aktiv Rechtsform GmbH

Stadtwerke Düren GmbH

Düren ·HRB 1086 Düren

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Arnoldsweilerstraße 60
52351 Düren
Handelsregister
HRB 1086, Düren
Eintragungsdatum
18. April 1984
Branche
Wärme- und Kältehandel
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Eingetragenes Kapital
17.077.400,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
die Versorgung der Bevölkerung insbesondere im Stadtgebiet Düren und der Gemeinde Merzenich mit Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser, die Erzeugung von Elektrizität insbesondere durch Anlagen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien sowie der Energiehandel. Daneben ist Gegenstand des Unternehmens die Planung, die Errichtung, der Betrieb, die Instandhaltung, der Ausbau, der Erwerb, die Vermarktung und die Nutzung von Netzanlagen und sonstigen Verteilungssystemen (einschließlich die Erbringung und Vermarktung von unmittelbar verbundenen Dienstleistungen) für Telekommunikationsnetze und Informationstechnologie.

Finanzen

Umsatz 2024
185,52 Mio. €
Mitarbeiter 2024
108
Bilanzsumme 2024
106,09 Mio. €
Jahresergebnis 2024
5,14 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 106,09 Mio
  • Anlagevermögen 76,7 % 81,38 Mio
  • Umlaufvermögen 23,3 % 24,69 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 19,4 k
Passivseite 106,09 Mio
  • Verbindlichkeiten 50,1 % 53,19 Mio
  • Eigenkapital 29,6 % 31,44 Mio
  • Rückstellungen 10,8 % 11,48 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 4,6 % 4,90 Mio
  • Passive latente Steuern 2,9 % 3,12 Mio
  • Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse 1,9 % 1,97 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 193,69 Mio
  • Umsatzerlöse 95,8 % 185,52 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3,5 % 6,75 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,5 % 1,03 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 0,2 % 329,7 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 47,4 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 1,3 k
Aufwendungen 167,06 Mio
  • Materialaufwand 86,2 % 144,01 Mio
  • Personalaufwand 6,5 % 10,91 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 4,6 % 7,68 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,7 % 2,79 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,5 % 898,9 k
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,4 % 644,5 k
  • Sonstige Steuern 0,1 % 127,1 k
  • Ergebnis nach Steuern 5,27 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 5,14 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Maria Elisabeth Creeten seit 2023 Geschäftsführer
  • Alexander Zuza seit 2026 Prokura
  • Andreas Ohmayer seit 2013 Prokura
7 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Stadt Düren DEU 50,1 % 8,6M €
  • Westenergie AG DEU AG Essen, HRB 31538 49,9 % 8,5M €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Beteiligungen an

3 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 22.01.
    Austritt einer Position
    Ingo Vosen · Gesamtprokura
  3. 22.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Alexander Zuza · Gesamtprokura
  4. 2024
  5. 03.07.
    Austritt einer Position
    H****** D****** · Geschäftsführer
  6. 2023
  7. 26.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    Maria Elisabeth Creeten · Geschäftsführer
  8. 02.10.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Düren GmbH
  9. 02.10.
    Änderung der Vertretungsregelung
    Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
  10. 2022
  11. 11.01.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Düren GmbH
  12. 2015
  13. 16.05.
    Änderung des Unternehmensgegenstands
    die Versorgung der Bevölkerung insbesondere im Stadtgebiet Düren und der Gemeinde Merzenich mit Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser, die Erzeugung von Elektrizität insbesondere durch Anlagen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien sowie der Energiehandel. Daneben ist Gegenstand des Unternehmens die Planung, die Errichtung, der Betrieb, die Instandhaltung, der Ausbau, der Erwerb, die Vermarktung und die Nutzung von Netzanlagen und sonstigen Verteilungssystemen (einschließlich die Erbringung und Vermarktung von unmittelbar verbundenen Dienstleistungen) für Telekommunikationsnetze und Informationstechnologie.
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Stadtwerke Düren GmbH

Düren

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Unternehmensgegenstand

Die Stadtwerke Düren (SWD) sind ein Unternehmen mit lokalen Wurzeln und regionaler Verantwortung. Die Anfänge des Unternehmens liegen im 19. Jahrhundert. Heute sind die Stadtwerke ein Tochterunternehmen der Stadt Düren und der Westenergie AG. Als Energie- und Wasserversorger der Stadt Düren und der Gemeinde Merzenich bieten Sie ihren rund 60.000 Kunden Energie und Wasser sowie damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand.

Wesentlicher Gegenstand des Unternehmens sind die Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Gas, Wärme und Wasser, die Erzeugung von Strom insbesondere durch Anlagen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien, der Energiehandel sowie mit vorgenannten Aufgaben verbundene Dienstleistungen. Zum Aufgabenumfang der Stadtwerke Düren-Gruppe gehört darüber hinaus auch die Planung, die Errichtung, der Betrieb, die Instandhaltung, der Ausbau, der Erwerb, die Vermarktung und die Nutzung von Netzanlagen und sonstigen Verteilungssystemen für Telekommunikationsnetze und Informationstechnologie sowie die Erbringung und Vermarktung damit unmittelbar verbundener Dienstleistungen. Zur Erfüllung der Netztätigkeiten bedient sich die Stadtwerke Düren GmbH auch ihrer Tochtergesellschaft Leitungspartner GmbH sowie der Beteiligung DEM GmbH.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien sind die Stadtwerke Düren stark engagiert. Dazu gehören Beteiligungen an der RURENERGIE GmbH, der Green GECCO GmbH & Co. KG, der STEAG Windpark Ullersdorf GmbH & Co. KG sowie der Windpark Jüchen GmbH & Co. KG.

Strategie und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Insgesamt hat sich die Lage am Energiemarkt im Vergleich zum durch starke Turbulenzen geprägten Jahr 2022 wieder etwas beruhigt. Die Anspannungen sind jedoch weiterhin zu spüren und dem wird durch eine entsprechend umsichtige Planung Rechnung getragen. SWD hat die Herausforderungen des vergangenen Jahres durch eine konsequente Umsetzung ihrer Strategie mit Blick auf Fokus, Wachstum und Effizienz gemeistert, da sich diese auch in Krisenzeiten als robust erwiesen hat.

Die Energiekrise im Jahr 2022 war ein Beschleuniger der Energiewende, da die Notwendigkeit der nachhaltigen Energieproduktion noch stärker in den Fokus gerückt ist. Die Energiewende ist somit nicht nur eine dringend benötigte Antwort auf den Klimawandel, sondern auch eine große Chance für Europa und Deutschland, um wettbewerbsfähig und resilient zugleich zu bleiben und so einen nachhaltigen Weg heraus aus der Energiekrise zu begründen.

Auch die Stadtwerke Düren sehen den Klimawandel als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit an. Risiken und Chancen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, beeinflussen daher unsere Unternehmensstrategie und unser unternehmerisches Handeln. Klimaschutz und die damit einhergehende Reduktion von Treibhausgas-Emissionen ist für SWD von hoher Bedeutung. Daher hat sich die Gesellschaft im Laufe des Jahres 2023 in diesem Bereich ambitionierte Ziele gesetzt. Wir wollen bis 2035 in den Emissions-Kategorien Scope 1 (Emissionen aus Quellen, die direkt in unserem Geltungsbereich sind) und Scope 2 (Emissionen aus der Nutzung von Energie, die wir einkaufen) gemäß dem Greenhouse Gas Protocol klimaneutral werden. Damit liegt unser angestrebtes Ziel zeitlich vor dem der Bundesregierung für die Klimaneutralität Deutschlands.

Weiterhin zeigen die politischen Beschlüsse im Hinblick auf das 'Osterpaket' (s.u.), dass der Fokus auf Energiesicherheit und Energieunabhängigkeit sowie eine dafür erforderliche resiliente und digitale Energieinfrastruktur noch weiter an Bedeutung gewonnen hat. Die Krise hat uns auch vor Augen geführt, dass wir Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie stets zusammen denken müssen und eine Balance zwischen diesen drei Punkten die Maxime des Handelns sein muss. Deutschland ist Teil des europäischen Energiemarktes.

Darüber hinaus befinden wir uns nun an einem Wendepunkt. Die Energiewende ist nicht mehr nur eine Energiewende allein, sondern vor allem eine Wärmewende, von der jeder Einzelne unmittelbar bereits betroffen ist oder zukünftig sein wird. So war das Jahr 2023 bereits durch einen starken Wunsch der Kunden nach mehr Autarkie und Nachhaltigkeit, unter anderem resultierend in einer hohen Nachfrage nach Wärmepumpen, geprägt; die Wärmewende war bereits in diesem Jahr schon deutlich zu spüren. Diese Wende zu schaffen, ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Dekade.

Die Konjunkturprognose des OECD für Deutschland hatte im Juni 2023 für das Berichtsjahr eine Stagnation für möglich gehalten. Mittlerweile zeigen erste Berechnungen sogar einen leichten Rückgang des BIP der deutschen Wirtschaft von 0,3 Prozent. Durch Zinserhöhungen wurde versucht der Inflation entgegenzusteuern. Das höhere Zinsniveau hat zur Folge, dass die Wirtschaftsaktivität gebremst wird, was sich unter anderem in der Baubranche zeigt.

Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß Statistischem Bundesamt im Jahr 2023 im Schnitt bei 5,9 Prozent lag.

Die Frage, mit welchen Mitteln und wie schnell der Klimawandel gebremst werden müsse, prägte auch im Jahr 2023 weltweit die energiepolitische Debatte.

Auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2023 haben sich Staats- und Regierungschefs von fast 200 Ländern auf ein Schlussdokument geeinigt. In diesem sind folgende Kernaussagen zum Thema Energie getroffen worden: die Verdreifachung der erneuerbaren Energien bis 2030, die Nutzung von Technologien wie der CO 2 -Abscheidung und -Speicherung und die Abkehr von fossilen Brennstoffen in Energiesystemen. Die Dekarbonisierung des Energiesystems wird aber weiter eine kritische Herausforderung bleiben, um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen.

Mitte 2022 hat der Bundestag das sogenannte Osterpaket zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet. Mit verschiedenen Gesetzesänderungen, beispielsweise im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), hat der Gesetzgeber die Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von 50 Prozent auf 80 Prozent erhöht. Dabei rückt der Ausbau der Solarenergie in den Fokus. Bis 2030 soll die installierte Photovoltaik-Leistung von 100 GW auf über 215 GW mehr als verdoppelt und die Onshore Wind-Leistung von 71 GW auf 115 GW erhöht werden. Das Jahresziel von 9 GW Netto-Zubau an Photovoltaik-Leistung in 2023 wurde dieses Jahr bereits im September erreicht. Der Zubau von Onshore-Windleistung lag Ende des dritten Quartals 2023 bei zirka 50 Prozent des Jahresziels von 3,9 GW.

Auf Bundesebene hat die Bundesregierung mit dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) Maßnahmen zur Beschleunigung des Smart Meter Rollouts beschlossen. Das MsbG wurde durch das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende novelliert und sieht einen Rollout-Fahrplan mit verbindlichen Zielen bis 2030 vor. Die Messstellenbetreiber werden verpflichtet, die angeschlossenen Verbrauchsstellen sukzessive mit intelligenten Messsystemen auszustatten. Das Gesetz trat im Mai 2023 in Kraft.

Die Neufassung des § 14a im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sieht vor, dass steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie z.B. elektrische Wärmepumpen oder Wallboxen für Elektroautos zukünftig netzorientiert gesteuert werden und im Gegenzug Netzentgeltreduktionen erhalten. Das Instrument ersetzt nicht die Ertüchtigung der Verteilnetze, sondern ergänzt diese temporär. Die zuständige Bundesnetzagentur hat Ende November 2023 eine entsprechende Regelung festgelegt.

Zudem hat die Bundesregierung im Juni 2023 die Neufassung des Klimaschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Ursprünglich sah das Klimaschutzgesetz jährliche Emissionsreduktionsziele für die Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft vor. Die derzeit laufende Anpassung sieht nun u.a. vor, die Klimaziele nicht mehr rückwirkend nach Sektoren, sondern vorausschauend, mehrjährig und sektorübergreifend einzuhalten. Emissionsminderungsziele für einzelne Sektoren sollen damit entfallen.

Die Notwendigkeit, den Stromsektor in kurzer Zeit vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen und diesen Umbau effizient, sicher und schnell zu gestalten, erfordert eine Weiterentwicklung des Strommarktdesigns. Daher hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit der Plattform Klimaneutrales Stromsystem (PKNS) 2023 ein Diskussionsforum zum zukünftigen Marktdesign im Strommarkt ins Leben gerufen. Beteiligt sind Akteure aus Parlament, EU-Kommission, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Um das Ziel der vollständigen Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen, wurden im Jahr 2023 das Gebäudeenergiegesetz, das auf die Umstellung der Heizungstechnologien abzielt, und das Wärmeplanungsgesetz, das die Wärmenetze adressiert und die Grundlage für die kommunale Wärmeplanung bildet, verabschiedet. Das Gebäudeenergiegesetz sieht vor, dass Heizungsanlagen künftig nur noch neu installiert werden dürfen, wenn sie mindestens 65 Prozent der bereitgestellten Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugen. Für Neubauten gilt dies ab Januar 2024, für den Bestand sind Übergangsfristen bis 2028 vorgesehen. Flankiert werden die Regelungen durch eine unter anderem nach Einkommen gestaffelte Förderung. Das Wärmegesetz sieht zunächst einen Anteil von 30 Prozent erneuerbarer Energien in bestehenden Wärmenetzen vor. Gleichzeitig werden die Länder verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass die Kommunen bis spätestens 2028 Wärmepläne erstellen. Mit Blick auf Düren wurde unsere Tochtergesellschaft Leitungspartner von der Stadt Düren mit der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung bis Ende 2024 beauftragt. Diese legt fest, welche Gebiete dezentral oder leitungsgebunden mit Wärme versorgt werden können und wie erneuerbare Energien und Abwärme genutzt werden können. Für Gasnetze sind die operativen Auswirkungen aus der seitens der EU beschlossenen Methanemissionsverordnung noch nicht vollumfänglich abschätzbar, da die konkreten Vorgaben an die Gasnetzbetreiber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend definiert sind.

