![]() Stadler Deutschland GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Stadler Deutschland GmbH mit Sitz in Berlin repräsentiert einen Großteil der Aktivitäten der Stadler Rail Group in Deutschland. Die Unternehmensführung steuert die Gesellschaft basierend auf den wesentlichen Leistungsindikatoren Umsatz, Auftragseingang und Betriebsergebnis/Ergebnis vor Steuern. Die Gesellschafterin Stadler Rail AG ist ein Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Hauptsitz in Bussnang in der Schweiz. Im Bereich der Vollbahnen bedient die Stadler Rail Group die Marktsegmente Regional-, S Bahn-, Interregio-, Intercity- und Hochgeschwindigkeitsverkehr bis 250 km/h. Den Bereich Stadtverkehr deckt die Stadler Rail Group mit dem Angebot von Stadt- und Straßenbahnen sowie kundenspezifischen U-Bahn-Fahrzeugen ab. Im Bereich TailorMade bietet die Stadler Rail Group maßgeschneiderte Spezialfahrzeuge in Kleinserien an. Mit dem Bereich Service komplettiert die Stadler Rail Group das Angebotsspektrum durch Komponenten und Ersatzteile sowie Wartung, Reparatur und Modernisierung von Schienenfahrzeugen. Die Stadler Deutschland GmbH stellt Vollbahnen (insbesondere für den Regional- und S-Bahnverkehr), kundenspezifische U-Bahnen und TailorMade-Fahrzeuge her und ist verantwortlich für die Marktbearbeitung in Deutschland und den Export von Straßenbahnen innerhalb Europas. Stadler Deutschland GmbH ist innerhalb der Stadler Rail Group das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Straßenbahnen und Metros. Am Hauptstandort Pankow in Berlin befinden sich die Abteilungen für Entwicklung, Beschaffung, Produktion und Verwaltung. Die Entwicklung wird unterstützt durch die Stadler Chemnitz GmbH und von der Stadler Mannheim GmbH. Am Standort Velten in Brandenburg erfolgen die Inbetriebnahme und Auslieferung der Fahrzeuge. Die Instandhaltungsarbeiten für Schienenfahrzeuge werden durch die Stadler Rail Service Deutschland GmbH durchgeführt. Die Stadler Deutschland GmbH ist seit dem Jahr 2001 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadler Rail AG. Sie ist selbst wiederum alleinige Gesellschafterin der Stadler Rail Service Deutschland GmbH, Berlin, der STAP Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Berlin, der Stadler Chemnitz GmbH, Chemnitz, sowie der Stadler Mannheim GmbH, Mannheim. Die Stadler Chemnitz GmbH und die Stadler Mannheim GmbH sind als gruppeninterne Engineering-Dienstleister tätig. 2. MARKTENTWICKLUNG Das Jahr 2024 war weiterhin stark von den tiefgreifenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie dem andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine geprägt. Diese beiden globalen Krisen haben unter anderem aufgrund der Verspätungen in den Lieferketten und Projektverschiebungen aus Vorjahren auch in den kommenden Jahren noch spürbare Auswirkungen auf die Fertigstellung langfristiger Schienenfahrzeugprojekte und die Verkehrsprojekte der öffentlichen Hand. Darüber hinaus war das Jahr 2024 durch die schwache konjunkturelle Entwicklung und begrenzte Haushaltsmittel in Deutschland geprägt. Zudem führten begrenzte personelle Kapazitäten auf Seiten der öffentlichen Auftraggeber dazu, dass Ausschreibungsverfahren verzögert oder nur eingeschränkt durchgeführt werden konnten. Dies hatte zur Folge, dass sich die Vergabeprozesse verlängerten, was wiederum häufig zu verkürzten Lieferzeiten führte - mit entsprechend erhöhtem Terminrisiko. Hinzu kam, dass nicht beendete politische Diskussionen um die zur Verfügung stehenden Mittel für das Deutschlandticket und auch die ausstehende rechtliche Klärung der Entgeltsteigerungen im Bereich der Trassenpreise („Schienenmaut“) zu Ängsten vor erwartbaren finanziellen Engpässen bei den Aufgabenträgern geführt haben. Im Ergebnis wurde die Planungssicherheit deutlich erschwert und Auftraggeber haben begonnen kommerzielle Risiken auf die Auftragnehmer zu verlagern. Auch die Fahrzeughersteller sahen sich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Besonders gravierend wirkten sich die Ausfallrisiken bei Unterauftragnehmern aus, ebenso wie die gestiegenen Material- und Personalkosten. Der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal verschärfte die Situation zusätzlich. Gleichzeitig gelang es nur in begrenztem Umfang, die ursprünglich vereinbarten Fixpreise oder bereits vor den Krisen festgelegten Gleitpreisformeln nachzuverhandeln, was die wirtschaftliche Belastung weiter erhöhte. Festzustellen ist, dass Deutschland nach wie vor ein Käufermarkt ist, in dem die Auftraggeber die Bedingungen diktieren. Durch den nach wie vor großen Umfang der Ausschreibungsprojekte ist der Markt für die Stadler Gruppe als auch für neue Player (z.B. CRRC, Hitachi) sehr attraktiv, was den harten Wettbewerb auf der Industrieseite verstärkt.[1] Auch im Jahr 2024 waren weitere Verschiebungen des Angebotstermins der S-Bahn Berlin II zu verzeichnen, da die Vergabestelle keine finalen Unterlagen für die Aufforderung zum Angebot bereitstellen konnte. Die Verschiebungen der ehemals angekündigten Bestellung Oktober 2021 auf nun Herbst 2025[2] und die damit verbundene spätere Betriebsaufnahme haben als Konsequenz eine weitere Verschiebung des Produktionsfensters um mind. drei Jahre. Der Parallellauf mehrerer S-Bahn-Projekte (Berlin und Köln), welcher in 2023 gedroht hatte, wurde durch die verlorene Ausschreibung S-Bahn Köln nur temporär entlastet - die andauernde Verschiebung des Projekts S-Bahn Berlin II und neu geplanter Taylor-Made-Projekte (S-Bahn für Frankfurt, Straßenbahn für Köln) stellt Stadler Deutschland in Hinsicht (Engineering-)Leistungsvermögen vor ähnliche Herausforderungen. Im Regionalbahnmarkt gibt es wenig Wettbewerb zur DB Regio AG, die einen Marktanteil von ca. 60% hat, was sich durch geringe Ausschreibungsaktivitäten ehemals attraktiver "privater" Kunden für neue Projekte widerspiegelt. Daher umwerben viele Hersteller die verbleibenden wenigen Kunden, insbesondere die DB. Positiv ist zu vermerken, dass die BeNEX wieder verstärkt aktiv ist, was auch durch die Akquisition der Abellio sichtbar wurde. Weiterhin hat die ÖBB mit Übernahme der Go-Ahead Deutschland nun ein deutsches Tochterunternehmen, um ebenfalls im Regionalverkehr Fuß zu fassen. Die Aufgabenträger treten weiterhin vermehrt mit Fahrzeugpool-Modellen an, bei denen sie die Risiken (vor allem für die Fahrzeugbeschaffung und -instandhaltung) den Verkehrsunternehmen abnehmen und den Fahrzeugherstellern nahezu vollständig aufbürden. Im Fernverkehrsmarkt ist bislang keine echte Öffnung für private Betreiber erkennbar. Dies ist vor allem auf das Fehlen eines tragfähigen Marktmodells für den Wettbewerb mit der DB AG sowie auf den bislang unzureichenden politischen Gestaltungswillen zurückzuführen. Bestehende Fördermodelle zur Einführung von alternativen Antrieben sind äußerst komplex und vor allem in der Akquisitionsphase für alle Beteiligten schwer handhabbar (Förderrecht vs. Vergaberecht), obwohl der politische Wille zur Ablösung von Dieselantrieben besteht. Die nach wie vor mangelnde Versorgungssicherheit mit Wasserstoff für den Betrieb von Schienenfahrzeugen, die fehlende Infrastruktur und die unkalkulierbaren Preise führen dazu, dass sowohl seitens Aufgabenträger als auch Verkehrsunternehmen kaum Interesse und Risikobereitschaft für Ausschreibungen über wasserstoffbetriebene Fahrzeuge bestehen. Nach wie vor sind nur wenige MEAT-Kriterien (Most Economically Advantageous Tender) in der Bewertungsmatrix der Vergabestellen reflektiert. Im Bahnsektor - insbesondere in Deutschland - bleibt der Anschaffungspreis bislang das maßgebliche Kriterium bei Ausschreibungen.[3] Kriterien wie etwa Lebenszykluskosten/ Instandhaltung, Nachhaltigkeit, Qualität und Design könnten zukünftig Schlüsselrollen in der Vergabe nach diesen Kriterien spielen, um bei der öffentlichen Beschaffung neben Wirtschaftlichkeit auch Nachhaltigkeit und Innovationen zu berücksichtigen. Kriterien wie Wertschöpfungsanteil im Heimatmarkt DE oder der „Wunsch" nach einheimischen Herstellern findet sich nicht in der Bewertung der Präqualifikationsbedingungen wieder. Der Auftragseingang im Jahr 2024 war mit nur einem Fahrzeugauftrag (14 Regionalfahrzeuge) ein eher unterdurchschnittliches Jahr für STAP (Stadler Deutschland GmbH). Im Vollbahnsegment ist die STAP weiterhin einer der führenden Hersteller bei alternativen Antrieben (Regionaltriebwagen mit Batterie- oder Wasserstoffausrüstung), wie dem FLIRT AKKU. Die Entwicklung eines einteiligen Regionaltriebwagens mit Wasserstoffantrieb, welcher unter großer Beachtung auf der weltgrößten Bahntechnik-Messe in Berlin 2024 vorgestellt wurde, zeigt die Innovationsfähigkeit des Unternehmens. 