aktiv Rechtsform eG

BürgerEnergiegenossenschaft eG

WesterstedeVechta, DEU ·HRB 111266 Oldenburg ·buerger-energiegenossenschaft.de

Stammdaten

Rechtsform
eG
Anschrift
Langebrügger Str. 10
26655 Westerstede
Handelsregister
HRB 111266, Oldenburg
Eintragungsdatum
25. Juli 1997
Branche
Großhandel mit Flachglas
Herstellung von Trinkgläsern und anderen Haushaltswaren aus Glas a. n. g.
Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Eingetragenes Kapital
1.050.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Beteiligung an und Verwaltung von Unternehmen, die sich mit Herstellung und Vertrieb von beschichteten Gläsern, Sicherheitsgläsern, Isoliergläsern und Sondergläsern befassen sowie Koordination und Optimierung des Einkaufs, der Herstellungsverfahren und des Vertriebs dieser Unternehmen.

Finanzen

Umsatz 2024
286,89 Mio. €
Mitarbeiter 2024
2.020
Bilanzsumme 2024
190,20 Mio. €
Jahresergebnis 2024
11,48 Mio. €
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 154,04 Mio
  • Umlaufvermögen 66,0 % 101,71 Mio
  • Anlagevermögen 33,8 % 52,12 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 201,4 k
Passivseite 154,04 Mio
  • Eigenkapital 65,0 % 100,15 Mio
  • Verbindlichkeiten 31,3 % 48,14 Mio
  • Rückstellungen 3,6 % 5,54 Mio
  • Passive latente Steuern 0,1 % 208,9 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 20,92 Mio
  • aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 75,8 % 15,86 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,3 % 2,15 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 8,9 % 1,86 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5,0 % 1,05 Mio
Aufwendungen 25,22 Mio
  • Personalaufwand 48,5 % 12,24 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 21,5 % 5,41 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14,3 % 3,61 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 11,4 % 2,87 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4,3 % 1,08 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % 930
  • Rohergebnis 18,95 Mio
  • Betriebsergebnis 243,8 k
  • Finanzergebnis 15,92 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 12,55 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 12,54 Mio
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GuV-Daten für 11 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Alexander Akgül seit 2019 Geschäftsführer
  • Bernhard Johannes Feldmann seit 2005 Geschäftsführer
  • Hermann Gerold Schüller seit 2005 Geschäftsführer
  • Klaus Köttering seit 2015 Geschäftsführer
  • Michel Christian Sch Müller seit 2016 Geschäftsführer
  • Sebastian Georg seit 2026 Geschäftsführer
  • Andrea Reichel seit 2015 Prokura
  • Beate Kramp seit 2007 Prokura
  • Franz-Josef Frohn seit 2013 Prokura
18 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 12.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Sebastian Georg · Geschäftsführer
  3. 12.08.
    Austritt einer Position
    Sebastian Georg · Gesamtprokura
  4. 10.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    Sebastian Georg · Gesamtprokura
  5. 09.04.
    Austritt einer Position
    Thorsten Bernhard Trippler · Geschäftsführer
  6. 2025
  7. 14.07.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Klaus Köttering · Geschäftsführer
  8. 14.07.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Hermann Gerold Schüller · Geschäftsführer
  9. 14.07.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Michel Christian Sch Müller · Geschäftsführer
  10. 2024
  11. 23.08.
    Austritt einer Position
    A**** H*** · Geschäftsführer
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Semcoglas Holding GmbH

Westerstede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Semcoglas Holding GmbH

Westerstede

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.622.657,00 1.839.714,00
2. Geleistete Anzahlungen 322.837,95 88.240,36
1.945.494,95 1.927.954,36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 199,00 464,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.242,00 314.303,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.267,71 401,66
443.708,71 315.168,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.079.419,39 18.079.419,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.239.116,84 16.567.171,48
3. Beteiligungen 8.204.885,00 8.179.885,00
42.523.421,23 42.826.475,87
44.912.624,89 45.069.598,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.361,64 5.027,00
2. Geleistete Anzahlungen 22.526.259,15 19.241.155,95
22.556.620,79 19.246.182,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.327,14 3.352,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.695.313,62 29.314.109,58
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 10.577.527,22
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.843.483,71 1.311.545,55
27.543.124,47 41.206.535,34
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 36.422.770,63 1.716.442,13
86.522.515,89 62.169.160,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 220.161,07 112.305,47
131.655.301,85 107.351.064,78

