aktiv Rechtsform SE & Co. KGaA

Scope SE & Co. KGaA

Berlin ·HRB 182023 Charlottenburg (Berlin) ·scopegroup.com

Stammdaten

Rechtsform
SE & Co. KGaA
Anschrift
Lennéstraße 5
10785 Berlin
Handelsregister
HRB 182023, Charlottenburg (Berlin)
Eintragungsdatum
27. Oktober 2016
Branche
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Eingetragenes Kapital
1.375.673,00 EUR
Vertretungsregelung

Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt die Gesellschaft allein.

Unternehmenszweck
Das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen und die Vermarktung von Dienstleistungen, die von Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, zur Verfügung gestellt werden.

Finanzen

Umsatz 2024
21,68 Mio. €
Mitarbeiter 2024
85
Bilanzsumme 2024
68,14 Mio. €
Jahresergebnis 2024
−23,90 Mio. €
8 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 68,14 Mio
  • Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 51,9 % 35,38 Mio
  • Umlaufvermögen 33,7 % 22,97 Mio
  • Anlagevermögen 14,0 % 9,52 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 % 268,4 k
Passivseite 68,14 Mio
  • Verbindlichkeiten 86,1 % 58,69 Mio
  • Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 8,8 % 6,00 Mio
  • Rückstellungen 5,0 % 3,43 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 14,2 k
  • Eigenkapital 0,0 % 0
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 8 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 26,06 Mio
  • Umsatzerlöse 83,2 % 21,68 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6,0 % 1,56 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 4,2 % 1,09 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 4,0 % 1,03 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,7 % 691,8 k
Aufwendungen 46,84 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 40,3 % 18,87 Mio
  • Personalaufwand 26,4 % 12,36 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 18,6 % 8,72 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10,6 % 4,97 Mio
  • Materialaufwand 3,9 % 1,83 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 % 88,3 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 10
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
  • Ergebnis nach Steuern −23,90 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −23,90 Mio
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Christian Werner seit 2016 Prokura
  • Jana Steffens seit 2020 Prokura
1 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

1 mit ≥ 25 %
  • F****** S****** ≥25% 97,8 %
1 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

1 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 21.05.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    Scope SE & Co. KGaA
  3. 21.05.
    Satzungsänderung
    Scope SE & Co. KGaA
  4. 21.05.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    Scope SE & Co. KGaA
  5. 2025
  6. 17.12.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    Scope SE & Co. KGaA
  7. 17.12.
    Satzungsänderung
    Scope SE & Co. KGaA
  8. 17.12.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    Scope SE & Co. KGaA
  9. 29.11.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    Scope SE & Co. KGaA
  10. 29.11.
    Satzungsänderung
    Scope SE & Co. KGaA
94 weitere Einträge API-Key holen →

Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Scope SE & Co. KGaA

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT

I. Angaben zur Unternehmensführung und zur Gesellschaft

Die Scope SE & Co. KGaA (im Folgenden "Scope KGaA" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine Gesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft fungiert als Holdinggesellschaft der Scope Group und bietet ihren operativen Tochtergesellschaften Konzerndienstleistungen in den Bereichen Vertrieb, Finanzen, Personalmanagement, Kommunikation, IT, Legal & Compliance sowie Risikomanagement.

Die Gesellschaft ist Alleingesellschafterin folgender operativer Gesellschaften der Scope Group:

Scope Ratings GmbH (Kredit-Ratings, reguliert)

Scope Fund Analysis GmbH (Fondsanalysen)

Scope ESG Analysis GmbH (Nachhaltigkeits-Analysen)

Die Scope KGaA verrechnet einen wesentlichen, aber variierenden Teil ihrer Kosten über eine Konzernumlage an die Tochtergesellschaften. Sie übernimmt im Rahmen eines Beherrschungsvertrages die Verluste der Scope Ratings GmbH und im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages Gewinne oder Verluste der Scope Fund Analysis GmbH. Die Einnahmen aus der Konzernumlage stellen die Hauptquelle der Umsatzerlöse dar. Die Gesellschaft fungiert insofern vorrangig als Holdinggesellschaft mit zentralen Funktionen für die Scope Group.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die Scope Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin. Den Vorstand der Scope Management SE bilden die Vorstände:

Florian Schoeller, Vorstandsvorsitzender, Potsdam

Alexander Bergé, Vorstand Finanzen (seit 1. April 2023), Offenbach am Main

Guillaume Jolivet, Vorstand Analyse, Berlin

Matthias Böhm, Vorstand Operations, Frankfurt am Main

II. Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Im Verlauf des Jahres 2023 verlangsamte sich das wirtschaftliche Wachstum in allen europäischen Ländern im Vergleich zum Vorjahr. Die anhaltende Energiekrise in Europa, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, hatte einen bleibenden Einfluss und führte zu anhaltend hoher Inflation und steigenden Zinsen. Dies wiederum löste in mehreren Ländern Rezessionen aus; in manchen Ländern ging die jährliche Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr zurück, beispielsweise in Ungarn (-0,6 %) sowie in Deutschland (-0,3 %). Das Wachstum im Euroraum sank von 3,4 % im Jahr 2022 auf 0,7 %. Nach einer historisch starken Straffung der Geldpolitik erreichten die Zinsen der Europäischen Zentralbank, Federal Reserve und Bank of England im letzten Quartal 2023 ihren Höchststand im Zinserhöhungszyklus 1 .

Das wirtschaftliche Umfeld erwies sich insgesamt als herausfordernd für Kapitalmarkt- und Ratingaktivitäten in den meisten Anleihesegmenten. Jedoch hatten Unsicherheiten im Zusammenhang mit geopolitischen Risiken keinen spürbaren Einfluss auf das Ratinggeschäft; die Scope Ratings GmbH konnte seine Aktivitäten und Kundenbeziehungen im Geschäftsjahr erfolgreich ausbauen.

Entwicklung auf den relevanten Märkten

Der Tochtergesellschaft Scope Ratings ist es im schwierigen Kapitalmarktumfeld gelungen, die Diversifizierung der beauftragten Ratings und die damit verbundenen wiederkehrenden Umsätze weiter zu steigern. Insbesondere Ratings in den Bereichen Corporates und Structured Finance generierten einen erheblichen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen durch feste jährliche Monitoring-Gebühren.

Der positive Wachstumstrend hat sich im Bereich Corporates im Jahr 2023 fortgesetzt. Scope Ratings konnte seinen Marktanteil in Europa in Bezug auf die Anleihen relevanter Emittenten halten und bestätigte seine Position als drittgrößter Anbieter von Corporate Ratings in der Region. In diesem Jahr wurde das Wachstum im Bereich Corporates vor allem durch eine dynamische Nachfrage nach private Credit Estimates und private Ratings im Zusammenhang für Private-Debt-Funds sowie durch eine stabile Nachfrage von skandinavischen Emittenten getragen.

Im Bereich Structured Finance hat sich die Aktivität in den verschiedenen europäischen Märkten und Teilsektoren weiter diversifiziert. Während das Volumen der gerateten Verbriefung von notleidenden Krediten (NPL) in Europa im Jahr 2023 sehr begrenzt blieb, hat sich ein zunehmender Anteil der Scope-Ratings-Aktivitäten im Bereich der strukturierten Kredite, der gewerblichen Immobilien und privater Verbriefungen positiv entwickelt.

Der Bereich Projektfinanzierung profitierte vom anhaltenden Trend nach Projektfinanzierungsratings in Europa.

Im Bereich Financial Institutions wurde die Emissionstätigkeit in erster Linie durch aufsichtsrechtliche Anforderungen an regulatorisches Eigenkapital bestimmt. Zusätzlich führte die Änderung der Geldpolitik in Europa zu steigenden Pfandbriefemissionen, da Banken sich weniger direkt über Zentralbanken refinanzieren konnten. Als hilfreich erwies sich hierbei die wachsende Anerkennung von Scope Ratings bei Zentralbanken.

Das Geschäft der Scope Fund Analysis GmbH korreliert grundsätzlich in relevantem Ausmaß mit den Vertriebsaktivitäten und Marketing-Budgets der Fondsgesellschaften. Diese wiederum sind wesentlich von der Entwicklung der Mittelzuflüsse und verwalteten Vermögen abhängig. Für die Fondsgesellschaften war 2023 ein schwächeres Jahr als 2022 in Bezug auf die Zuflüsse, insbesondere, da viele Fonds von dem starken Zinsanstieg und dem absoluten Niveau der Zinssätze betroffen waren. Die damit verbundene negative Entwicklung des Immobiliensektors, einschließlich in Europa und Deutschland, resultierte in einem signifikanten Rückgang der Immobilienan- und -verkäufe, wodurch die transaktionsabhängigen Vergütungen der Fondsgesellschaften eingebrochen sind. Diese Entwicklung hat sich dennoch nicht negativ auf das Geschäft der Scope Fund Analysis GmbH ausgewirkt. Hoch blieb die Nachfrage nach digitalen Produkten und Dienstleistungen der Scope Fund Analysis - allen voran Webinaren (Portfolio Manager Conferences). Fondsratings verzeichneten sogar gestiegene Nachfrage, was wesentlich durch das im Vorjahr eingeführte Konzept der "Subscription"-Ratings getrieben wurde. Auch Analyseleistungen im Bereich der illiquiden Assets erfreuten sich hoher Nachfrage. Ein wesentlicher Treiber war hier das europäische Fondsvehikel "ELTIF" für Private Equity und Infrastruktur Investments. Die Gesellschaft hat in diesem Bereich durch grundlegendes Research und gezielte PR- und Marketing-Maßnahmen in kurzer Zeit eine hohe Marktdurchdringung erreichen können.

