangen. Die Onboard Logistics Gruppe ist weltweit in 15 Ländern vertreten. Mit unserer Strategie und dem damit einhergehenden Ausbau des Netzwerks bieten wir unseren Kunden eine noch bessere Netzwerkpräsenz und sind bestrebt, neue globale Kunden zu gewinnen. Wir werden am Markt zusammen mit Onboard Logistics als Onboard powered by Röhlig auftreten. Datengetriebene Innovation Für das Jahr 2025 setzen wir verstärkt auf Advanced Data Analytics, Automatisierung und Weiterentwicklung unserer KI-gestützten Lösungen. Im Fokus steht die Verbesserung der Datenqualität, um unseren Kunden präzisere Prognosen und Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Mit diesen Entwicklungen bleiben wir ein Innovationsführer in der digitalen Transformation der Logistikbranche - mit einem klaren Fokus auf Effizienz, Transparenz und Kundennähe. Solide Finanzierungsbasis zur Unterstützung der Wachstumsstrategie Der im April 2022 unterzeichnete Konsortialkreditvertrag mit einem Volumen von MEUR 80 war zum Jahresende 2024 nahezu ungenutzt und bietet zudem mit einer Erweiterungsoption zusätzliche Mittel, um die Wachstumsstrategie der Gruppe zu unterstützen. So werden neben organischen Opportunitäten auch weiterhin Möglichkeiten für Beteiligungen und Akquisitionen geprüft. Die Laufzeit des Konsortialkreditvertrags wurde im Jahr 2024 von den beteiligten Banken inzwischen bis zum zweiten Quartal 2027 verlängert.
Bremen, den 7. April 2025 Global Executive Board Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine Angaben Die Röhlig Logistics GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Bremen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter der Handelsregisternummer HRA 11735 HB eingetragen. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen im Konzernanhang, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Konzernabschlusses erforderlich erscheint. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach dem um konzernspezifische Posten erweiterten Gliederungsschema nach § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. Weiterbelastete Zölle und Einfuhrumsatzsteuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Sie werden nicht in die Aufwendungen für bezogene Leistungen einbezogen. Besonderheiten aufgrund der in den Vorjahren gewährten typischen stillen Beteiligung werden in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch Hinzufügen gesonderter Posten berücksichtigt. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die vollkonsolidierten Unternehmen. Für den Fall von abweichenden Stichtagen erfolgt die Einbeziehung der Tochterunternehmen auf der Grundlage von auf den Stichtag und den Zeitraum des Konzernabschlusses aufgestellten Zwischenabschlüssen. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Konsolidierungskreis Folgende Tochterunternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
*) direkte Beteiligung an der Röhlig Penske Logistics GmbH. Hierüber bestehen indirekte Beteiligungen an den Tochtergesellschaften der Röhlig Penske Gruppe, sodass deren Anteile hier ohne indirekte Fremdanteile dargestellt werden. Ferner werden folgende assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt:
Auf der Grundlage des § 296 Abs. 2 HGB werden nachfolgend aufgeführte Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Summen des Umsatzes, der Ergebnisse und der Bilanzsummen dieser Gesellschaften für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Auch liegen keine anderen Sachverhalte vor, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich sind:
Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Tochterunternehmen um insgesamt eine Gesellschaft erhöht. Der Umsatz und der Rohertrag werden durch die Veränderung des Kreises der vollkonsolidierten Tochterunternehmen gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich beeinflusst. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge, die in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 erfolgt sind, wird auf der Grundlage des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB unter Anwendung der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Dabei wird der Buchwert der Beteiligung an jedem Stichtag mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals, das sich im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ergab, aufgerechnet. Für Erwerbsvorgänge, die in Geschäftsjahren erfolgen, die nach dem 31. Dezember 2009 begonnen haben, erfolgt die Kapitalkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Dabei wird der Buchwert der Beteiligung an jedem Stichtag mit dem Wert des Eigenkapitals verrechnet, das sich aus der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zu dem Zeitpunkt ergibt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Aus Erwerbsvorgängen in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 entstandene aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden auf der Grundlage des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB in Ausübung des Wahlrechts nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. mit den Konzernrücklagen verrechnet. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, denen Erwerbsvorgänge nach dem 31. Dezember 2009 zugrunde liegen, werden gem. § 301 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen und planmäßig über eine betriebliche Nutzungsdauer von zehn Jahre abgeschrieben. Verbleibende passive Unterschiedsbeträge werden grundsätzlich unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen und nach Maßgabe des § 309 Abs. 2 HGB erfolgswirksam aufgelöst. Bei Eigenkapitalcharakter (insbesondere Gewinnthesaurierungen) werden passive Unterschiedsbeträge in die Konzernrücklagen eingestellt. Beim Hinzuerwerb von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird dieser Vorgang als ein Vorgang zwischen zwei Gesellschaftergruppen behandelt und eine Erstkonsolidierung für die hinzuerworbenen Anteile nicht durchgeführt. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Hinzuerwerbs dieser Anteile wird mit den Konzernrücklagen verrechnet. Bei der Veräußerung sämtlicher an einem Tochterunternehmen gehaltenen Anteile wird der Unterschied zwischen dem Veräußerungserlös und den im Konzernabschluss zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung erfassten Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens als Veräußerungsgewinn bzw. -verlust erfasst. Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile an den Vermögenswerten und Schulden werden erfolgsneutral mit den Anteilen fremder Gesellschafter verrechnet. Bei einer nur teilweisen Veräußerung von Anteilen an einem Tochterunternehmen wird der Veräußerungserlös dem auf die verkauften Anteile entfallenden Reinvermögen des Konzerns gegenübergestellt und der Differenzbetrag mit den Konzernrücklagen verrechnet. Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung erfolgsneutral mit den Konzernrücklagen verrechneter Geschäfts- oder Firmenwert, ein noch nicht aufgelöster negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung sowie Differenzen aus der Währungsumrechnung werden dabei in voller Höhe bzw. anteilig erfolgswirksam aufgelöst. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. Der Wertansatz der Beteiligung und ein sich ergebender Unterschiedsbetrag werden dabei auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Für Erwerbsvorgänge in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 erfolgt die Verrechnung auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird in Folgejahren entsprechend der Behandlung der den Unterschiedsbetrag zugeordneten Vermögensgegenstände und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Aus Erwerbsvorgängen in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 entstandene aktive Unterschiedsbeträge aus der Equity-Bewertung werden auf der Grundlage des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB in Ausübung des Wahlrechts nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. mit den Konzernrücklagen verrechnet. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge aus der Equity-Bewertung, denen Erwerbsvorgänge nach dem 31. Dezember 2009 zugrunde liegen, werden als Geschäfts- oder Firmenwerte fortgeführt und planmäßig über eine betriebliche Nutzungsdauer von zehn Jahren aufgelöst. Verbleibende passive Unterschiedsbeträge werden nach Maßgabe des § 309 Abs. 2 HGB erfolgswirksam aufgelöst. Bei Eigenkapitalcharakter (insbesondere Gewinnthesaurierungen) werden passive Unterschiedsbeträge in die Konzernrücklagen eingestellt. Die Röhlig-Grindrod (Pty) Ltd., Johannesburg, wendet die vom Konzernabschluss abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der International Financial Reporting Standards an, die teilweise angepasst wurden. Ändert sich aufgrund von Kapitalmaßnahmen bei den assoziierten Unternehmen das zuzurechnende anteilige Eigenkapital des Konzerns, so wird der Teil des Änderungsbetrages des anteiligen Eigenkapitals, der nicht auf Einlagen des Konzerns beruht, erfolgswirksam im Equity-Wert berücksichtigt. Für nicht beherrschende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten in Höhe des Anteils der fremden Gesellschafter am Eigenkapital unter der Bezeichnung "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet oder so umgegliedert, wie sie aus der Sicht eines einheitlichen Unternehmens auszuweisen sind. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wird gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Die Fremdwährungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Jahresabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Sämtliche Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet, die Währungsumrechnungsdifferenzen werden in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals ausländischer assoziierter Unternehmen, die auf Änderungen des Umrechnungskurses zurückzuführen sind, werden erfolgsneutral im Wertansatz der Beteiligung und in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" erfasst. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden aktive und passive Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorgenommen, sofern sich die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen in späteren Jahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden dabei miteinander verrechnet. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden dabei mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und aufgrund der kurzfristigen Nutzung der sich ergebenden Synergieeffekte auf den Kundenstamm planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Die Nutzungsdauern der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung belaufen sich auf 3 bis 13 Jahre. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Unfertige Leistungen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Flüssige Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Latente Steuern Für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen auf Ebene der Einzelabschlüsse und der Handelsbilanzen II oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden aktive latente Steuern in Höhe der passiven Steuerlatenzen angesetzt und mit den passiven latenten Steuern verrechnet ausgewiesen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei mit den Steuersätzen, die im Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede oder der Nutzung der Verlustvorträge gültig sein werden. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sobald die maßgebliche gesetzgebende Körperschaft die Änderung verabschiedet hat. Auf eine Aktivierung eines verbleibenden aktiven Überhangs an latenten Steuern wird in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts verzichtet. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Übrige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen zurückgestellt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden im Rahmen der sog. Einfrierungsmethode erfasst. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Erläuterungen der Konzernbilanz 1. Konzern-Anlagenspiegel
2. Geschäfts- oder Firmenwert Der Posten beinhaltet aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 2.355 TEUR (Vorjahr: 1.131 TEUR). Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich wie folgt:
Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Aus Erwerbsvorgängen in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 entstandene aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden auf der Grundlage des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB in Ausübung des Wahlrechts nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. mit den Konzernrücklagen verrechnet. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen zu den Konzernrücklagen. 3. Anteile an assoziierten Unternehmen Der im Konzern-Anlagenspiegel ausgewiesene Zugang beinhaltet die anteiligen Jahresüberschüsse der assoziierten Unternehmen in Höhe von 4.497 TEUR. Zum Stichtag ergibt sich kein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich solche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. 5. Aktive und passive latente Steuern Zeitliche Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzwerten entstehen im Wesentlichen zum einen durch eine durch unterschiedliche Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern bedingte abweichende Bewertung des Sachanlagevermögens. Zum anderen treten durch unterschiedliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entstehende unterschiedliche Wertansätze bei Rückstellungen auf. Bei verschiedenen Tochterunternehmen bestehen steuerliche Verlustvorträge, die teilweise begrenzt mit künftigen steuerlichen Überschüssen verrechnet werden können. Vor dem Hintergrund, dass der Konzern aktive Überhänge aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Ansätzen der Handelsbilanzen II und aufgrund steuerlicher Verlustvorträge nicht bilanziert, werden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen. 6. Konzernrücklagen Aus Erwerbsvorgängen in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 entstandene aktive Unterschiedsbeträge, die auf der Grundlage des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB in Ausübung des Wahlrechts nach § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. mit den Konzernrücklagen verrechnet wurden, aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen bereits vollkonsolidierter Tochterunternehmen entstandene aktive Unterschiedsbeträge sowie passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung mit Eigenkapitalcharakter (Gewinnthesaurierungen) haben die Konzernrücklagen des Konzerns in folgender Höhe beeinflusst:
Beim Hinzuerwerb von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird dieser Vorgang als ein Vorgang zwischen zwei Gesellschaftergruppen behandelt und eine Erstkonsolidierung für die hinzuerworbenen Anteile nicht durchgeführt. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Hinzuerwerbs dieser Anteile wird mit den Konzernrücklagen verrechnet. 7. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Aufwertung des US-Dollars, des chinesischen Yuans, der indischen Rupie sowie des südafrikanischen Rands. 8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 352 TEUR (Vorjahr: 454 TEUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,90% (Vorjahr: 1,83 %) sowie einem Rententrend von 2,00 % (Vorjahr: 2,00%). Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln). Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 1 TEUR. 9. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich solche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten aus Zöllen und Einfuhrumsatzsteuern. Erläuterungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung des Rohertrags nach Sparten
2. Umsatzerlöse inkl. Zölle und Einfuhrumsatzsteuern Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:
3. Aperiodische Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sowie Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten folgende wesentliche aperiodische Erträge:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Steuern vom Einkommen und Ertrag sind folgende wesentliche periodenfremde Aufwendungen enthalten:
4. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.836 TEUR (Vorjahr: 1.036 TEUR) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.671 TEUR (Vorjahr: 6.714 TEUR) enthalten. 5. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis
6. Finanzergebnis Innerhalb der Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) enthalten. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im Konzern wurden in 2024 im Durchschnitt 2.132 Arbeitnehmer (Vorjahr: 2.091 Arbeitnehmer) beschäftigt.