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050.000,00
II. Kapitalrücklage 546.253,25 546.253,25
III. Gewinnrücklagen
1. Satzungsmäßige Rücklagen 490.709,18 490.709,18
IV. Gewinnvortrag 73.229.609,20 51.486.764,24
V. Jahresüberschuss 16.287.248,57 21.742.844,96
91.603.820,20 75.316.571,63
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 809.865,74 1.265.042,27
2. Steuerrückstellungen 4.768.645,49 2.535.504,62
3. Sonstige Rückstellungen 2.098.831,00 4.793.900,00
7.677.342,23 8.594.446,89
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.399.573,22 11.037.965,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 319.331,81 306.908,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.011.514,34 2.248.862,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 3.735.195,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.835.255,05 6.075.650,22
davon aus Steuern: 4.623.888,64 EUR Vorjahr: 4.752.891,51 EUR 31.565.674,42 23.404.581,26
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 73,06 EUR Vorjahr: 116,52 EUR
D. Passive latente Steuern 808.465,00 35.465,00
131.655.301,85 107.351.064,78

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

der Semcoglas Holding GmbH

Westerstede

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 16.526.593,25 16.404.770,08
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.979.339,38 8.986.756,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.478.241,42 1.304.720,31
davon für Altersversorgung: 74.343,77 54.288,84
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 950.366,81 846.761,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.458.122,88 8.833.562,95
5. Erträge aus Beteiligungen 6.396,25 13.551.763,79
davon aus verbundenen Unternehmen 6.396,25 1.686.682,30
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.894.404,79 1.404.707,41
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.141.612,56 1.372.151,27
7. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 24.670.355,84 15.357.152,96
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 859.158,31 431.861,75
davon an verbundene Unternehmen: 141.047,96 118.769,55
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 394.074,08 312.329,96
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.690.325,01 4.258.638,96
davon latente Steuern: 773.000,00 -559.000,00
11. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag 16.288.122,24 21.743.761,97
12. sonstige Steuern 873,67 917,01
13. Jahresüberschuss 16.287.248,57 21.742.844,96

Registergericht: Amtsgericht Oldenburg

Registernummer: HRB 111266

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ergänzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (ein bis zehn Jahre) planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (ein bis zweiunddreißig Jahre) der Vermögensgegenstände vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden ermittelt anhand des letzten Einkaufspreises. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung von 4 % auf den Netto-Forderungssaldo nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln von Klaus Heubeck 2018 G verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,82 % bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde angewendet. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rententrend, Karrieretrend sowie Fluktuation wurden mit 0 % angesetzt.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 12. Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich für eine Ausschüttung gesperrt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Ausschüttungssperre des abzinsungsbedingten Unterschiedsbetrags bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ohne gleichzeitige Abführungssperre aufgestellt.

Es besteht ein verpfändetes Bankkonto zum 31.12.2023 in Höhe von T€ 312. Da dies dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dient, wird es mit dem beizulegenden Wert bewertet und mit den Pensionsrückstellungen saldiert.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Jubiläumsrückstellungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit- Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln von Klaus Heubeck 2018 G verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,74 % bei der Bewertung zu Grunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde angewendet.

Die Sonstigen Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden im Laufe des Geschäftsjahres mit aktuellen Kursen umgerechnet.

3. Erläuterungen zum Jahresabschluss

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt.

Anlagenspiegel

originäre Anschaffungs-/Herstellungskosten
Bilanzposten Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.574.369,59 502.718,24 101.325,81 0,00 6.178.413,64
2. Geleistete Anzahlungen 88.240,36 335.923,40 -101.325,81 0,00 322.837,95
5.662.609,95 838.641,64 0,00 0,00 6.501.251,59
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 86.097,78 0,00 0,00 0,00 86.097,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.433.252,44 40.922,23 227.600,53 44.704,69 1.657.070,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 401,66 228.466,58 -227.600,53 0,00 1.267,71
1.519.751,88 269.388,81 0,00 44.704,69 1.744.436,00
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.079.419,39 0,00 0,00 0,00 18.079.419,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.567.171,48 5.545.163,00 0,00 5.873.217,64 16.239.116,84
3. Beteiligungen 8.179.885,00 25.000,00 0,00 0,00 8.204.885,00
42.826.475,87 5.570.163,00 0,00 5.873.217,64 42.523.421,23
50.008.837,70 6.678.193,45 0,00 5.917.922,33 50.769.108,82
Abschreibungen
Bilanzposten kumuliert 01.01.2023 Zuführungen Auflösungen kumuliert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.734.655,59 821.101,05 0,00 4.555.756,64
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.734.655,59 821.101,05 0,00 4.555.756,64
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 85.633,78 265,00 0,00 85.898,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.118.949,44 129.000,76 33.121,69 1.214.828,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.204.583,22 129.265,76 33.121,69 1.300.727,29
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.939.238,81 950.366,81 33.121,69 5.856.483,93
Buchwerte
Bilanzposten Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.622.657,00 1.839.714,00
2. Geleistete Anzahlungen 322.837,95 88.240,36
1.945.494,95 1.927.954,36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 199,00 464,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.242,00 314.303,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.267,71 401,66
443.708,71 315.168,66
III. Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.079.419,39 18.079.419,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.239.116,84 16.567.171,48
3. Beteiligungen 8.204.885,00 8.179.885,00
42.523.421,23 42.826.475,87
44.912.624,89 45.069.598,89