Der Markt für ESG-Fondsratings bzw. -Einschätzungen ist in den letzten Jahren stark gewachsen, eine Vielzahl an Anbietern für diese Produkte hat sich etabliert. Gleichzeitig ist der Markt weiterhin geprägt durch viele Unsicherheiten - zum einen herrscht eine starke Heterogenität in den Bewertungsverfahren, zum anderen fehlt eine strenge Regulierung der Anbieter seitens der Legislative. Vor diesem Hintergrund hat sich die Nachfrage nach ESG-Fondsratings bzw. -Einschätzungen, die vor allem als Datenfeed an Versicherungen verkauft werden, positiv für die Scope Group entwickelt.

Darüber hinaus wurde die Produktpalette der Scope Group im Bereich ESG (Environmental, Social, Governance) gepflegt und weiter ausgebaut. Ein engagiertes Team von ESG-Spezialisten hat die Bereitstellung von mehr als 50.000 ESG-Impact-Unternehmensbewertungen auf ScopeOne beibehalten. Die proprietären ESG-Methoden wurden weiterentwickelt, um ESG-Bewertungen anbieten zu können, wobei qualitative Informationen, die über Fragebögen gesammelt wurden, integriert wurden, um die ESG-Bewertungen durch ein qualitatives Overlay zu verbessern. ESG-Bewertungen dienen dazu, die so genannte doppelte Wesentlichkeit von Unternehmen, Banken, Staaten und öffentlichen Einrichtungen zu beurteilen. Mit Second Party Opinions (SPOs) und Green-Bond-Zertifizierungen werden Anleihen von Scope gezielt auf Nachhaltigkeitskriterien nach marktüblichen Zertifizierungsstandards geprüft. Die ESG-Aktivitäten sind in der Tochtergesellschaft Scope ESG Analysis GmbH gebündelt.

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Großteil der Umsätze der Scope SE & Co. KGaA resultiert aus der Weiterbelastung der Kosten an die Tochtergesellschaften in Form der Konzernumlage - vor dem Hintergrund einer geplanten Reduktion der Kostenbasis sah die Prognose für die Umsatzentwicklung der Gesellschaft eine deutliche Reduzierung der Umsätze vor. Diese Prognose wurde erreicht, die Umsätze der Gesellschaft sind durch diverse Kosteneinsparungen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 9 % (TEUR 24.788; Vj. TEUR 27.305) zurückgegangen und betreffen nahezu ausschließlich die Konzernumlage. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist auf die Verringerung der Konzernumlage zurückzuführen, mit der die Kosten der Gesellschaft weitgehend auf die operativen Tochtergesellschaften umgelegt werden. Die von der Gesellschaft für die Scope Group erbrachten Dienstleistungen umfassen den Vertrieb, Finanzen, Personalmanagement, IT-Infrastruktur, Miete, Software-Entwicklung, Kommunikation, Recht, Interne Revision, sowie Verwaltung und Management. Ähnlich wie im Vorjahr wurden im Jahr 2023 sämtliche für das Jahr angefallene Kosten der Gesellschaft in der Konzernumlage berücksichtigt. Die Konzernumlage wird zu Beginn des Jahres gemäß Businessplan berechnet und quartalsweise den Tochtergesellschaften in Rechnung gestellt. Auf der Basis der tatsächlichen Aufwände der Scope KGaA wird nach jedem Quartal eine Neubewertung durchgeführt und entsprechend in Rechnung gestellt.

Ergebnisentwicklung

Die Kosten der Gesellschaft hängen einerseits von ihren eigenen operativen Kosten, andererseits wesentlich von den Aufwendungen aus der Verlustübernahme der Tochtergesellschaft Scope Ratings GmbH ab.

Die eigenen operativen Kosten setzen sich hauptsächlich zusammen aus Personalkosten, Aufwendungen für bezogene Leistungen, die ebenfalls vor allem Kosten für externes Personal beinhalten und sonstigem betrieblichen Aufwand. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich im Berichtsjahr deutlich um rund 39 % von TEUR 2.794 in 2022 auf TEUR 1.704, zum einen aufgrund beständiger Anstrengungen zur Einsparung von Kosten, zum anderen durch die im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geringer ausfallenden Aufwendungen für das VSOP-Programm. Die Personalkosten haben sich im Berichtsjahr um 6 % von TEUR 13.243 im Vorjahr auf TEUR 12.494 im Berichtsjahr 2023 verringert, hauptsächlich bedingt durch eine leichte Reduzierung der Mitarbeiterzahlen, unter anderem im Vertrieb und in der IT. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Berichtsjahr erfolgreich von TEUR 22.184 auf TEUR 9.973 verringert werden; das Ziel des Vorstands, die Kosten weiter zu senken, wurde erreicht. Hintergrund ist im Wesentlichen der im Vorjahr durchgeführte Forderungsverzicht der Scope KGaA gegen die Scope Ratings GmbH, der im Vorjahr zu einmaligen Aufwendungen von TEUR 10.004 führte. Operative Einsparungen wurden hingegen im Bereich der externen Softwareentwicklung, IT-Infrastruktur, Beratungskosten und des Recruitings erfolgreich umgesetzt, da alle Bereiche ein striktes Kostenmanagement verfolgen.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen verbesserte sich das EBITDA (vor Aufwendungen aus Verlustübernahme) der Gesellschaft im Berichtsjahr um mehr als + 100 %, von TEUR - 9.969 in 2022 auf TEUR 2.405; der im Vorjahr prognostizierte deutliche Anstieg des EBITDA ist eingetreten.

Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme der Scope Ratings GmbH fallen mit TEUR 22.179 niedriger aus als im Vorjahr (TEUR 25.212), dazu kommen in 2023 auch die Aufwendungen aus der Verlustübernahme der Scope Fund Analysis GmbH i.H.v TEUR 1.045 (Vj. TEUR 713), während sich das negative Finanzergebnis mit TEUR -2.793 (2022: TEUR -1.331) aufgrund des gegenüber dem Vorjahr erhöhten Bestandes an verzinslichen Gesellschafterdarlehen deutlich verschlechtert hat.

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft (TEUR -25.593; Vj. TEUR -39.456) hat sich im Berichtsjahr signifikant um 35 % verringert. Die Prognose des Vorjahres, die von einem leicht verbesserten Ergebnis in 2023 ausging, konnte somit erreicht werden. Ursächlich dafür ist neben deutlich gesunkenen, operativen Kosten die Abnahme von Einmaleffekten.

Finanzlage

Wie in den Vorjahren hat sich die Gesellschaft zum Ausgleich ihrer operativen Verluste auch im Berichtsjahr wieder über Eigenkapitalzugänge ihrer Aktionäre finanzieren können, wenn gleich in geringerem Maße als im Vorjahr. In Summe konnten finanzielle Mittel in Höhe von TEUR 5.385 von bestehenden Aktionären eingesammelt werden.

Das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind aufgrund des im Berichtsjahr eingeworbenen Kapitals leicht gestiegen. Aufgrund der Verlustvorträge der Vorjahre sowie des auch im Berichtsjahr entstandenen Jahresfehlbetrages ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 22.639.

Die Wandelschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von höchstens neun Jahren und werden größtenteils von der RAG Stiftung gehalten. Des Weiteren besteht ein mit einem Rangrücktritt versehenes Gesellschafterdarlehen der Schellhammer Capital Bank über TEUR 2.000. Während des Geschäftsjahres wurde der Gesellschaft von mehreren Gesellschaftern ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von insgesamt TEUR 12.400 gewährt. Das unbesicherte Darlehen hat eine zweijährige Laufzeit. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 40.243 (Vorjahr: TEUR 25.310).

Der Gruppenvorstand ist hinsichtlich der Unternehmensfortführung der Scope KGaA zuversichtlich, dass die Verluste in den operativen Tochtergesellschaften in den kommenden Jahren gemäß der vorliegenden Unternehmensplanung schrittweise abgebaut werden können und die Scope Group als solche finanziell tragfähig werden kann. Entscheidend ist hierbei die Erzielung fortgesetzten Umsatzwachstums bei unterproportionaler Kostensteigerung bzw. optimalerweise einer Kostensenkung. Die Erreichung der Profitabilitätsschwelle ist demnach ein Kernziel des Gruppenvorstands. Solange die Profitabilität der Gesellschaften nicht gegeben ist, beabsichtigt die Gesellschaft weiterhin die anfallenden Verluste zu übernehmen, bzw. notwendige Finanzierungen zur Verfügung zu stellen. Dazu plant sie ihrerseits, die notwendigen Mittel von bestehenden sowie auch von neuen Investoren einzuwerben. Vor dem Hintergrund der positiven Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich und des auch weiterhin positiven Ausblicks für das Jahr 2024 ist der Vorstand zuversichtlich, diese Mittel erfolgreich einwerben zu können.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite wesentlich geprägt durch selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, Anteile an verbundenen Unternehmen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen; auf der Passivseite durch das eingeworbene Eigenkapital vermindert um aufgelaufene Verluste sowie durch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Wandelschuldverschreibungen und Darlehen.