2. Außerbilanzielle Geschäfte Im Jahr 2024 wurde ein Rahmenvertrag über den Verkauf von Forderungen abgeschlossen. Dieser dient der Liquiditätssicherung zur Realisierung geplanter Investitionen. Aus dem darauf basierenden Verkauf von Forderungen sind der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr Finanzmittel i.H.v. 5.000 TEUR zugeflossen. Die daraus resultierende Bilanzverkürzung beträgt 5.093 TEUR. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
4. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern ist Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Durch eine überwiegend währungskongruente Finanzierung des Geschäfts und die Absicherung von Währungs- und Zinspositionen wird diesen Risiken begegnet. Ein sich aus den Finanzinstrumenten ergebendes Risiko wird durch einen im Allgemeinen gegenläufigen Ergebniseffekt ausgeglichen, d.h. es werden Bewertungseinheiten gebildet. Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens wird eine Vielzahl von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt. Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Risiken aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Die Risiken aus Wechselkursschwankungen werden im Wesentlichen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos Die Fremdwährungsrisiken werden anhand der Nettowährungspositionen gemanagt, die sich aus in Fremdwährung lautenden Bilanzposten zusammensetzen. Im Rahmen des Portfolioansatzes können Vorteile durch mögliche Aufrechnungen gegenläufiger Cashflows in der gleichen Währung erzielt und Transaktionskosten minimiert werden. Das verbleibende Fremdwährungsrisiko wird mit externen Vertragspartnern abgesichert. Die Währungspositionen (vor Sicherung) werden mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften jeweils zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrunde liegenden diskontierten Zahlungsströmen bewertet. Das Fremdwährungsportfolio der Röhlig Logistics GmbH & Co. KG enthält abgesicherte Vermögensgegenstände in fremder Währung in Höhe von 1.002 TEUR (Vorjahr: 3.689 TEUR) und Verbindlichkeiten in fremder Währung in Höhe von 2.422 TEUR (Vorjahr: 1.993 TEUR). Die einzelnen Positionen sind durch gegenläufige Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Sicherungsbeziehungen sind laufzeitkongruent und erreichen grundsätzlich einen vollständigen Sicherungsgrad. Ein wesentlicher Überhang an Devisentermingeschäften besteht nicht. Bewertungseinheiten zur Absicherung des Zinsrisikos Zum Jahresende hat die Röhlig Logistics GmbH & Co. KG keine Zinssicherung abgeschlossen, da die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahezu zurückgeführt wurden. 5. Kapitalflussrechnung In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. Darüber hinaus werden jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, berücksichtigt. Der Finanzmittelfonds setzt sich danach wie folgt zusammen:
6. Gesamtbezüge des Beirats und der Geschäftsführung Gemäß § 314 Abs. 3 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. Die Gesamtbezüge des Beirats belaufen sich im Berichtsjahr auf 135 TEUR. 7. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare gliedern sich wie folgt:
8. Befreiender Konzernabschluss Die nachstehend bezeichneten Unternehmen haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 b HGB für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 Gebrauch gemacht: Röhlig Logistics GmbH & Co. KG, Bremen Röhlig Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen Carl Block Logistik GmbH & Co. KG, Hamburg. Zudem hat von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 das nachfolgend bezeichnete Unternehmen Gebrauch gemacht: Blue Services GmbH, Bremen 9. Angaben zum Mindeststeuergesetz (§ 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB) Es wird kein signifikanter Steueraufwand oder Steuerertrag durch das Mindeststeuergesetz und vergleichbare ausländische Gesetze für den Konzern erwartet. 10. Nachtragsberichterstattung Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft, insbesondere durch US-amerikanische Zölle bzw. chinesische Gegenzölle, verbunden mit sehr volatilen Marktentwicklungen und Marktverschiebungen im Im- und Exportbereich, hat zunächst keinen Einfluss auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Eine anhaltende Verschlechterung der Wirtschaftslage kann das Geschäftsjahr 2025 und Folgejahre nachteilig beeinflussen.