3.2 Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 4 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 3) enthalten.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind T€ 24.981 (Vorjahr: T€ 28.038) Sonstige Vermögensgegenstände und T€ 714 (Vorjahr: T€ 1.276) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 25.695 (Vorjahr: T€ 29.314) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Es gibt keine Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr: T€ 10.578, davon T€ 8.697 mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.843 haben T€ 0 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 437 (Vorjahr: T€ 355) enthalten.

3.3 Eigenkapital

Es liegt kein ausschüttungsgesperrter Betrag vor (Betrag i. S. d. § 253 Abs. 6 HGB, der nicht durch frei verfügbare EK-Teile gedeckt ist). Die ermittelten T€ 90.542 stellen Ausschüttungspotenzial dar. Der Betrag wurde wie folgt ermittelt:

T€
Gesamtbetrag ausschüttungsgesperrter Beträge -12
abzüglich frei verfügbare EK-Bestandteile:
abzüglich Kapitalrücklagen i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 546
abzüglich andere Gewinnrücklagen 491
abzüglich Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 73.230
abzüglich Jahresüberschuss 16.287
= kein ausschüttungsgesperrter Betrag i. S. d. § 253 Abs. 6 HGB, der nicht durch frei verfügbare EK-Teile gedeckt ist 90.542

3.4 Rückstellungen

Unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist der gem. § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB saldierte Betrag aus verpfändeten Bankkonten (Verpfändung zur Sicherung der Ansprüche des Versorgungsberechtigten) und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wie folgt ausgewiesen:

Die Anschaffungskosten des verpfändeten Bankkontos betragen T€ 313, der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 312. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt T€ 1.122 zum 31.12.2023. In 2023 betrugen die Erträge aus der Inanspruchnahme bzw. Auflösung zur Pensionsrückstellung T€ 455.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Tantiemen (T€ 850).

3.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr mehr als einem Jahr davon mehr als fünf Jahren Gesamt gesicherte Beträge
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.495 11.905 0 22.400 0
(Vorjahr) (1.038) (10.000) (0) (11.038) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 319 0 0 319 319
(Vorjahr) (307) (0) (0) (307) (307)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.012 0 0 4.012 0
(Vorjahr) (2.249) (0) (0) (2.249) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (3.735) (0) (0) (3.735) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.835 0 0 4.835 0
(Vorjahr) (6.076) (0) (0) (6.076) (0)
19.661 11.905 0 31.566 319
(13.405) (10.000) (0) (23.405) (307)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bankengleichbehandlungserklärungen geregelt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig, es handelt sich um sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.012 (Vorjahr: T€ 2.249).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 4.624 (Vorjahr: T€ 4.753) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

3.6 Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
Aktive latente Steuern 1.463.565,98 € -704.490,08 € 759.075,90 €
Passive latente Steuern -1.499.030,98 € -68.509,92 € -1.567.540,90 €

3.7 Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 617 (Vorjahr: T€ 47), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von T€ 6 (Vorjahr: T€ 123) sowie periodenfremde Erträge von T€ 57 (Vorjahr: T€ 5) enthalten.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 74 (Vorjahr: T€ 54).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von T€ 69 (Vorjahr: T€ 106) und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von T€ 0 (Vorjahr: T€ 273) enthalten.

In den Erträgen aus Beteiligungen konnten Erträge von T€ 6 (Vorjahr: T€ 13.499) verzeichnet werden.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.142 (Vorjahr: T€ 1.372), Erträge aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 266 (Vorjahr: T€ 31) sowie Erträge aus der Aufzinsung von Sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 701 (Vorjahr: T€ 201), Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 141 (Vorjahr: T€ 119), Zinsen an Gesellschafter in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 51), sowie Zinsen aus der Veränderung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 14 (Vorjahr T€ 59) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 773 (Vorjahr: Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 559) sowie Aufwendungen für Steuern Vorjahre von T€ 423 (Vorjahr: T€ 83) enthalten.