Was die Entlastung der Gas- und Wärmekunden betrifft, so wurde 2023 ein ermäßigter Umsatzsteuersatz auf Gas- und Wärmelieferungen wirksam. Diese Maßnahme gilt bis 31.3.2024 - eine Verkürzung des Zeitraums auf den 29.2.2024 wird derzeit in der Politik diskutiert. Die finale Entscheidung zur Verkürzung der Geltungsdauer war zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht getroffen worden.

Das Bundesverfassungsgericht hat am 15. November 2023 entschieden, dass das Gesetz über den zweiten Nachtragshaushalt 2021 verfassungswidrig ist. Das Urteil betrifft unmittelbar den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Bei Übertragung der Grundsätze auf die weiteren Sondervermögen ist mittelbar auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) betroffen. In der Folge hat die Bundesregierung die staatliche Förderung des zweiten Entlastungsinstruments -die Strom- und Gaspreisbremsen - nicht wie geplant bis Ende März 2024 verlängert, sondern diese Ende 2023 auslaufen lassen.

Insgesamt befindet sich der Energiesektor weiterhin in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Der Russland-Ukraine Krieg sorgt weiterhin für große volkswirtschaftliche Unsicherheiten und beeinflusst den Energiesektor. Für die Stadtwerke Düren und die für den Netzbetrieb zuständige Tochtergesellschaft Leitungspartner steht seit Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs Anfang 2022 die Sicherstellung der Energieversorgung in dieser unruhigen Zeit im Vordergrund. Die Folgen des Kriegs haben auch Auswirkungen auf unser Geschäft. Dies zeigt sich u.a. in den volatilen Commodity-Preisen auf die in den nächsten Absätzen näher eingegangen wird und die insbesondere im Bereich der Geschäftskunden auch Auswirkungen auf die Energieabnahme haben.

Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die Energiepreise im Großhandel gegenüber dem Vorjahr deutlich erholt. Die unmittelbaren Auswirkungen des anhaltenden Russland-Ukraine-Kriegs auf die Versorgungssituation in Europa haben sich mit dem bereits erfolgten beziehungsweise weiterhin steigenden Ausbau der Importkapazität von LNG reduziert.

Bei insgesamt milden Witterungsbedingungen im vergangenen Winter konnten zudem Gasreserven in den Untergrundspeichern gegenüber Vorjahren geschont werden.

Zum Berichtszeitpunkt können noch keine verlässlichen Aussagen über die kundenbezogenen Verbrauchsreduktionen im Winter 2023/24 getroffen werden. Im vergangenen Winter 2022/23 haben Haushalte zum Beispiel in Deutschland ihren Verbrauch reduziert, und zwar in Höhe der geschätzten temperaturunabhängigen Reduktion von etwa 10 Prozent. Die Einsparungen trugen insgesamt zu einer geringeren Nachfrage im Großhandelsmarkt bei und haben zudem eine preisdämpfende Wirkung.

Zu Jahresbeginn 2023 kostete eine MWh Gas im Monatskontrakt an der niederländischen TTF-Börse 77 €. Zum Ende des Berichtsjahres pendelten sich die Preise bei zirka 50 € ein. Für Strom war die Entwicklung ähnlich. Zu Jahresbeginn kostete eine MWh Strom Grundlast im Jahreskontrakt des Folgejahres 214 €, zum Ende des Berichtsjahres zirka 118 €. Damit liegt das Preisniveau insgesamt aktuell wieder unterhalb des Niveaus vor Beginn des Russland-Ukraine-Krieges, jedoch ist es immer noch etwa doppelt so hoch, wie in einem langfristigen Mittel vor Beginn der Energiekrise.

Als Faktoren für ein aktuell weiterhin erhöhtes Preisniveau wirken neben der gegenwärtigen Unsicherheit über den witterungsbezogenen Verlauf des Winters insbesondere verbleibende geopolitische Risiken und der Wettbewerb um LNG auf dem Weltmarkt. Im Wettbewerb um Flüssiggas insbesondere mit Asien hat der erwartete Ausbau von Kapazitäten zur Verflüssigung von Gas bei wesentlichen Produzenten in den kommenden Jahren dagegen das Potenzial, mittelfristig zu einer weiteren preislichen Erholung zu führen.

Geschäftsverlauf der Stadtwerke Düren

Die Stadtwerke arbeiten mit finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage herangezogen werden. Hierzu zählen:

Finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatzerlöse

Betriebliches Ergebnis

Investitionen

Bilanzielle Eigenkapitalquote

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Energie- und Wasserabsatz

Kundenzufriedenheit

Die Entwicklung der einzelnen Indikatoren zeigt sich im Rahmen der weiteren Erläuterungen.

Marktumfeld

Das oben beschriebene Marktumfeld hatte auch spürbare Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Stadtwerke Düren. Das Betriebsergebnis liegt mit 18.501 Tsd. € deutlich oberhalb der Erwartungen.

Aufgrund der Energiekrise und eines milden Winters kam es zu deutlichen Einsparungen beim Energieverbrauch. Die von der Bundesregierung empfohlene Reduktion des Gasverbrauchs führte dazu, dass die SWD auf Basis einer "Normalerwartung" mehr Gas und Strom für die Kunden beschafft hatten, als letztendlich ausgeliefert wurden. Hierdurch ist eine sogenannte Long-Position entstanden, die an der Energie-Börse EEX zurückverkauft werden konnten. Auf Grund des hohen Marktpreises konnten so unerwartete Gewinne erzielt werden. Dies ermöglichte nicht nur Mehreinnahmen, sondern verhinderte auch Preiserhöhungen in einem Ausmaß, wie dies bei anderen Versorgern zu beobachten war. So lagen die Strompreise der SWD immer unterhalb der staatlichen Strompreisbremse. Beim Erdgas konnte die Gaspreisbremse durch eine Preissenkung innerhalb des Jahres aufgehoben werden.

Im Zuge der Geschäftsaufgaben vieler Discounter sind im Übergang 2021 / 2022 viele Kunden in die Grund- und Ersatzversorgung gefallen. Der überwiegende Teil dieser Kunden ist bis heute bei SWD geblieben, so dass der Kundenbestand im Laufe der Krise gewachsen ist. Dies spiegelt eine positive Kundenbindung aber auch ein vom Kundenstamm wahrgenommenes faires Preis-/Leistungsverhältnis wider.

Durch die Umstellung auf neue Vertragsmodelle konnten die Risiken der Belieferung von Geschäftskunden neu geordnet und so vormalige Verluste erheblich reduziert werden. Gemeinsam mit den Kunden wurden Lösungen entwickelt, um sie auch während der Krise zu beliefern und gleichzeitig die Risiken für die SWD zu minimieren. Die Belieferung von großen Geschäftskunden (> 5 GWh) wurde durch modernere Liefermodelle ersetzt.

Die Erträge aus Beteiligungen stiegen im letzten Jahr vor allem aufgrund der positiven Entwicklung der Preise für Strom aus erneuerbaren Energien.

Das Geschäftsfeld Netzdienstleistungen trug durch die Gewinnung neuer Kunden und Aufträge ebenfalls zum positiven Ergebnis der SWD bei.

Alle vorgenannten Erfolgsfaktoren trugen gemeinsam zu einem äußerst positiven Geschäftsjahresergebnis bei.

Die in vielen Verträgen verankerte Indizierung der Verbraucherpreise - insbesondere im Bereich der Wärme - führte dazu, dass es im Jahr 2022 in diesen Bereich zu Ergebnisverlusten kam, die im Geschäftsjahr 2023 teilweise wieder kompensiert werden konnten.

Auch der Ausbau des neuen Geschäftsfeldes Mieterstrom trägt mit zum Ergebnisanstieg bei. Hier wird auch Mietern ermöglicht, am Ausbau der erneuerbaren Energien direkt zu partizipieren.

Die SWD-Gruppe arbeitet intensiv daran die Kosten im Unternehmensverbund zu senken. Im vergangenen Jahr wurde hierzu u.a. ein großes Projekt im Bereich Lean-Management durchgeführt. Auch diese Kostenkontrolle ist ein wichtiger Baustein gewesen, den Anstieg der Endkundenpreise im Vergleich zu anderen Energieversorgern zu begrenzen.

Beteiligungen

Leitungspartner GmbH

Die Leitungspartner GmbH ist die Netzgesellschaft der Stadtwerke mit Sitz in Düren. Unternehmensgegenstand ist der Betrieb der Verteilungsnetze der Strom-, Gas- und Wasserversorgung, der Nahwärmeanlagen, die Erbringung von Netzdienstleistungen sowie der Glasfasernetze für die Breitbandkommunikation in der Stadt Düren und der Gemeinde Merzenich. Die Leitungspartner haben die Netze von den Stadtwerken gepachtet und entrichten hierfür ein erlösorientiertes Pachtentgelt. Leitungspartner und Stadtwerke erbringen wechselseitig entsprechende Dienstleistungen. Seit dem Jahr 2023 werden Teile der Aktivitäten im Bereich Tiefbau über die Beteiligung der Leitungspartner GmbH an der Tiefbaupartner SL GmbH abgewickelt.

Die Leitungspartner sind mit den Stadtwerken über einen Ergebnisabführungsvertrag verbunden und haben in 2023 einen Verlust vor Ergebnisabführung in Höhe von 1.664 Tsd. € erzielt. Zu den wesentlichen Herausforderungen der Leitungspartner und ihrer Muttergesellschaft gehört die Kompensation der regulierungsbedingt rückläufigen Netznutzungsentgelte.

Wesentliche Ursachen für den Ergebnisrückgang sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2023 der Tochtergesellschaft sind die steigenden Personalaufwendungen, die steigenden Abschreibungen, die rückläufigen aktivierten Eigenleistungen, ein preisbedingter Ergebniseffekt aus der Mehr-Mindermengenabrechnung Strom (einschl. der Differenzbilanzkreisbewirtschaftung), Kosten für den Abriss eines Gebäudes, vermehrte Rückstellungsbildungen im Wesentlichen wegen unterlassener Instandhaltungsarbeiten sowie der Kostenanstieg aus der vermehrten Inanspruchnahme technischer Beratungsleistungen.

EnergieRevolte GmbH

Die EnergieRevolte GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Düren GmbH mit Sitz in Düren, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Die Gesellschaft vermarktete Online-Prepaidstrom. Das Prepaidprodukt beinhaltet eine Website mit eingebundenem Shopsystem, eine App für Android und iOS sowie die Schnittstellen zur Ansteuerung der Zähler. Dieses Produkt wird im Folgenden "Flex" genannt. Zusätzlich hat die EnergieRevolte GmbH ein White-Label-Produkt entwickelt, das es anderen Energieversorgern ermöglicht, Prepaidstrom unter ihrer eigenen Marke zu vertreiben.

Die EnergieRevolte GmbH hat in 2023 einen Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von 3.322 Tsd. € erwirtschaftet.

In Q2/2023 wurde die Beendigung der Vermarktung, sowie der Ausstieg aus beiden Produkten beschlossen.

Die prognostizierten wirtschaftlichen Kennzahlen für beide Geschäftsfelder zeigten, dass die Zielzahlen für 2023 deutlich verfehlt werden.

Im Bereich Flex lagen die Kundenzahlen deutlich unter den Erwartungen. Hauptursache war die Marktentwicklung, in der - durch den überraschend starken Börsenpreisrückgang Anfang 2023 getrieben - Akquise-Angebote auf den Verbraucherplattformen stark unter den Grundversorgungspreisen, aber eben auch deutlich unterhalb der EnergieRevolte-Tarife lagen. Diese Entwicklung war Ende 2022 so noch nicht abzusehen.

Im Bereich Guthabenstrom lagen die Zahl der Verträge mit Stadtwerkekunden und die erzielbaren Erträge unter Plan, aber auch die Zahl der angeschlossenen Zähler bei den vorhandenen White-Label-Kunden war unterhalb der Erwartungen der Tochtergesellschaft.

Zudem ergab sich aus den folgenden Gründen eine ungünstige Einschätzung der Prognosen für die weitere Marktentwicklung:

Ein reiner Preisvergleich rückt bei einem hohen Preisniveau immer mehr in den Fokus der Kunden und wird somit das Kundenwachstum erschweren.

Die Strompreisbremse und die neue gesetzliche Pflicht einer "Abwendungsvereinbarung" schützen aktuell Kunden vor Sperrung und verhindern kurz- bis mittelfristig ein weiteres Wachstum.

Notwendige Preiserhöhungen der Gesellschaft dürften den Kundenzuwachs weiter bremsen.

Im Bereich Guthabenstrom ist mittelfristig gegebenenfalls von anderen Prioritäten der Bestands- und Neu-Stadtwerkekunden im Rahmen der Energiekrise auszugehen.

