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Stadtwerke Eutin GmbH GmbH

Eutin ·HRB 759EU Lübeck ·stadtwerke-eutin.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Holstenstraße 6
23701 Eutin
Handelsregister
HRB 759EU, Lübeck
Eintragungsdatum
20. Januar 2006
Branche
Wärme- und Kältehandel
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Unternehmenszweck
Versorgung mit Gas, Wärme, Wasser, Strom und Telekommunikation (einschließlich Multimedia) und die Durchführung aller hierzu gehörenden oder ähnlichen Geschäfte sowie der Betrieb eines Hallenbades. Die Gesellschaft tritt damit in Konkurrenz zu anderen Unternehmen in den jeweiligen Branchen.

Finanzen

Umsatz 2024
71,26 Mio. €
Mitarbeiter 2024
142
Bilanzsumme 2024
19,08 Mio. €
Jahresergebnis 2024
1,58 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 19,08 Mio
  • Anlagevermögen 368,6 % 70,33 Mio
  • Umlaufvermögen 9,0 % 1,73 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 16,7 k
Passivseite 70,33 Mio
  • Verbindlichkeiten 69,5 % 48,91 Mio
  • Rückstellungen 32,2 % 22,64 Mio
  • Eigenkapital 31,7 % 22,29 Mio
  • Passive latente Steuern 3,2 % 2,23 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 % 382,0 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 77,01 Mio
  • Umsatzerlöse mit Strom-/Energiesteuer 94,5 % 72,76 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4,0 % 3,10 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,7 % 567,7 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,5 % 406,2 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,1 % 80,4 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 60,7 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 28,1 k
Aufwendungen 67,72 Mio
  • Materialaufwand 79,4 % 53,75 Mio
  • Personalaufwand 12,9 % 8,75 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 5,4 % 3,64 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,3 % 902,7 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,0 % 652,2 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 26,2 k
  • Ergebnis nach Steuern 1,60 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,58 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Marc Mißling seit 2013 Geschäftsführer
  • Christian Kulessa seit 2013 Prokura
3 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Stadt Eutin DEU 100,0 % 7,0M €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

Historie

  1. 2023
  2. 03.07.
    Austritt einer Position
    A****** B****** · Einzelprokura
  3. 25.01.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Marc Mißling · Geschäftsführer
  4. 2016
  5. 31.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    A****** B****** · Einzelprokura
  6. 24.02.
    Zweckänderung
    Versorgung mit Gas, Wärme, Wasser, Strom und Telekommunikation (einschließlich Multimedia) und die Durchführung aller hierzu gehörenden oder ähnlichen Geschäfte sowie der Betrieb eines Hallenbades. Die Gesellschaft tritt damit in Konkurrenz zu anderen Unternehmen in den jeweiligen Branchen.
  7. 24.02.
    Änderung des Vertretungsplans
    Die Eintragung betreffend die allge- meine Vertretungsbefugnis ist von Amts wegen wie folgt berichtigt: Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaft- lich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Ge- meinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind für Rechtsgeschäfte zwischen der Ge- sellschaft und der Stadt Eutin vom Verbot des Selbstkontrahierens (§ 181 BGB) befreit.
  8. 2014
  9. 10.07.
    Austritt einer Position
    A****** B***** · Geschäftsführer
  10. 2013
  11. 18.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Marc Mißling · Geschäftsführer
  12. 18.07.
    Austritt einer Position
    Marc Mißling · Einzelprokura
9 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 27. Dezember 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

Stadtwerke Eutin GmbH

Eutin

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens


Die Stadtwerke Eutin GmbH ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen und beliefert die Bürger Eutins und der Holsteinischen Schweiz mit Strom, Gas, Wasser, Wärme, Glasfaser- und Telekommunikationsprodukten und bietet Energie- und IT-Dienstleistungen an. Weiterhin übernimmt die Stadtwerke Eutin GmbH die Betriebsführung für die Städtischen Betriebe Eutin. Als lokal verankertes Unternehmen arbeiten wir im engen Verbund mit der Stadtwerke Plön Versorgungs GmbH, der Stadtwerke Oldenburg in Holstein GmbH, der Stadtwerke Oldenburg in Holstein Media GmbH und den Stadtwerken Heiligenhafen. Als etablierter und zuverlässiger Energieversorger und Netzbetreiber verfügen wir seit Jahren über eine gefestigte Position am Markt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023


Die deutsche Wirtschaft war laut BMWK im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.


Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 3. Quartal um 0,1 Prozent auf 107,9 Prozent ist angesichts der aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auch für das Jahresendquartal ein erneuter, leichter Rückgang des BIP wahrscheinlich. Vor allem die bis zuletzt positive Investitionsentwicklung dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der "Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig lassen jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe eine Stabilisierung des privaten Konsums -allerdings auf niedrigem Niveau -erwarten.


Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im Gf-K-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten -wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau -niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar.

b) Branchenentwicklung

Marktbezogene Entwicklung


Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) rechnet mit einem Rückgang um 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ) oder 368,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Damit liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Insbesondere die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus, witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch um etwa 7,4 Prozent vermindert. Den einzigen verbrauchssteigernden Effekt bedingte 2023 die demographische Entwicklung.


Der Erdgasverbrauch verringerte sich 2023 um 4,3 Prozent auf 2.641 PJ (90,1 Mio. t SKE). Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr etwas mehr Erdgas (+1 Prozent) eingesetzt. Die Erzeugung von Fernwärme aus Erdgas verminderte sich um 2 Prozent. Die Witterung hatte nur einen eher geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung. Vielmehr geht der Verbrauchsrückgang vorrangig auf Einsparungen bei den Verbrauchern zurück.


Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging 2023 um knapp 80 Prozent zurück. Der starke Rückgang ist auf den Streckbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke und deren endgültige Stilllegung zum 15. April 2023 zurückzuführen. Seit diesem Zeitpunkt leistet die Kernenergie in Deutschland keinen Beitrag mehr zur Energieversorgung.


2023 wurden 9,2 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom mehr aus dem Ausland importiert als exportiert. Damit wurde Deutschland erstmals seit 2002 wieder Netto-Importeur von Strom. Die Ausfuhren sanken 2023 um 24 Prozent, die Importe stiegen dagegen um 38 Prozent an.


Der Beitrag der erneuerbaren Energien erhöhte sich 2023 insgesamt um 2,3 Prozent auf 2.118 PJ (72,3 Mio. t SKE). Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs um etwa 5 Prozent. Wichtigste Ursache dieser Entwicklung war die vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutlich höhere Stromproduktion der Windenergieanlagen an Land (plus 15 Prozent). Bei der Solarenergie gab es trotz eines starken Zubaus bei den PV-Anlagen nur einen leichten Zuwachs bei der Stromproduktion (plus 1 Prozent). Die Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um 11 Prozent. Die Biomasse, auf die mehr als Hälfte des gesamten Primärenergieverbrauchs der erneuerbaren Energien entfällt, blieb um 4 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.

Wettbewerb im Energiemarkt


Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat nicht nur schwerwiegende geopolitische und humanitäre Auswirkungen in Europa, sondern beeinflusst auch die Energiemärkte weltweit. Deutschland ist von den Auswirkungen dieses Konflikts auf die Energieversorgung und die Energiemärkte in besonderem Maße betroffen. Die Folgen des Ukrainekriegs auf die Energiemärkte in Deutschland sind vielschichtig und reichen von extrem gestiegenen Energiepreisen bis hin zu Bemühungen um Energiesicherheit und Diversifizierung der Energiequellen.


Um eine stabile und sichere Strom- und Wärmeversorgung zu gewährleisten, kehrten im Jahr 2022 insgesamt 6,9 GW Stein- und Braunkohlekraftwerksleistung befristet durch das Ersatzkraftwerkebereitstellungsgesetz während der Ausrufung der Notfall- oder Alarmstufe Gas zurück an den Strommarkt. Diese Kraftwerke trugen zu einer stabilen Stromversorgung bei. Darüber hinaus hatte der Gesetzgeber im Jahr 2022 mit Blick auf die Versorgungssicherheit beschlossen, die Laufzeit der drei verbliebenen Kernkraftwerke bis zum 15. April 2023 zu verlängern. Mit dem am 30. April 2022 in Kraft getretenen Gasspeichergesetz und der Einführung von gesetzlichen Vorgaben für Füllstände wurde zudem die Versorgungssicherheit mit Gas in Deutschland erhöht. Die zum 1. November festgelegte Zielmarke von 95 Prozent konnte im Jahr 2023 bereits am 25. September erreicht werden. Aufgrund eines gesunkenen Stromverbrauchs nahm auch die deutschlandweite Nettostromerzeugung leicht ab. Der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energieträgern am Bruttostromverbrauch betrug damit 45 Prozent, nachdem er 2021 noch bei 40 Prozent lag. Die Marktkonzentration bei der Stromerzeugung und dem Stromerstabsatz ohne Zahlungsanspruch nach dem EEG hat im Jahre 2022 -bezogen auf die Marktanteile der fünf absatzstärksten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr abgenommen -sowohl mit Blick auf die erzeugten Mengen als auch die Erzeugungskapazitäten. Bei der Stromerzeugungsmenge und bei den Stromerzeugungskapazitäten führt RWE weiter das Feld der fünf größten Anbieter jeweils mit deutlichem Abstand an.


Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 hat sich die Situation beim Gasimport in Folge der Verknappung des Angebots und der eingestellten Lieferungen aus Russland deutlich verändert. Die Gaslieferungen aus Russland über die Nord Stream 1 sind im Jahresverlauf drastisch zurückgegangen und sanken Anfang September schließlich auf 0 TWh. Die ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland konnten durch zusätzliche Importe, unter anderem über die Niederlande, Belgien und aus Norwegen weitgehend kompensiert werden und lagen nur leicht unter dem Vorjahreswert. Die wichtigsten Bezugsquellen für nach Deutschland importiertes Gas waren im Jahr 2022 Norwegen, die Niederlande und Belgien mit einem Anteil von insgesamt 68 Prozent. Zusätzlich nahm im Dezember 2022 das erste deutsche schwimmende LNG-Terminal in Wilhelmshaven seinen Betrieb auf. Im Januar bzw. März 2023 wurde dieses durch zwei weitere schwimmende LNG-Terminals in Lubmin und Brunsbüttel ergänzt. Im Gasbereich war im Jahr 2022 ein Rückgang im Gasabsatz zu verzeichnen, welcher insbesondere auf den deutlichen Rückgang russischer Gaslieferungen und möglicherweise auch auf einen verstärkten Fokus auf Gaseinsparmaßnahmen zurückgeführt werden kann. Die Marktkonzentration bei den für die Konzentrationsdarstellung betrachteten, an das deutsche Gasnetz angeschlossenen Untertageerdgasspeichern hat sich nicht wesentlich verändert. Die Marktposition der Gazprom Germania GmbH als eine der größten Erdgasspeicherbetreiberin ist allerdings auf die "Securing Energy for Europe GmbH" (SEFE) übergegangen, die sich nunmehr in vollständigem Bundeseigentum befindet. Auf den Endkundenmärkten lagen die jeweiligen kumulierten Marktanteile der vier absatzstärksten Strom- und Gaslieferanten bei der Belieferung von leistungsgemessenen und Standardlastprofilkunden im Jahr 2022 wie auch in den vergangenen Jahren unter den gesetzlichen Vermutungsschwellen für eine marktbeherrschende Stellung. Angesichts dessen ist jedenfalls derzeit davon auszugehen, dass auf diesen Märkten kein Anbieter marktbeherrschend ist.


Der starke Anstieg der Strom- und Gaspreise in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat auch im Wechselverhalten der Verbraucher deutliche Spuren hinterlassen. So ist im Jahr 2022 die Zahl der Lieferantenwechsel von Haushaltskunden im Bereich Strom mit gut vier Mio. Wechseln deutlich gesunken. Auch die Anzahl der Lieferantenwechsel von Haushaltskunden im Bereich Gas sank im Jahr 2022 um rund ein Drittel auf 1,15 Mio. Dies ist neben möglichen Auswirkungen der eingeführten Preisbremsen auch auf den deutlichen Rückgang des Angebots an attraktiven Neukundenverträgen zurückzuführen. So gab es zeitweise keinen Anreiz, aus der traditionell eher teureren Grundversorgung in einen Wettbewerbstarif zu wechseln, weil entweder keine oder nur wenige und teurere Angebote zur Verfügung standen. Entgegen dem langfristigen Trend hat die im Rahmen der Grundversorgung abgegebene Gasmenge erstmalig seit 2010 im Jahresvergleich sogar zugenommen. Inzwischen sind vermehrt wieder günstige Wettbewerbstarife auch unterhalb der Schwellenpreise der Preisbremsen verfügbar, was sich möglicherweise positiv auf die Wechselaktivitäten auswirken könnte.

Energiepolitik


Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv beschleunigt werden. Bereits bis 2030 ist das Ziel, mindestens 80 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien -vor allem aus Wind- und Solarenergie zu decken.


2021 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien bei rund 41 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Er stieg im folgenden Jahr auf 46,2 Prozent und erhöhte sich im ersten Halbjahr 2023 weiter auf rund 52 Prozent.


In diesem Jahr ist das Ausbauziel bei der Solarenergie von 9 Gigawatt (GW) bereits vier Monate vor Jahresende erreicht. Ende August 2023 waren fast 700.000 neue Solaranlagen mit einer Leistung von 9 GW installiert.


Um den Ausbau zu beschleunigen, hat die Bundesregierung die jährlichen Ausbauziele mit dem Solarpaket erhöht: Der jährliche Leistungszubau bei der Solarenergie soll 2024 weiter auf 13 GW, 2025 dann 18 GW und ab 2026 auf 22 GW steigen.


Der Anteil der Erneuerbaren Energien soll sich in weniger als zehn Jahren fast verdoppeln. Die Ausbaugeschwindigkeit muss sich dafür sogar verdreifachen. Die Bundesregierung macht Tempo bei der Energiewende, damit es gelingt, langfristig eine günstige, unabhängige und sicherere Energieversorgung sicherzustellen und gleichzeitig das Klima zu schützen. Dafür hat sie zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht.

c) Geschäftsverlauf

Vertrieb von Strom und Gas


Bereits seit vielen Jahren entfaltet die Stadtwerke Eutin GmbH Vertriebstätigkeiten außerhalb des ursprünglichen Netzgebietes Eutin. Diese Strategie wurde im Jahr 2023 aufgrund der Turbulenzen an den Energiebörsen weiterhin defensiv fortgeführt. Die Stadtwerke Eutin GmbH hat damit auf das herausfordernde Umfeld vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges reagiert und seine Wettbewerbsstrategie angepasst.


Die Belieferung unserer Tarifkunden zu 100% mit Ökostrom findet weiterhin großen Anklang bei den Kunden. Zum Nachweis der Nachhaltigkeit hat die Stadtwerke Eutin GmbH den Strom mit dem Gütesiegel "Ökostrom Re" zertifizieren lassen. Durch diese Zertifizierung wird den Tarifkunden in Eutin und Umgebung garantiert, dass die Stromlieferung durch die Stadtwerke Eutin GmbH zu 100% ökologisch ist und zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus, und damit zur Entlastung unserer Umwelt, beiträgt.

Wärmeversorgung und Energieeffizienz


Im Jahr 2023 wurde mit der kommunalen Wärmeplanung für die Stadt Eutin begonnen. Für die Umsetzung der Ziele der Energiewende sind der Ausbau effizienter Wärmeversorgungsanlagen und -netze sowie der ressourcenschonende Einsatz von Energie entscheidende Erfolgsfaktoren. In der Entwicklung befindet sich eine gesamtunternehmerische Gesamtstrategie, mit dem Ziel einer klimaneutralen Energieversorgung bis zum Jahr 2040.


Der Begleitung unserer Kunden im Bereich der effizienten Energieverwendung kommt eine hohe Bedeutung zu, weshalb die Beratungsleistungen in diesem Segment kontinuierlich ausgebaut werden sollen.

Preisanpassungen für Strom, Gas und Wasser


Die Preise in der Grundversorgung wurden sowohl im Strom als auch Gas zum 01.01.2023 erhöht. Im Strom erfolgte zum 01.10.2023 eine Senkung, im Gas wurden zum 01.04. und 01.10. die Preise reduziert. Die seit 01.07.2021 gültigen Wasserpreise wurden zum 01.10.2023 im Grund- und Arbeitspreis angehoben.

Personal


Kernelement der Veränderungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens sind die Mitarbeiter. Die Stadtwerke Eutin GmbH ermöglicht seinen Mitarbeitern regelmäßig Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und investiert somit in die Qualität und Motivation der Mitarbeiter. Die tariflich vereinbarten Einmalzahlungen wurden von Juni bis Dezember 2023 umgesetzt.

d) Wirtschaftliche Lage und Analyse des Geschäftsjahres 2023

Umsatz- und Ertragsentwicklung


Die Betriebserträge (Umsatzerlöse (TEUR 85.043), andere aktivierte Eigenleistungen, sonstige betriebliche Erträge) sind im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr wegen der massiv gestiegenen Energiepreise um TEUR 35.955 auf TEUR 85.946 gestiegen.


Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthält im Wesentlichen Gas- und Strombezugskosten. Im Materialaufwand für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen gezahlte Netznutzungsentgelte u. Mehr-/Mindermengen von TEUR 12.906 (Vorjahr: TEUR 10.814) sowie die Konzessionsabgaben in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 769) enthalten.


Der nach Steuern 2023 verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.909 (Vorjahr TEUR 122) liegt deshalb deutlich über dem geplanten Ergebnis von TEUR 308.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage


Wirtschaftlich steht die Stadtwerke Eutin GmbH gut da. Die hohen Investitionen der letzten Jahre haben jedoch ein Abschmelzen der Eigenkapitalquote zur Folge, so dass diese aktuell handelsrechtlich bei 26,4 % liegt. Die Geschäftsleitung ist zuversichtlich, dass die Gesellschaft sich positiv entwickeln und entsprechende Jahresergebnisse erwirtschaften wird.

Investitionen, Finanzierung, Vermögenslage


Zur Sicherung der Versorgung investierten die Stadtwerke Eutin GmbH im Geschäftsjahr TEUR 6.688, darunter befinden sich TEUR 2.087 Anlagen im Bau. Die Finanzierung erfolgte durch die aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschafteten liquiden Mittel sowie durch eine Darlehensaufnahme. Die Bilanzsumme beträgt TEUR 82.928 (Vorjahr: TEUR 76.592).