4. Sonstige Angaben

4.1 Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverpflichtungen von insgesamt T€ 29.500 (Vorjahr: T€ 29.500). Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage als gering eingestuft.

4.2 Außerbilanzielle Geschäfte

Es wurden Leasingverträge abgeschlossen. Die künftigen Finanzmittelströme aus den Leasingverträgen ergeben sich folgt:

Art des Geschäftes 2024 2025-2028 nach 2028
T€ T€ T€
Leasinggeschäfte 240 377 0
240 377 0

Die Leasinggeschäfte beziehen sich ausschließlich auf Fahrzeugfinanzierungen.

Vorteile ergeben sich aus der Vermeidung des Restwertrisikos sowie der Schonung liquider Mittel.

Risiken ergeben sich aus der festen Vertragslaufzeit.

4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag bestehenden Mietverträgen.

Art der finanziellen Verpflichtung 2024 2025-2028 nach 2028
T€ T€ T€
Verpflichtungen aus Pachtverträgen 130 116 0
Liefervertrag 25.000 84.000 32.000
25.130 84.116 32.000
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 130 116 0

4.4 Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 124 kaufmännische Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt. Von den Arbeitnehmern sind 20 in Teilzeit beschäftigt.

4.5 Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte durch Diplom-Kaufmann Hermann Schüller, Edewecht, als Vorsitzender der Geschäftsführung, Diplom-Betriebswirt Bernhard Feldmann, Rastede, als Geschäftsführer Region Nord, Diplom-Ingenieur Klaus Köttering, Nottuln, als Geschäftsführer Region West, Diplom-Kaufmann (FH) Michel Schüller, Aschaffenburg, als Geschäftsführer Unternehmensentwicklung, staatlich geprüften Glasbautechniker Alexander Akgül, Gehrden als technischer Geschäftsführer, Diplom-Kaufmann Thorsten Trippler, Oldenburg, als kaufmännischer Geschäftsführer sowie Achim Haag, Hatten, als Geschäftsführer Vertrieb geführt.

Die Vergütung der Geschäftsführer betrug im Geschäftsjahr T€ 2.182 (Vorjahr: T€ 2.118).

Von der Anwendung der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 b) HGB wird Gebrauch gemacht.

4.6 Anteilsbesitz

An folgenden Unternehmen ist die Gesellschaft mindestens mit 20 % beteiligt:

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Geschäftsjahr Eigenkapital Anteile am Kapital Jahresergebnis
%
1) Euroglas AG, Osterweddingen 2023 29
2) Semcoglas GmbH, Westerstede 2023 1.022.789 100 0
3) Semcoglas Glastechnik GmbH, Sennfeld 2023 525.000 100 0
4) Semcoglas GmbH, Kropp 2023 511.292 100 0
5) Semcoglas Glastechnik GmbH, Neubrandenburg 2023 3.509.614 100 0
6) Semcoglas GmbH, Aschaffenburg 2023 382.672 100 0
7) Semcoglas GmbH, Zerbst 2023 450.090 100 0
8) Semcoglas GmbH, Nordhorn 2023 2.095.395 100 0
9) Semcoglas Vechta GmbH, Vechta 2023 2.479.411 100 0
10) Semcoglas GmbH, Wassenberg 2023 420.875 100 0
11) Semcoglas Glastechnik GmbH, Nordhorn 2023 160.951 100 0
12) Semcoglas GmbH, Gießen 2023 25.565 100 0
13) Glas Spiegel GmbH, Altenkirchen 2023 265.187 100 0
14) Semcoglas Photovoltaik-Betriebs GmbH, Westerstede 2023 38.167 100 0
15) FINIGLAS Veredelungs GmbH, Dülmen 2023 357.348 100 0
16) HS Glas Verwaltungs GmbH, Westerstede 2023 11.219 100 -841
17) Semco Glasdesign GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn 2023 -748.090 100 703.068
18) Scanglas AS, Dänemark 2023 8.552.675,41 100 1.834.678,36

Zu 1) bis 16) und 18) bestehen Beteiligungen in Form von Stammanteilen. Zu 17) besteht die Beteiligung in Form von Kommanditanteilen.

Zu 2) bis 15) existieren Ergebnisabführungsverträge mit der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede.