Die Tochtergesellschaft hat in Abstimmung mit dem Gesellschafter daher eine Exit-Strategie mit dem Ziel eines möglichst reibungslosen Ausstiegs entwickelt, der sowohl für SWD als auch für die Kunden und Mitarbeiter der EnergieRevolte GmbH möglichst wenig negative Auswirkungen hat. Im Rahmen dieser Exit-Strategie wurde das White-Label-Produkt veräußert. Verkauft wurde hierzu die notwendige Software. Darüber hinaus konnte auch ein Übergang von Mitarbeitenden erreicht werden. Ein Abschluss der vollständigen Exit-Strategie ist bis zum Ende des Jahres 2025 geplant.

DEM GmbH

Seit 2019 ist die SWD an der DEM GmbH beteiligt. Anteilseigner der Gesellschaft sind neben den SWD (49,96 %) die NEW Smart City GmbH (49,96 %) sowie zwei Privatpersonen. Sie positioniert sich im Kern- und Wirkungsraum des Rheinischen Reviers gegenüber Industrie- und Gewerbekunden, Betreibern kritischer Infrastrukturen sowie insbesondere Stromverteilnetzbetreibern als kompetenter Ansprechpartner und Anbieter von technischen, digitalen Applikationen und Services zur Erhaltung der Systemstabilität sowie zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in dezentral vernetzten, regionalen Energiesystemen. Kernaufgabe der DEM sind das Flexibilitätsmanagement- sowie Systemführungsaufgaben auf Ebene der angeschlossenen Stromverteilnetze.

Weitere Beteiligungen

Die RURENERGIE GmbH ist eine in 2011 gemeinsam mit regionalen Partnern gegründete Gesellschaft mit dem Hauptzweck der Errichtung und des Betriebs von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in der Region Düren. In 2023 wurde das Beteiligungsportfolio der Gesellschaft planmäßig weiter ausgebaut.

Die Green GECCO GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen von 29 Stadtwerken und der RWE Renewables GmbH und umfasst ein Portfolio von fünf Onshore-Windparks mit über 80 Megawatt installierter Leistung. Darüber hinaus sind die Stadtwerke Düren auch an der Windpark Jüchen GmbH & Co. KG beteiligt, welche den Betrieb zweier Windenergieanlagen mit je 3,4 Megawatt installierter Leistung umfasst. Seit 2015 sind die Stadtwerke zudem an der Iqony Windpark Ullersdorf GmbH & Co. KG beteiligt (Umfirmierung in 2023, früher STEAG Windpark Ullersdorf GmbH & Co. KG). Dieser Windpark umfasst insgesamt 18 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 43,2 Megawatt.

Die Witterung spielt für die Energienachfrage und für die regenerative Erzeugung unseres Unternehmens eine wichtige Rolle. Das Jahr 2023 war in Deutschland das wärmste seit Messbeginn. Im Gegensatz zu den früheren Jahren, die oft von Trockenheit und Hitzewellen geprägt waren, dominierten 2023 eher feuchtwarme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen. Die Sonnenscheinbilanz 2023 war leicht positiv. (Quelle: DWD.de, Deutschlandwetter im Jahr 2023)

In 2023 ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von 46 % in 2022 auf erstmals über 50% im vergangenen Jahr gestiegen. 268 TWh Strom wurden aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse erzeugt (brutto). Das entspricht einem Plus von 13 TWh (5 Prozent) gegenüber 2022. Mit 14,4 Gigawatt neuer Solarkapazität wurde der bisherige Ausbaurekord um 6,2 Gigawatt übertroffen. Dabei entfielen gut Zweidrittel des Photovoltaik-Zubaus auf Dächer. Der Ausbau der Windkraft blieb mit 2,9 Gigawatt weiter deutlich hinter dem Ausbaupfad des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes zurück. Allerdings zeichnet sich auch hier eine Trendwende ab: Die Anzahl der Genehmigungen für neue Windenergieanlagen an Land verdoppelte sich auf 7,7 Gigawatt. (Quelle Agora Energiewende (4. Januar 2024): Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024)

Während im Vorjahr aufgrund der hohen Börsenpreise in einigen der Windpark Beteiligungen der Gesellschaft höhere Direktvermarktungserlöse erzielt werden konnten, waren diese in 2023 in den meisten Fällen wieder rückläufig.

Kundenzufriedenheit

Die regelmäßig erhobenen Kennzahlen zur Kundenzufriedenheit (KZI), Kundenloyalität (KLI) und zum empfundenen Preis-Leistungsverhältnis (PLV) sind relevante Leistungsindikatoren des Unternehmens. Im Jahr 2023 waren die Folgen der Energiemarktkrise noch spürbar und führten zu vielen Anfragen von Kundinnen und Kunden. Die Ergebnisse der im Rahmen der im 2. Halbjahr 2023 beauftragten Umfrage von privaten Strom- und Gas-Kund:innen zeigen: Den SWD ist es wiederholt gelungen, die Zufriedenheit in der Kundschaft in Bezug auf alle drei Leistungsindikatoren auf einem sehr hohen Niveau zu halten (durchschnittlich 80 Indexpunkte).

In einem zusätzlichen Service-Check bescheinigen die Experten das IMUG-Institut den SWD, dass sie bei der Kundenkontaktqualität am Telefon und per E-Mail sogar Benchmarksieger sind.

Bedarfsdeckung Energie und Wasser

Der Bezug von Erdgas und Strom verlief ganzjährig störungsfrei. Die benötigten Mengen für Privat- und Gewerbekunden wurden unter Beachtung einer Risikostreuung sowohl bei unterschiedlichen Lieferanten als auch mit einer zeitlichen Streuung über mehrere Jahre hinweg beschafft.

Der Wasserbedarf der Gesellschaft wird über langfristig gesicherte Bezugsverträge mit benachbarten Wasserversorgern sowie durch eigene Gewinnungsanlagen abgedeckt.

Energie- und Wasserabsatz

Die vertrieblichen Energie- und Wasserabsätze sind von hoher Bedeutung für die Ertragslage des Unternehmens. Ihre Entwicklung ist neben dem herrschenden Wettbewerb vor allem durch Konjunktur- und Witterungseinflüsse geprägt.

Der Außenabsatz Strom 2023 liegt bei 277 GWh, und sinkt damit leicht im Vergleich zum Vorjahreswert (289 GWh), während der prognostizierte Wert (280 GWh) leicht übertroffen wird.

In der Erdgasversorgung erreicht die Gesellschaft in 2023 einen Außenabsatz in Höhe von 570 GWh. Dieser Wert trifft den prognostizierten Wert (578 GWh) fast genau, liegt aber deutlich unterhalb des Vorjahresabsatzes (724 GWh). Ursache sind im Wesentlichen geringe Absätze im B2B Bereich.

Im Bereich der Wasserversorgung wurde ein Absatz von 5,5 Mio. m 3 erzielt, der leicht unterhalb des Vorjahresniveaus (3,7 %) und des prognostizierten Absatzes (5,7 Mio. m 3 ) liegt. Wesentliche Ursache ist die im Vergleich zum Vorjahr feuchtere Witterung. Die rechnerisch ermittelten Rohrnetzverluste betragen in 2023 insgesamt 6,1 % und liegen leicht über dem Vorjahreswert (5,7 %).

Der Außenabsatz im Bereich Contracting beträgt in 2023 48 GWh und liegt damit oberhalb des Vorjahresniveaus (8,2 %). Wesentliche Ursachen sind die Witterung im Jahresvergleich und der Zubau an neuen Anlagen. Der prognostizierte Wert von 55 GWh wird unterschritten. Hier wirkt sich ein im Vergleich zum Plan geringerer Zubau aus.

Umsatzerlöse

Die Höhe der Umsatzerlöse wird durch Mengen- und Preiseffekte bestimmt. Während die Preise unter Berücksichtigung der gegebenen Wettbewerbsbedingungen von der Gesellschaft beeinflusst werden können, wird die Mengenkomponente maßgeblich durch Konjunktur und Witterung beeinflusst. Zusätzlich waren auch im Jahr 2023 die Auswirkungen der Energiekrise u.a. aufgrund der weiterhin dynamischen Entwicklung der Preise an den Energiemärkten deutlich spürbar.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft, einschließlich Strom- und Erdgassteuer, betragen in 2023 insgesamt 261.702 Tsd. € und sind damit gegenüber dem Vorjahr um 32,0 % gestiegen.

Die Entwicklung in den einzelnen Sparten zeigt sich wie folgt:

2023
[in Tsd. €]
2022
(in Tsd. €]
Veränderung [in %]
Stromversorgung 113.167 90.559 25,0 %
Erdgasversorgung 117.663 79.534 47,9 %
Wasserversorgung 17.912 19.457 -7,9 %
Wärme / Contracting 12.299 8.150 51,0 %
Kommunikation 660 550 20,2 %

Die Umsatzerlöse in der Stromversorgung liegen bei 113.167 Tsd. €, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 25,0 % entspricht. So mussten die Endkundenpreise aufgrund der Preisentwicklung an den Energiemärkten und der Entwicklung der Inflationsrate angepasst werden. Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung im Segment der Gasversorgung. Hier sind die Umsätze um 47,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die gestiegenen Gaspreise haben die rückläufigen Mengen durch Energieeinsparungen überkompensiert. Sowohl im Strom- als auch im Gasbereich konnten zudem im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Kunden gewonnen werden. In der Wasserversorgung liegt der Umsatz in 2023 mit 17.912 Tsd. € 7,9 % unterhalb des Vorjahreswertes. Zwar war die Witterung 2023 im langjährigen Vergleich weiterhin sehr warm, allerdings gab es mit 1220 l/m 2 in NRW etwa 40% mehr Niederschlag als im Vorjahr (Quelle DWD, Deutschlandwetter im Jahr 2023). Die Umsatzerlöse im Bereich Wärme / Contracting sind gegenüber dem Vorjahr um 51,0 % auf 12.299 Tsd. € gestiegen. Hier wirkt sich u.a. die indexbedingte Preisanpassung der Wärmepreise aus, da diese u.a. von der Entwicklung der Gaspreise abhängig sind. Zusätzlich trägt auch der Zubau an neuen Contractinganlagen zur Steigerung der Umsatzerlöse bei. Der Umsatz im Geschäftsfeld Kommunikation beträgt in 2023 insgesamt 660 Tsd. € und liegt damit u.a. aufgrund von neu angeschlossenen Kunden um 20,2% oberhalb des Vorjahreswertes.

Betriebsergebnis

Das betriebliche Ergebnis ergibt sich als Saldo der Aufwendungen und Erträge der operativen Tätigkeit vor Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Mit 18.501 Tsd. € liegt dieses in 2023 deutlich oberhalb des von der Energiekrise geprägten Vorjahreswertes (5.103 Tsd. €)

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen in 2023 insgesamt 1.530 Tsd. € und steigen gegenüber dem Vorjahr (1.251 Tsd. €) an. Dies liegt i.W. an Zuschüssen, die die Gesellschaft für die Errichtung von Breitbandinfrastruktur erhalten hat.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 31,9 % auf 211.493 Tsd. € gestiegen. Davon entfallen 165.831 Tsd. € auf Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie 45.663 Tsd. € auf Aufwendungen für bezogene Leistungen. Letztere umfassen auch Aufwendungen für die Erbringung von technischen Dienstleistungen der Leitungspartner. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe steigen im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Beschaffungskosten für Strom und Gas.

Die Personalaufwendungen sind in 2023 gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rückstellungszuführungen sowie der leicht gestiegenen Mitarbeiterzahl um 8,22 % auf 10.311 Tsd. € angestiegen. Davon entfallen 8.155 Tsd. € auf Löhne und Gehälter sowie 2.156 Tsd. € auf soziale Abgaben, Altersversorgung und Beihilfen.

Die Abschreibungen liegen im Geschäftsjahr 2023 bei insgesamt 6.487 Tsd. € und damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in 2023 insgesamt 7.687 Tsd. € und liegen damit ebenfalls auf Vorjahresniveau. Enthalten sind hier auch Kosten aus der Erbringung von Dienstleistungen der Querschnittsfunktionen der Leitungspartner an die Muttergesellschaft.

Finanzergebnis

Die Gesellschaft hat in 2023 ein negatives Finanzergebnis in Höhe von -4.802 Tsd. € erwirtschaftet (Vorjahr -698 Tsd. €). Im Finanzergebnis sind die Verluste aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Leitungspartner GmbH in Höhe von 1.664 Tsd. € (Vorjahr 126 Tsd. €) sowie die Verluste aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der EnergieRevolte GmbH in Höhe von 3.322 Tsd. € (Vorjahr 341 Tsd. €) inkludiert. Darüber hinaus sind Ausschüttungen aus den Finanzbeteiligungen der Gesellschaft in Höhe von 804 Tsd. € enthalten (Vj. 360 Tsd. €).

Steuern

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt im Jahr 2023 insgesamt 4.218 Tsd. € (Vorjahr 1.437 Tsd. €). Davon entfallen 166 Tsd. € aus Erträgen auf latente Steuern (Vorjahr Aufwand iHv 1.008 Tsd. €). Mit der Leitungspartner GmbH und der Energierevolte GmbH besteht eine steuerliche Organschaft bezüglich der Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Bilanzergebnis

Aufgrund vorgenannter Entwicklungen konnte in 2023 ein positives Unternehmensergebnis in Höhe von 9.481 Tsd. € erwirtschaftet werden, welches um 219,4 % oberhalb des Vorjahresergebnisses liegt.