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind vor allem die selbsterstellten Module der digitalen Plattform ScopeOne sowie Software Engineering Inhalte abgebildet, die sich zu einem erheblichen Teil noch in der Entwicklung befinden. Es wird davon ausgegangen, dass weitere Module und Produkte in 2024 schrittweise fertiggestellt und in Nutzung und Vertrieb überführt werden. ScopeOne vereint intern genutzte operative Module zur Effizienzsteigerung und Workflow-Optimierung von Ratingprozessen mit dem Konzept eines Marktplatzes für professionelle Analysedienstleistungen. Der Buchwert der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände inklusive der noch in der Entwicklung befindlichen Vermögenswerte ist im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Abschreibungen um 10 % von TEUR 5.221 auf TEUR 4.709 zurückgegangen.

Die Finanzanlagen haben sich aufgrund einer unterjährig vorgenommenen Wertminderung aus einem Darlehensvertrag leicht verringert (TEUR 5.174; Vj. 5.284).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sowohl aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch aus Gesellschafterdarlehen bestehen, sind im Berichtsjahr um 17 % von TEUR 14.057 in 2022 auf TEUR 16.427 angestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 3.059) verzeichnen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.288) einen leichten Rückgang, welcher hauptsächlich auf geringere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen (TEUR 40.243; Vj. TEUR 25.310), ursächlich hierfür ist ein neues Gesellschafterdarlehen über TEUR 12.400, das zur Stärkung der Gesellschaft ausgegeben worden ist.

Das Berichtsjahr 2023 verlief für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften insgesamt nicht zufriedenstellend. Das für das Jahr 2023 angestrebte Umsatzwachstum der Scope Group sowie die damit einhergehende Verbesserung des Gruppenergebnisses konnten nicht erreicht werden. Zwar konnte die Scope Group in nahezu allen Produktklassen ihren Umsatz steigern, gleichzeitig blieben jedoch die Gesamtkosten auf einem hohen Niveau.

IV. Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter der Scope KGaA hat sich im Berichtsjahr insgesamt leicht verringert. Ursächlich für diese Abnahme sind Anpassungen der Belegschaft in den unterstützenden Funktionen wie z.B. Technology und Markets. Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug 96 (Vj. 101).

Vor dem Hintergrund der großen strategischen Bedeutung von hoch qualifiziertem und hoch motiviertem Personal für den erfolgreichen Aufbau einer neuen Ratingagentur wurden auch in 2023 fortgeführte Anstrengungen zur Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterzufriedenheit in der gesamten Scope-Gruppe unternommen. So wurde das bestehende virtuelle Optionsprogramm für ausgewählte Führungskräfte und Expertenfunktionen fortgeführt. Dieses Programm erlaubt es den teilnehmenden Mitarbeitern, im Falle eines Liquiditätsevents, z.B. eines Börsengangs der Gesellschaft, am Wertzuwachs des Unternehmens teilzuhaben. Des Weiteren wurde das Benefits-Programm fortgeführt. Es bietet den Mitarbeitern eine Reihe optionaler Zusatzleistungen an, z.B. Beiträge zur beruflichen Altersvorsorge, die Ausgabe von Essensgutscheinen, betriebliche Zuzahlungen zu Fitnessprogrammen und Fahrradleasing.

V. Nachhaltigkeit

Die Scope Group ist den Prinzipien der Nachhaltigkeit und Vielfalt verpflichtet. Der für alle Mitarbeiter gültige Code of Conduct der Scope Group beschreibt von Mitarbeitern erwartete soziale, nachhaltige und ethische Verhaltensweisen. In einer Erklärung zu Good Corporate Citizenship verpflichtete sich die Scope Group darüber hinaus ebenfalls zu vorbildlichem Verhalten als Arbeitgeber und Unternehmen. In wechselnden dedizierten Arbeitsgruppen wird die unternehmensspezifische Umsetzung dieser Prinzipien vorangetrieben. Auf Empfehlung der Arbeitsgruppen sind zahlreiche Maßnahmen bei der Scope Group etabliert worden. So konnten u.A. in der Vertragsführung der Mitarbeiter papiersparend mehr als 2.700 Vorgänge vollständig digital bearbeitet werden.

Im Kontext der Nachhaltigkeit bezieht die Gesellschaft wo möglich Büromaterial aus nachhaltiger Produktion und mit lokaler Lieferkette. Das Bahnfahren wird, wenn möglich, dem Fliegen vorgezogen und durch die kontinuierliche Nutzung von Videokonferenzen konnten Reisetätigkeiten verringert werden.

Im Kontext der Vielfalt (Diversity) werden laufend Verbesserungspotenziale identifiziert. Insbesondere setzt sich Scope zum Ziel, den Frauenanteil in der Belegschaft zu erhöhen. Er lag durchschnittlich bei 32 %. Heute arbeiten in der Scope Group Mitarbeiter mit 44 unterschiedlichen Nationalitäten, deren Entwicklung gemäß den Coaching Richtlinien ohne Ansehen von Geschlecht, Rasse oder Alter gefördert wird.

Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist bei der Scope Group entsprechend den Vorgaben der EU-Whistleblower-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt worden. Das Hinweisgeberschutzgesetz soll Personen schützen, die im Rahmen ihrer Berufstätigkeit Kenntnisse über Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder andere verbindliche Regelungen erlangt haben und diese melden. Mit der Einführung eines Meldeportals ist es Whistleblowern möglich, Missstände ohne Angst vor Repressalien offenzulegen. Es ist im ausdrücklichen Interesse der Scope Ratings und der Scope Group möglichst frühzeitig von etwaigen Verstößen zu erfahren, um diese schnell abstellen zu können.

VI. Strategie

Die Strategie der Scope KGaA und damit der Scope Group gründet auf drei Elementen: dem Aufbau einer europäischen Kreditratingagentur, dem europäischen Ausbau der Fondsanalyse-Aktivitäten, die bisher weitgehend auf Deutschland begrenzt sind, sowie der Entwicklung einer ESG-Produktpalette und weiterer Analyseprodukte, die für institutionelle Anleger von immer größerer Bedeutung sind. Die Gesellschaft unterstützt mit ihren Dienstleistungen in den Bereichen Vertrieb, Finanzen, HR, IT u.a. die Umsetzung der Produktstrategie in ihren operativen Tochtergesellschaften.

Kredit Rating

Nach Meinung des Vorstands ist der Ratingmarkt eines der attraktivsten Segmente der Finanzindustrie; er ist seit Jahrzehnten geprägt von stetigem Wachstum, wiederkehrenden Umsätzen und vor allem von vergleichsweise hohen Margen. Die Beherrschung der Ratingmärkte durch drei US-amerikanische Ratingagenturen bei öffentlichen und privaten Marktteilnehmern hat die Einsicht in die Notwendigkeit von mehr Wettbewerb auf dem Ratingmarkt in Europa weiter gesteigert. Im Zusammenhang mit dem Aufbau einer effizienten europäischen Kapitalmarktunion (CMU) ist es für Europa von entscheidender Bedeutung, sich bei der Bewertung der Kreditrisiken und der damit verbundenen Finanzierungskosten europäischer Emittenten nicht mehr ausschließlich auf US-amerikanische Rating-Agenturen, sondern auch auf regionale Rating-Anbieter zu verlassen.

Scope Ratings nutzt diese Chance und arbeitet seit 2015 am Aufbau einer europäischen Alternative zu den großen amerikanischen Kreditratingagenturen. Scope Ratings hat daher zukunftsweisende Ratingmethoden entwickelt, die es seinen Analysten ermöglichen, Bonitätsurteile abzugeben, die den Besonderheiten europäischer Emittenten Rechnung tragen und regionale Besonderheiten widerspiegeln. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft ein Team angesehener Analysten mit langjähriger Rating-Erfahrung aufgebaut und einen eigenen analytischen "Fußabdruck" für Scope Ratings im Markt etabliert. Auch hinsichtlich des Preismodells hat die Gesellschaft neue Wege eingeschlagen: Für die Erstellung und Nutzung von Ratings werden auch die Investorenrelevanz der Ratings und der Nutzungsumfang durch die Nutzer der konzernweiten Plattform (ScopeOne) transparent in die Preisbildung einbezogen. Gestärkt durch die Aufnahme von Scope Ratings GmbH im Eurosystem Credit Assessment Framework (ECAF) der Europäischen Zentralbank zeichnet sich immer mehr ab, dass Kunden - Emittenten und Investoren - Scope Ratings als einen relevanten und zuverlässigen Anbieter von Kreditratings in Europa ansehen. Scope Ratings verfolgt dabei ein gemischtes Geschäftsmodell mit Einnahmen, die von Emittenten aber auch Anlegern stammen.

Der Ausbau analytischer Expertise und einer paneuropäischen Präsenz sollen die Grundlage für eine erhöhte Relevanz am Kapitalmarkt sowie stetiges Umsatzwachstum in den nächsten Jahren schaffen. Mittelfristig bleibt es das Ziel von Scope Ratings, einen Marktanteil von 10 % der bezahlten Kreditratings in Europa zu erreichen.

Fondsanalyse

Die Scope Fund Analysis GmbH verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele.

Erstens werden mithilfe der digitalen Plattform ScopeExplorer bestehende Ratinganalysen von Alternative Investment Funds (AIF) und Mutual Funds (MF) an eine breitere Kundenbasis in Deutschland vertrieben. Dazu gehören neben der klassischen Kundengruppe der Fondsmanager zukünftig die sogenannten Fonds-Selektoren sowie Retailkunden. Über den ScopeExplorer wird diesen Kundengruppen online Zugang zu allen Fondsratings der Gesellschaft gegeben. Der dadurch erhöhte Bekanntheitsgrad der Scope Fondsanalysen soll zu gesteigerter Nachfrage nach Rating-Aufträgen durch Fondsmanager führen.