Die Euroglas AG hat von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Zwischen der Euroglas AG und der Glas Trösch Holding GmbH, Bad Krozingen, wurde der ab 2011 abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag in 2023 beendet. Die Euroglas AG verzichtet auch weiterhin aufgrund des § 264 Abs. 3 HGB auf die Offenlegung ihres Abschlusses.

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

4.7 Konzernabschluss des Mutterunternehmens

Die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wird im Unternehmensregister unter dem Amtsgericht Oldenburg, Registernummer HRB 111266, veröffentlicht.

4.8 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

4.9 Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Westerstede, 27. Mai 2024

Semcoglas Holding GmbH
Westerstede

gez. Hermann Schüller, Geschäftsführer

ez. Bernhard Feldmann, Geschäftsführer

gez. Michel Schüller, Geschäftsführer

gez. Klaus Köttering, Geschäftsführer

gez. Alexander Akgül, Geschäftsführer

gez. Thorsten Trippler, Geschäftsführer

gez. Achim Haag, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Semcoglas Holding GmbH

Westerstede

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Semcoglas-Konzern umfasst 18 Gesellschaften, die unter der Führung der Semcoglas Holding GmbH stehen. Zur Gruppe gehören 3 weitere Gesellschaften, welche aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. Die Gesellschaften sind im Anhang im Abschnitt 4.6 einzeln aufgeführt. An insgesamt 23 Standorten werden Gläser für den Einsatz in Fenstern, Fassaden und im Interieur hergestellt und vertrieben.

Die Aktivitäten des Konzerns werden in folgende Geschäftsfelder unterteilt:

Geschäftsfeld Isolierglas

Geschäftsfeld Sicherheitsglas

Geschäftsfeld Glasdesign

Geschäftsfeld Curved Glass

Geschäftsfeld Coating.

2. Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Berichtszeitraum lag im Geschäftsfeld Coating am Standort Neubrandenburg. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kooperationspartnern u. a. bei der Weiterentwicklung der Schichtsysteme sowie der Glasaufbauten wurde im Berichtszeitraum fortgesetzt.

Verschiedene weitere Projekte zur Weiterentwicklung und Optimierung betrieblicher und kaufmännischer Prozesse wurden mit guten Ergebnissen bearbeitet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie der hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, der ungünstigen Finanzierungsbedingungen bedingt durch steigende Zinsen, des Fachkräftemangels sowie der rückläufigen Nachfrage aus dem In- und Ausland. Insgesamt lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,3 % niedriger als im Jahr 2022 (Veränderung preisbereinigtes BIP gegenüber der Vorjahre 2022: +1,8 %, 2021: +3,2 %, 2020: - 3,8 %, 2019: +1,1 %, 2018: +1,0 %, 2017:+2,7 %, 2016:+2,2 %).

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um -2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein minimales Wachstum von +0,2 %.

Sowohl die Auftragseingänge im Wohnungsbau als auch die Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen sanken preisbereinigt in den ersten drei Quartalen 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben nahmen bedingt durch die hohen Verbraucherpreise um -0,8 % ab.

Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona- Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland lag gemäß Statistischem Bundesamt bei 45,9 Millionen Personen. Das waren +0,7 % bzw. 333.000 Personen mehr als im Vorjahr. Das Baugewerbe verzeichnete trotz des Fachkräftemangels einen kleinen Beschäftigungszuwachs von +0,6 %. Im Jahr 2023 arbeiteten die Erwerbstätigen im Durchschnitt pro Kopf etwas weniger als im Vorjahr (-0,2 %). Hinter der geringen Veränderung stehen zwei gegenläufige Effekte: Einerseits wurde 2023 weniger Kurzarbeit in Anspruch genommen als 2022, andererseits senkte der fortgesetzte Trend zur Teilzeitbeschäftigung sowie der Abbau von Arbeitszeitkonten die Arbeitszeit. Das Arbeitnehmerentgelt nahm deutlich um +6,7 % zu. Der Anstieg der Löhne und Gehälter war damit im Jahr 2023 auch größer als die im Jahresdurchschnitt weiterhin hohe Inflation, die im Jahr 2022 zu deutlichen Reallohnverlusten geführt hatte.

Die deutsche Wirtschaft fiel international zurück. Unter den vier größten EU- Mitgliedsstaaten ist Deutschland das einzige Land mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2023.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) geht für 2023 von einem realen Rückgang im Bauhauptgewerbe um -3 % aus (nominal +4 %). Im Wohnungsbau beträgt der Rückgang real -10 % (nominal +4 %). Die Aufträge im Wohnungsbau brechen im Vergleich zum Vorjahr um real -7 % ein. Der Rückgang der Baugenehmigungen per November 2023 liegt bedingt durch die Inflation und die hohen Finanzierungskosten bei rd. 83.000 Wohneinheiten, was insgesamt einem Rückgang um -26 % entspricht.