Das Unternehmensergebnis ergibt sich wie folgt:

2023
(in Tsd. €)
2022
(in Tsd. €)
Veränderung
(in %)
Betriebsergebnis (inkl. sonstige Steuern) 18.501 5.103 262,6 %
Finanzergebnis -4.802 -698 -588,4 %
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.218 1.437 193,6 %
davon latente Steuern -166 1.008
Unternehmensergebnis 9.481 2.969 219,4 %

Investitionen

Die Investitionstätigkeit ist bei den Stadtwerken vor allem geprägt durch die Erhaltung der Versorgungssicherheit in den Energie- und Wassernetzen, die regelmäßig ersetzt und erweitert werden müssen. Weiterhin investiert das Unternehmen seit vielen Jahren in Contractinganlagen zur Wärmeversorgung und in Kommunikationsnetze. Die Investitionen stellen sich in 2023 wie folgt dar:

2023
(in Tsd. €)
2022
(in Tsd. €)
Veränderung
(in %)
Stromversorgung 2.755 646 326,6 %
Erdgasversorgung 453 776 -41,6 %
Wasserversorgung 1.974 1.796 9,9 %
Wärme / Contracting 1.671 2.342 -28,6 %
Lichtwellenleiter 892 363 145,4 %
Sonstige Bereiche 873 586 48,9 %

In 2023 investierten die Stadtwerke mit 8.618 Tsd. €. (incl. Finanzanlagen) rund 32,4 % mehr als im Vorjahr. Wesentlicher Treiber für den Anstieg ist der Bereich der Stromversorgung.

Die Investitionen in die Stromversorgung betragen in 2023 in Summe 2.755 Tsd. € und sind damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht. Sie beinhalten auch in 2023 Ausgaben für Neubau und Erneuerungen im Leitungsnetz und zusätzlich als große Einzelinvestition die Erneuerung einer Umspannstation. Die Investitionen in der Gasversorgung liegen mit 453 Tsd. € rund 41,6 % unterhalb des Vorjahresniveaus. Schwerpunkt war auch hier das Leitungsnetz. Die Investitionen in der Wasserversorgung liegen in 2023 mit 1.974 Tsd. € leicht oberhalb des Vorjahresniveaus (1.796 Tsd. €). Die Gesellschaft investiert hier stetig in die Netzsubstanz, um die Schadensquote zu vermindern und die Kosten für Störungen gering zu halten. Das Investitionsvolumen im Bereich Wärme / Contracting beläuft sich in 2023 auf 1.671 Tsd. € (Vj. 2.342) Tsd. €. Es umfasst im Wesentlichen den Zubau und die Erneuerung von Nahwärmeanlagen. Im Bereich Lichtwellenleiter liegen die Investitionen in 2023 mit 892 Tsd. € oberhalb des Vorjahreswertes (363 Tsd. €). Neben der Verdichtung in Dürener Gewerbegebieten sind hier im Rahmen eines Förderprojektes bislang unterversorgte Ortsteile von Düren mit Glasfaserinfrastruktur ausgestattet worden. Die Investitionen in den "Sonstigen Bereichen" betragen in 2023 insgesamt 873 Tsd. € und umfassen i.W. IT und Infrastruktur.

Die Reinvestitionsquote ist definiert als das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibungen und stellt eine relevante Steuerungsgröße für das Unternehmen dar und beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 132,8 %.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme beträgt in 2023 insgesamt 95.809 Tsd. € und liegt damit oberhalb des Niveaus des Vorjahres (93.891 Tsd. €).

Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist eine relevante Steuerungskennzahl und gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Diese liegt in 2023 bei 34,2 % (Vj. 28,0 %).

Die bilanzielle Eigenkapitalrendite ergibt sich aus dem Verhältnis von Unternehmensergebnis zu bilanziellem Eigenkapital und beträgt in 2023 28,9 % (Vj. 11,3 %). Die Umsatzrendite vor Steuern, definiert als das Verhältnis von Betriebsergebnis incl. sonstige Steuern zu den Umsatzerlösen, liegt in 2023 bei 7,1 % (Vj 2,6 %).

Finanzlage

Der Cash Flow aus normaler Geschäftstätigkeit ist definiert als Überschuss der regelmäßigen betrieblichen Einnahmen über die regelmäßigen laufenden betrieblichen Ausgaben. Er liegt aufgrund der Veränderungen im Bereich der Forderungen und Verbindlichkeiten trotz gestiegenem Unternehmensergebnis unterhalb des Vorjahreswertes. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist auf dem Niveau des Vorjahres. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit liegt insbesondere aufgrund der Tilgung von Darlehen leicht unterhalb des Vorjahreswertes. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft keine neuen Darlehen aufgenommen. Altdarlehen wurden gemäß der Tilgungspläne verringert.

Operativ ist anzumerken, dass im Kerngeschäft der Tarifkunden den Bezugskosten ausgleichende Abschlagszahlungen gegenüberstehen. Hier wirkt das rollierende Abrechnungsverfahren den Vorfinanzierungseffekten der starken Wintermonate entgegen.

Ihren Zahlungsverpflichtungen ist die Gesellschaft in 2023 stets fristgerecht nachgekommen.

Personalmanagement

Die durchschnittliche Zahl der Belegschaft der Stadtwerke Düren im Jahr 2023 lag bei 104 Arbeitnehmern sowie 2 Auszubildenden. Die Anzahl der Arbeitnehmer ist damit gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant.

Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Stadtwerke rund 157 Tsd. € für die Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter aufgewendet (Vj. 54 Tsd. €). Diese Entwicklung zeigt, dass nach den eingeschränkten bzw. auf digital umgestellten Fortbildungsangeboten aufgrund der Covid-19-Pandemie inzwischen wieder mehr Fortbildungen - auch wieder in Präsenz - möglich sind. Die Gesellschaft wird grundsätzlich auch zukünftig umfangreich in die Weiterbildung ihrer Beschäftigten investieren.

Das betriebliche Gesundheitswesen ist ein wichtiger Baustein im Rahmen der Personalförderung im Unternehmen. In 2023 wurden eine Reihe von Aktionen in verschiedenen Themenfeldern angeboten, die von einer Vielzahl an Mitarbeitern erfolgreich in Anspruch genommen wurden. Beispielhaft können hier Kooperationen mit einer Fitness-Studiokette und dem Dürener Schwimmbad genannt werden. Zusätzlich werden Gesundheitsuntersuchungen für verschiedene Gruppen von Mitarbeitenden angeboten.

Auch die Einhaltung des Arbeitsschutzes spielt eine zentrale Rolle im Unternehmen. Zur Reduzierung von Unfallrisiken, werden die Daten zu den relevanten Vorfällen erfasst. Die Anzahl der Häufigkeit von Arbeitsunfällen mit Arbeitszeitausfall pro einer Million Arbeitsstunden wird im Rahmen der Steuerungsgröße Lost Time Incident Frequency (LTIF) kontinuierlich gemessen. Der LTIF auf Gesamtunternehmensebene für 2023 beträgt 0 (Vorjahr 0). Im Jahr 2023 gab es im Unternehmen einen Arbeitsunfall, der aber keine Ausfalltage zur Folge hatte.

Umweltmanagement

Umweltschutz ist bei den Stadtwerken Düren als Teil der Unternehmensstrategie integriert und fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Das Unternehmen ist seit 2002 nach der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001: 1996 zertifiziert. Die Gesellschaft wird durch den TÜV Nord regelmäßig mit einem betrieblichen Umweltmanagement auditiert. Die geltenden Regeln für Umweltschutz, Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit sind in einem umfassenden Umweltmanagementhandbuch beschrieben.

Tätigkeitsabschluss

Die Stadtwerke Düren haben als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen auf ihre Tätigkeitsabschlüsse im Lagebericht einzugehen (§ 6b Absatz 3 u. 7 EnWG). Nach § 6b Absatz 3 EnWG ergeben sich für die Gesellschaft folgende Unternehmenstätigkeiten:

Elektrizitätsverteilung

Gasverteilung

Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors

Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors

Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

Die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und in der Gasverteilung betreffen die Verpachtung des Strom- und Gasnetzes sowie die Erbringung energiespezifischer Dienstleistungen an den Verteilnetzbetreiber Leitungspartner GmbH. Für diese Tätigkeitsbereiche werden Tätigkeitsabschlüsse aufgestellt.

In den anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sind im Wesentlichen die Erlöse und Aufwendungen aus Stromvertrieb und -beschaffung sowie der Servicebereich enthalten. Analog verhält es sich bei den anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors.

Zu den wesentlichen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors gehört neben der gesamten Wasserversorgung (Erzeugung/Beschaffung, Verteilung, Vertrieb, Netzservice) auch der Bereich des Contracting.

Risikomanagement

Das Risikomanagement ist bei den Stadtwerken als standardisierter Prozess der Unternehmenssteuerung etabliert. Die Gesellschaft verfügt über die notwendigen Instrumente zur Risikovorsorge und -kontrolle. Die Stadtwerke Düren tragen den durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) gesetzten Anforderungen Rechnung. Darüber hinaus haben die Stadtwerke einen internen Prozess zur Risikofrüherkennung und -bewertung implementiert. Regelmäßig erfolgt eine strukturierte Erfassung bzw. Aktualisierung der wesentlichen internen und externen Risiken der Gesellschaft. Diese werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und monetären Auswirkung bewertet. Grundsätzlich werden im Risikoportfolio der Stadtwerke nur Risiken aufgeführt, die weder in der Planung noch durch bilanzielle Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt wurden. Die Tochtergesellschaft Leitungspartner GmbH ist vollumfänglich in den Risikomanagementprozess der Stadtwerke Düren integriert.

Zusätzlich zum Risikomanagementprozess nach KonTraG haben die Stadtwerke Düren den Bereich Risikocontrolling etabliert. Das Risikocontrolling verfolgt das Ziel, Markt- und Kreditrisiken auf der Beschaffungs- und der Absatzseite zu identifizieren und zu steuern.

Risikokategorien

Das Risiko- Chancenpotenzial bezogen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage wird wie folgt dargestellt:

EINSTUFUNG DES RISIKO-/CHANCEN POTENZIALS BESCHREIBUNG DER WERTGRENZEN
Geringes Unwesentliche Verschlechterung / Verbesserung
Spürbares Moderate Verschlechterung / Verbesserung
Mittleres Beträchtliche negative / positive Auswirkung
Hohes Hohe Verschlechterung / Verbesserung
Sehr hohes Wesentliche und voraussichtlich dauerhafte Verschlechterung / Verbesserung

In der folgenden Aufzählung sind die Risikokategorien sortiert, beginnend mit den Risiken mit dem höchsten Risikopotenzial.

Marktrisiken:

Marktrisiken ergeben sich für die Stadtwerke unter anderem in ihrer Rolle als Energiebeschaffer und Energielieferant im Wettbewerb in Form von Preis- und Absatzrisiken. Die sich hierbei ergebenden Risikopotenziale werden bei den Stadtwerken mittels einer kontinuierlichen Prüfung des Anpassungsbedarfs von Produkten gesteuert. Die Umsätze in der Energiebranche sind in hohem Maße witterungs- und konjunkturabhängig. Außergewöhnlich milde Wetterphasen können sich somit negativ auf die Ergebnisse auswirken. Weiterhin ergeben sich Mengenrisiken auch durch höhere Kündigungen im Vergleich zu den getroffenen Annahmen. Im Zuge steigender Energieeffizienz ergeben sich zudem geringere spezifische Verbräuche im Strom-, Gas- und Wärmemarkt. Die zusätzlichen Marktrisiken im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Energiekrise sind zwar geringer einzuschätzen als im Vorjahr, allerdings sind die Marktrisiken weiter höher einzuschätzen als in den Jahren vor 2022.

Folgen der Energiekrise:

Insgesamt wirkt sich die Energiekrise - wenn auch im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt - weiterhin auf den Geschäftsverlauf der Stadtwerke Düren und die gesamte Branche aus. So können die im langfristigen Vergleich gestiegenen und gleichzeitig weiterhin schwankenden Energiepreise zu deutlich höheren Chancen und Risiken insbesondere im Bereich von Markt und Umfeld führen. Die Finanzrisiken sind im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls deutlich gestiegen.

Umfeldrisiken:

Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Düren bringt rechtliche Risiken mit sich, die sich vor allem aus Vertragsbeziehungen mit Endkunden ergeben. Insbesondere zu den zur Regelung von Preisanpassungen erforderlichen Klauseln gab es in der Vergangenheit häufig neue Urteile für die Branche, die im Einzelfall zu Streitigkeiten mit Kunden führen können. Ein Risiko zur Wirksamkeit von Preisanpassungsklauseln wird bei den Stadtwerken aktuell nicht gesehen. Die rechtliche Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

Im Risikoportfolio der Gesellschaft befinden sich regulatorische und kartellrechtliche Risiken. Mögliche Einschnitte bei den Netznutzungsentgelten der Leitungspartner GmbH finden über wechselseitige Regelungen in den Pacht- und Dienstleistungsverträgen letztlich auch im Ergebnis der Muttergesellschaft ihren Niederschlag.

Weiterhin ergeben sich Ergebnisrisiken aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Beteiligungen Leitungspartner GmbH und EnergieRevolte GmbH.

Prozess-/Betriebsrisiken:

Die unternehmerische Tätigkeit bringt operative Prozess- und Projektrisiken mit sich, die sich nicht vermeiden lassen. Im Falle von Betriebsrisiken, zum Beispiel beruhend auf höherer Gewalt, sind Risikopotenziale nie vollumfänglich auszuschließen. Darüber hinaus bestehen Projektrisiken in Form interner und externer Aufwendungen. Gerade im Bereich der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen können Projekte durchaus mal nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen.