Bei analytischer Betrachtung ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 31,3% (Vj. 32,8 %). Hierbei wurden der Eigenkapitalanteil der Sonderposten (70%) dem wirtschaftlichen Eigenkapital zugerechnet, die Kundenüberzahlungen mit den Forderungen gegen Kunden saldiert und der voraussichtliche Ausschüttungsbetrag bereits mit den Forderungen gegen die Stadt verrechnet bzw. den Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt zugewiesen.


Das langfristige Vermögen ist nicht vollständig durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Bankguthaben betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.071. Die Liquidität war jederzeit gewährleistet.


Zum Bilanzstichtag bestehen nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von 15.000 TEUR, die nicht besichert sind.

CashFlow


Der CashFlow (Jahresüberschuss + Abschreibungen - Auflösung Sonderposten) zum Ende des Berichtsjahres beträgt 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Die Liquidität war jederzeit gewährleistet. Es wurden Darlehen in Höhe von TEUR 3.000 aufgenommen. Die liquiden Mittel betragen TEUR 4.071.

Stromversorgung


Die von den Letztverbrauchern im Netzgebiet Eutin abgeforderte Energiemenge reduzierte sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9% auf 46,7 Mio. kWh. Die Versorgung von Kunden in anderen Netzgebieten wurde erfolgreich fortgesetzt. Die seit 2022 deutlich gestiegenen Beschaffungskosten führten zu Endkundenpreisen, die zu Beginn des Jahres 2023 deutlich über denen des Vorjahres lagen. Zum 01.10.2023 und 01.01.2024 konnten die Preise in der Grundversorgung wieder gesenkt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Betriebserträge in Höhe von MEUR 39,9 (Vorjahr: MEUR 28,9) erzielt. Neben den Energiekosten stiegen auch die Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr an.


Im Jahre 2023 belief sich das Investitionsvolumen der Sparte Strom auf TEUR 1.675 (Vorjahr: TEUR 1.395).

Erdgasversorgung


Die Abgabemenge im Eutiner Netz lag mit 142,3 Mio. kWh um 5,5% unter dem Vorjahresniveau. Die seit 2022 deutlich gestiegenen Beschaffungskosten führten zu Endkundenpreisen, die zu Beginn des Jahres 2023 deutlich über denen des Vorjahres lagen. Zum 01.10.2023 und 01.01.2024 konnten die Preise in der Grundversorgung wieder gesenkt werden. Die Betriebserträge der Sparte Erdgasversorgung betrugen im Geschäftsjahr MEUR 35,7 (Vorjahr: MEUR 12,5).


Die Gesamtinvestitionen im Gasnetz beliefen sich 2023 auf TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 276).

Wasserversorgung

Die Anforderungen für Trinkwasser wurden vom geförderten Grundwasser des Wasserwerkes Eutin jederzeit erfüllt. Die Wasserabgabe lag 2023 mit 904 Tm 3 um 3,6% unter der des Vorjahres, die Wasserverluste betrugen 4,2%. Die Preise wurden zum 01.10.2023 angehoben. Die Betriebserträge des Geschäftsjahres betrugen MEUR 2,0 (Vorjahr: MEUR 1,9).


Die Investitionen in der Sparte Wasserversorgung betrugen TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 291).

Wärmeversorgung


Die Wärmeabgabe sank gegenüber dem Vorjahr um 3,3% auf 15,1 Mio. kWh. Die Betriebserträge im Geschäftsjahr 2023 betrugen MEUR 2,6 (Vorjahr: MEUR 1,4).


Es wurden im Geschäftsjahr 2023 TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 167) in Erzeugungsanlagen und Infrastruktur investiert.

Glasfaser/Telekommunikation


Im Bereich der Tätigkeit Glasfaser/Telekommunikation wurden im Geschäftsjahr in den Aufbau der Infrastruktur TEUR 1.023 (Vorjahr: TEUR 801) investiert. Die Betriebserträge betrugen im Geschäftsjahr MEUR 3,0 (Vorjahr: MEUR 2,1).

Schwimmbad (Kirsten-Bruhn-Bad)


Im Jahr 2023 stieg gegenüber dem Vorjahr die Zahl der Einzelbesucher um 3,0%, die der Gruppen um 14,8% an. Die Preise im Kirsten-Bruhn-Bad blieben 2023 unverändert. Die Betriebserträge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 324).


Im Berichtsjahr 2023 wurden TEUR 12,8 (Vorjahr: TEUR 40,4) in das Schwimmbad investiert.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

a) Prognosebericht

Marktsituation


Die Marktsituation im Vertrieb von Strom und Gas wird insbesondere nach den herausfordernden Entwicklungen an den Beschaffungsmärkten zukünftig wieder durch einen intensiven Wettbewerb geprägt sein. Flexibilität in den Produkten, eine intelligente Einkaufspolitik und kundennahe, innovative Prozesse sind erforderlich, um im Wettbewerb zu bestehen. Ein starker Fokus wird zudem in der Umsetzung dezentraler Eigenerzeugung und von Energieeffizienzmaßnahmen liegen.


Das Netzgeschäft ist durch die Ergebnisse der Kostenprüfungen für die vierte Anreizregulierungsperiode geprägt. Für das Erdgasnetz kommt die aktuell durch die Bundesnetzagentur festgesetzte Erlösobergrenze seit dem Jahr 2023 zur Anwendung und für das Stromnetz ab dem Jahr 2024.

Entwicklung der Ertragslage


Für die folgenden Geschäftsjahre strebt die Stadtwerke Eutin GmbH an, ihre erreichte Marktposition zu festigen. Es wird ein Jahresüberschuss von TEUR 358 für das Jahr 2024 geplant.

Strom und Gasversorgung


Im Hinblick auf den sich weiter verschärfenden Wettbewerb wird sich die Stadtwerke Eutin GmbH im Strom- und Gasvertrieb weiter als lokaler Dienstleister positionieren. Im Bereich der Stammkunden soll durch weitere Intensivierung der Kundenbeziehung die Bindung der Kunden erreicht werden. Die Stadtwerke Eutin grenzt sich damit von den rein online agierenden Discount-Anbietern ab.


Dem Ausbau des Stromnetzes kommt im Zuge der Konzeption einer klimaneutralen Energieversorgung eine zentrale Bedeutung zu. Die vorhandene hohe Netzqualität soll weiter gestärkt werden.


Die Bundesrepublik hat entschieden, bis zum Jahr 2045 aus der Erdgasversorgung auszusteigen. Auf dieses Szenario bereitet sich die Stadtwerke Eutin GmbH vor.

Wasserversorgung


"Wasser ist Leben". Unter diesem Gesichtspunkt steht die Qualität des Produkts Wasser im Vordergrund. Das Sanierungsprogramm des Wasserleitungsnetzes und des Wasserwerkes wird daher zielgerichtet fortgeführt. Für die strategische Ausrichtung der Wassersparte sind die stetigen Absatzrückgänge durch den Einsatz wassersparender Technik und bewusstes Verbrauchsverhalten von entscheidender Bedeutung.

Wärmeversorgung


Im Jahr 2023 wurde mit der kommunalen Wärmeplanung für die Stadt Eutin begonnen. Für die Umsetzung der Ziele der Energiewende sind der Ausbau effizienter Wärmeversorgungsanlagen und -netze sowie der ressourcenschonende Einsatz von Energie entscheidende Erfolgsfaktoren. In der Entwicklung befindet sich eine gesamtunternehmerische Gesamtstrategie, mit dem Ziel einer klimaneutralen Energieversorgung bis zum Jahr 2040.

Energieeffizienz


Der Begleitung unserer Kunden im Bereich der effizienten Energieverwendung kommt eine hohe Bedeutung zu, weshalb die Beratungsleistungen in diesem Segment kontinuierlich ausgebaut werden sollen.

Erzeugung


Der Ausbau von regenerativen Eigenerzeugungskapazitäten spielt eine wesentliche Rolle bei der Umstellung auf Klimaneutralität. Daher wird sich die Stadtwerke Eutin GmbH diesem Thema verstärkt zuwenden.

Glasfaserversorgung/Telekommunikation


Nachdem der Ausbau im Großteil des Eutiner Stadtgebietes sowie einiger Ortschaften im Umland erfolgreich abgeschlossen wurde, steht nun die Nachverdichtung der erschlossenen Gebiete im Fokus.

Kirsten-Bruhn-Bad Eutin


Mit dem Kirsten-Bruhn-Bad steht den Badegästen in Eutin ein modernes Bad für ihre sportlichen Aktivitäten zur Verfügung. Diese Dienstleistung gilt es nachhaltig im Sinne der Stadt Eutin und ihrer Bürger zu gewährleisten.

Investitionen 2024


Im Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund TEUR 7.392 vorgesehen. Davon betreffen TEUR 1.930 die Elektrizitätsversorgung, TEUR 572 die Gasversorgung, TEUR 952 die Wasserversorgung, TEUR 1.435 die Wärmeversorgung sowie TEUR 1.373 die Sparte Telekommunikation. Daneben kommen aus den Bereichen andere Betriebszweige und gemeinsame Anlagen Investitionen in Höhe von TEUR 1.050 sowie für das Schwimmbad TEUR 80. Hinzu kommen Investitionen in Finanzanlagen über die Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH als Einzahlung in die Kapitalrücklage bzw. Gewährung von Gesellschafterdarlehen über TEUR 6.000. Finanziert werden diese Investitionen durch geplante Darlehensaufnahmen von MEUR 12,4 und dem eigenen Cashflow.