Zweitens plant die Gesellschaft längerfristig, die Fondsanalyse zu internationalisieren. Es werden vor allem die Märkte Frankreich und Großbritannien ins Visier genommen, wo künftig Kunden für Fondsratings gewonnen werden sollen. Unterstützend kann auch die ScopeExplorer Plattform mit begrenztem Aufwand sprachlich lokalisiert werden. Nachdem die Scope Fund Analysis GmbH seit ihrer Entstehung fast ausschließlich in Deutschland aktiv war, sollen folglich in den kommenden Jahren europäische Aktivitäten und Umsätze hinzukommen.

ESG Analyse

Im Bereich der Nachhaltigkeitsanalyse (ESG) bietet die Scope Group Produkte an, die institutionellen Investoren in Ergänzung zu Kreditratings und Fondsanalysen bei Investmententscheidungen nützlich sein können. Dazu zählen ESG-Score und Assessments für Emittenten, sowie auch Analysen spezifischer Anleiheemissionen (Green Bond Certificates). Außerdem werden Nachhaltigkeitsanalysen im Bereich der Schifffahrt (Ship Review) angeboten. Aufgrund der erhöhten Nachfrage sämtlicher Marktteilnehmer nach verlässlichen und unabhängigen Nachhaltigkeits-Analysen erachtet der Gruppenvorstand das Angebot eines breiten ESG-Produktportfolios für vielversprechend.

VII. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Verankerung des Risikobewusstseins in der Unternehmenskultur

Jedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem Management von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der Scope Group ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. Scope verfügt über eine umfassende Risikoanalyse, die neben operativen vor allem auch regulatorische Risiken berücksichtigt und offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht der Unternehmensführung ist gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Verhaltenscodes, IT und Compliance Richtlinien sowie die Einführung von standardisierten Prozessen unterstützen die Etablierung von regelkonformem Verhalten. Die Gesamtheit der durch die internen Kontrollfunktionen eingeführten und beaufsichtigten Prozesse bildet ein System, das die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Standards im internen und externen geschäftlichen Handeln gewährleistet. Die Verantwortlichen von Compliance, Interner Revision und Risikomanagement berichten dem Aufsichtsrat, dem Prüfungsausschuss und dem Gruppenvorstand.

Die Scope Group arbeitet in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat kontinuierlich an der Verbesserung und Erweiterung ihres Risikomanagementsystems, das sämtliche interne Kontrollfunktionen umfasst.

Risikomanagementsystem

Risikomanagement (RMS) in der Scope Group bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und/oder unvorhergesehene Kosten erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gesteuert und an die jeweilige Geschäftsführung, den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Zu diesem Zweck existiert ein formalisiertes Risikomanagementsystem. Grundlegende Ziele des RMS sind die Identifizierung, Bewertung, Verminderung oder Vermeidung und der Transfer von Risiken.

Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Tochtergesellschaften (u.a Scope Ratings) und Fachbereichen bewertet. Danach können die Risiken anhand des sich ergebenden Risikoerwartungswertes gewichtet und priorisiert werden. Somit ermöglicht das Risikomanagementsystem der Unternehmensführung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen.

2. Chancen

Für die Scope Group bestehen vielfältige unternehmerische Chancen. Zweifellos bieten das Fehlen einer echten europäischen Ratingalternative sowie das oligopolistische und damit gleichermaßen für Emittenten und Anleger nachteilige Verhalten der dominanten Ratingagenturen eine signifikante Möglichkeit für die Tochtergesellschaft Scope Ratings GmbH im Geschäftsfeld Credit Analysis dar. Diese Chance verfolgt Scope Ratings GmbH bereits seit Gründung durch kontinuierliche Investitionen in hoch qualifiziertes und motiviertes Personal, neue und relevante Rating-Methodiken, differenzierte und wirtschaftlich attraktive Produkte, eine zunehmend große Rating-Abdeckung (Coverage) von Emittenten und Emissionen, sowie eine breite geographische Präsenz in Europa.

Die Scope Ratings GmbH hat Anfang 2022 bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Antrag auf Zulassung als externe Ratingagentur im einheitlichen Rahmenwerk für Bonitätsbeurteilungen im Euroraum (Eurosystem Credit Assessment Framework - ECAF) gestellt. Da die EZB der größte Anleiheinvestor in Europa ist, bietet der ECAF-Status für Scope Ratings ein großes Marktpotenzial im Hinblick auf die kommerzielle Verwertbarkeit seiner aktuellen und zukünftigen Ratingabdeckung. Am 10. November 2023 hat die EZB Scope Ratings diesen Status erteilt; die Erlangung dieses Status ist für Scope Ratings ein strategisches Ziel und stellt ein bedeutendes Geschäftspotential dar.

Weitere Chancen der Scope Ratings liegen in der Integration alternativer, nicht-finanzieller Daten in die Ratinganalyse sowie in der systematischen Einbettung von ESG Metriken in die genutzten Ratingmethodiken. Auf diese Weise kann die Gesellschaft die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte stärker ausbauen. Auf der Kostenseite bestehen erhebliche Chancen der Automatisierung des analytischen Produktionsprozesses. Die Gesellschaft plant, erhebliche Investitionen in diesem Bereich in den nächsten Jahren.

Nach Meinung des Vorstands besteht mittel- bis langfristig im Bereich der Nachhaltigkeitsanalyse eine stetig wachsende Nachfrage nach differenzierten Analyseprodukten, die nicht nur das ESG-Risiko, sondern vor allem die Auswirkungen (Impact) von Unternehmen und anderen Emittenten auf ESG-Faktoren erfassen. Die von der Scope ESG Analysis entwickelte Produktpalette basiert vor allem auf der Analyse von ESG-Auswirkungen der Geschäftstätigkeit inklusive der verbundenen industriellen Lieferketten.

Neben den oben erwähnten Marktchancen sieht der Vorstand der Scope Group auch in der geographischen Expansion innerhalb und außerhalb Europas beträchtliche Chancen für die künftige Geschäftsentwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten der gesamten Gruppe wird große Wachstumschancen eröffnen. Die Akkreditierung von Scope Ratings durch die SEC würde es US-amerikanischen institutionellen Anlegern ermöglichen, für ihre Investmententscheidungen auf Scopes bestehende Ratingcoverage mit ihrem spezifisch europäischen Analyseansatz zurückzugreifen. Die Akkreditierung würde Scope Ratings wiederum in die Lage versetzen, Emittenten zu betreuen, deren Anlegerbasis eine Mischung aus US-amerikanischen, europäischen und anderen Anlegern ist.

In Zusammenarbeit mit einer Universität entwickelt die Scope Group derzeit mögliche strategische Ansätze zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz um eine größere Effizienz von Arbeitsabläufen und die Unterstützung und Entlastung von menschlichen Tätigkeiten zu ermöglichen.

3. Risiken

Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Die Rating- und Analyseaktivitäten der Scope Group sind stark von der Situation an den Kapitalmärkten und dem Verhalten der dort aktiven Emittenten und Investoren abhängig. Deren Emissions- und Investitionstätigkeit hängt sowohl von kurzfristigen Effekten wie auch von mittel- bis langfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen ab. Trotz der weitgehenden Robustheit des Geschäftsmodells von Ratingagenturen ist die Gruppe somit in erheblichem Maße den Auswirkungen längerfristiger makroökonomischer Entwicklungen auf die Kapitalmärkte ausgesetzt, so zum Beispiel bei einer Verringerung der Emission von Schuldtiteln bei einer Änderung der Geldpolitik in Europa aufgrund sehr hoher Inflation.

Die Scope Group befindet sich seit mehreren Jahren und auf absehbare Zeit in einer Phase signifikanter Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, internationale Standorte, Technologieinfrastruktur und Produktentwicklung. Insofern besteht bei einer geringeren Marktnachfrage als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Gruppenvorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung entschieden. So werden weniger fundierte und/oder verfrühte Investitionen vermieden.

Regulierungs-, Compliance- und Prozessrisiken

Das Kreditrating-Geschäft sowie die wesentlichen Kunden und Partner von Ratingagenturen, etwa Banken, Versicherungen und Asset Manager, unterliegen weitreichender Regulierung unterschiedlicher, sich teils überlagernder nationaler und supranationaler Aufsichtsbehörden. Eine Änderung oder Weiterentwicklung des für diese Nutzer von Ratings geltenden Rechtsrahmens kann die Höhe der Nachfrage nach Ratings erheblich beeinflussen. Die Tätigkeit der Ratingagentur unterliegt daher Änderungen in der Banken- und Versicherungsregulierung. Auch die Einleitung, Änderung oder Beendigung von Anleihekaufprogrammen der Zentralbanken, die sich auf die spezifische Verwendung von Ratings stützen, können die Nachfrage nach Kreditratings signifikant beeinflussen.

Im Falle der Scope Ratings GmbH werden die Erstellung von Ratings und die damit verbundenen Geschäftsaktivitäten von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), der Financial Conduct Authority (FCA) und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt. Potenzielle Verstöße gegen die jeweiligen aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen und Vorgaben können zu Geldbußen, Abhilfemaßnahmen, potenziellen Einschränkungen der Geschäftstätigkeit durch die Aufsichtsbehörden bis hin zum Entzug einer Rating-Lizenz führen. Die Scope Group muss daher die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften und Standards durch jeden Mitarbeiter und als Organisation sicherstellen. Die gesetzlichen Vertreter der Scope KGaA und der Scope Ratings GmbH sowie die wesentlichen internen Kontrollfunktionen überwachen die Einhaltung bestehender Regularien. Über den Stand regulatorischer Compliance wird regelmäßig an den Aufsichtsrat der Scope KGaA sowie an den Beirat der Scope Ratings GmbH berichtet.