Finanzrisiken:

Generelles Ziel der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden oder zu verringern. Im Rahmen der Finanzplanung werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken in der Stadtwerke-Düren-Gruppe kontinuierlich überwacht. Die Stadtwerke verfügen über gute Finanzierungsmöglichkeiten und nutzen bestehende Kreditlinien temporär. Mit Hilfe einer kurz-, mittel- und langfristig integrierten Ergebnis- und Finanzplanung wird das Unternehmen erfolgreich gesteuert.

Finanz- bzw. Kreditrisiken ergeben sich in der Stadtwerke-Gruppe aus dem Vertriebsgeschäft mit Commodities, aus Lieferantenbeziehungen sowie aus Contracting-Projekten. Diese beinhalten Verlustrisiken aus Forderungen sowie aus Rückvermarktungen oder Wiedereindeckungen, die sich aus dem bonitätsbedingten Ausfall von Vertragspartnern ergeben.

Chancen und Risiken für die Stadtwerke Düren

Chancen

Zur Erreichung ihrer langfristen Ziele haben die Stadtwerke verschiedene interne Projekte umgesetzt. Ergebnis ist eine Reihe vielversprechender Produkte und Dienstleistungen im Vertrieb- und Netzgeschäft, die nach und nach im Markt platziert werden und mittelfristig positive Ergebnisbeiträge beisteuern sollen. Grundsätzlich besteht hier die spürbare Chance, dass einzelne Produkte schon früher als erwartet positive Erträge generieren. In den nächsten Jahren entstehen durch den Aufbau der neuen Produkte und Dienstleistungen zunächst zusätzliche Kosten. Zur Kompensierung eines Ergebnisrückgangs ist grundsätzlich auch die Fortsetzung der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen vorgesehen.

Ausgehend von der bereits in verschiedenen Bereichen erfolgreich umgesetzten Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, sollen zusätzliche Synergiepotentiale durch Kooperationen realisiert werden. Hier sind verschiedene Ansätze mit einem insgesamt mittleren Chancenpotential in Prüfung bzw. Umsetzung.

Durch die Beteiligung der Stadtwerke Düren GmbH an der RURENERGIE GmbH bekennt sich die Gesellschaft zu den ambitionierten Klimaschutzzielen der Bundesregierung und strebt auf diesem Wege an, die Erneuerbaren Energien in ihrem Erzeugungsportfolio weiter auszubauen. Auch für die Folgejahre sind verschiedene chancenreiche Projekte in Prüfung und Umsetzung. Chancen im Mittelfristplanungszeitraum bestehen dahingehend, dass die im Rahmen des Wirtschaftsplanes verarbeiteten Ansätze positiv übertroffen werden.

Die Gesellschaft sieht weiterhin Chancen in der Umsetzung von Erkenntnissen aus der Teilnahme an Projekten und Benchmark-Vergleichen. Hieraus sollen möglichst auch strategische Ansätze zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Gesellschaft abgeleitet werden.

Die Stadtwerke Düren beschaffen die Energie zur Belieferung der Kunden über langfristige und tranchierte Verträge. Somit besteht die hohe Chance bei weiterhin schwankenden bzw. steigenden Marktpreisen von langfristig gesicherten Energiemengen und -preisen zu profitieren.

Risiken

Wesentliche Risikopotenziale für die Zukunft sieht die Gesellschaft weiterhin in

den schwankenden und weiterhin im mittelfristigen Vergleich hohen Energiekosten

der Umsetzung rechtlicher, politischer und regulatorischer Vorgaben,

dem intensiven Endkundenwettbewerb,

der Umsetzung notwendiger kostenintensiver Projekte und Prozesse,

sowie allgemeinen Betriebs- und Störfallszenarien.

Im Rahmen der weiteren Entwicklung der Energiepreise ergeben sich insgesamt hohe Risiken, allerdings auch mögliche Chancen für die Stadtwerke Düren. Im Vergleich zu den Preisspitzen des Vorjahres sind die Strom- und Gaspreise im Jahresverlauf 2023 wieder deutlich gesunken. Im mittel- und langfristigen Vergleich befinden sie sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau und sind zudem weiterhin deutlichen Schwankungen unterworfen - wenn auch hier im Vergleich zum Vorjahr etwas abgeschwächt. Um diese Risiken zu minimieren, kaufen die SWD Strom und Gas im Rahmen einer langfristigen Beschaffungsstrategie. Trotzdem müssen (z.B. witterungsbedingt) regelmäßig auch Mengen am Spotmarkt kurzfristig eingekauft oder verkauft werden. Insgesamt lassen sich die vier größten Risiken im direkten Zusammenhang mit der Preisentwicklung auf dem Commodity-Markt wie folgt klassifizieren:

1.) Wiederbeschaffungsrisiko

Das Wiederbeschaffungsrisiko besteht darin, dass unsere Vertragspartner ausfallen und wir Strom bzw. Gas zu höheren Marktpreisen neu einkaufen müssen. Dieses Risiko wird grundsätzlich dadurch minimiert, dass die Lieferungen über viele Marktpartner verteilt werden, um ein Klumpenrisiko beim Ausfall eines Marktpartners auszuschließen. Aufgrund der derzeit tendenziell fallenden Preise wird dieses geringer eingeschätzt als im Vorjahr. Da die mittel- und langfristige Preisentwicklung aber weiterhin schwer abzuschätzen ist, handelt es sich weiterhin um ein grundsätzlich hohes Risiko.

2.) Verbrauchsschwankungen und Preisveränderungen

Für viele Kunden wird die Energie aufgrund von Prognosen beschafft. Sofern die verbrauchten Mengen nicht mit den Planwerten übereinstimmen, entsteht ein Risiko (bzw. eine Chance) dahingehend, dass die zu viel, bzw. zu wenig verbrauchten Mengen an den Markt zurück verkauft werden müssen, bzw. nachträglich eingekauft werden müssen. Wesentliche Gründe für solche Abweichungen sind Temperaturabweichungen (insbesondere im Bereich Gas), Abweichungen in der Produktion bei Geschäfts- und Gewerbekunden und Schwankungen im Kundenbestand der Privatkunden. Aufgrund der beschriebenen Preisveränderungen und Preisschwankungen an den Energiemärkten kommt es hier insgesamt zu hohen Risiken.

3.) Risiken aus Forderungsausfall und verspäteten Zahlungen

Das Risiko besteht darin, dass Geschäfts- oder Privatkunden ihre Forderungen nicht, bzw. erst später als vertraglich vereinbart begleichen. Aufgrund der im Vergleich zu vergangenen Jahren gestiegenen Preise für alle Kundengruppen ist das Risiko in der absoluten Höhe ebenfalls gestiegen. Aufgrund der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation besteht auch das Risiko, dass sich die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos erhöht. In Summe besteht in diesem Bereich ein mittleres Risiko für das Unternehmen.

4.) Risiken aus der mittel und langfristigen Preisentwicklung

Die Preisentwicklung und die starken Schwankungen der Preise werden voraussichtlich dazu führen, dass die Beschaffungspreise (und somit auch die Endkundenpreise) der Energieversorger zukünftig voraussichtlich eine viel größere Streuung aufweisen. So könnten bei zukünftig weiter steigenden Preisen Versorger im Vorteil sein, die sich frühzeitig eindecken, sollten die Preise dagegen wieder fallen entstehen Vorteile für Versorger, die sich kurzfristig eindecken. Insgesamt besteht hier abhängig von der Preisentwicklung ein mittleres bis hohes Risiko.

Zusätzlich wirken sich folgende spürbaren Risiken auf den Geschäftsverlauf aus:

Die Gesellschaft rechnet im Bereich der Marktrisiken zukünftig wieder mit einem zunehmenden Wettbewerb im Endkundenmarkt, wodurch sich grundsätzlich Mengenrisiken ergeben. Zudem wirkt sich die kontinuierlich steigende Energieeffizienz und aktuell auch die Aufrufe der Bundesregierung zum Energiesparen negativ auf die Verkaufsmengen aus.

Im Rahmen der Umfeldrisiken verbleiben weiterhin regulatorische Unsicherheiten und das Risiko kartellrechtlicher Eingriffe. Auch die rechtliche Entwicklung hinsichtlich der Ausgestaltung von Lieferverträgen wird beobachtet. Die Stadtwerke überprüfen dabei stetig ihr Vertragsangebot und passen es der aktuellen Rechtsprechung an.

Im Bereich der operativen Risiken wird auch in den Folgejahren mit hohen Risikopotenzialen aus der Umsetzung notwendiger kostenintensiver Projekte und Prozessanpassungen gerechnet. Diese sind unter anderem getrieben durch behördliche Vorgaben und Pflichten. Darüber hinaus können allgemeine Betriebsrisiken nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Im Finanzbereich ergeben sich neben Zinsrisiken weiterhin auch unabhängig von der aktuellen Krisenlage allgemeine Kreditrisiken im Vertriebs- und Netzgeschäft, die einem möglichen bonitätsbedingten Ausfall von Handelspartnern geschuldet sind.

Gesamtrisikolage:

Trotz generell gestiegener Risikolage waren insgesamt für das Geschäftsjahr 2023 weder aus den erfassten Einzelrisiken noch aus der allgemeinen Wirtschaftslage heraus bestandsgefährdende Risiken ersichtlich und sind nach gegenwärtigem Erkenntnisstand auch für das Jahr 2024 nicht erkennbar.

Prognose Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung bleiben insbesondere angesichts der angespannten politischen und wirtschaftlichen Gesamtlage mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Die anhaltend hohe Inflation, hat sich über Länder und Produkte hinweg ausgebreitet und Engpässe in der Energieversorgung könnten die Preise weiter in die Höhe treiben, Zinserhöhungen, die durchgeführt worden sind, um die Inflation einzudämmen, erhöhen die finanzielle Anfälligkeit.

Die wirtschaftliche Schwächephase hält auch zum Jahreswechsel 2023/24 an. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP um 0,3 % zum Jahresende 2023 deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Mit einem rückläufigen Trend der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen.

Die Inflationsrate belief sich im Dezember voraussichtlich auf 3,7 %, während sie im November noch bei 3,2 % gelegen hatte. Maßgeblich hierfür war ein Basiseffekt aufgrund der sog. Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022. Zu Beginn dieses Jahres dürfte die Inflationsentwicklung durch steuerliche und fiskalische Maßnahmen geprägt werden. Im weiteren Verlauf des Jahres dominieren aber weiterhin inflationssenkende Faktoren (sinkende Erzeuger- und Importpreise, straffe Geldpolitik der EZB, angemessene Tarifabschlüsse sowie Normalisierung Gewinnmargen) (Quelle: BMWK: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024)

Ergebnisentwicklung der Stadtwerke Düren

Die Stadtwerke Düren rechnen nach dem signifikanten Ergebnisanstieg im Jahr 2023 in den folgenden Jahren wieder mit spürbaren Belastungen auf die Ergebnislage. Diese Einschätzung ist neben den oben geschilderten Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage auch auf den voraussichtlich wieder zunehmenden Wettbewerbsdruck im Endkundengeschäft, die schwankenden Beschaffungspreise, die Entwicklung der Erlössituation im Netzbetrieb der Leitungspartner GmbH sowie interne Geschäftsfeldoptimierungen, welche erst mittelfristig positive Ergebnisbeiträge liefern werden, zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten die Stadtwerke Düren ein Ergebnis auf einem auskömmlich positiven Niveau. Konkret sieht der Wirtschaftsplan für 2024 ein Betriebsergebnis in Höhe von 8.149 Tsd. € vor. Es werden Umsatzerlöse in Höhe von 203.749 Tsd. € erwartet. Die Planinvestitionen liegen bei 19.130 Tsd. €. Die Außenabsätze werden im Bereich Strom mit 219 GWh und im Bereich Erdgas mit 492 GWh geplant. Der Wasserabsatz liegt mit 5,7 Mio. m 3 in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Im Bereich Contracting wird in 2024 ein Absatz von rund 54 GWh erwartet. Voraussetzung für die Erreichung der Ergebnisse ist der Eintritt der in der Planung berücksichtigten Annahmen.

Aufgrund der geplanten Darlehensaufnahme geht die Gesellschaft von einer rückläufigen Eigenkapitalquote aus.

Es wird davon ausgegangen, dass die Kundenzufriedenheit weiterhin auf einem hohen Niveau bleibt.

Öffentliche Zwecksetzung und Zweckerreichung

Gem. § 2 Absatz 1 und 2 des Gesellschaftsvertrages der Stadtwerke Düren GmbH ist die Versorgung der Bevölkerung mit Elektrizität, Gas, Wärme, Wasser und Telekommunikation in Düren und Merzenich und die Erledigung aller mit den öffentlichen Aufgaben zusammenhängenden Geschäfte als wesentlicher Unternehmensgegenstand festgeschrieben.

Die Stadtwerke Düren haben in 2023 die ihr von der Stadt Düren im Rahmen der Daseinsvorsorge übertragene öffentliche Zwecksetzung nachhaltig erfüllt.

Durch die wirtschaftliche und strategische Ausrichtung der Gesellschaft ist die Versorgungssicherheit langfristig gewährleistet und die wirtschaftliche und ökologische Energie- und Wasserversorgung sichergestellt.