Beteiligungsgeschäft


Zur Strukturierung bestehender und zukünftiger Beteiligungen wurde im Frühjahr 2012 eine 100%ige Tochter-Gesellschaft der Stadtwerke Eutin GmbH, die Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH, gegründet. Diese hat den Erwerb, die Errichtung von, die Beteiligung an, die Veräußerung und die Verwaltung von Unternehmen und Beteiligungen an Unternehmen, deren Gesellschaftszweck der Erfüllung der Aufgaben der Stadtwerke Eutin GmbH dienlich ist, zum Ziel. Die Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH hält Beteiligungen an der SüdWestStrom Windpark Suckow GmbH & Co. KG, der Stadtwerke Oldenburg in Holstein GmbH, der HSW Windpark Kladrum GmbH & Co. KG, der Holsteiner Energieversorgungs GmbH, der Stadtwerke Oldenburg in Holstein Media GmbH, der Stadtwerke Plön Versorgungs GmbH, der Ingenieurbüro Höger und Partner GmbH sowie der GREE Bosau-Hutzfeld GmbH & Co. KG. Im Jahr 2024 soll zudem eine Gesellschaft für den geplanten PV-Park in Liensfeld gegründet werden.

Bindung an Stadt und Region


Die Stadtwerke Eutin GmbH ist mit der Stadt Eutin, den kommunalen Partnern in der Region sowie mit deren Bürgerinnen und Bürgern traditionell eng verbunden. Diese Verbundenheit zeigt sich sowohl in einem wirtschaftlichen und kulturellen Engagement als auch einem aktiven Sozial- und Sportsponsoring. Vertieft werden soll diese Bindung mit dem neu initiierten Projekt Smart Region Lab Eutin, in dem die digitale Vernetzung von Stadt und Region gefördert werden soll.

b) Risiko- und Chancenbericht


Für erkennbare Risiken wurde angemessene Vorsorge in Form von Wertberichtigungen und Rückstellungen getroffen.


Im Hinblick auf die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges und der stark gestiegenen Inflationsraten bestehen Risiken für negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Eutin GmbH. Zudem kann der Kaufkraftverlust zu Zahlungsschwierigkeiten bei Kunden führen. Weiterhin können Bauvorhaben, insbesondere wegen unkalkulierbarer Preissteigerungen sowie Lieferengpässen bei benötigten Vorprodukten nicht wie geplant durchgeführt werden. Insbesondere im Bereich der Netze können Lieferengpässe bei technischen Bauteilen dazu führen, dass Kundenschlüsse später fertiggestellt und folglich Umsatzerlöse später als geplant realisiert werden.


Der vielfältigen, globalen Krisen führen zu einer hohen Volatilität an den Beschaffungsmärkten. Dies wird die Wettbewerbssituation unter den Energielieferanten stark beeinflussen. Die von den Stadtwerken praktizierte, strukturierte Beschaffung birgt bei fallendem Marktumfeld Risiken.


Vor dem Hintergrund der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht die Geschäftsführung in einer Zweijahresvorschau folgende Chancen und Risiken:

Chancen:

Festigung der Marktposition durch Umsetzung der Gesamtstrategie "Energieversorgung 2040 -klimaneutral"

Ausweitung der Eigenerzeugung

Akquisition und Prolongation von Kunden

Agieren als flexibler und kompetenter Ansprechpartner der Kunden vor Ort

Erschließung neuer Absatzmärkte durch die Ausweitung der vorhandenen Vertriebsstrukturen bzw. durch Zusammenarbeit mit Marktpartnern

Ausweitung des Dienstleistungsportfolios

Beratungs- und Kompetenzzentrum für Energieeffizienz

Umsatz- und Ergebnissteigerung durch glasfaserbasierte Telekommunikationsprodukte

Aufbau neuer Geschäftsfelder durch Diversifizierung

Risiken:

Weltwirtschaftliche Krisen

sehr volatile und nachhaltig hohe Preise auf den Energiemärkten

Steigender Wettbewerb um den Kunden

Reduzierung der genehmigungsfähigen Netzentgelte im Zuge der Anreizregulierung

Sinkende Verbräuche

Steigende Ausfallrisiken im Zuge von Konjunkturkrisen

Verzögerungen und Preissteigerungen sowie Lieferengpässe bei Investitionen

Änderung von gesetzgeberischen Rahmenbedingungen

Veränderung der Geschäftsmodelle im Zuge der Energiewende

c) Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten


Die wesentlichen vorhandenen Finanzinstrumente sind Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und schwebende Energiebeschaffungskontrakte.


Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden insbesondere Risiken aus Zahlungsausfällen gesehen. In Bezug auf die Rechnungslegung steht die umgehende Fakturierung im Fokus. Die Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt durch eine Bonitätskontrolle bei größeren Kunden sowie ggf. durch Vorauszahlungen und kurze Mahn- und Sperrintervalle.


Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist es das Ziel, die fälligen Zahlungen fristgerecht unter Inanspruchnahme von Skonto zu zahlen.


Die schwebenden Energieeinkaufskontrakte betreffen vorrangig Termingeschäfte im Rahmen der strukturierten Beschaffung, durch die Beschaffungsrisiken begrenzt sind.

 

Eutin, den 28. März 2024


gez. Marc Mißling Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 295.690,84 278
295.690,84 278
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 6.806.965,16 7.029
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 455.702,39 463
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 193.195,15 208
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 4.916.323,00 5.071
5. Verteilungsanlagen 46.255.944,00 45.334
6. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu den Nr. 4 und 5 gehören 1.421.243,00 928
7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 851.655,48 756
8. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.941.228,04 1.610
63.842.256,22 61.399
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.756.000,00 2.776
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 800.000,00 900
3. Sonstige Ausleihungen 5.500,00 6
4.561.500,00 3.682
68.699.447,06 65.359
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.246.934,95 1.384
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 661,00 0
3. Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate 593.600,00 0
1.841.195,95 1.384
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.293.550,75 5.638
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 132.920,89 98
3. Forderungen gegen Gesellschafter 394.365,71 461
4. Sonstige Vermögensgegenstände 879.622,05 1.578
6.700.459,40 7.775
III. Guthaben bei Kreditinstituten 4.071.027,75 1.911
12.612.683,10 11.070
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.615.504,21 163
82.927.634,37 76.592

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.000.000,00 7.000
II. Kapitalrücklage 9.376.955,74 9.377
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.576.952,82 3.455
IV. Jahresüberschuss 1.909.000,38 122
21.862.908,94 19.954
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen
Sonderposten für Investitionszuschüsse 4.178.310,00 3.996
4.178.310,00 3.996
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 739.100,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 4.166.493,00 2.130
4.905.593,00 2.130
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.505.797,86 38.217
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 41.546,24 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 6.304.825,89 3.754
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.740.615,44 7.770
-davon aus Steuern EUR 894.692,77 (Vj.: TEUR 549) 51.592.785,43 49.741
E. Passive latente Steuern 388.037,00 771
82.927.634,37 76.592

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse mit Strom-/Energiesteuer 86.829.984,30 50.007
abzüglich Strom-/Energiesteuer 1.786.886,85 1.857
Umsatzerlöse 85.043.097,45 48.150
2. andere aktivierte Eigenleistungen 667.412,27 948
3. sonstige betriebliche Erträge 235.606,27 893
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 53.859.726,31 23.795
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.201.139,80 13.043
69.060.866,11 36.838
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.009.074,77 5.375
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.474.822,08 1.418
-davon für Altersversorgung: EUR 319.052,15 (Vj. TEUR 347) 7.483.896,85 6.793
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.240.885,50 2.883
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.922.565,26 2.668
8. Erträge aus Beteiligungen 73.552,97 55
-davon aus verbunden Unternehmen: EUR 73.552,97 (Vj. TEUR 55)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren u. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.395,00 15
-davon aus verbunden Unternehmen: EUR 13.395,00 (Vj. TEUR 15)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.538,41 30
-davon aus Auf-/Abzinsungen: EUR 5.300,00 (Vj. TEUR 27)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 933.937,89 575
-davon aus Auf-/Abzinsungen: EUR 2.243,00 (Vj. TEUR 0)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 531.215,35 174
-davon aus der Veränderung latenter Steuern EUR -382.744,00 (Vj. TEUR 220)
13. Ergebnis nach Steuern 1.909.235,41 160
14. Sonstige Steuern 235,03 38
15. Jahresüberschuss 1.909.000,38 122

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, Form und Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung


Die Stadtwerke Eutin GmbH mit Sitz in Eutin ist unter HRB 759 EU im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck eingetragen.


Die Gesellschaft ist als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen i.S.v. § 3 Nr. 38 EnWG gemäß § 6b Abs. 1 EnWG verpflichtet, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufzustellen. Sie ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) und den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß § 15 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages hat die Gesellschaft den Jahresabschluss sowie einen Lagebericht in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.


Die Gliederung der Bilanz erfolgte grundsätzlich nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Abweichend hiervon wurde die Gliederung der Sachanlagen entsprechend § 265 Abs. 6 HGB aufgrund der Besonderheiten der Versorgungswirtschaft in Anlehnung an Formblatt 1 zu § 20 Abs. 1 Satz 1 EigVO SH vorgenommen.


Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.