3. GESCHÄFTSENTWICKLUNG Der Auftragseingang im Jahr 2024 ist gegenüber 2023 deutlich eingebrochen: der Auftragseingangswert beträgt insgesamt 167 Mio. EUR (Vorjahr 525 Mio. EUR). Dies führt zu einem Auftragsbestand von 2.450 Mio. EUR. (Vorjahr 2.458 Mio. EUR). Grund für den zum Vorjahr geringeren Auftragseingang ist der Verlust von zwei Angebotsprojekten sowie die Verschiebung von diversen Ausschreibungen (siehe 2.). Im Auftragsbestand ist eine Anpassung für einen in 2023 von einem verbundenen Unternehmen erteilten Auftrag i.H.v. 80 Mio. EUR berücksichtigt, der in 2024 an die Gesellschaft zurückgegeben wurde. Im Jahr 2024 war lediglich ein wesentlicher Auftrag aus dem Bereich Regionalbahnen zu verzeichnen. Den Markterfolg vor allem mit unserem FLIRT Produkt werten wir weiterhin als positives Zeichen des Vertrauens in die Qualität und Verfügbarkeit der Fahrzeuge aber auch in das Vertrauen die neue Technologie AKKU in den Fahrzeugen. Weiterhin haben wir uns erlaubt, mit den Kunden über Preisanpassungen und einem neuen Index für Material- und Lohnkosten zu sprechen. Grundsätzlich sind wir auf Verständnis gestoßen, stehen aber noch in konkreten Verhandlungen und haben vereinzelt schon Resultate erreicht. Aufgrund der sich leicht entspannenden Zinssituation sehen wir ein verringertes Risiko in den Finanzierungen. Die geringen oder ganz fehlenden Anzahlungen bleiben aber weiterhin ein Thema, das zum Nachteil aller, sei es Hersteller, Betreiber oder Fahrgast, zu teuren Preisen führen wird. Daher versuchen wir aufzuzeigen, dass eine externe Finanzierungslösung durch einen Bankenkredit oder Spezialfinanzierungskonstrukte, nicht immer die beste Lösung ist, sondern man mit Anzahlungen und fairen Cashflow dem Inflationsdruck zum Teil entgegenwirken kann. Die Vergabe des Auftrags, das S-Bahn Projekt Neue S-Bahn 2 (NSB2), durch die Länder Berlin und Brandenburg erwarten wir im Jahr 2025 und haben intern bereits mit ersten Vorbereitungen und Vorprojekten vor der eigentlichen Auftragsvergabe gestartet. Der Umsatz, den die Gesellschaft als zweiten wichtigen Leistungsindikator verfolgt, betrug 109,5 Mio. EUR und lag damit weit unter dem Vorjahreswert von 466,8 Mio. EUR. Die deutliche Reduzierung ist im Wesentlichen auf Projektverzögerungen und die damit verbundene signifikant geringere Anzahl ausgelieferter Fahrzeuge bei zwei zentralen Projekten zurückzuführen. Diese Verzögerungen sind ursächlich in den anhaltenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie der geopolitischen Unsicherheiten infolge des Kriegs in der Ukraine begründet, die sich weiterhin spürbar auf Lieferketten und damit die Projektabwicklung auswirken. Dabei lag der Schwerpunkt der Umsatzanteile mit 72,6% im Segment Regionalfahrzeuge (Vorjahr: 53%). Auf das Segment der Stadtbahnen entfielen 2,0% (Vorjahr: 10,5%), und auf Sonstiges 25,4% (Vorjahr 2%). Das Jahr 2024 war weiterhin geprägt von einem anhaltenden Fachkräftemangel, steigenden Materialkosten und einer allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich seit Februar 2022 infolge des Kriegs in der Ukraine nochmals verschärft hat. Diese Rahmenbedingungen belasteten das finanzielle Ergebnis des Unternehmens erheblich. Weiterhin prägend waren die schwache konjunkturellen Entwicklung und die Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand aufgrund angespannter Haushaltslage Im Jahr 2024 konnten wir nach der Einführung von SAP als Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System) erste Fortschritte bei der Datentransparenz für Planung, Steuerung und betrieblichen Einsatz von Ressourcen feststellen, und erwarten kontinuierliche Verbesserungen unserer firmeninternen Arbeitsabläufe und Prozesse. Mit dem für Anfang 2026 geplanten „GO-LIVE“ der Schweiz erwarten wir zudem zusätzliche Funktionalität und Automatisierung, die zu weiteren Effizienzsteigerungen führen soll. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern) lag mit -123,6 Mio. EUR (Vorjahr - 84,4 Mio. EUR) weit unter unseren Erwartungen. Die Gesamtleistung verzeichnete einen Rückgang um 32,5 Mio. EUR, der hauptsächlich auf die Verringerung der Erträge aus Fördermitteln in Höhe von 35,7 Mio. EUR zurückzuführen ist Darüber hinaus haben Verschiebungen in der Auftragsplanung und -durchführung und Qualitätsprobleme in der Lieferkette zu Steigerungen der Projektkosten geführt und das Ergebnis 2024 negativ geprägt. Im Vergleich zu 2023 (31,4 Mio. EUR) wirkte es sich positiv auf das Jahresergebnis aus, dass keine unüblichen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens vorgenommen werden mussten. Steigende Lohnkosten und Sozialabgaben resultierten in einem Kostenanstieg von 11,4 Mio. EUR. Aufgrund des gestiegenen Finanzbedarfs und der höheren Verlustübernahmen im Rahmen der mit Tochterunternehmen bestehenden Gewinnabführungsverträge hat sich zudem das Finanzergebnis um 18,4 Mio. EUR gegenüber 2023 verschlechtert, so dass die Stadler Deutschland GmbH 2024 mit einem 39,2 Mio. EUR höheren Verlust vor Steuern im Vergleich zu 2023 abgeschlossen hat. 4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Der Schwerpunkt der Arbeiten bei der Stadler Deutschland GmbH lag im Jahr 2024 in der Abwicklung der gewonnenen Aufträge und der damit verbundenen Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Technologien. Dabei standen Entwicklungen zu neuen Antriebs- und Energiespeichertechnologien wie Batterie und Wasserstoff im Vordergrund. Neben diesen Entwicklungsaktivitäten der Stadler Deutschland GmbH bestehen die Aktivitäten vor allem in den projektspezifischen Innovationen auf der Fahrzeug- und Komponentenebene. Ebenso gehen wir die Entwicklung neuer Fahrzeuggenerationen an. Auf der Komponentenebene steht die Weiterentwicklung von neuen Subsystemen mit unseren Zulieferern sowie die Entwicklung eigener, unabhängiger Lösungen im Bereich Fahrgastinformation und Fahrzeugdatenübertragung auf dem Programm. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Entwicklungsaufwendungen im Sinne des § 285 Nr. 22 HGB aufgrund der aufgenommenen Entwicklungsarbeiten hauptsächlich für unsere Flirt Auftragszugänge gegenüber dem Vorjahr auf 76,3 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 53,7 Mio. EUR). Die Höhe der Entwicklungsaufwendungen resultiert aus den jeweiligen projektspezifischen Entwicklungsaufwendungen der Fahrzeugaufträge in der Konstruktionsphase. Im Geschäftsjahr 2024 sind wie im Vorjahr keine aktivierungsfähigen Aufwendungen für die Entwicklung neuer Technologien angefallen. 5. DARSTELLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr muss die Gesellschaft erneut ein negatives Ergebnis ausweisen. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern), das den dritten wesentlichen Leistungsindikator darstellt, betrug -123,6 Mio. EUR (Vorjahr -84,4 Mio. EUR). Zurückzuführen ist dies vor allem auf das schlechtere Finanzergebnis und Mehrkosten in den Projekten (vgl. auch Abschnitt 3). Der Umsatz ist im Berichtszeitraum um 357,2 Mio. EUR auf 109,5 Mio. EUR gesunken. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf zwei zentrale Ursachen zurückzuführen: Zum einen kam es bei einem Projekt zu erheblichen Störungen in der Produktionsplanung, bedingt durch Qualitätsprobleme und verlängerte Durchlaufzeiten in der Lieferkette. Zum anderen führten bei einem weiteren Projekt softwarebedingte Verzögerungen zu einer verspäteten Auslieferung der Fahrzeuge. Besonders herausfordernd gestaltete sich in diesem Zusammenhang die Softwareentwicklung. Die neuen Züge sind mit einer Vielzahl innovativer Systeme ausgestattet, die in dieser Form erstmals zum Einsatz kommen. Die Integration dieser neuartigen Technologien stellte hohe Anforderungen an die Entwicklungsprozesse und erforderte umfangreiche Tests und Anpassungen. Die signifikante Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen um 360,2 Mio. EUR (Vorjahr 6,0 Mio. EUR) entspricht dem aktuellen, verzögerten Projektverlauf. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Jahresvergleich um 28,9 Mio. EUR auf 32,9 Mio. EUR gesunken. Die Differenz zum Vorjahr ergibt sich maßgeblich aus den verringerten Zuschüssen und Fördermitteln in Höhe von 10,1 Mio. EUR (Vorjahr 45,8 Mio. EUR), welche die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 erhalten hat. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / (Gesamtleistung abzüglich sonstige betriebliche Erträge)) erhöhte sich im Berichtszeitraum gegenüber 81,1% im Vorjahr auf nunmehr 83,1%. Der prozentuale Anstieg ist auf den im Vergleich zum Vorjahr veränderten Produktmix der verumsatzten Fahrzeuge zurückzuführen. Insbesondere sind die Projekte der alternativen Antriebstechnologie durch höhere Materialquoten gekennzeichnet. Gestiegene Rohstoffpreise im Zuge einer angespannten Marktwirtschaft ist unter anderen ein weiterer Faktor. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr um 11,4 Mio. EUR auf nun 116,3 Mio. EUR. Der Anstieg ist durch die Tariferhöhung und den Anstieg des Lohn- und Gehaltsniveaus bei Neueinstellungen begründet, aufgrund dessen die Personalkosten je Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Die resultierende Personalaufwandsquote (Personalaufwand / (Gesamtleistung abzüglich sonstiger betrieblicher Erträge)) steigt aufgrund dessen um 2,6%-Punkte auf 24,8% (Vorjahr: 22,2%). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Berichtszeitraum um 1,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, betrugen 31,4 Mio. EUR. Die Abschreibung antizipiert die drohenden Verluste aus einem Projekt und entfällt zu 29,1 Mio. EUR auf die unfertigen Erzeugnisse und zu 2,3 Mio. EUR auf die fertigen Erzeugnisse dieses Projektes. Unter Berücksichtigung dieser Wertberichtigung in der Gesamtleistung 2023 würden die Materialaufwandsquote in 2023 86,9% und die Personalaufwandsquote in 2023 23,7% betragen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahr 2024 leicht um 0,8 Mio. EUR auf 80,7 Mio. EUR gestiegen. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren gestiegene Rechts- und Beratungskosten, Schadensersatz und Instandhaltungskosten, verringert um gesunkene Zuführungen zu Rückstellungen für Gewährleistung und Fremdleistungen. Das Finanzergebnis hat sich im Jahr 2024 um 18,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf -28,8 Mio. EUR verschlechtert, was insbesondere auf die Verlustübernahmen aus Beteiligungen und steigende Zinsaufwendungen zurückzuführen ist. Das Beteiligungsergebnis beträgt -10,4 Mio. EUR ggü. -3,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die Verschlechterung des Beteiligungsergebnisses betraf hauptsächlich die Stadler Rail Service Deutschland GmbH. Bei der Stadler Rail Service Deutschland GmbH, Berlin, waren bei einem Anstieg der Gesamtleistung um 18,4 Mio. EUR, vor allem der um 19,9 Mio. EUR gestiegene Materialaufwand und der Anstieg des Personalaufwands um 4,3 Mio. EUR die Faktoren, die das Ergebnis negativ im Vergleich zum Vorjahr beeinflussten. Darüber hinaus hat sich das Zinsergebnis um 11,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der zusätzlichen Erhöhung der Finanzierung durch unsere Gesellschafterin verschlechtert. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern durch die Abwertungen von Verlustvorträgen in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 3,7 Mio. EUR). Insgesamt hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 128,8 Mio. EUR erwirtschaftet. Dies stellt eine Verschlechterung in Höhe von 40,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr dar und ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang und steigende Personal- und Materialkosten sowie das höhere negative Finanzergebnis zurückzuführen. Sonder- und Einzeleffekte im Geschäftsjahr waren die Erträge aus den Zuschüssen (10,1 Mio. EUR, im Vorjahr 45,8 Mio. EUR), im Vorjahr darüber hinaus die unübliche Wertberichtigung auf die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens von 31,4 Mio. EUR. Finanzlage Der Bestand liquider Mittel zum 31.12.2024 betrug 3,7 Mio. EUR. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Verringerung um 63,0 Mio. EUR. Diese Veränderung setzt sich zusammen aus einem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 369,4 Mio. EUR, einem Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von insgesamt 1,4 Mio. EUR sowie einem Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 305,0 Mio. EUR. Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ergab sich im Wesentlichen aus einer Nettoveränderung des Umlaufvermögens in Höhe von -258,1 Mio. EUR, insbesondere durch den starken Anstieg der Vorräte, sowie dem Jahresfehlbetrag in Höhe von -128,8 Mio. EUR. Der Bestand an erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen insgesamt vor Verrechnung mit den Vorräten sank im Geschäftsjahr um 16,5 Mio. EUR auf 489,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung ergab sich aus der vertraglichen Gestaltung und Verzögerungen von begonnenen Projekten, die noch nicht final im laufenden Geschäftsjahr finalisiert werden konnten, und aus Kundenaufträgen ohne Kundenanzahlung, z.B. KISS ENO und die DB-Projekte, so dass es in diesem Jahr nicht gelungen ist, die fertigen und unfertigen Erzeugnisse größtenteils im Wege von Kundenanzahlungen zu finanzieren. Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit wurde durch die leicht geringeren Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen gegenüber den Einzahlungen aus den Abgängen aus dem Anlagevermögen erzeugt. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich zum einen aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage von 110,0 Mio. EUR und zum anderen aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen durch neue Darlehensvereinbarungen mit dem Gesellschafter in Höhe von 255 Mio. EUR, verringert um eine 51,4 Mio. EUR. Rückführung der Cash Pool Verbindlichkeiten. Darüber hinaus wurde ein Forderungskaufvertrag abgeschlossen, über den in Höhe von 91,0 Mio. EUR Forderungen zur Finanzierung der DB Regio Projekte verkauft wurden. Durch die Nutzung der Finanzstärke des Gesellschafters und des Forderungskaufvertrages sowie durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage war eine Erweiterung der Banken-Finanzierung zum Jahresende nicht notwendig. Die Verbindlichkeit aus dem bestehenden, durch die Gesellschafterin garantierten 1,1% p.a. Schuldscheindarlehen beläuft sich zum Stichtag planmäßig auf 90,0 Mio. EUR (Vorjahr 150,7 Mio. EUR), und hat eine Restlaufzeit mit Fälligkeit im Juli 2028. Darüber hinaus bestehen Darlehensverträge mit der Gesellschafterin, in Höhe von 40 Mio EUR zu 4,7% p.a., mit einer Fälligkeit im Juli 2025, i.H.v. 50 Mio. EUR sowie i.H.v. 200 Mio. EUR. Die letzten beiden Kredite sind beide im Dezember 2029 fällig, bei 3,965% p.a. Zinsen. Der Forderungsverkauf eines DB Portfolios in Höhe von 91 Mio. EUR bei einer Zinsrate von 3,358% wird von April bis Juni 2027 zur Rückzahlung fällig und ist zudem durch eine Garantie der Stadler Rail AG abgesichert. Die Stadler Deutschland GmbH hat mit der Gesellschafterin einen Cashpool Vertrag, kurzfristig kündbar, abgeschlossen, welcher der Gesellschaft einen Kreditrahmen von 50 Mio. EUR mit variabler Verzinsung zur Verfügung stellt. Aufgrund des Bestands an erhaltenen Anzahlungen, der Einbindung in das Cash-Pooling des Gesellschafters und einer Intercompany Kreditlinie von 290 Mio. EUR, und den Verkauf von Forderungen sowie der Einzahlung in die Kapitalrücklage war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2024 jederzeit gesichert. Die Verluste der Vergangenheit und der erwartete Verlust für das kommende Geschäftsjahr können zu Liquiditätslücken bei der Gesellschaft führen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Abschnitt 6 „Chancen und Risiken der geschäftlichen Entwicklung“. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Stadler Deutschland GmbH hat sich zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 229,4 Mio. EUR auf 641,9 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 412,5 Mio. EUR). Beim Anlagevermögen ist insgesamt eine Verringerung der Buchwerte um 15,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Veränderung ist im Wesentlichen in der Verminderung bei Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von -11,6 Mio. EUR durch planmäßige Tilgungen zu begründet. Die Forderungen aus Ausleihungen bestehen insbesondere gegen die STAP Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH in Höhe von 100,8 Mio. EUR (Vorjahr 102,0 Mio. EUR) sowie die Stadler Rail Service Deutschland GmbH (SRSDE in Höhe von 24,6 Mio. EUR (Vorjahr 34,6 Mio. EUR). Des Weiteren haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände im Wesentlichen aufgrund der laufenden Abschreibungen insgesamt um -3,5 Mio. EUR verringert Die Vorräte vor Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen sind zum 31.12.2024 mit 823,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 332,7 Mio. EUR (Vorjahr: 490,7 Mio. EUR) gestiegen. Sie wurden in Höhe von 489,0 Mio. EUR (im Vorjahr 490,7 Mio. EUR) mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Dabei sind die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen um 360,2 Mio. EUR gestiegen. Die geleisteten Anzahlungen verringerten sich um 27,5 Mio. EUR. Die Veränderung dieser Posten steht im direkten Zusammenhang mit der Anzahl und dem Bearbeitungsstand der in der Produktion und Inbetriebsetzung befindlichen Fahrzeuge. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahresniveau um 17,1 Mio. EUR auf 55,9 Mio. EUR gesunken. Die Veränderung ist auf die zum Jahresende geringeren Umsatzerlöse zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich aufgrund von Zahlungen der ausstehenden Forderungen von 10,5 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR verringert. Aufgrund der Auflösung von aktiven latenten Steuern durch die Abwertungen von Verlustvorträgen in Höhe von 5,1 Mio. EUR haben sich die aktiven latenten Steuern auf 0,6 Mio. EUR verringert. Durch den Jahresfehlbetrag von 128,8 Mio. EUR und einer Eigenkapitalerhöhung durch Einstellung in die Kapitalrücklage in Höhe von 110 Mio. EUR hat sich das Eigenkapital von 23,2 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR verringert. Die Eigenkapitalquote liegt nunmehr bei 0,7% (31.12.2023 bei 5,6%). Die Sonstigen Rückstellungen liegen mit 89,2 Mio. EUR in Summe 3,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Im Wesentlichen bilden die Rückstellungen des operativen Geschäfts (ausstehende Eingangsrechnungen-1,2 Mio. EUR), die Rückstellungen zur Vorsorge von auftragsbezogenen Risiken (-3,1 Mio. EUR) sowie die Personalrückstellungen (+ 1,9 Mio. EUR) die größten Posten der Veränderung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten verzeichneten vor allem aufgrund der normalen Projektabwicklung und des Timings der Leistungserbringung und der Rechnungsstellung durch Lieferanten und der Bezahlung der Rechnungen einen Anstieg um 6,1 Mio. EUR. Die Finanzierungsseite ist durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten geprägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken gegenüber dem Vorjahr um 60,7 Mio. EUR. Die Reduktion bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist auf die Rückzahlung eines Teils des Schuldscheindarlehens zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr um 230,4 Mio. EUR auf 351,4 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen handelt es sich um Cash-Pooling Verbindlichkeiten gegenüber der Stadler Rail AG in Höhe von 19,6 Mio. EUR (im Vorjahr 70,9 Mio. EUR) sowie aus Darlehen in Höhe von 290,0 Mio. EUR (im Vorjahr 35,0 Mio. EUR). Der Cash-Pool Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann monatlich gekündigt werden. Die Darlehen haben Laufzeiten bis Dezember 2025 (40,0 Mio. EUR), bis Juli 2029 (50 Mio. EUR) und bis Dezember 2029 (200 Mio. EUR). Die Sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 88,1 Mio. EUR vor allem aufgrund des in 2024 abgeschlossenen Forderungsverkaufs, aus dem zum 31. Dezember 2024 Verbindlichkeiten in Höhe von 91,0 Mio. EUR ausgewiesen werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich um 5,7 Mio. EUR auf 60,4 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen aus der Nachhaftung nach § 133 UmwG resultiert. Die Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war damit im Jahr 2024 nicht zufriedenstellend. Investitionen Nach umfangreichen Investitionen im Jahr 2023 durch den Bau des neuen Logistikzentrums, welcher durch die STAP Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH durchgeführt wurde, und der Einführung der neuen SAP-Software, wurden im Jahr 2024 geringfügigere Investitionen mit Schwerpunkt bei Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist insgesamt um 3,7 Mio. EUR gesunken und liegt nun bei 72,6 Mio. EUR. Personal Am Abschlussstichtag waren in der Gesellschaft 1.538 Mitarbeiter beschäftigt, was gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 55 Beschäftigten bedeutet. Der Anstieg ist im Wesentlichen begründet durch den Aufbau von Mitarbeitern in der Produktion und Inbetriebsetzung sowie im Engineering. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind zum Stichtag 43 Mitarbeiter in einem Ausbildungsverhältnis (Vorjahr: 47). Die Fluktuationsrate wegen Eigenkündigung bei den fest angestellten Mitarbeitern lag mit 3,7% unter dem Wert des Vorjahres von 4,3%. 6. CHANCEN UND RISIKEN DER GESCHÄFTLICHEN ENTWICKLUNG Die Stadler Deutschland GmbH steht vor zahlreichen Chancen, die sich aus den aktuellen Trends im Schienenverkehr ergeben. Die wachsende Attraktivität des Schienenverkehrs in Ballungsräumen und die verstärkten Diskussionen über umweltfreundliche Mobilität schaffen ein günstiges Umfeld für die Geschäftsentwicklung und damit auf unsere wesentlichen Leistungsindikatoren, Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis. In diesem Kontext ergeben sich mittel- und langfristig mehrere vielversprechende Möglichkeiten: Die Stadler Deutschland GmbH sieht in der zunehmenden Attraktivität des Schienenverkehrs aufgrund der Anziehungskraft großer Ballungsräume eine hohe Chance für die geschäftliche Entwicklung. Der öffentliche Diskurs über einen ökologisch sinnvollen Personenverkehr verstärkt diese positive Entwicklung zusätzlich. Die steigende Nachfrage nach Bahnprodukten wird durch die fortgesetzte Diskussion um CO2 -Reduktionen weiter begünstigt. Dies eröffnet der Stadler Deutschland GmbH mit hoher Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit, seine Position im Markt auszubauen und von der wachsenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen durch unser EMU (Electric Multiple Unit) und BEMU (Battery Electric Multiple Unit) Fahrzeugangebot zu profitieren. Insbesondere im Bereich des Stadtverkehrs bietet der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel zusätzliche hohe Wachstums- und Geschäftschancen. Die erwartete Beschleunigung des Ausbaus von S-Bahnen und Regionalverkehrsnetzen stellt für die Stadler Deutschland GmbH eine vielversprechende Möglichkeit dar, ihre Marktpräsenz zu stärken. Die bevorstehenden großen und wichtigen Ausschreibungen, wie NSB2 (Neue S-Bahn Berlin 2), bieten der Stadler Gruppe mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weitere Wachstumschancen. Alternative Antriebstechnologien bieten ebenfalls große Wachstumschancen. Sie ermöglichen eine schnellere Realisierung von Streckenausbauten und sind besonders wichtig für nicht elektrifizierte Strecken, was der Stadler Deutschland GmbH mit hoher Wahrscheinlichkeit einen guten Wettbewerbsvorteil durch ihr Produktportfolio in Ausschreibungen verschafft. Die beschlossene Einrichtung eines Sondervermögens durch die Bundesregierung zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten bietet eine Chance für die Stadler Deutschland GmbH. Durch die gezielte Förderung von Schieneninfrastruktur könnten zusätzliche Ausschreibungen im Bereich Regional- und Stadtverkehr entstehen. Dies stärkt die Marktchancen für innovative Fahrzeuglösungen und nachhaltige Mobilitätskonzepte. Die Stadler Deutschland GmbH sieht die Chance, dass kurzfristig ein wesentlicher Impuls aus der Verteilung des Sondervermögens auf zukünftige Fahrzeugaufträge erfolgt als eher gering. Zusätzliche gute Chancen ergeben sich mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die wachsende Installed Base von Stadler-Produkten und -Dienstleistungen. Das langlebige Wirtschaftsgut Schienenfahrzeug (in der Regel 30 Jahre) fördert das Geschäft mit Ersatzteilen, Reparaturen und Modernisierungen sowie eine potenzielle spätere Beauftragung von Flottenergänzungen. Trotz der positiven Marktbedingungen sieht sich die Stadler Deutschland GmbH auch verschiedenen Risiken gegenüber, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können. Die Herausforderungen reichen von intensiver Wettbewerbssituation bis hin zu externen Faktoren wie geopolitischen Unsicherheiten. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken angegeben und die damit verbundenen Maßnahmen, um diesen Herausforderungen zu begegnen: Die hohe Wettbewerbsintensität in der Phase der Vertragsanbahnung erschwert es mitunter, gewünschte Regelungen zur Risikoverteilung vollständig durchzusetzen - insbesondere angesichts des starken Preisdrucks und der angespannten Marktsituation. Dies kann entweder zu Margenverlusten führen, wenn Risiken nicht angemessen berücksichtigt werden, oder dazu, dass auf eine Teilnahme an Ausschreibungen verzichtet wird, oder Aufträge verloren gehen, wenn sich wesentliche Anforderungen - etwa in Bezug auf Lebenszykluskosten, Instandhaltung, Nachhaltigkeit oder Qualität - nicht wirtschaftlich darstellen lassen. Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt. Trotz gezielter Gegenmaßnahmen, wie einer Stärkung der vertrieblichen Verhandlungsführung und einer kontinuierlichen Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit, bleibt es aufgrund des anhaltend intensiven Wettbewerbsdrucks weiterhin von zentraler Bedeutung. Abwicklungsprobleme während der mehrjährigen Laufzeit eines Projekts - etwa durch Lieferverzögerungen bei kritischen Komponenten oder Schnittstellenproblemen zwischen Subsystemen - können zu erheblichen Mehrkosten, Terminverzögerungen, Vertragsstrafen oder Schadensersatzforderungen führen. Solche Risiken sind im Projektgeschäft grundsätzlich inhärent und stellen ein Risiko dar, dem wir uns im abgelaufenen Jahr stellen mussten, da sich Projektabwicklungsprobleme direkt auf unsere Profitabilität und den Cashflow ausgewirkt haben. Unter Berücksichtigung der ergriffenen Gegenmaßnahmen - insbesondere eines aktiven Projektmanagements sowie einer umfassenden Steuerung und Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette - wird dieses Risiko derzeit als mittel (im Vorjahr: gering) eingeschätzt. Die Gesellschaft erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2025 einen Verlust. Ausweislich der Liquiditätsplanung gehen wir vor diesem Hintergrund sowie der notwendigen Vorfinanzierung der Abarbeitung von Aufträgen für die nächsten 12 Monate von Liquiditätslücken aus, die von der Gesellschafterin geschlossen werden müssen. Zu diesem Zweck hat die alleinige Gesellschafterin eine bis zum 31.12.2026 befristete und auf 310 Mio. EUR betraglich begrenzte Patronatserklärung erteilt. Weiterhin wurde ein Forderungskaufvertrag mit einem Volumen über 400 Mio. EUR im Jahr 2024 abgeschlossen, durch welchen die Gesellschaft Forderungen mit rechtlichem Entstehen verkaufen kann. Ausweislich der Liquiditätsplanung reichen diese Maßnahmen aus, um den Finanzbedarf der nächsten 12 Monate sicherzustellen. Die Gesellschaft hat eine sehr wichtige Stellung für die Stadler Rail Group aufgrund der Bedeutung des deutschen Marktes und der Entwicklungsaktivitäten, welche die Gesellschaft für die Stadler Rail Group durchführt. Auf dieser Grundlage und der initiierten Maßnahmen gehen wir von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung der Gesellschafterin aus und schätzen die Liquiditätsrisiken als mittel ein. Punktuelle Abhängigkeiten bei der Beschaffung von bestimmten Komponenten und Dienstleistungen können zu Lieferverzögerungen und Vertragsstrafen führen, insbesondere durch Unterbrechungen in den Lieferketten. Das Risiko kann sich auf die Umsatzerlöse durch Verschiebung in spätere Perioden, die Rentabilität und den Cashflow auswirken. Ein aktives Lieferantenmanagement und die möglichst frühzeitige Identifikation von Engpässen führen zur Beurteilung dieses Risikos nach Maßnahmen als mittel (im Vorjahr gering). Aufgrund der leichten Verbesserungen beim Zinsniveau haben wir unsere Einschätzung dieses Risikos reduziert. Es besteht aber weiterhin das Risiko, dass insbesondere bei Projekten mit geringen Anzahlungsvolumina ein höherer Finanzierungsbedarf besteht und damit zu einer Erhöhung der Finanzierungskosten führt. Alternative Finanzierungsstrategien, ein regelmäßiger Austausch mit Banken und die enge Abstimmung mit der zentralen Treasury-Gruppenfunktion und Finanzierungsstrategien über die zentralen Treasury-Gruppenfunktion dienen als Gegenmaßnahmen. Angesichts dieser Maßnahmen wird das Risiko als gering (im Vorjahr: mittel, aufgrund damals steigender Zinsen) eingeschätzt. Preissteigerungen durch Inflation, verstärkt durch den Ukraine-Krieg, könnten die Produktionskosten erhöhen und die Margen verschlechtern. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Die kontinuierliche Überwachung der Lieferantenpreise und Verhandlungen mit Alternativlieferanten sollen helfen, dieses Risiko zu minimieren. Nach Maßnahmen wird das Risiko gering bewertet. Der zunehmende Fachkräftemangel, insbesondere das Fehlen von Fachkräften und die Fluktuation von Schlüsselpersonen, könnte die Personalkapazität beeinträchtigen und zu Umsatzeinbußen führen. Die Stadler Deutschland GmbH begegnet diesem Risiko durch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Verbesserung des Einstiegsprozesses. Nach Maßnahmen wird das Risiko als gering bewertet. Unerwartete technische Probleme bei der Entwicklung oder Zulassung von Fahrzeugen, wie mögliche Softwareabstimmungen oder Inkompatibilitäten von Komponenten, könnten die Erfüllung technischer Anforderungen verzögern, was zu erheblichen Zusatzkosten führen kann. Solche Verzögerungen hätten auch Auswirkungen auf den Umsatz und Cashflow Dieses Risiko wird durch die Verwendung erprobter Vorgehensweisen und Prozesse sowie modularer Fahrzeugkonzepte verringert. Nach Maßnahmen wird das Risiko als gering eingeschätzt. Die politische Lage wird weiterhin als fragil eingeschätzt - insbesondere vor dem Hintergrund des andauernden Kriegs in der Ukraine sowie weiterer geopolitischer Spannungen. Diese Unsicherheiten könnten zu Anspannungen der Haushaltslage der öffentlichen Hand, sowie Verzögerungen bei geplanten Vergabeterminen führen und dadurch temporäre Auslastungsprobleme verursachen. In der Folge wären negative Auswirkungen auf Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Cashflow möglich. Durch eine kontinuierliche Beobachtung der politischen Entwicklungen sowie eine flexible und vorausschauende Anpassung der Planungsprozesse wird diesem Risiko aktiv begegnet. Nach Umsetzung dieser Maßnahmen wird das Risiko derzeit als gering eingeschätzt. Ebenso könnte eine sinkende Attraktivität des Schienenverkehrs - etwa infolge rückläufiger Fahrgastzahlen - die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen, insbesondere durch erschwerte Bedingungen bei der Akquisition neuer Aufträge. Dieses Risiko wird durch eine gezielte Marktbeobachtung sowie die laufende Anpassung der Vertriebsstrategie adressiert. Sowohl vor als auch nach Umsetzung der Gegenmaßnahmen wird es als gering eingestuft. Geschäfte in Fremdwährungen, insbesondere in Schweizer Franken, könnten durch Währungskursschwankungen und die schwache EUR-CHF-Kursentwicklung zu höheren Kosten führen, verstärkt durch den Ukraine-Krieg, und sich auf die Margen auswirken. Aufgrund gestiegener Absicherungskosten verzichtet die Gesellschaft aktuell auf Währungsabsicherungen, was das Risiko theoretisch erhöht. Dennoch wird das Risiko des aktuellen Auftragsportfolio vor und nach Maßnahmen als gering eingestuft. Die hohe Preisvolatilität im Bereich von Öl und Gas, verstärkt durch den Ukraine-Krieg, könnte die Materialkosten unvorhersehbar beeinflussen und sich auf die Margen auswirken. Die jüngsten Entwicklungen zeigen jedoch eine Entspannung, was das Risiko verringert. Durch agile Anpassungen und alternative Lieferantenstrategien wird das Risiko als gering bewertet. Mögliche Mängel während der Gewährleistung, einschließlich versteckter Mängel, die bereits beim Kauf von Verbrauchern vorhanden waren, jedoch erst später entdeckt wurden, können zu erhöhten Pönaleaufwendungen und Reputationsverlusten führen. Die Verwendung bewährter modularer Fahrzeugkonzepte sowie die strikte Einhaltung hoher Qualitätsstandards und umfassende interne Prüfungen sollen helfen, dieses Risiko zu mindern. Nach diesen Maßnahmen wird das Risiko als gering eingestuft. Die steigenden Qualitätsanforderungen und technischen Anforderungen könnten zu höheren Produktionskosten und potenziellen Verzögerungen führen, insbesondere wenn es Herausforderungen bei der Erfüllung technischer Anforderungen oder bei der Entwicklung und Zulassung von Fahrzeugen gibt. Technische Probleme, wie z. B. Unregelmäßigkeiten in der Konstruktion oder beim Testen, können ebenfalls zusätzliche Kosten und Verzögerungen verursachen. Durch ein strenges Qualitätsmanagement, umfassende interne Prüfungen und Zertifizierungen nach internationalen Standards soll dieses Risiko minimiert werden. Nach diesen Maßnahmen wird es als gering bewertet. 7. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die Stadler Deutschland GmbH ist der Auffassung, dass Vielfalt bei der Besetzung von Führungspositionen wertvoll für die Entwicklung des Unternehmens ist. Sie hat sich daher intensiv mit der Umsetzung der Anforderungen der §§ 36 und 52 GmbHG in Verbindung mit § 289 f Abs. 4, Abs. 2 Nr. 4 HGB befasst. In der Geschäftsführung sind derzeit keine Frauen vertreten. Das entspricht der Zielfestlegung einer Frauenquote für die Geschäftsführung per Gesellschafterbeschluss vom 25.03.2022 von 0% für Jahre bis 2026, da die Geschäftsführung erst kurz vor der Beschlussfassung neu besetzt wurde und während der Frist keine Neubesetzungen erwartet werden. Bei der Neubesetzung von Geschäftsführungspositionen soll das nicht vertretene Geschlecht zukünftig bevorzugt bei der Besetzung berücksichtigt werden In den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wird gemäß der Festlegung der Geschäftsführung vom 23.03.2022 angestrebt, dass Frauen in dem Maße vertreten sind, wie es ihrem Anteil an der Gesamtbelegschaft entspricht. Die zu erreichende Quote für beide Führungsebenen wurde auf 14% festgelegt. Die Geschäftsführung strebt an, die Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung innerhalb der nächsten 2 Jahren bis 2026 zu erreichen. 8. AUSBLICK Die Geschäftsführung hat ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung 2025 in ihrem Finanzplan angepasst. Die vergangenen Jahre haben unser Unternehmen vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt - von globalen Lieferkettenstörungen über geopolitische Krisen bis hin zu strukturellen Marktbedingungen wie dem Fehlen von Preisgleitklauseln. Diese externen Faktoren trafen auf eine Organisation, die in nahezu allen Bereichen bereits an ihrer Kapazitätsgrenze arbeitete - mit der Folge einer Kettenreaktion, die sich spürbar auf unsere Abläufe und Ergebnisse auswirkte. Trotz erheblicher Investitionen in die Absicherung unserer Lieferketten leiden wir weiterhin unter den gravierenden Folgen des pandemiebedingten Zusammenbruchs globaler Lieferstrukturen sowie den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Diese Ereignisse führten zu erheblichen Preissteigerungen bei Energie und Rohmaterialien. Die daraus resultierende Inflation hatte wiederum steigende Löhne zur Folge. Obwohl unsere Werke gut ausgelastet sind, wirken sich diese Belastungen weiterhin negativ auf das Jahresergebnis aus. Um die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld zu sichern und die Standorte von Stadler Deutschland langfristig zu stärken, wurde im ersten Quartal 2025 ein umfassendes Struktur- und Effizienzprogramm aufgesetzt. Ziel ist es, die Kosten in allen Unternehmensbereichen nachhaltig zu senken und die Effizienz gezielt zu steigern. In enger Abstimmung mit den Sozialpartnern wurde hierzu eine Vereinbarung über einen Arbeitnehmerbeitrag getroffen. Dank unserer hohen Innovationskraft - insbesondere im Bereich nachhaltiger Antriebstechnologien - sowie kontinuierlicher Investitionen bleibt Stadler Deutschland ein zentraler Akteur der Verkehrswende. Wir sehen erste positive Effekte der Einführung des ERP-Systems durch höhere Transparenz und verbesserte Planung und Steuerung der Prozesse. Wir investieren weiterhin viel in unser Personal, um die Kompetenzen unserer Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Was uns weiterhin Sorge bereitet, sind die schnellen und generellen Preissteigerungen. Wir sind zwar in einigen Projekten mit Preisgleitklauseln abgesichert, nichtsdestotrotz sind diese Preisspiralen ein Risiko bei den Materialkosten der Projekte oder Investitionen aber auch ein Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Dank unseren Kundenkontakte, die wir stets gepflegt haben, stoßen wir auf Verständnis und auf Verhandlungsbereitschaft. Wir haben im Budget 2025 trotz des vereinbarten Mitarbeiterbeitrags höhere Lohnkosten prognostiziert sowie eine Stabilisierung der Rohstoffmärkte. Nach dem enttäuschenden Auftragseingang im Jahr 2024 ist die Gesellschaft aufgrund der stark verschobenen Ausschreibungen für 2025 verhalten optimistisch