Bremen, den 7. April 2025 gez. P.W. Herwig gez. Dr. Robert Gutsche gez. U. Baum Geschäftsführung Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wurde am 6. Juni 2025 gebilligt. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2024
Eigenkapitalspiegel für 2024
Im Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2024 werden andere Gewinnrücklagen in Höhe von 1.868 TEUR (Vorjahr: 1.868 TEUR) ausgewiesen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Röhlig Logistics GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Röhlig Logistics GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Röhlig Logistics GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 5. Mai 2025 Treuhand
Weser-Ems GmbH
Schürmann, Wirtschaftsprüfer Blohm, Wirtschaftsprüfer |
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Röhlig Logistics GmbH & Co. KG GmbH & Co. KGKommanditgesellschaft
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH & Co. KG
- Anschrift
- 28217 Bremen
- Handelsregister
- HRA 11735HB, Bremen
- Branche
- Branche · mit API-Key einsehbar API-Key holen →
Finanzen
Bilanz
2025- Umlaufvermögen 87,1 % 248,95 Mio
- Anlagevermögen 11,8 % 33,63 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,1 % 3,13 Mio
- Fremdkapital 64,3 % 183,67 Mio
- Eigenkapital 35,7 % 102,04 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Sonstige betriebliche Erträge 41,0 % 10,51 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 19,3 % 4,96 Mio
- Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 15,0 % 3,84 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15,0 % 3,84 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5,2 % 1,33 Mio
- Umsatzerlöse 4,2 % 1,08 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,4 % 105,0 k
- Aufwendungen für bezogene Leistungen 78,0 % 841,56 Mio
- Personalaufwand 13,0 % 140,45 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 8,2 % 88,48 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,6 % 6,17 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,1 % 1,00 Mio
- Sonstige Steuern 0,1 % 606,0 k
- Rohergebnis 234,78 Mio
- Ergebnis nach Steuern 10,63 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 10,02 Mio
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Belz Investment GmbH & Co. KG DEU Kommanditist 1,5M €
Beteiligungen an
- Röhlig & Co. Internationale Beteiligungsgesellschaft mbH GmbH 100,0 %
- Blue Services GmbH GmbH 100,0 %
- Röhlig & Co. Beteiligungs-GmbH GmbH 100,0 %
Historie
- 2017
-
29.08.
Austritt einer PositionRöhlig blue-net GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
21.06.
Eintritt eines MitgliedsIDSP GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
19.01.
Austritt einer PositionFCL Logistik GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2015
-
14.01.
NamensänderungRöhlig Logistics GmbH & Co. KG
- 2014
-
11.12.
Austritt einer PositionG****** B*** · Kommanditist
-
11.12.
Eintritt eines MitgliedsRöhlig Logistics GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2012
-
11.05.
Eintritt eines MitgliedsRöhlig blue-net GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2011
-
29.08.
Sonstiges PersonenereignisG****** B*** · Kommanditist
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2025 Konzernabschluss
- 2024 Konzernabschluss ↓
- 2023 Konzernabschluss
- 2022 Konzernabschluss
- 2021 Konzernabschluss
Konzernabschluss 2024
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- rohlig.com AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
- Tab wechseln
- 1–6
- Diese Hilfe
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