Soweit in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung Darstellungswahlrechte bestehen, erfolgen die entsprechenden Angaben weitgehend im Anhang.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz


Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich:

Aktivseite

2.1. Entwicklung des Anlagevermögens


Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Jahr 2023 sind aus dem Anlagennachweis ersichtlich.

2.2. Immaterielle Vermögensgegenstände


Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 20 Jahren.

2.3. Sachanlagen


Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen und Zuschüsse, bewertet. Bei der Herstellung von Sachanlagen werden eigene Leistungen entsprechend § 255 Abs. 2 HGB einschließlich anteiliger notwendiger Gemeinkosten (Material-, Fertigungs- und Fremdleistungsgemeinkosten) in den Wertansatz einbezogen. Von dem Einbeziehungswahlrecht gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 für allgemeine Verwaltungsaufwendungen wurde im Berichtsjahr wie schon in den Vorjahren kein Gebrauch gemacht. Baukostenzuschüsse wurden in sinngemäßer Anwendung von R 6.5 Abs. 2 EStR von 2003 bis 2018 direkt von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt; seit 2019 werden diese passivisch als Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung branchenüblicher Nutzungsdauern und der von der Finanzverwaltung herausgegebenen Tabellen vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen 1 bis 50 Jahre. Bei Zugängen des Berichtsjahres wird die Jahresabschreibung pro rata temporis vorgenommen. Seit 2014 orientieren sich die Nutzungsdauern der Anlagen im Bereich der Gas- und Stromversorgung an den durch die Bundesnetzagentur im Rahmen der Kostenprüfungen genehmigten Nutzungsdauern. Dadurch weichen die handelsrechtlichen von den steuerrechtlichen Nutzungsdauern ab. Seit dem Geschäftsjahr 2011 wurden Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 410,00 grundsätzlich direkt in voller Höhe abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2015, wie auch schon in den Jahren 2008 bis 2010, werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis zu EUR 1.000 als Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten EUR 250 bis zu EUR 1.000 als Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

2.4. Finanzanlagen


Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zum Anschaffungswert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, welche im Geschäftsjahr nicht vorlagen.


Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Beteiligung an der mit einem Stammkapital von TEUR 500 ausgestatteten Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH, Eutin. Die Stadtwerke Eutin GmbH hält alle Geschäftsanteile der Gesellschaft. Der Jahresabschluss 2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 161 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.218 aus.


Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt. Diese betreffen zwei an die Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH gegebenes Darlehen in Höhe von ursprünglich TEUR 1.278,75. Die Darlehen sind jeweils endfällig. Vorzeitige Tilgungen sind möglich. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 100 getilgt, die Zinserträge beliefen sich auf EUR 13.395,00.

2.5. Vorräte


Die Vorräte beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Lagermaterial sowie Brenn- und Kraftstoffe) und in geringem Umfang fertige Erzeugnisse. Sie sind mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Unter dem Posten Vorräte werden der Bestand an Betriebsstoffen ausgewiesen. Die Emissionszertifikate gem. BEHG werden mit Anschaffungskosten ausgewiesen.

2.6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. niedrigeren Barwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.


In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.294 (VJ. TEUR 5.638) sind insbesondere Forderungen aus den Jahresverbrauchsabrechnungen für Energie- und Wasserlieferungen gegenüber den Kunden enthalten. Zudem sind mit TEUR 663 (VJ. TEUR 711) Forderungen aus noch nicht abgelesenem Verbrauch (Verbrauchsabgrenzung; Hochrechnung auf den 31. Dezember 2023) abgegrenzt. Etwaige Kundenguthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung werden in den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dabei erfolgte eine kundenspezifische Saldierung von Kundenguthaben mit entsprechenden Forderungen aus der Verbrauchsabgrenzung. Es sind saldiert rechtlich noch nicht entstandene Verbindlichkeiten aus der Abrechnung (EUR 1,2 Mio.) enthalten, die erst in 2025 durch entsprechende Wirtschaftsprüferbescheinigungen entstehen.


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 133 (VJ. TEUR 98) betreffen die Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH und resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.


Die Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 394 (VJ. TEUR 461) resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 297; VJ. TEUR 267) sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 97; VJ. TEUR 194), welche ausschließlich Forderungen aus Gewerbesteuer darstellen.


In den Sonstigen Vermögensgegenständen werden u. a. debitorische Kreditoren mit TEUR 288 (VJ. TEUR 286) sowie Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer über TEUR 264 (VJ. TEUR 845) und Körperschaftsteuer über TEUR 158 (VJ. TEUR 281) ausgewiesen.


In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Es handelt sich dabei um die im Folgejahr abziehbare Vorsteuer in Höhe von TEUR 264.

2.7. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten


Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag bewertet.

2.8. Rechnungsabgrenzungsposten


Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.


Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten u. a. gezahlte Prämien zur Zinsabsicherung für zwei Darlehen in Höhe von TEUR 132 (VJ. TEUR 142), die über die Vertragslaufzeit der Darlehen aufgelöst werden.

Passivseite

2.9. Eigenkapital


Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 7.000 wird von der Stadt Eutin gehalten. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 9.377.


Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:

Eigenkapitalposition Stand Zugang Abgang Stand
01.01.2023 2023 2023 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Gezeichnetes Kapital 7.000 7.000
II. Kapitalrücklage 9.377 9.377
III. Andere Gewinnrücklagen 3.455 122 3.577
IV. Jahresüberschuss 122 1.909 122 1.909
Eigenkapital gesamt: 21.863


Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 122 wurde in die Gewinnrücklage eingestellt.

2.10. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen


Seit dem Geschäftsjahr 2019 werden die Investitionszuschüsse von Kunden als Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert. Die jährliche Auflösungsrate wird auf Basis der Abschreibungsdauer des jeweils hierzu aktivierten Vermögensgegenstandes ermittelt und als Umsatzerlöse ausgewiesen.

2.11. Rückstellungen


Dem Grunde nach bestehende, der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten werden als Sonstige Rückstellungen ausgewiesen und mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. Verpflichtungen für CO 2-Zertifikate (TEUR 630), aus dem Personalbereich (TEUR 667), für Umweltschäden (TEUR 198), für Bezugs-/Netzkosten Gas u. Strom und Regulierungskonto (TEUR 854), für Jahresabschluss- u. Prüfungskosten (TEUR 143), aus Wasserabgabe (TEUR 52), für Archivierung (TEUR 31), für Rechtstreitigkeiten (TEUR 15) sowie für drohende Verluste (TEUR 353).


Langfristige Rückstellungen wurden gemäß § 253 Absatz 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

2.12. Verbindlichkeiten


Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.


In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind u. a. Guthaben der Tarifkunden aus der Jahresverbrauchsabrechnung 2023 in Höhe von TEUR 5.715 (VJ. TEUR 7.142) enthalten.


Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Bilanzposition Summe bis zu 1 Jahr >1 - 5 Jahre über 5 Jahre
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.506 4.454 9.753 24.299
(38.217) (4.356) (9.439) (24.422)
-davon durch Grundschuld besichert 1.568 165 660 743
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 41 41
(0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.305 6.305
(3.754) (3.754)
6.741 6.741
Sonstige Verbindlichkeiten (7.770) (7.770)
51.593 17.541 9.753 24.299
Insgesamt (49.741) (15.880) (9.439) (24.422)


Von dem Darlehensstand zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 38.506 sind TEUR 1.568 über eine Grundschuld besichert.


Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Bürgschaften für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TEUR 1.150. Die Geschäftsführung schätzt aufgrund des Geschäftsverlaufs des verbundenen Unternehmens die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering ein. Bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung wurden keine Ansprüche geltend gemacht. Die Geschäftsführung rechnet auch künftig nicht mit einer Inanspruchnahme.


In den sonstigen Verbindlichkeiten sind saldierte Forderungen aus Umsatzsteuern auf Kundenguthaben in Höhe von TEUR 598 enthalten, die rechtlich erst im Folgejahr entstehen.

2.13. Passive latente Steuern


Aufgrund der Abschreibung der Anlagen im Bereich der Gas- und Stromversorgung nach Maßgaben der durch die Bundesnetzagentur im Rahmen der Kostenprüfungen genehmigten Nutzungsdauern sowie dem Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen ergeben sich Abweichungen zu den steuerlichen Wertansätzen. Für diese Differenzen wurden passive latente Steuern (TEUR 2.026, Vorjahr TEUR 1.954) gebildet. Aus dem Ausweis des Sonderpostens für Investitionszuschüsse sowie aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den sonstigen Rückstellungen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz resultieren aktive latente Steuern (TEUR 1.337, Vorjahr TEUR 1.183), die gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB mit den passiven latenten Steuern saldiert wurden. Der für die Ermittlung der latenten Steuern angesetzte Unternehmenssteuersatz betrug im Geschäftsjahr 29,13 %.


Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand Veränderung Stand
01.01.2023 2023 31.12.2023
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern
-aus Differenzen 1.182.866 454.600 1.637.466
Passive latente Steuern 1.953.647 71.856 2.025.503
Bilanzausweis 770.781 -382.744 388.037

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Umsatzerlöse


Die Umsatzerlöse betragen insgesamt TEUR 85.043 und gliedern sich wie folgt auf:

Tätigkeitsbereich 2023 2022
MEUR MEUR
Stromversorgung 39,8 28,6
Erdgasversorgung 35,7 12,0
Wasserversorgung 1,9 1,9
Wärmeversorgung 2,6 1,4
Schwimmhalle 0,3 0,3
Breitband 2,9 2,1
Sonstiges 1,8 1,8
Umsatzerlöse gesamt 85,0 48,1


Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Strom und Gas werden ohne Strom- und Energiesteueranteil ausgewiesen.