Im Tiefbau, insbesondere im gewerblichen Tiefbau erhöht sich der Auftragseingang um ca. 27 %. Treiber sind der Stromtrassenausbau, aber auch die Umsetzung großer ÖPNV-Projekte sowie der Schienenbau der Deutschen Bahn.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für 2023 einen Rückgang des Bauvolumens von real -1,1 % (inflationsbereinigt). Der Wohnungsbau entwickelt sich unterdurchschnittlich mit real -2,3 % (inflationsbereinigt). Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht von einem weltweiten Wachstum von 2,9 % für 2023 aus.

Der Fachverband Fenster und Fassade beschreibt die Situation als Doppel-Krise in der Bauwirtschaft bei Neubau und Sanierung sowie auf dem Wohnungsmarkt. Das veränderte Zinsniveau, Preissteigerungen und ein hohes Maß an Verunsicherungen in Fragen ordnungspolitischer und fördertechnischer Regelungen haben massiv die Neubau- und die Sanierungsaktivitäten beeinflusst.

Der für das Geschäft der Semco-Gruppe bedeutende Fenster- und Türenmarkt entwickelte sich nach Auskunft des Verbandes Fenster und Fassade im Berichtszeitraum rückläufig. Mit 14,3 Mio. Fenstereinheiten (FE) beträgt der Rückgang -7,8 %. Die Fenstereinheiten verteilen sich mit rd. 5,0 Mio. FE auf den Neubau (-17,9 %) und 9,3 Mio. FE auf den Bereich Modernisierung (-1,2 %). Der Rückgang im Bereich Wohnbau beträgt -8,9 % und im Bereich Nichtwohnbau -4,7 %.

2. Geschäftsentwicklung

Ab August 2023 wurde die heutige Glas Spiegel GmbH aus Altenkirchen mit ihren 71 Mitarbeitern übernommen. Glas Spiegel ist als etablierter Hersteller und Lieferant von Qualitätsprodukten in der Region Westdeutschland und darüber hinaus bekannt.

Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft ist das Jahresergebnis.

Der Jahresüberschuss ist bedingt durch die Reduzierung der Beteiligungserträge stark gefallen und liegt damit stark unter dem Plan.

Geschäftsfeld Isolierglas

Der Schwerpunkt unserer Investitionsaktivitäten im Geschäftsfeld Isolierglas lag in diversen Investitionen zur Erneuerung und Erweiterung von Produktionskapazitäten in den Bereichen Glaszuschnitt und Isolierglasfertigung. Die produzierte Menge liegt trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen nur moderat unter Vorjahr, der 3-fach Anteil Iso hat sich leicht erhöht.

Geschäftsfeld Sicherheitsglas

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Produktionshalle in Sennfeld ist im September termingerecht abgeschlossen worden.

Ein moderat rückläufiger Absatz beim Sicherheitsglas ist auf die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung zurück zu führen.

Geschäftsfeld Curved Glass

Die Geschäfte mit gebogenen Gläsern haben im Berichtszeitraum einen leichten Zuwachs zu verzeichnen.

Geschäftsfeld Glasdesign

In diesem Geschäftsfeld (Standorte Bad Zwischenahn und Gießen) entwickeln und produzieren wir hochwertige Lösungen für den konstruktiven Glasbau sowie für Glasanwendungen im Interieur.

Geschäftsfeld Coating

Mit einer Beschichtungsleistung von 5,2 Mio. qm bewegte sich die Mengenleistung unseres Werkes in Neubrandenburg um 5,7 % unterhalb des Vorjahres-Niveaus.

3. Lage

a. Definitionen:

Umsatzgröße: leicht = 0-5 %, moderat = 5-10 %, stark > 10 %

Ergebnisgrößen: leicht = 0-5 %, moderat = 5-10 %, stark >10 %

b. Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von rd. 16,3 Mio. EUR aus. Die starke Erhöhung der Personalkosten ist auf die wachsende Beschäftigtenzahl sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die Steuerquote beläuft sich auf 32,1 % (Vorjahr 16,4 %). Bei der Berechnung der Steuerquote wird der Steueraufwand zum Jahresüberschuss vor Steuern ins Verhältnis gesetzt.

c. Finanzlage

Die Finanzierung des Vermögens mit Eigen-, lang- und mittelfristigem Fremdkapital liegt mit 86,8 % moderat über dem Vorjahresniveau.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war durch freie Mittel und nicht ausgenutzte Kreditlinien bei verschiedenen Banken jederzeit gewährleistet.

d. Vermögenslage

Die um 24,3 Mio. EUR gegenüber 2022 ausgebaute Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus den gestiegenen Guthaben bei Kreditinstituten.