 

Düren, 7. Februar 2024

Stadtwerke Düren GmbH

Creeten

Klocke

Bilanz zum 31.12.2023

der Stadtwerke Düren GmbH

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.601,87 116.601,87 128.895,17 128.895,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 6.759.469,31 5.722.874,61
2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 2.646.999,00 2.901.167,00
3. Anlagen zur Umspannung, Speicherung, Verdichtung und Druckregelung 13.703.996,00 14.476.057,00
4. Verteilungsanlagen 28.766.072,00 30.614.653,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2-4 gehören 11.263.532,00 10.586.847,00
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.607,00 369.668,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.178.942,74 68.654.618,05 1.914.015,90 66.585.282,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 225.000,00 225.000,00
2. Beteiligungen 7.625.984,05 7.832.064,60
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 300.000,00 300.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 37.788,62 8.188.772,67 37.093,32 8.394.157,92
76.959.992,59 75.108.335,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
- Emissionszertifikate 3.135.049,00 3.135.049,00 3.557.479,94 3.557.479,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.328.671,85 574.648,30
davon ggü. Gesellschaftern € 620.130,89 (i.VJ. € 111.404,11)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.990.218,16 3.788.854,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.824.789,31 11.143.679,32 1.567.679,72 5.931.182,18
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.556.342,37 4.556.342,37 9.289.254,27 9.289.254,27
18.835.070,69 18.777.916,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.341,13 4.800,00
95.809.404,41 93.891.051,99

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 17.077.400,00 17.077.400,00
II. Kapitalrücklage 1.741.729,69 1.741.729,69
III. Gewinnrücklagen 4.499.999,71 4.499.999,71
IV. Jahresüberschuss 9.481.426,39 2.968.590,40
32.800.555,79 26.287.719,80
B. Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse 1.985.666,00 2.084.300,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen u. ä. Verpflichtungen 2.837.534,00 2.717.531,00
2. Steuerrückstellungen 4.485.515,61 1.741.636,26
3. Sonstige Rückstellungen 5.480.111,16 12.803.160,77 5.975.319,26 10.434.486,52
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.102.232,62 40.260.962,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 419.558,47 5.890.749,58
davon ggü. Gesellschaftern € 0,00 (i.VJ. € 105.734,24)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.301.363,77 351.090,95
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.171.396,75 39.994.551,61 372.837,12 46.875.639,65
davon aus Steuern: € 941.581,79 (i.VJ. € 147.098,15)
davon iRd sozialen Sicherheit € 85.029,75 (i.VJ. € 25.947,80)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 5.389.153,06 5.207.041,49
F. Passive latente Steuern 2.836.317,18 3.001.864,53
95.809.404,41 93.891.051,99

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.-31.12.)

der Stadtwerke Düren GmbH

2023 2022
1. Umsatzerlöse 261.701.588,23 198.250.319,28
Stromsteuer 5.361.965,13 6.105.921,25
Erdgassteuer 3.310.376,98 253.029.246,12 4.334.664,13 187.809.733,90
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.529.658,65 1.529.658,65 1.251.450,31 1.251.450,31
254.558.904,77 189.061.184,21
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 165.830.616,80 113.668.236,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 45.662.503,43 211.493.120,23 46.629.273,03 160.297.509,08
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.155.056,05 7.391.860,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.155.703,67 10.310.759,72 2.135.352,92 9.527.213,16
(davon für Altersversorgung € 484.474,49; Vorjahr € 582.092,62)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.486.614,21 6.519.742,44
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.687.114,84 7.538.713,39
7. Erträge aus Beteiligungen 803.736,51 359.669,37
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.528,16 1.635,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 94.352,78 20.865,05
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 4.985.473,30 466.320,49
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 715.839,30 613.358,90
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 45.445,07; Vorjahr € 76.241,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.217.816,36 1.436.542,72
(davon Ertrag aus latenten Steuern € 165.547,35; Vorjahr Aufwand aus latenten Steuern € 1.007.902,88)
13. Ergebnis nach Steuern 9.561.784,26 3.043.953,45
14. Sonstige Steuern 80.357,87 75.363,05
15. Jahresüberschuss 9.481.426,39 2.968.590,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Stadtwerke Düren GmbH

I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

II. Erläuterungen zu Ausweis, Bilanzierung und Bewertung der Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.

Angaben zu den Posten der Bilanz

3.

Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

III. Angaben zum Jahresergebnis

IV. Ergänzende Angaben

1.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2.

Außerbilanzielle Geschäfte

3.

Angaben zu Geschäften größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

4.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

5.

Zusammensetzung der Organe

6.

Konzernzugehörigkeit

7.

Belegschaft

8.

Nachtragsbericht

I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Stadtwerke Düren GmbH mit Sitz in Düren ist als Energieversorger tätig. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düren unter HRB 1086 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt.

In Anlehnung an die für Eigenbetriebe geltenden Formblätter für die Gliederung des Anlagevermögens wurde die Darstellung des Sachanlagepostens "Technische Anlagen und Maschinen" wie folgt untergliedert:

Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen

Anlagen zur Umspannung, Speicherung, Verdichtung und Druckregelung

Verteilungsanlagen

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Tochtergesellschaft Leitungspartner GmbH hat von der Stadtwerke Düren GmbH (SWD) die Strom-, Gas-, Wasser- und Datennetze gepachtet und ist somit der Verteilnetzbetreiber für die Stadt Düren und die Gemeinde Merzenich. Weiterhin erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen in den Bereichen Wassergewinnung und allgemeine Services für die Muttergesellschaft.

II. Erläuterungen zu Ausweis, Bilanzierung und Bewertung der Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden linear entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen, die in den Geschäftsjahren 2008 und ab 2010 angeschafft oder hergestellt wurden, werden linear vorgenommen. Auf Sachanlagen, die bis 2007 oder im Geschäftsjahr 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, erfolgt - soweit zum damaligen Zeitpunkt steuerlich zulässig - die planmäßige Abschreibung degressiv. Im Vergleich zur linearen Methode ergeben sich dabei Minderabschreibungen von 384 T€. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode tritt ein, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Fremdkapitalzinsen werden nicht als Teil der Herstellungskosten aktiviert.

Für Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen sowie für Anlagen zur Umspannung, Speicherung, Verdichtung und Druckregelung wird eine Nutzungsdauer von 20 Jahren angesetzt. Für Verteilungsanlagen im Bereich der Strom-, Gas- und Wassernetze Nutzungsdauern zwischen 12,5 und 17,5 Jahren. Für Photovoltaikanlagen 25 Jahre, für Kommunikationsnetze 25 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzungsdauern zwischen 3 und 15 Jahren.

Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind die umgekehrte Maßgeblichkeit sowie die entsprechenden handelsrechtlichen Öffnungsklauseln aufgehoben worden. Es wurde das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 S. 1 EGHGB in Anspruch genommen, die im Handelsrecht bis 2009 aufgrund von steuerlichen Vorschriften gebildeten Wertansätze fortzuführen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter 250 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst; zwischen 250 € und 800 € erfolgt eine Aufnahme im Anlagevermögen mit voller Abschreibung im Zugangsjahr und darauffolgender Abgangsbildung.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Für die Bewertung des Umlaufvermögens ist das strenge Niederstwertprinzip angewandt worden.

In den Vorräten werden unter den Emmissionszertifikaten die Zertifikate nach dem BEHG bilanziert. Die Bewertung erfolge zu Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung ist insoweit mit 1 % bemessen.

Innerhalb der Forderungen sind erhaltene Abschlagszahlungen auf den abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch unserer Kunden verrechnet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Passiva

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Im Sonderposten für Investitionszuwendungen werden im Wesentlichen die ab dem 01.01.2003 vereinnahmten Baukostenzuschüsse (BKZ) und Anschlusskostenbeiträge ausgewiesen, soweit die zugehörigen Netzanlagen zum Zeitpunkt der Zuschussvereinnahmung nicht an Dritte verpachtet waren.

Die bis 31.12.2002 als empfangene Ertragszuschüsse ausgewiesenen BKZ und Anschlusskostenbeiträge wurden in der Vergangenheit ebenfalls in o.g. Sonderposten eingestellt. Ab dem 01.01.2003 neu entstandene BKZ und Anschlusskostenbeiträge werden entsprechend der Restnutzungsdauer des Versorgungsanschlusses abschreibungskonform aufgelöst. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für ab dem 01.01.2003 entstandene BKZ und Anschlusskostenbeiträge werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst, für bis zum 31.12.2002 empfangene BKZ und Anschlusskostenbeiträge erfolgt der Ausweis als Umsatzerlöse. BKZ und Anschlusskostenbeiträge, die nach dem 01.06.2006 entstanden sind, werden als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert und linear über den Zeitraum von 20 Jahren über eine Erfassung in den Umsatzerlösen aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) gebildet.

Der Gesetzgeber hat im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen, für Pensionsrückstellungen ab 2016 einen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zugrunde zu legen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz wurde unter Berücksichtigung der Zinsentwicklung auf den 31.12.2023 extrapoliert und beträgt 1,82 % (Vorjahr 1,78 %). Die gesetzliche Neuregelung ist zum 17.03.2016, dem Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt, in Kraft getreten. Bis zum 31.12.2015 wurde ein von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter 7-Jahresdurchschnittszinssatz verwendet. Auf Basis eines 7-Jahresdurchschnittszinssatzes ergibt sich im Vergleich zum 10-Jahresdurchschnittszinssatz ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 28 T€ (VJ. 133 T€) für Pensions- und Deputatverpflichtungen.

Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,95 % (Vorjahr 2,75 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,2% (Vorjahr 2,0 %) unterstellt. Als Finanzierungsendalter wurde für Altersteilzeitbeschäftigte das Alter zum vereinbarten Ende des Altersteilzeitverhältnisses angesetzt. Für den übrigen Personenkreis wurde als Finanzierungsendalter das nach dem Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz vom 20.04.2007 frühestmögliche Rentenbeginnalter (63 Jahre) angesetzt.

Einige Mitarbeiter erhalten aufgrund einer Betriebsvereinbarung auch über die aktive Dienstzeit hinaus einen Nachlass auf die Energieverbrauchsabrechnung. Die für diese Verpflichtungen gebildeten Rückstellungen wurden ebenso wie die für die Beschäftigten der SWD gebildeten Rückstellungen für Verpflichtungen zur Erbringung von Leistungen nach dem Altersteilzeitgesetz (AltTZG) zum Barwert angesetzt (Abzinsungssatz Energiepreisvergünstigung: 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %); Abzinsungssatz Altersteilzeitrückstellung 1,08 %, (Vorjahr 0,59 %).

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen wurde nach den handelsrechtlichen Bestimmungen durchgeführt. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, mit einem Rechnungszinssatz von 1,76 % (Vorjahr: 1,45 %).

Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden auch hier jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,95 % bzw. im Falle der Deputate eine Trendannahme von 2,2 % in der Rentenphase einkalkuliert.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind der Höhe nach mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die langfristigen Rückstellungen sind mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 31,7% abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Im Wesentlichen ergeben sich aktive latente Steuern aufgrund der handelsrechtlich und steuerrechtlich abweichenden Wertansätze im Rückstellungsbereich, passive latente Steuern resultieren insbesondere aus Differenzen im Sachanlagevermögen. Im Saldo ergibt sich ein passiver Überhang.

Energiesteuern

In der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Strom- und Erdgassteuer in einem gesonderten Posten nach den Umsatzerlösen ausgewiesen.

2. Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt. Es wurden keine selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB aktiviert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

Anteil am gezeichneten Kapital Eigenkapital * Ergebnis *
%
Leitungspartner GmbH 100.000,00 100,0 100.000,00 0,00 **
EnergieRevolte GmbH 25.000,00 100.0 125.000,00 0,00 **

* Eigenkapital zum 31.12.2023 bzw. Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023

** Gewinnabführungsvertrag

Die Beteiligungen beinhalten die 4,03 % Beteiligung an der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Troisdorf, in Höhe von 1.142 T€. Diese hält 49 % der Green Gecco GmbH & Co. KG, Essen. Zusätzlich ist in dieser Position die 25,1 % Beteiligung an der RURENERGIE GmbH, Düren, in Höhe von 4.204 T€ enthalten. Die RURENERGIE GmbH schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.476 T€ und einem Eigenkapital in Höhe von 18.760 T€ ab. Weiterhin hält SWD eine Beteiligung an der Windpark Jüchen GmbH & Co. KG, Roth, in Höhe von 500 T€, eine Beteiligung an der Iqony Windpark Ullersdorf GmbH & Co. KG, Jamlitz, in Höhe von 1.462 T€, eine 49,96 % Beteiligung an DEM GmbH, Elsdorf, in Höhe von 312 T€ und eine 4,5 % Beteiligung an der Klimawerke GbR in Höhe von 5 T€.

Die Vorräte enthalten BEHG-Zertifikate mit einem Buchwert von 3.135 T€. Diesen stehen Rückstellungen in Höhe von 3.270 T€ gegenüber.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Ein Teil der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Gehaltsvorschüsse (27 T€, Vj. 22 T€) hat eine Restlaufzeit von größer einem Jahr.

Der Bilanzposten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus der Energieabrechnung.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Cash Pooling (6.654 T€, VJ. 3.905 T€) sowie Lieferungen und Leistungen (0 T€, Vj. 10 T€). Gegenläufig wirkt sich der Ergebnisabführungsvertrag mit der Leitungspartner GmbH (1.664 T€, Vj. 126 T€) aus.

Der Bilanzposten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhaltet Forderungen gegen den Gesellschafter Stadt Düren in Höhe von 551 T€ (Vj. 111 T€).