Die Umsätze wurden ausschließlich im Inland erzielt.

3.2. Sonstige betriebliche Erträge


In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge (TEUR 19) u. a. aus der Auflösung von Rückstellungen und Eingängen aus in den Vorjahren abgeschriebenen Forderungen enthalten.

3.3. Materialaufwand


Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthält im Wesentlichen Gas- und Strombezugskosten. Im Materialaufwand für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen gezahlte Netznutzungsentgelte u. Mehr-/Mindermengen von TEUR 12.906 sowie die Konzessionsabgaben in Höhe von TEUR 724 enthalten. Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 76 für die Abrechnung des Gemeinderabattes enthalten.

3.4. Personalaufwand


Die Personalaufwendungen setzen sich aus Löhnen und Gehältern in Höhe von TEUR 6.009 sowie aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.475 zusammen. Bei den Aufwendungen für Altersversorgung handelt es sich um die Arbeitgeberbeiträge der Gesellschaft für die betriebliche Altersvorsorge der Arbeitnehmer (Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes) bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Im Geschäftsjahr betrug der Arbeitgeberbeitragssatz unverändert 5,49 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts.

3.5. Abschreibungen


In den Abschreibungen sind außerordentliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 267 enthalten. Diese betreffen zwei durch die SWE betriebene BHKWs, bei denen die Rest-Nutzungsdauer an die voraussichtliche Restdauer der KWK-Förderung angepasst wurde.

3.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als größte Posten Fremdleistungen für Prüfung und Beratung sowie sonstige Fremdleistungen inkl. IT-Dienstleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.492.


In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 137, die im Wesentlichen auf die Forderungsbewertung entfallen, enthalten.

3.7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag


Insgesamt werden TEUR 531 ausgewiesen. Davon entfallen TEUR -383 Steuerertrag auf die Veränderung der latenten Steuern und TEUR 48 Ertrag aus zu viel gezahlten Steuern aus Vorjahren.

3.8. Sonstige Steuern


Hierin enthalten sind die Grund- und Kfz-Steuern (TEUR 32) sowie Strom- und Energiesteuern auf den Eigenverbrauch (TEUR -32). Zudem sind TEUR 10 periodenfremde Erträge aus Energiesteuern enthalten.

4. Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG


Im Geschäftsjahr 2023 hat die Stadtwerke Eutin GmbH Leistungen für die Gesellschafterin, die Stadt Eutin, im Bereich Strom von TEUR 426, im Bereich Gas von TEUR 555, im Bereich Wärme von TEUR 287, im Bereich Wasser von TEUR 34, im Bereich sonstige Dienstleistungen von TEUR 1.247 erbracht.


Aus der Betriebsführung für die Städtischen Betriebe resultieren TEUR 316 und aus Betriebsführungs-/Dienstleistungsverträgen für die Stadtwerke Eutin Beteiligungs GmbH TEUR 503.


Es besteht zum 31.12.2023 eine Bürgschafts- und Garantieerklärung von TEUR 760 für ein bei einem Kreditinstitut aufgenommenes Darlehen. Es wurden TEUR 2,9 Bürgschafts- und Garantieprovisionen geleistet.

5. Sonstige Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Für Investitionen in das Anlagevermögen besteht ein Bestellobligo für die Jahre 2023 bis 2024 von TEUR 1.318. Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Form von Leasing- und Mietverträgen in üblicher Höhe.


Darüber hinaus bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Energielieferverträgen für die Jahre 2024 bis 2026:

davon mit einer Fälligkeit von Summe
bis zu 1 Jahr >1 - 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stromeinkauf (Portfolio) 15.603 2.458 0 18.061
Gaseinkauf (Portfolio) 18.983 1.125 0 20.108
34.586 3.583 0 38.169


Zwischen diesen Energiebeschaffungsgeschäften und den daraus resultierenden Absatzgeschäften besteht ein sehr enger wirtschaftlicher Zusammenhang. Bei den Energiebeschaffungsgeschäften wurde der Einzelbewertungsgrundsatz angewandt. Dies führte zu Drohverlustrückstellungen zum 31. Dezember 2023 von rd. TEUR 1.386.

5.2. Abschlussprüferhonorar


Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 23 und betrifft ausschließlich die Prüfung des Jahresabschlusses. Für andere Bestätigungsleistungen beträgt das Honorar TEUR 3.

5.3. Anzahl der Arbeitnehmer


Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 108 sowie 10 Auszubildende. Darunter sind 58 Angestellte, 41 gewerbliche Mitarbeiter sowie 9 geringfügig Beschäftigte.

5.4. Unterdeckung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL)


Es bestehen mittelbare Verpflichtungen aus Unterdeckungen der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), auf deren Bilanzierung gem. Artikel 28 Abs. 1 EGHGB verzichtet wurde. Versicherungsrechtlich handelt es sich um eine Pensionskasse. Tarifvertraglich handelt es sich um eine Pflichtversicherung für alle Arbeitnehmer der Gesellschaft. Die Versicherung erfolgt unter eigener Beteiligung der Arbeitnehmer zum Zwecke einer zusätzlichen Altersversorgung. Der Arbeitgeberanteil betrug in 2023 5,49 Prozent, der Arbeitnehmeranteil 1,81 Prozent und bleibt für das Kalenderjahr 2024 unverändert. Die Summe der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter für 2023 betrug TEUR 5.131.

5.5. Organe der Gesellschaft und deren Vergütung


Seit dem 01.07.2014 ist Herr Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Marc Mißling alleiniger Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin GmbH. Die Bezüge (Gehalt, Leistungszulage) der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr TEUR 227. Zusätzlich wird ein PKW gestellt. Im Weiteren bestehen Versorgungsansprüche aus der VBL sowie aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung.


Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Name Beruf Aufwandsentschädigung 2023
Stadtvertreterin Elgin Lohse Unternehmerin -Vorsitzende- (bis 19.06.23) 349,98 €
Daniela Wallikewitz Geschäftsführerin -Vorsitzende- (a b 14.08.23) 1.000,00 €
Tom-Henry Machoy Bilanzbuchhalter -stellv. Vorsitzender- (bis 19.06.23) 240,00 €
Malte Kuhr Student -stellv. Vorsitzender- (a b 14.08.23) 480,00 €
Monika Obieray Bildungsreferentin i.R. 480,00 €
Stadtvertreter Marius Winkler Geschäftsführer 240,00 €
Stadtvertreterin Juliane Kahlke Redakteurin 240,00 €
Wolfgang Meier Rentner 1.000,00 €
Thomas Richter Wirtschaftsprüfer 750,00 €
Sandra Limke Dipl.-Ing. (FH) 1.000,00 €

5.6. Nachtragsbericht


Die anhaltend weltwirtschaftliche Schwächephase führt zu vielfältigen Verwerfungen. Somit sind auch negative Auswirkungen, u. a. im Bereich der Versorgungssicherheit auf den Energiemärkten oder durch wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den Privathaushalten, auf die Stadtwerke Eutin GmbH zu erwarten. Die Auswirkungen werden als mittel angesehen.


Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nicht eingetreten.

5.7. Ergebnisverwendung


Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss über EUR 1.909.000,38 in Höhe von EUR 1.109.000,38 in die Gewinnrücklage einzustellen und in Höhe von EUR 800.000,00 an die Gesellschafterin auszuschütten.

 