Das Vermögen der Gesellschaft ist im überwiegenden Teil durch Eigen- und langfristiges Fremdkapital finanziert. Dabei werden die Grundsätze der Fristenkongruenz, der Flexibilität und der Wirtschaftlichkeit beachtet.

Zur Begrenzung der Zinsrisiken wurden die in Abschnitt C.3 beschriebenen Maßnahmen getroffen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert für das Jahr 2024 ein abgeschwächtes globales BIP Wachstum in Höhe von +2,7 % für 2024 sowie +3,0 % für 2025. Strenge Finanzierungsbedingungen, schwaches Handelswachstum und geringes Unternehmer- und Verbrauchervertrauen sind ursächlich für die kurzfristigen abwärts gerichteten Aussichten. Erschwerend wirken die erhöhten geopolitischen Spannungen und eine stärker als erwartete Auswirkung der Straffung der Geldpolitik. Es wird erwartet, dass die jährliche Gesamtinflation schrittweise sinken wird.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet bedingt durch die Finanzierungsbedingungen für 2024 einen Einbruch der Bauwirtschaft mit einem realen Rückgang in Höhe von -1,5 % insgesamt, wobei der Wohnungsbau mit real -3,4 % und der Tiefbau mit real +3,6 % prognostiziert wird. Erst für 2025 wird auch ein reales Wachstum in Höhe von +1,5 % insgesamt bzw. +0,4 % für den Wohnungsbau und +3,3 % für den Tiefbau erwartet.

Für 2024 geht der Zentralverband Deutsches Baugewerbe mit Blick auf die rückläufigen Baugenehmigungen und den aktuell geringen Auftragsbestand von einem Rückgang aus, der die Gefahr mit sich bringt, dass Personal abgebaut werden muss oder es zu Insolvenzen kommt.

Der Verband Fenster und Fassade erwartet einen Rückgang auf insgesamt 14 Mio. FE (2023: 14,3 Mio. FE). Aufgrund der hohen Bau- und Finanzierungskosten wird für 2024 ein Anstieg auf 9,5 Mio. FE im Bereich der Modernisierung (2023: 9,3 Mio. FE, +1,9 %) und ein Rückgang auf rd. 4,5 Mio. FE im Neubau (2023: 5,0 Mio. FE, -10,3 %) erwartet. Vermehrte Ausführung von 3-fach-Verglasung wird ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz.

Nach umfangreichen Investitionsmaßnahmen zur Erneuerung und Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten werden für 2024 notwendige Investitionen getätigt werden. Die Investitionen betreffen insbesondere Projekte zur weiteren Automatisierung der Produktionsprozesse sowie zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie.

Der Auftragseingang in den ersten Wochen des neuen Jahres ist eher verhalten.

Unsere Planung für 2024 geht unter Einbeziehung der Glas Spiegel GmbH von einem konstanten Umsatz und einem operativen Ergebnis stark unter Vorjahresniveau aus.

Unsere Aussagen über die zukünftige Entwicklung basieren auf den uns gegenwärtig vorliegenden und bekannten Informationen. Einzelne Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlich eintretenden Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage der Semco-Gruppe von der Prognose abweichen.

2. Chancen und Risiken

In den zurückliegenden Jahren hat die Semco-Gruppe umfangreiche Investitionen getätigt und dadurch die Fertigungskapazitäten in allen Geschäftsbereichen erneuert, ausgebaut, modernisiert und automatisiert. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung geschaffen, die Marktpositionen in den von uns bearbeiteten Regionalmärkten zu verteidigen und gezielt auszubauen. Umweltschutzkonzepte und Nachhaltigkeit stehen im Fokus.

Der Krieg in der Ukraine hat die schon seit einem Jahr bestehenden Lieferengpässe mit entsprechenden Preissteigerungen bei Baumaterialien und insbesondere bei Energiepreisen deutlich verstärkt und zu Verzögerungen bei einzelnen Bauprojekten geführt. Preissteigerungen von Lieferanten und fehlende Preiszusagen erschweren die Angebotsabgabe für Projekte, bei denen das Risiko besteht, Preissteigerungen nicht weitergeben zu können. Zinssatzerhöhungen führen zu Auftragsstornierungen und Verschiebungen.