Das gezeichnete Kapital blieb im Geschäftsjahr unverändert und ist in Höhe von 17,1 Mio. € im Handelsregister eingetragen. Die Anteile werden mit 49,9 % von der Westenergie AG, Essen, mit 39,1 % von der Stadt Düren sowie mit 11,0 % vom Dürener Service Betrieb der Stadt Düren gehalten. Die Anteile sind voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus anderen Gewinnrücklagen.

Für Pensionszusagen sowie Verpflichtungen für Deputatsleistungen wird eine Pensionsrückstellung in Höhe von 2.838 T€ (Vj. 2.718 T€) bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

3.270 T€ im Zusammenhang mit dem BEHG

516 T€ im Zusammenhang mit Energielieferungen

219 T€ Altersteilzeit

976 T€ Lohn- und Urlaubsverpflichtungen gegenüber Betriebsangehörigen

115 T€ ausstehende Eingangsrechnungen

95 T€ Jubiläumszuwendungen an Betriebsangehörige

200 T€ interne Jahresabschluss- und externe Prüfungskosten

60 T€ Aufbewahrung

Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamt mit einer Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.102 5.166 29.936 5.422
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 420 420
davon ggü. Gesellschaftern 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.301 3.301
sonstige Verbindlichkeiten 1.171 1.171
Summe 39.995 10.058 29.936 5.422

Im Vorjahr ergaben sich folgende Restlaufzeiten für die Verbindlichkeiten:

Gesamt mit einer Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.261 5.159 35.102 7.953
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.891 5.891
davon ggü. Gesellschaftern 106 106
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 351 351
sonstige Verbindlichkeiten 373 373
Summe 46.876 11.774 35.102 7.953

Bezogen auf die Lieferungen von Strom, Gas, Wasser und Wärme an Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden wird neben den unterjährig abgerechneten Istverbräuchen für den Teil der Kunden, für den - aufgrund der Fast-Close-Abschlusserstellung - am Bilanzstichtag noch keine Ablesedaten vorlagen, die Durchführung einer bilanziellen Abgrenzung auf der Grundlage der aktuellen Tarife und eines angenommenen Verbrauchsverhaltens notwendig. Im Bereich der Privat- und Gewerbekunden werden darüber hinaus die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit den erhaltenen Abschlagszahlungen verrechnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren i.W. aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft EnergieRevolte GmbH.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse, die nach dem 01.06.2006 zugegangen sind, erfasst worden.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:

01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
Aktive latente Steuern 997.892 437.169 1.435.061
Passive latente Steuern -3.999.757 -271.621 -4.271.378

Es erfolgt eine saldierte Darstellung auf der Passivseite der Bilanz.

Bewertungseinheiten:

Bei der Bewertung von Drohverlustrückstellungen werden Vertragsportfolios für Privat- und Gewerbekunden Strom, Privat- und Gewerbekunden Gas, Geschäftskunden Strom und Geschäftskunden Gas gebildet. Im Bereich der Privat- und Gewerbekunden wird die Energie überwiegend tranchiert beschafft, so dass die Bewertung von Drohverlustrückstellungen für Bezugsverträge der tranchierten Beschaffung unter Berücksichtigung der Absatzverträge für Privat- und Gewerbekunden auf Portfolioebene erfolgt. Die Bewertung der übrigen Energiebeschaffungsverträge erfolgt auf Basis der einzelnen wirtschaftlich zusammenhängenden Bezugs- und Absatzverträge.

Neben der Beschaffung im Vertriebsgeschäft ist der Handel mit Energielieferverträgen zur Erzielung von Handelsgewinnen in engen, klar definierten Grenzen gestattet. Der Eigenhandel erfolgt limitiert und wird durch eine vom Handel getrennte Organisationseinheit, dem Risikocontrolling, überwacht.

Der Handel erfolgt zur Erzielung von Arbitragegewinnen durch den parallelen Abschluss von Beschaffungs- und Absatzverträgen zu ansonsten gleichen Konditionen. Das Gesamtvolumen für das Jahr 2025 beträgt im Bereich Strom 2 GWh bzw. 0 Mio. €, im Bereich Gas für das Jahr 2025 5 GWh bzw. 0 Mio. €. Offene Positionen entstehen hierdurch nicht. Die gegenläufigen Geschäfte werden auf Basis der Critical Term Match-Methode zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst und bilanziell gemäß der Einfrierungsmethode abgebildet, nach der die sich ausgleichenden Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte, die auf das jeweils abgesicherte Risiko zurückzuführen sind, nicht bilanziert werden. Die Effektivität der Bewertungseinheit wird mittels der Critical Term Match-Methode belegt und beträgt 100 %. Auf diese Weise wird die kompensatorische Wirkung der Marktwerte aller Geschäfte aufgezeigt und sichergestellt.

3. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse einschließlich der Strom- und Erdgassteuer betragen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 261.702 T€ (davon -14 T€ periodenfremd). Im Einzelnen entfallen:

113.167 T€ auf die Stromversorgung

117.663 T€ auf die Gasversorgung

17.912 T€ auf die Wasserversorgung

660 T€ auf den Bereich LWL

12.300 T€ auf das Contracting und die Wärmeversorgung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland getätigt.

Die Umsatzerlöse der Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung beinhalten neben den Erlösen aus Energieverkäufen im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Pachtmodell mit der Leitungspartner GmbH sowie Umsatzerlöse aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen und Hausanschlusskostenbeiträgen.

Die Strom- und - analog ab 01.08.2006 im Zuge des Inkrafttretens des Energiesteuergesetzes - die Erdgassteuer werden den Privat- und Gewerbekunden sowie den Geschäftskunden als Preisbestandteil berechnet - sind demnach in den Umsatzerlösen enthalten - und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzerlösen als separater Ausweisposten offen abgesetzt.

Wir weisen darauf hin, dass aufgrund der zwingenden Beachtung handelsrechtlicher Vorschriften Veränderungen beizulegender Zeitwerte aus schwebenden Energiehandelsverträgen im Jahresabschluss nicht ausgewiesen wurden. Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen zu den Bewertungseinheiten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einen Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens für erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von 102 T€ (Vj. 116 T€) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 258 T€ (VJ. 154 T€). Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen betrugen 3 T€ (VJ. 8). Zusätzlich sind Erlöse aus Zuwendungen im Zusammenhang mit dem geförderten Breitbandausbau in Höhe von 575 T€ (VJ. 0 T€) enthalten.

Der periodenfremde Anteil am Materialaufwand liegt bei -12 T€ (Vj. 831 T€) und betrifft i.W. Energiebezüge.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 45 T€ (Vj. 76 T€).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Ertragssaldo aus der latenten Steuerabgrenzung in Höhe von 166 T€ (Vj. Aufwandssaldo 1.008 T€).

Der Steueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag von 4.383 T€ (Vj. 429 T€) enthält saldierte Steuererträge für Vorjahre in Höhe von -78 T€.

III. Angaben zum Jahresergebnis

Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss in Höhe von insgesamt 9.481 T€ einen Betrag in Höhe von 4.765 T€ an die Gesellschafter auszuschütten und die Differenz den Gewinnrücklagen zuzuführen. In der Gesellschafterversammlung am 28. Februar 2023 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von 2.969 T€ an die Gesellschafter auszuschütten.

IV. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 162.803 T€ (Vj. 179.559 T€).

Hierin enthalten sind Verpflichtungen aus bereits eingekauften Gas- und Strommengen für die Wirtschaftsjahre 2024 bis 2027 in Höhe von insgesamt 121.963 T€ (Vj. 140.872 für 2023 bis 2026).

Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen beträgt 556 T€ (Vj. 627 T€).

Aus Dienstleistungsverträgen in den Bereichen Services, Contracting und Wasserversorgung mit der verbundenen Netzgesellschaft Leitungspartner GmbH kommt es zu finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 6.251 T€ (Vj. 6.160 T€). Diese betreffen das Jahr 2024.

Aus Mindestabnahmeregelungen in Wasserbezugsverträgen mit einer Laufzeit von bis zu 19 Jahren ergibt sich eine Verpflichtung in Höhe von 34.033 T€ (Vj. 31.900 T€).

2. Außerbilanzielle Geschäfte

Es liegen keine außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, vor.

3. Angaben zu Geschäften größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Im Berichtsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen der E.ON SE getätigt:

Die Gesellschaft hat ihre Strom-, Gas-, LWL- und Wassernetze an ein verbundenes Unternehmen verpachtet. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft Pachterlöse in Höhe von 8.332 T€ vereinnahmt.

4. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Auf Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten ist.

5. Zusammensetzung der Organe

Geschäftsführung (beide hauptberuflich):

Dipl.-Ing. Heinrich Klocke

Maria Creeten (seit 01.10.2023)

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Verena Schloemer

Lehrkraft bei der low-tec gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH Vorsitzende

Dr. Stefan Küppers

Mitglied des Vorstandes der Westenergie AG Stellv. Vorsitzender

Frank Peter Ullrich

Bürgermeister der Stadt Düren

Dipl.-Kfm. Stefan Weschke

Kaufmann, Kunsthändler (selbständig)

Rainer Guthausen (bis 14.08.2023)

Kaufmann im Einzelhandel

Georg Hamm (seit 15.08.2023)

Rechtsanwalt

Rainer Krosch

Freigestellter Betriebsratsvorsitzender SWD

Ralf Spölgen

Dipl.-Ingenieur, Westnetz GmbH, Leiter Netzplanung

Susanne Weitz

Head of Finance E.ON SE

Oliver Perz

Arbeitnehmervertreter Angestellter Leitungspartner GmbH

Markus Roeder

Dipl.-Kaufmann, IBM Deutschland GmbH, Risk Consultant

Bernd Essler

Unternehmensberater, selbständig

Dieter Harf

Chemie-Fachkraft Sihl GmbH

Dirk Nieveler

Angestellter im öffentl. Dienst

Annika Schul

Kommunales Partnermanagement der Westenergie AG

Die Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2023 41 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind 402 T€ zurückgestellt. Auf die Angabe der Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge der Geschäftsführerin Maria Creeten betrugen im Berichtszeitraum 44 T€.

Im Jahr 2023 wurden folgende Zahlungen an die Gremien geleistet:

Gremiensitzungen 2023 netto
SWD Pauschalen Sitzungsgelder Insgesamt netto
Schloemer, Verena 7.700,00 € 3.630,00 € 11.330,00 €
Dr. Küppers, Stefan 5.775,00 € 2.475,00 € 8.250,00 €
Ullrich, Frank Peter 3.850,00 € 1.320,00 € 5.170,00 €
Nieveler, Dirk 3.850,00 € 825,00 € 4.675,00 €
Roeder, Markus 3.850,00 € 1.650,00 € 5.500,00 €
Essler, Bernd 3.850,00 € 990,00 € 4.840,00 €
Guthausen, Rainer 3.850,00 € 495,00 € 4.345,00 €
Weschke, Stefan 3.850,00 € 1.650,00 € 5.500,00 €
Harf, Dieter 3.850,00 € 990,00 € 4.840,00 €
Perz, Oliver 3.850,00 € 990,00 € 4.840,00 €
Krosch, Rainer 3.850,00 € 1.320,00 € 5.170,00 €
Spölgen, Ralf 3.850,00 € 825,00 € 4.675,00 €
Weitz, Susanne 3.850,00 € 1.485,00 € 5.335,00 €
Schul, Annika 3.850,00 € 825,00 € 4.675,00 €
Hamm, Georg 1.925,00 € 495,00 € 2.420,00 €
Hissel, Thomas 660,00 € 660,00 €
Dohmes, Inga 102,26 € 102,26 €
Gelhausen, Georg 102,26 € 102,26 €
Guder, Dirk 102,26 € 102,26 €
Förster, Ignaz 102,26 € 102,26 €
Summe 61.600,00 € 21.034,04 € 82.634,04 €
davon Aufsichtsrat SWD 75.955,00 €
davon Wirtschaftsausschuss SWD 5.940,00 €
davon Beirat der Gemeinde Merzenich 739,04 €
82.634,04 €

6. Konzernzugehörigkeit

Die Stadtwerke Düren GmbH wird als verbundenes Unternehmen nach § 271 Abs. 2 HGB in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196 des Amtsgericht Essen) als kleinster und größter Konsolidierungskreis einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der E.ON SE wird beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch eingereicht und bekannt gemacht.

Auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses wird gemäß § 291 HGB verzichtet.

7. Belegschaft

Die durchschnittliche Zahl der Belegschaft beträgt 104 Gehaltsempfänger und 2 Auszubildende. Davon waren 51 männlich und 55 weiblich. Im Vorjahr war die durchschnittliche Zahl der Belegschaft 102 Gehaltsempfänger und 4 Auszubildende.

Die Stadtwerke Düren GmbH ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK) mit Sitz in Köln. Die Mitgliedsunternehmen unterliegen der jeweiligen Satzung der RZVK. Der Umlagesatz - der vollumfänglich vom Arbeitgeber getragen wird - beträgt für das Jahr 2023 4,25 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Darüber hinaus übernimmt der Arbeitgeber steuerfreie pauschale Sanierungsgelder in Höhe von 3,5 %, die von der RZVK in Form einer Zusatzumlage zur Deckung eines über die Umlagen hinausgehenden Finanzierungsbedarfes erhoben werden. Die Summe des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts betrug im Berichtszeitraum 6.939 T€. Das zusatzversorgungspflichtige Entgelt entfällt vollständig auf anspruchsberechtigte Arbeitnehmer. Ein Fehlbetrag ist gemäß Artikel 28 EGHGB nicht ausgewiesen.