Eutin, den 28. März 2024


gez. Marc Mißling Geschäftsführer

Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchungen Endstand Anfangsstand
01.01.2023 2023 2023 2023 31.12.2023 01.01.2023
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
1 2 3 4 5 6 7
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.a. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.302.084,13 137.887,60 10.052,10 0,00 2.429.919,63 2.024.539,29
b. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 2.302.084,13 137.887,60 10.052,10 0,00 2.429.919,63 2.024.539,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 14.429.552,12 0,00 0,00 0,00 14.429.552,12 7.400.606,96
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 709.051,78 0,00 0,00 0,00 709.051,78 245.982,39
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 433.334,50 0,00 0,00 0,00 433.334,50 224.940,35
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 13.014.468,28 341.912,88 10.247,30 258.009,63 13.604.143,49 7.943.569,28
5. Verteilungsanlagen
a. Umspannungs- und Umformungsanlagen 4.137.072,82 49.638,46 0,00 0,00 4.186.711,28 2.322.583,82
b. Speicherung, Verdichtung, Druckregelung 732.925,11 0,00 0,00 0,00 732.925,11 268.963,11
c. Leitungsnetz und Hausanschlüsse 69.492.411,64 2.013.078,56 25.788,82 496.842,26 71.976.543,64 27.074.567,64
d. Meßeinrichtungen 1.722.804,83 187.205,45 44.500,42 0,00 1.865.509,86 1.084.747,83
6. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu den Nrn. 4 und 5 gehören 1.467.751,67 580.209,41 0,00 0,00 2.047.961,08 539.868,67
7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.023.261,08 311.349,02 143.382,30 0,00 3.191.227,80 2.267.467,60
8. Anlagen im Bau 1.609.509,46 2.086.570,47 0,00 -754.851,89 2.941.228,04 0,00
Summe Sachanlagen 110.772.143,29 5.569.964,25 223.918,84 0,00 116.118.188,70 49.373.297,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.776.000,00 980.000,00 0,00 0,00 3.756.000,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 900.000,00 0,00 100.000,00 0,00 800.000,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.500,00 0,00 0,00 0,00 5.500,00 0,00
Summe Finanzanlagen 3.681.500,00 980.000,00 100.000,00 0,00 4.561.500,00 0,00
Gesamtbetrieb 116.755.727,42 6.687.851,85 333.970,94 0,00 123.109.608,33 51.397.836,94
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Zugang, d.h. Abschreibungen Abgang, d.h. angesammelte Abschreibungen Umbuchungen Endstand Restbuchwerte am Ende des Restbuchwerte am Ende des
im Wirtschaftsjahr auf die in Spalte 4 ausg. Abgänge 2023 31.12.2023 Wirtschaftsjahres 31.12.2023 vorangegangenen Wirtschaftsjahres
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
1 8 9 10 11 12 13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.a. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 119.741,60 10.052,10 0,00 2.134.228,79 295.690,84 277.544,84
b. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 119.741,60 10.052,10 0,00 2.134.228,79 295.690,84 277.544,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 221.980,00 0,00 0,00 7.622.586,96 6.806.965,16 7.028.945,16
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 7.367,00 0,00 0,00 253.349,39 455.702,39 463.069,39
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 15.199,00 0,00 0,00 240.139,35 193.195,15 208.394,15
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 751.536,51 7.285,30 0,00 8.687.820,49 4.916.323,00 5.070.899,00
5. Verteilungsanlagen
a. Umspannungs- und Umformungsanlagen 85.120,46 0,00 0,00 2.407.704,28 1.779.007,00 1.814.489,00
b. Speicherung, Verdichtung, Druckregelung 13.177,00 0,00 0,00 282.140,11 450.785,00 463.962,00
c. Leitungsnetz und Hausanschlüsse 1.617.553,05 24.159,05 0,00 28.667.961,64 43.308.582,00 42.417.844,00
d. Meßeinrichtungen 107.692,45 44.500,42 0,00 1.147.939,86 717.570,00 638.057,00
6. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu den Nrn. 4 und 5 gehören 86.849,41 0,00 0,00 626.718,08 1.421.243,00 927.883,00
7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.669,02 142.564,30 0,00 2.339.572,32 851.655,48 755.793,48
8. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 2.941.228,04 1.609.509,46
Summe Sachanlagen 3.121.143,90 218.509,07 0,00 52.275.932,48 63.842.256,22 61.398.845,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.756.000,00 2.776.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 800.000,00 900.000,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 5.500,00 5.500,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 4.561.500,00 3.681.500,00
Gesamtbetrieb 3.240.885,50 228.561,17 0,00 54.410.161,27 68.699.447,06 65.357.890,48

Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen


Die Konten- und Kostenstellenstruktur der Stadtwerke Eutin GmbH ist so beschaffen, dass die Einhaltung der aus dem Energiewirtschaftsgesetz und dem Messstellenbetriebsgesetz resultierenden Anforderungen hinsichtlich getrennter Kontenführung für die unterschiedlichen Tätigkeiten gewährleistet ist.


Die Zuordnung der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erfolgte im Wesentlichen durch direkte Buchung auf Kostenstellen und Kostenarten.


Nicht direkt zuordbare Aktiv-/Passiv-/GuV-Posten werden über Schlüssel verteilt. Dabei wurden das Eigenkapital, die Bankschulden und die langfristigen Zinsaufwendungen nach den Eigen- und Fremdfinanzierungsanteilen des Anlagevermögens den einzelnen Tätigkeiten zugewiesen.


Die Personalkosten werden anhand der auf Aufträgen geschriebenen Stunden bzw. der Stammkostenstellen zugeordnet.


Die auf die für mehrere Tätigkeiten tätigen Servicebereiche entfallenen Aufwendungen wurden nach einem Verwaltungsschlüssel auf die einzelnen Tätigkeiten verteilt.


Abschreibungen wurden linear ermittelt. Es kommen folgende wesentliche Nutzungsdauern für die Strom-/Gasnetze zur Anwendung:

(in Jahren) Strom Gas
Verteilungsanlagen 25 bzw. 30 30/33/45
Hausanschlüsse 35 45
Trafos/Gasregelstationen 30 31


Die Aufwendungen für die Beschaffung der Verlustenergie Strom wurden verursachungsgerecht dem Stromnetz zugeordnet.


Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert, soweit keine verursachungsgerechtere Verteilung erfolgte.


Die Zuordnung der einzelnen Posten der Bilanz auf die Tätigkeiten wird nachstehend erläutert:


Sämtlichen Anlagegütern des Anlagevermögens sind Kostenstellen zugewiesen, so dass eine direkte Zuordnung zu den Tätigkeiten möglich ist. Wie bei der GuV erfolgte eine Verteilung der Anlagengüter des gemeinsamen Bereichs auf Basis des Verwaltungsschlüssels. Eine genaue Aufgliederung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.


Im Umlaufvermögen wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend direkt über eine entsprechende Kontierung zugeordnet. Weitere Posten des Umlaufvermögens wurden nach verschiedenen Schlüsseln (Umsatz, Gewinn, Personal u.a.) verteilt.


Auf der Passivseite wurde das Eigenkapital nach den Eigenfinanzierungsanteilen des Anlagevermögens den einzelnen Tätigkeiten zugeordnet und kumuliert als "Zugeordnetes Eigenkapital" ausgewiesen. Enthalten sind jeweils die Kapitalausgleichsposten, die der Höhe nach in den Tätigkeitsbilanzen mit einem Davon-Vermerk angegeben werden.


Ertragszuschüsse sind direkt zugeordnet.


Rückstellungen wurden einzeln betrachtet und verteilt.


Die Bankschulden und die korrespondierenden langfristigen Zinsaufwendungen wurden nach den Fremdfinanzierungsanteilen des Anlagevermögens verteilt.


Die größten Posten aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden einzeln betrachtet und verteilt.

 

Eutin, den 28. März 2024


gez. Marc Mißling Geschäftsführer

Bilanz nach Tätigkeiten zum 31. Dezember 2023

Aktivseite Strom-Netz Gas-Netz moderner/intelligenter Messstellenbetrieb
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.171 101.890 25.470 19.971
114.171 101.890 25.470 19.971 0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 1.823.150 1.875.755 1.129.297 1.160.868
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 112.940 114.677 34.568 35.284
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 53.544 58.657 21.281 23.328
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 938.501 1.002.484 0 0
5. Verteilungsanlagen 11.549.996 11.027.943 7.799.052 7.644.447 257.413 192.442
6. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu den Nr. 4 und 5 gehören 48.427 47.901 3.474 4.181
7. Betriebs- und Geschäftsausstattung 257.841 252.178 98.440 88.540
8. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 558.005 123.013 172.834 120.579
15.342.404 14.502.608 9.258.946 9.077.227 257.413 192.442
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 970.898 717.575 23.779 17.575
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0
4. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0
970.898 717.575 23.779 17.575 0 0
16.427.473 15.322.073 9.308.195 9.114.773 257.413 192.442
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 247.564 269.226 96.175 104.499
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 0 0 661 393
247.564 269.226 96.836 104.892 0 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 778.294 233.703 865.324 186.088 18.462 14.172
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.359 25.420 842 623
3. Forderungen Beteiligungsunternehmen 0 0 0 0
4. Forderungen gegen den Gesellschafter Stadt Eutin 111.716 68.099 52.737 22.818
5. Sonstige Vermögensgegenstände 186.260 217.527 53.493 97.859
1.110.629 544.749 972.396 307.388 18.462 14.172
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 395.485 52.259 0 0 0 0
1.753.678 866.234 1.069.232 412.280 18.462 14.172
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.159 23.058 10.809 11.842 0 0
18.198.310 16.211.365 10.388.236 9.538.895 275.875 206.614
Passivseite Stromverteilung Gasverteilung moderner/intelligenter Messstellenbetrieb
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
Zugeordnetes Eigenkapital 4.254.144 4.600.307 2.000.617 2.873.233 107.871 37.821
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen
1. Sonderposten für Investitionszuschüsse 2.064.983 1.879.400 994.046 952.778
2. Empfangene Ertragszuschüsse 0 0 0 0
2.064.983 1.879.400 994.046 952.778 0 0
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 98.343 0 0 0
2. Sonstige Rückstellungen 533.857 290.907 397.907 366.256
632.200 290.907 397.907 366.256 0 0
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.985.192 8.117.844 6.100.436 4.768.290 167.971 168.793
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 992.677 925.335 705.643 543.527 19.147 19.240
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.012 0 9.703 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.232.038 955.301 454.360 350.684
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.232.038 955.301 454.360 350.684
4. Verbindlichkeiten ggü. dem Gesellschafter 0 0 0 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 930.229 133.366 446.844 143.331 33
davon
a) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 930.229 133.366 446.844 143.331 33
b) aus Steuern 70.276 15.578 29.556 9.298 0
c) im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0 0
11.171.471 9.206.511 7.011.343 5.262.305 168.004 168.793
E. Rechnungsabgrenzungsposten 75.512 234.240 -15.677 84.323 0 0
18.198.310 16.211.365 10.388.236 9.538.895 275.875 206.614