Die Scope Fund Analysis GmbH unterliegt ebenfalls regulatorischer Beobachtung, wenn auch nicht so umfassend wie die Scope Ratings GmbH. Hier tritt insbesondere die BaFin als Aufsichtsbehörde in Erscheinung mit dem Ziel, die Unabhängigkeit der Anbieter von Fondsanalysen sicherzustellen.

Die Scope Group wirkt dem Risiko aufsichtsrechtlicher Verstöße entgegen, indem sie über die Compliance Funktion in stetigem Austausch mit den relevanten Aufsichtsbehörden steht, anstehende Änderungen der einschlägigen Regulierung bestmöglich zu antizipieren versucht und Unklarheiten im offenen Dialog mit dem Regulator ausräumt.

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und regulatorischen Standards muss von jedem Mitarbeiter der Gesellschaft sichergestellt werden. Zur Unterstützung und Sicherstellung regelkonformen Verhaltens sind innerhalb der Scope Group detaillierte Richtlinien und Verfahren festgelegt und vereinbart, um regelkonformes Verhalten zu unterstützen und zu gewährleisten, und die Mitarbeiter werden regelmäßig in Compliance Schulungen geschult. Es besteht die Verpflichtung, Abweichungen von den einschlägigen Richtlinien direkt an die Compliance Abteilung zu melden. Compliance führt regelmäßige Kontrollen durch und überwacht die Einhaltung der internen Verhaltensrichtlinien und Prozesse. Auf dieser Basis kann Compliance schnell auf Fehlverhalten reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten, um Schaden vom Unternehmen fernzuhalten. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Scope SE & Co. KGaA und dem Verwaltungsrat der Ratings GmbH investiert die Scope Group kontinuierlich in die Stärkung der internen Kontrollfunktionen zur Sicherstellung regulatorischer und unternehmerischer Compliance.

Was die rechtlichen Risiken betrifft, so ist die Scope KGaA über ihre Tochtergesellschaft Scope Ratings GmbH potenziellen Prozessrisiken ausgesetzt. Die Insolvenz der Greensill Bank im Jahr 2021 und die Bewertung durch Scope Ratings GmbH zum Zeitpunkt ihres Ausfalls stellen potenzielle Risiken für das Unternehmen dar. Eine umfassende interne Prüfung durch die Compliance-Abteilung des Unternehmens hat jedoch keine Hinweise auf grobe Fahrlässigkeit oder gar vorsätzliches Fehlverhalten ergeben, die die Unabhängigkeit und Qualität des Ratings oder der Analyse beeinträchtigt hätten.

Im März 2024 hat die ESMA eine Untersuchung abgeschlossen, die unter anderem die Richtlinien und Verfahren bei der Tochtergesellschaft Scope Ratings in Bezug auf die Bewertung, Verwaltung und Offenlegung von tatsächlichen oder potentiellen Interessenkonflikten umfasste. Diese Prüfung kam zu dem Ergebnis, dass es administrative Defizite in der Steuerung und Offenlegung potenzieller Interessenskonflikte gab. Dieser Sachverhalt führt zu einer Strafzahlung, für die in der Tochtergesellschaft eine entsprechende Risikovorsorge getroffen wurde. Die Ratings der Scope Ratings GmbH, sowie die den Ratings zugrunde liegenden Methodologien sind jedoch hiervon ausdrücklich nicht betroffen.

Produktrisiken

Die Reputation und der Erfolg einer Ratingagentur für Kredit, Fonds und ESG hängen stark von den analytischen Fähigkeiten der Analysten und der Qualität ihrer Arbeit ab. Prognosegüte und Aussagekraft der erstellten Ratings bestimmen die Relevanz und Anerkennung einer Agentur am Markt, denn institutionelle globale Investoren integrieren Kreditratings in ihren Investitionsentscheidungsprozess. Analyse- und Modellfehler, ein unangemessenes Management dieser Fehler oder Ungenauigkeiten in der analytischen Arbeit können zu erheblichen Reputations- und Regulierungsschäden oder Prozessrisiken für die Agentur führen. Scope Ratings unterhält und entwickelt fortlaufend geeignete Prozesse, um die höchste Produktionsqualität seiner Rating-Methoden zu gewährleisten. Die Abteilungen Internal Review, Compliance und Interne Revision sind die wesentlichen Funktionen, die die Qualität und Integrität des Ratings und des Ratingprozesses in enger Zusammenarbeit mit den Analyseteams kontrollieren.

Personalrisiken

Der Erfolg der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ist von qualifizierten Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselpositionen abhängig. Die Scope Group ist dem Risiko ausgesetzt, dass ein unzureichender Personalbestand oder das Versäumnis, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen oder zu halten, zu suboptimalen Leistungen führt. Dieses Risiko hängt auch von der Konzentration kritischen Wissens bei einzelnen Mitarbeitern ab (Schlüsselpersonenrisiko). Der Vorstand der Scope KGaA überwacht regelmäßig die Angemessenheit ihrer Ressourcen und berichtet dazu regelmäßig an den Aufsichtsrat. Gut ausgebildetes Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezielles Wissen, operative Erfahrung oder kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko der Abwanderung solcher Mitarbeiter wirkt die Gesellschaft einerseits durch die beschriebenen Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -belohnung, andererseits durch die Verbreiterung der Wissensbasis und Aufbau von Stellvertretern entgegen: die Entwicklung von Mitarbeitern sowie eine marktgerechte Entlohnung dienen der Begrenzung der Abwanderung. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und eine gute Unternehmenskultur die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter.

IT- und Datensicherheitsrisiken

Scope Group stützt sich bei ihrer Tätigkeit auf eine Reihe von Technologiesystemen. Die Gruppe ist daher dem Risiko ausgesetzt, dass diese Systeme und die zugehörige Unterstützung unzureichend werden oder sich nicht an die sich ändernden Anforderungen anpassen lassen. Darüber hinaus besteht der Großteil der Analysetätigkeit von Scope Ratings in der Entgegennahme, Analyse und Erstellung einer Vielzahl von Daten, einschließlich vertraulicher Informationen im Zusammenhang mit Rating-Aktivitäten. Folglich erfordern die Aktivitäten von Scope Ratings eine robuste und widerstandsfähige IT-Infrastruktur, die einen sicheren Betrieb und den Schutz der Daten ermöglicht.

Finanzielle Risiken

Die Scope KGaA selbst betreibt nahezu kein operatives Geschäft, sondern fungiert als Holding der Scope Group. Die Aktiva der Gesellschaft bestehen derzeit zum größten Teil aus immateriellen Werten, den Anteilen an ihren operativen Tochtergesellschaften und Forderungen gegen diese. Die Gesellschaft selbst ist zur Erzielung von Erträgen darauf angewiesen, dass die operativ tätigen Gesellschaften ihre Konzernumlagen leisten bzw. Gewinne erwirtschaften und an sie abführen. Umgekehrt ist die Gesellschaft gegenüber den mit ihr mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen verbundenen Beteiligungsunternehmen verpflichtet, die bei diesen anfallenden Verluste auszugleichen. Daraus können sich wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Wesentliche finanzielle Risiken für die Gesellschaft bestehen in der weiteren Finanzierung der Konzerngesellschaften und der fristgerechten Rückführung bestehender Darlehen und Wandelschuldverschreibungen, soweit diese nicht in Eigenkapital gewandelt werden.

Konkret besteht ein Liquiditätsrisiko, da die Gesellschaft bis zum Break-Even ihrer operativ tätigen Konzerngesellschaften noch auf externe Wachstumsfinanzierungen angewiesen ist. Das Liquiditätsrisiko der Scope SE & Co. KGaA wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Die auch in 2023 fortgesetzte Finanzierung der Gesellschaft durch langfristig orientierte Investoren wird voraussichtlich auch zukünftig die finanzielle Stabilität der gesamten Scope Group gewährleisten. Dennoch stellen die Steuerung der Liquidität und der bis zur Erreichung der Profitabilitätsschwelle notwendige Liquiditätsbedarf eine fortgeführte Herausforderung für die Unternehmensleitung dar. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung bereitet das Unternehmen eine Finanzierungsrunde vor, die für das zweite Halbjahr 2025 geplant ist und in der zusätzliches Eigenkapital in Höhe von bis zu EUR 20 Mio. von europäischen strategischen Investoren (Vermögensverwalter und -eigentümer) eingeworben werden soll. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von EUR 6,8 Mio.

Sollten auf Ebene der operativen Tochtergesellschaften die Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung nicht erfolgreich umgesetzt werden bzw. die finanziellen Mittel nicht wie erwartet eingeworben werden können, ist die Gesellschaft bzw. die Scope Group in ihrem Bestand gefährdet, da sie dann möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

Zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung hat das Unternehmen folgende Maßnahmen eingeleitet:

Es konnten Refinanzierungszusagen über EUR 34,9 Mio. mit bestehenden Aktionären vereinbart werden. Die Refinanzierungszusagen verlängern die jeweiligen Laufzeiten der bestehenden Fremdkapitalinstrumente um 24 Monate. Bereits im Vorjahr wurde ein Kostensenkungsplan für die Periode bis zum 31. Dezember 2024 entwickelt und umgesetzt, der eine deutliche zeitliche Streckung der bestehenden Liquidität bis zum Erreichen der Profitabilitätsschwelle erlaubt. Zusätzlich konnte im Aufstellungszeitraum Eigenkapital in Höhe von EUR 7 Mio. eingeworben werden. Darüber hinaus konnte eine Eigenkapitalzusage über weitere EUR 13 Mio. für das erste Halbjahr 2025 vertraglich gesichert werden.

Unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen ist die Gesellschaft bzw. die Gruppe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen im Betrachtungszeitraum nachzukommen.

VIII. Prognosebericht

Konjunkturelle Aussichten

Der Vorstand erwartet für das Jahr 2024 eine sanfte Landung der Weltwirtschaft und eine Wende im globalen Zinszyklus. Die großen Zentralbanken werden voraussichtlich spätestens in der zweiten Jahreshälfte mit Zinssenkungen beginnen. Für den Euroraum erwartet der Vorstand für 2024 ein Wachstum unterhalb des Potenzials von 1,1 %, eine Verbesserung im Vergleich zu 0,7 % im Jahr 2023. Dabei bleibt das Wachstum in Deutschland mit +0,3 % schwach im Vergleich zu anderen Kernmärkten von Scope Ratings wie Ungarn (+2,4 %), Frankreich (+1,0 %) und Italien (+0,8 %).

Sollten sich geopolitische Risiken ausweiten und zu weiteren wirtschaftlichen Einbußen führen - etwa durch erneute Unterbrechungen kritischer Lieferketten, erhöhte Energiepreise und eine restriktivere Geldpolitik über einen längeren Zeitraum als erwartet - angesichts anhaltend hoher Inflation, ist eine Senkung dieser Wachstumsprognosen denkbar. Bessere Aussichten für die Weltwirtschaft, beispielsweise durch niedrigere Inflationsraten und schnellere Zinssenkungen, oder aufgrund eines stärkeren Wachstums der chinesischen Wirtschaft, könnten sich entsprechend positiv auf die Prognosen auswirken.

Im Jahr 2024 ist weiterhin mit einem Anstieg der Insolvenzen zu rechnen. Die erwartete Zinsreduktionen in der zweiten Jahreshälfte bietet Chancen für die Gesellschaft, da damit oft eine gesteigerte Emissions- und Transaktionstätigkeit einhergeht.

Insgesamt geht der Vorstand von einem für die Scope KGaA eher schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld im Jahr 2024 aus, mit einer Reihe potenzieller Chancen und Abwärtsrisiken für das Ratinggeschäft.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2024

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der zugrundliegenden Wachstumsdynamik der Scope Group erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 in der Gruppe ein starkes Umsatzwachstum von 15-20 %. Die Grundlage dafür wird ein stringentes Vertriebs- und Produktionsmanagement bilden. Dementsprechend plant der Vorstand mit einem erhöhten Bestand an wiederkehrenden Umsätzen aus der Überwachungstätigkeit als auch mit neuen Rating- und Analysemandate in vielen Segmenten. Im Kreditrating werden insbesondere aus den Bereichen Structured Finance und Corporates deutliche Umsatzzuwächse erwartet. Dieses Wachstum wird für möglich gehalten, da die Tochtergesellschaft Scope Ratings GmbH als Herausforderer zunehmend Anerkennung bei Investoren gewonnen hat, in zahlreiche neue Ratingsegmente vorstoßen und gegenüber der Konkurrenz weiterhin Marktanteile gewinnen kann. Rückenwind im Vertrieb erwartet der Vorstand zunehmend aus der im November 2023 verkündeten Aufnahme von Scope Ratings im ECAI (External Credit Assessment Institution) System. Die ECAF-Akkreditierung ermöglicht es Scope Ratings, dass ihre Ratings zur Erfüllung der Bonitätsanforderungen an marktfähige Vermögensgegenstände als Sicherheiten verwendet werden, die für geldpolitische Geschäfte des Eurosystems zugelassen sind.

Im Bereich der Fondsanalyse rechnet der Vorstand mit einem leichten Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich und im Bereich ESG-Analyse mit einem Rückgang im sehr niedrigen zweistelligen Prozentbereich. In beiden Bereichen ist die Überarbeitung und Konsolidierung der Produktpalette und eine Neuausrichtung des Produktangebots forciert worden mit einer Fokussierung auf Produkte mit Wachstumspotenzial. Ziel dieser Maßnahmen ist auch das Bestandsgeschäft zu stabilisieren, Bestandsverträge zu verlängern und die Skalierbarkeit zu gewährleisten. Für die ESG-Produkte ist das Ziel, diese im bereits etablierten Fondsbereich unter Ausnutzung der Markstellung erfolgreich zu vermarkten.

Im Bereich des Kostenmanagements beabsichtigt der Vorstand, durch ein systematisches Vorgehen die Kosten deutlich zu reduzieren (um ca. -10-15 %). Dabei wird der Vorstand die Beibehaltung der ganzheitlichen, hohen Qualitätsstandards sicherstellen. Die geplante Kostenreduktion ergibt sich aus einer konzernweiten, zielgerichteten und methodischen Kostenkontrolle, die ihre Tragweite über das Jahr 2024 hinaus entfalten wird. Hinzu kommen Einsparungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 aufgrund nicht wiederkehrender Einmaleffekte.

Für das Jahr 2024 rechnet der Vorstand für die Scope Group deshalb mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten EBITDA.

Für die Gesellschaft erwartet der Vorstand aufgrund der beschriebenen Maßnahmen und einer daraus resultierenden geringeren Konzernumlage eine deutliche Reduzierung der Umsatzerlöse sowie ein deutlich verbessertes EBITDA.

Ergebnistrend

In der Kombination von einem erwarteten starken Umsatzwachstum der operativen Tochtergesellschaften und einer deutlichen Verbesserung des EBITDAs rechnet die Gesellschaft mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Jahresergebnis.

 

Berlin, den 8. Juli 2024

Scope Management SE
als persönlich haftende Gesellschafterin der Scope SE & Co. KGaA

Florian Schoeller, Vorstandsvorsitzender

Alexander Bergé, Vorstandsmitglied

Guillaume Jolivet, Vorstandsmitglied

Matthias Böhm, Vorstandsmitglied

1 Quelle: 2024 Sovereign Outlook, Scope Ratings GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.709.318,50 5.221.290,87
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.114,00 345.407,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.173.630,59 5.173.630,59
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 110.000,00
5.173.630,59 5.283.630,59
10.112.063,09 10.850.328,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 1.426,81 9.449,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 186.043,37 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.427.179,51 14.056.642,91
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.245.806,38 1.187.139,91
17.859.029,26 15.243.782,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.128.774,14 5.282.540,51
21.989.230,21 20.535.773,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 445.752,71 437.658,94
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 22.639.163,47 9.241.002,53
55.186.209,48 41.064.763,21

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.227.931,00 1.195.477,00
II. Kapitalrücklage 143.023.597,05 130.861.672,79
III. Verlustvortrag -141.298.152,32 -101.841.890,40
IV. Jahresfehlbetrag -25.592.539,20 -39.456.261,92
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 22.639.163,47 9.241.002,53
0,00 0,00
B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 0,00 5.000.000,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.659,44 7.991,39
2. Steuerrückstellungen 139.176,81 109.750,81
3. Sonstige Rückstellungen 3.059.384,78 3.287.529,37
3.206.221,03 3.405.271,57
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 806.888,22 2.052.222,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.921.298,42 5.289.848,02
3. Sonstige Verbindlichkeiten 40.242.718,47 25.309.721,59
(davon aus Steuern TEUR 261; Vorjahr TEUR 405)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 10; Vorjahr TEUR 37)
51.970.905,11 32.651.791,65
E. Rechnungsabgrenzungsposten 9.083,34 7.699,99
55.186.209,48 41.064.763,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 24.787.805,58 27.304.663,45
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.191.612,49 801.280,93
3. Sonstige betriebliche Erträge 597.457,05 149.339,26
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 12; Vorjahr TEUR 12)
26.576.875,12 28.255.283,64
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39,30 2.758,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.704.375,57 2.794.203,37
1.704.414,87 2.796.961,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.606.141,31 11.053.275,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.887.916,39 2.190.022,29
(davon für Altersversorgung TEUR 197; Vorjahr TEUR 256)
12.494.057,70 13.243.297,38
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.776.257,10 1.815.263,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.972.861,01 22.183.687,39
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 17; Vorjahr TEUR 22)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 700.106,38 568.757,50
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 690; Vorjahr TEUR 569)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 110.000,00 223.491,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.493.352,59 1.899.893,48
(davon an verbundene Unternehmen TEUR 197; Vorjahr TEUR 0)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 23.224.039,87 25.925.012,98
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 94.527,56 186.981,49
13. Ergebnis nach Steuern -25.592.529,20 -39.450.547,24
14. Sonstige Steuern 10,00 5.714,68
15. Jahresfehlbetrag -25.592.539,20 -39.456.261,92

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Scope SE & Co. KGaA, Berlin (im Folgenden "Scope SE & Co. KGaA" oder "Gesellschaft" genannt), betätigt sich vorwiegend im Bereich des Haltens und Verwaltens von Beteiligungen an anderen Unternehmen der Scope Group.

Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg, Berlin, HRB 182023 B eingetragen. Der Jahresabschluss der Scope SE & Co. KGaA ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes in der jeweils aktuell gültigen Fassung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird vom Grundsatz der Unternehmensfortführung (going-concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen.