hinsichtlich Bestellungseingängen im Bereich der alternativen Antriebstechnologie und S-Bahnen eingestellt. Insgesamt soll der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr leicht steigen. Die aktuelle Auftragsvorlage ist nach wie vor aufgrund des erfreulichen Auftragseingang 2023, verglichen mit 2024, sehr stark. Die Auslastung ist bis weit in die Zukunft sehr gut und lässt mittelfristig gute zukünftige Ergebnisse vermuten. Auch wenn die geplanten Umsätze für das Jahr 2025 auf leicht höherem Niveau erwartet werden, wird aufgrund des Timings der Zahlungsflüsse mit einem negativen Cashflow gerechnet. Die Investition in den Standort Pankow soll die Prozesssicherheit im Materialfluss in der Produktion und IBS (Inbetriebsetzung) und den Output zukünftig verbessern. Wir sind zuversichtlich, dass das bessere Zusammenspiel aller Disziplinen (u.a. Projektabwicklung) sich darüber hinaus positiv auf die Produktionszeit und somit auf die Auslieferungstreue auswirkt. Das Betriebsergebnis für das Jahr 2025 wird sich gegenüber dem Jahr 2024 aufgrund des noch in den Anfängen befindlichen Kosteneffizienzprogramms leicht verschlechtern. Die Finanzierung des Betriebes und Geschäftes für die nächsten 12 Monate ist nach dem derzeitigen Stand der Unternehmensplanung unter Berücksichtigung der Patronatserklärung der Gesellschafterin und des Forderungskaufvertrages gesichert. Die Ertragsaussichten werden als nachhaltig eingeschätzt. Für das Geschäftsjahr 2025 geht die Geschäftsführung demzufolge von einem leicht höheren Niveau der Auftrags- und Umsatzlage sowie einer immer noch hohen negativen Ertragslage und einem hohen negativen laufenden Cash Flow aus. Aufgrund der durch die Geschäftsführung initiierten Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, erwartet die Geschäftsführung eine schrittweise Verbesserung in den dann darauffolgenden zwei Jahren.
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Siehe dazu: Wettbewerbsfahrplan - schienennahverkehr.de
Berlin, 27. August 2025 Stadler Deutschland GmbH Jörg Nuttelmann, Geschäftsführer Martin Fleischer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Stadler Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Reg. Nr. HRB 74295 B). Anwendung des HGB Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des HGB. Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Nach den Merkmalen des § 267 Abs. 3 HGB handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Vergleichbarkeit zum Vorjahr Die Vergleichbarkeit der Werte von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr ist gegeben. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Zu den Liquiditätsrisiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht, Abschnitt 6 „Chancen und Risiken der geschäftlichen Entwicklung“. Im Einzelnen wird nach den folgenden Grundsätzen bewertet. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer wurden bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen Abschreibungen linear vorgenommen, die im Wesentlichen den steuerlich zulässigen Höchst-AfA-Sätzen entsprechen. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, die auch die zugehörenden Anschaffungsnebenkosten umfassen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Aufwendungen gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB zugrunde gelegt. Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum Nennwert bewertet. Soweit erforderlich, werden auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Umlaufvermögen Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen werden die Aufwendungen gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB zugrunde gelegt. Alle Avalprovisionen auf Anzahlungsbürgschaften sowie Fremdkapitalzinsen auf Projektfinanzierungen werden gemäß § 255 Abs. 3 HGB aktiviert, soweit sie auf den Herstellungszeitraum und das konkrete Projekt entfallen. Soweit notwendig, erfolgt gemäß § 253 Abs. 4 HGB eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden bis zur Höhe der Vorräte offen von diesen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dabei werden Ausfallrisiken auch pauschal durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe von 1 % bezogen auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen < 200 TEUR im Berichtsjahr in Summe 30 TEUR (Vorjahr ca. 49 TEUR) zum Bilanzstichtag gebildet. Sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 und 2 HGB bewertet. Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind im Zugangszeitpunkt zum Devisengeld(mittel)kurs und am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB gemäß § 256a HGB nicht angewendet. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben bzw. auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, und auf steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern nach § 274 HGB angesetzt und bewertet. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB verrechnet angesetzt. Ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung, wird vom Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Es werden nur steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechnet werden können, berücksichtigt. Deckungsvermögen Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum Börsenpreis bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, wird der übersteigende Betrag als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aktiviert. Rückstellungen, Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB sowie Annahmen zur durchschnittlichen Fluktuation, zur Dynamik der anrechenbaren Bezüge und zur Anpassung der laufenden Renten ermittelt. Der Berechnung wurden die „Richttafeln Heubeck 2018 G“ der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, zugrunde gelegt. Die anderen Rückstellungen sind mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bemessung der anderen Rückstellungen tragen wir allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohenden Verlusten angemessen Rechnung. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden pro Projekt unter Berücksichtigung der Gewährleistungsfristen nach pauschalen Erfahrungssätzen auf den gewährleistungsbehafteten Umsatz und, soweit notwendig, zusätzlich für einzelne bereits bekannte Sachverhalte gebildet. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen werden bei der Umsatzlegung entsprechend der Projektkalkulation für noch zu erwartende Kosten gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden im Zugangszeitpunkt mit dem Devisenkassamittelkurs und zum Abschlussstichtag unter Beachtung des § 256a HGB bewertet. Aufwendungen, die das Geschäftsjahr 2024 betreffen, für die die Rechnungen erst im Geschäftsjahr 2025 eingegangen sind und noch nicht sachlich geprüft waren, werden als Rückstellungen für ausstehende Rechnungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Nach den Grundsätzen der Wesentlichkeit und Klarheit wird nachfolgend nur über diejenigen Posten von Bedeutung berichtet, die einer Aufgliederung und/oder Erläuterung bedürfen. AKTIVA ANLAGEVERMÖGEN Die nachfolgenden Erläuterungen basieren auf den Nettobuchwerten des Anlagevermögens. Der Anlagenspiegel am Ende des Anhangs zeigt die Bruttoentwicklung. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Stadler Deutschland GmbH hält sämtliche Geschäftsanteile an den folgenden Gesellschaften:
Das Eigenkapital zum 31.12.2024 der Stadler Rail Service Deutschland GmbH, Berlin, beträgt 20.037 TEUR (Vorjahr: 20.037 TEUR), das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 betrug 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Zwischen der Stadler Deutschland GmbH und der Stadler Rail Service Deutschland GmbH besteht seit dem 01.01.2020 ein auf unbestimmte Zeit geschlossener Ergebnisabführungsvertrag (Vertrag vom 15.09.2020). Die Stadler Deutschland GmbH hat sich darin verpflichtet, sämtliche Gewinne und Verluste zu übernehmen. Im Geschäftsjahr 2024 ist Aufwand aus Verlustübernahme von 9.950 TEUR entstanden (Vorjahr: Aufwand aus der Verlustübernahme von 1.433 TEUR). Das Eigenkapital zum 31.12.2024 der STAP Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Berlin, beträgt 25 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR), das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 betrug 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Zwischen der Stadler Deutschland GmbH und der STAP Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH besteht seit dem 01.01.2017 ein auf unbestimmte Zeit geschlossener Ergebnisabführungsvertrag (Vertrag vom 07.08.2017). Die Gesellschaft hat sich darin verpflichtet, sämtliche Gewinne und Verluste zu übernehmen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde demnach ein Aufwand aus Verlustübernahme von 262 TEUR erzielt (Vorjahr: Aufwand aus der Verlustübernahme von 2.047 TEUR). Das Eigenkapital zum 31.12.2024 der Stadler Chemnitz GmbH, Chemnitz, beträgt 557 TEUR (Vorjahr: 557 TEUR), das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 betrug 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Zwischen der Stadler Deutschland GmbH und der Stadler Chemnitz GmbH besteht seit dem 01.01.2022 ein auf unbestimmte Zeit geschlossener Ergebnisabführungsvertrag (Vertrag vom 14.11.2022). Die Gesellschaft hat sich darin verpflichtet, sämtliche Gewinne und Verluste zu übernehmen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde demnach ein Aufwand aus Verlustübernahme von 176 TEUR übernommen (Vorjahr Ertrag aus der Gewinnabführung von 441 TEUR). Das Eigenkapital zum 31.12.2024 der Stadler Mannheim GmbH, Mannheim, beträgt 2.232 TEUR (Vorjahr: 2.031 TEUR), das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 betrug 201 TEUR (Vorjahr: 200 TEUR). Ausleihungen an verbundene Unternehmen Unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird insbesondere ein Darlehen an die STAP Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Berlin, zur Finanzierung des Produktions- und Verwaltungsgebäudes, des neuen Logistikgebäudes im Pankow Park und des neuen Inbetriebnahme-Standorts in Hennigsdorf in Höhe von 100.769 TEUR (Vorjahr 102.028 TEUR) ausgewiesen. Die Darlehen haben Laufzeiten zwischen 2-4 Jahren, somit längstens bis zum 31.12.2028. Ebenfalls enthalten sind drei Darlehen an die Stadler Rail Service Deutschland GmbH mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 24.588 TEUR (Vorjahr 34.588 TEUR), die im Wesentlichen zur Finanzierung des Servicestandortes Herne dienten. Die Darlehen haben eine Laufzeit längstens bis zum 31.12.2028. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: (Angaben in TEUR)