Gewinn- und Verlustrechnung nach Tätigkeiten vom 1.1. bis 31.12.2023

Strom-Netz Gas-Netz moderner/intelligenter Messstellenbetrieb
2023 2022 2023 2022 2023 2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 7.077.540 7.311.321 2.999.621 2.836.133 81.798 67.550
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 168.730 120.162 23.593 59.856
3. Sonstige betriebliche Erträge 22.685 85.637 5.013 11.427
7.268.955 7.517.120 3.028.227 2.907.416 81.798 67.550
4 .Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.705.191 4.353.087 1.188.614 1.398.047 -7.483 -4.525
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 227.048 222.268 198.084 153.081 8.740 6.362
3.932.239 4.575.355 1.386.698 1.551.128 1.257 1.837
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.110.554 1.117.818 732.475 669.115 470 1.930
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 280.459 300.819 182.394 177.602 190 783
1.391.013 1.418.637 914.869 846.717 660 2.713
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 735.008 744.288 345.247 332.180 22.600 16.497
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 637.717 623.931 333.199 316.614 31.954 16.850
8. Erträge aus anderen Wertpapieren u. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 264 264 6 6 0 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.328 7.739 4.982 2.786 0 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 225.023 124.015 141.751 71.463 4.155 2.695
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 103.378 12.545 -21.481 -56.015 5.921 7.461
12. Ergebnis nach Steuern 257.169 26.352 -67.068 -151.879 15.251 19.497
13. Sonstige Steuern 5.183 5.923 2.750 2.694 59 151
14. Jahresüberschuss 251.986 20.429 -69.818 -154.573 15.192 19.346

Anlagennachweis zum 31.12.2023 nach Tätigkeiten

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchungen Endstand Anfangsstand
01.01.2023 31.12.2023 01.01.2023
Strom-Netz Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 986.442 54.399 3.332 0 1.037.509 884.552
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2.488.446 0 0 0 2.488.446 612.691
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 176.776 0 0 0 176.776 62.099
3. Grundstücke ohne Bauten 113.223 0 0 0 113.223 54.566
4. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 2.082.561 -2.822 0 18.408 2.098.147 1.080.077
5. Verteilungsanlagen 23.125.232 956.302 47.184 55.008 24.089.358 12.097.289
6. Maschinen und maschinelle Anlagen 66.908 4.176 0 0 71.084 19.007
7. Betriebs- und Geschäftsausstattungen 1.032.587 66.763 56.273 0 1.043.077 780.409
8. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 123.013 508.408 0 -73.416 558.005 0
29.208.746 1.532.827 103.457 0 30.638.116 14.706.138
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 717.575 253.323 0 0 970.898 0
Gesamt 30.912.763 1.840.549 106.789 0 32.646.523 15.590.690
Abschreibungen Restbuchwert
Posten des Anlagevermögens Zugang Abgang Umbuchungen Endstand Restbuchwerte am Ende des Wirtschaftsjahres Restbuchwerte am Ende des Vorangegangenen Wirtschaftsjahres
31.12.2023
Strom-Netz Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.118 3.332 0 923.338 114.171 101.890
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 52.605 0 0 665.296 1.823.150 1.875.755
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 1.737 0 0 63.836 112.940 114.677
3. Grundstücke ohne Bauten 5.113 0 0 59.679 53.544 58.657
4. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 79.569 0 0 1.159.646 938.501 1.002.484
5. Verteilungsanlagen 489.257 47.184 0 12.539.362 11.549.996 11.027.943
6. Maschinen und maschinelle Anlagen 3.650 0 0 22.657 48.427 47.901
7. Betriebs- und Geschäftsausstattungen 60.959 56.132 0 785.236 257.841 252.178
8. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 558.005 123.013
692.890 103.316 15.295.712 15.342.404 14.502.608
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 970.898 717.575
Gesamt 735.008 106.648 0 16.219.050 16.427.473 15.322.073
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchungen Endstand Anfangsstand
01.01.2023 31.12.2023 01.01.2023
Gas-Netz Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 313.526 16.174 0 0 329.700 293.555
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 1.497.530 0 0 0 1.497.530 336.662
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 62.284 0 0 0 62.284 26.999
3. Grundstücke ohne Bauten 45.881 0 0 0 45.881 22.554
4. Verteilungsanlagen 14.927.928 321.719 4.576 105.742 15.350.813 7.283.481
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 11.177 0 0 0 11.177 6.996
6. Betriebs- und Geschäftsausstattungen 343.119 37.122 18.061 0 362.180 254.579
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.579 157.997 0 -105.742 172.834 0
17.008.498 516.838 22.637 0 17.502.699 7.931.271
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.575 6.204 0 0 23.779 0
Gesamt 17.339.599 539.216 22.637 0 17.856.178 8.224.826
Abschreibungen Restbuchwert
Posten des Anlagevermögens Zugang Abgang Umbuchungen Endstand Restbuchwerte am Ende des Wirtschaftsjahres Restbuchwerte am Ende des Vorangegangenen Wirtschaftsjahres
31.12.2023
Gas-Netz Euro Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.675 0 0 304.230 25.470 19.971
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 31.571 0 0 368.233 1.129.297 1.160.868
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 717 0 0 27.716 34.568 35.285
3. Grundstücke ohne Bauten 2.046 0 0 24.600 21.281 23.327
4. Verteilungsanlagen 272.776 4.496 0 7.551.761 7.799.052 7.644.447
5. Maschinen und maschinelle Anlagen 707 0 0 7.703 3.474 4.181
6. Betriebs- und Geschäftsausstattungen 26.755 17.594 0 263.740 98.440 88.540
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 172.834 120.579
334.572 22.090 0 8.243.753 9.258.946 9.077.227
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 23.779 17.575
Gesamt 345.247 22.090 0 8.547.983 9.308.195 9.114.773
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchungen Endstand Anfangsstand
01.01.2023 31.12.2023 01.01.2023
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
Moderne Meßeinrichtungen
II. Sachanlagen
1. Verteilungsanlagen 231.685 87.571 0 0 319.256 39.243
Gesamt 231.685 87.571 0 0 319.256 39.243
Abschreibungen Restbuchwert
Posten des Anlagevermögens Zugang Abgang Umbuchungen Endstand Restbuchwerte am Ende des Wirtschaftsjahres Restbuchwerte am Ende des Vorangegangenen Wirtschaftsjahres
31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
Moderne Meßeinrichtungen
II. Sachanlagen
1. Verteilungsanlagen 22.600 0 0 61.843 257.413 192.442
Gesamt 22.600 0 0 61.843 257.413 192.442

Bericht des Aufsichtsrates


Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die geschäftliche Entwicklung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und alle bedeutenden Geschäftsvorfälle unterrichtet.


In 5 Sitzungen wurden alle anstehenden Fragen beraten und die erforderlichen Beschlüsse gefasst.


Der Jahresabschluss zum 31.12.2023, die Buchführung und der Lagebericht 2023 wurden durch den Wirtschaftsprüfer, Dipl.-Kfm. Harm Lorenzen von Ehler Ermer & Partner aus Rendsburg geprüft. Die Prüfung ergab keinen Anlass zu Beanstandungen, die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung wurde bestätigt.


Der Aufsichtsrat hat den schriftlichen Prüfungsbericht in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers ausführlich erörtert und keine Einwendungen gegen das Prüfungsergebnis erhoben.


Den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2023 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat geprüft. Er billigt den Jahresabschluss und stimmt dem Lagebericht zu.


Nach ausführlicher Beratung in der Aufsichtsratssitzung vom 02.07.2024 empfiehlt der Aufsichtsrat, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.909.000,38 in Höhe von EUR 1.109.000,38 in die Gewinnrücklage einzustellen und in Höhe von EUR 800.000,00 an die Gesellschafterin auszuschütten.


Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss festzustellen, dem Lagebericht 2023 zuzustimmen und dem Geschäftsführer Entlastung zu erteilen. Sogleich bittet der Aufsichtsrat um seine eigene Entlastung.


Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und seinen Mitarbeitern für Ihren Beitrag, den sie zur erfolgreichen Arbeit der Stadtwerke Eutin GmbH geleistet haben.


Mit freundlichen Grüßen Stadtwerke Eutin GmbH
- Der Aufsichtsrat -


gez. Daniela Wallikewitz Aufsichtsratsvorsitzende

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Eutin GmbH, Eutin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile


Ich habe den Jahresabschluss der Stadtwerke Eutin GmbH -bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Stadtwerke Eutin GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN

NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG

Prüfungsurteile


Ich habe geprüft, ob die Stadtwerke Eutin GmbH ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten haben. Darüber hinaus habe ich die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Stromnetzbetrieb, Gasnetzbetrieb und Messstellenbetrieb im Bereich moderner Messeinrichtungen/intelligenter Messsysteme nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG -bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse -geprüft.

Nach meiner Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Ich habe meine Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Ich bin von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich wende als Wirtschaftsprüfer die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.


Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG


Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.


Ferner umfasst meine Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der meine Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.


Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.


Meine Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass ich für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen kann.

 

Rendsburg, den 02. Juli 2024


gez. Harm Lorenzen Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Verwendung des Jahresergebnisses des Geschäftsjahres 2023


Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 28.10.2024 den Jahresabschluss und den Lagebericht 2023 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.909.000,38 in Höhe von EUR 1.109.000,38 in die Gewinnrücklagen einzustellen und in Höhe von EUR 800.000,00 an die Gesellschafterin auszuschütten.

 

Eutin, den 28.10.2024

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