Die in der Semco-Gruppe gelebte werteorientierte Team- und Familienkultur hat geholfen, in diesen Krisen noch stärker zusammenzurücken. Vor dem Hintergrund steht die Fortsetzung der werteorientierten Team- und Führungskräfteentwicklung im Mittelpunkt der Personalentwicklung. Diese von allen Führungskräften unterstützte Kultur ist für uns das Fundament für Zusammenarbeit und Wachstum.

Neben der seit Jahren betriebenen systematischen Personalentwicklung werden die Themenfelder Digitalisierung, Qualitätssicherung, Prozess-Stabilität und Innovation im neuen Jahr konsequent weiterentwickelt.

Die in der Semco-Gruppe weit fortgeschrittene Digitalisierung hat auch in der Corona-Krise einen großen Anteil daran gehabt, dass Arbeit nicht nur im Schichtmodell, sondern auch im Home-Office schnell möglich gemacht wurde. Die Digitalisierung unserer Prozesse und Services wird stetig ausgebaut.

Das zwischenzeitlich etablierte Beratungs- und Kompetenznetzwerk, von dem unsere Kunden profitieren, wird weiter ausgebaut. Ein Kundenbeziehungsmanagement wird installiert. Durch das komplette Produkt-Portfolio an nahezu allen Standorten sind wir in der Lage, unsere Kunden flexibel und marktkonform beliefern zu können.

Übliche Risiken aus Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten oder anderen Vertragsverhältnissen werden im Rahmen unseres Qualitäts- und Risikomanagements laufend überwacht. Bei Bedarf werden im Rahmen der Risikovorsorge Rückstellungen gebildet.

Ein wesentliches Risiko stellt die rückläufige Baukonjunktur dar. Zu erwarten ist ein harter Preiswettbewerb mit der Folge der Konsolidierung der Branche.

Den Fenster- und Glasimporten aus Osteuropa, insbesondere aus Polen, sind geeignete Strategien entgegenzustellen. Weiter entwickelte Konzepte im Bereich Vertriebsunterstützung sollen helfen, gemeinsam mit unseren Kunden eine klare Positionierung und Abgrenzung gegen preisaggressive Wettbewerber u. a. aus dem Ausland vorzunehmen.

Neben dem Ausland nimmt der Online-Wettbewerb zu. Dem begegnen wir mit der kontinuierlichen Verbesserung unserer ohnehin schon sehr hohen Qualität und Liefertermintreue.

Ein weiteres Risiko stellt die immer anspruchsvollere Suche nach qualifiziertem Personal dar. Dies betrifft sowohl den gewerblichen als auch den kaufmännischen Bereich. Durch Schulkooperationen, insbesondere mit Förderschulen, wird Kontakt zu Schülerinnen und Schülern aufgenommen, mit dem Ziel, Jugendlichen eine Chance zu geben, sich beruflich zu orientieren. Dadurch gewinnen wir Auszubildende insbesondere im gewerblichen Bereich.

Weitere Risiken sehen wir durch steigende Kosten für Energie, Fracht- und Speditionsleistungen sowie Personal, die nicht ausreichend weitergegeben werden und das Ergebnis negativ beeinflussen können.

Schließlich sehen wir Risiken durch mögliche Lieferengpässe bei verschiedenen Materialien, denen wir mit der Umsetzung von Mehr-Lieferantenstrategien begegnen.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten

Zinsrisiken wird in der Semco-Gruppe mit dem Abschluss mittel- und langfristiger Finanzierungen begegnet.

Dem durch sich abschwächende Konjunktur zunehmenden Liquiditäts- und Ausfall-Risiko wird durch ein systemgestütztes Forderungsmanagement sowie einer Absicherung höherer Risiken durch Warenkreditversicherung begegnet.

 

Westerstede, 27. Mai 2024

Semcoglas Holding GmbH
Westerstede

gez. Hermann Schüller, Geschäftsführer

gez. Bernhard Feldmann, Geschäftsführer

gez. Michel Schüller, Geschäftsführer

gez. Klaus Köttering, Geschäftsführer

gez. Alexander Akgül, Geschäftsführer

gez. Thorsten Trippler, Geschäftsführer

gez. Achim Haag, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss nebst Lagebericht handelt es sich um die nach §§ 325 ff. HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Semcoglas Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leer, 27. Mai 2024

BDO DPI AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Feldmann,Wirtschaftsprüfer

Michael Lehrmann, Wirtschaftsprüfer

In der Gesellschafterversammlung vom 27. Mai 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und es wurde beschlossen, den in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

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