Von den geleisteten Anzahlungen entfallen 73.208 TEUR (Vorjahr: 103.145 TEUR) auf verbundene Unternehmen. Die geleisteten Anzahlungen werden netto, d. h. ohne Umsatzsteuer, ausgewiesen. Anders als im Vorjahr übersteigt der Betrag der erhaltenen Anzahlungen von Kunden nicht die Vorräte (Vorjahr: 14.848 TEUR), daher erfolgt kein Ausweis auf der Passivseite. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 1.666 TEUR (Vorjahr: 833TEUR) eine Restlaufzeit größer einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 13.272 TEUR (Vorjahr: 15.647 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuerforderungen, von denen 6.826 TEUR (Vorjahr: 12.378 TEUR) aus Verkehrssteuern (Umsatzsteuer In- und Ausland), sonstigen Forderungen, v.a. gegen Lieferanten und aus einer Vergleichsvereinbarung, in Höhe von 6.445 TEUR (Vorjahr: 2.347 TEUR) resultieren. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen der Stadler Gruppe in Höhe von 3.686 TEUR (Vorjahr: 9.776 TEUR) und Forderungen aus Darlehensforderungen in Höhe von 89 TEUR (Vorjahr: 697 TEUR). Forderungen aus den Ergebnisabführungsverträgen und der Umsatzsteuerorganschaft mit den Tochtergesellschaften bestanden in Höhe von 487 TEUR (Vorjahr: 46 TEUR) aus dem Vorjahr. Sonstige Wertpapiere Die ausgewiesenen sonstigen Wertpapiere betreffen die Anlage von Wertguthaben aus sogenannten Langzeitarbeitskonten (Flexzeitkonten) in Geldmarktfonds als Insolvenzsicherung der Arbeitnehmeransprüche. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 551 TEUR (Vorjahr: 5.607 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus den folgenden Sachverhalten: (Angaben in TEUR)
Der Berechnung liegt ein einheitlicher Ertragssteuersatz von 30,0 % zugrunde. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde im Geschäftsjahr 2024 weiter ausgeübt. PASSIVA EIGENKAPITAL Das gezeichnete Kapital der Stadler Deutschland GmbH beträgt 6.180 TEUR (Vorjahr TEUR 6.180). Die Anteile werden seit dem 1. Juni 2001 allein durch die Stadler Rail AG, Bussnang/Schweiz, gehalten. Die Kapitalrücklage beträgt 158.445 TEUR (Vorjahr: 105.240 TEUR). Zur Stärkung des Eigenkapitals hat die Stadler Rail AG, Bussnang, Schweiz, im Geschäftsjahr 2024 Einstellungen in die Kapitalrücklage mit Vereinbarung vom 23. Dezember 2024 über TEUR 110.000 beschlossen. Die Einstellung in die Kapitalrücklage wurde vollständig durch Bareinlage des Gesellschafters geleistet. Die gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildete Kapitalrücklage wurde in Höhe von TEUR 56.795 zugunsten des Bilanzgewinns 2024 aufgelöst, um einen Teilbetrag i.H.v. TEUR 56.795 des Verlustvortrag aus dem Vorjahr (TEUR 88.195) auszugleichen. Im Berichtsjahr besteht aufgrund der aktiven latenten Steuern in Höhe von 551 TEUR und eines Zeitwertüberschusses bei dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 52 eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von insgesamt TEUR 603. Der Unterschiedsbetrag aus der geänderten Abzinsung von Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB in Höhe von -6 TEUR führt zum 31. Dezember 2024 nicht zu einer Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen Für Pensionen gegenüber Mitarbeitern wurde ein Betrag in Höhe von 834 TEUR (Vorjahr: 844 TEUR) zurückgestellt. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage von Berechnungen der Willis Towers Watson GmbH, Wiesbaden, nach der projizierten Einmalbeitragsmethode. Dabei wurden die „Richttafeln Heubeck 2018 G“ der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, unter Anwendung der Regelung des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszinsfuß von 1,90 % (Vorjahr: 1,82°%), eine durchschnittliche Fluktuation von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %), eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) sowie eine Dynamik der Anpassung der laufenden Renten von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) zugrunde gelegt. Die Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt -6 TEUR (Vorjahr 9 TEUR). Sonstige Rückstellungen Bei den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildeten sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 18.255 TEUR (Vorjahr: 24.897 TEUR), für ausstehende Rechnungen (inkl. fehlender Herstellkosten in Höhe von 17.803 TEUR (Vorjahr: 14.362 TEUR)) in Höhe von 47.983 TEUR (Vorjahr: 49.164 TEUR), für Pönale in Höhe von 7.800 TEUR (Vorjahr: 7.490 TEUR) und für Personal in Höhe von 11.934 TEUR (Vorjahr: 10.017 TEUR). Für Personal wurden vor allem zukünftige Jubiläumszahlungen an Mitarbeiter sowie Verpflichtungen aus Urlaubs- und Mehrarbeitszeitansprüchen („Gleitzeit“ und „Flexzeit“) zurückgestellt. Die Ansprüche der Arbeitnehmer aus „Flexzeit“, für die ein Betrag in Höhe von 3.834 TEUR (Vorjahr: 3.695 TEUR) zurückgestellt wurde, sind durch Wertpapierdepots mit einem Buchwert in Höhe von 3.925 TEUR (Vorjahr: 1.944 TEUR) besichert. In diesem Fall erfolgt keine Verrechnung der Rückstellung mit dem Marktwert des Wertpapierdepots, da das Wertpapierdepot kein Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB darstellt. Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der Erfüllungsbetrag aus bereits abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen über 1.416 TEUR (Vorjahr: 1.185 TEUR) wurde mit vorhandenem Deckungsvermögen (Börsenkurs zum 31. Dezember 2024: 1.185 TEUR, Anschaffungskosten: 1.133 TEUR) verrechnet. Aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert resultierte in 2024 ein Aufwand in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: Aufwand 0 TEUR), der zusammen mit dem Aufzinsungsbetrag der Rückstellung von 13 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR) im Finanzergebnis ausgewiesen wird. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeitenspiegel (Angaben in TEUR)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Angaben in TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Stadler Rail AG in Höhe von 309.700 TEUR (Vorjahr: 106.125 TEUR). Davon bestanden in Höhe von 19.611 TEUR (Vorjahr: 70.949 TEUR) Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling, in Höhe von 290.000 TEUR (Vorjahr: 35.000 TEUR) aus Darlehen und in Höhe von 90 TEUR (Vorjahr: 176 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen. Von den übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 31.317 TEUR (Vorjahr: 10.296 TEUR) Lieferungen und Leistungen, 10.388 TEUR (Vorjahr: 3.480 TEUR) Verlustübernahmen im Rahmen der Gewinnabführungsverträge und 27 TEUR (Vorjahr: 1.132 TEUR) Erstattungsverpflichtungen von Umsatzsteueransprüchen aus dem Organkreis. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende wesentliche finanzielle Verpflichtungen: (Angaben in TEUR)
Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB aus der Nachhaftung nach § 133 UmwG ergeben sich aus dem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag (UR: NB 187/2020) vom 11. November 2020 für den Bereich „Service“, der mit Wirkung zum 01.01.2020 auf die Stadler Rail Service Deutschland GmbH ausgegliedert worden ist. In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 47.615 TEUR (Vorjahr: 40.483 TEUR) enthalten. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen oder Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Regionalfahrzeugen (Umsatzanteil: 72,6 %), Stadtbahnen (Umsatzanteil: 2,0 %), und Sonstiges (Umsatzanteil: 25,4 %). Die wesentlichen Umsatzerlöse wurden in Höhe von 63.410 TEUR (Vorjahr: 411.447 TEUR) in Deutschland und in Höhe von 44.218 TEUR (Vorjahr: 41.605 TEUR) in der Schweiz erzielt. Weitere Umsatzerlöse mit übrigen europäischen Kunden betrugen 1.895 TEUR (Vorjahr: 13.701 TEUR). Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 8.416 TEUR (Vorjahr: 8.255 TEUR) enthalten, bei denen es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen handelt. Außergewöhnliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fördermitteln in Höhe von 10.098 TEUR (Vorjahr 45.834 TEUR) für Projekte im Bereich der Energiespeicherung und für die Entwicklung von Akku-Zügen enthalten. Außergewöhnliche Aufwendungen Im Vorjahr enthielten die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, die Wertberichtigung der unfertigen Erzeugnisse von 29.116 TEUR und der fertigen Erzeugnisse von 2.284 TEUR, in Summe 31.400 TEUR. Diese entsprachen dem erwarteten Verlust aus einem Projekt, welches die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen auf Projekte deutlich überschritt. E. SONSTIGE ANGABEN Abschlussprüferhonorare Für den bestellten Abschlussprüfer - KPMG AG - wurde im Geschäftsjahr das folgende berechnete Gesamthonorar erfasst und wie folgt aufgeschlüsselt: (Angaben in TEUR)