Die in den Tochtergesellschaften erzielten Umsätze reichen derzeit nicht aus, um den Liquiditätsbedarf der Unternehmensgruppe zu decken. Auch kurz- und mittelfristig wird die Scope SE & Co. KGaA zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und zur Erreichung der Wachstumsziele ihrer Tochtergesellschaften auf eine externe Finanzierung angewiesen sein. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von EUR 6,8 Mio.

Sollten auf Ebene der operativen Tochtergesellschaften die Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung nicht erfolgreich umgesetzt werden bzw. die finanziellen Mittel nicht wie erwartet eingeworben werden können, ist die Gesellschaft bzw. die Scope Group in ihrem Bestand gefährdet, da sie dann möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

Zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung hat das Unternehmen folgende Maßnahmen eingeleitet:

Es konnten Refinanzierungszusagen über EUR 34,9 Mio. mit bestehenden Aktionären vereinbart werden. Die Refinanzierungszusagen verlängern die jeweiligen Laufzeiten der bestehenden Fremdkapitalinstrumente um 24 Monate. Bereits im Vorjahr wurde ein Kostensenkungsplan für die Periode bis zum 31. Dezember 2024 entwickelt und umgesetzt, der eine deutliche zeitliche Streckung der bestehenden Liquidität bis zum Erreichen der Profitabilitätsschwelle erlaubt. Zusätzlich konnte im Aufstellungszeitraum Eigenkapital in Höhe von EUR 7 Mio. eingeworben werden. Darüber hinaus konnte eine Eigenkapitalzusage über weitere EUR 13 Mio. für das erste Halbjahr 2025 vertraglich gesichert werden.

Unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen ist die Gesellschaft bzw. die Gruppe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen im Betrachtungszeitraum bis Ende 2025 nachzukommen.

Das Unternehmen bereitet zudem eine Finanzierungsrunde vor, die für das zweite Halbjahr 2025 geplant ist und in der zusätzliches Eigenkapital in Höhe von bis zu EUR 20 Mio. von europäischen strategischen Investoren (Vermögensverwalter und -eigentümer) eingeworben werden soll.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die im Vergleich zum Vorjahr unverändert sind.

Von der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Diese werden nach § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Gemäß § 268 Abs. 8 S.1 HGB ist in Höhe des aktivierten Betrages (EUR 4,7 Mio.; Vj. EUR 5,2 Mio.) eine Ausschüttungssperre entstanden.

Die Herstellkosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten die Einzelkosten sowie die notwendigen Gemeinkosten für die Entwicklung. Allgemeine Kosten der Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen sind nicht enthalten; Forschungsaufwendungen sind nicht angefallen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von zwei bis 20 Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich vorübergehender oder dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Absehbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden bei Zugang mit dem tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs und zum Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, bewertet. Die den Ausgabebetrag übersteigenden Erfüllungsbeträge von Verbindlichkeiten werden als Unterschiedsbeträge planmäßig linear über ihre voraussichtliche Laufzeit abgeschrieben.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode bewertet und gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Die für den Jahresabschluss maßgeblichen Zinssätze betragen 1,75 % (7-Jahres-Durchschnitt) bzw. 1,84 % (10-Jahres-Durchschnitt). Im Vergleich zur Abzinsung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszins ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von TEUR 0,1 der gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB potenziell ausschüttungs-, aber nicht abführungsgesperrt ist.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die italienischen Richttafeln "IPS55" der Associazione Nazionale fra le Imprese Assicuratrici verwendet. Der Gehaltstrend und die Inflationsrate wurden mit 2,5 % angenommen, die erwartete Fluktuationsrate liegt bei 5,0 %.

Anteilsbasierte Vergütungen an Mitarbeiter werden im Leistungszeitraum aufwandswirksam im Personalaufwand gegen Einstellung in die Kapitalrücklage erfasst. Bei Vereinbarungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente wird der Aufwand mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Leistungserbringung bewertet. Der Gesamtaufwand wird dabei auf den Zeitraum zwischen Optionszusage und dem Datum, an dem das Optionsrecht unwiderruflich wird, verteilt. Konzernweit wurden den Mitarbeitern die virtuellen Optionen von der Scope SE & Co. KGaA gewährt. Für die Optionen, die auf Mitarbeiter in den Tochterunternehmen entfallen, erfolgt die Erfassung des Personalaufwands aufwandswirksam in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften unter gleichzeitiger Erfassung einer Verbindlichkeit gegenüber ihrer Gesellschafterin. In gleicher Höhe weist die Scope SE & Co. KGaA Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie eine Einstellung in die Kapitalrücklage aus. Für die Mitarbeiteroptionen der Komplementärin Scope Management SE erfolgt die Bilanzierung aufgrund des satzungsgemäß geregelten Aufwendungsersatzes in der Scope SE & Co. KGaA aufwandswirksam gegen Einstellung in die Kapitalrücklage.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden bei Zugang mit dem tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs sowie zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Für Einnahmen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,2 % zugrunde.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Finanzanlagen

Die Gesellschaft hält Beteiligungen an folgenden Gesellschaften:

Scope Ratings GmbH, Berlin, Anteilsbesitz 100%, Eigenkapital 2023 TEUR 2.284, Ergebnis 2023 TEUR 0

Scope Fund Analysis GmbH, Berlin, Anteilsbesitz 100%, Eigenkapital 2023 TEUR 1.060, Ergebnis 2023 TEUR 0

Scope ESG Analysis GmbH, Berlin, Anteilsbesitz 100%, Eigenkapital 2023 TEUR -12.478, Ergebnis 2023 TEUR -1.580

Scope Innovation Lab GmbH, Berlin, Anteilsbesitz 100%, Eigenkapital 2023 TEUR -3.182, Ergebnis 2023 TEUR -237

Scope Hamburg GmbH i.L., Hamburg, Anteilsbesitz 100%, Eigenkapital zum 31.3.2023 TEUR -3.399, Ergebnis für die Zeit vom 1.1.-31.3.2023 TEUR -661

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

TEUR Davon mit Restlaufzeit
2023 Davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 2022 Davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 186 - - -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.427 - 14.057 -
sonstige Vermögensgegenstände 1.246 900 1.187 916
Insgesamt 17.859 900 15.244 916

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für interne Leistungsbeziehungen mit den Tochterunternehmen. Im Zusammenhang mit der laufenden Liquidation der Tochtergesellschaft Scope Hamburg GmbH wurden Forderungen in Höhe von TEUR 872 gegen die Gesellschaft einzelwertberichtigt.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 1.228 (Vj. TEUR 1.195), bestehend aus 1.227.931 Stammaktien in Form von Namensaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00.

Das genehmigte und das bedingte Kapital setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen:

Genehmigtes Kapital EUR 255.946,00

Bedingtes Kapital EUR 397.570,00

Die Kapitalrücklagen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie nachfolgend dargestellt:

In TEUR
Stand 1. Januar 2023 130.862
davon Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) 123.462
davon Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) 6.964
davon Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) 436
Einzahlungen in die Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) 10.353
Einstellungen in die Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) 1.809
Stand 31. Dezember 2023 143.024
davon Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) 133.815
davon Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) 8.773
davon Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) 436

Es bestehen Wandelschuldverschreibungen, die mit einem Umtauschrecht in Aktien verbunden sind. Sie verbriefen einen Zahlungsanspruch und das Recht, diese Titel ohne bare Zuzahlung in Aktien umzutauschen.

Zum 31.12.2023 hat die Gesellschaft 300 Wandelschuldverschreibungen zu je TEUR 1 Nennbetrag sowie 98 Wandelschuldverschreibungen zu je TEUR 100 Nennbetrag ausstehend.

Bei Nicht-Inanspruchnahme des Umtauschrechts zum Fälligkeitsdatum ist die Gesellschaft verpflichtet, den dann noch ausstehenden Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener, noch nicht gezahlter Zinsen, zurückzuzahlen. Das Fälligkeitsdatum ist der spätere der beiden folgenden Zeitpunkte: 60 Monate ab dem Ausgabetag; oder im Falle eines qualifizierten Börsengangs während der fünf Jahre Laufzeit 24 Monate ab dem Datum des qualifizierten Börsengangs. Zusätzlich zu den zuvor erwähnten Zinszahlungsverpflichtungen zahlt die Emittentin dem Inhaber eine Zinsanpassungsprämie, wenn das Wandlungsrecht nicht ausgeübt wurde und der Inhaber die erworbenen Schuldverschreibungen an dem betreffenden Tag noch hält.

Das virtuelle Optionsprogramm gewährt ausgewählten Führungskräften der Scope Group virtuelle Optionen mit dem Recht, bei Eintritt eines Exit-Ereignisses oder eines teilweisen Exit-Ereignisses nach dem Unverfallbarkeitsprogramm von 48 Monaten ab Beginn des Programms eine Ausgleichszahlung in Aktien oder, nach Wahl des Unternehmens, eine Barzahlung zu erhalten. Die Mitarbeiteroptionen werden konzernweit für alle Optionsempfänger von der Scope SE & Co. KGaA gewährt, so dass die Bilanzierung der Kapitalrücklage für das gesamte Programm im Einzelabschluss der Scope SE & Co. KGaA erfolgt, unabhängig davon, bei welcher Legaleinheit der Mitarbeiter angestellt ist. Zum 31.12.2023 hat die Gesellschaft 174.627 virtuelle Optionen ausgegeben.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus TEUR 1.072 für ausstehende Rechnungen und TEUR 741 für Gratifikationen. Weiterhin wurde Vorsorge getroffen für die Prüfung von Jahresabschlüssen und die Erstellung von Steuererklärungen (TEUR 451).