8. Nachtragsbericht

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Düren, 7. Februar 2024

Stadtwerke Düren GmbH

Creeten

Klocke

Anlagevermögen der Stadtwerke Düren GmbH

Geschäftsjahr 2023 nach HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Gesamt Anfang GJ 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Ende GJ 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.172.849,78 8.250,70 0,00 0,00 7.181.100,48
7.172.849,78 8.250,70 0,00 0,00 7.181.100,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 21.794.838,72 851.338,12 98.039,85 464.213,45 23.012.350,44
2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 22.400.967,91 0,00 0,00 0,00 22.400.967,91
3. Anlagen zur Umspannung, Speicherung, Verdichtung und Druckregelung 31.490.151,59 42.098,83 0,00 0,00 31.532.250,42
4. Verteilungsanlagen 205.365.452,79 1.721.381,08 82.747,26 172.952,13 207.177.038,74
5. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 bis 4 gehören 19.328.171,91 1.427.759,81 1.282.156,04 552.176,33 20.025.952,01
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.463.837,59 37.955,66 41.692,44 4.179,80 3.464.280,61
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.914.015,90 4.517.610,55 59.162,00 -1.193.521,71 5.178.942,74
305.757.436,41 8.598.144,05 1.563.797,59 0,00 312.791.782,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 225.000,00 0,00 0,00 0,00 225.000,00
2. Beteiligungen 7.832.064,60 1.847,79 207.928,34 0,00 7.625.984,05
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 300.000,00 0,00 0,00 0,00 300.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 37.093,32 9.000,00 8.304,70 0,00 37.788,62
8.394.157,92 10.847,79 216.233,04 0,00 8.188.772,67
321.324.444,11 8.617.242,54 1.780.030,63 0,00 328.161.656,02
Abschreibungen Buchwerte
Gesamt Anfang GJ 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Ende GJ 31.12.2023
Ende GJ 31.12.2023
Ende GJ 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.043.954,61 20.544,00 0,00 7.064.498,61 116.601,87 128.895,17
7.043.954,61 20.544,00 0,00 7.064.498,61 116.601,87 128.895,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 16.071.964,11 278.954,57 98.037,55 16.252.881,13 6.759.469,31 5.722.874,61
2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 19.499.800,91 254.168,00 0,00 19.753.968,91 2.646.999,00 2.901.167,00
3. Anlagen zur Umspannung, Speicherung, Verdichtung und Druckregelung 17.014.094,59 814.159,83 0,00 17.828.254,42 13.703.996,00 14.476.057,00
4. Verteilungsanlagen 174.750.799,79 3.742.914,21 82.747,26 178.410.966,74 28.766.072,00 30.614.653,00
5. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 bis 4 gehören 8.741.324,91 1.299.677,14 1.278.582,04 8.762.420,01 11.263.532,00 10.586.847,00
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.094.169,59 76.196,46 41.692,44 3.128.673,61 335.607,00 369.668,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 5.178.942,74 1.914.015,90
239.172.153,90 6.466.070,21 1.501.059,29 244.137.164,82 68.654.618,05 66.585.282,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 225.000,00 225.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 7.625.984,05 7.832.064,60
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 300.000,00 300.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 37.788,62 37.093,32
0,00 0,00 0,00 0,00 8.188.772,67 8.394.157,92
246.216.108,51 6.486.614,21 1.501.059,29 251.201.663,43 76.959.992,59 75.108.335,60

Tätigkeitsabschlüsse (Bilanz) der Stadtwerke Düren GmbH gem. § 6b Absatz 3 EnWG

Geschäftsjahr 01.01. -31.12.2023 (Vorjahr 01.01. -31.12.2022)

Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltl. erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.293,22 53.487,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2.344.213,99 2.020.840,67
2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 2.239.522,00 2.452.304,00
3. Anlagen zur Umspannung, Speicherung, Verdichtung und Druckregelung 4.850.946,00 5.323.779,00
4. Verteilungsanlagen 8.830.316,56 9.784.716,47
5. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2-4 gehören 0,00 7.094,61
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.954,80 175.269,80
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.670.860,85 21.070.814,20 442.405,51 20.206.410,06
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 116.283,94 116.780,90
3. sonstige Vermögensgegenstände 172.925,48 289.209,42 289.298,88 406.079,78
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 106.162,78 287.037,96
21.512.479,62 20.953.014,97
A. Zugeordnetes Eigenkapital 16.774.856,02 15.400.647,12
B. Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse 24.070,00 38.766,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen u. ä. Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 218.901,18 8.660,42
3. sonstige Rückstellungen 9.680,00 228.581,18 9.680,00 18.340,42
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.644.230,42 4.178.831,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 536.355,15 1.345.839,67
davon mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre 562.918,89 908.191,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.060,46 80.240,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 76.921,78 10.848,71
davon aus Lieferungen und Leistungen 326,64 326,64
4. sonstige Verbindlichkeiten 24.881,13 3.759.093,79 6.845,24 4.276.765,84
davon aus Steuern: 41.994,55 6.560,58
davon iRd sozialen Sicherheit 801,79 801,79
E. Rechnungsabgrenzungsposten 546.078,00 644.486,00
F. Latente Steuern 179.800,64 574.009,60
21.512.479,62 20.953.014,97
Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltl. erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.634,19 1.714,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 295.378,30 227.684,17
2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 15.371,00 17.313,00
3. Anlagen zur Umspannung, Speicherung, Verdichtung und Druckregelung 28.654,00 35.380,00
4. Verteilungsanlagen 4.726.159,38 5.300.728,40
5. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2-4 gehören 0,00 1.982,28
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.210,43 16.345,41
7. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 260.136,53 5.333.909,64 44.941,46 5.644.374,72
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53.899,85 58.579,41
3. sonstige Vermögensgegenstände 322.658,44 376.558,29 653.833,47 712.412,88
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 49.208,50 143.983,44
5.761.310,62 6.502.485,07
A. Zugeordnetes Eigenkapital 4.846.300,39 4.937.611,33
B. Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse 984,00 3.339,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen u. ä. Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 309.399,70 17.254,86
3. sonstige Rückstellungen 0,00 309.399,70 0,00 17.254,86
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.053,77 40.250,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.654,73 5.441,91
davon aus Lieferungen und Leistungen 163,85 163,85
4. sonstige Verbindlichkeiten 11.532,88 53.241,39 3.433,70 49.125,64
davon aus Steuern: 23.162,91 3.618,61
davon iRd sozialen Sicherheit 402,19 402,19
E. Rechnungsabgrenzungsposten 297.251,00 351.508,00
F. Latente Steuern 254.134,14 1.143.646,26
5.761.310,62 6.502.485,07

Tätigkeitsabschlüsse (GuV) der Stadtwerke Düren GmbH gem. § 6b Absatz 3 EnWG

Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 (Vorjahr 01.01. - 31.12.2022)

Bezeichnung Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022 Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
1. Umsatzerlöse brutto 7.479.905,35 7.894.817,42 3.689.907,77 4.192.201,38
abzgl. Energiesteuer 0,00 0,00 0,00 0,00
Umsatzerlöse netto 7.479.905,35 7.894.817,42 3.689.907,77 4.192.201,38
2. sonstige betriebliche Erträge 47.437,36 123.974,17 7.481,37 46.280,35
Summe 1 - 2 7.527.342,71 8.018.791,59 3.697.389,14 4.238.481,73
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.078,80 1.497,38 1.432,46 961,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.897.208,12 3.012.449,93 423.503,30 426.466,42
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 796.250,01 910.583,00 513.007,76 584.639,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 263.518,61 293.451,59 169.779,71 188.410,41
davon für Altersversorgung 64.237,51 78.639,74 41.386,93 50.490,59
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.155.409,82 2.255.623,57 803.072,90 836.757,32
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 194.824,25 434.618,51 124.973,83 244.576,78
Summe 3 - 6 6.315.289,60 6.908.223,98 2.035.769,95 2.281.811,58
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages erhaltene Gewinne 0,00 0,00 0,00 0,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 557,17 0,00 138,21
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.258,13 4.853,55 7.585,13 1.203,82
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00 0,00 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.627,31 55.787,19 12,26 12,26
davon an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Aufwand aus der Aufzinsung gem. § 277 (5) S. 1 HGB 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 7 - 12 41.369,18 50.376,47 -7.572,87 -1.329,77
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 267.377,03 274.692,38 377.916,53 547.292,09
davon latente Steuern 10.494,05 192.711,03 14.833,04 384.011,00
14. Ergebnis nach Steuern 903.306,89 785.498,76 1.291.275,52 1.410.707,83
15. sonstige Steuern 7.544,47 10.346,34 3.491,26 5.286,22
16. Jahresüberschuss (+)/-fehlbetrag (-) 895.762,42 775.152,42 1.287.784,26 1.405.421,61

 

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Tätigkeitsabschlüsse zum 31. Dezember 2023

Definition der Unternehmenstätigkeiten

Elektrizitätsverteilung

Der Elektrizitätsverteilung werden die im Zusammenhang mit dem Mittel- und Niederspannungsnetz (≤ 110 kV) stehenden Aktivitäten zugeordnet. Das Netz wird an die Leitungspartner GmbH, Düren, verpachtet.

Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors

Unter den anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors werden die Bereiche Stromvertrieb sowie sonstige Nebengeschäftsaktivitäten zusammengefasst.

Gasverteilung

Der Gasverteilung werden die im Zusammenhang mit dem Gasnetz des Nieder- und Mitteldrucks (bis einschließlich 5 PN) stehenden Aktivitäten zugeordnet. Das Netz wird an die Leitungspartner GmbH, Düren verpachtet.

Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors

Unter den anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors werden die Bereiche Gasvertrieb sowie sonstige Nebengeschäftsaktivitäten zusammengefasst.

Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

Unter den anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors werden neben den Servicefunktionen für die Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze die Wasserversorgung, das Contracting sowie sonstige Nebengeschäftsaktivitäten ausgewiesen. Darüber hinaus werden diesen Tätigkeiten Sachverhalte aus den Beteiligungsgeschäften zugeordnet.

Grundsätze einschließlich der Abschreibungsmethoden, nach denen die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den einzelnen Unternehmenstätigkeiten zugeordnet wurden

Auf Grund der Organisationsstruktur der Stadtwerke Düren GmbH werden grundsätzlich die Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge den Unternehmenstätigkeiten direkt zugeordnet.

In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung nach einem adäquaten Schlüssel, der eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglicht und der aus der Aufteilung eines vergleichbaren Postens der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet wurde.

Die Verbindlichkeiten haben mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die Residualgröße aus der Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen aus der Zuordnung von Aktiva- und Passiva wird im Eigenkapital gezeigt.

Die Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der Stadtwerke Düren GmbH ersichtlich.

Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen der Stadtwerke Düren GmbH zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Erläuterungen

Die Tätigkeitsabschlüsse der Stadtwerke Düren GmbH sind nach den Vorschriften des § 6b Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Rahmen der Netzentgeltgenehmigung regelt die Anreizregulierungsverordnung in Verbindung mit StromNEV und GasNEV die Netzkostenermittlung. Als Grundlage ist hierzu die Gewinn- und Verlustrechnung des letzten Jahresabschlusses gemäß § 6b EnWG festgeschrieben.

Gemäß StromNEV und GasNEV § 4 Abs. 4 ist bei nicht direkt zuzuordnenden Kosten eine sachgerechte Schlüsselung möglich, die jedoch dem Grundsatz der Stetigkeit unterliegen muss. Die Schlüsselung von nicht direkt zuordenbaren Kosten erfolgte analog zum Vorjahr. Hierbei wurden folgende Schlüssel verwendet:

Umsatzschlüssel/modifizierter Umsatzschlüssel

Der Umsatzschlüssel entspricht der Zuordnung der Umsätze entsprechend der Gewinn- und Verlustrechnung im Tätigkeitsabschluss. Der modifizierte Umsatzschlüssel entspricht der Verteilung der erhaltenen Abschläge der Tarifkunden auf die Sparten Strom-, Gas- und Wasserversorgung.

Auf Basis dieser Schlüssel wurden die nicht direkt zuordnungsfähigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten und die Rechnungsabgrenzungsposten zugeordnet. Auf der Passivseite der Bilanz erfolgt hier die Zuordnung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten.

Ergebnisschlüssel

Der Ergebnisschlüssel entspricht den Spartenergebnissen der Gewinn- und Verlustrechnung im Tätigkeitsabschluss. Dieser Schlüssel wurde zur Zuordnung von Steuererstattungsansprüchen im Posten sonstige Vermögensgegenstände sowie von Steuerrückstellungen auf der Passivseite der Bilanz verwendet.

Umlageschlüssel

Es wurde ein Umlageschlüssel auf Grundlage von personengenauen Zuordnungen der Mitarbeiter auf die Unternehmenstätigkeiten verwendet. Mit diesem Schlüssel wurden personenbezogene Rückstellungen zugeordnet.

Die aus den mit der Leitungspartner GmbH und der EnergieRevolte GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten hat die Stadtwerke Düren GmbH den Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zugeordnet.

Das Beteiligungsgeschäft des Unternehmens wurde umfassend den Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zugeordnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 162,8 Mio. €. Diese betreffen zu 65,8 Mio. € die "Anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors" und zu 56,1 Mio. € die "Anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors". Der restliche Betrag betrifft die "Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors".

 

Düren, 7. Februar 2024

Stadtwerke Düren GmbH

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Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Düren GmbH, Düren

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Düren GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Düren GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Köln, den 7. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Biermann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 wurde am 22. Februar 2024 festgestellt.

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  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Stadtwerke Düren GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 5bf6c4e726fc49a7de8f4d65dc3639c9",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

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