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Ergebnisverwendung In der Gesellschafterversammlung vom 30.06.2025 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Der Bilanzverlust in Höhe von 88.195 TEUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 128.765 gemeinsam mit dem nach Verrechnung mit der aufgelösten Kapitalrücklage verbleibenden Verlustvortrag von TEUR 31.400 auf neue Rechnung vorzutragen. OECD-Mindeststeuer (Pillar 2) Stadler Deutschland GmbH gehört zur Stadler Gruppe, welche im Jahr 2024 einen weltweiten Umsatz von rund CHF 3,3 Mrd. erwirtschaftete und daher in den Anwendungsbereich der OECD-Mustervorschriften (OECD Pillar Two) fällt. Mit Bezug auf Stadler Deutschland GmbH ist die entsprechende deutsche Gesetzgebung am 28. Dezember 2024 in Kraft getreten. Die von Stadler Deutschland GmbH gehaltenen Tochtergesellschaften sind ausschließlich in Deutschland domiziliert, welche der ordentlichen Besteuerung und somit einem effektiven Steuersatz von über 15 % unterliegen (vor Anrechnung bestehender Verlustvorträge). Dies gilt auch für die von Stadler Deutschland GmbH im Ausland registrierten Betriebsstätten in Norwegen und Dänemark. Darüber hinaus verfügt Stadler Deutschland GmbH über keine weiteren ausländischen Beteiligungen und/oder Betriebsstätten. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen kann festgehalten werden, dass der effektive Steuersatz der Stadler Deutschland GmbH und der von ihr gehaltenen inländischen Tochtergesellschaften und ausländischen Betriebsstätten in Norwegen und Dänemark den erforderlichen effektiven Mindeststeuersatz von 15 % im Jahr 2024 und in den Folgejahren nicht unterschreiten wird (unter Ausklammerung bestehender Verlustvorträge). Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Seit Ende Februar 2025 wurden Verhandlungen zwischen der IG Metall und der Geschäftsführung der Stadler Deutschland GmbH geführt. Diese wurde Mitte April 2025 mit einer Einigung über die Grundbausteine beendet, die unter anderem eine Standortgarantie bis 2032 und eine Beschäftigungsgarantie von 79 % der Arbeitsplätze für die nächsten vier Jahre beinhalten. Ein Abbau eigenen Personals vor dem Hintergrund der Einigung ist aktuell nicht geplant. Am 1. Juli 2025 wurde mit dem Richtfest der neuen IBS-Betriebsstätte in Hennigsdorf ein bedeutender Baufortschritt erreicht. Mit dem Neubau stärkt Stadler den Standort Hennigsdorf nachhaltig und schafft die baulichen Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum und moderne Arbeitsbedingungen. Die Investition in zweistelliger Millionenhöhe unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts für die langfristige Entwicklung des Unternehmens. Sie erfolgt durch die Tochtergesellschaft STAP Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH für die Stadler Deutschland GmbH. Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag nach § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor bzw. haben sich nicht ergeben. Mitglieder des Beirates Der Beirat der Stadler Deutschland GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Bezüge für die Mitgliedschaft im Beirat wurden im Geschäftsjahr nicht gewährt. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a und b HGB wurde die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Angaben zur Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die Stadler Rail AG, Bussnang/Schweiz, die einen Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis von Unternehmen erstellt; die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt auf der Homepage der Stadler Rail AG im Bereich Investor Relations. Die Stadler Deutschland GmbH stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Abschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.
Berlin, 27. August 2025 Stadler Deutschland GmbH Jörg Nuttelmann, Geschäftsführer Martin Fleischer, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2024
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stadler Deutschland GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadler Deutschland GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadler Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 7 „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 7 „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 27. August 2025 KPMG AG Bach, Wirtschaftsprüfer Knollmann, Wirtschaftsprüfer |
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Stadler Deutschland GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Heinz-Brandt-Straße 6
13158 Berlin - Handelsregister
- HRB 74295, Charlottenburg (Berlin)
- Branche
-
Herstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen
Reparatur und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Vermietung von Schienenfahrzeugen - Eingetragenes Kapital
- 6.180.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
P 2: P 1: Lesinski, Frank, *27.01.1958, Berlin, Prokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem weiteren Prokuristen. Fuchs-Giebel, Jörn, *19.11.1963, Leegebruch, Prokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem weiteren Prokuristen.
- Unternehmenszweck
- Konstruktion und Herstellung von Schienenfahrzeugen und Spezialfahrzeugen.
Finanzen
Bilanz
- Umlaufvermögen 65,6 % 435,59 Mio
- Anlagevermögen 34,0 % 225,96 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 1,43 Mio
- Aktive latente Steuern 0,2 % 1,14 Mio
- Verbindlichkeiten 82,4 % 547,50 Mio
- Rückstellungen 17,2 % 114,39 Mio
- Eigenkapital 0,3 % 2,24 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Umsatzerlöse 31,0 % 303,61 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 18,3 % 179,05 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 16,7 % −163,62 Mio
- Verlustvortrag des Vorjahres 16,3 % −160,17 Mio
- Entnahme aus der Kapitalrücklage 13,1 % 128,77 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 3,4 % 33,53 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,0 % −9,89 Mio
- Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,1 % 901,2 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 520,7 k
- Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 166,5 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 0
- Materialaufwand 59,1 % −378,95 Mio
- Personalaufwand 17,6 % −112,83 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 17,4 % −111,92 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4,2 % −27,13 Mio
- Aufwendungen aus der Verlustübernahme 1,5 % −9,90 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,1 % 635,6 k
- Sonstige Steuern 0,0 % −6,2 k
- Gesamtleistung 516,19 Mio
- Ergebnis nach Steuern −132,22 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −132,22 Mio
GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Josef Michael Köcher
seit 2026 Geschäftsführer
-
Martin Fleischer
seit 2023 Geschäftsführer
-
Martin Fleischer
seit 2023 Geschäftsführer
-
Philipp Mario Brunner
seit 2026 Geschäftsführer
-
Andreas Kliebsch
seit 2020 Prokura
-
Anne Otto
seit 2022 Prokura
-
Björn Bethke
seit 2026 Prokura
-
Florian Harzer
seit 2019 Prokura
-
Hans Joachim Kaup
seit 2025 Prokura
-
Hempelmann Dr. Klaus
seit 2019 Prokura
-
Jürgen Harald Graba
seit 2023 Prokura
-
Manuela Falter
seit 2019 Prokura
-
Oliver Ehlebracht
seit 2025 Prokura
-
Patrik Contreras
seit 2025 Prokura
-
Patrik Contreras
seit 2025 Prokura
-
Peter Spuhler
seit 2018 Prokura
-
Roy Bruderer
seit 2018 Prokura
-
Stefan Raymonda Goossens
seit 2026 Prokura
-
Steffen Obst
seit 2008 Prokura
-
Till von Levetzkow
seit 2019 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Stadler Rail AG CHE 100,0 % 6,2M €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- Stadler Mannheim GmbH 100,0 %
- Stadler Rail Service Deutschland GmbH 100,0 %
- Stadler Reinickendorf GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
30.06.
Eintritt eines MitgliedsBjörn Bethke · Prokura
-
08.05.
Eintritt eines MitgliedsJosef Michael Köcher · Geschäftsführer
-
08.05.
Eintritt eines MitgliedsJosef Michael Köcher · Geschäftsführer
-
20.02.
Eintritt eines MitgliedsPhilipp Mario Brunner · Geschäftsführer
-
20.02.
Eintritt eines MitgliedsStefan Raymonda Goossens · Prokura
-
20.02.
Eintritt eines MitgliedsPhilipp Mario Brunner · Geschäftsführer
-
20.02.
Eintritt eines MitgliedsStefan Raymonda Goossens · Prokura
- 2025
-
01.12.
Eintritt eines MitgliedsHans Joachim Kaup · Prokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Stadler Deutschland GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 3efb20eb6d87831f058b6a95ce489b28",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
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"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
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