6. Verbindlichkeiten

TEUR davon mit Restlaufzeit
2023 größer 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 807 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.921 - -
sonstige Verbindlichkeiten 40.243 24.306 -
Insgesamt 51.971 24.306 -
TEUR davon mit Restlaufzeit
2022 größer 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.052 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.290 - -
sonstige Verbindlichkeiten 25.310 14.578 -
Insgesamt 32.652 14.578 -

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 39.922 (Vj. TEUR 24.799), von diesen sind TEUR 12.420 (Vj. TEUR 12.000) mit Rangrücktritten versehen. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten beruht hauptsächlich auf der unterjährigen Aufnahme weiterer Gesellschafterdarlehen über EUR 12,4 Mio. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufwand für bezogene Leistungen

Innerhalb des Aufwands für bezogene Leistungen wird ausschließlich die Vergütung für die Geschäftsführung der Scope SE & Co. KGaA durch die persönlich haftende Gesellschafterin Scope Management SE im Geschäftsjahr abgebildet (TEUR 1.619; Vj. TEUR 2.571).

Abweichend zum Vorjahr wurden die Aufwendungen für Datenservices (Vj. TEUR 92) im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 50 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

2. Außergewöhnliche Aufwendungen

Aufgrund der beschlossenen Liquidation der Tochtergesellschaft Scope Hamburg GmbH wurden Forderungen in Höhe von TEUR 872 gegen die Gesellschaft einzelwertberichtigt, die Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Darüber hinaus wurden außerplanmäßig Finanzanlagen um TEUR 110 abgeschrieben.

3. Aufwand aus Verlustausgleichsverpflichtungen

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung wird wesentlich von der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der Scope Ratings GmbH beeinflusst. Hier entsteht ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von TEUR 22.179 (Vj. TEUR 25.212). Resultierend aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Scope Fund Analysis GmbH entsteht ein Verlust in Höhe von TEUR 1.045 (Vj. TEUR 713).

IV. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 96, davon sind im Jahresdurchschnitt 31 Arbeitnehmer weiblich und 65 Arbeitnehmer männlich.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen in Höhe von TEUR 6.364 zum Bilanzstichtag. Die Laufzeit der Verpflichtungen beträgt zwischen zwei Monaten und fünf Jahren.

3. Patronatserklärungen

Für die nachfolgenden Gesellschaften, die allesamt in den Konzernabschluss der Gesellschaft einbezogen werden, trägt die Scope SE & Co. KGaA die Sorge dafür, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.

Scope Ratings GmbH

Die Gesellschaft ist die strategisch zentrale und am stärksten wachsende operative Gesellschaft der Scope Group. Durch sie werden sämtliche Kreditrating-Aktivitäten ausgeführt. Die Wachstumsstrategie dieser Gesellschaft besteht darin, langfristige Investitionen durchzuführen in den Bereichen Rating-Abdeckung, Erfüllung regulatorischer Anforderungen sowie die Erlangung internationaler Rating-Lizenzen. Diese Investitionen zahlen sich kontinuierlich aus, was am stetig hohen jährlichen Umsatzwachstum der Gesellschaft erkennbar ist. Bei Fortführung dieses Wachstumskurses erwartet das Management, dass Scope Ratings GmbH in absehbarer Zeit eine feste Größe im internationalen Ratingmarkt wird, die Gewinnschwelle erreicht und eine von Finanzierungen der Muttergesellschaft unabhängige wirtschaftliche Einheit wird. Daher ist nicht mit einer Inanspruchnahme der Patronatserklärung zu rechnen.

Scope Hamburg GmbH i.L.

Die Gesellschaft befindet sich seit dem 31. März 2023 in Liquidation. Mit einer Inanspruchnahme der Patronatserklärung wird im Rahmen der Liquidation nicht gerechnet, da die Gesellschaft über bestehende Darlehensverträge ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommt.

Scope Ratings UK Ltd.

Die Gesellschaft dient der Repräsentation ihrer Muttergesellschaft, der Scope Ratings GmbH, im britischen Kapitalmarkt und gegenüber der britischen Finanzmarktaufsicht. Da sie damit die langfristige Strategie ihrer Muttergesellschaft unterstützt, werden ihre Kosten zuzüglich einer nominalen Gewinnmarge vollständig durch letztere ersetzt. Damit ist die Gesellschaft auf Dauer profitabel. Sollte die Gesellschaft in Zukunft eigene Umsätze mit Dritten generieren, wird sie wahrscheinlich in noch geringerem Maße auf die Erstattung ihrer Kosten durch die Muttergesellschaft angewiesen sein. In beiden Fällen ist daher nicht mit einer Inanspruchnahme der Patronatserklärung zu rechnen.

Scope Innovation Lab GmbH

Die Gesellschaft dient dem langfristigen strategischen Interesse der Scope Group, ihre Arbeitsprozesse möglichst weitgehend zu automatisieren. Es ist nicht mit einer Inanspruchnahme der Patronatserklärung zu rechnen, da die Gesellschaft über bestehende Darlehensverträge ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommt.

4. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates

Die Geschäftsleitung der Gesellschaft übernimmt die Scope Management SE, Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 178531 B), als persönlich haftende Gesellschafterin. Den Vorstand der Scope Management SE bilden die Vorstände:

Herr Florian Schoeller, Vorstandsvorsitzender, Potsdam

Herr Alexander Bergé, Vorstand Finanzen, Offenbach (seit 1. April 2023)

Herr Guillaume Jolivet, Vorstand Analyse, Berlin

Herr Matthias Böhm, Vorstand Operations, Frankfurt am Main

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.504.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:

Frau Inès de Dinechin, Suresnes, Frankreich, Vorsitzende, freiberufliche Unternehmensberaterin

Frau Chantal Schumacher, München, freiberufliche Unternehmensberaterin

Herr Carsten Dentler, Bad Homburg, Geschäftsführender Gesellschafter der Palladio Infrastruktur GmbH

Herr Sebastian Canzler, München, Partner bei Alpina Management GmbH

Herr Eberhard Vetter, Nauheim, Leiter Kapitalanlagen der RAG-Stiftung

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr TEUR 250.

5. Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde gem. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Datum vom 6. Februar 2024 wurde ein Darlehensvertrag zwischen der Gesellschaft und einem Aktionär über einen Gesamtbetrag von EUR 2,0 Mio. geschlossen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2026.

 

Berlin, den 8. Juli 2024

Scope Management SE
als persönlich haftende Gesellschafterin der Scope SE & Co. KGaA

Florian Schoeller, Vorstandsvorsitzender

Alexander Bergé, Vorstandsmitglied

Guillaume Jolivet, Vorstandsmitglied

Matthias Böhm, Vorstandsmitglied

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.092.714,31 1.181.072,80 130.127,57 10.539,69 11.154.199,23
10.092.714,31 1.181.072,80 130.127,57 10.539,69 11.154.199,23
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.233.850,80 53.339,24 10.254,92 0,00 1.276.935,12
1.233.850,80 53.339,24 10.254,92 0,00 1.276.935,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.397.121,59 0,00 0,00 0,00 5.397.121,59
2. sonstige Ausleihungen 110.000,00 0,00 0,00 0,00 110.000,00
5.507.121,59 0,00 0,00 0,00 5.507.121,59
16.833.686,70 1.234.412,04 140.382,49 10.539,69 17.938.255,94
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.871.423,44 1.608.276,86 34.819,57 6.444.880,73
4.871.423,44 1.608.276,86 34.819,57 6.444.880,73
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 888.443,80 167.980,24 8.602,92 1.047.821,12
888.443,80 167.980,24 8.602,92 1.047.821,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 223.491,00 0,00 0,00 223.491,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 110.000,00 110.000,00
223.491,00 110.000,00 0,00 333.491,00
5.983.358,24 1.886.257,10 43.422,49 7.826.192,85
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.709.318,50 5.221.290,87
4.709.318,50 5.221.290,87
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.114,00 345.407,00
229.114,00 345.407,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.173.630,59 5.173.630,59
2. sonstige Ausleihungen 0,00 110.000,00
5.173.630,59 5.283.630,59
10.112.063,09 10.850.328,46

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Scope SE & Co. KGaA, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Scope SE & Co. KGaA, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scope SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "I. Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "VII. Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzielle Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität auf Ebene der operativen Tochtergesellschaften bzw. von der ausreichenden Zurverfügungstellung von finanziellen Mitteln durch europäische strategische Investoren abhängig ist. Wie in Abschnitt "I. Allgemeine Angaben" im Anhang und Abschnitt "VII. Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzielle Risiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 9. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katharina Woythe, Wirtschaftsprüferin

ppa. Martin Katzy, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16.07.2024 festgestellt.

Registerdokumente

Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.

GET/v1/fetch-document
Dokumenten-API ansehen
  • Aktueller Auszug (AD) PDF
  • Chronologischer Auszug (CD) PDF
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
  • Gesellschafterliste PDF
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF

Weitere Unternehmen entdecken

Handelsregister-API · MCP

Unternehmensdaten direkt im AI-Chat

Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.

MCP-Dokumentation

Assistent verbinden

  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Scope SE & Co. KGaA. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 96979a223101546f2a57e2f357347fa2",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Dieses Unternehmen abfragen

Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:

Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Scope SE & Co. KGaA. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.

entity_id96979a223101546f2a57e2f357347fa2